{"id":4920,"date":"2019-11-26T16:44:48","date_gmt":"2019-11-26T14:44:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4920"},"modified":"2022-05-18T21:46:51","modified_gmt":"2022-05-18T19:46:51","slug":"bereschit-genesis-nach-rabbiner-hirsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-torah-hirsch\/bereschit-genesis-nach-rabbiner-hirsch\/","title":{"rendered":"Bereschit &#8211; Genesis nach Rabbiner Hirsch"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Bereschit in der \u00dcbersetzung von Rabbiner Samson Raphael Hirsch (1808-1888)<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel31\">31<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel32\">32<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel33\">33<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel34\">34<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel35\">35<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel36\">36<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel37\">37<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel38\">38<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel39\">39<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel40\">40<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel41\">41<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel42\">42<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel43\">43<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel44\">44<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel45\">45<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel46\">46<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel47\">47<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel48\">48<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel49\">49<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel50\">50<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wochenabschnitt<\/h2>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">Bereschit<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Noach\">Noach<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">Lech Lechah<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">Wajera<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">Chaje Sara<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Toldot\">Toldot<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Wajeze\">Wajeze<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Wajischlach\">Wajischlach<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel37\">Wajeschew<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel41\">Miketz<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Wajigasch\">Wajigasch<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Wajechi\">Wajechi<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"32\" height=\"35\" class=\"wp-image-5212\" style=\"width: 32px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?resize=32%2C35&#038;ssl=1\" alt=\"\"> <em>Bereschit<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Von Anfang hat Gott den Himmel und die Erde erschaffen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und diese Erde war einst unklar und ungeschieden, und Finsternis auf dem Gewoge; und ein Gottes- Odem \u00fcber den Wassern schwebend.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da sprach Gott: Es werde Licht! Und da ward Licht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Gott schaute das Licht an, dass es gut sei, und es schied Gott zwischen dem Lichte und der Finsternis.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Und Gott rief dem Lichte: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht! Es ward Abend, es ward Morgen: Ein Tag.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Gott sprach: Es werde eine W\u00f6lbung in Mitte der Wasser und sie bleibe scheidend zwischen Wassern und Wassern.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Es machte Gott die W\u00f6lbung und schied zwischen den Wassern, die unter der W\u00f6lbung, und den Wassern, die \u00fcber der W\u00f6lbung sind, und da ward es also.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Gott rief der W\u00f6lbung: Himmel! Und es ward Abend und es ward Morgen: ein zweiter Tag.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser von unter dem Himmel weg zu einem Orte hin, und sichtbar werde das Trockene! Da ward es also.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gott rief dem Trockenen: Erde! und der Sammlung der Wasser rief er: Meere! Und Gott sah, dass es gut sei.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Gott sprach: Es treibe die Erde Getriebe, Samen streuendes Kraut, Fruchtbaum, Frucht f\u00fcr seine Gattung bildend, in welcher sein Same liegt \u00fcber der Erde. Und da ward es also.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Die Erde setzte Getriebe hinaus, f\u00fcr seine Gattung Samen streuendes Kraut, und Frucht bildenden Baum, in welcher sein Samen liegt f\u00fcr seine Gattung; und Gott sah, dass es gut sei.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Und es ward Abend und es ward Morgen: ein dritter Tag.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Gott sprach: Es werde eine Einheit von Lichttr\u00e4gern an dem Gew\u00f6lbe des Himmels, zu unterscheiden zwischen dem Tage und der Nacht; und sie sollen auch dienen zu Zeichen und zu Festzeiten, und f\u00fcr Tages- und Jahreszeiten.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>An dem Gew\u00f6lbe des Himmels sollen sie zu Lichttr\u00e4gern werden, Licht \u00fcber die Erde zu spenden. Und da ward es also.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es hat also Gott die beiden gro\u00dfen Lichttr\u00e4ger gemacht, den gro\u00dfen Lichttr\u00e4ger zur Beherrschung des Tages, den kleinen Lichttr\u00e4ger zur Beherrschung der Nacht und die Sterne.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Es hat also Gott sie an das Gew\u00f6lbe des Himmels gegeben, Licht \u00fcber die Erde zu spenden,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>zu herrschen am Tage und in der Nacht und zu scheiden zwischen dem Lichte und der Finsternis, und es war Gott der sah, dass es so gut sei.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Und es ward Abend und es ward Morgen: ein vierter Tag.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es sprach Gott: Die Wasser sollen wimmeln von sich bewegenden lebenden Wesen, und der Vogel fliege \u00fcber der Erde vor der W\u00f6lbung des Himmels.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Es ist also Gott, der die gro\u00dfen Fischgeschlechter erschaffen und auch alle die Wesen des kleinen sich fortbewegenden Lebens, von welchen die Wasser f\u00fcr ihre Gattungen wimmelnd geworden, und jeden beschwingten Vogel f\u00fcr seine Gattung, und Gott sah, dass es gut sei.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Gott segnete sie also: Seid fruchtbar und vermehret euch und f\u00fcllet die Wasser in den Meeren, aber der Vogel vermehre sich auf der Erde.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Und es ward Abend und es ward Morgen: ein f\u00fcnfter Tag.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Gott sprach: Es setze die Erde hinaus lebendes Wesen f\u00fcr seine Gattung, Vieh und Kriechendes und Tier der Erde f\u00fcr seine Gattung. Und es ward also.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es hat also Gott das Tier der Erde f\u00fcr seine Gattung gebildet, das Vieh f\u00fcr seine Gattung, und alles Kriechende des Erdbodens f\u00fcr seine Gattung, und Gott sah, dass es gut sei.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Gott sprach: Wir wollen einen Adam (Stellvertreter) machen in einer unser w\u00fcrdigen H\u00fclle wie es unserm Ebenbilde entspricht, und sie sollen ihre Herrschaft \u00fcben an dem Fische des Meeres und an dem Vogel des Himmels und an dem Viehe und an der ganzen Erde und an allem Gew\u00fcrm, das dahinschreitet auf der Erde.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da schuf Gott den Menschen in einer seiner w\u00fcrdigen H\u00fclle; in Gottes w\u00fcrdiger H\u00fclle hat er ihn geschaffen; m\u00e4nnlich und weiblich hat er sie geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Und Gott segnete sie und es sprach Gott zu ihnen: Seid fruchtbar und verfielf\u00e4ltigt euch und f\u00fcllet die Erde und bezwinget sie, und \u00fcbet eure Herrschaft an dem Fische des Meeres, an dem Vogel des Himmels und an allem Tier, das dahin schreitet auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Gott sprach: Siehe ich habe euch alles Samen streuende Kraut, welches auf der Oberfl\u00e4che der ganzen Erde ist, und jeden Baum \u00fcbergeben, an welchem Samen streuende Baumfrucht ist; euch sei es zur Nahrung;<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>allem Tier der Erde aber, allem Vogel des Himmels und allem, was auf Erden dahin schreitet, in welchem lebendige Seele ist, alles Gr\u00fcne der Pflanzen zur Nahrung; da ward es also.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Gott sah was er geschaffen hatte insgesamt, und siehe da, es war sehr gut. Es ward Abend, es ward Morgen: der sechste Tag.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es waren also der Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer zum Ziele gef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da vollendete Gott mit dem siebten Tage sein Werk, das er gemacht hatte, und h\u00f6rte mit dem siebten Tage von jeglichem seinem Werke, das er gemacht hatte, auf.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn mit ihm hatte er von allem seinem Werke aufgeh\u00f6rt, welches Er, Gott, ins Dasein gesetzt hatte, es fort zu gestalten.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Dies sind die Erzeugnisse des Himmels und der Erde, die bereits in ihrer Erschaffung mit dem Tage, an welchem <i>Gott<\/i> Erde und Himmel gestaltete, gegeben waren.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Alles Wachstum des Feldes war noch vor dem Werden auf der Erde, und alles Kraut des Feldes noch vor dem Wachsen; denn es hatte <i>Gott<\/i> noch nicht regnen lassen auf Erden, und der Mensch war nicht da, den Menschen-Boden zu bearbeiten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und ein Dunst stieg fortw\u00e4hrend von der Erde auf, und tr\u00e4nkte die ganze Fl\u00e4che des Menschen-Bodens.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da bildete <i>Gott<\/i> den Menschen, Staub von dem Menschen-Boden, und hauchte in sein Antlitz Odem des Lebens, und so ward der Mensch zu einer lebendigen Pers\u00f6nlichkeit.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und es pflanzte <i>Gott<\/i> einen Garten in Eden zu Osten und setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Jeglichen Baum lie\u00df <i>Gott<\/i> aus dem Menschen-Boden wachsen, reizend f\u00fcr den Anblick und gut f\u00fcr den Genuss, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und auch einen Baum der Erkenntnis was gut sei und b\u00f6s.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Und ein Strom geht von Eden aus, den Garten zu tr\u00e4nken, und von dort trennt er sich und wird zu vier Urspr\u00fcngen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Des einen Namen ist Pischon, es ist dies derjenige, welcher das ganze Land Chawila einschlie\u00dft, woselbst das Gold ist.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Das Gold dieses Landes ist gut; dort ist auch der Bedolach und der Schohamstein.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Der Name des zweiten Stromes ist Gichon; es ist dies derjenige, der das ganze Land Kusch einschlie\u00dft.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Der Name des dritten Stromes ist Chidekel; es ist dies derjenige, welcher Aschur zu Osten flie\u00dft, und der vierte Strom ist der Euphrat.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup><i>Gott<\/i> nahm den Menschen und stellte ihn in den Garten Eden, ihn zu bearbeiten und zu h\u00fcten.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und es legte <i>Gott<\/i> dem Menschen das Gebot auf: Von jeglichem Baume des Gartens darfst du sehr wohl essen;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>aber von dem Baume der Erkenntnis dessen, was gut und b\u00f6s ist, sollst du nicht essen; denn an dem Tage, an welchem du von ihm issest, musst du sterben.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup><i>Gott<\/i> sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine H\u00fclfe schaffen, wie sie sich ihm gegen\u00fcber eignet.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da trieb <i>Gott<\/i> alles Tier des Feldes und alles Gefl\u00fcgel des Himmels von der Menschenerde zusammen und brachte sie zum Menschen, damit er sehe, was er sich nennen werde, und alles, wie sich&#8217;s der Mensch als lebendiges Wesen nennt, das ist sein Name.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Der Mensch nannte allem Viehe und allem Gefl\u00fcgel des Himmels und allem Tier des Feldes Namen, aber f\u00fcr einen Menschen fand er keine entsprechende H\u00fclfe.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da lie\u00df <i>Gott<\/i> eine Bet\u00e4ubung \u00fcber den Menschen fallen als er schlief, nahm eine von seinen Seiten und schloss Fleisch an deren Stelle.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Sodann gestaltete <i>Gott<\/i> die Seite, die er von dem Menschen genommen hatte, zum Weibe und brachte sie zum Menschen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da sprach der Mensch: Diese endlich ist es! Bein von meinem Beine und Fleisch von meinem Fleische! Diese mag M\u00e4nnin genannt werden, denn von einem Manne ward diese genommen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Darum verl\u00e4\u00dft der Mann seinen Vater und seine Mutter und schlie\u00dft sich seinem Weibe an, und sie werden zu Einem Fleische.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es waren beide, der Mensch und sein Weib, nackt und sie sch\u00e4mten sich nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war aber die Schlange listiger als alles Tier des Feldes, welches Gott gemacht hatte, und sie sprach zum Weibe: Wenn gleich <i>Gott<\/i> es gesagt, solltet ihr von all den B\u00e4umen des Gartens nicht essen?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach das Weib zur Schlange: Von der Frucht der B\u00e4ume des Gartens d\u00fcrfen wir wohl essen;<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens sich befindet, hat Gott gesprochen, von dem sollt ihr nicht essen und ihn nicht anr\u00fchren, sonst werdet ihr sterben.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Darauf sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet nicht alsobald sterben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Gott wei\u00df es recht wohl, an dem Tage, an welchem ihr von ihm esset, werden euch die Augen aufgehen, werdet ihr Gott gleich sein, wissend, was gut ist und b\u00f6s.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Als nun die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust sei f\u00fcr die Augen und k\u00f6stlich der Baum f\u00fcr die Betrachtung, da nahm sie von seiner Frucht und a\u00df, und gab auch ihrem Manne von ihr und er a\u00df.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da gingen ihnen beiden die Augen auf, \u2014 sie erkannten, \u2014 dass sie nackt waren! Da flochten sie Feigenbl\u00e4tter und machten sich Sch\u00fcrzen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Sie h\u00f6rten die Stimme Gottes sich zur\u00fcckziehend im Garten zur Seite des Tages, und da verbarg sich der Mensch und sein Weib vor dem Anblick <i>Gottes<\/i> unter die B\u00e4ume des Gartens.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da rief <i>Gott<\/i> dem Menschen zu und sprach zu ihm: Wo bist du?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er erwiderte: Deine Stimme habe ich im Garten geh\u00f6rt, da f\u00fcrchtete ich mich, weil ich nackt bin und darum verbarg ich mich.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er sprach: Wer hat dir denn zum Bewusstsein gebracht, dass du nackt seiest? Hast du von dem Baume, von dem ich dir geboten nicht zu essen, gegessen?<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprach der Mensch: Die Frau, die du mir ja zur Seite gegeben, sie gab mir von dem Baume und ich a\u00df.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zum Weibe: Was hast du getan?! Das Weib aber erwiderte: Die Schlange hat mich get\u00e4uscht und da a\u00df ich.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zur Schlange: Da du dies getan, trifft dich der Fluch mehr als alles Vieh und alles Tier des Feldes. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub essen so lange du lebst.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und Feindschaft setze ich zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem und ihrem Samen. Er wird dich auf das Haupt treffen und du wirst ihn auf die Ferse treffen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Zum Weibe aber hatte Er gesprochen: Deine Entsagung und Empf\u00e4ngnis werde ich noch gr\u00f6\u00dfer sein lassen, in Entsagung wirst du Kinder geb\u00e4ren, zu deinem Manne hin wird deine Sehnsucht sein und er wird \u00fcber dich herrschen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Und zu Adam hatte Er gesprochen: Weil du der Stimme deines Weibes gehorcht und von dem Baume gegessen hast, von dem ich dir geboten und gesagt hatte, du sollst nicht von ihm essen: trifft die Erde um deinetwillen Fluch, in Entsagung sollst du sie genie\u00dfen so lange du lebst.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Stachel und Klette wird sie dir wachsen lassen und du m\u00fcsstest das Gras des Feldes essen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Im Schwei\u00dfe deines Angesichtes nur wirst du Brot essen bis du zu der Erde zur\u00fcckkehrst; denn ihr bist du entnommen; denn Erde bist du und zu Erde kehrst du wieder.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es nannte aber der Mensch den Namen seiner Frau Chawa; denn sie war die Mutter aller Lebendigen geworden.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und Gott machte Adam und seinem Weibe R\u00f6cke von Fellen und bekleidete sie.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es sprach Gott: So ist der Mensch also wie das eine seiner Wahl \u00fcberlassene geworden, selbst zu wissen was gut ist und b\u00f6s; und nun k\u00f6nnte er sich vergreifen und auch von dem Baume des Lebens nehmen und essen und ewig leben.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Darum entsendete ihn <i>Gott<\/i> aus dem Garten Eden, die Erde zu bearbeiten, welcher er entnommen worden war.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Und er vertrieb den Menschen; und lagerte ostw\u00e4rts zum Garten Eden die Cherubim und die Flamme des sich umw\u00e4lzenden Schwertes, den Weg zum Baume des Lebens zu wahren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Mensch aber hatte seine Frau Chawa erkannt. Sie empfing und gebar den Kajin; sie sprach n\u00e4mlich: Ich habe einen Mann mit <i>Gott<\/i> erworben.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sie gebar ferner seinen Bruder, den Hebel. Hebel ward ein Schafhirte, Kajin aber war ein Ackerbauer.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es war nach Ablauf einer Zeit, da brachte Kajin von der Frucht der Erde <i>Gott<\/i> ein Opfer.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und auch Hebel brachte gleichfalls von den Erstgeburten seiner Schafe und von deren besten. Da wandte sich <i>Gott<\/i> zu Hebel und seinem Opfer,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>aber zu Kajin und seinem Opfer wendete er sich nicht; es verdross dies Kajin sehr, und es senkte sich sein Angesicht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zu Kajin: Warum verdrie\u00dft es dich, und warum ist dein Angesicht gesenkt?<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Siehe, ob du deinen Vorzug zum Guten verwenden, oder nicht zum Guten verwenden wirst, dazu ruht die S\u00fcnde vor der T\u00fcr; ja zu dir geht ihr Sehnen, dass du sie beherrschest.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Kajin sagte dies seinem Bruder Hebel. Es war aber, w\u00e4hrend sie ihm Felde waren, da \u00fcberfiel Kajin seinen Bruder Hebel und erschlug ihn.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zu Kajin: Wo ist dein Bruder Hebel? Er erwiderte: Ich wei\u00df nicht; bin ich der H\u00fcter meines Bruders?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er aber sprach: Was hast du gethan! H\u00f6rst du die Stimmen? Es sind die zerspritzten Blutstropfen deines Bruders! Sie schreien zu mir auf von dem Menschenboden.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und nun, du hast schon den Fluch! Von dem Menschenboden, der seinen Mund \u00f6ffnen musste, das zerspritzte Blut deines Bruders von deiner Hand hinzunehmen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Wenn du den Menschenboden bearbeitest, wird er dir seine Kraft nicht mehr geben; unst\u00e4t und fl\u00fcchtig wirst du auf der Erde sein.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach Kajin zu <i>Gott<\/i>: Zu gro\u00df ist meine S\u00fcnde, als dass ich sie ertragen k\u00f6nnte!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Siehe, du hast mich heute von der Fl\u00e4che des Menschenbodens vertrieben, und auch vor deinem Angesichte soll ich verborgen sein, soll unst\u00e4t und fl\u00fcchtig auf der Erde sein, und es wird ja jeder, der mich trifft, mich erschlagen!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach \u00fcber ihn <i>Gott<\/i>: Darum, wer Kajin t\u00f6ten wollte! Es wird ja so siebenfach Rache an ihm genommen! So machte Gott dem Kajin ein Wahrzeichen, dass keiner, der ihn treffe, ihn erschlage.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da ging Kajin fort aus dem Angesichte <i>Gottes<\/i>, und lie\u00df sich im Lande Rod nieder, ostw\u00e4rts von Eden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da erkannte Kajin seine Frau, sie empfing und gebar Chanoch. Er ward ein Stadterbauer und nannte den Namen der Stadt nach dem Namen seines Sohnes Chanoch.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Dem Chanoch wurde Irad geboren, Irad erzeugte Mechujael, Mechijael Methuschael, Methuschael erzeugte Lemech.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Lemech nahm sich zwei Frauen; die eine hie\u00df Ada, die andere Zilla.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Ada gebar Jabal; dieser war der erste der se\u00dfhaften Viehzucht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Seines Bruders Name war Jubal; dieser war der erste aller Harfen- und Fl\u00f6tenspieler.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Auch Zila gebar Thubal-Kajin, der sch\u00e4rfte alles, was Kupfer und Eisen schneidet. Thubal-Kajins Schwester aber war Naama.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da sprach Lemech zu seinen Frauen: Ada und Zilla, h\u00f6ret meine Stimme, Frauen Lemechs, vernehmet meine Rede; denn einen Mann habe ich get\u00f6tet zu meiner Wunde und ein Kind zu meiner Beule.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Wenn auf Kajin die Rache siebenfach ruht, so auf Lemech sieben und siebenzigfach!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Adam aber erkannte wieder seine Frau, sie gebar einen Sohn und nannte ihn Scheth; denn Gott hat mir einen anderen Samen gesetzt an Hebels Statt; denn ihn hatte Kajin erschlagen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Und dem Scheth ward auch ein Sohn geboren; er nannte ihn Enosch. Damals fing man an im Namen <i>Gottes<\/i> zu verk\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dieses Buch sind Entwicklungen Adams. An dem Tage, an welchem Gott Adam schuf, bildete er ihn in \u00c4hnlichkeit Gottes.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>M\u00e4nnlich und weiblich hat er sie erschaffen, und segnete sie und nannte sie Adam an dem Tage als sie erschaffen wurden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Adam lebte 130 Jahre, da zeugte er in seiner \u00c4hnlichkeit nach seiner Gestalt und nannte ihn Scheth.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Adams Tage, nachdem er Scheth gezeugt, waren 800 Jahre und er zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Als alle Tage Adams, die er lebte, 930 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Scheth lebte 105 Jahre, dann zeugte er Enosch.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Nachdem er Enosch gezeugt hatte, lebte Scheth noch 807 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Als alle Tage Scheths 912 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup><i>Enosch<\/i> lebte 90 Jahre, dann zeugte er Kenan.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nachdem er Kenan gezeugt hatte, lebte Enosch noch 815 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Als alle Tage Enoschs 905 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Kenan lebte 70 Jahre, dann zeugte er Mahalallel.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Nachdem er Mahalallel gezeugt hatte, lebte Kenan noch 840 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Als alle Tage Kenans 910 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup><i>Mahalallel<\/i> lebte 65 Jahre, dann zeugte er Jered.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Nachdem er Jered gezeugt hatte, lebte Mahalallel noch 830 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Als alle Tage Mahalallels 895 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Jered lebte 162 Jahre, dann zeugte er Chanoch.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Nachdem Jered Chanoch gezeugt hatte, lebte Jered noch 800 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Als alle Tage Jereds 962 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Chanoch lebte 65 Jahre, dann zeugte er Methuschelach.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nachdem er Methuschelach gezeugt hatte, wandelte Chanoch mit Gott 300 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Alle Tage Chanoch&#8217;s waren 365 Jahre.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Chanoch wandelte mit Gott und war nicht mehr da, denn Gott hatte ihn fortgenommen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Methuschelach lebte 187 Jahre, dann zeugte er Lemech.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Nachdem er Lemech gezeugt hatte, lebte Methuschelach noch 782 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Als alle Tage Methuschelach&#8217;s 960 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Lemech lebte 182 Jahre, dann zeugte er einen Sohn.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er nannte ihn Noach, um damit zu sagen: Dieses nur kann uns tr\u00f6sten von unserem Schaffen und von der Entsagung unserer H\u00e4nde, von dem Boden, den Gott mit Fluch getroffen.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Nachdem er Noach gezeugt, lebte Lemech noch 595 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Als alle Tage Lemech&#8217;s 777 Jahre waren, starb er.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Noach war bereits 500 Jahre alt, da zeugte Noach Schem, Cham und Japhet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war, da die Menschen sich auf dem Erdboden zu vermehren begannen und ihnen T\u00f6chter geboren waren,<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>da sahen die S\u00f6hne des g\u00f6ttlichen Geschlechtes die T\u00f6chter des Menschen, dass sie sch\u00f6n waren, und nahmen sich Frauen, woher es ihnen gefiel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da sprach Gott: Mein Geist in dem Menschen wird nicht immer Richter bleiben, da dieser ja auch Fleisch ist; so sollen denn seine Tage 120 Jahre sein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Die Riesen waren in jenen Tagen auf der Erde und auch nachher, als schon die S\u00f6hne des g\u00f6ttlichen Geschlechtes zu den T\u00f6chtern des Menschen kamen, und diese ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die aus grauer Vergangenheit die ber\u00fchmten M\u00e4nner sind.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Als Golt sah, dass das Unheil des Menschen gro\u00df auf Erden und jedes Gebilde der Gedanken seines Herzens nur schlecht jeden Tag war:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>da ward <i>Gott<\/i> zur \u00c4nderung seines Entschlusses, dass er den Menschen auf Erden geschaffen, veranla\u00dft, und er betr\u00fcbte sich um sein Herz.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i>: Ich will den Menschen von der Fl\u00e4che des Erdbodens weg l\u00f6schen vom Menschen bis zum Viehe, bis zum Gew\u00fcrm und bis zum Vogel des Himmels; denn ich bin veranla\u00dft, den Entschluss zu \u00e4ndern, dass ich sie geschaffen habe.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Noach aber erreichte Wohlwollen in den Augen <i>Gottes<\/i>.<br><sup id=\"Noach\" class=\"Vers\">9.<\/sup>Dies sind die Erzeugnisse Noachs. Noach, ein gerechter Mann, war in seinen Zeiten sittenrein; mit Gott f\u00fchrte sich Noach.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da zeugte Noach drei S\u00f6hne, <i>Schem, Cham<\/i> und <i>Japhet<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Es ward aber die Erde vor dem Angesichte Gottes verderbt, und da ward die Erde des Unrechts voll.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sah Gott die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn es hatte alles Fleisch seinen Wandel auf der Erde verderbt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach Gott zu Noach: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen, denn die Erde ist voller Unrecht vor ihnen geworden, und so bin ich im Begriff, sie mit der Erde zu verderben.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Mache dir eine Arche aus Gopherholz, aus Tierbeh\u00e4ltern bestehend sollst du die Arche machen, und sie von innen und au\u00dfen mit Pech bedecken.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dies ist&#8217;s, wie du sie machen sollst: Dreihundert Ellen die L\u00e4nge der Arche, f\u00fcnfzig Ellen ihre Breite und drei\u00dfig Ellen ihre H\u00f6he.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Eine Beleuchtung machst du der Arche, und l\u00e4ssest sie obw\u00e4rts bis zu einer Elle abnehmen; die T\u00fcre der Arche bringst du an die Seite an; mit unterstem, zweitem und drittem Stockwerk machst du sie.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Und ich \u2014 siehe ich bringe die Entseelung durch Wasser \u00fcber die Erde, alles Fleisch, in welchem Lebensgeist ist, unter dem Himmel verderbend zu entfernen; alles, was auf Erden ist, soll erstarren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Mit dir aber werde ich meinen Bund aufrecht halten, du wirst in die Arche gehen, du und deine S\u00f6hne und deine Frau und die Frauen deiner S\u00f6hne mit dir.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Und von allem Lebendigen, aus allem Fleische sollst du zwei von Jeglichem in die Arche aufnehmen, sie mit dir zu erhalten; m\u00e4nnlich und weiblich sollen sie sein.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Von dem Vogel f\u00fcr seine Gattung und von dem Viehe f\u00fcr seine Gattung, von allem Gew\u00fcrm des Erdbodens f\u00fcr seine Gattung, werden zwei von Jeglichem zu dir kommen, damit du sie erhaltest.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Du aber nimm dir von aller zur Speise dienenden Nahrung und sammle sie zu dir ein, damit sie dir und ihnen zur Speise diene.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Noach tat&#8217;s; alles wie Gott ihm geboten hatte, also tat er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zu Noach: Gehe du und dein ganzes Haus in die Arche; denn dich habe ich gerecht vor mir gesehen in diesem Zeitalter.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Von allem reinen Viehe nimm dir je sieben, das Mann-Tier und sein Weib; von dem Viehe aber, das nicht rein ist, zwei, das Mann-Tier und sein Weib.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Auch von dem Vogel des Himmels, je sieben, m\u00e4nnlich und weiblich; Samen zu beleben \u00fcber die ganze Erdfl\u00e4che hin.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Denn der Tage sind noch sieben, dann lasse Ich auf die Erde vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte niederregnen, und l\u00f6sche alles Bestehende, das ich gestaltet habe, weg von der Fl\u00e4che des Erdbodens.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da tat Noach alles wie ihm <i>Gott<\/i> befohlen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Noach war ein Mann von 600 Jahren, da war die Entseelung durch Wasser auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da ging Noach, seine S\u00f6hne, seine Frau und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihm, in die Arche, fl\u00fcchtend vor dem Wasser der Entseelung.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Von dem reinen Viehe und vom Viehe, das nicht rein ist, so wie von dem Gefl\u00fcgel und allem was auf dem Erdboden kriecht,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>paarweise kamen sie zu Noach in die Arche, m\u00e4nnlich und weiblich, wie Gott Noach geboten hatte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Es war nach den sieben Tagen, da waren die Wasser der Entseelung auf der Erde.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Im sechshundertsten Jahre des Lebens Noach&#8217;s, im zweiten Monate, am 17. Tage des Monates, an diesem Tage wurden alle Quellen der gro\u00dfen Flut aufgerissen und die Schleusen des Himmels ge\u00f6ffnet.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Und es kam der Regen \u00fcber die Erde vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>An eben diesem Tage kam Noach und Schem, Cham und Japhet, die S\u00f6hne Noach&#8217;s, und Noach&#8217;s Frau und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihnen in die Arche.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie und alles Tier f\u00fcr seine Art und alles Vieh f\u00fcr seine Art und alles, was auf Erden kriecht f\u00fcr seine Art und alles Fliegende f\u00fcr seine Art, jedes gefiederte Tier von jeglicher Art Fl\u00fcgel.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Paarweise von allem Fleische, in welchem Lebensgeist ist, kamen sie zu Noach in die Arche.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die Kommenden kamen m\u00e4nnlich und weiblich von jeglichem Fleische, wie ihm Gott befohlen, und da schlo\u00df <i>Gott<\/i> um ihn sch\u00fctzend zu.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Die Entseelung war 40 Tage auf der Erde, und wie die Gew\u00e4sser sich mehrten, da hoben sie die Arche, und sie stand hoch oberhalb der Erde.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Erst als die Wasser schwollen und sehr viel \u00fcber der Erde wurden, ging die Arche auf der Fl\u00e4che des Wassers.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Wasser waren aber auch so ungemein hoch \u00fcber die Erde geschwollen, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt waren.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>F\u00fcnfzehn Ellen h\u00f6her waren die Wasser angeschwollen, so dass die Berge bedeckt waren.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Es erstarrte alles Fleisch, was auf Erden auftritt, an Vogel und Vieh und Waldtier und an allem auf der Erde kriechenden Gew\u00fcrm; und alle Menschen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Alle, in deren Antlitz der Hauch des Lebensgeistes war, von allem was sich auf dem Trockenen befindet, starben.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Und es l\u00f6ste alles Selbst\u00e4ndige auf, das auf der Fl\u00e4che des Erdbodens war, vom Menschen bis Vieh, Gew\u00fcrm und Vogel des Himmels; sie wurden von der Erde weggel\u00f6scht, und nur Noach und was bei ihm in der Arche war blieb \u00fcbrig.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>So schwollen die Wasser \u00fcber der Erde 150 Tage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da gedachte Gott des Noachs und aller Tiere und alles Viehes, welche mit ihm in der Arche waren, und es f\u00fchrte Gott einen Wind \u00fcber die Erde, da stillten sich die Wasser.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Es wurden die Quellen der Flut und die Schleusen des Himmels geschlossen, und es wurde der Regen vom Himmel zur\u00fcckgehalten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es kehrten immer mehr die Wasser von oberhalb der Erde zur\u00fcck und nach 150 Tagen nahmen die Wasser ab.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Im 7. Monat, am 17. Tage des Monats ruhte die Arche auf den Bergen Ararats.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Die Wasser aber nahmen immer mehr ab bis zum zehnten Monat. Im zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da war es denn, nach Verlauf von 40 Tagen \u00f6ffnete Noach das Fenster der Arche, welches er gemacht hatte.