{"id":4676,"date":"2019-06-14T09:09:07","date_gmt":"2019-06-14T07:09:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4676"},"modified":"2023-04-18T09:07:29","modified_gmt":"2023-04-18T07:07:29","slug":"amos-das-buch-amos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/amos-das-buch-amos\/","title":{"rendered":"Amos \u2013 das Buch Amos"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Amos in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><em><strong>Kapitel<\/strong><\/em><br><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Weissagungen f\u00fcr die V\u00f6lker. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die prophetischen Reden des Amos, welcher einer der Hirten in Tekoa war, die er gehalten \u00fcber Israel w\u00e4hrend der Regierungszeit des Usija, K\u00f6nigs von Jehuda, und in der Regierungszeit des Jerobeam, Sohnes Joas, K\u00f6nigs von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er sprach: Der Herr schreiet von Zijon aus und aus Jerusalem l\u00e4sst er seine Stimme erschallen, da trauern die Triften der Hirten, und es verdorret der Gipfel des Karmel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Damaskus und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? [Das Schlimmste war], dass sie Gilead mit eisernen Dreschwagen gedroschen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich erlasse Feuer in das Haus Hasaels, dass es verzehre die Pal\u00e4ste Ben-Hadads.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich zerbreche den Riegel Damaskus und rotte aus die Bewohner aus Bikat Aven und den [Herrscher], der das Zepter h\u00e4lt, aus Bet-Eden; das Volk von Aram soll nach Kir verbannt werden, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Gasas und auch wegen der vier sollt ich ihm nicht vergelten? dass sie alle [Israeliten] in die Verbannung geschleppt, sie an Edom auszuliefern.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich erlasse Feuer in die Mauern von Gasa, dass es seine Pal\u00e4ste verzehre.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich rotte die Bewohner von Asdad aus und den [Herrscher], der das Zepter h\u00e4lt, aus Aschkelon; ich kehre meine Hand gen Ekron, dass auch der Rest der Philister untergehe, spricht Gott der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Tyrus und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? Dass sie ebenfalls alle [israelitischen] Gefangenen an Edom auslieferten und nicht gedachten des Bruderbundes.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich lasse Feuer in den Mauern von Tyrus, dass es seine Pal\u00e4ste verzehre.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Edoms und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? Dass er seinen Bruder [Israel] mit dem Schwerte verfolgt hat, indem er seine Liebe v\u00f6llig vernichtete; in seinem Zorn zerfleischte er best\u00e4ndig und seinen Hass trug er ewig nach.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich erlasse Feuer in Teman, dass es Bozras Pal\u00e4ste verzehre.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen der Ammoniter und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihnen nicht vergelten? Dass sie die Berge Gileads auftrennten, um ihr Gebiet zu erweitern.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich z\u00fcnde Feuer an in den Mauern von Rabba, dass es seine Pal\u00e4ste verzehre, mit Kriegsget\u00f6se am Tage des Krieges, mit Sturm am Tage des Unwetters.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Malkam soll in die Verbannung gehen, er und alle seine F\u00fcrsten, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Moabs und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? Dass er verbrannte die Gebeine des K\u00f6nigs von Edom zu Kalk.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich lasse Feuer in Moab, dass es die Stadtpal\u00e4ste verzehre, Moab soll im Kriegsget\u00fcmmel untergehen, mit L\u00e4rmgeschrei beim Posaunenschall.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich rotte das Oberhaupt aus seiner Mitte aus und all seine F\u00fcrsten erschlage ich mit ihm, spricht der Herr. An Jehuda und Israel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Jehudas und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? Dass sie die Lehre des Herrn verwarfen und seine Satzungen nicht wahrten; denn ihre Trugbilder, denen ihre V\u00e4ter nachgewandelt, f\u00fchrten sie irre.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich lasse Feuer in Jehuda, dass es Jerusalems Pal\u00e4ste verzehre.