{"id":4659,"date":"2019-06-12T14:37:58","date_gmt":"2019-06-12T12:37:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4659"},"modified":"2019-06-13T11:15:42","modified_gmt":"2019-06-13T09:15:42","slug":"chabakuk-das-buch-chabakuk","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/chabakuk-das-buch-chabakuk\/","title":{"rendered":"Chabakuk \u2013 das Buch Chabakuk"},"content":{"rendered":"<p>Das Buch Chabakuk in der (angepassten) j\u00fcdischen \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n<p><em><strong>Kapitel<\/strong><\/em><br \/>\n<a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a><\/p>\n<h2 id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>Der Heereszug der Babylonier.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Vortrag, den der Prophet Chabakuk geweissagt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wie lang, o Herr, werde ich flehen, und du erh\u00f6rst mich nicht; ich schreie zu dir \u00fcber Gewalt, und du hilfst nicht!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Warum l\u00e4sst du mich Unrecht und Elend schauen, das du mit ansiehst? Raub und Gewalt ist stets vor meinen Augen; es entsteht Hader, und Streit regt sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Darum ist das Gesetz machtlos und das Recht kommt niemals hervor; denn der Frevler umringt den Gerechten; darum wird das Recht verdreht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sehet euch um unter den V\u00f6lkern und schauet und erstaunt, denn in euren Tagen wird eine Tat ver\u00fcbt \u2014 ihr w\u00fcrdet es nicht glauben, wenn es erz\u00e4hlt w\u00fcrde!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich lasse aufstehen die Chald\u00e4er, dies erbitterte und ungest\u00fcme Volk, das nach den weiten R\u00e4umen der Erde ziehet, Wohnsitze zu erobern, die nicht sein sind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Schrecklich und furchtbar ist es; von ihm selber gehet sein Recht und seine Macht aus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Schneller als Parder sind seine Rosse und k\u00fchner als W\u00f6lfe in der Nacht. Seine Reiter kommen herangesprengt aus der Ferne, sie fliegen herbei wie ein Adler, der zum Fra\u00dfe st\u00fcrmt. Insgesamt kommen sie Gewalt zu ver\u00fcben; ihre Angesichter schnauben ostw\u00e4rts; es sammelt Beute wie Sand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es treibt mit K\u00f6nigen Spott, und F\u00fcrsten sind ihm ein Spiel; es spottet jeglicher Festung und wirft Erdw\u00e4lle auf und hat sie eingenommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Dann aber kommt ein [L\u00fcgen]geist \u00fcber es und es vers\u00fcndigt sich; [es meint], die Kraft verdanke es seinem Gotte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und doch bist du es von Anfang an, Herr, mein Gott, mein Heiliger, Unsterblicher, du Herr, der es zur Strafe eingesetzt, und der Hort, der es zur Z\u00fcchtigung bestellt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Du reinen Blickes, der du nichts B\u00f6ses schauest, und der du kein Unrecht zu blicken vermagst, warum siehst du die Treulosen, schweigst, wenn der Frevler den verdirbt, der gerechter ist als er?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Du machst die Menschen wie die Fische im Meere, wie das Gew\u00fcrm, dar\u00fcber kein Herr ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Alles holt er an dem Haken herauf, ziehet es in sein Netz und sammelt es in sein Garn; darum freut er sich und jubelt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Darum opfert er seinem Netz und r\u00e4uchert seinem Garn [darum betete er seine G\u00f6tzen an], denn durch sie ist fett sein Teil und seine Speise feist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Soll er darum [immer] sein Netz leeren und niemals V\u00f6lker niederzumetzeln aufh\u00f6ren?<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Auf meiner Warte stand ich und stellte mich auf die Feste und schaute umher, dass ich sehe, was er mir antworten werde, und was ich mir selbst erwidern solle auf meine Strafrede.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da antwortete der Herr und sprach: Schreibe die Offenbarung deutlich auf die Tafeln, dass es der Leser gel\u00e4ufig lese.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Denn die Weissagung ist f\u00fcr eine bestimmte Zeit, es eilt rasch dem Ende entgegen und tr\u00fcgt nicht. Wenn es sich verz\u00f6gert, hoffe doch darauf, denn es kommt gewi\u00df und bleibt nicht aus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Verd\u00fcstert ist das unredliche Gem\u00fct, aber der Gerechte lebt in seiner Treue [in seinem Vertrauen auf Gott].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und wenn auch der Treulose trotzt, der hochm\u00fctige Mann, der keine Ruhe kennt, <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4659\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Dieser Vers ist sehr schwierig, der Text dunkel, nach den meisten Erkl\u00e4rern geradezu \u201everzweifelt\u201c. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wird \u00fcbersetzt; \u201eDer Wein ist treulos\u201c (?) Das gibt gar keinen Sinn. Es sind \u201eTextverbesserungen\u201c vorgeschlagen worden, die nicht um ein Haar besser sind. Unserm Prinzipe treu, dem masoretischen Text unbedingt zu folgen, glauben wir das Wort \u05d4\u05d9\u05d9\u05df als Perfektum von dem Verbum  \u05d4\u05d9\u05d5 das im <sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Buch Moses 1,41 im Sinne von trotzen vorkommt. Es gibt somit einen guten Sinn: Und wenn auch der Treulose (vergl. Jesaja 21,2 und 33,1) trotzt. Dass die Form etwas unregelm\u00e4\u00dfig ist, l\u00e4sst sich nicht leugnen, aber solche Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten sind ja zahlreich vorhanden. Das \u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e0\u05d5\u05d4 haben wir \u00fcbersetzt: \u201ekennt keine Ruhe,\u201c buchst\u00e4blich: \u201eer wohnt nicht.\u201c<\/span> dessen Gier wie die H\u00f6lle ist, uners\u00e4ttlich wie der Tod, der alle Nationen zusammengerafft und die V\u00f6lker zusammengeschleppt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> So werden diese alle dereinst einen Spruch auf ihn erheben und eine Gleichnisrede. Man wird sprechen: O \u00fcber den, der zusammenh\u00e4uft, was nicht ihm geh\u00f6rt \u2014 f\u00fcr wie lange? \u2014 der sich Pf\u00e4nder aufb\u00fcrdet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Unversehens werden deine Peiniger aufstehen, und erwachen, die dich aufr\u00fctteln; du wirst ihnen zur Pl\u00fcnderung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Denn du hast viele V\u00f6lker beraubt, jetzt werden alle andern V\u00f6lker dich berauben; wegen des Blutes der Menschen und der Gewalttat an dem Lande, der Stadt und all ihren Bewohnern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> O \u00fcber den, der nach schlechtem Gewinne trachtet f\u00fcr sein Haus; er stellt in der H\u00f6he sein Nest auf, er meint damit, dem B\u00f6sen zu entrinnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du hast Schmach f\u00fcr dein Haus beschlossen; [du wirst dahin geschleudert] unter viele weit entfernte V\u00f6lker, wo du dein Leben einb\u00fc\u00dfen wirst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Denn der Stein an der Mauer schreit, und der Sparren aus dem Holzger\u00fcst rufet es laut:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> O \u00fcber den, der die Stadt mit Blut aufbauet, der die Feste mit Ungerechtigkeit gr\u00fcndet!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es ist vom Herrn Zebaot bestimmt, dass V\u00f6lker sich m\u00fchen f\u00fcr das Feuer und Nationen umsonst ermatten;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Dass voll sei die Erde mit der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn, wie Wasser die Meerestiefe bedecket.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> O \u00fcber den, der seinem Genossen zu trinken gibt; du mischst darein dein Gift und machst ihn trunken, um hinzusehen auf seine Bl\u00f6\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Daf\u00fcr wirst du dereinst der Schande satt statt der Ehre; trinke auch du und zeig deine Bl\u00f6\u00dfe; es kreiset \u00fcber dich hin der Becher der Rechten des Herrn, und Unrat \u00fcber deine Herrlichkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Denn die Gewalttat am Libanon wird \u00fcber dich kommen und das Gemetzel des Viehes dich verzagt machen, wegen des [unschuldig vergossenen] Blutes der Menschen, der Gewalttat im Lande, der Stadt und ihrer Bewohner.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Was n\u00fctzt das Bild, das sein Verstand geschaffen, und der falsche Lehrer im Guss? Sein Meister verlie\u00df sich darauf, indem er stumme G\u00f6tzen schuf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> O \u00fcber den, der zum Holze spricht: Erwache! Zum Tragen Stein: Sei munter! Er soll Bescheid geben? Er ist gefasst in Gold und Silber, aber kein Odem ist in ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Der Herr [thront] in seinem heiligen Palaste \u2014 schweig vor ihm, o Erdenball!<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gebet des Propheten Chabakuk auf Sigjonot <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4659\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Wohl Bezeichnung eines Musikinstruments.<\/span>.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Herr! deinen Ruf habe ich vernommen und f\u00fcrchte mich, Herr, in den n\u00e4chsten Jahren rufe dein Werk ins Leben, in den n\u00e4chsten Jahren mach&#8216; es \u00fcberall kund \u2014 doch im Z\u00fcrnen denke an Erbarmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gott kam von Teman und der Heilige vom Gebirge Paran. Sela! Der Himmel war von seinem Glanze bedeckt und voll war die Erde seines Ruhmes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ein Glanz wie das helle Sonnenlicht strahlte von ihm aus, darin war die H\u00fclle seiner Macht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Vor ihm ging die Seuche einher und der Pest Glut zog aus in seinem Gefolge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er trat auf, und die Erde erbebte, er sah hin, und die V\u00f6lker erzitterten, die hohen Berge zersplitterten, es sanken die H\u00f6hen der Urwelt \u2014 so durchschritt er alles seit Ewigkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Im Unheil sah ich die Zelte Kusans, es erzittern die Teppiche des Landes Midjan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ist \u00fcber Str\u00f6me der Herr entbrannt, \u00fcber Str\u00f6me dein Zorn, \u00fcber das Meer dein Groll, dass du so daherf\u00e4hrst auf deinen Rossen, auf deinen Siegeswagen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Du entbl\u00f6\u00dft deinen Bogen. In den Wochen der Regeng\u00fcsse \u2014 sprich: Sela! \u2014 die Erde l\u00e4sst Str\u00f6me hervorbrechen.