{"id":5129,"date":"2020-05-06T14:09:23","date_gmt":"2020-05-06T12:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5129"},"modified":"2020-05-14T16:51:50","modified_gmt":"2020-05-14T14:51:50","slug":"erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow-berachot","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow-berachot\/","title":{"rendered":"Erz\u00e4hlungen des Talmuds &#8211; Ejn Ja\u2019akow &#8211; Berachot"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<p>Die Erz\u00e4hlungen\/<em>Aggadah<\/em> des Traktats <em>Berachot<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Inhaltsverzeichnis von Ejn Ja&#8217;akow &#8211; die Erz\u00e4hlungen des Talmuds<\/a>]<\/p>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#2a\">2a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#3a\">3a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#3b\">3b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#4a\">4a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#6a\">6a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#6b\">6b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#7a\">7a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#7b\">7b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#7b\">7b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#29b\">29b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#32a\">32a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#55a\">55a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#55b\">55b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#56a\">56a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#57b\">57b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#60b\">60b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#61a\">61a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#61b\">61b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#62a\">62a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#63a\">63a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#63b\">63b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#64a\">64a<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"2a\">2a.<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Mischna.<\/em> Einmal kamen die S\u00f6hne des Rabban Gamliel vom Gastmahle, da sprachen sie zu ihm: Wir haben das Sch&#8217;ma noch nicht gelesen. Wenn die Morgenr\u00f6te noch nicht aufgestiegen ist, versetzte er, so seid ihr verpflichtet es zu lesen. Und nicht das allein haben sie (die Weisen) gesagt, sondern \u00fcberall, wo sie bestimmt haben: bis Mitternacht, da gilt ihre Vorschrift (so lange), bis die Morgenr\u00f6te aufsteigt. Wenn dem so ist, warum<br>haben dann aber die Weisen gesagt: bis Mitternacht?<br>Um den Menschen von der S\u00fcnde fern zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Jizchak bar Schmuel hat im Namen Rabs gesagt: Die Nacht hat drei Nachtwachen und in jeder Nachtwache sitzt der Heilige, gesegnet sei er! und br\u00fcllt wie ein L\u00f6we und spricht: Wehe den Kindern! denn ihrer S\u00fcnden wegen habe ich mein Haus zerst\u00f6rt und meinen Tempel verbrannt und sie unter die V\u00f6lker der Welt verbannt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"3a\">3a<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: R. Josse hat gesagt: Ich war einmal auf der Reise und trat in eine Ruine von den Ruinen Jerusalems, um zu beten. Da kam Elijahu, gesegneten Andenkens, und wartete auf mich an der T\u00fcr, bis ich mein Gebet vollendet hatte. Als das geschehen war, sprach er zu mir: Friede sei mit dir, mein Meister! worauf ich ihm erwiderte: Friede sei mit dir, mein Meister und mein Lehrer! Darauf sprach er zu mir: Mein Sohn! warum bist du in diese Ruine getreten?<br>Um zu beten, lautete meine Antwort. Du h\u00e4ttest doch, fuhr er fort, auf dem Weg beten k\u00f6nnen?<br>Ich entgegnete ihm: Ich f\u00fcrchtete mich, dass mich vielleicht Wanderer h\u00e4tten unterbrechen k\u00f6nnen.<br>Darauf sprach er:<br>Du h\u00e4ttest ein kurzes Gebet beten sollen.<br>In dieser Stunde habe ich von ihm drei Dinge gelernt, n\u00e4mlich dass man nicht in eine Ruine treten darf, dass man auf dem Weg beten darf und dass derjenige, welcher unterwegs betet, nur ein kurzes Gebet beten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Er (der Prophet Elijahu) sprach ferner zu mir: Was f\u00fcr eine Stimme hast du in dieser Ruine geh\u00f6rt?<br>Ich sprach zu ihm: Ich h\u00f6rte ein Bat-Kol, gurrend wie eine Taube und sprechend: Wehe den Kindern! denn ihrer S\u00fcnden wegen habe ich mein Haus zerst\u00f6rt und meinen Tempel verbrannt und sie unter die V\u00f6lker verbannt.<br>Darauf sprach Elijahu zu mir: Bei deinem Leben und dem Leben deines Hauptes! nicht in dieser Stunde allein spricht sie (die Stimme) so, sondern an jedem Tag spricht sie so dreimal. Und nicht nur das, sondern in der Stunde (Zeit), wo die Juden in die Bet- und Lehrh\u00e4user gehen und antworten (d. i. mit den Worten einfallen): Sein gro\u00dfer Name sei gepriesen! sch\u00fcttelt der Heilige, gesegnet sei er! sein Haupt und spricht:<br>Heil dem K\u00f6nige! den sie also in seinem Hause preisen.<br>Was f\u00fcr einen Nutzen hat der Vater, dass er seine Kinder verbannt hat?<br>Wehe den Kindern, welche vom Tische ihres Vaters verbannt worden sind!<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben gelehrt: Wegen dreier Ursachen darf man nicht in eine Ruine treten: wegen Verdachtes (der Unzucht), wegen Einsturzes (des \u00fcbriggebliebenen Mauerwerkes) und wegen sch\u00e4dlicher Geister (die sich da aufzuhalten pflegen).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"3b\">3b<\/h2>\n\n\n\n<p>Rab Acha bar Bisna hat gesagt, dass R. Schimon der Fromme gesagt habe:<br>Eine Harfe hing \u00fcber dem Bett Davids, sobald die Mitternacht nahte, kam der Nordwind und blies daran und sie spielte von selbst. Sofort stand er auf (von seinem Lager) und besch\u00e4ftigte sich mit der Tora, bis die Morgenr\u00f6te aufstieg. Sobald die Morgenr\u00f6te aufgestiegen war, gingen die Weisen Israels zu ihm hinein und sprachen zu ihm:<br>Unser Herr K\u00f6nig! dein Volk Israel bedarf des Unterhalts.<br>Er sprach zu ihnen: Geht und ern\u00e4hrt euch, einer von dem andren.<br>Eine Handvoll s\u00e4ttigt den L\u00f6wen nicht, wandten sie ihm ein, und die Grube wird nicht voll von ihrem eigenen Schutt.<br>So geht, versetzte er, und breitet eure H\u00e4nde aus in der Streifschaar (d. i. macht Beute).<br>Sofort berieten sie sich mit Achitofel und Hessen sich vom Sanhedrin Erlaubnis erteilen und befragten die Urim und Tummim (hinsichtlich des Ausgangs ihres Streifzuges). Nach Rab Joseph ist das auch der Sinn der Schrift (1 Chron. 27, 34 vergl. II Schmuel 16, 23.)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"4a\">4a<\/h2>\n\n\n\n<p>Es hei\u00dft II Schmuel 20, 23: \u00bbUnd Benjahu, Sohn Jehojadas, war \u00fcber Krethi und Pleti gesetzt.\u00ab<br>Warum hei\u00dfen sie Krethi und Pleti?<br>Kreti, weil sie ihre Worte abschnitten, Pleti, weil sie wunderbar waren in ihren Worten.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Sera hat gesagt: Mose und David haben gewusst (wann Mitternacht ist).<br>Wenn aber David es gewusst hat, wozu diente ihm dann die (\u00fcber seinem Bett h\u00e4ngende) Harfe?<br>Antw.: Um ihn aufzuwecken. Und wenn Mose es gewusst hat, warum sagte er (dann unbestimmt in Schemot 11: um Mitternacht (und nicht bestimmt: in der Mitte der Nacht)?<br>Antw.: Mose dachte so: Vielleicht irren sich die Sternseher Pharaos und sagen dann: Mose ist ein L\u00fcgner.<br>Denn Mar hat gesagt: Lehre (d. i. gew\u00f6hne) deine Zunge zu sagen: Ich wei\u00df nicht, du k\u00f6nntest sonst vielleicht f\u00fcr einen L\u00fcgner gehalten und ergriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] David betete <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-3-psalmen-73-bis-89\/#Psalm86\">Ps. 86<\/a>: \u00bbBewahre meine Seele, denn ich bin fromm.\u00ab<br>Dar\u00fcber sind R. Levi und R. Jizchak verschiedener Meinung.<br>Der eine hat gesagt:<br>David sprach also vor dem Heiligen, gesegnet sei er! Herr der Welt! bin ich nicht fromm?<br>Denn alle K\u00f6nige des Ostens und Westens schlafen bis drei Stunden (d. i. bis in die dritte Stunde am Tage), und ich (<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-5-psalmen-107-bis-150\/#Psalm119\">Psalm 119, 6<\/a>): \u00bbMitternachts stehe ich auf, um dir zu danken.\u00ab<br>Der andere hat gesagt: David sprach also vor dem Heiligen, gesegnet sei er! Herr der Welt! bin ich nicht fromm?<br>Denn alle K\u00f6nige des Ostens und Westens sitzen scharenweise in ihrer Herrlichkeit, und ich: Meine H\u00e4nde sind immer besudelt mit Blut, mit der Haut des Embryos (Fruchthaut) und mit der Nachgeburt, um eine Frau ihrem Manne rein zu sprechen. Und nicht allein das, sondern auch \u00fcber alles, was ich tue, berate ich mich mit meinem Lehrer Mefiboschet und spreche zu ihm:<br>Mein Lehrer Mefiboschet!<br>Habe ich recht gerichtet?<br>Habe ich recht f\u00fcr schuldig und habe ich recht f\u00fcr unschuldig erkl\u00e4rt?<br>Habe ich recht f\u00fcr rein und habe ich recht f\u00fcr unrein gesprochen?<br>Und ich sch\u00e4me mich nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"6a\">6a<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G-tt in der Synagoge<\/h3>\n\n\n\n<p>Rabin bar Rab Ada hat gesagt:<br>Womit l\u00e4sst sich beweisen, dass der Heilige, gepriesen sei er! sich in der Synagoge befindet?<br>Weil es hei\u00dft <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Tehillim 82, 1<\/span>: \u00bbG-tt steht in der Gemeinde G-ttes.\u00ab<br>Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass bei einem Minjan <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">also mindestens 10 erwachsene M\u00e4nner die gemeinsam beten<\/span>, der dort betet, die Schechinah ist?<br>Weil es hei\u00dft <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-3\">3<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Tehillim 82,1<\/span>: \u00bbG-tt steht in der Gemeinde <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-4\">4<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\"> \u00bbGemeinde\u00ab oder \u00bbVersammlung\u00ab mit Bezug auf Num. 14, 27 auch f\u00fcr den Minjan verwendet. Die Mindestzahl macht ein Gebet zu einem \u00bb\u00f6ffentlichen\u00ab Gebet.<\/span> G-ttes.\u00ab<br>Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass bei einer Zahl von drei Personen, welche als Gericht zusammensitzen, die Schechinah ist?<br>Weil es hei\u00dft: \u00bbIn der Mitte der Richter richtet er.\u00ab<br>Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass bei Zweien, die da sitzen und sich mit der Torah besch\u00e4ftigen, die Schechinah ist?<br>Weil es hei\u00dft <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-5\">5<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Malachi 3, 16<\/span>: \u00bbDann werden sprechen, die den Ewigen f\u00fcrchten, einer mit seinem N\u00e4chsten und der Ewige wird aufmerken und es h\u00f6ren und es wird geschrieben in ein Bach des Ged\u00e4chtnisses vor ihm f\u00fcr die, welche den Ewigen f\u00fcrchten und seinen Namen achten.