{"id":6562,"date":"2020-11-26T17:30:24","date_gmt":"2020-11-26T15:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=6562"},"modified":"2023-04-19T12:10:50","modified_gmt":"2023-04-19T10:10:50","slug":"das-buch-der-koenige-melachim-2-bet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/das-buch-der-koenige-melachim-2-bet\/","title":{"rendered":"Das Buch der K\u00f6nige (Melachim) 2 (Bet)"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Zweite Buch der K\u00f6nige (Melachim Bet) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-24\">24<\/a> <\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p>Ahasjas Tod. Joram.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Moab fiel ab von Israel, nachdem Ahab gestorben war.<\/p><\/li>\n<li><p>Damals fiel Ahasja durch das Gitter seines Obergemaches in Schomron und erkrankte. Da sandte er Boten mit dem Auftrage: Gehet, befraget Bel-Sebub den Gott von Efron [einer Philisterstadt], ob ich genesen werde von dieser Krankheit.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber ein Engel des Herrn redete zu dem Tisbiten Elija also: Gehe den Boten des K\u00f6nigs entgegen und rede sie folgenderma\u00dfen an: Wohl aus Mangel an einem Gott in Israel geht ihr Bel-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?<\/p><\/li>\n<li><p>Darum spricht der Herr also: Das Bett, auf das du dich [krank] niedergelegt hast, sollst du nicht mehr verlassen, vielmehr sollst du sterben. Elija ging hin [und sprach also zu den Boten].<\/p><\/li>\n<li><p>Die Boten kehrten zu dem K\u00f6nig zur\u00fcck, und er fragte sie: Womit seid ihr zur\u00fcckgekommen?<\/p><\/li>\n<li><p>sie antworteten ihm: Ein Mann kam uns entgegen und sprach zu uns: Gehet, kehret um zu dem K\u00f6nig, der euch gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht der Herr: Wohl aus Mangel an einem Gott in Israel sendest du zu befragen Bel-Sebub, den Gott von Ekron? Darum sollst du das Bett, auf das du dich [krankt] niedergelegt hast, nicht mehr verlassen, vielmehr sollst du sterben.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] fragte sie: Wie sieht der Mann aus, der euch entgegen kam und diese Worte zu euch redete?<\/p><\/li>\n<li><p>sie erwiderten: Es ist ein haariger Mann, mit ledernen Gurte um die Lenden geg\u00fcrtet. Darauf sprach [der K\u00f6nig]: Das ist der Tisbite Elija.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sandte an ihn einen Obersten der F\u00fcnfzig mit seiner Mannschaft. Dieser ging hin zu ihm und [fand ihn] auf dem Gipfel, des Berges sitzend. Er redete ihn an: Mann Gottes, der K\u00f6nig hat befohlen: Komm herab!<\/p><\/li>\n<li><p>Da antwortete Elija dem Obersten der F\u00fcnfzig: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll ein Feuer vom Himmel niederfahren und dich und deine F\u00fcnfzig verzehren. Da fuhr ein Feuer vom Himmel nieder und verzehrte ihn und seine F\u00fcnfzig.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] sandte wieder an ihn einen andern Obersten der F\u00fcnfzig mit seiner Mannschaft. Auch dieser hub an zu ihm zu reden: Mann Gottes, so hat der K\u00f6nig befohlen, komm eilends herab!<\/p><\/li>\n<li><p>Da antwortete ihnen Elija: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so soll ein Feuer vom Himmel niederfahren und dich und deine F\u00fcnfzig verzehren. Es fuhr ein Feuer Gottes vom Himmel nieder und verzehrte ihn und seine F\u00fcnfzig.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] sandte zum dritten Male einen Obersten der F\u00fcnfzig mit seiner Mannschaft. Der dritte Oberst der F\u00fcnfzig ging hinan, beugte seine Knie vor Elija und redete ihn flehend an: Mann Gottes, m\u00f6ge doch mein Leben und das Leben deiner f\u00fcnfzig Knechte dir wert erscheinen.<\/p><\/li>\n<li><p>Es ist ja ein Feuer vom Himmel herabgefahren und hat verzehrt die zwei fr\u00fcheren Obersten der F\u00fcnfzig mit ihren Mannschaften; nun m\u00f6ge doch mein Leben dir wert erscheinen. 15 Da redete ein Engel des Herrn zu Elija: Gehe mit ihm, f\u00fcrchte dich nicht vor ihm. Er stand auf und ging mit ihm zum K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>[Elija] sprach zu [dem K\u00f6nig]: so spricht der Herr: Weil du Boten gesandt hast, zu befragen Bel-Sebub, den Gott von Ekron, als ob in Israel kein Gott w\u00e4re, ihn zu befragen, darum sollst du das Bett, das du [krank] bestiegen hast, nicht mehr verlassen, du wirst vielmehr gleich sterben.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] starb nach dem Worte des Herrn, das Elija verk\u00fcndet. An seiner Statt wurde Joram K\u00f6nig, im zweiten Regierungsjahre Jorams, Sohnes Josafats, K\u00f6nigs von Jehuda, denn [Ahasja] hatte keinen Sohn.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Ahasjas, dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p>Elijas Abschied. Elisa.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Als der Herr den Elija auffahren lassen wollte in einer Wetterwolke gen Himmel, da ging Elija mit Elisa von Gilgal.<\/p><\/li>\n<li><p>Elija sprach zu Elisa: Bleibe doch hier, denn der Herr hat mich gesandt nach Bet-El. Elisa aber antwortete: Bei dem Leben des Herrn und bei deinem Leben, ich werde dich nicht verlassen! So gingen sie [beide] nach Bet-El.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Prophetenj\u00fcnger in Bet-El kamen zu Elisa heraus und sprachen zu ihm: Wei\u00dft du, dass der Herr heute deinen Herrn von dir wegf\u00fchrt? Er antwortete: Auch ich wei\u00df es, seid still.<\/p><\/li>\n<li><p>Elija sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier, denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt. [Elisa] aber erwiderte: Bei dem Leben des Herrn und bei deinem Leben, ich werde dich nicht verlassen. So kamen sie nach Jericho.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahten die Prophetenj\u00fcnger von Jericho dem Elisa und sprachen zu ihm: Wei\u00dft du, dass der Herr heute deinen Herrn von dir wegf\u00fchrt? Er antwortete: Auch ich wei\u00df es, seid still.<\/p><\/li>\n<li><p>Elija sprach darauf zu ihm: Bleibe doch hier, denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. [Elisa] aber antwortete: Beim Leben des Herrn und bei deinem Leben, ich werde dich nicht verlassen! So gingen sie beide.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcnfzig von den Prophetenj\u00fcngern gingen und stellten sich auf der anderen Seite von ferne auf, jene beiden aber traten an den Jordan.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahm Elija seinen Mantel und rollte ihn zusammen und schlug auf das Wasser; darauf teilte es sich in zwei Teile, und sie gingen beide hin\u00fcber im Trockenen.<\/p><\/li>\n<li><p>Als sie hin\u00fcbergingen, sprach Elija zu Elisa: Fordere, was ich dir tun soll, bevor ich von dir genommen werde. Elisa antwortete: Es werde mir ein zwiefacher Anteil von deinem Geiste verliehen!<\/p><\/li>\n<li><p>[Elija] sagte: Du hast Gro\u00dfes verlangt. Wenn du siehst, wie ich von dir genommen werde, so wird dir also werden, wo aber nicht, so wird es nicht werden.<\/p><\/li>\n<li><p>Wie sie so im Gehen mit einander redeten, trennten ein Feuerwagen und Feuerrosse beide, und Elija fuhr auf in einer Wetterwolke gen Himmel.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa sah es und schrie: Mein Vater mein Vater! Israels Wagen und Reiter! [Israels Streit- und Schutzmacht!] Aber er sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei St\u00fccke.<\/p><\/li>\n<li><p>Er hob den Mantel Elijas, der von ihm herabgefallen war, auf und kehrte um und trat an das Ufer des Jordans. 14 Er nahm den Mantel Elijas, der von ihm herabgefallen war, und schlug damit auf das Wasser und rief dabei: Wo ist der Herr, der Gott Elijas? Er schlug dann ebenfalls [wie zuvor Elija] auf das Wasser, und es teilte sich in zwei Teile, so dass [Elisa] im Trockenen hin\u00fcbergehen konnte.<\/p><\/li>\n<li><p>Dies sahen die Prophetenj\u00fcnger von Jericho von ferne und sprachen: Es ruht der Geist Elijas auf Elisa. Sie gingen ihm entgegen und b\u00fcckten sich vor ihm zur Erde.<\/p><\/li>\n<li><p>Und sprachen zu ihm: Es sind unter deinen Knechten f\u00fcnfzig kr\u00e4ftige M\u00e4nner, m\u00f6gen sie doch hingehen und deinen Herrn suchen, vielleicht hat ihn ein starker Wind fortgetragen und ihn geworfen auf einen der Berge oder in eines der T\u00e4ler. [Elisa] erwiderte ihnen aber: Ihr sollt niemand schicken [Elija suchen].<\/p><\/li>\n<li><p>Sie drangen jedoch in ihn bis zur Ungeduld; da sprach er: schicket. Sie schickten f\u00fcnfzig M\u00e4nner; diese suchten drei Tage lang, fanden aber [Elija] nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie kehrten zu ihm zur\u00fcck, da er in Jericho weilte; er sprach zu ihnen: Hab ich euch doch gesagt, dass ihr nicht gehen sollt.<\/p><\/li>\n<li><p>Die M\u00e4nner der Stadt sprachen zu Elisa: Die Lage der Stadt ist gut, wie der Herr sieht; aber das Wasser ist schlecht und deshalb ist das Land auch ungesund.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach er: Holet mir eine neue Sch\u00fcssel und tut Salz darein. Sie holten sie ihm.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging hinaus an den Quell des Wassers und warf Salz hinein und sprach: So spricht der Herr: Ich heile dieses Wasser; es soll nicht mehr daraus entstehen Tod und Verderben.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Wasser wurde geheilt bis auf den heutigen Tag, nach dem Worte Elisas, das er geredet.<\/p><\/li>\n<li><p>Von dort ging er nach Bet-El, und als er auf dem Wege hinging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus und verspotteten ihn und riefen ihm nach: Ziehe weiter, Kahlkopf! ziehe weiter, Kahlkopf!<\/p><\/li>\n<li><p>Er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen des Herrn. Da kamen zwei B\u00e4ren aus dem Walde und zerrissen von ihnen zweiundvierzig Kinder.<\/p><\/li>\n<li><p>Von dort ging er zum Berge Karmel und kehrte dann nach Schomron zur\u00fcck.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p>Der Krieg gegen Mesa von Moab.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Joram Sohn Ahabs, wurde K\u00f6nig \u00fcber Jsrael in Schomron im achtzehnten Regierungsjahre des Josafat, K\u00f6nigs von Jehuda. Er regierte zw\u00f6lf Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter; er schaffte weg das Standbild des Baal, das sein Vater aufgestellt hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur an den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebats, der Israel zu S\u00fcnden verleitet hatte, hielt er fest, davon wich er nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Mesa, K\u00f6nig von Moab, war ein Viehz\u00fcchter und steuerte dem K\u00f6nig von Israel hunderttausend Mastl\u00e4mmer und hunderttausend Widder in der Wolle.<\/p><\/li>\n<li><p>Als aber Ahab starb, da fiel der K\u00f6nig von Moab vom K\u00f6nig von Israel ab.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig Joram zog daher eines Tages aus Schomron und musterte ganz Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sandte auch an Josafat, K\u00f6nig von Jehuda, und lie\u00df ihm sagen: Der K\u00f6nig von Moab is von mir abgefallen, willst du mit mir gegen Moab in den Krieg ziehen? [Josafat] lie\u00df sagen: Ich will mit dir ziehen, ich wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie deine Rosse.<\/p><\/li>\n<li><p>[Joram] fragte: Auf welchem Wege wollen wir ziehen? Er erwiderte: Auf dem Wege durch die W\u00fcste Edom.<\/p><\/li>\n<li><p>Also gingen der K\u00f6nig von Israel und der K\u00f6nig von Jehuda und der K\u00f6nig von Edom [damals der Vasall Jud\u00e4as]; sie zogen umher einen Weg von sieben Tagen, und es war kein Wasser da f\u00fcr das Heer und f\u00fcr das Vieh in ihrem Gefolge.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach der K\u00f6nig von Israel: Ach, der Herr hat diese drei K\u00f6nige gelockt, sie in die Hand Moabs zu geben.<\/p><\/li>\n<li><p>Josafat sprach darauf: Ist hier kein Prophet des Herrn, dass wir den Herrn durch ihn befragen? Da rief einer von den Knechten des K\u00f6nigs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, Sohn Safats, der Wasser gegossen hat auf die H\u00e4nde Elijas [d.\u00a0h. er war sein Sch\u00fcler].<\/p><\/li>\n<li><p>Josafat sprach: Bei dem ist das Wort des Herrn. Also gingen zu ihm der K\u00f6nig von Israel und Josafat und der K\u00f6nig von Edom.<\/p><\/li>\n<li><p>[Als die K\u00f6nige zu ihm kamen] sprach Elisa zu dem K\u00f6nig von Israel: Was haben wir miteinander? Gehe zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Da sprach zu ihm der K\u00f6nig von Israel: Nicht doch, [sei nicht hart gegen uns], denn der Herr hat diese drei K\u00f6nige gelockt, um sie in die Hand Moabs zu geben.<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf sagte Elisa: Bei dem Leben des Herrn Zebaot, vor dem ich stehe, wenn ich nicht das Ansehen Josafats, K\u00f6nigs von Jehuda, achtete, w\u00fcrde ich nicht zu dir hinschauen, noch dich ansehen!<\/p><\/li>\n<li><p>Und nun holet mir einen Saitenspieler. Wie der Satitenspieler spielte, da kam \u00fcber ihn der Geist des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Und er verk\u00fcndete: so spricht der Herr: Man mache in diesem Thale Gruben an Gruben.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind und keinen Regen sehen und doch wird sich dieses Thal mit Wasser f\u00fcllen, dass ihr trinket, ihr, eure Herden und eure Rosse.<\/p><\/li>\n<li><p>Das ist aber noch zu gering in den Augen des Herrn; er wird auch Moab in eure Hand geben.<\/p><\/li>\n<li><p>Ihr sollt zerst\u00f6ren jede feste Stadt und jede vorz\u00fcgliche Stadt, und jeden guten Baum sollt ihr f\u00e4llen, und alle Wasserquellen sollt ihr verstopfen, und jeden guten Acker sollt ihr durch Steine verderben.<\/p><\/li>\n<li><p>Am Morgen, [zur Zeit] da das Speiseopfer dargebracht zu werden pflegt, kam Wasser von der Stra\u00dfe Edom, und das Land f\u00fcllte sich mit Wasser.<\/p><\/li>\n<li><p>Als die Moabiter h\u00f6rten, dass die K\u00f6nige heranziehen, sie anzugreifen sammelten sich alle, vom kriegsf\u00e4higen Alter und dar\u00fcber, und hielten an der Grenze.<\/p><\/li>\n<li><p>Und als sie fr\u00fch aufstanden am Morgen \u2014 die Sonne strahlte auf das Wasser \u2014 da sahen die Moabiter von ferne das Wasser rot wie Blut.<\/p><\/li>\n<li><p>Und sie sprachen: Dies Blut bedeutet, dass zu Grunde gerichtet sind [die gegen uns heranziehenden] K\u00f6nige, denn sie haben einander erschlagen, und nun auf zur Beute, Moabiter!<\/p><\/li>\n<li><p>Sie kamen an das Lager Israels heran, da \u00fcberfielen die Israeliten die Moabiter \u2014 die nun vor ihnen flohen \u2014; die Israeliten verfolgten sie und schlugen sie g\u00e4nzlich.<\/p><\/li>\n<li><p>Die St\u00e4dte rissen sie nieder, und auf den guten Acker warf jedermann seinen Stein, dass sie ihn f\u00fcllten; jede Wasserquelle verstopften sie, und jeden guten Baum f\u00e4llten sie, so dass sie nur die Steine lie\u00dfen in der Mauer von Kir Hareset. Da umringten sie die Steinschleuderer und schlugen sie nieder.<\/p><\/li>\n<li><p>Als der K\u00f6nig von Moab sah, dass der Angriff gegen ihn zu stark war, nahm er mit sich siebenhundert Mann mit gez\u00fccktem Schwert, um zu dem K\u00f6nig von Edom durchzubrechen, aber sie vermochten es nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf nahm er seinen Erstgeborenen Sohn, der K\u00f6nig sein sollte nach ihm, und brachte ihn zum Opfer auf der Mauer; es kam nun ein gro\u00dfer Zorn [viele Unf\u00e4lle] \u00fcber Israel so dass sie von ihm abziehen mussten und in ihr Land zur\u00fcckkehrten.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p>Elisas Wundertaten.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Ein Weib von den Frauen der Prophetenj\u00fcnger schrie einst zur Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; du wei\u00dft, dass dein Knecht den Herrn f\u00fcrchtete. Nun ist der Schuldherr gekommen, meine beiden Kinder [um die Schulden meines Mannes] als Sklaven zu nehmen.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa fragte sie: Was soll ich f\u00fcr dich tun? Sage mir, was hast du im Haus? Sie antwortete: Deine Magd hat nichts im Hause au\u00dfer einer Salbenflasche mit \u00d6l.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sprach darauf: Gehe, borge dir drau\u00dfen von all deinen Nachbarinnen leere Gef\u00e4\u00dfe, spare nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann geh hinein, verschlie\u00dfe die T\u00fcr hinter dir und hinter deinen S\u00f6hnen und gie\u00dfe in all diese Gef\u00e4\u00dfe; was voll ist, r\u00fccke hinweg.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie ging [ins Haus], verschloss die T\u00fcre hinter sich und ihren S\u00f6hnen; diese reichten ihr zu, und sie go\u00df [das \u00d6l].<\/p><\/li>\n<li><p>Als alle Gef\u00e4\u00dfe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gef\u00e4\u00df, aber er bemerkte, dass kein Gef\u00e4\u00df mehr da sei. Da h\u00f6rte das \u00d6l auf zu flie\u00dfen.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie ging und berichtete es dem Mann Gottes; er riet ihr: Geh, verkaufe das \u00d6l und bezahle damit dein Darlehn, von dem \u00dcbrigen lebe du mit deinen S\u00f6hnen.<\/p><\/li>\n<li><p>Eines Tages ging Elisa nach Sunem. Dort lebte ein angesehenes Weib, sie n\u00f6tigte ihn, bei ihr zu essen; so oft er durch [die Stadt] zog, kehrte er dort ein um zu essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie sprach eines Tages zu ihrem Manne: Ich wei\u00df, dass es ein heiliger Gottesmann ist, der bei uns oft einkehrt.<\/p><\/li>\n<li><p>Lass uns doch ein kleines Obergemach an die Mauer machen; wir wollen ihm ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter darein setzen, damit wenn er dann zu uns kommt, er dort einkehren m\u00f6ge.<\/p><\/li>\n<li><p>Eines Tages kam er dort hin, er kehrte im Obergemach ein und schlief dort.<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf sprach er zu seinem Diener Gehasi: Rufe diese Sunammitin. Er rief sie, und sie kam.<\/p><\/li>\n<li><p>[Elisa] beauftragte [den Diener], sie zu fragen: Du hast dir all diese Unruhe gemacht unsertwegen, was kann man f\u00fcr dich tun? Brauchst du eine F\u00fcrsprache bei dem K\u00f6nig oder bei dem Heerf\u00fchrer? Sie antwortete: Unter meinen Stammverwandten wohne ich [und erfreue mich ihres Schutzes].<\/p><\/li>\n<li><p>Da fragte [der Prophet]: Was ist nun f\u00fcr sie zu tun? Gehasi erwiderte: Doch! Sie hat keinen Sohn und ihr Mann ist alt.<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf befahl [der Prophet]: Rufe sie! [Der Diener] rief sie und sie stand an der T\u00fcr.<\/p><\/li>\n<li><p>[Elisa] verhie\u00df ihr: Zu dieser Frist, um dieselbe Zeit, umarmst du einen Sohn. Sie entgegnete: Nicht doch, mein Herr, Mann Gottes, t\u00e4usche nicht deine Magd.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn zu dieser Frist um dieselbe Zeit, wie Elisa ihr verhei\u00dfen hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Kind wuchs heran. Eines Tages ging es hinaus mit seinem Vater zu den Schnittern.<\/p><\/li>\n<li><p>Pl\u00f6tzlich klagte es seinem Vater: Mein Kopf! mein Kopf! Da sprach er zu einem Knaben: Trage [das Kind] zu seiner Mutter.