{"id":4767,"date":"2019-07-22T09:48:41","date_gmt":"2019-07-22T07:48:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4767"},"modified":"2019-07-22T09:48:41","modified_gmt":"2019-07-22T07:48:41","slug":"tehillim-buch-3-psalmen-73-bis-89","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-3-psalmen-73-bis-89\/","title":{"rendered":"Tehillim &#8211; Buch 3 &#8211; Psalmen 73 bis 89"},"content":{"rendered":"<p><em>In der \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld<\/em><br \/>\n<\/p>\n<h2>Psalmen:<\/h2>\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm73\">73<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm74\">74<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm75\">75<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm76\">76<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm77\">77<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm78\">78<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm79\">79<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm80\">80<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm81\">81<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm82\">82<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm83\">83<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm84\">84<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm85\">85<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm86\">86<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm87\">87<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm88\">88<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Psalm89\">89<\/a><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/\">Alle Psalmen &#8211; <em>Tehillim<\/em> in der \u00dcbersicht<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 id=\"Psalm73\">Psalm 73<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Psalm von Assaf. G\u00fctig gegen Israel ist Gott, gegen die, die reinen Herzens sind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und ich, beinahe wankten meine F\u00fc\u00dfe, glitten meine Tritte aus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Denn ich beneidete die Prahler, das Gl\u00fcck der Frevler sah ich mir an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn keine Qualen haben sie, kr\u00e4ftig ist ihr Leib.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Das Ungemach der Menschen sehen sie nicht, und mit den andern werden sie nicht heimgesucht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Darum ist ihr Halsgeschmeide Hoffart, und Gewalttat h\u00fcllen sie als Gewand um.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Vor Fett verschwindet ihr Auge, wie hochgeschwollen ist ihr Wanst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> In die Tiefe steigen ihre b\u00f6sen Beschl\u00fcsse, und auch von der H\u00f6he reden sie Gewalt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gegen den Himmel richten sie ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf die Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wahrlich, so wird ihr Anhang noch geschleppt, wie ein gro\u00dfer Strom finden sie sich bei ihnen ein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie sprechen: Wie soll Gott wissen, und [wie soll] Kenntnis sein beim H\u00f6chsten?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> So sind diese Frevler und die immer Skrupellosen werden m\u00e4chtig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nutzlos habe ich reingehalten mein Herz und in Unschuld gewaschen meine H\u00e4nde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Alle Tage war ich gedem\u00fctigt, denn jeden Morgen hielt ich Strafreden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wenn ich aber so reden und verk\u00fcnden w\u00fcrde \u2014 da w\u00e4re ich ja gegen das Geschlecht deiner Kinder treulos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich glaube nur dies zu erkennen, was in meinen Augen als Pein mir erschien.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Ich kam dann in das Heiligtum Gottes, ich verstand nun wohl das Ende [der B\u00f6sen].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dass du sie auf schl\u00fcpfrigen Boden stellst und in die Untiefen st\u00fcrzen willst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wie sind sie zunichte geworden im Nu! Geschwunden, sie sind dahin, ein Schattenbild.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wie im Traum nach dem Erwachen wirst du, Herr, wenn sie erwachen, ihr Dasein verwerfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Denn es war mein Herz erbittert, und in meinen Nieren f\u00fchlt ich es stechen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Als ich noch dumm war und nicht einsah, wie ein Vieh war ich vor dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Jetzt will ich best\u00e4ndig bei dir sein! Du fassest mich bei meiner Rechten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Durch deinen Rat leitest du mich und f\u00fchrst mich zu Ehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wen habe ich sonst im Himmel? Neben dir begehr ich nichts auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Dir sehnt sich entgegen mein Leib und mein Herz; der Hort meines Herzens und mein Teil ist Gott ewiglich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die von dir Fernen kommen um; du vernichtest, wer dir abtr\u00fcnnig wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Ich aber \u2014 die N\u00e4he Gottes ist mein Gut; ich habe auf Gott den Herrn meine Zuversicht gestellt, zu erz\u00e4hlen all deine Werke.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm74\">Psalm 74<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Eine Betrachtung von Assaf. Warum, Gott, hast du f\u00fcr immer versto\u00dfen, warum raucht dein Zorn \u00fcber die Herde deiner Weide?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Gedenke deiner Gemeinde, die du dir vormals geeignet, die du erl\u00f6set zum Stamme deines Besitzes, den Berg Zijon, auf dem du thronst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Erhebe deine Tritte zu den unheilbaren Verw\u00fcstungen, alles hat der Feind im Heiligtum zerst\u00f6rt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es br\u00fcllten deine Feinde inmitten deiner Versammlungsorte, sie stellten ihre Zeichen da als Zeichen auf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es sieht sich an, als ob man die \u00c4xte in dem Walddickicht hochgeschwungen h\u00e4tte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und nun haben sie all ihr Schnitzwerk mit Beil und H\u00e4mmern zerschlagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie steckten in Brand dein Heiligtum, entweihten zu Boden die Wohnung, deinem Namen geweiht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie sprachen in ihrem Herzen: Lasst uns sie qu\u00e4len insgesamt! Sie verbrannten alle Gottesst\u00e4tten im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Unsere Zeichen sehen wir nicht mehr; es ist kein Prophet da, und keiner von uns wei\u00df, wie lange dies noch bleiben wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wie lange, o Gott, wird der Dr\u00e4nger l\u00e4stern? Soll der Feind h\u00f6hnen deinen Namen f\u00fcr immer?