\u00ab<br>Was hei\u00dft das: \u00bbUnd die seinen Namen achten?\u00ab<br>Rab Aschi hat gesagt: Wenn ein Mensch daran dachte, eine Mitzwah zu tun, aber verhindert wurde und dann nicht getan hat, da rechnet es ihm die Schrift so an, als wenn er sie getan h\u00e4tte.<br>Und woher l\u00e4sst sich beweisen, dass selbst bei einem, der da sitzt und sich mit der Torah besch\u00e4ftigt, die Schechinah ist?<br>Weil es hei\u00dft <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-6\">6<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">2. Buch Mosche 20, 21<\/span>: \u00bbAn jedem Ort, an dem ich meinen Namen in Erinnerung bringe, werde ich zu dir kommen und dich segnen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geister sehen<\/h3>\n\n\n\n<p>Aba Benjamin sagt:<br>Wenn dem Auge die Kraft (im Sinne von \u00bbMacht\u00ab) verliehen worden w\u00e4re zu sehen, so k\u00f6nnte kein Gesch\u00f6pf vor den sch\u00e4dlichen Geistern bestehen.<br>Laut Abaje gibt es von ihnen mehr als von uns selbst und sie stehen um uns herum, wie die aufgeworfenen Erh\u00f6hungen der Beete.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Rab Huna hat jeder von uns tausend zu seiner Linken und zehntausend zu seiner Rechten.(<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-4-psalmen-90-bis-106\/#Psalm91\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tehillim\/Psalm 91, 7<\/a>)<br>Nach Baba r\u00fchrt das Gedr\u00e4nge bei der Braut von ihnen her; ebenso wenn der Scho\u00df erschlafft und die Kleider der Rabbinen sch\u00e4big werden, und wenn die Knie hinauswanken.<br>Derjenige, welcher sie kennen lernen will, nehme gesiebte Asche und streue sie ums Bett, er wird am Morgen Hahntritte sehen. Ebenso nehme derjenige, welcher sie sehen will, die Nachgeburt einer erstgeborenen schwarzen Katze, welche wieder von einer schwarzen und erstgeborenen Katze stammt und verbrenne sie im Feuer und zerreibe sie; tut er ein wenig davon (von dem Pulver) in die Augen, so sieht ei sie. Man muss dieses Pulver aber in ein eisernes Rohr sch\u00fctten und mit einem Siegelstempel versiegeln, damit die Geister nichts davon stehlen.<br>Auch muss man die \u00d6ffnung des Rohres versiegeln, damit sie niemand besch\u00e4digen.<br>Rab Bibi bar Abaje hat dies getan und wurde dort gesch\u00e4digt; die Rabbinen aber beteten f\u00fcr ihn und er wurde wieder geheilt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"6b\">6b<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Man soll gr\u00fc\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<p>Chelbo hat im Namen des Rab Huna gesagt:<br>Jeder, welcher von seinem N\u00e4chsten wei\u00df, dass er gewohnt ist, ihn zu gr\u00fc\u00dfen, soll diesem mit dem Gru\u00df (Schalom) zuvorkommen, wie es hei\u00dft (<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-1-psalmen-1-bis-41\/#Psalm34\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Psalm\/Tehillim 34, 15<\/a>):<br>\u00bbSuche den Gru\u00df (Frieden \u2013 Schalom) und jage ihm nach.\u00ab<br>Wenn er ihn aber gr\u00fc\u00dft und er erwidert ihm den Gru\u00df nicht, so wird er ein R\u00e4uber genannt, wie es hei\u00dft <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-7\">7<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">Jeschajahu 3, 14<\/span>:<br>\u00bbDenn ihr habt den Weinberg abgeweidet, der Raub des Armen <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-8\">8<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">weil der Arme nichts anderes anbieten kann als einen Gru\u00df<\/span> ist in euren H\u00e4usern.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"7a\">7a<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G-tt betet<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Jochanan hat im Namen des R. Josse gesagt:<\/p>\n\n\n\n<p>Woher l\u00e4sst sich beweisen, dass der Heilige, gepriesen sei er! betet?<\/p>\n\n\n\n<p>Es steht geschrieben <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-9\">9<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Jeschajahu 56, 7<\/span>:<br>\u00bbUnd ich werde sie zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen im Haus meines Gebetes.\u00ab<br>Es hei\u00dft nicht: (zum Haus) \u00bbihres Gebetes\u00ab, sondern: \u00bbmeines Gebets\u00ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus folgt, dass der Heilige, gepriesen sei er! betet.<br>Was betet er?<br>Nach Raw Sutra bar Tovja:<br>Es m\u00f6ge mein Wille sein, dass meine Barmherzigkeit meinen Zorn bezwinge und dass meine Barmherzigkeit meine Eigenschaften offenbare und dass ich mit meinen Kindern nach der Eigenschaft der Barmherzigkeit verfahre und sie eintreten lasse weg von einem strengen Gericht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">G-tt tr\u00e4gt Teffilin<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Schmuel bar Nachmani im Namen des R. Jonathan hat gesagt:<br>Wegen des Lohnes von drei Dingen ist Moscheh dreier Dinge gew\u00fcrdigt worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen des Lohnes, dass Moscheh sein Antlitz verbarg((siehe 2. Buch Mosche 3, 6])) war er w\u00fcrdig, dass sein Antlitz Strahlen warf;<br>wegen des Lohnes, dass er sich f\u00fcrchtete, war er w\u00fcrdig, dass sie sich f\u00fcrchteten ihm zu nahen((2. Buch Mosche 34, 30)) und<br>wegen des Lohnes, G-tt nicht anschauen zu wollen, war er w\u00fcrdig, dass er die Gestalt HaSchems schaute ((4. Buch Mosche 12, 8)).<br>Aus der Stelle<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5129\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-10\">10<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5129-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">2. Buch Mosche 33, 23<\/span>:<br>\u00bbUnd ich will meine Hand entfernen und du wirst hinter mir sehen\u00ab<br>geht nach Rab Chana bar Bisna im Namen des R. Simeon des Frommen hervor, dass der Heilige, gepriesen sei er! dem Moscheh den Knoten der Teffillin gezeigt hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"7b\">7b<\/h2>\n\n\n\n<p>R. Jochanan hat im Namen des R. Schimon ben Jochai gesagt:<br>Seit dem Tage, dass der Heilige, gesegnet sei er! die Welt erschaffen, hat es keinen Menschen gegeben, der den Heiligen, gesegnet sei er! Herr genannt hat, bis Abraham kam und ihn Herr nannte, wie es hei\u00dft Bereschit 15, 8: \u00bbUnd er sprach: Herr! woran werde ich erkennen, dass ich es ererben werde?\u00ab Nach Rab ist auch Daniel nur um Abrahams willen erh\u00f6rt worden, wie es hei\u00dft [Daniel 9,7]: \u00bbSo h\u00f6re nun, unser Gott! auf das Gebet deines Knechts und auf sein Flehen und lass dein Antlitz leuchten \u00fcber dein Heiligtum, das w\u00fcst liegt, um des Herrn willen.\u00ab Um deinetwegen. h\u00e4tte er sagen sollen, allein Daniel meinte: um Abrahams willen, der dich Herr genannt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Schlimmer ist eine b\u00f6se Zucht im Hause des Menschen, als der Krieg mit Gog und Magog, wie es hei\u00dft Ps. 3, 1: \u00bbEin Psalm Davids, als er floh vor seinem Sohne Awschalom.\u00ab<br>Und darauf folgt das. Vers 2: \u00bbEwiger, wie viel sind meine Feinde, wie viel, die gegen mich aufstehen?\u00ab<br>Dagegen vom Kriege mit Gog und Magog hei\u00dft es nur das. 2, 1: \u00bbWarum toben die V\u00f6lker und die Nationen sinnen Eitles?\u00ab<br>Es hei\u00dft nicht: \u00bbWie viel sind meine Feinde?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] \u00bbEin Gesang [das bedeutet] Lobgesang Davids, als er floh vor seinem Sohne Awschalom\u00ab<br>Es hei\u00dft: Ein Gesang David\u2019s &#8211; es h\u00e4tte doch: ein Klagelied Davids hei\u00dfen sollen?<br>Womit ist das zu vergleichen?<br>sagte R. Schimon ben Abischalom.<br>Mit einem Menschen, auf welchen ein Schuldbrief [Wechsel] ausgestellt ist; bevor er ihn bezahlt hat, ist er [der Schuldner] traurig, nachdem er ihn aber bezahlt hat, freut er sich.<br>So verh\u00e4lt es sich auch mit David. Als der Heilige, gesegnet sei er! ihm sagte II Schmuel 12, 11: \u00bbSiehe, ich lasse \u00fcber dich Ungl\u00fcck aus deinem Haus erstehen,\u00ab da war er traurig, indem er dachte: Vielleicht ist es ein Sklave oder ein Mamser, der meiner nicht schont [das bedeutet] der mit mir kein Mitleiden hat, als er aber sah, dass es Awschalom [sein eigner Sohn] war, da freute er sich. Deshalb also hei\u00dft es: Gesang.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Jochanan im Namen des R. Schimon ben Jochai hat gesagt:<br>Es ist erlaubt, mit Frevlern in dieser Welt zu streiten, wie es hei\u00dft Mischlej 28, 4: \u00bbDie die Tora verlassen, r\u00fchmen die Frevler, die die Tora aber bewahren [halten], streiten mit ihnen.\u00ab<br>\u2014 Wenn dir jedoch ein Mensch zufl\u00fcstern sollte, siehe, es steht doch geschrieben Ps. 37, 1: \u00bbErz\u00fcrne dich nicht \u00fcber die B\u00f6sen und beneide nicht die \u00dcbelt\u00e4ter,\u00ab so antworte ihm: So spricht der, dessen Herz klopft; allein der Sinn des angezogenen Verses ist dieser: \u00bbErz\u00fcrne dich nicht \u00fcber die B\u00f6sen,\u00ab n\u00e4mlich um so wie die B\u00f6sen zu sein, \u00bbund beneide nicht die \u00dcbelt\u00e4ter.\u00ab<br>Dagegen hat aber R. Jizchak gesagt: Wenn du einen Frevler siehst, dem di Stunde [das Gl\u00fcck] l\u00e4chelt, so fange keinen Streit mit ihm an, wie es hei\u00dft Ps. 10,5: \u00bbEs gedeihen seine Wege allezeit,\u00ab und nicht nur das allein, er wird sogar im Gericht beg\u00fcnstigt, wie es hei\u00dft das.: \u00bbIn der H\u00f6he bleiben fern von ihm deine Strafgerichte,\u00ab und nicht nur das allein, er sieht auch auf seine Feinde herab, wie es hei\u00dft das.: \u00bbAlle seine Feinde schnaubt er an.\u00ab Es ist dies aber kein Einwurf [[das bedeutet] es besteht zwischen beiden Rabbinen keine Meinungsverschiedenheit], dies [die Ansicht des R. Jizchak] bezieht sich auf seine eigenen Sachen, jenes [die Ansicht des R. Jochanan] dagegen bezieht sich auf Sachen des Himmels.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Jochanan hat im Namen des R. Schimon ben Jochai gesagt: Das Bedienen der Tora ist gr\u00f6sser als das Lernen, wie es hei\u00dft 2 K\u00f6nige 3, 11: \u00bbHier ist Elisa, Sohn Schaphats, welcher Wasser auf die H\u00e4nde Elijahus gegossen hat.\u00ab Es hei\u00dft nicht: welcher gelernt hat, sondern: welcher gegossen hat, woraus hervorgeht, dass das Bedienen der Tora gr\u00f6sser ist als das Lernen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"29b\">29b<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gebete f\u00fcr die Reise<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt:<br>Wer sich an einen Ort begibt, an dem Horden von wilden Tieren und R\u00e4ubern sind, der bete ein kurzes Gebet.<br>Wie lautet das kurze Gebet?<br>Nach R. Elieser ist es dies:<\/p>\n\n\n\n<p>Tue deinen Willen im Himmel oben und gib Gem\u00fctsruhe denen, die dich unten f\u00fcrchten, und was gut ist in deinen Augen, das tue.