{"id":6619,"date":"2021-01-01T00:02:00","date_gmt":"2020-12-31T22:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=6619"},"modified":"2021-01-26T11:52:00","modified_gmt":"2021-01-26T09:52:00","slug":"pessachim-kapitel-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/pessachim\/pessachim-kapitel-3\/","title":{"rendered":"Pessachim Kapitel 3"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Talmud, Traktat (Massechet Pessachim) in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/pessachim\/\">Zur \u00dcbersicht des Traktats Pessachim<\/a><\/strong> | <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><strong>Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bl\u00e4tter\/Dapim<\/h2>\n\n\n\n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-42a\">42a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-42b\">42b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-43a\">43a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-43b\">43b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-44a\">44a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-44b\">44b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-45a\">45a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-45b\">45b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-46a\">46a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-46b\">46b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-47a\">47a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-47b\">47b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-48a\">48a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-48b\">48b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-49a\">49a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-49b\">49b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-50a\">50a<\/a>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersetzung<\/h2>\n\n\n\n<h2 id=\"blatt-42a\">Blatt 42a<\/h2>\n<p>FOLGENDES UNTERLIEGT AM PESAHFESTE DEM VERBOTE<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>: BABYLONISCHER QUARKBREI, MEDISCHER MET, EDOMITISCHER<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a> ESSIG, \u00c4GYPTISCHES BIER, F\u00c4RBERBR\u00dcHE, TEIG DER K\u00d6CHE UND SCHREIBERKLEISTER. R. ELIE\u0351ZER SAGT, AUCH DIE KOSMETIKA DER FRAUEN. DIE REGEL IST: ALLES, WAS AUS EINER GETREIDEART [HERGESTELLT] WIRD, UNTERLIEGT DEM VERBOTE. DIESE UNTERLIEGEN DER VERWARNUNG, JEDOCH SIND SIE NICHT MIT DER AUSROTTUNG BELEGT.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Dreierlei ist vom babylonischen Quarkbrei gesagt worden: er verstopft das Herz, er blendet die Augen, und er zehrt den K\u00f6rper ab. Er verstopft das Herz, wegen der Molke; er blendet die Augen, wegen des Salzes; er zehrt den K\u00f6rper ab, wegen des Schimmels des Brotes<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>.Die Rabbanan lehrten: Drei Dinge mehren den Kot, beugen die Statur und rauben ein F\u00fcnfhundertstel vom Augenlichte des Menschen, und zwar: Kleienbrot, frischer Met und rohes Gr\u00fcnkraut.Die Rabbbanan lehrten: Drei Dinge mindern den Kot, halten die Statur aufrecht<\/p>\n<h2 id=\"blatt-42b\">Blatt 42b<\/h2>\n<p>und machen die Augen leuchten, und zwar: feines Brot, fettes Fleisch und alter Wein. Feines Brot, aus Semmelmehl; fettes Fleisch, von einer Ziege<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>, die noch nicht geworfen hat; alter Wein, sehr alt. Alles, was f\u00fcr dieses zutr\u00e4glich, ist f\u00fcr jenes abtr\u00e4glich, und was f\u00fcr dieses abtr\u00e4glich, ist f\u00fcr jenes zutr\u00e4glich; ausgenommen feuchter Ingwer, langer Pfeffer, feines Brot, fettes Fleisch und alter Wein, die f\u00fcr den ganzen K\u00f6rper zutr\u00e4glich sind.<\/p>\n<p>MEDISCHER MET. Weil diesem Gerstensaft beigegeben wird.<\/p>\n<p>EDOMITISCHER ESSIG. Weil darin Gerste hineingetan wird. R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq sagte: Fr\u00fcher, als noch [Wein f\u00fcr] Gu\u00dfopfer von Juda\u0351a geholt wurde, wurde der jud\u00e4ische Wein nicht eher sauer, als bis man Gerste hineintat; diesen nannte man schlechthin Essig. Jetzt aber wird der edomitische Wein nicht eher sauer, als bis man Gerste hineintut; diesen nennt man edomitischen Essig. Zur Best\u00e4tigung dessen, was [in der Schrift] gesagt wird: [Jechezkel 26,2.]<em>ich werde voll, sie ver\u00f6det<\/em>; ist diese voll, so ver\u00f6det jene, ist jene voll, so ver\u00f6det diese. R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq entnimmt dies aus folgendem:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/bereschit-das-buch-genesis\/#Kapitel25\">Bereschit 25,23<\/a>] <em>Ein Stamm wird dem anderen \u00fcberlegen sein<\/em>.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Fr\u00fcher brauchte man, wenn man Essig von einem Manne aus dem gemeinen Volke<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a> kaufte, ihn nicht zu verzehnten, weil er sicher nur aus Lauerwein hergestellt wurde; jetzt aber mu\u00df man, wenn man Essig von einem Manne aus dem gemeinen Volke kauft, ihn verzehnten, weil er sicher nur aus Wein hergestellt wird.<\/p>\n<p>R. Jehuda ist demnach der Ansicht, der Lauerwein sei nicht zu verzehnten, und [dem widersprechend] wird gelehrt, dass, wenn jemand Lauerwein bereitet, er, wenn er das Wasser nach Ma\u00df hineingetan und dasselbe Ma\u00df gefunden hat, [zehnt]frei und nach R. Jehuda [zehnt]pflichtig sei!?<\/p>\n<p>Er meint es wie folgt: Leute aus dem gemeinen Volke sind hinsichtlich des Lauerweines nicht verd\u00e4chtig<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>. Wenn du aber willst, sage ich, sie seien wohl verd\u00e4chtig, dennoch ist dies kein Widerspruch; eines gilt von [Lauerwein] aus Weinhefe, und eines gilt von solchem aus Traubenkernen.<\/p>\n<p>\u00c4GYPTISCHES BIER etc. Woraus besteht das \u00e4gyptische Bier? R. Joseph lehrte, ein Drittel Gerste, ein Drittel Safflor und ein Drittel Salz. R. Papa l\u00e4\u00dft Gerste fort und nennt Weizen. Als Merkzeichen diene dir [das Wort] Sisani<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>. Dies wird eingeweicht, ger\u00f6stet und gemahlen. Man trinkt es vom Pesa\u1e25feste bis zum Wochenfeste. Wer an Verstopfung leidet, bei dem wirkt es l\u00f6send, und wer an Durchfall leidet, bei dem wirkt es verh\u00e4rtend; f\u00fcr einen Kranken und eine schwangere Frau ist es sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>F\u00c4RBERBR\u00dcHE etc. Hier erkl\u00e4rten sie: Kleienwasser, womit man Lack<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a> f\u00e4rbt.<\/p>\n<p>TEIG DER K\u00d6CHE etc. Ein Teig aus Getreide, das ein Drittel [der Reife] nicht erlangt hat, den man \u00fcber den Topf legt, damit er den Schaum aufsauge.<\/p>\n<p>SCHREIBERKLEISTER etc. Hier erkl\u00e4rten sie, Schusterleim; R. \u0160imi aus Ma\u1e25oza erkl\u00e4rte, eine Paste, die die T\u00f6chter der Reichen f\u00fcr die der Armen<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a>zur\u00fccklassen.<\/p>\n<p>Dem ist ja aber nicht so, R.\u1e24ija lehrte ja, dass vier<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a> allgemeine [Genu\u00df]mittel und drei [Gebrauchs]mittel f\u00fcr Handwerker seien; wieso ist dies ein [Gebrauchs]mittel f\u00fcr Handwerker, wenn du erkl\u00e4rst, eine Paste der T\u00f6chter der Reichen!?<\/p>\n<p>Wenn etwa Schusterleim, so sollte esja Schusterkleister undnicht Schreiberkleister hei\u00dfen!? R.O\u0161a\u0351ja erwiderte: Tats\u00e4chlich Schusterleim, nur nennt er es deshalb Schreiberkleister, weil auch Schreiber damit das Papier zusammenkleben.<\/p>\n<p>R. ELIE\u0351ZER SAGT, AUCH DIE KOSMETICA DER FRAUEN. Wieso die Kosmetica<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a> der Frauen!?<\/p>\n<p>Sage vielmehr, die Pasten der Frauen. R. Jehuda sagte n\u00e4mlich im Namen Rabhs: Wenn die jisra\u00e9litischen T\u00f6chter vorzeitig entwickelt<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a><\/p>\n<h2 id=\"blatt-43a\">Blatt 43a<\/h2>\n<p>sind, so bestreicht man sie, wenn sie arm sind, mit Kalk, wenn sie reich sind, mit feinem Mehl, und F\u00fcrstent\u00f6chter mit Myrrhen\u00f6l, wie es hei\u00dft:<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a> <em>sechs Monate mit Myrrhen\u00f6l<\/em>. Was ist Myrrhen\u00f6l? R. Hona b. Jirmeja erwiderte: Stakte<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>. R. Jirmeja b. Abba erwiderte: \u00d6l aus Oliven, die noch kein Drittel [der Reife] erlangt haben. Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Omphakinon<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a> ist ein \u00d6l aus Oliven, die noch kein Drittel der Reife erlangt haben.<\/p>\n<p>Weshalb schmiert man sich damit?<\/p>\n<p>Weil es das Haar entfernt und die Haut geschmeidig macht.<\/p>\n<p>DIE REGEL IST: ALLES, WAS AUS EINER GETREIDEART [HERGESTELLT] WIRD. Es wird gelehrt: R. Jeho\u0161ua\u0351 sagte: Wozu z\u00e4hlten die Weisen alle diese Dinge besonders auf, wo wir doch gelernt haben, alles, was aus einer Getreideart [hergestellt] wird, unterliege am Pesa\u1e25feste dem Verbote? Damit man in diesen und in ihren Namen kundig sei. So kam einst jemand aus dem Westen nach Babylonien und hatte Fleisch bei sich. Als er bat, ihm etwas zum Essen zu reichen, h\u00f6rte er, wie jene sagten: Reicht ihm Kutta\u1e25 [Ouarkbrei]. Als er aber [das Wort] Kutta\u1e25 h\u00f6rte, nahm er Abstand<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>DIESE UNTERLIEGEN DER VERWARNUNG. Wer ist der Autor, welcher lehrt, dass absolutes Ges\u00e4uertes aus Getreide auch beigemischt<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a> und entwestes<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a> separiert mit einem Verbote belegt sei? R. Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Es ist R. Me\u00edr, denn es wird gelehrt: G\u00e4render Teig<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a> ist zu verbrennen, man gebe ihn seinem Hunde; wer ihn i\u00dft, erh\u00e4lt die vierzig [Gei\u00dfelhiebe]. Dies widerspricht sich ja selbst: zuerst hei\u00dft es, g\u00e4render Teig sei zu verbrennen, demnach ist die Nutznie\u00dfung verboten, und darauf hei\u00dft es, dass man ihn seinem Hunde gebe, wonach die Nutznie\u00dfung erlaubt ist!? Vielmehr meint er es wie folgt: g\u00e4render Teig ist zu verbrennen, n\u00e4mlich der des R. Me\u00edr<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a> nach R. Me\u00edr, und der des R. Jehuda<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a> nach R. Jehuda; man gebe ihn seinem Hunde, n\u00e4mlich den des R. Me\u00edr nach R. Jehuda. Wer ihn i\u00dft, erh\u00e4lt die vierzig [Gei\u00dfelhiebe], dies nach R.Me\u00edr. Hieraus, dass nach R. Me\u00edr das separierte entweste Ges\u00e4uerte mit einem Verbote belegt ist, und um so mehr das beigemischte absolute Ges\u00e4uerte aus Getreide. R. Na\u1e25man erwiderte: Es ist R. Elie\u0351zer, denn es wird gelehrt: Absolutes Ges\u00e4uertes aus Getreide ist mit der Ausrottung belegt, das beigemischte mit einem Verbote<\/p>\n<p>so R. Elie\u0351zer; die Weisen sagen, absolutes Ges\u00e4uertes sei mit der Ausrottung belegt und beigemischtes mit nichts. Wenn R. Elie\u0351zer der Ansicht ist, beigemischtes absolutes Ges\u00e4uertes sei mit einem Verbote belegt, so gilt dasselbe von entwestem separiert.<\/p>\n<p>Weshalb sagt R. Na\u1e25man nicht wie R. Jehuda?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: vielleicht ist R.Me\u00edr dieser Ansicht nur bei entwestem Ges\u00e4uerten separiert, nicht aber bei beigemischtem absolutem Ges\u00e4uerten aus Getreide.<\/p>\n<p>Weshalb sagt R. Jehuda nicht wie R. Na\u1e25man?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: vielleicht ist R. Elie\u0351zer dieser Ansicht nur bei beigemischtem absolutem Ges\u00e4uerten aus Getreide, nicht aber bei entwestem separiert. \u00dcbereinstimmend mit R. Jehuda wird gelehrt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/schemot-das-buch-exodus\/#Kapitel12\">Schemot 12,20<\/a>] <em>Ihr d\u00fcrft nicht Ges\u00e4uertes essen<\/em>, dies schlie\u00dft babylonischen Quark, medischen Met, edomitischen Essig und \u00e4gyptisches Bier ein. Man k\u00f6nnte glauben, diese seien auch mit der Ausrottung belegt, so hei\u00dft es:[Ib. V. 15.] <em>denn jeder, der Ges\u00e4uertes i\u00dft, soll ausgerottet werden<\/em>, nur das separierte absolute Ges\u00e4uerte aus Getreide ist mit der Ausrottung belegt, das beigemischte aber nur mit einem Verbote. Derjenige, welcher sagt, das beigemischte mit einem Verbote, ist ja R. Elie\u0351zer, und vom entwesten separiert lehrt er es nicht. Schlie\u00dfe hieraus, dass dies nach R. Elie\u0351zer vom entwesten nicht gilt.<\/p>\n<p>R. Elie\u0351zer entnimmt also das Verbot des beigemischten aus dem Verse: <em>ihr d\u00fcrft nichts Ges\u00e4uertes essen<\/em>, somit sollte dies auch mit der Ausrottung belegt sein, denn es hei\u00dft:[Ib. V. 19.] <em>denn jeder, der Ges\u00e4uertes i\u00dft, soll ausgerottet werden<\/em>!?<\/p>\n<p>Dies ist wegen der folgenden Lehre n\u00f6tig: <em>Ges\u00e4uertes<\/em>, ich wei\u00df dies nur von dem Falle, wenn es von selbst gesauert hat, woher dies von dem Falle, wenn durch etwas anderes? Es hei\u00dft: <em>nichts Ges\u00e4uertes etc.<\/em> <em>soll ausgerottet werden<\/em>.