{"id":5895,"date":"2020-06-05T15:13:02","date_gmt":"2020-06-05T13:13:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5895"},"modified":"2023-04-18T09:09:42","modified_gmt":"2023-04-18T07:09:42","slug":"das-buch-schmuel-1-alef","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/das-buch-schmuel-1-alef\/","title":{"rendered":"Das Buch Schmuel 1 (Alef)"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Erste Buch Schmuel (Samuel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel31\">31<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>\nDie Geburt Samuels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es war ein Mann von Ramatajim Zofim vom Gebirge Efraim, er hie\u00df Elkana Sohn Jerohams, Sohnes Elihus, Sohnes Tohus, Sohnes Zufs, ein Efrati. <sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5895\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5895-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5895-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"> Elkana war vom Stamme Levi, er wohnte aber in Rama, im Gebirge Efraim.<\/span>\n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er hatte zwei Frauen, die eine hie\u00df Hanna und die andere Peninna. Peninna hatte Kinder, Hanna aber hatte keine Kinder.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Dieser Mann ging allj\u00e4hrlich aus seiner Stadt, sich zu b\u00fccken und zu opfern vor dem Herrn Zebaot in Silo. Daselbst [versahen den Altardienst] die beiden S\u00f6hne des [Hohepriesters] Eli, Hofni und Pinchas, Priester des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Eines Tages opferte Elkana, und er gab seiner Frau Peninna und all ihren S\u00f6hnen und ihren T\u00f6chtern Teile.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Aber der Hanna gab er ein doppeltes Teil, denn die Hanna liebte er sehr, obschon der Herr ihren Mutterscho\u00df verschlossen hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da kr\u00e4nkte sie ihre Nebenbuhlerin Kr\u00e4nkung \u00fcber Kr\u00e4nkung, um sie einzusch\u00fcchtern, dass der Herr ihren Mutterscho\u00df verschlossen hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und so geschah es Jahr f\u00fcr Jahr, so oft sie hinaufging in das Haus des Herrn, kr\u00e4nkte sie Peninna, dass sie weinte und nicht a\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Einst sprach ihr Mann Elkana: Hanna, warum weinst du und warum isst du nicht? Warum ist deinem Herzen weh? Bin ich dir nicht lieber als zehn S\u00f6hne?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Hanna stand auf, nachdem sie gegessen zu Silo und nachdem sie getrunken. Der Priester Eli sa\u00df auf dem Stuhle an der Pfoste des Tempels des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Sie aber war betr\u00fcbten Gem\u00fctes, sie betete zum Herrn und weinte in einem fort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie sprach ein Gel\u00fcbde aus also: Herr Zebaot, wenn du siehst auf das Elend deiner Magd und mein gedenkest und nicht vergisst deiner Magd und gew\u00e4hrest deiner Magd einen m\u00e4nnlichen Nachkommen, so will ich ihn weihen dem Herrn f\u00fcr all seine Lebenstage, ein Schermesser soll nicht kommen auf sein Haupt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Als sie so viel betete vor dem Herrn, beobachtete Eli ihr Gefl\u00fcster.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da nun Hanna zu ihrem Herzen [leise] sprach, dass nur ihre Lippen sich bewegten, aber ihre Stimme nicht geh\u00f6rt wurde, so hielt sie Eli f\u00fcr eine Betrunkene.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Eli sprach zu ihr: Wie lange noch willst du wie eine Betrunkene tun? Lege ab deinen Weinrausch von dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da antwortete Hanna und sprach: Nicht so, mein Herr! Ein Weib schweren Gem\u00fctes bin ich, Wein und Berauschendes habe ich nicht getrunken; ich sch\u00fcttete nur aus mein Herz vor dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Halte nicht deine Magd f\u00fcr ein ruchloses Weib, denn aus der F\u00fclle meines Kummers und meiner Kr\u00e4nkung habe ich bisher geredet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Eli antwortete darauf und sprach: Gehe in Frieden, der Gott Israels gew\u00e4hre dein Begehr, was du von ihm begehrt hast.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie erwiderte: M\u00f6ge deine Magd Gunst finden in deinen Augen, [dass dein Segen sich bew\u00e4hre]. Das Weib ging dann ihres Weges und a\u00df, und ihr Angesicht war nicht [betr\u00fcbt] wie sonst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> [Elkana und seine Familie] machten sich am Morgen fr\u00fch auf und b\u00fcckten sich vor dem Herrn, darauf kehrten sie zur\u00fcck und kamen in ihr Haus nach Rama. Elkana erkannte seine Frau Hanna und der Herr gedachte ihrer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Nach Verlauf der Tage [um ein Jahr] ward Hanna schwanger und gebar einen Sohn; sie nannte seinen Namen Samuel; [das bedeutet]: Vom Herrn habe ich ihn begehrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Mann Elkana ging mit seinem ganzen Hause, um dem Herrn das allj\u00e4hrliche Opfer und sein Gel\u00fcbde darzubringen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Aber Hanna ging nicht mit, denn sie sprach zu ihrem Manne: [Ich bleib&#8216; aus] bis der Knabe entw\u00f6hnt ist, dann will ich ihn bringen, dass er erscheine vor dem Antlitz des Herrn und dort bleibe f\u00fcr immer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ihr Mann Elkana sprach zu ihr: Tue, was gut ist in deinen Augen, bleibe daheim, bis du ihn entw\u00f6hnt. M\u00f6ge nur der Herr sein Werk best\u00e4tigen [und den Knaben gedeihen lassen].  Das Weib blieb also daheim und s\u00e4ugte ihren Sohn, bis sie ihn entw\u00f6hnen konnte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nachdem sie ihn entw\u00f6hnt, nahm sie ihn mit sich, auch drei Farren, ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein, und brachte ihn in das Haus des Herrn nach Silo; der Knabe war noch jung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Man schlachtete den Farren und brachte den Knaben zu Eli.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Und sie sprach: Bitte mein Herr! So wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, das bei dir hier einst gestanden hat, zum Herrn zu beten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Um diesen Knaben habe ich gebetet; der Herr hat mir gew\u00e4hrt mein Begehr, das ich von ihm begehrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Aber ich habe ihn auch geweiht dem Herrn; all die Tage, die er lebt, ist er dem Herrn geweiht. Und [der Knabe] b\u00fcckte sich daselbst vor dem Herrn.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p> \nHannas Lobgesang.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Hanna betete alsdann und sprach: Es jubelt mein Herz in dem Herrn; erh\u00f6ht ist mein Ansehen durch den Herrn. Ich darf mutig sprechen gegen meine Feinde, denn ich freue mich deiner Hilfe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Keiner ist heilig, wie der Herr, denn niemand ist au\u00dfer dir und es gibt keinen Hort wie unsern Gott.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> H\u00e4ufet nicht Reden des Hochmuts, es gehen keine trotzigen Worte aus eurem Munde, denn ein allwissender Gott ist der Herr und von ihm erwogen werden die Handlungen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Bogen der Helden bricht, aber die Wankenden g\u00fcrten Macht um.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Satte verdingen sich um Brot, w\u00e4hrend Hungrige feiern, bis die Unfruchtbare sieben geb\u00e4rt, welkt hin die Kinderreiche.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Herr t\u00f6tet und macht lebendig, senkt in die Gruft und hebt empor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Herr macht arm und macht auch reich, er erniedrigt, doch erh\u00f6ht er auch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er richtet empor aus dem Staube den Armen, aus dem Kote erh\u00f6ht er den D\u00fcrftigen, dass er ihn setze neben die Edlen, und den Thron der Ehre teilt er ihnen zu. Denn des Herrn sind die Pfeiler der Erde, auf die er den Erdball gestellt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Tritte seiner Frommen wahrt er, aber die Frevler verstummen in Finsternis; denn nicht durch eigene Kraft siegt der Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Herr \u2014 zerschmettert sind seine Haderer, \u00fcber ihnen in dem Himmel donnert er. Der Herr richtet die Gro\u00dfen der Erde und verleihet Macht seinem K\u00f6nige und erh\u00f6ht das Ansehen seines Gesalbten. Elis S\u00f6hne und ihre Missetaten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Elkana ging nach Rama, nach seinem Hause, der Knabe Samuel aber diente dem Herrn vor dem Priester Eli.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die S\u00f6hne Elis waren ruchlose M\u00e4nner; sie kannten [f\u00fcrchteten] den Herrn nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Das Verhalten der Priester gegen das Volk [war also]: Wer irgendein Opfer brachte, da kam der Knabe des Priesters, als man das Fleisch kochte, mit der dreiz\u00e4hnigen Gabel in der Hand,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und stie\u00df in das Becken oder in den Topf oder in den Kessel oder in die Pfanne: was immer die Gabel heraufbrachte, nahm der Priester damit. Also hielten sie es mit allen Israeliten, die nach Silo kamen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sogar bevor sie noch das Unschlitt in Dampf aufgehen lie\u00dfen, kam der Knabe des Priesters und sprach zu dem Manne, der opferte: Gib Fleisch zu braten f\u00fcr den Priester, er wird nicht annehmen von dir gekochtes Fleisch, sondern nur rohes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Erwiderte nun der Mann: Zuerst werden sie in Dampf das Unschlitt aufgehen lassen, dann nimm dir, wie du begehrst, so sprach jener zu ihm: Nein, gleich sollst du geben, wo nicht, nehme ich es mit Gewalt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Schuld der J\u00fcnglinge war sehr gro\u00df vor dem Herrn, denn die Leute beschimpften die Opfergabe des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Samuel diente damals vor dem Herrn, er war ein Knabe, umg\u00fcrtet mit einem leinenen Efod [Priesterkleid].\n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Allj\u00e4hrlich machte ihm seine Mutter ein kleines Oberkleid und brachte es ihm mit, wenn sie mit ihrem Manne kam, das j\u00e4hrliche Opfer darzubringen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Dann segnete Eli den Elkana und seine Frau und sprach: Der Herr m\u00f6ge dir Kinder von diesem Weibe geben fur Den, welcher dem Herrn geweiht worden ist. Dann kehrten sie heim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Herr bedachte auch Hanna, sie wurde mehrere mal schwanger und gebar drei S\u00f6hne und zwei T\u00f6chter. Der Knabe Samuel wuchs auf bei dem Herrn [im Heiligtume].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Eli war sehr alt; oft h\u00f6rte er alles, was seine S\u00f6hne taten an allen Israeliten, dass sie lagen bei den Frauen, die sich sammelten am Eingange des Stiftszeltes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da sprach er zu ihnen: Warum tut ihr solche Dinge? Dass ich eure b\u00f6sen Dinge von diesem ganzen Volke h\u00f6ren mu\u00df!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nicht doch, meine S\u00f6hne, nicht gut ist das Ger\u00fccht, das ich verbreiten h\u00f6re das Volk des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wenn ein Mann gegen einen Mann s\u00fcndigt, so schlichtet es der Richter, wenn aber ein Mann gegen den Herrn s\u00fcndigt, wer soll f\u00fcr ihn beten? Sie aber gehorchten nicht der Stimme ihres Vaters; der Herr wollte sie also t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Der Knabe Samuel aber wurde immer gr\u00f6\u00dfer und wohlgef\u00e4lliger bei dem Herrn und bei den Menschen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Ein Mann Gottes kam zu Eli und sprach zu ihm: Also spricht der Herr: Habe ich mich deshalb deinem Stammhause in \u00c4gypten, als es unter Pharaos Herrschaft war, offenbart,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und es mir aus all den St\u00e4mmen Israels zum Priester erw\u00e4hlt, zu opfern auf meinem Altar und R\u00e4ucherwerk zu r\u00e4uchern, das Efod zu tragen vor mir, und deinem Vaterhause all die Feuergaben der Kinder Israel gegeben?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Warum mi\u00dfachtet ihr mein Opfermahl und mein Speiseopfer, die ich geboten f\u00fcr die Wohnung? Du ehrst deine S\u00f6hne mehr als mich, dass ihr euch m\u00e4stet von den Erstlingen aller Gaben meines Volkes Israels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Darum \u2014 ist der Ausspruch des Herrn, des Gottes Israels: Ich hatte verhei\u00dfen: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen wandeln vor mir in Ewigkeit; nun aber ist der Ausspruch des Herrn, fern sei es von mir; denn die mich ehren, ehre ich, und die mich geringsch\u00e4tzen, werden erniedrigt werden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Es werden Tage kommen, dass ich deine Macht und die Macht deines v\u00e4terlichen Hauses vernichte, dass keiner angesehen sei aus deinem Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und du, Feind der Wohnung, wirst neidisch blicken auf alles, was [Gott] Gutes tut an Israel, und es wird keiner an gesehen sein aus deinem Hause in allen Zeiten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Und doch tilg&#8216; ich dir nicht alle weg von meinem Altare, dass deine Augen vergehen und deine Seele verschmachtet [vor Neid und Reue]; aller Zuwachs deines Hauses soll in niedriger Stellung sterben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Dies sei dir das Zeichen, [dass alles so eintreffen wird], was geschehen wird mit deinen beiden S\u00f6hnen, mit Hofni und Pinchas: an einem Tage werden sie beide sterben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Ich werde mir bestellen einen bew\u00e4hrten Priester; nach meinem Wunsche wird er tun, und ich werde ihm ein bew\u00e4hrtes Haus bauen, und er soll wandeln vor meinem Gesalbten [vor dem K\u00f6nig] zu allen Zeiten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Der \u00fcbrig bleibt in deinem Hause, wird kommen, sich vor ihm zu b\u00fccken um ein Geldalmosen und ein St\u00fcck Brot und wird sprechen: F\u00fcge mich doch hinzu bei einem der Priester\u00e4mter, dass ich ein St\u00fcck Brot esse.\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p>\n   \nSamuels erste Weissagung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Knabe Samuel diente dem Herrn vor Eli. Das Wort des Herrn war selten in jener Zeit; eine Weissagung war nicht h\u00e4ufig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Eines Tages, als Eli an seinem Orte lag, \u2014 seine Augen hatten bereits begonnen stumpf zu werden, er konnte nicht sehen;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Leuchte Gottes war noch nicht verloschen, und Samuel lag im Tempel des Herrn, woselbst die Lade Gottes stand;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da rief der Herr Samuel zu. Dieser sprach: Hier bin ich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er lief zu Eli und sprach: Hier bin ich, du hast mich gerufen. [Eli] antwortete: Ich habe dich nicht gerufen, lege dich wieder. Er ging und legte sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der Herr rief nochmals: Samuel! Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, du hast mich doch gerufen. [Eli] erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn, lege dich wieder.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Samuel wusste noch nichts vom Herrn; noch hatte sich das Wort des Herrn ihm nicht offenbart.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Herr rief Samuel zum dritten Mal. [Samuel] stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, du hast mich ja gerufen. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Eli sprach deshalb zu Samuel: Gehe, lege dich, und wenn es dir zuruft, so sprich: Rede, Herr, denn dein Knecht h\u00f6rt. Samuel ging und legte sich an seinen Ort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Herr kam und stellte sich hin und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht h\u00f6rt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Der Herr sprach zu Samuel: Ich tue eine Sache in Israel, dass jedem, der sie h\u00f6rt, beide Ohren gellen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> An jenem Tage erf\u00fclle ich an Eli alles, was ich geredet wegen seines Hauses, von Anbeginn bis zur Vollendung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Ich tue ihm kund, dass ich sein Haus strafen will bis in Ewigkeit um die Sunde, dass er wohl gewusst, dass seine S\u00f6hne sich [ euphemistisch: mich] l\u00e4stern aber er hat ihnen nicht gewehrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Darum hab&#8216; ich dem Hause Elis geschworen: Ob je ges\u00fchnt wird die Schuld des Hauses Eli durch Opfermahl und Speiseopfer bis in Ewigkeit! \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Samuel lag bis zum Morgen, dann \u00f6ffnete er die T\u00fcren des Hauses des Herrn; Samuel f\u00fcrchtete sich aber, dem Eli die Erscheinung zu verk\u00fcnden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da rief Eli den Samuel und sprach: Samuel mein Sohn! Und [Samuel] erwiderte: Hier bin ich!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> [Eli] sagte: Was war es, das [der Herr] zu dir geredet; verhehle es mir doch nicht! Also tue dir Gott, und also fahre er fort, wenn du mir ein Wort verhehlst von der ganzen Rede, die er zu dir geredet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Samuel berichtete ihm alle Worte und verhehlte ihm nichts. [Eli] aber sprach: Er ist der Herr; was gut ist in seinen Augen, m\u00f6ge er tun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Samuel wuchs heran, und der Herr war mit ihm und lie\u00df keins von all seinen Worten zur Erde fallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Es erkannte ganz Israel von Dan bis Beer Seba, dass Samuel als Prophet dem Herrn bew\u00e4hrt sei.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Herr fuhr fort [ihm] in Silo zu erscheinen; denn der Herr offenbarte sich dem Samuel in Silo mit der Weissagung des Herrn.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p>\n   \nDie Niederlage Israels. Elis Tod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Samuels Wort fand Anklang bei ganz Israel. [Dies kam so]: Israel zog gegen die Philister zum Kriege; sie lagerten bei Eben Ha\u00easer und die Philister lagerten in Afek.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Philister stellten sich auf, Israel gegen\u00fcber, und die Schlacht griff um sich: die Israeliten wurden geschlagen von den Philistern; diese erschlugen auf dem Wahlplatze auf dem Felde an viertausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Das Volk kam ins Lager zur\u00fcck, da sprachen die \u00c4ltesten Israels: Warum hat uns heute der Herr geschlagen vor den Philistern? Lasset uns holen von Silo die Bundeslade des Herrn, dass sie in unsere Mitte komme und uns aus der Hand unserer Feinde rette.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Das Volk schickte nach Silo, und man brachte von dort die Bundeslade des Herrn Zebaot, des \u00fcber den Cherubim Thronenden. Dabei waren die beiden S\u00f6hne Elis mit der Bundeslade Gottes, Hofni und Pinchas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als die Bundeslade des Herrn ins Lager kam, da erhob ganz Israel ein gro\u00dfes L\u00e4rmgeschrei, dass die Erde dr\u00f6hnte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Philister h\u00f6rten das L\u00e4rmgeschrei und fragten einander: Was bedeutet dies gro\u00dfe L\u00e4rmgeschrei im Lager der Hebr\u00e4er? Da merkten sie, dass die Lade des Herrn ins Lager gekommen war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Philister f\u00fcrchteten sich, denn sie dachten, Gott ist ins Lager gekommen, und sie sprachen: Weh uns, also ist es nicht gestern und ehegestern [niemals] gewesen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Weh uns! Wer wird uns retten aus der Hand dieser gewaltigen G\u00f6tter? Dies sind die G\u00f6tter, welche \u00c4gypten schlugen mit allen Plagen in der W\u00fcste [am Roten Meere].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Haltet euch tapfer und seid M\u00e4nner, Philister, dass ihr nicht untertan werdet den Hebr\u00e4ern, wie sie euch untertan waren; so seid denn M\u00e4nner und streitet!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die Philister k\u00e4mpften und Israel wurde geschlagen; sie flohen jeglicher nach seinem Zelt, und die Niederlage war sehr gro\u00df. Es fielen von Israel drei\u00dfig tausend Mann Fu\u00dfvolk.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch die Lade Gottes wurde genommen, und die beiden S\u00f6hne Elis fielen, Hofni und Pinchas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Ein Mann aus dem Stamme Benjamin lief vom Wahlplatze und kam nach Silo am selben Tage; seine Kleider waren zerrissen und Erde war auf seinem Haupte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Als er kam, befand sich Eli auf einem Stuhle an der Seite des Weges sitzend; er schaute aus, denn sein Herz war unruhig um die Lade Gottes. Der Mann war gekommen, in der Stadt zu berichten, und in der Stadt entstand ein gro\u00dfer L\u00e4rm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Eli h\u00f6rte die Stimme des Schreiens und sprach. Was bedeutet diese Stimme der Menge? Der Mann kam eilends und berichtete es dem Eli.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Eli war acht und neunzig Jahre alt, und seine Augen waren starr, er konnte nicht sehen. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Mann sprach zu Eli: Ich bin es, der von dem Wahlplatze kommt; ich bin heute von dem Wahlplatze entflohen. [Eli] sprach: Wie stand die Sache, mein Sohn?