<\/p><\/li>\n<li><p>Er trug es und brachte es seiner Mutter. Es sa\u00df auf ihrem Scho\u00dfe bis zum Mittag und starb dann.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie stieg hinauf und legte es auf das Bett des Gottesmannes und schloss hinter ihm zu und ging hinaus.<\/p><\/li>\n<li><p>Und rief ihren Mann und sprach: schickke mir doch einen von den Burschen und eine Eselin, dass ich eile zu dem Gottesmann und bald wiederkomme.<\/p><\/li>\n<li><p>Er fragte: Warum willst du heute zu ihm gehen, heute ist ja weder Neumond noch Schabbat? Sie erwiderte: Nichts!<\/p><\/li>\n<li><p>Sie lie\u00df die Eselin satteln und sprach zu ihrem Burschen: Treib an immerfort! Halte mich nicht auf im Reiten, ich h\u00e4tte dir es denn gesagt.<\/p><\/li>\n<li><p>Und so ging sie und kam zu dem Gottesmann an den Berg Karmel. Als der Gottesmann sie von der Ferne erblickte, sprach er zu seinem Diner Gehasi: Da kommt ja die Sunammitin!<\/p><\/li>\n<li><p>Lauf ihr doch entgegeu und frage sie: Geht es dir wohl? Geht es deinem Maune wohl, geht es dem Kinde wohl? [Der Diener tat dies] und sie antwortete: Alles wohl!<\/p><\/li>\n<li><p>Sie ging aber zu dem Gottesmann an den Berg und umfa\u00dfte seine F\u00fc\u00dfe. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzusto\u00dfen; aber der Gottesmaun befahl: Lass sie, denn ihr Gem\u00fct ist betr\u00fcbt; der Herr hat es vor mir verborgen und mir nicht gesagt [was ihr widerfahren ist].<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf sprach sie: Hab\u2019 ich denn einen Sohn erbeten bei meinem Herrn? Hab\u2019 ich nicht vielmehr gesagt: Mache mir keine tr\u00fcgerische Hoffnung?<\/p><\/li>\n<li><p>[Der Prophet] befahl Gehasi: G\u00fcrte deine Lenden und nimm meinen Stab in deine Hand und gehe. Wenn du jemand triffst, gr\u00fc\u00dfe ihn nicht, und wenn dich jemand gr\u00fc\u00dft, antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf das Gesicht des Knaben.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach die Mutter des Knaben: so wahr der Herr lebt und bei deinem Leben, ich lasse dich nicht. Also machte er sich selbst auf und ging ihr nach.<\/p><\/li>\n<li><p>Gehasi ging voraus vor ihnen her und legte den Stab auf das Gesicht des Knaben, aber da war kein Laut, und da war nichts zu vernehmen. Er kam zur\u00fcck ihm entgegen und berichtete ihm; Der Knabe ist nicht erwacht.<\/p><\/li>\n<li><p>Als Elisa ins Haus kam, lag der Knabe tot auf seinem Bett.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging hinein und verschloss die T\u00fcre hinter ihnen beiden und betete zum Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Und stieg hinauf und legte sich auf das Kind, Mund auf Mund, Augen auf Augen, H\u00e4nde auf H\u00e4nde, und streute sich so \u00fcber ihn, bis der K\u00f6rper des Kindes erw\u00e4rmte.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann ging er wieder im Hause auf und ab, stieg wieder hinauf und streute sich \u00fcber ihn; da nieste der Knabe sieben Mal und der Knabe tat seine Augen auf.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der Prophet] rief Gehasi und befahl: Rufe diese Sunammitin! Er rief sie und sie kam zu ihm; da sprach [Elisa]: Nimm auf deinen Sohn!<\/p><\/li>\n<li><p>Da fiel sie zu seinen F\u00fc\u00dfen und b\u00fcckte sich zur Erde und nahm ihren Sohn auf und ging hinaus.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa kehrte zur\u00fcck nach Gilgal. Im Lande war damals Hungersnot, und die Prophetenj\u00fcnger sa\u00dfen vor ihm. Da sprach er zu seinem Diener: Setze den gro\u00dfen Topf zu und koche ein Gericht f\u00fcr die Prophetenj\u00fcnger.<\/p><\/li>\n<li><p>Da ging einer hinaus auf das Feld, Kr\u00e4uter zu sammeln. Er fand eine wilde Rebe und sammelte wilde Koloquinten sein Kleid voll, und kam und zerschnitt sie in den Topf mit dem Gerichte; denn sie kannten sie nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann sch\u00fctteten sie es aus vor die M\u00e4nner zum Essen. Aber wie sie vor dem Gericht a\u00dfen, schrien sie: Tod ist im Topfe, Mann Gottes; sie konnten davon nicht essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er befahl: so holet Mehl! Dies warf er in den Topf und sprach: Sch\u00fctte aus vor die Leute, dass sie essen! Es war nichts schlimmes mehr im Topfe. 42, Ein Mann kam in jenen Tagen von Baal-Salisa und brachte dem Gottesmann [als Geschenk] Brot von Erstlingsfrucht, zwanzig Gerstenbrote und frische \u00c4hren in seiner Tasche. [Der Prophet] befahl: Gib es den M\u00e4nnern, dass sie essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da fragte sein Diener: Was soll ich daran vorlegen hundert M\u00e4nnern? Er erwiderte: Gib es den M\u00e4nnern, dass sie essen; denn so spricht der Herr: Man wird davon essen und \u00fcbrig lassen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er legte es ihnen vor, und sie a\u00dfen und lie\u00dfen noch \u00fcbrig nach dem Worte des Herrn.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p>Naaman und Elisa.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Naaman, der Heerf\u00fchrer des K\u00f6nigs von Aram, war geachtet bei seinem Herrn und hoch angesehen, denn durch ihn gab der Herr den Aram\u00e4ern Sieg. Der Mann war ein Kriegsheld, aber auss\u00e4tzig.<\/p><\/li>\n<li><p>Einst zogen die Aram\u00e4er aus in Streifschaaren und f\u00fchrten ein kleines M\u00e4dchen aus dem Lande Israel gefangen mit. Sie wurde Dienerin bei der Frau Naamans.<\/p><\/li>\n<li><p>Eines Tages sprach sie zu ihrer Gebieterin: Ach, ginge doch mein Herr zu dem Propheten in Schomron. Er w\u00fcrde ihn gewi\u00df von seinem Aussatz heilen.<\/p><\/li>\n<li><p>[Naaman] ging [zum K\u00f6nig] und berichtete seinem Herrn: so und so hat das M\u00e4dchen aus dem Lande Israel geredet.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach der K\u00f6nig von Aram: Gehe hin, ich will deshalb einen Brief senden an den K\u00f6nig von Israel. Er ging und nahm mit sich zehn Kikar Silber und sechstausend Goldst\u00fccke und zehn vollst\u00e4ndige Anz\u00fcge.<\/p><\/li>\n<li><p>Er \u00fcberbrachte den Brief dem K\u00f6nig von Israel [des Inhalts]: .\u2026\u2026\u2026. Und nun, wenn dieser Brief an dich kommt, ich habe meinen Diener Naaman zu dir gesandt, den sollst du von seinem Aussatz heilen.<\/p><\/li>\n<li><p>Als nun der K\u00f6nig von Israel den Brief las, zerriss er seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, dass ich t\u00f6ten oder beleben k\u00f6nnte, dass der zu mir sendet, einen Mann von seinem Aussatz zu heilen? Aber merket es und sehet, dass er nur Gelegenheit an mich zu kommen sucht.<\/p><\/li>\n<li><p>Als Elisa, der Gottesmann, h\u00f6rte, dass der K\u00f6nig von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem K\u00f6nig und lie\u00df sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? M\u00f6ge doch [Naaman] zu mir kommen, dass er erfahre, dass ein Prophet ist in Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Naaman kam mit seinen Rossen und einem Wagen und hielt am Eingange des Hauses bei Elisa.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa sandte einen Boten an ihn und lie\u00df sagen: Geh\u2019 und bade sieben Mal im Jordan, so wird dein Leib wiederhergestellt werden, und du wirst rein sein.<\/p><\/li>\n<li><p>Naaman ging erz\u00fcrnt weg und sprach: Ich habe gedacht, er wird zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des Herrn seines Gottes anrufen und seine Hand schwingen \u00fcber die [kranke] Stelle, dass der Aussatz heile; [stattdessen schickt er mich, im Jordan zu baden].<\/p><\/li>\n<li><p>Sind nicht Amana und Parpar, die Str\u00f6me von Damaskus, besser als alle Gew\u00e4sser Israels? Kann ich nicht darin baden und rein werden? Also wandte er sich und ging weg im Grimme.<\/p><\/li>\n<li><p>Da traten aber seine Diener an ihn heran und redeten ihm zu und sprachen: Mein Vater, h\u00e4tte der Prophet dir was Gro\u00dfes gehei\u00dfen, du t\u00e4test es doch gewiss. Wie viel mehr, da er zu dir nur gesprochen: Bade, und du wirst rein.<\/p><\/li>\n<li><p>Er stieg hinunter und tauchte im Jordan sieben Mal nach dem Rat des Gottesmannes. Da wurde sein Leib wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.<\/p><\/li>\n<li><p>Er kehrte zur\u00fcck zu dem Gottesmanne mit seinem ganzen Gefolge. Er kam und trat vor ihn und sprach: Nun wei\u00df ich, dass kein Gott auf der ganzen Erde ist, au\u00dfer in Israel; nimm also ein Geschenkt von deinem Knecht an.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber er erwiderte: so wahr der Herr lebt, vor dem ich stehe, ich nehme nichts an. Er drang in ihn, zu nehmen, aber er weigerte sich.<\/p><\/li>\n<li><p>Naaman sprach: M\u00f6chte doch deinem Diener gegeben werden Erde, die Last eines Maultiergespannes; denn dein Diener wird fortan keinen andern G\u00f6ttern Ganzopfer und Mehlopfer opfern au\u00dfer dem Herrn; [deshalb m\u00f6chte ih einen Altar auf heiliger Erde errichten].<\/p><\/li>\n<li><p>Das nur mag der Herr deinem Knecht vergeben: Wenn mein Herr in das Haus des [G\u00f6tzen] Rimmon geht, sich dort niederzuwerfen, und er lehnt sich auf meinen Arm, so werf\u2019 ich mich auch nieder im Hause Rimmons. Wegen meiner Anbetung im Hause Rimmons mag doch der Herr vergeben deinem Knecht.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der Prophet] sprach zu ihm: Geh? in Frieden! Er ging und hatte schon eine Strecke Landes zur\u00fcckgelegt.<\/p><\/li>\n<li><p>Doch Gehasi, der Diener Elisas, des Gottesmannes, dachte bei sich: Mein Herr hat es diesem Aram\u00e4er Naaman versagt, zu nehmen aus seiner Hand, was er gebracht. So wahr der Herr lebt, ich lauf ihm nach und nehme etwas von ihm.<\/p><\/li>\n<li><p>Gehasi lief also Naaman nach. Als Naaman sah, dass ihm einer nachlief, sprang er vom Wagen ihm entgegen und sprach: Ist alles wohl?<\/p><\/li>\n<li><p>[Gehasi] erwiderte: Alles ist wohl aber mein Herr sendet mich und l\u00e4sst sagen: Eben jetzt sind zwei J\u00fcnglinge zu mir gekommen vom Gebirge Efraim von den Prophetenj\u00fcngern; gib ihnen doch ein Kikar Silber und zwei Anz\u00fcge.<\/p><\/li>\n<li><p>Naaman sprach: M\u00f6ge es dir gefallen, nimm von mir zwei Kikar an. Er drang in ihn und band zwei Kikar Silber in zwei Beutel, dazu zwei Anz\u00fcge. Er gab es zweien seiner Diener, und sie trugen es vor ihm her.<\/p><\/li>\n<li><p>Als er an den Turm kam, nahm er es aus ihrer Hand und gab es unter Aufsicht im Hause; dann entlie\u00df er die M\u00e4nner und sie gingen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er aber kam und trat zu seinem Herrn [als ob nichts vorgefallen w\u00e4re]. Da fragte Elisa ihn: Woher kommst du, Gehasi? Er erwiderte: Dein Knecht war nicht ausgegangen, weder dahin noch dorthin.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach [Elisa zu ihm]: War ich nicht au\u00dfer mir, [als ich sah] wie ein Mann sich umwandte von seinem Wagen herab dir entgegen? War es an der Zeit, das Silber zu nehmen oder Kleider zu nehmen oder selbst \u00d6lb\u00e4ume und Weinberge, und Schafe und Rinder, und Knechte und M\u00e4gde?<\/p><\/li>\n<li><p>So hafte der Aussatz Naamans an dir und deinen Nachkommen in Ewigkeit! [Gehasi] ging hinweg vor seinem Angesicht, auss\u00e4tzig wie schneebedeckt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p>Weitere Wundertaten. Krieg mit Aram.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Die Prophetenj\u00fcnger sprachen einst zu Elisa: Siehe doch, der Ort, woselbst wir vor dir weilen, ist uns zu eng.<\/p><\/li>\n<li><p>Lass uns doch an den Jordan gehen und uns von dort holen jeder einen Balken, dass wir uns dort einen Ort einrichten, daselbst zu wohnen. Er sprach: Gehet.<\/p><\/li>\n<li><p>Der eine sprach aber weiter: M\u00f6chte es dir doch belieben, mit deinen Dienern zu gehen. Und er sprach: Ich werde mitgehen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging mit ihnen und sie kamen an den Jordan und f\u00e4llten dort B\u00e4ume.<\/p><\/li>\n<li><p>Als einer einen Balken f\u00e4llte, da fiel das eiserne Beilblatt in das Wasser, und er schrie und sprach: Ach, mein Herr, denn es ist noch dazu geliehen!<\/p><\/li>\n<li><p>Der Mann Gottes fragte: Wohin ist es gefallen? Und er wies ihm die Stelle. Da hieb er ein Holz ab und warf es hinein und das Eisen schwamm herauf.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sprach: Hebe dir es auf! Und er streckte seine H\u00e4nde aus und nahm es.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Aram stand damals im Kriege mit Israel; er beriet sich mit seinen Dienern: An dem und dem Ort soll unser Lager sein.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandte der Gottesmann an den K\u00f6nig von Israel und lie\u00df ihn warnen: H\u00fcte dich an diesem Orte vorbeizuziehen, denn dort lagern die Aram\u00e4er.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandte der K\u00f6nig von Israel an den Ort, den ihm der Gottesmann angezeigt und vor ihm gewarnt hatte, und er nahm sich dort in Acht. Also geschah es einige Mal.<\/p><\/li>\n<li><p>Da wurde der K\u00f6nig von Aram dar\u00fcber unruhig; er rief seine Diener zusammen und sprach zu ihnen: K\u00f6nnt ihr mir nicht sagen, wer von den Unsern es mit dem K\u00f6nig von Israel h\u00e4lt?<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach einer von seinen Dienern: Nicht doch, mein Herr und K\u00f6nig! Der Prophet Elisa von Israel teilt dem K\u00f6nig von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafgemache redest.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] befahl: Gehet hin und sehet zu, wo er ist; ich will dann hinschicken und ihn holen lassen. Es wurde ihm berichtet, dass er in Dotan w\u00e4re.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sandte dorthin Rosse und Wagen und ein starkes Heer; sie kamen bei Nacht und umzingelten die Stadt.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Diener des Gottesmannes stand fr\u00fch auf und trat hinaus, da sah er, dass ein Heer mit Rossen und Wagen die Stadt umringte. Der Diener sprach zu ihm: Ach, mein Herr, wie machen wir es?<\/p><\/li>\n<li><p>Er erwiderte: F\u00fcrchte nichts; denn mehr sind der Unsrigen als der Ihrigen.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa betete zum Herrn und sprach: Herr, \u00f6ffne ihm doch die Augen, dass er sehe! Der Herr \u00f6ffnete die Augen des Dieners, und er sah den Berg voll feuriger Rosse und Wagen rings um Elisa.<\/p><\/li>\n<li><p>Als jene zu ihm herabstiegen, da betete Elisa zum Herrn und sprach: schlage doch dieses Volk mit Blindheit. Er schlug sie mit Blindheit nach der Bitte Elisas.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa sprach darauf zu den Leuten: Das ist nicht der Weg und dies nicht die Stadt, [wohin ihr wollt]; folget mir und ich werde euch f\u00fchren zu dem Manne, den ihr suchet. Er f\u00fchrte sie aber nach Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Als sie nach Schomron kamen, da flehte Elisa: Herr, \u00f6ffne diesen die Augen, dass sie sehen. Der Herr \u00f6ffnete ihre Augen und sie sahen, dass sie sich mitten in Schomron befanden.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Israel fragte Elisa, wie er sie sah; soll ich sie erschlagen, mein Vater?<\/p><\/li>\n<li><p>Aber er erwiderte: Du sollst sie nicht erschlagen. Hast du sie etwa gefangen gemacht mit deinem Schwert und deinem Bogen, dass du sie erschlagen willst? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinfen und dann zu ihrem Herrn zur\u00fcckkehren.<\/p><\/li>\n<li><p>Er richtete ihnen ein gro\u00dfes Gastmahl zu; sie a\u00dfen und tranken, er entlie\u00df sie dann, und sie kehrten zu ihrem Herrn zur\u00fcck. Fortan kamen die Streifschaaren Arams nicht mehr in das Land Israels.<\/p><\/li>\n<li><p>Sp\u00e4ter sammelte Ben-Hadad, K\u00f6nig von Aram, sein ganzes Heer und zog hin und belagerte Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Es war gro\u00dfe Hungersnot in Schomron, w\u00e4hrend sie [die Stadt] belagerten, so dass ein Eselskopf achtzig Silberst\u00fccke galt und ein Viertel Kab Taubenmist f\u00fcnf Silberst\u00fccke.<\/p><\/li>\n<li><p>Als der K\u00f6nig von Israel eines Tages auf der Mauer einherging, schrie eine Frau zu ihm und sprach: Hilf doch mein Herr und K\u00f6nig!<\/p><\/li>\n<li><p>Er gab ihr zur Antwort: Hilft dir der Herr nicht, woher sollte ich dir helfen? Etwa von der Tenne oder von der Kelter [da ja alles leer ist]?<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig befragte sie dann: Was hast du? sie erz\u00e4hlte: Dieses Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn und wir wollen ihn heute essen, und meinen Sohn willen wir morgen essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Wir kochten also meinen Sohn und a\u00dfen ihn. Aber als ich ihr am andern Tage sagte: Gib deinen Sohn, dass wir ihn essen, da versteckte sie ihren Sohn.<\/p><\/li>\n<li><p>Als der K\u00f6nig die Worte des Weibes h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider, w\u00e4hrend er auf der Mauer ging, und das Volk sah, dass er einen Sack an seinem Leibe unter [dem Oberkleide] anhatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schwur: so tue mir Gott, und so fahre er fort, wenn der Kopf Elisas, Sohnes Safats, heute auf seinem Rumpfe bleibt! [weil er ihn damals davon abgehalten hatte, die Aram\u00e4er, die nach Schomron gekommen waren, niederzumachen.]<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa sa\u00df in seinem Hause, und die Vornehmen sa\u00dfen bei ihm. Er sandte jemand ab von sich, und bevor der Bote zu ihm kam, sprach er zu den Vornehmen: Seht ihr es, wie dieser Sohn des Totschl\u00e4gers [Ahab] Leute her sendet, mir den Kopf abzunehmen? sehet zu, wie der Bote herankommt, verschlie\u00dft die T\u00fcr und dr\u00e4ngt ihn mit der T\u00fcr hinweg! Ist doch bereits der Schall der Tritte seines Herrn hinter ihm.<\/p><\/li>\n<li><p>Noch redete er mit ihnen, da kam der Bote zu ihm. [Elisa] sprach: so [gro\u00df] ist das Ungl\u00fcck vom Herrn, [dass Frauen ihre Kinder verzehren], was soll ich noch lange vor dem Herrn warten [und ihn nicht anflehen]?<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p>Die wunderbare Befreiung.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Da sprach Elisa: H\u00f6ret das Wort des Herrn! so spricht der Herr: Morgen um diese Zeit gilt ein Ma\u00df Kernmeh! einen Schekel und zwei Ma\u00df Gerste einen Schekel am Tore Schomrons.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach der Ritter, auf dessen Arm sich der K\u00f6nig st\u00fctzte, zu dem Gottesmanne: selbst wenn der Herr Schleusen im Himmel machte, wird so etwas geschehen? Da erwiderte [der Prophet]: Du wirst es schauen mit deinen Augen, aber davon nicht essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Vier auss\u00e4tzige M\u00e4nner befanden sich damals am Eingange des Tores; sie sprachen nun zu einander: Was bleiben wir hier, bis wir sterben?<\/p><\/li>\n<li><p>Wenn wir auch, [was wir als Auss\u00e4tzige gar nicht k\u00f6nnen], in die Stadt zur\u00fcckkehren wollten, so m\u00fcssen wir, da dort Hungersnot herrscht, sterben, und wenn wir hier bleiben, so sterben wir [auch]. So kommt denn und lasst uns \u00fcberlaufen ins Lager der Aram\u00e4er; wenn sie uns leben lassen, werden wir leben, und wenn sie uns t\u00f6ten, so sterben wir.