{"id":4948,"date":"2019-11-28T00:26:41","date_gmt":"2019-11-27T22:26:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4948"},"modified":"2019-11-28T00:26:41","modified_gmt":"2019-11-27T22:26:41","slug":"bereschit-das-buch-genesis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/bereschit-das-buch-genesis\/","title":{"rendered":"Bereschit &#8211; Das Buch Genesis"},"content":{"rendered":"<p>Das Buch Bereschit der Torah (Genesis) in der (angepassten) deutschen \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel31\">31<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel32\">32<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel33\">33<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel34\">34<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel35\">35<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel36\">36<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel37\">37<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel38\">38<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel39\">39<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel40\">40<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel41\">41<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel42\">42<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel43\">43<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel44\">44<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel45\">45<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel46\">46<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel47\">47<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel48\">48<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel49\">49<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel50\">50<\/a><\/p>\n<h2 id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>Die Sch\u00f6pfung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Erde war w\u00fcst und \u00f6de, Finsternis lag auf dem Abgrunde, und ein m\u00e4chtiger [g\u00f6ttlicher] Wind wehte \u00fcber dem Wasser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprach Gott: Es werde Licht; und es ward Licht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gott sah das Licht, dass es gut war, und schied zwischen dem Licht und der Finsternis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es ward Abend und ward Morgen; ein Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Gott: Es werde eine Ausdehnung mitten im Wasser, sie scheide zwischen Wasser und Wasser. 7 Gott schuf die Ausdehnung und schied zwischen dem Wasser, das unterhalb der Ausdehnung, und dem Wasser, das oberhalb der Ausdehnung, und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Es ward Abend und ward Morgen: der zweite Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, damit das Trockene sichtbar werde; und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung des Wassers nannte er Meer; Gott sah, dass es so gut war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Gott: Die Erde bringe hervor frisches Gr\u00fcn, Kr\u00e4uter, die Samen tragen, Fruchtb\u00e4ume aller Art, die Fr\u00fcchte tragen und Samen haben; und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die Erde brachte frisches Gr\u00fcn hervor, Kr\u00e4uter aller Art, die Samen haben, Fruchtb\u00e4ume aller Art, die Samen tragen. Gott sah, dass es so gut war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es ward Abend und ward Morgen: der dritte Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach Gott: Es werden Leuchten am Himmel, zu scheiden zwischen dem Tag und der Nacht, und sie seien zu Zeichen der Zeitabschnitte f\u00fcr Tage und Jahre,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Auch seien sie zu Leuchten am Himmel, damit sie die Erde beleuchten; und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Gott schuf die beiden gr\u00f6\u00dferen Leuchten: das gro\u00dfe Licht [die Sonne] zur Herrschaft des Tages, und das kleinere Licht [den Mond] zur Herrschaft der Nacht, und die Sterne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Gott setzte sie an den Himmel, zu beleuchten die Erde,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und zu herrschen am Tag und in der Nacht, und zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis; Gott sah, dass es so gut war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und es ward Abend und ward Morgen; der vierte Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da sprach Gott: Es soll wimmeln das Wasser von Tieren aller Art, und V\u00f6gel sollen fliegen \u00fcber der Erde, unter dem Himmel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Gott schuf die gro\u00dfen Seetiere und alle Arten Tiere, die herumkriechen, wovon das Wasser wimmelt, und alle Arten V\u00f6gel mit Schwingen, Gott sah, dass es so gut war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da segnete sie Gott und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Gew\u00e4sser der Meere, und das Gefl\u00fcgel vermehre sich auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und es ward Abend und ward Morgen: der f\u00fcnfte Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da sprach Gott: Es bringe hervor die Erde Tiere jeder Art, Vieh und W\u00fcrmer und Tiere des Landes jeder Art; und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Gott schuf also alle Arten Tiere des Landes, das Vieh, und das Gew\u00fcrm des Erdbodens; und Gott sah, dass es so gut war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da sprach Gott: Lasst uns schaffen Menschen nach unserm Bilde und nach unserer \u00c4hnlichkeit. Sie sollen bew\u00e4ltigen die Fische des Meeres die V\u00f6gel des Himmels, das Vieh und die ganze Erde und all das Gew\u00fcrm, das sich regt auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib schuf er sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, f\u00fcllet die Erde und machet sie euch untertan, und bew\u00e4ltiget die Fische des Meeres und die V\u00f6gel des Himmels und alle Tiere, alles, das sich regt auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und Gott sprach: Siehe, ich gebe\u2019 euch alle Kr\u00e4uter, auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und jeglichen Baum, der Samen und Fr\u00fcchte tr\u00e4gt; euer sei es zum Essen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und allen Tieren des Landes und allen V\u00f6geln des Himmels und allem, was sich reget auf der Erde, worin ein Lebensodem, gebe&#8216; ich alles gr\u00fcne Kraut zum Essen; und es ward also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Gott sah nun alles, was er geschaffen, und es war sehr gut. Und es ward Abend und ward Morgen: der sechste Tag.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p>Ausf\u00fchrliches \u00fcber die Sch\u00f6pfung. Das erste Menschenpaar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> So waren vollendet Himmel und Erde und alles, was dazu geh\u00f6rt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Gott hatte am siebenten Tage sein Werk vollendet, das er geschaffen, und ruhte am siebenten Tage von all seinem Werk, das er geschaffen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da segnete Gott den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselben ruhte er von all seinem Werk, das er geschaffen und gefertigt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dies ist die Entstehungsgeschichte des Himmels und der Erde, da diese geschaffen wurden, am Tage, da Gott, der Herr, Himmel und Erde gefertigt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Alles Gew\u00e4chs des Feldes war dann noch nicht auf der Erde, und alles Kraut des Feldes spross noch nicht auf; denn noch hatte Gott, der Herr, nicht regnen lassen auf die Erde, auch war noch kein Mensch da, den Erdboden zu bebauen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nur ein Dunst stieg auf von der Erde und tr\u00e4nkte den ganzen Erdboden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da bildete Gott, der Herr den Menschen aus Staub von dem Erdboden und blies in seine Nase Hauch des Lebens; und der Mensch ward ein lebendiges Wesen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da pflanzte Gott, der Herr, einen Garten im Eden nach Osten hin und setzte dahin den Menschen, den er gebildet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Dann lie\u00df Gott, der Herr, aus dem Erdboden alle B\u00e4ume aufsprossen, lieblich zum Ansehen und gut zum Essen, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ein Strom ging aus vom Eden, zu tr\u00e4nken den Garten, von hier aus teilte er sich und ward zu vier Hauptstr\u00f6men.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Name des einen: Pison, der das ganze Land Hawila umfloss, woselbst das Gold.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und das Gold dieses Landes war gut, dort war auch der Bedolah und der Edelstein Schoham.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und der Name des zweiten Stromes: Gihon; der umfloss das ganze Land Kusch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Name des dritten Stromes war Hiddekel [Tigris], der flie\u00dft im Osten von Assyrien; der vierte Strom ist der Frat [Euphrat].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, diesen zu bebauen und zu warten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und es befahl Gott, der Herr, dem Menschen also: Von jeglichem Baume des Gartens darfst du essen;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und B\u00f6sen sollst du nicht essen, denn an dem Tage, an dem du davon isst, stirbst du.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ferner sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin geben, wie sie ihm zusteht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es hatte Gott, der Herr, alle Tiere des Feldes und alle V\u00f6gel des Himmels aus dem Erdboden gebildet und brachte sie dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen wurde. Und jedes lebende Wesen, sollte den Namen behalten, mit dem der Mensch es benennen wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da gab der Mensch Namen allem Vieh, allen V\u00f6geln des Himmels und allen Tieren des Feldes; aber f\u00fcr den Menschen fand sich keine Gehilfin, wie sie ihm zustand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und Gott, der Herr, lie\u00df fallen eine Bet\u00e4ubung auf den Menschen, und er entschlief. Dann nahm er eine von seinen Rippen und schloss Fleisch an ihrer statt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Dann machte Gott, der Herr, die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einem Weibe und brachte sie dem Menschen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da sprach der Mensch: Dieses mal ist es Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische. Diese werde genannt M\u00e4nnin, denn vom Mann ist sie genommen worden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Darum verlasse der Mann selbst seinen Vater und seine Mutter und hange an seinem Weibe, dass sie werden zu einem Wesen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie sch\u00e4mten sich nicht.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p>Der erste S\u00fcndenfall.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, geschaffen hatte. Sie sprach zu dem Weibe: Wenn gleich Gott gesprochen hat: ihr sollt nicht essen von allen B\u00e4umen des Gartens&#8230;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sprach die Frau zu der Schlange: Von der Frucht der B\u00e4ume des Gartens d\u00fcrfen wir wohl essen;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nur von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesprochen: Ihr sollt davon nicht essen, ihn auch nicht ber\u00fchren, auf dass ihr nicht sterbet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da sprach die Schlange zu der Frau: Ihr werdet nicht sterben,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sondern Gott wei\u00df, dass an dem Tage, an dem ihr davon esset, werden aufgetan eure Augen, und ihr werdet wie Gott erkennen Gutes und B\u00f6ses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sah die Frau, dass der Baum gut war zum Essen, und dass er eine Lust f\u00fcr die Augen und lieblich zu betrachten; sie nahm von seiner Frucht und a\u00df; und gab auch ihrem Manne und er a\u00df mit ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und es wurden aufgetan die Augen Beider, sie erkannten, dass sie nackt waren, da hefteten sie zusammen Feigenlaub und machten sich Sch\u00fcrzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Darauf h\u00f6rten sie, wandelnd im Garten an der Ostseite, die Stimme Gottes des Herrn. Da verkrochen sich Adam und sein Weib vor dem Angesicht des Herrn in die Mitte der Gartenb\u00e4ume.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gott, der Herr, rief aber dem Menschen zu und sprach zu ihm. Wo bist du?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und [der Mensch] sprach: deine Stimme h\u00f6rte ich im Garten, und ich f\u00fcrchtete mich, weil ich nackt bin, und so verbarg ich mich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> [Gott] sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baume gegessen, von dem zu essen ich dir verboten?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Adam antwortete: die Frau, das du mir gegeben hast, gab mir von dem Baume, und ich a\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Darauf sprach Gott, der Herr, zum Weibe. Was hast du getan? Das Weib erwiderte:  Die Schlange hat mich \u00fcberredet, und ich a\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach Gott, der Herr, zu der Schlange: Weil du das getan, sollst du elender sein als alles Vieh und alle Tiere des Feldes. Auf deinem Bauche sollst du gehen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und Feindschaft will ich setzen zwischen dich und die Frau und zwischen deine Nachkommen und ihre Nachkommen; sie werden dir zermalmen den Kopf, und du wirst sie stechen in die Ferse.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Zu der Frau sprach er: Vermehren will ich die Schmerzen deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebaren; nach deinem Manne sei dein Verlangen und er beherrsche dich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und zu Adam sprach er: Weil du geh\u00f6rt hast auf die Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baume, vom dem zu essen ich dir verboten, so sei verflucht der Erdboden um deinetwillen. Mit M\u00fchsal sollst du seine Fr\u00fcchte essen all die Tage deines Lebens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dornen und Disteln lasse er dir aufsprie\u00dfen, und du wirst essen das Kraut des Feldes;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Oder im Schwei\u00dfe deines Angesichtes wirst du Brot essen, bis du zu dem Erdboden zur\u00fcckkehrst, denn von ihm bist du genommen. Von Staub bist du und zum Staube kehrst du zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Adam nannte den Namen seines Weibes: (Chawa) Eva, denn sie war die Mutter alles Lebenden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Gott, der Herr, machte dem Menschen und seinem Weibe R\u00f6cke von H\u00e4uten und bekleidete sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Darauf sprach Gott, der Herr: Der Mensch ist worden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und B\u00f6ses. Dass er jetzt nur nicht noch seine Hand strecke und vom Baume des Lebens nehme und davon esse und ewig lebe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Deshalb schickte ihn Gott, der Herr, weg aus dem Garten Eden, den Boden zu bebauen, davon er genommen worden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Er vertrieb den Menschen und lagerte im Osten vom Garten Eden die Cherubin und das flammende, kreisende Schwert, zu wahren den Weg zum Baume des Lebens.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p>Kain und Abel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und Adam erkannte Eva, sein Weib, sie ward schwanger und gebar den Kain. Sie sprach: Ich habe mir geeignet einen Mann vom Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und sie gebar ferner seinen Bruder Abel. Abel wurde ein Schafhirt und Kain war ein Ackerbauer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und es war nach Verlauf einer Zeit, da brachte Kain von der Frucht des Bodens ein Opfer dem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Auch Abel brachte von den Erstlingen und fettesten seiner Schafe; da wandte sich der Herr zu Abel und zu seinem Opfer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber zu Kain und zu dessen Opfer wandte er sich nicht; dies verdro\u00df den Kain sehr, und es sank sein Antlitz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Gott, der Herr, zu Kain: Warum verdrie\u00dft es dich, und warum sank dein Antlitz?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wenn du gut tust, wirst du erh\u00f6rt, wenn du aber nicht gut tust, so lagert vor der T\u00fcr die S\u00fcnde und nach dir ist ihr Verlangen; doch du kannst ihrer Herr werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und Kain sprach zu Abel, seinem Bruder. Aber wie sie auf dem Felde waren, da machte sich Kain an seinen Bruder Abel und erschlug ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? [Kain] antwortete: Ich wei\u00df nicht; bin ich der H\u00fcter meines Bruders?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> [Gott] sprach: Was hast du getan! die Stimme des Blutes deines Bruders schreiet zu mir auf von dem Boden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> So sei denn verflucht durch den Boden, der seinen Mund aufgetan, einzunehmen das Blut deines Bruders von deiner Hand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wenn du den Boden anbauest, soll er fortan seine Kraft dir nicht geben, unst\u00e4t und fl\u00fcchtig seiest du auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach Kain zu dem Herrn: Zu gro\u00df ist meine Strafe, um sie zu ertragen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Du vertreibst mich heute von diesem Boden, und vor deinem Angesicht mu\u00df ich mich bergen; ich werde unst\u00e4t und fl\u00fcchtig sein auf Erden; wer mich trifft, kann mich t\u00f6ten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und es sprach zu ihm der Herr: Wahrlich, wer Kain erschl\u00e4gt, siebenfach werde es ger\u00e4cht. Und Gott setzte dem Kain ein Zeichen, auf dass ihn nicht erschlage, wer ihn treffe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und Kain ging fort vor dem Angesicht des Herrn und wohnte im Lande Nod, im Osten von Eden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Kain erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar den Henoch, und er baute eine Stadt und nannte den Namen der Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dem Henoch wurde geboren Jrad, und Jrad zeugte den Mehuja\u00ebl und Mehuja\u00ebl zeugte den Metusa\u00ebl, und Metusa\u00ebl zeugte den Lamech.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Lamech nahm zwei Frauen; der Name der einen war Ada und der Name der andern Zilla.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ada gebar den Jabal; dieser war der Stammvater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Der Name seines Bruders war Jubal; der war der Stammvater aller Zither und Fl\u00f6tenspieler.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und auch Zilla gebar; den TubalKain, ein Schmied alles Zeuges von Erz und Eisen; die Schwester des Tubal=Kain hie\u00df Naama.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Lamech sprach zu seinen Frauenn: Ada und Zilla, h\u00f6ret meine Stimme, Frauen Lamechs, vernehmet mein Wort! Einen Mann erw\u00fcrg&#8216; ich f\u00fcr meine Wunde und einen J\u00fcngling f\u00fcr meine Beule!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wenn Kain siebenfach ger\u00e4cht wird, so Lamech sieben und siebzigfach.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und Adam erkannte nochmals sein Weib und sie gebar einen Sohn und nannte seinen Namen Set; denn: gew\u00e4hrt hat mir Gott andern Samen statt Abel, den Kain erschlagen hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und auch dem Set ward ein Sohn geboren; er nannte seinen Namen Enos. Damals begann man den Namen des Herrn anzurufen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p>Die ersten Geschlechter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dies ist das Buch der Nachkommen Adams. Am Tage, da Gott schuf den Menschen, \u2014 in der \u00c4hnlichkeit Gottes schuf er ihn \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Mann und Weib schuf er und segnete sie und nannte ihren Namen Mensch, am Tage, da sie geschaffen wurden. 3 Adam lebte hundert und drei\u00dfig Jahre und zeugte [einen Sohn] in seiner \u00c4hnlichkeit, nach seinem Bilde und nannte seinen Namen Set.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und es waren die Tage Adams, nachdem er den Set gezeugt, acht hundert Jahre, und er zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und es waren alle Tage Adams, die er gelebt neun hundert und drei\u00dfig Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Set lebte hundert und f\u00fcnf Jahre und zeugte Enos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und Set lebte, nachdem er gezeugt den Enos, acht hundert und sieben Jahre, und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es waren alle Tage Sets neun hundert und zw\u00f6lf Jahre; und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Enos lebte neunzig Jahre und zeugte den Kenan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Enos lebte, nachdem er gezeugt den Kenan, acht hundert und f\u00fcnfzehn Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und es waren alle Tage des Enos neun hundert und f\u00fcnf Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Kenan lebte siebzig Jahre und zeugte Mahalalel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und Kenan lebte, nachdem er gezeugt den Mahalalel, acht hundert und vierzig Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und es waren alle Tage Kenans neun hundert und zehn Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Mahalalel lebte f\u00fcnf und sechzig Jahre und zeugte Jered.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und Mahalalel lebte, nachdem er gezeugt den Jered, acht hundert und drei\u00dfig Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und es waren alle Tage Mahalalels acht hundert f\u00fcnf und neunzig Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und Jered lebte hundert und zwei und sechzig Jahre und zeugte Henoch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und Jered lebte, nachdem er gezeugt hat den Henoch, acht hundert Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und es waren alle Tage Jereds neun hundert und zwei und sechzig Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Henoch lebte f\u00fcnf und sechzig Jahre und zeugte Metuselah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er gezeugt hatte den Metuselah, dreihundert Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und es waren alle Tage des Henoch drei hundert und f\u00fcnf und sechzig Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und Henoch wandelte mit Gott, und er war nicht mehr, denn Gott hatte ihn genommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Metuselah lebte hundert sieben und achtzig Jahre und zeugte Lamech.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und Metuselah lebte, nachdem er gezeugt hatte den Lamech, siebenhundert und zwei und achtzig Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und es waren alle Tage des Metuselah neun hundert neun und sechzig Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Lamech lebte hundert zwei und achtzig Jahre und zeugte einen Sohn,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und nannte seinen Namen Noa um zu sagen: dieser wird uns tr\u00f6sten wegen unserer Arbeit und der M\u00fchsal unserer H\u00e4nde an dem Boden, den der Herr verflucht hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Lamech lebte, nachdem er gezeugt hatte den Noa, f\u00fcnf hundert f\u00fcnfundneunzig Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Und es waren alle Tage Lamechs siebenhundert sieben und siebzig Jahre, und er starb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Als Noa f\u00fcnfhundert Jahre alt wurde, zeugte er den Sem, den Ham und den Jafet.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als nun die Menschen anfingen, sich zu mehren auf dem Erdboden, und T\u00f6chter ihnen geboren wurden,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sahen die S\u00f6hne der M\u00e4chtigen die T\u00f6chter der Menschen, dass sie sch\u00f6n waren, und nahmen sich Frauen, die sie erkoren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und der Herr sprach: Nicht soll mein Geist walten in dem Menschen f\u00fcr immer \u2014 zumal er nur Fleisch ist; \u2014 sein Lebensalter sei nur hundert und zwanzig Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Riesen waren auf der Erde in denselben Tagen, auch nachher, als die S\u00f6hne der M\u00e4chtigen zu den T\u00f6chtern der Menschen kamen, und diese ihnen gebaren. Dies sind die Starken, die von Alters her M\u00e4nner des Ruhmes waren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es sah der Herr, dass gro\u00df war die Bosheit der Menschen auf Erden, und dass alle Gedanken ihres Herzens nur b\u00f6se waren den ganzen Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da gereute es den Herrn, dass er geschaffen den Menschen auf Erden, und er betr\u00fcbte sich dar\u00fcber.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und der Herr sprach: Ich will tilgen den Menschen, den ich geschaffen, hinweg von dem Erdboden; Menschen und Vieh, Gew\u00fcrm und V\u00f6gel des Himmels, denn mich gereut es, dass ich sie geschaffen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Nur Noa fand Gnade in den Augen des Herrn.<\/p>\n<h3>Noach <\/h3>\n<p>Noa. Die Sintflut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Dies ist die Geschichte Noas. Noa war ein gerechter, untadliger Mann in seinen Zeiten, mit Gott wandelte Noa.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Noa zeugte drei S\u00f6hne: Sem, Ham und Jafet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Erde war verderbt vor Gott; sie war voller Gewalttat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Gott sah die Erde: sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte verderbt seinen Wandel auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach Gott zu Noa. Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen, denn voll ist die Erde von Gewalttat durch sie, und ich will sie verderben mit der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Mache dir eine Arche von Gofer=Holz, mit Kammern mache die Arche und \u00fcberziehe sie von innen und von au\u00dfen mit Pech.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Also machst du sie: Dreihundert Ellen die L\u00e4nge der Arche, f\u00fcnfzig Ellen ihre Breite und drei\u00dfig Ellen ihre H\u00f6he.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Oben an der Arche mache eine Lichtluke, auf eine Elle sollst du sie beschr\u00e4nken; aber die T\u00fcre der Arche setzest- du in die Seite; mit unterm, zweitem und drittem Stockwerk mache sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dann will ich eine Wasserflut bringen \u00fcber die Erde, zu verderben alles Fleisch, in welchem ein Hauch des Lebens, unter dem Himmel; alles, was auf Erden, soll verscheiden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und ich werde errichten meinen Bund mit dir; du sollst gehen in die Arche, du und deine S\u00f6hne, dein Weib und die Frauen deiner S\u00f6hne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und von allen Lebenden, von allem Fleische, sollst du zwei von jeglichem bringen in die Arche, am Leben zu erhalten mit dir; M\u00e4nnchen und Weibchen seien sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Von den V\u00f6geln aller Arten und dem Vieh, von allem Gew\u00fcrm des Erdbodens, zwei von jeglichem sollen zu dir kommen, um sie am Leben zu erhalten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Auch nimm dir von jeglicher Nahrung, die gegessen wird, und sammle ein bei dir, dass sie dir und allen zum Essen dienen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Noa tat alles, wie ihm Gott geboten hatte.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und der Herr sprach zu Noa: Gehe du und dein ganzes Haus in die Arche, denn dich habe ich ersehen als gerecht vor mir unter diesem Geschlechte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Von allem reinen Vieh nimm dir je sieben und sieben, M\u00e4nnchen und Weibchen, und von dem Vieh, das nicht rein, je zwei, M\u00e4nnchen und Weibchen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Auch von den V\u00f6geln des Himmels je sieben und sieben, Mannchen und Weibchen, zu erhalten Samen auf der ganzen Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn binnen sieben Tagen werde ich regnen lassen auf die Erde vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte; ich werde tilgen alles Wesen, das ich geschaffen, hinweg von dem Erdboden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und Noa tat alles, wie der Herr ihm geboten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Noa war sechshundert Jahre alt, als die Flut des Wassers auf der Erde war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da gingen Noa und seine S\u00f6hne, sein Weib und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihm in die Arche, vor dem Gew\u00e4sser der Flut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein, und von den V\u00f6geln und allem, was kriecht auf dem Erdboden,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Je zwei kamen sie zu Noa in die Arche, M\u00e4nnchen und Weibchen, wie Gott dem Noa geboten hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Nach Ablauf der sieben Tage, da waren die Gew\u00e4sser der Fluth auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> In dem sechshundertsten Lebensjahre Noas, am siebenten des zweiten Monats, an diesem Tage brachen hervor alle Quellen des tiefen Abgrundes, und die Schleusen des Himmels taten sich auf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und der Regen war auf der Erde vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> An demselben Tage kamen Noa und seine S\u00f6hne Sem, Ham und Jafet, das Weib Noas und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihnen in die Arche;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Sie und Tiere aller Art und Vieh und Gew\u00fcrm aller Art, das kriecht auf Erden, und V\u00f6gel aller Art, alles Fliegende, alles Beschwingte:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie gingen zu Noa in die Arche, je zwei von jedem Fleisch, in welchem ein Lebenshauch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und die hineingingen, M\u00e4nnchen und Weibchen von jedem Fleische waren sie, wie ihm Gott geboten hatte, und der Herr verschlo\u00df vor ihm [dass nicht das Wasser in die Arche dringe].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Flut war vierzig Tage auf der Erde und die Wasser mehrten sich und hoben die Arche, und sie ging hoch \u00fcber der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und die Gew\u00e4sser nahmen \u00fcberhand und mehrten sich sehr auf der Erde; die Arche fuhr auf der Fl\u00e4che der Wasser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die Gew\u00e4sser nahmen gar sehr \u00fcberhand auf der Erde, und es wurden bedeckt alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> F\u00fcnfzehn Ellen dar\u00fcber gingen die Gew\u00e4sser in die H\u00f6he, und die Berge wurden bedeckt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Es verschied alles Fleisch, das sich auf Erden regte, alle V\u00f6gel, das Vieh, alle Tiere, alles, was auf Erden wimmelt, und alle Menschen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Alles, in dessen Nase der Odem des Lebenshauches, alle, die auf dem Trockenen waren, starben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Weggerafft wurden alle Wesen, die auf dem Erdboden, so Menschen wie Vieh, Gew\u00fcrm und Vogel des Himmels: sie wurden fortgerafft von der Erde. Und es blieb nur Noa \u00fcbrig und die mit ihm in der Arche waren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die Wasser nahmen \u00fcberhand auf der Erde hundert und f\u00fcnfzig Tage.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da gedachte Gott des Noa und der Tiere und des Viehes, das mit ihm in der Arche war. Und Gott leitete einen Wind \u00fcber die Erde, und die Gew\u00e4sser legten sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Es wurden verstopft die Quellen des Abgrundes und die Schleusen des Himmels, und gehemmt wurde der Regen vom Himmel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Gew\u00e4sser wichen immer mehr von der Erde; sie nahmen ab nach Verlauf von hundert und f\u00fcnfzig Tagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Arche ruhte dann am siebzehnten Tage des siebenten Monats auf dem Berge Ararat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die Gew\u00e4sser waren fort und fort im Abnehmen bis zum zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats wurden die Gipfel der Berge sichtbar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nach Verlauf von vierzig Tagen, da \u00f6ffnete Noa das Fenster der Arche, das er gemacht,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und entsandte den Raben; der flog hin und wieder, bis die Wasser trockneten von der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da entsandte er die Taube von sich, um zu sehen, ob das Wasser auf dem Erdboden gefallen war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber die Taube fand keine Ruhest\u00e4tte f\u00fcr ihren Fu\u00df und kehrte zu ihm in die Arche zur\u00fcck, weil Wasser auf der ganzen Erde war; er streckte seine Hand aus und nahm sie und brachte sie zu sich in die Arche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Er wartete noch sieben andere Tage und entsandte noch einmal die Taube aus der Arche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da kam die Taube zu ihm um die Zeit des Abends und in ihrem Munde hielt sie ein frisches \u00d6lblatt. Da erkannte Noa, dass die Wasser gefallen waren auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er wartete noch sieben andere Tage ab und entsandte wiederum die Taube; aber sie kehrte nicht wieder zu ihm zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es war im sechshundert und ersten Jahre, am ersten Tage des ersten Monats, da trocknete das Wasser von der Erde. Noa nahm ab die Decke der Arche und sah, dass trocken war der Erdboden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tage, war die Erde ausgetrocknet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und Gott redete zu Noa also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Gehe aus der Arche, du und dein Weib und deine S\u00f6hne und die Frauen deiner S\u00f6hne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Alle Tiere, die bei dir sind, alle Gesch\u00f6pfe, V\u00f6gel und Vieh und alles Gew\u00fcrm, das sich regt auf Erden, la\u00df hinausgehen mit dir, dass sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Noa ging hinaus, seine S\u00f6hne und sein Weib und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Auch alle Tiere, alles Gew\u00fcrm und alle V\u00f6gel, alles, was sich regt auf Erden, nach ihren Arten gingen sie aus der Arche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Noa baute einen Altar dem Herrn und nahm von dem reinen Vieh und von den reinen V\u00f6geln und opferte Ganzopfer auf dem Altar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und der Herr nahm den lieblichen Geruch wohlgef\u00e4llig auf und sprach: Fortan will ich nicht mehr verfluchen den Erdboden um des Menschen willen \u2014 obwohl der Trieb des Menschenherzens b\u00f6s ist von seiner Jugend an \u2014 ich will fortan nicht vernichten alles Lebende, wie ich getan habe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Fortan, alle Tage der Erde, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter und Tag und Nacht nicht gest\u00f6rt sein.