{"id":5205,"date":"2020-02-25T13:03:58","date_gmt":"2020-02-25T11:03:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5205"},"modified":"2020-12-13T02:50:01","modified_gmt":"2020-12-13T00:50:01","slug":"midrasch-zu-bereschit-7-und-8","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/midrasch\/midrasch-zu-bereschit-7-und-8\/","title":{"rendered":"Midrasch zu Bereschit 7 und 8"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Erst als die Wasser schwollen und sehr viel \u00fcber der Erde wurden, ging die Arche auf der Fl\u00e4che des Wassers.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Und die Wasser stiegen sehr. <\/strong><br>R. Jonathan ging nach Jerusalem hinauf, um zu beten.<br>Da kam er an der Platane des Berges Garizim vor\u00fcber, wo er einen Samaritaner sah.<br>Dieser fragte ihn:<br>Wohin gehst du?<br>&#8211; Ich gehe, antwortete er, nach Jeruschalajim hinauf, um zu beten.<br>M\u00f6chtest du nicht, fuhr jener fort ieber auf diesem gesegneten Berg, als auf jenem Schutthaufen [Schmutzhaus] beten?<br>Wodurch ist denn dieser Berg gesegnet?<br>Weil er von den Wassern der S\u00fcndflut nicht \u00fcberschwemmt worden ist.<br>Es war in den Augen des R. Jonathan verborgen; so dass keine Antwort gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sprach sein Eseltreiber zu ihm: Rabbi, erlaubst du mir, dass ich dem Samaritaner antworte?<br>Ja! Er nahm nun das Wort und sprach: geh\u00f6rt der Berg zu den hohen Bergen, so war er, wie die Schrift sagt, mit Wasser bedeckt, geh\u00f6rt er zu den niedrigen, so hielt ihn die Schrift einer Erw\u00e4hnung nicht f\u00fcr wert.<br>R. Jonathan stieg sofort vom Esel und liess den F\u00fchrer drei Mil weit reiten und wandte auf ihn folgende drei Verse an:<br>1) 5.B.M. 7, 14, wo der Sinn ist: selbst unter eurem Vieh wird es kein unfruchtbares St\u00fcck geben,<br>2) Schir haSchirim 4, 3, welche Stelle sagen will: selbst die Ungelehrten [Leeren] unter euch sind mit Antworten so reich wie ein Granatapfel versehen<br>3) und Jeschajahu 54, 17.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Die Wasser waren aber auch so ungemein hoch \u00fcber die Erde geschwollen, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt waren.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>F\u00fcnfzehn Ellen h\u00f6her waren die Wasser angeschwollen, so dass die Berge bedeckt waren.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>F\u00fcnfzehn Ellen<\/strong> d. i. nach R. Jehuda 15 Ellen auf dem Berg und 15 Ellen im Thal, allein nach R. Nechemja 15 Ellen auf dem Berg und nur etwas im Tal.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Es erstarrte alles Fleisch, was auf Erden auftritt, an Vogel und Vieh und Waldtier und an allem auf der Erde kriechenden Gew\u00fcrm; und alle Menschen.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Es erstarrte alles Fleisch\u2026<\/strong> R. Schmuel, der Schwiegersohn des R. Chanina, ein Freund der Rabbinen, sagte:<br>Die Schrift macht hier die <em>Neschama<\/em> zum <em>Ruach<\/em> und anderswo wieder wird die <em>Neschama<\/em> zum <em>Nefesch <\/em>gemacht, um damit anzudeuten, dass ein Wort das andere vertritt.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>Alle, in deren Antlitz der Hauch des Lebensgeistes war, von allem was sich auf dem Trockenen befindet, starben.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>\u2026von allem was sich auf dem Trockenen befindet, starben<\/strong> Ausgenommen waren die Fische. Nach manchen w\u00e4ren auch sie umgekommen, wenn sie nicht in das gro\u00dfe Meer, in den Ozean, geflohen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">23.<\/sup>Und es l\u00f6ste alles Selbst\u00e4ndige auf, das auf der Fl\u00e4che des Erdbodens war, vom Menschen bis Vieh, Gew\u00fcrm und Vogel des Himmels; sie wurden von der Erde weggel\u00f6scht, und nur Noach und was bei ihm in der Arche war blieb \u00fcbrig.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>\u2026sie wurden von der Erde weggel\u00f6scht, und nur Noach und was bei ihm in der Arche war blieb \u00fcbrig<\/strong> R. Huna sagte im Namen des R. Jose: Das Wort \u05d0\u05da schr\u00e4nkt ein, das will sagen: auch Noach warf (spie) beim Seufzen vor K\u00e4lte Blut aus.<\/p>\n\n\n\n<p><sup class=\"Vers\">24.<\/sup>So schwollen die Wasser \u00fcber der Erde 150 Tage.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">1.<\/sup>Da gedachte Gott des Noachs und aller Tiere und alles Viehes, welche mit ihm in der Arche waren, und es f\u00fchrte Gott einen Wind \u00fcber die Erde, da stillten sich die Wasser.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Da gedachte Gott Noachs\u2026 <\/strong> In Verbindung mit Ps. 36, 7, welcher Vers nach <img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Ismael den Sinn hat:<br>Wegen der Gerechten, die das auf dem Berg Gottes gegebene Gesetz empfangen haben, \u00fcbst du Gerechtigkeit mit ihnen, die bis an die Berge Gottes reicht, aber mit den Frevlern, die das auf dem Berg Gottes gegebene Gesetz nicht angenommen haben; verf\u00e4hrst du so streng bis zur \u00e4u\u00dfersten Tiefe.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Nach R. Akiba verf\u00e4hrt er sowohl mit jenen wie mit diesen bis zum \u00c4u\u00dfersten.