{"id":10201,"date":"2025-07-04T00:46:08","date_gmt":"2025-07-03T22:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=10201"},"modified":"2025-07-04T11:00:39","modified_gmt":"2025-07-04T09:00:39","slug":"die-mischnah-joma","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-joma\/","title":{"rendered":"Die Mischnah \u2013 Joma"},"content":{"rendered":"\n<p>Mischna(h) Joma \u2013 in deutscher \u00dcbersetzung. \u00dcbersetzt und kommentiert von <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-deutsche-mischna-uebersetzung\/#Rabbiner_Prof_Dr_Eduard_Ezekiel_Baneth\">Rabbiner Prof. Dr. Eduard Ezekiel Baneth (1887-1927)<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jom Kippur<\/h3>\n\n\n\n<p>Am Zehnten des Monats Tischri wird Jom Kippur (das Vers\u00f6hnungsfest) gefeiert. Es ist ein strenger Fasttag, an welchem Speise und Trank vom Abend bis zum Abend verboten ist. An ihm muss jede Arbeit und jede Verrichtung unterbleiben, die am Schabbat untersagt ist; die f\u00fcr die \u00fcbrigen Feiertage einger\u00e4umten Ausnahmen haben an diesem Feste keine Geltung. Der Tag ist dazu bestimmt, von unsern S\u00fcnden uns zu reinigen, deren Vergebung jedem zugesichert ist, der sich durch ernste Ein- und Umkehr dieser Gnade w\u00fcrdig macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Solange der Tempel stand, erhielt dieses Fest eine besondere Weihe und Bedeutung durch den Opferdienst. Es war der einzige Tag im Jahre, an welchem der Hohepriester das Allerheiligste betrat. Eine ganze Woche bereitete er sich in stiller Zur\u00fcckgezogenheit auf alle die heiligen Handlungen vor, die er am Vers\u00f6hnungsfest vorzunehmen hatte; denn nur er allein durfte an diesem bedeutsamen Tage den Dienst verrichten, der ihn vom fr\u00fchen Morgen bis zum sp\u00e4ten Abend voll in Ansprach nahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kostbaren, goldstrotzenden Gew\u00e4nder seiner Amtskleidung legte er nur an, um das t\u00e4gliche und das Festopfer darzubringen; so oft er aber zu dem besonderen Dienst des Vers\u00f6hnungstages \u00fcberging, vertauschte er den prunkenden Ornat mit einem schlichten Gewande aus wei\u00dfem Linnen. F\u00fcnfmal wechselte er auf diese Weise die Kleider, und jedes Mal stieg er ins Bad und wusch sich sowohl beim Ablegen des einen als nach dem Anlegen des andern Gewandes H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe mit heiligem Wasser aus goldenem Becken. Den H\u00f6hepunkt der Feier bildete die Darbringung des R\u00e4ucherwerkes im Allerheiligsten vor der Bundeslade. In goldener Schaufel holte der Hohepriester glimmende Kohlen vom Opferaltar, tat R\u00e4ucherwerk in einen goldenen L\u00f6ffel, nahm die Schaufel in die Rechte und den L\u00f6ffel in die Linke, setzte jene zwischen die Stangen der heiligen Lade, sch\u00fcttete aus diesem das R\u00e4ucherwerk auf die Kohlen und sprach auf dem R\u00fcckweg, w\u00e4hrend der innere Raum mit Rauch sich f\u00fcllte, drau\u00dfen im Hechal ein kurzes Gebet. Die \u1e62adok\u00e4er waren der Ansicht, dass der Hohepriester, sowie er den Vorhang erreicht hat, das R\u00e4ucherwerk auf die Kohlen sch\u00fctten soll, damit er das Allerheiligste mit rauchender Pfanne betrete. Deshalb musste er sp\u00e4ter, als diese Sekte im Kreise der Priester viel Anh\u00e4nger z\u00e4hlte, jedes Mal vor dem Vers\u00f6hnungstag einen feierlichen Eid leisten, dass er nach der pharis\u00e4ischen \u00dcberlieferung verfahren werde. Aber auch unter den Mischnalehrern selbst herrschen \u00fcber etliche Punkte Meinungsverschiedenheiten, die haupts\u00e4chlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, dass im Pentateuch die Dienstordnung f\u00fcr diesen Tag auf zwei Stellen verteilt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die S\u00fchnopfer finden sich die Vorschriften im dritten Buche (16, 1\u201434), \u00fcber die Festopfer aber im vierten (29, 7\u201411). Es fragt sich nun, in welcher Reihenfolge diese Opfer darzubringen sind. Dass die Feier mit dem t\u00e4glichen Morgenopfer beginnt und mit dem t\u00e4glichen Abendopfer schlie\u00dft, unterliegt keinem Zweifel; streitig ist nur, ob die Festopfer (Mussafim), die an anderen Feiertagen zwischen den beiden t\u00e4glichen ihren Platz hatten, diesmal gleich nach dem Morgenopfer, also vor dem S\u00fchnopfer an die Reihe kamen, oder erst nach diesem, also nachmittags vor dem Abendopfer dargebracht wurden. Eine andere Streitfrage ist, ob der im dritten Buche (16, 5) geforderte Widder mit dem im vierten Buche (29, 8) erw\u00e4hnten identisch ist, oder ob es zwei verschiedene Opfer sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Opferdienst an Jom Kippur<\/h3>\n\n\n\n<p>Zur besseren Orientierung wollen wir hier den Opferdienst des Vers\u00f6hnungstages in gro\u00dfen Strichen skizzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowie der Morgen anbrach und der \u00f6stliche Himmel sich erhellte, schlachtete der mit seinem Amtsgewand bekleidete Hohepriester das zum Morgenopfer bestimmte Lamm, fing dessen Blut in einer Schale auf und sprengte es auf den \u00e4u\u00dferen Altar. Dann begab er sich in den Hechal, wo er das t\u00e4gliche R\u00e4ucherwerk auf dem goldenen Altar verbrannte und auf dem goldenen Leuchter die Lampen in Ordnung brachte, worauf er zum \u00e4u\u00dferen Altar zur\u00fcckkehrte, um auf ihm das inzwischen zergliederte Lamm nebst dem zugeh\u00f6rigen Mehl- und Weinopfer (4. B. M. 28, 5 u. 7) wie auch sein pers\u00f6nliches Brotopfer (3. B. M. 6, 13\u201415; s. Sche\u1e33alim VII Anm. 34) darzubringen. Damit war der erste Teil des Tagesdienstes zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgen nun (nach R. \u2018A\u1e33iba) die im vierten Buche (29, 7\u201411) vorgeschriebenen Festopfer oder Mussafim mit Ausnahme des Widders und des Bockes, die erst sp\u00e4ter nach dem \u00bbS\u00fcndopfer des Vers\u00f6hnungstages\u00ab, auf welchen daselbst (Vers 11) Bezug genommen wird, an die Reihe kamen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt legte der Hohepriester die wei\u00dfen Gew\u00e4nder an, um zum dritten, bedeutsamsten Teil des Tagesdienstes zu schreiten. Er n\u00e4herte sich dem jungen Stier, den er aus eigenen Mitteln als S\u00fcndopfer darbrachte, legte seine H\u00e4nde auf dessen Kopf und sprach das S\u00fcndenbekenntnis f\u00fcr sich und sein Haus. Und die Priester und das Volk, die in der Halle sich dr\u00e4ngten, beugten das Knie und warfen sich nieder, als sie aus geweihtem Munde mit voller Deutlichkeit den heiligen Namen Gottes vernahmen, den man sonst sich auszusprechen scheute, und riefen begeistert: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr. Nun begab sich der Hohepriester an die Nordseite des Opferaltars, wo zwei B\u00f6cke seiner harrten, von denen er den einen f\u00fcr den Ewigen, den andern f\u00fcr \u2018Azazel durch das Los bestimmte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem er diesem Bock ein rotes Band zum Kennzeichen um die H\u00f6rner, jenem um den Hals gebunden hatte, legte er die H\u00e4nde zum zweiten Male auf den Kopf seines Stieres und sprach das S\u00fcndenbekenntnis f\u00fcr das ganze Haus Aharons. Und wieder fiel die tausendk\u00f6pfige Menge aufs Angesicht und stimmte in den Ruf ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr. Darauf schlachtete der Hohepriester den Stier und fing das Blut in einer Schale auf, die er vorl\u00e4ufig auf die Erde setzte. Nun war der gro\u00dfe, weihevolle Moment gekommen, da er das Allerheiligste betreten sollte, um vor dem goldenen Schrein, der die steinernen Tafeln des Bundes in seinem Innern barg, das R\u00e4ucherwerk darzubringen. Auch im zweiten Tempel, dem jenes unvergleichliche Erbteil einer glorreichen Vergangenheit, das ehrw\u00fcrdigste Denkmal aus Israels stolzer Jugendzeit schon fehlte, war dieser Augenblick sogar f\u00fcr die dichtgedr\u00e4ngte, in angstvoller Spannung drau\u00dfen harrende Menge noch so aufregend, dass der Hohepriester seine R\u00fcckkehr beschleunigte und selbst im Vorraume, dem Hechal, nur ein kurzes Gebet sprach. Dann nahm er die Schale, die er vorhin auf den Boden gestellt hatte, und begab sich aufs Neue in das Allerheiligste, wo er in das Blut seines Opferstieres achtmal den Finger tauchte, um es gegen die Bundeslade hin einmal nach oben und siebenmal nach unten zu sprengen. Darauf schlachtete er in der Opferhalle den Bock, auf den das Los \u00bbf\u00fcr HaSchem\u00ab gefallen war, fing das Blut in einer zweiten Schale auf und ging zum dritten Male in das Allerheiligste, wo er wie vorhin achtmal von dem Blute in der Richtung der Bundeslade sprengte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieselben sechzehn Sprengungen f\u00fchrte er dann im Hechal gegen die Mitte des Vorhanges aus, acht mit dem Blute des Stieres und wieder acht mit dem Blute des Bockes, worauf er die beiden Gef\u00e4sse in einander leerte und mit dem gemischten Blute die vier \u00bbH\u00f6rner\u00ab des innern, goldenen Altars je einmal, die Oberfl\u00e4che aber siebenmal besprengte. Nachdem er den Rest des Blutes auf den Grund des \u00e4u\u00dferen Altars gegossen, trat er an den zweiten, f\u00fcr \u2018Azazel bestimmten Bock heran, legte seine H\u00e4nde auf dessen Kopf und sprach das S\u00fcndenbekenntnis im Namen des ganzen Volkes. Und tiefersch\u00fcttert sanken die And\u00e4chtigen, die in dichter Schar die Halle f\u00fcllten, in die Knie, den Boden mit dem Angesicht ber\u00fchrend; und als der Hohepriester nun zum letzten Mal in Heiligkeit und Reinheit den erhabenen Namen Gottes klar und deutlich aussprach, fielen sie wieder mit den Worten ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr. Nun wurde der S\u00fcndenbock seinem F\u00fchrer \u00fcbergeben, der ihn nach der W\u00fcste bringen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele der Edelsten Jerusalems begleiteten ihn bis zur ersten der zehn H\u00fctten, die auf seinem Wege lagen. In der W\u00fcste angelangt, bestieg der F\u00fchrer einen Felsen, teilte ein rotes Band in zwei H\u00e4lften, befestigte die eine am Felsen und die andere an den H\u00f6rnern des Bockes, den er sodann von der H\u00f6he des Felsens hinabst\u00fcrzte. Inzwischen hatte der Hohepriester das Fett der beiden S\u00fcndopfer, des Stieres n\u00e4mlich und des Bockes, deren Blut im Innern des Heiligtums gesprengt worden war, nebst dem Zwerchfell und den Nieren herausgeschnitten und in eine Sch\u00fcssel getan. W\u00e4hrend ihr Fleisch samt der Haut au\u00dferhalb der Stadt verbrannt wurde, las er aus einer Torarolle, die man ihm feierlich hinreichte, die auf das Fest bez\u00fcglichen Stellen des dritten Buches, trug den Abschnitt aus dem vierten Buche auswendig vor und schloss mit einigen Segensspr\u00fcchen. Darauf legte er wieder sein golddurchwirktes Amtskleid an, um zun\u00e4chst das im vierten Buche (29, 7\u201411) vorgeschriebene Festopfer (Mussaf), von dem bisher nur der Stier und die sieben L\u00e4mmer dargebracht waren, mit den beiden zur\u00fcckgestellten Opfertieren, dem Ziegenbocke und dem Widder, zu vollenden und zugleich den eigenen Widder zu opfern, den er nach 3. B. M. 16, 3 als Ganzopfer darzubringen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann nahm er die in der Sch\u00fcssel aufbewahrten Opferteile und \u00fcbergab sie dem Feuer des \u00e4usseren Altars, wonach er zum vierten und letzten Abschnitt seines Tagesdienstes, zum Abendopfer \u00fcberging. Dieses bestand wie das Morgenopfer aus einem Lamm im ersten Lebensjahr und dem zugeh\u00f6rigen Mehl- und Weinopfer, dem der Hohepriester noch sein pers\u00f6nliches Brotopfer hinzuf\u00fcgte. Nachdem er auch dieses vollzogen hatte, vertauschte er wieder die acht Gew\u00e4nder seiner Amtstracht mit den vier wei\u00dfen Kleidern und begab sich zum letzten Male in das Allerheiligste, um die Kohlenschaufel und den L\u00f6ffel herauszuholen, worauf er wieder das pr\u00e4chtige, mit Edelsteinen reich besetzte Priestergewand anlegte, in welchem er nun den Hechal betrat, wo er das abendliche R\u00e4ucherwerk auf dem goldenen Altare darbrachte und auf dem siebenarmigen goldenen Leuchter die Lampen anz\u00fcndete. Damit war sein schweres Tagewerk vollbracht. Das ist in gro\u00dfen Z\u00fcgen das Bild, das uns in der Mischna von der Tempelfeier des Vers\u00f6hnungstages entrollt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellung der Einzelheiten nimmt in unserm Traktat, der gew\u00f6hnlich schlechthin \u00bbJoma\u00ab (der Tag) genannt wird, den breitesten Raum ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcbrigen Vorschriften des Vers\u00f6hnungsfestes sind auf ein einziges Kapitel, das letzte beschr\u00e4nkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten Kapitel werden die sieben Tage der Vorbereitung behandelt, im zweiten die t\u00e4glichen Opfer beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle \u00fcbrigen besch\u00e4ftigen sich \u2014 von gelegentlichen Abschweifungen und Unterbrechungen abgesehen \u2014 mit dem besonderen Opferdienste, der diesen Tag der S\u00fchne auszeichnet. Den Schluss bildet eine erhebende Betrachtung \u00fcber die l\u00e4uternde Kraft dieses eigenartigen Festes, die jeder in seinem Innersten erlebt, der mit aufrichtiger Reue den festen Willen zur R\u00fcckkehr verbindet.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<h3 id=\"section\">1<\/h3>\n<p>Sieben Tage vor dem Vers\u00f6hnungsfeste l\u00e4sst man den Hohenpriester aus seinem Hause nach der Kammer der Beisitzer<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a> sich zur\u00fcckziehen und h\u00e4lt einen andern Priester als seinen Stellvertreter in Bereitschaft f\u00fcr den Fall, dass ihm etwa ein Makel<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a> zust\u00f6sst. R. Jehuda sagt: Auch eine andere Gattin h\u00e4lt man ihm in Bereitschaft f\u00fcr den Fall, dass seine Frau etwa stirbt<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>; denn es heisst: \u201eEr ents\u00fcndige sich und sein Haus\u201c<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>, sein Haus aber \u2014 das ist seine Gattin. Man erwiderte ihm jedoch: Wenn man so weit ginge, dann w\u00e4re gar kein Ende abzusehen<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-1\">2<\/h3>\n<p>In all den sieben Tagen sprengt er das Blut<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>, verbrennt er das R\u00e4ucherwerk<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>, bringt er die Lampen in Ordnung<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a>, opfert er den Kopf und den Hinterfuss<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a>; an allen anderen Tagen opfert er, so oft es ihm beliebt. Denn der Hohepriester nimmt als Erster am Opferdienste teil<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a> und empf\u00e4ngt als Erster seinen Anteil<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-2\">3<\/h3>\n<p>Man stellte ihm einige von den \u00c4ltesten des Gerichtshofes zur Verf\u00fcgung, die ihm den Festabschnitt<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a> vorlasen und dann zu ihm sprachen: Mein Herr Hoherpriester, lies nun mit deinem Munde; vielleicht hast du schon vergessen oder \u00fcberhaupt nicht gelernt<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a>. Am R\u00fcsttage des Vers\u00f6hnungsfestes stellt man ihn morgens an das \u00f6stliche Tor, wo man ihm Stiere, Widder und L\u00e4mmer vorf\u00fchrt<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>, damit er mit dem Dienste bekannt und vertraut werde.<\/p>\n<h3 id=\"section-3\">4<\/h3>\n<p>All die sieben Tage hindurch verweigerte man ihm weder Speise noch Trank; am R\u00fcsttage des Vers\u00f6hnungstages aber liess man ihn vor Eintritt der Dunkelheit nicht viel essen, weil Nahrung Schlaf im Gefolge hat<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-4\">5<\/h3>\n<p>Die \u00c4ltesten des Gerichtshofes \u00fcbergaben ihn den \u00c4ltesten der Priesterschaft und geleiteten ihn zum S\u00f6ller des Hauses Abtinas hinauf<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>, wo sie Abschied nahmen und sich entfernten, nachdem sie ihn mit folgenden Worten beschworen hatten: Mein Herr Hoherpriester! Wir sind die Bevollm\u00e4chtigten des Gerichtshofes, du bist unser und des Gerichtshofes Bevollm\u00e4chtigter; wir beschw\u00f6ren dich bei dem, der seinen Namen in diesem Hause thronen l\u00e4sst, dass du in nichts abweichest von allem, was wir dir gesagt haben<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>. Er wandte sich ab und weinte<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a>, und sie wandten sich ab und weinten<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-5\">6<\/h3>\n<p>War er ein Gelehrter, hielt er einen Vortrag<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a>; wenn nicht, wurden ihm von gelehrten M\u00e4nnern Vortr\u00e4ge gehalten. Wenn er in der heiligen Schrift bewandert war, las er in ihr; wenn nicht, las man ihm vor. Und was las man ihm vor? Aus Ijob, \u2018Ezra und der Chronik<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a>. Zecharja ben \u1e32ebu\u1e6dal berichtet: Oftmals habe ich ihm aus Daniel vorgelesen.<\/p>\n<h3 id=\"section-6\">7<\/h3>\n<p>Wollte er einnicken, so schlugen junge Priester<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a> mit dem Mittelfinger vor ihm ein Schnippchen<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a>, indem sie sprachen: Mein Herr Hoherpriester, steh auf und ermuntere<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a> dich einmal<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> auf dem Pflaster<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>. Und man zerstreut ihn<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a>, bis die Zeit des Schlachtens heranr\u00fcckt.<\/p>\n<h3 id=\"section-7\">8<\/h3>\n<p>Gew\u00f6hnlich hebt man beim Hahnenruf oder um diese Zeit, sei es vorher, sei es nachher, die Altarasche ab<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>, am Vers\u00f6hnungstage schon um Mitternacht<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a>, an den Erscheinungsfesten beim ersten Wechsel der Nachtwache<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>; und noch war die Zeit des Hahnenrufes nicht angebrochen, als schon die Opferhalle von Israeliten voll war.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<h3 id=\"section-8\">1<\/h3>\n<p>Anfangs konnte jeder<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a>, der die Altarasche abheben wollte<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a>, diesen Dienst verrichten. Waren ihrer mehrere, liefen sie die Rampe<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> hinauf, und wer den andern bei der vierten Elle<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> voraus war, der hatte gesiegt. Wenn zwei sie zugleich erreichten, sprach der Beamte<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a> zu ihnen<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>: Erhebet die Finger<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a>. Und wieviel streckten sie aus ? Einen oder zwei<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a>; den Daumen aber streckte man im Heiligtume nicht hervor<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a>,<\/p>\n<h3 id=\"section-9\">2<\/h3>\n<p>Da ereignete es sich, dass zwei, die einander gewachsen waren, die Rampe hinaufliefen, und der eine seinen Mitbewerber so beengte, dass dieser hinunterfiel und den Fuss brach. Als der Gerichtshof sah, dass sie in Gefahr gerieten, ordnete er an, dass man die Altarasche nur nach dem Lose abheben soll. Vier Auslosungen fanden dort<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a> statt, und das war die erste unter ihnen.<\/p>\n<h3 id=\"section-10\">3<\/h3>\n<p>Die zweite Auslosung [bestimmte]<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a>, wer schlachten soll, wer sprengen, wer den innern Altar entaschen<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a>, wer den Leuchter entaschen<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a> und wer die Opferglieder auf die Rampe<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a> tragen soll: Kopf nebst Hinterfuss<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a>, die beiden Vorderf\u00fcsse, Schweif<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a> nebst Hinterfuss<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a>, Brust nebst Schlund<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a>, die beiden Flanken<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a> und die Eingeweide<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a>, ferner das Mehl<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a>, die Opferbrote<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a> und den Wein<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a>. Dreizehn Priester waren dabei beteiligt<a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a>. Ben \u2018Azzai erkl\u00e4rte vor R. \u2018Akiba im Namen des R. Josua: In der nat\u00fcrlichen Reihenfolge<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a> wurde dargebracht.<\/p>\n<h3 id=\"section-11\">4<\/h3>\n<p>Das dritte Los: Neulinge, kommet und loset ums R\u00e4ucherwerk<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a>. Das vierte: Neulinge und Erfahrene, wer soll die Opferglieder von der Rampe zum Altar emportragen<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>?<\/p>\n<h3 id=\"section-12\">5<\/h3>\n<p>Das t\u00e4gliche Opfer wird durch neun oder zehn oder elf oder zw\u00f6lf [Priester] dargebracht, nicht durch weniger und nicht durch mehr. Wie so ? An und f\u00fcr sich durch neun<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a>, die Eingeweide, das Mehl und der Wein durch je zwei<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-13\">6<\/h3>\n<p>Ein Stier wird durch vierundzwanzig [Priester] dargebracht: Kopf und Hinterfuss<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a>, jener durch einen, dieser durch zwei: Schweif und Hinterfuss, jener durch zwei und dieser durch zwei; Brust und Schlund, jener durch einen, dieser<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a> durch drei; die beiden Vorderf\u00fcsse durch zwei; die beiden Flanken durch zwei; die Eingeweide, das Mehl<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a> und der Wein<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a> durch je drei. Indessen gilt das<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a> nur von \u00f6ffentlichen Opfern; was dagegen die Privatopfer betrifft, so kann jeder, der sich dazu bereit erkl\u00e4rt, den ganzen Dienst allein verrichten<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a>. Hinsichtlich der Enth\u00e4utung und Zerlegung sind diese und jene einander gleich<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<h3 id=\"section-14\">1<\/h3>\n<p>Der Beamte sprach zu ihnen<a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a>: Gehet hinaus und sehet, ob die Zeit des Schlachtens schon gekommen ist<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a>. Sowie sie eintritt, sagt der Beobachter: \u201eEs tagt<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a>\u201c. Matitja ben Schemuel<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> berichtet: \u201eEs hat sich der ganze Ostrand erhellt.\u201c \u201eBis gen Hebron<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a>?\u201c Worauf er mit \u201eJa\u201c antwortet.<\/p>\n<h3 id=\"section-15\">2<\/h3>\n<p>Und warum sah man sich dazu gen\u00f6tigt? Weil man einmal<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a>, als das Licht des Mondes aufstieg, in der Meinung, dass der Morgen aufleuchte<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a>, das t\u00e4gliche Opfer schlachtete, das man hernach in den Verbrennungsraum schaffen musste<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>. \u2014 Man f\u00fchrte den Hohenpriester ins Badehaus<a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a>. Folgende Regel galt im Heiligtum: Wer seine F\u00fcsse bedeckt<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a>, muss baden<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a>; wer Wasser auswirft<a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a>, muss sich H\u00e4nde und F\u00fcsse heiligen<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-16\">3<\/h3>\n<p>Keiner darf die Opferhalle zu einer Dienstverrichtung betreten, wenn er auch rein ist, ehe er ein Bad genommen<a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a>. An diesem Tage musste der Hohepriester f\u00fcnfmal ins Bad steigen und zehnmal die \u201eHeiligung\u201c vornehmen<a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a>, alles dies im Heiligtum auf dem Parwahause<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> mit Ausnahme dieses ersten Bades<a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-17\">4<\/h3>\n<p>Man breitete zwischen ihm und dem Volke ein Tuch aus Byssus aus, worauf er sich entkleidete, um ins Bad hinabzusteigen. Nachdem er heraufgestiegen war und sich abgetrocknet hatte<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a>, brachte man ihm die goldenen Gew\u00e4nder<a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a>; er legte sie an und heiligte sich H\u00e4nde und F\u00fcsse. Nun brachte man ihm das t\u00e4gliche Opferlamm<a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a>, er schlachtete es<a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a>, und w\u00e4hrend ein anderer an seiner Seite den Schnitt vollendete<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a>, fing er das Blut auf<a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a>, um es sogleich zu sprengen<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a>. Dann ging er dazu \u00fcber<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a>, das Morgenr\u00e4ucherwerk zu verbrennen<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a>, die L\u00e4mpchen in Ordnung zu bringen<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a> und den Kopf nebst den \u00fcbrigen Gliedern<a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a> samt den Opferbroten<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a> und dem Weine<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> darzubringen.