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gott segnete den Noa und seine S\u00f6hne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Furcht und der Schrecken vor euch beherrsche alle Tiere der Erde und alle V\u00f6gel des Himmels. Alles, was sich regt auf dem Erdboden, alle Fische des Meeres \u2014 in eure Hand sind sie gegeben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Alles, was sich regt, was da lebt, euer sei es zum Essen; wie das gr\u00fcne Kraut gebe ich euch alles.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Doch Fleisch mit seinem Leben, [das ist] mit seinem Blut, sollt ihr nicht essen,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Auch das Blut eures Lebens werde ich fordern, von der Hand eines jeglichen Tieres werde ich es fordern und von der Hand des Menschen; von der Hand des einen werde ich fordern das Leben des andern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wer Blut eines Menschen vergie\u00dft durch des Menschen [Hand] soll auch sein Blut vergossen werden; denn im Bilde Gottes ist der Mensch geschaffen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihr aber seid fruchtbar auf Erden, regt euch und mehret euch auf ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und Gott sprach zu Noa und zu seinen S\u00f6hnen also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich errichte meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und mit allen Lebenatmenden, die mit euch, mit V\u00f6geln, Vieh und allen Tieren der Erde, mit allen, die aus der Arche kamen, mit allem, was da lebt auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Meinen Bund werde ich mit euch errichten, und fortan soll nicht alles Fleisch vertilgt werden durch die Gew\u00e4sser der Flut, und fortan soll keine Flut sein, die Erde zu verderben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und Gott sprach ferner: Das sei das Zeichen des Bundes, das ich setze zwischen mich und euch und alle Lebenatmenden, die bei euch sind, f\u00fcr ewige Zeiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Meinen Bogen setze ich in die Wolke, und er sei zum Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und es wird sein, wenn ich f\u00fchre Gew\u00f6lk \u00fcber der Erde und sichtbar wird der Bogen im Gew\u00f6lk,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> So werde ich gedenken meines Bundes, der zwischen mir und euch und allen Lebenatmenden, allem Fleische, besteht, und fortan sei die Sintflut nicht zum Verderben alles Fleisches.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Bogen sei im Gew\u00f6lk, und ich werde ihn ansehen, um zu gedenken des ewigen Bundes zwischen Gott und allem Lebenatmenden, allem Fleische, das auf Erden ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und Gott sprach zu Noa: das ist das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe, zwischen mir und allem Fleische auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es waren die S\u00f6hne Noa, die herauskamen aus der Arche: Sem, Ham und Jafet; Ham war der Stammvater Kanaans.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Diese drei waren die S\u00f6hne Noas, und von diesen ward bev\u00f6lkert die ganze Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Noa, der Ackerbauer, fing an und pflanzte einen Weinberg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er trank von dem Wein und ward berauscht und entbl\u00f6\u00dfte sich in seinem Zelt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ham, der Vater Kanaans, sah die Bl\u00f6\u00dfe seines Vaters und erz\u00e4hlte es seinen Br\u00fcdern drau\u00dfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da nahmen Sem und Jafet das Gewand und legten es beide auf ihre Schultern und gingen r\u00fccklings und bedeckten die Bl\u00f6\u00dfe ihres Vaters; ihr Gesicht war r\u00fcckgewandt, und sie sahen nicht die Bl\u00f6\u00dfe ihres Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Noa erwachte aus seinem Weinrausch und erfuhr, was ihm sein j\u00fcngster Sohn getan hatte<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und er sprach: Verflucht sei Kanaan! Ein niedriger Knecht seiner Br\u00fcder sei er!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Er sprach ferner: Gepriesen sei der Herr, Gott Sems, doch Kanaan sei ein Knecht bei ihnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Weit mache es Gott dem Jafet, und er wohne in den Zelten Sems, doch Kanaan sei ein Knecht bei ihnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Noa lebte nach der Flut dreihundert und f\u00fcnfzig Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und die Lebensjahre Noas waren neunhundert und f\u00fcnfzig, da starb er.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p>Die V\u00f6lkertafel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Das sind die Nachkommen der S\u00f6hne Noas: Sem, Ham und Jafet; es wurden ihnen geboren S\u00f6hne nach der Flut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die S\u00f6hne des Jafet waren: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Mesech und Tiras.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die S\u00f6hne des Gomer hie\u00dfen: Askenas, Rifat und Togarma.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die S\u00f6hne des Jawan: Elisa, Tarschisch, Kittim und Dodanim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Von diesen sonderten sich die Gaue der Volksst\u00e4mme in ihren L\u00e4ndern, jeglicher nach seiner Zunge, nach ihren Geschlechtern und ihren Volksst\u00e4mmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die S\u00f6hne des Ham waren: Kusch, Mizraim, Put und Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Sohne des Kusch: Seba und Hawila, Sabta und Raema und Sabtecha; und die S\u00f6hne des Raema: Seba und Dedan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und Kusch zeugte den Nimrod, der fing an zu sein ein Held auf Erden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er war ein m\u00e4chtiger Held der Jagd. Darum wird (sprichwortlich) von ihm gesagt: Wie Nimrod, ein m\u00e4chtiger Held der Jagd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Hauptstadt seines K\u00f6nigreiches war: Babel; und Erech, Akad und Kalne, im Lande Sinear.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Aus diesem Lande ging er nach Assur und baute Niniwe, R\u0205hobot=Ir und Kalah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und Resen zwischen Niniwe und Kalah; das ist die gr\u00f6\u00dfte Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und Mizraim zeugte Ludim, Anamim, Lehabim und Naftuhim,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und Patrusim und Kasluhim \u2014 von wo die Pelistim ausgingen \u2014 und die Kaftorim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und Kanaan zeugte seinen Erstgeborenen Zidon und den Het,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und den Jebusi, den Emori und den Girgasi,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Den Hiwi, den Arki und den Sini,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Den Arwadi, den Zemari und den Hamati; sp\u00e4terhin breiteten sich aus die Geschlechter der Kanaaniter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und die Mark der Kanaaniter war von Zidon gen Gerar bis Gasa, gen Sodom und Gomorra, Adma und Zeboim bis Lasa.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Dies sind die S\u00f6hne Hams nach ihren Geschlechtern, nach ihren Zungen, in ihren L\u00e4ndern und V\u00f6lkern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Auchdem Sem wurde geboren \u2014 dem Stammvater aller V\u00f6lkerschaften jenseit [des Euphrat], dem Bruder Jafets, des \u00c4ltesten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die S\u00f6hne Sems waren: Elam, Asur, Arpachsad, Lud und Aram.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die S\u00f6hne Arams: Uz, Hul, Geter und Mas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Arpachsad zeugte den Selah und Selah zeugte den Eber.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Dem Eber wurden zwei S\u00f6hne geboren; der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurden die Bewohner der Erde geteilt, und der Name seines Bruders war Joktan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Joktan zeugte Almodad und Salef, Hazarmawet und Jerah,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und Hadoram, Usal und Dikla,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und Obal, Abima\u00e9l und Seba,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und Ofir, Hawila und Jobab, alle diese waren die S\u00f6hne Joktans.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Ihr Sitz war von Mesa gen Sefar, den \u00f6stlichen Berg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Dies sind die S\u00f6hne Sems nach ihren Geschlechtern, nach ihren Zungen, in ihren L\u00e4ndern und V\u00f6lkern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Das sind die Geschlechter der S\u00f6hne Noas nach ihrer Abstammung, in ihren V\u00f6lkern, und von diesen sonderten sich die V\u00f6lker auf Erden nach der Flut.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es herrschte auf der ganzen Erde eine Sprache und einerlei Worte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und als sie von Osten herzogen, da fanden sie ein Tal im Lande Sinear und wohnten daselbst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie sprachen einer zum andern: Wohlan, lasset uns Ziegel streichen und brennen. Der Ziegel diente ihnen statt des Steines und das Erdharz statt des M\u00f6rtels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und sie sprachen: Wohlan, lasset uns eine Stadt bauen, und einen Turm mit einer Spitze bis gen Himmel; denn wir wollen uns ein Denkmal machen, damit wir uns nicht zerstreuen \u00fcber die ganze Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und Gott, der Herr, sah von oben die Stadt und den Turm, welche die Menschen gebaut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach der Herr: Ein Volk ist es und eine Sprache haben alle, und das ist der Anfang ihres Thuns; nun m\u00f6chte ihnen nichts unzug\u00e4nglich sein, von allem, was sie gesonnen sind zu tun. 7 Wohlan, lasset uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, dass nicht verstehe einer die Sprache des andern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und der Herr zerstreute sie von dort \u00fcber die ganze Erde, und sie standen davon ab, die Stadt zu bauen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Darum nannte man ihren Namen Babel, weil dort der Herr die Sprache aller Erdbewohner verwirrte, und von dort zerstreute sie der Herr \u00fcber die ganze Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Das sind die Nachkommen des Sem: Sem zeugte, hundert Jahre alt, den Arpachsad, zwei Jahre nach der Flut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und Sem lebte, nachdem er den Arpachsad gezeugt, f\u00fcnfhundert Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Arpachsad lebte f\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahre und zeugte Selah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nachdem er den Selah gezeugt, lebte Arpachsad vierhundert und drei Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Selah lebte drei\u00dfig Jahre und zeugte Eber.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nachdem er den Eber gezeugt, lebte Selah vierhundert und drei Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Eber lebte vierunddrei\u00dfig Jahre und zeugte Peleg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Nachdem er den Peleg gezeugt, lebte Eber vierhundert und drei\u00dfig Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Peleg lebte drei\u00dfig Jahre und zeugte R\u00ebu.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und Peleg lebte, nachdem er den R\u00ebu gezeugt, zweihundert und neun Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> R\u00ebu lebte zwei und drei\u00dfig Jahre und zeugte Serug.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> R\u00ebu lebte, nachdem er den Serug gezeugt, zweihundert und sieben Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Serug lebte drei\u00dfig Jahre und zeugte Nahor.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Nachdem er den Nahor gezeugt hatte,lebte Serug noch zweihundert Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nahor lebte neun und zwanzig Jahre und zeugte Tarah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Nahor lebte, nachdem er den Tarah gezeugt, hundert und neunzehn Jahre und zeugte S\u00f6hne und T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Tarah lebte siebzig Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Das sind die Nachkommen des Tarah: Tarah zeugte Abram, Nahor, Haran, und Haran zeugte Lot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Haran starb bei Lebenszeit seines Vaters Tarah, in seinem Geburtsland UrKasdim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Abram und Nahor nahmen Frauen. Der Name des Weibes Abrams war Sarai und der Name des Weibes Nahors Milka, die Tochter Harans, des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Aber Sarai war unfruchtbar, sie hatte kein Kind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Tarah nahm seinen Sohn Abram und den Lot, Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schnur, die Frau seines Sohnes Abram, und sie zogen mit ihm aus Ur=Kasdim, um zu gehen in das Land Kanaan; sie kamen aber nur bis Haran und wohnten daselbst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Tarah lebte zweihundert und f\u00fcnf Jahre und starb in Haran.<\/p>\n<h3>Lech Lechah<\/h3>\n<h2 id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p>Abram in Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Herr sprach zu Abram: Gehe aus deinem Lande und aus deinem Geburtsorte und aus dem Hause deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich werde dich machen zu einem gro\u00dfen Volke und dich segnen und gro\u00df machen deinen Ruf; und du sollst ein Segen sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich werde segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verw\u00fcnschen, und es werden sich segnen mit dir alle Geschlechter des Erdbodens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Abram ging, wie der Herr zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram war f\u00fcnfundsiebzig Jahre alt, als er von Haran wegzog.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Abram nahm sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, und all ihr Eigentum, das sie sich angeeignet, und die Seelen, die sie erworben in Haran, und zogen weg, um zu gehen in das Land Kanaan und kamen in das Land Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Abram durchzog das Land bis an den Ort Sichem, bis an den Terebinthen=Hain More; der Kenaanite war damals im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und der Herr erschien dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen werde ich dieses Land geben. [Abram] baute dort einen Altar dem Herrn, der ihm erschienen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Von dort r\u00fcckte er nach dem Gebirge vor \u00f6stlich von Bet=El, und spannte sein Zelt auf; Bet=El im Westen und Ai gen Osten; er baute dort einen Altar dem Herrn und rief an den Namen des Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und Abram zog immer weiter gen S\u00fcden [von Kanaan].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Aber es war eine Hungersnot im Lande, und Abram zog hinunter nach \u00c4gypten, um dort zu weilen, denn schwer war die Hungersnot im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Als er nun nahe daran war, nach \u00c4gypten zu kommen, da sprach er zu Sarai, seinem Weibe: Siehe doch, ich wei\u00df, dass du ein Weib von sch\u00f6nem Ansehen bist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es kann geschehen, wenn dich die \u00c4gypter sehen, werden sie sagen: Sein Weib ist sie; dann werden sie mich erschlagen, aber dich leben lassen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sage doch, meine Schwester bist du, damit es mir wohl gehe um deinetwillen, und ich leben bleibe deinethalben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und so geschah es; als Abram nach \u00c4gypten kam, da sahen die \u00c4gypter das Weib, dass es sehr sch\u00f6n war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Auch die Obersten Pharaos sahen sie und r\u00fchmten sie vor ihm; und die Frau wurde ins Haus Pharaos geholt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Dem Abram tat er Gutes um ihretwillen; er bekam Schafe und Rinder und Esel, Sklaven und Sklavinnen, Eselinnen und Kamele.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Aber der Herr plagte den Pharao mit gro\u00dfen Plagen und auch sein Haus, wegen Sarai, des Weibes Abrams.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da rief Pharao den Abram und sprach: Was hast du mir da getan? Warum hast du mir nicht gesagt, dass sie dein Weib sei?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Warum hast du gesagt: Meine Schwester ist sie? und ich nahm sie mir zur Frau. Und nun, da ist dein Weib, nimm sie und gehe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Pharao entbot f\u00fcr ihn M\u00e4nner, und sie geleiteten ihn und sein Weib und alles, was ihm zugeh\u00f6rte.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p>Abram und Lot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Abram zog hinauf von \u00c4gypten, er und sein Weib und alles, was ihm zugeh\u00f6rte, und auch Lot [und sie zogen] gen S\u00fcden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er zog \u00fcber seine [fr\u00fcheren] Reisest\u00e4tten: vom S\u00fcden bis Bet=El, bis an die Stelle, woselbst sein Zelt war im Anfang, zwischen Bet=El und Ai,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> An die Stelle des Altars, den er dort zuerst errichtet hatte und wo er den Namen des Herrn angerufen hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Auch Lot, der mit Abram ging, bekam Schafe, Rinder und Zelte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Doch es trug sie nicht das Land, dass sie beisammen wohnten, denn ihre Habe war gro\u00df, und sie konnten nicht beisammen wohnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es gab Zank zwischen den Hirten der Herden Abrams und den Hirten der Herden Lots. Der Kenaanite und Perisite wohnten dazumal im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprach Abram zu Lot: M\u00f6ge doch kein Zank sein zwischen mir und dir, zwischen meinen Hirten und deinen Hirten, denn Blutsverwandte sind wir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ist doch das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir! Wenn du zur Linken gehst, will ich mich rechts halten, und wenn du rechts gehst, will ich mich links halten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Lot erhob seine Augen und sah den ganzen Umkreis des Jordan, dass er ganz bew\u00e4ssert war; bevor der Herr zerst\u00f6rt hatte Sodom und Gomorra [war es] wie ein Garten Gottes, wie das Land \u00c4gypten bis gen Zoar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und Lot w\u00e4hlte sich den ganzen Umkreis des Jordan; er brach auf ostw\u00e4rts, und sie trennten sich einer vom andern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Abram wohnte im Lande Kanaan, und Lot wohnte in den St\u00e4dten des Umkreises und schlug seine Zelte auf bis Sodom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die M\u00e4nner von Sodom waren sehr b\u00f6s und s\u00fcndhaft gegen den Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Herr sprach zu Abram nach der Trennung Lots von ihm: Hebe doch auf deine Augen und schaue von der Stelle aus, woselbst du bist, gen Nord und S\u00fcd und gen Ost und West.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Denn das ganze Land, das du siehst, dir werde ich es geben und deinen Nachkommen auf ewig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich werde deine Nachkommen machen wie Staub der Erde, dass, wenn ein Mensch vermag zu z\u00e4hlen den Staub der Erde, er auch deine Nachkommen wird z\u00e4hlen k\u00f6nnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Auf, wandle durch das Land nach seiner L\u00e4nge und nach seiner Breite, denn dir werd ich es geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und Abram schlug Zelte auf und wohnte unter den Terebinthen Mamres, die in Hebron wuchsen, und baute dort einen Altar dem Herrn.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p>Die Gefangennahme Lots.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es geschah in den Tagen des Amrafel, K\u00f6nigs von Sinear, Arjoch, K\u00f6nigs von Elassar, Kedorlaomer, K\u00f6nigs von Elam, und Tidal, K\u00f6nigs von Gojim;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da f\u00fchrten sie Krieg mit Bera, K\u00f6nig von Sodom, und mit Birsa, K\u00f6nig von Gomorra, Sinab, K\u00f6nig von Adma, und Semeber, K\u00f6nig von Zebojim, und dem K\u00f6nig von Bela, das ist Zoar;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie stie\u00dfen zusammen im Tale Siddim, das ist der Salzsee.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Denn zw\u00f6lf Jahre waren sie unterworfen dem Kedorlaomer, aber im dreizehnten Jahre emp\u00f6rten sie sich,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und im vierzehnten Jahre kamen Kedorlaomer und die K\u00f6nige, die es mit ihm hielten, und schlugen die Refaim in Asterot=Karnajim und die Susim in Ham und die Emim in Sawe=Kirjataim,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sowie den Hori auf dem Gebirge S\u0205ir bis El=Paran, das an der W\u00fcste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und wendeten sich und kamen nach EnMispat, das ist Kades, und eroberten das ganze Gefilde des Amaleki und auch den Emori, der da wohnte in Hazazon Tamar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da zogen aus der K\u00f6nig von Sodom und der Konig von Gomorra, der K\u00f6nig von Adma und der K\u00f6nig von Zebojim, der K\u00f6nig von Bela, das ist Zoar, und ordneten gegen sie eine Schlacht im Tale Siddim:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gegen Kedorlaomer, K\u00f6nig von Elam, und Tidal, K\u00f6nig von Gojim und Amrafel, K\u00f6nig von Sinear, und Arjoch, K\u00f6nig von Elassar; vier K\u00f6nige gegen die f\u00fcnf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Aber das Tal Siddim war voll Quellen Erdharz. Und die K\u00f6nige von Sodom und Gomorra flohen und fielen dort hinein; die \u00fcbrigen flohen ins Gebirge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und [die Sieger] nahmen alle Habe von Sodom und Gomorra und all ihre Lebensmittel und zogen ab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie nahmen auch Lot und seine Habe, den Brudersohn Abrams, und zogen ab, denn er wohnte in Sodom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da kam ein Entronnener und berichtete Abram, dem Ebr\u00e4er, \u2014 er wohnte unter den Terebinthen des Emori Mamre, Bruders von Eskol und Aner, und diese waren Bundesm\u00e4nner Abrams. \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Als dieser h\u00f6rte, dass sein Brudersohn gefangen war da zog er das Schwert samt seinen Waffenge\u00fcbten, den Eingeborenen seines Hauses, dreihundert und achtzehn, und jagte nach bis Dan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er teilte sich wider sie nachts, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte sie bis Hoba, das links von Damaskus liegt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er brachte zur\u00fcck alle Habe, auch Lot, seinen Brudersohn, und dessen Habe brachte er zur\u00fcck, auch die Frauen und die Leute.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der K\u00f6nig von Sodom zog ihm entgegen, nach seiner R\u00fcckkehr vom Siege \u00fcber Kedorlaomer und die K\u00f6nige, die mit diesem gewesen, in das Tal Sawe, das ist das K\u00f6nigstal.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Malki=Zedek, K\u00f6nig von Salem, brachte heraus Brot und Wein, denn er war Priester des h\u00f6chsten Gottes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und er segnete [Abram] und sprach: Gesegnet sei Abram dem h\u00f6chsten Gott, dem Eigner des Himmels und der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Gepriesen sei der h\u00f6chste Gott, der geliefert deine Feinde in deine Hand. Und er gab ihm den Zehnten von allem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der K\u00f6nig von Sodom sprach zu Abram: Gib mir die Seelen, und die Habe behalte dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber Abram entgegnete dem K\u00f6nige von Sodom: Aufgehoben habe ich meine Hand zum Herrn, dem h\u00f6chsten Gott, dem Eigner des Himmels und der Erde [und geschworen]:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wenn von Faden oder Schuhriemen, wenn ich nehme irgendwas dein ist!&#8230; dass du nicht sagest: Ich habe reich gemacht den Abram.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nichts mir! nur was die Knechte verzehrt, und der Teil der M\u00e4nner, die mit mir gezogen, Aner, Estol und Mamre, die m\u00f6gen annehmen ihren Teil.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach diesen Begebenheiten ward das Wort des Herrn dem Abram in einem Gesichte also: F\u00fcrchte nicht, Abram, ich bin dein Schild, deines Lohnes ist sehr viel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Aber Abram sprach: Herr, was m\u00f6chtest du mir geben, da ich hingehe kinderlos? Verwalter meines Hauses ist Eli\u00ebser von Damaskus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und Abram sprach ferner: Mir hast du keine Nachkommen gegeben, und mein Hausgeborener wird mich beerben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Darauf ward ihm das Wort Gottes also: Nicht dieser wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dich beerben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und er f\u00fchrte ihn auf die Stra\u00dfe und sprach: Schau auf gen Himmel und z\u00e4hle die Sterne, ob du sie z\u00e4hlen kannst. Er sprach zu ihm: So [zahlreich] werden sein deine Nachkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> [Abram] vertraute auf den Herrn und rechnete es sich als Gnade an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> [Gott] sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich herausgef\u00fchrt hat aus Ur=Kasdim, dir dieses Land zu geben, um es zu besitzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und [Abram] sprach: Herr, woran mag ich wissen, dass ich es besitzen werde?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> [Der Herr] sagte zu ihm: Hole mir eine dreij\u00e4hrige F\u00e4rse, eine dreij\u00e4hrige Ziege, einen dreij\u00e4hrigen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und [Abram] holte ihm all dies, und zerschnitt sie in der Mitte und legte jegliches St\u00fcck gegen\u00fcber dem andern, nur das Gefl\u00fcgel zerschnitt er nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da kamen Raubv\u00f6gel herab auf die Gerippe doch Abram verscheuchte sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und als die Sonne war zum Untergehen, da fiel Bet\u00e4ubung auf Abram, und Angst, gro\u00dfe Finsternis, fiel auf ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach [Gott] zu Abram: Du sollst wissen, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande, das nicht das ihre; man wird sie knechten und unterdr\u00fccken vierhundert Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Aber auch strafen werde ich das Volk, dem sie dienen, und nachher sollen sie ausziehen mit gro\u00dfer Habe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und du wirst eingehen zu deinen V\u00e4tern in Frieden, du sollst begraben werden in gl\u00fccklichem Alter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das vierte Geschlecht soll zur\u00fcckkehren hierher; denn noch nicht voll ist die Schuld des Emori bis dahin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Als die Sonne untergegangen war, da ward ein Nebel, ein rauchender Glutofen und Fackeln von Feuer fuhren durch diese St\u00fccke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> An demselben Tage machte der Herr mit Abram einen Bund, also: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Strome \u00c4gyptens [Nil] bis an den gro\u00dfen Strom, den Strom Eufrat:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Den Keni, den Kenisi, den Kadmoni,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Den Hitti, den Perisi, die Refaim,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Den Emori, den Kanaani, den Girgasi und den Jebusi.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und Sarai, die Frau Abrams, gebar nicht; sie hatte aber eine \u00e4gyptische Magd Namens Hagar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, mich hat Gott verschlossen, dass ich nicht geb\u00e4re; komme nun zu meiner Magd, vielleicht erhalte ich Familie durch sie. Und Abram h\u00f6rte auf die Stimme Sarais.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sarai, die Frau Abrams, nahm die \u00c4gypterin Hagar, ihre Magd, nach Verlauf von zehn Jahren seit Abrams Aufenthalt im Lande Kanaan und gab sie ihrem Manne Abram zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er kam zu Hagar und sie ward schwanger. Und als sie sah, dass sie schwanger war, da ward ihre Gebieterin gering in ihren Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sarai sprach zu Abram: Ich habe mich \u00fcber dich zu beklagen. Ich habe meine Magd in deinen Scho\u00df gegeben und da sie sieht, dass sie schwanger ist, bin ich gering in ihren Augen. Es richte der Herr zwischen mir und dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Abram zu Sarai: deine Magd ist in deiner Hand, tue ihr, was gut in deinen Augen. Und Sarai qu\u00e4lte sie, und sie floh vor ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ein Engel des Herrn fand sie an dem Wasserquell in der W\u00fcste, an dem Quell auf dem Wege nach Sur,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du und wohin gehst du? Und sie sprach: Vor meiner Gebieterin Sarai fliehe ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach zu ihr der Engel des Herrn: Kehre um zu deiner Gebieterin und beuge dich unter ihre H\u00e4nde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und der Engel des Herrn sprach ferner: Mehren will ich deine Nachkommen, dass sie nicht gez\u00e4hlt werden k\u00f6nnen vor Menge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ferner sprach zu ihr der Engel des Herrn; du bist schwanger und wirst einen Sohn gebaren; nenne seinen Namen Isma\u0205l, denn der Herr hat geh\u00f6rt deinen Notschrei.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er wird ein freier Mann sein; seine Hand [wird er erheben] gegen alle, und die Hand aller [wird sich erheben] gegen ihn, und vor all seinen Br\u00fcdern wird er wohnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da nannte sie den Namen [des Engels] des Herrn, der mit ihr sprach: Du, Gott der Vorsehung, denn, sprach sie, hab&#8216; ich auch hier auf Schutz gehofft, nachdem mich der Schutz [Abrams] verlassen hat?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Daher nannte man den Born: Born Lahai Roi [der unsterblichen Vorsehung]; er ist zwischen Kades und Bared.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Hagar gebar dem Abram einen Sohn und Abram nannte den Namen seines Sohnes, den Hagar gebar, Isma\u0205l.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar ihm den Isma\u0205l gebar.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als Abram neun und neunzig Jahre alt war, da erschien der Herr dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott der Allm\u00e4chtige, wandle vor mir und sei makellos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und ich werde einen Bund einsetzen zwischen mich und dich und dich sehr vermehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da fiel Abram auf sein Gesicht, und Gott redete zu ihm also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Mein Bund ist mit dir, dass du werdest zum Vater vieler V\u00f6lker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Du sollst fortan nicht genannt werden Abram, sondern Abraham, denn zum Vater vieler V\u00f6lker mache ich dich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse dich werden zu V\u00f6lkern, K\u00f6nige sollen von dir herkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und ich werde errichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen f\u00fcr die sp\u00e4teren Geschlechter, zu einem ewigen Bunde, dir ein Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich werde dir und deinen Nachkommen das Land deiner Ansiedlung, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Eigentum geben, und ich werde ihr Gott sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und Gott sprach zu Abraham: Aber du sollst meinen Bund bewahren, du und deine Nachkommen f\u00fcr die sp\u00e4teren Geschlechter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Das ist mein Bund, den ihr bewahren sollt zwischen mir und dir und deinen Nachkommen: Beschnitten werde bei euch jegliches M\u00e4nnliche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ihr sollt beschnitten werden an euerm Gliede der Vorhaut, und das sei zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Acht Tage alt soll beschnitten werden bei euch jegliches M\u00e4nnliche f\u00fcr die sp\u00e4teren Geschlechter Eingeborne des Hauses wie Gekaufte f\u00fcr Geld [Sklaven] von jedem Fremden, auch wenn er nicht zu deinen Nachkommen geh\u00f6rt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Beschnitten werde der Eingeborene deines Hauses und der Gekaufte f\u00fcr dein Geld, und mein Bund sei an euerm Gliede als ewiger Bund.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und ein vorh\u00e4utiger Mann, der sich nicht beschneiden l\u00e4sst am Gliede seiner Vorhaut, werde ausgerottet aus seinem Volke; meinen Bund hat er gebrochen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ferner sprach Gott zu Abraham: Dein Weib nenne nicht Sarai, sondern Sara sei ihr Name.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und ich werde sie segnen und gebe dir auch von ihr einen Sohn, und ich will sie segnen, dass sie zu V\u00f6lkern werde, K\u00f6nige der V\u00f6lker sollen von ihr sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Abraham fiel auf sein Gesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Einem Hundertj\u00e4hrigen soll geboren werden? Und Sara, die neunzigj\u00e4hrige, soll geb\u00e4ren?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und Abraham sprach zu Gott: Wenn doch Isma\u00ebl vor dir lebte!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gott antwortete: Gewiss, Sara dein Weib geb\u00e4rt dir einen Sohn und du sollst seinen Namen nennen Isak. Und ich werde errichten meinen Bund mit ihm zu einem ewigen Bunde f\u00fcr seine Nachkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Auch wegen Isma\u00ebl hab&#8216; ich dich erh\u00f6rt. Ich segne ihn und mache ihn fruchtbar und mehre ihn sehr; zw\u00f6lf F\u00fcrsten wird er zeugen und ich mache ihn zu einem gro\u00dfen Volke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber meinen Bund werde ich errichten mit Isak, den dir Sara geb\u00e4ren wird um diese Frist, im andern Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Als er vollendete mit ihm zu reden, erhob sich Gott von Abraham.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und Abraham nahm seinen Sohn Isma\u0205l und all seine Haus=Eingeborenen und alle f\u00fcr sein Geld Gekauften, alles M\u00e4nnliche unter den Hausleuten Abrahams, und beschnitt das Glied ihrer Vorhaut, an eben demselben Tage, als Gott zu ihm geredet hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Abraham war neun und neunzig Jahre alt, da er sich beschneiden lie\u00df das Glied der Vorhaut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und sein Sohn Isma\u00ebl war dreizehn Jahre alt, da er sich beschneiden lie\u00df das Glied der Vorhaut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> An ein= und demselben Tage wurden Abraham und sein Sohn Isma\u00ebl beschnitten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und alle Leute seines Hauses, Eingeborne des Hauses und um Geld gekaufte von Fremden, lie\u00dfen sich beschneiden mit ihm.