<br>Gepriesen seist du. HaSchem! Erh\u00f6rer des Gebets.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach R. Joschua ist es dies:<br>Erh\u00f6re das Flehen deines Volkes Israels und erf\u00fclle bald ihre Bitte.<br>Gepriesen seist du. HaSchem!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Eleasar bar R. Zadok ist es dies:<br>Erh\u00f6re das Geschrei deines Volkes Israels und erf\u00fclle bald ihre Bitte.<br>Gepriesen seist du, HaSchem!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach andern:<br>Der Bed\u00fcrfnisse deines Volkes Israels sind viel, ihr Wissen aber kurz. M\u00f6ge es vor dir wohlgef\u00e4llig sein. HaSchem, unser G-tt! dass du einem jeden gibst, soviel er zu seinem Unterhalt braucht und einem jeden Leibe das, woran es mangelt. Gepriesen seist du, HaSchem! Erh\u00f6rer des Gebets!<\/p>\n\n\n\n<p>R. Ja\u2019akow im Namen des Rab Chisda hat gesagt:<br>Wer sich auf die Reise begibt, muss das Reisegebet beten.<br>Was ist das Reisegebet?<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6ge es vor dir wohlgef\u00e4llig sein, HaSchem, mein G-tt! dass du mich ziehen l\u00e4sst Frieden und mich gehen l\u00e4sst in Frieden und mich st\u00fctzt in Frieden und mich rettest aus der Hand jedes Feindes und Nachstellers auf dem Weg. Sende Segen in das Werk meiner H\u00e4nde und lass mich Gunst, Gnade und Barmherzigkeit finden in deinen Augen und in den Augen aller die mich sehen. Gepriesen seist du, HaSchem!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"32a\">32a<\/h2>\n\n\n\n<p>Was bedeutet Dewarim 1, 1: \u00bb<em>we&#8217;di sahaw<\/em> &#8211; und genug des Goldes?\u00ab<br>Nach der Schule R. Janais sprach Mosche also vor dem Heiligen, gesegnet sei er! Herr der Welt! das Silber und Gold, was du den Juden in \u00dcberfluss gespendet hast, bis dass sie sagten: Es ist genug!<br>hat es verursacht, dass sie das (goldene) Kalb gemacht haben.<br>Die Schule des R. Janai hat gesagt:<br>Der L\u00f6we br\u00fcllt nicht bei einem Korb mit Stroh, sondern bei einem Korbe mit Fleisch.<br>Nach R. Oschaja gleicht das einem Menschen, welcher eine magere Kuh von starken Gliedern hatte, der er Wicken zu fressen gab und die gegen ihn ausschlug.<br>Er sprach zu ihr: Was anders hat dich veranlasst, dass du gegen mich ausschl\u00e4gst, als die Wicken, welche ich dir zu fressen gegeben habe!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach R. Chija bar Abba im Namen des R. Jochanan ist es einem Menschen gleich, der einen Sohn hatte, den er badete und salbte, dem er zu essen und zu trinken gab, dem er einen Beutel um seinen Hals hing und ihn an die T\u00fcre der Buhldirnen setzte. Was sollte nun der Sohn tun, dass er nicht s\u00fcndigte?<br>Rab Acha bar Rab Huna im Namen des Rab Schescheth hat gesagt:<br>Das ist es, was die Leute sagen:<br>Ein voller Bauch n\u00e4hrt das B\u00f6se vergl. Hoschea 13, 6. \u00bbUnd es redete der Ewige zu Mosche: Geh, steig herab!\u00ab (Schemot 32)<br>Was wollen die Worte: Geh, steig hinab!\u00ab sagen?<br>R. Eleasar hat gesagt: Der Heilige, gesegnet sei er! sprach zu Mosche: Mosche, steig herab von deiner Gr\u00f6\u00dfe! denn ich habe dir deine Gr\u00f6\u00dfe nur wegen der Juden gegeben, jetzt aber, da die Juden ges\u00fcndigt haben, wozu sollst du mir?<br>Sogleich wurde Mosches Kraft schwach und er hatte nicht die Kraft zu reden.<br>Als er (Gott) aber sagte Deut. 9, 14: \u00bbLass ab von mir, dass ich sie vertilge,\u00ab da sprach Mosche:<br>Diese Sache h\u00e4ngt von mir ab (eig. ist an mich gebunden).<br>Sofort erhob er sich, ermannte sich durch Gebet und flehte um Erbarmen.<br>Gleich einem K\u00f6nig, welcher \u00fcber seinen Sohn z\u00fcrnte und ihn heftig schlug.<br>Obgleich sein Freund vor ihm sa\u00df, so f\u00fcrchtete er sich doch etwas zu reden.<br>Da sprach der K\u00f6nig (zu seinem Sohne): Wenn nicht dieser, mein Freund, vor mir s\u00e4\u00dfe, so h\u00e4tte ich dich get\u00f6tet.<br>Da dachte der Freund: Diese Sache h\u00e4ngt von mir ab; sogleich erhob er sich und rettete ihn (den Sohn).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"55a\">55a<\/h2>\n\n\n\n<p>R. Jochanan und R. Eleasar haben beide gesagt: Solange das Heiligtum stand, vers\u00f6hnte der Altar die Juden [mit Gott], jetzt aber vers\u00f6hnt den Menschen sein Tisch [eig. vers\u00f6hnt der Tisch des Menschen ihn].<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Zehn Dinge bringen den Menschen zu den Unteren [das bedeutet unter die Erde]: Bl\u00e4tter vom Rohr, oder Bl\u00e4tter von Weinst\u00f6cken, oder Sch\u00f6sslinge von Weinst\u00f6cken, oder Gaumen vom Vieh, oder das R\u00fcckgrat vom Fisch, oder gesalzener Fisch, der nicht so sehr gekocht hat, als n\u00f6tig ist, oder wenn man Hefen vom Weine trinkt, oder wer sich mit Kalk oder mit einer Scherbe oder mit einem Sternchen reinigt, womit sich schon ein anderer gereinigt hat.<br>Andere f\u00fcgen noch hinzu: Wer sich l\u00e4nger als Not ist auf dem Abort aufh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Jehuda hat gesagt:<br>Drei Dinge verk\u00fcrzen die Tage und Jahre des Menschen, wenn man einem eine Torarolle zum Lesen gibt und er liest nicht [darin] s. Deut. 30, 20, wenn man einem einen Becher zur Segensprechung reicht und er spricht den Segen nicht s. Bereschit 12, 3, wenn sich einer selbst die W\u00fcrde eines Rabbi anma\u00dft.<br>R. Chama bar Chanina hat gesagt: Warum ist Josef vor seinen, Br\u00fcdern gestorben?<br>Weil er sich selbst die W\u00fcrde eines Rabbi angema\u00dft hat.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Jehuda im Namen Rab&#8217;s hat gesagt:<br>Wegen dreier Dinge hat man [Gott] um Erbarmen zu bitten [weil sie in seiner Hand stehen]:<br>wegen eines guten K\u00f6nigs s. Mischlej 21, 1,<br>wegen eines guten Jahres s. Deut. 11, 12<br>und wegen eines guten Traumes s. Jeschajahu 38, 16.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Jochanan hat gesagt: \u00dcber drei Dinge ruft der Heilige, gesegnet sei er! selbst aus, n\u00e4mlich<br>\u00fcber Hungersnot s. 2 K\u00f6nige 8, 1,<br>\u00fcber \u00dcberfluss s. Jechezkel 36, 29<br>und \u00fcber einen guten Verwalter s. Schemot 31, 1. 2.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Jizchak hat gesagt:<br>Man setzt einen Vorsteher nur dann \u00fcber die Gesamtheit [Gemeinde], wenn man sich mit der Gesamtheit beraten hat s. Schemot 35, 30.<br>Der Heilige, gesegnet sei er! sprach zu Mosche: Mosche, gef\u00e4llt dir Bezalel [ist er dir recht]?<br>Mosche antwortete Gott:<br>Herr der Welt! wenn er dir gef\u00e4llt, um wie viel mehr mir!<br>Trotz alledem, fuhr Gott fort, gehe und sage es ihnen.<br>Er ging und fragte die Juden:<br>Gef\u00e4llt euch Bezalel?<br>Wenn er dem Heiligen, gesegnet sei er! gef\u00e4llt, sprachen sie, um wie viel mehr uns!<br>R. Schmuel bar Nachmani im Namen des R. Jonathan hat gesagt:<br>Bezalel ist wegen seiner Weisheit so genannt worden.<br>Denn in der Stunde, als der Heilige, gesegnet sei er! zu Mosche sprach: Geh und sage dem Bezalel: Mache mir eine Wohnung, eine Lade und Ger\u00e4te! ging Mosche hin, verkehrte den Befehl und sprach zu ihm: Mache eine Lade, Ger\u00e4te und eine Wohnung.<br>Da sprach Bezalel zu Mosche: Mosche, unser Lehrer! der Lauf der Welt ist, dass ein Mensch erst ein Haus baut und dann Ger\u00e4te hineinbringt, du aber sagst:<br>Mache mir eine Lade, Ger\u00e4te und eine Wohnung. Wohin soll ich die Ger\u00e4te, die ich mache, bringen?<br>Vielleicht hat so der Heilige, gesegnet sei er! zu dir gesagt: Mache eine Wohnung, eine Lade und Ger\u00e4te?<br>Mosche sprach zu Bezalel: Vielleicht warst du im Schatten Gottes [bezel HaSchem], da du es wei\u00dft?<br>Nach Rab Jehuda im Namen Rabs wusste Bezalel die Buchstaben zusammenzusetzen, durch welche Himmel und Erde erschaffen worden sind.<br>Hier [Kapitel 31] hei\u00dft es: \u00bbUnd es erf\u00fcllte der Geist Gottes mit Weisheit und Einsicht und Erkenntnis\u00ab und dort (Mischlej 3) hei\u00dft es: \u00bbDer Ewige hat mit Weisheit die Erde gegr\u00fcndet und die Himmel mit Einsicht festgestellt.\u00ab<br>Ferner hei\u00dft es [dort Vers 20]: \u00bbDurch seine Weisheit wurden die Tiefen gespalten.\u00ab<br>Nach R. Jochanan gibt der Heilige, gesegnet sei er! keinem Weisheit, in dem nicht [schon] Weisheit ist s. Daniel 2, 21 r \u00bbEr gieht Weisheit den Weisen und Erkenntniss den Einsichtsvollen.<br>Als dies Rab Thachlipha bar Maaraba h\u00f6rte, sagte er es vor R. Abuhu, welcher sprach:<br>Ihr lehrt [beweist] es von dort, wir lehren, [beweisen] es von hier, denn es hei\u00dft Schemot 31, 6: \u00bbUnd in das Herz, jedes weisen Herzens gebe ich Weisheit.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Traumbuch<\/h3>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Chisda hat gesagt: Jeder Traum [hat eine Bedeutung]; ausgenommen ein solcher, der durch Fasten entsteht. Ferner hat derselbe Rabbi gesagt: Ein Traum den man nicht deutet, ist wie ein Brief, den man nicht liest.<br>Desgleichen: Weder ein guter, noch ein b\u00f6ser Traum geht ganz in Erf\u00fcllung. Desgleichen: Ein b\u00f6ser Traum ist besser als ein guter Traum. Desgleichen: Bei einem b\u00f6sen Traum ist der Schmerz [die Betr\u00fcbnis] seine Erf\u00fcllung, bei einem guten Traum ist die Freude seine Erf\u00fcllung [das bedeutet] ein b\u00f6ser Traum wird schon, dadurch erf\u00fcllt, dass man traurig dar\u00fcber ist u. s. w..<br>Rab Josef hat gesagt: Den guten Traum macht bei mir sogar die Freude wirkungslos.<br>Rab Chisda hat gesagt: Ein b\u00f6ser Traum ist h\u00e4rter als Gei\u00dfelung s. Kohelet 3, 14, welche Stelle sich, nach Rabba bar Ghana im Namen des R. Jochanan auf den b\u00f6sen, Traum bezieht.<br>Es hei\u00dft Jirmejahu 23, 28: \u00bbDer Prophet, dem eia Traum geworden, erz\u00e4hle den Traum und wem mein Wort geworden, rede mein Wort der Wahrheit. Was soll das Stroh beim Korn? ist der Spruch des Ewigen.\u00ab<br>Was wollen die Worte sagen: \u00bbWas soll das Stroh beim Korn?\u00ab<br>R. Jochanan hat im Namen des R. Schimon ben Jochai die Worte dahin gedeutet:<br>Wie Korn nicht, ohne Stroh sein kann, so kann ein Traum nicht ohne eitle [unwahre] Dinge sein.<br>R. Berachja hat gesagt: Wenn ein Traum auch in Erf\u00fcllung geht, so geht er doch nicht ganz in Erf\u00fcllung.<br>Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>Von Josef, wie es hei\u00dft Bereschit 37, 9: [Josef, tr\u00e4umte:]<br><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"55b\">55b<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00bbSiehe, Sonne und Mond\u00ab u.s.w., und zu dieser Zeit war seine Mutter schon gestorben [eig. sie war nicht mehr].<br>Daher hat R. Levi gesagt, dass ein Mensch auf die Erf\u00fcllung eines guten Traumes 22 Jahre harren m\u00fcsse.<br>Woher l\u00e4sst sich das beweisen?<br>Von Josef, wie es hei\u00dft das. 37, 2: \u00bbDies ist die Generationenfolge Jakobs; Josef war 17 Jahr alt\u00ab u.s. w.,<br>ferner hei\u00dft es [dort] 41, 46: \u00bbUnd Josef war 30 Jahre alt, als er vor Pharao trat\u00ab u. s. w.<br>Wie viel betr\u00e4gt der Unterschied von 17 bis 30?