<\/p>\n<p>Demnach k\u00f6nnte ja auch der wegen des Verbotes [angezogene Schriftvers] darauf hinweisen!?<\/p>\n<p>R. Elie\u0351zer folgert dies vielmehr aus [dem Worte] <em>nichts<\/em>.<\/p>\n<p>Auch bei der Ausrottung hei\u00dft es ja nichts<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Da schlie\u00dft es die Frauen ein.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Frauen ist es ja aber aus einer Lehre R. Jehudas im Namen Rabhs zu entnehmen!? R. Jehuda lehrte n\u00e4mlich im Namen Rabhs, und ebenso wurde es in der Schule R. Ji\u0161ma\u0351\u00e9ls gelehrt: Die Schrift sagt:<\/p>\n<p>[Bamidbar 5,6.] <em>wenn ein Mann oder ein Weib irgend eine S\u00fcnde der Menschen begeht<\/em>; die Schrift hat damit die Frau hinsichtlich aller Strafgesetze der Tora dem Manne gleichgestellt.<\/p>\n<p>Es ist dennoch n\u00f6tig; da es hei\u00dft:[Dewarim 16,3.] <em>du darfst dazu nichts Ges\u00e4uertes essen, sieben Tage sollst du dazu Unges\u00e4uertes essen<\/em>,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-43b\">Blatt 43b<\/h2>\n<p>so k\u00f6nnte man glauben, nur derjenige d\u00fcrfe kein Ges\u00e4uertes essen, der Unges\u00e4uertes zu essen verpflichtet ist, Frauen aber, die Unges\u00e4uertes zu essen nicht verpflichtet sind, da dies ein von einer bestimmten Zeit abh\u00e4ngiges Gebot<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a> ist, d\u00fcrfen auch Ges\u00e4uertes essen, so lehrt er uns.<\/p>\n<p>Jetzt nun, wo [Frauen] hinsichtlich des Nichtessens von Ges\u00e4uertem einbegriffen sind, sind sie auch hinsichtlich des Essens von Unges\u00e4uertem einbegriffen. Dies nach einer Lehre R. Elea\u0351zars, denn R. Elea\u0351zar sagte: Frauen sind nach der Tora Unges\u00e4uertes zu essen verpflichtet, denn es hei\u00dft: <em>du darfst nichts Ges\u00e4uertes dazu essen etc.<\/em>; wer kein Ges\u00e4uertes essen darf, mu\u00df auch Unges\u00e4uertes essen, und da Frauen kein Ges\u00e4uertes essen d\u00fcrfen, so sind sie auch Unges\u00e4uertes zu essen verpflichtet.\u2014 Was veranla\u00dft dich, durch [das Wort] <em>nichts<\/em> Frauen einzuschlie\u00dfen und Beigemischtes auszuschlie\u00dfen, vielleicht schlie\u00dft dies Beigemischtes ein!?<\/p>\n<p>Es ist einleuchtend, dass [die Schrift], wenn sie von Essenden spricht, Essende einschlie\u00dft, wieso aber sollte sie, wenn sie von Essenden spricht, E\u00dfbares einschlie\u00dfen!? R.Nathan, der Vater des R. Hona b. R. Nathan, wandte ein: Schlie\u00dft sie denn, wenn sie von Essenden spricht, nicht E\u00dfbares ein, es wird ja gelehrt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/wajikra-das-buch-leviticus\/#Kapitel7\">Wajikra 7,25<\/a>] <em>Denn jeder, der Talg von irgend einem Tiere i\u00dft, [das dargebracht wird)<\/em>; ich wei\u00df dies nur vom Talg fehlerfreier [Tiere], die zur Darbringung geeignet sind, woher dies vom Talg fehlerbehafteter Tiere? Es hei\u00dft: <em>von einem Tiere<\/em>. Woher dies vom Talg profaner [Tiere]? Es hei\u00dft: <em>denn jeder<\/em>. Hier spricht sie also vom Essenden und schlie\u00dft E\u00dfbares ein!?<\/p>\n<p>Da, wo Essende [einzuschlie\u00dfen] nicht n\u00f6tig<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a> ist, schlie\u00dft sie E\u00dfbares ein, hierbei aber, wo Essende [einzuschlie\u00dfen] n\u00f6tig<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> ist, wird sie nicht [die Einschlie\u00dfung] der Essenden unterlassen und E\u00dfbares einschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Woher wissen die Rabbanan, nach denen man wegen des Beigemischten nichts \u00fcbertritt, die also [das Wort] <em>jeder<\/em> nicht auslegen, dies von den Frauen!?<\/p>\n<p>Jeder legen sie nicht aus, denn jeder legen sie aus.<\/p>\n<p>Nach R. Elie\u0351zer k\u00f6nnte man ja auslegen: <em>jeder<\/em> schlie\u00dfe Frauen ein, denn <em>jeder<\/em> schlie\u00dfe das Beigemischte ein!? Wolltest du erwidern, R. Elie\u0351zer lege auch [die Worte] <em>denn jeder<\/em> nicht aus, so wird ja gelehrt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/wajikra-das-buch-leviticus\/#Kapitel2\">Wajikra 2,11<\/a>] <em>Sauerteig sollt ihr nicht aufr\u00e4uchern<\/em>; ich wei\u00df dies vom Ganzen, woher dies von einem Teile<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>? Es hei\u00dft: <em>allen<\/em>.<\/p>\n<p>Woher dies vom Beigemischten? Es hei\u00dft <em>denn allen<\/em>. Derjeenige, Wort] <em>nichts<\/em> auslegt, ist ja R. Elie\u0351zer, und er legt auch <em>deznn allen<\/em> aus!?<\/p>\n<p>Ein Einwand.<\/p>\n<p>R. Abahu sagte im Namen R. Jo\u1e25anans: Bei allen in der Tora verbotenen Dingen<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a> wird das Erlaubte nicht mit dem Verbotenen vereinigt<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>, ausgenommen die dem Nazir\u00e4er verbotenen Dinge, denn die Tora sagt: [Bamidbar 6,3.] <em>Aufgeweichtes<\/em><a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a>. Zeeri sagte, auch beim Verbote, Sauerteig aufzur\u00e4uchern<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Wohl nach R. Elie\u0351zer, der [das Wort] <em>allen<\/em> auslegt, demnach Pa, sollte dies auch beim Ges\u00e4uerten am Pesa\u1e25feste gelten!?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-44a\">Blatt 44a<\/h2>\n<p>Freilich, dem ist auch so, nur schlie\u00dft dies die Lehre Abajjes aus; dieser sagt, es gebe eine Aufr\u00e4ucherung bei einem Quantum unter einer Olive, so lehrt er uns, dass es keine Aufr\u00e4ucherung bei einem Quantum unter einer Olive gebe.<\/p>\n<p>R. Dimi sa\u00df und trug diese Lehre vor, da sprach Abajje zu ihm: Wird denn bei allen anderen in der Tora verbotenen Gegenst\u00e4nden nicht das Erlaubte mit dem Verbotenen vereinigt, wir haben ja gelernt: Wenn der Brei von Hebe und der Knoblauch und das \u00d6l profan sind, und einer, der am selben Tage untergetaucht<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a> ist, einen Teil ber\u00fchrt, so hat er alles untauglich gemacht; wenn aber der Brei profan und der Knoblauch und das ol von Hebe sind, und einer, der am selben Tage untergetaucht ist, einen Teil ber\u00fchrt, so hat er nur die ber\u00fchrte Stelle untauglich gemacht. Und auf unseren Einwand, weshalb denn die ber\u00fchrte Stelle untauglich sei, die Zutaten sollten sich ja in der Masse verlieren, erwiderte Rabba b. Bar \u1e24ana, aus dem Grunde, weil ein Gemeiner wegen [des Quantums] einer Olive Gei\u00dfelhiebe erh\u00e4lt. Doch wohl deshalb, weil das Erlaubte mit dem Verbotenen vereinigt<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a> wird !?<\/p>\n<p>Nein, unter Olive ist zu verstehen, wenn in einem Peras, das er i\u00dft, eine Olive<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> enthalten ist<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ist denn [die Norm] von der Olive w\u00e4hrend der Dauer des Essens eines Peras aus der Tora<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a>!? Dieser erwiderte: Freilich.<\/p>\n<p>Wieso streiten demnach die Rabbanan gegen R. Elie\u0351zer \u00fcber den babylonischen Quarkbrei<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Wieso streiten, auch wenn aus dem Grunde, weil das Erlaubte mit dem Verbotenen vereinigt wird, die Rabbanan gegen R. Elie\u0351zer \u00fcber den babylonischen Ouarkbrei!? La\u00df vielmehr den babylonischen Quarkbrei, von dem man w\u00e4hrend der Dauer des Essens eines Peras keine Olive i\u00dft. Wenn man ihn allein schl\u00fcrft, so ist ja dies gegen\u00fcber dem Brauche aller anderen Menschen bedeutungslos<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a>, und wenn man ihn [auf Brot] streicht, so i\u00dft man davon, w\u00e4hrend der Dauer des Essens eines Peras keine Olive. Er wandte ferner gegen ihn ein: Wenn vor zwei T\u00f6pfen, einer Profanes und einer Hebe enthaltend, zwei Gew\u00fcrzm\u00f6rser sich befinden, einer Profanes und einer Hebe enthaltend, und [Gew\u00fcrze] aus diesen in jene gekommen sind, so sind sie erlaubt, denn man nehme an, die Hebe sei in die Hebe und das Profane in das Profane gekommen. Wieso nehme man an, die Hebe sei etc., wenn du sagst, [die Norm von] einer Olive w\u00e4hrend der Dauer des Essens eines Peras sei aus der Tora!? Dieser erwiderte: La\u00df die Hebe vom Gew\u00fcrze, die nur rabbanitisch [zu entrichten] ist. Er wandte ferner gegen ihn ein: Wenn vor zwei K\u00f6rben, einer Profanes und einer Hebe enthaltend, zwei Se\u00e1 sich befinden, eine Profanes und eine Hebe enthaltend, und [Fr\u00fcchte] aus diesen in jene gekommen sind, so sind sie erlaubt, denn man nehme an, das Profane sei in das Profane und die Hebe in die Hebe gekommen. Wieso nehme man dies an, wenn du sagst, [die Norm von] einer Olive w\u00e4hrend der Dauer des Essens eines Peras sei aus der Tora!? Dieser erwiderte: La\u00df die Hebe in der Jetztzeit, die nur rabbanitisch [zu entrichten] ist.<\/p>\n<p>Ist denn [das Wort] <em>Aufgeweichtes<\/em> hierf\u00fcr zu verwenden, es ist ja bf\u00fcr folgende Lehre n\u00f6tig!?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-44b\">Blatt 44b<\/h2>\n<p><em>Aufgeweichtes<\/em>, dies besagt, dass der Geschmack der Sache<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a> gleiche. Wenn n\u00e4mlich [ein Nazir\u00e4er] Weintrauben in Wasser eingeweicht und es einen Weingeschmack erhalten hat, so ist er<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a> schuldig. Hieraus kannst du auf die ganze Tora schlie\u00dfen: wenn beim Nazir\u00e4er, bei dem das Verbot kein dauerndes ist, es sich auf die Nutznie\u00dfung nicht erstreckt und aufgel\u00f6st werden kann, der Geschmack der Sache gleicht, um wieviel mehr gleicht der Geschmack der Sache bei der Mischsaat, bei der das Verbot ein dauerndes ist, sich auch auf die Nutznie\u00dfung erstreckt und nicht aufgel\u00f6st werden kann. In zwei Hinsichten gilt dies auch vom Ungeweihten<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Hier ist die Ansicht der Rabbanan vertreten, w\u00e4hrend R. Jo\u1e25anan<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a> es nach R. A\u0351qiba lehrte.<\/p>\n<p>Nach welcher Lehre R. A\u0351qibas, wollte man sagen, der folgenden Mi\u0161na: R. A\u0351qiba sagt, ein Nazir\u00e4er sei schuldig, auch wenn er sein Brot nur in Wein einweicht und zusammen ein olivengro\u00dfes Quantum vorhanden ist, so ist es ja nicht erwiesen, dass er Brot und Wein zusammen meint, vielleicht Wein allein[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/wajikra-das-buch-leviticus\/#Kapitel7\">Wajikra 7,25<\/a>]. Und wolltest du erwidern, vom Weine allein brauchte dies nicht gesagt zu werden, so lehrt er uns: obgleich [der Wein] nur in einer Mischung enthalten ist!?<\/p>\n<p>Vielmehr, nach der Lehre R. A\u0351qibas in folgender Barajtha: R. A\u0351qiba sagt, wenn ein Nazir\u00e4er sein Brot in Wein einweicht und ein olivengro\u00dfes Quantum Brot und Wein zusammen i\u00dft, sei er schuldig.<\/p>\n<p>Woher entnimmt R. A\u0351qiba, dass der Geschmack der Sache gleiche!?<\/p>\n<p>vom Verbote] des Fleisches mit Milch<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a>: hierbei wird ja nur ein Geschmack \u00fcbertragen, und es ist verboten, ebenso auch anderweitig.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan!?<\/p>\n<p>[Vom Verbote] des Fleisches mit Milch ist nichts zu folgern, weil dies ein Novum ist.<\/p>\n<p>Wieso ist dies ein Novum, wollte man sagen, weil das eine besonders und das andere besonders erlaubt, beides zusammen aber verboten ist, so verh\u00e4lt es sich ja bei der Mischung<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a> ebenso: jedes besonders ist erlaubt, zusammen aber sind sie verboten!?<\/p>\n<p>Vielmehr: l\u00e4\u00dft man [Fleisch] den ganzen Tag in Milch weichen, so ist es<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a> erlaubt, kocht man sie, so ist es verboten.<\/p>\n<p>Und R. A\u0351qiba, [das Verbot] von Fleisch mit Milch ist ja tats\u00e4chlich ein Novum!?<\/p>\n<p>Vielmehr, er folgert es von der Reinigung<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a> nichtj\u00fcdischer [Gef\u00e4\u00dfe]: bei diesen wird ja nur ein Geschmack, \u00fcbertragen, und sie sind verboten, ebenso auch anderweitig.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan!?<\/p>\n<p>Auch die Reinigung von nichtj\u00fcdischen [Gef\u00e4\u00dfen] ist ein Novum: sonst ist es, wenn der Geschmack verschlechternd wirkt, erlaubt, was wir vom [Genusse] des Aases<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a> folgern, hierbei aber ist es verboten.<\/p>\n<p>Und R. A\u0351qiba!?<\/p>\n<p>Dies ist nach R.\u1e24ija, dem Sohne R. Honas, zu erkl\u00e4ren, welcher sagt, die Tora habe nur einen am selben Tage benutzten Topf verboten, in welchem Falle der Geschmack nicht verschlechternd wirkt.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan!?<\/p>\n<p>Auch bei einem am selben Tage benutzten Topfe ist es nicht anders m\u00f6glich, als dass er ein wenig verschlechternd wirkt.