<br>Jene bestraft er f\u00fcr die geringsten b\u00f6sen Werke, die sie in dieser Welt begangen haben, um ihnen den guten Lohn in jener Welt \u00fcberschw\u00e4nglich zuflie\u00dfen zu lassen, und den Frevlern l\u00e4sst er Gem\u00e4chlichkeit zuteil werden und er gibt ihnen Lohn f\u00fcr die geringsten guten Werke, die sie in dieser Welt vollbracht haben, um sie in jener Welt zu bestrafen.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Nach R. Levi vergleicht der Psalmist die Gerechten wie die Frevler nach ihrer Wohnung.<br>Der Aufenthalt der Gerechten ist nach Jechezkel 34, 14 auf gr\u00fcner guter Weide und auf hohen Bergen und der Aufenthalt der Frevler ist der <em>Scheol<\/em> (siehe Jechezkel 31, 17).<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">R. Jehuda bar Rabbi sagte: Sowie man zu einem Becken weder einen Deckel von Silber, noch von Gold, noch von Kupfer macht, sondern aus Ton, woraus jenes selbst verfertigt ist, ebenso sind die Frevler finster, das <em>Gehinnom<\/em> ist finster und die Tiefe ist finster.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Jonathan erkl\u00e4rte den obigen Vers aus den Psalmen im Namen des R. Josia auf diese Weise:<br>Deine Gerechtigkeit erstreckt sich bis zu deinen Strafgerichten, wie die Berge Gottes in die gro\u00dfe Tiefe.<br>So, wie diese Berge kein Ende haben, ebenso haben die Gerechten kein Ende in Bezug auf das Geschenk ihres Lohnes und so, wie diese Berge die Tiefe dr\u00fccken, damit sie sich nicht erhebt, wird die Welt \u00fcberschwemmt, ebenso dr\u00fccken (bew\u00e4ltigen) die Gerechten die Strafgerichte [das bedeutet: sie halten diese ab], dass. sie nicht hervorbrechen und die Welt verbrennen.<br>Und sowie diese Berge bes\u00e4t sind und Fr\u00fcchte tragen, so bringen auch die Werke der Gerechten Fr\u00fcchte [s. Jeschajahu 3, 10] und sowie die Tiefe keine Grenze hat, so hat auch die Strafe der Frevler keine Grenze [s. Jeschajahu 3, 11]<br>So, wie ferner die Tiefe nicht bes\u00e4t ist und keine Frucht bringt, so bringen auch die Werke der Frevler keine Frucht; denn wenn ihre Werke Fr\u00fcchte tragen w\u00fcrden, so w\u00fcrde die Welt zerst\u00f6rt werden [s. Jeschajahu 3, 10].<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Josua ben Levi ging hinauf nach Rom, wo er Marmors\u00e4ulen sah, die mit Teppichen bedeckt waren, damit sie in der K\u00e4lte sich nicht zusammenziehen und in der Hitze sich nicht spalten sollten.<br>Als er auf den Markt kam, sah er einen Armen, welcher in eine grobe Matte, oder wie manche sagen, in eine Eselsdecke eingeh\u00fcllt war.<br>In Bezug auf die S\u00e4ulen sprach er: \u00bbDeine Ge\u00adrechtigkeit ist so gross, wie die Berge Gottes\u00ab, denn da, wo du gibst, gibst du in F\u00fclle, aber in Bezug auf den Armen wandte er an: \u00bbDeine Strafgerichte sind wie eine gro\u00dfe Tiefe, denn da, wo du schl\u00e4gst, schl\u00e4gst du in vollem Ma\u00df.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Alexander von Mazedonien kam einmal zu dem K\u00f6nig Kazja hinter dem finsteren Gebirge und schickte zu ihm, er m\u00f6chte zu ihn kommen.<br>Der K\u00f6nig erschien und brachte einen goldenen Brei auf einer goldenen Sch\u00fcssel.<br>Brauche ich denn dein Gold? sprach Alexander.<br>Wenn du in deinem Lande zu essen gehabt h\u00e4ttest, erwiderte der K\u00f6nig, so w\u00fcrdest du nicht hierher gekommen sein.<br>Ich bin gekommen, sprach Alexander, um euer Gerichtsverfahren kennen zulernen.<br>Er wohnte eines Tages einer Sitzung bei.<br>Da kamen zwei M\u00e4nner, von denen der eine gegen den anderen diese Klage vorbrachte:<br>Ich habe, sprach der Kl\u00e4ger, von diesem Manne ein Feld (leeren Platz) gekauft und einen Schatz darin gefunden.<br>Dieser ist nicht mein, denn ich habe nur das Feld gekauft, nicht aber den darin verborgenen Schatz.<br>Der Beklagte dagegen erwiderte: Mit dem Feld habe ich zugleich alles, was es enth\u00e4lt, verkauft.<br>Da fragte der Richter den einen: Hast du einen Sohn? Ja!<br>und den anderen: Hast du eine Tochter?<br>Ja! Wohlan, -so mag dieser dein Sohn die Tochter jenes Mannes heiraten und das Geld den beiden geh\u00f6ren.<br>Der Richter sah, dass Alexander \u00fcber das Urteil betroffen war, weshalb er an ihn die Frage stellte:<br>Warum bist du betroffen, habe ich nicht recht entschieden?<br>Gewiss! erwiderte Alexander.<br>Wenn der Fall bei euch vorgekommen w\u00e4re, wie w\u00fcrdet ihr entschieden haben?<br>Wir w\u00fcrden beide haben hinrichten lassen und den Schatz f\u00fcr den K\u00f6nig beansprucht haben.<br>Scheint auch bei euch die Sonne?<br>Ja!<br>Regnet es auch bei euch?<br>Ja!<br>Gibt es bei euch auch Kleinvieh?<br>Ja!<br>Verw\u00fcnscht sei der Mann [eigentlich: es m\u00f6ge ihm der Geist ausgehen]! sprach der Richter,<br>so scheint nicht euretwegen \u00fcber euch die Sonne und es regnet nicht euretwegen, sondern nur wegen dieses Kleinviehs, wie es hei\u00dft Ps. 36, 7: Menschen und Vieh hilfst du HaSchem, das meint, dem Menschen hilft HaSchem wegen des Verdienstes der Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Jehuda bar Simon legte den Vers auf Noach aus.