{"id":4849,"date":"2019-08-23T14:55:43","date_gmt":"2019-08-23T12:55:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4849"},"modified":"2023-04-18T09:09:10","modified_gmt":"2023-04-18T07:09:10","slug":"schoftim-das-buch-der-richter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/schoftim-das-buch-der-richter\/","title":{"rendered":"Schoftim &#8211; Das Buch der Richter"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Schoftim (\u00bbBuch der Richter\u00ab) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch der Richter enth\u00e4lt Episoden aus der Geschichte der Israeliten vom Tode Josuas bis zum Tode des Hohenpriesters Eli. Der Titel \u00bbRichter\u00ab bedeutet \u00bboberster Beamter\u00ab oder einfach \u00bbOberhaupt\u00ab oder \u00bbAnf\u00fchrer\u00ab. Die Richter waren Personen, die von G-tt erw\u00e4hlt und von au\u00dferordentlichem Mute und Tapferkeit beseelt waren, um das Land oder einen Teil des Landes von dr\u00fcckender Fremdherrschaft zu befreien. Die f\u00fcr diese Sendung erforderlichen Eigenschaften waren Vaterlandsliebe und Mut. Einige Richter m\u00f6gen nach Wiederherstellung von Frieden und Ordnung ihre Macht behauptet haben, aber im allgemeinen war ihre Sendung als Richter mit dem Aufh\u00f6ren des Kampfes erf\u00fcllt. Weder waren sie die religi\u00f6sen F\u00fchrer der Nation, noch werden sie als Muster von Fr\u00f6mmigkeit vorgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Zeit der Richter waren die St\u00e4mme Israels nicht geeint (Lied der Debora, Richter <a href=\"#Kapitel5\">5,15\u201417<\/a>). Es gab keine gemeinsame Regierung oder doch nur eine solche mit geringer Macht und Geltung. Das Volk entartete; viele trieben G\u00f6tzendienst, und insgesamt vernachl\u00e4ssigten sie die g\u00f6ttlichen Gebote. Aber das Gewissen der Nation erwachte, als ein schreckliches Verbrechen zu Gibea im Stamme Benjamin begangen wurde, und ganz Israel vereinte sich in der Forderung der Bestrafung der Misset\u00e4ter (<a href=\"#Kapitel19\">19<\/a>\u2014<a href=\"#Kapitel21\">21<\/a>). Das Buch enth\u00e4lt zwei sch\u00f6ne poetische Abschnitte, das Lied der Debora (<a href=\"#Kapitel5\">5<\/a>) und die Parabel des Jotham (<a href=\"#Kapitel9\">9<\/a>).<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Lage nach dem Tod Josuas.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach dem Tode Josuas, befragten die Kinder Israel den Herrn: Wer von uns soll gegen die Kanaaniter zuerst streiten?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Herr sprach: Jehuda ziehe in den Krieg [zuerst], ich gebe das Land in seine Hand.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jehuda sprach darauf zu Simeon, seinem Bruder: Ziehe mit mir in mein Loos mit dem Kanaani zu streiten, und ich will mit dir dann gehen in dein Loos; und Simeon ging mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jehuda zog aus und der Herr gab den Kanaani und den Perisi in ihre H\u00e4nde, sie erschlugen in Besek zehntausend Mann.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie fanden den Herrscher von Besek in Besek und griffen ihn an und schlugen den Kanaani und den Perisi.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Herrscher von Besek floh, und sie setzten ihm nach und ergriffen ihn und hieben ab die Daumen seiner H\u00e4nde und, die gro\u00dfen Zehen seiner F\u00fc\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da sprach der Herrscher von Besek: Siebzig K\u00f6nige, denen die Daumen ihrer H\u00e4nde und die gro\u00dfen Zehen ihrer F\u00fc\u00dfe abgehauen waren, lasen [Brosamen] auf unter meinem Tische. So wie ich getan, so hat mir Gott vergolten. Sie brachten ihn nach Jerusalem und er starb daselbst.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die S\u00f6hne Jehuda griffen Jerusalem an und nahmen es ein und schlugen es mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; die Stadt steckten sie in Brand.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Hernach zogen die S\u00f6hne Jehuda hin, den Kanaani, den Bewohner des Berges und des S\u00fcdens und der Niederung, anzugreifen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Jehuda zog gegen den Kanaani, der in Hebron wohnte, aber der Name Hebrons war vordem Kirjat Arba, und sie schlugen den Sesai und Ahiman und Talmai.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Von dort zog er gegen die Bewohner von Debir, und der Name Debirs war vordem Kirjat Sefer.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und Kaleb sprach: Wer Kirjat Sefer besiegt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Aksa zum Weibe.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da eroberte es Otni\u00ebl, Sohn Kenas, der j\u00fcngere Bruder des Kaleb, und er gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Als sie [zu ihrem Manne] kam, redete sie ihm zu, dass er von ihrem Vater das Feld erbitte; [mit dieser Bitte besuchte sie ihren Vater und ihn erblickend] lie\u00df sie sich vom Esel herab, und Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie erwiderte ihm: Gew\u00e4hre mir einen Segen, denn ein d\u00fcrres Land hast du mir gegeben, so gib dazu mir Wasserquellen. Und Kaleb gab ihr die Quellen des Oberlandes und die Quellen des Niederlandes.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die S\u00f6hne des Keni, des Schwiegervaters Moses, waren gezogen von der Palmenstadt samt den S\u00f6hnen Jehuda in die W\u00fcste Jehuda, im S\u00fcden von Arad, und blieben wohnen bei dem Volke.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Jehuda zog mit Simeon seinem Bruder, sie schlugen den Kanaani, den Bewohner von Zefat, und bannten es, und man nannte den Namen der Stadt Horma.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jehuda nahm Gasa ein und sein Gebiet und Aschkelon und sein Gebiet und Ekron und sein Gebiet.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der Herr war mit Jehuda und er nahm den Berg in Besitz; denn nicht auszutreiben waren die Bewohner des Tals, weil sie eiserne Wagen hatten.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gehei\u00dfen hatte, und er trieb aus von dort die drei S\u00f6hne des Anak.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber den Jebusi, den Bewohner von Jerusalem, trieben die S\u00f6hne Benjamin nicht aus, und es wohnte der Jebusi bei den Sohnen Benjamin in Jerusalem bis auf diesen Tag.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die vom Hause Josef zogen gegen Bet El, und der Herr war mit ihnen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die vom Hause Josef lie\u00dfen Bet El auskundschaften; der Name der Stadt war aber vordem Lus.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da sahen die Belagernden einen Mann aus der Stadt herauskommen und sprachen zu ihm: Zeige uns doch den Eingang der Stadt, wir wollen dir daf\u00fcr Liebe erweisen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Er zeigte ihnen den Eingang der Stadt, und sie schlugen die Stadt mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; den Mann aber und sein ganzes Geschlecht lie\u00dfen sie ziehen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Der Mann ging in das Land der Hittim, er baute da eine Stadt und nannte ihren Namen Lus, das ist ihr Name bis auf diesen Tag.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Manasse trieb nicht aus Bet Seon und seine Tochterst\u00e4dte und Taanach und seine Tochterst\u00e4dte und die Bewohner von Dor und seiner Tochterst\u00e4dte und die Bewohner von Jibleam und seiner Tochterst\u00e4dte und die Bewohner von Megiddo und seiner Tochterst\u00e4dte; der Kanaani setzte es durch, zu bleiben in diesem Lande.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Als Israel jedoch erstarkte, da machte es den Kanaani zinsbar, trieb ihn aber nicht aus.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Efraim trieb nicht aus den Kanaani, der in Geser wohnte, und der Kanaani blieb wohnen in seiner Mitte in Geser.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Sebulun trieb nicht aus die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol; der Kanaani blieb wohnen in seiner Mitte und wurde zinsbar.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Asser trieb nicht aus die Bewohner von Akto und die Bewohner von Zidon und Ahlab und Aksib und Helba und Asik und Rehob.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und Asser wohnte inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des Landes, denn er trieb sie nicht aus.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Naftali trieb nicht aus die Bewohner von Bet Semes und die Bewohner von Bet Anat, und er wohnte inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des Landes; die Bewohner von Bet Semes und Bet Anat wurden ihnen zinsbar.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Der Emori dr\u00e4ngte die S\u00f6hne Dan in das Gebirge, er gab nicht zu, dass sie sich in dem Tale niederlie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Der Emori setzte es durch, auf dem Gebirge Heres zu wohnen, in Ajalon und in Schaalbim; als sp\u00e4ter die Hand des Hauses Josef schwer sauf den Emoriten lastete, wurden sie zinsbar.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Das Gebiet des Emori ging von Maale Akrabbim von dem Felsen an und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ein Bote des Herrn kam von Gilgal nach Bochim und sprach: Ich habe euch [lie\u00df euch Gott sagen] aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt und euch in das Land gebracht, das ich zugeschworen euern V\u00e4tern, und habe gesprochen: Ich werde meinen Bund mit euch ewig nicht brechen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Aber auch ihr sollt keinen Bund schlie\u00dfen mit den Bewohnern dieses Landes; ihre Alt\u00e4re sollt ihr niederrei\u00dfen. Ihr habt jedoch nicht gehorcht meiner Stimme. Was habt ihr da getan?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da habe ich nun beschlossen: Ich werde sie nicht vor euch austreiben, dass sie eure Qu\u00e4ler seien, und ihre G\u00f6tter euch zum Fallstrick werden.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Als der Bote des Herrn diese Worte zu all den Kindern Israel redete, da erhob das Volk seine Stimme und weinte,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie nannten den Namen selbigen Ortes Bochim [Weinende] und opferten daselbst dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Josua entlie\u00df das Volk, und die Kinder Israel gingen jeglicher in sein Besitztum, das Land einzunehmen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Das Volk diente wohl dem Herrn all die Tage Josuas, und all die Tage der \u00c4ltesten, die Josua \u00fcberlebt haben, die gesehen hatten alle gro\u00dfen Taten des Herrn, die er f\u00fcr Israel getan.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Josua Sohn Nuns der Knecht des Herrn starb, hundert und zehn Jahre alt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und sie begruben ihn in dem Gebiet seines Besitztums Timnat Heres auf dem Gebirge Efraim, an der n\u00f6rdlichen Seite des Berges Gaas.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Auch das ganze Geschlecht war versammelt zu seinen V\u00e4tern, und es erstand ein anderes Geschlecht nach ihm, das nicht kannte den Herrn und auch nicht die Tat, die er f\u00fcr Israel getan.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und die Kinder Israel taten das B\u00f6se in den Augen des Herrn und dienten dem Baal.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie verlie\u00dfen den Herrn, den Gott ihrer V\u00e4ter, der sie herausgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten, und gingen fremden G\u00f6ttern nach, den G\u00f6ttern der V\u00f6lker, die rings um sie, sie beteten sie an und kr\u00e4nkten den Herrn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sie verlie\u00dfen den Herrn und dienten dem Baal und den Astarot.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Zorn des Herrn ergl\u00fchte \u00fcber Israel, und er gab sie in die Hand von Pl\u00fcnderern, die sie pl\u00fcnderten; er lieferte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, und sie vermochten nicht mehr zu bestehen vor ihren Feinden.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> \u00dcberall wo sie auszogen, war die Hand des Herrn \u00fcber ihnen zum B\u00f6sen, wie der Herr geredet und wie der Herr ihnen zugeschworen, und sie wurden sehr gedr\u00e4ngt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Herr lie\u00df wohl Richter aufstehen, und sie halfen ihnen aus der Hand ihrer Pl\u00fcnderer.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, denn sie buhlten fremden G\u00f6ttern nach und b\u00fcckten sich vor ihnen. Sie wichen bald von dem Wege, den ihre V\u00e4ter gegangen, zu gehorchen den Geboten des Herrn; sie taten nicht also.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Wenn der Herr ihnen Richter aufstehen lie\u00df, war der Herr mit dem Richter und half ihnen aus der Hand ihrer Feinde all die Tage des Richters, weil der Herr sich bedachte ob ihres Wehgeschreis vor ihren Dr\u00e4ngern und Bedr\u00fcckern;<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wenn aber der Richter starb, arteten sie wieder aus, mehr denn ihre V\u00e4ter, fremden G\u00f6ttern nachzugehen, ihnen zu dienen und sie anzubeten. Sie lie\u00dfen nicht von ihren Missetaten und von ihrem verderbten Wandel.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Der Zorn des Herrn ergl\u00fchte \u00fcber Israel und er sprach: Darum, dass dieses Volk \u00fcbertreten hat meinen Bund, den ich ihren V\u00e4tern geboten, und nicht gehorchet meiner Stimme,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Werde ich keinen Mann vor ihnen austreiben von den V\u00f6lkern, die Josua zur\u00fcckgelassen, da er starb;<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Um mit ihnen Israel zu pr\u00fcfen, ob sie beobachten den Weg des Herrn, darauf zu wandeln, wie ihre V\u00e4ter beobachtet, oder nicht.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> So lie\u00df der Herr diese V\u00f6lker, dass er sie nicht schnell austrieb; er hatte sie nicht in die Hand Josuas gegeben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Richter Otni\u00ebl und Ehud.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dies sind die V\u00f6lker die der Herr gelassen, um mit ihnen Israel zu pr\u00fcfen, alle die nicht kennen gelernt die Kriege mit Kanaan;<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Damit Kenntnis bek\u00e4men die k\u00fcnftigen Geschlechter der Kinder Israel, um jene den Krieg zu lehren, die solchen nicht vordem kennen gelernt:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister und den ganzen Kanaani und den Zidoni und den Hivi, der auf dem Berge Libanon wohnte, von dem Gebirge Baal Hermon bis gen Hamat.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie dienten auch dazu, mit ihnen Israel zu pr\u00fcfen, zu erkennen, ob sie gehorchen w\u00fcrden den Geboten des Herrn, die er ihren V\u00e4tern durch Mose geboten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Also wohnten die Kinder Israel inmitten des Kanaani, des Hitti und Ewori und Perisii und Hivi und Jebusi.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und nahmen deren T\u00f6chter sich zu Frauen, und ihre T\u00f6chter gaben sie deren S\u00f6hnen, und dienten ihren G\u00f6ttern.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Kinder Israel taten das B\u00f6se in den Augen des Herrn und verga\u00dfen den Herrn, ihren Gott, und dienten dem Baal und Astarot.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da ergl\u00fchte der Zorn des Herrn \u00fcber Israel, und er lieferte sie in die Hand des Kusan Risatajim, K\u00f6nigs von Aram Naharajim [Mesopotamien], und es dienten die Kinder Israel dem Kusan Risatajim acht Jahre.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Kinder Israel schrien zum Herrn und der Herr lie\u00df den Kindern Israel einen Retter aufstehen, der sie rettete, den Otni\u00ebl Sohn Kenas, den j\u00fcngeren Bruder Kaleb.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Geist des Herrn kam \u00fcber ihn, und er richtete Israel und zog aus in den Streit, und der Herr gab in seine Hand den Kusan Risatajim, K\u00f6nig von Aram, und siegreich war seine Hand \u00fcber Kusan Risatajim.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Das Land war ruhig vierzig Jahre, da starb Otni\u00ebl, Sohn Kenas.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die Kinder Israel fuhren fort zu tun das B\u00f6se in den Augen des Herrn, und der Herr machte den Eglon, K\u00f6nig von Moab, stark \u00fcber Israel, weil sie das B\u00f6se getan in den Augen des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er versammelte zu sich die Ammoniter und Amalek und besiegte Israel, sie nahmen die Palmenstadt ein.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die Kinder Israel dienten dem Eglon, K\u00f6nig von Moab, achtzehn Jahre.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die Kinder Israel schrieen dann zum Herrn und der Herr lie\u00df ihnen aufstehen einen Retter, den Ehud, Sohn Gera, einen Benjaminiten, der an seiner rechten Hand gel\u00e4hmt war [er war links]. Und die Kinder Israel sandten durch ihn ein Geschenk an Eglon, K\u00f6nig von Moab.