<\/p>\n<p>R.A\u1e25a, der Sohn R. Ivjas, sprach zu R.A\u0161i: Aus der Lehre der Rabbanan sollte man ja auf die des R. A\u0351qiba schlie\u00dfen: Die Rabbanan sagen, [das Wort] <em>Aufgeweichtes<\/em> deute darauf, dass [hierbei] der Geschmack der Sache gleiche, und hiervon wird dies hinsichtlich aller in der Tora verbotenen [Speisen] gefolgert, ebenso sollte auch nach R. A\u0351qiba, nach dem [das Wort] <em>Aufgeweichtes<\/em> darauf deutet, dass das [hierbei] Erlaubte mit dem Verbotenen [zur Olivengr\u00f6\u00dfe] vereinigt werde, hiervon hinsichtlich aller in der Tora verbotenen [Speisen] gefolgert werden<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-45a\">Blatt 45a<\/h2>\n<p>Dieser erwiderte: Vom Nazir\u00e4er und vom S\u00fcndopfer lehren zwei Schriftverse dasselbe, [und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren,] so ist von diesen nichts zu entnehmen.<\/p>\n<p>Vom Nazir\u00e4er, wie wir eben gesagt haben, welches Bewenden hat es mit dem S\u00fcndopfer?<\/p>\n<p>Es wird gelehrt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/wajikra-das-buch-leviticus\/#Kapitel6\">Wajikra 6,20<\/a>] <em>Alles, was mit dem Fleische in Ber\u00fchrung kommt, ist heilig etc.<\/em>; man k\u00f6nnte glauben, auch wenn es nichts eingesogen hat, so hei\u00dft es: <em>mit dem Fleische<\/em>, nur wenn es vom Fleische eingesogen hat. <em>Ist heilig<\/em>, es gleicht diesem: ist [das Fleisch] untauglich, so wird dieses ebenfalls untauglich, ist es tauglich, so mu\u00df es nach Vorschrift des Strengeren gegessen werden<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan, vom Nazir\u00e4er und vom S\u00fcndopfer lehren ja zwei Schriftverse dasselbe, wonach aus diesen nichts zu entnehmen ist!?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen dir erwidern: beide sind n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Und R. A\u0351qiba!?\u2014 Wieso sind sie beide n\u00f6tig: allerdings k\u00f6nnte man, wenn es der Allbarmherzige nur beim S\u00fcndopfer geschrieben h\u00e4tte, es nicht hinsichtlich des Nazir\u00e4ers folgern, weil nicht von Heiligem auf das Profane zu schlie\u00dfen ist, aber der Allbarmherzige sollte es nur beim Nazir\u00e4er geschrieben haben, und man w\u00fcrde es hinsichtlich des S\u00fcndopfers gefolgert haben, da vom Nazir\u00e4er hinsichtlich aller in der Tora verbotenen [Speisen] gefolgert wird!?<\/p>\n<p>Und die Rabbanan!?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen dir erwidern: beide sind n\u00f6tig. Beim S\u00fcndopfer [lehrt dies], dass das Erlaubte mit dem Verbotenen vereinigt werde, und man schlie\u00dfe nicht vom Heiligen auf das Profane, und [der Vers] <em>Aufgeweichtes<\/em> lehrt, dass der Geschmack der Sache gleiche, und hiervon ist es auf alle in der Tora [verbotenen Speisen] zu folgern. Und R. A\u0351qiba!?<\/p>\n<p>Beide lehren, dass das Erlaubte mit dem Verbotenen vereinigt werde, somit lehren zwei Schriftverse dasselbe, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist aus diesen nichts zu entnehmen. R. A\u0161i sprach zu R. Kahana: Es wird gelehrt:[Bamidbar 6,4.] <em>Was aus dem Weinstocke bereitet wird, weder Kerne noch Schlauben<\/em>, dies lehrt, dass die dem Nazir\u00e4er verbotenen [Genu\u00dfmittel] miteinander vereinigt werden. Wenn nun nach R. A\u0351qiba Verbotenes und Erlaubtes vereinigt werden, um wieviel mehr Verbotenes mit Verbotenem!? Dieser erwiderte: Verbotenes mit Erlaubtem nur zusammen, Verbotenes mit Verbotenem auch nacheinander.<\/p>\n<p>DEN TEIG IN DEN RITZEN EINER MULDE MUSS MAN, WENN SICH EIN OLIVENGROSSES Quantum AN EINER STELLE BEFINDET, FORTSCHAFFEN, WENN ABER NICHT, SO VERLIERT ER SICH DURCH SEINE GERINGF\u00dcGIGKEIT. DASSELBE GILT AUCH IHINSICHTLICH DER UNREINHEIT. NIMMT MAN DARAN ANSTOSS, so BILDET ER EINE TRENNUNG<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a>, W\u00dcNSCHT MAN, DASS ER ERHALTEN BLEIBE, SO GLEICHT ER DER MULDE. DER VERTROCKNETE<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a> TEIG IST, WENN EIN IHM GLEICHER VORHANDEN IST, DER GES\u00c4UERT HAT, VERBOTEN.<\/p>\n<p>GEMARA. R. Jehuda sagte im Namen \u0160emu\u00e9ls: Dies nur, wenn an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a> dient, wenn aber an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient, so braucht man ihn nicht fortzuschaffen. Demnach braucht man weniger als Olivengr\u00f6\u00dfe nicht fortzuschaffen, auch wenn an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung dient. Manche beziehen dies auf den Schlu\u00dfsatz: wenn aber nicht, so verliert er sich durch seine Geringf\u00fcgigkeit. Hierzu sagte R. Jehuda im Namen \u0160emu\u00e9ls: Dies nur, wenn an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient, wenn aber an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung dient, so mu\u00df man ihn fortschaffen. Demnach mu\u00df man ihn in Olivengr\u00f6\u00dfe fortschaffen, auch wenn an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient. Es gibt eine Lehre \u00fcbereinstimmend mit der ersten Fassung, und es gibt eine Lehre \u00fcbereinstimmend mit der zweiten Fassung. \u00dcbereinstimmend mit der ersten Fassung wird gelehrt: Der Teig in den Ritzen einer Mulde bildet, wenn an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient, keine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen nicht das Verbot<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a>; wenn aber an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung dient, so bildet er eine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen das Verbot. Dies nur, wenn in Olivengr\u00f6\u00dfe, wenn aber weniger als Olivengr\u00f6\u00dfe, so bildet er auch an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung dient, keine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen nicht das Verbot. \u00dcbereinstimmend mit der zweiten Fassung wird gelehrt: Der Teig in den Ritzen einer Mulde bildet, wenn an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient, keine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen nicht das<\/p>\n<h2 id=\"blatt-45b\">Blatt 45b<\/h2>\n<p>Verbot; wenn aber an einer Stelle, wo er nicht zur Dichtung dient, so bildet er eine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen das Verbot. Dies nur, wenn weniger als Olivengr\u00f6\u00dfe, wenn aber in Olivengr\u00f6\u00dfe, so bildet er auch an einer Stelle, wo er zur Dichtung dient, eine Trennung, auch \u00fcbertritt man dessentwegen das Verbot.<\/p>\n<p>[Die Lehren] widersprechen ja einander!? R. Hona erwiderte: Streiche die erleichternde wegen der erschwerenden. R. Joseph erwiderte: Willst du etwa [streitende] Tanna\u00edm aus der Welt schaffen!? Hier\u00fcber streiten Tanna\u00edm, denn es wird gelehrt: Schimmliges Brot mu\u00df man fortschaffen, weil es noch zum Zerreiben und damit viele andere Teige zu s\u00e4uern verwendbar ist. R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar sagte: Dies nur, wenn es zum Essen bestimmt ist, wenn es aber ein zum Sitzen bestimmter Teigklumpen ist, so verliert er seine Eigenheit<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a> Wenn nun R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar sagt, er verliere seine Eigenheit, so ist demnach der erste Tanna der Ansicht, dass er seine Eigenheit nicht verliere. Ein olivengro\u00dfes Quantum verliert somit nicht seine Eigenheit, auch wenn man es aufgibt. Abajje sprach zu ihm: Du hast es allerdings hinsichtlich des olivengro\u00dfen Quantums erkl\u00e4rt, hast du es etwa hinsichtlich eines Quantums weniger als eine Olive erkl\u00e4rt<a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a>!? Vielmehr, vertreten beide Lehren die Ansicht des R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar, dennoch besteht hier kein Widerspruch, denn eines gilt von einer beim Kneten benutzten Stelle, und eines gilt von einer beim Kneten nicht benutzten Stelle<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a>. R. A\u0161i sprach: Man sage nicht, nur die R\u00fcckseite der Mulde hei\u00dfe eine Stelle, die beim Kneten nicht benutzt wird, sondern auch der Rand derselben.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich!?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte dies glauben, weil [der Teig] zuweilen bis dahin hochsteigt, so lehrt er uns. R. Na\u1e25man sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist wie R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar,<\/p>\n<p>Dem ist ja aber nicht so, R. Ji\u00e7a\u1e25aq b. A\u0161i sagte im Namen Rabhs, dass, wenn man [den Teigklumpen] mit Lehm bestreicht, er seine Eigenheit verliere; nur wenn man ihn bestreicht, sonst aber nicht!?<\/p>\n<p>Wer das eine lehrte, lehrte das andere nicht. Manche lesen: R. Na\u1e25man sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist nicht wie R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar, denn R. Ji\u00e7\u1e25aq b. A\u0161i sagte im Namen Rabhs, dass, wenn man [den Teigklumpen] mit Lehm bestreicht, er seine Eigenheit verliere etc.<\/p>\n<p>R. Na\u1e25man sagte im Namen \u0160emu\u00e9ls: Wenn zwei St\u00fccke in der Gr\u00f6\u00dfe von je einer halben Olive durch einen Teigfaden [verbunden] sind, so richte man sich danach: w\u00fcrden sie beim Aufnehmen des Teigfadens an diesem h\u00e4ngen bleiben, so mu\u00df man sie fortschaffen, wenn aber nicht, so braucht man sie nicht fortzuschaffen. U\u0351la sagte: Dies nur, wenn in einer Mulde, wenn in der Wohnung, so mu\u00df man sie fortschaffen.<\/p>\n<p>Weshalb?<\/p>\n<p>Wenn man fegt, k\u00f6nnen sie aneinanderkommen. U\u0351la sagte: Im Westen fragten sie, wie es denn sei, wenn sie sich in Stube und S\u00f6ller, in Stube und Vorhalle oder in zwei Stuben, eine hinter der anderen, befinden? Dies bleibt unentschieden.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Wenn Brot schimmlig und f\u00fcr Menschen ungenie\u00dfbar geworden ist, ein Hund aber es essen kann, so ist es in Eigr\u00f6\u00dfe als Speise verunreinigungsf\u00e4hig, auch darf es am Pesa\u1e25feste [als Hebe zusammen] mit unreiner verbrannt werden. Im Namen R. Nathans sagten sie, es sei nicht verunreinigungsf\u00e4hig. Unsere Lehre, dass sie n\u00e4mlich beim Reinheitsgesetze eine Regel gesagt haben, was als Speise f\u00fcr Menschen bestimmt ist, sei so lange verunreinigungsf\u00e4hig, bis auch ein Hund es nicht mehr i\u00dft, vertritt also nicht die Ansicht R. Nathans.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Das Mehl in einem Gerbertrog mu\u00df man, wenn man es innerhalb drei Tagen hineingetan hat, fortschaffen, wenn vor drei Tagen, so braucht man es nicht fortzuschaffen. R. Nathan sagte: Dies nur, wenn man darin noch keine H\u00e4ute eingeweicht hat, hat man aber darin bereits H\u00e4ute eingeweicht, so braucht man es nicht fortzuschaffen, auch wenn innerhalb drei Tagen. Raba sagte: Die Halakha ist wie R. Nathan: auch wenn innerhalb eines Tages oder auch nur einer Stunde.<\/p>\n<p>DASSELBE GILT AUCH IHINSICHTLICH DER UNREINHEIT etc. Ist es denn gleich: da h\u00e4ngt es von der Gr\u00f6\u00dfe ab, hierbei h\u00e4ngt es von der Ansto\u00dfnahme ab!? R. Jehuda erwiderte: Lies: anders verh\u00e4lt es sich bei der Unreinheit. Abajje sprach zu ihm: Es hei\u00dft ja aber: dasselbe gilt auch hinsichtlich der Unreinheit!? Vielmehr, erkl\u00e4rte Abajje, meint er es wie folgt:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-46a\">Blatt 46a<\/h2>\n<p>dies gilt auch hinsichtlich der Vereinigung bei der Unreinheit am Pesa\u1e25feste, an den \u00fcbrigen Tagen des Jahres aber ist zu unterscheiden<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>In welchem Falle?<\/p>\n<p>Wenn Speisen weniger als in Eigr\u00f6\u00dfe mit dem Teig in Ber\u00fchrung kommen; am Pesa\u1e25feste, an dem er durch das Verbot Bedeutung hat, werden sie vereinigt, an den \u00fcbrigen Tagen des Jahres kommt es auf die Ansto\u00dfnahme an: nimmt man daran Ansto\u00df, so werden sie vereinigt, w\u00fcnscht man, dass er erhalten bleibe, so gleicht er der Mulde. Raba wandte ein: Spricht er denn von der Vereinigung, er spricht ja von der Trennung!? Vielmehr, erkl\u00e4rte Raba, dasselbe gilt auch von der Reinigung einer Mulde.<\/p>\n<p>In welchem Falle?<\/p>\n<p>Wenn die Mulde unrein ist und man sie untertauchen will; am Pesa\u1e25feste, an dem er durch das Verbot Bedeutung hat, bildet er eine Trennung, und das Untertauchen ist ung\u00fcltig, an den \u00fcbrigen Tagen des Jahres kommt es auf die Ansto\u00dfnahme an: nimmt man daran Ansto\u00df, so bildet er eine Trennung, w\u00fcnscht man, dass er erhalten bleibe, so gleicht er der Mulde. R. Papa wandte ein: Lehrt er denn, dasselbe gelte auch hinsichtlich der Reinheit, er lehrt ja: auch hinsichtlich der Unreinheit? Vielmehr, erkl\u00e4rte R. Papa, dasselbe gilt auch hinsichtlich der \u00dcbertragung der Unreinheit auf die Mulde.<\/p>\n<p>In welchem Falle?<\/p>\n<p>Wenn ein Kriechtier den Teig ber\u00fchrt hat; am Pesa\u1e25feste, an dem er durch das Verbot Bedeutung hat, bildet er eine Trennung<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>, und die Unreinheit wird nicht \u00fcbertragen, an den \u00fcbrigen Tagen des Jahres kommt es auf die Ansto\u00dfnahme an: nimmt man daran Ansto\u00df, so bildet er eine Trennung, w\u00fcnscht man, dass er erhalten bleibe, so gleicht er der Mulde.<\/p>\n<p>DER VERTROCKNETE TEIG IST, WENN EIN IHM GLEICHER etc. Wie ist es, wenn kein ihm gleicher vorhanden ist? R. Abahu erwiderte im Namen des R. \u0160imo\u0351n b. Laqi\u0161: [Wenn er solange gelegen hat,] als man von der Nunjaburg nach Tiberias geht, ein Mil.<\/p>\n<p>Sollte er doch sagen: ein Mil!?<\/p>\n<p>Er lehrt uns folgendes: ein Mil ist soviel, wie von der Nunjaburg bis Tiberias.