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da antwortete der Bote und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und auch eine gro\u00dfe Niederlage traf das Volk; auch deine beiden S\u00f6hne sind tot, Hofni und Pinchas, und die Lade Gottes ist genommen worden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als [der Bote] der Lade Gottes gedachte, fiel [Eli] von dem Stuhle herab r\u00fccklings an der Seite des Tores; er brach das Genick und starb; denn der Mann war alt und schwer. Er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Seine Schnur, die Frau des Pinchas, war schwanger, dem Geb\u00e4ren nahe. Als sie die Nachricht h\u00f6rte von der Wegnahme der Lade Gottes, und dass tot seien ihr Schw\u00e4her und ihr Mann, da sank sie nieder und gebar, denn ihre Wehen \u00fcberw\u00e4ltigten sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Als sie nun sterben sollte, sprachen [die Frauen], die um sie standen, zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht, denn einen Sohn hast du geboren. Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Sie nannte den Knaben: Ikabod, das hei\u00dft: Gewichen ist die Herrlichkeit von Israel, wegen der Wegnahme der Lade Gottes und wegen ihres Schw\u00e4hers und ihres Mannes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und sie sprach: Gewichen ist die Herrlichkeit von Israel, denn genommen ist die Lade Gottes.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p>\n   \nDie Bundeslade bei den Philistern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Philister hatten die Lade Gottes genommen und brachten sie von Eben Ha\u00easer nach Aschdod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus des [G\u00f6tzen] Dagon und stellten sie neben den Dagon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Als sich aber die M\u00e4nner von Aschdod am folgenden Tage fr\u00fch aufmachten, da lag Dagon auf seinem Angesichte zur Erde vor der Lade des Herrn. Sie nahmen den Dagon und stellten ihn an seinen Ort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Als sie sich fr\u00fch am Morgen des folgenden Tages aufmachten, da lag Dagon wiederum auf seinem Angesichte zur Erde vor der Lade des Herrn, und der Kopf Dagons und seine beiden H\u00e4nde lagen abgetrennt auf der Schwelle, nur der Rumpf war \u00fcbriggeblieben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> (Darum treten noch jetzt die Priester des Dagon und alle, die in das Haus des Dagon gehen, nicht auf die Schwelle des Dagon in Aschdod.)  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Hand des Herrn lag schwer auf den Aschdod\u00e4ern, er verheerte sie und schlug sie mit Feuchtbeulen, \u2014 Aschdod und seine Gebiete.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Als dies die Leute von Aschdod sahen, sprachen sie: Die Lade des Gottes Israels soll bei uns nicht bleiben, denn seine Hand ist hart \u00fcber uns und \u00fcber unserm Gotte Dagon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie schickten und versammelten um sich alle F\u00fcrsten der Philister und fragten: Was sollen wir machen mit der Lade des Gottes Israels? Und sie beschlossen, dass die Lade des Gottes Israels nach Gat gebracht werde. Sie brachten die Lade des Gottes Israels [dorthin].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber nachdem sie dorthin [die Lade] gebracht hatten, brachte Gott \u00fcber die Stadt gro\u00dfe Best\u00fcrzung; er schlug die Einwohner der Stadt, klein und gro\u00df; es brachen bei ihnen Pestbeulen hervor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Darauf entsandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Als die Lade Gottes in Ekron ankam, da schrien die Ekroniter und sprachen: Sie haben mir die Lade des Gottes Israels gebracht, um mich und mein Volk zu t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie lie\u00dfen die F\u00fcrsten der Philister versammeln und sprachen: Schicket nur die Lade des Gottes Israels fort, dass sie an ihre Stelle zur\u00fcckgelange und nicht uns, das gesamte Volk, umbringe. Denn es herrschte eine Todesfurcht in der ganzen Stadt, Gottes Hand lag sehr schwer auf ihr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die Leute, welche nicht gestorben waren, wurden mit Pestbeulen geschlagen; das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p>\n   \nDie Heimkehr der Bundeslade.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Lade des Herrn blieb im Gefilde der Philister sieben Monate.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Philister beriefen alsdann die Priester und Wahrsager und sprachen: Was machen wir mit der Lade des Herrn? Tut uns kund, womit wir sie an ihren Ort zur\u00fcckschicken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie erwiderten: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels zur\u00fcckschicket, so schicket sie nicht leer, ihr m\u00fcsst ihr eine Bu\u00dfe erstatten. Dann werdet ihr genesen, und es wird euch kund werden, warum seine Hand nicht von euch weicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da fragten sie: Welche w\u00e4re die Bu\u00dfe, die wir erstatten sollen? Sie antworteten: Nach der Zahl der F\u00fcrsten der Philister f\u00fcnf Pestbeulen von Gold und f\u00fcnf M\u00e4use von Gold; denn solche Plage traf euch und eure F\u00fcrsten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ihr sollt machen Abbilder von euern Pestbeulen und Abbilder von euern M\u00e4usen, die das Land verderben; erweiset damit dem Gotte Israels Ehre; vielleicht l\u00e4sst er seine Hand von euch und euern G\u00f6ttern und euerm Lande.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Denn warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie einst die \u00c4gypter und Pharao ihr Herz verstockt haben, dass erst, nachdem er sie arg gedem\u00fctigt hatte, sie [die Israeliten] entlie\u00dfen, dass sie gingen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nehmet nun einen neuen Wagen, dazu zwei s\u00e4ugende K\u00fche, auf die kein Joch gekommen; spannet die K\u00fche an den Wagen und bringet die Jungen hinter ihnen fort nach Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Nehmet die Lade des Herrn und stellet sie in den Wagen; die Ger\u00e4te von Gold, die ihr als Bu\u00dfe erstattet, tuet in den Kasten zur Seite und entsendet sie und sie gehe ab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und sehet: Wenn sie [von selbst] den Weg nach ihrem Gebiet hinaufziehet nach Bet Schemesch, so hat [Gott] uns dies gro\u00dfe Ungl\u00fcck angetan; wo nicht, so wissen wir, dass nicht seine Hand uns getroffen; ein Zufall war es f\u00fcr uns.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Die M\u00e4nner taten also; sie nahmen zwei s\u00e4ugende K\u00fche und spannten sie an den Wagen, und ihre Jungen sperrten sie ein zu Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie stellten die Lade des Herrn in den Wagen, und den Kasten und die M\u00e4use von Gold und die Abbilder ihrer Beulen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die K\u00fche gingen grade aus in dem Wege, -der nach Bet Schemesch f\u00fchrt. Auf einer Stra\u00dfe gingen sie br\u00fcllend [um ihre Jungen], aber sie wichen nicht ab rechts noch links. Die F\u00fcrsten der Philister gingen hinter ihnen bis an das Gebiet von Bet Schemesch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die [Einwohner] von Bet Schemesch hielten grade die Weizenernte im Thale; sie erhoben ihre Augen und sahen die Lade und freuten sich bei dem Anblick.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Wagen ging nach dem Felde Josuas von Bet Schemesch und stand dort stille; daselbst war ein gro\u00dfer Stein. Sie spalteten das Holz des Wagens, und die K\u00fche brachten sie als Ganzopfer dar dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die Leviten nahmen dann die Lade des Herrn herunter und den Kasten, der bei ihr, worin die Ger\u00e4te von Gold lagen, und stellten sie auf den gro\u00dfen Stein; und die M\u00e4nner von Bet Schemesch brachten Ganzopfer dar und schlachteten Opfer am selben Tage dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister sahen dem zu und kehrten dann nach Ekron zur\u00fcck an dem selben Tag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dies waren die Beulen von Gold, welche die Philister als Bu\u00dfe dem Herrn erstatteten: F\u00fcr Aschdod eine, f\u00fcr Gasa eine, f\u00fcr Aschkelon eine, f\u00fcr Gat eine, fur Ekron eine.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Aber die M\u00e4use von Gold waren nach Anzahl aller St\u00e4dte der Philister in den f\u00fcnf F\u00fcrstent\u00fcmern, von der befestigten Stadt bis zu dem offenen Dorfe, und zwar bis auf den gro\u00dfen Stein, wo sie die Lade des Herrn hingesetzt hatten; [er befindet sich] noch heutigen Tages in dem Felde Josuas vor Bet Schemesch. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> [Gott] schlug unter die Leute von Bet Schemesch, weil sie angesehen die Lade des Herrn; er schlug unter dem Volke siebzig (f\u00fcnfzigtausend) Mann. Da trauerte das Volk, weil der Herr unter dem Volke so viele geschlagen hat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die Leute von Bet Schemesch sprachen: Wer vermag zu bestehen vor dem Herrn, diesem heiligen Gott? Und zu wem soll [die Lade] von uns gebracht werden?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sandten sie Boten zu den Bewohnern von Kirjat Jearim und lie\u00dfen sagen: Die Philister haben die Lade des Herrn zur\u00fcckgebracht; kommt und holt sie zu euch.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p>\n   \nInnere Wandlung. Die Befreiung von dem Philisterjoch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da kamen die M\u00e4nner von Kirjat Jearim und holten die Lade des Herrn; sie brachten sie in das Haus Abinadabs in Gibea; seinen Sohn Elasar heiligten sie, zu bewachen die Lade des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Von dem Tage an, seitdem die Lade in Kirjat Jearim verweilte, verging eine lange Zeit, es wurden zwanzig Jahre, und das ganze Haus Israel sehnte sich nach dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprach Samuel zu dem ganzen Hause Israel also: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu dem Herrn zur\u00fcckkehret, so schaffet die fremden G\u00f6tter weg aus eurer Mitte und die Astarot; richtet euer Herz zum Herrn und dienet ihm allein, dass er euch rette aus der Hand der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Kinder Israel schafften weg die G\u00f6tzen Baal und die Astarot und dienten dem Herrn allein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Samuel sprach dann: Versammelt ganz Israel nach Mizpa, dass ich f\u00fcr euch zum Herrn bete.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie versammelten sich nach Mizpa, sch\u00f6pften Wasser und gossen es aus vor dem Herrn. Sie fasteten am selbigen Tage und sprachen da: Wir haben ges\u00fcndigt gegen den Herrn. Samuel sprach den Kindern Israel Recht in Mizpa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Philister h\u00f6rten, dass die Kinder Israel sich in Mizpa versammelt hatten; da zogen die F\u00fcrsten der Philister gegen Israel; als dies die Kinder Israel horten, f\u00fcrchteten sie sich vor den Philistern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die Kinder Israel sprachen zu Samuel: Lass nicht ab, f\u00fcr uns zum Herrn, unserm Gott, zu schreien, dass er uns rette aus der Hand der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Samuel nahm ein Milchlamm und brachte es dar als Ganzopfer, ganz verbrannt dem Herrn; Samuel schrie zum Herrn um Israel, und der Herr erh\u00f6rte ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Als Samuel das Ganzopfer darbrachte, nahten sich die Philister zur Schlacht gegen Israel. Da verwirrte der Herr an jenem Tage die Philister durch ein gewaltiges Get\u00f6se, dass sie geschlagen wurden vor Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die M\u00e4nner Israels r\u00fcckten aus von Mizpa und verfolgten die Philister und schlugen sie bis unterhalb Bet Kar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und die Felsenspitze und nannte seinen Namen Eben Ha\u00easer [Stein des Beistandes], denn er sprach: Bis hierher hat uns der Herr beigestanden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Die Philister wurden gedem\u00fctigt; sie kamen fortan nicht mehr in das Gebiet Israels; die Hand des Herrn war gegen die Philister alle die Tage Samuels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Es wurden zur\u00fcckgegeben die St\u00e4dte, welche die Philister von den Kindern Israel genommen hatten, an Israel. Von Ekron bis Gat samt ihrem Gebiete nahm Israel aus der Hand der Philister; [hingegen] war Friede zwischen Israel und dem Emori.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Samuel richtete Israel all die Tage seines Lebens.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er ging Jahr f\u00fcr Jahr und machte die Runde nach Bet El und Gilgal und Mizpa, er sprach Israel Recht an allen diesen Orten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dann kehrte er nach Rama heim, denn dort war sein Haus und dort sprach er Israel Recht; er baute daselbst einen Altar dem Herrn.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p>\n   Der Wunsch nach einem K\u00f6nig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als Samuel alt wurde, setzte er seine 4 S\u00f6hne als Richter ein \u00fcber Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sein erstgeborener Sohn hie\u00df Jo\u00ebl, sein zweiter Abija. Sie waren Richter in Beer Seba.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Aber seine S\u00f6hne gingen nicht in seinen Wegen; vielmehr hingen sie dem Gewinne nach, sie nahmen Bestechung und beugten das Recht. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die \u00c4ltesten Israels versammelten sich hierauf und kamen zu Samuel nach Rama,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Und sprachen zu ihm: Du bist alt, und deine S\u00f6hne gehen nicht in deinen Wegen, demnach setze \u00fcber uns einen K\u00f6nig, der uns Recht spreche, wie solchen alle V\u00f6lker haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die Sache missfiel Samuel, als sie sprachen: Gib uns einen K\u00f6nig, der uns Recht spreche. Samuel betete zum Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Herr aber sprach zu Samuel: H\u00f6r&#8216; auf die Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir sprechen; denn nicht dich haben sie verschm\u00e4ht, sondern mich haben sie verschm\u00e4ht, dass ich nicht \u00fcber sie weiterhin regiere.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ganz so, wie sie getan von dem Tage an, da ich sie herausgef\u00fchrt aus \u00c4gypten bis auf diesen Tag. sie verlie\u00dfen mich und dienten fremden G\u00f6ttern, so tun sie auch dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Hor&#8216; also auf ihre Stimme; nur dass du sie verwarnest und ihnen kund tuest die Weise des K\u00f6nigs, der \u00fcber sie regieren wird.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Samuel sprach all die Worte des Herrn zu dem Volke, das von ihm einen K\u00f6nig verlangte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er sprach: Dies wird die Weise des K\u00f6nigs sein, der \u00fcber euch regieren wird: Eure S\u00f6hne wird er nehmen und sie verwenden f\u00fcr seinen Wagen und f\u00fcr seine Reiter, dass sie vor seinem Wagen herlaufen;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Oder sie einsetzen als Obere \u00fcber tausend und Obere \u00fcber f\u00fcnfzig, und seinen Pflug zu bestellen und seine Ernte zu ernten und seine Kriegsger\u00e4te und seine Wagenger\u00e4te zu machen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Eure Tochter wird er nehmen als Salbenmischerinnen oder K\u00f6chinnen oder B\u00e4ckerinnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Eure Felder eure Weinberge und eure sch\u00f6nsten \u00d6lb\u00e4ume wird er nehmen und seinen Dienern geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Von euren Saaten und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen Verschnittenen und seinen Dienern geben. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Eure Knechte, eure M\u00e4gde, eure t\u00fcchtigen J\u00fcnglinge und eure Esel wird er nehmen und sie zu seinen Gesch\u00e4ften verwenden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Von euren Schafen wird er den Zehnten fordern; und ihr werdet seine Sklaven sein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ihr werdet dann schreien wegen eures K\u00f6nigs, den ihr euch erw\u00e4hlet; aber der Herr wird euch nicht erh\u00f6ren an jenem Tage.   \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Aber das Volk wollte nicht auf die Stimme Samuels h\u00f6ren, vielmehr sprach es: Nein, ein K\u00f6nig soll \u00fcber uns sein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Dass auch wir seien, wie all die V\u00f6lker, und unser K\u00f6nig uns Recht spreche und vor uns herziehe und unsre Kriege f\u00fchre.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Samuel h\u00f6rte all die Worte des Volkes und trug sie dem Herrn vor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Der Herr sprach zu Samuel: H\u00f6r&#8216; auf ihre Stimme und setze einen K\u00f6nig \u00fcber sie. Samuel sprach zu den M\u00e4nnern von Israel: Gehet nun jeder nach seiner Stadt.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p>\n   \nSauls Begegnung mit Samuel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Es war ein Mann aus dem Stamme Benjamin mit Namen Kis, Sohn Abiels, Sohnes Zerors, Sohnes Bechorats, Sohnes Afiachs, ein tapferer Benjaminite.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der hatte einen Sohn mit Namen Saul, jung und sch\u00f6n, kein Mann von den Kindern Israel war sch\u00f6ner als er; von seiner Schulter an ragte er \u00fcber das ganze Volk empor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da gingen dem Kis, dem Vater Sauls, die Eselinnen irre. Kis sprach darauf zu seinem Sohne Saul: Nimm doch mit dir einen von den Knaben und mache dich auf, geh, suche die Eselinnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> [Das tat er]. Er durchzog das Gebirge Efraim und durchzog das Land Salisa; aber sie fanden nichts; sie durchzogen das Land Saalim und nichts war da; er durchzog das Land Benjamin, aber sie fanden nichts.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie waren in das Land Zuf gekommen, als Saul zu seinem Knaben, der mit ihm war, sprach: Komm, lass uns umkehren. Es m\u00f6chte sonst mein Vater die Eselinnen aufgeben und um uns besorgt sein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da bemerkte [der Knabe] zu ihm: Ein Mann Gottes lebt in dieser Stadt und der Mann wird geehrt. Alles, was er sagt, trifft ein. Demnach wollen wir dahingehen; vielleicht tut er uns den Weg kund, auf welchem wir gehen sollen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber Saul sprach zu seinem Knaben. Und wenn wir gingen, was bringen wir dem Manne? Denn das Brot ist ausgegangen aus unsern Ger\u00e4ten, und kein Geschenk ist sonst da, dem Manne Gottes zu bringen; was haben wir bei uns?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Knabe fuhr fort dem Saul zu erwidern und sprach: Es findet sich bei mir ein viertel Schekel Silber, das will ich dem Manne Gottes geben, dass er uns unsern Weg kundtue. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Vordem sprach man also in Israel, wenn man ging Gott zu befragen: Kommt, wir wollen zu dem Seher gehen; denn was heutzutage den Propheten, nannte man vordem den Seher. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Saul sprach zu seinem Knaben: Dein Rat ist gut; komm, gehen wir; da gingen sie nach der Stadt, woselbst der Mann Gottes war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie gingen hinauf die Anh\u00f6he zur Stadt; da trafen sie M\u00e4dchen, die herauskamen, Wasser zu sch\u00f6pfen, und sie fragten bei ihnen: Ist hier der Seher?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, da ist er vor dir, eile jetzt, denn heute kommt er zur Stadt: das Volk h\u00e4lt heut&#8216; ein Opfermahl auf der H\u00f6he.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Wie ihr in die Stadt kommt, so findet ihr ihn, bevor er nach der H\u00f6he hinaufgehet zum Essen. Denn das Volk isst nicht, bis er gekommen, denn er spricht den Segen \u00fcber das Opfermahl, nachher essen die Geladenen. Und nun gehet hinauf, denn eben heute werdet ihr ihn finden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Sie gingen zur Stadt hinauf. Als sie in der Stadt angekommen waren, kam Samuel hinaus gerade ihnen entgegen, um zur H\u00f6he hinaufzugehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Herr aber hatte dem Samuel er\u00f6ffnet einen Tag vor der Ankunft Sauls mit den Worten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Morgen um diese Zeit werde ich dir zuschicken einen Mann aus dem Lande Benjamin, den sollst du salben zum F\u00fcrsten \u00fcber mein Volk Israel; er soll retten mein Volk aus der Hand der Philister. Denn gesehen habe ich nach meinem Volke; sein Geschrei ist zu mir gekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Als nun Samuel den Saul sah, da er\u00f6ffnete ihm Gott: Da ist der Mann, von dem ich dir angesagt, er soll mein Volk regieren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Saul trat zu Samuel heran am Tore und sprach: Sage mir doch, wo ist hier das Haus des Sehers?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Samuel antwortete dem Saul und sprach: Ich bin der Seher. Gehe vor mir die Anh\u00f6he hinauf, ihr sollt heute mit mir essen, morgen werde ich dich ziehen lassen, und alles, was du im Herzen hast, werde ich dir kundtun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Was die Eselinnen anlangt, die dir heute vor drei Tagen irre gegangen, so k\u00fcmmere dich nicht um sie, denn sie sind gefunden. Und wessen ist all das K\u00f6stliche Israels wenn nicht dein und des ganzen Hauses deines Vaters?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber Saul antwortete und sprach: Bin ich doch ein Benjaminit, aus dem kleinsten der St\u00e4mme Israel, und mein Geschlecht das geringste von all den Geschlechtern des Stammes Benjamin, warum redest du denn solches zu mir?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Samuel nahm den Saul und seinen Knaben und brachte sie in den Saal und gab ihnen einen Platz an der Spitze der Geladenen; diese waren an drei\u00dfig M\u00e4nner.