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Israels und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? Dass sie um Silber den Gerechten verkauften, und den D\u00fcrftigen um ein paar Schuhe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die in den Staub die K\u00f6pfe der Armen niedertreten und das Recht der Sanftm\u00fctigen beugen. Mancher geht mit seinem Vater zu der Dirne, um meinen heiligen Namen zu entweihen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Auf verpf\u00e4ndeten Kleidern liegen sie hingestreckt bei jedem Altar, und den Wein der Geb\u00fc\u00dften trinken sie im Hause ihres Gottes.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich habe ja den Emori vor ihnen vertilgt, der hoch war wie die Zedern und m\u00e4chtig wie die Eichen; ich tilgte seine Krone von oben und seine Wurzeln von unten.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich habe euch aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt und f\u00fchrte euch vierzig Jahre durch die W\u00fcste, dass ihr dann das Land des Emori in Besitz nahmt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Von euren S\u00f6hnen machte ich welche zu Propheten und manche von euren J\u00fcnglingen zu Nasir\u00e4ern \u2014 oder ist dem nicht so, Kinder Israel? spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber ihr gabt den Nasir\u00e4ern Wein zu trinken und den Propheten habt ihr befohlen: Weissaget nicht!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich dr\u00fccke euch nun nieder wie der Wagen voll Garben niederdr\u00fcckt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Leichtf\u00fc\u00dfige wird sich nicht fl\u00fcchten k\u00f6nnen, der Starke wird seine Kraft nicht anwenden k\u00f6nnen und der Tapfere nicht sein Leben retten.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Bogensch\u00fctze wird nicht standhalten, der Leichtf\u00fc\u00dfige nicht entrinnen und der auf dem Rosse reitet sein Leben nicht retten.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Mutigste unter den Helden wird nacktfliehen an jenem Tage, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Zust\u00e4nde in Schomron. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> H\u00f6ret dies Wort, das der Herr geredet hat \u00fcber euch, Kinder Israel, und \u00fcber das ganze Geschlecht, das ich aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Von allen Geschlechtern der Erde habe ich nur euch erw\u00e4hlt, aber auch nur an euch werde ich heimsuchen all eure S\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gehen zwei zusammen, ohne dass sie sich verabredet haben?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Br\u00fcllt der L\u00f6we im Walde, ohne dass er Beute hat? L\u00e4sst der L\u00f6we seine Stimme erschallen aus seiner Wohnung, ohne dass er einen Fang getan?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> F\u00e4llt ein Vogel in der Schlinge zur Erde, ohne dass ihm eine Falle gelegt wurde? Erhebt sich eine Schlinge vom Boden und sie h\u00e4tte nicht gefangen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wird in die Posaune gesto\u00dfen in der Stadt, und das Volk sollte nicht erschrecken? Oder kommt ein Unheil \u00fcber die Stadt, das der Herr nicht herbeigef\u00fchrt?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ebenso wird Gott der Herr nichts tun, ohne zuvor seinen Ratschluss seinen Knechten, den Propheten, zu offenbaren.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wenn der L\u00f6we br\u00fcllt, wer sollte sich nicht f\u00fcrchten? Ebenso wenn Gott der Herr redet, wer sollte nicht weissagen?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Verk\u00fcndet \u00fcber die Pal\u00e4ste zu Aschdod und \u00fcber die Pal\u00e4ste in \u00c4gypten und sprechet: Versammelt euch auf die Berge Schomrons und sehet m\u00e4chtige Verwirrung darin und die Bedr\u00fcckungen in ihrer Mitte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie verstehen nicht mehr rechtschaffen zu handeln, spricht der Herr, jene, die Gewalttat und Raub in ihren Pal\u00e4sten aufh\u00e4ufen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wahrlich, also spricht Gott der Herr: Der Feind umstellt das Land; er wird deine Macht von dir rei\u00dfen, dass deine Pal\u00e4ste gepl\u00fcndert werden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Also spricht der Herr: Wie der Hirt dem Rachen des L\u00f6wen zwei Fu\u00dfst\u00fccke oder einen Ohrzipfel entrei\u00dft, also sollen gerettet werden die Kinder Israel, die in Schomron in der Ecke eines Bettes sitzen und auf dem Damast des Lagers [lauter Kranke und Sieche].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> H\u00f6ret und verwarnet das Haus Jakob, spricht Gott, der Herr Gott Zebaot.