{"id":4572,"date":"2019-06-03T13:13:41","date_gmt":"2019-06-03T11:13:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4572"},"modified":"2020-05-15T16:11:49","modified_gmt":"2020-05-15T14:11:49","slug":"ejchah-klagelieder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/ejchah-klagelieder\/","title":{"rendered":"Ejchah \u2013 Klagelieder"},"content":{"rendered":"\n<p>In der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klagelieder Jeremias, Ejchah \u2014 Der Name des Verfassers wird im Buche nicht erw\u00e4hnt, aber die \u00dcberlieferung belehrt uns, dass der Prophet Jeremia diese Klagelieder schrieb. Die ersten vier Kapitel sind alphabetisch; im dritten Kapitel sind drei Verse f\u00fcr jeden Buchstaben; das f\u00fcnfte Kapitel ist nicht alphabetisch. Die Ursache der Klagen ist die Katastrophe des K\u00f6nigreichs Jehuda durch die Siege Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, wenn auch weder Nebukadnezar noch Babylon im Buche erw\u00e4hnt sind.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em><strong>Kapitel<\/strong><\/em><br><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">1. Kapitel.<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Wie einsam sitzt die einst so volkreiche Stadt; einer Witwe gleich geworden ist die Herrin \u00fcber V\u00f6lker! Ehemals F\u00fcrstin \u00fcber L\u00e4nder, ist sie jetzt zinsbar geworden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie weint in der Nacht, ihre Tr\u00e4nen rinnen auf ihre Wangen, niemand tr\u00f6stet sie von all ihren Freunden, all ihre Vertrauten sind ihr treulos geworden, sie wurden ihre Feinde.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jud\u00e4a ist in Gefangenschaft gewandert vor Druck und schwerem Fron; sie weilte unter V\u00f6lkern, findet aber da keine Ruhe. Alle ihre Verfolger erreichten sie zwischen den Marken.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Wege Zijons trauern, weil niemand zum Feste kommt; all ihre Tore sind \u00f6de, die Priester seufzen, die Jungfrauen wimmern; ach, ihr ist so weh!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ihre Widersacher sind oben auf, ihren Feinden geht es wohl; denn der Herr hat sie betr\u00fcbt wegen der Menge ihrer Missetaten; ihre Kinder werden von Feind gefangen weggef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Gewichen ist von der Tochter Zijon all ihr Glanz; ihre F\u00fcrsten sind gleich Rehen, die keine Weide finden; sie fliehen ohnm\u00e4chtig vor dem Verfolger.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Jerusalem gedenkt in den Tagen seines Elends und seines Jammers all der Herrlichkeiten, die es ehemals besessen, jetzt da sein Volk sinkt durch Feindes Hand und ihm keiner beisteht. Es sehen es die Feinde und lachen seines Unterganges.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Vers\u00fcndigt hat sich Jerusalem, darum wurde es dem abgesonderten Weibe gleich; alle Verehrer beschimpfen sie, weil sie ihre Bl\u00f6\u00dfe gesehen; sie seufzt und zieht sich zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Mit ihrer Unreinheit an ihres Kleides Schleppe gedachte [die Stadt] nicht ihrer Zukunft, da sank sie erschrecklich tief, niemand tr\u00f6stet sie. Siehe, Herr, mein Elend, denn der Feind ist m\u00e4chtig geworden<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Seine Hand breitete der Feind \u00fcber all ihre Herrlichkeiten. Sie sah V\u00f6lker in ihr Heiligtum dringen, von denen du befohlen, dass sie nicht kommen d\u00fcrfen in deine Versammlung.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ihr ganzes Volk seufzt, verlangt nach Brot; sie geben ihre Kostbarkeiten hin f\u00fcr Speise, sich zu laben.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es treffe euch nicht solches, alle, die ihr des Weges vorbeizieht! Schauet und sehet, ob ein Schmerz gleichet meinem Schmerze, der mir angetan worden, mit dem der Herr mich betr\u00fcbt am Tage seiner Zornesglut.