{"id":5909,"date":"2020-06-09T09:47:43","date_gmt":"2020-06-09T07:47:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=5909"},"modified":"2023-04-18T09:10:04","modified_gmt":"2023-04-18T07:10:04","slug":"das-buch-schmuel-2-bet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/das-buch-schmuel-2-bet\/","title":{"rendered":"Das Buch Schmuel 2 (Bet)"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Zweite Buch Schmuel (Samuel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kapitel<\/h2>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#Kapitel24\">24<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"Kapitel1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>\n   \nDavid in Ziklag. Seine Klage um Saul und Jonatan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach dem Tode Sauls, David war aber eben von seinem Sieg \u00fcber Amalek zur\u00fcckgekehrt, da blieb David zwei Tage in Ziklag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Am dritten Tage kam ein Mann aus dem Lager Sauls, seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Haupte. Als er zu David kam, fiel er zur Erde und b\u00fcckte sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete: Vom Lager Israels bin ich gefl\u00fcchtet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> David fragte ihn weiter: Wie stand die Sache? berichte mir doch alles. Er erz\u00e4hlte: Das Volk ist geflohen von der Schlacht; viele vom Volke sind im Kriege gefallen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sprach David zu dem jungen Menschen, der ihm berichtete: Wie wei\u00dft du, dass Saul tot ist und sein Sohn Jonatan?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Darauf erwiderte der junge Mensch, der ihm berichtete: Ich geriet zuf\u00e4llig [in ein Gemenge] auf dem Berg Gilboa und sah Saul, gestemmt auf seine Lanze; die Wagen und die Reiter hatten ihn erreicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Er wandte sich um und sah mich und rief mir zu, und ich sprach: Hier bin ich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und er fragte mich: Wer bist du? Ich sprach zu ihm: Ein Amalekiter bin ich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach er zu mir: Mache dich \u00fcber mich her und t\u00f6te mich, denn der Krampf hat mich ergriffen, kaum dass ich noch lebe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da machte ich mich \u00fcber ihn her und t\u00f6tete ihn, denn ich wusste, dass er nicht leben w\u00fcrde nach seinem Falle. Ich nahm das Diadem, das auf seinem Haupte, und das Armband, das um seinen Arm, und bringe sie nun meinem Herrn hierher.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da ergriff David seine Kleider und zerriss sie. Auch all die M\u00e4nner bei ihm taten so.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sie klagten und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und seinen Sohn Jonatan und um das Volk des Herrn und um das Haus Israel, das gefallen war durch das Schwert.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David fragte den jungen Menschen, der ihm berichtete: Woher bist du? Er antwortete: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings [der unter den Israeliten wohnt].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach David zu ihm: Wie hast du dich nicht gef\u00fcrchtet, deine Hand zu erheben und den Gesalbten des Herrn umzubringen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> David rief einen von den Burschen und sprach: Tritt her und sto\u00dfe ihn nieder. Er schlug ihn nieder, dass er starb.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> David sprach dann: Du hast den Tod wohl verdient, denn dein eigener Mund hat wider dich gezeugt, mit den Worten: Ich habe den Gesalbten des Herrn get\u00f6tet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da stimmte David dies Klagelied an um Saul und seinen Sohn Jonatan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er sprach: Man lehre die S\u00f6hne Jehudas den Bogen. \u2014 Es ist geschrieben in dem Buche Jaschar [der Heldenlieder]. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dein Schmuck, o Israel, liegt auf deinen H\u00f6hen erschlagen. Wie sind gefallen die Helden!\n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Verk\u00fcndet es nicht in Gat, bringet die Botschaft nicht in die Stra\u00dfen von Aschkelon, dass sich nicht freuen die T\u00f6chter der Philister, dass nicht frohlocken die T\u00f6chter der Unbeschnittenen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Berge von Gilboa! nicht Tau, nicht Regen falle auf euch, nicht [sollt ihr f\u00fcrder sein] Gefilde der Erstlingsgaben; denn dort ward beschimpft der Schild des Helden, der Schild Sauls, der nie mit \u00d6l bestrichen war \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Sondern nur mit dem Blut der Erschlagenen, dem Fette der [gefallenen] Helden. Jonatans Bogen wich nie r\u00fcckw\u00e4rts und Sauls Schwert kehrte nicht leer zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Saul und Jonatan, die Geliebten und Holden in ihrem Leben, auch in ihrem Tode sind sie nicht getrennt; mehr denn Adler waren sie schnell, mehr denn L\u00f6wen stark. 24, T\u00f6chter Israels weinet um Saul, der euch gekleidet in Purpur und herrlichen Schmuck, der goldenen Schmuck zog \u00fcber euer Kleid!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Wie sind gefallen die Helden im Kriege, Jonatan auf deinen H\u00f6hen erschlagen!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Leid ist mir um dich, mein Bruder Jonatan! Wie sehr warst du mir s\u00fc\u00df! Einzig war mir deine Liebe, mehr denn Liebe der Frauen!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Wie sind gefallen die Helden, zerbrochen des Krieges R\u00fcstzeug!\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p>\n   \nDie Spaltung in Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nachher befragte David den Herrn: Soll ich gehen in eine der St\u00e4dte von Jehuda? Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin. Da fragte David weiter: Wohin soll ich gehen? Der Herr sprach: Nach Hebron.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> David ging dahin und mit ihm seine Frauen, Ahinoam von Isreel und Abigail, die Witwe Nabals von Karmel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Auch seine Leute, die er mit sich f\u00fchrte, brachte David hin, jeden mit seiner Familie, und sie wohnten in den St\u00e4dten von Hebron.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da kamen die M\u00e4nner von Jehuda und salbten David zum K\u00f6nig \u00fcber das Reich Jehuda. Man meldete dem David damals: Die M\u00e4nner von Jabes-Gilead waren es, die Saul begraben haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da sandte David Boten zu den M\u00e4nnern von Jabes-Gilead und lie\u00df ihnen sagen: Seid gesegnet dem Herrn daf\u00fcr, dass ihr diese Liebe eurem Herrn, dem Saul, erwiesen habt und ihn begraben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und nun m\u00f6ge der Herr euch Liebe und Treue erweisen, und auch ich will euch viel Gutes erweisen, weil ihr diese Sache getan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nun aber seid mutige und tapfere M\u00e4nner, denn euer Herr Saul ist tot; zudem hat mich das Haus Jehuda zum K\u00f6nig \u00fcber sich gesalbt.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Aber Abner, der Sohn Ners, der Heerf\u00fchrer des Saul, hatte unterdessen den Isch-Boschet, Sohn des Saul, genommen und ihn nach Mahanajim hin\u00fcbergef\u00fchrt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Er setzte ihn zum K\u00f6nig \u00fcber Gilead, Asuri, Isreel, Efraim und Benjamin ein; also \u00fcber ganz Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Vierzig Jahre alt war Isch-Boschet, Sohn des Saul, als er K\u00f6nig wurde \u00fcber Israel; er regierte zwei Jahre; nur das Haus Jehuda hing David an.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Die Zeit, die David K\u00f6nig war zu Hebron \u00fcber das Haus Jehuda, dauerte sieben Jahre und sechs Monate.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Einst zogen Abner, Sohn Ners, und die Knechte des Isch-Boschet, Sohnes Sauls, von Mahanajim nach Gibeon.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Auch Joab, Sohn Zerujas, und die Knechte Davids zogen aus; sie trafen bei dem Teiche von Gibeon zusammen; diese setzten sich diesseits des Teiches und jene jenseits des Teiches.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach Abner zu Joab: M\u00f6gen die jungen Leute aufstehen und Kampfspiele beginnen. Joab erwiderte: M\u00f6gen sie es tun!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Sie machten sich auf und gingen hin\u00fcber nach gleicher Zahl; zw\u00f6lf f\u00fcr Benjamin, f\u00fcr Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und zw\u00f6lf von den Leuten Davids.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Sie ergriffen einer den andern beim Kopfe und mit dem Schwert sstie\u00dfen sie einander in die Seite und fielen insgesamt. Man nannte daher diesen Ort: Helkat Hazzurim [Acker der Klingen], der zu Gibeon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der Kampf wurde immer ernster an jenem Tage; Abner und die M\u00e4nner Israels wurden von den Leuten Davids besiegt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Es befanden sich daselbst die drei S\u00f6hne Zerujas: Joab, Abischajd und Assahel. Assahel war leicht zu Fu\u00df wie einer der Hirsche auf der Flur.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Assahel jagte dem Abner nach und wollte weder rechts noch links von Abner weichen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da wandte sich Abner um und fragte: Bist du es Assahel? Er antwortete: Ich bin es.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sprach Abner zu ihm: Beuge aus zur Rechten oder zur Linken, greife dir einen der Burschen und nimm dir seine R\u00fcstung. Assahel wollte aber nicht von ihm weichen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da sprach Abner nochmals zu Asfahel: Weiche doch von mir, warum soll ich dich zu Boden schlagen? Wie soll ich denn Joab, deinem Bruder, mein Angesicht zeigen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Er wollte aber nicht weichen; Abner schlug ihn mit dem untern Teile der Lanze in die Weiche, die Lanze fuhr ihm von hinten heraus, er fiel dort nieder und starb auf der Stelle. Wer immer an dem Ort vorbeikam, woselbst Assahel gefallen und gestorben war, blieb da stehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Joab und Abischaj jagten dem Abner nach; die Sonne war bereits untergegangen als sie bis zum H\u00fcgel Amma kamen, der vor Giah auf dem Wege zur W\u00fcste Gibeon lag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Die S\u00f6hne Benjamin versammelten sich hinter Abner, sie bildeten einen Haufen und stellten sich [kampfbereit] auf den Gipfel eines H\u00fcgels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Aber Abner rief dem Joab zu und sprach: Soll denn immerw\u00e4hrend das Schwert unter uns aufreiben? Wei\u00dft du nicht dass es ein b\u00f6ses Ende nehmen muss? Wie lange noch willst du dem Volke nicht sagen, von ihren Br\u00fcdern abzulassen? \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da sprach Joab: So wahr Gott lebt, dass wenn du den Vorschlag [wegen des Kampfspieles] nicht gemacht h\u00e4ttest, so w\u00e4re das Volk schon seit fr\u00fch einer vom andern weggezogen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Joab stie\u00df in die Posaune, das ganze Volk hielt inne, dass sie nicht mehr hinter Israel herjagten, und so h\u00f6rte der Streit auf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Abner und seine Leute gingen durch die Steppe die ganze Nacht hindurch; sie setzten \u00fcber den Jordan, durchzogen das ganze Bitron und kamen nach Mahanajim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Joab lie\u00df ab von der Verfolgung Abners und sammelte das ganze Volk. Von den Knechten Davids wurden neunzehn Mann vermi\u00dft und Assahel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Die Knechte Davids hatten erlegt von Benjamin, unter den Leuten des Abner, dreihundert und sechzig Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Den Assahel trugen sie fort und begruben ihn im Begr\u00e4bnisse seines Vaters zu Bet-Lehem. Joab und seine Leute gingen die ganze Nacht, und es tagte ihnen in Hebron.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p>\n   \nAbner unterhandelt mit David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ein langj\u00e4hriger Krieg herrschte zwischen dem Hause Saul und dem Hause David. David wurde immer st\u00e4rker, das Haus Saul immer schw\u00e4cher.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> In Hebron wurden dem David S\u00f6hne geboren. Sein Erstgeborener war Amnon von der Ahinoam aus Isreel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sein zweiter Sohn Kilab, von der Abigail, der Witwe Nabals aus Karmel; der dritte Awschalom, Sohn der Maacha, der Tochter Talmajs, K\u00f6nigs von Gesur:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der vierte Adonija, Sohn der Haggit; der f\u00fcnfte Sefatja, Sohn der Abital.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der sechste Jitream von Egla, dem Weibe Davids. Diese wurden dem David in Hebron geboren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als zwischen dem Hause Saul und dem Hause David der Krieg herrschte, hielt Abner fest zu dem Hause Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Saul hatte eine Nebenfrau, namens Rizpa, eine Tochter Ajas. Eines Tages fragte Isch-Boschet Abner [vorwurfsvoll]: Warum bist du zu dem Kebsweib meines Vaters gekommen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da z\u00fcrnte Abner sehr \u00fcber die Worte Isch-Boschets und sprach: Bin ich denn ein Hundskopf von Jehuda, [dass du mit mir in einem solchen Tone sprichst]? Zuerst erweise ich Liebe dem Hause Sauls, deines Vaters, seinen Verwandten, seinen Genossen und habe dich nicht in die Hand Davids geliefert, und nun rechnest du mir das Vergehen mit der Frau an?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> So wolle Gott mit Abner tun und so mit ihm fortfahren, \u2014 dass, wie der Herr dem David geschworen, ich ihm auch tun will;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Zu entziehen die Herrschaft dem Hause Saul und den Thron Davids \u00fcber Israel und \u00fcber Jehuda von Dan bis Beer-Schewa aufzurichten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Isch-Boschet vermochte nicht Abner etwas zu entgegnen, weil er ihn f\u00fcrchtete.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Abner schickte auf der Stelle Boten an David und lie\u00df sagen: We\u00df ist das Land? Damit wollte er sagen: Schlie\u00dfe dein B\u00fcndnis mit mir und ich helfe dir zuzuwenden ganz Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David antwortete: Gut! ich will mit dir einen Bund schlie\u00dfen, aber eine Sache fordere ich von dir, n\u00e4mlich: Du darfst nicht mein Angesicht sehen, es sei denn, du habest vorher gebracht Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst mein Angesicht zu sehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da schickte David Boten zu Isch-Boschet, Sohn Sauls, und lie\u00df sagen: Gib mir meine Frau zur\u00fcck, die Michal, die ich mir erheiratet um hundert Vorh\u00e4ute der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Isch-Boschet schickte und lie\u00df sie von ihrem Manne, [an den sie unterdessen verheiratet wurde] von Paltiel, dem Sohne Lajis, holen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Ihr Mann ging hinter ihr her bis Bahurim und weinte fort und fort. Da sprach Abner zu ihm: Gehe, kehre um; und er kehrte um.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Abner lie\u00df nun den Vornehmen Israels sagen: Schon seit jeher begehrtet ihr David zum K\u00f6nig \u00fcber euch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und nun handelt danach; denn der Herr hat von David also gesprochen: Durch die Hand meines Knechtes David will ich retten mein Volk Israel aus der Hand der Philister und aus der Hand aller Feinde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Abner redete dasselbe auch zu den Benjaminiten. Da ging Abner nach Hebron, um mit David das zu besprechen, was alle Israeliten und Benjaminiten w\u00fcnschten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Abner war also zu David nach Hebron gekommen, mit ihm waren zwanzig M\u00e4nner. Da gab David dem Abner und den M\u00e4nnern, die bei ihm waren, ein Gastmahl.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Abner sprach dann zu David: Lass mich aufstehen und gehen; ich will um meinen Herrn, den K\u00f6nig, ganz Israel versammeln, dass sie mit dir einen Bund schlie\u00dfen und du nach Wunsch regierest. David entlie\u00df den Abner, und er ging in Frieden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da kamen die Knechte Davids und Joab von dem Streifzuge zur\u00fcck, sie hatten reiche Beute mitgebracht. Abner aber war nicht mehr bei David in Hebron, denn er hatte ihn entlassen, und er ging in Frieden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Joab aber und das ganze Heer mit ihm kam an, und man berichtete Joab also: Abner, der Sohn Ners, ist zum K\u00f6nig gekommen; er hat ihn entlassen, und er ging in Frieden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da kam Joab zum K\u00f6nig und sprach: Was hast du getan? Abner ist zu dir gekommen; warum hast du ihn denn entlassen, dass er fortgehen durfte?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Du kennst doch den Abner Sohn Ners, er ist gewi\u00df gekommen, dich zu \u00fcberreden, zu erfahren deinen Ausgang und deine Ankunft, zu erfahren alles, was du tust.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Joab ging hinaus von David und sandte Boten hinter Abner her; und sie brachten ihn zur\u00fcck von der Grube Sira; David aber wusste nichts davon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Abner kehrte zur\u00fcck nach Hebron. Da f\u00fchrte ihn Joab in das Tor, um mit ihm leise zu reden, und schlug ihn dort in die Weiche, dass er f\u00fcr das Blut seines Bruders Assahels starb.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> David h\u00f6rte es nachher und sprach: Schuldfrei bin ich und mein K\u00f6nigtum vor dem Herrn f\u00fcr immer vom Blute Abners, des Sohnes Ners.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> M\u00f6ge es auf das Haupt Joabs kommen und auf das ganze Haus seines Vaters. Es sollen nicht in dem Hause Joabs aufh\u00f6ren Samenfl\u00fcssige und Auss\u00e4tzige, Lahme, Schw\u00e4chlinge und Darbende.