{"id":4213,"date":"2019-02-01T10:12:53","date_gmt":"2019-02-01T08:12:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4213"},"modified":"2021-10-12T10:18:49","modified_gmt":"2021-10-12T08:18:49","slug":"talmud-uebersetzung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/","title":{"rendered":"Talmud \u2013 in deutscher \u00dcbersetzung"},"content":{"rendered":"\n<p>Der vollst\u00e4ndige Talmud in der \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt online.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verf\u00fcgbare Traktate\/Massechtot<\/h2>\n\n\n\n<p>Es sind alle Traktate\/Massechtot des Talmuds verf\u00fcgbar. <img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/der-talmud-in-deutscher-uebersetzung\/\">Eine \u00dcbersicht gibt es hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zur \u00dcbersetzung des Talmud<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Italienischen hei\u00dft es, so sagt man, <em>Traduttore-Traditore<\/em>, \u00bb\u00dcbersetzer-Verr\u00e4ter\u00ab der \u00dcbersetzer eines Textes ist immer auch ein wenig dessen Verr\u00e4ter. Das ist ein Problem, das wir schon mit der Tora haben. <br>Trotz aller Qualit\u00e4t geht bei der \u00dcbertragung immer etwas verloren. Es ist nicht m\u00f6glich, alle Ebenen der Bedeutung in eine \u00dcbersetzung einzubringen. Richtet man sich nach <em><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/raschi\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1930\">Raschi<\/a><\/em>? Nach einem anderen Interpreten vielleicht?<br>Wieviel mehr stimmt das f\u00fcr den Talmud. <br>W\u00f6rtliche \u00dcbersetzung? <br>\u00dcbertr\u00e4gt man \u00bbKonzepte\u00ab in die Zielsprache? <br>Beschlie\u00dft man, einen Begriff, unabh\u00e4ngig vom Kontext, stets gleich zu \u00fcbertragen? <br>Wie geht man mit Begriffen um, um die schon in den Kommentaren leidenschaftlich gerungen wird?<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\"><figure class=\"aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/lazarus_goldschmidt\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"211\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lazarus_Goldschmidt.jpg?resize=211%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-7467\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lazarus_Goldschmidt.jpg?resize=211%2C300&amp;ssl=1 211w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Lazarus_Goldschmidt.jpg?w=409&amp;ssl=1 409w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a><figcaption>Elieser (Lazarus) Goldschmidt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Elieser<\/strong> <strong>Lazarus Goldschmidt<\/strong> (17. Dezember 1871 \u2013 18. April 1950) hat <em>allein<\/em> alle Traktate (<em>Massetchot<\/em>) des Talmud \u00fcbersetzt. Eine unfassbar umfangreiche Aufgabe &#8211; 5422 Seiten Talmud mussten dazu \u00fcbertragen werden &#8211; zudem trug Goldschmidt noch Lesarten aus verschiedenen Manuskripten zusammen. <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-autobiographie-des-lazarus-goldschmidt\/\" data-type=\"post\" data-id=\"7587\"><strong>(Die Autobiographie mit einer Geschichte der \u00dcbersetzung findet man hier)<\/strong><\/a><br>Dabei war sein Vorhaben eigentlich von Beginn an zum Scheitern verurteilt, denn Deutsch lernte er erst ab dem 18. Lebensjahr und der Umfang der Arbeit war schon f\u00fcr eine Gruppe von \u00dcbersetzern eine Herausforderung und niemand finanzierte sein Vorhaben.