{"id":5070,"date":"2020-01-22T12:31:26","date_gmt":"2020-01-22T10:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5070"},"modified":"2023-04-19T12:12:44","modified_gmt":"2023-04-19T10:12:44","slug":"jechezkiel-das-buch-ezekiel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/jechezkiel-das-buch-ezekiel\/","title":{"rendered":"Jechezkiel &#8211; Das Buch Ezekiel"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Jechezkiel (Ezekiel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Vision des Propheten. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im drei\u00dfigsten Jahre <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Welcher \u00c4ra ist unbekannt.<\/span> am f\u00fcnften des vierten Monats befand ich mich unter den verbannten [Jud\u00e4ern] am Strome Kebar; da \u00f6ffnete sich der Himmel und ich sah eine g\u00f6ttliche Erscheinung.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> (Am f\u00fcnften des Monats, es war das f\u00fcnfte Jahr seit der Verbannung des K\u00f6nigs Jojachin,<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an Ezechiel, Sohn des Priesters Busi in Chald\u00e4a am Strome Kebar; dort kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn.)<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich sah, wie ein Sturmwind vom Norden her kam, ein dichtes Gew\u00f6lk und ein um sich greifendes Feuer, von dem ein Glanz ausging. Und aus dessen Mitte, wie Golderz aus dem Feuer,<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ein Bild von vier Tieren hervorging; dies ihre Gestalten: Sie hatten die Form des Menschen [d.h. einen aufrechten Gang].<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Jedes hatte vier Gesichter; auch hatte jedes von ihnen vier Fl\u00fcgel.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihre F\u00fc\u00dfe waren grade, ihre Fu\u00dfsohlen waren wie die des Kalbes und funkelten wie feines Erz.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> An den vier Seiten hatten sie unter den Fl\u00fcgeln Menschenh\u00e4nde; die Gesichter und die Fl\u00fcgel waren an den vier [Seiten].<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Fl\u00fcgel waren aneinander geschlossen, sie wandten sich im Gehen nicht um; [jedes Wesen] bewegte sich nach der Richtung seines Gesichtes.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> [Nach einer Seite] war ihre Gesichtsform die eines Menschen, zur Rechten war es ein L\u00f6wengesicht, zur Linken ein Stiergesicht und nach hinten ein Adlergesicht &#8211; so waren alle vier Gestalten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Nach innen zu waren ihre Fl\u00fcgel von oben ausgebreitet. Eine jede Gestalt hatte je zwei, die aneinander schlossen, und zwei bedeckten ihre Leiber.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie gingen jedes nach seiner Richtung; da, wohin sie gehen wollten, gingen sie; sie wandten sich nicht beim Gehen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Was die Bildung der Tiere betrifft so sahen sie wie feurige Kohlen aus, brennend wie Fackeln; [die Flamme] fuhr umher zwischen den Tieren, ein Strahlenkranz war um das Feuer und aus dem Feuer kamen Blitze.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die Tiere liefen hin und her wie der Blitz.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich sah die Tiere, es stand ein Rad auf der Erde neben den Tieren, nach ihren vier Gesichtern.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die R\u00e4der sahen aus und waren gearbeitet wie Chrysolith. Einerlei Form hatten alle vier, ihr Aussehen und ihre Arbeit waren so, als w\u00e4re ein Rad innerhalb des Rades.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie bewegten sich beim Gehen nach allen vier Richtungen; sie wandten sich nicht beim Gehen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ihr K\u00f6rper \u2013 er war hoch und furchtbar anzuschauen \u2013 war voller Augen ringsum, \u2013 so alle vier Tiere.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wenn die Tiere sich bewegten, bewegten sich die R\u00e4der mit, und wenn sich die Tiere von der Erde erhoben, erhoben sich die R\u00e4der ebenfalls.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wohin ein jedes Tier gehen wollte, gingen die R\u00e4der mit. Die R\u00e4der erhoben sich mit ihnen zugleich, denn der Wille der Tiere bewegte die R\u00e4der.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wenn jene gingen, gingen auch diese, und wenn jene hielten, hielten auch diese und wenn jene sich von der Erde erhoben, erhoben sich die R\u00e4der mit ihnen zugleich, denn der Wille der Tiere bewegte die R\u00e4der.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> \u00dcber den H\u00e4uptern der Tiere war es wie eine W\u00f6lbung, strahlend wie der hehre Kristall, der ausgespannt war \u00fcber ihren H\u00e4uptern.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Unter der W\u00f6lbung waren ihre Fl\u00fcgel gerade gerichtet, einer an den anderen, immer jedes hatte zwei, die ihre Leiber bedeckten.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ich h\u00f6rte das Rauschen ihrer Fl\u00fcgel wie das Rauschen gewaltiger Gew\u00e4sser, wie die Donnerstimme des Allm\u00e4chtigen; wenn sie gingen, h\u00f6rte es sich an wie das Rauschen eines Heeres; wenn sie hielten, lie\u00dfen sie ihre Fl\u00fcgel sinken.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Donnerstimme erscholl \u00fcber der W\u00f6lbung, die \u00fcber ihrem Haupte war, als sie hielten und ihre Fl\u00fcgel sinken lie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Oberhalb der W\u00f6lbung \u00fcber ihrem Haupte war es gleich einem Throne, anzusehen wie ein Saphirstein, und auf der Gestalt des Thrones war oben dar\u00fcber eine Gestalt wie die eines Menschen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ich sah einen Schein, wie den des Golderzes, es sah aus wie Feuer im Innersten desselben [um die Menschengestalt] von den Lenden aufw\u00e4rts; aber von den Lenden abw\u00e4rts sah es aus wie Feuer umgeben von einem Strahlenkranz daran.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Wie der Bogen in der Wolke w\u00e4hrend des Regens, so sah der [die Gestalt] umgebende Glanz aus \u2014 es war dies die Herrlichkeit des Herrn. Als ich dies sah, fiel ich auf mein Angesicht und h\u00f6rte eine Stimme reden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Sendung des Propheten. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> [Gott] sprach zu mir: Menschensohn, stelle dich auf deine F\u00fc\u00dfe, denn ich will mit dir reden.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da kam \u00fcber mich ein Geist, als er zu mir redete, der mich auf meine F\u00fc\u00dfe stellte; ich h\u00f6rte, was man zu mir redete.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Er sprach zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern Israel, zu den widerspenstigen St\u00e4mmen, die sich emp\u00f6rt haben gegen mich; sie und ihre V\u00e4ter sind abgefallen von mir bis auf die Gegenwart.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die S\u00f6hne sind frechen Angesichts und verstockten Herzens, zu denen ich dich sende. Sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr \u2014<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ob sie h\u00f6ren oder es lassen, denn ein widerspenstiges Geschlecht sind sie, so sollen sie doch wissen, dass ein Prophet unter ihnen war.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Du aber, Menschensohn, f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen, und vor ihren Anschl\u00e4gen \u00e4ngstige dich nicht, obschon sie wie Brennnesseln und Dornen sind und du bei Skorpionen wohnst \u2014 vor ihren Anschl\u00e4gen f\u00fcrchte dich nicht und vor ihrem Ansehen zage nicht, obgleich sie ein widerspenstiges Geschlecht sind.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Rede meine Worte zu ihnen, sie m\u00f6gen h\u00f6ren oder es lassen, denn widerspenstig sind sie.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber du, Menschensohn, h\u00f6re, was ich zu dir rede, sei du nicht widerspenstig wie das widerspenstige Geschlecht; \u00f6ffne deinen Mund und iss, was ich dir gebe.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sah ich, wie eine Hand gegen mich langte, die eine Schriftrolle hielt.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie wurde vor mir aufgerollt; sie war beschrieben inwendig und auf der R\u00fcckseite<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Sonst waren die Rollen nur auf einer Seite beschrieben.<\/span>, und darauf waren geschrieben Klagelieder, Gest\u00f6hne und Wehklagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> [Gott) sprach zu mir: Menschensohn, was du findest, iss! Iss diese Rolle und gehe, rede zu dem Hause Israel.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da tat ich meinen Mund auf, er gab mir diese Rolle zu essen<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprach zu mir: Menschensohn, f\u00fcttere deinen Bauch und f\u00fclle deinen Leib mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Ich a\u00df, und sie schmeckte in meinem Munde honigs\u00fc\u00df.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er sprach zu mir: Menschensohn, gehe zu dem Hause Israel und rede mit meinen Worten zu ihnen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Nicht etwa zu einem Volke dunkler Rede und schwerf\u00e4lliger Zunge bist du gesandt, sondern gerade zu dem Hause Israel;<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Nicht zu vielerlei V\u00f6lkern dunkler Rede und schwerf\u00e4lliger Zunge, deren Worte du nicht verstehst; denn wahrlich, sendete ich dich zu ihnen, sie w\u00fcrden dir doch gehorchen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber die vom Hause Israel werden auf dich nicht h\u00f6ren wollen, denn sie wollen auch auf mich nicht h\u00f6ren. Das ganze Haus Israel ist harter Stirn und verstockten Herzens.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich mache aber dein Angesicht hart ihrem Angesicht gegen\u00fcber und deine Stirne hart ihrer Stirne gegen\u00fcber.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wie Diamant, h\u00e4rter als Stein, mache ich deine Stirn, f\u00fcrchte sie nicht und zage nicht vor ihnen, obschon sie ein widerspenstiges Geschlecht sind.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Er sprach ferner zu mir: Menschensohn, all meine Worte, die ich zu dir reden werde, nimm auf in dein Herz, h\u00f6re sie mit Aufmerksamkeit an.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Gehe dann hin zu den Verbannten, zu deinen Volksgenossen, und rede mit ihnen. Sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr \u2014 m\u00f6gen sie h\u00f6ren oder es lassen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da hob mich ein Wind und ich h\u00f6rte hinter mir das Get\u00f6se eines gro\u00dfen Erdbebens [und die Worte]: Gepriesen sei die Herrlichkeit des Herrn an ihrer St\u00e4tte.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> [Es wurde geh\u00f6rt] das Rauschen der Fl\u00fcgel der Tiere, welche sie aneinander schlugen, und das Get\u00f6se der R\u00e4der mit ihnen zugleich, wie das Get\u00f6se eines gro\u00dfen Erdbebens.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ein Wind hob mich und f\u00fchrte mich hinweg; ich ging hin verd\u00fcsterten Gem\u00fctes, weil der Wille des Herrn mich \u00fcberw\u00e4ltigt hatte.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich kam zu den Verbannten nach Tel-Abib, welche am Strome Kebar wohnten, und blieb, wo sie wohnten; ich blieb dort sieben Tage bet\u00e4ubt in ihrer Mitte.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Nach Verlauf von sieben Tagen erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Menschensohn, als W\u00e4chter habe ich dich bestellt dem Hause Israel, und wenn du von mir ein Wort h\u00f6rst, so sollst du sie verwarnen in meinem Namen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Wenn ich dem Frevler ank\u00fcndige, dass er bald sterben werde, und du verwarnst ihn nicht, du redest nicht zum Frevler, um ihn vor seinem b\u00f6sen Wege zu warnen, auf dass er lebe, so stirbt er als Frevler um seine Schuld, aber sein Blut fordere ich von deiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wenn du aber den Frevler verwarnt hast, und er hat nicht von seinem Frevel und seinem b\u00f6sen Wege lassen wollen, so stirbt er um seine Schuld, aber du hast dein Leben gerettet.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wenn ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit l\u00e4sst und Unrecht tut, so lege ich einen Ansto\u00df vor ihn; er stirbt, denn du hast ihn nicht verwarnt, er stirbt um seiner S\u00fcnde willen und nicht gedacht wird seiner gerechten Taten, die er ge\u00fcbt, aber sein Blut fordere ich von deiner Hand.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wenn du aber den Gerechten verwarnt hast, dass der Gerechte aufh\u00f6re zu s\u00fcndigen, und er s\u00fcndigt nicht, so bleibt er leben, denn er hat sich warnen lassen, aber auch du hast dein Leben gerettet.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Es kam dort \u00fcber mich der Geist des Herrn und er sprach zu mir: Auf, gehe hinaus in das Tal, dort will ich mit dir reden.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ich machte mich auf und ging hinaus in das Tal; dort sah ich die Herrlichkeit des Herrn, wie die Herrlichkeit, die ich gesehen am Strome Kebar; ich fiel auf mein Angesicht.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da kam ein Geist \u00fcber mich und stellte mich auf meine F\u00fc\u00dfe; er redete mich an und sprach zu mir: Gehe hinein, verschlie\u00dfe dich in deinem Hause.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Denn wisse, Menschensohn, dass man dir Stricke anlegen und dich binden wird, damit du nicht hinausgehst unter sie.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Deine Zunge werde ich festkleben an deinen Gaumen, dass du verstummst und ihnen kein Strafredner seiest, denn ein widerspenstiges Geschlecht sind sie.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Erst wenn ich mit dir rede, werde ich deinen Mund \u00f6ffnen; dann sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Wer h\u00f6ren will, h\u00f6re, und wer es lassen will, der lasse es, denn ein widerspenstiges Geschlecht sind sie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Symbolische Handlungen. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nimm dir, Menschensohn, einen Ziegel und stelle ihn vor dich hin und zeichne darauf eine Stadt, n\u00e4mlich Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Stelle um sie eine Belagerung und baue um sie ein Bollwerk; sch\u00fctte gegen sie einen Wall auf, stelle gegen sie Schaaren und richte rings herum wider sie B\u00f6cke.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nimm dir dann eine eiserne Platte und stelle sie als eiserne Wand zwischen dich und die Stadtzeichnung; richte dein Angesicht ihr zu, als sei sie in Belagerung und du belagerst sie; dies sei ein Vorbild dem Hause Israel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Bleib liegen auf deiner linken Seite und b\u00fc\u00dfe damit die Schuld des Hauses Israel; nach der Zahl der Tage, die du darauf liegst, wirst du ihre Schuld b\u00fc\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich lege dir auf die Jahre ihrer Schuld nach der Zahl der Tage: Dreihundertundneunzig Tage<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">So viel dauerte das Reich Israel, indes bedarf diese Zahl einer eingehenden Er\u00f6rterung.<\/span>; du sollst b\u00fc\u00dfen die Schuld des Hauses Israel.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und hast du diese beendigt, so lege dich wiederum auf deine rechte Seite und b\u00fc\u00dfe die Schuld des Hauses Jehuda: vierzig Tage, je einen Tag f\u00fcr ein Jahr<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Um soviel \u00fcberdauerte das Reich Juda das Reich Israel; auch diese Zahl bedarf der eingehenden Er\u00f6rterung<\/span> lege ich dir auf.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> [W\u00e4hrend du so liegst], richte dein Gesicht dem belagerten Jerusalem zu; dein Arm sei entbl\u00f6\u00dft, und weissage wider sie.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich lege dir Stricke an, dass du dich nicht umwendest von der einen Seite zur andern, bis du beendet hast die Tage deiner Leiden.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Hole Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt und tue sie in ein Gef\u00e4\u00df. Mache dir Brot daraus f\u00fcr die Zahl der Tage, die du auf deiner Seite liegst; dreihundertundneunzig Tage sollst du es essen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Nahrung, die du zu dir nimmst, sei bemessen nach dem Gewicht, zwanzig Schekel f\u00fcr den Tag; von vierundzwanzig zu vierundzwanzig Stunden sollst du davon essen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch Wasser sollst du nach dem Ma\u00dfe trinken, ein Sechstel Hin; von vierundzwanzig zu vierundzwanzig Stunden sollst du trinken.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> In der Form von Gerstenkuchen sollst du es verzehren, und diesen sollst du auf Ballen von Menschenkot backen vor ihren Augen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Herr sprach: Also werden die Kinder Israel ihr unreines Brot essen unter den V\u00f6lkern, wohin ich sie versto\u00dfen werde.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach ich: Ach, Herr, o Gott, ich bin noch niemals verunreinigt worden, und Aas und Zerrissenes habe ich nicht gegessen von meiner Jugend an bis jetzt. Nie ist in meinen Mund verworfenes Fleisch gekommen.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> [Gott] erwiderte mir darauf: Ich gebe dir den Rinderkot statt des Menschenunrats, dass du darauf dein Brot bereitest.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er sprach [weiter] zu mir: Menschensohn, ich will brechen den Stab des Brotes in Jerusalem, dass sie Brot essen nach dem Gewicht und in Sorge, und Wasser trinken nach dem Ma\u00dfe und in Bet\u00e4ubung.