{"id":5617,"date":"2020-05-08T08:19:15","date_gmt":"2020-05-08T06:19:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5617"},"modified":"2020-05-11T13:35:59","modified_gmt":"2020-05-11T11:35:59","slug":"erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow-schabbat","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow-schabbat\/","title":{"rendered":"Erz\u00e4hlungen des Talmuds &#8211; Ejn Ja\u2019akow &#8211; Schabbat"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<p>Die Erz\u00e4hlungen\/<em>Aggadah<\/em> des Traktats <em>Schabbat<\/em>:<\/p>\n\n\n\n<p>[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/erzaehlungen-des-talmuds-ejn-jaakow\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/hand_talmudde_klein.png?w=840&#038;ssl=1\"> Inhaltsverzeichnis von Ejn Ja&#8217;akow &#8211; die Erz\u00e4hlungen des Talmuds<\/a>]<\/p>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#31a\">31a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#31b\">31b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#32a\">32a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#32b\">32b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#33a\">33a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#34a\">34a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#53b\">53b<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#152a\">152a<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#156a\">156a<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"31a\">31a<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt: Der Mensch sei so gelassen wie Hillel und nicht so j\u00e4hzornig wie Schammai.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei M\u00e4nner hatten miteinander gewettet, wer geht und den Hillel in Zorn bringt, der erh\u00e4lt vierhundert Sus.<br>Einer wollte diese Rolle \u00fcbernehmen, es war am Vorabend des Schabbats, an welchem Hillel schon seinen Kopf putzte.<br>Der Mann ging hin an die T\u00fcr und fragte: Ist Hillel zu Hause? Ist Hillel zu Hause?<br>Dieser h\u00fcllte sich in seinen Mantel und ging ihm entgegen.<br>Mein Sohn, redete er ihn an, was ist dein Begehr?<br>Ich habe, antwortete er, eine Frage an dich.<br>Trage sie vor, mein Sohn! versetzte Hillel.<br>Der Mann sprach: Warum sind die K\u00f6pfe der Babylonier rund [platt]?<br>Da hast du eine wichtige [gro\u00dfe]-Frage gestellt, mein Sohn! gab Hillel zur Antwort, weil sie [die Babylonier] keine geschickten [erfahrenen] Hebammen haben.<br>Der Mann ging fort und kam nach einer Stunde wieder und rief:<br>Ist Hillel zu Hause?<br>Ist Hillel zu Hause?<br>Dieser warf sich in seine Kleider und ging ihm entgegen und sprach:<br>Mein Sohn! was ist dein Anliegen?<br>Ich habe eine Frage an dich, sprach der Mann.<br>Trage sie vor, mein Sohn! sprach Hillel.<br>Der Mann sprach:<br>Warum haben die Leute aus Tadmor so bl\u00f6de [tr\u00fcbe] Augen?<br>Da hast du eine wichtige Frage getan, mein Sohn!<br>gab Hillel zur Antwort,<br>der Grund ist, weil sie in sandigen Gegenden wohnen.<br>Der Fragende ging fort und kam nach einer Stunde aber wieder und rief:<br>Ist Hillel zu Hause?<br>ist Hillel zu Hause?<br>Dieser h\u00fcllte sich in seinen Mantel und ging ihm entgegen mit den Worten:<br>Mein Sohn! was ist dein Begehr?<br>Ich habe eine Frage an dich, sprach der Mann.<br>Trage sie vor, mein Sohn! sprach Hillel.<br>Der Mann sprach:<br>Warum haben die Afrikaner gro\u00dfe F\u00fcsse?<br>Da hast du eine gro\u00dfe Frage gestellt, mein Sohn!<br>gab Hillel zur Antwort, der Grund ist, weil sie in sumpfigen Gegenden wohnen.<br>Ich h\u00e4tte noch viele Fragen, fuhr der Mann fort, allein ich f\u00fcrchte mich, ich k\u00f6nnte dich zum Zorn reizen.<br>Alle Fragen, versetzte Hillel, die du noch hast, m\u00f6chte ich h\u00f6ren.<br>Darauf sagte der Fremde: Bist du denn Hillel, den man den F\u00fcrsten von Israel nennt?<br>Jawohl! sprach Hillel.<br>So m\u00f6ge es deinesgleichen nicht viele in Israel geben.<br>Warum nicht, mein Sohn?<br>Weil ich durch dich vierhundert Sus verloren habe.<br>Sei behutsam, sagte Hillel zu ihm, Hillel ist wohl wert, dass du durch ihn vierhundert Sus und noch einmal so viel verlierest, er ist nicht b\u00f6se zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen erz\u00e4hlen ferner: Ein Heide kam vor Schammai und fragte ihn: Wie viele Gesetze habt ihr?<br>Antwort: Zweierlei, ein geschriebenes und ein m\u00fcndliches.<br>An das geschriebene glaube ich, an dieses aber glaube ich nicht.<br>Nimm mich in das Judentum auf unter der Bedingung, dass du mir nur das schriftliche lehrst!<br>Schammai fuhr ihn an und entlie\u00df ihn mit einem Verweis.<br>Der Heide kam darauf vor Hillel mit demselben Wunsch.<br>Am ersten Tage lehrte er ihm das ABC [Alef-Bejt], am anderen Tage wieder, aber in einer anderen Anordnung.<br>Du hast mir es doch gestern, sprach der Heide, in einer anderen Ordnung gelehrt?<br>Wenn du dich auf mich verl\u00e4sst, verl\u00e4sst du dich nicht auf die m\u00fcndliche Lehre?<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Heide kam vor Schammai und sprach zu ihm:<br>Ich will Jude werden, aber du musst mir das ganze Gesetz lehren, w\u00e4hrend ich auf [nur] einem Fu\u00df stehe.<br>Da stie\u00df er ihn mit einer Elle, die er in der Hand hatte, von sich.<br>Der Heide wandte sich darauf an Hillel mit demselben Wunsche und dieser lehrte ihm:<br>Was du nicht willst, das tue auch deinem N\u00e4chsten nicht, das ist das ganze Gesetz, alles \u00dcbrige ist nur Erl\u00e4uterung, gehe und lerne es.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Ein Heide war hinter einer Synagoge vor\u00fcbergegangen und hatte die Stelle vorlesen h\u00f6ren Schemot 28, 4:<br>\u00bbUnd dies sind die Kleider, die sie machen sollen: Schildlein und Schulterkleid.\u00ab<br>Er fragte: F\u00fcr wen sind diese?