{"id":4816,"date":"2019-08-19T16:05:48","date_gmt":"2019-08-19T14:05:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4816"},"modified":"2023-04-19T12:11:39","modified_gmt":"2023-04-19T10:11:39","slug":"jeschajahu-das-buch-jesaja","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/jeschajahu-das-buch-jesaja\/","title":{"rendered":"Jeschajahu &#8211; Das Buch Jesaja"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Jeschajahu (Jesaja) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel31\">31<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel32\">32<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel33\">33<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel34\">34<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel35\">35<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel36\">36<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel37\">37<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel38\">38<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel39\">39<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel40\">40<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel41\">41<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel42\">42<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel43\">43<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel44\">44<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel45\">45<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel46\">46<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel47\">47<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel48\">48<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel49\">49<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel50\">50<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel51\">51<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel52\">52<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel53\">53<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel54\">54<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel55\">55<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel56\">56<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel57\">57<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel58\">58<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel59\">59<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel60\">60<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel61\">61<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel62\">62<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel63\">63<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel64\">64<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel65\">65<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel66\">66<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber das Buch<\/h2>\n\n\n\n<p>Jesaja, Sohn des Amos, war aus Jerusalem geb\u00fcrtig. Seine Familie scheint zu den vornehmen des Landes und er selbst zum engeren Kreise des k\u00f6niglichen Hofes geh\u00f6rt zu haben. Seine prophetische Wirksamkeit umfasst einen Zeitraum von beinahe vierzig Jahren, von 740\u2014 701 vor allgemeiner Zeitrechnung \u2014 die ereignisreichsten, bewegtesten Jahre in der Geschichte des K\u00f6nigtums Juda. W\u00e4hrend dieses gesamten Zeitraumes war er die beherrschende Erscheinung im Lande. Das bedeutungsvollste Ereignis seiner Zeit war der Aufstieg Assyriens von einer babylonischen Provinz im n\u00f6rdlichen Mesopotamien zur Weltmacht. Die K\u00f6nigreiche Syrien und Israel fielen 721 den Assyrern zur Beute, und Jerusalem selbst wurde 701 nur durch ein Wunder vor ihrem Zugriff gerettet.<br>Mit dem Untergang des K\u00f6nigreichs Israel wurde Juda der einzige Repr\u00e4sentant und H\u00fcter echter Religiosit\u00e4t, und in dem Schicksal dieses winzigen Landes lag auch das der sittlich-geistigen Entwicklung der gesamten \u00fcbrigen Welt beschlossen. In dieser Zeit tiefgehender geistiger Wehen und Umw\u00e4lzungen brachte Jesaja dem K\u00f6nig und dem Volk die Botschaft der Heiligkeit, Allmacht und Alleinherrschaft Gottes. (\u00bbHeilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen; die ganze Erde ist voll Seiner Herrlichkeit.\u00ab) Mit flammender Leidenschaft sucht er immer wieder seinen Br\u00fcdern seinen glutvollen Glauben an Gott und Seine Vorsehung mitzuteilen, wenn er ihnen die geschichtlichen Ereignisse im Lichte g\u00f6ttlicher F\u00fchrung und Gerechtigkeit verst\u00e4ndlich machen will. Sein Eifer brachte ihn in schwere Konflikte mit der damaligen Kriegspartei, und er blieb sein Leben lang ein unvers\u00f6hnlicher Feind der l\u00e4rmenden \u00bbPatrioten\u00ab und opportunistischen Politiker. Einer \u00dcberlieferung zufolge kam er w\u00e4hrend der Zeit des Abfalls zum Heidentum unter dem K\u00f6nig Manasseh um.<br>Jesaja vereinigte in seiner Gedankenweite und der \u00fcberragenden Gr\u00f6\u00dfe seines Handelns die tiefste religi\u00f6se Erkenntnis mit der ausgepr\u00e4gtesten Kenntnis der Menschen und der Beweggr\u00fcnde ihres Handelns. Schon sein Stil zeigt den Mann in seiner Besonderheit. Er ist in der Weltliteratur der Meister des Erhabenen geblieben. Dar\u00fcber hinaus machte ihn sein leidenschaftliches sittliches Empfinden zu einem der gr\u00f6\u00dften Redner der Welt. \u2013 <em>Rabbiner Joseph Herman Hertz (selg. Ang.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p>Rede an das Volk, gehalten w\u00e4hrend der Regierungszeit Achaz gegen die Werkheiligkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Die prophetischen Reden des Jesaja, Sohn Amoz, der prophezeit hat \u00fcber Jehuda und Jerusalem w\u00e4hrend der Regierungszeit des Usija, Jotam, Achaz und Hiskija, der K\u00f6nige von Jehuda. <sup class=\"Vers\">2.<\/sup>H\u00f6re, o Himmel, und vernimm, Erde, was der Herr geredet: Kinder habe ich gro\u00dfgezogen und aufwachsen lassen, aber sie sind abgefallen von mir.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Der Ochse kennt seinen Eigent\u00fcmer, der Esel die Dreschtenne seines Herrn: Israel kennt [seine Pflichten] nicht, mein Volk sieht danach nicht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>O \u00fcber die s\u00fcndige Nation, \u00fcber das schuldbeladene Volk, die Brut der Misset\u00e4ter, die entarteten Kinder \u2014 sie haben den Herrn verlassen, verworfen den Heiligen Israels, sie sind [vom rechten Weg] abgewichen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wozu wollt ihr noch mehr gez\u00fcchtigt werden, dass ihr weiterhin s\u00fcndigt? Ist doch schon jedes Haupt krank und jedes Herz siech.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Von der Fu\u00dfsohle bis zum Haupt ist nichts Heiles [an euch]; sondern nur Wunden und Beulen und eiterndes Geschw\u00fcr, die nicht ausgedr\u00fcckt und nicht verbunden worden sind und nicht erweicht durch \u00d6l.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Euer Land ist \u00f6de, eure St\u00e4dte sind im Feuer verbrannt, euern Boden verzehren in eurer Gegenwart die Fremden: er ist \u00f6de wie die Zerst\u00f6rung [der St\u00e4dte] der B\u00f6sen [Sodom und Gomorrha].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Die Tochter Zijon ist geblieben wie eine H\u00fctte im Weinberge, wie das Nachtlager im K\u00fcrbisfelde, wie eine belagerte Stadt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>H\u00e4tte der Herr Zebaot uns nicht diesen kleinen Rest gelassen, so w\u00e4ren wir ja [g\u00e4nzlich] wie Sodom, wir glichen Gomorrha.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>H\u00f6ret das Wort des Herrn, ihr F\u00fcrsten Sodoms, vernimm die Lehre unseres Gottes, du Volk von Gomorrha!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wozu mir eure vielen Opfer? spricht der Herr. Ich bin satt der Ganzopfer von Widdern und des Fettes der Masttiere; des Blutes der Farren und der L\u00e4mmer und der B\u00f6cke begehre ich nicht.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wenn ihr kommt vor mir [im<br>Heiligtum] zu erscheinen, wer verlangt es von euch, dass ihr meine Hallen zertretet [und nicht dem\u00fctig auftretet]?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Bringt mir nicht mehr eure eitlen Gaben! Das R\u00e4ucherwerk ist mir ein Gr\u00e4uel; [unterlasst es] am Neumond und am Schabbat festliche Versammlung abzuhalten; ich mag nicht S\u00fcnde und festliche Weihe zusammen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Eure Neumonde und eure Festtage hasse ich, sie sind mir l\u00e4stig, ich bin m\u00fcde, sie zu ertragen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und wenn ihr eure H\u00e4nde [zum Beten] ausbreitet, wende ich meinen Blick von euch; auch wenn ihr noch so viel betet, h\u00f6re ich nicht darauf \u2014 denn eure H\u00e4nde sind ja blutbefleckt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Waschet euch zuvor, werdet lauter, schaffet eure b\u00f6sen Taten vor meinem Anblick, h\u00f6rt auf zu freveln.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Gew\u00f6hnt euch, Gutes zu tun, f\u00f6rdert das Recht, steht bei den Vergewaltigten, sprechet Recht der Waise, nehmet euch der Witwe an.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>O kommt, dass wir uns vers\u00f6hnen, spricht der Herr: M\u00f6gen eure S\u00fcnden [rot] wie Karmesin sein, es wird alles wei\u00df wie Schnee; wenn sie rot wie Purpur \u2026 alles soll wei\u00df wie [wei\u00dfe] Wolle werden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wenn ihr nun auf mich h\u00f6ren wollt, so werdet ihr das Beste des Landes verzehren,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Wenn ihr aber euch weigert und widerspenstig bleibt \u2014 werdet ihr vom Schwert verzehrt, denn so hat der Herr gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ach, wie ist zur Buhlerin geworden die einst bew\u00e4hrte Stadt! Ehemals voll des Rechtes Gerechtigkeit weilte in ihr \u2014 und jetzt eine M\u00f6rderh\u00f6hle!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Dein Silber ist Schlacke geworden; dein Wein gew\u00e4ssert.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Deine F\u00fcrsten sind nichtsw\u00fcrdig, Diebesgenossen, alle wollen sie Bestechung und suchen Bezahlung; der [hilflosen] Waise sprechen sie kein Recht und der Witwe nehmen sie sich nicht an.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Darum spricht der Herr Zebaot, der M\u00e4chtige Israels: O, ich will Genugtuung haben an meinen Widersachern und mich r\u00e4chen an meinen Feinden.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Ich will meine Macht gegen dich wenden, wie mit Lauge deine Schlacken l\u00e4utern und fortschaffen all deinen Beisatz.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Deine Richter will ich herstellen wie vormals und deine [gerechten] R\u00e4te wie zuvor; nachher wirst du wieder die Stadt der Gerechtigkeit, die treue Stadt genannt.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Zijon wird durch Gerechtigkeit erl\u00f6st und seine Einwohner durch Tugend.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Die Abtr\u00fcnnigen und S\u00fcnder aber brechen alle zusammen; die, welche Gott verlassen, gehen unter.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Denn sie sollen zu Schanden werden ob den [dem G\u00f6tzendienst geweihten] Terebinthen, nach denen ihr gel\u00fcstet, und err\u00f6ten m\u00fcssen ob der G\u00e4rten, die ihr euch erw\u00e4hlt.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Denn ihr werdet wie eine Terebinthe, deren Bl\u00e4tter welk sind und wie ein Garten, der nicht bew\u00e4ssert ist.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Der G\u00f6tze [der euch Schutz gew\u00e4hren sollte] wird wie das Werg, und der ihn angefertigt hat zum Funken; sie werden beide zusammen brennen und niemand wird l\u00f6schen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p>Die sittliche Gr\u00f6\u00dfe Israels. Rede gegen den G\u00f6tzendienst.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Die prophetische Rede, die gehalten hat Jesaja, Sohn Amoz, \u00fcber Jehuda und Jerusalem:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dereinst, in den sp\u00e4teren Tagen, wird aufgerichtet sein der Tempel des Herrn, hochragend \u00fcber alle Berge und erhaben \u00fcber alle H\u00fcgel \u2014 denn zu ihm werden alle Nationen str\u00f6men.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Viele V\u00f6lker werden sich aufmachen und zu einander sprechen: Auf, wir wollen ziehen zum Tempelberg des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns seine Wege lehre und wir auf seinen Pfaden wandeln; denn von Zijon geht die [wahre] Lehre aus, und das Gotteswort von Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>[Gott] wird richten zwischen den Nationen und zurechtweisen die vielen V\u00f6lker. Dann werden sie umschmieden ihre Schwerter zu Sicheln und ihre Lanzen zu Rebenmessern; eine Nation wird nicht weiterhin erheben gegen die andere das Schwert, und sie werden nicht mehr das Kriegf\u00fchren lernen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Haus Jakob! Auf, wir wollen [schon jetzt] wandeln im Lichte des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Denn du hast deine nationale Eigenart aufgegeben, o Haus Jakob; sie sch\u00f6pfen von den Gebr\u00e4uchen des Morgenlandes und treiben Wolkendeuterei wie die Philister, und an fremden Sitten finden sie Gefallen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Voll ist sein Land mit Silber und Gold, und endlos sind seine Sch\u00e4tze; voll ist auch das Land von Rossen, und zahllos sind seine Kriegswagen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Aber ebenso voll ist sein Land von G\u00f6tzen, vor ihrer H\u00e4nde Werk b\u00fccken sie sich, vor dem, was ihre Finger angefertigt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>So ist der Mensch gebeugt, so erniedrigt der Mann \u2014 erhebe sie nicht mehr!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gehe in den Felsen und verbirg dich im Staube vor dem Schrecken des Herrn, vor der Herrlichkeit seiner Hoheit.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Die stolzen Blicke des Menschen werden gesenkt, und gebeugt die H\u00f6he der M\u00e4nner; erhaben ist der Herr allein an jenem Tage.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn ein Tag kommt vom Herrn Zebaot \u00fcber alles Stolze und Hohe und \u00fcber alles Ragende, dass es sinkt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>\u00dcber alle hohen und emporragenden Zedern des Libanon und \u00fcber alle Eichen des Baschan;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>\u00dcber alle hohen Berge und \u00fcber alle ragenden H\u00fcgel;<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>\u00dcber jeglichen hohen Turm und \u00fcber jegliche feste Mauer;<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und \u00fcber alle Tarschisch-Schiffe und \u00fcber alle k\u00f6stlichen Sch\u00e4tze.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Gebeugt wird des Menschen Stolz, und erniedrigt der M\u00e4nner Hochmut; erhaben ist der Herr allein an jenem Tage.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Die Hoheit der G\u00f6tzen wird schwinden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>[Die Menschen] werden kommen in die Felsenh\u00f6hlen und in die Staubl\u00f6cher vor dem Schrecken des Herrn und vor der Herrlichkeit seiner Hoheit, wenn er aufsteht, die Erde zu schrecken.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>An jenem Tage wird der Mensch wegwerfen seine silbernen und goldenen G\u00f6tzen, die man ihm gemacht, sich vor ihnen zu b\u00fccken, den Maulw\u00fcrfen hin und Flederm\u00e4usen;<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sich zu verbergen in Felsenspalten und Steinkl\u00fcften vor dem Schrecken des Herrn und vor der Herrlichkeit seiner Hoheit, wenn er aufsteht, die Erde zu schrecken.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Lasset nun ab, [eure Hoffnung zu setzen] auf den Menschen, in dessen Nase Odem ist, denn wof\u00fcr ist er geachtet?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>Die bevorstehende Not. Gegen den Hochmut.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Denn der Herr Zebaot nimmt Jerusalem und Jehuda jede St\u00fctze und Kr\u00fccke, jede Brotst\u00fctze und jede Wasserst\u00fctze.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Held und Kriegsmann, Richter und Prophet, Wahrsager und Vornehme,<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Obersten \u00fcber F\u00fcnfzig, Angesehene und Ratgeber, Zauberverst\u00e4ndige und Beschw\u00f6rungskundige.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich setze Knaben \u00fcber sie zu F\u00fcrsten, und Unm\u00fcndige sollen sie beherrschen, <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Das Volk wird bedr\u00fcckt sein, einer<br>durch den andern, jeder durch seinen Nebenmenschen; es wird herrschen der Knabe \u00fcber den Greis und der Geringe \u00fcber den Geehrten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dass ein Mann seinen Verwandten aus seines Vaters Hause anfa\u00dft und zu [ihm sprechen wird]: Ein Kleid hast du? Sei uns ein F\u00fchrer und nimm diesen Verfall unter deine Hand.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Aber dieser wird an jenem Tage [seine Stimme] erheben und versichern: Ich kann keinen Verband anlegen [ich kann diese Sch\u00e4den nicht heilen]; in meinem Hause ist weder Brot noch Kleid. Machet mich nicht zum Volksf\u00fchrer.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>F\u00fcrwahr, so ist Jerusalem gesunken und Jehuda gefallen; denn ihre Zungen und ihre Taten waren gegen den Herrn gerichtet, zu erz\u00fcrnen die Blicke seiner Herrlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die Frechheit ihres Angesichts zeugte gegen sie, und ihre S\u00fcnde gestanden sie offenkundig wie Sodom, sie verhehlten nichts. Wehe ihnen, denn sie ziehen auf sich das Verderben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Preiset die Gerechten, ihnen wird es gut gehen; denn die Frucht ihrer Werte werden sie essen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wehe aber dem Frevler, ihm ergeht es schlecht; denn nach dem Verdienst seiner H\u00e4nde wird es ihm ergehen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Mein Volk wird von Unm\u00fcndigen regiert, und Frauen beherrschen es. O mein Volk, deine Leiter f\u00fchren dich irre und verwirren die Richtung deiner Pfade.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Herr stehet, Recht zu sprechen, zu richten sein Volk und seine F\u00fcrsten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Der Herr geht ins Gericht mit den Aeltesten seines Volkes und mit seinen F\u00fcrsten: Ihr habt ja abgeweidet den Weinberg, der Raub des Armen ist in euren H\u00e4usern.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Welches Recht habt ihr, mein Volk zu zertreten und das Angesicht der Armen zu zermalmen? spricht der Herr Zebaot.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Der Herr spricht: Weil sich die T\u00f6chter Zijons \u00fcberheben, dass sie einhergehen, die H\u00e4lse gestreckt und die Augen umherwerfend; trippelnden Ganges gehen sie, und mit ihren F\u00fc\u00dfen machen sie Geklirr:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>So wird der Herr kahl machen die Scheitel der Tochter Zijons, der Herr wird ihr Gesicht entbl\u00f6\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>An jenem Tage nimmt euch der Herr ab den Schmuck der Fu\u00dfschellen, die<br>Netze und die Monde; <sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Ohrgeh\u00e4nge, die Ketten und die Flore;<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Die Kopfzeuge, die Schrittkettchen, die Schn\u00fcre, die Riechfl\u00e4schchen und die Amulette,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Die Fingerringe und die Nasenringe;<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Die Feierkleider, die M\u00e4ntel, die Oberkleider und die Taschen;<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Die Spiegel, die Hemdchen, die Kopfbunde und die Schleier.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Statt des Duftes soll Modergeruch kommen, statt des G\u00fcrtels ein Strick, statt des Lockenwerks eine Glatze, statt des Festgewandes ein h\u00e4rener Gurt, und Brandfleck statt der Sch\u00f6nheit.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Deine M\u00e4nner werden fallen durch das Schwert, und deine Helden im Kriege.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Es werden \u00e4chzen und trauern ihre Tore, und ausger\u00e4umt sitzt [die Stadteinwohnerschaft] auf der Erde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>Verhei\u00dfung f\u00fcr die Zukunft.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>An jenem Tage werden sieben Frauen 4 einen Mann anfassen und sprechen: Unser eigenes Brot wollen wir essen und unser Kleid tragen, [du brauchst f\u00fcr uns<br>nicht zu sorgen], nur la\u00df uns dein hei\u00dfen: nimm hinweg unsere Schmach.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>An jenem Tage wird der Spr\u00f6\u00dfling des Herrn sein zur Anmut und zur Ehre, und die Frucht des Landes zum Stolze und zur Pracht f\u00fcr den Rest Israels.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Wer \u00fcberbleiben wird in Zijon und zur\u00fcckgelassen in Jerusalem, wird heilig genannt werden, jeder, der zum Leben aufgezeichnet ist in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wenn der Herr abgewaschen haben wird den Unflat der T\u00f6chter Zijons und das Blut Jerusalems absp\u00fclt aus seiner Mitte, mit dem Wind des Gerichts und dem Wind der Tilgung [der Reinigung]. <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Dann schafft der Herr \u00fcber die ganze Wohnst\u00e4tte des Berges Zijon und \u00fcber seine Versammlungsorte eine Wolke f\u00fcr den Tag und Rauch und Glanz von Feuerflammen f\u00fcr die Nacht; denn \u00fcber all der Herrlichkeit wird ein Schutz sein.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und eine H\u00fctte wird sein zur Beschattung am Tage vor der Glut, zum Schutz und zur Zuflucht vor G\u00fcssen und vor Regen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Vergewaltigung der Armen.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ich will dichten von meinem Freunde; das Lied meines Freundes handelt von seinem Weinberg. Einen Weinberg hatte mein Freund auf einer fetten Bergspitze.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er grub ihn um und reinigte ihn von Steinen; er bepflanzte ihn mit edlen Reben und baute einen Turm darin, und auch einen Keller haute er darin aus. Er hoffte, dass er [gute] Trauben bringen werde, doch er brachte Heerlinge.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und nun, Bewohner Jerusalems und M\u00e4nner Jehudas, seid doch Richter zwischen mir und meinem Weinberg.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Was w\u00e4re noch zu tun gewesen f\u00fcr meinen Weinberg, das ich nicht an ihm getan? Warum hoffte ich, dass er Trauben bringen werde, er aber brachte Heerlinge?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Nun will ich euch ank\u00fcndigen, was ich an meinen Weinberg zu tun gedenke. Wegnehmen will ich seine Hecke, dass er abgeweidet werde, einrei\u00dfen seinen Zaun, dass er zertreten werde.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich mache ihn zur Oede; er werde nicht beschnitten und nicht behackt, dass Dornen und Disteln aufschie\u00dfen; den Wolken verbiete ich, auf ihn Regen niedergehen zu lassen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der Weinberg des Herrn Zebaot ist das Haus Israel, die M\u00e4nner Jehudas seine liebliche Pflanzung; er hoffte auf<br>Rechtspruch, aber es ist Rechtsbruch, auf Pflichttreue, aber es ist Klagegeschrei.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>O \u00fcber die, welche Haus an Haus r\u00fccken, Feld an Feld reihen, bis [f\u00fcr den, der zwischen ihnen ist], kein Platz mehr bleibt, dass ihr allein die Bewohner bleibet im Lande!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Vor meinen Ohren [sprach] der Herr Zebaot: Ob nicht viele H\u00e4user zur \u00d6de werden, gro\u00dfe und schone von Bewohnern leer!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn zehn Joch Weinberg sollen nur ein Bat bringen, und ein Homer Aussaat nur ein Efa.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>O \u00fcber die, welche am Morgen aufstehen [und] nach berauschendem Getr\u00e4nke jagen, die sp\u00e4t sitzen am Abend, der Wein erregt sie.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Zither und Psalter, Pauke, Fl\u00f6te und Wein macht ihr Zechgelage, aber das Werk des Herrn schauen sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wahrlich, mein Volk wird unversehens in die Fremde wandern; sein Adel wird verhungern und seine Menge vor Durst verschmachten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wahrlich, die H\u00f6lle wird ihren Schlund auftun und ihren Rachen aufsperren ohne Ma\u00df, dass hinabf\u00e4hrt ihr Adel und ihre Menge und ihr Getobe und alle ihre Fr\u00f6hlichen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dann wird der Mensch gebeugt, niedrig der Mann, und die Blicke der Stolzen gesenkt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Erhaben wird sich zeigen der Herr Zebaot im Gericht, und der heilige Gott geheiligt durch Gerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Die Schafe werden wie auf ihrer Trift weiden [die Schwachen werden ruhig leben], aber die Tr\u00fcmmer der Feisten werden Heimatlose verzehren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>O \u00fcber die, welche die Schuld an Banden des Trugs heranziehen und wie am Wagenseile die S\u00fcnde!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie sprechen: [Gott] m\u00f6ge doch beschleunigen sein Werk, auf dass wir es sehen; es m\u00f6ge herankommen und eintreffen der Ratschluss des Heiligen Israels, dass wir es erfahren.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>O \u00fcber die, welche das B\u00f6se gut nennen und das Gute b\u00f6s, die Finsternis machen zu Licht und Licht zu Finsternis, die Bitteres machen zu S\u00fc\u00dfem und S\u00fc\u00dfes zu Bitterem!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>O \u00fcber die, welche sich f\u00fcr weise halten und in ihrer Meinung verst\u00e4ndig sind.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>O \u00fcber die Helden im Weintrinken und die tapferen M\u00e4nner, berauschendes Getr\u00e4nk zu mischen!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Die um Bestechung den Schuldigen f\u00fcr, gerecht gelten lassen, aber dem Gerechten entziehen sie das Recht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Sicherlich, wie des Feuers Zunge die Stoppel frisst, und Heu vor der Flamme zusammensinkt, so wird ihre Wurzel wie Moder sein und ihre Bl\u00fcte wie Staub auffliegen; denn verschm\u00e4ht haben sie die Lehre des Herrn Zebaot, und das Wort des Heiligen Israels haben sie verworfen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Dar\u00fcber ergl\u00fcht der Zorn des Herrn \u00fcber sein Volk; er streckt seine Hand aus gegen dasselbe und schl\u00e4gt es, dass die Berge zittern und ihre Leichname liegen wie Kehricht inmitten der Gassen. Bei all dem h\u00f6rt sein Zorn noch nicht auf, und seine Hand bleibt noch ausgestreckt.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er, wird ein Panier den V\u00f6lkern in der Ferne erheben und den Feind vom Ende der Erde herbeirufen. Dieser kommt rasch und eilends.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Keiner ermattet oder strauchelt bei ihm; er schlummert und schl\u00e4ft nicht. Es. l\u00f6st sich nicht sein H\u00fcftengurt, und sein Schuhriemen rei\u00dft nicht.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Seine Pfeile sind gesch\u00e4rft und all seine Bogen gespannt; die Hufe seiner Rosse gleichen dem Stein und seine R\u00e4der dem Sturmwind.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Sein Gebr\u00fcll ist wie das des L\u00f6wen. Wie ein L\u00f6we br\u00fcllt und tobt er und packt den Raub und schleppt [ihn] fort; keiner kann retten.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Er wird gegen [Israel] toben an jenem Tage wie Meerestoben. Wer auf das Land [Israel] blicken wird, findet da Finsternis der Not, und das Licht verfinstert sich an dem Himmel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>Jesajas prophetische Sendung.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Im Todesjahre des K\u00f6nigs Usija sah ich den Herrn sitzen auf hohem und erhabenem Thron, und seine Schleppen erf\u00fcllten den Tempel.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Serafim standen hoch neben ihm, je sechs Fl\u00fcgel hatte ein jeder. Mit zweien bedeckt er sein Antlitz, mit zweien bedeckt er seine F\u00fc\u00dfe und mit zweien fliegt er.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaot, voll ist die ganze Erde seiner Herrlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da erbebten die S\u00e4ulen der Pfosten vor der rufenden Stimme, und das Haus wurde vom Rauch erf\u00fcllt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich sprach: Wehe mir! ich vergehe, denn ein Mann unreiner Lippen bin ich, und ich verweile unter einem Volke unreiner Lippen \u2014 den K\u00f6nig, den Herrn Zebaot haben meine Augen gesehen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da flog zu mir einer der Serafim; er hielt in seiner Hand einen gl\u00fchenden Stein, den er mit der Zange vom Altare genommen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er ber\u00fchrte damit meinen Mund und sprach: Dies hat ber\u00fchrt deine Lippen, und so weicht deine Schuld und deine S\u00fcnde ist ges\u00fchnt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da h\u00f6rte ich die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich schicken [zu Israel], und wer wird gehen f\u00fcr uns? Ich sprach: Ich bin bereit, schicke mich!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>[Gott] sprach darauf: Gehe hin und sprich zu diesem Volke: H\u00f6ret nur immer und sehet nicht ein, sehet nur immer und erkennet nicht.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn verstockt bleibt das Herz dieses Volkes, seine Ohren schwer und seine Augen stumpf; [es f\u00fcrchtet wohl], es k\u00f6nnte mit seinen Augen sehen, mit seinen Ohren h\u00f6ren und mit seinem Herzen erkennen und dann wieder genesen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich fragte: Wie lange, o Herr, [wird es so bleiben]? Und er erwiderte: Bis dass die St\u00e4dte ver\u00f6det und leer von Bewohnern werden und die H\u00e4user menschenleer, und der Boden zur W\u00fcste ver\u00f6det sein wird;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Bis der Herr die Menschen weggef\u00fchrt haben wird, dass gro\u00df wird die Verlassenheit im Lande.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn ein Zehntel noch da bleibt \u2014 wenn [das Land] der Vernichtung nahe ist, wie jene Terebinthe und Esche [am Tor Salechet]<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Die gew\u00f6hnliche \u00dcbersetzung, \u00bbwie die Terebinthe, die ihr Laub abwirft,\u00ab gibt gar keinen Sinn, vielmehr hat der Prophet hingewiesen auf eine alte Terebinthe am Tor von Salechet [vergl. <sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Chronik 26, 16 vor dem Heiligtum.<\/span>\n\n\n\n<p>, an welcher der Stamm geblieben, so bleibt ein Stamm der heiligen Samen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen die Feinde Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>In den Tagen des Achaz, Sohnes Jotam, Sohnes Usija, K\u00f6nigs von Jehuda, zog Rezin, K\u00f6nig von Aram, und Pekah, Sohn des Remalja, K\u00f6nig von Israel, gegen Jerusalem, es zu bek\u00e4mpfen, aber sie konnten es nicht erobern.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dem Hause David war zuvor also gemeldet worden: Aram lagert in Efrajim, [und beide bereiten sich vor, Jehuda anzugreifen]. Da bebte das Herz [des Achaz] und das Herz seines Volkes wie die Waldb\u00e4ume vor dem Sturm.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Der Herr sprach aber zu Jesaja: Gehe doch dem Achaz entgegen, du und dein Sohn Sear-Jasub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches nach der Stra\u00dfe zum Walkerfelde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und sprich zu ihm: Sei ruhig und halte dich still; f\u00fcrchte nicht und dein Herz m\u00f6ge nicht verzagen vor diesen beiden St\u00fcmpfen rauchender Feuerbr\u00e4nde, vor dem hassschnaubenden Rezin aus Aram und dem Sohne Remaljas.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Darum, weil Aram gegen dich B\u00f6ses gesonnen, Efrajim und der Sohn Remaljas \u2014 also:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wir wollen gegen Jehuda ziehen und es bedr\u00e4ngen und es mit Gewalt uns \u00f6ffnen, dann wollen wir zum K\u00f6nige darin setzen den Sohn Tabeals; \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Also spricht Gott, der Herr: Das kommt nicht zu Stande und wird nicht sein. <sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Die Residenz Arams bleibt Damaskus und das Haupt von Damaskus Rezin. Binnen f\u00fcnfundsechzig Jahren ist Efraim gebrochen und kein Volk mehr \u2014 [wurde l\u00e4ngst geweissagt].<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die Residenz Efraims bleibt solange Schomron \u2014 in Schomron bleibt der Sohn Remaljas als Oberhaupt. Wenn ihr es nicht glaubt, so ist in euch kein Glauben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gott lie\u00df Achaz noch folgendes sagen:<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Fordere dir ein Zeichen von dem Herrn deinem Gotte, [dass alles so eintreffen wird]; fordere es in der Tiefe oder in der H\u00f6he oben.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Achaz erwiderte jedoch: Ich fordere nicht und versuche nicht den Herrn [Achaz war G\u00f6tzendiener und hatte kein Vertrauen weder zu Gott noch zu den Propheten; seine Antwort war k\u00fchl ablehnend oder h\u00f6hnend.].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>[Jesaja] sprach darauf: H\u00f6ret doch, Haus David! Ist es euch zu wenig, Menschen zu erm\u00fcden, dass ihr auch ungeduldig machen wollt meinen Gott?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Das junge Weib wird schwanger und geb\u00e4rt einen Sohn, und du sollst seinen Namen nennen Immanuel [Gott mit uns]!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Rahm und Honig wird er essen, wie er erkennt, das B\u00f6se zu verwerfen und das Gute zu w\u00e4hlen, [wenn er heranw\u00e4chst, ist Jud\u00e4a befreit].<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Aber bevor der Knabe erkennen wird, das B\u00f6se zu verwerfen und das<br>Gute zu w\u00e4hlen, wird entv\u00f6lkert sein das Land, vor dessen zwei K\u00f6nigen dir graut. <sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Der Herr wird \u00fcber dich, \u00fcber dein Volk und \u00fcber dein Vaterhaus Tage bringen, wie sie nicht waren seit dem Tage, da Efraim von Jehuda abgefallen ist: den K\u00f6nig von Assyrien.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr locken die Bremse, die am Ende der Str\u00f6me \u00c4gyptens, und die Biene, die im Lande Assyrien [die b\u00f6sen Feinde].<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie werden kommen und lagern allesamt in den \u00f6den T\u00e4lern, in den Felsenspalten, in allen Dornhecken und auf allen Triften.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr abnehmen mit dem, jenseits des Stromes gedungenen Schermesser, mit dem K\u00f6nig von Assyrien, das Haupthaar und das der F\u00fc\u00dfe, und auch den Bart nimmt er weg.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Nachher aber wird jeder Mann eine F\u00e4rse und zwei Schafe f\u00fcttern.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Und wegen der F\u00fclle des Milchertrages Rahm essen, denn Rahm und Honig wird jeder \u00dcbriggebliebene im Lande essen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Um jene Zeit wird jeder Ort, wo tausend Weinst\u00f6cke im Wert von tausend Silberst\u00fccken sind, den Dornen und Disteln zu Teil.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Mit Pfeil und Bogen wird man dahin kommen; denn zu Dornen und Disteln wird das ganze Land werden.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Alle die Berge aber, welche mit der Hacke behackt werden, dahin kommt nicht die Frucht vor Dornen und Disteln; es dient zur Trift der Ochsen und zum Tummelplatz der Schafe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen die Feinde Hiskijas. K\u00f6nig Hiskta, der den G\u00f6tzendienst abgeschafft und den Glauben Israels wiederhergestellt hatte, stie\u00df in Jerusalem auf Gegner, die ihn als schwach verschrien und entthronen wollten.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Herr sprach zu mir: Nimm dir eine gro\u00dfe Tafel und schreibe darauf mit gro\u00dfer Schrift: Schnell Beute, Pl\u00fcnderung eilt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und ich sollte mir zuverl\u00e4ssige Zeugen nehmen: den Priester Urija und Secharja, den Sohn Jeberechjas.