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dass es ihnen an Brot und Wasser mangele und sie bet\u00e4ubt seien miteinander und hinschwinden in ihrer Schuld.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Jerusalems Schicksal. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nimm dir, Menschensohn, ein scharfes Schwert als Bartschere; bediene dich seiner und fahre damit \u00fcber dein Haupt und \u00fcber deinen Bart; nimm dir dann eine Waagschale und teile das Haar.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ein Drittel sollst du verbrennen in der Flamme inmitten der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind [sinnbildlich gemeint]; ein Drittel nimm und schlage mit dem Schwerte umher, und ein Drittel streue in den Wind; das Schwert will ich hinter ihnen her z\u00fccken.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nimm davon ein wenig und binde es in deinen Zipfel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Von diesem nimm noch einige [Haare] und wirf sie in das Feuer und verbrenne sie im Feuer; von da wird ein Feuer ausgehen \u00fcber das ganze Haus Israel.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> So spricht Gott der Herr: Dieses Jerusalem habe ich in die Mitte der V\u00f6lker gesetzt, von L\u00e4ndern umgeben.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Es verwandelte aber meine Rechte in frevelhaftere, als jene der V\u00f6lker, und meine Satzungen [in viel schlimmere] als jene der L\u00e4nder umher, denn sie verwarfen meine Rechte und meine Satzungen \u2014 sie wandelten nicht danach.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott der Herr: Weil ihr die V\u00f6lker um euch her noch \u00fcbertrefft, nach meinen Satzungen nicht zu wandeln und meine Rechte nicht zu \u00fcben, selbst nach den Rechten der V\u00f6lker um euch her habt ihr nicht getan;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott, der Herr: Deshalb wende ich mich auch gegen dich und \u00fcbe an dir Gericht vor den Augen der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich will an dir tun, was ich nie getan, und desgleichen ich nicht wieder tun werde, um all deiner Gr\u00e4uel wegen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> F\u00fcrwahr, V\u00e4ter sollen die Kinder essen in deiner Mitte, und Kinder sollen ihre V\u00e4ter essen. Ich werde Strafgericht \u00fcben an dir, und all deine \u00dcbriggebliebenen in alle Winde zerstreuen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> F\u00fcrwahr, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, dass, weil du mein Heiligtum verunreinigt hast durch alle deine Scheusale und Gr\u00e4uel, will ich dich schonungslos vernichten; ich werde kein Erbarmen haben.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ein Drittel von dir soll durch Pest sterben und durch Hunger in deiner Mitte zu Grunde gehen, ein Drittel durch das Schwert fallen um dich her, und ein Drittel will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her z\u00fccken.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Erst wenn mein Zorn ausgetobt hat und mein Grimm an ihnen gestillt ist, werde ich Genugtuung haben, dann sollen sie erfahren, dass ich der Herr bin, da ich geredet habe in meinem Eifer, wenn ich meinen Grimm an ihnen ausgelassen habe.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich mache dich zur \u00d6de und zur Schande unter den V\u00f6lkern, die um dich sind, vor den Augen aller Vorbeiziehenden.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> [Israel] sei zur Schande und Schmach, zur Warnung und zum Entsetzen den V\u00f6lkern um dich her, wenn ich an dir Strafgericht \u00fcbe mit Zorn und Grimm und mit harten Z\u00fcchtigungen; ich, der Herr, habe es geredet.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wenn ich wider sie die schlimmen Pfeile des Hungers sende, nachdem sie Verderben verbreitet haben werden, da ich sie zu ihrem Verderben ausgeschickt habe, will ich sie v\u00f6llig durch Hunger vernichten und euch zerbrechen den Stab des Brotes.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Ich werde senden \u00fcber euch Hunger und wilde Tiere, dass sie euch kinderlos machen; Pest und Blut soll \u00fcber euch kommen, das Schwert will ich \u00fcber euch bringen. Ich, der Herr, habe es geredet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Strafandrohung wegen des G\u00f6tzendienstes. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und weissage \u00fcber sie<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprich: Berge Israels, h\u00f6rt das Wort Gottes, des Herrn! So spricht Gott der Herr zu den Bergen und zu den H\u00fcgeln, den Schluchten und T\u00e4lern: Ich bringe \u00fcber euch das Schwert und zerst\u00f6re eure H\u00f6hen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es werden eure Alt\u00e4re und eure Sonnenbilder zertr\u00fcmmert, ich lasse eure Erschlagenen hinsinken vor euren G\u00f6tzen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich lege die Leichname der Kinder Israel vor ihre G\u00f6tzen, und eure Gebeine will ich rings um eure Alt\u00e4re streuen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> In all euren Wohnsitzen werden die St\u00e4dte w\u00fcst und die H\u00f6hen \u00f6de sein, eure Alt\u00e4re werden w\u00fcst und \u00f6de sein, zerbrochen und zerst\u00f6rt eure G\u00f6tzen, umgehauen eure Sonnenbilder, und eure Werke vernichtet.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Erschlagenen sollen herumliegen in eurer Mitte, damit ihr erfahrt, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich werde euch aber einige \u00fcbrig lassen, vom Schwert entronnen, da ich euch unter die V\u00f6lker zerstreue.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Eure Entronnenen werden mein gedenken unter den V\u00f6lkern, wohin sie gefangen gef\u00fchrt werden, denn ich werde deren verruchtes Herz, das von mir gewichen war, gebrochen haben, und ihre Augen, die mit ihren G\u00f6tzen buhlten. Sie werden sich vor sich selbst ekeln wegen der Bosheiten, die sie ver\u00fcbt, wegen all ihrer Gr\u00e4uel.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie werden erfahren, dass ich der Herr bin; nicht umsonst habe ich geredet, ihnen dieses B\u00f6se zuzuf\u00fcgen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> So hat Gott, der Herr, gesprochen: Schlage deine H\u00e4nde zusammen und stampfe mit deinem Fu\u00df und sprich: O \u00fcber all die b\u00f6sen Gr\u00e4uel des Hauses Israel, das durch Schwert, durch Hunger und durch Pest fallen soll!<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Der Ferne soll durch Pest sterben und der Nahe durch das Schwert fallen und der \u00dcbriggebliebene und Belagerte wird durch Hunger sterben; ich werde meinen Grimm an ihnen auslassen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ihre Erschlagenen liegen unter ihren G\u00f6tzen rings um ihre Alt\u00e4re, auf jedem hohen H\u00fcgel, auf allen Gipfeln der Berge und unter jedem belaubten Baume und unter jeder dicht gezweigten Eiche \u2014 Orte, wo sie all ihren G\u00f6tzen Wohlger\u00fcche dargebracht.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich werde meine Hand ausstrecken \u00fcber sie und werde das Land zur \u00d6de machen und zur W\u00fcstenei, von der W\u00fcste bis nach Dibla in all ihren Wohnsitzen, und sie sollen erfahren, dass ich der Herr bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> O, Menschensohn, so spricht Gott, der Herr, \u00fcber den Boden Israels: Es hat ein Ende! Es kommt das Ende \u00fcber die vier Ecken des Landes.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Nun ist das Ende \u00fcber dich; ich sende meinen Zorn wider dich und richte dich nach deinem Wandel; ich vergelte dir all deine Gr\u00e4uel.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Mein Auge wird nicht schonend auf dich blicken; ich will kein Erbarmen haben, sondern deinen Wandel will ich \u00fcber dich bringen und deine Gr\u00e4uel werden in deiner Mitte bleiben; und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Also spricht Gott, der Herr: Ungl\u00fcck \u00fcber Ungl\u00fcck kommt.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Das Ende kommt, es kommt das Ende, es wacht<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Im Hebr\u00e4ischen ein Wortspiel, das sich nicht \u00fcbersetzen l\u00e4sst.<\/span> auf gegen dich, es kommt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es kommt das Verh\u00e4ngnis \u00fcber dich, Bewohner des Landes; es kommt die Zeit, es naht der Tag der Best\u00fcrzung und nicht des Freudenhalls der Berge.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sehr bald werde ich meinen Grimm aussch\u00fctten \u00fcber dich, meinen Zorn an dir auslassen; ich will dich richten nach deinem Wandel und \u00fcber dich bringen all deine Gr\u00e4uel.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Mein Auge wird nicht schonend blicken, ich will kein Erbarmen haben; nach deinem Wandel will ich \u00fcber dich bringen, und deine Gr\u00e4uel sollen in deiner Mitte bleiben, und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin, der ich euch schlage.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Es ist der Tag! Er kommt! Beschlossen ist das Verh\u00e4ngnis, es bl\u00fcht der Stab, der \u00dcbermut schl\u00e4gt aus.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Gewalttat erw\u00e4chst euch zur Zuchtrute; nichts ist von ihnen zu erwarten, nichts von ihrer Menge und nichts von ihren Nachkommen; niemand hat Ruhe bei ihnen<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-6\">6<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Im Hebr\u00e4ischen Alliteration, die sich in der \u00dcbersetzung nicht wiedergeben l\u00e4sst.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es kommt die Zeit und der Tag trifft ein, wo der K\u00e4ufer sich nicht freuen wird und der Verk\u00e4ufer nicht trauern, denn Zorn ist \u00fcber ihre ganze Menge.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Der Verk\u00e4ufer gelangt nicht wieder zu dem Verkauften, so lange sie leben. Denn \u00fcber die ganze Menge ist die Weissagung ergangen, dass sie nicht zur\u00fcckkehrt; alle werden sie um ihrer S\u00fcnden willen nicht bestehen k\u00f6nnen.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es erschallt Trompetenklang und alles r\u00fcstet sich, aber keiner zieht in den Krieg, denn mein Zorn ist \u00fcber ihre ganze Menge.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das Schwert w\u00fctet von au\u00dfen und Pest und Hunger von innen; wer auf dem Felde ist, stirbt durch das Schwert, und wer in der Stadt, den fressen Hunger und Pest.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Es werden von ihnen wohl einige entrinnen und zu den Bergen eilen wie die Tauben der T\u00e4ler, alle wehklagend, jeder in seiner Schuld.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Alle H\u00e4nde werden schlaff und alle Knie zergehen wie Wasser.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie g\u00fcrten S\u00e4cke um und Schauder bedeckt sie, auf allen Gesichtern ist Scham und alle H\u00e4upter kahl geschoren.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ihr Silber werden sie auf die Gassen werfen und ihr Gold wird zu Unflat werden; ihr Silber und ihr Gold wird sie nicht retten k\u00f6nnen am Tage des Grimmes des Herrn; ihren Hunger werden sie nicht damit stillen und ihre Eingeweide nicht f\u00fcllen, denn der Anlass ihrer Schuld war es,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Ihr herrlicher Schmuck [das G\u00f6tzenbild], mit dem sie stolzierten; und daraus machten sie die Bilder ihrer Gr\u00e4uel, ihre Scheusale, \u2014 ich mache es ihnen zum Unflat.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich gebe es in die Hand der Fremden zum Raub, und den Tyrannen des Landes zur Beute, dass sie es entweihen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ich wende mein Antlitz ab von ihnen, dass sie mein Geheimstes entweihen; es kommen Freche hinein und entweihen es.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Verfertige die Kette; denn das Land ist voll Blutschuld und die Stadt ist voll Gewalttat.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ich bringe b\u00f6se V\u00f6lker, dass sie ihre H\u00e4user in Besitz nehmen; ich werde den Hochmut der M\u00e4chtigen brechen; ihre Heiligt\u00fcmer werden entweiht.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Der Untergang kommt; sie werden Frieden suchen, aber keinen finden.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Unfall auf Unfall kommt, und b\u00f6ses Ger\u00fccht auf b\u00f6ses Ger\u00fccht trifft ein; sie werden vergebens Gesichte vom Propheten fordern; es schwindet die Lehre vom Priester und der Rat von den Alten.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Der K\u00f6nig wird trauern, der F\u00fcrst wird Leid anlegen und die H\u00e4nde des gemeinen Volkes erstarren; nach ihrem Wandel werde ich tun, und in ihrer Weise werde ich sie richten; sie sollen erfahren, dass ich der Herr bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Der G\u00f6tzendienst im Heiligtum zu Jerusalem. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im sechsten Jahre, am f\u00fcnften des sechsten Monats, sa\u00df ich in meinem Hause und die vornehmen Jud\u00e4er sa\u00dfen vor mir; da kam \u00fcber mich dort der Geist Gottes, des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich sah ein Bild wie Feuerschein, von der Erscheinung an den Lenden abw\u00e4rts wie Feuer, und von den Lenden aufw\u00e4rts wie Lichtglanz, wie der Glanz des Golderzes.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es streckte sich etwas wie eine Hand aus und fasste mich bei den Locken meines Hauptes; ein Wind trug mich zwischen Erde und Himmel und brachte mich im Gesichte Gottes nach Jerusalem an den Eingang des inneren Tores, das gen Norden liegt, an den Sitz des Bildes der Eifersucht, des Zorneifer erregenden.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dort erschien die Herrlichkeit des Gottes Israels gleich der Erscheinung, die ich in dem Tale gesehen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> [Gott] sprach zu mir: Menschensohn, erhebe doch deine Augen nach Norden zu! Da erhob ich meine Augen: n\u00f6rdlich vom Tore des Altars am Eingang, stand dieses Bild der Eifersucht.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er sprach zu mir: Menschensohn, siehst du, was sie tun? Die gro\u00dfen Gr\u00e4uel, die das Haus Israel hier ver\u00fcbt, um mich von meinem Heiligtum fern zu halten, du aber wirst noch gr\u00f6\u00dfere Gr\u00e4uel sehen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er brachte mich in den Eingang des Hofes, und ich sah da ein Loch in der Wand.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er sprach zu mir: Menschensohn, brich durch die Wand, und ich brach durch die Wand, da war eine T\u00fcr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und er sprach zu mir: Tritt ein und siehe die argen Gr\u00e4uel, die sie hier ver\u00fcben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich trat ein und sah allerlei Abbildungen von Gew\u00fcrm, Vieh, Scheusale und alle G\u00f6tzen des Hauses Israel eingegraben in die W\u00e4nde ringsum.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Siebzig M\u00e4nner von den Vornehmen des Hauses Israel, unter ihnen Jaasanja, Sohn Safans, standen vor denselben, jeder mit seinem Rauchfa\u00df in der Hand, und die wirbelnde Wolke des R\u00e4ucherwerks stieg empor.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er sprach zu mir: Siehst du, Menschensohn, was die Vornehmen des Hauses Israel im Geheimen tun, jeder in seinen Zimmern mit dem Bilderwerk? Denn sie glauben, der Herr sieht uns nicht, verlassen hat der Herr das Land.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> [Gott] sprach zu mir: Du wirst noch gr\u00f6\u00dfere Gr\u00e4uel sehen, die sie ver\u00fcben.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er brachte mich an den Eingang des Tores zum Hause des Herrn gen Norden, dort sa\u00dfen die Frauen, beweinend den Tammus [den G\u00f6tzen Adonis].<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er sprach zu mir: Siehst du es, Menschensohn? Du wirst noch gr\u00f6\u00dfere Gr\u00e4uel als diese sehen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er brachte mich in den inneren Hof im Hause des Herrn; am Eingang zum Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, standen bei f\u00fcnfundzwanzig M\u00e4nner, mit ihrem R\u00fccken gegen das Allerheiligste des Herrn und ihrem Gesicht gegen Osten, und sie beteten nach Osten hin die Sonne an.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er sprach zu mir: Siehst du es, Menschensohn? Ist es noch wenig f\u00fcr das Haus Jehuda, die Gr\u00e4uel zu ver\u00fcben, die sie hier ver\u00fcbten, dass sie das Land mit Gewalttat erf\u00fcllt haben, dass sie fortfahren mich zu kr\u00e4nken? Sie bringen den Reisigb\u00fcschel an ihre Nase [g\u00f6tzendienerische \u00dcbung, die bei den vorderasiatischen V\u00f6lkern \u00fcblich war].<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Aber auch ich werde gegen sie im Zorn verfahren; mein Auge wird nicht schonend auf sie blicken; ich will kein Erbarmen mit ihnen haben, und rufen sie vor meinen Ohren mit lauter Stimme, so werde ich sie nicht erh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Strafandrohung gegen Jerusalem. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erklang in meinen Ohren eine laute Stimme, welche sprach: Tretet heran, Aufseher der Stadt, jeder mit seiner zerst\u00f6renden Waffe in der Hand.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da kamen sechs M\u00e4nner den Weg des oberen Tores, das gen Norden liegt, jeder mit seinen zerst\u00f6renden Waffen in der Hand, ein in Linnen gekleideter Mann in ihrer Mitte, mit Schreibzeug an seiner Seite. Sie gingen hinein und standen neben dem kupfernen Altar.