<br>F\u00fcr den Hohepriester, wurde ihm geantwortet.<br>Da dachte der Heide, ich will Jude werden, damit sie mich zum Hohepriester machen.<br>Er kam vor Schammai in dieser Absicht, allein dieser wies ihn mit der Elle in der Hand ab; er wandte sich darauf an Hillel und dieser antwortete:<br>Es wird nur derjenige zum K\u00f6nig erhoben, der auch die k\u00f6niglichen Ordnungen kennt, geh und lerne sie.<br>Er ging und fand in dem Gesetz die Worte: \u00bbDer Fremde, der sich dem Altar naht, ist des Todes.\u00ab<br>Da fragte er: Auf wen bezieht sich dieser Vers [das bedeutet] wer ist unter dem \u00bbFremden\u00ab begriffen?<br>Es wurde ihm geantwortet: David, der K\u00f6nig von Israel ist darunter begriffen.<br>Nun folgerte der Proselyt: Wenn schon einer von den Juden, welche doch Kinder Gottes genannt werden, ja, welche so geliebt werden, dass es von ihnen hei\u00dft: \u00bbMein erstgeborener Sohn ist Israel\u00ab wenn er sich naht, des Todes ist, um wieviel mehr erst der Fremde, welcher mit Stock und Hirtentasche kommt!<br>Er kam wieder vor Schammai und fragte ihn: Ich bin nicht w\u00fcrdig, Hohepriester zu werden, es steht doch im Gesetze: \u00bbDer Fremde, der sich naht, ist des Todes [wird mit dem Tod bestraft].\u00ab<br>Er kam darauf vor Hillel und sprach:<br>Du geduldiger Hillel!<br>Segnungen m\u00f6gen auf deinem Haupte ruhen, denn du hast mich unter die Fittiche der Schechina gebracht.<br>Nach einiger Zeit kamen alle drei an einem Ort zusammen [die beiden Wettenden und der letztere], sie sprachen:<br>Der J\u00e4hzorn Schammais h\u00e4tte uns aus der Welt gesto\u00dfen, aber Hillels Gelassenheit hat uns unter die Fittiche der Schechina gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Raba hat gesagt: In der Stunde, wo der Mensch vor dem Weltgericht erscheint, spricht man zu ihm; Hast du in Redlichkeit Handel getrieben [eig. hast du genommen und gegeben in Redlichkeit]?<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Raba bar Rab Huna hat gesagt:<br>Jeder, der nur Gelehrsamkeit [Tora], aber nicht Gottesfurcht besitzt, gleicht einem Schatzmeister, welchem die Schl\u00fcssel zu den inneren, aber nicht zu den \u00e4u\u00dferen Gem\u00e4chern \u00fcbergeben worden sind, wie will er hineinkommen?<br>Rabbi Janai hat ausgerufen: Wehe dem, der noch keine Wohnung hat und schon die T\u00fcre dazu macht!<br>R. Jehuda hat gesagt: Gott hat seine Welt nur deshalb erschaffen, damit man sich vor ihm f\u00fcrchte, wie es hei\u00dft Kohelet 3, 14: \u00bbUnd Gott hat es gemacht, dass man sich vor ihm f\u00fcrchten soll.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"31b\">31b<\/h2>\n\n\n\n<p>R. Schimon und R. Eleasar sa\u00dfen einmal beisammen und R. Jacob bar Acha ging vor\u00fcber.<br>Da sagte der eine: Wir wollen vor ihm aufstehen, denn er ist ein Mann, welcher die S\u00fcnden scheut; der andere sagte:<br>Wir wollen vor ihm aufstehen, denn er ist ein Gesetzkundiger [ein gelehrter Mann];<br>denn R. Jochanan hat im Namen des R. Eleasar gesagt:<br>Gott hat in seiner Welt nichts weiter als die Gottesfurcht, wie es hei\u00dft Dewarim 10, 2: \u00bbUnd nun, Israel, was verlangt HaSchem, dein Gott, von dir, als dass du HaSchem, deinen Gott, f\u00fcrchtest,\u00ab und Ijow 28, 28: \u00bbUnd zum Menschen sprach er: Nun denn, [hen] Gottesfurcht ist Weisheit.\u00ab Denn in der griechischen Sprache hei\u00dft Eins [hen].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"32a\">32a<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt:<br>Wer krank und dem Tod nahe ist, zu dem sagt man:<br>Lege ein Bekenntnis ab; denn ebenso mussten alle zum Tod Verurteilten ein Bekenntnis ablegen.<br>Geht ein Mensch hinaus auf die Stra\u00dfe, so soll er so denken, als wenn er dem Kriegsobersten \u00fcberliefert worden w\u00e4re;<br>hat er Kopfschmerz, so soll er so denken, als w\u00e4re er in ein Halseisen gelegt worden;<br>steigt er ins Bett und f\u00e4llt, so soll er so denken, als f\u00fchre man ihn zum Richtplatz hinauf, um gerichtet zu werden;<br>und wer zum Richtplatz hinaufsteigt, um gerichtet zu werden, kann, wenn er gro\u00dfe Anw\u00e4lte hat, noch gerettet werden, hat er diese aber nicht, so kann er nicht gerettet werden.<br>Und welches sind diese Anw\u00e4lte der Menschen?<br>Bu\u00dfe und gute Werke.<br>Selbst wenn 999 ihn schuldig sprechen, einer spricht ihn aber unschuldig, so ist er gerettet, denn es hei\u00dft Ijow 33, 23-24:<br>\u00bbWird ihm ein Engel als F\u00fcrsprecher, einer von Tausend, dass er dem Menschen seine Pflicht kundtut, so erbarmt er sich sein und spricht: Erl\u00f6se ihn vom Sinken in die Grube u. s. w.<br>R. Elieser, der Sohn des R. Josse des Galil\u00e4ers hat gesagt: Selbst wenn 999 Engel ihn schuldig sprechen, einer spricht ihn aber unschuldig, so ist er gerettet, wie es hei\u00dft das.: \u00bbEiner von Tausend.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Nie stelle sich der Mensch an einen gef\u00e4hrlichen Ort mit dem Gedanken, es werde ihm ein Wunder geschehen; denn vielleicht geschieht es ihm nicht, und sollte es ihm auch wirklich geschehen, so geht ihm an seinen Verdiensten verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] R. Jischmael ben Elieser hat gesagt: Wegen zweier S\u00fcnden sterben gemeine Leute: weil sie die heilige Lade schlechthin Urne und weil sie das Versammlungshaus Volkshaus nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>[\u2026] Drei verhei\u00dfungsvolle Todesarten sind f\u00fcr die Frau erschaffen worden, denen gegen\u00fcber es drei Mittel gibt: die Absonderung, die Priestergabe vom Teig und das Lichtanz\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"32b\">32b<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]:<br>R. Nathan sagt: Wegen der Schuld von Gel\u00fcbden stirbt die Frau des Menschen. Rabbi sagt: Wegen der Schuld von Gel\u00fcbden sterben Kinder, wenn sie noch klein sind. Die Rabbinen haben gelehrt: Wegen der Schuld von Gel\u00fcbden sterben Kinder u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"33a\">33a<\/h2>\n\n\n\n<p>Wegen Schm\u00e4hsucht erneuern sich viele Drangsale und harte Verh\u00e4ngnisse, j\u00fcdische J\u00fcnglinge sterben, Waisen und Witwen schreien und finden kein Geh\u00f6r, denn es hei\u00dft <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/jeschajahu-das-buch-jesaja\/#Kapitel9\">Jeschajahu 9,16<\/a>: \u00bbDarum freut sich der Ewige nicht seiner J\u00fcnglinge, und seiner Waisen und Witwen erbarmt er sich nicht; denn sie sind alle gottlos und \u00dcbelt\u00e4ter und jeglicher Mund spricht Frevel. Bei all dem l\u00e4sst sein Zorn nicht ab und noch ist seine Hand ausgestreckt.