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich nahte der Prophetin [in jenen Tagen] und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Der Herr sprach zu mir: Nenne seinen Namen Maher-Salal, HasBas. [Schnell Beute, Pl\u00fcnderung eilt].<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn bevor der Knabe wird zu rufen verstehen Vater und Mutter, wird man daher tragen die Sch\u00e4tze von Damaskus und die Beute Schomrons vor dem K\u00f6nig von Assyrien.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Der Herr verk\u00fcndete mir weiter:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Weil dieses Volk das sanft flie\u00dfende Wasser des Siloah<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Ein Fl\u00fcsschen in Jerusalem.<\/span> verschm\u00e4ht und sich freut des Rezin und des Sohnes Remaljas:<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Viele Jud\u00e4er hielten es mit den Feinden.<\/span><br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Darum wird der Herr die m\u00e4chtigen und vielen Wasser des Stromes \u00fcber sie bringen, den K\u00f6nig von Assyrien und seine ganze Kriegsstarke; er steigt \u00fcber all seine Beh\u00e4lter und dringt \u00fcber all seine Ufer.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er wird durch Jehuda streifen, es \u00fcberfluten und \u00fcberstr\u00f6men und bis an den Hals reichen; und seine aufgespannten Fl\u00fcgel f\u00fcllen die Weite deines Landes; Gott mit uns!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Werdet ersch\u00fcttert, ihr V\u00f6lker, und verzagt! H\u00f6ret ihr Fernen! G\u00fcrtet euch, aber ihr werdet verzagen; g\u00fcrtet euch, doch ihr werdet verzagen!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Fasset einen Anschlag, er wird zerst\u00f6rt: verabredet Beschl\u00fcsse, es kommt nichts zustande; aber mit uns ist Gott.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Denn also sprach der Herr zu mir in der Gewalt der Verz\u00fcckung, um mich zu warnen, zu gehen auf dem Wege dieses Volkes, mit den Worten:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ich harre auf den Herrn, der sein Antlitz verbirgt vor dem Hause Jakob,<br>ich hoffe auf ihn.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn ich und die Kinder, die der Herr mir gegeben, sind Zeichen und Vorbilder in Israel vor dem Herrn Zebaot, der auf dem Berge Zijon thront.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie werden von euch verlangen: Befraget die Beschw\u00f6rer und Weissager, die da zirpen und fl\u00fcstern; befragt doch ein jedes Volk seinen Gott, f\u00fcr die Lebendigen die Toten<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Um Lehre und um Zeugnis. Gewiss werden sie zu euch solch Unsinniges sprechen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Aber der [diesen Weg] betritt, wird dereinst ungl\u00fccklich und hungern; und wenn er hungert, so ergrimmt er und flucht seinem K\u00f6nig und seinem Gott. Er schaut nach oben<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Und blickt zur Erde, \u00fcberall sieht er Drangsal und Finsternis, finstere Bedr\u00e4ngnis und weite Dunkelheit.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Ist nicht auch der M\u00e4chtige [Efraim] ermattet? Einst machte der Erste [der K\u00f6nig von Assyrien, der gegen Israel auszog] es leicht; [er eroberte nur] das Land Sebulon und das Land Naftali; aber der Letzte machte es schwer, [er dehnte seinen Siegeszug aus] zum Meer hin, jenseits des Jordan und den Kreis der St\u00e4mme.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Lasse dich nicht ein in die Verschw\u00f6rung, wenn dieses Volk Verschw\u00f6rung anzettelt; f\u00fcrchtet nicht, was ihm Furcht macht, und erschrecket nicht [euch mit den Feinden einzulassen].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Den Herrn Zebaot haltet heilig, er sei eure Furcht und er, der euch Schrecken macht.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er wird zum Heiligtum sein [zum Schutz], aber auch zum Stein des Ansto\u00dfes und zum Felsen des Strauchelns f\u00fcr die zwei H\u00e4user Israels, zur Falle und Schlinge f\u00fcr die Bewohner Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Viele unter ihnen werden straucheln; sie werden fallen und dabei zerschmettern; sie werden umgarnt werden und gefangen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>[Ich sehe, spricht der Prophet], es w\u00e4re besser, das Zeugnis geheim zu halten, die Lehre zu versiegeln bei meinen J\u00fcngern;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach dem Sieg \u00fcber Sanherib.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Das Volk, das im Finstern gewandelt, schaut nun gro\u00dfes Licht, und die<br>im Lande des finstern Nebels geweilt, \u00fcber sie strahlt Helle.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Du hast gro\u00df gemacht das Volk, ihm die Freude erh\u00f6ht; sie freuen sich vor dir wie Freude in der Ernte, wie man jubelt beim Beuteteilen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn sein schwer lastendes Joch und den Stock auf seinem R\u00fccken, den Stecken seines Treibers hast du gebrochen wie am Tage Midjans, [als Gideon die Midjaniten besiegt hatte].<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn alle R\u00fcstung rief Get\u00f6se hervor, und das mit Blut besudelte Kriegskleid wurde verbrannt, vom Feuer verzehrt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, die Herrschaft ist auf seiner Schulter, man darf ihn nennen: Pele-Joez El-Gibbor-Abiad-Sar-Salom<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Dieser Vers ist einer der schwierigsten, an dessen Erkl\u00e4rung sich die j\u00fcdischen wie christlichen Bibelforscher vergebens abgem\u00fcht haben. Am einleuchtendsten ist die Erkl\u00e4rung Luzzattos, der mit Recht darauf hinweist, dass die Weissagung Jesajas sich oft durch Namensnennung auszeichnet, die einen ganzen Satz enth\u00e4lt. So nannte er (oben K. 8, 3) seinen Sohn: \u00bbSchnell kommt die Beute, die Pl\u00fcnderung ein.\u00ab Ebenso nennt er den K\u00f6nig Hisklja, in dessen Regierungszeit Sanheribs Macht wunderbar vernichtet wurde: \u00bbWundervoll vom m\u00e4chtigen Gott beraten, vom Vater der Ewigkeit, ein Friedensf\u00fcrst.\u00ab<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Seine Macht wird gemehrt und des Friedens ist kein Ende auf dem Throne Davids und in seinem K\u00f6nigreiche; es wird aufgerichtet und gest\u00fctzt durch Geb\u00fchr und Recht von nun an bis auf ewig. Der Eifer des Herrn Zebaot tut solches.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen die Hochm\u00fctigen in Schomron.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ein Wort entsendet der Herr gen Jakob, und es kommt herab auf Israel,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dass es erfahren soll das Volk allzumal, Efraim und die Bewohner Samarias, die im Stolz und Hochmut sprechen:<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ziegel sind gefallen, daf\u00fcr bauen wir Werkst\u00fccke; Maulbeerb\u00e4ume sind gef\u00e4llt, Zedern setzen wir daf\u00fcr ein. [Wir werden uns zu neuer Kraft emporschwingen].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Aber der Herr macht stark die Feinde Rezins \u00fcber dasselbe und seine Widersacher wappnet er.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Aram greift es von Osten an und die Philister von Westen und sie fressen Israel ganz auf. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn und noch ist seine Hand ausgestreckt [sie zu strafen].<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn das Volk kehrt nicht zu dem zur\u00fcck, der es straft, und den Herrn Zebaot suchen sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Herr vernichtet aus Israel Haupt und Schwanz, Palmzweig und Buche an einem Tage.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Der Greis und Angesehene ist das Haupt, und der Prophet, der L\u00fcge lehrt, ist der Schwanz.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die Leiter dieses Volkes f\u00fchren es irre, und seine Geleiteten sind verblendet.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Darum hat der Herr keine Freude an seinen J\u00fcnglingen, und seiner Waisen und seiner Witwen erbarmt er sich nicht; denn ganz ist es gottlos und vom Argen, und jeder Mund spricht Sch\u00e4ndliches. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Denn es brennt wie Feuer die Bosheit, sie frisst Dornen und Disteln und z\u00fcndet in des Waldes Dickicht, dass die Rauchwirbel ihn verh\u00fcllen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Vom Grimm des Herrn Zebaot ist das Land durchheizt, dass das Volk wie vom Feuer verzehrt wurde. Einer schont den andern nicht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Es schneidet ab zur Rechten und hungert, und isst zur Linken, aber sie werden nicht satt. Das Fleisch seines Armes isst ein jeder.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Manasse [verzehrt] den Efraim und Efraim den Manasse, beide zusammen fallen \u00fcber Jehuda her. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O \u00fcber die, welche unheilvolle Gesetze erlassen und ungerechte Urteile niederschreiben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Zu beugen das Recht der Armen und zu berauben die D\u00fcrftigen meines Volkes, dass Witwen ihre Beute werden, und sie die Waisen pl\u00fcndern.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Was werdet ihr tun am Tage der Ahndung und wenn Verderben \u00fcber euch von fern her kommt? Zu wem werdet ihr fl\u00fcchten um Beistand, und wo werdet ihr eure Herrlichkeit lassen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Jene, die nicht unter der Fessel gebeugt sind, werden unter Erschlagenen sinken. Bei all dem wendet sich nicht sein Zorn, und noch ist seine Hand ausgestreckt.<br>Gegen Assyrien.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>O \u00fcber Assyrien, die Rute meines Zorns; mein Grimm ist ein Stock in seiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Gegen ein gottloses Volk lasse ich ihn los, und gegen das Volk, das ich hasse, entbiete ich ihn, zu erbeuten und alles zu pl\u00fcndern und es zu zertreten wie Kot der Gassen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er aber meint nicht also und sein Herz denkt nicht also, [dass er nur meine Befehle vollstreckt], sondern zu vernichten hat er im Sinne und viele V\u00f6lker auszurotten.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn er spricht: Meine F\u00fcrsten [mir untertan] sind alle K\u00f6nige.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ist doch Kalne wie Karkemis, Hamat wie Arpad; und ist nicht Schomron wie Damaskus? [Alle hab ich bezwungen].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wie meine Hand erworben hat jene Reiche, \u2014 und ihre G\u00f6tter waren mehr als die Jerusalems und Schomrons.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Nun wie ich getan an Schomron und seinen G\u00f6ttern, also tue ich an Jerusalem und seinen Bildern.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wenn aber der Herr vollendet haben wird sein ganzes Wert an dem Berge Zijon und an Jerusalem, so werde ich, [spricht der Herr], heimsuchen die Frucht des Hochmutes des K\u00f6nigs von Assyrien und das Prahlen seiner stolzen Blicke.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Denn er spricht: Durch die Kraft meiner Hand habe ich es vollbracht und durch meine Weisheit, denn ich hatte die Einsicht. Ich habe verr\u00fcckt die Grenzen der V\u00f6lker und ihre Vorr\u00e4te gepl\u00fcndert und gest\u00fcrzt die Befestigten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wie Vogelnester erwarb meine Hand der V\u00f6lker Reichtum; wie man verlassene Eier aufrafft, habe ich alle Reiche der Erde aufgerafft. Keiner war, der den Fl\u00fcgel dagegen bewegte und den Mund auftat zum Zwitschern.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Darf aber die Art gegen den damit Hauenden prahlen, oder die S\u00e4ge sich erheben gegen den sie Schwingenden? Als schw\u00e4nge der Stock die, die ihn erheben, als erh\u00f6be der Stab den [Menschen], der kein Holz ist.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Darum wird der Herr Zebaot seine Starken schwach werden lassen, und unter seiner Heeresschar entbrennt ein Feuerbrand.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Das Licht Israels wird zum Feuer und sein Heiliger zur Flamme und lodert und verzehrt sie samt seinen Dornen und Disteln an einem Tage.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Die Herrlichkeit seines Waldes und Fruchtgefildes reibt er v\u00f6llig auf, und es wird sein wie eine wurmstichige Frucht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Nur sehr wenig B\u00e4ume seines Waldes [wenige aus seinem Heere] werden \u00fcbrigbleiben; ein Knabe wird sie aufschreiben k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>An jenem Tage wird der \u00dcberrest Israels und das Entronnene des Hauses Jakob sich nicht mehr st\u00fctzen auf den, der es schl\u00e4gt, sondern sich auf den Herrn, den Heiligen Israels, mit Zuversicht st\u00fctzen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Der \u00dcberrest kehrt zur\u00fcck, der \u00dcberrest Jakobs [kehrt zur\u00fcck] zum starken Gott.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denn ist auch dein Volk, Israel, wie der Sand des Meeres, kehrt doch nur davon der Rest zur\u00fcck; [\u00fcber die andern] ist die Vernichtung beschlossen, sie flutet einher mit Gerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Denn entschiedene Verheerung vollf\u00fchrt der Herr Zebaot im ganzen Lande.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>F\u00fcrwahr, spricht der Herr Zebaot: F\u00fcrchte dich nicht, mein Volk, Bewohner<br>Zijons, vor Assyrien, der mit dem Stocke dich schl\u00e4gt und seinen Stab \u00fcber dich aufhebt nach der Art \u00c4gyptens.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Denn ein Geringes, ein Weniges noch, und geschwunden ist der Grimm, mein Zorn ist dann gerichtet auf ihre Sch\u00e4ndlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Der Herr Zebaot schwingt \u00fcber [Assyrien] die Gei\u00dfel, wie er Midjan schlug am Felsen Oreb, und seinen Stab streckt er aus \u00fcber das Meer und erhebt ihn auf dem Wege von \u00c4gypten.<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Anspielung auf geschichtliche Ereignisse, als Israel von m\u00e4chtigen Feinden errettet wurde, vergl. Buch der Richter 7,<sup class=\"Vers\">25.<\/sup><\/span>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>An jenem Tage weicht seine Last von deiner Schulter und sein Joch von deinem Halse; es zerbricht das Joch vor dem Fette.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Er kam \u00fcber Ajat<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-6\">6<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Der Prophet beschreibt, wie sich Sanherib Jerusalem genaht und welchen Schrecken er in Jud\u00e4a verbreitet hat.<\/span> und zog durch Migron, zu Michmas lie\u00df er sein Gep\u00e4ck. <sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Sie zogen durch den Engpa\u00df, zu Geba \u00fcbernachteten sie. Rama zitterte, die Einwohner von Gibeat Saul fl\u00fcchteten.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>La\u00df deine Stimme schallen, Bev\u00f6lkerung Gallims, dass man es h\u00f6re in La\u00efs, Anija und Anatot [ganz nahe an Jerusalem].<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Es fliehet Madmena, Gebims Bewohner befestigen sich.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Noch heute soll [der Feind] in Nob verweilen, er schwingt seine Hand gegen den Berg Zijon, den H\u00fcgel von Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Aber der Herr Zebaot schneidet ab die Laubkrone mit Gewalt, und die von ragendem Wuchse werden gef\u00e4llt und die Hohen erniedrigt.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Es wird umgehauen des Waldes Dickicht mit dem Eisen, und der Libanon f\u00e4llt durch einen M\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>Verhei\u00dfung auf Frieden und Gl\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es keimt dann ein Reis aus dem Stamme Isai und ein Spr\u00f6\u00dfling<br>bricht aus seinen Wurzeln hervor.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und Einsicht, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und Gottesfurcht.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er wird richten mit Gottesfurcht. Nicht nach seinem Augenschein wird er richten und nicht nach des Ohres Ger\u00fccht entscheiden.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn er wird mit Gerechtigkeit die Armen richten und zurechtweisen mit Lauterkeit die Sanftm\u00fctigen im Land; aber [die Frevler] des Landes mit der Gei\u00dfel des Mundes schlagen und mit dem Hauch seiner Lippen den B\u00f6sewicht t\u00f6ten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Das Recht wird sein seiner Lenden Gurt und die Treue der Gurt seiner H\u00fcften.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dann wird wohnen der Wolf mit dem Lamme, und der Tiger wird lagern neben dem B\u00f6cklein, und Kalb und junger L\u00f6we und Masttier zusammen, ein kleiner Knabe wird sie leiten.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Kuh und B\u00e4r werden weiden und ihre Jungen zusammen lagern, und der L\u00f6we Stroh fressen wie ein Rind.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Der S\u00e4ugling wird spielen auf dem Loche der Natter, in die H\u00f6hle des Basilisken wird das kaum entw\u00f6hnte Kind seine Hand strecken.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sie werden niemanden ein Leid tun und kein Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berge. Denn voll wird die Erde der Erkenntnis des Herrn, wie Wasser die Meerestiefe bedecken.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>An jenem Tage werden sich die V\u00f6lker zu dem Stamm Isais wenden, der als Panier der V\u00f6lker stehen wird, \u2014 und seine Ruhe [der Friede] wird ehrenvoll sein [nicht in gro\u00dfen Siegen wird fortan Ruhm gefunden werden].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr zum zweiten Male seine Macht zeigen, sich zuzueignen den Rest seines Volkes, der \u00fcbrig bleiben wird von Assyrien, von \u00c4gypten, von Patros, von Kusch [\u00c4thiopien], von Elam, von Sinear, von Hamat und von den Inseln des Meeres.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er wird ein Panier den V\u00f6lkern erheben und sammeln die Versto\u00dfenen Israels; die Zerstreuten von Jehuda wird er versammeln von den vier Enden der Erde.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dann wird aufh\u00f6ren die Eifersucht Efraims, und die Feindschaft Jehudas wird schwinden. Efraim wird nicht eifers\u00fcchtig sein auf Jehuda und Jehuda nicht befeinden Efraim.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Gemeinsam werden sie die Philister angreifen, westlich, vereint pl\u00fcndern die Sohne des Morgenlandes; Edom und Moab werden ihre Habe, und die Ammoniter werden ihnen gehorsam sein.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Der Herr wird die Zunge des Meeres von \u00c4gypten trocken machen, und seine Hand in der Glut seines Zornes \u00fcber den Strom schwingen und ihn in sieben B\u00e4che zerschlagen, dass man ihn in Schuhen beschreiten kann.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es wird eine Bahn f\u00fcr den \u00dcberrest seines Volkes, der \u00fcberbleibt von Assyrien, wie er war f\u00fcr Israel, am Tage seines Auszuges aus dem Lande \u00c4gypten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>An jenem Tage wirst du sprechen: Ich danke dir, o Herr, obwohl du mir gez\u00fcrnt hast. Nun wendet sich dein Zorn und du tr\u00f6stest mich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Der Herr ist mein Heil; ich bin getrost und zage nicht, denn mein Sieg und<br>mein Sang ist Gott, der Herr, er war mein Heil.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ihr werdet Wasser sch\u00f6pfen mit Wonne aus den Quellen des Heils,<br>4 Und werdet sprechen an jenem Tage: Danket dem Herrn, rufet an seinen Namen, verk\u00fcndet unter den V\u00f6lkern seine Wundertaten, preiset, denn erhaben ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Spielet auf Saiten zu Ehren des Herrn, denn herrliches hat er getan. Kund geworden ist dies auf der ganzen Erde.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Juble und jauchze, Bewohnerschaft Zijons, denn gro\u00df ist in deiner Mitte der Heilige Israels.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>Babels Sturz.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber Babel, den geschaut hat Jesaja, Sohn des Amoz.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Auf steilem Berge erhebet ein Panier, rufet ihnen mit lauter Stimme zu, schwinget die Hand, dass sie einziehen in die Tore der Gewaltigen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich habe aufgeboten meine Ger\u00fcsteten, geladen habe ich meine Helden f\u00fcr mein Zorngericht, meine stolzen Helden.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>[Horch!] Eine Stimme des Get\u00f6ses auf den Bergen, wie von zahlreichem Volke, Stimme des Ger\u00e4usches versammelter V\u00f6lkerreiche, der Herr Zebaot mustert ein Kriegsheer.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Sie kommen vom fernen Lande, vom \u00e4u\u00dfersten Ende des Himmels, der Herr und die Werkzeuge seines Grimmes, zu vernichten, das ganze Land.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Heulet, denn nah ist der Tag des Herrn; wie ein Wolkenbruch vom Allm\u00e4chtigen kommt er.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Dar\u00fcber werden alle H\u00e4nde schlaff und jedes Menschenherz verzagt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Alle erschrecken sie, Wehen und Schmerzen erfassen sie, wie die Geb\u00e4rerin kreisen sie. Einer starrt den andern mit flammendem Gesichte an.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Der Tag des Herrn kommt grauenvoll, Grimm und Zornesglut; er verwandelt die Erde in W\u00fcsteneien, und ihre S\u00fcnder tilgt er weg von ihr.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Selbst die Gestirne des Himmels und seine Orione lassen ihr Licht nicht leuchten. Finster ist die Sonne bei ihrem Aufgange, und der Mond l\u00e4sst sein Licht nicht schimmern.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich ahnde an dem Erdball die Bosheit, [spricht der Herr], und an den Frevlern ihre Schuld: ich d\u00e4mpfe den Hochmut der Trotzigen, und die Macht der Tyrannen st\u00fcrze ich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ich mache den Sterblichen seltener denn gediegenes Gold und den Menschen denn Ofirs Kleinod.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dar\u00fcber mache ich den Himmel zittern, und es erbebt die Erde von ihrer St\u00e4tte, beim Grimme des Herrn Zebaot und am Tage seiner Zornesglut.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wie das gescheuchte Reh, wie die Schafe, die [kein Hirt] sammelt, so wenden sie sich jeder zu seinem Volke, so werden sie fliehen, jeder nach seinem Lande.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Wer sich [auf freiem Felde] finden l\u00e4sst, wird [mit der Lanze] durchbohrt, und wer sich [in der Stadt] verbirgt, f\u00e4llt durch das Schwert.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ihre Kinder werden zerschmettert vor ihren Augen, ihre H\u00e4user werden gepl\u00fcndert und ihre Frauen gesch\u00e4ndet.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ich rege auf gegen sie das Volk der Meder, die Silber nicht achten und nicht nach Gold verlangen, [sondern schonungslos alles niedermachen werden].<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ihre Knaben werden Bogen zerschmettern; der Leibesfrucht erbarmen sie sich nicht, auch Kinder schont ihr Auge nicht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Babel, der Schmuck der K\u00f6nigreiche, die stolze Zierde der Chald\u00e4er, wird sein wie Sodom und Gomorrha, das Gott zerst\u00f6rt hat.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es wird niemals mehr bewohnt sein, und bis in die sp\u00e4testen Geschlechter wird niemand dort ruhen; der Beduine wird dort sein Zelt nicht aufschlagen und Hirten werden [ihre Herden] dort nicht lagern lassen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Aber es werden dort Steppentiere lagern, und ihre H\u00e4user werden voll von Eulen; Strau\u00dfe werden dort hausen und Teufel daselbst h\u00fcpfen,<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Schakale werden in ihren Pal\u00e4sten heulen und Waldtiere in den ehemaligen Tempeln der Lust. Es nahet die Zeit<br>[der Strafe] heran, und es z\u00f6gern nicht die Tage [ihrer Heimf\u00fchrung].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Denn der Herr wird sich Jakobs erbarmen und wiederum erw\u00e4hlen Israel und sie in ihr Land einsetzen; der Fremdling schlie\u00dft sich ihnen an, und sie h\u00e4ngen sich an das Haus Jakobs. <sup class=\"Vers\">2.<\/sup>V\u00f6lker werden sie nehmen und an ihre St\u00e4tte geleiten; das Haus Israel macht jene sich zu eigen auf dem Boden des Herrn zu Knechten und M\u00e4gden; sie werden ihre Zwingherren gefangen halten und \u00fcber ihre Dr\u00e4nger herrschen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>An dem Tage, da der Herr dir Ruhe g\u00f6nnt von deiner M\u00fchsal und deinem<br>Ungemach und von der schweren Fronde, die dir aufgelegt worden war.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da wirst du vortragen diese Gleichnisrede \u00fcber den K\u00f6nig von Babel und sprechen: Wie feiert der Treiber, wie feiert die Qu\u00e4lerei.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Zerbrochen hat der Herr den Stab der B\u00f6sen, den Stock der Herrscher,<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Der V\u00f6lker schlug im Grimme, Schl\u00e4ge ohne Unterlass, der mit Zorn \u00fcber V\u00f6lker schaltete, verfolgend ohne Einhalt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Jetzt ruhen aus, rasten alle V\u00f6lker der Erde! Sie jubeln laut auf.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Auch die Zypressen freuen sich dar\u00fcber, die Zedern Libanons: Seitdem du liegst, zieht niemand aus, uns zu f\u00e4llen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-7\">7<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Die babylonischen Eroberer pflegten die B\u00e4ume zu f\u00e4llen, um sie beim Bau der Belagerungswerke zu benutzen.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Aber die H\u00f6lle darunter erzittert deiner Ankunft entgegen; sie st\u00f6rt dir auf die Abgeschiedenen, all die M\u00e4chtigen der Erde, l\u00e4sst aufstehen von ihren Thronen all die K\u00f6nige der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie alle heben an und sprechen zu dir: Auch du bist zusammengebrochen wie wir, bist uns gleich geworden.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Gest\u00fcrzt in die H\u00f6lle ist dein Stolz, das Rauschen deiner Pfalter. Unter dir gebettet ist Gew\u00fcrm, und W\u00fcrmer bedecken dich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wie bist du vom Himmel gefallen, Glanzstern, der du am Morgen gestrahlt; zu Boden geschmettert bist du, der du die V\u00f6lker bezwungen!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Du hattest doch gedacht: In den Himmel will ich steigen, \u00fcber Gottes Sterne meinen Thron erheben und mich setzen auf den Berg der Versammlung in dem \u00e4u\u00dfersten Norden<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-8\">8<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Das heidnische Altertum glaubte, der \u00e4u\u00dferste Norden am Himmel w\u00e4re der Sitz der G\u00f6tter.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Steigen will ich auf die Wolkenh\u00f6hen, mich gleichstellen dem H\u00f6chsten.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Aber in die H\u00f6lle bist du gest\u00fcrzt, in die tiefste Gruft.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die dich sehen, blicken hin auf dich und betrachten dich staunend. Ist das der Mann, der die Erde zittern machte, der K\u00f6nigreiche ersch\u00fcttert?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er machte das Erdenrund der W\u00fcste gleich und riss seine St\u00e4dte nieder, seine Gefesselten lie\u00df er niemals in die Heimat.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Alle K\u00f6nige der V\u00f6lker liegen in Ehren, jeder in seiner Gruft;<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Aber du bist geschleudert aus deinem Grabe, wie ein widerw\u00e4rtiger Auswuchs, [aufgefunden] in einem Haufen von Erschlagenen, vom Schwerte Durchbohrten, die hinabsinken in die Tiefe der Gruft, ein zertretenes Aas<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-9\">9<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Bezieht sich gewiss auf ein geschichtliches Ereignis, dass die Eroberer Babels die chald\u00e4ischen K\u00f6nigsgr\u00e4ber gepl\u00fcndert und die Leichen der K\u00f6nige auf die Stra\u00dfe geschleudert haben.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Du wirst mit jenen nicht vereint im Begr\u00e4bnis, denn dein Land hast du zerst\u00f6rt, dein Volk erschlagen; dass in alle Ewigkeit nicht mehr genannt werde die Brut der \u00dcbelt\u00e4ter [dass dir kein Andenken bleibe].<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Metzelt seine S\u00f6hne nieder wegen der Schuld ihrer V\u00e4ter, dass sie nicht aufstehen und einnehmen das Land, wodurch die Welt sich f\u00fcllte mit Unruhstiftern.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ich mache mich \u00fcber sie her, ist der Spruch des Herrn Zebaot, und rotte aus von Babel Namen und \u00dcberrest, Kind und Enkel, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Ich mache es zum Besitztum der Kr\u00f6te und zu Wasserb\u00e4chen, und fege es weg mit dem Besen der Vertilgung, spricht der Herr Zebaot.<br>\u00dcber den Sturz Sanheribs.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Geschworen hat der Herr Zebaot also: Wo es nicht also geschieht, wie ich gesonnen war und wie ich beschlossen, also bestehet es \u2014 !<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Dass ich Assyrien zerschlage in meinem Lande, auf meinen Gebirgen zerstampf ich ihn; und es soll weichen von [Israel] sein Joch, und seine Last weicht von seiner Schulter.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Dies ist der Beschluss der \u00fcber die ganze Erde gefasste, und dies die Hand, die ausgestreckt \u00fcber all die V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Denn der Herr Zebaot hat beschlossen, wer kann es st\u00f6ren? Und seine Hand ist ausgestreckt, wer kann sie zur\u00fcckwenden?<br>\u00dcber die Philister.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Im Todesjahre des K\u00f6nigs Achaz erging diese Weissagung:<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Freue dich nicht so ganz, Pleset, ob auch zerbrochen ist der Stock deines Schl\u00e4gers, denn aus der Wurzel einer Schlange kommt eine Natter und deren Frucht ist ein fliegender Drache.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Und es ruhen die Erstgeborenen der Darbenden [die Israeliten], und Durstige lagern sicher; aber deine Wurzel t\u00f6te ich durch Hunger und deinen \u00dcberrest w\u00fcrge ich.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Heule, o Tor, schreie, o Stadt, von Angst bist du ganz aufgel\u00f6st, Pleset! denn von Norden her kommt Rauch und keiner bleibt zur\u00fcck unter seinen Aufgebotenen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Und was werden beichten die Gesandten des Volkes, [wenn sie die Rettung Israels vor Sanherib zu begr\u00fc\u00dfen kommen]? Dass der Herr Zijon gegr\u00fcndet, und darin geborgen sind die Armen seines Volkes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p>Klage \u00fcber Moabs Ungl\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber Moab. In der Nacht wurde Ar gepl\u00fcndert und Moab<br>verheert; in der Nacht wurde Kir gepl\u00fcndert. Moab deshalb verheert.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>[Das Volk] ging in das [G\u00f6tzen]Haus, in Dibon [ging es] auf die Anh\u00f6hen zum Weinen; um Nebo und um Medeba jammert Moab auf all seinen H\u00e4uptern ist Glatze, jeder Bart abgeschnitten [als Zeichen der Trauer].<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>In seinen Gassen h\u00fcllen sie sich ein mit S\u00e4cken, auf ihren D\u00e4chern und in ihren Stra\u00dfen jammert alles, es zerflie\u00dft in Weinen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Es schreiet Hesbon und Elale, bis Jahaz wird ihre Stimme geh\u00f6rt. Die Kriegsfl\u00fcchtigen und Kriegsfrohen Moabs sind alle um ihr eigenes Leben besorgt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Mein Herz wehklagt um Moab und um ihre Fl\u00fcchtigen, die bis Zoar gelangen \u2014 diese einst gro\u00dfe Macht; denn den Aufgang von Luhit geht man #mit Weinen; auf dem Wege von Horonajim lassen sie Wehgeschrei erschallen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Die Fluten von Nimrin werden verw\u00fcstet sein, verdort ist das Gras, dahin das Gr\u00fcne, Kraut ist nicht da.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Darum tragen sie ihren Erwerb [ihre Schafe] und alles, wor\u00fcber sie schalten, \u00fcber den Weidenbach hin.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn das Geschrei umringt das Land von Moab; bis Eglajim [erschallt] seine Klage und bis Be\u00ebr Elim sein Jammern. <sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die Gew\u00e4sser von Dimon sind voll Blut; Dimon wird dadurch gro\u00dfen Zufluss erhalten. \u00dcber die Geretteten Moabs kommt ein L\u00f6we und \u00fcber den Rest des Landes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dann werdet ihr senden die L\u00e4mmer, die ihr dem Herrscher im Lande<br>zu geben pflegtet, von Sela zur W\u00fcste, zum Berge des Volkes Zijon [als Geschenk].<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wie ein fl\u00fcchtiger Vogel, der vom Nest verscheucht, werden die T\u00f6chter Moabs an den Furten des Arnon sein, [um vor dem Feinde zu fl\u00fcchten].<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>[Sie werden mit der Bitte kommen]: Schaffe Rat, \u00fcbe Recht, gew\u00e4hre der Nacht gleich deinen Schatten am Mittag, birg die Versto\u00dfenen, den Fl\u00fcchtigen verrate nicht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Lass bei dir weilen die Versto\u00dfenen Moabs, sei ihnen ein Schirm vor dem R\u00e4uber, bis dass aufh\u00f6rt die Erpressung, ein Ende nimmt die Verheerung, geschwunden sind die Zertreter aus dem Lande.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn gegr\u00fcndet auf Liebe ist [bei euch] der Thron; auf ihm sitzt mit Treue im Zelte Davids ein Richter, der nach Geb\u00fchr trachtet und der Gerechtigkeit kundig ist.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>[Aber Israel erwidert auf diese Bitte:] Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, es \u00fcberhebt sich sehr, [wir kennen] seinen \u00dcbermut, seinen Hochmut, sein Auffahren, seinen grundlosen Stolz.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Darum jammert Moab, um Moabs g\u00e4nzliche Vernichtung jammerte; um die Festen von Kir Hareset seufzt ihr, g\u00e4nzlich zerschlagen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn die Fruchtgefilde Hesbons sind welk; der Weinstock Sibmas \u2014 die Kriegsm\u00e4nner von Gojim zerschlugen seine Ranken; bis Jaser reichten sie, erstreckten sich der W\u00fcste zu, ihre Aeste rankten weit \u00fcber das Meer hin.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Darum weine ich mit Jaser um Sibmas Weinstock, ich tr\u00e4nke dich mit meinen Thr\u00e4nen, Hesbon und Elale, denn in deine Fruchtlese und in deine Ernte f\u00e4llt Schlachtgeschrei.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dahin ist Freude und Fr\u00f6hlichkeit aus dem Fruchtgefilde, und in den Weinbergen wird nicht mehr gejauchzt und gel\u00e4rmt. In den Keltern tritt man nicht mehr den Wein, ein Ende machte ich dem Freudengeschrei.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Darum ist mein Inneres um Moab bewegt gleich den Saiten einer Zither, ich bin tiefger\u00fchrt um Kir Heres.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Nachdem es sich gezeigt, dass Moab vergebens auf den [heiligen] H\u00f6hen geweint, gingen sie in das Heiligtum um zu beten; aber es vermochte nicht [sein Schicksal abzuwenden].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dies ist das Wort, dass der Herr geredet \u00fcber Moab seit langem. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-10\">10<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass Jesaja, wie hier ausdr\u00fccklich gesagt wird, eine \u00e4ltere prophetische Rede \u00fcber Moab wiederholt und den Schluss hinzugef\u00fcgt hat. Auch die Sprache weist auf eine viel fr\u00fchere Abfassungszeit hin. Im \u00dcbrigen befindet sich diese Weissagung auch bei Jeremia.