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Samuel sprach zu dem Koch: Gib das Teil, das ich dir gegeben, von dem ich dir gesagt: Lege es bei dir zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da hob der Koch das Schulterst\u00fcck und was daran war auf und legte es Saul vor. Und [Samuel] sprach: Das ist das Vorbehaltene, leg es dir vor, iss, denn auf diese bestimmte Frist ist es f\u00fcr dich aufbewahrt. Damit wollte [Samuel] bedeuten: Das Volk habe ich [nur zu diesem Zwecke] geladen. Saul a\u00df mit Samuel an jenem Tage.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Dann gingen sie hinab von der H\u00f6he nach der Stadt, und er redete mit Saul nachher auf dem Dache.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Sie standen fr\u00fch auf und in der Fr\u00fche rief Samuel dem Saul auf dem Dache zu und sprach: Mache dich auf, dass ich dich entlasse. Saul stand auf, und sie gingen beide hinaus, er und Samuel, auf die Stra\u00dfe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Sie gingen hinunter an das Ende der Stadt, da sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, dass er uns vorausgehe \u2014 und er ging voraus \u2014 du aber bleibe sofort stehen, dass ich dich das Wort Gottes h\u00f6ren lasse.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p>\n   Saul wird zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da nahm Samuel den \u00d6lkrug und goss auf sein Haupt und k\u00fcsste ihn und sprach: Der Herr hat dich gesalbt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Erbe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Wenn du heute von mir gehest, so wirst du zwei M\u00e4nner treffen bei dem Grabe Rachels im Gebiete Benjamin in Zelzah; sie werden zu dir sprechen. Gefunden sind die Eselinnen, die du gegangen bist zu suchen, dein Vater hat die Sache mit den Eselinnen fahren lassen und ist besorgt um euch und spricht: Was soll ich nun tun um meinen Sohn?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Du ziehest von dannen immer weiter, bis du an den Hain Tabor kommst, dort werden dich drei M\u00e4nner treffen, die hinaufziehen zu Gott nach Bet El, einer tr\u00e4gt drei B\u00f6cklein, einer tr\u00e4gt drei Laibe Brot und einer tr\u00e4gt einen Schlauch Wein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie werden dich nach deinem Wohlsein fragen und dir zwei Brote geben, nimm sie aus ihrer Hand an.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sodann wirst du nach Gibea-Gottes kommen, woselbst die Posten der Philister sind. Wenn du dort in die Stadt kommst, wirst du einem Zuge Propheten begegnen, die herabkommen von der H\u00f6he und vor sich tragen Psalter und Pauke und Pfeife und Zither; sie werden weissagen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da wird \u00fcber dich der Geist des Herrn kommen, dass du mit ihnen weissagest, und du wirst verwandelt werden in einen anderen Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wenn diese Zeichen eintreffen werden, so tue, was deine Hand vermag, denn Gott ist mit dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Du gehest mir entgegen nach Gilgal, und ich komme hinab zu dir, Ganzopfer darzubringen und Mahlopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dich wissen lasse, was du tun sollst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Als er seine Schultern wandte, um wegzugehen von Samuel, da gab ihm Gott ein anderes Herz, und es trafen an demselben Tage all die Zeichen ein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Als sie dort nach Gibea kamen, da kam ihm ein Zug Propheten entgegen, und der Geist Gottes kam \u00fcber ihn, und er weissagte unter ihnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und jeder, der ihn kannte von gestern und ehegestern und ihn weissagen h\u00f6rte mit den Propheten, sprach: Was ist da dem Sohne des Kis geschehen? Ist auch Saul unter den Propheten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da antwortete ein Mann von dort und sprach: Und wer ist denn [dieser M\u00e4nner] Vater? Darum ward es zum Sprichwort: Auch Saul unter den Propheten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Als er vollendet hatte zu weissagen, kam er auf die H\u00f6he.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Onkel Sauls sprach zu ihm und zu seinem Knaben: Wohin seid ihr gegangen? Er erwiderte: Die Eselinnen zu suchen; da wir sahen, dass sie nicht zu finden waren, gingen wir zu Samuel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Onkel Sauls fragte weiter: Sage mir doch, was Samuel zu euch gesprochen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Saul antwortete seinem Onkel: Er tat uns kund, dass die Eselinnen gefunden w\u00e4ren. Aber die Sache von dem K\u00f6nigtum sagte er ihm nicht, wovon Samuel gesprochen hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Samuel berief unterdessen das Volk vor den Herrn nach Mizpa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und er sprach zu den Kindern Israel: So spricht der Herr der Gott Israels: Ich habe Israel aus \u00c4gypten herausgef\u00fchrt und euch gerettet aus der Hand der \u00c4gypter und aus der Hand all der V\u00f6lker, die euch dr\u00fcckten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ihr aber habt verschm\u00e4het euren Gott, der euch geholfen aus all euren Leiden und eurer Not, und ihr spracht zu ihm. Doch, du sollst einen K\u00f6nig \u00fcber uns setzen! Nun stellet euch hin vor dem Herrn nach euren St\u00e4mmen und euren Haufen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Samuel lie\u00df alle St\u00e4mme Israels herantreten, und es wurde der Stamm Benjamin gelost.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er lie\u00df herantreten den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern, und das Geschlecht Matri wurde gelost. Saul, der Sohn Kis, wurde dann [als K\u00f6nig] gelost; aber sie suchten ihn und fanden ihn nirgends.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da befragten sie nochmals den Herrn. Ist noch ein Mann hierhergekommen? Der Herr sprach: Er ist versteckt bei dem Ger\u00e4t.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da liefen sie und holten ihn von dort, und er stellte sich mitten unter das Volk; er ragte \u00fcber das ganze Volk von seiner Schulter an empor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Samuel sprach zu dem ganzen Volke. Habt ihr den gesehen, den der Herr erw\u00e4hlt hat? Keiner gleicht ihm im ganzen Volke. Das ganze Volk jubelte und sie riefen: Es lebe der K\u00f6nig!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Samuel trug dem Volke die Gerechtsame des K\u00f6nigtums vor. Er schrieb sie in ein Buch und legte es nieder vor dem Herrn. Dann entlie\u00df Samuel das ganze Volk, jeglichen nach seinem Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und auch Saul ging nach seinem Hause nach Gibea und mit ihm ging die Schaar derer, welchen Gott das Herz ger\u00fchrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Aber die Ruchlosen sprachen: Was wird uns der helfen? Sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Er aber tat, als h\u00f6rte er es nicht.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p>\n   Die erste Heldentat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Ammonit Nahas zog [um jene Zeit] aus und belagerte Jabes Gilead. Da sprachen alle M\u00e4nner von Jabes zu Nahas: Schlie\u00dfe mit uns einen Bund und wir wollen dir dienen.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Ammonit Nahas erwiderte ihnen: Nur dann will ich mit euch einen Bund schlie\u00dfen, wenn ihr euch das rechte Auge ausstechen lasset; dadurch will ich Schmach laden auf ganz Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprachen die \u00c4ltesten von Jabes zu ihm: Lass uns sieben Tage Frist; wir wollen Boten schicken durch das ganze Gebiet Israels, und wenn uns niemand hilft, so kommen wir zu dir hinaus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Boten kamen nach Gibea, wo Sauls Aufenthalt war, und berichteten dies vor dem Volke. Das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da kam Saul hinter den Rindern vom Felde. Saul fragte: Was ist dem Volke, dass es weint? Und sie berichteten ihm von der Lage der Bewohner von Jabes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da kam der Geist Gottes [ein gro\u00dfer Mut] \u00fcber Saul, als er diese Worte h\u00f6rte, und sein Zorn ergl\u00fchte sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er nahm ein Gespann Rinder und zerst\u00fcckelte es und schickte [die St\u00fccke] in das ganze Gebiet Israels umher durch die Boten mit den Worten: Wer nicht sin den Krieg zieht hinter Saul und Samuel, dessen Rindern soll also geschehen. Da fiel ein gro\u00dfer Schrecken \u00fcber das Volk und sie zogen aus wie ein Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> [Saul] musterte sie zu Besek, und es waren der Kinder Israel dreihunderttausend Mann und der M\u00e4nner von Jehuda drei\u00dfigtausend.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Darauf sprachen sie zu den Boten, die gekommen waren: Also saget den Bewohnern von Jabes-Gilead. Morgen wird euch Hilfe werden zur Glutzeit der Sonne. Die Boten gingen und berichteten es den Bewohnern von Jabes, und diese freuten sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da sprachen die M\u00e4nner von Jabes [zu den Ammonitern]: Morgen kommen wir zu euch hinaus und ihr m\u00f6get uns tun, wie es euch gef\u00e4llt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Am folgenden Tage stellte Saul das Volk in drei Abteilungen auf, und sie kamen in das Lager um die Morgenwache und schlugen Ammon bis zur Glutzeit des Tages. Die \u00dcbriggebliebenen aber zerstreuten sich, und es blieben unter ihnen nicht zwei beisammen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da sprach das Volk zu Samuel: Wer [fr\u00fcher ver\u00e4chtlich] gesprochen: Saul soll \u00fcber uns regieren? Die Leute gebet her, dass wir sie t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber Saul sprach: Kein Mann werde get\u00f6tet an diesem Tage, denn heute hat der Herr Sieg geschafft in Israel.   \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Samuel sprach hierauf zum Volke: Kommt, lasset uns nach Gilgal gehen, dass wir dort die K\u00f6nigswahl erneuern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Das ganze Volk ging nach Gilgal, und sie machten dort den Saul zum K\u00f6nig vor dem Herrn zu Gilgal und schlachteten daselbst Opfermahle vor dem Herrn. Und es freute sich Saul daselbst samt all den M\u00e4nnern Israels gar sehr.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p>\n   Samuels Abrechnung mit dem Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Samuel sprach zu ganz Israel: Ich habe auf eure Stimme geh\u00f6rt in allem, was ihr zu mir gesprochen, und habe \u00fcber euch einen K\u00f6nig gesetzt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Und nun wandelt der K\u00f6nig vor euch her, ich aber bin alt und grau, auch meine S\u00f6hne sind bei euch; ich bin vor euch gewandelt von meiner Jugend bis auf diesen Tag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Hier bin ich, zeuget wider mich vor dem Herrn und vor seinem Gesalbten: Wessen Ochsen habe ich genommen, oder wessen Esel habe ich genommen, oder wem habe ich etwas vorenthalten? Wen habe ich bedr\u00fcckt oder aus wessen Hand habe ich L\u00f6segeld genommen, dass ich von ihm [von seiner Schuld] meine Augen wegewandt? \u2014 ich will es euch erstatten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie antworteten: Du hast uns nichts vorenthalten und uns nicht gedr\u00fcckt; auch nicht das Geringste aus jemandes Hand genommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er sprach zu ihnen: Zeuge ist der Herr gegen euch und Zeuge sein Gesalbter diesen Tag, dass ihr nicht gefunden in meiner Hand das Geringste. [Das Volk] sprach: Er ist Zeuge.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach Samuel zu dem Volke: Der Herr, welcher geschaffen hat Mose und Aaron und der eure V\u00e4ter aus dem Lande \u00c4gypten herausgef\u00fchrt [ist Zeuge].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und nun stellet euch her, dass ich mit euch rechte vor dem Herrn wegen all der Wohltaten des Herrn, die er getan an euch und euern V\u00e4tern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Als Jakob nach \u00c4gypten gekommen war, da schrien sp\u00e4ter eure V\u00e4ter zum Herrn; der Herr schickte Mose und Aaron, und sie f\u00fchrten eure V\u00e4ter aus \u00c4gypten hinweg und setzten sie in diesen Ort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie verga\u00dfen aber den Herrn, ihren Gott, und er lieferte sie in die Hand Siseras, des Heerf\u00fchrers von Hazor, in die Hand der Philister und in die Hand des K\u00f6nigs von Moab, und sie bekriegten sie. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da schrien sie zu dem Herrn und sprachen: Wir haben ges\u00fcndigt, dass wir den Herrn verlassen und den G\u00f6tzen Baal und Asterot dienten, und nun rette uns aus der Hand unserer Feinde, dass wir dir dienen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da schickte der Herr den Jerubbaal [Gideon] und Bedan und Jeftah und Samuel und rettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, so dass ihr sicher wohntet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber als ihr saht, dass Nahas, der K\u00f6nig der Ammoniter, \u00fcber euch gekommen, da spracht ihr zu mir: Nicht so! sondern ein K\u00f6nig soll \u00fcber uns herrschen. Und doch ist der Herr, euer Gott, euer K\u00f6nig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und nun, da ist der K\u00f6nig, den ihr gew\u00e4hlt, den ihr gefordert; der Herr hat \u00fcber euch einen K\u00f6nig gesetzt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Dass ihr den Herrn f\u00fcrchtet und ihm dienet und seiner Stimme gehorcht und nicht widerspenstig seid gegen den Befehl des Herrn, dass ihr, wie der K\u00f6nig, der \u00fcber euch regiert, dem Herrn, eurem Gotte folgt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Wenn ihr aber nicht gehorcht der Stimme des Herrn und widerspenstig seid gegen den Befehl des Herrn, so wird die Hand des Herrn \u00fcber euch sein wie \u00fcber eure V\u00e4ter.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Tretet jetzt her und schauet dieses gro\u00dfe Wunder, das der Herr tun wird vor euren Augen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Jetzt ist doch die Weizenernte, [in welcher Zeit in Pal\u00e4stina kein Regen kommt]. Ich will aber den Herrn anrufen, und er wird Donner und Regen geben, dass ihr erkennet und sehet, dass eure Bosheit gro\u00df ist, die ihr begangen vor dem Herrn, euch einen K\u00f6nig zu fordern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Samuel rief zum Herrn, und der Herr gab Donner und Regen am selbigen Tage. Da f\u00fcrchtete sich das ganze Volk sehr vor dem Herrn und vor Samuel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Das ganze Volk sprach zu Samuel; Bete f\u00fcr deine Knechte zum Herrn, deinem Gotte, dass wir nicht sterben. Denn wir haben zu all unseren S\u00fcnden noch das B\u00f6se hinzugetan, uns einen K\u00f6nig zu fordern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Samuel sprach zum Volke: F\u00fcrchtet euch nicht; ihr habt zwar all dieses B\u00f6se getan, nur weichet nicht von dem Herrn und dienet dem Herrn mit eurem ganzen Herzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Weichet nicht davon ab, denn [ihr folgtet] dem Eitlen [den G\u00f6tzen], die nicht frommen und nicht retten; denn sie sind eitel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Der Herr wird nicht lassen sein Volk, um seines gro\u00dfen Namens willen, denn der Herr hat beschlossen, euch sich zum Volke zu machen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Auch ich, fern sei mir zu s\u00fcndigen gegen den Herrn, aufzuh\u00f6ren f\u00fcr euch zu beten; ich will euch vielmehr belehren \u00fcber den rechten und guten Weg.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Nur f\u00fcrchtet den Herrn und dienet ihm treu mit eurem ganzen Herzen, denn sehet, was er euch Gro\u00dfes erwiesen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> So ihr aber b\u00f6se handelt, dann werdet ihr mit eurem K\u00f6nig weggerafft.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p>\n   Der Kampf gegen die Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Saul war \u2026 [Die Zahl der Jahre ist ausgelassen.] Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde und zwei Jahre regierte er bereits \u00fcber Israel,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da w\u00e4hlte sich Saul dreitausend Mann aus Israel. Zweitausend waren. bei Saul in Michmas und auf dem Berge von Bet El und tausend waren mit Jonatan in Gibea zu Benjamin. Den Rest des Volkes entlie\u00df er jeglichen in sein Zelt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jonatan erschlug den Vogt der Philister, der zu Geba wohnte; die Philister h\u00f6rten es. Saul lie\u00df in die Posaune sto\u00dfen im ganzen Lande und verk\u00fcnden, dass es die Hebr\u00e4er erfuhren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ganz Israel h\u00f6rte also: Saul hat erschlagen den Vogt der Philister, wodurch es Israel verdorben hat mit den Philistern. Und das Volk sammelte sich um Saul nach Gilgal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die Philister sammelten sich, Krieg zu f\u00fchren gegen Israel, drei\u00dfigtausend Wagen und sechstausend Reiter und Fu\u00dfvolk wie Sand, der am Meeresufer, an Menge. Und sie zogen hinauf und lagerten bei Michmas an der Ostseite von Bet-Awen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Die M\u00e4nner von Israel sahen, dass sie in Not waren, das Volk war gedr\u00fcckt; da versteckte sich das Volk in den H\u00f6hlen und in den Dornhecken und in Felsen und in T\u00fcrmen und in Gruben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Auch setzten manche Hebr\u00e4er \u00fcber den Jordan in das Land von Gad und Gilead. Saul war noch in Gilgal und das ganze Volk war eilig hinter ihm her.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er wartete sieben Tage bis zur Frist, die Samuel [bestimmt] hatte; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk verlief sich von [Saul].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach Saul: Bringt zu mir das Ganzopfer und das Mahlopfer; und er brachte das Ganzopfer dar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Als er eben fertig war mit dem Darbringen des Ganzopfers, da kam Samuel; Saul ging ihm entgegen, ihn zu begr\u00fc\u00dfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Aber Samuel sprach: Was hast du getan? Saul erwiderte: Weil ich sah, dass das Volk sich von mir verlaufen, und du warst nicht gekommen zur Tagesfrist, und die Philister sind versammelt zu Michmas;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da dachte ich, jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal kommen, und ich habe noch nicht den Herrn [durch Opfer] angefleht; ich \u00fcberwand mich daher und brachte das Ganzopfer dar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Samuel sprach hierauf zu Saul: Du hast t\u00f6richt gehandelt! Du hast nicht beobachtet das Gebot des Herrn deines Gottes, dass er dir geboten; der Herr h\u00e4tte sonst deine Herrschaft \u00fcber Israel auf ewig aufgerichtet,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Nun aber wird deine Herrschaft nicht bestehen. Der Herr hat sich einen Mann nach seinem Herzen ausgesucht; der Herr hat ihn bestellt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk, weil du nicht beobachtet hast, was der Herr dir geboten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Samuel machte sich auf und ging von Gilgal nach Gibea in Benjamin; aber Saul musterte das Volk, das sich bei ihm vorfand, an sechshundert Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das sich bei ihm vorfand, lagen in Geba Benjamin; die Philister lagerten in Michmas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da ging ein Verheerungszug aus dem Lager der Philister in drei Abteilungen; die eine Abteilung wandte sich nach dem Wege von Ofra, nach dem Lande Sual;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Die andere Abteilung wandte sich des Weges nach Bet Horon, und die dritte Abteilung wandte sich des Weges nach der Grenze, die emporragt \u00fcber das Thal Zeboim nach der W\u00fcste hin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ein Schmied fand sich aber damals nicht im ganzen Lande Israel, denn die Philister dachten, sonst machen sich die Hebr\u00e4er ein Schwert oder einen Spie\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und ganz Israel musste zu den Philistern gehen, um seine Pflugschar, seine Sichel, seine Axt und seinen Spaten schmieden zu lassen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Die Feile mit den Schneiden diente f\u00fcr die Pflugscharen und f\u00fcr die Sicheln, f\u00fcr den Dreizack und f\u00fcr die \u00c4xte und den Stachel zu richten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und so geschah es, dass am Tage der Schlacht kein Schwert und kein Spie\u00df zu finden war im ganzen Volke, das mit Saul und Jonatan war; nur bei Saul und seinem Sohne Jonatan war solches vorhanden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ein Posten der Philister r\u00fcckte nach dem Passe von Michmas vor.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p>\n   Der gro\u00dfe Sieg.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Eines Tages sprach Jonatan, Sauls Sohn, zu dem Knaben, seinem Waffentr\u00e4ger: Komm und lass uns hin\u00fcberziehen zu dem Posten der Philister, der auf jener Seite steht; seinem Vater sagte er aber nichts davon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Saul sa\u00df am Ende von Gibea unter dem Granatbaume von Migron, und mit ihm waren an sechshundert Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ahija, Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes Pinchas, des Sohnes Elis, war Priester des Herrn in Silo; er trug das Efod. Das Volk wusste nicht, dass Jonatan weggegangen war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Zwischen den P\u00e4ssen, durch die Jonatan hin\u00fcbergehen wollte zu dem Posten der Philister, war eine Felszacke von der einen Seite und eine Felszacke von der anderen Seite, die eine war Bozez benannt und die andere Sene.