{"id":4613,"date":"2019-06-07T15:18:25","date_gmt":"2019-06-07T13:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4613"},"modified":"2025-05-20T20:49:31","modified_gmt":"2025-05-20T18:49:31","slug":"kohelet-prediger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/kohelet-prediger\/","title":{"rendered":"Kohelet \u2013 Prediger"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Kohelet (Prediger) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Prediger, Kohelet. \u2014 Dieses Buch enth\u00e4lt Betrachtungen \u00fcber die Eitelkeit menschlicher Arbeiten und Pl\u00e4ne; was auch immer der Mensch als die Quelle seines Gl\u00fcckes und Segens erstrebt, erweist sich am Ende als nutzlos und tr\u00fcgerisch. So wei\u00df der Mensch, sich selbst \u00fcberlassen, den rechten Weg zum Gl\u00fccke nicht zu finden. Der Verfasser schlie\u00dft deshalb seine Betrachtungen mit der Ermahnung: \u00bbDer Inhalt der Rede als Ganzes verstanden: Gott f\u00fcrchte und seine Gebote wahre, denn dies ist der ganze Mensch. Denn jegliche Tat wird Gott bringen vor das Gericht \u00fcber alles Verborgene, Gutes wie B\u00f6ses.\u00ab (12,13\u201314).<\/p>\n\n\n\n<p>Der in der \u00dcberschrift erw\u00e4hnte <em>Kohelet<\/em> ist K\u00f6nig Schlomoh (Salomo). Die philosophischen Betrachtungen sind h\u00e4ufig mit sprichwortartigen Lehren und Grunds\u00e4tzen verwoben.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Kapitel<\/strong><\/em><br><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel1\"><\/a>Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Worte des Kohelet, Sohnes Davids und K\u00f6nigs in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Eitelkeit der Eitelkeiten! sprach Kohelet, Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Was ist des Menschen Vorzug bei all seiner M\u00fche, womit er sich abm\u00fcht unter der Sonne?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ein Geschlecht geht und ein Geschlecht kommt, aber die Erde bleibt ewiglich.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die Sonne geht auf und geht unter; nach ihrer St\u00e4tte sehnt sie sich, von wo sie wieder aufgeht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ebenso geht der Wind nach S\u00fcden und kreist nach Norden, im Kreise herum, und zu seinen Kreisen kehrt der Wind zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> All die Fl\u00fcsse gehen ins Meer und doch wird das Meer nicht voll, denn an den Ort, wohin die Fl\u00fcsse gehen, dorthin kommen sie immer wieder.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> All die treibenden Dinge vermag kein Mensch auszusprechen, das Auge wird nicht satt vom Sehen und das Ohr nicht voll vom H\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Was bisher gewesen ist, das wird immer sein, und was geschehen ist, das wird immer geschehen; nichts Neues gibt es unter der Sonne. \u2014<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wohl gibt es manches, von dem man spricht: Sieh, das ist neu! \u2014 doch es war l\u00e4ngst in den Zeiten, die vor uns gewesen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die fr\u00fcheren Geschehnisse hat man nicht in der Erinnerung behalten; dasselbe wird auch mit den sp\u00e4teren Dingen sein, deren man in einer noch sp\u00e4teren Zeit nicht mehr gedenken wird.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich, Kohelet, war K\u00f6nig \u00fcber Israel in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich richtete meinen Sinn in Weisheit darauf, nach allem zu forschen und zu sp\u00fcren, was unter dem Himmel geschieht; ein leidiger Drang ist dies, den Gott den Menschenkindern gegeben, sie damit zu qu\u00e4len.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich betrachtete alles Geschehene, was unter der Sonne geschieht, da war alles eitel, ein Haschen nach Wind.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es ist dies ein Fehler, der nicht gut zu machen ist, ein Mangel, der nicht ersetzt werden kann.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich dachte mir nun also: Ich habe gr\u00f6\u00dfere und mehr Weisheit erlangt als alle, die vor mit waren \u00fcber Jerusalem, und mein Herz hat geschaut viel Weisheit und Einsicht.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Denn ich richtete meinen Sinn darauf, Weisheit zu erkennen, und auch Weisheit und Unverstand, ich erkannte, dass auch das ein eitles Tun war.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Denn bei viel Weisheit ist viel Gram, und wer Kenntnis mehrt, vermehrt sein Weh.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel1\"><\/a><a id=\"Kapitel2\"><\/a>Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da entschloss ich mich, es mit der Freude und mit dem Genuss des Guten zu versuchen; aber auch das war Eitelkeit.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Zu dem Spiel sprach ich: Tollheit! und zu der Freude: Was schafft die?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich beschloss also durch Wein meinen Leib zu laben, mich mit der Weisheit zu besch\u00e4ftigen und die Weisheit festzuhalten, bis ich sehe, was wohl besser ist den Menschenkindern, das sie tun k\u00f6nnten unter dem Himmel die gez\u00e4hlten Tage ihres Lebens.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich machte gro\u00dfe Werke; ich baute mir H\u00e4user, pflanzte mir Weinberge:<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich machte mir auch G\u00e4rten und Lustgehege und pflanzte darin allerlei Fruchtb\u00e4ume.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich machte mir Wasserteiche, daraus einen Park zu bew\u00e4ssern in dem alle B\u00e4ume wuchsen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich kaufte Knechte und M\u00e4gde und Hausgeborene hatte ich, auch Herden von Rindern und Schafen hatte ich mehr als alle, die vor mir waren in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich sammelte mir auch Silber und Gold, Sch\u00e4tze der K\u00f6nige und L\u00e4nder; ich schaffte mir S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen an und die Wollust der Menschenkinder: Sklavinnen in Menge.