<\/span><br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Jetzt aber redet der Herr also: In drei Jahren, gleich den Dienstjahren eines L\u00f6hners<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-11\">11<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-11\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">In der alten Zeit pflegte sich ein L\u00f6hner nur auf drei Jahre zu vermieten; vergl. <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>B. Moses 15, <sup class=\"Vers\">18.<\/sup><\/span>\n\n\n\n<p>, wird gering sein die Herrlichkeit Moabs bei all [seiner] zahlreichen Menge; es bleibt davon nur wenig und unbetr\u00e4chtlich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Aram-Damaskus.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber Damaskus. Damaskus soll aufh\u00f6ren eine Stadt zu sein,<br>es wird verfallene Tr\u00fcmmer werden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Verlassen werden sein die St\u00e4dte Aro\u00ebrs, den Heerden werden sie [ein Weideplatz]; sie lagern dort und niemand scheucht sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es wird zerst\u00f6rt die Feste von Efraim und das K\u00f6nigtum von Damaskus, und der Rest Arams wird gleich der Herrlichkeit der Kinder Israel, ist der Ausspruch des Herrn Zebaot<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-12\">12<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-12\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\">Aram und Efraim verbanden sich damals gegen Jehuda, vergl. oben 7, 1 ff.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>An jenem Tage schwindet die Herrlichkeit Jakobs, und das Fett seines Fleisches wird mager.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>[Der Feind wird mit Israel verfahren] wie der Schnitter bei der Ernte, wie er die stehende Saat zusammenrafft und mit dem Arm die \u00c4hren schneidet; [der Feind wird alles pl\u00fcndern], wie man die \u00c4hren zusammenliest im Tale Refaim [das Tal, welches s\u00fcdwestlich von Jerusalem lag).<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Es bleiben nur wenige \u00fcbrig wie die Beeren zur Nachlese, wie beim Olivenschlagen, zwei, drei Beeren an der Spitze des Wipfels, vier, f\u00fcnf an ihren fruchtreichen \u00c4sten, \u2014 ist der Spruch des Herrn, des Gottes Israels.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Am selben Tage wird der Mensch seine Hoffnung setzen auf seinen Sch\u00f6pfer, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels emporblicken.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er wird nicht auf die Alt\u00e4re [des G\u00f6tzendienstes], seiner H\u00e4nde Werk, seine Hoffnung setzen, und zu dem, was seine Finger gemacht, nicht emporblicken, noch zu dem Hain und den Sonnenbildern.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>An jenem Tage werden die St\u00e4dte seiner Schutzwehr sein gleich dem einsamen Forst und Wipfel, die man verlassen hat, welche [die Einwohner] verlassen haben vor den Israeliten; sie werden eine W\u00fcste sein.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn du verga\u00dfest den Gott deines Heils, und des Hortes deiner Schutzwehr gedachtest du nicht, darum pflanztest du liebliche Pflanzen und einen fremden Schnittling setztest du darein. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"13\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-13\">13<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-13\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"13\">Du gingst blos deinem Auge nach und folgtest den heidnischen Br\u00e4uchen.<\/span><br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Am Tage, da du gepflanzt, sahst du es gro\u00df werden, und am Morgen sahst du aufsprossen deine Saat. Aber die Ernte verschwindet am Tage der \u00dcberschwemmung; welches unheilbare Wehe!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>O ihr zahlreichen V\u00f6lker, [Aram und Efraim], die gleich dem Meerestosen toben, ein Ger\u00e4usch von Volksst\u00e4mmen, die gleich den gewaltigen Fluten rauschen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Nationen rauschen gleich den m\u00e4chtigen Gew\u00e4ssern, aber [Gott] schilt es, und es flieht fern hin und wird gejagt wie Spreu der Berge vor dem Wind und wie Staubwirbel vor dem Unwetter.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Zur Abendzeit, da ist Best\u00fcrzung; aber noch ehe Morgen wird, ist es nicht mehr. Dies das Schicksal unserer Pl\u00fcnderer und das Loos unserer R\u00e4uber.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen das B\u00fcndnis mit \u00c4thiopien.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O \u00fcber das Land, das mit seinen Fl\u00fcgeln dich beschatten soll, jenseits der Str\u00f6me \u00c4thiopiens.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Du sendest Boten auf das Meer, in schilfenen Fahrzeugen \u00fcber die Fl\u00e4che des Wassers. Gehet hin, leichte Boten, zu dem gestreckten und fettgl\u00e4nzenden Volke, zu dem seit jeher gef\u00fcrchteten Volke, zu<br>dem sehnigen und niedertretenden Volke, dessen Land Str\u00f6me durchschneiden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Alle Insassen des Erdenrundes und<br>Bewohner der Erde! wenn das Panier erhoben wird auf den Bergen, werdet ihr es sehen, und wenn man in die Posaunen st\u00f6\u00dft, werdet ihr es h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn also sprach der Herr zu mir,<br>dass ich still und ruhig hinblicken m\u00f6ge aus meiner Wohnst\u00e4tte; [es kommt] wie d\u00fcrre Gluthitze am fr\u00fchen Morgen, wie schattendes Gew\u00f6lk bei Ernteglut.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn vor der Ernte, wenn es vollends ausgeschlagen ist und die Bl\u00fcte aufknospen und reif werden soll, da wird er abhauen die Ranken mit Rebenmessern, und die Sch\u00f6sslinge schneidet er ab und wirft sie weg.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Sie werden s\u00e4mtlich \u00fcberlassen den Raubv\u00f6geln der Berge und dem Vieh des Landes; es \u00fcbersommert darauf der Raubvogel, und alles Vieh des Landes \u00fcberwintert darauf.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>In jener Zeit wird dargebracht eine Gabe dem Herrn Zebaot vom gestreckten und fettgl\u00e4nzenden Volke, dem von seit jeher gef\u00fcrchteten Volke, dem sehnigen und niedertretenden Volke, dessen Land Str\u00f6me durchschneiden, an den Ort, dem Namen des Herrn Zebaot geweiht, dem Berg Zijon.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00c4gyptens Niederlage.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber \u00c4gypten. \u2014 Der Herr f\u00e4hrt einher auf leichter Wolke<br>und kommt nach \u00c4gypten, und es beben die G\u00f6tzen \u00c4gyptens vor ihm und das Herz der \u00c4gypter schmilzt in ihnen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich hetze \u00c4gypter gegen \u00c4gypter, dass sie k\u00e4mpfen einer mit dem andern, jeder mit seinem Genossen, Stadt gegen Stadt, Reich gegen Reich.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"14\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-14\">14<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-14\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"14\">Der Prophet spielt auf einen B\u00fcrgerkrieg an, der \u00c4gypten durchtobte.<\/span><br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es wird leer der Geist \u00c4gyptens und ihre Ratschl\u00fcsse verwirre ich; sie befragen die G\u00f6tzen, die Bauchredner, die Beschw\u00f6rer und die Weissager.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich liefere dann \u00c4gypten in die Hand eines harten Herrn: ein strenger K\u00f6nig soll sie beherrschen, ist der Spruch des Herrn Zebaot.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Es versiegt das Wasser aus dem Meere, und der Strom [der Nil] trocknet aus und versiegt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Es faulen die Str\u00f6me, seicht werden und trocknen aus die Fl\u00fcsse \u00c4gyptens; Rohr und Schilf verwelken.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Kahl wird es sein am Fluss, an der M\u00fcndung des Flusses, denn die Saat am Fluss vertrocknet, sie zerstiebt und ist dahin.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es jammern dann die Fischer und trauern alle, die in den Fluss die Angel werfen; die das Netz ausbreiten im Wasser sind verlassen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Zu Schanden werden auch jene, die buntes Linnen verfertigen, und die Weber erbleichen [vor Gram].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Ihre Vornehmen sind niedergeschlagen, auch alle Lohnarbeiter seelenbetr\u00fcbt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wie t\u00f6richt sind Tanis F\u00fcrsten, die weisen R\u00e4te Pharaos sind ratlos. Wie k\u00f6nnt ihr doch sprechen zu Pharao: Ein Sohn der Weisen bin ich, ein Sohn von K\u00f6nigen der Urzeit?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wo sind sie denn, deine Weisen? dass sie dir doch verk\u00fcnden, dass sie erfahren, was beschlossen hat der Herr Zebaot \u00fcber \u00c4gypten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Bet\u00f6rt sind Tanis F\u00fcrsten, verf\u00fchrt die F\u00fcrsten von Memphis, und irregeleitet haben \u00c4gypten seine Vornehmen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Der Herr hat ausgegossen \u00fcber ihn einen Geist der Zerr\u00fcttung, und sie leiten \u00c4gypten irre in all seinem Thun, wie ein Trunkener umherirrt in seinem Gespei.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es gelingt \u00c4gypten keine Tat, was Haupt oder Schwanz, Palmzweig oder Binse vollf\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Am selben Tage werden die \u00c4gypter gleich den Frauen, sie erschrecken und zittern vor dem Schwung der Hand des Herrn Zebaot, die er dar\u00fcber schwingt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Es wird das Land Jehuda f\u00fcr \u00c4gypten zum Schrecken sein; so oft man es ihm erw\u00e4hnt, zittert es vor dem Beschlusse des Herrn Zebaot, den er dar\u00fcber gefasst.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Um jene Zeit<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"15\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-15\">15<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-15\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"15\">Diese prophetische Rede weist auf eine Zeit bin, als sich in \u00c4gypten eine starke j\u00fcdische Kolonie befand, die sich ein Heiligtum [nach dem Erbauer Oniastempel benannt] nach Art dem in Jerusalem errichtete.<\/span> werden f\u00fcnf St\u00e4dte im Lande \u00c4gypten sein, die reden werden die Sprache von Kanaan [hebr\u00e4isch] und schw\u00f6ren bei dem Herrn Zebaot. Sonnenstadt [Heliopolis] wird die eine genannt.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Um jene Zeit wird ein Altar des Herrn inmitten des Landes \u00c4gypten sein, und eine Stands\u00e4ule an seiner Grenze f\u00fcr den Herrn.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Er wird sein zum Zeichen und zum Zeugnis f\u00fcr den Herrn Zebaot im Lande \u00c4gypten. Wenn sie flehen zum Herrn vor ihren Dr\u00e4ngern, so wird er ihnen einen Retter und Sieger senden, dass er sie errette.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Der Herr wird sich den \u00c4gyptern bekannt machen, dass die \u00c4gypter um<br>jene Zeit den Herrn erkennen, und sie bringen ihm Schlachtopfer und Speiseopfer und tun Gel\u00fcbde dem Herrn und erf\u00fcllen sie.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Der Herr wird \u00c4gypten schlagen, aber auch heilen, denn sie kehren zum Herrn zur\u00fcck und er l\u00e4sst sich von ihnen erflehen und heilet sie.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Um jene Zeit wird ein Weg sein von \u00c4gypten nach Assyrien [Babylonien]. Die Bewohner Assyriens kommen nach \u00c4gypten und die \u00c4gypter nach Assyrien. Assyrer und \u00c4gypter dienen zusammen [Gott].<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Um jene Zeit wird Israel sein das dritte mit \u00c4gypten und Assyrien, ein Segen inmitten der Erde;<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Welches der Herr Zebaot gesegnet also: Gesegnet sei mein Volk \u00c4gypten und meiner H\u00e4nde Werk Assyrien und mein Erbe Israel.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"16\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-16\">16<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-16\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"16\">Eine Weissagung auf die Lage Israels in der nachexilischen Zeit, als das Judentum in Pal\u00e4stina, in Babylon und in \u00c4gypten zu so hoher Bedeutung gelangt war.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p>Weitere Weissagung \u00fcber \u00c4gypten und Aethiopien.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Im Jahre, als Tartan nach Aschdod kam, da ihn Sargon, K\u00f6nig von Assyrien, sandte und er Aschdod bekriegte und es einnahm;<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Um jene Zeit verk\u00fcndete der Herr durch Jesaja, Sohn Amoze, also: Gehe und l\u00f6se den Sack von deinen Lenden und ziehe deine Schuhe von den F\u00fc\u00dfen ab; er tat also, dass er [halb] nackt und barfu\u00df ging.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da sprach der Herr: Wie mein Knecht Jesaja [halb] nackt und barfu\u00df ging drei Jahre lang, das ist ein Zeichen und Vorbild f\u00fcr \u00c4gypten und f\u00fcr \u00c4thiopien.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn so wird wegf\u00fchren der K\u00f6nig von Assyrien die Gefangenen \u00c4gyptens und die Vertriebenen \u00c4thiopiens, J\u00fcnglinge und Greise, nackt und barfu\u00df mit entbl\u00f6\u00dftem Ges\u00e4\u00df, eine Schmach f\u00fcr \u00c4gypten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>[Die Jud\u00e4er] werden best\u00fcrzt sein und sich sch\u00e4men wegen \u00c4thiopien, auf das sie hofften, und wegen \u00c4gyptens, [mit dessen B\u00fcndnis] sie prahlten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Die Einwohner dieser Landschaft [Jud\u00e4a] werden an jenem Tage sich sagen: Also erging es dem, auf den wir unsere Hoffnung gesetzt, zu dem wir uns fl\u00fcchten und ihn um Hilfe bitten wollten \u2014 wie wird es nun uns ergehen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Babels Fall.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber die gro\u00dfe wasserreiche Ebene [Babel]. \u2014 Wie St\u00fcrme im S\u00fcden wird [der Feind] einherbrausen; er kommt von der W\u00fcste, aus furchtbarem Lande.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ein schauriges Gesicht ist mir gezeigt worden: Der Verr\u00e4ter \u00fcbt Verrat und der R\u00e4uber Raub. Ziehe hinauf Elam [gegen Babel], belagere, Madai! Alle Seufzer lasse ich [mit dem Sturz Babels] aufh\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Darum sind meine Lenden ergriffen von Angstzittern, Wehen ergreifen mich, gleich Wehen der Geb\u00e4rerin. Ich h\u00f6re nicht vor Kr\u00e4mpfen, vor Best\u00fcrzung sehe ich nicht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Es schwindet mein Sinn, Schauer verst\u00f6ren mich, den Abend meiner Lust macht er mir zum Schrecken. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"17\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-17\">17<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-17\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"17\">Israelitische und andere Geschichtsquellen berichten von der Erst\u00fcrmung Babels mitten in einem Festgelage, welches die Babylonier veranstaltet hatten.<\/span><br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Man r\u00fcstet die Tafel \u2014 [es w\u00e4re aber besser], ihr ordnetet die Reihen [zur Schlacht]; man schmaust, zecht \u2014 auf ihr F\u00fcrsten, salbet den Schild [zum Kampf].<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Denn also spricht zu mir der Herr: Gehe, stelle den W\u00e4chter auf, dass er verk\u00fcnde, was er sieht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er wird Wagen, Reitergespann, Reiter auf Eseln, Reiter auf Kamelen sehen; lauschen soll er und gar sehr aufmerken.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er ruft gleich dem L\u00f6wen: Auf der Warte, o Herr, stehe ich best\u00e4ndig des Tages, und auf meiner Hut stehe ich alle die N\u00e4chte;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da [sehe ich] Wagen mit M\u00e4nnern kommen, mit Reitergespann. Sie sprechen zu einander: Gefallen, gefallen ist Babel, und all seine G\u00f6tterbilder hat er zur Erde geschmettert.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Das ist mein Korn, die Frucht meiner Tenne; [n\u00e4mlich] was ich vernommen von dem Herrn Zebaot, dem Gott Israels, habe ich euch verk\u00fcndet.<br>Weissagung \u00fcber arabische St\u00e4mme.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Vortrag \u00fcber Duma. \u2014 Mir ruft man aus Seir zu: W\u00e4chter, was von der Nacht, W\u00e4chter, was [ist verflossen] von der Nacht?<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"18\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-18\">18<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-18\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"18\">Der Prophet wird h\u00f6hnisch gefragt, wann das verk\u00fcndete Verh\u00e4ngnis kommen werde.<\/span><br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Der W\u00e4chter spricht: Der Morgen ist angebrochen, doch auch die Nacht bricht bald an. Wollt ihr Antwort, fragt nur, gehet und kehret sp\u00e4ter wieder.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Vortrag \u00fcber Arabien. Wie in einem Walde werdet ihr in Arabien \u00fcbernachten, ihr Karawanen der Dedanim.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Dem Durstigen bringt Wasser entgegen; Bewohner des Landes Tema kommen mit Nahrung f\u00fcr ihn dem Fl\u00fcchtigen zuvor.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn vor den Schwertern fl\u00fcchten sie, vor dem gez\u00fcckten Schwert und vor dem gespannten Bogen und vor des Krieges Schwere.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Denn also spricht zu mir der Herr: Binnen einem Jahre, gleich den Dienstjahren eines L\u00f6hners, wird dahin sein all die Herrlichkeit Kedars.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Es bleibt eine geringe Zahl der Bogensch\u00fctzen, die Helden Kedars werden wenig sein, denn der Herr, der Gott Israels, hat es geredet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Jerusalem w\u00e4hrend der Belagerung durch Sanherib.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortrag \u00fcber das Tal der Weissagung [Jerusalem]. Was ist euch<br>doch, dass ihr s\u00e4mtlich auf die D\u00e4cher steigt?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>[Ehemals warst du] voll Ger\u00e4usches, eine tobende Stadt, ein fr\u00f6hlicher Markt; [jetzt herrscht Best\u00fcrzung], obwohl deine Mannschaft nicht durch das Schwert umgekommen und nicht im Kriege gefallen ist.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Alle deine F\u00fchrer sind gefl\u00fcchtet oder vor dem Bogen [aus Angst] wie gefesselt; alle deine Vorhandenen sind gefesselt, die [andern] von jeher geflohen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Darum sprach ich: Lasset mich, dass ich bitter weine, dringet nicht, mich zu tr\u00f6sten \u00fcber die Verheerung meines Volkes.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn einen Tag der Verwirrung und Verst\u00f6rung und Best\u00fcrzung h\u00e4lt der Herr, Gott Zebaot, im Tale der Weissagung. Kir [ein Volk in Sanheribs Gefolge] tobt, und Soa [eine andere Volkschaft] besteigt den Berg.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Elam tr\u00e4gt den K\u00f6cher samt Wagen mit Mannen und Reitern, und Kir entbl\u00f6\u00dft den Schild [und stellt sich kampfbereit].<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Deine T\u00e4ler f\u00fcllten sich mit Wagen, und die Reiter richten sich gegen das Tor.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>[Der Feind] zog ab die H\u00fclle Jehudas [er griff dich an]; da setztest du an jenem Tage deine Hoffnung auf die im Waldhause aufgeh\u00e4uften Waffen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ihr habt die Risse der Stadt David gesehen, dass sie viele sind, da sammeltet ihr die Wasser des untern Teiches.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Auch habt ihr die H\u00e4user Jerusalems gez\u00e4hlt und risset die H\u00e4user nieder, die Mauer damit zu befestigen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und eine Wassersammlung habt ihr gemacht zwischen den beiden Mauern f\u00fcr das Wasser des alten Teiches; aber ihr schautet nicht nach dem, der es getan [auf Gott); und den, der es gebildet seit ferner Zeit, habt ihr nicht erkannt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Der Herr Zebaot hat jenen Tag bestimmt zum Weinen und zur Trauer und zum Scheren der Glatze und sich mit S\u00e4cken zu g\u00fcrten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Aber siehe da, Wonne und Freude,<br>Rinderw\u00fcrgen und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken. Essen und trinken lasst uns, [sprechen sie], denn morgen sterben wir ja!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Das ist mir bekannt, [spricht] der Herr Zebaot: Ob euch ges\u00fchnt wird diese Schuld, bis ihr sterbet! \u2014 schw\u00f6rt der Herr, Gott Zebaot.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>So spricht der Herr, Gott Zebaot:<br>Gehe zu dem Schatzmeister Sebna<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"19\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-19\">19<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-19\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"19\">W\u00e4hrend der Belagerung gab es eine Hiskija feindliche Partei, an deren Spitze der Haushofmeister Sebna stand.<\/span>, der \u00fcber das Haus ist<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>[Und rede ihn also an: Was hast du hier und wen hast du hier, dass du dir hier ein Grab aushauest? du, der sich in der H\u00f6he ein Grab aushauet, in dem Felsen sich eine Wohnung gr\u00e4bt?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Der Herr schleudert dich im Wurfe, o Mann, und wirft dich herum.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Zu einem B\u00fcndel bindet er dich zusammen, zu einem Ball, hin in ein Land, ger\u00e4umig nach allen Seiten. Dort wirst du sterben, und dort bleiben deine Prachtgespanne, du Schmach des Hauses deines Herrn.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ich sto\u00dfe dich von deinem Stande, von deiner Stelle wird man dich verdr\u00e4ngen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>An jenem Tage berufe ich meinen Knecht, Eljakim, den Sohn Hilkijas.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ihm werde ich dein Gewand anlegen und deinen Gurt an ihm befestigen; deine Herrschaft gebe ich in seine Hand, er soll ein Vater sein f\u00fcr die Bewohner Jerusalems und f\u00fcr das Haus Jehuda.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ich lege den Schl\u00fcssel des Hauses David auf seine Schulter; er wird \u00f6ffnen und niemand schlie\u00dfen, er wird schlie\u00dfen und niemand \u00f6ffnen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Ich setze ihn fest ein, einen, Pflock am sicheren Orte, dass er zum Ehrenthron sei f\u00fcr seines Vaters Haus. <sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Dass sich an ihn h\u00e4ngt all die<br>Herrlichkeit des Hauses seines Vaters, Spr\u00f6sslinge und Ausw\u00fcchslinge, all die<br>kleinen Ger\u00e4te, von Ger\u00e4ten der Becken bis zu allerlei Schlauchger\u00e4ten.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>An jenem Tage \u2014 ist der Spruch des Herrn Zebaot, weicht der am sichern Orte eingeschlagene Pflock und wird abgebrochen und f\u00e4llt nieder, und zu Grunde geht die Last, die daran [ist]. Denn der Herr hat geredet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Weissagung \u00fcber den Fall von Tyrus.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Vortag \u00fcber Zor [Tyrus.] Heulet, ihr Schiffe von Tarschisch, denn verw\u00fcstet ist [Tyrus] im Innern, dass niemand hinkommen kann<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"20\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-20\">20<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-20\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"20\">Tyrus war bekanntlich ein weltber\u00fchmter Hafenplatz, wo die gro\u00dfen Handelsschiffe anzulegen pflegten.<\/span>; vom Lande der Kittim [Cypern] her ist es ihnen kund geworden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Verstummet, Bewohner der Landschaft [Tyrus]: Zidons Kaufmann, die Meerbefahrer f\u00fcllten dich [einst].<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Du, hart am Meere, bekamst fr\u00fcher die Saat des Nils, die Ernte des Stromes [Nil], du warst der Marktplatz der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Besch\u00e4mt stehe, Zidon; denn es spricht das Meer, die Feste des Meeres, also: Ich habe nicht gekreist und nicht geboren, nicht gro\u00df gezogen J\u00fcnglinge, nicht aufwachsen lassen Jungfrauen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wenn die Kunde nach \u00c4gypten [kommt], werden sie beben bei der Kunde von Tyrus.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Setzet nun nach Tarschisch hin\u00fcber, [wenn ihr es k\u00f6nnt], heulet, ihr Bewohner der Insel!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ist dies die Jubelreiche, deren Beginn aus den Tagen der Urzeit? Ihre F\u00fc\u00dfe tragen sie jetzt in der Ferne zu weilen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wer hat solches beschlossen \u00fcber das ruhmreiche Tyrus, dessen Kaufleute F\u00fcrsten, dessen H\u00e4ndler Angesehene der Erde waren?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Der Herr Zebaot hat es beschlossen, zu entw\u00fcrdigen das Gepr\u00e4nge alles Schmuckes, zu erniedrigen all die Angesehenen des Landes.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Zieh einher durch dein Land, wie durch den Fluss, Nation Tarschisch! Es gibt keinen G\u00fcrtel mehr!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Seine Hand streckte er aus \u00fcber das Meer, er ersch\u00fctterte K\u00f6nigreiche; der Herr gebot \u00fcber Kanaan, seine Besten zu vertilgen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Und sprach: Nicht sollst du weiter frohlocken, du jetzt vergewaltigte Nation Zidon; auf, zu den Kittim ziehe hin\u00fcber; auch dort soll dir nicht Ruhe werden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Das Land der Chald\u00e4er \u2014 dieses Volk, das nichts gewesen, Assyrien hat es f\u00fcr W\u00fcstenbewohner gegr\u00fcndet, \u2014 es hat seine Wartt\u00fcrme aufgerichtet, zerr\u00fcttet ihre Pal\u00e4ste, wandelte sie in Tr\u00fcmmer. <sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Heulet, ihr Schisse von Tarschisch, denn verw\u00fcstet ist eure Feste.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Seit jenem Tage wird Tyrus vergessen sein siebzig Jahre lang, wie die Zeit einer K\u00f6nigs-[Dynastie]. Nach Verlauf von siebzig Jahren<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"21\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-21\">21<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-21\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"21\">Die meisten V\u00f6lker, welche Nebukadnezar unterjocht hatte, erhielten mit dem Sturz des babylonischen Reiches vielfache Erleichterung. Die Babylonierherrschaft dauerte etwa 70 Jahre.<\/span> ergeht es Tyrus, wie man von der Buhlerin singt:<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Nimm die Harfe, durchlaufe die Stadt, vergessene Buhlerin. Spiele sch\u00f6n, singe viel, auf dass man sich dein erinnere.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Nach Verlauf von siebzig Jahren gedenkt der Herr Tyrus wieder, und sie kehrt zur\u00fcck zu ihrem Buhlerlohn und buhlt mit all den K\u00f6nigreichen des Landes auf der ganzen Erde.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Und es wird ihr Erwerb und ihr Buhlerlohn heilig sein dem Herrn; er wird nicht verwahrt und nicht in den Schatz gelegt, sondern denen, welche sitzen vor dem Herrn, wird ihr Erwerb geh\u00f6ren zur Nahrung in F\u00fclle und zu pr\u00e4chtiger Umh\u00fcllung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p>Weissagung \u00fcber ein Erdbeben.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Herr entleert das Land und<br>ver\u00f6det es; er w\u00fchlt auf seine Oberfl\u00e4che und zerstreuet seine Bewohner.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Es ergehet dem Volke wie dem Priester, dem Knecht wie seinem Herrn der Magd wie ihrer Gebieterin, dem K\u00e4ufer wie dem Verk\u00e4ufer, dem Verleiher wie dem Borger, dem Schuldner wie seinem Gl\u00e4ubiger.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Leer, entleert wird das Land und ausgepl\u00fcndert; denn der Herr hat dieses Wort geredet.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Es trauert und welkt die Erde, es schmachtet und welkt das All, es schmachten die Vornehmen des Volkes im Lande.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Der Erdboden war verrucht unter seinen Bewohnern, denn sie haben die Lehre \u00fcbertreten, \u00fcberschritten das Gesetz, gebrochen den ewigen Bund.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Darum verzehrt ein Fluch das Land und es b\u00fc\u00dfen seine Bewohner; darum verminderten sich die Bewohner des Landes, und wenige bleiben \u00fcbrig.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Es trauert der Most, es schmachtet der Weinstock, es \u00e4chzen alle Herzensfrohen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es feiert der Jubel der Pauken, aufgeh\u00f6rt hat das Get\u00fcmmel der Fr\u00f6hlichen, es feiert der Jubel der Zither.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sie trinken keinen Wein mehr beim Gesange, bitter ist der Rauschtrank den Zechern.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Zertr\u00fcmmert ist die Stadt der \u00d6de, geschlossen jedes Haus, unzug\u00e4nglich.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Mitten im Weingelage bricht ein Wehklagen aus auf den Gassen verd\u00fcstert ist alle Freude, verwiesen die Wonne des Landes.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>In der Stadt bleibt Verw\u00fcstung zur\u00fcck, ver\u00f6det ist das Tor, [das ehemals als Sammelpunkt f\u00fcr die Einwohnerschaft galt].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Denn also ergeht es inmitten des Landes, unter den V\u00f6lkern, \u2014 wie beim Olivenschlagen, wie zur Nachlese, wenn vor\u00fcber die Weinlese; [es bleiben nur sehr wenige].<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Diese aber werden ihre Stimme erheben und jauchzen; ob der Herrlichkeit des Herrn jubeln sie vom Meere her.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Darum ehret in den [weiten] hei\u00dfen Zonen den Herrn, in den Eilanden des Meeres den Namen des Herrn, des Gottes Israels.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Vom Ende der Erde h\u00f6ren wir Ges\u00e4nge, Preis dem Gerechten, und ich spreche: Ich verschmachte! wehe mir! R\u00e4uber rauben, sie h\u00f6ren nicht auf zu rauben.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Grauen und Grube und Garn kommen \u00fcber dich, Bewohner das Landes.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wer vor dem Ruf des Grauens flieht, f\u00e4llt in die Grube, und wer heraufkommt aus der Grube, f\u00e4ngt sich im Garn; denn die Schleusen aus der H\u00f6he sind aufgetan und die Grundfesten der Erde beben.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Zerschmettert ist die Erde, zersplittert ist die Erde, ersch\u00fcttert ist die Erde.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es wankt die Erde gleich einem Trunkenen und schwankt hin und her gleich einer Nachth\u00fctte; denn es lastet schwer ihre Missetat auf ihr, sie f\u00e4llt und steht nicht wieder auf.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>An jenem Tage ahndet der Herr an der Schaar der H\u00f6he in der H\u00f6he und an den K\u00f6nigen des Erdbodens auf dem Erdboden.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Sie werden haufenweis versammelt, gefangen in das Gef\u00e4ngnis und im Kerker eingeschlossen, und erst nach langer Zeit sieht man nach ihnen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Es err\u00f6tet dann der Mond und sch\u00e4mt sich die Sonne; denn es regiert der Herr Zebaot auf dem Berge Zijon und in Jerusalem, und seine \u00c4ltesten erreichen hohe Ehre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Sieg Israels \u00fcber seine Feinde.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Herr, mein Gott bist du, ich erhebe dich, ich preise deinen Namen;<br>denn du hast Wunder vollbracht, Beschl\u00fcsse aus fr\u00fcher Zeit wurden treu bewahrt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Denn du hast eine Stadt in Steinhaufen verwandelt, die sichere Feste in Tr\u00fcmmer, den Palast der B\u00f6sen, dass er keine Stadt mehr sei; ewiglich wird er nicht aufgebaut.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Darum f\u00fcrchtet dich jetzt jedes trotzige Volk, die Stadt \u00fcberm\u00fctiger V\u00f6lker f\u00fcrchtet dich.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn du wurdest eine Feste dem Armen, eine Feste dem D\u00fcrftigen in seiner Bedr\u00e4ngnis, Zuflucht vor Regenguss, Schatten gegen die Glut; denn das Schnauben der \u00dcberm\u00fctigen war wie Regenguss von der Mauer.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wie die Glut in der Steppe, so der B\u00f6sen Get\u00fcmmel. Du aber besiegst die Glut mit Wolkenschatten, der \u00dcberm\u00fctigen Jubelgesang wird ged\u00e4mpft.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Der Herr Zebaot bereitet allen V\u00f6lkern auf diesem Berge ein Gelage von fetten Speisen, ein Gelage von alten Weinen, von martigen Fettspeisen, von gel\u00e4uterten Weinen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er macht verschwinden auf diesem Berge die H\u00fclle, die alle V\u00f6lker umh\u00fcllet, und die Decke, die ausgebreitet \u00fcber alle Nationen, [alle Trauer soll aufh\u00f6ren].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn er l\u00e4sst aufh\u00f6ren den Tod f\u00fcr immer. Gott, der Herr, l\u00f6scht die Tr\u00e4ne von jedem Angesichte, und seines Volkes Schmach tut er ab von der ganzen Erde, denn der Herr hat dies verhei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>An jenem Tage wird man sprechen: Das ist unser Gott, auf den wir gehofft, dass er uns helfe; der Herr ist es, auf den wir hofften. Lasset uns jubeln und froh sein ob seiner Hilfe!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wenn walten wird die Hand des Herrn auf diesem Berge, so wird Moab zerstampft an seiner Statte, wie ein Strohbund zerstampft wird im Mistpfuhl<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er wird seine H\u00e4nde darin ausbreiten wollen, wie sie der Schimmer ausbreitet, um zu schwimmen [um sein sein Gebiet zu erweitern]; aber [Gott] beugt seinen Hochmut samt der Gelenkigkeit seiner H\u00e4nde.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Die stolze Sicherheit deiner Mauern beugt [Gott] nieder, er erniedrigt, dr\u00fcckt sie zur Erde in den Staub.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>An jenem Tage [nach der Niederlage Sanheribs] wird dieser Gesang im Lande Jehuda gesungen: Eine m\u00e4chtige Stadt haben wir. [Gott] schafft Sieg, Mauern und Zwinger!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Tut auf die Pforte [der bisher belagerten Stadt], dass einziehe das gerechte Volk, das die Treue bewahrt.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Den vertrauenden Sinn h\u00fctest du [mit] Frieden, Frieden! Denn auf dich vertrauet er.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Vertrauet auf den Herrn f\u00fcr und f\u00fcr, denn Gott der Herr ist ein ewiger Hort.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Er beugt die Hochthronenden nieder von der ragenden Feste; er erniedrigt sie, erniedrigt sie zur Erde, dr\u00fcckt sie in den Staub nieder.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Es zertritt sie der Fu\u00df, selbst die F\u00fc\u00dfe des Armen, die Tritte der Erniedrigten.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der Pfad f\u00fcr den Gerechten ist Redlichkeit, grade richtest du des Gerechten Bahn [l\u00e4sst seinen Weg gelingen].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Auch hoffen wir, dich auf der Bahn der Strafe [gegen die B\u00f6sen] zu sehen; dass dein Name und dein Ruhm dadurch verbreitet werde, w\u00fcnscht unsere Seele.