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4659\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4659-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Der Text ist hier sehr dunkel; der Sinn ist nur etwa erraten. <\/span><br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Berge erblickten dich und kreisten, die Wasserflut ergoss sich, der Abgrund lie\u00df seine Stimme erschallen, da er in die H\u00f6he seine Hand erhob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Sonne und der Mond standen still in der H\u00f6he vor dem Leuchten deiner rennenden Pfeile, vor dem Glanze deines blitzenden Schwertes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Mit Mut durchschreitest du die Erde, im Grimm stampfest du die V\u00f6lker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Du zogst deinem Volke zur Hilfe aus, zur Hilfe deinem Gesalbten, schmettertest den Giebel herab vom Hause des Frevlers, entbl\u00f6\u00dftest den Grund bis an den Hals. Sela!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Du durchbohrst mit seinen Pfeilen das Haupt seiner F\u00fchrer, die herangest\u00fcrmt kommen, mich zu zersprengen; sie jubeln, als g\u00e4lte es aufzuzehren den Armen im Verborgenen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du tratest das Meer mit deinen Rossen, den Boden gro\u00dfer Gew\u00e4sser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich h\u00f6re es und es erbebt mein Inneres, beim Ger\u00fcchte bewegten sich meine Lippen, Morschheit dringt in mein Gebein und an meiner Stelle zittre ich \u2014 dass ich ruhen soll bis an den Tag der Not, des Heranziehens des Volkes, das ihn bedr\u00e4ngt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Denn der Feigenbaum bl\u00fchet nicht, und kein Ertrag ist an den Weinst\u00f6cken, es versagt der Olive Frucht, und die Flur tr\u00e4gt keine Speisen. Entrafft ist der H\u00fcrde das Schaf, und kein Rind ist in den St\u00e4llen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich aber jauchze in dem Herrn, ich juble in dem Gotte meines Heils!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gott der Herr ist meine Kraft, er macht meine F\u00fc\u00dfe wie die der Hirschk\u00fche und l\u00e4sst mich einherschreiten auf meinen H\u00f6hen. Dem Sangmeister auf dem Saitenspiele.<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Dieser Vers ist sehr schwierig, der Text dunkel, nach den meisten Erkl\u00e4rern geradezu \u201everzweifelt\u201c. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wird \u00fcbersetzt; \u201eDer Wein ist treulos\u201c (?) Das gibt gar keinen Sinn. Es sind \u201eTextverbesserungen\u201c vorgeschlagen worden, die nicht um ein Haar besser sind. Unserm Prinzipe treu, dem masoretischen Text unbedingt zu folgen, glauben wir das Wort \u05d4\u05d9\u05d9\u05df als Perfektum von dem Verbum  \u05d4\u05d9\u05d5 das im <sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Buch Moses 1,41 im Sinne von trotzen vorkommt. Es gibt somit einen guten Sinn: Und wenn auch der Treulose (vergl. Jesaja 21,2 und 33,1) trotzt. Dass die Form etwas unregelm\u00e4\u00dfig ist, l\u00e4sst sich nicht leugnen, aber solche Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten sind ja zahlreich vorhanden. Das \u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e0\u05d5\u05d4 haben wir \u00fcbersetzt: \u201ekennt keine Ruhe,\u201c buchst\u00e4blich: \u201eer wohnt nicht.\u201c<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Wohl Bezeichnung eines Musikinstruments.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Der Text ist hier sehr dunkel; der Sinn ist nur etwa erraten. <\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Chabakuk in der (angepassten) j\u00fcdischen \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Kapitel 1 2 3 Kapitel 1 Der Heereszug der Babylonier. 1. Der Vortrag, den der Prophet Chabakuk geweissagt hat. 2. Wie lang, o Herr, werde ich flehen, und du erh\u00f6rst mich nicht; ich schreie zu dir \u00fcber Gewalt, und du hilfst nicht! 3. Warum l\u00e4sst du mich Unrecht und Elend schauen, das du mit ansiehst? Raub und Gewalt ist stets vor meinen Augen; es entsteht Hader, und Streit regt sich. 4. Darum ist das Gesetz machtlos und das Recht kommt niemals hervor; denn der Frevler umringt den Gerechten; darum wird das Recht verdreht. 5. Sehet euch um unter den V\u00f6lkern und schauet und erstaunt, denn in euren Tagen wird eine Tat ver\u00fcbt \u2014 ihr w\u00fcrdet es nicht glauben, wenn es erz\u00e4hlt w\u00fcrde! 6. Ich lasse aufstehen die Chald\u00e4er, dies erbitterte und ungest\u00fcme Volk, das nach den weiten R\u00e4umen der Erde ziehet, Wohnsitze zu erobern, die nicht sein sind. 7. 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