<\/p>\n<h3 id=\"section-18\">5<\/h3>\n<p>Das Morgenr\u00e4ucherwerk<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> wurde zwischen dem Blut und den Gliedern dargebracht, das Abendr\u00e4ucherwerk<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a>, das auf geheiligtem Boden stand<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a>, und breitete ein Tuch aus Byssus zwischen ihm und dem Volke aus. Er heiligte H\u00e4nde und F\u00fcsse<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> und entkleidete sich. R. Me\u00efr meint, dass er zuerst sich entkleidet und nachher H\u00e4nde und F\u00fcsse geheiligt habe. Nachdem er ins Bad gestiegen<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a>, wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a>, brachte man ihm die weissen Gew\u00e4nder<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a>, nach deren Anlegung er aufs neue seine H\u00e4nde und F\u00fcsse heiligte.<\/p>\n<h3 id=\"section-19\">6<\/h3>\n<p>Am Morgen legte er pelusisches Linnen an im Werte von zw\u00f6lf Minen<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a>, nachmittags indisches Linnen im Werte von achthundert Denaren<a href=\"#fn105\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref105\" role=\"doc-noteref\"><sup>105<\/sup><\/a>. Dies die Worte des R. Me\u00efr. Die Weisen<a href=\"#fn106\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref106\" role=\"doc-noteref\"><sup>106<\/sup><\/a> sagen: Am Morgen legte er Gew\u00e4nder im Werte von achtzehn Minen an, nachmittags solche, die zw\u00f6lf Minen kosteten. Der Gesamtwert betrug dreissig Minen<a href=\"#fn107\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref107\" role=\"doc-noteref\"><sup>107<\/sup><\/a>. Soviel wurde aus \u00f6ffentlichen Mitteln bewilligt<a href=\"#fn108\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref108\" role=\"doc-noteref\"><sup>108<\/sup><\/a>; wollte er aber mehr aufwenden, so musste er aus eigenem Verm\u00f6gen hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<h3 id=\"section-20\">7<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst begab er sich zu seinem Stiere<a href=\"#fn109\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref109\" role=\"doc-noteref\"><sup>109<\/sup><\/a>. Dieser stand zwischen dem Ulam<a href=\"#fn110\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref110\" role=\"doc-noteref\"><sup>110<\/sup><\/a> und dem Altar<a href=\"#fn111\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref111\" role=\"doc-noteref\"><sup>111<\/sup><\/a> mit dem Kopfe nach S\u00fcden und dem Gesichte nach Westen<a href=\"#fn112\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref112\" role=\"doc-noteref\"><sup>112<\/sup><\/a>. Der Priester stand im Osten, das Antlitz nach Westen gerichtet<a href=\"#fn113\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref113\" role=\"doc-noteref\"><sup>113<\/sup><\/a>. Er st\u00fctzte beide H\u00e4nde auf ihn<a href=\"#fn114\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref114\" role=\"doc-noteref\"><sup>114<\/sup><\/a> und sprach das S\u00fcndenbekenntnis Und so sprach er: Ach, Ewiger ! ich habe vor dir ges\u00fcndigt, gefrevelt und gefehlt, ich und mein Haus. O, Ewiger ! Verzeihe doch die S\u00fcnden, Frevel und Verfehlungen, wie sehr ich auch vor dir ges\u00fcndigt, gefrevelt und gefehlt haben mag, ich und mein Haus, wie geschrieben steht in der Tora deines Dieners Mosche<a href=\"#fn115\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref115\" role=\"doc-noteref\"><sup>115<\/sup><\/a>: Denn an diesem Tage wird er euch verzeihen, um euch zu reinigen; von all euren S\u00fcnden vor Gott sollt ihr rein werden. Sie aber<a href=\"#fn116\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref116\" role=\"doc-noteref\"><sup>116<\/sup><\/a> stimmten mit den Worten ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr.<\/p>\n<h3 id=\"section-21\">8<\/h3>\n<p>Darauf trat er nach Osten zur\u00fcck an die Nordseite des Altars, der Vorsteher zu seiner Rechten und das Familienoberhaupt<a href=\"#fn117\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref117\" role=\"doc-noteref\"><sup>117<\/sup><\/a> zu seiner Linken. Dort standen zwei Ziegenb\u00f6cke<a href=\"#fn118\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref118\" role=\"doc-noteref\"><sup>118<\/sup><\/a>, und eine Urne<a href=\"#fn119\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref119\" role=\"doc-noteref\"><sup>119<\/sup><\/a> befand sich daselbst, in der zwei Lose<a href=\"#fn120\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref120\" role=\"doc-noteref\"><sup>120<\/sup><\/a> lagen. Sie waren aus Buchsbaum; Ben Gamla aber machte welche aus Gold, wof\u00fcr man ihn lobend erw\u00e4hnte.<\/p>\n<h3 id=\"section-22\">9<\/h3>\n<p>Ben \u1e32\u00e2\u1e6d\u00een liess zw\u00f6lf H\u00e4hne am Waschbecken<a href=\"#fn121\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref121\" role=\"doc-noteref\"><sup>121<\/sup><\/a> anbringen, das fr\u00fcher deren nur zwei hatte; auch liess er f\u00fcr das Waschbecken eine Vorrichtung<a href=\"#fn122\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref122\" role=\"doc-noteref\"><sup>122<\/sup><\/a> herstellen, dass sein Wasser nicht durch \u00dcbernachten unbrauchbar werde<a href=\"#fn123\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref123\" role=\"doc-noteref\"><sup>123<\/sup><\/a>. K\u00f6nig Monobaz<a href=\"#fn124\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref124\" role=\"doc-noteref\"><sup>124<\/sup><\/a> liess die Griffe aller f\u00fcr den Vers\u00f6hnungstag bestimmten Ger\u00e4te<a href=\"#fn125\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref125\" role=\"doc-noteref\"><sup>125<\/sup><\/a> aus Gold anfertigen. Seine Mutter Helen\u00ea liess \u00fcber dem Eingang des H\u00each\u00e2l<a href=\"#fn126\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref126\" role=\"doc-noteref\"><sup>126<\/sup><\/a> einen goldenen Leuchter anbringen; auch liess sie eine goldene Tafel anfertigen, auf welcher der Schriftabschnitt von der des Ehebruchs Verd\u00e4chtigen<a href=\"#fn127\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref127\" role=\"doc-noteref\"><sup>127<\/sup><\/a> verzeichnet war. Nikanor erfuhr an seinen T\u00fcren Wunder<a href=\"#fn128\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref128\" role=\"doc-noteref\"><sup>128<\/sup><\/a>, und man erw\u00e4hnte ihn zum Lobe.<\/p>\n<h3 id=\"section-23\">10<\/h3>\n<p>Folgende aber zum Tadel: Die Angeh\u00f6rigen des Hauses Garmo wollten in Bezug auf die Bereitung des innern Brotes nichts lehren<a href=\"#fn129\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref129\" role=\"doc-noteref\"><sup>129<\/sup><\/a>, die des Hauses Abtinas nichts \u00fcber die Anfertigung des R\u00e4ucherwerks; Hygros ben Lewi war ein Meister der Kadenz im Gesange<a href=\"#fn130\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref130\" role=\"doc-noteref\"><sup>130<\/sup><\/a>, wollte sie aber nicht lehren; Ben \u1e32am\u1e63ar wollte niemand in seiner Schreibkunst unterweisen<a href=\"#fn131\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref131\" role=\"doc-noteref\"><sup>131<\/sup><\/a>. Von den Erstgenannten<a href=\"#fn132\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref132\" role=\"doc-noteref\"><sup>132<\/sup><\/a> heisst es: das Andenken des Gerechten ist zum Segen<a href=\"#fn133\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref133\" role=\"doc-noteref\"><sup>133<\/sup><\/a>; von diesen aber<a href=\"#fn134\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref134\" role=\"doc-noteref\"><sup>134<\/sup><\/a> heisst es: der Name der Ruchlosen vergeht<a href=\"#fn135\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref135\" role=\"doc-noteref\"><sup>135<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<h3 id=\"section-24\">1<\/h3>\n<p>Er sch\u00fcttelte die Urne und entnahm ihr die beiden Lose<a href=\"#fn136\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref136\" role=\"doc-noteref\"><sup>136<\/sup><\/a>. Auf dem einen stand: \u201eF\u00fcr den Ewigen\u201c, auf dem andern: \u201eF\u00fcr \u2018Azazel\u201c. Der Vorsteher war zu seiner Rechten, das Oberhaupt der Familie<a href=\"#fn137\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref137\" role=\"doc-noteref\"><sup>137<\/sup><\/a> zu seiner Linken. Wenn das Los mit dem heiligen Namen in seine Rechte geraten war, sprach der Vorsteher zu ihm: Mein Herr Hoherpriester, erhebe deine Rechte; war es in seine Linke geraten, so sprach das Familienhaupt zu ihm: Mein Herr Hoherpriester, erhebe deine Linke. Dann legte er sie auf die zwei B\u00f6cke, indem er sprach: \u201eDem Ewigen ein S\u00fcndopfer\u201c. R. Isma\u2018el meint, er brauchte nicht ein \u201eS\u00fcndopfer\u201c zu sagen, sondern nur: \u201eDem Ewigen\u201c. Sie aber<a href=\"#fn138\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref138\" role=\"doc-noteref\"><sup>138<\/sup><\/a> fielen mit den Worten ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr.<\/p>\n<h3 id=\"section-25\">2<\/h3>\n<p>Darauf befestigte er<a href=\"#fn139\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref139\" role=\"doc-noteref\"><sup>139<\/sup><\/a> ein Band von Kermeswolle<a href=\"#fn140\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref140\" role=\"doc-noteref\"><sup>140<\/sup><\/a> sowohl am Kopfe des fortzuschickenden Bockes<a href=\"#fn141\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref141\" role=\"doc-noteref\"><sup>141<\/sup><\/a>, den er einstweilen an den Ort seiner Wegschaffung<a href=\"#fn142\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref142\" role=\"doc-noteref\"><sup>142<\/sup><\/a> stellte, als auch dem zu schlachtenden<a href=\"#fn143\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref143\" role=\"doc-noteref\"><sup>143<\/sup><\/a> an der Schlachtstelle<a href=\"#fn144\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref144\" role=\"doc-noteref\"><sup>144<\/sup><\/a>. Dann n\u00e4herte er sich zum zweiten Male<a href=\"#fn145\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref145\" role=\"doc-noteref\"><sup>145<\/sup><\/a> seinem<a href=\"#fn146\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref146\" role=\"doc-noteref\"><sup>146<\/sup><\/a> Stiere, st\u00fctzte auf ihn<a href=\"#fn147\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref147\" role=\"doc-noteref\"><sup>147<\/sup><\/a> die beiden H\u00e4nde und sprach das S\u00fcndenbekenntnis. Und so sprach er: Ach, Ewiger ! ich habe vor dir ges\u00fcndigt, gefrevelt und gefehlt, ich und mein Haus und die S\u00f6hne Aharons, der Stamm der dir Geweihten. O Ewiger, verzeihe doch die S\u00fcnden, Frevel und Verfehlungen, wie sehr ich auch vor dir ges\u00fcndigt, gefrevelt und gefehlt haben mag, ich und mein Haus und die S\u00f6hne Aharons, der Stamm der dir Geweihten, wie geschrieben steht in der Tora deines Dieners Mosche<a href=\"#fn148\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref148\" role=\"doc-noteref\"><sup>148<\/sup><\/a>: Denn an diesem Tage wird er euch verzeihen, um euch zu reinigen; von all euren S\u00fcnden vor Gott sollt ihr rein werden. Sie aber<a href=\"#fn149\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref149\" role=\"doc-noteref\"><sup>149<\/sup><\/a> fielen mit dem Rufe ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr.<\/p>\n<h3 id=\"section-26\">3<\/h3>\n<p>Nun schlachtete er ihn<a href=\"#fn150\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref150\" role=\"doc-noteref\"><sup>150<\/sup><\/a>, fing sein Blut in einer Schale auf und \u00fcbergab sie dem, der es auf der vierten Pflasterreihe im H\u00eachal umr\u00fchren sollte, damit es nicht gerinne<a href=\"#fn151\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref151\" role=\"doc-noteref\"><sup>151<\/sup><\/a>. Dann nahm er die Schaufel, stieg zur Oberfl\u00e4che des Altars empor, schob einige Kohlen rechts und links zur Seite und nahm von den durchgl\u00fchten<a href=\"#fn152\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref152\" role=\"doc-noteref\"><sup>152<\/sup><\/a> in der Tiefe die Schaufel voll, stieg dann wieder hinab und setzte sie auf die vierte Pflasterreihe in der Opferhalle<a href=\"#fn153\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref153\" role=\"doc-noteref\"><sup>153<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-27\">4<\/h3>\n<p>T\u00e4glich benutzte man dazu eine silberne Schaufel, die man in eine goldene leerte<a href=\"#fn154\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref154\" role=\"doc-noteref\"><sup>154<\/sup><\/a>, heute aber benutzte er gleich die goldene, in der er (die Kohlen) hineintragen sollte. T\u00e4glich nahm man eine Schaufel von vier Kab und leerte sie in eine solche von drei Kab<a href=\"#fn155\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref155\" role=\"doc-noteref\"><sup>155<\/sup><\/a>; heute aber nahm er gleich eine drei Kab fassende, mit der er sp\u00e4ter hineinging. R. Jose sagt: Er benutzte sonst eine Schaufel von einer Sea, die er in eine solche von drei Kab leerte, w\u00e4hrend er heute eine solche von drei Kab nahm, die er dann auch hineintrug. Sonst war sie schwer, heute leicht. Sonst hatte sie einen kurzen Stiel, heute einen langen<a href=\"#fn156\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref156\" role=\"doc-noteref\"><sup>156<\/sup><\/a>. Sonst war ihr Gold gelb, heute r\u00f6tlich. So die Worte des R. Mena\u1e25em. T\u00e4glich brachte man [vom R\u00e4ucherwerk] eine halbe Mine<a href=\"#fn157\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref157\" role=\"doc-noteref\"><sup>157<\/sup><\/a> morgens und eine halbe Mine nachmittags dar; heute f\u00fcgte er seine beiden H\u00e4nde voll hinzu<a href=\"#fn158\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref158\" role=\"doc-noteref\"><sup>158<\/sup><\/a>. T\u00e4glich vom feinsten, heute vom allerfeinsten<a href=\"#fn159\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref159\" role=\"doc-noteref\"><sup>159<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-28\">5<\/h3>\n<p>Sonst gehen die Priester an der Ostseite der Rampe<a href=\"#fn160\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref160\" role=\"doc-noteref\"><sup>160<\/sup><\/a> hinauf und an der Westseite wieder hinunter; heute steigt der Hohepriester in der Mitte hinauf und in der Mitte wieder hinab<a href=\"#fn161\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref161\" role=\"doc-noteref\"><sup>161<\/sup><\/a>. R. Juda meint, der Hohepriester gehe stets in der Mitte hinauf und in der Mitte wiederum hinab. Sonst heiligte<a href=\"#fn162\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref162\" role=\"doc-noteref\"><sup>162<\/sup><\/a> der Hohepriester seine H\u00e4nde und F\u00fcsse aus dem Waschbecken, heute aber<a href=\"#fn163\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref163\" role=\"doc-noteref\"><sup>163<\/sup><\/a> aus goldener Sch\u00fcssel<a href=\"#fn164\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref164\" role=\"doc-noteref\"><sup>164<\/sup><\/a>. R. Juda meint, der Hohepriester heilige stets seine H\u00e4nde und F\u00fcsse aus goldener Sch\u00fcssel.<\/p>\n<h3 id=\"section-29\">6<\/h3>\n<p>Gew\u00f6hnlich waren dort<a href=\"#fn165\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref165\" role=\"doc-noteref\"><sup>165<\/sup><\/a> vier Feuerst\u00e4tten<a href=\"#fn166\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref166\" role=\"doc-noteref\"><sup>166<\/sup><\/a>, heute f\u00fcnf<a href=\"#fn167\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref167\" role=\"doc-noteref\"><sup>167<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Me\u00efr. R. Jose sagt: Gew\u00f6hnlich drei<a href=\"#fn168\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref168\" role=\"doc-noteref\"><sup>168<\/sup><\/a>, heute vier. R. Juda sagt: Gew\u00f6hnlich zwei<a href=\"#fn169\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref169\" role=\"doc-noteref\"><sup>169<\/sup><\/a>, heute drei.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<h3 id=\"section-30\">1<\/h3>\n<p>Man brachte ihm<a href=\"#fn170\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref170\" role=\"doc-noteref\"><sup>170<\/sup><\/a> L\u00f6ffel und Pfanne<a href=\"#fn171\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref171\" role=\"doc-noteref\"><sup>171<\/sup><\/a>. Aus dieser f\u00fcllte er seine beiden H\u00e4nde [mit R\u00e4ucherwerk] und tat es in den L\u00f6ffel, ein Hochgewachsener gem\u00e4ss seiner Gr\u00f6sse, ein Kleinerer gem\u00e4ss seinem geringern Umfang<a href=\"#fn172\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref172\" role=\"doc-noteref\"><sup>172<\/sup><\/a>, und dem entsprach auch das Maass<a href=\"#fn173\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref173\" role=\"doc-noteref\"><sup>173<\/sup><\/a>. Nun fasste er die Schaufel<a href=\"#fn174\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref174\" role=\"doc-noteref\"><sup>174<\/sup><\/a> mit der Rechten, den L\u00f6ffel mit der Linken und durchschritt den H\u00each\u00e2l<a href=\"#fn175\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref175\" role=\"doc-noteref\"><sup>175<\/sup><\/a>, bis er zwischen die beiden Vorh\u00e4nge gelangte<a href=\"#fn176\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref176\" role=\"doc-noteref\"><sup>176<\/sup><\/a>, die das Heilige vom Allerheiligsten trennen, und deren Zwischenraum eine Elle betrug. [R. Jos\u00ea sagt: Es gab da nur einen Vorhang; denn es heisst:<a href=\"#fn177\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref177\" role=\"doc-noteref\"><sup>177<\/sup><\/a> Der Vorhang soll euch das Heilige vom Allerheiligsten trennen.] Der \u00e4ussere war an der S\u00fcdseite zur\u00fcckgeschlagen<a href=\"#fn178\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref178\" role=\"doc-noteref\"><sup>178<\/sup><\/a>, der innere an der Nordseite. Er schreitet zwischen beiden dahin, bis er das n\u00f6rdliche Ende erreicht, und wendet, sowie er im Norden angelangt ist, sein Gesicht nach S\u00fcden, geht dann den Vorhang links entlang, bis er die Lade<a href=\"#fn179\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref179\" role=\"doc-noteref\"><sup>179<\/sup><\/a> erreicht, und setzt die Schaufel, sobald er bei der Lade angelangt ist, zwischen ihre beiden Stangen<a href=\"#fn180\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref180\" role=\"doc-noteref\"><sup>180<\/sup><\/a>. Jetzt h\u00e4uft er das R\u00e4ucherwerk auf die Schaufel<a href=\"#fn181\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref181\" role=\"doc-noteref\"><sup>181<\/sup><\/a>, der ganze Raum f\u00fcllt sich mit Rauch, er geht in derselben Weise, wie er gekommen, wieder zur\u00fcck<a href=\"#fn182\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref182\" role=\"doc-noteref\"><sup>182<\/sup><\/a> und betet im \u00e4ussern Raume<a href=\"#fn183\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref183\" role=\"doc-noteref\"><sup>183<\/sup><\/a> ein kurzes Gebet. Er hielt sich aber bei dem Gebet nicht lange auf, damit er Israel nicht in Angst setze<a href=\"#fn184\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref184\" role=\"doc-noteref\"><sup>184<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-31\">2<\/h3>\n<p>Nach der Entfernung der Lade<a href=\"#fn185\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref185\" role=\"doc-noteref\"><sup>185<\/sup><\/a> befand sich dort ein Stein aus den Zeiten der fr\u00fcheren Propheten. Er wurde Schetija<a href=\"#fn186\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref186\" role=\"doc-noteref\"><sup>186<\/sup><\/a> genannt und ragte aus der Erde drei Daumenbreiten hoch empor. Auf diesen setzte er sie<a href=\"#fn187\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref187\" role=\"doc-noteref\"><sup>187<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-32\">3<\/h3>\n<p>Darauf nahm er das Blut von dem, der es umr\u00fchrte<a href=\"#fn188\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref188\" role=\"doc-noteref\"><sup>188<\/sup><\/a>, betrat aufs neue den Raum, den er vorher betreten hatte<a href=\"#fn189\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref189\" role=\"doc-noteref\"><sup>189<\/sup><\/a>, stellte sich wieder auf den Ort, auf dem er eben gestanden<a href=\"#fn190\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref190\" role=\"doc-noteref\"><sup>190<\/sup><\/a>, und sprengte davon einmal aufw\u00e4rts und siebenmal abw\u00e4rts, nicht als ob er es darauf abgesehen h\u00e4tte, sei es nach oben, sei es nach unten zu sprengen, sondern wie jemand, der zum Schlage ausholt<a href=\"#fn191\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref191\" role=\"doc-noteref\"><sup>191<\/sup><\/a>. Dabei z\u00e4hlte er wie folgt: Eins, eins und eins, eins und zwei, eins und drei, eins und vier, eins und f\u00fcnf, eins und sechs, eins und sieben. W\u00e4hrend er hinausging<a href=\"#fn192\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref192\" role=\"doc-noteref\"><sup>192<\/sup><\/a>, tat er es auf den goldenen Untersatz, der sich im H\u00each\u00e2l befand.<\/p>\n<h3 id=\"section-33\">4<\/h3>\n<p>Hernach brachte man ihm den Ziegenbock. Er schlachtete ihn, fing sein Blut in einer Schale auf und begab sich aufs neue in den Raum, den er vorhin betreten hatte<a href=\"#fn193\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref193\" role=\"doc-noteref\"><sup>193<\/sup><\/a>, nahm wieder den Platz ein, auf dem er damals gestanden<a href=\"#fn194\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref194\" role=\"doc-noteref\"><sup>194<\/sup><\/a>, und sprengte davon einmal aufw\u00e4rts und siebenmal abw\u00e4rts<a href=\"#fn195\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref195\" role=\"doc-noteref\"><sup>195<\/sup><\/a>, nicht als ob er es darauf abgesehen h\u00e4tte, sei es nach oben, sei es nach unten zu sprengen, sondern wie man zu einem Schlage ausholt<a href=\"#fn196\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref196\" role=\"doc-noteref\"><sup>196<\/sup><\/a>. Dabei z\u00e4hlte er wie folgt: Eins, eins und eins, eins und zwei, eins und drei, eins und vier, eins und f\u00fcnf, eins und sechs, eins und sieben. Darauf goss er das Blut des Stieres in das Blut des Bockes und leerte das volle [Gef\u00e4ss] in das leere.<\/p>\n<h3 id=\"section-34\">5<\/h3>\n<p>Sodann begab er sich \u201ezum Altar, der vor Gott steht\u201c<a href=\"#fn197\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref197\" role=\"doc-noteref\"><sup>197<\/sup><\/a>, das ist der goldene Altar. Wenn er nun abw\u00e4rts zu sprengen beginnen will<a href=\"#fn198\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref198\" role=\"doc-noteref\"><sup>198<\/sup><\/a>, wo soll er den Anfang machen? An dem nord\u00f6stlichen W\u00fcrfel<a href=\"#fn199\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref199\" role=\"doc-noteref\"><sup>199<\/sup><\/a>, auf welchen der nordwestliche, dann der s\u00fcdwestliche und endlich der s\u00fcd\u00f6stliche folgt. Wo man beim S\u00fcndopfer auf dem \u00e4ussern Altar anf\u00e4ngt<a href=\"#fn200\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref200\" role=\"doc-noteref\"><sup>200<\/sup><\/a>, dort h\u00f6rt er am innern Altar auf. R. Eli\u2018ezer meint, er habe bei den Sprengungen an einer und derselben Stelle gestanden<a href=\"#fn201\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref201\" role=\"doc-noteref\"><sup>201<\/sup><\/a>, und sie alle von unten nach oben ausgef\u00fchrt mit Ausnahme der vor ihm befindlichen Ecke, auf die er von oben nach unten sprengte<a href=\"#fn202\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref202\" role=\"doc-noteref\"><sup>202<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-35\">6<\/h3>\n<p>Nachdem er noch siebenmal die Oberfl\u00e4che<a href=\"#fn203\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref203\" role=\"doc-noteref\"><sup>203<\/sup><\/a> des Altars besprengt hatte, goss er den Rest des Blutes auf den westlichen Grund des \u00e4ussern Altars<a href=\"#fn204\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref204\" role=\"doc-noteref\"><sup>204<\/sup><\/a>. Das am \u00e4ussern Altar \u00fcbrig gebliebene<a href=\"#fn205\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref205\" role=\"doc-noteref\"><sup>205<\/sup><\/a> goss man auf den s\u00fcdlichen Grund<a href=\"#fn206\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref206\" role=\"doc-noteref\"><sup>206<\/sup><\/a>. Beides vermengt sich im Wasserarm<a href=\"#fn207\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref207\" role=\"doc-noteref\"><sup>207<\/sup><\/a> und fliesst in den Kidronbach. Es wird den G\u00e4rtnern als D\u00fcnger verkauft und unterliegt dem Gesetze \u00fcber die Veruntreuung<a href=\"#fn208\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref208\" role=\"doc-noteref\"><sup>208<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-36\">7<\/h3>\n<p>Der ganze Dienst des Vers\u00f6hnungstages ist hier der Reihe nach beschrieben. Wurde eine Verrichtung im Verh\u00e4ltnis zu einer andern zu fr\u00fch vorgenommen, so ist sie als nicht vollzogen anzusehen. Hatte das Blut des Ziegenbocks den Vorrang vor dem Blute des Stieres, so muss vom Blute des Bockes noch einmal nach dem Blute des Stieres gesprengt werden. Wurde das Blut vergossen, ehe die Sprengungen im Innern<a href=\"#fn209\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref209\" role=\"doc-noteref\"><sup>209<\/sup><\/a> vollendet waren, muss anderes Blut herbeigeschafft<a href=\"#fn210\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref210\" role=\"doc-noteref\"><sup>210<\/sup><\/a> und die Sprengung im Innern wieder von vorne begonnen werden. Ebenso im H\u00each\u00e2l und ebenso auf dem goldenen Altare<a href=\"#fn211\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref211\" role=\"doc-noteref\"><sup>211<\/sup><\/a>; denn sie alle sind je eine S\u00fchne f\u00fcr sich<a href=\"#fn212\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref212\" role=\"doc-noteref\"><sup>212<\/sup><\/a>. R. El\u2018azar und R. Simon dagegen meinen: Wo er sie abgebrochen hat, dort nimmt er sie wieder auf.