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Mit ganzer Seele begehre ich dich auch in der Nacht, mein Geist in meinem Innern verlangt nach dir. Denn wie deine Strafgerichte auf der Erde walten, lernten Gerechtigkeit die Bewohner des Erdenrundes.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wird aber der B\u00f6sewicht geschont, so lernt er nicht Gerechtigkeit, er frevelt vielmehr im Lande der Gradheit, [wenn ihm alles gelingt], und sieht nicht die Majest\u00e4t des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Herr, deine Macht ist zu hoch, deshalb erkennen sie sie nicht. O, dass sie scheuten, und besch\u00e4mt w\u00fcrden, den Eifer f\u00fcr das Volk, den Feuerzorn, der deine Feinde frisst!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Herr, bestelle Frieden f\u00fcr uns, vergilt uns unser Thun, [dass wir dir stets vertraut haben].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Herr, unser Gott, geschaltet haben Herren \u00fcber uns au\u00dfer dir! doch nur bei dir schwuren wir [bei] deinem Namen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie sind tot, \u2014 dass sie nicht aufleben! \u2014 abgeschieden, dass sie nicht erstehen! \u2014 Wahrlich, du hast geahndet ihnen vertilgt und vernichtet jegliches Andenken.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Immer h\u00f6her um dieses Volkes willen, o Herr immer h\u00f6her um dieses Volkes willen hast du dich verherrlicht, bis an die entferntesten Teile der Erde<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>O Herr, in der Bedr\u00e4ngnis suchten sie dich; im Stillen sch\u00fctteten sie ihr Herz vor dir aus, als deine Z\u00fcchtigung sie traf.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Wie eine Schwangere, die dem Geb\u00e4ren nahe ist, kreiset, schreiet in ihren Wehen, also ist es uns ergangen vor dir, o Herr. <sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wir waren schwanger, haben gekreist \u2014 aber als h\u00e4tten wir Wind geboren. Rettung ist nicht geschehen auf Erden, es st\u00fcrzten noch nicht die Bewohner des Erdenrundes [Babel].<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Lass aufleben deine Toten, meine Leichen erstehen! Erwachet und jubelt, die ihr ruhet im Staube; denn wie der Tau auf Gr\u00e4sern [alles emporsprie\u00dfen l\u00e4sst] ist dein Tau [des Lebens]; ebenso soll die Erde die Toten wieder herausgeben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Gehe mein Volk, begib dich in deine Gem\u00e4cher und verschlie\u00dfe deine T\u00fcr hinter dir; verbirg dich einen kurzen Augenblick, bis vor\u00fcber ist der Grimm.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Denn der Herr tritt heraus aus seinem Orte die Schuld der Erdenbewohner an ihnen zu ahnden; die Erde wird ihr Blut aufdecken und verh\u00fcllt nicht mehr ihre Erschagenen. [Das Blut schreiet um Rache und S\u00fchne.]<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel27\">Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr mit seinem harten, gro\u00dfen und starken Schwerte ahnden an dem Leviatan, der fl\u00fcchtigen Schlange, und an dem Leviatan, der gewundenen Schlange; er wird t\u00f6ten das Krokodil im Meere.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>An jenem Tage wird man einen Gesang vom guten Weinberge [\u00fcber Israel] anstimmen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich, der Herr, sein H\u00fcter tr\u00e4nke ihn jeglichen Augenblick; dass sich keiner an ihm vergreife, bewache ich ihn Tag und Nacht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Grimm habe ich nicht [gegen Israel]. W\u00e4re ich gegen Dornen und Disteln in den Kampf! Tr\u00e4fe ich auf sie, so verbrannte ich sie insgesamt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>O dass [Israel] fest hielte an meiner Macht, Frieden mit mir machte, Frieden mit mir machte.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dann schl\u00fcge Jakob in Zukunft Wurzel, dann knospt und bl\u00fchte Israel auf, und sie erf\u00fcllten des Erdballs Fl\u00e4che mit Pflanzentrieb.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Schlug denn [Gott das Volk Israel] wie er seinen Schl\u00e4ger schlug? Oder wurde es gleich dem Morde seiner Gemordeten niedergemacht?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>In vollem Ma\u00dfe hast du es durch Versto\u00dfen [in die Verbannung] gerichtet, es wegger\u00e4umt durch einen gewaltigen Sturm am Tage des Ostwindes.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Darum sei die Schuld Jakobs dadurch [dass es so viel gelitten] ges\u00fchnt, und dies dessen Frucht \u2014 dass er seine S\u00fcnde tilge \u2014, indem er die Altarsteine [f\u00fcr die G\u00f6tzen] wie zerbr\u00f6ckelte Kalksteine mache und nicht mehr Haine und Sonnenbilder errichte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn die befestigte Stadt ist einsam, die Wohnst\u00e4tte entv\u00f6lkert und verlassen, einer W\u00fcste gleich. Dort weidet und lagert das Kalb und vernichtet dort ihr Laub.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Sind ihre Reiser d\u00fcrr, werden sie abgebrochen; Frauen kommen und z\u00fcnden sie an. Weil es kein einsichtiges Volk ist, darum erbarmt sich seiner nicht sein Sch\u00f6pfer, und sein Bildner begnadigt es nicht.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>An jenem Tage sch\u00fcttelt der Herr [Fr\u00fcchte] von der Str\u00f6mung des Stromes [Euphrat) bis zum Bache \u00c4gyptens; ihr aber werdet einzeln aufgelesen, Kinder Israel. <sup class=\"Vers\">13.<\/sup>An jenem Tage wird in die gro\u00dfe Posaune gesto\u00dfen, und herbei kommen die Verlorenen im Lande Assyrien und die Versto\u00dfenen im Lande \u00c4gypten und b\u00fccken sich vor dem Herrn auf dem heiligen Berge, in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel28\">Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen den Hochmut Efraims.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O \u00fcber das stolze Diadem der Trunkenbolde Efraims und die welke Blume, seinen pr\u00e4chtigen Schmuck, der auf dem Gipfel des Fettthales, der vom Weine Bet\u00e4ubten!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ein gewaltiger, starker, vernichtender Sturm wie Hagelwetter kommt vom Herrn; gleich dem Gusse m\u00e4chtiger daher flutender Gew\u00e4sser l\u00e4sst er es zur Erde st\u00fcrzen mit Gewalt.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Mit F\u00fc\u00dfen werde es getreten \u2014 das stolze Diadem der Trunkenbolde Efraims.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Es wird wie eine welke Blume sein pr\u00e4chtiger Schmuck, der auf dem Gipfel des Fettthales; gleich einer fr\u00fchreifen Frucht im Vorsommer, die, wer sie erblickt, verschlingt, kaum ist sie in seiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr Zebaot sein zum pr\u00e4chtigen Diadem und zur herrlichen Krone f\u00fcr den Rest seines Volkes [f\u00fcr Jehuda].<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und zum Geiste des Gerichtes f\u00fcr den, der zum Gerichte sitzt, und zur Tapferkeit denen, die den Angriff zur\u00fcckf\u00fchren am Tore.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Aber auch diese [die Jud\u00e4er] taumeln im Weine und schwanken umher im Rauschtrank. Priester und Propheten taumeln im Rauschtrank und sind vom Weine \u00fcbermannt; sie schwanken umher vom Rauschtrank, taumeln bei dem [prophetischen] Gesichte, wanken im Richterspruch.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn alle Tische sind voll Unflatgespei, kein reiner Platz ist mehr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wem soll man jetzt Einsicht beibringen, wen Kunde lehren? Nur noch der Milch Entw\u00f6hnte, der Brust Entnommene [die unverdorbenen Kinder].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>[Was n\u00fctzt bei jenen] Gebot an Gebot, Gebot an Gebot, Ma\u00df an Ma\u00df, Ma\u00df an Ma\u00df, \u2014 hier ein wenig, dort ein wenig?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Als ob man in unklarer Rede und in fremder Zunge zu diesem Volke redete!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da man zu ihnen doch nur spricht: Dies ist die Ruhe, gebet Ruhe dem M\u00fcden, und dies ist die Rast; sie aber mochten nicht h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Das Wort des Herrn wurde ihnen Gebot an Gebot, Gebot an Gebot, Ma\u00df an Ma\u00df, Ma\u00df an Ma\u00df, hier ein wenig, dort ein wenig, [sie tun alles gedankenlos ohne sittliche Folge], auf dass sie im Gehen st\u00fcrzen und zerschmettert werden, damit sie umgarnt werden und gefangen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Darum h\u00f6ret das Wort des Herrn, ihr Sp\u00f6tter, ihr Spruchdichter dieses Volkes in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Weil ihr gesprochen: Wir haben einen Bund geschlossen mit dem Tode und mit der H\u00f6lle einen Vertrag gemacht; die daherflutende Gei\u00dfel wird, wenn sie hereinbricht, nicht an uns kommen, weil wir den Trug zu unserer Zuflucht gemacht und in der L\u00fcge uns geborgen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Darum spricht also Gott, der Herr: Ich gr\u00fcnde in Zijon einen Stein, einen kostbaren, wohlgegr\u00fcndeten Eckstein. Wer h\u00f6rt, und es glauben soll \u2014 glaubt es doch nicht.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ich mache das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum Wege. Der Hagel wird hinwegfegen die Zuflucht des Truges, und den Schirm vor den Fluten schwemmen diese fort.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Es wird aufgel\u00f6st euer Bund mit dem Tode, und euer Vertrag mit der H\u00f6lle hat keinen Bestand. Wenn die daherflutende Gei\u00dfel hereinbricht, werdet ihr von ihr zertreten.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wie sie hereinbricht, fa\u00dft sie euch; denn je am Morgen [immer] bricht sie herein, bei Tag und bei Nacht, lauter Schreck wird zu vernehmen sein.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Denn zu kurz wird das Lager sein, um sich zu strecken, und die Deckel zu eng, um sich darunter zu bergen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Denn wie am Berge Perazim erhebt sich der Herr, wie im Tale vor Gibeon st\u00fcrmt er heran, sein Wert zu vollf\u00fchren, sein nie geschehenes Werk, und seine Arbeit zu verrichten, seine ungeahnte Arbeit.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Demnach spottet nicht, dass eure Fesseln nicht noch dr\u00fcckender werden; denn Verheerung, und zwar fest beschlossen, habe ich vernommen vom Herrn Zebaot \u00fcber die ganze Erde.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Merkt auf und h\u00f6ret meine Stimme, horcht auf und h\u00f6ret meinen Spruch!<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Pfl\u00fcgt wohl der Pfl\u00fcger immer, um zu s\u00e4en? Furchet und egget er sein Erdreich [ohne Unterla\u00df]?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Wenn er die Fl\u00e4che geebnet, so streut er Dill und wirft K\u00fcmmel aus und pflanzt Weizen in Reihen und Gerste an den bezeichneten [Ort] und Spelt an der Grenze [des Ackers].<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er bearbeitet es nach Geb\u00fchr, wie Gott es ihn gelehrt hat.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Nicht mit dem Dreschwagen wird Dill gedroschen, des Wagens Rad wird \u00fcber den K\u00fcmmel nicht gef\u00fchrt, sondern mit dem Stocke geklopft wird Dill, und K\u00fcmmel mit dem Stecken.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Brotkorn wird auch gemahlen; also nicht unaufh\u00f6rlich wird gedroschen, sondern es treibt dar\u00fcber seines Wagens Walze, aber nicht seine Rosse zermalmen es.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>So ist es auch von dem Herrn Zebaot beschlossen. Wunderbar ist er im Beschluss, gro\u00df in der Weisheit [dass alles zu der geeigneten Zeit geschieht].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel29\">Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Sanherib Jerusalem belagerte.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O Ari\u00ebl, Ari\u00ebl [Gottesberg], Stadt, wo David residierte! F\u00fcget Jahr<br>an Jahr, ihr, die ihr Festopfer darbringt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich werde Ari\u00ebl bedr\u00e4ngen, und es entstehe Jammern und Wimmern, aber am Ende wird es doch Ari\u00ebl [eine heilige St\u00e4tte] bleiben.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich werde im Kreise um dich lagern und dich einengen, wie ein Posten, und Bollwerke gegen dich errichten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und du redest gebeugt aus der Erde hervor, tief aus dem Staube kommt deine Rede; deine Stimme wird gleich der eines Schattens aus der Erde, und aus dem Staube zirpt deine Rede.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Aber dann wird wie d\u00fcnner Staub die Menge deiner Feinde, und wie verfliegender Spreu der \u00dcberm\u00fctigen Menge; dies geschieht unversehens, pl\u00f6tzlich.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Vom Herrn Zebaot kommt es, durch Donner und Erdbeben und m\u00e4chtiges Get\u00f6se, Sturm und Wetter und verzehrende Feuerflammen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wie ein Traum, ein Nachtgesicht wird die Menge der V\u00f6lker sein, die herangezogen gegen Ari\u00ebl, und alle, die dagegen mit ihrem Bollwerk herangezogen, die es bedr\u00e4ngen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wie der Hungrige tr\u00e4umt, dass er esse, er erwacht aber und sein Leib ist leer; wie der Durstige tr\u00e4umt, dass er trinke, er erwacht aber und ist matt und seine Seele lechzt! also soll es ergehen der Menge der V\u00f6lker, die herangezogen gegen den Berg Zijon.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Besinnet euch nur und kommt von Sinnen, stellt euch blind und erblindet! Die ihr trunken seid ohne Wein und taumelt ohne Rauschtrank.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn der Herr hat \u00fcber euch einen Geist der Bet\u00e4ubung gebracht und eure Augen zugedr\u00fcckt, denn er hat die Propheten und eure H\u00e4upter, die Seher, verh\u00fcllt;<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Dass die Schau jeglichen Dinges euch geworden ist wie die Worte eines versiegelten Buches, das man einem gibt, der ein Buch versteht, mit den Worten: Lies doch dieses! er aber spricht: Ich kann nicht, weil es versiegelt ist.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wird denn das Buch einem gegeben, der ein Buch nicht verstehet, mit den Worten: Lies doch dieses! Da spricht er: Ich verstehe \u00fcberhaupt kein Buch.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Es spricht der Herr: Darum weil dieses Volk sich mit seinem Munde mir n\u00e4hert und mit seinen Lippen mich ehrt, aber sein Herz ist fern von mir, und ihre Furcht vor mir blos angelerntes Menschengebot;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Darum will ich fort und fort an diesem Volke mich wunderbar erweisen, Wunder \u00fcber Wunder tun, dass ausgehe seiner Weisen Weisheit, und seiner Einsichtigen Einsicht sich verberge.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>O \u00fcber jene die vor dem Herrn ihren Rat tief verbergen, dass im Finstern sei ihr Thun, und sie denken: Wer sieht uns und wer kennt uns?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Doch nur zu eurem Verderben! \u2014 Denn ist der Sch\u00f6pfer dem Ton gleich? Kann das Werk zu seinem Verfertiger sprechen: Er hat mich nicht verfertigt? Und das Gebild zu seinen Bildner sprechen: Er versteht nichts?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Nur noch kurze Frist, und der Libanon wird zu einem Fruchtgefilde, und das Fruchtgefilde wird f\u00fcr einen Wald geachtet.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>An jenem Tage werden h\u00f6ren die Tauben die Worte des Buches, und aus Dunkel und Finsternis werden der Blinden Augen sehen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Freude in F\u00fclle werden die Dem\u00fctigen an dem Herrn haben, und die D\u00fcrftigen der Menschen frohlocken mit dem Heiligen Israels.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Denn geschwunden ist der \u00dcberm\u00fctige, dahin der Sp\u00f6tter, ausgerottet sind alle, die Unrecht hegen;<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Die Menschen strafen wegen Mahnworte, und dem, der sie r\u00fcgt, am Tore schlingen legen, und in die \u00d6de den Gerechten verleiten.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>F\u00fcrwahr, spricht der Herr, zu dem Hause Jakob, \u2014 er, der erl\u00f6set den Abraham: Nicht mehr soll Jakob sich sch\u00e4men, und nicht mehr soll erblassen sein Angesicht.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Denn wenn seine Kinder sehen meiner H\u00e4nde Werk in seiner Mitte, heiligen sie meinen Namen, sie heiligen den Heiligen Jakobs, und den Gott Israels verherrlichen sie.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Jene, die irren Geistes waren, lernen Einsicht, und die Aufr\u00fchrer nehmen Belehrung an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel30\">Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<p>Gegen das B\u00fcndnis mit \u00c4gypten. Vor Sanheribs Fall, als die assyrische Kriegsmacht Jud\u00e4a bedrohte.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O \u00fcber euch, ihr Widerspenstigen!<br>ist der Spruch des Herrn. Beschl\u00fcsse zu fassen ohne mich, Rat zu schaffen ohne meine Eingebung, um S\u00fcnde auf S\u00fcnde zu h\u00e4ufen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Die sich aufmachen, nach \u00c4gypten zu gehen, aber mich befragen sie nicht; \u2014 sich zu sch\u00fctzen durch Pharaos Schutz und sich zu schirmen im Schatten \u00c4gyptens.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>So soll euch dann der Schutz Pharaos zur Schande werden, und die Beschirmung im Schatten \u00c4gyptens zur Schmach.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn es waren zu Tanis seine F\u00fcrsten, und seine Boten gelangten bis Hanes.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Alle werden sie zu Schanden mit diesem Volk, das ihnen nicht frommt; nicht zum Beistand, nicht zum Frommen, sondern zur Schande und zum Hohne.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Welche Last auf den Tieren des S\u00fcdens! Sie durchwandern \u2014 auf eigenen Rat \u2014 Gebiete der Not und der Drangsal, wo junger L\u00f6we und L\u00f6we, Otter und fliegender Drache lauern. Sie tragen auf dem R\u00fccken der Esel ihr Verm\u00f6gen und auf dem H\u00f6cker der Kamele ihre Sch\u00e4tze zu einem Volke, das nicht frommt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Aber \u00c4gypten, leer und nichtig ist ihr Beistand, darum nenne ich es: Gro\u00df und m\u00e4chtig sind sie im Stillsitzen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Jetzt gehe, schreib es auf eine Tafel f\u00fcr sie und in ein Buch zeichne es ein, dass es bleibe f\u00fcr den sp\u00e4testen Tag, [als Zeugnis] f\u00fcr immer und ewig.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Denn ein widerspenstiges Volk ist es, S\u00f6hne des Ableugnens, die nicht h\u00f6ren wollen auf die Lehre des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die da sprechen zu den Sehern: Sehet nicht! und zu den Schauenden: Offenbaret uns nicht Wahrheit! Redet zu uns glatte Reden, offenbaret uns T\u00e4uschungen!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Weichet ab vom [rechten] Wege, f\u00fchret ab vom [richtigen] Pfade, r\u00e4umet uns aus dem Angesichte den Heiligen Israels. [Redet nicht in seinem Namen].<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Darum spricht also der Heilige Israels: Weil ihr verschm\u00e4het solches Wort und vertrauet auf Gewalttat und List und st\u00fctzet euch darauf;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Darum soll euch diese S\u00fcnde werden, wie der sturzdrohende Riss, heraustretend an einer ragenden Mauer, deren Sturz pl\u00f6tzlich, j\u00e4hlings kommt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er wird sie zerbrechen, wie man ein irdenes Gef\u00e4\u00df des T\u00f6pfers zerbricht, ein schonungsloses Zertr\u00fcmmern, dass man unter seinen Tr\u00fcmmerhaufen keinen Scherben findet, damit Feuer vom Herde zu scharren oder Wasser aus dem Brunnen zu sch\u00f6pfen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn also spricht Gott, der Herr, der Heilige Israels: Durch Geduld und Ruhe wird euch geholfen, durch ruhiges Vertrauen gewinnt ihr St\u00e4rke. Ihr aber wolltet nicht,<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sondern ihr spracht: Nein! Auf Rossen wollen wir gl\u00e4nzen \u2014 darum sollt ihr fliehen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"22\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-22\">22<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-22\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"22\">Ein Wortspiel im Hebr\u00e4ischen, das im Stamm liegt. <\/span>; und auf Rennern reiten \u2014 darum werden eure Verfolger rennen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ein Tausend von euch wird fliehen vor dem Dr\u00e4uen eines Einzigen, vor dem Dr\u00e4uen von f\u00fcnf flieht ihr [falle], bis dass ihr \u00fcbrig bleibet gleich einer Stange auf Bergesspitze und wie ein. Panier auf dem H\u00fcgel.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Bei dem allen harret der Herr euch zu begnadigen und wird sich erheben, sich euer zu erbarmen; denn ein Gott des Gerichts ist der Herr. Heil allen, die seiner hoffen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Denn du Volk, das in Zijon wohnt, in Jerusalem, weine nicht; er wird dich begnadigen bei der Stimme deines Rufens, wie er ihn vernimmt, erh\u00f6rt er dich.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Der Herr wird euch in der Not Brot geben und Wasser in der Drangsal; deine Lehrer werden sich nicht ferner verbergen m\u00fcssen, sondern deine Augen werden deine Lehrer sehen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und deine Ohren werden vernehmen das Wort hinter dir her, also: Dies ist der Weg, wandelt auf ihm, ob ihr euch rechts oder links wendet.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ihr werdet verabscheuen den \u00dcberzug eurer silbernen G\u00f6tzen und die Bekleidung deines goldenen Gussbildes; du wirst sie wegwerfen wie Unflat und fort! zu ihnen sprechen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>[Gott] wird Regen f\u00fcr deine Saat geben, womit du den Erdboden bes\u00e4est, und das Brot vom Ertrage deines Erdbodens wird fett und nahrhaft sein. Es weidet dein Vieh an demselben Tage auf ger\u00e4umigem Anger.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Und die Rinder und F\u00fcllen, die den Erdboden bebauen, fressen salziges Futter, das geworfelt ist mit der Gabel und der Wurfschaufel.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Auf jedem hohen Berge und auf jedem ragenden H\u00fcgel werden B\u00e4che und Wasserstr\u00f6me sein, am Tage des gro\u00dfen W\u00fcrgens, wenn T\u00fcrme fallen.<br>Das Licht des Mondes wird wie das Licht der Sonne sein, und das Licht der Sonne wird gl\u00e4nzen siebenfach, gleich dem Lichte von sieben Tagen, an dem Tage, wo der Herr verbindet den Schaden seines Volkes und die ihm geschlagene Wunde heilt.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Der Name des Herrn kommt aus der Ferne, es brennt sein Zorn und m\u00e4chtig sind die Flammen; seine Lippen sind voll Grimmes und seine Zunge wie verzehrendes Feuer.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Und sein Odem wie daherflutender Strom, der bis an den Hals reicht, um zu schwingen die V\u00f6lker in der Schwinge der Vernichtung, und ein Gebiss der Verf\u00fchrung auf die Kinnbacken der V\u00f6lker [zu legen].<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Einen Gesang werdet ihr dann haben wie in der Nacht der Festesfeier, und ein frohes Herz wie der, der daherzieht mit der Fl\u00f6te, um nach dem Berge des Herrn zu wallen, zu dem Hort Israels.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Der Herr l\u00e4sst erschallen seine majest\u00e4tische Stimme, und wie sein Arm herniederf\u00e4hrt l\u00e4sst er schauen, im Grollen des Zornes und in der Flamme verzehrenden Feuers, in Sturm und Regenguss und Hagelstein.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Denn vor des Herrn Stimme zagt Assyrien, die Zuchtrute, mit der er [bisher] die V\u00f6lker schlug.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Und wo fr\u00fcher die verh\u00e4ngte Gei\u00dfel \u2014 die der Herr verh\u00e4ngt hat \u2014 vor\u00fcberzog und Krieg f\u00fchrte, wird jetzt ein Fest sein mit Pauken und Zithern.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Denn ger\u00fcstet seit gestern ist Tofet<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"23\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-23\">23<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-23\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"23\">Etwa so viel als H\u00f6lle oder Feuerschlund; Tofet war aber ein Tal in Jerusalem, wo der Moloch stand.<\/span>, auch dieses ist f\u00fcr den K\u00f6nig bereitet, tief, weit. Sein Holzsto\u00df hat Feuer und Holz die F\u00fclle; der Odem des Herrn lodert wie ein Schwefelstrom darin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel31\">Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O \u00fcber jene, die nach \u00c4gypten um Hilfe ziehen; sie st\u00fctzen sich auf<br>dessen Rosse, sie vertrauen auf dessen Wagen, weil sie so zahlreich, und auf dessen Reiter, weil ihrer so sehr viel sind. Aber sie blicken nicht auf den Heiligen Israels, und den Herrn suchen sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Aber er ist weise und bringt doch Unheil und sein Wort nimmt er nicht zur\u00fcck. Er steht auf wider das Haus<br>der Frevler, wider den Beistand der<br>\u00dcbelt\u00e4ter.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn \u00c4gypten ist nur Mensch und<br>nicht Gott, ihre Rosse Fleisch und nicht Geist; der Herr streckt aus seine Hand, und es strauchelt der St\u00fctzende und f\u00e4llt der Gest\u00fctzte, sie alle gehen insgesamt<br>unter.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Aber also sprach der Herr zu mir:<br>Wie der L\u00f6we br\u00fcllt und der junge L\u00f6we \u00fcber seine Beute, wider den der Hirten Menge sich schart \u2014 vor ihrer Stimme zagt er nicht und vor ihrer Menge wird er nicht mutlos; also wird der Herr Zebaot kommen, zu st\u00fctzen den Berg<br>Zijon und seinen H\u00fcgel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wie flatternde V\u00f6gel, also wird der Herr Zebaot Jerusalem beschirmen, schirmen<br>und retten, schonen und bergen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Kehret zur\u00fcck zu ihm, von dem ihr so tief abgefallen, Kinder Israel!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Denn am selbigen Tage werden sie verachten ihre silbernen und goldenen G\u00f6tzen, die eure H\u00e4nde zum Ungl\u00fcck euch bereitet haben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Assyrien f\u00e4llt nicht durch eines Mannes Schwert, nicht eines Menschen Schwert wird es vernichten. Und doch wird es fliehen wie vor dem Schwerte und seine J\u00fcnglinge werden mutlos.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Seine Macht entweicht vor Angst, und es zagen vor dem Panier seine F\u00fcrsten, \u2014<br>ist der Spruch des Herrn, des Feuer ist in Zijon und dessen Herd in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel32\">Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p>Hiskijas gerechte Regierung.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Mit Gerechtigkeit wird der K\u00f6nig regieren und die F\u00fcrsten nach<br>Geb\u00fchr walten.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Jeder wird sich sicher f\u00fchlen wie in einer Zuflucht vor Wind und einem Schutz gegen Wetter, gleich Wasserb\u00e4chen in der Steppe, gleich dem Schatten gewaltiger Felsen im lechzenden Lande.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es werden nicht mehr verblendet sein die Augen der Sehenden, und die Ohren der H\u00f6renden werden aufhorchen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Das Herz der Unbesonnenen wird aufmerken, um zu erkennen; die Zunge der Stammler wird flie\u00dfend und deutlich reden.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Der Niedrige wird nicht mehr ein Edler genannt werden, und den Arglistigen wird man nicht mehr einen Hochherzigen nennen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Der Niedrige redet Niedertr\u00e4chtigkeit, und sein Herz schafft Unheil, Ruchlosigkeit zu \u00fcben und vor dem Herrn Falsches zu reden, des Hungrigen Seele schmachten zu lassen und dem Durstigen sein Getr\u00e4nk zu entziehen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Des Arglistigen Sinnen ist verderblich, T\u00fccke ersinnt er, die Armen durch L\u00fcgenworte zu verderben, wenn der D\u00fcrftige Recht fordert [ihm zu schaden].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Der Edle aber ersinnt Edles, er mag als Edler gelten.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ihr sorglosen Frauen, auf! h\u00f6ret auf meine Stimme; ihr euch sicher f\u00fchlenden T\u00f6chter, vernehmet meine Rede!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>\u00dcber Jahr und Tag werdet ihr erzittern, ihr Sichern, denn dahin ist die Weinlese, die Obsternte kommt nicht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Erbebet ihr Sorglosen, erzittert ihr Sichern! entkleidet, entbl\u00f6\u00dft euch und g\u00fcrtet [einen Sack] um die Lenden;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Um die Br\u00fcste [schlagend], jammernd \u2014 um die Gefilde der Lust, um den fruchttragenden Weinstock.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Auf dem Erdboden meines Volkes schie\u00dft Dorn und Distel auf, in all den H\u00e4usern der Lust der jubelvollen Stadt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Denn der Palast wird verlassen sein, das Gew\u00fchl der Stadt ver\u00f6det, H\u00fcgel und Wartturm werden wie H\u00f6hlen auf ewig, \u2014 ein Tummelplatz der Maulesel, ein Weideort der Herden.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Bis ein Geist aus der H\u00f6he \u00fcber uns sich ergie\u00dft [Gott zu erkennen]; dann wird die W\u00fcste zum Fruchtgefilde, und das Fruchtgefilde wird f\u00fcr einen Wald geachtet.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>In der [fr\u00fcheren] W\u00fcste in Jerusalem wird Recht wohnen, und Gerechtigkeit nimmt in dem Fruchtgefilde ihren Sitz.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Das Werk der Gerechtigkeit wird Frieden sein und der Gerechtigkeit Dienst Ruhe und Sicherheit auf ewig.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Mein Volk wird in Friedenswohnungen weilen, in den Wohnpl\u00e4tzen der Sicherheit und in harmlosen Ruhest\u00e4tten.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>[Jerusalem] wird sich ausbreiten nach der Waldsenkung, und in der Niederung tieft sich die Stadt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Heil euch, an jedem Wasser werdet ihr s\u00e4en k\u00f6nnen, frei laufen lassen den Fu\u00df des Rindes und des Esels.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel33\">Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Belagerung Jerusalems durch Sanherib.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O du Zerst\u00f6rer, der noch nicht zerst\u00f6rt ist, R\u00e4uber, den man noch nicht beraubt! Wenn du mit deinem Werk fertig bist, Zerst\u00f6rer, wirst du zerst\u00f6rt, wenn du den Gipfel erstiegen im Rauben, beraubt man dich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Herr, sei uns gn\u00e4dig! dein harren wir; sei unser Beistand jeglichen Morgen und unsere Hilfe zur Zeit der Not.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Vor [deiner] Donnerstimme fliehen die V\u00f6lker, vor deiner Erhebung zerstieben die Nationen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Aufgerafft wurde eure Beute, [ihr Belagerer von Jerusalem], wie man Grillen aufrafft; wie Heuschrecken sich tummeln, tummelt man sich da, [wo das Lager Sanheribs war].<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Erhaben ist der Herr; er thront in der H\u00f6he, er hat Zijon erf\u00fcllt mit Recht und Gerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Es ist die Sicherheit deines Geschickes, die Dauer des Heils, der Weisheit und Erkenntnis; die Furcht des Herrn ist sein Schatz.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ihre Helden schrien drau\u00dfen, die Friedensboten weinten bitterlich.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ver\u00f6det sind die Stra\u00dfen, es feiert der Wanderer. Er bricht den Friedensbund, h\u00e4lt gering die St\u00e4dte, achtet nicht des Menschen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es trauert, verschmachtet die Erde. Besch\u00e4mt ist der Libanon und abgewelkt. Saron ist einer Steppe gleich, entbl\u00e4ttert sind Baschan und Karmel.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Jetzt will ich mich aufmachen, spricht der Herr, jetzt mich erheben, jetzt mich emporrichten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ihr gehet schwanger, [was ihr vorhabt] ist wie Heu, geb\u00e4ret [was ihr vollbringt sind] Stoppeln \u2014 euer Odem ist ein Feuer, das euch frisst.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Eure V\u00f6lker werden zu Kalk verbrannt, wie abgehauene Dornen werden sie im Feuer auflodern.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Vernehmet, ihr Fernen, was ich getan, und erfahret, ihr Nahen, meine St\u00e4rke.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Es zagen in Zijon die S\u00fcnder, Zittern ergreift die B\u00f6sew\u00f6chter. [Sie jammern]: Wer von uns mag weilen bei dem fressenden Feuer? Wer von uns weilen bei den m\u00e4chtigen Br\u00e4nden?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Wer in Gerechtigkeit wandelt und redlich spricht, wer Gewinn durch Bedr\u00fcckung verschm\u00e4ht, wer seine H\u00e4nde sch\u00fcttelt, dass sie nicht nach Bestechung greifen, wer sein Ohr verstopft, dass er nicht h\u00f6re den Blutrat, und sein Auge zudr\u00fcckt, dass er das B\u00f6se nicht schaue;<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Der wird auf H\u00f6hen wohnen, Felsenfesten sind seine Burg, sein Brot ist ihm gew\u00e4hrt, sein Wasser gesichert.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Den K\u00f6nig in seiner Herrlichkeit werden deine Augen schauen, sie sehen ihn selbst im fernen Lande.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Du wirst an die Schreckenszeit denken: Wo ist, der z\u00e4hlte, wo ist, der wog, wo, der T\u00fcrme z\u00e4hlte?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Das Barbarenvolk siehst du nicht mehr, das Volk dunkler Rede, nicht zu verstehen, stotternder Zunge, ohne Sinn.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Schaue Zijon an, die Stadt unserer festlichen Zusammenkunft, deine Augen werden Jerusalem sehen, eine ruhige Heimat, ein Zelt, das man nicht fortr\u00fcckt, nimmer werden seine Pfl\u00f6cke herausgezogen und keines seiner Seile losgerissen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Dort vielmehr erweiset der Herr sich uns m\u00e4chtig, die an der St\u00e4tte der Str\u00f6me und weit gebreiteter Fl\u00fcsse, darauf kein Ruderschiff ziehet und kein m\u00e4chtiges Fahrzeug f\u00fchrt dar\u00fcber hin. [Kein Feind kommt mehr hin.]<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denn der Herr ist unser Richter, der Herr unser Gesetzgeber, der Herr unser K\u00f6nig, er wird uns helfen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Deine Seile, [o Assyrien], sind gel\u00f6st, sie halten nicht ihres Mastbaumes Schaft, sie spannen nicht das Segel. Alsdann teilt man der Pl\u00fcnderung Beute in Menge, selbst Lahme rauben ihren Teil.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Selbst der Bettl\u00e4gerige spricht nicht: Ich bin krank. Dem Volke, das darin wohnt, ist seine Schuld erlassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel34\">Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcber Edoms Fall.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nahet her, o V\u00f6lker, zu h\u00f6ren, und<br>ihr Nationen, merket auf! Es h\u00f6re die Erde und alles, was in ihr ist, das Erdenrund samt allen seinen Spr\u00f6sslingen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Denn der Herr z\u00fcrnt allen V\u00f6lkern, er grollt ihrem ganzen Heer, er bannt sie, gibt sie dem Schlachten preis.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und ihre Erschlagenen werden herumgeworfen, von ihren Leichen steigt der Modergeruch auf, die Berge zerrinnen von ihrem Blut.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Selbst das ganze Himmelsheer vergeht, wie ein Buch wird der Himmel zusammengerollt; all sein Heer welkt wie das Blatt am Weinstock, wie welke Frucht am Feigenbaum.