{"id":4826,"date":"2019-08-21T14:36:05","date_gmt":"2019-08-21T12:36:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4826"},"modified":"2020-05-26T15:51:55","modified_gmt":"2020-05-26T13:51:55","slug":"ijow-das-buch-hiob","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/ijow-das-buch-hiob\/","title":{"rendered":"Ijow &#8211; Das Buch Hiob"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Ijow (Hiob) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel31\">31<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel32\">32<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel33\">33<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel34\">34<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel35\">35<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel36\">36<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel37\">37<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel38\">38<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel39\">39<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel40\">40<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel41\">41<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel42\">42<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcberblick \u00fcber das Buch Hiob<\/h2>\n\n\n\n<p>Hiob, Ijow \u2014 Das Buch Hiob besteht aus folgenden drei Teilen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>a)<\/strong> Einleitung (1. und 2.). \u2014 Gott wird bildlich als Gebieter eines Ministerrats (\u00bbS\u00f6hne Gottes\u00ab) dargestellt, in dem auch der Ankl\u00e4ger [Satan] \u00bbder Hinderer\u00ab, (einer, der dem Gottesworte feindlich ist) erscheint. W\u00e4hrend Gott die Fr\u00f6mmigkeit Hiobs pries, bezweifelte der Ankl\u00e4ger die Reinheit seines Herzens und vermutete, dass Hiob nicht l\u00e4nger fromm sein w\u00fcrde, wenn ihn irgendein Ungl\u00fcck tr\u00e4fe; Hiob, harten Versuchungen ausgesetzt, blieb fest in seinem Glauben an Gott. \u00bbNackt kam ich hervor aus meiner Mutter Scho\u00df, und nackt werde ich dahin zur\u00fcckkehren; der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen: der Name des Herrn sei gepriesen\u00ab (1,21). \u00bbHaut um Haut\u00ab, sagte der Ankl\u00e4ger, und alles was der Mensch hat, gibt er f\u00fcr sein Leben; aber strecke jetzt&nbsp;&nbsp;&nbsp; deine Hand aus und ber\u00fchre sein Bein und sein Fleisch: sicherlich er wird sich von dir lossagen\u00ab (2, 5). Der Versuch wurde gebilligt. Und als Hiobs Weib \u00fcberrascht war, dass Hiob noch festhielt an seiner Lauterkeit, und sagte: \u00bbSage dich los von Gott und stirb\u00ab, antwortete er: \u00bbDu sprichst wie eine der b\u00f6sen Frauen. Sollen wir das Gute annehmen und das B\u00f6se nicht annehmen?\u00ab \u2014 \u00bbBei alledem s\u00fcndigte Hiob nicht mit seinen Lippen und fand an Gott nichts zu tadeln\u00ab (1,22). Seine Freunde kamen, um ihn zu besuchen, f\u00fchlten sich aber so ungl\u00fccklich, dass sie sieben Tage bei ihm sa\u00dfen, ohne ein Wort zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>b)<\/strong> Gespr\u00e4che zwischen Hiob und seinen Freunden Eliphas, Bildad, Zophar und Elihu; Hiob versichert seine Unschuld und ist demgem\u00e4\u00df nicht imstande, die Gerechtigkeit seiner Leiden einzusehen; seine Freunde behaupten, er habe ges\u00fcndigt und sei gerechterweise bestraft worden; Elihu versucht, Hiobs Leiden zu rechtfertigen, sie seien nur eine von Gott gesandte Mahnung, dass Hiob ges\u00fcndigt habe und Vers\u00f6hnung mit Gott suchen m\u00fcsse, der allweise, allg\u00fctig und allm\u00e4chtig sei; Gott spricht zu Hiob und zeigt ihm, dass der Mensch unf\u00e4hig sei, die g\u00f6ttliche Macht und Weisheit in der Sch\u00f6pfung und in der Regierung des Weltalls zu verstehen; hierauf bereut Hiob.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>c) <\/strong>Schlu\u00df. \u2014 Gott tadelt Hiobs Freunde, dass sie nicht richtig gesprochen haben wie sein Diener Hiob (42,7), und verschafft Hiob reichlichen Ersatz f\u00fcr seine Leiden und Verluste.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch hat keine \u00dcberschrift; deshalb wissen wir nicht, <strong>von wem und wann<\/strong> es geschrieben wurde. Im Talmud indessen findet sich eine \u00dcberlieferung, nach der Moses das Buch Hiob geschrieben habe (Baba Batra 14b). Auch von Hiob selbst l\u00e4sst sich unm\u00f6glich feststellen, wann er lebte. Aber die Beschreibung seines Reichtums und die L\u00e4nge seines Lebens l\u00e4sst uns an die Zeit der Patriarchen denken. Sein Name wird, nur noch einmal in der Bibel erw\u00e4hnt. Der Prophet Hesekiel nennt ihn neben Noach und Daniel als einen frommen Mann, der sich durch seine Fr\u00f6mmigkeit in der Zeit der Not retten w\u00fcrde, wenn er auch sein Geschlecht nicht retten k\u00f6nnte (Hesek. 14, ,4).\u00a0 Nach einer Ansicht existierte Hiob \u00fcberhaupt nicht: \u00bbHiob hat nie existiert; die ganze Erz\u00e4hlung ist eine Allegorie\u00ab (Baba Batra 15 a).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausspruch kann sich nur auf den genauen Bericht der Art und Weise, wie das Ungl\u00fcck \u00fcber Hiob kam, beziehen und auf die poetischen Reden Hiobs und seiner Freunde. Aber es ist nicht zu leugnen, dass ein frommer Mann namens Hiob lebte und dem Ungl\u00fcck entging, dem andre unterlagen; denn offenbar bezieht sich Hesekiel auf wirkliche, nicht auf er dichtete Pers\u00f6nlichkeiten. Hiob und seine Freunde waren keine Israeliten. Der Patriarch lebte im Lande Uz in Arabien; die Freunde kamen von Teman, Schuach, Naama und Buz, aus dem S\u00fcden, Osten, Westen und Norden von Uz. Wie das Buch Jona enth\u00e4lt dieses Buch die Lehre: \u00bbDie Frommen aller Nationen haben Anteil an der zuk\u00fcnftigen Welt\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/hilchot-teschuwah\/#_5-2\">Maim. Mischne-Tora I. Hilchot Teschuwa 3, 5<\/a>). Gott belohnt die Frommen aller Nationen, bestraft die, welche Bestrafung verdienen, und verzeiht den Reum\u00fctigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einleitung und der Schluss sind in Prosa geschrieben, aber der Hauptteil des Buches ist poetisch und demgem\u00e4\u00df der Parallelismus ein hervorragender Zug des Buches.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war ein Mann im Lande Uz, mit Namen Ijow. Es war dies ein gerechter und redlicher Mann, gottesf\u00fcrchtig und das B\u00f6se meidend.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Es wurden ihm sieben S\u00f6hne und drei T\u00f6chter geboren.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er besa\u00df an Vieh: siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, f\u00fcnfhundert paar Rinder, f\u00fcnfhundert Eselinnen und ein sehr gro\u00dfes Anwesen. Dieser Mann war somit angesehener als alle M\u00e4nner des Morgenlandes.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Seine S\u00f6hne pflegten sich jeden Tag im Hause eines von ihnen einzufinden und ein Mahl abzuhalten; auch schickten sie hin und luden ihre drei Schwestern, mit ihnen zu essen und zu trinken.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wenn die Tage des Gastmahls um waren, schickte Ijow hin und r\u00fcstete sie und machte sich am andern Morgen auf und brachte Ganzopfer nach der Zahl aller; denn, dachte Ijow, vielleicht haben meine Kinder ges\u00fcndigt und Gott gel\u00e4stert in ihrem Herzen. So machte es Ijow alle Zeit.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Eines Tages fanden sich die g\u00f6ttlichen Wesen ein, sich vor den Herrn zu stellen; es befand sich auch der Satan unter ihnen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der Herr sprach zum Satan: Wo kommst du her? Da antwortete der Satan dem Herrn und sprach: Ich habe die Erde durchstreift und durchwandert.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da fragte der Herr den Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Ijow, dass keiner ist auf Erden wie er, gerecht und redlich, gottesf\u00fcrchtig und das B\u00f6se meidend?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da antwortete der Satan dem Herrn und sprach: F\u00fcrchtet Ijow Gott ohne Grund?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Du hast ja eingehegt ihn, sein Haus und alles, was sein ist, insgesamt. Seiner H\u00e4nde Werk hast du gesegnet und seine Herde ist im Lande m\u00e4chtig stark.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Doch strecke nur deine Hand aus und r\u00fchre etwas von dem Seinigen an &#8211; ob er dich nicht ins Angesicht l\u00e4stern werde?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprach der Herr zum Satan: All das Seine ist in deiner Macht; nur an ihn lege nicht deine Hand! &#8211; Der Satan ging fort von dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Eines Tages, als [Ijows] S\u00f6hne und T\u00f6chter a\u00dfen und Wein tranken im Hause ihres \u00e4ltesten Bruders,<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da kam ein Bote zu Ijow und berichtete: Die Rinder pfl\u00fcgten und die Eselinnen weideten an ihrer Seite,<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da fielen Leute von Saba ein und f\u00fchrten sie fort, und die Burschen schlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; nur ich allein entrann, um es dir zu melden.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Noch redete dieser, kam ein anderer und meldete: Ein m\u00e4chtiges Feuer fiel vom Himmel und entz\u00fcndete die Schafe und die Buben und verzehrte sie; nur ich allein entrann, um es dir zu melden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Noch redete dieser, kam ein anderer und meldete: Die Chald\u00e4er stellten drei Haufen auf und \u00fcberfielen die Kamele und f\u00fchrten sie fort, und die Burschen schlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; ich allein entrann, um es dir zu melden.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Noch redete dieser kam ein anderer und erz\u00e4hlte: Deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter a\u00dfen und tranken Wein im Hause ihres \u00e4ltesten Bruders,<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da kam ein gewaltiger Wind \u00fcber die W\u00fcste her und erfasste die vier Zinnen des Hauses, dass es \u00fcber die jungen Leute einst\u00fcrzte und sie starben; nur ich allein entrann, um es dir zu melden.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da erhob sich Ijow, zerriss sein Oberkleid, raufte sich das Haar und fiel zur Erde nieder<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und sprach: Nackt kam ich aus dem Leibe meiner Mutter und nackt werde ich dorthin zur\u00fcckkehren! Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gepriesen!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Bei all dem s\u00fcndigte Ijow nicht und sprach nichts L\u00e4sterliches aus gegen Gott.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Eines Tages fanden sich die g\u00f6ttlichen Wesen wieder vor dem Herrn ein, und auch der Satan war wieder unter ihnen, sich vor den Herrn zu stellen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Der Herr sprach zum Satan: Von wo kommst du her? Da antwortete der Satan dem Herrn und sprach: Ich durchwanderte die Erde und durchstreifte sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da fragte der Herr den Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Ijow, dass keiner ist auf Erden wie er, gerecht und redlich, gottesf\u00fcrchtig und das B\u00f6se meidend? Er h\u00e4lt noch fest an seiner Fr\u00f6mmigkeit; du hast mich wider ihn gereizt, ihn unverdient zu verderben.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da antwortete der Satan dem Herrn und sprach: Haut vor Haut<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Der Mensch ist unempfindlich, so lange es ihn nicht selbst betrifft.<\/span>, und alles, was der Mensch hat, gibt er f\u00fcr sein Leben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Doch strecke nur deine Hand aus und r\u00fchre sein Bein und sein Fleisch an, ob er dich nicht ins Angesicht l\u00e4stern werde.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach der Herr zum Satan: Er ist in deiner Hand, nur sein Leben schone!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der Satan ging fort von dem Herrn und schlug Ijow mit b\u00f6sem Geschw\u00fcr von den Fu\u00dfsohlen bis zum Scheitel.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er nahm sich eine Scherbe, um sich damit zu schaben; er sa\u00df wie in Asche.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es sprach sein Weib zu ihm: Noch h\u00e4ltst du fest an deiner Fr\u00f6mmigkeit? L\u00e4stere Gott und stirb!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da sprach er zu ihr: Du redest wie eine Niedertr\u00e4chtige! Das Gute wollen wir von Gott annehmen, aber das B\u00f6se wollten wir nicht annehmen? Bei all dem s\u00fcndigte also Ijow nicht mit seinen Lippen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Die drei Freunde Ijows h\u00f6rten all dieses Ungl\u00fcck, das \u00fcber ihn gekommen. Sie kamen jeder von seinem Orte, Elifas aus Teman, Bildad aus Suah und Zofar aus Naama; sie trafen zusammen, um hinzugehen, ihm ihr Mitleid zu bezeugen und ihn zu tr\u00f6sten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da hoben sie ihre Augen auf von ferne und erkannten ihn nicht. Sie erhoben darauf ihre Stimme und weinten. Sie zerrissen ihr Oberkleid und streuten Staub \u00fcber ihre H\u00e4upter himmelw\u00e4rts. <sup class=\"Vers\">13.<\/sup>So sa\u00dfen sie bei ihm auf der Erde sieben Tage und sieben N\u00e4chte, keiner redete zu ihm ein Wort, da sie sahen, dass der Schmerz sehr gro\u00df war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nachher tat Ijow seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ijow hub an und sprach:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es verschwinde der Tag, an dem ich geboren wurde, und die Nacht, in der man gesprochen hat: Ein Knabe wurde empfangen!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Dieser Tag bleibe finster, es frage nicht nach ihm Gott in der H\u00f6he, und das Licht bescheine ihn nicht.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Er falle der Finsternis und den Todesschatten anheim, dichtes Gew\u00f6lk lagere \u00fcber ihm, und die Tagesverd\u00fcsterer verbreiten an ihm Schrecken.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Jene Nacht \u2014 dichte Finsternis bem\u00e4chtige sich ihrer, sie werde nicht in den Tagen des Jahres mitgerechnet und in die Zahl der Monde werde sie nicht mit aufgenommen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Ijow verflucht den Tag seiner Geburt, dass er aus der Zeitrechnung verschwinden m\u00f6ge.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Diese Nacht bleibe \u00f6de, es komme kein Jubel in sie,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es m\u00f6gen sie jene verfluchen, die den Tag verw\u00fcnschen, welche bereit sind, den Drachen [Leviatan] zu erregen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es m\u00f6gen sich verfinstern die Sterne ihrer D\u00e4mmerung, sie hoffe auf Licht und keines komme, niemals erblicke sie das Heranbrechen der Morgenr\u00f6te.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Weil man nicht die Pforten meines Mutterleibes verschlossen, dass mir das M\u00fchsal erspart geblieben w\u00e4re.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Warum starb ich nicht vom Mutterscho\u00dfe weg? Wie ich aus dem Leibe kam, w\u00e4re ich doch da verschieden!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Warum nahm mich der Scho\u00df auf, und wozu sog ich die Br\u00fcste?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Ich k\u00f6nnte liegen und ruhen, ich schliefe und es w\u00e4re mir wohl.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Mit K\u00f6nigen und Gebietern der Erde, die sich Grabst\u00e4tten errichteten,<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Oder bei Vornehmen, die Gold hatten, die ihre H\u00e4user f\u00fcllten mit Silber.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Oder ich w\u00e4re \u00fcberhaupt nicht da, wie eine verscharrte Fehlgeburt, wie die jungen Wesen, die noch nicht das Licht erblickt haben.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Dort h\u00f6ren die Ruchlosen auf zu toben, und die Kraftlosen ruhen aus.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Alle Gefesselten rasten, sie h\u00f6ren nicht die Stimme des Dr\u00e4ngers.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Klein und gro\u00df sind dort gleich, und der Sklave ist frei von seinem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Warum gibt er den Ungl\u00fccklichen das Licht und Leben den erbitterten Gem\u00fctern? <sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Die des Todes harren und er kommt nicht; sie suchen nach ihm mehr als nach Sch\u00e4tzen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denen, die sehr froh w\u00e4ren und frohlockt h\u00e4tten, wenn sie das Grab f\u00e4nden.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Dem Manne, dessen Weg verborgen ist, dem Gott [den Weg] versperrt hat.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Denn statt meiner Speise kam mein Gest\u00f6hn, und meine Klagen ergie\u00dfen sich wie Wasser.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Denn das, wovor ich gezittert, traf mich; was ich gef\u00fcrchtet, kam \u00fcber mich.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Noch hatte ich keine Ruhe, keine Rast und keine Erholung, und da kam der Schrecken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf hub Elifas aus Teman an und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sollen wir einen Spruch wagen gegen dich; du wirst wohl ungeduldig werden? Doch wer vermag die Worte zur\u00fcckzuhalten?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Du belehrtest ja viele, und erschlaffte H\u00e4nde st\u00e4rktest du.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Den Fallenden richteten deine Worte auf und wankende Knie kr\u00e4ftigtest du.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Doch nun ist [das Missgeschick] \u00fcber dich gekommen und du zeigst dich schwach, es erreichte dich und du bist best\u00fcrzt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Deine Gottesfurcht sollte doch dein Vertrauen sein, und deine Hoffnung dein redlicher Weg.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bedenke doch, wer ist schuldlos umgekommen? Und wann sind die Redlichen je vertilgt worden?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wie ich gesehen habe, dass nur solche, die Unheil gepfl\u00fcgt und Verderben ges\u00e4t, es auch geerntet.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Vom Odem Gottes kamen sie um, und von seiner Zornesglut vergingen sie.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gebr\u00fcll des L\u00f6wen und Schrei des Leoparden \u2014 aber das Gebiss des Jungl\u00f6wen wurde zerschmettert!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der L\u00f6we geht zu Grunde aus Mangel an Nahrung, und die jungen L\u00f6wen werden versprengt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aber zu mir kam verstohlen ein Spruch, und mein Ohr vernahm ein Gefl\u00fcster davon;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>In den Tr\u00e4umereien der Nachtgeschichte, wenn Bet\u00e4ubung die Menschen bef\u00e4llt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da wandelte mich Furcht und Beben an, und all mein Gebein erschauerte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Ein Geist schwebte an mir vor\u00fcber, es str\u00e4ubte sich das Haar meines Leibes.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es stand etwas da, ich erkannte nicht sein Aussehen, ein Gebild war vor meinen Augen, ich h\u00f6rte eine Stimme:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ist wohl der Mensch gerecht vor Gott oder rein der Mann vor seinem Sch\u00f6pfer?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Seinen Dienern trauet er nicht und seine Engel tadelt er.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wie vielmehr die Bewohner der Lehmh\u00fctte, gegr\u00fcndet im Staube, die gleich Mottenfra\u00df verwittern;<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Die zwischen Morgen und Abend zertr\u00fcmmert sind, unversehens auf immer dahinschwinden.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ist ihr Zeltstrick ihnen abgerissen, so sterben sie in ihrem Unverstand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Rufe nur, ob dir jemand zustimmend antwortet, zu welchem der Heiligen<br>du dich auch immer wenden magst.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>F\u00fchrwahr, den Toren bringt sein \u00c4rger um, und den Albernen t\u00f6tet seine Erregtheit.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich sah wohl einen Toren Wurzel schlagen, aber auch seine Wohnung wird pl\u00f6tzlich verflucht sein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Fern bleiben seine S\u00f6hne vom Heil und werden unterdr\u00fcckt am Tore, niemand rettet sie.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Seine Ernte isst der Hungrige und aus den Dornhecken hervor holt er sie; der R\u00e4uber schnappt nach seinem Erwerbe.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>F\u00fcrwahr, aus dem Staube geht nicht das Elend hervor, noch entsprie\u00dft dem Erdboden das Unheil.