\u00ab<br>Was hei\u00dft das: \u00bbHoch ist seine Hand ausgestreckt?\u00ab<br>R. Chanan bar Raba hat gesagt: Alle wissen, warum die Braut unter den Traubaldachin gebracht wird, allein wer dabei mit seinem Munde sch\u00e4nden sollte, der verdient, dass ein Gerichtsbeschluss [eine Entscheidung], selbst wenn er schon vor siebzig Jahren zu seinen Gunsten besiegelt worden ist, zum B\u00f6sen umgewandelt werde.<br>Raba bar Schila hat im Namen des R. Chisda gesagt: Demjenigen, welcher seinen Mund zur Sch\u00e4ndung auftut, wird die H\u00f6lle tief gemacht, wie es hei\u00dft Mischlej 22,14: \u00bbEine tiefe Grube ist der L\u00e4stermund.\u00ab<br>Nach R. Nachman bar Jizchak gilt das auch f\u00fcr den, der [Sch\u00e4ndliches] h\u00f6rt und dabei schweigt, wie es hei\u00dft [das.]: \u00bbWem der Ewige z\u00fcrnt, der f\u00e4llt hinein.\u00ab<br>R. Osaja hat gesagt: Wer sich der S\u00fcnde [Buhlerei] ganz hingibt [das bedeutet wer ausschweifend lebt], \u00fcber den kommen Wunden und Striemen, wie es hei\u00dft [das.] 20, 30: \u00bbWunden und Striemen bewirkt das Ausschweifen im Laster.\u00ab Und nicht nur das, er wird sogar mit Wassersucht bestraft, wie es hei\u00dft [das.]: \u00bbUnd Schl\u00e4ge, die bis in das Innere des Leibes dringen.\u00ab<br>Rab Nachman bar Jizchak hat gesagt: Ein Zeichen der S\u00fcnde ist Wassersucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"34a\">34a<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach R. Eleasar bar R. Josse kommt sie wegen der Verleumdung.<br>Raba, oder wie manche sagen, R. Joschua ben Levi hat gesagt:<br>Aus welcher Schriftstelle l\u00e4sst sich das beweisen?<br>Aus Tehillim 63, 12: \u00bbUnd der K\u00f6nig freut sich in Gott, es r\u00fchmt sich, wer ihm Treue schw\u00f6rt, denn er vertilgt den Mund der Verleumder.\u00ab<br>Man richtete die Frage an sie [die Rabbinen], ob R. Eleasar bar R. Josse gesagt habe, dass sie nur wegen Verleumdung komme, oder ob sie auch nicht wegen Verleumdung entstehen k\u00f6nne.<br>Komm und h\u00f6re!<br>Als unsere Rabbinen in den Weinberg zu Jawne kamen, befanden sich dort R. Jehuda und R. Eleasar bar R. Josse und R. Schimon, und man legte ihnen die Frage vor, warum diese Krankheit [Askara] in den Eingeweiden anfange und in dem Mund endige.<br>R. Jehuda bar Hai, das Haupt der Redner an allen Orten, nahm das Wort und sprach:<br>Obgleich die Nieren [den Menschen] beraten, das Herz pr\u00fcft, die Zunge entscheidet, so vollendet doch erst der Mund.<br>Darauf nahm R. Eleasar bar R. Josse das Wort und sprach: Weil durch ihn [den Mund] unreine Dinge verzehrt werden.<br>Sind es nach deiner Meinung wirklich unreine Dinge?<br>Es werden durch ihn doch nur Dinge genossen, welche nicht ordentlich zubereitet sind.<br>Hierauf nahm R. Schimon das Wort und sprach:<br>Sie [Askara] kommt wegen der S\u00fcnde der Vernachl\u00e4ssigung der Tora.<br>Da hielten sie ihm ein: Frauen, welche ihre M\u00e4nner, Fremde, welche Israel, und Kinder, welche ihre V\u00e4ter vom Torastudium abhalten, beweisen doch das Gegenteil?<br>Ferner beweisen doch auch Schulkinder das Gegenteil?<br>Nein, es ist so, wie R. Gurjon erkl\u00e4rt hat; denn dieser, oder wie andere meinen, Rab Josef bar Schemaja hat gesagt:<br>Zu der Zeit, wo Gerechte im Zeitalter sind, da werden diese f\u00fcr das Zeitalter in Anspruch genommen; sind keine Gerechten im Zeitalter da, so werden die Schulkinder f\u00fcr das Zeitalter in Anspruch genommen.<br>R. Jizchak bar Seiri, oder wie manche sagen, R. Schimon ben Nesira hat gesagt: Woher l\u00e4sst sich das aus der Schrift beweisen?<br>Aus Schir haSchirim 1, 8: \u00bbWeisst du nicht die sch\u00f6nste der Frauen, so folge den Fussspuren der Schafe und weide deine Zicklein bei den Wohnungen der Hirten.\u00ab<br>Wir sagen: Weil die Zicklein wegen der Hirten ergriffen werden, so folgt daraus, dass jener gemeint hat, dass sie [die Br\u00e4une] auch wegen der Verleumdung kommt.<br>Warum wird er [R. Jehuda] das Haupt der Redner an allen Orten genannt?<br>Einst sassen R. Jehuda, R. Josse und R. Schimon beisammen und R. Jehuda, der Sohn der Proselyten, sass unter ihnen.<br>Da begann R. Jehuda: Wie sch\u00f6n sind die Werke dieser [r\u00f6mischen] Nation, sie haben M\u00e4rkte angelegt, Br\u00fccken und B\u00e4der gebaut!<br>R. Josse schwieg. R. Schimon ben Jochai liess sich auf diese Weise aus:<br>Alle diese Einrichtungen haben sie nur zu ihrem Besten [Interesse] getroffen; die M\u00e4rkte haben sie angelegt, um Buhldirnen dahin zu setzen, die B\u00e4der dienen zu ihrer Erg\u00f6tzuhg, die Br\u00fccken zur Zollerhebung.<br>Jehuda, Sohn der Proselyten, erz\u00e4hlte diese Gespr\u00e4che weiter und sie gelangten zu den Ohren der Beh\u00f6rde.<br>Diese beschloss:<br>Jehuda, der unsre Einrichtungen gepriesen, werde erhoben,<br>R. Josse, der geschwiegen, soll nach Sepphoris auswanderen,<br>Schimon, der geschm\u00e4ht hat, komme ums Leben.<br>Letzterer verbarg sich mit seinem Sohn in einem Lehrhaus, wohin alle Tage seine Frau ihnen Brot, einen Krug Wasser und Kohl brachte.