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn mein Schwert im Himmel wird ges\u00e4ttigt, wenn es auf Edom niederf\u00e4hrt, auf das Volk, das ich geweiht dem Verderben, zum Gericht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Das Schwert des Herrn ist voll Blut, gem\u00e4stet mit Fett, vom Blute der Mastl\u00e4mmer und B\u00f6cke, vom Nierenfett der Widder; denn ein Opfer h\u00e4lt der Herr in Bozra und ein gro\u00dfes Schlachten im Lande Edom.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Das R\u00ebem<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"24\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-24\">24<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-24\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"24\">Ein starkes bei den Israeliten sprichw\u00f6rtlich gewordenes Tier; vergl. <sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Buch Moses 23, <sup class=\"Vers\">22.<\/sup><\/span>\n\n\n\n<p> st\u00fcrzt mit ihnen, Stiere samt Masttieren, das Land wird getr\u00e4nkt von Blut und der Staub mit Fett ged\u00fcngt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn einen Tag der Rache h\u00e4lt der Herr, ein Jahr der Vergeltung, Zijon zu r\u00e4chen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>[Edoms] Str\u00f6me verwandeln sich in Pech, sein Staub in Schwefel, die Erde wird zu brennendem Pech.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nacht und Tag verlischt es nicht, ewiglich steigt Rauch davon auf, von Geschlecht zu Geschlecht bleibt es w\u00fcst, in alle Ewigkeit zieht niemand hindurch.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Pelikan und Kr\u00f6te werden es in Besitz nehmen, Ibis und Rabe werden darin wohnen; [Gott] spannt dar\u00fcber die Ma\u00dfschnur der Ver\u00f6dung und das Lot der Verw\u00fcstung.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ihre Edeln werden das K\u00f6nigtum ausrufen, aber es hat keinen Bestand; all ihre F\u00fcrsten werden zu nichts.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>In ihren Pal\u00e4sten wird Gestr\u00fcpp aufschie\u00dfen, Nesseln und Dornen in ihren Festen, und sie wird zur Wohnung der Schakale, ein Geh\u00f6ft der Strau\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wildkatzen treffen dort mit Hy\u00e4nen zusammen, und ein Waldbock ladet den andern; dort rastet nur die Lilit<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"25\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-25\">25<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-25\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"25\">Ein Nachtgespenst nach der Vorstellung der semitischen V\u00f6lker.<\/span> und findet eine Ruhestatt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dort nistet die Pfeilschlange und legt Eier, sie br\u00fctet aus und versammelt [die Jungen] in ihrem Schatten; nur dort scharen sich die Geier, einer zum andern.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Forschet in dem Buche des Herrn und leset, nicht eines von ihnen bleibt aus, eines vermisst das andere nicht, denn sein Mund hat es geboten und dessen Hauch hat sie versammelt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er teilte ihnen ihre Loose aus, seine Hand hat es ihnen mit der Maschnur zugemessen; auf ewig nehmen sie es in Besitz, f\u00fcr alle Geschlechter wohnen sie darin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel35\">Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<p>Die einstige R\u00fcckkehr aus der Verbannung.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es frohlockt dar\u00fcber W\u00fcste und Wildnis, das bisher ver\u00f6dete [Israel], die Steppe jubelt und bl\u00fchet auf wie eine Narzisse.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>In voller Bl\u00fcte stehet sie und jubelt und jauchzt; Libanons Pracht wird ihr verliehen, Karmels und Sarons Schmuck. Sie werden schauen die Herrlichkeit des Herrn, den Glanz unseres Gottes.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>St\u00e4rket schlaffe H\u00e4nde und kr\u00e4ftigt wankende Knie.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sprechet zu den Mutlosen: Seid stark, f\u00fcrchtet nicht! Euer Gott kommt mit Rache, mit g\u00f6ttlicher Vergeltung kommt er und rettet euch.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Dann werden sich auftun die Augen der Blinden, und die Ohren der Tauben sich \u00f6ffnen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dann wird h\u00fcpfen wie ein Hirsch der Lahme, und jubeln die Zunge des Stummen; denn es brechen Gew\u00e4sser hervor in der W\u00fcste und B\u00e4che in der Steppe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Das Sandmeer wird in Teiche verwandelt, die St\u00e4tte des Durstes in Wasserquellen. In der Schakale Wohnung, im Lagerort [der wilden Tiere], ist eine St\u00e4tte f\u00fcr Rohr und Schilf.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es wird dort eine Bahn und ein Weg sein, den man heiligen Weg nennt. Kein Unreiner zieht dar\u00fcber hin, dass er ihm geh\u00f6rte. Wer des Weges zieht, auch der Unkundige, gehet nicht irre.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Dort wird kein L\u00f6we weilen, kein rei\u00dfendes Tier ihn betreten und auf ihm zu treffen sein. Also werden ihn die Erl\u00f6sten durchwandern.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die durch den Herrn Befreiten werden heimkehren und nach Zijon mit Jubel zur\u00fcckkommen, ewige Lust wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Lust treffen sie an, es weichen Kummer und Schmerz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel36\">Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Belagerung Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Im vierzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Hiskija zog Sanherib,<br>K\u00f6nig von Assyrien, gegen alle festen St\u00e4dte von Jehuda und eroberte sie.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Der Konig von Assyrien sandte darauf den Rabsake von Lachis gegen den K\u00f6nig Hiskija in Jerusalem mit einem gro\u00dfen Heer; [da angelangt], nahmen sie Stellung an der Leitung des oberen Teiches, der auf der Bahn des W\u00e4scher-Feldes war.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Der Palastaufseher Eljakim, Sohn Hiskijas, und Sebua, der Schreiber, und der Staatsschreiber Joah, Sohn Asafs, gingen zu ihm hinaus.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Rabsake rief ihnen zu: Sagt doch dem Hiskija, so spricht der gro\u00dfe K\u00f6nig, der K\u00f6nig von Assyrien: Was f\u00fcr ein Vertrauen ist das, das du gehegt?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Meintest du etwa, es sei ein blo\u00dfes Gerede, [wenn es hei\u00dft] Rat und St\u00e4rke zeigen zum Krieg? Nun, auf wen vertrautest du, dass du dich gegen mich emp\u00f6rtest?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Du vertrautest wohl auf jenen geknickten Rohrstab, auf \u00c4gypten, das dem, der sich darauf st\u00fctzt, in die Hand dringt und sie durchbohrt? Denn so ist Pharao, K\u00f6nig von \u00c4gypten, f\u00fcr alle, die auf ihn vertrauen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Oder wollt ihr mir vielleicht sagen: Auf den Herrn, unsern Gott, vertrauen wir. Hiskija hat ja dessen H\u00f6hen und Alt\u00e4re abgeschafft und in Jehuda und Jerusalem angeordnet: Nur vor diesem Altar in Jerusalem werfet euch nieder.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und nun versuche es mit meinem Herrn, dem K\u00f6nige von Assyrien. Ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du dir Reiter darauf setzen kannst?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Und wie willst du zur\u00fcckweisen einen Befehlshaber, einen der geringsten Diener meines Herrn? und du vertrauest auf \u00c4gypten um Rosse und Reiter?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nun, bin ich denn ohne [Billigung] des Herrn herangezogen gegen diesen Ort, um ihn zu verderben? Der Herr hat zu mir gesprochen: Ziehe hinan gegen dieses Land und verdirb es!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprachen Eljakim und Sebna und Joah zu Rabsake: Rede doch zu deinen Knechten aram\u00e4isch, denn wir verstehen es, und rede nicht mit uns jud\u00e4isch vor den Ohren des Volkes auf der Mauer.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aber Rabsake sprach: [Glaubt ihr], dass nur zu eurem Herrn und zu euch<br>mich mein Herr gesandt hat, diese Worte zu reden? Nicht vielmehr zu den M\u00e4nnern, die auf der Mauer sitzen, ihren Auswurf zu essen und ihren Harn zu trinken mit euch?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Rabsake trat auf und rief mit lauter Stimme jud\u00e4isch und sprach: H\u00f6rt das Wort des gro\u00dfen K\u00f6nigs, des K\u00f6nigs von Assyrien!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>So spricht der K\u00f6nig: Dass euch Hiskija nicht t\u00e4usche; er kann euch nicht retten von seiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dass euch Hiskija nicht vertr\u00f6ste auf den Herrn: Retten wird uns der Herr, und diese Stadt wird nicht fallen in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>H\u00f6ret nicht auf Hiskija. Denn so spricht der K\u00f6nig von Assyrien: Ergebet euch mir und kommt heraus zu mir, dass<br>jeder von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum esse und jeglicher das Wasser seiner Grube trinke;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Bis ich komme und euch bringe in ein Land, wie euer Land, in ein Land des Korns und des Mostes, ein Land der Brotfrucht und der Weinberge.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sollte euch Hiskija einreden wollen und sprechen: Der Herr wird uns retten. Haben die G\u00f6tter der anderen V\u00f6lker ihre L\u00e4nder vom assyrischen K\u00f6nig gerettet?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wo waren die G\u00f6tter von Hamat und Arpad, wo die G\u00f6tter von Sefarvajim, oder retteten sie Schomron von meiner Hand?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Wer ist unter all den G\u00f6ttern der L\u00e4nder, die ihr Land gerettet von meiner Hand, dass der Herr Jerusalem retten sollte von meiner Hand?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sie schwiegen und erwiderten kein Wort, denn ein Gebot des K\u00f6nigs war also: Ihr sollt ihm nichts erwidern.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es kamen der Haushofmeister Eljakim, Sohn Hilkijas, und Sebna der Schreiber, und Joah, Sohn Asafs, der Staatsschreiber, zu Hiskija mit zerrissenen Kleidern und berichteten ihm die Worte Rabsakes.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel37\">Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<p>Die wunderbare Rettung.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Als der K\u00f6nig Hiskija das h\u00f6rte, zerri\u00df er seine Kleider und h\u00fcllte sich in einen Sack und ging in das Haus des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er sandte den Palastaufseher Eljakim und den Schreiber Sebna und die Aeltesten der Priester geh\u00fcllt in S\u00e4cke an den Propheten Jesaja, Sohn Amoz;<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Dass sie zu ihm sprechen: So spricht Hiskija: Ein Tag der Not und des Schm\u00e4hens und des Hohnes ist dieser Tag. Gekommen sind die Kinder bis an den Muttermund, aber da ist keine Kraft zum Geb\u00e4ren.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Vielleicht h\u00f6rt der Herr, dein Gott, alle Worte Rabsakes, den sein Herr, der K\u00f6nig von Assyrien, gesandt, zu l\u00e4stern den lebendigen Gott. Geschm\u00e4ht hat er mit Worten, die der Herr, dein Gott, geh\u00f6rt; so erhebe denn ein Gebet f\u00fcr den vorhandenen \u00dcberrest.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Die Diener Hiskijas kamen zu Jesaja.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Jesaja beauftragte sie: Sprechet zu euerm Herrn: So spricht Gott; F\u00fcrchte dich nicht vor den Worten, die du geh\u00f6rt, womit die Buben des K\u00f6nigs von Assyrien mich gel\u00e4stert haben.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ich will ihm den Sinn wenden; er wird eine Nachricht erhalten und in sein<br>Land zur\u00fcckkehren, und ich lasse ihn durch das Schwert fallen in seinem Lande.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Rabsake kehrte zur\u00fcck und fand den K\u00f6nig von Assyrien k\u00e4mpfend gegen Libna, denn er hatte geh\u00f6rt, dass er aufgebrochen war von Lachis.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Er h\u00f6rte von Tirhaka, K\u00f6nig von \u00c4thiopien, also: Er ist ausgezogen gegen dich zu streiten. Da sandte er wiederum Boten zu Hiskija und lie\u00df ihm sagen:<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>So sprechet zu Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, mit den Worten: Dass dich nicht t\u00e4usche dein Gott, auf den du vertrauest, zu glauben: Jerusalem wird nicht gegeben werden in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Du hast geh\u00f6rt, was die K\u00f6nige von Assyrien allen L\u00e4ndern getan, dass sie sie zu Grunde gerichtet haben, und du willst gerettet werden?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Haben denn die G\u00f6tter die V\u00f6lker gerettet, die meine V\u00e4ter zerst\u00f6rt haben: Gosan und Haran und Rezef und die Beni-Eden, die in Tela\u00dfar?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wo ist der K\u00f6nig von Hamat und der K\u00f6nig von Arpad, der K\u00f6nig der Sefarvajim, Hena und Iva?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Hiskija nahm die Briefe aus der Hand der Boten und las sie. Hiskija ging in das Haus des Herrn und breitete sie aus vor dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Hiskija betete vor dem Herrn und sprach:<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Herr, Gott Israels, der \u00fcber den Cherubim thront, du bist allein der Gott \u00fcber alle K\u00f6nigreiche der Erde, du hast den Himmel und die Erde geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Neige, Herr, dein Ohr und h\u00f6re! Tue auf, Herr, deine Augen und schaue! H\u00f6re die Worte Sanheribs, der jenen gesandt, zu l\u00e4stern den lebendigen Gott.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wahr ist es, Herr, zerst\u00f6rt haben die K\u00f6nige von Assyrien die V\u00f6lker und ihre L\u00e4nder.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ihre G\u00f6tter haben sie in das Feuer geworfen, denn es sind keine G\u00f6tter, sondern Werk von Menschenh\u00e4nden, Holz und Stein, und so haben sie sie vernichtet;<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Und nun, Herr, unser Gott, hilf uns doch von seiner Hand, dass alle K\u00f6nigreiche der Erde erkennen, dass du allein bist der Herr, Gott.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sandte Jesaja, Sohn Amoz, an Hiskija also: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet wegen Sanheribs K\u00f6nigs von Assyrien, [das habe ich erh\u00f6rt].<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Das ist, was der Herr \u00fcber ihn ausgesprochen: Es spottet dein, es lacht dein die Jungfrau, Tochter Zijon; hinter<br>dir her sch\u00fcttelt das Haupt die Tochter Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wen hast du gel\u00e4stert und geh\u00f6hnt, und wider wen die Stimme erhoben und deine Augen emporgerichtet? Wider den Heiligen Israels?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Durch deine Boten hast du den Herrn gel\u00e4stert und hast gesprochen: Mit der Menge meiner Wagen bin ich hinangezogen die H\u00f6he der Berge, die Seiten des Libanon, und habe umgehauen seine hochst\u00e4mmigen Zedern, seine auserlesenen Zypressen; nun dring ich in seine vornehmste Wohnung, in seine volle Waldung.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Ich habe gegraben und getrunken quellendes Wasser, und will austrocknen mit den Tritten meines Fu\u00dfballens alle Teiche der Belagerung.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>So h\u00f6re denn! Seit fernen Zeiten hatte ich es gemacht, seit den Tagen der Vorwelt, da hatte ich es entworfen. Nun lie\u00df ich es kommen, feste St\u00e4dte zu \u00f6den Steinhaufen zu machen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Deren Bewohner werden machtlos, gebrochenen Mutes und zu Schanden; sie werden wie Kraut des Feldes und sprossendes Gr\u00fcn, Moos der D\u00e4cher, und brandig, bevor es zum Halm wird.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Dein Sitzen, dein Gehen und dein Kommen [all dein Vorhaben] kenne ich, auch dein Toben gegen mich.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Weil dein Toben wider mich und dein \u00dcbermut gekommen ist vor meine Ohren, so ziehe ich meinen Stachel durch deine Nase und ein Gebiss in deine Lippen und f\u00fchre dich [zwangsweise] zur\u00fcck auf dem Wege, auf welchem du gekommen bist.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>[Und wenn dies eintrifft], m\u00f6ge dieses dir [dem K\u00f6nig Hiskija] als Zeichen dienen: Zu essen gibt es dieses Jahr nur Nachwuchs, im zweiten Jahre nur Wildwuchs, aber im dritten Jahre s\u00e4et und erntet und pflanzet Weinberge und esset ihre Frucht.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Der gerettete \u00dcberrest des Hauses Jehuda wird Wurzel ansetzen nach unten und Frucht treiben nach oben.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Denn von Jerusalem soll bleiben ein \u00dcberrest und Gerettete vom Berge Zijon; der Eifer des Herrn Zebaot wird das tun.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>F\u00fcrwahr, so spricht der Herr von dem K\u00f6nig von Assyrien: Er wird nicht in die Stadt dringen, nicht vor sie hintreten mit einem Schild und nicht aufsch\u00fctten gegen sie einen Wall.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Auf dem Wege, auf dem er gekommen, wird er umkehren, und in diese Stadt nicht kommen, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Schirmen werde ich diese Stadt und sie retten um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>[In derselben Nacht] zog aus ein Engel des Herrn und schlug in dem Lager der Assyrer hundertf\u00fcnfundachtzigtausend [Mann]. Als man am Morgen fr\u00fch aufwachte, da waren sie alle Leichen, Tote.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Sanherib, K\u00f6nig von Assyrien, brach auf und zog ab; er kehrte heim und blieb in Ninive.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Als er sich dort niederwarf im Hause seines Gottes Nisroch, da schlugen ihn seine S\u00f6hne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwerte; sie entkamen in das Land Ararat; sein Sohn Esar-Haddon wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel38\">Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<p>Die letzten Ereignisse unter Hiskija.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>In jener Zeit erkrankte Hiskija zum Sterben. Da kam der Prophet<br>Jesaja, Sohn Amoze, und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht leben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da wandte Hiskija sein Gesicht zu der Wand und betete zum Herrn:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>O Herr denke doch, wie ich vor dir gewandelt in Wahrheit und mit ganzem Herzen, und wie ich getan, was gut ist in deinen Augen! Hiskija weinte laut.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an Jesaja also:<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Gehe hin und sprich zu Hiskija: So spricht der Herr, der Gott deines Ahn David: Ich habe dein Gebet geh\u00f6rt, ich habe deine Tr\u00e4nen gesehen, ich f\u00fcge deinen Lebenstagen noch f\u00fcnfzehn Jahre hinzu.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Von der Hand des K\u00f6nigs von Assyrien werde ich dich und diese Stadt retten; ich werde diese Stadt schirmen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Das sei dir das Zeichen vom Herrn, dass der Herr das tun wird, was er gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ich lasse umkehren den Schatten der Stufen, wo er hinabger\u00fcckt war \u2014 an den Stufen der Sonnenuhr, die Achaz errichtet \u2014 zehn Stufen r\u00fcckw\u00e4rts. Der Schatten der Sonne kehrte auch zehn Stufen um, an den Stufen, die er herabger\u00fcckt war.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Schrift von Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, als er erkrankt war und von seiner Krankheit genas:<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Ich dachte, in der Mitte meiner Tage soll ich eingehen in die Pforten der Gruft; ich bin beraubt des Restes meiner Jahre.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich dachte, ich werde nicht mehr Gott [die Herrlichteit des Daseins] schauen, Gott im Reiche des Lebens; ich werde keinen Menschen mehr in dieser Welt sehen;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Meine Lebensdauer sei abgebrochen und weggezogen von mir, gleich einem Hirtenzelt; mir sei mein Leben abgeschnitten, wie wenn mir der Weber es vom Faden risse; von Tag zu Nacht vollendest du mit mir.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Ich glaubte, bis zum Morgen [sofort] werde er gleich einem L\u00f6wen zermalmen mein Gebein; von Tag zu Nacht vollendest du mit mir.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Gleich der Schwalbe und dem Kranich also zirpt ich, girrte Tauben gleich, ich erhob meine Augen zur H\u00f6he: Herr, bedr\u00e4ngt bin ich, rette mich!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Was soll ich reden? Er hat mir verhei\u00dfen und er vollf\u00fchrt es auch. Wallen will ich [ins Gotteshaus] all meine Jahre [und dem Herrn danken, dass er mich errettet hat] aus meinem Kummer.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Herr, sch\u00fctze [meine Gebeine], dass sie gesunden, und auch meinen Geist, und st\u00e4rke mich!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Um den Verlust des Friedens war ich sehr betr\u00fcbt; doch du hast liebend meine Seele gezogen aus der Grube der Verwesung, denn du warfst hinter deinen R\u00fccken all meine S\u00fcnden [du verziehst mir alles].<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn nicht die Gruft preiset dich, nicht der Tod lobt dich; es harren nicht, die in die Grube sinken, auf deine Treue.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Der Lebende, der Lebende, er preiset dich, wie ich heute; der Vater thut den Kindern deine Treue kund.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Der Herr ist da zu meiner Hilfe, und meine Lieder werden wir spielen all unsere Lebenstage im Hause des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Jesaja sprach: Man bringe Feigenkuchen und lege sie zur Erweichung auf die Geschwulst, und sie wird heilen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Hiskija sprach: Welches ist das Zeichen, dass ich noch gehen werde in das Haus des Herrn?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel39\">Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, Sohn Baladans, K\u00f6nig von Babel, Briefe und Geschenke an Hiskija; denn er hatte geh\u00f6rt, dass Hiskija erkrankt war und nun genas.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Hiskija freute sich mit ihnen und lie\u00df sie sehen alle seine Schatzh\u00e4user, das Silber und das Gold, die Gew\u00fcrze und das k\u00f6stliche Oel, sein ganzes Zeughaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern fand; es war nichts, was Hiskija sie nicht sehen lie\u00df in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da kam der Prophet Jesaja zum K\u00f6nige Hiskija und sprach zu ihm: Was wollten die M\u00e4nner, und woher kamen sie zu dir? Hiskija erwiderte: Aus einem fernen Lande kamen sie, aus Babel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>[Jesaja] fragte weiter: Was sahen sie in deinem Hause? Hiskija antwortete: Alles, was in meinem Hause ist, sahen sie. Es war nichts, was ich sie nicht sehen lie\u00df in meinen Schatzkammern.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Jesaja sprach darauf zu Hiskija: H\u00f6re das Wort des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Es werden Tage kommen, wo alles, was in deinem Hause ist, was deine V\u00e4ter aufgesammelt bis auf diesen Tag, nach Babel weggebracht wird; es wird nichts \u00fcbrigbleiben, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Von deinen S\u00f6hnen, die von dir abstammen die du zeugen wirst, werden sie nehmen. Sie werden Hofbediente sein im Palast des K\u00f6nigs von Babel.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Hiskija sprach zu Jesaja: Gerecht ist das Wort des Herrn, das du geredet. Er sprach weiter: Wenn nur Friede und Bestand sein wird in meinen Tagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel40\">Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<p>Die folgenden prophetischen Reden beziehen sich auf die Erl\u00f6sung vom babylonischen Exil.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Tr\u00f6stet, o tr\u00f6stet mein Volk, spricht euer Gott.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Redet zum Herzen Jerusalems und rufet ihm zu, dass erf\u00fcllt ist seine Leidenszeit, dass seiner Schuld genug getan, denn es hat empfangen aus der Hand des Herrn doppelt f\u00fcr all seine S\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich h\u00f6re eine Stimme rufen: In der W\u00fcste bahnet den Weg des Herrn, ebnet in der Steppe eine Stra\u00dfe unserm Gotte!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Jedes Tal m\u00f6ge sich erheben, und jeder Berg und H\u00fcgel sich senken, dass die Kr\u00fcmmung zur Ebene werde und die H\u00f6cker zum Tal.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Damit sich die Herrlichkeit des Herrn zeige, damit alle Gesch\u00f6pfe bekennen, dass also der Herr verhei\u00dfen hat.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Eine Stimme h\u00f6re ich, die ruft: Sprich! Man fragte sie: Was soll ich sprechen? [und sie erwiderte]: Alles Fleisch<br>ist wie Gras und \u2014 seine G\u00fcte wie Feldblumen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Es dorrt das Gras, es welkt die Blume, denn der Odem des Herrn hat es angeweht. F\u00fcrwahr, Gras ist das Volk [alle Menschen].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es dorrt das Gras, es welkt die Blume, aber das Wort unseres Gottes besteht ewiglich.<br>9 Auf hohen Berg steige hinan, Heilbotin Zijons, erhebe kr\u00e4ftig deine Stimme, Heilbotin Jerusalems, erhebe sie, f\u00fcrchte nicht, sprich zu den St\u00e4dten Jehudas: Da erscheint euer Gott<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gott der Herr zeigt sich m\u00e4chtig, und sein Arm gewaltig; sein Lohn ist mit ihm und seine Vergeltung vor ihm.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wie ein Hirt der seine Heerde weidet, mit seinem Arm sammelt er die L\u00e4mmer, in seinem Busen tr\u00e4gt er sie und die S\u00e4ugenden leitet er, [so wird Gott die Zerstreuten Israels sammeln].<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wer ma\u00df mit seiner Handh\u00f6hle die Gew\u00e4sser? und mit der Spanne die Himmel? Wer fa\u00dfte in ein Ma\u00df den Staub der Erde und wog in der Wage Berge, und H\u00fcgel in der Wagschale?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wer erforschte den Geist des Herrn? und wem gab [Gott] seinen Ratschlu\u00df kund?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Mit wem beriet er sich, dass er ihm Einsicht gab und ihn den richtigen Pfad lehrte, dass er ihn Erkenntnis lehrte und den Weg der Einsicht ihm kund machte?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die V\u00f6lker sind wie ein Tropfen am Eimer, und dem Staub in der Wagschale gleich geachtet. Die Insel tr\u00e4gt er davon wie ein St\u00e4ubchen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Der Libanon reicht nicht hin zum Brennholz, und sein Wild reicht nicht hin zum Ganzopfer.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>All die V\u00f6lker sind wie ein Nichts vor ihm, nichtig und leer sind sie ihm geachtet.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wem wollt ihr nun Gott vergleichen, und welch Gebilde ihm gleichstellen?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Vielleicht das Bild, das der K\u00fcnstler gegossen und der Goldarbeiter mit Gold \u00fcberzogen, an das der Schmied silberne Ketten [gemacht]?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Der zu arm ist f\u00fcr solche Gabe, w\u00e4hlt sich wenigstens Holz, das nicht morsch wird, und sucht sich einen geschickten K\u00fcnstler, ein festes Bild zu verfertigen, das nicht wankt.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Wisset ihr nicht? h\u00f6ret ihr nicht? Ist es euch nicht verk\u00fcndet worden von Anbeginn an? Habt ihr nicht gemerkt auf die Grundpfeiler der Erde?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er, der \u00fcber dem Erdkreise thronet, [dem gegen\u00fcber] die Bewohner wie Heuschrecken sind, der ausgespannt wie einen Flor den Himmel und ihn ausgebreitet wie ein Zelt zur Wohnung;<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Der die F\u00fcrsten zu nichte macht, die M\u00e4chtigen der Erde in Nichts verwandelt;<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Als ob sie nicht gepflanzt waren, nicht ges\u00e4et, ihr Schaft nicht in der Erde wurzelte \u2014 nur angehaucht hat er sie, und sie sind verdorrt, und Sturm entf\u00fchrt sie wie Stoppeln:<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Wem denn wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm \u00e4hnlich w\u00e4re? spricht der Heilige.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Hebt empor eure Augen und sehet: Wer hat diese geschaffen? Er, der herausf\u00fchrt nach der Zahl ihr Heer, alle beim Namen ruft. Vor der Allmacht F\u00fclle und dem Gewaltigen an Kraft bleibt Keines aus.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Warum sprichst du, o Jakob, und redest, o Israel: Verborgen ist mein Weg vor dem Herrn, und an meinem Gott geht mein Recht vor\u00fcber.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Du hast es doch erfahren und gemerkt: Ein Gott f\u00fcr immerdar ist der Herr, der erschaffen die Enden der Erde; er ermattet nicht, er erm\u00fcdet nicht, grenzenlos ist seine Einsicht.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er verleiht dem M\u00fcden Kraft, und dem Ohnm\u00e4chtigen gibt er gro\u00dfe St\u00e4rke.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Junge Leute ermatten und erm\u00fcden, und J\u00fcnglinge straucheln!<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Aber die auf den Herrn hoffen legen an neue Kraft, treiben Schwingen gleich den Adlern; sie rennen und erm\u00fcden nicht, sie gehen und ermatten nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel41\">Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Schweigt vor mir, ihr [Einwohner der fernen] Insel, und V\u00f6lker, die neue Kraft sch\u00f6pfen. Sie m\u00f6gen herbeikommen, dann reden, zusammen wollen wir hintreten zum Gerichte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wer hat [Cyrus] von Osten herbeigerufen? Wer ihn mit Sieg in seinem Gefolge berufen, V\u00f6lker vor ihm niederzuwerfen und K\u00f6nige zu unterjochen. Zu Staub macht alles sein Schwert, zu wehenden Stoppeln sein Bogen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er verfolgt sie, er ziehet hin unversehrt einen Pfad, den sein Fu\u00df nie betreten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wer hat es gewirkt und vollbracht? Der die Menschengeschlechter berief vom Anbeginn. Ich, der Herr, bin der Erste, und bei den Sp\u00e4testen bin ich derselbe.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Es schauen die (Einwohner der] fernen Insel und schauern, die Enden der Erde erzittern; sie nahen und kommen heran.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Sie stehen einer dem andern bei, und zu seinen Genossen spricht jeder: Sei stark.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Es ermutigt der Schmied den Schmelzer, der mit dem Hammer gl\u00e4ttet den, der den Ambos schl\u00e4gt, er sagt von der L\u00f6tung, sie ist gut, und befestigt sie mit N\u00e4geln, dass sie nicht wanke <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"26\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-26\">26<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-26\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"26\">Der Prophet spottet \u00fcber die G\u00f6tzendiener, die in der Zeit der Not ihre G\u00f6tzenbilder in Stand setzen, von ihnen Rettung erwartend.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Du aber Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erw\u00e4hlt, Nachkomme Abrahams, meines Freundes;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Du, den ich erw\u00e4hlt aus den vornehmsten V\u00f6lkern der Erde, und von ihren Edlen rief ich dich her und sprach zu dir: Mein Knecht bist du, erw\u00e4hlt habe ich dich und nicht verschm\u00e4ht.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>F\u00fcrchte nicht, denn ich bin mit dir, sei nicht verzagt, denn ich bin dein Gott. Ich kr\u00e4ftige dich, auch steh ich dir bei; ich fasse dich mit meiner siegreichen Rechten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Zu Schanden und Schmach werden alle, die dich reizen, vernichtet und vertilgt werden die mit dir streiten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Du suchst sie und findest sie nicht, die mit dir haderten; zunichte und v\u00f6llig verschwinden werden die, die dich bekriegten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Denn ich, der Herr, dein Gott, fasse deine Rechte, ich bin es, der zu dir spricht: F\u00fcrchte nicht, ich stehe dir bei.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>F\u00fcrchte nichts, Wurm Jakob, H\u00e4uflein Israel, ich stehe dir bei, spricht der Herr, dein Erl\u00f6ser, der Heilige Israels.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Ich mache dich zu einem Dreschwagen, einem scharfen, neuen, vielschneidigen; Berge zerstampfst und zermalmst du, und H\u00fcgel machst du zu Spreu.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Du streust sie hin, und ein Wind entf\u00fchrt sie, ein Sturm zerstiebt sie. Du aber frohlockest in dem Herrn, r\u00fchmest dich des Heiligen Israels.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Die Armen und die D\u00fcrftigen verlangen nach Wasser, und es ist keins da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Ich, der Herr, erh\u00f6re sie, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ich \u00f6ffne auf kahlen Bergspitzen Str\u00f6me und in den T\u00e4lern Quellen, wandle die W\u00fcste in Wasserteiche und Land der Wildnis in Wasserg\u00fcsse.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ich setze in der W\u00fcste Zeder, Akazie, Myrte und \u00d6lbaum, pflanze in der Steppe Zypresse, Fichte und Buchsbaum durcheinander.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Auf dass sie alle sehen, erkennen, merken und begreifen, dass des Herrn Hand dies getan und der Heilige Israels es geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Bringet her eure Rechtssache, spricht der Herr, tretet heran mit euren Streitgr\u00fcnden, spricht der K\u00f6nig Jakobs.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>M\u00f6gen sie herantreten und uns sagen, was sich ereignen wird. Was war fr\u00fcher? Saget an, dass wir darauf merken und dessen Ausgang erfahren, oder lasset uns das Zuk\u00fcnftige h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Saget an, was eintrifft in der Zukunft, dann werden wir erkennen, dass ihr G\u00f6tter seid, dass ihr auch Gutes tun k\u00f6nnt und B\u00f6ses, und wir werden dar\u00fcber alle erstaunen und best\u00fcrzt sein.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Ihr seid aber nichts und euer Werk ein Hauch. Zum Gr\u00e4uel wird, der euch erw\u00e4hlt.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Ich erweckte [Cyrus) vom Norden her, und er kam, vom Osten den, der meinen Namen anruft; und er trat F\u00fcrsten nieder wie Lehm und wie der T\u00f6pfer Thon zertritt.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Wer hat es verk\u00fcndet vom Anbeginn, dass wir es erfahren, und vor Zeiten, dass wir spr\u00e4chen: Recht! Doch da ist keiner, der es verk\u00fcndet, keiner, der es h\u00f6ren lassen, und keiner, der eure Worte h\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Der erste war ich, der zu Zijon [sprach]: Da sind sie, [die aus der Verbannung heimkehren!] und Jerusalem gab<br>ich einen Heilboten.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Ich sah, dass keiner da ist, kein Ratgeber unter ihnen, dass ich sie fragte und sie Bescheid g\u00e4ben.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Sie alle sind nichtig, eitel ihre Werke, Wind und Leeres ihre Gebilde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel42\">Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Du [Israel), mein Knecht, den ich st\u00fctze, mein Erkorener, an dem ich<br>Gefallen habe; meinen Geist lege ich auf ihn, dass er den V\u00f6lkern Recht verk\u00fcnde.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er schreit nicht, er erhebt nicht und l\u00e4\u00dft drau\u00dfen nicht h\u00f6ren seine Stimme.