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Nur der Mensch wird [durch seine Missetaten] zum Elend geboren, wie die Feuerf\u00e4nger [mit Notwendigkeit] in die H\u00f6he fliegen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ich aber wandte mich an Gott; Gott stellte ich meine Sache anheim.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Der Gro\u00dfes tut ohne Grenzen, Wunderbares ohne Zahl.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der Regen gibt auf die Erde und Wasser auf die Fluren sendet.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der die Niederen in die H\u00f6he bringt und die Trauernden durch Heil st\u00e4rken l\u00e4sst.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er vereitelt die Anschl\u00e4ge der Listigen, und ihre H\u00e4nde vollf\u00fchren nichts.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er f\u00e4ngt die Klugen in ihrer List, und der Ratschluss der R\u00e4nkevollen wird \u00fcbereilt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Am hellen Tage sto\u00dfen sie auf Finsternis und wie zur Nachtzeit tappen sie am Mittage.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er rettet vom Schwerte, von ihrem Munde, und aus der Gewaltigen Hand den Armen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dem Niedrigen wird Hoffnung, und der Frevelmut schlie\u00dft den Mund.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Wohl dem Menschen, den Gott straft. So verwirf denn nicht des Allm\u00e4chtigen Zucht!<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn er verwundet und verbindet; er schl\u00e4gt und seine H\u00e4nde heilen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>In sechs N\u00f6ten rettet er dich, auch in der siebenten kommt das \u00dcbel nicht an dich.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>In Hungersnot l\u00f6set er dich vom Tode und im Kriege von dem Schwerte.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Vor der b\u00f6sen Zunge bist du geborgen, und du hast nichts zu f\u00fcrchten, wenn die Verheerung kommt.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Der Verheerung und des Hungers kannst du lachen, und vor den wilden Tieren des Landes brauchst du dich nicht zu f\u00fcrchten.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Denn mit den Steinen des Feldes bist du im Bunde und die Tiere des Feldes haben mit dir Frieden gemacht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>So bist du gewiss, dass deine H\u00fctte friedlich ist, und du musterst deine Behausung, es fehlt nichts.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Du bist gewiss, dass deine Nachkommenschaft zahlreich wird, und deine Spr\u00f6sslinge wie das Kraut der Erde.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Du gehst im Alter zu Grabe, wie der Garbenhaufen eingefahren wird zur Zeit.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Das haben wir erforscht, so ist es! Vernimm und merk es auch du.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete darauf und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>K\u00f6nnte doch mein Gram gewogen werden und zusammen mit meinem Ungl\u00fcck in die Waagschale gehoben werden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es w\u00e4re dies schwerer als der Sand der Meere; darum sind meine Worte verworren.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn des Allm\u00e4chtigen Pfeile stecken in mir deren Gift mein Gem\u00fct trinkt; die Schrecken Gottes sind ger\u00fcstet gegen mich.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Schreit der Waldesel auf der Weide? Br\u00fcllt der Ochse bei seinem Futter?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Kann hingegen Fades, Ungesalzenes gegessen werden? Ist denn Wohlgeschmack in dem Eiwei\u00df?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Was ich [fr\u00fcher] nicht anr\u00fchren wollte, ist jetzt meine Schmerzensspeise.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>O dass mein Wunsch eintr\u00e4fe, dass Gott meine Hoffnung gew\u00e4hrte!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wollte Gott mich zermalmen, seine Hand hinstrecken und mich zerschmettern.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Das w\u00e4re noch mein Trost, ich w\u00fcrde im Schmerz mich freuen \u2014 dass er mich nicht schont, da ich niemals verleugnet die Gebote des Heiligen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Was ist meine Kraft, dass ich noch hoffte, und mein Ziel, dass ich duldete?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ist denn meine Kraft wie die des Steines und mein Leben ehern?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Ist doch keine Hilfe mehr f\u00fcr mich und Heil mir entr\u00fcckt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Dem von seinen Freunden Abgefallenen wird noch Gnade gew\u00e4hrt, auch wenn er die Furcht vor dem Allm\u00e4chtigen verlie\u00df.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Meine Freunde aber waren treulos wie Fl\u00fcsse, wie B\u00e4che der T\u00e4ler verschwinden sie.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Wie jene, die tr\u00fcbe sind von Eis, in denen der Schnee sich birgt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Zur Zeit, wo sie erhitzt werden, versiegen sie; wenn sie ergl\u00fchen, verschwinden sie von ihrer St\u00e4tte.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Es winden sich die Pfade ihres Laufes und dann gehen sie in nichts auf und verlieren sich.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Es schauen aus die Wanderer Temas, die Karawanen von Saba hoffen auf sie.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Aber sie bleiben besch\u00e4mt stehen, da sie [vergebens] vertraut haben; wie sie da herangekommen sind, err\u00f6ten sie.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>F\u00fcrwahr, so seid ihr mir geworden; ihr saht den Zusammenbruch und seid erschrocken.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Sagt ich aber denn: Gebt mir etwas, und aus eurem Verm\u00f6gen steuert f\u00fcr mich?<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Rettet mich von Feindes Hand und l\u00f6set mich aus der Hand der \u00dcberm\u00fctigen?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Belehret mich, und ich will schweigen, und worin ich gefehlt, erkl\u00e4ret mir.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Wie eindringlich sind richtige Reden! Aber was wollt ihr mich zurechtweisen?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Denkt ihr, mit [leeren] Worten zurechtweisen zu k\u00f6nnen und mit ihnen in den Wind zu schlagen die Worte des Verzweifelten?<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Selbst \u00fcber eine Waise w\u00fcrdet ihr das Loos werfen und \u00fcber euren Freund verhandeln.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Und nun m\u00f6chtet ihr mich doch nur anblicken \u2014 ich werde euch ins Gesicht gewiss nicht l\u00fcgen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Kehret um, dass kein Unrecht sei, kehret um noch einmal! Ich habe doch nur recht dabei.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Oder ist Unrecht auf meiner Zunge? Kann mein Gaumen nicht Frevelhaftes unterscheiden?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Hat doch der Mensch nur eine bestimmte Zeit auf Erden, wie des L\u00f6hners Tage sind auch seine Tage.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wie der Knecht nach dem Schatten [nach der Ruhe der Nacht] lechzt, und der L\u00f6hner seinen Werklohn erwartet.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>So wurden mir Monde des Ungemachs zugeteilt und N\u00e4chte des M\u00fchsals mir zugez\u00e4hlt.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Lege ich mich, so spreche ich: Wann steh ich doch auf, und hat der Abend seinen Lauf beendet, so w\u00e4lze ich mich zum \u00dcberfluss bis zur Abendd\u00e4mmerung.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Mein Leib ist gekleidet in Gew\u00fcrm und Erdkruste, meine Haut birst und zergeht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Meine Tage eilen schneller als ein Gewebe, sie gehen hoffnungslos dahin.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Bedenke, dass mein Leben ein Hauch ist, mein Auge wird nie wieder das Gl\u00fcck schauen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es erblickt mich dann nicht mehr des Schauenden Auge, deine Augen suchen mich und ich bin nicht mehr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wie die Wolke vergeht und schwindet, so vergeht, der in die Gruft sinkt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er kehrt nicht mehr in sein Haus zur\u00fcck, und seine St\u00e4tte kennt ihn nicht wieder.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Deshalb will ich auch meinem Munde nicht wehren, ich will reden in meines Herzens Drangsal und klagen mit betr\u00fcbtem Gem\u00fcte!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Bin ich ein Meer- oder ein Seeungeheuer, dass du um mich eine Hut stellst?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Denn, denk ich: Mein Bett wird mir Linderung bringen, meine Lagerst\u00e4tte meinen Jammer mir tragen helfen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da schreckst du mich mit Tr\u00e4umen, und mit Nachtgesichten \u00e4ngstigst du mich.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dass ich mich erw\u00fcrgen m\u00f6chte, lieber den Tod als mein Gerippe.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ich schwinde dahin, ich werde nicht ewig leben; la\u00df auch du von mir, denn ein Dunst sind meine Tage.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Was ist ein Mensch, dass du ihn so gro\u00df achtest und auf ihn deinen Sinn richtest?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Dass du ihn jeden Morgen heimsuchst und jeden Augenblick pr\u00fcfst?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wann endlich wendest du dich von mir ab und l\u00e4sst mich, bis ich meinen Speichel verschlucke?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Habe ich ges\u00fcndigt, habe ich dir etwas getan, o Beobachter des Menschen? Warum hast du mich hingestellt dir zum Angriffspunkt, dass ich mir selbst zur Last wurde?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und warum hebst du nicht weg meine Missetat und schaffest fort meine Schuld? Denn nun l\u00e4ge ich im Staube, und suchtest du mich, ich w\u00e4re nicht da.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Bildad aus Suah und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wie lange noch wirst du solches reden, dass die Worte deines Mundes wie ein starker Wind st\u00fcrmen?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Sollte Gott das Recht kr\u00fcmmen? Der Allm\u00e4chtige die Gerechtigkeit kr\u00fcmmen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Haben deine Kinder gegen ihn ges\u00fcndigt, so lie\u00df er sie hinfahren wegen ihrer Missetat.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wenn du Gott suchst und zum Allm\u00e4chtigen flehst,<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wenn du lauter und redlich bleibst, so wird er f\u00fcr dich wachen und deine schuldlose Wohnung wiederherstellen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Dein Anfang wird gering sein, aber deine Zukunft sehr hoch aufsteigen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn frage nur an bei fr\u00fcheren Geschlechtern und richte dich danach, was die V\u00e4ter erforscht haben.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>(Denn von gestern sind wir und wissen nichts; wie ein Schatten sind unsere Tage auf Erden.}<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wahrlich, die werden belehrend zu dir sprechen und aus ihrem Herzen Worte hervorbringen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>W\u00e4chst Schilf, wo kein Sumpf ist? Schie\u00dft das Ried ohne Wasser auf?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Noch istes im Gr\u00fcnen, dass es nicht abgepfl\u00fcckt werden darf, und gleich altem Grase verdorret es.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Also ergeht es allen Gottvergessenen; des Ruchlosen Hoffnung wird zu Nichte.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ein Sommerfaden ist dessen Vertrauen, und ein Spinngewebe seine Zuversicht.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er lehnt sich an sein Haus, er steht nicht; er h\u00e4lt sich daran, er bleibt nicht aufrecht.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Saftvoll steht er da vor der Sonne, und \u00fcber seinen Garten ragt sein Gespross heraus.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Auf dem Ger\u00f6ll verschlingen sich seine Wurzeln, an dem Steingem\u00e4uer sieht man ihn.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Bald aber rei\u00dft er ihn aus seiner St\u00e4tte, dass sie ihn verleugnet: Ich habe dich nie gesehen!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>So ist seine gl\u00fcckliche Laufbahn! Aus diesem Staube entsprie\u00dfen bald andere.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>F\u00fcrwahr, Gott verwirft den Unschuldigen nicht und st\u00fctzt nicht die B\u00f6sen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Bald f\u00fcllt sich dein Mund mit Lachen und deine Lippen mit Jubel;<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Deine Hasser kleiden sich in Schmach, und das Zelt der Frevler verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete darauf und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich wei\u00df, dass es so ist, dass der Mensch gegen Gott nicht Recht beh\u00e4lt.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Begehrte er mit ihm zu rechten, er w\u00fcrde ihn nicht zum Antworten bringen auf eines von tausend.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er ist weisen Sinnes und gewaltiger St\u00e4rke, wer trotzte ihm und blieb je unversehrt?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Er, der unvermerkt Berge versetzt, er kehrt sie in seinem Grimm um.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Der die Erde von ihrer Stelle aufr\u00fcttelt, dass ihre S\u00e4ulen erbeben;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Der der Sonne befiehlt, dass sie nicht aufgehe, und die Sterne versiegelt er;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Der den Himmel allein spannte und \u00fcber des Meeres H\u00f6hen [Wogen] einherschreitet;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Der den B\u00e4ren schuf, den Orion und die Plejaden und des S\u00fcdens Kammern;<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der Gro\u00dfes tut ohne Grenzen und Wunderbares, nicht zu z\u00e4hlen:<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er zieht an mir vorbei, ich sehe nichts; er schwebt dahin, ich merke nichts von ihm.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er rafft hin, wer will ihn zur\u00fcckholen? Wer darf zu ihm sprechen: Was tust du?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn Gott seinen Zorn nicht wendet, sinken vor ihm die St\u00fctzen des Hochmuts.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Zumal ich, dass ich ihm erwiderte, meine Worte sollte w\u00e4hlen gegen ihn.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da ich niemals [trotzig] erwiderte, selbst wo ich gerecht war; meine Richter flehte ich nur an.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Wenn ich rufe, w\u00fcrde er antworten? Ich glaube nicht, dass er auf meine Stimme h\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er, der im Sturme mich niederschmettert und meine Wunden mehrt \u2014 unverschuldet.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Er l\u00e4sst mich nicht zu Atem kommen, da er mich mit Bitterkeit s\u00e4ttigt.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Kommt es auf Macht an \u2014 nun er ist m\u00e4chtig, \u2014 und auf das Recht, wer wird [ihn] f\u00fcr mich vorladen?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Wenn ich gerecht bin, so wird mich mein eigener Mund verdammen; bin ich unschuldig, wird er mich der T\u00fccke zeihen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ich bin unschuldig, was k\u00fcmmert mich mein Leben? Ich verabscheue mein Dasein.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es ist mir alles gleich, darum sprach ich: Den Unschuldigen und den Schuldigen vernichtet er.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wenn eine Gei\u00dfel unversehens t\u00f6tet so spottet er der Verzweiflung der Unschuldigen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Die Erde ist gegeben in des Frevlers Hand; ihrer Richter Blicke verh\u00fcllt er. Wenn nicht er, wer ist es sonst?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Meine Tage waren fl\u00fcchtiger denn L\u00e4ufer, sie flohen und sahen kein Gl\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Sie fuhren dahin mit den Schiffen Ebehs, wie der Adler herabst\u00fcrzt auf den Fra\u00df.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Wenn ich denke, ich will meinen Jammer vergessen, ich will meinen Unmut ablegen und mich beherrschen:<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>So bangt mir vor all meinen Leiden; ich wei\u00df, du wirst mich nicht lossprechen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Ich soll schuldig sein; wozu nun mich abm\u00fchen?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Wenn ich mich auch im Schneewasser w\u00fcsche und meine H\u00e4nde mit Seife reinigte.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Dann w\u00fcrdest du mich in Schlamm tauchen, dass er meine Gew\u00e4nder besudelte.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Denn er ist nicht ein Mann wie ich, dass ich ihm entgegne, dass wir zusammen vor Gericht erscheinen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Es ist zwischen uns kein Schiedsmann, der seine Hand legte auf uns beide.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Ja, h\u00fcbe er von mir weg seinen Stab, und sein Schrecken \u00e4ngstigte mich nicht;<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Dann wollte ich reden und ihn nicht f\u00fcrchten, da ich mir nichts [Schlechtes] bewusst bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ich bin meines Lebens \u00fcberdr\u00fcssig. Frei auslassen will ich meine Gedanken und reden in meinem verbitterten Gem\u00fct.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich spreche zu Gott: Verdamme mich nicht! Lasse mich wissen, weswegen du mich befehdest.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Steht dir es an, dass du Bedr\u00fcckung \u00fcbst, dass du deiner H\u00e4nde Werk misshandelst, w\u00e4hrend du den Rat der Frevler bestrahlest?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Hast du Augen der Sterblichen? Oder siehst du, wie ein Mensch sieht?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Sind wie des Menschen Tage deine Tage? oder deine Jahre wie die Lebensdauer des Mannes?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dass du meinem Vergehen nachsp\u00fcrst und meiner S\u00fcnde nachforschst?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Obwohl du auch wei\u00dft, dass ich unschuldig bin, nur weil niemand vor dir retten kann.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Deine H\u00e4nde haben mich geformt und gefertigt, \u00fcbereinstimmend von allen Seiten \u2014 und nun verdirbst du mich!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Bedenke doch, dass du mich aus Lehm gefertigt hast und zum Staube mich dereinst zur\u00fcckbringen wirst. <sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wie Milch lie\u00dfest du mich zerflie\u00dfen und wie K\u00e4se gerinnen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Mit Haut und Fleisch bekleidetest du mich und mit Gebein und Sehnen durchwobst du mich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Leben und Liebe bewiesest du mir, und deine Obhut bewahrte meinen Odem.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Aber solches bargst du dabei in deinem Herzen; ich wei\u00df, dass du dies im Sinne f\u00fchrtest:<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wenn ich s\u00fcndigte, tr\u00e4gst du es mir nach, und von meiner Missetat sprichst du mich nicht frei.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Bin ich schuldig, wehe mir! und wenn auch gerecht, ich d\u00fcrfte doch mein Haupt nicht erheben, satt von Schmach und mein Elend schauend.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es ist so gro\u00df, weil du mich wie ein L\u00f6we erbeutest, du wiederholst deine Wundertaten an mir.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Du erneuest deine Zeichen an mir, deinen Zorn steigerst du wider mich, er wechselt an mir zu bestimmten Zeiten ab.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Warum lie\u00dfest du mich aus dem Scho\u00df hervorgehen? \u2014 W\u00e4re ich doch verschieden, dass kein Auge mich geschaut!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>W\u00e4re ich doch geworden, als w\u00e4r ich nie dagewesen \u2014 w\u00e4re ich vom Mutterleibe zu Grabe gebracht worden!<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Sind doch meine Tage so wenig \u2014 lasse von mir! Stehe ab von mir, dass ich mich ein wenig erhole!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Bevor ich gehe, um nie wieder zu kommen, in das Reich der Finsternis und des tiefen Dunkels!