<\/p><\/li>\n<li><p>Also machten sie sich auf in der D\u00e4mmerung, um in das Lager der Aram\u00e4er \u00fcberzulaufen. Als sie an den Beginn des Lagers der Aram\u00e4er kamen, war niemand da.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn der Herr hatte im Lager der Aram\u00e4er Get\u00f6se h\u00f6ren lassen, als k\u00e4me es von Wagen und Rossen, Get\u00f6se eines gro\u00dfen Heeres. Da sprachen sie zu einander: Der K\u00f6nig von Israel hat sicherlich gegen uns gedungen die K\u00f6nige von Hittim und die K\u00f6nige von \u00c4gypten, um \u00fcber uns herzufallen.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie machten sich daher auf und flohen in der D\u00e4mmerung und verlie\u00dfen ihre Zelte und ihre Rosse und ihre Esel, das ganze Lager, so wie es war, und flohen um ihr Leben.<\/p><\/li>\n<li><p>Jene Auss\u00e4tzigen kamen an den Beginn des Lagers. Sie gingen in ein Zelt und a\u00dfen und tranken und trugen daraus Silber und Gold und Kleider. Dann gingen sie hin und vergruben es, sie gingen wieder in ein anderes Zelt und trugen daraus und gingen hin und vergruben es.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann sprachen sie zu einander: Wir tun nicht recht, dieser Tag ist ein Tag der Freudenbotschaft [f\u00fcr Israel]. Wenn wir schweigen und warten bis zum lichten Morgen, so wird uns Strafe treffen. So kommt denn und lasst uns dies im Hause des K\u00f6nigs berichten.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie gingen und riefen den Pf\u00f6rtner der Stadt und berichteten ihm: Wir kamen in das Lager der Aram\u00e4er, und da war niemand, kein Laut eines Menschen, sondern die Rosse und die Esel standen angebunden und die Zelte unber\u00fchrt, so wie sie waren.<\/p><\/li>\n<li><p>Er rief die [andern] Pf\u00f6rtner und sie berichteten im Hause des K\u00f6nigs, im Innern [der Stadt].<\/p><\/li>\n<li><p>Da stand der K\u00f6nig auf in der Nacht und sprach zu seinen Dienern: Ich will euch sagen, was uns die Aram\u00e4er tun wollen. Sie wissen, dass wir Hungersnot haben, so sind sie aus dem Lager gezogen, sich auf dem Felde zu verstecken, in der Absicht, wenn wir herauskommen aus der Stadt, dann wollen sie uns lebendig ergreifen und in die Stadt eindringen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da bemerkte einer von seinen Dienern: So nehme man doch f\u00fcnf von den \u00fcbrig gebliebenen Pferden, die darin \u00fcbrig geblieben sind; \u2014 es wird ihnen [wenn sie gefangen werden, schlimmstens] ergehen, wie es all der Menge Israels, die darin \u00fcbrig geblieben [und dem Verhungern nahe ist], ergeht, oder wie all der Menge Israels, die zu Grunde gegangen ist. \u2014 Lasst sie hingehen und zusehen.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie nahmen zwei Wagen mit Rossen; der K\u00f6nig sandte sie nach dem Lager der Aram\u00e4er und sprach: Geht hin und seht zu.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie gingen [den Auss\u00e4tzigen] nach bis an den Jordan. Sie fanden den ganzen Weg voll von Kleidern und Wagen, welche die Aram\u00e4er weggeworfen hatten auf der Flucht. Die Boten kehrten zur\u00fcck und berichteten dem K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>Da zog das Volk hinaus und pl\u00fcnderte das Lager der Aram\u00e4er; und es kam dann ein Ma\u00df Kernmehl um einen Schekel und zwei Ma\u00df Gerste um einen Schekel, nach dem Worte des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig hatte den Ritter bestellt, auf dessen Arm er sich zu st\u00fctzen pflegte, das Tor zu bewachen; aber das dr\u00e4ngende Volk zertrat ihn am Tor, so dass er starb, wie der Gottesmann geredet hatte, als der K\u00f6nig zu ihm kam.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn als der Gottesmann geredet hatte zu dem K\u00f6nig also: Zwei Ma\u00df Gerste gelten morgen um diese Zeit am Tore Schomrons einen Schekel und ein Ma\u00df Kernmehl einen Schekel;<\/p><\/li>\n<li><p>Da hatte der Ritter dem Gottesmanne bemerkt: Selbst wenn der Herr Schleusen im Himmel machte, kann so etwas geschehen? Darauf hatte der [Prophet] geantwortet: Du wirst es schauen mit deinen Augen, aber davon nicht essen.<\/p><\/li>\n<li><p>Und ihm geschah also: Das Volk zertrat ihn am Tor und er starb.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p>Weitere Taten Elisas. Joram und Ahasja in Jud\u00e4a.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Elisa hatte [eines Tages] der Frau, deren Sohn er wieder ins Leben gerufen, geraten: Mache dich auf und gehe [von dannen], du und dein Haus und weile, wo du weilen magst; denn der Herr hat die Hungersnot herbeigerufen, sie ist schon in das Land gekommen auf sieben Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Weib machte sich auf nach dem Rate des Gottesmannes. Sie ging mit ihrer Familie und weilte in dem Lande der Philister sieben Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Nach Verlauf der sieben Jahre kehrte die Frau zur\u00fcck aus dem Lande der Philister. Sie ging die Hilfe des K\u00f6nigs anzurufen, um ihr Haus und ihr Feld, [das unterdessen von Fremden in Besitz genommen worden war].<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig unterhielt sich eben mit Gehasi, dem Diener des Gottesmannes und forderte ihn auf: Erz\u00e4hle mir doch all das Gro\u00dfe, das Elisa getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Als er dem K\u00f6nig erz\u00e4hlte, dass er einen Toten lebendig gemacht, da [erschien] die Frau, deren Sohn er lebendig gemacht, und bat dem K\u00f6nig um Hilfe wegen ihres Hauses und ihres Feldes. Da sprach Gehasi: Mein Herr, o K\u00f6nig, das ist ja die Frau und das ihr Sohn, den Elija wieder ins Leben gerufen!<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig fragte die Frau, und sie erz\u00e4hlte ihm. Da beorderte der K\u00f6nig einen Hofbedienten mit den Worten: Erstatte ihr das Ihrige und allen Ertrag des Feldes, von dem Tage, da sie das Land verlassen, bis jetzt.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa kam nach Damaskus, da Ben-Hadad, K\u00f6nig von Aram, krank war. [Dem K\u00f6nige] wurde also berichtet: Der Gottesmann ist hierhergekommen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach der K\u00f6nig zu. Hasael: Nimm ein Geschenk mit und gehe dem Gottesmanne entgegen und befrage den Herrn durch ihn, dass er mir sage, ob ich genesen werde von dieser Krankheit.<\/p><\/li>\n<li><p>Hasael ging ihm entgegen, er hatte ein Geschenk mit sich genommen, allerlei K\u00f6stliches aus Damaskus, eine Last von vierzig Kamelen. Er kam und trat vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Ben-Hadad, K\u00f6nig von Aram, hat mich zu dir gesandt mit der Anfrage: Werde ich genesen von dieser Krankheit?<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa erwiderte ihm: Geh, sprich zu ihm: Du wirst genesen. Aber, [dass du es wei\u00dft], der Herr hat mich sehen lassen, dass er sterben wird.<\/p><\/li>\n<li><p>Er k\u00e4mpfte einige Augenblicke seine Erregung nieder, dann weinte aber der Gottesmann,<\/p><\/li>\n<li><p>Hassael fragte ihn: Warum weint mein Herr? Er antwortete: Weil ich wei\u00df, was du den Kindern Israel dereinst B\u00f6ses tun wirst; ihre Vesten wirst du in Brand stecken und ihre J\u00fcnglinge mit dem Schwert erschlagen, ihre Kinder zerschmettern und die Schwangern aufschlitzen.<\/p><\/li>\n<li><p>Hasael fragte: Was ist denn dein Knecht, der Hund, dass er so Gro\u00dfes tun sollte? Elisa sprach: Der Herr hat mich dich sehen lassen als K\u00f6nig \u00fcber Aram.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging weg von Elisa und kam zu seinem Herrn. Dieser fragte ihn: Was hat dir Elisa gesagt? Er erwiderte: Er hat zu mir gesagt du wirst genesen.<\/p><\/li>\n<li><p>Am andern Morgen nahm er eine Decke, tauchte sie in das Wasser und breitete sie \u00fcber das Gesicht [des K\u00f6nigs], dass er starb; Hasael wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im f\u00fcnften Regierungsjahre Jorams, Sohnes Ahabs, K\u00f6nigs von Israel, [des Zeitgenossen] Josafats, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Joram [Sohn Josafats] K\u00f6nig \u00fcber Jehuda,<\/p><\/li>\n<li><p>Zweiunddrei\u00dfig Jahre war er alt, als er K\u00f6nig wurde, und acht Jahre regierte er in Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging in dem Wege der K\u00f6nige Israels, sowie es getan das Haus Ahab, denn eine Tochter Ahabs hatte er zur Frau; Er tat, was dem Herrn missfiel.<\/p><\/li>\n<li><p>Doch der Herr wollte nicht Jehuda verderben, um seines Knechtes David willen, so wie er ihm zugesagt hatte, ihm und seinen S\u00f6hnen eine Leuchte zu lassen.<\/p><\/li>\n<li><p>Zu jener Zeit fielen die Idum\u00e4er ab von der Gewalt Jehudas f\u00fcr immer, und sie setzten einen K\u00f6nig \u00fcber sich.<\/p><\/li>\n<li><p>Joram zog mit allen Streitwagen nach Zair. Er \u00fcberfiel in der Nacht die Idum\u00e4er, die ihn eingeschlossen hatten, und schlug sie, mitsamt den Obersten der Wagen, und das Volk floh nach seinen Zelten.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Edom fiel doch ab von der Gewalt Jehudas bis auf den heutigen Tag; da fiel auch Libna ab in derselben Zeit.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Jorams und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Joram legte sich zu seinen V\u00e4tern und wurde begraben bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids. Sein Sohn Ahasja wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im zw\u00f6lften Regierungsjahre Jorams, Sohnes Ahabs, K\u00f6nigs von Israel, wurde Ahasja, Sohn Jorams, K\u00f6nig in Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Zweiundzwanzig Jahre war Ahasja alt, als er K\u00f6nig wurde, uud ein Jahr regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Atalja, Tochter Omris, K\u00f6nigs von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging in dem Wege des Hauses Ahab und tat, was dem Herrn missfiel, wie das Haus Ahab; denn er war ein Schwiegersohn des Hauses Ahab.<\/p><\/li>\n<li><p>Er zog mit Joram, Sohn Ahabs, in den Krieg gegen Hasael, K\u00f6nig von Aram, auf Ramot-Gilead; aber die Aram\u00e4er schlugen den Joram.<\/p><\/li>\n<li><p>Da kehrte der K\u00f6nig Joram heim, um sich heilen zu lassen in Jsr\u00ebel von den Wunden, welche ihm die Aram\u00e4er beigebracht hatten in Rama, als er k\u00e4mpfte gegen Hasael, K\u00f6nig von Aram. Ahasja, Sohn Jorams, K\u00f6nigs von Jehuda, kam Joram, Sohn Ahabs, in Jsr\u00ebel zu besuchen, als er da krank lag.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p>Der Sturz der Omriden. Jehu.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Der Prophet Elisa rief nun einen der Prophetenj\u00fcnger und beauftragte ihn: G\u00fcrte deine Lenden, nimm diesen \u00d6lkrug in deine Hand und geh nach Ramot-Gilead.<\/p><\/li>\n<li><p>Du gehst also und suchst dort auf den Jehu, Sohn Josafats, Sohnes Nimsis; gehe hinein und lass ihn aufstehen aus der Mitte seiner Waffengenossen und bringe ihn in das entlegenste Gemach.<\/p><\/li>\n<li><p>Nimm dort den \u00d6lkrug, gie\u00dfe \u00d6l auf sein Haupt und sprich: so hat der Herr gesprochen: Ich salbe dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel. Dann \u00f6ffne die T\u00fcr und fliehe ohne zu z\u00f6gern.<\/p><\/li>\n<li><p>Da ging der J\u00fcngling, der Prophetenj\u00fcnger, nach Ramot-Gilead.<\/p><\/li>\n<li><p>Er kam hinein, da sa\u00dfen die Obersten des Heeres. Er sprach: Ich habe ein Wort an dich, Oberster! Da fragte Jehu: An wen von uns allen? Er antwortete: An dich, Oberster!<\/p><\/li>\n<li><p>[Jehu] stand auf und ging hinein in das Haus. [Der Prophetenj\u00fcnger] go\u00df das \u00d6l auf sein Haupt und sprach zu ihm: So hat gesprochen der Herr, der Gott Israels: Ich salbe dich zum K\u00f6nig \u00fcber das Volk des Herrn, \u00fcber Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Vernichte das Haus Ahabs, deines Herrn, dass ich r\u00e4che das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte des Herrn an Isebel.<\/p><\/li>\n<li><p>Dass zu Grunde gehe das ganze Haus Ahab, und ich dem Ahab vertiige, was an die Wand pisset, Bewahrtes und Befestigtes in Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich will das Haus Ahab machen wie das Haus Basas, Sohnes Ahijas.<\/p><\/li>\n<li><p>Isebel werden die Hunde fressen auf dem Acker Jsre\u00ebls, und niemand wird sie begraben. Darauf \u00f6ffnete [der Prophetenj\u00fcnger] die T\u00fcr und entfloh.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu kam heraus zu den Dienern seines Herrn und man fragte ihn: Geht es wohl? Wozu kam dieser Verr\u00fcckte zu dir? Er erwiderte ihnen; Ihr kennt ja den Mann und sein Wesen [es hat keine Bedeutung].<\/p><\/li>\n<li><p>Aber sie sprachen: L\u00fcge! sage es uns doch. Da sagte er: So und so hat er zu mir gesprochen, n\u00e4mlich, so hat der Herr gesprochen: Ich salbe dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel!<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahmen sie eilends jeder sein Kleid und legten es ihm unter auf das Treppenger\u00fcst, [als Zeichen ihrer Unterwerfung|. Sie stie\u00dfen in die Posaune und riefen: Jehu ist K\u00f6nig!<\/p><\/li>\n<li><p>Also verschwor sich Jehu, Sohn Josafats, Sohnes Nimsis, gegen Joram. \u2014 Joram aber hielt Wache in Ramot-Gilead, er und ganz Israel, gegen Hasael, K\u00f6nig von Aram.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig Joram war nun heimgekehrt, sich heilen zu lassen in Jsre\u00ebl von den Wunden, welche ihm die Aram\u00e4er geschlagen, als er stritt mit Hasael, K\u00f6nig von Aram. \u2014 Jehu sprach: Wenn es euer Wille ist, so soll kein Fl\u00fcchtling aus der Stadt entkommen, dass er hingehe und es in Jsre\u00ebl bekannt gebe.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu bestieg den Wagen und zog nach Jsre\u00ebl, denn Joram lag dort; auch Ahasja, K\u00f6nig von Jehuda, war gekommen, Joram zu besuchen.<\/p><\/li>\n<li><p>Der W\u00e4chter stand auf dem Turm in Jsre\u00ebl und sah den Haufen Jehus, wie er herankam, und er sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter und sende ihnen entgegen, dass er frage: Kommst du in friedlicher Absicht?<\/p><\/li>\n<li><p>Da ritt der Reiter ihm entgegen und sprach: so hat der K\u00f6nig fragen lassen: Kommst du in friedlicher Absicht? Jehu erwiderte: Was geht dich der Friede an? Stelle dich hinter mich. Da berichtete der W\u00e4chter und sprach: Der Bote ist bis zu ihnen gekommen, aber nicht zur\u00fcckgekehrt.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schickte einen zweiten Reiter und auch er kam zu ihnen und sprach: so hat der K\u00f6nig fragen lassen: Kommst du in friedlicher Absicht? Jehu antwortete: Was geht dich der Friede an? Stelle dich hinter mich.<\/p><\/li>\n<li><p>Da berichtete der W\u00e4chter: Er ist bis zu ihnen gekommen, aber nicht zur\u00fcckgekehrt. Der Aufmarsch aber ist wie der Jehus, Sohnes Nimsis, denn er marschiert unsinnig.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach Joram: Spanne an! Man bespannte seinen Wagen und Joram, K\u00f6nig von Israel, und Ahasja, K\u00f6nig von Jehuda, zogen jeder in seinem Wagen Jehu entgegen; sie fanden ihn auf dem Acker des Jsre\u00ebliten Nabot.<\/p><\/li>\n<li><p>Als Joram den Jehu erblickte, fragte er: Hast du friedliche Absichten, Jehu? Aber [Jehu] antwortete: Was Friede bei der Hurerei Isebels, deiner Mutter, und ihren vielen Zaubereien?<\/p><\/li>\n<li><p>Da lenkte Joram um und floh und sprach zu Ahasja: Verrat, Ahasja!<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Jehu zielte mit dem Bogen und traf Joram zwischen den Armen. Der Pfeil fuhr aus seinem Herzen, und er sank nieder in seinem Wagen.<\/p><\/li>\n<li><p>[Jehu] sprach zu seinem Wagenk\u00e4mpfer Bidkar: Heb\u2019 ihn auf und wirf ihn in das Ackerfeld des Jsre\u00ebliten Nabot. Dann erinnere dich, wie ich und du zu Paaren ritten hinter seinem Vater Ahab, da der Herr ihm ein solches Ende verhei\u00dfen hat.<\/p><\/li>\n<li><p>Wenn ich nicht das Blut Nabots und das Blut seiner S\u00f6hne gesehen habe vorige Nacht! .\u2026 war der Ausspruch des Herrn, und ich werde dir vergelten auf diesem Acker, war der Ausspruch des Herrn. Heb\u2019 ihn also auf und wirf ihn auf den Acker nachh dem Worte des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Als Ahasja, K\u00f6nig von Jehuda, dies sah, floh er auf dem Wege des Gartenhauses. Jehu verfolgte ihn auf der Anh\u00f6he Gur, die bei Jibleam, und er befahl: Auch ihn erschlaget auf dem Wagen. Der K\u00f6nig floh nah Megiddo und wurde dort get\u00f6tet.<\/p><\/li>\n<li><p>Seine Diener f\u00fchrten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids.<\/p><\/li>\n<li><p>Im elften Regierungsjahre Jorams, Sohnes Ahabs, war Ahasja K\u00f6nig \u00fcber Jehuda geworden.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu zog in Jsre\u00ebl ein. Als es Isebel h\u00f6rte, schm\u00fcckte sie mit Farbe ihre Augen und putzte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus.<\/p><\/li>\n<li><p>Als Jehu an das Tor kam, sprach sie ihn an: Geht es dir wohl, Simri, M\u00f6rder deines Herrn?<\/p><\/li>\n<li><p>Er erhob sein Gesicht zum Fenster und sprach: Wer ist mit mir? Wer? Da blickten zu ihm hin zwei oder drei Hofbediente.<\/p><\/li>\n<li><p>Er rief ihnen zu: St\u00fcrzet sie herab! Und sie st\u00fcrzten sie hinab. Es spritzte von ihrem Blut auf die Mauer und auf die Rosse, und er lie\u00df sie zertreten.<\/p><\/li>\n<li><p>Er kam [in den Palast], a\u00df und trank und befahl dann: Sehet doch nach dieser Verfluchten und begrabet sie, denn sie ist eine K\u00f6nigstochter.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie gingen hin, sie zu begraben, aber sie fanden an ihr nur den Sch\u00e4del, die F\u00fc\u00dfe und die H\u00e4nde.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie kamen zur\u00fcck und berichteten es ihm. Da sprach er: Das ist das Wort des Herrn, welches er geredet durch seinen Knecht, den Tisbiten Elija, also: Auf dem Acker Jsre\u00ebls werden die Hunde fressen das Fleisch Isebels.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Aas Isebels wird sein wie D\u00fcnger auf freiem Felde auf dem Acker Jsre\u00ebls, so dass niemand die Isebel erkennen wird.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p>Die Vernichtung des Hauses Ahab.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Ahab hatte siebzig S\u00f6hne in Schomron. Jehu schrieb Briefe und sandte sie an die Obersten von Jsre\u00ebl, die sich in Schomron befanden, und an die Erzieher bei Ahab des Inhalts:<\/p><\/li>\n<li><p>\u2026 Und nun, so wie dieser Brief zu euch gelangt \u2014 mit euch sind ja die S\u00f6hne eures Herrn, mit euch auch die Wagen und Rosse, die festen St\u00e4dte und das R\u00fcstzeug \u2014,<\/p><\/li>\n<li><p>So ersehet den besten und t\u00fcchtigsten von den S\u00f6hnen eures Herrn und setzet ihn auf den Thron seines Vaters und k\u00e4mpfet f\u00fcr das Haus eures Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Da f\u00fcrchteten sie sich gar sehr und sprachen: Zwei K\u00f6nige bestanden nicht vor ihm, wie sollten nun wir bestehen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandten der Palastaufseher und das Stadtoberhaupt und die \u00c4ltesten und die Erzieher [der K\u00f6nigss\u00f6hne] an Jehu und lie\u00dfen sagen: Wir sind deine Knechte und alles, was du uns befehlen wirst, wollen wir tun; wir werden niemand zum K\u00f6nig machen. Was gut ist in deinen Augen, thue.