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Berachot 4 a-bAlsdann beriet man sich mit Achitofel, überlegte sich mit dem Sanhedrin und befragte das Orakelschild. Es sagte R. Joseph: welcher Schriftvers ist das?: Und nach Achithopel waren Benajahu, Sohn Jehojadas, und Ebjathar, und Joab war Feldherr des Königs. Achitofel war der Rategeber, denn so heißt es: Und der Ratschtag Achithopels den er in jener Zeit erteilte, was, als hätte man Das Wort G-ttes befragt; Benjahu, Sohn Jehojadas, war das Haupt Sanhedrins, und Ebjathar trug das Orakelschild. Denn so heißt es auch: Benajahu, Sohn Jehojadasr war über das Krethi und Plethi. Und weshalb werden sie Krethi und Plethi genannt? Krethi weil sie ihre Worte schneiden: Plethi weil sie ausgezeichnet sind durch ihre Worte. Nachher erst wird Joab, der Feldherr des Königs, genannt. Es sagte R. Jitzchak b. Ada, nach Anderen sagte dies R. Jitzchak b.R. Idi: welcher Schriftvers(?): Wache auf meine Ehre, erwache Psalter und Harfe, ich will das Morgenrot wecken. R. Zera sagt: Das Richtige ist, dass Moscheh dies wusste, und David wusste dies ebenfalls. Wenn aber David dies wusste, was sollte ihm die Harfe? Um ihn aus dem Schlafe zu wecken. Und wenn Moscheh es wusste, weshalb sagte er "gegen Mitternacht"? Moscheh dachte, es konnten die Astrologen Pharaos irren und wurden dann sagen, Moscheh sei ein Lügner. Denn der Meister sagte: Lehre deine Zunge zu sprechen: "ich weiß nicht", denn du konntest als Lügner erscheinen und dabei gefasst werden. R. Aschi sagt: es war dies um Mitternacht des Dreizehnten zum Vierzehnten: und so sprach Moscheh zu den Jisraeliten: Es spricht HaKadosch Baruch Hu: morgen um Mitternacht. In dieser Zeit, werde ich durch Mitzrajim (Ägypten) ziehen. David spricht: "Bewahre meine Seele, den ich bin ja fromm. Levi und R. Jitzchak. Der Eine sagt: so sprach David vor dem Heiligen, gelobt sei er: Herr der Welt, bin ich etwa nicht fromm? sämtliche Könige des Ostens und des Westens schlafen bis drei Stunden, ich aber. Ich stehe um Mitternacht auf, um dich zu preisen. Der Zweite sagt: so sprach David vor dem Heiligen, gelobt sei er: Herr der Welt, bin ich etwa nicht fromm? sämtliche Könige des Ostens und des Westens sitzen scharenweise in ihrer Herrlichkeit, ich aber, meine Hände sind stets vom Blute [der] Eihäute und Nachgeburten beschmutzt, um eine Frau ihrem Manne rein zu sprechen. Und nicht nur dies, sondern Alles. was ich tue, überlege ich zuerst mit meinem Lehrer Mefiboschet und spreche zu ihm: Meister Mefiboschet, habe ich recht gerichtet? habe ich recht schuldig gesprochen? habe ich recht freigesprochen? habe ich recht reingesprochen? habe ich recht unreingesprochen? ich schämte mich dessen nicht. Es sagte R. Jehoschua, Sohn des R. idi: welcher Schriftvers [deutet darauf hin]? Vor Königen spreche ich über deine Zeugnisse, und schäme mich dessen nicht Es wird gelehrt: Nicht Mefiboschet (war sein Name), sondern Ischboschet war sein Name; weshalb aber wird er Mefiboschet genannt? weil er bei der; Halachah das Gesicht Davids zu beschämen pflegte. Dadurch verdiente es David, dass von ihm Kilab gezeugt wurde. Es sagte R. Jochanan: Nicht Kilab (war sein Name) sondern Daniel war sein Name; weshalb aber wird es (mit dem Namen) Kilab genannt? weil er das Gesicht des Mefiboschet bei der Halacha zu beschämen pflegte. Über ihn spricht Schlomoh in seiner Weisheit: Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, wird sich auch mein Herz freuen. Ferner: Sei weise mein Sohn, und erfreue mein Herz, auf