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Warum ziehst du deine Hand und deine Rechte zur\u00fcck? Ziehe sie aus deinem Busen und vertilge sie!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Gott ist ja mein K\u00f6nig von Anfang, er schafft Hilfe im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Du hast mit deiner Macht das Meer gespalten, zerschmettert die K\u00f6pfe der Drachen auf dem Wasser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Du hast zerschlagen die K\u00f6pfe des Leviatan, gabst ihn zum Fra\u00dfe den Leuten, den Meeresk\u00fcstenbewohnern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du hast gespalten Quell und Bach, hast ausgetrocknet m\u00e4chtig flutende Str\u00f6me.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, Leuchte und Sonne hast du angeordnet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Du hast festgestellt die Grenzen der Erde, Sommer und Winter hast du eingesetzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Bedenke dies: Der Feind l\u00e4sterte den Herrn, ein niedertr\u00e4chtiges Volk h\u00f6hnt deinen Namen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gib nicht dem Fra\u00df preis das Leben deiner Turteltaube, das Leben deiner Armen vergiss nimmer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Schaue auf den Bund, denn dicht ist die Finsternis der Erde in Wohnungen der Gewalt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Lass den Gebeugten nicht besch\u00e4mt zur\u00fcckweichen: die Armen und D\u00fcrftigen werden deinen Namen preisen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Auf, o Gott, f\u00fchre deinen Streit, gedenke, wie dich die Niedertr\u00e4chtigen alle Tage geh\u00f6hnt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Vergiss nicht die schallende Stimme deiner Feinde, das Get\u00f6se deiner Widersacher, das best\u00e4ndig aufsteigt.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm75\">Psalm 75<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister. [Nach der Melodie]: Vertilge nicht. Psalm von Assaf. Ein Lied.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wir danken dir, Gott, wir danken dir, und nahe ist dein Ruhm. Man erz\u00e4hlt deine Wunder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> [Als du verk\u00fcndetest]: Zur Frist, die ich mir setze, werde ich redlich richten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es wankt die Erde und ihre Bewohner, aber ich richte ihre S\u00e4ulen auf. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich spreche zu den Mutwilligen. Seid nicht mutwillig: Und zu den Frevlern: Erhebet nicht das Horn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Erhebet nicht hoch euer Horn, redet nicht in Halsstarrigkeit;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Weder im Osten noch im Westen, und auch nicht von der W\u00fcste der Berge her.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Denn Gott ist Richter; diesen erniedrigt, jenen erh\u00f6ht er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Denn ein Kelch ist in der Hand des Herrn, und es sch\u00e4umt der Wein, voll ist er des Mischtranks, und er sch\u00fcttet aus davon; seine Hefen schl\u00fcrfen, es trinken daraus alle Frevler des Landes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich aber will ewiglich verk\u00fcnden, lobpreisen den Gott Jakobs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und all die H\u00f6rner der Frevler schlag ich ab, hoch seien die H\u00f6rner des Gerechten.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm76\">Psalm 76<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister auf dem Saitenspiel. Psalm von Assaf. Ein Lied.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ruhmvoll geworden ist Gott in Juda, in Israel ist sein Name gro\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> In Salem ist seine H\u00fctte und seine Wohnst\u00e4tte in Zijon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dort zerbrach er den blitzenden Bogen, Schild und Schwert und Krieg. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Gl\u00e4nzend bist du, herrlich von den Bergen der Beute herab, [wo sich das Wild herumtummelt].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Bet\u00e4ubt waren all die Hartherzigen, sie schlummerten ihren Schlaf, und all die Tapferen fanden ihre H\u00e4nde nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Vor deinem Dr\u00e4uen, Gott Jakobs, waren bet\u00e4ubt Wagen und Ross.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Du, furchtbar bist du, und wer besteht vor dir, vor deinem Zorn?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Vom Himmel l\u00e4sst du Gericht erschallen, \u2014 die Erde erschrickt und wird still,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Als Gott zum Gericht aufstand, zu helfen all den Gebeugten der Erde. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Denn dein Grimm \u00fcber die Heiden ist dein Lob, wegen des Restes [Israels] umgibst du dich mit Zorn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Gelobet [Opfer] und bringt sie dar dem Herrn eurem Gotte, ihr alle rings um ihn. Man bringe Gaben dem Furchtbaren!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der da m\u00e4het den Trotz des Gewaltigen, furchtbar den K\u00f6nigen der Erde.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm77\">Psalm 77<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister nach Jedutun. Von Assaf. ein Psalm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Meine Stimme ist zu Gott gerichtet, wenn ich schreie; meine Stimme zu Gott \u2014 o horch auf mich!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Am Tage meiner Drangsal suche ich den Herrn, meine Hand ist nachts ausgestreckt und l\u00e4sst nicht nach, meine Seele nimmt keinen Trost an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich gedenke Gottes und st\u00f6hne, sinne nach, und mein Geist wird umnachtet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Du h\u00e4ltst meine Augenlider offen, zerschlagen bin ich und kann nicht. reden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich denke der Tage der Urzeit, der Jahre der Vorzeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich gedenke meines Saitenspiels in der Nacht, mit meinem Herzen sinne ich und mein Geist gr\u00fcbelt nach.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wird denn auf ewig der Herr versto\u00dfen und nimmer wieder gn\u00e4dig sein?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ist seine Gnade f\u00fcr immer zu Ende, ist es aus mit der Verhei\u00dfung f\u00fcr alle Geschlechter?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Hat Gott das Begnadigen vergessen oder verschlie\u00dft er z\u00fcrnend sein Erbarmen? Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich dachte in meinem Flehen der Jahre der Macht des H\u00f6chsten!