{"id":6157,"date":"2020-08-20T17:14:14","date_gmt":"2020-08-20T15:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=6157"},"modified":"2025-07-18T10:51:34","modified_gmt":"2025-07-18T08:51:34","slug":"die-mischna-demaj","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-demaj\/","title":{"rendered":"Die Mischna \u2013 Demaj"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"560\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?resize=840%2C560&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4017\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?resize=840%2C560&amp;ssl=1 840w, https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/misch_pea_bild.jpg?w=1200&amp;ssl=1 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersetzungen<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-demaj\/\">Traktat Demaj in der \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt.<\/a><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersicht \u00fcber Demaj<\/h2>\n\n\n\n<p>Demaj ist der Name eines Traktats der Mischna, der sich im Ordnungsbereich Sera&#8217;im (\u05d6\u05e8\u05e2\u05d9\u05dd, \u201eSaaten\u201c) befindet. Dieser Traktat behandelt die rabbinischen Vorschriften \u00fcber landwirtschaftliche Produkte, bei denen Zweifel bestehen, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaben korrekt entrichtet wurden. Der Begriff \u201eDemaj\u201c leitet sich vom aram\u00e4ischen Ausdruck f\u00fcr \u201ezweifelhaft\u201c oder \u201eungewiss\u201c ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach dem j\u00fcdischen Gesetz (Halacha) ist es vorgeschrieben, bestimmte Abgaben von landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu entrichten, bevor diese konsumiert oder verkauft werden d\u00fcrfen. Diese Abgaben umfassen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Teruma \u2013 eine Abgabe f\u00fcr die Priester (<em>Kohanim<\/em>),<\/li>\n\n\n\n<li>Ma&#8217;aser Rishon \u2013 der erste Zehnte f\u00fcr die Leviten,<\/li>\n\n\n\n<li>Terumat Ma&#8217;aser \u2013 ein Zehntel des ersten Zehnten, den die Leviten wiederum den Priestern geben m\u00fcssen,<\/li>\n\n\n\n<li>Ma&#8217;aser Scheni \u2013 der zweite Zehnte, der in bestimmten Jahren in Jerusalem verzehrt werden muss,<\/li>\n\n\n\n<li>Ma&#8217;aser Ani \u2013 der Zehnte f\u00fcr die Armen, in anderen Jahren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die \u00bbChawerim\u00ab diese Vorschriften gewissenhaft einhielten, war dies bei einem gro\u00dfen Teil der einfachen Bev\u00f6lkerung (den sogenannten \u00bbAm ha-Aretz\u00ab) nicht immer der Fall. Diese Menschen waren oft mit den genauen Vorschriften nicht vertraut oder hielten sie nicht konsequent ein. Daher entstand Unsicherheit dar\u00fcber, ob von ihren Produkten alle erforderlichen Abgaben korrekt entrichtet worden waren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Inhalts\u00fcbersicht<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Traktat Demaj behandelt die Regelungen f\u00fcr den Umgang mit solchen zweifelhaften Produkten. Die Hauptpunkte sind:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pflicht zur Nachverzehntung:<\/strong> Produkte, die von einem Am ha-Aretz stammen, m\u00fcssen nachverzehntet werden, um sicherzustellen, dass alle Abgaben korrekt entrichtet wurden \u2013 mit Ausnahme der Teruma, da angenommen wird, dass selbst einfache Leute diese Abgabe aus Ehrfurcht vor ihrer Heiligkeit nicht vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausnahmen:<\/strong> Bestimmte Produkte sind von der Demaj-Regelung ausgenommen, etwa wild wachsende Fr\u00fcchte oder solche, die offensichtlich nicht f\u00fcr den Handel bestimmt sind. Auch Produkte, die von einem Haver stammen oder unter rabbinischer Aufsicht geerntet wurden, gelten als sicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erleichterungen f\u00fcr Bed\u00fcrftige:<\/strong> Die Vorschriften \u00fcber Demaj wurden in bestimmten F\u00e4llen