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ein Reich, vom Nebel umd\u00fcstert, wo tiefes Dunkel und keine Ordnung herrscht, das vom Nebel umd\u00fcstert bleibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf hub Zofar aus Naama an und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Soll es auf den Wortschwall keine Antwort geben, dass der redegewandte Mann Recht behielte?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Deine Erdichtungen bringen M\u00e4nner zum Schweigen, und nun spottest du ungescheut.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Du sprichst: Lauter war meine Belehrung, und h\u00e4ltst dich f\u00fcr unschuldig.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Aber m\u00f6chte Gott reden und seine Lippen gegen dich auftun.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dass er die Geheimnisse der Wahrheit verk\u00fcnde \u2014 denn doppelt ist sie an Ersprie\u00dflichkeit: \u2014 du wurdest dann erfahren, dass Gott dir manche deiner Missetaten \u00fcbersteht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Das Wesen Gottes willst du finden? Oder bis zum Endziel des Allm\u00e4chtigen gelangen?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Himmelhoch [ist seine Weisheit], was willst du dagegen tun? Tiefer denn die Unterwelt, was willst du wissen?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>L\u00e4nger als die Erde ist ihr Ma\u00df und breiter als das Meer.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wenn er vor\u00fcberf\u00e4hrt und festnehmen l\u00e4sst und eine Gerichtsversammlung beruft, wer wollt ihm wehren?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Denn er kennt die nichtsw\u00fcrdigen Menschen, er schaut unvermerkt die Untat.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ein Hohlkopf kann ebenso gewitzigt werden, wie ein Waldesel zum Menschen [um]geboren werden kann.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn du aber dein Herz richtest und zu ihm deine H\u00e4nde ausbreitest;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wenn du die Untat aus deiner Hand entfernst und in deinen Zelten kein Unrecht beh\u00e4ltst:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dann magst du wohl dein Angesicht ohne Makel erheben; du bleibst fest und hast nichts zu f\u00fcrchten.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dann wirst du das Ungemach vergessen, dich nur sein erinnern wie des vorbeirauschenden Wassers.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Heller als der Mittag geht dein Leben auf, die dichte Dunkelheit wird wie der Morgen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Du wirst Vertrauen hegen, denn es ist Hoffnung da; und wo du es aufgesucht, hast du sicher dein Lager.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Du streckst dich hin und niemand schreckt dich auf; viele werden sich um deine Gunst bewerben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Aber die Augen der Frevler verschmachten, alle Zuflucht verschwindet ihnen und ihre Hoffnung \u2014 wird Verzweiflung werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Ijow und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>F\u00fcrwahr, ihr seid rechte Leute, mit euch stirbt ja die Weisheit!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aber auch ich habe wie ihr Verstand, ich stehe nicht zur\u00fcck gegen euch; und wer bes\u00e4\u00dfe dergleichen nicht?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ein Spott bin ich dem Freunde, der ich zu Gott rufe, dass er mir antwortet ein Spott der Gerechten und Frommen!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Dem Ungl\u00fccklichen Verachtung! \u2014 nach dem Bedenken des Gl\u00fccklichen \u2014 ein Sto\u00df denen, deren Fu\u00df im Wanken ist!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>In Frieden sind die H\u00fctten der R\u00e4uber, und sorglos leben jene, die Gott kr\u00e4nken; denen es Gott in die H\u00e4nde gebracht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Frage nur das Vieh, es wird dich lehren, und den Vogel des Himmels, er wird es dir verk\u00fcnden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Oder unterrede dich mit der Erde, sie wird dich lehren, es werden dir die Fische des Meeres erz\u00e4hlen:<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Aber wer w\u00fcsste nicht dies alles? Dass die Hand des Herrn solches geschaffen?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dass in seiner Hand die Seelen aller Lebendigen sind und der Geist aller menschlichen Wesen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wahrlich, das Ohr pr\u00fcft die Worte, wie der Gaumen die Speise kostet.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Bei den Alten ist die Weisheit, bei den Betagten Einsicht.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Aber bei ihm ist Weisheit und Macht, sein ist Rat und Einsicht.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Rei\u00dft er nieder, so wird es nicht aufgebaut; verschlie\u00dft er vor dem Menschen, so wird es nicht ge\u00f6ffnet.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er hemmt das Wasser und es vertrocknet; er l\u00e4sst es frei und es \u00fcberflutet die Erde.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er besitzt Gewalt und Verstand; sein ist der Irrende und der Irref\u00fchrende.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er f\u00fchrt R\u00e4te irre, und Richter macht er aberwitzig.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Die Bande der K\u00f6nige l\u00f6st er und bindet einen Bund um ihre Lenden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Er f\u00fchrt F\u00fcrsten irre und Machthaber auf krummen Weg.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Er benimmt die Sprache den Redegewandten, und den Greisen raubt er den Verstand.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Er sch\u00fcttet Schmach auf Edle aus und der Gewaltigen G\u00fcrtel macht er locker.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er enth\u00fcllt das Tiefe aus der Finsternis und zieht tiefes Dunkel ans Licht.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Hochwachsen l\u00e4sst er V\u00f6lker und vernichtet sie; er breitet V\u00f6lker aus und l\u00e4sst sie wegf\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er raubt den H\u00e4uptern des Volkes in allen Landen den Verstand und f\u00fchrt sie irre in unwegsamer \u00d6de.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie tappen in lichtloser Finsternis, und er l\u00e4sst sie irre gehen wie Trunkene.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dies alles hat ja mein Auge geschaut, mein Ohr geh\u00f6rt und es<br>sich gemerkt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Was ihr wisst, wei\u00df auch ich; ich stehe nicht zur\u00fcck gegen euch.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aber ich will zum Allm\u00e4chtigen reden und mit Gott begehre ich zu rechten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ihr aber seid Schw\u00e4tzer, nichtige \u00c4rzte seid ihr alle.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>O, dass ihr stillschweigt, es w\u00fcrde f\u00fcr euch als Weisheit gelten!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>H\u00f6rt doch meine R\u00fcge und horcht auf die Streitreden meiner Lippen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wollt ihr f\u00fcr Gott Ungeb\u00fchr reden? F\u00fcr ihn wollt ihr Trug reden?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wollt ihr ihm schmeicheln? F\u00fcr Gott wollt ihr Partei ergreifen?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wird es gut tun, wenn er euch durchforschte, dass ihr ihn wie einen Menschen narren wolltet?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>R\u00fcgen, r\u00fcgen wird er es euch, wenn ihr im Verborgenen das Ansehen der Person achtet.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Seine Erhabenheit m\u00fcsste euch Furcht einfl\u00f6\u00dfen und sein Schrecken auf euch fallen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Eure Merkspr\u00fcche sind nichtige Spr\u00fcche, Lehmh\u00f6hen eure H\u00f6hen [Stolz].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Schweigt vor mir, dass ich reden mag; ergehe \u00fcber mich, was auch immer!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Um was soll ich mein Fleisch zwischen die Z\u00e4hne nehmen [meinen \u00c4rger verbei\u00dfen]? Auch wenn ich dabei mein Leben wagen sollte, [wenn ich spreche].<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er wird mich t\u00f6ten? dessen harre ich ja! Aber meinen Wandel m\u00f6chte ich vor ihm darlegen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er selbst wird mir da beistehen, da er doch keine Heuchelei leidet.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>H\u00f6rt meine Rede und meinen Beweis mit euren Ohren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ich lege meine Rechtssache dar; ich wei\u00df, dass ich gerechtfertigt erscheine.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wer ist, der mit mir streiten wollte, dass ich schweigen m\u00fcsste und sterben?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Nur zweierlei tue mir nicht an, dann w\u00fcrde ich vor deinem Antlitz mich nicht verbergen:<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ziehe deine Hand von mir ab, dass dein Schrecken mich nicht einsch\u00fcchtere!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Dann hebe du an und ich stehe Rede; oder ich will reden, und du antworte mir!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wieviel habe ich der Missetaten und S\u00fcnden? Mein Vergehen und meine S\u00fcnde lasse mich wissen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Warum verbirgst du dein Antlitz und achtest mich f\u00fcr deinen Feind!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Willst du ein verwehtes Blatt scheuchen? und einen d\u00fcrren Halm jagen?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Dass du \u00fcber mich B\u00f6ses niederschreibst und meine Jugends\u00fcnden mich erben l\u00e4sst?<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Du legst meine F\u00fc\u00dfe in den Stock und belauerst all meine Pfade, um meine Fu\u00dftapfen machst du dir Zeichen. <sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Da [der Mensch] doch wie Morsches zerf\u00e4llt, wie ein Kleid, das die Motten zerfressen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Mensch, vom Weibe geboren, ist kurz an Tagen und satt an Kummer.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wie eine Blume erbl\u00fcht er und wird abgeschnitten, er eilt dahin wie der Schatten und hat keinen Bestand.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Auch \u00fcber den hast du deine Augen offen? Und mich willst du vor Gericht gegen dich bringen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wer macht Reines aus Unreinem? Auch nicht eines!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Sind seine Tage umgrenzt, die Zahl seiner Monate [feststehend] bei dir; du hast seine Grenze gemacht, die er nicht \u00fcberschreiten kann:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>So wende dich von ihm ab, dass er ruhig lebe, dass er wie der Tagel\u00f6hner seinen vollen Tag genie\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Denn der Baum hat Hoffnung; wenn er abgehauen wird, so kann er wieder ausschlagen und sein Sch\u00f6ssling bleibt nicht aus.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Selbst wenn seine Wurzel in der<br>Erde altert und sein Stamm im Boden abstirbt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>So kann er vom Dufte des Wassers ergr\u00fcnen und Zweige treiben wie frisch gepflanzt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Aber stirbt der Mensch, so ist er vernichtet; verscheidet der Mensch, wo bleibt er dann?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Wie die Gew\u00e4sser vom Meere ausgehen und wie der Strom, der versiegt und vertrocknet.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>So auch der Mensch, wenn er sich niederlegt, steht er nicht wieder auf; bis der Himmel vergeht, erwachen sie nicht und werden nicht munter aus ihrem Schlafe.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>O, dass du in der Unterwelt mich verwahrtest, mich b\u00e4rgest, bis dein Zorn sich gelegt, ein Ziel mir stelltest und dann mein ged\u00e4chtest!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Aber wenn ein Mann stirbt lebt er je wieder auf? Sonst wollte ich meine ganze Leidenszeit ausharren, bis meine Abl\u00f6sung k\u00e4me.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Du riefest und ich antwortete dir, sobald du nach deiner H\u00e4nde Werk begehrst.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Aber so z\u00e4hlst du meine Schritte, willst dich nicht beruhigen ob meiner S\u00fcnde.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Versiegelt im Beutel ist meine S\u00fcnde, und meine Schuld hast du festgebunden.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Aber wie der abst\u00fcrzende Berg zerf\u00e4llt, wie der Fels, der von seiner Stelle gerissen wurde;<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wie das Wasser Steine zerreibt und das Erdreich samt dessen Gew\u00e4chs fortschwemmt, so machst du des Menschen Hoffen schwinden!<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Du fassest ihn mit Macht, und er f\u00e4hrt hin; sein Gesicht ver\u00e4ndernd st\u00f6\u00dft du ihn fort.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Seine S\u00f6hne werden m\u00e4chtig, er erf\u00e4hrt es nicht; sie kommen herunter, er merkt nichts von ihnen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nur um seinen Leib und um sein Dasein h\u00e4rmt er sich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dann hub Elifas aus Teman an<br>und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wird ein Weiser windige Weisheit als Antwort betrachten, und sein Inneres mit Ostwind f\u00fcllen?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Mit unn\u00fctzen Reden rechten wollen, und mit Worten, die nicht frommen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Du brichst jede Furcht und f\u00fchrst schlechte Reden vor Gott?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Deine Schuld macht deinen Mund gelehrig, dass du eine witzige Sprache w\u00e4hlst.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dein eigener Mund spricht dich schuldig, nicht ich, und deine Lippen zeugen wider dich.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bist du als erster Mensch geboren und noch vor den H\u00fcgeln gezeugt worden?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Hast du das Geheimnis Gottes erlauscht, und hat die Weisheit sich zu dir herabgelassen?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Was wei\u00dft du, das wir nicht w\u00fcssten? Was verstehst du, das wir nicht bes\u00e4\u00dfen?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Auch Greise, auch Alte sind bei uns, die \u00e4lter sind als dein Vater an Tagen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Waren dir zu wenig die guten Tr\u00f6stungen, die sanften Spr\u00fcche an dich?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wozu rei\u00dft dich dein Unmut hin? Was rollen deine Augen?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dass du gegen Gott deinen Sinn richtest und lie\u00dfest deinem Munde Worte entfahren?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Was ist der Mensch, dass er gerechtfertigt erscheine, dass Recht behalte der vom Weibe Geborene?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Wahrlich, seinen Heiligen trauet er nicht, und die [im] Himmel sind nicht gerechtfertigt vor ihm.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Gar nun ein Unw\u00fcrdiger und Verderbter, ein Mensch, der Unrecht trinkt wie Wasser!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ich will dich bedeuten, h\u00f6re mich Und was ich geschaut, das will ich erz\u00e4hlen:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Was Weise verk\u00fcnden, was von ihren V\u00e4tern sie [geh\u00f6rt], verhehlen sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Ihnen allein wurde die Welt [die Erfahrung] zu teil, kein Fremder kam unter sie.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Der Frevler ist all seine Lebtage in Angst, und nur z\u00e4hlige Jahre sind dem Gewaltigen vorbehalten.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Stimme der Schrecken ist in seinen Ohren: im Frieden [\u00e4ngstigt er sich], der R\u00e4uber werde ihn \u00fcberfallen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er traut sich nicht heraus aus der Finsternis, er d\u00fcnkt sich ausgesetzt dem Schwerte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Er irrt herum nach Brot, wo welches sei; er wei\u00df, dass ihm bevorsteht der Tag des Verh\u00e4ngnisses.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Es be\u00e4ngstigen ihn Enge und Bedr\u00e4ngnis, es packt ihn wie ein K\u00f6nig, ger\u00fcstet zum Kriegswagen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Weil er gegen Gott seine Hand erhoben und gegen den Allm\u00e4chtigen trotzig tat.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er rannte gegen ihn mit steifem<br>Hals, mit der dicken W\u00f6lbung seiner Schilde.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>(Denn bedeckt ist sein Gesicht mit seinem Fett und Schmer angesetzt an den Lenden.)<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>So weilt er [aus Furcht] in verlorenen St\u00e4dten, in H\u00e4usern, wo niemand wohnt, die geweiht sind zu Schutthaufen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er wird nicht reich, seine Habe wird keinen Bestand haben; der Wipfel wird nicht zum Boden neigen.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Er weicht nicht aus der Finsternis; seinen Spr\u00f6ssling dorrt die Flamme und er entweicht durch den Hauch seines Mundes.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Man traue nicht auf den verworrenen Trug, denn Trug nur wird man daf\u00fcr eintauschen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Vor der Zeit ist es nun, ehe sein Zweig belaubt ist.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Wie der Weinstock seine unreifen Trauben abwirft, wie der \u00d6lbaum zu Boden seine Bl\u00fcte wirft.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Denn ruchlose Genossenschaft bleibt ver\u00f6det, und das Feuer frisst die Zelte der Bestechung.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Mit Verderblichem schwanger, geb\u00e4ren sie Untat, und ihr Leib bereitet Trug.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete darauf und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dergleichen habe ich zu viel geh\u00f6rt, l\u00e4stige Tr\u00f6ster seid ihr alle!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Hat es ein Ende mit den nichtigen Reden, oder was reizt dich, noch zu erwidern?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich w\u00fcrde ja auch wie ihr reden, w\u00e4ret ihr doch an meiner Statt. Ich w\u00fcrde gegen euch Worte h\u00e4ufen und \u00fcber euch mein Haupt sch\u00fctteln.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich w\u00fcrde euch mit meinem Munde st\u00e4rten und das Beileid meiner Lippen sollte [euren Schmerz] lindern.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wenn ich [jetzt] rede, wird mein Weh nicht gelindert, und unterlie\u00df ich es, was wird von mir abgehen?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Aber erst jetzt hat mich [Gott] erm\u00fcdet \u2014 ver\u00f6det hast du meinen ganzen Kreis.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Du hast mich zusammengedr\u00fcckt \u2014 das gilt als Zeugnis [gegen mich]; mein [angeblicher] Abfall steht auf, wider mich zu zeugen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Im Zorn packte und befeindete er mich; er knirschte wider mich mit seinen Z\u00e4hnen; wie ein Feind richtet er seine blitzenden Augen gegen mich.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie rei\u00dfen \u00fcber mich ihren Mund auf, mit Hohn schlagen sie meine Backen insgesamt fallen sie \u00fcber mich her.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Gott \u00fcbergab mich den Buben, und in die H\u00e4nde der Frevler st\u00fcrzte er mich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ruhig lebte ich, da zerschmetterte er mich, er packte mich beim Genick und zertr\u00fcmmerte mich; er stellte mich sich zur Zielscheibe hin.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Nun umringen mich seine Sch\u00fctzen; man durchsticht meine Nieren erbarmungslos, zur Erde ergie\u00dft sich meine Galle.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er zerrei\u00dft mich, er rennt ohne Unterlass auf mich ein wie ein Held.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Einen Sack habe ich gen\u00e4ht \u00fcber meine Haut, und mit Staub mein strahlendes Haupt beschmutzt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Mein Gesicht gl\u00fcht vom Weinen, und meine Wimpern sind umd\u00fcstert.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Wo doch keine Gewalttat in meinen H\u00e4nden war und mein Gebet lauter.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Erde, bedecke nicht mein Blut, und kein Raum [Ruhe] sei meiner Wehklage!