<br>Gott sprach n\u00e4mlich: Die Gerechtigkeit, die ich dem Noach in der Arche erwiesen, habe ich ihm nur wegen der Berge Gottes erwiesen (s. 1.B.M. 8, 4) Und die Worte: \u00bbDein Strafgericht gleich grosser Tiefe\u00ab deuten auf die Leiden hin, welche ich \u00fcber seine Generation nur aus der gro\u00dfen Tiefe gebracht habe, wie es hei\u00dft: Die Tiefen taten sich auf.<br>Und als ich seiner gedachte, fasste ich nicht nur ihn, sondern auch alle die ins Auge, welche mit ihm in der Arche waren, wie geschrieben steht: Gott gedachte Noachs und aller Tiere.<br>Oder die letzten Worte sind mit Kohelet 9, 14 und 15 zu verbinden.<br>\u00bbEine kleine Stadt\u00ab das ist die Welt<br>\u00bbund wenig Menschen darin\u00ab das ist die Generation der S\u00fcndflut,<br>\u00bbund es kam \u00fcber sie ein grosser K\u00f6nig und umringte sie\u00ab d. i. Gott,<br>\u00bbund baute um sie gro\u00dfe Festen\u00ab das sind Irrwege (krumme Pfade) und Verstecke<br>\u00bbund es fand sich darin ein Armer und Weiser\u00ab das ist Noach,<br>\u00bbderselbe rettete die Stadt durch seine Weisheit\u00ab das meint, er brachte Opfer dar,<br>\u00bbund niemand erinnerte sich des armen Mannes\u00ab das meint: Gott sprach: Ihr erinnert euch desselben nicht, ich aber tue es, wie es hei\u00dft:<br>Gott gedachte Noachs<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">[s. Ps. 145, 19] welchen Vers R. Levi so auslegte:<br>G\u00fctig ist der Ewige gegen alles, was seine Werke sind.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Nach R. Schmuel wollen die Worte sagen:<br>Gottes Art und Weise ist Barmherzigkeit,<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">allein nach R. Jochanan aus Sichnin im Namen des R. Levi:<br>G\u00fctig ist der Ewige gegen alle und von seiner Barmherzigkeit teilt er all seinen Gesch\u00f6pfen mit.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Tanchuma und R. Abba bar Abin sagten im Namen des Rab Acha: Wenn ein Jahr der D\u00fcrre eintritt, und die Menschen f\u00fchlen Erbarmen mit einander, so empfindet auch der Ewige Erbarmen mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Tagen des R. Tanchuma ben\u00f6tigten die Juden [wegen Regenmangels] einen Fasttag.<br>Da kamen die Leute zu ihm und sprachen:<br>Rabbi, ordne ein Fasten an. Es geschah, es fiel aber weder am ersten, noch am zweiten und dritten Tage Regen.<br>Da predigte er und sprach zu ihnen:<br>Meine Kinder, habt Erbarmen miteinander, so wird auch Gott Erbarmen mit euch haben!<br>Als die Leute Almosen an die Atmen verteilten, sahen sie einen Menschen auch seiner Geschiedenen Geld geben.<br>Sie gingen zu R. Tanchuma und sprachen:<br>Rabbi, w\u00e4hrend wir hier sitzen, ist etwas (Str\u00e4fliches) geschehen.<br>Was habt ihr gesehen?<br>Wir haben gesehen, dass der und der seiner Geschiedenen Geld gab.<br>Sofort schickte der Rabbi nach beiden und lie\u00df sie vor die Versammlung kommen.<br>Was hast du, fragte er den Mann, mit dieser Frau zu tun?<br>Sie ist meine Geschiedene.<br>Warum hast du ihr Geld gegeben?<br>Rabbi, ich sah sie in Not, und f\u00fchlte Erbarmen mit ihr.<br>Da erhob R. Tanchuma sein Antlitz gen Himmel und sprach:<br>Herr der Welten! wenn schon dieser mit seiner Geschiedenen Erbarmen gehabt hat, da er sie in Not sah, obwohl er sie zu ern\u00e4hren nicht verpflichtet ist, um wie viel mehr solltest du dich, von dem es hei\u00dft:<br>er ist gn\u00e4dig und barmherzig und wir sind die Kinder deiner Geliebten, die Kinder Abrahams, Jitzchaks und Jaakows mit uns Erbarmen haben!<br>Sofort kam Regen und die Welt erholte sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Rabbi war einst vertieft in einem Lehrvortrag, den er vor einer Versammlung von Babyloniern in Seforis hielt, da ging ein Kalb an ihm vor\u00fcber, was zur Schlachtbank gef\u00fchrt wurde.<br>Dasselbe br\u00fcllte, als wollte es sagen: rette mich!!<br>Was kann ich f\u00fcr dich tun? sprach unser Rabbi, du bist dazu erschaffen.<br>In Folge dessen litt Rabbi 13 Jahre an Zahnschmerzen.<br>In allen diesen 13 Jahren, sagte R. Jose bar Abin, in welchen Rabbi an Zahnschmerzen litt; kam keine Schwangere im Lande Israel vor der Zeit nieder und empfand bei der Geburt auch keine Schmerzen.<br>Nach dieser Zeit lief ein Gr\u00e4uel vor seiner Tochter vorbei und sie wollte es t\u00f6ten.<br>Meine Tochter, sprach er zu ihr, lass es, denn es steht geschrieben [Ps. 145, 9]:<br>Seine Barmherzigkeit erstreckt sich \u00fcber alle seine Werke.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Rabbi war sehr dem\u00fctig, denn er sprach: Ich w\u00fcrde alles tun, was jemand von mir verlangt, nur nicht, was die Bewohner von Bathera (Beter) meinem Alten (Hillel) angetan haben, denn sie stiegen von ihrer Gr\u00f6\u00dfe herab und er h\u00f6hten ihn.<br>Selbst wenn Rab Huna, das Oberhaupt des Exils hierher k\u00e4me, w\u00fcrde ich mich (um ihn zu ehren) vor ihm erheben.<br>Warum? Er ist vom Stamm Jehuda und ich nur vom Stamm Benjamin,<br>er stammt von der m\u00e4nnlichen Linie und ich nur von der weiblichen ab.<br>Da sprach R. Chija der Gro\u00dfe zu ihm:<br>Siehe, er steht drau\u00dfen.<br>Da erblasste das Gesicht Rabbis.<br>Als R. Chija der Gro\u00dfe dem gewahr wurde, sprach er zu ihm: Es ist sein Sarg.<br>Rabbi sprach zu ihm: Gehe hinaus und siehe, wer da ist. Er ging hinaus und fand niemanden.<br>Daran erkannte er, dass er von Rabbi auf 30 Tage verwiesen war.