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich gedenke der Taten Jahs, ich gedenke aus der Urzeit deines Wunders;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich sinne \u00fcber all deine Werke und denke nach \u00fcber deine Taten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Gott, in Heiligkeit ist dein Weg. Welches Wesen ist gro\u00df wie Gott?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du, o Gott, Wundert\u00e4ter, hast kund getan unter den V\u00f6lkern deine Macht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Du hast mit Kraft dein Volk erl\u00f6st, die S\u00f6hne Jakobs und Josefs. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dich sahen die Wasser, Gott, dich sahen die Wasser, und sie erbebten, auch die Tiefen erzitterten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es str\u00f6mten die Wolken Wasser, die Stimme lie\u00df erschallen das Gew\u00f6lk, auch deine Pfeile flogen umher.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Deines Donners Stimme am Firmament, Blitze erhellten das Erdenrund, es erbebte und wankte die Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Durchs Meer ging dein Weg, und dein Pfad durch m\u00e4chtige Gew\u00e4sser, und deine Spuren wurden nicht erkannt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Du leitetest wie eine Herde dein Volk durch Moses und Aaron.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm78\">Psalm 78<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Eine Betrachtung von Assaf. Horch auf, mein Volk, auf meine Lehre; neiget euer Ohr den Worten meines Mundes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich will zu einer Gleichnisrede meinen Mund auftun, R\u00e4tsel aussprechen aus der Urzeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Was wir vernommen haben und wissen, solches, wie es unsere V\u00e4ter uns erz\u00e4hlt haben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es ist nicht verhehlt ihren Kindern, bis in das sp\u00e4teste Geschlecht erz\u00e4hlt man den Ruhm des Herrn, seine Macht und seine Wunder die er gezeigt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn er hat Zeugnis in Jakob aufgestellt und Lehre setzte er ein in Israel, die er unsern V\u00e4tern geboten, sie ihren S\u00f6hnen kund zu tun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Damit das sp\u00e4teste Geschlecht das kenne, die S\u00f6hne, die nachher geboren werden, aufstehen und es ihren S\u00f6hnen erz\u00e4hlen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dann werden sie ihr Vertrauen auf Gott setzen und nicht vergessen die Taten Gottes, und seine Gebote wahren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dass sie nicht wie ihre V\u00e4ter werden, ein unb\u00e4ndiges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das seinen Sinn nicht [zum Guten] richtete, und dessen Gem\u00fct nicht treu war gegen Gott.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die S\u00f6hne Efraims waren ger\u00fcstete Bogensch\u00fctzen, wandten aber um [flohen am Tage der Schlacht?]<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4767\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4767-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4767-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"> Auf welche Schlacht der Psalmist hier anspielt, ist nicht bekannt, wahrscheinlich auf die letzten Kriege gegen Assyrien. <\/span>.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Weil sie nicht den Bund Gottes wahrten und sich weigerten, in seiner Lehre zu wandeln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie verga\u00dfen seine Taten und seine Wunder, die er ihnen gezeigt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Vor ihren V\u00e4tern tat er Wunder im Lande \u00c4gypten, im Gefilde Zoan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er spaltete das Meer und f\u00fchrte sie hindurch, er machte das Wasser stauen wie einen Damm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er f\u00fchrte sie mit der Wolke bei Tag und die ganze Nacht mit Feuershelle.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er spaltete Felsen in der W\u00fcste und tr\u00e4nkte sie wie aus unermesslichen Tiefen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Aus dem Felsen brachte er Flie\u00dfendes hervor und lie\u00df Wasser in Str\u00f6men rinnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Aber sie fuhren fort, gegen ihn zu s\u00fcndigen, in der Steppe gegen den H\u00f6chsten widerspenstig zu sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie versuchten Gott in ihrem Herzen, Speise zu verlangen f\u00fcr ihre Gier.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie redeten wider Gott; sie sprachen: Wird Gott in der W\u00fcste einen Tisch anzurichten verm\u00f6gen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wohl schlug er einen Felsen, dass Wasser floss und B\u00e4che fluteten; wird er aber auch seinem Volke Brot geben oder Fleisch bereiten k\u00f6nnen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wahrlich, das h\u00f6rte der Herr und ereiferte sich; ein Feuer entz\u00fcndete sich in Jakob, und Zorn stieg auf gegen Israel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Weil sie nicht an Gott glaubten und seiner Hilfe nicht vertrauten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Doch entbot er die Wolken droben, und die T\u00fcren des Himmels tat er auf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und lie\u00df Manna auf sie regnen zur Nahrung und gab ihnen himmlisches Korn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Vorz\u00fcgliches a\u00df der Mensch, Speise sandte er ihnen zur S\u00e4ttigung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Er lie\u00df den Ostwind heraufziehen am Himmel und f\u00fchrte mit seiner Macht den S\u00fcdwind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Er lie\u00df Fleisch auf sie streuen wie Staub und wie Sand der Meere beschwingte V\u00f6gel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Diese lie\u00df er in sein Lager fallen rings um seine Wohnungen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie a\u00dfen und wurden recht satt, und ihr Gel\u00fcst erf\u00fcllte er ihnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Noch waren sie aber ihrem Gel\u00fcste nicht entr\u00fcckt, noch war ihre Speise in ihrem Munde,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da stieg auf gegen sie der Zorn Gottes, und er t\u00f6tete unter ihren F\u00fcrsten und streckte die J\u00fcnglinge Israels nieder.<br \/>\n32 Bei all dem s\u00fcndigten sie fort und glaubten nicht an seine Wunder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Er lie\u00df ihre Tage in Nichtigkeit schwinden und ihre Jahre in Schrecken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Wenn er sie t\u00f6tete, suchten sie ihn und kehrten zur\u00fcck und verlangten nach Gott.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Sie erinnerten sich dessen, dass Gott ihr Hort, der h\u00f6chste Gott ihr Erl\u00f6ser ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Sie heuchelten ihm aber mit ihrem Munde und mit ihrer Zunge logen sie ihm vor.