<\/p>\n<p>R. Abahu sagte im Namen des R. \u0160imon b. Laqi\u0161: Zum Kneten<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a>, zum Gebete<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a> und zum H\u00e4ndewaschen<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a> [gehe man] vier Mil<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a> R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq sprach: Dies sagte Ajbu; er sagte es von vier Dingen, und eines von ihnen ist das Gerben. Wir haben n\u00e4mlich gelernt: Diese<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a> alle sind rein, wenn man sie gegerbt, oder wenn man gen\u00fcgend zur Gerbung darauf getreten hat, ausgenommen die Menschenhaut. Was hei\u00dft gen\u00fcgend zur Gerbung? R. Inja erwiderte im Namen R. Jannajs: Als man vier Mil geht. R. Jose b. R. \u1e24anina sagte: Dies nur vorw\u00e4rts, zur\u00fcck aber braucht man nicht einmal ein Mil umzukehren. R. A\u1e25a sagte: Hieraus, dass man nur ein Mil nicht umzukehren braucht, weniger als ein Mil aber mu\u00df man umkehren.<\/p>\n<p>WIE SONDERE MAN AM FESTE DIE TEIGHEBE IN UNREINHEIT<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a> AB? R. ELIE\u0351ZER SAGT, MAN BESTIMME SIE ERST NACH DEM BACKEN. BEN BETHERA<\/p>\n<h2 id=\"blatt-46b\">Blatt 46b<\/h2>\n<p>SAGT, MAN LEGE SIE IN KALTES<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a>. R. JEHOSUA\u0351 SAGT, DIES SEI \u00dcBERHAUPT KEIN GES\u00c4UERTES, WORAUF DAS VERBOT \u00bbNICHT ZU SEHEN UND NICHT ZU FINDEN<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a> ZU BEZIEHEN<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a> IST; MAN SONDERE SIE VIELMEHR AB UND LASSE SIE BIS ZUM ABEND LIEGEN, UND WENN SIE SAUERT, SO IST NICHTS DABEI.<\/p>\n<p>GEMARA. Es w\u00e4re anzunehmen, dass sie \u00fcber den Dank<a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a> streiten. R. Elie\u0351zer ist der Ansicht, der Dank habe einen Geldwert, und R. Jeho\u0161ua\u0351 ist der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert.<\/p>\n<p>Nein, alle sind der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert, und sie streiten \u00fcber die Eventualit\u00e4t: R. Elie\u0351zer ist der Ansicht, wir sagen, wenn er um die Aufl\u00f6sung [seiner Bestimmung] nachsucht, ist es eventuell sein Eigentum, und R. Jeho\u0161ua\u0351 ist der Ansicht, man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t nicht.<\/p>\n<p>Es wurde gelehrt: Wer am Feste f\u00fcr den Alltag<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a> b\u00e4ckt, erh\u00e4lt, wie R.\u1e24isda sagt, Gei\u00dfelhiebe, und wie Rabba sagt, keine Gei\u00dfelhiebe. R. \u1e24isda sagt, er erhalte Gei\u00dfelhiebe, denn wir sagen nicht, wenn er Besuch bekommt, kann er eventuell [das Geb\u00e4ck am Feste] verwenden, und Rabba sagt, er erhalte keine Gei\u00dfelhiebe, denn man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t. Rabba sprach zu R.\u1e24isda: Wieso darf man nach deiner Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t nicht ber\u00fccksichtige, am Feste f\u00fcr den \u0160abbath backen!? Dieser erwiderte: Auf Grund des Speisen-Erubs.<\/p>\n<p>Erlauben wir denn wegen des Speisen-Erubs ein Verbot der Tora!? Dieser erwiderte: Nach der Tora d\u00fcrfen alle Bed\u00fcrfnisse des \u0160abbaths am Feste verrichtet werden, nur haben es die Rabbanan verboten, mit R\u00fccksicht darauf, man k\u00f6nnte sagen, man d\u00fcrfe am Feste auch f\u00fcr den Alltag backen; da ihn nun die Rabbanan zum Speisen-Erub verpflichtet haben, so merkt man es. Er wandte gegen ihn ein: Man darf<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a> kein in Gefahr schwebendes Tier schlachten, es sei denn, dass man noch w\u00e4hrend des Tages von diesem ein olivengro\u00dfes St\u00fcck gebraten essen kann. Essen kann, auch wenn man es nicht zum Essen braucht. Einleuchtend ist es nach meiner Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t ber\u00fccksichtige, dass man es schlachten darf, da man, wenn man es will, davon essen kann, wieso aber darf man es schlachten nach deiner Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t nicht ber\u00fccksichtige!? Dieser erwiderte: Wegen des Geldschadens.<\/p>\n<p>Erlauben wir denn wegen des Geldschadens ein Verbot der Tora!? Dieser erwiderte: Freilich, wegen des Geldschadens, entschlie\u00dft man sich, davon ein olivengro\u00dfes St\u00fcck<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> zu essen, und ohne Schlachten ist kein olivengro\u00dfes St\u00fcck m\u00f6glich. Er wandte ferner gegen ihn ein:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-47a\">Blatt 47a<\/h2>\n<p>Das Schaubrot wird am neunten, am zehnten und am elften [Tage]<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a> gegessen, weder fr\u00fcher noch sp\u00e4ter. Und zwar: gew\u00f6hnlich am neunten, denn es wird am Vorabend des \u0160abbaths gebacken und am \u0160abbath gegessen, also am neunten; f\u00e4llt ein Fest auf den Vorabend des \u0160abbaths, so wird es am \u0160abbath, also am zehnten gegessen; wenn aber die zwei Tage des Neujahrsfestes [vorangehen], so wird es ebenfalls am \u0160abbath, also am elften gegessen; [das Backen] desselben verdr\u00e4ngt n\u00e4mlich weder den \u0160abbath noch das Fest. Weshalb verdr\u00e4ngt es nicht das Fest, wenn du sagst, die Bed\u00fcrfnisse des \u0160abbaths d\u00fcrfen am Feste verrichtet werden!? Dieser erwiderte: Wegen eines naheliegenden Falles haben sie dies<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a> erlaubt, und wegen eines weitliegenden Falles<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a> haben sie dies nicht erlaubt.<\/p>\n<p>Wie ist es aber nach R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l zu erkl\u00e4ren, der im Namen R. \u0160imo\u0351ns, des Sohnes des Priesterpr\u00e4ses, sagte, es verdr\u00e4nge das Fest, nur nicht den Fasttag<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Darin streiten sie eben: einer ist der Ansicht, wegen eines naheliegenden Falles haben sie dies erlaubt, und wegen eines weitliegenden Falles haben sie dies nicht erlaubt, und einer ist der Ansicht, sie haben dies auch wegen eines weitliegenden Falles erlaubt. R. Mari wandte ein: Die zwei Brote<a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a> werden weder fr\u00fcher als am zweiten noch sp\u00e4ter als am dritten [Tage] gegessen. Und zwar: werden sie am Vorabend des Festes gebacken, so werden sie am Feste, also am zweiten gegessen; f\u00e4llt das Fest auf einen Sonntag, so werden sie am Feste, also am dritten gegessen; [das Backen] derselben verdr\u00e4ngt n\u00e4mlich weder den \u0160abbath noch das Fest. Wenn du sagst, die Bed\u00fcrfnisse des \u0160abbaths d\u00fcrfen am Feste verrichtet werden, so sollte doch, wenn die des \u0160abbaths am Feste erlaubt sind, um so mehr die des Festes am Feste erlaubt sein!?<\/p>\n<p>Anders ist es da; die Schrift sagt <em>f\u00fcr euch<\/em>, nur f\u00fcr euch, nicht aber f\u00fcr Gott.<\/p>\n<p>Wie ist es nach R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l zu erkl\u00e4ren, der im Namen R. \u0160imo\u0351ns, des Sohnes des Priesterpr\u00e4ses, sagte, es verdr\u00e4nge das Fest, nur nicht den Fasttag!?<\/p>\n<p>Er ist der Ansicht Abba \u0160a\u00fals, der erkl\u00e4rte: <em>f\u00fcr euch<\/em>, nur f\u00fcr euch, nicht aber f\u00fcr Nichtjuden.<\/p>\n<p>R. \u1e24isda sandte durch R. A\u1e25a b. R. Hona an Rabba [folgenden Einwand]: Ber\u00fccksichtigen wir denn die Eventualit\u00e4t, wir haben ja gelernt: Mancher pfl\u00fcgt ein Beet und ist dieserhalb wegen \u00dcbertretung von acht Verboten schuldig:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-47b\">Blatt 47b<\/h2>\n<p>wenn ein priesterlicher Nazir\u00e4er im Siebentjahre am Feste auf einem unreinen Platze Mischsaat (im Weinberge) s\u00e4end mit Ochs und Esel des Heiligtums<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a> pfl\u00fcgt. Wenn du sagst, man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t, so sollte er doch wegen des Pfl\u00fcgens [am Feste] nicht schuldig sein, da er [die Erde] zum Zudecken des Blutes von geschlachtetem Gefl\u00fcgel verwenden kann!? R. Papa b. \u0160emu\u00e9l erwiderte: Dies gilt von weichen Steinen.<\/p>\n<p>Solche kann man ja zersto\u00dfen!?<\/p>\n<p>Ist denn das Zersto\u00dfen am Feste erlaubt!?<\/p>\n<p>Man kann sie ja wie unbeabsichtigt<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a> zersto\u00dfen!? Wenn es ein harter Felsen ist.<\/p>\n<p>Ist denn ein harter Felsen zum S\u00e4en geeignet!?<\/p>\n<p>Wenn der Boden oben felsig und unten locker ist.<\/p>\n<p>So sollte es wegen der lockeren Erde [erlaubt] sein!?<\/p>\n<p>Vielmehr, erkl\u00e4rte Mar b. R.A\u0161i, dies gilt von einem Lehmboden.<\/p>\n<p>Ist denn ein Lehmboden zum S\u00e4en geeignet!?<\/p>\n<p>Wenn er schlammig ist. Abajje wandte gegen ihn ein: Wer am Feste die Spannader mit Milch kocht und sie i\u00dft, erh\u00e4lt f\u00fcnffach Gei\u00dfelhiebe: Gei\u00dfelhiebe wegen des Kochens der Spannader<a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a> [am Feste], Gei\u00dfelhiebe wegen des Essens der Spannader, Gei\u00dfelhiebe wegen des Kochens von Fleisch mit Milch, Gei\u00dfelhiebe wegen des Essens von Fleisch mit Milch und Gei\u00dfelhiebe wegen des Feueranz\u00fcndens<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a> Wenn du sagst, man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t, so sollte er doch wegen des Feueranz\u00fcndens nicht schuldig sein, da er es anderweitig gebrauchen kann!? Dieser erwiderte: Man lasse das Feueranz\u00fcnden fort und z\u00e4hle statt dessen [den Genu\u00df] der Spannader eines Aases<a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a><\/p>\n<p>R.\u1e24ija lehrte ja aber, dass er zweifache Gei\u00dfelhiebe wegen des Essens und dreifache wegen des Kochens erhalte, und nach [dieser Erkl\u00e4rung] m\u00fc\u00dfte er ja die dreifachen wegen des Essens erhalten!?<\/p>\n<p>Vielmehr, man lasse das Feueranz\u00fcnden fort und z\u00e4hle statt dessen [die Benutzung] von abgesondertem<a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a> Holze mit.<\/p>\n<p>Ist denn das Verbot des Abgesonderten aus der Tora!? Dieser erwiderte: Freilich; es hei\u00dft:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/schemot-das-buch-exodus\/#Kapitel16\">Schemot 16,5<\/a>] <em>am sechsten Tage sollen sie zubereiten, was sie heimbringen<\/em>, und das Verbot ist hieraus zu entnehmen:[Ib. 20,10.] <em>du sollst keinerlei Arbeit verrichten<\/em>. Jener entgegnete: Du selbst sagtest ja, du habest R. \u1e24isda gefragt, manche lesen: R. Hona gefragt, wie es denn sei, wenn man am Feste ein Schaf vom Anger<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> holt und es als best\u00e4ndiges Opfer schlachtet, und er habe erwidert:<\/p>\n<p>[Jechezkel 45,15.] <em>Lamm<\/em>, kein Erstgeborenes<a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a>; <em>eines<\/em>, kein verzehntetes<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a>; <em>vom Schafe<\/em>, kein halberwachsenes<a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a>; <em>von je zweihundert<\/em>, vom Zweihundertfachen, das in<\/p>\n<h2 id=\"blatt-48a\">Blatt 48a<\/h2>\n<p>der Kufe<a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a> zur\u00fcckbleibt. Hieraus, dass das Ungeweihte im Zweihundertfachen aufgeht. <em>Von den Getr\u00e4nken Jisra\u00e9ls<\/em>, nur von solchen, die Jisra\u00e9liten erlaubt sind. Hieraus folgerten sie, dass man kein Gu\u00dfopfer vom Unverzehnteten bringe. Man k\u00f6nnte glauben, man d\u00fcrfe es auch vom Abgesonderten nicht bringen, so folgere man: wie das Unverzehntete, weil es an sich verboten ist, ebenso alles andere, was an sich verboten ist, ausgenommen das Abgesonderte, das nicht an sich, sondern wegen anderer Umst\u00e4nde verboten ist. Wenn du sagst, das Abgesonderte sei nach der Tora verboten, so ist es ja einerlei, ob die Sache an sich oder wegen anderer Umst\u00e4nde verboten ist!? Ferner bist du es ja selbst, der sagt, eine Teilung der Arbeiten<a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a> gebe es nur am \u0160abbath und nicht am Feste!?<\/p>\n<p>Vielmehr, man lasse das Feueranz\u00fcnden fort und z\u00e4hle [die Benutzung] von A\u0161eraholz mit, und das Verbot ist hieraus zu entnehmen:[Dewarim 13,18.] <em>nichts soll vom Gebannten an deiner Hand kleben bleiben<\/em>. R. A\u1e25a, der Sohn Rabas, sprach zu Abajje: Er sollte doch Gei\u00dfelhiebe erhalten auch wegen [des Verbotes]:[Ib. 7,26.] <em>du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen<\/em>!?<\/p>\n<p>Vielmehr, man lasse das Feueranz\u00fcnden fort und z\u00e4hle [das Verbrennen] von geheiligtem Holze mit, und das Verbot ist hieraus zu entnehmen:[Ib. 12,3.] <em>verbrennet ihre A\u0161era<\/em>[Ib. V. 4.] <em>ihr d\u00fcrft nicht mit dem Herrn, euerem Gott, ebenso verfahren<\/em>.