gelockert, etwa f\u00fcr Arme oder Reisende, um ihnen den Zugang zu Nahrung zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Vertrauensw\u00fcrdigkeit: Der Traktat diskutiert auch, unter welchen Umst\u00e4nden ein Am ha-Aretz als vertrauensw\u00fcrdig gelten kann, etwa wenn er sich verpflichtet, die Abgaben korrekt zu entrichten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aufbau<\/h3>\n\n\n\n<p>Demaj besteht aus sieben Kapiteln mit insgesamt 33 Mischna-Abschnitten. Die Themen reichen von allgemeinen Prinzipien \u00fcber spezifische Produkte bis hin zu praktischen Anweisungen f\u00fcr H\u00e4ndler, K\u00e4ufer und Konsumenten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhalt von Demaj im Detail<\/h2>\n\n\n\n<p>Demaj &nbsp;\u05d3\u05b0\u05bc\u05de\u05b7\u05d0\u05d9- <em>Zweifelhaftes<\/em>, das bedeutet: Fr\u00fcchte, hinsichtlich deren es zweifelhaft ist, ob von ihnen die Zehntenhebe f\u00fcr die Kohanim [Priester] und in den betreffenden Jahren, der zweite Zehnte gegeben sind. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kapitel 1<\/strong> Welche Fr\u00fcchte vom Demjarecht frei sind; wie der Demajzehnte sich vom ordentlichen zweiten Zehnten unterscheidet; in welchen F\u00e4llen Fr\u00fcchte vom Demajrecht frei sind; wozu Demajfr\u00fcchte verwendet werden d\u00fcrfen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 2<\/strong> Von welchen Fr\u00fcchten des Landes Israel man \u00fcberall die Demajabgaben geben muss; wer &#8211; in Bezug auf Beobachtung der Demajbestimmungen vertrauensw\u00fcrdig sei; Kauf und Verkauf. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 3<\/strong> Wem man Demaj zu essen geben darf; in welchen F\u00e4llen man die Demajfr\u00fcchte, die man aus der Hand gibt, verzehnten muss. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 4<\/strong> Wer hinsichtlich des Demaj Vertrauen verdient; f\u00fcr den Schabbat hinsichtlich des Zehnten zu Be\u00adobachtendes. Wem man in betreff der Verzehntung kein Vertrauen schenkt. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 5<\/strong> Wie man die Abgabe absondert. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 6<\/strong> Wie es zu halten ist, wenn man einen Acker gepachtet hat oder bei gemeinsam ein Besitz; in Syrien gewachsene Fr\u00fcchte. <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kapitel 7<\/strong> Wenn man von jemandem, der nicht vertrauensw\u00fcrdig ist, zum Schabbat geladen ist; Entrichtung der Demajabgaben in gewissen F\u00e4llen; was bei Vermischung von sicher Un\u00adverzehntetem (<em>tewel<\/em>) zu beobachten ist.<\/li>\n\n\n\n<li><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"Zentriert\"><br><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber alle Traktate der Mischna<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbersetzungen \u00dcbersicht \u00fcber Demaj Demaj ist der Name eines Traktats der Mischna, der sich im Ordnungsbereich Sera&#8217;im (\u05d6\u05e8\u05e2\u05d9\u05dd, \u201eSaaten\u201c) befindet. Dieser Traktat behandelt die rabbinischen Vorschriften \u00fcber landwirtschaftliche Produkte, bei denen Zweifel bestehen, ob die gesetzlich vorgeschriebenen Abgaben korrekt entrichtet wurden. Der Begriff \u201eDemaj\u201c leitet sich vom aram\u00e4ischen Ausdruck f\u00fcr \u201ezweifelhaft\u201c oder \u201eungewiss\u201c ab. Hintergrund Nach dem j\u00fcdischen Gesetz (Halacha) ist es vorgeschrieben, bestimmte Abgaben von landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu entrichten, bevor diese konsumiert oder verkauft werden d\u00fcrfen. Diese Abgaben umfassen: W\u00e4hrend die \u00bbChawerim\u00ab diese Vorschriften gewissenhaft einhielten, war dies bei einem gro\u00dfen Teil der einfachen Bev\u00f6lkerung (den sogenannten \u00bbAm ha-Aretz\u00ab) nicht immer der Fall. Diese Menschen waren oft mit den genauen Vorschriften nicht vertraut oder hielten sie nicht konsequent ein. 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