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Megillat Esther – das Buch Esther

Die Megillat Esther – das Buch Esther im Volltext

Vor dem Lesen der Megillah spricht man:

בָּרוּךְ אַתָּה יְיָ אֱלֹהֵֽינוּ
מֶֽלֶךְ הָעוֹלָם,
אֲשֶׁר קִדְּשָֽׁנוּ בְּמִצְוֹתָיו,
וְצִוָּֽנוּ עַל מִקְרָא מְגִלָּה:

Baruch atah Adonaj Elohejnu
Melech HaOlam,
ascher kideschanu bemitzwotaw
we’tziwanu al mikra megillah.

Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, König der Welt, der du uns geheiligt durch deine Gebote und uns geboten hat, die Megillah zu lesen.

בָּרוּךְ אַתָּה יְיָ אֱלֹהֵֽינוּ
מֶֽלֶךְ הָעוֹלָם,
שֶׁעָשָׂה נִסִּים לַאֲבוֹתֵֽינוּ
בַּיָּמִים הָהֵם
בַּזְּמַן הַזֶּה:

Baruch atah Adonaj, Elohejnu
Melech HaOlam,
sche’asah nissim La’wotejnu
bajamim hahem
basman haseh.

Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, König der Welt, der Du Wunder erwiesen unseren Vorfahren in jenen Tagen zu dieser Zeit.

בָּרוּךְ אַתָּה יְיָ
אֱלֹהֵינוּ מֶלֶךְ הָעוֹלָם
שֶׁהֶחֱיָנוּ וְקִיְּמָנוּ
וְהִגִּיעָנוּ לַזְּמַן הַזֶּה.

Baruch atah Adonaj,
Elohejnu Melech HaOlam,
schehechijanu, wekijemanu
wehigianu la’seman haseh.

Gepriesen seist Du, HaSchem, unser G-tt, König der Welt, der Du uns hast Leben und Erhaltung gegeben und uns hast diese Zeit erreichen lassen.

Esther 1

1. Und es passierte in den Tagen des Achaschwerosch, das ist der Achaschwerosch, der von Hodu bis Kusch über hundertsiebenundzwanzig Provinzen regierte,
2. in diesen Tagen, als der König Achaschwerosch auf dem Throne seines Königreiches saß, der in der Hauptstadt Schuschan war, 3. im dritten Jahr seiner Regierung, da machte er ein Gastmahl allen seinen Fürsten und Knechten, in dem die Mächtigen von Persien und Medien, die Vornehmen und Fürsten der Provinzen vor ihm waren, 4. als er den herrlichen Reichtum seines Königreiches und die glänzende Pracht seiner Größe viele Tage lang, hundertachtzig Tage, sehen ließ.
5. Und als diese Tage abgelaufen waren, machte der König allem Volke, das sich in der Hauptstadt Schuschan befand, vom Größten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen, im Hofe des Gartens des königlichen Palastes.
6. Weiße und purpurblaue baumwollene Vorhänge waren befestigt mit Schnüren von Byssus und Purpur an silbernen Ringen und weißen Marmorsäulen; Polster von Gold und Silber lagen auf einem Pflaster von grünem und weißem Marmor und Perlmutterstein und schwarzem Marmor.
7. Und man reichte das Getränk in goldenen Gefäßen, und die Gefäße waren von einander verschieden; und königlichen Wein gab es in Menge, nach der Freigebigkeit des Königs. 8. Und das Trinken geschah dem Befehle gemäß ohne Zwang; denn also hatte der König allen Obersten seines Hauses verordnet, dass sie tun sollten nach jedermanns Belieben. 9. Auch die Königin Waschti machte ein Gastmahl für die Frauen im königlichen Hause des Königs Achaschwerosch. 10. Am siebten Tage, als das Herz des Königs vom Weine fröhlich war, befahl er Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha und Abagtha, Sethar und Karkas, den sieben Kämmerern, welche vor dem König Achaschwerosch dienten, 11. die Königin Waschti mit der königlichen Krone vor den König zu bringen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war schön von Ansehen. 12. Aber die Königin Waschti weigerte sich, auf das Wort des Königs zu kommen, welches ihr durch die Kämmerer überbracht wurde. Da erzürnte der König sehr, und sein Zorn entbrannte in ihm. 13. Und der König sprach zu den Weisen, welche sich auf die Zeiten verstanden denn also wurden die Angelegenheiten des Königs vor allen Gesetz-und Rechtskundigen behandelt; 14. und die Nächsten bei ihm waren Karschena, Schethar, Admatha, Tarschisch, Meres, Marsena, Memuchan, die sieben Fürsten von Persien und Medien, welche das Angesicht des Königs sahen, die den ersten Sitz im Königreiche hatten: 15. Was ist nach dem Gesetz mit der Königin Waschti zu tun, dafür dass sie das Wort des Königs Achaschwerosch durch die Kämmerer nicht befolgt hat? 16. Da sprach Memuchan vor dem König und den Fürsten: Nicht an dem König allein hat sich die Königin Waschti vergangen, sondern auch an allen Fürsten und an allen Völkern, die in allen Provinzen des Königs Achaschwerosch wohnen. 17. Denn das Verhalten der Königin wird zu allen Frauenn auskommen, so dass ihre Männer verächtlich sein werden in ihren Augen, indem sie sagen werden: Der König Achaschwerosch befahl, die Königin Waschti vor ihn zu bringen, aber sie kam nicht! 18. Und an diesem Tage schon werden die Fürstinnen von Persien und Medien, welche das Verhalten der Königin erfahren haben, davon reden zu allen Fürsten des Königs; und es wird Verachtung und Zorn genug geben.
19. Wenn es den König gut heißt, so gehe ein königliches Wort von ihm aus und werde geschrieben in die Gesetze der Perser und Meder, dass es nicht vergehe: nämlich dass Waschti nicht mehr vor den König Achaschwerosch komme, und dass der König ihre königliche Würde einer anderen gebe, die besser ist als sie. 20. Und wird man den Befehl des Königs, den er erlassen wird, in seinem ganzen Königreiche hören-denn es ist groß- so werden alle Frauen ihren Männern Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten. 21. Und das Wort gefiel dem König und den Fürsten; und der König tat nach dem Worte Memuchans. 22. Und er sandte Briefe in alle Provinzen des Königs, in jede Provinz nach ihrer Schrift, und an jedes Volk nach seiner Sprache: dass jeder Mann Herr in seinem Hause sein und nach der Sprache seines Volkes reden solle.