{"id":4627,"date":"2019-06-12T10:07:09","date_gmt":"2019-06-12T08:07:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4627"},"modified":"2025-07-07T15:16:51","modified_gmt":"2025-07-07T13:16:51","slug":"micha-das-buch-micha","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/micha-das-buch-micha\/","title":{"rendered":"Micha &#8211; Das Buch Micha"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Micha in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Micha \u2014 Micha aus Morescha war gleichfalls ein Zeitgenosse Jesajas (Jeschajahus). Er prophezeite in Jehuda:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kapitel 1\u20143<\/strong> Er erhebt seine Stimme haupts\u00e4chlich gegen die F\u00fcrsten, Beamten und falschen Propheten, die sich verbinden, das Volk zu unterdr\u00fccken und zu vernichten. Als Micha ihnen ihre S\u00fcnden vorh\u00e4lt und die nahende Strafe verk\u00fcndet, sagen sie zu ihm: \u00bbPredige nicht; man soll von solchen Dingen nicht predigen, damit sie nicht beleidigen\u00ab. Aber der Prophet des Herrn l\u00e4sst sich von seiner Sendung nicht abschrecken, sondern f\u00e4hrt fort, ihre Schlechtigkeit zu gei\u00dfeln: \u00bbIhre F\u00fchrer urteilen f\u00fcr Bestechung, ihre Priester lehren f\u00fcr Bezahlung, und ihre Propheten entscheiden f\u00fcr Silber; doch wollen sie sich auf Gott st\u00fctzen und sagen: ist nicht der Herr in unsrer Mitte? Kein Unheil soll \u00fcber uns kommen. Deshalb soll Zion in ein Feld umgepfl\u00fcgt werden, und Jerusalem soll ein Tr\u00fcmmerhaufen werden und der Tempelberg zur bewaldeten H\u00f6he\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kapitel 4\u20145<\/strong> Wie Jesaja beschreibt er die messianische Zeit, da das Haus Jakob ein Vorbild wahrhaften Gottvertrauens f\u00fcr alle V\u00f6lker sein wird; da Israel seinem Lande wird zur\u00fcckgegeben werden unter der Herrschaft eines Nachkommen Davids. Aber eine Zeit der Pr\u00fcfung und Unruhen wird jenen gl\u00fccklichen Tagen vorhergehen, um Israel zu bestrafen, es zu l\u00e4utern und f\u00fcr seine k\u00fcnftige Gr\u00f6\u00dfe vorzubereiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kapitel 6\u20147<\/strong> Dieselben Lehren werden im n\u00e4chsten Teil gegeben in Form einer Kontroverse zwischen Gott und seinem Volk. Dieses wird an die Wohltaten erinnert, die Gott ihm erwiesen; und wenn es fragt, wie es seine Dankbarkeit zeigen solle, so sagt der Prophet: \u00bbO Mensch, er hat dir gesagt, was gut ist; und was verlangt der Herr von dir anderes als Recht zu tun, Liebe zu \u00fcben und dem\u00fctig zu wandeln vor deinem Gott\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em><strong>Kapitel<\/strong><\/em><br><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Weissagung \u00fcber Jud\u00e4a.<\/strong><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Das Wort des Herrn, welches ergangen ist an Micha aus Moreschet in der Regierungszeit Jotams, Ahas, Hiskijas, der K\u00f6nige von Jehuda, was er \u00fcber Schomron und Jerusalem geweissagt hat.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> H\u00f6rt, ihr V\u00f6lker alle, merke auf, Erde, und was sie f\u00fcllt! Gott, der Herr, sei wider euch zum Zeugen, der Herr aus seinem heiligen Tempel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Denn der Herr zieht aus seinem Orte und steigt hernieder, er tritt umher auf den H\u00f6hen der Erde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es schmelzen die Berge unter ihm und die T\u00e4ler spalten sich wie Wachs vor dem Feuer, wie Wasser, das am Abhang herabstr\u00f6mt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Dies geschieht wegen des Abfalls Jakobs und der S\u00fcndst\u00e4tten des Hauses Israel. Wer ist der Abfall Jakobs? Schomron! Und wo die S\u00fcndst\u00e4tten Jehudas? In Jerusalem!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich aber mache Schomron zur Ackerst\u00e4tte, zu Weinbergpflanzungen; in das Tal werde ich hinabschleudern ihre Steine und ihre Gr\u00fcnde aufdecken.