<\/p>\n<p>Rami b. \u1e24ama sagte: R. \u1e24isda und Rabba f\u00fchren denselben Streit wie R. Elie\u0351zer<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a> und R. Jeho\u0161ua\u0351; R. Elie\u0351zer ist n\u00e4mlich der Ansicht, man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t, und R. Jeho\u0161ua\u0351 ist der Ansicht, man ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t nicht. R. Papa entgegnete: Vielleicht ist [dem nicht so]; R. Elie\u0351zer ist nur da der Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t ber\u00fccksichtige, weil jedes Brot, wenn man es in den Ofen schiebt, f\u00fcr ihn selbst verwendbar ist, hierbei aber, wo es nicht f\u00fcr ihn selbst, sondern nur f\u00fcr G\u00e4ste verwendbar ist, ist er ebenfalls der Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t nicht ber\u00fccksichtige. R. Si\u0161a, Sohn des R. Idi, entgegnete: Vielleicht ist dem nicht so; R. Jeho\u0161ua\u0351 ist nur da der Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t nicht ber\u00fccksichtige, weil darunter sich ein [Brot] befindet, das weder f\u00fcr ihn selbst noch f\u00fcr G\u00e4ste verwendbar ist, hierbei aber, wo es immerhin f\u00fcr G\u00e4ste verwendbar ist, ist er ebenfalls der Ansicht, dass man die Eventualit\u00e4t ber\u00fccksichtige.<\/p>\n<p>[Die J\u00fcnger] unterbreiteten dies R. Jirmeja und R. Zera; R. Jirmeja stimmte dem zu, R. Zera aber stimmte dem nicht zu. Da sprach R. Jirmeja zu R. Zera: Seit Jahren war es uns fraglich, worin denn der Streit zwischen R. Elie\u0351zer und R. Jeho\u0161ua\u0351 bestehe, und wo es uns nun im Namen eines bedeutenden Mannes erkl\u00e4rt wird, sollten wir dem nicht zustimmen!? Dieser erwiderte: Wie sollte ich dem zustimmen, wo wir doch gelernt haben: R. Jeho\u0161ua\u0351 sprach zu ihm: Nach deiner Ansicht \u00fcbertritt er ja [das Verbot]:[Schemot 10.] <em>du sollst keinerlei Arbeit verrichten<\/em>, und er schwieg dazu. Wenn dem so<a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a> w\u00e4re, so sollte er ihm erwidert haben, er ber\u00fccksichtige die Eventualit\u00e4t!? Jener entgegnete: In einer Barajtha wird gelehrt: R. Elie\u0351zer erwiderte ihm: Nach deiner Ansicht \u00fcbertritt er ja das Verbot \u00bbnicht zu sehen und nicht zu finden\u00ab, und dieser schwieg dazu. Willst du etwa nach deiner Auffassung behaupten, dieser habe nichts erwidert, wo er ihm ja in unserer Mi\u0161na erwidert hat!? Wir haben n\u00e4mlich gelernt: Die sei kein Ges\u00e4uertes, worauf das Verbot \u00bbnicht zu sehen und nicht zu finden\u00ab zu beziehen ist. Vielmehr schwieg er in der Barajtha<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a> und erwiderte ihm in unserer Mi\u0161na, ebenso schwieg jener vielleicht in der Barajtha und erwiderte ihm in einer Mekhilta<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: Rabbi sagte, die Halakha sei wie R. Elie\u0351zer, und R. Ji\u00e7\u1e25aq sagte, die Halakha sei wie Ben Bethera.<\/p>\n<p>Welches Quantum darf<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a> der Teig haben? R. Ji\u0161ma\u0351\u00e9l, Sohn des R. Jo\u1e25anan b. Beroqa, sagt, zwei Kab Weizen oder drei Kab Gerste; R. Nathan sagt im Namen R. Elie\u0351zers, entgegengesetzt.<\/p>\n<p>Es wird ja aber gelehrt, R. Ji\u0161ma\u0351\u00e9l, Sohn des R. Jo\u1e25anan b. Beroqa, sagt, drei Kab Weizen oder vier Kab Gerste!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand; dies gilt von minderwertigen<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a>, und jenes gilt von guten. R. Papa sagte: Hieraus ist zu entnehmen, dass die Differenz zwischen minderwertigem und gutem Weizen gr\u00f6\u00dfer ist als die Differenz zwischen minderwertiger und guter Gerste, denn bei jenem betr\u00e4gt sie ein Drittel, bei dieser aber ein Viertel.<\/p>\n<p>Rabh sagte: Am Pesa\u1e25feste [knete man nicht mehr als] einen maglonischen Kab; das gleiche [Quantum ist auch pflichtig] zur Teighebe.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt, etwas mehr als f\u00fcnf Viertellog sei zur Teighebe pflichtig!?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-48b\">Blatt 48b<\/h2>\n<p>Er meint es wie folgt, der maglonische Kab habe ebenfalls dieses Quantum. R. Joseph sagte: Unsere Frauen pflegen am Pesa\u1e25feste kapizweise<a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a> zu backen. Abajje sprach zu ihm: Du glaubst also, dies sei erschwerend, diese Erschwerung hat aber eine Erleichterung zur Folge, denn dadurch entzieht man [den Teig] der Pflicht der Teighebe. Jener erwiderte: Sie verfahren nach R. Elie\u0351zer, denn es wird gelehrt, R. Elie\u0351zer sagt, wenn man Brote aus dem Ofen nimmt und sie in den Korb legt, vereinige sie der Korb zur Pflicht der Teighebe, und hierzu sagte R. Jehuda im Namen \u0160emu\u00e9ls, die Halakha sei wie R. Elie\u0351zer. Dieser entgegnete: Hierzu wurde ja gelehrt: R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi sagte, dies lehrten sie nur von den babylonischen Broten, die aneinander kleben, nicht aber von Knusperchen!?<\/p>\n<p>Hierzu wurde aber gelehrt, R. \u1e24anina sagte, dies gelte auch von Knusperchen. R. Jirmeja fragte: Wie ist es, wenn man sie auf eine Platte ohne Rand legt: ist<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a> das Innere des Gef\u00e4\u00dfes erforderlich, das diese nicht hat, oder ist der Luftraum des Gef\u00e4\u00dfes erforderlich, den auch diese hat?<\/p>\n<p>Dies bleibt unentschieden.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. Elie\u0351zer sagt, der Korb vereinige sie; R. Jeho\u0161ua\u0351 sagt, der Ofen vereinige sie; R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l sagt, die babylonischen Brote, die aneinander kleben, werden vereinigt.<\/p>\n<p>R. GAMLI\u00c9L SAGT, DREI FRAUEN D\u00dcRFEN GLEICHZEITIG KNETEN UND HINTEREINANDER IN EINEM OFEN BACKEN. DIE WEISEN SAGEN, DREI FRAUEN D\u00dcRFEN SICH ZUSAMMEN MIT EINEM TEIG BEFASSEN: EINE KNETE, EINE RICHTE [DIE BROTE] HER UND EINE BACKE. R. AQIBAIBA SAGT, NICHT ALLE FRAUEN, NICHT ALLE HOLZARTEN UND NICHT ALLE OFEN GLEICHEN EINANDER; DIE REGEL IST: G\u00c4RT [DER TEIG], SO KLATSCHE SIE IHN MIT KALTEM.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: W\u00e4hrend die [erste] Knetende [das Unges\u00e4uerte ] formt, knete die andere; w\u00e4hrend die [erste] Formende b\u00e4ckt, forme die andere und knete die dritte; w\u00e4hrend die [erste] Backende knetet, backe die andere und forme die dritte, und so gehe es um die Reihe. So lange sie sich mit dem Teig befassen, kommt er nicht zum Sauern.<\/p>\n<p>R. AQIBA SAGT, NICHT ALLE FRAUEN etc. Es wird gelehrt: R. A\u0351qiba sagte: Ich unterbreitete R. Gamli\u00e9l folgendes: M\u00f6ge uns der Meister lehren, ob er hurtige oder nicht hurtige Frauen, feuchtes oder trockenes Holz, einen warmen oder einen kalten Ofen meine? Er erwiderte mir: Du hast dich nur an das zu halten, was die Weisen lehren: Die Regel ist: g\u00e4rt [der Teig], so klatsche sie ihn mit Kaltem.<\/p>\n<p>G\u00c4RENDER TEIG IST ZU VERBRENNEN, UND WER IHN ISST, IST FREI; RISSIGER IST ZU VERBRENNEN, UND WER IHN ISST, MACHT SICH DER AUSROTTUNGSSTRAFE SCHULDIG. WELCHER HEISST G\u00c4RENDER? WENN [DIE RISSE] DEN F\u00dcHLH\u00d6RNERN DER HEUSCHRECKEN \u00c4HNLICH<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> SIND; WELCHER HEISST RISSIG? WENN DIE RISSE SCHON INEINANDERLAUFEN SO R. JEHUDA.<\/p>\n<p>DIE WEISEN SAGEN, WEGEN DES EINEN UND DES ANDEREN MACHE SICH, WER IHN ISST, DER AUSROTTUNGSSTRAFE SCHULDIG; G\u00c4RENDER IST VIELMEHR [DER TEIG], DESSEN AUSSEHEN BLASS IST, WIE DAS EINES MENSCHEN, DESSEN HAARE SICH VOR SCHRECK STR\u00c4UBEN.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Welcher hei\u00dft g\u00e4render Teig? Dessen Aussehen bla\u00df ist, wie das eines Menschen, dessen Haare sich [vor Schreck] str\u00e4uben. Rissig? Den F\u00fchlh\u00f6rnern der Heuschrecken \u00e4hnlich so R. Me\u00edr.<\/p>\n<p>Die Weisen sagen, g\u00e4render hei\u00dfe er, wenn [die Risse] den F\u00fchlh\u00f6rnern der Heuschrecken \u00e4hnlich sind, rissig hei\u00dfe er, wenn die Risse ineinanderlaufen; wegen des einen und des anderen mache sich, wer ihn i\u00dft, der Ausrottungsstrafe schuldig.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt, g\u00e4render Teig sei zu verbrennen, und wer ihn i\u00dft, sei frei<\/p>\n<p>so R. Jehuda!?<\/p>\n<p>Sage vielmehr: nach R.Me\u00edr mache sich wegen des einen<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> und des anderen, wer ihn i\u00dft, der Ausrottungsstrafe schuldig. Raba sagte: Was ist der Grund R. Me\u00edrs? Du hast keinen Ri\u00df oben, der nicht mehrere Risse unten h\u00e4tte.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-49a\">Blatt 49a<\/h2>\n<p>F\u00c4LLT DER VIERZEHNTE [NISAN] AUF EINEN \u0160ABBATH, SO SCHAFFE MAN ALLES VOR DEM \u0160ABBATH FORT SO R. MEIR; DIE WEISEN SAGEN, ERST ZUR ZEIT; R. ELEA\u0351ZAR B. \u00c7ADOQ SAGT, HEBE VOR DEM \u0160ABBATH, PROFANES ZUR ZEIT.<\/p>\n<p>GEMARA. Es wird gelehrt: R. Elea\u0351zar b. \u00c7adoq erz\u00e4hlte: Einst feierte mein Vater den \u0160abbath, auf den der vierzehnte fiel, in Jabne; da kam Zonin, ein Beamter R. Gamli\u00e9ls, und sprach: Es ist Zeit, das Ges\u00e4uerte fortzuschaffen. Ich begleitete dann meinen Vater, und wir schafften das Ges\u00e4uerte fort.<\/p>\n<p>WER DAS PESAHOPFER SCHLACHTEN, SEINEN SOHN BESCHNEIDEN ODER ZUM VERLOBUNGSMAHL IM HAUSE SEINES SCHWIEGERVATERS GEHT UND SICH ERINNERT, DASS ER ZUHAUSE GES\u00c4UERTES HAT, MUSS, FALLS ER UMKEHREN, [DAS GES\u00c4UERTE] FORTSCHAFFEN UND AUCH DAS GEBOT AUS\u00dcBEN KANN, UMKEHREN UND [DAS GES\u00c4UERTE] FORTSCHAFFEN, WENN ABER NICHT, SO GEBE ER ES IN SEINEM HERZEN AUF. [GEHT ER] HILFE LEISTEN VOR NICHTJUDEN, [DER \u00dcBERSCHWEMMUNG] EINES FLUSSES, STRASSENR\u00c4UBERN, FEUERSBRUNST ODER EINSTURZ, SO GEBE ER ES IN SEINEM HERZEN AUF; WENN ABER BELIEBIG EINEN PLATZ F\u00dcR DEN \u0160ABBATH<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a> IN BESITZ ZU NEHMEN, SO KEHRE ER SOFORT UM. DESGLEICHEN MUSS, WER JERUSALEM VERLASSEN HAT UND SICH ERINNERT, viii DASS ER HEILIGES FLEISCH BEI SICH HAT, FALLS ER COPIHIM<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a> VOR\u00dcBER IST, ES AN ORT UND STELLE VERBRENNEN, WENN ABER NICHT, UMKEHREN UND ES VOR DER TEMPELHALLE MIT DEM HOLZE DES ALTARS<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> VERBRENNEN. BEI WELCHEM Quantum MUSS MAN UMKEHREN? R. MEIR SAGT, WEGEN DES EINEN UND DES ANDEREN BEI EIGR\u00d6SSE; R. JEHUDA SAGT, IN DIESEM UND IN JENEM FALLE BEI OLIVENGR\u00d6SSE; DIE WEISEN SAGEN, WEGEN DES HEILIGEN FLEISCHES BEI OLIVENGR\u00d6SSE, WEGEN DES GES\u00c4UERTEN BEI EIGR\u00d6SSE.<\/p>\n<p>GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wer zum Verlobungsmahle im Hause seines Schwiegervaters oder beliebig einen Platz f\u00fcr den \u0160abbath in Besitz zu nehmen geht, kehre sofort um!? R. Jo\u1e25anan erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines nach R. Jehuda und eines nach R. Jose. Es wird n\u00e4mlich gelehrt: Das Verlobungsmahl ist Freigestelltes<\/p>\n<p>so R. Jehuda; R. Jose sagt, ein Gebot. Jetzt aber, wo R. \u1e24isda erkl\u00e4rt hat, der Streit bestehe nur \u00fcber das zweite Mahl, w\u00e4hrend das erste nach aller Ansicht Gebot sei, kannst du auch sagen, beides nach R. Jehuda, dennoch besteht kein Widerspruch, denn eines gilt vom ersten Mahle, und eines gilt vom zweiten Mahle. Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Ich h\u00f6rte es<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a> nur vom Verlobungsmahle, nicht aber vom Geschenkmahle<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a>. R. Jose entgegnete ihm: Ich h\u00f6rte es sowohl vom Verlobungsmahle als auch vom Geschenkmahle.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. \u0160imo\u0351n sagte: Ein Schriftgelehrter darf von keinem [Hochzeits]mahle genie\u00dfen, das nicht gottgef\u00e4llig ist.<\/p>\n<p>Welches zum Beispiel? R. Jo\u1e25anan erwiderte: Die Tochter eines Priesters mit einem Jisra\u00e9liten, oder die Tochter eines Schriftgelehrten mit einem Manne aus dem gemeinen<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a> Volke. R. Jo\u1e25anan sagte n\u00e4mlich: Wenn die Tochter eines Priesters einem Jisra\u00e9liten [angetraut wird], so f\u00fchrt diese Verbindung nicht zum Guten.<\/p>\n<p>Wieso? R. \u1e24isda erwiderte: Entweder wird sie Witwe oder Geschiedene, oder sie hat keine Kinder. In einer Barajtha wird gelehrt: Entweder er begr\u00e4bt sie oder sie ihn, oder sie bringt ihn zur Armut.<\/p>\n<p>Dem ist ja aber nicht so, R. Jo\u1e25anan sagte ja, wer reich werden will, schlie\u00dfe sich den Kindern Ahrons an, denn Tora und Priesterschaft machen ihn erst recht reich!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand; eines gilt von einem Schriftgelehrten, und eines gilt von einem Manne aus dem gemeinen Volke.<\/p>\n<p>R. Jeho\u0161ua\u0351 heiratete eine Priesterstochter. Als er einst leidend ward, sprach er: Es ist Ahron unerw\u00fcnscht, dass ich mich seinen Kindern angeschlossen habe und er einen Schwiegersohn meinesgleichen hat. R. Idi b. Abin heiratete eine Priestertochter, und ihm entstammten zwei autori sierte S\u00f6hne: R. Se\u0161eth, Sohn R. Idis, und R. Jeho\u0161ua\u0351, Sohn R. Idis. R. Papa sagte: H\u00e4tte ich nicht eine Priesterstochter geheiratet, so w\u00fcrde ich nicht reich geworden sein. R. Kahana sagte: H\u00e4tte ich keine Priesterstochter geheiratet, so w\u00fcrde ich nicht in die Verbannung geraten<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a> sein. Man entgegnete ihm: Du bist ja in eine St\u00e4tte der Tora verbannt worden.