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schrieb an sie einen Brief zum zweiten mal des Inhalts: Wenn ihr mein seid und auf meine Stimme h\u00f6ren wollt, so nehmet die K\u00f6pfe der S\u00f6hne eures Herrn und kommt zu mir morgen um diese Zeit nach Jsre\u00ebl. \u2014 Die S\u00f6hne des K\u00f6nigs, siebzig Mann, waren bei den Gro\u00dfen der Stadt, die sie gro\u00dfzogen. \u2014<\/p><\/li>\n<li><p>Als der Brief zu ihnen gelangte, nahmen sie die S\u00f6hne des K\u00f6nigs und schlachteten sie, alle siebzig Mann, und taten ihre K\u00f6pfe in K\u00f6rbe und sandten sie ihm nach Jsre\u00ebl.<\/p><\/li>\n<li><p>Ein Bote kam und berichtete ihm: Sie haben die K\u00f6pfe der K\u00f6nigss\u00f6hne gebracht. Er befahl: Machet aus ihnen zwei Haufen und stellet sie an den Eingang des Tores bis an den Morgen.<\/p><\/li>\n<li><p>Am Morgen ging er hinaus und trat auf und sprach zum ganzen Volke: Ihr seid gerecht! Ich habe mich verschworen gegen meinen Herrn und ihn erschlagen; aber wer erschlug all diese?<\/p><\/li>\n<li><p>Wisset denn, dass nichts auf die Erde f\u00e4llt, [dass nichts unerf\u00fcllt bleibt] von dem Worte des Herrn, das der Herr geredet \u00fcber das Haus Ahab. Der Herr hat getan, was er gesprochen durch seinen Knecht Elija.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu erschlug dann all die \u00dcbriggebliebenen vom Hause Ahab in Jsre\u00ebl, alle seine Gro\u00dfen, seine Vertrauten und seine Priester, keiner von ihnen blieb.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann machte er sich auf und ging nach Schomron. Als er in dem Schurhause der Hirten war, das auf dem Wege [nach Schomron liegt],<\/p><\/li>\n<li><p>Da traf Jehu die Br\u00fcder Ahasjas K\u00f6nigs von Jehuda. Er fragte sie: Wer seid ihr? sie antworteten: Die Br\u00fcder Ahasjas sind wir. Wir gehen, uns nach dem Wohle der S\u00f6hne des K\u00f6nigs und der S\u00f6hne der Herrscherin [zu erkundigen].<\/p><\/li>\n<li><p>Da befahl [Jehu]: Greift sie lebendig! Man griff sie lebendig und schlachtete sie in die Grube des Schurhauses, zwei und vierzig Mann; er lie\u00df keinen von ihnen \u00fcbrig.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging von dort weiter und traf Jonadab, Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Er gr\u00fc\u00dfte ihn und sprach zu ihm: Meinst du es mit mir gut, wie ich es mit dir gut meine? Jonadab erwiderte: Gewiss! \u2014 Gib mir die Hand. Er gab die Hand und lie\u00df ihn aufsteigen zu sich in den Wagen.<\/p><\/li>\n<li><p>[Jehu] sprach: Komm mit mir und sieh mit an meinen Eifer f\u00fcr den Herrn. Man half ihm in seinen Wagen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging nach Schomron und erschlug alle \u00dcbriggebliebenen von Ahab in Schomron, bis er [sein Haus] vertilgte, nach dem Worte des Herrn, das er geredet zu Elija.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu versammelte dann das ganze Volk und sprach zu ihm: Ahab hat dem Baal wenig gedient, Jehu wird ihm viel dienen.<\/p><\/li>\n<li><p>Und nun rufet mir zusammen alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle seine Priester; niemand darf ausbleiben, denn ein gro\u00dfes Opferfest bereite ich dem Baal. Wer ausbleibt soll nicht leben bleiben. Jehu tat dies mit Hinterlist, um auf diese Weise alle Diener des Baal zu vertilgen.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu sprach: Haltet eine Festversammlung dem Baal! Und sie verk\u00fcndigten eine solche.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu sandte auch in Israel herum, und es kamen alle Diener des Baal; niemand blieb zur\u00fcck, der nicht gekommen w\u00e4re. Sie gingen in das Haus des Baal; das Haus des Baal wurde voll von einem Ende zum andern.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach er zu dem, der \u00fcber dem Kleiderschrein war: Gib Kleider heraus f\u00fcr alle Diener des Baal. Er gab ihnen die [Priester-]kleidung heraus.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu und Jonadab, Sohn Rechabs kamen in das Haus des Baal und [Jehu] befahl den Dienern des Baal: Untersuchet und sehet zu, dass nicht hier unter euch sei einer von den Dienern des Herrn! Nur die Diener des Baal allein [d\u00fcrfen hier sein].<\/p><\/li>\n<li><p>Dann kamen sie, um zu opfern Mahlopfer und Ganzopfer. Jehu stellte von au\u00dfen achtzig Mann auf, die er [mit den Worten] verwarnte: Wenn jemand vo den M\u00e4nnern entrinnt, die ich in eure H\u00e4nde liefere, so gilt es Leben um Leben.<\/p><\/li>\n<li><p>Als er mit der Zurichtung des Ganzopfers fertig war, befahl Jehu den L\u00e4ufern und Wagenk\u00e4mpfern: Geht hinein, erschlagt sie alle, keiner entrinne. Also erschlugen sie dieselben mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes; die L\u00e4ufer und die Wagenk\u00e4mpfer warfen [die Leichname] hin, dann gingen sie in den Stadtteil des Hauses Baal.<\/p><\/li>\n<li><p>Und brachten die Standbilder aus dem Hause Baal und verbrannten sie.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie zertr\u00fcmmerten das Standbild des Baal, dann zertr\u00fcmmerten sie das Haus des Baal und machten Kloaken daraus bis auf den heutigen Tag.<\/p><\/li>\n<li><p>So vertilgte Jehu den Baalsdienst aus Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Blos von den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nabats, der Israel zu S\u00fcnden verleitet, wich Jehu nicht: von den goldenen K\u00e4lbern in Bet-El und in Dan.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr verhie\u00df dem Jehu: Weil du gut gehandelt hast, zu tun, was recht in meinen Augen ist; n\u00e4mlich v\u00f6llig so, wie es in meinem Sinne war, hast du getan an dem Hause Ahab, so sollen deine Kinder bis zum vierten Geschlecht auf dem Thron Israels sitzen.<\/p><\/li>\n<li><p>Freilich beobachtete Jehu nicht den Wandel nach der Lehre des Herrn, des Gottes Israels, mit vollem Herzen. Er wich nicht von den S\u00fcnden Jerobeams, der Israel zu S\u00fcnden verleitet. [Die Alt\u00e4re in Dan und Bet-El blieben].<\/p><\/li>\n<li><p>In jener Zeit begann der Herr Israel zu verringern. Hasael schlug sie an der ganzen Grenze Israels.<\/p><\/li>\n<li><p>Vom Jordan im Osten das ganze Land Gilead, [der Besitz der St\u00e4mme] Gad und Ruben und Manasse, von Aro\u00ebr, das am Bache Arnon, bis Gilead und Baschan.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Jehus und alles dessen, was er getan, und all seiner Heldentaten ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu legte sich zu seinen V\u00e4tern; man begrub ihn in Schomron. \u2014 Sein Sohn Joahas wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehu regierte \u00fcber Israel in Schomron achtundzwanzig Jahre.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p>Die Vorg\u00e4nge in Jud\u00e4a. Atalja. Joas.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Als Atalja, die Mutter Ahasjas, erfuhr, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und vertilgte den ganzen K\u00f6nigsstamm.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Joseba, Tochter des K\u00f6nigs Joram, Schwester Ahasjas, nahm den Joas, Sohn Ahasjas, heimlich aus der Mitte der K\u00f6nigss\u00f6hne, die im Schlafzimmer get\u00f6tet werden sollten, ihn und seine Amme; man verbarg ihn vor Atalja, und er wurde nicht get\u00f6tet.<\/p><\/li>\n<li><p>Er blieb bei ihr im Hause des Herrn sechs Jahre versteckt; unterdessen regierte Atalja \u00fcber das Land.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber im siebenten Jahre sandte Jojada hin und holte die Obern \u00fcber die Hunderte, die Renner und L\u00e4ufer, und brachte sie zu sich in das Haus des Herrn. Er schloss mit ihnen einen Bund und lie\u00df sie [Treue] schw\u00f6ren im Hause des Herrn und zeigte ihnen den Sohn des K\u00f6nigs.<\/p><\/li>\n<li><p>Er gebot ihnen also: Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die den Dienst antreten am Schabbat, haben die Wache beim Hause des K\u00f6nigs.<\/p><\/li>\n<li><p>Das andere Drittel im Tore Sur; und das letzte Drittel im Tore hinter den L\u00e4ufern soll Wache halten \u00fcber das Haus, alle in voller R\u00fcstung.<\/p><\/li>\n<li><p>Zwei Teile von euch, alle die vom Dienste abtreten am Schabbat, sollen Wache halten \u00fcber das Haus des Herrn um den K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>Also umgebet ihr den K\u00f6nig ein jeder mit seinen Waffen in der Hand. Wer in die Reihen dringt, werde get\u00f6tet. Bleibt bei dem K\u00f6nig, wenn er aus- und eingeht.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Obern der Hunderte taten, wie der Priester Jojada geboten. Jeglicher nahm seine Mannschaft, die am Schabbat den Dienst antraten, wie die, welche am Schabbat abgel\u00f6st wurden, und sie kamen zu dem Priester Jojada.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Priester gab den Oberen der Hunderte die Lanzen und die Schilde des K\u00f6nigs David, die im Hause des Herrn aufbewahrt waren.<\/p><\/li>\n<li><p>So standen die L\u00e4ufer, jeder mit seinen Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis an die linke Seite des Hauses, um Altar und Haus, rings um den K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>[Jojada] f\u00fchrte den K\u00f6nigssohn heraus, setzte ihm die Krone auf und [\u00fcbergab ihm] das Zeugnis [die Urkunde des K\u00f6nigtums]; sie riefen ihn zum K\u00f6nig aus, salbten ihn, schlugen in die H\u00e4nde und riefen: Es lebe der K\u00f6nig!<\/p><\/li>\n<li><p>Da h\u00f6rte Atalja den L\u00e4rm der L\u00e4ufer und des Volkes und ging zu dem Volke in das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sah sie den K\u00f6nig, wie er auf der B\u00fchne stand nach dem Gebrauch, die Obern und die Trompeter um den K\u00f6nig, und alles gemeine Volk war froh und stie\u00df in die Trompeten. Da zerriss Atalja thre Kleider und rief: Verschw\u00f6rung, Verschw\u00f6rung!<\/p><\/li>\n<li><p>Der Priester Jojada gebot den Oberen der Hunderte, den Aufsehern des Heeres also: F\u00fchret sie hinaus bis innerhalb der Reihen, und wer ihr folgen will, den t\u00f6tet mit dem Schwerte. Denn der Priester beschloss, sie solle nicht im Hause des Herrn get\u00f6tet werden, [um es nicht zu entweihen.]<\/p><\/li>\n<li><p>Man machte ihr Platz und sie floh auf dem Wege des Rossganges nach dem Hause des K\u00f6nigs. Dort wurde sie get\u00f6tet.<\/p><\/li>\n<li><p>Jojada schloss dann einen Bund zwischen dem Herrn, dem K\u00f6nig und dem Volke, dass es ein Volk des Herrn sei, und zwischen dem K\u00f6nig und dem Volke.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann ging das Volk in das Haus des Baal; sie rissen seine Alt\u00e4re nieder seine Bilder zertr\u00fcmmerten sie g\u00e4nzlich und erschlugen Matan, den Priester des Baal, vor den Alt\u00e4ren. Der Priester stellte eine Wache vor das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Oberen der Hunderte und die L\u00e4ufer und die Renner und das ganze Volk f\u00fchrten den K\u00f6nig hinab aus dem Hause des Herrn und gingen auf dem Wege durch das Tor der L\u00e4ufer in das Haus des K\u00f6nigs. Er setzte sich auf den Thron der fr\u00fcheren K\u00f6nige.<\/p><\/li>\n<li><p>Alles Volk freute sich, und die Stadt war ruhig. Atalja hatte man durch das Schwert get\u00f6tet im Hause des K\u00f6nigs.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p>Die Ausbesserung des Heiligtums.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Sieben Jahre war Joas alt, als er K\u00f6nig wurde.<\/p><\/li>\n<li><p>Im siebenten Regierungsjahre Jehus wurde Joas K\u00f6nig, er regierte vierzig Jahre in Jerusalem. Seine Mutter war Zibja aus Beer Seba.<\/p><\/li>\n<li><p>Joas tat, was recht war in den Augen des Herrn, solange ihn der Priester Jojada unterwies.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur die H\u00f6hen h\u00f6rten nicht auf, noch immer opferte und r\u00e4ucherte das Volk auf den H\u00f6hen.<\/p><\/li>\n<li><p>Joas befahl den Priestern: Alles gespendete Silber, das gebracht wird in das Haus des Herrn, das Silber der Musterungspflichtigen, das Silber der Sch\u00e4tzung von Personen, alles Silber, das jemandem in den Sinn kommt, in das Haus des Herrn zu bringen,<\/p><\/li>\n<li><p>Sollen die Priester nehmen, jeder von seinem Bekannten; damit sollen sie ausbessern die Risse des Hauses, \u00fcberall, wo sich ein Ri\u00df befindet.<\/p><\/li>\n<li><p>Im dreiundzwanzigsten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Joas hatten aber die Priester noch immer nicht die Risse des Hauses ausgebessert.<\/p><\/li>\n<li><p>Da berief der K\u00f6nig Joas den Priester Jojada und die anderen Priester und sprach zu ihnen: Warum habt ihr die Risse des Hauses nicht ausgebessert? Nun sollt ihr kein Geld mehr nehmen von euren Bekannten, es werde nur f\u00fcr die Ausbesserung der Risse im Hause verwendet.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Priester willigten darein, kein Geld mehr zu nehmen von dem Volke, aber auch nicht auszubessern die Risse des Hauses.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahm der Priester Jojada einen Kasten, bohrte ein Loch in dessen Deckel und setzte ihn neben den Altar zur Rechten. Wenn jemand in das Haus des Herrn kam, so legten die Priester, die an der Schwelle Wache hielten, alles Geld hinein, das in das Haus des Herrn gebracht wurde.<\/p><\/li>\n<li><p>Als sie sahen, dass des Geldes viel war in dem Kasten, gingen der Schreiber des K\u00f6nigs und der Hobepriester und setzten sich zusammen und begannen das Geld zu z\u00e4hlen, das sich im Hause des Herrn vorfand.<\/p><\/li>\n<li><p>Das gez\u00e4hlte Geld \u00fcbergaben sie den Schaffnern, die zur Aufsicht bestellt waren \u00fcber das Haus des Herrn. Diese gaben es wiederum aus an die Zimmerleute und die Baumeister, welche am Hause des Herrn arbeiteten.<\/p><\/li>\n<li><p>Und an die Maurer und Steinhauer und zum Ankauf des Holzes und der Bruchsteine, auszubessern die Risse am Hause des Herrn, und zu allem, was f\u00fcr das Haus ausgegeben wurde zur Ausbesserung.<\/p><\/li>\n<li><p>Jedoch wurden von dem Gelde, das im Hause des Herrn gespendet ward, nicht angeschafft silberne Becken, Messer, Blutschalen, Trompeten, \u00fcberhaupt alle goldenen und silbernen Ger\u00e4te f\u00fcr das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Sondern nur den Schaffnern gab man es, dass sie davon ausbesserten das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Man rechnete den M\u00e4nnern nicht nach, in deren H\u00e4nde man das Geld gab, um es an die Schaffner zu geben, denn auf Treu und Glauben walteten sie.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Geld der Butzen und das Geld der Verschuldungen wurde nicht in das Haus des Herrn gebracht. Das geh\u00f6rte den Priestern.<\/p><\/li>\n<li><p>Damals zog Hasael, K\u00f6nig von Aram, heran und griff Gad an und nahm es ein. Hasael hatte auch die Absicht, Jerusalem anzugreifen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahm Joas, K\u00f6nig von Jehuda, all das heilige Gut, welches Josafat, Joram und Ahasja, seine V\u00e4ter, die K\u00f6nige von Jehuda, geheiligt hatten, und was er selbst geheiligt hatte und all das Gold, das sich vorfand in den Schatzkammern des Hauses des Herrn und des Hauses des K\u00f6nigs, und sandte es an Hasael, K\u00f6nig von Aram; er zog daf\u00fcr ab von Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte des Joas und alles dessen, was er getan \u2014 das ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Seine Diener emp\u00f6rten sich und zettelten eine Verschw\u00f6rung an. Sie erschlugen den Joas in Bet Milo auf dem Wege nach Sila.<\/p><\/li>\n<li><p>Josachar, Sohn Simeats, und Josafat, Sohn Somers, seine Diener, erschlugen ihn daselbst, dass er starb. Man begrub ihn bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids. Sein Sohn Amazja wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p>K\u00f6nig Joahas und Joas in Israel.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im dreiundzwanzigsten Regierungsjahre des Joas, Sohnes Ahasjas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Joahas, Sohn Jehus, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Schomron; er regierte siebzehn Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel und ging nach den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebat, der Israel zu S\u00fcnden verleitet; er wich nicht davon ab.<\/p><\/li>\n<li><p>Da ergl\u00fchte der Zorn des Herrn \u00fcber Israel, er gab sie in die Hand Hasaels, K\u00f6nigs von Aram, und in die Hand Ben Hadads, Sohnes Hasaels, alle Tage [ihrer Regierung].<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Joahas flehte zum Herrn, und der Herr erh\u00f6rte ihn, denn er sah den Druck Israels, wie der K\u00f6nig von Aram sie dr\u00fcckte, \u2014<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr stellte Israel einen Retter. Sie wurden von der Gewalt Arams befreit, und die Kinder Israel wohnten in ihren Zelten wie zuvor.<\/p><\/li>\n<li><p>Dennoch wichen sie nicht von den S\u00fcnden des Hauses Jerobeam, das Israel zu S\u00fcnden verleitet hatte; darin wandelten sie, und auch die Asera blieb stehen in Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn er hatte dem Joahas nur \u00fcbrig gelassen an Kriegsvolk f\u00fcnfzig Reiter und zehn Wagen und zehntausend Mann zu Fu\u00df; der K\u00f6nig von Aram vernichtete sie und machte sie gleich dem Staub, \u00fcber den weggetreten wird.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte des Joahas und alles dessen, was er getan, und seiner Heldentaten, das is beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Joahas legte sich zu seinen V\u00e4tern. Man begrub ihn in Schomron und sein Sohn Joas wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im siebenunddrei\u00dfigsten Regierungsjahre des Joas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Joas, Sohn des Joahas, K\u00f6nig \u00fcber Israel in Schomron [und regierte] sechzehn Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel; er wich nicht von all den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebat, der Israel zu S\u00fcnden verleitet. Darin wandelte er.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte des Joas und alles dessen, was er getan, und seiner Heldentaten, wie er Krieg gef\u00fchrt mit Amazja, K\u00f6nig von Jehuda, das ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Joas legte sich zu seinen V\u00e4tern, und Jerobeam sa\u00df auf dessen Thron. Joas wurde begraben in Schomron bei den K\u00f6nigen von Israel. Elisas Ableben.<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa erkrankte damals an einer Krankheit, woran er sterben sollte. Joas, K\u00f6nig von Israel, besuchte ihn und weinte \u00fcber seinem Angesicht und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa sprach zu ihm: Hole Bogen und Pfeile. Er holte ihm Bogen und Pfeile.