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Joab und sein Bruder Abischaj hatten also Abner daf\u00fcr [meuchlings] erschlagen, dass er ihren Bruder Assahel in Gibeon im Kampfe get\u00f6tet hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> David sprach zu Joab und zu all dem Volke, das mit ihm: Zerrei\u00dfet eure Kleider und leget Sacke an und klaget vor Abner her. Der K\u00f6nig David ging hinter der Bahre.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Sie begruben Abner in Hebron; der K\u00f6nig erhob seine Stimme und weinte an dem Grabe Abners, und das Volk weinte mit.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Der K\u00f6nig klagte um Abner und sprach: Eines solchen unw\u00fcrdigen Todes musste Abner sterben?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Deine H\u00e4nde waren nicht gebunden und deine F\u00fc\u00dfe nicht in die eherne Fessel gebracht. Wie man vor Ruchlosen f\u00e4llt, bist du gefallen. Da weinte all das Volk noch mehr um ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Es kam nun all das Volk, dem K\u00f6nige Speise zu geben noch bei Tage, doch David schwur also: So tue mir Gott und so fahre er fort, wenn ich vor Sonnenuntergang Speise koste oder sonst das Geringste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Und all das Volk erkannte, [dass David an dem Mord unschuldig war] und es gefiel ihnen; alles was der K\u00f6nig tat, gefiel dem Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Das Volk, ganz Israel, sah klar an jenem Tage, dass es nicht vom K\u00f6nige ausgegangen war, den Abner, Sohn Ners, zu t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu seinen Dienern: Ihr sehet ein, dass ein F\u00fcrst und ein Gro\u00dfer heute gefallen ist in Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Ich aber bin noch jung, erst zum K\u00f6nig gesalbt, und diese M\u00e4nner, die S\u00f6hne Zerujas, sind m\u00e4chtiger als ich. Der Herr vergelte dem, der das B\u00f6se getan, nach seiner Bosheit.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p>\n   \nIsch-Boschet wird ermordet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als der Sohn Sauls vernahm, dass Abner zu Hebron get\u00f6tet wurde, da wurde er mutlos, und ganz Israel war erschreckt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Zwei M\u00e4nner waren Anf\u00fchrer der Schaaren bei dem Sohne Sauls; der eine hie\u00df Baana und der andere Rehab, S\u00f6hne Rimmons von Be\u00e9rot, von dem Stamme Benjamin; denn auch Be\u00e9rot ward gerechnet zu Benjamin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Aber die von Be\u00e9rot entflohen nach Gittajim und blieben dort wohnen bis auf diesen Tag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Jonatan, Sohn Sauls, hatte einen Sohn, der an den F\u00fc\u00dfen lahm war. F\u00fcnf Jahre war er alt, als die Nachricht von Sauls und Jonatans [Tod) von Isre\u00eal kam; da trug ihn seine Warterin fort und floh, und in der Hast ihrer Flucht fiel er hin und ward lahm; er hie\u00df Mefiboschet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Die S\u00f6hne des Rimmon, Rehab und Baana, gingen von Be\u00e9rot fort und kamen um die Glutzeit des Tages in das Haus des Isch-Boschet, der eben seine Mittagsruhe hielt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie waren bis in das Innere des Hauses als Weizenh\u00e4ndler gekommen und schlugen [Isch-Boschet) in die Weiche; Rehab und sein Bruder Baana entronnen dann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie waren n\u00e4mlich in das Haus gekommen, als [Isch-Boschet) auf seinem Bette in seinem Schlafzimmer lag; da schlugen sie ihn und t\u00f6teten ihn und schnitten ihm den Kopf ab. Sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg durch die Steppe die ganze Nacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie brachten den Kopf Isch-Boschets zu David nach Hebron und sprachen zu dem K\u00f6nig: Da ist der Kopf des Isch-Boschet, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben getrachtet; so hat Gott meinem Herrn dem K\u00f6nig, heute Rache geg\u00f6nnt an Saul und an seinen Nachkommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da antwortete David dem Rehab und seinem Bruder Baana, den S\u00f6hnen des Rimmon von Be\u00e9rot, und sprach zu ihnen: So wahr der Herr lebt, der erl\u00f6st hat mein Leben aus jeglicher Not,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Dass, wer mir gemeldet hat und gesprochen: Saul ist tot, und er sah sich noch wie einen Heilboten an, \u2014 dass ich ihn ergriff und ihn erschlug in Ziklag, dem ich doch einen Botenlohn h\u00e4tte geben sollen;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Wie vielmehr da frevelhafte M\u00e4nner einen gerechten Mann in seinem Hause auf seinem Lager erschlugen: Demnach sollte ich nicht fordern sein Blut von eurer Hand und euch nicht wegtilgen aus dem Lande?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da gebot David den Burschen und sie erschlugen sie, sie hieben ab ihre H\u00e4nde und ihre F\u00fc\u00dfe und hingen sie auf am Teiche in Hebron. Den Kopf des Isch-Boschet nahmen sie und begruben ihn in der Gruft Abners zu Hebron.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p>\n   \nDavid wird K\u00f6nig \u00fcber ganz Israel. Die Eroberung Jerusalems.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nun kamen alle St\u00e4mme Israels zu David nach Hebron und sprachen also: Wir sind dein Bein und dein Fleisch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Schon fr\u00fcher, als noch Saul K\u00f6nig war \u00fcber uns, warst du es, der Israel regierte, und der Herr hat zu dir gesprochen: Du sollst regieren mein Volk Israel, du sollst ein F\u00fcrst sein \u00fcber Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Es kamen also die \u00c4ltesten Israels zu dem K\u00f6nig nach Hebron, und der K\u00f6nig David schloss mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem Herrn, und sie salbten David zum K\u00f6nig \u00fcber Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Drei\u00dfig Jahre alt war David, als er K\u00f6nig wurde, und vierzig Jahre regierte er.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Zu Hebron regierte er \u00fcber Jehuda sieben Jahre und sechs Monate, und in Jerusalem regierte er dreiunddrei\u00dfig Jahre \u00fcber ganz Israel und Jehuda.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Der K\u00f6nig und seine Leute zogen nach Jerusalem gegen den Jebusi, den Bewohner des Landes; aber man lie\u00df dem David sagen also: Du wirst nicht hierher kommen; denn selbst die Blinden und die Lahmen werden dich vertreiben. Das sollte hei\u00dfen: David wird nicht hierherkommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da eroberte David die Feste Zion, das ist die [sp\u00e4tere] Stadt Davids. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> David sprach an jenem Tage: Wer da schl\u00e4gt den Jebusi, dass er an die Wasserleitung sto\u00dft trotz der Lahmen und Blinden, dem David verhasst &#8230;. Darum hei\u00dft es [sprichw\u00f6rtlich]: Ein Blinder und ein Lahmer kommen nicht ins Haus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> David wohnte in der Feste und nannte sie Stadt Davids. David baute rings herum an von dem Millo einw\u00e4rts.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David ward immer gr\u00f6\u00dfer; der Herr Zebaot war mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da schickte Hiram, K\u00f6nig von Zor, Boten an David mit Zedernholz und Arbeitern in Holz und Arbeitern in Mauersteinen, und sie bauten David ein Haus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Nun erkannte David, dass der Herr ihn best\u00e4tigt zum K\u00f6nige \u00fcber Israel, und dass er seine Herrschaft erh\u00f6het wegen seines Volkes Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David nahm noch Kebsweiber und Frauen aus Jerusalem nach seiner Ankunft von Hebron, und es wurden dem David noch S\u00f6hne und T\u00f6chter geboren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Dies sind die Namen der ihm Geborenen in Jerusalem: Sammua, Sobab, Natan und Salomo,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Jibhar, Elisua, Nefeg und Jasia,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Elisama, Eljada und Elifelet. K\u00e4mpfe gegen die Philister,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Philister vernahmen, dass man David zum K\u00f6nig \u00fcber Israel gesalbt hatte. Da zogen die Philister aus, David zu suchen. David h\u00f6rte es und ging hinab in die Feste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Die Philister kamen dann und lagerten im Thale Refaim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da befragte David den Herrn also: Soll ich gegen die Philister ziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Der Herr sprach zu David: Ziehe hinaus, denn ich werde die Philister in deine Hand geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> David kam an in Baal Perazim; daselbst schlug David sie und sprach: Weggeschwemmt hat der Herr meine Feinde vor mir wie Wasserfluten. Darum nannte er den Namen dieses Ortes: Baal Perazim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> (Die Philister] lie\u00dfen daselbst ihre G\u00f6tzen, und David und seine Leute trugen sie fort.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Abermals zogen die Philister aus und lagerten im Thale Refaim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Da befragte David den Herrn und [Gott] sprach: Ziehe nicht [gegen sie]; wende dich ihnen in den R\u00fccken und \u00fcberfalle sie von der Seite der Maulbeerb\u00e4ume.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Wenn du Ger\u00e4usch eines Trittes auf den Spitzen der Maulbeerb\u00e4ume h\u00f6rst, dann schlage zu, denn alsdann ist der Herr vor dir ausgezogen zu schlagen das Lager der Philister.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> David tat, wie der Herr ihm geboten, und schlug die Philister von Geba bis gen Geser.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p>\n   \nDas Heiligtum wird in Jerusalem aufgestellt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David versammelte wieder alle Erlesenen in Israel, drei\u00dfig tausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> David und das Volk um ihn, B\u00fcrger von Jehuda, brachen auf und zogen aus, um von dort von Gibea in Benjamin die Lade Gottes zu \u00fcberf\u00fchren, auf welcher der Name des Herrn Zebaot, der \u00fcber den Cherubim thront, genannt war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Sie fuhren die Lade Gottes in einem neuen Wagen; sie trugen sie aus dem Hause Abinadabs, das auf dem H\u00fcgel, und Usa und Ahjo, die S\u00f6hne Abinadabs, f\u00fchrten den neuen Wagen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Sie trugen sie aus dem Hause Abinadabs, das auf dem H\u00fcgel; sie gingen neben der Lade Gottes, doch Ahjo ging von der Lade her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> David und das ganze Haus Israel spielten vor dem Herrn auf allerlei Zypressenh\u00f6lzern, auf Zithern und Psaltern und Pauken, mit Schellen und Zimbeln.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als sie zur Tenne Nachon kamen, da langte Usa nach der Lade Gottes und fasste sie an, weil die Rinder sich losgerissen und er bef\u00fcrchtete, die Lade k\u00f6nnte hinabst\u00fcrzen).  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Dar\u00fcber z\u00fcrnte der Herr \u00fcber Usa; Gott schlug ihn daselbst um das Vergehen und er starb neben der Lade Gottes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es schmerzte David, dass der Herr den Usa hinweggerafft, und er nannte diesen Ort: Perez-Usa [Sturz des Usa] bis auf den heutigen Tag.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> David f\u00fcrchtete sich vor dem Herrn an jenem Tage und sprach: Wie soll die Lade des Herrn zu mir kommen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> David wollte daher nicht, dass die Lade des Herrn zu ihm in die Stadt Davids komme. David lie\u00df sie einkehren in das Haus des Obed Edom aus Gat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> So blieb die Lade des Herrn in dem Hause des Obed Edom aus Gat drei Monate, und der Herr segnete den Obed Edom und sein ganzes Haus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da ward dem K\u00f6nig David also berichtet: Gesegnet hat der Herr das Haus des Obed Edom und all das Seinige um der Lade Gottes willen. Darauf ging David und holte hinauf die Lade Gottes aus dem Hause des Obed Edom nach der Stadt Davids mit Freude.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Jedes Mal, wenn die Tr\u00e4ger der Lade des Herrn sechs Schritte gemacht hatten, schlachtete er einen Stier und ein Mastvieh zum Opfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und David tanzte aus aller Kraft vor dem Herrn; er war umg\u00fcrtet mit einem leinenen Efod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> David und das ganze Haus Israel brachten die Lade des Herrn mit Jubel und Posaunenschall [nach Jerusalem].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als die Lade des Herrn in der Stadt Davids anlangte, schaute Michal, die Tochter Sauls, zum Fenster hinaus und sah den K\u00f6nig David h\u00fcpfen und tanzen vor dem Herrn. und sie verspottete ihn in ihrem Herzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie brachten die Lade des Herrn und stellten sie an ihren Platz innerhalb des Zeltes, das ihr David aufgespannt, und David brachte Ganzopfer dar vor dem Herrn und Mahlopfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Als David aufgeh\u00f6rt hatte, darzubringen Ganzopfer und Mahlopfer, da segnete er das Volk im Namen des Herrn Zebaot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, an M\u00e4nner und Frauen an jeden ein Laib Brot und eine Fleischspende und einen Traubenkuchen, dann ging das ganze Volk, jeder nach seinem Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> David kehrte zur\u00fcck, sein Haus zu segnen. Da ging Michal, Tochter Sauls, dem David entgegen und sprach: Wie verherrlicht hat sich heute der K\u00f6nig von Israel, der sich heute gezeigt hat vor den Augen der M\u00e4gde seiner Knechte, wie sich nur zeigen kann einer der Niedrigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da sprach David zu Michal: Vor dem Herrn, der an mir Gefallen fand mehr als an deinem Vater und an seinem ganzen Hause, mich zu bestellen zum F\u00fcrsten \u00fcber das Volk des Herrn, \u00fcber Israel, \u2014 vor dem Herrn hab&#8216; ich nun getanzt!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Und h\u00e4tte ich mich auch noch geringer gezeigt als so, dass ich noch niedriger w\u00e4re in meinen Augen, doch bei den M\u00e4gden, von denen du sprichst, bei ihnen w\u00fcrde ich mich verherrlichen sie w\u00fcrden anerkennen, dass ich dies nur zu Ehren Gottes getan habe).  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Michal aber, die Tochter Sauls, bekam zur Strafe f\u00fcr ihre geringsch\u00e4tzende Bemerkung kein Kind mehr bis zu ihrem Lebensende.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p>\n   \nDie Verhei\u00dfung an David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Als der K\u00f6nig in seinem Hause wohnte und der Herr ihm Ruhe geschaffen hatte von all seinen Feinden ringsum,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig zu dem Propheten Natan: Ich wohne in einem Hause von Zedern, und die Lade Gottes wohnet unter dem Teppich in einem Zelt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Natan sprach zu dem K\u00f6nig: Alles, was du w\u00fcnschst, unternimm und tue, denn der Herr ist mit dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Aber in jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan also:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Geh und sprich zu meinem Knechte, zu David. Also spricht der Herr: Du willst ein Haus mir bauen zu meinem Sitz?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Ich habe in keinem Hause geweilt von dem Tage an, da ich herausgef\u00fchrt die Kinder Israel aus \u00c4gypten bis auf diesen Tag; ich wanderte in einem Zelt, in einer zerlegbaren Wohnung, umher.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Bei all meinem Herumziehen unter den Kindern Israel so oft das Stiftszelt gezogen) habe ich wohl ein Wort geredet zu einem der Stammh\u00e4upter Israels, die ich bestellt hatte, mein Volk Israel zu regieren. Warum habt ihr mir kein Haus von Zedern gebaut?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Nun aber sollst du also zu meinem Knechte David sprechen: Also spricht der Herr Zebaot: Ich habe dich genommen von der Herde, hinter den Schafen weg, und dich zum F\u00fcrsten gemacht \u00fcber mein Volk Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Ich war mit dir \u00fcberall, wo du gingst und rottete alle deine Feinde vor dir aus und habe dir einen gro\u00dfen Namen gemacht, gleich dem Namen der Gro\u00dfen, die je auf Erden gelebt haben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Ich habe einen sicheren Ort f\u00fcr mein Volk Israel geschaffen und habe es eingepflanzt, dass es wohne an seiner St\u00e4tte und fortan nicht beunruhigt sei und fernerhin ruchlose Menschen es nicht mehr bedr\u00fccken, wie fr\u00fcher.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Von dem Tage an, da ich Richter \u00fcber mein Volk Israel bestellt, habe ich dir erst Ruhe von all deinen Feinden geschaffen; dann hat der Herr dir kundgetan, dass dir der Herr ein Haus machen wird.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Wenn deine Tage voll sein werden und du bei deinen V\u00e4tern liegst, so werde ich aufrichten deinen Nachkommen, der ausgehen wird aus deinem Leibe, und ich werde sein K\u00f6nigreich best\u00e4tigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er wird meinem Namen ein Haus bauen, und ich werde den Thron seines K\u00f6nigreiches gr\u00fcnden auf ewig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Ich werde ihm Vater sein, und er wird mir Sohn sein, dass, selbst wenn er sich vergehet, ich ihn wohl strafen werde mit der Gei\u00dfel der Menschen und mit Plagen der Menschenkinder  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Aber meine Huld wird nicht weichen von ihm, wie ich sie habe weichen lassen von Saul, den ich verworfen habe vor dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Unersch\u00fctterlich bleibt dein Haus und dein K\u00f6nigreich auf ewig vor dir: dein Thron wird aufgerichtet sein auf ewig. 17 Ganz wie diese Worte und ganz wie dieses prophetische Gesicht \u2014 also redete Natan zu David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Der K\u00f6nig David kam darauf und setzte sich hin vor den Herrn und sprach: Wer bin ich, Herr, o Gott! und was mein Haus, dass du mich gebracht bis hierher?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und es war dies noch zu wenig in deinen Augen, Herr Gott, da verhei\u00dfest du \u00fcber das Haus deines Knechtes sogar f\u00fcr ferne Zeiten; und das ist der ganze Anspruch des Menschen, o Herr Gott.