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ehud fertigte sich an ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine Spanne lang [einen Dolch], und er g\u00fcrtete es unterhalb seines Rockes an seiner rechten H\u00fcfte.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und er \u00fcberreichte das Geschenk dem Eglon, K\u00f6nig von Moab. Eglon aber war ein sehr feister Mann.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als er fertig war mit dem \u00dcberreichen des Geschenkes, da entsandte er das Volk, die Tr\u00e4ger des Geschenkes.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Er aber kehrte um von den Steinbr\u00fcchen, die bei Gilgal, [trat beim K\u00f6nig ein] und sprach: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o K\u00f6nig! Da sprach dieser: Still! und es traten ab von ihm alle, die um ihn standen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und Ehud trat an ihn n\u00e4her heran, er sa\u00df in dem k\u00fchlen S\u00f6ller, der f\u00fcr ihn allein war. Und Ehud sprach: Ein Wort Gottes habe ich an dich. Da stand er auf von dem Thron.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Nun streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten H\u00fcfte und stach es ihm in den Leib.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Es drang hinein sogar der Stiel nach der Klinge, und das Fett schloss sich um die Klinge, denn er zog das Schwert nicht aus seinem Leibe, und es fuhr bis in den Mastdarm.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ehud ging hinaus nach dem S\u00e4ulengange und verschloss die T\u00fcren des S\u00f6llers vor ihm und riegelte sie zu.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Eben war er hinausgegangen, da kamen seine Diener und sahen die T\u00fcren des S\u00f6llers verriegelt. Da sprachen sie: Gewiss verrichtet er seine Notdurft in dem k\u00fchlen Zimmer.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie warteten bis zur Ungeduld, aber er \u00f6ffnete nicht die T\u00fcren des S\u00f6llers, da nahmen sie den Schl\u00fcssel und schlossen auf; ihr Herr lag tot am Boden.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Ehud aber war entronnen w\u00e4hrend ihres Z\u00f6gerns, \u00fcber die Steinbr\u00fcche hinaus, und entrann nach S\u00ebira.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Als er da ankam, stie\u00df er in die Posaune auf dem Gebirge Efraim, und es zogen ihm nach die Kinder Israel vom Gebirge, und er ihnen voran.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Er sprach zu ihnen: Folget mir nach! denn gegeben hat der Herr eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand; und sie zogen ihm nach und besetzten die Jordanfurten den Moabitern [die westlich vom Jordan weilten] und lie\u00dfen niemand hin\u00fcber.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie schlugen in jener Zeit an zehntausend Moabiter, lauter feiste und r\u00fcstige, und es entrann niemand.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Moab war gedem\u00fctigt an jenem Tage vor Israel und das Land war ruhig achtzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Und nach [Ehud] war Samgar, Sohn Anats; er schlug die Philister, sechshundert Mann, mit dem Rinderstachel, und auch er half Israel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Heldin Debora.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Aber die Kinder Israel fuhren fort zu tun das B\u00f6se in den Augen des Herrn: Ehud war bereits gestorben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und der Herr lieferte sie in die Hand des Jabin, K\u00f6nigs von Kanaan, der zu Hazor regierte, und sein Heerf\u00fchrer war Sisera; er wohnte zu Haroset Hagojim.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Kinder Israel schrien zu dem Herrn, denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er dr\u00fcckte die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und Debora, eine Prophetin, das Weib Lapidots, richtete Israel in jener Zeit.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie sa\u00df unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El, auf dem Gebirge Efraim, die Kinder Israel zogen hinauf zu ihr zu Gericht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie lie\u00df sich rufen den Barak, Sohn Abinoams aus Kedes Naftali, und sprach zu ihm: Der Herr, der Gott Israels, hat befohlen: Gehe und f\u00fchre nach dem Berg Tabor mit dir zehntausend Mann von den S\u00f6hnen Naftali und von den S\u00f6hnen Sebulun.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und ich werde dir zuf\u00fchren an den Fluss Kischon hin den Sisera, Heerf\u00fchrer Jabins, seine Wagen und seine Volksmenge, und ihn in deine Hand geben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehest, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehest, geh&#8216; ich nicht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie sprach: Ich will mit dir gehen, nur dass es dein Ruhm nicht sein wird auf dem Wege, den du gehest; denn in die Hand eines Weibes wird der Herr liefern den Sisera. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedes.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Barak entbot Sebulun und Naftali nach Kedes; es kamen hinauf unter seiner Leitung zehntausend Mann, auch Debora kam mit ihm hinauf.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Kenite Heber hatte sich getrennt von Kajin, von den S\u00f6hnen Hobabs, der mit Mose verschw\u00e4gert war, und spannte sein Zelt auf bis Elon Bezaananim, das bei Kedes.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Als man dem Sisera berichtete, dass Barak, Sohn Abinoams, nach dem Berge Tabor hinaufgegangen,<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da entbot Sisera all seine neunhundert eisernen Wagen und all das Volk, das bei ihm, von Haroset Hagojim bis zum Flusse Kischon.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Debora sprach zu Barak: Auf, denn dies ist der Tag, da der Herr den Sisera in deine Hand gibt, der Herr zieht vor dir her. Da ging Barak herab vom Berge Tabor und zehntausend Mann ihm nach.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Herr vernichtete den Sisera und alle Wagen und das ganze Lager mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes vor Barak her: Sisera stieg hinab von dem Wagen und floh zu Fu\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Barak jagte den Wagen nach und dem Lager bis Haroset Hagojim, und das ganze Lager Siseras fiel durch die Sch\u00e4rfe des Schwertes. Es blieb auch nicht einer \u00fcbrig.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sisera floh zu Fu\u00dfe in das Zelt Ja\u00ebls, des Weibes des Keniten Heber, denn Frieden war zwischen Jabin, K\u00f6nig von Hazor, und dem Hause des Keniten Heber.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da ging Ja\u00ebl dem Sisera entgegen, und sprach zu ihm. Kehre ein, mein Herr, kehre ein bei mir, f\u00fcrchte nicht. Er kehrte bei ihr ein in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und er sprach zu ihr: Lasse mich doch trinken ein wenig Wasser, denn ich d\u00fcrste; sie \u00f6ffnete den Milchschlauch und lie\u00df ihn trinken und deckte ihn zu.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da sprach er zu ihr: Stelle dich in den Eingang des Zeltes, und wenn einer kommt und dich fragt: Ist hier ein Mann? so antworte: Nein.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da nahm Ja\u00ebl, die Frau Hebers, den Zeltnagel und tat den Hammer in ihre Hand und trat zu ihm leise stie\u00df den Nagel in seine Schl\u00e4fe; er drang durch in die Erde; [Sisera] aber lag und bet\u00e4ubt, ward ohnm\u00e4chtig und starb.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Unterdessen verfolgte Barak den Sisera, da kam Ja\u00ebl ihm entgegen und sprach zu ihm: Komm, ich will dir zeigen den Mann, den du suchst; und er kam zu ihr, Sisera lag tot und der Nagel in seiner Schl\u00e4fe.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> So dem\u00fctigte Gott an jenem Tage den Jabin, K\u00f6nig von Kanaan, vor den Kindern Israel.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Seitdem lag die Hand der Kinder Israel immer schwerer auf Jabin, dem K\u00f6nige von Kanaan, bis zur v\u00f6lligen Vernichtung des Jabin, K\u00f6nigs von Kanaan.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> An jenem Tage sang Debora und Barak Sohn Abinoams,<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Als die F\u00fcrsten in Israel sich f\u00fcrstlich bew\u00e4hrten und das Volk ihnen willig [nachzog]: Preiset den Herrn!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> H\u00f6ret, K\u00f6nige, vernehmet F\u00fcrsten: ich will den Herrn preisen, in Saitenspiel [verk\u00fcnden den Ruhm] des Herrn, des Gottes Israel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Als du, Herr, von S\u00ebir auszogst, vom Gefilde Edoms einherschrittest, bebte die Erde, die Himmel zerflossen, auch die Wolken [hochragende Berge] zerflossen in Wasser.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Berge zerrannen vor dem Herrn, dieser Sinai [zerrann] vor dem Herrn, dem Gotte Israels.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> In den Tagen Samgars des Sohnes Anats, in den Tagen des Ja\u00ebl, h\u00f6rten alle Karawanen auf: die Wegwanderer mu\u00dften krumme Pfade aufsuchen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie entbehrten jede Sicherheit in Israel; bis du aufstandst, Debora, bis du aufstandest, eine Mutter in Israel.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> [Israel] erkor neue G\u00f6tter, da stritt man in [seinen] St\u00e4dten; ob sich aber Schild und Lanze fand unter vierzigtausend von Israel?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Mein Herz [jubelt] entgegen den F\u00fchrern Israels, allen die willig [in den Krieg gezogen]. Preiset den Herrn!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ihr [Vornehmen], die ihr auf schimmernden Eselinnen reitet und auf Teppichen sitzet, und ihr [Geringen], die ihr zu Fu\u00df wandert, sprechet [von Gottes Ruhmestaten].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch die S\u00fctzen unter den Hirten, die die Herden tr\u00e4nken, preisen die Gnade des Herrn, dass er Sicherheit gab Israel; nunmehr zog das Volk des Herrn in [seine] St\u00e4dte zum Krieg.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Erhebe, erhebe dich, Debora, erhebe dich und singe ein Lied! Auf, Barak, f\u00fchre Gefangene weg, du Sohn Abinoams!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ein kleiner \u00dcberrest [Israel] besiegte ein m\u00e4chtiges Volk; der Herr verlieh mir Sieg \u00fcber Helden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Stamm Efraim [stritt] wider Amalek; Benjamin dir nach unter deinen Schaaren; von Machir zogen die Edlen, von Sebulun die Schreibkundigen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die F\u00fcrsten von Issachar [zogen] mit Debora, Issachar war ganz mit Barak, in das Tal wurde sein Fu\u00dfvolk entsandt. Aber an den B\u00e4chen Rubens [sitzen] lauter weise M\u00e4nner.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4849\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Im ironischen Sinne gemeint.<\/span><br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Warum sa\u00dfest du zwischen den H\u00fcrden, dem Gemecker der Herden zuzuh\u00f6ren? an den B\u00e4chen Rubens [sitzen] lauter Herzensergr\u00fcnder.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4849\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Im ironischen Sinne gemeint.<\/span><br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Gilead weilte jenseits des Jordan, warum weilte Dan bei seinen Schiffen? Asser blieb am Gestade des Meeres, er weilte an seinen Buchten.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> [Nur] Sebulun war ein Volk, das sein Leben wagte; auch Naftali [zog] auf die H\u00f6he des [Schlacht]feldes.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es kamen [auf der feindlichen Seite] K\u00f6nige und stritten; es stritten damals alle K\u00f6nige von Kanaan.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Vom Himmel herab stritt man f\u00fcr uns; die Sterne stritten von ihren Bahnen mit Sisera.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Fluss Kischon raffte sie fort, m\u00e4chtig war der Fluss Kischon, mit Mut schritt ich einher.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Damals stampften [den Boden] die Hufe der Rosse vom Traben der [feindlichen] Reiter.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Fluchet [der Stadt] Meros, spricht der Bote des Herrn, verfluchet ihre Bewohner, denn sie sind nicht gekommen zum Beistand des Herrn, als der Herr [uns] gegen die Heiden beistand.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Gesegnet sei Ja\u00ebl unter den Frauen, die Frau des Keniten Heber, unter den Frauen der Zeltbewohner sei sie gesegnet<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wasser verlangte [Sisera], Milch reichte sie ihm; in der Schale der Oberhirten gab sie ihm Rahm.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Aber ihre Hand streckte sie nach dem Pflock, ihre Rechte um den Erm\u00fcdeten zu zermalmen; sie zermalmte Sisera, sie zerschmetterte und durchbohrte seine Schl\u00e4fe!<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ihr zu F\u00fc\u00dfen sank er hin und fiel und blieb liegen, dort wo er hinsank, fiel der Ungl\u00fcckselige hin.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Unterdessen blickte zum Fenster hinaus und jammerte die Mutter Siseras \u2014 durch das Gitter hindurch \u2014: Warum versp\u00e4tet sich sein Wagen in der Heimkehr? Warum s\u00e4umen die Tritte seines Gespannes?<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Ihre klugen Edelfrauen entgegnen ihr darauf, und sie selbst h\u00e4lt sich [tr\u00f6stende] Reden:<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Gewiss haben sie Beute gefunden und verteilt; ein M\u00e4dchen oder mehrere M\u00e4dchen f\u00fcr jeden Mann; die Beute bunter Gew\u00e4nder dem Sisera, Beute von bunten, gewirkten Gew\u00e4ndern, bunt und doppelgewirkt der Beute f\u00fcr seinen Hals.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> So m\u00f6gen alle deine Feinde zu Grunde gehen, Herr! Die ihn lieben [m\u00f6gen sein] wie das Aufleuchten der Sonne in ihrer Herrlichkeit. Das Land hatte vierzig Jahre Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Richter Gideon.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Kinder Israel taten wiederum das B\u00f6se in den Augen des Herrn, und er gab sie in die Hand Midjans sieben Jahre.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Hand Midjans war m\u00e4chtig \u00fcber Israel. Aus Furcht vor Midjan machten sich die Kinder Israel Sammelpl\u00e4tze auf den Bergen und in den H\u00f6hlen und Burgen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wenn Israel s\u00e4te, so kamen Midjaniten und Amalekiten und die S\u00f6hne des Morgenlandes, und zogen \u00fcber sie her,<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und lagerten sich um sie und richteten das Gew\u00e4chs des Landes zu Grunde, bis gen Gasa, und lie\u00dfen keine Lebensmittel \u00fcbrig in Israel, weder Lamm noch Rind und Esel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn sie und ihre Herden kamen mit ihren Zelten, wie die Heuschrecken an Menge, ihrer und ihrer Kamele war keine Zahl; sie kamen in das Land, es zu Grunde zu richten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und Israel verk\u00fcmmerte sehr durch Midjan und die Kinder Israel schrien zum Herrn.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Als die Kinder Israel zum Herrn schrien wegen Midjans:<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da schickte der Herr einen Propheten den Kindern Israel, und er sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe euch herausgef\u00fchrt aus \u00c4gypten, aus der Knechtschaft.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und rettete euch aus der Hand \u00c4gyptens und aus der Hand all eurer Bedr\u00fccker, ich trieb sie aus vor euch, und gab euch ihr Land,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und sprach zu euch: Ich, der Herr, bin euer Gott, betet nicht die G\u00f6tter der Emoriten an, in deren Land ihr wohnt; ihr aber habt meiner Stimme nicht gehorcht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es kam ein Engel des Herrn und setzte sich unter die Eiche zu Ofra, welches Joas von Abieser geh\u00f6rte, Gideon sein Sohn klopfte eben Weizen in der Tenne, ihn zu fl\u00fcchten vor Midjan.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es erschien ihm der Engel des Herrn und sprach zu ihm: Der Herr mit dir, du Wackerer.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! Ist Gott mit uns, warum denn hat alles dies uns betroffen? und wo sind all seine Wunder, die unsere V\u00e4ter uns erz\u00e4hlt? Hat uns doch der Herr aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt, und nun hat der Herr uns verlassen und in die Hand Midjans gegeben.