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Noch jetzt ist im Himmel mein Zeuge und mein Gew\u00e4hrsmann in den H\u00f6hen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Meine F\u00fcrsprecher und meine Genossen! [nur] zu Gott tr\u00e4nt mein Auge.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Dass er dem Manne Recht schaffe gegen Gott, wie ein Menschensohn dem anderen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denn die z\u00e4hligen Jahre schwinden dahin, und den Pfad, auf dem ich nicht zur\u00fcckkehre, muss ich gehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Mein Geist ist verwirrt, meine Tage sind erloschen, das Grab ist f\u00fcr mich da.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Treiben sie doch Spott mit mir, und auf ihren Kr\u00e4nkungen muss mein Auge verweilen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Sieh doch zu, dass du f\u00fcr mich b\u00fcrgst! Wer sonst ist es, der f\u00fcr mich Handschlag leistete? <sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn ihren Sinn hast du verh\u00fcllt vor der Einsicht; dabei wirst du aber nicht verherrlicht.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Zur [Beute]verteilung ladet er Freunde, w\u00e4hrend die Augen seiner Kinder verschmachten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Er stellt mich hin zum Sprichwort der Leute, und zum Gespei ins Angesicht bin ich.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Mein Auge wurde blind vor Gram, und alle meine Glieder gleichen Schatten.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es entsetzen sich dar\u00fcber die Redlichen, und der Schuldlose \u00e4rgert sich \u00fcber den Ruchlosen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Dabei soll der Gerechte an seinem Wandel festhalten, und der reiner H\u00e4nde Mut gewinnen!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Aber kommt nur einmal alle her, ich werde nicht einen Weisen unter euch finden.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Meine Tage gehen hin, meine Gedanken schwinden, auch die Triebe meines Herzens.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Nacht wollen sie zu Tag machen, Licht w\u00e4re mir nahe in der Finsternis!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wenn ich auf die Unterwelt als auf mein Haus hoffe, in der Finsternis mein Lager bette;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Dem Grabe zurufe: Mein Vater bist du! dem Gew\u00fcrm: Meine Mutter und meine Schwester!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Wo ist denn nun meine Hoffnung? Und wer schaute meine Hoffnung?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Zu den Riegeln der Unterwelt fahren sie hinab, sobald wir alle in den Staub steigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Bildad aus Suah<br>und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Bis wann werdet ihr Worten nachjagen? \u00dcberlegt erst und nachher wollen wir reden!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Warum sind wir wie Vieh geachtet, gelten f\u00fcr dumm in euren Augen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Du, der du dich in deinem Groll zerfleischst, soll um deinetwillen die Erde ver\u00f6det werden und der Fels von seiner St\u00e4tte r\u00fccken?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Gewiss erlischt dereinst das Licht der Frevler, und dann wird niemals wieder der Funke seines Feuers leuchten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Das Licht verfinstert in seinem Zelt, und seine Leuchte \u00fcber ihm erlischt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Seine kr\u00e4ftigen Schritte werden immer k\u00fcrzer, und sein eigener Anschlag wirft ihn nieder.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn ins Garn geleitet wird er durch seine F\u00fc\u00dfe und \u00fcber Flechtwerk wandelt er.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die Schlinge erfasst seine Ferse, die Maschen halten ihn fest.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Versteckt in der Erde ist sein Strick, und seine Falle auf dem Pfad.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er wird hungern [mitten] in seinem Reichtum, und das Verderben haftet an seiner Seite.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Es frisst die Glieder seines Leibes, es frisst seine Glieder der Erstgeborene des Todes [die gr\u00e4sslichste Krankheit].<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Herausgerissen wird aus seinem Zelte die St\u00fctze und niedergetreten wird es f\u00fcr den K\u00f6nig der Schreckgestalten.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es herrscht \u00d6de in seinem Zelt, da ihm niemand blieb; \u00fcber seine Wohnst\u00e4tte wird Schwefel gestreut.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Von unten dorren seine Wurzeln, und von oben wird seine Frucht abgeschnitten.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sein Ged\u00e4chtnis schwindet aus dem Lande, und kein Name bleibt ihm drau\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sie sto\u00dfen ihn vom Licht in die Finsternis und aus der Welt scheuchen sie ihn fort.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Kein Kind und kein Enkel bleibt ihm unter seinem Volke, und kein Entronnener in seinen Weilern.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Ob seinem Schicksal entsetzen sich die Sp\u00e4teren, und die Fr\u00fcheren erfasst Schauder.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ja, das sind die Wohnungen des B\u00f6sewichtes, und das die St\u00e4tte des, der von Gott nicht wissen wollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete nun und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Bis wann werdet ihr mich betr\u00fcben und mich mit Worten niederdr\u00fccken?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Nun zehnmal habt ihr mich geschm\u00e4ht, unversch\u00e4mt misshandelt ihr mich.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und wenn ich auch gefehlt haben soll, so bleibt doch die Schuld bei mir.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Habe ich gefehlt, so m\u00fcsste mir meine Schuld bekannt sein, und jedenfalls ist sie nicht so gro\u00df, wie ihr mir vorwerfen wollt.<\/span><br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wie wollt ihr euch aber gegen mich erheben und meine Schandtaten mir nachweisen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wisset nun, dass Gott mir Unrecht getan und mit seinem Ger\u00fcste mich umstellt hat.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ich schreie \u00fcber Gewalt und erhalte keine Antwort; ich rufe, da ist kein Recht.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Meinen Weg hat er verz\u00e4unt, dass ich nicht weiter kann, und auf meine Pfade hat er Finsternis gelegt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Meine Ehre hat er mir entwendet und die Krone von meinem Haupte gerissen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er hat mich ganz zertr\u00fcmmert, dass ich dahinfahre, und meine Hoffnung wie einen Baum entwurzelt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er sch\u00fcrte wider mich seinen Zorn und behandelte mich wie einen Feind.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Alle seine Scharen kamen \u00fcber mich; sie bahnten sich den Weg zu mir und umlagerten mein Zelt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Meine Br\u00fcder hat er von mir entfernt, und meine Bekannten, ach, wie entfremdet sind sie mir!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Es verlassen mich meine Verwandten, und meine Bekannten vergessen mein.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Meine Hausgenossen und meine M\u00e4gde achten mich f\u00fcr einen Fremden, ein Wildfremder bin ich in ihren Augen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Meinen Knecht rufe ich, und er gibt mir kein Geh\u00f6r, flehte ich auch mit meinem Munde zu ihm.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Mein Wesen ist meinem Weibe zuwider, auch mein Liebkosen den Kindern meines Leibes.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sogar Buben verachten mich, ich erhebe mich und sie widersprechen mir.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Mich verabscheuen alle meine Vertrauten, und die ich bisher geliebt, kehren sich wider mich.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>An meiner Haut und meinem Fleische klebt mein Gebein, und ich bin kaum mit meinem Zahnfleisch entronnen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Habt Mitleid, habt Mitleid, ihr meine Gef\u00e4hrten; denn Gottes Hand hat mich geschlagen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Warum verfolgt ihr mich wie Gott, und werdet meines Fleisches nicht satt?<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>O, dass meine Worte aufgeschrieben w\u00fcrden! O, dass in ein Buch sie gezeichnet w\u00fcrden!<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Mit eisernem Griffel und Blei, f\u00fcr ewig in den Felsen gegraben!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Denn ich wei\u00df, der sich mein annimmt, lebt; er wird in sp\u00e4terer Zeit auf Erden entstehen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Und wenn sie diese meine Haut vom<br>Leibe gerissen haben werden, schau ich Gott [als R\u00e4cher].<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Den ich vor mir schaue, den meine Augen sahen, und kein Fremder; w\u00e4hrend mein Inneres in meinem Busen sich verzehrt.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Wenn ihr denkt: Wie wollen wir ihn verfolgen! wegen des, das sich an mir findet \u2014<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>So habet Scheu vor dem Schwerte! Denn grimmig sind die Strafen mit dem Schwert, auf dass ihr wisset, dass es einen Richter gibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Zofar aus Naama und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wahrlich, meine Gedanken treiben mich zur Gegenrede, und mein Gef\u00fchl tobt in mir.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Soll ich schimpflichen Verweis h\u00f6ren, w\u00e4hrend der Geist meiner Einsicht mir die Antwort eingibt?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wei\u00dft du das, was von Ewigkeit her ist? Seitdem Menschen gesetzt sind auf Erden:<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Dass der Jubel der Frevler nur von kurzer Dauer ist, und die Freude des Ruchlosen nur f\u00fcr einen Augenblick.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wenn seine Macht zum Himmel steigt und sein Haupt ans Gew\u00f6lk st\u00f6\u00dft:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wie sein Kot schwindet er g\u00e4nzlich; die ihn gesehen, sprechen: Wo ist er?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wie ein Traum entfliegt er, und man findet ihn nicht, und er wird weggescheucht wie ein Nachtgesicht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Das Auge, das ihn gesehen, sieht ihn nicht mehr, und es schauet ihn nicht an seiner Wohnst\u00e4tte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Seine S\u00f6hne beschwichtigen die Armen und seine H\u00e4nde [Nachkommen] geben sein Raubgut wieder heraus.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Sein Gebl\u00fct, voll der Jugendkraft, legt sich mit ihm in den Staub.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Das B\u00f6se war so s\u00fc\u00df in seinem Munde, er barg es unter seiner Zunge.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Er liebte es und mochte es nicht lassen, er hielt es unter seinem Gaumen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Aber seine Speise wendet sich in seinen Eingeweiden, denn wie Otterngift ist es in seinem Leibe.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Das Gute das er verschlungen, speit er aus, aus seinem Bauche treibt es Gott.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Otterngift saugt er, ihn t\u00f6tet die Zunge der Natter.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er kann sich nicht an den B\u00e4chen freuen, an den st\u00fcrmenden Fl\u00fcssen von Honig und Rahm.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Er muss das m\u00fchselig Erworbene herausgeben, denn er kann es nicht herunterschlucken; auch des daf\u00fcr eingetauschten Gutes kann er nicht froh werden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Weil er die Armen zerschlagen und gepl\u00fcndert hat, soll er das Haus, das er geraubt, nicht in Stand halten.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Weil er keine Ruhe gekannt in seinem Innern, soll er mit seinem K\u00f6stlichen sich nicht in Stand halten k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Nichts entrann seiner Gier; darum soll sein Gl\u00fcck nicht gedeihen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Wenn er vollauf hat, trifft ihn die Not; die ganze Gewalt des M\u00fchsals kommt \u00fcber ihn.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Nachdem er seinen Bauch gef\u00fcllt, l\u00e4\u00dft [Gott] gegen ihn seine Zornglut los, er l\u00e4\u00dft sie auf ihn mitten in seinem Mahle nieder.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Entflieht er der eisernen Waffe, so durchbohrt ihn der [Pfeil] von ehernen Bogen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Er durchzieht und kommt aus seinem R\u00fccken wieder hervor, blitzartig aus seiner Halle; er bringt \u00fcber ihn Entsetzen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Mag er im tiefsten Dunkel versteckt sein, in seinem Versteck fri\u00dft ihn ein Feuer, das nicht angefacht wird; es weidet ab das Uebriggebliebene in seinem Zelte.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Der Himmel deckt seine Schuld auf, und die Erde steht auf, wider ihn [zu zeugen].<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Es schwindet seines Hauses Ertrag, verrinnend am Tage seines Zorns.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Das ist der Teil des ruchlosen Menschen von Gott, und das ihm zugesprochene Loos von Gott.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete nun und sprach: <sup class=\"Vers\">2.<\/sup>O h\u00f6ret doch meine Rede! M\u00f6ge sie eure Beruhigung sein. <sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ertragt mich, dass ich rede, und wenn ich geredet habe, dann h\u00f6hnt! <sup class=\"Vers\">4.<\/sup>F\u00fchre ich denn gegen einen Menschen Klage? Und warum sollte ich nicht ungeduldig werden! <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Schauet zu mir her und erstarret und leget die Hand auf den Mund. <sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wenn ich auch nur daran denke, werde ich best\u00fcrzt, mein Leib wird von Entsetzen ergriffen. <sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Warum leben Frevler, sie werden alt und erstarken an Kraft? <sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Ihre Nachkommenschaft gedeiht vor ihnen und mit ihnen und ihre Spr\u00f6sslinge vor ihren Augen. <sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ihre H\u00e4user sind friedlich und ohne Bangen, Gottes Zuchtrute trifft sie nicht. <sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sein Stier bespringt und l\u00e4sst nicht auswerfen, es geb\u00e4rt seine Kuh und hat keine Fehlgeburt. <sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Sie lassen wie die Herde ihre Buben los, und ihre Kinder springen umher. <sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Sie singen laut bei Pauke und Zither und tanzen nach dem Klang der Fl\u00f6te. <sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sie verbringen im Gl\u00fcck ihre Tage und auch [nicht] einen Augenblick zagen sie vor dem Grabe. <sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie sprechen zu Gott: Weiche von uns, wir wollen deine Wege nicht lernen. <sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Was n\u00fctzt es, dass wir dem Allm\u00e4chtigen dienen, und was frommt es, dass wir ihn anbeten? <sup class=\"Vers\">16.<\/sup>\u201eAber sie k\u00f6nnen ihr Gl\u00fcck nicht mit den H\u00e4nden festhalten\u201c [wird gesagt]. Die Gesinnung der Frevler bleibe mir fern.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Sowohl die hier wie auch 21, 19 stehende Redensart in dem Sinne: Ich will das den Frevlern nicht nachsprechen.<\/span> <sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Wann erlischt denn das Licht der Frevler, dass sie das Verh\u00e4ngnis ereilt? Da\u00df er ihnen ihr Loos in seinem Zorn zuteilt? <sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Dass sie wie Stroh vor dem Wind seien und wie Spreu, die der Sturm entf\u00fchrt? <sup class=\"Vers\">19.<\/sup>\u201eGott bewahrt das Ungl\u00fcck den Kindern\u201c [wird weiter gesagt]; m\u00f6cht er [dem Frevler selbst] heimzahlen, dass er es merkte! <sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dass seine Augen seinen Sturz sehen, und er selbst vom Grimme des Allm\u00e4chtigen trinke. <sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Denn was k\u00fcmmert er sich um das Schicksal seines Hauses nach ihm, wenn die Zahl seiner Monde zu Ende ist? <sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Freilich, soll man Gott Weisheit lehren wollen, ihn, der von der H\u00f6he alles leitet? <sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Der eine stirbt in vollem Gl\u00fcck, ganz unbesorgt und in Frieden. <sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Seine Gef\u00e4\u00dfe sind voll Milch, und das Mark seiner Gebeine voller Saft. <sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Der andere wieder stirbt mit betr\u00fcbtem Gem\u00fct und hat nie vom Gl\u00fccke genossen. <sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Zusammen liegen sie nun im Staube, und Gew\u00fcrm bedeckt sie. <sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Ich kenne wohl eure Gedanken und eure ungerechte Gesinnung wider mich. <sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Indem ihr sprecht: Wo ist das Haus des M\u00e4chtigen? Und wo ist das Zelt, die Wohnung der Frevler.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Wodurch angespielt wurde, dass Ijow nicht so ganz unschuldig sei.<\/span> <sup class=\"Vers\">29.<\/sup>So fragt doch, die des Weges ziehen und verkennt ihre Zeichen nicht.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Dass der B\u00f6se am Tage des Verh\u00e4ngnisses verschont wird, am Tage, wo [andere] ins Ungl\u00fcck geleitet werden.\u2014<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Denn wer soll ihm ins Gesicht seinen Wandel vorhalten, und was er getan, wer vergilt es ihm?<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>So wird er zu Grabe geleitet; [bis dahin] hat er aber auf Garbenhaufen [in F\u00fclle] sein Leben zugebracht.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Die Schollen des Thals sind ihm s\u00fc\u00df; nach ihm zieht sich hin eine Menschenmenge und vor ihm \u2014 ohne Zahl<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-6\">6<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Dass der Frevler bei vollem Gl\u00fcck stirbt, ist keine Strafe f\u00fcr ihn; denn vor ihm sind Menschen gestorben und auch nach ihm werden sie sterben.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Und wie m\u00f6gt ihr mich so nichtig tr\u00f6sten! Eure Antworten sind vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p>I. Darauf antwortete Elifas aus Teman und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Darf sich der Mensch an Gott heranwagen? Darf er \u00fcber [seine Thaten] Betrachtungen anstellen?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Hat etwa der Allm\u00e4chtige Nutzen davon, wenn du gerecht bist? oder Gewinn, wenn dein Wandel schuldlos?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Oder straft er dich wegen deiner Gottesfurcht, und ging mit dir ins Gericht?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Gewiss war deine Bosheit gro\u00df und endlos deine Missetaten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Denn du pf\u00e4ndetest deine Br\u00fcder ohne Anlass, und die Kleider zogst du ihnen bis zur Nacktheit aus.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Kein Wasser gabst du dem Matten zu trinken, und dem Hungrigen verweigertest du das Brot.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dem Mann des m\u00e4chtigen Armes wurde das Land, und der Hochangesehene nahm Besitz davon.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-7\">7<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Du \u00fcbtest Ansehen der Person gegen die Armen und Schwachen.<\/span><br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Die Witwen lie\u00dfest du leer abziehen, und die Arme der Waisen [ihr gutes Recht] wurde niedergeworfen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Darum sind rings um dich Schlingen, und der Schrecken \u00fcberkam dich j\u00e4hlings.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Oder ist es finster, dass du es nicht siehst? Deckt dich eine Wasserflut?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Gott ist ja in der H\u00f6he des Himmels, und schaue das Haupt der Sterne, die so erhaben sind.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Und du sprichst: Was erf\u00e4hrt Gott? Wird er hinter Wolkend\u00fcster richten?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Die Wolken sind ihm H\u00fclle und er sieht nichts, da er ja \u00fcber dem Himmelsbogen wandelt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Hast du den Pfad der Urzeit beobachtet, den die M\u00e4nner der Untat betreten?