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Dem Todkranken
darf die Wahrheit über seinen Zustand nicht verheimlicht werden,
ansonsten beraubt man ihn der Möglichkeit einer Vorbereitung
auf den Tod, sowie der Regelung notwendiger Angelegenheiten, wozu
auch die Versöhnung mit einem Mitmenschen gehört. (Falls
die Umstände das zulassen, also genügend Zeit verbleibt.)
Eine Begleitung hierbei wäre wün-schenswert, z. B: von
einem Rabbiner, einem Angehörigen oder einer anderen Person.
Auf jeden Fall gelten Erfahrung, Takt und Feingefühl als Kriterien.
Einen Sterbenden
sollte man gar nicht berühren, denn in seiner Todesstunde gleicht
er einer Kerze, die durch Bewegung eventuell schon eher erlischt.
Um ihm nun einen würdevollen Ab-schied zu bereiten, begleitet
man ihn und lässt ihn nicht allein. Es wird versucht, seinen
viel-leicht vorhandenen Schmerz vor dem Abschied zu lindern, ebenso,
seine Ängste zu verringern. All' dies geschieht durch eine
Abfolge von Gebeten, welche, wenn möglich, mit dem Sterbenden
gemeinsam gesprochen werden. Hinsichtlich der Auswahl gibt es verschiedene
Versionen, aber immer steht das "Sch'ma" im Mittelpunkt:
| (nach
de Vries) |
(nach
Lau) |
| Widui |
Widui |
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Psalmen,
z. B. 121, 130, 91
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Sch'ma
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Sch'ma |
Jigdal
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| Adon
olam |
3x
"Baruch schem kewod malchuto" |
| Sch'ma |
7x
"Der Ewige ist unser G-tt" |
| 3x
"Baruch schem kewod malchuto" |
1x
" Der Ewige, unser König, der Ewige,
unser König, der Ewige, der König der Welt
für immer und ewig." |
| "Der
Herr ist G-tt" 1. Kön. 18,39 |
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| Gebet
"G-tt regiert in Ewigkeit" |
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Alle Gebete
werden ggf. unterbrochen, damit das Wort "ECHAD" aus dem
"Sch'ma" den letzten Atemzug begleitet. (vergl. Martyrium
des Rabbi Akiba. Berachot 61b)
Dem Verstorbenen
werden die Augen geschlossen, da der Tod dem Schlaf entspricht.
In An-lehnung an 1. Mose 46,4 (Josef = 1. Sohn Rahels) führt
diese Handlung oftmals der älteste Sohn durch.
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