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> [Der Engel des] Herrn wandte sich zu ihm und sprach: Gehe mit deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midjans. Ich habe dich gesandt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! Womit soll ich Israel retten? Mein Haufen ist der schw\u00e4chste in Manasse und ich bin der j\u00fcngste im Hause meines Vaters.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der [Engel des] Herrn sprach zu ihm: Ich werde mit dir sein; du wirst Midjan schlagen wie einen Mann.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> [Gideon] sprach zu ihm: Wenn ich doch Gunst gefunden in deinen Augen, gib mir ein Zeichen, dass du mit mir geredet.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Weiche doch nicht von hier, bis ich zur\u00fcckkomme und mein Geschenk herausbringe und vor dich hinstelle. Er erwiderte: Ich werde bleiben bis zu deiner R\u00fcckkehr.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gideon ging und bereitete ein Ziegenb\u00f6cklein und ein Efa Mehl unges\u00e4uerter Kuchen, das Fleisch tat er in den Korb, und die Br\u00fche tat er in den Topf, und brachte es hinaus zu ihm unter die Eiche und reichte es dar.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Engel des Herrn streckte aus das Ende des Stabes, der in seiner Hand, und ber\u00fchrte das Fleisch und die unges\u00e4uerten Kuchen, da stieg ein Feuer aus dem Felsen und verzehrte das Fleisch und die unges\u00e4uerten Kuchen, und der Engel des Herrn verschwand ihm aus den Augen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Als Gideon sah, dass es ein Engel des Herrn war, sprach Gideon: Weh, Herr Gott, ich habe nun gesehen einen Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Herr sprach zu ihm: Friede mit dir! F\u00fcrchte nicht, du wirst nicht sterben.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Gideon baute dort dem Herrn einen Altar und nannte ihn: Herr des Friedens! Bis auf diesen Tag ist er noch in Ofra des Abieser.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> In derselben Nacht sprach der Herr zu ihm: Nimm den jungen Farren deines Vaters und den zweiten Farren von sieben Jahren, und rei\u00dfe nieder den Altar des Baal deines Vaters, und den Hain um ihn haue um.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Baue einen Altar dem Herrn, deinem Gotte, auf der Spitze dieses Felsens in der Schicht und nimm den zweiten Farren und bring&#8216; ihn als Ganzopfer dar mit dem Holze des Hains, den du umhauen wirst.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Gideon nahm zehn Leute von seinen Knechten und tat, wie der Herr zu ihm geredet; da er sich aber vor seines Vaters Haus und den Stadtleuten f\u00fcrchtete, es bei Tage zu tun, so tat er es nachts.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Morgens standen die Stadtleute fr\u00fch auf, [sie fanden, dass] umgerissen war der Altar des Baal und der Hain, der darum lag, umgehauen, und der zweite Farren geopfert auf dem gebauten Altare.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und einer sprach zum Andern: Wer hat diese Sache getan? Sie forschten nach und untersuchten, und man sagte: Gideon, Sohn Joas, hat diese Sache getan.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Die Stadtleute sagten darauf zu Joas: Gib heraus deinen Sohn, dass er sterbe, weil er umgerissen den Altar des Baal, und weil er umgehauen den Hain, der darum war.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Joas sagte zu denen, die um ihn standen: Wollt ihr f\u00fcr den Baal streiten, oder wollt ihr ihm beistehen? Wer f\u00fcr ihn streitet, soll get\u00f6tet werden bis zum Morgen; wenn er ein Gott ist, mag er f\u00fcr sich streiten, dass man seinen Altar umgerissen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Man nannte [den Gideon) an jenem Tage Jerubbaal, das hei\u00dft: Baal wird mit ihm streiten, weil er seinen Altar umgerissen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Ganz Midjan und Amalek und die S\u00f6hne des Morgenlandes waren zusammengekommen und zogen her\u00fcber, sie lagerten im Tale Isreel.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Der Geist des Herrn [gro\u00dfer Mut] kam \u00fcber Gideon, er stie\u00df in die Posaune, und die von Abieser sammelten sich um ihn.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Er sandte Boten in ganz Manasse, und auch dieser sammelte sich um ihn; er sandte Boten an Asser und Sebulun und Naftali, und sie zogen herauf ihnen entgegen.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Gideon sprach zu Gott: Wenn du wirklich Israel durch meine Hand retten willst, wie du geredet, [gib mir darauf ein Zeichen].<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Ich stelle die Schur der Wolle in der Tenne auf: Wenn Tau auf der Schur allein sein wird, und auf dem ganzen Boden Trockenheit, so werde ich erkennen, dass du durch meine Hand Israel retten wirst, wie du geredet.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Es geschah also. Als er am folgenden Tage fr\u00fch aufstand, wand er die Schur aus, und er dr\u00fcckte Tau aus der Schur, eine Schale voll Wasser.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Gideon sprach zu Gott: Es entbrenne nicht dein Zorn \u00fcber mich, ich will auch nur diesmal reden; ich will es nur noch dieses Mal mit der Schur versuchen: m\u00f6ge doch auf der Schur allein Trockenheit sein, und auf dem ganzen Boden sei Tau.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Gott tat also in derselben Nacht; es war Trockenheit auf der Schur allein, und auf dem ganzen Boden war Tau.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p>Gideons Sieg \u00fcber Midian.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Jerubbaal, das ist Gideon, machte sich fr\u00fch auf und das ganze Volk, das bei ihm, und lagerten am Quell Harod, und das Lager Midjans war auf der Nordseite des H\u00fcgels More im Tal.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Herr sprach zu Gideon: Zu viel ist des Volkes, das mit dir, als dass ich Midjan in ihre Hand g\u00e4be; es konnte Israel sich br\u00fcsten wider mich und sprechen: Ich habe mir selber geholfen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und nun mache dem Volke also bekannt: Wer furchtsam und zaghaft ist, kehre um und biege ab vom Berge Gilead. Es kehrten zur\u00fcck vom Volke zwei und zwanzig tausend, und zehntausend blieben.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Herr sprach zu Gideon: Noch immer ist des Volkes zu viel, f\u00fchre sie hinab an das Wasser und ich will es dir dort ausmustern, und von Dem ich dir sagen werde: Dieser wird mit dir gehen, der soll mit dir gehen; und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser wird nicht mit dir gehen, der soll nicht gehen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er f\u00fchrte das Volk an das Wasser hinab, und der Herr sprach zu Gideon: Jeder, der mit seiner Zunge von dem Wasser mit der Hand, leckt, den stelle besonders, so auch jeden, der auf seinen Knien kauert, um zu trinken.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es war die Zahl derer, welche leckten aus ihrer Hand in den Mund, dreihundert Mann, und der ganze Rest des Volkes kauerte auf seinen Knien, um Wasser zu trinken.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Herr sprach zu Gideon: Mit den dreihundert Mann, die aufleckten, werde ich euch helfen und Midjan in deine Hand geben; all das [\u00fcbrige] Volk kehre heim.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie nahmen den Mundvorrat des [heimkehrenden] Volkes mit sich und ihre Posaunen, die anderen M\u00e4nner Israels entlie\u00df er, jeglichen in seine Zelte, nur die dreihundert Mann behielt er. Das Lager Midjans lag vor ihm unten im Tal.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> In jener Nacht sprach der Herr zu ihm: Auf, gehe hinab in das Lager, denn ich habe es in deine Hand gegeben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wenn du dich aber f\u00fcrchtest hinabzugehen, so gehe du und dein Knabe Pura [nachts] hinab in das Lager.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und du wirst h\u00f6ren, was sie reden, und dann werden deine H\u00e4nde stark werden [wirst du Mut bekommen] und du wirst hinabgehen ins Lager. [Gideon] ging hinab, er und Pura, sein Knabe, bis an die Seite der Ger\u00fcsteten im Lager.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Midjan und Amalek und alle S\u00f6hne des Morgenlandes lagen im Tale, wie die Heuschrecken an Menge, und ihrer Kamele war keine Zahl, wie der Sand, der am Meeresufer an Menge.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Gideon kam und [h\u00f6rte], wie ein Mann einem andern einen Traum erz\u00e4hlte und sprach: Ich habe getr\u00e4umt, eine Scheibe Gerstenbrot rollte durch das Lager Midjans hin und kam an das Zelt und stie\u00df daran, dass es fiel, und sie kehrte es um [das unterste] nach oben, und das Zelt fiel ein.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da antwortete der andere und sprach: Das ist nichts anders als das Schwert Gideons, Sohnes Joas, des Mannes von Israel Gott hat in seine Hand Midjan und das ganze Lager gegeben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wie Gideon die Erz\u00e4hlung des Traumes und seine Auslegung h\u00f6rte, b\u00fcckte er sich und kehrte zur\u00fcck in das Lager Israels und sprach: Auf, denn der Herr hat in eure Hand das Lager Midjans gegeben.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab allen Posaunen in die Hand und leere Kr\u00fcge und Fackeln in den Kr\u00fcgen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er sprach zu ihnen: Mir sehet alles ab und tut ebenso. Ich gehe an das Ende des Lagers, was ich tue, tut auch ihr.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich werde in die Posaune sto\u00dfen, ich und alle die mit mir, sto\u00dfet auch ihr dann in die Posaunen rings um das ganze Lager, und rufet: F\u00fcr den Herrn und Gideon!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gideon kam mit den hundert Mann, die bei ihm, an das Ende des Lagers, beim Anbeginn der mittleren Nachtwache, sie hatten eben die W\u00e4chter aufgestellt; sie stie\u00dfen in die Posaunen und zerschlugen die Kr\u00fcge, die in ihrer Hand.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da stie\u00dfen die drei Haufen in die Posaunen und zerbrachen die Kr\u00fcge, sie hielten in der linken Hand die Fackeln und mit der rechten Hand die Posaunen zum Blasen und riefen: Schwert f\u00fcr den Herrn und Gideon!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie blieben aber jeglicher an seiner Stelle rings um das Lager, und das ganze [feindliche] Lager lief, als jene L\u00e4rmgeschrei erhoben und floh.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die dreihundert Posaunen erschallten und der Herr wandte das Schwert des Einen wider den Andern im feindlichen Lager. Und das Lager floh bis Bet Sitta nach Zerera bis an den Rand von Abel Mehola bei Tabbat.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Es sammelten sich die M\u00e4nner Israel von Naftali und von Asser und von ganz Manasse und jagten Midjan nach.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Gideon sandte Boten auf dem ganzen Gebirge Efraim umher und lie\u00df sagen: Gehet hinab Midjan entgegen, und besetzet ihnen das Wasser bis Bet Bara und den Jordan. Und alle M\u00e4nner Efraims sammelten sich und besetzten das Wasser bis Bet Bara und den Jordan.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie ergriffen zwei F\u00fcrsten von Midjan, den Oreb und den Seeb, und sie erschlugen den Oreb an dem Fels Oreb, und den Seeb erschlugen sie in der Kelter Seeb; sie jagten Midjan nach, und den Kopf des Oreb und des Seeb brachten sie Gideon von jenseits des Jordan.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p>Weitere Siege.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die M\u00e4nner Efraims sprachen zu [Gideon]: Was hattest du uns da getan, dass du uns nicht gerufen, als du gingst Midjan zu bekriegen? Und sie zankten heftig mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Aber er sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt euch gleichgetan? Ist nicht besser die Nachlese Efraims als die Lese Abiesers?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> In eure Hand hat Gott die F\u00fcrsten von Midjan gegeben, den Oreb und den Seeb, und was konnte ich tun euch gleich? Da legte sich ihr Zorn gegen ihn, als er so redete.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gideon kam an den Jordan, den er und seine dreihundert Mann \u00fcbersetzen wollten, sie waren matt und verfolgten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und er sprach zu den Leuten von Sukkot: Gebet doch Laibe Brot dem Volke unter meiner F\u00fchrung, denn sie sind matt, und ich jage Sebah und Zalmunna, den K\u00f6nigen von Midjan, nach.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprachen die F\u00fcrsten von Sukkot: Hast du jetzt schon den Fu\u00dfballen Sebahs und Zalmunnas in deiner Hand, dass wir deiner Schaar Brot geben sollen?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Gideon sprach darauf: Darum, wenn der Herr Sebah und Zalmunna in meine Hand geben wird, werde ich euer Fleisch dreschen mit den Dornen der W\u00fcste und mit Stechdisteln.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er ging hinauf von dort nach Penuel und redete zu ihnen ebenso, und es erwiderten ihm die Leute von Penuel, wie ihm erwidert hatten die Leute von Sukkot.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und er sprach auch zu den Leuten von Penuel also: Wenn ich in Frieden zur\u00fcckkehre, werde ich diesen Turm umrei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sebah und Zalmunna waren in Karkor und ihr Lager mit ihnen an f\u00fcnfzehntausend, alle die aus dem Lager der S\u00f6hne des Morgenlandes \u00fcbriggeblieben; die Gefallenen aber waren hundert und zwanzig tausend Mann, die das Schwert f\u00fchrten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Gideon ging den Weg zu den Zeltwohnern an der Ostseite von Nobah und Jogbeha, und schlug das Lager. Das Lager aber d\u00e4uchte sich sicher.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sebah und Zalmunna flohen, und er jagte ihnen nach und ergriff die zwei Konige von Midjan, den Sebah und den Zalmunna, und das ganze Lager brachte er in Unruhe.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Gideon Sohn Joas kehrte zur\u00fcck aus dem Kriege vor Sonnenaufgang.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er griff einen Knaben von den Leuten von Sukkot auf, und fragte ihn aus, und er schrieb ihm auf die [Namen der] F\u00fcrsten von Sukkot und seiner \u00c4ltesten: sieben und siebzig Mann.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er kam zu den Leuten von Sukkot und sprach: Da sind Sebah und Zalmunna, mit denen ihr mich geh\u00f6hnt und spracht: Hast du schon den Fu\u00dfballen Sebahs und Zalmunnas in deiner Hand, dass wir deiner matten Mannschaft Brot geben sollen?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er nahm hierauf die \u00c4ltesten der Stadt und die Dornen der W\u00fcste und die Stechdisteln, und z\u00fcchtigte mit ihnen die Leute von Sukkot.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und den Turm von Penuel riss er ein, und erschlug die Leute der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er sprach dann zu Sebah und zu Zalmunna. Wie waren wohl die M\u00e4nner, die ihr erschlagen in Tabor? und sie erwiderten: Du bist wie sie; einer glich an Gestalt K\u00f6nigss\u00f6hnen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gideon sprach: Das waren meine Br\u00fcder, die S\u00f6hne meiner Mutter; so wahr der Herr lebt, wenn ihr sie hattet leben lassen, so erschl\u00fcge ich euch nicht.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Er sprach darauf zu Jeter, seinem Erstgeborenen: Auf, erschlage sie; aber der Knabe z\u00fcckte sein Schwert nicht, denn er f\u00fcrchtete sich, weil er noch jung war.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sprachen Sebah und Zalmunna: Erhebe dich selbst und sto\u00dfe uns nieder, denn wie der Mann, so seine St\u00e4rke. Gideon stand auf und erschlug Sebah und Zalmunna und nahm die Monde, die an den H\u00e4lsen ihrer Kamele.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die M\u00e4nner von Israel sprachen sp\u00e4ter zu Gideon: Herrsche \u00fcber uns, du sowohl als dein Sohn, auch dein Sohnessohn, denn du hast uns gerettet aus der Hand Midjans.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Aber Gideon antwortete ihnen: Ich mag nicht herrschen \u00fcber euch, und auch mein Sohn soll \u00fcber euch nicht herrschen; der Herr soll herrschen \u00fcber euch.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Gideon sprach weiter zu ihnen: Ich will von euch etwas erbitten, gebet mir jeglicher einen Ring von seiner Beute; denn [die Erschlagenen] hatten goldene Ringe, da sie Ismaeliten waren.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> [Die Kinder Israel] sprachen: Gern wollen wir dies geben; und sie breiteten das Tuch aus und warfen hinein jeglicher einen Ring von seiner Beute.