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>und entsendete den Raben; dieser flog aus und kam immer wieder zur\u00fcck, bis die Wasser anfingen abzutrocknen von der Erde.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Darauf entsendete er die Taube von sich, zu sehen, ob die Wasser von der Fl\u00e4che des Erdbodens abgenommen hatten.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es fand aber die Taube keinen Ruheplatz f\u00fcr den Ballen ihres Fu\u00dfes; sie kehrte wieder zu ihm in die Arche zur\u00fcck, denn Wasser war noch auf der Fl\u00e4che der ganzen Erde. Er streckte seine Hand aus und nahm sie, und brachte sie zu sich in die Arche.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er lie\u00df noch sieben andere Tage eintreten und entsendete dann die Taube wieder von der Arche.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da kam die Taube zur Abendzeit zu ihm und siehe, sie hatte ein Olivenblatt als Nahrung im Munde. Da wu\u00dfte Noach, dass die Wasser von der Erde abgenommen hatten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er geduldete sich noch sieben andere Tage und entsendete die Taube; sie kehrte da nicht wieder zu ihm zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Endlich im 601 Jahre, im ersten Monate, am ersten des Monats, waren die Wasser von der Erde abgetrocknet. Da nahm Noach das Dach der Arche ab, er sah, und siehe: die Oberfl\u00e4che des Erdbodens war abgetrocknet.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Im zweiten Monat, am 27. Tage des Monats, war endlich die Erde trocken.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach Gott zu Noach:<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Gehe aus der Arche, du, und deine Frau und deine S\u00f6hne und die Frauen deiner S\u00f6hne mit dir.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Alles Lebendige, das von allem Fleische an Vogel und Vieh und allem auf der Erde kriechenden Gew\u00fcrm bei dir ist, lasse mit dir hinausgehen, dass sie sich frei bewegen auf der Erde und sich fortpflanzen und vermehren auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da ging Noach hinaus, und seine S\u00f6hne, seine Frau und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Alles Lebendige, alles Kriechende und alles Fliegende, alles, was auftritt auf der Erde, nach ihren Familien gingen sie aus der Arche.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da baute Noach <i>Gott<\/i> einen Altar und nahm von allem reinen Viehe und von allem reinen Vogel und brachte Emporopfer auf den Altar.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da nahm <i>Gott<\/i> den Ausdruck der Willfahrung wahr, und es sprach da <i>Gott<\/i> zu seinem Herzen: Ich will nicht der Menschenerde um des Menschen willen, wenn das Herzensgebilde des Menschen von seiner Jugend an schlecht ist, wieder Unsegen geben, und will nicht wieder alles Lebendige schlagen wie ich getan;<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>immer sollen alle Erdentage sein; Saat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht sollen nie feiern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da segnete Gott Noach und seine S\u00f6hne, und sprach zu ihnen: Pflanzet euch fort und vermehret euch und f\u00fcllet die Erde.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und eure Furcht und euer Schrecken sei \u00fcber alles Tier der Erde und \u00fcber alles Gefl\u00fcgel des Himmels; von allem was den Boden betritt, und von allen Fischen des Meeres sei in eure Hand gegeben.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Alles Auftretende, welches lebt, sei euch zur Nahrung; wie das Kr\u00e4utergr\u00fcn habe ich euch alles gegeben.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Jedoch Fleisch, dessen Blut noch in seiner Seele ist, sollt ihr nicht essen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Jedoch, euer Blut, das euren Seelen angeh\u00f6rt, fordere Ich; von der Hand jeden Tieres werde ich es fordern. Von der Hand des Menschen aber, von der Hand eines Wesens, das sein Bruder ist, fordere ich die Seele des Menschen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Wer das Blut eines Menschen vergie\u00dft, dessen Blut soll durch den Menschen vergossen werden; denn in einer Gottesgestalt hat Er den Menschen gebildet.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Und ihr nun pflanzet euch fort und vermehret euch; vermannigfaltigt euch auf der Erde und vermehrt euch auf ihr!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Gott zu Noach und zu seinen S\u00f6hnen mit ihm:<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Und Ich, siehe ich errichte meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen nach euch,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>und mit jeder lebendigen Seele, die bei euch ist, im Vogel, im Viehe, und in jedem Tier der Erde bei euch, von allen, die aus der Arche gegangen, bis zu allem Lebendigen der Erde:<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>ich werde meinen Bund mit euch aufrecht halten, dass nicht mehr alles Fleisch durch die Wasser der Entseelung vernichtet werde und nicht mehr Entseelung komme, die Erde zu verderben.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprach Gott: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und euch und jeder lebenden Seele, die bei euch ist, f\u00fcr die Geschlechter aller Zeiten hingebe:<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Meinen Bogen! Ich habe ihn in die Wolke gegeben; und er sei nun zum Bundeszeichen zwischen mir und der Erde;<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>so dass, wenn ich mit Gew\u00f6lk die Erde \u00fcberw\u00f6lke, und der Bogen in der Wolke geschaut wird:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>ich meines Bundes gedenke, der zwischen mir und euch und jeder lebendigen Seele in allem Fleische besteht, und es wird nicht mehr das Wasser zu einer Entseelung werden, alles Fleisch zu verderben.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Es sei der Bogen in der Wolke, und ich sehe ihn, des ewigen Bundes zu gedenken zwischen Gott und jeder lebendigen Seele in allem Fleische, welches auf der Erde ist.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da sprach Gott zu Noach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Fleische, welches auf der Erde ist.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Es waren die S\u00f6hne Noach&#8217;s, welche aus der Arche gingen, Schem, Cham und Japhet; und Cham ist der Vater Kenaan&#8217;s.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Diese drei waren S\u00f6hne Noach und von diesen ging die ganze Erde auseinander.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da fing Noach an der Mann der Erde zu sein und pflanzte einen Weinberg,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>und er trank von dem Weine und wurde berauscht, und entbl\u00f6\u00dfte sich im Innern seines Zeltes.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da sah Cham, der Vater Kenaan&#8217;s, die Bl\u00f6\u00dfe seines Vaters \u2014 und erz\u00e4hlte es seinen beiden Br\u00fcdern drau\u00dfen!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da nahm Schem und Japhet das Gewand, legten es auf ihrer Beider Schulter, gingen r\u00fcckw\u00e4rts und bedeckten die Bl\u00f6\u00dfe ihres Vaters; ihr Gesicht blieb r\u00fcckgewandt und die Bl\u00f6\u00dfe ihres Vaters sahen sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Als Noach von seinem Weine erwachte, erfuhr er was ihm sein j\u00fcngster Sohn getan.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Da sprach er: Fluchgetroffen wird Kenaan, Knecht von Knechten wird er seinen Br\u00fcdern sein.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Und wiederum sprach er: Gesegnet wird <i>Gott<\/i>, der Gott Schem&#8217;s; m\u00f6ge Kenaan ihnen Knecht werden!<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Gem\u00fcter \u00f6ffnet Gott dem Japhet, wohnt jedoch in H\u00fctten Schem&#8217;s; und es wird Kenaan ihnen Knecht.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Noach lebte nach der Entseelung dreihundertf\u00fcnfzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Als alle Tage Noach&#8217;s neunhundertf\u00fcnfzig Jahre waren, starb er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>und dies sind die Nachkommen der S\u00f6hne Noachs, Schems, Chams und Japhets. Es wurden ihnen Kinder nach der Entseelung geboren.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>S\u00f6hne Japhets: Gomer und Magog, Madai, Jawan und Tubal, Meschech und Tiras.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Gomer&#8217;s S\u00f6hne: Aschkenas, Rifat und Togarma.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Jawan&#8217;s S\u00f6hne: Elischa und Tarschisch, Kitter und Dodaner.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Von diesen gingen die V\u00f6lkergruppen in ihren L\u00e4ndern auseinander, jedes zu seiner Mundart, zu ihren Familien in ihren V\u00f6lkerschaften.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und S\u00f6hne Chams: Kusch und Mizrajim, Put und Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Kuschs S\u00f6hne: Seba und Chawila, Sabta, Raama und Sabtecha; und Raamas S\u00f6hne: Scheba und Dedan.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Kusch zeugte den Nimrod; der fing an ein Held zu sein auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Er war ein verschlagener Held vor Gott: darum sagt man: ein Nimrod gleich verschlagener Held vor <i>Gott<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Der Anfang seines K\u00f6nigtums war Babel, Erech, Akad und Kalne im Lande Schinear.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Von diesem Lande ging Aschur aus und baute Ninewe und Rechoboth-Ir und Kelach;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>und Re\u00dfen zwischen Ninewe und Kelach; dies ist die gro\u00dfe Stadt. Anamer, die Lehaber und die Naftucher,<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Mizrajim erzeugte die Ludim, die Anamer, die Lehaber und die Naftucher.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>die Pathru\u00dfer und die Ka\u00dflucher, woher die Pelischter stammen und die Kaftorer.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Kenaan zeugte seinen Erstgebornen Zidon und den Chet.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>den Jebu\u00dfer, den Emoriter und den Girgascher;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>den Chiwer, den Arker und den Siner;<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>den Arwader, den Zemarer und den Chamater; nachher wurden die Familien des Kenaaniters noch mehr geteilt.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Grenze des Kenaaniters ging von Zidon nach Gerar hin bis Asa; nach Sedom, Amora, Adma und Zebojim hin bis Lescha.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Das sind die S\u00f6hne Chams nach ihren Familien, nach ihren Mundarten, in ihren L\u00e4ndern, in ihren V\u00f6lkerschaften.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Auch Schem wurden Nachkommen geboren, dem Vater aller S\u00f6hne Ebers, dem Bruder des \u00e4lteren Japhet.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Schems S\u00f6hne: Elam und Aschur, Arpachschad, Lud und Aram.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Arams S\u00f6hne: Uz, Chul, Gether und Masch.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Arpachschad zeugte Schelach, Schelach zeugte Eber.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Eber wurden zwei S\u00f6hne geboren, des einen Name war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt; und seines Bruders Name: Joktan.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Joktan zeugte den Almodad und Schelef, den Chazarmaweth und Jerach,<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>den Hadoram, Usal und Dilla;<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>den Obal, Abimael und Scheba;<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>den Ofir, Chawila und Jobab; alle diese S\u00f6hne Joktans.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Ihr Wohnsitz war von Mescha, nach Sefara hin zum Gebirge des Ostens.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Dies sind die S\u00f6hne Schems nach ihren Familien, nach ihren Mundarten, in ihren L\u00e4ndern, nach ihren V\u00f6lkerschaften.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Dies sind die Familien der S\u00f6hne Noachs nach ihren Nachkommenschaften in ihren V\u00f6lkerschaften; und von diesen gingen die V\u00f6lker auf der Erde nach der Entseelung auseinander.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war die ganze Erde eine Sprache und einheitliche Worte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da war es, als sie von Osten fortzogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinear, und dort lie\u00dfen sie sich nieder.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da sprachen sie einer zu dem andern: Gib her, wir wollen Ziegel schaffen, und was immer zum Brande verbrennen; da ward ihnen der Ziegel zum Steine und der M\u00f6rtel ward ihnen zum Ton.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da sprachen sie: Gib her, wir wollen uns eine Stadt bauen und einen Thurm, und dessen Spitze soll in den Himmel reichen, so wollen wir uns einen Namen machen! Wir k\u00f6nnten sonst \u00fcber die Fl\u00e4che der ganzen Erde zerstreut werden.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da stieg <i>Gott<\/i> hernieder, die Stadt und den Turm zu sehen, welche die Menschens\u00f6hne bauten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und <i>Gott<\/i> sprach: siehe, da sind sie nun <i>ein<\/i> Volk und <i>eine<\/i> Sprache haben sie alle, und da ist es <i>dies<\/i>, was sie zuerst zu unternehmen beginnen, und nun wird ihnen nicht unerreichbar bleiben alles, was sie bereits ma\u00dflos auszuf\u00fchren sich vorgesetzt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wohlan, steigen wir hinab, wird dort ihre Sprache welk werden, so dass einer nicht mehr die Sprache des andern verstehe.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da zerstreute sie <i>Gott<\/i> von dort \u00fcber die Fl\u00e4che der ganzen Erde hin, und sie unterlie\u00dfen es, die Stadt zu bauen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Darum nannte er sie Babel, denn dort hat <i>Gott<\/i> die Sprache der ganzen Erde gemischt, und von dort aus zerstreute sie <i>Gott<\/i> \u00fcber die Fl\u00e4che der ganzen Erde.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dies sind die Nachkommen Schems: Schem war hundert Jahre alt, als er Arpachschad zeugte, zwei Jahre nach der Entseelung.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Schem lebte, nachdem er Arpachschad gezeugt hatte, 500 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Arpachschad lebte 35 Jahre, da zeugte er Schelach.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Arpachschad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Schelach lebte drei\u00dfig Jahre, da zeugte er Eber.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Nachdem er Eber gezeugt hatte, lebte Schelach 403 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Eber lebte 34 Jahre, da zeugte er Peleg.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Nachdem er Peleg gezeugt hatte, lebte Eber 430 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Peleg lebte 30 Jahre und zeugte Re\u00fc.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Nachdem er Re\u00fc gezeugt hatte, lebte Peleg 209 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Re\u00fc lebte 32 Jahre und zeugte Serug.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Nachdem er Serug gezeugt hatte, lebte Re\u00fc 207 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Serug lebte 30 Jahre, da zeugte er Nachor.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Nachdem er Nachor gezeugt hatte, lebte Serug 200 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Nachor lebte 29. Jahre und zeugte Therach.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Nachdem er Therach gezeugt hatte, lebte Nachor 119 Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Therach lebte 70 Jahre, da zeugte er Abram, Nachor und Haran.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Dies sind die Nachkommen Therachs: Therach zeugte Abram, Nachor und Haran, und Haran zeugte Lot.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Haran starb vor dem Angesichte seines Vaters Therach in seinem Geburtslande in Ur-Kasdim.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Abram und Nachor nahmen sich Frauen, Abrams Frau hie\u00df Sarai, Nachors Frau Milka, die Tochter Harans, des Vaters Milkas und der Jiska.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Sarai war aber unfruchtbar, sie hatte keine Geburt.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da nahm Therach seinen Sohn Abram und Lot Harans Sohn, seinen Enkel, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Abram, und sie gingen mit ihnen aus Ur-Kasdim um nach dem Lande Kenaan zu gehen; als sie aber bis Charan kamen, blieben sie dort.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Da nun Therachs Tage 205. Jahre waren, starb Therach in Charan.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Zu Abram aber sprach <i>Gott<\/i>: Gehe f\u00fcr dich allein von deinem Lande, deinem Geburtsorte und dem Hause deines Vaters, zu dem Lande hin, das ich dir zeigen werde.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich werde dich zu einem gro\u00dfen Volke machen, Ich werde dich segnen, und Ich m\u00f6chte deinen Namen gro\u00df werden lassen; werde du ein Segen!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich m\u00f6chte segnen, die dich segnen, und wer dir Fluch bringt, dem werde ich fluchen; und es werden durch dich alle Familien des Erdbodens gesegnet werden.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da ging Abram wie es <i>Gott<\/i> ihm ausgesprochen hatte, und mit ihm ging Lot. Abram aber war 75 Jahre alt als er aus Charan ging.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Abram nahm seine Frau Sarai und seines Bruders Sohn Lot, alle ihre Habe, die sie erworben, und die Seelen, die sie in Charan gebildet hatten; sie zogen fort, um dem Lande Kenaan zuzugehen, und sie tamen nach dem Lande Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Abram zog vor\u00fcber im Lande bis zum Orte Schechem, bis zum Haine Moreh, \u2014 und der Kenaanite war schon damals im Lande. \u2014<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da ward <i>Gott<\/i> dem Abram sichtbar und sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land. Da baute er dort <i>Gott<\/i> einen Altar, der ihm sichtbar geworden.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er lie\u00df von dort aufbrechen zum Gebirge hin, Bethel zu Osten, und spannte dort sein Zelt; er hatte Bethel in Westen und Ai in Osten; er baute dort Gott einen Altar und rief im Namen Gottes.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Abram brach auf und zog immer mehr gen S\u00fcden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Es kam Hungersnot ins Land, und Abram ging nach Mizrajim hinab, sich dort aufzuhalten, denn die Hungersnot war schwer im Lande.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da war es, als er nahe daran war, nach Mizrajim zu kommen, sprach er zu seiner Frau Sarai: Siehe, ich wei\u00df es ja doch, dass du ein sch\u00f6nes Weib bist,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>da wird es nun sein, wenn dich die Mizrer sehen, werden sie sagen: es ist seine Frau; und werden mich t\u00f6ten, und dich werden sie am Leben erhalten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sage doch, du seiest meine Schwester, damit mir, um dich zu erreichen, Gutes werde, und so werde ich auch durch dich leben bleiben.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Es war, wie Abram nach Mizrajim kam, sahen die Mizrer die Frau dass sie sehr sch\u00f6n war.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es sahen sie auch die F\u00fcrsten Pharaos und r\u00fchmten sie gegen Pharao. Da wurde die Frau in Pharaos Haus genommen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und Abram hatte er schon Wohlwollen um ihretwillen erwiesen, es waren ihm Schaf und Rind und Esel, Sklaven und M\u00e4gde, Eselinnen und Kamele geworden,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>da traf <i>Gott<\/i> Pharao mit gro\u00dfen Plagen und sein Haus wegen Sarais, Abrams Frau.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da lie\u00df Pharao Abram rufen und sagte: Was hast du mir getan! Warum hast du mir nicht gesagt, dass sie deine Frau sei?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Warum hast du noch gesagt: sie ist meine Schwester, selbst als ich sie mir zur Frau nahm? Und nun! Hier ist deine Frau, nimm sie und gehe!<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Pharao bestellte Leute \u00fcber ihn, die ihn, seine Frau und alles Seinige entlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da zog Abram, er, seine Frau und alle Seinigen und auch Lot mit ihm von Mizrajim hinauf in den S\u00fcden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und Abram war sehr beg\u00fctert an Herden, an Silber und Gold.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er ging seinen fr\u00fcheren Z\u00fcgen nach von S\u00fcden bis nach Bethel, bis zu dem Orte, wo sein Zelt anfangs gewesen, zwischen Bethel und Ai,<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>zu der Stelle des Altares hin, den er dort zuerst errichtet hatte, und dort rief Abram im Namen <i>Gottes<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Und auch Lot, der mit Abram ging, hatte \u2014 Schafe und Rinder und Zelte.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und so trug sie das Land nicht zusammen zu bleiben; denn ihr Verm\u00f6gen war zu gro\u00df und sie konnten nicht zusammen wohnen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Daher entstand Streit zwischen den Hirten der Herde Abrams und den Hirten der Herde Lots, und es war damals schon der Kenaaniter und Periser Bewohner des Landes.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht ferner Zwiespalt sein zwischen mir und dir und (dadurch auch) zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind ja verwandte M\u00e4nner.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Vor dir ist ja das ganze Land offen, trenne du dich daher von mir, wenn links, so bleibe ich rechts, und wenn rechts, so bleibe ich links.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da hub Lot seine Augen auf und sah die ganze Talebene des Jardens dass sie ganz bew\u00e4sserungsreich war, ehe <i>Gott<\/i> Sedom und Amora verderbte, wie der Garten <i>Gottes<\/i>, wie das Land Mizrajim, bis man nach Zoar kam,<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>und es w\u00e4hlte sich Lot die ganze Talebene des Jardens, und es zog Lot von Osten ab; so trennten sie sich einer von dem andern.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Abram war im Lande Kenaan geblieben, w\u00e4hrend Lot sich in die Talebene niedergelassen und seine Zelte bis an Sedom hatte \u2014<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>und die Leute in Sedom waren doch b\u00f6se und leichtsinnige, <i>Gott<\/i> gegen\u00fcber \u00fcber alles Ma\u00df \u2014<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>und <i>Gott<\/i> hatte, nachdem Lot von ihm geschieden war, zu Abram gesprochen: Hebe doch deine Augen auf und siehe von dem Orte, wo du bist, nordw\u00e4rts und s\u00fcdw\u00e4rts, gen Osten und Westen;<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>denn das ganze Land, das du siehst, ich gebe es dir, und deinem Samen auf immer;<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>ich mache deinen Samen wie Staub der Erde, dass, wenn jemand den Staub der Erde z\u00e4hlen kann, auch dein Same gez\u00e4hlt werden solle;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>stehe darum auf, gehe hinein in das Land, der L\u00e4nge nach und der Breite, denn dir gebe ich es \u2014:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>da setzte Abram seine Zelte und ging ein und lie\u00df sich in den Hainen Mamres, die in Chebron waren, nieder und baute dort <i>Gott<\/i> einen Altar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war in den Tagen Amraphels, K\u00f6nigs von Schinear, Arjochs, K\u00f6nig von Ela\u00dfar, Kedarlaomers, K\u00f6nigs von Elam und Thidals, K\u00f6nigs von Gojim, dem K\u00f6nige von Sedom, Birscha, dem K\u00f6nige von Amora, Schinab dem K\u00f6nige von Adma, Schemewer dem K\u00f6nige von Zebojim und dem K\u00f6nige von Bela, das ist Zoar.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sie hatten schon fr\u00fcher Krieg gef\u00fchrt mit Bera<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Alle diese hatten sich nach dem Ackertale, dem jetzigen Salzmeer, hin vereinigt.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Zw\u00f6lf Jahre hatten sie n\u00e4mlich dem Kedarlaomer gedient und sich das dreizehnte Jahr hindurch emp\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Im vierzehnten Jahre war nun Kedarlaomer und die mit ihm verb\u00fcndeten K\u00f6nige gekommen, sie schlugen die Rephaer in Asteroth Karnajim, die Suser in Ham, die Emer in Schawe Kirjatajim,<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>den Chorer in ihrem Gebirgslande Seir bis zur Paranebene, welche an der W\u00fcste ist,<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>wendeten sich dann zur\u00fcck, kamen nach En-Mischpat, das ist Kadesch, und schlugen das ganze Feld des Amalekiters und auch den Emoriter, welcher in Chazazontamar wohnt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da zog der K\u00f6nig von Sedom, der K\u00f6nig von Amora, der K\u00f6nig von Adma, der K\u00f6nig von Zebosim und der K\u00f6nig von Bela, d.i. Zoar hinaus und fingen mit ihnen Krieg an im Tale der \u00c4cker,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>mit Kedarlaomer dem K\u00f6nig von Elam, Thidal K\u00f6nig von Gojim, Amraphel K\u00f6nig von Schinear, Arjoch K\u00f6nig von Ela\u00dfar, vier K\u00f6nige mit f\u00fcnfen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Das Tal der \u00c4cker war voller Lehmbrunnen, da flohen der K\u00f6nig von Sedom und von Amora und fielen hinein; die Entkommenden aber flohen dem Gebirge zu.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Sie nahmen alles Bewegliche von Sedom und Amora und all deren Speisevorrat und gingen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Sie nahmen auch den Lot und seine bewegliche Habe, den Brudersohn Abrams und gingen \u2014 und er war Einwohner in Sedom!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da kam nun der Fl\u00fcchtling und brachte die Kunde Abram, dem Ebr\u00e4er, \u2014 und er wohnte in den Hainen Mamres des Emoriten, Bruders des Eschkol und des Aner, und sie waren die Bundesherren Abrams!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Als Abram h\u00f6rte, dass sein Verwandter gefangen fortgef\u00fchrt worden, da f\u00fchrte er alle die von ihm erzogenen Geborenen seines Hauses, dreihundert und achtzehn, hinaus, und verfolgte bis Dan.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er teilte sich \u00fcber sie Nachts, er und seine Knechte, schlug sie, und verfolgte sie bis Choba, welches Damaskus zur Linken liegt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er brachte alles Weggef\u00fchrte zur\u00fcck. Er hatte sowohl seinen Bruder Lot und dessen Habe, als auch die Frauen und das Volk zur\u00fcckgebracht,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>da ging der K\u00f6nig von Sedom ihm, nachdem er von dem Siege \u00fcber Kedarlaomer und die K\u00f6nige, welche mit ihm waren, zur\u00fcckgekehrt war, in das Tal Schawe, das ist das K\u00f6nigstal, entgegen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Malki Zedek hingegen, K\u00f6nig von Schalem, hatte Brot und Wein hinausgebracht; er war aber auch Priester dem h\u00f6chsten Gotte.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Er segnete ihn und sprach: Ge segnet Abram dem h\u00f6chsten Gotte, dem Eigner von Himmel und Erde,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>und gesegnet der h\u00f6chste Gott, der deine Feinde in deine Hand gegeben! Er gab ihm den Zehnten von allem.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sprach der K\u00f6nig von Sedom zu Abram: Gib mir die Seelen, die Habe nimm dir.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Abram aber sprach zum K\u00f6nig von Sedom: Ich habe meine Hand hinangehoben zu Gott dem h\u00f6chsten Gott, dem Eigner des Himmels und der Erde,<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>nicht von Faden bis Schuhriemen, nicht von allem Deinigen werde ich etwas nehmen; du sollst nicht sagen: Ich habe den Abram reich gemacht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Fern von mir! Nur was die Leute verzehrt haben, und der Anteil der M\u00e4nner, die mich begleitet haben \u2014 Aner, Eschkol und Mamre, sie m\u00f6gen ihren Anteil nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nach dem bisher Erz\u00e4hlten ward das Wort <i>Gottes<\/i> an Abram in der Fernsicht: F\u00fcrchte dich nicht, Abram, Ich bleibe dir Schild, dein Lohn ist ungemessen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach Abram: <i>Gott<\/i> mein Herr, was willst du mir geben, ich gehe doch kinderlos hin, und der nach meinem Hause sehns\u00fcchtige Erbe ist Eliesers Damaskus!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Abram dachte: siehe mir hast du ja keinen Samen gegeben, und siehe: meines Hauses Sohn ist mein Erbe.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Siehe, da ward das Wort <i>Gottes<\/i> an ihn: <i>Der<\/i> wird dich <i>nicht<\/i> beerben, sondern <i>der<\/i> aus deinen Eingeweiden stammen wird, <i>der<\/i> wird dich beerben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Er f\u00fchrte ihn hinaus und sprach: Schau&#8216; doch gen Himmel, und z\u00e4hle die Sterne, wenn du sie z\u00e4hlen kannst! Er sagte ihm: So wird dein Same!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Er aber hatte seine ganze Zuversicht auf <i>Gott<\/i> gesetzt und dies achtete Er ihm als Pflichtgerechtigkeit.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Darauf sprach Er zu ihm: Ich bin <i>Gott<\/i>, der ich dich aus Ur-Kasdim gef\u00fchrt habe, dir dieses Land zu geben, es in Besitz zu nehmen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach er: Gott, mein Herr, wodurch werde ich wissen, dass ich es in Besitz nehmen soll?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach Er zu ihm: Nehme mir dreimal ein weibliches Kalb, und dreimal eine Ziege und dreimal einen Widder; und eine Turteltaube und eine junge Taube.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er nahm Ihm alle diese, da zerst\u00fcckte Er sie in der Mitte und gab die zerst\u00fcckte H\u00e4lfte eines jeden seiner entsprechenden H\u00e4lfte gegen\u00fcber; aber den Vogel zerst\u00fcckte Er nicht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da fuhr der Raubvogel \u00fcber die Leichen nieder; Abram verscheuchte sie.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Es nahte die Sonne dem Untergang und eine Bet\u00e4ubung war auf Abram gefallen; und siehe, da f\u00e4llt Angst, f\u00e4llt eine gro\u00dfe Finsternis \u00fcber ihn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach Er zu Abram: Wissen, wissen sollst du, dass Fremdling dein Same sein wird in ihnen nicht geh\u00f6rendem Lande, sie werden ihnen dienen und sie werden sie peinigen, vierhundert Jahre.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Aber auch das Volk, dem sie dienten, richte Ich, und nachher werden sie hinausziehen mit gro\u00dfer Habe.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Du aber wirst zu deinen V\u00e4tern in Frieden kommen, wirst in gutem hohen Alter begraben werden.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Das <i>vierte<\/i> Geschlecht wird hierher zur\u00fcckkehren; denn die S\u00fcnde des Emoriten ist noch nicht voll bis jetzt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Als nun die Sonne untergegangen und Finsternis geworden war: siehe, da war es ein rauchender Ofen und eine Feuerfackel, was zwischen diese St\u00fccke durchgefahren war.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>An jenem Tage hat <i>Gott<\/i> mit Abram einen Bund errichtet, des Inhalts: deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, von dem Strome Mizrajims bis zum gro\u00dfen Strome, dem Strome Perath,<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>den Keniten, den Keniser und den Kadmoniten,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>den Chiter, den Periser und die Rephaim,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>den Emoriten, den Kenaaniten, den Girgascher und den Jebu\u00dfer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Und Sarai, Abrams Frau, hatte ihm nicht geboren; sie hatte aber eine mizrische Magd, die Hagar hie\u00df.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach Sarai zu Abram: Siehe, es hat doch <i>Gott<\/i> mich dem Geb\u00e4ren verschlossen, komme doch zu meiner Magd, vielleicht werde ich durch sie gebaut; und Abram gab Sarais Stimme Geh\u00f6r.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da nahm Sarai, Abrams Frau, die mizrische Hagar, ihre Magd, nachdem zehn Jahre zu Ende gegangen waren, seitdem Abram im Lande Kenaan wohnte, und sie gab sie Abraham, ihrem Manne, ihm zum Weibe.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er kam zu Hagar und sie empfing. Als sie einsah, dass sie empfangen hatte, da wurde ihre Gebieterin in ihren Augen gering gesch\u00e4tzt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da sprach Sarai zu Abram: Das Unrecht, das ich leide, ruht auf dir! Ich habe ja meine Magd dir in den Scho\u00df gegeben, und nun, da sie sah, dass sie empfangen hatte, ward ich in ihren Augen gering geachtet. Richte Gott zwischen mir und dir!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach Abram zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand, tue ihr, was in deinen Augen gut ist. Da dem\u00fctigte sie Sarai, da entfloh sie vor ihr.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da fand sie ein Engel <i>Gottes<\/i> am Wasserquell in der W\u00fcste, an dem Quell auf dem Wege nach Schur,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>und sprach: Hagar, Magd Sarais! Woher kommst du und wohin gehest du? \u2014 Sie sprach: Vor meiner Gebieterin Sarai bin ich auf der Flucht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach <i>Gottes<\/i> Engel zu ihr: Kehre zu deiner Gebieterin zur\u00fcck \u2014 und dem\u00fctige dich unter ihre H\u00e4nde!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da sprach <i>Gottes<\/i> Engel zu ihr: Viel, viel werde ich deinen Samen werden lassen, dass er vor Menge nicht gez\u00e4hlt werden k\u00f6nne.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach <i>Gottes<\/i> Engel zu ihr: Siehe, du hast empfangen und gebierst einen Sohn; du sollst ihn Jischmael nennen, denn <i>Gott<\/i> hat auf dein Leid hingeh\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er wird ein Freier unter den Menschen sein, seine Hand wider alle und aller Hand wider ihn, und im Angesicht aller seiner Br\u00fcder wird er seinen Platz einnehmen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da nannte sie <i>Gott<\/i>, der zu ihr sprach: Du bist ein Gott des Schauens! Denn sie sagte: Habe ich denn auch bis hierher mich nach einem umgesehen, der mich sehen w\u00fcrde?!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Darum nannte er den Brunnen: Brunnen dem Lebendigen mich Schauenden; er ist der zwischen Kadesch und Bared.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>So gebar Hagar dem Abram einen Sohn. Abram nannte seinen Sohn, den Hagar geboren hatte, Jischmael.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar den Jischmael Abram gebar.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Abram ward neunundneunzig Jahre alt, da ward <i>Gott<\/i> Abram sichtbar und sagte zu ihm: ich bin \u05d0\u05dc \u05e9\u05d3\u05f3, f\u00fchre dich vor meinem Angesicht und werde vollendet!<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Ich m\u00f6chte meinen Bund zwischen mich und dich geben und dich im \u00e4u\u00dfersten Ma\u00dfe vermehren.