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die eine Zacke war schroff an der Nordseite gegen Michmas und die andere an der S\u00fcdseite gegen Geba.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Jonatan sprach zu dem Knaben, seinem Waffentr\u00e4ger: Komm und lass uns hin\u00fcbergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen. Vielleicht handelt der Herr f\u00fcr uns; denn es gibt f\u00fcr den Herrn kein Hindernis zu helfen mit vielen oder wenigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sein Waffentr\u00e4ger antwortete ihm: Tue, was du im Herzen hast. Gehe vor, ich bin mit dir nach deinem Wunsch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Jonatan sprach: Wir gehen also hin\u00fcber zu den Leuten und zeigen uns ihnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wenn sie zu uns sprechen: Haltet still, bis wir zu euch gelangen, so bleiben wir stehen an unserer Stelle und ziehen nicht hinauf zu ihnen. 287  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Samuel,\n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup>  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Wenn sie aber sagen: Kommet nur herauf zu uns, so gehen wir hinauf, denn der Herr hat sie in unsere Hand gegeben; dies sei uns als Zeichen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Beide zeigten sich also dem Posten der Philister. Die Philister sprachen: Da kommen Hebr\u00e4er aus den L\u00f6chern hervor, worin sie sich verkrochen haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Die M\u00e4nner des Postens riefen zu Jonatan und seinem Waffentr\u00e4ger hin\u00fcber und sprachen: Kommet nur herauf zu uns, wir werden euch etwas kund tun. Da sprach Jonatan zu seinem Waffentr\u00e4ger: Hinauf, mir nach, denn der Herr hat sie in die Hand Israels gegeben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Jonatan stieg nun hinauf auf H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen [kletternd], sein Waffentr\u00e4ger hinter ihm. [Die Philister] fielen best\u00fcrzt nieder vor Jonatan, und sein Waffentr\u00e4ger t\u00f6tete hinter ihm her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Mit dem ersten Schlage erschlugen Jonatan und sein Waffentr\u00e4ger etwa zwanzig Mann auf der halben Furche eines Juchart Ackers.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Ein Schrecken herrschte im Lager, auf dem Felde und im ganzen Volke; auch der Posten und der Verheerungszug erschraken. Das Land erzitterte und es ward zu einem Gottesschrecken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die W\u00e4chter des Saul zu Gibea in Benjamin sahen, wie die Volksmenge sich dahin und dorthin verlief.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da sprach Saul zu dem Volke, das bei ihm war: Haltet doch Musterung und sehet, wer von uns gegangen. Sie hielten Musterung, Jonatan und sein Waffentr\u00e4ger waren nicht da.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Darauf sprach Saul zu Ahija: Bring&#8216; heran die Lade Gottes, \u2014 denn die Lade Gottes war an jenem Tage bei den Kindern Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> W\u00e4hrend aber Saul zum Priester redete, nahm das Gewirr im Lager der Philister immer mehr zu. Da sprach Saul zum Priester: Lass es sein!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Saul versammelte das ganze Volk, das bei ihm war, um sich, und sie kamen zu der Schlacht hin, da war [unter den Philistern] das Schwert des einen wider den andern; [es herrschte] eine sehr gro\u00dfe Verwirrung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Auch die Hebr\u00e4er, die fr\u00fcher zu den Philistern gehalten hatten und mit ihnen in das Lager gezogen waren, schlossen sich jetzt Israel an, das mit Saul und Jonatan war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und alle M\u00e4nner von Israel, die sich auf dem Gebirge Efraim versteckt hielten, h\u00f6rten, dass die Philister geflohen waren, und auch sie setzten ihnen nach in die Schlacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Also rettete der Herr an diesem Tage Israel, und die Schlacht dehnte sich \u00fcber Bet Awen hinaus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die M\u00e4nner von Israel waren angestrengt an diesem Tage. Aber Saul beschwor das Volk also: Verflucht sei der Mann, der etwas isst bis zum Abend, bis ich mich ger\u00e4cht an meinen Feinden; und das ganze Volk kostete keine Speise. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Das Gebiet war dort waldreich [an Zuckerrohr] und Honig lag auf dem Felde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Das Volk kam in den Wald und fand einen Strom von Honig; doch niemand brachte seine Hand zum Munde, denn das Volk f\u00fcrchtete den Schwur.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Jonatan aber hatte nicht geh\u00f6rt, als sein Vater das Volk beschwor; er streckte das Ende des Stabes, der in seiner Hand, und tauchte ihn in den Honigseim, dann brachte er seine Hand wieder zum Munde; seine Augen wurden davon hell.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Da hub ein Mann aus dem Volke an und sprach: Beschworen hat dein Vater das Volk also: Verflucht sei der Mann, der heute etwas genie\u00dft; das Volk ist auch matt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da erwiderte Jonatan: Verderben hat mein Vater dem Lande gebracht. Sehet doch, wie hell meine Augen geworden, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Wenn nun heute das Volk gar gegessen h\u00e4tte von der Beute seiner Feinde, die es gefunden, w\u00e4re dann nicht die Niederlage der Philister viel gro\u00dfer?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Sie schlugen am selben Tage unter den Philistern von Michmas bis Ajalon, dann ermattete das Volk sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Und das Volk fiel [als die Nacht hereinbrach] \u00fcber die Beute her; sie nahmen Schafe, Rinder und junge Rinder und schlachteten es zur Erde, das Volk a\u00df mit dem Blute.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Man berichtete nun dem Saul also: Das Volk s\u00fcndigt gegen den Herrn, es isst mit dem Blut; und er sprach: Ihr habt [gegen Gott] treulos gehandelt. W\u00e4lzet mir sofort her einen gro\u00dfen Stein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Saul sprach weiter: Zerstreuet euch im Volke und sprechet zu ihm: Bringet her zu mir jeder seinen Ochsen und jeder sein Lamm und schlachtet hier und esset, und s\u00fcndiget nicht gegen den Herrn, mit dem Blute zu essen. Das ganze Volk brachte jeglicher seinen Ochsen an der Hand in derselben Nacht und schlachtete daselbst.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Saul baute dann einen Altar dem Herrn. Dieser war der erste Altar, den er dem Herrn baute.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Saul sprach hierauf: Lasset uns herziehen hinter den Philistern die Nacht durch und unter ihnen bis zum Morgenlicht alles niedermachen, dass nicht von ihnen auch nur ein Mann \u00fcbrigbleibe. Da sprachen sie: Tue alles, was dir gef\u00e4llt. Aber der Priester sprach: Lasst uns hierher treten zu Gott [ihn zuvor befragen].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Saul befragte also Gott: Soll ich den Philistern nachziehen? Wirst du sie geben in die Hand Israels. Aber [Gott] antwortete ihm nicht an jenem Tage.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Da sprach Saul: Tretet her alle H\u00e4upter des Volks, dass ihr erkennet und sehet, worin diese Schuld heute besteht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Denn so wahr der Herr lebt, der Israel hilft, dass wenn es an meinem Sohne Jonatan w\u00e4re, auch er sterben m\u00fcsste. Es antwortete ihm aber keiner aus dem Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Er sprach nun weiter zu ganz Israel: Ihr stellet euch auf die eine Seite, und ich und mein Sohn Jonatan wollen uns auf die andere Seite stellen. Das Volk sprach zu Saul: Tue, was dir gef\u00e4llt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Saul sprach zum Herrn: Gott Israels, gib Wahrheit! Da wurden Jonatan und Saul gefasst, das Volk ging frei aus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Saul sprach darauf: Werfet das Los zwischen mir und meinem Sohn Jonatan. Es wurde Jonatan gefasst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Da sprach Saul zu Jonatan: Sage mir, was du getan hast? Jonatan gestand ihm und sprach: Ich habe mit dem Ende des Stabes in meiner Hand ein wenig Honig gekostet; ich bin bereit zu sterben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Saul sprach: So tue mir Gott und so fahre er fort, du musst sterben, Jonatan!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Da sprach das Volk zu Saul: Soll Jonatan sterben, der diesen gro\u00dfen Sieg Israels geschaffen? Fern sei es! So wahr der Herr lebt, auch nicht eines von den Haaren seines Hauptes darf zur Erde fallen, denn mit Gott hat er es diesen Tag getan. Das Volk sprach also Jonatan los, und er starb nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Saul gab die Verfolgung der Philister auf, und die Philister zogen zur\u00fcck nach ihrem Ort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Saul aber errang die Herrschaft \u00fcber Israel und bekriegte ringsum alle seine Feinde. Moab und die Ammoniter, Edom und die K\u00f6nige von Zoba und die Philister; \u00fcberall, wo er sich hinwandte, verbreitete er Schrecken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Es gelang ihm auch den Amalek zu schlagen; also rettete er Israel aus der Hand seiner Pl\u00fcnderer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Es waren die S\u00f6hne Sauls: Jonatan, Iswi und Malkisua; seine beiden Tochter hie\u00dfen: Die \u00e4ltere Merab und die j\u00fcngere Michal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Sauls Weib hie\u00df Ahinoam, Tochter des Ahimaaz, und sein Heerf\u00fchrer shie\u00df Abner, Sohn Ners, des Onkels Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Kis, Vater Sauls, und Ner, Vater des Abner, waren S\u00f6hne des Abiel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> So lange Saul regierte, tobte der Krieg heftig gegen die Philister, deshalb zog Saul jeden heldenhaften und tapferen Mann, den er sah, an sich.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p>\n   \nDer Krieg gegen Amalek. Zerw\u00fcrfnis mit Samuel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Samuel sprach zu Saul: Mich hat der Herr gesandt, dich zum K\u00f6nig \u00fcber sein Volk Israel zu salben. So gehorche denn dem Befehl des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> So hat gesprochen der Herr Zebaot: Ich habe dessen gedacht, was Amalek Israel getan, der ihm nachstellte auf dem Wege bei seinem Zuge aus \u00c4gypten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gehe nunmehr und schlage Amalek und banne alles, was sein ist; erbarme dich sein nicht, sondern t\u00f6te Mann und Weib, Kind und S\u00e4ugling, Ochs und Lamm, Kamel und Esel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Saul erlie\u00df ein Aufgebot an das Volk und musterte es in Telaim. zweihunderttausend zu Fu\u00df au\u00dfer den zehntausend M\u00e4nnern von Jehuda.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Saul kam bis zur Stadt des Amalek und legte sich im Thale in den Hinterhalt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Saul sprach zu dem [Volksstamm] Keni: Gehe, weiche und ziehe fort aus der Mitte der Amalekiter, dass ich dich nicht hinraffe mit ihm, denn du hast Liebe erwiesen all den Kindern Israel bei ihrem Auszuge aus \u00c4gypten. Der Keni wich aus der Mitte der Amalekiter.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Saul schlug die Amalekiter von Hawila bis gen Sur, das vor \u00c4gypten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er ergriff den Agag, K\u00f6nig von Amalek, lebendig, und das ganze Volk bannte er mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Saul und das Volk schonten aber Agag, auch das Beste der Schafe, die Rinder, die zweij\u00e4hrigen und die Mastl\u00e4mmer und alles Gut wollten sie nicht bannen; aber alles Unbedeutende und Schwache bannten sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da erging das Wort des Herrn an Samuel also;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich bereue, dass ich den Saul zum K\u00f6nig eingesetzt, weil er sich abgewandt von mir und meinen Befehl nicht vollzogen hat. Dies kr\u00e4nkte den Samuel, und er flehte zum Herrn die ganze Nacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Am fr\u00fchen Morgen ging Samuel dem Saul entgegen. Da wurde dem Samuel gemeldet: Saul ist am Karmel angelangt; dort hat er sich ein Denkmal errichtet, dann hat er sich gewandt und ist nach Gilgal gezogen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> [Samuel zog ihm nach], und als er zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Sei gesegnet dem Herrn! Ich habe den Befehl des Herrn vollstreckt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da fragte Samuel: Was bedeutet denn das Bl\u00f6ken der Schafe, das zu meinen Ohren dringt, und das Br\u00fcllen der Rinder, das ich h\u00f6re?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Saul antwortete: Das haben [die Kriegsm\u00e4nner] von den Amalekitern gebracht, denn das Volk wollte die besten Schafe und Rinder schonen, um Opfer darzubringen dem Herrn deinem Gott; das \u00dcbrige haben wir gebannt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da sprach Samuel zu Saul: Halt an! dass ich dir verk\u00fcnde, was der Herr zu mir geredet diese Nacht. [Und Saul] antwortete: Rede!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Samuel sprach: Wenn du dich auch f\u00fcr gering h\u00e4ltst, [und die Schuld auf das Kriegsvolk schiebst], bist du doch das Haupt der Stamme Israels; der Herr hat dich gesalbt zum K\u00f6nig \u00fcber Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und nun hat dich der Herr gesandt auf den Weg und gesprochen: Gehe und banne die S\u00fcnder, den Amalek, und bekriege sie bis zu ihrer Vernichtung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Warum hast du denn nicht gehorcht dem Befehl des Herrn und bist hergefallen \u00fcber die Beute und hast das B\u00f6se getan in den Augen des Herrn?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Saul sprach zu Samuel: Ich habe ja gehorcht dem Befehl des Herrn und bin auf dem Wege gegangen, den mich der Herr gesandt; ich brachte den Agag, K\u00f6nig von Amalek, und Amalek habe ich gebannt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber das Volk nahm von der Beute, Schafe und Rinder, das Erste des Banngutes, zu opfern dem Herrn, deinem Gotte, in Gilgal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Darauf sprach Samuel: Hat der Herr Verlangen nach Schlachtopfern wie nach Gehorsam gegen den Befehl des Herrn? Gehorsam ist besser denn Opfer, Acht haben mehr als Fett der Widder.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Denn wie die Sunde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und wie Dienst der G\u00f6tzen und Terafim Starrsinn. Daf\u00fcr, dass du verschm\u00e4het das Wort des Herrn, hat er dich auch verschm\u00e4het, das du nicht mehr K\u00f6nig seiest.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Saul sprach zu Samuel: Ich habe ges\u00fcndigt, dass ich \u00fcbertreten den Befehl des Herrn und deine Worte, weil ich das Volk gef\u00fcrchtet und auf seine Stimme h\u00f6rte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und nun vergib doch meine S\u00fcnde, kehre zur\u00fcck mit mir, dass ich mich b\u00fccke vor dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht zur\u00fcck mit dir, denn du hast das Wort des Herrn verschm\u00e4ht, und nun hat der Herr dich verschm\u00e4ht, dass du nicht K\u00f6nig seiest \u00fcber Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Samuel wandte sich darauf zu gehen; da fasste [Saul] den Zipfel seines Oberkleides, dass es zerriss.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Da sprach Samuel zu ihm. So hat heute weggerissen der Herr das K\u00f6nigtum Israel von dir; er hat es gegeben deinem Genossen, der besser ist denn du.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Der M\u00e4chtige Israels wird nicht l\u00fcgen und sich nicht bedenken, denn er ist kein Mensch, sich zu bedenken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> [Saul] sprach: Ich habe ges\u00fcndigt. Jetzt ehre mich doch vor den \u00c4ltesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir zur\u00fcck, dass ich mich b\u00fccke vor dem Herrn, deinem Gotte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Samuel begleitete Saul, und Saul b\u00fcckte sich vor dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Samuel sprach alsdann. Bringet her zu mir den Agag, K\u00f6nig von Amalek! Agag ging zu ihm leichten Schrittes, denn [Agag] sprach: F\u00fcrwahr, gewichen ist das Bittere des Todes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Aber Samuel sprach: Wie dein Schwert Frauen der Kinder beraubt hat, so sei kinderberaubt vor Frauen deine Mutter! Samuel hieb den Agag in St\u00fccken vor dem Herrn in Gilgal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Dann ging Samuel nach Rama, und Saul ging in sein Haus nach Gibea, Sauls Residenz.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Samuel sah den Saul nicht wieder bis zum Tage seines Todes; denn Samuel trauerte um Saul; aber der Herr bereute, dass er den Saul eingesetzt zum K\u00f6nig \u00fcber Israel. 19\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p>\n   \nDavid als Gegenk\u00f6nig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Herr sprach zu Samuel: Wie lange wirst du um Saul trauern, da ich ihn doch verschm\u00e4ht, dass er nicht regiere \u00fcber Israel? F\u00fclle dein Horn mit \u00d6l und gehe; ich sende dich zu Jischaj in Bet-Lehem, denn unter seinen S\u00f6hnen habe ich mir einen K\u00f6nig ersehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Samuel erwiderte: Wie soll ich gehen? H\u00f6rt es Saul, so bringt er mich um. Da sprach der Herr: Eine F\u00e4rse nimm mit dir und sprich: Zu opfern dem Herrn bin ich gekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und lade den Jischaj zum Opfer; ich werde dich wissen lassen, was du tun sollst; du wirst mir salben, wen ich dir ansagen werde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Samuel tat, was der Herr befohlen, er kam nach Bet-Lehem, und die \u00c4ltesten der Stadt eilten ihm entgegen und man sprach: Heil dir, dass du kommst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er antwortete: Heil! Zu opfern dem Herrn bin ich gekommen; heiliget euch, dass ihr mit zum Opfer kommt. Er heiligte den Jischaj und seine S\u00f6hne und lud sie zum Opfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als diese kamen, sah er den Eliab und sprach: Da steht vor dem Herrn sein Gesalbter.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Aber der Herr sprach zu Samuel: Blicke nicht auf sein Aussehen und die H\u00f6he seines Wuchses, denn ich verschm\u00e4he ihn; denn nicht, wie der Mensch sieht; \u2014 der Mensch siehet nach den Augen, aber der Herr siehet nach dem Herzen. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Jischaj rief den Abinadab und f\u00fchrte ihn Samuel vor; aber er sprach: Auch diesen hat der Herr nicht erw\u00e4hlt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Jischaj f\u00fchrte den Samma vor. Aber er sprach: Auch diesen hat der Herr nicht erw\u00e4hlt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Jischaj f\u00fchrte Samuel seine sieben S\u00f6hne vor. Aber Samuel sprach zu Jischaj: Der Herr hat diese nicht erw\u00e4hlt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Samuel fragte Jischaj: Sind zu Ende die J\u00fcnglinge? Und [Jischaj] antwortete: Noch ist der kleinste \u00fcbrig; er weidet die Schafe. Samuel sprach zu Jischaj: Schicke und lass ihn holen; wir gehen nicht fort, bis er hierhergekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er schickte und lie\u00df ihn kommen. [Der J\u00fcngling] war rotwangig, mit sch\u00f6nen Augen und wohlgebildet. Der Herr sprach: Auf, salbe. ihn, denn der ist es.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Samuel nahm das Horn mit \u00d6l und salbte ihn inmitten seiner Br\u00fcder. Da kam der Geist des Herrn \u00fcber David von dem Tage an. Samuel machte sich dann auf und ging nach Rama. David vor Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Geist des Herrn wich dann von Saul, und seitdem verst\u00f6rte ihn ein b\u00f6ser Geist von dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Ein b\u00f6ser Geist von Gott verst\u00f6rt dich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Vielleicht d\u00fcrfen deine Diener vor dir etwas aussprechen; man m\u00f6ge einen kundigen Mann suchen, der auf der Zither spielt, und wenn der b\u00f6se Geist von Gott auf dir ist, so spiele er mit seiner Hand, dass dir wohl werde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Saul sprach zu seinen Dienern: Suchet mir doch einen Mann, der gut zu spielen wei\u00df, und bringet ihn mir her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da hub einer von den Knaben an und sprach: Ich habe einen Sohn des Jischaj aus Bet-Lehem gesehen, der des Spielens kundig ist, ein tapferer J\u00fcngling und ein Kriegsmann und der Rede verst\u00e4ndig, ein Mann von sch\u00f6ner Gestalt, und der Herr ist mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da schickte Saul Boten zu Jischaj und lie\u00df sagen: Schicke zu mir deinen Sohn David, der bei den Schafen ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Jischaj nahm einen Esel mit Brot und einen Schlauch Wein und einen Ziegenbock und schickte dieses durch seinen Sohn David an Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> David kam zu Saul und stand vor ihm. [Saul] liebte ihn sehr, und er wurde sein Waffentr\u00e4ger.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Saul lie\u00df dann Jischaj sagen: Lass doch David bei mir bleiben, denn er hat Gunst gefunden in meinen Augen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wenn der Geist Gottes \u00fcber Saul kam, da nahm David die Zither und spielte mit seiner Hand; und es wurde dem Saul leichter, es war ihm wohl und der b\u00f6se Geist wich von ihm.