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<h3 id=\"section-37\">1<\/h3>\n<p>Die beiden B\u00f6cke des Vers\u00f6hnungstages<a href=\"#fn213\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref213\" role=\"doc-noteref\"><sup>213<\/sup><\/a> sollen in Farbe, Wuchs und Kaufpreis einander gleich sein und zusammen angeschafft werden. Gleichen sie einander nicht, so eignen sie sich dennoch. Wurde der eine an diesem, der andere am folgenden Tage gekauft, sind sie trotzdem zu verwenden. Stirbt einer von ihnen, so schafft man, wenn der Tod, noch ehe das Los gefallen<a href=\"#fn214\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref214\" role=\"doc-noteref\"><sup>214<\/sup><\/a>, eingetreten ist, einen andern herbei, um ihn dem zweiten zu gesellen<a href=\"#fn215\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref215\" role=\"doc-noteref\"><sup>215<\/sup><\/a>; ist aber der Tod erst nach der Entscheidung des Loses eingetreten, muss man ein neues Paar herbeischaffen und aufs neue losen. Ist nun der f\u00fcr Gott bestimmte umgekommen, so sagt er<a href=\"#fn216\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref216\" role=\"doc-noteref\"><sup>216<\/sup><\/a>: Dieser hier, auf den jetzt das Los f\u00fcr Gott gefallen, trete an seine Stelle; ist aber der f\u00fcr \u2018Azazel bestimmte umgekommen, so sagt er<a href=\"#fn217\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref217\" role=\"doc-noteref\"><sup>217<\/sup><\/a>: Dieser hier, auf den das Los f\u00fcr \u2018Azazel jetzt gefallen, trete an seine Stelle. Den zweiten<a href=\"#fn218\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref218\" role=\"doc-noteref\"><sup>218<\/sup><\/a> schickt man auf die Weide, bis er untauglich wird<a href=\"#fn219\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref219\" role=\"doc-noteref\"><sup>219<\/sup><\/a>; dann wird er verkauft, und der Erl\u00f6s f\u00e4llt der Spendenkasse<a href=\"#fn220\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref220\" role=\"doc-noteref\"><sup>220<\/sup><\/a> zu. Denn ein \u00f6ffentliches S\u00fcndopfer l\u00e4sst man nicht umkommen<a href=\"#fn221\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref221\" role=\"doc-noteref\"><sup>221<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Man l\u00e4sst es umkommen<a href=\"#fn222\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref222\" role=\"doc-noteref\"><sup>222<\/sup><\/a>. Ferner sagte R. Juda: Wurde das Blut<a href=\"#fn223\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref223\" role=\"doc-noteref\"><sup>223<\/sup><\/a> ausgegossen<a href=\"#fn224\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref224\" role=\"doc-noteref\"><sup>224<\/sup><\/a>, so l\u00e4sst man den wegzuschickenden Bock umkommen<a href=\"#fn225\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref225\" role=\"doc-noteref\"><sup>225<\/sup><\/a>; ist der wegzuschickende Bock umgekommen<a href=\"#fn226\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref226\" role=\"doc-noteref\"><sup>226<\/sup><\/a>, so giesst man das Blut weg<a href=\"#fn227\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref227\" role=\"doc-noteref\"><sup>227<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-38\">2<\/h3>\n<p>Er n\u00e4hert sich nun<a href=\"#fn228\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref228\" role=\"doc-noteref\"><sup>228<\/sup><\/a> dem wegzuschickenden Bocke, st\u00fctzt beide H\u00e4nde auf ihn<a href=\"#fn229\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref229\" role=\"doc-noteref\"><sup>229<\/sup><\/a> und spricht das S\u00fcndenbekenntnis. Und also spricht er: Ach, Ewiger! Ges\u00fcndigt, gefrevelt, gefehlt hat dein Volk, das Haus Israels, vor dir. O, bei dem Ewigen<a href=\"#fn230\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref230\" role=\"doc-noteref\"><sup>230<\/sup><\/a>, verzeihe doch die S\u00fcnden, Frevel und Verfehlungen, wie sehr sie auch vor dir ges\u00fcndigt, gefrevelt und gefehlt haben m\u00f6gen, dein Volk, das Haus Israels, wie geschrieben steht in der Tora deines Dieners Mosche<a href=\"#fn231\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref231\" role=\"doc-noteref\"><sup>231<\/sup><\/a>: Denn an diesem Tage wird er euch verzeihen, um euch zu reinigen; von all euren S\u00fcnden vor Gott sollt ihr rein werden. Und die Priester und das Volk, die in der Opferhalle standen, als sie den deutlich ausgesprochenen Namen h\u00f6rten<a href=\"#fn232\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref232\" role=\"doc-noteref\"><sup>232<\/sup><\/a>, wie er aus dem Munde des Hohenpriesters sich vernehmen liess, sanken sie ins Knie, warfen sich nieder und fielen auf ihr Angesicht, indem sie sprachen: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches f\u00fcr und f\u00fcr.<\/p>\n<h3 id=\"section-39\">3<\/h3>\n<p>Dann \u00fcbergab er ihn dem, der ihn wegf\u00fchren sollte<a href=\"#fn233\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref233\" role=\"doc-noteref\"><sup>233<\/sup><\/a>. Jeder eignet sich zum F\u00fchrer; aber die Priester<a href=\"#fn234\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref234\" role=\"doc-noteref\"><sup>234<\/sup><\/a> hatten es zur Norm gemacht, dass sie einem [gew\u00f6hnlichen] Israeliten<a href=\"#fn235\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref235\" role=\"doc-noteref\"><sup>235<\/sup><\/a> ihn wegzuf\u00fchren nicht gestatteten. R. Jose berichtet: Einst f\u00fchrte ihn \u2018Arsela aus Sepphoris, der nichts anderes als Israelit war.<\/p>\n<h3 id=\"section-40\">4<\/h3>\n<p>Und ein Br\u00fcckensteg<a href=\"#fn236\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref236\" role=\"doc-noteref\"><sup>236<\/sup><\/a> wurde f\u00fcr ihn angefertigt wegen der Babylonier<a href=\"#fn237\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref237\" role=\"doc-noteref\"><sup>237<\/sup><\/a>, die ihn an den Haaren zerrten, indem sie riefen: Da nimm und geh, da nimm und geh! Von den Edlen Jerusalems begleiteten ihn einige bis zur ersten H\u00fctte. Zehn H\u00fctten waren von Jerusalem bis zur Felsenkluft<a href=\"#fn238\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref238\" role=\"doc-noteref\"><sup>238<\/sup><\/a>, neunzig R\u00eas, je siebenundeinhalb auf ein Mil<a href=\"#fn239\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref239\" role=\"doc-noteref\"><sup>239<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-41\">5<\/h3>\n<p>Bei jeder einzelnen H\u00fctte sagte man zu ihm: Hier ist Speise, hier ist Wasser<a href=\"#fn240\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref240\" role=\"doc-noteref\"><sup>240<\/sup><\/a>. Man geleitete ihn von H\u00fctte zu H\u00fctte bis auf die letzte, deren G\u00e4ste nicht mit ihm zur Schlucht gelangten<a href=\"#fn241\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref241\" role=\"doc-noteref\"><sup>241<\/sup><\/a>, sondern von ferne standen und seinem Tun zuschauten.<\/p>\n<h3 id=\"section-42\">6<\/h3>\n<p>Wie ging er vor? Er teilte ein Kermesband, befestigte die eine H\u00e4lfte am Felsen<a href=\"#fn242\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref242\" role=\"doc-noteref\"><sup>242<\/sup><\/a>, die andere zwischen den H\u00f6rnern [des Bockes], und stiess diesen r\u00fcckw\u00e4rts, dass er hinabrollte und, ehe er noch die Mitte des Berges erreicht hatte, in lauter St\u00fccke gerissen wurde. Dann kehrte er um<a href=\"#fn243\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref243\" role=\"doc-noteref\"><sup>243<\/sup><\/a> und verweilte in der letzten H\u00fctte<a href=\"#fn244\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref244\" role=\"doc-noteref\"><sup>244<\/sup><\/a>, bis die Nacht hereinbrach. Und wann tritt bei ihm die Unreinheit der Kleider ein<a href=\"#fn245\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref245\" role=\"doc-noteref\"><sup>245<\/sup><\/a>? Sowie er die Mauern Jerusalems verl\u00e4sst. R. Simon sagt: Mit dem Augenblick des Stosses in die Schlucht.<\/p>\n<h3 id=\"section-43\">7<\/h3>\n<p>Er<a href=\"#fn246\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref246\" role=\"doc-noteref\"><sup>246<\/sup><\/a> wendet sich wieder dem Stiere und dem Bocke zu<a href=\"#fn247\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref247\" role=\"doc-noteref\"><sup>247<\/sup><\/a>, die nun verbrannt werden sollen<a href=\"#fn248\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref248\" role=\"doc-noteref\"><sup>248<\/sup><\/a>. Er \u00f6ffnet ihnen den Leib, nimmt die Opferteile heraus<a href=\"#fn249\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref249\" role=\"doc-noteref\"><sup>249<\/sup><\/a>, legt diese in eine Sch\u00fcssel<a href=\"#fn250\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref250\" role=\"doc-noteref\"><sup>250<\/sup><\/a> und bringt sie auf dem Altar dar<a href=\"#fn251\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref251\" role=\"doc-noteref\"><sup>251<\/sup><\/a>. Sie selbst aber schlingt er in einander<a href=\"#fn252\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref252\" role=\"doc-noteref\"><sup>252<\/sup><\/a> und l\u00e4sst sie nach dem Verbrennungsorte<a href=\"#fn253\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref253\" role=\"doc-noteref\"><sup>253<\/sup><\/a> hinausschaffen. Und wann tritt hier die Unreinheit der Kleider ein<a href=\"#fn254\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref254\" role=\"doc-noteref\"><sup>254<\/sup><\/a>? Sobald sie die Mauern der Opferhalle verlassen. R. Simon sagt: Wenn das Feuer den gr\u00f6ssten Teil ihrer Leiber ergriffen hat.<\/p>\n<h3 id=\"section-44\">8<\/h3>\n<p>Man meldete dem Hohenpriester, dass der Bock die W\u00fcste erreicht habe<a href=\"#fn255\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref255\" role=\"doc-noteref\"><sup>255<\/sup><\/a>. Woher wusste man aber, dass der Bock die W\u00fcste erreicht hatte? Es wurden Posten<a href=\"#fn256\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref256\" role=\"doc-noteref\"><sup>256<\/sup><\/a> aufgestellt, die Fahnen schwenkten, und so erfuhr man, wann der Bock die W\u00fcste erreichte. R. Jehuda meinte: Sie hatten ja ein vortreffliches Zeichen. Von Jerusalem bis B\u00eat Haroro<a href=\"#fn257\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref257\" role=\"doc-noteref\"><sup>257<\/sup><\/a> sind drei Mil; ein Mil Hinweg, ein Mil R\u00fcckweg, ein Mil Aufenthalt<a href=\"#fn258\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref258\" role=\"doc-noteref\"><sup>258<\/sup><\/a>, und man wusste, dass der Bock die W\u00fcste erreicht hatte. R. Isma\u2018el sagte: Sie hatten ja ein anderes Zeichen. Ein Kermesband<a href=\"#fn259\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref259\" role=\"doc-noteref\"><sup>259<\/sup><\/a> war am Eingang des H\u00each\u00e2l befestigt, und sowie der Bock die W\u00fcste erreichte, wurde das Band weiss; denn es heisst<a href=\"#fn260\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref260\" role=\"doc-noteref\"><sup>260<\/sup><\/a>: Wenn euere S\u00fcnden wie Kermes sind, sollen sie weiss wie Schnee werden.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<h3 id=\"section-45\">1<\/h3>\n<p>Jetzt<a href=\"#fn261\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref261\" role=\"doc-noteref\"><sup>261<\/sup><\/a> schickt der Hohepriester sich zum Vortrag an<a href=\"#fn262\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref262\" role=\"doc-noteref\"><sup>262<\/sup><\/a>. Wenn er will, liest er in den Byssuskleidern<a href=\"#fn263\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref263\" role=\"doc-noteref\"><sup>263<\/sup><\/a>; wenn nicht, liest er in einem weissen Gewande<a href=\"#fn264\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref264\" role=\"doc-noteref\"><sup>264<\/sup><\/a> aus eigenem Besitz. Der Synagogendiener holt eine Torarolle und \u00fcbergibt sie dem Synagogenverwalter, der sie wieder dem Vorsteher reicht, damit er sie dem Hohenpriester aush\u00e4ndige. Der Hohepriester erhebt sich, nimmt sie in Empfang (und liest stehend)<a href=\"#fn265\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref265\" role=\"doc-noteref\"><sup>265<\/sup><\/a>. Er liest A\u1e25ar\u00ea M\u00f4t und Ach be\u2018as\u00f4r, rollt das Buch der Tora zusammen, legt es auf seinen Schoss und spricht: Mehr als ich euch vorgelesen, ist hier verzeichnet<a href=\"#fn266\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref266\" role=\"doc-noteref\"><sup>266<\/sup><\/a>. Ube\u2018as\u00f4r aber, im Buche der Musterungen<a href=\"#fn267\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref267\" role=\"doc-noteref\"><sup>267<\/sup><\/a>, tr\u00e4gt er auswendig vor<a href=\"#fn268\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref268\" role=\"doc-noteref\"><sup>268<\/sup><\/a>, worauf er acht Benediktionen spricht: \u00fcber die Tora, \u00fcber den Tempeldienst und ein Dankgebet, ferner \u00fcber die S\u00fcndenvergebung, \u00fcber das Heiligtum besonders, \u00fcber Israel besonders, \u00fcber die Priester besonders und endlich ein allgemeines Gebet<a href=\"#fn269\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref269\" role=\"doc-noteref\"><sup>269<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-46\">2<\/h3>\n<p>Wer den Hohenpriester w\u00e4hrend seiner Vorlesung sah, konnte dem Verbrennen des Stieres und des Widders<a href=\"#fn270\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref270\" role=\"doc-noteref\"><sup>270<\/sup><\/a> nicht zuschauen, und wer der Verbrennung des Stieres und des Widders zuschaute, konnte den Hohenpriester w\u00e4hrend der Vorlesung nicht sehen; nicht etwa, dass er es nicht durfte, sondern weil die Entfernung zu gross war und beides zur selben Zeit sich abspielte.<\/p>\n<h3 id=\"section-47\">3<\/h3>\n<p>Hatte er in den Byssusgew\u00e4ndern vorgelesen, so heiligte er nun seine H\u00e4nde und F\u00fcsse<a href=\"#fn271\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref271\" role=\"doc-noteref\"><sup>271<\/sup><\/a>, entkleidete sich und stieg ins Bad hinunter<a href=\"#fn272\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref272\" role=\"doc-noteref\"><sup>272<\/sup><\/a>. Nachdem er wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte<a href=\"#fn273\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref273\" role=\"doc-noteref\"><sup>273<\/sup><\/a>, brachte man ihm die goldenen Kleider<a href=\"#fn274\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref274\" role=\"doc-noteref\"><sup>274<\/sup><\/a>. Er legte sie an und heiligte sich H\u00e4nde und F\u00fcsse, um draussen<a href=\"#fn275\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref275\" role=\"doc-noteref\"><sup>275<\/sup><\/a> seinen Widder<a href=\"#fn276\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref276\" role=\"doc-noteref\"><sup>276<\/sup><\/a> und den Widder des Volkes<a href=\"#fn277\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref277\" role=\"doc-noteref\"><sup>277<\/sup><\/a> darzubringen nebst den sieben fehlerlosen L\u00e4mmern, die das erste Lebensjahr noch nicht \u00fcberschritten hatten<a href=\"#fn278\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref278\" role=\"doc-noteref\"><sup>278<\/sup><\/a>. So die Worte des Rabbi Eli\u2018ezer. R. \u2018A\u1e33iba meint, dass diese im Anschluss an das t\u00e4gliche Morgenopfer dargebracht wurden, w\u00e4hrend der zum Ganzopfer bestimmte Stier<a href=\"#fn279\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref279\" role=\"doc-noteref\"><sup>279<\/sup><\/a> sowie der im Aussenraume zu opfernde Ziegenbock<a href=\"#fn280\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref280\" role=\"doc-noteref\"><sup>280<\/sup><\/a> erst zur Zeit des t\u00e4glichen Abendopfers<a href=\"#fn281\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref281\" role=\"doc-noteref\"><sup>281<\/sup><\/a> dargebracht wurde<a href=\"#fn282\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref282\" role=\"doc-noteref\"><sup>282<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-48\">4<\/h3>\n<p>Und wieder heiligte er sich H\u00e4nde und F\u00fcsse, entkleidete sich und stieg ins Bad hinunter<a href=\"#fn283\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref283\" role=\"doc-noteref\"><sup>283<\/sup><\/a>. Nachdem er wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte<a href=\"#fn284\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref284\" role=\"doc-noteref\"><sup>284<\/sup><\/a>, brachte man ihm das weisse Gewand<a href=\"#fn285\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref285\" role=\"doc-noteref\"><sup>285<\/sup><\/a>. Er legte es an, heiligte seine H\u00e4nde und F\u00fcsse und ging hinein<a href=\"#fn286\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref286\" role=\"doc-noteref\"><sup>286<\/sup><\/a>, um den L\u00f6ffel nebst der Schaufel herauszuholen<a href=\"#fn287\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref287\" role=\"doc-noteref\"><sup>287<\/sup><\/a>, worauf er sich aufs neue H\u00e4nde und F\u00fcsse heiligte, das Gewand ablegte und ins Bad stieg. Nachdem er ihm wieder entstiegen und abgetrocknet war, reichte man ihm die goldenen Kleider<a href=\"#fn288\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref288\" role=\"doc-noteref\"><sup>288<\/sup><\/a>, nach deren Anlegung er die Heiligung der H\u00e4nde und F\u00fcsse wiederholte. Dann ging er hinein<a href=\"#fn289\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref289\" role=\"doc-noteref\"><sup>289<\/sup><\/a>, um das Abendr\u00e4ucherwerk darzubringen<a href=\"#fn290\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref290\" role=\"doc-noteref\"><sup>290<\/sup><\/a> und die L\u00e4mpchen anzuz\u00fcnden<a href=\"#fn291\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref291\" role=\"doc-noteref\"><sup>291<\/sup><\/a>, wonach er seine H\u00e4nde und F\u00fcsse heiligte und sich entkleidete<a href=\"#fn292\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref292\" role=\"doc-noteref\"><sup>292<\/sup><\/a>. Nunmehr brachte man ihm seine eigenen Kleider. Nachdem er diese angezogen hatte, begleitete man ihn bis zu seinem Hause, wo er seinen Freunden ein Fest bereitete, da er in Frieden aus dem Heiligtume heimgekehrt war<a href=\"#fn293\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref293\" role=\"doc-noteref\"><sup>293<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-49\">5<\/h3>\n<p>Der Hohepriester verrichtet den Dienst in acht Gew\u00e4ndern, ein anderer Priester<a href=\"#fn294\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref294\" role=\"doc-noteref\"><sup>294<\/sup><\/a> in vieren, dieser in Leibrock, Beinkleid, Kopfbund und G\u00fcrtel<a href=\"#fn295\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref295\" role=\"doc-noteref\"><sup>295<\/sup><\/a>, zu denen der Hohepriester Brustzier, Schurz, Oberkleid und Stirnbinde<a href=\"#fn296\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref296\" role=\"doc-noteref\"><sup>296<\/sup><\/a> hinzuf\u00fcgt. In diesen befragen sie die Ur\u00eem und Tumm\u00eem<a href=\"#fn297\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref297\" role=\"doc-noteref\"><sup>297<\/sup><\/a>; man befragt sie aber (nicht auf Wunsch einer Privatperson<a href=\"#fn298\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref298\" role=\"doc-noteref\"><sup>298<\/sup><\/a>, sondern)<a href=\"#fn299\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref299\" role=\"doc-noteref\"><sup>299<\/sup><\/a> nur im Auftrage des K\u00f6nigs, des Gerichtshofes oder eines Mannes, auf den die Gesamtheit angewiesen ist.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<h3 id=\"section-50\">1<\/h3>\n<p>Am Vers\u00f6hnungstage ist es verboten<a href=\"#fn300\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref300\" role=\"doc-noteref\"><sup>300<\/sup><\/a> zu essen und zu trinken, sich zu waschen und zu salben, Sandalen anzuziehen<a href=\"#fn301\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref301\" role=\"doc-noteref\"><sup>301<\/sup><\/a> und das Bett zu benutzen<a href=\"#fn302\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref302\" role=\"doc-noteref\"><sup>302<\/sup><\/a>. Ein K\u00f6nig und eine Neuverm\u00e4hlte<a href=\"#fn303\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref303\" role=\"doc-noteref\"><sup>303<\/sup><\/a> d\u00fcrfen sich das Gesicht waschen, eine W\u00f6chnerin<a href=\"#fn304\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref304\" role=\"doc-noteref\"><sup>304<\/sup><\/a> darf Sandalen anziehen. Dies die Worte des R. Eli\u2018ezer. Die Weisen aber verbieten es.<\/p>\n<h3 id=\"section-51\">2<\/h3>\n<p>Wer das Quantum einer grossen Dattel, ihren und ihres Kerns Rauminhalt<a href=\"#fn305\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref305\" role=\"doc-noteref\"><sup>305<\/sup><\/a> isst, oder einen Mundvoll trinkt, ist straff\u00e4llig<a href=\"#fn306\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref306\" role=\"doc-noteref\"><sup>306<\/sup><\/a>. Alle Speisen erg\u00e4nzen einander zum Quantum einer Dattel und alle Getr\u00e4nke zum Rauminhalt seines Mundes. Speise und Trank erg\u00e4nzen einander nicht<a href=\"#fn307\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref307\" role=\"doc-noteref\"><sup>307<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-52\">3<\/h3>\n<p>Hat man in einem Versehen gegessen und getrunken, so ist man nur zu einem S\u00fcndopfer verpflichtet, \u2026 gegessen und Arbeit verrichtet, so ist man zu zwei S\u00fcndopfern verpflichtet<a href=\"#fn308\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref308\" role=\"doc-noteref\"><sup>308<\/sup><\/a>. Hat man ungeniessbare Speisen gegessen oder ungeniessbare Fl\u00fcssigkeiten getrunken, selbst wenn man Salzlake oder P\u00f6kelbr\u00fche<a href=\"#fn309\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref309\" role=\"doc-noteref\"><sup>309<\/sup><\/a> getrunken hat<a href=\"#fn310\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref310\" role=\"doc-noteref\"><sup>310<\/sup><\/a>, so ist man frei<a href=\"#fn311\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref311\" role=\"doc-noteref\"><sup>311<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-53\">4<\/h3>\n<p>Kinder l\u00e4sst man am Vers\u00f6hnungstag nicht fasten; doch soll man sie ein Jahr oder zwei Jahre vorher<a href=\"#fn312\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref312\" role=\"doc-noteref\"><sup>312<\/sup><\/a> einweihen, damit sie mit den Geboten vertraut seien<a href=\"#fn313\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref313\" role=\"doc-noteref\"><sup>313<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-54\">5<\/h3>\n<p>Einer Schwangern<a href=\"#fn314\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref314\" role=\"doc-noteref\"><sup>314<\/sup><\/a>, die durch Ger\u00fcche erregt ist<a href=\"#fn315\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref315\" role=\"doc-noteref\"><sup>315<\/sup><\/a>, gibt man zu essen, bis sie wieder zu sich kommt. Einem Kranken gibt man auf Anordnung Sachkundiger zu essen, und wenn keine Fachleute anwesend sind, gibt man ihm auf eigenes Verlangen so lange zu essen, bis er erkl\u00e4rt, es sei genug<a href=\"#fn316\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref316\" role=\"doc-noteref\"><sup>316<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-55\">6<\/h3>\n<p>Wird jemand von Heisshunger<a href=\"#fn317\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref317\" role=\"doc-noteref\"><sup>317<\/sup><\/a> ergriffen, gibt man ihm selbst unreine Dinge<a href=\"#fn318\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref318\" role=\"doc-noteref\"><sup>318<\/sup><\/a> zu essen, bis seine Augen wieder aufleuchten. Wurde jemand von einem tollen Hunde gebissen, so darf man ihm nicht von dessen Zwerchfell zu essen geben<a href=\"#fn319\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref319\" role=\"doc-noteref\"><sup>319<\/sup><\/a>. R. Matja ben \u1e24eresch aber gestattet es<a href=\"#fn320\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref320\" role=\"doc-noteref\"><sup>320<\/sup><\/a>. Ferner sagt R. Matja ben \u1e24eresch: Wenn jemand Halsschmerzen hat, so darf man ihm am Sabbat Arzenei in den Mund einfl\u00f6ssen, denn es liegt die M\u00f6glichkeit einer Lebensgefahr vor, und schon die M\u00f6glichkeit einer Lebensgefahr l\u00e4sst den Sabbat zur\u00fccktreten.<\/p>\n<h3 id=\"section-56\">7<\/h3>\n<p>Wenn Tr\u00fcmmer \u00fcber jemand zusammengest\u00fcrzt sind, und es ist zweifelhaft, ob er noch dort ist oder nicht, ob er lebt oder tot ist, ob es ein Heide oder ein Israelit ist<a href=\"#fn321\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref321\" role=\"doc-noteref\"><sup>321<\/sup><\/a>, so lichtet man den Schutthaufen \u00fcber ihm<a href=\"#fn322\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref322\" role=\"doc-noteref\"><sup>322<\/sup><\/a>. Findet man ihn am Leben, erweitert man ihm die \u00d6ffnung; ist er aber tot, l\u00e4sst man ihn liegen.<\/p>\n<h3 id=\"section-57\">8<\/h3>\n<p>Das S\u00fcndopfer<a href=\"#fn323\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref323\" role=\"doc-noteref\"><sup>323<\/sup><\/a> und das zweifellose Schuldopfer<a href=\"#fn324\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref324\" role=\"doc-noteref\"><sup>324<\/sup><\/a> haben s\u00fchnende Kraft. Der Tod wie der Vers\u00f6hnungstag s\u00fchnt in Verbindung mit Umkehr<a href=\"#fn325\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref325\" role=\"doc-noteref\"><sup>325<\/sup><\/a>. Umkehr s\u00fchnt geringere Vergehen, [\u00dcbertretung einfacher] Gebote oder Verbote<a href=\"#fn326\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref326\" role=\"doc-noteref\"><sup>326<\/sup><\/a>, und bewirkt bei schwereren einen Aufschub<a href=\"#fn327\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref327\" role=\"doc-noteref\"><sup>327<\/sup><\/a>, bis der Vers\u00f6hnungstag kommt und s\u00fchnt.<\/p>\n<h3 id=\"section-58\">9<\/h3>\n<p>Wenn jemand sagt: ich werde s\u00fcndigen und Busse tun, s\u00fcndigen und Busse tun, so wird ihm nicht verg\u00f6nnt, Busse zu tun<a href=\"#fn328\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref328\" role=\"doc-noteref\"><sup>328<\/sup><\/a> \u2026 ich werde s\u00fcndigen und der Vers\u00f6hnungstag wird es s\u00fchnen, so hat der Vers\u00f6hnungstag keine s\u00fchnende Wirkung. S\u00fcnden des Menschen gegen Gott<a href=\"#fn329\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref329\" role=\"doc-noteref\"><sup>329<\/sup><\/a> s\u00fchnt der Vers\u00f6hnungstag, S\u00fcnden des Menschen gegen seinen Nebenmenschen s\u00fchnt der Vers\u00f6hnungstag nicht, bis man dessen Verzeihung erlangt hat. Das leitete R. El\u2018azar ben \u2018Azarja aus der Schriftstelle ab: \u201eVon all euren S\u00fcnden vor Gott sollt ihr rein werden<a href=\"#fn330\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref330\" role=\"doc-noteref\"><sup>330<\/sup><\/a>. S\u00fcnden des Menschen gegen Gott s\u00fchnt der Vers\u00f6hnungstag, S\u00fcnden des Menschen gegen den Nebenmenschen s\u00fchnt der Vers\u00f6hnungstag nicht, ehe man dessen Vergebung erlangt hat. R. \u2018A\u1e33iba sprach: Heil euch, Israel ! Wer ist\u2019s, vor dem ihr euch reinigt, und wer ist\u2019s, der euch reinigt? Euer Vater im Himmel. Denn so heisst es<a href=\"#fn331\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref331\" role=\"doc-noteref\"><sup>331<\/sup><\/a>: \u201eIch werde reines Wasser auf euch sprengen und ihr werdet rein werden. Und ferner heisst es<a href=\"#fn332\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref332\" role=\"doc-noteref\"><sup>332<\/sup><\/a>: Israels Reinheitsquell<a href=\"#fn333\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref333\" role=\"doc-noteref\"><sup>333<\/sup><\/a> ist der Ewige. Wie die Quelle den Unreinen die Reinheit wiedergibt, so l\u00e4sst auch der Heilige, gelobt sei er, Israel wieder rein werden.