<\/p><\/li>\n<li><p>Er befahl dem K\u00f6nig von Israel; Lege deine Hand auf den Bogen. Er legte seine Hand darauf, und Elisa legte seine H\u00e4nde auf die H\u00e4nde des K\u00f6nigs.<\/p><\/li>\n<li><p>Er befahl: Oeffne das Fenster nach Osten. Er \u00f6ffnete es. Elisa befahl weiter: schie\u00dfe los! Er schoss. [Elisa] sprach dabei: Pfeil des Sieges vom Herrn, Pfeil des Sieges \u00fcber Aram! Und so schlage Aram in Afek bis zur Vernichtung.<\/p><\/li>\n<li><p>[Elisa] befahl dann: Nimm die Pfeile! Er nahm sie. [Elisa] sprach zum K\u00f6nig von Israel: schlage sie auf die Erde. Er schlug drei mal und hielt inne.<\/p><\/li>\n<li><p>Da z\u00fcrnte der Mann Gottes \u00fcber ihn und sprach: Solltest schlagen f\u00fcnf oder sechs mal, dann schl\u00fcgst du Aram bis zur Vernichtung. Doch nun sollst du nur drei mal Aram besiegen<\/p><\/li>\n<li><p>Elisa starb und man begrub ihn. Die Streifschaaren der Moabiter kamen damals grade in das Land wie allj\u00e4hrlich.<\/p><\/li>\n<li><p>Als sie eben grade einen Mann begraben wollten, gewahrten sie die Streifschaar und warfen den Mann in das Grab Elisas. Da ber\u00fchrte der Mann die Gebeine Elisas, er lebte auf und erhob sich auf seinen Beinen.<\/p><\/li>\n<li><p>Hasael, K\u00f6nig von Aram, bedr\u00e4ngte Israel, solange Joahas regierte.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber der Herr begnadigte sie und erbarmte sich ihrer und erh\u00f6rte sie um seines Bundes willen mit Abraham, Jsak und Jakob. Er wollte sie nicht verderben und warf sie noch nicht hinweg vor seinem Angesichte.<\/p><\/li>\n<li><p>Hasael, K\u00f6nig von Aram, starb und sein Sohn Ben-Hadad wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahm Joas, der SohnJoahas, dem Ben-Hadad, Sohn Hasaels, jene St\u00e4dte wieder ab, die dieser seinem Vater Joahas im Kriege genommen hatte. Drei mal schlug ihn Joas und brachte die St\u00e4dte Israels wieder zur\u00fcck.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p>Amazja und Joas. Krieg zwischen Jud\u00e4a und Israel Jerobeam II.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im zweiten Regierungsjahre des Joas, Sohnes Joahas, K\u00f6nigs von Israel, wurde Amazja, Sohn Joas, K\u00f6nig \u00fcber Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcnfundzwanzig Jahre war er alt, als er K\u00f6nig wurde, und neun und zwanzig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Joaddan aus Jersusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was recht war in den Augen des Herrn, nur nicht wie sein Ahnherr David, aber ganz wie sein Vater Joas getan, tat auch er.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur die Hohen h\u00f6rten nicht auf, noch immer r\u00e4ucherte und opferte das Volk auf den H\u00f6hen.<\/p><\/li>\n<li><p>Als das K\u00f6nigtum fest war in seiner Hand, lie\u00df er seine Diener, die den K\u00f6nig, seinen Vater, ermordet hatten, hinrichten.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber die S\u00f6hne der M\u00f6rder t\u00f6tete er nicht, wie geschrieben ist in dem Buche der Lehre Moses, was der Herr geboten: Es sollen nicht get\u00f6tet werden V\u00e4ter um [die S\u00fcnden der] Kinder, und Kinder sollen nicht get\u00f6tet werden [um die S\u00fcnden] der V\u00e4ter, sondern jeder soll nur f\u00fcr seine eigene Schuld get\u00f6tet werden.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schlug die Idum\u00e4er im Salzthale, zehntausend Mann, und nahm Sela im Kriege und nannte seinen Namen Jokte\u00ebl bis auf den heutigen Tag.<\/p><\/li>\n<li><p>Darauf sandte Amazja Boten an Joas, Sohn Joahas, Sohnes Jehu, den K\u00f6nig von Israel, und lie\u00df ihm sagen: Komm, lass uns einander ins Angesicht sehen, [wir wollen unsere Kr\u00e4fte messen].<\/p><\/li>\n<li><p>Da lie\u00df Joas, K\u00f6nig von Israel, dem Amazja, K\u00f6nig von Jehuda, sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte einst zu der Zeder auf dem Libanon und lie\u00df sagen: Gib deine Tochter meinem Sohne zur Frau. Da fuhr einher das Wild des Feldes, das auf dem Libanon war, und zertrat den Dornstrauch.<\/p><\/li>\n<li><p>Du hast Edom besiegt, darum ist dir der Mut gestiegen. Behalte deinen Ruhm und bleib zu Hause. Warum willst du dich in Gefahr begeben, in der du und Jehuda umkommen werden.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Amazja h\u00f6rte darauf nicht. Da kam Joas, K\u00f6nig von Israel, und sie ma\u00dfen ihre Kr\u00e4fte, er und Amazja, K\u00f6nig von Jehuda, in Bet-Semes, das zu Jehuda geh\u00f6rt.<\/p><\/li>\n<li><p>Jehuda wurde geschlagen von Israel; sie flohen jeder in sein Zelt:<\/p><\/li>\n<li><p>Den Amazja, K\u00f6nig von Jehuda, Sohn Joas, Sohnes Ahasjas, nahm Joas, K\u00f6nig von Israel, gefangen in Bet-Semes. [Joas] kam nach Jerusalem und legte Breschen in die Mauer Jerusalems, vom Tore Efraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann nahm er alles Gold, alles Silber und alle Ger\u00e4te, die sich vorfanden im Hause des Herrn und in den Schatzkammern des K\u00f6nigshauses, und Geiseln und kehrte nach Schomron zur\u00fcck.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte des Joas und dessen, was er getan, und seiner Heldentaten, und wie er Krieg gef\u00fchrt mit Amazzja, K\u00f6nig von Jehuda, das ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Joas legte sich zu seinen V\u00e4tern und wurde in Schomron bei den K\u00f6nigen von Israel begraben. Sein Sohn Jerobeam wurde an seiner Statt K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>Amazja, Sohn Joas, K\u00f6nig von Jehuda, lebte nach dem Tode Joas, Sohnes Joahas, K\u00f6nigs von Israel, f\u00fcnfzehn Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Amazjas ist beschrieben in dem Buche der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Es verschworen sich [seine Diener] gegen ihn in Jerusalem. Da floh er nach Lachis; sie folgten ihm bis Lachis und t\u00f6teten ihn dort.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie luden ihn auf die Rosse, und er wurde in Jerusalem begraben bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids.<\/p><\/li>\n<li><p>Da nahmen alle Jud\u00e4er den Asarja der sechzehn Jahre alt war, und machte ihn zum K\u00f6nig, an Stelle seines Vaters Amazja.<\/p><\/li>\n<li><p>Er baute Elat und brachte es an Jehuda zur\u00fcck, nachdem der K\u00f6nig [sein Vater] sich gelegt hatte zu seinen V\u00e4tern.<\/p><\/li>\n<li><p>Im f\u00fcnfzehnten Regierungsjahre Amazjas, Sohnes Joas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Jerobeam, Sohn Joas, K\u00f6nig \u00fcber Israel; [er regierte] in Schomron einundvierzig Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel; er wich nicht von all den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebat, der Israel zu S\u00fcnden verleitete.<\/p><\/li>\n<li><p>Er stellte wieder her die Grenze Israels, von der Gegend um Hamat bis an das Steppenmeer, nach der Verhei\u00dfug des Herrn, des Gottes Israels, die er verk\u00fcndet durch seinen Knecht [den Propheten] Jona, Sohn Amittais aus Gat Hefer.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn der Herr sah an das Elend Israels, dass es so bitter war, auch dass dahin war Bewahrtes und Befestigtes und niemand Israel half.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr hatte aber nicht beschlossen, den Namen Israels unter dem Himmel auszul\u00f6schen, und so rettete er sie durch Jerobeam, Sohn Joas\u2019.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Jerobeams und alles dessen, was er getan, und seiner Heldentaten, wie er gestritten und wie er zur\u00fcckgebracht Damaskus und Hamat, das einst Jehuda [geh\u00f6rt hatte], an Israel, das ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Jerobeam legte sich zu seinen V\u00e4tern, zu den K\u00f6nigen von Israel. Sein Sohn Sacharja wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p>Asarja und Jotam in Jud\u00e4a. Der Untergang des Hauses Jehu. Assyrerkriege.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im siebenundzwanzigsten Regierungsjahre Jerobeams, K\u00f6nigs von Israel, wurde Asarja, Sohn Amazjas, K\u00f6nig \u00fcber Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Sechzehn Jahre alt war er, als er K\u00f6nig wurde, und zweiundf\u00fcnfzig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Jechalja aus Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz so wie sein Vater Amazja getan hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur die H\u00f6hen h\u00f6rten nicht auf; noch immer opferte und r\u00e4ucherte das Volk auf den H\u00f6hen.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr suchte den K\u00f6nig heim; er wurde auss\u00e4tzig bis zu seinem Tode und wohnte in dem Siechhause. Jotam, der Sohn des K\u00f6nigs, der \u00fcber das K\u00f6nigshaus gesetzt war, regierte das Volk des Landes.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Asarjas und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Asarja legte sich zu seinen V\u00e4tern und man begrub ihn bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids. Sein Sohn Jotam wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im achtunddrei\u00dfigsten Regierungsjahre des Asarja, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Sacharja, Sohn Jerobeams, K\u00f6nig \u00fcber Israel; [er regierte] in Schomron sechs Monate.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, wie seine V\u00e4ter getan. Er wich nicht von den S\u00fcnden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zu S\u00fcnden verleitet hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Da verschwor sich gegen ihn Sallum, Sohn Jabes; er machte ihn in Gegenwart des Volkes nieder und t\u00f6tete ihn. Er wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Sacharjas ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Also lautete das Wort des Herrn, das er zu Jehu geredet hatte: Deine Nachkommen im vierten Geschlechte sollen sitzen auf dem Thron Israels. Und so geschah es auch.<\/p><\/li>\n<li><p>Sallum, Sohn Jabes, wurde K\u00f6nig im neununddrei\u00dfigsten Regierungsjahre Usijas [Asarjas], K\u00f6nigs von Jehuda. Er regierte einen Monat lang in Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Da zog Menahem, Sohn Gadis, aus Tirza nach Schomron und schlug Sallum, Sohn Jabes, in Schomron und t\u00f6tete ihn. Er wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Sallums und seiner Verschw\u00f6rung, die er angezettelt, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Damals schlug Menahem aus Tirza Tifsah und alles, was darin war, auch seine Umgegend, weil man ihm nicht [die Tore der Stadt] \u00f6ffnete, er machte alles nieder selbst die Schwangern schlitzte er auf.<\/p><\/li>\n<li><p>Im neununddrei\u00dfigsten Regierungsjahre Asarjas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Menahem, Sohn Gadis, K\u00f6nig \u00fcber Israel. [Er regierte] zehn Jahre in Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel. Er wich nicht von den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebat, der Israel zu S\u00fcnden verleitete, alle seine Lebenstage.<\/p><\/li>\n<li><p>Da kam Pul, K\u00f6nig von Assyrien, \u00fcber das Land. Menahem gab Pul tausend Kikar Silber, dass er ihm Beistand leiste, das K\u00f6nigtum in seiner Hand zu befestigen.<\/p><\/li>\n<li><p>Menahem brachte das Geld auf von Israel, von allen Waffenf\u00e4higen, dass sie dem K\u00f6nig von Assyrien je f\u00fcnfzig Schekel Silber gaben, Mann f\u00fcr Mann. So kehrte der K\u00f6nig von Assyrien um und blieb nicht im Lande.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Menahems und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Menahem legte sich zu seinen V\u00e4tern. Sein Sohn Pekahja wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im f\u00fcnfzigsten Regierungsjahre Asarjas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Pekahja, Sohn Menahems, K\u00f6nig \u00fcber Israel. [Er regierte] zwei Jahre in Schomron.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel; er wich nicht von den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebats, der Israel zu S\u00fcnden verleitet hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Da verschwor sich wider ihn sein Wagenk\u00e4mpfer Pekah, Sohn Remaljas, und schlug ihn in Schomron, in der Burg des K\u00f6nigshauses, [mit Hilfe] des Argob und des Arje und funfzi M\u00e4nner von den Gileaditen; er t\u00f6tete ihn und wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Pekahjas und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Im zweiundfunfzigsten Regierungsjahre Asarjas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Pekah, Sohn Remaljas, K\u00f6nig \u00fcber Israel; [er regierte] in Schomron zwanzig Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel. Er wich nicht von den S\u00fcnden Jerobeams, Sohnes Nebats, der Israel zu S\u00fcnden verleitet hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>In den Tagen Pekahs, K\u00f6nigs von Israel, kam Tiglat-Pileser, K\u00f6nig von Assyrien, und nahm Ijon, Abel Bet-Maacha, Janoah, Kades, Hazor, Gilead und Galil\u00e4a, das ganze Land Naftali; er f\u00fchrte die Israeliten gefangen nach Assyrien.<\/p><\/li>\n<li><p>Da zettelte Hosea, Sohn Elas, eine Verschw\u00f6rung an gegen Pekah, Sohn Remaljas. Er schlug ihn und t\u00f6tete ihn und wurde K\u00f6nig an seiner Statt im zwanzigsten Regierungsjahre Jotams, Sohnes Usijas [Asarjas].<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Pekahs und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Im zweiten Regierungsjahre Pekahs, Sohnes Remaljas, K\u00f6nigs von Israel, wurde Jotam, Sohn Usijas [Asarjas], K\u00f6nig von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcnfundzwanzig Jahre alt war er, als er K\u00f6nig wurde, und sechzehn Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Jerusa, Tochter Zadoks.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz so wie sein Vater Usija [Asarja] getan hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur die H\u00f6hen h\u00f6rten nicht auf; nocc immer opferte und r\u00e4ucherte das Volk auf den H\u00f6hen. Er baute das obere Tor im Hause des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Jotams und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>In jener Zeit begann der Herr loszulassen gegen Jehuda den Rezin, K\u00f6nig von Aram, und Pekah, Sohn Remaljas.<\/p><\/li>\n<li><p>Jotam legte sich zu seinen V\u00e4tern und wurde begraben bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids, seines Ahnherrn. Sein Sohn Ahas wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p>K\u00f6nig Ahas in Jud\u00e4a.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Am siebzehnten Regierungsjahre Pekahs, Sohnes Remaljas, wurde Ahas, Sohn Jotams, K\u00f6nig \u00fcber Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er K\u00f6nig wurde, und sechzehn Jahre regierte er in Jerusalem. Er tat nicht, was recht ist in den Augen des Herrn, seines Gottes, wie sein Ahn David getan hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Sondern er ging in dem Wege der K\u00f6nige von Israel; er f\u00fchrte sogar seinen Sohn durch das Feuer [er opferte ihn dem Moloch] nach den Gr\u00e4ueln der V\u00f6lker, welche der Herr ausgetrieben vor den Kindern Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Er opferte und r\u00e4ucherte auf den H\u00f6hen und auf den H\u00fcgeln und unter jedem belaubten Baume.<\/p><\/li>\n<li><p>Damals \u00fcberzog Rezin, K\u00f6nig von Aram, und Pekah, Sohn Remaljas, K\u00f6nig von Israel, Jerusalem mit Krieg. Sie belagerten Ahas, vermochten aber nicht, ihn zu besiegen.<\/p><\/li>\n<li><p>Um diese Zeit brachte Rezin, K\u00f6nig von Aram, Elat an Aram zur\u00fcck und warf die Jud\u00e4er hinaus aus Elat. Die Idum\u00e4er kamen nach Elat und lie\u00dfen sich dort nieder bis auf den heutigen Tag<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandte Ahas Boten an Tiglat- Pileser, K\u00f6nig von Assyrien, und lie\u00df sagen: Dein Diener und dein Sohn bin ich. Komm und rette mich aus der Hand des K\u00f6nigs von Aram und aus der Hand des K\u00f6nigs von Israel, die sich erhoben wider mich.<\/p><\/li>\n<li><p>Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich vorfand im Hause des Herrn und in den Schatzkammern des K\u00f6nigsauses und schickte es dem K\u00f6nig von Syrien als Tribut.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Assyrien willfahrte ihm. Der K\u00f6nig von Assyrien zog aus gen Damaskus und nahm es ein. Die Einwohner f\u00fchrte er nah Kir, und den Rezin t\u00f6tete er.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig Ahas ging dem Tiglat-Pileser, K\u00f6nig von Assyrien, nach Damaskus entgegen. Als er den Altar in Damaskus sah, sandte der K\u00f6nig Ahas dem Priester Urija die Gestalt des Altars und ein Abbild davon, ganz wie er gemacht war.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Priester Urija baute den Altar; ganz so, wie der K\u00f6nig Ahas von Damaskus gesandt hatte, stellte ihn der Priester Urija bis zur Ankunft des K\u00f6nigs Ahas aus Damaskus fertig.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig kam zur\u00fcck von Damaskus und als der K\u00f6nig den Altar besah, trat der K\u00f6nig herzu auf den Altar und opferte auf ihm.<\/p><\/li>\n<li><p>Er lie\u00df in Dampf aufgehen sein Ganzopfer und sein Speiseopfer und goss seine Spende und sprengte das Blut seiner Mahlopfer auf den Altar.<\/p><\/li>\n<li><p>Den kupfernen Altar aber, der dem Opferdienst vor dem Herrn gewidmet war, r\u00fcckte er hinweg von der Vorderseite des Hauses, dass er nicht sei zwischen dem Altar und dem Hause des Herrn. Er setzte ihn an die Seite des Altars gegen Norden.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig Ahas gebot dem Priester Urija also: Auf dem gro\u00dfen Altar opfere das Ganzopfer des Morgens und das Speiseopfer des Abends, auch das Ganzopfer des K\u00f6nigs und sein Speiseopfer, und das Ganzopfer des Volkes und ihr Speiseopfer und ihre Spenden; alles Blut der Ganzopfer und alles Blut der Schlachtopfer sprengst du darauf. Der kupferne Altar bleibe mir zum Ansehen, [nach g\u00f6tzendienerischer Weise die Ged\u00e4rme der Opfer zu beschauen].<\/p><\/li>\n<li><p>Der Priester Urija tat, wie der K\u00f6nig Ahas geboten.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig Ahas zerschlug die Zargen der Gestelle und nahm davon herab das Waschbecken, und den Wasserbeh\u00e4lter nahm er herunter von den kupfernen Rindern, die darunter waren, und setzte ihn auf eine Unterlage von Steinen.<\/p><\/li>\n<li><p>Den bedeckten Gang f\u00fcr den Schabbat, den sie an das Haus angebaut hatten, und den Gang des K\u00f6nigs, welcher von au\u00dfen war, verlegte er in das Haus des Herrn wegen des K\u00f6nigs von Assyrien.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte des Ahas, dessen was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Ahas legte sich zu seinen V\u00e4tern und wurde begraben bei seinen V\u00e4tern in der Stadt Davids. Sein Sohn Hiskija wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p>Das Ende des Reiches Israel.