<br>Goldschmidt lernte den Talmud als Jugendlicher in der <em>Jeschiwah Knesset Jisrael<\/em> in Slabodka, kam dann (\u00bbzu Fu\u00df\u00ab, wie es in der zeitgen\u00f6ssischen Zeitschrift \u00bbDie Zukunft\u00ab hie\u00df) nach Deutschland und wandte sich hier einer akademischen Laufbahn zu. Er studierte \u00bborientalische\u00ab Sprachen, \u00fcbersetzte etwa das Buch Henoch aus dem \u00e4thiopischen ins Hebr\u00e4ische (zur\u00fcck?), \u00fcbersetzte das <em>Sefer Jetzirah<\/em> und sp\u00e4ter den Koran aus dem Arabischen. Mit seinem Hintergrund war er also niemand, der nur nach philologischen Gesichtspunkten \u00fcbertrug, sondern das entsprechende \u00bbHintergrundwissen\u00ab mitbrachte. Lazarus Goldschmidt sammelte zu seiner Zeit Lob, aber auch Kritik f\u00fcr seine \u00dcbersetzung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Stimmen zur \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Dr. David Hoffmann<\/strong> (ab 1899 Rektor des Rabbinerseminars Berlin) kritisierte die Goldschmidt-\u00dcbersetzung bereits kurz nach Erscheinen der ersten B\u00e4nde (Zeitschrift f\u00fcr hebraeische Bibliographie, Jahrgang 1896\/1897, Seite 67ff). Ihm lag die urspr\u00fcngliche zweisprachige Ausgabe vor und er sparte nicht mit Kritik. Gegen diese wehrte sich <strong>Goldschmidt<\/strong> zun\u00e4chst polemisch, arbeitete die bem\u00e4ngelten Stellen dann jedoch f\u00fcr eine sp\u00e4tere Ausgabe nach. Die, hier vorliegende, (Online) \u00dcbersetzung, ist also <em>bereits eine korrigierte<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bb\u2026Trotz all dem ist es ein gro\u00dfes, monumentales Werk, das uns gr\u00f6\u00dfte Achtung abringen muss. Kleine Fehler sind, da eine \u00dcbersetzung nicht alle Kommentare ber\u00fccksichtigen kann, unvermeidlich.<br>Kanten und Ecken in der \u00dcbersetzung, die oft auf eine w\u00f6rtliche Wiedergabe Wert legt, ber\u00fchren unerfreulich. Aber alles in allem genommen, beansprucht die Frucht einer Arbeit, die sich auf lange Tage und N\u00e4chte erstreckte, Anerkennung. Und sicherlich wird es auch welche geben, die einmal in der Jugend ein wenig vom Geiste des Talmuds angeweht wurden, sp\u00e4ter aber seinen Hallen entfremdet wurden und sich, &#8211; wir wollen es hoffen, &#8211; durch diesen F\u00fchrer in die heilige Heimat, wie ins Sonnenland der Kindheit, zur\u00fcckf\u00fchren lassen.<br>Eine M\u00f6glichkeit, die zwar die Bedenken nicht aufhebt, die wir aber dem gelehrten und flei\u00dfigem Autor ins Verdienstkonto buchen wollen.\u00ab<\/p><cite>Der Israelit, 20. Juni 1929 (Nummer 25), Seiten 2 und 3<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00bbDer \u00dcbersetzer ist bem\u00fcht gewesen, den Text nicht einfach zu \u00fcbertragen, sondern durch Anmerkungen und in Klammern gegebene Zus\u00e4tze, durch geschickt gew\u00e4hlte Interpunktion und Wechsel der Typen das Verst\u00e4ndnis zu erleichtern. Auch durch sprachliche und halachische Bemerkungen ist ihm das zweifellos gelungen. Dass dem Anf\u00e4nger im Talmudstudium mit diesem Werke eine wertvolle Hilfe geboten wird, bedarf nicht der ausdr\u00fccklichen Betonung. Aber auch alle, denen die Besch\u00e4ftigung mit dem Talmud religi\u00f6se Herzenssache ist, sind Goldschmidt zu Dank verpflichtet. Unsere Zeit, die den ganzen Menschen f\u00fcr wirtschaftliche Notwendigkeiten absorbiert, braucht f\u00fcr die vielen, denen bei des Tages Last und M\u00fchen geistige Konzentration schwer f\u00e4llt, eine Hilfe. Durch Goldschmidts \u00dcbertragung werden vielen T(h)orabeflissenen technische Hindernisse aus dem Wege geschafft. Darum ist dieser Talmud in jeder Hinsicht eine gro\u00dfe Tat!