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich war also reicher und m\u00e4chtiger als alle, die vor mir in Jerusalem waren; \u00fcberdies verblieb mir meine Weisheit.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Nichts, was mein Auge verlangte, entzog ich ihnen, ich versagte meinem Herzen keine Freude; mein Herz erfreute sich all meiner M\u00fchen, denn eben das war mein Anteil an all meiner M\u00fche.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Aber ich wandte mich zu all meinem Tun, das meine H\u00e4nde gemacht, und zu dem M\u00fchevollen, womit ich mich gem\u00fcht, da war alles Eitelkeit und ein Haschen nach dem Wind, und kein Gewinn unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und ich wandte mich zu beschauen Weisheit und Weisheit und Unverstand \u2014 denn welcher Mensch vermag es dem Herrscher nachzutun?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sah ich wohl, dass die Weisheit einen Vorzug hat vor der Weisheit, wie das Licht einen Vorzug hat vor der Finsternis.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Denn der Weise hat seine Augen im Kopfe, und der Narr wandelt im Finstern. Und doch erkannte ich, dass ein Geschick sie alle trifft.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da dachte ich in meinem Sinn. Das Geschick des Narren wird auch mich ereilen, wozu bin ich denn weiser gewesen? Da erkannte ich in meinem Herzen, dass auch das Eitelkeit sei.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Denn weder an den Weisen noch an den Narren denkt man ewig, da das vorl\u00e4ngst Gewesene in den kommenden Tagen ganz vergessen ist; wie stirbt doch der Weise mit dem Narren!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Ich hasste daher das Leben, denn mir missfiel das, was unter der Sonne geschieht, da alles Eitelkeit und Haschen nach Wind ist.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich verwarf auch all mein M\u00fchen, womit ich mich gem\u00fcht unter der Sonne, da ich es doch einem Menschen werde lassen m\u00fcssen, der nach mir sein wird. \u2014<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und wer wei\u00df, ob es ein Weiser sein wird oder ein Narr, der schalten wird \u00fcber all meine M\u00fche, was ich m\u00fchsam und weise errungen unter der Sonne! Auch das ist Eitelkeit.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da lenkte ich um in meinem Herzen, zu verzweifeln um alles M\u00fchen, womit ich mich gem\u00fcht unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Denn mancher m\u00fcht sich mit Klugheit und Einsicht und T\u00fcchtigkeit, und einem Menschen, der sich gar nicht darum gem\u00fcht, gibt er [die Fr\u00fcchte seiner Arbeit] zu Teil; auch das ist Eitelkeit und ein gro\u00dfes \u00dcbel.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Denn was hat nun der Mensch f\u00fcr all seine M\u00fchen und das Dichten seines Herzens, womit er sich abm\u00fcht unter der Sonne?<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Dass all seine Tage Leiden waren und Gram sein Treiben, dass er auch in der Nacht keine Ruhe sich gab? Auch das ist also Eitelkeit.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Von dem Menschen h\u00e4ngt es nicht einmal ab, ob er esse und trinke und seine Seele Gutes genie\u00dfen lasse von seiner M\u00fche. Auch das sehe ich, dass es aus der Hand Gottes kommt; \u2014<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Denn wer k\u00f6nnte [sonst] essen und wer genie\u00dfen, wenn nicht ich? \u2014<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Gewiss, Gott hat dem Menschen, der ihm wohlgef\u00e4llt, Klugheit, Einsicht und Frohsinn gegeben, und dem S\u00fcnder hat er gegeben den Drang zum Sammeln und Einscharren, um es dem Gottgef\u00e4lligen zu geben. Auch das ist also Eitelkeit und Haschen nach Wind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel2\"><\/a><a id=\"Kapitel3\"><\/a>Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Alles hat seine Zeit; seine Zeit hat jedes Ding unter dem Himmel.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Es ist eine bestimmte Zeit f\u00fcr das Geb\u00e4ren und f\u00fcr das Sterben; eine Zeit f\u00fcr das Pflanzen und f\u00fcr das Ausrei\u00dfen des Gepflanzten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Eine Zeit f\u00fcr das Erschlagen und f\u00fcr das Heilen, eine Zeit f\u00fcr das Einrei\u00dfen und f\u00fcr das Aufbauen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit zum Klagen und eine Zeit zum Tanzen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Eine Zeit um Steine wegzuwerfen und eine um Steine aufzulesen; eine Zeit Prediger, 3 zum Umarmen und eine Zeit sich von Umarmungen fern zu halten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Eine Zeit zum Aufsuchen und eine Zeit zum Verlorengeben; eine Zeit zum Aufbewahren und eine Zeit zum Wegwerfen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Eine Zeit zum Zerrei\u00dfen und eine zum Heften; eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit Krieg zu f\u00fchren und eine Zeit des Friedens.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Welchen Vorzug hat nun der Gesch\u00e4ftige in dem, worin er sich m\u00fchet?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich sah also, dass Gott den Menschenkindern den Drang sich abzum\u00fchen gegeben um sie damit zu qu\u00e4len.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Alles hat er gut gemacht f\u00fcr seine Zeit, gleichwohl hat er die Ewigkeit ihnen in den Sinn gelegt, ohne dass der Mensch an dem Werk, das Gott gemacht, Anfang noch Ende findet.