
Als die Amerikanische Organisation Joint in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf letztes Jahr das Filmfestival „Jüdische Welten“ in Düsseldorf startete, hat keiner mit dem großen Erfolg des Festivals und dem riesigen Publikumszuspruch gerechnet. Das Anliegen, jüdischen und nicht-jüdischen Zuschauern das jüdische Universum näher zu bringen, war erfolgreich. Kuratiert wird die Filmreihe von Erika Rubinstein, einer Anfang der 90er Jahre aus Estland in die Bundesrepublik eingewanderten Filmwissenschaftlerin und Journalistin. „Wir möchten mit der Reihe auf jüdische Themen abseits von Holocaust und Nahostkonflikt aufmerksam machen“, so Erika Rubinstein, „diese Fragen dominieren nach wie vor noch den politischen Diskurs und auch das kulturelle Schaffen in Deutschland.“ Keiner der acht Filme, die in der Filmreihe zu sehen sind, hat eins dieser Themen zum Mittelpunkt der Handlung. „Jüdische Welten“ möchte jüdische Kultur, jüdische Traditionen, jüdische Mentalität, jüdische Familien in ihrer Vielfalt für das breite Publikum entdecken, und dies außerhalb der politischen Konflikte, wenngleich diese im Hintergrund jeder jüdischen privaten Geschichte lauern. Dieses Jahr gib es neue Ideen, die die „Jüdischen Welten“ zu einem unvergesslichen Ereignis machen sollen, das seinen festen Platz im Kulturleben der Stadt Düsseldorf einnimmt. Das Festival wird kompakter, mit mehr Filmen und es wird durch ein kulinarisches Angebot bereichert. Acht Filme laufen dieses Jahr im Programm. Die meisten von ihnen waren noch nie im deutschen Verleih. Und sie bringen die Zuschauer wieder ein Stück näher an die Vielfalt des jüdischen Lebens. Eröffnet wird das Festival mit dem traditionellen Anzünden der Chanukka-Kerzen am 16. Dezember und dem Film „Close to Home“ von Dalia Hager und Vidi Bilu (Israel 2005), einem Drama über zwei junge Soldatinnen, die ihren Dienst in Jerusalem machen. Am nächsten Tag geht es weiter mit „Zorros’ Bar Mitzva“ von Ruth Beckermann (Österreich 2006). Der Dokumentarfilm begleitet vier zwölfjährige Jugendliche bei den Vorbereitungen auf ihre Bar bzw. Bat Mitzva. Hierzu wird es Gelegenheit geben, mit Jugendlichen aus der Düsseldorfer Gemeinde über ihre Erfahrungen mit dem Erwachsenwerden-Ritual zu sprechen, am gleichen Tag wird auch „To Take a Wife“ von Shlomi Elkabetz (Israel 2004) gezeigt. Es geht um eine schwierige Ehebeziehung eines religiösen Mannes und seiner verzweifelten Ehefrau. Der Regisseur hat seine Anwesenheit zugesagt. Und ebenfalls am 17.12. läuft „Bit by Bit“ von Jonathan Metzger und Pontus Klänge (Schweden 2005). Eine Komödie rund um die Pessah-Tradition und einen schwedischen Juden, der sich dabei verletzte. Zu einem Gespräch kommt ein jüdischer Jugend-Psychologe. Am Montag, 18.12. kommt Top-Schauspieler Kai Wiesinger zum Filmfestival und stellt sich dem Publikum als Regisseur vor. „Eruv“ (Deutschland 2005) schaut hinter die Kulissen des orthodoxen jüdischen Lebens am Beispiel einer Gemeinde aus New Jersey. Am Dienstag, 19.12. läuft der mehrmals ausgezeichnet Film „Ushpizin“ von Gidi Dar (Israel 2004), ein ganz ungewöhnliches Werk, bei dem selbst die Schauspieler tief religiöse Menschen sind. Der Regisseur wird eventuell anwesend sein. Am gleichen Abend wird „Matchmaker“ von Gabrielle Antonosiewitz (Schweiz 2005) gezeigt, die sich auf die Suche nach einem jüdischen Partner begibt. Nach dem Film wird es die Möglichkeit geben, einem echten Matchmaker Fragen zu stellen. Und zum Schluss am Mittwoch, 20.12. wird „Shalom, Germania“ von Herz Frank und Grigory Manyuk (Deutschland 2004) über das Leben russisch-jüdischer Emigranten in Deutschland gezeigt. Der Regisseur hat seine Anwesenheit zugesagt. Die Anfangszeiten sind: 16.12. um 20 Uhr danach ein Empfang und Büffet; 17.12. Vorstellungen um 12, 17 und 20 Uhr; 18.12. um 17 Uhr; 19.12. um 17 und 20 Uhr, 20.12. um 19.30 Uhr. Während des Festivals werden im Kinofoyer jüdische kulinarische Spezialitäten verkauft. VERANSTALTUNGSORT Black Box Schulstraße 4 Düsseldorf Fon 0211 899 24 90
Samstag 16.12. 20 Uhr: „Close to Home“ von Dalia Hager und Vidi Bilu (Israel 2005) Ein Drama über zwei junge Soldatinnen, die ihren Dienst in Jerusalem machen Danach gibt es einen Empfang mit Büffet!
Sonntag 17.12. 12 Uhr: „Zorros’ Bar Mitzva“ von Ruth Beckermann (Österreich 2006) Der Dokumentarfilm begleitet vier zwölfjährige Jugendliche bei den Vorbereitungen auf ihre Bar bzw. Bat Mitzva. 17 Uhr: „Bit by Bit“ von Jonathan Metzger und Pontus Klänge (Schweden 2005). Eine Komödie rund um die Pessah-Tradition und einen schwedischen Juden, der sich dabei verletzte. 20 Uhr: "To Take a Wife“ von Shlomi Elkabetz (Israel 2004). Es geht um eine schwierige Ehebeziehung eines religiösen Mannes und seiner verzweifelten Ehefrau. Der Regisseur hat seine Anwesenheit zugesagt.
Montag 18.12. 17 Uhr: „Eruv“ von Kai Wiesinger (Deutschland 2005) Der Film schaut hinter die Kulissen des orthodoxen jüdischen Lebens am Beispiel einer Gemeinde aus New Jersey. Der Regisseur (und Top-Schauspieler) Kai Wiesinger wird anwesend sein!
Di 19.12. 17 Uhr: „Matchmaker“ von Gabrielle Antonosiewitz (Schweiz 2005) Über die Suche nach einem jüdischen Partner. Nach dem Film wird es die Möglichkeit geben, einem echten Matchmaker Fragen zu stellen. 20 Uhr: „Ushpizin“ von Gidi Dar (Israel 2004) Ein ganz ungewöhnliches Werk, bei dem selbst die Schauspieler tief religiöse Menschen sind.
Mi 20.12. 19.30 Uhr: „Shalom, Germania“ von Herz Frank und Grigory Manyuk (Deutschland 2004) Über das Leben russisch-jüdischer Emigranten in Deutschland.
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