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da warf sich Abram auf sein Angesicht, und es sprach mit ihm Gott zur Mitteilung:<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>ich, was mich betrifft, siehe mein Bund ist nun mit dir und du wirst zum Vater der wogenden Menge der V\u00f6lker,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>und nicht mehr soll man dich Abram nennen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn zum Vater der wogenden Menge der V\u00f6lker habe ich dich bestimmt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ich werde dich aber auch selbst im \u00e4u\u00dfersten Ma\u00dfe fruchtbar machen, werde dich selbst zu V\u00f6lkern werden lassen und K\u00f6nige sollen von dir stammen;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>und ich werde meinen Bund zwischen mir und dir und zwischen deinen Nachkommen nach dir f\u00fcr ihre Geschlechter zum ewigen Bunde aufrecht halten, dir und deinen Nachkommen nach dir Gott zu sein,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>und werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deines Aufenthaltes, das ganze Land Kenaan zum ewigen Eigentum geben und werde ihnen Gott sein.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach aber Gott zu Abraham: Aber auch du mu\u00dft meinen Bund h\u00fcten, du und dein Same nach dir f\u00fcr ihre Geschlechter.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Dies ist mein Bund, den ihr h\u00fcten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: beschnitten soll euch jeder M\u00e4nnliche werden;<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>so dass ihr beschnitten werdet an dem Fleische eurer Vorhaut und dies zum Bundeszeichen werde zwischen mir und euch.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Und zwar acht Tage alt soll euch jedes M\u00e4nnliche beschnitten werden f\u00fcr eure Geschlechter, des Hauses Geborener und von jedem Fremden f\u00fcr Geld Erkaufter, der nicht von deinen Nachkommen ist.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Beschnitten, beschnitten werde deines Hauses Geborener und deines Geldes Erkaufter, und es werde mein Bund an eurem Fleische zum ewigen Bunde.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ein unbeschnittener M\u00e4nnlicher, der nicht an dem Fleische seiner Vorhaut beschnitten wird, die Seele wird aus ihrem Volke vernichtet; meinen Bund hat er aufgehoben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es sprach Gott ferner zu Abraham: Deine Frau Sarai sollst du nicht Sarai nennen, denn Sarah ist ihr Name.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und ich werde sie segnen und habe dir auch schon von ihr einen Sohn bestimmt. Ich werde sie segnen, sie wird zu V\u00f6lkern werden, K\u00f6nige der V\u00f6lker werden von ihr werden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte, und sagte sich in seinem Herzen: sollte einem Hundertj\u00e4hrigen noch geboren werden, oder Sara, eine Neunzigj\u00e4hrige, geb\u00e4ren?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da sprach Abraham zu Gott: M\u00f6chte doch Jischmael vor deinem Angesichte leben!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da sprach Gott: Nicht so, deine Frau Sara gebiert dir einen Sohn, und den sollst du Jizchak nennen. Mit ihm werde ich mein B\u00fcndnis aufrechthalten zu einem ewigen B\u00fcndnis f\u00fcr seinen Samen nach ihm.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Was aber Jischmael betrifft, habe ich dich erh\u00f6rt. Siehe, ich habe ihn bereits gesegnet und werde ihn fruchtbar machen und ihn im \u00dcberma\u00df vermehren; zw\u00f6lf F\u00fcrsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einem gro\u00dfen Volke bestimmen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Meinen Bund jedoch werde ich mit Jizchak aufrechthalten, den dir Sara zu dieser Zeit im n\u00e4chsten Jahre geb\u00e4ren wird.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Als er mit ihm zu reden geendet hatte, enthob sich Gott von Abraham.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da nahm Abraham seinen Sohn. Jischmael und alle seines Hauses Geborenen und alle seines Geldes Erworbenen, alle M\u00e4nnlichen unter den Gliedern des Hauses Abrahams und beschnitt ihr Vorhautfleisch an eben diesem Tage, wie es Gott mit ihm besprochen hatte.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er an seinem Vorhautfleische beschnitten ward.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Und sein Sohn Jischmael war dreizehn Jahre alt, als er an seinem Vorhautfleische beschnitten ward.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>An demselben Tag wurde Abraham und sein Sohn Jischmael beschnitten.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Und alle Glieder seines Hauses, des Hauses Geborener und des Geldes von Fremden Erworbener, wurden mit ihm beschnitten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da ward <i>Gott<\/i> ihm sichtbar unter den B\u00e4umen Mamres; w\u00e4hrend er vor der T\u00fcre seines Zeltes sa\u00df, als der Tag gl\u00fchte.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er hub aber seine Augen auf und sah, und siehe da, drei M\u00e4nner, auf ihn gerichtet stille stehend; und als er es sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und b\u00fcckte sich zur Erde \u2014<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>und sprach: \u2014 Mein Gott, wenn ich doch Gunst in deinen Augen gefunden habe, so entziehe dich doch nicht deinem Diener. \u2014<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Gestattet doch, dass ein weniges Wasser gebracht werde, und waschet eure F\u00fc\u00dfe und ruhet unter dem Baume aus.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ich m\u00f6chte ein St\u00fcckchen Brot bringen, damit erquicket euer Herz, dann m\u00f6get ihr weiter ziehen; denn (ich bitte nur) darum, weil ihr bei eurem Diener vor\u00fcber gekommen. Sie antworteten: Tue also, wie du gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach: Eile, aus drei Ma\u00df Mehl das feine, knete es und mache Kuchen!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Zum Rinde aber lief Abraham selbst, nahm ein junges Rind, zart und gut, und gab es dem Knaben, und eilte es zuzurichten.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Sodann nahm er Butter und Milch und das junge Rind, das er bereitet hatte, und setzte es ihnen vor. Er aber stand bei ihnen unter dem Baume und sie a\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er erwiderte: Nat\u00fcrlich im Zelte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Darauf sagte er: Gerade wie diese lebendige Zeit kehre ich zu dir wieder, und siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn. Sara aber h\u00f6rte alles am Eingange des Zeltes, dieser aber war hinter ihm.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Abraham und Sara waren alt, hochbetagt, Sara hatte l\u00e4ngst nicht mehr die Weise der Frauen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da lachte Sara in ihrem Innern: nachdem ich bereits abgelebt, w\u00e4re mir die h\u00f6chste Befriedigung geworden! Und mein Herr ist doch auch ein Greis!<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht in dem Sinne: sollte ich denn auch in Wahrheit geb\u00e4ren, da ich so alt geworden?!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ist denn <i>Gott<\/i> etwas zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit kehre ich zu dir wie diese lebendige Zeit zur\u00fcck, und dann hat Sara einen Sohn.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Sara leugnete und sprach: Ich habe nicht gelacht, denn sie scheute sich. Er aber sprach: Nicht so, du hast in der Tat gelacht.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da erhuben sich die M\u00e4nner von dort und senkten ihren Blick auf die Gegend von Sedom; Abraham aber ging noch mit ihnen, sie zu geleiten.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup><i>Gott<\/i> aber hatte gesprochen: Sollte ich Abraham unenth\u00fcllt lassen, was ich tue?<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Abraham soll ja auch zu einem gro\u00dfen und m\u00e4chtigen Volke und durch dieses alle V\u00f6lker der Erde gesegnet werden!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Denn ich habe ja nur deshalb mein besonderes Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, dass sie den Weg <i>Gottes<\/i> h\u00fcten, Pflichtmilde und Recht zu \u00fcben, damit <i>Gott<\/i> \u00fcber Abraham bringe, was er \u00fcber ihn ausgesprochen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i>: Wenn gleich das Geschrei \u00fcber Sedom und Amora bereits gro\u00df ist, und ihre Vers\u00fcndigung bereits sehr schwer lastet,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>so will ich doch noch hinabsteigen und sehen, ob wie der zu mir gekommene Schrei dieses Geschreis sie bereits Vernichtung erwirkt; wenn nicht, will ich einzeln erkennen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Die M\u00e4nner wendeten sich von dort und gingen gen Sedom; Abraham aber stand noch vor <i>Gott<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da trat Abraham hin und sprach: Solltest du denn auch mit in den Untergang hineinrei\u00dfen? Den Gerechten mit dem Schuldigen?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Vielleicht sind f\u00fcnfzig Gerechte in Mitten der Stadt, solltest du da die mit strafen wollen und nicht der Gegend verzeihen zum Besten der f\u00fcnfzig Gerechten, die sich in ihr befinden?<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Zu t\u00f6ten den Gerechten mit dem Schuldigen, dass der Gerechte wie der Schuldige sei, ein solches zu tun, das \u2014 wei\u00df ich \u2014 w\u00e4re Entweihung dir. Entweihung w\u00e4re es dir; wie sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht aus\u00fcben!<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i>: Finde ich in Sedom f\u00fcnfzig Gerechte in Mitten der Stadt, so verzeihe ich der ganzen Gegend um ihretwillen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Abraham aber begann wieder und sprach: Siehe, ich habe nun einmal angefangen zu meinem Herrn zu reden, und ich bin doch Staub und Asche.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Vielleicht fehlen an den f\u00fcnfzig Gerechten f\u00fcnf, w\u00fcrdest du um der f\u00fcnf willen die ganze Stadt verderben? Da sprach er: Ich werde nicht verderben, wenn ich dort f\u00fcnfundvierzig finde.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er fuhr fort zu ihm zu sprechen und sagte: Vielleicht finden sich dort vierzig? Da sprach er: Ich werde nichts tun um der vierzig willen.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Da sprach er: M\u00f6ge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, dass ich noch sprechen m\u00f6chte: vielleicht finden sich dort drei\u00dfig? Darauf sprach er: Ich tue nichts, wenn ich dort drei\u00dfig finde.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da sprach er: Siehe, ich habe nun doch angefangen zu meinem Herrn zu reden, vielleicht finden sich dort zwanzig? Darauf sprach er: Ich werde nicht verderben um der zwanzig willen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Da sprach er: M\u00f6ge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, ich m\u00f6chte nur noch diesmal sprechen, vielleicht finden sich dort zehn? Darauf sprach er: Ich verderbe nicht um der zehn willen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da entfernte sich <i>Gott<\/i>, als er vollendet hatte mit Abraham zu sprechen. Abraham aber kehrte zu seinem Orte zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Die beiden Engel kamen gen Sedom am Abend und Lot sa\u00df im Tore Sedoms. Als Lot sie sah, stand er ihnen entgegen auf, und b\u00fcckte sich mit dem Angesicht zur Erde,<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>und sprach: Sehet doch, meine Herren, kehret doch zum Hause eures Dieners und \u00fcbernachtet und waschet eure F\u00fc\u00dfe; ihr stehet dann fr\u00fch auf und gehet eures Weges. Sie aber sprachen: Nein, wir wollen auf der Stra\u00dfe \u00fcbernachten.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Als er aber sehr in sie drang, kehrten sie zu ihm und kamen zu seinem Hause; er bereitete ihnen ein Mahl, backte Kuchen und sie a\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Kaum wollten sie sich niederlegen, so hatten die M\u00e4nner der Stadt, die M\u00e4nner Sedoms sich um das Haus zusammengetan von jung bis alt, das ganze Volk, von jedem Ende,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>und riefen Lot zu und sagten ihm: Wo sind die M\u00e4nner, die diese Nacht zu dir gekommen, gib sie uns heraus, wir wollen sie kennen lernen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da ging Lot zu ihnen hinaus zum Eingang, die T\u00fcre aber hatte er hinter sich geschlossen,<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>und sprach: Handelt doch nicht, meine Br\u00fcder, so schlecht!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Seht doch, ich habe zwei T\u00f6chter, die noch keinen Mann erkannt, die m\u00f6chte ich euch lieber hinausgeben, dass ihr mit ihnen, wie es euch gut d\u00fcnkt, verfahret; nur diesen M\u00e4nnern tuet nichts, denn sie sind doch in den Schatten meines Daches gekommen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprachen sie: R\u00fcckt weiter hinan! und sprachen ferner: Der eine ist zum Aufenthalt gekommen, und hat sich da schon zum Richter aufgeworfen. Nun! Dir wollen wir noch \u00dcbleres tun als ihnen! Da dr\u00e4ngten sie mit aller Gewalt in den Mann, in Lot, und r\u00fcckten hinan, die T\u00fcre zu erbrechen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da streckten die M\u00e4nner ihre Hand hinaus und brachten Lot zu sich ins Haus, die T\u00fcre aber hatten sie geschlossen,<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und die Leute, welche am Eingang des Hauses sich befanden, hatten sie von klein bis gro\u00df mit Blindheit geschlagen; sie m\u00fchten sich vergebens ab, den Eingang zu finden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprachen die M\u00e4nner zu Lot: Wen hast du sonst noch hier, Schwiegersohn, und deine S\u00f6hne und T\u00f6chter, und alle, die in der Stadt dir angeh\u00f6ren, f\u00fchre sie aus der Gegend hinaus.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Denn wir vernichten diese Gegend; denn das Geschrei \u00fcber sie ist gro\u00df geworden vor <i>Gottes<\/i> Angesicht, darum hat uns <i>Gott<\/i> gesendet sie zu vernichten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da ging Lot hinaus und redete zu seinen Schwiegers\u00f6hnen, die seine T\u00f6chter geheiratet hatten, und sprach: Machet euch auf und gehet aus dieser Gegend hinaus, denn <i>Gott<\/i> vernichtet die Stadt! Da war er wie ein Spa\u00dfmacher in den Augen seiner Schwiegers\u00f6hne.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und als der Morgen heraufgezogen war, da dr\u00e4ngten die Engel in Lot: Auf jetzt, nimm deine Frau und deine beiden T\u00f6chter, die bei dir sind, du k\u00f6nntest sonst mit hinein gerissen werden in die S\u00fcnde der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und da er noch z\u00f6gerte, ergriffen die M\u00e4nner ihn, seine Frau und seine beiden T\u00f6chter an der Hand, da <i>Gott<\/i> sich \u00fcber ihn erbarmte, f\u00fchrten ihn hinaus und lie\u00dfen ihn au\u00dferhalb der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Und nun, da sie sie hinaus gebracht hatten, sprach er: Jetzt rette dich selbst! Schau nicht zur\u00fcck! Stehe nicht still in der ganzen Ebene! Zum Gebirg hinan rette dich, damit du nicht mit umkommst.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da sprach Lot zu ihnen: Nicht doch, o Herr!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Siehe, es hat doch dein Diener Gnade in deinen Augen gefunden, und du hast schon deine Liebe, die du mit mir ge\u00fcbt, gro\u00df sein lassen, mich am Leben zu erhalten. Ich kann aber nicht mich zum Gebirge hin fl\u00fcchten, sonst w\u00fcrde mich das Ungl\u00fcck erreichen und ich sterben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Siehe, da ist diese Stadt so nahe, dass ich wohl dahin fliehen kann, und sie ist etwas sehr geringes; m\u00f6ge ich mich doch dorthin retten k\u00f6nnen, sie ist etwas sehr geringes, und es wird mein Leben erhalten.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe dir auch in dieser Beziehung Ber\u00fccksichtigung gew\u00e4hrt, dass ich die Stadt, von der du gesprochen, nicht verderbe.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts unternehmen, bis du dorthin gekommen bist. Darum nannte. er die Stadt Zoar.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Die Sonne war \u00fcber die Erde aufgegangen, da kam Lot nach Zoar,<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>und <i>Gott<\/i> hatte \u00fcber Sedom und Amora Schwefel und Feuer regnen lassen, von <i>Gott<\/i>, vom <i>Himmel<\/i>,<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>und diese St\u00e4dte und die ganze Ebene, auch alle Bewohner der St\u00e4dte und das Gew\u00e4chs des Bodens umwandelt.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Seine Frau schaute sich hinter ihm um, und ward da eine Salzs\u00e4ule.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Abraham machte sich fr\u00fch am Morgen auf nach dem Orte hin, wo er vor <i>Gottes<\/i> Angesicht gestanden,<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>und schaute hinab auf die Richtung von Sedom und Amora und auf die Richtung des ganzen Landes der Ebene, da sah er, und siehe, schon stieg der Dampf des Landes auf wie der Dampf eines Kalkofens.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>So war es denn, indem Gott die St\u00e4dte der Ebene vernichtete, gedachte Gott Abrahams und schickte Lot mitten aus der Umkehrung fort, als er die St\u00e4dte umkehrte, in welchen Lot sich niedergelassen hatte.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Lot ging aber von Zoar hinauf und wohnte auf dem Gebirge, seine beiden T\u00f6chter mit ihm; denn er f\u00fcrchtete sich in Zoar zu bleiben; so wohnte er denn in einer H\u00f6hle, er und seine beiden T\u00f6chter.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da sprach die Altere zur J\u00fcngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist mehr auf Erden zu uns zu kommen nach der Weise der ganzen Erde.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Gehe, la\u00df uns unserem Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da gaben sie ihrem Vater in dieser Nacht Wein zu trinken und es kam die \u00c4ltere und legte sich zu ihrem Vater, er aber wu\u00dfte es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Am anderen Tage sprach die \u00c4ltere zur J\u00fcngern: Siehe, ich habe gestern Nacht bei meinem Vater gelegen, wir wollen ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, komme auch du und lege dich zu ihm, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Da gaben sie ihrem Vater auch in dieser Nacht Wein zu trinken, die J\u00fcngste erhob sich und legte sich zu ihm, er aber wu\u00dfte es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>So empfingen die beiden T\u00f6chter Lots von ihrem Vater,<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>und die \u00c4ltere gebar einen Sohn und nannte ihn Moab; dieser ist der Stammvater Moabs bis heute.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Auch die J\u00fcngere gebar einen Sohn und nannte ihn Ben-Ammi; dieser ist der Stammvater der S\u00f6hne Ammons bis heute.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Abraham zog von dort fort ins S\u00fcdland und lie\u00df sich nieder zwischen Kadesch und Schur; zeitweilig hielt er sich in Gerar auf.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sagte Abraham in Beziehung auf seine Frau Sara: Sie ist meine Schwester; darauf schickte Abimelech, der K\u00f6nig von Gerar, und nahm die Sara.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da kam Gott zum Abimelech im Traume der Nacht und sagte ihm: Du stirbst wegen der Frau, die du genommen, und sie ist noch dazu die Geehelichte eines Mannes.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Abimelech aber war ihr nicht genaht, und sprach: Mein Gott, wirst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Hat denn nicht er selbst mir gesagt: Sie ist meine Schwester, und hat nicht sie, auch sie mir gesagt: Er ist mein Bruder? In Unschuld meines Sinnes und in Reinheit meiner H\u00e4nde habe ich dies getan.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach Gott zu ihm im Traume: Auch ich wei\u00df es, dass du in Unschuld deines Herzens dies getan, darum habe auch ich dich zur\u00fcckgehalten mir zu s\u00fcndigen, darum habe ich dir nicht gestattet, sie auch nur von ferne zu ber\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Und nun, gib des Mannes Weib zur\u00fcck, denn er ist ein Prophet, so dass er f\u00fcr dich bete und du leben bleibest. Gibst du aber nicht zur\u00fcck, so wisse, dass du sterben m\u00fcssest, du und alle Deinigen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da stand Abimelech fr\u00fch am Morgen auf und rief alle seine Diener zu sich und sprach vor ihren Ohren alle diese Reden aus, darauf f\u00fcrchteten die M\u00e4nner sehr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Abimelech aber lie\u00df Abraham \u2014 rufen und sagte ihm: Was hast du uns getan, und was habe ich dir ges\u00fcndigt, dass du \u00fcber mich und mein Reich eine so gro\u00dfe S\u00fcnde gebracht hast? Dinge, die nicht geschehen sollten, hast du gegen mich ge\u00fcbt!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Abimelech sagte zu Abraham Was hast du denn gesehen, dass du Solches getan?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach Abraham: Weil ich sagte: es ist nur keine Gottesfurcht in dieser Gegend, und man wird mich um meines Weibes willen t\u00f6ten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Aber auch in Wahrheit, sie ist meine Schwester, Tochter meines Vaters, jedoch nicht die Tochter meiner Mutter, und eben darum ward sie meine Frau.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Als nun Gott mich aus meines Vaters Haus in die Wanderung wies, sagte ich ihr: das ist deine G\u00fcte, die du mir erweisen m\u00f6gest, \u00fcberall hin, wohin wir kommen, sage doch von mir: er ist mein Bruder.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und M\u00e4gde und schenkte sie Abraham und gab ihm seine Frau Sara zur\u00fcck,<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>und es sprach Abimelech: Siehe, mein Land ist vor dir, wo es dir gef\u00e4llt, lasse dich nieder.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Zu Sara aber hatte er gesprochen: Siehe, ich habe tausend Silberst\u00fccke deinem Bruder gegeben, siehe, das dient dir zum Augenschutz f\u00fcr alle deine Umgebung, und bei jedem kannst du fortan nur geradezu unverholen auftreten.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Abraham betete zu Gott, da heilte Gott Abimelech, seine Frau und seine M\u00e4gde, und sie gebaren.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Denn es hatte <i>Gott<\/i> jeden dem Hause Abimelechs angeh\u00f6rigen Scho\u00df verschlossen um Saras, der Frau Abrahams willen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Und <i>Gott<\/i> hatte Sara bedacht, wie er es gesagt, und <i>Gott<\/i> vollbrachte Sara nun, wie er gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Sara empfing und gebar Abraham einen Sohn f\u00fcr sein Alter, zur bestimmten Zeit, welche Gott ausgesprochen hatte.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Abraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren worden war, den ihm Sara geboren hatte: Jizchak.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und Abraham beschnitt seinen Sohn Jizchak im Alter von acht Tagen, wie ihm Gott geboten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Abraham war aber ein Mann von hundert Jahren, als ihm sein Sohn Jizchak geboren wurde.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sagte Sara: Gel\u00e4chter hat Gott mir bereitet, wer es h\u00f6ret, lachet mein.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Sie f\u00fcgte jedoch hinzu: Wer hat aber Abraham <i>davon<\/i> ein Wort gesagt: es hat Sara <i>S\u00f6hne<\/i> ges\u00e4ugt! denn ich habe ihm einen Sohn f\u00fcr sein Alter geboren.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Das Kind wuchs heran und wurde entw\u00f6hnt, da machte Abraham ein gro\u00dfes Gastmahl am Tage, an welchem man Jizchak entw\u00f6hnte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sara sah aber den Sohn der \u00c4gypterin Hagar, welchen sie dem Abraham geboren, Gesp\u00f6tt treiben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da sagte sie zu Abraham: Entlasse diese Magd und ihren Sohn; denn es soll nicht der Sohn dieser Magd mit meinem Sohne, mit Jizchak erben.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Die Sache mi\u00dffiel sehr in den Augen Abrahams um seines Sohnes willen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprach Gott zu Abraham: Lasse es in deinen Augen nicht b\u00f6se sein um den Knaben und um deine Magd, alles, was dir Sara sagt, gehorche ihrer Stimme, denn in Jizchak wird dir Samen genannt werden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Und auch den Sohn der Magd werde ich zu einem Volke machen, denn er ist dein Same.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da erhub sich Abraham fr\u00fch am Morgen, nahm Brot und einen Wasserschlauch, gab&#8217;s der Hagar, legte es auf ihre Schulter, \u2014 und auch das Kind, und schickte sie fort. Sie ging und verirrte sich in der W\u00fcste Beer Schewa.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Das Wasser ging zu Ende aus dem Schlauch, da warf sie das Kind unter eines der Gew\u00e4chse,<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>und ging und setzte sich fern gegen\u00fcber, sich entfernend wie Bogensch\u00fctzen, denn sie hatte gesagt: Ich will nicht das Sterben des Kindes mit ansehen; darum setzte sie sich fern gegen\u00fcber und erhub ihre Stimme und weinte.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Gott aber h\u00f6rte die Stimme des Knaben, und ein Engel Gottes rief Hagar vom Himmel zu und sagte zu ihr: Was ist dir Hagar? F\u00fcrchte dich nicht! denn Gott hat schon die Stimme des Knaben erh\u00f6rt, da wo er ist.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Erhebe dich, nimm den Knaben auf und kr\u00e4ftige deine Hand an ihm, denn zu einem gro\u00dfen Volke werde ich ihn machen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da \u00f6ffnete Gott ihre Augen und sie sah einen Wasserbrunnen. Sie ging und f\u00fcllte den Schlauch mit Wasser und tr\u00e4nkte den Knaben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Gott war mit dem Knaben und er wurde gro\u00df. Er blieb in der W\u00fcste und wurde ein Meister von Bogensch\u00fctzen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Er lie\u00df sich in der W\u00fcste Paran nieder, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Lande Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es war in dieser Zeit, da sprach Abimelech und sein Feldherr Pichol zu Abraham also: Gott ist mit dir in allem, was du tust;<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>und nun schw\u00f6re mir bei Gott hierher, dass du mir, meinem Nachkommen und meinem Enkel nicht falsch werden wollest; wie die G\u00fcte, die ich an dir ge\u00fcbt, wollest du an mir und an dem Lande \u00fcben, in welchem du geweilt.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Abraham sprach: Ich schw\u00f6re.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es hatte aber Abraham Abimelech in Veranlassung des Wasserbrunnens zur Rede gestellt, welchen die Diener Abimelechs geraubt hatten.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da sprach Abimelech: Ich habe nicht gewusst, wer dieses getan, auch du hast mir es nicht gesagt, und ich habe es auch erst heute vernommen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und sie errichteten beide einen Bund.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Abraham aber stellte die sieben Mutterschafe allein.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Mutterschafe, die du allein gestellt hast?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Da sprach er: Weil die sieben Mutterschafe du von meiner Hand hinnehmen m\u00f6gest, damit dies mir zur Bezeugung diene, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Darum nannte er diesen Ort Beer Schewa; denn dort haben sie beide geschworen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Sie errichteten also einen Bund in Beer Schewa, und es stand Abimelech und sein Feldherr Pichol auf, und sie kehrten zum Lande der Philister zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da pflanzte er einen Baum in Beer Schewa, und er verk\u00fcndete dort im Namen <i>Gottes<\/i>, des Gottes der Zukunft.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Abraham weilte im Lande der Philister viele Tage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da war es, nach diesen Ereignissen, hat Gott Abraham gepr\u00fcft und sprach zu ihm: Abraham! und er sprach: Hier bin ich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach er: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, den Jizchak, und gehe dir zum Lande Morija, und bringe ihn dort zum Opfer auf einem der Berge den ich dir sagen werde.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da erhub sich Abraham fr\u00fch am Morgen und sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Leute mit sich, und Jizchak, seinen Sohn. Darauf spaltete er Opferholz, machte sich auf und ging dem Orte zu, welchen ihm Gott gesagt hatte.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Am dritten Tage, als Abraham seine Augen aufhub, sah er den Ort von ferne.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da sprach Abraham zu seinen Leuten: Bleibet ihr hier bei dem Esel, ich und der Knabe, wir wollen etwa bis dahin gehen; wir b\u00fccken uns dort und kehren dann zu euch zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da nahm Abraham das Opferseinem Sohne Jizchak holz und legte es auf, und nahm in seine Hand das Feuer und das Messer \u2014 und so gingen sie beide zusammen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da sprach Jizchak zu Abraham, seinem Vater, und sprach: Mein Vater! Er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Er sprach: Da ist das Feuer und sind die H\u00f6lzer \u2014 wo ist das Lamm zum Opfer?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Abraham: Gott wird sich das Lamm zum Opfer ersehen, mein Sohn! und so gingen sie beide zusammen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Sie kamen zu dem Orte, welchen ihm Gott gesagt hatte, dort baute Abraham den Altar, ordnete die H\u00f6lzer, band Jizchak seinen Sohn, und legte ihn auf den Altar oberhalb der H\u00f6lzer.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da streckte Abraham seine Hand und nahm das Messer \u2014 seinen Sohn zu schlachten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da rief ihm ein Engel <i>Gottes<\/i> vom Himmel zu und sprach: Abraham, Abraham! Er sprach: Hier bin ich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da sprach er: Strecke deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nicht das Geringste; denn jetzt habe ich erkannt, dass du gottesf\u00fcrchtig bist und hast mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn nicht verweigert.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da hub Abraham seine Augen auf und sah, da war ein Widder; darauf wurde er durch das Gehege an seinen H\u00f6rnern festgehalten. Da ging Abraham und nahm den Widder und brachte ihn zum Opfer an seines Sohnes Stelle.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da nannte Abraham den Namen dieses Ortes: <i>Gott<\/i> schaut! welches heute also auszusprechen ist: Auf <i>Gottes<\/i> Berg wird man geschaut.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da rief ein Engel <i>Gottes<\/i> Abraham zu, zum zweiten Male vom Himmel<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>und sprach: Bei mir habe ich geschworen, spricht <i>Gott<\/i>, dass, weil du dieses vollbracht, und hast mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>werde ich unbedingt dich segnen und unbedingt deine Nachkommen vermehren wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, welcher am Ufer des Meeres ist, und dein Same wird das Tor seiner Feinde erben,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>und es werden sich durch deinen Samen alle V\u00f6lker der Erde segnen, als Folge dessen, dass du meiner Stimme gehorcht hast.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da kehrte Abraham zu seinen Leuten zur\u00fcck; sie erhuben sich, und sie gingen zusammen nach Beer Scheba, und es blieb Abraham in Beer Scheba.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Es war nach diesen Geschehnissen, wurde dem Abraham berichtet: Siehe, auch Milka hat deinem Bruder Nachor Kinder geboren,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>seinen erstgeborenen Uz und dessen Bruder Bus, und Kemuel, den Vater Arams;<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>auch Ke\u00dfed, Chaso, Pildasch und Jidlaf und den Bethuel.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Und Bethuel hat Ribka gezeugt. Diese Acht hat Milka Nachor, dem Bruder Abrahams, geboren.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Auch sein Kebsweib Reuma hatte Tebach, Gacham, Tachasch und Maacha geboren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war das Leben Saras hundert Jahre und zwanzig Jahre und sieben Jahre: Jahre des Lebens Saras.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da starb Sara in Kirjath Arba, das ist Chebron im Lande Kenaan, und Abraham zog sich zur\u00fcck, um um Sara zu klagen und sie zu beweinen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Dann erhob sich Abraham aus der Gegenwart seines Toten und sprach zu den S\u00f6hnen Chets also:<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Fremd und Einwohner bin ich bei euch, gew\u00e4hret mir ein Grabeigentum bei euch, damit ich meinen Toten aus meinem Anblick begraben k\u00f6nne.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da entgegneten die S\u00f6hne Chets Abraham, ihm sagen zu lassen:<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>H\u00f6re uns, mein Herr, ein von Gott Geadelter bist du in unserer Mitte, in dem erlesensten unserer Gr\u00e4ber begrabe deinen Toten, keiner von uns wird dir sein eigenes Grab entziehen wollen, deinen Toten zu begraben.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da stand Abraham auf und b\u00fcckte sich vor der Landgemeine der S\u00f6hne Chets,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>und redete mit ihnen also: Wenn es wirklich mit eurem Willen ist, meinen Toten aus meinem Anblick zu begraben, so h\u00f6ret mich und gehet f\u00fcr mich Efron, Sohn Zochars, an,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>dass er mir die H\u00f6hle von Machpela, die er hat, gebe, welche am Ende seines Feldes liegt; f\u00fcr volles Geld m\u00f6ge er sie mir unter euch zum Grabeigentum geben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Efron aber sa\u00df in der Mitte der S\u00f6hne Chets; da antwortete Efron der Chitthi dem Abraham vor den Ohren der S\u00f6hne Chets, aller, die ins Thor seiner Stadt gekommen waren, also:<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Nicht, mein Herr, h\u00f6re mich! das Feld habe ich dir gegeben, und die H\u00f6hle, die in demselben ist, sie habe ich dir bereits gegeben; vor den Augen der S\u00f6hne meines Volkes habe ich sie dir bereits gegeben, begrabe deinen Toten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Abraham beugte sich vor der Landgemeine,<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>sprach aber zu Efron vor den Ohren der Landgemeine also: Gleichwohl, m\u00f6chtest du doch \u2014 h\u00f6re mich: ich habe bereits das Geld des Feldes ent\u00e4u\u00dfert, nimm es von mir, dann m\u00f6chte ich dorthin meinen Toten begraben.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da erwiderte Efron Abraham sagen zu lassen:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>H\u00f6re mich, mein Herr, ein Land von vierhundert Schekel Silbers, was bedeutet das zwischen mir und dir; deinen Toten begrabe.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da h\u00f6rte Abraham auf Efron und es wog Abraham dem Efron das Silber zu, welches er vor den Ohren der S\u00f6hne Chets ausgesprochen hatte: vierhundert Schekel Silbers, gangbar beim Kaufmann.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>So erstand Efrons Feld, welches in der vor Mamre liegenden Machpela war, das Feld und die darin befindliche H\u00f6hle, alle B\u00e4ume im Felde in dem ganzen umgrenzenden Gebiete,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>dem Abraham zum Eigentume vor den Augen der S\u00f6hne Chets, unter allen, die in das Tor seiner Stadt gekommen waren.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Darauf erst begrub Abraham seine Frau Sara in die H\u00f6hle des Feldes der Machpela vor Mamre, das ist Chebron, im Lande Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Also erstand das Feld und die H\u00f6hle darin Abraham zum Grabeigentum von den S\u00f6hnen Chets.