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> An dem Tage, da ich die Verbrechen Israels an ihm heimsuche, werde ich auch an den Alt\u00e4ren von Bet-El heimsuchen; es sollen abgehauen werden die H\u00f6rner des Altars und zu Boden fallen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich werde das Winterhaus samt dem Sommerhause zerst\u00f6ren; es sollen zu Grunde gehen die H\u00e4user von Elfenbein, und die ansehnlichen H\u00e4user verschwinden, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> H\u00f6ret dies Wort, ihr K\u00fche Baschans, ihr [hartherzigen Frauen] auf dem Berge Schomron, die ihr die Armen bedr\u00fccket, die D\u00fcrftigen zermalmet, die zu ihren Eheherren sprechen: Schafft herbei, dass wir zechen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Gott der Herr hat geschworen bei seinem heiligen [Namen], dass \u00fcber euch Tage kommen werden, wo man euch an Angeln heben wird und eure Nachkommenschaft an Fischerhaken.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Durch die Mauerrisse werdet ihr ausziehen, jeder vor sich hin und hingeworfen werden nach dem Harmon! spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Kommet nur nach Bet-El und frevelt, nach Gilgal und h\u00e4ufet Verbrechen; bringet dort an jedem Morgen eure Opfer, nach drei Tagen eure Zehnten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Lasset dort eure Dankopfer vom Ges\u00e4uerten in Rauch aufgehen und rufet freiwillige Gaben aus; lasset dessenthalben verk\u00fcndigen; denn also liebt ihr es ja, Kinder Israel, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich gab euch saubere Z\u00e4hne [Mangel an Nahrung] in all euren St\u00e4dten und Brotmangel an all euren Orten, und doch habt ihr euch nicht zu mir bekehrt, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich habe euch auch den Regen entzogen, da noch drei Monate bis zur Ernte waren; oder ich lie\u00df regnen auf eine Stadt, und auf eine andere Stadt lie\u00df ich nicht regnen; ein Acker wurde beregnet und der Acker auf dem es nicht regnete, vertrocknete.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> So dass die Einwohner von zwei oder drei St\u00e4dten nach einer Stadt wandern mussten, Wasser zu trinken, wobei sie ihren Durst nicht stillen konnten, und doch habt ihr euch nicht zu mir bekehrt, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich habe euch geschlagen mit Kornbrand und mit Rost, die meisten eurer G\u00e4rten und eurer Weinberge und eurer Feigen- und \u00d6lb\u00e4ume fra\u00df die Raupe; aber ihr habt euch nicht zu mir bekehrt, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich habe gegen euch die Pest gesandt nach der Weise \u00c4gyptens, ich habe erschlagen mit dem Schwerte eure J\u00fcnglinge, nach dem eure Rosse euch weggenommen worden, und lie\u00df den Gestank eures Lagers in eure Nase aufsteigen; aber ihr habt euch nicht bekehrt, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich habe Zerst\u00f6rung unter euch angerichtet, wie Gott einst Sodom und Gomorrha zerst\u00f6rt hatte, und ihr wurdet gleich einem vom Feuer geretteten Scheit; aber ihr habt euch nicht zu mir bekehrt, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wahrlich, so werde ich dir tun, Israel! gewiss, dass ich also dir tue, bereite dich deinem Gott entgegen, Israel!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er, der Berge bildet und Wind schafft und dem Menschen sein Sinnen verk\u00fcndet, der Finsternis in Morgenhelle verwandelt und einhertritt auf den H\u00f6hen der Erde, \u2014 Herr, Gott Zebaot ist sein Name.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> H\u00f6ret dies Wort, das ich \u00fcber euch als Klagelied erhebe, Haus Israel!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie f\u00e4llt und steht nimmer auf, die Nation Israel, sie liegt hingestreckt auf ihrem Boden keiner richtet sie auf.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Denn also spricht Gott, der Herr: Die Stadt im Reiche Israel, die tausend [Mann in den Krieg] stellt, wird nur hundert behalten, und die hundert stellt, wird zehn behalten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn also spricht der Herr zum Hause Israel: Suchet mich auf und lebet!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber suchet nicht Bet-El auf, kommet nicht nach Gilgal und ziehet nicht nach Beer Seba; denn Gilgal geht in die Verbannung und Bet-El wird Vernichtung.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Suchet den Herrn auf und lebet, sonst geht das Haus Josefs in Flammen auf, die es verzehren, und keiner l\u00f6scht in Bet-El.