<\/p>\n<section id=\"footnotes\" class=\"footnotes footnotes-end-of-document\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05df<\/span> = \u03c0\u03ac\u03c1\u03b5\u03b4\u03c1\u03bf\u03b9. Nach Abba Schaul (Middot V 4) war es die als <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05db\u05ea \u05d4\u05e2\u05e5<\/span> bekannte Kammer, die im nordwestlichen Teil der Opferhalle lag. Der Eingang war vermutlich von aussen, so dass sie nicht die Heiligkeit der Halle besass; sonst h\u00e4tte der Hohepriester dort weder sitzen noch schlafen d\u00fcrfen, also auch nicht wohnen k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\"><p>der ihn f\u00fcr den Dienst untauglich macht, hierologische Unreinheit oder schwere K\u00f6rperverletzung.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\"><p>Nach Jom Tob V 2 sind Trauungen am Feiertage untersagt. Will man nicht annehmen, dass dieses rabbinische Verbot zur Zeit des zweiten Tempels noch nicht bestand, so bleibt nur die Erkl\u00e4rung \u00fcbrig, dass die Ehe vor dem Feste unter der Bedingung geschlossen wurde, dass sie erst mit dem Tode der andern Frau in Kraft trete .<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 6.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn5\"><p>Man m\u00fcsste dann auch mit dem noch unwahrscheinlichern Falle rechnen, dass beide Frauen von einem pl\u00f6tzlichen Tode ereilt werden. Dagegen empfiehlt es sich, dem Hohenpriester einen Nebenbuhler an die Seite zu setzen, damit es f\u00fcr ihn ein Sporn zu gr\u00f6sserer Achtsamkeit sei, um jeder M\u00f6glichkeit einer Verunreinigung oder Verst\u00fcmmelung aus dem Wege zu gehen.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\"><p>des t\u00e4glichen Morgen- und Abendopfers (2. B. M. 29, 38\u201442) auf dem \u00e4ussern Altar.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\"><p>morgens und abends auf dem innern, goldenen Altar (das. 30, 1\u20148).<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\"><p>auf dem siebenarmigen goldenen Leuchter (das. 27, 20\u201421; 30, 7\u20148). Jeden Abend wurden die L\u00e4mpchen von einem der Priester angez\u00fcndet, jeden Morgen aber gereinigt, mit \u00d6l gef\u00fcllt und neuem Docht versehen (auch das Anz\u00fcnden wird mit <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d8\u05d1\u05ea \u05d4\u05d2\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> bezeichnet; vgl. weiter unten VII 4). In diesen sieben Tagen hatte der Hohepriester all das zu verrichten.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\"><p>Das geschlachtete Opferlamm wurde in bestimmte Teile zerlegt (Tamid IV 2\u20143), die sonst von den durch das Los dazu berufenen Priestern dem Altar \u00fcbergeben wurden (das. und hier II 3\u20144). Kopf und rechter Hinterfuss waren die Teile, die zuerst dargebracht wurden. S. auch Tamid VII 3.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\"><p>W\u00e4hrend die anderen Priester nur in ihrer Dienstwoche (s. Kap. II Anm. 1) Opfer darbringen d\u00fcrfen, \u00f6ffentliche Opfer auch dann nur, wenn das Los sie beg\u00fcnstigt, hat der Hohepriester jederzeit das Recht, nach Belieben zu bestimmen, welches Opfer oder welchen Teil eines solchen er darbringen will.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\"><p>an dem Opferfleisch, das unter den Priestern verteilt wird. Er kann sich das Beste ausw\u00e4hlen.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\"><p>S. weiter unten VII 1.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\"><p>Zur Zeit des zweiten Tempels wurde das Amt des Hohenpriesters nicht selten von den Machthabern einem G\u00fcnstling \u00fcbertragen oder an den Meistbietenden verkauft. Daher gab es \u00f6fter sehr unwissende Tr\u00e4ger dieser W\u00fcrde.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\"><p>Vermutlich zwei Stiere, zwei Widder und neun L\u00e4mmer in der Reihenfolge, in der er sie am Vers\u00f6hnungstage darzubringen hatte.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\"><p>Im Schlafe k\u00f6nnte eine Pollution eintreten, die ihn f\u00fcr den ganzen Tag aus dem Heiligtum verbannen w\u00fcrde (3. B. M. 15, 16).<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\"><p>im s\u00fcdwestlichen Teil der Opferhalle. Dort wurde von der Famile Abtinas das R\u00e4ucherwerk bereitet, und dort sollte der Hohepriester jetzt von den \u00c4ltesten der Priesterschaft die schwere Kunst lernen, es so abzuheben, dass seiner gef\u00fcllten Hand kein K\u00f6rnchen entfiel.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Einleitung, Absatz 3.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn18\"><p>weil man ihn im Verdacht hatte.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\"><p>weil sie ihm mit ihrem kr\u00e4nkenden Verdachte weh tun mussten.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\"><p>damit er nicht einschlafe; vgl. Anm. 15.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\"><p>Warum grade diese B\u00fccher gew\u00e4hlt wurden, ist schwer zu erraten; vielleicht nur, weil sie am wenigsten bekannt waren.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> sind Bl\u00fcten, auf Menschen \u00fcbertragen, J\u00fcnglinge. In der Form <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d7\u05d7<\/span> findet sich diese \u00dcbertragung, allerdings in ver\u00e4chtlichem Sinne, schon in der Bibel (Ijob 30, 12).<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\"><p>Dass <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2 \u05e6\u05e8\u05d3\u05d4<\/span> den Mittelfinger und nicht, wie Raschi z. St.\u00a0meint, den Zeigefinger bezeichnet, haben die Tosafot (Mena\u1e25ot 35 b s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05de\u05d4<\/span>) \u00fcberzeugend nachgewiesen. Die Volksetymologie erkl\u00e4rt das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e8\u05d3\u05d4<\/span> als <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e8\u05d4 \u05d3\u05d3\u05d0<\/span> (Babli Joma 19 b) = die Nebenbuhlerin dieses Fingers (unter diesem ist der Zeigefinger zu verstehen, den man beim Gebrauch des Demonstrativs auszustrecken pflegt). Es scheint aber, dass <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e8\u05d3\u05d4<\/span> (vielleicht von \u03c4\u03c1\u03af\u03b6\u03c9, strideo = zischen ?) ein Schnippchen bedeutet, und dass man den Mittelfinger darum <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2 \u05e6\u05e8\u05d3\u05d4<\/span> nennt, weil durch sein Abschnellen vom Daumen das eigent\u00fcmliche Ger\u00e4usch des Schnippchens entsteht. Der hier gebrauchte Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d9\u05df<\/span> wird \u00fcbrigens auch auf Musikinstrumente angewendet, z. B. auf das Fl\u00f6tenspiel (Bikkurim III 4). Demnach k\u00f6nnte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d9\u05df \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05d1\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2 \u05e6\u05e8\u05d3\u05d4<\/span> auch bedeuten: sie spielten vor ihm mit dem Schnippfinger, um ihn dadurch zu ermuntern. Wahrscheinlich aber ist, dass sie ihre Aufforderung mit einem Schnippchen begleiteten, das ja auch bei den R\u00f6mern (crepitus digitorum) als Zeichen eines Befehles galt.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05d2<\/span> bedeutet: aufh\u00f6ren (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc \u05ea\u05ea\u05e0\u05d9 \u05e4\u05d5\u05d2\u05ea \u05dc\u05da<\/span>, Klagelieder 2, 18), daher <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05d2<\/span>: beseitigen. In Verbindung mit <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d9\u05df<\/span> heisst <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05d2<\/span>: den Rausch beseitigen; <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05d2<\/span> schlechthin ist = <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05d2 \u05d0\u05ea \u05d4\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> den Schlaf vertreiben.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05ea<\/span> = einmal (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05ea \u05d1\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> 3. B. M. 16, 34), ist hier ohne Betonung, ein blosses Flickwort, das noch heute im Volksmund vieler L\u00e4nder gebraucht wird.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\"><p>Das Marmorpflaster war sehr k\u00fchl und der Fuss des Hohenpriesters unbekleidet.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\"><p>durch Gesang und allerlei Kurzweil.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\"><p>Nach 3. B. M. 6, 3 ist es Vorschrift, jeden Morgen die Asche vom Altar abzuheben und sie neben den Altar zu legen. Man entfernte aber nicht die ganze Asche, sondern nur etwa eine Handvoll mittels einer silbernen Pfanne, die man im Osten der zum Altar emporf\u00fchrenden schiefen Ebene aussch\u00fcttete. Der Rest wurde auf der Oberfl\u00e4che des Altars zusammengefegt und in deren Mitte nach und nach zu einem abgestumpften Kegel aufget\u00fcrmt, den man als \u201eApfel\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d5\u05d7<\/span>) bezeichnete und f\u00fcr eine Zierde des Opferaltars hielt. Er wurde daher so lange als m\u00f6glich stehen gelassen, und erst dann (gem\u00e4ss 3. B. M. 6, 4) hinweggeschafft, wenn er auf dem Altar keinen Raum mehr hatte. \u2014 Das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05dd<\/span> (Sekund\u00e4rbildung von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span>, Stamm: <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05dd<\/span>) mit folgendem Akkusativ bezieht sich bald auf das, was abgehoben wird (z. B. Terumot III 1), bald wie hier und Sche\u1e33alim III 1 auf das, wovon abgehoben wird.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\"><p>um den Hohenpriester zu besch\u00e4ftigen und ihn dadurch wach zu erhalten. Keineswegs war diese Verrichtung auf ihn angewiesen; vielmehr konnten auch am Vers\u00f6hnungstage andere Priester die Aschenhebe vornehmen (s. dar\u00fcber eine sehr interessante Abhandlung in den Mil\u1e25aniot des R. Mose b. Na\u1e25man zu Joma Kap. II; s. auch Tosafot z. St.\u00a0u. zu Zeba\u1e25im 86 b s. v. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05d7\u05d5\u05dc\u05e9\u05d0<\/span>).<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\"><p>Zum Pesach-, Wochen- und H\u00fcttenfeste zog man nach der heiligen Stadt, um daselbst Ganz- und Friedensopfer darzubringen. Es sammelte sich daher t\u00e4glich so viel Asche an, dass die Herstellung des \u201eApfels\u201c trotz der grossen Zahl der Priester geraume Zeit in Anspruch nahm, weshalb man schon sehr fr\u00fch ans Werk gehen musste. Die \u201eNachtwache\u201c entspricht nach einer Ansicht dem dritten, nach einer andern dem vierten Teil der Nacht (s. Tosefta Berachot Kap. I Anf.).<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\"><p>von den Priestern, deren Familie an der Reihe war. Die Priester waren n\u00e4mlich in 24 Wachen (Mischmarot) eingeteilt, deren jede aus 4\u20149 Familien (Bat\u00ea Abot) bestand. Jede Woche hatte eine andere Wache den Dienst im Heiligtum. Am Sabbat l\u00f6sten sie einander ab, und f\u00fcr die einzelnen Tage der Woche verteilten sie den Dienst unter den Familien, aus denen sie sich zusammensetzten (Tosefta Ta\u2018anijot Kap. II).<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. I, Anm. 28.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn33\"><p>die im S\u00fcden des Altars zu diesem emporf\u00fchrte. Sie war 32 Ellen lang, 16 Ellen breit und 8 \u215a Ellen hoch; die L\u00e4nge des Weges betrug demnach 33, 2 Ellen, die Steigung etwa 1 : 3\u00be oder 27 Prozent, der Winkel am Boden 15\u00b0 26\u2032.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\"><p>vom Altar aus gerechnet. Mit anderen Worten: Wer sich zuerst dem Altar bis auf vier Ellen n\u00e4herte.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\"><p>Matitja ben Sch\u2019muel (s. Sche\u1e33alim V 1).<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\"><p>nicht etwa zu den zweien, sondern zu allen am Wettbewerb Beteiligten.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\"><p>damit das Los entscheide. Die Priester stellten sich zu diesem Zwecke in der Quaderhalle in einer Reihe auf und erhoben einen oder zwei Finger der rechten Hand, der Vorsteher nannte eine gr\u00f6ssere Zahl, nahm dem ersten besten die Kopfbedeckung ab und fing bei diesem an, die Finger oder Fingerpaare zu z\u00e4hlen. Das Los fiel auf den Priester, bei dem die Zahl zu Ende ging. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e6\u05d1\u05d9\u05e2\u05d5<\/span> ist Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2<\/span> (= Finger).<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\"><p>mit R\u00fccksicht auf die Schwachen und Kr\u00e4nklichen, denen es schwer f\u00e4llt, einen Finger allein auszustrecken.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\"><p>weil man imstande ist, den Daumen sehr weit vom Zeigefinger zu entfernen, so dass der Beamte, da es gestattet war, zwei Finger zu erheben, einen Priester f\u00fcr zwei z\u00e4hlen k\u00f6nnte.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\"><p>im Heiligtum und zwar t\u00e4glich.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\"><p>Der Priester, bei dem die Zahl endete (Anm. 7), schlachtete das Opfer, sein rechter Nachbar fing das Blut auf und sprengte es auf den \u00e4ussern Altar, dessen Nebenmann zur Rechten entfernte die Asche vom innern Altar u. s. w. . Am Vers\u00f6hnungstage wurden fast alle die hier aufgez\u00e4hlten gleich den in der folgenden Mischna erw\u00e4hnten Verrichtungen durch den Hohenpriester allein ausgef\u00fchrt. Eine Auslosung war also \u00fcberfl\u00fcssig. Fand eine solche dennoch statt, wor\u00fcber die Ansichten auseinandergehen, so konnte sie nur den Zweck haben, die Priester zu bestimmen, die den Vorzug haben sollten, dem Hohenpriester hilfreiche Hand zu leisten (s. z. B. Kap. III Anm. 20).<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\"><p>Auf dem innern Altar wurde jeden Morgen und jeden Abend das R\u00e4ucherwerk dargebracht. Die erforderlichen gl\u00fchenden Kohlen entnahm man dem \u00e4ussern Altar. Die zur\u00fcckgebliebene Asche wurde am n\u00e4chsten Tage beseitigt. Diesen Dienst konnte auch am Vers\u00f6hnungsfest ein gew\u00f6hnlicher Priester verrichten.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. I Anm. 8. Auch diese Verrichtung konnte selbst am Vers\u00f6hnungstage von einem andern als dem Hohenpriester vollzogen werden. Dieser brauchte nur die L\u00e4mpchen anzuz\u00fcnden.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn44\"><p>die im S\u00fcden des Altars zu diesem emporf\u00fchrte. Sie war 32 Ellen lang, 16 Ellen breit und 8 \u215a Ellen hoch; die L\u00e4nge des Weges betrug demnach 33, 2 Ellen, die Steigung etwa 1 : 3\u00be oder 27 Prozent, der Winkel am Boden 15\u00b0 26\u2032.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\"><p>Gemeint ist der rechte Hinterfuss, den der Priester in der Linken hielt, w\u00e4hrend er den Kopf in der Rechten trug. Die genaueren Angaben findet man in Tamid (IV 3).<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05e7\u05e5<\/span> (eigentlich = Spitze oder auch Stiel) bezeichnet das untere Ende der Wirbels\u00e4ule mit dem Schweife.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\"><p>Hier ist wieder der linke Hinterfuss gemeint.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\"><p>samt Herz und Lunge,<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\"><p>nebst Milz und Leber.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\"><p>s\u00e4mtliche Verdauungsorgane.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 28, 5.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn52\"><p>das t\u00e4gliche Opfer des Hohenpriesters (3. B. M. 6, 13\u201415 u. Schekalim VII Anm. 34).<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 28, 7.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn54\"><p>Zwei beim Schlachten und Sprengen, zwei bei der Reinigung des goldenen Altars und Leuchters, sechs beim Hinauftragen der Glieder und der Eingeweide, drei bei den Mehl- und Weinopfern.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\"><p>W\u00f6rtlich: in der Art seines Ganges, d.\u00a0h. in der Reihenfolge der an der Fortbewegung des Tieres beteiligten Glieder, also zuerst der Kopf (mit dem rechten Hinterfusse), dann Brust und Schlund, hernach die beiden Vorderf\u00fcsse, darauf die beiden Flanken, zuletzt der Schweif mit dem linken Hinterfusse.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\"><p>Oder: Neulinge in Bezug aufs R\u00e4ucherwerk, kommt und loset. Die Darbringung des R\u00e4ucherwerks war die bevorzugteste und am meisten begehrte Opferhandlung. Deshalb wurden die Priester, die es schon einmal dargebracht hatten, solange ausgeschlossen, als es noch welche gab, denen diese Gunst noch nicht zuteil geworden. Nur diese \u201eNeulinge\u201c wurden aufgefordert, sich zur Auslosung einzufinden.<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\"><p>Die Glieder des Opfertieres wurden nicht sofort nach der Zerlegung auf den Altar hinaufgeschafft, sondern zun\u00e4chst auf die schiefe Ebene gebracht und von hier erst sp\u00e4ter weiter bef\u00f6rdert (Sche\u1e33alim VIII 8; s. das. Anm. 30).<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\"><p>wie beim Lamm des t\u00e4glichen Opfers.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\"><p>Das zum t\u00e4glichen Opfer bestimmte Lamm durfte nicht \u00e4lter als ein Jahr sein, w\u00e4hrend ein Widder 13\u201424 Monate z\u00e4hlen musste, um dargebracht werden zu k\u00f6nnen; seine Eingeweide waren daher schwerer als die des L\u00e4mmchens. Ferner betrug das zugeh\u00f6rige Mehl- und Weinopfer bei einem Widder 2 \u2018Omer und 4 Log, bei einem Lamme nur 1 \u2018Omer und 3 Log (4. B. M. 15, 4\u20147; s. auch Schekalim V Anm. 15).<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\"><p>Diese Nominativa absoluta sind gleich den folgenden (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d7\u05d6\u05d4 \u05d5\u05d4\u05d2\u05e8\u05d4, \u05d4\u05e2\u05d5\u05e7\u05e5 \u05d5\u05d4\u05e8\u05d2\u05dc<\/span>) im Grunde \u00fcberfl\u00fcssig und nur mit R\u00fccksicht auf Mischna 3 vorangestellt. Der Sinn ist: Was den Kopf und den rechten Hinterfuss betrifft, die sonst durch eine Person dargebracht werden, so sind hier drei Priester dabei beteiligt; was Schweif und linken Hinterfuss betrifft, u. s. w.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\"><p>samt Herz und Lunge,<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\"><p>3 \u2018Omer (4. B. M. 15, 9).<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\"><p>6 Log (das. 10).<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\"><p>die Verteilung der einzelnen Verrichtungen durch das Los.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\"><p>sofern er nur zu den diensthabenden Priestern geh\u00f6rt und der Eigent\u00fcmer ihn damit betraut hat.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\"><p>In Bezug auf diese Verrichtungen, die auch durch Nichtpriester ausgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, fand selbst bei \u00f6ffentlichen Opfern keine Auslosung statt. Anders beim Schlachten der \u00f6ffentlichen Opfer, das zwar ebenfalls durch jeden Israeliten vorgenommen werden konnte, in der Regel aber von den Priestern f\u00fcr sich in Anspruch genommen wurde und darum auch der Entscheidung des Loses unterworfen war.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\"><p>Die Mischna kn\u00fcpft hier an Kap. II 1\u20144 an. Was hier berichtet wird, gilt also nicht allein vom Vers\u00f6hnungsfeste, sondern in gleicher Weise von allen Tagen des Jahres. Der hier erw\u00e4hnte Beamte ist vermutlich derselbe, der auch die Auslosungen \u00fcberwachte (das. 1; s. auch Anm. 5 das.).<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\"><p>Das t\u00e4gliche Morgenopfer durfte vor Anbruch des Tages nicht dargebracht werden; wurde es vorher geschlachtet, so musste es durch ein anderes ersetzt und wie untauglich gewordenes Opferfleisch fern vom Altar verbrannt werden.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05e7\u05d0\u05d9<\/span>, aram\u00e4ische Form, vielleicht aus <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05e7\u05d0 \u05d4\u05d9\u05d0<\/span> zusammengezogen oder aus <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05e7\u05d0 \u05d0\u05d9\u05ea<\/span> verk\u00fcrzt: es zeigt sich ein Schimmer (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05e7<\/span> = Blitz, Lichtschein, Glanz).<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\"><p>vgl. Schekalim V 1.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\"><p>So lautet die Frage des Beamten. Es scheint, dass Frage und Antwort nicht mehr zum Berichte Matitja\u2019s geh\u00f6ren, sondern auch nach der Ansicht erfolgten, laut welcher der Beobachter \u201eBar\u1e33ai\u201c gerufen hat. Matitja setzt nur an Stelle dieses Wortes den Satz <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0\u05d9\u05e8 \u05e4\u05e0\u05d9 \u05db\u05dc \u05d4\u05de\u05d6\u05e8\u05d7<\/span>. Dieser Ausdruck l\u00e4sst es unbestimmt, ob der Lichtschein sich vom Nordpunkte bis zum S\u00fcdpunkte, also \u00fcber die ganze \u00f6stliche H\u00e4lfte des Gesichtskreises erstreckt, oder nur von Nordost bis S\u00fcdost \u00fcber den vierten Teil des Horizontes. \u201eDer ganze Ostrand\u201c kann beides bedeuten. Noch unbestimmter ist Bar\u1e33ai: Es tagt. Darum fragt der Beamte: \u201eBis gen Hebron?\u201c Diese Stadt liegt im S\u00fcden Jerusalems beinahe auf demselben Meridian wie der Tempel. War daher der Lichtstreif bis zu dem Punkte des Horizontes vorgedrungen, hinter welchem man Hebron vermutete, so dehnte er sich bereits \u00fcber die ganze \u00f6stliche H\u00e4lfte des Gesichtskreises aus. Dass man vom Tempelberge aus selbst bei vollem Sonnenlicht die T\u00fcrme von Hebron gesehen haben konnte, ist ausgeschlossen. Nach Bechorot 54 b (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d9\u05dd \u05dc\u05d4\u05d5 \u05dc\u05e8\u05d1\u05e0\u05df \u05d3\u05e9\u05ea\u05e1\u05e8 \u05de\u05d9\u05dc\u05d9 \u05e7\u05d0 \u05e9\u05dc\u05d8\u05d0 \u05d1\u05d4 \u05e2\u05d9\u05e0\u05d0 \u05d3\u05e8\u05d5\u05e2\u05d4 \u2014 \u05d5\u05de\u05e1\u05ea\u05d1\u05e8\u05d0 \u05d3\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2\u05df \u05e7\u05d0\u05de\u05e8 \u05ea\u05d3\u05e2 \u05de\u05d3\u05dc\u05d0 \u05d0\u05de\u05e8 \u05e9\u05dc\u05d8\u05d0 \u05d1\u05d4\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05d4 \u05e9\u05de\u05e2 \u05de\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05e6\u05d0\u05df \u05e7\u05d0\u05d9<\/span>) reicht das Auge des Hirten bis auf eine Entfernung von 8 Mil (etwa 8 km; s. Kap. VI Anm. 26). Allerdings sind die T\u00fcrme einer Stadt nicht mit einer Viehherde zu vergleichen; aber Hebron ist 28 km von Jerusalem entfernt und liegt in einem Tale, von Bergen eingeschlossen, welche die Aussicht versperren. Wenn man dennoch grade diese Stadt erw\u00e4hnte und nicht lieber eine n\u00e4here, s\u00fcdlich oder n\u00f6rdlich gelegene und vom Tempelberge sichtbare Ortschaft, so geschah es, wie Jeruschalmi z. St.\u00a0erkl\u00e4rt, weil in Hebron die Gr\u00e4ber der Patriarchen und der Stammm\u00fctter sich befinden. Ich verstehe nur nicht, warum die Frage nicht einfach <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05df<\/span> lautete. Warum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d1\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05df<\/span>? Oder gar <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d1\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05df<\/span>, wie es in Tamid III 2 heisst und Raschi auch hier liest ? In einer Baraita (Babli Joma 28b oben) findet sich auch die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d1\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05df<\/span>, nirgends aber <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05df<\/span>.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\"><p>nat\u00fcrlich nicht am Vers\u00f6hnungsfeste (vgl. Anm. 1), an welchem ja der Mond ums Morgengrauen l\u00e4ngst untergangen ist, sondern an einem der letzten Tage eines Monats, in denen der Mond westlich von der Sonne sich befindet und daher vor dem Tagesgestirn aufgeht.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\"><p>Bei bew\u00f6lktem Himmel kann der vom Monde ausgehende Lichtschimmer mit dem der Sonne verwechselt werden. Niemals aber kann er sich soweit erstrecken wie der von der Sonne herr\u00fchrende Lichtstreifen. Darum fragte der Beamte, ob der Horizont bis gen Hebron hin erhellt ist.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Anm. 2; \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span> s. Pesa\u1e25im VIII Anm. 18 u. IX Anm. 49).<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn75\"><p>Hier beginnt der Bericht \u00fcber den Opferdienst des Vers\u00f6hnungstages, der aber sogleich durch eine kleine Abschweifung unterbrochen wird, um in M. 4 wieder aufgenommen zu werden.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\"><p>Euphemie f\u00fcr Darmentleerung (vgl.) Richter 3, 24 und 1 Sam. 24, 4).<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn77\"><p>Wo der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> von Menschen oder Ger\u00e4ten gebraucht wird, bedeutet er stets ein v\u00f6lliges Untertauchen im Wasser.<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\"><p>Sp\u00e4tere Bezeichnung f\u00fcr die Entleerung der Harnblase.