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und was soll David noch fortfahren von dir zu w\u00fcnschen, da du deinen Knecht kennest, o Herr Gott?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Um deines Wortes willen und nach deinem Sinn hast du all dieses Gro\u00dfe getan, dass du es wissen lassest deinen Knecht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Darum bist du gro\u00df, Herr Gott; denn niemand ist dir gleich und es ist kein Gott au\u00dfer dir, ganz so, wie wir geh\u00f6rt mit unseren Ohren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Und wer ist wie dein Volk Israel, ein einziges Volk auf Erden, welches sich zum Volke zu erlesen Gott gegangen, um sich einen Namen zu machen, und auch dies Gro\u00dfe zu tun und furchtbare Taten deinem Lande wegen deines Volkes, das du dir aus \u00c4gypten erl\u00f6st \u2014 wo gibt es solches unter] Heiden und ihren G\u00f6ttern!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Du hast dir dein Volk Israel gegr\u00fcndet, dir zum Volke auf ewig und du, o Herr, wurdest sein Gott.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und nun, Herr Gott, das, was du versprochen hast deinem Knecht und seinem Haus, lass es bestehen auf ewig und tue, wie du geredet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Damit gro\u00df sei dein Name auf ewig, dass man sage: Der Herr Zebaot ist Gott \u00fcber Israel, und das Haus deines Knechtes David sei gegr\u00fcndet vor dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Denn du, Herr Zebaot, Gott Israels hast dem Ohre deines Knechtes offenbart also: Ein Haus will ich dir bauen; daher hatte dein Knecht den Mut, dieses Gebet zu dir zu beten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und nun, Herr, o Gott, du bist Gott und deine Worte m\u00fcssen Wahrheit werden, da du deinem Knecht dieses Gute zugesagt hast.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> So willige denn ein und segne das Haus deines Knechtes, dass es auf ewig vor deinem Antlitz sei; denn du, o Herr Gott, hast es zugesagt und durch deinen Segen werde gesegnet das Haus deines Knechtes auf ewig.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p>\n   \nDavids gro\u00dfe Siege.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nachher schlug David die Philister und dem\u00fctigte sie; David nahm Meteg Ha-Amma von den Philistern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er schlug auch Moab und ma\u00df sie mit der Schnur, sie zur Erde legend, er ma\u00df zwei Schnur L\u00e4ngen, um zu t\u00f6ten, und eine Schnur L\u00e4nge, um leben zu lassen. Moab ward dem David untertan und zahlte Tribut.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David schlug auch den Hadadeser, Sohn Rehobs, K\u00f6nig von Zoba, als er ihm am Euphrat entgegentreten wollte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> David ergriff von ihm tausend siebenhundert Reiter und zwanzig tausend Mann zu Fu\u00df; David l\u00e4hmte alles Wagengespann, er lie\u00df nur hundert Mann \u00fcbrig bei ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Es kam wohl Aram-Damaskus dem Hadadeser, K\u00f6nig von Zoba, beizustehen: aber David schlug auch von Aram zwei undzwanzigtausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> David bestellte V\u00f6gte in Aram Damaskus, und Aram ward dem David untertan und zahlte Tribut. Der Herr half dem David \u00fcberall, wo er ging.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David nahm die goldenen Schilde, die den Knechten Hadadesers geh\u00f6rten, und brachte sie nach Jerusalem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Und aus Betah und aus Berotai, den St\u00e4dten Hadadesers, nahm der K\u00f6nig David sehr viel Kupfer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Als Toi, K\u00f6nig von Hamat, h\u00f6rte, dass David die ganze Macht Hadadesers geschlagen,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da schickte Toi seinen Sohn Joram, den K\u00f6nig David zu begr\u00fc\u00dfen und ihn zu segnen daf\u00fcr, dass er gestritten mit Hadadeser und ihn geschlagen, \u2014 denn in Fehde war Toi mit Hadadeser \u2014; er brachte silberne Ger\u00e4te mit, auch goldene und kupferne Ger\u00e4te.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Auch diese weihte der K\u00f6nig David dem Herrn samt dem Silber und dem Golde, das er geweiht von all den V\u00f6lkern, die er bezwungen:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Von Aram und von Moab und von den Ammonitern und von den Philistern und von Amalek und von der Beute Hadadesers, des Sohnes Rehobs, K\u00f6nigs von Zoba.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David erwarb sich einen Namen bei seiner R\u00fcckkunft, nachdem er Aram geschlagen im Salzthale, achtzehntausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und er bestellte in Edom V\u00f6gte, in ganz Edom bestellte er V\u00f6gte, denn es wurde ganz Edom dem David unterthan. Der Herr half dem David \u00fcberall, wo er ging.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> David regierte \u00fcber ganz Israel; David tat Recht und Geb\u00fchr seinem ganzen Volke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Joab aber, Sohn Zerujas, war \u00fcber das Heer, und Jofafat, Sohn Ahiluds, Hofschreiber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Zadok, Sohn Ahitubs, und Ahimelech, Sohn Ebiatars, waren Priester und Seraja Schreiber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Benajahn, Sohn Jojadas, war \u00fcber die Kreti und die Pleti seine aus fremden S\u00f6ldlingen zusammengesetzte Leibwache). Die S\u00f6hne Davids waren Priester.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p>\n   \nDavid und das Haus Saul.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David sprach: Ist noch einer \u00fcbrig geblieben vom Hause Saul, dass ich ihm Liebe erweise um Jonatans willen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Zu dem Hause Saul geh\u00f6rte ein Knecht, namens Ziba; sie beriefen ihn zu David, und der K\u00f6nig sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er antwortete: Dein Knecht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Und der K\u00f6nig sprach: Ist denn einer mehr vorhanden vom Hause Saul, a\u00df ich ihm Liebe erweise um Gottes villen? Ziba sprach zum K\u00f6nige: Noch in Sohn ist da von Jonatan, er ist an den F\u00fc\u00dfen lahm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da fragte der K\u00f6nig weiter: Wo ist r? Ziba antwortete dem K\u00f6nig: Er ist m Hause Machirs, Sohn Ammiels, in Lo-Debar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der K\u00f6nig David schickte hin und lie\u00df ihn holen aus dem Hause Machirs, Sohnes Ammiels aus Lo-Debar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Mefiboschet, Sohn Jonatans, des ohnes Sauls, kam zu David und fiel uf sein Angesicht und b\u00fcckte sich. David rach: Mefiboschet! Dieser antwortete: ier ist dein Knecht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David sprach zu ihm: F\u00fcrchte nichts: denn ich will dir Liebe erweisen um deines Vaters Jonatan willen, und ich will dir zur\u00fcckgeben alle L\u00e4ndereien deines Vaters Sauls; auch sollst du best\u00e4ndig essen an meinem Tische.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Da b\u00fcckte er sich und sprach: Was ist dein Knecht, dass du dich einem toten Hund meinesgleichen zuwendest?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da rief der K\u00f6nig Ziba, den Diener Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Hause geh\u00f6rte, habe ich dem Sohne deines Herrn gegeben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Du sollst ihm den Acker bestellen, du und deine S\u00f6hne und deine Knechte, und einbringen, dass f\u00fcr den Sohn deines Herrn Brot da sei, und er es esse; Mefiboschet aber, der Sohn deines Herrn, soll best\u00e4ndig an meinem Tische essen. Ziba hatte f\u00fcnfzehn S\u00f6hne und zwanzig Knechte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Ziba zum K\u00f6nige: Ganz so wie mein Herr, der K\u00f6nig, seinem Knechte geboten, also wird dein Knecht tun. Mefiboschet a\u00df zwar auch an meinem Tische wie einer von den K\u00f6nigss\u00f6hnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Mefiboschet hatte einen kleinen Sohn, namens Micha; die ganze Bewohnerschaft des Hauses Zibas waren Knechte dem Mefiboschet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Mefiboschet wohnte in Jerusalem, denn an dem Tische des K\u00f6nigs a\u00df er st\u00e4ndig; er war an beiden F\u00fc\u00dfen lahm.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p>\n   Weitere Siege Davids.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Um jene Zeit starb der K\u00f6nig der I Ammoniter, und es regierte nach ihm sein Sohn Hanun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da sprach David: Ich will dem Hanun, Sohn Nabas, Liebe erweisen, wie sein Vater mir Liebe erwiesen. David schickte daher, ihn durch seine Diener zu tr\u00f6sten wegen des Ablebens) seines Vaters. Die Knechte Davids kamen also in das Land der Ammoniter. 3 Da sprachen die F\u00fcrsten der Ammoniter zu ihrem Herrn Hanun: Glaubst du etwa, dass David deinen Vater ehren wollte, da er dir Tr\u00f6ster schickt? Hat David nicht vielmehr seine Knechte zu dir geschickt, um die Stadt auszuforschen, auszukundschaften und durchzuw\u00fchlen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Nun lie\u00df Hanun die Diener Davids ergreifen und ihnen die H\u00e4lfte ihres Bartes abscheren und ihre Kleider abschneiden, mitten durch bis zu ihren Ges\u00e4\u00dfen, dann entlie\u00df er sie. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Das berichtete man dem David und er schickte ihnen entgegen, denn die M\u00e4nner sch\u00e4mten sich sehr. Der K\u00f6nig lie\u00df ihnen sagen: Bleibet in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist und kehret dann zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Als die Ammoniter sahen, dass sie sich David verhasst gemacht hatten, da schickten die Ammoniter und dingten die Aram\u00e4er von Bet-Rehob und die Aram\u00e4er von Zoba, zwanzigtausend Mann zu Fu\u00df, und tausend Mann vom K\u00f6nig von Maacha und zw\u00f6lftausend M\u00e4nner von Tob.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> David h\u00f6rte es und schickte Joab und das ganze tapfere Heer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die Ammoniter zogen aus und ordneten die Schlacht am Eingange des Tores; die Aram\u00e4er von Zoba und Rehob und die M\u00e4nner von Tob und Maacha waren jeder f\u00fcr sich auf dem Felde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da Joab sah, dass gegen ihn die Schlacht gerichtet war von vorn und von hinten, da hob er all die Erlesenen Israels aus und stellte sie auf, den Aram\u00e4ern gegen\u00fcber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Den Rest des Volkes \u00fcbergab er seinem Bruder Abischaj. Er stellte sie den Ammonitern gegen\u00fcber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Und er sprach (zu seinem Bruder): Wenn die Aram\u00e4er mir \u00fcberlegen sind, so sollst du mir zur Hilfe kommen, und wenn die Ammoniter dir \u00fcberlegen sind, so werde ich dir zur Hilfe kommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Sei aber fest und lass uns stark sein f\u00fcr unser Volk und f\u00fcr die St\u00e4dte unseres Gottes. Der Herr mag nun tun, was gut ist in seinen Augen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da r\u00fcckte Joab und das Volk, das mit ihm war, vor zur Schlacht gegen die Aram\u00e4er, und diese flohen vor ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Als nun die Ammoniter sahen, dass die Aram\u00e4er geflohen, da flohen auch sie vor Abischaj in die Stadt; Joab wandte sich von den Ammonitern ab und kehrte nach Jerusalem zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Als die Aram\u00e4er ihre Niederlage durch Israel sahen, versammelten sie sich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Hadadeser lie\u00df die Aram\u00e4er von jenseits des [Euphrat) nach Helam kommen, und Sobach, der Heerf\u00fchrer der Hadadeser, war an ihrer Spitze.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Dies ward David berichtet; da versammelte er ganz Israel und ging \u00fcber den Jordan nach Helam. Die Aram\u00e4er stellten sich David gegen\u00fcber auf und griffen ihn an.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Aber die Aram\u00e4er mu\u00dften vor Israel fliehen. David vernichtete von den Aram\u00e4ern siebenhundert Wagen und vierzig  tausend Reiter; auch Sobach, ihren Heerf\u00fchrer, schlug er und er starb daselbst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Als die K\u00f6nige, die dem Hadadeser untertan waren, sahen, dass sie geschlagen seien von Israel, da machten sie Frieden mit Israel und dienten ihm. Seitdem f\u00fcrchteten sich die Aram\u00e4er, den Ammonitern zu Hilfe zu kommen.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p>\n   \nDavids S\u00fcnde. Der Uriasbrief.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ein Jahr sp\u00e4ter, nachdem die Boten Oszu Hanun) gegangen waren, sandte David den Joab und seine Mannschaft und ganz Israel (gegen die Ammoniter). Sie verheerten das Land der Ammoniter und belagerten (die Hauptstadt] Rabba. David aber sa\u00df zu Jerusalem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Am Abend stand David auf von seinem Lager und lustwandelte auf dem Dache des k\u00f6niglichen Hauses; da sah er ein badendes Weib von dem Dache aus; die Frau war sehr sch\u00f6n von Gestalt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David schickte und erkundigte sich nach der Frau; er erfuhr, dass es Batschewa war, Tochter Eliams, die Frau Urijas, des Hitti. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da schickte David Boten und lie\u00df sie holen. Sie kam zu ihm und er lag bei ihr; sie hatte sich aber damals gerade gereinigt von ihrer Unreinheit. Dann kehrte sie nach ihrem Hause zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Das Weib ward darauf schwanger und sie lie\u00df dem David sagen: Ich bin schwanger.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> David lie\u00df nun dem Joab sagen: Schicke mir den Hitti Urija. Und Joab schickte den Urija zu David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Urija kam zu ihm; David erkundigte sich nach dem Befinden Joabs und nach dem Befinden des Volkes und nach dem Fortgang des Krieges.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dann sprach David zu Urija: Geh in dein Haus und wasche deine F\u00fc\u00dfe ruhe doch einige Tage aus). Urija ging aus dem Hause des K\u00f6nigs, und es folgte ihm das Gastgeschenk des K\u00f6nigs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Aber Urija legte sich an dem Eingang des Hauses des K\u00f6nigs zwischen alle Diener seines Herrn und ging nicht nach Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Man berichtete dem David also: Urija ist nicht nach Hause gegangen. Da sprach David zu Urija: Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum gingst du nicht nach Hause?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Urija zu David: Die Lade [Gottes), die Israeliten und Jud\u00e4er verweilen in H\u00fctten sauf dem Felde, mein Herr Joab und die Diener meines Herrn lagern auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? Bei deinem Leben und dem Leben deiner Seele, ich tue es nicht!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> David sprach hierauf zu Urija. Bleibe denn hier auch heute noch, morgen entlasse ich dich. Urija blieb in Jerusalem diesen Tag und den folgenden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Nun lud ihn David zu sich; er a\u00df bei ihm und trank und er machte ihn trunken. Auch an diesem Abend ging er hinaus, sich auf sein Lager zu legen mit den Knechten seines Herrn, aber nicht nach Hause.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Am Morgen schrieb David einen Brief an Joab und schickte ihn durch Urija.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er schrieb in den Brief also: Stellet den Urija vorn, wo der Kampf am heftigsten ist, dann ziehet euch hinter ihm zur\u00fcck, dass er geschlagen werde und sterbe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als Joab sich um die Stadt legte, da stellte er den Urija an den Ort, von dem er wusste, dass da von der anderen Seite tapfere M\u00e4nner standen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Die Einwohner der Stadt machten auch einen Ausfall gegen Joab, und es fielen etliche von dem Volke, von den Knechten Davids, auch der Hetiter Urija.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da schickte Joab und berichtete dem David alle Ereignisse des Krieges.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Er gebot dem Boten also: Wenn du vollendet hast, all die Ereignisse des Krieges zu berichten,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und der K\u00f6nig ger\u00e4t in Zorn und spricht zu dir: Warum habt ihr euch der Stadt so weit zum Angriff gen\u00e4hert? Habt ihr nicht wissen k\u00f6nnen, dass sie von der Mauer herabschie\u00dfen werden?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Wer hat den Abimelech geschlagen, den Sohn des Jerubeset [Jerubaal]? Hat nicht eine Frau auf ihn das Stuck eines M\u00fchlsteins geworfen von der Mauer herab, dass er zu Tebez starb? Warum habt ihr euch der Mauer gen\u00e4hert? \u2014 so sprich: Auch dein Diener, der Hetite Urija ist tot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Der Bote ging und kam zu David und berichtete alles, was ihm Joab anbefohlen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der Bote berichtete dem David. Die Leute waren uns \u00fcberlegen; sie hatten gegen uns einen Ausfall ins Freie gemacht; wir leisteten ihnen aber Widerstand beim Stadttor.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Da schossen die Sch\u00fctzen auf deine Knechte von der Mauer herab, und es starben etliche von den Knechten des K\u00f6nigs; auch dein Knecht, der Hetite Urija ist tot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> David befahl dem Boten: So sollst du sprechen zu Joab: Lasse dir dieses nicht leid sein; denn so fri\u00dft nun einmal das Schwert dauere in deinem Kampfe gegen die Stadt aus und rei\u00dfe sie nieder. So ermutige ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Das Weib Urijas h\u00f6rte, dass ihr Mann Urija tot sei, und sie klagte um ihren Ehegemahl.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Als die Trauer vor\u00fcber war, schickte David [zu ihr hin] und lie\u00df sie in sein Haus bringen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan, missfiel dem Herrn.