<br>Innerhalb der 30 Tage, w\u00e4hrend welchen R. Chija der Grosse von unserm Rabbi einen Verweis erhalten hatte, sagte R. Jose bar R. Abin, lehrte letzterer dem Rah, seinem (des R. Chija) Schwestersohn, alle Normen der Gesetzeslehre, aus welchen sp\u00e4ter die Lehrs\u00e4tze (Halachot) der Babylonier entstanden. Nach 30 Tagen kam Elijahu in Gestalt des R. Chija des Gro\u00dfen zu unserm Rabbi, legte seine H\u00e4nde auf seine Z\u00e4hne und heilte ihn.<br>Als R. Chija der Gro\u00dfe zu unserm Rabbi kam, fragte er:<br>Was machen deine Z\u00e4hne?<br>Er antwortete:<br>Seitdem du deine Hand darauf gelegt hast, sind sie gesund geworden.<br>R. Chija der Gro\u00dfe entgegnete:<br>Ich wei\u00df nichts davon.<br>Als unser Rabbi das h\u00f6rte, verzieh er ihm und erwies ihm Ehre.<br>Er lie\u00df die Sch\u00fcler ,zur\u00fccktreten und ihn herantreten und sie standen, wie R. Jischmael bar R. Jose sagte, sogar noch n\u00e4her als ich, Gott beh\u00fcte! sprach er zu ihm, so etwas soll in Israel nicht geschehen.<br>Unser Rabbi lobte R. Chija den Gro\u00dfen in Gegenwart des R. Jischmael bar R. Jose, er sprach n\u00e4mlich zu ihm:<br>er ist ein gro\u00dfer und heiliger Mann.<\/p>\n\n\n\n<p>Eines Tages sah R. Chija der Grosse den R. Jischmael bar R. Jose (im Badehaus) und stand nicht vor ihm auf.<br>Da sprach R. Jischmael zu Rabbi:<br>ich habe deinen Sch\u00fcler, den du mir so gelobt hast, (im Badehaus) gesehen und er stand nicht vor mir auf.<br>Da fragte unser Rabbi den R. Chija den Gro\u00dfen:<br>Warum verbeugtest du dich nicht vor ihm?<br>Weil ich im Nachdenken \u00fcber eine Psalmaggadah begriffen war.<br>Als er dieses h\u00f6rte, \u00fcbergab er ihm zwei Sch\u00fcler, welche mit ihm in ein finsteres Gemach gingen, damit er nicht in Gefahr gerate.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gott gedachte des Noach.<\/strong> R. Schmuel bar Nachmani sagte:<br>Wehe den Frevlern, welche das Ma\u00df der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit in das Ma\u00df der Gerechtigkeit verwandeln,<br>Heil aber den Frommen, welche die Eigenschaft der Gerechtigkeit in Barmherzigkeit verwandeln.<br>\u00dcberall, wo in der Schrift der NAME (das Tetragramm) steht, da bezeichnet es die Eigenschaft der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit, wo aber das Wort <em>Elohim<\/em> steht, bezeichnet es die Eigenschaft der Gerechtigkeit [vergl. 1.B.M. 2-2, 27.]<\/p>\n\n\n\n<p>Oder: Woran gedachte Gott?<br>Daran, dass Noach 12 Monate hindurch in der Arche viele Gesch\u00f6pfe unterhielt und ern\u00e4hrte.<br>Ferner gedachte Gott des Noach wegen der reinen Tiere, die er (zum Opfern) mit in die Arche genommen hatte.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Nach R. Eleasar wurde er wegen seines Opfers [bei Opfern steht oft das Wort <em>nichoach<\/em>] Noach ge\u00adnannt (s. 1.B.M. 8, 21),<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> dagegen nach R. Jose bar Chanina hie\u00df er so, wegen der Ruhe [<em>tanach<\/em>], welche die Arche fand.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">2.<\/sup>Es wurden die Quellen der Flut und die Schleusen des Himmels geschlossen, und es wurde der Regen vom Himmel zur\u00fcckgehalten.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe.<\/strong> R. Eleasar sagte:<br>Zum B\u00f6sen taten sich die Quellen der Tiefe auf, aber zum Guten verstopften sie sich.<br>Aber nicht alle Quellen taten sich auf, ausgenommen waren die Quellen zu Tiberias Ablonis (Abellane) und der H\u00f6hle Paneas [wo der Jarden entspringen soll].<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">3.<\/sup>Es kehrten immer mehr die Wasser von oberhalb der Erde zur\u00fcck und nach 150 Tagen nahmen die Wasser ab.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">4.<\/sup>Im 7. Monat, am 17. Tage des Monats ruhte die Arche auf den Bergen Ararats.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Die Arche ruhte.<\/strong> Auf dem Berg Kartunja. [Das bezieht sich offenbar auf die \u00dcbersetzung des Onkelos: \u05d5\u05b0\u05e0\u05b8\u05d7\u05b7\u05ea \u05ea\u05bc\u05b5\u05d1\u05d5\u05b9\u05ea\u05b8\u05d0 \u05d1\u05bc\u05b0\u05d9\u05b7\u05e8\u05b0\u05d7\u05b8\u05d0 \u05e9\u05c1\u05b0\u05d1\u05b4\u05d9\u05e2\u05b8\u05d0\u05b8\u05d4 \u05d1\u05bc\u05b0\u05e9\u05c1\u05b4\u05d1\u05b0\u05e2\u05b7\u05ea \u05e2\u05b2\u05e9\u05c2\u05b7\u05e8 \u05d9\u05d5\u05b9\u05de\u05b8\u05d0 \u05dc\u05b0\u05d9\u05b7\u05e8\u05b0\u05d7\u05b8\u05d0 \u05e2\u05b7\u05dc \u05d8\u05d5\u05bc\u05e8\u05b5\u05d9 \u05e7\u05b7\u05e8\u05b0\u05d3\u05bc\u05d5\u05bc:]<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">5.<\/sup>Die Wasser aber nahmen immer mehr ab bis zum zehnten Monat. Im zehnten Monat, am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">6.<\/sup>Da war es denn, nach Verlauf von 40 Tagen \u00f6ffnete Noach das Fenster der Arche, welches er gemacht hatte.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Nach Verlauf von 40 Tagen \u00f6ffnete Noach\u2026<\/strong> Darin liegt ein Beweis f\u00fcr das, was R. Abbba bar Kahana gesagt hat, dass es ein Fenster (und nicht ein Edelstein) war.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">7.<\/sup>und entsendete den Raben; dieser flog aus und kam immer wieder zur\u00fcck, bis die Wasser anfingen abzutrocknen von der Erde.