<br>Als aber strengere Massregeln von der Regierung angewendet wurden, sprach Schimon zu seinem Sohne: Frauen sind leichtsinnig, vielleicht wendet man Gewalt, an und entdeckt uns.<br>Darauf verbargen sie sich in einer H\u00f6hle.<br>Da geschah ein Wunder; es entstand f\u00fcr sie ein Johannisbrotbaum und eine Quelle fand sich vor.<br>Sie blieben da, setzten sich in den Sand, der bis zum Hals reichte, lernten den ganzen Tag, nur zur Betzeit zogen sie Kleider an, welche sie aber nach verrichtetem Gebete wieder auszogen, damit sie nicht verderben sollten.<br>Sie blieben da zw\u00f6lf Jahre. Da kam Elijahu und stellte sich an den Eingang der H\u00f6hle und sprach: Wer tut dem Sohn Jochais zu wissen, dass der Kaiser gestorben und sein Befehl aufgehoben ist?<br>Sie traten darauf hinaus und sahen Leute pfl\u00fcgen und s\u00e4en.<br>Da sagte er: Sie lassen das ewige Leben und besch\u00e4ftigen sich nur mit dem Leben der gegenw\u00e4rtigen Stunde.<br>Jeder Ort, auf den sie ihre Augen hinrichteten, ging in Flammen auf.<br>Eine Himmelsstimme rief ihnen zu:<br>Ihr seid nur zur Zerst\u00f6rung meiner Welt aus der H\u00f6hle getreten, kehrt wieder in eure H\u00f6hle zur\u00fcck!<br>Das geschah auch und sie blieben noch zw\u00f6lf Monate darin, denn solange, hei\u00dft es, dauert das Gericht der Frevler in der H\u00f6lle.<br>Nach Verlauf dieser Zeit liess die Himmelsstimme wieder die Worte vernehmen:<br>Geht heraus aus eurer H\u00f6hle! Sie taten es.<br>\u00dcberall, wo R. Eleasar verwundete, heilte R. Schimon und sprach: Mein Sohn! Ich und du sind der Welt genug.<br>Eines Abends, als der Schabbat anfing, sahen sie einen Greis mit zwei B\u00fcndel Myrten in der D\u00e4mmerung eilen.<br>Sie fragten ihn: Wozu sollen dir diese B\u00fcndel?<br>Er antwortete ihnen: Um den Schabbat zu ehren.<br>Darauf sie: Hast du nicht an einem B\u00fcndel genug?<br>Darauf er:<br>Das eine ist gegen\u00fcber dem Gebot: \u00bbSachor &#8211; Gedenke des Schabbats, ihn zu heiligen\u00ab [Schemot 20], das andere gegen\u00fcber dem Gebote: \u00bbSchomer &#8211; beobachte den Schabbat, ihn zu heiligen\u00ab (Dewarim 5, 1).<br>Er [R. Schimon] sprach zu seinem Sohne: Siehe, wie beliebt die Gebote bei den Juden sind!<br>Sie waren sehr verschmachtet.<br>Als sein Schwiegervater R. Pinchas ben Jai&#8217;r davon h\u00f6rte, ging er ihm entgegen, f\u00fchrte ihn in ein Bad, in welchem er seine Haut reinigte.<br>Als er die vielen Geschw\u00fcre an seinem K\u00f6rper sah, weinte er so sehr, dass Tr\u00e4nen aus seinen Augen herabflossen und ihm Schmerzen verursachten.<br>Wehe mir! sprach er, dass ich dich so sehe.<br>Heil dir! versetzte Jochai, dass du mich so siehst; denn wenn du mich nicht so gesehen h\u00e4ttest, w\u00fcrdest du mein Inneres nicht so gefunden haben.<br>Wenn fr\u00fcher R. Schimon ben Jochai dem Pinchas ben Ja&#8217;ir eine Frage vorlegte, so konnte er ihm zw\u00f6lf Antworten geben, jetzt aber vermochte R. Schimon ben Jochai, wenn Pinchas ben Jair ihm eine Frage vorlegte, diesem vierundzwanzig Antworten zu geben.<br>Schimon ben Jochai sprach:<br>Da uns ein Wunder geschehen ist, so will ich eine n\u00fctzliche Anstalt treffen, denn es hei\u00dft Bereschit 33, 18: \u00bbUnd Ja&#8217;akow kam wohlbehalten zur Stadt Sichem.\u00ab<br>Das will nach Rah sagen, wohlbehalten am Leibe, wohlbehalten an Geld und wohlbehalten an Gesetzeskenntnis [Gelehrsamkeit].<br>Und gleich darauf folgt: \u00bbEr lagerte sich vor der Stadt\u00ab [das bedeutet] er zeigte sich wohlwollend gegen die Stadt. Wieso?<br>Rab sagte:<br>Er setzte eine M\u00fcnze in Umlauf, und Schmuel sagte:<br>Er richtete M\u00e4rkte ein.<br>Nach R. Jochanan baute er B\u00e4der.<br>Gibt es noch etwas zu verbessern?<br>fragte R. Schimon darauf.<br>Jawohl, antwortete R. Pinchas, es ist hier ein Ort, welcher nicht sicher rein ist, weshalb er auch von den Priestern gemieden wird.<br>R. Schimon ben Jochai fragte: Ist Jemand hier, der der Reinheit des Platzes gewiss ist [[das bedeutet] der da wei\u00df, ob der Platz nie zu einem Grabe gedient hat]?<br>Ein Alter erwiederte: Ben Sakkai hat einst Feigbohnen abgeschnitten, um die Hebe zu entrichten.<br>R. Schimon tat nun ebenso.<br>Er erkl\u00e4rte jede unnachgiebige Stelle f\u00fcr rein und jede hohle Stelle bezeichnete er.<br>Da sprach jener Alte:<br>R. Schimon hat einen Begr\u00e4bnisplatz f\u00fcr rein erkl\u00e4rt.<br>Dieser entgegnete ihm:<br>W\u00e4rest du nicht mit uns gewesen, oder stimmtest du, obgleich du mit uns gewesen bist, mit uns nicht \u00fcberein, so w\u00fcrdest du Recht haben; jetzt aber, da du mit uns gewesen bist und mit uns \u00fcbereingestimmt hast, so k\u00f6nnte man sagen: Wenn Buhlerinnen schon einander schm\u00fccken, sollen die Sch\u00fcler der Schulen nicht auch also tun?<br>R. Schimon richtete seine Augen auf ihn und seine Seele entfloh ihm.<br>Dann kam er auf den Markt und sah den R. Jehuda, den Sohn der Proselyten.<br>Er fragte ihn: Ist er noch auf der Welt?<br>Er richtete seine Augen auf ihn und er wurde zu einem Knochenhaufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"53b\">53b<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt: Einem Mann war seine Frau gestorben und es hatte ihm einen S\u00e4ugling [eig. einen Sohn zum S\u00e4ugen] hinterlassen, er besa\u00df aber nicht so viel, um einer Amme Lohn zu geben.<br>Da geschah ihm jedoch ein Wunder, es taten sich ihm seine Br\u00fcste auf, gleich den zwei Br\u00fcsten der Frau, und er s\u00e4ugte seinen Sohn.<br>Komm und sieh, sagte Rab Josef, wie gro\u00df dieser Mensch war, dass ihm ein solches Wunder geschah!<br>Im Gegenteil, bemerkte R. Abaje, wie gering war dieser Mensch, dass seinetwegen die Ordnung der Sch\u00f6pfung ge\u00e4ndert werden musste!