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich habe erkannt, dass es dabei nichts Besseres gibt, als sich zu freuen und Gutes zu erlangen w\u00e4hrend seines Lebens<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber auch, dass [der Mensch] esse und trinke und Gutes genie\u00dfe von seiner M\u00fche, dass alles eine Gabe Gottes sei.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich habe erkannt, dass alles, was Gott macht, ewig bleiben wird, hinzu ist nichts zu tun und davon ist nichts zu nehmen; Gott aber hat es so gemacht, dass man sich f\u00fcrchte vor ihm, [indem man in allem an sein Walten glaubt].<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Was war, das war l\u00e4ngst gewesen, und was noch sein soll, war l\u00e4ngst gewesen; so wollte Gott die ewige Ordnung.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und ferner sah ich unter der Sonne, an der St\u00e4tte des Rechts das Unrecht, und an der St\u00e4tte der Gerechtigkeit die Ungerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da dachte ich bei mir, den Gerechten und den Ungerechten wird Gott richten; denn jegliches Ding und auch jegliche Tat hat seine Zeit.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich dachte nach in meinem Herzen wegen der Reden der Menschen, dass Gott sie auserw\u00e4hlt, um einzusehen, dass sie sind, was das Vieh ist.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Denn das Geschick der Menschen ist wie das Geschick des Viehes ein Geschick trifft sie alle; wie das stirbt, so stirbt jener; und einen Geist haben sie alle, der Mensch hat keinen Vorzug vor dem Vieh, denn alles ist eitel.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Alles geht nach einem Orte, alles ist geworden aus dem Staube, und alles kehrt zur\u00fcck in den Staub.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wer wei\u00df, ob der Geist der Menschen in die H\u00f6he steigt und der Geist des Viehes in die Tiefe, zur Erde?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So erkannte ich, dass nichts besser ist, als dass der Mensch froh sei seiner Werke, denn das ist sein Anteil; denn wer will ihn hinf\u00fchren, dass er ansehe, was nach ihm sein wird?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel3\"><\/a><a id=\"Kapitel4\"><\/a>Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Auch sah ich dagegen alle Gewalttaten, die ver\u00fcbt werden unter der Sonne, und die Tr\u00e4nen der Unterdr\u00fcckten, ach, denen niemand beisteht: niemand steht ihnen bei gegen die gewaltigen Unterdr\u00fccker.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da pries ich gl\u00fccklicher die Toten, dass sie l\u00e4ngst gestorben, als die Lebenden, dass sie noch leben.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und gl\u00fccklicher als beide, wer noch gar nicht geworden, dass er nicht gesehen das b\u00f6se Treiben unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich erkannte alles M\u00fchen und alle Werkt\u00e4tigkeit, es ist nur die Eifersucht des einen gegen den andern. Auch das ist Eitelkeit und Haschen nach Wind.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Narr verschr\u00e4nkt seine H\u00e4nde und isst auch sein Fleisch.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide F\u00e4uste voll mit M\u00fche und Haschen nach Wind. \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dann sah ich wieder eine Eitelkeit unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da ist ein Einzelner und hat niemanden; er hat weder Sohn noch Bruder, und doch ist seines M\u00fchens kein Ende, auch sein Auge bekommt den Reichtum nicht satt. [Er fragt sich nicht:] F\u00fcr wen m\u00fche ich mich und lasse es mir an Wohlleben fehlen? Auch das ist Eitelkeit und ein leidiges Ding.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Besser ist zu zweien sein als allein, weil ihnen ein guter Lohn wird f\u00fcr ihre M\u00fche.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Denn wenn sie fallen, kann der eine seinen Genossen aufheben; aber weh. dem Einzelnen, wenn er f\u00e4llt und niemand ist da, ihn aufzuheben.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch, wenn zwei beisammen schlafen ist ihnen warm, aber wie soll dem Einzelnen warm werden?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Den einzelnen kann jemand \u00fcberw\u00e4ltigen \u2014 aber zwei werden vor ihm bestehen, und der dreifache Faden wird erst recht nicht so schnell zerrei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Besser ein armer aber weiser J\u00fcngling, als ein alter t\u00f6richter K\u00f6nig, der nicht belehrt werden kann.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Wie [jener] aus dem Kerker zur Regierung gelangen kann, so ist dieser auch mit seiner K\u00f6nigsw\u00fcrde ein arm Geborener.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich sah all die Lebenden, die wandeln unter der Sonne, zur Seite des zweiten Kindes [des folgenden Geschlechts], das an seiner Statt auftreten wird.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Endlos ist die Menge, die vor ihnen war, aber auch die sp\u00e4teren werden keine Freude an diesem haben; denn auch das ist Eitelkeit und Haschen nach Wind.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Wahre deinen Gang, wenn du gehst in das Haus Gottes, da wo er nahe ist auf dich zu h\u00f6ren mehr als ob der Opfergabe des Narren: \u2014 wenn sie wollen nicht erkennen, um B\u00f6ses zu tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel4\"><\/a><a id=\"Kapitel5\"><\/a>Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Sei nicht mit dem Munde voreilig und mit dem Sinn un\u00fcberlegt, auszusto\u00dfen ein Wort vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du bist auf Erden, darum seien deiner Worte wenig.