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< Berachot 2a/b | Berachot 4a/b >
Berachot 3a-bNun widerspricht sich aber doch R. Meir. Antwort: Nun ja, es sind zwei verschiedene Meinungen der beiden Tanaim über das, was R. Meir behauptet hat. Aber es scheint sich doch auch R. Eliezer zu widersprechen? Hier gilt dasselbe, es sind zwei verschiedene Meinungen der beiden Tannaim. Indes kannst Du auch, wenn Du willst, sagen, der Anfang der Mischnah sei gar nicht von R. Eliezer, [Raschi: sondern von R. Gamliel, denn R. Eliezer ist der Meinung, das Wort der Schrift »Wenn Du dich niederlegst« sei unbestimm, weil es die eine Person, die andere Person später tut. Er sagt also, bis zum Ende der ersten Nachtwache, weil sich später wohl nicht leicht jemand niederlegt. Die Gelehrten aber dehnen das Beschochbecha über die ganze Nacht aus, da der Mensch die ganze Nacht liegt. Bis Mitternacht, steht nur, um den Menschen vor der Übertretung fernzuhalten, so dass er das Lesen des Schma nicht versäumt. R. Gamliel hat dies nicht im Auge, daher sagt er, bis zur Morgenröte.] BIS ZUM ENDE DER ERSTEN NACHTWACHE Welche Meinung hat nun R. Eliezer [in Bezug auf die Anzahl der Nachtwachen]? Wenn er nämlich drei annahm, so hätte er sagen müssen, bis zu Ende der vierten Stunde; nimmt er aber vier an, so müsste es heißen, bis zu Ende der dritten Stunde. [Antwort:] Er hat drei angenommen, und wollte damit sagen, dass es im Himmel drei Nachtwachen gibt und auf der Erde drei. Denn in der Barajta steht: R. Eliezer sagt: Die Nacht besteht aus drei Wachen, und am Anfang jeder Wache sitzt HaKadosch Baruch hu [G-tt] und brüllt wie ein Löwe. Wie geschrieben steht [Jer. 25,30]: »Der Herr wird aus der Höhe brüllen und aus seiner heiligen Wohnung wird er seine Stimme hören lassen: ja brüllen, brüllen wird er über seine Wohnung.« [Brüllen kommt also dreimal vor]. Die Zeichen dieser Nachtwachen sind: Zu Ende der ersten Nachtwache schreit der Esel, der zweiten bellen die Hunde, der dritten kommt der Säugling an die Mutterbrust, und die Frau unterhält sich mit ihrem Mann [was wohl den Tagesanbruch meint]. Wie hat aber R. Eliezer doe Sache verstanden? Meint er zu Anfang oder zu Ende einer jeden Nachtwache? Wenn er den Anfang meint, warum gibt er ein Zeichen für die erste Wache? Dann ist ja eben Abend. Meint er das Ende, wozu bedarf es eines Zeichens beim Ende der dritten? [Es ist ja dann Tag] [Antwort:] Er meint das Ende der ersten, den Anfang der letzten und die Mitte der mittleren, oder er meint das Ende einer jeden. Er gibt aber bei der letzten ein Zeichen für den, der in seinem dunklen Zimmer schläft und dann die Zeit des Aufstehens nicht weiß, dass er sie daran erkennen kann, dass die Frau mit ihrem Mann spricht und das Kind an den Brüsten der Mutter säugt. R. Jitzchak, Schmuels Sohn, führt nach Rab an: Die Nacht besteht aus drei Abteilungen, in deren jeder zu Anfang sitzt HaKadosch Baruch hu [G-tt] und brüllt wie ein Löwe, indem er spricht: »Wehe meinen Kindern, ihrer Sünden wegen habe ich mein Haus zerstört und meinen Tempel verbrannt, und sie vertrieben unter die Völker der Erde«. Es heißt [in einer Barajta] R. Jose erzählte: Als ich einst auf dem Wege war, trat ich in eine der Ruinen Jeruschalajims, um zu beten. Da kam Elijahu der Prophet, gesegneten Andenkens, und erwartete mich vor der Tür [bis ich mein Gebet beendete hatte]. Als ich es aber beendet hatte, sprach er zu mir: Friede