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"152a\">152a<\/h2>\n\n\n\n<p>In Kohelet 12, 2 hei\u00dft es: \u00bbEhe die Sonne finster wird und das Licht\u00ab (das bedeutet) die Stirn und Nase, \u00bbund der Mond\u00ab (das bedeutet) die Seele, \u00bbund die Sterne\u00ab d. s. die Kinnladen, \u00bbund die Wolken wiederkommen nach dem Regen\u00ab (das bedeutet) das Augenlicht des Menschen, welches sich mit dem Weinen (Tr\u00e4nen) verliert (erlischt).<\/p>\n\n\n\n<p>Schmuel hat gesagt: Die Tr\u00e4ne bis zum 40. Jahr ist eine Zierde, aber von da ab und weiter ist sie keine Zierde mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Nachman hat gesagt: Der Augenschminkstift ist bis zum 40. Jahr vorteilhaft (heilsam), aber von da ab und weiter, wenn er auch so dick wie der Weberbaum der Weber w\u00e4re, bleibt das Auge wie es ist (bedeutet: es wird nicht schlimmer und nicht besser), und er ist nicht vorteilhaft.<br>Was willst du uns damit sagen?<br>Je dicker der Schminkstift ist, desto mehr wirkt er.<br>Dem R. Chanina war seine Tochter erkrankt und er weinte nicht um sie, als ihm aber seine Frau sagte: Die Henne ist aus deinem Haus gelaufen, sprach er: Nun sind zwei Todesf\u00e4lle, Kinderlosigkeit und Erblindung, eingetreten.<br>Er war n\u00e4mlich der Meinung des R. Jochanan, der im Namen des R. Josse Kazartha gesagt hat: Sechs Tr\u00e4nen gibt es, drei sind (dem Menschen) zutr\u00e4glich und drei sch\u00e4dlich.<br>Die durch Rauch, Weinen und Pressung beim Stuhlgang erzeugt werden, sind sch\u00e4dlich, und die durch Pulver, Lachen und Fr\u00fcchte verursacht werden, sind zutr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbAm Tage, wo die H\u00fcter des Hauses erbeben\u00ab d. s. die Lenden und die Rippen\u00ab, \u00bbund sich kr\u00fcmmen die Starken\u00ab d. s. die Schenkel, und die \u00bbM\u00fcllerinnen feiern\u00ab d. s. die Z\u00e4hne, \u00bbund die Seher durch die Gitter finster werden\u00ab d. s. die Augen.<br>Der Kaiser fragte den R. Joschua ben Chananja:<br>Warum kommst du nicht auf den Abidanplatz ?<br>Er antwortete: Weil der Berg (das bedeutet der Kopf) mit Schnee bedeckt ist und mich Eiszapfen umgeben haben, meine Hunde (das bedeutet die Stimme) bellen nicht mehr und meine M\u00fcllerinnen (d. f. die Z\u00e4hne) mahlen nicht mehr.<br>Bei Rab sagte man: Er geht geb\u00fcckt, als wenn er etwas suchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: R. Josse ben Kisma sagt:<br>Besser sind zwei als drei.<br>Wehe, wenn das Eine dahin ist und nicht wiederkehrt. Was ist das?<br>Rah Chasda hat gesagt:<br>Das ist die Jugend, denn Rab Dimi hat die Jugend eine Rosenkrone, das Alter dagegen eine Weidenkrone genannt.<br>R. Meir soll gesagt haben: Tue viel in den Zahn (das bedeutet iss viel) und du wirst die Wirkung (das Essen) in deinen Schritten finden (versp\u00fcren) s. Jirmejahu 44, 17.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Schmuel hat zu Rab Jehuda gesagt:<br>Scharfsinniger! tue auf deinen Sack (Mund) und stecke dein Brot hinein, bis zum 40. Jahre ist das Essen, von da ab und weiter ist das Trinken zutr\u00e4glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Verschnittener (Kastrat) sprach zu R. Joschua ben Karcha (das bedeutet Kahlkopf):<br>Wie weit ist von hier nach Karchina (das bedeutet bis zum Kahlkopf, bis zur Glatze)?<br>Er antwortete: Soweit wie von hier nach Gusneja (das bedeutet) bis zu Eunuchia, (Kastratopol).<br>Jener: Das kahle Schaf gilt nur vier Minen.<br>Dieser: Ein Lamm, dem di Eier genommen, kostet nur acht Susim.<br>Als der Verschnittene sah, dass R. Joschua keine Schuhe anhatte, sprach er zu ihm:<br>Auf einem Pferde reitet der K\u00f6nig, auf einem Esel der Freie, wer (beim Gehen wenigstens) Schuhe an den F\u00fcssen tr\u00e4gt, ist ein gew\u00f6hnlicher Mensch, wer aber weder dieses noch jenes hat, dem ist der Verscharrte und Begrabene noch vorzuziehen. Verschnittener, Verschnittener! sprach jener, du hast mir drei Dinge gesagt (um meine Barf\u00fcssigkeit zu besp\u00f6tteln), so sollst auch du drei Dinge von mir h\u00f6ren:<br>Eine Zierde des Gesichtes ist der Bart, eine Freude des Herzens ist die Frau, ein g\u00f6ttliches Besitztum (ein Erbe des Ewigen) sind Kinder (Ps. 127); gelobt sei Gott! der dir alle diese G\u00fcter versagt hat.<br>Du ausgezeichneter Kahlkopf! sprach der Verschnittene. Lamm, dem die Eier genommen sind! versetzte jener darauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Rabbi fragte den R. Schimon ben Chalaftha: Warum haben wir dich am Feste nicht gesehen (das bedeutet) warum hast du mich nicht besucht, wie meine V\u00e4ter deine V\u00e4ter zu sehen pflegten?<br>Dieser antwortete: Die Felsen sind hoch, die Nahen sind fern, aus zweien sind drei und der Friedensstifter im Hause ist unt\u00e4tig geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbUnd geschlossen werden die T\u00fcren am Markte\u00ab d. s. die \u00d6ffnungen am Menschen, \u00bbund die Stimme der M\u00fchle leise wird,\u00ab wegen des Kropfes, welcher nicht mehr mahlt, \u00bbund er bei der Stimme des Vogels erwacht\u00ab (das bedeutet) selbst der Vogel weckt ihn aus dem Schlafe, \u00bbund ged\u00e4mpft sind alle T\u00f6chter des Gesanges\u00ab (das bedeutet) selbst die Stimme der S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen kommt ihm nur wie Geschw\u00e4tz vor. So hat auch Barsillai, der Gileadite, zu David gesagt 2. Schmuel 19, 35: \u00bbIch bin heute achtzig Jahre alt, kann ich Gutes und B\u00f6ses unterscheiden?\u00ab Daraus geht hervor, dass die Sinnesart der Alten eine \u00c4nderung erf\u00e4hrt.<br>Dann sagte er: \u00bbKann dein Knecht schmecken, was ich esse und trinke?\u00ab<br>Daraus geht hervor, dass die Lippen der Greise unempfindlich werden. \u00bbKann ich noch h\u00f6ren auf die Stimme der S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen?\u00ab Daraus geht hervor, dass die Ohren der Greise schwer werden.