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Geknicktes Rohr zerbricht er nicht und dunkelnden Docht l\u00f6scht er nicht aus; nach Wahrheit verk\u00fcndet er das Recht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er wird nicht m\u00fcde und nicht entkr\u00e4ftet, bis er das Recht festgestellt auf Erden, und seiner Lehre die Insel harren.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>So spricht Gott, der Herr, der den Himmel erschaffen und ihn ausgespannt, die Erde ausgedehnt mit ihren Spr\u00f6sslingen, der Odem gibt allen Gesch\u00f6pfen auf ihr und Lebenshauch denen, die auf ihr wandeln.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich, der Herr, habe dich berufen zum Heile und deine Hand gefasst und dich gebildet und dich eingesetzt zum Volk meines Bundes, zum Lichte von Nationen;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Blinde Augen zu \u00f6ffnen, herauszuf\u00fchren aus dem Kerker den Gefesselten, aus dem Gef\u00e4ngnishause die Bewohner der Finsternis.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ich, der Herr, das ist mein Name, und meine Herrlichkeit gebe ich keinem andern, noch meinen Ruhm den G\u00f6tzenbildern.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Das Fr\u00fchere ist eingetroffen, und neues verk\u00fcnde ich; ehe es hervorkeimt, mache ich es euch kund.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Singet dem Herrn ein neues Lied, [verk\u00fcndet] seinen Ruhm am Ende der Erde, ihr alle, die ihr das Meer befahret und was es f\u00fcllt, die Insel und ihre Bewohner!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Laut jubele die W\u00fcste und ihre St\u00e4dte, die Geh\u00f6fte, die der Araber bewohnt, es jauchzen die Bewohner der Felsen, vom Gipfel der Berge her schreien sie auf.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Sie geben dem Herrn die Ehre, und seinen Ruhm verk\u00fcnden sie in den Eilanden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Herr zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann facht er den Eifer an, er l\u00e4rmt, erhebt auch Kriegsgeschrei, gegen seine Feinde erweist er sich m\u00e4chtig.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ich habe geschwiegen von je, war still, hielt an mich; wie eine Geb\u00e4rerin will ich aber nur schreien, schnaufen und anschnauben unaufh\u00f6rlich,<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Verw\u00fcsten Berg und H\u00fcgel und all ihr Gr\u00fcn trocknen, umwandeln Str\u00f6me in Eilande, und Teiche trockne ich aus.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ich f\u00fchre Blinde auf einem Wege, den sie nicht gekannt, auf unbekannten Bahnen leite ich sie, wandle Finsternis vor ihnen in Licht und Kr\u00fcmmungen in Ebenen. Das sind die Dinge, die ich oft getan und auch jetzt nicht unterlassen werde.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sie treten zur\u00fcck, sind besch\u00e4mt, alle, die auf ein Bild vertrauen, die zum Gusswerk sprechen: Ihr seid unsere G\u00f6tter.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ihr Tauben h\u00f6rt, und ihr Blinden schauet auf, dass ihr sehet!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wer ist blind, wenn nicht der, der mein Knecht sein sollte, und taub wie mein Bote, den ich gesandt? Wer ist blind<br>wie der mir ergeben sein sollte, blind wie der Knecht des Herrn?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Vieles schauest du, aber beobachtest nicht; bei offenen Ohren h\u00f6rt er nicht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Der Herr begehrt um seiner Gnade willen, dass gro\u00df werde die Lehre und herrlich.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Aber es ist ein geraubtes gepl\u00fcndertes Volk, verweht in H\u00f6hlen liegen sie alle, und in Gef\u00e4ngnissen sind sie versteckt. Sie sind zur Beute geworden und niemand rettet, gepl\u00fcndert und niemand spricht: Gib zur\u00fcck!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wer unter euch mag solches vernehmen, h\u00f6ren und aufhorchen f\u00fcr die Zukunft?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Wer hat Jakob der Pl\u00fcnderung preisgegeben und Israel den Raubenden? Doch nur der Herr, gegen den wir ges\u00fcndigt und in dessen Wegen sie nicht wandeln wollten und dessen Lehre sie nicht gehorchten.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Da sch\u00fcttelte er die Glut seines Zornes \u00fcber es aus und des Krieges Gewalt, es flammte an ihm rings, es aber merkte nichts, und es brannte an ihm, es aber nahm es nicht zu Herzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel43\">Kapitel 43<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nun aber spricht also der Herr, dein Sch\u00f6pfer, Jakob, und dein Bildner, Israel: F\u00fcrchte nicht, denn ich habe dich erl\u00f6st, dich gerufen beim Namen: Mir geh\u00f6rst du.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wenn du Gew\u00e4sser durchschreitest, ich bin bei dir, und wenn durch Str\u00f6me \u2014 sie fluten dich nicht weg; wenn du durch Feuer gehest, wirst du nicht versengt, und die Flamme brennt dich nicht an.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, dein Retter; ich g\u00e4be hin dein L\u00f6segeld \u00c4gypten, Nubien und Abessinien statt deiner.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Weil du teuer bist in meinen Augen und geehrt, und weil ich dich liebe, gebe ich [viele andere] Menschen statt deiner hin, Nationen f\u00fcr dein Leben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>F\u00fcrchte nicht, denn ich bin mit dir; vom Osten bringe ich deine Kinder und vom Westen sammle ich dich.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich befehle dem Norden: Gib her [die Israeliten], und zum S\u00fcden: Halte sie nicht zur\u00fcck! Bringe meine S\u00f6hne aus der Ferne und meine T\u00f6chter vom Ende der Erde;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Jeden, der sich zu meinem Namen bekennt, den ich zu meiner Ehre geschaffen, gebildet und bereitet.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Gib sie heraus, du Volk, das blind ist und Augen hat, ihr Tauben, obwohl sie auch Ohren haben.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Alle V\u00f6lker sind versammelt, zusammengekommen die Nationen, wer unter ihnen kann solches ansagen? Dass sie uns die [kommenden Ereignisse] zuvor verk\u00fcnden; m\u00f6gen sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen, dann h\u00f6ren und sagen: Wahr!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Ihr [Israeliten] seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erkoren, auf dass ihr [alle V\u00f6lker] erkennet und mir glaubet und einsehet, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet und nach mir wird keiner sein.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich, ich bin der Herr, und niemand au\u00dfer mir kann retten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ich habe verhei\u00dfen und gerettet; ich habe es verk\u00fcndet, und kein Fremder war f\u00fcr euch. Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, dass ich Gott bin.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Auch f\u00fcr ewig bin ich es, und niemand rettet aus meiner Hand; wenn ich wirke, wer will es abwenden?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>So spricht der Herr, euer Erl\u00f6ser, der Heilige Israels: Um euretwillen sandte ich nach Babel und schlug alle Riegel ab, und den Jubel der Chald\u00e4er verwandelte ich in Wehklagen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Ich, der Herr, bin euer Heiliger, der Sch\u00f6pfer Israels, euer K\u00f6nig!<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Also spricht der Herr, der [beim Auszuge Israels aus \u00c4gypten] durch das Meer einen Weg geschaffen und durch m\u00e4chtige Gew\u00e4sser eine Bahn;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Der damals Wagen und Rosse, Heer und Macht heranf\u00fchrte, sie aber dann pl\u00f6tzlich liegen lie\u00df, dass sie sich nicht erheben konnten, die verglimmten wie Docht und verl\u00f6schten:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Gedenket nicht des Fr\u00fcheren, und auf das Vergangene richtet nicht euren Sinn.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ich bereite Neues, jetzt sprie\u00dft es hervor, dass ihr es erkennt. Ich mache in der W\u00fcste einen Weg, in der \u00d6de Str\u00f6me.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es wird mich ehren des Feldes Tier, Schakal und Strau\u00df, weil ich in der W\u00fcste Wasser schaffe, Str\u00f6me in der \u00d6de, zu tr\u00e4nken mein erkorenes Volk. <sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Das Volk, das ich mir gebildet, soll meinen Ruhm verk\u00fcnden. <sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Wohl hast du mich nicht angerufen, Jakob, als ob du meiner m\u00fcde w\u00e4rest, Israel.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Du hast mir nicht dargebracht das Lamm deiner Ganzopfer und nicht mit deinen Opfern mich geehrt. Ich habe dich nicht beschwert mit Speiseopfern und dich nicht bem\u00fcht mit Weihrauch.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Du kauftest mir nicht um Silber W\u00fcrzrohr, und mit dem Fette deiner Opfer hast du mich nicht ges\u00e4ttigt; aber beschwert hast du mich mit deinen S\u00fcnden, mich erm\u00fcdet mit deinen Vergehungen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Aber ich, ich bin es, ich will deine Missetaten tilgen um meinetwillen, und deiner S\u00fcnden nicht ferner gedenken.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Erinnere mich, [ob du Verdienste aufzuweisen hast], lasse uns rechten mit einander. Erz\u00e4hle nun du, auf dass du dich rechtfertigst.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Dein Oberhaupt s\u00fcndigte gegen mich, und deine F\u00fcrsprecher fielen von mir ab.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Deshalb entweihte ich die heiligen F\u00fcrsten und gab Jakob dem Fluche hin und Israel dem Hohne.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel44\">Kapitel 44<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nun aber h\u00f6re, Jakob, mein Knecht, und Israel, den ich erkoren.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Also spricht der Herr, dein Sch\u00f6pfer und Bildner vom Mutterleibe an, der dir beisteht: F\u00fcrchte nicht, mein Knecht Jakob, und Jeschurun, den ich erkoren.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn wie ich Wasser auf d\u00fcrren Boden gie\u00dfe und Flie\u00dfendes auf das Trockene, so gie\u00dfe ich auch meinen Geist aus auf deine Kinder und meinen Segen auf deine Spr\u00f6sslinge;<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Dass sie wachsen wie zwischen Gras, wie Weiden an Wasserb\u00e4chen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Der wird sprechen: Dem Herrn geh\u00f6re ich, und der nennt sich mit dem Namen Jakob, und der verschreibt sich dem Herrn, und mit dem Namen Israel schmeichelt er sich.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Also spricht der Herr, der K\u00f6nig Israels und sein Erl\u00f6ser, der Herr Zebaot: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, au\u00dfer mir gibt es keinen Gott.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wer wie ich ruft [alles] und verk\u00fcndet und stellt es mir dar, seit ich eingesetzt ein Volk der Urzeit? Das, was eintreffen und was kommen wird, m\u00f6gen sie ihnen verk\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Zittert nicht und f\u00fcrchtet nicht; habe ich doch von jeher es dir verk\u00fcndet und angesagt, und ihr seid meine Zeugen: Es gibt keinen Gott au\u00dfer mir, und es ist kein Hort, den ich nicht kenne.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die G\u00f6tzenbilder sind alle eitel, ihre Lieblinge nutzen nichts, sie selbst sind Zeugen daf\u00fcr, sie sehen nicht und merken nicht, auf dass sie besch\u00e4mt werden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wer ist so t\u00f6richt, dass er sich einen Gott gemacht und ein Bild gegossen, das nichts n\u00fctzt?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Alle Anh\u00e4nger [des G\u00f6tzen] werden zu Schanden, obgleich seine Bildner die geschicktesten von allen waren; m\u00f6gen sie alle zusammenkommen, sie werden doch einen Schreck bekommen und zu Schanden werden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Der Eisenschmied [Der Prophet verspottet die G\u00f6tzendiener und ihr t\u00f6richtes Treiben.]) fertigt ein Beil au, er arbeitet es in der Kohlenglut aus und mit H\u00e4mmern bildet er es, dann bearbeitet er es mit seinem kr\u00e4ftigen Arme, er hungert sogar dabei und hat keine Kraft mehr, er trinkt kein Wasser und ermattet.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Zimmermann spannt \u00fcber das Holz die Schnur, zeichnet mit dem Stifte, fertigt es mit den Hobeln, und mit dem Zirkel zeichnet er es, er macht daraus die Abbildung eines Mannes nach menschlicher Sch\u00f6nheit, dass es ein Haus bewohne.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Oft f\u00e4llt er gar zuerst Zedern, oder er w\u00e4hlt sich Steineiche oder Terebinthe, er bem\u00e4chtigt sich eines Waldbaumes; mitunter pflanzt er sogar erst eine Esche, die der Regen gro\u00dfzieht.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>[Das Holz] dient dem Menschen zum Verbrennen, er nimmt davon und w\u00e4rmt sich, auch heizt er und backt Brot. [Aus demselben Holz] macht er aber auch einen Gott und b\u00fcckt sich; er hat ein G\u00f6tzenbild daraus gemacht und kniet davor.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die H\u00e4lfte davon hat er im Feuer verbrannt, bei der H\u00e4lfte will er Fleisch essen, er bratet n\u00e4mlich darauf einen Braten, dass er satt werde, w\u00e4rmt sich auch und spricht: Ha, ich bin warm, ich sp\u00fcre die Glut!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Und den Rest davon macht er zum Gotte, zu seinem Bilde, er kniet davor und b\u00fcckt sich und betet zu ihm und spricht: Errette mich, denn mein Gott bist du!<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sie erkennen nicht [das T\u00f6richte dabei] und sehen es nicht ein, weil ihr Auge verklebt ist und nicht sieht, ihr Herz [verstockt], dass es nicht versteht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Er f\u00fchrt es nicht zu Gem\u00fcte und hat nicht Erkenntnis und Einsicht zu denken: Die H\u00e4lfte davon habe ich im Feuer verbrannt, auch habe ich Brot gebacken \u00fcber seinen Kohlen, ich brate noch Fleisch daran, dass ich es esse, und das<br>\u00dcbrige mache ich zum G\u00f6tzen, vor einem Holzblock knie ich.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Er geht der Asche nach, ein t\u00f6richtes Herz hat ihn verf\u00fchrt, er kann sich nicht retten und nicht sprechen: Ist nicht Lug in meiner Rechten?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Bedenke dies, Jakob, und Israel, der du mein Knecht bist, ich habe dich mir zum Knechte gebildet; vergiss mich nicht, o Israel!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ich habe verwischt wie Dunst deine Missetaten und wie ein Gew\u00f6lk deine S\u00fcnden; kehre zur\u00fcck zu mir, denn ich habe dich erl\u00f6st.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Jauchze, du Himmel, denn der Herr hat es vollbracht; jubelt, ihr Grundfesten der Erde, brechet aus, ihr Berge, in Jauchzen, Wald und alles Holz darin; denn der Herr hat Jakob erl\u00f6st, und an Israel verherrlicht er sich.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>So spricht der Herr, dein Erl\u00f6ser und dein Bildner von Mutterleibe an: Ich, der Herr, vollf\u00fchre alles; ich spannt aus den Himmel allein und dehnte die Erde aus meiner Macht.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Er machte die Zeichen der L\u00fcgenredner zunichte und die Wahrsager zu Narren. Er l\u00e4sst die Weisen [vor Scham] zur\u00fccktreten, und ihre Einsicht wird zur Torheit.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er best\u00e4tigt das Wort seines Knechtes, und den Beschluss seiner Gesandten erf\u00fcllt er; der zu Jerusalem spricht: Es werde bewohnt, und zu den St\u00e4dten Jehudas: Sie werden erbaut, und ihre Tr\u00fcmmer werde ich aufrichten<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Der zur Meerestiefe spricht: Versiege! und deine Str\u00f6me trockne ich aus.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Der Cyrus als Hirt entbietet, dass er all seine W\u00fcnsche erf\u00fclle und zu Jerusalem spreche: Es werde gebaut, und du, o Tempel, gegr\u00fcndet!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel45\">Kapitel 45<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>So spricht der Herr zu seinem Gesalbten Cyrus, den ich bei seiner<br>Rechten halte, V\u00f6lker vor ihm niederzuwerfen, und ich entg\u00fcrte die Lenden der K\u00f6nige [ich entwaffne sie]; T\u00fcren vor ihm zu \u00f6ffnen und Tore, dass sie nicht geschlossen seien:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich ziehe vor dir einher, Kr\u00fcmmungen ebne ich, eherne T\u00fcren zerbreche ich und sprenge eiserne Riegel;<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und gebe dir verborgene Sch\u00e4tze und verborgene Reicht\u00fcmer, auf dass du erkennest, dass ich, der Herr, es bin, der<br>dich beim Namen ruft [erw\u00e4hlt], der Gott Israels.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Um meines Knechtes Jakob willen und Israels, meines Erkorenen, rief ich dich bei deinem Namen [erkor ich dich], ich ernannte dich, ohne dass du mich kanntest.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich bin der Herr und keiner sonst, au\u00dfer mir ist kein Gott, ich r\u00fcste dich aus, ohne dass du mich kanntest.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Auf dass sie alle erkennen, vom Aufgang der Sonne und von ihrem Niedergang, dass nichts ist au\u00dfer mir, ich bin der Herr und keiner sonst;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der das Licht bildet und Finsternis schafft, Frieden stiftet und Unheil schafft, ich, der Herr, tue dies alles.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Tr\u00e4ufle, Himmel, von oben, und es rieseln die Wolken Segen; die Erde \u00f6ffne sich und trage Heil, und Gedeihen lasse sie emporwachsen zugleich. Ich, der Herr, habe es geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>O \u00fcber den, der mit seinem Bildner hadert<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"27\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-27\">27<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-27\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"27\">Diese Worte des Propheten sind gegen die Volksgenossen gerichtet, welche die Wege der g\u00f6ttlichen Vorsehung nicht f\u00fcr richtig finden wollten.<\/span>), ein Scherben [hadert] mit dem Tonkneter! Spricht denn der Ton zu seinem Bildner: Was machst du? oder: Dein Werk ist nicht handlich!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>O \u00fcber den, der zum Vater spricht: Wozu hast du gezeugt? und zum Weibe: Wozu kreisest du [und geb\u00e4rst]?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Also spricht der Herr, der Heilige Israels und sein Bildner: Um die Zukunft m\u00f6gen sie mich befragen, aber wegen meiner Kinder und des Werkes meiner H\u00e4nde lasst mich walten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ich habe die Erde gefertigt und die Menschen auf ihr geschaffen; meine H\u00e4nde haben den Himmel ausgespannt und all sein Heer habe ich entboten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Ich habe [Cyrus) geweckt zum Heil, und all seine Wege ebne ich. Er soll meine Stadt bauen und meine Weggef\u00fchrten entlassen, nicht um Kaufpreis und nicht um Geschenk, spricht der Herr Zebaot.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Also spricht der Herr: \u00c4gyptens Erwerb und der Verdienst von \u00c4thiopien und der Abessinier, der M\u00e4nner von hohem Wuchse, wird auf dich [Israel] \u00fcbergehen und dir geh\u00f6ren, dir nachfolgen; in Fesseln ziehen sie einher und vor dir b\u00fccken sie sich, zu dir beten sie: Ja, nur in dir ist Gott, und keiner sonst ein Gott!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Aber du bist ein Gott, der zuweilen seine Macht verborgen h\u00e4lt, doch immer Israels Gott und Retter.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Besch\u00e4mt und zu Schanden sind sie alle, s\u00e4mtlich gehen sie einher voll Schmach, die Bilderschnitzer.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Israel wird gerettet durch den Herrn mit ewiger Rettung; ihr werdet nicht besch\u00e4mt und nicht zu Schanden bis in alle Ewigkeit.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn also spricht der Herr, Sch\u00f6pfer des Himmels, er ist Gott, der gebildet die Erde und sie gemacht, er hat sie eingerichtet, nicht zur Ein\u00f6de hat er sie geschaffen, zum Bewohnen hat er sie gebildet: Ich bin der Herr und keiner sonst.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Nicht im Verborgenen habe ich geredet, an einem Orte finstern Landes; ich habe nicht gesprochen zu den Nachkommen Jakobs: Suchet mich im Geheimnisvollen; ich, der Herr, spreche Gerechtigkeit, verk\u00fcnde Wahrheit.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Versammelt euch und kommt, tretet her zusammen, ihr fl\u00fcchtenden V\u00f6lker, \u2014 ihr, die ihr nichts wisset, die das Holz ihres G\u00f6tzen tragen und beten zu einem Gotte, der nicht hilft.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Saget an und f\u00fchret [sie] her, auch beraten sollen sie mit einander: Wer hat solches verk\u00fcndet in der Urzeit, es angesagt von jeher? doch nur ich, der Herr, und kein Gott sonst au\u00dfer mir. Au\u00dfer mir ist kein gerechter Gott und kein Retter.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Wendet euch zu mir, dass euch Heil werde, all ihr Enden der Erde, denn ich bin Gott und sonst keiner.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Bei mir habe ich geschworen, Heil ist aus meinem Munde gegangen, ein Wort, das nicht zur\u00fcckgeht, dass mir sich beugen wird jedes Knie, bei mir schw\u00f6ren jede Zunge.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Nur bei dem Herrn, \u2014 werden sie sagen \u2014 ist Heil und Macht; zu ihm werden kommen und besch\u00e4mt sein alle, die gegen ihn entbrennen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>In dem Herrn werden sie gerecht werden und sich gl\u00fccklich preisen alle Nachkommen Israels.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">46.<\/sup>Kapitel<br>Die beiden folgenden Kapitel sind dem Sturz Babels gewidmet.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nel bricht zusammen, Nebo st\u00fcrzt, die G\u00f6tzen [Babels] sind [aufgeladen] auf Tiere und Lastvieh; die Ladung dr\u00fcckt sie schwer, eine erm\u00fcdende Last.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sie brechen zusammen und st\u00fcrzen, sie k\u00f6nnen die Last nicht retten, und sie selbst [die Babylonier] wandern in die Gefangenschaft.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>H\u00f6ret auf mich, Haus Jakob, und all die \u00dcbriggebliebenen des Hauses<br>Israel, die [mir] aufgeladenen von ihrer Geburt an, von mir getragen werden, seitdem sie den Mutterscho\u00df verlassen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Bis in euer Alter bin ich f\u00fcr euch derselbe und bis in euer Greisentum ertrage ich euch; ich habe vollbracht, ich werde euch auch tragen, und ich ertrage und rette.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wem wollt ihr mich vergleichen und \u00e4hnlich machen oder gegen\u00fcberstellen, dass wir uns glichen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Jene, die Gold spenden aus dem Beutel und Silber auf der Waage w\u00e4gen, einen Schmelzer dingen, dass er einen Gott daraus mache, dann vor ihm knien und niederfallen;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Sie tragen ihn auf der Schulter, b\u00fcrden sich ihn auf und stellen ihn an seinen Platz, da bleibt er stehen, er weicht nicht von seiner Stelle. Er schreit zu ihm, aber er antwortet nicht, aus seiner Not rettet er ihn nicht.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Bedenket dies und ermannet euch, nehmet es euch, ihr Abtr\u00fcnnige, zu Herzen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Gedenket des Vergangenen aus der Vorzeit, denn ich bin Gott und keiner sonst, ich bin Gott und nichts ist mir gleich.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der in fr\u00fcher Zeit die sp\u00e4tere verk\u00fcndet, und in der Urzeit, was noch nicht geschehen; ich spreche: Mein Beschluss wird bestehen und meinen Willen f\u00fchre ich aus.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich rufe vom Osten her den Aar, aus fernem Lande den Mann, den ich verhei\u00dfen; ich hab es verhei\u00dfen, ich werde es auch kommen lassen; ich hab es entworfen, werde es auch ausf\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>H\u00f6ret mich, ihr verstockten Herzens, die ihr das Heil so fern glaubt!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Meine Gnade lasse ich nahen, sie bleibt nicht fern, und mein Sieg soll nicht s\u00e4umen; ich gebe Zijon Heil, f\u00fcr Israel, das mein Ruhm ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel47\">Kapitel 47<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Steig hinab und setze dich in den Staub, Nation von Babel, sitze<br>zur Erde ohne Thron, Volk der Chald\u00e4er, denn fortan werden sie dich nicht nennen Weichliche und Verz\u00e4rtelte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Nimm die Handm\u00fchle, mahle Mehl, hebe auf deinen Schleier, streife auf die Schleppe, entbl\u00f6\u00dfe die H\u00fcfte, durchwate Str\u00f6me.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aufgedeckt werde deine Bl\u00f6\u00dfe, gesehen deine Scham; Rache will ich nehmen, und niemand begegnet mir [dich zu retten].<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Unser Erl\u00f6ser aber ist der Herr \u2014 Gott Zebaot ist sein Name, Heiliger Israels.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Sitze stumm und verbirg dich im Dunkeln; Nation der Chald\u00e4er, fortan wird man dich nicht nennen: Herrin der Reiche.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich z\u00fcrnte auf mein Volk, ich entweihte mein Besitztum und gab sie in deine Hand; du aber gew\u00e4hrtest ihnen kein Erbarmen, selbst auf den Greis legtest du dein dr\u00fcckendes Joch.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Du glaubtest: Ewig werde ich Herrin sein. So lange du dieses [die kommende Strafe] nicht zu Herzen nahmst, gedachtest du nicht des Endes.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Nun aber h\u00f6re solches, \u00dcppige, die sich sicher w\u00e4hnte, die in ihrem Herzen dachte: Ich bin es und keine sonst! Ich werde nicht verwitwet sein, und Verweisung nicht kennen lernen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>So sollen \u00fcber dich diese beide pl\u00f6tzlich an einem Tage kommen: Verweisung und Witwentum; in ihrer ganzen F\u00fclle kommen sie \u00fcber dich, trotz der F\u00fclle deiner Zaubereien, trotz des \u00dcberma\u00dfes deiner Beschw\u00f6rungen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Du f\u00fchltest dich sicher in deiner Bosheit und dachtest: Niemand sieht mich. Deine Klugheit und deine Einsicht verf\u00fchrten dich, und du dachtest in deinem Herzen: Ich bin es und keine sonst.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>So soll \u00fcber dich Unheil kommen, dessen du nicht gew\u00e4rtigt sein wirst, und ein Ungl\u00fcck \u00fcber dich fallen, das du nicht loswerden kannst; pl\u00f6tzlich und ungeahnt kommt Verderben \u00fcber dich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ob du Bestand haben wirst bei deinen Beschw\u00f6rungen und der F\u00fclle deiner Zaubereien, womit du dich gem\u00fcht von deiner Jugend an? Vielleicht kannst du helfen, vielleicht gewinnst du Kraft.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Vergebens mattest du dich mit der F\u00fclle deiner Anschl\u00e4ge ab; lasse sie doch aufstehen und dir helfen, die im Himmel in die Zukunft sehen, die nach den Sternen schauen und kund machen mit jeglichem Monde, alles, was \u00fcber dich kommen wird.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie sind wie Stoppeln, Feuer verbrennt sie, sie retten nicht ihr Leben aus der Gewalt der Flamme [und hinterlassen] keine Kohle, sich an ihr zu w\u00e4rmen, keine Glut, davor zu sitzen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>So werden die, mit denen du dich m\u00fchtest, die mit dir verkehrten von Jugend auf; jeder zieht jetzt seines Weges, keiner, der dir hilft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel48\">Kapitel 48<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>H\u00f6ret dieses ihr vom Hause Jakob, die genannt werden mit dem Namen Israel, und ihr, die aus der Quelle Jehudas hervorgegangen seid, ihr alle, die beim Namen des Herrn schw\u00f6ren, und den Gott Israels anrufen, aber nicht in Wahrheit und nicht in Fr\u00f6mmigkeit.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Denn von der heiligen Stadt nennen sie sich und auf den Gott Israels st\u00fctzen sie sich: Herr, Gott Zebaot ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Das Fr\u00fchere habe ich von jeher verk\u00fcndet und aus meinem Munde ging es hervor und ich tat es kund, pl\u00f6tzlich f\u00fchre ich es aus und es trifft ein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Weil ich wei\u00df, dass du hart bist und dein Nacken eine Sehne von Eisen und deine Stirne von Erz ist: So verk\u00fcnde ich dir alles von jeher; bevor es eintraf, ich tat es dir kund dass du nicht spr\u00e4chest: Mein G\u00f6tze hat es getan, mein gehauenes oder mein gegossenes Bild hat es angeordnet.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Siehe doch, du hast es ganz geh\u00f6rt, ihr werdet es doch eingestehen! Ich tat dir Neues kund, was jetzt geschehen ist, und Verborgenes, das du nicht gewusst.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Jetzt ist es entstanden und nicht von jeher und vor Zeiten, du hast fr\u00fcher nichts davon geh\u00f6rt, dass du also nicht spr\u00e4chest: Ich wusste es ja.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn weder h\u00f6rtest du noch wusstest du, noch drang es von jeher in dein Ohr; ich wei\u00df ja, wie du treulos bist, dass du vom Mutterleibe abtr\u00fcnnig genannt wirst.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Um meines Namens willen will ich langm\u00fctig sein, und um meines Ruhmes willen z\u00fcgle ich [meinen Zorn] gegen dich, dass ich dich nicht ausrotte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Ich lautere dich, wenn auch nicht wie das Silber gel\u00e4utert wird; ich l\u00e4utere dich im Schmelzofen des Elends.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Um meinetwillen, um meinetwillen tue ich es, denn wie w\u00fcrde [meine Ehre] entweiht sein? und meine Ehre gebe ich keinem andern.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>H\u00f6re mir zu, Jakob, mein Berufener Israel, ich bin es, ich der Erste und ich auch der Letzte.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Meine Hand hat die Erde gegr\u00fcndet und meine Rechte den Himmel ausgespannt. Ich rufe ihnen zu, sie stellen sich sofort ein, [um meinen Befehlen zu gehorchen].<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Versammelt euch alle und h\u00f6ret, wer unter ihnen hat dieses verk\u00fcndet? Der Herr liebt [Cyrus], er wird ausf\u00fchren seinen Willen an Babel, [Cyrus] wird vollstrecken die Strafe gegen die Chald\u00e4er.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Ich habe verhei\u00dfen und ihn berufen, ihn kommen lassen, und sein Weg wird gelingen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Nahet euch mir, h\u00f6ret solches; von Anbeginn habe ich dies nicht im Verborgenen geredet, seit es geschah, war ich da. Jetzt aber hat Gott, der Herr, mich gesandt, \u2014 sein Geist.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Also spricht der Herr dein Erl\u00f6ser, der Heilige Israels: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich zu deinem Heil belehrt, der dich leitet auf dem Wege, den du gehen sollst.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Hattest du nur immer meinen Geboten gehorcht! Dann w\u00e4re wie ein Strom dein Friede, und dein Heil wie die Meereswellen;<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Dann w\u00e4re wie Sand dein Volk, und die Spr\u00f6sslinge deines Leibes wie seine K\u00f6rner \u2014 nicht ausgerottet, nicht getilgt w\u00fcrde sein Name vor meinem Antlitze.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Zieht fort aus Babel, entfliehet aus der Mitte der Chald\u00e4er, mit der Stimme des Jubels meldet, verk\u00fcndet dieses, traget es hin bis an das Ende der Erde, sprechet: Erl\u00f6st hat der Herr seinen Knecht Jakob.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sie dursteten nicht, da er sie durch Steppen f\u00fchrte; Wasser aus dem Felsen lie\u00df er ihnen rieseln, und er spaltete den Felsen und Wasser flossen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Kein Friede hingegen \u2014 spricht der Herr \u2014 den Frevlern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel49\">Kapitel 49<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>H\u00f6ret mir zu, ihr Bewohner der fernen Insel, und horchet auf,<br>ihr V\u00f6lker in der Ferne. Der Herr hat mich berufen von der Geburt an, von dem Scho\u00dfe meiner Mutter an meinen Namen ausgesprochen [mich erw\u00e4hlt].<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er machte meinen Mund wie ein scharfes Schwert, mit dem Schatten seiner Hand hat er mich beschirmt und machte mich zu einem gesch\u00e4rften Pfeil, in seinem K\u00f6cher verbarg er mich.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und sprach zu mir: Mein Knecht bist du, Israel, an dem ich mich verherrliche.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich [der Prophet] hatte geglaubt: F\u00fcr nichts habe ich mich bem\u00fcht, f\u00fcr Leeres und Eitles habe ich meine Kraft verzehrt. Aber mein Recht ist bei dem Herrn, und mein Lohn bei meinem Gotte.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Nun aber, spricht der Herr, der mich gebildet von der Geburt an ihm zum Knechte, Jakob zur\u00fcckzuf\u00fchren zu ihm, dass Israel sich zu ihm sammle; und ich war geehrt in den Augen des Herrn, und mein Gott war meine Macht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Er sprach n\u00e4mlich: Zu unbedeutend ist es mir, dass du mein Knecht seiest, aufzurichten die St\u00e4mme Jakobs, und die Geretteten Israels zur\u00fcckzuf\u00fchren; ich mache dich vielmehr zum Lichte de<br>V\u00f6lker, dass mein Heil gelange an das Ende der Erde.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>So spricht der Herr, der Erl\u00f6ser Israels, sein Heiliger, zu dem [Volk], das jetzt von allen verachtet ist, zu dem Abscheu der V\u00f6lker, dem Sklaven der Herrscher: K\u00f6nige werden schauen und sich erheben, F\u00fcrsten werden sich b\u00fccken, um des Herrn willen, der zuverl\u00e4ssig ist, des Heiligen Israels, der dich erkoren.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>So spricht der Herr: Ich habe dich erh\u00f6rt und dir eine Zeit der Gnade gew\u00e4hrt, in einem Tage des Heils steh ich dir bei; ich habe dich gebildet und dich eingesetzt zum Volke meines Bundes, aufzurichten das Land, ver\u00f6detes Erbe zu verteilen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Den Gefesselten zuzurufen: Gehet hinaus, zu denen, die in finstern [Kerkern] schmachten: Kommet hervor! Auf Stra\u00dfen sollen sie weiden, und auf allen Berg spitzen sei ihre Trift.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie werden nicht hungern und nicht dursten, Glut und Sonne soll sie nicht bel\u00e4stigen; denn der, der sich ihrer erbarmt, f\u00fchret sie an, und an Wasserquellen leitet er sie.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich werde alle Berge zu graden Wegen machen, meine Stra\u00dfen werden geebnet sein.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Diese kommen von fern und jene vom Norden und vom Westen und jene vom Lande Sinim [Chinas].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Jauchze, du Himmel, und frohlocke, Erde, brechet, ihr Berge, in Jauchzen aus, denn der Herr tr\u00f6stet sein Volk, und einer Armen erbarmt er sich.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Zijon spricht: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat mein vergessen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Vergisst eine Frau ihren S\u00e4ugling, a\u00df sie sich nicht erbarmte des Sohnes ihres Leibes? Und ob auch diese solches verg\u00e4\u00dfe \u2014 so will ich nicht dein vergessen. <sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Auf den H\u00e4nden habe ich dich eingegraben, deine Mauern sind mir best\u00e4ndig vor Augen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Deine Kinder eilen herbei, aber deine Zerst\u00f6rer und Verw\u00fcster ziehen fort von dir.