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Ihr Herz hielt nicht fest zu ihm, und sie waren nicht treu in seinem Bunde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Aber er war barmherzig und vergab die Missetat; er vertilgte nicht und wandte oft seinen Zorn ab und weckte nicht all seinen Grimm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Er gedachte, dass sie Fleisch sind, ein vergehender Odem, der nicht wiederkehrt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Wie oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der W\u00fcste und betr\u00fcbten ihn in der \u00d6de.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Denn wiederholt versuchten sie Gott, und den Heiligen Israels kr\u00e4nkten sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Sie gedachten nicht seiner Hand, des Tages, wo er sie erl\u00f6st vom Feinde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Da er in \u00c4gypten seine Zeichen getan und seine Wunder im Gefilde Zoan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Als er ihre Fl\u00fcsse in Blut verwandelte, dass sie ihr Wasser nicht trinken konnten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Als er gegen sie wilde Tiere loslie\u00df, die sie fra\u00dfen, die Fr\u00f6sche, die sie zu Grunde richteten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Als er ihren Ertrag dem K\u00e4fer gab und ihre Arbeit der Heuschrecke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Als er durch Hagel ihren Weinstock schlug und ihre Maulbeerb\u00e4ume durch Reif.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Als er ihr Vieh dem Hagel preisgab und ihre Herden den Blitzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Als er gegen sie seine Zornesglut loslie\u00df und Wut, Grimm und Drangsal und eine Schaar von Ungl\u00fccksboten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Als er seinem Zorn freie Bahn lie\u00df, ihr Leben nicht dem Tode vorenthielt, als er ihr Leben der Pest preisgab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Als er alle Erstgeburt in \u00c4gypten schlug, die Erstlinge der Kraft in den Zelten Hams.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Als er sein Volk wie Schafe ziehen lie\u00df und sie leitete wie eine Herde in der W\u00fcste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Er f\u00fchrte sie sicher, dass sie nicht zagten, und ihre Feinde bedeckte das Meer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Er brachte sie in sein heiliges Gebiet, zum Berge, den sich geeignet seine Rechte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Er trieb vor ihnen V\u00f6lker aus und lie\u00df sie zufallen durch die Ma\u00dfschnur als Besitz, und in ihren Zelten wohnen die Stamme Israels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Sie aber versuchten und waren widerspenstig gegen den h\u00f6chsten Gott und seine Zeugnisse wahrten sie nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Sie fielen ab und wurden treulos wie ihre V\u00e4ter, sie wandten sich wie ein tr\u00fcgerischer Bogen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">58.<\/sup> Sie kr\u00e4nkten ihn durch ihre H\u00f6hen, durch ihre G\u00f6tzenbilder ereiferten sie ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">59.<\/sup> Gott h\u00f6rte es und ereiferte sich und verwarf Israel sehr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">60.<\/sup> Er verstie\u00df Silos Stiftszelt, das Zelt, wo er gethront unter Menschen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">61.<\/sup> Er gab in die Gefangenschaft seine Macht und seine Herrlichkeit in die Hand des Feindes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">62.<\/sup> Sein Volk lieferte er dem Schwerte und \u00fcber sein Erbe ereiferte er sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">63.<\/sup> Seine J\u00fcnglinge fra\u00df das Feuer und seine Jungfrauen wurden nicht geschont.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">64.<\/sup> Seine Priester fielen durch das Schwert und seine Witwen konnten nicht genug weinen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">65.<\/sup> Da erwachte wie ein Schlafender der Herr, wie ein Held, jauchzend vom Weine,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">66.<\/sup> Und schlug seine Feinde zur\u00fcck; er gab ihnen ewige Schmach.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">67.<\/sup> Er verschm\u00e4hte Josefs Zelt, am Stamme Efraims hatte er kein Gefallen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">68.<\/sup> Er erkor vielmehr den Stamm Juda, den Berg Zijon, den er liebte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">69.<\/sup> Und er baute recht hoch sein Heiligtum, wie die Erde, die er auf ewig gegr\u00fcndet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">70.<\/sup> Er erkor seinen Knecht David, den er von den H\u00fcrden der Schafe wegnahm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">71.<\/sup> Von den Milchherden brachte er ihn, zu weiden Jakob, sein Volk, und Israel, sein Erbe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">72.<\/sup> Er weidete sie auch in der Redlichkeit seines Herzens, und in Weisheit leitete er sie mit seinen H\u00e4nden.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm79\">Psalm 79<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Psalm von Assaf. Gott, V\u00f6lker sind eingedrungen in dein Erbe; sie haben verunreinigt deinen heiligen Tempel und Jerusalem zum Tr\u00fcmmerhaufen gemacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie haben die Leichen deiner Knechte hingegeben zum Fra\u00dfe den V\u00f6geln des Himmels, das Fleisch deiner Frommen den Tieren der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie haben ihr Blut vergossen wie Wasser rings um Jerusalem, niemand begr\u00e4bt [die Leichen].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wir sind ein Hohn geworden unsern Nachbarn, Spott und Gel\u00e4chter unserer Umgebung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wie lange, Herr, grollst du so g\u00e4nzlich? Brennt wie Feuer dein Eifer?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sch\u00fctte aus deinen Grimm \u00fcber die V\u00f6lker, welche dich nicht erkennen, und \u00fcber die K\u00f6nigreiche, die deinen Namen nicht anrufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn sie haben Jakob gefressen und seine Wohnung verw\u00fcstet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Gedenke uns nicht die S\u00fcnden der Fr\u00fcheren; rasch m\u00f6ge uns dein Erbarmen entgegenkommen, denn wir sind sehr gebeugt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Steh uns bei, Gott unseres Heils, um der Ehre deines Namens willen rette uns und vergib unsere S\u00fcnden um deines Namens willen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Warum sollen die V\u00f6lker sprechen. Wo ist ihr Gott? M\u00f6ge kund werden unter den V\u00f6lkern vor unseren Augen die Rache f\u00fcr das vergossene Blut deiner Knechte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> M\u00f6ge vor dich kommen das St\u00f6hnen der Gefesselten: mit deiner gro\u00dfen Macht erhalte die dem Tode Geweihten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Vergilt unsern Nachbarn siebenfach in ihren Scho\u00df ihren Hohn, mit dem sie dich verh\u00f6hnt, o Herr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wir aber, dein Volk und die Herde deiner Weide, wollen dir danken ewiglich, in alle Geschlechter deinen Ruhm erz\u00e4hlen.