{"id":4965,"date":"2019-11-29T09:35:17","date_gmt":"2019-11-29T07:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=4965"},"modified":"2019-11-29T09:35:17","modified_gmt":"2019-11-29T07:35:17","slug":"daniel-das-buch-daniel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/daniel-das-buch-daniel\/","title":{"rendered":"Daniel &#8211; das Buch Daniel"},"content":{"rendered":"<p>Das Buch Daniel in der (angepassten) deutschen \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n<p><br \/>\n<a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a><\/p>\n<p>Daniel.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>Daniel am Hofe Nebukadnezars.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, K\u00f6nigs von Jehuda, kam Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nach Jerusalem und belagerte es.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Herr gab in seine Hand Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda, und einige der Ger\u00e4te des Gotteshauses. Er brachte sie in das Land Sinear, in das Haus seiner G\u00f6tter; die Ger\u00e4te n\u00e4mlich brachte er in das Schatzhaus seiner G\u00f6tter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da befahl der K\u00f6nig seinem obersten Hofbedienten Aspenas, zu w\u00e4hlen von den Kindern Israel, von dem K\u00f6nigshause und von den Edlen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Knaben, an welchen kein Fehl war, die sch\u00f6n waren von Ansehen und geschickt in jeder Kunst, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die t\u00fcchtig w\u00e4ren zu dienen im Palaste des K\u00f6nigs; diese sollte man lehren Schrifttum und Sprache der Chald\u00e4er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der K\u00f6nig setzte ihren t\u00e4glichen Bedarf fest von der Tafelkost des K\u00f6nigs und von dem Wein seiner Trinkgelage, um sie so drei Jahre gro\u00df zu ziehen; nach deren Verlauf sollten sie den K\u00f6nig bedienen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es waren unter ihnen von den Jud\u00e4ern: Daniel, Hananja, Misa\u00ebl und Asarja.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der oberste Hofbediente legte ihnen andere Namen bei. Er nannte den Daniel Beltsazzar den Hananja Sadrach, den Misa\u00ebl Mesach, und den Asarja Abed= Nego.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Daniel aber sann dar\u00fcber, sich nicht durch die Tafelkost des K\u00f6nigs und durch den Wein seiner Trinkgelage zu verunreinigen; er bat den obersten Hofbedienten, sich nicht verunreinigen zu d\u00fcrfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Gott gab dem Daniel Huld und Gunst vor dem obersten Hofbedienten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der oberste Hofbediente sprach zu Daniel: Ich f\u00fcrchte meinen Herrn, den K\u00f6nig, welcher eure Speise und euren Trank bestellt hat, dass er euer Aussehen schlechter f\u00e4nde als das der Knaben eures Alters, und ihr verschuldet dann dem K\u00f6nig mein Haupt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Daniel zu dem Aufseher, den der oberste Hofbediente eingesetzt hatte \u00fcber Daniel, Hananja, Misa\u00ebl und Asarja:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Versuche doch deine Diener zehn Tage, man m\u00f6ge uns Gem\u00fcse geben, dass wir essen, und Wasser, dass wir trinken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und es wird sich dann unser Aussehen und das Aussehen der Knaben, welche die Tafelkost des K\u00f6nigs essen, zeigen, nach dem du nun sehen wirst, verfahre mit deinen Dienern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er h\u00f6rte auf sie in diesem St\u00fccke und versuchte sie zehn Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nach Verlauf der zehn Tage zeigte sich ihr Aussehen munter und gen\u00e4hrt an Fleisch, mehr denn all die Knaben, welche die Tafelkost des K\u00f6nigs a\u00dfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Aufseher nahm dann ihre Tafelkost und den Wein, den sie trinken sollten, und gab ihnen daf\u00fcr Gem\u00fcse.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> All diesen vier Knaben gab Gott Kenntnis und Einsicht in jedem Buche und in Weisheit; Daniel war kundig in allen Gesichten und Tr\u00e4umen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Nach Verlauf der Tage, nach welchen der K\u00f6nig befohlen sie vorzuf\u00fchren, f\u00fchrte sie der oberste Hofbediente vor Nebukadnezar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der K\u00f6nig unterredete sich mit ihnen, und unter allen wurde keiner befunden wie Daniel, Hananja, Misa\u00ebl und Asarja, und so dienten sie vor dem K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> In jeglicher Geschicklichkeit und Einsicht, welche der K\u00f6nig von ihnen begehrte, fand er sie zehnfach \u00fcberlegen all den Zeichendeutern, den Sternsehern, die in seinem ganzen K\u00f6nigreiche waren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Daniel blieb bis zum ersten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Cyrus da.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p>Nebukadnezars Traum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im zweiten Regierungsjahre Nebukadnezars tr\u00e4umte Nebukadnezar allerlei, es schlug ihm das Herz, und sein Schlaf wich von ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da befahl der K\u00f6nig die Zeichendeuter und die Sternseher und die Zauberer und die Chald\u00e4er zu sich, dass sie dem K\u00f6nig seine Tr\u00e4ume deuteten; sie kamen und stellten sich vor den K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu ihnen: Ich habe getr\u00e4umt, und das Herz schl\u00e4gt mir, den Traum zu verstehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Chald\u00e4er (d. h. die Weisen der Chald\u00e4er] antworteten dem K\u00f6nige aram\u00e4isch: Der K\u00f6nig lebe ewig! Sage deinen Knechten den Traum, und wir werden die Deutung geben!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig zu den Chald\u00e4ern: Der Spruch ist von mir entschieden! Wenn ihr mir nicht kund tuet den Traum und seine Deutung, sollt ihr in St\u00fccke gehauen und eure H\u00e4user in Kothaufen verwandelt werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wenn ihr aber den Traum und seine Deutung er\u00f6ffnet, werdet ihr Gaben und Geschenke und gro\u00dfe W\u00fcrde von mir empfangen; er\u00f6ffnet mir also den Traum und seine Deutung<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie antworteten zum zweiten Male: Den Traumsage der K\u00f6nig seinen Knechten, und die Deutung werden wir er\u00f6ffnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da meinte der K\u00f6nig: Mit Gewissheit nehme ich wahr, dass ihr Zeit gewinnen wollt, weil ihr sehet, dass mir die Sache entgangen ist [ihr wollt euch also etwas ausdenken].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wenn ihr also den Traum mir nicht kundtut, bleibt es bei eurer Verurteilung, denn l\u00fcgnerische und nichtige Reden habt ihr vor, vor mir zu sprechen, bis dass die Zeit sich \u00e4ndern werde. Darum saget mir den Traum, so werde ich erkennen, dass ihr seine wahre Deutung mir er\u00f6ffnen werdet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Nochmals antworteten die Chald\u00e4er dem K\u00f6nig und sprachen: Es ist kein Mensch vorhanden auf Erden, welcher die Sache des K\u00f6nigs zu deuten verm\u00f6chte; da auch kein gro\u00dfer und gewaltiger K\u00f6nig um eine Sache wie diese je gefragt hat irgendeinen Zeichendeuter oder Sternseher und Chald\u00e4er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Sache, welche der K\u00f6nig fordert, ist schwer, und niemand k\u00f6nnte sie dem K\u00f6nig er\u00f6ffnen, als die G\u00f6tter, deren Wohnung nicht bei den Sterblichen ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Hier\u00fcber geriet der K\u00f6nig in Wut, er erz\u00fcrnte heftig und befahl, all die Weisen Babels umzubringen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Spruch erging, dass die Weisen hingerichtet w\u00fcrden; auch Daniel und seine Genossen sollten hingerichtet werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Sogleich erwiderte Daniel mit \u00dcberlegung und Verstand dem Arjoch, dem Obersten der Leibw\u00e4chter des K\u00f6nigs, welcher ausgezogen war die Weisen Babels hinzurichten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er hub an und sprach zu Arjoch, dem Befehlshaber des K\u00f6nigs: Weshalb ist der Spruch so streng von dem K\u00f6nig? Da erkl\u00e4rte Arjoch dem Daniel die Sache.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Nun ging Daniel hinein und erbat vom K\u00f6nige, dass man ihm Zeit lassen m\u00f6ge, um dem K\u00f6nige die Deutung zu er\u00f6ffnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Darauf ging Daniel in sein Haus und tat die Sache seinen Genossen Hananja, Misa\u00ebl und Asarja kund;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dass sie Gnade erbitten von dem Gotte des Himmels in Betreff dieses Geheimnisses, dass man nicht umbr\u00e4chte Daniel und seine Genossen mit den \u00fcbrigen Weisen Babels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Darauf wurde dem Daniel in einem Nachtgesichte das Geheimnis offenbart; da pries Daniel den Gott des Himmels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Daniel hub an und sprach: Es sei der Name Gottes gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn Weisheit und Macht sind von ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er \u00e4ndert die Zeiten und Bestimmungen, er setzt K\u00f6nige ab und setzt K\u00f6nige ein, gibt Weisheit den Weisen und Kenntnis den Einsichtigen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Er offenbart das Tiefverborgene und das Geheime; er wei\u00df, was in der Finsternis ist, denn das Licht wohnt bei ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Dich, Gott meiner V\u00e4ter, preise und r\u00fchme ich, dass du Weisheit und Mut mir gegeben; und so hast du mir kund getan, was wir von dir erbeten, auch die Sache des K\u00f6nigs hast du uns kund getan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Daraufhin ging Daniel zu Arjoch hinein, den der K\u00f6nig bestellt hatte, die Weisen Babels umzubringen; er ging und sprach ihn also an: Die Weisen Babels bringe nicht um; bringe mich vor den K\u00f6nig, und die Deutung werde ich dem K\u00f6nig er\u00f6ffnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Hierauf brachte Arjoch den Daniel schnell vor den K\u00f6nig und sprach zu ihm also: Nun habe ich gefunden einen Mann von den S\u00f6hnen der Weggef\u00fchrten aus Jehuda, welcher die Deutung kund tun wird dem K\u00f6nige.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Der K\u00f6nig hub an und sprach zu Daniel, den man Beltsazzar hie\u00df: Bist du im Stande, mir kund zu tun den Traum, den ich gesehen, und seine Deutung?