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>mit dem Wasser des heiligen Beckens waschen (2. B. M. 30, 17\u201421). Was den Hohenpriester betrifft, s. weiter unten (IV 5).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn80\"><p>Wo der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> von Menschen oder Ger\u00e4ten gebraucht wird, bedeutet er stets ein v\u00f6lliges Untertauchen im Wasser.<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn81\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Einleitung Absatz 2.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn82\"><p>Eine Kammer im s\u00fcdlichen Teile der Opferhalle (s. Middot V 3).<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\"><p>das er an ungeweihter St\u00e4tte \u00fcber dem Wassertore (Sche\u1e33alim VI 3) nahm.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e1\u05ea\u05e4\u05d2<\/span> ist Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e4\u05d5\u05d2<\/span> (\u03c3\u03c0\u03cc\u03b3\u03b3\u03bf\u03c2 od. \u03c3\u03c6\u03cc\u03b3\u03b3\u03bf\u03c2) = Schwamm.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\"><p>Die acht Kleidungsst\u00fccke, die das Dienstgewand des Hohenpriesters bilden (<span dir=\"rtl\"> \u05db\u05ea\u05e0\u05ea \u05de\u05db\u05e0\u05e1\u05d9\u05dd \u05de\u05e6\u05e0\u05e4\u05ea \u05d0\u05d1\u05e0\u05d8 \u05d7\u05e9\u05df \u05d0\u05e4\u05d5\u05d3 \u05de\u05e2\u05d9\u05dc \u05d5\u05e6\u05d9\u05e5<\/span>; s. 2. B. M. 28, 2\u201442).<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\"><p>das. 29, 38\u201439.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\"><p>Der ungew\u00f6hnliche Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e6\u05d5<\/span> (statt <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d8\u05d5<\/span>) wird hier wahrscheinlich darum gew\u00e4hlt, weil der Hohepriester sich damit begn\u00fcgte, Luft- und Speiser\u00f6hre des Opfertieres zu durchschneiden, die Trennung der Halsadern einem andern, ihm zur Seite stehenden Priester \u00fcberlassend.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\"><p>damit der Hohepriester Zeit gewinne, das Messer aus der Hand zu legen und die Schale zu ergreifen. Sonst schlachtete der eine Priester, und ein anderer fing das Blut auf (II 3); an diesem Tage aber verrichtete der Hohepriester beides.<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\"><p>in heiliger Schale.<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\"><p>auf den \u00e4ussern Altar in der Opferhalle.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\"><p>Der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05db\u05e0\u05dd<\/span> passt im eigentlichen Sinne (hineingehen) nur auf die beiden zun\u00e4chst angef\u00fchrten Diensthandlungen (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05e7\u05d8\u05d9\u05e8 \u05e7\u05d8\u05e8\u05ea \u05e9\u05dc \u05e9\u05d7\u05e8 \u05d5\u05dc\u05d4\u05d9\u05d8\u05d9\u05d1 \u05d0\u05ea \u05d4\u05e0\u05e8\u05d5\u05ea<\/span>), die er im H\u00each\u00e2l zu vollziehen hatte, aber nicht mehr zu den folgenden Verrichtungen (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d4\u05e7\u05e8\u05d9\u05d1 \u05d0\u05ea \u05d4\u05e8\u05d0\u05e9 \u05d5\u05d0\u05ea \u05d4\u05d0\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd \u05d5\u05d0\u05ea \u05d4\u05d7\u05d1\u05ea\u05d9\u05df \u05d5\u05d0\u05ea \u05d4\u05d9\u05d9\u05df<\/span>), deren Schauplatz wieder die Opferhalle war. Es m\u00fcsste demnach heissen: \u201eEr ging hinein, um das Morgenr\u00e4ucherwerk zu verbrennen und die L\u00e4mpchen in stand zu setzen, worauf er zur\u00fcckkehrte, um den Kopf etc. darzubringen.\u201c Also ein Zeugma? Ich glaube eher, dass <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05db\u05e0\u05e1<\/span> hier wie z. B. auch in Berachot I 1 (<span dir=\"rtl\"> \u05de\u05e9\u05e2\u05d4 \u05e9\u05d4\u05d1\u05d4\u05e0\u05d9\u05dd \u05e0\u05db\u05e0\u05e1\u05d9\u05df \u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc \u05d1\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea\u05df<\/span>) eine allgemeinere Bedeutung hat, etwa: sich anschicken, zu etwas \u00fcbergehen; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0 \u05dc\u05d5<\/span> (VII 1 und So\u1e6da II 3) und das frnz. aller.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 30, 7.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn93\"><p>sie zu reinigen und aufs neue mit \u00d6l und Docht zu versehen, nach Maimuni (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc\u05f3 \u05ea\u05de\u05d9\u05d3\u05d9\u05df \u05d5\u05de\u05d5\u05e1\u05e4\u05d9\u05df \u05e4\u05f4\u05d2 \u05d4\u05f4\u05d9 \u05d5\u05d9\u05f4\u05d1<\/span>) auch anzuz\u00fcnden; s. \u00fcbrigens Kap. II Anm. 13.<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\"><p>des Opferlammes.<a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\"><p>dem t\u00e4glichen Opfer des Hohenpriesters (3. B. M. 6, 13\u201415: s. Sche\u1e33alim VII Anm. 34).<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 29, 40. Das ebendaselbst vorgeschriebene Mehlopfer, sonst in dem Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e1\u05db\u05d9\u05dd<\/span> inbegriffen (s. Sche\u1e33alim Kap. IV Anm. 4), scheint hier durch <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d9\u05df<\/span> mitbezeichnet.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn97\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 30, 7.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn98\"><p>Eine Kammer im s\u00fcdlichen Teile der Opferhalle (s. Middot V 3).<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\"><p>im Gegensatz zum Wassertore, wo er das erste Bad genommen hatte (s. Anm. 16).<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>mit dem Wasser des heiligen Beckens waschen (2. B. M. 30, 17\u201421). Was den Hohenpriester betrifft, s. weiter unten (IV 5).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn101\"><p>Wo der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> von Menschen oder Ger\u00e4ten gebraucht wird, bedeutet er stets ein v\u00f6lliges Untertauchen im Wasser.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e1\u05ea\u05e4\u05d2<\/span> ist Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e4\u05d5\u05d2<\/span> (\u03c3\u03c0\u03cc\u03b3\u03b3\u03bf\u03c2 od. \u03c3\u03c6\u03cc\u03b3\u03b3\u03bf\u03c2) = Schwamm.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\"><p>die f\u00fcr den besondern Dienst des Vers\u00f6hnungstages vorgeschriebenen vier Kleidungsst\u00fccke <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05e0\u05ea \u05de\u05db\u05e0\u05e1\u05d9\u05dd \u05de\u05e6\u05e0\u05e4\u05ea \u05d5\u05d0\u05d1\u05e0\u05d8<\/span> \u2014 3. B. M. 16, 4).<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\"><p>1 Mine = 100 Denare, etwa 65 Mark.<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn105\"><p>1 Mine = 100 Denare, etwa 65 Mark.<a href=\"#fnref105\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn106\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>S. 210 Anm. 34.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref106\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn107\"><p>Damit will die Mischna sagen, dass es auf das Verh\u00e4ltnis von 18: 12 nicht so genau ankommt. Man darf den zur Verf\u00fcgung stehenden Betrag auch anders einteilen, nur soll man im ganzen nicht weniger als 30 Minen aufwenden und f\u00fcr das Morgenkleid mehr ausgeben als f\u00fcr das Abendgewand; denn dieses legte der Hohepriester nur an, um L\u00f6ffel und Schaufel aus dem Allerheiligsten wieder herauszuschaffen (VII 4), w\u00e4hrend er in jenem den ganzen Dienst verrichtete, der den Vers\u00f6hnungstag vor den anderen Festen auszeichnet.<a href=\"#fnref107\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn108\"><p>Andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d5 \u05e0\u05d5\u05d8\u05dc \u05de\u05df \u05d4\u05d4\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> = Soviel bekam er aus dem Tempelschatze.<a href=\"#fnref108\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn109\"><p>Es waren an diesem Tage zwei Stiere darzubringen, der eine, von welchem sp\u00e4ter (VII 3) die Rede sein wird, beim Musafopfer (4. B. M. 29, 8) aus \u00f6ffentlichen Mitteln, der andere, um den es sich hier handelt, aus dem Verm\u00f6gen des Hohenpriesters (3. B. M. 16, 3 u. 6), weshalb er stets als sein Stier bezeichnet wird.<a href=\"#fnref109\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn110\"><p>So hiess der Vorsaal, der den H\u00each\u00e2l (Anm. 58) von der Opferhalle trennte.<a href=\"#fnref110\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn111\"><p>dem \u00e4ussern Altar in der Opferhalle. Der Raum zwischen diesem und dem Ulam mass von Ost nach West 22 Ellen (Middot III 6 u. V 1).<a href=\"#fnref111\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn112\"><p>Ein Priester drehte dessen Kopf in der Richtung zum H\u00each\u00e2l, so dass die H\u00f6rner, zwischen denen der Hohepriester seine H\u00e4nde aufst\u00fctzte, diesem zugekehrt waren. H\u00e4tte man den Stier mit dem Kopf nach Westen aufgestellt, so m\u00fcsste der Hohepriester beim S\u00fcndenbekenntnis entweder, vor ihm stehend, dem Allerheiligsten den R\u00fccken zukehren, oder aber, hinter ihm stehend, sich der L\u00e4nge nach \u00fcber den R\u00fccken des Tieres legen. Beides w\u00e4re unangemessen. [<span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d1\u05d2\u05de\u05e8\u05d0 \u05d3\u05d7\u05d9\u05e7 \u05dc\u05ea\u05e8\u05e5 \u05d3\u05d7\u05d9\u05d9\u05e9\u05d9\u05e0\u05df \u05e9\u05de\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d1\u05d9\u05e5 \u05e0\u05dc\u05dc\u05d9\u05dd \u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d3\u05e2\u05ea\u05d9 \u05dc\u05de\u05d4 \u05d4\u05d5\u05e6\u05e8\u05db\u05d5 \u05dc\u05db\u05da<\/span>].<a href=\"#fnref112\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn113\"><p>Er stand also zur Seite des Stieres mit dem R\u00fccken zum Altar, das Antlitz dem Allerheiligsten zugewandt.<a href=\"#fnref113\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn114\"><p>auf dessen Kopf zwischen den H\u00f6rnern.<a href=\"#fnref114\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn115\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 30.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref115\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn116\"><p>Die Priester und das Volk, die in der Opferhalle standen und sich niederwarfen, als sie den heiligen Namen Gottes aus dem Munde des Hohenpriesters vernahmen (vgl. weiter unten VI 2). Aus Maimunis Mischnakommentar ist ersichtlich, dass er auch hier statt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05dd \u05e2\u05d5\u05e0\u05d9\u05df \u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5<\/span> die ganze Stelle von <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e0\u05d4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d5\u05d4\u05e2\u05dd<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e0\u05d5\u05e4\u05dc\u05d9\u05dd \u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05d5\u05d0\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> gelesen hat.<a href=\"#fnref116\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn117\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. II Anm 1.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref117\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn118\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 5 u. 7.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref118\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn119\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05e4\u05d9<\/span> ist das griechische \u03f0\u03ac\u03bb\u03c0\u03b7.<a href=\"#fnref119\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn120\"><p>Der Zweck dieser Lose wird am Anfange des n\u00e4chsten Kapitels erkl\u00e4rt.<a href=\"#fnref120\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn121\"><p>mit dessen Wasser die Priester H\u00e4nde und F\u00fcsse wuschen, ehe sie das Heiligtum betraten oder zu einer Dienstverrichtung sich anschickten (2. B. M. 30, 18\u201421). Sie traten vor das Becken, \u00f6ffneten einen Hahn und Hessen das Wasser \u00fcber ihre H\u00e4nde und F\u00fcsse laufen.<a href=\"#fnref121\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn122\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05bc\u05d5\u05db\u05bc\u05e0\u05d9<\/span> = \u03bc\u03b7\u03c7\u03b1\u03bd\u03ae.<a href=\"#fnref122\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn123\"><p>Die Tempelger\u00e4te heiligen alle mit ihnen in Ber\u00fchrung kommenden Gegenst\u00e4nde, zu deren Aufnahme sie bestimmt sind (2. B. M. 30, 29; Zeba\u1e25im IX 7); was aber durch ein heiliges Gef\u00e4ss die Weihe erlangt hat, wird \u00fcber Nacht zu fernerem Gebrauche untauglich. Infolgedessen musste das Waschbecken, das ein sehr umfangreiches und schweres Tempelger\u00e4t war, jeden Morgen geleert und wieder gef\u00fcllt werden. Ben \u1e32a\u1e6din liess es nun an der Welle eines Rades befestigen, mit dessen Hilfe es nachts in den Brunnen versenkt wurde, um am Morgen wieder heraufgezogen zu werden.<a href=\"#fnref123\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn124\"><p>F\u00fcrst von Adiabene in den letzten Jahren vor der Zerst\u00f6rung des zweiten Tempels.<a href=\"#fnref124\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn125\"><p>die nicht selbst aus Gold hergestellt werden konnten, wie Messer u. dgl.<a href=\"#fnref125\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn126\"><p>So hiess der Raum, in welchem der goldene Altar, der goldene Leuchter und der goldene Tisch standen. Ein Vorhang trennte ihn vom Allerheiligsten.<a href=\"#fnref126\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn127\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 5, 11\u201431. Auf der Tafel standen vermutlich nur die Beschw\u00f6rungsformeln, die nach Vorschrift des 23. Verses bei der Wasserprobe, der die Verd\u00e4chtige unterzogen wurde, abzuschreiben waren. Was die edle K\u00f6nigin zu diesem Geschenke bewogen haben mag, das uns wie ein schlechter Witz mit beleidigender Spitze anmutet, ist r\u00e4tselhaft. Ein dringendes, \u201elangst und tief empfundenes\u201c Bed\u00fcrfnis war es gewiss nicht, dem endlich abgeholfen werden musste.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref127\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn128\"><p>Laut einem Berichte der Tosefta (II 4, S. 183) brachte er f\u00fcr das Heiligtum zwei T\u00fcren aus Alexandria. Da ein Meeresstrudel das Schiff zu verschlingen drohte, warfen die Seeleute eine der T\u00fcren \u00fcber Bord. Als sie aber auch die andere ergriffen, um sie der ersten nachfolgen zu lassen, umklammerte er sie mit seinen Armen, indem er sprach: Werfet mich mit ihr in die Brandung. In diesem Augenblicke gl\u00e4ttete sich die aufgeregte Meeresfl\u00e4che, und als man gl\u00fccklich in \u2018Akko landete, sah man die versenkte T\u00fcr unter dem Kiel des Schiffes emportauchen.<a href=\"#fnref128\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn129\"><p>Die zw\u00f6lf unges\u00e4uerten Brote, die im Innern des Heiligtums von Sabbat zu Sabbat auf goldenem Tische ruhten (2. B. M. 25, 30 u. 3. B. M. 24, 5\u20149), waren sehr zerbrechlich. Sie wurden aus je 5 Liter Mehl hergestellt (2 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05e8\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> = 0,6 <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span>; 1 <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span> = 8, 3 1 \u2014 s. Erubin Kap. VII Anm. 49) und hatten eine L\u00e4nge von 80 cm, eine Breite von 40 cm (Menahot XI 4; 1 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> = 8 cm \u2014 s. \u2018Erubin Kap. IV Anm. 36). Ihre Dicke konnte daher nicht viel mehr als 1\u00bd cm betragen (80. 40. 1, 5 = 4800 ccm; 5 1 = 5000 ccm). Ueber ihre Form gehen die Ansichten auseinander. Nach der einen hatten sie die Gestalt einer runden, nach der andern die einer eckigen Klammer (Babli Mena\u1e25ot 94b oben), deren Seitenw\u00e4nde nach R. Juda je 20 cm, nach R. Me\u00efr je 16 cm in die H\u00f6he ragten (Mena\u1e25ot XI 5) und \u00fcberdies an den vier freien Enden mit je einem \u201eH\u00f6rnchen\u201c von 14 cm L\u00e4nge verziert waren. Sie wurden w\u00f6chentlich am Freitag, mitunter schon am Mittwoch gebacken und erst am Sabbat der folgenden Woche von den Priestern verzehrt. Nur die Familie Garmo verstand es, sie so zu bereiten, dass sie acht bis zehn Tage lang ihren Wohlgeschmack bewahrten, und sie so aus dem Ofen zu heben, dass ihre Seitenw\u00e4nde nicht zerbrachen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d3<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc<\/span> (statt einfachem Akkusativ) = \u00fcber etwas Unterricht erteilen.<a href=\"#fnref129\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn130\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7 \u05d1\u05e9\u05d9\u05e8<\/span> ist sehr dunkel. Nach dem Talmud scheint es den Triller zu bedeuten. Da nun <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7<\/span> einen Abschnitt bezeichnet, so ist vielleicht die Kadenz gemeint, die dem S\u00e4nger am Schluss der Melodie beliebige Variationen und Tonschn\u00f6rkel gestattet. Diese Bedeutung k\u00f6nnte <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7<\/span> auch am Ende des Traktats Tamid haben, wo es vom Gesange der Leviten heisst: <span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05d2\u05d9\u05e2\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e8\u05e7 \u05ea\u05e7\u05e2\u05d5 \u05d5\u05d4\u05e9\u05ea\u05d7\u05d5\u05d5 \u05d4\u05e2\u05dd \u05e2\u05dc \u05db\u05dc \u05e4\u05e8\u05e7 \u05ea\u05e7\u05d9\u05e2\u05d4 \u05d5\u05e2\u05dc \u05db\u05dc \u05ea\u05e7\u05d9\u05e2\u05d4 \u05d4\u05e9\u05ea\u05d7\u05d5\u05d9\u05d4<\/span>. [In Rosch haschana 31a unten s. v. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05dc\u05d4\u05d5<\/span> meint Raschi ebenfalls: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d9\u05d5 \u05d7\u05d5\u05dc\u05e7\u05d9\u05dd \u05d4\u05e4\u05e8\u05e7\u05d9\u05dd \u05d1\u05e0\u05e2\u05d9\u05de\u05ea \u05d4\u05e7\u05d5\u05dc \u05dc\u05d4\u05e4\u05e1\u05d9\u05e7<\/span>].<a href=\"#fnref130\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn131\"><p>Von ihm wird erz\u00e4hlt, dass er mit vier Federn, die er sich zwischen die f\u00fcnf Finger steckte, gleichzeitig vier verschiedene Buchstaben schreiben konnte. Da die hebr\u00e4ische Schrift auf Vokale verzichtet, so bietet dieses Verfahren eine Tachystenographie, die einen ge\u00fcbten Schreiber in den Stand setzt, dem schnellsten Redner mit Leichtigkeit zu folgen. Freilich erfordert solche Kunstfertigkeit nicht nur grosse Gelenkigkeit der Finger, sondern eine noch gr\u00f6ssere Elastizit\u00e4t des Geistes.<a href=\"#fnref131\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn132\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>von M\u00e4nnern gleich ihnen. Man kann aber <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d0\u05b9\u05de\u05b7\u05e8<\/span> lesen und dann <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d5 \u05e2\u05dc<\/span> w\u00f6rtlich nehmen: Von jenen sagen wir \u2026 von diesen sagen wir\u2026<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref132\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn133\"><p>Spr\u00fcche 10,7.<a href=\"#fnref133\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn134\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>von M\u00e4nnern gleich ihnen. Man kann aber <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d0\u05b9\u05de\u05b7\u05e8<\/span> lesen und dann <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d5 \u05e2\u05dc<\/span> w\u00f6rtlich nehmen: Von jenen sagen wir \u2026 von diesen sagen wir\u2026<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref134\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn135\"><p>daselbst.<a href=\"#fnref135\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn136\"><p>Damit wird der oben (III 9) abgebrochene Bericht wieder aufgenommen: Der Hohepriester tritt an die Nordseite des Altars, wo die beiden B\u00f6cke stehen und eine Urne mit zwei Losen sich befindet. Er sch\u00fcttelt die Urne, greift mit beiden H\u00e4nden hinein und zieht in jeder Hand ein Los heraus. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e8\u05e3<\/span> heisst in der Sprache der Mischna sch\u00fctteln, umr\u00fchren, verwirren, \u00fcberhaupt durcheinander mischen (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05e8\u05e4\u05d4 \u05d3\u05e2\u05ea\u05d5, \u05d1\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d8\u05e8\u05d5\u05e4\u05d4, \u05e1\u05e4\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d4\u05de\u05d8\u05e8\u05e4\u05ea \u05d1\u05d9\u05dd<\/span>). Die Kommentatoren, an ihrer Spitze Raschi, fassen gleichwohl die Stelle anders auf: Hastig griff er in die Urne. Man muss zugeben, dass sich nun <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d4 \u05e9\u05e0\u05d9 \u05d2\u05d5\u05e8\u05dc\u05d5\u05ea<\/span> besser anschliesst; das ist aber noch kein Grund, ein Wort seiner gew\u00f6hnlichen Bedeutung zu entkleiden. Die Konstruktion mit <span dir=\"rtl\">\u05d1<\/span> erkl\u00e4rt sich dadurch, dass es eigentlich die Lose sind, die er mittels der Urne durcheinander sch\u00fcttelt.<a href=\"#fnref136\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn137\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. II Anm. 1.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref137\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn138\"><p>die in der Opferhalle versammelte Menge, die bei der Nennung des heiligen Namens in die Kniee sank, den Boden mit der Stirne ber\u00fchrend. Vgl. weiter unten (VI 2).<a href=\"#fnref138\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn139\"><p>um einer Verwechslung der beiden B\u00f6cke sowohl unter einander als auch mit dem dritten zum Musafopfer bestimmten Ziegenbocke (4. B. M. 29, 11) vorzubeugen.<a href=\"#fnref139\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn140\"><p>von roter, mit Kermes gef\u00e4rbter Wolle,<a href=\"#fnref140\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn141\"><p>des f\u00fcr \u2018Azazel bestimmten, der in die W\u00fcste gef\u00fchrt und dort von einem Felsen hinabgest\u00fcrzt wurde.<a href=\"#fnref141\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn142\"><p>an das Tor, durch das er aus dem Tempel hinausgef\u00fchrt wurde.<a href=\"#fnref142\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn143\"><p>dem durchs Los dem Ewigen geweihten. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05d7\u05d8<\/span> hat hier wie <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e9\u05ea\u05dc\u05d7<\/span> gerundive Bedeutung.<a href=\"#fnref143\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn144\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol type=\"i\">\n<li>am Halse (s. S. 205 Anm. 5).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref144\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn145\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>III 8.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref145\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn146\"><p>das. Anm. 41.<a href=\"#fnref146\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn147\"><p>das. Anm. 46.<a href=\"#fnref147\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn148\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 30.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref148\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn149\"><p>die in der Opferhalle versammelte Menge, die bei der Nennung des heiligen Namens in die Kniee sank, den Boden mit der Stirne ber\u00fchrend. Vgl. weiter unten (VI 2).<a href=\"#fnref149\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn150\"><p>den Stier.