<br>Nach Rab war Barsillai, der Giliadite, ein L\u00fcgner, denn die Magd im Hause meines Lehrers z\u00e4hlte zweiundneunzig Jahre und sie kostete noch immer vom Topfe. Nach Rabba war Barsillai ausschweifend, und wer ausschweifend ist, auf den springt das Alter (der wird vor der Zeit alt).<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]:<br>R. Jischmael bar R. Josse sagt:<br>Bei den Gelehrten nimmt, je \u00e4lter sie werden, desto mehr die Weisheit zu, wie Ijow 12,11 gesagt hat: \u00bbUnter den Greisen ist Weisheit, und bei hohem Alter Einsicht;\u00ab bei den Ungebildeten aber nimmt, je \u00e4lter sie werden, desto mehr die Narrheit zu, wie es hei\u00dft das. V. 20: \u00bbEr raubt die Lippe den Treuen und nimmt den Alten das Urteil.\u00ab \u00bbAuch vor den H\u00f6hen f\u00fcrchtet man sich\u00ab (Kohelet 12) (das bedeutet) selbst kleine H\u00fcgel kommen ihm (dem Alten) wie hohe Berge vor, \u00bbund Schrecken sind auf dem Wege\u00ab (das bedeutet) wenn er sich auf dem Wege befindet, wird sein Herz unruhig, \u00bbund der Mandelbaum bl\u00fchet,\u00ab (das bedeutet) das H\u00fcftbein, \u00bbund die Heuschrecke schleppt sich m\u00fchsam fort\u00ab (das bedeutet) das Hinterteil, \u00bbund die Lust ist zerrissen\u00ab (das bedeutet) der Geschlechtstrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Kahana trug diese Schrift von Rab vor.<br>Als er an diesen Vers kam, seufzte er: Ach bei dir hat der Geschlechtstrieb aufgeh\u00f6rt. Rab Kahana sagte: Die Worte Ps. 33,9: \u00bbSo er spricht, so geschieht es,\u00ab gehen auf die Frau, und die Worte: \u00bbSo er gebietet, so steht es da,\u00ab geht auf die Kinder.<br>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]: Das Weib ist ein Schlauch voller Unflat, dessen Mund voller Blut ist, und dennoch laufen ihr alle nach.<br>\u00bbDenn der Mensch geht in sein ewiges Haus\u00ab (Kohelet 5, 1).<\/p>\n\n\n\n<p>R. Jizchak hat gesagt: Daraus geht hervor, dass jedem Gerechten eine Wohnung nach seiner W\u00fcrde angewiesen wird. Gleich einem K\u00f6nig aus Fleisch und Blut, der mit seinem Gefolge nach einer Stadt zieht, wenn sie einziehen, geschieht es durch ein Tor, verweilen sie aber in der Stadt, so erh\u00e4lt jeder eine Wohnung nach seiner W\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Jizchak hat ferner gesagt: Was hei\u00dft Kohelet 11, 10: \u00bbJugend und Morgenr\u00f6te sind beide eitel?\u00ab<br>Was der Mensch in seiner Jugend tut, das macht ihn finster (schwach) zur Zeit seines Alters. R. Jizchak hat ferner gesagt: Der Wurm schmerzt den Toten, sowie eine Nadel das Fleisch eines Lebenden s. Ijow 14, 22.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Chasda hat gesagt: Die Seele des Menschen trauert um ihn alle sieben Tage s. das. vergl. Bereschit 50, 10: \u00bbUnd er machte f\u00fcr seinen Vater eine Trauer von sieben Tagen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Jehuda hat gesagt: F\u00fcr einen Toten, der keine Tr\u00f6ster hat, gehen zehn Personen hin und \u00fcbernehmen deren Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein Mensch in der N\u00e4he des R. Jehuda gestorben, ohne Tr\u00f6ster zu hinterlassen, da nahm R. Jehuda zehn Personen und setzte sie an seine Stelle.<br>Nach sieben Tagen hatte er eine Erscheinung im Traum, welche die Worte vernehmen lie\u00df:<br>Du kannst nun ruhig sein, denn du hast mich beruhigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Abuhu hat gesagt:<br>Alles, was in der N\u00e4he eines Verstorbenen gesprochen wird, wei\u00df er, bis der Deckel des Sarges geschlossen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber besteht eine Meinungsverschiedenheit zwischen R. Chija und R. Schimon.<br>Der Eine hat gesagt: Bis der Deckel des Sarges verschlossen ist, der Andere: Bis das Fleisch verzehrt (verfault) ist.<br>Wer da sagt: Bis das Fleisch verzehrt ist, beruft sich auf Ijow 14, 22: \u00bbNur sein Fleisch empfindet Schmerz um ihn und seine Seele trauert um ihn;\u00ab wer dagegen sagt: Bis der Deckel des Sarges verschlossen ist, beruft sich auf Kohelet 12, 7: \u00bbUnd der Staub kehrt zur Erde zur\u00fcck, wie er gewesen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Die Rabbinen haben gelehrt: Es hei\u00dft Kohelet 12, 7: \u00bbUnd der Geist kehrt zu Gott zur\u00fcck, der ihn gegeben hat\u00ab (das bedeutet) gib ihn (den Geist) in der Reinheit zur\u00fcck, in welcher er dir gegeben worden ist. Gleich einem K\u00f6nig von Fleisch und Blut, welcher k\u00f6nigliche Kleider unter seine Diener verteilte, die Klugen von ihnen wickelten sie ein und legten sie in den Kasten, die Toren aber von ihnen zogen sie sofort an und verrichteten darin ihre Arbeit.<br>Nach einiger Zeit forderte der K\u00f6nig seine Kleider wieder ein. Die Klugen legten sie ihm gegl\u00e4ttet, die Einf\u00e4ltigen aber legten sie ihm beschmutzt vor. Heber die Klugen war der K\u00f6nig erfreut, \u00fcber die Einf\u00e4ltigen aber war er aufgebracht.<br>Zu den Klugen sprach er: Die Kleider sollen wieder in die Schatzkammer zur Verwahrung gelegt werden, und sie gingen in Frieden nach ihren H\u00e4usern.<br>Zu den Einf\u00e4ltigen aber sprach er: Die Kleider sollen zum W\u00e4scher gegeben werden, und sie wurden ins Gef\u00e4ngniss geworfen.<br>So auch Gott.<br>\u00dcber die Leiber der Gerechten spricht er des. 57,2: \u00bbSie kommen in Frieden und ruhen auf ihren Lagern,\u00ab und \u00fcber ihre Seelen spricht er 1. Schmuel 25, 29:<br>\u00bbDie Seele meines Herrn wird eingebunden im Bunde der Lebenden.\u00ab<br>Aber \u00fcber die Leiber der Frevler spricht er des. 43, 22: \u00bbKein Friede! spricht der Ewige, den Frevlern,\u00ab und \u00fcber ihre Seelen spricht er 1. Schmuel 25, 29: \u00bbUnd die Seele deiner Feinde wird umhergeschleudert werden in der Schleuder.