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Daniel antwortete dem K\u00f6nige: Das Geheimnis welches der K\u00f6nig fordert, vermag kein Weiser, Sternseher, Zeichendeuter, Wahrsager, dem K\u00f6nige zu er\u00f6ffnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Jedoch gibt es einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart, er hat kund getan dem K\u00f6nige Nebukadnezar, was geschehen wird in der Zukunft der Tage; dein Traum und die Erscheinung vor deinen Augen auf deinem Lager ist das:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Du, o K\u00f6nig, dachtest auf deinem Lager \u00fcber das nach, was sp\u00e4ter sein wird, und der Offenbarer der Geheimnisse hat dir kundgetan, was sein wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Mir ist aber nicht etwa, weil ich weiser w\u00e4re als alle Lebenden, dieses Geheimnis offenbart worden, sondern darum, dass man die Deutung dem K\u00f6nig kund tue, und du die Gedanken deines Herzens verstehen m\u00f6gest<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Du, o K\u00f6nig, schautest ein gro\u00dfes Bild, dieses Bild war gewaltig und sein Glanz vorz\u00fcglich, es stand dir gegen\u00fcber und seine Gestalt war schrecklich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Dieses Bild \u2014 das Haupt war von feinem Golde, seine Brust und seine Arme von Silber, sein Leib und seine. Lenden von Kupfer;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Seine Schenkel waren von Eisen, seine F\u00fc\u00dfe zum Teil aus Eisen und zum Teil aus Ton.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Du schautest, wie sich ein Stein lostrennte, nicht durch [Menschen]H\u00e4nde; er schlug das Bild auf seine F\u00fc\u00dfe von Eisen und Thon und zermalmte sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Darauf waren mit einem Mal zermalmt das Eisen, der Thon, das Kupfer, das Silber und das Gold, und sie wurden wie Spreu der Tennen im Sommer, und es entf\u00fchrte sie der Wind, und keine Spur wurde von ihnen gefunden; der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem gewaltigen Berge und f\u00fcllte die ganze Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Dies der Traum; seine Deutung nun werden wir dem K\u00f6nig verk\u00fcnden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Du, o K\u00f6nig, K\u00f6nig der K\u00f6nige, dem der Gott des Himmels Regierung, Herrschaft und Macht und W\u00fcrde gegeben hat,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Und \u00fcberall wo Menschenkinder wohnen, hat er die Tiere des Feldes und die V\u00f6gel des Himmels in deine Macht gegeben und dich schalten lassen \u00fcber sie alle \u2014 du bist das Haupt von Gold.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Nach dir wird ein anderes Reich erstehen, geringer als deines, nachher ein drittes Reich von Kupfer, das \u00fcber die ganze Erde herrschen wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Ein viertes Reich dann wird hart sein wie Eisen; wie das Eisen alles zerh\u00e4mmert und d\u00fcnn schl\u00e4gt, und wie das Eisen, das zertr\u00fcmmert, wird es alles zerh\u00e4mmern und zertr\u00fcmmern.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Dass du gesehen hast die F\u00fc\u00dfe und die Zehen, zum Teil von T\u00f6pferton und zum Teil von Eisen \u2014 [dies bedeutet], dass es ein geteiltes Reich sein wird; von der H\u00e4rte des Eisens wird in ihm sein, weil du geschaut hast das Eisen durchmischt mit lehmigem Thon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Die Zehen der F\u00fc\u00dfe zum Teil von Eisen und zum Teil von Thon [bedeuten], dass das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Dass du geschaut hast das Eisen durchmischt mit lehmigem Ton [bedeutet]: sie werden durchmischt sein mit dem Samen der Menschen, aber nicht aneinanderhaften, so wie Eisen sich nicht mischt mit Thon.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> In den Tagen dieser K\u00f6nige wird der Gott des Himmels ein Reich erstehen lassen, das in Ewigkeit nicht zerst\u00f6rt wird, und seine Herrschaft wird keinem andern Volk \u00fcberlassen werden; es wird zermalmen und vernichten all jene Reiche, selbst aber bestehen bis in die Ewigkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Deshalb schautest du, wie sich von einem Berge ein Stein lostrennte, nicht durch H\u00e4nde, und er zermalmte das Eisen, das Kupfer, den Thon, das Silber und das Gold; der gro\u00dfe Gott hat dem K\u00f6nige kundgetan, was sp\u00e4ter sein wird. Denn gewiss ist der Traum und wahr seine Deutung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Da fiel der K\u00f6nig Nebukadnezar auf sein Angesicht und beugte sich vor Daniel und befahl, ihm Geschenke und Wohlger\u00fcche zu spenden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Der K\u00f6nig erwiderte dem Daniel und sprach: Wahrlich! Euer Gott ist ein Gott der G\u00f6tter und ein Herr der K\u00f6nige, er offenbart Geheimnisse, da du vermocht hast, dieses Geheimnis zu offenbaren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Hierauf erhob der K\u00f6nig den Daniel und gab ihm ansehnliche, gro\u00dfe Geschenke, er machte ihn zum Befehlshaber \u00fcber die ganze Landschaft Babel und. zum Obersten der Vorsteher \u00fcber alle Weisen Babels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Daniel aber erbat vom K\u00f6nige, dass er \u00fcber die Dienstverwaltung der Landschaft Babel den Sadrach, Mesach und Abed-Nego bestellen d\u00fcrfte. Daniel blieb am Hofe des K\u00f6nigs.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p>Die J\u00fcnglinge im Feuerofen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> K\u00f6nig Nebukadnezar lie\u00df ein Bild von Gold anfertigen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit; er stellte es auf im Thale Dura, in der Landschaft Babel.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> K\u00f6nig Nebukadnezar berief die Satrapen, die Statthalter und die Landpfleger, die Oberrichter, die Tributeinnehmer, die Gesetzlehrer, die Richter und alle Befehlshaber der Landschaften, zur Einweihung des Bildes, das K\u00f6nig Nebukadnezar aufgestellt hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Hierauf versammelten sich die Satrapen, die Statthalter und die Landpfleger, die Oberrichter, die Tributeinnehmer, die Gesetzlehrer, die Richter und alle Befehlshaber der Landschaften zur Einweihung des Bildes, das K\u00f6nig Nebukadnezar aufgestellt hatte; sie standen vor dem Bilde, das Nebukadnezar aufgestellt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Herold rief mit Macht: Euch V\u00f6lkern, Nationen und Zungen wird befohlen:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Zur Zeit da ihr h\u00f6ren werdet den Klang des Horns der Rohrpfeife, der Zither, der Sabka, des Psalters, der Wasserorgel und aller Arten des Tonspieles, sollt ihr anbetend niederfallen vor dem goldenen Bilde, das K\u00f6nig Nebukadnezar aufgestellt hat.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und der nicht niederf\u00e4llt und anbetet, in selbiger Stunde soll er hineingeworfen werden in einen Ofen brennenden Feuers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Deswegen, sobald alle V\u00f6lker den Klang des Horns h\u00f6rten und der Rohrpfeife, der Zither, der Sabka, des Psalters und aller Arten des Tonspieles, fielen alle V\u00f6lker, Nationen und Zungen anbetend nieder vor dem goldenen Bilde, das K\u00f6nig Nebukadnezar aufgestellt hatte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Hierauf nahten sogleich chald\u00e4ische M\u00e4nner und verleumdeten die Jud\u00e4er. Sie huben an und sprachen vor dem K\u00f6nige Nebukadnezar: Ewig lebe der K\u00f6nig!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du, o K\u00f6nig, hast Befehl erlassen, dass jedermann, welcher h\u00f6ren wird den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Sabka, des Psalters und der Wasserorgel und aller Arten des Tonspiels, solle anbetend niederfallen vor dem goldenen Bilde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und der nicht niederf\u00e4llt und anbetet, soll hineingeworfen werden in einen Ofen brennenden Feuers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es sind da jud\u00e4ische M\u00e4nner, welche du bestellt hast \u00fcber die Dienstverwaltung der Landschaft Babel: Sadrach, Mesach und Abed-Nego, diese M\u00e4nner haben sich nicht um dich, o K\u00f6nig, gek\u00fcmmert, deinen G\u00f6ttern dienen sie nicht und das goldene Bild, welches du aufgestellt, beten sie nicht an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sogleich befahl Nebukadnezar in Zorn und Grimm, den Sadrach, Mesach und Abed-Nego vorzuf\u00fchren; hierauf brachte man diese M\u00e4nner vor den K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Nebukadnezar sprach zu ihnen: Ist es mit Absicht, Sadrach, Mesach und Abed=Nego? Meinem Gotte dienet ihr nicht, und mein goldenes Bild, das ich aufgestellt, betet ihr nicht an?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nun denn, seid jetzt bereit, zu der Zeit, wenn ihr h\u00f6ren werdet den Klang des Horns, der Rohrpfeife, der Zither, der Sabka, des Pfalters und der Wasserorgel und aller Arten des Tonspiels, anbetend niederzufallen vor dem Bilde, das ich gemacht. \u2014 Wenn ihr es aber nicht aubetet, so sollt ihr in derselben Stunde hineingeworfen werden in den Ofen breunenden Feuers. Wer ist der Gott, der euch retten k\u00f6nnte aus meinen H\u00e4nden?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da antworteten Sadrach, Mesach und Abed-Nego dem K\u00f6nige: O Nebukadnezar, wir scheuen nicht, dir auf dieses Wort zu erwidern:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Unser Gott, dem wir dienen, vermag uns zu retten, aus dem Ofen des brennenden Feuers und aus deiner Hand, o K\u00f6nig, wird er uns retten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Aber wenn auch nicht, so wisse nun, o K\u00f6nig, dass wir deinen G\u00f6ttern nie dienen werden, und auch das goldene Bild, das du aufgestellt hast, nicht anbeten werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da wurde Nebukadnezar voller Wut, sein Gesicht ver\u00e4nderte sich ob Sadrach, Mesach und Abed-Nego, er befahl, den Ofen zu durchheizen siebenmal dar\u00fcber, als man ihn sonst zu durchheizen pflegte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und den kr\u00e4ftigen M\u00e4nnern in seinem Heer befahl er, Sadrach, Mesach und Abed-Nego zu binden und zu werfen in den Ofen des brennenden Feuers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie banden jene M\u00e4nner in ihren weiten Beinkleidern, Leibr\u00f6cken, Bunden und in ihren Gew\u00e4ndern; so warf man sie hinein in den Ofen des brennenden Feuers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da aber der Spruch des K\u00f6nigs dringend und der Ofen \u00fcberm\u00e4\u00dfig geheizt worden war, so wurden jene M\u00e4nner, die Sadrach, Mesach und Abed-Rego hingef\u00fchrt, von der Flamme des Feuers get\u00f6tet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Jene drei M\u00e4nner Sadrach, Mesach und Abed-Nego st\u00fcrzten gebunden in den Ofen des brennenden Feuers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da erstaunte K\u00f6nig Nebukadnezar und stand auf mit Schrecken; er fragte seine R\u00e4te: Haben wir nicht drei M\u00e4nner gebunden in das Feuer hineingeworfen? Sie antworteten dem K\u00f6nig: Gewi\u00df, o K\u00f6nig!