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub auf welchem sie war, zu der Schwelle des Hauses. Dem in Linnen gekleideten Manne, der das Schreibzeug an der Seite hatte, wurde Befehl erteilt.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Herr sprach zu ihm: Ziehe durch die Stadt, durch Jerusalem, und mache ein Zeichen auf die Stirn der M\u00e4nner, die seufzen und wehklagen \u00fcber all die Gr\u00e4uel, die in ihrer Mitte geschehen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Zu jenen aber sprach er vor meinen Ohren: Zieht durch die Stadt ihm nach und schlagt; schont niemanden und habt kein Erbarmen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Alte, J\u00fcnglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen schlagt tot und vertilgt, kommt aber keinem zu nahe, an dem das Zeichen ist; bei meinem Heiligtum macht den Anfang. Sie machten auch den Anfang mit den vornehmen M\u00e4nnern, die vor dem Hause standen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> [Gott] sprach zu ihnen: Verunreinigt das Haus und f\u00fcllt die H\u00f6fe mit Erschlagenen, dann geht hinaus in die Stadt. Und so gingen sie hinaus und schlugen in der Stadt.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wie sie schlugen und nur ich verschont blieb, da fiel ich auf mein Angesicht und schrie und sprach: Ach Herr, o Gott, willst du verderben den ganzen \u00dcberrest Israels, indem du deinen Zorn aussch\u00fcttest \u00fcber Jerusalem?<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> [Gott] sprach zu mir: Die Schuld des Hauses Israel und Jehuda ist gar gro\u00df; das Land ist angef\u00fcllt mit Blutschuld, und die Stadt ist voll gekr\u00e4nkten Rechts, denn sie glauben, der Herr hat das Land verlassen, der Herr sieht nichts.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da soll auch mein Auge nicht schonend blicken, und ich will kein Erbarmen haben, ihren Wandel bring ich auf ihr Haupt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da brachte der in Linnen gekleidete Mann, der das Schreibzeug an der Seite hatte, Bescheid und sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Eine neue Vision des Propheten. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da sah ich an dem Gew\u00f6lbe \u00fcber dem Haupt der Cherubim, das wie ein Saphirstein aussah, etwas wie einen Thron, denn \u00fcber ihnen erschien [Gott].<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und er sprach zu dem in Linnen gekleideten Manne: Gehe hinein zwischen das R\u00e4derwerk unterhalb des Cherub und nimm deine Hand voll Feuerkohlen vor den Cherubim her und wirf sie auf die Stadt; er ging hinein vor meinen Augen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Cherubim standen rechts vom Hause, da der Mann hineinging; eine Wolke erf\u00fcllte den inneren Hof.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da erhob sich die Herrlichkeit des Herrn von dem Cherub [und lie\u00df sich nieder] auf die Schwelle des Hauses, und das Haus wurde erf\u00fcllt von der Wolke, und der Hof war voll von dem Lichtglanze der Herrlichkeit des Herrn.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Das Rauschen der Fl\u00fcgel der Cherubim wurde geh\u00f6rt bis in den \u00e4u\u00dferen Hof, wie die Stimme des allm\u00e4chtigen Gottes, wenn er redet.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als er dem in Linnen gekleideten Manne befahl: Nimm Feuer hervor zwischen dem R\u00e4derwerk, zwischen den Cherubim, da ging er hinein und trat neben das Rad.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Cherub streckte seine Hand hervor zwischen den Cherubim in das Feuer, das zwischen den Cherubim war, er hob es auf und legte es in die Hand des in Linnen gekleideten [Mannes]; er nahm es und ging hinaus.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> So zeigte sich an den Cherubim die Form einer Menschenhand unter ihren Fl\u00fcgeln.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich sah vier R\u00e4der neben den Cherubim, ein Rad neben einem Cherub und wieder ein Rad neben einem Cherub. Die R\u00e4der sahen aus wie von Chrysolith- Stein.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie hatten alle vier ein und dieselbe Form, als ob ein Rad im anderen w\u00e4re.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Beim Gehen gingen sie nach ihren vier Seiten zu; sie wandten sich nicht beim Gehen, denn nach dem Orte, wohin das Haupt sich kehrte, ihm gingen sie nach; sie wandten sich nicht beim Gehen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ihr ganzer Leib, ihr R\u00fccken und ihre H\u00e4nde, und ihre Fl\u00fcgel, auch die R\u00e4der waren voll Augen, ringsum an den vier R\u00e4dern.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die R\u00e4der wurden vor meinen Ohren R\u00e4derwerk genannt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Vier Gesichter hatte jedes; das eine Angesicht war das eines Cherub, das zweite Angesicht das eines Menschen, das dritte das eines L\u00f6wen und das vierte das eines Adlers.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es erhoben sich die Cherubim, es war dasselbe Tierbild, das ich am Strome Kebar gesehen.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wenn die Cherubim gingen, so gingen die R\u00e4der neben ihnen, und wenn die Cherubim ihre Fl\u00fcgel schwangen, um sich zu erheben \u00fcber die Erde, wandten sich auch die R\u00e4der nicht von ihrer Seite.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Wenn jene hielten, hielten auch diese, und wenn jene sich erhoben, erhoben sie sich mit ihnen, denn der Wille des Tieres war in ihnen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Die Herrlichkeit des Herrn ging hinaus, herab von der Schwelle des Hauses, und hielt \u00fcber den Cherubim.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Die Cherubim schwangen ihre Fl\u00fcgel und erhoben sich von der Erde vor meinen Augen, da sie hinausgingen und die R\u00e4der mit ihnen zugleich; sie hielten an dem Eingang des \u00f6stlichen Tores vom Hause des Herrn, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war \u00fcber ihnen.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Es war dasselbe Tierbild, das ich gesehen unter dem Gott Israels am Strome Kebar, und nun erfuhr ich, dass es die Cherubim waren.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Jedes hatte vier Angesichter, auch vier Fl\u00fcgel hatte jedes, und eine Gestalt wie Menschenh\u00e4nde unter ihren Fl\u00fcgeln.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Die Form ihrer Angesichter war dieselbe der Angesichter, die ich am Strome Kebar gesehen, so ihr Aussehen und sie selbst. Jedes ging nach der Seite seines Angesichts hin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Strafandrohung. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es hob mich ein Wind und brachte mich in das \u00f6stliche Tor vom Hause des Herrn, das nach Osten liegt; an dem Eingang des Tores standen f\u00fcnfundzwanzig M\u00e4nner. Ich sah unter ihnen Jaasanja, Sohn Asurs, und Pelatja, Sohn Benajas, die F\u00fcrsten des Volkes.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> [Gott] sprach zu mir: Menschensohn, das sind die M\u00e4nner, die Untat sinnen und b\u00f6se Beschl\u00fcsse in dieser Stadt fassen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die sprechen: Wollen wir nicht demn\u00e4chst H\u00e4user bauen? [Jerusalem] ist der Topf und wir sind das Fleisch; [wir bleiben f\u00fcr immer da].<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wahrlich, weissage \u00fcber sie, weissage, Menschensohn.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da kam \u00fcber mich ein Geist des Herrn und sprach zu mir: Sprich, also spricht der Herr: So habt ihr gesprochen, ihr vom Hause Israel, und was euch in den Sinn kommt, das kenne ich.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ihr habt nur damit eure Erschlagenen in dieser Stadt vermehrt und ihre Gassen mit Erschlagenen gef\u00fcllt.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wahrlich, so spricht also der Herr: Eure Erschlagenen, die ihr darin gemacht, die sind das Fleisch, und [Jerusalem] ist der Topf; aber euch bring ich von da hinaus.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Vor dem Schwert habt ihr euch gef\u00fcrchtet, und das Schwert will ich \u00fcber euch bringen, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich werde euch hinausschaffen [aus der Stadt] und euch der Hand der Fremden ausliefern; ich werde an euch Strafgerichte \u00fcben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Durch das Schwert werdet ihr fallen, an der Grenze Israels werde ich euch richten, und ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> [Jerusalem] wird auch nicht der Topf sein, dass ihr darin das Fleisch w\u00e4ret; an der Grenze Israels werde ich euch richten.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin, ihr, die ihr nicht nach meinen Satzungen gewandelt seid und meine Rechte nicht getan habt, sondern nach den Gebr\u00e4uchen der V\u00f6lker, die um euch her sind, habt ihr getan.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wie ich also weissagte, starb Pelatja, Sohn Benajas; da fiel ich auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach Herr, o Gott, willst du ein Ende machen dem \u00dcberrest Israels? Verhei\u00dfung f\u00fcr die Zukunft.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Menschensohn, [doch nicht]. Deine Br\u00fcder, deine Vettern, deine Verwandtschaft und das ganze Haus Israel insgesamt, zu denen die Bewohner Jerusalems sprechen: Entfernt euch vom Herrn, uns ist das Land gegeben worden zum Erbe<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-7\">7<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Den Exilanten lie\u00dfen die in Jerusalem Zur\u00fcckgebliebenen sagen: Ihr kommt ja nicht mehr zur\u00fcck, alles f\u00e4llt daher uns zu.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> F\u00fcrwahr, sprich: Also spricht Gott, der Herr: Obwohl ich sie entfernt habe unter die V\u00f6lker, und obwohl ich sie zerstreut habe in die L\u00e4nder, so werde ich ihnen doch ein wenig Schutz gew\u00e4hren in den L\u00e4ndern, in die sie gekommen sind.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> F\u00fcrwahr, sprich: Also spricht Gott, der Herr: Ich werde euch versammeln aus den V\u00f6lkern und euch zusammenbringen aus den L\u00e4ndern, wohin ihr zerstreut worden, und werde euch geben den Boden Israels.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und sie werden dahin kommen und werden fortschaffen all ihre Scheusale und ihre Gr\u00e4uel aus ihr.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ich werde ihnen geben ein einiges Herz, und einen neuen Sinn werde ich setzen in ihre Brust; ich werde fortschaffen das Herz von Stein aus ihrem Leibe und ihnen wieder ein Herz von Fleisch geben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Damit sie nach meinen Satzungen wandeln und meine Rechte wahren und sie tun und mir ein Volk seien, dass ich ihnen ein Gott sei.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Und die, deren Herz nach ihren Scheusalen und Gr\u00e4ueln wandelt \u2014 ihren Wandel bringe ich auf ihr Haupt, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da schwangen die Cherubim ihre Fl\u00fcgel und die R\u00e4der mit ihnen zugleich, und die Herrlichkeit des Herrn war oben \u00fcber ihnen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die Herrlichkeit des Herrn stieg empor aus der Stadt und hielt auf dem Berge, welcher im Osten der Stadt liegt.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ein Wind hob mich und brachte mich in der Erscheinung durch den Geist Gottes nach Chald\u00e4a zur\u00fcck, zu den Weggef\u00fchrten, und es verschwand von mir die Erscheinung, die ich gesehen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Ich redete zu den Weggef\u00fchrten all die Worte des Herrn, die er mich hatte schauen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Gegen die Jud\u00e4er in der Heimat. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, unter dem widerspenstigen Geschlechte wohnst du, die Augen haben zu sehen, aber nicht sehen wollen, die Ohren haben zu h\u00f6ren, aber sie h\u00f6ren nicht, denn ein widerspenstiges Geschlecht sind sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Mache dir, Menschensohn, Wanderger\u00e4te zurecht und wandere aus am Tage vor ihren Augen, dass du wanderst von deinem Orte nach einem anderen Orte vor ihren Augen; vielleicht sehen sie es doch ein, dass sie ein widerspenstiges Geschlecht sind.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und trage herbei deine Ger\u00e4te wie Wanderger\u00e4te am hellen Tage vor ihren Augen, und du ziehst hinaus am Abend vor ihren Augen, wie Verbannte ausziehen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Vor ihren Augen brich in die Wand und schaffe da alles hinaus.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Vor ihren Augen trage es auf der Schulter, im Dunkeln sollst du es hinausschaffen, dein Gesicht sollst du verh\u00fcllen, dass du das Land nicht siehst, denn zum Sinnbild mache ich dich dem Hause Israel.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich tat so, wie mir geboten worden; meine Ger\u00e4te schaffte ich hinaus, wie Wanderger\u00e4te, am Tage, und am Abend brach ich in die Wand mit der Hand. Im Dunkeln schaffte ich alles hinaus und trug es auf der Schulter vor ihren Augen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich am Morgen also:<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Menschensohn, gewiss hat das Haus Israel, das widerspenstige Geschlecht, dich gefragt: Was tust du?<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Erwidere ihnen: So spricht Gott, der Herr: Den F\u00fcrsten in Jerusalem gilt dieser Vortrag und dem ganzen Hause Israel, allen, die unter ihnen sind.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sprich: Ich bin euer Vorzeichen, so wie ich getan, so soll ihnen geschehen. In die Verbannung, in die Gefangenschaft werden sie gehen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Der F\u00fcrst, welcher unter ihnen ist, wird auf der Schulter tragen im Dunkeln und fl\u00fcchten, in die Wand werden sie brechen, um dadurch hinauszuschaffen, sein Gesicht wird er verh\u00fcllen, auf dass er von niemandem im Lande gesehen werde<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-8\">8<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">In der Tat fl\u00fcchtete Zidkija, als Jerusalem erobert worden, durch einen geheimen Gang, wurde aber trotzdem gefasst. Darauf beziehen sich viele Worte.<\/span>.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber ich werde mein Netz \u00fcber ihn ausbreiten, dass er gefangen wird in meiner Jagd. Ich bringe ihn nach Babel in das Land Chald\u00e4a, aber sehen soll er es nicht, [da er geblendet wird], nur sterben wird er dort.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und alle, die rings um ihn zu seinem Beistand [kamen], und all seine Heeresfl\u00fcgel werde ich streuen in alle Winde und das Schwert hinter ihnen her z\u00fccken.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie werden erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich sie versprenge unter die V\u00f6lker und sie zerstreue in die L\u00e4nder.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ich werde von ihnen \u00fcbrig lassen einen kleinen Haufen, jene die dem Schwert, dem Hunger und der Pest entgehen, damit sie erz\u00e4hlen all ihre Gr\u00e4uel unter den V\u00f6lkern, wohin sie gekommen, dass sie erfahren sollen, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Menschensohn, iss dein Brot unter Aufregung, und trinke dein Wasser mit Zittern und mit Sorgen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und sprich zu dem Volk des Landes: So spricht Gott der Herr zu den Bewohnern Jerusalems: Auf dem Boden Israels werden sie ihr Brot essen mit Sorgen und ihr Wasser mit Best\u00fcrzung trinken, damit das Land ver\u00f6de von seiner F\u00fclle, wegen der Gewalttat aller seiner Bewohner.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die bewohnten St\u00e4dte werden w\u00fcst sein und das Land wird eine \u00d6de sein; ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Menschensohn, was habt ihr da f\u00fcr einen Spruch auf dem Boden Israels also: Es dauert noch lange, und alle Weissagung bleibt unterdessen aus. [So sprachen die Leute, welche die Weissagung verh\u00f6hnten.]<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wahrlich, sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ich werde diesen Spruch zunichte machen, man soll ihn nicht mehr f\u00fchren in Israel, sondern rede zu ihnen: Es naht die Zeit, die Erf\u00fcllung aller Weissagung.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Denn es wird nicht mehr irgend falsche Weissagung und t\u00e4uschender Zauberspruch im Hause Israel sein.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Denn ich, der Herr rede. Das Wort, das ich rede, das geschieht, es zieht sich nicht l\u00e4nger hin, sondern in euren Tagen, widerspenstiges Geschlecht, werde ich tun, was ich verhei\u00dfen habe, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Menschensohn, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, das er sieht, ist f\u00fcr ferne Tage, f\u00fcr entlegene Zeiten weissagt er.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Wahrlich, sprich zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Die Best\u00e4tigung meiner Worte wird nicht lange auf sich warten lassen; das Wort, das ich geredet, soll geschehen, spricht Gott der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Gegen die falschen Propheten. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, weissage den Propheten Israels, welche weissagen, und sprich zu den Propheten, die selbst Erdachtes prophezeien: H\u00f6rt das Wort des Herrn!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> So spricht Gott der Herr: O, \u00fcber die niedertr\u00e4chtigen Propheten, die ihrem Sinne folgen, ohne dass sie [etwas] gesehen!<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Gleich Schakalen in den Tr\u00fcmmern waren deine Propheten, Israel!