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aus der H\u00f6he sandte er Feuer in meine Gebeine und dr\u00fcckte sie nieder, er breitete ein Netz meinen F\u00fc\u00dfen, trieb mich zur\u00fcck und machte mich zur Verst\u00f6rten, zur immer Siechen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Fest gekn\u00fcpft ist das Joch meiner Missetaten durch seine Hand, verflochten stieg es meinen Nacken hinan und l\u00e4hmte meine Kraft. Der Herr gab mich in die H\u00e4nde solcher, gegen die ich nicht Stand halten kann.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Herr trat all meine Starken nieder; er bestimmte gegen mich eine Zeit, meine J\u00fcnglinge zu zermalmen. Wie eine Kelter trat der Herr die jungfr\u00e4uliche Tochter Judas.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Dar\u00fcber weine ich, von meinen Augen, von meinen Augen str\u00f6men Tr\u00e4nen herab, denn fern ist von mir der Tr\u00f6ster, mich zu st\u00e4rken. Meine S\u00f6hne sind machtlos, denn der Feind hat obgesiegt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Zijon breitet ihre H\u00e4nde aus [hilfebittend], niemand tr\u00f6stet sie. Von allen Seiten hat der Herr gegen Jakob seine Widersacher entboten, Jerusalem ist zum abgesonderten Weibe unter ihnen geworden.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Gerecht ist der Herr, denn seinem Gebot war ich widerspenstig. H\u00f6ret doch, ihr V\u00f6lker alle, und sehet meinen Schmerz: Meine Jungfrauen und meine J\u00fcnglinge sind in die Gefangenschaft gegangen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ich rief meine Freunde, sie haben mich betrogen; meine Priester und Greise verschieden in der Stadt; sie bettelten Speise f\u00fcr sich, dass sie sich laben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Schau, o Herr, wie mir so weh ist. Meine Eingeweide gl\u00fchen, es wendet sich mein Herz in mir um, weil ich widerspenstig gewesen. Drau\u00dfen rafft hin das Schwert wie im Hause der [Hungers]tod.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie h\u00f6rten, dass ich \u00e4chze, aber niemand tr\u00f6stete mich. Alle meine Feinde h\u00f6rten mein Ungl\u00fcck, aber sie freuen sich, dass du es getan. Bringe den Tag, den du verk\u00fcndet, dass sie mir gleich werden!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> M\u00f6ge all ihre Bosheit vor dich kommen, und thue ihnen an, wie du mir angetan wegen all meiner Missetaten; denn viel sind meine Seufzer, und mein Herz ist krank!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">2. Kapitel.<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Wie hat der Herr in seinem Zorn die Tochter Zijon verd\u00fcstert! Er schleuderte vom Himmel zur Erde die Herrlichkeit Israels und gedachte nicht des Schemels seiner F\u00fc\u00dfe am Tage seines Zorns.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Zerst\u00f6rt hat der Herr schonungslos alle Wohnungen Jakobs, niedergerissen in seinem Grimm die Festungen Juda, der Erde gleichgemacht und entweiht das Reich und seine F\u00fcrsten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er schlug ab in zorniger Glut das ganze Horn Israels, er wendet zur\u00fcck seine Rechte vor dem Feind; es brennt in Jakob wie ein flammendes Feuer und verzehrt rings herum.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er spannte seinen Bogen wie ein Feind, stemmte seine Rechte wie ein Widersacher und metzelte die Teuersten nieder. \u00dcber das Zelt der Tochter Zijons sch\u00fcttete er wie Feuer seinen Grimm aus.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Herr ist [Israel] feindlich geworden, er hat Israel zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt all seine Pal\u00e4ste, verderbt seine Festungen und geh\u00e4uft \u00fcber die Bev\u00f6lkerung Judas Jammer und Klage.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er lie\u00df es auspl\u00fcndern wie einen Garten, dessen Laub abgefallen ist; er st\u00f6rte die festliche Freude. Vergessen machen hat der Herr in Zijon Fest und Sabbat und beschimpfte in seines Zornes Wut K\u00f6nigtum und Priesterschaft.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Verworfen hat der Herr seinen Altar, gesch\u00e4ndet sein Heiligtum, geliefert in Feindes Hand die Mauern ihrer Pal\u00e4ste. Ihre Stimme erschallt im Hause des Herrn wie am Festtage.