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Herr erschien [Abraham] unter den Terebinthen Mamres, als er an der T\u00fcr des Zeltes sa\u00df um die Glutzeit des Tages.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und [Abraham] hub seine Augen auf und erblickte drei M\u00e4nner, die vor ihm standen; als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der T\u00fcre des Zeltes und beugte sich zur Erde,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprach: Herr, wenn ich doch Gnade gefunden in deinen Augen, gehe doch nicht vor\u00fcber an deinem Knecht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es wird nur geholt ein wenig Wasser, dass ihr eure F\u00fc\u00dfe waschet und ruhet aus unter dem Baum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und ich will holen ein St\u00fcck Brot, damit ihr euer Herz labet, dann m\u00f6get ihr weiterziehen, denn ihr seid nun einmal an eurem Knechte vorbeigegangen; und sie sprachen: Tue so, wie du geredet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und Abraham eilte ins Zelt zu Sara und sprach: Nimm rasch drei Ma\u00df Kernmehl, knete es und mache Kuchen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und zu den Rindern lief Abraham und nahm ein junges Rind, zart und gut, und gab es dem Knaben, dass er eile, es zuzubereiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und holte Rahm und Milch und das junge Rind, das er bereitete, und setzte es vor sie, und er stand vor ihnen unter dem Baum, als sie a\u00dfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und sie sprachen zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? und [Abraham] erwiderte: Im Zelte!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und [einer der M\u00e4nner] sprach darauf: Zur\u00fcckkommen werde ich zu dir, um dieselbe Zeit, und dein Weib Sara wird einen Sohn haben. Sara h\u00f6rte es an der T\u00fcr des Zeltes, die hinter ihm war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Abraham und Sara waren aber alt,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sara lachte in ihrem Innern und dachte dar\u00fcber: Nachdem ich alt geworden, soll meine Jugend zur\u00fcckkehren; und auch mein Eheherr ist alt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und der Engel sprach zu Abraham: Warum doch lachte Sara und dachte: Soll ich auch wirklich geb\u00e4ren? ich bin ja alt!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ist dem Herrn ein Ding zu schwer? Zu der [festgesetzten] Frist kehr ich zu dir zur\u00fcck, und Sara hat einen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht! weil sie sich f\u00fcrchtete. Doch der [Engel] sprach: Ja, du hast gelacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und es erhoben sich die M\u00e4nner von dort und wandten den Blick gen Sodom; Abraham ging mit ihnen, sie zu geleiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und der Herr sprach: Sollt&#8216; ich verbergen vor Abraham, was ich tun will?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Abraham wird ja werden zu einem Volke, gro\u00df und m\u00e4chtig, und alle V\u00f6lker der Erde werden sich mit ihm segnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Denn ich hab\u2019 ihn ersehen, dass er es hinterlasse seinen S\u00f6hnen und seinem Hause nach ihm, dass sie wahren den Weg des Herrn, zu \u00fcben Wohltat und Recht damit der Herr kommen lasse auf Abraham, was er \u00fcber ihn ausgesprochen hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und der Herr sprach: Das Geschrei \u00fcber Sodom und Gomorra ist m\u00e4chtig und ihre Schuld sehr schwer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich will doch sehen, ob sie wirklich so getan, wie die Klagen, die zu mir gedrungen sind, oder nicht \u2014 ich will es wissen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Unterdessen wandten sich [von Abraham] die M\u00e4nner und gingen nach Sodom; Abraham stand noch vor dem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Abraham trat hin und sprach: Willst du gar vernichten den Gerechten mit dem Frevler?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Vielleicht gibt es f\u00fcnfzig Gerechte in der Stadt, willst du auch dann vernichten und nicht vergeben dem Orte um der f\u00fcnfzig Gerechten willen, die darin sind?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Fern sei dir, solches zu tun, zu t\u00f6ten den Gerechten mit dem Frevler, dass der Gerechte sei wie der Frevler. Fern sei es dir. Der Richter \u00fcber die ganze Erde sollte nicht Gerechtigkeit \u00fcben?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Der Herr erwiderte: Wenn ich in der Stadt Sodom f\u00fcnfzig Gerechte finde, so vergebe ich dem ganzen Orte um ihretwillen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da antwortete Abraham: Ich rede noch weiter zu meinem Herrn, obgleich ich doch nur Staub und Asche bin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Vielleicht fehlen an den f\u00fcnfzig Gerechten f\u00fcnf, wirst du um die f\u00fcnf die ganze Stadt verderben? Und [Gott] sprach: Ich werde sie nicht verderben, wenn ich dort f\u00fcnfundvierzig finde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Aber [Abraham] fuhr fort ferner zu Gott zu reden und sprach: Vielleicht finden sich dort vierzig. Und [Gott] sprach: Ich werde nichts tun um die vierzig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und [Abraham] sprach: Nicht doch verdrie\u00df es meinen Herrn, dass ich rede. Vielleicht finden sich dort drei\u00dfig. Und [der Herr] entgegnete: Ich tue nichts, wenn ich dort drei\u00dfig finde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Wiederum sprach [Abraham]: Ich will noch weiter reden zu meinem Herrn; vielleicht finden sich dort zwanzig. [Der Herr] erwiderte: Ich verderbe auch nicht um die zwanzig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und [Abraham] sagte: Nicht doch verdrie\u00df es meinen Herrn, und ich will auch nur dies sprechen: Vielleicht finden sich dort zehn. Und [Gott] entgegnete: Ich verderbe nicht um die zehn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Der Herr ging fort, als er aufgeh\u00f6rt zu reden zu Abraham, und Abraham kehrte zur\u00fcck nach seinem Orte.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p>Die Zerst\u00f6rung Sodoms.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Engel kamen nach Sodom am Abend; Lot sa\u00df am Tore Sodoms. Als Lot sie sah, erhob er sich ihnen entgegen und beugte sich mit dem Angesicht zur Erde,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und sprach: o meine Herren, kehret doch ein in das Haus eures Knechtes, \u00fcbernachtet da und waschet eure F\u00fc\u00dfe und macht euch fr\u00fch auf und geht eures Weges. Aber sie sprachen: Nein, sondern auf der Stra\u00dfe werden wir \u00fcbernachten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Aber [Lot] drang in sie sehr, und sie kehrten ein bei ihm und kamen in sein Haus, und er bereitete ihnen ein Mahl und buk unges\u00e4uerte Kuchen, und sie a\u00dfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie hatten sich noch nicht niedergelegt, da umringten die M\u00e4nner der Stadt Sodom das Haus, von Jung bis Alt, das ganze Volk aus allen Enden;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie riefen nach Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die M\u00e4nner, die zu dir gekommen sind diese Nacht? F\u00fchre sie heraus zu uns, dass wir sie erkennen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Lot ging hinaus zu ihnen an den Eingang; aber die T\u00fcr schloss er hinter sich,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und sprach: Tut doch kein B\u00f6ses, meine Br\u00fcder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich habe zwei T\u00f6chter, die noch keinen Mann kennen, die will ich zu euch herausf\u00fchren und tut ihnen, wie es gut ist in euren Augen, nur diesen M\u00e4nnern tut nichts, denn sie sind nun einmal gekommen unter den Schatten meines Daches.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprachen sie: Geh hinweg! Sie sprachen weiter: Der da ist gekommen [um bei uns] als Fremdling zu weilen und will den Richter machen! Nun werden wir mit dir \u00fcbler verfahren als mit ihnen. Sie drangen auf den Mann, auf Lot, heftig ein und traten herzu, die T\u00fcre einzubrechen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da streckten die M\u00e4nner [die Engel] ihre Hand aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus, und die T\u00fcre verschlossen sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und die Leute, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, von Klein bis Gro\u00df, und sie m\u00fchten [sich vergeblich ab], den Eingang zu finden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dann sprachen die M\u00e4nner [die Engel] zu Lot: Wen du noch hier hast: Schwiegersohn, S\u00f6hne und T\u00f6chter und alle, die dir angeh\u00f6ren in der Stadt, schaffe sie hinaus aus dem Orte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Denn wir zerst\u00f6ren diesen Ort, weil gro\u00df ist das Geschrei \u00fcber sie vor dem Herrn, und der Herr hat uns gesandt sie zu zerst\u00f6ren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da ging Lot hin und redete zu seinen Schwiegers\u00f6hnen, den Freiern seiner T\u00f6chter, also: Auf, ziehet aus diesem Orte, denn der Herr will die Stadt zerst\u00f6ren. Aber es war in den Augen seiner Schwiegers\u00f6hne, als triebe er Scherz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als der Morgen anbrach, da drangen die Engel in Lot und sprachen: Auf, nimm dein Weib und deine beiden T\u00f6chter, die zugegen sind, dass du nicht weggerafft werdest bei der Strafe der Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da er aber zauderte, fassten die M\u00e4nner seine Hand und die Hand seines Weibes und die Hand seiner zwei T\u00f6chter \u2014 weil der Herr ihn schonen wollte \u2014 und f\u00fchrten ihn hinaus und lie\u00dfen ihn au\u00dferhalb der Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und nachdem sie sie hinausgebracht ins Freie, sprach Einer: Entflieh um dein Leben. Schaue nicht hinter dich und bleibe nicht stehen in dem ganzen Umkreise; ins Gebirge fliehe, dass du nicht weggerafft werdest.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da sprach Lot zu ihnen: Nicht doch, meine Herren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Siehe doch, dein Knecht hat Gnade gefunden in deinen Augen, und du hast gro\u00df sein lassen deine Huld, die du mir erwiesen, mich am Leben zu erhalten; aber ich vermag nicht zu entfliehen ins Gebirge, es k\u00f6nnte mich das Verderben einholen und ich st\u00fcrbe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Siehe, jene Stadt ist nah, um dahin zu fl\u00fcchten und dazu ist sie klein, lass mich doch dahin entfliehen \u2014 sie ist ja nur klein \u2014 dass ich leben bleibe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und [der Engel] sprach zu ihm: ich tue dir zu Gunsten auch daran, dass ich nicht die Stadt zerst\u00f6re, von der du geredet hast.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Eile, entfliehe dorthin, denn ich vermag nichts zu tun, bis du dorthin gekommen. Daher nannte man den Namen der Stadt: Zoar [die Kleine].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die Sonne ging auf \u00fcber der Erde, und Lot kam in Zoar an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und der Herr lie\u00df regnen auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer vom Himmel,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und zerst\u00f6rte diese St\u00e4dte und den ganzen Umkreis, und alle Einwohner der St\u00e4dte und das Gew\u00e4chs des Erdbodens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da schaute [Lots] Weib hinter sich und ward eine Salzs\u00e4ule.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Abraham machte sich in der Fr\u00fche auf an den Ort, woselbst er gestanden vor dem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und blickte hin nach Sodom und Gomorra und auf den ganzen Umkreis und sah den Dampf aus der Erde emporsteigen wie der Dampf eines Ofens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Als Gott die St\u00e4dte des Umkreises vernichtete, da gedachte Gott des Abraham und entsandte den Lot mitten aus der Zerst\u00f6rung, als er die St\u00e4dte zerst\u00f6rte, in welchen Lot gewohnt hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Lot zog hinauf von Zoar und blieb auf dem Berge, und seine beiden T\u00f6chter mit ihm; denn er f\u00fcrchtete zu bleiben in Zoar. Und er wohnte in der H\u00f6hle, er und seine beiden T\u00f6chter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da sprach die \u00e4ltere zu der j\u00fcngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist im Lande, zu uns zu kommen nach der Weise aller Welt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Komm, wir wollen unserm Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen und von unserm Vater Nachkommen erhalten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Und sie gaben ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht, und die \u00e4ltere kam und legte sich zu ihrem Vater, aber er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Am andern Morgen, da sprach die \u00e4ltere zu der J\u00fcngeren: Ich habe gestern bei meinem Vater gelegen; wir wollen ihm Wein zu trinken geben auch diese Nacht und gehe, lege du dich zu ihm, dass wir von unserm Vater Nachkommen erhalten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Sie gaben auch in dieser Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die j\u00fcngere erhob sich und legte sich zu ihm, aber er wusste weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Die beiden T\u00f6chter Lots wurden schwanger von ihrem Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Und die \u00e4ltere gebar einen Sohn und nannte seinen Namen Moab; das ist der Stammvater der heutigen Moabiter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und auch die j\u00fcngere gebar einen Sohn und nannte seinen Namen Ben Ammi; das ist der Stammvater der heutigen Ammoniter.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Abraham brach von dort auf in das Land gegen S\u00fcden und wohnte zwischen Kades und Sur und weilte in Gerar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Abraham sagte von seinem Weibe Sara: Meine Schwester ist sie. Darauf schickte Abimelech, K\u00f6nig von Gerar, und nahm die Sara.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da erschien Gott dem Abimelech im Traume der Nacht und sagte zu ihm: Siehe, du stirbst wegen des Weibes, das du genommen, denn sie ist verm\u00e4hlt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Aber Abimelech war ihr nicht genaht; er sprach nun: Herr, wirst du auch ein gerechtes Volk umbringen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Hat doch [Abraham] zu mir gesagt: Meine Schwester ist sie; und auch sie hat gesagt: Mein Bruder ist er. In der Einfalt meines Herzens und mit Reinheit meiner H\u00e4nde habe ich dies getan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sagte Gott zu ihm im Traume: Auch ich wusste, dass du in Einfalt deines Herzens dies getan hast; darum auch hinderte ich dich, gegen mich zu s\u00fcndigen; deswegen lie\u00df ich nicht zu, sie anzutasten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und nun gib dem Manne sein Weib zur\u00fcck, denn ein Prophet ist er und wird f\u00fcr dich beten, dass du lebest. Wo du sie aber nicht zur\u00fcckgibst, wisse, dass du sterben werdest, du und alle, die dir angeh\u00f6ren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Abimelech machte sich auf in der Fr\u00fche und rief all seine Diener und redete all diese Worte vor ihnen; da f\u00fcrchteten sich die M\u00e4nner sehr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und Abimelech rief den Abraham und sagte zu ihm: Was hast du uns getan? Was habe ich gegen dich verschuldet, dass du eine gro\u00dfe Verschuldung \u00fcber mich und mein K\u00f6nigreich gebracht hast? Taten, die nicht geschehen sollten, hast du gegen mich getan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Abimelech sagte weiter zu Abraham: Was hat dich veranlasst, dies zu tun?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Abraham: Weil ich dachte, gar keine Gottesfurcht sei an diesem Orte, und sie werden mich t\u00f6ten wegen meines Weibes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und wirklich ist sie auch meine Schwester, die Tochter meines Vaters, doch nicht die Tochter meiner Mutter, deshalb ward sie mein Weib.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es geschah, als mich Gott wandern hie\u00df aus dem Hause meines Vaters, da sagte ich zu ihr: Dies sei deine Liebe, die du mir erweisen m\u00f6gest. An allen Orten, wohin wir kommen, sage von mir: Mein Bruder ist er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Sklaven und Sklavinnen und schenkte sie dem Abraham und gab ihm auch zur\u00fcck sein Weib Sara.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Dann sagte Abimelech: Siehe, mein Land ist vor dir; wo es dir gef\u00e4llt, da wohne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und zu Sara sagte er: Siehe, ich gebe tausend Silberst\u00fccke deinem Bruder, das sei f\u00fcr dich eine Augenh\u00fclle gegen Alle, die um dich; allen kannst du damit entgegentreten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Abraham betete zu Gott, und Gott heilte Abimelech und sein Weib und seine M\u00e4gde, dass sie geb\u00e4ren konnten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Denn ganz verschlossen hatte der Herr jede Geb\u00e4rmutter im Hause Abimelechs um Saras willen, des Weibes Abrahams.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p>Die Geburt Isaks.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und der Herr bedachte Sara, wie er gesprochen, und tat ihr, wie er geredet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sara ward schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn auf sein Alter, um die Frist, die Gott verhei\u00dfen hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Abraham nannte den Namen seines Sohnes, der ihm geboren worden, den ihm Sara gebar: Jizchak [Isak].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Abraham beschnitt seinen Sohn Isak zu acht Tagen, wie ihm Gott geboten hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Hundert Jahre war Abraham alt, als ihm sein Sohn Isak geboren wurde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Sara: Eine Freude hat mir Gott gemacht; wer es h\u00f6rt, wird sich mit mir freuen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und sprach weiter: Wer h\u00e4tte es dem Abraham gesagt: Sara s\u00e4ugt Kinder! Doch habe ich einen Sohn geboren auf sein Alter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und der Knabe wuchs und ward entw\u00f6hnt, und Abraham machte ein gro\u00dfes Gastmahl am Tage der Entw\u00f6hnung des Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sah Sara den Sohn Hagars, der \u00c4gypterin, den sie dem Abraham geboren hatte, spotten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und sie sprach zu Abraham: Vertreibe diese Magd und ihren Sohn; denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohne Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Sache aber war dem Abraham um seines Sohnes willen sehr leid.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Allein Gott sprach zu Abraham: Lasse dir es nicht leid sein wegen des Knaben und wegen deiner Magd, in allem, was Sara dir sagt, h\u00f6re auf ihre Stimme. Denn nur Isak allein wird dein Nachkomme genannt werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einem Volke machen, weil er dein Kind ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da machte sich Abraham auf am Morgen, nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar; er legte es auf ihre Schulter samt dem Kind und entlie\u00df sie. Und sie ging und verirrte sich in der W\u00fcste Beerschewa.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als das Wasser ihr ausgegangen war im Schlauche, da warf sie das Kind unter einen der B\u00e4ume,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und ging und setzte sich fernab um die Entfernung eines Bogenschusses. Denn, sagte sie, ich mag nicht zusehen, wie das Kind stirbt. So sa\u00df sie fernab und erhob ihre Stimme und weinte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Gott h\u00f6rte die Stimme des Knaben. Da rief ein Engel Gottes vom Himmel der Hagar zu und sprach: Was ist dir, Hagar? F\u00fcrchte nichts, denn Gott hat geh\u00f6rt die Stimme des Knaben, dort wo er ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Stehe auf, nimm auf den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand, denn zu einem gro\u00dfen Volke werde ich ihn machen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gott \u00f6ffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserborn; sie ging hin und f\u00fcllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und Gott war mit dem Knaben, dass er aufwuchs; er wohnte in der W\u00fcste und wurde ein Bogensch\u00fctze.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er wohnte in der W\u00fcste Paran; seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Um diese Zeit geschah es, da sprach Abimelech und Pichol, sein Heerf\u00fchrer, zu Abraham also: Gott ist mit dir in allem, was du tust.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Nun schw\u00f6re mir hier bei Gott, dass du nicht tr\u00fcglich handelst gegen mich, mein Kind und meinen Enkel. Dieselbe Liebe, die ich dir erwiesen, sollst du auch mir erweisen und dem Lande, in welchem du geweilt hast.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und Abraham sprach: Ich will schw\u00f6ren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Abraham stellte aber den Abimelech zur Rede wegen des Wasserborns, den die Knechte Abimelechs geraubt hatten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Abimelech antwortete: Ich wei\u00df nicht, wer das getan hat; denn weder du hast mir es gesagt, noch habe ich es geh\u00f6rt au\u00dfer heute.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Abraham nahm Schafe und Rinder und gab dem Abimelech, und sie schlossen beide einen Bund.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Abraham stellte die sieben L\u00e4mmer abgesondert.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da sprach Abimelech zu Abraham: Was ist es mit diesen sieben L\u00e4mmern, die du abgesondert hingestellt hast?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Da entgegnete [Abraham]: Weil du die sieben L\u00e4mmer nehmen sollst aus meiner Hand, damit es mir zum Zeugnis diene, dass ich gegraben diesen Born.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Daher nannte man diesen Ort: Beerschewa, weil sie dort beide geschworen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und sie schlossen einen Bund in Beerschewa. Dann machte sich Abimelech und ein Heerf\u00fchrer Pichol auf und kehrten zur\u00fcck in das Land der Philister.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> [Abraham] pflanzte eine Tamariske in Beerschewa und rief dort an den Namen des Herrn, den Gott f\u00fcr immerdar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Viele Tage weilte Abraham im Lande der Philister.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p>Die Opferung Isaks.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es war nach diesen Begebenheiten, da pr\u00fcfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und dieser antwortete: Hier bin ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und [Gott] sprach weiter: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, den Isak, und gehe hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Opfer auf einem der Berge, den ich dir ansagen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Abraham stand morgens fr\u00fch auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knaben mit sich und seinen Sohn Isak und spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf und ging an den Ort, den ihm Gott angesagt hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Am dritten Tage, da erhob Abraham eine Augen und sah den Ort von fern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und. Abraham sprach zu seinen Knaben: Bleibet hier bei dem Esel; ich und der Knabe, wir wollen bis dorthin gehen; wenn wir [Gott] angebetet, kehren wir zur\u00fcck zu euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Abraham nahm das Holz des Ganzopfers und legte es Isak, seinem Sohn, auf; aber in seine Hand nahm er das Feuer und das Schlachtmesser, und sie gingen beide zusammen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Isak sprach zu Abraham, seinem Vater, und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und [Isak] sprach: Siehe, hier ist das Feuer und das Holz, wo aber ist das Lamm zum Opfer?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Abraham erwiderte: Gott wird sich ersehen das Lamm zum Opfer, mein Sohn! Und sie gingen beide zusammen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie kamen nun an den Ort, den ihm Gott angesagt hatte, und Abraham baute dort den Altar; dann legte er das Holz zurecht, band seinen Sohn Isak und legte ihn auf den Altar \u00fcber das Holz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, seinen Sohn zu schlachten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da rief ein Engel des Herrn vom Himmel ihm zu und sprach: Abraham! Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und [der Engel] sagte: Strecke nicht deine Hand nach dem Knaben aus und tue ihm nicht das Geringste. Denn nun wei\u00df ich, dass du gottesf\u00fcrchtig bist, denn du hast [Gott] nicht verweigert deinen einzigen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da erhob Abraham seine Augen und erblickte einen Widder, der hernach h\u00e4ngen blieb im Dickicht an den H\u00f6rnern; da ging Abraham hin und nahm den Widder und brachte ihn zum Opfer statt seines Sohnes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Abraham nannte den Namen dieses Ortes: adonai jir\u0205h [vor dem Herrn erscheinen], wie heute gesprochen wird: Auf dem Berge des Herrn erscheint man.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und ein Engel des Herrn rief dem Abraham zu vom Himmel zum zweiten Mal<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und sprach: Bei mir habe ich geschworen, ist der Spruch des Herrn, dass, weil du dieses getan, deinen einzigen Sohn nicht verweigert hast:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> So werde ich dich segnen und mehren deine Nachkommen, wie die Sterne des Himmels und wie den Sand, der am Rande des Meeres, und deine Nachkommen werden besitzen das Tor der Feinde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und alle V\u00f6lker der Erde werden sich mit deinen Nachkommen segnen, zum Lohne, dass du gehorcht hast meiner Stimme.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Abraham kehrte zur\u00fcck zu seinen Knaben, sie erhoben sich und gingen zusammen nach Beerschewa, und Abraham blieb in Beerschewa.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Nach diesen Begebenheiten wurde dem Abraham berichtet: Milka hat auch S\u00f6hne geboren deinem Bruder Nahor.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Uz, seinen Erstgebornen, Bus, dessen Bruder, und Kamu\u00e9l, den Stammvater von Aram;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und Kesed, Haso, Pildas, Jidlaf und Betu\u0205l.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Betu\u0205l zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, dem Bruder Abrahams.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Auch seine Nebenfrau mit Namen R\u0205uma, gebar den Tebah, den Gaham, den Tahas und Maacha.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p>Der Tod der Sara.<\/p>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es war die Lebenszeit Saras hundert und sieben und zwanzig Jahre; dies die Jahre der Lebenszeit Saras.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sara starb in Kirjat=Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Und Abraham kam herbei zu klagen um Sara und sie zu beweinen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Dann erhob sich Abraham von seiner Toten und redete zu den S\u00f6hnen Het also;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Fremder und Einsa\u00df bin ich bei euch; gebet mir ein Besitztum zum Begr\u00e4bnis bei euch, dass ich begrabe meine Tote.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und es antworteten die S\u00f6hne Het dem Abraham:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> H\u00f6re uns an, Herr. Ein erhabener (g\u00f6ttlicher) F\u00fcrst bist du unter uns; in der auserlesensten unserer Grabst\u00e4tten begrabe deine Tote. Niemand unter uns wird dir seine Grabst\u00e4tte verwehren, dass du deine Tote begrabest.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Abraham erhob sich und verbeugte sich vor dem Volke des Landes, vor den S\u00f6hnen Het,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und redete zu ihnen also. Wenn es euer Wille ist, dass ich begrabe meine Tote, h\u00f6ret mich, und gebet fur mich den Efron an, den Sohn Zohars,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Dass er mir die H\u00f6hle Mechpela gebe, die ihm geh\u00f6rt, die am Ende seines Feldes; gegen vollen Preis gebe er sie mir, in eurer Mitte zum Erbbegr\u00e4bnis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Efron sa\u00df unter den S\u00f6hnen Het. Da antwortete Efron, der Hitti, dem Abraham vor den Ohren der S\u00f6hne Het, vor allen, die eingingen in das Tor seiner Stadt, also;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Nicht doch, mein Herr, h\u00f6re mich an. Das Feld gebe ich dir, auch die H\u00f6hle, die darin; ich gebe sie dir, vor den Augen der S\u00f6hne meines Volkes gebe ich sie dir; begrabe deine Tote.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da verbeugte sich Abraham vor dem Volke des Landes,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und redete zu Efron vor dem Volke des Landes also: Doch, wenn du nur auf mich h\u00f6ren wolltest! Ich gebe den Preis f\u00fcr das Feld, nimm ihn von mir, und ich will meine Tote dort begraben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da antwortete Efron dem Abraham und sagte ihm:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Mein Herr, h\u00f6re mich, ein Land im Wert von vierhundert Sekel Silbers, was bedeutet das zwischen mir und dir? Begrabe doch deine Tote!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Abraham verstand den Efron; er wog ihm das Silber zu, wovon dieser geredet vor den Ohren der S\u00f6hne Het, vierhundert Sekel Silbers, gangbar beim Kaufmann.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> So verblieb das Feld Efrons, das in der Machpela vor Mamre, das Feld und die H\u00f6hle darin und alle B\u00e4ume, die auf dem Felde, die auf seiner ganzen Mark ringsum,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dem Abraham als erkauftes Gut vor den Augen der S\u00f6hne Het, aller, die eingingen in das Tor seiner Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und danach begrub Abraham sein Weib Sara in der H\u00f6hle des Feldes der Mechpela vor Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> So verblieb das Feld und die H\u00f6hle, die darin dem Abraham, als Erbbegr\u00e4bnis von den S\u00f6hnen Het.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p>Isak und Rebekka.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Abraham wurde alt und betagt, und der Herr hatte ihn in allem gesegnet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sprach Abraham zu seinem Knecht dem \u00e4ltesten seines Hauses, der \u00fcber alles schaltete, was sein war: Lege doch deine Hand unter meine H\u00fcfte<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und ich werde dich schw\u00f6ren lassen beim Herrn, bei dem Gott des Himmels und der Erde, dass du nicht nehmest ein Weib f\u00fcr meinen Sohn von den T\u00f6chtern des Kanaani, in dessen Mitte ich wohne:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sondern in mein Land und zu meinem Geburtsort sollst du gehen und ein Weib nehmen f\u00fcr meinen Sohn Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Knecht antwortete ihm: Vielleicht willigt die Frau nicht, mir zu folgen in dieses Land; soll ich dann deinen Sohn zur\u00fcckf\u00fchren in das Land, aus welchem du gezogen bist?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Abraham sprach: H\u00fcte dich, dass du meinen Sohn nicht dahin zur\u00fcckf\u00fchrest.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Herr, der Gott des Himmels und der Erde, der mich genommen aus dem Hause meines Vaters und aus dem Lande meiner Geburt, und der mir zugesagt und mir geschworen hat also; deinen Nachkommen werde ich geben dieses Land; der wird seinen Engel senden vor dir her, dass du ein Weib nehmest f\u00fcr meinen Sohn von dort.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wenn aber die Frau nicht willigt, dir zu folgen, so bist du meines Schwures ledig, nur f\u00fchre nicht meinen Sohn dorthin zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da legte der Knecht seine Hand unter die H\u00fcfte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm dies zu.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog aus und allerlei K\u00f6stliches seines Herrn bei sich und machte sich auf und zog gen Aram=Naharajim [Mesopotamien], nach der Stadt Nahors.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> [Dort angelangt] lie\u00df er niederknien die Kamele au\u00dferhalb der Stadt, an dem Wasserborn, um die Zeit des Abends, um die Zeit, wenn die [Wasser]=Sch\u00f6pferinnen herauskamen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und er sprach: Herr, Gott meines Herrn Abraham, f\u00fcge es doch vor mich heute und erweise Huld meinem Herrn Abraham.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Siehe, ich will mich stellen an den Wasserquell, und die T\u00f6chter der Stadtleute werden herauskommen Wasser zu sch\u00f6pfen,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und es sei das M\u00e4dchen, zu dem ich sagen werde: Neige doch deinen Krug, dass ich trinke! und sie wird sagen: Trinke und auch deine Kamele will ich tr\u00e4nken, diese hast du bestimmt deinem Knechte, dem Isak, und an ihr werd&#8216; ich erkennen, dass du Huld erwiesen meinem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und es geschah, er hatte noch nicht aufgeh\u00f6rt zu reden, da kam Rebekka heraus \u2014 die geboren worden dem Betu\u0205l, dem Sohne Milkas, des Weibes Nahors, des Bruders Abrahams \u2014 und ihren Krug hatte sie auf ihrer Schulter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das M\u00e4dchen war sehr sch\u00f6n von Ansehen, eine Jungfrau, kein Mann hatte sie erkannt; sie stieg hinab zum Quell und f\u00fcllte ihren Krug und kam herauf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: Lass mich doch schl\u00fcrfen ein wenig Wasser aus deinem Kruge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und sie sprach: Trinke, mein Herr, und eilends lie\u00df sie herunter ihren Krug auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Auch f\u00fcr deine Kamele will ich sch\u00f6pfen, bis dass sie genug getrunken haben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und sie go\u00df eilends ihren Krug in die Tr\u00e4nkrinne und lief noch einmal an den Born zu sch\u00f6pfen und sch\u00f6pfte f\u00fcr alle seine Kamele.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Mann war \u00fcberrascht, er schwieg aber, um zu wissen, ob der Herr habe gelingen lassen seinen Weg oder nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Nasenring, ein Beka an Gewicht, und zwei Armbander f\u00fcr ihre Arme, zehn Goldst\u00fccke an Gewicht,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und sprach: Wessen Tochter bist du, sage mirs doch. Ist wohl im Hause deines Vaters Platz, uns zu beherbergen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Sie antwortete ihm: Die Tochter Betu\u0205ls bin ich, des Sohnes Milkas, den sie geboren dem Nahor.