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ihr tratet nicht vor die Risse, dass ihr einen Zaun gezogen h\u00e4ttet um das Haus Israel, damit es im Kampf, am Tage [des Strafgerichts] des Herrn, bestehen k\u00f6nnte.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> [Die falschen Propheten] weissagen L\u00fcgenhaftes und falschen Zauber; sie sprechen stets im Namen des Herrn, ohne dass der Herr sie gesandt, und dazu hoffen sie noch, dass [Gott] ihre Weissagung werde in Erf\u00fcllung gehen lassen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihr weissagt doch nur L\u00fcgenhaftes und verk\u00fcndet falschen Zauber; sie sprechen im Namen des Herrn, und ich habe es sie nicht gehei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> F\u00fcrwahr, so spricht Gott, der Herr: Weil ihr Falsches geredet und L\u00fcge geweissagt habt, darum will ich an euch, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Meine Hand kommt \u00fcber die Propheten, die L\u00fcgenhaftes weissagen und Falsches zaubern. In die Gemeinschaft meines Volkes werden sie nicht kommen, und im Schrifttum des Hauses Israel werden sie nicht verzeichnet werden, und auf den Boden Israels werden sie nicht kommen, ihr werdet erfahren, dass ich Gott, der Herr, bin.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Nur deshalb, weil sie mein Volk verf\u00fchrt haben, indem sie gesprochen: Es wird alles beim besten bleiben, wo doch kein Friede ist. [Das Volk] baut eine d\u00fcnne Schutzwand [gibt sich tr\u00fcgerischen Hoffnungen hin], und sie \u00fcbert\u00fcnchen es leicht, [sie best\u00e4rken das Volk in den tr\u00fcgerischen Hoffnungen].<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sprich zu den leichtfertigen T\u00fcnchern: [Die Wand] wird einfallen; es kommt ein flutender Regen; ihr, Hagelsteine, ihr sollt herabfallen, und ein Sturmwind wird hereinbrechen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Dann ist die Mauer eingefallen. Wird man euch nicht fragen: Wo ist die T\u00fcnche, womit ihr get\u00fcncht?<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> F\u00fcrwahr, so spricht Gott, der Herr, ich lasse in meinem Grimm einen Sturmwind hereinbrechen und ein flutender Regen kommt in meinem Zorn, auch ein w\u00fctender Hagelregen zur Vernichtung.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich rei\u00dfe nieder die Mauern, die ihr leichtfertig get\u00fcncht, und sto\u00dfe sie zu Boden, dass ihr Grund entbl\u00f6\u00dft werde; sie f\u00e4llt ein und ihr kommt unter ihr um. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich werde auslassen meinen Grimm an der Mauer und an denen, die sie leichtfertig t\u00fcnchen; dann werde ich zu euch sprechen: Hin ist die Mauer, und hin, die sie get\u00fcncht!<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ihr, Propheten Israels, die Jerusalem geweissagt und die ihm Frieden prophezeit haben, da doch kein Friede ist, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und du, Menschensohn, richte dein Angesicht auch gegen die T\u00f6chter deines Volkes, die weissagen, was ihnen ihr Herz eingibt, weissage du \u00fcber sie,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und sprich: So spricht Gott, der Herr: O \u00fcber die, die Polster flechten f\u00fcr alle Achseln und W\u00fclste machen um das Haupt jedes Wuchses, um Menschen zu fangen; ihr fangt die Menschenleben meinem Volke, dass ihr euch damit das Leben erhaltet [eure Nahrung verdient].<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ihr entweiht mich bei meinem Volke um H\u00e4nde voll Gerste und um Brocken Brotes, Menschen ums Leben zu bringen, die nicht sterben sollten, und solchen Leben zu versprechen, die nicht leben werden, indem ihr meinem Volke vorl\u00fcgt, das auf L\u00fcge h\u00f6rt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott, der Herr, ich will an eure Polster, worin ihr Menschen fangt von den Freiflatternden, und rei\u00dfe sie ab von euren Armen, ich lasse frei die Menschen, die ihr fangt; sie sollen frei werden.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich zerrei\u00dfe eure W\u00fclste und rette mein Volk aus eurer Hand, dass sie f\u00fcrder nicht euer Jagdopfer seien; ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Weil ihr das Herz des Gerechten f\u00e4lschlich betr\u00fcbt, da ich ihn nicht betr\u00fcben wollte, und die H\u00e4nde des Frevlers st\u00e4rkt, damit er nicht umkehre von seinem b\u00f6sen Wandel, dass er am Leben erhalten w\u00fcrde,<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> F\u00fchrwahr, ihr sollt nicht mehr Falsches weissagen und nicht mehr Zauber wahr sagen; ich rette mein Volk aus eurer Hand. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p><em>\u00dcber die g\u00f6ttliche Vergeltung. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es kamen zu mir vornehme israelitische M\u00e4nner und sa\u00dfen vor mir.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Menschensohn, diese M\u00e4nner haben ihre G\u00f6tzen in ihr Herz geschlossen, und ihre anst\u00f6\u00dfige S\u00fcnde halten sie stets vor Augen, soll ich mich von ihnen erfragen lassen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wahrlich, rede mit ihnen und sprich: So spricht Gott, der Herr: Jedermann aus dem Hause Israel, der seine G\u00f6tzen in sein Herz geschlossen und die anst\u00f6\u00dfige S\u00fcnde sich stets vor Augen h\u00e4lt und doch den Propheten aufsucht \u2014 ich der Herr verk\u00fcnde \u00fcber ihn: Er ist gekommen [zum Propheten] mit seinen vielen G\u00f6tzen!<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich will denen vom Hause Israel in das Herz dringen, sie, die alle von mir abgefallen sind wegen ihrer G\u00f6tzen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wahrlich, sprich zu dem Hause Israel: So spricht Gott, der Herr: Kehrt um und wendet euch ab von euren G\u00f6tzen, von all euren Gr\u00e4ueln wendet euer Gesicht ab.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn wenn jemand vom Hause Israel oder von den Fremdlingen, die in Israel weilen, von mir abf\u00e4llt, seine G\u00f6tzen in sein Herz schlie\u00dft und die anst\u00f6\u00dfige S\u00fcnde sich vor Augen h\u00e4lt, und er kommt zu dem Propheten, mich durch ihn zu befragen: Ich der Herr, will ihm schon Antwort geben.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich werde meinen Zornblick richten auf diesen Mann und ihn zum Entsetzen machen, zum Wahrzeichen und zum Sprichwort: ich werde ihn ausrotten aus der Mitte meines Volkes. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Der Prophet aber, der sich verleiten l\u00e4sst und [mit diesen Leuten] spricht, ich der Herr, habe den Propheten dazu veranlasst, und ich strecke meine Hand gegen ihn und vertilge ihn aus der Mitte meines Volkes Israel.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Beide werden ihre Strafe erleiden; die Strafe des Anfragenden wird sein wie die des Propheten.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Damit das Haus Israel nicht ferner von mir abirre und sich nicht mehr durch seine Missetaten verunreinige, sondern dass sie mir ein Volk seien und ich ihr Gott, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Menschensohn, wenn ein Land sich gegen mich vers\u00fcndigt, wer Untreue ver\u00fcbt, und ich meine Hand gegen dasselbe strecke und ihm den Stab des Brotes breche und Hunger dahin sende, Mensch und Vieh auszurotten,<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und es sind darin diese drei M\u00e4nner: Noa, Daniel und Ijow, nur sie w\u00fcrden durch ihre Fr\u00f6mmigkeit ihr Leben retten, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wenn ich wilde Tiere auf das Land loslasse, es zu entv\u00f6lkern, dass es eine \u00d6de w\u00fcrde, dass niemand wegen der Tiere da vorbeizieht, \u2014<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Diese drei M\u00e4nner darin werden, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter retten; sie allein werden gerettet, aber das Land wird ver\u00f6det.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Oder ich bringe Krieg \u00fcber jenes Land und spreche: Das Schwert soll durch das Land gehen! und ich rotte darin aus Menschen und Vieh,<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und diese drei M\u00e4nner sind darin, so wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, sie werden weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter retten, sondern sie allein werden gerettet.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Oder ich sende Pest in dieses Land und ich sch\u00fctte meinen Grimm blutig dar\u00fcber aus, Menschen und Vieh darin auszurotten,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und Noa, Daniel und Ijow sind darin, so wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter werden sie retten; durch ihre Fr\u00f6mmigkeit werden nur sie ihr Leben retten.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Nun, so spricht Gott, der Herr, zumal ich meine vier argen Strafgerichte: Krieg, Hunger, wilde Tiere und Pest gegen Jerusalem sende, darin Menschen und Vieh auszurotten,<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So werden von ihnen einige Entronnene bleiben, die herausgeschafft werden: S\u00f6hne und T\u00f6chter, sie kommen heraus zu euch und ihr werdet sehen ihren Wandel und ihre Handlungen und werdet Reue empfinden wegen des Ungl\u00fccks, das ich \u00fcber Jerusalem gebracht, alles das, was ich \u00fcber sie gebracht habe.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Sie werden euch Reue verursachen, wenn ihr ihren Wandel und ihre Handlungen seht, und ihr werdet erkennen, dass ich es nicht ohne Ursache getan habe. So spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Ein Bild von Israels Nichtigkeit. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, was ist der Weinstock mehr wert als alles andere Holz? was die Rebe wilder Ranken gegen die andern B\u00e4ume des Waldes?<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Kann man davon Holz nehmen, es zu etwas zu verwenden? oder auch nur einen Pflock daraus machen, etwas daran zu h\u00e4ngen?<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Es ist ja dem Feuer \u00fcbergeben worden zum Verzehren, seine beiden Enden hat das Feuer bereits verbrannt; auch in der Mitte ist es angebrannt; taugt es noch zu etwas?<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da es noch unversehrt war, konnte nichts daraus gemacht werden; nun jetzt gar, nachdem das Feuer es verzehrt hat und es verbrannt ist, sollte noch daraus etwas gemacht werden k\u00f6nnen?<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott, der Herr, wie das Holz des Weinstocks unter den B\u00e4umen des Waldes, das ich dem Feuer \u00fcbergeben habe zum Verzehren, so mache ich die Bewohner Jerusalems.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich richte meinen Zornblick gegen sie; denn einem Feuer entgehen sie, und ein anderes Feuer soll sie verzehren. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich meinen Zornblick wider sie richte.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich mache das Land zur \u00d6de, weil sie Untreue begangen, so spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Das Strafgericht \u00fcber Israel. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, mache Jerusalem seine Gr\u00e4uel bekannt<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprich: So spricht Gott der Herr zu Jerusalem: Deine Abstammung und deine Geburt ist aus dem Lande Kanaan. Dein Vater war ein Emorite und deine Mutter eine Hetitin.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Umst\u00e4nde deiner Geburt waren: Am Tage, da du geboren wurdest, wurde dein Nabel nicht abgeschnitten, du wurdest nicht in Wasser gebadet, sauber zu werden, mit Salz wurdest du nicht gerieben und in Windeln wurdest du nicht gewickelt.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es blickte niemand mitleidig auf dich, dir eines von diesen angedeihen zu lassen, sich deiner anzunehmen; du wurdest hin geworfen auf das freie Feld aus Ekel vor dir, am Tage, da du geboren wurdest.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da ging ich an dir vor\u00fcber und sah dich in deinem Blute zappeln; da sprach ich zu dir: In deinem Blute bleibe leben! Ich sprach zu dir: In deinem Blute bleibe leben!<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wie des Feldes Spr\u00f6\u00dflinge lie\u00df ich dich heranwachsen; du nahmst zu und wurdest gro\u00df und gelangtest zum h\u00f6chsten Reiz; die Br\u00fcste waren gerundet, dein Haar lang gewachsen, aber noch immer warst du nackt und blo\u00df.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da ging ich an dir nochmals vor\u00fcber und sah, dass f\u00fcr dich bereits die Zeit der Liebe gekommen war. Ich breitete meines Gewandes Zipfel \u00fcber dich und bedeckte deine Bl\u00f6\u00dfe. Ich schwur dir und trat in einen Bund mit dir, spricht Gott, der Herr, und du wurdest mein.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich lie\u00df dich in Wasser baden und dein Blut von dir absp\u00fclen und dich mit \u00d6l salben.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich kleidete dich in Buntgewirktes und zog dir Schuhe an von Tahas-Fell; ich gab dir einen Gurt von Byssus und bedeckte dich mit Seide.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich schm\u00fcckte dich mit allerlei Schmuck und legte B\u00e4nder um deine Arme und ein Halsband um deinen Hals.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ich setzte einen Ring an deine Nase, Reifen an deine Ohren und eine pr\u00e4chtige Krone auf dein Haupt.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> So warst du nun geschm\u00fcckt mit Gold und Silber, und dein Gewand war Byssus, Seide und Buntgewirktes; [eine Speise aus] Kernmehl, Honig und \u00d6l a\u00dfest du; du wurdest gar sehr sch\u00f6n und gelangtest zur Herrschaft.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Dein Ruf verbreitete sich unter die V\u00f6lker wegen deiner Sch\u00f6nheit, denn vollkommen wurde sie durch mein Geschmeide, das ich dir angelegt, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da verlie\u00dfest du dich auf deine Sch\u00f6nheit und buhltest auf deinen Ruf; du verschwendetest deine Buhlschaft an jeden, der vor\u00fcberzog; sie wurde ihm zuteil.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Du nahmst von deinen Gew\u00e4ndern und machtest dir bunte Opferh\u00f6hen und buhltest auf ihnen; solches ist niemals gewesen und wird auch niemals mehr geschehen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Du nahmst deine Prunkger\u00e4te von meinem Golde und von meinem Silber, das ich dir gegeben, und machtest dir Mannsbilder und buhltest mit ihnen.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Du nahmst deine buntgewirkten Kleider und h\u00fclltest sie darein, und mein \u00d6l und mein R\u00e4ucherwerk setztest du ihnen vor.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Mein Brot, das ich dir gegeben, aus Kernmehl, \u00d6l und Honig, das ich dir zum Essen gegeben hatte, das setztest du ihnen vor, zum Wohlgeruch. Ja, so war es, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Du nahmst deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter, die du mir geboren, und opfertest sie ihnen zum Fra\u00df. Deine Buhlschaft war dir wohl noch zu wenig,<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Dass du meine S\u00f6hne schlachtetest und sie ihnen gabst, indem du sie ihnen durch das Feuer f\u00fchrst?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Bei all deinen Gr\u00e4ueln und Buhlschaften gedachtest du nicht der Tage deiner Jugend, da du nackt und blo\u00df warst, in deinem Blute zappelnd.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Nach all deiner Bosheit \u2014 wehe, wehe dir! spricht Gott, der Herr \u2014<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Bautest du dir W\u00f6lbungen und machtest dir H\u00f6hen in allen Stra\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> An jeder Stra\u00dfenecke bautest du deine H\u00f6he, sch\u00e4ndetest du deine Sch\u00f6nheit und spreiztest jedem, der vorbeiging, deine Beine und mehrtest deine Buhlschaft.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Du buhltest mit den S\u00f6hnen \u00c4gyptens, deinen feisten Nachbarn, und mehrtest deine Buhlschaft, mich zu kr\u00e4nken.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da streckte ich meine Hand \u00fcber dich und entzog dir deinen Unterhalt und gab dich preis dem Willen deiner Hasserinnen, den T\u00f6chtern der Philister, die sich sch\u00e4mten vor deinem zuchtlosen Wandel.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Da buhltest du mit den S\u00f6hnen Assyriens, weil du nicht satt haben konntest; du buhltest mit ihnen und wurdest auch nicht satt.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Du mehrtest deine Buhlschaft mit [den Leuten aus] dem Kr\u00e4merlande bis nach Chald\u00e4a, aber auch daran wurdest du nicht satt.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Wie niedrig ist dein Trieb, spricht Gott der Herr, da du all dies tust, das Tun einer schamlosen Buhlerin.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da du bautest deine W\u00f6lbung an jeder Stra\u00dfenecke, und auf jeder Stra\u00dfe deine H\u00f6he machtest, warst du nicht wie eine Buhlerin, den Hurenlohn je f\u00fcr zu gering zu erachten.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Jedes ehebrecherische Weib, gibt sich statt ihres Gemahles mit Fremden ab;<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Aber allen Buhlerinnen gibt man wenigstens Geschenke, und du gabst deine Geschenke all deinen Buhlen und beschenktest sie, dass sie zu dir kamen von allen Seiten zu deiner Buhlschaft.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Du warst das Gegenteil der anderen Frauen in deiner Buhlschaft, dass man dir nicht nachlief, dass du den Lohn gabst, aber dir kein Lohn gegeben wurde, so warst du das Gegenteil:<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Darum, Buhlerin, h\u00f6re das Wort des Herrn!