<\/p>\n<p>Nicht in der Weise, wie dies bei anderen Leuten zu geschehen pflegt. R. Ji\u00e7\u1e25aq sagte: Wer von einem freien Festmahle<a href=\"#fn105\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref105\" role=\"doc-noteref\"><sup>105<\/sup><\/a> genie\u00dft, ger\u00e4t endlich in die Verbannung, denn es hei\u00dft:[Amos 6,4.] <em>sie verzehren fette L\u00e4mmer von der Herde und junge Rinder aus der H\u00fcrde<\/em>, und darauf folgt:[Ib. V. 7.] <em>darum sollen sie nun an der Spitze der Verbannten in die Verbannung ziehen<\/em>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Schriftgelehrter \u00fcberall Mahlzeit zu halten pflegt, so kommt es endlich, dass er sein Haus zerst\u00f6rt, seine Frau zur Witwe und seine Kinder zu Waisen macht, sein Studium vergi\u00dft, und dass \u00fcber ihn Streitigkeiten sich h\u00e4ufen, seine Worte unerh\u00f6rt bleiben, er den Namen des Himmels, den Namen seines Lehrers und den Namen seines Vaters entweiht, und dass er einen schlechten Namen hinterl\u00e4\u00dft f\u00fcr sich, f\u00fcr seine Kinder und f\u00fcr seine Kindeskinder, bis ans Ende aller Generationen.<\/p>\n<p>Wieso? Man nennt [seinen Sohn], wie Abajje sagte, \u00bbSohn des Ofenheizers\u00ab, wie Raba sagte, \u00bbSohn des Schenkent\u00e4nzers\u00ab wie R. Papa sagte, \u00bbSohn des Tellerleckers\u00ab, und wie R. \u0160ema\u0351ja sagte, \u00bbSohn des Kleiderschl\u00e4fers<a href=\"#fn106\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref106\" role=\"doc-noteref\"><sup>106<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Stets verkaufe ein Mensch alles, was er besitzt, und heirate die Tochter eines Schriftgelehrten, denn er ist dessen sicher, dass, wenn er stirbt oder in die Verbannung ger\u00e4t, seine S\u00f6hne Schriftgelehrte sein werden; er heirate aber nicht die Tochter eines Mannes aus dem gemeinen Volke, denn wenn er stirbt oder in die Verbannung ger\u00e4t, sind seine S\u00f6hne Leute aus dem gemeinen Volke.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Stets verkaufe ein Mensch alles, was er besitzt, und heirate die Tochter eines Schriftgelehrten oder verheirate seine Tochter an einen Schriftgelehrten. Dies gleicht [der Verbindung von] Beeren des Weinstockes mit Beeren des Weinstockes; das ist sch\u00f6n und begreiflich. Er heirate aber nicht die Tochter eines Mannes aus dem gemeinen Volke. Dies gleicht [der Verbindung von] Beeren des Weinstockes mit Beeren des Dornstrauches; dies ist h\u00e4\u00dflich und nicht begreiflich.<\/p>\n<p>##Blatt 49b<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Stets verkaufe ein Mensch alles, was er besitzt, und heirate die Tochter eines Schriftgelehrten, denn er ist sicher, dass, wenn er stirbt oder in die Verbannung ger\u00e4t, seine S\u00f6hne Schriftgelehrte sein werden; er heirate aber nicht die Tochter einer Mannes aus dem gemeinen Volke, denn wenn er stirbt oder in die Verbannung ger\u00e4t, sind seine S\u00f6hne Leute aus dem gemeinen Volke. Findet er keine Tochter eines Schriftgelehrten, so heirate er die Tochter eines bedeutenden Mannes; findet er keine Tochter eines bedeutenden Mannes, so heirate er die Tochter eines Synagogenvorstehers; findet er keine Tochter eines Synagogenvorstehers, so heirate er die Tochter eines Almosenverwalters; findet er keine Tochter eines Almosenverwalters, so heirate er die Tochter eines Kinderlehrers. Nur heirate er nicht die Tochter eines Mannes aus dem gemeinen Volke, denn sie sind ein Greuel und ihre Frauen sind ein Greuel, und von ihren T\u00f6chtern hei\u00dft es:[Dewarim 27,21.] <em>verflucht sei, wer mit einem Tiere schl\u00e4ft<\/em>.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: Rabbi sagte: Ein Mann aus dem gemeinen Volke darf kein Fleisch essen, denn es hei\u00dft:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/wajikra-das-buch-leviticus\/#Kapitel11\">Wajikra 11,46<\/a>] <em>das ist die Lehre inbetreff das Viehs und des Gefl\u00fcgels<\/em>; wer sich mit der Tora [Lehre] befa\u00dft, darf Fleisch von Vieh und Gefl\u00fcgel essen, wer sich mit der Tora nicht befa\u00dft, darf kein Fleisch von Vieh und Gefl\u00fcgel essen.<\/p>\n<p>R. Elea\u0351zar sagte: Einen Mann aus dem gemeinen Volke darf man metzeln an einem Vers\u00f6hnungstage, der auf einen \u0160abbath f\u00e4llt. Seine Sch\u00fcler sprachen zu ihm: Meister, sage doch: schlachten! Dieser erwiderte: Dies erfordert einen Segensspruch, jenes erfordert keinen Segensspruch.<\/p>\n<p>R. Elea\u0351zar sagte: Es ist verboten, sich einem Manne aus dem gemeinen Volke auf der Reise anzuschlie\u00dfen, denn es hei\u00dft:[Amos 6,4.] <em>denn sie<a href=\"#fn107\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref107\" role=\"doc-noteref\"><sup>107<\/sup><\/a> ist dein Leben und die Verl\u00e4ngerung deiner Tage<\/em>; und wenn er sein eigenes Leben nicht schont, um wieviel weniger das Leben seines N\u00e4chsten.<\/p>\n<p>R. \u0160emu\u00e9l b. Na\u1e25mani sagte im Namen R. Jo\u1e25anans: Einen Mann aus dem gemeinen Volke darf man wie einen Fisch zerrei\u00dfen. R. \u0160emu\u00e9l b. Ji\u00e7\u1e25aq sagte: Vom R\u00fccken aus.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. A\u0351qiba erz\u00e4hlte: Als ich noch ein Mann aus dem gemeinen Volke war, sprach ich: Wer gibt mir einen Schriftgelehrten her, ich w\u00fcrde ihn wie ein Esel bei\u00dfen. Seine Sch\u00fcler sprachen zu ihm: Meister, sage doch: wie ein Hund. Dieser erwiderte: Jener bei\u00dft und zerbricht auch den Knochen, dieser bei\u00dft und zerbricht den Knochen nicht.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. Me\u00edr sagte: Wenn jemand seine Tochter an einen Mann aus dem gemeinen Volke verheiratet, so ist es ebenso, als w\u00fcrde er sie binden und vor einen L\u00f6wen legen; wie der L\u00f6we [auf sein Opfer] tritt und fri\u00dft, ohne Scham zu haben, ebenso verf\u00e4hrt ein Mann aus dem gemeinen Volke; er schl\u00e4gt sie und vollzieht den Beischlaf, ohne Scham zu haben.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. Elie\u0351zer sagte: Brauchten sie uns nicht gesch\u00e4ftlich, so w\u00fcrden sie uns erschlagen haben. R. \u1e24ija lehrte: Wenn jemand in Gegenwart eines Mannes aus dem gemeinen Volke sich mit der Tora befa\u00dft, so ist es ebenso, als w\u00fcrde er seiner Verlobten in seiner Gegenwart beiwohnen, denn es hei\u00dft:[Dewarim 33,4.] <em>die Tora hat uns Mo\u0161e anbefohlen, ein Erbteil<\/em>, und man lese nicht <em>mora\u0161a [Erbteil], sondern <\/em>me\u00f6rasa [Verlobte]. Gr\u00f6\u00dfer ist der Ha\u00df der Leute aus dem gemeinen Volke gegen einen Schriftgelehrten, als der Ha\u00df der weltlichen V\u00f6lker gegen Jisra\u00e9l, und noch gr\u00f6\u00dfer als ihrer ist der ihrer Frauen. Es wird gelehrt: Schlimmer ist als jene, wer [die Tora] studiert und sich von ihr zur\u00fcckgezogen hat.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Sechserlei sagten sie von den Leuten aus dem gemeinen Volke: man vertraue ihm keine Zeugenaussage an, man nehme von ihm keine Zeugenaussage entgegen, man vertraue ihm kein Geheimnis an, man w\u00e4hle ihn nicht zum Vormunde f\u00fcr Waisen, man w\u00e4hle ihn nicht zum Vorsteher einer Almosenkasse und man schlie\u00dfe sich ihm nicht auf der Reise an; manche sagen, man mache auch einen ihm geh\u00f6renden Fund<a href=\"#fn108\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref108\" role=\"doc-noteref\"><sup>108<\/sup><\/a> nicht bekannt.<\/p>\n<p>Und der erste Tanna!?<\/p>\n<p>Es kann vorkommen, dass von ihm geratene Kinder hervorgehen, die davon genie\u00dfen w\u00fcrden, wie es hei\u00dft:[Ijow 27,17.] <em>der Frevler speichert auf, aber der Fromme kleidet sich<\/em>.<\/p>\n<p>DESGLEICHEN MUSS, WER VERLASSEN HAT etc. Demnach ist R. Me\u00edr der Ansicht, [ein Quantum von] Eigr\u00f6\u00dfe sei von Bedeutung, und R. Jehuda ist der Ansicht, auch eines von Olivengr\u00f6\u00dfe sei von Bedeutung. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wieviel mu\u00df man gegessen haben, um zum gemeinsamen Tischsegen<a href=\"#fn109\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref109\" role=\"doc-noteref\"><sup>109<\/sup><\/a> mitgez\u00e4hlt zu werden? Bis zum Quantum einer Olive; R. Jehuda sagt, bis zum Quantum eines Eies!? R. Jo\u1e25anan erwiderte: Die Ansichten sind zu vertauschen. Abajje erwiderte: Tats\u00e4chlich brauchst du sie nicht zu vertauschen. Da streiten sie \u00fcber [den Sinn] des Schriftverses, hier aber streiten sie \u00fcber eine Auffassung. Da streiten sie \u00fcber [den Sinn] des Schriftverses: R. Me\u00edr erkl\u00e4rt:[Dewarim 8,10.] <em>wenn du gegessen<\/em>, dies beziehe sich auf das Essen,[Dewarim 8,10.] <em>und dich ges\u00e4ttigt<\/em>, dies beziehe sich auf das Trinken, und Essen hei\u00dft es beim Quantum einer Olive, und R. Jehuda erkl\u00e4rt: <em>wenn du gegessen und dich ges\u00e4ttigt hast<\/em>, ein Essen, das s\u00e4ttigend ist, und dies ist es erst beim Quantum eines Eies. Hier streiten sie \u00fcber eine Auffassung: R. Me\u00edr ist der Ansicht, [das Quantum] zur R\u00fcckkehr gleiche [dem Quantum]<\/p>\n<h2 id=\"blatt-50a\">Blatt 50a<\/h2>\n<p>zur Verunreinigung; wie zur Verunreinigungsf\u00e4higkeit Eigr\u00f6\u00dfe erforderlich ist, ebenso ist zur R\u00fcckkehr Eigr\u00f6\u00dfe erforderlich, und R. Jehuda ist der Ansicht, [das Quantum] zur R\u00fcckkehr gleiche [dem Quantum] des Verbotenen; wiegg es<a href=\"#fn110\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref110\" role=\"doc-noteref\"><sup>110<\/sup><\/a> bei Olivengr\u00f6\u00dfe verboten ist, ebenso ist zur R\u00fcckkehr das Quantum einer Olive erforderlich. Es wird gelehrt: R. Nathan sagte, dieses und jenes [im Quantum von] zwei Eiern; die Weisen stimmten ihm aber nicht bei.<\/p>\n<p>[Zach. 14,6.]<em>An jenem Tage wird es kein Licht geben; gewichtig und schwebend<\/em><a href=\"#fn111\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref111\" role=\"doc-noteref\"><sup>111<\/sup><\/a>. Was hei\u00dft gewichtig und schwebend? R.Ele\u00e4zar erkl\u00e4rte: Das ist das Licht, das auf. dieser Welt gewichtig ist, in der zuk\u00fcnftigen Welt aber schwebend Sein wird. R.Johanan erkl\u00e4rte: Das sind die [Gesetze \u00fcber] <em>Aussatz und Bezeltung<\/em><a href=\"#fn112\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref112\" role=\"doc-noteref\"><sup>112<\/sup><\/a>, die in dieser Welt gewichtig sind, in der zuk\u00fcnftigen Welt aber schwebend sein werden. R.Jehoschua b.Levi erkl\u00e4rte: Das sind die Leute, die in dieser Welt gewichtig sind, in der zuk\u00fcnftigen Welt aber schwebend sein werden. So erkrankte einst R.Joseph, Sohn des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi, und verfiel in eine Lethargie. Als er zu sich kam, fragte ihn sein Vater, was er gesehen habe, und dieser erwiderte: Ich habe eine verkehrte Welt gesehen; die oberen unten und die unteren oben. Jener entgegnete: Mein Sohn, du hast eine lautere Welt gesehen. Wie sind wir<a href=\"#fn113\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref113\" role=\"doc-noteref\"><sup>113<\/sup><\/a> dort?<\/p>\n<p>Wir sind dort, wie wir hier sind.\u2014 Was h\u00f6rtest du da sagen?<\/p>\n<p>Ich h\u00f6rte sie sagen: Heil dem, der hier mit seinem Studium in der Hand ankommt. Ferner h\u00f6rte ich sie sagen: Niemand vermag in die Einfriedung der Hingerichteten der Regierung zu gelangen.<\/p>\n<p>Wer ist es, wollte man sagen, R. A\u0351qiba<a href=\"#fn114\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref114\" role=\"doc-noteref\"><sup>114<\/sup><\/a> und seine Genossen, so haben sie ja noch [andere Verdienste], als Hingerichtete der Regierung zu sein!?<\/p>\n<p>Vielmehr, es sind die M\u00e4rtyrer<a href=\"#fn115\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref115\" role=\"doc-noteref\"><sup>115<\/sup><\/a> von Lud.<\/p>\n<p><a href=\"#fn116\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref116\" role=\"doc-noteref\"><sup>116<\/sup><\/a> <em>Jenes Tages wird auf den Schellen der Rosse [stehen:] heilig dem Herrn<\/em>. Was bedeutet \u00bbSchellen der Rosse\u00ab? R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi erwiderte: Dereinst wird der Heilige, gepriesen sei er, zu Jeru\u0161alem soviel hinzuf\u00fcgen, als dass ein Ro\u00df l\u00e4uft und seinen Schatten<a href=\"#fn117\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref117\" role=\"doc-noteref\"><sup>117<\/sup><\/a> wirft. R. Elea\u0351zar erkl\u00e4rte: Die Schellen, die man dem Rosse zwischen die Augen h\u00e4ngt, werden dem Herrn geheiligt sein. R. Jo\u1e25anan erkl\u00e4rte: Die ganze Beute, die Jisra\u00e9l erbeuten wird, bis zur Zeit, da das Ro\u00df l\u00e4uft und seinen Schatten<a href=\"#fn118\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref118\" role=\"doc-noteref\"><sup>118<\/sup><\/a> wirft, wird dem Herrn geheiligt sein.<\/p>\n<p>Einleuchtend ist es nach demjenigen, der es auf die von Jisra\u00e9l gemachte Beute bezieht, dass es hei\u00dft:[Zach. 14,20.] <em>und die Kocht\u00f6pfe im Hause des Herrn werden wie die Opferbecken vor dem Altar sein<\/em>, wie sind aber [die Worte:] <em>die Kocht\u00f6pfe werden im Hause des Herrn sein<\/em>, nach den beiden anderen Auslegungen zu erkl\u00e4ren!?<\/p>\n<p>Er sagte etwas anderes: die Jisra\u00e9liten werden reich sein und Spenden bringen.