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die das Recht in Wermut verwandeln und die Gerechtigkeit sto\u00dfen sie zu Boden,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> [Gott], der geschaffen hat Plejaden und Orion, der dichte Finsternis in Morgenlicht verwandelt und den hellen Tag zur Nacht verfinstert; der die Meeresfluten ruft und sie ausgie\u00dft \u00fcber die Erde \u2014 der Herr ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er l\u00e4sst das Unheil \u00fcber M\u00e4chtige triumphieren, dass Verderben \u00fcber die Veste komme.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der am Thore, [wo sich das Volk zu versammeln pflegt], vermahnt, den hassen sie, und den, der rechtschaffen spricht, verabscheuen sie.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wahrlich, weil ihr den Armen niedertretet und ihm ein Getreidetribut abnehmet, deshalb sollt ihr nicht die aus Quadersteinen gebauten Pal\u00e4ste bewohnen, die ihr errichtet, und nicht den Wein der k\u00f6stlichen Weinberge trinken, die ihr gepflanzt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Denn ich wei\u00df, dass eure Verbrechen zahlreich sind und eure S\u00fcnden m\u00e4chtig; ihr bedr\u00e4ngt den Frommen, nehmt L\u00f6segeld und beugt [das Recht] D\u00fcrftiger am Thore.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wahrlich, der Einsichtige muss jetzt verstummen, denn eine Unheilszeit ist es.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Suchet das Gute, nicht das B\u00f6se, auf dass ihr lebet, dass der Herr, Gott Zebaot, mit euch sei, wie ihr es w\u00fcnscht.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Hasset das B\u00f6se und liebet das Gute und befestigt am Thore das Recht; vielleicht ist der Herr, Gott Zebaot, dem \u00dcberrest Josefs gn\u00e4dig.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wahrlich, spricht mein Herr, Gott Zebaot: In allen Stra\u00dfen wird Klage sein, und in allen Gassen werden sie rufen: wehe, wehe! und man ruft die Ackerleute zur Trauer, und zum Klagen die der Trauerlieder Kundigen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> In allen Weinbergen wird Klage sein, wenn ich einherziehe in deiner Mitte, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> O \u00fcber die, die sich sehnen nach dem Tage des Herrn. Wozu euch der Tag des Herrn? Er bringt Finsternis und kein Licht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wie ein Mann, der vor dem L\u00f6wen flieht, und ein B\u00e4r f\u00e4llt ihn an; nun kommt er ins Haus und st\u00fctzt seine Hand auf die Wand, da bei\u00dft ihn die Schlange.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Finster ist der Tag des Herrn und nicht licht, dunkel ohne Helle.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich hasse, verwerfe eure Feste, ich mag nicht riechen eure Festopfer.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Wenn ihr mir auch Ganzopfer und Speiseopfer bringt, so nehme ich sie nicht gn\u00e4dig auf, und das Mahlopfer eurer Masttiere sehe ich nicht an.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Schaffe fort von mir deine vielen Lieder das Gespiel deiner Psalter will ich nicht h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Aber es flute wie ein Strom das Recht einher und die Gerechtigkeit wie ein rei\u00dfender Bach.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Habt ihr Opfer und Speiseopfer mir dargebracht in der W\u00fcste vierzig Jahre lang, Haus Israel?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Ihr werdet mitf\u00fchren euren Moloch Sikkut und die S\u00e4ule eurer G\u00f6tzenbilder, euern Sterngott, den ihr euch gemacht. 27 Ich werde euch verbannen \u00fcber Damaskus hinaus, spricht der Herr, Gott Zebaot ist sein Name.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> O \u00fcber die Sorglosen in Zijon, die sich sicher Glaubenden auf dem Berge Schomron, einst die Vornehmsten der Nationen genannt, und jetzt muss zu ihnen wandern das Haus Israel.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ziehet hin\u00fcber nach Kalne und sehet zu, gehet von dort nach Hammt-Rabba, und ziehet hinab nach Gat, das den Philistern geh\u00f6rt: ob sie besser sind als diese Reiche, oder ob ihr Gebiet gr\u00f6\u00dfer ist als euer Gebiet.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die dem Unheiltag entgegeneilen und mit ihrem Stillsitzen das Ungl\u00fcck heranbringen;<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie ruhen auf Betten von Elfenbein, sie strecken sich hin auf ihren Lagern, sie essen die feisten L\u00e4mmer und K\u00e4lber aus der Mast;<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie klimpern mit dem Psalter, wie das des David w\u00e4hnen sie ihr Saitenspiel;<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die trinken aus Weinpokalen, und mit dem besten \u00d6le salben sie sich, denn sie kr\u00e4nken sich nicht um den Fall Josefs.