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Denn der Traum zeigt sich in vieler Gesch\u00e4ftigkeit, und die Stimme der Narr in vielen Worten. \u2014<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wenn du Gott ein Gel\u00fcbde abgibst, z\u00f6gere nicht, es zu erf\u00fcllen, denn er hat keine Lust an solchen Narren; was du gelobest, erf\u00fclle!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Besser, dass du nicht gelobest, als dass du gelobest, und es nicht haltest.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Gestatte nicht deinem Munde, deinen Leib in Strafe zu bringen, und sprich nicht vor dem Boten, [der das Gel\u00fcbde einfordert], dass es ein Versehen war. Warum soll Gott z\u00fcrnen \u00fcber deine Stimme und zerst\u00f6ren das Werk deiner H\u00e4nde?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn Tr\u00e4ume zumeist sind es, Geschw\u00e4tz und viele Worte; f\u00fcrchte aber Gott.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wenn du Druck des Armen und Vorenthalten des Rechtes und der Gerechtigkeit in einem Lande siehst, sei dar\u00fcber nicht best\u00fcrzt, denn ein Hoher \u00fcber den Hohen wacht, und \u00fcber ihnen die h\u00f6chste Gewalt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Vorzug des Landbaus ist in Allem; ein K\u00f6nig \u00fcber ein Ackerfeld wird auch bedient.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wer das Gold liebt, bekommt das Gold nicht satt, und wer Reichtum liebt, erh\u00e4lt nicht den Ertrag; auch das ist eitel.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ist des Guten viel, sind auch der Esser viel, und welchen Nutzen hat der Besitzer dabei? Nur dass es seine Augen sehen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> S\u00fc\u00df ist der Schlaf des Arbeiters, er esse wenig oder viel; doch der \u00dcberfluss des Reichen l\u00e4sst ihn nicht schlafen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es gibt ein arges \u00dcbel, ich sah es unter der Sonne: Reichtum, seinem Besitzer zum Unheil bestimmt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Dieser Reichtum geht ihm verloren durch ungl\u00fcckliches Treiben, und er hat einen Sohn gezeugt und hat nicht das Geringste in seiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> So wie er hervorging aus seiner Mutter Scho\u00df, kehrt er nackt wieder zur\u00fcck, so wie er gekommen; auch nicht das Geringste tr\u00e4gt er davon von seiner M\u00fche, das er mit sich f\u00fchrte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das ist gewiss ein arges \u00dcbel, dass er ganz, wie er gekommen, weggehen muss, denn welchen Vorzug gew\u00e4hrt es, dass er in den Wind gearbeitet?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Doch nur, dass er all seine Lebenstage im Finstern gesessen und sich viel geh\u00e4rmt, und dass er krank war und Verdruss hatte.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Was ich als ein Gl\u00fcck befunden, das anst\u00e4ndig ist: Essen und Trinken und Gutes genie\u00dfen von all der M\u00fche, die man erm\u00fcht unter der Sonne, die gez\u00e4hlten Lebenstage, die Gott einem gegeben, denn das ist sein Teil.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dass jeder Mensch, welchem Gott Reichtum und G\u00fcter gegeben und ihm die Macht verliehen, davon zu genie\u00dfen und seinen Teil hinzunehmen und froh zu werden seiner M\u00fche, das ist eine Gabe Gottes.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dass nicht viel sind seiner Lebenstage, bedenke er; dass Gott oft darnieder dr\u00fcckt die Freude seines Herzens.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel5\"><\/a><a id=\"Kapitel6\"><\/a>Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es gibt ein \u00dcbel, das ich gesehen unter der Sonne, es kommt h\u00e4ufig vor unter den Menschen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Manchem gibt Gott Reichtum, G\u00fcter und Ehre, nichts fehlt ihm von allem, was er sich w\u00fcnscht; aber Gott hat ihm nicht die Macht verliehen, davon zu genie\u00dfen, sondern ein fremder Mensch wird es dereinst genie\u00dfen; das ist Eitelkeit und ein b\u00f6ses \u00dcbel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wenn ein solcher hundert Kinder zeugte und viele Jahre lebte und so viel seiner Lebenstage gewesen, sich aber nicht ges\u00e4ttigt hat am Guten und selbst eine Grabst\u00e4tte ihm nicht geworden, so sage ich: Gl\u00fccklicher als er ist die Fehlgeburt.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn ein Nichts ist sie geworden und sie geht hin in Finsternis, und mit Finsternis wird ihr Name bedeckt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Auch hat sie die Sonne nicht erblickt und nicht empfunden; ihr ist gewiss wohler als jenen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wenn er auch zweitausend Jahre gelebt und h\u00e4tte kein Gutes genossen \u2014 geht nicht alles an einen Ort? \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Alles M\u00fchen des Menschen ist f\u00fcr seinen Mund, gleichwohl wird die Gier nicht gestillt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Denn was hat der Kluge voraus vor dem Narren? Dasselbe, das der Arme hat, der die Lebensgen\u00fcsse zu w\u00fcrdigen versteht; [erreichen kann er doch nichts].<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Besser was die Augen sehen, als wonach die Seele verlangt; denn auch das ist Eitelkeit und Haschen nach Wind.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Was gewesen ist und dessen Name l\u00e4ngst genannt und wohlbekannt ist: dass er nur ein Mensch ist, darum kann er nicht rechten mit dem, der gewaltiger ist als er [mit seinem Schicksal].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Denn es gibt viele Dinge, die Eitelkeit mehren; was bringen sie dem Menschen ein?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wer wei\u00df, was dem Menschen gut ist im Leben, die gez\u00e4hlten Tage seines eitlen Lebens, dass er sie hinbringe wie der Schatten? Denn wer will dem Menschen sagen, was nach ihm sein wird unter der Sonne?