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und sie sprach weiter zu ihm: Stroh wie Futter ist genug bei uns, auch Platz zu \u00fcbernachten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da neigte sich der Mann und b\u00fcckte sich vor dem Herrn<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und sprach: Gepriesen sei der Herr Gott meines Herrn Abraham, der nicht l\u00e4sst seine Huld und seine Treue gegen meinen Herrn. Mich hat Gott auf diesem Wege gef\u00fchrt in das Haus der Br\u00fcder meines Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und das M\u00e4dchen lief und berichtete im Hause ihrer Mutter diese Dinge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Rebekka aber hatte einen Bruder mit Namen Laban; dieser lief zu dem Manne hinaus an den Quell.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und es geschah, als er gesehen den Nasenring und die Armb\u00e4nder um die Arme seiner Schwester, und als er den Bericht seiner Schwester Rebekka h\u00f6rte also. So hat der Mann zu mir geredet \u2014 da kam er zu dem Manne, der noch bei den Kamelen am Quell stand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> [Laban] sprach: Komm, Gesegneter des Herrn, warum stehest du drau\u00dfen, da ich aufger\u00e4umt habe das Haus und einen Platz f\u00fcr die Kamele.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Da kam der Mann in das Haus; er packte die Kamele ab und gab Stroh und Futter den Kamelen und Wasser zu waschen seine F\u00fc\u00dfe und die F\u00fc\u00dfe der M\u00e4nner, die mit ihm waren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Man setzte ihm zu essen vor; aber er sprach: Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet. [Laban] sprach: Rede!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Und er sprach: der Knecht Abrahams bin ich;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Gott hat meinen Herrn sehr gesegnet, dass er gro\u00df geworden, und hat ihm gegeben Schafe und Rinder, Silber und Gold, Knechte und M\u00e4gde, Kamele und Esel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Und Sara, die Frau meines Herrn, gebar ihm einen Sohn in ihrem sp\u00e4ten Alter, und er gab ihm alles, was sein war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Und mein Herr beschwor mich, also: Du sollst kein Weib nehmen f\u00fcr meinen Sohn von den T\u00f6chtern des Kanaani, in dessen Land ich wohne;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> So du nicht in das Haus meines Vaters gehest und zu meinem Geschlechte und nehmest ein Weib f\u00fcr meinen Sohn!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Und ich sprach zu meinem Herrn: Vielleicht wird mir die Frau nicht folgen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Aber [Abraham] sprach zu mir: Der Herr, vor dem ich gewandelt bin, wird seinen Engel senden mit dir und deinen Weg gelingen lassen, dass du nehmest ein Weib f\u00fcr meinen Sohn von meinem Geschlechte und aus dem Hause meines Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Dann wirst du frei meines Eides: wenn du gehest zu meinem Geschlechte, und wenn sie dir keine geben \u2014 so bist du frei meines Eides.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Da kam ich heute an den Quell und sprach: Herr, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch willst gelingen lassen meinen Weg, auf dem ich ziehe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Siehe, ich will mich stellen an den Wasserquell; es sei die Jungfrau, die herauskommt zu sch\u00f6pfen, und ich sage zu ihr: Gib mir doch zu trinken ein wenig Wasser aus deinem Kruge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Und sie wird zu mir sagen. Sowohl du trinke, als auch deinen Kamelen will ich sch\u00f6pfen. das sei die Frau, das Gott bestimmt hat dem Sohne meines Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Ich hatte noch nicht aufgeh\u00f6rt zu reden in meinem Herzen, da kam Rebekka heraus mit ihrem Kruge auf der Schulter und stieg hinab zum Quell und sch\u00f6pfte. Da sprach ich zu ihr: Gib mir doch zu trinken!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Da lie\u00df sie eilends hernieder ihren Krug von ihrer Schulter und sprach: Trinke, und auch deine Kamele will ich tr\u00e4nken; und ich trank und auch die Kamele tr\u00e4nkte sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Sie antwortete: Die Tochter Betu\u0205ls, Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hatte. Da tat ich den Ring an ihre Nase und die B\u00e4nder an ihre Arme,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Und neigte mich und b\u00fcckte mich vor Gott und pries den Gott meines Herrn Abraham, der mich geleitet auf den rechten Weg, zu nehmen die Tochter des Bruders meines Herrn f\u00fcr seinen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Nun denn, wenn ihr \u00fcben wollet Liebe und Treue an meinem Herrn, saget mirs; wo nicht, saget mirs, dass ich mich wende zur Rechten oder zur Linken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Da antworteten Laban und Betu\u0205l und sprachen: Vom Herren ist die Sache ausgegangen [das erz\u00e4hlte Ereignis zeigt ja, dass die Sache von Gott beschlossen ist], wir k\u00f6nnen zu dir nichts sagen, weder B\u00f6ses noch Gutes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Siehe, Rebekka ist vor dir, nimm sie und gehe, und sie sei ein Weib dem Sohne deines Herrn, so wie Gott beschlossen hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Und wie der Knecht Abrahams ihre Worte h\u00f6rte, beugte er sich zur Erde vor dem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Und der Knecht nahm hervor silberne und goldene Ger\u00e4te und Kleider und gab sie der Rebekka, und Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Sie a\u00dfen und tranken, er und die M\u00e4nner, die mit ihm waren, und \u00fcbernachteten daselbst. Am Morgen machten sie sich auf, und [der Knecht] sprach: Entlasset mich zu, meinem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Da sprach ihr Bruder und ihre Mutter: Bleibe doch das M\u00e4dchen bei uns ein Jahr oder ein Monatzehnt, dann mag sie ziehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Aber er sprach zu ihnen: Haltet mich nicht auf, da Gott hat gelingen lassen meinen Weg; entlasset mich, dass ich ziehe zu meinem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Und sie sprachen: Wir wollen das M\u00e4dchen rufen und sie befragen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">58.<\/sup> Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du [gleich] ziehen mit diesem Manne? Sie antwortete: Ich will ziehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">59.<\/sup> Da geleiteten sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme und den Knecht Abrahams und seine Leute.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">60.<\/sup> Und segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Unsere Schwester, du werde zu tausenden Myriaden, und es besitzen deine Nachkommen das Tor der Hasser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">61.<\/sup> Da erhoben sich Rebekka und ihre M\u00e4gde und ritten auf den Kamelen und folgten dem Manne. So nahm der Knecht Rebekka und reiste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">62.<\/sup> Isak kam grade von einem Gang nach dem Born Lahai=Roi, denn er wohnte im Lande des S\u00fcdens,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">63.<\/sup> \u2014 Isak war gegen Abend ausgegangen aufs Feld, seinen Gedanken nachzuhangen \u2014 da hob er seine Augen auf und sah Kamele kommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">64.<\/sup> Auch Rebekka hob ihre Augen auf und erblickte den Isak, und sie senkte sich vom Kamel herab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">65.<\/sup> Sie sprach zum Knechte: Wer ist jener Mann, der auf dem Felde uns entgegengeht? Der Knecht antwortete: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verh\u00fcllte sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">66.<\/sup> Und der Knecht erz\u00e4hlte dem Isak alle Dinge, die er ausgerichtet hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">67.<\/sup> Isak brachte sie in das Zelt Saras, seiner Mutter, und nahm Rebekka; sie ward sein Weib und er gewann sie lieb. Auch tr\u00f6stete er sich durch sie nach [dem Tode] seiner Mutter.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Abraham nahm wieder ein Weib mit Namen Ketura.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie gebar ihm den Simran, Jokschan, Medan, Midjan, Jisbak und Suah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jokschan zeugte Seba und Dedan; die S\u00f6hne Dedans waren: die Asurim, Letusim und L\u00ebumim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die S\u00f6hne Midjans waren: Aefa, Efer, Hanoch, Abida und Eldaa; all diese waren die S\u00f6hne Keturas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Abraham gab all das Seine dem Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Den S\u00f6hnen seiner Kebsweiber gab Abraham Geschenke und lie\u00df sie wegziehen von seinem Sohne Isak, w\u00e4hrend er noch lebte, nach Osten, in das Land des Ostens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Lebensjahre Abrahams, die er gelebt, waren: hundert und f\u00fcnfundsiebzig. Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Abraham verschied und starb in einem begl\u00fcckten Greisenalter, alt und lebenssatt; er wurde versammelt zu seinen St\u00e4mmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Isak und Isma\u00ebl, seine S\u00f6hne, begruben ihn in der H\u00f6hle Machpela in dem Feld Efrons, Sohnes Zahors des Hitti, das vor Mamre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Das Feld, des Abraham gekauft von den S\u00f6hnen Het, dort wurden begraben Abraham und sein Weib Sara.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Nach dem Tode des Abraham segnete Gott seinen Sohn Isak; Isak wohnte bei dem Borne Lahai=Roi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die Nachkommen von Isma\u00ebl, Sohn Abrahams, den die \u00c4gypterin Hagar, Saras Magd, dem Abraham geboren,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sind mit ihrem Namen, nach ihrer Geburtsfolge; der Erstgeborene Isma\u00ebls: Nebajot, dann Kedar, Adbeel und Mibsam,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Misma, Duma und Massa,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Hadad und Tema, Jetur, Nafis und Kedma.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Isma\u00ebls, und dies ihre Namen in ihren Geh\u00f6ften und H\u00fcrden, zw\u00f6lf F\u00fcrsten ihrer V\u00f6lkerschaften.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Jahre der Lebenszeit Isma\u00ebls waren hundert und siebenunddrei\u00dfig Jahre; er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen St\u00e4mmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und sie lagerten von Hewila bis Schur, das vor \u00c4gypten, bis gen Afur, vor all seinen Br\u00fcdern lie\u00dfen sie sich nieder.<\/p>\n<h3>Jakob und Esau.<\/h3>\n<p><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Das sind die Nachkommen von Isak, dem Sohne Abrahams: Abraham zeugte den Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Isak war vierzig Jahre alt, als er nahm Rebekka, die Tochter des Betu\u00ebl, des Aram\u00e4ers aus Padan=Aram, Schwester Labans, des Aram\u00e4ers, zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Isak betete zum Herrn f\u00fcr sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der Herr lie\u00df sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, wurde schwanger.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Als aber die Kinder sich stie\u00dfen in ihrem Leibe, da sprach sie: Wenn dem so ist, wozu (erbat ich mir) dies? Und sie ging um den Herrn zu befragen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und der Herr sprach zu ihr: Zwei V\u00f6lker sind in deinem Leibe, und zwei St\u00e4mme werden aus deinem Scho\u00dfe scheiden; ein Stamm wird m\u00e4chtiger als der andere sein, der \u00e4ltere wird dienen dem j\u00fcngeren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Als ihre Tage nun um waren zum Geb\u00e4ren, da waren Zwillinge in ihrem Scho\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und es kam der erste heraus, rot, ganz wie ein Haar-Mantel, und man nannte seinen Namen Esaw (Esau).<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Darauf kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus, und man nannte seinen Namen Jakob; Isak war sechzig Jahre alt bei ihrer Geburt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die Knaben wuchsen heran, Esau wurde ein jagdkundiger Mann, ein Mann des Feldes, Jakob aber ein schlichter Mann, wohnend in den Zelten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Isak liebte den Esau, denn (dessen) Wildbret war f\u00fcr seinen Mund; Rebekka liebte aber den Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Jakob kochte einst ein Gericht, da kam Esau sehr matt vom Felde<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und sprach zu Jakob: Lass mich doch essen von dem Roten da, denn ich bin matt; \u2014 daher nannte man ihn Edom (den Roten). \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Jakob antwortete: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Da sprach Esau: Siehe, ich gehe [jeden Tag zur Jagd] zum Tode, wozu soll mir da die Erstgeburt?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Jakob sagte. Schw\u00f6re mir heute! Und [Esau] schwur ihm und verkaufte seine Erstgeburt an Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Jakob gab dem Esau Brot und ein Gericht Linsen; er a\u00df und trank und erhob sich und ging weg. Also verachtete Esau die Erstgeburt.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es war Hungersnot im Lande, au\u00dfer der fr\u00fcheren Hungersnot, welche in den Tagen Abrahams war; da zog Isak zu Abimelech, K\u00f6nig der Philister, nach Gerar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da erschien ihm der Herr und sprach: Ziehe nicht hinab nach \u00c4gypten, wohne in dem Lande, das ich dir sage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Weile in diesem Lande und ich werde mit dir sein und dich segnen, denn dir und deinen Nachkommen werde ich geben all diese L\u00e4nder und werde best\u00e4tigen den Schwur, den ich geschworen deinem Vater Abraham.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich werde vermehren deine Nachkommen wie die Sterne des Himmels und deinen Nachkommen geben all diese L\u00e4nder; es werden sich mit ihnen segnen alle V\u00f6lker der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Zum Lohne, dass Abraham gehorcht hat meiner Stimme und bewahrt hat meine Vorschrift, meine Gebote, meine Satzungen und meine Lehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Also wohnte Isak in Gerar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die M\u00e4nner des Ortes fragten nach seinem Weibe und er sprach: Meine Schwester ist sie; denn er f\u00fcrchtete sich zu sagen; mein Weib [ist sie] \u2014 dass ihn nicht t\u00f6teten die M\u00e4nner des Ortes wegen Rebekka, denn sch\u00f6n von Gestalt war sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da geschah es, als er eine Zeitlang dort gewesen, dass Abimelech, K\u00f6nig der Philister, durchs Fenster blickte und schaute, wie Isak scherzte mit seinem Weibe Rebekka.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da rief Abimelech den Isak und sprach: F\u00fcrwahr, sie ist ja dein Weib; wie sagst du. meine Schwester ist sie? Isak antwortete ihm: Weil ich dachte, dass ich ihretwegen get\u00f6tet werden k\u00f6nnte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da sagte Abimelech: Was hast du uns getan? Um ein Geringes lag einer aus dem Volke bei deinem Weibe, und du brachtest \u00fcber uns eine Schuld.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und Abimelech gebot dem ganzen Volke also: Wer antastet diesen Mann und sein Weib, der muss sterben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Isak s\u00e4ete in diesem Lande und gewann in diesem Jahre das Hundertf\u00e4ltige, denn der Herr segnete ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und der Mann wurde gro\u00df, fort und fort gr\u00f6\u00dfer, bis er sehr m\u00e4chtig wurde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er hatte Schafherden, Rinderherden und viel Gesinde, und die Philister beneideten ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> All die Brunnen, welche die Knechte seines Vaters gegraben in den Lebtagen seines Vaters Abraham, verstopften die Philister und f\u00fcllten sie mit Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Einst sprach Abimelech zu Isak: Gehe von uns, denn du bist weit m\u00e4chtiger geworden als wir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da zog Isak von dort weg und lagerte im Grunde Gerar und wohnte dort.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Isak grub die Wasserbrunnen wieder auf, welche sie gegraben in den Lebtagen seines Vaters Abraham, und welche die Philister nach dem Tode Abrahams verstopft hatten, und nannte sie mit den Namen, mit welchen sein Vater sie benannt hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und die Knechte Isaks gruben im Grunde und fanden dort einen Brunnen lebendigen Wassers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da stritten die Hirten Gerars mit den Hirten Isaks und sagten: Unser ist das Wasser! (Isak) nannte den Namen dieses Brunnens Esek, weil sie mit ihm gezankt hatten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und sie gruben einen andern Brunnen und stritten auch um diesen, und er nannte seinen Namen Sitna.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da r\u00fcckte er von dort weiter und grub einen andern Brunnen, um diesen stritten sie nicht, er nannte seinen Namen Rehobot und sprach: nun hat der Herr uns Raum gemacht und wir werden gedeihen im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Von dort zog er hinauf gen Beerschewa.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da erschien ihm der Herr in derselben Nacht und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters, f\u00fcrchte nichts, denn mit dir bin ich und werde dich segnen und vermehren deine Nachkommen um meines Knechtes Abraham willen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und er baute dort einen Altar und rief an den Namen des Herrn und spannte dort sein Zelt auf. Die Knechte Isaks gruben dort einen Brunnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Einst gingen Abimelech zu ihm von Gerar und Ahusat, sein Gef\u00e4hrte, und Pichol, sein Heerf\u00fchrer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da sprach Isak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich gehasst und mich versto\u00dfen habt von euch?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Sie antworteten: Wir haben gesehen, dass der Herr mit dir war, da sagten wir: Sei doch ein Eid zwischen uns, zwischen uns und dir, und wir wollen einen Bund schlie\u00dfen mit dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Dass du mit uns nicht b\u00f6se verf\u00e4hrst, wie wir dich nicht angetastet haben, und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich haben ziehen lassen in Frieden. Du bist nun ein Gesegneter des Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und [Isak] bereitete ihnen ein Mahl, und sie a\u00dfen und tranken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> In der Fr\u00fche machten sie sich auf und schwuren einer dem andern; Isak geleitete sie, und sie zogen von ihm in Frieden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> An demselben Tage kamen die Knechte Isaks und berichteten ihm wegen des Brunnens den sie gegraben, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> [Isak] nannte ihn Sibea, daher ist der Name der Stadt: Beerschewa bis auf diesen Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Als Esau vierzig Jahre alt war nahm er ein Weib, die Jehudit, Tochter Beeris des Hitti, auch Basemat, Tochter Elons des Hitti.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Doch sie waren ein Herzeleid f\u00fcr Isak und Rebekka.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel27\">Kapitel 27<\/h2>\n<p>Isaks Segen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> und es geschah als Isak alt geworden und seine Augen schwach, da rief er Esau, seinen \u00e4lteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! (Esau) antwortete: Hier bin ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und [Isak) sprach: Siehe, ich bin alt, ich wei\u00df nicht den Tag meines Sterbens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nun denn, nimm deine Waffen, deinen K\u00f6cher und deinen Bogen, gehe aufs Feld und jage mir ein Wildpret.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und mache mir schmackhafte Gerichte, wie ich gern habe, und bringe mir, dass ich esse, damit meine Seele dich segne, bevor ich sterbe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Rebekka h\u00f6rte es, wie Isak zu Esau, seinem Sohne, redete; Esau ging auch aufs Feld, Wildbret zu jagen, um es zu bringen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und Rebekka sprach zu Jakob, ihrem Sohne, also: Ich h\u00f6rte deinen Vater reden zu Esau, deinem Bruder, also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Bringe mir Wildbret und mache mir schmackhafte Gerichte, dass ich esse, und ich will dich segnen vor dem Herrn vor meinem Tode.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Jetzt, mein Sohn, h\u00f6re auf meine Stimme, in dem, was ich dich hei\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gehe zu den Schafen und hole mir von dort zwei gute Zicklein; ich will sie bereiten zu schmackhaften Gerichten f\u00fcr deinen Vater, wie er sie gern hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du wirst sie deinem Vater bringen, dass er esse, damit er dich segne vor seinem Tode.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Jakob zu Rebekka, seiner Mutter: Mein Bruder Esau ist ein behaarter Mann, ich aber bin ein glatter Mann.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Vielleicht betastet mich mein Vater und ich w\u00e4re in seinen Augen wie ein Betr\u00fcger; so br\u00e4cht&#8216; ich auf mich Fluch und nicht Segen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach seine Mutter zu ihm: Auf mich dein Fluch, mein Sohn! H\u00f6re nur auf meine Stimme und gehe, hole mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da ging er und holte [die Zicklein]  und brachte sie seiner Mutter, und seine Mutter bereitete schmackhafte Gerichte, wie sein Vater gern hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Rebekka nahm dann die k\u00f6stlichen Kleider Esaus, ihres \u00e4ltesten Sohnes, die bei ihr lagen im Zimmer, und lie\u00df sie Jakob, ihren j\u00fcngeren Sohn, anziehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und die Felle der Zicklein zog sie \u00fcber seine H\u00e4nde und \u00fcber seinen glatten Hals.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dann gab sie die schmackhaften Gerichte und die Speise, die sie bereitet in die Hand Jakobs, ihres Sohnes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! und er antwortete: Hier bin ich, wer bist du, mein Sohn?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborner; ich habe getan, so wie du zu mir geredet. Erhebe dich nun, setze dich nieder und iss von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da sprach Isak zu seinem Sohn: Wie hast du so schnell gefunden, mein Sohn? Und er sprach: Weil der Herr, dein Gott, mir es entgegengeschickt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sprach Isak zu Jakob: Tritt doch her, dass ich dich betaste, mein Sohn, ob du mein Sohn Esau bist oder nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Jakob trat n\u00e4her zu Isak, seinem Vater; dieser betastete ihn und sprach: Die Stimme ist die Stimme Jakobs, aber die H\u00e4nde sind die H\u00e4nde Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> \u2014 Und er erkannte ihn nicht, weil seine H\u00e4nde behaart waren, wie die H\u00e4nde seines Bruders Esau, und so segnete er ihn. \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Aber er sprach [zuvor nochmals]: du da bist mein Sohn Esau? Und [Jakob) sprach: Ich bin es.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und [Isak] sprach: Reiche mir her, dass ich esse von dem Wildbret meines Sohnes, damit dich meine Seele segne. [Jakob] reichte es ihm hin und [Isak] a\u00df, er brachte ihm Wein, und er trank.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Dann sprach sein Vater Isak zu ihm: Tritt doch n\u00e4her und k\u00fcsse mich, mein Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und er trat n\u00e4her und k\u00fcsste ihn; da roch [Isak] den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes, wie der Geruch eines Feldes, das der Herr gesegnet!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Gott gebe dir sein Land gesegnet vom Tau des Himmels und dem Fett der Erde und F\u00fclle an Korn und Most.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Dienen sollen dir V\u00f6lker, und sich vor dir beugen St\u00e4mme; sei Herrscher deiner Br\u00fcder, und es beugen sich dir die S\u00f6hne deiner Mutter. Die dir fluchen, seien verflucht, und die dich segnen, gesegnet!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und es geschah, als Isak vollendet hatte, Jakob zu segnen und er eben nur hinausgegangen war von Isak, seinem Vater, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Auch er hatte ein schmackhaftes Gericht bereitet, das er seinem Vater hineinbrachte, und sprach zu ihm: Es erhebe sich mein Vater und esse von dem Wild seines Sohnes, damit deine Seele mich segne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Da sprach sein Vater Isak zu ihm: Wer bist du? Und [Esau] erwiderte: ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener Esau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Da wurde Isak von einem gro\u00dfen Schrecken erfasst und sprach: Wer war denn nur der, welcher Wild gejagt und mir gebracht, und ich a\u00df von allem, bevor du kamst, und segnete ihn; er wird auch ein Gesegneter sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Als Esau die Worte seines Vaters h\u00f6rte, da tat er einen Schrei, laut und bitterlich \u00fcber die Ma\u00dfen, und sprach zu seinem Vater: Segne auch mich, mein Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Aber [Isak] sprach: dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen genommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Da sprach [Esau]: Hei\u00dft er deshalb Jakob (der Listige), weil er mich zweimal hinterging? Meine Erstgeburt hat er genommen und nun nimmt er meinen Segen. Und er sprach weiter: Hast du mir keinen Segen zur\u00fcckbehalten?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Da rief Isak und sprach zu Esau: Siehe, zum Herrn habe ich ihn gesetzt \u00fcber dich, und alle deine Br\u00fcder habe ich ihm gegeben zu Knechten, und mit Korn und Most habe ich ihn begabt; und f\u00fcr dich nun, was kann ich tun, mein Sohn?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur den einen Segen, mein Vater? Segne auch mich, mein Vater. Und Esau erhob seine Stimme und weinte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Da hub sein Vater Isak an und sprach zu ihm: Siehe, Fettes der Erde sei dein Wohnsitz und sein Land, gesegnet vom Tau des Himmels von oben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Von deinem Schwerte wirst du leben und deinem Bruder dienen, aber wenn du zu viel zu klagen hast, wirst du abwerfen sein Joch von deinem Nacken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Esau hasste Jakob um den Segen, womit sein Vater ihn gesegnet, und sprach in seinem Herzen: Es werden herankommen die Tage der Trauer um meinen Vater, dann will ich meinen Bruder Jakob erschlagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Diese Worte Esaus, ihres \u00e4ltesten Sohnes, wurden der Rebekka berichten. Und sie schickte hin und lie\u00df rufen Jakob, ihren j\u00fcngeren Sohn, und sprach zu ihm: Dein Bruder Esau tr\u00e4gt sich damit um, dich zu erschlagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Und nun mein Sohn, h\u00f6r auf meine Stimme, mache dich auf, fliehe zu Laban, meinem Bruder, nach Haran.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Und bleibe bei ihm eine Zeit, bis dass sich gelegt hat der Grimm deines Bruders,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Bis sich gelegt hat der Zorn deines Bruders wider dich und er vergessen hat, was du ihm getan, dann schicke ich hin und hole dich von dort, damit ich nicht beraubt werde euer Beider zumal an einem<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Rebekka sprach darauf zu Isak: Mein Leben widert mich an wegen der T\u00f6chter Het. Wenn Jakob ein Weib nehmen sollte von den T\u00f6chtern Het, wie diese davon den T\u00f6chtern des Landes, wozu mir dann das Leben?<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel28\">Kapitel 28<\/h2>\n<p>Jakobs Flucht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ja rief Isak den Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm. Du sollst kein Weib nehmen von den T\u00f6chtern Kanaans.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Auf, gehe nach Padan-Aram, in das Haus Betu\u00ebls, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort ein Weib von den T\u00f6chtern Labans, des Bruders deiner Mutter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gott der Allm\u00e4chtige wird dich segnen und dich fruchtbar machen und dich mehren, dass du werdest zu einer Versammlung von V\u00f6lkern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und wird dir geben den Segen Abrahams, dir und deinen Nachkommen, dass du besitzest das Land deines Aufenthaltes, das Gott gegeben dem Abraham.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Isak entlie\u00df den Jakob, und er ging nach Padan-Aram zu Laban, Sohn des Betu\u00ebls, des Aram\u00e4ers, dem Bruder der Rebekka, Mutter Jakobs und Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als Esau sah, dass Isak den Jakob gesegnet und ihn entlassen nach Padan-Aram, sich ein Weib von dort zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot also: Du sollst kein Weib nehmen von den T\u00f6chtern Kanaans,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und dass Jakob gehorcht seinem Vater und seiner Mutter und gegangen war nach Padan-Aram,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Darnach ersah Esau, dass missf\u00e4llig waren die T\u00f6chter Kanaans in den Augen Isaks, seines Vaters:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und so ging Esau zu Ismael und nahm noch zur Frau die Mahalat, Tochter Ismaels, Sohnes Abrahams, Schwester des Nebajot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Jakob zog aus Beerschewa und ging gen Haran.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er traf auf einen Ort und \u00fcbernachtete allda, weil die Sonne untergegangen war; er nahm einen von den Steinen des Ortes und machte ihn zu seinem Kopflager und legte sich hin an demselben Orte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da tr\u00e4umte er, dass eine Leiter war gestellt auf die Erde, und die Spitze reichte an den Himmel, und Engel Gottes stiegen auf und ab von ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und da stand der Herr bei ihm und sprach: Ich bin der Herr, Gott Abrahams deines Vaters, und Gott Isaks, das Land, auf dem du liegst, dir werde ich es geben und deinen Nachkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und deine Nachkommen werden sein wie Staub der Erde, und du wirst dich ausbreiten nach West und Ost und Nord und S\u00fcd; mit dir werden sich segnen alle Geschlechter der Erde und mit deinen Nachkommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Siehe, ich will mit dir sein und werde dich beh\u00fcten, wohin du auch immer gehest, und dich zur\u00fcckf\u00fchren in dieses Land, denn ich werde dich nicht lassen, bis dass ich getan, was ich dir versprochen habe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Jakob erwachte aus seinem Schlaf und sprach: Wahrlich, der Herr [die g\u00f6ttliche Vorsehung) ist gegenw\u00e4rtig (auch) an diesem Orte, aber ich wusste es nicht (und \u00e4ngstigte mich).<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und er f\u00fcrchtete sich und sprach: Wie furchtbar ist dieser Ort; dieser ist nichts andres, denn ein Gotteshaus, und hier ist die Pforte des Himmels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jakob stand auf in der Fr\u00fche und nahm den Stein, den er zu seinem Kopflager gemacht, und richtete ihn auf zur S\u00e4ule und goss \u00d6l auf seine Spitze.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Er nannte den Namen dieses Ortes: Bet-El [Haus Gottes]; es war aber vor Zeiten Lus der Name der Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und Jakob tat ein Gel\u00fcbde und sprach: Wenn Gott mit mir sein wird und mich beh\u00fctet auf diesem Wege, den ich gehe, und gibt mir Brot zu essen und ein Kleid anzuziehen,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und ich kehre zur\u00fcck in Frieden in das Haus meines Vaters, so soll der Herr mein Gott sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und dieser Stein, den ich aufgerichtet zur S\u00e4ule, soll sein ein Gotteshaus (ein Altar), und alles, was du mir gibst, will ich dir verzehnten.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel29\">Kapitel 29<\/h2>\n<p>Jakob bei Laban. Die zw\u00f6lf St\u00e4mme.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Jakob erhob seine F\u00fc\u00dfe und ging nach dem Lande der S\u00f6hne des Ostens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und er schaute hin und sah einen Brunnen auf dem Felde und daselbst waren drei Schafherden gelagert neben demselben, denn aus diesem Brunnen [die Hirten] die Herden, und der Stein auf der M\u00fcndung des Brunnens war gro\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und wenn dort alle Herden versammelt waren, so pflegten (die Hirten) den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens abzuw\u00e4lzen und die Schafe zu tr\u00e4nken; sie brachten dann wieder den Stein auf die M\u00fcndung des Brunnens an seine Stelle.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jakob sprach zu ihnen: Meine Br\u00fcder, woher seid ihr? Und sie sprachen: Von Haran sind wir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und er sprach weiter zu ihnen: Kennet ihr Laban, den Sohn Nahors? Und sie antworteten: Wir kennen ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und er sprach zu ihnen: Geht es ihm wohl? Sie antworteten: Es geht ihm wohl. Da kommt Rachel, seine Tochter, mit den Schafen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Jakob sprach weiter: Noch ist der Tag lang, es ist nicht Zeit, das Vieh einzutreiben, tr\u00e4nket die Schafe und gehet hin weiden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie antworteten: Wir k\u00f6nnen dies nicht, bis versammelt sind alle Herden, dann w\u00e4lzt man den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens, und wir tr\u00e4nken die Schafe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Noch redete er mit ihnen, da kam Rachel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie war eine Hirtin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und es geschah, sowie Jakob sah die Rachel, Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu und w\u00e4lzte den Stein von der M\u00fcndung des Brunnens und tr\u00e4nkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Jakob k\u00fcsste die Rachel und erhob seine Stimme und weinte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Jakob erz\u00e4hlte der Rachel, dass er der Bruder ihres Vaters, und dass er der Sohn der Rebekka sei, und sie lief hin und meldete es ihrem Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es geschah, wie Laban h\u00f6rte die Kunde von Jakob, seinem Schwestersohn, da lief er ihm entgegen, umarmte ihn und k\u00fcsste ihn und f\u00fchrte ihn in sein Haus, Jakob erz\u00e4hlte Laban all seine Begebenheiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Laban sprach zu ihm: Ja, du bist mein Bein und mein Fleisch. [Jakob] blieb bei Laban einen Monat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da sprach Laban zu Jakob: Solltest du, weil du mein Blutsverwandter bist, mir umsonst dienen? Sage mir, was soll dein Lohn sein?