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Erhebe rings deine Augen und siehe, wie sie sich da alle sammeln und zu dir kommen. So wahr ich lebe! \u2014 spricht der Herr, \u2014 dass du sie alle wie einen Schmuck anlegen wirst, und sie dir umbinden, wie einen Kranz.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die jetzigen Tr\u00fcmmer, deine \u00f6den Pl\u00e4tze und dein zerst\u00f6rtes Land \u2014 bald wirst du es da zu eng haben vor Bewohnern; es werden sich entfernen deine Verderber.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dereinst werden die Kinder, deren du bisher beraubt warst, vor deinen Ohren sprechen: Zu eng ist mir der Ort; mach mir Platz, dass ich mich auch hinsetze.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Du wirst dich dann fragen: Wer hat mir diese geboren? Ich bin ja der Kinder beraubt und vereinsamt gewesen, verwiesen und versto\u00dfen, und diese \u2014 wer hat sie gro\u00dfgezogen? Ich war allein \u00fcbrig, und diese da, wo waren sie bisher?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Also spricht Gott, der Herr: Ich erhebe zu den V\u00f6lkern meine Hand, und den Nationen stelle ich auf mein Panier, dass sie deine S\u00f6hne dir herbeibringen im Busen, und deine T\u00f6chter sollen auf der Schulter getragen werden.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>K\u00f6nige sollen deine W\u00e4rter sein und ihre F\u00fcrstinnen deine Ammen; mit dem Angesicht zur Erde sollen sie sich vor dir b\u00fccken, und den Staub deiner F\u00fc\u00dfe lecken; du wirst erfahren, dass ich der Herr bin, der ich nicht besch\u00e4mt werden lasse alle, die auf mich hoffen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Wird dem Helden die Beute abgejagt, [fragen die Kleinm\u00fctigen in Babel], oder wird sich der Gefangene eines M\u00e4chtigen freimachen k\u00f6nnen?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Also spricht der Herr: Auch des Helden Fang wird ihm abgejagt und des Gewaltigen Beute entrinnen; mit deinen Widersachern werde ich hadern, und deine Kinder werde ich retten.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Deinen Bedr\u00fcckern gebe ich ihr eigenes Fleisch zu essen, und wie in Most sollen sie in ihrem Blut sich berauschen, alle Gesch\u00f6pfe werden erkennen, dass ich, der Herr, dein Retter und dein Erl\u00f6ser. bin, der Schutzhort Jakobs.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel50\">Kapitel 50<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>So spricht der Herr: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, dass ich<br>sie versto\u00dfen h\u00e4tte? oder wem von meinen Gl\u00e4ubigern habe ich euch verkauft? Nur um eure S\u00fcnden wurdet ihr verkauft, und um eure Missetaten eure Mutter versto\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Warum kam ich und fand keinen? ich rief und niemand antwortete? Reicht mein Arm nicht, euch zu erl\u00f6sen, oder ist in mir keine Kraft zum Retten? Durch mein Dr\u00e4uen trockne ich das Meer aus, wandle Str\u00f6me zur W\u00fcste, es faulen ihre Fische aus Wassermangel und sterben im Durste.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich kleide den Himmel in Dunkel und mache einen Sack zu seinem Gewande.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Gott, der Herr, hat mir gegeben eine redegewandte Zunge, dass ich den M\u00fcden mit dem Worte zu st\u00e4rken verstehe; er<br>erweckt je am Morgen, er erweckt mir das Ohr, zu horchen wie Ge\u00fcbte. [Der Prophet stie\u00df auf Kleinmut und Verzagtheit, doch durch sein prophetisches Wort hoffte er dem Volke Mut und Vertrauen einzufl\u00f6\u00dfen.]<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Gott, der Herr, hat mir das Ohr ge\u00f6ffnet, und ich str\u00e4ubte mich nicht, [auf seine Worte zu h\u00f6ren], ich bin nicht zur\u00fcckgewichen [von seinem Befehl].<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Meinen R\u00fccken bot ich den Schl\u00e4gern und meine Wange den Raufenden, mein Angesicht barg ich nicht vor Schm\u00e4hung und Speien [derer, welche von der Heimkehr nichts wissen wollten].<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Aber Gott, der Herr, stehet mir bei, darum werde ich nicht zur Schmach; darum machte ich mein Angesicht gleich dem Kiesel, denn ich wusste, dass ich nicht zu Schanden werde.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Nahe ist, der mir Recht verschafft, \u2014 wer will mit mir streiten? Lasst uns hintreten zusammen; wer hat eine Rechtssache wider mich, er trete her zu mir.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Gott, der Herr, steht mir bei; wer ist es, der mir mein Recht absprechen will? Sie zerfallen alle wie ein [fadenscheiniges] Gewand, Motten fressen sie.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wer unter euch ist ein Gottesf\u00fcrchtiger, der auf die Stimme seines Knechtes h\u00f6rt? Wer in Finsternis gewandelt und kein Licht hatte, der vertraue dem Namen des Herrn und st\u00fctze sich auf seinen Gott.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ihr alle z\u00fcndet Feuer an, r\u00fcstet Br\u00e4nde, gehet hin zu der Glut eures Feuers und zu den Br\u00e4nden, die ihr gez\u00fcndet. Von meiner Hand ist euch das geworden, in Betr\u00fcbnis sollt ihr daniederliegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel51\">Kapitel 51<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>H\u00f6ret mir zu, die ihr das Recht wollt und den Herrn sucht! Schauet auf den Felsen, aus dem ihr gehauen seid, auf die H\u00f6hle, aus der ihr gegraben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Schauet auf Abraham, euren Vater, und auf Sara, die euch geboren! Denn als Einen habe ich ihn herbeigerufen, dass ich ihn segne und vermehre.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ja, getr\u00f6stet hat der Herr Zijon, getr\u00f6stet all seine Tr\u00fcmmer; er macht seine W\u00fcste wie ein Eden, und seine Ver\u00f6dung gleich einem Garten des Herrn. Wonne und Freude trifft man darin, Danklied und Stimme des Jubels.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Merke auf mich, o mein Volk, und du meine Nation, h\u00f6re mir zu, denn Lehre geht von mir aus, und mein Recht lasse ich hervorbrechen zum Lichte der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Nahe ist mein Heil, meine Hilfe ist bereits ausgezogen, und meine Arme richten die V\u00f6lker. Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm harren sie. <sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Erhebet zum Himmel eure Augen und blicket zur Erde herunter; denn der Himmel zergeht wie Rauch, und die Erde zerf\u00e4llt wie ein [fadenscheiniges] Kleid, und ihre Bewohner sterben hin wie M\u00fccken; aber meine Hilfe wird ewig bestehen und mein Heil nicht brechen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>H\u00f6ret auf mich alle, die Gerechtigkeit kennen, du Volk, das meine Lehre im Herzen bewahrt; f\u00fcrchtet nicht den Hohn der Sterblichen, und vor ihren Schm\u00e4hungen zaget nicht.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn wie ein Kleid frisst sie die Motte, und wie Wolle frisst sie die Schabe; aber mein Heil wird ewig bestehen und meine Hilfe f\u00fcr alle Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Erwache, erwache, lege Macht an, du Arm des Herrn, erwache wie in den Tagen der Vorzeit, der Geschlechter der Urzeit! Du warst es doch, der zerschmettert hat Rahab [\u00c4gypten], der durchbohrt hat das Krokodil!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Du warst es ja, der ausgetrocknet das Meer, das Wasser der gro\u00dfen Tiefe, welcher die Tiefen des Meeres verwandelt in einen Weg, dass dar\u00fcber die Erl\u00f6sten zogen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Die Befreiten des Herrn werden zur\u00fcckkehren und nach Zijon kommen mit Jubel und ewiger Freude um ihr Haupt. Wonne und Freude erreichen sie, es sind gewichen Kummer und Seufzer.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>[Der Herr erwidert darauf:] Ich, ich bin es, der euch tr\u00f6stet. Wof\u00fcr h\u00e4ltst du dich, dass du dich f\u00fcrchtest vor dem Menschen, der stirbt, und vor dem Menschensohne, der wie Gras gemacht wird?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dass du vergisst des Herrn, deines Sch\u00f6pfers, der ausgespannt den Himmel und gegr\u00fcndet die Erde; du zitterst best\u00e4ndig, alle Tage, vor dem Zorn des Bedr\u00fcckers, der dich verderben will? Wo ist nun der Zorn des Bedr\u00fcckers?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Der Niedergeworfene wird eilends [von seiner Fessel] gel\u00f6st, er soll nicht sterben im Kerker und nicht entbehren des Brotes.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn ich bin der Herr, dein Gott, der aufgeregt das Meer, dass seine Wellen tobten. Herr Zebaot ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und ich legte mein Wort in deinen Mund, und im Schatten meiner Hand barg ich dich, zu pflanzen den Himmel und zu gr\u00fcnden die Erde und zu sprechen zu Zijon: Mein Volk bist du.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ermuntre dich, ermuntre dich, erhebe dich, Jerusalem, die du getrunken aus der Hand des Herrn den Kelch seines Grimmes, den gew\u00f6lbten Becher des Taumels trankst du bis auf die Neige.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Keines von all den Kindern, die sie geboren, versorgt sie, und keines von all den Kindern, die sie gro\u00dfgezogen, fasset sie bei der Hand.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Zwiefach ist dein Missgeschick \u2014 wer k\u00f6nnte dir Mitleid spenden? Verderben und Untergang, Hunger und Schwert, \u2014 wie soll ich dich tr\u00f6sten?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Deine S\u00f6hne liegen verschmachtet an allen Stra\u00dfenecken wie ein B\u00fcffelochs in der Verstrickung, sie sind voll vom Grimm des Herrn, vom Dr\u00e4uen deines Gottes.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Wahrlich, h\u00f6re dieses du Arme, Trunkene, aber nicht vom Weine!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>So spricht dein Eigner, der Herr und dein Gott, der streitet f\u00fcr sein Volk: Ich nehme aus deiner Hand den Kelch des Taumels, den gew\u00f6lbten Becher meines Grimmes, du sollst ihn nicht mehr trinken.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Ich gebe ihn vielmehr in die Hand deiner Qu\u00e4ler, die zu dir sprachen: B\u00fccke dich, dass wir dar\u00fcber hingehen! Du machtest auch der Erde gleich deinen R\u00fccken, und wie eine Stra\u00dfe, dass sie dar\u00fcber hinwegzogen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel52\">Kapitel 52<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Erwache, erwache, lege an deinen Siegesschmuck, Zijon, lege an deine Prachtgew\u00e4nder, Jerusalem, heilige Stadt! Denn ein Unbeschnittener und Unreiner soll dich hinfort nicht betreten.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sch\u00fcttle dir ab den Staub, aufrecht setze dich, Jerusalem, l\u00f6se dir die Fesseln vom Halse, du gefangene Nation von Zijon!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn also spricht der Herr: Umsonst seid ihr verkauft worden, und auch ohne L\u00f6segeld werdet ihr frei.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn so spricht Gott, der Herr: Zuerst zog mein Volk nach \u00c4gypten, daselbst als Fremdling zu weilen, und zuletzt hat es Assyrien bedr\u00fcckt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Nun aber, was habe ich hier, ist der Spruch des Herrn, dass mein Volk umsonst hingenommen worden? Seine Zwingherren prahlen, spricht der Herr; immerw\u00e4hrend, alle Tage ist mein Name verh\u00f6hnt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Darum soll mein Volk meinen Namen erfahren, darum an demselben Tage [erkennen], dass ich es bin, der es verhei\u00dfen; hier bin ich.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wie lieblich sind auf den Bergen die Tritte des Heilboten, der Gl\u00fcck verk\u00fcndet, gute Botschaft meldet, Hilfe verk\u00fcndet, der zu Zijon spricht: Dein Gott regiert!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Die Stimme deiner W\u00e4chter, \u2014 sie erheben ihre Stimmen, gemeinsam jauchzen sie; denn Auge in Auge sehen sie, wenn der Herr nach Zijon zur\u00fcckkehrt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Brechet aus in Freude, jauchzet alle, ihr Tr\u00fcmmer Jerusalems! denn der Herr hat sein Volk getr\u00f6stet, Jerusalem erl\u00f6set.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der Herr hat seinen heiligen Arm gezeigt vor den Augen aller V\u00f6lker; an alle Enden der Erde wird gesehen die Hilfe unseres Gottes.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Entweichet, entweichet, ziehet von dannen, ber\u00fchrt nichts Unreines, \u2014 ziehet fort aus ihrer Mitte, s\u00e4ubert euch, ihr Tr\u00e4ger der Ger\u00e4te des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ja, nicht mit Hast werdet ihr fortziehen und nicht in Flucht davongehen; denn vor euch her geht der Herr und euren Zug schlie\u00dft der Gott Israels.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Mein Knecht wird dereinst gl\u00fccklich sein, er wird gro\u00df werden, erh\u00f6ht und sehr hochgestellt. [Mit diesem Vers beginnt eine andere Weissagung, die sich auf Israels einstige Gr\u00f6\u00dfe bezieht.]<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wie \u00fcber dich viele sich entsetzt haben \u2014 denn wahrlich entstellt vor den Menschen war sein Aussehen und seine Gestalt vor den Menschenkindern \u2014<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Jetzt aber, [durch sein Aufbl\u00fchen] wird [Israel] V\u00f6lker in Staunen setzen, K\u00f6nige werden vor ihm ihren Mund verschlie\u00dfen; denn was ihnen nie erz\u00e4hlt worden, werden sie sehen, und was sie nie zu h\u00f6ren geglaubt, werden sie wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel53\">Kapitel 53<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>[Sie werden zu einander sprechen]: Wer h\u00e4tte unserer Kunde geglaubt? \u00dcber wem hat sich der Arm des Herrn offenbart?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er schoss auf wie ein Reis vor [Gott], wie eine Wurzel aus unfruchtbarem Boden, er, der nicht wohlgeformt und nicht sch\u00f6n war, dass wir auf ihn gesehen h\u00e4tten, und unansehnlich, dass wir sein begehrten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Verachtet und gemieden von Menschen, ein Mann der Schmerzen, von Leiden heimgesucht und so geschaffen, dass man vor ihm [vor Ekel] das Antlitz verh\u00fcllte, wir verachteten und hielten ihn f\u00fcr nichts.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Aber unser Leiden trug er und unsere Schmerzen lud er sich auf; wir aber hielten ihn f\u00fcr einen, der von Gott gez\u00fcchtigt, geschlagen und niedergebeugt ist.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Er war verwundet ob unserer Missetaten, zermalmt ob unserer S\u00fcnden. Die Strafe zu unserm Heile traf ihn, und durch seine Wunde sind wir genesen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wir alle irrten wie Schafe, jeglicher seines Weges wandten wir uns ab; der Herr aber suchte ihn heim f\u00fcr unser aller Schuld.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er war bedr\u00fcckt, aber er ergab sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zum Schlachten gef\u00fchrt wird, und wie ein stummes Schaf vor seinen Scherer; er tat seinen Mund nicht auf.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ohne Schutz und Recht wurde er hingerafft. Wer sprach f\u00fcr ihn mit seinen Zeitgenossen? Er wurde abgeschnitten vom Leben wegen der Missetat meines Volkes, wegen der Strafe, die diesem geb\u00fchrte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>[Der Feind] bestimmte ihm unter Frevlern sein Grab und gleich dem B\u00f6sewicht seinen Tod, ob er auch keine Gewalt ge\u00fcbt, und kein Trug in seinem Munde gewesen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Doch der Herr wollte ihn durch Leiden zermalmen; weil er sich zum S\u00fchnopfer gebracht, erh\u00e4lt er Nachkommen], die lange leben, und des Herrn Wille gelingt durch dessen Hand.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Aller Qual ledig soll er [Nachkommen] sehen und satt [an Tagen] werden, durch seine Erkenntnis wird rechtfertigen der Gerechte, mein Knecht, bei den vielen, dass er ihre Schuld sich aufgeladen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>F\u00fcrwahr, ich will ihm zu Teil geben unter den Gro\u00dfen, und mit M\u00e4chtigen soll er die Beute teilen daf\u00fcr, dass er dem Tode blo\u00dfgestellt sein Leben und zu den Misset\u00e4tern gez\u00e4hlt wurde, da er doch die S\u00fcnden der vielen trug und f\u00fcr Misset\u00e4ter heimgesucht wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel54\">Kapitel 54<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Jubele du, die du wie eine Unfruchtbare bist, die nicht geboren, brich in Jubel aus und jauchze, die einer gleicht, die nie gekreist! denn zahlreicher sind die Kinder der Einsamen als die Kinder der Verm\u00e4hlten, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Erweitere den Raum deines Zeltes, und die Umh\u00e4nge deiner Wohnung werden auseinandergespannt; spare nicht, ziehe lang deine Seile und befestige deine Pfl\u00f6cke.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn nach rechts und links wirst du dich ausbreiten; deine Kinder werden V\u00f6lker vertreiben und ver\u00f6dete St\u00e4dte bev\u00f6lkern.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>F\u00fcrchte nicht, denn du wirst nicht zu Schanden werden, sei nicht versch\u00fcchtert, denn du sollst nicht err\u00f6ten. Die Schmach deiner Jugend wirst du vergessen und der Schande deines Witwentums nicht mehr gedenken.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn dein Sch\u00f6pfer ist dein Eheherr, Gott Zebaot ist sein Name, und dein Erl\u00f6ser, der Heilige Israels, der dereinst der Gott der ganzen Erde genannt wird.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wie ein verlassenes Weib, das deswegen tief betr\u00fcbt ist, hat dich der Herr zur\u00fcckgerufen; denn sollte die Frau der Jugendliebe f\u00fcr immer verabscheut sein? spricht dein Gott.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>F\u00fcr eine kleine Weile hatte ich dich verlassen, aber mit gro\u00dfer Barmherzigkeit nehme ich dich auf.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>In \u00fcbersch\u00e4umendem Zorn barg ich mein Antlitz eine Weile vor dir, aber mit ewiger Huld erbarme ich mich dein, \u2014 spricht dein Erl\u00f6ser, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Denn wie die Noaflut ist mir dies da ich geschworen, dass das Wasser Noas [die Sintflut] nie wieder die Erde \u00fcberschwemme, so habe ich auch geschworen, \u00fcber dich nie wieder zu z\u00fcrnen noch dich zu z\u00fcchtigen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die Berge m\u00f6gen weichen und die H\u00fcgel wanken, aber meine Huld wird von dir niemals weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, der sich dein erbarmt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Arme, Beunruhigte, Ungetr\u00f6stete, ich lege in Bleiglanz deine Steine und gr\u00fcnde dich mit Saphiren.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ich mache Rubine zu deinen Zinnen und deine Tore zu Karfunkelsteinen und dein ganzes Gebiet zu Edelsteinen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>All deine Kinder sind Z\u00f6glinge des Herrn, und gro\u00df ist das Heil deiner Kinder.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Durch Gerechtigkeit wirst du aufgerichtet, entschlage dich der Furcht vor Gewalt, denn du hast nichts zu f\u00fcrchten, und des Schreckens, denn er nahet dir nicht.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Nur der hat zu f\u00fcrchten, der von mir abgefallen ist; wer dir einst Schrecken eingefl\u00f6\u00dft, wird jetzt zu dir \u00fcbergehen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ich habe erschaffen den Schmied, der in die Kohlenglut bl\u00e4st und ein Werkzeug herausbringt f\u00fcr sein Gesch\u00e4ft, und ich habe erschaffen den Verderber, zu vernichten.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Jedes Ger\u00e4t, gegen dich geschmiedet, richtet nichts aus, und jede Zunge, die gegen dich auftritt vor Gericht, sprichst du schuldig. Dies ist der Anteil der Knechte des Herrn und ihr Verdienst von mir, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel55\">Kapitel 55<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>O ihr Durstigen alle, gehet nach Wasser, auch wer kein Geld hat;<br>gehet, schaffet Vorrat und esset, gehet, schaffet Vorrat ohne Geld, ohne Kaufpreis Wein und Milch.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Warum w\u00e4get ihr Geld her, ohne Brot zu erhalten, und warum gebet ihr euren Erwerb, ohne euch daf\u00fcr zu s\u00e4ttigen? H\u00f6ret mir zu, und ihr sollt Gutes genie\u00dfen, und es soll sich letzen am Marke eure Seele.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Neiget euer Ohr und kommet zu mir, h\u00f6rt, und eure Seele soll aufleben, ich will mit euch einen ewigen Bund schlie\u00dfen \u2014 die bew\u00e4hrten Gnadenverhei\u00dfungen Davids.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Zum Verwarner der V\u00f6lker habe ich ihn bestellt, zum F\u00fcrsten und Gebieter der Nationen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ein Volk, das du nicht kennst, wirst du herbeirufen, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird auf deinen Ruf zu dir eilen, um des Herrn, deines Gottes, willen und wegen des Heiligen Israels, denn er hat dich verherrlicht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Suchet den Herrn, da er sich von euch finden l\u00e4sst, ruft ihn an, da er nahe ist.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Es verlasse der Frevler seinen Wandel und der Schlechtgesinnte seine Gedanken; er kehre zur\u00fcck zum Herrn, der sich seiner erbarmen wird, und zu unserm Gotte, denn er wird viel vergeben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn meine Gedanken sind nicht wie eure Gedanken, und nicht wie eure Wege sind meine Wege, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Denn so weit entfernt ist der Himmel von der Erde, so sind meine Wege entfernt von euren Wegen, und meine Gedanken von euren Gedanken.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn wie Regen und Schnee vom Himmel herabkommt und dahin nicht zur\u00fcckkehrt, sondern er tr\u00e4nkt die Erde und befruchtet sie und l\u00e4sst von ihr emporsprossen, dass der S\u00e4ende Saat erh\u00e4lt und Brot zum Essen:<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Also wird mein Wort sein, das aus meinem Munde geht, \u2014 es wird nicht leer zur\u00fcckkehren zu mir, sondern es wird vollbringen, was ich will, und ausrichten, was ich verhei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn in Freuden werdet ihr [vor Babel] ausziehen und in Frieden [auf dem Heimweg] geleitet werden. Die Berge und die H\u00fcgel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und all die B\u00e4ume des Feldes in die H\u00e4nde schlagen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Statt des Dornes wird die Zypresse sich erheben, und statt der Brennnessel erhebt sich die Myrte; es wird f\u00fcr den Herrn zum Ruhme sein, zum ewigen unvertilgbaren Denkmal.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel56\">Kapitel 56<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>So spricht der Herr: Wahret Recht und \u00fcbet Gerechtigkeit, denn nahe<br>ist meine Hilfe, einzutreffen, und mein Heil, sich zu offenbaren.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Heil dem Menschen, der solches tut, und dem Menschensohne, der daran festh\u00e4lt, der den Schabbat wahret, ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davon zur\u00fcckh\u00e4lt, B\u00f6ses zu tun.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es spreche nicht der Abk\u00f6mmling der Fremden, der sich an den Herrn anschlie\u00dft: Der Herr wird mich ausscheiden aus seinem Volke; auch spreche nicht der Verschnittene: Ich bin ja ein d\u00fcrrer Baum. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"28\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-28\">28<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-28\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"28\">Bezieht sich auf Zeitereignisse. Fremde und Verschnittene d\u00fcrfen eigentlich nicht in die Gemeinschaft Israels ausgenommen werden. Der Prophet sprach sich indessen unter Ber\u00fccksichtigung der Zeitumst\u00e4nde f\u00fcr eine mildere Auffassung dieses Verbots aus.<\/span><br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn also spricht der Herr von den Verschnittenen, die meine Schabbate wahren und w\u00e4hlen, woran ich Gefallen habe, und an meinem Bunde festhalten:<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich werde ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal stiften und einen Namen, besser als durch S\u00f6hne und T\u00f6chter; einen ewigen Namen stifte ich ihnen, der unvertilgbar ist.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Auch die Abk\u00f6mmlinge der Fremden die sich dem Herrn anschlie\u00dfen, ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben, ihm Diener zu sein, jeder, der den Schabbat wahret, ihn nicht zu entweihen, und alle, die festhalten an meinem Bunde, \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ich bringe sie nach meinem heiligen Berge und erfreue sie in meinem Bethause, ihre Ganzopfer und ihre Schlachtopfer werden gn\u00e4dig aufgenommen auf meinem Altare, denn mein Haus soll ein Bethaus genannt werden f\u00fcr alle V\u00f6lker. <sup class=\"Vers\">8.<\/sup>So spricht Gott, der Herr, der die Versto\u00dfenen Israels sammelt: Zu den bereits Gesammelten sammle ich noch viele andere [Fremde, die sich Israel anschlie\u00dfen werden].<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Alle Tiere des Feldes, kommt herbei zum Fra\u00dfe, alle Tiere im Wald! [Auf welches Ereignis diese prophetische Rede Bezug hat, l\u00e4\u00dft sich nicht mit Sicherheit feststellen.]<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die W\u00e4chter [Israels] sind alle blind, ohne Einsicht, alle wie die stummen Hunde, sie verm\u00f6gen nicht zu bellen, Tr\u00e4umer, Schl\u00e4fer, Freunde des Schlummers.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Aber die Hunde sind von unb\u00e4ndiger Gier, sie kennen keine S\u00e4ttigung, und jene sind Hirten ohne Einsicht; sie alle wenden sich ihres Weges, jeglicher seinem Gewinn nach, aller Enden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>[Einer spricht zum andern]: Kommt herbei, lasset mich Wein holen, dass wir berauschendes Getr\u00e4nk zechen, und wie dieser sei der morgende Tag herrlich, in reicher F\u00fclle!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel57\">Kapitel 57<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Gerechte [Wer damit gemeint ist, ist nicht bekannt.] ist dahin und niemand<br>nimmt es zu Herzen; die frommen M\u00e4nner werden dahingerafft, aber niemand merkt, dass der Gerechte weggerafft wurde, bevor das Ungl\u00fcck kam.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er ging ein zum Frieden, der in seiner Gradheit wandelte, [die Gerechten] ruhen auf ihren Lagerst\u00e4tten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ihr aber tretet hierher, Kinder der Zauberin, Brut des Ehebrechers und der Buhlerin!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Auf wen st\u00fctzt ihr euch, dass ihr lustig seid? Dass ihr den Mund aufrei\u00dfet, die Zunge ausstrecket, ihr Kinder des Abfalls, Brut der L\u00fcge?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Die entbrannt sind [nach dem G\u00f6tzendienst] bei den Terebinthen, unter jedem belaubten Baume, die Kinder schlachten in den T\u00e4lern unter Felsenkl\u00fcften.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>An den glatten Abstiegen des Baches ist dein Teil, sie sind dein Loos; auch ihnen gossest du Spenden aus, brachtest ihnen Speiseopfer. Soll ich dar\u00fcber ruhig bleiben?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Auf hohem, ragenden Berg schl\u00e4gst du dein Lager auf, auch dorthin steigst du, Opfer zu schlachten.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und hinter die T\u00fcr und Pfoste stellst du dein Erinnerungszeichen [die G\u00f6tzenbilder], denn von mir hast du dich \u00f6ffentlich entfernt; du machst breit dein Lager,<br>und manche von ihnen verbanden sich<br>mit dir. Du begehrst ihr Lager, bequemen Platz hast du dir ersehen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Du kamst dem K\u00f6nig entgegen mit \u00d6l und h\u00e4uftest deine Salben; du sandtest deine Boten bis in die Ferne und tief bis in die Unterwelt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Erm\u00fcdet von deinem Treiben, dachtest du doch nicht, dies aufzugeben; du hast noch einige Kraft behalten, deshalb bliebst du unbesorgt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und vor wem h\u00e4ttest du dich f\u00fcrchten sollen, als du treulos wurdest und meiner nicht gedachtest, nicht zu Herzen nahmst? Ich schwieg ja von je, darum f\u00fcrchtetest du mich nicht.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ich will [aus Gnade] dein Heil verk\u00fcnden; aber deine Taten k\u00f6nnen dir nicht helfen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn du schreist, werden sie dich retten, deine G\u00f6tzenhaufen? \u2014 Ja, sie alle entf\u00fchrt ein Wind, rafft ein Hauch hinweg. Wer aber bei mir sich birgt, wird das Land besitzen und einnehmen meinen heiligen Berg.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>[Der Herr] spricht [Eine Rede, das Volk zur Heimkehr nach Pal\u00e4stina zu ermutigen.]: Bahnet, bahnet, r\u00e4umet den Weg, hebet jeden Ansto\u00df aus dem Wege meines Volkes.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewig Thronende, Heiliger ist sein Name: Hoch und heilig throne ich, \u2014 aber auch bei den Niedergeschlagenen und dem, der gebeugten Gem\u00fctes ist, zu beleben den Mut der Gebeugten und das Herz der Niedergeschlagenen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Denn nicht ewig will ich hadern, und nicht best\u00e4ndig z\u00fcrne ich; denn von mir stammt der Geist, dessen H\u00fclle der K\u00f6rper ist, und die Seelen habe ich geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Um die Missetat seiner Genusssucht z\u00fcrnte ich und schlug es, ich z\u00fcrnte, indem ich mich abwandte, denn es ging abtr\u00fcnnig den Weg seines Sinnes.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Aber ich beobachtete es und will es heilen und es leiten und vollen Trost gew\u00e4hren, ihm und seinen Trauernden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Lippen sollen Dank sprechen! Friede, Friede dem Fernen wie dem Nahen! \u2014 spricht der Herr, und ich heile es.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Aber die Frevler sind wie ein aufgew\u00fchltes Meer, das nicht ruhen kann, seine Gew\u00e4sser w\u00fchlen Schlamm und Lehm auf.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Kein Friede, spricht mein Gott, den Frevlern!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel58\">Kapitel 58<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese prophetische Rede ist an einem Fasttag, wahrscheinlich am Vers\u00f6hnungsfest gehalten, sie richtet sich gegen die Werkheiligkeit.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Rufe mit lauter Kehle, halte nicht inne; wie eine Posaune erhebe deine Stimme und verk\u00fcnde meinem Volke seine Missetat und dem Hause Jakob seine S\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da suchen sie mich Tag f\u00fcr Tag, sie wollen meine Wege kennen; als ob sie ein Volk w\u00e4ren, das das Rechte \u00fcbt und die Vorschrift seines Gottes nicht verl\u00e4sst, fragen sie mich nach den Vorschriften des Rechts, die N\u00e4he Gottes suchen sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Warum fasten wir und du siehst es nicht, kasteien uns, und du merkst es nicht? \u2014 An eurem Fasttage geht ihr ja dem Gesch\u00e4ft nach, und all eure Darlehen treibt ihr ein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Zu Hader und Streit fastet ihr, und zu schlagen mit Frevlerfaust. Ihr sollt nicht an solchem Tage fasten, dass nur geh\u00f6rt werde in der H\u00f6he eure Stimme [blo\u00df laut zu beten].<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ist das ein Fasten das mir gefiele? Ein Tag, wo sich der Mensch kasteit, dass er wie ein Schilf sein Haupt kr\u00fcmmet und auf Sack und Asche sein Lager bereitet, \u2014 das magst du ein Fasten nennen und einen Tag des Wohlgefallens f\u00fcr den Herrn?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Solcher Gestalt w\u00e4re ein Fasten, das mir gefiele: Dass du die Schlingen des Frevels \u00f6ffnest, die Bande des Joches l\u00f6sest und frei entlassest Unterdr\u00fcckte, auf dass ihr jegliches Joch abrei\u00dfet;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Dem Hungrigen dein Brot brechest und umherirrende [obdachlose] Arme in das Haus bringest; wenn du einen Nackten siehst, dass du ihn bedeckest und deinem Mitmenschen dich nicht entziehst.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dann wird anbrechen gleich dem Morgenrot dein Licht und deine Heilung schnell gedeihen; es ziehet dir voran deine Mildtat, die Herrlichkeit des Herrn schlie\u00dft deinen Zug.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Dann wirst du rufen und der Herr wird es erh\u00f6ren, du wirst schreien und er wird sprechen: Hier bin ich; wenn du aus deiner Mitte Unterjochung entfernst, mit dem Finger drohen und B\u00f6ses reden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dass du dem Hungrigen willig spendest, und das gebeugte Gem\u00fct labst, so wird im Finstern scheinen dein Licht und dein Dunkel wird wie Mittagshelle.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der Herr wird dich best\u00e4ndig leiten, laben in der D\u00fcrre deine Seele und deine Gebeine st\u00e4rken; du wirst sein wie ein getr\u00e4nkter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegt,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Durch dich werden \u00d6den von jeher aufgebaut, Tr\u00fcmmer vergangener Geschlechter richtest du auf, und du wirst genannt: Rissevermaurer, Wiederhersteller der Pfade zum Wohnsitz.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn du zur\u00fcckh\u00e4ltst um des Schabbat willen deinen Fu\u00df, dein Gesch\u00e4ft zu verrichten an meinem heiligen Tage, und nennst den Schabbat eine Lust, vom Herrn geheiligten, geehrt; ehrst du ihn, dass du nicht verrichtest deine Wege, nicht nachgehest deinem Gesch\u00e4ft und dessenthalben keine Beschl\u00fcsse fasst:<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Dann wirst du dich erg\u00f6tzen an dem Herrn; ich lasse dich besteigen die H\u00f6hen der Erde und dich genie\u00dfen das Erbe Jakobs, deines Vaters; denn der Herr hat es geredet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel59\">Kapitel 59<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Wahrlich der Arm des Herrn ist nicht zu schwach zu helfen, auch nicht sein<br>Ohr schwer zu vernehmen [deine Bitten].<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sondern eure Missetaten machten eine Scheidung zwischen euch und eurem Gotte, und eure S\u00fcnden haben sein Antlitz verh\u00fcllt vor euch, dass er nicht [auf euer Flehen] h\u00f6rte.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Denn eure H\u00e4nde sind besudelt mit Blut und eure Finger mit Missetat, eure Lippen reden falsch, eure Zunge spricht Betrug aus.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Niemand klagt mit Gerechtigkeit, und niemand rechtet mit Treue. Man vertraut auf Tand und redet falsch, gehet schwanger mit Verderben und geb\u00e4rt Unheil.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Basiliskeneier br\u00fcten sie aus und Spinngewebe weben sie; wer von ihren Eiern isst, stirbt, und wird eins zertreten, bricht eine Natter hervor.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ihr Gewebe taugt nicht zum Kleide, und h\u00fcllen k\u00f6nnen sie sich nicht in ihre Werke; ihre Werke sind Werke des Unheils, und geraubtes Gut ist in ihren H\u00e4nden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ihre F\u00fc\u00dfe laufen zum B\u00f6sen, sie eilen, unschuldiges Blut zu vergie\u00dfen; ihre Gedanken sind Gedanken des Unheils, Verderben und Ungl\u00fcck ist auf ihren Stra\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Den Weg des Friedens kennen sie nicht, und kein Recht ist auf ihren Geleisen; ihre Pfade machen sie sich krumm; wer sie betritt, kennt den Frieden nicht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Darum ist fern von uns das Recht und erreicht uns nicht das Heil; hoffen wir auf Licht, da bleibt Finsternis, auf Helle \u2014 im Dunkeln wandeln wir.