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Meir von Rothenburg – des Kaisers Kammerknechte

Liebe Jüdisches-Leben-Leser, dies ist ein weiterer Auszug aus meiner Arbeit über den Maharam, den ich für unsere Seite überarbeitet habe. Ich versuche, meinen Stil Ihren Bedürfnissen anzupassen und hoffe sehr, dass der Text nicht zu kompliziert geschrieben ist – Reaktionen sind erwünscht! Leider kann ich Ihnen einige lateinische Zitate nicht ersparen, um die Nähe zu den Quellen nicht zu gefährden …

Durften Frauen im Mittelalter zur Thora gerufen werden?

oder: Die Stellung der Frau in der Welt des Maharam von Rothenburg Gedanken zu R. Meir von Rothenburgs Prag 108 „Wenn in einer Stadt nur Kohanim leben und kein einziger Israel, so soll man zweimal von ihnen zur Thora aufrufen, aber nicht ein drittes Mal anstelle eines Israel. Statt dessen rufe man Frauen auf…auch um den Minjan zu vervollständigen, vor einem Knecht, einer Magd oder einem Minderjährigen (nach Megilla 23a).“ –aus Prag 108

Das Judentum und die Gilden: Wirtschaft und Konkurrenz im Mittelalter

Landflucht Auch die Juden im mittelalterlichen Deutschland, so wie in Frankreich, standen vor einer vollkommen neuen Orientierung ihres Wirtschaftslebens als das elfte Jahrhundert anbrach. Dies betraf vor allem die jüdischen Bauern. Wie die wenigen freien christlichen Landbesitzer fanden sie sich von bedeutenden Klostergütern oder königlichen Landbesitzungen umgeben, die ebenfalls die neu entstandenen Städte mit Lebensmitteln versorgten.

Das jüdische Gericht im Mittelalter

Der folgende Text war Teil meiner Magisterarbeit über Meir von Rothenburg (1998) und ist nicht in allen Teilen unumstritten. Besonders der Abschnitt über die Todesstrafe für Denunzianten stieß auf heftigen Widerstand beim deutschen „Responsenpapst“ Prof. Hans-Georg von Mutius, der auf der Basis des babylonischen Talmuds argumentiert, im jüdischen Recht gäbe es nur „todeswürdige“ Vergehen,

Die Torah und das jüdische Volk – die Entstehung des jüdischen Volkes

Um etwas über die Entstehung des jüdischen Volkes und seiner Religion zu erfahren, ist ein Blick in die Tora (hebr., Lehre; griech. Pentateuch) lohnenswert. Sie kann als Gründungsdokument des Judentums verstanden werden. Laut jüdischer Überlieferung wurde die Tora von Mosche (Mose) in hebräischer Sprache niedergeschrieben. Da sie aus fünf Büchern besteht, wird sie auch die Fünf Bücher Mose genannt. Die Namen der fünf Bücher sind Bereschit (Genesis), Schmot (Exodus), WaJikra (Levitikus), BeMidbar (Numeri) und Dwarim (Deuteronomium).