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Laban hatte zwei T\u00f6chter, der Name der \u00e4lteren war Lea und der Name der j\u00fcngeren Rachel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Augen der Lea waren matt, aber Rachel war sch\u00f6n von Bildung und von Ansehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jakob liebte die Rachel und sprach: Ich will dir dienen sieben Jahre um Rachel, deine j\u00fcngere Tochter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da sprach Laban: Besser, ich gebe sie dir, denn dass ich sie einem andern Manne g\u00e4be, bleibe bei mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und Jakob diente um Rachel sieben Jahre; sie waren in seinen Augen wie einige Tage, weil er sie liebte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> [Als die Zeit um war] sprach Jakob zu Laban: Gib mir mein Weib, denn meine Zeit ist voll, dass ich zu ihr gehe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da versammelte Laban alle M\u00e4nner des Ortes und machte ein Mahl.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu [Jakob] und er kam zu ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Es war am Morgen, da erkannte [Jakob], dass es Lea war. Und er sprach zu Laban: Was hast du mir da getan? Hab&#8216; ich nicht um Rachel bei dir gedient? Warum hast du mich betrogen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Laban antwortete: Es geschieht nicht also an unserm Orte, die j\u00fcngere auszugeben vor der \u00e4lteren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Halte aus die Woche mit dieser, so wollen wir dir auch die andere geben, um den Dienst, den du bei mir dienen sollst noch andere sieben Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Jakob tat also und hielt aus die Woche mit dieser, dann gab ihm [Laban] seine Tochter Rachel zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und Laban gab seiner Tochter Rachel seine Magd Bilha zur Magd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und [Jakob] kam auch zu Rachel und liebte sie mehr als Lea, er diente [Laban] noch andere sieben Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Als der Herr sah, dass Lea missf\u00e4llig war, da \u00f6ffnete er ihren Mutterscho\u00df; Rachel jedoch war unfruchtbar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; sie nannte seinen Namen R\u00ebuben, denn sie sprach: Ja, der Herr hat gesehen mein Elend, nun wird mein Mann mich liebgewinnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Weil der Herr geh\u00f6rt, dass ich missf\u00e4llig bin, darum hat er mir auch diesen gegeben; sie nannte seinen Namen Simeon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun, diesmal wird sich mein Mann mir anschlie\u00dfen, denn ich habe ihm geboren drei S\u00f6hne, daher nannte man seinen Namen Levi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Wieder ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Diesmal will ich den Herrn preisen. Daher nannte sie seinen Namen Jehuda. Und sie h\u00f6rte auf zu geb\u00e4ren.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel30\">Kapitel 30<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als Rachel sah, dass sie dem Jakob nicht gebar, da beneidete Rachel ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder, wo nicht, so sterbe ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da z\u00fcrnte ihr Jakob sehr und sprach: Bin ich anstatt Gottes, der dir versagt hat die Leibesfrucht?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie entgegnete: Siehe, da ist meine Magd Bilha, komme zu ihr, dass sie geb\u00e4re auf meinen Knieen und auch ich zu Kindern komme durch sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie gab ihm die Bilha, ihre Magd, zur Frau, und Jakob kam zu ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Bilha ward schwanger und gebar dem Jakob einen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Rachel sprach: Gott hat sich meiner angenommen und auf meine Stimme geh\u00f6rt und mir einen Sohn gegeben; daher nannte sie seinen Namen Dan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Bilha, die Magd Rachels, ward abermals schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprach Rachel: Starke Wettk\u00e4mpfe habe ich gek\u00e4mpft mit meiner Schwester und obgesiegt, sie nannte daher seinen Namen Naphtali.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da nun Lea sah, dass sie aufgeh\u00f6rt zu geb\u00e4ren, nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie dem Jakob zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Lea. Gl\u00fcck ist gekommen! und nannte seinen Namen Gad.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach Lea: Zu meinem Gl\u00fcck! denn gl\u00fccklich werden mich preisen die T\u00f6chter; sie nannte seinen Namen Asser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> R\u00ebuben ging einst in der Zeit der Weizenernte und fand Alraunen auf dem Felde und brachte sie zu Lea, seiner Mutter. Rachel sprach zu der Lea: Gib mir doch von den Alraunen deines Sohnes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da antwortete sie: Ist es noch wenig, dass du meinen Mann genommen, dass du auch die Alraunen meines Sohnes nehmen willst? Rachel sagte darauf: So m\u00f6ge denn [Jakob] bei dir liegen diese Nacht f\u00fcr die Alraunen deines Sohnes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als nun Jakob des Abends heim kam vom Felde, da ging Lea ihm entgegen und sprach: Zu mir kommst du, denn ich habe dich gedungen um die Alraunen meines Sohnes. Und so lag er bei ihr in jener Nacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Gott erh\u00f6rte Lea, sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen f\u00fcnften Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie sprach: Gott hat mir meinen Lohn gegeben, dass ich meine Magd gegeben meinem Manne. Sie nannte seinen Namen Isachar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Lea ward abermals schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Sie sprach: Beschenkt hat mich Gott mit sch\u00f6nem Geschenk. Diesmal wird mich mein Mann erheben, denn ich habe ihm geboren sechs S\u00f6hne. Und sie nannte seinen Namen Sebulun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Danach gebar sie noch eine Tochter und nannte ihren Namen Dina.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber Gott gedachte der Rachel und erh\u00f6rte sie und \u00f6ffnete ihren Mutterscho\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Sie ward schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Weggenommen hat Gott meine Schmach.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Sie nannte seinen Namen Josef, das hei\u00dft: Hinzuf\u00fcgen m\u00f6ge der Herr mir einen anderen Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und es geschah, so wie Rachel den Josef geboren, sprach Jakob zu Laban: Entlasse mich, dass ich ziehe nach meinem Orte und meinem Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Gib mir meine Frauen und meine Kinder, um die ich dir gedient, dass ich ziehe; denn du kennst meinen Dienst, den ich dir gedient.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da sprach Laban zu ihm. Wenn ich doch Gunst f\u00e4nde in deinen Augen, ich ahne, dass der Herr mich gesegnet um deinetwillen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Bestimme doch, sprach er, deinen Lohn von mir, und ich will ihn geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> [Jakob] antwortete: Du wei\u00dft, wie ich dir gedient und was deine Herde geworden bei mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Denn wenig war es, das du hattest vor mir, jetzt ist es aber viel geworden, der Herr hat dich gesegnet bei meinem Eintritt. Nun aber, wann soll auch ich schaffen f\u00fcr mein Haus?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> [Laban] sprach: Was soll ich dir geben? Jakob antwortete: Du sollst mir nicht das Geringste geben. Wenn du mir [Folgendes) gew\u00e4hrst, will ich wiederum deine Schafe weiden und h\u00fcten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Ich will gehen durch alle deine Schafe heute; wegschaffen werde ich daraus jedes gesprenkelte und gefleckte Lamm und jedes dunkelfarbene Lamm unter den Schafen und gefleckte und gesprenkelte unter den Ziegen, und [wenn solche wieder vorkommen] m\u00f6ge das mein Lohn werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Zeugen wird f\u00fcr mich meine Rechtlichkeit vor dir in den k\u00fcnftigen Tagen, wenn du herkommst \u00fcber meinen Lohn, alles was nicht gesprenkelt und gefleckt unter den Ziegen und dunkelfarben unter den Schafen, das sei gestohlen bei mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Laban sprach: Wohl, es geschehe nach deinem Worte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Laban schaffte heraus an demselben Tage die bunten und gefleckten Schafb\u00f6cke, und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alle woran wei\u00dfes war und alles dunkele unter den Schafen und \u00fcbergab sie seinen S\u00f6hnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Dann legte er einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob; Jakob weidete die \u00fcbriggebliebenen Schafe Labans.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Aber Jakob nahm sich frische St\u00e4be von Wei\u00dfpappel, Mandelbaum und Platane, sch\u00e4lte darein wei\u00dfe Streifen, entbl\u00f6\u00dfend das Wei\u00dfe, das an den St\u00e4ben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und stellte die St\u00e4be, die er gesch\u00e4lt, an die Tr\u00f6ge der Wassertr\u00e4nken, wohin die Herden kamen zum Trinken, grade vor die Herden, und wo sie br\u00fcnstig wurden, wenn sie kamen zu trinken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Als nun die Herden br\u00fcnstig wurden an den St\u00e4ben, da gebaren die Herden bunte, gesprenkelte und gefleckte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Diese Schafe trennte Jakob und machte zum Vorderzug der Herde bunte und alle dunkelfarbenen in der Herde Labans; auch machte er sich besondere Herden, die er nicht tat zur Herde Labans.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Es geschah bei jeglicher Brunst der kr\u00e4ftigen Schafe, da setzte Jakob die St\u00e4be vor die Augen der Schafe an die Tr\u00f6ge, damit sie br\u00fcnstig wurden an den St\u00e4ben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Aber wenn die Schafe schwach wurden, setzte er sie nicht; so kamen die Schwachen an Laban und die Kr\u00e4ftigen an Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Und Jakob wurde sehr reich; er hatte viele Herden und Sklavinnen und Sklaven, Kamele und Esel.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel31\">Kapitel 31<\/h2>\n<p>Jakobs Flucht von Laban und Heimkehr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Einst aber vernahm er die Worte der S\u00f6hne Labans, also; Jakob hat alles genommen, was unseres Vaters war, und von dem, was unserm Vater geh\u00f6rte, hat er geschafft all diesen Reichtum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jakob sah das Gesicht Labans und auch dieses war nicht gegen ihn wie gestern und vorgestern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprach der Herr zu Jakob: Kehre zur\u00fcck in das Land deiner V\u00e4ter und nach deinem Geburtsort, ich werde mit dir sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jakob schickte hin auf das Feld zu seinen Schafen, zu rufen Rachel und Lea.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er sprach zu ihnen: Ich sehe das Gesicht eures Vaters, dass er nicht zu mir ist, wie gestern und vorgestern, weil der Gott meines Vaters mit mir war [und mir Reichtum schenkte].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ihr wisset ja, dass ich mit meiner ganzen Kraft eurem Vater gedient habe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber euer Vater hat mich get\u00e4uscht und meinen Lohn ge\u00e4ndert zehn Mal; doch Gott hat ihm nicht gestattet, mit mir \u00fcbel zu verfahren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wenn er einmal sprach: Gesprenkelte [Schafe] seien dein Lohn, da gebaren alle Schafe gesprenkelte; und wenn er sprach: Bunte seien dein Lohn, da gebaren alle Schafe bunte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gott nahm von der Herde eures Vaters und gab mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Denn es geschah zur Brunstzeit der Schafe, da hob ich meine Augen auf und schaute im Traume und siehe, die B\u00f6cke, welche die Schafe besprangen, waren bunt, gesprenkelt und getupft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach zu mir ein Engel Gottes im Traume: Jakob&#8216; Und ich sprach: Hier bin ich!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und er sagte: Hebe doch deine Augen auf und schaue, alle die B\u00f6cke, welche die Schafe bespringen, sind bunt, gesprenkelt und getupft; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban tut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich bin der Gott von Bet-El, woselbst du eine S\u00e4ule gesalbt, woselbst du mir ein Gel\u00fcbde getan, nun, auf, ziehe aus diesem Lande und kehre zur\u00fcck in das Land deiner Geburt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da antworteten Rachel und Lea und sprachen zu ihm: Haben wir denn noch Teil und Erbe im Hause unseres Vaters?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sind wir doch als Fremde f\u00fcr ihn geachtet, da er uns verkauft hat! Und verzehrt hat er auch unsern Kaufpreis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ja, aller Reichtum, den Gott genommen von unserm Vater, uns geh\u00f6rt er und unseren Kindern; und nun, alles, was Gott zu dir gesagt, tue.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da machte sich Jakob auf und hob seine S\u00f6hne und seine Frauen auf die Kamele.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und f\u00fchrte weg seine ganze Herde und all seinen Erwerb, den er erworben, die Herde, sein Eigentum, das er erworben in Padan-Aram, um zu gehen zu Isak, seinem Vater, in das Land Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Laban war zu der Zeit gerade ausgegangen, seine Schafe zu scheren, da stahl Rachel die Tarafim [die Hausg\u00f6tter] ihres Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Jakob stahl das Herz Labans, des Aram\u00e4ers, indem er ihm nicht merken lie\u00df, dass er fliehen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und er floh mit all dem Seinen; er machte sich auf und setzte \u00fcber den Strom und richtete seinen Blick nach dem Berge Gilead.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber am dritten Tage wurde dem Laban berichtet, dass Jakob geflohen sei.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da nahm er seine Br\u00fcder mit sich und jagte ihm sieben Tagereisen nach und holte ihn am Berge Gilead ein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da kam Gott zu dem Aram\u00e4er Laban im Traume der Nacht und sprach zu ihm, H\u00fcte dich, dass du nicht redest mit Jakob, weder Gutes noch B\u00f6ses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Als nun Laban den Jakob erreichte, \u2014 Jakob hatte sein Zelt aufgeschlagen am Berge und auch Laban schlug [sein Zelt]  auf mit seinen Br\u00fcdern am Berge Gilead \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, dass du mein Herz gestohlen und weggef\u00fchrt meine T\u00f6chter, wie Kriegsgefangene?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Warum flohst du heimlich und stahlst dich weg von mir? Warum zeigtest du mir es nicht an, dass ich dich h\u00e4tte entlassen k\u00f6nnen mit Freuden und Liedern, mit Pauke und Zither?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und hast mir nicht gestattet, zu k\u00fcssen meine S\u00f6hne und meine T\u00f6chter? Nun du hast t\u00f6richt gehandelt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Es steht in der Kraft meiner Hand, euch \u00dcbles zu tun; aber der Gott eurer V\u00e4ter hat gestern zu mir gesagt: H\u00fcte dich zu reden mit Jakob weder Gutes noch B\u00f6ses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> [Nun begreife ich], dass du gegangen bist, weil du dich sehntest nach dem Hause deines Vaters; warum stahlst du aber meine G\u00f6tter?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: [Ich floh], weil ich mich f\u00fcrchtete, denn ich dachte, du k\u00f6nntest deine T\u00f6chter mir rauben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Bei wem du aber deine G\u00f6tter findest, der lebe nicht. Vor unseren Br\u00fcdern erkunde alles Deinige, das bei mir ist, und nimm dir\u2019s; denn Jakob wusste nicht, dass Rachel [die G\u00f6tter] gestohlen hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Da ging Laban hinein in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden M\u00e4gde und fand nichts. Er ging heraus aus dem Zelte Leas und hinein in das Zelt Rachels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Aber Rachel hatte die Terafim genommen und sie unter den Kamelsattel getan und sich darauf gesetzt: Laban durchtastete das ganze Zelt und fand nichts.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Sie sprach zu ihrem Vater: Es verdrie\u00dfe meinen Herrn nicht. Ich kann nicht aufstehen, weil mir ist nach der Weise der Frauen. Und er durchsuchte und fand die Terafim nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Da entbrannte der Zorn Jakobs, und er zankte mit Laban. Jakob hub an und sprach zu ihm: Was ist mein Verbrechen, was meine Schuld, dass du mir nachgesetzt hast?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Wiewohl du durchtastet all meine Ger\u00e4te, was hast du gefunden von allen Ger\u00e4ten deines Hauses? Leg es her vor meine Br\u00fcder und deine Br\u00fcder, und die m\u00f6gen schlichten zwischen uns beiden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Diese zwanzig Jahre, die ich bei dir war, haben deine Mutterschafe und deine Ziegen ihre Jungen nicht verloren; und die Widder deiner Schafe hab&#8216; ich nicht gegessen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Zerrissenes bracht&#8216; ich dir nicht heim, ich musste den Schaden tragen; von meiner Hand fordertest du das Gestohlene am Tage und das Gestohlene in der Nacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Am Tage verzehrte mich die Glut und der Frost in der Nacht; und es floh der Schlaf meine Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Schon bin ich die zwanzig Jahre in deinem Hause, ich habe dir gedient vierzehn Jahre um deine beiden T\u00f6chter und sechs Jahre um deine Schafe, und du hast meinen Lohn ge\u00e4ndert zehn Mal.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und der, den Isak anbetet, mit mir w\u00e4re, wahrlich du h\u00e4ttest mich jetzt leer entlassen. Mein Elend und die M\u00fche meiner H\u00e4nde hat Gott angesehen und entschied gestern, als er dir im Traum erschien.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Darauf sprach Laban zu Jakob: Die T\u00f6chter sind mein und die S\u00f6hne sind mein, die Schafe sind mein und alles, was du da siehst, ist mein. Aber was kann ich meinen T\u00f6chtern nunmehr tun, oder ihren Kindern, die sie geboren [sie von dir zu trennen?]<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Und nun komm, wir wollen einen Bund schlie\u00dfen, ich und du, und wir errichten [ein Denkmal] zum Zeugen zwischen mir und dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zur S\u00e4ule.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Jakob sprach zu seinen Br\u00fcdern. Sammelt Steine! und sie sammelten Steine und machten einen Haufen und a\u00dfen dort auf dem Haufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Laban nannte ihn [aram\u00e4isch]: Jegar Sahaduta [Haufen des Zeugnisses], und Jakob nannte ihn [hebr\u00e4isch]: Galed.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Denn Laban sprach: Dieser Haufen sei Zeuge zwischen mir und dir heute; daher nannte ihn [Jakob]: Galed [Haufen des Zeugnisses].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Und auch Mizpa [Schaue], weil [Laban] sprach: Es schaue der Herr zwischen mir und dir, wenn wir einander aus dem Gesichte sind,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Ob du kr\u00e4nkest meine T\u00f6chter, ob du nehmest noch Frauen zu meinen T\u00f6chtern. Kein anderer Mensch soll unser Zeuge sein, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Da sprach Laban zu Jakob: Da, dieser Haufen und diese S\u00e4ule, die ich aufgeworfen zwischen mir und dir:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Zeuge sei dieser Haufen und Zeugnis diese S\u00e4ule, dass weder ich \u00fcber diesen Haufen hinausgehe zu dir, noch du hinausgehest zu mir \u00fcber diesen Haufen und diese S\u00e4ule, \u2014 zum B\u00f6sen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Der Gott Abrahams und der Gott Nahors richten zwischen uns \u2014 der Gott ihres Vaters. \u2014 Aber Jakob schwur bei dem, den sein Vater Isak angebetet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Und Jakob schlachtete von seinem Vieh auf dem Berge und lud seine Verwandten ein, zu essen das Mahl; und sie a\u00dfen das Mahl und \u00fcbernachteten auf dem Berge.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel32\">Kapitel 32<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da machte sich Laban auf in der Fr\u00fche, k\u00fcsste seine S\u00f6hne und seine T\u00f6chter und segnete sie, dann ging Laban und kehrte zur\u00fcck an seinen Ort.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Auch Jakob ging seines Weges und ihm begegneten Engel Gottes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wie er sie sah, sprach Jakob: Ein Lager Gottes ist das. Er nannte den Namen desselben Ortes Mahanaim [Doppellager].<\/p>\n<h3>Jakobs Begegnung mit Esau.<\/h3>\n<p><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jakob sandte Boten vor sich her an seinen Bruder Esau in das Land S\u00e9ir, das Gefilde Edom,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und gebot ihnen also: So sprecht zu meinem Herrn Esau: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban hab&#8216; ich als Fremdling gelebt und geweilt bis jetzt:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich erwarb da Rinder und Esel, Schafe und Knechte und M\u00e4gde, ich sende nun es zu berichten meinem Herrn, Gnade zu finden in deinen Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Boten kehrten zur\u00fcck zu Jakob und sprachen: Wir sind gekommen zu deinem Bruder Esau; er zieht dir entgegen und vierhundert Mann mit ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da f\u00fcrchtete sich Jakob sehr und ihm ward angst; er teilte das Volk, das bei ihm war, und die Schafe, Rinder und Kamele in zwei Lager,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Dann sprach er: Wenn Esau \u00fcber das eine Lager kommt und schl\u00e4gt es, so entrinnt das zweite Lager.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Jakob sprach weiter: Gott meines Vaters Abraham und meines Vaters Isak, Herr, der zu mir gesprochen: Kehre zur\u00fcck in dein Land und in deinen Geburtsort, und ich will dir wohltun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich bin zu gering f\u00fcr all die Gnaden und f\u00fcr all die Treue, die du erwiesen deinem Knecht; denn mit meinem Stabe zog ich \u00fcber diesen Jordan und nun bin ich zu zwei Lagern geworden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Rette mich doch aus der Hand meines Bruders, aus der Hand Esaus, denn ich f\u00fcrchte ihn, dass er komme und mich schlage, Mutter samt Kindern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Du aber hast gesagt: Wohltun will ich dir, und deine Nachkommen machen wie Sand des Meeres, der nicht gez\u00e4hlt wird vor Menge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und er \u00fcbernachtete dort in jener Nacht und nahm von dem, was er mit sich f\u00fchrte, ein Geschenk f\u00fcr seinen Bruder Esau:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Zweihundert Ziegen, zwanzig B\u00f6cke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Drei\u00dfig s\u00e4ugende Kamele mit ihren F\u00fcllen, vierzig K\u00fche und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn junge Esel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er \u00fcbergab seinen Knechten jegliche Herde besonders, indem er ihnen sagte: Ziehet vor mir her und lasset Raum zwischen Herde und Herde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dem Ersten gebot [Jakob] also. Wenn dir mein Bruder Esau begegnet und dich fragt: Wem geh\u00f6rst du an und wohin gehst du, und f\u00fcr wen sind diese vor dir?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> So sprich: Deinem Knechte Jakob: ein Geschenk ist es gesandt an meinen Herrn, an Esau; und er selbst ist hinter uns.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Auch dem zweiten gebot er, dem dritten und allen, die hinter den Herden gingen, also: Mit diesen Worten sollt ihr reden zu Esau, wenn ihr ihn treffet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und sprecht auch: Dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er dachte, ich will ihn vers\u00f6hnen durch das Geschenk, das mir vorausgeht und dann sein Antlitz sehen; vielleicht nimmt er mich freundlich auf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und das Geschenk ging ihm voraus; in jener Nacht \u00fcbernachtete er im Lager.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> In der Nacht stand er auf, nahm seine beiden Frauen und seine beiden M\u00e4gde und seine elf Kinder und setzte \u00fcber die Furt des Jabbok.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und nahm sie und f\u00fchrte sie \u00fcber den Bach und f\u00fchrte hin\u00fcber all das Seinige.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Als nun Jakob allein zur\u00fcckblieb, da rang ein Mann mit ihm bis zum Aufgang der Morgenr\u00f6te.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und als [der Mann] sah, dass er nichts gegen ihn vermochte, da stie\u00df er an seine H\u00fcftpfanne, und es verrenkte sich die H\u00fcftpfanne Jakobs, indem er mit ihm rang.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> [Der Mann] sprach: Lass mich los, denn der Morgen bricht an; [Jakob] aber erwiderte: Ich lasse dich nicht los, du habest mich denn gesegnet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> [Der Mann] sprach zu ihm: Wie ist dein Name? Und [Jakob] antwortete; Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da sprach [der Mann]: Nicht Jakob hei\u00dfe fortan dein Name, sondern Israel; denn um den Vorrang gek\u00e4mpft hast du mit g\u00f6ttlichen Wesen und mit Menschen, und hast obgesiegt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Da fragte Jakob und sprach: Sage doch deinen Namen. Und er erwiderte: Warum doch fragst du nach meinem Namen. \u2014 Und er segnete ihn dort.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Jakob nannte den Namen des Ortes Peni\u00ebl. Denn: ich habe [einen Engel] Gottes gesehen, Angesicht gegen Angesicht, und blieb leben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Da ging ihm die Sonne auf, sowie er \u00fcber Peni\u00ebl hinaus war; und er hinkte an seiner H\u00fcfte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Daher essen die Kinder Israel nicht die Spannader, die \u00fcber der Pfanne der H\u00fcfte liegt, bis auf den heutigen Tag, weil [der Engel] gesto\u00dfen hat auf die H\u00fcftpfanne Jakobs, an die Spannader.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel33\">Kapitel 33<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und Jakob hob seine Augen auf und sah, wie Esau kam und mit ihm vierhundert Mann, da teilte er die Kinder zwischen Lea und Rachel und die beiden M\u00e4gde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er stellte die M\u00e4gde und ihre Kinder vorn an und Lea und ihre Kinder dahinter, Rachel und Josef zuletzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er aber ging voran und beugte sich zur Erde sieben Mal, bis er seinem Bruder nahe kam.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da lief ihm Esau entgegen, umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn und sie weinten beide.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und [Esau] erhob seine Augen und sah die Frauen und die Kinder und sprach: Was sind diese dir? [Jakob] antwortete: Die Kinder sind es, mit denen Gott begnadigt hat deinen Knecht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und es nahten die M\u00e4gde, sie und ihre Kinder, und b\u00fcckten sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es nahte auch Lea mit ihren Kindern und b\u00fcckten sich; zuletzt nahten Josef und Rachel und b\u00fcckten sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> [Esau] sprach: Was soll dir jenes ganze Lager, auf das ich gesto\u00dfen bin? [Jakob] antwortete: Gnade zu finden in den Augen meines Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber Esau sprach: Ich habe genug; mein Bruder, es bleibe dein, was dein ist,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da erwiderte Jakob. Nicht doch. wenn ich doch Gnade f\u00e4nde in deinen Augen, dass du nehmest mein Geschenk aus meiner Hand. Weil ich nun einmal geschaut dein Antlitz, wie man schauet das Antlitz Gottes, und du wirst mich gewiss gn\u00e4dig annehmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> So nimm doch meine Gabe, die dir \u00fcberbracht worden, denn Gott hat mich begnadigt und ich habe in F\u00fclle. Er drang in ihn, und er nahm es an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> [Esau] sprach: Lass uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will neben dir herziehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber [Jakob] entgegnete ihm: Mein Herr wei\u00df, dass die Kinder zart sind, die Schafe und Rinder s\u00e4ugen Junge. \u00dcbertriebe man sie einen Tag, so st\u00fcrben alle Schafe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ziehe doch mein Herr vor seinem Knecht her; ich werde folgen nach meiner Gem\u00e4chlichkeit, nach dem Schritte des Viehes, das vor mir, und nach dem Schritt der Kinder, bis dass ich komme zu meinem Herrn nach Seir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Esau antwortete: Ich will doch bei dir [zum Schutz] aufstellen von dem Volke, das bei mir. Aber [Jakob] sprach: Wozu das? Wodurch habe ich nur Gnade gefunden in den Augen meines Herrn?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und so kehrte Esau an demselben Tage zur\u00fcck seines Weges nach Seir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Jakob hingegen brach auf nach Sukkot und baute sich dort ein Haus; seiner Herde machte er H\u00fctten; daher nannte man den Namen des Ortes Sukkot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jakob kam wohlbehalten nach der Stadt Sichem, die im Lande Kanaan, als er kam von Padan-Aram, und lagerte vor der Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und er kaufte das St\u00fcck Feldes, woselbst er sein Zelt aufspannte, von der Hand der S\u00f6hne Hamors, Vaters des Sichem, um hundert Kesita.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Er stellte dort einen Altar auf und nannte ihn El, Gott Israels.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel34\">Kapitel 34<\/h2>\n<p>Die Eroberung Sichems.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dina, die Tochter Leas, die diese dem Jakob geboren hatte, ging aus, um sich umzusehen unter den T\u00f6chtern des Landes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sah sie Sichem, der Sohn Hamors, des Hiwi, F\u00fcrsten des Landes, und nahm sie und tat ihr Gewalt an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sein Herz hing an Dina, der Tochter Jakobs, er liebte das M\u00e4dchen und redete ihr zum Herzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sichem sprach zu Hamor, seinem Vater, also: Nimm mir dieses M\u00e4dchen zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und Jakob h\u00f6rte, dass Sichem seine Tochter Dina entehrt hatte; seine S\u00f6hne waren aber mit seiner Herde auf dem Felde und so schwieg Jakob bis sie k\u00e4men.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da kam Hamor der Vater Sichems, zu Jakob, um mit ihm zu reden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Auch die S\u00f6hne Jakobs kamen vom Felde, wie sie es h\u00f6rten; es kr\u00e4nkten sich dar\u00fcber die Manner und z\u00fcrnten, denn einen Schimpf hatte Sichem angetan Israel, zu sch\u00e4nden die Tochter Jakobs; das sollte nicht geschehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Hamor redete mit ihnen also: das Herz Sichems, meines Sohnes, h\u00e4ngt an eurer Tochter, gebt sie ihm doch zum Weibe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Verschw\u00e4gert euch uns, eure T\u00f6chter gebet uns und unsere T\u00f6chter nehmet euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und wohnet bei uns, das Land soll euch offen sein, wohnet und verkehret und machet euch ans\u00e4ssig darin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und auch Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Br\u00fcdern: M\u00f6ge ich Gnade finden in euern Augen, und was ihr mir sagen werdet, will ich geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Fordert von mir sehr hohen Kaufpreis und Brautschatz, ich will geben, so wie ihr es mir saget; aber gebet mir das M\u00e4dchen zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da antworteten die S\u00f6hne Jakobs dem Sichem und seinem Vater Hamor mit List weil er ihre Schwester Dina entehrt hat,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und sagten zu ihnen: Wir k\u00f6nnen dieses nicht tun, unsere Schwester einem Manne geben, der eine Vorhaut hat; denn eine Schmach w\u00e4re das f\u00fcr uns.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nur unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir \u2014 beschneidet alles M\u00e4nnliche bei euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Dann werden wir euch unsere T\u00f6chter geben und eure T\u00f6chter werden wir uns nehmen; wir wollen dann wohnen bei euch und zu einem Volke werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Wenn ihr aber nicht h\u00f6ret auf uns, euch beschneiden zu lassen, so nehmen wir unsere Tochter und gehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ihre Reden gefielen dem Hamor und dem Sichem, seinem Sohne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der J\u00fcngling z\u00f6gerte nicht, das zu tun; denn er verlangte nach der Tochter Jakobs, und er war geehrt vor Allen im Hause seines Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da kamen Hamor und sein Sohn Sichem in das Tor ihrer Stadt und redeten zu den M\u00e4nnern ihrer Stadt also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Diese M\u00e4nner sind friedlich gesinnt gegen uns; sie werden im Lande wohnen und darin verkehren; das Land ist ger\u00e4umig nach allen Seiten vor ihnen, ihre T\u00f6chter werden wir uns nehmen zu Frauen und unsere T\u00f6chter werden wir ihnen geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber unter der Bedingung wollen die M\u00e4nner uns zu Willen sein, zu wohnen bei uns, zu werden ein Volk, wenn wir alles, was m\u00e4nnlich bei uns, beschneiden lassen, so wie sie beschnitten sind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ihre Herden, ihr Eigentum und all ihr Vieh, wird ja unser sein, wenn wir nur ihnen zu Willen sind, dass sie bei uns wohnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da h\u00f6rten alle Bewohner der Stadt auf Hamor und seinen Sohn Sichem: es lie\u00dfen sich beschneiden alle M\u00e4nnlichen, alle Einwohner der Stadt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Aber am dritten Tage, da sie Schmerzen litten, nahmen zwei S\u00f6hne Jakobs, Simeon und Levi, die Br\u00fcder Dinas, ein jeder sein Schwert, sie kamen ungef\u00e4hrdet \u00fcber die Stadt und t\u00f6teten alles M\u00e4nnliche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Auch Hamor und seinen Sohn Sichem t\u00f6teten sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; sie nahmen Dina aus dem Hause Sichems und zogen davon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die S\u00f6hne Jakobs kamen \u00fcber die Erschlagenen und pl\u00fcnderten die Stadt, da sie entehrt hatten ihre Schwester.