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel6\"><\/a><a id=\"Kapitel7\"><\/a>Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Besser ein guter Name als k\u00f6stliches \u00d6l; besser der Tag des Todes als der Tag seiner Geburt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Besser man geht in das Haus der Trauer, als in das Haus des Mahls, indem jenes das Ende aller Menschen ist; der Lebende mag sich das zu Herzen nehmen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Besser Betr\u00fcbnis als Lachen; denn bei tr\u00fcbem Gesicht ist das Herz gut.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Das Herz des Weisen ist im Hause der Trauer, und das Herz des Narren im Hause der Freude.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Besser auf das Schelten des Weisen zu merken, als Narrenlieder anzuh\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn wie das Knistern der Nesseln unter dem Kessel, so ist das Lachen des Narren, auch das ist eitel.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber der Druck macht zuweilen den Weisen zum Narren, Bestechung bringt um den Verstand.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Das Ende einer Sache ist besser als ihr Anfang; besser der Langm\u00fctige als der Hochmutige.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sei nicht \u00fcbereilt in deinem Gem\u00fct zu z\u00fcrnen, denn Zorn befindet sich nur im Busen der Narren.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sprich nicht: Wie kommt es, dass die fr\u00fcheren Zeiten besser waren als unsere? Denn nicht aus Weisheit fragst du so.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Gut ist Weisheit bei Besitz, und ein Vorzug ist es den Sonneschauenden:<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dass man im Schatten der Weisheit und auch im Schatten des Geldes weilt; der Vorzug des Wissens ist, wenn die Weisheit ihren Mann n\u00e4hrt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Siehe das Werk Gottes an: Wer kann grade machen, was er gekr\u00fcmmt?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Am Tage des Gl\u00fcckes sei froh, und am Tage des Ungl\u00fccks bleibe ruhig, \u2014 denn dieses dicht an jenem hat Gott gemacht \u2014 weil der Mensch nach ihm nicht das Geringste ausfinden kann.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Alles habe ich gesehen in meinen nichtigen Tagen: Da war ein Gerechter, der zu Grunde ging in seiner Gerechtigkeit, und ein Frevler, der lange lebte in seiner Bosheit.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sei deshalb nicht zu gerecht und mache dich nicht zu weise, warum willst du zu Schanden werden?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Frevle aber auch nicht zu sehr und sei kein Narr; warum willst du sterben vor deiner Zeit?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es ist gut, dass du das eine ergreifst und auch vom andern nicht l\u00e4sst; denn der Gott f\u00fcrchtet, sucht alles zu erf\u00fcllen. \u2014<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die Weisheit gibt Schutz dem Weisen mehr als zehn Gewaltigen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Es ist kein Mensch gerecht auf Erden, der stets das Gute tut und nimmer fehlt! \u2014<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Horche nicht auf alle Worte, welche man redet, dass du nicht h\u00f6rest, wenn dein Knecht dir flucht.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Denn vielmals auch geschah es \u2014 du wei\u00dft es \u2014 dass auch du anderen fluchtest.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> All dieses habe ich erprobt mit der Weisheit; ich dachte weife zu fein, aber es war mir fern.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Fern blieb, was fern war, und tief, sehr tief, wer will es finden?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Ich wandte mich mit meinen Gedanken zu erkunden und zu ersp\u00e4hen und aufzusuchen weise Berechnung, aber nur um zu erfahren Frevel und Dunkel, Weisheit und Wahnsinn.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Auch fand ich bitterer als den Tod das Weib, welches eine Falle ist; ihr Herz sist Netze, ihre H\u00e4nde Bande; wer Gott gef\u00e4llig ist, entrinnt ihr, aber der S\u00fcnder wird gefangen in ihr. \u2014<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Siehe, das habe ich gefunden, sagte Kohelet, ein um den andern [das Durchschnittsma\u00df], um die Berechnung zu finden:<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Die meine Seele stets suchte, die fand ich nicht. Einen [trefflichen] Mann habe ich unter tausend gefunden, aber ein [treffliches] Weib habe ich unter all diesen nicht gefunden.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Au\u00dferdem habe ich das gefunden: Dass Gott die M\u00e4nner schlicht geschaffen, sie aber [die Weiber] sind r\u00e4nkevoll.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel7\"><\/a><a id=\"Kapitel8\"><\/a>Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Wer gleicht dem Weisen und wer wei\u00df [gleich ihm] die Erkl\u00e4rung aller Dinge? Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht, und der Trotz seines Angesichts wird gemildert. \u2014<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Meinen, des K\u00f6nigs Ausspruch, beobachte, und das wie einen Gottesschwur.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gehe nicht in Taumel von ihm, begib dich auch nicht in Gefahr, denn alles, was er will, tut er.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Weil des K\u00f6nigs Wort Macht hat; und wer m\u00f6chte ihm sagen: Was tust du?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wer das Gebot beobachtet, erf\u00e4hrt nichts B\u00f6ses, der Sinn des Weisen kennt Zeit und Schicklichkeit.