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Abraham war alt geworden, war hineingekommen in die Tage und <i>Gott<\/i> hatte Abraham in allem gesegnet.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach Abraham zu seinem Knechte, dem \u00e4ltesten seines Hauses, der \u00fcber alles Seine waltete: Lege doch deine Hand unter meine H\u00fcfte.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Ich will dich bei <i>Gott<\/i>, dem Gotte des Himmels und Gotte der Erde schw\u00f6ren lassen, dass du f\u00fcr meinen Sohn keine Frau von den T\u00f6chtern des Kenaaniters nehmest, in dessen Mitte ich wohne;<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>vielmehr sollst du zu meinem Lande und meiner Verwandtschaft gehen und eine Frau f\u00fcr meinen Sohn, f\u00fcr Jizchak, nehmen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Der Knecht sprach zu ihm: Vielleicht wird die Frau mir nicht in dieses Land nachfolgen wollen, soll ich dann deinen Sohn wohl in das Land zur\u00fcckkehren lassen, aus welchem du gezogen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach Abraham zu ihm: H\u00fcte dich, dass du meinen Sohn dorthin nicht zur\u00fcckbringst!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup><i>Gott<\/i>, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause und von dem Lande meiner Geburt genommen, der \u00fcber mich ausgesprochen und der mir geschworen hat also: Deinem Samen gebe ich dieses Land, der wird seinen Engel vor dir hersenden, und du wirst ein Weib von dort f\u00fcr meinen Sohn nehmen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Wenn aber die Frau nicht einwilligen wird, dir nachzufolgen, so bist du frei von diesem meinem Eide, nur meinen Sohn bringe dorthin nicht zur\u00fcck!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da legte der Knecht seine Hand unter die H\u00fcfte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm \u00fcber diese Angelegenheit.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sodann nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn, er aber ging und hatte alles Beste seines Herrn in seiner Hand; so machte er sich auf und ging nach Aram Naharajim zur Stadt Nachors.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er lie\u00df die Kamele au\u00dferhalb der Stadt gegen einen Wasserbrunnen niederknieen, zur Abendzeit, zur Zeit, wo die Sch\u00f6pferinnen herauszukommen pflegen,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>und sprach: <i>Gott<\/i>, Gott meines Herrn Abraham, f\u00fcge doch heute vor mir und \u00fcbe an meinem Herrn Abraham Liebe.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserquell, und die T\u00f6chter der Stadtleute kommen heraus, Wasser zu sch\u00f6pfen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>So sei denn das M\u00e4dchen, zu welchem ich sagen werde: Neige doch deinen Krug, damit ich trinke, und sie sagt: Trinke und auch deine Kamele will ich tr\u00e4nken, die hast du deinem Diener, dem Jizchak, zugewiesen, und an ihr will ich erkennen, dass du an meinem Herrn Liebe ge\u00fcbt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da hatte er nun kaum ausgesprochen, siehe, da kommt Ribka heraus, welche dem Bethuel, dem Sohne der Milka, der Frau Nachors, des Bruders Abrahams, geboren worden war, und ihren Krug hatte sie auf ihrer Schulter.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Und das M\u00e4dchen war \u00fcberaus gut vom Anblick, Jungfrau, und noch kein Mann hatte sich ihr vertraulich gen\u00e4hert. Sie ging zum Quell hinab, f\u00fcllte ihren Krug und kam herauf.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: Lass mich doch etwas Wasser aus deinem Krug schl\u00fcrfen!<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sie antwortete: Trinke, mein Herr! Da eilte sie, lie\u00df ihren Krug auf<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie hatte ihn nun v\u00f6llig getr\u00e4nkt, da sprach sie: Auch f\u00fcr deine Kamele will ich sch\u00f6pfen, bis dass sie v\u00f6llig getrunken haben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da eilte sie, leerte ihren Krug in die Tr\u00e4nke, lief nochmals zum Brunnen, um zu sch\u00f6pfen und sch\u00f6pfte f\u00fcr alle seine Kamele.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Der Mann staunte sie fortw\u00e4hrend an, schwieg, um zu wissen, ob <i>Gott<\/i> seinen Weg habe gelingen lassen oder nicht.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Erst als die Kamele v\u00f6llig mit dem Trinken zu Ende waren, nahm der Mann einen goldenen Nasenring hervor, einen halben Schekel an Gewicht, und zwei Armb\u00e4nder f\u00fcr ihre H\u00e4nde, zehn Goldschekel an Gewicht,<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>und sprach: Wessen Tochter bist du? Sage mir es doch! Ist wohl das Haus deines Vaters eine St\u00e4tte f\u00fcr uns, \u00fcber Nacht zu weilen?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Da sagte sie ihm: Bethuels Tochter bin ich, eines Sohnes der Milka, die ihn dem Nachor geboren.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie sagte ihm ferner: Auch Stroh und Futter ist bei uns in Menge, auch ein Ort zu \u00fcbernachten.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da beugte der Mann das Haupt und warf sich <i>Gott<\/i> hin,<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>und sprach: Gesegnet <i>Gott<\/i>, Gott meines Herrn Abraham, der seine Liebe und seine Wahrheit nicht von meinem Herrn gelassen! Ich \u2014 bin noch auf dem Wege \u2014 und <i>Gott<\/i> hat mich schon in das Haus der Geschwister meines Herrn gef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Da lief das M\u00e4dchen und erz\u00e4hlte dem Hause ihrer Mutter diesen Ereignissen gem\u00e4\u00df.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Ribka hatte aber einen Bruder, dessen Name Laban war, da lief Laban zu dem Manne hinaus zum Quell.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Es war aber, da man nun den Nasenring und die Armb\u00e4nder an den H\u00e4nden seiner Schwester gesehen und er die Worte seiner Schwester Ribka also geh\u00f6rt hatte: So hat zu mir der Mann gesprochen, und er nun zu dem Manne kam, und siehe, der stand noch bei seinen Kamelen am Quell:<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>da sprach er: Komme doch herein, Gesegneter <i>Gottes<\/i>! Warum stehst du drau\u00dfen, ich habe ja schon das Haus bereit gestellt und einen Raum f\u00fcr deine Kamele.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Da kam der Mann ins Haus und l\u00f6ste die Kamele, er gab Stroh und F\u00fctter den Kamelen und Wasser, seine F\u00fc\u00dfe und die F\u00fc\u00dfe der Leute, die mit ihm waren, zu waschen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Man setzte ihm zu essen vor; er aber sprach: Ich esse nicht, bis dass ich meine Worte gesprochen; da sagte er: Sprich!<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Er sprach: Ein Knecht Abrahams bin ich,<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>und <i>Gott<\/i> hat meinen Herrn \u00fcberaus gesegnet, so dass er gro\u00df geworden. Er gab ihm Schafe und Rinder, Silber und Gold, Knechte und M\u00e4gde, Kamele und Esel.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Sara, die Frau meines Herrn, gebar nun meinem Herrn einen Sohn, nachdem sie schon alt geworden, und diesem gab er alles Seine.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Da beschwor mein Herr mich also: Nimm f\u00fcr meinen Sohn keine Frau von den T\u00f6chtern des Kenaaniters, in dessen Land ich wohne.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Dass du vielmehr zu dem Hause meines Vaters und zu meiner Familie gehest und eine Frau f\u00fcr meinen Sohn nehmest!<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Da sprach ich zu meinem Herrn: Vielleicht wird die Frau mir nicht nachfolgen wollen?<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Da sprach er zu mir: <i>Gott<\/i>, vor dem ich mich gef\u00fchrt, wird seinen Engel mit dir senden und deinen Weg begl\u00fccken, so dass du f\u00fcr meinen Sohn eine Frau aus meiner Familie und sogar aus meinem v\u00e4terlichen Hause nehmest.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Dann bist du von meinem Eide frei, wenn du zu meiner Familie kommen wirst; wenn sie sie dir nicht geben wollen, so sollst du frei sein von meinem Eide.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>Da kam ich nun heute zum Quell, und da sprach ich: <i>Gott<\/i>, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch meinen Weg begl\u00fccken m\u00f6chtest, auf welchem ich gehe!<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserquell, so sei denn das M\u00e4dchen, die zum Sch\u00f6pfen kommt und ich sage zu ihr: Lass mich doch etwas Wasser aus deinem Kruge trinken,<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup>und sie sagt zu mir: Trinke sowohl du, als auch f\u00fcr deine Kamele will ich sch\u00f6pfen; das ist die Frau, die <i>Gott<\/i> f\u00fcr den Sohn meines Herrn angewiesen.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup>Ich nun, ich hatte kaum also zu meinem Herzen zu sprechen vollendet, siehe, da kommt Ribka mit ihrem Kruge auf der Schulter heraus und ging zum Quell hinab und sch\u00f6pfte. Da sprach ich zu ihr: La\u00df mich doch trinken!<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup>Da eilte sie, nahm ihren Krug herab und sprach: Trinke, und auch deine Kamele will ich tr\u00e4nken, da trank ich und auch die Kamele tr\u00e4nkte sie.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup>Da fragte ich sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Da sagte sie: Die Tochter Bethuels, Sohn Nachors, welchen ihm Milka geboren; da legte ich den Ring an ihre Nase und die Armb\u00e4nder an ihre H\u00e4nde,<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup>und beugte mein Haupt und warf mich <i>Gott<\/i> hin und segnete <i>Gott<\/i>, den Gott meines Herrn Abraham, der mich in den wahren Weg gef\u00fchrt, die Tochter des Bruders meines Herrn f\u00fcr seinen Sohn zu nehmen. Herrn Liebe und Wahrheit \u00fcben wollet, saget es mir; und wenn nicht, saget es mir, damit ich mich nach rechts oder links wende.<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup>Und nun, wenn ihr mit meinem Herrn Liebe und Wahrheit \u00fcben wollet, saget es mir; und wenn nicht, saget es mir, damit ich mich nach rechts oder links wende.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup>Da antwortete Laban und Bethuel und sagten: Von <i>Gott<\/i> ist die Sache ausgegangen, wir k\u00f6nnen dir nichts B\u00f6ses oder Gutes sagen.<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup>Hier ist Ribka vor dir, nimm sie und gehe, werde sie Frau dem Sohne deines Herrn, wie <i>Gott<\/i> gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup>Da war es, als der Knecht Abrahams ihre Worte geh\u00f6rt hatte, warf er sich <i>Gott<\/i> hin zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup>Und silberne und goldene Ger\u00e4te und Kleider holte der Knecht hervor und gab sie der Ribka und k\u00f6stliche Fr\u00fcchte gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter.<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup>Darauf a\u00dfen und tranken er und die Leute, die er bei sich hatte, und \u00fcbernachteten. Sie standen am Morgen auf und da sagte er: Entla\u00dft mich nun zu meinem Herrn!<br><sup class=\"Vers\">55.<\/sup>Da sagte ihr Bruder und ihre Mutter: M\u00f6ge doch das M\u00e4dchen noch bei uns ein Jahr oder zehn Monate bleiben; dann mag sie gehen.<br><sup class=\"Vers\">56.<\/sup>Er aber sagte ihnen: Haltet mich nicht hin, nachdem <i>Gott<\/i> meinen Weg begl\u00fcckt hat; entlasset mich, damit ich zu meinem Herrn gehen m\u00f6ge.<br><sup class=\"Vers\">57.<\/sup>Da sagten sie: Wir wollen das M\u00e4dchen rufen und sie fragen.<br><sup class=\"Vers\">58.<\/sup>Da riefen sie Ribka und sagten zu ihr: Willst du mit diesem Manne gehen? Sie antwortete: Ich will gehen.<br><sup class=\"Vers\">59.<\/sup>Da entlie\u00dfen sie ihre Schwester Ribka und ihre Amme, sowie den Knecht Abrahams und dessen Leute,<br><sup class=\"Vers\">60.<\/sup>und segneten Ribka und sprachen zu ihr: Unsere Schwester! Werde du zu tausend Zehntausenden, und es erbe dein Same das Thor seiner Hasser.<br><sup class=\"Vers\">61.<\/sup>Da machte sich Ribka und ihre M\u00e4dchen auf, sie bestiegen die Kamele und folgten dem Manne. Der Knecht aber nahm Ribka und ging.<br><sup class=\"Vers\">62.<\/sup>Und Jizchak war heimgekommen vom Hinkommen zum Brunnen des mich-schauenden-Lebendigen; er wohnte im Lande des S\u00fcdens.<br><sup class=\"Vers\">63.<\/sup>Da ging Jizchak hinaus zu sinnen in dem Felde zur Abendwende, da hub er seine Augen auf und sah, siehe da kommende Kamele!<br><sup class=\"Vers\">64.<\/sup>Da hub auch Ribka ihre Augen auf und sah Jizchak, da lie\u00df sie sich vom Kamele hinab,<br><sup class=\"Vers\">65.<\/sup>und sprach zum Knechte: Wer ist dieser Mann dort, der uns durchs Feld entgegen geht? Da sprach der Knecht: Es ist mein Herr! Da nahm sie den Schleier und bedeckte sich.<br><sup class=\"Vers\">66.<\/sup>Der Knecht erz\u00e4hlte Jizchak alle Dinge, die er ausgef\u00fchrt,<br><sup class=\"Vers\">67.<\/sup>da brachte sie Jizchak ins Zelt als seine Mutter Sara. Er heiratete Ribka, sie ward ihm zum Weibe und er liebte sie, und da erst tr\u00f6stete sich Jizchak um seine Mutter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Abraham nahm wieder eine Frau, sie hie\u00df Ketura.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Diese gebar ihm Simran, Jakschan, Medan und Midjan, Jischbak und Schuach.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Jakschan erzeugte Scheba und Dedan; die S\u00f6hne Dedans aber waren in die Ebene hin Wohnende, einzeln Ger\u00fcstete, und Staatengruppen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Midjans S\u00f6hne: Efa und Efer, Chanoch, Abida und Eldaa; alle diese waren S\u00f6hne Keturas.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da gab Abraham alles Seine dem Jizchak;<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>den Nebenfrauenkindern aber, welche Abraham hatte, gab Abraham Geschenke und schickte sie, noch w\u00e4hrend er lebte, fort von seinem Sohne Jizchak, ostw\u00e4rts zum Lande des Ostens.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Und dieses nun sind die Tage der Jahre des Lebens Abrahams, die er gelebt: hundert Jahre und siebenzig Jahre und f\u00fcnf Jahre.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Abraham verschied und starb in einem guten Alter, reif und satt, und wurde zu seinen Genossen gesammelt.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Jizchak und Jischmael, seine S\u00f6hne, begruben ihn in die Machpelah\u00f6hle, in das Feld des Chitters Efron, Sohn Zochars, welches vor Mamre liegt,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>das Feld, welches Abraham von den S\u00f6hnen Chets gekauft hatte, dorthin wurden Abraham und seine Frau Sara begraben.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Es war nachdem Abraham gestorben war, segnete Gott seinen Sohn Jizchak; Jizchak aber wohnte in der N\u00e4he des Brunnens zum mich- schauenden- Lebendigen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Dieses nun sind die Nachkommen Jischmaels, Sohn Abrahams, welchen die \u00e4gyptische Hagar, Saras Magd, dem Abraham geboren,<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>es sind dies Namen der S\u00f6hne Jischmaels, sie blieben mit ihren Namen bei ihren Nachkommen: Jischmaels Erstgeborner Nebajoth, Kedar, Adbeel und Mibsam.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Mischma, Duma und Massa.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Chadad und Thema, Jetur, Nafisch und Kedma.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dies sind S\u00f6hne Jischmaels und dies ihre Namen in ihren Geh\u00f6ften und Burgen, zw\u00f6lf F\u00fcrsten ihren St\u00e4mmen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Dies aber sind die Jahre des Lebens Jischmaels: hundert Jahre, drei\u00dfig Jahre und sieben Jahre; er verschied und starb und wurde zu seinen Genossen gesammelt.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sie nahmen ihre Wohnst\u00e4tten von Chawila bis Schur, welches vor Mizrajim liegt, in der Gegend, wo du nach Aschur kommst; vor dem Gesichte aller seiner Br\u00fcder lie\u00df er sich nieder.<br><sup id=\"Toldot\" class=\"Vers\">19.<\/sup>Und dieses sind nun die Nachkommen Jizchaks, Sohn Abrahams; Abraham hatte Jizchak erzeugt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Jizchak war vierzig Jahre alt, als er Ribka, eine Tochter des Aramiten Bethuel aus Padan- Aram, eine Schwester des Aramiten Laban, sich zur Frau nahm.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da flehte Jizchak zu <i>Gott<\/i> in betreff seiner Frau, denn sie war unfruchtbar; da wurde ihm <i>Gott<\/i> erfleht, seine Frau Ribka empfing.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da bewegten sich die Kinder heftig gegen einander in ihrem Scho\u00dfe, und sie sprach, wenn es so geschah: Warum <i>ich<\/i> dies? Sie ging hin, <i>Gott<\/i> zu erfragen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da lie\u00df <i>Gott<\/i> ihr sagen: Zwei V\u00f6lker in deinem Scho\u00dfe und zwei Staaten, von deinem Innern an werden sie sich scheiden; ein Staat wird m\u00e4chtiger werden als der andere, und der m\u00e4chtige dem geringeren dienen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Als nun ihre Tage voll waren zum Geb\u00e4ren, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Scho\u00dfe!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es kam der erste hervor, rotwangig, ganz wie ein haarichter Mantel; sie nannten ihn Esaw.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Nachher kam sein Bruder hervor, seine H\u00e4nde Esaws Ferse haltend, den nannte er Jaakob; Jizchak war sechzig Jahre alt, als sie sie gebar.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Als nun die Knaben heranwuchsen, da war Esaw ein Mann, der den Fang versteht, ein Mann des Feldes; und Jaakob ein sich ganz hingebender Mann, der in Zelten wohnt.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Da liebte Jizchak den Esaw, denn er war auch J\u00e4ger mit dem Munde; Ribka aber liebte den Jaakob.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Einst lie\u00df Jaakob ein Gericht sieden, da kam Esaw vom Felde und war matt.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Da sprach Esaw zu Jaakob: La\u00df mich doch von diesem so Roten da schlingen, denn ich bin matt! Darum nannte er sich Edom.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da sprach Jaakob: Verkaufe mir doch wie heute deine Erstgeburt.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Esaw erwiderte: Siehe, ich gehe zu sterben, wozu ist mir da die Erstgeburt!<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da sagte Jaakob: Schw\u00f6re mir doch wie heute; da schwur er ihm und verkaufte seine Erstgeburt dem Jaakob.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Jaakob aber hatte Esaw Brot und ein Gericht Linsen gegeben; er a\u00df, er trank, stand auf und ging; so verachtete Esaw die Erstgeburt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es kam Hungersnot ins Land, au\u00dfer der ersten Hungersnot, die in Abrahams Tagen war. Da ging Jizchak zu Abimelech, dem K\u00f6nige der Philister, nach Gerar.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da erschien ihm Gott und \u2014 sprach: Gehe nicht nach Mizrajim hinab, wohne in dem Lande, das ich dir sagen werde.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Halte dich in diesem Lande auf, so werde ich mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen gebe ich alle diese L\u00e4nder und halte den Schwur aufrecht, den ich deinem Vater Abraham geschworen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich werde deinen Samen wie die Sterne des Himmels vermehren und deinem Samen alle diese L\u00e4nder geben, und es werden sich durch deinen Samen alle V\u00f6lker der Erde segnen,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>als Folge davon, dass Abraham auf meine Stimme geh\u00f6rt und was ich ihm zur Hut \u00fcbergab, geh\u00fctet: meine Gebote, meine Gesetze und meine Lehren.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Darauf blieb Jizchak in Gerar.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Die Leute des Ortes fragten nach seiner Frau, er aber sagte: Sie ist meine Schwester; denn er f\u00fcrchtete zu sagen: meine Frau, es k\u00f6nnten die Leute des Ortes mich umbringen wegen Ribkas, denn sie war gut von Anblick.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es war jedoch, als er dort bereits l\u00e4ngere Zeit gewesen, schaute Abimelech, der K\u00f6nig der Philister, durch das Fenster und sah, wie Jizchak mit Ribka seiner Frau scherzte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da rief Abimelech Jizchak und sagte: Gleichwohl ist sie ja deine Frau, wie hast du denn gesagt, sie ist meine Schwester! Jizchak erwiderte ihm: Weil ich dachte, ich k\u00f6nnte ihretwegen sterben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da sagte Abimelech: Was hast du gethan! Wie leicht h\u00e4tte der eine unter dem Volke deiner Frau beigewohnt und so h\u00e4ttest du \u00fcber uns eine Verschuldung gebracht.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Darum befahl Abimelech dem ganzen Volke also: Wer diesen Mann und seine Frau ber\u00fchrt, wird get\u00f6tet werden.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da s\u00e4ete Jizchak in diesem Lande und erreichte in diesem Jahre hundert M\u00e4rkte; da segnete ihn <i>Gott<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da der Mann aber gro\u00df ward, immer zunahm an Gr\u00f6\u00dfe, bis dass er \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00df war,<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>und ihm ein Reichtum an Schafen, ein Reichtum an Rindern und gro\u00dfer Ackerbau wurde: da wurden die Philister eifers\u00fcchtig auf ihn.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Alle die Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abrahm gegraben hatten, hatten bereits Philister zugeworfen und mit Erde ausgef\u00fcllt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da sagte Abimelech zu Jizchak: Gehe von uns fort, denn du bist uns viel zu m\u00e4chtig geworden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Jizchak ging von dort fort, lagerte im Thale Gerar und lie\u00df sich dort nieder.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da grub Jizchak die Wasserbrunnen, welche sie in Abrahams Tagen gegraben und die Philister nach Abrahams Tode verstopft hatten, wieder auf, und nannte sie mit den Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Es gruben die Knechte Jizchaks im Thale und fanden dort einen Brunnen lebendigen Wassers.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da stritten die Hirten von Gerar mit Jizchaks Hirten und sagten: Unser ist das Wasser! Darum nannte er den Brunnen E\u00dfek (H\u00e4ndel); denn sie hatten H\u00e4ndel mit ihm gesucht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sie gruben einen anderen Brunnen, auch \u00fcber den stritten sie, da nannte er ihn Sitna (Hinderung).<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er r\u00fcckte von dort fort und grub einen anderen Brunnen, \u00fcber den stritten sie nicht, da nannte er ihn Rechoboth (R\u00e4umlichkeit) und sprach: Denn jetzt hat <i>Gott<\/i> uns Raum geschafft, nun k\u00f6nnen wir in dem Lande gedeihen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Er zog aber von dort hinauf nach Beer-Scheba.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>In dieser Nacht erschien ihm <i>Gott<\/i> und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham, f\u00fcrchte dich nicht, denn ich bin mit dir und werde dich segnen und deinen Samen vermehren um meines Dieners Abrahams willen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Da baute er dort einen Altar, verk\u00fcndete im Namen <i>Gottes<\/i> und schlug dort sein Zelt auf, und es stachen dort die Knechte Jizchaks einen Brunnen an.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Abimelech aber war zu ihm von Gerar gereist und was er an Genossen hatte und auch sein Feldherr Pichol.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da sprach Jizchak zu ihnen: Warum seid ihr zu mir gekommen? Ihr habt mich ja geha\u00dft und mich von euch fortgeschickt!<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Sie antworteten: Wir haben doch wiederholt gesehen, dass <i>Gott<\/i> mit dir war, da sagten wir, m\u00f6ge doch ein Eid zwischen uns sein, zwischen uns und dir; so m\u00f6chten wir ein B\u00fcndnis mit dir schlie\u00dfen:<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>dass du uns nicht B\u00f6ses thuest, wie wir dich nicht ber\u00fchrt haben und wie wir dir nur Gutes erzeigt und dich ja in Frieden haben ziehen lassen; du bist ja nun ein Gesegneter <i>Gottes<\/i>!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Er bereitete ihnen ein Gastmahl, sie a\u00dfen und tranken,<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>standen fr\u00fch am Morgen auf, schwuren einer dem andern, Jizchak entlie\u00df sie, und sie gingen von ihm in Frieden.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>An demselben Tage kamen Jizchaks Knechte und erz\u00e4hlten ihm wegen des Brunnens, den sie gegraben, und sagten ihm: Wir haben Wasser gefunden!<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Er nannte ihn Schibah, darum ist der Name der Stadt Beer Scheba bis auf den heutigen Tag.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Esaw war vierzig Jahre alt, da nahm er die Judith, die Tochter des Chitters Beeri, und die Bo\u00dfmath, die Tochter des Chitters Elon, zur Frau.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Sie waren ein Geistestrutz dem Jizchak und der Ribka.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel27\">Kapitel 27<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war nun, als Jizchak alt geworden und seine Augen zu dunkel waren um zu sehen, rief er seinen \u00e4ltesten Sohn Esaw und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er sprach zu ihm: Hier bin ich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er sprach: Siehe, ich bin ja doch bereits alt geworden, wei\u00df nicht den Tag meines Sterbens.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und nun, nimm doch deine Ger\u00e4te, dein Geh\u00e4nge und deinen Bogen und gehe aufs Feld und jage einmal mir ein Wildpret.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Und bereite mir Wohlschmeckendes, wie ich es liebe, und bringe es mir, damit ich es esse, damit dich meine Seele segne, bevor ich sterbe.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ribka aber h\u00f6rte, als Jizchak zu seinem Sohne Esaw sprach, und Esaw ging aufs Feld, Wild zu jagen, um es heimzubringen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ribka aber hatte zu ihrem Sohne Jaakob also gesprochen: Siehe, ich habe deinen Vater also zu deinem Bruder Esaw reden h\u00f6ren:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bringe mir doch Wildpret heim und mache mir Wohlschmeckendes, damit ich esse, so will ich dich segnen vor <i>Gott<\/i>, bevor ich sterbe.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und nun, mein Sohn, h\u00f6re auf meine Stimme, in betreff dessen, was ich dir befehle.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Gehe doch zu den Schafen und nimm mir von dort zwei gute Ziegenb\u00f6ckchen, damit ich sie wohlschmeckend deinem Vater bereite, wie er es liebt,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>dann bringst du sie deinem Vater und er i\u00dft, damit er dich vor seinem Tode segne.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sagte Jaakob zu Ribka, seiner Mutter: Siehe, Esaw, mein Bruder, ist ein haarichter Mann und ich bin ein glatter Mann,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>vielleicht wird mein Vater mich betasten, so werde ich in seinen Augen wie ein Betr\u00fcger sein, und so werde ich auf mich Fluch und keinen Segen bringen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Seine M\u00fctter aber sprach zu ihm: Uber mich komme dein Fluch, mein Sohn; nur gehorche meiner Stimme und gehe, hole mir.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da ging er und nahm und brachte es seiner Mutter; seine Mutter bereitete Wohlschmeckendes, wie es sein Vater liebte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dann nahm Ribka die kostbaren Kleider Esaws, ihres \u00e4ltesten Sohnes, die sie bei sich im Hause hatte, und bekleidete damit Jaakob, ihren j\u00fcngern Sohn.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die Felle der Ziegenb\u00f6ckchen hatte sie zuvor auf seine H\u00e4nde und die Gl\u00e4tte seines Halses gekleidet,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>und gab nun das Wohlschmeckende und das Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand Jaakobs, ihres Sohnes.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>So kam er zu seinem Vater und sagte: Mein Vater! Er erwiderte: Hier bin ich! Wer bist du, mein Sohn?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da sagte Jaakob zu seinem Vater: Ich, Esaw, dein Erstgeborner, ich habe gethan, wie du zu mir gesprochen; stehe doch auf und setze dich und i\u00df doch von meinem Wildpret, damit mich deine Seele segne.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da sagte Jizchak zu seinem Sohne: Wieso hast du so rasch erlangt, mein Sohn? Er sprach: Weil <i>Gott<\/i> dein Gott es vor mich gef\u00fcgt.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sprach Jizchak zu Jaakob: Tritt doch n\u00e4her, damit ich dich betaste, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esaw bist oder nicht.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da trat Jaakob zu seinem Vater Jizchak hin, und dieser betastete ihn und sprach: Die Stimme ist Jaakobs Stimme, und die H\u00e4nde sind Esaws H\u00e4nde.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Er erkannte ihn nicht, weil seine H\u00e4nde wie seines Bruders Esaws H\u00e4nde haaricht waren, und so segnete er ihn.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er sprach: Du bists, mein Sohn Esaw? Er sprach: Ich bins.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Er sprach: Bringe mir es doch n\u00e4her, damit ich von dem Wildpret meines Sohnes esse, damit dich meine Seele segne. Er brachte es n\u00e4her; er a\u00df. Er brachte ihm Wein; er trank.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da sprach sein Vater Jizchak zu ihm: Tritt doch n\u00e4her und k\u00fcsse mich, mein Sohn!<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da trat er hin und k\u00fc\u00dfte ihn, da roch er den Duft seiner Kleider und segnete ihn, und sprach: Siehe, der Duft meines Sohnes ist wie der Duft eines Feldes, welches <i>Gott<\/i> gesegnet!<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>So gebe dir Gott von dem Thau des Himmels und von den Fettigkeiten der Erde und eine F\u00fclle von Korn und Most.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>V\u00f6lker werden dir dienen und Nationen sich dir beugen \u2014 werde aber ein Mann deinen Br\u00fcdern, dass deiner Mutter S\u00f6hne dir sich beugen! Wer dir flucht, dem wird dann geflucht, wer dich segnet, wird gesegnet!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Es war, als Jizchak Jaakob zu segnen vollendet hatte, Jaakob war nur eben von seines Vaters Jizchaks Angesicht fortgegangen, war auch sein Bruder Esaw von seiner Jagd gekommen.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da bereitete auch er Wohlschmeckendes und brachte es seinem Vater. Er sprach zu seinem Vater: Stehe mein Vater auf und esse von dem Wildpret seines Sohnes, damit mich deine Seele segne.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Da sprach sein Vater Jizchak zu ihm: Wer bist du? Er sprach: Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborner, Esaw.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da erfa\u00dfte Jizchak ein \u00fcberaus gro\u00dfer Schrecken und er sprach: Wer ist denn jener, der bereits Wildpret gejagt, mir es gebracht, und ich a\u00df auch von allem, bevor du kamst, und ich segnete ihn? \u2014 Er soll auch gesegnet sein!<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Als Esaw die Worte seines Vaters h\u00f6rte, schrie er \u00fcberaus laut und bitter auf, darauf sprach er zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater!<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Er sprach: Dein Bruder ist mit List gekommen, und er hat deinen Segen genommen.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Da sprach er: Nennt er darum sich Jaakob, dass er mich schon zweimal hintergangen, meine Erstgeburt hat er genommen, und nun hat er auch meinen Segen genommen! Er sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten?<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Da antwortete Jizchak und sprach zu Esaw: Sieh, zum Herrn habe ich ihn dir gesetzt, und alle seine Br\u00fcder habe ich ihm zu Knechten gegeben, habe mit Korn und Most ihn gest\u00fctzt \u2014 und dir nun, was soll ich dir thun, mein Sohn?<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Da sprach Esaw zu seinem Vater: Ist dies dir denn der einzige Segen? Segne mich auch, mein Vater! Da erhub Esaw seine Stimme und weinte.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Da antwortete sein Vater Jizchak und sprach zu ihm: Siehe, der Erde Fettigkeiten wird dein Wohnsitz sein, und von des Himmels Thau von oben;<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Auf deinem Schwerte wirst du leben und deinem Bruder wirst du dienen; erst wenn du dich dem\u00fctigest, l\u00f6sest du sein Joch von deinem Halse!<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Da ha\u00dfte Esaw Jaakob wegen des Segens, mit welchem ihn sein Vater gesegnet, und es sprach Esaw in seinem Herzen: La\u00df nur die Trauertage um meinen Vater heran kommen, so werde ich schon meinen Bruder Jaakob erschlagen.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>Ribka wurden die Worte ihres \u00e4ltesten Sohnes Esaw berichtet; da schickte sie hin und lie\u00df ihren j\u00fcngeren Sohn Jaakob rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esaw tr\u00f6stet sich, dich zu erschlagen.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>Und nun, mein Sohn, h\u00f6re auf meine Stimme und mache dich auf, fl\u00fcchte dich zu meinem Bruder Laban nach Charan.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup>Bei ihm bleibst du einige Zeit, bis sich die Zorneshitze deines Bruders gelegt;<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup>bis dann der Zorn deines Bruders von dir gewichen und er vergessen hat, was du ihm gethan, dann schicke ich hin und lasse dich von dort holen; warum soll ich denn auch eurer beider an einem Tage beraubt werden?<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup>Da sprach Ribka zu Jizchak: Ich habe Unlust an meinem Leben vor den T\u00f6chtern des Chitters; wenn Jaakob eine Frau von den T\u00f6chtern des Chitters wie diese, von den T\u00f6chtern des Landes nimmt, wozu mir das Leben?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel28\">Kapitel 28<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da rief Jizchak den Jaakob und segnete ihn. Er befahl ihm und sagte ihm: Du sollst keine Frau von den T\u00f6chtern Kenaans nehmen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Mache dich auf, gehe nach Padan Aram zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort eine Frau von den T\u00f6chtern Labans, des Bruders deiner Mutter.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und Gott, der Allgen\u00fcgende, wird dich segnen und dich fruchtbar machen und dich vermehren, dass du zu einer Versammlung von V\u00f6lkern wirst.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er wird dir den Segen Abrahams geben, dir und deinem Samen bei dir, dass du das Land deiner Fremdlingsschaft erbest, welches Gott dem Abraham gegeben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>So schickte Jizchak Jaakob, und er ging nach Padan Aram zu Laban, dem Sohne des Aramiten Bethuel, dem Bruder Ribkas, der Mutter Jaakobs und Esaws.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da nun Esaw sah, dass Jizchak Jaakob gesegnet und ihn nach Padan Aram geschickt hatte, sich von dort eine Frau zu nehmen, \u2014 dass er, indem er ihn segnete, ihm gebot: Du sollst keine Frau von den T\u00f6chtern Kenaans nehmen,<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>und Jaakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Padan Aram ging:<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>da sah Esaw, dass die T\u00f6chter Kenaans in den Augen seines Vaters Jizchak misf\u00e4llig waren,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>und da ging Esaw zu Jischmael und nahm Machalath, die Tochter Jischmaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester des Nebajoth, zu seinen Frauen sich zur Frau.