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Er aber sprach: Wohlan, ich sehe vier M\u00e4nner, bandengel\u00f6st, umherwandelnd mitten im Feuer, keine Besch\u00e4digung ist an ihnen, und die Gestalt des vierten gleicht einem g\u00f6ttlichen Wesen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Hierauf nahte Nebukadnezar der \u00d6ffnung des Ofens des brennenden Feuers, und sprach: Sadrach, Mesach und Abed-Nego, ihr Diener des h\u00f6chsten Gottes, kommet hervor! Sogleich gingen Sadrach, Mesach und Abed-Nego aus dem Feuer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Es versammelten sich die Satrapen, die Statthalter und die Landpfleger und die R\u00e4te des K\u00f6nigs, die M\u00e4nner anstaunend, \u00fcber deren Leiber das Feuer keine Macht hatte, ihr Haupthaar hatte sich nicht versengt, ihre weiten Beinkleider hatten sich nicht gewandelt, ja kein Geruch des Feuers war an ihnen geblieben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Nebukadnezar rief aus: Gepriesen sei der Gott des Sadrach, Mesach und Abed-Nego, der gesandt hat seinen Engel und gerettet seine Diener, welche auf ihn vertrauet und gegen den Spruch des K\u00f6nigs handelten und ihre Leiber hingaben, um nicht zu dienen und zu beten vor irgendeinem Gotte, au\u00dfer vor ihrem Gotte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> So ergeht von mir der Befehl, dass jedes Volk, jede Nation und Zunge, die aussprechen wird Ungeb\u00fchrliches gegen den Gott des Sadrach, Mesach und AbedNego, in St\u00fccke soll (dieser Mann] gehauen und sein Haus in Kothaufen verwandelt werden; weil es keinen anderen Gott gibt, der wie dieser retten kann.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Hierauf machte der K\u00f6nig den Sadrach, Mesach und Abed-Nego gro\u00df in der Landschaft Babel. \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> [Kundgebung des] K\u00f6nigs Nebukadnezar an alle V\u00f6lker, Nationen und Zungen, die da wohnen auf dem ganzen Erdkreis: Eure Wohlfahrt m\u00f6ge wachsen!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Die Zeichen und die Wunder, die an mir getan hat der h\u00f6chste Gott, hat mir beliebt, zu verk\u00fcnden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Seine Zeichen, o wie gro\u00df, und seine Wunder, o wie m\u00e4chtig! Sein Reich ein Reich der Ewigkeit und seine Herrschaft in alle Geschlechter!<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p>Nebukadnezars Verwandlung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ich, Nebukadnezar, war sorglos in meinem Hause, im bl\u00fchenden Gl\u00fccke lebend in meinem Palaste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da hatte ich einen Traum, er machte mich zagen, und die Gedankengebilde auf meinem Lager und die Gesichte um meine Augen erschreckten mich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es erging von mir ein Befehl, mir vor Augen zu f\u00fchren alle die Weisen Babels, dass sie mir die Deutung des Traumes kundt\u00e4ten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da kamen, heran die Zeichendeuter, die Sternseher, die Chald\u00e4er und die Wahrsager; ich erz\u00e4hlte ihnen den Traum, aber sie gaben mir nicht seine Deutung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Zuletzt kam ich vor Daniel, dessen Name Beltsazzar, nach dem Namen meines Gottes, und in welchem der Geist der heiligen G\u00f6tter war, und ich erz\u00e4hlte ihm den Traum:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Beltsazzar, Oberster der Zeichendenter von dem ich wei\u00df, dass der Geist der heiligen G\u00f6tter in dir, und kein Geheimnis dir verh\u00fcllt ist, [das sind] die Gesichte meines Traumes die ich geschaut, und deren Deutung sage an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Gesichte um meine Augen auf meinem Lager: Ich schaute einen Baum inmitten der Erde stehend, gewaltig hoch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Baum wuchs immer st\u00e4rker, und seine H\u00f6he reichte an den Himmel, seine Wipfel bis an das Ende der ganzen Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sein Laubgezweig war herrlich und seine Frucht gro\u00df, und Nahrung f\u00fcr Alles war an ihm; unter ihm suchten Schatten die Tiere des Feldes, und in seinen Zweigen wohnten die V\u00f6gel des Himmels, und von ihm n\u00e4hrten sich alle Gesch\u00f6pfe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich schaute ferner in den Gesichten um meine Augen auf meinem Lager, ein Engel und Heiliger stieg vom Himmel hernieder.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er rief mit Macht und sprach also: Hauet um den Baum und schneidet weg seine Zweige, l\u00f6set ab sein Laubgezweig und verstreuet seine Frucht, fort mit den Tieren unter ihm und den V\u00f6geln des Himmels von seinen Zweigen 12 Jedoch den Strunk seiner Wurzeln lasset in dem Boden, in einer Fessel von Eisen und Kupfer im Ried des Feldes; im Tau des Himmels m\u00f6ge er sich netzen, und mit den Tieren sein Teil am Kraut der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Das menschliche Herz werde ihm verwandelt in das Herz eines Tieres, und sieben Zeiten sollen so ablaufen \u00fcber ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Durch den Beschluss der Engel ist dieser Ausspruch, und auf Befehl der Heiligen dieser Bescheid, auf dass die Lebendigen erkennen, dass der H\u00f6chste \u00fcber das Reich der Menschen schaltet, und wem er auch gewillt, es verleihet, den Niedrigsten der Menschen dar\u00fcber einsetzen mag.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Diesen Traum habe ich, K\u00f6nig Nebukadnezar, geschaut, und du, Beltsazzar, sage an die Deutung, da alle Weisen meines Reiches die Deutung mir nicht geben k\u00f6nnen; du aber vermagst es gewiss, da ein Geist der heiligen G\u00f6tter in dir ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Daniel, den man Beltsazzar hie\u00df, blieb entsetzt eine Stunde lang, und seine Gedanken schreckten ihn; der K\u00f6nig hob an und sprach: Beltsazzar, der Traum und seine Deutung m\u00f6gen dich nicht erschrecken. Beltsazzar aber antwortete: Mein Herr, der Traum m\u00f6ge deinen Hassern gelten, und seine Deutung deinen Feinden!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der Baum, denn du geschaut, welcher immer st\u00e4rker wuchs, dessen H\u00f6he bis an den Himmel reichte, und dessen Wipfel \u00fcber die ganze Erde sich ausbreitete:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dessen Laubgezweig gl\u00e4nzend und dessen Frucht gro\u00df war und der Nahrung f\u00fcr alles hatte, unter welchem das Tier des Feldes weilte, und in dessen Zweigen die V\u00f6gel des Himmels wohnten \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der bist du, o K\u00f6nig, der du gr\u00f6\u00dfer und immer st\u00e4rker wurdest, deine Gro\u00dfe nahm zu und reichte bis an den Himmel, und deine Macht bis an das Ende der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und dass der K\u00f6nig geschaut einen Engel und Heiligen herniedersteigen vom Himmel und rufen: Hauet um den Baum und verderbet ihn jedoch den Strunk seiner Wurzeln lasset im Boden, in einer Fessel von Eisen und Kupfer im Ried des Feldes; im Tau des Himmels m\u00f6ge er sich netzen, und mit den Tieren des Feldes sei sein Teil, bis sieben Zeiten ablaufen \u00fcber ihm:<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Dieses die Deutung, o K\u00f6nig, und der Beschluss des H\u00f6chsten ist es, der treffen wird meinen Herrn, den K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Man wird dich aussto\u00dfen von den Menschen, denn bei den Tieren des Feldes wird deine Wohnung sein, und Gras gleich den Stieren wird man dich essen lassen, und vom Tau des Himmels wird man dich netzen; so werden sieben Zeiten ablaufen \u00fcber dir, bis du erkennst, dass ein H\u00f6chster \u00fcber das Reich des Menschen schaltet, und wem er gewillt, es verleihet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und dass man befahl den Strunk von den Wurzeln des Baumes zur\u00fcckzulassen, bedeutet; dein Reich wird dir verbleiben, auf dass du erkennest, dass der auf dem Himmel [thront] der Herrscher ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Darum, o K\u00f6nig, m\u00f6ge mein Rat dir gefallen, l\u00f6se deine S\u00fcnden durch Wohltaten, und deine Missetaten durch Mildt\u00e4tigkeit gegen die Armen; vielleicht wird deinem Wohle Dauer gestattet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Dies alles kam \u00fcber den K\u00f6nig Nebukadnezar.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Nach Verlauf von zw\u00f6lf Monaten, auf dem k\u00f6niglichen Palaste zu Babel umherwandelnd,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Hub der K\u00f6nig an und sprach: Ist dies da nicht das gro\u00dfe Babel, das ich gebaut zu einem Herrscherhause durch meine starke Macht und zum Ruhme meiner Herrlichkeit?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Noch war das Wort im Munde des K\u00f6nigs, da erscholl hernieder eine Stimme vom Himmel: Dir, o K\u00f6nig Nebukadnezar, verk\u00fcndet man. Die Herrschaft weicht von dir;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Von den Menschen wirst du ausgesto\u00dfen, und bei den Tieren des Feldes ist deine Wohnung, Gras gleich den Stieren wird man dich essen lassen, also werden sieben Zeiten \u00fcber dir ablaufen, bis du erkennen wirst, dass der H\u00f6chste schaltet \u00fcber das Reich der Menschen und es verleihet, wem er will.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> In selbiger Stunde wurde der Spruch \u00fcber Nebukadnezar vollzogen: Von den Menschen wurde er ausgesto\u00dfen, er a\u00df Gras gleich den Stieren, und sein Leib netzte sich vom Tau des Himmels, bis ihm sein Haar wie den Adlern gewachsen war, und die N\u00e4gel wie den Vogeln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Nach Ablauf der bestimmten Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen gen Himmel und mein Verstand kehrte wieder zu mir; ich pries den H\u00f6chsten, und r\u00fchmte und verherrlichte den Lebendigen in Ewigkeit, dessen Herrschaft ewig und dessen Reich f\u00fcr alle Geschlechter ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Alle Bewohner der Erde sind wie ein Nichts geachtet, nach seinem Willen verf\u00e4hrt er mit dem Heer des Himmels und den Bewohnern der Erde, und keiner ist vorhanden, der seiner Hand wehren und ihm sagen d\u00fcrfte: Was tust du?