<br>Antwort: 13;<br>dazu noch die 7 Jahre des \u00dcberflusses und die zwei Jahre der Hungersnot, siehe, das macht 22.<br>Rab Huna hat gesagt: Einem guten Menschen l\u00e4sst man nicht einen guten Traum und einem b\u00f6sen Menschen l\u00e4sst man nicht einen b\u00f6sen Traum sehen.<br>Daher geht die Rede, David habe alle seine Jahre [in seinem ganzen Leben] keinen guten und Achithophel habe alle seine Jahre keinen b\u00f6sen Traum gesehen [gehabt].<br>Es hei\u00dft doch aber Ps. 91, 10:<br>\u00bbEs wird dir kein B\u00f6ses begegnen,\u00ab was nach der Erkl\u00e4rung Rab Chisdas im Namen des Rab Jirmijah bar Abba sagen will: es werden dich nicht b\u00f6se Tr\u00e4ume, noch b\u00f6se Gedanken erschrecken [beunruhigen].<br>\u00bbUnd keine Plage wird deinem Zelte sich nahen\u00ab [das bedeutet] du wirst, wenn du von der Reise nach Hause kommst, deine Frau nicht in zweifelhafter Reinheit antreffen.<br>Allein er [der gute Mensch] sieht ihn nicht, andere aber sehen ihn. Wenn er ihn also nicht sieht, ist dies ein Vorzug?<\/p>\n\n\n\n<p>R. Sera hat doch gesagt: Wer sieben Tage ohne Traum schl\u00e4ft, wird b\u00f6se genannt, wie es hei\u00dft Mischlej 19, 23: \u00bbWer ges\u00e4ttigt schl\u00e4ft, ohne dass man seiner gedenkt, ist b\u00f6se.\u00ab Lies nicht satt, sondern: sieben.<br>Antwort: Er sieht wohl, er wei\u00df aber nicht mehr, was er gesehen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Huna bar Ami im Namen des R. Pedath im Namen des R. Jochanan hat gesagt:<br>Wer einen Traum sieht, \u00fcber den seine Seele betr\u00fcbt ist, der gehe hin und deute ihn vor drei Personen. Soll er ihn deuten?<br>Rab Chisda hat doch gesagt: Ein Traum, den man nicht deutet, ist wie ein Brief, den man nicht liest?<br>Allein der Sinn ist: Er soll ihn vor dreien gut auslegen.<br>Er l\u00e4sst n\u00e4mlich drei kommen und spricht zu ihnen:<br>Ich habe einen guten Traum gesehen, sagen ihm nun dieselben:<br>Siehe, er ist gut und wird gut sein und der Barmherzige wird ihn zum Guten wenden; siebenmal werde \u00fcber dich vom Himmel beschlossen, dass er gut sei und gut sein wird. Sodann sagen sie drei Spr\u00fcche, in denen das Wort: wenden vorkommt, n\u00e4mlich Psalm 30, 12, Jirmejahu 13, 13 und Dewarim 23, 5, ferner drei Spr\u00fcche, in denen das Wort: erl\u00f6sen vorkommt, n\u00e4mlich Psalm 55, 19, des. 35, 10 und I Schmuel 14, 45 und endlich drei Spr\u00fcche, in denen das Wort:<br>Friede [Schalom] vorkommt, n\u00e4mlich I Schmuel 57, 19, 1 Chron. 12, 18 und I Schmuel 25, 6.<\/p>\n\n\n\n<p>Amemar, Mar Sutra und Bab Asche sa\u00dfen einmal zusammen und sprachen:<br>Ein jeder von uns soll etwas sagen, was seine Genossen noch nicht geh\u00f6rt haben.<br>Da fing der erste von ihnen an und sprach: Wer einen Traum gehabt hat und nicht mehr wei\u00df, was er gesehen, der stelle sich vor die Priester zu der Zeit, wenn sie ihre H\u00e4nde ausbreiten [beim Segnen] und spreche also:<br>Herr der Welt! ich bin dein und meine Tr\u00e4ume sind dein; ich habe einen Traum getr\u00e4umt, und ich wei\u00df nicht mehr, was es war; sei es, dass ich von mir selbst getr\u00e4umt habe, oder sei es, dass meine Genossen von mir getr\u00e4umt haben, oder sei es endlich, dass ich von anderen getr\u00e4umt habe, so m\u00f6gest du, wenn sie gut sind, sie bekr\u00e4ftigen und. st\u00e4rken [in Erf\u00fcllung bringen], wie die Tr\u00e4ume Josefs, und wenn, sie einer Heilung [Verbesserung] bed\u00fcrfen, so heile sie wie die Wasser zu Marah durch unsern Lehrer Mosche, und wie Mirjam von ihrem Aussatz und Chiskia von seiner Krankheit, und wie die Wasser Jerichos durch Elisa; und wie du den Fluch des ruchlosen Bileam in Segen gewandelt hast, so m\u00f6gest du mir alle meine Tr\u00e4ume zum Guten wandeln. Er endige sodann mit den Priestern, damit die Gemeinde mit: Amen! antworte. Wenn aber nicht, so spreche er also: Herrlicher in der H\u00f6he, wohnend in Kraft, du bist Friede und dein Name ist Friede; m\u00f6ge es dir wohlgef\u00e4llig sein, Friede auf uns zu legen! Darauf fing der andere an und sprach:<br>Wer in eine Stadt eintritt und sich vor einem b\u00f6sen Auge f\u00fcrchtet [dass ihn bezaubern k\u00f6nnte], der nehme den Daumen seiner rechten Hand in seine linke Hand und den Daumen seiner linken Hand in seine rechte Hand und spreche also: Ich N. N., Sohn des N. N., stamme vom Samen Josefs ab, \u00fcber den kein b\u00f6ses Auge schaltete s. Bereschit 49, 22, wo nicht: an der Quelle, sondern: \u00fcbersteigend das Auge, zu lesen ist.<br>R. Josse bar Rab Chanina sucht dies aus Bereschit 48, 16 durch das Wort \u05d5\u05d9\u05d2\u05d3\u05d5 [das Wort wird hier von Dag \u05d3\u05d2 Fisch abgeleitet] zu erweisen, n\u00e4mlich: wie die Fische im Wasser bedeckt sind und kein b\u00f6ses Auge \u00fcber sie Gewalt hat, ebenso hat auch kein b\u00f6ses Auge \u00fcber den Samen Josefs Gewalt. Wenn er sich aber vor seinem eignen b\u00f6sen Auge f\u00fcrchtet, so sehe er auf seinen linken Nasenfl\u00fcgel.<br>Endlich begann der dritte und sprach:<br>Wer krank ist, lasse es am ersten Tage nicht kund werden, damit er seinen Gl\u00fccksstern nicht zerst\u00f6re, von da ab und weiter aber darf er es offenbaren.<br>Denn so hat Raba getan.<br>Als er krank war, lie\u00df er es am ersten Tage nicht kund werden, von da ab und weiter aber sprach er zu seinem Diener:<br>Gehe hinaus und mache bekannt: Raba ist krank, wer mich lieb hat, der bitte f\u00fcr mich um Erbarmen, wer mir aber feindselig gesinnt ist, der freue sich \u00fcber mich s. Mischlej 24, 17-18.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Schmuel einen b\u00f6sen Traum sah, sprach er: \u00bbUnd die Tr\u00e4ume reden Eitles\u00ab [Sacharja 1]; wenn er aber einen guten Traum sah, sprach er: \u00bbSollten die Tr\u00e4ume Eitles reden?\u00ab<br>Es hei\u00dft doch Bamidbar 12, 6: \u00bbIm Traum werde ich mit ihm reden.\u00ab<br>Raba warf ein: Einmal hei\u00dft es: \u00bbIm Traum werde ich mit ihm reden,\u00ab und dann hei\u00dft es wieder: \u00bbUnd die Tr\u00e4ume reden Eitles\u00ab (ist das nicht ein Widerspruch?]<br>Dies ist kein Widerspruch [keine Frage], da es sich dort [um Tr\u00e4ume] durch Engel und hier [um Tr\u00e4ume] durch einen D\u00e4mon handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Bisna bar Sabda hat gesagt im Namen des R. Akiba, im Namen des R. Panda, im Namen des R. Nachum, im Namen des R. Birim, im Namen eines Alten (wer ist es? R. Banaah):<br>24 Traumdeuter waren in Jerusalem; einmal tr\u00e4umte ich einen Traum und ich ging zu allen, und was mir dieser deutete, deutete mir nicht jener, aber alles [was sie mir gesagt hatten], ging bei mir in Erf\u00fcllung, um zu best\u00e4tigen, was gesagt ist: Alle Tr\u00e4ume richten sich nach dem Munde.<br>Beruht etwa das Wort: Alle Tr\u00e4ume richten sich nach dem Munde, auf einem Schriftvers?<br>Jawohl, nach der Ansicht des R. Eleasar.<br>Denn dieser hat gesagt:<br>Woher l\u00e4sst sich beweisen, dass sich alle Tr\u00e4ume nach dem Mund richten?<br>Weil es hei\u00dft Bereschit 41, 13: \u00bbUnd es geschah, wie er uns ausgelegt hatte.\u00ab<br>Nach Raba ist dies nur der Fall, wenn man ihn [den Traum] nach dem Inhalt [Sinne] eines Traumes auslegt, wie es hei\u00dft dort Vers 12: \u00bbJedem nach seinem Traum deutete er;\u00ab ferner das. 40, 16: \u00bbUnd es sah der Oberb\u00e4cker\u00ab Woher wusste er es?<br>Nach R. Eleasar geht daraus hervor, dass jeder seinen Traum und die Deutung des Traumes seines Genossen sah.<br>R. Jochanan hat gesagt: Steht jemand fr\u00fch morgens auf und es f\u00e4llt ihm ein Vers ein [eig. es f\u00e4llt ihm ein Vers in seinen Mund], siehe, so ist das eine kleine Weissagung.<br>R. Jochanan hat gesagt: Drei Tr\u00e4ume gehen in Erf\u00fcllung:<br>der Traum am Morgen, der Traum, den ein anderer [eig. der Genosse] von ihm tr\u00e4umt und der Traum, der durch einen Traum gedeutet wird [seine Auslegung findet].<br>Nach manchen geh\u00f6rt auch der Traum dazu, der sich wiederholt, wie es hei\u00dft Bereschit 41, 32: \u00bbUnd wegen Wiederholung des Traumes\u00ab u. s. w.<br>R. Schmuel bar Nachmani im Namen des R. Jonathan hat gesagt: Man l\u00e4sst einen Menschen [im Traum] nichts Anderes sehen, als was er in seinem Herzen denkt, wie es hei\u00dft Daniel 2, 29: \u00bbDu, o K\u00f6nig, deine Gedanken stiegen auf deinem Lager auf.\u00ab Wenn du willst, so kannst du das auch von hier entnehmen s. das. V. 3: \u00bbUnd dass du die Gedanken deines Herzens verstehst.\u00ab<br>Raba hat gesagt: Du kannst es auch daraus erkennen, dass man keinem Menschen weder einen goldenen Palmbaum zeigt, noch einen Elefanten, der durch ein Nadel\u00f6hr geht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"56a\">56a<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Kaiser sprach zu R. Joschua bar R. Chananja:<br>Da ihr sagt, dass ihr sehr weise seid, so sage mir, was ich in meinem Traume sehen werde?<br>Du wirst sehen, versetzte der Rabbi, dass die Perser dich zum Frondienst zwingen, dich berauben und dich das Vieh mit einem goldenen Stab weiden lassen werden.<br>Der Kaiser dachte den ganzen Tag daran und in der Nacht sah er es.<br>Ein andermal sprach der K\u00f6nig Schapur zu Schmuel: Da ihr sagt, dass ihr gro\u00dfe Weise seid, so sage mir, was ich in meinem Traume sehen werde?<br>Du wirst sehen, versetzte der Rabbi, dass die R\u00f6mer kommen, dich gefangen nehmen und dich zwingen werden, Dattelk\u00f6rner auf [in] einer goldenen M\u00fchle zu mahlen und in der Nacht sah er es.<br>Bar Chadja war ein Traumdeuter, wer ihm [vorher] Lohn [Geld] gab, dem legt er [den Traum] zum Guten aus, wer ihm aber vorher keinen Lohn gab, dem legt er [den Traum] zum B\u00f6sen aus.<br>Nun hatten [eig. sahen] Abaje und Raba einen Traum, Abaje gab ihm einen Sus, Raba jedoch gab ihm nichts.<br>Sie sprachen zu ihm: Wir lasen [beide] in unserm Traume Deut. 28, 31: \u00bbDein Ochse ist geschlachtet vor deinen Augen\u00ab u. s. w.<br>Zu Raba sprach er nun: Du wirst Schaden an deinem Gesch\u00e4ft erleiden, vor Kummer deines Herzens wirst du nicht Lust haben zu essen;<br>dagegen zu Abaje sprach er:<br>Dein Gesch\u00e4ft wird sich erweitern und vor Freude deines Herzens wirst du Lust haben zu essen.<br>Darauf sie: Wir lasen ferner [in unseren Tr\u00e4umen] [gleiche Stelle Vers 41]: \u00bbS\u00f6hne und T\u00f6chter wirst du zeugen\u00ab u. s. w.<br>Zu Raba sagte er: Sie [deine Kinder] werden in Gefangenschaft geraten, dagegen zu Abaje sprach er: Deine S\u00f6hne und T\u00f6chter werden zahlreich sein, daher werden sich deine T\u00f6chter \u00fcberallhin verheiraten, und das wird dir Vorkommen, als gingen sie in die Gefangenschaft.<br>[Darauf sie:] Wir lasen ferner [in unseren Tr\u00e4umen] das. V. 32: \u00bbDeine S\u00f6hne und T\u00f6chter werden einem anderen Volke gegeben werden.\u00ab<br>Zu Abaje sprach er: Deine S\u00f6hne und T\u00f6chter werden zahlreich sein und du wirst sagen: Mit deinen Verwandten, aber sie [seine Frau] wird sagen:<br>Mit ihren Verwandten, und sie wird dich dahin verm\u00f6gen, dass du sie ihren Verwandten gibst, welche wie ein anderes Volk sind [das bedeutet] dir so Vorkommen;<br>zu Raba dagegen sprach er:<br>Deine Frau wird sterben und es werden ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter in die H\u00e4nde einer anderen Frau kommen.