<br><sup id=\"Wajeze\" class=\"Vers\">10.<\/sup>So ging Jaakob fort von Beer Scheba und ging gen Charan.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da traf er den Ort und \u00fcbernachtete dort, weil die Sonne untergegangen war, nahm von den Steinen des Ortes, stellte seine Kopfumgebung zurechte und schlief an diesem Ort.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er tr\u00e4umte und siehe da, eine Leiter \u2014 gestellt zur Erde \u2014 und ihre Spitze reicht in den Himmel; und siehe da, Engel Gottes \u2014 steigen hinauf und steigen hinab wider ihn;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>und siehe da, <i>Gott<\/i> \u2014 steht bei ihm und spricht: Ich bin <i>Gott<\/i>, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Jizchaks; das Land, auf dem du schl\u00e4fst, gebe ich dir und deinem Samen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Es wird dein Same wie Staub&#8216; der Erde und du breitest dich aus gen Westen und Osten, gen Norden und Familien der Erde gesegnet werden und durch deinen Samen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Und siehe, Ich bin mit dir, und gehst, und werde dich zu diesem Boden zur\u00fcckbringen; denn ich werde dich nicht verlassen, bis dass ich vollbracht habe, was ich dir verhei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Da erwachte Jaakob von seinem Schlafe und sprach: In Wahrheit, <i>Gott<\/i> ist an diesem Orte! Und ich habe es nicht gewu\u00dft!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da f\u00fcrchtete er und sprach: Wie furchtbar ist dieser Ort! Nichts anders ist dies, als: Gottes Haus! Und dies eine Pforte zum Himmel!<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Fr\u00fch am Morgen stand Jaakob auf und nahm den Stein, den er sich zu Kopf gesetzt hatte, und setzte ihn zum Denkstein, und er go\u00df \u00d6l auf dessen Spitze,<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>und nannte den Namen dieses Ortes Beth-El; freilich fr\u00fcher war der Name der Stadt Lus.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da that Jaakob ein Gel\u00fcbde, also: Wenn Gott mit mir sein wird und mich auf diesem Wege, den ich gehe, bewahren, und mir Brot zu essen und Gewand zur Bekleidung geben wird,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>und ich in Frieden zu dem Hause meines Vaters wiederkehren werde: so soll Gott mir <i>Gott<\/i> sein,<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>und dieser Stein, den ich zum Denkstein gesetzt, soll zu einem Hause Gottes werden, und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir wiederholt verzehnten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel29\">Kapitel 29<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da hob Jaakob seine F\u00fc\u00dfe und ging nach dem Lande der S\u00f6hne des Ostens.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sah er, und siehe da, ein Brunnen auf dem Felde, und siehe da, drei Schafherden lagern daneben; denn aus diesem Brunnen wollten sie die Herden tr\u00e4nken, und der Stein war gro\u00df, der auf der M\u00fcndung des Brunnens lag,<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>damit dorthin erst alle Herden zusammen kommen sollten, um den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens zu w\u00e4lzen und die Schafe zu tr\u00e4nken, alsdann legen sie den Stein wieder an seine Stelle zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Meine Br\u00fcder, woher seid ihr? sagte zu ihnen Jaakob. Aus Charan sind wir, sagten sie.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Kennt ihr den Laban, den Sohn Nachors? sagte er zu ihnen. Wir kennen ihn, sagten sie.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Gehts ihm wohl? sagte er zu ihnen. Wohl, sagten sie, und siehe da seine Tochter Rachel, die mit den Schafen kommt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da sagte er: Seht, noch ist der Tag gro\u00df, es ist noch nicht Zeit das Gut einzubringen; tr\u00e4nket die Schafe und gehet und weidet!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sagten sie: Wir k\u00f6nnen das nicht, bis dass sich alle Herden versammelt haben und sie den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens rollen, dann tr\u00e4nken wir die Schafe.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Noch spricht er mit ihnen, da war Rachel mit den Schafen ihres Vaters gekommen, denn sie war eine Hirtin.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da war es, als Jaakob Rachel, die Tochter Labans, seines Mutterbruders, sah, und die Schafe Labans, seines Mutterbruders, da trat Jaakob hin und lie\u00df den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens hinabrollen und tr\u00e4nkte die Schafe Labans, seines Mutterbruders.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da k\u00fc\u00dfte Jaakab Rachel, erhob seine Stimme und weinte.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Darauf erz\u00e4hlte Jaakob der Rachel, dass er der Verwandte ihres Vaters sei, dass er Ribkas Sohn sei; da lief sie hin und erz\u00e4hlte es ihrem Vater.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Als Laban nun die Nachricht von Jaakob, seinem Schwestersohne, h\u00f6rte, lief er ihm entgegen, umarmte ihn und k\u00fc\u00dfte ihn und brachte ihn in sein Haus. Er erz\u00e4hlte Laban alle diese Begebenheiten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da sagte Laban zu ihm: Dennoch bist du mein Bein und mein Fleisch! Und so blieb er einen Monat bei ihm.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sagte Laban zu Jaakob: Wenn du auch mein Verwandter bist, solltest du mir deshalb umsonst dienen? Sage mir, was ist dein Lohn?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Laban hatte zwei T\u00f6chter, die \u00e4lteste hie\u00df Lea, die j\u00fcngere Rachel.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Leas Augen waren zart, Rachel aber war sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Anblick.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Jaakob liebte Rachel und sprach: Ich will dir sieben Jahre um deine j\u00fcngere Tochter Rachel dienen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Laban sagte: Es ist besser, dass ich sie dir, als dass ich sie einem andern Manne gebe; bleibe bei mir.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>So diente Jaakob um Rachel sieben Jahre, durch seine Liebe zu ihr waren sie aber in seinen Augen wie einige Tage.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sprach Jakob zu Laban: Gieb mir meine Frau, denn meine Tage sind voll; ich m\u00f6chte zu ihr kommen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da versammelte Laban alle Leute des Ortes und bereitete ein Gastmahl;<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>und als es nun Abend war, nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm, und er kam zu ihr.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Es gab ihr Laban seine Magd Silpa, seiner Tochter Lea zur Magd.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Als es nun Morgen war, siehe da war es Lea! Da sprach er zu Laban: Was hast du mir gethan! Habe ich nicht um Rachel bei dir gedient? Warum hast du mich betrogen!<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da sagte Laban: So geschieht nicht in unserem Orte, dass man die J\u00fcngere vor der \u00c4lteren gebe.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Vollbringe die Hochzeitswoche der einen, dann geben wir dir auch die andere um einen Dienst, den du bei mir noch fernere sieben Jahre leisten wirst.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Jaakob that also und vollbrachte die Hochzeitwoche der einen, darauf gab er ihm seine Tochter Rachel ihm zur Frau.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Es gab Laban seiner Tochter Rachel seine Magd Bilha ihr zur Magd.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Er kam auch zu Rachel und liebte auch Rachel, mehr als Lea, und diente bei ihm noch sieben andere Jahre.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Als <i>Gott<\/i> sah, dass die Gehasste Lea war, \u00f6ffnete er ihren Mutterscho\u00df; Rachel aber war unfruchtbar.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Da empfing Lea und gebar einen Sohn und nannte ihn Reuben; denn sie hatte gesagt: <i>Gott<\/i> hat in mein Leiden geschaut! Jetzt wird mein Mann mich lieben!<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Sie empfing wieder und gebar einen Sohn, da sprach sie: Gott hat geh\u00f6rt, dass ich die Gehasste bin, darum gab er mir auch diesen! Da nannte sie ihn Schimeon.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Sie empfing wieder und gebar einen Sohn, da sprach sie: Jetzt nunmehr wird mein Mann sich mir anschlie\u00dfen! Denn ich habe ihm drei S\u00f6hne geboren. Darum nannte er ihn Lewi.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Sie empfing wieder und gebar einen Sohn, da sprach sie: Nunmehr danke ich <i>Gott<\/i>; darum nannte sie ihn Jehuda. Nun h\u00f6rte sie auf zu geb\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel30\">Kapitel 30<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Als Rachel sah, dass sie Jaakob nicht geboren hatte, beneidete Rachel ihre Schwester und sprach zu Jaakob: Schaffe mir Kinder; wenn nicht, so sterbe ich.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da z\u00fcrnte Jaakob der Rachel und sprach: Bin ich an Gottes Stelle, der dir die Frucht des Leibes versagt hat?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Darauf sprach sie: Siehe, meine Magd Bilha, komme zu ihr; m\u00f6ge sie f\u00fcr meine Knie geb\u00e4ren, so werde auch ich durch sie gebaut.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da gab sie ihre Magd Bilha ihm zur Frau, und Jaakob kam zu ihr.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Bilha empfing und gebar Jaakob einen Sohn.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sprach Rachel: Gott hat mich <i>gerichtet<\/i> und hat auch mein Weinen erh\u00f6rt und mir einen Sohn gegeben; darum nannte sie ihn Dan.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Bilha, Rachels Magd, empfing wieder und gebar Jaakob einen zweiten Sohn.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Rachel: Einen g\u00f6ttlichen <i>Ringkampf<\/i> habe ich mit meiner Schwester gerungen und habe es auch vermocht; darum nannte sie ihn Naftali.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Als Lea sah, dass sie zu geb\u00e4ren aufgeh\u00f6rt hatte, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jaakob zur Frau,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>und Silpa, Leas Magd, gebar Jaakob einen Sohn.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach Lea: Da ist ein Gl\u00fcck gekommen, und nannte ihn Gad.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Leas Magd, Silpa, gebar Jaakob einen zweiten Sohn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach Lea: Ich bin noch in meinem gl\u00fccklichen <i>Fortschreiten<\/i>, denn es haben Frauen mein Fortschreiten gepriesen \u2014 und nannte ihn Ascher.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da ging Reuben in den Tagen der Weizenernte, fand Dudaim auf dem Felde und brachte sie seiner Mutter Lea heim. Da sagte Rachel zu Lea: Gieb mir doch von den Dudaim deines Sohnes.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach sie zu ihr: Ist es ein Geringes, dass du meinen Mann hast? Nun noch gar die Dudaim meines Sohnes haben zu wollen! Nun, sprach Rachel, so soll er denn diese Nacht zu dir kommen f\u00fcr die Dudaim deines Sohnes.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Als Jaakob nun abends vom Felde kam, ging ihm Lea entgegen und sprach: Zu mir mu\u00dft du kommen, denn ich habe dich f\u00fcr die Dudaim meines Sohnes erlangt; da schlief er bei ihr in dieser Nacht.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da erh\u00f6rte Gott Lea, sie empfing und gebar Jaakob einen f\u00fcnften Sohn.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da sprach Lea: Gott hat mir meinen Lohn daf\u00fcr gegeben, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben; sie nannte ihn daher Jisaschar.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Lea empfing wieder und gebar Jaakob einen sechsten Sohn.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da sprach Lea: Gott hat mich mit einem guten <i>Teil<\/i> beschieden, jetzt wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs S\u00f6hne geboren; sie nannte ihn daher Sebulun.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Nachher gebar sie eine Tochter und nannte sie Dina.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da gedachte Gott Rachels, Gott erh\u00f6rte sie und \u00f6ffnete ihren Scho\u00df.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Sie empfing und gebar einen Sohn. Da sprach sie: Gott hat meine Schmach hinweggenommen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Sie nannte ihn aber Josef, damit zu sagen: <i>Gott<\/i> gebe mir noch einen andern Sohn!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es war als Rachel Josef geboren hatte, sprach Jaakob zu Laban: Entlasse mich, dass ich zu meinem Orte und meinem Lande gehe.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Gieb mir meine Frauen und meine Kinder, f\u00fcr die ich dir gedient, so m\u00f6chte ich gehen; denn du kennst meinen Dienst, wie ich dir gedient.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da sprach Laban zu ihm: M\u00f6chte ich doch Gunst in deinen Augen gefunden haben! Mir ahnet, als ob <i>Gott<\/i> mich um deinetwillen gesegnet habe.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Dann sprach er: Bestimme deinen Lohn f\u00fcr mich, ich will ihn gerne geben.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Da sprach er zu ihm: Du wei\u00dft sehr wohl, was ich dir geleistet, und was deine Habe bei mir geworden;<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>denn das Wenige, was du vor mir hattest, das hat sich in Menge ausgebreitet, weil <i>Gott<\/i> dich nach meinem Bem\u00fchen gesegnet; und nun, wann soll ich auch f\u00fcr mein Haus schaffen?<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Er sparch: Was soll ich dir geben? Jaakob erwiderte: Geben sollst du mir nichts; wenn du mir dieses leistest, will ich wieder deine Schafe weiden, will sie ferner h\u00fcten.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Ich will heute all dein Kleinvieh durchgehen, sondere davon jedes punktierte und gefleckte Lamm aus und jedes dunkle Lamm unter den Schafen, und geflecktes und punktiertes unter den Ziegen: das soll nun mein Lohn werden.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Und es mag wider mich in Zukunft meine Pflichttreue zeugen, wenn du \u00fcber meinen dir offenliegenden Lohn kommen wirst: was nicht punktiert und gefleckt unter den Ziegen und dunkel unter den Schafen ist, das ist gestohlen bei mir.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Laban sagte: Wohl! M\u00f6ge es, wie du gesprochen, sein.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>An demselben Tage sonderte er die fu\u00dfgezeichneten und gefleckten B\u00f6cke ab und auch alle punktierten und gefleckten Ziegen, alles, woran nur etwas Wei\u00dfes war, und alles Dunkele unter den Schafen und gab sie in die Hand seiner S\u00f6hne.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Einen Weg von drei Tagen legte er zwischen sich und Jaakob, und Jaakob weidete die \u00fcbrigen Schafe Labans.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Da nahm sich Jaakob frische Espenst\u00e4be und von Haselnuss- und von Kastanienb\u00e4umen und sch\u00e4lte daran wei\u00dfe Streifen, durch Entbl\u00f6\u00dfung des Wei\u00dfen, welches an den St\u00e4ben war,<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>und stellte die St\u00e4be, die er gesch\u00e4lt hatte, in die in den Wassertr\u00e4nken befindlichen Rinnen, wohin die weiblichen Tiere den m\u00e4nnlichen gegen\u00fcber zu trinken zu kommen pflegten und beiderseits erregt wurden, wenn sie zu trinken kamen;<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>da wurden die Tiere den St\u00e4ben gegen\u00fcber erregt und die Tiere warfen Fu\u00dfgezeichnete, Punktierte und Gefleckte.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Die Schafe hatte Jaakob getrennt, Fu\u00dfgezeichneten und allem Dunklen unter den Tieren Labans zu. Sich aber bildete er besondere Herden und gab sie nicht zu den Tieren Labans.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Immer, wenn man die aufgebundenen Tiere erregte, stellte Jaakob die St\u00e4be vor die Augen der Tiere in die Rinnen, sie durch die St\u00e4be zu erregen.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>Wenn man aber die Tiere bedeckt lie\u00df, stellte er sie nicht hin; die Aufgebundenen dem Jaakob.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>Der Mann wurde nun ungemein reich, es wurden ihm Schafe in Menge, M\u00e4gde und Knechte, Kamele und Esel.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel31\">Kapitel 31<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Und er h\u00f6rte die Reden der S\u00f6hne Labans: Jaakob hat alles, was unserem Vater geh\u00f6rt, sich angeeignet, und von dem, was unserem Vater geh\u00f6rt, hat er all diese Herrlichkeit geschaffen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Auch Labans Gesicht sah Jaakob, und siehe, der war auch nicht mehr mit ihm wie gestern und vorgestern.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Da sprach <i>Gott<\/i> zu Jaakob: Kehre zu dem Lande deiner V\u00e4ter und zu deinem Geburtsorte zur\u00fcck, und ich werde mit dir sein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da schickte Jaakob und rief Rachel und Lea aufs Feld zu seinen Schafen<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, er ist mir nicht so mehr wie gestern und vorgestern, und nur der Gott meines Vaters hat mir beigestanden.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Ihr doch wisset es, dass ich mit meiner ganzen Kraft eurem Vater gedient.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Euer Vater aber hat mich mit Versprechungen get\u00e4uscht, hat meinen Lohn in zehn Bestimmungen gewechselt und nur Gott hat ihn mich nicht sch\u00e4digen lassen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Sagte er: Punktierte sollen dein Lohn sein, so warfen alle Schafe Punktierte; sagte er: Am Fu\u00df Gezeichnete sollen dein Lohn sein, so warfen alle Schafe am Fu\u00df Gezeichnete;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>so rettete Gott das Eigentum eures Vaters und gab es mir.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nun war es, als jetzt die Schafe sich erregten, da erhub ich im Traum meine Augen und sah, und siehe: die B\u00f6cke, welche die Schafe bestiegen, waren fu\u00dfgezeichnete, punktierte und gesprenkelte.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach ein Engel Gottes zu mir im Traum: Jaakob! Ich erwiderte: Hier bin ich.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er sprach: Hebe doch deine Augen auf und siehe, alle die B\u00f6cke, welche die Schafe besteigen, sind fu\u00dfgezeichnete, punktierte und gesprenkelte; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir thut.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Ich bin aber der Gott von Bethel, wo du einen Denkstein gesalbt und dort mir ein Gel\u00fcbde gethan hast; jetzt mache dich auf, gehe hinaus aus diesem Lande und kehre zum Lande deiner Geburt zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da antworteten Rachel und Lea und sprachen zu ihm: Haben wir noch Anteil und Erbe im Hause unseres Vaters?<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Sind wir ihm nicht wie Fremde geachtet, da er uns verkauft, und sogar unseren Kaufpreis selbst verzehrt hat?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Denn all&#8216; der Reichtum, den Gott von unserem Vater gerettet hat, ist unser und unserer Kinder! Und nun, alles, was dir Gott gesagt hat, thue!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da machte sich Jaakob auf, hub seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>und f\u00fchrte all sein Eigentum, alle Habe, die er erworben, das f\u00fcr sein Eigentum Erworbene, das er in zu seinem Vater Jizchak, zum Lande Kenaan heim zu kommen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Laban war aber fortgegangen, um seine Schafe zu scheeren; da stahl Rachel \u2014 die G\u00f6tzen ihres Vaters,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>und Jaakob stahl \u2014 das Herz des Aramiten Laban, deshalb weil er es ihm nicht sagte; denn er <i>entfloh<\/i>.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>So floh er und alles Seine; er machte sich auf, setzte \u00fcber den Flu\u00df und nahm seine Richtung zum Berge Gilead.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Am dritten Tage wurde es Laban berichtet, dass Jaakob entflohen war.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da nahm er seine Genossen mit sich, setzte ihm auf einem sieben Tage langen Wege nach und erreichte ihn am Berge Gilead.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Gott aber kam zu dem Aramiten Laban im Traume der Nacht und sprach zu ihm: H\u00fcte dich, dass du mit Jaakob nichts sprechest von Gutem bis zu B\u00f6sem!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Als daher Laban Jaakob erreichte, \u2014 und Jaakob hatte sein Zelt auf dem Berge, Laban aber seine Genossen auf dem Berge Gilead aufgestellt, \u2014<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>da sprach Laban zu Jaakob: Was hast du gethan! Hast mein Herz bestohlen! Hast meine T\u00f6chter wie Kriegsgefangene weggef\u00fchrt!<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Warum bist du heimlich geflohen und hast mich bestohlen? Hast mir nichts gesagt, h\u00e4tte dich doch in Freuden und mit Ges\u00e4ngen, mit Pauke und mit Harfe entlassen!<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Hast mich nicht zugelassen meine S\u00f6hne und T\u00f6chter zu k\u00fcssen! Jetzt siehst du&#8217;s, wie th\u00f6richt du gehandelt.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Meine Hand ist in der Kraft euch B\u00f6ses zu thun, aber der Gott eures Vaters hat verwichene Nacht zu mir also gesprochen: H\u00fcte dich, mit Jaakob von Gutem bis zu B\u00f6sem zu sprechen!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Nun! Du bist nun einmal gegangen, denn du hast in der That dich nach dem Hause deines Vaters gesehnt; warum aber hast du meine G\u00f6tter gestohlen?<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da antwortete Jaakob und sprach zu Laban: Weil ich mich gef\u00fcrchtet, weil ich mir gesagt, du k\u00f6nntest mir deine T\u00f6chter rauben.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Bei wem du aber deine G\u00f6tter findest, der soll nicht leben bleiben, in Gegenwart unserer Br\u00fcder erkenne dir heraus, was bei mir ist, und nimm es dir; Jaakob wu\u00dfte nicht, dass Rachel sie entwendet hatte.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Da kam Laban in Jaakobs Zelt und in Leas Zelt und in das Zelt der beiden M\u00e4gde und fand nichts. Als er aus Leas Zelt ging, kam er in das Zelt Rachels,<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>und Rachel hatte die G\u00f6tzen genommen, sie in das Kissen des Kameels gelegt und sa\u00df nun auf ihnen. Laban betastete das ganze Zelt und fand nichts.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Da sprach sie zu ihrem Vater: M\u00f6ge es in den Augen meines Herrn nicht verdrie\u00dfen, dass ich nicht vor dir aufstehen kann, es ist mir die Weise der Frauen. So suchte er und fand die G\u00f6tzen nicht.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Da verdro\u00df es Jaakob, und nun erhub er sich zum Streite wider Laban. Es begann Jaakob und sprach zu Laban: Was ist mein Verbrechen, was mein Vergehen, dass du mir nachgesetzt!<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Da du alle meine Ger\u00e4te betastet hast, was hast du von allen Ger\u00e4ten deines Hauses gefunden, lege es hier her in Gegenwart meiner und deiner Br\u00fcder, m\u00f6gen sie zwischen uns beiden entscheiden!<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Der war ich zwanzig Jahre bei dir: Deine Schafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Schafe habe ich nicht gegessen;<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Zerrissenes habe ich dir nicht heimgebracht, ich pflegte es dir zu ersetzen, von meiner Hand pflegtest du es zu fordern; mein war das Gestohlene am Tage, mein war es des Nachts;<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>ich war da am Tage, da mich die Hitze verzehrte und der Frost in der Nacht; und verscheucht war der Schlaf von meinen Augen.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Das ward mir zwanzig Jahre in deinem Hause: gedient habe ich dir vierzehn Jahre f\u00fcr deine beiden T\u00f6chter, und sechs Jahre f\u00fcr deine Schafe, und du ver\u00e4ndertest meinen Lohn in zehn erschiedenen Bestimmungen.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>W\u00e4re nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und der Opferungsschauer Jizchals f\u00fcr mich gewesen, du h\u00e4ttest jetzt leer mich fortfortgeschickt! Mein Elend und meiner H\u00e4nde M\u00fche hat Gott gesehen, und es in verwichener Nacht erwiesen.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>Da antwortete Laban und sprach zu Jaakob: Die T\u00f6chter sind meine T\u00f6chter, die S\u00f6hne meine S\u00f6hne, die Schafe meine Schafe, und alles was du siehst, ist mein, \u2014 und meinen T\u00f6chtern, was k\u00f6nnte ich diesen heute thun, oder ihren S\u00f6hnen, die sie geboren?<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup>Und nun, komme, la\u00df uns einen Bund schlie\u00dfen, ich und du, dass Er Zeuge bleibe zwischen mir und dir!<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup>Da nahm Jaakob einen Stein und hob ihn hoch auf zum Denkstein,<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup>und es sprach Jaakob zu seinen Genossen: Sammelt auch Steine; sie nahmen Steine und machten einen H\u00fcgel, und sie a\u00dfen dort bei dem H\u00fcgel.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup>Laban nannte ihn Steinh\u00fcgel des Zeugnisses, und Jaakob nannte ihn Galed.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup>Laban sagte n\u00e4mlich: Dieser Steinh\u00fcgel ist Zeuge zwischen mir und dir heute, darum nannte er ihn Galed,<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup>und auch: Hammizpah (die Schaust\u00e4tte), weil er gesagt hatte: Gott wird zwischen mir und dir schauen \u2014 denn wir werden einander nicht mehr sichtbar sein.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup>Wenn du meine T\u00f6chter leiden lassen, oder zu meinen T\u00f6chtern noch Frauen nehmen wirst, so ist freilich kein Mensch bei uns, aber siehe: Gott ist Zeuge zwischen mir und dir!<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup>Laban sprach ferner zu Jaakob: Siehe, hier ist dieser Steinh\u00fcgel \u2014 und hier auch der Denkstein \u2014 den ich zwischen mich und dich geworfen,<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup>Zeuge ist dieser Steinh\u00fcgel und Zeuge dieser Denkstein, dass ich nie an diesem Steinh\u00fcgel zu dir, und du nicht an diesem Steinh\u00fcgel und diesem Denkstein zu mir vor\u00fcber ziehen wollest zum B\u00f6sen.<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup>Der Gott Abrahams und der Gott Nachors \u2014 der Gott ihres Vaters \u2014 werden zwischen uns richten! Jaakob schwur bei dem Opferungsschauer seines Vaters Jizchak.<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup>Jaakob bereitete ein Mahl auf dem Berge und lud seine Genossen ein zum Speisen; sie speisten und \u00fcbernachteten auf dem Berge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel32\">Kapitel 32<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Am Morgen fr\u00fch stand Laban auf, k\u00fc\u00dfte seine S\u00f6hne und seine T\u00f6chter und segnete sie; darauf ging Laban und kehrte zu seinem Orte zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Jaakob aber war seines Weges gegangen, da trafen ihn Engel Gottes.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Als er sie sah, sprach Jaakob: Ein Gotteslager ist dies, und nannte den Ort Machnajim.<br><sup id=\"Wajischlach\" class=\"Vers\">4.<\/sup>Jaakob schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esaw, nach dem Lande Se\u00efr, dem Gefilde Edoms,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>und befahl ihnen also: So sollt ihr Esaw, meinem Herrn, sagen: also hat dein Diener Jaakob gesprochen: Bei Laban habe ich als Fremdling geweilt und bin bis jetzt dort zur\u00fcckgehalten worden.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>So ward mir Ochs und Esel, Schaf und Knecht und Magd; ich habe gerne geschickt, dies meinem Herrn mitzuteilen, um Gunst in deinen Augen zu finden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Die Boten kehrten zu Jaakob zur\u00fcck und sagten: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esaw, gekommen; er geht dir auch entgegen; aber vierhundert Mann sind mit ihm!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da f\u00fcrchtete sich Jaakob sehr und es war ihm Angst. Er teilte die Leute, die er bei sich hatte, und so auch die Schafe, die Rinder und die Kamele zu zwei Lagern,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>und sprach: Kommt Esaw zu dem einen Lager und schl\u00e4gt es, so wird das \u00fcbrige Lager der Rettung werden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Darauf sprach Jaakob: <i>Gott<\/i> meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Jizchak, <i>Gott<\/i>, der zu mir spricht: Kehre zu deinem Lande und deinem Geburtsorte zur\u00fcck, so werde ich dir Gutes erzeigen, \u2014<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>ich bin schon zu geringe gegen alle die Wohlthaten und all die Treue, die du bereits an deinem Diener ge\u00fcbt; denn mit meinem Stecken habe ich diesen Jarden \u00fcberschritten, und jetzt bin ich zu zwei Lagern geworden, \u2014<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>rette mich doch von der Hand meines Bruders, von Esaws Hand; denn ich f\u00fcrchte ihn, dass er nicht komme und mich, die Mutter sammt den Kindern erschlage;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>und <i>du<\/i> hast es doch gesagt: Gutes, Gutes will ich dir erzeigen, so dass ich deine Nachkommen wie Sand des Meeres werde werden lassen, der vor Menge nicht gez\u00e4hlt werden kann.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Dort blieb er in dieser Nacht und nahm von dem, was er in H\u00e4nden hatte, ein Geschenk f\u00fcr seinen Bruder Esaw:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Zweihundert Ziegen und zwanzig B\u00f6cke, zweihundert Schafe und zwanzig Widder,<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>drei\u00dfig s\u00e4ugende Kamele mit ihren Jungen, vierzig K\u00fche und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn F\u00fcllen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>In getrennten Herden \u00fcbergab er es seinen Knechten und sprach zu seinen Knechten: Gehet vor mir her und lasset einen Zwischenraum zwischen Herde und Herde.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Er befahl dem ersten also: Wenn dich mein Bruder Esaw trifft und fragt dich also: Wessen bist du, und wohin gehst du, und wessen sind alle die vor dir Gehenden?<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>So sagst du: Deines Dieners Jaakob, es ist ein Esaw, meinem Herrn, gesendetes Geschenk, und siehe, auch er selbst folgt hinter uns.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>So befahl er auch dem zweiten und dritten, und allen denen, die hinter den Herden gingen: In dieser Weise sprechet zu Esaw, wenn ihr ihn treffet,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>immer saget: Siehe, auch dein Diener Jaakob ist hinter uns! Denn er dachte, ich m\u00f6chte erst seinen Zorn mit dem mir vorangehenden Geschenke beschwichtigen und dann sein Angesicht sehen, vielleicht wird er mein Angesicht erheben.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>So zog das Geschenk vor ihm her, er aber blieb in dieser Nacht wach im Lager.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da stand er auf in der Nacht, nahm seine beiden Frauen, seine beiden M\u00e4gde und seine elf Kinder und \u00fcberschritt die Furt des Jabbok.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er nahm sie n\u00e4mlich und f\u00fchrte sie \u00fcber den Flu\u00df; und brachte das Seine hin\u00fcber.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>\u00dcbrig blieb Jaakob allein, da rang jemand mit ihm, bis der Morgen heraufzog.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Er sah, dass er an ihn nichts vermochte, so griff er an den Ballen seiner H\u00fcfte; da wich Jaakobs H\u00fcftballen, indem er mit ihm rang.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da sprach er: Entlasse mich, denn der Morgen ist heraufgezogen. Er aber sprach: Ich entlasse dich nicht, du habest mich denn gesegnet.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Da sprach er: Was ist dein Name? Er sprach: Jaakob.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Da sprach er: Nicht Jaakob soll mehr dein Name gesprochen werden, sondern Jisrael; denn du bist bei Gott und bei Menschen der \u00dcberragende geworden, da du vermocht hast.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Jaakob fragte darauf und sprach: Sage mir doch deinen Namen. Er aber sprach: Wozu dies, dass du nach meinem Namen fragst? Und er segnete ihn dort.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Jaakob nannte den Namen des Ortes Peniel; denn ich habe G\u00f6ttliches gesehen von Angesicht zu Angesicht und mein Wesen ist unversehrt geblieben.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Die Sonne ging ihm auf, als er Penuel vor\u00fcber war, und er hinkte auf seiner H\u00fcfte.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Darum sollen Jisraels S\u00f6hne nicht die Sehne der Schw\u00e4che essen, welche am H\u00fcftballen ist, bis auf diesen Tag; denn er hat an Jakobs H\u00fcftballen an die Sehne der Schw\u00e4che gegriffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel33\">Kapitel 33<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Jaakob erhob seine Augen und sah, siehe Esaw kommt \u2014 und mit ihm \u2014 vierhundert Mann! Da teilte er die Kinder auf Lea, auf Rachel und auf die beiden M\u00e4gde.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er stellte die M\u00e4gde und ihre Kinder zuerst, Lea und ihre Kinder sodann, Rachel und Joseph zuletzt.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er aber ging vor ihnen her und b\u00fcckte sich siebenmal zur Erde, bis er zu seinem Bruder hinangelangte.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da lief ihm Esaw entgegen und umarmte ihn, warf sich an seinen Hals und k\u00fc\u00dfte ihn; und sie weinten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da erhob er seine Augen und sah die Frauen und die Kinder und sprach: Wer sind dir diese denn? Er prach: Die Kinder sind es, die Gott deinem Diener geschenkt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da traten die M\u00e4gde hin, sie und ihre Kinder, und b\u00fcckten sich;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>es trat auch Lea und ihre Kinder hin und diese b\u00fcckten sich, und nachher trat Joseph und Rachel hin und sie b\u00fcckten sich.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach er: Was soll dir denn dieses ganze Lager, das ich getroffen? Er sprach: Gunst in den Augen meines Herrn zu finden.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach Esaw: Ich habe viel; mein Bruder, bleibe dir, was dein ist.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Darauf sprach Jaakob: Nicht doch, wenn ich doch Gunst in deinen Augen gefunden habe, so nimm mein Huldigungsgeschenk von meiner Hand; denn deshalb (bitte ich darum), ich habe zu deinem Angesicht wie zu einem Richter aufgeschaut, und du hast mich wohlwollend aufgenommen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Nimm doch meinen Segen, der dir gebracht worden, denn es hat Gott mir ihn gn\u00e4dig gew\u00e4hrt, und dann: ich habe alles. Er drang in ihn, da nahm er.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er sprach: La\u00df uns nun aufbrechen und gehen, ich will mit dir Schritt halten.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Darauf erwidert er ihm: Mein Herr wei\u00df, dass die Kinder zart sind, und die Schafe und Rinder liegen in ihrem Gedeihen mir ob; triebe man sie einen Tag an, es st\u00fcrben alle Schafe.