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> In selbiger Zeit kehrte mein Verstand wieder zu mir, auch der Ruhm meines Reiches, meine Herrlichkeit und mein Glanz kehrten wieder zu mir; meine R\u00e4te und meine Gro\u00dfen kamen zu mir, und \u00fcber mein Reich wurde ich eingesetzt, und meine Gr\u00f6\u00dfe wurde \u00fcberaus vermehrt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> So nun r\u00fchme, erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, den K\u00f6nig des Himmels, dessen Taten alle wahrhaft, und dessen Wege gerecht sind, und der zu erniedrigen vermag alle, die hochm\u00fctig einhergehen.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p>Belsazzars \u00dcbermut und Strafe.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der K\u00f6nig Belsazzar gab einst ein gro\u00dfes Mahl seinen tausend Gro\u00dfen, und vor den tausend Gro\u00dfen trank er den Wein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Belsazzar befahl nun im Weinrausch, dass man die goldenen und silbernen Gef\u00e4\u00dfe bringe, welche sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem herausgenommen, damit aus ihnen der K\u00f6nig und seine Gro\u00dfen trinken, seine Gemahlinnen und seine Kebsweiber.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Hierauf brachte man die goldenen Gef\u00e4\u00dfe, die man herausgenommen aus dem Tempel des Gotteshauses zu Jerusalem; es tranken aus ihnen der K\u00f6nig und seine Gro\u00dfen, seine Gemahlinnen und seine Kebsweiber.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie tranken Wein und priesen die G\u00f6tter von Gold und Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber in jener Stunde wurden Finger einer Menschenhand sichtbar, die gegen\u00fcber dem Leuchter auf den Kalk der Wand im Palaste des K\u00f6nigs schrieben; der K\u00f6nig sah die Hand, welche schrieb.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da wechselte der K\u00f6nig seine Farbe, und seine Gedanken verwirrten sich, die Bande seiner H\u00fcfte l\u00f6sten sich, und seine Knie schlugen aneinander.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der K\u00f6nig befahl laut, dass man die Sternseher bringe, die Chald\u00e4er und die Wahrsager; der K\u00f6nig hub an und sprach zu den Weisen Babels: Jeder Mann, welcher diese Schrift lesen und mir deren Deutung er\u00f6ffnen wird, soll anlegen Purpur und ein Geschmeide von Gold an seinen Hals, und als Dritter soll er herrschen im Reich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sogleich kamen alle Weisen des K\u00f6nigs, aber sie vermochten nicht die Schrift zu lesen, viel weniger die Deutung kund zu tun dem K\u00f6nig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da war der K\u00f6nig Belsazzar sehr erschreckt, seine Farbe wechselte und auch seine Gro\u00dfen waren best\u00fcrzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> In Folge der Reden des K\u00f6nigs und seiner Gro\u00dfen kam die K\u00f6nigin in das Haus des Mahles; die K\u00f6nigin hub an und sprach: Der K\u00f6nig lebe ewig! Es m\u00f6gen dich deine Gedanken nicht erschrecken, und deine Farbe m\u00f6ge nicht wechseln.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es gibt einen Mann in deinem Reiche, in welchem der Geist der heiligen G\u00f6tter ist; in den Tagen deines Vaters ist Licht und Verstand und Weisheit, gleich der Weisheit der G\u00f6tter, bei ihm angetroffen worden; der K\u00f6nig Nebukadnezar, dein Vater \u2014 zum Obersten der Zeichendeuter, Sternseher, Chald\u00e4er und Wahrsager hat ihn dein Vater, der K\u00f6nig, eingesetzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Weil man einen vorz\u00fcglichen Geist und Kenntnis und Verstand, um Tr\u00e4ume zu deuten und R\u00e4tsel und Knoten zu l\u00f6sen, in ihm angetroffen, in Daniel, den der K\u00f6nig Beltsazzar genannt. Nun so m\u00f6ge Daniel gerufen werden, er wird die Deutung geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da wurde Daniel vor den K\u00f6nig gebracht und der K\u00f6nig fragte Daniel: Bist du Daniel von den Weggef\u00fchrten aus Jehuda, die der K\u00f6nig, mein Vater, aus Jehuda hergebracht hat?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich habe von dir geh\u00f6rt, dass ein Geist der G\u00f6tter in dir ist, und Licht und Verstand und vorz\u00fcgliche Weisheit bei dir angetroffen wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es sind vor mich die Weisen, die Sternseher gebracht worden, dass sie diese Schrift lesen und deren Deutung mir kund tun m\u00f6gen, aber sie vermochten nicht die Deutung der Sache zu geben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich habe aber von dir geh\u00f6rt, dass du Deutungen zu geben vermagst und Knoten zu l\u00f6sen; wenn du nun die Schrift zu lesen und deren Deutung mir kund zu tun vermagst, so sollst du Purpur anlegen und ein Geschmeide von Gold an deinen Hals, und als dritter im Reich sollst du herrschen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Hierauf antwortete Daniel und sprach vor dem K\u00f6nig: Deine Gaben m\u00f6gen dir verbleiben und deine Geschenke spende Anderen; die Schrift jedoch will ich dem K\u00f6nige lesen und die Deutung ihm kundtun.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Du, o K\u00f6nig! der h\u00f6chste Gott gab deinem Vater Nebukadnezar das Reich und die Gr\u00f6\u00dfe, die Wurde und die Herrlichkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wegen der Gr\u00f6\u00dfe, die er ihm verlieh, bebten und zitterten vor ihm alle V\u00f6lker, Nationen und Zungen; wen er wollte, den t\u00f6tete er, und wen er wollte, den erhielt er am Leben; wen er wollte, erh\u00f6hte er, und wen er wollte, erniedrigte er.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und als sich sein Herz erhob, und sein Sinn stolz und \u00fcberm\u00fctig wurde, wurde er gest\u00fcrzt vom Throne seines Reiches, und man entriss ihm die W\u00fcrde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Von den Menschenkindern wurde er ausgesto\u00dfen, sein Sinn mit dem der Tiere gleichgemacht, und bei den Waldeseln war seine Wohnung, Gras wie den Stieren gab man ihm zu essen, und vom Tau des Himmels netzte sich sein Leib, bis er erkannte, dass der h\u00f6chste Gott \u00fcber das Reich der Menschen schaltet, und wen er will dar\u00fcber einsetzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber du, Belsazzar, sein Sohn, hast nicht gebeugt dein Herz, obwohl du dies alles gewusst.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> \u00dcber den Herrn des Himmels hast du dich erhoben, denn die Gef\u00e4\u00dfe seines Hauses brachten sie vor dich, und du und deine Gro\u00dfen, deine Gemahlinnen und deine Kebsweiber tranken Wein daraus. G\u00f6tter von Silber und Gold, Kupfer, Eisen, Holz und Stein, die nicht sehen und nicht h\u00f6ren und nichts wissen, priesest du; den Gott aber in dessen Hand dein Lebensodem, dessen all deine Wege sind, hast du nicht verherrlicht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Deswegen wurde von ihm die Hand entsandt, die diese Schrift aufgezeichnet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Das ist die Schrift, welche aufgezeichnet ist: Mene, Mene, Tekel, Ufarsin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und dies die Deutung der Sache: Mene \u2014 abgez\u00e4hlt hat Gott dein Reich und ihm ein Ende gemacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Tekel \u2014 du wurdest gewogen auf der Wage und zu leicht befunden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Peres \u2014 zertr\u00fcmmert wird dein Reich und Medien und Persien gegeben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Hierauf befahl Belsazzar, dass man Daniel Purpur anlegte, und ein Geschmeide von Gold an seinen Hals, und man rief \u00fcber ihn aus, dass er als Dritter herrsche im Reich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> In selbiger Nacht aber wurde Belsazzar, der K\u00f6nig der Chald\u00e4er, get\u00f6tet.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p>Daniel in der L\u00f6wengrube.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Darius der Meder, \u00fcbernahm das Reich, als er zweiundsechzig Jahre alt war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Es beliebte dem Darius, \u00fcber das Reich hundertundzwanzig Satrapen einzusetzen, welche im ganzen Reiche regierten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und \u00fcber sie setzte er drei F\u00fcrsten, von welchen Daniel einer war, so dass jene Satrapen ihnen Rechnung ablegen sollten und der K\u00f6nig keinen Schaden erlitt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da \u00fcbertraf nun dieser Daniel die F\u00fcrsten und die Satrapen, weil ein vor  z\u00fcglicher Geist in ihm war, und der K\u00f6nig sann, ihn \u00fcber das ganze Reich einzusetzen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Hierauf begehrten die F\u00fcrsten und die Satrapen etwas zu finden wider Daniel in Sachen der Verwaltung; aber kein Vorwand oder \u00dcbeltat lie\u00df sich finden, weil er treu war, und Fehl oder \u00dcbeltat fand sich nirgends wider ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Hierauf sprachen jene M\u00e4nner: Wir werden wider Daniel \u00fcberhaupt nichts finden, wir m\u00fcssen den Vorwand in dem Gesetz seines Gottes suchen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da best\u00fcrmten die F\u00fcrsten und Satrapen den K\u00f6nig, und sprachen also zu ihm: K\u00f6nig Darius lebe ewig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es haben sich beraten all die F\u00fcrsten des Reichs, die Statthalter und die Satrapen, die R\u00e4te und die Landpfleger, eine k\u00f6nigliche Satzung festzusetzen und ein strenges Verbot zu erlassen, dass n\u00e4mlich jeder, der binnen drei\u00dfig Tagen von irgendeinem Gotte oder Menschen etwas erbitten wird, au\u00dfer von dir, o K\u00f6nig, in die L\u00f6wengrube geworfen werde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Also, o K\u00f6nig, best\u00e4tige das Verbot und unterzeichne die Schrift, dass es nicht abzu\u00e4ndern sei, nach dem Gesetz von Medien und Persien, welches man nicht \u00e4ndern darf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Demnach unterzeichnete der K\u00f6nig Darius die Schrift und das Verbot.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Als Daniel erfuhr, dass die Schrift unterzeichnet war, ging er ruhig in sein Haus, in seinem Erker waren die Fenster ge\u00f6ffnet gen Jerusalem zu, und drei Mal im Tage fiel er auf seine Knie und betete und lobpries vor seinem Gotte, ebenso wie er zuvor getan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da st\u00fcrmten jene M\u00e4nner und fanden Daniel betend und flehend vor seinem Gotte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nun nahten sie und sprachen vor dem K\u00f6nig \u00fcber dessen Verbot: Hast du nicht ein Verbot unterzeichnet, dass jedermann, welcher etwas von irgendeinem Gotte oder Menschen binnen drei\u00dfig Tagen erbitten wird, au\u00dfer von dir, o K\u00f6nig, in die L\u00f6wengrube geworfen werde? Der K\u00f6nig antwortete: Gewiss ist es so nach dem Gesetz von Medien und Persien, das man nicht \u00e4ndern darf.