\u00ab<\/p><cite>Jeschurun, 17. Jahrgang, Heft 1-2 (Januar 1930), Seite 96<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit der Digitalisierung steht nun dieser Text der Allgemeinheit zur Verf\u00fcgung. Er kann also nicht nur <em>gelesen<\/em> werden, sondern &#8211; sofern gew\u00fcnscht &#8211; auch <em>kopiert<\/em> und bearbeitet. Der Text k\u00f6nnte also <em>verbessert <\/em>oder <em>bearbeitet <\/em>zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Antisemitismus<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, dass es lange Zeit keine vollumf\u00e4ngliche \u00dcbersetzung des Talmud gab, wurde von Antisemiten gerne genutzt um zu behaupten, dies sei von j\u00fcdischer Seite gar nicht erw\u00fcnscht. Der Talmud enthalte Texte, die nicht f\u00fcr die <em>\u00d6ffentlichkeit <\/em>bestimmt seien. Dabei wurde nat\u00fcrlich nicht beachtet, dass die \u00dcbersetzung des Talmud keine reine Text\u00fcbertragung ist, wie wir oben bereits gesehen haben, sondern philologisches und halachisches Wissen gleicherma\u00dfen erfordert. Hinzu kommt der Umfang der Arbeiten. Mit einer Verf\u00fcgbarkeit <em>online<\/em>, tragen wir <em>hoffentlich <\/em>einen Teil dazu bei, die Quellen einer breiten \u00d6ffentlichkeit verf\u00fcgbar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Einteilung in Bl\u00e4tter<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Einteilung in <em>Bl\u00e4tter <\/em>strukturiert den Text nicht inhaltlich, sondern spiegelt lediglich dessen Einteilung auf die einzelnen Bl\u00e4tter der hebr\u00e4ischen Ausgabe. Es wurde jeweils soviel Inhalt auf einem Blatt platziert, wie m\u00f6glich. Es kann also vorkommen, dass zusammenh\u00e4ngende Texte durch Blattangaben getrennt sind. Dieses System der Referenzierung und Zitierung hat sich letztendlich auch durchgesetzt und ist ma\u00dfgeblich f\u00fcr Zitate aus dem Talmud, etwa: <em>Berachot 22b<\/em>. Das erleichtert die Wierauffindbarkeit von Stellen im Talmud.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Mischna<\/em> und Zitate aus der <em>Mischna <\/em>sind in der Goldschmidt-Ausgabe stets IN GROSSBUCHSTABEN wiedergegeben worden. Dies wurde in der Online-Ausgabe nicht ge\u00e4ndert. Wird in der <em>Mischna <\/em>der <em>Tanach <\/em>zitiert, dann ist dieser dort und im Flie\u00dftext in <em>kursiver Schrift<\/em> wiedergegeben worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Transliteration<\/h2>\n\n\n\n<p>Lazarus Goldschmidt hat in seiner Ausgabe eine <em>neue<\/em> Form der Transliteration eingef\u00fchrt. Diese ist m\u00f6glicherweise kurz zu veranschaulichen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>\u05d0\u05bb<\/td><td>\u05d0\u05b9<\/td><td>\u05d0\u05b4<\/td><td>\u05d0\u05b5<\/td><td>\u05d0\u05b7<\/td><td>\u05e2\u05bb<\/td><td>\u05e2\u05b9<\/td><td>\u05e2\u05b4<\/td><td>\u05e2\u05b5<\/td><td>\u05e2\u05b7<\/td><\/tr><tr><td>\u00da\u00fa<\/td><td>\u00d3\u00f3<\/td><td>\u00cd\u00ed<\/td><td>\u00c9\u00e9<\/td><td>\u00c1\u00e1<\/td><td>U\u0351u\u0351<\/td><td>O\u0351o\u0351<\/td><td>I\u0351i\u0351<\/td><td>E\u0351e\u0351<\/td><td>A\u0351a\u0351<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>\u05d7<\/td><td>\u05e9\u05c1<\/td><td>\u05e6<\/td><td>\u05d8<\/td><\/tr><tr><td>\u1e24\u1e25<\/td><td>\u0160\u0161<\/td><td>\u00c7\u00e7<\/td><td>\u1e6c\u1e6d<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dank<\/h2>\n\n\n\n<p>Zu Beginn dieses Projekts standen keinerlei digitalisierte Texte zur Verf\u00fcgung. Auch Scans der Originalausgabe mussten zun\u00e4chst beschafft werden. Dank geb\u00fchrt hier <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/kontakt\/kontakt-igor-itkin\/\" data-type=\"page\" data-id=\"4393\">Igor Itkin<\/a>, der eine technische Grundlage zur \u00dcbernahme der Texte geschaffen hat.