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> All ihre Bilder werde ich zerschmettern und all ihre Buhlergaben werden im Feuer verbrannt, und all ihre G\u00f6tzen vernichte ich. Denn von Buhlergaben hat sie es zusammengebracht und zu Buhlergaben soll es wieder werden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dar\u00fcber klage ich und jammere, ich gehe umher sinnlos und nackt. Meine Klage h\u00f6rt sich an wie das Geheul der Schakale, und mein Jammer wie der Jammer der Strau\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Denn unheilbar ist ihre Niederlage, sie dringt bis Jehuda und st\u00f6\u00dft an das Tor meines Volkes bis an Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> In Gat verk\u00fcndet <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4627\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Im Hebr\u00e4ischen lauter Wortspiele.<\/span> es nicht, in Ko [Akko] weinet nicht; innerhalb Afra bedecke dich mit Staub.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ziehe hin\u00fcber, Bewohnerschaft von Safir, schamentbl\u00f6\u00dft! Noch ist nicht ausgezogen die Einwohnerschaft von Kaanan; in Bet-Ezel wird geklagt, von dort aus nimmt [der Feind] seine Stellung.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wohl hat Heil erwartet die Einwohnerschaft von Marot, aber Unheil ist bestimmt vom Herrn f\u00fcr das Tor Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Spanne doch den Wagen an die Maultiere, Bewohnerschaft von Lachis! Da wurde die erste [derartige] S\u00fcnde von der Nation Zijon ver\u00fcbt &#8211; an dir wird gefunden die Emp\u00f6rung Israels. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4627\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Der Prophet spielt in diesen textlich \u00e4u\u00dferst schwierigen Versen an das geschichtliche Ereignis von der Niederlage Jud\u00e4as an, die ihm der K\u00f6nig von Israel beigebracht, [2. Buch der K\u00f6nige 14, 8-22]. K\u00f6nig Amazja von Jehuda erlag sodann einer Verschw\u00f6rung, die seine Umgebung gegen ihn angezettelt hatte. Er war nach Lachis geflohen, wo er get\u00f6tet und auf Rossen nach Jerusalem gebracht wurde. Es war das erste Mal, dass ein K\u00f6nig von Jud\u00e4a von seinen eigenen Untertanen umgebracht worden ist, w\u00e4hrend dies in Israel sehr h\u00e4ufig vorkam. Der Prophet beklagte dies traurige Ereignis, die Niederlage Jud\u00e4as und die Schmach, dass der K\u00f6nig ermordet und dann auf Rossen nach Jerusalem gebracht wurde. F\u00fcr Israel k\u00fcndet er schwere Strafe an. Im \u00dcbrigen ist die Weissagung des Propheten in Wortspiele gekleidet, die sich in der \u00dcbersetzung nicht wiedergeben lassen.<\/span><br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Deshalb sollst du als Mitgift an den Erben Gats vergeben werden. Achsibs Burgen sollen zur Entt\u00e4uschung werden f\u00fcr die K\u00f6nige Israels.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich werde dir einen Erben bestellen, Bewohnerschaft von Moreschet! bis Adullam wird kommen die Herrlichkeit Israels.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Raufe dir das Haar aus und schere dich um deine teuren S\u00f6hne; mache breit deine Glatze gleich dem Adler, denn sie sind von dir weggef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> O \u00fcber jene, die Untat sinnen und B\u00f6ses entwerfen auf ihren Lagern. Am hellen Morgen vollf\u00fchren sie es, wenn sie es nur k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie gel\u00fcsten nach \u00c4ckern [der Andern] und rauben sie, nach den H\u00e4usern und nehmen sie in Besitz; sie \u00fcben Gewalt an dem Mann und seinem Hause, an dem Herrn und seinem Eigentum.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wahrlich, spricht der Herr, ich bringe Unheil \u00fcber dieses Geschlecht, aus dem ihr euren Nacken nicht werdet befreien k\u00f6nnen; ihr sollt nicht aufrecht gehen, denn eine b\u00f6se Zeit ist es.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> In jener Zeit wird man \u00fcber euch dichten und \u00fcber das geschehene Ungl\u00fcck ein Klagelied anstimmen. Man wird sagen: Wie sind wir vergewaltigt worden! [Der Feind] entwendete den Teil meines Volkes! Wie brach er bei mir ein, um alles zu verwirren, unsere \u00c4cker zu teilen!