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Ziehe doch mein Herr vor seinem Diener her, und ich, ich m\u00f6chte in meinem stillen Gang mich weiter f\u00fchren, nach dem Gange des Gutes, welches vor mir geht, und nach dem Gange der Kinder, bis dass ich zu meinem Herrn gen Se\u00efr komme.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach Esaw: Ich m\u00f6chte doch von dem Volke, das mit mir ist, bei dir stellen. Er aber sprach: Wozu dieses? M\u00f6ge ich Gunst in meines Herrn Augen finden!<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>So kehrte Esaw an diesem Tage seines Weges nach Se\u00efr zur\u00fcck,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>und Jaakob zog gen Sukkoth und baute sich ein Haus. F\u00fcr sein Besitzthum baute er H\u00fctten, darum nannte er den Ort: Sukkoth.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Wohlbehalten kam Jaakob zur Stadt Schechem, welche im Lande Kenaan liegt, als er von Padan Aram kam, und lagerte im Angesicht der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Den Teil des Feldes, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, kaufte er von den S\u00f6hnen Chamors, des Vaters Schechems, um hundert Ke\u00dfita.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dort errichtete er einen Altar zum Denkmal und verk\u00fcndete sich: Gott ist Gott Jisraels.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel34\">Kapitel 34<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dina, Leas Tochter, die sie dem Jaakob geboren hatte, ging hinaus, sich unter den T\u00f6chtern des Landes umzusehen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sah sie Schechem, der Sohn des Chiwiten Chamor, der F\u00fcrst des Landes, nahm sie, legte sich zu ihr und that ihr Gewalt an.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es hing aber seine Seele an Dina, der Tochter Jaakobs; er liebte das M\u00e4dchen und redete dem M\u00e4dchen ans Herz.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da sprach Schechem zu seinem Vater Chamor also: Nimm mir dieses M\u00e4dchen zur Frau.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Jaakob hatte geh\u00f6rt, dass er seine Tochter Dina entweiht hatte, seine S\u00f6hne aber waren bei seiner Habe auf dem Felde, und es hatte Jaakob geschwiegen, bis sie heimkommen w\u00fcrden.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da ging Chamor, Schechems Vater, hinaus zu Jaakob, mit ihm zu reden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Inzwischen waren die S\u00f6hne Jaakobs vom Felde heimgekommen, sobald sie es geh\u00f6rt. Die M\u00e4nner waren schmerzlich betr\u00fcbt und es brannte sie sehr; denn er hatte an Jisrael eine Schandthat ge\u00fcbt, sich zur Tochter Jaakobs zu legen; also w\u00fcrde sonst nicht geschehen sein!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach mit ihnen Chamor also: Schechems, meines Sohnes, Seele hat Lust an eurer Tochter, gebet sie ihm doch zur Frau,<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>und verschw\u00e4gert euch mit uns, eure T\u00f6chter gebet uns und unsere T\u00f6chter nehmet euch,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>und bei uns m\u00f6get ihr wohnen bleiben; das Land soll vor euch offen sein, bleibet, bereiset es und siedelt euch darin an.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Schechem aber redete zu ihrem Vater und ihren Br\u00fcdern: M\u00f6ge ich Gunst in euren Augen finden! Was ihr mir sagen werdet, will ich thun.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Leget mir sehr viel Ehegut und Geschenke auf, ich will es geben, wie ihr mir sagen werdet, und gebet mir das M\u00e4dchen zur Frau.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da antworteten die S\u00f6hne Jaakobs dem Schechem und seinem Vater Chamor mit List und sie f\u00fchrten das Wort. Wars doch der, der ihre Schwester entehrt hatte!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sie sagten ihnen: Wir k\u00f6nnen dies nicht thun, unsere Schwester einem Manne zu geben, der eine Vorhaut hat; denn das ist uns eine Schmach.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Jedoch dadurch werden wir euch zu willen werden, wenn ihr werden wollt wie wir, dass euch alles M\u00e4nnliche beschnitten werde.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dann werden wir unsere T\u00f6chter euch geben und eure T\u00f6chter uns nehmen, werden bei euch wohnen und wir werden zu einem Volke werden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Wenn ihr uns aber nicht hinsichtlich des Beschnittenwerdens Geh\u00f6r geben werdet, so nehmen wir unsere Tochter und gehen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Ihre Worte wurden gut befunden in Chamors und Schechems, des Sohnes Chamors, Augen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>und es z\u00f6gerte der J\u00fcngling nicht die Sache auszuf\u00fchren; denn er hatte Verlangen an der Tochter Jaakobs; er war aber der Geehrteste unter seinem ganzen v\u00e4terlichen Hause.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da kam Chamor und sein Sohn Schechem zu dem Thore ihrer Stadt und sie sprachen zu den Leuten ihrer Stadt also:<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Diese Leute sind friedlich mit uns, m\u00f6gen sie im Lande bleiben und es bereisen; das Land, es ist ja ger\u00e4umig, m\u00f6ge ihnen offen stehen; ihre T\u00f6chter k\u00f6nnen wir uns nehmen und unsere T\u00f6chter ihnen geben.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nur dadurch wollen uns die Leute willf\u00e4hrig werden bei uns zu bleiben, ein Volk zu werden: dass uns alles M\u00e4nnliche beschnitten werde, wie sie beschnitten sind.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Ihre Habe, ihr Erwerb und all ihr Vieh sind dann ja unser, nur lasset uns ihnen willf\u00e4hrig werden, dass sie bei uns bleiben.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Da gehorchten Chamor und seinem Sohne Schechem alle, die aus dem Thor seiner Stadt gingen, und es wurden alle M\u00e4nnlichen beschnitten, alle die aus dem Thore seiner Stadt gingen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Da war es, am dritten Tage, w\u00e4hrend diese leidend waren, nahmen zwei der S\u00f6hne Jaakobs, Schimeon und Lewi, Dinas Br\u00fcder, jeder sein Schwert, kamen \u00fcber die in Sicherheit ruhende Stadt und erschlugen alle M\u00e4nnlichen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Chamor und seinen Sohn Schechem hatten sie mit dem Schwerte erschlagen, nahmen Dina aus Schechems Haus und gingen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Die S\u00f6hne Jaakobs kamen \u00fcber die Erschlagenen, pl\u00fcnderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt;<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>ihre Schafe, ihre Rinder und ihre Esel, die in der Stadt und die auf dem Felde waren, nahmen sie;<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>auch all ihr Verm\u00f6gen und alle ihre Kinder und ihre Frauen f\u00fchrten sie gefangen fort und pl\u00fcnderten sie, und alles, was im Hause.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Da sprach Jaakob zu Schimeon und Lewi: Ihr habt mich getr\u00fcbt, mich dem Bewohner des Landes, dem Kenaani und Perisi, in Verruf zu bringen! Dabei bin ich nur gering an Zahl, werden sie sich \u00fcber mich versammeln und mich schlagen, so werde ich und mein Haus vernichtet werden.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da sprachen sie: Soller denn wie eine Buhle unsere Schwester behandeln?!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel35\">Kapitel 35<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da sprach Gott zu Jaakob: Mache dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und weile dort, und errichte dort einen Altar dem Gotte, der dir sichtbar geworden ist, als du vor deinem Bruder Esaw flohest.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Darauf sprach Jaakob zu seinem Hause und zu allen, die bei ihm waren: Schaffet die G\u00f6tter der Fremde fort, die unter euch sind, reinigt euch und wechselt eure Kleider.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Wir wollen uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen; dort werde ich dem Gotte einen Altar errichten, der mich am Tage meiner Not erh\u00f6rt und mit mir auf dem Wege gewesen, den ich gegangen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie gaben Jaakob alle G\u00f6tter der Fremde, die in ihrer Hand, und die Ringe, welche in ihren Ohren waren, und Jaakob vergrub sie unter der Eiche, welche bei Schechem ist.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Darauf zogen sie. Es war ein Gottesschrecken auf den St\u00e4dten, die rings um sie waren, so dass sie den S\u00f6hnen Jaakobs nicht nachsetzten.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Jaakob kam nach Lus, welches im Lande Kenaan ist, \u2014 es ist dies Bethel er und das ganze Volk, das mit ihm war.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Dort baute er einen Altar und nannte die St\u00e4tte El Bethel; denn dort waren ihm die g\u00f6ttlichen Beziehungen offenbar geworden, als er vor seinem Bruder floh.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da starb Debora, Ribkas Amme, und wurde unterhalb Bethel unter die Eiche begraben; er nannte sie Thr\u00e4neneiche.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es ward Gott nochmals dem Jaakob sichtbar, als er von Padan Aram kam, und segnete ihn.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Es sprach Gott zu ihm: Dein Name ist Jaakob; nicht mehr sollst du Jaakob genannt werden, sondern Jisrael soll dein Name sein; da nannte Er ihn Jisrael.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allgen\u00fcgende, werde fruchtbar und vervielf\u00e4ltige dich; ein Volk, und zwar eine Versammlung von V\u00f6lkern, soll von dir werden; K\u00f6nige sollen aus deinen Lenden stammen,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>und das Land, das ich dem Abraham und Jizchak gegeben, dir werde ich es geben, und deinem dir nachfolgenden Samen werde ich das Land geben.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da enthob sich Gott von ihm an der St\u00e4tte, wo er mit ihm gesprochen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da errichtete Jaakob ein Denkmal an der Stelle, an welcher er mit ihm gesprochen, ein Denkmal von einem Stein, go\u00df ein Gu\u00dfopfer darauf und sch\u00fcttete \u00d6l darauf hin.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Jaakob nannte den Ort, wo Gott mit ihm gesprochen hatte: Bethel.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sie zogen von Bethel, und es war noch etwa eine Strecke Landes nach Efrath zu kommen, da gebar Rachel und es ging ihr schwer in ihrer Geburt.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Als sie so schwer fortschritt in der Geburt, sprach die Hebamme zu ihr: F\u00fcrchte nicht, denn auch dieses hier ist dir ein Sohn.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Indem darauf ihre Seele schied, denn sie starb, nannte sie ihn Benoni; sein Vater aber nannte ihn Binjamin.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>So starb Rachel und wurde auf dem Wege nach Efrath, das ist Beth Lechem, begraben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Jaakob stellte ein Denkmal auf ihr Grab; es ist dies das Grabdenkmal Rachels bis heute.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Jisrael zog weiter und schlug sein Zelt entfernt von dem Herdenturme auf.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Da war es, als Jisrael in diesem Lande wohnte, ging Reuben und nahm sein Lager neben Bilha, der Halbfrau seines Vaters, so dass Jisrael davon h\u00f6rte \u2014 da waren Jaakobs S\u00f6hne zw\u00f6lf.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Leas S\u00f6hne: Jaakobs Erstgeborner Reuben, und Schimeon, Lewi, Jehuda, Jissachar und Sebulun.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Rachels S\u00f6hne: Josef und Binjamin.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Bilhas S\u00f6hne, der Magd Rachels: Dan und Naftali.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Silpas S\u00f6hne, der Magd Leas: Gad und Ascher. Dies waren S\u00f6hne Jaakobs, die ihm in Padan Aram geboren wurden.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da kam Jaakob zu seinem Vater Jizchak nach Mamre Kirjath Arba, es ist das Chebron, wo Abraham und Jizchak sich aufgehalten.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Jizchaks Tage waren hundertundachtzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Da verschied Jizchak und starb und wurde zu seinen V\u00f6lkern gesammelt, alt und an Tagen satt, und es begruben ihn Esaw und Jaakob, seine S\u00f6hne.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel36\">Kapitel 36<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Dies sind die Nachkommen Esaws, das ist Edom.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Esaw hatte seine Frauen aus den T\u00f6chtern Kenaans genommen, Ada, eine Tochter des Chitters Elon, und Oholibama eine Tochter Anas, Tochter des Chiwiten Zibeon;<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>auch Basemath, Tochter Jischmaels, Schwester des Nebajoth.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ada gebar Esaw Elifas, und Basemath gebar Reuel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Oholibama gebar Jeusch, Jaalam und Korach. Dies sind S\u00f6hne Esaws, welche ihm im Lande Kenaan geboren worden.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Esaw nahm seine Frauen, seine S\u00f6hne, seine T\u00f6chter und alle Seelen seines Hauses, seine Habe und all sein Vieh und all seinen Erwerb, den er im Lande Kenaan erworben hatte, und ging in ein (anderes) Land vor seinem Bruder Jaakob;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>denn ihr Verm\u00f6gen war zu viel, als dass sie h\u00e4tten zusammen wohnen k\u00f6nnen, und das Land ihres Aufenthaltes konnte sie wegen ihrer Herden nicht tragen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da lie\u00df sich Esaw auf dem Gebirge Se\u00efr nieder, Esaw, das ist Edom.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Dies nun sind die Nachkommen dem Gebirge Se\u00efr.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Es sind dies die Namen der S\u00f6hne Esaws: Elifas, Sohn Adas, der Frau Esaws; Reuel, Sohn der Basemath, der Frau Esaws.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>S\u00f6hne des Elifas waren Theman, Omar, Zefo, Gaatham und Kenas.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Thimna war Halbfrau des Elifas, Sohn Esaws, und sie gebar Elifas den Amalek. Dies die S\u00f6hne Adas, der Frau Esaws.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Dies sind S\u00f6hne Reuels: Nachath, Serach, Schama und Misa. Diese waren S\u00f6hne Basemaths, der Frau Esaws.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Diese waren S\u00f6hne der Oholibama, Tochter Anas, Tochter Zibeons, der Frau Esaws: sie gebar Esaw Jeusch, Jaalam und Korach.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dies wurden die F\u00fcrsten der S\u00f6hne Esaws. Die S\u00f6hne des Elifas, des Erstgebornen Esaws: F\u00fcrst Theman, F\u00fcrst Omar, F\u00fcrst Zefo, F\u00fcrst Kenas,<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>F\u00fcrst Korach, F\u00fcrst Gaatham, F\u00fcrst Amalek. Dies waren Elifas F\u00fcrsten im Lande Edom, dies die S\u00f6hne Adas.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Dies aber die S\u00f6hne Reuels, des Sohnes Esaws: F\u00fcrst Nachath, F\u00fcrst Serach, F\u00fcrst Schamma, F\u00fcrst Misa. Dies Reuels F\u00fcrsten im Lande Edom, dies die S\u00f6hne der Basemath, der Frau Esaws.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Oholibamas, der Frau Esaws: F\u00fcrst Jeusch, F\u00fcrst Jaalam, F\u00fcrst Korach. Dies die F\u00fcrsten Oholibamas, Tochter Anas, der Frau Esaws.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Dies sind die S\u00f6hne Esaws, und dies ihre F\u00fcrsten, dies ist Edom.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dies sind die S\u00f6hne Se\u00efrs, des Choriten, die Bewohner des Landes: Lotan, Schobal, Zibeon und Ana;<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Dischon, Ezer und Dischan. Dies des F\u00fcrsten des Choriten, S\u00f6hne Se\u00efrs, im Lande Edom.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Lotans S\u00f6hne waren Chori und Hemam, Lotans Schwester Thimna.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Schobals: Alwan, Manachath und Ebal, Schefo und Onam.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Zibeons: sowohl Aja als Ana: es ist dies derselbe Ana, der die Jemim in der W\u00fcste fand, als er die Esel seines Vaters Zibeon weidete.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Anas: Dischon, und auch Oholibama war eine Tochter Anas.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Dischans: Chemdan, Eschban, Jithran und Keran.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Ezers: Bilhan, Saawan und Akan.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Dischans: Uz und Aran.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Dieses sind die F\u00fcrsten des Choriten: F\u00fcrst Lotan, F\u00fcrst Schobal, F\u00fcrst Zibeon, F\u00fcrst Ana,<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>F\u00fcrst Dischon, F\u00fcrst Ezer, F\u00fcrst Dischan; dies sind die F\u00fcrsten des Choriten nach ihren F\u00fcrsten im Lande Se\u00efr.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Und dies sind die K\u00f6nige, welche im Lande Edom regierten, bevor noch ein K\u00f6nig die S\u00f6hne Jisraels regierte.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>In Edom regierte Bela, Sohn Beors; der Name seiner Stadt war Dinhaba.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Bela starb, und an seiner Stelle regierte Jobab, Sohn Serachs aus Bazra.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Jobab starb, und es regierte an seiner Stelle Chuscham aus dem Lande Theman.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Chuscham starb, und es regierte an seiner Stelle Hadad, Sohn Bedads, der Midjan im Gefilde Moab schlug; der Name seiner Stadt war Awith.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Hadad starb, und es regierte an seiner Stelle Samla aus Masreka.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Samla starb, da regierte an seiner Stelle Schaul aus Rechoboth am Strom.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Schaul starb, und es regierte an seiner Stelle Baal Chanan, Sohn Achbors.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Baal Chanan, Sohn Achbors, starb, und es regierte an seiner Stelle Hadar; seine Stadt hie\u00df Pau, seine Frau hie\u00df Mehetabel Tochter Matreds, Tochter Me-Sahabs.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Dies sind die Namen der F\u00fcrsten Esaws nach ihren Familien, nach ihren Orten mit deren Namen: F\u00fcrst Thimna, F\u00fcrst Alwa, F\u00fcrst Jetheth,<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>F\u00fcrst Oholibama, F\u00fcrst Ela, F\u00fcrst Pinon,<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>F\u00fcrst Kenas, F\u00fcrst Theman, F\u00fcrst Mibzar,<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>F\u00fcrst Magdiel, F\u00fcrst Iram. Dies sind Edoms F\u00fcrsten nach ihren Wohnpl\u00e4tzen im Lande ihres Besitzes; dies ist Esaw, der Stammvater Edoms.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel37\">Kapitel 37<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Jaakob lie\u00df sich im Lande des Aufenthaltes seines Vaters, im Lande Kenaan, h\u00e4uslich nieder.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dies sind die Nachkommen Jaakobs: Josef, im Alter von siebzehn Jahren, war als Hirte mit seinen Br\u00fcdern bei den Schafen, als J\u00fcngling aber war er mit den S\u00f6hnen Bilhas und mit den S\u00f6hnen Silpas, der Frauen seines Vaters, und Josef brachte ihr Gerede b\u00f6se zu dem Vater.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Jisrael aber liebte Josef mehr als alle seine S\u00f6hne, denn er war ihm ein Sohn des Alters; und er pflegte ihm einen verbr\u00e4mten Rock zu machen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Als die Br\u00fcder sahen, dass gerade ihn ihr Vater mehr als alle seine Br\u00fcder liebte, da ha\u00dften sie ihn, und sie konnten mit ihm nicht zum Frieden sprechen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da tr\u00e4umte Josef einen Traum und er erz\u00e4hlte es seinen Br\u00fcdern; da ha\u00dften sie ihn nur noch um so mehr.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Er aber sprach zu ihnen: H\u00f6ret doch diesen Traum, der mir getr\u00e4umt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Siehe da, wir trugen Garbenhaufen in die Mitte des Feldes zuzusammen, \u2014 und siehe, da stellten sich meine Garbe aufrecht und blieb auch stehen, \u2014 und siehe, da stellten sich eure Garben in einen Kreis um sie und b\u00fcckten sich vor meiner Garbe!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sagten ihm seine Br\u00fcder: Willst du wohl K\u00f6nig \u00fcber uns werden, oder jetzt schon uns beherrschen! Da ha\u00dften sie ihn um so mehr, wegen seiner Tr\u00e4ume und wegen seiner Reden.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ihm tr\u00e4umte noch ein anderer Traum, und er erz\u00e4hlte ihn seinen Br\u00fcdern. Er sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne b\u00fcckten sich vor mir.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er erz\u00e4hlte es seinem Vater und seinen Br\u00fcdern, da fuhr ihn sein Vater an und sprach: Was ist das f\u00fcr ein Traum, den du getr\u00e4umt hast! Sollen wohl gar wir, ich, deine Mutter und deine Br\u00fcder, kommen, uns vor dir zur Erde hin zu beugen!?<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da beneideten ihn die Br\u00fcder, und sein Vater behielt die Sache in Erinnerung.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Darauf gingen die Br\u00fcder fort \u2014 die Schafe ihres Vaters in Schechem zu weiden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da sprach Jisrael zu Josef: Weiden deine Br\u00fcder nicht in Schechem? Gehe, ich will dich zu ihnen senden. Er sagte zu ihm: Ich bin bereit.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Gehe doch, sagte er ihm darauf, siehe nach dem Wohlbefinden deiner Br\u00fcder und dem Wohlbefinden der Schafe, und bringe mir Antwort. So schickte er ihn aus dem Thale Chebrons, und er kam nach Schechem.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Es fand ihn ein Mann, und siehe, er war herumirrend auf dem Felde; da fragte ihn der Mann: Was suchst du?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er sagte: Meine Br\u00fcder suche ich, sage mir doch, wo sie weiden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sie sind von hier fortgezogen, sagte der Mann, denn ich habe sie sagen h\u00f6ren: Wir wollen nach Dothan gehen. Da ging Josef seinen Br\u00fcdern nach und fand sie in Dothan.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Sie sahen ihn von ferne. Bevor er aber ihnen noch n\u00e4her kam, stellten sie ihn sich bis zur Todesw\u00fcrdigkeit r\u00e4nkeschmiedend vor.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie sagten einer zum andern: Siehe, da kommt der Meister der Tr\u00e4ume!<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Und nun kommt, erschlagen wir ihn, werfen wir ihn in eine der Gruben und sagen, ein wildes Tier hat ihn gefressen: dann wollen wir sehen, was aus seinen Tr\u00e4umen wird!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Reuben h\u00f6rte es und rettete ihn aus ihrer Hand; er sprach: Wir werden ihn nicht erschlagen!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Es sprach Reuben zu ihnen: Vergie\u00dfet kein Blut, werfet ihn in diese Grube, die in der W\u00fcste ist, aber Hand leget nicht an ihn! Um ihn aus ihrer Hand zu retten, ihn zu seinem Vater zur\u00fcckzubringen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da war es denn, als Josef zu seinen Br\u00fcdern gekommen war, lie\u00dfen sie den Josef seinen Rock, den verbr\u00e4mten Rock, den er an hatte, ausziehen,<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>nahmen ihn, und warfen ihn in die Grube. Die Grube war aber leer, es war kein Wasser darin.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Als sie sich darauf zum Essen niedersetzten, da hoben sie ihre Augen auf und sahen, siehe, da war eine von Gilead kommende Karawane Jischmaeliten, und ihre Kamele Gew\u00fcrze, Balsam und Lotus tragend; sie waren im Begriff, dies nach Mizrajim hinabzuf\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Da sprach Jehuda zu seinen Br\u00fcdern: Welch ein Vorteil ists, wenn wir unsern Bruder erschlagen und sein Blut verheimlichen!<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Kommt, wir wollen ihn an die Jischmaeliten verkaufen, unsere Hand aber soll nicht an ihn r\u00fchren, denn er ist doch unser Bruder, unser Fleisch! Die Br\u00fcder gehorchten.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Inzwischen zogen midjanitische M\u00e4nner, H\u00e4ndler, vor\u00fcber, zogen und holten Josef aus der Grube, und verkauften Josef an die Jischmaeliten f\u00fcr zwanzig Silberst\u00fccke, und diese brachten Josef nach Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Als nachher Reuben zur Grube zur\u00fcckkehrte, und siehe, Josef war nicht in der Grube, da zerri\u00df er seine Kleider,<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>kehrte wieder zu seinen Br\u00fcdern zur\u00fcck, und sprach: Das Kind ist nicht da, und ich, wohin komme nun ich?!<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Sie nahmen Josefs Rock, schlachteten einen Ziegenbock, tauchten den Rock in das Blut, lie\u00dfen ihn zu ihrem Vater kommen und sagen: Dies haben wir gefunden, erkenne doch, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>schickten den verbr\u00e4mten Rock, lie\u00dfen ihn zu ihrem Vater kommen und sagen: Dies haben wir gefunden, erkenne doch, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Er erkannte ihn und sprach: Meines Sohnes Rock! Ein wildes Tier hat ihn verzehrt \u2014 zerrissen, <i>zerrissen<\/i> ist Josef worden!&#8220;<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Da zerri\u00df Jaakob seine Kleider, legte einen Sack an seine Lenden und hielt sich in Trauer um seinen Sohn viele Tage.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Alle seine S\u00f6hne und alle seine T\u00f6chter erhoben sich, Trost anzunehmen; er aber weigerte sich, Trost anzunehmen, und sprach: Denn ich will zu meinem Sohne trauernd in das Grab steigen! Und so beweinte ihn sein Vater.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Die Medaniten aber hatten ihn nach Mizrajim hin verkauft, an Potiphar, Pharaos Hofbedienten, den F\u00fcrsten der K\u00f6che.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel38\">Kapitel 38<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>In dieser Zeit ging Jehuda fern hinab von seinen Br\u00fcdern, und entfernte sich bis zu einem Manne aus Adulam, der Chira hie\u00df.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Dort sah Jehuda die Tochter eines Kaufmannes, der Schua hie\u00df, die heiratete er und kam zu ihr.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Sie empfing und gebar einen Sohn; er nannte ihn: Er.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie empfing wieder und gebar einen Sohn; den nannte sie Onan.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Sie gebar noch einen Sohn und nannte ihn Schela, und er war in Kesib, als sie ihn gebar.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Jehuda nahm seinem Erstgebornen Er eine Frau, die Thamar hie\u00df.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Er, der Erstgeborene Jehudas, war aber b\u00f6s in Gottes Augen und Gott lie\u00df ihn sterben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Jehuda zu Onan: Komme zu deines Bruders Frau und erf\u00fclle die Schwagerehe an ihr und stelle eine Nachkommenschaft deinem Bruder her.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Onan wu\u00dfte, dass ihm nicht die Nachkommenschaft werden w\u00fcrde; so oft er daher zu seines Bruders Frau kam, vernichtete er es zur Erde, um seinem Bruder keine Nachkommen zu gew\u00e4hren.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Gott misfiel, was er gethan, und er lie\u00df auch ihn sterben.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach Jehuda zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe Witwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Schela gro\u00df sein wird; denn er dachte: er k\u00f6nnte auch wie seine Br\u00fcder sterben. Thamar ging und blieb im Hause ihres Vaters.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Nach langer Zeit starb Schuas Tochter, Jehudas Frau; da suchte Jehuda Trost und ging hinauf zu seinen Schafscherern, er und sein Freund Chira aus Adulam, nach Thimna.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Da wurde Thamar erz\u00e4hlt: Siehe, dein Schwiegervater geht hinauf nach Thimna, seine Schafe zu scheeren.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da legte sie ihre Witwenkleider ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verh\u00fcllte sich, und setzte sich an eine offene Aussicht, welche am Wege nach Thimna lag; denn sie hatte gesehen, Schela war gro\u00df geworden und sie war ihm nicht zur Frau gegeben worden.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Jehuda sah sie und hielt sie f\u00fcr eine Buhlerin, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Er lenkte ihr zu in den Weg ein und sprach: Gestatte doch, dass ich zu dir komme, denn er wu\u00dfte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Da sprach sie: Was giebst du mir, wenn du zu mir kommst?<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er sprach: Ich werde ein Ziegenb\u00f6ckchen von den Schafen schicken. Wenn du ein Pfand giebst, bis du schickest, erwiderte sie.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Welches Pfand soll ich dir geben? sagte er. Sie sagte: Dein Siegel und deine Schnur und den Stab, den du in der Hand hast. Er gab es ihr, kam zu ihr und sie empfing ihm.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sie stand auf und ging, legte ihren Schleier ab und zog ihre Witwenkleider an.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Jehuda schickte das Ziegenb\u00f6ckchen durch seinen Freund aus Adulam, das Pfand aus der Hand der Frau zu nehmen; er fand sie aber nicht.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Er erkundigte sich bei ihren Ortsleuten: Wo ist die Buhlerin, sie war in der Aussicht an dem Wege? Sie sagten: Hier war keine Buhlerin.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Er kehrte zu Jehuda zur\u00fcck und prach: Ich habe sie nicht gefunden, und auch die Ortsleute haben gesagt: hier war keine Buhlerin.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Da sprach Jehuda: Mag sie es hinnehmen! Sonst werden wir noch zum Gesp\u00f6tte. Ich habe ja dieses B\u00f6ckchen geschickt, und du hast sie nicht gefunden!<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Ungef\u00e4hr um drei Monate wurde dem Jehuda berichtet: Deine Schwiegertochter Thamar hat Unzucht getrieben und sie hat auch unz\u00fcchtig empfangen. Jehuda sprach: F\u00fchret sie hinaus, dass sie verbrannt werde.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie ward hinausgef\u00fchrt \u2014 sie hatte aber zu ihrem Schwiegervater geschickt: Dem Manne, dem diese geh\u00f6ren, habe ich empfangen! Sie lie\u00df ihm sagen: Erkenne doch, wem diese, das Siegel und die Schn\u00fcre und der Stab, geh\u00f6ren!<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Jehuda erkannte sie und sprach: Sie ist gerechter als ich, deshalb, weil ich sie meinem Sohne Schela nicht gegeben habe! Er erkannte sie jedoch nicht weiter.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Zur Zeit ihrer Niederkunft waren Zwillinge in ihrem Scho\u00dfe.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Als sie gebar, streckte einer eine Hand, da nahm die Hebamme und kn\u00fcpfte einen Purpurfaden um seine Hand, damit zu sagen: der ist zuerst gekommen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Kaum aber wollte er seine Hand zur\u00fcckziehen, war sein Bruder herausgekommen, da sprach sie: Was hast du deinetwegen f\u00fcr eine Bahn gebrochen! Er nannte ihn Perez.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Nachher kam sein Bruder, der den Purpurfaden an der Hand hatte; den nannte er Serach.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel39\">Kapitel 39<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Josef war inzwischen nach Mizrajim hinabgef\u00fchrt worden, und Potiphar, ein Hofbedienter Pharaos, der F\u00fcrst der K\u00f6che, ein mizrischer Mann, kaufte ihn aus der Hand der Jischmaeliten, die ihn dorthin gebracht hatten.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da war <i>Gott<\/i> mit Josef, er ward ein alles gl\u00fccklich ausf\u00fchrender Mann, und ward dies in dem Hause seines mizrischen Herrn!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Als sein Herr gewahrte, dass <i>Gott<\/i> mit ihm war, und alles, was er that, <i>Gott<\/i> durch seine Hand gelingen lie\u00df:<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da fand Josef Gunst in seinen Augen, so dass er ihn selbst bedienen mu\u00dfte, und endlich setzte er ihn \u00fcber sein Haus, und gab alles, was er hatte, in seine Hand.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da war es nun, seitdem er ihn in sein Haus, und \u00fcber alles, was er hatte, als Verwalter eingesetzt, segnete Gott das Haus des Mizri in Josefs Veranlassung; Segen <i>Gottes<\/i> war in allem, was er hatte, im Hause und auf dem Felde.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Alles Seine \u00fcberlie\u00df er in Josefs Hand und wu\u00dfte neben ihm von Nichts als von dem Brote, das er a\u00df \u2014 und dabei war Josef sch\u00f6n von Gestalt und sch\u00f6n von Anblick!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>So war es, nach diesen Vorg\u00e4ngen, da hob die Frau seines Herrn ihre Augen zu Josef auf und sprach: Lege dich zu mir!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Er weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr wei\u00df neben mir um nichts, was im Hause vorgeht, und alles, was ihm ist, hat er in meine Hand gegeben;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>in diesem Hause ist niemand gr\u00f6\u00dfer als ich; nicht das Geringste hat er mir vorenthalten au\u00dfer dich, insofern du seine Frau bist: Wie soll ich nun eine so gro\u00dfe Schlechtigkeit begehen, und mich gegen Gott vers\u00fcndigen!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Da war es nun, da sie Tag f\u00fcr Tag zu Josef sprach, und er ihr kein Geh\u00f6r gab, bei ihr zu liegen, um sie zu sein;<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>da war es an einem solchen Tage, \u2014 er kam ins Haus, um sein Gesch\u00e4ft auszuf\u00fchren, es war keiner von des Hauses Leuten dort im Hause:<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>da ergriff sie ihn an seinem Kleide und sprach: Lege dich doch zu mir! Er lie\u00df sein Kleid in ihrer Hand, floh und ging hinaus.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Als sie sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand gelassen und hinaus geflohen war,<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>rief sie ihre Hausleute und sagte ihnen: Sehet, hat er uns einen ibrischen Mann ins Haus gebracht, um mit uns Mutwillen zu treiben! Er kam zu mir, sich zu mir zu legen, da rief ich mit lauter Stimme.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da er jedoch h\u00f6rte, dass ich mit lauter Stimme gerufen, lie\u00df er sein Kleid neben mir, floh und ging hinaus.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sie legte sein Kleid neben sich bis sein Herr nach Hause kam,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>und sprach zu ihm ebenso: Der ibrische Knecht, den du uns ins Haus gebracht hast, ist zu mir gekommen, um Mutwillen mit mir zu treiben.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Und da ich nun meine Stimme erhob und rief, lie\u00df er sein Kleid neben mir und floh hinaus.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da sein Herr die Reden seiner Frau h\u00f6rte, die zu ihm sprach: Solche Dinge hat dein Knecht mir gethan! da entbrannte sein Zorn,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>und Josefs Herr nahm ihn und gab ihn in das Gef\u00e4ngnis, dorthin, wo die Gefangenen des K\u00f6nigs gefangen gehalten werden; dort war er im Gef\u00e4ngnis.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup><i>Gott<\/i> war aber mit Josef und neigte ihm Wohlwollen zu, er lie\u00df ihn Gunst in den Augen des F\u00fcrsten des Gef\u00e4ngnisses finden.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Der F\u00fcrst des Gef\u00e4ngnisses \u00fcbergab in Josefs Hand alle die im Gef\u00e4ngnisse sich befindenden Gefangenen. Alles, was man dort that, hatte er zu thun.