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Der »Kopftuchstreit«
und das Judentum... |
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Im Oktober 2003 wurde viel über das Kopftuch von moslemischen Frauen diskutiert. Welche Position könnte das Judentum dazu einnehmen? Welche Auswirkungen könnte die Gesetzgebung auf Jüdinnen und Juden in Deutschland haben? In einer Reihe von Artikeln wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen. Kopftuch: Undemokratisch?
von Dr. Michael Rosenkranz Sei es, weil sie es von ihrer Erziehung her nicht möchte, sich entblößt vorkäme; sei es, weil sie es aus persönlicher Überzeugung nicht möchte, sich exhibitionistisch vorkäme; sei es, etwa nach der Hochzeit, um ihre Reize nur für ihren Mann zu bewahren, wie es nicht nur im Islam, sondern auch im traditionellen Judentum und traditionellen Christentum bekannt ist, wo verheiratete Frauen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch oder eine Haube tragen. Zugegeben, dies ist in jüdischen
und christlichen Kreisen moderner Prägung heute hier nicht mehr üblich,
muss aber deshalb nicht falsch und nicht unbedingt eine Unterdrückung
der Frau sein. Das Problem liegt doch viel eher bei der Freiwilligkeit
des Tuns. Aber, ist das Nabelfrei- und Ausschnitt-Tragen unter den heutigen
Schülerinnen nicht auch ein heftiger Gruppenzwang, dem sich die einzelne
kaum mehr entziehen kann? Andersherum: Wie mag eine Frau empfinden, die
das Bedürfnis sich zu verhüllen hat, wenn man sie gewaltsam,
- z.B. um einer freiheitlich demokratischen Rechtsordnung willen -
entblößt? Die Kündigung einer Arbeitsstelle oder ein Arbeitsverbot,
- ist das nicht auch Gewaltanwendung? Der Text ist geistiges Eigentum des Autors. Wenn Sie diesen Artikel weiterverwenden möchten, beachten Sie bitte die Hinweise unter folgendem Link: Bitte lesen Sie die Hinweise zur Weiterverwendung der Texte (Zum Urheberrecht)
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