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wahrlich, von dir soll keiner die Ma\u00dfschnur ziehen in [seinem] Loose unter der Versammlung des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Prediget [Israel] nicht! Man predige nicht solchen; niemals werden sie sich zu sch\u00e4men anfangen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wird vielleicht im Hause Jakob gesprochen, der Herr sei ungeduldig, wenn dies sein Tun ist [gegen die B\u00f6sen]? Es sind doch seine Verhei\u00dfungen gut f\u00fcr den, der rechtschaffen ist.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Seitdem ist [der Herr] meinem Volke feindlich gesinnt, seit ihr [den Schwachen] vom Hemd bis zum Mantel auszieht, die ihres Weges harmlos vorbeiziehen wie jene, die vom Kriege heimziehen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Frauen meines Volks wollet ihr aus ihrem Lusthause vertreiben, von ihren Kindern nehmet ihr ab meinen Schmuck f\u00fcr ewig.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Auf und ziehet davon! da ist keine Ruhest\u00e4tte f\u00fcr euch! Da [das Land] verunreinigt ist, so kommt das Verderben, heilloses Verderben!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wenn ein Mann mit windiger Rede kommt und dir frech vorl\u00fcgt: Ich will dir um Wein und Berauschendes predigen, so wird er bei diesem Volke zum Prediger.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sammeln werde ich dich [sp\u00e4ter] Jakob, ganz zusammenbringen den \u00dcberrest Israels, insgesamt werde ich es einstellen wie Schafe in die H\u00fcrde, wie die Herde in ihrem Pferch werden sie wimmeln von Menschen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es steigt der Mauerbrecher heran vor ihnen her, sie brechen ein und ziehen durch das Tor und ziehen dann durch es [in den Krieg]; ihr K\u00f6nig zieht vor ihnen her, und der Herr an ihrer Spitze.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen die F\u00fchrer und falschen Propheten.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ich sprach: H\u00f6ret doch, ihr H\u00e4upter Jakobs und F\u00fchrer des Hauses Israel! Ihr m\u00fcsstet doch das Recht kennen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Aber sie hassen das Gute und lieben das B\u00f6se; sie rei\u00dfen [den Schwachen] die Haut ab und das Fleisch von ihren Gebeinen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Weil sie gegessen haben das Fleisch meines Volkes und die Haut ihnen abgezogen und ihre Gebeine zerschlagen und in St\u00fccke gebrochen, um es in den Topf zu legen, wie Fleisch im Kessel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Daf\u00fcr werden sie schreien zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht, er verbirgt sein Antlitz vor ihnen in jener Zeit, wie sie ihre b\u00f6sen Handlungen ver\u00fcbt haben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> So spricht der Herr \u00fcber die Propheten, die mein Volk irref\u00fchren, die, wenn sie mit ihren Z\u00e4hnen zu bei\u00dfen haben, Frieden verk\u00fcnden; wer aber nichts in ihren Mund gibt, gegen den hetzen sie Krieg.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wahrlich, Nacht wird es euch, dass ihr keine Gesichter mehr habet, es wird euch finster, dass ihr nicht zaubern k\u00f6nnt. Die Sonne geht den Propheten unter, der Tag wird ihnen d\u00fcster.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Seher werden besch\u00e4mt und die Wahrsager werden err\u00f6ten; alle werden sie [zum Zeichen der Trauer] das Gesicht verh\u00fcllen, denn von Gott ist keine Antwort da.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber ich bin voll Kraft des Geistes des Herrn und des Rechts und des Mutes, Jakob zu verk\u00fcnden seinen Abfall und Israel seine S\u00fcnde.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> H\u00f6ret dies doch, ihr H\u00e4upter des Hauptes Jakob und F\u00fchrer des Hauses Israel, die das Recht verabscheuen und alles Grade krumm machen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Man bauet Zijon mit Blut und Jerusalem mit Ungerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ihre H\u00e4upter richten um Bestechung, und ihre Priester lehren um Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um Geld, und doch st\u00fctzen sie sich auf den Herrn und sprechen: Der Herr ist ja unter uns, es wird kein Ungl\u00fcck \u00fcber uns kommen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wahrlich, euretwegen wird Zijon zum Acker gepfl\u00fcgt, Jerusalem wird ein Tr\u00fcmmerhaufen, und der Tempelberg eine Waldesh\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Tr\u00f6stungen f\u00fcr die Zukunft. <\/strong><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Aber in sp\u00e4ten Zeiten wird der Berg des Hauses des Herrn aufgerichtet sein \u00fcber den Bergen, er wird die H\u00fcgel \u00fcberragen, und zu ihm werden die Nationen str\u00f6men.