<br>Raba im Namen des R. Jirmijah bar Abba im Namen Rabs hat gesagt:<br>Worauf beziehen sich die Worte: \u00bbDeine S\u00f6hne und T\u00f6chter werden einem anderen Volke gegeben werden?\u00ab<br>[Antwort:] Auf die Frau des Vaters [das bedeutet] eine Stiefmutter.<br>[Darauf sie:] Wir lasen in unsern Tr\u00e4umen Kohelet 9, 7: \u00bbGeh, iss mit Freuden dein Brot.\u00ab<br>Zu Abaje sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird sich erweitern, und du wirst essen und trinken und mit der Freude deines Herzens den Vers lesen; zu Raba dagegen sprach er: Du wirst Schaden leiden an deinem Gesch\u00e4ft, du wirst schlachten, aber nicht essen und trinken, und du wirst lesen, um deinen Kummer zu stillen. [Darauf sie:] Wir lasen [in unserem Traum] Deut. 28, 28: \u00bbVielen Samen wirst du auf das Feld hinausf\u00fchren\u00ab u. s. w. Auf Abaje deutete er den Anfang des Verses, dagegen auf Raba deutete er das Ende des Verses [\u00bbdu wirst wenig einsammeln\u00ab u. s. w.].<br>[Darauf sie:] Wir lasen [in unserem Traum] das. V. 40: \u00bb\u00d6lb\u00e4ume wirst du in deinem ganzen Gem\u00e4rke haben, aber du wirst dich nicht mit \u00d6l salben.\u00ab<br>Auf Abaje deutete er den Anfang des Verses, dagegen auf Raba deutete er das Ende des Verses. [Darauf sie:] Wir lasen ferner [in unserm Traume] das. V. 10: \u00bbAlle V\u00f6lker der Erde werden sehen\u00ab u. s. w. Zu Abaje sprach er: Ein Ruf [Name] wird von dir ausgehen, dass du das Haupt der hohen Schule wirst, und Furcht vor dir wird auf die Welt fallen; dagegen zu Raba sprach er: Man wird im Schatze des K\u00f6nigs einbrechen, und du wirst festgenommen werden gleich den Dieben, und alle Welt wird von dir sich einen Schluss vom Leichten auf das Schwere machen [das bedeutet] es wird dich in Verdacht haben]. Am anderen Morgen brach man [in der Tat] im Schatze des K\u00f6nigs ein und man kam und nahm Raba fest. Sie [die beiden Rabbinen] sprachen ferner zu ihm: Wir sahen Lattich auf der \u00d6ffnung eines Kruges.<br>Zu Abaje sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird sich wie Lattich ausbreiten;<br>dagegen zu Raba sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird bitter wie Lattich sein.<br>Ferner sprachen sie zu ihm: Wir sahen Fleisch auf der \u00d6ffnung des Kruges.<br>Zu Abaje sprach er: Dein Wein wird s\u00fc\u00df sein, und die ganze Welt wird kommen, um Fleisch und Wein bei dir zu kaufen;<br>zu Raba dagegen sprach er: Dein Wein wird sauer sein, und die ganze Welt wird kommen, um Fleisch zum Essen bei dir zu kaufen.<br>Ferner sprachen sie zu ihm: Wir sahen Schl\u00e4uche oben auf einem Palmbaum h\u00e4ngen.<br>Zu Abaje sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird sich wie ein Palmbaum heben;<br>zu Raba dagegen sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird s\u00fc\u00df wie Datteln sein [das bedeutet] du wirst billig verkaufen m\u00fcssen.<br>Ferner sprachen sie zu ihm: Wir sahen, dass ein Granatapfel auf der \u00d6ffnung eines Kruges wuchs.<br>Zu Abaje sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird teuer sein wie ein Granatapfel;<br>zu Raba dagegen sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird unangenehm sein wie ein Granatapfel [welcher die Z\u00e4hne stumpf macht].<br>Ferner sahen sie, dass ein Fass in einen Brunnen fiel.<br>Zu Abaje sprach er: Dein Gesch\u00e4ft wird gesucht werden, wie man zu sagen pflegt: F\u00e4llt ein St\u00fcck Brot in den Brunnen, so wird es nicht gefunden;<br>zu Raba dagegen sprach er: Du wirst Schaden an deinem Gesch\u00e4ft leiden und wirst es in den Brunnen werfen.<br>Ferner sprachen sie zu ihm: Wir sahen das Junge eines Esels \u00fcber unserm Kopfkissen stehen und schreien.<br>Zu Abaje sprach er: Du wirst K\u00f6nig werden und ein Amora wird bei dir stehen;<br>dagegen zu Raba sprach er Schemot 13, 13: \u00bb<em>peter chamor<\/em> &#8211; Das Erstgeborene des Esels\u00ab ist ausgel\u00f6scht aus deinen Teffilin.<br>Dagegen wandte Rabba ein: Ich habe doch gesehen, dass es dasteht.<br>Der Traumdeuter entgegnete: Das Waw in den Worten: \u00bb<em>peter chamor<\/em> &#8211; Das Erstgeborne des Esels\u00ab ist sicher in deinen Teffilin ausgel\u00f6scht.<br>Schlie\u00dflich ging Raba allein zu ihm [dem Traumdeuter] und sprach: Ich sah, dass die \u00e4u\u00dfere Haust\u00fcr einfiel.<br>Dieser sprach zu ihm: Deine Frau [die H\u00fcterin des Hauses] wird sterben.<br>Ferner sprach jener zu ihm: Ich sah, dass meine Backz\u00e4hne und meine Z\u00e4hne ausfielen.<br>Dieser sprach zu ihm: Deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter werden sterben.<br>Ferner sprach jener zu ihm: Ich sah, dass zwei [meiner] Tauben davonflogen.<br>Dieser sprach zu ihm: Du wirst dich von zwei Frauen scheiden lassen.<br>Ferner sprach jener zu ihm: Ich habe zwei R\u00fcbenk\u00f6pfe [<em>gargelidei<\/em>] gesehen.<br>Dieser sprach zu ihm: Du wirst zwei Kn\u00fcttel [Stockschl\u00e4ge] verschlingen. [Um dies zu vermeiden,] ging Raba den ganzen Tag fort und sa\u00df den ganzen Tag im Lehrhause, da fand er zwei Blinde, die sich miteinander zankten.<br>Raba ging hin, um sie auseinander zu bringen, sie aber schlugen ihn zweimal. Als sie ihn noch einmal schlagen wollten, sprach er: Genug, ich habe nur zwei R\u00fcbenk\u00f6pfe [im Traum] gesehen.<br>Endlich kam Raba und gab ihm [dem Traumdeuter] Geld.<br>Er sprach zu ihm: Ich sah [im Traum], dass die Wand einst\u00fcrzte.<br>Darauf sprach dieser zu ihm: Du wirst G\u00fcter ohne Grenzen erwerben.<br>Ferner sprach jener: Ich sah, dass der Palast Abajes einst\u00fcrzte und mich sein Staub bedeckte.<br>Darauf dieser: Abaje wird sterben und sein Lehrstuhl wird an dich kommen.<br>Ferner sprach jener: Ich sah, dass mein Palast einst\u00fcrzte, und die ganze Welt kam und holte sich jeglichen Ziegel.<br>Darauf dieser: Deine Lehre wird sich in der ganzen Welt ausbreiten.<br>Ferner sprach jener: Ich sah, dass mein Haupt gespalten war und mein Hirn herausfloss.<br>Darauf dieser: Die Wolle des Kopfkissens wird herausfallen.<br>Ferner sprach jener: Ich las den Lobgesang \u00fcber die Befreiung aus \u00c4gypten [Hallel mizraim].<br>Darauf dieser: Dir werden Wunder geschehen.<br>Nach einiger Zeit geschah es, dass Bar Chadja mit Rab in einem Schiffe zusammenkam [eig. dass er mit ihm in ein Schiff stieg].<br>Da sprach er: Mit einem Mann, dem ein Wunder geschehen wird [soll ich reisen, vielleicht scheitert das Schiff und er allein wird gerettet], was habe ich davon?<br>Als er hinaufstieg, entfiel ihm ein Buch, Raba fand es und sah, dass darin geschrieben stand: Alle Tr\u00e4ume richten sich nach dem Munde.<br>Da sprach Raba zu ihm: Du Ruchloser, von dir also hing es ab, und du hast mich so sehr betr\u00fcbt. Alles verzeihe ich dir, nur die Tochter des Rab Chisda nicht. M\u00f6ge es Gottes Wille sein, dass du [eig. dieser Mensch] den H\u00e4nden der Begierung \u00fcberliefert werdest, die sich deiner nicht erbarmen. Was soll ich tun?<br>versetzte jener, wenn schon feststeht, dass der Fluch eines Weisen, selbst wenn er keinen Grund hat [ohne Ursache ist], eintrifft, um wieviel mehr ist dies mit dem Fluch Rabas der Fall, der nicht grundlos geflucht hat.<br>Ich will mich aufmachen, fuhr er fort, und auswandern; denn der Herr hat gesagt: Auswanderung vers\u00f6hnt die S\u00fcnde.<br>Er machte sich auf und wanderte zu den R\u00f6mern. Er setzte sich an die T\u00fcr des Oberschatzmeisters des K\u00f6nigs. Der Oberschatzmeister hatte nun einen Traum und sprach zu ihm [erz\u00e4hlte ihn dem Traumdeuter]:<br>Ich sah im Traum, dass eine Nadel in meinen Finger fuhr.<br>Dieser sprach zu ihm: Gib mir einen Sus. Als der Schatzmeister ihm nichts gab, so antwortete er ihm nicht [das bedeutet] er deutete ihm den Traum nicht.<br>Ferner sprach jener: Ich sah, dass der Wurm in zwei meiner Finger kam.<br>Darauf dieser: Gib mir einen Sus. Als jener ihm aber nichts gab, so antwortete er ihm nicht.<br>Ferner sprach jener:<br>Ich sah, dass der Wurm in meine ganze Hand kam.<br>Darauf dieser: Der Wurm ist in alle Gew\u00e4nder des K\u00f6nigs gekommen.<br>Man h\u00f6rte dies im Hause des K\u00f6nigs und brachte den Oberschatzmeister, um ihn zu t\u00f6ten.<br>Dieser aber sprach: Warum ich [warum bringt man mich]?<br>Man bringe doch denjenigen, der es gewusst und nicht gesagt hat.<br>Man brachte den Bar Chadja und dieser sprach: Wegen deines Sus sind die Gew\u00e4nder des K\u00f6nigs verdorben worden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"57b\">57b<\/h2>\n\n\n\n<p>Drei Dinge gehen in den K\u00f6rper und dieser hat keinen Nutzen [Genuss] davon, es sind:<br>Kirschen, schlechte und unreife Feigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen gibt es drei Dinge, welche nicht in den K\u00f6rper gehen und der K\u00f6rper hat Nutzen von ihnen, es sind Baden, Salben und der Sexualit\u00e4t.<br>Wollte man sagen: Sexualit\u00e4t, diese schw\u00e4cht ja?<br>Allein es ist die Bedienung der Leibes\u00f6ffnungen gemeint.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Drei Dinge erquicken den Sinn der Menschen, n\u00e4mlich Gesang [eig. Stimme], Gesicht und Geruch.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Drei Dinge erweitern den Sinn der Menschen, n\u00e4mlich eine sch\u00f6ne Wohnung, eine sch\u00f6ne Frau und sch\u00f6ne Ger\u00e4tschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] F\u00fcnf Dinge sind ein Sechzigstel [von etwas Anderem], n\u00e4mlich Feuer, Honig, Schabbat, Schlaf und Traum.<br>Das Feuer ist 1\/60 vom Gehinnom,<br>der Honig 1\/60 vom Manna,<br>der Schabbat 1\/60 von der zuk\u00fcnftigen Welt,<br>der Schlaf 1\/60 vom Tod [Todesschlaf]<br>und der Traum 1\/60 von der Prophetie.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Sechs Dinge sind ein gutes Zeichen [von guter Vorbedeutung] f\u00fcr den Kranken,<br>n\u00e4mlich Niesen s. Ijow 41, 9,<br>Schwei\u00df s. Bereschit 3, 19,<br>Durchfall s. des. 51, 14,<br>Samenerguss s. das. 53, 10,<br>Schlaf s. Ijow 3, 13 und<br>Traum s. des. 38, 16.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben gelehrt:<br>Wer eine Merkurstatue [Stands\u00e4ule] sieht, der sage:<br>Gesegnet, der Langmut denen gibt, welche seinen Willen \u00fcbertreten!<br>[Wer] einen Ort [sieht], von dem der G\u00f6tzendienst ausgerottet worden ist, sage: Gesegnet, der den G\u00f6tzendienst aus unserem Lande ausgerottet hat, und wie er an diesem Orte ausgerottet worden, so m\u00f6gest du ihn von allen Orten Israels ausrotten, damit das Herz ihrer Diener sich zu deinem Dienst wende!<br>Aber im Ausland braucht man nicht zu sagen:<br>Damit das Herz ihrer Diener zu deinem Dienst sich wende, weil die meisten Kut\u00e4er sind.<br>Nach R. Schimon ben Elieser jedoch ist das auch im Auslande zu sagen, weil sie einst zum Judentum sich bekehren [Proselyten] werden [s. Zefanja 3, 9].