<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Weil du deinen Leib enth\u00fcllst hast und deine Scham entbl\u00f6\u00dft worden ist bei deinen Buhlereien mit deinen Buhlen und mit all deinen greuelvollen G\u00f6tzen und f\u00fcr das Blut deiner S\u00f6hne, die du ihnen preisgabst;<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Darum will ich sammeln all deine Buhlen, denen du gefallen, und alle, die du geliebt hast samt allen, die du zur\u00fcckgewiesen; ich werde sie sammeln um dich her und werde aufdecken deine Scham vor ihnen, dass sie ganz sehen deine Scham.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Ich werde dich bestrafen wie man Ehebrecherinnen und M\u00f6rderinnen straft; ich bringe \u00fcber dich blutigen Grimm der Eifersucht.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Ich gebe dich in ihre Hand und sie brechen deine W\u00f6lbung ab und rei\u00dfen nieder deine H\u00f6hen und ziehen dir aus deine Kleider; sie nehmen dir dein Prunkger\u00e4t ab und lassen dich nackt und blo\u00df.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Sie werden \u00fcber dich eine Menge zusammen laufen lassen, die dich steinigen und dich mit ihren Schwertern zerhauen wird.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Deine H\u00e4user werden sie im Feuer verbrennen und an dir Strafgericht \u00fcben vor den Augen vieler Frauen; ich mache, dass du aufh\u00f6rst Buhlerin zu sein, und Lohn gibst du auch ferner nicht.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Ich werde meinen Grimm an dir stillen. Meine Eifersucht wird aufh\u00f6ren und ich werde ruhen und nicht mehr z\u00fcrnen.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Weil du dich nicht der Tage deiner Jugend erinnert und mich durch all dieses gereizt hast, darum auch ich \u2014 ha! deinen Wandel bringe ich auf dein Haupt, spricht Gott, der Herr, dass du nicht mehr Buhlereien und Gr\u00e4uel \u00fcbst.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Jeder Spruchredner wird auf dich das Sprichwort anwenden: Wie die Mutter so die Tochter.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Du bist eine Tochter deiner Mutter, die Ekel hatte an ihrem Mann und die ihre Kinder verlie\u00df; auch die Schwester deiner Schwester bist du; beide haben sie ihre M\u00e4nner und ihre S\u00f6hne verlassen; eure Mutter ist eine Hetitin und euer Vater ein Emorite.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Deine \u00e4ltere Schwester war Schomron, die mit ihren T\u00f6chtern wohnte dir zur Linken, und deine j\u00fcngere Schwester, die dir zur Rechten wohnte, Sodom mit ihren T\u00f6chtern.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Nicht einmal auf ihren Wegen wandeltest du und nach ihren Gr\u00e4ueln tatest du, als w\u00e4re es gar wenig; du artetest noch mehr aus als sie auf all deinen Wegen.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup> So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, deine Schwester Sodom mit ihren T\u00f6chtern hat nicht getan wie du getan, du mit deinen T\u00f6chtern!<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Denn nur das war die Schuld deiner Schwester Sodom: Hochmut aus \u00dcberfluss und ruhigem Gl\u00fcck hatte sie und ihre T\u00f6chter; den Armen und den D\u00fcrftigen st\u00fctzte sie nicht.<br><sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Sie waren hoff\u00e4rtig und \u00fcbten Gr\u00e4uel vor mir; ich schaffte sie fort, als ich es sah.<br><sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Und was Schomron betrifft, nicht die H\u00e4lfte deiner S\u00fcnden beging sie; du \u00fcbtest mehr Gr\u00e4uel als sie. Du rechtfertigtest deine Schwestern durch all deine Gr\u00e4uel, die du ge\u00fcbt.<br><sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Trage denn auch deine Schmach, welche du deiner Schwester zuerkannt hast. Durch deine S\u00fcnden, die du grauenvoller ge\u00fcbt als sie, erscheinen sie gerechter als du; so sch\u00e4me dich denn auch und trage deine Schmach, da du deine Schwestern gerechtfertigt hast.<br><sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Ich werde Sodom und ihre T\u00f6chter wiederherstellen wie auch Schomron und ihre T\u00f6chter, und auch dich werde ich unter ihnen wiederherstellen;<br><sup class=\"Vers\">54.<\/sup> Damit du deine Schmach tr\u00e4gst und dich sch\u00e4mst alles dessen, was du getan, indem du sie tr\u00f6stest.<br><sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Und deine Schwestern, Sodom und ihre T\u00f6chter, sollen zu ihrem fr\u00fcheren Stande zur\u00fcckkehren; auch Schomron und ihre T\u00f6chter sollen zu ihrem fr\u00fcheren Stande zur\u00fcckkehren; und auch du und deine T\u00f6chter, ihr sollt zu eurem fr\u00fcheren Stande zur\u00fcckkehren.<br><sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Diente dir deine Schwester Sodom nicht als b\u00f6ser Klatsch in den Tagen deiner Hoffart?<br><sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Ehe denn aufgedeckt wurde deine Bosheit wie zur Zeit der Schmach der T\u00f6chter Arams und all ihrer Umgebungen, der T\u00f6chter der Philister, die dich von allen Seiten h\u00f6hnten.<br><sup class=\"Vers\">58.<\/sup> F\u00fcr deine Unzucht und deine Gr\u00e4uel hast du die Strafe getragen, spricht der Herr.<br><sup class=\"Vers\">59.<\/sup> Denn so spricht Gott der Herr: Ich werde dir tun, wie du getan, da du den Eid verachtetest und den Bund brachst.<br><sup class=\"Vers\">60.<\/sup> Doch werde ich gedenken meines Bundes mit dir w\u00e4hrend deiner Jugendzeit; ich werde ihn dir aufrecht halten als ewigen Bund.<br><sup class=\"Vers\">61.<\/sup> Du wirst dich deines fr\u00fchern Wandels erinnern und dich sch\u00e4men, wenn du deine Schwestern annimmst, die \u00e4lteren wie die j\u00fcngeren, und ich sie dir zu T\u00f6chtern gebe, obwohl nicht wegen deiner Bundestreue.<br><sup class=\"Vers\">62.<\/sup> Ich werde aufrecht halten meinen Bund mit dir, auf dass du erkennst, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">63.<\/sup> Damit du eingedenk bleibst und dich sch\u00e4mst, dass du nicht mehr den Mund auftust vor Besch\u00e4mung, wenn ich dir alles vergebe, was du getan, spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Das Schicksal des jud\u00e4ischen K\u00f6nigshauses. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, gib ein R\u00e4tsel auf, und trage ein Gleichnis vor \u00fcber das Haus Israel.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprich: So spricht Gott der Herr: Ein gro\u00dfer Adler mit m\u00e4chtigen Fl\u00fcgeln, langen Schwingen und vollem, buntem Gefieder kam zum Libanon und nahm den Wipfel einer Zeder.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er brach das h\u00f6chste Reis ab und brachte es in ein Kr\u00e4merland, in eine Stadt der Kaufleute setzte er es ein.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es nahm eine von den Pflanzen des Landes und tat sie in einen empf\u00e4nglichen Boden, er stellt sie an wasserreiche Stellen wie einen Weidenbaum.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie wuchs heran und wurde zum Weinstock von niedrigem Stamm und zur Erde hinrankend, dass die Ranken sich zu ihr wendeten und seine Wurzeln unter ihm waren, er wurde ein Weinstock, der Zweige gewann und Laub trieb.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es gab aber noch einen anderen gro\u00dfen Adler mit gro\u00dfen Fl\u00fcgeln und reichem Gefieder; der Weinstock dehnte seine Wurzeln nach ihm, und seine Ranken streckte er von den Beeten, worin er, um getr\u00e4nkt zu werden, gepflanzt war, nach ihm.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Wohl war er in einem guten Felde, an wasserreicher Stelle eingepflanzt, wo er Zweige treiben und Frucht tragen und ein herrlicher Weinstock werden konnte.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Frage sie doch, so spricht Gott der Herr: Wird er jetzt gedeihen? [Der erste Adler] wird ja seine Wurzel losrei\u00dfen und die Frucht abhauen, dass [der Weinstock] verdorren und die gr\u00fcnen Bl\u00e4tter vertrocknen m\u00fcssen. Er braucht nicht einmal gro\u00dfe Kraftanstrengung und viel Volk, um ihn aus den Wurzeln zu rei\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Also [der Weinstock] ist eingepflanzt, wird er gedeihen? Wird er nicht, wenn ihn der Ostwind ber\u00fchrt, verdorren? In den Beeten, wo er w\u00e4chst, wird er verdorren.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Frag doch das widerspenstige Geschlecht: Wisset ihr nun, was das bedeutet? Sprich: Da kam der K\u00f6nig von Babel nach Jerusalem und nahm dessen K\u00f6nig und dessen F\u00fcrsten und f\u00fchrte sie mit sich fort nach Babel.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Dann nahm er einen vom K\u00f6nigsstamme und schloss mit ihm einen Bund und verpflichtete ihn mit einem Eide, und die M\u00e4chtigen des Landes f\u00fchrte er weg,<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Damit es ein untert\u00e4niges K\u00f6nigreich bleibe und sich nicht erhebe, vielmehr soll es seinen Bund bewahren und bestehen bleiben.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Aber er emp\u00f6rte sich gegen ihn und sandte seine Boten nach \u00c4gypten, dass es ihm Rosse gebe und viel Volk, kann ihm das gelingen? Kann der entrinnen, der solches tut? Er hat den Bund gebrochen und soll entrinnen?<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, dass er an dem Orte des K\u00f6nigs, der ihn zum K\u00f6nige gemacht, dessen Eid er verachtet und dessen Bund er gebrochen, bei ihm in Babel sterben wird.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Pharao wird ihm keineswegs mit gro\u00dfem Heere und vielen Haufen im Kriege beistehen, wenn man W\u00e4lle aufsch\u00fcttet und ein Bollwerk baut, um viele Menschen auszurotten.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> [Der jud\u00e4ische K\u00f6nig] hat den Eid gebrochen und das B\u00fcndnis verletzt; er gab seine Hand darauf und tat dies alles doch; er wird nicht entrinnen.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott, der Herr, so wahr ich lebe, ich bringe meinen Eid, den er verletzt, und meinen Bund, den er gebrochen, auf sein Haupt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Ich breite mein Netz \u00fcber ihn aus, dass er gefangen werde in meiner Schlinge; ich bringe ihn nach Babel und rechte mit ihm daselbst wegen seiner Untreue, die er an mir begangen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> All seine Fl\u00fcchtlinge unter all seinen Heeresfl\u00fcgeln sollen durch das Schwert fallen, und die \u00dcbriggebliebenen werden in alle Winde zerstreut. Ihr werdet erfahren, dass ich, der Herr, geredet habe.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So spricht Gott der Herr: Ich nehme dann von dem Wipfel der hohen Zeder und setze ein, von den h\u00f6chsten Reisern breche ich ein zartes ab und pflanze es ein auf einem hohen und erhabenen Berge.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Auf dem Berge der H\u00f6he Israels werde ich es einpflanzen; es wird Zweige treiben und Frucht tragen und wird zur herrlichen Zeder. Alles Fliegende wird unter ihm wohnen, alles Beschwingte; im Schatten seiner Ranken werden sie wohnen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Alle B\u00e4ume des Waldes werden erfahren, dass ich, der Herr, den hohen Baum erniedrigt und den niedrigen Baum erh\u00f6ht habe; ich habe verdorren lassen das frische Holz, und habe gr\u00fcnen machen das d\u00fcrre Holz; ich der Herr habe es geredet und getan.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n\n\n\n<p><em>\u00dcber die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Warum f\u00fchrt ihr dieses Sprichwort auf dem Boden Israels also: Die V\u00e4ter haben Herlinge gegessen und die Z\u00e4hne der S\u00f6hne werden stumpf. [Vergleiche auch Jeremia 31, 29]<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, ihr sollt nicht lange mehr dieses Sprichwort in Israel f\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Alle Menschenleben sind doch mein, sowohl das des Vaters wie auch das des Sohnes, mein sind sie; die Person, die ges\u00fcndigt, die muss [fr\u00fchzeitig] sterben.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wenn jemand gerecht ist, so muss er Recht und Geb\u00fchr \u00fcben, [dass er]<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Auf den Bergen [von G\u00f6tzenopfern] nichts isst, seine Augen zu den G\u00f6tzen des Hauses Israel nicht erhebt, die Frau seines N\u00e4chsten nicht verunreinigt und einem Weibe nicht nahe kommt in ihrer Absonderung;<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Auch niemand \u00fcbervorteilt, das ihm f\u00fcr eine Schuld Verpf\u00e4ndete zur\u00fcck gibt, keinen Raub begeht, von seinem Brote dem Hungernden gibt, und den Nackten mit einem Kleide bedeckt;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Um Zins nicht ausleiht, keinen Wucher treibt, vom Unrecht seine Hand zur\u00fcckzieht und wahrhaftes Urteil f\u00e4llt zwischen einem und dem anderen;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Auch nach meinen Satzungen wandelt und meine Rechte beobachtet er, dass er Treue \u00fcbe: Der ist ein Gerechter, er bleibt leben, spricht Gott der Herr.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Zeugt er aber einen verbrecherischen Sohn, einen M\u00f6rder, der eine von den genannten Missetaten ver\u00fcbt;<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der von jenen allen nicht l\u00e4sst, sondern sowohl auf den Bergen isst, als seines N\u00e4chsten Weib verunreinigt;<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Arme und D\u00fcrftige \u00fcbervorteilt, Raub begeht, das Pfand nicht zur\u00fcckgibt und zu den G\u00f6tzen seine Augen erhebt, Gr\u00e4uel aus\u00fcbt;<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Um Zins ausleiht und Wucher nimmt, sollte der leben? Er wird nicht leben, all diese Gr\u00e4uel hat er getan, er mu\u00df sterben, sein Blut kommt \u00fcber ihn.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Zeugt er aber einen Sohn und der sieht alle S\u00fcnden seines Vaters, die er begangen, und obwohl er es sieht, tut er dennoch nicht dergleichen:<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Auf den Bergen isst er nicht, er erhebt nicht seine Augen zu den G\u00f6tzen des Hauses Israel, die Frau seines N\u00e4chsten verunreinigt er nicht;<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er \u00fcbervorteilt niemanden, beh\u00e4lt kein Pfand zur\u00fcck und begeht keinen Raub; von seinem Brote gibt er dem Hungernden, und den Nackten bedeckt er mit seinem Kleide;<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Vom Armen h\u00e4lt er seine Hand zur\u00fcck, Zins und Wucher nimmt er nicht, meine Rechte \u00fcbt er, nach meinen Satzungen wandelt er: Der wird nicht sterben durch die Schuld seines Vaters, er soll leben bleiben.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sein Vater, weil er rechtlos vorenthalten, Raub an dem Bruder begangen, er, der nicht Gutes getan unter seinem Volke, er allein ist gestorben durch seine Schuld.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und ihr fragt noch, ob der Sohn nicht mit die Schuld des Vaters tr\u00e4gt? Aber der Sohn \u00fcbt Recht und Geb\u00fchr, er beobachtet all meine Satzungen und \u00fcbt sie, er bleibt leben.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die Person, die s\u00fcndigt, muss sterben; der Sohn soll nicht mittragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht mittragen die Schuld des Sohnes; die Gerechtigkeit des Gerechten kommt \u00fcber ihn selbst und der Frevel des Frevlers kommt ebenfalls \u00fcber ihn selbst.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wenn der Frevler zur\u00fcckkehrt von all seinen S\u00fcnden, die er begangen, und alle meine Satzungen beobachtet und Recht und Geb\u00fchr \u00fcbt, wird er leben und nicht sterben.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Alle seine Missetaten, die er fr\u00fcher ver\u00fcbt, sollen ihm nicht gedacht werden; wegen seiner Gerechtigkeit, die er \u00fcbt, soll er leben.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Habe ich denn Wohlgefallen an dem Tode des Frevlers, spricht Gott, der Herr, nicht vielmehr an seiner Umkehr von seinem Wandel, dass er lebe?<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Auch wenn der Gerechte von seiner Gerechtigkeit sich abwendet und Ungerechtigkeit \u00fcbt, gleich all den Gr\u00e4ueln tut, die ein Frevler tut, sollte er leben bleiben? All seiner Gerechtigkeit, die er fr\u00fcher ge\u00fcbt, wird nicht gedacht werden; um seine Untreue, die er begangen, und um seine S\u00fcnde, die er getan, um ihretwillen muss er sterben.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Ihr sagt darauf: Unrichtig ist das Verfahren des Herrn! H\u00f6re doch, Haus Israel, ist mein Verfahren unrichtig? Ist nicht vielmehr euer Verfahren unrichtig?<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Wenn der Gerechte sich abwendet von seiner Gerechtigkeit und ver\u00fcbt Ungerechtigkeit und er deswegen stirbt, so ist er eben wegen der Ungerechtigkeit, die er ver\u00fcbt hatte, gestorben.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und wenn ein Frevler von seinem Frevel l\u00e4sst, den er ver\u00fcbt hat, und \u00fcbt Recht und Geb\u00fchr, dann wird er sein Leben retten,<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Weil er eingesehen hat und zur\u00fcckgekehrt ist von seinen Missetaten, die er ver\u00fcbt, soll er leben und nicht sterben.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie meinen vom Hause Israel: Unrichtig ist das Verfahren des Herrn! Ist mein Verfahren unrichtig, Haus Israel? Ist nicht vielmehr euer Verfahren unrichtig?<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> F\u00fcrwahr, jeden nach seinem Wandel werde ich richten, Haus Israel, spricht Gott, der Herr. Kehret um und bekehret euch von all euren Missetaten, dass sie euch nicht seien zum Ansto\u00df der Strafe.