<\/p>\n<p>Einleuchtend ist es nach demjenigen, der es auf die Beute bezieht, dass es hei\u00dft:[Zach. 14,21.] <em>und es wird keinen Kr\u00e4mer mehr<a href=\"#fn119\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref119\" role=\"doc-noteref\"><sup>119<\/sup><\/a> im Tempel des Herrn der Heerscharen geben<\/em>; wie sind aber [die Worte:] <em>es wird keinen Kr\u00e4mer mehr geben<\/em>, nach den beiden anderen Auslegungen zu erkl\u00e4ren!? R. Jirmeja erwiderte: Es wird keinen Armen<a href=\"#fn120\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref120\" role=\"doc-noteref\"><sup>120<\/sup><\/a> geben.<\/p>\n<p>Woher, dass <em>Kenadni<\/em> \u00bbKr\u00e4mer\u00ab hei\u00dft?<\/p>\n<p>Es hei\u00dft:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/bereschit-das-buch-genesis\/#Kapitel38\">Bereschit 38,2<\/a>] <em>da sah Jehuda die Tochter eines Kenadni<\/em>. Was ist nun unter <em>Kenaani<\/em> zu verstehen: wollte man sagen, ein wirklicher Kena\u00e4nite, so ist es ja nicht m\u00f6glich, dass Jehuda, nachdem Abraham es Ji\u00e7\u1e25aq verboten hatte und Ji\u00e7\u1e25aq es Ja\u0351qob verboten hatte, eine [Kenaa\u0351nitin] heiraten sollte; vielmehr ist mit R. \u0160imo\u0351n b. Laqi\u0161 zu erkl\u00e4ren: die Tochter eines Kr\u00e4mers. So hei\u00dft es auch:[Hoschea 12,8.] <em>Kenaan hat eine falsche Wage in der Hand<\/em>. Wenn du willst, entnehme ich es hieraus:[Jeschajahu 8.] <em>deren Kaufleute F\u00fcrsten, deren Kr\u00e4mer [kenadneha] die Geehrtesten auf Erden waren<\/em>.<\/p>\n<p>[Zach. 14,9.] <em>Der Herr wird dann \u00fcber das ganze Land K\u00f6nig sein; an diesem Tage wird der Herr einer sein und sein Name einzig<\/em>. Ist er denn jetzt nicht einer? R. A\u1e25a b. \u1e24anina erkl\u00e4rte: Die zuk\u00fcnftige Welt gleicht dieser Welt nicht; in dieser Welt spricht man \u00fcber gute Nachrichten: \u00bbGepriesen sei der Gute und G\u00fctige\u00ab und \u00fcber schlechte Nachrichten: \u00bbGepriesen sei der Richter der Wahrheit\u00ab, in der zuk\u00fcnftigen Welt aber wird er ganz der Gute und G\u00fctige<a href=\"#fn121\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref121\" role=\"doc-noteref\"><sup>121<\/sup><\/a> sein. <em>Und sein Name einzig<\/em>. Ist er denn jetzt nicht einzig!? R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq erwiderte: Die zuk\u00fcnftige Welt gleicht dieser Welt nicht; in dieser Welt wird er Jod He geschrieben und Aleph Daleth<a href=\"#fn122\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref122\" role=\"doc-noteref\"><sup>122<\/sup><\/a> gesprochen, in der zuk\u00fcnftigen Welt aber wird er ganz einzig sein, Jod He geschrieben und Jod He gesprochen. Raba wollte es im Kolleg vortragen, da sprach ein Greis zu ihm: Es hei\u00dft: le\u00f3lam<a href=\"#fn123\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref123\" role=\"doc-noteref\"><sup>123<\/sup><\/a> [ewig]. R. Abina wies auf einen Widerspruch hin. Es hei\u00dft: [<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/schemot-das-buch-exodus\/#Kapitel3\">Schemot 3,15<\/a>] <em>dies ist mein Name auf ewig<\/em>, [dagegen hei\u00dft es:][<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/schemot-das-buch-exodus\/#Kapitel3\">Schemot 3,15<\/a>] <em>dies ist meine Nennung auf Geschlecht und Geschlecht<\/em>!? Der Heilige, gepriesen sei er, sprach: Nicht wie ich geschrieben werde, werde ich genannt; Jod He werde ich geschrieben und genannt Aleph Daleth.<\/p>\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Es am P. in seiner Behausung zu halten. W\u00f6rtl. man \u00fcbertritt ihrethalben das Verbot; nach anderer Erkl\u00e4rung: ist am P. fortzuschaffen.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>Edom, im T. stets Bezeichnung f\u00fcr Rom.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>Das in diesem enthalten ist.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach anderen, Gefl\u00fcgel.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p>Der verd\u00e4chtig ist, die priesterlichen Abgaben von den Fr\u00fcchten nicht zu entrichten; man vegleiche Ber. Blatt 47b.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Ihn nicht zu verzehnten, seines geringen Wertes wegen.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\" role=\"doc-endnote\"><p>Korb, Schale; in diesem kommtmal der Buchstabe S vor, der sich sowohl im Namen Joseph als auch im W. Gerste befindet.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\" role=\"doc-endnote\"><p>Richt. \u05dc\u05db\u05d0, eine rote Farbe, nach der Bezeichnung Mussafias: Schellack.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\" role=\"doc-endnote\"><p>Zur Pflege der Haut (hier\u00fcber weiter); die Reichen verwenden feines Mehl u. lassen das grobe zur\u00fcck. Schreiber werden die meist sehr armen Kinderlehrer genannt.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\" role=\"doc-endnote\"><p>Von den in unserer Mi\u0161na aufgez\u00e4hlten Dingen.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\" role=\"doc-endnote\"><p>Diese bestehen aus pflanzlichen Stoffen u. enthalten kein. Mehl.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. \u0160ab. Blatt 80b, Anm. 56.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\" role=\"doc-endnote\"><p>Esther 2,12.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. \u0160ab. Blatt 80b, Anm. 56.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. ib. Anm. 59.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\" role=\"doc-endnote\"><p>Er war in der Zubereitung kundig u. wu\u00dfte, dass dieser Milch enthalte.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie dies bei den in der Mi\u0161na aufgez\u00e4hlten Genu\u00dfmitteln der Fall ist.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. verh\u00e4rtetes; eine Masse, die zwar aus Getreide hergestellt, jedoch kein genie\u00dfbares Ges\u00e4uertes ist, wie Kleister udgl.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\" role=\"doc-endnote\"><p>Teig, der zwar aufgegangen ist, jed. noch nicht ges\u00e4uert hat; man vegleiche infra Blatt 48b.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\" role=\"doc-endnote\"><p>Der von ihm als solcher bezeichnete; man vegleiche infra Blatt 48b.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\" role=\"doc-endnote\"><p>Der von ihm als solcher bezeichnete; man vegleiche infra Blatt 48b.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\" role=\"doc-endnote\"><p>Im Texte wird an beiden Stellen dieselbe Partikel (\u05db\u05dc <em>alles<\/em>) gebraucht in der \u00dcbersetzung mu\u00df sie nat\u00fcrl. affirmativ mit jedes und negativ mit nichts wiedergegeben werden.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\" role=\"doc-endnote\"><p>Zu solchen sind Frauen nicht verpflichtet; man vegleiche Kid. Blatt 29b.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\" role=\"doc-endnote\"><p>Den Verboten sind ja Frauen ohnehin unterworfen.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\" role=\"doc-endnote\"><p>Da, wie oben dargelegt, man folgern k\u00f6nnte, Frauen unterliegen dem Verbote des Ges\u00e4uerten am Pesa\u1e25feste nicht.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\" role=\"doc-endnote\"><p>Des zur Aufr\u00e4ucherung erforderlichen Ouantums.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\" role=\"doc-endnote\"><p>Die an sich zum Essen verboten sind, bezw. an Tagen, an denen das Essen verboten ist.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\" role=\"doc-endnote\"><p>Zum strafbaren Ouantum einer Olive.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\" role=\"doc-endnote\"><p>Was im Weine, wird damit zum strafbaren Ouantum vereinigt.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\" role=\"doc-endnote\"><p>Auf dem Altar; wird diesem anderer Teig zugesetzt, so wird er zum verbotenen Ouantum erg\u00e4nzt.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegen levitischer Unreinheit, der erst nach Sonnenuntergang Reinheit erlangt.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\" role=\"doc-endnote\"><p>zum Quantum einer Olive.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\" role=\"doc-endnote\"><p>Von den verbotenen Bestandteilen.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn jemand verbotene Speisen, od. an Tagen, an denen das Essen verboten ist, nach u. nach minimale Quanten i\u00dft, so werden sie zur Olivengr\u00f6\u00dfe vereinigt, falls sie zusammen in einer Zeit gegessen werden, w\u00e4hrend welcher man ein Peras essen kann.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\" role=\"doc-endnote\"><p>Er lehrt, dass ein Gemeiner dieserhalb Gei\u00dfelhiebe erhalte.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. supra Blatt 43a.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\" role=\"doc-endnote\"><p>Er ist sehr scharf u. nur als Zukost zu genie\u00dfen.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn die verbotene Sache aus der Speise entfernt wurde, jed, den Geschmack hinterlassen hat.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn er es trinkt; man vegleiche Bamidbar 6,3.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\" role=\"doc-endnote\"><p>Dieses Verbot (man vegleiche Wajikra 19,23) erstreckt sich auch auf die Nutznie\u00dfung u. kann auch nicht aufgel\u00f6st werden, jedoch ist es kein dauerndes, da die Fr\u00fcchte vom 4. Jahre an erlaubt sind.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\" role=\"doc-endnote\"><p>Der das Wort \u00bbAufgeweichtes\u00ab f\u00fcr jene Lehre verwendet.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\" role=\"doc-endnote\"><p>Diese d\u00fcrfen nicht zusammen gegessen werden, was aus Schemot 23,19 gefolgert wird.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\" role=\"doc-endnote\"><p>Von Saaten, Stoffen od. Tieren; cf.\u00a0Wajikra 19,19.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach der Tora; rabbanitisch sind sie sogar unmittelbar hinter einander verboten.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\" role=\"doc-endnote\"><p>Das im Texte gebrauchte Wort bedeutet die radikale Reinigung: durch Ausbrennen, Scheuern udgl.; man vegleiche Bamidbar 31,23.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\" role=\"doc-endnote\"><p>Es ist nach Dewarim 14,21 einem Fremdling zu schenken, mu\u00df also genie\u00dfbar sein.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00e4hrend R. Jo\u1e25anan (ob. Blatt 43b) entgegengesetzt lehrt.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn Fleisch vom Heilsopfer mit solchem vom S\u00fcndopfer in Ber\u00fchrung kommt, so darf es gleich diesem nur einen Tag u. nur innerhalb des Tempelhofes gegessen werden. Das Erlaubte wird also mit dem Verbotenen vereinigt.<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\" role=\"doc-endnote\"><p>Beim Untertauchen; keine Stelle darf vom Wasser unber\u00fchrt bleiben.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. der scherbige, der scherbenharte; von dem man nicht wei\u00df, ob er gesauert hat. Nach and. Erkl. der taube Teig, dh. dem man seine Eigenheit nicht ansieht.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. zur Dichtung der Mulde, damit das Wasser nicht durchflie\u00dfe.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn es sich um Ges\u00e4uertes am Pesa\u1e25feste handelt.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\" role=\"doc-endnote\"><p>Er ist nicht mehr Teig, sondern ein Sitz. Hier handelt es sich um ein Quantum gr\u00f6\u00dfer als eine Olive.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\" role=\"doc-endnote\"><p>Hinsichtlich eines solchen Quantums besteht noch der Widerspruch.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\" role=\"doc-endnote\"><p>Die 1. Lehre versteht \u00bbnicht zur Dichtung dienen\u00ab, eine Stelle, die kein Wasser zu fassen braucht, die W\u00e4nde; die 2. Lehre versteht darunter eine Stelle, die beim Kneten \u00fcberhaupt nicht benutzt wird, den Rand; \u00bbzur Dichtung dienen\u00ab der 2. Lehre u. \u00bbnicht zur Dichtung dienen der 1. Lehre decken sich also.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\" role=\"doc-endnote\"><p>Ob man daran Ansto\u00df nimmt oder nicht.<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\" role=\"doc-endnote\"><p>Zwischen dem Kriechtiere u, der Mulde.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn man f\u00fcr jemand Teig unter Beobachtung der Reinheitsgesetze knetet u, das Gef\u00e4\u00df untertauchen mu\u00df.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn man sich auf der Reise befindet u. in der N\u00e4he kein Bethaus hat; nach anderer Erkl. Wasser zum H\u00e4ndewaschen braucht.<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\" role=\"doc-endnote\"><p>Vor der Mahlzeit.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn in dieser Entfernung Wasser zu haben ist.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\" role=\"doc-endnote\"><p>H\u00e4ute, die levitisch unrein sind.<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn der Teig unrein geworden ist. Backen darf man sie nicht, da der Priester sie nicht essen darf, verbrennen ebenfalls nicht, da man Geheiligtes am Feste nicht verbrennen darf, auch liegen lassen kann man sie nicht, da sie sauern w\u00fcrde.<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\" role=\"doc-endnote\"><p>Um das G\u00e4ren zu verhindern.