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Viele V\u00f6lker werden ziehen und sprechen: Auf, lasset uns hinaufgehen zum Berge des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre von seinen Wegen, auf dass wir wandeln auf seinen Pfaden; denn nur von Zijon wird die Lehre ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> [Gott] wird richten zwischen vielen V\u00f6lkern und entscheiden \u00fcber m\u00e4chtige Nationen bis in die Ferne; sie werden umschmieden ihre Schwerter zu Sicheln und ihre Lanzen zu Rebenmessern. Ein Volk wird gegen das andere das Schwert nicht erheben und das Kriegf\u00fchren nicht mehr lernen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jeder wird unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum sitzen, von niemandem gest\u00f6rt, denn der Herr Zebaot hat dies verhei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> M\u00f6gen alle V\u00f6lker gehen, jedes im Namen seines Gottes; wir aber wollen gehen im Namen des Herrn, unseres Gottes, ewig und immer.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> An jenem Tage, spricht der Herr will ich sammeln die abseits Gebliebenen, und das Versprengte herbeibringen und auch das, dem ich weh getan.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich mache das abseits Geratene zum \u00dcberrest und das Versprengte zum m\u00e4chtigen Volke; der Herr wird \u00fcber sie regieren auf dem Berge Zijon von nun an auf ewig.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Du aber, Herdenturm, Feste von Zijon, an dich wird er kommen, es kommt die fr\u00fchere Herrschaft, das K\u00f6nigtum, zu der Tochter Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Nun, was schreist du? Ist kein K\u00f6nig in dir? Oder ist dein Ratgeber geschwunden, dass dich Wehen ergreifen gleich der Geb\u00e4rerin?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Winde dich und st\u00f6hne, Tochter Zijon, wie eine Geb\u00e4rerin, denn bald wirst du von der Stadt ziehen und auf dem Felde wohnen m\u00fcssen; du kommst nach Babel, dort aber wirst du gerettet werden, dort wird der Herr dich erl\u00f6sen aus der Hand deiner Feinde.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Bald rotten sich wider dich viele V\u00f6lker, die sprechen: Sie ist gesch\u00e4ndet, und es weide sich an Zijon unser Auge!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber sie kennen nicht die Gedanken des Herrn und verstehen nicht seinen Ratschluss: dass er sie zusammengebracht wie Garben in der Tenne [um sie vor Jerusalem zu verderben].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Auf und drisch, Tochter Zijon! denn dein Horn mache ich eisern und deine Hufe mache ich ehern, dass du viele V\u00f6lker zermalmst, du wirst reichen dem Herrn ihr Gut und ihre Habe dem Herrn der ganzen Erde.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Bald wirst du in Haufen den \u00fcberfallen, der uns belagert hat, der dem Richter Israels mit der Rute auf die Wange schlug<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4627\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4627-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Anspielung auf ein geschichtliches Ereignis, das sonst nicht bekannt ist.<\/span>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Du aber, Bet-Lehem-Efrata \u2014 ob wohl du die winzigste [Macht] bist unter den Geschlechtern Jehudas, gerade aus dir wird jener hervorgehen, der von mir zum Herrscher bestimmt ist in Israel, dessen Ursprung aus der Urzeit ist, aus alten Tagen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wahrlich, der sie bis zur Stunde des Geb\u00e4rens gebracht, wird [ihr auch beistehen], dass sie geb\u00e4re: dass der Rest seiner Br\u00fcder sich vereinige mit den Kindern Israel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Der [Herrscher] wird auftreten und durch die Kraft des Herrn regieren, durch die Hoheit des Namens des Herrn seines Gottes; sie werden Bestand haben, denn nun wird er gro\u00df sein bis an die Enden der Erde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es wird dann Friede sein; sollte Assyrien in unser Land dringen und unsere Pal\u00e4ste betreten, so stellen wir ihm entgegen sieben Hirten [Herrscher] und acht gesalbte M\u00e4nner.