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Ihre Schafe, Rinder und Esel, was in der Stadt und was auf dem Felde war, nahmen sie fort.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> All ihre G\u00fcter und all ihre Kinder und ihre Frauen f\u00fchrten sie gefangen hinweg und pl\u00fcnderten alles, was im Hause war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Da sprach Jakob zu Simeon und Levi: Ihr habt Ungl\u00fcck \u00fcber mich gebracht, dass ihr mich \u00fcbelber\u00fcchtigt machet bei den Bewohnern des Landes, bei dem Kanaani und Perist. Ich bin ein kleines H\u00e4uflein, sie werden sich versammeln wider mich und mich schlagen; so werde ich vertilgt werden, ich und mein Haus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da antworteten sie: Soll man unsere Schwester wie eine Dirne behandeln?<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel35\">Kapitel 35<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, ziehe gen Bet-El, wohne dort und baue daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschienen, als du flohst vor deinem Bruder Esau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jakob sprach nun zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Schaffet weg die fremden G\u00f6tter, die unter euch sind, und reiniget euch und wechselt eure Kleider.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wir wollen uns aufmachen und ziehen gen Bet-El, ich will daselbst einen Altar bauen dem Gott, der mich erh\u00f6rte am Tage meiner Not und mit mir war auf dem Wege, den ich gegangen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und sie gaben dem Jakob alle fremden G\u00f6tter, die in ihrer Hand, die Ringe die in ihren Ohren; Jakob vergrub sie unter der Eiche, die bei Sichem stand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als sie aufbrachen, da kam ein Schrecken Gottes \u00fcber die St\u00e4dte, die rings um sie dass sie nicht nachsetzten den S\u00f6hnen Jakobs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Jakob kam nach Lus, das im Lande Kanaan lag, das ist Bet-El, er und alles Volk, das mit ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er baute dort einen Altar und nannte den Ort: Gott von Bet-El. Denn dort hatte sich ihm Gott offenbart, als er vor seinem Bruder floh.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dort starb Debora, die Amme Rebekkas; sie wurde begraben unterhalb Bet-El, unter der Eiche, und man nannte ihren Namen. Allon-Bachut [Eiche des Weinens].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gott erschien dem Jakob abermals, als er aus Padan-Aram kam und segnete ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und sprach zu ihm. Dein Name ist jetzt Jakob; aber fortan soll dein Name nicht Jakob sein, sondern Israel. Und er nannte seinen Namen Israel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ferner sprach Gott zu ihm. Ich bin Gott der Allm\u00e4chtige, sei fruchtbar und mehre dich; Volk und Versammlung von V\u00f6lkern sollen von dir herkommen und K\u00f6nige aus deinen Lenden hervorgehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Das Land, das ich verhei\u00dfen dem Abraham und dem Isak, dir und deinen Nachkommen werde ich das Land geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es erhob sich von ihm Gott, an dem Orte, wo er mit ihm gesprochen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Jakob stellte eine S\u00e4ule an dem Orte auf, wo er mit ihm geredet, eine S\u00e4ule von Stein, er brachte darauf ein Opfer und goss \u00d6l.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Jakob nannte den Namen des Ortes, woselbst Gott mit ihm geredet hatte, Bet-El.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und sie brachen auf von Bet-El; es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrat zu kommen, da sollte Rachel geb\u00e4ren; aber sie hatte eine schwere Geburt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und als sie so schwer gebar, sprach die Wehmutter zu ihr: F\u00fcrchte nichts, denn auch diesmal wird dir ein Sohn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als sie aber dem Sterben nahe war, da nannte sie seinen Namen: Ben Oni [Sohn meines Schmerzes], und sein Vater nannte ihn Benjamin [mein Lieblingssohn].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Rachel starb und wurde auf dem Wege nach Efrat begraben, das ist Bet Lehem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Jakob stellte eine S\u00e4ule auf ihr Grab, das ist die S\u00e4ule des Grabes Rachels bis auf diesen Tag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Israel brach nun auf und schlug sein Zelt auf \u00fcber den Herden-Turm hinaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber als Israel in diesem Lande wohnte, ging R\u00ebuben und beschlief die Bilha, das Kebsweib seines Vaters, und Israel h\u00f6rte es.  .. &#8230; Es waren die S\u00f6hne Jakobs zw\u00f6lf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die S\u00f6hne der Lea, der Erstgeborene Jakobs: R\u00ebuben, dann Simeon, Levi, Jehuda, Isachar und Sebulun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die S\u00f6hne Rachels: Josef und Benjamin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Die S\u00f6hne Bilhas, der Magd Rachels: Dan und Naftali.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Die S\u00f6hne Silpas, der Magd Leas: Gad und Asser. Das sind die S\u00f6hne Jakobs die ihm geboren wurden in Padan-Aram.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und Jakob kam zu seinem Vater Isak nach Mamre, Kirjat-Arba, das ist Hebron, woselbst Abraham und Isak geweilt hatten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Die Lebenszeit Isaks war hundert und achtzig Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da verschied Isak und starb und wurde versammelt zu seinen St\u00e4mmen, alt und lebenssatt; es begruben ihn seine S\u00f6hne Esau und Jakob.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel36\">Kapitel 36<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Das sind die Nachkommen von Esau, das ist Edom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Esau hatte seine Frauen genommen von den T\u00f6chtern Kanaans, die Ada, Tochter Elons, des Hitti, und die Oholibama, Tochter Anas, Tochter Zibeons des Hiwi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und Basemat, Tochter Isma\u00ebls, Schwester des Nebajot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ada gebar dem Esau den Elifas, und Basemat gebar den R\u00ebu\u00ebl.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Oholibama gebar den J\u00ebusch, den Jaalam und den Korah. Diese sind die S\u00f6hne Esaus, die ihm geboren wurden im Lande Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Esau nahm seine Frauen, seine S\u00f6hne und seine T\u00f6chter, alle Seelen seines Hauses und seine Herden, all sein Vieh und all seinen Besitz, den er erworben im Lande Kanaan, und zog in ein anderes Land, fort von seinem Bruder Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn ihre Habe war zu gro\u00df, als dass sie bei einander wohnten; das Land ihres Aufenthaltes vermochte sie nicht zu tragen wegen ihrer Herden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir; Esau das ist Edom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Das sind die Nachkommen Esaus, Stammvaters von Edom, auf dem Gebirge Seir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Namen der S\u00f6hne Esaus sind: Elifas, Sohn Adas, des Weibes Esaus; R\u00ebu\u00ebl, Sohn der Basemat, des Weibes Esaus. 11 Die S\u00f6hne des Elifas waren: Teman, Omar, Zefo, Gaatam und Kenas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Timna war Kebsweib des Elifas, Sohn Esaus, und gebar dem Elifas den Amalek; das sind die S\u00f6hne Adas, des Weibes Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die S\u00f6hne R\u00ebu\u00ebls sind: Nahat und Sarah, Samma und Misa, das waren die S\u00f6hne der Basemat, des Weibes Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und die S\u00f6hne Oholibamas der Tochter Anas, der Tochter Zibeons, des Weibes Esaus, waren: J\u00ebus, Jaalam und Korah.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das sind die St\u00e4mme der S\u00f6hne Esaus: Die S\u00f6hne Elifas, des Erstgeborenen Esaus: Stamm Teman, Stamm Omar, Stamm Zefo, Stamm Kenas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Stamm Korah, Stamm Gaatam, Stamm Amalek. Das sind die St\u00e4mme des Elifas im Lande Edom; das sind die S\u00f6hne Adas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die S\u00f6hne R\u00ebu\u00ebls, Sohnes Esaus, sind. Stamm Nahat, Stamm Sarah, Stamm Samma, Stamm Misa. Das sind die St\u00e4mme R\u00ebu\u00ebls im Lande Edom; das sind die S\u00f6hne der Basemat, des Weibes Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Die S\u00f6hne Oholibamas, des Weibes Esaus, sind: Stamm J\u00ebus, Stamm Jaalam, Stamm Korah; das sind die St\u00e4mme Oholibamas, der Tochter Anas, des Weibes Esaus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Esaus und das sind ihre St\u00e4mme, das ist Edom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Seirs, des Hori, Einwohner des Landes: Lotan und Sobal, Zibeon und Ana,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Dison und Ezer und Disan; das sind die St\u00e4mme des Hori, der S\u00f6hne Seirs im Lande Edom.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die S\u00f6hne Lotans waren: Hori und Heman, und die Schwester Lotans hie\u00df Timna.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die S\u00f6hne Sobals sind: Alwan, Manahat und Ebal, Sefo und Onam.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Zibeons: Aja und Ana; das ist der Ana, der die Maulesel gefunden in der Steppe, als er die Esel seines Vaters Zibeon weidete.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Die S\u00f6hne Anas sind: Dison und Oholibama, die Tochter Anas.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Disons: Hamdan, Esban, Jitran und Cheran.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die S\u00f6hne Ezers sind: Bilhan, Saawan und Akan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Die S\u00f6hne Disans sind; Uz und Aran.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Die St\u00e4mme des Hori sind: Stamm Lotan, Stam Sobal, Stamm Zibeon, Stamm Ana,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Stamm Dison, Stamm Ezer, Stamm Disan; das sind die St\u00e4mme des Hori, Stamm f\u00fcr Stamm im Lande Seir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Das sind die K\u00f6nige, die regiert haben im Lande Edom, bevor ein Konig regiert hat \u00fcber die Kinder Israel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Es regierte in Edom Bela, der Sohn Beors, und der Name seiner Stadt: Dinehaba.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Bela starb, und es regierte nach ihm Jobab, Sohn Sarahs aus Bozra.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Jobab starb, nach ihm regierte Husam aus dem Lande Theman.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Husam starb und nach ihm regierte Hadad, Sohn Bedads, der Midjan schlug im Gefilde Moabs; der Name seiner Stadt war Awit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Hadad starb und es regierte nach ihm Samla aus Masreka.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Samla starb und nach ihm regierte Saul aus Rehobot am Strome.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Saul starb und nach ihm regierte Baal Hanau, Sohn Akbors.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Baal Hanan, Sohn Akbors, starb und es regierte nach ihm Hadar, der Name seiner Stadt war Pau und der Name seines Weibes: Mehetabel, Tochter der Matred, Tochter des Me-Sahab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Das sind die Namen der St\u00e4mme Esaus, nach ihren Geschlechtern und Wohnpl\u00e4tzen, bei ihren Namen: Stamm Timna, Stamm Alwaa, Stamm Jetet;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Stamm Oholibama, Stamm Ela, Stamm Pinon;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Stamm Kenas, Stamm Teman, Stamm Mibezar;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Stamm Magdi\u00ebl, Stamm Iram. Das sind die St\u00e4mme Edoms, nach ihren Wohnsitzen im Lande ihres Besitzes; das ist Esau, der Stammvater Edoms.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel37\">Kapitel 37<\/h2>\n<p>Josef und seine Br\u00fcder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Jakob wohnte in dem Lande des Aufenthaltes seines Vaters, in Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Das ist [die Geschichte der] Nachkommen Jakobs. Josef war siebzehn Jahre alt \u2014 ein Hirte mit seinen Br\u00fcdern bei der Herde. Als Knabe hielt er sich auf bei den S\u00f6hnen Bilhas und bei den S\u00f6hnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Josef brachte \u00fcble Nachrede von ihnen an ihren Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Israel aber liebte den Josef mehr als alle S\u00f6hne, weil er ihm ein Sohn seines sp\u00e4ten Alters war; er machte ihm einen bunten Rock.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Als seine Br\u00fcder sahen, dass ihn sein Vater mehr liebte als all seine Br\u00fcder, da hassten sie ihn und vermochten nicht \u00fcber ihn freundlich zu reden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Einst hatte Josef einen Traum und erz\u00e4hlte ihn seinen Br\u00fcdern, und sie hassten ihn noch mehr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn er sprach zu ihnen: H\u00f6rt doch den Traum, den ich getr\u00e4umt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wir banden Garben auf dem Felde, da erhob sich meine Garbe und blieb auch stehen; und ringsum stellten sich eure Garben und beugten sich vor der meinigen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprachen seine Br\u00fcder zu ihm. [Soll dies etwa bedeuten], dass du K\u00f6nig \u00fcber uns sein wirst? oder willst du \u00fcber uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Tr\u00e4ume und wegen seiner Reden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und er hatte noch einen anderen Traum; er erz\u00e4hlte auch diesen seinen Br\u00fcdern und sprach: Ich habe noch einen Traum gehabt. Die Sonne, der Mond und elf Sterne b\u00fcckten sich vor mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Er erz\u00e4hlte dies seinem Vater und seinen Br\u00fcdern; sein Vater schalt ihn und sprach zu ihm: Was f\u00fcr ein Traum ist das, den du getr\u00e4umt? Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Br\u00fcder, um uns vor dir zu b\u00fccken?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da wurden seine Br\u00fcder auf ihn eifers\u00fcchtig; aber sein Vater merkte sich doch die Sache.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Einst zogen seine Br\u00fcder aus, um die Herden ihres Vaters zu weiden in Sichem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach Israel zu Josef: Weiden nicht deine Br\u00fcder in Sichem? Ich will dich zu ihnen senden. [Josef] antwortete: Ich bin bereit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und er sprach zu ihm: Gehe und siehe nach dem Wohlbefinden deiner Br\u00fcder und nach dem Wohlbefinden der Herde und bringe mir Nachricht. Er sandte ihn aus dem Tale von Hebron und er ging gen Sichem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da traf ihn ein Mann, als er umherirrte auf dem Felde, der Mann fragte ihn: Was suchst du?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Meine Br\u00fcder suche ich, entgegnete [Josef]; sage mir doch, wo weiden sie?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der Mann sagte: Sie sind aufgebrochen von hier, denn ich h\u00f6rte sie sagen, lasst uns nach Dotan ziehen. Also ging Josef seinen Br\u00fcdern nach und fand sie in Dotan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da erblickten ihn [die Br\u00fcder] von fern, und bevor er ihnen nahte, fassten sie den Anschlag gegen ihn, ihn zu t\u00f6ten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie sprachen einer zum andern: Da kommt der Tr\u00e4umer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Kommt und lasst uns ihn erschlagen und ihn in eine der Gruben werfen, wir sagen dann: Ein wildes Tier hat ihn gefressen. Wir wollen dann sehen, was aus seinen Tr\u00e4umen wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Als R\u00ebuben das h\u00f6rte, rettete er ihn aus ihrer Hand, indem er sprach: Wir wollen ihn nicht totschlagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Er sprach [weiter] zu ihnen: Vergie\u00dfet kein Blut. Werfet ihn in diese Grube, die in der W\u00fcste, aber Hand leget nicht an ihn; \u2014 [dies sprach er] um ihn zu retten aus ihrer Hand und ihn [dann] zur\u00fcckzuf\u00fchren zu seinem Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wie nun Josef zu seinen Br\u00fcdern kam, zogen sie ihm seinen Rock aus \u2014 den bunten Rock, den er anhatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Dann nahmen sie ihn und warfen ihn in die Grube; die Grube war aber leer, kein Wasser darin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie setzten sich dann zum Essen. Da erhoben sie ihre Augen und sahen einen Zug Ismaeliten, der von Gilead herkam, ihre Kamele trugen Gew\u00fcrz, Balsam und Lotus, um es nach \u00c4gypten zu bringen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da sprach Jehuda zu seinen Br\u00fcdern: Welchen Gewinn h\u00e4tten wir davon, unsern Bruder zu erschlagen und sein Blut zu bedecken den Mord zu verheimlichen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Kommt, lasst uns ihn verkaufen an die Ismaeliten, aber nicht Hand an ihn legen, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er. Die Br\u00fcder h\u00f6rten darauf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Da kamen nun die midianitischen Kaufleute, und [die Br\u00fcder] zogen und brachten Josef herauf aus der Grube und verkauften ihn an die Ismaeliten f\u00fcr zwanzig Silberst\u00fccke. [Die Kaufleute]  brachten Josef nach \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Als R\u00ebuben zur Grube zur\u00fcckkehrte und Josef in der Grube nicht mehr fand, zerriss er seine Kleider,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und kehrte zur\u00fcck zu seinen Br\u00fcdern und sprach: Der Knabe ist nicht da, wo soll ich nun hin?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Aber [die Br\u00fcder] nahmen den Rock Josefs, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Sie schickten den bunten Rock, lie\u00dfen ihn ihrem Vater \u00fcberbringen und sagen: Das haben wir gefunden, erkenne, ob es der Rock deines Sohnes ist oder nicht?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Er erkannte ihn und sprach: Das ist der Rock meines Sohnes! Ein wildes Tier hat ihn gefressen; zerrissen ist Josef.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Jakob zerriss seine Kleider, legte einen Sack um seine Lenden und trauerte um seinen Sohn lange Zeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Da machten sich alle seine S\u00f6hne und alle seine T\u00f6chter auf, ihn zu tr\u00f6sten, aber er verweigerte es, sich tr\u00f6sten zu lassen und sprach: Nein, ich werde hinuntersteigen zu meinem Sohn trauernd in die Gruft! Also beweinte ihn sein Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Die Midianiten verkauften [Josef]  nach \u00c4gypten, an Potifar, einen Hof  bedienten Pharaos, den Obersten der Leibw\u00e4chter.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel38\">Kapitel 38<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es geschah in derselben Zeit, dass Jehuda sich trennte von seinen Br\u00fcdern und sich einem Mann aus Adulam mit Namen Hira anschloss.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jehuda sah dort die Tochter eines kanaanitischen Mannes mit Namen Sua und nahm sie [zur Frau] und kam zu ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie ward schwanger und gebar einen Sohn; er nannte seinen Namen Er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn; sie nannte seinen Namen Onan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und wiederum gebar sie einen Sohn und nannte seinen Namen Sela; [Jehuda] war in Kesib, als sie jenen gebar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Jehuda nahm ein Weib f\u00fcr Er, seinen Erstgeborenen, mit Namen Tamar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber Er, der Erstgeborene Jehudas, war missf\u00e4llig in den Augen des Herrn, und der Herr t\u00f6tete ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da sprach Jehuda zu Onan: Komme zu der Frau deines Bruders, erf\u00fclle die Schwagerpflicht an ihr, und erhalte Nachkommen deinem Bruder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da aber Onan wusste, dass nicht sein eigen die Nachkommen sein werden, so geschah es, dass, wenn er kam zu dem Weibe seines Bruders, verschwendete er es zur Erde, um nicht Nachkommen zu geben seinem Bruder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es missfiel aber in den Augen des Herrn, was er tat, und er t\u00f6tete auch ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Jehuda zu seiner Schnur Tamar: Bleibe Witwe im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Sela gro\u00df sein wird. Denn er dachte: dass nicht auch dieser sterbe wie seine Br\u00fcder. Und Tamar ging hin und blieb im Hause ihres Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Als eine Zeitlang verging, starb die Tochter Suas, die Frau Jehudas. Nachdem Jehuda getr\u00f6stet war, ging er hinauf zu seinen Schafscherern nach Timna, er und sein Freund Hira, der Adulamiter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es wurde der Tamar berichtet also. Dein Schwager geht hinauf nach Timna, seine Schafe zu scheren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da legte sie dann ab ihre Witwenkleider, bedeckte sich mit einem Schleier und verh\u00fcllte sich und setzte sich an den Eingang der Doppelquelle, die auf dem Wege nach Timna lag; denn sie sah, dass Sela gro\u00df geworden und sie ihm doch nicht gegeben wurde zur Frau.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da erblickte sie Jehuda und hielt sie f\u00fcr eine Hure denn sie hatte ihr Angesicht verh\u00fcllt [und er erkannte sie nicht].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er bog ab zu ihr nach dem Wege und sprach: Wohlan denn, ich will zu dir kommen. Er wusste nicht, dass sie seine Schnur war. Sie antwortete: Was gibst du mir, dass du zu mir kommest?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er entgegnete: Ich will schicken ein B\u00f6cklein von der Herde. Und sie sprach: Wenn du mir ein Pfand gibst, bis du es schickest.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er sprach: Was f\u00fcr ein Pfand soll ich dir geben? Sie erwiderte: Deinen Siegelring, deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand. Er gab es ihr und kam zu ihr, und sie ward schwanger von ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dann stand sie auf und ging und legte ihren Schleier ab und zog ihre Witwenkleider an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Jehuda schickte das B\u00f6cklein durch seinen Freund, den Adulamiter, um das Pfand zu nehmen aus der Hand des Weibes, aber er fand sie nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er fragte die Leute ihres Ortes: Wo ist die Frau, die an der Doppelquelle am Wege sa\u00df? Sie antworteten: Es war hier kein solches Weib.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Er kam zu Jehuda zur\u00fcck und sprach: Ich habe sie nicht gefunden, und auch die Leute des Ortes sagten: Es war hier kein solches Weib.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Jehuda sprach: Sie behalte es, damit wir nicht zum Spotte werden. Ich habe ihr ja dieses B\u00f6cklein geschickt, aber du hast sie nicht gefunden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nach etwa drei Monaten wurde dem Jehuda also berichtet: Gebuhlt hat deine Schnur Tamar, sie ist auch schwanger durch Buhlerei. Da sprach Jehuda: F\u00fchret sie hinaus, dass sie verbrannt werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie ward hinausgef\u00fchrt; sie lie\u00df aber ihrem Schwager also sagen: Von dem Manne, dem dieses geh\u00f6rt, bin ich schwanger. Und weiter sagte sie: Erkenne doch, wem geh\u00f6ret dieser Siegelring, Schnur und Stab?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da erkannte sie Jehuda und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn weil ich sie nicht gegeben meinem Sohn Sela [hat sie das getan]. Er ber\u00fchrte sie nicht wieder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Als sie geb\u00e4ren sollte, waren Zwillinge in ihrem Leibe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Beim Geb\u00e4ren streckte einer die Hand heraus; da nahm die Wehmutter [die Hand] und kn\u00fcpfte einen Purpurfaden um dieselbe, indem sie sprach: der ist zuerst herausgekommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Wie er aber seine Hand zur\u00fcckzog, da kam sein Bruder heraus; [die Wehmutter] sprach: Wie dr\u00e4ngst du doch so m\u00e4chtig! und nannte seinen Namen Perez.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Danach erst kam sein Bruder, an dessen Hand der Purpurfaden war, man nannte seinen Namen Sarah.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel39\">Kapitel 39<\/h2>\n<p>Josef in \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Josef wurde nach \u00c4gypten gebracht; es kauft ihn Potifar, ein Hofbedienter Pharaos, Oberster der Leibw\u00e4chter, ein \u00e4gyptischer Mann, aus der Hand der Ismaeliten, die ihn dorthin gebracht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Herr war mit Josef; er war ein Mann, dem alles gelang, und so blieb er im Hause seines Herrn, des \u00c4gypters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da nun sein Herr sah, dass Gott mit ihm war, und dass alles, was er tat, Gott gelingen lie\u00df in seiner Hand,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> So fand Josef Gnade in seinen Augen; er bediente ihn, er machte ihn zum Aufseher \u00fcber sein Haus und all das Seine gab er in seine Hand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Seitdem er ihn nun zum Aufseher gemacht \u00fcber sein Haus und \u00fcber all das Seine, segnete Gott das Haus des \u00c4gypters um Josefs willen; es war der Segen Gottes in all dem Seinen, im Hause und auf dem Felde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er \u00fcberlie\u00df all das Seine in die Hand Josefs und k\u00fcmmerte sich um nichts bei ihm, au\u00dfer um das Brot, das er a\u00df. Josef aber war sch\u00f6n von Gestalt und von Ansehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und es ereignete sich nach diesen Dingen, dass die Frau seines Herrn ihre Augen zu Josef erhob und sprach: Lege dich zu mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber er weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr k\u00fcmmert sich um nichts bei mir, was im Hause ist, und all das Seine hat er in meine Hand gegeben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Niemand ist angesehener in diesem Hause als ich; er enth\u00e4lt mir nichts vor als dich, da du sein Weib bist; wie sollte ich begehen diese gro\u00dfe \u00dcbeltat und s\u00fcndigen gegen Gott?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie aber redete zu Josef Tag f\u00fcr Tag; er jedoch h\u00f6rte nicht auf sie, bei ihr zu liegen, um sie zu sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Eines Tages geschah es nun, dass, er in das Gemach kam, seine Arbeit zu verrichten; keiner von den Leuten des Hauses war dort im Gemache.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da fasste sie ihn bei seinem Kleide und sprach: Lege dich zu mir! Aber er lie\u00df sein Kleid in ihrer Hand und floh und lief auf die Stra\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wie sie sah, dass er sein Kleid gelassen in ihrer Hand und auf die Stra\u00dfe geflohen war,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da rief sie die Leute ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, man hat uns einen Hebr\u00e4er hergebracht, mit uns Spott zu treiben. Er kam zu mir, sich zu mir zu legen, da rief ich mit lauter Stimme.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wie er nun h\u00f6rte, dass ich meine Stimme erhob und rief, lie\u00df er sein Kleid bei mir und floh und ging auf die Stra\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr nach Hause kam.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und sie redete zu ihm mit eben den Worten: Es kam zu mir der hebr\u00e4ische Knecht, den du zu uns gebracht, Mutwillen mit mir zu treiben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als ich aber meine Stimme erhob und rief, da lie\u00df er sein Kleid bei mir und floh auf die Stra\u00dfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wie nun sein Herr die Worte seines Weibes h\u00f6rte, die sie zu ihm geredet: Solcherlei hat dein Knecht mir getan, da entbrannte sein Zorn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Er nahm ihn und tat ihn in den Kerker, an den Ort, wo die Gefangenen des K\u00f6nigs gefangen sa\u00dfen; und er blieb dort im Kerker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Doch Gott war mit Josef und wandte ihm Gnade zu und gab ihm Gunst in den Augen des Kerkermeisters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Dieser \u00fcbergab dem Josef alle Gefangenen, die im Kerker waren; Alles, was sie dort zu tun hatten, geschah durch ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Kerkermeister sah nicht nach dem Geringsten, was unter seiner Hand, indem Gott mit [Josef] war. Alles, was er tat, lie\u00df der Herr gelingen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel40\">Kapitel 40<\/h2>\n<p>Josef im Gef\u00e4ngnis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Und es geschah nun nach diesen Begebenheiten, dass sich der Schenk des K\u00f6nigs von \u00c4gypten und der B\u00e4cker gegen ihren Herrn, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, vergingen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da z\u00fcrnte Pharao auf seine beiden Hofbedienten, auf den Oberschenken und den Oberb\u00e4cker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er tat sie in Gewahrsam, in das Haus des Obersten der Leibw\u00e4chter, in den Kerker, denselben Ort, woselbst Josef gefangen war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Oberste der Leibw\u00e4chter bestellte den Josef zu ihnen, dass er sie bediene. Sie waren eine Zeitlang im Gewahrsam.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da hatten beide einen Traum in einer Nacht, jeder seinen Traum, der eine besondere Deutung heischte \u2014 der Schenk und der B\u00e4cker des K\u00f6nigs von \u00c4gypten, die gefangen sa\u00dfen im Gef\u00e4ngnis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als Josef zu ihnen kam in der Fr\u00fche und sie ansah, da [fand er] sie verst\u00f6rt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er fragte die Hofbedienten Pharaos, die mit ihm im Gewahrsam seines Herrn waren, also: Warum ist euer Gesicht heute so b\u00f6se?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie antworteten ihm: Einen Traum haben wir getr\u00e4umt, und keiner ist da, der ihn deute. Da sprach Josef zu ihnen: Sind nicht Gottes die Deutungen? Erz\u00e4hlet mir doch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da erz\u00e4hlte der Oberschenke seinen Traum dem Josef und sprach zu ihm: In meinem Traume, [sah ich], stand ein Weinstock vor mir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und an dem Weinstock waren drei Reben; wie er gr\u00fcnte, trieb er Bl\u00fcten, es reiften an seinem Stamm die Beeren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und der Becher Pharaos war in meiner Hand; da nahm ich die Beeren und presste sie aus in den Becher Pharaos und setzte den Becher auf die Hand Pharaos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da sprach Josef zu ihm: Dieses ist seine Deutung. Die drei Reben bedeuten drei Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Binnen drei Tagen wird Pharao deiner gedenken und dich wieder einsetzen in deine Stelle; du wirst den Becher Pharaos auf seine Hand stellen, nach der vorigen Weise, da du sein Schenk warst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und nun, so du meiner eingedenk bleibst, wenn es dir wohl geht, so m\u00f6gest du mir doch Gnade erweisen und meiner gedenken bei Pharao, dass du mich herausbringst aus diesem Hause.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Denn gestohlen bin ich worden aus dem Lande der Hebr\u00e4er; auch hier hab&#8216; ich nichts getan, dass sie mich in dieses Gef\u00e4ngnis gesetzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als der Oberb\u00e4cker sah, dass er gut gedeutet, sprach er zu Josef: Auch in meinem Traum, [sah ich], standen drei K\u00f6rbe Wei\u00dfbrote auf meinem Kopfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Im obersten Korbe waren allerlei Speisen des Pharao, Backwerk; und die V\u00f6gel fra\u00dfen aus dem Korbe von meinem Kopfe herab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Josef antwortete und sprach: Das ist seine Deutung: Die drei K\u00f6rbe sind drei Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Binnen drei Tagen wird Pharao deiner gedenken und dich an einen Baum h\u00e4ngen, und die V\u00f6gel werden dein Fleisch von dir abfressen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> So geschah es auch am dritten Tage, dem Geburtstag des Pharao. Da gab er ein Gastmahl all seinen Dienern und gedachte auch des Oberschenken und des Oberb\u00e4ckers unter seinen Dienern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er setzte den Oberschenken in sein Schenkamt ein; dieser gab wiederum den Becher auf die Hand Pharaos;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber den Oberb\u00e4cker lie\u00df er h\u00e4ngen, so wie ihnen Josef gedeutet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Doch der Oberschenke gedachte nicht des Josef und verga\u00df ihn.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel41\">Kapitel 41<\/h2>\n<p>Josef vor dem K\u00f6nig von \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach Verlauf von zwei vollen Jahren geschah es, da tr\u00e4umte Pharao, als st\u00e4nde er am Fluss.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und aus dem Fluss stiegen sieben K\u00fche, sch\u00f6n von Ansehen und feist von Fleisch, und weideten im Schilfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nach ihnen stiegen sieben andere K\u00fche aus dem Fluss, h\u00e4sslich von Ansehen und mager an Fleisch, sie standen neben jenen K\u00fchen am Ufer des Flusses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die K\u00fche, welche schlecht von Ansehen und mager an Fleisch waren, fra\u00dfen jene sieben K\u00fche, die sch\u00f6n von Ansehen und feist waren. Darauf war Pharao erwacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er schlief nochmals ein und tr\u00e4umte zum zweiten mal: Sieben \u00c4hren wuchsen an einem Halme, voll und gut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und sieben andere \u00c4hren, d\u00fcnn und verbrannt vom Ostwind, sprossen nach ihnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und die d\u00fcnnen \u00c4hren verschlangen die sieben guten und vollen \u00c4hren. Da erwachte Pharao und sah, dass es ein Traum war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> In der Fr\u00fche aber schlug ihm das Herz. Er sandte hin und lie\u00df rufen alle Zeichendeuter \u00c4gyptens und alle Weisen. Pharao erz\u00e4hlte ihnen seine Tr\u00e4ume, aber keiner war, der sie dem Pharao gut deutete.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach der Oberschenk zu Pharao: Meiner Verschuldung gedenk&#8216; ich heute.