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Er sandte den, Raben aus,<\/strong> wodurch Ps. l05, 28 best\u00e4tigt wird.<br><strong>flog aus und kam immer wieder zur\u00fcck.<\/strong> Nach R. Judan im Namen des R. Meir fing er einen Wortwechsel mit Noach an.<br>Er sprach n\u00e4mlich zu ihm: Hast du denn unter allen vierf\u00fc\u00dfigen Waldtieren, und unter den V\u00f6geln keines finden k\u00f6nnen, dass du mich schicken musst?<br>Darauf antwortete Noach:<br>Welchen Nutzen hat die Welt von dir?<br>Sie kann dich weder zur Speise, noch zum Opfer gebrauchen.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> R. Berachja im Namen des R. Abba bar Kahana sagte:<br>Gott sprach zu ihm: Dennoch nimm ihn in die Arche auf, denn die Welt wird einmal seiner bed\u00fcrfen.<br>Wann?<br>Wenn das Wasser, antwortete Gott, sich von der Erde verloren hat.<br>Einst wird n\u00e4mlich ein Gerechter (der Prophet Elijahu) aufstehen und \u00fcber die Welt Trockenheit bringen, dann werde ich sie brauchen [vergl. 1 K\u00f6n. 17, 6].<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">R. Jehuda sagte:<br>Es gibt eine Stadt im Gebiet Bejt Sche&#8217;an [\u05d1\u05bc\u05b5\u05d9\u05ea \u05e9\u05c1\u05b0\u05d0\u05b8\u05df], welche \u05e2\u05b7\u05e8\u05b8\u05d1\u05b4\u05d9 heisst.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Nach R. Nechemja waren es wirklich Raben.<br>Und woher brachten sie die erw\u00e4hnten Dinge?<br>Vom Tisch des K\u00f6nigs Josafat.<br>R. Akiba trug in Ginsak in Medien die Geschichte der S\u00fcndflut vor, und die Zuh\u00f6rer weinten nicht einmal, dann trug er die Geschichte Hiobs (Ijows) vor, und die Zuh\u00f6rer fingen sofort zu weinen an.<br>Da wandte er auf sie Ijow 24, 20 [Der Erde Scho\u00df l\u00e4sst ihn vergessen, das Gew\u00fcrm verzehrt ihn als Leckerbissen; seiner wird nicht mehr gedacht, und die Ruchlosigkeit bricht wie (morsches) Holz.] an:<br>\u00bbSein vergisst der Mutterleib\u00ab, das bedeutet, sie haben das Erbarmen \u00fcber die Menschen vergessen, so vergisst auch Gott \u00fcber sie sein Erbarmen;<br>\u00bban ihm labt sich das Gew\u00fcrm\u00ab das bedeutet, das Gew\u00fcrm findet S\u00fc\u00dfes an ihnen;<br>\u00bbsein wird nicht mehr gedacht, wie Holz wird zerbrochen der Frevel.\u00ab<br>Es hei\u00dft nicht \u05ea\u05bc\u05b5\u05e2\u05b8\u05e7\u05b5\u05e8, sondern \u05ea\u05bc\u05b4\u05e9\u05bc\u05c1\u05b8\u05d1\u05b5\u05e8 n\u00e4mlich wie eine Sache, welche zerbrochen ist und nicht wieder hergestellt werden kann.<br>Welche Generation ist das?<br>Das Generation der Teilung.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">8.<\/sup>Darauf entsendete er die Taube von sich, zu sehen, ob die Wasser von der Fl\u00e4che des Erdbodens abgenommen hatten.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Darauf entsendete er die Taube<\/strong> R. Jehuda bar Nachman im Namen des R. Simeon sagte:<br>Wenn sie eine Ruhest\u00e4tte gefunden h\u00e4tte, so ware sie nicht wieder gekommen [siehe Ejchah 1, 3: Jud\u00e4a ist in Gefangenschaft gewandert vor Druck und schwerem Fron; sie weilte unter V\u00f6lkern, findet aber da keine Ruhe. Alle ihre Verfolger erreichten sie zwischen den Marken.], welche Worte das sagen wollen, vergl. 5.B.M. 28, 65 [\u2026und unter diesen V\u00f6lkern wirst du nicht rasten, und es wird keine Ruhestatt sein f\u00fcr den Ballen deines Fu\u00dfes, und HaSchem wird dir daselbst geben ein zitterndes Herz, Hinschlachten der Augen und Ohnmacht der Seele.], wo ebenfalls der Sinn ist: Wenn sie Ruhe f\u00e4nden, so w\u00fcrden sie nicht wiederkommen.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">9.<\/sup>Es fand aber die Taube keinen Ruheplatz f\u00fcr den Ballen ihres Fu\u00dfes; sie kehrte wieder zu ihm in die Arche zur\u00fcck, denn Wasser war noch auf der Fl\u00e4che der ganzen Erde. Er streckte seine Hand aus und nahm sie, und brachte sie zu sich in die Arche.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">10.<\/sup>Er lie\u00df noch sieben andere Tage eintreten und entsendete dann die Taube wieder von der Arche.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>sieben andere Tage<\/strong> das bedeutet nach R. Jose drei mal sieben Tage.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&amp;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\"><sup id=\"8_11\" class=\"Vers\">11.<\/sup>Da kam die Taube zur Abendzeit zu ihm und siehe, sie hatte ein Olivenblatt als Nahrung im Munde. Da wusste Noach, dass die Wasser von der Erde abgenommen hatten.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Da kam die Taube zur Abendzeit zu ihm und siehe, sie hatte ein Olivenblatt<\/strong><br>Was hei\u00dft \u05d8\u05b8\u05e8\u05b8\u05e3. Es bedeutet soviel wie \u05e7\u05b0\u05d8\u05b4\u05d9\u05dc, get\u00f6tet [siehe 1.B.M. 37, 33 \u00bbEr erkannte ihn und sprach: Meines Sohnes Rock! Ein wildes Tier hat ihn verzehrt \u2014 zerrissen, zerrissen ist Josef worden!\u00ab]<br>H\u00e4tte die Taube den Baum unber\u00fchrt gelassen, so w\u00e4re etwas Grosses aus ihn hervorgegangen.<br>Woher brachte sie es?