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die zusammengeschrumpft wurden vor der Zeit; ihre Grundlage war auf dem Wasser.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Die zu Gott sprachen: Weiche von uns! \u2014 Und was tat der Allm\u00e4chtige ihnen?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Er f\u00fcllte ja ihre H\u00e4user mit Segen! \u2014 Die Gesinnung der Frevler bleibe mir fern. \u2014<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Einst sehen es die Gerechten und freuen sich, und der Schuldlose spottet ihrer:<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Sind nicht unsere Widersacher vertilgt? Hat nicht das Feuer ihren \u00dcberfluss gefressen?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Befreunde dich mit ihm, und du hast Frieden! Dabei kommt zu dir der Segen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nimm doch aus seinem Munde Lehre, und fasse seine Ausspr\u00fcche in dein Herz.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wenn du zum Allm\u00e4chtigen zur\u00fcckkehrst, wirst du neu aufgebaut; entferne Unrecht aus deinem Zelte!<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Wirf in den Staub das Golderz und in Bruchsteine der Sch\u00e4chte das Ofirgold.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Der Allm\u00e4chtige wird dein Golderz sein und die Menge von Silber.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Denn alsdann wirst du dich erg\u00f6tzen an dem Allm\u00e4chtigen und zu Gott dein Angesicht erheben.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Du wirst zu ihm flehen und er wird dich erh\u00f6ren, und dein Gel\u00fcbde bezahlst du.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Und du tust einen Ausspruch und er bleibt dir geltend, und auf deinen Wegen strahlt Licht.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Wohl haben sie dich [bisher] in die Tiefe gef\u00fchrt, aber auf dein Verlangen erheben sie sich; denn dem, der erniedrigten Blickes ist, hilft [Gott.]<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Er rettet alle ohne Ausnahme<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-8\">8<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">Dieser Vers ist wegen \u05d0\u05d9 \u05e0 \u05e7\u05d9 missverstanden worden. Vergl. aber <sup class=\"Vers\">2.<\/sup>K\u00f6nige 15, <sup class=\"Vers\">22.<\/sup><\/span>\n\n\n\n<p> und so wirst [auch du] durch die Lauterkeit deiner H\u00e4nde gerettet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete nun und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Auch jetzt noch ist meine erbitterte Klage, soviel ich auch mein St\u00f6hnen unterdr\u00fccken m\u00f6chte.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>O, dass ich ihn zu finden w\u00fcsste, wenn ich bis zu seinem Sitz dringen k\u00f6nnte!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich m\u00f6chte ihm mein Recht vorlegen und meinen Mund mit Widerlegungen f\u00fcllen. <sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich m\u00f6chte die Worte kennen, die er mir entgegnet, und merken, was er mir sagt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Will er durch gro\u00dfe Kraft mit mir rechten? Nein, er sollte sich nur zu mir wenden!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Dann w\u00fcrde ich mit ihm redlich rechten und obsiegend meinem Richter entrinnen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Aber ach! nach vorn geh ich, da ist er nicht; nach hinten, und ich merke nichts von ihm.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wenn er sich zur Linken wendet, schaue ich nicht, und wenn er zur Rechten einbiegt, sehe ich nicht.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er aber kennt wohl meinen Wandel; pr\u00fcfte er mich, wie Gold ginge ich hervor.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>An seinem Schritt hielt fest mein Fu\u00df, seinen Weg hielt ich ein ohne abzuweichen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Vom Gebot seiner Lippen wich ich nicht ab; es war mir Gesetz, zu bewahren die Ausspr\u00fcche seines Mundes.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Aber er bleibt bei einem, und wer mag ihn davon abhalten? Es gel\u00fcstet. ihn, und er tut es.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er vollendet, was er mir zugedacht, und dergleichen viel hat er noch im Sinne.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Darum bin ich vor ihm erschrocken; ich sehe zu und mir bangt vor ihm.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Gott machte zag mein Herz und der Allm\u00e4chtige erschreckte mich.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Denn ich konnte mich der Finsternis nicht entziehen, und vor mir liegt das Dunkel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Warum werden vom Allm\u00e4chtigen nicht die Zeiten [der Strafe] aufbewahrt? Warum sehen nicht jene, die ihn erkennen wollen, seine Strafgerichte?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>[Die B\u00f6sen] verr\u00fccken Grenzsteine, rauben Herden und weiden sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Sie treiben weg den Esel der Waisen und pf\u00e4nden den Stier der Witwe.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie verdr\u00e4ngen die D\u00fcrftigen vom Wege, alle Dem\u00fctigen im Lande m\u00fcssen sich verstecken.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wie die Waldesel in der W\u00fcste ziehen sie aus zu ihrem Tagewerk, fr\u00fch auf nach Beute; in der Steppe [sucht er] Brot f\u00fcr die Knaben.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Auf dem Felde [des Tyrannen] m\u00fcssen sie sein Futter schneiden, im Weinberge des Frevlers Nachlese halten.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Nackt liegen sie da ohne Kleid, ohne Bedeckung vor der K\u00e4lte.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Von Bergstr\u00f6men werden sie durchn\u00e4sst, und ohne Obdach schmiegen sie sich an den Felsen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sie rei\u00dfen von der Mutterbrust die Waise und den Armen pf\u00e4nden sie.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie laufen nackt umher ohne Kleid, und hungernd tragen sie Garben [bei den Gewaltt\u00e4tigen].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Zwischen ihren Mauern pressen sie \u00d6l; sie treten Keltern, m\u00fcssen aber dabei dursten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>In der Stadt \u00e4chzen die Schwachen, und die Erschlagenen r\u00f6cheln; aber Gott macht ihnen keinen Vorwurf.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Jene geh\u00f6ren zu den Feinden des Lichts, sie kennen nicht [Gottes] Wege und weilen nicht auf dessen Pfaden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Bei hellem Lichte macht sich der M\u00f6rder auf und erschl\u00e4gt Arme und D\u00fcrftige, in der Nacht wird er zum Diebe.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und des Ehebrechers Auge wartet die D\u00e4mmerung ab, denn er spricht: Mich soll niemand sehen! Und vor das Gesicht legt er eine H\u00fclle.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ein anderer bricht im Finstern in die H\u00e4user ein; am Tage schlie\u00dfen sie sich ein, sie kennen nicht das Licht.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Denn all diesen ist die Morgenhelle wie tiefe Nacht, hingegen sind sie vertraut mit dem schaurigen Dunkel.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Leicht ist [dem Frevler] auf dem Wasser [zu fl\u00fcchten], wenn sein Teil auf der Erde bedroht ist; er braucht nicht einzuschlagen den Weg der Weinberge [um vielleicht ergriffen zu werden].<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>D\u00fcrre und Glut lassen verschwinden das Schneewasser; die Gruft birgt die, welche ges\u00fcndigt haben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>[Der Erde] Scho\u00df l\u00e4sst ihn vergessen, das Gew\u00fcrm verzehrt ihn als Leckerbissen; seiner wird nicht mehr gedacht, und die Ruchlosigkeit bricht wie [morsches] Holz.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Er gesellt sich einer Unfruchtbaren zu, die nicht gebar, und der Witwe erwies er kein Gutes.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-9\">9<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Die Verse 18\u201421 sind etwas dunkel, da Ijow doch das Loos des Frevlers sonst gl\u00fccklich preist. Wahrscheinlich wollte er dabei dem in seinen Reden h\u00e4ufig wiederkehrenden Gedanken Ausdruck geben, dass sich der B\u00f6se um sein Schicksal nach dem Tode nicht k\u00fcmmert; bei Lebenszeiten geht es ihm aber gut.<\/span><br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>M\u00e4chtige rei\u00dft er an sich mit seiner Kraft; er steht auf, wo er selbst nicht mehr zu leben glaubte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Dem gew\u00e4hrt er Sicherheit, dass er sich st\u00fctze, und seine Augen bewahren [des B\u00f6sen] Wege.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Sie stehen hoch da \u2014 ein wenig nur, und er ist nicht mehr. Sie werden niedergebeugt, wie alle andern weggerafft, wie die \u00c4hren gem\u00e4ht werden.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Ist dem nicht so, wer bezichtigt mich der L\u00fcge und macht meine Rede zu nichte?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Bildad aus Suah und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Herrschgewalt und Schrecken ist um ihn, er schafft Frieden in seinen H\u00f6hen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Wer kann seine Scharen z\u00e4hlen? Und wen \u00fcberw\u00e4ltigt nicht sein Augenlicht?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wie will der Mensch Recht haben gegen Gott? und wie obsiegen der vom Weibe Geborene?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>F\u00fcrwahr, sogar der Mond leuchtet nicht, und die Sterne sind nicht lauter in seinen Augen;<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Nun gar der Mensch, ein Wurm, und der Menschensohn, ein kriechendes Insekt!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow antwortete nun und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wie hast du geholfen? ohnm\u00e4chtig, kraftlos den Arm gest\u00fctzt?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Wie unklug hast du beraten! Und wieviel Ersprie\u00dfliches hast du verk\u00fcndet?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wessen Worte hast du hergesagt? und wessen Geist ist aus dir gekommen? \u2014<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>[Ob ich nicht w\u00fcsste], dass [vor Gott] selbst die Toten erbeben, die tiefen Gew\u00e4sser und ihre Bewohner.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Nackt liegt die Gruft vor ihm und ohne H\u00fclle die Unterwelt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er spannt den Norden \u00fcber das Leere und hing die Erde an \u00fcber das Nichts.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er band das Wasser in seine Wolken, und das Gew\u00f6lk barst nicht darunter.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Er verh\u00fcllte des Thrones Anblick, indem er sein Gew\u00f6lk dar\u00fcber breitete.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Einen Zirkel zog er um des Wassers Fl\u00e4che, wo der Grenzpunkt des Lichts und der Finsternis ist.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Die S\u00e4ulen des Himmels erzitterten und erstarren ob seinem Dr\u00e4uen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Mit seiner St\u00e4rke erregte er das Meer, und mit seinem Verstande erschlug er das Meerungeheuer.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Mit seinem Geiste schm\u00fcckte er den Himmel, seine Hand zerschmetterte den fl\u00fcchtigen Drachen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Das sind nur seine kleinsten Werke, von denen wir eine kleine Kunde erhalten haben \u2014 aber seine m\u00e4chtigen Taten, wer kann diese erfassen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel27\">Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Und Ijow fuhr fort in seinem Spruche und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Beim lebendigen Gott, der mein Recht mir entzogen, und beim Allm\u00e4chtigen, der mich so betr\u00fcbt hat!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Dass, so lange Odem in mir ist und der Hauch Gottes in meiner Nase,<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Werden meine Lippen kein Unrecht reden, und meine Zunge kein Falsch aussprechen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Fern sei es von mir, dass ich euch Recht gebe; bis ich verscheide, lasse ich nicht von meiner Unschuld.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Fest halt ich an meiner Gerechtigkeit und lasse nicht von ihr, mein Herz hat niemals solch L\u00e4sterliches gehegt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>M\u00f6ge es meinem Feind wie dem Frevler ergehen, und meinem Widersacher wie dem B\u00f6sewicht.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Denn was ist die Hoffnung des Ruchlosen, dass er nach Gewinn hascht, wenn Gott ihn einst verwirft?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wird Gott sein Geschrei h\u00f6ren, wenn Not \u00fcber ihn kommt?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Oder hat er an dem Allm\u00e4chtigen seine Wonne? und kann er Gott anrufen zu aller Zeit?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich werde euch lehren was in Gottes Hand steht, was beim Allm\u00e4chtigen ist, will ich nicht verschweigen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Ihr alle habt es ja geschaut, und warum habt ihr denn Nichtiges gefaselt?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>[Ich wei\u00df es selbst sehr gut]: Das ist das Teil des Frevlers von Gott und das Loos der \u00dcberm\u00fctigen, das sie vom Allm\u00e4chtigen erhalten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Mehren sich seine Kinder, so ist es f\u00fcr das Schwert, und seine Spr\u00f6sslinge k\u00f6nnen sich nicht satt essen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Seine vom Schwert Entronnenen werden im Verscheiden [still) begraben, und seine Witwen weinen nicht.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Mag er Silber h\u00e4ufen wie Staub, und wie Lehm Kleider anschaffen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er schafft an, und der Gerechte kleidet sich damit, und in das Silber teilen sich die Schuldlosen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wie die Motte hat er sein Haus gebaut, und wie die Laube, die der Feldh\u00fcter gemacht; [es hat keinen Bestand].<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Reich legt er sich nieder, aber [der Reichtum] wird nicht eingesammelt; schl\u00e4gt er die Augen auf \u2014 weg ist es.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es ereilen ihn wie die Fluten die Schrecken, nachts entf\u00fchrt ihn der Sturmwind.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Der Ost hebt ihn, und er f\u00e4hrt dahin, und weg st\u00fcrmt er ihn von seiner St\u00e4tte.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er wirft alles von sich ab und schont nichts, wenn er vor Gottes Gewalt entfliehen m\u00f6chte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Er aber klatscht in die H\u00e4nde \u00fcber ihn und zischt ihm nach von seiner St\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel28\">Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Gewiss, f\u00fcr das Silber gibt es<br>einen Fundort und eine St\u00e4tte, wo sie Gold l\u00e4utern.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Eisen wird aus dem Erdreich geholt und aus Stein schmilzt man Kupfer.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ein Ziel hat man der Finsternis gesetzt, und ganz bis an die Grenze sucht man auf die Steine des Dunkels und der Unterwelt.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Man bricht einen Schacht durch, weit weg unter der Einwohnerschaft; [an Stellen], von jedem Fu\u00df vergessen, fern von den wandernden Menschen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Von dem Erdboden geht Brotkorn hervor, aber seine Tiefe ist wie vom Feuer durchw\u00fchlt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Zuweilen ist sein Gestein mit Saphir [durchmengt], und Goldstaub ist daran.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Diesen Pfad kennt der Adler nicht, das Auge des Aars hat ihn nicht erblickt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es haben ihn nie betreten die stolzen Raubtiere und der Leopard nie beschritten.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>An den Felsen legt man Hand an, man durchw\u00fchlt die Berge von der Wurzel.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Durch Klippen bricht man G\u00e4nge, und das Auge erblickt alles K\u00f6stliche.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Damit sie nicht tr\u00f6pfeln, bindet man die Wasserg\u00e4nge, und das Verborgene schafft man ans Licht.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aber wo wird die Weisheit gefunden, und wo ist die St\u00e4tte der Erkenntnis?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Kein Mensch kennt ihren Rang und im Lande der Lebenden wird sie nicht gefunden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Die Meerestiefe spricht: Sie ist<br>nicht in mir! und das Meer spricht: Nicht bei mir!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Gediegenes Gold kann nicht f\u00fcr sie gegeben werden, und Gold nicht zugewogen werden als ihr Kaufpreis.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sie wird nicht eingetauscht gegen Ofirgold, gegen kostbaren Onyx und Saphir.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Gold und Glas kommen ihr nicht gleich, und goldene Ger\u00e4te gelten nicht als Tausch f\u00fcr sie.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Korallen und Kristalle kommen da nicht in Betracht, denn Schmuck der Weisheit ist mehr als der der Perlen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Man sch\u00e4tzt sie nicht nach dem Topas von Kusch, gegen reines Gold wird sie nicht aufgewogen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Woher kommt also die Weisheit, und wo ist die St\u00e4tte der Erkenntnis?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Verh\u00fcllt ist sie vor den Augen aller Lebendigen, und auch vor den V\u00f6geln des Himmels verborgen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Abgrund und Tod sprechen: Wir haben von ihr nur Kunde vernommen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Gott allein kennt den Weg zu ihr, und nur er wei\u00df ihre St\u00e4tte.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Denn er schaut bis an die Enden der Erde, er sieht alles, was unter dem Himmel ist.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Er kann angeben das Gewicht des Windes, und das Wasser misst er nach dem Ma\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er bestimmte das Gesetz des Regens und die Weise des donnernden Blitzes.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Damals, als er sie sah und sie verma\u00df, als er sie festsetzte und durchforschte,<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Da sprach er zum Menschen: Die Furcht des Herrn ist Weisheit, und das B\u00f6se meiden \u2014 Erkenntnis!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel29\">Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ijow fuhr fort in seinem Spruch<br>und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>O, w\u00e4re ich wie in den fr\u00fcheren Monden, wie in den Tagen, da Gott mich beh\u00fctete!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da seine Leuchte \u00fcber meinem Haupte strahlte, als ich bei seinem Licht wandelte im Finstern.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wie ich war in den Tagen meines Herbstes<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-10\">10<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">D. h.: als sein Gl\u00fcck den H\u00f6hepunkt erreicht hatte.<\/span>, als Gottes Vorsehung \u00fcber meinem Zelte waltete.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da noch der Allm\u00e4chtige mit mir war, rings um mich meine Knaben.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sich meine F\u00fc\u00dfe in Rahm badeten, und der Fels neben mir B\u00e4che von \u00d6l str\u00f6mte.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wenn ich zum Tor aus der Stadt hinausging, auf dem Markt meinen Sitz nahm,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sahen mich J\u00fcnglinge und verbargen sich, und Greise erhoben sich und blieben stehen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Vornehme hielten in der Rede inne und legten die Hand auf ihren Mund.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Die Stimme der Edlen verbarg sich, und ihre Zunge klebte an ihrem Gaumen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Denn, wes Ohr von mir h\u00f6rte, pries mich gl\u00fccklich, und wes Auge mich sah, legte Zeugnis f\u00fcr mich ab.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Denn ich rettete den Armen, der um Hilfe rief, und die Waise, die keinen Beistand hatte.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Segen der Verlorenen kam auf mich, und das Herz der Witwen erfreute ich.