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie werden Assyrien mit dem Schwert regieren und das Land Nimrods mit der Lanze. [Der Herrscher] wird [Israel] befreien von Assyrien, wenn es in unser Land dringen und unser Gebiet betreten sollte.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Rest Jakob wird unter den vielen V\u00f6lkern wie der Tau vom Herrn, wie der Regenguss auf dem Gras sein; er wird auf niemand hoffen und von keinem Menschen etwas erwarten, [wohl aber die Andern von ihm].<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Rest Jakobs wird sein unter den Nationen, in der Mitte vieler V\u00f6lker, wie der L\u00f6we unter den Waldtieren, wie der junge Leu unter den Schafherden, der, wenn er einbricht, niedertritt und zerrei\u00dft, ohne dass jemand retten kann.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Hochgeschwungen wird deine Hand sein \u00fcber deine Dr\u00e4nger, und alle deine Feinde werden vertilgt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> An jenem Tage, spricht der Herr, werde ich ausrotten deine Rosse aus deiner Mitte und vernichten deine Wagen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich zerst\u00f6re die St\u00e4dte deines Landes und rei\u00dfe alle deine Festen nieder.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich will ausrotten die Zaubereien aus deiner Hand, und Wolkendeuter sollst du nicht mehr haben.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich zerst\u00f6re deine gehauenen Bilder und deine Stands\u00e4ulen in deiner Mitte, dass du dich ferner nicht niederwerfest vor dem Werke deiner H\u00e4nde.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich will deine Haine in deiner Mitte niederrei\u00dfen und deine St\u00e4dte vertilgen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Mit Zorn und Grimm werde ich Rache \u00fcben an den V\u00f6lkern, [die mir] nicht gehorcht haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber das Reich Israel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> H\u00f6ret doch, was der Herr [zu mir] sprach: Auf, rechte vor den Bergen, dass die H\u00fcgel deine Stimme h\u00f6ren!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> H\u00f6ret also, ihr Berge, den Rechtsstreit des Herrn, und ihr m\u00e4chtigen Grundvesten der Erde! Denn einen Rechtsstreit hat der Herr mit seinem Volke, und mit Israel will er eine Auseinandersetzung haben.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Mein Volk, was hab ich dir getan und womit dich bel\u00e4stigt? Gib doch Zeugnis ab wider mich!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Vielleicht gar dadurch, dass ich dich herausgef\u00fchrt aus \u00c4gypten und dich aus dem Hause der Sklaverei erl\u00f6st, dass ich vor dir her Mose, Aaron und Mirjam gesandt habe?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Mein Volk bedenke doch, was Balak, Moabs K\u00f6nig, beschlossen, und was Bileam, Sohn Beors, ihm erwidern musste \u2014 [was sich ereignet] von Sittim bis Gilgal \u2014 um zu erkennen die Gnade des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Womit soll ich vor den Herrn treten? Wodurch soll ich mich dem\u00fctig zeigen vor Gott in der H\u00f6he? Soll ich vor ihn treten mit Ganzopfern, mit j\u00e4hrigen K\u00e4lbern?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Hat der Herr Gefallen an Tausenden von Widdern, an Myriaden Str\u00f6men \u00d6les? Soll ich hingeben meinen Erstgeborenen f\u00fcr meine Missetat, die Frucht meines Leibes f\u00fcr meine Vers\u00fcndigung?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er hat dir kundgetan, o Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert ist doch nur; auf Recht halten, Liebe \u00fcben und dem\u00fctig wandeln vor deinem Gott.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Stimme des Herrn ruft der Stadt und heilsam ist es, schaut man deinen Namen; h\u00f6ret auf die Strafrute und auf den, der sie verh\u00e4ngt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ist noch im Hause des Ungerechten der Speicher des Unrechts? und ein knappes, verw\u00fcnschtes Efa?