Die Mischnah bzw. der Text der Mischnah. Hier:
Von wann an liest man das Schma am Abend? Von der Stunde an, da die Priester eintreten, von ihrer Hebe zu essen, bis zum Schluss der ersten Nachtwache Worte des Rabbi Eliezer, Die Weisen sagen: bis Mitternacht. Rabban Gamliel sagt: bis die Morgenröte aufsteigt. Es geschah, dass seine Sonne vom Gastmahl kamen und sprachen zu ihm: "wir haben [noch] das Schma nicht gelesen" Da sagte er zu ihnen: "wenn die Morgenröte noch nicht aufgestiegen, seid ihr zu lesen verpflichtet". Und nicht nur diesbezüglich sagten sie es, sondern Alles, worüber die Weisen "bis Mitternacht" sagten, gilt dessen Gebot, bis die Morgenröte aufsteigt. Das Gebot der Aufdämpfung des Fetts und der Glieder reicht, bis die Morgenröte aufsteigt, und das Gebot dessen, was an einem Tags gegessen werden soll, reicht, bis die Morgenröte aufsteigt. Wenn so, warum sagten die Weisen "bis Mittemacht"? Um den Menschen von der Übertretung fern zu halten.
Die Gemarah:
Worauf bezieht sich der Tanna, dass er lehrt "Von wann an"? Ferner, warum lehrt er zuerst "am Abend" sollte er doch zuerst vom Morgen lehren? Der Tanna bezieht sich auf den Schriftvers, wo es heisst: "Bei deinem Schlafengehen und bei deinem Aufstehen" und somit lehrt er: wann [beginnt] die Zeit des Schmalesens beim Schlafengehen? von der Stunde an, da die Priester eintreten, von ihrer Hebe zu essen. Und wenn du willst, sage ich: er lernt dies von der Weltschöpfung, denn so heißt es: "Es ward Abend und es ward Morgen, ein Tag." Wenn so, sollte er doch am Schluss, wo er lehrt: "Am Morgen sagt er zwei Segensprüche vorher" und einen nachher", ebenfalls vom Abend zuerst lehren? Der Tanna beginnt mit dem Abend und lehrt nachher über den Morgen; und da er vom Morgen spricht, so erklärt er die Gegenstände des Morgens, und erst nachher erklärt er die Gegenstände des Abends. Der Meister sagte: "von der Stunde an. da die Priester eintreten, von ihrer Hebe zu essen", Merke! wann essen die Priester die Hebe? von der Stunde an, da Sterne hervortreten; nun sollte er doch lehren: "Von der Stunde an, da Sterne hervortreten" Beiläufig bemerkt er ein Zweites: wann essen die Priester von der Hebe? von der Stunde an, da Sterne hervortreten; und damit bemerkt er uns: die Sühne ist nicht hindernd, wie auch gelehrt wird: "Und wenn die Sonne untergegangen, so ist er rein"
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Auszüge aus dem Talmud,
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Der Talmud Texte aus dem Talmud auf talmud.de: Ordnung Seraim Der Talmud ist eine der wichtigsten Werke des Judentums, man kann sogar sagen, er sei eine der Säulen des Judentums, wenngleich seine Bedeutung für das orthodoxe und liberale Judentum unterschiedlich groß ist. Was ist der Talmud? Der Talmud ist die Diskussion der Mischna. Doch was ist die Mischna ? Die
Mischna: G'tt gab Mosche am Sinai nicht nur die geschriebene Thora, sondern
auch die 'mündliche Lehre'. Jehuda ha Nasi ordnete die mündliche Lehre und hielt sie schriftlich fest, was eigentlich für halachisch bedenklich gehalten wurde, um jedoch die mündliche Lehre nicht zu verlieren oder zu verändern schuf man also die Mischna(Wiederholung)-die Sammlung der mündlichen Lehre. Man
teilte die Mischna Ordnungen auf:
Der Talmud besteht aus dieser Mischna und ihrer Diskussion, der Gemara. Beide gemeinsam sind der Talmud.Sie sind der Grundtext des Talmuds. Im Laufe der Geschichte wurden aber auch diese Texte kommentiert und beprochen. In jeder Ausgabe des Talmuds ist deshalb auch der Raschi-Kommentar zu finden. Raschi ist ein Akronym für Rabbi Schlomo ben Jitzchak (ausführlicher Artikel zu Raschi), der 1040 in Troyes geboren wurde und 1105 nach reger Tätigkeit starb. Ohne Raschis Kommentar, wäre der Talmud ein versiegeltes Buch für uns, schrieb Rabbi Jitzchak bar Schesches (Rivasch). Tatsächlich sind die Arbeiten Raschis zum Talmud und zur Thora unvergleichlich. Alle weiteren Kommentare zum Talmud wurden von den Schülern Raschis hinzugefügt. Am unteren Rand gibt es noch Kommentare und Hinweise zahlreicher anderer Verfasser. In der Mitte des Bildes steht die Mischna mit der Gemara in Quadratbuchstaben. Rechts davon befindet sich der Kommentar Raschis, sowie auf der linken Seite, der seiner Schüler. Unten finden wir die 'kleinen Kommentare'. Die Abbildung zeigt das erste Blatt des Traktates Berachot "Segenssprüche". Den Talmud kann man nicht einfach nur lesen, den Talmud muß man lernen um einen Einblick in dieses faszinierende Feld zu bekommen. Je mehr man vom Talmud weiß, desto mehr Fragen stellen sich noch. Wir beschäftigen uns heute fast ausschließlich mit dem Talmud Bavli der in den Lehrstätten Babyloniens entstanden ist, während es noch den Talmud Yerushalmi gibt, der in den Lehrhäusern Israels entstanden ist. |
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Was steht im Talmud? Wie ist er geschrieben? Wie Eingangs bereits erwähnt wurde, besteht der Talmud aus Mischnah und Gemarah, der Talmud ist also von seiner Struktur her "dialogisch". Während die Mischnah eine Sammlung von Gebräuchen und Einrichtungen ist, diskutiert die Gemarah darüber und bringt auch Gegenmeinungen vor, die gleichfalls wieder diskutiert werden. Im Talmud kommen so viele verschiedene Sprecher zu Worte und nicht nur gelegentlich schweift die Diskussion ab in kleinere oder größere Diskurse über neue Stichwörter. So werden nicht nur religiöse Gesetze besprochen (Halachah), sondern auch Geschichten, Auslegungen, Sinnsprüche oder Gleichnisse erzählt (Aggadah). Organisiert ist der Talmud nach den sechs Ordnungen der Mischnah. Diesen folgend ist er in 63 Traktate eingeteilt:
Ein Beispiel aus der Aggadah Die Geschichte geschah wiederum an einem Nichtjuden,
der zu Schammaj kam und sprach "Bekehre mich, indem du mich die ganze
Torah lehren willst, solange ich auf einem Bein stehen kann." |
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