dass ich meinen Schmähern Antwort gebe. Und David, wieso kann er sich "Frommer" genannt haben, es heißt ja: Wenn ich nicht glaubte, im Lande des Lebens die Güte des Herrn zu schauen. Und warum, wird im Namen des R. Jose gelehrt, stehen Punkte auf dem Worte "wenn nicht"? es sprach David vor dem Heiligen, gelobt sei er: Herr der Welt, ich vertraue auf dich, dass du in der Zukunft den Gerechten eine gute Belohnung geben wirst; ich weiß aber nicht, ob ich unter ihnen einen Anteil habe Oder nicht? Vielleicht wird dies die Sünde verursachen. Nach R. Ja'akov b. Idi. Denn R. Ja'akov b. Idi wies auf einen Widerspruch hin: es heißt: Schaut ich bin mit dir, und werde dich behüten überall, wo du hingehst; dagegen aber heißt es: Und Ja'akov fürchtete sehr er sagte: es konnte vielleicht die Sünde verursachen. Denn es wird auch gelehrt: Bis hinübergezogen dein Volk, o Herr, bis hinübergezogen das Volk, das du erworben. Bis hinübergezogen dein Volk, o Herr, das deutet auf den ersten Einzug; bis hinüberzog das Volk, das du erworben, das deutet auf den zweiten Einzug. Hieraus folgern die Weisen: die Jisraeliten waren würdig, dass ihnen in den Tagen Ezras Wunder geschahen, wie in den Tagen Jehoschuas, dem Sohn von Nun; allein die Sünde hat es verursacht. Die Weisen sagen: bis Mitternacht. Wessen Ansicht vertreten die Weisen? sind sie der Ansicht des R. Eliezer, so sollten sie lehren wie R. Eliezer, sind sie aber der Ansicht des Rabban Gamaliel, so sollten sie "doch lehren wie Rabban Gamaliel. Freilich sind sie der Ansicht des Rabban Gamaliel, nur deshalb lehren b sie "bis Mitternacht" - um den Menschen von der Übertretung fern zu halten. Denn es wird gelehrt: Die Weisen machten eine Umzäunung für ihre Worte, damit nicht ein Mensch Abends von der Arbeit komme und spreche: ich gehe nach Hause, esse ein wenig, trinke ein wenig und schlafe ein wenig, nachher erst werde ich das Schma lesen und beten; denn wenn ihn der Schlaf überwältigt, könnte er die ganze Nacht hindurch schlafen. Vielmehr, wenn ein Mensch von der Arbeit kommt, gehe er in das Bethaus; ist er gewöhnt zu lesen, so lese er, ist er gewohnt zu studieren. so studiere er, dann lese er das Schma und bete, erst nachher esse er sein Brot und spreche den Segen. Jeder aber, der die Worte der Weisen übertritt, verdient den Tod. - Was ist der Unterschied zwischen allen [anderen] Stellen, wo er nicht lehrt "er verdient den Tod", und der Unterschied zu dieser Stelle, wo er lehrt "er verdient den Tod"? - Wenn du willst, sage ich: weil die Macht des Schlafs ist; wenn du aber willst, sage ich: um die Ansicht desjenigen auszuschließen, welcher sagt: das Abendgebet ist ein Freigestelltes; er lässt uns aber hören, dass es Pflicht ist. Der Meister sagte: "Man lese das Schma und bete". Dies ist eine Stütze für R. Johanan; denn R. Johanan sagte: Wer ist ein Kind der zukünftigen Welt? - derjenige, welcher die Brachah der Erlösung an das Abendgebet anschließt. R. Jehosua b. Levi sagt: die Gebete sind in die Mitte eingereiht. Worauf [stützt sich] ihre Meinungsverschiedenheit?