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Kann ich gel\u00e4utert sein mit ungerechter Wage und mit einem Beutel tr\u00fcgerischer Gewichtsteine?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ihre Reichen sind voll von Gewalttat, und ihre Einwohner reden L\u00fcge, und ihre Zunge ist falsch in ihrem Munde.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Darum habe ich dich auch wund geschlagen, dich verw\u00fcstet&#8216; wegen deiner S\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Du issest und wirst nicht satt, und dein Hei\u00dfhunger bleibt in deinem Leibe; du erraffst und bringst es nicht in Sicherheit, und was du sicherst, will ich dem Schwerte preisgeben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du s\u00e4est und erntest nicht, du kelterst Oliven und salbst dich nicht mit \u00d6l, du kelterst Most und trinkst keinen Wein.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Weil Omris Satzungen gewahrt werden und was das Haus Ahab geschaffen hat; ihr wandelt in ihren Ratschl\u00e4gen; damit ich dich dem Entsetzen preisgebe und ihre Bewohner dem Gezisch, und dass ihr tragen sollet die Schmach meines Volkes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Strafandrohung und tr\u00f6stende Verhei\u00dfung. <\/strong><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Wehe mir, denn ich bin wie in der Obstlese, wie in der Nachlese des Herbstes, da ist keine Traube zu essen, eine reife Frucht, danach meine Seele begehret.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Geschwunden ist der Fromme von dem Lande, und kein Gerechter ist unter den Menschen. Alle lauern sie auf Blut, einer stellt dem andern eine Falle.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Um der H\u00e4nde b\u00f6ses Werk wieder gut zu machen, fordert der F\u00fcrst [Bestechung], und der Richter ist f\u00fcr Bezahlung dazu bereit. Der Gro\u00dfe redet, was seine niedrige Gier fordert, und so flochten sie es zusammen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ihr Bester ist wie ein Dornbusch, der Rechtliche schlimmer als eine Dornhecke. Der Tag deiner W\u00e4chter, deine Heimsuchung ist gekommen; jetzt ist ihre Best\u00fcrzung da.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Trauet keinem Genossen, verlasset euch nicht auf den Vornehmen; vor der, die in deinem Scho\u00dfe liegt, wahre die Pforte deines Mundes [sei vorsichtig im Reden].<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn der Sohn schimpft den Vater, die Tochter emp\u00f6rt sich wider ihre Mutter, die Schnur wider ihre Schwieger, die Feinde des Mannes sind seine eigenen Hausleute.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich aber will auf den Herrn hoffen, ich will harren auf den Gott meines Heils, erh\u00f6ren wird mich mein Gott.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Frohlocke nicht, meine Feindin, \u00fcber mich! Bin ich auch gefallen, so stehe ich wieder auf; sitze ich auch im Finstern, der Herr wir wird Licht sein.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Den Zorn des Herrn muss ich tragen, denn ges\u00fcndigt hab\u2019 ich gegen ihn; bis dass er meine Streitsache f\u00fchrt und mir Recht schafft, mich herausf\u00fchrt zum Lichte, dass ich seine Gnade schaue.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Meine Feindin wird es dann sehen, und Schande wird sie bedecken, jene, die zu mir spricht: Wo ist er, der Herr, dein Gott? Meine Augen werden sich weiden an ihr; dann wird sie zertreten wie Gassenkot.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es kommt der Tag, aufzubauen deine Mauern, wenn dieser Tag auch noch fern ist!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ein Tag ist es, dass zu dir kommen die von Assyrien und von den St\u00e4dten Mazors [\u00c4gypten], und die von Mazor, wie die vom Strome, von Meer zu Meer und von Berg zu Berg.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und das Land wird eine \u00d6de sein f\u00fcr dessen Bewohner, von der Frucht ihrer Handlungen. \u2014<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Eigentums, die gesondert wohnen im Walde mitten auf Karmel, dass sie weiden in Basan und Gilead, wie in den Tagen der Vorzeit.