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Hierauf sprachen sie vor dem K\u00f6nig: Aber Daniel, welcher von den S\u00f6hnen der Weggef\u00fchrten aus Jehuda ist, hat sich nicht um dich, o K\u00f6nig, gek\u00fcmmert, noch um das Verbot, das du unterzeichnet; drei Mal im Tage verrichtet er sein Gebet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Dem K\u00f6nig tat dies sehr leid, als er die Sache h\u00f6rte, er richtete die Gedanken wegen Daniels, ihn zu befreien; bis Sonnenuntergang strebte er ihn zu retten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Aber jene M\u00e4nner best\u00fcrmten den K\u00f6nig und sprachen zu dem K\u00f6nig: Wisse, o K\u00f6nig, dass es Gesetz ist f\u00fcr Medien und Persien, dass jedes Verbot und jede Satzung, die der K\u00f6nig best\u00e4tigt hat, nicht zu \u00e4ndern ist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Hierauf befahl der K\u00f6nig, dass man den Daniel brachte und in die L\u00f6wengrube warf. Der K\u00f6nig sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du dienest mit Best\u00e4ndigkeit, m\u00f6ge dich retten!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es wurde dann ein Stein gebracht und auf die \u00d6ffnung der Grube gelegt, der K\u00f6nig versiegelte sie mit seinem Siegelring und mit dem Siegelring seiner Gro\u00dfen, damit die Sache mit Daniel keine \u00c4nderung erleide.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Alsdann ging der K\u00f6nig in seinen Palast und blieb n\u00fcchtern, und Wohlger\u00fcche brachte man nicht vor ihn, auch sein Schlaf floh ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Der K\u00f6nig stand auf mit dem Fr\u00fchrot, mit dem Morgenstrahl, und ging schnell hin zu der L\u00f6wengrube.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Indem er der Grube nahte, rief er mit kl\u00e4glicher Stimme nach Daniel; der K\u00f6nig sprach zu Daniel: O Daniel, Diener des lebendigen Gottes! dein Gott, dem du dientest mit Best\u00e4ndigkeit, vermochte er dich von den L\u00f6wen zu retten?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da redete Daniel zu dem K\u00f6nig: Ewig lebe der K\u00f6nig!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Mein Gott sandte seinen Engel, und er verschloss den Rachen der L\u00f6wen, dass sie mich nicht verletzten, weil vor ihm Verdienstliches an mir gefunden worden, und auch vor dir, o K\u00f6nig, habe ich nichts B\u00f6ses getan.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da wurde der K\u00f6nig sehr froh, er befahl, den Daniel heraufzuholen aus der Grube. Daniel wurde aus der Grube heraufgeholt, und kein Schaden fand sich an ihm, da er seinem Gott vertraute.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Der K\u00f6nig befahl, und man brachte jene M\u00e4nner, die Daniel verleumdet, und warf sie in die L\u00f6wengrube samt ihren Kindern und Frauen; sie waren noch nicht an den Boden der Grube gelangt, da bem\u00e4chtigten sich ihrer die L\u00f6wen und zermalmten all ihre Gebeine.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Damals schrieb der K\u00f6nig Darius an alle V\u00f6lker, Nationen und Zungen, die auf der ganzen Erde wohnen: Eure Wohlfahrt m\u00f6ge wachsen!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Von mir ist der Befehl ergangen, dass man in der ganzen Herrschaft meines Reiches bebe und zittere vor dem Gotte des Daniel, denn er ist der lebendige Gott, w\u00e4hrend sein Reich nicht zerst\u00f6rt wird, und seine Herrschaft dauert bis ans Ende.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Er befreiet und rettet, er tut Zeichen und Wunder in dem Himmel und auf Erden, er hat gerettet Daniel aus der Gewalt der L\u00f6wen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Dieser Daniel war gl\u00fccklich unter der Regierung Darius und unter der Regierung des Perserk\u00f6nigs Cyrus.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p>Die vier Reiche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im ersten Regierungsjahre des Belsazzar, K\u00f6nigs von Babel, hatte Daniel einen Traum, und Gesichte waren um seine Augen auf seinem Lager; damals schrieb er den Traum auf, die Hauptsache erz\u00e4hlend.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Daniel hub an und erz\u00e4hlte: Ich schaute in meinem Gesichte bei Nacht, die vier Winde des Himmels peitschten das gro\u00dfe Meer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und vier gro\u00dfe Tiere stiegen aus dem Meere, eines von dem andern verschieden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Das erste sah aus wie ein L\u00f6we, mit Fl\u00fcgeln eines Adlers; ich schaute wie sie seine Fl\u00fcgel ausrauften, wie es gehoben wurde von der Erde und auf Fu\u00dfe wie ein Mensch gestellt, und das Herz eines Menschen gab man ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Dann ein anderes Tier, das zweite, einem B\u00e4ren gleich, auf die eine Seite hingestellt, drei Hauer waren in seinem Rachen zwischen seinen Z\u00e4hnen, und also sprach man zu ihm: Auf, friss viel Fleisch!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nach diesem schaute ich ein anderes [Tier] wie ein Pardel, mit vier Fl\u00fcgeln eines Vogels auf seinem R\u00fccken, das Tier hatte vier K\u00f6pfe, und Gewalt war ihm gegeben.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nach diesem schaute ich in den Gesichten der Nacht ein viertes Tier, ein schreckliches und furchtbares und \u00fcberaus starkes, das gro\u00dfe Z\u00e4hne von Eisen hatte; es fra\u00df und zermalmte und den \u00dcberrest zerstampfte es mit seinen F\u00fc\u00dfen, es war verschieden von all den Tieren, die vor ihm gewesen, es hatte zehn H\u00f6rner.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich betrachtete die H\u00f6rner, da entstieg ein neues, kleines Horn zwischen ihnen, aber drei von den ersten H\u00f6rnern wurden ausgerissen vor ihm: wie eines Menschen Augen waren an diesem Horn, und ein Mund, der vermessen redete.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich schaute, wie man einen Thron hinstellte, und ein Alter an Jahren sich darauf setzte, sein Gewand wei\u00df wie Schnee, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron wie Feuerflammen, die R\u00e4der daran wie brennende Glut.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ein Strom von Feuer zog sich hin und ergoss sich vor ihm, tausendmal tausend [Gestalten] dienten ihm, und Myriaden von Myriaden standen vor ihm; man sa\u00df zu Gericht und die B\u00fccher waren ge\u00f6ffnet.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich schaute alsdann wegen der Stimme der vermessenen Worte, welche das Horn geredet; ich sah, wie das Tier get\u00f6tet wurde und sein Leib vernichtet, und es wurde \u00fcbergeben dem brennenden Feuer.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und den \u00fcbrigen Tieren nahm man die Herrschaft; doch eine Lebensfrist wurde ihnen gegeben auf Zeit und Stunde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich schaute im Gesichte der Nacht, mit den Wolken des Himmels war gekommen wie ein Menschensohn, der bis zu dem Alten an Jahren gelangte und man f\u00fchrte ihn vor ihn hin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ihm gab man Herrschaft und W\u00fcrde und Regierung, alle V\u00f6lker, Nationen und Zungen dienten ihm; seine Herrschaft sei eine ewige, die nicht weicht, und sein Reich werde nicht zerst\u00f6rt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da wurde mir, Daniel, der Geist schwindelig, und die Gesichte um meine Augen erschreckten mich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich nahte einem von den Dastehenden und erbat von ihm sichere Erkl\u00e4rung \u00fcber alles dieses, er sagte es mir, und eine Deutung der Dinge tat er mir kund.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Diese gro\u00dfen Tiere, deren vier sind, [bedeuten], dass vier Reiche erstehen werden auf der Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es werden empfangen das Reich die Heiligen des H\u00f6chsten, und sie werden besitzen das Reich bis in Ewigkeit und bis zur Ewigkeit der Ewigkeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Darauf w\u00fcnschte ich bestimmte Erkl\u00e4rung \u00fcber das vierte Tier, welches verschieden war von allen, das \u00fcberaus schrecklich, dessen Z\u00e4hne von Eisen und dessen Klauen von Erz, das fra\u00df, zermalmte und den \u00dcberrest mit seinen F\u00fc\u00dfen zerstampfte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und \u00fcber die zehn H\u00f6rner an seinem Haupte, auch \u00fcber das andere, das entstieg, und vor welchem drei abfielen \u2014 und jenes Horn, das Augen hatte und einen vermessen redenden Mund, dessen Aussehen gr\u00f6\u00dfer war, als das der anderen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich schaute, jenes Horn f\u00fchrte Krieg mit den Heiligen und \u00fcbermannte sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Bis der Alte an Jahren kam, dass Recht erteilt wurde den Heiligen des H\u00f6chsten, und die bestimmte Zeit kam, und die Heiligen das Reich in Besitz nahmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Also sprach er: Das vierte Tier [bedeutet], es wird ein viertes Reich auf Erden sein, verschieden von allen Reichen, und es wird verzehren die ganze Erde, sie zertreten und zermalmen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die zehn H\u00f6rner [bedeuten]: aus jenem Reiche werden zehn K\u00f6nige erstehen, und ein anderer wird nach ihnen erstehen; er wird verschieden sein von den ersten, und drei K\u00f6nige wird er erniedrigen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Reden wird er f\u00fchren gegen den H\u00f6chsten, und die Heiligen des H\u00f6chsten wird er bedr\u00e4ngen, er wird sich vermessen, Zeiten und Gesetz zu \u00e4ndern, und sie werden gegeben in seine Hand, bis auf eine Zeit und Zeiten und die H\u00e4lfte einer Zeit [dreieinhalb Jahre].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Man wird aber \u00fcber ihn zu Gericht sitzen, und seine Herrschaft wird entrissen, um sie zu vertilgen und zu vernichten bis an das Ende.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und das Reich und die Gewalt und die Herrschaft der Reiche unter dem ganzen Himmel wird gegeben dem Volke der Heiligen des H\u00f6chsten, sein Reich ist ewig, und alle Herrscher werden ihm dienen und gehorchen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Nun, soweit das Ende der Rede. Aber mich, Daniel, erschreckten meine Gedanken sehr und mein Aussehen \u00e4nderte sich, und ich h\u00fctete die Rede in meinem Herzen,<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p>Die griechische Herrschaft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im dritten Jahre der Regierung des K\u00f6nigs Belsazzars, erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach jenem, das mir im Anfange erschienen war.