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Gerechtigkeit legte ich an und sie kleidete mich, wie Oberkleid und Bund das Recht.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Augen war ich dem Blinden, und dem Lahmen war ich F\u00fc\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Vater war ich den D\u00fcrftigen, auch die Streitsache, die mich nicht anging, untersuchte ich.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ich zerschmetterte das Gebiss des B\u00f6sewichts, und seinen Z\u00e4hnen entriss ich die Beute.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Und ich hoffte, in meinem Neste werde ich verscheiden und wie der Ph\u00f6nix lange leben.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Meine Wurzel wird offen sein dem Wasser, und der Tau wird weilen in meinen Zweigen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Mein Ansehen bleibt frisch bei mir, und mein Bogen neugest\u00e4rkt in meiner Hand. \u2014<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Auf mich werden sie h\u00f6ren und harren und still auf meinen Rat warten.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nach meinem Worte wird keiner zu sprechen wagen, wenn auf sie meine Rede tr\u00e4ufelt.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Sie werden mein warten wie des Regens, und ihr Mund wie nach dem Sp\u00e4tregen danach lechzen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Ich l\u00e4chle ihnen zu, wenn sie kein Vertrauen zeigen, [und sie sagen nichts,] die Heiterkeit meines Gesichts zu mindern.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Ich bestimme ihren Weg und sitze an der Spitze thronend wie ein K\u00f6nig im Heere, wie einer, der Trauernde tr\u00f6stet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel30\">Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Und nun spotten mein solche, die j\u00fcnger sind als ich an Jahren, deren V\u00e4ter ich verschm\u00e4ht, sie zu den Hunden meiner Herde zu gesellen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Nichtig war mir auch die Kraft ihrer H\u00e4nde. \u2014 Ihnen schwand die jugendliche Kraft.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Elend bei Mangel und Hunger liefen sie in der Steppe herum, in das D\u00fcster des Grausens und Entsetzens.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie zerpfl\u00fcckten Salzkr\u00e4uter am Gestr\u00e4uch, und deren Kost war Ginsterwurzel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Aus der menschlichen Gesellschaft wurden sie gejagt; man schrie hinter ihnen her, wie hinter Dieben.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>In T\u00e4lerritzen wohnten sie, in Erdl\u00f6chern und Felsschluchten;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Zwischen Str\u00e4uchern st\u00f6hnten sie, unter Dorngeb\u00fcsch dr\u00e4ngten sie sich zusammen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Diese Niedertr\u00e4chtigen und Namenlosen wurden aus dem Lande gepeitscht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Und nun bin ich ihnen zum Spottlied geworden, ich bin ihnen zum Sprichwort.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie verabscheuen mich und halten sich von mir fern, und vor meinem Angesicht halten sie den Speichel nicht zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da [Gott] meine Sehne gel\u00f6st und mich geschw\u00e4cht, so lassen sie ihre Z\u00fcgel vor meinem Angesichte los.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Eine Brut erhebt sich zu meiner Rechten; meine F\u00fc\u00dfe durchsto\u00dfen sie und bahnen zu mir die Wege ihres Verderbens.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sie w\u00fchlen meine Stra\u00dfe auf und helfen zu meinem Sturz, m\u00f6gen sie selbst nie Hilfe finden!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wie eine weite Flut kommen sie, unter Brausen w\u00e4lzen sie sich heran.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es kam \u00fcber mich Best\u00fcrzung \u2014 wie der Wind jagt mein Ansehen davon, und wie ein Gew\u00f6lk flieht mein Heil vor\u00fcber.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und nun ist meine Seele so wehm\u00fctig gestimmt, da mich Tage der Not erreicht haben.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Nachts durchbohrt es mir die Gebeine, und meine Nerven ruhen nicht.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Durch die Allgewalt [der Krankheit] ist mein Gewand [meine K\u00f6rperform] entstellt, wie ein Hemd umschlie\u00dft sie mich.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Es warf mich in den Kot, und ich wurde gleich dem Staub und der Asche.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Ich schreie zu dir, aber du erh\u00f6rst mich nicht; ich stehe da, aber du merkst nicht auf mich.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Du hast dich in einen Grausamen verwandelt gegen mich, mit deiner starken Hand befehdest du mich.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Du hobst mich empor im Winde und lie\u00dfest mich auf ihm dahinfahren \u2014 so hast du mich gr\u00fcndlich zermalmt.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Gewiss, ich wei\u00df es, du wirst mich in den Tod zur\u00fcckf\u00fchren, in die Versammlungsst\u00e4tte f\u00fcr alles Lebende.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Doch sollte man nicht die Hand flehend ausstrecken, im Ungl\u00fcck nicht aufschreien?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Habe ich nicht um den Bedr\u00e4ngten geweint? War nicht mein Herz betr\u00fcbt um den Elenden?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Wahrlich, auf Gl\u00fcck habe ich gehofft, und es kam Ungl\u00fcck, und auf Licht geharrt, und das Dunkel kam.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Mein Inneres siedet und ruht nicht, da mich Tage der Not erreicht haben.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>D\u00fcster wandle ich umher ohne Sonnenlicht; ich erhebe mich mitten in der Versammlung und schrei auf.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Ein Bruder bin ich geworden den [heulenden] Schakalen und ein Gespiele den Strau\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Meine Haut h\u00e4ngt geschw\u00e4rzt an mir herab, und mein Gebein verbrennt von der Glut.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Deshalb ist meine Zither zur Trauerklage geworden, und meine Fl\u00f6te zu Jammert\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel31\">Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Meinen Augen habe ich streng geboten, nicht [l\u00fcstern] auf eine Jungfrau zu schauen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und was wurde mir daf\u00fcr das Teil Gottes von oben, und des Allm\u00e4chtigen Loos aus den H\u00f6hen?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Doch nur das Verderben gleich dem Ungerechten und Unheil gleich den \u00dcbelt\u00e4tern.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er sah ja meine Wege und z\u00e4hlte all meine Schritte.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Bin ich je mit L\u00fcge umgegangen, und ist zum Truge mein Fu\u00df gelaufen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Man m\u00f6ge mich auf richtiger Wage w\u00e4gen, dass Gott meine Unschuld erkenne.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ob mein Schritt vom rechten Wege abgewichen, ob mein Herz meinen Augen gefolgt ist und an meinen H\u00e4nden ein Makel klebt?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dann mag ich s\u00e4en und ein anderer essen, dann m\u00f6gen meine Spr\u00f6sslinge entwurzelt werden.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wenn mein Herz nach einem Weibe gel\u00fcstet, dass ich an der T\u00fcr meines N\u00e4chsten gelauert h\u00e4tte;<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dann m\u00f6ge sich mein Weib einem Fremden preisgeben, dass Fremde sich auf sie niederwerfen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Denn das ist Sch\u00e4ndlichkeit, eine straff\u00e4llige S\u00fcnde.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Das sei wie ein Feuer, es fresse bis in die Verwesung, und all meinen Ertrag entwurzele es.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Habe ich je verachtet das Recht meines Knechtes und meiner Magd in ihrem Streit mit mir?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>[Denn ich dachte stets]: Was tue ich, wenn Gott aufsteht, und wenn er es r\u00fcgt, was erwidere ich ihm?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Hat man mich doch in einem Leibe gezeugt, wie man jenen gezeugt. Wurden wir ja beide gleich in einem Mutterscho\u00dfe bereitet.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Habe ich das Begehren der Armen je versagt, und lie\u00df ich die Augen der Witwe schmachten?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>A\u00df ich meinen Bissen allein, oder a\u00df nicht vielmehr die Waise mit davon?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Nein! von meiner Kindheit wuchs es mit mir auf wie Eines Vaters, und von Mutterleibe an hielt ich es also:<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Dass ich nicht einen Umherirrenden ohne Kleid sehen konnte und nicht ohne Bedeckung den D\u00fcrftigen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Seine H\u00fcften priesen mich, und mit der Schur meiner Schafe erw\u00e4rmte er sich.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Habe ich je gegen eine Waise meine Hand geschwungen, weil ich am Tor [bei Gericht] meine Macht sah:<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>So renke meine Schulter aus dem Blatte, und mein Arm breche von der R\u00f6hre ab.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Denn ich scheute das Unheil Gottes; ich k\u00f6nnte es nicht tun wegen seiner Erhabenheit.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Habe ich das Gold zu meinem Hort gemacht und das feine Gold meine Sicherheit genannt?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Habe ich mich gefreut, dass mein Gut gro\u00df geworden, und dass meine Hand viel erworben hat?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Wenn ich die Sonne gesehen, da sie strahlte, und den Mond, da er glanzvoll wandelte;<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Wurde dabei heimlich mein Herz bet\u00f6rt, und hat sich meine Hand an meinen Mund zum Kuss gelegt?<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-11\">11<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-11\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">Noch heute im Orient \u00fcblich, heiligen Dingen auf diese Weise Verehrung zu erweisen. Ijow wollte sagen, dass er nie Himmelsk\u00f6rper angebetet habe.<\/span><br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Denn das w\u00e4re auch strafbare S\u00fcnde, ich h\u00e4tte ja Gott droben verleugnet.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Habe ich mich je gefreut ob dem Fall meines Feindes, und war ich freudig erregt dar\u00fcber, dass ihn Ungl\u00fcck getroffen?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Ich habe ja vielmehr meinen Mund von der S\u00fcnde zur\u00fcckgehalten, sein Leben zu verw\u00fcnschen.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Und doch sagten sp\u00e4ter meine Zeltgenossen: Wir m\u00f6chten sein Fleisch [verzehren], wir k\u00f6nnten es gar nicht satt werden.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>[W\u00e4hrend meines Gl\u00fcckes] hat der Fremdling niemals im Freien \u00fcbernachten d\u00fcrfen, denn meine T\u00fcr hielt ich f\u00fcr den Wanderer offen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Habe ich je wie gew\u00f6hnliche Menschen mein Vergehen geleugnet, verborgen in meinem Busen meine Missetat?<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Dass ich jetzt den gro\u00dfen Haufen scheuen muss, und der Ver\u00e4chtlichste der Geschlechter mich schreckt; dass ich mich still verhalten muss und nicht vor die T\u00fcr treten darf.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>M\u00f6chte mir nur jemand zuh\u00f6ren! \u2014 da meine Unterschrift, worauf der Allm\u00e4chtige mir antworten m\u00f6ge. Wo ist nun die Erwiderungsschrift meines Gegners?<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Wahrlich, ich m\u00f6chte sie auf meiner Schulter tragen, sie wie ein Diadem mir umbinden.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Ich w\u00fcrde ihm genau meine Schritte ansagen, wie einen F\u00fcrsten ihn ehren.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>[Ich frage]: Hat \u00fcber mich mein Acker geschrien, und haben alle seine Furchen geweint?<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Habe ich seine Kraft verzehrt ohne Entgelt, dass sein Besitzer dar\u00fcber verzweifeln musste?<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Dann m\u00f6gen anstatt des Weizens Dornen aufgehen und anstatt der Gerste Lolch. \u2014 Zu Ende sind die Worte Ijows.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel32\">Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Die drei M\u00e4nner h\u00f6rten nun auf,<br>Ijow zu antworten, da er sich doch f\u00fcr gerecht hielt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Das erregte den Zorn des Elihu, Sohnes Barachel, des Busi, aus dem Geschlechte Ram; er z\u00fcrnte dem Ijow, weil er sich gerechter hielt als Gott.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aber auch \u00fcber dessen drei Freunde z\u00fcrnte er, weil sie keine Antwort gefunden, nur dass sie Ijow verdammt hatten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Elihu hatte lange gewartet mit [seinen] Worten gegen Ijow; denn sie waren \u00e4lter als er an Tagen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Als aber Elihu sah, dass die drei M\u00e4nner keine Antwort mehr hatten, da wurde er sehr erz\u00fcrnt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Elihu, Sohn Barachel, der Busi, hub darauf an und sprach: Jung bin ich an Tagen, und ihr seid Greise; darum habe ich mich bescheiden zur\u00fcckgehalten und gef\u00fcrchtet, euch meine Meinung zu sagen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Ich habe gedacht, die Erfahrung soll reden, und die Menge der Jahre Weisheit kundtun.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Doch, der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allm\u00e4chtigen, der sie verst\u00e4ndig macht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Nicht die Gro\u00dfen sind weise, und nicht immer verstehen die Alten, was Recht ist.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Darum spreche ich: H\u00f6re auf mich! auch ich will meine Meinung sagen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich habe f\u00fcrwahr geharrt eurer Worte, habe gelauscht euren Sinnspr\u00fcchen, bis ihr die passenden Worte findet.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aber ich sehe auf euch hin; da ist keiner von euch, der Ijow zurechtweisen, der seine Reden widerlegen k\u00f6nnte.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Meint ihr damit Weisheit entdeckt zu haben, [wenn ihr Ijow sagt:] Gott hat ihn niedergeworfen und kein Mensch?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>H\u00e4tte er aber an mich Reden gerichtet, mit euren Worten h\u00e4tte ich ihn nicht widerlegt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Sie sind erlegen, antworten nicht mehr, entfallen sind ihnen die Worte.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ich wartete lange, ob sie nicht etwa reden; aber sie haben aufgeh\u00f6rt und antworten nicht mehr.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>So will auch ich antworten meinen Teil, auch ich will meine Meinung sagen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn voll bin ich von Worten; mich dr\u00e4ngt der Geist meines Innern.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Mein Inneres ist jetzt wie das Weingef\u00e4\u00df, das nicht ge\u00f6ffnet worden; wie Schl\u00e4uche voller jungen Mostes m\u00f6cht es bersten.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Ich will denn reden und mir Luft machen, meine Lippen auftun und antworten.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Ich werde nicht das Ansehen der Person achten, keinem Menschen schmeicheln.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Denn ich verstehe nicht zu schmeicheln, sonst soll mich mein Sch\u00f6pfer fortwehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel33\">Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>H\u00f6re nun, Ijow, meine Reden, und merke auf all meine Worte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich habe aufgetan meinen Mund, es redet meine Zunge in meinem Gaumen:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aus redlichem Herzen kommen meine Spr\u00fcche, und meine Lippen reden deutlich Weisheit.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Der Geist Gottes gab mir das ein, und der Odem des Allm\u00e4chtigen belebt mich.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wenn du mich zu widerlegen vermagst, so richte dich gegen mich und tritt auf!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich bin gegen Gott genau wie du; auch ich bin von Lehm geformt worden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Meine Gr\u00f6\u00dfe wird dich also nicht \u00e4ngstigen, und meine Kraft nicht schwer auf dir liegen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Du sprachst vor meinen Ohren, ich h\u00f6rte einen Schall von Worten:<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Lauter bin ich ohne Missetat; rein bin ich und in mir ist keine Schuld.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nur einen Vorwand sucht er bei mir, um mich f\u00fcr seinen Feind zu achten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er legt in den Stock meine F\u00fc\u00dfe und belauert all meine Pfade.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da hast du nicht Recht! antworte ich dir, denn zu gro\u00df ist Gott gegen den Sterblichen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Warum hadertest du mit ihm, da er doch seine Taten nicht verteidigt?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Auf eine Weise nur offenbart sich Gott, und auf eine andere nimmt ihn niemand wahr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Im Traum des Nachtgesichtes wenn fester Schlaf die Menschen bef\u00e4llt, im Schlummer auf dem Lager;<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da \u00f6ffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt mit ihrer Zurechtweisung.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Den Menschen von Gewalttat abzubringen und den Hochmut des Mannes niederzudr\u00fccken;<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ihn von der Grube zu retten und sein Leben vom Sturz ins Todesgescho\u00df.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Er wird mit Schmerzen auf seinem Lager gestraft, mit heftiger Zerr\u00fcttung seines K\u00f6rpers.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Ihn ekelt jede Speise an, auch das begehrenswerteste Gericht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sein Fleisch schwindet ohne Nahrung, und der nicht gen\u00e4hrte K\u00f6rper wird abgemagert.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>So naht er sich der Grube und sein K\u00f6rper dem Tode.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Findet sich um ihn ein Engel, ein F\u00fcrsprecher unter tausend [Ankl\u00e4gern], zu verk\u00fcnden vom Menschen etwas Redliches,<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>So begnadigt er ihn und spricht: Lass ihn los, dass er nicht in die Grube sinke! Ich habe S\u00fchne gefunden.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Dann wird sein Fleisch abermals fest von Jugendkraft; er kehrt in die Tage der Kindheit zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er fleht zu Gott, und er nimmt ihn gn\u00e4dig auf und blickt ihn an mit Huld; er erstattet dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Laut verk\u00fcndet er vor den Menschen und spricht: Ich habe ges\u00fcndigt und das Recht gekr\u00fcmmt, aber er hat es mir nicht vergolten.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Er hat mich von der Grube erl\u00f6st; mein Leben weidet sich am Licht.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>All dies wirkt Gott auch zweimal, dreimal gegen den Mann.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Ihn zur\u00fcckzuf\u00fchren von der Grube, dass sie im Lichte des Lebens leuchte.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Merke auf, Ijow, h\u00f6re auf mich; schweige, und ich will reden.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Findest du Worte, so widerlege mich; rede, denn ich w\u00fcnsche dich zu rechtfertigen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Wo nicht, h\u00f6re du auf mich; schweige, und ich will dich Weisheit lehren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel34\">Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Elihu hub nun an und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>H\u00f6ret ihr Weisen, meine Worte, und horchet mir zu, Kundige!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Das Ohr soll die Worte pr\u00fcfen, wie der Gaumen die Speisen kostet.