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Beschlossen hat der Herr zu verderben die Mauer der Tochter Zijon; er entwarf den Plan dazu und wollte nicht ablassen von der Zerst\u00f6rung, er lie\u00df in Tr\u00fcmmer sinken Zwinger und Mauer, insgesamt wurden sie ver\u00f6det.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Versunken in die Erde sind ihre Tore, zu Grunde gerichtet und zerbrochen hat er ihre Riegel; ihr K\u00f6nig und ihre F\u00fcrsten sind unter den V\u00f6lkern ohne Lehre, auch ihre Propheten erlangen kein Gesicht vom Herrn.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie sitzen zur Erde verstummt, die Greise Zijons sie legen Asche auf ihr Haupt und g\u00fcrten sich S\u00e4cke um; es senken zur Erde ihr Haupt die Jungfrauen Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Meine Augen vergehen in Tr\u00e4nen, meine Eingeweide gl\u00fchen, zur Erde versch\u00fcttet ist meine Leber ob dem Sturze meiner Nation, da ohnm\u00e4chtig verschmachten Kind und S\u00e4ugling in den Stra\u00dfen der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Zu ihren M\u00fcttern sprechen sie: Wo ist Brot und Wein? wenn sie ohnm\u00e4chtig darniederliegen, gleich Erschlagenen in den Stra\u00dfen der Stadt, wenn sie ihre Leben aushauchen in dem Scho\u00df ihrer M\u00fctter.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Womit soll ich dich ermutigen, was dir \u00e4hnlich finden, Volk Jerusalems? was mit dir vergleichen, dass ich dich tr\u00f6ste, jungfr\u00e4uliche Tochter Zijon? Denn gro\u00df wie das Meer ist dein Ungl\u00fcck, wer kann dich heilen?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Deine Propheten weissagten dir Falsches und Tr\u00fcgerisches und deckten nicht auf deine Schuld, dass du hergestellt werdest. Sie weissagten dir falsche und verf\u00fchrerische Prophezeiungen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es schlagen \u00fcber dich die H\u00e4nde zusammen alle, die des Weges ziehen, sie zischen und sch\u00fctteln das Haupt \u00fcber die Tochter Jerusalems: Ist das die Stadt, von der man sagte, sie sei die Krone der Sch\u00f6nheit, die Lust der ganzen Erde?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Deine Feinde rei\u00dfen gegen dich den Mund auf, sie zischen und knirschen mit den Z\u00e4hnen und sprechen: Wir haben sie verschlungen. Ha! dies ist der Tag, den wir erhofft, wir haben ihn erreicht, erlebt!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Vollbracht hat der Herr, was er ersonnen, seinen Spruch ausgef\u00fchrt, den er verhei\u00dfen seit der Vorzeit Tagen, er hat schonungslos niedergerissen und frohlocken gemacht \u00fcber dich den Feind, er hat erh\u00f6ht das Horn deiner Widersacher.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es jammert ihr Herz zum Herrn. Mauer der Volkschaft Zijons, lasse wie B\u00e4che Tr\u00e4nen str\u00f6men Tag und Nacht, g\u00f6nne dir keine Rast, keine Ruhe deinem Auge.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Stehe auf, wehklage in der Nacht, beim Beginn der Wachen. Sch\u00fctte wie Wasser dein Herz aus vor dem Herrn. Hebe empor zu ihm deine H\u00e4nde wegen des Lebens deiner Kinder, die vor Hunger verschmachten an allen Stra\u00dfenecken.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Sieh, Herr, und schaue, wem hast du solches angetan? Weiber verzehren ihre Leibesfrucht, Kindlein zarter Pflege: ermordet werden im Heiligtum des Herrn Priester und Prophet!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Knaben und Greise liegen zur Erde in den Stra\u00dfen, meine Jungfrauen und meine J\u00fcnglinge sind durch das Schwert gefallen. Du hast am Tage deines Zornes niedermetzeln und schonungslos sie abschlachten lassen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Du ludest wie zu einem Festtag meine Umwohner rings um mich, und es gab am Tage des Zornes des Herrn keinen Fl\u00fcchtling und keinen Entronnenen. Was ich gepflegt und gro\u00dfgezogen \u2014 mein Feind hat es vernichtet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">3. Kapitel.<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ich bin der Mann, der das Elend geschaut mit seiner furchtbaren Gei\u00dfel.