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> F\u00fcrwahr, bald werden sie an der Spitze der Verbannten wandern, das Geschreigelage der Hingestreckten soll aufh\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Geschworen hat der Herr bei seinem Wesen, spricht der Herr, Gott Zebaot: Ich verabscheue die Herrlichkeit Jakobs, und seine Pal\u00e4ste hasse ich, ich gebe die St\u00e4dte und ihre Bev\u00f6lkerung preis.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und wenn zehn Mann sich in irgendeinem Hause versteckt halten, so sterben sie [Hungers].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es eilt dann herbei der Oheim oder der Freund, die Gebeine [der Verhungerten] aus dem Hause zu tragen. Er fragt dann den, der in einem der Hauswinkel versteckt ist: Ist noch jemand da bei dir? Worauf [der andere] erwidert: Keiner mehr. Er sagt noch weiter: Um den Namen Gottes, sei verschwiegen, denn dies darf nicht erw\u00e4hnt werden!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Herr befiehlt, dass das gro\u00dfe Haus in Tr\u00fcmmer fallen sollte und das kleine Haus in Risse.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Laufen Rosse auf einem Felsen oder pfl\u00fcgt man ihn mit Rindern? dass ihr in Giftkraut das Recht verwandelt und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sie freuen sich ohne Grund, wenn sie sprechen: Durch unsere Kraft haben wir uns H\u00f6rner [Macht] geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich sende \u00fcber euch, Haus Israel, spricht der Herr, Gott Zebaot, ein Volk, sie sollen euch alle bedr\u00fccken von der Gegend um Hamat bis an den Steppenfluss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Symbolische Weissagungen. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gott der Herr lie\u00df mich sehen, dass er die Heuschrecken zu schaffen gedenke, w\u00e4hrend der Grummet heranw\u00e4chst; das sp\u00e4t ges\u00e4te kommt immer nach der Ernte der K\u00f6nigs[wiese].<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Nachdem [die Heuschrecken] das ganze Kraut der Felder aufgezehrt hatten, flehte ich: Ach, Herr Gott, verzeihe doch, denn wie k\u00f6nnte sonst Jakob bestehen, da es so winzig ist?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da bedachte sich der Herr darum. Es soll nicht geschehen, sprach der Herr.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dann lie\u00df mich Gott, der Herr, sehen, Gott, der Herr, wollte Israel mit Feuer heimsuchen; das [Feuer] ergriff bereits die m\u00e4chtige Tiefe und fra\u00df die \u00c4cker.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprach ich: Herr, o Gott, tue dies nicht! Wie soll Jakob bestehen, da es so winzig ist?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es bedachte sich der Herr darum. Auch das soll nicht geschehen, sprach der Herr.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dann lie\u00df er mich schauen: Der Herr stand auf einer senkrechten Mauer und hielt in seiner Hand ein Senkblei.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprach der Herr zu mir: Was siehst du, Amos? Ich erwiderte: Ein Senkblei. Da sprach der Herr: Ich lege ein Senkblei an mein Volk Israel [ich will jetzt streng richten], ich werde ihm ferner nicht nachsehen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ver\u00f6den werden die H\u00fcgel Isaks und die Heiligt\u00fcmer Israels zerst\u00f6rt; ich erhebe mich wider das Haus Jerobeams mit dem Schwerte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Amazja, der Priester von Bet-El, sandte zu Jerobeam, K\u00f6nig von Israel, und lie\u00df ihm sagen: Amos zettelt wider dich eine Verschw\u00f6rung an im Reiche Israel; es vermag das Land nicht all seine Reden zu ertragen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Denn also spricht Amos: Durch das Schwert wird Jerobeam fallen, und Israel aus seinem Lande verbannt werden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Amazja befahl dem Amos: Seher, fort! fliehe nach dem Lande Jehuda und verzehre dort dein Brot und weissage dort.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber zu Bet-El weissage ferner nicht mehr; denn ein Heiligtum des K\u00f6nigs ist es und eine K\u00f6nigsresidenz.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da antwortete Amos dem Amazja: Ich bin kein Prophet, auch nicht eines Propheten Sohn, sondern ein Rinderhirt bin ich, auch einer, der Sykomoren pfropft.