<a href=\"#fnref150\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn151\"><p>Es sollte n\u00e4mlich erst sp\u00e4ter, nachdem der Hohepriester das R\u00e4ucherwerk im Allerheiligsten dargebracht hatte, daselbst und im H\u00each\u00e2l zur Verwendung gelangen. \u2014 Die Auffassung, die in unserer Uebersetzung hier zum Ausdruck kommt, zwingt den Talmud zu einer Emendation. Da sich niemand im H\u00each\u00e2l (Kap. III Anm. 58) aufhalten durfte, w\u00e4hrend der Hohepriester im Allerheiligsten den Dienst verrichtete (3. B. M. 16, 17), so ist nicht <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d4\u05d9\u05db\u05dc<\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d4\u05d9\u05db\u05dc<\/span> zu lesen, was zur Not so verstanden werden kann, dass das Blut in der Opferhalle auf der vierten Pflasterreihe, vom H\u00each\u00e2l aus gerechnet (w\u00f6rtlich: die zum H\u00each\u00e2l f\u00fchrt), umger\u00fchrt wurde. Diese Text\u00e4nderung, die am Ende nicht einmal gen\u00fcgt [es m\u00fcsste mindestens <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05df \u05d4\u05d4\u05d9\u05db\u05dc \u05d5\u05dc\u05d7\u05d5\u05e5<\/span> korrigiert werden, genauer aber: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05df \u05d4\u05d0\u05d5\u05dc\u05dd \u05d5\u05dc\u05d7\u05d5\u05e5<\/span>, da ja zwischen H\u00each\u00e2l und Opferhalle noch der Ulam (Kap. III Anm. 42) sich befand], liesse sich vermeiden, wenn man dem Satzbau ein wenig Gewalt antut, <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05e8\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05e2\u05d9 \u05e9\u05d1\u05d4\u05d9\u05db\u05dc<\/span> statt auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05e8\u05e1<\/span> lieber auf <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05ea\u05e0\u05d5<\/span> bezieht und demgem\u00e4ss \u00fcbersetzt: er stellte sie f\u00fcr den, der es umr\u00fchren sollte, damit es nicht gerinne, auf die vierte Pflasterreihe im H\u00each\u00e2l. Er w\u00fcrde demnach die Schale, bevor er die Schaufel zur Hand nahm, um Kohlen f\u00fcr das R\u00e4ucherwerk zu holen, auf die vierte Pflasterreihe des H\u00each\u00e2l getan haben, von wo sie bald ein anderer Priester holte, um das Blut in der Opferhalle umzur\u00fchren. Dass der Hohepriester sie erst hineintrug, statt sie sofort an Ort und Stelle neben dem \u00e4ussern Altar, an dessen Fusse er das Blut eben aufgefangen hatte, und den er nun sogleich mit der Kohlenschaufel in der Hand besteigen sollte, dem ersten besten Priester zu \u00fcbergeben, k\u00f6nnte man damit erkl\u00e4ren, dass es ihm w\u00fcnschenswert erschien, die Schale an dieser Stelle wieder in Empfang zu nehmen, wenn er nach der Darbringung des R\u00e4ucherwerks aus dem Allerheiligsten trat, im H\u00each\u00e2l ein kurzes Gebet sprach und sogleich wieder in das Allerheiligste zur\u00fcckkehrte, um mit dem Blute des Stieres die vorgeschriebenen Sprengungen vor der heiligen Bundeslade auszuf\u00fchren. Doch darf man nicht vergessen, dass von der Opferhalle zum Ulam zw\u00f6lf Stufen emporf\u00fchrten (Middot III 6). Was n\u00f6tigte ihn, sie hinauf- und alsbald wieder hinunterzusteigen? Es w\u00e4re doch viel zweckm\u00e4ssiger gewesen, die Schale einem Priester in der Opferhalle mit dem Auftrage zu \u00fcbergeben, sie ihm nach angemessener Zeit in den H\u00each\u00e2l entgegenzubringen. Die einfachste L\u00f6sung aller Schwierigkeiten bietet Jeruschalmi z. St., der <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05d9\u05db\u05dc<\/span> kurzerhand in <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e2\u05d6\u05e8\u05d4<\/span> verbessert. Will man die \u00fcberlieferte Lesart, die durch beide Talmude gut bezeugt ist, aufrecht erhalten, so muss man annehmen, dass das Opferblut tats\u00e4chlich aus dem angegebenen Grunde (damit der Hohepriester nicht n\u00f6tig habe, nach dem Verlassen des Allerheiligsten die erw\u00e4hnten zw\u00f6lf Stufen hinab- und wieder hinaufzusteigen, um die Schale aus der Opferhalle zu holen) im H\u00each\u00e2l umger\u00fchrt wurde, den der damit betraute Priester nur f\u00fcr die kurze Zeit verliess, welche die Darbringung des R\u00e4ucherwerks in Anspruch nahm. Der Vorgang h\u00e4tte sich demnach wie folgt abgespielt: Nachdem der Hohepriester den Stier in der Opferhalle geschlachtet und dessen Blut in einer Schale aufgefangen hatte, reichte er diese an Ort und Stelle einem Priester, der sich nun in den H\u00each\u00e2l begab und dort das Blut umr\u00fchrte, w\u00e4hrend jener in der Opferhalle die goldene Schaufel auf dem \u00e4ussern Altar mit gl\u00fchenden Kohlen f\u00fcllte und das R\u00e4ucherwerk mit seinen H\u00e4nden abhob, um es in den goldenen L\u00f6ffel zu tun. Sowie der Hohepriester mit L\u00f6ffel und Schaufel im H\u00each\u00e2l erschien, entfernte sich der andere bis zur obersten Treppenstufe, wo er vor dem Eingange des Ulam sehr wohl in der Lage war, den Hohenpriester in demselben Moment zu erblicken, in welchem er aus dem Allerheiligsten heraustrat (vgl. Kap. V Anm. 15). W\u00e4hrend dieser sein kurzes Gebet sprach, kehrte jener auf seinen Platz im H\u00each\u00e2l zur\u00fcck und wartete daselbst, bis der Hohepriester, der sich nach Vollendung seines Gebetes an den Eingang des Ulam begeben und dort dem unten versammelten Volke gezeigt hatte, wieder in den H\u00each\u00e2l kam, um von ihm die Schale in Empfang zu nehmen, mit der er nun aufs neue das Allerheiligste betreten sollte. [Dass hier <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05e2\u05d9 \u05e9\u05d1\u05d4\u05d9\u05db\u05dc<\/span> (nach Middot III 6) den obersten der vier Treppenabs\u00e4tze, also den vier bis f\u00fcnf Ellen breiten Raum vor dem Eingange des Ulam bedeuten k\u00f6nnte \u2014 was ebenfalls eine gl\u00fcckliche L\u00f6sung aller Schwierigkeiten w\u00e4re \u2014 ist leider ausgeschlossen, weil es dann weiter unten am Ende unserer Mischna <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05e8\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d4\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df \u05e9\u05d1\u05e2\u05d6\u05e8\u05d4<\/span> heissen m\u00fcsste].<a href=\"#fnref151\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn152\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e2\u05d5\u05db\u05dc\u05d5\u05ea<\/span>, von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05db\u05dc<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc<\/span> (verzehren), sind die Kohlen, deren Holzteile schon ganz vom Feuer verzehrt sind. Sie gl\u00fchen nur noch, geben aber keine Flamme mehr. Keineswegs bedeutet das Wort erloschene oder fast verglimmte Kohlen, wie diejenigen meinen, die es an dieser Stelle streichen wollen (s. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05dd \u05d8\u05d5\u05d1 <\/span> z. St.). Wenn <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e2\u05d5\u05db\u05dc\u05d5\u05ea \u05d4\u05e4\u05e0\u05d9\u05de\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> fehlt, hat das vorangehende <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05e4\u05e0\u05d4 \u05d2\u05d7\u05dc\u05d9\u05dd \u05d0\u05d9\u05dc\u05da \u05d5\u05d0\u05d9\u05dc\u05da<\/span> keinen rechten Sinn.<a href=\"#fnref152\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn153\"><p>um zun\u00e4chst das R\u00e4ucherwerk mit seinen H\u00e4nden abzuheben und es in den goldenen L\u00f6ffel zu tun.<a href=\"#fnref153\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn154\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Tamid V 5.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref154\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn155\"><p>Die silberne Schaufel, in der die Kohlen vom Opferaltar geholt wurden, fasste 4 Kab, die goldene, aus der sie auf den innern Altar im H\u00eachal gesch\u00fcttet wurden, nur 3 Kab, beim Umleeren fiel der Rest der Kohlen auf das Pflaster der Opferhalle, von wo sie in die Wasserleitung gefegt wurden (Tamid V 5). 1 Kab = \u2159 Sea ist ungef\u00e4hr 1, 4 Liter (s. \u2018Erubin Kap. VII Anm. 49).<a href=\"#fnref155\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn156\"><p>Alles dies mit R\u00fccksicht auf die Schw\u00e4che des Hohenpriesters und seinen unausgesetzten Dienst.<a href=\"#fnref156\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn157\"><ol start=\"3\" type=\"a\">\n<li>170 g.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref157\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn158\"><p>Auch das t\u00e4gliche R\u00e4ucherwerk (2.B.M. 30,7\u20148) wurde am Vers\u00f6hnungstage morgens und abends von keinem andern als dem Hohenpriester auf dem goldenen Altar im Hechal dargebracht, ausserdem aber noch ein besonderes R\u00e4ucherwerk auf goldener Schaufel im Allerheiligsten.<a href=\"#fnref158\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn159\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>das R\u00e4ucherwerk war heute noch feiner zerrieben als sonst (2. B. M. 30, 36).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref159\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn160\"><p>Zum \u00e4ussern Altar, der beinahe 9 Ellen hoch war, f\u00fchrten keine Stufen empor (2. B. M. 20 Ende), sondern eine schiefe Ebene, der sogenannte \u201eKebesch\u201c (s. Kap. II Anm. 3), der im S\u00fcden des Altars errichtet war. Die Priester stiegen mithin auf der rechten Seite hinauf und auf der linken wieder hinunter.<a href=\"#fnref160\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn161\"><p>Andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05e2\u05d5\u05dc\u05d9\u05dd \u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2 \u05d5\u05d9\u05d5\u05e8\u05d3\u05d9\u05dd \u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2<\/span>.<a href=\"#fnref161\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn162\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. III Anm. 13.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref162\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn163\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>oben III 3 und Einleitung Absatz 2.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref163\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn164\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d9\u05ea\u05d5\u05df<\/span> = \u03f0\u03ce\u03d1\u03c9\u03bd, \u03f0\u03ae\u03d1\u03b9\u03bf\u03bd od. \u03f0\u03c5\u03ac\u03d1\u03b9\u03bf\u03bd.<a href=\"#fnref164\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn165\"><p>auf dem \u00e4ussern Altar.<a href=\"#fnref165\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn166\"><p>die erste zum Verbrennen der Opfer, die zweite, um Kohlen f\u00fcr das t\u00e4gliche R\u00e4ucherwerk zu gewinnen, die dritte, um ein ewiges Feuer auf dem Altar zu unterhalten (3. B. M. 6, 6), die vierte zum Verbrennen solcher Opferteile, die in der vergangenen Nacht nicht ganz zu Asche verzehrt worden waren.<a href=\"#fnref166\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn167\"><p>die f\u00fcnfte, um ihr die Kohlen f\u00fcr das im Allerheiligsten darzubringende R\u00e4ucherwerk zu entnehmen.<a href=\"#fnref167\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn168\"><p>nur die drei ersten.<a href=\"#fnref168\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn169\"><p>nur die ersten beiden.<a href=\"#fnref169\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn170\"><p>dem Hohenpriester.<a href=\"#fnref170\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn171\"><p>Die Pfanne enthielt 3 Minen (c.\u00a01020 g) R\u00e4ucherwerk.<a href=\"#fnref171\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn172\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>es gab f\u00fcr das darzubringende R\u00e4ucherwerk kein bestimmtes Maass; dessen Menge hing vielmehr vom Umfang der H\u00e4nde des jeweiligen Hohenpriesters ab.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref172\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn173\"><p>Mit anderen Worten: Der Rauminhalt des L\u00f6ffels war so bemessen, dass er nicht mehr und nicht weniger aufnahm, als beide H\u00e4nde des Hohenpriesters fassen konnten, obgleich er des L\u00f6ffels eigentlich nur bedurfte, weil er sonst keine Hand frei gehabt h\u00e4tte, um gleichzeitig mit dem R\u00e4ucherwerk auch die Schaufel voll Kohlen hineinzutragen. Keineswegs sch\u00fcttete er dieses im Allerheiligsten aus dem L\u00f6ffel unmittelbar auf die gl\u00fchenden Kohlen; er leerte ihn vielmehr zun\u00e4chst, nachdem er die goldene Schaufel zwischen den Stangen niedergelegt hatte, mit grosser Geschicklichkeit wieder in seine beiden H\u00e4nde, was in der Baraita (Joma 49 b oben) als eine der schwierigsten Aufgaben des Opferdienstes bezeichnet wird. War schon das Abheben des R\u00e4ucherwerks aus der Pfanne nicht leicht (s. Kap. I Anm. 16), so erforderte diese Leistung noch gr\u00f6ssere \u00dcbung und Gewandtheit.<a href=\"#fnref173\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn174\"><p>die er vorhin, mit gl\u00fchenden Kohlen vom Altar gef\u00fcllt, auf die vierte Pflasterreihe der Opferhalle gesetzt hatte (IV 3 Ende; vgl. Anm. 17 das.).<a href=\"#fnref174\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn175\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. III Anm. 58.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref175\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn176\"><p>Das untere Ende des \u00e4ussern Vorhangs war, wie gleich berichtet wird, an der S\u00fcdseite zur\u00fcckgeschlagen, so dass er sofort zwischen die Vorh\u00e4nge gelangte.<a href=\"#fnref176\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn177\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 26, 33.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref177\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn178\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e3<\/span> ist Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05e8\u05e4\u05d0<\/span> (\u03c0\u03cc\u03c1\u03c0\u03b7) = Spange (s. Targum O. zu 2. B. M. 26, 11). Das umgest\u00fclpte Ende wurde mittels einer Spange festgehalten (vgl. Schabbat VI 7).<a href=\"#fnref178\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn179\"><p>den heiligen Schrein, in welchem die Bundestafeln aufbewahrt lagen.<a href=\"#fnref179\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn180\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 25, 13\u201415.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref180\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn181\"><p>nicht etwa mittels des L\u00f6ffels, sondern mit seinen beiden H\u00e4nden (s. Anm. 4).<a href=\"#fnref181\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn182\"><p>das Gesicht nach S\u00fcden, den Vorhang zur Linken. Er geht also r\u00fcckw\u00e4rts hinaus. [Unsere Lesart (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05e8\u05da \u05d1\u05d9\u05ea \u05db\u05e0\u05d9\u05e1\u05ea\u05d5<\/span>) ist nicht so gut wie die des Jeruschalmi (s. auch Babli 53a u. \u1e24ullin 10b), welche <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da \u05db\u05e0\u05d9\u05e1\u05ea\u05d5<\/span> lautet].<a href=\"#fnref182\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn183\"><p>im H\u00each\u00e2l.<a href=\"#fnref183\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn184\"><p>Die draussen harrende Menge k\u00f6nnte glauben, es sei ihm im Allerheiligsten ein Ungl\u00fcck widerfahren, weil er nicht w\u00fcrdig genug war, es zu betreten. Im H\u00each\u00e2l wie im Ulam (Kap. III Anm. 42) durfte sich niemand aufhalten, w\u00e4hrend der Hohepriester im innersten Raum den Dienst verrichtete (3. B. M. 16, 17); von der Opferhalle aus konnte man ihn aber nicht sehen, solange er im H\u00each\u00e2l betete. Zwar waren dessen Fl\u00fcgelt\u00fcren vom Morgen bis zum Abend weit ge\u00f6ffnet (Tamid III 7), und der Eingang des Ulam hatte \u00fcberhaupt keine T\u00fcren (Middot II 3); beide R\u00e4ume lagen jedoch um sechs Ellen (c.\u00a03 m) h\u00f6her als die Opferhalle, von welcher zw\u00f6lf Stufen emporf\u00fchrten (Middot III 6). Erst wenn der Hohepriester, sich dieser Treppe n\u00e4hernd, im Ulam erschien, konnte die unten stehende Menge ihn erblicken. [Die Vorh\u00e4nge aber, die an den Eing\u00e4ngen des H\u00each\u00e2l und des Ulam sich befanden (Joma 54a unten, Ketubot 106a unten), d\u00fcrften schwerlich die Aussicht versperrt haben; denn es ist sehr wahrscheinlich, dass sie zur\u00fcckgeschlagen waren. Wie h\u00e4tte sonst die Frage aufgeworfen werden k\u00f6nnen (Zeba\u1e25im 55b Mitte), ob ein Friedensopfer als vorschriftsm\u00e4ssig geschlachtet gilt, wenn der Eingang zum H\u00each\u00e2l zuf\u00e4llig durch einen Vorhang verdeckt war? Und wie konnte der Priester auf dem \u00d6lberge (Middot II 4) den Eingang des H\u00each\u00e2l sehen, wenn die Vorh\u00e4nge keinen Durchblick gestatteten?]<a href=\"#fnref184\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn185\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Schekalim VI 1 Ende und Anm. 6 daselbst.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref185\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn186\"><p>Fundament.<a href=\"#fnref186\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn187\"><p>die Schaufel.<a href=\"#fnref187\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn188\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>IV 3 Anfang und Anm. 15 daselbst.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref188\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn189\"><p>das Allerheiligste.<a href=\"#fnref189\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn190\"><p>vor die Bundeslade.<a href=\"#fnref190\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn191\"><p>Nach der Vorschrift der Tora (3. B. M. 16, 14) soll das Blut des Stieres zun\u00e4chst gegen die vordere Fl\u00e4che des Deckels (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05db\u05e4\u05e8\u05ea \u05e7\u05d3\u05de\u05d4<\/span>) und dann siebenmal vor den Deckel hin (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05db\u05e4\u05e8\u05ea<\/span>) gesprengt werden. Das ist nicht so aufzufassen, als w\u00e4re bei der ersten Sprengung die obere, sp\u00e4ter aber die untere H\u00e4lfte des Deckels als Ziel ins Auge zu fassen. Die Bundeslade war nach 2. B. M. 25, 10 nur 1\u00bd Ellen hoch (etwa 72 cm) reichte also dem Priester kaum bis zur H\u00fcfte. Die H\u00f6he (Dicke) des Deckels betrug nach der \u00dcberlieferung (Jeruschalmi Sabbat I 1, Babli daselbst 92a u. \u00f6.) \u2159 Elle (c.\u00a08 cm). Unter diesen Umst\u00e4nden w\u00e4re es kein grosser Unterschied, ob das Blut gegen die obere oder die untere Kante des Deckels gesprengt w\u00fcrde; in beiden F\u00e4llen m\u00fcsste es der Hohepriester von oben nach unten sprengen. Der Gegensatz zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9<\/span> liegt vielmehr darin, dass er das erste Mal aufw\u00e4rts, nachher dagegen abw\u00e4rts sprengte. Bei der ersten Sprengung richtete er die Spitze des ins Blut getauchten Fingers zur Erde und fuhr dann mit dem ausgestreckten Arm schnell in die H\u00f6he; bei den sieben folgenden Sprengungen tauchte er den Finger jedesmal aufs neue in das Blut, erhob den Arm soweit als m\u00f6glich und senkte ihn darauf mit raschem Schwung zur Erde (Baraita in Babli z. St.\u00a055a oben). Die Handbewegungen, die er dabei ausf\u00fchrte, hatten grosse \u00c4hnlichkeit mit denen eines Mannes, der jemand bald mit dem Handr\u00fccken, bald mit dem Handteller einen Streich versetzen will, weshalb auch R. Juda (s. Babli z. St.\u00a054b unten) auf die Frage, wie das Wort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05dc\u05d9\u05e3<\/span> in unserer Mischna zu verstehen w\u00e4re, mit einer stummen Geste antworten konnte, indem er wie zum Schlage ausholte \u2014 eine Erkl\u00e4rung die deutlicher als Worte spricht, und deren Richtigkeit auch durch zwei Targumstellen (zu Ps. 74, 5 u. Jonatan zu 5. B. M. 25, 3) belegt werden kann. . So erkl\u00e4rt sich auch die sonderbare Art, in der die Sprengungen gez\u00e4hlt wurden. Es geschah nach einer sowohl im Babli wie im Jeruschalmi z. St.\u00a0vertretenen Ansicht, damit er sich nicht irre. Da der Hohepriester jedesmal, auch wenn er abw\u00e4rts sprengte, die Hand erhob, konnte es ihm leicht widerfahren, dass das Blut infolge einer aus Versehen zu energisch ausgef\u00fchrten Bewegung nach oben spritzte, bevor er noch den Arm zu senken sich anschickte. Darum z\u00e4hlte er: eins und eins, eins und zwei, eins und drei u. s. w., zerlegte also jede der sieben Sprengungen in zwei Handlungen. Erhob er den Arm, z\u00e4hlte er \u201eeins\u201c, liess er ihn wieder sinken, nannte er die laufende Zahl. Es ist eine psychologisch begr\u00fcndete Erfahrung, dass man in solchem Falle auf die zweite Zahl den Nachdruck legt, die erste aber unwillk\u00fcrlich bed\u00e4chtiger ausspricht, was wieder auf die Bewegungen des Arms in der Weise einwirkt, dass die Hand sich langsam hebt, um dann desto schneller niederzufahren. Die erste Sprengung dagegen begleitete er nur, w\u00e4hrend er den Arm erhob, mit einem kurzen energischen \u201eEins\u201c, weil er hier tats\u00e4chlich nach oben sprengen sollte.<a href=\"#fnref191\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn192\"><p>um den durchs Los f\u00fcr Gott bestimmten Bock (IV 1) in der Opferhalle zu schlachten.<a href=\"#fnref192\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn193\"><p>das Allerheiligste.<a href=\"#fnref193\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn194\"><p>vor die Bundeslade.<a href=\"#fnref194\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn195\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 15.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref195\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn196\"><p>Nach der Vorschrift der Tora (3. B. M. 16, 14) soll das Blut des Stieres zun\u00e4chst gegen die vordere Fl\u00e4che des Deckels (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05db\u05e4\u05e8\u05ea \u05e7\u05d3\u05de\u05d4<\/span>) und dann siebenmal vor den Deckel hin (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05db\u05e4\u05e8\u05ea<\/span>) gesprengt werden. Das ist nicht so aufzufassen, als w\u00e4re bei der ersten Sprengung die obere, sp\u00e4ter aber die untere H\u00e4lfte des Deckels als Ziel ins Auge zu fassen. Die Bundeslade war nach 2. B. M. 25, 10 nur 1\u00bd Ellen hoch (etwa 72 cm) reichte also dem Priester kaum bis zur H\u00fcfte. Die H\u00f6he (Dicke) des Deckels betrug nach der \u00dcberlieferung (Jeruschalmi Sabbat I 1, Babli daselbst 92a u. \u00f6.) \u2159 Elle (c.\u00a08 cm). Unter diesen Umst\u00e4nden w\u00e4re es kein grosser Unterschied, ob das Blut gegen die obere oder die untere Kante des Deckels gesprengt w\u00fcrde; in beiden F\u00e4llen m\u00fcsste es der Hohepriester von oben nach unten sprengen. Der Gegensatz zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9<\/span> liegt vielmehr darin, dass er das erste Mal aufw\u00e4rts, nachher dagegen abw\u00e4rts sprengte. Bei der ersten Sprengung richtete er die Spitze des ins Blut getauchten Fingers zur Erde und fuhr dann mit dem ausgestreckten Arm schnell in die H\u00f6he; bei den sieben folgenden Sprengungen tauchte er den Finger jedesmal aufs neue in das Blut, erhob den Arm soweit als m\u00f6glich und senkte ihn darauf mit raschem Schwung zur Erde (Baraita in Babli z. St.\u00a055a oben). Die Handbewegungen, die er dabei ausf\u00fchrte, hatten grosse \u00c4hnlichkeit mit denen eines Mannes, der jemand bald mit dem Handr\u00fccken, bald mit dem Handteller einen Streich versetzen will, weshalb auch R. Juda (s. Babli z. St.\u00a054b unten) auf die Frage, wie das Wort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05dc\u05d9\u05e3<\/span> in unserer Mischna zu verstehen w\u00e4re, mit einer stummen Geste antworten konnte, indem er wie zum Schlage ausholte \u2014 eine Erkl\u00e4rung die deutlicher als Worte spricht, und deren Richtigkeit auch durch zwei Targumstellen (zu Ps. 74, 5 u. Jonatan zu 5. B. M. 25, 3) belegt werden kann. . So erkl\u00e4rt sich auch die sonderbare Art, in der die Sprengungen gez\u00e4hlt wurden. Es geschah nach einer sowohl im Babli wie im Jeruschalmi z. St.\u00a0vertretenen Ansicht, damit er sich nicht irre. Da der Hohepriester jedesmal, auch wenn er abw\u00e4rts sprengte, die Hand erhob, konnte es ihm leicht widerfahren, dass das Blut infolge einer aus Versehen zu energisch ausgef\u00fchrten Bewegung nach oben spritzte, bevor er noch den Arm zu senken sich anschickte. Darum z\u00e4hlte er: eins und eins, eins und zwei, eins und drei u. s. w., zerlegte also jede der sieben Sprengungen in zwei Handlungen. Erhob er den Arm, z\u00e4hlte er \u201eeins\u201c, liess er ihn wieder sinken, nannte er die laufende Zahl. Es ist eine psychologisch begr\u00fcndete Erfahrung, dass man in solchem Falle auf die zweite Zahl den Nachdruck legt, die erste aber unwillk\u00fcrlich bed\u00e4chtiger ausspricht, was wieder auf die Bewegungen des Arms in der Weise einwirkt, dass die Hand sich langsam hebt, um dann desto schneller niederzufahren. Die erste Sprengung dagegen begleitete er nur, w\u00e4hrend er den Arm erhob, mit einem kurzen energischen \u201eEins\u201c, weil er hier tats\u00e4chlich nach oben sprengen sollte.<a href=\"#fnref196\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn197\"><p>Zitat aus 3. B. M. 16, 18.<a href=\"#fnref197\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn198\"><p><span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05de\u05d7\u05d8\u05d0 \u05d5\u05d9\u05d5\u05e8\u05d3<\/span> (statt: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05dc\u05d7\u05d8\u05d0 \u05d5\u05dc\u05d9\u05e8\u05d3<\/span>) ist eine griechische Konstruktion, die sich in der Mischna ziemlich eingeb\u00fcrgert hat (vgl. Pesa\u1e25im I Anm. 23). <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d8\u05d0<\/span> (eig. ents\u00fcndigen) wird schon im Pentateuch \u00f6fter vom Besprengen des Altars mit Opferblut gebraucht (z. B. 2. B. M. 29, 36). Insbesondere scheint das Wort die Besprengung der Altarh\u00f6rner zu bezeichnen (3. B. M. 8, 15), wie sie beim S\u00fcndopfer und nur bei diesem zum Zwecke der Ents\u00fcndigung vorgeschrieben ist. Liesse sich diese Vermutung mit Sicherheit feststellen, so brauchte man hier <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05de\u05d7\u05d8\u05d0 \u05d5\u05d9\u05d5\u05e8\u05d3 <\/span> nicht als Vordersatz zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05d9\u05db\u05df \u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc<\/span> zu ziehen, k\u00f6nnte es vielmehr als selbst\u00e4ndigen Satz auffassen: Er begibt sich zum goldenen Altar und beginnt zun\u00e4chst damit, dass er dessen H\u00f6rner von oben nach unten besprengt, um nachher (Mischna 6) auch die Oberfl\u00e4che des Altars siebenmal zu besprengen.<a href=\"#fnref198\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn199\"><p>Auch der goldene Altar hatte \u201eH\u00f6rner\u201c (2. B. M. 30, 2) die aus goldbelegten, an den oberen vier Ecken angebrachten W\u00fcrfeln bestanden.<a href=\"#fnref199\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn200\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Zeba\u1e25im V 3.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref200\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn201\"><p>Da der goldene Altar nur eine Elle im Geviert hat, so kann er s\u00e4mtliche Sprengungen von einer Stelle aus vollziehen und braucht nicht wie beim \u00e4ussern Altar, dessen Oberfl\u00e4che 28 Ellen im Geviert misst, von einer Ecke zur andern zu gehen.<a href=\"#fnref201\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn202\"><p>damit ihm nicht das Blut in den \u00c4rmel rinne.<a href=\"#fnref202\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn203\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d4\u05e8<\/span> ist die aram. Form des arab. <span dir=\"rtl\">\u0638\u0647\u0631<\/span> = R\u00fccken.<a href=\"#fnref203\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn204\"><p>vgl. 3. B. M. 4, 7: <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05dc \u05d9\u05e1\u05d5\u05d3 \u05de\u05d6\u05d1\u05d7 \u05d4\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d0\u05e9\u05e8 \u05e4\u05ea\u05d7 \u05d0\u05d4\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3<\/span>. Die dem Eingange des Zeltes zugekehrte Seite des Opferaltars ist die westliche.<a href=\"#fnref204\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn205\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>die Reste des auf den \u00e4ussern Altar gesprengten Blutes.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref205\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn206\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Zeba\u1e25im V 3.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref206\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn207\"><p>der die Opferhalle durchschneidet.<a href=\"#fnref207\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn208\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 5, 14\u201416<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref208\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn209\"><p>im Allerheiligsten.