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Mich trieb er und lie\u00df mich wandern durch Finsternis \u2014 nirgends ein Lichtschein.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nur gegen mich wendet er seine Hand wieder und wieder, immerw\u00e4hrend.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er zerfetzte mir Fleisch und Haut und zerbrach meine Gebeine.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er umschloss und umringte mich mit Gift und Leid.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> In der Finsternis lie\u00df er mich sitzen gleich den Toten.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er hat mich eingez\u00e4unt, ich kann nicht hinaus, schwer machte er meine Fessel.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Auch wenn ich wehklage und schreie, \u2014 mein Gebet wird nicht erh\u00f6rt!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er vermauert meine Wege mit Werkst\u00fccken, meine Pfade macht er krumm.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wie ein lauernder B\u00e4r ist er mir, ein Leu im Versteck<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Meine Wege lenkte er ab und zermalmte mich, er machte mich zum Entsetzen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er spannt seinen Bogen und stellt mich hin wie das Ziel f\u00fcr den Pfeil.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er brachte in meine Nieren seines K\u00f6chers Pfeile.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich bin zum Gel\u00e4chter geworden meinem ganzen Volke, ihr Spottlied alle Tage.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er s\u00e4ttigte mich mit bitterem Kraute und f\u00fcllte mich an mit Wermut.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er lie\u00df an Kies meine Z\u00e4hne brechen, er bedeckte mich mit Asche.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Mein Gem\u00fct kennt keine Ruhe mehr; ich verga\u00df des Gl\u00fccks.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich dachte bereits: Hin ist meine Hoffnung und meine Zuversicht von dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die Erinnerung meines Elends und meiner Qual ist wie Wermut und Gift.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Dessen gedenke ich und mein Gem\u00fct wird niedergebeugt.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber das erwidere ich meinem Herzen, darum hoffe ich:<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die Liebe des Herrn hat noch nicht aufgeh\u00f6rt, noch nicht zu Ende ist sein Erbarmen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Neu an jeglichem Morgen, gro\u00df ist deine Treue!<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Mein Teil ist der Herr, dacht ich bei mir \u2014 darum hoffe ich auf ihn.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> G\u00fctig ist der Herr gegen die ihm Vertrauenden, gegen alle, die ihn suchen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> G\u00fctig gegen den, der harrt im Stillen der Hilfe des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> G\u00fctig dem Manne, wenn er das Joch in seiner Jugend [geduldig] tr\u00e4gt;<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Der einsam sitzt und schweigt, weil er es ihm auferlegt;<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Der seinen Mund in den Staub legt [und nicht murrt], vielleicht ist noch Hoffnung;<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Der seinem Schl\u00e4ger die Wange bietet, die Schmach reichlich ertr\u00e4gt.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Denn nicht auf ewig verwirft der Herr.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Wenn er betr\u00fcbt hat, so erbarmt er sich unser mit seiner reichen Huld.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Denn niemals qu\u00e4lt er gerne und betr\u00fcbt die Menschenkinder.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Dass er zermalme unter seinen F\u00fc\u00dfen all die Gefesselten der Erde;<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Dass er beuge das Recht des Mannes \u2014 das will der Herr nicht.