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p>\n   \nNatans Auftreten gegen David. Salomos Geburt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Der Herr sandte den Propheten Natan zu David; er kam zu ihm und redete ihn folgenderma\u00dfen an: Zwei M\u00e4nner lebten in einer Stadt, der eine war reich, der andere arm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Reiche hatte Schafe und Rinder in gro\u00dfer Menge.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Der Arme aber hatte nur ein kleines Lamm, das er gekauft hatte. Er ern\u00e4hrte es, und es wuchs auf mit ihm und mit seinen Kindern zusammen. Von seinem Brot a\u00df es und aus seinem Becher trank es und in seinem Scho\u00dfe schlief es; es war ihm wie eine Tochter.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da kam einst ein Gast zu dem reichen Manne, und es war ihm leid, von seinen Schafen oder von seinen Rindern zu nehmen, um es f\u00fcr den Gast zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Er nahm daher das Lamm des Armen und richtete es zu f\u00fcr den Mann, der zu ihm gekommen war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da geriet David in heftigen Zorn \u00fcber den Mann, und er sprach zu Natan: So wahr der Herr lebt, der Mann ist des Todes schuldig, der dies getan.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und das Lamm soll er vierfach bezahlen, weil er dies getan und weil er nicht mitleidig war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da sprach Natan zu David: Du selber bist der Mann: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich gesalbt zum K\u00f6nig \u00fcber Israel und dich gerettet aus der Hand Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Ich gab dir das Haus deines Herrn und die Frauen deines Herrn in deinen Scho\u00df. Ich gab dir das Haus Israel und Jehuda, und wenn dies zu wenig ist, so kann ich noch mehr hinzuf\u00fcgen.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Warum hast du das Wort des Herrn verachtet, zu tun das B\u00f6se in seinen Augen? Den Hetiten Urija hast du erschlagen durchs Schwert; seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du noch dazu umgebracht durch das Schwert der Ammoniter. [Im gro\u00dfen Undank f\u00fcr seine Tapferkeit im Kriege.]  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Demnach soll niemals das Schwert von deinem Hause weichen zur Strafe daf\u00fcr, dass du mich verachtet hast und des Hetiten Urija Weib nahmst, dass es dein sei zur Frau.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> So spricht der Herr: Ich lasse \u00fcber dich Unheil aufstehen aus deinem Hause; ich nehme deine Frauen vor deinen Augen und gebe sie deinem Genossen, und er wird liegen bei deinen Frauen vor den Augen aller.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Du hast es im Verborgenen getan, ich aber werde dies tun im Angesicht von ganz Israel, vor der Sonne!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David sprach zu Natan: Ich habe ges\u00fcndigt gegen den Herrn! Natan erwiderte dem David: Nun hat der Herr deine Strafe gemildert, du wirst nicht eines unnat\u00fcrlichen Todes sterben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Weil du aber geh\u00f6hnt hast die Feinde des Herrn [euphemistisch f\u00fcr Gott selbst] durch diese Sache, so soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gleich sterben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Natan ging nach Hause, und der Herr schw\u00e4chte das Kind, das Urijas Weib dem David geboren; es wurde todkrank.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> David betete vor Gott f\u00fcr den Knaben, David hielt ein Fasten und lag \u00fcber Nacht auf der Erde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da versuchten die \u00c4ltesten seines Hauses ihn aufzuheben von der Erde; aber er wollte nicht und genoss nicht den Imbiss mit ihnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Am siebenten Tage starb das Kind. Die Diener Davids f\u00fcrchteten sich, ihm zu sagen, dass das Kind gestorben sei, denn sie dachten: Da das Kind noch lebte, haben wir ihm zugeredet, und er hat auf unsere Stimme nicht geh\u00f6rt, wie sollen wir nun sagen, das Kind ist tot? Er k\u00f6nnte sich ein Leid antun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> David sah aber, dass seine Diener unter einander fl\u00fcsterten, und da merkte er, dass das Kind tot sei. David fragte seine Diener: Ist das Kind tot? Und sie antworteten: Tot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da stand David auf von der Erde; er wusch sich und wechselte seine Kleider. Er kam dann in das Haus des Herrn und b\u00fcckte sich, dann ging er in sein Haus und forderte, dass man ihm Speise vorsetze, und er a\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Da fragten seine Diener: Was hast du da getan? Solange das Kind lebte, hast du gefastet und geweint, und wie das Kind tot war, bist du aufgestanden und hast Speise genossen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Er antwortete: W\u00e4hrend das Kind noch lebte, hab\u2019 ich gefastet und geweint, denn ich dachte: Wer wei\u00df, vielleicht erweist mir der Herr Gnade, dass das Kind lebe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Nun aber ist es tot; wozu soll ich fasten? Kann ich es wieder zur\u00fcckbringen? Ich gehe dereinst zu ihm, es aber wird nicht zur\u00fcckkehren zu mir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> David tr\u00f6stete seine Frau Batschewa. Er kam zu ihr und lag bei ihr, und sie gebar einen Sohn. Er nannte ihn Salomo, und der Herr liebte ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> [Der Herr] beauftragte den Propheten Natan, ihn Jedidja [Liebling Gottes] zu nennen. Die Eroberung Rabbas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Joab bekriegte unterdessen Rabba, [die Hauptstadt] der Ammoniter, und nahm die K\u00f6nigsstadt ein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Da schickte Joab Boten zu David und lie\u00df sagen: Ich habe Rabba angegriffen und habe auch bereits die Wasserstadt eingenommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Und nun sammele den Rest des Volkes und belagere die Stadt und nimm sie ein, sonst m\u00fc\u00dfte ich sie einnehmen, und mein Name w\u00fcrde auf ihr [als Eroberer) genannt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> David versammelte das ganze Volk und ging nach Rabba; er k\u00e4mpfte und nahm es ein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Er nahm [dem G\u00f6tzen] Malkam die Krone vom Haupte; sie wog ein Kikar Gold; daran war ein Edelstein. Sie war nun auf dem Haupte Davids. Die Beute der Stadt brachte er hinaus in sehr gro\u00dfer Menge.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Das Volk, das darin war, f\u00fchrte er hinaus und besch\u00e4ftigte es an den S\u00e4gen, an den eisernen Dreschwagen und den eisernen \u00c4xten und f\u00fchrte es an die Ziegel\u00f6fen. Also tat er mit allen St\u00e4dten der Ammoniter. Dann kehrten David und das ganze Volk nach Jerusalem zur\u00fcck.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p>\n   \nAmnons Missetat und sein Tod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Einige Zeit nachher ereignete sich O (folgendes): Awschalom, der Sohn Davids, hatte eine sch\u00f6ne Schwester<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000007700000000000000000_5909\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-00000000000007700000000000000000_5909-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-00000000000007700000000000000000_5909-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Tamar war wohl die Tochter der Maacha (der Mutter Awschaloms) aus erster Ehe, also mit Amnon gar nicht verwandt.<\/span>, Namens Tamar, und es liebte sie Amnon, Sohn Davids.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Es war dem Amnon wehe zum krank werden um seiner [Stiefsschwester Tamar willen, denn sie war eine Jungfrau, und es war dem Amnon unm\u00f6glich, ihr das Geringste anzutun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Ammon hatte aber einen Freund, Namens Jonadab, Sohn Simeas, des Bruders Davids; Jonadab war ein sehr kluger Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Er fragte ihn seines Tages): Warum bist du so sehr abgezehrt, du K\u00f6nigssohn, einen Morgen mehr als den andern? Willst du es mir nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Awschalom.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Da riet ihm Jonadab: Lege dich auf dein Lager und stelle dich krank. Kommt dann dein Vater, nach dir zu sehen, so sprich zu ihm: M\u00f6chte doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise geben. Den Imbi\u00df m\u00f6chte sie vor meinen Augen bereiten, auf dass ich zusehe und aus ihrer Hand esse.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Amnon legte sich nieder und stellte sich krank; als der K\u00f6nig kam, nach ihm zu sehen, da sprach Amnon zum K\u00f6nige: M\u00f6chte doch meine Schwester Tamar kommen und zwei Kuchen vor meinen Augen einr\u00fchren, dass ich aus ihrer Hand den Imbiss genie\u00dfe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Da schickte David zu Tamar ins Haus und lie\u00df sagen: Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm den Imbiss.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon, w\u00e4hrend er lag. Sie nahm den Teig, knetete und r\u00fchrte ihn ein vor seinen Augen und backte die Kuchen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Sie nahm dann die Pfanne und sch\u00fcttete vor ihm aus, aber er weigerte sich zu essen. Amnon befahl: Lasset alle hinausgehen von mir; es gingen alle hinaus von ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Amnon sprach darauf zu Tamar: Bringe den Imbiss in das Schlafgemach, dass ich es aus deiner Hand genie\u00dfe. Tamar nahm die Kuchen, die sie bereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon ins [Schlafsgemach].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Als sie es ihm zu essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm, lege dich zu mir, meine Schwester. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Tue mir keine Gewalt an, denn das geschieht nicht in Israel. Tue nicht diese Schandtat.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Denn wohin soll ich meine Schmach tragen? Und auch du wirst dann gleich einem der Ruchlosen in Israel. Rede doch lieber mit dem K\u00f6nig, denn er wird mich dir nicht verweigern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er aber wollte nicht auf ihre Stimme h\u00f6ren, er tat ihr Gewalt an, bem\u00e4chtigte sich ihrer und beschlief sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Amnon hasste sie darauf sehr, so dass gr\u00f6\u00dfer war der Hass, wie er sie jetzt verabscheute, als die Liebe, die er ihr zuvor entgegengebracht hatte. Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf, gehe!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da sprach sie zu ihm: Nicht doch; noch diese gro\u00dfe Unbill nach der andern, die du an mir getan mich zu versto\u00dfen! Aber er wollte nicht auf sie h\u00f6ren,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er rief vielmehr seinen Burschen und befahl: Bringe diese fort von mir auf die Stra\u00dfe und schlie\u00dfe die T\u00fcr hinter ihr zu.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> \u2014 Sie hatte einen bunten Rock an, denn die jungfr\u00e4ulichen K\u00f6nigst\u00f6chter waren mit Oberkleidern bekleidet; \u2014 sein Diener brachte sie auf die Stra\u00dfe und schloss die T\u00fcr hinter ihr zu.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Tamar tat Asche auf ihr Haupt, zerriss den bunten Rock, den sie anhatte, legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging wehklagend einher.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da fragte ihr Bruder Awschalom: War Amnon, dein Bruder, bei dir? Nun, meine Schwester, schweige still; es ist ja dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht zu Herzen. So blieb Tamar im Hause ihres Bruders Awschalom und welkte dahin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der K\u00f6nig David hatte alle diese Dinge geh\u00f6rt, und es verdross ihn sehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Awschalom redete wohl dar\u00fcber nicht mit Amnon, weder B\u00f6ses noch Gutes. Aber Awschalom hasste den Amnon, weil er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Zwei Jahre sp\u00e4ter hielt Awschalom Schafschur in Baal Hazor bei Efraim; dazu lud Awschalom alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs ein.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Awschalom kam zum K\u00f6nige und sprach: Dein Knecht h\u00e4lt Schafschur; m\u00f6ge doch der K\u00f6nig samt seinen Dienern mit deinem Knecht gehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Der K\u00f6nig erwiderte dem Awschalom: Nicht doch, mein Sohn! Lass uns nicht alle gehen, dass wir dir nicht beschwerlich fallen. [Awschalom] drang in ihn, [der K\u00f6nig) wollte nicht gehen und segnete ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Awschalom sagte dann: Wenn nicht, so m\u00f6ge doch mein Bruder Amnon mit uns gehen. Da fragte der K\u00f6nig: Warum soll er mitgehen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Awschalom aber drang in ihn und [David) schickte ihm den Amnon und alle Sohne des K\u00f6nigs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Awschalom befahl darauf seinen Burschen also: Sehet doch zu, wenn Amnon frohen Sinnes wird vom Weine und ich spreche zu euch: Schlaget Amnon so t\u00f6tet ihn; furchtet nichts. Bin ich es doch, der es euch gebietet. Seid stark und zeiget euch als tapfere M\u00e4nner.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Die Burschen Awschaloms taten mit Amnon, wie Awschalom geboten; darauf machten sich alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs auf, sie bestiegen ihre Maulesel und flohen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Als sie auf dem Wege waren, kam ein Ger\u00fccht zu David also: Awschalom hat alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs erschlagen, nicht ein einziger von ihnen ist \u00fcbriggeblieben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da stand der K\u00f6nig auf, zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde; alle Diener standen mit zerrissenen Kleidern [um ihn].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Da hub Jonadab, Sohn Simeas, des Bruders David an und sprach: Mein Herr, denke nicht, dass alle J\u00fcnglinge, die S\u00f6hne des K\u00f6nigs, get\u00f6tet seien; nur Amnon allein ist tot; denn von Awschalom war es beschlossen von dem Tage an, als er seine Schwester Tamar bezwungen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> M\u00f6ge demnach mein Herr, der K\u00f6nig, sich nicht mit dem Gedanken qu\u00e4len, alle S\u00f6hne des K\u00f6nigs seien tot; denn nur Amnon allein ist tot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> \u2014 Awschalom floh. \u2014 Der Knabe, der W\u00e4chter erhob seine Augen und sah zahlreiches Volk von dem Wege hinter ihm kommen, von der Seite des Berges.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Da sprach Jonadab zum K\u00f6nig: Da kommen die S\u00f6hne des K\u00f6nigs; wie dein Knecht gesprochen, so ist es auch eingetroffen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Kaum hatte er ausgeredet, da kamen die S\u00f6hne des K\u00f6nigs. Sie erhoben ihre Stimme und weinten, und auch der K\u00f6nig und all seine Diener brachen in heftiges Weinen aus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Awschalom war unterdessen entflohen. Er ging zu Talmaj [seinem Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits], Sohn Ammihuds, K\u00f6nig von Gesur. [David] aber trauerte um seinen Sohn die ganze Zeit.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Awschalom war nach Gesur geflohen und weilte daselbst drei Jahre.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Der K\u00f6nig David verging fast vor Sehnsucht nach Awschalom, denn er war bereits getr\u00f6stet wegen Amnon, dass er tot war.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p>\n   \nJoab vers\u00f6hnt den K\u00f6nig mit Awschalom,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Joab, Sohn Zerujas, merkte, dass g) das Herz des K\u00f6nigs sich nach Awschalom sehnte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da schickte Joab nach Tekoa und lie\u00df von da ein kluges Weib kommen und sprach zu ihr: Tue doch, als trauertest du und lege Trauerkleider an; salbe dich nicht mit \u00d6l, dass du seiest wie eine Frau, das schon lange Zeit um einen Toten trauert.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> So sollst du zum K\u00f6nige gehen und zu ihm wie folgt reden; Joab legte ihr die Worte in den Mund.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Das Weib von Tekoa sprach also zum K\u00f6nige; sie fiel auf ihr Angesicht zur Erde und b\u00fcckte sich und sprach: Hilf, o K\u00f6nig!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der K\u00f6nig fragte sie: Was ist dir? Sie erwiderte: Ich bin f\u00fcrwahr eine Witwe, da mein Mann gestorben ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Deine Magd hatte zwei S\u00f6hne, aber beide haderten mit einander auf dem Felde; niemand war da, um rettend zwischen ihnen einzugreifen. Da schlug der eine den andern und t\u00f6tete ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nun hat sich das ganze Geschlecht \u00fcber deine Magd erhoben und sie sprechen: Gib her den Bruderm\u00f6rder, dass wir ihn t\u00f6ten um das Leben seines Bruders, den er umgebracht, und wir wollen vertilgen den Erben; so wollen sie ausl\u00f6schen meine letzte glimmende Kohle, nicht zu g\u00f6nnen meinem Manne Namen und Nachkommen auf dem Erdboden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu der Frau: Gehe nach Hause, ich werde deinetwegen Befehl geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Da sprach die Frau von Tekoa zu dem K\u00f6nig: Auf mir, mein Herr, o K\u00f6nig, sei die Schuld [dass das vergossene Blut nicht ger\u00e4cht werden solle] und auf dem Hause meines Vaters; der K\u00f6nig aber und sein Thron sei schuldfrei.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach weiter: Der zu dir [wegen der Blutrache] redet, den zeige mir an, er soll fortan dich nicht mehr anr\u00fchren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Sie sprach darauf: Gedenke doch der K\u00f6nig bei dem Herrn, deinem Gott, dass der Blutr\u00e4cher nicht mehr Verderben stifte, dass sie meinen Sohn nicht vertilgen. Der K\u00f6nig] versprach: So wahr der Herr lebt, \u2014 ob eines von den Haaren deines Sohnes zur Erde f\u00e4llt!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da sprach die Frau: D\u00fcrfte doch deine Magd zu meinem Herrn, dem K\u00f6nige, ein Wort reden. Er erwiderte: Rede.