<br>In der zweiten Phase geht unser Dank insbesondere an das <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.sefaria.org\" target=\"_blank\">Sefaria-Projekt<\/a>. Die Hilfe von Sefaria hat die \u00dcbernahme der Texte ma\u00dfgeblich beschleunigt und es auch erlaubt, dass die \u00dcbersetzungen auch \u00fcber die Seite von Sefaria verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weiterverwendung<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Text auf diesen Seiten ist die Digitalisierung der korrigierten Erstausgabe (durch Lazarus Goldschmidt). Sie ist, das liegt auch im Umfang der Arbeit begr\u00fcndet, noch nicht fehlerfrei. Hinweise auf Fehler werden gerne entgegengenommen und nat\u00fcrlich stehen die Texte zur weiteren Verwendung frei zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"88\" height=\"31\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/88x311.png?resize=88%2C31&#038;ssl=1\" alt=\"Public Domain\" class=\"wp-image-6759\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reaktionen<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die ersten (ermutigenden) Reaktionen der Leserinnen und Leser bedanken wir uns. Gleich nach dem Start am 1. Januar 2021 gingen Nachrichten ein.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Unter den ersten R\u00fcckmeldungen war eine ausf\u00fchrliche <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/chance-fuer-die-deutschsprachige-welt\/\">W\u00fcrdigung des Regierungsbeauftragten gegen Antisemitismus des Landes Baden-W\u00fcrttemberg , <strong>Dr. Michael Blume<\/strong> &#8211; der Text ist hier zu finden. <\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/irgendwiejuedisch.com\/2021\/01\/der-talmud-auf-talmud-de.html\">Juna Grossmann (irgendwiejuedisch.com)<\/a>: \u00bbDer Talmud auf Talmud.de\u00ab<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u2014 <em>diese Einf\u00fchrung: <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/kontakt\/kontakt-chajm-guski\/\" data-type=\"page\" data-id=\"4374\">Chajm Guski<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vollst\u00e4ndige Talmud in der \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt online. Verf\u00fcgbare Traktate\/Massechtot Es sind alle Traktate\/Massechtot des Talmuds verf\u00fcgbar. Eine \u00dcbersicht gibt es hier. Zur \u00dcbersetzung des Talmud Im Italienischen hei\u00dft es, so sagt man, Traduttore-Traditore, \u00bb\u00dcbersetzer-Verr\u00e4ter\u00ab der \u00dcbersetzer eines Textes ist immer auch ein wenig dessen Verr\u00e4ter. Das ist ein Problem, das wir schon mit der Tora haben. Trotz aller Qualit\u00e4t geht bei der \u00dcbertragung immer etwas verloren. Es ist nicht m\u00f6glich, alle Ebenen der Bedeutung in eine \u00dcbersetzung einzubringen. Richtet man sich nach Raschi? Nach einem anderen Interpreten vielleicht?Wieviel mehr stimmt das f\u00fcr den Talmud. W\u00f6rtliche \u00dcbersetzung? \u00dcbertr\u00e4gt man \u00bbKonzepte\u00ab in die Zielsprache? Beschlie\u00dft man, einen Begriff, unabh\u00e4ngig vom Kontext, stets gleich zu \u00fcbertragen? Wie geht man mit Begriffen um, um die schon in den Kommentaren leidenschaftlich gerungen wird? Elieser Lazarus Goldschmidt (17. Dezember 1871 \u2013 18. April 1950) hat allein alle Traktate (Massetchot) des Talmud \u00fcbersetzt. Eine unfassbar umfangreiche Aufgabe &#8211; 5422 Seiten Talmud mussten dazu \u00fcbertragen werden &#8211; zudem trug Goldschmidt noch Lesarten aus verschiedenen Manuskripten zusammen. 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