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Die
Gemeinde Neveh Israel deren Synagoge, die Mikve Israel -Synagoge
ist, wird auch als Mutter der jüdischen Gemeinden auf dem amerikanischen
Kontinent bezeichnet, denn von dort aus wurde der Aufbau vieler
anderer Gemeinden unterstützt. Die erste Synagoge in Neu Amsterdam
(1729) wurde von der Gemeinde Curaçao finanziert, ebenso
wie die Gemeinde Newport (1754) und einige andere.
| Curaçao
wurde schon 1499 von den Spaniern entdeckt, aber 1634 von einer
Expedition der niederländischen West-Indien-Gesellschaft
übernommen. Der Übersetzer dieser Expedition war auch
der erste Jude auf der Insel: Samuel Coheno. Der recht bekannte
Direktor dieser Gesellschaft Peter Stuyvesant erlaubte jüdischen
Siedlern, sich dort niederzulassen. Die ersten 10 Familien trafen
dann auch im Jahre 1651 aus Amsterdam in Curaçao unter
der Führung von João d'Yllan ein. |
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Diese sefardischen
Familien brachten auch ein Sefer Torah aus dem Jahr 1375 mit auf
die Insel. Die von ihnen gegründete Gemeinde ist heute die
älteste in Amerika.
Diesem Erbe wurde auch während der Feierlichkeiten Rechnung
getragen, an denen übrigens auch der Kronprinz der Niederlande
teilnahm. Man hatte erfolgreich nach den Nachkommen des Schreibers
der mitgebrachten Torah-Rolle gefahndet und war fündig geworden.
Jose da Costa-Gomez, Nachfahre des Schreibers, feierte zu diesem
Anlass auch seine Bar-Mitzvah und las aus der ersten Rolle, die
auf die Insel gebracht wurde mit sefardischer Kantillation.
Zu den Feierlichkeiten
auf Curaçao
hatten schon im Vorfeld die großen jüdischen Organisationen
Nord-Amerikas eingeladen, die diesem Anlass natürlich ganz
besonderen Respekt erweisen.
Bemerkenswert ist auch, dass die Gemeinde Neveh Israel 1963 zur
Gemeinde Neveh Shalom Israel geworden ist, als nämlich die
alte sefardische Gemeinde mit der kleinen sefardischen Reformgemeinde
fusionierte und die dann den gemeinsamen Rabbiner stellte.
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