<br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&amp;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\">Nach R. Abba bar Kahana von den Sch\u00f6\u00dflingen im Land Israel,<br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&amp;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\">nach R. Levi vom \u00d6lberg, welcher damals im Land Israel durch die Flut nicht \u00fcberschwemmt worden war, was auch Gott zu Jechezkel [22, 24 Menschensohn, rede (Israel) an: Du bist ein Land, das niemals rein wird, auch nicht durch Regenguss am Tage des Unwetters.] gesagt hat.<br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&amp;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\">R. Bibi sagte: Der Taube wurden die Tore des Paradieses ge\u00f6ffnet, so dass sie das Blatt mitbringen konnte.<br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&amp;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\"> R. Abohu fragte: H\u00e4tte sie denn aber, nicht etwas Besseres aus dem Paradies bringen k\u00f6nnen? Zimt oder Balsam?<br>Sie wollte damit dem Noach etwas andeuten, sie sprach n\u00e4mlich zu ihm: Lieber ist mir das Bittere aus der Hand Gottes, als das S\u00fc\u00dfe aus deiner Hand.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">12.<\/sup>Er geduldete sich noch sieben andere Tage und entsendete die Taube; sie kehrte da nicht wieder zu ihm zur\u00fcck.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br><strong>Er geduldete sich noch sieben andere Tage<\/strong> Damit wird das, was R. Jose bar Chanina gesagt hat, bewiesen, n\u00e4mlich dass er drei Wochen gewartet hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Raschi:<\/strong><br><strong>Er wartete<\/strong>, \u05d5\u05d9\u05d9\u05d7\u05dc bedeutet dasselbe wie \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d7\u05b6\u05dc in Vers 10, nur die eine Form ist der Kal und die andere eine Art Hithpael, \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b8\u05d7\u05b6\u05dc er wartete, \u05d5\u05b7\u05d9\u05bc\u05b4\u05d9\u05bc\u05b8\u05d7\u05b6\u05dc er geduldete sich.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">13.<\/sup>Endlich im 601 Jahre, im ersten Monate, am ersten des Monats, waren die Wasser von der Erde abgetrocknet. Da nahm Noach das Dach der Arche ab, er sah, und siehe: die Oberfl\u00e4che des Erdbodens war abgetrocknet.<br><strong>Midrasch:<\/strong><br>es war im 601. Jahr, am 1. Tage des Monats. Es ist gelehrt worden, das Strafgericht \u00fcber die S\u00fcndflutgeneration w\u00e4hrte 12 Monate.<br>Wieso?<br>Es hei\u00dft: hier \u00bbIm 600. Lebensjahre Noachs, im 2. Monat, am 17. Tag desselben, weiter:<br>Der Regenguss dauerte 40 Tage und 40 N\u00e4chte , das bedeutet w\u00e4hrend Marcheschwan und Kislew,<br>die Gew\u00e4sser auf der Erde wuchsen 150 Tage lang, das bedeutet w\u00e4hrend Tewet, Schewat, Adar, Nisan, Ijar,<br>die Arche ruhte im 7. Monat, am 17. Tag auf dem Gebirge Ararat d. i. w\u00e4hrend Siwan, welcher der 7. Monat nach dem Aufh\u00f6ren des Regengusses war.<br>Da fehlen aber doch 16 Tage, immer eine Elle auf vier Tage gerechnet, eine und eine halbe Handbreite t\u00e4glich, das ergibt, dass die Arche 11 Ellen im Wasser stand.<br>Da fehlen aber doch an allen 60 Tage, wie es hei\u00dft: die Wasser nahmen ab bis in den 10. Monat d. i. der Monat Aw, welches der 10. Monat nach dem Herabstr\u00f6men des Regens.<br>war.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">Oder: Es war im 601. Jahr, im 1. Monat, da waren die Wasser auf der Erde vertrocknet, das bedeutet dass sie wie eine Art Wasserkanne wurde.<br>Im 2. Monat, am 27. des Monats, wurde die Erde trocken, das bedeutet sie wurde wie ein d\u00fcrres Feld, man s\u00e4te zwar darauf, aber es trieb keine Sprossen.<br>Warum? Weil es ein Zeichen des Fluchs war und ein solches ist nicht vereinbar mit dem Segen.<br>Sie warteten, bis der Regen herabgekommen war und dann fingen sie an zu s\u00e4en.<br>Da h\u00e4tte die Schrift aber nur zu. sagen brauchen \u00bbam 16. Tage des 2. Monats war die Erde trocken\u00ab, warum hei\u00dft es: am 27. Tage des 2. Monats?<br>Das sind die 11 Tage, welche das Sonnenjahr mehr als das Mondjahr hat.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">R. Schimon ben Gamliel sagte: Jeder, der das erkennen will, mache sich einmal einen Strich an die Wand im Monat Tammuz (zur Zeit der Sonnenenwende), im darauffolgenden Jahr wird die Sonne zu derselben Zeit erst 11 Tage sp\u00e4ter dahin scheinen.<br>Daraus kannst du schlie\u00dfen, dass die\u00ad Tage eines Sonnenjahres 11 Tage mehr betragen:, als die eines Mondjahres.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">Nach R. Jochanan dagegen waren die Gestirne 12 Monate nicht t\u00e4tig.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">R. Jonathan sagte: Allerdings waren sie t\u00e4tig, allein ihre Wirksamkeit war nicht erkennbar.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\">R. Jehoschua sagte: Weil es hier hei\u00dft: Tag und Nacht soll nicht aufh\u00f6ren, so ist daraus zu schlie\u00dfen, dass sie vorher in ihrer T\u00e4tigkeit geruht haben.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">14.<\/sup>Im zweiten Monat, am 27. Tage des Monats, war endlich die Erde trocken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Raschi:<\/strong><br><strong>Im ersten Monat<\/strong>, nach R. Elieser ist es der Tischri und nach R. Joschua der Nissan (Rosch HaSchana 11b).<br><strong>War vertrocknet<\/strong>, war wie Lehm geworden; die obere Seite hatte eine Kruste bekommen.