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Es war das Gewicht der goldenen Ringe, die er erbeten, tausendsiebenhundert [Sekel] Gold, au\u00dfer den Monden und Ohrgeh\u00e4ngen und den Purpurkleidern, die auf den K\u00f6nigen von Midjan, und au\u00dfer den Halsketten, die an den H\u00e4lsen ihrer Kamele.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Gideon machte [das Gold] zu einem Efod [einer Art Orakel] und stellte es auf in seiner Stadt Ofra; und ganz Israel buhlte ihm daselbst nach, und es war dem Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Die Midjaniten waren gedem\u00fctigt vor den Kindern Israel, sie erhoben nicht weiter ihr Haupt. Das Land hatte Ruhe vierzig Jahre in den Tagen Gideons.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Jerubbaal Sohn Joas ging dann heim und blieb in seinem Hause.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Gideon aber hatte siebzig S\u00f6hne, die aus seiner H\u00fcfte hervorgingen, weil er viele Frauen hatte.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Und seine Nebenfrau, das in Sichem, gebar ihm auch einen Sohn, und er gab ihm den Namen Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Gideon Sohn Joas starb in gl\u00fccklichem Alter; er wurde begraben im Begr\u00e4bnisse seines Vaters Joas in Ofra des Abieser.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Als Gideon tot war, buhlten die Kinder Israel wieder dem Baal nach, und machten sich den Baal Berit zum Gotte.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Die Kinder Israel gedachten nicht des Herrn, ihres Gottes der sie gerettet aus der Hand all ihrer Feinde ringsum.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Auch erwiesen sie keine Liebe dem Hause des Jerubbaal-Gideon, nach all dem Guten, das er Israel erwiesen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p>Undankbarkeit gegen Gideon. Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Abimelech, der Sohn des Jerubbaal, ging nach Sichem zu den Br\u00fcdern seiner Mutter und sprach zu ihnen und zu dem ganzen Geschlechte des Hauses des Vaters seiner Mutter also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Redet doch mit all den Herren von Sichem: Was ist euch lieber? dass \u00fcber euch herrschen siebzig M\u00e4nner, die S\u00f6hne Jerubbaals, oder dass \u00fcber euch herrsche ein Mann? und bedenket, dass ich euer Bein und Fleisch bin.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es redeten seiner Mutter Br\u00fcder seinetwegen mit den Herren von Sichem all diese Worte. Ihr Herz neigte auch Abimelech zu, denn sie sprachen: Unser Verwandter ist er.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie gaben ihm siebzig Silberst\u00fccke aus dem Hause des Baal Berit, und Abimelech mietete daf\u00fcr leere und leichtsinnige Leute, die ihm folgten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er ging in seines Vaters Haus nach Ofra und erschlug seine Br\u00fcder, die S\u00f6hne Jerubbaals, siebzig Mann auf einem Stein; es blieb nur Jotam \u00fcbrig, der j\u00fcngste Sohn Jerubbaals, denn er hatte sich versteckt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es versammelten sich dann alle Herren von Sichem und ganz Bet Millo und w\u00e4hlten den Abimelech zum K\u00f6nige bei dem Terebinthen-Hain Muzzab, der zu Sichem.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dies hinterbrachte man dem Jotam. Er ging und stellte sich auf den Gipfel des Berges Gerisim und erhob seine Stimme und rief und sprach zu ihnen: H\u00f6ret mich, ihr Herren von Sichem, so wird euch Gott erh\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Einst gingen die B\u00e4ume, einen K\u00f6nig \u00fcber sich zu salben, und sie sprachen zum \u00d6lbaum: Regiere \u00fcber uns.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach der \u00d6lbaum zu ihnen: Wie soll ich aufgeben mein Fett, mit welchem man Gott und Menschen ehrt, und soll gehen, mich zu wiegen \u00fcber den B\u00e4umen?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es sprachen alsdann die B\u00e4ume zum Feigenbaume; Regiere du \u00fcber uns!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Wie soll ich aufgeben meine S\u00fc\u00dfe und meinen sch\u00f6nen Fruchttrieb, und soll gehen, mich zu wiegen \u00fcber den B\u00e4umen?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es sprachen nun die B\u00e4ume zum Weinstock: Regiere du \u00fcber uns!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Wie soll ich aufgeben meinen Most, der Gott und Menschen erfreuet, und soll gehen, mich zu wiegen \u00fcber den B\u00e4umen?<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es sprachen alle B\u00e4ume nunmehr zum Dornbusche: Regiere du \u00fcber uns!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Dornbusch sprach zu den B\u00e4umen: Wenn ihr in Wahrheit mich salbet zum K\u00f6nig \u00fcber euch, kommet, berget euch in meinem Schatten; wo aber nicht, wird Feuer ausgehen aus dem Dornbusch und die Zedern des Libanon verzehren.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Demnach, wenn ihr mit Treue und Redlichkeit gehandelt, dass ihr den Abimelech zum K\u00f6nige gemacht, und wenn ihr Gutes getan an Jerubbaal und an seinem Hause, und wenn ihr nach dem Verdienst seiner H\u00e4nde ihm getan;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Daf\u00fcr, dass mein Vater gestritten f\u00fcr euch und sein Leben dahingeworfen und euch gerettet hat aus der Hand Midjans;<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und ihr machtet euch heute auf \u00fcber das Haus meines Vaters und erschluget seine S\u00f6hne, siebzig Mann auf einem Stein, und macht Abimelech, den Sohn seiner Magd, zum K\u00f6nige \u00fcber die Herren von Sichem, weil er euer Verwandter ist:<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wenn ihr nun mit Treue und Redlichkeit gehandelt an Jerubbaal und an seinem Hause diesen Tag, so freuet euch Abimelechs und er freue sich euer.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wenn aber nicht, soll Feuer ausgehen von Abimelech und die Herren von Sichem und Bet Millo verzehren, und Feuer ausgehen von den Herren von Sichem und Bet Millo und verzehren den Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Jotam machte sich davon und entfloh nach Be\u00ebr \u2014 und blieb daselbst \u2014 wegen seines Bruders Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Abimelech herrschte \u00fcber Israel drei Jahre.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Gott sandte aber einen b\u00f6sen Geist zwischen Abimelech und die Herren von Sichem: die Herrn von Sichem wurden dem Abimelech untreu;<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Auf dass heimk\u00e4me die Gewalt, die an den siebzig S\u00f6hnen Jerubbaals ver\u00fcbt worden, und ihre Blutschuld auf Abimelech, ihren Bruder, der sie erschlagen, und die Herren von Sichem, welche ihm dazu verholfen hatten, seine Br\u00fcder zu erschlagen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Es setzten ihm die Herren von Sichem Lauerer auf den Gipfeln der Berge, und sie beraubten, wer irgend an ihnen des Weges vor\u00fcberzog, dies ward dem Abimelech berichtet.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Es kamen Gaal Sohn Ebeds und seine Br\u00fcder und gingen durch Sichem, und die Herren von Sichem fassten zu ihm Vertrauen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Sie gingen auf das Feld hinaus und hielten Lese in ihren Weinbergen und kelterten und veranstalteten Freudenfeste; sie gingen in das Haus ihres Gottes, sie a\u00dfen und tranken und l\u00e4sterten den Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Gaal Sohn Ebeds sprach: Wer ist Abimelech und wer Sichem, dass wir ihm dienen? Ist er nicht Sohn des Jerubbaal, und Sebul sein Aufseher? Dienet den Leuten des Hamor des Vaters von Sichem, und warum sollen wir ihm dienen?<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> G\u00e4be nur einer dies Volk in meine Hand, ich wollte den Abimelech absetzen! Und er lie\u00df dem Abimelech sagen: Vergr\u00f6\u00dfere deine Schar und ziehe aus!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Sebul, der Befehlshaber der Stadt, h\u00f6rte die Worte des Gaal Sohnes Ebeds und sein Zorn ergl\u00fchte.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Er sandte Boten an Abimelech in Torma und lie\u00df ihm sagen: Gaal Sohn Ebeds und seine Br\u00fcder sind nach Sichem gekommen, sie versperren dir die Stadt.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Mache dich auf bei Nacht, du samt dem Volke, das bei dir, und lauere auf dem Felde.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Und am Morgen, wie die Sonne aufgeht, mache dich auf und breite dich aus gegen die Stadt. Er nun und das Volk, das bei ihm, werden hinausziehen gegen dich, dann magst du ihm tun wie deine Hand vermag.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Abimelech machte sich auf und das ganze Volk, das mit ihm, bei Nacht, und sie legten sich gegen Sichem auf die Lauer, vier Abteilungen.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Gaal Sohn Ebeds zog hinaus, und stellte sich an den Eingang des Stadttores; da machte sich Abimelech und das Volk, das bei ihm, aus dem Hinterhalte auf.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Gaal sah das Volk, und sprach zu Sebul: Ein Volk kommt herab von den Gipfeln der Berge. Sebul antwortete ihm: Den Schatten der Berge siehst du f\u00fcr Menschen.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Gaal fuhr fort zu reden und sprach: Volk kommt herab von der Spitze des Landes, und eine Abteilung kommt des Weges von dem Haine Meonenim.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist denn nun dein Maul, dass du sprachest: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen? Ist das nicht das Volk, das du verachtet hast? Gehe doch jetzt hinaus und streite mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Gaal zog aus vor den Herrn von Sichem und griff dann Abimelech an.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Abimelech verfolgte ihn, denn jener floh vor ihm, und es fielen viele Erschlagene bis zum Eingange des Tores.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Abimelech blieb in Aruma, und Sebul vertrieb den Gaal und seine Br\u00fcder, dass sie nicht blieben in Sichem.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Am andern Tage ging das Volk hinaus auf das Feld, und man berichtete es dem Abimelech.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Er nahm das Volk und teilte es in drei Abteilungen, und lauerte auf dem Felde. Er sah das Volk aus der Stadt kommen, und er machte sich \u00fcber die Leute her und schlug sie.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Abimelech und die Abteilungen, die mit ihm, breiteten sich aus und stellten sich an den Eingang des Stadttores, und die beiden Abteilungen breiteten sich aus \u00fcber alle, die auf dem Felde, und schlugen sie.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Abimelech stritt gegen die Stadt diesen ganzen Tag, er nahm die Stadt ein und das Volk darin erschlug er, die Stadt riss er nieder, und bestreute [ihren Boden] mit Salz.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Die Herren von Migdal Sichem [der Zitadelle von Sichem] h\u00f6rten es und kamen in den Wartturm des Hauses des G\u00f6tzen Berit.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Es ward dem Abimelech berichtet, dass sich versammelt h\u00e4tten all die Herren von Migdal Sichem.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Da ging Abimelech auf den Berg Zalmon, er und das ganze Volk, das bei ihm. Und Abimelech nahm die Axt in seine Hand und schnitt einen Holzast ab und trug ihn und legte ihn auf seine Schulter. Er sprach zu dem Volke, das mit ihm: Was ihr gesehen, das ich getan, tut eilends mir nach.<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Und auch das ganze Volk schnitt jeglicher einen Ast ab; sie folgten dem Abimelech und legten sich um den Wartturm, und z\u00fcndeten \u00fcber ihnen an den Wartturm mit Feuer. So starben auch all die Leute von Migdal Sichem, an tausend M\u00e4nner und Frauen.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Abimelech ging nach Tebez und belagerte Tebez und nahm es ein.<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Ein fester Turm war aber in der Mitte der Stadt, dahin flohen alle M\u00e4nner und Frauen und alle Herren der Stadt und schlossen hinter sich zu; sie gingen dann hinauf auf das Dach des Turmes.<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Abimelech kam bis an den Turm und griff ihn an und er trat herzu bis an den Eingang des Turmes, ihn im Feuer zu verbrennen.<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Da warf ein Weib das St\u00fcck eines M\u00fchlsteines dem Abimelech auf den Kopf und zerschmetterte seinen Sch\u00e4del.<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Er rief eilends den Knaben, seinen Waffentr\u00e4ger, und sprach zu ihm: Z\u00fccke dein Schwert und t\u00f6te mich, dass sie nicht von mir sagen: Ein Weib hat ihn erschlagen. Und sein Knabe durchstach ihn, dass er starb.<br><sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Als die M\u00e4nner Israels sahen, dass Abimelech tot war, da gingen sie dann jeglicher nach seinem Orte.<br><sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Gott vergalt also die Bosheit des Abimelech, die er an seinem Vater ge\u00fcbt, seine siebzig Br\u00fcder zu erschlagen.<br><sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Und auch die Bosheit der Leute von Sichem vergalt Gott auf ihr Haupt. Und es traf sie der Fluch des Jotam Sohnes Jerubbaal.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p>K\u00e4mpfe im Ostjordanland.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach Abimelech stand auf, Israel [im Kriege] anzuf\u00fchren, Tola Sohn Puas, Sohnes Dodos, ein Mann aus Issachar; er wohnte in Samir auf dem Gebirge Efraim.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er richtete Israel drei und zwanzig Jahre und starb und ward begraben in Samir.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nach ihm stand auf der Gileadite Jair, er richtete Israel zwei und zwanzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er hatte drei\u00dfig S\u00f6hne, die auf drei\u00dfig F\u00fcllen ritten und drei\u00dfig St\u00e4dte hatten; die nennt man die Weiler Jairs bis auf diesen Tag, die im Lande Gilead.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Jair starb und ward begraben in Kamon.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Kinder Israel fuhren fort das B\u00f6se in den Augen des Herrn zu tun, und sie dienten dem Baal und den Astarot, den G\u00f6ttern von Aram und den G\u00f6ttern von Zidon und den G\u00f6ttern Moabs und den G\u00f6ttern der Ammoniter und den G\u00f6ttern der Philister; sie verlie\u00dfen den Herrn und dienten ihm nicht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da ergl\u00fchte der Zorn des Herrn \u00fcber Israel und er lieferte sie in die Hand der Philister und in die Hand der Ammoniter;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie peinigten und dr\u00fcckten die Kinder Israel in jenem Jahre und achtzehn Jahre darauf, alle Kinder Israel, die von jenseits des Jordan im Lande des Emori, in Gilead.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Ammoniter gingen auch \u00fcber den Jordan, um anzugreifen Jehuda und Benjamin und Efraim; Israel war sehr bedr\u00e4ngt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Kinder Israel schrien zu dem Herrn also: Wir haben gegen dich ges\u00fcndigt, dass wir verlassen unsern Gott und dienen dem Baal.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Herr sprach zu den Kindern Israel: Ich habe von \u00c4gypten und von dem Emori, und von den Ammonitern und von den Philistern [euch gerettet],<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Auch die Zidonier und Amalek und Maon haben euch bedr\u00e4ngt, und ihr schriet zu mir, und ich rettete euch aus ihrer Hand.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber ihr verlie\u00dfet mich, und dientet fremden G\u00f6ttern, darum werde ich euch fortan nicht beistehen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Gehet und schreiet zu den G\u00f6ttern, welche ihr erw\u00e4hlt habt, sie m\u00f6gen euch beistehen zur Zeit eurer Not.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die Kinder Israel sprachen zu dem Herrn: Wir haben ges\u00fcndigt, tue du uns ganz, wie es gut ist in deinen Augen, nur rette uns doch dieses Mal.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sie schafften weg die fremden G\u00f6tter aus ihrer Mitte und dienten dem Herrn, und er war ungeduldig \u00fcber das Leiden Israels. 17 Es versammelten sich damals die Ammoniter und lagerten in Gilead, und die Kinder Israel kamen zusammen und lagerten in Mizpa.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da sprach das Volk und die F\u00fcrsten Gileads einer zum andern: Derjenige, der anhebt zu streiten mit den Ammonitern soll Oberhaupt \u00fcber alle Bewohner Gileads werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Richter Jeftah.