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Pharao z\u00fcrnte damals seinem Diener und tat mich in Gewahrsam, in das Haus des Obersten der Leibw\u00e4chter, mich und den Oberb\u00e4cker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da tr\u00e4umten wir einen Traum in einer Nacht, ich und er, ein jeder Traum heischte seine besondere Deutung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dort war bei uns ein hebr\u00e4ischer J\u00fcngling, ein Knecht des Obersten der Leibw\u00e4chter; dem erz\u00e4hlten wir [unsere Tr\u00e4ume]; er deutete sie, jedem nach seinem Traum deutete er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und so wie er sie uns deutete, so war es. Mich setzte man wieder in mein Amt und ihn h\u00e4ngte man.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sandte Pharao hin, dass man Josef rufe. Sie holten ihn eilig aus dem Kerker, er schor sich, wechselte seine Kleider und kam vor Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Pharao sprach zu Josef: Einen Traum habe ich getr\u00e4umt und keiner ist, der ihn deute; nun h\u00f6re ich von dir sagen, du verstehest einen Traum zu deuten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da antwortete Josef dem Pharao; Das steht nicht bei mir; Gott wird er\u00f6ffnen was dem Pharao frommt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da redete Pharao zu Josef: In meinem Traum stand ich am Ufer des Flusses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und aus dem Fluss stiegen sieben K\u00fche, feist von Fleisch und sch\u00f6n von Gestalt, und weideten im Schilfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und sieben andere K\u00fche stiegen nach ihnen herauf, d\u00fcrftig und sehr schlecht an Gestalt und mager an Fleisch; nie sah ich wie diese im ganzen Lande \u00c4gypten an H\u00e4sslichkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die mageren und h\u00e4sslichen K\u00fche fra\u00dfen die ersten sieben feisten K\u00fche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und als sie in ihren Bauch gekommen waren, da merkte man es nicht, denn ihr Ansehen blieb schlecht wie zuvor. Da erwachte ich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> [Ich schlief wieder ein] und sah in meinem zweiten Traume, wie sieben \u00c4hren, voll und gut, an einem Halm aufschossen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Nach diesen sprossen sieben \u00c4hren, verdorrt, d\u00fcnn, verbrannt vom Ostwind.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und die d\u00fcnnen \u00c4hren verschlangen die sieben guten \u00c4hren. Dies erz\u00e4hlte ich den Zeichendeutern, aber keiner gab mir die Deutung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Josef sprach zu Pharao: Der [Inhalt der Tr\u00e4ume Pharaos ist einer: Was Gott tun will, hat er dem Pharao angek\u00fcndigt.] Die sieben guten K\u00fche bedeuten sieben Jahre und die sieben guten \u00c4hren bedeuten auch sieben Jahre. Es ist derselbe Traum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die sieben mageren und schlechten K\u00fche, die nach jenen heraufgestiegen, bedeuten sieben Jahre, so auch die sieben hohlen, vom Ostwind verbrannten \u00c4hren: es werden sieben Jahre des Hungers sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Das ist das Wort, das ich zu Pharao geredet: Was Gott tun will, hat er den Pharao sehen lassen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Siehe, es kommen sieben Jahre gro\u00dfen \u00dcberflusses im ganzen Lande \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Nach ihnen werden eintreten sieben Jahre des Hungers, dass aller \u00dcberfluss im Lande \u00c4gypten vergessen sein und die Hungersnot das Land aufreiben wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Es wird nicht versp\u00fcrt werden der \u00dcberfluss im Lande wegen jener Hungersnot nachher; denn sehr schwer wird sie sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Die Wiederholung des Traumes an Pharao zum zweiten Mal bedeutet, dass die Sache festbeschlossen ist von Gott, und Gott eilen will, sie zu vollf\u00fchren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Nun ersehe Pharao einen einsichtigen und weisen Mann und setze ihn \u00fcber das Land \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Pharao m\u00f6ge veranlassen, dass er Aufseher bestelle \u00fcber das Land und erheben ein F\u00fcnftel [vom Ertrage] im Lande \u00c4gypten, in den sieben Jahren des \u00dcberflusses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Dass sie sammeln alles Getreide der kommenden guten Jahre und aufsch\u00fctten Getreide unter Pharaos Hand als Vorrat in den St\u00e4dten zum Aufbewahren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Und der Vorrat sei zur Aufbewahrung f\u00fcr das Land, f\u00fcr die sieben Jahre der Hungersnot, die sein werden im Lande \u00c4gypten, auf dass das Land nicht verderbe durch die Hungersnot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Diese Rede gefiel dem Pharao und all seinen Dienern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und Pharao sprach zu seinen Dienern: Wird wohl gefunden werden ein Mann wie dieser, in dem der Geist Gottes ist?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Dann sprach Pharao zu Josef: Nachdem Gott dir all dieses kundgetan, ist keiner so einsichtig und weise, wie du.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Du sei \u00fcber mein Haus; auf deinen Befehl werde mein ganzes Volk gepflegt; nur um den Thron will ich gr\u00f6\u00dfer sein als du.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Und Pharao sprach weiter zu Josef: Ich setze dich \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Pharao nahm darauf seinen Ring von seiner Hand, tat ihn an die Hand Josefs, bekleidete ihn mit Gew\u00e4ndern von Byssus und legte eine goldene Kette um seinen Hals.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Er lie\u00df ihn in seinem zweiten Wagen fahren und man rief vor ihm her: Abrech [Reichsverweser]. \u2014 Und er setzte ihn \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Pharao sprach zu Josef: Ich bin Pharao, aber ohne dich soll keiner seine Hand und seinen Fu\u00df heben im ganzen Lande \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Pharao verlieh Josef den Namen Zafnat-Paneach und gab ihm die Asnat, Tochter des Poti-Fera, Priesters von On [Heliopolis] zur Frau. Und Josef zog durch das Land \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Josef war drei\u00dfig Jahre alt, als er trat vor Pharao, K\u00f6nig von \u00c4gypten; Josef ging fort von Pharao und durchzog das ganze Land \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Das Land trug in den sieben Jahren des \u00dcberflusses in F\u00fclle.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> [Josef] sammelte allen Vorrat der sieben [guten] Jahre, die im Lande \u00c4gypten waren, und legte den Vorrat in die St\u00e4dte; den Vorrat von den Feldern jeglicher Stadt, die rings um sie, legte er hinein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Josef sch\u00fcttete auf Getreide so viel wie Sand am Meer, bis dass man unterlie\u00df zu z\u00e4hlen, denn es hatte keine Zahl.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Dem Josef wurden damals zwei S\u00f6hne geboren, bevor das Jahr der Hungersnot kam, \u2014 die ihm gebar Asnat, Tochter Poti-Feras, Priesters von On.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Josef nannte den Namen des Erstgeborenen Menasche [Manasse], denn [sagt er] vergessen lie\u00df mich Gott mein M\u00fchsal und [was sie mir getan] im Hause meines Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Den Namen des Zweiten nannte er Efraim, denn [sagte er]: Fruchtbar machte mich Gott im Lande meines Elends.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Es gingen zu Ende die sieben Jahre des \u00dcberflusses, der im Lande \u00c4gypten war;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Und die sieben Jahre der Hungersnot kamen, wie Josef gesprochen; es war Hungersnot in allen L\u00e4ndern, nur im ganzen Lande \u00c4gypten war Brot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">55.<\/sup> [Wohl] hungerte auch das ganze Land und das Volk schrie zu Pharao um Brot. Da sprach Pharao zu ganz \u00c4gypten: Gehet zu Josef, tuet was er euch sagt!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Als die Hungersnot \u00fcber das ganze Land kam, da \u00f6ffnete Josef alles, worin Vorrat war. Er verkaufte Nahrung an die \u00c4gypter, denn die Hungersnot nahm \u00fcberhand im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Aus allen L\u00e4ndern kam man nach \u00c4gypten, Nahrung zu kaufen bei Josef, denn die Hungersnot nahm \u00fcberhand in allen L\u00e4ndern.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel42\">Kapitel 42<\/h2>\n<p>Josefs Begegnung mit den Br\u00fcdern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als Jakob erfuhr, dass Nahrung sei in \u00c4gypten, sprach er zu seinen S\u00f6hnen. Was seht ihr einander an?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und sagte weiter: Ich habe geh\u00f6rt, dass Nahrung sei in \u00c4gypten, ziehet dorthin, und kaufet uns Nahrung von dort, dass wir leben und nicht sterben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da zogen die zehn Br\u00fcder Josefs aus, Getreidevorrat zu kaufen in \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Nur den Benjamin, den Bruder Josefs, schickte Jakob nicht mit seinen Br\u00fcdern, denn er f\u00fcrchtete, es k\u00f6nnte ihm ein Unfall begegnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> So kamen die S\u00f6hne Israels [nach \u00c4gypten], Nahrung zu kaufen mit den andern Ankommenden, denn es war Hungersnot im Lande Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Josef war der Gebieter \u00fcber das Land, er verkaufte Nahrung an alles Volk des Landes. Und es kamen die Br\u00fcder Josefs und beugten vor ihm das Antlitz zur Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Als Josef seine Br\u00fcder sah, erkannte er sie; aber er stellte sich fremd gegen sie und redete sie hart an und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie antworteten. Aus dem Lande Kanaan, um Speisevorrat zu kaufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Also erkannte Josef seine Br\u00fcder \u2014 aber sie erkannten ihn nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da gedachte Josef der Tr\u00e4ume, die er einst von ihnen getr\u00e4umt, und sprach zu ihnen: Kundschafter seid ihr, zu sehen die Bl\u00f6\u00dfe des Landes seid ihr gekommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Aber sie antworteten ihm: Nein, mein Herr, sondern deine Knechte sind gekommen, Speisevorrat zu kaufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wir alle, S\u00f6hne eines Mannes sind wir; rechtlich sind wir, nie waren deine Knechte Kundschafter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber [Josef] sagte ihnen nochmals: Nein, gewiss, nur die Bl\u00f6\u00dfe des Landes zu sehen seid ihr gekommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Doch sie entgegneten: Ihrer zw\u00f6lf Br\u00fcder sind deine Knechte, S\u00f6hne eines Mannes im Lande Kanaan, der j\u00fcngste ist bei unserm Vater heute, und der eine ist nicht mehr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Josef sprach zu ihnen: Es ist, wie ich zu euch geredet, Kundschafter seid ihr.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Dadurch sollt ihr euch bew\u00e4hren. Beim Leben Pharaos! Ihr d\u00fcrft nicht von dannen ziehen, es komme denn euer j\u00fcngster Bruder hierher!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sendet einen von euch, dass er euern Bruder hole; ihr aber bleibet gefangen, damit eure Reden sich bew\u00e4hren, ob Wahrheit bei euch ist. Wo nicht, beim Leben Pharaos! seid ihr gewiss Kundschafter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er tat sie in Gewahrsam drei Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Am dritten Tage sprach Josef zu ihnen. Das tut, auf dass ihr lebet; ich f\u00fcrchte Gott.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wenn ihr rechtlich seid, so bleibe ein Bruder von euch eingesperrt in Gewahrsam, ihr aber gehet, bringet Nahrung f\u00fcr eure H\u00e4user.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Aber euern j\u00fcngsten Bruder bringet zu mir, dass eure Reden wahr befunden werden und ihr nicht sterbet. Und sie taten also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie sprachen zu einander: F\u00fcrwahr, wir b\u00fc\u00dfen um unsern Bruder, dessen Seelenangst wir sahen, als er zu uns flehte und wir nicht auf ihn h\u00f6rten; darum kommt \u00fcber uns diese Not.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da antwortete ihnen R\u00ebuben und sprach: Hab&#8216; ich nicht zu euch gesprochen, vers\u00fcndiget euch nicht an dem Knaben? aber ihr h\u00f6rtet nicht, sein Blut wird nun auch gefordert.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Sie wussten nicht, dass Josef sie verstand, denn der Dolmetsch war zwischen ihnen, [als sie fr\u00fcher mit ihm sprachen].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Er wandte sich weg von ihnen, denn er weinte; dann kehrte er sich wieder zu ihnen, redete zu ihnen und nahm von ihnen den Simeon und band ihn vor ihren Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Josef gebot, dass man f\u00fclle ihre Gef\u00e4\u00dfe mit Getreide und ihr Geld lege jedem in seinen Sack und ihnen gebe Zehrung auf den Weg; und man tat also.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Sie luden ihre Nahrung auf ihre Esel und zogen von dannen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da \u00f6ffnete einer seinen Sack in der Herberge, um seinem Esel Futter zu geben, und erblickte sein Geld, es lag oben im Sacke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Er sprach zu seinen Br\u00fcdern: Zur\u00fcckgegeben ist mein Geld, es ist in meinem Sacke. Da entfiel ihnen das Herz und sie sprachen zitternd einer zum andern. Was hat uns da Gott getan!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie kamen zu ihrem Vater Jakob in das Land Kanaan und berichteten ihm alles, was ihnen begegnet war, also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Der Mann, der Herr des Landes, redete uns hart an und hielt uns f\u00fcr Kundschafter des Landes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Wir sprachen zu ihm: Rechtlich sind wir, wir waren nie Kundschafter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Wir sind zw\u00f6lf Br\u00fcder, S\u00f6hne unseres Vaters; der eine ist nicht mehr und der j\u00fcngste ist heute bei unserm Vater im Lande Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Da sprach der Mann, der Herr des Landes, zu uns: Daran will ich erfahren, dass ihr rechtlich seid; einen Bruder lasset bei mir, die n\u00f6tige Nahrung f\u00fcr eure H\u00e4user nehmet mit und ziehet;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Aber bringet euern j\u00fcngsten Bruder zu mir dann werde&#8216; ich wissen, dass ihr keine Kundschafter, sondern rechtlich seid, euern Bruder gebe ich euch zur\u00fcck und im Lande k\u00f6nnt ihr dann verkehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Als sie darauf ihre S\u00e4cke leerten, da war eines jeglichen Geldb\u00fcndel in seinem Sacke; sie und ihr Vater sahen ihre Geldb\u00fcndel und bekamen Furcht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: Ihr habt mich meiner Kinder beraubt; Josef ist nicht mehr und auch Simeon nicht und Benjamin wollt ihr nehmen, \u00fcber mich ergehet alles!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Da sprach R\u00ebuben zu seinem Vater: Meine beiden S\u00f6hne sollst du t\u00f6ten, wenn ich ihn dir nicht bringe; gib ihn in meine Hand und ich werde ihn dir zur\u00fcckbringen.\u201c<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Aber [Jakob] sprach: Mein Sohn soll nicht ziehen mit euch; denn sein Bruder ist tot, und er ist allein \u00fcbrig; wenn ihm ein Unfall begegnet auf dem Wege, auf welchem ihr ziehet, so werdet ihr mein graues Haupt mit Kummer in die Gruft senken.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel43\">Kapitel 43<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Hungersnot war schwer im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Als sie nun die Nahrung aufgezehrt hatten, die sie von \u00c4gypten gebracht, sprach ihr Vater zu ihnen: Ziehet wiederum hin und kauft ein wenig Nahrung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Doch Jehuda entgegnete ihm: Verwarnt hat uns der Mann mit den Worten: Ihr sollt mein Angesicht nicht schauen ohne euern Bruder mit euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wenn du unsern Bruder mit uns schicken willst, so ziehen wir hin und kaufen dir Speise.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wo du ihn aber nicht schickest, ziehen wir nicht hin, denn der Mann hat zu uns gesprochen: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, ohne euern Bruder mit euch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Israel sprach: Warum habt ihr mir das zu Leide getan, dem Manne zu berichten, dass ihr noch einen Bruder habt?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie antworteten: Gefragt hat der Mann nach uns und unserer Verwandtschaft mit den Worten: Lebt euer Vater noch? Habt ihr einen Bruder? Und wir berichteten ihm diesen Fragen gem\u00e4\u00df. Konnten wir denn wissen, dass er sagen w\u00fcrde, bringet euern Bruder mit?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Jehuda sprach zu seinem Vater Israel: Schicke den Knaben mit mir; wir wollen uns aufmachen und ziehen, dass wir leben und nicht sterben, wir und du und unsere Kinder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich will f\u00fcr [Benjamin] b\u00fcrgen, aus meiner Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn nicht zu dir bringe und vor dich hinstelle, so will ich ges\u00fcndigt haben vor dir alle Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Denn h\u00e4tten wir nicht gezaudert, gewiss, wir h\u00e4tten schon zweimal zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach zu ihnen ihr Vater Israel: Wenn es denn also sein muss, tuet das: nehmet von den besten Fr\u00fcchten des Landes in eure Gef\u00e4\u00dfe und bringet dem Manne ein Geschenk, ein wenig Balsam und ein wenig Honig, Gew\u00fcrz und Lotus, Pistazien und Mandeln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Auch zweifaches Geld nehmet in euern H\u00e4nden mit, n\u00e4mlich auch das Geld, das zur\u00fcckgelegt worden oben in eure S\u00e4cke, bringet zur\u00fcck in euern H\u00e4nden; vielleicht war es ein Versehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Euern Bruder nehmet mit, machet euch auf und kehret zur\u00fcck zu dem Manne.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der allm\u00e4chtige Gott lasse euch Barmherzigkeit finden vor dem Manne, dass er auch entlasse euern andern Bruder samt Benjamin; ich aber, wenn ich meine Kinder verlieren soll, so verliere ich sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die M\u00e4nner nahmen das Geschenk und zweifaches Geld nahmen sie mit und auch den Benjamin; sie machten sich auf und zogen nach \u00c4gypten und traten vor Josef.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als Josef bei ihnen den Benjamin erblickte, da sprach er zu seinem Hausverwalter: F\u00fchre die M\u00e4nner in das Haus, schlachte ein Tier und richte es zu, denn mit mir sollen die M\u00e4nner essen zu Mittag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der Mann tat, wie Josef gesprochen, und f\u00fchrte die M\u00e4nner in das Haus Josefs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da f\u00fcrchteten sich die M\u00e4nner, als sie gebracht wurden in das Haus Josefs, und sprachen: Wegen des Geldes das in unseren S\u00e4cken wiedergekommen ist das vorige Mal, werden wir hineingef\u00fchrt, [in der Absicht], sich \u00fcber uns zu w\u00e4lzen und herzufallen, um uns zu nehmen als Sklaven samt unsern Eseln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie traten zu dem Manne, dem Hausverweser Josefs, und redeten ihn am Eingange des Hauses an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und sprachen: O mein Herr, gekommen sind wir das vorige Mal, Nahrung zu kaufen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Als wir in die Herberge kamen und usere S\u00e4cke \u00f6ffneten, da war das Geld eines jeglichen oben in seinem Sacke, unser eigenes Geld nach seinem Gewicht; wir bringen es da zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Auch anderes Geld haben wir mitgebracht, um Nahrung zu kaufen, wir wissen nicht, wer unser Geld getan in unsere S\u00e4cke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> [Der Verweser] antwortete: Friede mit euch! F\u00fcrchtet nichts! Euer Gott und der Gott eurer V\u00e4ter hat euch einen Schatz beschert in euern S\u00e4cken; euer Geld ist an mich gekommen. Und er f\u00fchrte zu ihnen den Simeon heraus.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Dann f\u00fchrte der Mann die Br\u00fcder in das Haus Josefs, gab ihnen Wasser, ihre F\u00fc\u00dfe zu waschen; ihren Eseln gab er Futter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie legten das Geschenk zurecht, bevor Josef zu Mittag kam, denn sie h\u00f6rten, dass sie dort essen sollten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Als Josef nach Hause kam, da brachten sie ihm das Geschenk, dass sie mitgef\u00fchrt ins Haus, und b\u00fcckten sich vor ihm zur Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Er fragte nach ihrem Wohlbefinden und sprach: Ist wohlauf euer alter Vater, von dem ihr spracht? Lebt er noch?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Sie antworteten: Wohlauf ist unser Vater, dein Knecht, noch lebt er. Und sie neigten und verbeugten sich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Er erhob seine Augen und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter, und sprach: Ist das euer j\u00fcngster Bruder, von dem ihr mir gesagt? Gott begnade dich, mein Sohn! sprach er zu ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Dann ging er eilends in das innere Gemach und weinte dort, denn es ergl\u00fchte seine Z\u00e4rtlichkeit f\u00fcr seinen Bruder und er wollte weinen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Er wusch dann sein Angesicht, kam heraus, \u00fcberwand sich und sprach: Traget das Essen auf!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Man trug auf f\u00fcr ihn besonders und f\u00fcr sie besonders und f\u00fcr die \u00c4gypter besonders, die bei ihm a\u00dfen; denn die \u00c4gypter k\u00f6nnen nicht mit den Hebr\u00e4ern [zusammen] essen, weil dies ein Greuel ist f\u00fcr \u00c4gypter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Und sie sa\u00dfen vor ihm, der Erstgeborene nach seiner Erstgeburt, der j\u00fcngere nach seiner Jugend. Die M\u00e4nner verwunderten sich unter einander dar\u00fcber, dass ihm ihr Alter bekannt war).<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Und er lie\u00df Gastgeschenke zu ihnen tragen; es \u00fcbertraf das Gastgeschenk Benjamins die Gastgeschenke aller um das F\u00fcnffache; sie zechten mit ihm und wurden trunken.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel44\">Kapitel 44<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> [Josef] gebot seinem Hausverweser also. F\u00fclle die S\u00e4cke der M\u00e4nner mit Speisevorrat, so viel sie tragen k\u00f6nnen, und tue das Geld eines Jeglichen oben in seinen Sack.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Meinen silbernen Kelch tuest du oben in den Sack des j\u00fcngsten samt dem Gelde f\u00fcr seine Nahrung. Er tat nach dem Worte Josefs, das er geredet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Als der Morgen leuchtete, wurden die M\u00e4nner entlassen, sie mit ihren Eseln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie waren eben aus der Stadt gezogen, noch nicht fern, da sprach Josef zu seinem Hausverweser: Auf, jage den M\u00e4nnern nach, und wenn du sie erreicht hast, sage ihnen: Warum habt ihr vergolten Gutes mit B\u00f6sem?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ist es nicht dieser [Becher], aus dem mein Herr trinkt und aus dem er wahrsaget? B\u00f6se habt ihr gehandelt!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als er sie erreichte, redete er zu ihnen diese Worte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie entgegneten ihm: Warum redet mein Herr solches? Fern sei von deinen Dienern, desgleichen zu tun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Siehe, das Geld, das wir gefunden oben in unseren S\u00e4cken, haben wir dir wiedergebracht aus dem Lande Kanaan; wie sollen wir stehlen aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Bei wem von deinen Knechten er sich findet, der sterbe, und auch wir anderen wollen Sklaven werden bei meinem Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und [der Verweser] sprach: Gewiss, wie ihr geredet [dass ihr ehrlich seid] ist es: Bei wem [der Becher] wird, der nur soll mir Sklave sein, ihr aber seid dann schuldfrei.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie lie\u00dfen eilends ihre S\u00e4cke herab auf die Erde und \u00f6ffneten jeglicher seinen Sack.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er durchsuchte; beim \u00c4ltesten fing er an und beim J\u00fcngsten h\u00f6rte er auf. Der Kelch wurde im Sacke Benjamins gefunden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da zerrissen sie ihre Kleider, jeglicher bepackte seinen Esel und kehrten in die Stadt zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Jehuda und seine Br\u00fcder kamen in das Haus Josefs, er war noch dort, und sie fielen vor ihm nieder zur Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Josef sprach zu ihnen: Was habt ihr getan? Wusstet ihr nicht, dass ein Mann wie ich wahrzusagen versteht?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Jehuda antwortete: Was sollen wir sagen meinem Herrn, was sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat gefunden die Schuld deiner Knechte; wir sind Sklaven meines Herrn, wir und der, in dessen Hand der Becher gefunden worden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da sprach [Josef]: Fern sei es von mir, solches zu tun. Der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden worden, der sei mir Sklave; aber ihr ziehet hin in Frieden zu euerm Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da trat zu ihm Jehuda und sprach: Bitte, Herr, lass doch deinen Knecht reden ein Wort vor den Ohren meines Herrn und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Knecht, denn du bist wie Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Mein Herr fragte seine Knechte also: Habt ihr einen Vater oder einen Bruder?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da sagten wir zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater mit einem kleinen Sohn, der ihm im Alter geboren, dessen Bruder ist tot, so dass er allein \u00fcbrig geblieben ist von seiner Mutter, und sein Vater liebt ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sprachst du zu deinen Knechten. Bringet ihn zu mir, dass ich meinen Blick auf ihn richte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Wir sagten zu meinem Herrn. Der Knabe kann den Vater nicht verlassen: denn verlie\u00dfe er seinen Vater, so st\u00fcrbe dieser.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da sprachst du zu deinen Knechten: Wenn nicht euer j\u00fcngster Bruder mit euch kommt so sollt ihr nicht ferner sehen mein Antlitz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Als wir nun heimkamen zu deinem Knecht, meinem Vater, berichteten wir ihm diese Worte meines Herrn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und unser Vater sprach: Ziehet wieder hin, kaufet uns ein wenig Nahrung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Aber wir sprachen: Wir k\u00f6nnen nicht hinziehen, nur wenn unser j\u00fcngster Bruder mit uns ist, wollen wir hinabziehen, denn wir d\u00fcrfen nicht sehen das Antlitz des Mannes, wenn unser j\u00fcngster Bruder nicht mit uns ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, dass mir mein Weib zwei [S\u00f6hne] geboren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Der eine ging weg von mir und ich sprach: Gewiss ist er zerrissen, auch hab&#8216; ich ihn nicht wiedergesehen bis jetzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Nehmet ihr mir auch diesen von meinem Angesichte und es begegnet ihm ein Ungl\u00fcck, so senket ihr mein graues Haupt mit Leid in die Gruft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Und nun, wenn ich zu deinem Knecht, meinem Vater, komme und der Knabe ist nicht bei uns, sein Leben ist gekn\u00fcpft an dessen Leben;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist, so stirbt er; und so werden deine Knechte senken das greise Haupt deines Knechtes, unseres Vaters, mit Kummer in die Gruft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Denn dein Knecht hat geb\u00fcrgt f\u00fcr den Knaben bei meinem Vater mit den Worten: Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe, so habe ich ges\u00fcndigt meinem Vater alle Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Lass doch deinen Knecht statt des Knaben bleiben, ein Sklave meinem Herrn, doch der Knabe ziehe hinauf mit seinen Br\u00fcdern, \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Denn wie soll ich heimkehren zu meinem Vater, und der Knabe ist nicht bei mir? \u2014 Dass ich nicht ansehe das Ungl\u00fcck, das meinen Vater treffen w\u00fcrde. 45 Kapitel. Josef gibt sich seinen Br\u00fcdern zu erkennen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel45\">Kapitel 45<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da konnte sich Josef nicht mehr \u00fcberwinden, vor allen, die um ihn standen, und rief: Lasset jeden hinausgehen von mir! Und es blieb niemand bei ihm, als Josef sich seinen Br\u00fcdern zu erkennen gab.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er lie\u00df seine Stimme im Weinen aus, und es h\u00f6rten dies die \u00c4gypter und das Haus Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern: Ich bin Josef, lebt mein Vater noch? Aber seine Br\u00fcder konnten ihm nicht antworten, denn sie erschraken vor ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da sprach Josef zu seinen Br\u00fcdern: Tretet n\u00e4her zu mir! Sie n\u00e4herten sich, und er sprach: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr verkauft habt nach \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Kr\u00e4nket euch nicht, und es m\u00f6ge euch nicht leidtun, dass ihr mich verkauft hierher, denn zur Lebenserhaltung hat mich Gott vor euch gesandt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Erst zwei Jahre ist der Hunger im Lande und noch sind f\u00fcnf Jahre, wo weder Pfl\u00fcgen noch Ernten sein wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> So hat mich Gott gesandt vor euch her, euch ein Bleiben im Lande zu bereiten und euch am Leben zu erhalten durch gro\u00dfe Rettung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Nun denn, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott. Er hat mich gemacht zum Verweser [des Reiches] Pharaos, zum Herrn \u00fcber sein ganzes Haus und zum Herrscher \u00fcber das ganze Land<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Eilet und ziehet zu meinem Vater und sprecht zu ihm: So spricht dein Sohn Josef: Gott hat mich gemacht zum Herrn \u00fcber ganz \u00c4gypten; komme zu mir, z\u00f6gere nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du sollst wohnen im Lande Gosen, dass du mir nahe bist, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, deine Schafe und deine Rinder und alles was dein ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich werde dich dort verpflegen, denn noch sind f\u00fcnf Jahre Hungersnot, auf dass du nicht verk\u00fcmmerst, du und dein Haus und alles, was dein ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Eure Augen schauen es ja und auch die Augen meines Bruders Benjamin, dass mein Mund es ist, der zu euch [ohne Dolmetsch] redet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und berichtet meinem Vater all meine Ehre in \u00c4gypten, alles was ihr gesehen, und eilet und bringet meinen Vater hierher.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte und Benjamin weinte an seinem Halse.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er k\u00fcsste all seine Br\u00fcder und weinte mit ihnen; danach redeten seine Br\u00fcder mit ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das Ger\u00fccht verbreitete sich im Hause Pharaos: Die Br\u00fcder Josefs sind gekommen! Dies war dem Pharao und seinen Dienern angenehm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Pharao sprach dann zu Josef: Sage deinen Br\u00fcdern: Tut dieses \u2014 beladet euer Vieh, ziehet hin und gehet nach dem Lande Kanaan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und nehmet euern Vater und eure Familie und kommet zu mir; ich will euch geben das Beste des Landes \u00c4gypten, und esset den Ertrag der fruchtbarsten Provinz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> [Ferner] bist du beauftragt [ihnen zu sagen]: Tut dieses: nehmet aus dem Lande \u00c4gypten Wagen f\u00fcr eure Kinder und f\u00fcr eure Frauen, nehmet euern Vater und kommt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Lasset euch nicht leid sein um eure Ger\u00e4te, denn das Beste des ganzen Landes \u00c4gypten soll euer sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Also taten die S\u00f6hne Israels: Josef gab ihnen Wagen auf Pharaos Befehl und auch Zehrung f\u00fcr den Weg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Allen gab er, jeglichem ein vollst\u00e4ndiges Gewand; dem Benjamin gab er dreihundert Silberst\u00fccke und f\u00fcnf vollst\u00e4ndige Gew\u00e4nder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Seinem Vater schickte er zehn Esel, beladen mit dem Besten \u00c4gyptens, und zehn Eselinnen, beladen mit Korn und Brot und Speisen f\u00fcr seinen Vater auf den Weg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Er geleitete seine Br\u00fcder und sie zogen ab und er sprach zu ihnen: Regt euch nicht auf dem Wege auf [dar\u00fcber, dass ich verkauft wurde].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie zogen von \u00c4gypten und kamen nach dem Lande Kanaan zu ihrem Vater Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Sie berichteten ihm: Noch lebt Josef, er ist Herrscher \u00fcber das ganze Land \u00c4gypten. Aber sein Herz blieb stehen, und er glaubte ihnen nicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Sie redeten zu ihm alle Worte Josefs, die er zu ihnen geredet; er sah auch die Wagen, die Josef geschickt, ihn zu tragen; da lebte auf der Geist Jakobs, ihres Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Israel sprach: Genug [der Trauer]! noch lebt mein Sohn Josef; ich will hingehen, und ihn sehen, bevor ich sterbe.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel46\">Kapitel 46<\/h2>\n<p>Jakob zieht nach \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Israel brach nun auf mit all dem Seinigen und kam nach Beerschewa und schlachtete Opfer dem Gott seines Vaters Isak.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und Gott sprach zu Israel in n\u00e4chtlicher Erscheinung, [er rief]: Jakob, Jakob! Er antwortete: Hier bin ich!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> [Gott] sprach weiter: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; f\u00fcrchte dich nicht zu ziehen nach \u00c4gypten, denn zu einem gro\u00dfen Volke werde&#8216; ich dich dort machen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich werde dich geleiten nach \u00c4gypten und dich herausf\u00fchren, und Josef wird seine Hand dr\u00fccken auf deine Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Jakob machte sich auf von Beerschewa; die S\u00f6hne Israels f\u00fchrten ihren Vater Jakob, ihre Kinder und ihre Frauen in den Wagen, die Pharao geschickt, ihn aufzunehmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie nahmen ihre Herden und ihren Erwerb, den sie erworben im Lande Kanaan, und kamen nach \u00c4gypten, Jakob und alle seine Nachkommen;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Seine S\u00f6hne und seiner S\u00f6hne S\u00f6hne, seine T\u00f6chter und seiner S\u00f6hne T\u00f6chter und alle seine Nachkommen f\u00fchrte er mit sich nach \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Das sind die Namen der S\u00f6hne Israels die nach \u00c4gypten kamen, Jakob und seine S\u00f6hne; der Erstgeborene Jakobs \u2014 R\u00ebuben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die S\u00f6hne R\u00ebubens: Hanoch, Falu, Hezron und Karmi.