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p>\n   \nDer Kampf gegen Goljat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Philister versammelten ihr Lager zum Kriege; sie sammelten sich zu Socho in Jehuda und lagerten zwischen Socho und Aseka in Efes-Dammim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Saul und die Israeliten sammelten sich und lagerten im Terebinthen-Thale; sie ordneten die Schlacht gegen\u00fcber den Philistern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Philister standen diesseits des Berges die Israeliten standen jenseits des Berges; das Thal lag zwischen ihnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da trat ein Riese heraus aus dem Lager der Philister, Goljat aus Gat; seine Hohe war sechs Ellen und eine Spanne.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er hatte einen Helm von Kupfer auf seinem Haupte, und mit einem Schuppenpanzer war er bekleidet. Das Gewicht seines Panzers war f\u00fcnftausend Schekel Kupfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Um seine Beine war eine Schiene von Kupfer und zwischen seinen Schultern eine Lanze von Kupfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Schaft seines Spie\u00dfes war wie ein Weberbaum, und die Klinge seines Spie\u00dfes war sechshundert Schekel Eisen schwer; vor ihm her ging ein Schildtr\u00e4ger.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Er stellte sich hin und rief den Schlachtenreihen Israels zu und sprach zu ihnen: Warum zieht ihr aus zu k\u00e4mpfen? Ich bin ein Philister und ihr seid Knechte des Saul; w\u00e4hlet unter euch einen Mann, dass er zu mir trete [und mit mir k\u00e4mpfe].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Wenn er gegen mich zu k\u00e4mpfen vermag und mich besiegt, so wollen wir euch dienen; wenn ich aber ihm beikomme und ihn schlage, so sollt ihr Knechte werden bei uns und uns dienen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Philister sprach weiter: Ich h\u00f6hne heute die Schlachtreihen Israels; Stellet mir einen Mann, dass wir miteinander k\u00e4mpfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Saul und ganz Israel h\u00f6rten die Worte des Philisters, und sie zagten und f\u00fcrchteten sich sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> David nun war der Sohn jenes Mannes, des Efrati<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000005fa0000000000000000_5895\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5895-2\">2<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000005fa0000000000000000_5895-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\"> In der N\u00e4he von Bet-Lehem gab es einen Ort Efrat; sonst waren die M\u00e4nner Efraims so benannt.<\/span> aus Bet-Lehem in Jehuda, der Jischaj hie\u00df und acht S\u00f6hne hatte; der Mann war in den Tagen Sauls alt und geh\u00f6rte zu den [betagten] M\u00e4nnern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da folgten die drei \u00e4ltesten S\u00f6hne Jischajs dem Saul in den Krieg. Die drei S\u00f6hne, die in den Krieg gegangen, hie\u00dfen: Der Erstgeborene Eliab, der zweite Abinadab und der dritte Samma.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David war der j\u00fcngste, die drei \u00e4ltesten folgten dem Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> David ging ab und zu von Saul, um die Schafe seines Vaters zu weiden zu Bet-Lehem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Also trat der Philister fr\u00fch und sp\u00e4t hervor und stellte sich hin vierzig Tage hindurch.    \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da sprach Jischaj zu seinem Sohne David: Nimm doch f\u00fcr deine Br\u00fcder ein Efa ger\u00f6stete Korner und zehn Brote und bringe es schnell in das Lager zu deinen Br\u00fcdern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und zehn Rahmschnitte bringe dem Obern der Tausend; deine Br\u00fcder befrage nach ihrem Wohlsein und l\u00f6se ein, was sie etwa verpf\u00e4ndet haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Saul und sie und alle Israeliten befinden sich im Terebinthen-Tal im Kriege gegen die Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> David machte sich fr\u00fch am Morgen auf; er \u00fcberlie\u00df die Schafe einem H\u00fcter und erhob sich und ging, wie ihm Jischaj geboten, und so kam er in den Umkreis [des Lagers] und zu dem Heer, als es gerade in die Schlacht auszog; es erhob sich ein Geschrei beim Kampfe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Die Israeliten und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> David \u00fcberlie\u00df das Ger\u00e4t, das er trug, dem H\u00fcter der Ger\u00e4te und lief in die Schlachtreihe; er kam hin und befragte seine Br\u00fcder nach ihrem Wohlsein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wie er eben mit ihnen sprach, da trat der Riese, der Philister Goljat aus Gat, hervor aus den Schlachtreihen der Philister und redete die bereits erw\u00e4hnten Worte; David h\u00f6rte es.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Alle Israeliten flohen, als sie den Mann sahen, vor ihm; sie f\u00fcrchteten sich sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Die Israeliten sprachen: Habt ihr diesen Mann hervortreten sehen? Nur um Israel zu h\u00f6hnen, tritt er hervor. Den Mann, der ihn schl\u00e4gt, wird der K\u00f6nig beschenken mit gro\u00dfem Reichtum; seine Tochter wird er ihm zur Frau geben, und seines Vaters Haus wird er steuerfrei machen in Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Da sprach David zu den M\u00e4nnern, die bei ihm standen: So viel soll dem Mann geschehen der jenen Philister schl\u00e4gt und abwendet die Schmach von Israel! Wer ist dieser unbeschnittene Philister, dass er h\u00f6hnen darf die Schlachtreihen des lebendigen Gottes?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und das Volk sprach zu ihm diese Worte: Ja, so viel soll dem Mann geschehen, der ihn schl\u00e4gt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Sein \u00e4ltester Bruder Eliab h\u00f6rte, wie er zu den Leuten redete, und geriet in heftigen Zorn \u00fcber David und sprach: Wozu doch bist du hergekommen und wem hast du \u00fcberlassen die wenigen Schafe in der Steppe? Ich kenne deinen \u00dcbermut und die Bosheit deines Herzens, denn nur um den Krieg zu sehen bist du hergekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da sprach David: Was hab&#8216; ich denn jetzt getan? Es ist ja nur ein Wort!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Er wandte sich ab von ihm einem andern zu und sprach dieselben Worte, und das Volk gab ihm Bescheid, wie vorher.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Die Worte, die David geredet, wurden vernommen, und man brachte sie vor Saul, und er lie\u00df ihn holen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> David sprach zu Saul: Kein Mensch verliere den Mut um ihn! Dein Knecht wird gehen und mit diesem Philister k\u00e4mpfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Aber Saul sprach zu David: Du vermagst nicht zu ziehen gegen diesen Philister, mit ihm zu k\u00e4mpfen, denn du bist ein Knabe, er aber ein Kriegsmann von Jugend auf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Da sprach David zu Saul: Dein Knecht weidete die Schafe seines Vaters, da kam einst ein Leu, einmal auch ein B\u00e4r und trug ein Schaf von der Herde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Da zog ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen; und als er sich gegen mich erhob, ergriff ich ihn beim Barte, schlug ihn und t\u00f6tete ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Einen L\u00f6wen und B\u00e4ren hat dein Knecht erschlagen, und es wird diesem unbeschnittenen Philister ergehen wie einem von jenen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes geh\u00f6hnt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> David sprach weiter: Der Herr, der mich gerettet aus dem Rachen des L\u00f6wen und aus dem Rachen des B\u00e4ren, er wird mich retten aus der Hand dieses Philisters. Da sprach Saul zu David: Gehe und der Herr sei mit dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Saul lie\u00df David seinen Rock anziehen, setzte ihm einen Helm von Kupfer auf das Haupt und lie\u00df ihn einen Panzer anlegen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> David g\u00fcrtete sein Schwert oberhalb seines Rockes, aber er m\u00fchte sich vergeblich ab, zu gehen, denn er war es nicht gewohnt. Da sprach David zu Saul: Ich vermag nicht mit diesen [Sachen] zu gehen, denn ich bin es nicht gewohnt. David legte sie von sich ab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Er nahm seinen Stab in die Hand, suchte sich f\u00fcnf glatte Steine aus dem Bache und tat sie in das Hirtenger\u00e4t, das er hatte, und in die Tasche, seine Schleuder aber hatte er in der Hand; so trat er an den Philister heran.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Der Philister kam immer n\u00e4her an David heran; der Mann, der seinen Schild trug, vor ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Der Philister blickte auf und sah den David ver\u00e4chtlich an, denn er war ein Knabe, rotwangig und dazu sch\u00f6n von Ansehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Da sprach der Philister zu David: Bin ich ein Hund, dass du an mich mit St\u00f6cken kommst? Der Philister fluchte dem David bei seinem Gotte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Der Philister sprach dann zu David: Komm nur heran, dass ich dein Fleisch den V\u00f6geln des Himmels und dem Vieh des Feldes zum Fra\u00df gebe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Da sprach David zu dem Philister: Du kommst an mich mit Schwert und Lanze und Wurfspie\u00df; ich aber komme an dich im Namen des Herrn Zebaot, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du geh\u00f6hnt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Heute wird der Herr dich liefern in meine H\u00e4nde, ich werde dich schlagen und deinen Kopf abnehmen von dir; ich werde die Leichen der Philister heute den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren der Erde zum Fra\u00df geben; erkennen soll die ganze Welt, dass es einen Gott gibt f\u00fcr Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Erkennen sollen auch alle diese Versammelten, dass der Herr nicht durch Schwert und Lanze hilft, denn des Herrn ist der Sieg, und er gibt euch in unsere Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Als der Philister sich nun erhob und sich dem David n\u00e4herte, da lief David schnell in die Schlachtreihe, dem Philister entgegen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> David streckte seine Hand in das Ger\u00e4t und nahm von da einen Stein und schleuderte; er traf den Philister an die Stirn, der Stein drang in seine Stirn, so dass [der Philister] auf sein Angesicht zur Erde fiel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> David \u00fcberw\u00e4ltigte so den Philister durch die Schleuder und durch den Stein; er schlug den Philister und t\u00f6tete ihn, obwohl David kein Schwert hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> David lief dann und trat neben den Philister und nahm dessen Schwert aus der Scheide, er t\u00f6tete ihn und schnitt ihm damit den Kopf ab. Als die Philister nun sahen, dass ihr Held tot war, da flohen sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">52.<\/sup> Jetzt machten sich die Israeliten und Jud\u00e4er auf und verfolgten jubelnd die Philister bis gegen das Thal und bis zu den Toren von Ekron; es fielen die Erschlagenen der Philister auf dem Wege nach Saarajim, bis Gat und bis Ekron.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">53.<\/sup> Die Israeliten kehrten dann zur\u00fcck von der Verfolgung der Philister und pl\u00fcnderten ihre Lagerst\u00e4tten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">54.<\/sup> David nahm den Kopf des Philisters, der [sp\u00e4ter] nach Jerusalem gebracht wurde; seine Waffen aber tat er in das [Stifts-]Zelt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">55.<\/sup> Als Saul den David gegen die Philister ausziehen sah, sprach er zu dem Heerf\u00fchrer Abner: Wessen Sohn ist der Knabe da, Abner? Abner antwortete: So wahr du lebst, o K\u00f6nig, ich wei\u00df es nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">56.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig: Frage du, wessen Sohn dieser Bursche da ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">57.<\/sup> Als David nun zur\u00fcckkehrte von dem Kampfe mit dem Philister, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; der Kopf des Philisters war in seiner Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">58.<\/sup> Saul fragte ihn: Wessen Sohn bist du, o Knabe? David antwortete: Der Sohn deines Knechtes Jischaj aus Bet-Lehem.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p>\n   David am k\u00f6niglichen Hof.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als [David] sein Gespr\u00e4ch mit Saul beendet hatte, da hing sich die Seele Jonatans an David; Jonatan liebte ihn wie sein eigenes Leben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Saul hielt ihn seit jenem Tage bei sich und gestattete ihm nicht, in das Haus seines Vaters zur\u00fcckzukehren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Jonatan schloss mit David einen Bund, da er ihn wie sein eigenes Leben liebte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jonatan legte das Oberkleid, das er anhatte, ab und gab es dem David samt seinem Rocke bis auf sein Schwert, auch seinen Bogen und seinen G\u00fcrtel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> David zog [oft in den Krieg] aus; wohin immer Saul ihn sandte, hatte er Gl\u00fcck; Saul setzte ihn \u00fcber die Kriegsleute, und das gefiel dem ganzen Volke und auch den Knechten Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als sie, bei der R\u00fcckkehr Davids nach dem Erschlagen des Philisters, den Einzug [in die Stadt] hielten, da zogen die Frauen aus allen St\u00e4dten Israels mit Gesang und Reigent\u00e4nzen dem K\u00f6nige Saul entgegen, mit Pauken, mit Jubel und mit Triangeln.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und die fr\u00f6hlichen Frauen stimmten an und sangen: Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Myriaden. 293  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dies verdross den Saul sehr, denn diese Rede missfiel ihm und er sprach: Sie haben dem David Myriaden nachger\u00fchmt, mir aber nur Tausende; nun fehlt ihm nur noch das K\u00f6nigtum.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Saul sah daher scheel auf David von jenem Tage an.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Am folgenden Morgen kam ein b\u00f6ser Geist von Gott \u00fcber Saul, dass er raste im Hause; David aber spielte mit seiner Hand wie die vorigen Tage. Saul hielt die Lanze in der Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Saul schleuderte die Lanze und dachte: Ich will David an die Wand bohren; David bog zwei mal aus vor ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Saul f\u00fcrchtete sich nun vor David, weil der Herr mit ihm war; von Saul aber war er gewichen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Saul entfernte ihn von sich und setzte ihn zum Obern \u00fcber Tausend; [David] zog aus und ein vor dem Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David war gl\u00fccklich auf all seinen Wegen und der Herr war mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als nun Saul sah, dass er sehr gl\u00fccklich war, da graute es ihm vor ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Doch ganz Israel und Jehuda liebte David, denn er zog aus und ein vor ihnen [im Krieg].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Saul sprach eines Tages zu David: Ich will dir meine \u00e4lteste Tochter Merab zur Frau geben, nur diene mir als tapferer Mann und f\u00fchre die Kriege des Herrn. Saul dachte n\u00e4mlich: Ich will meine Hand nicht an ihn legen, m\u00f6ge an ihn kommen die Hand der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> David erwiderte dem Saul: Wer bin ich und was ist meine Sippe, das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich ein Schwiegersohn des K\u00f6nigs sein soll?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Unterdessen aber, w\u00e4hrend man davon sprach, Merab, die Tochter Sauls, dem David zu geben, wurde sie dem Adriel von Mehola zur Frau gegeben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Aber Michal, die Tochter Sauls, liebte den David; man berichtete es dem Saul und die Sache war ihm recht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Saul dachte: Ich will sie ihm geben, dass sie ihm zum Fallstrick werde und damit die Philister Hand an ihn legen. Saul sprach deshalb zu David: Also durch [eine] von beiden wirst du dich doch mir verschw\u00e4gern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Saul gebot seinen Dienern: Redet zu David im Geheimen also: Der K\u00f6nig hat Gefallen an dir, und alle seine Diener lieben dich, so verschw\u00e4gere dich denn mit dem K\u00f6nig.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die Diener Sauls redeten dieses zu David, aber David sprach; Ist es denn ein Geringes in euren Augen, sich mit dem K\u00f6nig zu verschw\u00e4gern? Bin ich doch ein armer, geringer Mann!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Die Diener Sauls berichteten ihm also: Solches hat David geredet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Saul sagte nun: So sollt ihr zu David sprechen: Der K\u00f6nig hat kein Begehr nach Morgengabe, sondern nach hundert Vorh\u00e4uten der Philister, um sich zu r\u00e4chen an den Feinden des K\u00f6nigs. Saul gedachte n\u00e4mlich, David durch die Hand der Philister fallen zu lassen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Seine Diener meldeten dem David diese Reden. Die Sache gefiel David, sich zu verschw\u00e4gern mit dem K\u00f6nig. Noch war die Zeit nicht um,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da machte sich David auf und ging hin, er und seine Leute, und schlug unter den Philistern zweihundert Mann, David brachte ihre Vorh\u00e4ute und gab sie vollz\u00e4hlig dem K\u00f6nig, um sich zu verschw\u00e4gern mit dem K\u00f6nig. Saul gab ihm seine Tochter Michal zur Frau.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Saul sah und erkannte nun, dass der Herr mit David war. Michal, die Tochter Sauls, liebte ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Saul f\u00fcrchtete sich deshalb noch mehr vor David, Saul war dem David feindlich gesinnt alle Tage.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Die F\u00fcrsten der Philister zogen oft [gegen Israel] aus, aber so oft sie auszogen, war David gl\u00fccklicher als alle Diener Sauls, und sein Name ward sehr gepriesen.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p>\n   \nDavids Flucht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Saul \u00e4u\u00dferte vor seinem Sohne Jonatan und vor allen seinen Dienern, dass er David t\u00f6ten wolle. Jonatan aber, der Sohn Sauls, hatte an David gro\u00dfes Gefallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jonatan berichtete deshalb dem David also: Mein Vater Saul trachtet dich zu t\u00f6ten, nimm dich denn morgen in Acht, halte dich verborgen und verstecke dich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ich aber werde ausgehen und mich stellen zur Seite meines Vaters auf dem Felde, woselbst du bist, und ich werde deinetwegen mit meinem Vater reden; ich will sehen, wie es wird, und es dir kundtun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jonatan redete auch zu seinem Vater Saul Gutes von David und sprach zu ihm: M\u00f6chte sich der K\u00f6nig nicht vergehen an seinem Diener David, denn er hat sich nicht gegen dich vergangen, vielmehr ist sein Thun f\u00fcr dich sehr gut.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Er wagte sein Leben und schlug die Philister; der Herr schaffte damals einen gro\u00dfen Sieg f\u00fcr Israel. Du hast es gesehen und dich gefreut; warum willst du dich vergehen am unschuldigen Blute, David zu t\u00f6ten ohne Schuld?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Saul h\u00f6rte auf die Stimme Jonatans und schwur: So wahr der Herr lebt, er soll nicht get\u00f6tet werden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da rief Jonatan den David und berichtete ihm all diese Reden. Jonatan brachte dann den David zu Saul und er blieb bei ihm wie gestern und ehegestern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der Krieg dauerte unterdessen fort; David zog aus, stritt gegen die Philister und brachte ihnen eine gro\u00dfe Niederlage bei; sie flohen vor ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ein b\u00f6ser Geist vom Herrn kam wieder \u00fcber Saul, als er in seinem Hause sa\u00df, seine Lanze in der Hand, David aber spielte mit der Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Saul trachtete, mit der Lanze den David an die Wand zu bohren, aber er wich dem Saul aus, und dieser schlug die Lanze in die Wand. David entfloh und entkam in derselben Nacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Saul schickte Boten in das Haus Davids, ihn zu bewachen und ihn am folgenden Morgen zu t\u00f6ten, aber David wurde von seiner Frau Michal also gewarnt: Wenn du nicht dein Leben rettest noch in dieser Nacht, bist du morgen des Todes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Michal lie\u00df David durch das Fenster hinab; er ging und floh und entkam.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Michal nahm die Terafim [Hausg\u00f6tzen] und legte sie in das Bett; das Geflecht von Ziegenhaar machte sie zu ihrem Kopflager und deckte sie zu mit einem Kleide.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Saul schickte Boten, den David abzuholen; aber sie sprach: Er ist krank.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Saul schickte die Boten, dass sie den David s\u00e4hen, mit den Worten: Bringet ihn zu mir herauf im Bette, ihn zu t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Die Boten kamen und fanden die Terafim in dem Bette und das Geflecht von Ziegenhaaren als Kopflager.