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wie in den Tagen deines Auszuges aus \u00c4gypten werde ich dich Wunder sehen lassen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Es werden es V\u00f6lker sehen und zu Schanden werden mit all ihrer St\u00e4rke, sie werden die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren werden bet\u00e4ubt sein.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie werden wie die Schlangen Staub lecken, wie das Gew\u00fcrm des Bodens, sie beben aus ihren Schl\u00f6ssern, zum Herrn unserm Gott eilen sie erschrocken und f\u00fcrchten sich vor dir. \u2014<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Wer ist ein Gott wie du? Der Missetat vergibt und den Abfall nachsieht dem Rest seines Eigentums. Nicht f\u00fcr immer h\u00e4lt er seinen Zorn an, denn er will Gnade \u00fcben.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wiederum wird er sich unser erbarmen und unsere Schuld unterdr\u00fccken; in die Tiefen des Meeres wirst du all ihre S\u00fcnden werfen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Du wirst Treue erweisen Jakob, Gnade Abraham, wie du es geschworen hast unseren V\u00e4tern seit den Tagen der Urzeit.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Im Hebr\u00e4ischen lauter Wortspiele.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Der Prophet spielt in diesen textlich \u00e4u\u00dferst schwierigen Versen an das geschichtliche Ereignis von der Niederlage Jud\u00e4as an, die ihm der K\u00f6nig von Israel beigebracht, [2. Buch der K\u00f6nige 14, 8-22]. K\u00f6nig Amazja von Jehuda erlag sodann einer Verschw\u00f6rung, die seine Umgebung gegen ihn angezettelt hatte. Er war nach Lachis geflohen, wo er get\u00f6tet und auf Rossen nach Jerusalem gebracht wurde. Es war das erste Mal, dass ein K\u00f6nig von Jud\u00e4a von seinen eigenen Untertanen umgebracht worden ist, w\u00e4hrend dies in Israel sehr h\u00e4ufig vorkam. Der Prophet beklagte dies traurige Ereignis, die Niederlage Jud\u00e4as und die Schmach, dass der K\u00f6nig ermordet und dann auf Rossen nach Jerusalem gebracht wurde. F\u00fcr Israel k\u00fcndet er schwere Strafe an. Im \u00dcbrigen ist die Weissagung des Propheten in Wortspiele gekleidet, die sich in der \u00dcbersetzung nicht wiedergeben lassen.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Anspielung auf ein geschichtliches Ereignis, das sonst nicht bekannt ist.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Micha in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Micha \u2014 Micha aus Morescha war gleichfalls ein Zeitgenosse Jesajas (Jeschajahus). Er prophezeite in Jehuda: Kapitel 1\u20143 Er erhebt seine Stimme haupts\u00e4chlich gegen die F\u00fcrsten, Beamten und falschen Propheten, die sich verbinden, das Volk zu unterdr\u00fccken und zu vernichten. Als Micha ihnen ihre S\u00fcnden vorh\u00e4lt und die nahende Strafe verk\u00fcndet, sagen sie zu ihm: \u00bbPredige nicht; man soll von solchen Dingen nicht predigen, damit sie nicht beleidigen\u00ab. Aber der Prophet des Herrn l\u00e4sst sich von seiner Sendung nicht abschrecken, sondern f\u00e4hrt fort, ihre Schlechtigkeit zu gei\u00dfeln: \u00bbIhre F\u00fchrer urteilen f\u00fcr Bestechung, ihre Priester lehren f\u00fcr Bezahlung, und ihre Propheten entscheiden f\u00fcr Silber; doch wollen sie sich auf Gott st\u00fctzen und sagen: ist nicht der Herr in unsrer Mitte? Kein Unheil soll \u00fcber uns kommen. Deshalb soll Zion in ein Feld umgepfl\u00fcgt werden, und Jerusalem soll ein Tr\u00fcmmerhaufen werden und der Tempelberg zur bewaldeten H\u00f6he\u00ab. Kapitel 4\u20145 Wie Jesaja beschreibt er die messianische Zeit, da das Haus Jakob ein Vorbild wahrhaften Gottvertrauens f\u00fcr alle &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/full-width.php","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4627","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4627","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4627"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4627\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10249,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4627\/revisions\/10249"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4627"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}