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]:<br>R. Eleasar sagt:<br>Die Seelen der Frommen werden unter dem Thron der Herrlichkeit auf bewahrt, wie Abigail gesagt hat 1. Sam. 25, 29: \u00bbUnd die Seele meines Herrn wird eingebunden sein im Bunde des Lebens, die Seele der Frevler aber schleudert hin und her,\u00ab wie es hei\u00dft: \u00bbUnd die Seele deiner Feinde wird in der Schleuder umhergeschleudert.\u00ab<br>Ein Engel steht an dem einen Ende der Welt und ein anderer Engel steht am andern Ende der Welt und sie schleudern sich die Seelen gegenseitig zu. Wie verh\u00e4lt es sich aber, fragte Rabba den Rab, mit den Mittelm\u00e4\u00dfigen ?<br>Er antwortete: Zu einem Kranken sagt man so etwas nicht. Schmuel hat gesagt: Beide Blassen, n\u00e4mlich die der Frevler und die der Mittelm\u00e4\u00dfigen werden dem Duma \u00fcbergeben, nur findet der Unterschied statt, dass diese sich der Ruhe erfreuen, jene aber nicht. Rab Mari hat aber gesagt: Auch die Frommen (die Tugendhaften) werden einst Staub werden, wie es hei\u00dft: \u00bbUnd der Staub kehrt wieder zur Erde zur\u00fcck, wie er gewesen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Darauf wurde ihm entgegnet: Du hast wohl Kohelet, aber nicht die Spr\u00fcche Schlomos gelesen.<br>Es hei\u00dft (dort) 14, 30: \u00bbEin Beinfrass ist Neid\u00ab d, i. wer Neid in seinem Herzen hat, dessen Gebeine vermodern, wer aber keinen Neid in seinem Herzen hat, dessen Gebeine vermodern nicht. Es ist etwas Wesentliches daran. Stehe mein Herr doch auf und gehe nach Hause. Du hast gezeigt, dass du nicht einmal die Propheten gelesen hast, wo es hei\u00dft Jechezkel 36, 13: \u00bbUnd ihr werdet erkennen, dass ich der Ewige bin, wenn ich eure Gr\u00e4ber \u00f6ffne und euch aus euren Gr\u00e4bern heraufsteigen lasse.\u00ab<br>Einwand: Es hei\u00dft doch aber Bereschit 3, 19: \u00bbDenn du bist Staub und wirst zu Staub werden?\u00ab<br>Antwort: Das ist eine Stunde vor der Totenbelebung (Auferstehung).<br>Ein Sadduz\u00e4er sagte zu R. Abuhu:<br>Ihr sagt, dass die Seelen der Frommen unter dem Thron der Herrlichkeit aufbewahrt werden, wie hat jene Totenbeschw\u00f6rerin (von Endor) durch die Nekromantie den Schmuel herauffordern k\u00f6nnen?<br>Antwort: Das geschah in den (ersten) zw\u00f6lf Monaten (nach seinem Tode), denn es ist gelehrt worden: In den ersten zw\u00f6lf Monaten besteht (erh\u00e4lt sich) der Leib, und die Seele steigt auf und nieder, nach den ersten zw\u00f6lf Monaten aber h\u00f6rt (l\u00f6st sich) der Leib auf, und die Seele steigt auf und kommt nicht wieder herab.<\/p>\n\n\n\n<p>Rab Jehuda bar Rab Schmuel bar Schila im Namen Rabs hat gesagt:<br>An der Trauerklage (an dem Eindruck der Trauer) wird der Mensch erkannt, ob er ein Sohn der k\u00fcnftigen Welt ist, oder nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Eleasar hat gesagt: Wer ist ein Sohn der k\u00fcnftigen Welt?<br>Siehe Jeschajahu 30, 21: \u00bbDeine Ohren werden h\u00f6ren das Wort hinter dir: das ist der Weg, den er gehet, wenn ihr zur Rechten oder zur Linken weichet.\u00ab<br>R. Chanina hat gesagt: Derjenige ist ein Sohn der k\u00fcnftigen Welt, an welchem seine Lehrer Wohlgefallen haben; Kohelet 12, 5: \u00bbUnd die Klagenden gehen umher in den Stra\u00dfen.\u00ab<br>Die Galil\u00e4er sagten: Tue, was man vor deiner Bahre erz\u00e4hlen kann, die Jud\u00e4er dagegen sagten: Tue, was man hinter deiner Bahre erz\u00e4hlen kann, und beide sind auch nicht verschiedener Meinung.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist gelehrt worden [in einer Baraita]:<br>R. Eleasar sagt: Tue Busse einen Tag vor deinem Tode.<br>Da fragten ihn seine Sch\u00fcler: Wei\u00df denn der Mensch den Tag, an welchem er sterben wird?<br>Er antwortete: Darum wird der Mensch gewiss jeden Tag Bu\u00dfe tun: da er vielleicht morgen sterben kann, so werden alle seine Tage in Busse verlaufen.<br>So hat auch Schlomoh in seiner Weisheit gesagt Kohelet 9, 8: \u00bbZu jeder Zeit sollen deine Kleider wei\u00df sein und das \u00d6l soll nicht auf deinem Haupt fehlen.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu brachte Rabban Jochanan ben Sakkaj ein Gleichnis von einem K\u00f6nig, welcher seine Diener zu einem Gastmahle geladen, ihnen aber nicht die Zeit bestimmt hatte.<br>Die Klugen unter ihnen putzten sich sogleich und setzten sich an das Tor des k\u00f6niglichen Schlosses, denn sie dachten: Hier in diesem Schloss fehlt es an nichts; die T\u00f6richten aber unter ihnen gingen ihrer Besch\u00e4ftigung nach, weil sie dachten:<br>Ein Gastmahl kann nicht so leicht stattfinden, es erfordert Vorbereitung.<br>Pl\u00f6tzlich verlangte der K\u00f6nig seine Diener. Die Klugen unter ihnen erschienen vor ihm geputzt, die T\u00f6richten aber beschmutzt.<br>\u00dcber die Klugen war der K\u00f6nig erfreut, \u00fcber die T\u00f6richten aber war er aufgebracht. Die Geputzten nahmen an der Tafel Platz und a\u00dfen und tranken, jene aber, die nicht geputzt erschienen waren, mussten bei der Tafel stehen und Zusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwiegersohn des R. Meir hat im Namen des R. Meir gesagt: Das ist immer noch viel, wenn diese stehen, denn da erscheinen sie doch wie Aufwartende, nein, diese sowohl wie jene sitzen, der Unterschied ist vielmehr der, jene essen, diese aber hungern, jene trinken und diese dursten, wie es hei\u00dft \u00bbSo spricht der Ewige: Siehe, meine Knechte werden essen, ihr aber werdet hungern; siehe, meine Knechte werden trinken, ihr aber werdet d\u00fcrsten; siehe, meine Knechte werden jubeln vor Herzensfreude, ihr aber werdet schreien vor Herzeleid.\u00ab<br>Oder: \u00bbZu jeder Zeit sollen deine Kleider wei\u00df sein\u00ab das sind die Zizit, \u00bbund \u00d6l soll auf deinem Kopf nicht fehlen\u00ab das sind die Teffilin.