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich also betrogen und meinen Feind ziehen lassen, dass er entkommen? Aber Michal sprach zu Saul: Er hat zu mir gesprochen: Lass mich ziehen, warum soll ich dich toten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> David aber war geflohen und entkommen; er ging zu Samuel nach Rama und meldete ihm alles, was ihm Saul getan. Er und Samuel gingen und blieben zu Najot. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es ward dem Saul gemeldet: ist in Najot in Rama.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da schickte Saul Boten, den David zu holen. [Die Boten, in Najot angelangt], sahen einen Schwarm Begeisterter, die weissagten; Samuel stand als Vorgesetzter bei ihnen; und es kam \u00fcber die Boten Sauls der Geist Gottes, und auch sie weissagten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Man meldete dies dem Saul; da schickte er andere Boten, aber auch diese weissagten. Saul fuhr fort und schickte Boten zum drittenmale, und auch sie weissagten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da ging er nach Rama und kam an die gro\u00dfe Grube, die bei Sechu ist; er fragte dort: Wo ist Samuel und David? Man sagte ihm: Zu Najot in Rama.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Er ging gen Najot in Rama, aber auch \u00fcber ihn kam der Geist Gottes, und er ging weissagend, bis er in Najot in Rama ankam.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da zog er seine Kleider aus, und auch er weissagte vor Samuel; er lag da nackt den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man [sprichw\u00f6rtlich]: Ist auch Saul unter den Propheten?\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p>\n   \nDavids Freundschaftsbund mit Jonatan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David floh aus Najot in Rama und kam zu Jonatan, dem er klagte: Was habe ich getan, was ist meine Schuld und meine S\u00fcnde gegen deinen Vater, dass er mir nach dem Leben trachtet?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Jonatan antwortete: Das sei fern, du sollst nicht get\u00f6tet werden! Mein Vater wird weder eine gro\u00dfe noch eine kleine Sache unternehmen, ohne sie mir zu offenbaren, und warum sollte mein Vater diese Sache mir verheimlichen? Das ist nicht also.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Aber David versicherte ihm nochmals und sprach: Gewusst hat dein Vater, dass ich Gunst gefunden in deinen Augen, da dachte er: Das soll Jonatan nicht wissen, er m\u00f6chte sich dar\u00fcber gr\u00e4men. Jedoch so wahr der Herr lebt und du lebst, kaum ein Schritt ist zwischen mir und dem Tode.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da sprach Jonatan zu David: Was du von mir w\u00fcnschest, will ich dir tun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> David riet dem Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond; gew\u00f6hnlich sitze ich dann mit dem K\u00f6nig beim Mahle, lasse mich aber ziehen, ich will mich verbergen auf dem Felde bis zum dritten Abend.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Wenn mich dein Vater vermissen sollte, so sprich: Empfohlen hat sich David bei mir, zu eilen nach seiner Vaterstadt Bet-Lehem; denn das Jahresopfer ist dort f\u00fcr das ganze Geschlecht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Wenn er also spricht: Gut, so ist Friede deinem Knecht. Wenn es ihn aber verdrie\u00dft, so wisse, dass mein Verderben bei ihm beschlossen ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Erweise dann Liebe deinem Knecht, denn in einen treuen Bund hast du deinen Knecht mit dir treten lassen; wenn aber an mir eine Schuld ist, so t\u00f6te du mich. Doch wozu willst du mich vor deinen Vater bringen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Jonatan erwiderte: Das sei fern von dir, ssolches von mir zu denken!. Wenn ich wei\u00df, dass beschlossen ist das Unheil seitens meines Vaters, \u00fcber dich zu kommen, sollte ich es dir nicht sagen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David sprach zu Jonatan; Wer wird mir dies sagen, wenn dir dein Vater Hartes entgegnet hat?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Jonatan zu David: Komm, lass uns auf das Feld gehen; sie gingen beide auf das Feld hinaus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Jonatan sprach dann zu David: Der Herr, der Gott Israels [mag Zeuge sein], wenn ich \u00fcbermorgen um diese Zeit meinen Vater ausforsche, und er ist gut auf David, und ich dann nicht zu dir schicke und es dir mitteile,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> So tue der Herr an Jonatan und so fahre er fort, wenn es meinem Vater gef\u00e4llt, dich zu verderben, so lass ich es dir ebenfalls sagen, und du magst in Frieden ziehen, m\u00f6ge der Herr mit dir sein, wie er mit meinem Vater gewesen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und willst du mir nicht dann, wenn ich am Leben bleibe, willst du mir nicht wahre Liebe erzeigen, dass ich nicht umkomme?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Entziehe auch niemals deine Liebe meinem Hause, auch nicht, wenn der Herr die Feinde Davids ausrottet von dem Erdboden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Jonatan schloss mit dem Hause David einen Bund und [rief]: Der Herr m\u00f6ge es fordern von der Hand der Feinde Davids.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Jonatan fuhr fort David zu beschw\u00f6ren bei seiner Liebe zu ihm, denn wie sein eigenes Leben liebte er ihn.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Jonatan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond und man wird dich vermissen, weil dein Sitz leer bleiben wird.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> \u00dcbermorgen gehe sehr tief hinab, dass du an den Ort kommst, wo du verborgen gewesen am Werktage, und setze dich neben den Stein Asel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Ich will drei Pfeile nach dessen Seite hin abschie\u00dfen, als sch\u00f6sse ich nach dem Ziele.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Dann werde ich den Knaben schicken: Gehe, suche die Pfeile. Wenn ich nun zu dem Knaben spreche: Die Pfeile sind von dir herw\u00e4rts, so nimm es [als gutes Zeichen] und komme; denn Friede ist dir und es ist nichts, so wahr der Herr lebt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Wenn ich aber zu dem Knaben also spreche: Die Pfeile sind von dir hinw\u00e4rts, so gehe, denn der Herr hei\u00dft dich gehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Die Sache aber, die wir besprochen, ich und du, da ist der Herr [Zeuge] zwischen mir und dir auf ewig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> David verbarg sich auf dem Felde. Am Neumond setzte sich der K\u00f6nig zum Mahle um zu essen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Der K\u00f6nig sa\u00df auf seinem Sitz, wie immer, auf dem Sitzplatze an der Wand; Jonatan stand auf, Abner sa\u00df zur Seite Sauls, der Platz Davids blieb leer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> An dem Tage sprach aber Saul nicht das Geringste, denn er dachte: Ein Zufall ist es, dass er nicht rein ist; er ist gewiss nicht rein, [dass er am Opfermahl nicht teilnehmen kann].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Am folgenden Tage nach dem Neumonde, am zweiten, als der Platz Davids wiederum leer blieb, sprach Saul zu seinem Sohne Jonatan: Warum ist der Sohn Jischajs weder gestern noch heute zum Mahle gekommen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Jonatan antwortete dem Saul: Ausgebeten hat sich David bei mir nach Bet-Lehem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und er sprach: Lass mich doch ziehen, denn ein Opfer des Geschlechtes haben wir in der Stadt, und da hat mein Bruder mich entboten; wenn ich dann Gunst gefunden in deinen Augen, so lasse mich gehen, dass ich meine Br\u00fcder sehe. Darum ist er nicht gekommen zur Tafel des K\u00f6nigs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Da ergrimmte Saul heftig \u00fcber Jonatan und sprach zu ihm: Du Sohn verkehrter Widerspenstigkeit! Wei\u00df ich denn nicht, dass du den Sohn Jischajs auserkoren zu deiner Schande und zur Sch\u00e4ndung der Keuschheit deiner Mutter?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Denn solange der Sohn Jischajs lebt auf der Erde, wirst du und dein K\u00f6nigreich nicht bestehen; und nun schicke und hole ihn mir her, denn des Todes schuldig ist er.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Jonatan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm also: Warum soll er sterben? was hat er getan?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Da schleuderte Saul die Lanze auf ihn, um ihn zu treffen; Jonatan erkannte, dass es von seinem Vater beschlossen sei, den David zu t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Jonatan stand heftig erregt von der Tafel auf; er a\u00df nicht am zweiten Tage des Neumondes vom Mahl, denn er war betr\u00fcbt um David und auch, weil der Vater ihn geschm\u00e4ht hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Am Morgen ging Jonatan auf das Feld hinaus, an den Ort des Zusammentreffens mit David; ein kleiner Knabe war mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Er sprach zu dem Knaben: Lauf, suche auf die Pfeile, die ich abschie\u00dfe. Der Knabe lief, er aber schoss den Pfeil ab, \u00fcber ihn hinaus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Als der Knabe an den Ort des Pfeils, den Jonatan abgeschossen hatte, kam, rief Jonatan hinter dem Knaben her und sprach: Der Pfeil ist ja von dir hinw\u00e4rts!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Jonatan rief hinter dem Knaben her: Schnell, eile, stehe nicht still. Und der Knabe Jonatans las die Pfeile auf und kam zu seinem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Der Knabe aber wusste nicht das Geringste [von der Verabredung], nur Jonatan und David wussten die Sache.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Jonatan gab sein Ger\u00e4t dem Knaben, der mit ihm war, und sprach zu ihm. Gehe, bringe es in die Stadt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Der Knabe war eben gegangen, da machte sich David auf von der S\u00fcdseite und fiel auf sein Angesicht zur Erde und b\u00fcckte sich dreimal; sie k\u00fcssten einander und weinten zusammen, bis David laut aufweinte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Jonatan sprach zu David: Gehe in Frieden. Was wir beide geschworen haben im Namen des Herrn also: Der Herr wird sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen auf ewig, [das bleibe bestehen!]\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p>\n   \nDavid auf der Flucht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David machte sich auf und ging, Jonatan kehrte nach der Stadt zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> David kam nach Nob zu dem Priester Ahimelech; Ahimelech eilte dem David entgegen und sprach zu ihm: Warum bist du allein und niemand mit dir?\n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da erwiderte David dem Priester Ahimelech: Der K\u00f6nig hat mir etwas anvertraut, wobei er zu mir sprach: Niemand soll im Geringsten um die Sache wissen, in der ich dich schicke und die ich dir geboten; die Knaben habe ich an einen gewissen Ort beschieden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und nun was ist dir zur Hand? Gib mir f\u00fcnf Brote oder was sonst sich findet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Priester antwortete dem David und sprach: Es ist kein unheiliges Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da, wenn nur die Knaben sich der Frauen enthalten haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da antwortete David dem Priester und sprach zu ihm: Wenn schon eine Frau uns versagt ist seit gestern und ehegestern: seitdem ich abging, waren die Ger\u00e4te der Knaben heilig, obwohl wir doch bisher uns nur mit Unheiligem befassten; wieviel mehr wird es heute heilig bleiben im Ger\u00e4te!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der Priester gab ihm Heiliges denn es war dort kein [gew\u00f6hnliches] Brot, sondern Schaubrote, die weggenommen wurden vor dem Herrn, um frisches Brot hinzulegen am Tage der Wegnahme.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es war aber daselbst ein Mann von den Dienern Sauls, der an jenem Tage sich aufhielt vor dem Herrn, er hie\u00df Do\u00ebg der Idum\u00e4er, der Oberste der Hirten Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> David sprach zu Ahimelech: Ist denn nicht hier dir zur Hand eine Lanze oder ein Schwert, denn sowohl mein Schwert als auch meine Waffen habe ich nicht mit mir genommen, weil die Sache des K\u00f6nigs dringend war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der Priester erwiderte: Das Schwert des Philisters Goljat, den du geschlagen im Terebinthentale, ist geh\u00fcllt in ein Tuch hinter dem Efod; wenn du das nehmen willst, so nimm, denn es ist kein anderes au\u00dfer ihm hier. David antwortete: Das hat seinesgleichen nicht, gib es mir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> David machte sich auf und entfloh an demselben Tage vor Saul und kam zu Achis, dem K\u00f6nig von Gat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da sprachen die Diener des Achis zu ihm: Ist das nicht David, der K\u00f6nig des Landes? Haben sie denn nicht gesungen bei dem Reigen also: Geschlagen hat Saul Tausende, David aber Myriaden?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David nahm sich diese Reden zu Herzen und f\u00fcrchtete sich sehr vor Achis, dem K\u00f6nig von Gat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er \u00e4nderte sein Betragen vor ihnen und geb\u00e4rdete sich toll vor ihnen, indem er auf die T\u00fcren des Tores kritzelte und seinen Speichel \u00fcber den Bart herabrinnen lie\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Achis sprach hierauf zu seinen Dienern: Ihr sehet ja einen verr\u00fcckten Mann, warum bringet ihr ihn zu mir?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Fehlt mir&#8217;s an Verr\u00fcckten, dass ihr den bringet, bei mir verr\u00fcckt zu tun? Soll der in mein Haus kommen?\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p>\n  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David ging von da fort und entkam in die H\u00f6hle von Adullam, es h\u00f6rten es seine Br\u00fcder und das ganze Haus seines Vaters und gingen dahin zu ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Um ihn sammelte sich jeder Notleidende und jeder, der einen Gl\u00e4ubiger hatte, jeder erbitterten Gem\u00fcts; er ward ihnen zum Anf\u00fchrer, es waren bei ihm an vierhundert Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David ging von da nach Mizpe-Moab und sprach zum K\u00f6nig von Moab: Lasse doch meinen Vater und meine Mutter mit euch ausziehen, bis ich wei\u00df, was Gott mit mir tut.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Also lie\u00df er sie beim K\u00f6nig von Moab bei dem sie blieben, solange David in der Burg war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der Prophet Gad sprach aber zu David. Bleibe nicht in der Burg, fliehe in das Land Jehuda. David ging und kam in den Wald Heret. Die Zerst\u00f6rung Nobs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Saul h\u00f6rte, dass David und seine Leute in ihren Absichten erkannt seien; Saul sa\u00df zu Gibea unter der Tamariske in Rama, seine Lanze in der Hand, und all seine Diener standen um ihn her:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da sprach Saul zu seinen Dienern, die um ihn herstanden: H\u00f6ret doch, ihr Benjaminiten, wird denn euch allen der Sohn Jischajs Felder und Weinberge geben? Euch alle machen zu Oberen \u00fcber Tausende und zu Oberen \u00fcber Hunderte?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dass ihr euch alle verschworen habt wider mich und keiner mir berichtet, dass mein Sohn einen Bund geschlossen mit dem Sohne Jischajs, keiner von euch k\u00fcmmert sich um mich und sagt mir, dass mein Sohn meinen Feind gegen mich zum Laurer aufgestellt, wie dieser Tage geschehen ist?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da hub der Idum\u00e4er Do\u00ebg an \u2014 er stand bei den Dienern Sauls \u2014 und sprach: Ich habe den Sohn Jischajs gesehen, da er nach Nob kam zu Ahimelech, Sohn Ahitubs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Er befragte f\u00fcr ihn den Herrn und gab ihm Zehrung, auch das Schwert des Philisters Goljat gab er ihm. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da lie\u00df der K\u00f6nig den Priester Ahimelech, Sohn Ahitubs, und sein ganzes Vaterhaus, die Priester von Nob, rufen; sie kamen alle zum K\u00f6nige.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Saul sprach: H\u00f6re doch, Sohn Ahitubs! [Ahimelech] antwortete: Hier bin ich, mein Herr!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr euch verschworen wider mich, du und der Sohn Jischajs, da du ihm Brot gabst und ein Schwert, und f\u00fcr ihn Gott befragt, dass er aufstehe gegen mich als Laurer, wie dieser Tage geschieht?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da antwortete Ahimelech dem K\u00f6nig und sprach: Wer ist unter all deinen Dienern wie David bew\u00e4hrt als Schwiegersohn des K\u00f6nigs, der Zutritt hat zu deinem geheimen Rate und geehrt ist in deinem Hause?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Habe ich heute zum ersten Mal f\u00fcr ihn Gott befragt? Fern von mir [sei es]! Nichts m\u00f6ge der K\u00f6nig seinem Knecht zur Last legen im ganzen Hause meines Vaters, denn nichts ist deinem Knecht von diesem bewusst, kleines oder gro\u00dfes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der K\u00f6nig aber sprach: Sterben mu\u00dft du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu den L\u00e4ufern, die um ihn standen: Tretet hin und t\u00f6tet die Priester des Herrn, weil auch sie mit David halten, denn sie haben gewusst, dass er geflohen, und haben es mir verschwiegen. Die Diener des K\u00f6nigs weigerten sich aber, die Priester des Herrn anzur\u00fchren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach nun zu Do\u00ebg: Tritt du hin und sto\u00dfe die Priester nieder. Und der Idum\u00e4er Do\u00ebg trat hin und stie\u00df die Priester nieder; er t\u00f6tete an jenem Tage f\u00fcnfundachtzig Mann, die das leinene Efod trugen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Es entkam nur ein Sohn des Ahimelech, Sohnes Ahitubs, Namens Ebiatar; er entfloh zu David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ebiatar berichtete dem David, dass Saul die Priester des Herrn erschlagen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da sprach David zu Ebiatar: Ich wusste an jenem Tage, weil der Idum\u00e4er Do\u00ebg dort war, dass er es dem Saul berichten werde. Ich bin schuld an dem Tode all der Personen aus dem Hause deines Vaters.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Bleibe bei mir, f\u00fcrchte nichts; denn wer mir nach dem Leben trachtet, wird auch dir nach dem Leben trachten; du bist bei mir gut aufgehoben. \n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p>\n   Saul verfolgt David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Eines Tages berichtete man dem David also: Die Philister bekriegen Keila, sie pl\u00fcndern schon die Tennen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da befragte David den Herrn: Soll ich gehen und die Philister angreifen? Der Herr sprach zu David: Geh und bekriege die Philister, und du wirst Keila befreien.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Da sprachen die Leute Davids zu ihm: Siehe, wir sind hier in Jehuda in Furcht, wie vielmehr, wenn wir nach Keila in den Kampf gegen die Philister ziehen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> David befragte daher abermals den Herrn, und der Herr antwortete ihm und sprach: Auf, gehe hinab nach Keila, denn ich gebe die Philister in deine Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> David ging mit seinen Leuten nach Keila und griff die Philister an; er f\u00fchrte ihre Herden davon und brachte ihnen eine gro\u00dfe Niederlage bei. David befreite die Bewohner von Keila.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als Ebiatar, Sohn des Ahimelech, zu David nach Keila entfloh, war das Efod mit ihm. \u2014 \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Es wurde dem Saul berichtet, dass Darid nach Keila gekommen. Da sprach Saul: Geliefert hat ihn Gott in meine Hand, da er sich in eine Stadt mit T\u00fcren und Riegeln einschlo\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Saul entbot das ganze Volk zum Kriege, nach Keila zu kommen und David und seine Leute zu belagern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Als aber David merkte, dass Saul heimlich gegen ihn das Unheil bereite, da sprach er zu dem Priester Ebiatar: Bringe das Efod her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und David sprach: Herr, Gott Israels, geh\u00f6rt hat dein Knecht, dass Saul nach Keila zu kommen trachtet, die Stadt meinetwegen zu verderben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Werden die B\u00fcrger von Keila mich in seine Hand liefern? Wird Saul herziehen, wie dein Knecht geh\u00f6rt hat? Herr, Gott Israels, tue doch kund deinem Knechte. Der Herr sprach: Er wird herziehen!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da fragte David weiter: Werden die B\u00fcrger von Keila mich und meine Leute in die Hand Sauls ausliefern? Der Herr sprach: Sie werden dich ausliefern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da machten sich David und seine Leute auf, an sechshundert Mann, und gingen aus Keila; sie zogen umher, wohin sie eben zogen. Dem Saul aber wurde berichtet, dass David aus Keila entkommen war, da unterlie\u00df er auszuziehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David weilte in der W\u00fcste an den festen Orten und auf dem Gebirge in der W\u00fcste Sif; Saul suchte ihn alle Zeit, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nun sah David, dass Saul ausgezogen, ihm nach dem Leben zu trachten: David aber war in der Wuste Sif in einem Walde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Jonatan, der Sohn Sauls, machte sich auf und ging zu David in den Wald und st\u00e4rkte seinen Mut in Gott,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und sprach zu ihm. F\u00fcrchte dich nicht, denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht treffen; du wirst \u00fcber Israel regieren, ich aber werde sein der Zweite nach dir; auch mein Vater Saul wei\u00df es so.