<a href=\"#fnref209\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn210\"><p>also aufs neue ein Opfertier derselben Art geschlachtet werden.<a href=\"#fnref210\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn211\"><p>Wenn das Blut w\u00e4hrend der Sprengungen im H\u00each\u00e2l oder am goldenen Altar vergossen wurde, muss man sie dort bezw. hier von vorne beginnen, braucht sie aber nicht im Allerheiligsten und bezw. im Hechal zu wiederholen.<a href=\"#fnref211\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn212\"><p>Ist aber eine S\u00fchne vollzogen, so kann sie durch etwaige St\u00f6rungen, die bei einer sp\u00e4tern S\u00fchnehandlung eintreten, nicht mehr beeintr\u00e4chtigt werden.<a href=\"#fnref212\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn213\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>die dem Vers\u00f6hnungstage eigent\u00fcmlichen zwei B\u00f6cke zum Unterschied vom Ziegenbock des Musafopfers, der auch an anderen Festtagen dargebracht wird.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref213\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn214\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>IV 1.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref214\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn215\"><p>und nun das Los entscheiden zu lassen, welcher von beiden f\u00fcr den Ewigen, und welcher f\u00fcr Azazel bestimmt sein soll.<a href=\"#fnref215\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn216\"><p>der Hohepriester, der die Lose zum zweiten Male zieht.<a href=\"#fnref216\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn217\"><p>der Hohepriester, der die Lose zum zweiten Male zieht.<a href=\"#fnref217\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn218\"><p>vom zweiten Paare.<a href=\"#fnref218\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn219\"><p>durch einen Leibesfehler (3. B. M. 22, 17\u201420). \u2014 Die eigentliche Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d0\u05d1<\/span> ist unrein, widerw\u00e4rtig.<a href=\"#fnref219\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn220\"><p>deren Mittel zum Ankauf von Ganzopfern verwendet werden (s. Sche\u1e33alim VI 5\u20146).<a href=\"#fnref220\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn221\"><p>im Gegensatz zum S\u00fcndopfer einer Einzelperson, das in \u00e4hnlichen F\u00e4llen (wenn es z. B. abhanden kam und erst gefunden wurde, nachdem der Eigent\u00fcmer schon ein anderes an dessen Stelle dargebracht hatte) in einen Stall gesperrt wird, wo man es umkommen l\u00e4sst (vgl. Temura IV 3 Ende).<a href=\"#fnref221\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn222\"><p>in allen den F\u00e4llen, in denen man das Privatopfer umkommen l\u00e4sst, soweit diese f\u00fcr \u00f6ffentliche S\u00fcndopfer \u00fcberhaupt zutreffen. In unserm Falle w\u00fcrde man aber nach R. Juda, wie aus dem folgenden Satze ersichtlich, nicht den zweiten Bock des zweiten, sondern den des ersten Paares umkommen lassen.<a href=\"#fnref222\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn223\"><p>des f\u00fcr den Ewigen bestimmten Bockes.<a href=\"#fnref223\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn224\"><p>bevor s\u00e4mtliche Sprengungen (V 4\u20146) vollzogen waren.<a href=\"#fnref224\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn225\"><p>schafft zwei andere B\u00f6cke herbei, l\u00e4sst aufs neue das Los entscheiden, vollendet mit dem Blute des einen die Sprengungen und schickt den zweiten in die W\u00fcste.<a href=\"#fnref225\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn226\"><p>bevor s\u00e4mtliche Sprengungen (V 4\u20146) vollzogen waren.<a href=\"#fnref226\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn227\"><p>schafft zwei andere B\u00f6cke herbei, l\u00e4sst aufs Neue das Los entscheiden, vollendet mit dem Blute des einen die Sprengungen und schickt den zweiten in die W\u00fcste.<a href=\"#fnref227\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn228\"><p>Fortsetzung von V 6.<a href=\"#fnref228\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn229\"><p>auf seinen Kopf zwischen den H\u00f6rnern.<a href=\"#fnref229\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn230\"><p>Im Jeruschalmi wird ausdr\u00fccklich bezeugt, dass im S\u00fcndenbekenntnis des Hohenpriesters der erste Satz mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05d0 \u05d4\u05f3<\/span>, der zweite mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05d0 \u05d1\u05d4\u05f3<\/span> anf\u00e4ngt. Demnach w\u00e4ren unsere Ausgaben, die oben (III 8 u. IV 2) auch den zweiten Satz mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05d0 \u05d4\u05f3<\/span> einleiten, zu berichtigen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05f3<\/span> ist eine Schwurformel, zu der man sich <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05d1\u05e2\u05ea\u05d9<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05d1\u05e2\u05ea\u05d9\u05da<\/span> hinzudenkt. Ist Gott selbst der Angerufene, so hat <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05f3<\/span> den Sinn: Bei deinem heiligen Namen beschw\u00f6re ich dich, flehe ich dich an.<a href=\"#fnref230\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn231\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 30.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref231\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn232\"><p>den heiligen Namen Gottes, den man sonst sich auszusprechen scheute. Im Tempel wurde er zwar t\u00e4glich von den Priestern ausgesprochen, wenn sie das Volk segneten (So\u1e6da VII 6), aber nicht so klar wie heute durch den Hohenpriester; denn der Priestersegen wurde gesungen, und im vielstimmigen Gesange kommen die Worte nicht so deutlich zu Geh\u00f6r (vgl. \u1e32idduschin 71a unten).<a href=\"#fnref232\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn233\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 21.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref233\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn234\"><p>andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d9\u05dd <\/span> = die Hohenpriester.<a href=\"#fnref234\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn235\"><p>der nicht dem Stamm der Priester angeh\u00f6rte.<a href=\"#fnref235\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn236\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05d1\u05e9<\/span> hiess auch die schiefe Ebene, die zum Altar emporf\u00fchrte (Middot III 3). Es scheint, dass man mit diesem Worte jede k\u00fcnstlich hergestellte Strasse bezeichnete. Die Grundbedeutung des Stammes ist wohl zusammendr\u00fccken (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d1\u05e9<\/span> = Presse), woraus sich in \u00fcbertragenem Sinne bezwingen, erobern ergibt; daher <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da \u05db\u05d1\u05d5\u05e9\u05d4<\/span>: ein gebahnter Weg, aber auch: ein usurpierter Weg (vgl. das h\u00fcbsche Wortspiel in \u2018Erubin 53b: <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05de\u05e8\u05ea\u05d9 \u05dc\u05d4 \u05d4\u05dc\u05d0 \u05d3\u05e8\u05da \u05db\u05d1\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d0\u05de\u05e8\u05d4 \u05dc\u05d9 \u05dc\u05e1\u05d8\u05d9\u05dd \u05db\u05de\u05d5\u05ea\u05da \u05db\u05d1\u05e9\u05d5\u05d4<\/span>).<a href=\"#fnref236\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn237\"><p>Landl\u00e4ufige Bezeichnung f\u00fcr rohes Gesindel. [<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05b8\u05bc\u05d1\u05b6\u05bd\u05dc<\/span> ist keine Segolatform; also nicht <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05b7\u05bc\u05d1\u05b0\u05dc\u05c5\u05d9<\/span> sondern <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05b8\u05bc\u05d1\u05b0\u05dc\u05c5\u05d9<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05db\u05b7\u05bc\u05e8\u05b0\u05de\u05b0\u05dc\u05c5\u05d9<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05b7\u05bc\u05e8\u05b0\u05de\u05b6\u05dc<\/span>].<a href=\"#fnref237\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn238\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e7<\/span> kann nicht die Felsen spitze sein, sonst m\u00fcsste es am Ende der 6. Mischna <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d7\u05e6\u05d5\u05e7 \u05d3\u05d7\u05d9\u05d9\u05ea\u05d5<\/span> heissen. Maimuni h\u00e4lt <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e7<\/span> f\u00fcr einen Ortsnamen. Ist es aber ein nomen appelativum, so kann es nur, da der Stamm die Enge bezeichnet, eine Schlucht oder Kluft bedeuten.<a href=\"#fnref238\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn239\"><p>also 90 R\u00eas = 12 M\u00eel. Ein M\u00eel ist ungef\u00e4hr 1 km (s. Anm. 26).<a href=\"#fnref239\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn240\"><p>Es war demnach dem F\u00fchrer gestattet, trotz des strengen Fasttages sich durch Speise und Trank zu erquicken.<a href=\"#fnref240\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn241\"><p>Man darf sich an Sabbat- und Feiertagen von dem Orte, an dem man sich beim Eintritt des heiligen Tages befindet, nicht weiter als 2000 Ellen in einer Richtung entfernen. Die zehn H\u00fctten waren nun so auf die Strecke verteilt, dass die Entfernung zwischen ihnen je ein M\u00eel betrug, genau soviel wie die der ersten von Jerusalem, die letzte aber 2 M\u00eel vom Endziel entfernt war. Die Begleiter hatten schon vor dem Vers\u00f6hnungstage die ihnen angewiesenen H\u00fctten bezogen. Daher konnten sie den F\u00fchrer bis zur n\u00e4chsten H\u00fctte begleiten, mit Ausnahme der Inhaber der letzten H\u00fctte, die nur bis zur Mitte der letzten Wegstrecke mit ihm gehen konnten. Es folgt daraus, dass ein M\u00eel = 2000 Ellen ist. Misst nun die Elle 48 cm (\u2018Erubin Kap. IV Anm. 36), so entspricht das M\u00eel ziemlich genau unserm Kilometer. Allerdings darf man sich in der Diagonale des \u201eWeltquadrats\u201c (s. \u2018Erubin, Einleitung Abs. 4) bis auf 2800 Ellen entfernen (das.); es ist doch aber nicht anzunehmen, dass s\u00e4mtliche H\u00fctten in dieser Diagonale gelegen haben.<a href=\"#fnref241\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn242\"><p>oder: an einem Steine.<a href=\"#fnref242\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn243\"><p>Wer die Sabbatgrenze \u00fcberschritten hat, darf sonst vor Ausgang des heiligen Tages den R\u00fcckweg nicht einmal antreten (\u2018Erubin IV 1), und wenn ihm wie in unserm Falle der Hinweg gestattet war, so darf er sich von seinem Reiseziele nicht weiter als 2000 Ellen entfernen (das. 3). Die n\u00e4chste H\u00fctte war aber 4000 Ellen vom Felsen entfernt (Anm. 26). Dennoch wurde dem F\u00fchrer dieses Zugest\u00e4ndnis gemacht, weil es f\u00fcr ihn mit Lebensgefahr verbunden war, in der \u00f6den, menschenleeren Gegend des Nachts allein den Weg zur\u00fcckzulegen. Darum durfte er noch am Tage bis zur ersten H\u00fctte zur\u00fcckkehren, in der er sich geborgen f\u00fchlen konnte. Vermutlich erwarteten ihn dort seine Begleiter, um sich nach Eintritt der Dunkelheit gemeinsam mit ihm auf den Heimweg zu begeben.<a href=\"#fnref243\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn244\"><p>Der Hebr\u00e4er sagt: <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05ea \u05e1\u05db\u05d4 \u05d0\u05d7\u05e8\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>, weil er bei <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05d4<\/span> haupts\u00e4chlich an das Dach denkt. \u2014 Gemeint ist hier die letzte der zehn H\u00fctten, von Jerusalem aus gerechnet. F\u00fcr ihn war es die erste H\u00fctte auf dem R\u00fcckwege.<a href=\"#fnref244\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn245\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 26.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref245\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn246\"><p>der Hohepriester.<a href=\"#fnref246\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn247\"><p>deren Blut er im Allerheiligsten, im H\u00each\u00e2l und auf den goldenen Altar gesprengt hatte (oben V 3\u20146).<a href=\"#fnref247\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn248\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 27.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref248\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn249\"><p>das Fett, die Nieren und das Zwerchfell (3. B. M. 4, 8\u201410 u. 26; vgl. das. 3, 3\u20144 u. 14\u201416).\u2014 Zum Unterschied vom Partizip Amurim (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>) wird das Substantiv Emurim (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> = das Vorgeschriebene) gelesen. [Die Ableitung vom gr. \u03bc\u03b7\u03c1\u03af\u03b1 halte ich aus formalen wie aus sachlichen Gr\u00fcnden nicht f\u00fcr gl\u00fccklich. Aus meria w\u00e4re wohl kaum <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> geworden. Auch h\u00e4tte man einen Ausdruck, der zur Bezeichnung heidnischer Opfer diente, nicht auf die Fettst\u00fccke \u00fcbertragen, die auf dem gottgeweihten Altar dargebracht wurden. Die Erkl\u00e4rung von B. J. Lipsch\u00fctz (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05d4\u05f3 \u05e1\u05f4\u05d5<\/span>), nach dessen sprachlich unhaltbarer Ansicht das Wort aus \u03b5\u1f50 (= gut) und \u03bc\u03ad\u03c1\u03bf\u03c2 (= Teil) zusammengesetzt w\u00e4re, ist nicht viel besser als die seines Vaters, der es mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d9\u05e8<\/span> (= Wipfel), und die des \u2018Aruch (Art. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8<\/span> 2), der es mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8<\/span> (= Herr) in Verbindung bringt, indem er darauf hinweist, dass die Opferteile die Herren \u00fcber alle Glieder sind und dem Herrn der Welt dargebracht werden. Am meisten befriedigt mich noch immer die Ableitung von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05e8<\/span>, die Maimonides in seinem Mischnakommentar (Einl. zur 5. Ordnung) mit den Worten gibt: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d3\u05d4 \u05db\u05dc\u05d4\u05d0 \u05d7\u05d7\u05e1\u05de\u05d9 \u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05df \u05d9\u05e2\u05e0\u05d9 \u05d0\u05dc\u05d0\u05e9\u05d9\u05d0 \u05d0\u05dc\u05ea\u05d9 \u05d0\u05de\u05e8 \u05d1\u05d7\u05e8\u05e7\u05d4\u05d0 <\/span> (Alles dies wird <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05df<\/span> genannt, d.\u00a0h. die Dinge, die er zu verbrennen vorgeschrieben hat). Dass diese Erkl\u00e4rung richtig ist, ergibt sich aus Sukka V 7, wo unter <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9 \u05d4\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> nicht wie sonst die Fettst\u00fccke, sondern die vorgeschriebenen Festopfer im weitesten Sinne zu verstehen sind (s. das. Anm. 37), und wo auch der bab. Talmud den Ausdruck durch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05e9\u05d0\u05de\u05d5\u05e8 \u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd <\/span> erkl\u00e4rt. \u00dcbrigens haben die Handschriften sehr oft <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>; vgl. auch Pesa\u1e25im VIII Anm. 42.]<a href=\"#fnref249\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn250\"><p>Ueber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> s. Pesa\u1e25im Kap. V Anm. 42.<a href=\"#fnref250\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn251\"><p>Nach dem Wortlaut der heiligen Schrift (3. B. M. 16, 23\u201425) wurden sie nicht jetzt schon dargebracht, sondern erst sp\u00e4ter, nachdem der Hohepriester die weissen Gew\u00e4nder mit den goldenen vertauscht hatte (weiter unten VII 3); s. Einleitung Abs. 4 und Kap. VII Anm. 22. Der Talmud korrigiert hier <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e7\u05d8\u05d9\u05e8\u05df<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05e7\u05d8\u05d9\u05e8\u05df<\/span>: Er tat sie vorl\u00e4ufig in eine Sch\u00fcssel, um sie sp\u00e4ter auf dem \u00e4ussern Altar zu verbrennen. Das ist sehr einleuchtend. Wozu sollte er auch die Opferteile in eine Sch\u00fcssel legen, wenn er sie sofort darzubringen h\u00e4tte.<a href=\"#fnref251\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn252\"><p>Andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05e2\u05df \u05d1\u05de\u05e7\u05dc\u05d5\u05ea<\/span>, er flocht die beiden Tiere mit St\u00e4ben ineinander.<a href=\"#fnref252\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn253\"><p>ausserhalb der heiligen Stadt.<a href=\"#fnref253\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn254\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 28.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref254\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn255\"><p>Fr\u00fcher wollte er mit der Toravorlesung (Anfang des n\u00e4chsten Kapitels) nicht beginnen, weil in dem vorzutragenden Abschnitt eine Stelle sich findet, laut welcher der Bock die S\u00fcnden des Volkes in die W\u00fcste forttr\u00e4gt (3. B. M. 16, 22).<a href=\"#fnref255\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn256\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d3\u05db\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> ist die Lesart des Jeruschalmi. Das ist wahrscheinlich der Plural von \u03b4\u03b9\u03b1\u03b4\u03bf\u03c7\u03ae (= Abl\u00f6sung der Schildwachen, w\u00f6rtlich = \u00dcbernahme; daher die Erkl\u00e4rung im pal. Talmud: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05d9 \u05d3\u05d9\u05e8\u05db\u05d9\u05d5\u05ea \u05e7\u05d1\u05dc\u05df<\/span>). \u2018Aruch liest <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d3\u05db\u05d0\u05d5\u05ea<\/span>, was Musafia als \u03b4\u03b9\u03b4\u03b1\u03c7\u03b1\u03af aufgefasst zu haben scheint, da er es als Zeichen erkl\u00e4rt. Die gew\u00f6hnliche Lesart lautet <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05db\u05d9\u05d5\u05ea<\/span>, was Wegweiser bedeuten k\u00f6nnte, grosse Steinhaufen, auf die sich die mit Fahnen ausger\u00fcsteten Leute stellten, um das Zeichen zu geben. Da aber solche Wegweiser stets vorhanden waren, passt nicht der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05db\u05d9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d5 \u05e2\u05d5\u05e9\u05d9\u05df<\/span>. W\u00e4re das Wort von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da<\/span> abzuleiten, so \u00fcbersetzte man besser: Es wurden Stationen eingerichtet.<a href=\"#fnref256\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn257\"><p>Andere Lesarten: <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d7\u05d3\u05d5\u05d3\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d7\u05d5\u05d3\u05d5\u05df<\/span>.<a href=\"#fnref257\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn258\"><p>Vermutlich warteten die Begleiter in der ersten H\u00fctte, bis deren Inhaber die zweite erreicht hatten u. s. w. (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d1\u05df \u05e2\u05d3\u05d4<\/span>); sonst blieben ja die H\u00fctten, w\u00e4hrend die Begleiter sich gegenseitig den R\u00fccken zukehrten, l\u00e4ngere Zeit ohne Aufsicht. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d3\u05d9 \u05de\u05d9\u05dc<\/span> ist verk\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d3\u05d9 \u05d4\u05dc\u05d5\u05da \u05de\u05d9\u05dc<\/span>: so viel Zeit, als man braucht, um 1 M\u00eel zu gehen.<a href=\"#fnref258\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn259\"><p>Ein Band aus roter, mit Kermes gef\u00e4rbter Wolle.<a href=\"#fnref259\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn260\"><p>Jes. 1, 18.<a href=\"#fnref260\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn261\"><p>Nachdem man ihm gemeldet, dass der \u201eS\u00fcndenbock\u201c die W\u00fcste erreicht hat (Kap. VI 8; s. Anm. 40 das.).<a href=\"#fnref261\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn262\"><p>zur Toravorlesung, die in der \u201eFrauenhalle\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d6\u05e8\u05ea \u05e0\u05e9\u05d9\u05dd<\/span>) stattfand und die folgenden drei auf das Vers\u00f6hnungsfest bez\u00fcglichen Schriftabschnitte umfasste: 1. A\u1e25ar\u00ea M\u00f4t (3. B. M. 16, 1\u201434), 2. Ach be\u2018as\u00f4r (das. 23, 26\u201432), 3. Ube\u2018as\u00f4r (4. B. M. 29, 7\u201411). Zur Zeit des zweiten Tempels war die Volkssprache aram\u00e4isch, und nur wenige verstanden noch die heiligen Urkunden. Darum wurden die drei Abschnitte, die der Hohepriester in der Ursprache vorlas, Vers um Vers ins Aram\u00e4ische \u00fcbersetzt. Die beiden ersten Abschnitte, die einander benachbart sind, las er aus der Torarolle; den dritten aber trug er auswendig vor, damit nicht durch die Notwendigkeit, diese entferntere Stelle in der Rolle erst aufzusuchen, eine unliebsame Pause in der Vorlesung eintr\u00e4te. Man h\u00e4tte ihm freilich eine zweite Torarolle reichen k\u00f6nnen, in welcher der vorzulesende Abschnitt schon vorher aufgeschlagen war. Ein solches Verfahren w\u00fcrde aber als eine Zur\u00fccksetzung der ersten Torarolle empfunden werden, weshalb man es stets vermeidet, eine und dieselbe Person aus zwei Torarollen vorlesen zu lassen.<a href=\"#fnref262\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn263\"><p>die er vor dem ersten S\u00fcndenbekenntnis angelegt (III 6\u20148) und bis jetzt noch nicht abgelegt hat.<a href=\"#fnref263\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn264\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d8\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> (= \u03c3\u03c4\u03bf\u03bb\u03ae, stola) ist ein langes, vom Halse bis zur Ferse reichendes Gewand.<a href=\"#fnref264\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn265\"><p>Das Eingeklammerte fehlt in den Ausgaben des bab. Talmud sowohl hier wie in So\u1e6da VII 7. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e7\u05d5\u05e8\u05d0 \u05e2\u05d5\u05de\u05d3<\/span> und bald darauf <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e0\u05d9\u05d7\u05d5 \u05d1\u05d7\u05d9\u05e7\u05d5<\/span> stimmen schlecht zu einander.<a href=\"#fnref265\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn266\"><p>Mit anderen Worten: Auch der Abschnitt, den ich euch jetzt auswendig vortragen werde, ist in diesem Buche niedergeschrieben.<a href=\"#fnref266\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn267\"><p>Mit <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e9<\/span> (ein F\u00fcnftel) wird jedes der f\u00fcnf B\u00fccher des Pentateuch bezeichnet. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e9 \u05d4\u05e4\u05e7\u05d5\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> heisst das vierte Buch (Numeri), weil es mit einer Volksz\u00e4hlung beginnt.<a href=\"#fnref267\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn268\"><p>Den Grund s. Anm. 2.<a href=\"#fnref268\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn269\"><p>So nach Maimuni (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05ea \u05d9\u05d5\u05dd \u05d4\u05db\u05e4\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd \u05d2\u05f3 \u05d9\u05f4\u05d0<\/span>). Die Lesarten weichen an dieser Stelle erheblich von einander ab. \u2014 Die erste Benediktion ist der gew\u00f6hnliche, auch sonst \u00fcbliche Segenspruch nach der Toravorlesung, die drei folgenden sind bekannte Bestandteile unserer Gebetordnung (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05d3\u05e8\u05df<\/span>, wie Tosefta K. III g. E. sich ausdr\u00fcckt), die n\u00e4chsten drei sind f\u00fcr diesen Zweck wie auch f\u00fcr die Vorlesung des K\u00f6nigs (So\u1e6da VII Ende) besonders eingerichtet (daher der Zusatz: <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span> bezw. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e6\u05de\u05df<\/span>), die letzte ist ein Gebet um Hilfe und Beistand, das mit <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d4\u05f3 \u05e9\u05d5\u05de\u05e2 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d4<\/span> schliesst.<a href=\"#fnref269\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn270\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>oben VI 7.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref270\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn271\"><p>Hatte er dagegen in der Stola gelesen und somit das Byssusgewand schon vorher abgelegt, so hatte er bei dieser Gelegenheit schon seine H\u00e4nde und F\u00fcsse geheiligt und brauchte daher jetzt nur noch zu baden.<a href=\"#fnref271\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn272\"><p>Ueber <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9<\/span> s. oben Kap. III Anm. 11 und 13.<a href=\"#fnref272\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn273\"><p>das. Anm. 17.<a href=\"#fnref273\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn274\"><p>die am Ende unseres Kapitels aufgez\u00e4hlten acht Gew\u00e4nder.<a href=\"#fnref274\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn275\"><p>in der Opferhalle. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e6\u05d0 \u05d5\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> steht hier in Anlehnung an die Schriftstelle <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05ea \u05e2\u05dc\u05ea \u05d4\u05e2\u05dd \u05d5\u05d9\u05e6\u05d0 \u05d5\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d0\u05ea \u05e2\u05dc\u05ea\u05d5<\/span> (3. B. M. 16, 24). Dort ist <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> berechtigt, im Hinblick auf das vorherstehende <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d0 \u05d0\u05d4\u05e8\u05df \u05d0\u05dc \u05d0\u05d4\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3<\/span> sowie im Gegensatz zu den vorausgegangenen Opferhandlungen, die sich im Innern des Heiligtums vollzogen.<a href=\"#fnref275\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn276\"><p>den er aus eigenen Mitteln als Ganzopfer darbrachte (das. 3).<a href=\"#fnref276\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn277\"><p>Nach R. Jehuda han-Nasi ist dieser Widder (das. 5) identisch mit dem im vierten Buche (29, 8) als Teil des Musafopfers geforderten; nach R. El\u2018azar b. R. Simon sind es zwei verschiedene Widder (Babli Joma 3a).