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ja f\u00fcr jegliches Ding gibt es Zeit und Schicklichkeit, aber gro\u00df ist das Leid an dem Menschen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn wer nicht voraussieht, was sein wird der wei\u00df es nicht, auch wenn es eintrifft.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Kein Mensch ist Herr \u00fcber den Wind, den Wind zur\u00fcckzuhalten; es gilt keine Gewalt am Tage des Todes, es gilt keine Beute im Kriege, und das Unrecht rettet seinen Herrn nicht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Alles dies sah ich und richtete meinen Sinn auf jegliche Tat, die unter der Sonne geschah, zurzeit, da ein Mensch \u00fcber den andern zu seinem Ungl\u00fcck Macht hatte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Dann sah ich Frevler begraben und sie waren untergegangen; aber ebenso zogen von heiliger St\u00e4tte weg und wurden in derselben Stadt vergessen solche, die recht gehandelt hatten; auch das ist Eitelkeit.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Weil nicht rasch vollstreckt wird das Urteil der b\u00f6sen Tat, darum sinnt das Herz der Menschenkinder, B\u00f6ses zu tun.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Denn der S\u00fcnder tut hundert Mal B\u00f6ses und [Gott] ist langm\u00fctig gegen ihn [die Strafe bleibt aus]; dennoch wei\u00df ich, dass es gut sein wird f\u00fcr die Gottesf\u00fcrchtigen, dass sie sich vor ihm gef\u00fcrchtet haben.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber nicht gut wird es f\u00fcr den Frevler sein; er wird nicht lange leben, sondern wie ein Schatten sein, weil er sich nicht gef\u00fcrchtet hat vor Gott.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht: Es gibt Gerechte, denen widerf\u00e4hrt nach der Tat der Frevler, und Frevler, denen widerf\u00e4hrt nach der Tat der Gerechten; ich dachte, dass auch das Eitelkeit ist.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> So lobe ich mir die Freude, denn nichts ist besser f\u00fcr den Menschen unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und froh zu sein, und das m\u00f6ge ihn begleiten bei seiner M\u00fche die Tage seines Lebens, die Gott ihm gegeben unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als ich meinen Sinn darauf richtete, Weisheit zu erkennen und das Treiben, das auf der Erde geschieht, namentlich dessen zu sehen, der weder bei Tage noch bei Nacht Schlaf in seinen Augen sieht:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da sah ich an allem Werke Gottes, dass der Mensch nicht auszufinden vermag das Werk, das unter der Sonne geschieht; wie sehr sich auch der Mensch M\u00fche, zu suchen, er wird es nicht finden; und selbst der Weise, wenn er meinte, es zu erkennen, vermag doch nicht, es zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel8\"><\/a><a id=\"Kapitel9\"><\/a>Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Alles dies habe ich mir zu Herzen genommen, wobei mir klar wurde, dass die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in Gottes Hand sind, so auch Liebe wie Hass erkennt der Mensch nicht. Alles ist ihnen vorgezeichnet.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Alles, wie alles es werden soll. Ein Schicksal erreicht den Gerechten wie den Frevler, den Guten und Reinen wie den Unreinen, den, der opfert, wie den, der nicht opfert, den Guten wie den S\u00fcnder, den [falsch] Schw\u00f6renden wie den, der einen Schwur scheut.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Das ist das \u00c4rgste von allem, was unter der Sonne geschieht, dass ein Schicksal alle erreicht; daher ist auch das Herz der Menschenkinder voll des B\u00f6sen, und Weisheit ist in ihrem Herzen bei ihrem Leben, und nach ihm geht es bis in den Tod.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn wer noch verbunden ist mit dem Leben, hat Hoffnung, einem lebendigen Hunde ist wohler als einem toten L\u00f6wen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn die Lebenden wissen, dass sie dereinst sterben werden, aber die Toten wissen nicht das Geringste, und sie haben keinen Lohn mehr, denn vergessen ist ihr Andenken.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ihre Liebe wie ihr Hass und ihr Eifer ist l\u00e4ngst geschwunden; sie haben keinen Teil mehr an allem, was geschieht unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Geh, i\u00df in Freuden dein Brot und trinke mit frohem Herzen deinen Wein, denn l\u00e4ngst hat Gott dein Tun bestimmt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Zu jeder Zeit seien deine Kleider wei\u00df, und \u00d6l fehle nicht an deinem Haupte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Genie\u00dfe das Leben mit dem Weibe, das du liebst, alle Tage deines eitlen Lebens, die dir gegeben sind unter der Sonne, alle deine eitlen Tage; denn das ist dein Anteil am Leben und an deiner M\u00fche, womit du dich m\u00fchest unter der Sonne.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Alles, was du vermagst mit deiner Kraft zu tun, tue! Denn es gibt keine Tat und Berechnung und Kenntnis und Weisheit in dem Grabe, wohin du gehst. \u2014<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wiederum sah ich unter der Sonne, dass die Leichtf\u00fc\u00dfigen nicht entlaufen k\u00f6nnen, die Starken nicht im Kriege siegen k\u00f6nnen; die Klugen haben kein Brot und die Einsichtigen keinen Reichtum, die Kundigen keine Gunst, sondern Geschick und Zufall trifft sie alle.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dazu, dass der Mensch nicht einmal sein Geschick kennt: wie die Fische sich verfangen in dem argen Netz, und wie die V\u00f6gel gefangen werden in den Schlingen, gleich ihnen werden die Menschenkinder verstrickt zur Zeit des Ungl\u00fccks, wenn es sie pl\u00f6tzlich \u00fcberf\u00e4llt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wohl sah ich die Weisheit unter der Sonne, gro\u00df kam sie mir vor.