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Nicht um das Geringste, was ihm anvertraut war, k\u00fcmmerte sich der F\u00fcrst des Gef\u00e4ngnisses, weil <i>Gott<\/i> mit ihm war, und, was er that, <i>Gott<\/i> gelingen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel40\">Kapitel 40<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war nach diesen Begebenheiten, hatte der Schenk des K\u00f6nigs von Mizrajim und der B\u00e4cker sich gegen ihren Herrn, den K\u00f6nig von Mizrajim, vergangen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da z\u00fcrnte Pharao \u00fcber seine beiden Hofbedienten, \u00fcber den F\u00fcrsten der Schenke und \u00fcber den F\u00fcrsten der B\u00e4cker,<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>und er gab sie in den Gewahrsam des Hauses des F\u00fcrsten der K\u00f6che in das Gef\u00e4ngnishaus, eben dorthin, wo auch Josef gefangen war.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Der F\u00fcrst der K\u00f6che bestellte Josef bei ihnen; er hatte sie zu bedienen; so blieben sie einen Kreis von Tagen im Gewahrsam.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da tr\u00e4umte ihnen beiden, jedem sein Traum in einer Nacht, jedem wie eine Deutung seines Traumes, dem Schenk und dem B\u00e4cker, die des K\u00f6nigs von Mizrajim waren, die im Gef\u00e4ngnis gefangen waren.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Am Morgen kam Josef zu ihnen und sah sie, dass sie betr\u00fcbt waren;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da fragte er die Hofbedienten Pharaos, die bei ihm im Gewahrsam des Hauses seines Herrn waren: Warum sind heute eure Gesichter tr\u00fcbe?<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Sie sagten zu ihm: Einen Traum haben wir getr\u00e4umt, und es ist kein Deuter f\u00fcr ihn da. Josef erwiderte ihnen: Sind doch Gottes die Deutungen, erz\u00e4hlet mir doch!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da erz\u00e4hlte der F\u00fcrst der Schenke seinen Traum dem Josef und sprach zu ihm: In meinem Traume \u2014 siehe da ist ein Weinstock vor mir \u2014<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Und an dem Weinstock sind drei Ranken \u2014 und er, wie er nur aufbricht, da ist schon die Bl\u00fcte aufgebl\u00fct, da haben seine Trauben schon Beeren gereift.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und Pharaos Becher ist in meiner Hand \u2014 da nahm ich die Beeren und dr\u00fcckte sie in Pharaos Becher, und gab den Becher auf die Hand Pharaos.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Josef erwiderte ihm: Das ist seine Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage,<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>in der Dauer von drei Tagen wird Pharao dich mitz\u00e4hlen und dich in dein Amt wieder einsetzen und du wirst dann Pharaos Becher in seine Hand geben, nach der fr\u00fcheren Weise, da du sein Schenk gewesen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Denn wenn du mich, wenn es dir gut gehen wird, bei dir im Ged\u00e4chtnis wirst behalten haben, so wirst du doch mit mir Wohlwollen \u00fcben, wirst mich Pharao gegen\u00fcber erw\u00e4hnen, und wirst mich aus diesem Hause hinaus bringen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Denn gestohlen ward ich aus dem Lande der Jbrim, und auch hier habe ich nicht das geringste gethan, dass man mich in den Kerker gebracht.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Als der F\u00fcrst der B\u00e4cker sah, dass er gut gedeutet hatte, sprach er zu Josef: Auch ich war in meinem Traume, und siehe, drei K\u00f6rbe von vornehmem Ansehen sind auf meinem Kopfe,<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>und im obersten Korbe von jeglicher Speise Pharaos, B\u00e4ckerwerk; und der Vogel fri\u00dft sie mir aus dem Korbe, von meinem Kopfe weg!<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da antwortete Josef und sprach: Das ist seine Deutung: drei K\u00f6rbe sind drei Tage.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>In der Dauer von drei Tagen wird Pharao deinen Kopf dir ab\u2014 nehmen und dich an einen Baum aufkn\u00fcpfen lassen, und der Vogel dein Fleisch von dir abessen,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da war es, am dritten Tage, am Tage, da man einst Pharao geboren hatte, machte er ein Gastmahl allen seinen Dienern und z\u00e4hlte den F\u00fcrsten der Schenke und den F\u00fcrsten der B\u00e4cker mit unter seinen Dienern.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Den F\u00fcrsten der Schenke setzte er wieder ein in sein Schenkamt, und er gab den Becher in Pharaos Hand.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>den F\u00fcrsten der B\u00e4cker aber lie\u00df er henken, wie es ihnen Josef gedeutet hatte.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Es gedachte aber der F\u00fcrst der Schenke Josefs nicht und so verga\u00df er ihn.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel41\">Kapitel 41<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war nach Beendigung zweier voller Jahre, da tr\u00e4umte Pharao, und siehe: er steht sinnend an dem Flusse.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und siehe: aus dem Flusse steigen sieben K\u00fche, sch\u00f6n von Ansehen und gesund von Fleisch, und sie gingen weiden auf die Wiese.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Und siehe: sieben andere K\u00fche steigen nach ihnen aus dem Flusse, schlecht von Ansehen und d\u00fcnn von Fleisch, und sie stellten sich neben die K\u00fche an dem Ufer des Flusses.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da fra\u00dfen die von Ansehen schlechten und von Fleisch d\u00fcnnen K\u00fche die sieben von Ansehen sch\u00f6nen und gesunden K\u00fche; da erwachte Pharao,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>schlief jedoch wieder ein, und tr\u00e4umte zum zweitenmale: Siehe: sieben \u00c4hren wachsen an einem Halm, gesund und gut;<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>und siehe: sieben \u00c4hren, d\u00fcnn, und vom Ostwind durchweht, wachsen nach ihnen;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>da verschlangen die d\u00fcnnen \u00c4hren die sieben gesunden und vollen \u00c4hren! Pharao erwachte und siehe, es war ein Traum.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Es war am Morgen, da ward sein Gem\u00fct unruhig, er schickte daher und lie\u00df alle Bilderschriftkundige Mizrajims und alle Weisen desselben rufen; Pharao erz\u00e4hlte ihnen seinen Traum; allein keiner deutete sie dem Pharao.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da sprach der F\u00fcrst der Schenke mit Pharao also: Meine Vergehen bringe ich heute in Erinnerung.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Pharao hatte \u00fcber seine Diener gez\u00fcrnt und gab mich ins Gewahrsam des Hauses des F\u00fcrsten der K\u00f6che, mich und den F\u00fcrsten der B\u00e4cker.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da tr\u00e4umten wir in einer Nacht, ich und er; wie eine Deutung seines Traumes tr\u00e4umten wir jeder.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da war bei uns ein ibrischer J\u00fcngling, ein Sklave des F\u00fcrsten der K\u00f6che, dem erz\u00e4hlten wir, und der deutete uns unsere Tr\u00e4ume; ganz seinem Traume gem\u00e4\u00df deutete er jedem.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Und wie er uns gedeutet hatte, so geschah es; mich hatte er wieder in mein Amt zur\u00fcckbringen und ihn henken lassen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da schickte Pharao und lie\u00df Josef rufen; sie hie\u00dfen ihn aus dem Gef\u00e4ngnis eilen. Er aber schor sich, wechselte vollends seine Kleider und kam zu Pharao.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach Pharao zu Josef: Ich habe einen Traum gehabt und keiner deutet ihn; ich habe aber von dir sagen h\u00f6ren, du h\u00f6rtest einen Traum, so dass du ihn deutest.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Josef erwiderte dem Pharao: Nicht bei mir! Gott m\u00f6ge, was zu Pharaos Heil gereicht, erwidern lassen!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Da sprach Pharao zu Josef: In meinem Traume \u2014 siehe, da stehe ich an dem Ufer des Flusses,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>und siehe, aus dem Flusse steigen sieben K\u00fche, gesund von Fleisch und sch\u00f6n von Gestalt, sie gingen weiden auf die Wiese.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Und siehe, sieben andere K\u00fche steigen nach ihnen herauf, \u00e4rmlich und von \u00fcberaus schlechter Gestalt und mager an Fleisch, ich habe ihresgleichen an H\u00e4\u00dflichkeit im ganzen Lande Mizrajim noch nicht gesehen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da fra\u00dfen die mageren und schlechten K\u00fche die sieben ersten gesunden K\u00fche.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Sie kamen in sie, allein es wurde nicht erkannt, dass sie in sie gekommen waren, ihr Ansehen war schlecht wie zuvor \u2014 da erwachte ich,<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>und sah in meinem Traum, und siehe: sieben \u00c4hren steigen an einem Halme auf, voll und gut, \u2014<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>und siehe, sieben \u00c4hren, d\u00fcrr, d\u00fcnn, vom Ostwind durchweht, wachsen ihnen nach.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Da verschlangen die d\u00fcnnen \u00c4hren die sieben guten \u00c4hren. Ich habe es den Bilderschriftkundigen mitgeteilt, aber keiner wei\u00df mirs zu sagen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Da sprach Josef zu Pharao: Pharaos Traum ist nur einer; das, was Gott gestaltet, hat er Pharao verk\u00fcndet.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Die sieben guten K\u00fche sind sieben Jahre, und die sieben guten Halme sind sieben Jahre; es ist nur ein Traum.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Und die sieben mageren und schlechten K\u00fche, die nach ihnen heraufkommen, sind sieben Jahre und ebenso die sieben leeren, vom Ostwind durchwehten \u00c4hren; kommen werden sieben Jahre des Hungers.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Es ist also, was ich Pharao gesagt: Was Gott gestaltet, hat er Pharao gezeigt.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Siehe, es kommen sieben Jahre gro\u00dfer S\u00e4ttigung im ganzen Lande Mizrajim;<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>nach ihnen erstehen sieben Jahre des Hungers, so dass alle die S\u00e4ttigung im ganzen Lande Mizrajim vergessen wird, und der Hunger das Land zu Grunde richtet.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Die S\u00e4ttigung im Lande wird wegen jenes Hungers, der darauf folgt, nicht mehr erkannt werden; denn er wird sehr schwer sein.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Und in betreff dessen, dass der Traum Pharao zweimal wiederholt worden: weil die Sache bereit steht von Gott und Gott sie zu gestalten eilt.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Und nun ersehe sich Pharao einen einsichtigen und weisen Mann und setze ihn \u00fcber das Land Mizrasim.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Pharao selbst aber thue es und bestelle Beamten \u00fcber das Land, und belege das Land Mizrajim mit einem F\u00fcnftel in den sieben Jahren der S\u00e4ttigung.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Alle Nahrungsmittel dieser kommenden guten Jahre soll man an sich halten, soll auch unter Pharaos Hand Getreide als Nahrungsmittel in den St\u00e4dten aufspeichern und bewahren.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Es verbleiben somit die Nahrungsmittel zur Aufbewahrung f\u00fcr das Land, f\u00fcr die sieben Jahre des Hungers, die im Lande Mizrajim kommen, so wird das Land nicht durch den Hunger ganz zu Grunde gehen.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Es gefiel dieses in Pharaos Augen und in den Augen aller seiner Diener,<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Und Pharao sprach zu seinen Dienern: Werden wir wohl diesem gleich einen Mann finden, in welchem der Geist Gottes ist?<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup>Zu Josef aber sprach Pharao: Nachdem Gott dich alles dieses hat wissen lassen, ist keiner so einsichtig und weise wie du.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup>Du sollst \u00fcber mein Haus gesetzt sein, und nach deinem Ausspruch soll mein ganzes Volk sich r\u00fcsten; nur um den Thron werde ich gr\u00f6\u00dfer sein als du.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup>Pharao sprach ferner zu Josef: Siehe, ich habe dich \u00fcber das ganze Land Mizrajim gesetzt.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup>Pharao zog seinen Ring von seiner Hand und gab ihn an Josefs Hand, kleidete ihn in Byssusgew\u00e4nder und legte das goldene Medaillon an seinen Hals,<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup>lie\u00df ihn in dem Wagen des Zweiten nach ihm ausfahren und sie riefen vor ihm her: Ich befehle, dass man kniee! Und damit setzte er ihn \u00fcber das ganze Land Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup>Pharao sprach darauf zu Josef: Ich bin Pharao; aber ohne dich soll im ganzen Lande Mizrajim niemand seine Hand und seinen Fu\u00df heben.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup>Pharao nannte Josef Zofnath Paaneach und gab ihm Asnath, die T\u00f6chter Potiferas, des Priesters zu On, zur Frau; darauf ging Josef hinaus \u00fcber das Land Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup>Josef war drei\u00dfig Jahre alt, als er vor Pharao, dem K\u00f6nige von Mizrajim, stand; nun ging Josef von Pharao fort und bereiste das ganze Land Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup>Das Land erzeugte in den sieben Jahren der S\u00e4ttigung zu h\u00e4ndevoll.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup>Er hielt aber alle Nahrungsmittel der sieben Jahre, welche im Lande Mizrajim waren, zur\u00fcck, und gab Nahrungsmittel in die St\u00e4dte. Die Nahrungsmittel des eine Stadt umgebenden Feldes gab er in sie.<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup>Josef h\u00e4ufte Getreide auf wie Sand am Meere in au\u00dferordentlicher Menge, bis dass man zu z\u00e4hlen aufh\u00f6rte, denn es war keine Zahl.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup>Josef wurden aber zwei S\u00f6hne geboren, bevor ein Jahr der Hungersnot kam, die ihm Asnath, die Tochter Potiferas, des Priesters zu On, geboren hatte.<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup>Josef nannte seinen Erstgebornen Menascheh: denn es hat Gott mir mein ganzes Ungl\u00fcck und mein ganzes v\u00e4terliches Haus zu Gl\u00e4ubigern gemacht.<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup>Und den Zweiten nannte er Efrajim: denn es hat mich Gott im Lande meines Elendes bl\u00fchen lassen.<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup>Es gingen die sieben Jahre der S\u00e4ttigung, welche im Lande Mizrajim war, zu Ende,<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup>und es begannen die sieben Jahre des Hungers zu kommen, wie es Josef gesagt hatte. Hungersnot war in allen L\u00e4ndern, im ganzen Lande Mizrajim \u00fcber war Brot vorhanden.<br><sup class=\"Vers\">55.<\/sup>Da nun das ganze Land Mizrajim hungerte und das Volk zu Pharao um das Brot aufschrie, sprach Pharao zu ganz Mizrajim: Gehet zu Josef; was er euch sagen wird, thuet.<br><sup class=\"Vers\">56.<\/sup>Es war aber die Hungersnot \u00fcber den ganzen Erdstrich. Da \u00f6ffnete Josef alle R\u00e4ume, in welchen Vorrat war, und verkaufte im einzelnen den Mizrern; die Hungersnot nahm aber immer zu im Lande Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">57.<\/sup>Und von \u00fcberall her kam man nach Mizrajim, im einzelnen zu kaufen, zu Josef; denn die Hungersnot war \u00fcberall stark.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel42\">Kapitel 42<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Jaakob sah, dass Einzelverkauf in Mizrajim war, und es sprach Jaakob zu seinen S\u00f6hnen: Warum seht ihr euch einander an?<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er sprach n\u00e4mlich: Seht, ich habe geh\u00f6rt, dass in Mizrajim ein Einzelverkauf stattfindet, gehet dorthin hinab und kauft einzeln uns von dort, damit wir leben bleiben und nicht umkommen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>So gingen der Br\u00fcder Josefs Zehne hinab, im einzelnen Korn von Mizrajim zu kaufen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Binjamin aber, Josefs Bruder, schickte Jaakob nicht mit den Br\u00fcdern; denn er sagte: es k\u00f6nne ihn ein Ungl\u00fcck treffen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>So kamen die S\u00f6hne Jisraels, den Einzelkauf zu besorgen mitten unter den Kommenden; denn es war die Hungersnot im Lande Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Und Josef war der Gebieter \u00fcber das Land, und er war zugleich derjenige, der den Verkauf im einzelnen an die ganze Bev\u00f6lkerung des Landes besorgte. Die Br\u00fcder Josefs kamen und beugten sich ihm mit dem Angesichte zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Wie Josef seine Br\u00fcder sah, erkannte er sie. Er stellte sich ihnen aber fremd und sprach mit ihnen in harter Weise und sagte zu ihnen: Wo kommt ihr her? Sie sagten: Vom Lande Kenaan, Nahrung im einzelnen einzukaufen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Josef erkannte seine Br\u00fcder, sie aber erkannten ihn nicht.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Da gedachte Josef der Tr\u00e4ume, die er von ihnen getr\u00e4umt, und sprach zu ihnen: Kundschafter seid ihr! Die Bl\u00f6\u00dfe des Landes zu sehen seid ihr gekommen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie sagten zu ihm: Nicht, mein Herr, deine Diener sind gekommen, Nahrung im einzelnen einzukaufen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Und alle, S\u00f6hne eines Mannes sind wir; rechtliche Menschen sind wir; deine Diener waren nie Kundschafter.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er aber sprach zu ihnen: Nein! Die Bl\u00f6\u00dfe des Landes seid ihr zu sehen gekommen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sie erwiderten: Zw\u00f6lf sind wir, deine Diener, Br\u00fcder, S\u00f6hne eines Mannes im Lande Kenaan. Siehe, der j\u00fcngste ist heute noch bei unserm Vater, und der eine ist nicht mehr da.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Josef aber sagte zu ihnen: Das ist es gerade, was ich euch gesagt habe; ihr seid Kundschafter.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dadurch sollt ihr erprobt werden: bei Pharaos Leben! Ihr kommet nicht fort von hier, wenn nicht euer j\u00fcngerer Bruder hierher kommt.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Schicket einen von euch, dass er euren Bruder hole, und ihr bleibet gefangen, damit eure Worte erprobt werden, ob Wahrheit bei euch ist. Wenn aber nicht, bei Pharaos Leben, so seid ihr Kundschafter!<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er nahm sie drei Tage in Gewahrsam.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Am dritten Tage sprach Josef zu ihnen: Tuet dies und bleibt am Leben! Ich bin gottesf\u00fcrchtig!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Seid ihr rechtliche M\u00e4nner, bleibe ein Bruder von euch gefangen im Hause eures Gewahrsams, ihr aber gehet, bringet den Einkauf f\u00fcr den Hunger eurer H\u00e4user heim,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>und euren j\u00fcngeren Bruder bringet zu mir, damit eure Worte sich bewahrheiten und ihr nicht sterbet; sie thaten also.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da sprachen sie einer zum andern: Wir tragen also doch eine Schuld um unsern Bruder, dass wir die Not seiner Seele mit angesehen, als er zu uns flehte und wir kein Geh\u00f6r gaben! Darum ist uns diese Not gekommen!<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Reuben entgegnete ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: vers\u00fcndigt euch nicht an dem Kinde, ihr wolltet aber nicht h\u00f6ren. Seht, darum wird auch sein Blut jetzt geahndet!<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Sie wu\u00dften aber nicht, dass Josef sie verstand, denn der Dolmetscher war zwischen ihnen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er wendete sich von ihnen und weinte. Er kehrte dann wieder zu ihnen zur\u00fcck, sprach mit ihnen, nahm von ihnen den Schimeon und lie\u00df ihn vor ihren Augen fesseln.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Josef befahl es, da f\u00fcllte man ihre Ger\u00e4te mit Getreide; aber auch ihr Geld, jedem in seinen Sack zur\u00fcckzulegen und ihnen auch Vorrat f\u00fcr die Reise zu geben; man that ihnen also.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Sie nahmen ihren Einkauf auf ihre Esel und gingen von dannen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Da \u00f6ffnete einer seinen Sack, um seinem Esel Futter in der Her berge zu geben, da sah er sein Geld und siehe, es war obenauf in seinem Gep\u00e4cksack.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Er sagte zu seinen Br\u00fcdern: Mein Geld ist wieder zur\u00fcckgegeben, und es liegt sogar in meinem Gep\u00e4cksack. Da entging ihnen ihr Herz, und sie sagten erschrocken einer zum andern: Was hat uns Gott da gethan!<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Sie kamen zu ihrem Vater Jaakob zum Lande Kenaan und erz\u00e4hlten ihm alles, was sie betroffen, n\u00e4mlich:<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Der Mann, der Herr des Landes, hat hart mit uns gesprochen, hat uns dahingestellt, als kundschafteten wir das Land aus.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Wir sagten ihm: wir sind rechtliche Leute, wir waren nie Kundschafter.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Zw\u00f6lf Br\u00fcder sind wir, S\u00f6hne unseres Vaters; der eine ist nicht da, und der j\u00fcngste ist heute noch bei unserem Vater im Lande Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Der Mann, der Herr des Landes, sagte uns darauf: Daran will ich erkennen, dass ihr rechtliche Leute seid, euren einen Bruder lasset bei mir, und das, wonach es eure H\u00e4user hungert, nehmet und gehet,<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>und bringet euren j\u00fcngern Bruder zu mir, so will ich wissen, dass ihr keine Kundschafter, dass ihr rechtliche Leute seid; euren Bruder werde ich euch dann geben, und das Land m\u00f6get ihr bereisen.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup>Da war es, sie leeren ihre S\u00e4cke aus, und siehe, da hatte jeder sein Geldb\u00fcndel in seinem Sacke! Sie und ihr Vater sahen die Geldb\u00fcndel und f\u00fcrchteten sich.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup>Ihr Vater Jaakob sprach aber zu ihnen: Mich habt ihr kinderlos gemacht! Josef ist nicht da, Schimeon ist nicht da, und Binjamin wollt ihr fortnehmen \u2014 \u00fcber mich ist doch alles dieses ergangen!<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup>Da sprach Reuben zu seinem Vater: Meine beiden S\u00f6hne sollst du t\u00f6ten, wenn ich ihn dir nicht heimbringe. Gieb ihn mir in H\u00e4nden, ich bringe ihn dir wieder.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup>Er aber sprach: Mein Sohn wird nicht mit euch hinabgehen; denn sein Bruder ist tot, er allein ist \u00fcbrig, w\u00fcrde ihn ein Ungl\u00fcck auf dem Wege treffen, den ihr gehet, so w\u00fcrdet ihr mein greises Haupt in Kummer ins Grab bringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel43\">Kapitel 43<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Der Hunger war aber schwer im Lande.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sie nun den Einkauf, den sie von Mizrajim gebracht, aufgezehrt hatten, sagte ihr Vater zu ihnen: Kehret doch wieder hin, kaufet uns etwas Nahrung.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Jehuda aber antwortete ihm: Der Mann hat uns wiederholt gewarnt, ihr sollt mein Angesicht nicht wieder sehen, wenn euer Bruder nicht mit euch ist.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Schickst du unsern Bruder mit uns, so gehen wir gerne hinab und kaufen dir Nahrung.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Schickst du aber ihn nicht mit, so l\u00f6nnen wir nicht hinabgehen; denn der Mann hat uns gesagt: ihr werdet mein Angesicht nicht wieder sehen, wenn euer Bruder nicht mit euch ist.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da sagte Jisrael: Warum habt ihr mir denn das Leid zugef\u00fcgt? Dem Manne zu sagen, dass ihr noch einen Bruder habet!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Sie erwiderten: Der Mann hat wiederholt nach uns und unserer Herkunft gefragt: Lebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen Bruder? Da berichteten wir ihm, diesen Fragen entsprechend. Konnten wir denn wissen, er werde sagen: bringet euren Bruder herab!<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Jehuda zu Jisrael, seinem Vater: Schicke nur den Knaben mit mir, so wollen wir uns aufmachen und gehen, damit wir am Leben bleiben und nicht umkommen, sowohl wir als du und unsere Kinder.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ich will ihn dir verb\u00fcrgen, von meiner Hand sollst du ihn fordern. Wenn ich ihn dir nicht heimbringe und ihn vor dich hinstelle, so will ich dir ges\u00fcndigt haben alle Tage.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Denn h\u00e4tten wir uns nur nicht z\u00f6gernd aufgehalten! Denn wir w\u00e4ren jetzt schon zweimal zur\u00fcckgekehrt!<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach Jisrael, ihr Vater, zu ihnen: Wenn dem so ist, was bleibt \u00fcbrig! Tuet dies, nehmet von dem, dessen das Land sich r\u00fchmt, in euren Ger\u00e4ten und bringet dem Manne ein Geschenk: ein wenig Balsam, ein wenig Honig, Gew\u00fcrze und Lotus, Pistazien und Mandeln.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Und doppeltes Geld nehmt in eure Hand, und das Geld, das obenauf in eure Beutel zur\u00fcckgegeben worden, gebet mit euren H\u00e4nden wieder zur\u00fcck; vielleicht ist es ein Versehen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Und euren Bruder nehmet! Machet euch auf und kehret zu dem Manne zur\u00fcck!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Und Gott, der Allgen\u00fcgende, gebe euch Erbarmen vor dem Manne, dass er euren anderen Bruder und Binjamin wieder fortlasse! Und ich \u2014 wenn ich denn der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die M\u00e4nner nahmen dieses Geschenk, auch doppeltes Geld nahmen sie mit und Binjamin. Sie brachen auf, zogen nach Mizrajim hinab und standen vor Josef.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Josef sah Binjamin bei ihnen und prach zu dem \u00fcber sein Haus Gesetzten: Bringe diese M\u00e4nner ins Haus, lasse schlachten und zurichten; denn die M\u00e4nner sollen mit mir zu Mittag speisen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Der Mann tat also, wie Josef gesagt hatte, und es brachte der Mann die M\u00e4nner in Josefs Haus.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Die M\u00e4nner f\u00fcrchteten sich, da sie in Josefs Haus gebracht wurden, und sagten: Wegen des anfangs in unsere Gep\u00e4ckbeutel zur\u00fcckgelegten Geldes werden wir jetzt dahin gebracht, sich auf uns zu w\u00e4lzen, \u00fcber uns herzufallen und uns zu Sklaven und unsere Lasttiere zu nehmen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Da traten sie zu dem Manne, der \u00fcber Josefs Haus gesetzt war, hin und sprachen mit ihm am Eingange des Hauses.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Sie sagten: O, mein Herr! Wir waren schon einmal herabgekommen, Nahrung einzukaufen,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>und da war es, als wir zur Herberge gekommen waren, da \u00f6ffneten wir unsere Gep\u00e4ckbeutel und siehe, da lag das Geld eines jeden obenauf in seinem Gep\u00e4ckbeutel, es war unser eigenes Geld in seinem Gewichte; wir haben es wieder mit hergebracht,<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>und anderes Geld haben wir mit herabgebracht, Nahrung einzukaufen; wir wissen nicht, wer unser Geld in unsere Gep\u00e4ckbeutel gelegt.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Er erwiderte: Friede mit euch, f\u00fcrchtet nichts! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen verborgenen Schatz in eure Gep\u00e4ckbeutel gegeben, euer Geld ist mir zugekommen; er f\u00fchrte auch Schimeon zu ihnen heraus.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Darauf brachte der Mann die M\u00e4nner in Josefs Haus, lie\u00df Wasser reichen, sie wuschen ihre F\u00fc\u00dfe, und er lie\u00df auch ihren Eseln Futter geben.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie bereiteten das Geschenk vor, bis Josef zu Mittag heimkommen w\u00fcrde; denn sie hatten geh\u00f6rt, sie sollten dort speisen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Als Josef nach Hause kam, brachten sie ihm das Geschenk, das sie mitgebracht hatten, ins Haus und b\u00fcckten sich vor ihm zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Er fragte sie nach ihrem Wohlergehen und sagte: Ist euer alter Vater, von dem ihr gesprochen habet, wohl? Lebt er noch?<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Sie antworteten: Deinem Diener, unserem Vater, ist wohl, er lebt noch, und neigten ihr Haupt und b\u00fcckten sich.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er hob seine Augen auf und sah Binjamin, seinen Bruder, den Sohn seiner Mutter, und sprach: Ist dies euer j\u00fcngerer Bruder, von dem ihr mir gesagt? Er sprach: Gott schenke dir seine Gnade, mein Sohn!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Es eilte aber Josef, \u2014 denn seine Gef\u00fchle waren zu seinem Bruder hin rege geworden, und er wollte weinen, \u2014 und er ging hinein in das Gemach und weinte dort.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Er wusch sein Angesicht, ging wieder hinaus, hielt an sich und sprach: Tragt das Essen auf!<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Man setzte ihm allein vor und ihnen allein und auch den Mizrim, welche mit ihm speisten, allein; denn \u2014 es konnten die Mizrim nicht mit den Jbrim speisen, denn es war den Mizrim ein Gr\u00e4uel.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Sie sa\u00dfen vor ihm, der \u00c4lteste nach seinem Alter, und der J\u00fcngere nach seiner Jugend; da staunten die M\u00e4nner einer den andern an.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Er lie\u00df nun von sich aus Teile ihnen zutragen, da war Binjamins Teil f\u00fcnfmal gr\u00f6\u00dfer als ihrer aller Teile; sie tranken und berauschten sich bei ihm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel44\">Kapitel 44<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Darauf befahl er dem \u00fcber sein Haus Gesetzten: F\u00fclle die Gep\u00e4ckbeutel der M\u00e4nner mit Nahrung, so viel sie nur tragen k\u00f6nnen, und lege das Geld eines jeden obenan in seinen Beutel;<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>meinen Becher aber, den silbernen Becher, legst du obenan in den Gep\u00e4ckbeutel des j\u00fcngsten und auch sein EinLaufsgeld. Er that nach dem Befehle Josefs, den dieser ausgesprochen hatte.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Der Morgen leuchtete und die M\u00e4nner, sie und ihre Esel, waren bereits entlassen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie waren eben zur Stadt hinaus, noch nicht fern, da hatte bereits Josef zu dem \u00fcber sein Haus Gesetzten gesprochen: Auf, eile den Leuten nach, und erreichst du sie, so sage ihnen: Warum habt ihr B\u00f6ses f\u00fcr Gutes vergolten?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Ists nicht gerade der, aus welchem mein Herr zu trinken pflegt, und er, er hat einen Ahnungsglauben an ihn! Ihr habt schlecht gehandelt in dem, was ihr gethan!<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Er erreichte sie und sprach diese Worte zu ihnen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Sie erwiderten ihm: Warum spricht mein Herr solche Worte! Entweihung w\u00e4re es deinen Dienern, solches zu tun;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>siehe, Geld, das wir obenauf in unsern Gep\u00e4ckbeuteln gefunden haben, haben wir dir vom Lande Kenaan her wiedergebracht, wie sollten wir aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold stehlen!<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Bei wem von deinen Dienern es gefunden wird, der soll sterben! Und auch wir, wir wollen meinem Herrn Sklaven bleiben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er erwiderte: Auch jetzt noch ist es so, wie ihr sagt. Der, bei welchem es gefunden wird, wird mir Sklave bleiben; ihr aber bleibet frei.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Schnell brachte jeder seinen Gep\u00e4ckbeutel zur Erde, und jeder \u00f6ffnete seinen Gep\u00e4ckbeutel.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er suchte. Bei dem \u00c4ltesten fing er an, und bei dem J\u00fcngsten h\u00f6rte er auf; da wurde der Becher in Binjamins Gep\u00e4ckbeutel gefunden.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sie zerrissen ihre Gew\u00e4nder; jeder lud seinem Esel wieder auf, und sie kehrten zur Stadt zur\u00fcck.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Jehuda und seine Br\u00fcder kamen in Josefs Haus, er war noch dort, und sie warfen sich vor ihm zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach Josef zu ihnen. Was ist das f\u00fcr eine Tat, die ihr ge\u00fcbt! Wusstet ihr denn nicht, dass ein Mann wie ich Ahnungsglauben hat?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Jehuda erwiderte: Was sollen wir meinem Herrn sagen, was sprechen, womit uns rechtfertigen! Gott hat die S\u00fcnde deiner Diener heimgesucht; hier sind wir zu Sklaven meinem Herrn, wir sowohl als der, in dessen Hand der Becher gefunden worden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Er aber sprach: Entweihung w\u00e4re mir, dieses zu tun; der Mann, in dessen Hand der Becher gefunden worden, der soll mir Sklave bleiben, ihr aber geht zum Frieden zu eurem Vater.<br><sup id=\"Wajigasch\" class=\"Vers\">18.<\/sup>Da trat Jehuda zu ihm hin und sprach: O, mein Herr, lasse deinen Diener doch ein Wort in die Ohren meines Herrn sprechen, und deinen Zorn nicht du bist dem Pharao gleich.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Mein Herr hat seine Diener gefragt: Habt ihr einen Vater oder einen Bruder?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Wir sagten meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und ein junges Kind des Alters; sein Bruder ist tot, er ist allein von seiner Mutter \u00fcbrig geblieben, und sein Vater liebt ihn.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Du sagtest darauf deinen Dienern: Bringet ihn zu mir herab, ich will mein Auge auf ihn richten.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Wir aber sagten meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; verlie\u00dfe er seinen Vater, so st\u00fcrbe er.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Du erwidertest deinen Dienern: Wenn euer j\u00fcngster Bruder nicht mit euch herabkommt, so werdet ihr mein Angesicht nicht wieder zu sehen bekommen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Da wir nun zu deinem Diener, meinem Vater, hinaufkamen und ihm die Worte meines Herrn berichteten,<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>und unser Vater sagte: Gehet wieder hin und kaufet uns etwas Nahrung,<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>da sagten wir: Wir k\u00f6nnen nicht hinabgehen. Ist unser j\u00fcngster Bruder mit uns, so gehen wir hinab, denn wir k\u00f6nnen des Mannes Angesicht nicht zu sehen bekommen, wenn unser j\u00fcngster Bruder nicht mit uns ist.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Dein Diener, unser Vater, sagte darauf zu uns: Ihr wisset, dass meine Frau mir zwei Kinder geboren,<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>davon ist der eine von mir fortgegangen, ich dachte, er kann nur zerrissen worden sein, ich habe ihn bis jetzt nicht wieder gesehen;<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>nehmet ihr nun auch diesen von mir weg und es trifft ihn ein Ungl\u00fcck, so bringet ihr mein greises Haupt in Ungl\u00fcck zu Grabe.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Und nun \u2014 komme ich nun heim zu deinem Diener, meinem Vater, und der Knabe ist nicht mit uns, und des einen Seele ist an des andern Seele gekn\u00fcpft:<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>so wird es sein, wie er nur sieht, dass der Knabe nicht da ist, so stirbt er, und es werden dann deine Diener das greise Haupt deines Dieners, unseres Vaters, in Kummer zu Grabe bringen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Denn dein Diener hat den Knaben nur auf seine B\u00fcrgschaft von meinem Vater erhalten und gesprochen: Wenn ich ihn dir nicht heimbringe, so will ich gegen meinen Vater alle Tage ges\u00fcndigt haben.