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Das Weib sprach: Warum denn sinnst du dergleichen gegen Gottes Volk? Dass der K\u00f6nig nicht dasselbe [im Fall Awschalom] ausspricht, als f\u00fcrchtete der K\u00f6nig, den von ihm Versto\u00dfenen heimkehren zu lassen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Denn sterben m\u00fcssen wir ja alle, gleich dem Wasser, das hingesch\u00fcttet zur Erde und nicht wieder aufgenommen werden kann; der Richter sollte nicht w\u00fcnschen und etwas ersinnen, damit niemand versto\u00dfen bleibe?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Dass ich jetzt zu dem K\u00f6nig, meinem Herrn, gekommen bin, in solcher Weise zu reden, geschah, weil das Volk mir Furcht machte; da dachte deine Magd: Ich will doch reden zu dem K\u00f6nige, vielleicht tut der K\u00f6nig nach dem Worte seiner Magd.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als der K\u00f6nig darauf h\u00f6rte, zu retten seine Magd aus der Faust jenes Mannes, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbteil Gottes tilgen wollte;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da dachte deine Magd: Sei doch der Ausspruch meines Herrn, des K\u00f6nigs, ihm zur Beruhigung. Denn wie ein Engel Gottes so ist mein Herr, der K\u00f6nig, zu vernehmen das Gute und das B\u00f6se; der Herr, dein Gott, sei mit dir!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig zu der Frau: Verhehle mir nicht ein Wort, wonach ich dich frage. Das Weib sprach: Es wolle mein Herr der K\u00f6nig, reden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Der K\u00f6nig fragte: Steckt nicht Joab hinter allem diesen? Das Weib antwortete: Bei deinem Leben, mein Herr, o K\u00f6nig, weder rechts noch links abzuweichen ist von allem, was mein Herr, der K\u00f6nig, geredet hat; denn dein Diener Joab hat mir geboten; er hat deiner Magd in den Mund gelegt alle diese Worte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Um die Angelegenheit dahin zu wenden hat dein Diener Joab diese Sache getan. Mein Herr aber ist weise gleich der Weisheit eines Engels Gottes, alles zu wissen, was auf Erden vorgeht [und hat die Sache erraten).  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu Joab: Du hast dies so eingerichtet; nun gehe hin und bringe den J\u00fcngling Awschalom zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Joab fiel auf sein Angesicht zur Erde, b\u00fcckte sich und segnete den K\u00f6nig. Joab sprach: Heute erfahrt dein Knecht, dass ich Gunst gefunden in deinen Augen, mein Herr K\u00f6nig, da der K\u00f6nig getan nach dem Worte deines Knechtes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Joab machte sich auf; er ging nach Gesur und brachte den Awschalom nach Jerusalem zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Der K\u00f6nig befahl: Er mag nach seinem Hause gehen, aber mir nicht vor Gesicht kommen. Da wandte sich Awschalom nach seinem Hause, das Antlitz des K\u00f6nigs sah er nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> So sch\u00f6n wie Awschalom war kein Mann in ganz Israel, so dass man ihn sehr r\u00fchmte, von seiner Fu\u00dfsohle bis zum Scheitel war an ihm kein Tadel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Wenn er sein Haupthaar schor \u2014 es geschah einmal im Jahre, dass er sich schor; weil es ihm zu schwer war, so schor er es ab \u2014 wog sein Haupthaar zwei hundert Schekel nach dem Gewicht des K\u00f6nigs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Dem Awschalom wurden drei S\u00f6hne und eine Tochter Namens Tamar geboren; diese war ein sehr sch\u00f6nes Weib.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Als Awschalom in Jerusalem zwei Jahre gewohnt, und das Antlitz des K\u00f6nigs noch nicht gesehen hatte,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Da schickte Awschalom nach Joab, um ihn zum K\u00f6nige zu schicken; aber er wollte nicht zu ihm kommen. Er schickte ein zweites Mal, aber er wollte wiederum nicht kommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet da den Acker Joabs an meiner Seite; er hat daselbst Gerste, gehet und z\u00fcndet ihn an.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> [Als das geschah] machte Joab sich auf und kam zu Awschalom in das Haus und fragte ihn: Warum haben deine Knechte meinen Acker angez\u00fcndet?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Awschalom erwiderte dem Joab: Ich habe dir sagen lassen. Komm her, dass ich dich zum K\u00f6nige schicke, ihn zu fragen: Warum bin ich von Gesur gekommen? Mir w\u00e4re wohler, w\u00e4re ich noch dort. Demnach will ich das Antlitz des K\u00f6nigs sehen. Wenn eine Schuld an mir ist, so mag er mich t\u00f6ten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Joab kam zum K\u00f6nige und berichtete es ihm. Er berief den Awschalom, dass er zu dem K\u00f6nige komme. [Awschalom b\u00fcckte sich auf sein Angesicht zur Erde vor dem K\u00f6nige; der K\u00f6nig k\u00fcsste den Awschalom.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p>\n   \nAwschaloms Emp\u00f6rung gegen David.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nach einiger Zeit schaffte sich Awschalom N Wagen und Pferde an, und f\u00fcnfzig Mann liefen vor ihm her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Awschalom pflegte sich fr\u00fch aufzumachen, sich an die Seite des Weges am Tore zu stellen, und jeder, der eine Streitsache hatte und zum K\u00f6nige vor Gericht wollte, dem rief Awschalom zu und fragte ihn: Von welcher Stadt bist du? Sprach jener dann: Von einem der St\u00e4mme Israels ist dein Knecht,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Dann sagte ihm Awschalom [nachdem er das Anliegen erfahren): Deine Reden sind gut und grade, aber niemand h\u00f6rt dich an von Seiten des K\u00f6nigs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Awschalom pflegte dann weiter zu sagen: Wenn ich doch Richter im Lande w\u00e4re, dass zu mir k\u00e4me jeder Mann, der einen Streit und Rechtshandel hat, ich wollte ihm schon zu seinem Rechte verhelfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Wollte ein Mann herantreten, sich vor ihm zu b\u00fccken, so streckte er seine Hand aus, und ergriff ihn und k\u00fcsste ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Awschalom tat desgleichen an allen Israeliten, die zu Gericht kamen zu dem K\u00f6nig. Awschalom erschlich sich somit die Liebe aller M\u00e4nner Israels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Nach Verlauf von vierzig (vier? Jahren, da sprach Awschalom zum K\u00f6nige: Lass mich doch gehen ein Gel\u00fcbde zu erf\u00fcllen, das ich dem Herrn in Hebron gelobt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Denn dein Knecht tat ein Gel\u00fcbde, als ich in Gesur in Aram weilte: Wenn mich der Herr nach Jerusalem zur\u00fcckbringt, so will ich dem Herrn dienen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach: Geh&#8216; in Frieden. Er machte sich auf und ging nach Hebron.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Awschalom schickte Kundschafter umher in allen St\u00e4mmen Israels und lie\u00df sagen: Wie ihr den Posaunenschall horet, so rufet: Awschalom ist K\u00f6nig geworden in Hebron.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Mit Awschalom waren zweihundert M\u00e4nner von Jerusalem gegangen, sie waren eingeladen und in aller Unschuld mitgegangen, sie wussten von gar nichts.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Awschalom lie\u00df den Giloniten Ahitofel, den Ratgeber Davids, aus seiner Stadt Gilo kommen, da er die Opfer schlachtete. Die Verschw\u00f6rung wurde m\u00e4chtig, das Volk um Awschalom nahm immer zu.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da kam ein Berichterstatter zu David und erz\u00e4hlte: Das Herz der M\u00e4nner Israels hat sich dem Awschalom zugewandt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David sprach darauf zu all seinen Dienern, die bei ihm in Jerusalem waren: Machet euch auf, lasset uns fliehen; denn es wird f\u00fcr uns sonst kein Entkommen sein vor Awschalom. Eilet davon zu gehen, dass er uns nicht rasch nachkomme und uns erreiche, \u00fcber uns Verderben bringend und alle Einwohner der Stadt niedermachend.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Die Diener des K\u00f6nigs sprachen zu dem K\u00f6nige. Wie mein Herr, der K\u00f6nig, immer es f\u00fcr gut finden wird, deine Diener stehen zu dir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der K\u00f6nig ging also fort und sein ganzes Haus folgte ihm; der K\u00f6nig lie\u00df aber zehn Kebsweiber zur\u00fcck, das Haus zu h\u00fcten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Der K\u00f6nig ging fort, und alles Volk, das ihm folgte, machte Halt in einem Hause in der Ferne.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Seine Diener zogen an seiner Seite vor\u00fcber, der ganze Kreti und der ganze Pleti [die k\u00f6nigliche Leibwache, die aus fremden S\u00f6ldnern bestand] und all die Gittiten, sechshundert Mann, die gekommen waren in seinem Gefolge von Gat, zogen an dem K\u00f6nige vor\u00fcber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Da fragte der K\u00f6nig den Ittai aus Gat: Warum willst auch du mit uns gehen? Kehre zur\u00fcck und bleibe bei dem neuen] K\u00f6nige; denn du bist ein Ausl\u00e4nder, bald wirst du nach deinem Orte zur\u00fcckkehren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Gestern bist du gekommen, und heute soll ich dich herumf\u00fchren mit uns zu gehen? ich wei\u00df ja selbst nicht, wohin ich gehe. Kehre um, und f\u00fchre deine Br\u00fcder mit dir zur\u00fcck; [wir bleiben] in Liebe und Treue.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Aber Ittai antwortete dem K\u00f6nige: So wahr der Herr lebt und beim Leben meines Herrn, des K\u00f6nigs, an dem Orte, woselbst mein Herr, der K\u00f6nig, sein wird, sei es zum Tode, sei es zum Leben, dort wird auch dein Diener sein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> David sprach also zu Ittai: Ziehe voraus. So zog Ittai aus und all seine Leute und all die Kinder, die bei ihm waren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Alle Einwohner des Landes weinten mit lauter Stimme, als das Volk vor\u00fcberzog. Der K\u00f6nig zog \u00fcber den Bach Kidron, und das ganze Volk zog den Weg entlang, nach der W\u00fcste.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Auch Zadok und alle Leviten mit ihm trugen die Bundeslade Gottes, sie stellten die Lade Gottes hin, Ebjatar zog an der Spitze [der Priester und Leviten), bis das ganze Volk vollends aus der Stadt vorubergezogen war.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Aber der K\u00f6nig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes zur\u00fcck nach der Stadt. Wenn ich Gnade finde in den Augen des Herrn und er mich zur\u00fcckbringt, so wird er mich sie sehen lassen und ihre Wohnung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Wenn er aber also spricht: Ich habe keinen Gefallen mehr an dir, \u2014 auch darauf bin ich gefasst; mag er mir tun, wie es ihm gef\u00e4llt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach weiter zu dem Priester Zadok: Du siehst wohl ein, [dass ich recht habe); kehre zur\u00fcck nach der Stadt in Frieden. Dein Sohn Ahimaaz, und Jonatan, Sohn Ebjatars, eure beiden S\u00f6hne sind mit euch.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Sehet, ich bleibe in den Steppen der W\u00fcste, bis ein Wort von euch kommt, mir Nachricht zu geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Zadok und Ebjatar brachten also die Lade Gottes zur\u00fcck nach Jerusalem und blieben daselbst.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> David aber stieg weinend die Anh\u00f6he der \u00d6lb\u00e4ume hinauf, sein Haupt war verh\u00fcllt, und er ging barfu\u00df, auch das ganze Volk, das mit ihm war, verh\u00fcllte das Haupt und stieg weinend hinauf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Dem David hatte man berichtet: Ahitofel ist unter den Verschworenen mit Awschalom. Da sprach David: Bet\u00f6re doch den Rat Ahitofels, Herr!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Als David bis an die Spitze, woselbst er sich vor Gott zu b\u00fccken pflegte, gekommen war, da kam ihm der Arkite Husai entgegen mit zerrissenem Rocke und Erde auf seinem Haupte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> David sprach aber zu ihm: Wenn du mit mir weiterziehest, so wirst du mir nur zur Last.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Wenn du jedoch zur Stadt zur\u00fcckkehrest und zu Awschalom sprichst: Dein Knecht will ich, o K\u00f6nig, sein, deines Vaters Knecht war ich von je, nun aber bin ich dein Knecht, so k\u00f6nntest du mir den Rat Ahitofels zu nichte machen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Es sind ja mit dir daselbst die Priester Zadok und Ebjatar; jedes Wort, das du aus dem Hause des K\u00f6nigs h\u00f6rst, berichte den Priestern Zadok und Ebjatar  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Dort sind bei ihnen ihre beiden S\u00f6hne, Ahimaaz, des Zadok, und Jonatan, des Ebjatar Sohn, berichtet mir durch sie jedes Wort, das ihr h\u00f6ret.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Husai, der Freund Davids: kam nach der Stadt, als Awschalom in Jerusalem den Einzug halten sollte.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p>\n   \nDavid auf der Flucht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Javid war ein wenig \u00fcber den Gipfel hinausgegangen, da kam Ziba, der Diener des Mefiboschet, ihm entgegen mit einem Gespann gesattelter Esel und darauf zweihundert Brote, hundert Rosinenkuchen, hundert getrocknete Fr\u00fcchte und ein Schlauch Wein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der K\u00f6nig fragte Ziba: Was willst du damit? Ziba antwortete: Die Esel sind f\u00fcr das Haus des K\u00f6nigs, darauf zu reiten, das Brot und die getrockneten Fr\u00fcchte zum essen f\u00fcr die Diener, und der Wein zum trinken f\u00fcr die Ermatteten in der W\u00fcste. 3 Der K\u00f6nig fragte dann: Wo ist der Sohn deines Herrn geblieben? Ziba erwiderte dem K\u00f6nig: Er bleibt in Jerusalem, denn er denkt: Jetzt wird mir das Haus Israels das Reich meines Vaters wiedergeben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig zu Ziba: Dein ist alles, was Mefiboschet geh\u00f6rt. Ziba sprach: Ich werfe mich nieder; m\u00f6ge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr, o K\u00f6nig!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Als der K\u00f6nig David dann nach Bahurim kam, da kam dort ein Mann vom Geschlechte des Hauses Saul, namens Sim\u00e9i, Sohn Geras; er zog fluchend vorbei.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Und warf mit Steinen nach David, nach den Dienern des K\u00f6nigs David und allem Volk und all den Helden zur Rechten und zur Linken (des K\u00f6nigs).  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und also sprach Sim\u00e9i fluchend: Fort, fort, Mann des Blutes und der Ruchlosigkeit!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Heimgezahlt hat der Herr dir das Blut des Hauses Saul, an dessen Stelle du K\u00f6nig geworden; der Herr gab die Regierung deinem Sohne Awschalom. Du bist selbst daran schuld, denn ein Mann des Blutes bist du.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Abischaj, Sohn Zerujas, sprach zu dem K\u00f6nige: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem K\u00f6nig, fluchen? Lass mich doch hin\u00fcbergehen und ihm den Kopf abhauen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da sprach der K\u00f6nig: Was geht dies euch an, S\u00f6hne Zerujas? Mag er so fluchen: Wenn der Herr ihm gesagt hat: Fluche dem David, wer darf da sprechen: Warum hast du also getan?\n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> David sprach weiter zu Abischaj und zu seinen Dienern: Mein leiblicher Sohn trachtet mir nach dem Leben, was soll ich&#8217;s verargen den Benjaminiten. Lasset ihn, dass er fluche, denn der Herr hat es ihm gesagt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Vielleicht sieht der Herr mein Elend, und es erstattet mir der Herr sp\u00e4ter Gutes f\u00fcr seinen Fluch an diesem Tage.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> David ging mit seinen Leuten weiter den Weg entlang. Simsi aber ging fluchend an der anderen Seite des Berges ihm gegen\u00fcber und warf mit Steinen und Staub nach ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der K\u00f6nig und das ganze Volk, das bei ihm war, kam ermattet an und ruhte daselbst aus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Awschalom und das ganze Volk, die M\u00e4nner Israels, waren nach Jerusalem gekommen und Ahitofel mit ihm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Als der Arkite Husai, der Freund Davids, zu Awschalom kam, da sprach Husai zu Awschalom: Es lebe der K\u00f6nig! Es lebe der K\u00f6nig!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Awschalom sagte zu Husai: Ist das deine Liebe zu deinem Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Aber Husai sprach zu Awschalom: Nicht so, sondern den der Herr und dies Volk und alle M\u00e4nner Israels erw\u00e4hlt haben, dem geh\u00f6re ich und bei ihm bleibe ich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und dann! Wem will ich dienen? Ist es doch seinem leiblichen Sohn! Wie ich deinem Vater gedient, so werde ich auch dir dienen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Awschalom sprach zu Ahitofel: Schaffet Rat, was wir tun sollen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Ahitofel riet dem Awschalom: Komme zu den Kebsweibern deines Vaters, die er zur\u00fcckgelassen hat, das Haus zu h\u00fcten, und wenn ganz Israel h\u00f6rt, dass du dich g\u00e4nzlich \u00fcberworfen hast mit deinem Vater so werden alle, die um dich sind, Mut gewinnen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da schlug man dem Awschalom das Zelt auf dem Dache auf; Awschalom kam zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Ein Rat von Ahitofel aber war in jener Zeit, wie wenn jemand das Wort Gottes befragt; so war der Rat Ahitofels, sowohl dem David wie dem Awschalom.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p>\n   \nDie Vorbereitung zum Kampf.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Ahitofel sprach dann zu Awschalom: A Ich m\u00f6chte mir ausheben zw\u00f6lf tausend Mann und mich noch diese Nacht aufmachen, dem David nachzusetzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Ich will ihn \u00fcberfallen, da er abgemattet und kraftlos ist, und ihn aufschrecken, dass all das Volk, das bei ihm ist, fliehe und ich den K\u00f6nig allein schlage.