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Lasst uns das Rechte w\u00e4hlen, lasst uns erkennen, was gut ist.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Denn Ijow hat gesprochen: Ich bin gerecht, aber Gott hat meine Rechte mir entzogen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Trotz meines Rechts werde ich L\u00fcgen gestraft; unheilbar ist der Pfeil in mir, ohne mein Verschulden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wie kann ein Mann wie Ijow L\u00e4sterung wie Wasser trinken.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dass er sich zu \u00dcbelt\u00e4tern gesellt und mit den s\u00fcndigen M\u00e4nnern wandelt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Indem er spricht: Es n\u00fctzt nicht dem Menschen, Gott in allem zu Willen zu sein.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Wahrlich, ihr M\u00e4nner von Verstand, h\u00f6rt auf mich! Fern ist von Gott Frevel und vom Allm\u00e4chtigen Unrecht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Denn nur wie das Thun des Menschen bezahlt er ihm, und nach dem Wandel des Mannes l\u00e4sst er es ihm ergehen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Viel weniger f\u00fcrwahr wird Gott ungerecht verdammen und der Allm\u00e4chtige das Recht kr\u00fcmmen!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Wer hat ihm die Erde anvertraut, oder wer hat das ganze Erdenrund errichtet?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Wenn es ihm in den Sinn k\u00e4me, dass er seinen Hauch und seinen Odem zur\u00fcckz\u00f6ge,<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>So verginge alles Fleisch, und der Mensch kehrte in den Staub zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Wenn du das beobachtest und verstehst, so h\u00f6re denn auf die Stimme meiner Worte.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sollte denn der Feind des Rechts herrschen, oder willst du auch den Gerechten so sehr ins Unrecht setzen?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Darf ein K\u00f6nig nichtsw\u00fcrdig und ein Gebieter ein Frevler genannt werden?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Er achtet nicht das Ansehen von F\u00fcrsten, bei ihm wird nicht der Edle vor dem Geringen ausgezeichnet, da sie alle das Werk seiner H\u00e4nde sind.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Im Augenblick sterben sie, in tiefer Nacht, das Volk braust auf \u2014 da fahren sie dahin, man setzt den M\u00e4chtigen ab und er ist machtlos!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Denn seine Augen sind auf die Wege des Menschen gerichtet und all seine Schritte sieht er.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es gibt keine Finsternis kein tiefes Dunkel, wo sich der \u00dcbelt\u00e4ter verbergen k\u00f6nnte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Kein Mensch darf wagen, Gott zum Gericht herauszufordern.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er zerschmettert M\u00e4chtige ohne Zahl und setzt andere an ihrer Stelle ein.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>F\u00fcrwahr, er kennt ihre Taten, kaum ist die Nacht um und sie sind zermalmt.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Die Frevler schl\u00e4gt er nieder, wo es alle sehen k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Weil sie von ihm abgewichen sind<br>und alle seine Wege nicht beachtet haben. <sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Weil sie das Geschrei der Niedrigen vor ihn gebracht, und das Geschrei der Armen hat er geh\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Wenn er aber ruhig bleibt, wer k\u00f6nnte [die B\u00f6sen] schuldig sprechen? Wenn er das Antlitz verbirgt, wer schaut \u00fcber V\u00f6lker und die ganze Menschheit?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>[Wer sch\u00fctzt sie] vor einem schuldbeladenen Herrscher, vor den Fallstricken der Leute?<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Darf zu Gott gesprochen werden: Ich habe geb\u00fc\u00dft, was ich nicht verschuldet?<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>[Vielmehr musst du sagen:] Ich kann es nicht sehen, belehre mich; ich habe wohl unrecht getan, aber ich tue es nicht mehr.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Soll [Gott] alles nach deinem Wunsche einrichten, weil du verwirfst oder w\u00e4hlst? Dem kann ich nicht [zustimmen]. Sprich doch, was du wei\u00dft.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>M\u00e4nner von Verstand werden mir beistimmen und jeder Weise auf mich h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Ijow hat nicht mit Sinn geredet und seine Worte nicht mit \u00dcberlegung.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Ich w\u00fcnschte, Ijow werde gepr\u00fcft, bis er besiegt ist, damit ruchlose M\u00e4nner widerlegt werden.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Denn er f\u00fcgt zu seinem Fehltritt Abfall hinzu; in unserer Mitte h\u00f6hnt er und h\u00e4lt gro\u00dfe Reden gegen Gott.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel35\">Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Elihu fuhr dann fort und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>H\u00e4ltst du das f\u00fcr Recht, wenn du sagst: Ich bin gerecht gegen Gott.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Indem du sprichst: Was hilft es dir? Womit kann ich mir [durch Fr\u00f6mmigkeit] mehr n\u00fctzen als mit meiner S\u00fcnde?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich will dich mit Reden widerlegen, vor deinen Genossen, die um dich sind.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Betrachte den Himmel und siehe, und schaue die Wolken, die hoch \u00fcber dir sind.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wenn du s\u00fcndigst, was wirkst du auf ihn? und h\u00e4ufen sich deine Missetaten, was tust du ihm?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bist du gerecht, was gibst du ihm? oder was nimmt er von deiner Hand?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Nur die Menschen deinesgleichen trifft dein Frevel, und ebenso nur den Menschensohn deine Gerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>[Nur Menschen] wehklagen ob der gro\u00dfen Bedr\u00fcckung; ob der Gewalt des M\u00e4chtigen schreien sie.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Niemand spricht in dem Dunkel der Nacht: Wo ist Gott, mein Sch\u00f6pfer, dem doch nur Lobges\u00e4nge erklingen sollten [und nicht Klaget\u00f6ne der Unterdr\u00fcckten].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der uns durch das Vieh der Erde<br>belehrt und durch die V\u00f6gel des Himmels uns weise macht.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Sie schreien so lange, als er nicht h\u00f6ren will, ob dem \u00dcbermut der B\u00f6sen!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Aber es ist falsch [anzunehmen], Gott h\u00f6re es nicht, der Allm\u00e4chtige sehe es nicht.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>\u00dcberhaupt dass du sagen d\u00fcrftest: Du siehst ihn nicht. F\u00fchre deinen Streit vor ihm, und harre du nur seiner.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Wo er sich nicht strafend zeigt, hat er seinen Zorn nur aufbewahrt; wo er nicht straft, da h\u00e4lt er sich sehr zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ijow aber tut seinen Mund auf zur Torheit und h\u00e4uft Reden ohne Sinn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel36\">Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Elihu fuhr fort und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Verziehe nur ein wenig und ich will dir er\u00f6ffnen, denn ich will noch f\u00fcr Gott reden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich will meine Ansicht aus ferner Zeit her begr\u00fcnden und meinem Sch\u00f6pfer Recht verschaffen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wahrlich, nicht falsch sind meine Worte, ich bringe dir ehrliche Meinungen vor.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>M\u00e4chtig ist Gott und er misshandelt nicht, m\u00e4chtig an Kraft und an Geist.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Den Frevler wird er nicht lange am Leben lassen, und dem Armen schafft er Recht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er wendet von den Gerechten nicht seine Augen ab; neben K\u00f6nige auf den Thron setzt er sie f\u00fcr die Dauer, und sie bleiben hoch.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und wenn sie gefesselt sind mit Ketten, verstrickt sind in den Banden des Elends,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>So h\u00e4lt er ihnen ihr Thun vor und ihre Vergeben, deren so viele waren.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er \u00f6ffnet ihr Ohr der Zucht und hei\u00dft sie umkehren von der Untat.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>H\u00f6ren sie darauf und unterwerfen sich, so verbringen sie ihre Tage in Gl\u00fcck und ihre Jahre in Lust.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wenn sie aber nicht h\u00f6ren wollen, so m\u00fcssen sie durch das Gescho\u00df fallen, sie vergehen aus Unverstand.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Eben die ruchlosen Herzens sind, verharren im Groll, sie flehen nicht, wenn er sie z\u00fcchtigt;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie sterben hin in der Aufregung und ihr Leben schwindet unter feilen Buben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Aber [Gott] rettet den Elenden durch sein Elend, und durch Drangsal \u00f6ffnet er sein Ohr. <sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Auch dich wird er von der Enge hervorheben an eine breite Stelle, wo keine Bedr\u00e4ngnis ist; dein Tisch wird voll des Guten sein.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Dann wirst du den Frevler zur Rechenschaft ziehen, Recht und Gerechtigkeit werden aufrecht stehen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn [Gottes] Zorn [tr\u00e4fe dich], wenn er dich mit deinem \u00dcberfluss locken wollte; auch das gr\u00f6\u00dfte L\u00f6segeld darf dich nicht beeinflussen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wer wird deinen Reichtum sch\u00e4tzen k\u00f6nnen, wenn du nicht mehr in Bedr\u00e4ngnis bist \u2014 deine gro\u00dfe Kraft?<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"12\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-12\">12<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-12\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"12\">Die Verse 17\u201419 sind sehr schwierig; der Sinn l\u00e4sst sich nur einigerma\u00dfen erraten.<\/span><br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>So sehne dich nicht nach jener Nacht, wo die V\u00f6lker aufleben werden an ihrer Stelle!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>H\u00fcte dich, dass du dich nicht zuwendest der Untat, die du in deinen Leiden erw\u00e4hlest.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Gott ist wahrlich erhaben in seiner Kraft; wer ist ein Meister gleich ihm?<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wer darf ihm seinen Wandel vorhalten? und wer sprechen: Du hast Unrecht getan?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Daran denke, dass du hochpreist sein Werk, soweit es Menschen schauen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>All die Menschen staunen es an; der Sterbliche betrachtet es aus der Ferne.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Gott ist wahrlich gro\u00df, unbegreiflich, seine Jahre unz\u00e4hlbar.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Er zieht heran die Wassertropfen, dass durch den Nebel Regen sickert.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Damit die Wolken rieseln, Regen fallen lassen auf die Menschen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Wer kann verstehen die Wolkenausdehnungen, das Krachen seiner Umh\u00fcllungen [das Donnern]?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Wohl hat er dar\u00fcber sein Licht gebreitet, das bis auf den Grund des Meeres dringt.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Damit richtet er die V\u00f6lker, gibt aber auch Nahrung und \u00dcberfluss.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Mit den H\u00e4nden bedeckt er [mitunter] das Licht, er befiehlt es so als Angriff [als Strafe].<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>So ert\u00f6ne \u00fcber ihn der Gesang der Sch\u00f6pfung, er steige auf in die H\u00f6he.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"13\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-13\">13<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-13\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"13\">Der Sinn der beiden letzten Verse l\u00e4sst sich nur einigerma\u00dfen erraten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel37\">Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Ja, darob zittert mein Herz und er bebt auf seiner Stelle.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>H\u00f6ret, h\u00f6ret auf seine grollende Stimme, auf das Brausen, das aus seinem Mund f\u00e4hrt!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Unter dem ganzen Himmel ist seine Macht, und sein Blitz bis an die Enden der Erde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Hinter ihm her erdr\u00f6hnt seine Stimme, er donnert mit seinem majest\u00e4tischen Ruf, nichts h\u00e4lt [die Blitze] zur\u00fcck, wenn er seine Stimme erschallen l\u00e4sst.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Mit seiner Stimme donnert Gott wunderbar, er schafft Gro\u00dfes, das wir nicht erforschen k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Zum Schnee spricht er: Falle auf die Erde! und Regenguss entrinnt seiner Macht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>[Das Schicksal] eines jeden Menschen besiegelt er, alle seine Gesch\u00f6pfe kennt er.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Auch das Tier, das auf Beute lauert oder in seiner Wohnung weilt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Den Stern, der aus der Kammer kommt, und den Frost aus dem Norden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Durch den Hauch Gottes wird Eis und das weite Gew\u00e4sser festgefroren.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Auch wenn er die Wolken mit Wasserf\u00e4llen beschwert, wenn sein Licht [der Blitz] das Gew\u00f6lk zerstreut.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Dieses alles verursacht er, nach seinen Beschl\u00fcssen erf\u00fcllen sie ihren Zweck, wie er sie hienieden in der Welt entboten hat.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Bald zur Gei\u00dfel nach seinem Willen, bald zur Gnade verwendet er es. \u2014<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Merke hierauf, Ijow, stehe und betrachte die Wunder Gottes!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Verstehst du es, wie Gott sie anordnet, wie seine Lichtwolke durchbrach?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Verstehst du es, wie das Gew\u00f6lk durchbrochen wurde? [Kennst du] die Wundertaten des Vollkommenen an Wissen?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Dass deine Kleider dir hei\u00df werden, wenn es so ruhig [weht] vom S\u00fcden her.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Oder w\u00f6lbst du mit ihm die lichten H\u00f6hen, die fest sind wie gegossene [eherne] Spiegel?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Tue uns kund, was wir von ihm r\u00fchmen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen nichts darstellen vor Finsternis.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Kann er [nach Geb\u00fchr] gepriesen werden, dass ich reden sollte? Wird jemand [Gottes Thun] erkl\u00e4ren, das doch so verh\u00fcllt ist?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Bis nun hat noch niemand das Licht gesehen, das so hell leuchtet in den lichten H\u00f6hen \u2014 ein Wind [von Gott] fuhr dahin und macht sie klar.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Vom Norden her<\/p>\n\n\n<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"14\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-14\">14<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-14\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"14\">Vergleiche Jesaja 14, <sup class=\"Vers\">13.<\/sup><\/span>\n\n\n\n<p> strahlt es wie Gold, die g\u00f6ttliche, herrliche Majest\u00e4t.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Den Allm\u00e4chtigen in seiner gro\u00dfen Kraft begreifen wir nicht, aber im Recht und in der vollen Gerechtigkeit kr\u00e4nkt er niemanden.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>F\u00fcrwahr, alle Sterblichen m\u00fcssen ihn f\u00fcrchten, er sieht die Weisen nicht an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel38\">Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf rief der Herr dem Ijow aus dem Sturme zu und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wer ist es, der in unverst\u00e4ndigen Worten den rechten Sinn verdunkeln will?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>G\u00fcrte doch deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, und du belehre mich.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wo warst du, da ich die Erde gr\u00fcndete? Sage an, wenn du Einsicht besitzest.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wer hat ihr Ma\u00df bestimmt, wenn du es wei\u00dft? oder wer hat die Ma\u00dfschnur an sie gelegt?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Worauf sind ihre Pfeiler gesetzt? oder wer hat ihren Grundstein gelegt?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Unter dem allgemeinen Jubel der Morgensterne und dem Jauchzen aller Gottesgesch\u00f6pfe?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wer hat das Meer hinter T\u00fcren abgesperrt, als es aus dem Scho\u00df [der Untiefe] hervorquoll und \u00fcberflutete?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Als ich Gew\u00f6lk zu seinem Kleide machte und Nebel zu seinen Windeln?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Als ich ihm eine Grenze setzte und sie wie mit Riegel und T\u00fcren befestigte?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier setzt sie sich der Gewalt deiner Wogen entgegen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Hast du je in deinem Leben den Morgen entboten, dem Morgenrot seinen Platz angewiesen?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Hast du je die Zipfel der Erde erfasst, um die Frevler von ihr abzusch\u00fctteln?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie wird zerbr\u00f6ckelt wie Siegelthon, und jene stehen da, der Verwesung preisgegeben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Den Frevlern wird ihr Licht entzogen, und der m\u00e4chtige Arm bricht ab.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Bist du an die Quelle des Meeres gelangt? Hast du den Grund der Untiefe durchwandelt?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sind dir enth\u00fcllt die Pforten des Todes? Hast du die Pforten der Totenwelt gesehen?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Hast du der Erde Breite \u00fcberschaut? Sage an, wenn du es verstehst.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Wo ist der Weg, der zu dem Licht f\u00fchrt, und wo hat die Finsternis ihre St\u00e4tte?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Kannst du sein Gebiet genau bestimmen, kennst du die Pfade seiner Behausung?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Wei\u00dft du es, weil du damals schon geboren warst, weil deiner Tage viel sind?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Bist du in die Speicher des Schnees<br>gelangt? und hast du die Speicher des Hagels gesehen?<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Die ich aufgespart f\u00fcr die Zeit der Bedr\u00e4ngnis, f\u00fcr den Tag der Schlacht und des Kampfes?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>In welcher Weise dringt das Licht durch, und st\u00fcrmt der Ostwind \u00fcber die Erde hin?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Wer hat der Regenflut Kan\u00e4le gespalten, und eine Bahn dem donnernden Blitz gegeben?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Um regnen zu lassen auf menschenleere L\u00e4nder, auf W\u00fcsten, worin niemand ist;<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Zu s\u00e4ttigen \u00d6de und Graus und Graswuchs hervorsprie\u00dfen zu lassen?<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Hat der Regen einen Vater? oder wer hat die Tropfen des Taues gezeugt?<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Aus wessen Scho\u00df ist das Eis hervorgegangen, und wer hat den Reif des Himmels gezeugt?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Wie Stein wird das Wasser verdichtet, und an der Oberfl\u00e4che der Tiefe ist es festgefroren.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Vermagst du die Fesseln der Plejaden zu kn\u00fcpfen? oder die Bande des Orion zu l\u00f6sen?<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>F\u00fchrst du die Planeten zu ihrer Zeit heraus? oder leitest du den B\u00e4ren samt seinen Jungen?<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Kennst du die Gesetze des Himmels? oder bestellst du eine Herrschaft \u00fcber die Erde?<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Kannst du zum Gew\u00f6lk deine Stimme erheben, dass Wasserg\u00fcsse dich bedecken?