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Gegen eine kleine Stadt mit wenigen Einwohnern kam ein gro\u00dfer K\u00f6nig und umringte sie und baute um sie gro\u00dfe Bollwerke.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Aber er traf darin einen armen Weisen, und dieser rettete die Stadt durch seine Weisheit; doch kein Mensch gedenkt jenes Armen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da dachte ich, wohl ist Weisheit besser als St\u00e4rke, und doch ist die Weisheit des Bettlers verachtet, und seine Worte werden nicht geh\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Worte der Weisen in Ruhe n\u00fctzen mehr als das Geschrei des Herrschers unter den Narren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Besser Weisheit als Kriegswaffen; aber ein S\u00fcnder vernichtet viel Gut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel9\"><\/a><a id=\"Kapitel10\"><\/a>Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Giftige Fliegen machen das \u00d6l des Salbenmischers stinkend und g\u00e4rend; ein wenig Weisheit verdirbt die Weisheit und den Ruhm.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Weise hat sein Herz zu seiner Rechten [am richtigen Ort], aber das Herz des Narren ist zu seiner Linken.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Auf welchem Wege auch ein Narr geht, fehlt ihm sein Verstand, und er verr\u00e4t sich allen als ein Narr. \u2014<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wenn der Zorn des Herrschers sich wider dich richtet, verlass deinen Ort nicht; denn Nachgiebigkeit beschwichtigt gro\u00dfe Vergeben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es gibt ein \u00dcbel, ich sah es unter der Sonne, wie ein Versehen, das dem Herrscher entschl\u00fcpft:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Dass die Weisheit sehr hoch kommt und Reiche niedrig sa\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich sah Knechte auf Rossen und F\u00fcrsten auf der Erde gehen, wie Knechte.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wer eine Grube gr\u00e4bt, der f\u00e4llt selbst in sie hinein, und wer eine Mauer durchbricht, den bei\u00dft eine Schlange.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wer Steine bricht, tut sich wehe daran; wer Holz spaltet, gef\u00e4hrdet sich daran.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wenn das Eisen stumpf ist und er nicht die Schneide sch\u00e4rft, so muss er die Kr\u00e4fte anstrengen; noch mehr gilt die F\u00e4higkeit der Weisheit.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wenn die Schlange bei\u00dft ohne Beschw\u00f6rung, so hat der Mann mit der Zunge keinen Vorzug.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die Worte vom Munde des Klugen erwerben Gunst; aber die Lippen des Narr bringen ihm Verderben.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Anfang der Worte seines Mundes ist Weisheit, und das Ende seiner Rede b\u00f6se Tollheit.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ein Narr macht viele Worte. Aber der Mensch wei\u00df nicht, was sein wird, denn wer kann es ihm sagen, was nach ihm sein wird?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das M\u00fchen des Narren macht ihn matt, er wei\u00df nicht zum Ziele zu gehen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Weh dir, Land, dessen K\u00f6nig ein [unreifer] Knabe ist, und dessen F\u00fcrsten am Morgen schmausen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Heil dir, Land, dessen K\u00f6nig von edler Abkunft ist, und dessen F\u00fcrsten zur rechten Zeit essen und in der Tapferkeit und nicht im Trinken [Helden] sind.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Durch Tr\u00e4gheit senkt sich das Geb\u00e4lke, und durch Schlaffheit der H\u00e4nde regnet es ins Haus hinein.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Zur Lust bereiten sie ein Essen und Wein erfreut das Leben, aber das Geld gew\u00e4hrt alles.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Auch in deinen Gedanken fluche nicht dem K\u00f6nig, und in deinen Schlafgem\u00e4chern fluche nicht dem Machthaber; denn der Vogel des Himmels entf\u00fchrt den Laut und der Beschwingte verr\u00e4t das Wort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel10\"><\/a><a id=\"Kapitel11\"><\/a>Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dass dein Brot \u00fcber das Wasser O fahren, denn nach vieler Zeit wirst du es wieder finden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Verteile an sieben und auch an acht, denn du wei\u00dft nicht, welches Unheil entsteht auf Erden [und es nutzt dir dann]. Wenn sich die Wolken f\u00fcllen mit Regen, werden sie sich entleeren auf die Erde, und wenn ein Baum f\u00e4llt im S\u00fcden oder Norden, \u2014 wohin der Baum f\u00e4llt, dort bleibt er liegen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wer den Wind beobachtet, wird nicht s\u00e4en, und wer die Wolken betrachtet, wird nicht ernten, [der immer zaudert, erreicht nichts]<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> So wie du nicht wei\u00dft, welches der Weg des Windes noch die Wehen im Leibe der Schwangeren, so wei\u00dft du nicht das Werk Gottes, der alles macht. 6 Am Morgen s\u00e4e deine Saat, auch am Abend lasse deine Hand nicht rasten; denn du wei\u00dft nicht, welches dir gelingt, ob dies oder jenes, oder ob beide zugleich gut werden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> S\u00fc\u00df ist das Licht und angenehm f\u00fcr die Augen, die Sonne zu sehen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wenn der Mensch viele Jahre lebt, so freue er sich ihrer aller und denke der Tage der Finsternis [des Todes], dass ihrer viel sein werden; alles, was noch kommt, ist eitel.