sei mit Dir, Rabbi, worauf ich antwortete: Friede sei mit Dir, Meister und Lehrer! Darauf sagte er: Mein Sohn, warum bist Du in diese Ruine getreten? Ich antwortete: um zu beten. Er sagte: Du hättest unterwegs beten sollen. Ich sagte wiederum: ich fürchtete, dass mich Wanderer stören könnten. Er aber sagte: Du hättest das kurze Gebet [havinenu] beten sollen. Zu dieser Zeit habe ich drei Dinge gelernt. Nämlich erstens, dass man nicht in eine Ruine hineingehen darf, zweitens, dass er erlaubt ist auf dem Weg zu beten, und drittens, dass, wer unterwegs betet, ein kurzes Gebet sagen muss. Weiter sprach Elijahu zu mir: Mein Sohn, was hast Du für eine Stimme in der Ruine gehört? Ich antwortete, [bat Kol] eine göttliche Stimme, gurrend wie eine Taube, die sprach: Wehe meinen Kindern, ihrer Sünde wollen habe ich mein Haus zerstört, meinen Tempel verbrannt und sie unter die Völker vertrieben. Worauf er sagte: So wahr du lebst und dein Haupt, er redet nicht nur um diese Zeit, sondern ruft es dreimal täglich. Und nicht nur dies, sondern so oft Israel in die Synagogen und Schulen geht und spricht »Gepriesen sei sein großer Name« , schüttelt HaKadosch Baruch hu [G-tt] sein Haupt und spricht: Glücklich ist der König, den sie so in seinem Hause loben; wie ist aber dem Vater zu Mute, der seine Söhne vertrieben hat. Und wehe den Kindern, die verbannt sind vom Tische ihres Vaters. Die Rabbinen haben nun gelehrt, dass man um dreier Ursachen willen keine Ruine betreten darf, erstens wegen Verdacht [der Unzucht], zweitens wegen der Gefahr eines weiteren Einsturzes, drittens wegen böser Geister. Also erstens wegen Verdacht. Dann aber wäre der erste Grund überflüssig, weil der zweite folgt. b Es lehrten die Rabbanan: Aus drei Gründen soll man in eine Ruine nicht eintreten: wegen Verdachts, wegen Einsturzes und wegen der Gespenster. »Wegen Verdachts"? es genügt ja »wegen Einsturzes"? Bei einer neuen Ruine. Es genügt ja »wegen der Gespenster"? Bei Zweien. Bei Zweien gibt es ja auch keinen Grund zum Verdacht! Bei zwei Zuchtlosen. - »Wegen Einsturzes"? es soll ja genügen »wegen Verdachts und wegen der Gespenster"! Bei zwei Rechtschaffenen. Wegen der Gespenster? es genügt ja »wegen Verdachts und wegen Einsturzes"! Bei einer neuen Ruine und zwei Rechtschaffenen. Bei Zweien gibt es ja auch keine Furcht vor Gespenstern? An ihrem Aufenthaltsort haben wir sie wohl zu fürchten. Und wenn du willst, sage ich: [es handelt sich] zwar um eine Person, aber bei einer neuen Ruine, die im Felde steht; hier gibt es keinen Verdacht, da eine Frau sich im Felde nicht aufhält, wohl aber ist vor Gespenstern zu fürchten. Es lehrten die Rabbanan: [In] vier Nachtwachen ist die Nacht [eingeteilt]. Worte des Rabbi. R. Nathan: in drei. Was ist die Begründung R. Nathans? Weil es heißt: »Und es kam Gideon und die hundert Mann, welche mit ihm waren, an das Ende des Lagers zu Beginn der mittleren Nachtwache [talmud.de Kommentar: Schoftim 7:19]« Er lehrt: es gibt keine Mittlere, wenn es nicht eine zuvor und eine danach gibt. Und Rabbi ? - Was heißt »Mittlere«, eine von den Mittleren. Und R. Nathan? Heißt es denn etwa die »Mittlere von den Mittleren"? es heißt ja die Mittlere. Was ist die Begründung Rabbis? Es sagte R. Zeriqa im Namen R. Amis, im Namen R. Jehoschua b(en). Levi: ein Schriftvers sagt: »Um Mitternacht stehe ich auf, dir für deine gerechten Urteile zu danken« ein andrer Schriftvers aber sagt: »Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor« in welchem Falle kann dies sein? Doch nur wenn die Nacht [in] vier Nachtwachen geteilt ist. Und R. Nathan? Er ist der Ansicht R. Jehoschuas. Denn wir lernten dass R. Jehoschua sagt: bis drei Stunden, denn es ist die Gewohnheit der Könige, in der dritten Stunde aufzustehen: sechs [Stunden] der Nacht und zwei des Tags, sind zwei Nachtwachen. R.Aschi sagt: eine Nachtwache und eine halbe nennt man ebenfalls »Nachtwachen«. Ferner sagte R. Zeriqa im Namen R. Amis im Namen R. Jehoschua b. Levi: Man rede in Gegenwart des Toten nichts als Worte [bezüglich] des Toten. Es sagte R. Abba. b. Kahana: dieses Verbot bezieht sich nur auf Worte der Lehre, bei weltlichen Dingen aber haben wir nichts dagegen. Es sind aber welche, die sagen: so habe R. Abba b. Kahana gesagt: Dieses Verbot bezieht sich sogar auf Worte der Lehre, um so mehr auf weltliche Dinge. Und David, ist er denn um Mitternacht aufgestanden, er ist ja schon am Abend aufgestanden? Denn es heißt: »Ich bin in der Dämmerung aufgewacht und schrie.« Und woher, dass hier mit »Dämmerung« auch der Abend gemeint ist? denn es heißt ja auch: »In der Dämmerung, am Abend des Tages, in der Tiefe der Nacht und der Dunkelheit.« Es sagte R. Oschaja im Namen R. Achas: so sprach David: Niemals ist mir die Mitternachtszeit im Schlaf vergangen. R. Zera sagt: bis Mitternacht schlummerte er wie ein Pferd - von da an und weiter stärkte er sich wie ein Löwe. R. Aschi sagt: bis Mitternacht beschäftigte er sich mit (Worten) der Lehre, von da an und weiter mit Liedern und Lobgesängen. Und unter »Dämmerung«, ist denn darunter der Abend zu verstehen, mit »Dämmerung« ist ja der Morgen gemeint, denn es heißt ja: »Es schlug sie David von der Dämmerung bis zum Abend des folgenden Tages« ist hier etwa nicht gemeint: von Morgen bis Abend? Nein, von Abend bis Abend. Wenn es so ist, sollte es doch heißen: »von Dämmerung bis Dämmerung« oder: »von Abend bis Abend«. Vielmehr, sagte Rabba, es gibt zweierlei Dämmerungen, eine Dämmerung der Nacht auf die der Tag folgt, und eine Dämmerung des Tages, worauf die Nacht folgt. Und David, hat er denn gewusst, wann die [genaue] Mitternachtszeit ist? selbst Mosche Rabbenu wusste dies ja nicht; denn es heißt: »Gegen Mitternacht ziehe ich durch Mizrajim.« Warum »gegen Mitternacht"? Wollte man sagen, dass HaKadosch Baruch Hu, zu ihm »gegen Mitternacht« gesprochen habe? Gibt es denn etwa Zweifelhaftes vor dem Himmel? Vielmehr sprach er zu ihm »um Mitternacht«, darauf sagte er »gegen Mitternacht«, woraus zu ersehen ist, dass ihm dies zweifelhaft war, und David soll dies gewusst haben? David hatte ein Kennzeichen. Denn es sagte R. Acha b. Bizna im Namen R..Schimons des Frommen: Über dem Bette Davids hing eine Harfe und sobald die Mitternachtszeit herankam, wehte der Nordwind und blies daran, und sie spielte von selbst; dann stand er auf und studierte die Lehre bis die Morgenröte aufstieg. Sobald die Morgenröte aufgestiegen war, traten die Weisen Jisraels bei ihm ein und sprachen zu ihm: »Unser Herr und König, dein Volk Jisrael bedarf der Nahrung« er entgegnete ihnen: »Geht hin, und ernährt euch Einer vom Andern« Sie sprachen darauf zu ihm: »Die Handfülle sättigt nicht den Löwen, und die Grube wird von ihrem eigenen Schutt nicht angefüllt« Er erwiderte ihnen: »Geht, und streckt eure Arme im Heere« |
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