<\/p>\n\n\n<div class=\"grey-box\"> <strong><em>Ablauf der Flut nach Raschi<\/em><\/strong><\/p>\n<table class=\"tableizer-table\">\n<thead>\n<tr class=\"tableizer-firstrow\">\n<th>17. Cheschwan (Herbstmitte)<\/th>\n<th>Noah betritt die Arche; es beginnt zu regnen.<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>27. Kislew (Fr\u00fchwinter)<\/td>\n<td>Vierzig Tage Regen enden; Beginn von 150 Tagen des Anschwellens und Aufwirbelns des Wassers.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1. Siwan (Fr\u00fchsommer)<\/td>\n<td>Das Wasser beruhigt sich und beginnt alle vier Tage um eine Elle abzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>17. Siwan<\/td>\n<td>Der Boden der Arche, der 11 Ellen unter die Oberfl\u00e4che getaucht ist, ber\u00fchrt die Spitze der Berge des Ararat.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1. Aw (Sommer)<\/td>\n<td>Die Bergspitzen brechen durch die Wasseroberfl\u00e4che.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>10. Elul (Sp\u00e4tsommer)<\/td>\n<td>Vierzig Tage, nachdem die Berggipfel sichtbar werden, \u00f6ffnet Noach das Fenster der Arche und schickt einen Raben.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>17. Elul<\/td>\n<td>Noach schickt zum ersten Mal die Taube.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>23. Elul<\/td>\n<td>Die Taube wird ein zweites Mal geschickt und kehrt mit einem Olivenblatt im Schnabel zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1. Tischri (Fr\u00fchherbst)<\/td>\n<td>Die Taube wird ein drittes Mal geschickt. Das Wasser flie\u00dft vollst\u00e4ndig ab.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>27. Cheschwan<\/td>\n<td>Der Boden ist vollst\u00e4ndig getrocknet. Noach verl\u00e4sst die Arche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">15.<\/sup>Da sprach Gott zu Noach:<br><strong>Midrasch:<\/strong><br>In Verbindung mit Psalm (Tehillim) <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-5-psalmen-107-bis-150\/#Psalm142\">142, 8<\/a>: \u00bbZiehe aus dem Kerker meine Seele\u00ab, was sich auf Noach anwenden l\u00e4sst, der 12 Monate lang in der Arche eingeschlossen war;<br>\u00bbdass ich deinen Namen preise\u00ab d. i. dass ich deinem Namen Dank zolle.<br>\u00bbUm mich sammeln sich die Gerechten\u00ab d. i. die Gerechten werden sich durch mich bekr\u00e4nzen;<br>\u00bbweil du mir wohlgetan\u00ab d. i. weil du zu mir gesprochen hast: Gehe heraus aus der Arche.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder die Worte in Verbindung mit <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/tehillim-psalmen\/tehillim-buch-1-psalmen-1-bis-41\/#Psalm11\">Psalm (Tehillim) 11,5<\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Jonathan sagte: Dieser T\u00f6pfer pr\u00fcft nicht lockere Gef\u00e4\u00dfe, denn wenn er auch nur einmal darauf schl\u00e4gt, so zerbrechen sie.<br>Was pr\u00fcft er denn?<br>Gute Gef\u00e4\u00dfe, wenn er auch noch so viele mal darauf schl\u00e4gt, so zerbrechen sie nicht, ebenso pr\u00fcft Gott auch nur die Gerechten.<br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\">R. Jose sagte: Dieser Flachsh\u00e4ndler, der da wei\u00df, dass sein Flachs gut (klopft ihn \u00f6fter), denn je mehr er ihn klopft, desto besser wird er, und je mehr er ihn schl\u00e4gt, desto kr\u00e4ftiger wird er, wenn er aber wei\u00df, dass sein Flachs schlecht ist (so unterl\u00e4sst er das Klopfen), weil schon beim einmaligen Klopfen der Flachs zerfasert wird.<br>Ebenso pr\u00fcft Gott auch nur die Gerechten.<br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Eleasar sagte: Gleich einem Hausherrn, welcher zwei K\u00fche hat, die eine ist kr\u00e4ftig, die andere aber nicht, welcher wird er wohl das Joch auflegen?<br>Sicher doch der kr\u00e4ftigen; ebenso pr\u00fcft Gott auch nur den Gerechten. Oder unter \u00bbdem Gerechten\u00ab ist Noach zu verstehen, dein gesagt wurde: Gehe aus der Arche.<\/p>\n\n\n\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Judan er\u00f6ffnete im Namen. des R. Eibu seinen Vortrag mit [einem Zitat aus] Spr\u00fcche 12, 13: \u00bbIm Vergehen der Lippen ist ein Fallstrick f\u00fcr den Frevler\u00ab d. i. wegen der Emp\u00f6rung des S\u00fcndflutgeschlechts gegen Gott kam Strafe \u00fcber sie \u00bbder Gerechte aber entgeht dieser Not\u00ab<br>d. i. Noach, zu dem Gott sagte: Gehe aus der Arche.<br>Oder: Es hei\u00dft [<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/kohelet-prediger\/#Kapitel10\">Kohelet 10, 4<\/a>]: \u00bbWenn der Zorn eines Herrschers gegen dich sich erhebt, so verlasse deinen Posten nicht\u00ab d.i. Noach.<br>Derselbe sprach: Sowie ich mit g\u00f6ttlicher Erlaubnis in die Arche gegangen bin, so wie ich auch mit solcher wieder herausgehen, wie es hei\u00dft:<br>Und Noach ging heraus.<br>Oder in Verbindung mit <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/kohelet-prediger\/#Kapitel7\">Kohelet 7, 19<\/a>: \u00bbDie Weisheit macht den Weisen st\u00e4rker, als zehn Gewaltige, die in der Stadt sind:\u00ab<br>Der erste Teil des Verses geht auf Noach und der zweite Teil auf die zehn Geschlechter von Adam bis auf Noach, und von allen habe ich nur mit einem von ihnen gesprochen, n\u00e4mlich mit dir, wie hei\u00dft: Gott redete mit Noach.