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Freue dich, J\u00fcngling, deiner Kindheit und sei frohen Herzens in den Tagen deiner Jugend, wandle, wohin dich dein Herz zieht, und nach dem, was deine Augen schauen, aber wisse, dass nach all diesem dich Gott ins Gericht f\u00fchren wird.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Schaffe Gram aus deinem Herzen und beseitige das Leiden von deinem Leibe, denn Kindheit und Jugend sind verg\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a id=\"Kapitel11\"><\/a><a id=\"Kapitel12\"><\/a>Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gedenke deines Sch\u00f6pfers in den Tagen deiner Jugend, ehe denn herankommen die Tage des Leidens, ehe die Jahre herannahen, wo du sprechen wirst: Ich habe keinen Gefallen daran.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ehe denn finster wird die Sonne und das Licht und der Mond und die Sterne, und die Wolken wiederkommen nach dem Regen. [Ehe sich dein Gem\u00fct verd\u00fcstert und das Augenlicht abnimmt.]<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> An dem Tage, da die H\u00fcter des Hauses [die H\u00fcfte] wanken und die starken M\u00e4nner sich kr\u00fcmmen, es feiern die Mahlsteine [die Z\u00e4hne], weil ihrer immer weniger werden, und es verdunkeln sich die durch die Gitter Schauenden [die Augen].<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Geschlossen werden die T\u00fcren nach dem Markte ob dem dumpfen Rauschen des Mahlens, und erstarret bei dem Tone des Vogels, und ged\u00e4mpft sind [ihm] alle T\u00f6chter des Gesanges. [Ehe denn die Freude an den Lebensgen\u00fcssen schwindet.]<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Auch f\u00fcrchten sie sich vor jeder Anh\u00f6he, und Schrecknisse sind auf jedem Wege, und es verschm\u00e4het die Mandel, und es zeigt sich tr\u00e4ge die Heuschrecke, und es versagt das Reizmittel, denn bald geht der Mensch in sein ewiges Haus, und die Klageleute halten einen Umzug auf dem Markte.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ehe denn die silberne Schnur rei\u00dft und die goldene Schale bricht und der Krug an dem Quell zertr\u00fcmmert wird und das Rad zerschlagen an dem Born.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und der Staub zur Erde zur\u00fcckkehrt, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Gott, der ihn gegeben. \u2014<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Eitelkeit der Eitelkeiten, spricht der Kohelet, alles ist Eitelkeit! \u2014<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und was mehr beweist, dass Kohelet ein Weiser war: fortw\u00e4hrend lehrte er das Volk Erkenntnis und erwog und forschte, er verfasste viele Spr\u00fcche.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Kohelet trachtete Wertvolles zu finden, was mit Recht aufgezeichnet wird, Worte der Wahrheit.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Worte der Weisen sind wie die Stacheln und wie eingeschlagene N\u00e4gel den Menschen auf den richtigen Weg zu leiten der M\u00e4nner der Versammlungen, die gegeben worden von einem Hirten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Was aber dar\u00fcber ist, mein Sohn, da lasse dich verwarnen; des vielen B\u00fcchermachens n\u00e4hme kein Ende und vieles Predigen erm\u00fcdet den Leib.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Inhalt der Rede als Ganzes verstanden: Gott f\u00fcrchte und seine Gebote wahre, denn dies ist der ganze Mensch.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Denn jegliche Tat wird Gott bringen vor das Gericht \u00fcber alles Verborgene, Gutes wie B\u00f6ses.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\">Der Tanach in deutscher \u00dcbersetzung \u2013 zum Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"160\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/tanach_icon.png?resize=178%2C160&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4539\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><em>Die \u00dcbersetzung stammt von\u00a0Rabbiner Simon Bernfeld\u00a0und wurde geringf\u00fcgig an den heutigen Sprachgebrauch angepasst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Kohelet (Prediger) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Der Prediger, Kohelet. \u2014 Dieses Buch enth\u00e4lt Betrachtungen \u00fcber die Eitelkeit menschlicher Arbeiten und Pl\u00e4ne; was auch immer der Mensch als die Quelle seines Gl\u00fcckes und Segens erstrebt, erweist sich am Ende als nutzlos und tr\u00fcgerisch. So wei\u00df der Mensch, sich selbst \u00fcberlassen, den rechten Weg zum Gl\u00fccke nicht zu finden. Der Verfasser schlie\u00dft deshalb seine Betrachtungen mit der Ermahnung: \u00bbDer Inhalt der Rede als Ganzes verstanden: Gott f\u00fcrchte und seine Gebote wahre, denn dies ist der ganze Mensch. Denn jegliche Tat wird Gott bringen vor das Gericht \u00fcber alles Verborgene, Gutes wie B\u00f6ses.\u00ab (12,13\u201314). Der in der \u00dcberschrift erw\u00e4hnte Kohelet ist K\u00f6nig Schlomoh (Salomo). Die philosophischen Betrachtungen sind h\u00e4ufig mit sprichwortartigen Lehren und Grunds\u00e4tzen verwoben. Kapitel1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Kapitel 1 1. Worte des Kohelet, Sohnes Davids und K\u00f6nigs in Jerusalem.2. Eitelkeit der Eitelkeiten! sprach Kohelet, Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist eitel!3. Was ist des Menschen Vorzug bei all seiner M\u00fche, womit er &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4621,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4613","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4613","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4613"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4613\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10137,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4613\/revisions\/10137"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4613"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}