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie schlossen beide einen Bund vor dem Herrn, David blieb im Walde, Jonatan aber ging nach seinem Hause. 19: Nun gingen die Bewohner von Sif zu Saul nach Gibea und sprachen: David h\u00e4lt sich verborgen bei uns in den Festen im Walde, auf dem H\u00fcgel Hakila, der rechts von der W\u00fcste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Nun denn, wie es immer deine Seele begehrt, o K\u00f6nig, gegen ihn auszuziehen, ziehe aus; an uns aber ist es, ihn in die Hand des K\u00f6nigs zu liefern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Saul sprach: Gesegnet seid ihr dem Herrn, weil ihr euch meiner erbarmt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Wohlan machet weiterhin Anstalten, dass ihr erkundet und sehet seinen Ort, wo sein Fu\u00df weilt, wer ihn dort gesehen; denn man hat mir gesagt, er sei verschlagen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und sehet zu, dass ihr ihn erkundet aus den Verstecken, wo er irgend sich verstecken kann, und kehret zu mir zur\u00fcck mit zuverl\u00e4ssiger Kunde, dass ich mit euch gehe; und wenn er im Lande ist, so suche ich ihn auf unter all den Tausenden Jehudas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Sie machten sich auf und gingen nach Sif vor Saul her; aber David und seine Leute waren in der W\u00fcste Maon, in der Steppe rechts von der W\u00fcste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Saul und seine Leute gingen [David] zu suchen; man berichtete es dem David und so ging er hierauf den Felsen hinab und blieb in der W\u00fcste Maon, als es Saul h\u00f6rte setzte er dem David nach in die W\u00fcste Maon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Saul ging nach einer Seite des Berges, David aber und seine Leute nach der anderen Seite des Berges; David floh in gro\u00dfer Hast vor Saul. Saul und seine Leute zogen rings um David und seine Leute, sie zu fassen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da kam ein Bote zu Saul und sprach: Komme rasch, denn die Philister \u00fcberziehen das Land.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Saul lie\u00df von der Verfolgung Davids ab und zog den Philistern entgegen. Darum nannte man diesen Ort: Fels der Teilung.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p>\n   David begegnet Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David zog von dort hinauf und weilte in den Festen von En-Gedi.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Als Saul von der Verfolgung der Philister zur\u00fcckgekehrt war, berichtete man ihm also: David ist in der W\u00fcste von En-Gedi.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Saul hob dreitausend Mann aus, Erlesene aus ganz Israel, und ging, den David und seine Leute auf den Gemsenfelsen zu suchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er kam zu den Schafh\u00fcrden am Wege, dort war eine H\u00f6hle; Saul ging hinein, seine Notdurft zu tun. David aber und seine Leute sa\u00dfen an der Hinterseite der H\u00f6hle.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprachen die Leute Davids zu ihm. Das ist der Tag, von dem der Herr dir gesagt; Ich gebe deinen Feind in deine Hand, dass du ihm tuest, wie es dir gef\u00e4llt. David machte sich auf und schnitt leise einen Zipfel des Oberkleides ab, das Saul anhatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Aber als das geschehen war, da schlug dem David das Herz darum, dass er dem Saul den Zipfel seines Kleides abgeschnitten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und er sprach zu den Leuten: Fern sei von mir um des Herrn willen, dass ich so etwas gegen meinen Herrn, den Gesalbten Gottes tue, meine Hand nach ihm auszustrecken, denn ein Gesalbter des Herrn ist er.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> David wehrte seinen Leuten mit Worten und lie\u00df sie nicht \u00fcber Saul sich hermachen. Saul stand auf von der H\u00f6hle und zog des Weges.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> David machte sich nachher auf und ging hinaus aus der H\u00f6hle und rief hinter Saul her also: Mein Herr, o K\u00f6nig! Saul blickte zur\u00fcck, David neigte sich mit dem Angesicht zur Erde und b\u00fcckte sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David sprach zu Saul: Warum h\u00f6rst du auf Worte eines Menschen, der spricht: David sucht dir zu schaden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Heute hast du ja mit deinen Augen gesehen, dass der Herr dich in meine Hand gegeben hat in der H\u00f6hle; man riet mir dass ich dich umbringen solle, aber es war mir leid um dich und ich sprach: Ich will meine Hand nicht ausstrecken nach meinem Herrn, denn ein Gesalbter Gottes ist er.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> So sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand, denn dass ich abschnitt den Zipfel deines Oberkleides und dich nicht umbrachte, daran kannst du erkennen, dass kein Arg und Verbrechen in mir ist, und dass ich mich nicht gegen dich vergangen, du aber stellst meinem Leben nach, es zu nehmen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Es richte der Herr zwischen mir und dir und der Herr r\u00e4che mich an dir aber meine Hand sei nicht an dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Wie der Spruch der Altvordern besagt: Von Frevlern kommt Frevel; aber meine Hand soll an dir nicht sein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Hinter wem ziehet der K\u00f6nig von Israel her? Wen verfolgest du? Einen toten Hund, einen Floh?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> So sei denn der Herr Richter und richte zwischen mir und dir; er sehe [dein Unrecht] und f\u00fchre meine Streitsache und schaffe mir Recht von dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Als David mit diesen Worten an Saul fertig war, sprach Saul: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er sprach dann zu David: Du bist gerechter denn ich; denn du hast mir Gutes erwiesen, und ich habe dir B\u00f6ses zugef\u00fcgt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Du hast heute kundgemacht, was du mir Gutes getan, dass der Herr mich heute in deine Hand geliefert und du mich nicht umgebracht hast.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Denn wenn jemand seinen Feind trifft, wird er ihn ziehen lassen guten Weges? So m\u00f6ge der Herr dir vergelten Gutes f\u00fcr das, was du heute an mir getan hast.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Nun aber siehe, ich wei\u00df, dass du K\u00f6nig sein wirst, und dass das K\u00f6nigtum Israel auf dich \u00fcbergehen wird.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So schw\u00f6re mir denn bei dem Herrn, dass du nicht ausrotten wirst meine Nachkommen, und dass du nicht vertilgen wirst meinen Namen von meinem Vaterhause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> David schwor dem Saul, dann ging Saul heim, und David und seine Leute stiegen die Feste hinauf.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel25\">Kapitel 25<\/h2>\n<p>\n   David und Nabal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> [In jenen Tagen] starb Samuel. Ganz Israel versammelte sich, sie klagten um ihn und begruben ihn in seinem Hause in Rama. David aber machte sich auf und ging hinab zur W\u00fcste Paran.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> In Maon lebte ein Mann, dessen Gesch\u00e4ft zu Karmel war. Der Mann war sehr reich er hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen; und er befand sich zur Schur seiner Schafe in Karmel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Der Mann hie\u00df Nabal und sein Weib Abigail. Das Weib war von guter Einsicht und sch\u00f6n von Gestalt, der Mann aber hart und von b\u00f6ser Art; er war vom Geschlecht Kaleb [also wie David ein Jud\u00e4er].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> David h\u00f6rte in der W\u00fcste, dass Nabal seine Schafe schor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da schickte David zehn Burschen und gebot den Knaben: Ziehet hinauf gen Karmel und gehet zu Nabal, erkundigt euch in meinem Namen nach seinem Wohlsein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und sprechet: So [m\u00f6ge es dir gehen] f\u00fcrs Leben, du m\u00f6gest wohl sein und dein Haus und alles, was dein. 7 Ich habe vernommen, dass du Schafschur haltest. Nun wohl, deine Hirten waren um uns; wir haben sie nicht gekr\u00e4nkt und nicht ist von ihnen das Geringste vermisst worden, solange sie in Karmel waren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Frage deine Burschen und sie werden es dir sagen. So m\u00f6gen denn die Knaben Gunst finden in deinen Augen, denn zu einem festlichen Tage sind wir gekommen. Gib doch, was du vermagst deinen Knechten und deinem Sohne David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Die Burschen Davids gingen und redeten also zu Nabal im Namen Davids und ruhten aus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da antwortete Nabal den Leuten Davids und sprach: Wer ist David und wer Jischajs Sohn? Heutzutage gibt es viel der Knechte, die sich gegen ihre Herren erheben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich soll wohl meine Speise und meinen Trank und was ich f\u00fcr meine Scheerer geschlachtet nehmen und es Leuten geben, von denen ich nicht wei\u00df, woher sie sind?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da kehrten die Burschen Davids ihres Weges um, sie kamen zur\u00fcck und meldeten ihm alle diese Reden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da sprach David zu seinen Leuten: G\u00fcrte jeder sein Schwert um. Sie g\u00fcrteten jeder das Schwert um, auch David g\u00fcrtete sein Schwert um. Sie zogen hinter David her an vierhundert 301  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Samuel,\n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Mann, zweihundert blieben bei den Ger\u00e4ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Abigail aber, der Frau Nabals, meldete einer von den Burschen also: David hat Boten von der W\u00fcste geschickt, unsern Herrn zu begr\u00fc\u00dfen, aber er hat sie davongejagt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die Leute waren gegen uns sehr gut, wir sind von ihnen nicht gekr\u00e4nkt worden und haben nicht das Geringste vermisst, solange wir mit ihnen herumzogen, als wir auf dem Felde waren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Wie eine Mauer waren sie um uns, Tag und Nacht, solange wir bei ihnen waren, die Schafe weidend.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Und nun siehe zu, was du zu tun hast, denn fertig ist das Unheil gegen unsern Herrn und \u00fcber sein ganzes Haus; er aber ist ein b\u00f6ser Mensch, zu dem man nicht reden darf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote, zwei Schl\u00e4uche Wein, f\u00fcnf zubereitete Schafe, f\u00fcnf Ma\u00df ger\u00f6stete K\u00f6rner, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und legte sie auf die Esel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und sprach zu ihren Knaben: Ziehet vor mir her, ich komme hinter euch. Ihrem Manne Nabal aber sagte sie nichts.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Wie sie nun auf dem Esel ritt und herabkam an der entlegenen Seite des Berges da kamen David und seine Leute herab ihr entgegen, und sie traf sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> David hatte gesprochen: Ja, um nichts habe ich alles geh\u00fctet, was dem da geh\u00f6rt in der W\u00fcste, dass nicht vermisst wurde von dem Seinigen das geringste; er hat mir Gutes mit B\u00f6sem vergolten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So tue Gott den Feinden Davids und so fahre er fort, wenn ich \u00fcbrig lasse von Allem, was sein ist, bis zum Morgenlichte, was an die Wand pisset.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Als Abigail David erblickte, stieg sie schnell vom Esel und fiel vor David auf ihr Angesicht nieder, sich zur Erde b\u00fcckend,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Sie fiel ihm zu Fu\u00dfen und sprach: An mir, mein Herr ist die Schuld, so lasse doch deine Magd sprechen vor deinen Ohren und h\u00f6re an die Worte deiner Magd.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> M\u00f6chte sich doch mein Herr um diesen ruchlosen Menschen, um Nabal, nicht k\u00fcmmern, denn wie er hei\u00dft, so ist er. Nabal [niedertr\u00e4chtig] ist sein Name und Niedertr\u00e4chtigkeit ist an ihm; ich aber, deine Magd, habe nicht gesehen die Knaben meines Herrn, die du geschickt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Nun denn, mein Herr so wahr der Herr lebt und du lebst, dass der Herr es ist, der dich abgehalten, in Blutschuld zu kommen, dir selber Recht zu schaffen! M\u00f6gen wie Nabal sein alle deine Feinde, die meinem Herrn zu schaden suchen.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Und nun lass dieses Geschenk, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat, den Knaben geben, die unter Anf\u00fchrung meines Herrn einhergehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Vergib doch dem Verbrechen deiner Magd, Gott wird meinem Herrn ein dauerndes Haus errichten, denn gro\u00dfe Kriege f\u00fchrt mein Herr, und Unrecht m\u00f6ge sich bei dir niemals finden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Und ist ein Mensch aufgestanden, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so m\u00f6ge das Leben meines Herrn festgebunden sein in dem Lebensbund bei dem Herrn, deinem Gott, das Leben deiner Feinde aber m\u00f6ge er dahinschleudern in der Pfanne der Schleuder.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Wenn Gott dann dir tun wird, wie er Gutes \u00fcber dich verhei\u00dfen, und dich bestellet zum F\u00fcrsten \u00fcber Israel:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Dann wird dir dies nicht zum Ansto\u00df sein und zum Vorwurf im Herzen f\u00fcr meinen Herrn, dass er unschuldig Blut vergossen und mein Herr sich selbst Recht geschafft. Und l\u00e4sst es Gott meinem Herrn wohlergehen, so m\u00f6gest du deiner Magd gedenken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> David erwiderte darauf der Abigail: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der dich an diesem Tage mir entgegengesandt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Gesegnet sei dein verst\u00e4ndiger Sinn, und gesegnet seiest du, die mir gewehrt diesen Tag in Blutschuld zu kommen, mir selbst Recht zu schaffen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Allein so wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, der mich abgehalten, dir ein Leid zu tun, dass wenn du mir nicht eilig entgegengekommen w\u00e4rest, dem Nabal bis zum Morgenlichte nichts \u00fcbriggeblieben w\u00e4re, was an die Wand pisset.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> David nahm von ihrer Hand, was sie ihm gebracht; zu ihr aber sprach er: Ziehe hinauf in Frieden nach deinem Hause; ich habe dir Geh\u00f6r geschenkt aus Achtung f\u00fcr dich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Abigail kam zu Nabal hinein; er hatte ein k\u00f6nigliches Mahl in seinem Hause. Dem Nabal war wohl zu Mute, er war betrunken bis \u00fcber die Ma\u00dfe; sie aber erz\u00e4hlte ihm kein Wort davon bis zum Morgenlichte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Am Morgen aber, als der Weinrausch Nabal verlassen hatte, da berichtete ihm seine Frau, was sich zugetragen hatte; das Herz erstarb ihm im Leibe, es ward zu Stein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Nach zehn Tagen raffte der Herr den Nabal hin, und er starb.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Als David h\u00f6rte, dass Nabal gestorben war, sprach er: Gepriesen sei der Herr, der meine Beschimpfung an Nabal ger\u00e4cht hat, seinen Knecht vom B\u00f6sen zur\u00fcckgehalten, aber Nabals Niedertracht doch vergolten hat. David schickte nun zu Abigail und hielt um sie an, sie sich zur Frau zu nehmen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Die Knechte Davids kamen zu Abigail nach Karmel und redeten zu ihr also: David hat uns gesandt, dich ihm zum Weibe zu nehmen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Sie stand auf, b\u00fcckte sich mit dem Angesicht zur Erde und sprach: Deine Magd will deine Sklavin sein, die F\u00fc\u00dfe der Diener meines Herrn zu waschen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Abigail erhob sich dann schnell und ritt auf einem Esel samt den f\u00fcnf M\u00e4gden, die ihr folgten; sie ging hinter den Boten Davids her und ward seine Frau.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Und die Ahinoam nahm David von Isreel, und sie wurden beide nun seine Frauen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Saul aber gab seine Tochter Michal, die Frau Davids, dem Palti, Sohn Lajis von Gallim, [zur Frau].\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel26\">Kapitel 26<\/h2>\n<p>\n   David begegnet abermals Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> [Um jene Zeit] kamen die Bewohner von Sif zu Saul nach Gibea und berichteten: David h\u00e4lt sich verborgen auf dem H\u00fcgel Hakila vor der W\u00fcste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Saul machte sich auf und ging nach der W\u00fcste Sif mit dreitausend Mann, den Erlesensten Israels, den David in der W\u00fcste Sif aufzusuchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Saul lagerte auf dem H\u00fcgel Hakila vor der W\u00fcste am Wege, David aber weilte in der W\u00fcste. Als er sah, dass Saul ihm nachzog in der W\u00fcste,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Schickte David Kundschafter und erfuhr ganz bestimmt, dass Saul angekommen sei.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Nun machte sich David auf und kam an den Ort, woselbst Saul lagerte. David merkte sich den Ort, woselbst Saul und sein Heerf\u00fchrer Abner, Sohn Ners, lagen; Saul lag in dem Kreis, und das Volk lagerte rings um ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> David redete den Hitti Ahimelech und Abischaj, Sohn Zeruja, den Bruder Joabs, also an. Wer will mit mir hinabsteigen zu Saul in das Lager? Abischaj sprach: Ich will mir dir hinabsteigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David und Abischaj kamen nachts zu dem Volke; Saul lag schlafend in dem Kreis und seine Lanze, in die Erde gedr\u00fcckt, zu seinem Haupte; Abner und das Volk lagerten rings um ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Abischaj sprach zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand geliefert; so lass nun mich ihn mit dem Spie\u00df in die Erde mit einem Sto\u00dfe durchsto\u00dfen, ich werde keines zweiten brauchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber David sprach zu Abischaj: Bringe ihn nicht ums Leben, denn wer hat ausgestreckt seine Hand nach dem Gesalbten des Herrn und ist ungestraft geblieben?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David sprach weiter: So wahr der Herr lebt \u2014 lass nur den Herrn ihn hinraffen; sein Tag wird kommen, an dem er stirbt, oder er zieht in den Krieg und wird weggerafft.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Fern sei von mir um des Herrn willen, meine Hand auszustrecken nach dem Gesalbten des Herrn. Nimm nur die Lanze, die zu seinem Haupte, und den Wasserkrug und lass uns davongehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> David nahm die Lanze und den Wasserkrug von Sauls Kopflager weg, und sie gingen davon, niemand sah, niemand merkte und niemand erwachte, denn sie schliefen alle; eine Bet\u00e4ubung vom Herrn war auf sie gefallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David ging hin\u00fcber nach der anderen Seite und stellte sich auf die Spitze des Berges von ferne, es war ein weiter Raum zwischen ihnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David rief dem Volke und dem Abner, Sohn Ners, also zu: Antworte doch Abner! Abner antwortete und sprach: Wer bist du, der du schreiest zum K\u00f6nige?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da sprach David zu Abner: Du bist doch ein [bedeutender] Mann! Wer ist dir gleich in Israel? Warum hast du denn nicht gewacht \u00fcber deinen Herrn, den K\u00f6nig, dass nicht einer aus dem Volke komme, den K\u00f6nig, deinen Herrn, umzubringen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Nicht gut ist diese Sache, die du getan. So wahr der Herr lebt, dass ihr des Todes schuldig seid, weil ihr nicht gewacht habt \u00fcber euren Herrn, \u00fcber den Gesalbten des Herrn. Und siehe nach, wo die Lanze des K\u00f6nigs und der Wasserkrug ist, der zu seinem Haupte?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Saul erkannte die Stimme Davids und sprach: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? David antwortete: Meine Stimme ist es, mein Herr und K\u00f6nig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er sprach weiter: Warum verfolgt mein Herr seinen Knecht? Was habe ich getan und was ist bei mir B\u00f6ses?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und nun m\u00f6ge doch mein Herr der K\u00f6nig die Worte seines Knechtes erh\u00f6ren:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Wenn der Herr dich gegen mich aufgereizt, so wird er eine Opfergabe riechen, wenn aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem Herrn, dass sie mich vertrieben haben von dem Erbteil des Herrn und sprachen: Fort, diene fremden G\u00f6ttern [mich aus Pal\u00e4stina in die Fremde jagten, wo ich nicht Gott dienen kann].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> So m\u00f6ge denn mein Blut nicht zur Erde fallen, was Gott nicht will; da der K\u00f6nig von Israel ausgezogen ist, einen Floh zu suchen, wie man ein Rebhuhn im Gebirge verfolgt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Saul sprach: Ich habe gefehlt, kehre zur\u00fcck, mein Sohn David, denn ich werde dir ferner kein Leid zuf\u00fcgen, daf\u00fcr, dass mein Leben heut in deinen Augen teuer gewesen; gewi\u00df, ich war t\u00f6richt und habe mich sehr stark vergangen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> David sprach dann: Hier ist die Lanze des K\u00f6nigs; es komme einer der Knaben her\u00fcber und hole sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Herr aber erstatte jeglichem Manne seine Redlichkeit und seine Treue, da dich der Herr heute mir in die Hand gegeben, und ich meine Hand nicht ausstrecken wollte nach dem Gesalbten des Herrn. 