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Jeftah aus Gilead war ein tapferer Krieger; er war der Sohn eines Buhlweibes, Gilead hatte gezeugt den Jeftah.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Das Weib Gileads gebar diesem auch S\u00f6hne, und als die S\u00f6hne des Weibes gro\u00df geworden, da vertrieben sie den Jeftah und sprachen zu ihm: Du sollst nicht erben im Hause unseres Vaters, denn der Sohn eines fremden Weibes bist du.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jeftah entfloh vor seinen Br\u00fcdern und wohnte im Lande Tob. Es sammelten sich um Jeftah m\u00fc\u00dfige Leute und zogen mit ihm aus.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Nach einiger Zeit f\u00fchrten die Ammoniter mit Israel Krieg.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als die Ammoniter mit Israel Krieg f\u00fchrten, da gingen die \u00c4ltesten Gileads, den Jeftah aus dem Lande Tob zu holen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und sprachen zu Jeftah: Komm und sei uns ein Anf\u00fchrer, dass wir gegen die Ammoniter k\u00e4mpfen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Jeftah sprach zu den \u00c4ltesten Gileads: Ihr habt mich ja gehasst und vertrieben aus dem Hause meines Vaters! Warum kommt ihr zu mir jetzt, da ihr bedr\u00e4ngt seid?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprachen die \u00c4ltesten Gileads zu Jeftah: Darum sind wir jetzt zu dir zur\u00fcckgekehrt, dass du mit uns gehst und streitest mit den Ammonitern und uns, allen Bewohnern Gileads, ein Oberhaupt seiest.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Jeftah sprach zu den \u00c4ltesten Gileads: Wenn ihr mich zur\u00fcckholet, um mit den Ammonitern zu streiten, und der Herr sie mir preisgibt, so will ich euer Oberhaupt sein.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die \u00c4ltesten Gileads sprachen zu Jeftah: Der Herr sei Zuh\u00f6rer zwischen uns, so wir nicht also tun, wie du gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Jeftah ging mit den \u00c4ltesten Gileads und das Volk setzte ihn \u00fcber sich zum Oberhaupt und zum Anf\u00fchrer; Jeftah wiederholte alle seine Worte vor dem Herrn [im Heiligtum] in Mizpa.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Jeftah sandte dann Boten an den K\u00f6nig der Ammoniter und lie\u00df sagen: Was habe ich mit dir, dass du zu mir gekommen, mich in meinem Lande anzugreifen?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig der Ammoniter zu den Boten Jeftahs: Weil Israel mein Land genommen, als es aus \u00c4gypten zog, vom Arnon bis zum Jabbok und zum Jordan; und nun gib es zur\u00fcck in Frieden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Jeftah schickte abermals Boten an den K\u00f6nig der Ammoniter<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und lie\u00df ihm sagen. Also spricht Jeftah: Israel hat das Land Moab und das Land der Ammoniter nicht genommen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sondern als es aus \u00c4gypten zog, da wanderte Israel in der W\u00fcste bis zum Schilfmeer und kam bis nach Kadesch.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Israel sandte Boten an den K\u00f6nig von Edom und lie\u00df sagen: Lasse mich doch durch dein Land ziehen, aber der K\u00f6nig von Edom gab kein Geh\u00f6r; und auch an den K\u00f6nig von Moab schickte es, und er wollte nicht solches erlauben. Israel blieb also in Kadesch.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es wanderte in der W\u00fcste und umging das Land Edom und das Land Moab, und kam gen Osten vor das Land Moab; sie lagerten jenseits des Arnon, und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und Israel schickte Boten an Sichon, K\u00f6nig des Emori, K\u00f6nig von Cheschbon, und Israel lie\u00df ihm sagen: La\u00df uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Aber Sichon traute Israel nicht, es durch sein Gebiet ziehen zu lassen; Sichon versammelte vielmehr all sein Volk, und sie lagerten zu Jahza. Und er griff Israel an.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Herr, der Gott Israels, gab Sichon und all sein Volk in die Hand Israels und sie schlugen sie, und Israel nahm ein das ganze Land des Emori, des Bewohners dieses Landes.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Sie nahmen das ganze Gebiet des Emori ein, vom Arnon bis zum Jabbok und von der W\u00fcste bis zum Jordan.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Also hat nun der Herr, der Gott Israels, den Emori ausgetrieben vor seinem Volke Israel, und du willst es in Besitz nehmen?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Was dir dein Gott Kemosch zum Besitze gibt, das beh\u00e4ltst du; aber was der Herr, unser Gott, vor uns austreibt, das nehmen wir in Besitz.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Bist du denn besser als Balak Sohn Zippors, K\u00f6nig von Moab? Hat er gehadert mit Israel, oder hat er sie angegriffen?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da Israel wohnte in Cheschbon und in seinen Tochterst\u00e4dten und in Aro\u00ebr und in seinen Tochterst\u00e4dten und in allen St\u00e4dten am Ufer des Arnon, dreihundert Jahre. Warum habt ihr [diese Orte ihm] nicht entrissen in dieser Zeit?<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ich aber habe nichts verschuldet gegen dich, und du tust mir B\u00f6ses mich anzugreifen. Es richte der Herr, der Richter, heute zwischen den Kindern Israel und den Ammonitern.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Aber der K\u00f6nig der Ammoniter h\u00f6rte nicht auf die Worte Jeftahs, die er ihm entboten.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da kam \u00fcber Jeftah der Geist des Herrn [gro\u00dfer Mut]; er zog durch Gilead und Manasse und Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er zu den Ammonitern.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Jeftah tat ein Gel\u00fcbde dem Herrn und sprach: Wenn du die Ammoniter in meine Hand gibst:<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> So soll dasjenige, was [zuerst] herauskommt aus den T\u00fcren meines Hauses mir entgegen, wenn ich zur\u00fcckkehre in Frieden von den Ammonitern, dem Herrn geh\u00f6ren; ich will es darbringen als Ganzopfer.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Jeftah ging hin\u00fcber zu den Ammonitern, gegen sie zu streiten. Und der Herr gab sie in seine Hand.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Er schlug sie nachdr\u00fccklich von Aro\u00ebr bis gen Minnit, [er eroberte] zwanzig St\u00e4dte, bis Abel Keramim. \u2014 Und die Ammoniter wurden gedem\u00fctigt von den Kindern Israel.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Jeftah kehrte nach Mizpa in sein Haus, da kam seine Tochter ihm entgegen mit Pauken und Reigen; sie war nur die Einzige, er hatte au\u00dfer ihr weder Sohn noch Tochter.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Wie er sie nun sah, zerriss er seine Kleider und sprach: Ach meine Tochter, du beugst mich nieder! und du bist unter meinen Verderbern. Doch ich habe meinen Mund aufgetan dem Herrn und kann nicht zur\u00fccktreten.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Sie erwiderte: Mein Vater, du hast aufgetan deinen Mund dem Herrn, tue an mir, wie du ausgesprochen hast, nachdem der Herr dir Rache geschafft an deinen Feinden, an den Ammonitern.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Und sie sprach [weiter] zu ihrem Vater: Dieses Eine werde mir gestattet, lasse ab von mir zwei Monate, dass ich gehe und umhersteige in die Berge, und weine um meine Jungfr\u00e4ulichkeit, ich und meine Genossinnen.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und er sprach: Gehe; und er entlie\u00df sie auf zwei Monate, und sie ging samt ihren Genossinnen und weinte um ihre Jungfr\u00e4ulichkeit auf den Bergen.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Nach Verlauf zweier Monate, da kehrte sie zu ihrem Vater heim, und er tat an ihr sein Gel\u00fcbde, das er gelobt. Sie aber hatte keinen Mann erkannt. Seitdem war es Sitte in Israel, [dass]<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Von Jahr zu Jahr die T\u00f6chter Israel zu klagen gingen \u00fcber die Tochter des Gileaditen Jeftah, vier Tage im Jahr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p>K\u00e4mpfe mit den Efraimiten.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es versammelten sich nachher die M\u00e4nner Efraims und zogen hin\u00fcber gen Norden und sprachen zu Jeftah: Warum bist du ausgezogen mit den Ammonitern zu streiten, und uns hast du nicht gerufen mit dir zu gehen? Dein Haus werden wir \u00fcber dir im Feuer verbrennen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jeftah sprach zu ihnen: Ich hatte gro\u00dfen Streit, ich und mein Volk, gegen die Ammoniter, ich rief euch, aber ihr halft mir nicht aus ihrer Hand.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da ich nun sah, dass ihr mir nicht halft, wagte ich mein Leben und zog hin gegen die Ammoniter, und der Herr gab sie in meine Hand. Warum denn kommet ihr heute zu mir, mit mir zu streiten?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jeftah sammelte alle M\u00e4nner Gileads und griff Efraim an, und die M\u00e4nner von Gilead schlugen Efraim; denn sie sprachen: Ausw\u00fcrflinge Efraims seid ihr von Gilead in Efraim und in Manasse.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Gilead besetzte die Furten des Jordan vor Efraim, und wenn ein Fl\u00fcchtling Efraims sprach: Ich will hin\u00fcbersetzen, so fragten ihn die M\u00e4nner von Gilead: Bist du ein Efrati? Er sagte: Nein.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprachen sie zu ihm: Sage doch Schibbolet [Flu\u00df]; er aber sagte Sibbolet, denn er vermochte nicht richtig zu reden<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4849\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">In der hebr\u00e4ischen Sprache schwankt der Dentallant Sch zwischen S und Sch. Die Efraimiten sprachen Sibbolet statt Schibbolet und waren aber durch ihre Mundart kenntlich. Sie wollten in jenen Tagen ihre Abkunft verbergen, verrieten sich aber durch ihre Aussprache. <\/span>. Da ergriffen sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. Und es fielen in jener Zeit von Efraim zwei und vierzig tausend.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Jeftah richtete Israel sechs Jahre. Jeftah der Gileadite starb darauf und ward begraben in [einer der] St\u00e4dte Gileads.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Nach ihm richtete Israel Ibzan von Bet Lehem.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er hatte drei\u00dfig S\u00f6hne, drei\u00dfig T\u00f6chter gab er aus in die Fremde, und drei\u00dfig T\u00f6chter f\u00fchrte er heim seinen S\u00f6hnen aus der Fremde. Er richtete Israel sieben Jahre.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ibzan starb und ward begraben in Bet Lehem.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Nach ihm richtete Israel Elon aus Sebulon, er richtete Israel zehn Jahre.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Elon aus Sebulon starb und ward begraben in Ajalon im Lande Sebulun.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nach ihm richtete Israel Abdon Sohn Hillels aus Piraton.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er hatte vierzig S\u00f6hne und drei\u00dfig Enkel, die auf siebzig Zugf\u00fcllen ritten. Er richtete Israel acht Jahre.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Abdon Sohn Hillels aus Piraton starb und ward begraben in Piraton im Lande Efraim auf dem Berge des Amalek.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p>Unterdr\u00fcckung durch die Philister.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Kinder Israel fuhren fort das B\u00f6se in den Augen des Herrn zu tun. Und der Herr gab sie in die Hand der Philister vierzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Es lebte [damals] ein Mann in Zorea aus dem Geschlechte Dan, und sein Name war Manoah; sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da erschien der Engel des Herrn dem Weibe und sprach zu ihr: Du bist unfruchtbar und geb\u00e4rst nicht, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und nun, nimm dich in Acht, trinke weder Wein noch sonst Berauschendes, und i\u00df nichts Unreines.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn du wirst schwanger und einen Sohn geb\u00e4ren, ein Scheermesser soll nicht \u00fcber sein Haupt kommen; ein Nasir Gottes soll der Knabe sein vom Mutterleib an, und er wird beginnen Israel zu retten aus der Hand der Philister.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Das Weib kam zu ihrem Manne und sprach also: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, sein Aussehen war wie das Aussehen eines Engels Gottes, sehr furchtbar; ich habe ihn nicht gefragt, woher er sei, und er selbst hat seinen Namen mir nicht kund getan.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er sprach zu mir: Du wirst schwanger und einen Sohn geb\u00e4ren, und nun trinke nicht Wein und Berauschendes, und iss nichts Unreines; denn ein Nasir Gottes soll der Knabe sein vom Mutterleib an bis an den Tag seines Todes.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Manoah betete zum Herrn und sprach: Bitte, o Herr, m\u00f6chte doch der Mann Gottes, den du gesandt, einmal zu uns kommen und uns unterweisen, wie wir es halten sollen mit dem Knaben, der geboren werden soll.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gott erh\u00f6rte die Stimme Manoahs, und der Engel Gottes kam noch einmal zu dem Weibe, da sie auf dem Felde sa\u00df; ihr Mann Manoah war auch diesmal nicht bei ihr.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da lief die Frau schnell und tat ihrem Manne kund und sprach zu ihm: Der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tage zu mir gekommen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Manoah stand auf und folgte seinem Weibe, er kam zu dem Manne und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der geredet zu dem Weibe? Und er erwiderte: Ich bin es.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Manoah sprach: Wenn nun dein Wort eintrifft, wie soll des Knaben Weise sein und sein Thun?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Engel des Herrn sprach zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe gesagt, soll sie sich h\u00fcten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht genie\u00dfen, Wein und Berauschendes nicht trinken, und nichts Unreines essen. Alles, was ich ihr geboten, soll sie beobachten.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Manoah sprach darauf zum Engel des Herrn: Lasse dich doch von uns aufhalten, dass wir vor dir ein Ziegenb\u00f6cklein zurichten.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Engel des Herrn sprach zu Manoah: Ob du mich aufhaltest, ich esse nicht von deinem Brote, doch willst du ein Ganzopfer bereiten, bringe es dem Herrn dar; denn Manoah hatte nicht gewusst, dass es ein Engel des Herrn war.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Manoah sprach zu dem Engel des Herrn: Wie ist dein Name? wenn dein Wort eintrifft, so wollen wir dich ehren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum doch fragst du nach meinem Namen, da er verborgen ist?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Manoah nahm das Ziegenb\u00f6cklein und das Speiseopfer und brachte es auf dem Felsen dem Herrn dar; jener aber tat Wunder, und Manoah und sein Weib sahen es an.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Denn als die Flamme von dem Altar gen Himmel aufging, da stieg auf der Engel des Herrn in der Flamme des Altars; Manoah und sein Weib sahen es an und fielen auf ihr Angesicht zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Engel des Herrn war dem Manoah und seinem Weibe nicht mehr sichtbar, da erkannte Manoah, dass es ein Engel des Herrn mar.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Manoah sprach zu seinem Weibe: Wir m\u00fcssen sterben, denn einen Gott haben wir geschauet.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Aber sein Weib sprach zu ihm: Wenn es dem Herrn gefallen, uns zu t\u00f6ten, dann h\u00e4tte er nicht aus unserer Hand Ganzopfer und Speiseopfer angenommen und hatte uns nicht schauen lassen alles dieses, und zur Zeit uns solches nicht verk\u00fcndet.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Das Weib gebar dann einen Sohn, und sie nannte seinen Namen Simson. Der Knabe wuchs heran und der Herr segnete ihn.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Der Geist des Herrn begann ihn zu treiben in dem Lager Dan, zwischen Zorea und Estaol [dort griff er die Philister an].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p>Simson.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Simson ging einst nach Timnah und sah ein Weib in Timnah, von den T\u00f6chtern der Philister.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er ging und tat dies kund seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ein Weib habe ich gesehen in Timnah von den T\u00f6chtern der Philister, nun nehmet sie mir zum Weibe.