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> So f\u00fchre ich das ganze Volk dir zu. Wenn alles zur\u00fcckkehrt, [au\u00dfer] dem Mann, den du suchst, so bleibt das Volk in Frieden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Dieser Rat gefiel wohl dem Awschalom und den \u00c4ltesten Israels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Awschalom sprach aber: Rufet doch auch den Arkiten Husai, dass wir auch seinen Rat h\u00f6ren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Husai kam zu Awschalom, und Awschalom sprach zu ihm also. Solches hat Ahitofel geredet; sollen wir seinen Rat befolgen? Wenn nicht, so rede du.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Husai antwortete dem Awschalom: Der Rat, den Ahitofel gegeben, ist diesmal nicht gut.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Husai sprach weiter: Du kennst deinen Vater und seine Leute, dass sie Helden und erbitterten Gem\u00fctes sind, wie eine der Jungen beraubte B\u00e4rin auf dem Felde. Auch ist dein Vater ein [erfahrener Kriegsmann und wird nicht \u00fcbernachten unter dem Volke,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Jetzt ist er gewiss in einer der Gruben oder sonst an einem der Orte verborgen, und wenn wir sie zuerst dort aufsuchen wollten, so k\u00f6nnte es jemand h\u00f6ren und denken, dass das Volk, welches mit Awschalom h\u00e4lt, eine Niederlage erlitten h\u00e4tte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und selbst der tapferste Mann, sonst beherzt wie ein L\u00f6we, wird entmutigt werden, denn ganz Israel wei\u00df, dass dein Vater und seine M\u00e4nner Helden sind.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ich w\u00fcrde also raten: Es versammle sich um dich ganz Israel von Dan bis Beer-Schewa, wie der Sand am Meere an Menge; du selbst ziehest im Treffen voran.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Und wir wollen an ihn kommen an einem der Orte wo er sich aufh\u00e4lt, und \u00fcber ihn herfallen wie der Tau auf den Erdboden f\u00e4llt. Es soll dann von ihm und all den Leuten die mit ihm sind, auch nicht ein einziger bleiben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Und sollte er sich in eine Stadt zur\u00fcckziehen, so soll ganz Israel zu selbiger Stadt hin Stricke schleppen, und wir schleifen sie bis in den Grund, dass daselbst auch nicht eine Scholle bleibe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprachen Awschalom und alle M\u00e4nner Israels: der Rat des Arkiten Husai ist besser als der Rat Ahitofels. Der Herr hatte es eben dahin gebracht, den guten Rat Ahitofels zu st\u00f6ren, auf dass der Herr \u00fcber Awschalom Unheil bringe.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nun sprach Husai zu den Priestern Zadok und Ebjatar: So und so hat Ahitofel dem Awschalom und den \u00c4ltesten Israels geraten, und so und so habe ich geraten.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Nun schicket eilends und berichtet dem David also: \u00dcbernachte nicht des Nachts in den Steppen der W\u00fcste, du musst weiterziehen; es k\u00f6nnte sonst dem K\u00f6nig und all dem Volk, das bei ihm ist, ein Verderben zugef\u00fcgt werden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Jonatan und Ahimaaz standen in En-Rogel. Eine Magd pflegte dahinzugehen und ihnen berichten, worauf sie wiederum gingen und dem K\u00f6nig David berichteten. Denn sie durften sich nicht sehen lassen, dass sie nach der Stadt kommen k\u00f6nnten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Ein Knabe sah sie und sagte es dem Awschalom. Da gingen beide eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe, und sie stiegen da hinab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Das Weib nahm eine Decke und breitete sie \u00fcber den Brunnen und breitete dar\u00fcber Kleie aus, damit nichts gemerkt werde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Die Knechte Awschaloms kamen zu der Frau in das Haus und fragten: Wo sind Jonatan und Ahimaaz? Doch die Frau erwiderte ihnen: Sie sind \u00fcber den Wasserbeh\u00e4lter gegangen; da suchten sie, und als sie nichts fanden, kehrten sie nach Jerusalem zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Nachdem sie aber gegangen waren, stiegen jene herauf aus dem Brunnen und gingen und berichteten dem K\u00f6nig David. Sie sprachen zu David: Machet euch auf und setzet eilends \u00fcber das Wasser, denn so hat gegen euch Ahitofel geraten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da machten sich David und all das Volk, das bei ihm war, auf und setzten \u00fcber den Jordan. Bis zur Morgenhelle war auch nicht ein einziger vermisst, der nicht \u00fcber den Jordan gesetzt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Als Ahitofel sah, dass sein Rat nicht ausgef\u00fchrt worden, da sattelte er den Esel und machte sich auf und ging nach seinem Hause, nach seiner Stadt. Er bestellte sein Haus und erh\u00e4ngte sich. Also starb er und ward begraben in der Grabst\u00e4tte seines Vaters.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> David war unterdessen nach Mahanajim gekommen; Awschalom setzte \u00fcber den Jordan, er und alle M\u00e4nner Israels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Den Amasa setzte Awschalom an Joabs statt \u00fcber das Heer. Amasa war der Sohn eines Mannes mit Namen Jitra, des Israeliten, der gekommen war zu Abigal, Tochter Nachas, Schwester Zerujas, der Mutter Joabs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Es lagerten also Israel und Awschalom im Lande Gilead.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Als David nach Mahanajim gekommen war, da brachten Sobi, Sohn Nachas aus Rabba in Ammon, und Machir, Sohn Ammiels ans Lo-Debar, und Barsillai, der Gileadite aus Roglim:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Bettzeug, Schalen, Topfergeschirre, Weizen, Gerste, Mehl, ger\u00f6stete K\u00f6rner, Bohnen, Linsen, Ger\u00f6stetes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Honig, Rahm, Schafe und Kuhk\u00e4se. Sie reichten alles David und dem Volke mit ihm zu essen; denn sie dachten, das Volk ist gewiss hungrig und ermattet und durstig in der W\u00fcste.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p>\n   \nAwschaloms Ende.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte Obere \u00fcber tausend und Obere \u00fcber hundert.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> David entsandte das Volk, ein Drittel unter Joab und ein Drittel unter Abischaj, Sohn Zerujas, Joabs Bruder, und ein Drittel unter Ittai aus Gat. Und der K\u00f6nig sprach zum Volke: Auch ich m\u00f6chte mit euch ausziehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Aber das Volk riet: Ziehe nicht aus; denn wenn wir fliehen, werden sie sich daraus nichts machen, und st\u00fcrben unser auch die H\u00e4lfte, so macht sich niemand etwas daraus; denn jetzt bist du so viel, wie von uns zehntausend. Demnach ist es besser, wenn du uns von der Stadt aus zum Beistande bereitstehest.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich tun. Da stellte sich der K\u00f6nig an die Seite des Tores und das ganze Volk zog aus zu Hunderten und zu Tausenden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der K\u00f6nig gebot aber dem Joab und dem Abischaj und dem Ittai also: Seid mir behutsam mit dem Knaben Awschalom. Das ganze Volk h\u00f6rte es, da der K\u00f6nig allen F\u00fchrern wegen Awschaloms gebot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Das Volk zog ins Feld, Israel entgegen, und die Schlacht war im Walde Efraim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Das Volk Israel wurde geschlagen daselbst durch die Leute Davids; die Niederlage jener war gro\u00df an diesem Tage; ses fielen) zwanzigtausend.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Die Schlacht dehnte sich dort aus \u00fcber das ganze Land; und mehr fra\u00df der Wald von dem Volke, als das Schwert gefressen an jenem Tage.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Awschalom selbst geriet in die N\u00e4he der Knechte Davids. Awschalom ritt auf einem Maulesel; der Maulesel kam unter das Zweiggeflecht einer gro\u00dfen Terebinthe, er blieb mit dem Kopfe an der Terebinthe h\u00e4ngen und schwebte zwischen Himmel und Erde. Der Maulesel unter ihm lief davon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Das sah ein Mann und berichtete es dem Joab: Ich habe Awschalom an einer Terebinthe h\u00e4ngen sehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Da sprach Joab zu dem Manne, der ihm berichtete: Hast du es gesehen, warum schlugst du ihn dort nicht nieder? An mir w\u00e4re es dann, dir [zum Lohn] zehn Silberst\u00fccke und einen Gurt zu geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Aber der Mann sagte zu Joab: Und wenn ich tausend Silberst\u00fccke auf meiner Hand [zur Belohnung] w\u00f6ge, w\u00fcrde ich meine Hand nicht ausstrecken nach dem Sohne des K\u00f6nigs; denn vor uns hat der K\u00f6nig dir und Abischaj und Ittai geboten also; Nehmet euch in acht \u2014 wer es sei \u2014 mit dem Knaben Awschalom.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Oder sollte ich ihn betr\u00fcgen wollen, \u2014 es bleibt keine Sache dem K\u00f6nig verborgen, du aber w\u00fcrdest dich dann fern halten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach Joab: Ich mag mich nicht lange bei dir aufhalten. Er nahm drei Dolche in seine Hand und stie\u00df sie durch das Herz Awschaloms \u2014 da er noch lebte \u2014 in das Herz der Terebinthe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Es umringten ihn dann zehn Burschen, Waffentr\u00e4ger Joabs, und schlugen Awschalom und t\u00f6teten ihn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Joab stie\u00df darauf in die Posaune und das Volk kehrte zur\u00fcck von der Verfolgung Israels; denn Joab hielt das Volk ab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Sie nahmen Awschalom und warfen ihn hin im Walde in die gro\u00dfe Grube und stellten \u00fcber ihm einen sehr gro\u00dfen Steinhaufen. Ganz Israel floh, ein jeder nach seinem Zelte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Awschalom aber hatte sich bei seinem Leben die Stands\u00e4ule aufgestellt im K\u00f6nigsthale, denn er dachte: Einen Sohn habe ich nicht, um meinem Namen Ge d\u00e4chtnis zu stiften. Er nannte die Stands\u00e4ule nach seinem Namen, und sie wird bis auf diesen Tag Denkmal des Awschalom genannt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ahimaaz, Sohn Zadoks, sprach [zu Joab]: Ich will doch laufen und dem K\u00f6nige Botschaft bringen, dass der Herr ihm Recht geschafft von der Hand seiner Feinde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da erwiderte ihm Joab: Du bist kein Mann guter Botschaft an diesem Tage; bringe an einem andern Tage Botschaft, aber an diesem Tage bringe keine Botschaft, da doch einmal des K\u00f6nigs Sohn gestorben ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Hingegen sprach Joab zu dem \u00c4thiopier: Geh, berichte dem K\u00f6nige, was du gesehen hast. Da b\u00fcckte sich der \u00c4thiopier vor Joab und lief.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Ahimaaz, Sohn Zadoks, fuhr fort Joab zu bitten: Wie es auch komme, lass mich doch dem \u00c4thiopier nachlaufen. Joab sprach: Wozu willst du denn laufen, mein Sohn, da sich dir kein Botenlohn darbietet?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Wie es auch komme, ich will laufen! Da sprach Joab zu ihm: Laufe! Ahimaaz lief den Weg durch den Kreis und \u00fcberholte den \u00c4thiopier.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> David sa\u00df unterdessen zwischen den zwei Toren. Der W\u00e4chter ging auf das Dach des Tores, auf die Mauer, und wie er seine Augen erhob, sah er einen Mann, der allein gelaufen kam.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Da rief der W\u00e4chter und berichtete dies dem K\u00f6nige. Der K\u00f6nig sprach: Wenn er allein ist, so ist [gute] Botschaft in seinem Munde. Und er kam immer n\u00e4her.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Der W\u00e4chter sah dann einen anderen Mann laufen; der W\u00e4chter rief dem Pf\u00f6rtner zu und sprach: Ein Mann kommt allein gelaufen. Da sprach der K\u00f6nig: Auch der bringt [gute Botschaft.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Der W\u00e4chter sprach weiter: Ich erkenne den Lauf des ersten als den Lauf des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks: Da sprach der K\u00f6nig: Das ist ein guter Mann, und mit einer guten Botschaft kommt er.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Ahimaaz rief dem K\u00f6nige zu: Friede! und buckte sich vor dem K\u00f6nig mit seinem Angesicht zur Erde und sprach: Gesegnet sei der Herr, dein Gott, der ausgeliefert die Leute, welche ihre Hand erhoben gegen meinen Herrn, den K\u00f6nig.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Der K\u00f6nig fragte: Ist der Knabe Awschalom wohlbehalten? Ahimaaz antwortete: Ich sah das gro\u00dfe Getummel, da Joab den Knecht des K\u00f6nigs und deinen Knecht abschickte; ich wei\u00df aber nicht, was geschehen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach: Gehe bei Seite, stelle dich hierher. Er trat bei Seite und stellte sich hin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da kam der \u00c4thiopier, und der \u00c4thiopier sprach: Lasse mein Herr, der K\u00f6nig, sich Botschaft bringen. Recht geschaffen hat dir der Herr heute von der Hand aller, die wider dich aufstanden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Der K\u00f6nig fragte den \u00c4thiopier: Ist der Knabe Awschalom wohlbehalten? Da antwortete der \u00c4thiopier: M\u00f6ge es den Feinden meines Herrn des K\u00f6nigs und allen, die wider dich aufgestanden zum B\u00f6sen, so ergehen wie dem Knaben!\n\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p>\n   Davids Trauer und R\u00fcckkehr.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Da erbebte der K\u00f6nig und ging hinauf auf den S\u00f6ller des Tores laut weinend: Mein Sohn Awschalom, o mein Sohn, mein Sohn Awschalom&#8216; dass ich an deiner Stelle gestorben w\u00e4re, Awschalom, mein Sohn, mein Sohn!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Dem Joab ward berichtet: Der K\u00f6nig weint und trauert um Awschalom.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Der Sieg war an jenem Tage zur Trauer f\u00fcr das ganze Volk; denn es h\u00f6rte das Volk an jenem Tage also: Der K\u00f6nig ist betr\u00fcbt um seinen Sohn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Das Volk stahl sich an jenem Tage in die Stadt hinein, wie sich das Volk schmachbedeckt hineinstiehlt, wenn es von der Schlacht flieht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Der K\u00f6nig verh\u00fcllte aber fortw\u00e4hrend sein Angesicht; der K\u00f6nig schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Awschalom! Awschalom mein Sohn, mein Sohn!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da kam Joab zu dem K\u00f6nig ins Haus und sprach: Du hast heute alle deine Diener besch\u00e4mt, die heute dein Leben gerettet und das Leben deiner S\u00f6hne und T\u00f6chter und das Leben deiner Frauen und das Leben deiner Kebsweiber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Du liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben; denn du hast heute kundgetan, dass du keine F\u00fcrsten und Diener hast; ich habe heute erfahren, dass, wenn nur Awschalom leben geblieben und wir alle heute tot w\u00e4ren, dass es dir dann recht w\u00e4re.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Demnach mache dich auf, gehe hinaus und rede deine Diener freundlich an; denn beim Herrn habe ich geschworen, wenn du nicht jetzt gehest, dass kein Mann bei dir aush\u00e4lt die Nacht; das wird f\u00fcr dich \u00fcbler sein als alles \u00dcbel, das \u00fcber dich gekommen ist von deiner Jugend bis jetzt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Der K\u00f6nig machte sich auf und setzte sich an das Tor. Man berichtete dem ganzen Volke also: Der K\u00f6nig sitzt am Tore. Und das ganze Volk kam vor das Angesicht des K\u00f6nigs, Israel aber floh, jeder in sein Zelt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Das ganze Volk haderte in all den St\u00e4mmen Israels und sprach: Der K\u00f6nig hat uns gerettet aus der Hand unserer Feinde, er hat uns aus der Hand der Philister befreit, und jetzt hat er aus dem Lande vor Awschalom fliehen m\u00fcssen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Awschalom, den wir gesalbt \u00fcber uns ist im Kriege gefallen; und nun, worauf wartet ihr noch, den K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Der K\u00f6nig David gebot den Priestern Zadok und Ebjatar also: Redet zu den \u00c4ltesten Jehudas: Warum wollt ihr die letzten sein, den K\u00f6nig in sein Haus zur\u00fcckzuf\u00fchren, da bereits die Rede von ganz Israel zu dem K\u00f6nig in sein Haus gekommen ist?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Meine Br\u00fcder seid ihr, mein Bein und mein Fleisch. Warum wollt ihr die letzten sein, den K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Zu Amasa sollt ihr sprechen: Du bist ja mein Bein und mein Fleisch [mein Verwandter); so tue mir Gott und so fahre er fort, wenn du nicht mein Heerf\u00fchrer sein wirst f\u00fcr alle Zeit statt Joabs.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> So lenkte er das Herz aller M\u00e4nner von Jehuda, wie Eines Mannes, und sie lie\u00dfen dem K\u00f6nige sagen: Kehre zur\u00fcck, du samt all deinen Knechten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der K\u00f6nig kehrte zur\u00fcck und kam an den Jordan; die Jud\u00e4er aber kamen nach Gilgal, dem K\u00f6nig entgegen zu gehen, um den K\u00f6nig \u00fcber den Jordan zu setzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da eilte der Benjaminite Sim\u00e9i, Sohn Geras, von Bahurim und zog hinab mit den M\u00e4nnern von Jehuda dem K\u00f6nige David entgegen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Mit ihm waren tausend Mann von Benjamin, auch Ziba, der Diener des Hauses Sauls und seine funfzehn S\u00f6hne und seine zwanzig Knechte; sie fuhren \u00fcber den Jordan vor dem K\u00f6nige.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Dann fuhr die F\u00e4hre \u00fcber, um das Haus des K\u00f6nigs \u00fcberzusetzen und ihm zu Diensten zu sein. Sim\u00e9i, Sohn Geras, fiel nieder vor dem K\u00f6nig, da er \u00fcber den Jordan setzte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und flehte vor dem K\u00f6nig: Es wolle mir mein Herr keine Schuld anrechnen und nicht gedenken, was dein Knecht verschuldet hat an dem Tage, da mein Herr, der K\u00f6nig, aus Jerusalem ging, dass es der K\u00f6nig zu Herzen nehme.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Denn dein Knecht wei\u00df, dass ich mich vergangen; ich bin daher heute als der erste aus dem Hause Josef meinem Herrn dem K\u00f6nig, entgegen gekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Da hub Abischaj, Sohn Zerujas, an und sprach: Wie, daf\u00fcr sollte Sim\u00e9i nicht get\u00f6tet werden, dass er dem Gesalbten des Herrn geflucht?