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm80\">Psalm 80<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister, nach Sosanim Edut; von Assaf. ein Psalm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Hirt Israels, horch auf! Der du Josef wie Schafe leitest, thronend \u00fcber Cherubim \u2014 erscheine!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Vor Efraim und Benjamin und Manasse erwecke deine St\u00e4rke und komm uns zu Hilfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gott, f\u00fchr uns zur\u00fcck und lasse dein Antlitz leuchten, dass uns geholfen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Herr, Gott Zebaot, wie lange noch wird dein Zorn rauchen trotz der Gebete deines Volkes?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Du speisest sie mit Tr\u00e4nenbrot, mit Tr\u00e4nen in \u00dcberfluss tr\u00e4nkst du sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Du machst uns zum Gerede f\u00fcr unsere Nachbarn, und unsere Feinde spotten unter sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> F\u00fchre uns, o Gott Zebaot, zur\u00fcck und lasse dein Antlitz leuchten, dass uns geholfen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Einen Weinstock holtest du aus \u00c4gypten, du vertriebst V\u00f6lker und pflanztest ihn ein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du r\u00e4umtest vor ihm auf, und er schlug seine Wurzeln und erf\u00fcllte die Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Berge deckte sein Schatten und seine \u00c4ste Zedern Gottes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er trieb seine Ranken bis aus Meer, und bis zum Strome seine Setzlinge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Warum hast du aber seine Z\u00e4une eingerissen, dass ihn alle, die des Weges ziehen, pfl\u00fccken?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es benagt ihn das Schwein aus dem Walde, und das Tier des Waldes weidet ihn ab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Gott Zebaot, o kehre zur\u00fcck, blicke vom Himmel und schaue und siehe nach diesem Weinstocke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Nach dem Spr\u00f6ssling, den deine Rechte gepflanzt, nach dem Reis, das du dir befestigt hast.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er ist verbrannt durch Feuer, abgehauen; vor deinem zornigen Blick kommen sie um.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> M\u00f6ge deine Hand sch\u00fctzend walten \u00fcber dem Manne deiner Rechten, \u00fcber dem Menschensohn, den du dir erzogen hast.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wir werden nicht von dir weichen. Belebe uns wieder und deinen Namen wollen wir anrufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Herr, Gott Zebaot, f\u00fchre uns zur\u00fcck, lasse dein Antlitz leuchten, dass uns geholfen werde.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm81\">Psalm 81<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister auf der Gittit. Von Assaf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jauchzet Gott zu, unserer St\u00e4rke, jubelt dem Gotte Jakobs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Bringet Saitenspiel und reichet Pauken her, liebliche Zither mit Psaltern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sto\u00dfet am Neumond in die Posaune, am Monatsbeginn zu unserem Festtag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn eine Satzung ist es f\u00fcr Israel, eine Vorschrift von dem Gotte Jakobs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als Zeugnis setzte er es ein in Josef, als er gegen das Land \u00c4gypten auszog. Die Sprache des, den ich nicht gekannt, h\u00f6rte ich [als er verk\u00fcndete]:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Entr\u00fcckt habe ich der Lastarbeit seine Schulter, seine H\u00e4nde wurden des Korbes [der Frohnarbeit] ledig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> In der Not riefst du und ich befreite dich, erh\u00f6rte dich in des Donners Umh\u00fcllung, ich pr\u00fcfte dich an den Haderwassern. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> H\u00f6re, mein Volk, ich will dich verwarnen, \u2014 Israel, dass du mir gehorchest!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es soll bei dir kein fremder Gott sein; b\u00fccke dich nicht vor einem anderen Gott.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich bin der Herr, dein Gott, der dich heraufgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten. Tue weit auf deinen Mund, dass ich ihn [mit meinem Segen] f\u00fclle.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber mein Volk h\u00f6rte nicht auf meine Stimme, Israel war mir nicht, willig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da lie\u00df ich es folgen dem \u00dcbermut seines Herzens, mochten sie gehen nach ihren Ratschl\u00fcssen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Wenn doch mein Volk mir gehorchen, Israel in meinen Wegen wandeln wollte!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Leicht dem\u00fctigte ich ihre Feinde, und gegen ihre Dr\u00e4nger kehrte ich meine Hand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die Hasser des Herrn m\u00fcssten ihm heucheln, und ihr Gl\u00fcck w\u00fcrde ewig sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er speiste es von des Weizens Fette, und aus dem Felsen mit Honig s\u00e4ttigte er dich.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm82\">Psalm 82<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Psalm von Assaf. Gott steht in der Gottesgemeinde; in ihrer Mitte richtet Gott.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wie lange werdet ihr Unrecht richten, und das Ansehen der Frevler achten? Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Schaffet Recht dem Geringen und der Waise, dem Gedr\u00fcckten und Armen gebet Recht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Befreiet den Armen und D\u00fcrftigen, aus der Hand der Frevler entrei\u00dfet ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber sie erkennen nicht und sehen nicht ein; sie wandeln im Finstern umher, deshalb wanken alle Grundfesten der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich dachte, Edle seid ihr und des Vornehmen S\u00f6hne ihr alle.<br \/>\n7 Aber wie ein Mensch sterbet ihr, und wie der F\u00fcrsten einer fallet ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Auf Gott richte die Erde; denn alle V\u00f6lker sind dein Besitz.