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Es lehrten
die Rabbanan: Aus drei Gründen soll man in eine Ruine nicht eintreten:
wegen Verdachts, wegen Einsturzes und wegen der Gespenster. "Wegen
Verdachts"? es genügt ja "wegen Einsturzes"? Bei einer
neuen Ruine. Es genügt ja "wegen der Gespenster"? Bei Zweien.
Bei Zweien gibt es ja auch keinen Grund zum Verdacht! Bei zwei Zuchtlosen.
- "Wegen Einsturzes"? es soll ja genügen "wegen Verdachts
und wegen der Gespenster"! Bei zwei Rechtschaffenen. Wegen der Gespenster?
es genügt ja "wegen Verdachts und wegen Einsturzes"! Bei
einer neuen Ruine und zwei Rechtschaffenen. Bei Zweien gibt es ja auch
keine Furcht vor Gespenstern? An ihrem Aufenthaltsort haben wir sie wohl
zu fürchten. Und wenn du willst, sage ich: [es handelt sich] zwar
um eine Person, aber bei einer neuen Ruine, die im Felde steht; hier gibt
es keinen Verdacht, da eine Frau sich im Felde nicht aufhält, wohl
aber ist vor Gespenstern zu fürchten. Es lehrten die Rabbanan: [In]
vier Nachtwachen ist die Nacht [eingeteilt]. Worte des Rabbi. R. Nathan:
in drei.
Was ist die Begründung R. Nathans? Weil es heißt: "Und
es kam Gideon und die hundert Mann, welche mit ihm waren, an das Ende
des Lagers zu Beginn der mittleren Nachtwache [talmud.de Kommentar: Schoftim
7:19]" Er lehrt: es gibt keine Mittlere, wenn es nicht eine zuvor
und eine danach gibt. Und Rabbi ? - Was heißt "Mittlere",
eine von den Mittleren. Und R. Nathan? Heißt es denn etwa die "Mittlere
von den Mittleren"? es heißt ja die Mittlere. Was ist die Begründung
Rabbis? Es sagte R. Zeriqa im Namen R. Amis, im Namen R. Jehoschua b(en).
Levi: ein Schriftvers sagt: "Um Mitternacht stehe ich auf, dir für
deine gerechten Urteile zu danken" ein andrer Schriftvers aber sagt:
"Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor" in welchem Falle
kann dies sein? Doch nur wenn die Nacht [in] vier Nachtwachen geteilt
ist. Und R. Nathan? Er ist der Ansicht R. Jehoschuas.
Denn wir lernten dass R. Jehoschua sagt: bis drei Stunden, denn es ist
die Gewohnheit der Könige, in der dritten Stunde aufzustehen: sechs
[Stunden] der Nacht und zwei des Tags, sind zwei Nachtwachen. R.Aschi
sagt: eine Nachtwache und eine halbe nennt man ebenfalls "Nachtwachen".
Ferner sagte R. Zeriqa im Namen R. Amis im Namen R. Jehoschua b. Levi:
Man rede in Gegenwart des Toten nichts als Worte [bezüglich] des
Toten. Es sagte R. Abba. b. Kahana: dieses Verbot bezieht sich nur auf
Worte der Lehre, bei weltlichen Dingen aber haben wir nichts dagegen.
Es sind aber welche, die sagen: so habe R. Abba b. Kahana gesagt: Dieses
Verbot bezieht sich sogar auf Worte der Lehre, um so mehr auf weltliche
Dinge. Und David, ist er denn um Mitternacht aufgestanden, er ist ja schon
am Abend aufgestanden? Denn es heißt: "Ich bin in der Dämmerung
aufgewacht und schrie." Und woher, dass hier mit "Dämmerung"
auch der Abend gemeint ist? denn es heißt ja auch: "In der
Dämmerung, am Abend des Tages, in der Tiefe der Nacht und der Dunkelheit."
Es sagte R. Oschaja im Namen R. Achas: so sprach David: Niemals ist mir
die Mitternachtszeit im Schlaf vergangen. R. Zera sagt: bis Mitternacht
schlummerte er wie ein Pferd - von da an und weiter stärkte er sich
wie ein Löwe. R. Aschi sagt: bis Mitternacht beschäftigte er
sich mit (Worten) der Lehre, von da an und weiter mit Liedern und Lobgesängen.
Und unter "Dämmerung", ist denn darunter der Abend zu verstehen,
mit "Dämmerung" ist ja der Morgen gemeint, denn es heißt
ja: "Es schlug sie David von der Dämmerung bis zum Abend des
folgenden Tages" ist hier etwa nicht gemeint: von Morgen bis Abend?
Nein, von Abend bis Abend. Wenn es so ist, sollte es doch heißen:
"von Dämmerung bis Dämmerung" oder: "von Abend
bis Abend". Vielmehr, sagte Rabba, es gibt zweierlei Dämmerungen,
eine Dämmerung der Nacht auf die der Tag folgt, und eine Dämmerung
des Tages, worauf die Nacht folgt.
Und David, hat er denn gewusst, wann die [genaue] Mitternachtszeit ist?
selbst Mosche Rabbenu wusste dies ja nicht; denn es heißt: "Gegen
Mitternacht ziehe ich durch Mizrajim." Warum "gegen Mitternacht"?
Wollte man sagen, dass HaKadosch Baruch Hu, zu ihm "gegen Mitternacht"
gesprochen habe? Gibt es denn etwa Zweifelhaftes vor dem Himmel? Vielmehr
sprach er zu ihm "um Mitternacht", darauf sagte er "gegen
Mitternacht", woraus zu ersehen ist, dass ihm dies zweifelhaft war,
und David soll dies gewusst haben? David hatte ein Kennzeichen. Denn es
sagte R. Acha b. Bizna im Namen R..Schimons des Frommen: Über dem
Bette Davids hing eine Harfe und sobald die Mitternachtszeit herankam,
wehte der Nordwind und blies daran, und sie spielte von selbst; dann stand
er auf und studierte die Lehre bis die Morgenröte aufstieg. Sobald
die Morgenröte aufgestiegen war, traten die Weisen Jisraels bei ihm
ein und sprachen zu ihm: "Unser Herr und König, dein Volk Jisrael
bedarf der Nahrung" er entgegnete ihnen: "Geht hin, und ernährt
euch Einer vom Andern" Sie sprachen darauf zu ihm: "Die Handfülle
sättigt nicht den Löwen, und die Grube wird von ihrem eigenen
Schutt nicht angefüllt" Er erwiderte ihnen: "Geht, und
streckt eure Arme im Heere"
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