- Wenn du willst, sage ich: auf einen Schriftvers; wenn du aber willst, sage ich: auf einen Vernunftgrund. (Wenn du willst, sage ich) auf einen Vernunftgrund: R. Johanan ist der Ansicht, die Erlösung habe schon am Abend begonnen, die vollständige Erlösung geschah aber erst am Morgen. R. Jehosua. b. Levi hingegen ist der Ansicht, da sie erst am Morgen geschah, so ist die vorherige Erlösung keine wirkliche; (wenn du aber willst, sage ich:) auf einen Schriftvers, und zwar folgern beide aus einem Vers; denn es heißt: Bei deinem Schlafengehen und deinem Aufstehen. - R. Johanan ist der Ansicht, man vergleiche das Schlafengehen mit dem Aufstehen darin: wie man beim Aufstehen zuerst das Schma liest und dann das Gebet verrichtet, so lese man beim Schlafengehen ebenfalls zuerst das Schma und verrichte dann das Gebet. R. Jehosua b. Levi aber ist der Ansicht, man vergleiche darin das Schlafengehen mit dem Aufstehen: wie man beim Aufstehen das Schma in der Nähe des Betts liest. so lese man das Schma beim Schlafengehen ebenfalls in der Nähe des Betts. Mar b. Rabina fragte: "Am Abend sagt er zwei Segensprüche vorher und zwei nachher", wie kannst du nun sagen, dass man die Brachah von der Erlösung an das Gebet anschließe - man kann ja nicht anschließen (die Brachah von der Erlösung an das Gebet), da man doch "Lass uns niederlegen" hersagen muss?! - Sie erwiderten: Da die Rabbanan ,,Lass uns niederlegen" einmal angeordnet haben, so wird es als verlängerte Brachah von der Erlösung betrachtet; denn wolltest du nicht so sagen, wie könnte man dann Morgens anschließen, es sagt ja R. Johanan, dass man beim Beginn Herr öffne meine Lippe und beim Schluss Es mögen die Worte meines Mundes zum Wohlgefallen sei sagen soll?! Allein ebenso wie dort ,,Herr öffne meine Lippen" als verlängertes Gebet betrachtet wird, weil die Rabbanan sie angeordnet haben, so wird auch hier ,,Lass uns niederlegen" als verlängerte Brachah von der Elösung betrachtet, weil die Rabbanan es angeordnet haben. R. Eleazar sagte im Namen des R. Abina: Jeder der dreimal täglich "Loblied Davids" liest, sei dessen sicher, dass er ein Kind der zukünftigen Welt ist. - Aus welchem Grund? Wollte man sagen, weil dies alphabetisch ist [talmud.de: Der Psalm "Loblied Davids" ist alphabetisch angeordnet], so lese man doch lieber ,,Heil den Vollkommnen im Wandel", der achtfach alphabetisch ist; falls aber, weil es darin heißt: Er öffnet seine (deine) Hand, so lese man doch lieber den großen Lobpsalm, in welchem es heißt: Allem Fleische gibt er Nahrung! - Vielmehr deshalb, weil darin Beides ist. R. Johanan sagte: Weshalb fehlt das Nun in "Heil denen"? - weil mit demselben die Niederlage der Feinde Jisraels beginnt; denn es heißt: Gefallen, ist sie, nicht wird sie mehr aufstehen, die Jungfrau Jisrael. Im Westen erklären sie diesen Vers so: Gefallen ist sie, aber nicht wird sie mehr fallen; aufstehen sollst du, Jungfrau Jisrael. R. Nahman b. Jichak sagte: Dennoch deutete David darauf hin, indem er sie im heiligen Geist stützte; denn es heißt: Es stützt der Herr die Fallenden. R. Eleazar b. Abina sagte: Größer ist das, was von Michael gesagt wird, als das, was von Gabriel gesagt wird; denn von Michael heißt es: Es flog zu mir einer der Seraphim, während es von Gabriel heißt: "Der Mann Gabriel, den ich im Traumgesicht gesehen, flog in Flügen" - Wieso aber ist es erwiesen, dass der Eine Michael war? - Darauf erwiderte R. Johanan: dies zeigt die Bezeichnung "Einer" hier heißt es: Es flog zu mir einer der Seraphim, und ebenso heißt es dort: Siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, mir beizustehen. Es wird gelehrt: Michael in einem, Gabriel in zweien, Elijahu in vieren und der Todesengel in achten, zur Zeit der Seuche aber in einem. R. Jehosua b. Levi sagte: Obgleich man das Schma im Bethause gelesen, so ist es dennoch Gebot, es im Bett wieder zu lesen. Darauf sagte R. Jose: welcher Schriftvers sagt das? - |
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