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich schaute in dem Gesichte \u2014 und es kam mir vor, dass ich in der Residenz Susan, in der Landschaft Elam war \u2014 ich schaute in dem Gesichte, als w\u00e4re ich am Fluss Ulai.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich hob meine Augen auf und schaute: ein Widder stand vor dem Fluss, er hatte H\u00f6rner, und die H\u00f6rner waren hoch, das eine war h\u00f6her als das andere, und das h\u00f6here entstieg zuletzt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich sah den Widder sto\u00dfen nach Westen und nach Norden und nach S\u00fcden, kein Tier widerstand ihm, und niemand rettete aus seiner Hand, er verfuhr nach seinem Willen und tat gro\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als ich dies betrachtete, kam ein Ziegenbock von Westen \u00fcber die Fl\u00e4che der ganzen Erde her, die Erde nicht ber\u00fchrend, der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er kam an den Widder heran, den mit den H\u00f6rnern, welchen ich stehen sah vor dem Fluss, und er lief auf ihn zu mit seiner grimmigen Kraft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich sah ihn anlangen bei dem Widder, er fiel ihn an und schlug den Widder und zerbrach seine zwei H\u00f6rner; keine Kraft war in dem Widder, ihm zu widerstehen; er warf ihn zu Boden und zertrat ihn, und niemand rettete den Widder aus seiner Hand.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Ziegenbock tat gar sehr gro\u00df; als er aber erstarkte, zerbrach das gro\u00dfe Horn, und es entstiegen vier ansehnliche an seiner Statt, nach den vier Richtungen des Himmels.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aus einem von ihnen spross hervor ein winzig Horn, das aber ausnehmend gro\u00df wurde gegen S\u00fcden und gegen Osten und gegen das herrliche [Land Pal\u00e4stina].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es wuchs bis zum Heere des Himmels; es warf nieder zur Erde einige von dem Heer und von den Sternen und zertrat sie.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Bis zum F\u00fchrer des Heeres verma\u00df es sich, und von ihm wurde eingestellt das st\u00e4ndige Opfer und hingeworfen die St\u00fctze seines Heiligtums.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ein Ende wurde bereitet dem st\u00e4ndigen Opfer im \u00dcbermut; auch warf es die Wahrheit zu Boden und war gl\u00fccklich in seinem Beginnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich h\u00f6rte einen Heiligen reden; es fragte ein Heiliger den unbekannten Redenden: Bis wann ist das Gesicht \u00fcber die St\u00f6rung des st\u00e4ndigen Opfers und den entsetzlichen \u00dcbermut? Bis wann bleibt preisgegeben das Heiligtum und wann kommt ein Ende der Zertretung [Israels]?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er sprach zu mir: Bis zweitausenddreihundert Abende [und] Morgen, dann wird ger\u00e4cht das Heiligtum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Und als ich, Daniel, das Gesicht schaute, suchte ich Verst\u00e4ndnis; da stand mir gegen\u00fcber wie die Gestalt eines Mannes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und ich h\u00f6rte die Stimme eines Menschen zwischen dem Ulai hervor, die rief: Gabriel, erkl\u00e4re diesem die Erscheinung!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er kam, wo ich stand, und bei seinem Kommen erschrak ich und fiel auf mein Angesicht, aber er sprach zu mir: Merke auf, Menschensohn, denn auf die Zeit des Endes weist das Gesicht hin.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als er mit mir redete, fiel ich bet\u00e4ubt auf mein Angesicht zur Erde. Da ber\u00fchrte er mich und stellte mich auf meine Stelle hin,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und sprach: Ich tue dir kund, was sein wird am Ende des Zornes, denn die Zeit des Endes [wird kommen].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Der Widder, welchen du geschaut, der mit den H\u00f6rnern, bedeutet die K\u00f6nige von Medien und Persien.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der zottige Bock ist der K\u00f6nig von Jawan [Jonien], und das gro\u00dfe Horn zwischen seinen Augen, das ist der erste K\u00f6nig [Alexander].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Dass es zerbrach und an dessen Stelle vier erstanden \u2014 vier Reiche sind es, welche aus dem Volke erstehen werden, nicht mit der Kraft [jenes ersten K\u00f6nigs].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und am Ende ihrer Herrschaft, wenn dahin sind die Abtr\u00fcnnigen, wird ein K\u00f6nig erstehen, frechen Angesichts und kundig der R\u00e4nke.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Erstarken wird seine Macht, aber nicht durch eigene Kraft, ungeheuer wird er verderben und Gl\u00fcck haben in seinem Beginnen; er wird viele verderben vom Volk der Heiligen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Ob seiner Klugheit, und da er Gl\u00fcck hat, ist der Trug in seiner Hand, und in seinem Herzen tut er gro\u00df; mitten im Frieden wird er Viele verderben, und wider den F\u00fcrsten der F\u00fcrsten wird er aufstehen, aber ohnm\u00e4chtig wird er zertr\u00fcmmert werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und die Erscheinung, was von den Abenden und Morgen gesprochen wurde, ist Wahrheit; du aber halte geheim das Gesicht, denn es ist f\u00fcr sp\u00e4te Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ich, Daniel, war matt und krank Tage lang. Dann stand ich auf und verrichtete den Dienst des K\u00f6nigs; denn ich war best\u00fcrzt \u00fcber die Erscheinung, aber niemand merkte es.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p>Die antiochische Verfolgung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im ersten Regierungsjahre des Darius, des Sohnes Ahasveros von Medien, welcher zum K\u00f6nige eingesetzt wurde \u00fcber das Reich der Chald\u00e4er;<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Im ersten Jahre seiner Regierung suchte ich, Daniel, Verst\u00e4ndnis in den B\u00fcchern \u00fcber die Zahl der Jahre, von denen ergangen war das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia, dass ablaufen sollen siebzig Jahre \u00fcber die Tr\u00fcmmer Jerusalems.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da richtete ich mein Angesicht zu Gott dem Herrn, um zu bitten mit Gebet und Flehen durch Fasten und in Sack und Asche.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich betete zu dem Herrn, meinem Gott, ich bekannte vor ihm die S\u00fcnden und sprach: O Herr, du gro\u00dfer und furchtbarer Gott, der bewahrt den Bund und die Huld denen, die ihn lieben und seine Gebote beobachten!<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wir haben ges\u00fcndigt und gefehlt, gefrevelt und uns emp\u00f6rt, wir sind gewichen von deinen Geboten und deinen Rechten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wir haben nicht geh\u00f6rt auf deine Knechte, die Propheten, welche redeten in deinem Namen zu unseren K\u00f6nigen, unsern F\u00fcrsten und unseren V\u00e4tern, und zu allem Volke des Landes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dein, o Herr, ist die Gerechtigkeit, wir aber haben uns zu sch\u00e4men \u2014 wie diesen Tag geschieht \u2014 die M\u00e4nner von Jehuda und die Bewohner Jerusalems, und des ganzen Israels, die Nahen und die Fernen in all den L\u00e4ndern, wohin du sie versto\u00dfen um ihrer Untreue willen, die sie begangen an dir.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> O Herr, wir haben uns zu sch\u00e4men, unsre K\u00f6nige, unsre F\u00fcrsten und unsre V\u00e4ter, da wir ges\u00fcndigt haben gegen dich.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Bei dem Herrn aber, unserm Gotte, ist Erbarmen und Vergebung; denn wir haben uns emp\u00f6rt gegen ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wir haben nicht geh\u00f6rt auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, zu wandeln nach seinen Lehren, die er uns gegeben durch die Hand seiner Knechte, der Propheten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ganz Israel hat \u00fcbertreten deine Lehre und ist abgewichen, es h\u00f6rte nicht auf deine Stimme, und so ergoss sich \u00fcber uns der Fluch und der Schwur, der geschrieben ist in der Lehre Moses, des Knechtes Gottes, denn wir haben ges\u00fcndigt gegen ihn.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er hat ausgef\u00fchrt seine Worte, die er gegen uns geredet und gegen unsere Richter, welche uns richteten, \u00fcber uns ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck zu bringen, das noch nie geschehen unter dem ganzen Himmel, wie es geschehen in Jerusalem.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wie es geschrieben ist in der Lehre Moses; dieses ganze Ungl\u00fcck kam \u00fcber uns, und wir haben nicht gefleht vor dem Herrn, unserm Gotte, um umzukehren von unseren Missetaten und einzusehen deine Wahrheit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Gott wachte \u00fcber das Ungl\u00fcck und brachte es \u00fcber uns, denn gerecht ist der Herr, unser Gott, bei all seinen Taten, die er getan, da wir nicht h\u00f6rten auf seine Stimme.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Aber nun, Herr unser Gott, der du herausgef\u00fchrt dein Volk aus dem Lande \u00c4gypten mit starker Hand, und dir einen Namen gemacht \u2014 wie diesen Tag bekannt ist \u2014 wir habenges\u00fcndigt, gefrevelt<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Herr, nach all deiner Gnade m\u00f6ge sich doch wenden dein Zorn und dein Grimm von deiner Stadt Jerusalem, deinem heiligen Berge; denn um unsere S\u00fcnden und um die Missetaten unserer V\u00e4ter ist Jerusalem und dein Volk zur Schmach geworden vor unserer Um<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> So h\u00f6re nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen und lass dein Antlitz leuchten \u00fcber dein verw\u00fcstetes Heiligtum, weil du der Herr bist.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Neige, mein Gott, dein Ohr und h\u00f6re, tue auf deine Augen und schaue unsere Ver\u00f6dung, die Stadt, \u00fcber welche dein Name genannt wurde; denn nicht um unserer Gerechtigkeit willen flehen wir dem\u00fctig vor dir, sondern um deiner reichen Barmherzigkeit willen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Herr, h\u00f6re! Herr, vergib! Herr, merke und vollf\u00fchre, z\u00f6gere nicht, um deinetwillen, mein Gott, denn dein Name wird genannt \u00fcber deine Stadt und \u00fcber dein Volk.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Noch redete ich also und betete und bekannte meine S\u00fcnde und die S\u00fcnde meines Volkes Israel, und flehte dem\u00fctig vor dem Herrn, meinem Gotte, f\u00fcr den heiligen Berg meines Gottes \u2014<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Noch redete ich im Gebete, und der Mann Gabriel, den ich zu Anfang gesehen in dem Gesichte, geh\u00fcllt in Glanz, schwebte zu mir her um die Zeit des Abendopfers.