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und der Herr berief mich von den Schafen hinweg und der Herr sprach zu mir: Gehe, weissage \u00fcber mein Volk Israel.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> H\u00f6re nun das Wort des Herrn; du sprichst: Weissage nicht \u00fcber Israel und predige nicht \u00fcber das Haus Isak:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> F\u00fcrwahr, spricht der Herr, dein Weib wird in der Stadt buhlen, deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter werden durch das Schwert fallen, deine L\u00e4ndereien werden mit der Schnur verteilt werden, du wirst auf unreinem Boden sterben, und Israel wird aus seinem Lande in die Verbannung gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gott der Herr lie\u00df mich schauen einen Korb mit getrockneten Fr\u00fcchten.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er fragte mich: Was siehst du, Amos? Ich antwortete: Einen Korb mit getrockneten Fr\u00fcchten. Da sprach der Herr zu mir: Gekommen ist das Ende<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4676\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4676-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4676-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Im Hebr\u00e4ischen ein Wortspiel, das in der \u00dcbersetzung nicht wiedergegeben werden kann.<\/span> \u00fcber das Haus Israel. Ich werde ihm ferner nicht nachsehen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Ges\u00e4nge der Pal\u00e4ste werden in Heulen verwandelt, spricht Gott der Herr. Die vielen Leichen werden stumm liegen; \u00fcberall wird Stille herrschen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> H\u00f6ret dies, ihr, die ihr den Armen niedertretet und den Schwachen im Lande vernichten wollt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ihr sprechet: Wann wird der Neumond vor\u00fcber sein, dass wir Nahrung verkaufen, und der Sabbat, dass wir den Getreidespeicher \u00f6ffnen, klein zu machen das Efa und gro\u00df den Sekel und zu betr\u00fcgen durch falsche Wage.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Um Geld Arme zu kaufen und die D\u00fcrftigen um ein Paar Schuhe, und des Getreides Abfall wollen wir verkaufen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Geschworen hat der Herr bei der Hoheit Jakobs: Ich vergesse niemals ihre Werke!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Soll nicht deshalb die Erde erbeben und verk\u00fcmmern alles, was darin ist? [Die Flut] steigt ganz wie der Nil und wird aufgew\u00fchlt, und dann senkt sie sich wiederum wie beim Fluss \u00c4gyptens.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> An jenem Tage, spricht Gott der Herr, lasse ich untergehen die Sonne am Mittage und am lichten Tage bringe ich Finsternis dem Lande.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Eure Festtage verwandle ich in Trauer, eure Jubellieder in Klagen, alle H\u00fcften lasse ich mit S\u00e4cken umwinden, und an den H\u00e4uptern Glatzen scheren. Ich versetze sie in eine Trauer wie um [den Verlust] des Einzigen, und ihre Zukunft wird dem verh\u00e4ngnisvollen Tag gleichen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es kommen Tage, spricht Gott der Herr, wo ich Hunger senden werde \u00fcber das Land, nicht Hunger nach Brot und nicht Durst nach Wasser, sondern nach den Worten des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie wandern von einem Meer zum anderen, von Norden bis zum Osten werden sie umherziehen, das Wort des Herrn zu suchen, ohne es zu finden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> An jenem Tage werden die sch\u00f6nen Jungfrauen und die J\u00fcnglinge verschmachten vor Durst.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Alle, die bei der S\u00fcnde Schomrons schw\u00f6ren und sprechen: So wahr dein Gott lebt, Dan! oder beim Leben des Weges nach Beer Seba; sie werden fallen und nicht wieder aufstehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Trostreicher Ausblick in die Zukunft. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ich sah den Herrn stehend am Altar und er sprach: Schlage den Knauf, dass die Pfosten erzittern und zerschellen \u00fcber die H\u00e4upter aller, und auch ihren Rest will ich mit dem Schwert umbringen; keiner von ihnen soll entfliehen und niemand entrinnen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wenn sie sich in die Unterwelt vergraben, wird meine Hand sie von da holen, und wenn sie in den Himmel steigen, will ich sie von da herabst\u00fcrzen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und wenn sie sich auf die Spitze des Karmel verkriechen, suche ich sie von da hervor und hole sie, und wenn sie sich fern von meinen Augen auf dem Meeresgrunde verstecken, entbiete ich von da die Schlangen, dass sie sie bei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und wenn sie von ihren Feinden in die Gefangenschaft gebracht werden, werde ich dort das Schwert entbieten, dass es sie erschlage, denn ich richte mein Auge auf sie zum B\u00f6sen und nicht zum Guten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn der Herr Gott Zebaot, r\u00fchrt die Erde an, und sie wankt, und es verk\u00fcmmern alle ihre Bewohner; es wird alles aufgew\u00fchlt gleich dem Nil und sinkt gleich dem Fluss \u00c4gyptens.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er bauet im Himmel seine Stufen und sein Gew\u00f6lbe hat er \u00fcber der Erde ergr\u00fcndet; er ruft das Wasser des Meeres herbei und gie\u00dft es \u00fcber die ganze Erde: der Herr ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihr seid mir nicht mehr als die S\u00f6hne \u00c4thiopiens, ihr Israeliten, spricht der Herr; Israel hab&#8216; ich herausgef\u00fchrt aus \u00c4gypten und die Philister von Kaftor und Aram von Kir.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die Augen Gottes des Herrn sind auf das s\u00fcndige Reich gerichtet, dass ich es von dem Erdboden vertilge, nur dass ich nicht ganz tilge das Haus Jakob, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Denn ich lasse es so kommen, dass ich das Haus Israel unter allen V\u00f6lkern sch\u00fcttle, wie man im Siebe sch\u00fcttelt, und es f\u00e4llt keine Scholle zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Durch das Schwert sollen alle S\u00fcnder meines Volkes fallen, die sprechen: Es wird nicht nahen und uns nicht \u00fcbereilen das Ungl\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> An jenem Tage werde ich aufrichten die verfallene H\u00fctte Davids, ich verz\u00e4une ihre Risse und richte ihre Tr\u00fcmmer auf und erbaue sie wie in den alten Tagen;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Auf dass sie in Besitz nehmen den \u00dcberrest Edoms und aller V\u00f6lker, \u00fcber welchen mein Name genannt ist, spricht der Herr, der dieses tun will.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es kommen Tage, spricht der Herr, wo der Pfl\u00fcger an den Schnitter reichen wird, und der die Trauben keltert an den, der den Samen streut; es werden die Berge Most tr\u00e4ufeln, und alle H\u00fcgel werden zerflie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich werde mein Volk Israel wiederherstellen; sie werden ver\u00f6dete St\u00e4dte erbauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und ihren Wein trinken und G\u00e4rten anlegen und ihre Frucht genie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich werde sie pflanzen auf ihrem Boden, dass sie nicht wieder ausgerissen werden von ihrem Boden, den ich ihnen gegeben, hat der Herr, dein Gott, gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Im Hebr\u00e4ischen ein Wortspiel, das in der \u00dcbersetzung nicht wiedergegeben werden kann.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Amos in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Kapitel1 2 3 4 5 6 7 8 9 Kapitel 1 Weissagungen f\u00fcr die V\u00f6lker. 1. Die prophetischen Reden des Amos, welcher einer der Hirten in Tekoa war, die er gehalten \u00fcber Israel w\u00e4hrend der Regierungszeit des Usija, K\u00f6nigs von Jehuda, und in der Regierungszeit des Jerobeam, Sohnes Joas, K\u00f6nigs von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben.2. Er sprach: Der Herr schreiet von Zijon aus und aus Jerusalem l\u00e4sst er seine Stimme erschallen, da trauern die Triften der Hirten, und es verdorret der Gipfel des Karmel.3. Also spricht der Herr: Wegen der drei Verbrechen Damaskus und auch wegen der vier sollt&#8216; ich ihm nicht vergelten? [Das Schlimmste war], dass sie Gilead mit eisernen Dreschwagen gedroschen.4. Ich erlasse Feuer in das Haus Hasaels, dass es verzehre die Pal\u00e4ste Ben-Hadads.5. Ich zerbreche den Riegel Damaskus und rotte aus die Bewohner aus Bikat Aven und den [Herrscher], der das Zepter h\u00e4lt, aus Bet-Eden; das Volk von Aram soll nach Kir verbannt werden, spricht der Herr.6. Also &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/full-width.php","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4676","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4676"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9521,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4676\/revisions\/9521"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}