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Und nun, lasse doch deinen Diener an des Knaben Stelle zum Sklaven meinem Herrn verbleiben, und den Knaben mit seinen Br\u00fcdern hinaufziehen!<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>Denn wie soll ich zu meinem Vater hinaufkommen und der Knabe ist nicht mit mir! K\u00f6nnte ich etwa das Ungl\u00fcck mit ansehen, das meinen Vater tr\u00e4fe?!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel45\">Kapitel 45<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Nicht l\u00e4nger lonnte Josef aller der um ihn Stehenden halber an sich halten. Er rief: Lasset jedermann von mir weg und hinausgehen! und es blieb keiner bei ihm, als Josef sich seinen Br\u00fcdern zu erkennen gab.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er lie\u00df seiner Stimme freien Lauf im Weinen; Mizrajim h\u00f6rte es, und es h\u00f6rte es das Haus Pharaos<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern: Ich bin Josef, lebt mein Vater noch? Die Br\u00fcder konnten ihm nicht antworten, denn sie waren best\u00fcrzt vor ihm.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Da sprach Josef zu seinen Br\u00fcdern: Tretet doch zu mir her! Sie traten hin. Da sprach er: Ich bin euer Bruder Josef, den ihr nach Mizrajim hin verkauft habet.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Und nun, betr\u00fcbt euch nicht, und lasset es in euren Augen nichts Bek\u00fcmmerndes sein, dass ihr mich hierher verkauft habet; denn zur Lebenserhaltung hat Gott mich vor euch geschickt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Denn jetzt schon ist die Hungersnot zwei Jahre auf Erden, und noch f\u00fcnf Jahre werden kommen, wo kein Pfl\u00fcgen und Ernten sein wird.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Da hat mich denn Gott vor euch her gesendet, euch eine Erhaltung im Lande zu gr\u00fcnden, es f\u00fcr euch zu eurer gro\u00dfen Rettung zu erhalten.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesendet, sondern Gott! Und hat mich Pharao zum Vater, zum Herrn seinem ganzen Hause gemacht und zum Herrscher im ganzen Lande Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Eilet, gehet hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: So hat dein Sohn Josef gesprochen: Mich hat Gott zum Herrn f\u00fcr ganz Mizrajim gemacht, komme doch herab zu mir, z\u00f6gere nicht!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Du wirst im Lande Goschen wohnen und mir nahe sein, du, deine Kinder und die Kinder deiner Kinder, deine Schafe und deine Rinder und alles Deinige.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Ich will dich dort ganz versorgen, denn noch kommen f\u00fcnf Jahre Hungersnot, du k\u00f6nntest sonst und dein Haus und alles Deinige verarmen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Eure Augen sehen es ja und die Augen meines Bruders Binjamin, dass mein Mund es ist, der mit euch spricht.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Erz\u00e4hlet meinem Vater alle meine Ehre in Mizrajim, und alles, was ihr gesehen habet; eilet und bringet meinen Vater hierher!<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Er fiel seinem Bruder Binjamin um den Hals und weinte, und Binjamin weinte an seinem Halse.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er k\u00fcsste alle seine Br\u00fcder und weinte in ihrer Umarmung; nachher sprachen auch seine Br\u00fcder mit ihm.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Die Nachricht war aber in Pharaos Haus gedrungen: Josefs Br\u00fcder sind gekommen! und es gefiel dies Pharao und seinen Dienern.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Pharao sprach zu Josef: Sage deinen Br\u00fcdern, tuet dies: Beladet eure Tiere und gehet, kommet zum Lande Kenaan.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Nehmet euren Vater und eure Familien und kommt zu mir! Ich gebe euch gerne das Beste des Landes Mizrajim, und genie\u00dfet das Fett des Landes!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Du aber hast den Befehl: Dieses tuet! Nehmet euch vom Lande Mizrajim Wagen f\u00fcr eure Kinder und f\u00fcr eure Frauen, und nehmet euren Vater auf und kommet.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Und m\u00f6ge euer Auge kein Bedenken tragen \u00fcber eure Ger\u00e4te; denn das Beste des ganzen Landes Mizrajim ist euer.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Jisraels S\u00f6hne taten also. Josef gab ihnen Wagen auf Befehl Pharaos, und er gab ihnen Vorrat f\u00fcr die Reise.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Allen gab er, jeglichem Anz\u00fcge von Kleidern, und dem Binjamin gab er dreihundert Silberst\u00fccke und f\u00fcnf Kleideranz\u00fcge.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Seinem Vater aber schickte er wie folgt: Zehn Esel, tragend von dem Besten Mizrajims, und zehn Eselinnen, Getreide und Brot und Speise f\u00fcr seinen Vater zur Reise tragend.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Er entlie\u00df seine Br\u00fcder und sie gingen. Er sagte ihnen noch: Seid ohne Sorge auf dem Wege!<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie gingen hinauf von Mizrajim und kamen in das Land Kenaan zu ihrem Vater Jaakob.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Sie erz\u00e4hlten ihm, Josef lebe noch, und dass er Herrscher \u00fcber das ganze Land Mizrajim sei, da stand sein Herz stille, denn er glaubte ihnen nicht.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Als sie ihm aber alle Worte, die Josef zu ihnen gesprochen, wiederholten, und er die Wagen, die Josef geschickt hatte, um ihn aufzunehmen, sah, da lebte der Geist ihres Vaters Jaakob auf.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Und Jisrael sprach: Es ist zuviel! Josef, mein Sohn, lebt noch! Ich gehe hin und will ihn sehen, bevor ich sterbe!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel46\">Kapitel 46<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da brach Jisrael auf und alles Seine; er kam nach Beer Scheba und opferte Mahlopfer dem Gotte seines Vaters Jizchak.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Da sprach Gott zu Jisrael in Gesichtern der Nacht, und sagte:<i>Jaakob<\/i>, Jaakob! Er sprach: Hier bin ich!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Er sprach: Ich bin der Gott der Gott deines Vaters, f\u00fcrchte dich nicht, nach Mizrajim hinabzugehen; denn zu einem gro\u00dfen Volke werde ich dich dort machen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Ich werde mit dir nach Mizrajim hinabziehen, und Ich werde dich auch wieder heraufbringen, und Josef wird seine Hand auf deine Augen legen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Da erhob sich Jaakob von Beer Scheba, und <i>Jisraels<\/i> S\u00f6hne f\u00fchrten ihren Vater <i>Jaakob<\/i>, ihre Kinder und ihre Frauen in den Wagen, die Pharao geschickt hatte, ihn aufzunehmen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Sie nahmen ihre Herden, und ihre bewegliche Habe, die sie im Lande Kenaan erworben hatten, und kamen nach Mizrajim; Jaakob und alle seine Nachkommen mit ihm,<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>seine S\u00f6hne und die Kinder seiner S\u00f6hne mit ihm, seine T\u00f6chter und die T\u00f6chter seiner S\u00f6hne und alle seine Nachkommen brachte er mit sich nach Mizrajim.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Dies sind die Namen der S\u00f6hne Jisraels, welche nach Mizrajim kamen, Jaakob und seine S\u00f6hne. Jaakobs Erstgeborner: Reuben.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Reubens S\u00f6hne: Chanoch, Pallu Chezron und Karmi.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Schimeons S\u00f6hne: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zochar und Schaul, Sohn der Kenaaniterin.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Lewis S\u00f6hne: Gerschon, Kehath und Merari.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Jehudas S\u00f6hne: Er, Onan, Schela, Perez und Serach. Er und Onan starben im Lande Kenaan. Perez S\u00f6hne waren Chezron und Chamul.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Jisachars S\u00f6hne: Tola, Puwa, Job und Schimron.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Sebuluns S\u00f6hne: Sered, Elon und Jachleel.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Leas, welche sie dem Jaakob in Padan Aram geboren hatte, und seine Tochter Dina. Alle Seelen seiner S\u00f6hne und seiner T\u00f6chter: dreiunddrei\u00dfig.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Gads S\u00f6hne: Zifjon, Chagi, Schuni und Ezbon, Eri, Arodi und Areli.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Aschers S\u00f6hne: Jimna, Jischwa, Jischwi, Beria und ihre Schwester Serach. Berias S\u00f6hne: Cheber und Malkiel.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Es waren dies die S\u00f6hne Silpas, welche Laban seiner Tochter Lea gegeben hatte; sie gebar diese dem Jaakob: sechszehn Seelen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Rachels S\u00f6hne, der Frau Jaakobs: Josef und Binjamin.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Dem Josef wurden im Lande Mizrajim geboren, die ihm Asnath, die Tochter des Priesters zu On, Potifera, geboren hatte: Menasche und Efrajim.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Binjamins S\u00f6hne: Bela, Becher und Aschbel, Gera, Naaman, Echi und Rosch, Muppim, Chuppim und Ard.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Dies die S\u00f6hne Rachels, die dem Jaakob geboren worden; alle Seelen: vierzehn.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Und Dans S\u00f6hne: Chuschim.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Naftalis S\u00f6hne: Jachzeel, Guni, Jezer und Schilem.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es sind dies die S\u00f6hne Bilhas, welche Laban seiner Tochter Rachel gegeben, sie gebar diese dem Jaakob; alle Seelen: sieben.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Alle Seelen, die dem Jaakob nach Mizrajim kamen, die von ihm stammenden, au\u00dfer den Frauen der S\u00f6hne Jaakobs, alle Seelen: sechsundsechzig.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Und Josefs S\u00f6hne, die ihm in Mizrajim geboren worden: zwei Seelen; alle dem Hause Jaakobs geh\u00f6rige Seelen, die nach Mizrajim gekommen waren: siebzig.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Jehuda aber sendete er sich voran zum Josef, damit dieser ihn, bevor er ankam, nach Goschen anweise; so kamen sie zum Lande Goschen.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Josef spannte seinen Wagen an, und fuhr hinauf seinem Vater Jisrael nach Goschen entgegen. Als dieser sich ihm zeigte, warf er sich an seinen Hals und weinte an seinem Halse noch,<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>da Jisrael zu Josef sprach: Jetzt m\u00f6chte ich sterben! Nachdem ich dein Angesicht gesehen, dass du noch lebst!<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern und zu dem Hause seines Vaters: Ich will hinaufgehen und m\u00f6chte Pharao berichten und m\u00f6chte ihm sagen: meine Br\u00fcder und meines Vaters Haus, die im Lande Kenaan waren, sind zu mir gekommen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Die M\u00e4nner sind Schafhirten, denn sie waren Herdenz\u00fcchter, ihre Schafe und ihre Rinder und alles ihrige haben sie mitgebracht.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Wird euch dann Pharao rufen lassen und spricht: Was ist euer Tun?<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup>so saget auch: Herdenz\u00fcchter waren deine Diener von unserer Jugend bis jetzt, wir sowohl als unsere V\u00e4ter; damit ihr im Lande Goschen wohnen bleibet: denn Mizrajims Abscheu ist jeder Schafhirte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel47\">Kapitel 47<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Josef kam und berichtete Pharao: Mein Vater und meine Br\u00fcder, ihre Schafe und ihre Rinder und alles ihre sind vom Lande Kenaan gekommen, jetzt sind sie im Lande Goschen.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Und als einen Teil seiner Br\u00fcder nahm er von ihnen f\u00fcnf M\u00e4nner und stellte sie vor Pharao.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Pharao sprach zu seinen Br\u00fcdern: Was ist euer Tun? Da sagten sie zu Pharao: Schafhirten sind deine Diener, wir sowohl als unsere V\u00e4ter.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Sie sagten ferner zu Pharao: Uns im Lande aufzuhalten sind wir gekommen, denn f\u00fcr die Schafe deiner Diener ist keine Weide mehr, denn der Hunger ist schwer im Lande Kenaan; und nun, lasse doch deine Diener im Lande Goschen wohnen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Pharao sprach darauf zu Josef: Dein Vater und deine Br\u00fcder sind zu<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>das Land Mizrajim ist vor dir offen, im besten des Landes weise deinem Vater und deinen Br\u00fcdern ihren Wohnsitz an, m\u00f6gen sie im Lande Goschen wohnen, und wenn du wei\u00dft und unter ihnen t\u00fcchtige M\u00e4nner sind, so setze sie zu Oberbeamten der Herden, die ich habe.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Josef brachte seinen Vater Jaakob und stellte ihn Pharao vor; Jaakob segnete Pharao.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sprach Pharao zu Jaakob: Wie viele sind die Tage der Jahre deines Lebens?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Jaakob erwiderte Pharao: Die Tage der Jahre meiner Wanderungen sind hundertunddrei\u00dfig Jahre; wenig und ungl\u00fccklich waren die Tage der Jahre meines Lebens und haben nicht die Tage der Jahre des Lebens meiner V\u00e4ter in den Tagen ihrer Wanderungen erreicht.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Jaakob segnete sodann Pharao und ging von Pharao fort.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Josef wies seinem Vater und seinen Br\u00fcdern einen Wohnsitz an und gab ihnen Besitz im Lande Mizrajim in dem besten des Landes, im Lande Ramses, wie es Pharao befohlen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Josef versorgte seinen Vater und seine Br\u00fcder und das ganze Haus seines Vaters mit Nahrung nach Bed\u00fcrfnis der Kinder.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Im ganzen Lande war aber keine Nahrung, denn der Hunger war sehr schwer. Das ganze Land Mizrajim und auch das Land Kenaan verging vor dem Hunger.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Alles im Lande Mizrajim und im Lande Kenaan vorhandene Geld sammelte Josef f\u00fcr den Einkauf, den sie machten; das Geld aber brachte Josef in Pharaos Haus.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Als das Geld vom Lande Mizrajim und vom Lande Kenaan geschwunden war, kam ganz Mizrajim zu Josef und sprach: Gieb uns Brot, warum sollen wir vor deinen Augen sterben? Denn Geld ist nicht mehr da.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Josef erwiderte: Bringet eure Herden, so gebe ich euch f\u00fcr eure Herden, wenn kein Geld mehr da ist.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Sie brachten Josef ihre Herden, und Josef gab ihnen Brot f\u00fcr die Pferde und f\u00fcr die Habe an Schafen, an Rindern und f\u00fcr die Esel. Er f\u00fchrte sie f\u00fcr alle ihre Herden mit Brot durch dieses Jahr hin.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Auch dieses Jahr ging zu Ende, da kamen sie zu ihm im folgenden Jahre und sagten: Wir k\u00f6nnen es meinem Herrn nicht vorenthalten, dass, wenn das Geld und der Besitz an Vieh meinem Herrn verfallen ist, meinem Herrn nichts mehr vorliegt, als unser Leib und unser Boden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Warum sollen wir und unser Boden vor deinen Augen zu Grunde gehen? Erwirb uns und unsern Boden f\u00fcr das Brot, so werden wir und unser Boden Pharao zu Knechten werden, und gib dann Saat, damit wir leben und nicht sterben und der Boden nicht w\u00fcste wird.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da kaufte Josef den ganzen Boden Mizrajims f\u00fcr Pharao; denn die Mizrer verkauften jeder sein Feld, weil der Hunger ihnen zu stark geworden war; so ward das Land Pharaos Eigentum.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Das Volk aber versetzte er st\u00e4dteweis von einem Ende des Gebietes Mizrajims zu dem anderen Ende.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Nur den Boden der Priester kaufte er nicht; denn die Priester hatten ein Festgesetztes von Pharao, sie a\u00dfen das ihnen Bestimmte, welches ihnen Pharao gab; darum verkauften sie ihr Land nicht.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Josef sprach zum Volke: Seht, ich habe euch und euer Land heute dem Pharao erworben. Hier habt ihr Saat, damit bes\u00e4et den Boden,<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>und wenn es zu den Ertr\u00e4gnissen kommt, so gebt ihr ein F\u00fcnftel dem Pharao und die vier \u00fcbrigen Teile verbleiben euch zur Feldsaat, zu eurer Nahrung und f\u00fcr die Glieder eurer H\u00e4user und zur Nahrung f\u00fcr eure Kinder.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Sie sagten: Du hast uns am Leben erhalten! M\u00f6gen wir nur Gunst in meines Herrn Augen finden, wir wollen gerne Pharao zu Knechten werden.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Josef machte es zum Gesetz bis auf diesen Tag f\u00fcr das Land Mizrajim: es geh\u00f6rt dem Pharao in Beziehung auf das F\u00fcnftel. Nur der Boden der Priester allein ward nicht Pharaos Eigentum.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>So siedelte sich Jisrael im Lande Mizrajim, im Lande Goschen an. Sie lie\u00dfen sich dort nieder, wurden fruchtbar und vermehrten sich sehr.<br><sup id=\"Wajechi\" class=\"Vers\">28.<\/sup>Siebzehn Jahre lebte Jaakob im Lande Mizrajim, und es waren die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens: hundertsiebenundvierzig Jahre.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Jisraels Tage n\u00e4herten sich zum Sterben, da lie\u00df er seinen Sohn Josef rufen und sprach zu ihm: Wenn ich denn doch Gunst in deinen Augen gefunden habe, so lege doch deine Hand unter meine H\u00fcfte, und \u00fcbe an mir Liebe und Wahrheit: begrabe mich doch nicht in Mizrajim!<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>Ich werde mich zu meinen V\u00e4tern legen, dann trage mich hinauf von Mizrajim und begrabe mich in ihr Begr\u00e4bnis. Er sprach: Ich werde nach deinem Worte tun.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Da sprach er: Schw\u00f6re mir. Da schwur er ihm, und Jisrael b\u00fcckte sich zum Kopfende des Bettes hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel48\">Kapitel 48<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Es war nach diesen Ereignissen, da lie\u00df er Josef sagen: Siehe, dein Vater ist krank. Er nahm darauf seine beiden S\u00f6hne mit sich, Menasche und Efrajim.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Er lie\u00df es Jaakob erz\u00e4hlen und dann ihm sagen: Siehe, dein Sohn Josef ist zu dir gekommen; da erkr\u00e4ftigte sich Jisrael und setzte sich im Bette auf.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Jaakob sprach dann zu Josef: Gott, der Allgen\u00fcgende, ist mir in Lus im Lande Kenaan erschienen und hat mich gesegnet.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Er sprach zu mir: Siehe, ich mache dich fruchtbar und vervielf\u00e4ltige dich und lasse dich zu einer Versammlung von V\u00f6lkern werden und gebe dieses Land deinem dir nachfolgenden Samen zum ewigen Besitz.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Und nun, deine beiden S\u00f6hne, die dir im Lande Mizrajim geboren sind, bevor ich zu dir kam, sind mein: Efrajim und Menasche sollen mir wie Reuben und Schimeon geh\u00f6ren.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Die Kinder aber, die du nach ihnen erzeugt, sollen dir bleiben, auf den Namen ihrer Br\u00fcder sollen sie in ihrem Erbe genannt werden.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Und ich \u2014 als ich von Padan kam, starb mir Rachel im Lande Kenaan auf dem Wege, als noch etwa eine Strecke Landes war bis nach Efrath hin, da begrub ich sie dort auf dem Wege nach Efrath, d.i. Bethlechem.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Da sah Jisrael Josefs S\u00f6hne und sprach: Wer sind diese?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Josef erwiderte seinem Vater: Meine S\u00f6hne sind es, die mir Gott hier geschenkt. Er sprach: Nimm sie doch her zu mir, dass ich sie segne.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Jisraels Augen waren schwer vor Alter, er konnte nicht sehen. Er f\u00fchrte sie n\u00e4her zu ihm, er k\u00fcsste sie und umarmte sie.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Da sprach Jisrael zu Josef: Dein Angesicht zu sehen, habe ich nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich geachtet, und nun hat mich Gott selbst deinen Samen sehen lassen!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Da lie\u00df sie Josef von seinen Knieen hervortreten und warf sich auf sein Angesicht zur Erde.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Darauf nahm Josef sie beide, Efrajim mit seiner Rechten, zur Linken Jisraels und Menasche mit seiner Linken, zur Rechten Jisraels, und f\u00fchrte sie so ihm n\u00e4her.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Da streckte Jisrael seine Rechte und legte sie auf Efrajims Haupt, und der war doch der j\u00fcngere, seine Linke aber auf Menasches Haupt. Er legte seine H\u00e4nde mit Bedacht, denn Menasche war der Erstgeborene.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine V\u00e4ter sich gef\u00fchrt, Abraham und Jizchak, \u2014 der Gott, der mich weidet von meinem Dasein bis auf diesen Tag, \u2014<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>der Engel, der mich erl\u00f6st aus allem \u00dcbel, segne die Knaben, dass in ihnen mein Name und meiner V\u00e4ter Name, Abraham und Jizchak, genannt werde und sie den Fischen \u00e4hnlich zur Menge gedeihen mitten auf Erden.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Als Josef sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf Efrajims Haupt legen wollte, erschien ihm das unrecht; er st\u00fctzte daher die Hand seines Vaters, um sie von Efrajims Haupt auf Menasches Haupt zu bringen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Nicht so mein Vater, sagte Josef zu seinem Vater, denn dieser ist der Erstgeborene, lege deine Rechte auf sein Haupt.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Sein Vater weigerte sich und sprach: \u2014Ich wei\u00df es, mein Sohn, ich wei\u00df es, auch er wird zu einem Stamme, auch er gro\u00df werden, jedoch sein j\u00fcngerer Bruder wird gr\u00f6\u00dfer als er, und sein Samen wird die Erg\u00e4nzung der St\u00e4mme werden.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Er segnete sie an jenem Tage also: Mit dir m\u00f6ge Jisrael also segnen: es mache dich Gott wie Efrajim und Menasche; er setzte Efrajim vor Menasche.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Darauf sprach Jisrael zu Josef: Siehe, ich sterbe, und Gott wird mit euch sein und euch zu dem Lande eurer V\u00e4ter wieder zur\u00fcckbringen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ich aber habe dir die W\u00fcrde des \u00fcber deinen Br\u00fcdern stehenden einen erteilt, die ich dem Emoriten abgerungen mit meinem Schwerte und meinem Vogen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel49\">Kapitel 49<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Jaakob berief seine S\u00f6hne und sprach: Sammelt euch alle in einem! Ich m\u00f6chte euch sagen, was euch in der Hinterlassenschaft der Tage treffen wird.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Haltet zusammen und h\u00f6ret, S\u00f6hne Jaakobs! Und h\u00f6ret auf euren Vater Jisrael!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Reuben, mein Erstgeborener bist du, meine Kraft und der erste meiner Habe, bevorzugt an W\u00fcrde und bevorzugt an Macht. \u2014<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Jedoch eine dem Wasser gleiche Haltlosigkeit l\u00e4sst den Vorzug nicht zu, denn du hast das Lager deines Vaters erstiegen; da entweihtest du den, der mein Lager erstieg.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Schimeon und Lewi, Br\u00fcder sinds, allein Werkzeuge der Gewalt sind ihre Bewerbungen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>In ihren Rat darf mein Wille nicht kommen, in ihrer Versammlung meine Ehre sich nicht anschlie\u00dfen; denn in ihrem Zorn haben sie an Menschen Mord ge\u00fcbt, und hatten zuvor durch ihre Freundlichkeit deren Stiereskraft gel\u00e4hmt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Fluch darum ihrem Zorne, denn er ist zu stark, und ihrer Ausschreitung, denn sie war zu hart. Verteilen will ich sie in Jaakob und zerteilen in Jisrael.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Jehuda, du bist es, dir werden deine Br\u00fcder huldigen! Deine Hand sitzt in dem Nacken deiner Feinde. Dir beugen sich die S\u00f6hne deines Vaters.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Ein junger, alter L\u00f6we ist Jehuda, \u00fcber gemeinem Raub bist du, mein Sohn, erhaben. Er kniet, er ruht auch wie ein L\u00f6we, und wer m\u00f6chte ihn aufreizen zum entflammten Leu!<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Nicht wird weichen Herrscherstab von Jehuda und Gesetzesschreibgriffel zwischen seinen F\u00fc\u00dfen hinweg, bis dass sein scheinbar letzter, schwacher Spr\u00f6\u00dfling starken, altersschwach die V\u00f6lker zufallen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Er bindet an den Weinstock sein F\u00fcllen, an die edle Rebe seiner Eselin Sohn; er hat in Wein sein Gewand gebadet, im Traubenblut seinen Mantel;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>gl\u00fchender an Augen als Wein, wei\u00dfer an Z\u00e4hnen als Milch \u2014<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Sebulun wird an einer Hafenbucht von Meeren wohnen, wird selbst zu einem Hafen von Schiffen, und sein \u00e4u\u00dferstes Gebiet wird an Zidon reichen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Jissachar, ein gelenkes Lasttier, ruht zwischen den Ger\u00e4treihen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Er hat eingesehen, dass Mu\u00dfe das Gute sei, und dass daf\u00fcr der Boden entsprechend; darum hat er seine Schulter zum Tragen geneigt und sich zum Tribut des Ackerbauers hingegeben.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Dan wird seines Volkes Recht vertreten, wie nur einer der St\u00e4mme Jisraels.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Werden wird Dan eine Schlange am Heerweg, eine Natter am Pfade, die bei\u00dft des Rosses Ferse, und da ist r\u00fccklings der Reiter gefallen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Auf deinen Beistand hoffe ich, <i>Gott<\/i>!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Gad, manche Freischaar wird wie ein Keil in ihn einfahren, er aber wird wie ein Keil in ihre Ferse fahren.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Durch Ascher wird dessen Speise markig, und K\u00f6nigswonnen liefert er.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Naftali, ein rehgleicher Bote, erzeugt sch\u00f6n gegliederte Reden.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Ein edel hervorragender Sohn war Josef, ein edel hervorragender Sohn schon an der Quelle \u2014 T\u00f6chter! auch sie schritt \u00fcber die Mauer! \u2014<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Als daher ihn mit Bitterkeiten \u00fcbersch\u00fctteten und sich zu Hader verschworen, als mit tiefem Ha\u00df ihn sich zum Ziele die Herren der Pfeile erkoren,<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>da blieb doch in unersch\u00fctterlicher Ruhe sein Bogen, selbst als schon g\u00fclden geschm\u00fcckt waren die Arme seiner H\u00e4nde: von den H\u00e4nden der Schwungkraft Jaakobs, die von dort ab weidet den Stein Jisraels.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Es war dies von dem Gotte deines Vaters, der dir ferner beistehen wird; du bliebst bei dem Allgen\u00fcgenden, der dich weiter segnen wird, mit Segnungen des Himmels von oben, mit Segnungen der Flut, die tief unten ruht; mit Segnungen der Br\u00fcste und des Mutterscho\u00dfes.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Es sind dies die Segnungen deines Vaters, die selbst nur auf Grund der Segnungen meiner Erzeuger zu der H\u00f6he gelangt, bis zu dem Ziele hinan, wohin die H\u00fcgel der Zeiten streben; sie werden Josefs Haupt zu Teil, zu Teil dem Scheitel des Enthaltsamsten unter seinen Br\u00fcdern.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup>Binjamin wird den Wolf zer rei\u00dfen, am Morgen schon zehrt er ein St\u00fcck, aber am Abend wird er ihn als Beute verteilen.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup>Alle diese sind St\u00e4mme Jisraels, zw\u00f6lf, und dies ists, was ihr Vater \u00fcber sie ausgesprochen, da er sie segnete; jeden, nach dem, was seinem besondern Segen gem\u00e4\u00df war, hat er sie gesegnet.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup>Er befahl ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde hinweggehoben zu meinem Volke, begrabet mich zu meinen V\u00e4tern, zur H\u00f6hle hin, die im Felde des Chitters Efron liegt,<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup>in der H\u00f6hle, welche im Felde der Machpela ist, das vor Mamre im Lande Kenaan liegt, welches Feld Abraham vom Chitter Efron zum Grabbesitz gekauft hat.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup>Dorthin haben sie Abraham und seine Frau Sara begraben, dorthin haben sie Jizchak und seine Frau Ribka begraben, und dorthin habe ich Lea begraben.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup>Der Kauf des Feldes und der H\u00f6hle, die darin ist, geschah von den S\u00f6hnen Cheths.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup>Als Jakob die Befehle an seine S\u00f6hne geendigt hatte, zog er seine F\u00fc\u00dfe in das Bette, verschied und wurde zu seinen V\u00f6lkern hingenommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel50\">Kapitel 50<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da warf sich Josef auf das Angesicht seines Vaters und weinte \u00fcber ihm und k\u00fc\u00dfte ihn.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Josef befahl seinen Dienern, den \u00c4rzten, seinen Vater einzubalsamieren, und die \u00c4rzte balsamierten Jisrael ein.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es wurden ihm vierzig Tage voll, denn also war die volle Zeit der Einzubalsamierenden. Die \u00c4gypter beweinten ihn siebzig Tage.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Die Tage seines Beweinens waren vor\u00fcber, da sprach Josef zu dem Hause Pharaos also: Wenn ich denn Gunst in euren Augen gefunden habe, so sprechet doch zu Pharaos Ohren also:<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Mein Vater hat mich also beschworen: siehe, ich sterbe, in mein Grab, das ich mir im Lande Kenaan bereitet, dorthin begrabe mich. Und nun m\u00f6ge ich doch hinaufziehen, meinen Vater begraben und wiederkehren.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Pharao sagte darauf: Ziehe hinauf und begrabe deinen Vater, wie er dich hat schw\u00f6ren lassen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>Josef zog nun hinauf, seinen Vater zu begraben, mit ihm zogen alle Diener Pharaos hinauf, die \u00c4ltesten seines Hauses und alle \u00c4ltesten des Landes Mizraim,<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>das ganze Haus Josefs, seine Br\u00fcder und das Haus seines Vaters; nur ihre Kinder, ihre Schafe und ihre Rinder lie\u00dfen sie im Lande Goschen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Auch Wagen und Reiter zogen mit ihm hinauf; es war das Lager sehr bedeutend.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Sie kamen zur Dorntenne diesseits des Jardens und hielten dort eine sehr gro\u00dfe und bedeutende Totenklage; er veranstaltete seinem Vater eine siebent\u00e4gige Trauer.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup>Der kenaanitische Bewohner des Landes sah die Trauer in der Dorntenne und sie sprachen: Das ist eine bedeutende Trauer f\u00fcr Mizrajim! Darum nannte er sie: Mizrajim in Trauer; sie ist jenseits des Jardens.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Sodann erf\u00fcllten an ihm seine S\u00f6hne also, wie er ihnen befohlen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Es trugen ihn seine S\u00f6hne ins Land Kenaan und begruben ihn in der H\u00f6hle des Feldes der Machpela, welches Feld Abraham zum Grabbesitz von dem Chitter Efron vor Mamre gekauft hatte.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Josef und seine Br\u00fcder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, Mizrajim zur\u00fcck, nachdem er seinen Vater begraben hatte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Die Br\u00fcder Josefs sahen, dass ihr Vater gestorben war und sagten: Wenn Josef doch einen stillen Groll gegen uns in sich bergen sollte! Er k\u00f6nnte jetzt uns all das B\u00f6se zur\u00fcckgeben, das wir an ihm vollbracht.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Sie gaben daher den Auftrag, Josef zu sagen: Dein Vater hat vor seinem Tode also beauftragt:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Also saget Josef: O doch, verzeihe doch das Verbrechen deiner Br\u00fcder und ihr Vergehen, dass sie B\u00f6ses an dir vollbracht haben. Und nun, gew\u00e4hre doch Verzeihung dem Verbrechen der Diener des Gottes deines Vaters! Josef weinte, als man also zu ihm sprach.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Es gingen dann auch seine Br\u00fcder und warfen sich vor ihm nieder und sagten: Hier sind wir dir zu Knechten!<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Josef aber sagte zu ihnen: F\u00fcrchtet nichts! Denn bin ich denn an Gottes Statt?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Habet ihr auch B\u00f6ses \u00fcber mich gesonnen, Gott hat es zum Guten gewollt, um dies Gegenw\u00e4rtige zu gestalten, ein zahlreiches Volk zu erhalten. mehr versorgen werde ich euch und eure Kinder! Er tr\u00f6stete sie und sprach ihnen ans Herz.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Und nun f\u00fcrchtet nichts! Vielmehr versorgen werde ich euch und eure Kinder! Er tr\u00f6stete sie und sprach ihnen ans Herz.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>So wohnte denn Josef in Mizrajim, er und seines Vaters Haus; und Josef lebte hundertundzehn Jahre.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Josef sah von Efrajim Kinder des dritten Geschlechtes, auch Kinder Machirs, des Sohnes Menasches, wurden auf Josefs Knieen geboren.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern: Ich sterbe. Und Gott wird doch euch einst wieder bedenken und euch von diesem Lande zu dem Lande hinauff\u00fchren, das er Abraham, Jizchak und Jaakob zugeschworen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup>Josef beschwor Jisraels S\u00f6hne also: Wird Gott euch einst wieder bedenken, so habt ihr meine Gebeine von hier hinaufzubringen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup>Josef starb im Alter von hundertundzehn Jahren; man balsamierte ihn ein, und er wurde nach seinem Willen in einen Sarg in Mizrajim gelegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Bereschit in der \u00dcbersetzung von Rabbiner Samson Raphael Hirsch (1808-1888) Kapitel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 Wochenabschnitt Bereschit Noach Lech Lechah Wajera Chaje Sara Toldot Wajeze Wajischlach Wajeschew Miketz Wajigasch Wajechi Kapitel 1 Bereschit 1.Von Anfang hat Gott den Himmel und die Erde erschaffen.2.Und diese Erde war einst unklar und ungeschieden, und Finsternis auf dem Gewoge; und ein Gottes- Odem \u00fcber den Wassern schwebend.3.Da sprach Gott: Es werde Licht! Und da ward Licht.4.Gott schaute das Licht an, dass es gut sei, und es schied Gott zwischen dem Lichte und der Finsternis.5.Und Gott rief dem Lichte: Tag! und der Finsternis rief er: Nacht! Es ward Abend, es ward Morgen: Ein Tag.6.Gott sprach: Es werde eine W\u00f6lbung in Mitte der Wasser und sie bleibe scheidend zwischen Wassern und Wassern.7.Es machte &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":38,"featured_media":4917,"parent":4915,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4920","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/38"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4920"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9335,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4920\/revisions\/9335"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4915"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}