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Werft ab von euch all eure Missetaten, durch die ihr euch vergangen habt, schaffet euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Denn warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Ich habe kein Wohlgefallen am Tode des Todesw\u00fcrdigen, spricht Gott, der Herr, so bekehret euch und lebt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Das K\u00f6nigshaus.<\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Stimme du nun ein Klagelied an um die F\u00fcrsten Israels.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und sprich: Was war deine Mutter f\u00fcr eine L\u00f6win! Unter L\u00f6wen lagerte sie, unter jungen L\u00f6wen zog sie ihre Jungen gro\u00df.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie erzog eines ihrer Jungen, ein junger Leu ward es, und er lernte Beute machen, er fra\u00df Menschen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da versammelten sich um ihn die V\u00f6lker und nahmen ihn in ihrer Grube gefangen; sie brachten ihn an Nasenringen in das Land \u00c4gypten.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als sie sah, dass sie verzweifeln m\u00fcsste und ihre Hoffnung [auf ihn] verloren war, nahm sie wieder eines von ihren Jungen; zum jungen L\u00f6wen machte sie es.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Er wandelte unter L\u00f6wen, wurde ein junger Leu und lernte Beute machen; er fra\u00df Menschen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er suchte ihre Pal\u00e4ste heim und verw\u00fcstete ihre St\u00e4dte; es entsetzte sich das Land und dessen Bev\u00f6lkerung vor seinem Gebr\u00fcll.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da richteten die V\u00f6lker aus den L\u00e4ndern herum ihr Augenmerk auf ihn; sie breiteten \u00fcber ihn ihr Netz; in ihrer Fallgrube wurde auch er gefangen.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie taten ihn mit Nasenringen in einen K\u00e4fig und brachten ihn zum K\u00f6nige von Babel; man brachte ihn auf eine Veste, damit seine Stimme nicht weiter geh\u00f6rt werde auf den Bergen Israels.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Deine Mutter war wie ein saftiger Weinstock \u2014 sprich in deinem Gleichnisse \u2014 am Wasser eingepflanzt, furchtbar ward er und astreich von reichem Gew\u00e4sser.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er bekam m\u00e4chtige Zweige, geeignet zu Zeptern der Herrscher; sein Wuchs hob sich empor zwischen dichtem Gezweig. Er fiel durch seine H\u00f6he auf, in der F\u00fclle seiner Ranken.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da wurde er aber mit Grimm ausgerissen und zur Erde geworfen; der Ostwind d\u00f6rrte seine Frucht, abgerissen und verdorrt wurden seine m\u00e4chtigen Zweige, Feuer verzehrte ihn.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Jetzt ist er eingepflanzt in der W\u00fcste, in d\u00fcrrem und trockenem Boden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es ging ein Feuer aus einem Aste seiner Zweige, das seine Frucht verzehrte. Nun hat er keinen m\u00e4chtigen Zweig mehr als Zepter der Herrschaft. Eine Klage ist es und wurde zum Klagelied.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Abrechnung mit Israel. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im siebenten Jahre, am zehnten des f\u00fcnften Monats, kamen M\u00e4nner von den Vornehmen Israels, den Herrn zu befragen, und sa\u00dfen vor mir.<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Menschensohn, rede die Vornehmen Israels an und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ihr seid gekommen, mich zu befragen? So wahr ich lebe, ich lasse mich nicht von euch erfragen, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Willst du sie aber zurechtweisen? Willst du es, Menschensohn? so tue ihnen die Gr\u00e4uel ihrer Vorfahren kund.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Am Tage, da ich Israel erkor, erhob ich meine Hand [zum Schwur] f\u00fcr die Nachkommen des Hauses Jakob und offenbarte mich ihnen im Lande \u00c4gypten. Ich erhob meine Hand zu ihnen und sprach: Ich bin der Herr, euer Gott.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> An demselben Tage hob ich ihnen meine Hand [zum Schwur], dass ich sie herausf\u00fchre aus dem Lande \u00c4gypten und sie in das Land bringe, das ich f\u00fcr sie ausersehen hatte, flie\u00dfend von Milch und Honig, ein Kleinod unter allen L\u00e4ndern.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ich sprach zu ihnen: Jeder werfe von sich die Gr\u00e4uel, die er vor Augen hat, dass ihr euch nicht verunreinigt an den G\u00f6tzen \u00c4gyptens. Ich bin der Herr, euer Gott.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich h\u00f6ren. Keiner warf von sich die Gr\u00e4uel, die er vor Augen hatte, von den G\u00f6tzen \u00c4gyptens lie\u00dfen sie nicht ab. Da dachte ich meinen Grimm \u00fcber sie auszusch\u00fctten, meinen Zorn an ihnen auszulassen mitten im Lande \u00c4gypten.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber um meines Namens willen, um ihn nicht zu entweihen vor den Augen der V\u00f6lker, unter welchen sie waren, da ich mich ihnen vor deren Augen offenbart hatte, sie aus dem Lande \u00c4gypten zu f\u00fchren, handelte ich doch anders.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich f\u00fchrte sie aus dem Lande \u00c4gypten und brachte sie in die W\u00fcste.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da gab ich ihnen meine Satzungen, und meine Rechte tat ich ihnen kund, die der Mensch tun soll, damit er durch sie lebe.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und auch meinen Schabbat setzte ich ihnen ein, dass er ein Zeichen sei zwischen mir und ihnen, auf dass sie wissen, dass ich, der Herr, sie heilige.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da war aber das Haus Israel gegen mich widerspenstig in der W\u00fcste; nach meinen Satzungen wandelten sie nicht. Sie verwarfen meine Rechte, die der Mensch tun soll, auf dass er durch sie lebe, und meine Schabbatot entweihten sie sehr. Da dachte ich wiederum meinen Grimm \u00fcber sie auszusch\u00fctten in der W\u00fcste, um sie zu vernichten.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Aber ich handelte anders um meines Namens willen, um ihn nicht zu entweihen vor den Augen der V\u00f6lker, vor deren Augen ich sie herausgef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Doch hob ich meine Hand auf [und schwor] wegen ihrer in der W\u00fcste, sie Ezechiel,<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> nicht zu bringen in das Land das ich ihnen verhei\u00dfen, flie\u00dfend von Milch und Honig, ein Kleinod unter allen L\u00e4ndern.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Weil sie meine Rechte verwarfen, nach meinen Satzungen nicht wandelten und meine Schabbatot entweihten; denn ihren G\u00f6tzen wandelte ihr Herz nach.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Aber mein Auge blickte mitleidig auf sie, sie nicht zu verderben, und ich vernichtete sie nicht in der W\u00fcste.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ich sprach zu ihren S\u00f6hnen in der W\u00fcste: Nach den Satzungen eurer V\u00e4ter wandelt nicht, ihre Gebr\u00e4uche wahrt nicht und an ihren G\u00f6tzen verunreinigt euch nicht.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ich bin der Herr, euer Gott; nach meinen Satzungen wandelt und meine Rechte wahrt und \u00fcbt sie<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Heiliget meine Schabbatot, dass sie zum Zeichen zwischen mir und euch seien, auf dass ihr wisset, dass ich der Herr, euer Gott bin.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber auch die S\u00f6hne waren widerspenstig gegen mich, nach meinen Satzungen wandelten sie nicht, und meine Rechte wahrten sie nicht, sie auszu\u00fcben, die der Mensch tun soll, dass er durch sie lebe; meine Schabbatot entweihten sie. Da dachte ich meinen Grimm \u00fcber sie auszusch\u00fctten, meinen Zorn auszulassen an ihnen in der W\u00fcste.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Doch ich zog meine Hand zur\u00fcck und tat anders um meines Namen willen, um ihn nicht zu entweihen vor den Augen der V\u00f6lker, vor deren Augen ich sie herausgef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Auch hob ich meine Hand auf [und schwor] ihretwegen in der W\u00fcste, sie zu versprengen unter die V\u00f6lker und sie zu zerstreuen in die L\u00e4nder;<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Weil sie meine Rechte nicht getan, meine Satzungen verworfen, meine Schabbatot entweiht und nach den G\u00f6tzen ihrer V\u00e4ter ihre Augen richteten.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Eigentlich h\u00e4tte ich ihnen Satzungen geben sollen, die nicht gut sind, und Rechte, durch die sie nicht leben sollten;<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Dass ich sie mit ihren Gaben wenn sie [mir] alles zuf\u00fchrten, was den Mutterschoss erschlie\u00dft, verunreinigte und zerst\u00f6rte, auf dass sie erkennen, dass ich der Herr bin. \u2014<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Rede also, Menschensohn, zu dem Hause Israel und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Noch damit l\u00e4sterten mich eure V\u00e4ter, indem sie an mir Untreue begingen,<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Als ich sie in das Land brachte, das ihnen zu geben ich meine Hand [zum Schwur] aufgehoben, da ersahen sie jeden hohen H\u00fcgel und jeden dicht belaubten Baum und brachten dort ihre Opfer dar; dort legten sie ihre kr\u00e4nkenden Gaben und brachten ihre Wohlger\u00fcche und gossen ihre Spenden.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und ich sprach zu ihnen: Was ist es mit der H\u00f6he, woselbst ihr zusammenkommt? Und es wird ihr Name Bama genannt bis auf diesen Tag.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Darum sprich zu dem Hause Israel: So spricht Gott, der Herr: Wollt ihr euch in der Weise eurer V\u00e4ter verunreinigen und ihren Scheusalen nachbuhlen?<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Durch das Darbringen eurer Gaben, indem ihr eure S\u00f6hne durch das Feuer f\u00fchrt, verunreinigt ihr euch mit all euren G\u00f6tzen bis auf diesen Tag, und ich sollte mich erfragen lassen von euch, ihr vom Hause Israel? So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr, ich lasse mich nicht von euch erfragen.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und was ihr sinnt, das soll niemals geschehen, dass ihr sprecht: Wir wollen wie die anderen V\u00f6lker sein, wie die Geschlechter der anderen Lander, Holz und Stein anzubeten.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> So wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, dass ich mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit \u00fcberstr\u00f6mendem Grimme \u00fcber euch regieren will.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Ich werde euch herausf\u00fchren aus den V\u00f6lkern und euch sammeln aus den L\u00e4ndern, wohin ihr zerstreut seid, mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit \u00fcberstr\u00f6mendem Grimm.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Ich werde euch bringen in die W\u00fcste der V\u00f6lker; dort werde ich mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> So wie ich gerichtet habe mit euren V\u00e4tern in der W\u00fcste [nach dem Auszug aus] \u00c4gypten, so werde ich mit euch rechten, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Ich werde euch [wie die Schafe] unter dem Stabe vorbeiziehen lassen und in die Bande der Auswahl bringen.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Ich will n\u00e4mlich von euch ausscheiden die Emp\u00f6rer und die von mir Abgefallenen. Aus dem Lande ihres Aufenthaltes werde ich sie f\u00fchren; aber auf den Boden Israels soll keiner kommen. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Und ihr vom Hause Israel, spricht Gott der Herr, geht hin und dient jeder seinem G\u00f6tzen, wenn ihr denn nicht h\u00f6ren wollt auf mich. Aber meinen heiligen Namen werdet ihr ferner nicht mehr mit euren Gaben nebst euren G\u00f6tzen entweihen.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Denn auf meinem heiligen Berge, auf dem Berge der H\u00f6he Israels, spricht Gott, der Herr, dort soll das gesamte Haus Israel mir dienen in dem Lande; dort werde ich sie gn\u00e4dig aufnehmen, und dort werde ich eure Heben und die Erstlinge eurer Gaben und all eure heiligen Spenden begehren.<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Durch Wohlger\u00fcche werde ich euch gn\u00e4dig aufnehmen, wenn ich euch herausgef\u00fchrt habe aus den V\u00f6lkern und euch gesammelt aus den L\u00e4ndern, wohin ihr zerstreut seid. Ich werde dann durch euch geheiligt werden vor den Augen der V\u00f6lker.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich euch bringe auf den Boden Israels, in das Land, das euren V\u00e4tern zu geben ich meine Hand [zum Schwure] aufgehoben habe.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Ihr werdet dort gedenken eures Wandels und all eurer Handlungen, durch die ihr euch verunreinigt habt. Ihr werdet euch selber verabscheuen, ob all eurer \u00dcbeltaten, die ihr ver\u00fcbt habt.<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mit euch verfahre um meines Namens willen, nicht nach eurem b\u00f6sen Wandel und euren entarteten Handlungen, o Haus Israel, spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Das herannahende Strafgericht. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, richte dein Angesicht zur Rechten und predige gegen den S\u00fcden, und weissage \u00fcber den Wald des Gefildes im S\u00fcden.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sprich zu dem Walde des S\u00fcdens: H\u00f6re das Wort des Herrn! So spricht Gott, der Herr: Ich werde Feuer an dir anz\u00fcnden, dass es verzehre in dir alles gr\u00fcne Holz und auch alles d\u00fcrre Holz; die lodernde Flamme wird nicht erl\u00f6schen, dass davon gebrannt werde jedes Angesicht von S\u00fcden bis Norden.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jedes Gesch\u00f6pf wird sehen, dass ich, der Herr, es angez\u00fcndet habe; es soll nicht erl\u00f6schen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich sprach: Ach Herr, o Gott! sie sagen von mir: Er dichtet ja nur Gleichnisreden.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Menschensohn, richte dein Angesicht gegen Jerusalem; predige \u00fcber die Heiligt\u00fcmer und weissage \u00fcber den Boden Israels;<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sprich zu dem Boden Israels: So spricht der Herr: Ich komme an dich, ich ziehe mein Schwert aus der Scheide und vernichte unter dir Gerechte und Frevler.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Damit ich unter dir Gerechte und Frevler vernichte, wird f\u00fcrwahr mein Schwert aus seiner Scheide fahren gegen alles Fleisch von S\u00fcden bis Norden.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Erfahren wird jedes Gesch\u00f6pf, dass ich, der Herr, mein Schwert aus der Scheide gezogen habe; es soll nicht wieder zur\u00fcckkehren.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Du aber, Menschensohn, seufze mit gebrochenen H\u00fcften, und mit bitterem Kummer st\u00f6hne vor ihren Augen.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und wenn sie dich fragen: Weswegen seufzt du? so sprich: Wegen des Gerichtes, das nun kommt, und bei dem jedes Herz zerflie\u00dfen mu\u00df und alle H\u00e4nde schlaff werden; jeder l\u00e4sst den Mut sinken und alle Knie zerflie\u00dfen im Wasser. Es kommt und geschieht, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Menschensohn, weissage und sprich: So hat der Herr gesprochen: Sprich: Schwert! Schwert! Es ist gesch\u00e4rft und gewetzt!<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Um zu schlachten ist es gesch\u00e4rft, um zu blitzen ist es gewetzt; denn die Rute, mit der ein Kind gestraft wird, werfen wir fort, da jedes Holz da unn\u00fctz w\u00e4re.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Das Schwert wurde zum Wetzen gegeben, es in die Faust zu fassen; es ist gesch\u00e4rft, das Schwert, und auch gewetzt, um es zu geben in die Hand des W\u00fcrgers.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Schrei und wehklage, Menschensohn, denn es kommt \u00fcber mein Volk und \u00fcber alle F\u00fcrsten Israels. Dem Schwerte preisgegeben sind sie samt meinem Volke, darum schlage ich auf die H\u00fcfte.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Denn was soll ich noch versuchen und [was tun], wenn auch die Zuchtrute nicht wirkt? spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Du, Menschensohn, weissage und schlage die H\u00e4nde zusammen, denn verdoppelt wird das m\u00e4chtige Schwert; es ist das Schwert der Leichen, das gro\u00dfe Schwert, das um sie kreist.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Damit alle Herzen zerflie\u00dfen und sich die Zahl der Niedergest\u00fcrzten vermehre, habe ich eine Schlachtbank errichtet an allen ihren Toren. Ach! wie das Schwert blitzt und gewetzt ist zum Schlachten!<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Bestimme deine Richtung, schlage dich rechts, richte dich, schlage dich links; wohin ist deine Schneide gewendet?<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ich werde die H\u00e4nde zusammenschlagen und meinen Grimm dadurch stillen; ich, der Herr, habe es geredet.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Du, o Menschensohn, bestimme zwei Wege, auf welchen das Schwert des K\u00f6nigs von Babel kommen soll; aus einem Lande sollen beide ausgehen, und setze einen Wegweiser; an dem Scheidewege zu jeder Stadt setze ihn.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Den einen Weg bestimme, dass auf ihm das Schwert \u00fcber Rabba, [der Hauptstadt] der Ammoniter, komme, und dann nach Jehuda und das belagerte Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Denn es h\u00e4lt der K\u00f6nig von Babel an der Wegscheide, am Anfang der beiden Wege, um sich wahrsagen zu lassen. Er sch\u00fcttelt die Pfeile, befragt die Terafim, beschaut die Leber.