24: Wie dein Leben nun teuer war in meinen Augen am heutigen Tage, so m\u00f6ge teuer sein mein Leben beim Herrn, und er m\u00f6ge mich aus aller Not retten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Saul sprach zu David: Gesegnet seiest du, mein Sohn David; alles wird dir gelingen. David ging seines Weges, und Saul kehrte zur\u00fcck an seinen Ort.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel27\">Kapitel 27<\/h2>\n<p>\n   David bei den Philistern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David dachte aber: An irgendeinem Tage werde ich doch durch die Hand Sauls fallen; f\u00fcr mich ist nichts besseres, als dass ich entrinne in das Land der Philister; Saul gibt es dann auf, mich ferner in dem ganzen Gebiete Israels, zu suchen, und ich bin ihm dann entronnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> David machte sich auf und ging \u00fcber, er und seine sechshundert Mann, zu Achis, Sohn Maoch, dem K\u00f6nige von Gat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David blieb bei Achis in Gat mit seinen Leuten, jeder mit seinem Hause, David und seine zwei Frauen Ahinoam aus Isreel und Abigail, die Witwe Nabals aus Karmel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dem Saul ward berichtet, dass David nach Gat entflohen, und er gab es auf, ihn zu suchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> David sprach zu Achis: Wenn ich doch Gunst gefunden in deinen Augen, so m\u00f6chte man mir einen Platz g\u00f6nnen in einer der Landst\u00e4dte, dass ich dort wohne; denn warum soll dein Knecht wohnen in der K\u00f6nigsstadt mit dir?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Achis gab ihm an jenem Tage Ziklag; darum geh\u00f6rt noch jetzt Ziklag den K\u00f6nigen von Jehuda.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David weilte im Gefilde der Philister ein Jahr und vier Monate.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> David zog mit seinen Leuten und sie streiften den Gesuri, den Gisri und Amaleki, denn diese waren Bewohner des Landes von jeher, bis gen Sur und bis zum Lande \u00c4gypten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da schlug David die Ortsbewohner und lie\u00df niemand am Leben, weder Mann noch Weib; er nahm Schafe und Rinder, Esel, Kamele und Kleider; dann kehrte er zu Achis zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Als Achis fragte: Wohin seid ihr heute gestreift? da antwortete David: An dem S\u00fcden von Jehuda, des Jerahme\u00e9li und des Keni.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Weder Mann noch Weib lie\u00df David leben, dass sie nach Gat k\u00e4men; er meinte, dass sie nicht berichten \u00fcber uns und sprechen: So hat David getan und so ist seine Weise all die Tage, die er im Gefilde der Philister gewohnt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Achis traute dem David und dachte: Er hat sich zerworfen mit seinem Volke Israel, er wird mir nun ein treuer Diener sein.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel28\">Kapitel 28<\/h2>\n<p>\n   \nDie Philister bekriegen Israel. \nEine Totenbeschw\u00f6rung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> W\u00e4hrend jener Zeit versammelten die Philister ihr Lager zum Heereszug, zu streiten mit Israel, und Achis sprach zu David: Du musst wissen, dass du mit mir in den Krieg zu ziehen hast, du und deine Leute.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da erwiderte David dem Achis: Du wirst bald erfahren, was dein Knecht leisten kann. Achis sprach zu David: So ernenn&#8216; ich dich zu meinem Leibw\u00e4chter f\u00fcr alle Zeit.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Samuel war bereits gestorben, beklagt von ganz Israel; er wurde in seiner Stadt Rama begraben. Saul aber hatte die Beschw\u00f6rer und Weissager aus dem Lande fortgeschafft.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Philister hatten sich versammelt und lagerten in Schunem. Saul versammelte ganz Israel und sie lagerten in Gilboa.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als Saul das Lager der Philister erblickte, f\u00fcrchtete er sich und sein Herz bebte sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Saul befragte den Herrn, aber der Herr antwortete ihm nicht, weder durch Tr\u00e4ume noch durch die Urim noch durch die Propheten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da sprach Saul zu seinen Dienern: Suchet mir eine Totenbeschw\u00f6rerin, dass ich zu ihr gehe und sie befrage. Seine Diener sprachen zu ihm: Eine Totenbeschw\u00f6rerin befindet sich zu En-Dor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da vermummte sich Saul, legte andere Kleider an und ging des Nachts mit zwei M\u00e4nnern zu der Frau. Er sprach zu ihr: Wahrsage mir doch durch Beschw\u00f6rung, und lass mir den erscheinen, den ich dir ansagen werde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber die Frau sprach zu ihm: Du wei\u00dft, was Saul getan, dass er ausgerottet die Totenbeschw\u00f6rer und Weissager aus dem Lande. Warum trachtest du nach meinem Leben, mich zu t\u00f6ten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Saul schwur ihr bei dem Herrn also: So wahr der Herr lebt, dich soll keine Strafe treffen in dieser Sache.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Das Weib fragte nun: Wen soll ich dir erscheinen lassen? Er antwortete: Den Samuel lasse mir erscheinen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Als die Frau den Samuel sah, da schrie es mit lauter Stimme auf. Das Weib sprach zu Saul also: Warum hast du mich betrogen, du bist ja Saul. [Einem Mann aus dem Volk w\u00fcrde diese g\u00f6ttliche Erscheinung nicht werden].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Aber der K\u00f6nig sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht; doch was hast du gesehen? Das Weib antwortete dem Saul: Einen g\u00f6ttlichen Mann sah ich aufsteigen aus der Erde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er fragte sie weiter: Wie ist seine Gestalt? Sie sprach: Ein alter Mann stieg herauf, in ein Oberkleid geh\u00fcllt. Saul merkte, dass es Samuel war, und neigte sich mit dem Angesicht zur Erde und b\u00fcckte sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Samuel sprach zu Saul: Warum hast du mich aufgest\u00f6rt, dass du mich herbringen lie\u00dfest? Saul erwiderte: Mir ist sehr bange; die Philister streiten gegen mich und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Traume, da lie\u00df ich dich rufen, mir kund zu tun, was ich unternehmen soll.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Samuel sprach: Warum fragst du mich, da der Herr von dir gewichen und dein Feind geworden?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der Herr hat getan, wie er durch mich geredet; der Herr hat das K\u00f6nigtum dir entrissen und es deinem Genossen David gegeben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Weil du nicht gehorcht hast dem Befehl des Herrn und nicht vollzogen seine Rache an Amalek. Darum tut dir der Herr heute also.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der Herr wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben; morgen bist du und deine S\u00f6hne bei mir [im Grabe]. Auch das Lager Israel gibt der Herr in die Hand der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Saul fiel nach seiner L\u00e4nge zur Erde, denn er war sehr erschrocken \u00fcber die Worte Samuels, auch war keine Kraft in ihm, denn er hatte nichts genossen den ganzen Tag und die ganze Nacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Das Weib kam zu Saul und sah, dass er sehr entsetzt war. Da sprach sie zu ihm: Deine Magd hat deinem Befehl gehorcht, und ich wagte dabei mein Leben, indem ich auf deine Worte geh\u00f6rt habe, die du zu mir geredet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> So h\u00f6re denn auch du auf die Stimme deiner Magd und lasse mich dir vorsetzen ein St\u00fcck Brot und i\u00df, dass Kraft in dir sei, wenn du auf dem Wege gehest.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Aber er weigerte sich und sprach: Ich esse nicht. Da drangen seine Diener und auch die Frau in ihn; er h\u00f6rte auf ihre Stimme, stand auf von der Erde und setzte sich auf das Bett.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Das Weib hatte ein Mastkalb im Haus; sie eilte und schlachtete es, nahm Mehl und knetete es und backte daraus unges\u00e4uerte Kuchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sie setzte es Saul und seinen Dienern vor, und sie a\u00dfen; dann machten sie sich auf und gingen fort in derselben Nacht.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel29\">Kapitel 29<\/h2>\n<p>\n  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Philister versammelten alle ihre Lager nach Afek; Israel lagerte an der Quelle zu Isre\u00eal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die F\u00fcrsten der Philister zogen vor\u00fcber zu Hunderten und Tausenden, und David und seine Leute zogen zuletzt mit Achis vor\u00fcber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die F\u00fcrsten der Philister fragten: Was sollen da die Hebr\u00e4er? Achis sprach zu den F\u00fcrsten der Philister: Das ist ja David, der Diener Sauls, K\u00f6nigs von Israel, der bei mir schon Tage und Jahre gewesen; ich habe an ihm nichts auszusetzen gefunden seit seinem \u00dcbergange bis auf diesen Tag.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Aber die F\u00fcrsten der Philister z\u00fcrnten \u00fcber ihn und sprachen zu ihm: Lass den Mann gehen, er kehre an seinen Ort zur\u00fcck, woselbst du ihn aufgehoben, dass er nicht mit uns in den Krieg ziehe und uns nicht im Kriege hinderlich sei. Denn wodurch k\u00f6nnte sich dieser mit seinem Herrn vers\u00f6hnen? Doch wohl nur durch die K\u00f6pfe dieser Leute!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ist das nicht derselbe David, dem sie in den Reigen also sangen: Geschlagen hat Saul Tausende und David Myriaden?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Achis rief den David und sprach zu ihm: So wahr der Herr lebt, du bist rechtlich, und mir w\u00e4re es durchaus recht, wenn du bei mir im Lager bliebest; denn ich habe nichts B\u00f6ses an dir gefunden vom Tage deiner Ankunft bei mir bis auf diesen Tag, aber den F\u00fcrsten gef\u00e4llst du nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Kehre demnach in Frieden zur\u00fcck, und tue nichts, was den F\u00fcrsten der Philister missfallen k\u00f6nnte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> David sprach zu Achis: Aber was habe ich getan, und was hast du an deinem Knecht gefunden von dem Tage, da ich zu dir kam, bis heute, dass ich nicht kommen darf, um gegen die Feinde meines Herrn, des K\u00f6nigs, zu streiten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Achis antwortete und sprach zu David: Ich wei\u00df, dass du mir ehrlich erscheinst wie ein Engel Gottes, jedoch die Fursten der Philister sagten: Er soll nicht mit uns in den Krieg ziehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> So mache dich denn morgen fr\u00fch auf samt den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen; steht fr\u00fch auf, und wenn es hell wird, dann ziehet fort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> David machte sich am Morgen fr\u00fch mit seinen Leuten auf, um in das Land der Philister zur\u00fcckzukehren; die Philister aber zogen hinauf nach Isre\u00e9l.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel30\">Kapitel 30<\/h2>\n<p>\n   \nDavids K\u00e4mpfe gegen Amalek.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als David am dritten Tage mit seinen Leuten in Ziklag ankam, da hatten die Amalekiter den S\u00fcden und auch Ziklag \u00fcberfallen. Ziklag war von ihnen erobert und niedergebrannt worden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Sie hatten alle Frauen der Stadt gefangen genommen, klein und gro\u00df, aber niemanden get\u00f6tet. So f\u00fchrten sie alle davon und gingen ihres Weges.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David und seine Leute kamen in die Stadt und fanden sie niedergebrannt, ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter waren weggef\u00fchrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da weinten David und das Volk, das bei ihm war, bitterlich, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Auch die beiden Frauen Davids waren gefangen, Ahinoam von Isre\u00e9l und Abigail, die Witwe Nabals von Karmel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> David hatte gro\u00dfe Angst, denn das Volk wollte ihn steinigen, so erbittert war das ganze Volk, jeder einzelne um seine S\u00f6hne und um seine T\u00f6chter. Aber David blieb stark im Vertrauen auf den Herrn, seinen Gott.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David sprach zu dem Priester Ebiatar, Sohn Ahimelechs: Bringe mir doch das Efod her! Ebiatar brachte dem David das Efod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> David befragte den Herrn also: Soll ich dieser Schar nachsetzen, \u2014 werde ich sie erreichen? Gott sprach zu ihm: Setze nach, denn du wirst erreichen und du wirst retten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da ging David mit den sechshundert Mann, die bei ihm waren; sie kamen an den Bach Besor. Die nicht weiterziehen konnten, blieben da zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David setzte [dem Feind] mit vierhundert Mann nach, zweihundert Mann blieben zur\u00fcck, weil sie zu hinf\u00e4llig waren, um \u00fcber den Bach Besor zu ziehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da fanden sie einen \u00e4gyptischen Mann auf dem Feld und brachten ihn zu David. Sie gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie gaben ihm auch ein St\u00fcck Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen, und er a\u00df, und sein Geist kehrte wieder zu ihm, denn er hatte nichts gegessen und nichts getrunken drei Tage und drei N\u00e4chte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David fragte ihn. Wem und wohin geh\u00f6rst du? Er antwortete: Ein \u00e4gyptischer Knabe bin ich, Knecht eines amalekitischen Mannes; mein Herr hat mich verlassen, denn ich bin seit drei Tagen krank.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Wir sind umhergestreift nach der S\u00fcdseite des Kreti und \u00fcber das Gebiet Inda und \u00fcber die S\u00fcdseite von Kaleb, und Ziklag haben wir im Feuer verbrannt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> David fragte ihn weiter: Willst du mich hinbringen zu dieser Schar? Er sprach: Schw\u00f6re mir bei Gott, dass du mich nicht t\u00f6ten und auch nicht ausliefern wirst in die Hand meines Herrn, so will ich dich hinbringen zu dieser Schar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Er brachte ihn hin; sie waren \u00fcber das ganze Gebiet zerstreut, essend und trinkend und tanzend um all die reiche Beute, die sie genommen aus dem Lande der Philister und aus dem Lande Jehuda.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da schlug David unter sie von der D\u00e4mmerung bis zum Abend des folgenden Tages, es entkam kein Mann von ihnen au\u00dfer vierhundert jungen M\u00e4nnern, die auf Kamelen ritten und geflohen waren.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> David rettete alles was Amalek genommen; auch seine beiden Frauen rettete David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Es fehlte ihnen nichts, weder Gro\u00df noch Klein, weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter noch Beute, noch alles, was sie ihnen genommen hatten. Alles brachte David zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> David nahm auch all die Schafe und Rinder, sie gingen vor diesen Herden her und sprachen. Das ist die Beute Davids.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Dann kam David zu den zweihundert Mann, die zu hinf\u00e4llig gewesen waren, um David zu folgen, und die er hatte zur\u00fcckgelassen am Bache Besor. Sie zogen David und dem Volke entgegen, das mit ihm gegangen war. Da trat David an das Volk heran und befragte sie nach ihrem Wohlsein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da huben alle B\u00f6sen und Ruchlosen unter den M\u00e4nnern, die mit David gegangen waren, an und sprachen: Darum, dass sie nicht mit uns gegangen sind, wollen wir ihnen nichts geben von der Beute, die wir genommen, sondern nur jeglichem seine Frau und seine Kinder, die m\u00f6gen sie sich nehmen und dann gehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Aber David sprach: Thut nicht also, meine Br\u00fcder, daf\u00fcr, dass uns der Herr gegeben, er hat uns beh\u00fctet und hat uns die Schar, die uns \u00fcberfallen, in unsere Hand geliefert.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Und wer wird auf euch h\u00f6ren in dieser Sache? Denn gleich ist der Anteil dessen, der mitgezogen in den Krieg, und der Anteil dessen, der bei dem Gep\u00e4ck geblieben; gemeinsam m\u00fcssen sie teilen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Von jenem Tage an wurde dies zur Satzung und zur Vorschrift f\u00fcr Israel bis auf diesen Tag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> David kam nach Ziklag und sandte von der Beute an die \u00c4ltesten Jehudas, an alle seine Bekannten, mit den Worten: Hier habt ihr ein Geschenk von der Beute der Feinde des Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> An die in Bet-El, an die in RamotNegeb und an die in Jattir;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> An die in Aro\u00ear, an die in Sifemot und an die in Estemoa;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> An die in Rachal, an die in den St\u00e4dten des Jerahmeeli und an die in den St\u00e4dten des Keni;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> An die in Horma, an die in KorAsan und an die in Atech,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> An die in Hebron und nach all den Orten, woselbst David mit seinen Leuten umhergezogen war.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel31\">Kapitel 31<\/h2>\n<p>\n   \nSauls und seiner S\u00f6hne Heldentod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Die Philister stritten unterdes mit Israel; es flohen die M\u00e4nner von Israel vor den Philistern und ihrer viele fielen auf dem Berge Gilboa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Die Philister holten Saul und seine S\u00f6hne ein. Die Philister erschlugen Jonatan und Abinadab und Malkisua, die S\u00f6hne Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Die Schlacht wurde immer ung\u00fcnstiger f\u00fcr Saul. Es trafen ihn die Sch\u00fctzen, M\u00e4nner mit den Bogen; es wurde ihm angst vor den Sch\u00fctzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da sprach Saul zu seinem Waffentr\u00e4ger: Z\u00fccke dein Schwert und durchbohre mich damit, dass diese Unbeschnittenen nicht kommen und mich durchbohren und mich misshandeln. Aber sein Waffentr\u00e4ger wollte nicht, denn er f\u00fcrchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und st\u00fcrzte sich darauf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sein Waffentr\u00e4ger sah, dass Saul tot war, da st\u00fcrzte auch er auf sein Schwert und starb mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> So starben Saul, seine drei S\u00f6hne und sein Waffentr\u00e4ger samt allen seinen Leuten an einem Tage zusammen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Als die M\u00e4nner Israels, die jenseits des Thales und jenseits des Jordan waren, sahen, dass die M\u00e4nner Israels geflohen und dass Saul und seine S\u00f6hne gestorben, da verlie\u00dfen sie die St\u00e4dte und flohen; es kamen die Philister und nahmen [die St\u00e4dte] in Besitz.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Am folgenden Tage kamen die Philister, die Erschlagenen zu pl\u00fcndern; sie fanden Saul und seine drei S\u00f6hne gefallen auf dem Berge Gilboa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie schnitten ihm den Kopf ab, zogen ihm seine R\u00fcstung aus und schickten im Lande der Philister herum, die Botschaft zu verk\u00fcnden in ihrem G\u00f6tzenhause und dem Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Seine R\u00fcstung taten sie in das Haus der Astarot, und seinen Leichnam schlugen sie an die Mauer von Bet-San.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Bewohner von Jabes-Gilead vernahmen die Kunde dessen, was die Philister an Saul getan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da machten sich alle tapfern M\u00e4nner auf und gingen die ganze Nacht und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner S\u00f6hne von der Mauer von Bet-San und kamen mit ihnen nach Jabes zur\u00fcck und verbrannten sie daselbst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske in Jabes und fasteten sieben Tage.\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div> Elkana war vom Stamme Levi, er wohnte aber in Rama, im Gebirge Efraim.<\/div><\/li><li><span>2<\/span><div> In der N\u00e4he von Bet-Lehem gab es einen Ort Efrat; sonst waren die M\u00e4nner Efraims so benannt.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Erste Buch Schmuel (Samuel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Kapitel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Kapitel 1 Die Geburt Samuels. 1. Es war ein Mann von Ramatajim Zofim vom Gebirge Efraim, er hie\u00df Elkana Sohn Jerohams, Sohnes Elihus, Sohnes Tohus, Sohnes Zufs, ein Efrati. 2. Er hatte zwei Frauen, die eine hie\u00df Hanna und die andere Peninna. Peninna hatte Kinder, Hanna aber hatte keine Kinder. 3. Dieser Mann ging allj\u00e4hrlich aus seiner Stadt, sich zu b\u00fccken und zu opfern vor dem Herrn Zebaot in Silo. Daselbst [versahen den Altardienst] die beiden S\u00f6hne des [Hohepriesters] Eli, Hofni und Pinchas, Priester des Herrn. 4. Eines Tages opferte Elkana, und er gab seiner Frau Peninna und all ihren S\u00f6hnen und ihren T\u00f6chtern Teile. 5. Aber der Hanna gab er ein doppeltes Teil, denn die Hanna liebte er sehr, obschon der Herr ihren Mutterscho\u00df verschlossen hatte. 6. 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