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im zw\u00f6lften Regierungsjahre des Ahas, K\u00f6nigs von Jehuda, wurde Hosea, Sohn Elas, K\u00f6nig in Schomron \u00fcber Israel; er regierte neun Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, jedoch nicht wie die K\u00f6nige von Israel, die vor ihm gewesen.<\/p><\/li>\n<li><p>Gegen ihn zog Salmanassar, K\u00f6nig von Assyrien; Hosea ward ihm untertan und steuerte ihm Geschenke.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber der K\u00f6nig von Assyrien entdeckte bei Hosea eine Verschw\u00f6rung, dass er Boten gesandt hatte an So, K\u00f6nig von \u00c4gypten, und nicht wie allj\u00e4hrlich den Tribut ablieferte dem K\u00f6nig von Assyrien. Da verhaftete ihn der K\u00f6nig von Assyrien und setzte ihn ins Gef\u00e4ngnis.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Assyrien \u00fcberzog das ganze Land [mit Krieg]; er zog auch gegen Schomron heran und belagerte es drei Jahre.<\/p><\/li>\n<li><p>Im neunten Regierungsjahre Hoseas nahm der K\u00f6nig von Assyrien Schomron ein; er f\u00fchrte die Israeliten nach Assyrien und lie\u00df sie in Halah und Habor wohnen, am Strome Gosans und in den St\u00e4dten von Medien.<\/p><\/li>\n<li><p>Als die Israeliten gegen den Herrn, ihren Gott, s\u00fcndigten, der sie herausgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten, aus der Gewalt Pharaos, K\u00f6nigs von \u00c4gypten, und fremde G\u00f6tter anbeteten;<\/p><\/li>\n<li><p>Und nach den Satzungen der V\u00f6lker wandelten, die der Herr ausgetrieben vor den Kindern Israel, und [nach den Satzungen] der K\u00f6nige von Israel, die [G\u00f6tzen] gemacht hatten;<\/p><\/li>\n<li><p>Und die Israeliten unwahre Reden \u00fcber den Herrn, ihren Gott, f\u00fchrten und sich H\u00f6hen bauten in all ihren St\u00e4dten, beim Wachtturm, wie in jeder festen Stadt;<\/p><\/li>\n<li><p>Auch stellten sie sich Standbilder auf und Haine auf jedem hohen H\u00fcgel und unter jedem belaubten Baume;<\/p><\/li>\n<li><p>Dort r\u00e4ucherten sie auf allen H\u00f6hen wie die V\u00f6lker, die der Herr ausgetrieben hatte vor ihnen, und taten b\u00f6se Dinge, den Herrn zu kr\u00e4nken;<\/p><\/li>\n<li><p>Sie dienten G\u00f6tzen, obwohl doch der Herr zu ihnen gesprochen: Tut das nicht!<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr hat Israel und Jehuda durch alle Propheten und die Seher verwarnt mit den Worten: Kehret um von euern b\u00f6sen Wegen, wahret meine Gebote, meine Satzungen nach der Lehre, die ich euern V\u00e4tern geboten, und die ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten;<\/p><\/li>\n<li><p>Sie aber h\u00f6rten nicht, sondern waren hartn\u00e4ckig, wie es ihre V\u00e4ter gewesen, die nicht glaubten an den Herrn ihren Gott;<\/p><\/li>\n<li><p>Und verschm\u00e4hten seine Satzungen und seinen Bund, den er geschlossen mit ihren V\u00e4tern, und seine Zeugnisse, die er ihnen erteilt; sie gingen dem Tand nach und wurden bet\u00f6rt; sie gingen den V\u00f6lkern nach, die rings um sie wohnten, da ihnen doch der Herr geboten, nicht zu tun gleich ihnen;<\/p><\/li>\n<li><p>Sie verlie\u00dfen alle Gebote des Herrn ihres Gottes und machten sich gegossene Bilder, zwei K\u00e4lber, und Haine und b\u00fcckten sich vor all dem Heere des Himmels und dienten dem Baal;<\/p><\/li>\n<li><p>Sie f\u00fchrten ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter durch das Feuer und trieben Wahrsagerei und Schlangendeuterei, und \u00fcberlie\u00dfen sich ganz [dem Gel\u00fcste], zu tun, was dem Herrn missfiel, ihn zu kr\u00e4nken:<\/p><\/li>\n<li><p>Da z\u00fcrnte der Herr sehr \u00fcber Israel und schaffte sie hinweg von seinem Angesicht; es blieb nur der stamm Jehuda allein \u00fcbrig.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch Jehuda wahrte nicht die Gebote des Herrn, seines Gottes, und ging in den Satzungen Israels, die sie gemacht.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr verwarf den ganzen Stamm Israel und lie\u00df sie leiden und gab sie in die Hand der Pl\u00fcnderer, er warf sie g\u00e4nzlich weg von seinem Angesicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn Israel hatte die [Herrschaft] vom Hause Davids gerissen und den Jerobeam, Sohn Nebats, zum K\u00f6nig gemacht. Jerobeam aber f\u00fcrte Israel ab von dem Herrn und verleitete es zu gro\u00dfer S\u00fcnde.<\/p><\/li>\n<li><p>Nun befolgten die Kinder Israels alle S\u00fcnden Jerobeams, die er getan, sie wichen nicht davon,<\/p><\/li>\n<li><p>Bis dass der Herr Israel hinweggeschafft von seinem Angesicht, so wie er geredet durch all seine Knechte, die Propheten, Israel wurde weggef\u00fchrt aus seinem Lande bis auf den heutigen Tag. Die neuen Ansiedler.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Assyrien brachte V\u00f6lkerschaften aus Babel, Kuta, Ava, Hamat und Sefarvajim und lie\u00df sie in den St\u00e4dten Schomrons wohnen anstatt der Kinder Israel. sie nahmen Besitz von Schomron und wohnten in dessen St\u00e4dten.<\/p><\/li>\n<li><p>Im Anfang ihrer Ansiedelung dort f\u00fcrchteten sie den Herrn nicht; da lie\u00df der Herr gegen sie die L\u00f6wen los, die unter ihnen w\u00fcrgten.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprachen sie zu dem K\u00f6nig von Assyrien also: Die V\u00f6lker, die du hast weggef\u00fchrt und in den St\u00e4dten Schomrons hast wohnen lassen, kennen nicht die Weise des Gottes dieses Landes. Da hat er gegen sie losgelassen die L\u00f6wen und diese t\u00f6teten sie, weil sie nicht kennen die Weise des Gottes des Landes.<\/p><\/li>\n<li><p>Da gebot der K\u00f6nig von Assyrien also: F\u00fchret dahin einen von den Priestern, die ihr von dort weggef\u00fchrt habt, dass er dort wohne und sie die Weise des Gottes des Landes lehre.<\/p><\/li>\n<li><p>So kam einer von den Priester die sie von Schomron weggef\u00fchrt hatten, und wohnte in Bet-El. Er lehrte sie, wie sie den Herrn anbeten sollen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da machte sich jedes Volk seine G\u00f6tter und stellte sie auf in den H\u00e4usern der H\u00f6hen, welche die von Schomron gemacht, jegliches Volk in seinen St\u00e4dten, in welchen es wohnte.<\/p><\/li>\n<li><p>Die M\u00e4nner von Babel beteten [den G\u00f6tzen] Sukkot Benot an, die M\u00e4nner von Kut den Nergal und die M\u00e4nner von Hamat den Asima.<\/p><\/li>\n<li><p>Die von Ava beteten [den G\u00f6tzen] Nibhas an und den Tartak, und die Sefarvajim verbrannten ihre Kinder in Feuer dem Adrammelech und dem Anammelech, den G\u00f6ttern von Sefarvajim.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie beteten aber auch den Herrn an, w\u00e4hlten die Vornehmsten unter ihnen zu Priestern der H\u00f6hen, und sie opferten f\u00fcr sie in den H\u00e4usern der H\u00f6hen.<\/p><\/li>\n<li><p>Den Herrn beteten sie an, aber auch ihren G\u00f6ttern dienten sie nach dem Brauch der V\u00f6lker, von denen man sie weggef\u00fchrt hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Bis auf diesen Tag tun sie nach der fr\u00fcheren Weise; sie beten weder [ganz] den Herrn an, noch tun sie [ganz] nach ihrer Satzung und ihrer Weise oder nach der Lehre und dem Gebote, das der Herr geboten den S\u00f6hnen Jakobs, dem er den Namen Israel gab.<\/p><\/li>\n<li><p>Und mit denen der Herr einen Bund geschlossen und ihnen geboten also: Ihr sollt nicht fremde G\u00f6tter anbeten, euch nicht niederwerfen vor ihnen und ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern;<\/p><\/li>\n<li><p>Sondern nur den Herrn, der euch heraufgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten mit gro\u00dfer Kraft und mit ausgestrecktem Arme, den sollt ihr anbeten und vor ihm euch niederwerfen, und ihm sollt ihr opfern.<\/p><\/li>\n<li><p>Und die Satzungen, die Rechte, die Lehre und die Gebote, die er euch aufgeschrieben, sollt ihr beobachten, sie immer zu befolgen, und ihr sollt nicht fremde G\u00f6tter anbeten.<\/p><\/li>\n<li><p>Den Bund, den ich mit euch geschlossen, sollt ihr nicht vergessen und nicht fremde G\u00f6tter anbeten;<\/p><\/li>\n<li><p>Sondern den Herrn, euren Gott, sollt ihr anbeten, so wird er euch retten von der Hand all eurer Feinde.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber sie h\u00f6rten nicht, \u2014 sondern nach ihrer fr\u00fcheren Weise tun sie.<\/p><\/li>\n<li><p>Und so blieben diese V\u00f6lker; sie beteten den Herrn an und dienten ihren G\u00f6tzenbildern; auch ihre Kinder und Kindeskinder tun bis auf den heutigen Tag, wie ihre V\u00e4ter getan haben.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p>K\u00f6nig Hiskija. Krieg mit Assyrien.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im dritten Regierungsjahre Hoseas, Sohnes Elas, K\u00f6nigs von Israel, wurde Hiskija, Sohn Ahas, K\u00f6nig \u00fcber Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcnfundzwanzig Jahre war er alt, als er K\u00f6nig wurde, und neunundzwanzig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Abi, Tochter Sacharjas.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie sein Ahn David getan hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schaffte die H\u00f6hen ab und zertr\u00fcmmerte die Stands\u00e4ulen, hieb den Hain um und zerschlug die kupferne Schlange, welche Mose gemacht, denn bis zu jener Zeit brachten ihr die Kinder Israel R\u00e4ucherwerke, und man nannte sie Nehustan [eherner G\u00f6\u00dfe].<\/p><\/li>\n<li><p>Er vertraute auf den Herrn, den Gott Israels; nach ihm war nicht seinesgleichen unter den K\u00f6nigen von Jehuda, auch nicht unter jenen, die vor ihm regiert hatten.<\/p><\/li>\n<li><p>Er hing dem Herrn an, er wich nicht von ihm und wahrte seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr war mit ihm, \u00fcberall, wohin er zog, gl\u00fcckte es ihm. Er emp\u00f6rte sich gegen den K\u00f6nig von Assyrien und diente ihm nicht.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schlug die Philister bis Gasa und dessen Gebiet, vom Wachtturme bis zur festen Stadt.<\/p><\/li>\n<li><p>Im vierten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Hiskija, das ist das siebente Jahr Hoseas, K\u00f6nigs von Israel, zog Salmanassar, K\u00f6nig von Assyrien, gegen Schomron und belagerte es<\/p><\/li>\n<li><p>Und nahm es ein im Verlauf von drei Jahren. Im sechsten Regierungsjahre Hiskijas, das ist das neunte Jahr Hoseas, K\u00f6nigs von Israel, wurde Schomron erobert.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Assyrien f\u00fchrte die Israeliten fort nach Assyrien und versetzte sie nach Halah und Habor, an den Strom Gosan und in die St\u00e4dte von Medien.<\/p><\/li>\n<li><p>Darum, dass sie nicht geh\u00f6rt auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, und seinen Bund \u00fcbertreten hatten; alles, was Mose, der Knecht des Herrn, geboten, hatten sie nicht befolgt und nicht getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Im vierzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Hiskija zog Sanherib, K\u00f6nig von Assyrien, gegen alle festen St\u00e4dte von Jehuda und eroberte sie.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandte Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, an den K\u00f6nig von Assyrien nach Lachis und lie\u00df ihm sagen: Ich habe gefehlt! Ziehe wieder ab von mir; was du mir auflegen willst, will ich tragen. Der K\u00f6nig von Assyrien legte dem Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, dreihundert Kikar Silber und drei\u00dfig Kikar Gold [als Bu\u00dfe] auf.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija gab alles Silber her, das sich im Hause des Herrn vorfand und in den Schatzkammern des K\u00f6nigshauses.<\/p><\/li>\n<li><p>In derselben Zeit ri\u00df Hiskija von den T\u00fcren des Tempels des Herrn und von den Pfosten [das Gold] ab, womit Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, alles \u00fcberzogen hatte, und gab es dem K\u00f6nig von Assyrien.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber der K\u00f6nig von Assyrien, [der noch nicht befriedigt war], sandte den Tartan und den Rab-Saris und Rabsake von Lachis gegen den K\u00f6nig Hiskija mit einem gro\u00dfen Heere nach Jerusalem; da angelangt, nahmen sie Stellung an der Leitun des oberen Teiches, der auf der Bahn des W\u00e4scher-Feldes war.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie riefen nach dem K\u00f6nig. Da gingen Eljakim, Sohn Hilkijas, der Palastaufseher war, und Sebna, der Schreiber, und der Staatsschreiber Joah, Sohn A\u00dfafs, zu ihnen hinaus.<\/p><\/li>\n<li><p>Rabsake rief ihnen zu: sagt doch dem Hiskija, so spricht der gro\u00dfe K\u00f6nig, der K\u00f6nig von Assyrien: Was f\u00fcr ein Vertrauen ist das, das du gehegt?<\/p><\/li>\n<li><p>Meintest du etwa, es sei ein blo\u00dfes Gerede, [wenn es hei\u00dft] Rat und St\u00e4rke zeigen zum Krieg? Nun, auf wen vertrautest du, dass du dich gegen mich emp\u00f6rtest?<\/p><\/li>\n<li><p>Du vertrautest wohl auf jenen geknickten Rohrstab, auf \u00c4gypten, das dem, der sich darauf st\u00fctzt, in die Hand dringt und sie durchbohrt? Denn so ist Pharao, K\u00f6nig von \u00c4gypten, f\u00fcr alle, die auf ihn vertrauen.<\/p><\/li>\n<li><p>Oder wollt ihr mir vielleicht sagen: Auf den Herrn, unsern Gott, vertrauen wir. Hiskija hat ja dessen H\u00f6hen und Alt\u00e4re abgeschafft und in Jehuda und Jerusalem angeordnet: Nur vor diesem Altar in Jerusalem werfet euch nieder.<\/p><\/li>\n<li><p>Und nun versuch\u2019 es mit meinem Herrn, dem K\u00f6nig von Assyrien. Ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du dir Reiter darauf setzen kannst?<\/p><\/li>\n<li><p>Und wie willst du zur\u00fcckweisen einen Befehlshaber, einen der geringsten Diener meines Herrn? und du vertrauest auf \u00c4gypten um Ross\u2019 und Reiter?<\/p><\/li>\n<li><p>Nun, bin ich denn ohne [Billigung] des Herrn herangezogen gegen diesen Ort um ihn zu verderben? Der Herr hat zu mir gesprochen: Ziehe hinan gegen dieses Land und verdirb es!<\/p><\/li>\n<li><p>Da sprach Eljakim, Sohn Hilkijas, und Sebna und Joah zu Rabsake: Rede doch zu deinen Knechten aram\u00e4isch, denn wir verstehen es, und rede nicht mit uns jud\u00e4isch vor den Ohren des Volkes auf der Mauer.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber Rabsake sprach: [Glaubt ihr], dass nur zu eurem Herrn und zu euch mich mein Herr gesandt hat, diese Worte zu reden? Nicht vielmehr zu den M\u00e4nnern, die auf der Mauer sitzen, ihren Auswurf zu essen und ihren Harn zu trinken mit euch?<\/p><\/li>\n<li><p>Rabsake trat auf und rief mit lauter Stimme jud\u00e4isch und sprach: H\u00f6rt das Wort des gro\u00dfen K\u00f6nigs, des K\u00f6nigs von Assyrien!<\/p><\/li>\n<li><p>So spricht der K\u00f6nig: Dass euch Hiskija nicht t\u00e4usche; er kann euch nicht retten von seiner Hand.<\/p><\/li>\n<li><p>Dass euch Hiskija nicht vertr\u00f6ste auf den Herrn: Retten wird uns der Herr, und diese Stadt wird nicht fallen in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien.<\/p><\/li>\n<li><p>H\u00f6ret nicht auf Hiskija. Denn so spricht der K\u00f6nig von Assyrien: Ergebet euch mir und kommt heraus zu mir, dass jeder von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum esse und jeglicher das Wasser seiner Grube trinke;<\/p><\/li>\n<li><p>Bis ich komme und euch bringe in ein Land, wie euer Land, ein Land des Korns und des Mostes, ein Land des Brotes und der Weinberge, ein Land der \u00d6lb\u00e4ume und des Honigs, dass ihr lebet und nicht sterbet. H\u00f6ret nicht auf Hiskija, wenn er euch bereden will, wenn er spricht: Der Herr wird uns retten.<\/p><\/li>\n<li><p>Haben denn die G\u00f6tter der andern V\u00f6lker ein jeder sein Land von der Hand des K\u00f6nigs von Assyrien gerettet?<\/p><\/li>\n<li><p>Wo waren die G\u00f6tter von Hamat und Arpad, wo die G\u00f6tter von Sefarvajim, Hena und Jva? oder retteten sie Schomron von meiner Hand?<\/p><\/li>\n<li><p>Wer ist unter all den G\u00f6ttern der L\u00e4nder, die ihr Land gerettet von meiner Hand, dass der Herr Jerusalem retten sollte von meiner Hand?<\/p><\/li>\n<li><p>Das Volk schwieg und erwiderte kein Wort, denn ein Gebot des K\u00f6nigs war also: Ihr sollt ihm nichts erwidern.<\/p><\/li>\n<li><p>Es kamen Eljakim, Sohn Hilkijas, der Haushofmeister, und Sebna, der Schreiber, und Joah, Sohn A\u00dfafs, der Staatsschreiber, zu Hiskija mit zerrissenen Kleidern und berichteten ihm die Worte Rabsakes.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p>Die wunderbare Rettung<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Als der K\u00f6nig Hiskija das h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider und h\u00fcllte sich in einen Sack und ging in das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Er sandte den Palastaufseher Eljakim und den Schreiber Sebna und die \u00c4ltesten der Priester geh\u00fcllt in S\u00e4cke an den Propheten Jesaja, Sohn Amoz;<\/p><\/li>\n<li><p>Dass sie zu ihm sprechen: so spricht Hiskija: Ein Tag der Not und des Schm\u00e4hens und des Hohnes ist dieser Tag. Gekommen sind die Kinder bis an den Muttermund, aber da ist keine Kraft zum Geb\u00e4ren.<\/p><\/li>\n<li><p>Vielleicht h\u00f6rt der Herr, dein Gott, alle Worte Rabsakes, den sein Herr, der K\u00f6nig von Assyrien, gesandt, zu l\u00e4stern den lebendigen Gott. Geschm\u00e4ht hat er mit Worten, die der Herr, dein Gott, geh\u00f6rt; so erhebe denn ein Gebet f\u00fcr den vorhandenen \u00dcberrest.<\/p><\/li>\n<li><p>Es kamen die Diener Hiskijas zu Jesaja.<\/p><\/li>\n<li><p>Jesaja beauftragte sie: sprechet zu euerm Herrn: so spricht Gott: F\u00fcrchte dich nicht vor den Worten, die du geh\u00f6rt, womit die Buben des K\u00f6nigs von Assyrien mich gel\u00e4stert haben.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich will ihm den Sinn wenden; er wird eine Nachricht erhalten und in sein Land zur\u00fcckkehren, und ich lasse ihn durch das Schwert fallen in seinem Lande.<\/p><\/li>\n<li><p>Rabsake kehrte zur\u00fcck und fand den K\u00f6nig von Assyrien k\u00e4mpfend gegen Libna, denn er hatte geh\u00f6rt, dass er aufgebrochen war von Lachis.<\/p><\/li>\n<li><p>Da h\u00f6rte er von Tirhaka, K\u00f6nig von \u00c4thiopien, also: Er ist ausgezogen gegen dich zu streiten. Da sandte er wiederum Boten zu Hiskija und lie\u00df ihm sagen:<\/p><\/li>\n<li><p>So sprechet zu Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, mit den Worten: Dass dich nicht t\u00e4usche dein Gott, auf den du vertrauest, zu glauben: Jerusalem wird nicht gegeben werden in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien.<\/p><\/li>\n<li><p>Du hast geh\u00f6rt, was die K\u00f6nige von Assyrien allen L\u00e4ndern getan, dass sie sie zu Grunde gerichtet haben, und du willst gerettet werden?<\/p><\/li>\n<li><p>Haben denn die G\u00f6tter der V\u00f6lker die gerettet, die meine V\u00e4ter zerst\u00f6rt haben: Gosan und Haran und Rezef und die Beni-Eden, die in Telassar?<\/p><\/li>\n<li><p>Wo ist der K\u00f6nig von Hamat und der K\u00f6nig von Arpad, der K\u00f6nig der Sefarvajim, Hena und Iva?<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija nahm die Briefe aus der Hand der Boten und las sie und ging hinauf in das Haus des Herrn; Hiskija breitete sie aus vor dem Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija betete vor dem Herrn und sprach: Herr, Gott Israels, der \u00fcber den Cherubim thront, du bist allein der Gott \u00fcber alle K\u00f6nigreiche der Erde, du hast den Himmel und die Erde geschaffen.