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Er belehrte mich und sprach: Daniel, ich bin jetzt gekommen, um dich mit Einsicht zu belehren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Am Anfange deines Flehens erging ein Spruch, und ich komme zu berichten, weil du lieb bist; so merke auf den Spruch und verstehe die Erscheinung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Siebzig [Leidens]wochen sind beschlossen worden \u00fcber dein Volk und \u00fcber deine heilige Stadt, zu wehren dem Abfall und ein Ende zu machen den S\u00fcnden, und zu s\u00fchnen die Missetat, und zu bringen ewiges Heil, dass sich bew\u00e4hre Gesicht und Weissagung, dass gesalbt werde das Allerheiligste.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Du m\u00f6gest wissen und verstehen: Vom Ausgange des Spruches, Jerusalem wieder aufzubauen, bis ein gesalbter F\u00fcrst kommt, sind sieben Wochen; noch zweiundsechzig Wochen, so werden wieder erbauet Markt und Graben, und zwar im Drange der Zeiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und nach den zweiundsechzig Wochen wird vernichtet werden ein Gesalbter, er hat keinen [Nachfolger], und die Stadt und das Heiligtum wird zerst\u00f6ren ein herrschendes Volk, das einst kommt, sein Ende [kommt] aber rei\u00dfend, und bis zu Ende ist verh\u00e4ngt Krieg und Verw\u00fcstung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Er wird ein kr\u00e4ftiges B\u00fcndnis schlie\u00dfen mit Vielen, eine [Jahr-]Woche lang, und zur H\u00e4lfte der [Jahr-]Woche wird er aufheben Opfer und Speiseopfer, und \u00fcber die Fl\u00fcgel (der Cherubim] aufstellen entsetzlichen Gr\u00e4uel, und zwar bis die fest beschlossene Verheerung sich ergie\u00dft \u00fcber den Verw\u00fcster.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p>\u00c4gypten und Syrien.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im dritten Regierungsjahr des Cyrus, K\u00f6nigs von Persien, wurde ein Spruch offenbart dem Daniel, der Beltsazzar genannt wurde, und Wahrheit ist der Spruch, und mir voller Bestimmtheit; nur muss man den Spruch merken und die Erscheinung verstehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei volle Wochen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> K\u00f6stliche Speise a\u00df ich nicht, n\u00e4mlich Fleisch und Wein kam nicht in meinen Mund; auch salbte ich mich nicht, bis drei volle Wochen um waren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats da war ich am Rande des gro\u00dfen Stromes, das ist Hiddekel [Tigris].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich hob meine Augen auf und schaute: ein Mann [stand vor mir] gekleidet in Linnen und seine Lenden umg\u00fcrtet mit gereinigtem Golde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sein Leib sah aus wie ein Chrysolith, und sein Gesicht anzusehen wie der Blitz, seine Augen wie Feuerfackeln, seine Arme und seine Beine wie der Blick des gl\u00e4nzenden Erzes, und der Schall seiner Worte wie das Rauschen der Menge.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nur ich, Daniel, sah die Erscheinung, aber die M\u00e4nner, die bei mir waren, hatten die Erscheinung nicht gesehen, doch ein gro\u00dfer Schrecken war auf sie gefallen, und sie flohen, sich zu verbergen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich blieb allein zur\u00fcck und schaute diese gro\u00dfe Erscheinung, es blieb in mir keine Kraft, als sollte mir die Herrlichkeit zum Verderben werden; ich blieb kraftlos.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich h\u00f6rte den Schall seiner Worte, und wie ich den Schall seiner Worte h\u00f6rte, da fiel ich bet\u00e4ubt auf mein Angesicht zur Erde.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da ber\u00fchrte mich eine Hand und sie lie\u00df mich empor wanken auf meinen Knien und H\u00e4nden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er sprach zu mir: Daniel, du werter Mann, merke auf die Worte, die ich zu dir rede, und bleibe auf deiner Stelle, denn jetzt bin ich zu dir gesandt. Als er dieses mit mir redete, stand ich auf, zitternd.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er sprach zu mir: F\u00fcrchte dich nicht, Daniel, denn von dem ersten Tage an, dass du deinen Sinn darauf gerichtet hast, zu verstehen und dich zu kasteien vor deinem Gotte, sind erh\u00f6rt worden deine Worte, und ich bin gekommen auf deine Worte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der F\u00fcrst [der Engel, der F\u00fcrsprecher] des K\u00f6nigsreichs Persien stand mir gegen\u00fcber einundzwanzig Tage; aber Michael, einer der ersten F\u00fcrsten, kam mir beizustehen, und ich blieb daselbst zur\u00fcck bei den K\u00f6nigen von Persien.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich bin gekommen, dich zu lehren, was deinem Volke begegnen wird in der Folge der Tage, denn die Dauer des Gesichtes ist bis auf diese Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als er mit mir diese Worte redete, richtete ich mein Gesicht zur Erde und verstummte.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da r\u00fchrte wie eine menschliche Gestalt an meine Lippen, und ich tat meinen Mund auf und redete; ich sprach zu dem, der mir gegen\u00fcber stand: Mein Herr, bei der Erscheinung \u00fcberw\u00e4ltigten mich die Schrecken, und ich behielt keine Kraft.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und wie vermag ein Knecht meines Herrn zu reden mit meinem Herrn da, zumal jetzt keine Kraft in mir ist und der Odem blieb nicht in mir zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da ber\u00fchrte er mich abermals, aussehend wie ein Mensch, und st\u00e4rkte mich,<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und sprach: F\u00fcrchte dich nicht, werter Mann, Friede dir&#8216; sei stark, sei mutig! Und in dem er mit mir redete, wurde ich gest\u00e4rkt und sprach: Es rede mein Herr, denn du hast mich gest\u00e4rkt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Er sprach: Wei\u00dft du, wozu ich zu dir gekommen? Und nun kehre ich zur\u00fcck, um zu streiten mit dem F\u00fcrsten von Persien, und wie ich ausziehe, so kommt der F\u00fcrst von Jawan [Jonien].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Jedoch will ich dir berichten, was verzeichnet ist in der Schrift der Wahrheit, keiner [von der Engeln im Himmel] steht mir bei [f\u00fcr euch zu sprechen], au\u00dfer einem F\u00fcrsten [f\u00fcrsprechenden Engel] Michael.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nur ich hatte, im ersten Regierungsjahre des Meders Darius, meinen Stand als sein Bundesgenosse und seine St\u00fctze.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und nun will ich die Wahrheit verk\u00fcnden. Noch drei K\u00f6nige werden \u00fcber Persien herrschen, der vierte wird der reichste von allen sein, aber da er durch seinen Reichtum stark sein wird, so erregt er gegen sich [den Neid] des jonischen [griechischen] Reiches.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> [\u00dcber dieses Reich] wird ein heldenhafter K\u00f6nig regieren, dessen Macht gro\u00df sein wird und er wird nach seinem Willen schalten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Aber mitten in seiner Macht wird sein Reich gebrochen und geteilt nach den vier Himmelsrichtungen, [nicht in dem Umfange] wie es bei seinem Ende und unter seiner Herrschaft war; denn sein Reich wird zersplittert und kommen an Andere au\u00dfer diesen [Nachfolgern].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Unter seinen Heerf\u00fchrern wird der K\u00f6nig des S\u00fcdens [\u00c4gypten] am m\u00e4chtigsten werden; er wird [\u00fcber den K\u00f6nig des Nordens] siegen und m\u00e4chtig regieren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nach einiger Zeit werden sie sich vereinigen, und die Tochter des K\u00f6nigs \u00fcber das S\u00fcdreich wird kommen zum K\u00f6nig des Nordens, um Frieden zu stiften; aber ihre Macht reicht nicht aus, und auch seine Herrschaft hat keinen Bestand, sie und ihre Begleiter und Erzeuger geraten in [schlimme] Zeiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aus ihren Wurzeln entsteht ein Spross, der zu Macht gelangt und in die Feste des K\u00f6nigs des Nordens kommt, und es dahin bringt, dass er es beh\u00e4lt.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Auch ihre G\u00f6tter und F\u00fcrsten mitsamt ihren Kostbarkeiten, Silber und Gold, wird er nach \u00c4gypten in die Gefangenschaft schleppen; er wird einige Jahre m\u00e4chtiger sein als der K\u00f6nig des Nordens.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Der K\u00f6nig des S\u00fcdens kommt in [sein] Reich und kehrt dann zu seinem Boden zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Seine S\u00f6hne werden r\u00fcsten und gro\u00dfe Heeresmassen ansammeln, mit dem sie [das feindliche Land) \u00fcberfluten und seine Feste angreifen werden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der K\u00f6nig des S\u00fcdens wird erbosen und den K\u00f6nig des Nordens angreifen; er wird ein gro\u00dfes Heer aufstellen und das [feindliche] Heer wird unterliegen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Durch sein Heer wird er gro\u00df und hochm\u00fctig, er wird Zehntausende niederwerfen \u2014 aber er bleibt nicht immer m\u00e4chtig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Denn der K\u00f6nig des Nordens wird sich wieder aufraffen und ein gr\u00f6\u00dferes Heer, als das erste, aufstellen, und nach einiger Zeit wird er vom Kriege siegreich zur\u00fcckkehren mit einem m\u00e4chtigen Heer und gro\u00dfem Reichtum.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> In jenen Tagen werden viele [Jud\u00e4er] dem K\u00f6nig des S\u00fcdens beistehen \u2014 und vermessene M\u00e4nner aus deinem Volke werden sich erk\u00fchnen, ein Orakel sein Heiligtum in \u00c4gypten zu errichten, womit sie straucheln [das Gesetz \u00fcbertreten].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der K\u00f6nig des Nordens wird kommen und einen Wall aufsch\u00fctten und erobern die befestigte Stadt [Jerusalem]; die Macht des [K\u00f6nigs des] S\u00fcdens und sein auserlesenes Volk wird gegen ihn nicht bestehen, denn keine Kraft wird in ihm sein zum Widerstande.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> So wird der Heranr\u00fcckende nach Willk\u00fcr schalten, niemand wird ihm Widerstand leisten; er wird in dem herrlichen Lande [Pal\u00e4stina] bleiben und Verderben verbreiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er wird danach trachten, seine Herrschaft zu befestigen, Helden werden zu ihm halten, und es wird ihm gelingen; die Tochter [einer] der Frauen wird ihm gegeben, die er ungl\u00fccklich machen wird, es wird kein Bestand haben, sie bleibt nicht bei ihm.