[Die bekannte heidnische Schau in die Zukunft.]<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> In seine Rechte f\u00e4llt das Los wider Jerusalem, zu richten die Sturmb\u00f6cke, aufzutun den Mund mit Mordgeschrei, zu erheben die jauchzende Stimme, zu richten die Sturmb\u00f6cke gegen die Tore, W\u00e4lle aufzusch\u00fctten, ein Bollwerk aufzubauen.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Das erscheint ihnen wohl eitle Wahrsagerei, ihnen, die sich mit Eiden verschworen haben; aber er bringt ihre Schuld in Erinnerung, bei der sie ergriffen wurden.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> F\u00fcrwahr, spricht Gott, der Herr, weil er euch eure Schuld durch das Enth\u00fcllen eurer Missetaten in Erinnerung gebracht, dass sichtbar wurden eure S\u00fcnden und all eurer Mutwillen, weil dies euch in Erinnerung gebracht wurde, sollt ihr von seiner Hand ergriffen werden.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> O du, entw\u00fcrdigter Frevler, F\u00fcrst Israels, dessen Tag gekommen, zur Zeit, wo die Schuld ihren h\u00f6chsten Punkt erreicht!<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Fort mit dem Kopfbund [des Hohepriesters], ab die Krone [des Herrschers]! Weder das eine noch das andere. Das Niedrige nur erh\u00f6ht, und das Hohe erniedrigt.<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Tr\u00fcmmer, Tr\u00fcmmer, Tr\u00fcmmer will ich daraus machen; dass [die Krone und der Hohepriesterschmuck] keinem werden soll, bis der kommt, dem es geb\u00fchrt, so will ich es ihm geben.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Du aber, Menschensohn, weissage und sprich: So hat Gott, der Herr, gesprochen \u00fcber die Ammoniter und \u00fcber ihre Verh\u00f6hnung [Israels]; sprich: Schwert, gez\u00fccktes Schwert, zum Schlachten gewetzt, damit es nach M\u00f6glichkeit blitze.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Als dir L\u00fcgenhaftes geschaut und dir Trug gewahrsagt wurde, geschah es, dich zu legen auf den Nacken frevler Leichen, deren Tag gekommen ist, zur Zeit, wo ihre Schuld am h\u00f6chsten gestiegen.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Zur\u00fcck in die Scheide! an den Ort, wo du entstanden bist, in dem Lande deines Ursprungs werde ich dich richten.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Und werde \u00fcber dich aussch\u00fctten meine Wut; im Feuer meines Grimmes werde ich wider dich heranst\u00fcrmen; ich werde dich in die Hand w\u00fctiger M\u00e4nner liefern, solcher, die dir Verderben bereiten.<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Dem Feuer wirst du hingegeben zum Fra\u00df, dein Blut soll flie\u00dfen in dem Lande; nicht gedacht wird deiner werden, denn ich, der Herr, habe geredet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die sittlichen Zust\u00e4nde in Jud\u00e4a.<\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Willst du, o Menschensohn, willst du zurechtweisen die Stadt der Blutschuld? So z\u00e4hle ihr all ihre Gr\u00e4uel vor!<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und sprich: So spricht Gott, der Herr: O Stadt, die Blut vergossen in ihrer Mitte, ihr Verh\u00e4ngnis kommt; du, die G\u00f6tzen bei sich gemacht hat und unrein wurde.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Durch das Blut, das du vergossen, bist du der Schuld verfallen, und durch deine G\u00f6tzen, die du gemacht, wurdest du unrein. Du brachtest herbei die Tage und gelangtest zu den Jahren [der Heimsuchung]; darum mache ich dich zum Schimpf der V\u00f6lker und zum Spott aller L\u00e4nder.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die Nahen und Fernen werden \u00fcber dich spotten, du als unrein Ber\u00fcchtigte, voll der Verwirrung.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die F\u00fcrsten Israels trotzten bei dir, jeder auf seine Macht, um Blut zu vergie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Vater und Mutter achtete man gering bei dir, an dem Fremdling \u00fcbte man Gewaltt\u00e4tigkeit in deiner Mitte, Waise und Witwe dr\u00fcckte man nieder.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Meine Heiligt\u00fcmer verachtetest du, und meine Schabbatot entweihtest du.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aussp\u00e4her befanden sich in dir, um Blut zu vergie\u00dfen; auf den Bergen a\u00df man [von den G\u00f6tzenopfern] und ver\u00fcbte Unzucht in deiner Mitte.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Des Vaters Scham entbl\u00f6\u00dfte man bei dir, und beschlief die in ihrer Absonderung Unreine.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Einer ver\u00fcbte Gr\u00e4uel mit der Frau des anderen; mancher verunreinigte seine Schnur durch Unzucht oder er sch\u00e4ndete seine Schwester, die Tochter seines Vaters.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Bestechung nahm man bei dir, um Blut zu vergie\u00dfen; Zins und Wucher nahmst du, auch nahmst du deinem Genossen durch Gewalt Gewinn ab und meiner verga\u00dfest du, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich schlug meine H\u00e4nde zusammen ob deinem Gewinne, den du gemacht, und ob deiner Blutschuld die in deiner Mitte war.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Wird dein Mut standhalten, werden deine H\u00e4nde stark bleiben in den Tagen, wo ich es mit dir aufnehme? Ich, der Herr, habe geredet und werde es ausf\u00fchren.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ich werde dich versprengen unter die V\u00f6lker und dich zerstreuen in die L\u00e4nder; ich werde g\u00e4nzlich wegschaffen deine Unreinheit aus dir.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Du wirst vor dir selbst entw\u00fcrdigt werden vor den Augen der V\u00f6lker und wirst erkennen, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Menschensohn, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden; lauter Kupfer und Zinn, Eisen und Blei im Ofen, Schlacken von Silber sind sie.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> F\u00fcrwahr, so spricht Gott, der Herr weil ihr alle zu Schlacken geworden seid, darum will ich euch zusammentun in Jerusalem.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wie man Silber, Kupfer, Eisen, Blei und Zinn im Ofen zusammentut, Feuer darauf anzufachen, um es zu schmelzen, so werde ich euch zusammentun in meinem Zorn und in meinem Grimm und euch hineinlegen und schmelzen.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ich bringe euch zusammen und werde unter euch das Feuer meines Grimmes anfachen, dass ihr darin schmelzet.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So wie Silber im Ofen schmilzt, so sollt ihr darin geschmolzen werden; ihr sollt erfahren, dass ich, der Herr, meinen Grimm \u00fcber euch ausgesch\u00fcttet habe.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Menschensohn, rede [Pal\u00e4stina] an: Du bist ein Land, das niemals rein wird, auch nicht durch Regenguss am Tage des Unwetters.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Die Rotte seiner Propheten in seiner Mitte ist wie ein br\u00fcllender L\u00f6we, der Beute erjagt. Das Leben rauben sie, Verm\u00f6gen und Kostbares nehmen sie hin und Witwen mehren sie darin.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Seine Priester freveln an meiner Lehre und entweihen meine Heiligt\u00fcmer; zwischen Heiligem und Unheiligem unterscheiden sie nicht; \u00fcber den Unterschied von Reinem und Unreinem belehren sie nicht; vor meinen Schabbatot verschlie\u00dfen sie ihre Augen, so dass ich unter ihnen entweiht werde.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Seine F\u00fcrsten gleichen den nach Beute jagenden W\u00f6lfen, Blut zu vergie\u00dfen, Menschenleben zu vernichten, um Gewinn zu erlangen.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Seine Propheten haben alles \u00fcbert\u00fcncht; sie schauen L\u00fcgenhaftes und wahrsagen ihnen Trug; sie sprechen: So hat Gott, der Herr, gesprochen, \u2014 da doch der Herr nicht geredet hat.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Das gemeine Volk hat Gewalttaten ver\u00fcbt und Raub begangen, Arme und D\u00fcrftige \u00fcbervorteilen sie, und den Fremdling bedr\u00fccken sie mit Unrecht.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Ich suchte unter ihnen einen Mann, der einen Zaun errichtete [das B\u00f6se verh\u00fctete] und f\u00fcr das Land in die Bresche tr\u00e4te vor mir [es vor mir verteidigte], dass ich es nicht verd\u00fcrbe; aber ich fand keinen.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da sch\u00fctte ich \u00fcber sie meine Wut aus; ich vernichte sie durch das Feuer meines Grimmes; ihren Wandel bring ich auf ihr Haupt, spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Israels und Jehudas Wandel. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn! Es lebten einst zwei Frauen, sie waren T\u00f6chter einer Mutter.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> In ihrer Jugendzeit buhlten sie beide in \u00c4gypten; dort wurden ihre Br\u00fcste gedr\u00fcckt, und dort betastete man ihren jungfr\u00e4ulichen Busen.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die \u00c4ltere hie\u00df Ohola und ihre Schwester Oholiba<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-9\">9<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Mit Ohola (w\u00f6rtlich: ihr eigenes Zelt) ist Schomron, und mit Oholiba (w\u00f6rtlich: mein Zelt in ihr) ist Jerusalem genannt.<\/span>; beide wurden sie mein und gebaren S\u00f6hne und T\u00f6chter. Schomron nenne ich Ohola und Jerusalem Oholiba.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ohola wurde mir untreu, denn sie war l\u00fcstern nach ihren Buhlen, nach den assyrischen Kriegsm\u00e4nnern,<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Gekleidet in Purpurblau, mit Landpflegern und Statthaltern, lauter reizende J\u00fcnglinge, Ritter auf Rossen reitend.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie trieb mit ihnen Buhlschaft, mit den vorz\u00fcglichsten S\u00f6hnen Assyriens, und wo sie Liebschaften unterhielt, verunreinigte sie sich auch an ihren G\u00f6tzen.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Doch ihre Buhlschaft von \u00c4gypten her lie\u00df sie auch nicht, denn jene hatten sie beschlafen in der Jugend; sie hatten betastet ihren jungfr\u00e4ulichen Busen und mit ihr Buhlerei getrieben.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wahrlich, ich gab sie in die Hand ihrer Buhlen, in die Hand der S\u00f6hne Assyriens, nach denen sie l\u00fcstern war.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie entbl\u00f6\u00dften ihre Scham, entf\u00fchrten ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter, und sie selbst erschlugen sie mit dem Schwerte; sie wurde bekannt bei den Frauen wegen der Strafgerichte, die man an ihr ge\u00fcbt.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Das sah ihre Schwester Oholiba; aber sie zeigte sich noch entarteter in ihrer L\u00fcsternheit und in ihrer Buhlschaft als ihre Schwester.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Nach den S\u00f6hnen Assyriens war sie l\u00fcstern; Landpfleger und Statthalter, pr\u00e4chtig gekleidete Kriegsm\u00e4nner, Ritter, reitend auf Rossen, alle reizende J\u00fcnglinge.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich sah, dass auch sie verunreinigt wurde; in einerlei Weise trieben es beide.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Aber sie trieb ihre Buhlerei noch weiter. Sie sah auf der Wand mit Mannig gezeichnete Abbildungen von M\u00e4nnern, von Chald\u00e4ern.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> An den H\u00fcften mit einem G\u00fcrtel umg\u00fcrtet, die H\u00e4upter mit einem Turban umwunden; sie sahen alle wie Kriegsobere aus, nach der Art der S\u00f6hne Babels, jener, deren Geburtsland Chald\u00e4a ist.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da wurde sie l\u00fcstern nach ihnen, als sie ihrer ansichtig wurde, und sandte Boten an sie nach Chald\u00e4a.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die S\u00f6hne Babels kamen zu ihr, um mit ihr ein Liebeslager abzuhalten, und verunreinigten sie durch ihre Buhlschaft; sie wurde unrein durch sie, dann aber wurde sie ihrer \u00fcberdr\u00fcssig.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da sie ihre Buhlerei \u00f6ffentlich trieb und ihre Scham entbl\u00f6\u00dfte, so riss sich mein Herz los von ihr, so wie mein Herz sich losgerissen hatte von ihrer Schwester.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Aber sie trieb noch weiter ihre Buhlerei, indem sie sich an die Tage ihrer Jugend erinnerte, da sie im Lande \u00c4gypten gebuhlt.<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und sie war l\u00fcstern nach ihren [ersten] Liebhabern, die Glieder wie Esel haben und Brunst wie Hengste.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Du sehntest dich nach der Unzucht deiner Jugend, da die \u00c4gypter deine Br\u00fcste dr\u00fcckten, als dein Busen noch jugendlich war.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Wahrlich, Oholiba, so spricht Gott, der Herr, ich reize deine Buhlen wider dich, derer du \u00fcberdr\u00fcssig geworden bist, und bringe sie \u00fcber dich von allen Seiten her.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die S\u00f6hne Babels und alle Chald\u00e4er, Pekod und Soa und Koa, alle S\u00f6hne Assyriens mit ihnen, all die reizenden J\u00fcnglinge, Landpfleger und Statthalter, vornehme Wagenk\u00e4mpfer, alle Reiter auf Rossen.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und sie kommen \u00fcber dich mit Heeresmacht, mit Wagen und R\u00e4dern und mit V\u00f6lkerget\u00fcmmel, Tartsche und Schild und Helm, sie stellen sich auf gegen dich herum, und ich \u00fcbergebe ihnen das Gericht, dass sie dich richten nach ihren Rechten.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Ich richte meinen Eifer wider dich, dass sie mit dir grimmig verfahren; sie werden dir Nase und Ohren abschneiden, und was von dir zur\u00fcckbleibt, wird durch das Schwert fallen. Deine S\u00f6hne und deine Tochter werden sie entf\u00fchren, und der \u00dcberrest wird vom Feuer gefressen werden.<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Sie werden dir deine Kleider ausziehen und dein Prachtgeschmeide nehmen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ich mache deiner Unzucht und deiner Buhlerei vom Lande \u00c4gypten her ein Ende; du wirst deine Augen nicht mehr zu ihnen erheben und \u00c4gyptens nicht mehr gedenken.<br><sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Denn so spricht der Herr: Ich gebe dich in die Hand derer, die du hassest, und in die Hand jener, derer du \u00fcberdr\u00fcssig geworden bist.<br><sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Sie werden mit dir im Hass verfahren, all deinen Erwerb fortnehmen und dich nackt und blo\u00df zur\u00fccklassen, dass deine unz\u00fcchtige Scham aufgedeckt werde und deine Unzucht und deine Buhlerei.<br><sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Solches wird dir widerfahren, weil du den V\u00f6lkern nachbuhltest und dich an ihren G\u00f6tzen verunreinigtest.<br><sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Auf dem Wege deiner Schwester bist du gewandelt, so werde ich ihren Kelch auch in deine Hand geben [dich ihres Loses teilhaftig werden lassen].<br><sup class=\"Vers\">32.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Den Kelch deiner Schwester sollst du trinken, den tiefen und weiten; du sollst zum Gel\u00e4chter und zum Gesp\u00f6tt werden, [denn dieser Becher] kann viel fassen.<br><sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Der Trunkenheit und des Grames sollst du voll werden; \u2014 denn ein Kelch des Entsetzens und der Erstarrung ist er, der Kelch deiner Schwester Schomron.<br><sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Den wirst du trinken und ausschl\u00fcrfen und seine Scherben abnagen und dir deine Br\u00fcste zerrei\u00dfen; denn ich habe es geredet, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">35.<\/sup> F\u00fcrwahr, so spricht Gott, der Herr, weil du meiner vergessen und mich hinter deinen R\u00fccken geworfen hast, so erleide denn auch [die Strafe f\u00fcr] deine Unzucht und deine Buhlerei.<br><sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Der Herr sprach zu mir: Menschensohn, du willst doch Ohola und Oholiba zur Rede stellen, so halte ihnen ihre Gr\u00e4uel vor:<br><sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Dass sie Ehebruch getrieben und Blut an ihren H\u00e4nden klebt, dass sie mit ihren G\u00f6tzen Ehebruch getrieben und selbst ihre S\u00f6hne, die sie mir geboren, ihnen zum Fra\u00dfe vorgef\u00fchrt.<br><sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Auch noch das taten sie mir: Sie verunreinigten mein Heiligtum in jenen Tagen und entweihten meine Schabbatot.<br><sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Denn nachdem sie ihren G\u00f6tzen ihre S\u00f6hne geschlachtet haben, kamen sie in mein Heiligtum am selben Tage, es zu entweihen \u2014 solches taten sie in meinem Hause.<br><sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Auch dass sie nach M\u00e4nnern sandten, dass sie aus der Ferne kamen; sie sandte zu ihnen Boten, und es kamen die, f\u00fcr die du dich gebadet, deine Augen gef\u00e4rbt und dich geschm\u00fcckt hattest;<br><sup class=\"Vers\">41.<\/sup> F\u00fcr die du dich auf ein pr\u00e4chtiges Bett gesetzt, davor ein gedeckter Tisch, und hattest mein R\u00e4ucherwerk und mein \u00d6l darauf gestellt.<br><sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Es erscholl da der L\u00e4rm eines m\u00fcssigen P\u00f6bels; wegen dieser vielen betrunkenen M\u00e4nner, die aus der W\u00fcste gef\u00fchrt wurden, taten sie B\u00e4nder an ihre Arme und prangende Kronen auf ihre H\u00e4upter.<br><sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Und ich sprach nun: Eine solche alte Person treibt noch Buhlerei? Noch jetzt werden sie mit ihr Liebschaft pflegen? Mit ihr?