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprachen zu ihm sein Vater und seine Mutter: Giebt es unter den T\u00f6chtern deiner Verwandten und unter meinem ganzen Volke kein Weib dass du ein Weib nehmen willst von den unbeschnittenen Philistern? Aber Simson sprach zu seinem Vater: Die nimm mir, denn sie ist recht in meinen Augen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sein Vater und seine Mutter wu\u00dften nicht, dass es vom Herrn war, denn eine Gelegenheit suchte er die Philister [anzugreifen]; in jener Zeit herrschten die Philister \u00fcber Israel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Simson und sein Vater und seine Mutter gingen nach Timnah; sie kamen bis an die Weinberge von Timnah [von wo aus Simson allein weiterging]; ein junger L\u00f6we br\u00fcllte ihm entgegen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn und er zerriss [den L\u00f6wen], wie man ein B\u00f6cklein zerrei\u00dft, und nicht die geringste [Waffe] hatte er in seiner Hand. Und er tat nicht kund seinem Vater und seiner Mutter, was er getan.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er ging hin und redete zu der Frau, und sie gefiel Simson.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Als er nach einiger Zeit zur\u00fcckkehrte, sie zu holen, trat er hin, das Aas des L\u00f6wen zu sehen; ein Schwarm Bienen war in dem K\u00f6rper des L\u00f6wen und Honig.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er nahm ihn aus in seine flachen H\u00e4nde und ging essend weiter zu seinem Vater und zu seiner Mutter. Er gab ihnen, und sie a\u00dfen, aber er erz\u00e4hlte ihnen nicht, dass er aus dem K\u00f6rper des L\u00f6wen den Honig genommen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sein Vater ging zu der Frau, und Simson machte daselbst ein Mahl; denn also tun die J\u00fcnglinge.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wie sie ihn sahen, gesellten sich ihm drei\u00dfig Genossen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Simson sprach zu ihnen: Lasset mich euch ein R\u00e4tsel zu raten aufgeben; wenn ihr es mir l\u00f6set in den sieben Tagen des Mahles, gebe ich euch drei\u00dfig Gew\u00e4nder und drei\u00dfig Kleider zum Wechseln [vollst\u00e4ndige Anz\u00fcge].<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wenn ihr aber nicht zu l\u00f6sen verm\u00f6get, so gebet ihr mir drei\u00dfig Gew\u00e4nder und drei\u00dfig Kleider zum Wechseln. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein R\u00e4tsel zu raten auf, dass wir es h\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er sprach zu ihnen: Aus dem Fresser kam Fra\u00df, und aus dem Starken kam S\u00fc\u00dfes. Sie vermochten nicht das R\u00e4tsel zu l\u00f6sen drei Tage lang.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Am siebenten Tage sprachen sie zum Weibe Simsons: Berede doch deinen Mann, dass er uns [durch dich des R\u00e4tsels [Losung] gebe. Sonst verbrennen wir dich und das Haus deines Vaters im Feuer. Habt ihr uns geladen, uns arm zu machen, oder nicht?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das Weib Simsons weinte ihm vor und sprach: Du hassest mich nur und liebst mich nicht. Das R\u00e4tsel hast du zu raten gegeben den S\u00f6hnen meines Volkes und mir hast du es nicht gesagt. Aber er sprach zu ihr: Meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht gesagt, und dir soll ich es sagen?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie weinte vor ihm die sieben Tage, da sie das Mahl hielten. Am siebenten Tage, da verriet er es ihr, weil sie ihn qu\u00e4lte. Sie verriet des R\u00e4tsels [L\u00f6sung] ihren Landsleuten.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Die Leute der Stadt sprachen zu ihm am siebenten Tage bevor die Sonne unterging: Was ist s\u00fc\u00dfer als Honig, und was st\u00e4rker als ein L\u00f6we? Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalbe gepfl\u00fcgt h\u00e4ttet, so h\u00e4ttet ihr mein R\u00e4tsel nicht gel\u00f6st.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn, er ging hinab nach Aschkelon und schlug dort drei\u00dfig Mann und nahm ihre ausgezogenen Kleider und gab die Anz\u00fcge denen, die das R\u00e4tsel angesagt. Doch es ergl\u00fchte sein Zorn, und er kehrte heim in das Haus seines Vaters.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Simsons Weib ward seinem Genossen [zur Frau], dem er sich zugesellt hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach einiger Zeit, zur Zeit der Weizenernte, da besuchte Simson sein Weib mit einem Ziegenb\u00f6cklein. Er sprach [zum Schwiegervater]: La\u00df mich doch zu meinem Weibe gehen in das Gemach. Aber ihr Vater lie\u00df ihn nicht hineingehen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ihr Vater sagte: Ich habe gedacht, dass du sie hassest, und so gab ich sie deinem Genossen. Ihre j\u00fcngere Schwester ist sch\u00f6ner als sie; sie sei dir an ihrer Statt.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich schuldfrei an den Philistern, wenn ich ihnen ein Leid tun werde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Simson fing alsdann dreihundert F\u00fcchse, und nahm Fackeln und band Schwanz an Schwanz, dann tat er eine Fackel zwischen zwei Schw\u00e4nze in die Mitte.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er z\u00fcndete die Fackeln an und lie\u00df die F\u00fcchse los in die Saaten der Philister; und er verbrannte Garbenhaufen, samt Saaten und \u00d6lbaumpflanzung.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Philister fragten: Wer hat dies getan? Und sie erfuhren: Simson, der Schwiegersohn des Timniten, weil er ihm sein Weib genommen und es seinem Genossen gegeben. Die Philister gingen hin und verbrannten sie und ihren Vater im Feuer.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Darauf sprach Simson zu ihnen: Habet ihr dies getan [die von ihm noch immer geliebte Frau zu verbrennen], so muss ich mich an euch r\u00e4chen, und wenn ich&#8217;s mit dem Leben b\u00fc\u00dfen sollte.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er schlug sie nachdr\u00fccklich Schenkel samt H\u00fcfte, dann ging er hinab und verweilte in der Spalte des Felsens Etam.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Philister zogen hinauf und lagerten in Jehuda und breiteten sich aus in Lehi.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die M\u00e4nner von Jehuda fragten sie: Warum seid ihr gekommen \u00fcber uns? Sie antworteten: Den Simson zu binden sind wir gekommen, ihm zu tun, wie er uns getan.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da gingen dreitausend Mann von Jehuda nach der Spalte des Felsens Etam hinab und sprachen zu Simson: Wei\u00dft du nicht, dass die Philister \u00fcber uns herrschen? Und was hast du uns da getan? Er erwiderte ihnen: Wie sie mir getan, so habe ich ihnen getan.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie sprachen zu ihm: Dich zu binden sind wir gekommen, dich den Philistern auszuliefern. Simson sagte ihnen: Schw\u00f6ret mir, dass ihr nicht Hand an mich legt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sie sprachen zu ihm: Nein, sondern binden wollen wir dich und dich geben in ihre Hand, aber t\u00f6ten werden wir dich nicht. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und brachten ihn herauf von dem Felsen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Als er nach Lehi gekommen war, jauchzten die Philister ihm entgegen, aber es kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn, und die Stricke, die um seine Arme waren, wurden wie Flachsf\u00e4den, die im Feuer anbrannten, und die Bande seiner H\u00e4nde zerfielen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und er fand eines Esels frischen Kinnbacken, er streckte seine Hand aus und nahm ihn und schlug damit tausend Mann.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Simson sprach darauf: Mit des Esels Kinnbacken einen Haufen, ein Paar Haufen, mit des Esels Kinnbacken hab&#8216; ich tausend Mann geschlagen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Nachdem er ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand und nannte selbigen Ort Ramat Lehi [Wurf des Kinnbackens].<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da war er sehr durstig, er rief zum Herrn und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes diesen gro\u00dfen Sieg gegeben, und nun soll ich sterben vor Durst und in die Hand der Unbeschnittenenen fallen?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gott spaltete den Felsenkessel zu Lehi, dass aus ihm Wasser hervorbrach und er trank, und sein Mut kehrte zur\u00fcck, und er lebte auf. Darum nannte man seinen Namen En-Hatore [Quell des Rufenden], der zu Lehi ist bis auf diesen Tag.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> [Simson] richtete Israel in der Zeit der Philisterherrschaft zwanzig Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p>Simsons Tod.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Einst ging Simson nach Gasa und sah daselbst eine Hure und kam zu ihr.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Den Bewohnern von Gasa ward gesagt: Simson ist hierhergekommen. Da umstellten sie ihn und lauerten ihm auf die ganze Nacht am Stadtthor; sie hielten sich still die ganze Nacht und dachten. Bis zum Morgenlicht erschlagen wir ihn.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Simson lag bis Mitternacht; um Mitternacht stand er auf und ergriff die T\u00fcren des Stadttores und die beiden Pfosten und riss sie aus samt dem Riegel. Er nahm sie auf seine Schultern und brachte sie auf den Gipfel des Berges, der vor Hebron.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Nachher liebte [Simson] ein Weib im Tal Sorek, sie hie\u00df Delila.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es kamen zu ihr die F\u00fcrsten der Philister und sprachen: Berede ihn und erfahre, worin seine gro\u00dfe Kraft ist, und womit wir ihm beikommen, dass wir ihn binden, ihn zu bezwingen, und wir geben dir jeglicher tausend und einhundert [Sekel] Silber.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Delila zu Simson: Sage mir doch, worin deine gro\u00dfe Kraft ist, und womit du gebunden werden kannst, dass man dich bezwinge?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Simson erwiderte ihr: Wenn sie mich mit sieben frischen Seilen binden, die noch nicht getrocknet, so werde ich schwach wie ein gew\u00f6hnlicher Mensch.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die F\u00fcrsten der Philister brachten ihr sieben frische Seile, die noch nicht getrocknet, und sie band ihn damit.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> In ihrem Gemache befanden sich Auflaurer [bereit \u00fcber Simson herzufallen]; da sprach sie zu ihm: Philister \u00fcber dich, Simson! Aber er zerriss die Seile, wie eine Schnur von Werg zerrei\u00dft, wenn sie Feuer riecht; worin seine Kraft lag, erfuhr man also nicht. Richter<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da sprach Delila zu Simson. Du hast mich get\u00e4uscht und mir L\u00fcgen vorgeredet. Jetzt sage mir doch, womit du gebunden werden kannst.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er erwiderte ihr: Wenn sie mich binden mit neuen Stricken, mit denen noch keine Arbeit getan worden, so werde ich schwach wie ein gew\u00f6hnlicher Mensch.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Delila nahm neue Stricke und band ihn damit und sprach zu ihm: Philister \u00fcber dich, Simson! Im Gemache sa\u00dfen Laurer. Er riss sie aber ab von seinen Armen, wie einen Faden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Delila sprach zu Simson: Bisher hast du mich get\u00e4uscht und mir L\u00fcgen vorgeredet. Sage mir doch, womit du gebunden werden kannst. Und er sprach zu ihr: Wenn du verwebst die sieben Locken meines Hauptes mit dem Gewebe.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Sie schlug mit dem Pflocke [das Haar] fest und sprach: Philister \u00fcber dich, Simson! Er erwachte aber aus dem Schlafe und ri\u00df aus den Webepflock samt dem Gewebe.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da sprach sie zu ihm: Wie sprichst du doch, ich liebe dich, da dein Herz nicht bei mir ist. Schon dreimal hast du mich get\u00e4uscht und mir nicht gesagt, worin deine gro\u00dfe Kraft ist.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da sie ihn mit ihren Reden Tag f\u00fcr Tag bedr\u00e4ngte und qu\u00e4lte, wurde er zum Sterben ungeduldig.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er entdeckte ihr sein ganzes Herz und sprach zu ihr: Ein Schermesser ist nicht \u00fcber mein Haupt gegangen denn ein Nasir Gottes bin ich vom Mutterleib an; wenn ich geschoren werde, so weicht meine Kraft von mir, und ich werde schwach wie alle Menschen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da nun Delila sah, dass er ihr sein ganzes Herz entdeckt, so schickte sie und lie\u00df die F\u00fcrsten der Philister rufen mit den Worten: Kommt diesmal herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz entdeckt. Und die F\u00fcrsten der Philister kamen zu ihr und brachten das Geld mit in ihren H\u00e4nden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie schl\u00e4ferte ihn ein auf ihren Knien und rief einen Mann und lie\u00df abscheren die sieben Locken seines Hauptes; sie fing an ihn zu bezwingen, seine Kraft war von ihm gewichen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Sie sprach: Philister \u00fcber dich, Simson! Er erwachte aus seinem Schlafe und dachte: Ich will hinaus wie sonst und mich aufraffen; denn er wusste nicht, dass der Herr von ihm gewichen war.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Die Philister ergriffen ihn und stachen ihm die Augen aus, sie brachten ihn hinab nach Gasa und banden ihn mit ehernen Ketten; er trieb die M\u00fchle im Gef\u00e4ngnisse.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Das Haar seines Hauptes begann zu wachsen, nachdem es abgeschoren worden war.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die F\u00fcrsten der Philister versammelten sich, ein gro\u00dfes Schlachtmahl zu opfern dem Dagon, ihrem Gotte, und sich zu freuen. Sie sprachen: Unser Gott hat in unsere Hand gegeben Simson, unsern Feind.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Als ihn das Volk sah, priesen sie ihren Gott, denn sie dachten: Unser Gott hat in unsere Hand gegeben unsern Feind, den Verw\u00fcster unseres Landes, der so viele von uns erschlagen hatte.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wie ihnen wohl zu Mute war, sprachen sie: Rufet den Simson, dass er vor uns tanze! und sie riefen den Simson aus dem Gef\u00e4ngnisse, und er tanzte vor ihnen; sie stellten ihn zwischen die S\u00e4ulen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Simson sprach darauf zu dem Knaben, der ihn bei der Hand hielt: Lasse mich los, dass ich die S\u00e4ulen fasse, auf welchen das Haus errichtet ist, und mich an sie lehne.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Das Haus war voll von M\u00e4nnern und Frauen, es waren all die F\u00fcrsten der Philister, und auf dem Dache an dreitausend M\u00e4nner und Frauen, die den Tanz Simsons ansahen.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Simson rief zum Herrn und sprach: Herr, Gott, gedenke doch mein, und st\u00e4rke mich nur dies Mal, o Gott, und ich will eine einmalige Rache nehmen an den Philistern wegen meiner beiden Augen!<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Simson umschlang die beiden Mittels\u00e4ulen, auf welchen das Haus errichtet war, und st\u00fctzte sich darauf, die eine mit seiner Rechten, die andere mit seiner Linken.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Simson sprach: Ich will sterben samt den Philistern! Und er beugte sie mit Kraft und st\u00fcrzte das Haus auf die F\u00fcrsten und auf alles Volk das darin. Es waren der Toten, jene, die er bei seinem Tode get\u00f6tet, mehr, als die er bei seinem Leben get\u00f6tet.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Es kamen dann seine Br\u00fcder und sein ganzes Vaterhaus und trugen ihn hinauf und begruben ihn zwischen Zorea und Estaol im Grabe seines Vaters Manoah. Er hatte Israel gerichtet zwanzig Jahre.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p>Michas G\u00f6tze.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es lebte ein Mann vom Gebirge Efraim und sein Name war Micha.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er sprach zu seiner Mutter: Die tausend ein hundert [Sekel] Silber, die dir genommen worden \u2014 und du fluchtest und sprachst es vor meinen Ohren [den, der sie gestohlen] \u2014 das Silber ist bei mir, das habe ich genommen. Die Mutter sprach: Gesegnet sei mein Sohn dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er gab die tausend ein hundert [Sekel] Silber seiner Mutter zur\u00fcck, und seine Mutter sprach: Geheiligt habe ich das Silber dem Herrn aus meiner Hand f\u00fcr meinen Sohn, ein gehauenes und gegossenes Bild zu machen, und nun gebe ich es dir zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er gab das Silber seiner Mutter zur\u00fcck; seine Mutter nahm zweihundert [Sekel] Silber und gab es dem Goldschmied, und er machte daraus ein gehauenes und gegossenes Bild und es war im Hause Michas.