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wir tappen gleich Blinden an der Wand, und wie einer ohne Augen tasten wir; wir straucheln am Mittag wie in der D\u00e4mmerung, bei gesundem Leibe sind wir Toten gleich.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wir brummen alle wie die B\u00e4ren, und wie die Tauben girren wir; wir hoffen auf Recht, und es ist nicht da, auf Hilfe, aber sie ist fern von uns.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn viel sind unsere Verbrechen vor deinem Angesicht, und unsere S\u00fcnden zeugen wider uns; denn unsere Verbrechen sind vor uns, und unsere Missetaten kennen wir.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wir fielen ab und verleugneten den Herrn und wichen zur\u00fcck von unserm Gotte, wir redeten Gewalttat und Abfall, das Herz ging schwanger und gebar Worte der L\u00fcge.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Zur\u00fcckgedr\u00e4ngt wurde das Recht und die Gerechtigkeit blieb fern; denn es strauchelte auf der Stra\u00dfe die Wahrheit, und die Rechtschaffenheit fand keinen Eingang.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die Wahrheit wurde vermisst, und wer vom B\u00f6sen wich, galt f\u00fcr toll. Der Herr sah es und es missfiel ihm, dass kein Recht da war.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er sah, dass kein [gerechter] Mann da war, er staunte, dass niemand da zurechtwies. Da half ihm seine Macht [Gerechtigkeit einzusetzen], und seine Gerechtigkeit st\u00fctzte ihn.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und tat den Helm des Heils auf sein Haupt; er legte Rachegew\u00e4nder an als Kleid und h\u00fcllte sich wie in einen Mantel in Eifer.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Nach Verdienst wird er vergelten; mit Grimm vergilt er seinen Feinden, zahlt er heim seinen Hassern, auch den [Bewohnern der fernen] Eilande wird er vergelten.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Dann werden alle im fernen Westen f\u00fcrchten den Namen des Herrn, und vom Aufgang der Sonne seine Herrlichkeit; er kommt wie ein brausender Strom, den der Sturm des Herrn forttreibt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Aber f\u00fcr Zijon kommt er als Erl\u00f6ser, f\u00fcr die, die sich bekehrt von Schuld in Jakob, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und ich \u2014 dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der Herr \u2014 mein Geist, der auf dir ist, und meine Worte, die ich<br>in deinen Mund gelegt, sollen nicht weichen aus deinem Munde und aus dem Munde deiner Kinder und aus dem Munde deiner Kindeskinder, spricht der Herr, von nun an bis in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel60\">Kapitel 60<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Steh auf [israelitische Nation], leuchte, denn es geht auf dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn bestrahlt dich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Denn wohl bedeckt Finsternis die Erde und Wolkend\u00fcster die V\u00f6lker, \u2014 doch dich wird der Herr bestrahlen, denn seine Herrlichkeit wird \u00fcber dir erscheinen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es werden Nationen wandeln bei deinem Lichte, und K\u00f6nige bei deinem Strahlenglanze.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Erhebe rings deine Augen und siehe, alle sammeln sich und kommen zu dir; deine S\u00f6hne kommen aus der Ferne, und deine T\u00f6chter werden auf dem Arme getragen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Dann wirst du bangen, aber gleich dich aufheitern, es bebt und freut sich dein Herz; denn um dich sammeln sich die V\u00f6lker von den fernen Meeresgegenden, mit Reichtum kommen V\u00f6lker zu dir.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Die Menge der Kamelreiter bedeckt dich, die Dromedare von Midjan und Efa; sie kommen alle von Saba, Gold und Weihrauch bringen sie und verk\u00fcnden das Lob des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Alle Schafe Kedars sammeln sich zu dir, die Widder Nebajots sind zu deinem Dienst; sie werden mir zum Wohlgefallen geopfert, und das Haus meines Ruhmes schm\u00fccke ich.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wer sind jene, die einer Wolke gleich fliegen und wie Tauben zu ihren Schl\u00e4gen?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Denn mir str\u00f6men zu die Bewohner der Insel; zuvor die Tarschischschiffe, deine S\u00f6hne zu bringen aus der Ferne, ihr Silber und ihr Gold mit ihnen, um den Namen des Herrn, deines Gottes und den Heiligen Israels, denn er schm\u00fcckt dich.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die Fremdlinge werden deine Mauern bauen, und ihre K\u00f6nige bedienen dich, denn in meinem Zorn schlug ich dich, und in meiner Gnade erbarm ich mich dein.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Deine Tore bleiben best\u00e4ndig offen, Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen, dir zu bringen der V\u00f6lker Reichtum und ihre K\u00f6nige zugef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn das Volk und das K\u00f6nigreich, die dir nicht dienen, gehen unter, und die Nationen werden vernichtet.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Die Herrlichkeit des Libanon kommt, zu dir, Zypresse und Fichte insgesamt zu schm\u00fccken den Ort meines Heiligtums und den Ort, wo meine F\u00fc\u00dfe [ruhen], verherrliche ich.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Es kommen zu dir geb\u00fcckt die S\u00f6hne deiner Peiniger, und all deine L\u00e4sterer fallen nieder zu den Sohlen deiner F\u00fc\u00dfe und nennen dich: Stadt des Herrn, Zijon des Heiligen Israels.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Daf\u00fcr, dass du verlassen warst, gehasst und unbesucht mache ich dich zur ewigen Pracht, zur Wonne aller Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Du wirst saugen die Milch der V\u00f6lker und von der Brust der K\u00f6niginnen saugen und erkennen, dass ich, der Herr, bin dein Retter, und dein Erl\u00f6ser der Schutzhort Jakobs.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Statt des Kupfers bringe ich dir Gold und statt des Eisens bringe ich dir Silber, statt des Holzes Kupfer und statt der Steine Eisen, und setze zu deiner Obrigkeit Frieden und zu deinen V\u00f6gten Heil.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>In deinem Lande soll ferner nicht Gewalttat geh\u00f6rt werden, kein Verderben und Untergang in deinen Marken. Du wirst deine Mauern Heil nennen und deine Tore Ruhm.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Sonne braucht ferner nicht zum Lichte zu sein bei Tag, und der Mond dir nicht leuchten zum Glanze, sondern es wird dir der Herr sein zum ewigen Lichte und dein Gott zu deinem Schmucke.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Deine Sonne wird nimmer untergehen und dein Mond sich nicht zur\u00fcckziehen; denn der Herr wird dir sein zum ewigen Lichte, und vor\u00fcber sind die Tage deiner Trauer.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Dein Volk wird aus lauter Gerechten sein, f\u00fcr ewig das Land besitzen, ein Spr\u00f6ssling meiner Pflanzungen, meiner H\u00e4nde Werk zur Verherrlichung.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Der Kleine wird zu Tausend und der Geringe zum m\u00e4chtigen Volk; ich der Herr, zu seiner Zeit werde ich es schnell vollbringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel61\">Kapitel 61<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Geist Gottes des Herrn ist auf<br>mir, denn der Herr hat mich gesalbt, den Armen Heil zu k\u00fcnden, mich gesandt, zu verbinden die gebrochenen Herzens sind, den Gefangenen Freiheit und den Eingekerkerten Befreiung zu verk\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Auszurufen ein Jahr der Gnade vom Herrn, und einen Tag der Rache von unserm Gotte, zu tr\u00f6sten alle Trauernden;<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Zu erstatten den Trauernden Zijons: ihnen zu geben Schmuck statt der Asche, Oel der Wonne statt der Trauer, ein<br>freudestrahlendes Gesicht statt des betr\u00fcbten Gem\u00fctes, dass man sie nenne Eichen der Gerechtigkeit, herrliche Pflanzung des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie werden aufbauen alte \u00d6den, Tr\u00fcmmer der Vorzeit richten sie auf und erneuern St\u00e4dte der Verw\u00fcstung, Tr\u00fcmmer vergangener Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Fremde kommen und weiden eure Herden, und der Fremden S\u00f6hne sind eure Ackerleute und eure Winzer.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ihr aber werdet Priester des Herrn genannt, Diener unseres Gottes werdet ihr gehei\u00dfen; der V\u00f6lker Reichtum werdet ihr essen, und in ihre Herrlichkeit werdet ihr eingesetzt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Statt eurer Schande, doppelten [Ersatz], und statt der Schmach, wird ihr Los gepriesen werden \u2014. In ihrem Lande sollen sie das Doppelte besitzen, ewige Freude soll ihnen werden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn ich, der Herr, liebe das Recht und hasse freveln Raub. Ich will ihren Lohn getreulich geben, einen ewigen Bund schlie\u00dfe ich mit ihnen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ihre Nachkommen werden bekannt unter den V\u00f6lkern und ihre Spr\u00f6sslinge unter den Nationen. Alle, die sie sehen, erkennen, dass sie ein Geschlecht sind, das der Herr gesegnet.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wonniglich freue ich mich des Herrn, es jauchzt meine Seele bei meinem Gotte; denn er hat mir angelegt Gew\u00e4nder des Sieges, den Mantel des Heiles mir umgetan, wie ein Br\u00e4utigam anlegt den herrlichen Schmuck, und wie eine Braut ihr Geschmeide.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ja, wie die Erde treibt ihre Pflanzen, und wie ein Garten aufsprossen l\u00e4sst seinen Samen, so wird Gott, der Herr, aufsprossen lassen Heil und Ruhm vor allen Nationen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel62\">Kapitel 62<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Im Zijons willen schweig ich nicht und um Jerusalems willen ruhe<br>ich nicht bis wie Lichtglanz hervorgeht sein Heil, und seine Hilfe wie eine Fackel brennt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dass V\u00f6lker dein Heil schauen und alle K\u00f6nige deine Herrlichkeit. Man wird dich mit einem neuen Namen nennen, den der Mund des Herrn ausspricht.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Du wirst eine Krone des Schmuckes in der Hand des Herrn sein, und ein k\u00f6niglicher Kopfbund in der Hand deines Gottes.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Du wirst nicht mehr Verlassene genannt werden, und dein Land nicht mehr<br>\u00d6de, sondern du wirst genannt: Meine Lust an ihr! und dein Land: Verm\u00e4hlte; denn seine Lust hat der Herr an dir, und dein Land wird bewohnt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn wie der J\u00fcngling sich verm\u00e4hlet der Jungfrau, werden sich dir deine Kinder anschmiegen, und wie sich der Br\u00e4utigam an seiner Braut freut, wird sich mit dir dein Gott freuen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>\u00dcber deine Mauern, Jerusalem, habe ich W\u00e4chter bestellt, alle Tage und alle N\u00e4chte, nimmer schweigen sie; die ihr anrufet den Herrn, \u2014 euch sei keine Ruhe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Lasst ihm keine Ruhe, bis er aufrichtet und bis er macht Jerusalem zum Ruhm auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Geschworen hat der Herr bei seiner Rechten und bei seinem m\u00e4chtigen Arm: Ich gebe fortan dein Getreide nicht zur Speise deinen Feinden; es sollen nicht trinken die Fremden deinen Most, um den du dich gem\u00fcht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sondern die, welche es einbringen, sollen es essen und den Herrn lobpreisen, und die ihn lesen, sollen ihn trinken in den H\u00f6fen meines Heiligtums.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Ziehet, ziehet durch die Tore, r\u00e4umet den Weg des Volkes; bahnet, bahnet die Bahn, r\u00e4umet hinweg die Steine, erhebet ein Panier den V\u00f6lkern!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der Herr hat es verk\u00fcnden lassen bis an der Erde Ende, sprechet zur Nation Zijon: Deine Hilfe kommt! sein Lohn ist mit ihm und seine Vergeltung vor ihm her.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Und man wird sie nennen: Heiliges Volk, Erl\u00f6ste des Herrn! Und du wirst genannt: Gesuchte, nimmer verlassene Stadt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel63\">Kapitel 63<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Wer ist es, der kommt von Edom, in rotem Gewande von Bozra?<br>Jener, prangend in seinem Kleide, stattlich in der F\u00fclle seiner Kraft? Ich, der ich Sieg verhei\u00dfe, Macht habe zu helfen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Warum ist Rot an deinen Kleidern und dein Gewand wie des Keltertreters?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Die Kelter trat ich allein, und von den V\u00f6lkern war niemand mit mir; ich zertrat sie in meinem Zorn und zerstampfte sie in meinem Grimm; da spritzte ihr Saft auf mein Gewand, und all meine Kleider besudelte ich.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn einen Tag der Rache [an Israels Feinden] habe ich im Sinne, und das Jahr der Erl\u00f6sung [f\u00fcr Israel] ist gekommen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich blickte umher, da war kein Beistand, und sah \u00fcberrascht, dass keine St\u00fctze war; da half mir mein Arm, und mein Grimm st\u00fctzte mich.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich stampfte V\u00f6lker in meinem Zorn und berauschte sie mit meinem Grimm und lie\u00df zur Erde rinnen ihren Saft. \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Die Huld des Herrn will ich preisen, den Ruhm des Herrn f\u00fcr alles, was uns der Herr erwiesen hat, und die reiche G\u00fcte f\u00fcr das Haus Israel, die er ihm erwiesen nach seiner Barmherzigkeit und nach der F\u00fclle seiner Huld.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn er sprach: Doch \u2014 mein Volk sind sie, Kinder, die nicht treulos werden; und so ward er ihnen ein Retter.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Bei all ihrer Bedr\u00e4ngnis tat ihm leid, der Engel, der vor ihm stand, half ihnen, in seiner Liebe und in seiner Milde erl\u00f6ste er sie und hob sie auf und trug sie immer.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie aber emp\u00f6rten sich und kr\u00e4nkten seinen heiligen Geist, da wurde er ihr Feind er selbst stritt gegen sie.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Aber er gedachte der Tage der Vorzeit, als Mose sein Volk [befreite, und sprach]: Wo ist der, der sie durch das Meer f\u00fchrte? [Er gedachte] des Hirten seiner Schafe [und fragte]: Wo ist der, der in seine Mitte seinen heiligen Geist gelegt?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Der wandeln lie\u00df zur Rechten Moses den Arm seiner Herrlichkeit, der Wasser vor ihnen spaltete \u2014 sich einen ewigen Namen zu machen;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der sie leitete durch die Tiefen wie ein Ross in der W\u00fcste, dass sie nicht strauchelten?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wie das Vieh in das Tal herniedersteigt, brachte sie der Geist des Herrn zur Ruhe. Also f\u00fchrtest du dein Volk, dir einen herrlichen Namen zu machen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Schaue vom Himmel und siehe aus deiner heiligen und herrlichen Wohnung: wo ist dein Eifer und deine Macht? Die Regung deines Innern und dein Erbarmen halten meinetwegen inne.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Du bist ja unser Vater, denn Abraham wei\u00df nicht von uns, und Israel kennt uns nicht; du, o Herr, bist unser Vater, unser Erl\u00f6ser ist von Ewigkeit her dein Name.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Warum l\u00e4sst du, Herr, uns abirren von deinen Wegen, l\u00e4sst verstocken unser Herz gegen deine Furcht? Kehre zur\u00fcck um uns, die wir deine Knechte, die St\u00e4mme deines Besitzes sind.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Auf kurze Frist hatte dein Volk das Heiligtum im Besitz; unsere Feinde zertraten dein Heiligtum.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wir sind jetzt geworden, als ob du nimmer \u00fcber uns geherrscht hattest, als ob nimmer dein Name auf uns genannt worden w\u00e4re, als ob du niemals den Himmel zerrissen und niedergestiegen w\u00e4rest, dass die Berge zerschmolzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel64\">Kapitel 64<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Wie Feuer schnell Reisig z\u00fcndet, wie Wasser vom Feuer aufwallet \u2014 so schnell kamst du, deinen Namen kund zu machen deinen Feinden, dass vor deinem Antlitz V\u00f6lker bebten!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Als du Wunderbares tatest, was wir nicht erwartet, stiegst du nieder, vor deinem Antlitz erzitterten Berge.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Seit ewiger Zeit hatte man solches nicht geh\u00f6rt, nicht vernommen; nie hatte ein Auge gesehen, dass ein Gott au\u00dfer dir solches dem auf ihn Harrenden tue.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Du trafst fr\u00fcher einen, der freudig recht tat, solche, die dich deiner Gnaden wegen erinnerten; z\u00fcrntest du auch, weil wir s\u00fcndigten, durch sie [durch ihre F\u00fcrbitte] war uns immer geholfen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Aber wir wurden alle wie Unreine und wie ein besudeltes Gewand all unsere frommen Werke; welk wie ein Blatt wurden wir alle, und unsere S\u00fcnden entf\u00fchren uns wie ein Wind.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Niemand ist, der deinen Namen anruft, der sich regte, an dir festzuhalten; denn verh\u00fcllt hast du dein Antlitz vor uns und l\u00e4sst uns vergehen durch unsere Missetaten.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Und nun, o Herr, du bist unser Vater; wir der Thon und du unser Bildner; deiner H\u00e4nde Werk sind wir ja alle.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Z\u00fcrne nicht, o Herr, ewig, und nicht f\u00fcr immer gedenke der Missetat. Blicke doch her, dein Volk sind wir alle.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Deine heiligen St\u00e4dte sind zerst\u00f6rt, Zijon ist eine W\u00fcste geworden, Jerusalem eine \u00d6de.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Unser heiliges und herrliches Haus, darin dich unsere V\u00e4ter gepriesen, ist vom Feuer verbrannt, und all unsere Kostbarkeiten sind verw\u00fcstet.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Willst du ob all dem an dich halten, Herr? Wirst du schweigen und uns f\u00fcr immer beugen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel65\">Kapitel 65<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>[Der Herr erwidert darauf:] Ich war 0 bereit solchen zu erscheinen, die nach mir nicht fragten, mich finden zu lassen von denen, die mich nicht suchten; ich sprach: Hier bin ich, hier bin ich, zu einem Volke, das nicht nach meinem Namen genannt sein wollte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich breitete immer meine H\u00e4nde aus nach einem widerspenstigen Volke, nach solchen, die auf einem b\u00f6sen Wege wandeln, ihrem Willen nach.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Dem Volk, das mich immer kr\u00e4nkt in das Angesicht, solchen, die opfern in den G\u00e4rten und r\u00e4uchern auf den Ziegeln,<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Die in Gr\u00e4ben sitzen und in Gruften \u00fcbernachten, die das Fleisch des Schweines essen und die Br\u00fche der G\u00f6tzenopfer in ihren Ger\u00e4ten haben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Die noch dazu zu andern sprechen: Bleib f\u00fcr dich, nahe mir nicht, denn ich bin f\u00fcr dich heilig. Diese erregen meinen Zorn, wie ein Feuer brennt er immerw\u00e4hrend.<br>6 Dies ist aufgeschrieben vor mir; ich werde nicht ruhen, ich habe denn vergolten, vergolten in ihren Busen:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Eure Missetaten samt eurer V\u00e4ter Missetaten, spricht der Herr, die ger\u00e4uchert auf den Bergen und auf den H\u00fcgeln mich gel\u00e4stert, \u2014 so will ich zuv\u00f6rderst ihren Lohn ihnen zumessen in ihren Busen \u2014<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Also spricht der Herr: Wie der Most gefunden wird in der Traube und man spricht: Verdirb sie nicht, denn ein Segen ist darin, also werde ich tun um meiner Knechte willen, dass ich nicht das Ganze verderbe.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ich lasse von Jakob Samen hervorgehen und von Jehuda einen Erben meines Gebirges, dass es in Besitz nehmen soll meine Erkorenen, und dass meine Knechte daselbst wohnen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Saron soll werden zur Trift der Schafe und das Tal Achor zum Lagerort der Rinder, f\u00fcr mein Volk, das mich aufgesucht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ihr aber, die ihr den Herrn verlasset, meinen heiligen Berg vergesset, die ihr anrichtet dem G\u00f6tzen Gad einen Tisch und f\u00fcllet der Meni Mischtrank \u2014<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>\u00dcber euch will ich das Schwert verh\u00e4ngen, auf die Schlachtbank sollt ihr alle niedersinken, darum, weil ich gerufen und ihr nicht geantwortet habt, gesprochen und ihr nicht h\u00f6rtet, dass ihr das B\u00f6se tatet in meinen Augen; woran ich keinen Gefallen habe, das habt ihr gewollt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Darum spricht Gott, der Herr: Meine Knechte werden essen und ihr hungern, meine Knechte werden trinken und ihr dursten, meine Knechte werden sich freuen und ihr besch\u00e4mt sein.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Meine Knechte werden jubeln vor Lust des Herzens und ihr jammern vor Herzleid, und aus gebrochenem Gem\u00fcte werdet ihr heulen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und ihr werdet hinterlassen euren Namen zum Fluch f\u00fcr meine Erkorenen; [der Fluch wird lauten:] Dass dich t\u00f6te Gott, der Herr, [gleich jenen]. Aber seinen Knechten wird er einen anderen Namen geben.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dass wer sich segnet im Lande, sich segne mit dem wahrhaftigen Gotte, und wer schw\u00f6rt im Lande, schw\u00f6re bei dem wahrhaftigen Gotte, weil vergessen sind die fr\u00fcheren Leiden und weil sie verborgen sind vor meinen Augen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Denn ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde; es soll nicht gedacht werden des fr\u00fcheren, und es soll nicht in den Sinn kommen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sondern freuet euch und frohlocket fort und fort, [du Israel], das ich jetzt schaffe! Denn ich erschaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Wonne.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ich werde frohlocken \u00fcber Jerusalem und mich erfreuen an meinem Volke. Fortan soll nicht geh\u00f6rt werden darin Stimme des Weinens und Stimme der Wehklage.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dort soll keiner sein ein Kind an Tagen und ein Greis an Aussehen der nicht ausgelebt seine Tage; denn Knabe wird sein, wer hundertj\u00e4hrig stirbt, und der S\u00fcnder wird verflucht, dass er als Hundertj\u00e4hriger sterbe.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sie werden H\u00e4user bauen und bewohnen und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Sie werden nicht bauen und ein anderer bewohnen, nicht pflanzen und ein anderer essen, sondern wie die Tage eines Baumes w\u00e4hren die Tage meines Volkes, und das Werk ihrer H\u00e4nde sollen meine Erkorenen verbrauchen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Sie werden sich nicht vergebens m\u00fchen und nicht zeugen zu j\u00e4hem Tode, denn ein Same, den der Herr gesegnet, sind sie, und ihre Spr\u00f6sslinge bleiben ihnen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Bevor sie rufen werden, antworte ich \u2014 noch sprechen sie und ich erh\u00f6re.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Wolf und Lamm werden zusammen weiden und der L\u00f6we wie ein Rind Stroh fressen; der Schlange Speise wird Staub sein. Sie werden nicht schaden und nicht verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel66\">Kapitel 66<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Also spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner F\u00fc\u00dfe. Welches Haus, das ihr mir erbauen k\u00f6nnet, und wo ein Ort zu meiner Ruhestatt?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Hat doch meine Hand alles dieses gemacht, und es ward alles dieses auf den Spruch des Herrn. Nur auf solchen blick ich, auf den Armen und Dem\u00fctigen und der vor meinem Worte zittert.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da schlachtet mancher einen Ochsen [als Opfer], bald darauf erschl\u00e4gt er einen Menschen; er opfert ein Schaf, bricht aber auch dem Hund das Genick [vor dem G\u00f6tzen]; er bringt Speiseopfer dar, \u2014 aber auch das Blut des Schweines; er l\u00e4sst Weihrauch duften, preist aber auch das Ekle [den G\u00f6tzen]. Wie sie ihre Wege gew\u00e4hlt und an ihren Gr\u00e4ueln Lust fanden. \u2014<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>So will auch ich ihren Tand w\u00e4hlen, und wovor ihnen graut, das bring ich \u00fcber sie, weil ich gerufen und niemand geantwortet hat, geredet und sie nicht geh\u00f6rt haben. Sie taten das B\u00f6se in meinen Augen, und das, woran ich kein Gefallen habe, wollten sie.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>H\u00f6ret das Wort des Herrn, ihr, vor seinem Worte Zitternden: Es sprechen eure Br\u00fcder, eure Hasser, die euch versto\u00dfen: [Sie tun solches] um meines Namens willen, dass der Herr dadurch verherrlicht werde. Wir werden dereinst eure Freude schauen, sie aber sollen untergehen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Stimme des Get\u00f6ses aus der Stadt, Stimme aus dem Tempel, Stimme des Herrn, der Vergeltung \u00fcbt an seinen Feinden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bevor sie gekreist, hat sie geboren; bevor ihre Wehen kamen, ist sie eines Knaben genesen. [Die Befreiung kam \u00fcberraschend].<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wer hat solches geh\u00f6rt? Wer dergleichen gesehen? Wird kreisen gemacht ein Land an einem Tage oder geboren ein Volk mit einem Male? Dass schon Zijon gekreist, und auch geboren hat ihre Kinder?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sollte ich erschlie\u00dfen den Mutterscho\u00df und nicht geb\u00e4ren lassen? spricht der Herr: oder sollte ich, der Zeugende, verschlie\u00dfen? spricht dein Gott.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Freuet euch mit Jerusalem und frohlockte dar\u00fcber, all ihr Freunde, freut euch mit ihr in Wonne, alle, die ihr um sie getrauert habt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Auf dass ihr sauget und euch s\u00e4ttiget an der Brust ihres Trostes, auf dass ihr schl\u00fcrfet und euch labet an der F\u00fclle ihrer Herrlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn also spricht der Herr: Ich lenke ihr wie einen Fluss den Frieden zu, und wie einen flutenden Strom den Reichtum der V\u00f6lker, dass ihr sauget. Auf dem Arm werdet ihr getragen und auf den Knien geliebkost.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wie ein Mann, den seine Mutter tr\u00f6stet, so werde ich euch tr\u00f6sten, und an Jerusalem werdet ihr getr\u00f6stet.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ihr werdet schauen und euer Herz wird sich freuen, und eure Gebeine werden aufbl\u00fchen wie das Gr\u00fcn. Es wird sich kund machen die Hand des Herrn an seinen Knechten, und er schilt seine Feinde.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn der Herr kommt im Feuer und wie Sturmwind rollt sein Wagen, auszulassen in Glut seinen Zorn und sein Drauen in Feuerflammen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Denn mit Feuer rechtet der Herr und mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; viel werden sein die Erschlagenen des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Die sich heiligen und reinigen f\u00fcr die G\u00e4rten, hinter Einem in der Mitte,<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"29\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4816\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-29\">29<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4816-29\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"29\">Ein g\u00f6tzendienerischer Brauch, auf den der Prophet anspielt. <\/span> die das Fleisch des Schweines essen und des Gr\u00e4uels und der Maus, sie alle sollen umkommen, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken; gekommen ist die [Zeit] zu versammeln alle V\u00f6lker und Zungen, sie sollen kommen und schauen meine Herrlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ich werde an ihnen ein Zeichen tun und entsenden von ihnen Fl\u00fcchtlinge an die V\u00f6lker, Tarschisch, Pul und Lud, die den Bogen spannen, Tubal und Javan, die fernen Eilande, die nicht geh\u00f6rt meinen Ruf und nicht geschaut meine Herrlichkeit; sie werden kund machen meine Herrlichkeit unter den V\u00f6lkern.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Sie werden bringen all eure Br\u00fcder aus allen V\u00f6lkern als eine Gabe dem Herrn nach Jerusalem auf Rossen und Wagen und in S\u00e4nften und auf Maultieren und Dromedaren nach meinem heiligen Berge, spricht der Herr, so wie die Kinder Israel darbringen die Opfergabe in reinem Gef\u00e4\u00dfe in das Haus des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und auch von ihnen werde ich zu Priestern und zu Leviten nehmen, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denn so wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich schaffe, vor mir bestehen, ist der Spruch des Herrn, so werden bestehen eure Nachkommen und euer Name.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Von Neumond zu Neumond und von Schabbat zu Schabbat wird jeder Mensch kommen, sich vor mir zu b\u00fccken, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Man wird dann hinausgehen und schauen die Leichen der M\u00e4nner, die von mir abgefallen, denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erl\u00f6schen; sie werden zum Ekel f\u00fcr alle.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Die gew\u00f6hnliche \u00dcbersetzung, \u00bbwie die Terebinthe, die ihr Laub abwirft,\u00ab gibt gar keinen Sinn, vielmehr hat der Prophet hingewiesen auf eine alte Terebinthe am Tor von Salechet [vergl. <sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Chronik 26, 16 vor dem Heiligtum.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Ein Fl\u00fcsschen in Jerusalem.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Viele Jud\u00e4er hielten es mit den Feinden.<\/div><\/li><li><span>4<\/span><div>Dieser Vers ist einer der schwierigsten, an dessen Erkl\u00e4rung sich die j\u00fcdischen wie christlichen Bibelforscher vergebens abgem\u00fcht haben. Am einleuchtendsten ist die Erkl\u00e4rung Luzzattos, der mit Recht darauf hinweist, dass die Weissagung Jesajas sich oft durch Namensnennung auszeichnet, die einen ganzen Satz enth\u00e4lt. So nannte er (oben K. 8, 3) seinen Sohn: \u00bbSchnell kommt die Beute, die Pl\u00fcnderung ein.\u00ab Ebenso nennt er den K\u00f6nig Hisklja, in dessen Regierungszeit Sanheribs Macht wunderbar vernichtet wurde: \u00bbWundervoll vom m\u00e4chtigen Gott beraten, vom Vater der Ewigkeit, ein Friedensf\u00fcrst.\u00ab<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div>Anspielung auf geschichtliche Ereignisse, als Israel von m\u00e4chtigen Feinden errettet wurde, vergl. Buch der Richter 7,<sup class=\"Vers\">25.<\/sup><\/div><\/li><li><span>6<\/span><div>Der Prophet beschreibt, wie sich Sanherib Jerusalem genaht und welchen Schrecken er in Jud\u00e4a verbreitet hat.<\/div><\/li><li><span>7<\/span><div>Die babylonischen Eroberer pflegten die B\u00e4ume zu f\u00e4llen, um sie beim Bau der Belagerungswerke zu benutzen.<\/div><\/li><li><span>8<\/span><div>Das heidnische Altertum glaubte, der \u00e4u\u00dferste Norden am Himmel w\u00e4re der Sitz der G\u00f6tter.<\/div><\/li><li><span>9<\/span><div>Bezieht sich gewiss auf ein geschichtliches Ereignis, dass die Eroberer Babels die chald\u00e4ischen K\u00f6nigsgr\u00e4ber gepl\u00fcndert und die Leichen der K\u00f6nige auf die Stra\u00dfe geschleudert haben.<\/div><\/li><li><span>10<\/span><div>Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass Jesaja, wie hier ausdr\u00fccklich gesagt wird, eine \u00e4ltere prophetische Rede \u00fcber Moab wiederholt und den Schluss hinzugef\u00fcgt hat. Auch die Sprache weist auf eine viel fr\u00fchere Abfassungszeit hin. Im \u00dcbrigen befindet sich diese Weissagung auch bei Jeremia.<\/div><\/li><li><span>11<\/span><div>In der alten Zeit pflegte sich ein L\u00f6hner nur auf drei Jahre zu vermieten; vergl. <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>B. Moses 15, <sup class=\"Vers\">18.<\/sup><\/div><\/li><li><span>12<\/span><div>Aram und Efraim verbanden sich damals gegen Jehuda, vergl. oben 7, 1 ff.<\/div><\/li><li><span>13<\/span><div>Du gingst blos deinem Auge nach und folgtest den heidnischen Br\u00e4uchen.<\/div><\/li><li><span>14<\/span><div>Der Prophet spielt auf einen B\u00fcrgerkrieg an, der \u00c4gypten durchtobte.<\/div><\/li><li><span>15<\/span><div>Diese prophetische Rede weist auf eine Zeit bin, als sich in \u00c4gypten eine starke j\u00fcdische Kolonie befand, die sich ein Heiligtum [nach dem Erbauer Oniastempel benannt] nach Art dem in Jerusalem errichtete.<\/div><\/li><li><span>16<\/span><div>Eine Weissagung auf die Lage Israels in der nachexilischen Zeit, als das Judentum in Pal\u00e4stina, in Babylon und in \u00c4gypten zu so hoher Bedeutung gelangt war.<\/div><\/li><li><span>17<\/span><div>Israelitische und andere Geschichtsquellen berichten von der Erst\u00fcrmung Babels mitten in einem Festgelage, welches die Babylonier veranstaltet hatten.<\/div><\/li><li><span>18<\/span><div>Der Prophet wird h\u00f6hnisch gefragt, wann das verk\u00fcndete Verh\u00e4ngnis kommen werde.<\/div><\/li><li><span>19<\/span><div>W\u00e4hrend der Belagerung gab es eine Hiskija feindliche Partei, an deren Spitze der Haushofmeister Sebna stand.<\/div><\/li><li><span>20<\/span><div>Tyrus war bekanntlich ein weltber\u00fchmter Hafenplatz, wo die gro\u00dfen Handelsschiffe anzulegen pflegten.<\/div><\/li><li><span>21<\/span><div>Die meisten V\u00f6lker, welche Nebukadnezar unterjocht hatte, erhielten mit dem Sturz des babylonischen Reiches vielfache Erleichterung. Die Babylonierherrschaft dauerte etwa 70 Jahre.<\/div><\/li><li><span>22<\/span><div>Ein Wortspiel im Hebr\u00e4ischen, das im Stamm liegt. <\/div><\/li><li><span>23<\/span><div>Etwa so viel als H\u00f6lle oder Feuerschlund; Tofet war aber ein Tal in Jerusalem, wo der Moloch stand.<\/div><\/li><li><span>24<\/span><div>Ein starkes bei den Israeliten sprichw\u00f6rtlich gewordenes Tier; vergl. <sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Buch Moses 23, <sup class=\"Vers\">22.<\/sup><\/div><\/li><li><span>25<\/span><div>Ein Nachtgespenst nach der Vorstellung der semitischen V\u00f6lker.<\/div><\/li><li><span>26<\/span><div>Der Prophet spottet \u00fcber die G\u00f6tzendiener, die in der Zeit der Not ihre G\u00f6tzenbilder in Stand setzen, von ihnen Rettung erwartend.<\/div><\/li><li><span>27<\/span><div>Diese Worte des Propheten sind gegen die Volksgenossen gerichtet, welche die Wege der g\u00f6ttlichen Vorsehung nicht f\u00fcr richtig finden wollten.<\/div><\/li><li><span>28<\/span><div>Bezieht sich auf Zeitereignisse. Fremde und Verschnittene d\u00fcrfen eigentlich nicht in die Gemeinschaft Israels ausgenommen werden. Der Prophet sprach sich indessen unter Ber\u00fccksichtigung der Zeitumst\u00e4nde f\u00fcr eine mildere Auffassung dieses Verbots aus.<\/div><\/li><li><span>29<\/span><div>Ein g\u00f6tzendienerischer Brauch, auf den der Prophet anspielt. <\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Jeschajahu (Jesaja) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 \u00dcber das Buch Jesaja, Sohn des Amos, war aus Jerusalem geb\u00fcrtig. Seine Familie scheint zu den vornehmen des Landes und er selbst zum engeren Kreise des k\u00f6niglichen Hofes geh\u00f6rt zu haben. Seine prophetische Wirksamkeit umfasst einen Zeitraum von beinahe vierzig Jahren, von 740\u2014 701 vor allgemeiner Zeitrechnung \u2014 die ereignisreichsten, bewegtesten Jahre in der Geschichte des K\u00f6nigtums Juda. W\u00e4hrend dieses gesamten Zeitraumes war er die beherrschende Erscheinung im Lande. Das bedeutungsvollste Ereignis seiner Zeit war der Aufstieg Assyriens von einer babylonischen Provinz im n\u00f6rdlichen Mesopotamien zur Weltmacht. 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