<br><sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Man kam zu ihr, wie man zu einer [jugendlichen] Buhlerin kommt, so kamen sie zu Ohola und Oholiba, den unz\u00fcchtigen Frauen.<br><sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Doch gerechte M\u00e4nner werden sie richten nach dem Rechte der Ehebrecherinnen und nach dem Rechte der M\u00f6rderinnen, denn sie sind Ehebrecherinnen und Blut ist an ihren H\u00e4nden.<br><sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Denn so spricht Gott, der Herr: Versammelt viel Volk gegen sie, dass sie preisgegeben werden der Misshandlung und der Pl\u00fcnderung.<br><sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Die Versammlung steinige sie und zerhaue sie mit den Schwertern, ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter sollen sie erschlagen und ihre H\u00e4user im Feuer verbrennen.<br><sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Ich werde aller Unzucht im Lande ein Ende machen, dass alle Frauen daraus eine Lehre nehmen und nicht eure Unzucht nachahmen.<br><sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Sie werden euch [die Strafe] eurer Unzucht auferlegen, und die S\u00fcnden eurer G\u00f6tzen werdet ihr zu tragen haben; ihr werdet erfahren, dass ich Gott, der Herr, bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Die Schlechtigkeiten in Jerusalem. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich im neunten Jahre am zehnten des zehnten Monats also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, schreibe dir auf den Namen des Tages, dieses heutigen Tages; an eben diesem Tage beginnt der K\u00f6nig von Babel Jerusalem anzugreifen.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Dichte ein Gleichnis auf das widerspenstige Geschlecht und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Setze den Topf zu, setze zu! und sch\u00fctte auch Wasser darein.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Tue die St\u00fccke zusammen darein, jedes gute St\u00fcck, Lenden und Schulter, f\u00fclle ihn mit den besten Knochen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Nimm von den auserlesensten Schafen und richte auch das Feuer f\u00fcr die Knochen darunter; lass es stark sieden, dass auch die Knochen darin gar kochen.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> F\u00fcrwahr, spricht Gott, der Herr, o \u00fcber die Stadt der Blutschuld, Topf, an dem Schmutz ist, von dem der Schmutz noch nicht gewichen ist! St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nimm heraus ohne Los [ohne Unterschied].<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Ihr Blut ist in ihrer Mitte [das vergossene Blut ist sichtbar]; es ist auf trocknen Boden vergossen worden; man vergo\u00df es nicht auf die Erde, um es dann mit Erde zu bedecken.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Den Zorn zu steigern, dass es nach Rache schreie, legte ich ihr Blut auf d\u00fcrren Felsen, auf dass es nicht zugedeckt werde.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> F\u00fcrwahr, so spricht Gott, der Herr, o \u00fcber die Stadt der Blutschuld! Auch ich werde ein gro\u00dfes Heizfeuer machen,<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Viel Holz herbeischaffen, ein gro\u00dfes Feuer anmachen, alles Fleisch darauf tun, eine Br\u00fche daraus mengen, dass die Knochen anbrennen.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Stelle [den Topf] leer auf die Kohlen, damit er hei\u00df werde und sein Erz ergl\u00fche, damit seine Unreinheit in ihm schmelze und sein Rost sich verzehre.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Vergebliche M\u00fche! Sein gro\u00dfer Schmutz geht nicht heraus, \u00fcbelriechend ist bereits sein Schmutz.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5070\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-10\">10<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5070-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">Die \u00fcbliche \u00dcbersetzung: \u00bbIns Feuer mit dem Schmutz!\u00ab ist ebenso falsch, wie im Zusammenhang unpassend; der Topf steht ja bereits auf dem Feuer, und alles ist vergeblich.<\/span><br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Weil du durch Unzucht verunreinigt bist, weil ich dich reinigen wollte und du nicht rein wurdest von deiner Unreinheit, so sollst du nicht mehr rein werden, bis ich meinen Grimm an dir gek\u00fchlt.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich, der Herr, habe geredet, es kommt und ich vollf\u00fchre es; ich lasse nicht ab und schone nicht und bereue nicht; nach deinem Wandel und deinen Handlungen richten sie dich, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Menschensohn! Ich nehme dir das Teuerste durch eine Seuche, aber du sollst nicht wehklagen und nicht weinen, keine Tr\u00e4ne vergie\u00dfen.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Halte nur eine stille Totenklage, stelle keine laute Trauer an, deinen Kopfbund binde um und deine Schuhe thue an die F\u00fc\u00dfe; verh\u00fclle nicht den Lippenbart und iss nicht das Brot der Leute.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Am Morgen redete ich also zum Volke, und am Abend starb meine Frau: ich tat am anderen Morgen, wie mir geboten worden.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da sprach das Volk zu mir: M\u00f6chtest du uns nicht sagen, was das, was du tust, uns bedeutet?<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Ich erwiderte ihnen: Das Wort des Herrn ist an mich ergangen, also:<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sprich zu dem Hause Israel: So spricht Gott der Herr: Ich entweihe mein Heiligtum, eure stolze Veste, die Lust eurer Augen, den Liebling eurer Seele; und eure Tochter und eure S\u00f6hne, die ihr hinterlasset, werden durch das Schwert fallen.<br><sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber ihr werdet tun, wie ich getan; den Lippenbart werdet ihr nicht verh\u00fcllen, und Brot der Leute werdet ihr nicht essen.<br><sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Euer Kopfbund wird bleiben auf euren K\u00f6pfen und eure Schuhe an euren F\u00fc\u00dfen; ihr werdet nicht wehklagen und nicht weinen, denn ihr werdet hinschwinden in eurer Schuld und werdet wimmern untereinander.<br><sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ezechiel wird euch zum Vorzeichen sein; so wie er getan, werdet ihr tun; wenn es kommt, so werdet ihr erkennen, dass ich Gott, der Herr, bin.<br><sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Du aber, Menschensohn, wahrlich, am Tage, da ich ihre Veste nehme, die Wonne ihrer Pracht, die Lust ihrer Augen und die Sehnsucht ihrer Herzen: ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter;<br><sup class=\"Vers\">26.<\/sup> An demselben Tage wird ein Fl\u00fcchtling zu dir kommen, um dir die Botschaft zu bringen.<br><sup class=\"Vers\">27.<\/sup> An demselben Tage wird dein Mund aufgetan; wenn der Fl\u00fcchtling kommt, wirst du reden und nicht wieder verstummen. So wirst du ihnen zum Vorzeichen sein, und sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Gegen andere V\u00f6lkerschaften. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, richte dein Gesicht zu den Ammonitern und weissage \u00fcber sie.<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sprich zu den Ammonitern: H\u00f6rt das Wort Gottes, des Herrn! So spricht Gott, der Herr: Weil du \u00fcber mein Heiligtum gerufen hast, ah! dass es nun entweiht worden, dass der Boden Israels verw\u00fcstet, und \u00fcber das Haus Jehuda, dass es ins Exil gewandert ist:<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Wahrlich, ich gebe dich den S\u00f6hnen des Morgenlandes zur Beute; sie werden ihre H\u00fcrden bei dir aufschlagen und ihre Wohnungen bei dir errichten; sie werden deine Frucht essen und deine Milch trinken.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ich mache Rabba zum Anger der Kamele und das Land der Ammoniter zum Lagerplatz der Schafe; ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn so spricht Gott, der Herr: Weil du mit den H\u00e4nden klaschtest und mit den F\u00fc\u00dfen stampftest und dich freutest mit all deinem ausgelassenen Hohn \u00fcber den Boden Israels:<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wahrlich, ich strecke meine Hand gegen dich aus und gebe dich den V\u00f6lkern zum Raube; ich rotte dich aus unter den Nationen und vernichte dich aus den L\u00e4ndern; ich vertilge dich, dass du erfahrest, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Weil da Moab und Se\u00efr gesprochen: Wie allen V\u00f6lkern wird es auch dem Hause Jehuda ergehen;<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wahrlich, ich \u00f6ffne die Grenze Moabs von den St\u00e4dten her, von seinen St\u00e4dten an seinem Ende, das Kleinod des Landes von Bet Jesimot, Baal Meon und Kirjataim, \u2014<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Den S\u00f6hnen des Morgenlandes, dass sie \u00fcber die Ammoniter heranziehen, und gebe es ihnen zum Erbe, damit der Ammoniter nicht mehr gedacht werde unter den V\u00f6lkern.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch an Moab werde ich Strafgericht \u00fcben; sie sollen erfahren, dass ich der Herr bin,<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Weil die Idum\u00e4er rachs\u00fcchtig mit dem Hause Jehuda verfahren sind, dass sie auf sich Schuld geladen, indem sie Rache an ihm \u00fcbten:<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott der Herr, ich strecke meine Hand gegen Edom aus; ich rotte davon aus Menschen und Vieh und mache daraus eine \u00d6de; von Teman bis Dedan fallen sie durch das Schwert.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich vollziehe meine Rache an Edom durch die Hand meines Volkes Israel; sie werden verfahren mit Edom nach meinem Zorn und nach meinem Grimm: sie sollen meine Rache erfahren, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> So spricht Gott, der Herr: Weil die Philister mit Rachsucht verf\u00fchren und mit aus dem Herzen kommender Verachtung sich r\u00e4chten, Verderben zu stiften, zu ewiger Feindschaft:<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wahrlich, spricht Gott der Herr ich strecke meine Hand gegen die Philister aus; ich vernichte die Kreter und den \u00dcberrest der Meeresk\u00fcstenbewohner.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Ich werde an ihnen gro\u00dfe Rache nehmen mit grimmigen Strafen; sie werden erfahren dass ich der Herr bin, wenn ich meine Rache an ihnen vollziehe.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Gegen Tyrus und Zidon. <\/em><br><sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Im elften Jahre, am ersten des [ersten] Monats, erging das Wort des Herrn an mich also:<br><sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Menschensohn, weil Tyrus [frohlockend] \u00fcber Jerusalem gerufen hat: Ha, zerbrochen ist die Pforte der V\u00f6lker, [aller Reichtum] ist auf mich \u00fcbergegangen; ich werde voll werden, da sie ver\u00f6det ist:<br><sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Wahrlich, so spricht Gott, der Herr, ich will an dich, Tyrus! Ich f\u00fchre wider dich heran viele V\u00f6lker, wie das Meer seine Wogen steigen macht.<br><sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie zerst\u00f6ren die Mauern von Tyrus und rei\u00dfen ihre T\u00fcrme nieder, und ich schwemme seine Erde hinweg von ihm und mache es zum d\u00fcrren Felsen.<br><sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ein Platz zum Ausbreiten der Fischnetze soll es mitten im Meere sein, denn ich habe geredet, spricht Gott der Herr, es werde den V\u00f6lkern zum Raube.<br><sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Auch die T\u00f6chterniederlassungen auf dem Lande sollen durch das Schwert erschlagen werden; sie werden erfahren, dass ich der Herr bin.<br><sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Denn so spricht Gott, der Herr: Ich bringe gegen Tyrus Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, von Norden her, den K\u00f6nig der K\u00f6nige mit Rossen und mit Wagen und mit Reitern und Haufen und vielem Volk.<br><sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Deine T\u00f6chterniederlassungen auf dem Lande wird er mit dem Schwerte erschlagen, dich selbst wird er umgeben mit Bollwerk und aufsch\u00fctten wider dich einen Wall und aufstellen gegen dich ein Schilddach.<br><sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Seine Mauerbrecher wird er ansetzen wider deine Mauern und deine T\u00fcrme wird er niederrei\u00dfen mit seinen \u00c4xten.<br><sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Von der Menge seiner Rosse wird dich der Staub bedecken, von dem Get\u00fcmmel der Reisigen, der R\u00e4der und der Wagen; wenn er einzieht in deine Tore, wie in die Eing\u00e4nge einer erbrochenen Stadt, werden deine Mauern erbeben.<br><sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Mit den Hufen seiner Rosse wird er all deine Stra\u00dfen zerstampfen, dein Volk wird er mit dem Schwerte erschlagen, und deine stolzen Standbilder werden zu Boden sinken.<br><sup class=\"Vers\">12.<\/sup> [Die Feinde] werden dein Verm\u00f6gen pl\u00fcndern und deine Ware rauben; deine Mauern werden sie niederrei\u00dfen und deine Lusth\u00e4user abbrechen; deine Steine, dein Holz und deine Erde werden sie in das Wasser werfen.<br><sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich mache ein Ende dem lauten Klang deiner Lieder; der Schall deiner Zithern wird nicht mehr geh\u00f6rt werden.<br><sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich mache dich zum d\u00fcrren Felsen, ein Platz zum Ausbreiten der Fischnetze sollst du sein; du sollst nicht wieder aufgebaut werden, denn ich, der Herr, habe geredet, spricht Gott, der Herr.<br><sup class=\"Vers\">15.<\/sup> So spricht Gott, der Herr, \u00fcber Tyrus: Vom Dr\u00f6hnen deines Sturzes, wenn Erschlagene wimmern, wenn gew\u00fcrgt wird in deiner Mitte, erbeben die Eilande.<br><sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Alle F\u00fcrsten der Meeresk\u00fcste werden ihren Thron verlassen, ihre Staatskleider werden sie ablegen und ihre buntgewirkten Kleider ausziehen, denn sie werden, vom Schrecken erfasst, sich auf den Boden niedersetzen; von Weile zu Weile werden sie erschauern und deinetwegen verst\u00f6rt sein.<br><sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie werden \u00fcber dich ein Klagelied erheben und zu dir sprechen: Wie bist du vernichtet, am Meere Gelagerte! gepriesene Stadt, die stark war im Meere, sie und ihre Bewohner, die ihren Schrecken verbreiteten unter allen Anwohnern.<br><sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Nun erbeben die Eilande am Tage deines Sturzes, erschreckt sind die Eilande im Meere ob deiner Auswanderung.<br><sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Denn also spricht Gott, der Herr: Wenn ich dich zu einer ver\u00f6deten Stadt mache, wie die St\u00e4dte, die nicht mehr bewohnt werden, wenn ich \u00fcber dich die Flut aufsteigen lasse, dass dich die vielen Wasser bedecken;<br><sup class=\"Vers\">20.<\/sup> So sto\u00dfe ich dich hinunter zu den in die Grube Gesunkenen, zu den [untergegangenen] V\u00f6lkern der Vorzeit; ich versetze dich in die Unterwelt auf uralte Tr\u00fcmmern, bei den in die Grube Gesunkenen, damit du unbewohnt bleibst; dadurch verleihe ich Leben dem Lande der Lebenden.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Zum Schattenbilde mache ich dich, dass du dahin bist; du wirst gesucht, aber nicht gefunden werden f\u00fcr ewige Zeiten; so spricht Gott, der Herr.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Welcher \u00c4ra ist unbekannt.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>Sonst waren die Rollen nur auf einer Seite beschrieben.<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>So viel dauerte das Reich Israel, indes bedarf diese Zahl einer eingehenden Er\u00f6rterung.<\/div><\/li><li><span>4<\/span><div>Um soviel \u00fcberdauerte das Reich Juda das Reich Israel; auch diese Zahl bedarf der eingehenden Er\u00f6rterung<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div>Im Hebr\u00e4ischen ein Wortspiel, das sich nicht \u00fcbersetzen l\u00e4sst.<\/div><\/li><li><span>6<\/span><div>Im Hebr\u00e4ischen Alliteration, die sich in der \u00dcbersetzung nicht wiedergeben l\u00e4sst.<\/div><\/li><li><span>7<\/span><div>Den Exilanten lie\u00dfen die in Jerusalem Zur\u00fcckgebliebenen sagen: Ihr kommt ja nicht mehr zur\u00fcck, alles f\u00e4llt daher uns zu.<\/div><\/li><li><span>8<\/span><div>In der Tat fl\u00fcchtete Zidkija, als Jerusalem erobert worden, durch einen geheimen Gang, wurde aber trotzdem gefasst. Darauf beziehen sich viele Worte.<\/div><\/li><li><span>9<\/span><div>Mit Ohola (w\u00f6rtlich: ihr eigenes Zelt) ist Schomron, und mit Oholiba (w\u00f6rtlich: mein Zelt in ihr) ist Jerusalem genannt.<\/div><\/li><li><span>10<\/span><div>Die \u00fcbliche \u00dcbersetzung: \u00bbIns Feuer mit dem Schmutz!\u00ab ist ebenso falsch, wie im Zusammenhang unpassend; der Topf steht ja bereits auf dem Feuer, und alles ist vergeblich.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Jechezkiel (Ezekiel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 Kapitel 1 Die Vision des Propheten. 1. Im drei\u00dfigsten Jahre am f\u00fcnften des vierten Monats befand ich mich unter den verbannten [Jud\u00e4ern] am Strome Kebar; da \u00f6ffnete sich der Himmel und ich sah eine g\u00f6ttliche Erscheinung.2. (Am f\u00fcnften des Monats, es war das f\u00fcnfte Jahr seit der Verbannung des K\u00f6nigs Jojachin,3. Da erging das Wort des Herrn an Ezechiel, Sohn des Priesters Busi in Chald\u00e4a am Strome Kebar; dort kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn.)4. Ich sah, wie ein Sturmwind vom Norden her kam, ein dichtes Gew\u00f6lk und ein um sich greifendes Feuer, von dem ein Glanz ausging. Und aus dessen Mitte, wie Golderz aus dem Feuer,5. Ein Bild von vier Tieren hervorging; dies ihre Gestalten: Sie hatten die Form des Menschen [d.h. einen aufrechten Gang].6. 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