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Dass er kr\u00e4nke den Menschen in seinem Streit, der Herr bestimmt solches nicht.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Wer ist, der spr\u00e4che und es gesch\u00e4he, wenn der Herr nicht geboten?<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Der Herr verh\u00e4ngt weder B\u00f6ses noch Gutes, [sondern die Menschen verdienen es durch ihre Taten].<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Was beklagt sich der lebende Mensch, der Mann beklage seine S\u00fcnde!<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Durchforschen wir unsern Wandel und ergr\u00fcnden ihn, und lasset uns zur\u00fcckkehren zum Herrn!<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Erheben wir unser Herz mitsamt den H\u00e4nden zu Gott im Himmel.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Wir waren abgefallen und widerspenstig, willst du uns nicht verzeihen?<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Du hast dich verh\u00fcllt im Zorn und uns verfolgt, uns gew\u00fcrgt schonungslos.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Du hast dich verh\u00fcllt mit einer Wolke, dass kein Gebet zu dir hindurchdrang.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Zum Wegwurf und Scheusal machst du uns inmitten der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Alle unsere Feinde rei\u00dfen gegen uns ihren Mund auf.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Angst und Falle ist \u00fcber uns gekommen, Verw\u00fcstung und Vernichtung.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Wasserb\u00e4che str\u00f6mt mein Auge um den Untergang meiner Nation.<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Mein Auge rinnt und ruht nicht, da es keine Linderung gibt.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Bis der Herr vom Himmel herabschauen und [unser Ungl\u00fcck] sehen wird.<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Mein Auge schmerzt mich [vom Weinen] von all den T\u00f6chtern meiner Stadt.<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Meine Feinde jagten mich wie einen Vogel, ohne Ursache [zur Feindschaft].<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Sie verk\u00fcmmerten mein Leben in der Grube und warfen Steine auf mich.<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Wasser str\u00f6mte \u00fcber mein Haupt, ich dachte bereits, ich sei vernichtet.<br><sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Deinen Namen, Herr, rief ich aus der Tiefe der Unterwelt.<br><sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Erh\u00f6re meine Stimme, wende nicht ab dein Ohr meinem Flehen um Linderung.<br><sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Nahe bist du mir am Tage, da ich rufe, du sprichst: F\u00fcrchte nicht!<br><sup class=\"Vers\">58.<\/sup> Du f\u00fchrst, Herr, meinen Streit, erl\u00f6sest mein Leben.<br><sup class=\"Vers\">59.<\/sup> Du siehst, Herr, meine Unbill; o schaffe mir Recht!<br><sup class=\"Vers\">60.<\/sup> Du kennst alle ihre Rachegedanken, ihre Entw\u00fcrfe gegen mich;<br><sup class=\"Vers\">61.<\/sup> Du h\u00f6rst, Herr ihre L\u00e4sterung, ihre [b\u00f6sen] Anschl\u00e4ge gegen mich!<br><sup class=\"Vers\">62.<\/sup> Meiner Widersacher Reden und Trachten wider mich alle Tage.<br><sup class=\"Vers\">63.<\/sup> Bei ihrem Sitzen und bei ihrem Stehen \u2014 o schau dies \u2014 bin ich ihr Spottlied.<br><sup class=\"Vers\">64.<\/sup> Vergilt ihnen den Lohn, Herr, nach ihrer H\u00e4nde Wert.<br><sup class=\"Vers\">65.<\/sup> Vergilt ihnen nach ihrem verstockten Herzen. \u2014 Deinen Fluch auf sie!<br><sup class=\"Vers\">66.<\/sup> Verfolge sie im Grimme und tilge sie hinweg unter dem Himmel des Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">4. Kapitel.<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Wie ist verdunkelt das Gold, verwandelt das Kleinod! Wie sind versch\u00fcttet die heiligen Steine in allen Stra\u00dfenecken!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Kinder Zijons die k\u00f6stlichen, die mit gediegenem Golde Aufgewogenen, wie sind sie gleich den irdenen Scherben, das Werk von T\u00f6pfers Hand.