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Mann Micha hatte ein Gotteshaus, und er machte Efod und Terafim und weihte einen seiner S\u00f6hne zum Priester.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> In jener Zeit war kein K\u00f6nig in Israel. Ein jeglicher tat was in seinen Augen recht war.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es war ein J\u00fcngling aus Bet-Lehem Jehuda, das dem Geschlechte Jehuda geh\u00f6rte, ein Levite \u2014, der daselbst weilte.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Mann ging aus der Stadt Bet-Lehem Jehuda, um zu bleiben, wo er es treffen w\u00fcrde, und er kam in das Gebirge Efraim, zum Hause Michas, um seinen Weg weiter zu machen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Micha sprach zu ihm: Woher kommst du? und er sprach zu ihm: Ein Levite bin ich von Bet-Lehem Jehuda und ich suche zu bleiben, wo ich es treffen werde.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Micha sprach zu ihm: Bleibe bei mir und sei mir zu einem Vater und einem Priester, und ich will dir geben zehn [Sekel] f\u00fcr ein Jahr und einen Anzug Kleider und deinen Lebensbedarf; der Levite ging darauf ein.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Levite entschloss sich bei dem Manne zu bleiben, der J\u00fcngling ward ihm wie einer seiner S\u00f6hne.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Micha weihte den Leviten, der J\u00fcngling ward ihm zum Priester, er blieb im Hause Michas.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach Micha: Jetzt wei\u00df ich, dass der Herr mir Gutes tun wird, weil der Levite Priester bei mir geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Daniten.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> In jener Zeit war kein K\u00f6nig in Israel, und in jener Zeit suchte sich der Stamm Dan einen festen Besitz, denn es war ihm bis dahin noch kein Erbteil zugefallen unter den St\u00e4mmen Israels.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die S\u00f6hne Dan schickten aus ihrem Geschlechte f\u00fcnf vornehme M\u00e4nner, t\u00fcchtige M\u00e4nner aus Zorea und Estaol, das Land auszukundschaften und es zu erforschen. Sie sprachen zu ihnen: Gehet, erforschet das Land. Sie kamen in das Gebirge Efraim, in das Haus Michas, und \u00fcbernachteten allda.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie waren eben am Hause Michas, da erkannten sie die Stimme des J\u00fcnglings, des Leviten, und sie kehrten da ein und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierher gebracht, und was tust du hier? und was hast du hier?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er erwiderte: So und so hat Micha mir getan, er mietete mich, und ich ward ihm zum Priester.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprachen sie zu ihm: Befrage doch Gott, dass wir erkennen, ob gelingen wird unser Weg, auf dem wir ziehen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Priester sprach zu ihnen: Gehet in Frieden! Vor dem Herrn ist euer Weg, auf dem ihr zieht.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die f\u00fcnf M\u00e4nner gingen und kamen nach Lajis, und sie sahen das Volk darin ruhig wohnen, nach der Weise der Zidonier friedlich und ruhig. Niemand w\u00fcrde sie hindern, das Land in Besitz zu nehmen; denn fern waren sie von den Zidoniern und hatten mit keinem Menschen Verkehr.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie kamen zu ihren Br\u00fcdern nach Zorea und Estaol, und ihre Br\u00fcder sprachen zu ihnen: Was [bringet) ihr?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprachen sie: Auf, lasset uns gegen sie ziehen, denn wir haben das Land gesehen, es ist sehr gut. Und ihr seid ruhig? Seid nicht tr\u00e4ge hinzugehen, das Land einzunehmen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ihr kommet da zu einem sicheren Volke, und das Land ist ger\u00e4umig nach allen Seiten, denn der Herr hat es in unsere Hand gegeben, ein Ort, wo kein Mangel an irgendetwas, das auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es brachen von dort auf aus dem Geschlechte des Dan, aus Zorea und Estaol, sechshundert Mann, umg\u00fcrtet mit Kriegsger\u00e4ten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie zogen und lagerten nahe Kirjat Jearim in Jehuda, daher nannten sie diesen Ort Lager Dans bis auf diesen Tag; er ist hinter Kirjat Jearim.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sie zogen weiter von dort nach dem Gebirge Efraim und kamen zum Hause Michas.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da meinten die f\u00fcnf M\u00e4nner, die gegangen waren das Land Lajis auszukundschaften, und sprachen zu ihren Br\u00fcdern: Wisset ihr, dass in diesen H\u00e4usern Efod und Terafim und ein gehauenes und gegossenes Bild vorhanden? Und nun \u00fcberleget, was ihr tun sollt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie kehrten daselbst ein und kamen in das Haus des J\u00fcnglings, des Leviten, in das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlsein.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die sechshundert Mann, umg\u00fcrtet mit ihren Kriegsger\u00e4ten \u2014 die von den S\u00f6hnen Dan \u2014 standen am Eingange des Tores.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die f\u00fcnf M\u00e4nner, die gegangen waren das Land auszukundschaften, gingen hinein und nahmen das gehauene Bild und das Efod und die Terafim und das gegossene Bild; der Priester stand am Eingange des Tores, und die sechshundert Mann, die mit Kriegsger\u00e4ten umg\u00fcrtet.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jene kamen in das Haus Michas, und nahmen das gehauene Bild samt Efod und die Terafim und das gegossene Bild. Der Priester sprach zu ihnen: Was tut ihr?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie gaben ihm zur\u00fcck: Schweige, lege deine Hand auf deinen Mund und gehe mit uns, und sei uns zu einem Vater und einem Priester. Ist es dir lieber, Priester zu sein f\u00fcr das Haus eines Mannes, oder Priester zu sein f\u00fcr einen [ganzen] Stamm und ein Geschlecht in Israel.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da ward das Herz des Priesters froh, und er nahm das Efod und die Terafim und das gehauene Bild und ging unter des Volkes Mitte.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie wandten sich und gingen weiter; die Kinder und die Herden und alles Wertvolle taten sie voran.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Sie waren schon fern vom Hause Michas, da versammelten sich die M\u00e4nner, die in den H\u00e4usern um das Haus Michas, und folgten den S\u00f6hnen Dan auf dem Fu\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Sie riefen den S\u00f6hnen Dan nach; die aber wandten ihr Angesicht um, und sprachen zu Micha: Was hast du, dass du einen Auflauf machst?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Aber er sprach: Meinen Gott, den ich habe machen lassen, habt ihr genommen samt dem Priester, und seid gegangen und was hab ich denn noch? und wie fraget ihr noch: Was hast du?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Da sprachen die S\u00f6hne Dan zu ihm: Lasse deine Stimme nicht laut werden gegen uns, dass nicht M\u00e4nner erbitterten Gem\u00fctes euch anfallen, und du kommest um dein Leben und um das Leben deines Hauses.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Die S\u00f6hne Dan gingen ihres Weges und da Micha sah, dass sie ihm zu stark waren, wandte er sich und kehrte zur\u00fcck in sein Haus.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Sie hatten genommen [das Bild], welches Micha hatte machen lassen, und den Priester, den er gehabt, und kamen \u00fcber Lajis, \u00fcber ein ruhiges und friedliches Volk, und schlugen es mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes, und die Stadt verbrannten sie im Feuer.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Niemand rettete, denn fern war es von Zidon, und sie hatten mit keinem Menschen Verkehr, und es lag im Tale, das bei Bet Rehob. Sie baueten die Stadt wieder auf und wohnten darin.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie nannten den Namen der Stadt Dan, nach dem Namen Dans, ihres Stammvaters, der dem Israel geboren worden; Lajis aber war der Name der Stadt vorher.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Die S\u00f6hne Dan errichteten bei sich das gehauene Bild, und Jonatan Sohn Gersom, Sohn Manasses, er und seine S\u00f6hne waren Priester bei dem Stamme Dan, bis zur Wegf\u00fchrung [der Bewoher] des Landes.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Sie stellten sich das Bild Michas auf, das er hatte machen lassen \u2014 all die Tage, da das Haus Gottes in Silo war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Greueltat in Gibea.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> In jener Zeit, da kein K\u00f6nig in Israel war, ereignete es sich, dass ein Mann aus dem Stamm Levi, der an der Hinterseite des Gebirges Efraim wohnte, sich eine Nebenfrau nahm aus Bet Lehem Jehuda.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Seine Nebenfrau wurde ihm untreu und ging von ihm weg in das Haus ihres Vaters nach Bet Lehem Jehuda, sie blieb daselbst ein Jahr und vier Monate.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ihr Mann machte sich dann auf und ging ihr nach, um ihr zuzureden und sie zur\u00fcckzubringen. Und sein Knabe war mit ihm, und ein Gespann Esel. Sie brachte ihn in das Haus ihres Vaters, und es sah ihn der Vater der jungen Frau und freute sich mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, hielt ihn fest, und er blieb bei ihm drei Tage; sie a\u00dfen und tranken und \u00fcbernachteten daselbst.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Am vierten Tage, da machten sie sich am Morgen fr\u00fch auf, und er erhob sich, um zu gehen. Da sprach der Vater der jungen Frau zu seinem Schwiegersohn: Labe dein Herz mit einem St\u00fcck Brot, und dann m\u00f6get ihr gehen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie setzten sich und a\u00dfen beide zusammen und tranken, und der Vater der jungen Frau sprach zu dem Manne: Entschlie\u00dfe dich doch und bleibe \u00fcber Nacht und lasse dein Herz froh sein.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Mann aber stand auf um zu gehen, da drang in ihn sein Schwiegervater, und er \u00fcbernachtete wiederum daselbst.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Am f\u00fcnften Tage machte er sich fr\u00fch auf um zu gehen. Da sprach der Vater der jungen Frau: Labe doch dein Herz, und verweilet bis zur Neige des Tages. Und sie a\u00dfen beide.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Der Mann stand auf, um zu gehen, er und seine Nebenfrau und sein Knabe. Da sprach zu ihm sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau: Der Tag nimmt ab, es wird Abend, \u00fcbernachtet doch! es ist die Neige des Tages, \u00fcbernachte hier und la\u00df dein Herz froh sein, und macht euch morgen fr\u00fch auf euern Weg, dass du nach deinem Hause gehest.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Mann aber wollte nicht \u00fcbernachten; er stand auf und ging bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und mit ihm ein Gespann gesattelter Esel, auch seine Nebenfrau war mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie waren eben bei Jebus, als es sp\u00e4t am Tage wurde, da sprach der Knabe zu seinem Herrn: Komme doch und lasse uns einkehren in diese Stadt des Jebusi, dass wir darin \u00fcbernachten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht einkehren in die Stadt der Fremden, die nicht von den Kindern Israel sind<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4849\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Jebus, das nachmalige Jerusalem, geh\u00f6rte noch der heidnischen Urbev\u00f6lkerung.<\/span>, sondern wir ziehen weiter nach Gibea.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er sprach zu seinem Knaben: Komm, lasse uns einem der Orte nahekommen; wir \u00fcbernachten in Gibea oder in Rama.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da zogen sie weiter, und die Sonne ging ihnen unter bei Gibea, das Benjamin geh\u00f6rte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie kehrten daselbst ein, um in Gibea zu \u00fcbernachten. Und als er da ankam, setzte er sich hin auf die Stra\u00dfe der Stadt, doch niemand nahm sie auf ins Haus, dass sie \u00fcbernachteten.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da kam ein alter Mann von seiner Verrichtung vom Felde am Abend; der Mann war vom Gebirge Efraim, weilte aber in Gibea, die M\u00e4nner des Ortes waren Benjaminiten.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er erhob seine Augen und sah den Wandersmann auf der Stra\u00dfe der Stadt; und der alte Mann sprach: Wohin gehst du und woher kommst du?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er erz\u00e4hlte ihm: Wir ziehen von Bet Lehem Jehuda bis an die Seite des Gebirges Efraim; von daher bin ich, und ging nach Bet Lehem Jehuda, und nach dem Hause des Herrn geh&#8216; ich, und niemand nimmt mich auf ins Haus.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Stroh und Futter ist vorhanden f\u00fcr unsere Esel, und auch Brot und Wein ist da f\u00fcr mich und deine Magd und f\u00fcr den Knaben, der mit deinem Diener ist. Es ist an nichts Mangel.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da sprach der alte Mann: Friede mit dir, lasse mich nur sorgen f\u00fcr deinen Bedarf; nur auf der Stra\u00dfe \u00fcbernachte nicht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er brachte ihn in sein Haus, und mengte Futter f\u00fcr die Esel, und sie wuschen ihre F\u00fc\u00dfe und a\u00dfen und tranken.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Sie taten eben ihrem Herzen g\u00fctlich, da umringten ruchlose M\u00e4nner, M\u00e4nner der Stadt, das Haus, sich gegen die T\u00fcre dr\u00e4ngend, und sprachen zu dem alten Manne, dem Herrn des Hauses: F\u00fchre den Mann, der in dein Haus gekommen, heraus, dass wir ihn erkennen:<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Mann, der Herr des Hauses, ging hinaus zu ihnen und sprach: Nicht doch meine Br\u00fcder, tut doch nicht B\u00f6ses, nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen, ver\u00fcbt nicht diese Schandtat.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Meine Tochter, die Jungfrau und seine Nebenfrau, die will ich hinausf\u00fchren, ihr m\u00f6get sie bezwingen und tun an ihnen, was in euren Augen gut ist. Aber an diesem Manne tut nicht diese Schandtat.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Aber die M\u00e4nner wollten ihm kein Geh\u00f6r geben, und der Mann ergriff seine Nebenfrau und f\u00fchrte sie zu ihnen hinaus auf die Stra\u00dfe, und sie erkannten sie und misshandelten sie die ganze Nacht bis zum Morgen, und lie\u00dfen sie ziehen mit dem Anbruch des Morgens.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Das Weib kam heim, um den Anbruch des Morgens, und fiel nieder am Eingange des Hauses des Mannes, woselbst ihr Herr war, [und lag] bis zum hellen Tag.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ihr Eheherr stand am Morgen auf und \u00f6ffnete die T\u00fcren des Hauses und ging hinaus, um seines Weges zu ziehen; aber die Frau, seine Nebenfrau, lag am Eingange des Hauses und ihre H\u00e4nde auf der Schwelle.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Da sprach er zu ihr: Steh auf und lasse uns ziehen, aber niemand antwortete. Da lud er sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und ging nach seinem Orte.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Als er nach seinem Hause kam, nahm er das Messer und ergriff seine Nebenfrau und zerst\u00fcckelte sie nach ihren Knochen in zw\u00f6lf St\u00fccke und schickte sie herum durch das Gebiet von Israel.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und jeder, der es sah, sprach: Solches ist nicht geschehen und nicht gesehen worden seit dem Tage des Auszuges der Kinder Israel aus dem Lande \u00c4gypten bis auf diesen Tag. Richtet euer Herz darauf, gebet Rat und redet!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p>Der B\u00fcrgerkrieg.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Kinder Israel zogen aus und es versammelte sich die Gemeinde wie ein Mann von Dan bis Beer Seba, auch das Land Gilead, vor dem Herrn in Mizpa.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da traten auf die Volksschichten aller St\u00e4mme von Israel in der Versammlung des Volkes Gottes vier hundert tausend Mann Fu\u00dfg\u00e4nger, die das Schwert f\u00fchren konnten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin h\u00f6rten, dass die Kinder Israel nach Mizpa hinaufgezogen. Die Kinder Israel sprachen: Saget aus, wie ist diese b\u00f6se Tat geschehen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da antwortete der levitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Nach Gibea in Benjamin kam ich, ich und meine Nebenfrau, da zu \u00fcbernachten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es machten sich \u00fcber mich her die Bewohner von Gibea und umringten wegen meiner das Haus nachts. Mich gedachten sie zu t\u00f6ten, und meine Nebenfrau bezwangen sie, dass sie starb.