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm83\">Psalm 83<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ein Lied. Psalm von Assaf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Gott, lass dir keine Ruhe, schweige nicht und raste nicht, o Gott!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Denn deine Feinde toben, und deine Hasser erheben das Haupt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gegen dein Volk halten sie listigen Rat, sie ratschlagen gegen deine Schutzlinge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie sprechen: Auf, lasst uns sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass nicht mehr gedacht werde Israels Name.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> So beraten sie sich einm\u00fctig, wider dich schlie\u00dfen sie einen Bund,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Zeltbewohner und die Isma\u00ebliten, Moab und die Hagriter,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Gebal, die Amoniter und Amalekiter, Pleset samt den Bewohnern von Tyrus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Auch Assyrien ist ihnen verb\u00fcndet, sie sind eine St\u00fctze den S\u00f6hnen Lot. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Tue an ihnen wie an Midian, wie an Sisera, wie an Jabin am Bache Kischon,[ Vergl. Buch der Richter Kap. 4,7]<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die vertilgt wurden zu Endor und D\u00fcnger auf dem Felde wurden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Mache ihre F\u00fcrsten wie Oreb und Se\u00ebb, und wie Sebach und Zalmunna all ihre Anf\u00fchrer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Weil sie gesprochen: Wir wollen uns erobern die Wohnungen Gottes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Mein Gott, mache sie dem Wirbel gleich, der Stoppel vor dem Wind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wie das Feuer, das den Wald verbrennt, und die Flamme, die Berge entz\u00fcndet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Also verfolge sie mit deinem Wetter, und mit deinem Sturm schrecke sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> F\u00fcll ihr Angesicht mit Schmach, dann wird man deinen Namen anbeten, Herr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> M\u00f6gen sie zu Schanden werden und erschrecken f\u00fcr immer, err\u00f6ten und umkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dass sie erfahren, dass dein Name, Herr, allein erhaben ist \u00fcber der ganzen Erde.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm84\">Psalm 84<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister auf der Gittit. Von den S\u00f6hnen Korah. ein Psalm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaot!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es sehnte sich und schmachtete meine Seele nach den H\u00f6fen des Herrn; mein Herz und mein ganzes Wesen jauchzen dem lebendigen Gotte zu.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wie der Vogel sein Haus findet und der Sperling sich ein Nest baut, wo er seine K\u00fcchlein birgt, \u2014 sind mir deine Alt\u00e4re, Herr Zebaot, mein K\u00f6nig und mein Gott!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wohl denen, die in deinem Hause weilen, immerdar dich preisen. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wohl dem Menschen, der seine Macht hat an dir, in deren Herzen du Bahnen findest;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die durchs Bakathal ziehen, in einen Quell es wandeln, denn der Fr\u00fchregen spendet Segen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie gehen von Weiler zu Weiler und erscheinen vor Gott in Zijon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Herr, Gott Zebaot, h\u00f6re mein Gebet, horch auf, Gott Jakobs. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Unser Schild, schaue her, o Gott, und blicke auf das Antlitz deines Gesalbten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Denn besser ist ein Tag in deinen H\u00f6fen denn tausend [andere] Tage; mir ist werter an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes, als zu wohnen in Zelten des Frevels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Denn Sonne und Schirm ist der Herr, Gott; Gunst und Ehre gibt der Herr; er versagt kein Gut denen, die in Unschuld wandeln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Herr, Zebaot, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut!<\/p>\n<h2 id=\"Psalm85\">Psalm 85<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dem Sangmeister von den S\u00f6hnen Korah. ein Psalm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Du bist gn\u00e4dig, o Herr, deinem Land, du hast Jakob wiederhergestellt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Du hast die Schuld deines Volkes vergeben, verh\u00fcllt all ihre S\u00fcnde. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Du hast zur\u00fcckgezogen all deinen Groll und nachgelassen von deiner Zornesglut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Kehre auch jetzt um zu uns, Gott unseres Heils, und lass deinen Zorn gegen uns.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Willst du uns ewig z\u00fcrnen? hinziehen deinen Grimm f\u00fcr alle Geschlechter?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Du wirst uns doch wieder beleben, dass dein Volk sich dein erfreue.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Lass uns schauen, Herr, deine Gnade, und dein Heil gib uns.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich mochte h\u00f6ren, was der Herr beschlie\u00dft, denn Frieden verh\u00e4ngt er \u00fcber sein Volk und seine Frommen, damit sie nicht zur Torheit umkehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ja, nahe denen, die ihn f\u00fcrchten, ist sein Heil, dass Herrlichkeit wohne in unserm Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Gnade und Treue begegnen, Heil und Frieden k\u00fcssen sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Treue sprosst aus der Erde, und Heil schauet vom Himmel hernieder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> So ist es, wenn der Herr das Gute gibt und unser Land seinen Ertrag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Heil geht vor ihm einher und richtet auf den Weg seine Tritte.