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Selbst die Schakalweibchen reichen die Brust dar, s\u00e4ugen ihre Jungen \u2014 meines Volkes Tochter ist zur Grausamen geworden, wie die Strau\u00dfe in der W\u00fcste.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Zunge des S\u00e4uglings klebt an seinem Gaumen vor Durst, Kindlein fordern Brot, niemand bricht es ihnen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die einst leckere Kost genossen, vergehen jetzt auf den Stra\u00dfen, die auf Purpur Getragenen umfassen jetzt Kothaufen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Gr\u00f6\u00dfer ist die Strafe meines Volkes als der Fall Sodoms, der im Nu Zerst\u00f6rten, an die keine Hand gelegt [die nicht so gequ\u00e4lt] wurde.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wei\u00dfer waren ihre F\u00fcrsten als Schnee, klarer als Milch, roter ihr Angesicht als Korallen, wie Saphir ihre Gestalt. \u2014<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Verd\u00fcstert von Schwarz ist jetzt ihr Aussehen, sie sind nicht zu erkennen in den Stra\u00dfen; verschrumpft ist ihre Haut auf ihren Gebeinen, trocken sind sie wie Holz.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gl\u00fccklicher sind die unter dem Schwerte Gefallenen als die Verhungerten, jene, die durchstochen verbluten auf dem fruchtbaren Gefilde.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die H\u00e4nde liebevoller Frauen kochten ihre Kinder; sie dienten ihnen zur Speise im Ungl\u00fcck meines Volkes.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ausgelassen hat der Herr seinen Grimm, ergossen seine Zornesglut; er z\u00fcndete ein Feuer in Zijon, das seine Grundpfeiler fra\u00df.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es glaubten nicht die K\u00f6nige der Erde, alle Bewohner der Welt, dass der Dr\u00e4nger und Feind dringen werde in die Tore Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> [Aber dies geschah doch] ob der S\u00fcnden ihrer Propheten, der Schuld ihrer Priester, wegen derer, die in ihrer Mitte Blut der Gerechten vergossen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Sie irren blind umher in den Stra\u00dfen und sind mit Blut besudelt, dass niemand ihre Gew\u00e4nder ber\u00fchren mag.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Fort! unrein! ruft man jenen zu, fort! fort! ber\u00fchret nichts! die zerstreut sind und herumirren; unter den V\u00f6lkern spricht man: Die werden nimmer Wohnung Ruhe finden!<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Des Herrn Zornblick hat sie zerstreut; er wird nicht mehr auf sie schauen. Der Priester Ansehen haben sie nicht geachtet, Greise nicht geschont.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Noch schmachtete unser Auge, [ausschauend] nach unserm nichtigen Beistande; als wir Hoffnung hegten, hofften wir auf ein Volk, das nicht hilft.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie stellen uns nach, dass wir nicht gehen k\u00f6nnen in unseren Stra\u00dfen, genaht ist unser Ende, voll sind unsere Tage; ach, gekommen ist unser Ende.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Schneller waren unsere Verfolger als die Adler des Himmels; auf den Bergen jagten sie uns, in den W\u00fcsten lauerten sie uns auf.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Unseres Lebens Odem, der Gesalbte des Herrn, ist gefangen in ihren<br>Schlingen, von dem wir hofften, in seinem Schutz w\u00fcrden wir leben unter den V\u00f6lkern.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Juble und frohlocke, idum\u00e4ische Nation, Bewohnerin des Landes Uz, aber auch an dich wird der Kelch kommen, du wirst dich berauschen und entleeren.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Getilgt ist deine Schuld, Volk Zijon, er wird dich ferner nicht in die Verbannung schicken. Er ahndet deine Schuld, idum\u00e4ische Nation, und deckt deine S\u00fcnden auf!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">5. Kapitel.<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gedenke, Herr, was uns geschehen, schaue und sieh unsere Schmach.