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die S\u00f6hne Simeons: Jemu\u00ebl, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die S\u00f6hne Levis: Gerson, Kehat und Merari.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die S\u00f6hne Jehudas: Er, Onan, Sela, Perez und Sarah; es starben Er und Onan im Lande Kanaan, die S\u00f6hne des Perez waren: Hezron und Hamul.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die S\u00f6hne Isachars: Jola, Puwa, Job und Simron.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die S\u00f6hne Sebuluns: Sered, Elon und Jahleel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Leas, die sie geboren dem Jakob in Padan-Aram und auch Dina, seine Tochter; alle Seelen seiner S\u00f6hne und T\u00f6chter drei und drei\u00dfig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die S\u00f6hne Gads; Zifjon und Haggi, Suni und Ezbon, Eri, Arodi und Areli.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die S\u00f6hne Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Sarah, ihre Schwester, die S\u00f6hne Berias waren. Heber und Malkisl.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Silpas, die Laban gegeben seiner Tochter Lea; sie gebar diese dem Jakob, sechzehn Seelen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die S\u00f6hne Rachels des Weibes Jakobs waren: Josef und Benjamin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Dem Josef wurde geboren im Lande \u00c4gypten von seinem Weibe Asnat, der Tochter Poti-Feras, Priesters von On: Manasse und Efraim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamins: Bela, Becher und Asbel, Gera und Naaman, Ehi und Ros, Muppim, Huppim und Ard.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Rachels, die geboren wurden dem Jakob, insgesamt vierzehn Seelen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Sohn Dans: Husim.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die S\u00f6hne Naftalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Das sind die S\u00f6hne Bilhas, die Laban gegeben seiner Tochter Rachel; sie gebar diese dem Jakob insgesamt sieben Seelen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Alle Seelen, die mit Jakob nach \u00c4gypten kamen, die von ihm stammten, au\u00dfer den Frauen der S\u00f6hne Jakobs, waren zusammen sechs und sechzig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Die S\u00f6hne Josefs, die ihm geboren wurden in \u00c4gypten: zwei Seelen; alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach \u00c4gypten kamen, waren siebzig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Den Jehuda sandte [Jakob] vor sich her zu Josef, dass er vor ihm her den Weg zeige nach Gosen, und sie kamen an im Lande Gosen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da bespannte Josef seinen Wagen und zog seinem Vater Israel entgegen nach Gosen; als dieser ihm zu Gesichte kam, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Israel sprach zu Josef: Mag ich nunmehr sterben, nachdem ich gesehen dein Antlitz, dass du noch lebest.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern und zu dem Hause seines Vaters: Ich will gehen dem Pharao berichten und zu ihm sagen: Meine Br\u00fcder und das Haus meines Vaters, die im Lande Kanaan wohnten, sind zu mir gekommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Die M\u00e4nner sind Schafhirten, denn Viehzucht treiben sie; ihre Schafe, ihre Rinder und alles Ihrige haben sie mitgebracht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Wenn nun Pharao euch rufen l\u00e4sst und euch fragt: Was ist euer Gesch\u00e4ft?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> So saget: Viehzucht treiben deine Knechte von unserer Jugend bis jetzt, wir wie unsere V\u00e4ter, \u2014 damit ihr wohnet im Lande Gosen, denn ein Gr\u00e4uel sind den \u00c4gyptern alle Schafhirten.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel47\">Kapitel 47<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Josef kam und berichtete dem Pharao und sprach: Mein Vater und meine Br\u00fcder, ihre Schafe, ihre Rinder und alles Ihrige sind gekommen aus dem Lande Kanaan und sie weilen im Lande Gosen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Einen Teil seiner Br\u00fcder, f\u00fcnf M\u00e4nner, nahm er und stellte sie dem Pharao vor.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Pharao sprach zu seinen Br\u00fcdern: Was ist euer Gesch\u00e4ft? Und sie antworteten ihm: Schafhirten sind deine Knechte, wir und unsere V\u00e4ter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie sprachen weiter zu Pharao. Um im Lande zu weilen sind wir gekommen, denn es gibt keine Weide f\u00fcr die Schafe deiner Knechte, weil die Hungersnot schwer ist im Lande Kanaan, nun m\u00f6chten doch deine Knechte wohnen im Lande Gosen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Pharao sprach zu Josef also. Dein Vater und deine Br\u00fcder sind zu dir gekommen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Das Land \u00c4gypten liegt offen vor dir; im besten Teil des Landes lasse deinen Vater und deine Br\u00fcder wohnen. Sie m\u00f6gen auch wohnen im Lande Gosen; und wenn du wei\u00dft, dass unter ihnen wackere M\u00e4nner sind, so setze sie \u00fcber meine Herden ein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Josef brachte seinen Vater Jakob und stellte ihn dem Pharao vor, und Jakob segnete den Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Pharao sprach zu Jakob: Wie viel sind deine Lebensjahre?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Jakob antwortete: Die Zeit meiner Pilgerjahre sind hundert und drei\u00dfig Jahre; wenig und tr\u00fcbe waren meine Lebensjahre und reichten nicht an die Lebensjahre meiner V\u00e4ter in der Zeit ihrer Pilgerschaft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und Jakob segnete den Pharao und ging fort von ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Josef lie\u00df seinen Vater und seine Br\u00fcder wohnen im Lande \u00c4gypten und gab ihnen Besitz im besten Teil des Landes, im Lande Ramses, wie Pharao geboten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Josef versorgte seinen Vater und seine Br\u00fcder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, nach dem Bedarf der Kinder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es war sonst kein Brot im ganzen Lande, denn sehr schwer war die Hungersnot, und es schmachtete das Land \u00c4gypten und das Land Kanaan vor Hunger.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Josef sammelte alles Geld, das vorhanden war im Lande \u00c4gypten und im Lande Kanaan, f\u00fcr die Nahrung, die sie kauften und brachte das Geld in das Haus Pharaos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als das Geld zu Ende gegangen war im Lande \u00c4gypten und im Lande Kanaan, da kamen alle \u00c4gypter zu Josef mit den Worten: Gib uns Brot! warum sollen wir sterben vor dir, da das Geld dahin ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da sprach Josef: Gebet eure Herden; ich will euch [Getreide] geben f\u00fcr eure Herden, wenn das Geld dahin ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie brachten nun ihre Herden zu Josef und Josef gab ihnen Brot f\u00fcr die Pferde, Schafherden, Rinderherden und Esel \u2014 er unterst\u00fctzte sie mit Brot in diesem Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als das Jahr zu Ende war, da kamen sie zu ihm im zweiten Jahre und sprachen zu ihm. Wir wollen es nicht verhehlen unserm Herrn, dass, da Geld und Viehherden dahin sind an unsern Herrn, uns nichts \u00fcbrig ist vor unserm Herrn, denn unser Leib und unser Boden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Warum sollen wir sterben vor deinen Augen, wir und unser Boden? Kauf uns und unsern Boden f\u00fcr Brot, so wollen wir und unser Boden eigen sein dem Pharao; nur gib uns Aussaat, dass wir leben und nicht sterben und auch der Boden nicht w\u00fcst liege.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Josef kaufte den ganzen Ackerboden \u00c4gyptens f\u00fcr Pharao, denn die \u00c4gypter verkauften jeglicher sein Feld, weil der Hunger sie \u00fcbermannte, so kam das Land an Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Das Volk versetzte Josef von Stadt zu Stadt, von einem Ende der Grenze \u00c4gyptens zum andern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Nur die \u00c4cker der Priester kaufte er nicht, denn die Priester hatten einen bestimmten Teil von Pharao, und sie a\u00dfen den ihnen von Pharao ausgesetzten Teil; deshalb verkauften sie nicht ihre \u00c4cker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Josef sprach zum Volke: Ich habe euch und euern Ackerboden heute gekauft f\u00fcr Pharao, hier ist Aussaat f\u00fcr euch, bes\u00e4et den Acker.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Von der Ernte gebet den F\u00fcnften an Pharao, vier Teile bleiben f\u00fcr euch zur Aussaat des Feldes und zu eurer Speise f\u00fcr eure Hausgenossen und zur Speise f\u00fcr eure Kinder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; lasse uns auch ferner Gnade finden in den Augen unseres Herrn; wir wollen Sklaven sein dem Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und so machte es Josef zum Gesetz bis auf diesen Tag auf dem Boden \u00c4gyptens, dass dem Pharao der f\u00fcnfte Teil geh\u00f6re; nur die \u00c4cker der Priester kamen nicht an Pharao.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Israel wohnte nun im Lande \u00c4gypten, im Lande Gosen, und fasste Besitz darin und war fruchtbar und mehrte sich sehr.<\/p>\n<h3>Jakobs Alter.<\/h3>\n<p><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Jakob lebte im Lande \u00c4gypten siebzehn Jahre; es waren die Lebensjahre Jakobs hundert siebenundvierzig Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Als nun die Tage Israels dem Ende nahten, da lie\u00df er seinen Sohn Josef rufen und sprach zu ihm: Wenn ich Gnade gefunden in deinen Augen, so lege doch deine Hand unter meine H\u00fcfte und schw\u00f6re mir dass du mir erweisen wollest Liebe und Treue: Begrabe mich nicht in \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Wenn ich mich zu meinen V\u00e4tern lege, [wenn ich gestorben bin] so f\u00fchre mich aus \u00c4gypten und begrabe mich in ihrem Begr\u00e4bnis. [Josef] sprach: Ich werde tun nach deinen Worten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Worauf [Jakob] sagte: Schw\u00f6re mir! Und [Josef] schwur ihm. Israel [der am oberen Teil des Bettes sa\u00df] b\u00fcckte sich [dankend].<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel48\">Kapitel 48<\/h2>\n<p>Jakobs Krankheit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach diesen Begebenheiten wurde dem Josef gesagt: Dein Vater ist krank. Da nahm er seine beiden S\u00f6hne mit sich, den Manasse und den Efraim [und sie gingen zu Jakob].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Als man dem Jakob berichtete und ihm sagte: Dein Sohn Josef kommt zu dir, da machte sich Israel stark und setzte sich auf im Bette.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jakob sprach zu Josef: Gott, der Allm\u00e4chtige, erschien mir in Lus, im Lande Kanaan, und segnete mich,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und sprach zu mir; ich mache dich fruchtbar und vermehre dich zu einer Versammlung von V\u00f6lkern und gebe dieses Land deinen Nachkommen als ewigen Besitz.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Nun, deine beiden S\u00f6hne, die dir geboren wurden im Lande \u00c4gypten, bevor ich zu dir gekommen nach \u00c4gypten, mein seien sie [sie sollen als Stammh\u00e4upter gelten]; Efraim und Manasse seien mir wie R\u00ebuben und Simeon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Aber deine Kinder, die du zeugen wirst nach ihnen, dein seien sie! Nach dem Namen ihrer Br\u00fcder sollen sie genannt werden in ihrem [Stamm]erbteil.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Als ich von Padan kam, starb Rachel im Lande Kanaan, auf dem Wege, da noch ein St\u00fcck Landes war bis nach Efrat; ich begrub sie dort auf dem Wege nach Efrat, das ist Bet-Lehem. [Ich konnte sie nicht nach dem Familienbegr\u00e4bnis \u00fcberf\u00fchren.]<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Israel sah die S\u00f6hne Josefs und fragte: Wer sind diese?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Josef entgegnete seinem Vater: Meine S\u00f6hne sind sie, die mir Gott gegeben allhier. [Jakob] sagte: F\u00fchre sie doch her zu mir, dass ich sie segne!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> \u2014 Denn die Augen Israels waren schwach vom Alter er konnte nicht sehen \u2014 und [Joseph] f\u00fchrte sie ihm n\u00e4her; er k\u00fcsste sie und umarmte sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Dann sprach Israel zu Josef: Dein Gesicht zu sehen hab&#8216; ich nicht mehr gehofft, nun l\u00e4sst Gott mich auch deine Kinder sehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Josef f\u00fchrte sie von seinen Knien heraus und b\u00fcckte sich vor seinem Angesicht zur Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Dann nahm Josef beide, den Efraim mit seiner Rechten zur Linken Israels, und den Manasse mit seiner Linken zur Rechten Israels, und f\u00fchrte sie n\u00e4her zu ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da streckte Israel seine Rechte und legte sie auf das Haupt Efraims, \u2014 der doch der J\u00fcngere war \u2014 und seine Linke auf das Haupt Manasses; bed\u00e4chtig mit \u00dcberlegung legte er seine H\u00e4nde, denn Manasse war der Erstgeborene.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem gewandelt sind meine V\u00e4ter Abraham und Isak, der Gott, der mich geleitet seit meinem Dasein bis auf diesen Tag,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Engel, der mich erl\u00f6set hat aus allem \u00dcbel, segne die Knaben, und genannt werde an ihnen mein Name und der Name meiner V\u00e4ter Abraham und Isak, und sie m\u00f6gen sich mehren im Lande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Als Josef sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf das Haupt Efraims gelegt, missfiel es ihm, und er fasste die Hand seines Vaters, sie zu legen von dem Haupt Efraims auf das Haupt Manasses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Josef sprach zu seinem Vater: Nicht also, mein Vater, denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Aber sein Vater verweigerte es und sprach: Ich wei\u00df, mein Sohn, ich wei\u00df; auch er wird zu einem Volke werden auch er wird gro\u00df sein; doch sein j\u00fcngerer Bruder wird gr\u00f6\u00dfer sein als er, und seine Nachkommen werden sein eine F\u00fclle von V\u00f6lkern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> So segnete er sie an demselben Tage mit den Worten: Mit dir wird [in Zukunft jeder in] Israel segnen also: Dich mache Gott wie Efraim und Manasse! Also setzte er den Efraim vor Manasse.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe, aber Gott wird mit euch sein und euch zur\u00fcckf\u00fchren in das Land eurer V\u00e4ter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ich gebe dir einen Teil mehr als deinen Br\u00fcdern, was ich genommen von der Hand des Emori mit meinem Schwerte und mit meinem Bogen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel49\">Kapitel 49<\/h2>\n<p>Jakobs Segen und Tod<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_4948\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4948-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_4948-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Der Segen des Erzvaters Jakob enth\u00e4lt eine prophetische Aussage des sp\u00e4teren Schicksals der israelitischen St\u00e4mme, zur Zeit, wo sie den Jordan \u00fcberschritten und das Land Pal\u00e4stina erobert haben werden. Die geschichtlichen Anspielungen sind deutlich genug. Die Schilderungen, die der Erzvater von der dereinstigen Lage der israelitischen St\u00e4mme gibt, passen f\u00fcr jene Zeit, in der dem israelitischen Volke die nationale Einheit fehlte. Ein Teil der St\u00e4mme konnte sich nur schwer unter den Ureinwohnern Pal\u00e4stinas behaupten, manche wurden sogar den letzteren tributpflichtig. Nur der Stamm Jehuda in S\u00fcdpal\u00e4stina und der Stamm Efraim im Norden begannen bereits, die nationale Selbst\u00e4ndigkeit zu verteidigen. Jehuda zog an sich im S\u00fcden die St\u00e4mme Simon, Benjamin und den besitzlosen Stamm Levi, w\u00e4hrend Efraim die Hegemonie im Norden erk\u00e4mpfte. Die Weissagungen des Erzvaters sind in poetischer Form gehalten, in k\u00fchnen und farbenreichen Bildern, die freilich f\u00fcr uns zum Teil nicht ganz klar sind. Unstreitig haben wir es hier mit einer der \u00e4ltesten Poesien des hebr\u00e4ischen Schrifttums zu tun. Um die dunkelgehaltenen Weissagungen dem Leser verst\u00e4ndlich zu machen, m\u00fcssen wir hier einige erl\u00e4uternde Bemerkungen hinzuf\u00fcgen. Vers 3 und 4 enthalten einen scharfen Tadel des Stammes Ruben, dem, kraft der Erstgeburt, die Vorherrschaft \u00fcber Israel geb\u00fchrte, der aber wegen seiner Voreiligkeit und Un\u00fcberlegtheit die ihm geb\u00fchrende Stellung nicht behaupten konnte. In der Tat hat der Stamm Ruben keine hervorragende Rolle in der Geschichte Israels gespielt. \u2014 Vers 5\u20147 enthalten eine R\u00fcge gegen Simon und Levi, die sich bei dem \u00dcberfall Sichems besonders hervorgetan hatten. Diese St\u00e4mme sollten \u00fcberhaupt jede Bedeutung in der Geschichte Israels einb\u00fc\u00dfen. Der Erzvater weissagt ihnen, dass sie im Volke Israel zerstreut und bedeutungslos sein werden. Tats\u00e4chlich ist der Stamm Simon g\u00e4nzlich in Jehuda aufgegangen, w\u00e4hrend Levi besitzlos blieb, sp\u00e4ter aber beim Nationalheiligtum in Jerusalem ehrende Dienste erhielt. \u2014 Vers 8\u201412 wird Jehuda gelobt, der sich heldenhaft erwies, indem er die S\u00fcdst\u00e4mme zu vereinigen begann und sie von dem Joch der Ureinwohner befreite. Der Erzvater prophezeite, dass aus diesem Stamme dereinst das k\u00f6nigliche Haus David hervorgehen werde, dessen Herrschaft der Glanzpunkt Israels bedeutete. \u2014 Vers 13 schildert die Lage des Stammes Sebulun, der am Hafen des Mittell\u00e4ndischen Meeres Handel und Schifffahrt trieb und gro\u00dfen Wohlstand besa\u00df. \u2014 In Vers 14 und 15 wird der Stamm Issachar leise getadelt, weil er Ruhe und Frieden vorzog und sich freiwillig der Urbev\u00f6lkerung tributpflichtig machte. \u2014 In Vers 15\u201418 wird dem Stamm Dan prophezeit, dass er heldenhafte K\u00e4mpfe gegen seine Feinde f\u00fchren, aber keinen festen Wohnsitz haben werde. Auch diese Prophezeiung ging w\u00e4hrend der Richterepoche in Erf\u00fcllung. \u2014 In Vers 19 wird dem Stamm Gad, der sich bekanntlich sp\u00e4ter jenseits des Jordans angesiedelt hat, vorausgesagt, dass er sich vieler Feinde zu erwehren haben werde. Auch diese Prophezeiung trat ein. \u2014 Vers 20 schildert die ungemeine \u00dcppigkeit des Landes, das der Stamm Asser bewohnte. \u2014 Vers 21 lobt dasselbe am Landbesitz des Stammes Naftalis. \u2014 Vers 22\u201429 schildern mit gro\u00dfer Ausf\u00fchrlichkeit den Glanz und die Gr\u00f6\u00dfe des Stammes Josef [Efraim], der im Norden Pal\u00e4stinas sich zu der Vormacht des israelitischen Volkes emporschwang. Der Erzvater verglich diesen Stamm mit einem bl\u00fchenden, auf fruchtbarem Boden stehenden Baum, dessen Krone hoch in die L\u00fcfte hineinragte und dessen Zweige sich weit und breit streckten. Der Segen des Landes ist bergehoch, bis in die h\u00f6chsten Gipfel reichend. Efraim wird der Besch\u00fctzer des Stammes Israel; er ist der Gekr\u00f6nte unter seinen Br\u00fcdern. \u2014 Vers 27 enth\u00e4lt einen Segen f\u00fcr den Stamm Benjamin, der sich ebenfalls heldenhaft bew\u00e4hrte.<\/span><\/p>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Jakob rief seine S\u00f6hne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verk\u00fcnden, was euch begegnen wird in sp\u00e4ten Zeiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Tretet zusammen und h\u00f6ret, S\u00f6hne Jakobs, h\u00f6ret auf Israel, euern Vater.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> R\u00ebuben, du mein Erstgeborener, meines Marks und meiner Kraft Erstling, bevorzugt an Ansehen und an Macht!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Weil du ungest\u00fcm warst wie die Flut, erh\u00e4ltst du keinen Vorzug mehr! Denn du bestiegst das Lager deines Vaters. Du hast mich entehrt &#8230; mein Bett hast du bestiegen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Simeon und Levi sind [wahre] Br\u00fcder; Waffen und Gewalt ist ihre Verbr\u00fcderung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> In ihren Kreis komme nicht meine Seele, an ihre Versammlung schlie\u00dfe sich nicht meine Ehre; denn in ihrem Zorn erschlugen sie einen Mann und in ihrem \u00dcbermut verst\u00fcmmelten sie einen Stier.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Verflucht ihr Zorn, der so gewaltig und ihr Grimm, der so hart! Ich will sie verteilen unter Jakob und sie zerstreuen unter Israel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber dich Jehuda, dich preisen deine Br\u00fcder; deine Hand ist am Nacken deiner Feinde; es beugen sich dir die S\u00f6hne deines Vaters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Einem Jungl\u00f6wen [gleicht] Jehuda! Vom Siege, mein Sohn, kommst du! Er kauert, streckt sich wie L\u00f6we und L\u00f6win \u2014 wer hie\u00df&#8216; ihn aufstehen?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Niemals wird weichen das Zepter von Jehuda, noch der Herrscherstab von seinen F\u00fc\u00dfen, bis der Silo kommt [der verhei\u00dfene Held aus dem Hause David], und ihm werden die St\u00e4mme gehorchen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> [In seinem Lande wird Segen herrschen, dass] man an den Weinstock binden wird F\u00fcllen, und an die Rebe das Junge seiner Eselin; er wird im Weine sein Kleid waschen und im Saft der Trauben sein Gewand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ger\u00f6tet die Augen vom Wein und wei\u00df die Z\u00e4hne von Milch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sebulun wird wohnen am Gestade der Meere, ja, am Gestade der Schiffe; und seine Herrschaft dehnt sich bis Zidon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Issachar gleicht einem knochigen Esel, gestreckt zwischen den H\u00fcrden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und er sah die Ruhestatt, dass sie gut, und das Land, dass es lieblich; da bog er seine Schulter zum Tragen und ergab sich der Fron des Arbeiters.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Dan wird sein Volk sch\u00fctzen wie einer der St\u00e4mme Israels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dan wird sein wie eine Schlange auf dem Wege, eine Otter auf dem Pfad, die bei\u00dft die Ferse des Rosses, dass sein Reiter r\u00fccklings st\u00fcrzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Auf deine H\u00fclfe hoff&#8216; ich, o Herr! \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Gad, von Feindesscharen umgeben, wird sie alle vernichten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Von Asser kommt fette Speise, ja, er gibt Leckerbissen des K\u00f6nigs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Naftali ist wie eine gestreckte Eiche \u2014 die sch\u00f6ne Wipfel treibt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ein fruchtbarer Reis ist Josef, ein fruchtbares Reis an der Quelle; Sch\u00f6sslinge ranken sich \u00fcber die Mauer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und es krankten, beschossen und befehdeten ihn die Pfeilsch\u00fctzen;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Doch blieb in Festigkeit sein Bogen, und gelenkig Arme und H\u00e4nde. Von den H\u00e4nden des Gewaltigen Jakobs, von dort der Besch\u00fctzer des Stammes Israel!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Von dem Gotte deines Vaters der dir beistehen wird, vom Allm\u00e4chtigen, der dich segnen wird mit Segnungen des Himmels von oben, mit Segnungen der Tiefe, die darunter lagert, mit Segnungen der Br\u00fcste und des Scho\u00dfes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Die Segnungen deines Vaters steigen hoch wie die Berge, bis zu den Gipfeln der ewigen Berge; sie kommen auf das Haupt Josefs und auf den Scheitel des Gekr\u00f6nten unter den Br\u00fcdern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Benjamin wie ein Wolf, der zerrei\u00dft; am Morgen isst er Beute, und am Abend teilt er Raub. \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Dies waren die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels, und das ist, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet, jeglichen segnete er mit seinem Segen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volke, begrabet mich bei meinen V\u00e4tern, in der H\u00f6hle, welche im Gefilde Efrons, des Hitti.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> In der H\u00f6hle, die im Felde Machpela vor Mamre im Lande Kanaan, das Abraham gekauft hat samt dem Felde von Efron dem Hitti, zu einem Erbbegr\u00e4bnis.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> (Dort haben sie begraben Abraham und sein Weib Sara, dort haben sie begraben Isak und sein Weib Rebekka, und dort habe ich Lea begraben;)<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Als Kauf das Feld und die H\u00f6hle darin von den S\u00f6hnen Het.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Als Jakob vollendet, seinen S\u00f6hnen zu befehlen, zog er seine F\u00fc\u00dfe ins Bett und verschied und ward versammelt zu seinen St\u00e4mmen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel50\">Kapitel 50<\/h2>\n<p>Jakobs Begr\u00e4bnis und Josefs Tod.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Josef fiel auf das Angesicht seines Vaters und weinte \u00fcber ihm und k\u00fcsste ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und er gebot seinen Dienern, den \u00c4rzten, seinen Vater einzubalsamieren; und die \u00c4rzte balsamierten den Israel ein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es vergingen dar\u00fcber vierzig Tage, denn so viel Tage vergehen mit dem Einbalsamieren; die \u00c4gypter beweinten ihn siebzig Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Als vor\u00fcber waren die Tage des Beweinens da redete Josef zu dem Hause Pharaos also: Wenn ich Gnade gefunden in euren Augen, redet zu Pharao also:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Mein Vater hat mich beschworen mit den Worten: Wenn ich sterbe, begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir gegraben im Lande Kanaan. \u2014 Und nun, lass mich hinziehen, dass ich meinen Vater begrabe, und zur\u00fcckkehre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Pharao sprach: Ziehe hin und begrabe deinen Vater, so wie er dich beschworen hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Josef zog hin, seinen Vater zu begraben, und es zogen mit ihm alle Diener Pharaos, die \u00c4ltesten seines Hauses und alle \u00c4ltesten des Landes \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und das ganze Haus Josefs und seine Br\u00fcder und das Haus seines Vaters; nur ihre Kinder und ihre Schafe und Rinder lie\u00dfen sie im Lande Gosen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Es zogen mit ihm Wagen und Reiter, der Zug war sehr gro\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie kamen bis zur Tenne Atad, welche jenseits des Jordans, und hielten dort eine gro\u00dfe und sehr feierliche Klage; [Josef] stellte um seinen Vater eine Trauer von sieben Tagen an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sah die Einwohnerschaft des Landes Kanaan die Trauer in der Tenne Atad und sprach: Eine gro\u00dfe Trauer ist das f\u00fcr \u00c4gypten! Daher nannte man den Namen [des Ortes], welcher jenseits des Jordans, Abel [Trauer]  \u00c4gypten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Also taten ihm seine S\u00f6hne, so wie er ihnen geboten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Seine S\u00f6hne brachten ihn nach dem Lande Kanaan und begruben ihn in der H\u00f6hle des Feldes Machpela, die Abraham gekauft hatte samt dem Felde zum Erbbegr\u00e4bnis von Efron, dem Hitti, vor Mamre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Nachdem er seinen Vater begraben hatte, kehrte Josef zur\u00fcck nach \u00c4gypten, er und seine Br\u00fcder und alle, die mit ihm ausgezogen waren, seinen Vater zu begraben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als nun die Br\u00fcder Josefs sahen, dass ihr Vater tot war, da sprachen sie: Wenn uns Josef nur nicht hassen und uns vergelten wollte all das B\u00f6se, das wir ihm zugef\u00fcgt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und sie lie\u00dfen dem Josef also sagen: Dein Vater hat geboten vor seinem Tode die Worte:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Also sprecht zu Josef: O, vergib doch die Missetat deiner Br\u00fcder und ihre Schuld! denn B\u00f6ses haben sie dir zugef\u00fcgt. \u2014 Und nun vergib doch die Missetat der Knechte des Gottes deines Vaters! Da weinte Josef, als man so zu ihm redete.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dann kamen die Br\u00fcder selbst und fielen vor ihm nieder und sprachen. Wir wollen dir Sklaven sein!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Doch Josef sprach zu ihnen: F\u00fcrchtet nichts; bin ich denn anstatt Gottes [dass ich euch strafen k\u00f6nnte]?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und habt ihr auch B\u00f6ses wider mich gesonnen, Gott hat es zum Guten ersonnen, damit geschehe \u2014 wie an diesem Tage [geschehen ist] \u2014 ein gro\u00dfes Volk am Leben zu erhalten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und nun f\u00fcrchtet nichts! Ich werde euch und eure Kinder versorgen. So tr\u00f6stete er sie und redete ihnen zu Herzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Also wohnte Josef in \u00c4gypten, er und das Haus seines Vaters. Josef lebte hundert und zehn Jahre.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Josef sah von Efraim S\u00f6hne des dritten Geschlechts; auch die S\u00f6hne Machirs, des Sohnes Manasses, wurden geboren auf den Knien Josefs.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Josef sprach zu seinen Br\u00fcdern: Ich sterbe, aber Gott wird euer gedenken und euch herausf\u00fchren aus diesem Lande in das Land, welches er verhei\u00dfen hat dem Abraham, Isak und Jakob.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und Josef beschwor die S\u00f6hne Israels mit den Worten: Gott wird euer gedenken, dann nehmet meine Gebeine mit von hier.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Josef starb dann, hundert und zehn Jahre alt. Sie balsamierten ihn ein, und man legte ihn in eine Lade in \u00c4gypten.<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Der Segen des Erzvaters Jakob enth\u00e4lt eine prophetische Aussage des sp\u00e4teren Schicksals der israelitischen St\u00e4mme, zur Zeit, wo sie den Jordan \u00fcberschritten und das Land Pal\u00e4stina erobert haben werden. Die geschichtlichen Anspielungen sind deutlich genug. Die Schilderungen, die der Erzvater von der dereinstigen Lage der israelitischen St\u00e4mme gibt, passen f\u00fcr jene Zeit, in der dem israelitischen Volke die nationale Einheit fehlte. Ein Teil der St\u00e4mme konnte sich nur schwer unter den Ureinwohnern Pal\u00e4stinas behaupten, manche wurden sogar den letzteren tributpflichtig. Nur der Stamm Jehuda in S\u00fcdpal\u00e4stina und der Stamm Efraim im Norden begannen bereits, die nationale Selbst\u00e4ndigkeit zu verteidigen. Jehuda zog an sich im S\u00fcden die St\u00e4mme Simon, Benjamin und den besitzlosen Stamm Levi, w\u00e4hrend Efraim die Hegemonie im Norden erk\u00e4mpfte. Die Weissagungen des Erzvaters sind in poetischer Form gehalten, in k\u00fchnen und farbenreichen Bildern, die freilich f\u00fcr uns zum Teil nicht ganz klar sind. Unstreitig haben wir es hier mit einer der \u00e4ltesten Poesien des hebr\u00e4ischen Schrifttums zu tun. Um die dunkelgehaltenen Weissagungen dem Leser verst\u00e4ndlich zu machen, m\u00fcssen wir hier einige erl\u00e4uternde Bemerkungen hinzuf\u00fcgen. Vers 3 und 4 enthalten einen scharfen Tadel des Stammes Ruben, dem, kraft der Erstgeburt, die Vorherrschaft \u00fcber Israel geb\u00fchrte, der aber wegen seiner Voreiligkeit und Un\u00fcberlegtheit die ihm geb\u00fchrende Stellung nicht behaupten konnte. In der Tat hat der Stamm Ruben keine hervorragende Rolle in der Geschichte Israels gespielt. \u2014 Vers 5\u20147 enthalten eine R\u00fcge gegen Simon und Levi, die sich bei dem \u00dcberfall Sichems besonders hervorgetan hatten. Diese St\u00e4mme sollten \u00fcberhaupt jede Bedeutung in der Geschichte Israels einb\u00fc\u00dfen. Der Erzvater weissagt ihnen, dass sie im Volke Israel zerstreut und bedeutungslos sein werden. Tats\u00e4chlich ist der Stamm Simon g\u00e4nzlich in Jehuda aufgegangen, w\u00e4hrend Levi besitzlos blieb, sp\u00e4ter aber beim Nationalheiligtum in Jerusalem ehrende Dienste erhielt. \u2014 Vers 8\u201412 wird Jehuda gelobt, der sich heldenhaft erwies, indem er die S\u00fcdst\u00e4mme zu vereinigen begann und sie von dem Joch der Ureinwohner befreite. Der Erzvater prophezeite, dass aus diesem Stamme dereinst das k\u00f6nigliche Haus David hervorgehen werde, dessen Herrschaft der Glanzpunkt Israels bedeutete. \u2014 Vers 13 schildert die Lage des Stammes Sebulun, der am Hafen des Mittell\u00e4ndischen Meeres Handel und Schifffahrt trieb und gro\u00dfen Wohlstand besa\u00df. \u2014 In Vers 14 und 15 wird der Stamm Issachar leise getadelt, weil er Ruhe und Frieden vorzog und sich freiwillig der Urbev\u00f6lkerung tributpflichtig machte. \u2014 In Vers 15\u201418 wird dem Stamm Dan prophezeit, dass er heldenhafte K\u00e4mpfe gegen seine Feinde f\u00fchren, aber keinen festen Wohnsitz haben werde. Auch diese Prophezeiung ging w\u00e4hrend der Richterepoche in Erf\u00fcllung. \u2014 In Vers 19 wird dem Stamm Gad, der sich bekanntlich sp\u00e4ter jenseits des Jordans angesiedelt hat, vorausgesagt, dass er sich vieler Feinde zu erwehren haben werde. Auch diese Prophezeiung trat ein. \u2014 Vers 20 schildert die ungemeine \u00dcppigkeit des Landes, das der Stamm Asser bewohnte. \u2014 Vers 21 lobt dasselbe am Landbesitz des Stammes Naftalis. \u2014 Vers 22\u201429 schildern mit gro\u00dfer Ausf\u00fchrlichkeit den Glanz und die Gr\u00f6\u00dfe des Stammes Josef [Efraim], der im Norden Pal\u00e4stinas sich zu der Vormacht des israelitischen Volkes emporschwang. Der Erzvater verglich diesen Stamm mit einem bl\u00fchenden, auf fruchtbarem Boden stehenden Baum, dessen Krone hoch in die L\u00fcfte hineinragte und dessen Zweige sich weit und breit streckten. Der Segen des Landes ist bergehoch, bis in die h\u00f6chsten Gipfel reichend. Efraim wird der Besch\u00fctzer des Stammes Israel; er ist der Gekr\u00f6nte unter seinen Br\u00fcdern. \u2014 Vers 27 enth\u00e4lt einen Segen f\u00fcr den Stamm Benjamin, der sich ebenfalls heldenhaft bew\u00e4hrte.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Bereschit der Torah (Genesis) in der (angepassten) deutschen \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 Kapitel 1 Die Sch\u00f6pfung. 1. Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. 2. Die Erde war w\u00fcst und \u00f6de, Finsternis lag auf dem Abgrunde, und ein m\u00e4chtiger [g\u00f6ttlicher] Wind wehte \u00fcber dem Wasser. 3. Da sprach Gott: Es werde Licht; und es ward Licht. 4. Gott sah das Licht, dass es gut war, und schied zwischen dem Licht und der Finsternis. 5. Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Und es ward Abend und ward Morgen; ein Tag. 6. Da sprach Gott: Es werde eine Ausdehnung mitten im Wasser, sie scheide zwischen Wasser und Wasser. 7 Gott schuf die Ausdehnung und schied zwischen dem Wasser, &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4948","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4948"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4948\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4951,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4948\/revisions\/4951"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}