<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Hamnuna hat vorgetragen: Wer das gottlose Babel sieht, muss f\u00fcnf Segenspr\u00fcche sagen.<br>Sieht er Babel, so sage er: Gesegnet sei, der das gottlose Babel zerst\u00f6rt hat!<br>Sieht er das Haus Nebukadnezars, so sage er: Gesegnet sei, der das Haus des ruchlosen Nebukadnezars zerst\u00f6rt hat!<br>Sieht er die L\u00f6wengrube oder den feurigen Ofen, so sage er: Gesegnet sei, der unsern V\u00e4tern Wunder an diesem Orte getan hat!<br>Sieht er eine Merkurstatue, so sage er: Gesegnet sei, der Langmut den \u00dcbertretern seines Willens gew\u00e4hrt!<br>Sieht er einen Ort, von dem man Erde [Staub] nimmt, so sage er:<br>Gesegnet sei, der da spricht und t\u00f6nt, der beschlie\u00dft und erf\u00fcllt!<br>Als Rabas Esel Erde tragen sollte, stie\u00df er sie mit der Hand auf den R\u00fccken, mit den Worten: Lauft ihr Gerechten, den Willen eures Herrn zu tun!<br>Als Mar bar R. Rabbina dahin kam, nahm er Erde in sein Tuch und warf sie dann fort, um zu erf\u00fcllen, was [in Zefanja 14, 23] geschrieben steht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"60b\">60b<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer sich auf sein Bett legt, zu schlafen (eig. wer hineingeht, um auf seinem Bette zu schlafen), der sage das:<br>H\u00f6re, Israel! bis: Und wenn h\u00f6ren (Deut. 6, 4\u201411)<br>Sodann sage er: Gesegnet sei, der die Bande des Schlafs auf meine Augen und den Schlummer auf meine Wimpern senkt und den Augapfel erleuchtet.<br>M\u00f6ge es dir Wohlgefallen, Ewiger, mein Gott! dass du mich in Frieden liegen l\u00e4sst, und gib mir meinen Teil an deiner Tora, gew\u00f6hne mich an die Vorschrift, gew\u00f6hne mich aber nicht an die \u00dcbertretung, bringe mich nicht in S\u00fcnde, Schuld, Versuchung und Verachtung und lass den guten Trieb in mir zur Herrschaft gelangen und nicht den b\u00f6sen Trieb, rette mich vor b\u00f6sem Begegnung und b\u00f6sen Krankheiten und m\u00f6gen mich nicht b\u00f6se Tr\u00e4ume und b\u00f6se Gedanken \u00e4ngstigen, mein Bette sei tadellos vor dir, erleuchte meine Augen, dass ich nicht den Todesschlaf schlafe.<br>Gesegnet seist du, Ewiger! der die ganze Welt mit ihrer Herrlichkeit erleuchtet!<br>Wenn er aufwacht, so sage er:<br>Mein Gott! die Seele, welche du mir gegeben hast, ist rein; du hast sie in mir gebildet und sie mir eingehaucht, und du bewahrst sie in meinem Innern. Du wirst sie einst von mir nehmen, aber auch mir in der zuk\u00fcnftigen Welt wiedergeben. Solange die Seele in mir ist, danke ich dir, Ewiger, mein Gott und Gott meiner V\u00e4ter, Herr aller Welten und Herr aller Seelen!<br>Gesegnet seist du, Ewiger! der die Seelen in die toten K\u00f6rper wieder zur\u00fcckkehren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Wenn man das Kr\u00e4hen (eig. die Stimme) des Hahnes h\u00f6rt, so sage man: Gesegnet sei, der dem Hahn Verstand gegeben, Tag und Nacht zu unterscheiden!<br>Wenn man seine Augen \u00f6ffnet, so sage man: Gesegnet sei, der den Blinden sehend gemacht!<br>Wenn man sich aufrichtet und sitzt, so sage man: Gesegnet sei, der die Gefesselten l\u00f6st!<br>Wenn man sich ankleidet, so sage man: Gesegnet sei, der die Nackten kleidet!<br>Wenn man sich aufrichtet, so sage man: Gesegnet sei, der die Gebeugten aufrichtet!<br>Wenn man die Erde betritt, so sage man: Gesegnet sei, der die Erde \u00fcber das Wasser ausspannt!<br>Wenn man fortgeht, so sage man: Gesegnet sei, der die Schritte des Mannes richtet!<br>Wenn man seine Schuhe zubindet, so sage man: Gesegnet sei, der mir meine Bed\u00fcrfnisse gew\u00e4hrt!<br>Wenn man seinen G\u00fcrtel umlegt, so sage man: Gesegnet sei, der Israel mit Kraft g\u00fcrtet!<br>Wenn man das Kopftuch um sein Haupt windet, so sage man: Gesegnet sei, der Israel mit Herrlichkeit kr\u00f6nt!<br>Wenn man sich mit den Schauf\u00e4den (Zizit) versieht (umh\u00fcllt), so sage man: Gesegnet sei, der uns geheiligt hat durch seine Vorschriften und uns geboten hat, Schauf\u00e4den zu tragen!<br>Wenn man die Tefillin an den Arm legt, so sage man: Gesegnet sei, der uns geheiligt hat durch seine Vorschriften und uns geboten hat, Tefillin zu legen!<br>(Wenn man die Tefillin) an seinen Kopf legt, so sage man: Gesegnet sei, der uns geheiligt hat durch seine Vorschriften und uns das Gebot der Tefillin gegeben hat!<br>Wenn man seine H\u00e4nde w\u00e4scht, so sage man: Gesegnet sei, der uns geheiligt hat durch seine Vorschriften und uns das Gebot des H\u00e4ndewaschens gegeben hat!<br>Wenn man sein Gesicht w\u00e4scht, so sage man: Gesegnet sei, der die Bande des Schlafes und den Schlummer von meinen Wimpern hinweggenommen hat! M\u00f6ge es dir Wohlgefallen, Ewiger, mein Gott! dass du mich an deine Tora gew\u00f6hnest und mich festhalten l\u00e4sst an deinen Vorschriften; f\u00fchre mich weder in die Gewalt der S\u00fcnde, noch der Schuld, noch der Versuchung, noch der Verachtung; beuge meinen Willen, um dir zu dienen, halte mich fern von b\u00f6sen Menschen und b\u00f6ser Gesellschaft, lass mich fest halten an dem guten Triebe und an guter Gesellschaft in deiner Welt, lass mich heute und an jedem Tag Gunst und Gnade und Erbarmen in deinen Augen und in den Augen aller finden, die mich sehen und erzeige mir Wohltaten. Gesegnet seist du, Ewiger! der Wohltaten seinem Volke Israel erzeugt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Huna hat im Namen Rabs, im Namen des R. Meir gesagt, und ebenso ist auch im Namen des R. Akiba gelehrt worden:<br>Der Mensch pflege stets zu sagen: Alles was der Barmherzige tut, tut er zum Guten, was sich an R. Akiba best\u00e4tigt hat.<br>Als dieser sich einmal unterwegs befand, kam er in eine gewisse Stadt und verlangte Herberge, man gew\u00e4hrte sie ihm aber nicht.<br>Da sprach er: Alles was der Barmherzige tut, ist zum Guten.<br>Er ging und \u00fcbernachtete auf dem Felde, er hatte bei sich einen Hahn, einen Esel und ein Licht.<br>Da kam ein Wind und l\u00f6schte das Licht aus, es kam eine Katze und fra\u00df den Hahn und es kam ein L\u00f6we und fra\u00df den Esel.<br>Da sprach er wieder: Alles was der Barmherzige tut, ist zum Guten.<br>In derselben Nacht kam ein Kriegsheer und f\u00fchrte die Leute aus der Stadt als Gefangene fort.<br>Da sprach R. Akiba: Habe ich euch nicht gesagt: Alles, was der Heilige, gesegnet sei er! tut, ist zum Guten?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"61a\">61a<\/h2>\n\n\n\n<p>Rab Huna im Namen Rabs, im Namen des R. Meir hat ferner gesagt: Die Worte des Menschen sollen vor dem Heiligen, gesegnet sei er! wenig sein s. Kohelet 5, 1.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Nachman bar Rab Chisda trug vor: Was hei\u00dft das, was Bereschit 2, 7 geschrieben steht: \u00bbUnd der Ewige, Gott bildete den Adam.\u00ab Warum steht das Wort mit zwei Jud geschrieben?<br>Antwort: Der Heilige, gesegnet sei er! hat (ihn mit) zwei Trieben geschaffen, mit dem guten und mit dem b\u00f6sen Trieb.<br>Dagegen wandte Rab Nachman bar Jizchak ein: Da hat wohl das Vieh, bei dem das Wort nicht steht, keinen Trieb,<br>und wir sehen ja, dass es besch\u00e4digt, hei\u00dft und ausschl\u00e4gt?<br>Gewiss, es verh\u00e4lt sich, wie R. Schimon ben Pasi gesagt hat: Wehe mir vor meinem Sch\u00f6pfer und wehe mir vor meinem Trieb.<br>Oder es verh\u00e4lt sich, wie R. Jeremja ben Eleasar gesagt hat: Mit zwei Gesichtern hat der Heilige, gesegnet sei er! den ersten Menschen geschaffen, wie es hei\u00dft Ps. 139, 5: \u00bbHinten und vom hast du mich gebildet.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] (Es hei\u00dft Bereschit 2, 22:) \u00bbUnd es baute der Ewige Gott die Rippe.\u00ab Rab und Schmuel sind dar\u00fcber verschiedener Meinung. Nach dem einen war es ein Gesicht (woraus Chawa gebildet wurde), nach dem andern war es ein Schwanz. Richtig ist es nach demjenigen, welcher gesagt hat: Es war ein Gesicht, da es hei\u00dft Ps. 139, 5: \u00bbHinten und vorn hast du mich gebildet,\u00ab was will die Stelle aber nach demjenigen besagen, der da annimmt, dass es ein Schwanz war?<br>Der Sinn ist dann so, wie R. Amme gesagt hat: Zuletzt bei dem Sch\u00f6pfungswerk und zuvor bei der Strafe (hast du mich gebildet). Richtig ist es, dass er (Adam) zuletzt gebildet wurde bei dem Sch\u00f6pfungswerk, dass er nicht eher geschaffen wurde, als bis der Schabbat anging, und zuvor (das bedeutet) bei der Strafe, bei welcher Strafe?<br>Wollte man sagen:<br>Bei der Strafe der Schlange, so ist doch gelehrt worden:<br>Rabbi sagt: Beim Lobe f\u00e4ngt man von dem Gr\u00f6\u00dferem (Vornehmerem) an siehe Wajikra 10, 12, dagegen beim Fluch vom Kleinerem (Geringerem), denn zuerst ist die Schlange, dann Chawa und zuletzt Adam verflucht worden. Dann ist es doch wohl von der Strafe der Sintflut zu verstehen s. Bereschit 7, 23, wo zuerst der Mensch und nachher das Vieh (bestraft worden ist)?<br>Das stimmt mit dem, welcher gesagt hat: Es war ein Gesicht, weil es da hei\u00dft: \u00bbund er bildete,\u00ab aber was bedeutet nach demjenigen und er bildete,\u00ab welcher gesagt hat:<br>es war ein Schwanz?<br>Es verh\u00e4lt sich dann so, wie R. Schimon ben Pasi gesagt hat: Wehe mir vor meinem Sch\u00f6pfer und wehe mir vor meinem Triebe!<br>Richtig ist es ferner nach demjenigen, welcher gesagt hat: Es war ein Gesicht, da es hei\u00dft das. 5, 2: \u00bbMann und Weib erschuf er sie,\u00ab was bedeutet die Stelle aber nach dem, welcher gesagt hat: es war ein Schwanz?<\/p>\n\n\n\n<p>Es verh\u00e4lt sich dann wie R. Abuhu gesagt hat. Denn dieser hat die Frage aufgeworfen: Einmal hei\u00dft es: \u00bbMann und Weib erschuf er sie,\u00ab und dann hei\u00dft es wieder das. 9, 6: \u00bbIm Bilde Gottes hat er die Menschen gemacht,\u00ab wie ist das zu verstehen?<br>Antwort: Im Anf\u00e4nge war es (Gottes) Wille, zwei zu schaffen, schlie\u00dflich aber wurde nicht mehr als einer geschaffen. Richtig ist es ferner nach demjenigen, welcher gesagt hat: es war ein Gesicht, da es hei\u00dft das. 2, 21: \u00bbUnd er schloss Fleisch an ihre Stelle,\u00ab was bedeutet die Stelle aber nach demjenigen, welcher gesagt hat: es war ein Schwanz?<br>R. Jeremja, oder wie ein anderer meint, Rab Sebid, oder wie ein anderer meint, Rab Jizchak bar Nachman hat gesagt: Das bezieht sich auf die Stelle des Schnittes. Richtig ist es ferner nach demjenigen, welcher gesagt hat: es war ein Schwanz, da es hei\u00dft: \u00bbUnd Gott der Ewige baute.\u00ab Was bedeutet aber die Stelle nach demjenigen, welcher gesagt hat: es war ein Gesicht?<br>Es verh\u00e4lt sich dann, wie R. Schimon ben Menasja gesagt hat; denn dieser hat vorgetragen: Was hei\u00dft das: \u00bbUnd der Ewige baute die Rippe?\u00ab Daraus geht hervor, dass der Heilige, gesegnet sei er! der Chawa das Haar flocht und sie zu dem ersten Menschen brachte; denn in den Seest\u00e4dten pflegt man das Haargeflecht eine Art Geb\u00e4ude zu nennen.<br>Oder: \u00bbUnd er baute.