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm86\">Psalm 86<\/h2>\n<p>Neige, Herr, dein Ohr, erh\u00f6re mich, denn arm und d\u00fcrftig bin ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Beh\u00fcte mich, denn ich bin fromm, hilf, mein Gott, deinem Knecht, der auf dich vertraut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sei mir gn\u00e4dig, Herr, denn zu dir rufe ich den ganzen Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Erfreue deinen Knecht, denn zu dir, Herr, erhebe ich mein Herz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn du, o Herr, bist g\u00fctig und verzeihend, reich an Gnade f\u00fcr alle, die dich anrufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Vernimm, Herr, mein Gebet, und h\u00f6re auf die Stimme meines Flehens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Am Tage meiner Not rufe ich dich, dass du mich erh\u00f6rst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Niemand ist dir gleich unter G\u00f6ttern, Herr, und nichts gleicht deinen Werken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Alle V\u00f6lker, die du geschaffen, werden kommen und sich vor dir b\u00fccken und deinen Namen ehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Denn gro\u00df bist du und tust Wunder, nur du, o Gott, allein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Lehre mich, Herr, deinen Weg, ich will wandeln in deiner Wahrheit; richte mein Herz, deinen Namen zu f\u00fcrchten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Preisen will ich dich, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen und immer deinen Namen verehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Denn deine Gnade ist gro\u00df gegen mich; du hast mich gerettet aus der Gruft der Tiefe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Gott, B\u00f6sewichter sind gegen mich aufgestanden, und eine Rotte \u00dcberm\u00fctiger trachtet mir nach dem Leben; sie hatten dich nicht vor Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gn\u00e4diger Gott, langm\u00fctig und reich an Gnade und Treue.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wende dich zu mir und sei mir gn\u00e4dig, verleihe deine Macht deinem Knecht und hilf dem Sohne deiner Magd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Erweise an mir Wunder zum Heil, dass meine Feinde es sehen und zu Schanden werden, denn du, Herr, stehst mir bei und tr\u00f6stest mich.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm87\">Psalm 87<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Von den S\u00f6hnen Korah. ein Psalmlied. Seine Feste ist auf heiligen Bergen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Herr liebt die Tore Zijons mehr als alle Wohnungen Jakobs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Herrliches ist \u00fcber dich verhei\u00dfen, o du Gottesstadt! Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gedenke ich Rahabs [\u00c4gyptens] und Babels, der Philister und Tyrus oder \u00c4thiopiens, [so muss es bestimmt gesagt werden]: der oder jener sei dort geboren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber von Zijon wird jedermann gekannt, der daselbst geboren ist, denn es gr\u00fcndet es der H\u00f6chste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Herr zahlt im Verzeichnis der V\u00f6lker: der ist da geboren. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> S\u00e4nger und Reigent\u00e4nzer [werden anstimmen]: All meine Gedanken sind an dich.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm88\">Psalm 88<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Psalmlied von den S\u00f6hnen Korah. Dem Sangmeister, auf Mahalat anzustimmen. Eine Betrachtung von Heman dem Efrachi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Herr, Gott meiner Hilfe, Tag und Nacht schreie ich zu dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> M\u00f6ge mein Gebet vor dich kommen, neige dein Ohr meinem Ruf,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn satt an Leiden bin ich, und mein Leben naht der Gruft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich werde bereits gez\u00e4hlt zu den ins Grab Sinkenden, ich bin geworden wie ein kraftloser Mann.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Unter Toten ist mein Lager, wie Erschlagene, die im Grabe liegen, derer du nicht wieder gedenkst, die durch deine Hand weggerafft worden sind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Du hast mich in die Grube der Unterwelt gelegt, in tiefe Finsternis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Auf mir lastet dein Grimm, und mit all deinen Brandungen dr\u00fcckst du mich nieder. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Du hast meine Bekannten von mir entfernt, mich ihnen zum Gr\u00e4uel gemacht: ich bin eingeschlossen und kann nicht heraus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Mein Auge verschmachtet vor Elend: ich rufe dich, Herr, alle Tage, ich breite zu dir meine H\u00e4nde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Willst du an Toten Wunder tun? oder sollen die Verblichenen erstehen, dich zu preisen? Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wird von deiner Gnade von deiner Treue im Grabe, in der Verwesung erz\u00e4hlt?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wird in der Finsternis dein Wunder erkannt und deine Gerechtigkeit im Lande der Vergessenheit?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich aber flehe zu dir, o Herr; an jedem Morgen begr\u00fc\u00dft dich mein Gebet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Warum, Herr, verst\u00f6\u00dft du mich, verbirgst dein Antlitz vor mir?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Arm bin ich und vergehe vor Beben; ich trage deinen Schrecken und bin verwirrt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> \u00dcber mich fahren hin deine Zornfluten, deine Schrecknisse vernichten mich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie umgeben mich alle Tage wie Wasser, sie schlagen \u00fcber mich zusammen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Du hast von mir Freund und Genossen entfernt; f\u00fcr meine Bekannten bin ich in die Finsternis geraten.<\/p>\n<h2 id=\"Psalm89\">Psalm 89<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Eine Betrachtung von Etan dem Efrachi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Gnaden des Herrn will ich immer besingen, deine Treue mit meinem Munde kund machen f\u00fcr alle Geschlechter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich dachte, f\u00fcr immer ist deine Gnade aufgebaut, mit dem Himmel st\u00fctzest du deine [unverg\u00e4ngliche] Treue.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> [Einst hast du verhei\u00dfen]: Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erkorenen, da ich meinem Knechte David zugeschworen:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> F\u00fcr immer richte ich auf deine Nachkommen, f\u00fcr alle Geschlechter baue ich deinen Thron. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Himmel preist ja dein Wunder, o Herr, deine Treue [wird verk\u00fcndet] in der heiligen Versammlung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn wer in lichter H\u00f6he misst sich mit dem Herrn? wer unter den G\u00f6tters\u00f6hnen kann sich vergleichen mit dem Herrn?