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nun ergriff ich meine Nebenfrau und zerst\u00fcckelte sie und schickte [die St\u00fccke] herum durch das ganze Gefilde des Erbteils Israels; denn Unzucht und Schandtat hatten sie ver\u00fcbt in Israel.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihr seid s\u00e4mtlich da, Kinder Israel, schaffet denn hier Bescheid und Rat.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Das ganze Volk erhob sich wie ein Mann und sprach: Niemand gehe zu seinem Zelt und niemand kehre heim in sein Haus.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Dies sei nun, was wir Gibea tun wollen; [wir ziehen] gegen selbiges nach dem Loose,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und nehmen zehn M\u00e4nner auf das Hundert von allen St\u00e4mmen Israels, und hundert auf das Tausend und Tausend auf Zehntausend, f\u00fcr das Volk Vorrat zu schaffen, um, wenn sie nach Gibea in Benjamin kommen, zu verfahren ganz wie die Schandtat, die es in Israel ver\u00fcbt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es versammelten sich alle M\u00e4nner Israels nach der Stadt, wie ein Mann, in Bundestreue.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die St\u00e4mme Israels schickten M\u00e4nner zu allen St\u00e4mmen [Geschlechtern] Benjamins und lie\u00dfen sagen. Was ist das f\u00fcr eine b\u00f6se Tat, die unter euch geschehen?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Gebet nun her die ruchlosen M\u00e4nner aus Gibea, dass wir sie t\u00f6ten und austilgen das B\u00f6se aus Israel; aber die S\u00f6hne Benjamin wollten nicht h\u00f6ren auf die Stimme ihrer Br\u00fcder der Kinder Israel.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin versammelten sich aus den St\u00e4dten nach Gibea, um in den Krieg zu ziehen gegen die Kinder Israel.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin stellten sich zur Musterung am selbigen Tage aus den St\u00e4dten: sechs und zwanzig tausend Mann, die das Schwert zogen, au\u00dfer den Bewohnern Gibeas, die sich stellten, siebenhundert auserlesene M\u00e4nner.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Unter all diesem Volke waren siebenhundert auserlesene M\u00e4nner, an der rechten Hand gel\u00e4hmt [die links waren]; jeder von ihnen schleuderte mit dem Stein auf das Haar und fehlte nicht.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels stellten sich zur Musterung: au\u00dfer Benjamin vierhunderttausend Mann, die das Schwert f\u00fchren konnten; alle kriegst\u00fcchtig.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie machten sich auf und zogen nach Bet El und befragten Gott; die Kinder Israel sprachen: Wer von uns soll in den Krieg gegen die S\u00f6hne Benjamin vorangehen? Und der Herr sprach: Jehuda [gehe] voran.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die Kinder Israel machten sich am Morgen auf und lagerten gegen Gibea.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die M\u00e4nner von Israel zogen also zum Krieg aus gegen Benjamin. Und es ordneten die M\u00e4nner von Israel gegen sie eine Schlacht vor Gibea.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin zogen ihnen entgegen aus Gibea und streckten zu Boden von Israel am selbigen Tage zwei und zwanzig tausend Mann.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber das Volk, die M\u00e4nner Israels, fassten Mut und fuhren fort eine Schlacht anzubieten an dem Orte, woselbst sie am ersten Tage eine solche geboten hatten.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da zogen hinauf die Kinder Israel und weinten vor dem Herrn bis zum Abend und befragten den Herrn also: Soll ich fortfahren zu k\u00e4mpfen gegen die S\u00f6hne Benjamins, meines Bruders? Und der Herr sprach: Ziehet wider ihn.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die Kinder Israel r\u00fcckten gegen die S\u00f6hne Benjamin am zweiten Tage.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Benjamin zog ihnen entgegen aus Gibea am zweiten Tage und streckte nochmals zu Boden unter den Kindern Israels achtzehn tausend Mann, alles solche, die das Schwert f\u00fchren konnten.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Nun zogen hinauf all die Kinder Israel und das ganze Volk und kamen nach Bet El und weinten und sa\u00dfen dort vor dem Herrn; sie fasteten an jenem Tage bis zum Abend und brachten dar Ganzopfer und Mahlopfer vor dem Herrn.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die Kinder Israel befragten den Herrn \u2014 dort war n\u00e4mlich die Bundeslade Gottes in jener Zeit;<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und Pinehas Sohn Elasars, des Sohnes Aaron, stand vor ihm in jener Zeit: \u2014 Soll ich fortfahren zu k\u00e4mpfen gegen die S\u00f6hne Benjamins meines Bruders, oder soll ich es unterlassen? Da sprach der Herr: Ziehet, denn morgen gebe ich ihn in deine Hand.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Israel legte einen Hinterhalt gegen Gibea rings herum.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Die Kinder Israel r\u00fcckten gegen die S\u00f6hne Benjamin am dritten Tage aus und griffen Gibea an, wie die vorigen Male.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin zogen dem Volke entgegen, lie\u00dfen sich fortziehen von der Stadt, und fingen an unter dem Volke niederzumachen, wie die vorigen Male, (auf den Stra\u00dfen, deren eine nach Bet El aufsteigt, die andere nach Gibea auf dem Feld), an drei\u00dfig Mann von Israel.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin dachten: Sie sind geschlagen vor uns wie das erste Mal, aber die Kinder Israel sprachen: Lasset uns fliehen, dass wir sie fortziehen von der Stadt auf die Stra\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Alle M\u00e4nner Israels machten sich auf von ihrem Orte und stellten sich auf in Baal Tamar, und der Hinterhalt Israels brach hervor von seinem Orte aus dem Blachfelde von Gibea.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Sie kamen von der Seite gegen Gibea her, zehntausend auserlesene M\u00e4nner aus ganz Israel; es war ein harter Kampf, jene aber wu\u00dften nicht, dass das Verderben sie erreicht.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Der Herr schlug Benjamin vor den Kindern Israel. Diese machten von Benjamin an jenem Tage f\u00fcnf und zwanzig tausend ein hundert Mann nieder, alles solche, die das Schwert f\u00fchren konnten.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin sahen, dass sie geschlagen waren, und die M\u00e4nner Israels gaben Benjamin Raum [zu fliehen], denn sie verlie\u00dfen sich auf den Hinterhalt, den sie gegen Gibea gelegt.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Der Hinterhalt aber eilte und breitete sich aus gegen Gibea hin; der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels hatten die Verabredung mit dem Hinterhalt: eine starke Rauchwolke in der Stadt aufsteigen zu lassen.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels wandten um in der Schlacht, Benjamin fing wohl an unter den M\u00e4nnern Israels, einige nieder zu machen, an drei\u00dfig Mann, denn sie sprachen: Er ist besiegt vor uns wie in der ersten Schlacht.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Unterdessen fing an die Wolke von der Stadt auf zu steigen wie eine Rauchs\u00e4ule, und Benjamin kehrte sich um, die Stadt war ganz in Flammen aufgegangen.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels wandten um, und die M\u00e4nner Benjamins erschraken, denn sie sahen, dass das Verderben sie erreicht hat.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Sie wandten sich vor den M\u00e4nnern Israels auf den Weg nach der W\u00fcste. Aber die Schlacht erreichte sie und die Besatzungstruppen in der Stadt wurden da vernichtet.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Sie umzingelten Benjamin, jagten ihn gegen Menuha, trieben ihn auf den Weg bis Gibea gegen\u00fcber, gegen Osten.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Es fielen von Benjamin achtzehn tausend Mann, alle tapferen M\u00e4nner.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Und sie wandten sich und flohen in die W\u00fcste nach Sela Rimmon; und sie hielten Nachlese an ihm auf den gebahnten Stra\u00dfen, f\u00fcnf tausend Mann, sie setzten ihm nach bis Gideom und schlugen von ihm zweitausend Mann.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Es waren all die von Benjamin Gefallenen an jenem Tage f\u00fcnf und zwanzig tausend Mann, die das Schwert f\u00fchren konnten. Alles tapfere M\u00e4nner.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Und sie wandten sich und flohen in die W\u00fcste nach Sela Rimmon, sechshundert Mann, und sie blieben in Sela Rimmon vier Monate.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Die M\u00e4nner von Israel kehrten unterdessen zur\u00fcck zu den S\u00f6hnen Benjamin und schlugen sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes, die zur\u00fcckgebliebenen schwachen Mannschaften, wie das Vieh wie auch alles Vorhandene; ja all die St\u00e4dte, auf die sie trafen, steckten sie in Brand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p>Friede mit Benjamin.<br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels aber hatten [beim Beginn des Krieges] geschworen zu Mizpa also: Niemand darf von uns seine Tochter an Benjamin zum Weibe geben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Das Volk kam nach Bet El sie sa\u00dfen dort bis Abend vor Gott und erhoben ihre Stimme und weinten sehr.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprachen: Warum, o Herr, Gott Israels, ist solches in Israel geschehen, dass heut ein Stamm aus Israel vermisst wird?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Am andern Tage, da stand das Volk fr\u00fch auf, und sie bauten daselbst einen Altar und brachten Ganzopfer und Mahlopfer dar.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprachen die Kinder Israel: Wer ist von all den St\u00e4mmen Israels, der nicht mit der Versammlung gekommen ist zum Herrn? \u2014 Denn es bestand der gro\u00dfe Schwur gegen den, der nicht gekommen war zum Herrn nach Mizpa, dass er sterbe.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Kinder Israel hatten Reue wegen Benjamin ihres Bruders und sie sprachen: Ausgerottet ist heute ein ganzer Stamm aus Israel.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Was tun wir f\u00fcr die noch \u00dcbrigen, behufs der Frauen? Wir haben ja bei dem Herrn geschworen, dass wir ihnen nicht von unseren T\u00f6chtern zu Weibern geben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und sie sprachen: Wo ist einer von den St\u00e4mmen Israels, der nicht gekommen zum Herrn nach Mizpa? Von Jabes Gilead war kein Mann ins Lager gekommen, zur Versammlung.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und das Volk lie\u00df sich mustern; kein Mann war dort von den Bewohnern von Jabes Gilead.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Gemeinde schickte dahin zw\u00f6lf tausend Mann von den tapfern M\u00e4nnern und gebot ihnen: Gehet und schlaget die Bewohner von Jabes Gilead mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes, auch die Frauen und die Kinder.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> So sollt ihr mit ihnen verfahren: Alles M\u00e4nnliche und jedes Weib, das den Beischlaf eines Mannes erkannt, sollt ihr bannen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie fanden von den Bewohnern von Jabes Gilead vierhundert jungfr\u00e4uliche M\u00e4dchen, die noch keinen Mann erkannt durch Beischlaf, und brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande Kanaan.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die ganze Gemeinde sandte und redete zu den Kindern Benjamin, die in Sela Rimmon, und entboten ihnen Frieden. Benjamin kehrte in jener Zeit zur\u00fcck, und sie gaben ihnen die Frauen die sie von den Frauenn von Jabes Gilead hatten leben lassen, aber es reichte nicht f\u00fcr sie.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Dem Volke war es aber leid um Benjamin, dass der Herr einen Ri\u00df gemacht in den St\u00e4mmen Israels.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da sprachen die \u00c4ltesten der Gemeinde: Was sollen wir tun f\u00fcr die \u00dcbrigen behufs der Frauen? Denn es waren aus Benjamin alle Frauen vertilgt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie sprachen: Ein Erbteil der Rettung bleibe Benjamin, dass nicht ausgel\u00f6scht werde ein Stamm aus Israel.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Wir nun k\u00f6nnen ihm keine Frauen von unseren T\u00f6chtern geben, denn die Kinder Israel haben geschworen: Verflucht sei, wer ein Weib gibt Benjamin.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie beschlossen: Ein Fest des Herrn ist in Silo von Jahr zu Jahr, das n\u00f6rdlich von Bet El fliegt gegen Osten nach der Stra\u00dfe hin, die von Bet El hinaufgeht nach Sichem zu, im S\u00fcden von Lebona.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Sie geboten den S\u00f6hnen Benjamin also: Gehet hin und lauert in den Weinbergen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und sehet zu, wenn die T\u00f6chter Silos herauskommen, den Reigen zu tanzen, so kommet aus den. Weinbergen hervor und greifet euch jeglicher sein Weib von den T\u00f6chtern Silos und gehet in das Land Benjamin.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und wenn ihre Eltern oder ihre Br\u00fcder kommen mit uns zu hadern, so werden wir zu ihnen sprechen: Gew\u00e4hret ihnen Gnade; denn wir haben jeder sein Weib nicht im Kriege genommen. Ihr aber habt sie ihnen nicht gegeben, dass ihr jetzt der Schuld verfielt. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4849\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4849-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Der Sinn dieser Worte ist im Text etwas dunkel; aus dem Zusammenhang l\u00e4\u00dft sich nur so viel erraten, dass die Israeliten es auf sich nehmen wollten, die M\u00e4nner von Silo wegen des M\u00e4dchenraubes zu beruhigen, statt die Benjaminiten wegen dieses neuen Frevels zu bestrafen. Da sich nun diese ihre Frauen selbst genommen, so h\u00e4tte niemand die Folgen des gebrochenen Eides zu f\u00fcrchten.<\/span><br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Es taten also die S\u00f6hne Benjamin und nahmen Frauen nach ihrer Anzahl von den T\u00e4nzerinnen, die sie geraubt. Sie kehrten dann zur\u00fcck in ihr Besitztum und bauten die St\u00e4dte wieder auf und wohnten darin.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Von dort gingen die Kinder Israel auseinander in selbiger Zeit, jeder Mann zu seinem Stamme und zu seinem Geschlechte; sie zogen von da jeder in sein Besitztum.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> In jener Zeit war kein K\u00f6nig in Israel: Jeglicher tat, was in seinen Augen recht war.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Im ironischen Sinne gemeint.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Im ironischen Sinne gemeint.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>In der hebr\u00e4ischen Sprache schwankt der Dentallant Sch zwischen S und Sch. Die Efraimiten sprachen Sibbolet statt Schibbolet und waren aber durch ihre Mundart kenntlich. Sie wollten in jenen Tagen ihre Abkunft verbergen, verrieten sich aber durch ihre Aussprache. <\/div><\/li><li><span>4<\/span><div>Jebus, das nachmalige Jerusalem, geh\u00f6rte noch der heidnischen Urbev\u00f6lkerung.<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div>Der Sinn dieser Worte ist im Text etwas dunkel; aus dem Zusammenhang l\u00e4\u00dft sich nur so viel erraten, dass die Israeliten es auf sich nehmen wollten, die M\u00e4nner von Silo wegen des M\u00e4dchenraubes zu beruhigen, statt die Benjaminiten wegen dieses neuen Frevels zu bestrafen. Da sich nun diese ihre Frauen selbst genommen, so h\u00e4tte niemand die Folgen des gebrochenen Eides zu f\u00fcrchten.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Schoftim (\u00bbBuch der Richter\u00ab) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Das Buch der Richter enth\u00e4lt Episoden aus der Geschichte der Israeliten vom Tode Josuas bis zum Tode des Hohenpriesters Eli. Der Titel \u00bbRichter\u00ab bedeutet \u00bboberster Beamter\u00ab oder einfach \u00bbOberhaupt\u00ab oder \u00bbAnf\u00fchrer\u00ab. Die Richter waren Personen, die von G-tt erw\u00e4hlt und von au\u00dferordentlichem Mute und Tapferkeit beseelt waren, um das Land oder einen Teil des Landes von dr\u00fcckender Fremdherrschaft zu befreien. Die f\u00fcr diese Sendung erforderlichen Eigenschaften waren Vaterlandsliebe und Mut. Einige Richter m\u00f6gen nach Wiederherstellung von Frieden und Ordnung ihre Macht behauptet haben, aber im allgemeinen war ihre Sendung als Richter mit dem Aufh\u00f6ren des Kampfes erf\u00fcllt. Weder waren sie die religi\u00f6sen F\u00fchrer der Nation, noch werden sie als Muster von Fr\u00f6mmigkeit vorgef\u00fchrt. 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