<a href=\"#fnref277\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn278\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 29, 8.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref278\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn279\"><p>ebend. \u2014 Er wird hier als <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> bezeichnet zum Unterschied von dem Stiere, den der Hohepriester aus eigenen Mitteln als S\u00fcndopfer darbringt (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8 \u05d4\u05d7\u05d8\u05d0\u05ea<\/span>: 3. B. M. 16, 3, 11, 14, 27).<a href=\"#fnref279\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn280\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 29, 11. \u2014 Gleich dem Bocke, auf den das Los \u201ef\u00fcr den Ewigen\u201c gefallen (3. B. M. 16, 9), ist auch dieser Bock ein S\u00fcndopfer, unterscheidet sich aber von jenem dadurch, dass sein Blut nicht im Allerheiligsten, im H\u00each\u00e2l und am goldenen Altar (V 4\u20146), sondern nur auf den \u00e4ussern Altar gesprengt wurde, weshalb er hier als <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05d5\u05e5 \u05e9\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d4\u05e0\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> bezeichnet wird.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref280\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn281\"><p>Das t\u00e4gliche Abendopfer bestand ebenso wie das t\u00e4gliche Morgenopfer (III 4) aus einem Lamm zum Ganzopfer, einem Omer Mehl, drei Log Wein und einem halben \u2018Omer Geb\u00e4ck als pers\u00f6nlichem Opfer des Hohenpriesters.<a href=\"#fnref281\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn282\"><p>Wie die Mischna vor uns liegt, k\u00f6nnen die Schlussworte (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>) nur R. \u2018Akiba angeh\u00f6ren. Es scheint jedoch, dass Babli in diesem Satze die beiden Worte <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> nicht gelesen hat. Wie k\u00f6nnte er sonst fragen, ob <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> hinauf oder hinunter zu ziehen ist, da ja in jenem Falle ein Pr\u00e4dikat im Plural (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span>) auf ein einziges Subjekt im Singular (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d1\u05d7\u05d5\u05e5 \u05e9\u05e2\u05d9\u05e8<\/span>) beschr\u00e4nkt w\u00e4re. Streicht man aber (mit Tosefot Jeschanim z. St.) die beiden Worte, so k\u00f6nnte man die abweichende Meinung des R. \u2018Akiba als Einschiebsel seiner Sch\u00fcler und den Schlusssatz als unangefochtene, von keiner Meinungsverschiedenheit ber\u00fchrte Fortsetzung des urspr\u00fcnglichen Berichtes auffassen. Die Mischna h\u00e4tte dann folgenden Wortlaut: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e6\u05d0 \u05d5\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d0\u05ea \u05d0\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d5\u05d0\u05ea \u05d0\u05d9\u05dc \u05d4\u05e2\u05dd \u05d5\u05d0\u05ea \u05e9\u05d1\u05e2\u05ea \u05db\u05d1\u05e9\u05d9\u05dd \u05ea\u05de\u05d9\u05de\u05d9\u05dd \u05d1\u05e0\u05d9 \u05e9\u05e0\u05d4 (\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05e8\u05d1\u05d9 \u05d0\u05dc\u05d9\u05e2\u05d6\u05e8 \u05e8\u05d1\u05d9 \u05e2\u05e7\u05d9\u05d1\u05d4 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05e2\u05dd \u05ea\u05de\u05d9\u05d3 \u05e9\u05dc\u05e9\u05d7\u05e8 \u05d4\u05d9\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d1\u05d9\u05df) \u05d5\u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4 \u05d5\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d4\u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d1\u05d7\u05d5\u05e5 \u05e2\u05dd \u05ea\u05de\u05d9\u05d3 \u05e9\u05dc \u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd <\/span>, so dass nach R. Eli\u2018ezer das ganze Mussafopfer (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8 \u05d5\u05d0\u05d9\u05dc \u05d5\u05e9\u05d1\u05e2\u05d4 \u05db\u05d1\u05e9\u05d9\u05dd \u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4 \u05d5\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8 \u05dc\u05d7\u05d8\u05d0\u05ea<\/span>) hintereinander zwischen dem Tagesdienste und dem t\u00e4glichen Abendopfer dargebracht wurde, w\u00e4hrend nach R. \u2018Akiba die sieben L\u00e4mmer noch vor dem Tagesdienste an die Reihe kamen, im \u00fcbrigen aber gem\u00e4ss der \u00dcberlieferung des R. Eli\u2018ezer verfahren wurde (s. auch Anm. 29). Viel weiter gehen die Ansichten dieser Mischnalehrer in der Tosefta (Kap. III gegen Ende) auseinander. Dort folgen auf das Morgenopfer nach R. E. zun\u00e4chst der Stier und der Bock des Musaf, dann der Stier und der Bock des Tagesdienstes, hierauf die beiden Widder und die sieben L\u00e4mmer, endlich das Abendopfer; nach R. \u2018A. dagegen zun\u00e4chst Stier und L\u00e4mmer des Musaf, dann Stier und Bock des Tagesdienstes, hierauf der Bock des Musaf und die beiden Widder, endlich das Abendopfer. Zwei im Babli (70 a unten und 70 b oben) mitgeteilte Berichte, denen Raba daselbst wegen ihrer gr\u00f6ssern Klarheit und \u00dcbersichtlichkeit vor unserer Mischna den Vorzug gibt, haben folgende Reihenfolge: 1. nach R. E.: Morgenopfer, Tagesdienst, Darbringung der beiden Widder, Verbrennung der Opferteile vom Stier und Bock des Tagesdienstes auf dem \u00e4ussern Altar, Musafopfer mit Ausnahme des bereits dargebrachten Widders, Abendopfer [<span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05dc\u05d0 \u05db\u05de\u05d5 \u05e9\u05d4\u05d2\u05d9\u05d4\u05d5 \u05d1\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d3\u05f4\u05d4 \u05d3\u05ea\u05e0\u05d0 \u05d0\u05d1\u05dc \u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4 \u05db\u05da \u05d2\u05e8\u05dd \u05e8\u05d1\u05e0\u05d5 \u05d7\u05e0\u05e0\u05d0\u05dc \u05d5\u05e4\u05e8 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>]; 2) nach R. \u2018A.: Morgenopfer, erster Teil des Musaf (Stier und L\u00e4mmer), Tagesdienst, Rest des Musaf (Bock und Widder) nebst dem Widder des Hohenpriesters, Verbrennung der Opferteile vom Stier und Bock des Tagesdienstes, Abendopfer. . Nach einer im Jeruschalmi (z. St.) erw\u00e4hnten Ansicht werden alle Ganzopfer hintereinander und alle S\u00fcndopfer hintereinander dargebracht; es folgten daher auf das Morgenopfer zun\u00e4chst die \u00fcbrigen Ganzopfer (also die beiden Widder und das ganze Musaf mit Ausnahme des Bockes), dann die drei S\u00fcndopfer (Stier und Bock des Tagesdienstes und der Ziegenbock des Musaf), zuletzt das Abendopfer, das wieder ein Ganzopfer ist, w\u00e4hrend R. \u2018Akiba, der im Grunde dasselbe Prinzip befolgt, die darzubringenden Ganzopfer so verteilt, dass die zum Musaf geh\u00f6rigen auf das Morgenopfer folgen, die beiden Widder aber dem Abendopfer unmittelbar vorangehen. Demnach stimmen Tosefta, Babli und Jeruschalmi, soweit wenigstens R. \u2018A. in Betracht kommt, v\u00f6llig \u00fcberein, nur dass Jeruschalmi von der Voraussetzung ausgeht, dass \u201eder Widder des Volkes\u201c mit dem des Musaf nicht identisch ist (s. oben Anm. 17), mithin im ganzen drei Widder an diesem Tage geopfert wurden. Eine andere Streitfrage unter den Sch\u00fclern des R. \u2018A. bezieht sich auf die sieben L\u00e4mmer des Musaf. Nach R. Jehuda wird nach dem Morgenopfer nur eins von ihnen dargebracht, die \u00fcbrigen sechs erst sp\u00e4ter vor dem Abendopfer; nach R. El\u2018azar b. R. Simon umgekehrt, sechs vor und eines nach dem Tagesdienste; andere wieder meinen, dass alle sieben des Morgens vor dem Tagesdienste geopfert wurden (Tosefta und babli a. a. O.).<a href=\"#fnref282\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn283\"><p>Ueber <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9<\/span> s. oben Kap. III Anm. 11 und 13.<a href=\"#fnref283\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn284\"><p>das. Anm. 17.<a href=\"#fnref284\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn285\"><p>aus indischem Byssus (III 7).<a href=\"#fnref285\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn286\"><p>in das Allerheiligste.<a href=\"#fnref286\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn287\"><p>die er bei der Darbringung des R\u00e4ucherwerks zur\u00fcckgelassen hatte.<a href=\"#fnref287\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn288\"><p>die am Ende unseres Kapitels aufgez\u00e4hlten acht Gew\u00e4nder.<a href=\"#fnref288\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn289\"><p>in den H\u00each\u00e2l.<a href=\"#fnref289\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn290\"><p>auf dem goldenen Altar (2. B. M. 30, 8).<a href=\"#fnref290\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn291\"><p>auf dem goldenen Leuchter (das. 26, 37 u. 27, 21).<a href=\"#fnref291\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn292\"><p>Es f\u00e4llt auf, dass hier am Schlusse des Berichtes noch immer vom Abendopfer (Anm. 21) keine Rede ist (s. Tosafot 71 a s. v. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05db\u05e0\u05dd<\/span>). Es herrscht daher auch Unklarheit dar\u00fcber, wann dieses eigentlich dargebracht wurde. Nach Raschi und Tosafot ging es unmittelbar dem Abendr\u00e4ucherwerk voran, kam also erst an die Reihe, nachdem der Hohepriester L\u00f6ffel und Schaufel aus dem Allerheiligsten entfernt und zum letzten Mal die goldenen Gew\u00e4nder angelegt hatte; nach Maimuni wurde es schon fr\u00fcher dargebracht, bevor noch der Hohepriester das goldene mit dem weissen Gewande vertauschte, um L\u00f6ffel und Schaufel aus dem Allerheiligsten zu holen. Die Schwierigkeit l\u00f6st sich und jeder Zweifel schwindet, wenn im Schlusssatze der vorigen Halacha die beiden Worte <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> gestrichen werden (vgl. Anm. 22). Die Mischna hat dann folgenden Wortlaut: \u201eNachdem er die goldenen Kleider [zum zweiten Male] angelegt, brachte er draussen seinen und des Volkes Widder dar, wie auch die sieben L\u00e4mmer (so nach R. E.; R. \u2018A. dagegen meint, dass diese unmittelbar dem Morgenopfer folgten); ferner den zum Ganzopfer bestimmten Stier und den im Aussenraume zu opfernden Bock nebst dem t\u00e4glichen Abendopfer. Hierauf nahm er das vorgeschriebene Bad, um nach vorangegangener und nachfolgender Heiligung der H\u00e4nde und F\u00fcsse das goldene Gewand mit dem weissen zu vertauschen, in welchem er nun das Allerheiligste betrat, den L\u00f6ffel und die Schaufel herauszuholen. Dann vertauschte er wieder unter den vorgeschriebenen Waschungen das weisse mit dem goldenen Gewande, um im H\u00each\u00e2l das Abendr\u00e4ucherwerk auf dem goldenen Altar zu verbrennen und auf dem goldenen Leuchter die L\u00e4mpchen anzuz\u00fcnden\u201c. Demnach hat Maimuni recht. \u00dcbrigens sagt R. Jo\u1e25anan im Jeruschalmi z. St.\u00a0ausdr\u00fccklich: Alle Welt stimmt darin \u00fcberein, dass L\u00f6ffel und Schaufel erst nach dem t\u00e4glichen Abendopfer herausgeschafft wurden (<span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05db\u05dc \u05de\u05d5\u05d3\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05d5\u05e6\u05d0\u05ea \u05db\u05e3 \u05d5\u05de\u05d7\u05ea\u05d4 \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05dc\u05d0\u05d7\u05e8 \u05ea\u05de\u05d9\u05d3 \u05e9\u05dc \u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>), und es ist mir unbegreiflich, wie der Verfasser der Tosefot Jom Tob, der Maimuni zu rechtfertigen sich bem\u00fcht, diese Stelle sich entgehen lassen konnte, zumal er bald darauf einen andern Satz des Jeruschalmi anf\u00fchrt, der jenem benachbart ist und im selben Zusammenhange steht.<a href=\"#fnref292\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn293\"><p>vgl. Kap. V Anm. 15.<a href=\"#fnref293\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn294\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05d9\u05d5\u05d8<\/span> = \u1f30\u03b4\u03b9\u03ce\u03c4\u03b7\u03c2.<a href=\"#fnref294\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn295\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 29, 40 u. 42. Die Kopfbedeckung heisst dort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d1\u05e2\u05ea<\/span>, w\u00e4hrend <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05e0\u05e4\u05ea<\/span> die des Hohenpriesters bezeichnet (das. 4).<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref295\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn296\"><p>Diese vier den Hohenpriester auszeichnenden Gew\u00e4nder sind a. a. O. (6\u201438) ausf\u00fchrlich beschrieben.<a href=\"#fnref296\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn297\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>der Hohepriester muss mit s\u00e4mtlichen acht Gew\u00e4ndern bekleidet sein, wenn er mittels der Urim und Tummim (das. 30) das Schicksal befragt. Beispiele solcher Fragen finden sich in der Bibel ziemlich h\u00e4ufig (Richter 1, 1; 20, 18, 23, 27\u201428; 1 Sam. 10, 22; 22, 10; 23, 2, 4, 9\u201412; 28, 6; 30, 7\u20148; 2 Sam. 2, 2; 5, 19 u. 23). Dass sie durch den Hohenpriester an dies geheimnisvolle Kleinod gerichtet wurden, ist aus 4. B. M. 27, 21 ersichtlich. Auch werden an mehreren der angef\u00fchrten Stellen ausdr\u00fccklich Efod, Urim oder Priester erw\u00e4hnt (Richter 20, 27\u201428; 1 Sam. 22, 10; 23, 9\u201412; 28, 6; 30, 7\u20148).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref297\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn298\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05d9\u05d5\u05d8<\/span> = \u1f30\u03b4\u03b9\u03ce\u03c4\u03b7\u03c2.<a href=\"#fnref298\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn299\"><p>Das Eingeklammerte fehlt in manchen Ausgaben.<a href=\"#fnref299\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn300\"><p>W\u00f6rtlich: der Vers\u00f6hnungstag ist gebunden in Bezug auf Speise und Trank etc. Der Begriff der Unfreiheit ist hier von der Person auf den Tag \u00fcbertragen.<a href=\"#fnref300\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn301\"><p>oder sonst eine Fussbekleidung aus Leder, nach Tosefta (Kap. IV Anf.) auch nicht aus gewebten Stoffen (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d1\u05d0\u05e0\u05e4\u05dc\u05d9\u05d0 \u05e9\u05dc \u05d1\u05d2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span>).<a href=\"#fnref301\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn302\"><p>Euphemie f\u00fcr den Geschlechtsverkehr. Das Verbum ist vom Nomen abgeleitet und lautet daher nicht <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05de\u05d8\u05d4<\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e9 \u05d0\u05ea \u05d4\u05de\u05d8\u05d4<\/span>, wof\u00fcr bei Frauen noch diskreter <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e9 \u05d0\u05ea \u05d4\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> steht (z. B. Nidda I 7 u. X 8). H\u00e4ufig findet sich in diesem Sinne <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e9<\/span> schlechthin, und zwar mit dem Akkus. der Person bei Suffixen (z. B. Nedarim Ende), sonst mit <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dd<\/span> (z. B. Schebu\u2018ot II 4).<a href=\"#fnref302\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn303\"><p>innerhalb der ersten dreissig Tage nach der Heimf\u00fchrung.<a href=\"#fnref303\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn304\"><p>W\u00f6rtlich: eine Genesende (so auch im Deutschen: eines Kindes genesen).<a href=\"#fnref304\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn305\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol type=\"i\">\n<li>das Volumen einer grossen Dattel, aus welcher der Kern noch nicht entfernt ist.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref305\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn306\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 23, 29.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref306\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn307\"><p>W\u00f6rtlich: wenn jemand isst und trinkt, vereinigt es sich nicht.<a href=\"#fnref307\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn308\"><p>Wer ein Verbot, dessen mutwillige Verletzung mit der Strafe der Ausrottung oder noch schwerer bedroht ist, aus Versehen \u00fcbertritt, muss seinen Irrtum durch ein S\u00fcndopfer s\u00fchnen (3. B. M. 4, 27\u201435). Hat er dieselbe S\u00fcnde wiederholt begangen, ohne dass ihm der Irrtum inzwischen zu Bewusstsein kam, so gen\u00fcgt ein S\u00fcndopfer; waren es aber verschiedene \u00dcbertretungen, die aus demselben Irrtum flossen, so muss er ebensoviel S\u00fcndopfer darbringen, als er Gesetze verletzt hat. Essen und Trinken gilt nun als eine fortgesetzte Handlung, weil beides im Gesetz unter einem Begriff zusammengefasst ist; wenn man daher, uneingedenk des Vers\u00f6hnungstages, Speisen und Getr\u00e4nke genossen hat, so ist man nur zu einem S\u00fcndopfer verpflichtet. Hat man dagegen unter derselben Voraussetzung gegessen und Arbeit verrichtet, so sind zwei S\u00fcndopfer erforderlich, weil jede dieser Handlungen unter ein anderes Verbot f\u00e4llt (3. B. M. 16, 29 u. 23, 27\u201428, 29\u201430). \u2014 Unter Arbeit sind hier all die Verrichtungen zu verstehen, die am Sabbat unter dieser Bezeichnung verboten sind (s. Schabbat VII 2).<a href=\"#fnref308\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn309\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05dd<\/span> = muries.<a href=\"#fnref309\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn310\"><p>also Fl\u00fcssigkeiten, die man zwar nicht trinkt, aber doch als Tunke genieset.<a href=\"#fnref310\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn311\"><p>von Strafe, bezw. von der Verpflichtung der S\u00fchne durch ein Opfer.<a href=\"#fnref311\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn312\"><p>vor Eintritt der Vollj\u00e4hrigkeit, die ein Knabe mit Vollendung des dreizehnten, ein M\u00e4dchen mit Vollendung des zw\u00f6lften Lebensjahres erlangt.<a href=\"#fnref312\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn313\"><p>Diese Halacha l\u00e4sst verschiedene Auffassungen zu. Sie kann den Sinn haben: Minderj\u00e4hrige l\u00e4sst man nicht fasten, aber zur Erf\u00fcllung anderer Gebote h\u00e4lt man sie an. Sie kann auch sagen wollen, dass man nur kleinere Kinder nicht fasten l\u00e4sst, wohl aber solche, die in wenigen Jahren das Alter der Grossj\u00e4hrigkeit erreicht haben werden. Man kann sie aber auch dahin erkl\u00e4ren, dass man Minderj\u00e4hrige den ganzen Tag nicht fasten l\u00e4sst, wohl aber je nach ihrer k\u00f6rperlichen und geistigen Entwickelung mehrere Stunden. Im Babli wie in Jeruschalmi gehen die Meinungen hier\u00fcber auseinander, und dazu kommt, dass an einigen Stellen die Lesart nicht feststeht. Der herrschende Brauch ist hierzulande gem\u00e4ss der letzten Auffassung, Kinder vor Eintritt der Vollj\u00e4hrigkeit nur wenige Stunden fasten zu lassen.<a href=\"#fnref313\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn314\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05d4<\/span> ist verk\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05d4<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e2\u05d8<\/span> (Ggstz. v. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05d1\u05d4<\/span>) aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05d5\u05e2\u05d8<\/span>.<a href=\"#fnref314\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn315\"><p>Der Duft von Speisen hat durch \u00dcberreizung der Nerven einen Schw\u00e4cheanfall bei ihr ausgel\u00f6st.<a href=\"#fnref315\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn316\"><p>Im Talmud wird dieser Satz so aufgefasst: Einem Kranken gibt man auf \u00e4rztliche Anordnung zu essen, auch wenn er selbst es nicht f\u00fcr erforderlich h\u00e4lt, ohne \u00e4rztliche Vorschrift aber nur dann, wenn er es selbst als n\u00f6tig erachtet. Gestatten ihm die \u00c4rzte zu fasten, er selbst aber f\u00fchlt, dass er der Nahrung ohne Gefahr f\u00fcr sein Leben nicht entbehren kann, so folgt man ihm. Jeruschalmi f\u00fcgt noch hinzu, dass man ihm selbst dann zu essen gibt, wenn er selbst es f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig h\u00e4lt, der Arzt aber im Zweifel ist.<a href=\"#fnref316\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn317\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05dc\u05de\u05d5\u05e1<\/span> (\u03b2\u03bf\u03cd\u03bb\u03b9\u03bc\u03bf\u03c2 = Ochsenhunger) ist ein krankhafter Zustand, der Lebensgefahr im Gefolge haben, aber durch Nahrungsaufnahme schnell beseitigt werden kann.<a href=\"#fnref317\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn318\"><p>wenn keine erlaubten Speisen zur Hand sind. Unrein steht hier in hosiologischem Sinne (s. Pesa\u1e25im Kap. I Anm. 26).<a href=\"#fnref318\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn319\"><p>Hier ist nicht vom Vers\u00f6hnungsfest die Rede, sondern von allen Tagen des Jahres. Der Hund geh\u00f6rt zu den \u201eunreinen\u201c Tieren (3. B. M. 11, 3), und das in Frage stehende Heilmittel ist nicht wissenschaftlich erprobt, sondern vom Aberglauben empfohlen.<a href=\"#fnref319\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn320\"><p>weil bei schweren Krankheiten durch den Widerstand, den man dem Willen des Kranken entgegensetzt, leicht eine Verschlimmerung eintreten kann.<a href=\"#fnref320\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn321\"><p>Um einen Glaubensgenossen zu retten, entweiht man den Sabbat auch dann, wenn das Rettungswerk durch Nichtjuden vollbracht werden kann.<a href=\"#fnref321\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn322\"><p>selbst wenn alle diese Zweifel insgesamt in Betracht kommen.<a href=\"#fnref322\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn323\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 4, 27\u201435).<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref323\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn324\"><p>So heisst das Schuldopfer, das in einigen F\u00e4llen (z. B. 3. B. M. 5, 15 u. 25) zur S\u00fchne einer entschiedenen Gesetzesverletzung dient, im Gegensatz zum \u201eschwebenden\u201c Schuldopfer (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e9\u05dd \u05ea\u05dc\u05d5\u05d9<\/span>, das. 17\u201419), das derjenige darbringt, der nicht mit Sicherheit weiss, dass er aus Versehen eine schwere S\u00fcnde begangen hat. Dieses Opfer hat nur aufschiebende Kraft. Nach erlangter Gewissheit muss man zur vollen S\u00fchne ein S\u00fcndopfer weihen.<a href=\"#fnref324\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn325\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol type=\"i\">\n<li>aufrichtige Reue und entschlossener Wille zur Besserung. Beim S\u00fcnd- und Schuldopfer des vorangehenden Satzes wurde die Umkehr, die auch dort Voraussetzung der S\u00fchne ist, als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt. Sonst h\u00e4tte ja der S\u00fcnder kein Opfer dargebracht.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref325\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn326\"><p>deren Verletzung nicht mit schwerer Strafe bedroht ist.<a href=\"#fnref326\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn327\"><p>der g\u00f6ttlichen Strafe.<a href=\"#fnref327\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn328\"><p>Da er nicht aufrichtig bereut, schiebt er die Besserung so lange hinaus, bis er abberufen wird und es zu sp\u00e4t ist.<a href=\"#fnref328\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn329\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Pesahim Kap. X Anm. 38.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref329\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn330\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 16, 30. \u2014 Er zieht <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05f3<\/span> nicht zu <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d8\u05d4\u05e8\u05d5<\/span> (\u201evon allen euren S\u00fcnden sollt ihr vor Gott euch reinigen\u201c), sondern zu <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d8\u05d0\u05ea\u05d9\u05db\u05dd<\/span>.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref330\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn331\"><p>Ez. 36, 25.<a href=\"#fnref331\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn332\"><p>Jirm. 17, 13.<a href=\"#fnref332\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn333\"><p>Ein im Deutschen nicht wiederzugebendes Wortspiel. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05d4<\/span> bedeutet Hoffnung (1 Chr. 29, 15) und zugleich Wasseransammlung (2. B. M. 7, 19), insbesondere das Reinigungsbad.<a href=\"#fnref333\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"160\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/mischna_teaser.jpg?resize=178%2C160&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3912\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber alle Traktate der Mischna<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mischna(h) Joma \u2013 in deutscher \u00dcbersetzung. \u00dcbersetzt und kommentiert von Rabbiner Prof. Dr. Eduard Ezekiel Baneth (1887-1927). Einf\u00fchrung Jom Kippur Am Zehnten des Monats Tischri wird Jom Kippur (das Vers\u00f6hnungsfest) gefeiert. Es ist ein strenger Fasttag, an welchem Speise und Trank vom Abend bis zum Abend verboten ist. An ihm muss jede Arbeit und jede Verrichtung unterbleiben, die am Schabbat untersagt ist; die f\u00fcr die \u00fcbrigen Feiertage einger\u00e4umten Ausnahmen haben an diesem Feste keine Geltung. Der Tag ist dazu bestimmt, von unsern S\u00fcnden uns zu reinigen, deren Vergebung jedem zugesichert ist, der sich durch ernste Ein- und Umkehr dieser Gnade w\u00fcrdig macht. Solange der Tempel stand, erhielt dieses Fest eine besondere Weihe und Bedeutung durch den Opferdienst. Es war der einzige Tag im Jahre, an welchem der Hohepriester das Allerheiligste betrat. Eine ganze Woche bereitete er sich in stiller Zur\u00fcckgezogenheit auf alle die heiligen Handlungen vor, die er am Vers\u00f6hnungsfest vorzunehmen hatte; denn nur er allein durfte an diesem bedeutsamen Tage den Dienst verrichten, der ihn vom fr\u00fchen Morgen bis zum sp\u00e4ten Abend voll in &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3538,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-10201","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10201"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10206,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10201\/revisions\/10206"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}