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> David sprach aber: Was hab ich mit euch, S\u00f6hne Zerujas, dass ihr heute mir werden wollt zum Verf\u00fchrer? Heute soll ein Mann in Israel get\u00f6tet werden? Hab ich denn nicht erfahren, dass ich heute K\u00f6nig bin \u00fcber Israel?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu Sim\u00e9i: Du wirst nicht sterben; der K\u00f6nig schwur ihm das zu.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Mefiboschet, der Enkel Sauls, war ebenfalls dem K\u00f6nig entgegengekommen. Er hatte seine Fu\u00dfn\u00e4gel nicht beschnitten und seinen Bart nicht geputzt und seine Kleider nicht gewaschen, von dem Tage an, da der K\u00f6nig weggegangen war bis zu dem Tage, da er in Frieden zur\u00fcckkehrte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Als er nach Jerusalem kam, dem K\u00f6nige entgegen, da sprach der K\u00f6nig zu ihm. Warum bist du nicht mit mir (bei meiner Flucht) gegangen, Mefiboschet?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Er antwortete: Mein Herr und K\u00f6nig! mein Knecht hat mich betrogen; denn dein Knecht sprach: Ich will mir den Esel satteln, dass ich auf ihm reite und mit dem K\u00f6nig ziehe, denn dein Knecht ist lahm.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Er verleumdete deinen Knecht bei meinem Herrn, dem K\u00f6nig. Mein Herr, der K\u00f6nig aber ist wie ein Engel Gottes; so tue denn, was gut ist in deinen Augen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Denn mein ganzes Vaterhaus war ja nichts als M\u00e4nner des Todes f\u00fcr meinen Herrn, den K\u00f6nig, doch du setztest deinen Knecht unter deine Tischg\u00e4ste. Welches Recht h\u00e4tte ich noch, mich bei dem K\u00f6nig zu beklagen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu ihm: Wozu bringst du deine Reden an? Ich habe bereits beschlossen: Du und Ziba, ihr sollt die L\u00e4ndereien teilen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Da sprach Mefiboschet zu dem K\u00f6nig: Er mag auch das Ganze behalten, nachdem mein Herr, der K\u00f6nig, in Frieden nach Hause gekommen ist.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Auch der Gileadite Barsillai war gekommen von Rogelim, und er setzte mit dem K\u00f6nig \u00fcber den Jordan, um ihn zu geleiten den Jordan entlang.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Barsillai war sehr alt, ein Achtzigj\u00e4hriger. Er hatte den K\u00f6nig verpflegt bei seinem Aufenthalt in Mahanajim, denn er war ein sehr reicher Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu Barsillai: Ziehe mit mir hin\u00fcber, ich will dich bei mir verpflegen in Jerusalem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Da sprach Barsillai zum K\u00f6nigeWie viel noch sind der Tage meiner Lebensjahre, dass ich hinaufziehen soll mit dem K\u00f6nig nach Jerusalem?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Achtzig Jahre bin ich heute alt. Wei\u00df ich noch zu unterscheiden zwischen gut und schlecht? Oder schmeckt dein Knecht, was er i\u00dft und was er trinkt? Oder soll ich noch horchen der Stimme der Sanger und S\u00e4ngerinnen? Warum soll denn dein Knecht noch meinem Herrn, dem K\u00f6nig, zur Last sein?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Kaum kann dein Knecht \u00fcber den Jordan mit dem K\u00f6nig setzen. Warum denn will mir der K\u00f6nig diese Wohltat erzeigen?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> M\u00f6ge doch dein Knecht zur\u00fcckkehren, dass ich in meiner Stadt bei der Grabst\u00e4tte meines Vaters und meiner Mutter sterbe. Dein Knecht Kimham aber wird hin\u00fcbersetzen mit meinem Herrn, dem K\u00f6nige; ihm tue, was gut in deinen Augen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach: Kimham soll mit mir hin\u00fcbersetzen; ich will ihm tun, was gut ist in deinen Augen. Alles, was du von mir w\u00fcnschest, will ich dir tun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Das ganze Volk setzte \u00fcber den Jordan; der K\u00f6nig ging voraus. Der K\u00f6nig k\u00fcsste Barsillai und segnete ihn, und er kehrte zur\u00fcck nach seinem Orte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Der K\u00f6nig zog weiter nach Gilgal und Kimham zog mit ihm. Das ganze Volk von Jehuda f\u00fchrte den K\u00f6nig und auch die H\u00e4lfte des Volkes Israel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Da kamen alle Israeliten zu dem K\u00f6nig und sprachen zu dem K\u00f6nige: Warum haben unsere Br\u00fcder, die Jud\u00e4er, dich weggestohlen und den K\u00f6nig und sein Haus \u00fcber den Jordan und all die M\u00e4nner Davids mit ihm gef\u00fchrt?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Da antworteten die Jud\u00e4er den Israeliten: Weil der K\u00f6nig uns verwandt ist; und warum bist du um diese Sache \u00e4rgerlich? Haben wir bei dem K\u00f6nig gegessen oder hat er uns Geschenke ausgeteilt?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Die Israeliten antworteten den Jud\u00e4ern und sprachen: Zehn Teile haben wir an dem K\u00f6nig, und auch an David sind wir euch zuvor. Warum habt ihr uns nun herabgesetzt? War nicht zuerst unser Wort, den K\u00f6nig zur\u00fcckzuf\u00fchren? Die Rede der Jud\u00e4er war aber noch heftiger als die Rede der Israeliten.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p>\n   Eine neue Emp\u00f6rung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dort befand sich aber ein ruchloser Mann, Namens Seba, Sohn Bichri, aus Benjamin; er stie\u00df in die Posaune und rief: Wir haben keinen Teil an David, und keinen Besitz an dem Sohn Jischajs; jeglicher kehre heim in seine Zelte, Israel!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Da zogen alle Israeliten von David weg, dem Seba Sohn Bichri nach. Die Jud\u00e4er, vom Jordan bis Jerusalem, hielten zu ihrem K\u00f6nig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Als David nach seinem Hause in Jerusalem kam, da nahm der K\u00f6nig die zehn Kebsweiber, die er dagelassen, um das Haus zu h\u00fcten, und tat sie in Gewahrsam und verpflegte sie, kam aber nicht zu ihnen. Sie blieben eingesperrt bis zu ihrem Todestag, \u2014 Witwen bei Lebenszeit ihres Mannes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu Amasa: Entbiete mir die M\u00e4nner Jehudas binnen dreien Tagen und stelle dich dann hier ein.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Amasa ging Jehuda zu entbieten, vers\u00e4umte aber die Frist, die er ihm bestimmt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Da sprach David zu Abischaj: Jetzt wird uns Seba, Sohn Bichris, viel gef\u00e4hrlicher werden als Awschalom. Nimm also du die Diener deines Herrn und setze ihm nach, dass er nicht feste St\u00e4dte gewinne und sich unseren Augen entziehe.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Die Leute Joabs zogen auch hinter ihm her, der Kreti und der Pleti und alle Tapfern, sie zogen aus Jerusalem dem Seba, Sohn Bichris, nachzusetzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie waren eben bei dem gro\u00dfen Stein in Gibeon, da kam Amasa ihnen entgegen; Joab war umg\u00fcrtet mit seinem Rocke und dar\u00fcber ein Schwertgehenk, an seinen H\u00fcften befestigt in seiner Scheide; als er hervortrat, fiel es heraus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Joab begr\u00fc\u00dfte Amasa: Bist du wohl, mein Bruder? Und die rechte Hand Joabs fasste den Bart Amasas, ihn zu k\u00fcssen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Amasa hatte sich nicht in acht genommen vor dem Schwerte, das in Joabs Hand, und er schlug ihn damit in die Weiche, dass sich seine Eingeweide zur Erde ergoss, ohne dass er ihm einen zweiten Sto\u00df gab, und er starb. Joab aber und sein Bruder Abischaj setzten dem Seba, Sohn Bichris, nach.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Ein Mann von den Burschen Joabs stand bei ihm und sprach: Wer Joab wohl will und wer Davids ist, folge Joab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Amasa aber w\u00e4lzte sich im Blute mitten in der Stra\u00dfe. Als der Mann sah, dass das ganze Volk stehen blieb, da schob er Amasa von der Stra\u00dfe in das Feld und warf ein Kleid \u00fcber ihn, denn er sah, dass jeder, der an ihn herankam, stehen blieb.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Als er fortgeschafft war von der Stra\u00dfe, zogen alle hinter Joab her, dem Seba, Sohn Bichris, nachzusetzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Er zog durch alle St\u00e4mme Israels bis Abel, Bet Maacha und all den Berim. Aber auch die [Emp\u00f6rer] zogen sich zusammen und folgten [Seba].  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Nun kamen sie und belagerten ihn in Abel Bet-Maacha und sch\u00fctteten ein Bollwerk vor der Stadt auf, die sich noch in der inneren Mauer hielt. Das ganze Volk, das mit Joab war, st\u00fcrmte um die Mauer zu st\u00fcrzen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da rief ein kluges Weib aus der Stadt: H\u00f6ret&#8216; h\u00f6ret! sprechet doch zu Joab: Komm n\u00e4her, dass ich zu dir rede.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er n\u00e4herte sich ihr; da sprach das Weib: Bist du Joab? Er antwortete: Ich bin es. Da sprach sie zu ihm: H\u00f6re die Worte deiner Magd. Er erwiderte: Ich h\u00f6re.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sie redete ihn also an: Man redet doch zuv\u00f6rderst, das will sagen: Man h\u00e4tte in Abel anfragen sollen, man w\u00e4re dann leicht zu einem Abschluss gekommen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Ich bin von den Friedlichen, Treuen in Israel; du trachtest eine Stadt und ein Bezirk in Israel zu vernichten; warum willst du das Erbe des Herrn zu Grunde richten?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Da antwortete Joab und sprach: Fern, fern sei es von mir, dass ich zu Grunde richten und dass ich verderben wollte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Nicht also ist die Sache. Sondern ein Mann vom Gebirge Efraim, Namens Seba, Sohn Bichris, hat seine Hand erhoben gegen den K\u00f6nig David. Liefert ihn allein aus, so will ich abziehen von der Stadt. Das Weib sprach zu Joab: Sein Haupt soll dir herabgeworfen werden von der Mauer.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrem klugen Rat, und sie schnitten dem Seba, Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn dem Joab zu. Da stie\u00df er in die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt, jeder in sein Zelt. Joab kehrte nach Jerusalem zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Joab blieb sodann Befehlshaber \u00fcber das ganze Heer Israels; Benaja, Sohn Jojadas, Befehlshaber des Kreti und Pleti;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Adoram \u00fcber den Tribut und Josafat, Sohn Ahiluds, der Reichsschreiber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Sewa Schreiber, Zadok und Ebjatar Priester.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Und auch Ira aus Jair war Priester bei David.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p>\n   \nDie Hungersnot.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> W\u00e4hrend der Regierungszeit Davids war eine Hungersnot drei Jahre hintereinander. David betete deshalb vor dem Herrn. Da sprach der Herr: [Dies Ungemach kam) wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die Gibeoniter get\u00f6tet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der K\u00f6nig berief die Gibeoniter und sprach zu ihnen: \u2014 Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israels sondern vom Reste des Emori, denen die Kinder Israel geschworen, ssie am Leben zu lassen); Saul aber hatte sie zu t\u00f6ten gesucht, da er eiferte f\u00fcr die Kinder Israel und Jehuda.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> David sprach zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun und womit werde ich S\u00fchne haben, dass ihr segnet das Erbe des Herrn dass das Ungemach weiche!?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Die Gibeoniter erwiderten ihm: Wir fordern kein Gold und Silber von Saul und von seinem Hause; auch ist es uns nicht darum, einen Mann zu t\u00f6ten in Israel. Er sprach: Was ihr sprechet, werd&#8216; ich euch tun.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie sprachen zu dem K\u00f6nig: Der Mann, der uns aufgerieben und der uns zu vernichten trachtete, dass wir vertilgt werden und keinen Bestand haben im ganzen Gebiete Israels;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Man gebe uns sieben M\u00e4nner von seinen Nachkommen, wir wollen sie aufh\u00e4ngen f\u00fcr den Herrn am H\u00fcgel Sauls \u2014 des Erkorenen des Herrn! \u2014 Der K\u00f6nig sprach: Ich will sie geben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Der K\u00f6nig hatte Mitleid mit Mefiboschet, Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, wegen des Schwures beim Herrn, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonatan, Sohn Sauls.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Der K\u00f6nig nahm daher die beiden S\u00f6hne der Rizpa, Tochter Ajas, die sie eboren dem Saul: Den Armoni und en Mefiboschet, und die f\u00fcnf S\u00f6hne der Michal, Tochter Sauls, die sie geboren dem Adriel, Sohn Barsillais aus Mechola,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Und \u00fcbergab sie den Gibeonitern, sie h\u00e4ngten sie auf auf dem Berge vor dem Herrn und sie fielen alle sieben zusammen. Sie wurden get\u00f6tet in den ersten Tagen der Ernte, am Anfange der Gerstenernte.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da nahm Rizpa, Tochter Ajas, einen Sack, spannte ihn auf dem Felsen auf, vom Anfange der Ernte bis Wasser auf sie herabst\u00fcrzte vom Himmel, dass \u00fcber sie nicht herfallen sollten die V\u00f6gel des Himmels bei Tage und die Tiere des Feldes bei Nacht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Als David berichtet ward, was Rizpa, Tochter Ajas, die Nebenfrau Sauls, getan,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da gebot David und man nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von den Leuten von Jabes Gilead, die sie weggestohlen hatten von dem Platze zu Bet San, wo die Philister sie aufgeh\u00e4ngt hatten am Tage, als die Philister in Gilboa Saul schlugen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Er brachte von da die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan; auch sammelten sie die Gebeine der Geh\u00e4ngten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Und begruben die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan im Lande Benjamin in Zela, im Grabe seines Vaters Kis, und taten alles, was der K\u00f6nig geboten; Gott lie\u00df sich dann erbitten f\u00fcr das Land.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Einst war Krieg zwischen den Philistern und Israel; David und seine Leute k\u00e4mpften gegen die Philister, wobei David ermattete.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Und Jisbi zu Nob von den S\u00f6hnen Rafa, \u2014 das Gewicht seines Speeres war dreihundert Schekel an Kupfergewicht, er war zum ersten Mal ger\u00fcstet \u2014 gedachte David zu erschlagen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Da stand ihm Abischaj, Sohn Zernjas, bei; er schlug den Philister und t\u00f6tete ihn. Damals schwuren die M\u00e4nner Davids ihm also zu: Du darfst fortan nicht mit uns in den Krieg ziehen, dass du nicht ausl\u00f6schest das Licht Israels.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Sp\u00e4ter war abermals Krieg zu Gob mit den Philistern. Damals schlug der Husatite Sibchai den Saf, von den Kindern des Rafa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Und nochmals war Krieg zu Gob mit den Philistern; da schlug Elhanan, Sohn Jaare Orgim von Bet Lehem, Goljat aus Gat; das Holz seiner Lanze aber war wie der Weberbalken.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Und nochmals war Krieg zu Gat. Da war ein Streiter, dessen Finger an seinen H\u00e4nden und die Zehen an seinen F\u00fc\u00dfen zu sechs waren, insgesamt vierundzwanzig; und auch er war geboren worden dem Rafa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Er h\u00f6hnte Israel; da schlug ihn Jonatan, Sohn Simeas, des Bruders Davids. 22 Diese wurden geboren dem Rafa in Gat; sie fielen durch die Hand Davids und die Hand seiner Leute.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p>\n \nDavids Danklied.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> David redete vor dem Herrn die Worte dieses Gesanges an dem Tage, da der Herr ihn gerettet aus der Hand all seiner Feinde und aus der Hand Sauls  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Er sprach: Herr, mein Fels und meine Burg und mein Erretter bist du!\n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gott meines Hortes, bei dem ich mich berge, mein Schild und Horn meines Heils, meine Feste und meine Zuflucht, mein Helfer, aus Gewalt befreist du mich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Ich rufe den ruhmesreichen Gott an und werde von meinen Feinden gerettet.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Denn mich umringten Todesbrandungen, Str\u00f6me des Verderbens \u00e4ngstigten mich  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Bande der Unterwelt umgaben mich, Todesschlingen umfingen mich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> In meiner Bedr\u00e4ngnis rufe ich den Herrn, zu meinem Gotte rufe ich, und er erh\u00f6rt aus seinem Palast meine Stimme, und mein Flehen kommt zu seinen Ohren.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Es wankt und bebt die Erde, des Himmels Grundfesten erzittern; sie wanken, denn er z\u00fcrnt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Rauch steigt auf in seinem Zorn, und Feuer zehrt aus seinem Munde; Kohlen flammen von ihm aus.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Und er neigte den Himmel und kam herab, eine Wetterwolke unter seinen F\u00fc\u00dfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Er fuhr einher auf einem Cherub und flog und erscheint auf den Fittichen des Windes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Er macht Finsternis rings um sich zur Umh\u00fcllung, Wasserflut aus dichtem Gew\u00f6lk.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Vom Glanz um ihn entflammen Feuerkohlen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Der Herr donnert vom Himmel herab, und der H\u00f6chste l\u00e4sst seine Stimme erschallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Er sandte Pfeile und zerstreute die Wolken, \u2014 einen Blitz und verwirrte sie.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da wurden sichtbar die Meeresquellen, aufgedeckt die Grundfesten des Erdenrunds, durch das Dr\u00e4uen des Herrn, vom Odem seines Zornhauches.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Er langet aus der H\u00f6he und fasset mich, er zieht mich aus m\u00e4chtigem Gew\u00e4sser.