talmud.de > Der Talmud > Ordnung Seraim > Traktat Berachot > 3 a

2a|b< …es ist doch eine Frage von R. Meir auf R. Meir. Zwei Tannaim sind im Streit über die Ansicht R. Meirs Es ist doch eine Frage von R. Eliezer auf R. Eliezer. Zwei Tannaim sind [im Streit] über die Ansicht R. Eliezers. Und wenn du willst sage ich: der Anfangsatz ist nicht nach R.EIiezer. "Bis zum Schluss der ersten Nachtwache." Wie denkt R. Eliezer? Denkt er etwa, die Nacht sei in drei Nachtwachen geteilt, so sollte er ja sagen: bis vier Stunden; denkt er aber, die Nacht sei in vier Nachtwachen geteilt, so sollte er sagen: bis drei Stunden. Er ist tatsächlich der Ansicht, die Nacht sei in drei Nachtwachen [geteilt]. aber dies bemerkt er uns: es , gibt Nachtwachen im Himmel und Nachtwachen auf Erden. Denn es wird gelehrt: R. Eliezer sagt: Die Nacht ist in drei Nachtwachen geteilt; in jeder Nachtwache sitzt HaKadosch Baruch Hu, und brüllt wie ein Löwe, wie es heißt "Der Ewige brüllt von der Höhe, und aus der Wohnung seines Heiligtums gibt er seine Stimme" brüllt er in Betreff seines Wohnorts. Ein Zeichen dafür ist das Folgende: in der ersten Nachtwache schreit der Esel; in der zweiten heulen die Hunde; in der dritten saugt der Säugling an der Brust seiner Mutter, und die Frau plaudert mit ihrem Mann. Woran denkt R. Eliezer? wenn er an den Beginn der Nachtwachen denkt, wozu mir dann ein Zeichen für die erste Nachtwache, es ist ja Abend! denkt er aber an den Schluss der Nachtwachen, wozu mir dann ein Zeichen für das Ende der letzten Nachtwache. es ist ja Tag! Aber nein; er bezeichnet den Schluss der ersten, den Beginn der letzten und die Mitte der mittleren Nachtwache. Wenn du aber willst, sage ich: er bezeichnet den Schluss aller Nachtwachen, und wenn du sagen würdest: die letzte zu bezeichnen ist ja nicht nötig, und was geht daraus hervor? das Lesen des, Schma für die, der im dunklen Zimmer schläft, und die Zeit des Schmalesens nicht kennt: sobald die Frau schon mit ihrem Manne plaudert, und der Säugling schon an der Brust seiner Mutter saugt, stehe er auf und lese. Es sagte R. Jitzchak b. Schmuel im Namen Raws: Drei Wachen hat die Nacht; in jeder Nachtwache sitzt HaKadosch Baruch Hu, und brüllt wie ein Löwe; er sagt: Wehe, dass ich mein Haus zerstört, meinen Tempel verbrannt und meine Kinder unter die Völker verbannt habe.


Es wird gelehrt: R. Jose erzählte: Ich war einst auf Reisen, da trat ich in eine Ruine von den Ruinen Jeruschalajims ein, um zu beten, da kam Elijahu, seiner sei zum Guten gedacht, und wachte am Eingang für mich und wartete auf mich, bis ich mein Gebet beendet hatte. Nachdem ich mein Gebet beendet, sprach er zu mir: "Friede sei mit dir mein Herr!" Darauf erwiderte ich ihm: Friede sei mit dir, mein Herr und Meister! Er sagte dann zu mir: "Mein Sohn, weshalb bist du in diese Ruine eingetreten?" Ich erwiderte ihm: um zu beten. Da sprach er zu mir: "Du hättest ja auf der Strasse beten können." ich erwiderte ihm: ich befürchtete, von den Vorübergehenden gestört zu werden. Darauf sprach er zu mir: "Du hättest ja das kurze Gebet verrichten können." [talmud.de-Kommentar: gemeint ist hier die verkürzte Form der Amidah] In dieser Stunde lernte ich von ihm drei Dinge: ich lernte, dass man in eine Ruine nicht eintreten soll; ich lernte, dass man auf der Strasse beten darf und ich lernte, dass derjenige, der auf der Reise betet, das kurze Gebet zu verrichten hat. Er sprach ferner zu mir: "Mein Sohn, was sagte die Stimme, die du in dieser Ruine gehört hast?" Ich erwiderte ihm ich hörte den Widerhall einer Stimme, die wie eine Taube gurrte und sprach: "Wehe, dass ich mein Haus zerstört, meinen Tempel verbrannt und meine Kinder unter die Völker verbannt habe." Darauf sprach er zu mir: Bei deinem Leben, beim Leben deines Hauptes! Nicht allein zu dieser Stunde spricht sie so, sondern dreimal an jedem Tag . Und nicht nur das, sondern auch zur Stunde, da die Jisraeliten in die Gemeindehäuser und Lehrhäuser eintreten und antworten: "Amen! Sein großer Name sei gelobt." [talmud.de-Kommentar: Antwort der Gemeinde beim Kaddischgebet], schüttelt HaKadosch Baruch Hu, sein Haupt und spricht: "Wohl dem König, den man in seinem Hause so lobt; wehe dem Vater der seine Kinder vertrieben, und wehe den Kindern, die verbannt sind vom Tisch ihres Vaters!
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Chajm Guski

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