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Unser Erbe ist \u00fcbergegangen an Fremde, unsere H\u00e4user an Barbaren.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Waisen sind wir, vaterlos, unsere M\u00fctter sind Witwen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Unser Wasser m\u00fcssen wir um Geld kaufen, unser Holz erlangen wir f\u00fcr Kaufpreis.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Dicht an unserm Nacken werden wir verfolgt, wir sind m\u00fcde, und keine Rast wird uns.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> \u00c4gypten reichten wir die Hand und Assyrien, um uns an Brot zu s\u00e4ttigen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Unsere V\u00e4ter haben ges\u00fcndigt und sind nicht mehr, wir aber m\u00fcssen leiden um ihre Schuld.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sklaven herrschen \u00fcber uns, niemand erl\u00f6st uns aus ihrer Hand.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Mit Lebensgefahr gewinnen wir unser Brot vor dem Schwert in der W\u00fcste.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Unsere Haut brennt wie im Ofen vor der Glut des Hungers.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Weiber in Zijon bezwangen sie, Jungfrauen in den St\u00e4dten Judas.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> F\u00fcrsten wurden geh\u00e4ngt durch ihre Hand, der Greise Ansehen wurde nicht geachtet.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> J\u00fcnglinge trugen den M\u00fchlstein, und Knaben wankten unter dem Holz.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die \u00c4ltesten sind aus den Toren verscheucht, J\u00fcnglinge von ihren Liedern.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es hat aufgeh\u00f6rt die Freude unseres Herzens, verwandelt in Trauer ist unser Reigen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Weh uns! Denn wir haben ges\u00fcndigt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Deshalb ist unser Haupt krank, darum unsere Augen umd\u00fcstert:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ob dem Zijonsberg, der ver\u00f6det ist, Schakale ergehen sich auf ihm.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Du aber, Herr, bleibst ewiglich, dein Tron in alle Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Warum willst du uns f\u00fcr immer vergessen, uns verlassen auf lange Zeit?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> F\u00fchr uns zur\u00fcck, Herr, zu dir, und wir wollen zur\u00fcckkehren; verj\u00fcnge unsere Tage wie vormals.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Denn sollst du uns g\u00e4nzlich verschm\u00e4ht haben, uns z\u00fcrnen gar zu sehr?<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld Die Klagelieder Jeremias, Ejchah \u2014 Der Name des Verfassers wird im Buche nicht erw\u00e4hnt, aber die \u00dcberlieferung belehrt uns, dass der Prophet Jeremia diese Klagelieder schrieb. Die ersten vier Kapitel sind alphabetisch; im dritten Kapitel sind drei Verse f\u00fcr jeden Buchstaben; das f\u00fcnfte Kapitel ist nicht alphabetisch. Die Ursache der Klagen ist die Katastrophe des K\u00f6nigreichs Jehuda durch die Siege Nebukadnezars, des K\u00f6nigs von Babylon, wenn auch weder Nebukadnezar noch Babylon im Buche erw\u00e4hnt sind. Kapitel1 2 3 4 5 1. Kapitel. 1. Wie einsam sitzt die einst so volkreiche Stadt; einer Witwe gleich geworden ist die Herrin \u00fcber V\u00f6lker! Ehemals F\u00fcrstin \u00fcber L\u00e4nder, ist sie jetzt zinsbar geworden.2. Sie weint in der Nacht, ihre Tr\u00e4nen rinnen auf ihre Wangen, niemand tr\u00f6stet sie von all ihren Freunden, all ihre Vertrauten sind ihr treulos geworden, sie wurden ihre Feinde.3. Jud\u00e4a ist in Gefangenschaft gewandert vor Druck und schwerem Fron; sie weilte unter V\u00f6lkern, findet aber da keine Ruhe. Alle ihre Verfolger erreichten sie zwischen den Marken.4. Die &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4572","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4572"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5762,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4572\/revisions\/5762"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}