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Gott ist im Rate der Heiligen hoch verherrlicht, er ist furchtbar \u00fcber all seine Umgebung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Herr, Gott Zebaot, wer ist dir gleich, m\u00e4chtiger Gott? Deine Treue umgibt dich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du beherrschest des Meeres Trotz, erhebt es seine Wogen, bes\u00e4nftigst du sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Du hast wie einen Erschlagenen den \u00dcberm\u00fctigen niedergetreten, mit dem Arm deiner Macht deine Feinde zerstreut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dein ist der Himmel, dein auch die Erde, die Welt und was sie f\u00fcllt, du hast sie gegr\u00fcndet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nord und S\u00fcd hast du geschaffen, Tabor und Hermon \u2014 in deinem Namen jauchzen sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Dein ist die Macht und der Sieg; m\u00e4chtig ist deine Hand, erhaben deine Rechte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Recht und Geb\u00fchr sind deines Thrones St\u00fctze, Gnade und Treue begr\u00fc\u00dfen dein Antlitz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Gl\u00fccklich das Volk, das den Posaunenklang kennt, Herr; alle die im Lichte deines Antlitzes wandeln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die deinem Namen alle Tage zujubeln und deine Gerechtigkeit laut preisen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Denn du bist die Zierde ihrer Macht, und durch deine Gnade ist hoch unser Horn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Denn der Herr ist unser Schild, der Heilige Israels unser K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Nun redetest du einst im prophetischen Gesicht zu deinem Frommen und sprachst: Ich verleihe Sieg dem Helden, ich erhebe ihn aus dem Volke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich habe meinen Knecht David gefunden und mit meinem heiligen \u00d6le ihn gesalbt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Meine Hand wird ihn st\u00fctzen und mein Arm ihn kr\u00e4ftigen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Kein Feind darf ihn reizen und der Ruchlose ihn nicht bedr\u00fccken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ich zermalme vor ihm seine Widersacher und seine Hasser schlage ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Meine Treue und meine Gnade wird mit ihm sein, und durch meinen Namen wird hoch sein Horn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Ich richte \u00fcber das Meer seine Herrschaft und \u00fcber Str\u00f6me seine Macht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Er wird mich anrufen: Mein Vater bist du, mein Gott und der Hort meines Heils.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und ich setze ihn zum Erstgeborenen ein, zum H\u00f6chsten \u00fcber die K\u00f6nige der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> F\u00fcr immer bewahre ich ihm meine Gnade, und mein Bund bleibt ihm getreu.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Ich setze f\u00fcr immer seine Nachkommenschaft ein und seinen Thron wie die Dauer des Himmels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Wenn auch seine S\u00f6hne meine Lehre verlassen sollten und nach meinen Vorschriften nicht wandeln;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Wenn sie meine Satzungen entweihen und meine Gebote nicht halten;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> So werde ich mit Strafe ihren Abfall heimsuchen und mit Plagen ihr Vergehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Aber meine Gnade entziehe ich ihnen nicht, ich werde nicht falsch an meiner Treue.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Ich entweihe nicht meinen Bund, und was ich mit meinen Lippen versprach, das \u00e4ndere ich nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Ein f\u00fcr alle Mal habe ich in meinem Heiligtum geschworen: Dem David werde ich niemals tr\u00fcgerisch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Seine Nachkommen werden ewig sein und sein Thron wie die Sonne mir vor Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Wie der Mond wird er befestigt sein f\u00fcr immer, denn in lichter H\u00f6he ist das Zeugnis bew\u00e4hrt. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Und doch hast du verworfen und verschm\u00e4ht, grolltest gegen deinen Gesalbten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Du hast den Bund deines Knechtes verworfen, zu Boden entweiht sein Diadem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> All seine Mauern hast du zerbrochen, seine Festungen zertr\u00fcmmert<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Alle die des Weges ziehen, pl\u00fcndern ihn aus; er ist ein Hohn geworden seinen Nachbarn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Du hast die Macht seiner Widersacher gro\u00df gemacht, alle seine Feinde erfreut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Auch wendest du zur\u00fcck die Sch\u00e4rfe seines Schwertes und l\u00e4sst ihn nicht standhaft sein im Kriege.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Du hast seinen Glanz vernichtet und seinen Thron zu Boden gest\u00fcrzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Du verk\u00fcrztest die Tage seiner Jugend, h\u00fclltest ihn in Schande. Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Wie lange, Herr, wirst du dich g\u00e4nzlich verbergen, wird dein Grimm wie Feuer brennen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Ich denke, wie alles verg\u00e4nglich ist, zu welcher Nutzlosigkeit du alle die Menschenkinder erschaffen hast.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Welcher Mensch lebt [ewig] und schaut nicht den Tod, dass er sich von der Gruft retten k\u00f6nnte? Sela.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Wo sind deine fr\u00fcheren Gnaden, Herr, was du David zugeschworen bei deiner Treue?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Gedenke, Herr, der Schmach deiner Knechte, die ich im Busen trage von all den vielen V\u00f6lkern;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Dass deine Feinde den Herrn l\u00e4stern, dass sie die Vergangenheit deines Gesalbten schm\u00e4hen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Gepriesen sei der Herr ewig. Amen! Amen!<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div> Auf welche Schlacht der Psalmist hier anspielt, ist nicht bekannt, wahrscheinlich auf die letzten Kriege gegen Assyrien. <\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld Psalmen: 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 Alle Psalmen &#8211; Tehillim in der \u00dcbersicht Psalm 73 1.Psalm von Assaf. G\u00fctig gegen Israel ist Gott, gegen die, die reinen Herzens sind. 2. Und ich, beinahe wankten meine F\u00fc\u00dfe, glitten meine Tritte aus. 3. Denn ich beneidete die Prahler, das Gl\u00fcck der Frevler sah ich mir an. 4. Denn keine Qualen haben sie, kr\u00e4ftig ist ihr Leib. 5. Das Ungemach der Menschen sehen sie nicht, und mit den andern werden sie nicht heimgesucht. 6. Darum ist ihr Halsgeschmeide Hoffart, und Gewalttat h\u00fcllen sie als Gewand um. 7. Vor Fett verschwindet ihr Auge, wie hochgeschwollen ist ihr Wanst. 8. In die Tiefe steigen ihre b\u00f6sen Beschl\u00fcsse, und auch von der H\u00f6he reden sie Gewalt. 9. Gegen den Himmel richten sie ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf die Erde. 10. 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