\u00ab Rab Chisda hat gesagt, oder nach anderen ist es in einer Mischna gelehrt worden: Daraus geht hervor, dass der Heilige, gesegnet sei er! Chawa wie ein Geb\u00e4ude als Vorratskammer gebaut hat. Wie diese eng nach oben und weit nach unten ist, um die Fr\u00fcchte aufzunehmen, so ist auch die Frau eng nach oben und weit nach unten, um das Kind (den &#8218;F\u00f6tus) aufzunehmen. \u00bbUnd er brachte sie zu Adam.\u00ab Nach R. Jeremja ben Eleasar geht daraus hervor, dass der Heilige, gesegnet sei er! beim ersten Menschen zum Brautf\u00fchrer wurde. Von hier will dir die Tora eine Anstandsregel geben, dass sich n\u00e4mlich der Gro\u00dfe (Vornehme) mit dem Kleinen (Geringen) bei der Brautf\u00fchrung vereinigen und es ihm nicht leid sein soll. Wer da gesagt hat, dass es ein Gesicht war, welches von beiden ging da voran?<br>Nach Rab Nachman bar Jizchak scheint es, als wenn das des Mannes vorangegangen sei; denn es ist gelehrt worden: Ein Mensch soll nicht hinter einem Weibe auf dem Weg gehen, selbst nicht, wenn es sein eigenes Weib ist. Begegnet ihm eine Frau auf einer Br\u00fccke, so lasse er es zur Seite gehen; und jeder, welcher hinter einer Frau durch einen Fluss geht, hat keinen Teil an der zuk\u00fcnftigen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben gelehrt: Wer einer Frau Geld in die Hand z\u00e4hlt, um sie zu betrachten, der wird, und wenn er selbst Tora und gute Werke gleich unserm Lehrer Mose besitzt, vor dem H\u00f6llengericht verschont bleiben siehe Mischlej 11, 21: \u00bbHand zu Hand bleibt B\u00f6ses nicht ungestraft.\u00ab<br>R. Jochanan hat gesagt: Hinter einem L\u00f6wen, aber nicht hinter einer Frau, hinter einer Frau, aber nicht hinter G\u00f6tzendienern, hinter G\u00f6tzendienern, aber nicht hinter dem Versammlungshaus in der Stunde, wo die Versammlung betet.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Nach Rab gleicht der b\u00f6se Trieb einer Fliege, welche zwischen den beiden T\u00fcren des Herzens sitzt siehe Kohelet 10, 1. Nach Schmuel gleicht er einer Art von Weizen s. Bereschit 4, 7.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben gelehrt: Zwei Nieren sind im Menschen, die eine r\u00e4t ihm zum Guten, die andere aber r\u00e4t ihm zum B\u00f6sen, und es hat den Anschein, als ob die gute in seiner Rechten und die b\u00f6se zu seiner Linken sich bef\u00e4nde siehe Kohelet. 10, 2.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben gelehrt: Die Nieren raten, das Herz pr\u00fcft, die Zunge tut den Ausspruch, der Mund vollbringt es, der Schlund l\u00e4sst alle Arten von Speisen hinein und heraus, die Luftr\u00f6hre l\u00e4sst die Stimme heraus,<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"61b\">61b<\/h2>\n\n\n\n<p>die Lunge zieht alle Arten Getr\u00e4nke in sich, die Leber erregt den Zorn, die Galle wirft einen Tropfen in ihn und beruhigt (stillt) ihn, die Milz macht Lachen, der Kropf zermahlt (die Speisen), der Magen bewirkt Schlaf und die Nase bewirkt, dass man aufwacht; wenn aber das, was aufwecken soll, Schlaf bewirkt, und das, was schlafen machen soll, Aufwachen bewirkt, dann verwelkt man nach und nach.<br>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Wenn beide (Magen und Nase) Schlaf, oder beide Aufwachen bewirken, so stirbt man sofort.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]:<br>R. Josse der Galil\u00e4er sagt: Die Gerechten richtet der gute Trieb s. Ps. 109, 22, die Ruchlosen richtet der b\u00f6se Trieb s. das. 36, 2, die Mittelm\u00e4\u00dfigen richtet sowohl dieser wie jener s. das. 109, 31.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: R. Elieser sagt: Wenn es hei\u00dft: \u00bbMit deiner ganzen Seele,\u00ab warum hei\u00dft es noch: \u00bbmit deinem ganzen Verm\u00f6gen?\u00ab und wenn es hei\u00dft: \u00bbmit deinem ganzen Verm\u00f6gen,\u00ab warum hei\u00dft es noch: \u00bbmit deiner ganzen Seele?<br>Allein wenn es einen Menschen gibt, dem sein Leib lieber ist als sein Geld, so hei\u00dft es: \u00bbmit seiner ganzen Seele,\u00ab und wenn es einen Menschen gibt, dem sein Geld lieber ist als sein Leib, so hei\u00dft es: \u00bbmit deinem ganzen Verm\u00f6gen.\u00ab<br>Nach R. Akiba wollen die Worte: \u00bbmit deiner ganzen Seele\u00ab sagen: selbst wenn man deine Seele nimmt (musst du Gott noch lieben).<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Die Rabbinen haben \u00fcberliefert: Einst hatte das griechische Reich den Befehl ausgehen lassen, dass die Juden sich nicht mit dem Gesetz besch\u00e4ftigen sollten. Da kam Papus ben Jehuda und fand, dass R. Akiba zahlreiche Versammlungen abhielt und sich mit der Tora besch\u00e4ftigte.<br>Da sprach er zu ihm: Wie, Akiba! f\u00fcrchtest du dich nicht vor der Regierung?<br>Dieser sprach zu ihm: Ich will dir mit einem Gleichnis antworten. Womit ist diese Sache zu vergleichen?<br>Mit einem Fuchs, welcher am Ufer eines Flusses ging und sah, wie sich die Fische von einem Orte zum anderen versammelten. Er fragte sie: Wovor flieht ihr?<br>Vor den Netzen, antworteten sie, welche die Menschen \u00fcber uns bringen. Da sprach er zu ihnen: Ist es euch gef\u00e4llig, so kommt herauf aufs Trockene (aufs Land) und ich und ihr wollen zusammenwohnen, wie meine V\u00e4ter mit euren V\u00e4tern zusammengewohnt haben. Allein die Fische antworten: Bist du es, den man unter den Tieren den Listigen nennt?<br>Du bist nicht listig, sondern dumm; denn wenn wir schon am Orte unseres Lebens uns f\u00fcrchten m\u00fcssen, um wie viel mehr wird das am Orte unseres Todes der Fall sein. So auch wir: Wenn es schon jetzt, wo wir sitzen und uns mit der Tora besch\u00e4ftigen, von der es hei\u00dft Deut. 30, 20: \u00bbDenn sie ist dein Leben und die L\u00e4nge deiner Tage,\u00ab so ist, um wie viel mehr erst, wenn wir gehen und uns ihr entziehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Man erz\u00e4hlt: Es vergingen nur wenige Tage, so ergriffen sie den R. Akiba und warfen ihn ins Gef\u00e4ngnis. Ebenso ergriffen sie auch den Papus ben Jehuda und banden ihn neben ihm. Da sprach Akiba zu ihm: Papus! wer hat dich hierhergebracht?<br>Papus antwortete:<br>Heil dir, Akiba! der du wegen der Worte der Tora ergriffen worden bist, dagegen wehe mir (eig. ihm), Papus! der ich wegen eitler Dinge ergriffen worden hin (eig. ergriffen worden ist).<\/p>\n\n\n\n<p>In der Stunde, als sie R. Akiba zum Tod hinausf\u00fchrten, war grade die Zeit, wo man das Sch&#8217;ma liest, und sie rissen ihm sein Fleisch mit eisernen K\u00e4mmen ab, er aber nahm doch das Joch des Himmelreichs auf sich. Seine Sch\u00fcler sprachen zu ihm: Unser Lehrer! bis hierher (eig. es ist genug).<br>Allein er antwortete ihnen: Mein Lebelang bin ich in Sorge gewesen (eig. habe ich mich betr\u00fcbt) wegen dieses Verses: \u00bbMit deiner ganzen Seele\u00ab ((das bedeutet)) selbst wenn man dir die Seele nimmt. Ich dachte: Wann wird sich mir die {Gelegenheit darbieten, dass ich es erf\u00fclle, und jetzt, wo sich mir die Gelegenheit darbietet, soll ich es nicht erf\u00fcllen?<br>Er hielt (beim Aussprechen des Wortes) Echad (der Einzige) solange inne, bis seine Seele dabei ausging. Da lie\u00df ein Bat-Kol die Worte vernehmen: Heil dir, R. Akiba! dass deine Seele bei (dem Worte) Echad ausgegangen ist. Die Dienstengel sprachen vor dem Heiligen, gesegnet sei er! ist dies die Tora und dies ihr Lohn, \u00bbvon den Sterblichen\u00ab (get\u00f6tet zu werden)?<br>Von deiner Hand, Ewiger (h\u00e4tte er sterben sollen). Gott sprach zu ihnen: \u00bbIhr Teil ist im Leben.\u00ab Da lie\u00df abermals ein Bat-Kol die Worte vernehmen: Heil dir, Akiba! denn du bist bestimmt f\u00fcr das Leben der zuk\u00fcnftigen Welt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"63a\">63a<\/h2>\n\n\n\n<p>Raba hat gesagt: Den Vers Ps. 119, 126 kann man von seinem Anfang auf sein Ende und von seinem Ende auf seinen Anfang erkl\u00e4ren.<br>Ersteres n\u00e4mlich: \u00bbEs ist die Zeit, f\u00fcr den Ewigen zu wirken,\u00ab warum?<br>Weil \u00bbsie deine Tora aufgehoben haben.\u00ab Letzteres: \u00bbSie haben deine Tora aufgehoben,\u00ab warum?<br>Weil \u00bbes Zeit ist, f\u00fcr den Ewigen zu wirken.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Der alte Hillel sagt: Wer da sammelt, der streue aus und wer da ausstreut, der sammle. Wenn du ein Geschlecht siehst, dem di Tora lieb ist, so streue aus s. Mischlej 11, 24; wenn du aber ein Geschlecht siehst, dem die Tora nicht lieb ist, so sammle, denn es hei\u00dft Ps. 119, 126: \u00bbZur Zeit, da man f\u00fcr den Ewigen wirken soll, haben sie deine Tora aufgehoben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Bar Kapara hat vorgetragen: Wenn es billig istr so sammle und kaufe davon. In einem Orte, wo kein Mann ist, sei du ein Mann. \u2014<br>Bar Kapara hat ferner vorgetragen: Welches ist ein kleiner Abschnitt (eine kleine Parascha), von dem der ganze Hauptinhalt der Tora abh\u00e4ngt?<br>Mischlej 3, 6: \u00bbAuf allen deinen Wegen achte auf ihn, und er wird deine Pfade ebnen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Bar Kapara hat vorgetragen: Der Mensch lehrt seinen Sohn stets ein Gewerbe, das rein und leicht ist.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Rabbi sagt: Der Mensch soll nicht die Freunde in seinem Hause mehren s. Mischlej 18, 24.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Rabbi sagt: Warum ist der Abschnitt vom Nasir\u00e4er (in Bamidbar) an den Abschnitt von dem des Ehebruchs verd\u00e4chtigen Weibe (Sota) (Bamidbar) angelehnt worden?<br>Um dir zu sagen, dass jeder, der eine des Ehebruchs verd\u00e4chtigen Frau in ihrer Besudelung sieht, sich selbst des Weines enthalten soll.<br>R. Chiskia bar R. Paraach im Namen des R. Jochanan hat gesagt:<br>Warum ist der Abschnitt von dem des Ehebruchs verd\u00e4chtigen Weibe an den Abschnitt von den Heben und Zehnten (Bamidbar 5, 9.) angelehnt worden?<br>Um dir zu sagen, dass jeder, welcher Heben und Zehnten hat und sie nicht dem Priester gibt, am Ende des Priesters durch seine Frau ben\u00f6tigt sein wird, denn es hei\u00dft Bamidbar 5, 10: \u00bbUnd der Mann, der seine Heiligt\u00fcmer f\u00fcr sich hat\u00ab (f\u00fcr sich beh\u00e4lt), worauf folgt das. Vers 12: \u00bbUnd der Mann, dessen Weib ausschweift,&#8220; und Vers 15 hei\u00dft es: \u00bbUnd es bringe der Mann seine Frau zum Priester\u00ab u. s. w. Und nicht nur das, sondern am Ende wird er derselben ben\u00f6tigt, denn es hei\u00dft: \u00bbUnd der Mann wird seine Heiligt\u00fcmer f\u00fcr sich haben.\u00ab<br>Rab Nachman bar Jizchak hat gesagt: Wenn er sie aber entrichtet, so wird er zuletzt reich, denn es hei\u00dft in Vers 10: \u00bbDer Mann, welcher dem Priester gibt, ihm soll geh\u00f6ren\u00ab (das bedeutet) es soll ihm viel Verm\u00f6gen geh\u00f6ren (bringen).<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Rab Huna bar Beracfija hat im Namen des R. Eleasar bar Hakappar gesagt: Wer den Namen des Himmels in seiner Not anruft (verbindet), dessen Nahrung wird verdoppelt werden s. Hi. 22, 25. Nach R. Schmuel bar Nachmani fliegt ihm seine Nahrung .wie ein Vogel zu s. das.: \u00bbUnd Silber fliegt dir zu.