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Dann wird er seinen Blick auf viele Eilande richten, die er erobern wird; ein Herrscher wird dem ein Ende machen und ihm eine Schande zuf\u00fcgen, die er nicht erwidern wird.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Also kehrt er in die Feste seines Landes zur\u00fcck, wo er straucheln und fallen wird, und er wird nicht zu finden sein.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> An seiner Statt wird einer erstehen, der [das Land] mit Steureinhebern f\u00fcr die k\u00f6nigliche Macht \u00fcberziehen l\u00e4sst; aber in kurzer Zeit wird er st\u00fcrzen weder durch Zorn [Aufstand] noch durch Krieg.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> An seiner Statt ersteht als Herrscher ein Geringsch\u00e4tziger, dem nicht k\u00f6nigliche W\u00fcrde gegeben worden ist; er ergreift die Herrschaft im Frieden, durch Schmeichelei.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Alle Gewalten, [die sich ihm entgegenstellen wollen], werden von ihm hinweggesp\u00fclt und zertr\u00fcmmert, sogar der F\u00fcrst des Landes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Durch die Verbindungen, die ihm werden, \u00fcbt er Trug; mit wenigem Volke steigt er und wird m\u00e4chtig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> In die ruhigen reichen Landschaften dringt er und erreicht, was seine Vorfahren nicht erreicht haben: Beute und Raub und viel Gut, das ihnen geh\u00f6rte, verschwendet er; gegen die Festen setzt er Anschl\u00e4ge \u2014 so einige Zeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Dann richtet sich seine Kraft und sein Mut gegen den K\u00f6nig des S\u00fcdens, gegen den er mit gro\u00dfem Heer [heranzieht]; auch der K\u00f6nig des S\u00fcdens l\u00e4sst sich in den Krieg ein mit gro\u00dfer Heeresgewalt, aber er kann nicht bestehen, denn gegen ihn werden heimliche Anschl\u00e4ge geplant.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> [Seine Hofleute], die sein Brot essen, verderben ihn, sein Heer wird \u00fcber den Haufen geworfen und viele werden niedergemacht.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Beide K\u00f6nige sinnen b\u00f6ses; sie sitzen an einem Tische und bel\u00fcgen einander. Es gelingt noch nicht [die Befreiung Pal\u00e4stinas], denn noch ist nicht das Ende der Zeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> [Der K\u00f6nig des Nordens] kehrt in sein Land mit gro\u00dfer Habe zur\u00fcck, im Herzen fasst er Anschl\u00e4ge gegen den heiligen Bund [gegen das Heiligtum in Jerusalem]; er f\u00fchrt es aus und kehrt dann zur\u00fcck.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Nach einer bestimmten Frist dringt er wieder in den S\u00fcden ein, aber diesmal wird es nicht wie fr\u00fcher.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Denn gegen ihn kommen jetzt Schiffe aus Kittim [Rom], er verzagt und kehrt um; dann w\u00fctet er wider den heiligen Bund und es gelingt ihm, auf seiner R\u00fcckkehr verst\u00e4ndigt er sich mit jenen [Jud\u00e4ern], die den heiligen Bund verlie\u00dfen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Durch ihn entstehen M\u00e4chtige [in Jerusalem], welche die heilige Feste [das Heiligtum] entweihen und das st\u00e4ndige Opfer abschaffen und [in der geheiligten St\u00e4tte] den entsetzlichen Gr\u00e4uel [ein Zeusbild] aufstellen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Jenen, die vom Bund abgefallen, schmeichelt er mit glatten Reden; aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird standhaft bleiben und es durchf\u00fchren.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Die Lehrer des Volkes werden viele belehren [im v\u00e4terlichen Glauben auszuharren], obwohl sie verfallen werden dem Schwert und dem Feuertod, dem Gef\u00e4ngnis und der Pl\u00fcnderung l\u00e4ngere Zeit hindurch.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Mitten im Ungl\u00fcck wird ihnen eine kleine Hilfe, dann schlie\u00dfen sich ihnen viele mit glatten Reden an.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Es werden manche von den Lehrern abfallen; dadurch werden diese gel\u00e4utert und ges\u00e4ubert und gereinigt bis zur Zeit des Endes, denn noch ist es nicht an der Zeit.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Der K\u00f6nig wird alles nach seinem Willen ausf\u00fchren, er wird sich \u00fcber alle G\u00f6tter h\u00f6her d\u00fcnken, und auch gegen den h\u00f6chsten Gott wird er Ungeb\u00fchrliches reden; in seiner Wut wird ihm alles gelingen, denn so ist beschlossen und vollf\u00fchrt [von Gott].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Auch die G\u00f6tter seiner V\u00e4ter wird er nicht beachten, weder Lust der Frauen noch [die Ehrfurcht] der G\u00f6tter, denn \u00fcber alles wird er sich h\u00f6her d\u00fcnken.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Nur den Gott der Gewalt wird er an dessen St\u00e4tte ehren, einen Gott, den seine V\u00e4ter nicht gekannt \u2014 er wird ihn ehren mit Gold und Silber, mit edlem Gestein und Kostbarkeiten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> In der Feste stellt er einen fremden Gott auf, und die ihn anerkennen, denen erweist er viel Ehre und verleiht ihnen Gewalt \u00fcber viele, und Land verteilt er ihnen zum Lohn. 40 Aber zur Zeit des Endes wird mit ihm der K\u00f6nig des S\u00fcdens zusammensto\u00dfen; der K\u00f6nig des Nordens wird diesen angreifen mit Streitwagen und mit Reitern und vielen Schiffen; er wird in die Gebiete dringen und sie \u00fcberfluten und durchziehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Er kommt auch in das herrliche Land [Pal\u00e4stina], viele werden fallen, und manche werden sich fl\u00fcchten nach Edom und Moab und an die Grenze der Amoniter.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Er wird seine H\u00e4nde ausstrecken nach den Landen, auch das Land \u00c4gypten wird nicht entrinnen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Also wird er sich bem\u00e4chtigen der Gold- und Silbersch\u00e4tze und der Kostbarkeiten \u00c4gyptens: Lybien und \u00c4thiopien wird er zertreten.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Aber da wird er durch Nachrichten aus dem Osten und dem Norden erschreckt; mit gro\u00dfer Wut wird er ausziehen, viele auszurotten und niederzumachen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Das Zelt seines Palastes wird er zwischen Meeren aufschlagen, da erreicht er sein Ende und niemand steht ihm bei.<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p>Die Befreiung.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> In jener Zeit wird Michael, der gro\u00dfe F\u00fcrst, auftreten, der f\u00fcr deine Volksgenossen einsteht, denn es wird eine Zeit der Not sein, wie solche noch nicht gewesen ist, seitdem V\u00f6lker entstanden sind bis auf jene Zeit; von deinem Volke wird um jene Zeit entrinnen, wer aufgeschrieben ist im Buche [des Lebens].<br \/>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Viele derer, die tief in der Erde schlafen, werden erwachen; manche zum ewigen Leben und andere zu Schanden und ewiger Schmach.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Weisen werden leuchten wie der Himmelsglanz, die welche viele zur Tugend geleitet, wie die Sterne f\u00fcr immer und ewig.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Du aber, Daniel, halt dies geheim und verschlossen bis zur Zeit des Endes; dann werden viele hierher streifen und die Erkenntnis wird gro\u00df.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Dabei sah ich, Daniel, dass noch zwei Andere dastanden; einer diesseits am Ufer des Flusses und der Andere jenseits am Ufer des Flusses.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da fragte er den in Linnen gekleideten Mann, der oberhalb des Flusses stand: Wann wird das geheimnisvolle Ende sein?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Darauf h\u00f6rt ich den in Linnen gekleideten Mann, der oberhalb des Flusses stand \u2014 er hatte seine Rechte gegen den Himmel erhoben und geschworen beim Dasein des ewig Seienden \u2014 [wie er versicherte]: Noch bis zur Frist einer Zeit und zweier Zeiten und einer halben [dreieinhalb Jahre] wird man aufh\u00f6ren, das heilige Volk zu zerschmettern, und auch dies wird ein Ende finden.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dies h\u00f6rt&#8216; ich wohl, aber ich verstand es nicht; deshalb fragte ich: Herr, was ist das Ende dieser [Ereignisse]?<br \/>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Darauf antwortete er: Geh&#8216; Daniel, denn diese Dinge bleiben geheim und verborgen bis zur Zeit des Endes.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es werden viele ges\u00e4ubert und gereinigt und gel\u00e4utert, Frevler m\u00f6gen B\u00f6ses tun und keine Einsicht gewinnen; aber die Weisen werden es schon verstehen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Seit der Zeit, dass eingestellt wurde das st\u00e4ndige Opfer und der w\u00fcste Gr\u00e4uel [im Heiligtum] aufgestellt wurde, sind es tausendzweihundertundneunzig Tage.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wohl dem, der hofft und es erreicht, in tausenddreihundertundf\u00fcnfunddrei\u00dfig Tagen.<br \/>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Du aber gehe dem Ende entgegen, du wirst ruhen und auferstehen zu deinem Lose am Ende der Tage.<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Daniel in der (angepassten) deutschen \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Daniel. Kapitel 1 Daniel am Hofe Nebukadnezars. 1. Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, K\u00f6nigs von Jehuda, kam Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. 2. Der Herr gab in seine Hand Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda, und einige der Ger\u00e4te des Gotteshauses. Er brachte sie in das Land Sinear, in das Haus seiner G\u00f6tter; die Ger\u00e4te n\u00e4mlich brachte er in das Schatzhaus seiner G\u00f6tter. 3. Da befahl der K\u00f6nig seinem obersten Hofbedienten Aspenas, zu w\u00e4hlen von den Kindern Israel, von dem K\u00f6nigshause und von den Edlen. 4. Knaben, an welchen kein Fehl war, die sch\u00f6n waren von Ansehen und geschickt in jeder Kunst, einsichtsvoll und des Wissens kundig, die t\u00fcchtig w\u00e4ren zu dienen im Palaste des K\u00f6nigs; diese sollte man lehren Schrifttum und Sprache der Chald\u00e4er. 5. Der K\u00f6nig setzte ihren t\u00e4glichen Bedarf fest von der Tafelkost des K\u00f6nigs und von dem Wein seiner Trinkgelage, um sie so &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4965","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4965"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4966,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4965\/revisions\/4966"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}