<\/p><\/li>\n<li><p>Neige, Herr, dein Ohr und h\u00f6re! Thue auf, Herr, deine Augen und schaue! H\u00f6re die Worte Sanheribs, der jenen gesandt, zu l\u00e4stern den lebendigen Gott.<\/p><\/li>\n<li><p>Wahr ist es, Herr, zerst\u00f6rt haben die K\u00f6nige von Assyrien die V\u00f6lker und ihre L\u00e4nder.<\/p><\/li>\n<li><p>Und ihre G\u00f6tter in das Feuer geworfen, denn es sind keine G\u00f6tter, sondern Werk von Menschenh\u00e4nden, Holz und Stein, und so haben sie sie vernichtet;<\/p><\/li>\n<li><p>Und nun, Herr, unser Gott, hilf uns doch von seiner Hand, dass alle K\u00f6nigreiche der Erde erkennen, dass du allein bist der Herr, Gott.<\/p><\/li>\n<li><p>Da sandte Jesaja, Sohn Amoz, an Hiskija also: so spricht der Herr, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet wegen Sanheribs, K\u00f6nigs von Assyrien, das habe ich erh\u00f6rt.<\/p><\/li>\n<li><p>Das ist, was der Herr \u00fcber ihn ausgesprochen: Es spottet dein, es lacht dein die Jungfrau, Tochter Zijon; hinter dir her sch\u00fcttelt das Haupt die Tochter Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Wen hast du gel\u00e4stert und geh\u00f6hnt und wider wen die Stimme erhoben und deine Augen emporgerichtet? Wider den Heiligen Israels?<\/p><\/li>\n<li><p>Durch deine Boten hast du den Herrn gel\u00e4stert und hast gesprochen: Mit der Menge meiner Wagen bin ich hinaufgezogen die H\u00f6he der Berge, die Seiten des Libanon, und habe umgehauen seine hochst\u00e4mmigen Zedern, seine auserlesenen Zypressen, nun dring ich in seine vornehmste Wohnung, in seine volle Waldung.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich habe gegraben und getrunken quillendes Wasser und will austrocknen mit den Tritten meines Fu\u00dfballens alle Teiche der Belagerung.<\/p><\/li>\n<li><p>So h\u00f6r\u2019 denn! Seit fernen Zeiten hatte ich es gemacht, seit den Tagen der Vorwelt, da hatte ich es entworfen. Nun lie\u00df ich es kommen, feste St\u00e4dte zu \u00f6den Steinhaufen zu machen.<\/p><\/li>\n<li><p>Deren Bewohner werden machtlos, gebrochenen Mutes und zu Schanden; sie werden wie Kraut des Feldes und sprossendes Gr\u00fcn, Moos der D\u00e4cher, und brandig, bevor es zum Halm wird.<\/p><\/li>\n<li><p>Dein Sitzen, dein Gehen und dein Kommen [all dein Vorhaben] kenne ich, auch dein Toben gegen mich.<\/p><\/li>\n<li><p>Weil dein Toben gegen mich und dein \u00dcbermut gekommen ist vor meine Ohren, so ziehe ich meinen Stachel durch deine Nase und ein Gebiss in deine Lippen und f\u00fchre dich [zwangsweise] zur\u00fcck auf dem Wege, auf welchem du gekommen bist.<\/p><\/li>\n<li><p>[Und wenn dies eintrifft], m\u00f6ge dieses dir (dem K\u00f6nig Hiskija] als Zeichen dienen: Zu essen gibt es dieses Jahr nur Nachwuchs, im zweiten Jahre nur Wildwuchs, aber im dritten Jahre s\u00e4et und erntet und pflanzet Weinberge und esset ihre Frucht<\/p><\/li>\n<li><p>Der gerettete \u00dcberrest des Hauses Jehuda wird Wurzel ansetzen nach unten und Frucht treiben nach oben.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn von Jerusalem soll bleiben ein \u00dcberrest und Gerettete vom Berge Zijon; der Eifer des Herrn Zebaot wird das tun.<\/p><\/li>\n<li><p>Tats\u00e4chlich, so spricht der Herr von dem K\u00f6nig von Assyrien: Er wird nicht in die Stadt dringen, nicht vor sie hintreten mit einem Schild und nicht aufsch\u00fctten gegen sie einen Wall.<\/p><\/li>\n<li><p>Auf dem Wege, auf dem er gekommen, wird er umkehren, und in diese Stadt nicht kommen, spricht der Herr.<\/p><\/li>\n<li><p>Schirmen werde ich diese Stadt und sie retten um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.<\/p><\/li>\n<li><p>In derselben Nacht zog aus ein Engel des Herrn und schlug in dem Lager der Assyrer hundertf\u00fcnfundachtzigtausend [Mann]. Als man am Morgen Fr\u00fch auf war, da waren sie alle Leichen, Tote.<\/p><\/li>\n<li><p>Sanherib, K\u00f6nig von Assyrien, brach auf und zog ab; er kehrte heim und blieb in Ninive.<\/p><\/li>\n<li><p>Als er sich dort niederwarf im Hause seines Gottes Nisroch, da schlugen ihn seine S\u00f6hne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwerte; sie entkamen in das Land Ararat; sein Sohn Esar-Haddon wurde K\u00f6nig an seine Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p>Die letzten Ereignisse unter Hiskija.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>In jener Zeit erkrankte Hiskija zum Sterben. Da kam der Prophet Jesaja, Sohn Amoz, und sprach zu ihm: so spricht der Herr: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und nicht leben.<\/p><\/li>\n<li><p>Da wandte er sein Gesicht zu der Wand und betete zum Herrn:<\/p><\/li>\n<li><p>O Herr, denke doch, wie ich vor dir gewandelt in Wahrheit und mit ganzem Herzen, und wie ich getan, was gut ist in deinen Augen! Hiskija weinte laut.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber noch war Jesaja nicht hinausgegangen aus der Mittelstadt, da erging an ihn das Wort des Herrn also:<\/p><\/li>\n<li><p>Kehr um und sprich zu Hiskija, dem F\u00fcrsten meines Volkes: so spricht der Herr, der Gott deines Ahn David: Ich habe dein Gebet geh\u00f6rt, ich habe deine Tr\u00e4nen gesehen, ich heile dich; am dritten Tage wirst du in das Haus des Herrn hinaufgehen.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich werde zu deinen Lebenstagen noch f\u00fcnfzehn Jahre hinzuf\u00fcgen. Von der Hand des K\u00f6nigs von Assyrien werde ich dich und diese Stadt retten. Ich werde diese Stadt schirmen um meinetwillen und meines Knechtes David willen.<\/p><\/li>\n<li><p>Jesaja sprach: Holet Feigenkuchen! Sie holten und legten es auf die Geschwulst, dass sie heilte.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija fragte Jesaja: Welches ist das Zeichen, dass der Herr mich heilen wird und dass ich am dritten Tage in das Haus des Herrn hinaufgehen werde?<\/p><\/li>\n<li><p>Jesaja antwortete: Das sei dir das Zeichen vom Herrn, dass der Herr das tun wird, was er gesprochen: soll der Schatten zehn Stufen vorr\u00fccken; oder soll er zur\u00fcckgehen zehn Stufen?<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija sprach: Es ist ein Leichtes, dass der Schatten zehn Stufen falle; nicht doch, der Schatten kehre r\u00fcckw\u00e4rts zehn Stufen.<\/p><\/li>\n<li><p>Da rief der Prophet Jesaja zum Herrn, und er lie\u00df umkehren den Schatten an den Stufen, wo er hinabger\u00fcckt war an den Stufen des Ahas [die Ahas gefertigt hatte], r\u00fcckw\u00e4rts zehn Stufen.<\/p><\/li>\n<li><p>In dieser Zeit sandte Berodach-Baladan, Sohn Baladans, K\u00f6nig von Babel, Briefe und Geschenke an Hiskija; denn er hatte geh\u00f6rt, dass Hiskija erkrankt war.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija nahm [die Gesandten] gut auf und lie\u00df sie sehen alle seine Schatzh\u00e4user, das Silber und das Gold, die Gew\u00fcrze und das k\u00f6stliche \u00d6l, sein ganzes Zeughaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern fand; es war nichts, was Hiskija sie nicht sehen lie\u00df in seinem Hause und in der ganzen Herrschaft.<\/p><\/li>\n<li><p>Da kam der Prophet Jesaja zum K\u00f6nig Hiskija und sprach zu ihm: Was wollten die M\u00e4nner, und woher kamen sie zu dir? Hiskija erwiderte: Aus einem fernen Lande kamen sie, aus Babel.<\/p><\/li>\n<li><p>[Jesaja] fragte weiter: Was sahen sie in deinem Hause? Hiskija antwortete: Alles, was in meinem Hause ist, sahen sie. Es war nichts, was ich sie nicht sehen lie\u00df in meinen Schatzkammern.<\/p><\/li>\n<li><p>Jesaja sprach darauf zu Hiskija: H\u00f6re das Wort des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Es werden Tage kommen, wo alles, was in deinem Hause ist, was deine V\u00e4ter aufgesammelt bis auf diejen Tag, nach Babel weggebracht wird; es wird nichts \u00fcbrig bleiben, spricht der Herr.<\/p><\/li>\n<li><p>Von deinen S\u00f6hnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, werden sie nehmen. Sie werden Hofbediente sein im Palast des K\u00f6nigs von Babel.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija sprach zu Jesaja: Gerecht ist das Wort des Herrn, das du geredet. Er sprach [weiter]: Wenn nur Friede und Bestand sein wird in meinen Tagen.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Hiskijas und all seiner Heldentaten, und wie er den Teich gemacht und die Leitung, durch die er das Wasser in die Stadt gebracht, das ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Hiskija legte sich zu seinen V\u00e4tern, und sein Sohn Manasse wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p>K\u00f6nig Manasse. Der R\u00fcckfall in den G\u00f6tzendienst.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Manasse war zw\u00f6lf Jahre alt, als er K\u00f6nig wurde; f\u00fcnfundf\u00fcnfzig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Hefziba.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, nach den Gr\u00e4ueln der V\u00f6lker, die der Herr ausgetrieben hatte vor den Kindern Israel.<\/p><\/li>\n<li><p>Er baute die H\u00f6hen wieder, die sein Vater Hiskija zerst\u00f6rt hatte, und stellte dem Baal Alt\u00e4re auf und machte eine Asera, wie Ahab, der K\u00f6nig von Israel, gemacht hatte, und fiel nieder vor allem Heere des Himmels und diente ihnen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er baute Alt\u00e4re im Hause des Herrn, von dem der Herr gesprochen: In Jerusalem will ich meinen Namen einsetzen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er baute Alt\u00e4re dem ganzen Heer des Himmels in beiden H\u00f6fen des Hauses des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch f\u00fchrte er seinen Sohn durch das Feuer und trieb Wolken- und Schlangendeuterei, Beschw\u00f6rung und Wahrsagerei; er tat viel B\u00f6ses in den Augen des Herrn, um ihn zu kr\u00e4nken.<\/p><\/li>\n<li><p>Er stellte das Bild der Asera, das er gemacht, in das Haus, von dem der Herr zu David und seinem Sohn Salomo gesprochen: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich aus allen St\u00e4mmen Israels erw\u00e4hlt habe, werde ich meinen Namen einsetzen auf ewig.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich will den Fu\u00df Israels nicht wandern lassen aus dem Lande, das ich ihren V\u00e4tern gegeben, jedoch nur, wenn sie beachten zu tun alles, was ich ihnen geboten, nach der ganzen Lehre, die ihnen mein Knecht Mose geboten.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber sie h\u00f6rten nicht. Manasse verf\u00fchrte sie, das B\u00f6se zu tun, mehr als die V\u00f6lker, die der Herr vor den Kindern Israel vertilgt hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr lie\u00df durch seine Knechte, die Propheten, sagen:<\/p><\/li>\n<li><p>Weil Manasse, K\u00f6nig von Jehuda, diese Gr\u00e4uel getan und Schlimmeres ver\u00fcbt hat als alles, was der Emori vor ihm getan, und auch Jehuda durch seine G\u00f6ssen zu S\u00fcnden verleitet hat;<\/p><\/li>\n<li><p>Darum, so spricht der Herr, Gott Israels, bring\u2019 ich Ungl\u00fcck \u00fcber Jerusalem und Jehuda, dass allen, die es h\u00f6ren, beide Ohren gellen werden.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich werde \u00fcber Jerusalem spannen die Schnur Schomrons und das Gewicht des Hauses Ahab [\u00fcber Jerusalem das Unheil in demselben Ma\u00dfe bringen], und werde leer machen Jerusalem, wie man eine Sch\u00fcssel leer macht \u2014 abgewischt und umgest\u00fcrzt.<\/p><\/li>\n<li><p>Ich werde versto\u00dfen den \u00dcberrest meines Erbes und sie geben in die Hand ihrer Feinde, dass sie seien zur Beute und zur Pl\u00fcnderung all ihren Feinden.<\/p><\/li>\n<li><p>Weil sie getan, was b\u00f6se ist in meinen Augen, und mich gekr\u00e4nkt haben seit dem Tage, da ihre V\u00e4ter aus \u00c4gypten gezogen bis auf diesen Tag.<\/p><\/li>\n<li><p>Manasse vergoss auch sehr viel unschuldiges Blut, bis dass er damit Jerusalem f\u00fcllte von einem Ende bis zum andern, au\u00dfer seiner S\u00fcnde, wozu er Jehuda verleitete, zu tun, was dem Herrn missfiel.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Manasses und alles dessen, was er getan, und seine S\u00fcnde, die er begangen, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Manasse legte sich zu seinen V\u00e4tern und wurde begraben in dem Garten seines Hauses, im Garten Usas; sein Sohn Amon wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er K\u00f6nig wurde; zwei Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Mesullemet, Tochter des Haruz aus Jotba.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, wie sein Vater Manasse getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Er ging ganz in dem Wege, den sein Vater gegangen, er diente den G\u00f6tzen, denen sein Vater gedient hatte, und b\u00fcckte sich vor ihnen.<\/p><\/li>\n<li><p>Er verlie\u00df den Herrn, den Gott seiner V\u00e4ter, und ging nicht im Wege des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Es verschworen sich die Diener Amons wider ihn und t\u00f6teten den K\u00f6nig in seinem Hause.<\/p><\/li>\n<li><p>Da erschlug das Volk alle, die sich wider den K\u00f6nig Amon verschworen; das Volk machte seinen Sohn Josija an seine Statt zum K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Amons und dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Man begrub ihn in seinem Begr\u00e4bnis im Garten Usas; sein Sohn Josia wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p>K\u00f6nig Josia. Abermalige Wiederherstellung des Heiligtums. Die Auffindung der Tora.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Acht Jahre alt war Josia, als er K\u00f6nig wurde, und einunddrei\u00dfig Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Jedida, Tochter Adajas von Bozkat.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was rect war in den Augen des Herrn, und ging ganz in dem Wege seines Ahn David und wich nicht davon rechts und links.<\/p><\/li>\n<li><p>Im achtzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Josia sandte der K\u00f6nig den Schreiber Safan, den Sohn Azaljas, Sohnes Mesullams, in das Haus des Herrn mit dem Auftrag:<\/p><\/li>\n<li><p>Geh hinauf zu Hilkija, dem Hohepriester, dass er das Geld zusammennehme, das gebracht wurde in das Haus des Herrn, das die T\u00fcrh\u00fcter von dem Volke gesammelt hatten;<\/p><\/li>\n<li><p>Sie sollen es den Schaffnern \u00fcbergeben, die zur Aufsicht bestellt sind \u00fcber das Haus des Herrn. Diese geben es den Arbeitern im Hause des Herrn, auszubessern die Risse des Hauses:<\/p><\/li>\n<li><p>An die Zimmerleute und die Baumeister und die Maurer, und um Holz zu kaufen und Bruchsteine, das Haus auszubessern.<\/p><\/li>\n<li><p>Jedoch soll mit ihnen nicht verrechnet werden das Geld, das ihnen gegeben wird, denn mit Redlichkeit verfahren sie.<\/p><\/li>\n<li><p>[Als an der Ausbesserung des Heiligtums gearbeitet wurde], sprach der Hohepriester Hilkija zu dem Schreiber Safan: Ein Buch der Lehre hab\u2019 ich gefunden im Hause des Herrn. Hilkija gab das Buch dem Safan, und er las es.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Schreiber Safan kam zum K\u00f6nig und brachte dem K\u00f6nig Nachricht: Deine Diener haben ausgesch\u00fcttet das Geld, das sich im Hause vorfand, und es den Schaffnern \u00fcbergeben, die zur Aufsicht bestellt sind \u00fcber das Haus des Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Und der Schreiber Safan berichtete dem K\u00f6nig ferner: Ein Buch hat mir der Priester Hilkija gegeben. Safan las es dem K\u00f6nig vor.<\/p><\/li>\n<li><p>Als der K\u00f6nig die Worte des Buches der Lehre h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig gebot dem Priester Hilkija und Ahikam, Sohn Safans, und Achbor, Sohn Michajas, und dem Schreiber Safan und A\u00dfaja, dem Diener des K\u00f6nigs, also:<\/p><\/li>\n<li><p>Gehet, befraget den Herrn um mich und um das Volk und um ganz Jehuda wegen dieses aufgefundenen Buches. Denn gro\u00df is der Grimm des Herrn, der sich entz\u00fcndet hat wider uns, weil unsere V\u00e4ter nicht geh\u00f6rt haben auf die Worte dieses Buches, alles zu tun, was uns darin vorgeschrieben ist.<\/p><\/li>\n<li><p>Da gingen der Priester Hilkija und Ahikam, Achbor, Safan uud A\u00dfa zu der Prophetin Hulda, der Frau Sallums, Sohnes Tikva, Sohnes Harhas, des H\u00fcters der Kleider, die in Jerusalem im zweiten Stadtviertel wohnte, und redeten zu ihr [wegen des aufgefundenen Buches].<\/p><\/li>\n<li><p>Sie sprach zu ihnen: so spricht der Herr, der Gott Israels: saget dem Manne, der euch zu mir sendet;<\/p><\/li>\n<li><p>So spricht der Herr: Ich werde Ungl\u00fcck bringen \u00fcber diesen Ort und \u00fcber seine Bewohner, genau nach dem Worte des Buches, das der K\u00f6nig von Jehuda gelesen.<\/p><\/li>\n<li><p>Daf\u00fcr, dass sie mich verlassen und fremden G\u00f6ttern ger\u00e4uchert haben, um mich zu kr\u00e4nken durch alle Werke ihrer H\u00e4nde, so soll mein Grimm sich entz\u00fcnden wider dieser Ort und nicht erl\u00f6schen.<\/p><\/li>\n<li><p>Dem K\u00f6nige von Jehuda aber, der euch sendet, den Herrn zu befragen, ihm sollt ihr sagen: H\u00f6re die Worte, die der Herr, der Gott Israels spricht:<\/p><\/li>\n<li><p>Weil dein Herz erweicht wurde und du dich dem\u00fctigtest vor dem Herrn, als du h\u00f6rtest, was ich geredet \u00fcber diesen Ort und \u00fcber seine Bewohner, dass sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen, und du deine Kleider zerrissest und weintest vor mir \u2014 nun, ich habe es auch geh\u00f6rt, spricht der Herr.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcrwahr, ich will dich sammeln zu deinen V\u00e4tern; du sollst in Frieden ins Grab kommen, und deine Augen sollen nicht mit ansehen all das Ungl\u00fcck, das ich \u00fcber diesen Ort bringen werde. Sie brachten dem K\u00f6nig diese Antwort.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p>Die Wiederherstellung der Gotteslehre.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Der K\u00f6nig lie\u00df alle \u00c4ltesten Jerusalems und Jehudas zu sich berufen.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig ging in das Haus des Herrn und alle M\u00e4nner von Jehuda und alle Bewohner von Jerusalem mit ihm, die Priester und die Propheten und alles Volk klein und gro\u00df; er las vor ihnen alle Worte des Buches des Bundes, das im Hause des Herrn gefunden wurde.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig trat auf die B\u00fchne und schloss den Bund vor dem Herrn, nachzuwandeln dem Herrn und zu wahren seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Satzungen mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, aufrecht zu halten alle Worte des Bundes, die in diesem Buche geschrieben sind. Das ganze Volk trat in den Bund.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig gebot dem Hohepriester Hilkija und den Priestern zweiten Ranges und den T\u00fcrh\u00fctern, hinauszuschaffen aus dem Tempel des Herrn alle Ger\u00e4te, die gemacht waren f\u00fcr den Baal, die Asera und das ganze Heer des Himmels; man verbrannte sie au\u00dferhalb Jerusalems in den Gefilden des Kidron und f\u00fchrte ihre Asche nah Bet-El.