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Tabi im Namen des R. Josia hat gesagt: Wer in den Worten der Tora sich schlaff zeigt (nachl\u00e4sst), vermag nicht (in dem ist keine Kraft), am Tage der Not zu bestehen s. Mischlej 24, 10. Nach R. Amme bar Mathna im Namen Schmuels darf es sogar bei einem einzigen Gebote nicht geschehen, da es hei\u00dft das.: \u00bbZeigst du dich schlaff\u00ab das meint: \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Nach Rab Safra hat R. Abuhu erz\u00e4hlt: Als Chanina, Bruderssohn des R. Joschua zu der Gefangenschaft (nach Babylon) ging, setzte er (daselbst) Schaltjahre ein und bestimmte die Monate au\u00dferhalb des Landes. Da schickten sie (die Pal\u00e4stinenser) zwei Gelehrte zu ihm, den R. Josse ben Kippar und Enkel des Sacharja ben Kebutal. Als er sie sah, fragte er sie: Warum seid ihr (hierher) gekommen?<br>Um die Tora zu lernen, sind wir gekommen, war ihre Antwort. Da lie\u00df er bekannt machen: Diese M\u00e4nner sind die Gro\u00dfen des Zeitalters, und ihre V\u00e4ter haben im Heiligtum gedient, wie wir gelernt haben: Sacharja, Sohn Kebutals, sagt:<br>\u00d6fters habe ich vor ihm aus dem Buch Daniel gelesen. Als er aber anfing, das f\u00fcr unrein zu erkl\u00e4ren, was sie f\u00fcr rein erkl\u00e4rten und zu verbieten, was sie f\u00fcr erlaubt hielten, so lie\u00df er von ihnen bekannt machen: Diese M\u00e4nner sind schlecht, denn sie sind eitel. Da sprachen sie zu ihm: Was du bereits gebaut hast, kannst du nicht mehr niederrei\u00dfen, was du bereits umz\u00e4unt hast, kannst du nicht mehr durchbrechen. Er entgegnete: Warum sprecht ihr das rein, was ich unrein spreche und wiederum erlaubt das, was ich verbiete?<br>Sie antworteten ihm:<br>Weil du Schaltjahre einsetzest und Monate au\u00dferhalb des Landes bestimmst.<br>Aber Akiba ben Josef, warf er ihnen ein, hat auch Schaltjahre eingesetzt und Monate au\u00dferhalb des Landes bestimmt. Darauf entgegneten sie ihm: Lass es dem Akiba ben Josef zu, denn er hat nicht seinesgleichen im Lande Israel hinterlassen. Darauf antwortete er: Auch ich habe meinesgleichen nicht im Lande Israel hinterlassen. Da sprachen sie: Die B\u00f6cklein, die du hinterlassen, sind B\u00f6cke geworden, die H\u00f6rner tragen und sie haben uns zu dir gesandt mit dem Befehl:<br>Geht und saget ihm in unserm Namen: Wenn er gehorcht, so ist\u2019s gut, wo nicht, so sei er im Bann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"63b\">63b<\/h2>\n\n\n\n<p>Ferner haben sie uns. aufgetragen: Saget unsern Br\u00fcdern in der Gefangenschaft: wenn sie gehorchen, so Ist&#8217;s gut, wenn nicht, so m\u00f6gen sie auf einen Berg gehen, Achija mag einen Altar bauen, Chananja (als Levit) mag auf der Harfe spielen und sie m\u00f6gen alle vers\u00f6hnen und sagen: Sie haben keinen Teil an dem Gotte Israels. Sogleich fing das ganze Volk an laut weinend auszurufen und sprachen: Gott beh\u00fcte! wir haben Teil an dem Gott Israels. Und warum das alles?<br>Weil es hei\u00dft Jeschajahu 2, 3: \u00bbDenn von Zion geht aus die Tora und das Wort des Ewigen von Jerusalem.\u00ab Es ist wohl richtig (zul\u00e4ssig), dass sie das, was er (Chanina) rein erkl\u00e4rte, unrein erkl\u00e4rte, um es n\u00e4mlich sch\u00e4rfer (eig. schwerer) zu machen, allein wie durften sie das, was er unrein erkl\u00e4rte, rein erkl\u00e4ren?<br>Es ist ja gelehrt worden (Nidda Blatt 1:) Was ein Weiser unrein erkl\u00e4rt hat, darf sein Genosse nicht rein erkl\u00e4ren, und hat er etwas verboten, so darf sein Genosse es nicht erlauben. Sie meinten, die Leute sollten sich nach ihm richten (eig. sie sollten nicht hinter ihm gezogen werden).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt: Als unsere Rabbinen in den Weinberg zu Jawne kamen, waren dort R. Jehuda, R. Josse, R. Nechemja und R. Eleasar, Sohn des R. Josse, des Galil\u00e4ers.<br>Sie fingen alle an zur Ehre der Gastfreundschaft zu sprechen und vorzutragen.<br>R. Jehuda begann, das Haupt der Sprecher an allen Orten, wo es der Ehre des Gesetzes gilt, und trug vor: Es hei\u00dft Schemot 33, 7:<br>\u00bbUnd Mose nahm das Zelt und schlug es auf au\u00dferhalb des Lagers.\u00ab<br>Diese Worte enthalten eine Folgerung vom Leichten auf das Schwere. Wenn schon von der Lade Gottes, die doch nicht weiter als zw\u00f6lf Mil entfernt war, die Schrift sagt (an dieser Stelle):<br>\u00bbUnd es geschah, jeder, der den Ewigen, befragte, ging hinaus zum Stiftszelte,\u00ab um wie viel mehr muss das bei den Sch\u00fclern der Weisen, welche von einer Stadt zur andern und von einem Lande in das andere gehen, um Tora zu lernen, der soll sein!<br>\u00bbUnd der Ewige redete zu Mose von Angesicht zu Angesicht.\u00ab<br>R. Jizchak hat gesagt: Der Heilige, gesegnet sei er! sprach n\u00e4mlich zu Mose: Mose! ich und du wollen uns in der Halacha von Angesicht zu Angesicht belehren. Manche sagen: Der Heilige, gesegnet sei er! sprach also zu Mose: Sowie ich dir mein Angesicht zugewendet habe, so sollst du auch den Juden dein Angesicht zuwenden und das Zelt wieder an seinen Ort zur\u00fcckbringen. \u00bbUnd er kehre zur\u00fcck in das Lager\u00ab u. s. w. R. Abuhu hat gesagt: Der Heilige, gesegnet sei er! sprach zu Mose: Jetzt werden sie sprechen: Der Lehrer ist im Zorn und der Sch\u00fcler ist im Zorn, was soll aus den Juden werden?<br>Bringst du das Zelt wieder an seinen Ort, so ist\u2019s gut, wo nicht, so kommt Hoschea, Sohn Runs, dein Sch\u00fcler, an deine Stelle den Dienst zu versehen. Das ist es, was geschrieben steht: \u00bbUnd er kehre in das Lager zur\u00fcck.\u00ab Und dennoch ist nach Raba das Wort nicht vergeblich gewesen, denn es hei\u00dft das.: \u00bbDer Diener Joschua, Sohn Nuns, der Knappe, wich nicht aus dem Zelte.\u00ab<br>R. Jehuda begann ferner zur Ehre des Gesetzes und erkl\u00e4rte Deut. 27, 9: \u00bbMerke auf und h\u00f6re, Israel! an diesem Tag bist du zu einem Volke geworden.\u00ab Ist denn etwa an demselben Tage das Gesetz erst an Israel gegeben worden?<br>Es war doch jener Tag am Ende von den 40 Jahren! Allein es will dir lehren, dass das Gesetz denen, die es lehren, an jedem Tag so lieb ist, wie an dem Tage, wo es vom Berge Sinaj gegeben wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"64a\">64a<\/h2>\n\n\n\n<p>R. Abin der Levite hat gesagt: Jeder, der einen Genuss von einem Mahle hat, an dem ein Gelehrter Teil nimmt, der wird so angesehen, als h\u00e4tte er einen Genuss vom Glanz der Schechina, wie es hei\u00dft Schemot 18, 12: \u00bbUnd es kam Aaron und die \u00c4ltesten Israels, um Brot zu essen mit dem Schwiegervater Moses vor Gott.\u00ab<br>Haben sie denn vor Gott gegessen, sie a\u00dfen doch vor Mose?<br>Allein es will dir sagen, dass jeder, der einen Genuss von einem Mahle hat, an dem ein Weiser teilnimmt, so angesehen wird, als h\u00e4tte er einen Genuss vom Glanze der Schechina gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Wer sich von seinem Genossen verabschiedet, sage nicht zu ihm: Gehe in Frieden, sondern: Gehe zum Frieden. Denn als Jitro zu Mose sprach Schemot 4, 18: \u00bbGehe zum Frieden,\u00ab so gelangte dieser zur Gr\u00f6\u00dfe und war gl\u00fccklich; dagegen als David zu Awschalom sagte II Schmuel 15, 9: \u00bbGehe in Frieden,\u00ab so ging er hin und blieb h\u00e4ngen.<br>R. Abin der Levite hat ferner gesagt: Wer von einem Toten (einer Leiche) sich verabschiedet, sage nicht zu ihm: Gehe zum Frieden, sondern: Gehe in Frieden, denn es heisst Bereschit 15, 15: \u00bbUnd du wirst zu deinen V\u00e4tern in Frieden kommen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Levi bar Chija hat gesagt: Wer aus dem Versammlungshaus kommt und ins Lehrhaus geht und sich mit der Tora besch\u00e4ftigt, ist w\u00fcrdig das Antlitz der Schechina zu empfangen s. Ps. 84, 8.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] E. Chija bar Asche hat gesagt im Namen Rabs: Die Gelehrten haben keine Ruhe, weder in dieser noch in jener Welt s. Ps. 84, 8.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Eleasar sagte im Namen von R. Chanina: Die Schriftgelehrten mehren Frieden in der Welt, denn es hei\u00dft: \u00bbund alle deine Kinder sind Gottesgelehrte, und gro\u00df ist der Frieden deiner Kinder; lies nicht: \u00bbbanajich &#8211; deiner Kinder\u00ab, sondern \u00bbbonajch &#8211; deiner Erbauer\u00ab. \u00bbViel Frieden denen, die deine Lehre lieben, kein Ansto\u00df treffe sie. Frieden m\u00f6ge in deinen Mauern sein und Sicherheit in deinen Pal\u00e4sten. Um meiner Br\u00fcder und Freunde willen, will ich dir Frieden w\u00fcnschen. Wegen des Hauses des Ewigen, unseres Gottes, erflehe ich Gutes f\u00fcr dich. Der Ewige verleihe Macht seinem Volk, der Ewige segne sein Volk mit Frieden.<\/p>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Tehillim 82, 1<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div>also mindestens 10 erwachsene M\u00e4nner die gemeinsam beten<\/div><\/li><li><span>3<\/span><div>Tehillim 82,1<\/div><\/li><li><span>4<\/span><div> \u00bbGemeinde\u00ab oder \u00bbVersammlung\u00ab mit Bezug auf Num. 14, 27 auch f\u00fcr den Minjan verwendet. Die Mindestzahl macht ein Gebet zu einem \u00bb\u00f6ffentlichen\u00ab Gebet.<\/div><\/li><li><span>5<\/span><div>Malachi 3, 16<\/div><\/li><li><span>6<\/span><div>2. Buch Mosche 20, 21<\/div><\/li><li><span>7<\/span><div>Jeschajahu 3, 14<\/div><\/li><li><span>8<\/span><div>weil der Arme nichts anderes anbieten kann als einen Gru\u00df<\/div><\/li><li><span>9<\/span><div>Jeschajahu 56, 7<\/div><\/li><li><span>10<\/span><div>2. Buch Mosche 33, 23<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erz\u00e4hlungen\/Aggadah des Traktats Berachot: [ Inhaltsverzeichnis von Ejn Ja&#8217;akow &#8211; die Erz\u00e4hlungen des Talmuds] 2a 3a 3b 4a 6a 6b 7a 7b 7b 29b 32a 55a 55b 56a 57b 60b 61a 61b 62a 63a 63b 64a 2a. Mischna. Einmal kamen die S\u00f6hne des Rabban Gamliel vom Gastmahle, da sprachen sie zu ihm: Wir haben das Sch&#8217;ma noch nicht gelesen. Wenn die Morgenr\u00f6te noch nicht aufgestiegen ist, versetzte er, so seid ihr verpflichtet es zu lesen. Und nicht das allein haben sie (die Weisen) gesagt, sondern \u00fcberall, wo sie bestimmt haben: bis Mitternacht, da gilt ihre Vorschrift (so lange), bis die Morgenr\u00f6te aufsteigt. Wenn dem so ist, warumhaben dann aber die Weisen gesagt: bis Mitternacht?Um den Menschen von der S\u00fcnde fern zu halten. [\u2026] Rab Jizchak bar Schmuel hat im Namen Rabs gesagt: Die Nacht hat drei Nachtwachen und in jeder Nachtwache sitzt der Heilige, gesegnet sei er! und br\u00fcllt wie ein L\u00f6we und spricht: Wehe den Kindern! denn ihrer S\u00fcnden wegen habe ich mein Haus zerst\u00f6rt und meinen Tempel verbrannt und sie unter die &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1163,"parent":5125,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-5129","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5129"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5733,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5129\/revisions\/5733"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5125"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}