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"156a\">156a<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Notizbuch des R. Jehoschua ben Lewi war geschrieben:<br>Wer am Sonntag geboren wurde, wird ein Mann sein, an dem nichts ist.<br>Wie meint er es?<br>Wollte man sagen, nichts Gutes, sagte doch R. Aschi: Ich wurde am Sonntag geboren!<br>Wollte man sagen, nichts Schlechtes, so sagte ja R. Aschi: Ich und Dimi ben Kakozita sind beide am Sonntag geboren, ich bin Schuloberhaupt und er ist Oberhaupt der Diebe.<br>Vielmehr: entweder vollst\u00e4ndig gut oder vollst\u00e4ndig schlecht.<br>Und warum ?<br>Weil an diesem Tage Licht und Finsternis erschaffen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer am Montag geboren wurde, wird j\u00e4hzornig sein. Warum?<br>Weil an diesem Tage das Wasser geteilt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer am Dienstag geboren wurde, wird reich und sinnlich veranlagt sein.<br>Warum ?<br>Weil an diesem Tage das Gras erschaffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer am Mittwoch geboren wurde, wird weise und ged\u00e4chtnisbegabt sein.<br>Warum?<br>Weil an diesem Tage die Himmelslichter angeh\u00e4ngt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer am Donnerstag geboren wurde, wird wohlt\u00e4tig sein.<br>Warum ?<br>Weil an diesem Tage die Fische und das Gefl\u00fcgel erschaffen wurden.<br>Wer am Freitag geboren wurde, wird ein strebsamer Mann sein.<br>R. Nachman ben Jizchak erkl\u00e4rte \u00bbstrebsam\u00ab nach Geboten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer am Schabbat geboren wurde, wird am Schabbat sterben, weil man seinetwegen den Schabbat entweiht hat.<br>Raba ben E. Schila sagte: Er wird auch ein gro\u00dfer Heiliger genannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Rabbi sprach zu ihnen: Gehet, saget dem Sohn Lewajs, dass nicht der Gl\u00fccksstern des Tages einwirkt, sondern der Gl\u00fccksstern der Stunde.<br>Wer unter der Herrschaft der Sonne geboren wurde, wird ein glanzvoller Mann sein; das Seinige wird er essen und das Seinige wird er trinken-; seine Geheimnisse werden offenbart werden und beim Stehlen wird er kein Gl\u00fcck haben. Wer unter der Herrschaft der Venus geboren wurde, wird reich und. sinnlich veranlagt sein.<br>Warum?<br>Weil an ihr das Feuer h\u00e4ngt.<br>Wer unter der Herrschaft des Merkur geboren wurde, wird ged\u00e4chtnisbegabt und weise sein, weil dieser der Schreiber der Sonne ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer unter der Herrschaft des Mondes geboren wurde, wird Leiden ausgesetzt sein, er wird bauen und niederrei\u00dfen, niederrei\u00dfen und bauen, Fremdes essen und Fremdes trinken; seine Geheimnisse werden verborgen bleiben und beim Stehlen wird er Gl\u00fcck haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer unter der Herrschaft des Saturn geboren wurde, wird ein Mann sein, dessen Pl\u00e4ne vereitelt ,werden; manche sagen: Alles, was man gegen ihn plant, wird vereitelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer unter der Herrschaft des Jupiter geboren wurde, wird ein tugendhafter Mann sein.<br>R. Nachman ben Jizchak erkl\u00e4rte \u00bbtugendhaft\u00ab in der Aus\u00fcbung der Gebote.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer unter der Herrschaft des Mars geboren wurde, wird ein blutvergie\u00dfender Mann sein.<br>R. Aschi sagte: Entweder ein Bader oder ein R\u00e4uber oder ein Beschneider.<br>Raba sagte: Ich bin unter der Herrschaft des Mars geboren.<br>Abba ja sprach zu ihm: Der Meister l\u00e4\u00dft ja ebenfalls strafen und t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde gelehrt: R. Chanina sagte: Vom Gl\u00fccksstern h\u00e4ngt der Reichtum ab und auch die Juden unterliegen dem Gl\u00fccksstern.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Jochanan aber sagte, dass die Juden den Gl\u00fcckssternen nicht unterliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>R. Jochanan sagte n\u00e4mlich: Woher, dass die Juden dem Gl\u00fccks stern nicht unterliegen?<br>Denn es hei\u00dft: So spricht der Herr: \u00bbAn die Handlungsweise der V\u00f6lker gew\u00f6hnt euch nicht, noch zittert vor den Zeichen des Himmels, denn die V\u00f6lker zitterten vor ihnen\u00ab (Jirmejahu 10, 2)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erz\u00e4hlungen\/Aggadah des Traktats Schabbat: 31a 31b 32a 32b 33a 34a 53b 152a 156a 31a Die Rabbinen haben gelehrt: Der Mensch sei so gelassen wie Hillel und nicht so j\u00e4hzornig wie Schammai. Zwei M\u00e4nner hatten miteinander gewettet, wer geht und den Hillel in Zorn bringt, der erh\u00e4lt vierhundert Sus.Einer wollte diese Rolle \u00fcbernehmen, es war am Vorabend des Schabbats, an welchem Hillel schon seinen Kopf putzte.Der Mann ging hin an die T\u00fcr und fragte: Ist Hillel zu Hause? Ist Hillel zu Hause?Dieser h\u00fcllte sich in seinen Mantel und ging ihm entgegen.Mein Sohn, redete er ihn an, was ist dein Begehr?Ich habe, antwortete er, eine Frage an dich.Trage sie vor, mein Sohn! versetzte Hillel.Der Mann sprach: Warum sind die K\u00f6pfe der Babylonier rund [platt]?Da hast du eine wichtige [gro\u00dfe]-Frage gestellt, mein Sohn! gab Hillel zur Antwort, weil sie [die Babylonier] keine geschickten [erfahrenen] Hebammen haben.Der Mann ging fort und kam nach einer Stunde wieder und rief:Ist Hillel zu Hause?Ist Hillel zu Hause?Dieser warf sich in seine Kleider und ging ihm entgegen und sprach:Mein Sohn! was ist &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1163,"parent":5125,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-5617","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5617"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5670,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5617\/revisions\/5670"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5125"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}