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\" role=\"doc-endnote\"><p>Der verd\u00e4chtig ist, die priesterlichen Abgaben von den Fr\u00fcchten nicht zu entrichten; man vegleiche Ber. Blatt 47b.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\" role=\"doc-endnote\"><p>Weil es nicht sein unbeschr\u00e4nktes Eigentum ist, da der Priester daran Anteil hat.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Teighebe repr\u00e4sentiert f\u00fcr den Inhaber nur einen Dank, den er daf\u00fcr vom Priester zu gew\u00e4rtigen hat.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\" role=\"doc-endnote\"><p>Nur f\u00fcr diesen.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\" role=\"doc-endnote\"><p>Am Feste, wenn dies nur deshalb geschieht, damit es nicht verende.<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\" role=\"doc-endnote\"><p>Auch gezwungen, obgleich man es nicht braucht.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\" role=\"doc-endnote\"><p>Den Verboten sind ja Frauen ohnehin unterworfen.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\" role=\"doc-endnote\"><p>Eigentl. das [rabb.] Gebot des Feierns, dh. es zu \u00fcbertreten.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\" role=\"doc-endnote\"><p>Was f\u00fcr den unmittelbar folgenden \u0160abbath n\u00f6tig ist, darf besorgt werden, das Schaubrot aber wurde erst am n\u00e4chstfolgenden \u0160abbath gegessen.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\" role=\"doc-endnote\"><p>Den Vers\u00f6hnungstag; nur wenn dieser auf den Freitag f\u00e4llt, ist das Brot am Tage vorher zu backen.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\" role=\"doc-endnote\"><p>Die am Wochenfeste darzubringen sind; man vegleiche Wajikra 23,17.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\" role=\"doc-endnote\"><ol type=\"1\">\n<li>ein Priester darf keinen unreinen Platz betreten; 2. ein Nazir\u00e4er darf keinen unreinen Platz betreten; 3. das Pfl\u00fcgen ist im Siebentjahr verboten; 4. am Feste ist die Arbeit verboten; 5. das S\u00e4en von Mischsaat ist verboten; 6. man darf nicht mit Ochs und Esel zusammen pfl\u00fcgen; 7. u. 8. Tiere, die f\u00fcr den Altar (der Ochse) oder f\u00fcr den Reparaturfonds mit des Tempels Esel) bestimmt sind, d\u00fcrfen nicht zur Arbeit verwendet werden.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn77\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. \u0160ab. Blatt 40b, Anm. 46.<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\" role=\"doc-endnote\"><p>Da der Genu\u00df der S. verboten ist, so ist diese Arbeit unn\u00f6tig u. infolgedessen strafbar.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\" role=\"doc-endnote\"><p>Da der Genu\u00df der S. verboten ist, so ist diese Arbeit unn\u00f6tig u. infolgedessen strafbar.<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn80\" role=\"doc-endnote\"><p>Was f\u00fcr den unmittelbar folgenden \u0160abbath n\u00f6tig ist, darf besorgt werden, das Schaubrot aber wurde erst am n\u00e4chstfolgenden \u0160abbath gegessen.<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn81\" role=\"doc-endnote\"><p>Das vor dem Feste nicht vorr\u00e4tig war; man vegleiche \u0160ab. Blatt 43b, Anm. 78.<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn82\" role=\"doc-endnote\"><p>Das also ais \u00bbAbgesondertes\u00ab gilt u.am Feste verboten ist.<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\" role=\"doc-endnote\"><p>Unter Lamm sind M\u00e4nnchen u. Weibchen zu verstehen, w\u00e4hrend als Erstgeborenes (man vegleiche Schemot 13,12ff.) nur ein M\u00e4nnchen brauchbar ist.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\" role=\"doc-endnote\"><p>Um ein solches absondern zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen es 10 sein.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\" role=\"doc-endnote\"><p>Im 13. Monat; im ersten Jahre ist es als Lamm (wa\u05db), vom 14. Monat ab als Widder (\u05d0\u05d9\u05dc) zur Opferung brauchbar, nicht aber w\u00e4hrend des 13. Monats.<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn sich im Weine 17zoo Verbotenes befindet, ist er f\u00fcr das Gu\u00dfopfer brauchbar.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegen des Kochens am Feste u. der Benutzung von abgesondertem Holze erh\u00e4lt man demnach nur einmal Gei\u00dfelhiebe.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\" role=\"doc-endnote\"><p>In unserer Mi\u0161na, ob. Blatt 46b.<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df ihr Streit in der Ber\u00fccksichtigung einer Eventualit\u00e4t bestehe.<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Barajtha berichtet nichts von seiner Erwiderung.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\" role=\"doc-endnote\"><p>Benennung mancher in Umlauf befindlicher Lehren aus der tannaftischen Zeit, die in den Misnakanon nicht aufgenommen worden sind. Diesen Namen f\u00fchrt haupts\u00e4chlich ein (aus solchen Lehren zusammengesetzter) halakhischer Kommentar zum Buche Exodus. Die etymolog. Ableitung von \u05db\u05d5\u05dc, messen (\u05de\u05db\u05d9\u05dc\u05ea\u05d0 Ma\u00df, Norm) ist nicht befriedigend; wahrscheinl, identisch mit \u05de\u05db\u05d9\u05dc\u05ea\u05d0. Buchrolle, dem auch die Bezeichnung \u05de\u05e4\u05e8\u05d0 u. \u05db\u05e4\u05e8\u05d9 f\u00fcr die gleichen Kommentare zu den \u00fcbrigen B\u00fcchern des Pentateuchs entsprechen. Der Wechsel von \u00e4hnlich lautenden Buchstaben, wie \u05d1 u. \u05e4, im Volksmunde der talmudischen Zeit ist bekannt.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\" role=\"doc-endnote\"><p>Bei der Bereitung ,\u05db .u \u05d4 des Unges\u00e4uerten; ein gro\u00dfes Quantum kann w\u00e4hrend der Bereitung sauern.<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn93\" role=\"doc-endnote\"><p>Die weniger Teig ergeben.<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. \u0160ab. Blatt 103a, Anm. 4.<a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\" role=\"doc-endnote\"><p>Zur Vereinigung der Brote zur Teighebe.<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\" role=\"doc-endnote\"><p>Im ersten Stadium des G\u00e4rens, wo der Teig noch nicht sauert.<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn97\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach der Erkl\u00e4rung RJ.s.<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn98\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Er. Blatt 49b.<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\" role=\"doc-endnote\"><p>Ortschaft in der N\u00e4he Jeru\u0161alems.<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\" role=\"doc-endnote\"><p>Eigentl. der Holzsto\u00df, sc. der f\u00fcr den Altar bestimmt ist.<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn101\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df dieses Festmahl Gebot sei.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\" role=\"doc-endnote\"><p>Das 2. Mahl, das dem Verlobungsmahle (eigentl. Hochzeitsmahl) folgt, an dem der Br\u00e4utigam der Braut die Hochzeitsgeschenke \u00fcberreichen l\u00e4\u00dft.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Heirat zwischen solchen gilt als Mesalliance.<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\" role=\"doc-endnote\"><p>Er mu\u00dfte aus Babylonien nach Pal\u00e4stina fl\u00fcchten; man vegleiche Bq. Blatt 117a.<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn105\" role=\"doc-endnote\"><p>Als Ggs. zu solchen anl\u00e4\u00dflich einer gottgef\u00e4lligen Handlung.<a href=\"#fnref105\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn106\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegen seiner andauernden Trunkenheit. W\u00f6rtl, der sich niederlegt, hinwirft (sc. sein Gewand) u. schl\u00e4ft.<a href=\"#fnref106\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn107\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Tora.<a href=\"#fnref107\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn108\" role=\"doc-endnote\"><p>Fundobjekte wurden \u00f6ffentlich ausgerufen; man vegleiche Bm. Blatt 21a.<a href=\"#fnref108\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn109\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Ber. Blatt 45a.<a href=\"#fnref109\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn110\" role=\"doc-endnote\"><p>Ges\u00e4uertes am Pesa\u1e25feste, od. ge heiligtes Fleisch, das unbrauchbar geworden ist.<a href=\"#fnref110\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn111\" role=\"doc-endnote\"><p>Vom aram. \u05e7\u05db\u05d0 schwimmen, <em>nach oben steigen<\/em>; so nach Auslegung des T.s.<a href=\"#fnref111\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn112\" role=\"doc-endnote\"><p>Wodurch die Unreinheit einer Leiche \u00fcbertragen wird (man vegleiche Ber. Blatt 41a, Anm. 145); diese in 2. besonderen Mi\u0161natraktaten behandelten Gesetze geh\u00f6ren zu den schwersten u. kompliziertesten in der ganzen schriftlichen u. m\u00fcndlichen Lehre.<a href=\"#fnref112\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn113\" role=\"doc-endnote\"><p>Sc. in unserem Ansehen.<a href=\"#fnref113\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn114\" role=\"doc-endnote\"><p>Die sich am Aufstande gegen Hadrian beteiligten u. hingerichtet wurden.<a href=\"#fnref114\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn115\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. Erschlagene. Nach den Kommentaren zwei Br\u00fcder, die sich f\u00e4lschlich der Ermordung einer Prinzessin bezichtigten, um die in Verdacht geratenen Juden zu retten, wor\u00fcber Tan. Blatt 18b berichtet wird.<a href=\"#fnref115\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn116\" role=\"doc-endnote\"><p>In einem halben Tage; man vegleiche Anm. 144.<a href=\"#fnref116\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn117\" role=\"doc-endnote\"><p>\u05de\u05e6\u05d9\u05dc\u05ea Schelle, von \u05e6\u05dc\u05dc <em>beschatten<\/em>. Bevor die Sonne sich am Zenith befindet, wirft auch der Reiter einen Schatten, w\u00e4hrend mittags, wenn die Sonne sich am Zenith befindet, nur der Schatten des Rosses zu sehen ist; gemeint ist also, Jer, werde die Gr\u00f6\u00dfe eines halben Tages haben.<a href=\"#fnref117\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn118\" role=\"doc-endnote\"><p>In einem halben Tage; man vegleiche Anm. 144.<a href=\"#fnref118\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn119\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegen des erbeuteten Reichtums.<a href=\"#fnref119\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn120\" role=\"doc-endnote\"><p>\u05db\u05d2\u05de\u05db\u05dc ist Compositum von \u05db\u05d0\u05d5 \u05de\u05db\u05d9, hier ein Armer.<a href=\"#fnref120\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn121\" role=\"doc-endnote\"><p>Es wird keine schlechten Nachrichten geben.<a href=\"#fnref121\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn122\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Gottesname (Tetragrammaton) wird \u05d0\u05d5\u05d1\u05dc gesprochen.<a href=\"#fnref122\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn123\" role=\"doc-endnote\"><p>Defektive, in der Bedeutung \u05dc\u05dey <em>einh\u00fcllen, verschleiern, verheimlichen<\/em>; dh. diese metaphysischen Dinge d\u00fcrfen nicht er\u00f6rtert werden.<a href=\"#fnref123\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud, Traktat (Massechet Pessachim) in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt Zur \u00dcbersicht des Traktats Pessachim | Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung Bl\u00e4tter\/Dapim 42a 42b 43a 43b 44a 44b 45a 45b 46a 46b 47a 47b 48a 48b 49a 49b 50a \u00dcbersetzung Blatt 42a FOLGENDES UNTERLIEGT AM PESAHFESTE DEM VERBOTE1: BABYLONISCHER QUARKBREI, MEDISCHER MET, EDOMITISCHER2 ESSIG, \u00c4GYPTISCHES BIER, F\u00c4RBERBR\u00dcHE, TEIG DER K\u00d6CHE UND SCHREIBERKLEISTER. R. ELIE\u0351ZER SAGT, AUCH DIE KOSMETIKA DER FRAUEN. DIE REGEL IST: ALLES, WAS AUS EINER GETREIDEART [HERGESTELLT] WIRD, UNTERLIEGT DEM VERBOTE. DIESE UNTERLIEGEN DER VERWARNUNG, JEDOCH SIND SIE NICHT MIT DER AUSROTTUNG BELEGT. GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Dreierlei ist vom babylonischen Quarkbrei gesagt worden: er verstopft das Herz, er blendet die Augen, und er zehrt den K\u00f6rper ab. Er verstopft das Herz, wegen der Molke; er blendet die Augen, wegen des Salzes; er zehrt den K\u00f6rper ab, wegen des Schimmels des Brotes3.Die Rabbanan lehrten: Drei Dinge mehren den Kot, beugen die Statur und rauben ein F\u00fcnfhundertstel vom Augenlichte des Menschen, und zwar: Kleienbrot, frischer Met und rohes Gr\u00fcnkraut.Die Rabbbanan lehrten: Drei Dinge mindern &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6637,"parent":4993,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-6619","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6619"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6619\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6888,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6619\/revisions\/6888"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4993"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}