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder in Verbindung mit <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/kohelet-prediger\/#Kapitel3\">Kohelet [3,1]<\/a> \u00bbAlles hat seine Zeit.\u00ab<br>Dem Noach war eine Zeit gesetzt, in die Arche zu gehen, wie es hei\u00dft: \u00bbGehe du und dein ganzes Haus in die Arche\u00ab und es war ihm auch eine Zeit gesetzt, aus derselben herauszugehen, wie es hei\u00dft: \u00bbGehe aus der Arche\u00ab<br>Gleich einem Verpfleger der seinen Posten verl\u00e4sst und einen anderen f\u00fcr sich einsetzte, als er wieder zur\u00fcckkam, sprach er zu demselben: verlasse nun deinen Posten.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder gleich einem Schreiber, der zu einem anderen Orte reiste und einen andern an seiner Stelle einsetzte, als er wieder zur\u00fcckkam, sprach er zu ihm: verlasse nun deinen Posten.<br>So ging auch Noach nicht aus der Arche, sondern wartete, bis ihm gesagt wurde:<br>\u00bbGehe aus der Arche\u00ab er tat es nicht von selbst; denn er dachte:<br>Wenn ich herausgehe, so w\u00fcrde ich Kinder zum Fluch (Untergang) erzeugen; bis ihm Gott zuschwor, dass er nie wieder eine S\u00fcndflut bringen w\u00fcrde<br><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/jeschajahu-das-buch-jesaja\/#Kapitel54\">s. Jeschajahu 54, 9<\/a><br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Judan bar Simon und R. Jochanan im Namen des R. Samuel bar R. Jizchak sagten:<br>Als Noach in die Arche ging, wurde ihm die Fortpflanzung verboten, darum hei\u00dft es auch bei seinem Hineingehen: du und deine S\u00f6hne f\u00fcr euch und deine Frau und deiner S\u00f6hne Frauen f\u00fcr sich, als er aber herausging, wurde ihm die Fortpflanzung wieder gestattet, denn es hei\u00dft:<br>\u00bbGehe heraus aus der Arche, du und deine Frau u.s.w\u00ab.<br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Eibu verwies auf Ijow 30,3, welche Stelle sagen will: Wenn du Mangel und Hunger in die Welt kommen siehst, so sei vereinsamt d. i. betrachte deine Frau als eine Menstruierende (Gemiedene).<br><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"25\" height=\"15\" class=\"wp-image-3543\" style=\"width: 25px;\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?resize=25%2C15&#038;ssl=1\" alt=\"\"> R. Huna dagegen verwies auf Gen. 41, 50, wo gesagt ist, dass dem Josef zwei S\u00f6hne geboren wurden, bevor das Jahr der Hungersnot kam.<\/p>\n\n\n\n<p><br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">16.<\/sup>Gehe aus der Arche, du, und deine Frau und deine S\u00f6hne und die Frauen deiner S\u00f6hne mit dir.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">17.<\/sup>Alles Lebendige, das von allem Fleische an Vogel und Vieh und allem auf der Erde kriechenden Gew\u00fcrm bei dir ist, lasse mit dir hinausgehen, dass sie sich frei bewegen auf der Erde und sich fortpflanzen und vermehren auf Erden.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">18.<\/sup>Da ging Noach hinaus, und seine S\u00f6hne, seine Frau und die Frauen seiner S\u00f6hne mit ihm.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">19.<\/sup>Alles Lebendige, alles Kriechende und alles Fliegende, alles, was auftritt auf der Erde, nach ihren Familien gingen sie aus der Arche.<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">20.<\/sup>Da baute Noach <i>Gott<\/i> einen Altar und nahm von allem reinen Viehe und von allem reinen Vogel und brachte Emporopfer auf den Altar.<br><sup class=\"Vers\">21.<\/sup>Da nahm <i>Gott<\/i> den Ausdruck der Willfahrung wahr, und es sprach da <i>Gott<\/i> zu seinem Herzen: Ich will nicht der Menschenerde um des Menschen willen, wenn das Herzensgebilde des Menschen von seiner Jugend an schlecht ist, wieder Unsegen geben, und will nicht wieder alles Lebendige schlagen wie ich getan;<br><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/to_icon.png?w=840&#038;ssl=1\"><sup class=\"Vers\">22.<\/sup>immer sollen alle Erdentage sein; Saat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht sollen nie feiern.<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;Midrasch&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kapitel 7 18.Erst als die Wasser schwollen und sehr viel \u00fcber der Erde wurden, ging die Arche auf der Fl\u00e4che des Wassers.Midrasch:Und die Wasser stiegen sehr. R. Jonathan ging nach Jerusalem hinauf, um zu beten.Da kam er an der Platane des Berges Garizim vor\u00fcber, wo er einen Samaritaner sah.Dieser fragte ihn:Wohin gehst du?&#8211; Ich gehe, antwortete er, nach Jeruschalajim hinauf, um zu beten.M\u00f6chtest du nicht, fuhr jener fort ieber auf diesem gesegneten Berg, als auf jenem Schutthaufen [Schmutzhaus] beten?Wodurch ist denn dieser Berg gesegnet?Weil er von den Wassern der S\u00fcndflut nicht \u00fcberschwemmt worden ist.Es war in den Augen des R. Jonathan verborgen; so dass keine Antwort gab. Da sprach sein Eseltreiber zu ihm: Rabbi, erlaubst du mir, dass ich dem Samaritaner antworte?Ja! Er nahm nun das Wort und sprach: geh\u00f6rt der Berg zu den hohen Bergen, so war er, wie die Schrift sagt, mit Wasser bedeckt, geh\u00f6rt er zu den niedrigen, so hielt ihn die Schrift einer Erw\u00e4hnung nicht f\u00fcr wert.R. 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