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch schaffte er die G\u00f6tzenpriester ab, welche die K\u00f6nige von Jehuda eingesetzt hatten, dass sie auf den H\u00f6hen opferten, in den St\u00e4dten von Jehuda und der Umgebung von Jerusalem, nicht minder jene, die dem Baal, der Sonne und dem Mond, den Planeten und dem ganzen Heer des Himmels r\u00e4ucherten.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schaffte die Asera hinaus aus dem Hause des Herrn, au\u00dferhalb Jerusalems, an den Bach Kidron, und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Grabst\u00e4tte des niederen Volkes.<\/p><\/li>\n<li><p>Er riss die H\u00e4user der feilen Buben nieder, die im Hause des Herrn waren, woselbst Frauen der Asera Zelte webten.<\/p><\/li>\n<li><p>Dann lie\u00df er alle Priester kommen aus den St\u00e4dten von Jehuda, [die an den privaten Opferst\u00e4tten Priesterdienste geleistet hatten], und verunreinigte die H\u00f6hen, woselbst die Priester ger\u00e4uchert, von Geba bis Beer Seba. Er ri\u00df die H\u00f6hen der Tore nieder: die am Eingang des Tores des Josua, Obersten der Stadt, [und] die zur Linken am Stadttor lagen.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch durften die Priester der H\u00f6hen den Altar des Herrn in Jerusalem nicht besteigen, sondern sie a\u00dfen nur die Opfergaben unter ihren Br\u00fcdern.<\/p><\/li>\n<li><p>Er verunreinigte das Tofet im Thale Ben-Hinnom, dass keiner mehr seinen Sohn oder seine Tochter durch das Feuer des Moloch f\u00fchre.<\/p><\/li>\n<li><p>Er wehrte, dass die Rosse, welche die K\u00f6nige von Jehuda der Sonne bestellt hatten, in das Haus des Herrn eingehen und wies ihnen einen Platz an] in der Zelle des Hofbedienten Natan Melech, in den Vorst\u00e4dten; aber die Wagen der Sonne verbrannte er im Feuer.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Alt\u00e4re, die auf dem Dache des Obergemachs des Ahas [waren], welche die K\u00f6nige von Jehuda gemacht, und die Alt\u00e4re, die Manasse gemacht in den beiden H\u00f6fen des Hauses des Herrn, riss der K\u00f6nig nieder; er brach sie von dort ab und warf ihren Staub in den Bach Kidron.<\/p><\/li>\n<li><p>Die H\u00f6hen, die vor Jerusalem zur Rechten vom \u00d6lberge waren, die Salomo, K\u00f6nig von Israel, der Astarte, dem Scheusal Moabs, und Milkom, dem Gr\u00e4uel der Ammoniter, gebaut hatte, verunreinigte der K\u00f6nig.<\/p><\/li>\n<li><p>Er zerbrach die Standbilder und hieb die Haine um und f\u00fcllte ihre Stelle mit Menschengebeinen.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch den Altar, der in Bet-El war, die H\u00f6he die Jerobeam, Sohn Nebats der Israel zu S\u00fcnden verleitet, gemacht hatte, auch diesen Altar und die H\u00f6be ri\u00df er nieder und verbrannte die H\u00f6he, er zermalmte sie zu Staub und verbrannte den Hain.<\/p><\/li>\n<li><p>Josija sah sich um und erblickte die Gr\u00e4ber, die dort auf dem Berge waren; da sandte er hin, die Gebeine aus den Gr\u00e4bern zu holen, er verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn nach dem Worte des Herrn, das der Gottesmann verk\u00fcndigt, der diese Ereignisse vorausgesehen hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Er fragte: Was f\u00fcr ein Mal ist jenes, das ich sehe? Die Stadtleute antworteten ihm: Da is das Grab des Gottesmannes, der gekommen war aus Jehuda, und diese Dinge verk\u00fcndigt hatte, die du getan, \u00fcber den Altar in Bet-El.<\/p><\/li>\n<li><p>[Der K\u00f6nig] befahl: Lasset ihn liegen, keiner r\u00fchre seine Gebeine an! Und so retteten seine Gebeine auch die Gebeine des Propheten, der von Schomron gekommen war.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch alle H\u00e4user der H\u00f6hen, die in den St\u00e4dten Schomrons waren, und welche die K\u00f6nige Israels gemacht hatten [Gott] zu kr\u00e4nken, schaffte Josia weg und verfuhr mit ihnen ganz so, wie er in Bet-El verfahren.<\/p><\/li>\n<li><p>Er schlachtete alle Priester der H\u00f6hen, die dort waren, auf den Alt\u00e4ren und verbrannte darauf Menschengebeine; dan kehrte er nach Jerusalem zur\u00fcck.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig gebot dem ganzen Volke also: Opfert das Pessach dem Herrn, eurem Gott, wie geschrieben ist in diesem Buche des Bundes.<\/p><\/li>\n<li><p>Denn es wurde nicht das Pessach geopfert seit den Tagen der Richter, die Israel gerichtet, und in all den Tagen der K\u00f6nige von Israel und der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Sondern im achtzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Josia wurde in Jerusalem das Pessach geopfert dem Herrn.<\/p><\/li>\n<li><p>Und auch die Beschw\u00f6rer und Weissager, die Terafim und G\u00f6tzen und all die Scheusale, die gesehen wurden im Lande Jehuda und in Jerusalem, r\u00e4umte Josia weg, um aufrecht zu erhalten die Worte der Lehre, die geschrieben waren in dem Buche, das der Priester Hilkija im Hause des Herrn gefunden hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Wie [Josija] gab es vor ihm keinen K\u00f6nig, der zur\u00fcckgekehrt w\u00e4re zum Herrn mit seinem ganzen Herzen, mit seiner ganzen Seele und mit seinem ganzen Verm\u00f6gen ganz nach der Lehre Moses. Auch nach ihm erstand nicht seinesgleichen.<\/p><\/li>\n<li><p>Und dennoch lie\u00df der Herr &#8211; nicht von seinem starken Zorn, der ergl\u00fcht war \u00fcber Jehuda, wegen all der Kr\u00e4nkungen, womit Manasse ihn gekr\u00e4nkt.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr beschloss deshalb: Auch Jehuda will ich wegschaffen von meinem Angesichte, wie ich Israel weggeschafft habe. Ich werde verwerfen diese Stadt, die ich erw\u00e4hlt: Jerusalem und das Haus von dem ich gesprochen, mein Name soll dort sein.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Josijas und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda. Josijas Ende. Aegyptische Siege.<\/p><\/li>\n<li><p>In seinen Tagen zog Pharao Necho, K\u00f6nig von \u00c4gypten, wider den K\u00f6nig von Assyrien an den Strom Euphrat. Der K\u00f6nig Josija zog ihm entgegen; aber [Pharao] t\u00f6tete ihn in Megiddo, wie er ihn erblickte.<\/p><\/li>\n<li><p>Seine Diener fuhren ihn, da er tot war, von Megiddo und brachten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Das Volk nahm Joahas, den Sohn Josijas, und salbte ihn und setzte ihn zum K\u00f6nig ein an seines Vaters Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er K\u00f6nig wurde; drei Monate regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Hamutal, Tochter Jeremias aus Libna.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, ganz so wie seine V\u00e4ter getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Pharao Necho sperrte ihn ein in Ribla im Lande Hamat, dass er nicht K\u00f6nig sei in Jerusalem, und legte dem Lande eine Bu\u00dfe auf: hundert Kikar Silber und ein Kikar Gold.<\/p><\/li>\n<li><p>Pharao Necho machte den [zweiten] Sohn Josijas, Eljakim, zum K\u00f6nig an Stelle seines Vaters Josija und verwandelte seinen Namen in Jojakim. Den Joahas f\u00fchrte er weg; er kam sp\u00e4ter nach \u00c4gypten und starb dort.<\/p><\/li>\n<li><p>Das Silber und das Gold [das der \u00e4gyptische K\u00f6nig dem Land auferlegt hatte], gab Jojakim an Pharao; doch legte er eine Sch\u00e4tzung auf das Land, um das Geld auf Pharaos Befehl zu zahlen; er trieb von jedem aus dem Volke das Silber und das Gold je nach der Sch\u00e4tzung ein, um es Pharao Necho zu geben.<\/p><\/li>\n<li><p>F\u00fcnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er K\u00f6nig wurde; elf Jahre regierte er in Jerusalem seine Mutter war Sebuda, Tochter Pedajas, aus Ruma.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, ganz so wie seine V\u00e4ter getan hatten.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p>Die letzten K\u00f6nige. Die Babylonier.<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>In seinen Tagen kam [nach Jehuda] Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel. Jojakim war ihm drei Jahre untertan; dann aber emp\u00f6rte er sich gegen ihn.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Herr lie\u00df gegen ihn die Streifschaaren der Chald\u00e4er los und die Streifschaaren Arams und die Streifschaaren der Ammoniter. Er lie\u00df sie los gegen Jehuda, es zu vertilgen nach dem Worte des Herrn, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Nur auf Befehl des Herrn erging dies \u00fcber Jehuda, um es wegzuschaffen von seinem Angesichte wegen der S\u00fcnden Manasses und wegen alles dessen, was er getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Zumal wegen des unschuldigen Blutes, das er vergossen, dass er Jerusalem angef\u00fcllt mit unschuldigem Blut. Das hat der Herr nicht vergeben wollen.<\/p><\/li>\n<li><p>Das \u00dcbrige der Geschichte Jojakims und alles dessen, was er getan, ist beschrieben in der Chronik der K\u00f6nige von Jehuda.<\/p><\/li>\n<li><p>Jojakim legte sich zu seinen V\u00e4tern und sein Sohn Jojachin wurde K\u00f6nig an seiner Statt.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von \u00c4gypten zog fortan nicht mehr aus seinem Lande, denn der K\u00f6nig von Babel hatte alles Land erobert vom Bache \u00c4gypten bis zum Strom Euphrat, [alle asiatischen Besitzungen], die dem K\u00f6nig von \u00c4gypten geh\u00f6rten.<\/p><\/li>\n<li><p>Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er K\u00f6nig wurde, und drei Monate regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Nehusta, Tochter Elnatans aus Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herrn missfiel, ganz so wie sein Vater getan.<\/p><\/li>\n<li><p>In jener Zeit zogen die Leute Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, gegen Jerusalem heran; die Stadt kam in Belagerung.<\/p><\/li>\n<li><p>Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, kam \u00fcber die Stadt, da sein Heer sie belagerte.<\/p><\/li>\n<li><p>Jojachin, K\u00f6nig von Jehuda, \u00fcbergab sich dem K\u00f6nig von Babel mit seiner Mutter, seinen Dienern, seinen Obern und seinen Hofbedienten. Der K\u00f6nig von Babel f\u00fchrte ihn [mit sich] fort im achten Jahre seiner Regierung.<\/p><\/li>\n<li><p>Er nahm [von Jerusalem] alle Sch\u00e4tze des Hauses des Herrn und die Sch\u00e4tze des K\u00f6nigshauses und zerschlug all die goldenen Gef\u00e4\u00dfe, die der K\u00f6nig Salomo f\u00fcr den Tempel des Herrn gemacht hatte, so wie der Herr verhei\u00dfen hatte.<\/p><\/li>\n<li><p>Er f\u00fchrte die Einwohner von Jerusalem weg, alle Obern, alle kriegst\u00fcchtigen M\u00e4nner, zehntausend Mann, und alle Zimmerleute und Schlosser; es blieb nichts als die \u00c4rmsten unter dem gemeinen Volke.<\/p><\/li>\n<li><p>Er f\u00fchrte Jojachin nach Babel; auch die Mutter des K\u00f6nigs, die Frauen des K\u00f6nigs, seine Hofbedienten und die M\u00e4chtigen des Landes f\u00fchrte er von Jerusalem nach Babel in die Verbannung.<\/p><\/li>\n<li><p>Alle M\u00e4nner des Heeres, siebentausend, die Zimmerleute und Schlosser, tausend [Mann], lauter starke, kriegst\u00fcchtige [M\u00e4nner], brachte der babylonische K\u00f6nig in die Gefangenschaft nach Babel.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Babel machte Mattanja, den Onkel [des in die Verbannung gef\u00fchrten K\u00f6nigs], an dessen Stelle zum K\u00f6nig und verwandelte seinen Namen in Zidkija.<\/p><\/li>\n<li><p>Einundzwanzig Jahre alt war Zidkija, als er K\u00f6nig wurde, und elf Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Hamutal, Tochter Jeremias aus Libna.<\/p><\/li>\n<li><p>Er tat, was dem Herr missfiel, ganz so wie Jojakim getan.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Zorn des Herrn ruhte \u00fcber Jehuda und Jerusalem, bis er sie wegwarf von seinem Angesicht. \u2014 Zidkija emp\u00f6rte sich gegen den K\u00f6nig von Babel.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-25\">Kapitel 25<\/h2>\n<p>Zidkija. Die Eroberung Jerusalems. Zerst\u00f6rung des Heiligtums. Ende des Reiches Jud\u00e4a,<\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li><p>Im neunten Jahre seiner Regierung, am Zehnten des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, mit seinem ganzen Heere vor Jerusalem und belagerte es; sie bauten W\u00e4lle ringsum.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Stadt wurde bis in das elfte Regierungsjahr des K\u00f6nigs Zidkija belagert.<\/p><\/li>\n<li><p>Am Neunten des [vierten] Monats hatte die Hungersnot \u00fcberhandgenommen in der Stadt; es war kein Brot mehr f\u00fcr das Volk.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Stadt wurde erst\u00fcrmt, alle Kriegsleute [flohen] in der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen der Doppelmauer, welche zum Garten des K\u00f6nigs f\u00fchrt, w\u00e4hrend die Chald\u00e4er rings um die Stadt waren; sie gingen den Weg zur Steppe.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber das Heer der Chald\u00e4er jagte dem K\u00f6nig nach und erreichte ihn in der Steppe von Jericho; sein ganzes Heer hatte sich von ihm zerstreut.<\/p><\/li>\n<li><p>Sie ergriffen den K\u00f6nig und brachten ihn zum K\u00f6nig von Babel nach Ribla; dort stellte er ihn zur Rede.<\/p><\/li>\n<li><p>Die s\u00f6hne Zidkijas wurden vor seinen Augen geschlachtet; dann blendete man die Augen Zidkijas, legte ihn in Ketten und brachte ihn nach Babel.<\/p><\/li>\n<li><p>Am siebenten des f\u00fcnften Monats, das ist im neunzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Nebukadnezar, K\u00f6nigs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, ein Diener des K\u00f6nigs von Babel, nach Jerusalem.<\/p><\/li>\n<li><p>Und verbrannte das Haus des Herrn und das Haus des K\u00f6nigs; alle H\u00e4user in Jerusalem und alle H\u00e4user der Gro\u00dfen verbrannte er im Feuer.<\/p><\/li>\n<li><p>Die Mauer um Jerusalem brach das Heer der Chald\u00e4er ab, das der Oberste der Leibw\u00e4chter f\u00fchrte.<\/p><\/li>\n<li><p>Den Rest des Volkes, der \u00fcbrig geblieben war in der Stadt, und die \u00dcberl\u00e4ufer, die \u00fcbergelaufen waren zum K\u00f6nig von Babel, und den Rest der Menge f\u00fchrte Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, hinweg.<\/p><\/li>\n<li><p>Von den \u00c4rmsten des Landes lie\u00df der Oberste der Leibw\u00e4chter zur\u00fcck als Winzer und Ackerleute.<\/p><\/li>\n<li><p>Die kupfernen S\u00e4ulen im Hause des Herrn, die Gestelle und den kupfernen Wasserbeh\u00e4lter im Hause des Herrn zerbrachen die Chald\u00e4er und f\u00fchrten das Erz davon nach Babel.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch die T\u00f6pfe und die Schaufeln, die Messer und die Schalen, alle kupfernen Ger\u00e4te, womit der Dienst versehen wird, nahmen sie mit.<\/p><\/li>\n<li><p>Auch die Pfannen und die Blutschalen, teils goldene und teils silberne, nahm der Oberste der Leibw\u00e4chter mit.<\/p><\/li>\n<li><p>Die zwei S\u00e4ulen des Wasserbeh\u00e4lters und die Gestelle, die der K\u00f6nig Salomo gemacht hatte f\u00fcr das Haus des Herrn \u2014 das Kupfer all dieser Ger\u00e4te war unermesslich.<\/p><\/li>\n<li><p>Achtzehn Ellen war die H\u00f6he einer S\u00e4ule und ein Kranz darauf von Kupfer; die H\u00f6he des Kranzes drei Ellen und ein Gitterwerk und Granat\u00e4pfel auf dem Kranz ringsum, alles von Kupfer, und desgleichen an der andern S\u00e4ule auf dem Kranze.<\/p><\/li>\n<li><p>Der Oberste der Leibw\u00e4chter nahm den Hohepriester Seraja und den zweiten Priester Zefanja und die drei T\u00fcrh\u00fcter,<\/p><\/li>\n<li><p>Und aus der Stadt nahm er einen Hofbedienten, der Aufseher war \u00fcber die Kriegsleute, und f\u00fcnf M\u00e4nner von den Hofleuten des K\u00f6nigs, die in der Stadt gefunden wurden, und des Heerf\u00fchrers Schreiber, der das Volk zum Heer verzeichnete, und sechzig Mann von dem Volke, die in der Stadt gefunden wurden.<\/p><\/li>\n<li><p>Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, nahm sie und f\u00fchrte sie zum K\u00f6nig von Babel nach Ribla.<\/p><\/li>\n<li><p>Der K\u00f6nig von Babel lie\u00df sie in Ribla im Lande Hamat niedermachen. So wanderte Jehuda von seinem Boden hinweg in die Verbannung.<\/p><\/li>\n<li><p>\u00dcber das Volk, das im Lande Jehuda zur\u00fcckblieb, das Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, zur\u00fccklie\u00df, setzte er den Gedalja, den Sohn Ahikams, Sohnes Safans.<\/p><\/li>\n<li><p>Als alle Heeresobersten und ihre Leute h\u00f6rten, dass der K\u00f6nig von Babel den Gedalja zum Obern bestellt hatte kamen sie zu Gedalja nach Mizpa. Auch Ismael, Sohn Natanjas, und Johanan, Sohn Kareahs, und Seraja, Sohn Tanhumets aus Netofat, und Jaasanja aus Maacha, mit ihren Leuten.<\/p><\/li>\n<li><p>Gedalja schwur ihnen und ihren Leuten und sprach zu ihnen: F\u00fcrchtet euch nicht vor den Chald\u00e4ern. Bleibt im Lande und dienet dem K\u00f6nig von Babel, so wird es euch wohl gehen.<\/p><\/li>\n<li><p>Aber im siebenten Monat kam Ismael, Sohn Natanjas, Sohnes Elisama, vom k\u00f6niglichen Stamme, und zehn M\u00e4nner mit ihm, und erschlugen den Gedalja wie auch die Jud\u00e4er und Chald\u00e4er, die bei ihm in Mizpa waren.<\/p><\/li>\n<li><p>Da machte sich alles Volk auf, von klein bis gro\u00df, und die Heeresobersten und fl\u00fcchteten nach \u00c4gypten denn sie f\u00fcrchteten sich vor den Chald\u00e4ern.<\/p><\/li>\n<li><p>Im sieben und drei\u00dfigste Jahre seit der Wegf\u00fchrung Jojachins, K\u00f6nigs von Jehuda, am sieben und zwanzigsten des zw\u00f6lften Monats, befreite Evil Merodach K\u00f6nig von Babel, in demselben Jahre da er K\u00f6nig wurde, Jojachin, den [ehemaligen] K\u00f6nig von Jehuda, aus dem Gef\u00e4ngnisse.<\/p><\/li>\n<li><p>Er redete g\u00fctig mit ihm und setzte seinen Stuhl vor die St\u00fchle der K\u00f6nige, die bei ihm in Babel waren.<\/p><\/li>\n<li><p>Er lie\u00df ihn die Kleider des Gef\u00e4ngnisses ablegen, und er speiste best\u00e4ndig bei ihm alle seine Lebenstage.<\/p><\/li>\n<li><p>Sein best\u00e4ndiger Bedarf wurde ihm vom K\u00f6nig gegeben, allt\u00e4glich, was er ben\u00f6tigte, solange er lebte.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zweite Buch der K\u00f6nige (Melachim Bet) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 Kapitel 1 Ahasjas Tod. Joram. Moab fiel ab von Israel, nachdem Ahab gestorben war. Damals fiel Ahasja durch das Gitter seines Obergemaches in Schomron und erkrankte. Da sandte er Boten mit dem Auftrage: Gehet, befraget Bel-Sebub den Gott von Efron [einer Philisterstadt], ob ich genesen werde von dieser Krankheit. Aber ein Engel des Herrn redete zu dem Tisbiten Elija also: Gehe den Boten des K\u00f6nigs entgegen und rede sie folgenderma\u00dfen an: Wohl aus Mangel an einem Gott in Israel geht ihr Bel-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum spricht der Herr also: Das Bett, auf das du dich [krank] niedergelegt hast, sollst du nicht mehr verlassen, vielmehr sollst du sterben. Elija ging hin [und sprach also zu den Boten]. Die Boten kehrten zu dem K\u00f6nig zur\u00fcck, und er fragte sie: Womit seid ihr zur\u00fcckgekommen? &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-6562","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6562"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6562\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9538,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6562\/revisions\/9538"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}