<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Kannst du Blitze aussenden, dass sie gehen und zu dir sprechen: Wir sind bereit?<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Wer hat in der Tiefe Dunkel Weisheit gesetzt? und wer gab den Himmelserscheinungen Einsicht?<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"15\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-15\">15<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-15\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"15\">\u00dcbersetzung unsicher; aus dem Zusammenhang geht nur hervor, dass von den Himmelserscheinungen die Rede ist.<\/span><br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Wer hat die Wolken abgez\u00e4hlt mit Weisheit? und wer hat des Himmels Schl\u00e4uche niedergelegt?<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Als der Staub gegossen wurde zu einem festen K\u00f6rper, und die Schollen aneinandergeklebt wurden?<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Erjagst du der L\u00f6win Beute und stillst du die Gier der Jungl\u00f6wen?<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Wenn sie sich in den Lagern ducken, im Dickicht auf der Lauer sitzen?<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Wer bereitet dem Raben seine Nahrung, wenn seine Jungen zu Gott schreien und umherflattern wegen Mangels an Nahrung?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel39\">Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Kennst du die Geb\u00e4rzeit der Felsgemse, dass du das Kreisen der Hirschkuh<br>abwarten k\u00f6nntest?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Wei\u00dft du die Monde [ihrer Tr\u00e4chtigkeit] zu z\u00e4hlen, bis sie voll sind, dass du die Zeit bestimmen k\u00f6nntest, wann sie geb\u00e4ren?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Sie knien nieder, lassen ihre Jungen durchbrechen! los sind sie der Wehen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Es erstarken ihre Jungen, wachsen gro\u00df im Freien, dann gehen sie fort und kehren nicht wieder zu ihnen zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wer hat den Waldesel frei gelassen, und wer hat die Bande des Waldesels gel\u00f6st?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dem ich die Steppe zur H\u00fcrde gemacht und die W\u00fcste zu seiner Wohnung.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er verschm\u00e4ht das Stadtget\u00fcmmel, das L\u00e4rmen des Treibers h\u00f6rt er nicht.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er ersp\u00e4ht auf Bergen seine Weide und allem Gr\u00fcn sp\u00fcrt er nach.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Wird der Re\u00ebm<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"16\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-16\">16<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-16\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"16\">Ein fabelhaft starkes Tier.<\/span> dir dienen wollen? Wird er weilen an deiner Dreschtenne?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Vermagst du den Re\u00ebm zu binden an den Rain seines Leitseils? Wird er Furchen ziehen hinter dir?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Kannst du auf ihn vertrauen, weil seine Kraft gro\u00df ist? Kannst du ihm deine Arbeit \u00fcberlassen?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Traust du ihm zu, dass er deine Saat einbringen und in deine Tenne sammeln wird? \u2014<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Das Strau\u00dfweibchen schl\u00e4gt lustig an, oder der fl\u00fcgge Storch und Pelikan.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>[Nachher aber] \u00fcberl\u00e4sst es dem Boden die Eier, im Sand l\u00e4sst es sie br\u00fcten.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es denkt nicht daran, dass ein Fu\u00df sic zerdr\u00fccken, das Tier des Feldes sie zerstampfen k\u00f6nnte.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es ist hart gegen seine Jungen, als geh\u00f6rten sie nicht ihm, sorglos \u00fcberl\u00e4sst es seine Brut sich selbst.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Denn Gott hat es nicht mit Verstand bedacht und ihm nichts von Einsicht zugeteilt.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Gleich nimmt es in die H\u00f6he den Flug und spottet Ross und Reiter. \u2014<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Gibst du dem Rosse St\u00e4rke? Bekleidest du seinen Hals mit der wallenden M\u00e4hne?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Machst du es springen gleich der Heuschrecke, dass sein helles Schnauben Schrecken einfl\u00f6\u00dft?<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Es scharrt [voller Ungeduld] im Thale und wiehert mit Kraft, es zieht entgegen den Bewaffneten.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es spottet der Furcht und zagt nicht und tritt nicht zur\u00fcck vor dem Schwerte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wenn an ihm der K\u00f6cher erklirrt, die Klingen der Lanzen und Wurfspie\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Mit Ungest\u00fcm und Wut sch\u00fcrft es den Boden, horcht hin, ob die Trompete erschallt.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Beim Trompetenschall ruft es: Hui! Denn aus der Ferne wittert es die Schlacht, den Donnerruf der F\u00fchrer und das Feldgeschei. \u2014<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Ist es nach deiner Einsicht, dass der Habicht sich schwingt, seine Fl\u00fcgel gen S\u00fcden ausspannt?<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Oder auf deinen Befehl sich der Adler erhebt und sein Nest hoch baut?<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Auf Felsen wohnt er und horstet, auf Felsenspitzen und Bergzinnen;<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Von dort aus ersp\u00e4ht er Nahrung, sehr weit hin lugen seine Augen aus.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Schon seine Jungen schl\u00fcrfen Blut, und wo Leichen sind, dort ist er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel40\">Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Herr rief noch dem Ijow zu und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ist Kraft beim Allm\u00e4chtigen, du Tadler? Du, der du Gott zurechtweisen m\u00f6chtest, antworte doch!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ijow erwiderte dem Herrn und sprach:<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Wohl bin ich zu gering, was soll ich dir erwidern? Meine Hand leg ich auf den Mund.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Einmal habe ich geredet, aber ich wiederhole es nicht, zum zweiten Male tue ich es nicht wieder.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da rief der Herr dem Ijow aus einem Sturme zu und sprach:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>G\u00fcrte doch wie ein Mann deine Lenden, ich will dich fragen und du belehre mich!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>M\u00f6chtest du noch meinen Rechtsspruch widerlegen? Zeihest du mich des Unrechts, auf dass du gerecht seiest?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Hast du einen Arm wie Gott, und vermagst du mit einer gewaltigen Stimme wie er zu donnern?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Schm\u00fccke dich doch mit Stolz und Hoheit und kleide dich in Glanz und Majest\u00e4t.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>La\u00df hervorbrechen die Fluten deines Zornes, und schlage mit deinem Blick jeden Hoff\u00e4rtigen nieder.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Dem\u00fctige mit deinem Blick jeden Hoff\u00e4rtigen und zermalme die Frevler an ihrer St\u00e4tte. <sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Senke sie alle in den Staub, ihre Gesichter verh\u00fclle durch die Versenkung.<br>14\u00b7 Und ich werde dich preisen, dass dir deine Rechte Sieg verliehen hat.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Siehe da das Nilpferd, das ich geschaffen um dich; Gras frisst es wie das Rind.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Seine St\u00e4rke ist in seinen Lenden, und seine Kraft in den Sehnen seines Leibes.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Es streckt seinen Schwanz wie eine Zeder, die Nerven seiner Schenkel sind dick geflochten.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Seine Gebeine sind wie Barren Erz, seine Knochen wie Eisenst\u00e4be.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es ist der Erstling der Werke Gottes; wer es [als Speise] bereiten m\u00f6chte, mag sein Messer heranbringen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Denn die Berge tragen ihm Futter, wo alle Tiere des Feldes spielen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Unter Lotosstauden liegt es, geschirmt vom Rohr im Sumpfe.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Die Lotosstauden \u00fcberdecken und beschatten es, die Weiden des Baches \u00fcberdecken es.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Wenn der Strom rei\u00dfend einher flutet, enteilt es nicht; es bleibt ruhig, auch wenn der Wasserfall ihm an das Maul reicht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Mit seinen Augen w\u00fcrde es den verscheuchen, der ihm die Schlinge durch die Nase bohren wollte. \u2014<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Kannst du das Krokodil mit der Angel ziehen, und mit der Schnur seine Zunge niederdr\u00fccken?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Wirst du eine Binsenschnur ziehen durch seine Nase und mit Haken sein Kinn durchl\u00f6chern?<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Wird es dich dann viel bitten, wird es sanft zu dir sprechen?<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Wird es einen Bund mit dir schlie\u00dfen, dass du es f\u00fcr immer zum Sklaven nehmest?<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Wirst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel und es anbinden f\u00fcr deine M\u00e4gdlein?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Da\u00df Handelsgenossen um es feilschen und Kaufleute es unter sich teilen.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Wirst du dich r\u00fcsten mit Stacheln gegen seine Haut und mit dem Fischer haken gegen seinen Kopf?<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Lege auf es deine Faust! \u2014 denke aber an Kampf, du tust es nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel41\">Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Gewiss, seine Hoffnung ist tr\u00fcgerisch, denn schon bei seinem blo\u00dfen Anblick wird man hingestreckt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>So tollk\u00fchn ist niemand, dass er es reize \u2014 und nun, wer will sich gegen mich stellen?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Wer kam mir zuvor? Ich w\u00fcrde ihm alles hingeben! denn alles unter dem Himmel ist mein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich will nicht schweigen von seinem Wesen, seiner Kraft und seiner sch\u00f6nen Ausr\u00fcstung.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"17\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4826\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-17\">17<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4826-17\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"17\">Es wird hier in der Beschreibung des Meerungeheuers fortgefahren.<\/span><br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Wer hat je die Vorderseite seines Gewandes aufgedeckt? wer in die Falte seines Gebisses gedrungen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wer hat je die T\u00fcren seines Antlitzes [seinen Rachen] ge\u00f6ffnet? Um sein Gebiss ist Schrecken.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Trotzig schlie\u00dfen sich die stolzen Schilde [die Zahnreihen], fest versiegelt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Sie sind an einander geschlossen, und kein Hauch kommt dazwischen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sie sind eins an das andere gef\u00fcgt, sie greifen in einander und lassen sich nicht los.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sein Niesen strahlet Licht, und seine Augen sind wie die Strahlen des Morgenrots.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Aus seinem Maule fahren Fackeln, Feuerfunken entspr\u00fchen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aus seinen N\u00fcstern steigt Rauch, wie aus einem dampfenden Topf oder Kessel.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sein Odem entz\u00fcndet Kohlen, und Flammen fahren aus seinem Rachen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Um seinen Hals weilt St\u00e4rke, und vor ihm geht Angst einher.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die Wamen seines Fleisches liegen hart an, gediegen ist alles an ihm, unbeweglich<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sein Herz gegossen wie Stein, fest wie der untere M\u00fchlstein.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Vor seinem Auffahren graut es selbst den Starken, sie werden ersch\u00fcttert und es schwindelt ihnen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Das Schwert seines Angreifers haftet nicht an ihm, nicht Lanze, Streitaxt und spitzer Pfeil.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Es achtet Eisen f\u00fcr Stroh, Erz f\u00fcr morsches Holz.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Nicht verjagt es der Pfeil, in Stoppeln wandeln sich ihm die Schleudersteine.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Wie Stroh sind ihm Keulen geachtet, und es lacht zu dem Beben des Wurfspie\u00dfes.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Unter ihm die spitzen Scherben, alles Scharfe dr\u00fcckt es platt in den Schlamm<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Es macht die Tiefe wie einen Kessel sieden, das Meer r\u00fchrt es wie eine Salbe.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Hinter ihm leuchtet ein Pfad auf; man w\u00e4hnt die Flut ergraut. <sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Auf Erden ist nicht seinesgleichen, es ist unbesiegbar.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Alles Hohe blickt es an; \u2014 das ist der K\u00f6nig \u00fcber alle Stolzen!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel42\">Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf antwortete Ijow dem Herrn und sprach:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich erkenne, dass du alles vermagst; denn unzug\u00e4nglich ist dir kein Gedanke.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>[Du fragtest]: Wer ist es, der verdunkeln mag den Sinn unverst\u00e4ndig? Ja, ich bekenne, dass ich nichts wei\u00df, verhohlen ist es vor mir, und ich versteh es nicht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>H\u00f6re doch und ich will reden; ich will dich fragen und du belehre mich.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Nach des Ohres Kunde wusste ich von dir; doch nun hat mein Auge dich gesehen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Dar\u00fcber verwerfe ich mein Geschw\u00e4tz und bereue in Staub und Asche.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Nachdem der Herr diese Worte zu Ijow geredet hatte, sprach der Herr zu Elifas aus Teman. Mein Zorn ist wider dich und wider deine zwei Gef\u00e4hrten entbrannt; denn ihr habt nicht zu mir so aufrichtig geredet, wie mein Knecht Ijow.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Nehmet deshalb sieben Farren und sieben Widder und gehet zu meinem Knecht Ijow und bringet Opfer um euch, mein Knecht Ijow wird f\u00fcr euch beten; und nur sein Ansehen achte ich, euch keinen Schimpf anzutun, denn ihr habt nicht zu mir so aufrichtig geredet wie mein Knecht Ijow.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da gingen Elifas aus Teman, Bildad aus Suah und Zofar aus Naama und taten, wie der Herr ihnen befohlen hatte; und der Herr achtete das Ansehen Ijows, [er nahm das Opfer wohlgef\u00e4llig auf].<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der Herr stellte Ijow wieder her, weil er um seine Freunde betete, und der Herr vermehrte alles, was dem Ijow geh\u00f6rte, zwiefach.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Es kamen zu ihm all seine Br\u00fcder und Schwestern und all seine Bekannten von vormals und a\u00dfen mit ihm Brot in seinem Hause und bemitleideten ihn und tr\u00f6steten ihn ob all dem Ungl\u00fcck, das der Herr \u00fcber ihn gebracht hatte; jeder gab ihm eine Kesita und einen goldenen Ring.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Der Herr segnete nun das Ende Ijows mehr als seinen Anfang; er hatte vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Paar Rinder und tausend Eselinnen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Auch hatte er sieben S\u00f6hne und drei T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er nannte die eine Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-Happuch.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>So sch\u00f6ne Frauen wie die T\u00f6chter Ijows waren im ganzen Lande nicht zu haben; und ihr Vater gab ihnen ein Erbe unter ihren Br\u00fcdern.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Ijow lebte nach diesen Ereignissen noch hundertundvierzig Jahre und erlebte S\u00f6hne und die S\u00f6hne seiner S\u00f6hne, vier Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Ijow starb dann alt und lebenssatt.<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Der Mensch ist unempfindlich, so lange es ihn nicht selbst betrifft.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Ijow verflucht den Tag seiner Geburt, dass er aus der Zeitrechnung verschwinden m\u00f6ge.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Habe ich gefehlt, so m\u00fcsste mir meine Schuld bekannt sein, und jedenfalls ist sie nicht so gro\u00df, wie ihr mir vorwerfen wollt.<\/div><\/li><li><span>4<\/span><div>Sowohl die hier wie auch 21, 19 stehende Redensart in dem Sinne: Ich will das den Frevlern nicht nachsprechen.<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div>Wodurch angespielt wurde, dass Ijow nicht so ganz unschuldig sei.<\/div><\/li><li><span>6<\/span><div>Dass der Frevler bei vollem Gl\u00fcck stirbt, ist keine Strafe f\u00fcr ihn; denn vor ihm sind Menschen gestorben und auch nach ihm werden sie sterben.<\/div><\/li><li><span>7<\/span><div>Du \u00fcbtest Ansehen der Person gegen die Armen und Schwachen.<\/div><\/li><li><span>8<\/span><div>Dieser Vers ist wegen \u05d0\u05d9 \u05e0 \u05e7\u05d9 missverstanden worden. Vergl. aber <sup class=\"Vers\">2.<\/sup>K\u00f6nige 15, <sup class=\"Vers\">22.<\/sup><\/div><\/li><li><span>9<\/span><div>Die Verse 18\u201421 sind etwas dunkel, da Ijow doch das Loos des Frevlers sonst gl\u00fccklich preist. Wahrscheinlich wollte er dabei dem in seinen Reden h\u00e4ufig wiederkehrenden Gedanken Ausdruck geben, dass sich der B\u00f6se um sein Schicksal nach dem Tode nicht k\u00fcmmert; bei Lebenszeiten geht es ihm aber gut.<\/div><\/li><li><span>10<\/span><div>D. h.: als sein Gl\u00fcck den H\u00f6hepunkt erreicht hatte.<\/div><\/li><li><span>11<\/span><div>Noch heute im Orient \u00fcblich, heiligen Dingen auf diese Weise Verehrung zu erweisen. Ijow wollte sagen, dass er nie Himmelsk\u00f6rper angebetet habe.<\/div><\/li><li><span>12<\/span><div>Die Verse 17\u201419 sind sehr schwierig; der Sinn l\u00e4sst sich nur einigerma\u00dfen erraten.<\/div><\/li><li><span>13<\/span><div>Der Sinn der beiden letzten Verse l\u00e4sst sich nur einigerma\u00dfen erraten.<\/div><\/li><li><span>14<\/span><div>Vergleiche Jesaja 14, <sup class=\"Vers\">13.<\/sup><\/div><\/li><li><span>15<\/span><div>\u00dcbersetzung unsicher; aus dem Zusammenhang geht nur hervor, dass von den Himmelserscheinungen die Rede ist.<\/div><\/li><li><span>16<\/span><div>Ein fabelhaft starkes Tier.<\/div><\/li><li><span>17<\/span><div>Es wird hier in der Beschreibung des Meerungeheuers fortgefahren.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Ijow (Hiob) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 \u00dcberblick \u00fcber das Buch Hiob Hiob, Ijow \u2014 Das Buch Hiob besteht aus folgenden drei Teilen: a) Einleitung (1. und 2.). \u2014 Gott wird bildlich als Gebieter eines Ministerrats (\u00bbS\u00f6hne Gottes\u00ab) dargestellt, in dem auch der Ankl\u00e4ger [Satan] \u00bbder Hinderer\u00ab, (einer, der dem Gottesworte feindlich ist) erscheint. W\u00e4hrend Gott die Fr\u00f6mmigkeit Hiobs pries, bezweifelte der Ankl\u00e4ger die Reinheit seines Herzens und vermutete, dass Hiob nicht l\u00e4nger fromm sein w\u00fcrde, wenn ihn irgendein Ungl\u00fcck tr\u00e4fe; Hiob, harten Versuchungen ausgesetzt, blieb fest in seinem Glauben an Gott. \u00bbNackt kam ich hervor aus meiner Mutter Scho\u00df, und nackt werde ich dahin zur\u00fcckkehren; der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen: der Name des Herrn sei gepriesen\u00ab (1,21). \u00bbHaut um Haut\u00ab, sagte der Ankl\u00e4ger, &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4829,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4826","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4826"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4826\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5843,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4826\/revisions\/5843"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}