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Er rettet mich von meinem m\u00e4chtigen Feind, von meinen Hassern, wenn sie mich \u00fcberw\u00e4ltigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Sie \u00fcberfielen mich am Tage meines Sturzes; doch der Herr ward St\u00fctze mir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Er f\u00fchrte mich ins Freie, er befreiet mich, denn er will mir wohl.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Der Herr vergilt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner H\u00e4nde Lauterkeit erstattet er mir;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Denn gewahrt habe ich der Wege des Herrn und frevelte nicht gegen meinen Gott.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Denn alle seine Vorschriften sind mir vor Augen, und von seinen Satzungen weiche ich nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Ich war schuldlos vor ihm und h\u00fctete mich vor S\u00fcnde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Da erstattete der Herr mir nach Geb\u00fchr, nach meiner Lauterkeit, die ihm gegenw\u00e4rtig war.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Dem Guten erweisest du dich g\u00fctig, dem untadeligen Helden untadelig.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Dem Lautern erweisest du dich lauter, und dem Krummen nach seiner Verkehrtheit.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Dem bedr\u00fcckten Volke stehest du bei, und deine Blicke sind auf die Hochm\u00fctigen gerichtet, sie zu erniedrigen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Denn du bist mein Licht, o Herr, und der Herr erhellt mein Dunkel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Durch dich renn&#8216; ich Schaaren nieder, mit meines Gottes Hilfe \u00fcberspringe ich Mauern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Gott \u2014 untadlig ist sein Weg, des Herrn Wort ist gel\u00e4utert; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Denn wer ist noch Gott au\u00dfer dem Herrn? wer ein Hort au\u00dfer unserm Gott?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Gott ist meine m\u00e4chtige Feste, und frei und grade macht er meinen Weg:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Macht gleich den Hirschk\u00fchen meine F\u00fc\u00dfe und stellt mich hin auf meinen H\u00f6hen;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> \u00dcbt meine H\u00e4nde zum Kriege, und eherne Bogen dr\u00fccken meine Arme nieder.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Du verleihest mir den Schild deines Heiles, und dein Siegesmut macht mich gro\u00df.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Du weitest meinen Schritt unter mir und nicht wanken meine Gelenke.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Ich jage meinen Feinden nach und vertilge sie, und wende nicht um, bis ich sie aufgerieben.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Ich reibe sie auf und zerschmettere sie, dass sie nicht aufstehen. Und sie fallen unter meinen F\u00fc\u00dfen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">40.<\/sup> Du umg\u00fcrtest mich mit Macht zum Kriege, beugst meine Widersacher unter mich,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">41.<\/sup> Und meiner Feinde Nacken kehrest du mir zu; meine Hasser vernichte ich.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">42.<\/sup> Sie blicken umher, aber niemand hilft; [sie rufen] zu dem Herrn, der erh\u00f6rt sie nicht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">43.<\/sup> Ich zerreibe sie wie Staub der Erden, wie Gassenkot zerstampfe ich sie, ich zertrete sie!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">44.<\/sup> Du rettest mich aus den Fehden der V\u00f6lker, bewahrst mich auf zum Haupte der V\u00f6lkerschaften; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">45.<\/sup> Fremde St\u00e4mme werden vor mir verringert, auf jeden Befehl gehorchen sie mir.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">46.<\/sup> Die Fremden werden schlaff und wanken hervor aus ihren Schl\u00f6ssern. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">47.<\/sup> Es lebt der Herr und gepriesen ist mein Hort, und erh\u00f6het der Gott, der Hort meines Heiles!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">48.<\/sup> Gott, der mir Rache verleiht und V\u00f6lker unter mich st\u00fcrzet,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">49.<\/sup> Und mich herausf\u00fchrt aus meinen Feinden und \u00fcber meine Widersacher mich erhebt, vom Manne der Gewalt mich rettet. \n<br>\n<sup class=\"Vers\">50.<\/sup> Darum preise ich dich unter den V\u00f6lkern, o Herr, und deinen Namen r\u00fchm&#8216; ich im Saitenspiel.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">51.<\/sup> Siegesmacht seines K\u00f6nigs und der Gnade erweiset seinem Gesalbten, dem David und seinen Nachkommen in Ewigkeit.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p>\n  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Dies sind die letzten Worte Davids: Spruch Davids, des Sohnes Jischajs, und Spruch des Mannes, des hoch Emporgestellten, des Gesalbten des Gottes Jakobs und des lieblichen S\u00e4ngers in Israel:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der Geist des Herrn redet durch mich, und sein Wort ist auf meiner Zunge.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Gesprochen hat der Gott Israels, zu mir geredet der Hort Israels, dem gerechten Herrscher \u00fcber Menschen, einem Herrscher in Gottesfurcht.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Und wie die Morgenhelle, wenn die Sonne scheint, ein Morgen ohne Wolken, wie der Glanz der Regentropfen, die auf das Gras der Erde fallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Ist nicht mein Haus fest vor Gott? Einen ewigen Bund hat er mir gestellt, wohl geordnet und verwahrt, als dass nicht sollte all mein Heil und all mein Begehr emporwachsen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Aber Ruchlose \u2014 wie schwanker Dornstrauch sind sie allzumal, die nicht mit der Hand weggerafft werden;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Und will sie einer ber\u00fchren, so h\u00fcllt er sich ganz in Eisen und [nimmt) der Lanze Schaft, und im Feuer werden sie verbrannt, wo sie sich auch befinden. Von Davids Umgebung.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Dies sind die Namen der Helden, die David hatte: Joseb Besabet, ein Tahkemoniter, Oberster der Anf\u00fchrer \u2014 das ist Adino der Ezni \u2014 [er] triumphierte \u00fcber achthundert, erschlagen in einem mal.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Nach ihm Elasar, Sohn Dodo, des Sohnes Ahohi, einer der drei Helden des David; als sie sich verma\u00dfen gegen die Philister, versammelten sie sich dort zum Kriege, und die M\u00e4nner Israels zogen aus &#8230;  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Da stand er auf und schlug unter die Philister, bis seine Hand ermattete, seine Hand blieb angeklammert an dem Schwerte. Der Herr schaffte gro\u00dfen Sieg an jenem Tage. Das Volk zog hinter ihm her, nur um zu pl\u00fcndern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> Nach ihm Samma, Sohn Ages, ein Gebirgsmann; da sich die Philister versammelten zur Streifschaar \u2014 daselbst war ein Stuck Feld voll Linsen, und das Volk floh vor den Philistern \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Da stellte er sich inmitten des Ackers hin und rettete ihn, und schlug die Philister, und der Herr schaffte gro\u00dfen Sieg.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Die drei von den drei\u00dfig Hauptleuten kamen zur Erntezeit zu David zur H\u00f6hle Adullam. Und die Streifschaare der Philister lagerte im Thale Refaim.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> David war damals in der Burg, und der Posten der Philister war damals in Bet Lehem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Da bekam David Lust und sprach: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus dem Brunnen von Bet Lehem, der am Tore?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Da brachen die drei Helden in das Lager der Philister und sch\u00f6pften Wasser aus dem Brunnen von Bet Lehem, der am Tore; sie trugen es hin und brachten es dem David, aber er wollte es nicht trinken, und spendete es dem Herrn.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> Denn er sprach: Fern sei es von mir, Herr, dass ich solches tue! Wie? das Blut dieser M\u00e4nner, die gegangen sind unter Lebensgefahr (soll ich trinken)? Er wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Und Abischaj, der Bruder Joabs, Sohnes Zerujas, war Oberhaupt der drei; er schwang seine Lanze \u00fcber dreihundert Erschlagene. Er hatte einen Namen unter den dreien.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> Obwohl von diesen dreien geehrt, dass er ihr Anf\u00fchrer ward, kam er doch nicht bis zu jenen dreien.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Ferner Benajahn, Sohn Jojada, der Sohn eines t\u00fcchtigen Mannes, reich an Taten, von Kabze\u00e9l. Er schlug die zwei Helden Moabs. Auch ging er hinab und schlug den L\u00f6wen in der Grube am Tage eines Schneegest\u00f6bers.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Auch schlug er einen \u00c4gypter, einen Mann von stattlichem Aussehen, in der Hand des \u00c4gypters war eine Lanze; er ging zu ihm hinab mit einem Stocke, und nahm die Lanze aus der Hand des \u00c4gypters und erschlug ihn mit seiner eignen Lanze.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Dieses tat Benajahn, Sohn Jojada, und er hatte einen Namen unter den drei Helden.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Vor den drei\u00dfig war er geehrt, doch zu den dreien kam er nicht; David setzte ihn in seinen Stab.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Assah\u00e9l, Bruder Joabs, unter den drei\u00dfig, Elhanan, Sohn Dodo, aus Bet Lehem.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Samma und Elika aus Harod.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">26.<\/sup> Helez aus Pelet, Ira, Sohn Ikkes, aus Tekoa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">27.<\/sup> Abisser aus Anatol, Mebunnai aus Husai.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">28.<\/sup> Zalmon aus Ahoah, Maharai aus Netofa.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">29.<\/sup> Heleb, Sohn Baana, aus Netofa, Ittai, Sohn Ribai, von Gibea in Benjamin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">30.<\/sup> Benajahn aus Piraton, Hiddai von den Fl\u00fcssen Gaas.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">31.<\/sup> Abi Albon aus Arba, Asmawet aus Barhum,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">32.<\/sup> Eljahba aus Saalbon, Bne-Jasen, Jonatan,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">33.<\/sup> Samma, der Gebirgsmann, Ahiam, Sohn Sarar, aus Arar,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">34.<\/sup> Elifelet, Sohn Ahasbai, Sohn des Maacha, Eliam, Sohn des Ahitofol aus dem Gebiet Gilo,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">35.<\/sup> Hezrai aus dem Karmel, Paarai aus Arab,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">36.<\/sup> Jigal, Sohn Natan von Zoba, der Gadite Bani,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">37.<\/sup> Der Ammonite Zelek, Naharai aus Be\u00e8rot, Waffentr\u00e4ger Joabs, Sohnes Zernja.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">38.<\/sup> Jra und Gareb, Jitriten,  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">39.<\/sup> Der Hetiter Urija. In allem sieben und drei\u00dfig.\n\n<\/p>\n<h2 id=\"Kapitel24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p>\n   \nSeuche in Pal\u00e4stina. Der neue Altar.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">1.<\/sup> Nochmals z\u00fcrnte der Herr \u00fcber Israel, er verleitete deshalb den David gegen sie, dass er Israel und Jehuda z\u00e4hlte.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">2.<\/sup> Der K\u00f6nig sprach zu Joab, seinem Heerf\u00fchrer: Durchwandere alle St\u00e4mme Israels bis Beer Seba und mustere das Volk, dass ich erfahre die Zahl des Volkes.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">3.<\/sup> Joab bemerkte dem K\u00f6nige: M\u00f6ge der Herr, dein Gott, das Volk, so zahlreich es ist, hundertfach vermehren, und dass die Augen meines Herrn, des K\u00f6nigs, es s\u00e4hen! Aber warum verlangt mein Herr, der K\u00f6nig, solches?  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">4.<\/sup> Der Befehl des K\u00f6nigs wurde aber dringend an Joab; Joab und die Heerf\u00fchrer gingen also im Namen des K\u00f6nigs, das Volk Israel zu mustern.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">5.<\/sup> Sie setzten \u00fcber den Jordan und lagerten in Aro\u00ear, rechts von der Stadt, die im Fluss, zu Gad geh\u00f6rig und nach Jaser hin.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">6.<\/sup> Sie kamen auch nach Gilead und nach dem Gebiete Neu-Tahtim und nach Dan Jaan und in die Umgegend von Zidon.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">7.<\/sup> Sie kamen auch nach der Feste Zor und in alle St\u00e4dte des Hiwi und Kanaan und zogen hinaus nach dem S\u00fcden Jehudas, nach Beer Seba.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">8.<\/sup> Sie durchwanderten also das ganze Land und kamen nach Verlauf von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zur\u00fcck.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">9.<\/sup> Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes dem K\u00f6nig; Israel z\u00e4hlte acht hundert tausend streitbare M\u00e4nner, die das Schwert ziehen konnten, und Jehuda f\u00fcnf hundert tausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">10.<\/sup> Aber David bereute dann, dass er das Volk gez\u00e4hlt. David sprach zu dem Herrn: Ich habe sehr gefehlt, dass ich dies getan, und nun, Herr, vergib doch die Schuld deines Knechtes, denn ich war sehr bet\u00f6rt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">11.<\/sup> David stand in der Fr\u00fche auf \u2014 und das Wort des Herrn war an den Propheten Gad, den Seher Davids, ergangen also:  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">12.<\/sup> Gehe und rede zu David: Also spricht der Herr: Drei [Strafen) lege ich dir vor; w\u00e4hle dir eine davon, und das will ich dir tun. \u2014  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">13.<\/sup> Da kam Gad zu David und verk\u00fcndete ihm und sprach zu ihm: Sollen kommen sieben Jahre Hungersnot in dein Land, oder drei Monate, dass du fliehest vor deinem Feind und er dich jage, oder drei Tage Pest in deinem Lande? Nun \u00fcberlege und siehe zu, was ich dem Bescheid bringe, der mich gesandt.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">14.<\/sup> Da sprach David zu Gad: Mir ist sehr weh! Doch lass uns fallen in des Herrn Hand, denn gro\u00df ist seine Barmherzigkeit, aber in die Hand der Menschen m\u00f6cht&#8216; ich nicht fallen.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">15.<\/sup> Der Herr schickte eine Pest \u00fcber Israel vom Morgen bis zur verh\u00e4ngten Zeit. Es starben von dem Volke, von Dan bis Beer Seba, siebenzigtausend Mann.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">16.<\/sup> Der Engel [des Verderbens) streckte seine Hand gegen Jerusalem, es zu. verderben; da bedachte sich der Herr wegen des Unheils, und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volke w\u00fcrgte: Genug! jetzt lass deine Hand sinken. Der Engel des Herrn war bei der Tenne des Jebusiten Arawna.\n<br>\n<sup class=\"Vers\">17.<\/sup> David flehte zu dem Herrn, als er den Engel sah, der unter das Volk schlug: Ich habe gefehlt und ich habe mich vergangen, aber diese Schafe [das arme Volk), was haben die getan? Sei doch deine Hand \u00fcber mich und \u00fcber meines Vaters Haus!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">18.<\/sup> Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Gehe hin, errichte dem Herrn einen Altar in der Tenne des Jebusiten Arawna.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">19.<\/sup> David ging hin nach dem Worte Gads, wie der Herr geboten.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">20.<\/sup> Arawna schaute gerade hin und sah den K\u00f6nig und seine Diener zu ihm kommen, da ging Arawna hinaus und warf sich nieder vor dem K\u00f6nig mit dem Angesicht zur Erde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">21.<\/sup> Arawna fragte: Weswegen kommt mein Herr, der K\u00f6nig, zu seinem Knecht. David erwiderte: Um von dir die Tenne zu kaufen, da einen Altar dem Herrn zu bauen, dass das Sterben von dem Volke abgewehrt werde.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">22.<\/sup> Arawna sprach zu David: Nehme und opfere mein Herr, der K\u00f6nig, was ihm gef\u00e4llt! Die Rinder sind zum Opfer und die Dreschwalzen und das Geschirr der Rinder zu Holz bereit.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">23.<\/sup> Der K\u00f6nig Arawna gab alles dem K\u00f6nig [David]; und Arawna sprach zum K\u00f6nig: Der Herr, dein Gott, nehme dich gn\u00e4dig auf!  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">24.<\/sup> Aber der K\u00f6nig sprach zu Arawna: Nein, sondern kaufen will ich von dir um einen Preis, ich will nicht opfern dem Herrn, meinem Gott, unentgeltliche Opfer. So kaufte David die Tenne und die Rinder um f\u00fcnfzig Schekel Silber.  \n<br>\n<sup class=\"Vers\">25.<\/sup> Und David baute daselbst einen Altar dem Herrn und brachte Ganzopfer und Mahlopfer dar. Der Herr lie\u00df sich erbitten f\u00fcr das Land, und das Sterben wurde abgewehrt von Israel.\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n<ul class=\"modern-footnotes-list \"><li><span>1<\/span><div>Tamar war wohl die Tochter der Maacha (der Mutter Awschaloms) aus erster Ehe, also mit Amnon gar nicht verwandt.<\/div><\/li><\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zweite Buch Schmuel (Samuel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. Kapitel 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Kapitel 1 David in Ziklag. Seine Klage um Saul und Jonatan. 1. Nach dem Tode Sauls, David war aber eben von seinem Sieg \u00fcber Amalek zur\u00fcckgekehrt, da blieb David zwei Tage in Ziklag. 2. Am dritten Tage kam ein Mann aus dem Lager Sauls, seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Haupte. Als er zu David kam, fiel er zur Erde und b\u00fcckte sich. 3. David fragte ihn: Woher kommst du? Er antwortete: Vom Lager Israels bin ich gefl\u00fcchtet. 4. David fragte ihn weiter: Wie stand die Sache? berichte mir doch alles. Er erz\u00e4hlte: Das Volk ist geflohen von der Schlacht; viele vom Volke sind im Kriege gefallen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot. 5. 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