{"id":6645,"date":"2021-01-01T00:07:00","date_gmt":"2020-12-31T22:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=6645"},"modified":"2020-12-20T21:58:40","modified_gmt":"2020-12-20T19:58:40","slug":"pessachim-kapitel-9","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/pessachim\/pessachim-kapitel-9\/","title":{"rendered":"Pessachim Kapitel 9"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"block-21dcb53b-5490-4edd-b180-214e93a185f2\">Der Talmud, Traktat (Massechet Pessachim) in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-e0c8b293-f6f2-451f-8810-34052759d353\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/pessachim\/\">Zur \u00dcbersicht des Traktats Pessachim<\/a><\/strong> | <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><strong>Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-6831b5b1-442b-4566-865c-2d0ff27480a3\">Bl\u00e4tter\/Dapim<\/h2>\n\n\n\n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-92a\">92b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-93b\">93a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-93a\">93b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-94b\">94a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-94a\">94b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-95b\">95a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-95a\">95b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-96b\">96a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-96a\">96b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-97b\">97a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-97a\">97b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-98b\">98a<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-98a\">98b<\/a>  <a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-99b\">99a<\/a>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"block-74c5cff7-d7b1-4ffd-96c8-66034fb65f83\">\u00dcbersetzung<\/h2>\n\n\n\n<h2 id=\"blatt-92b\">Blatt 92b<\/h2>\n<p>WER UNREIN ODER AUF EINER WEITEN REISE WAR UND DAS ERSTE! [PESA\u1e24OPFER] NICHT HERGERICHTET HAT, RICHTE DAS ZWEITE HER; WER INFOLGE EINES VERSEHENS ODER EINES ZWANGSFALLES DAS ERSTE NICHT HERGERICHTET HAT, RICHTE DAS ZWEITE HER. WESHALB WIRD DIES DEMNACH VOM UNREINEN UND VOM AUF EINER WEITEN REISE BEFINDLICHEN GELEHRT? WEIL DIESE VON DER AUSROTTUNGSSTRAFE FREI SIND, JENE ABER SICH DER AUSROTTUNGSSTRAFE SCHULDIG MACHEN.<\/p>\n<p>GEMARA. Es wurde gelehrt: Wenn jemand auf einer weiten Reise war und man f\u00fcr ihn [das Pesa\u1e25opfer] geschlachtet und [das Blut] gesprengt hat, so ist es, wie R. Na\u1e25man sagt, wohlgef\u00e4llig, und wie R. Se\u0161eth sagt, nicht wohlgef\u00e4llig. R. Na\u1e25man sagt, es sei wohlgef\u00e4llig, denn der Allbarmherzige hat ihn nur geschont<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>, wenn er es aber herrichtet, so komme Segen \u00fcber ihn. R. \u0160e\u0161eth sagt, es sei nicht wohlgef\u00e4llig, denn der Allbarmherzige hat ihn gleich dem Unreinen [f\u00fcr das zweite Pesa\u1e25fest] zur\u00fcckgesetzt. R. Na\u1e25man sprach: Dies entnehme ich aus dem, was wir gelernt haben: wer unrein oder auf einer weiten Reise war und das erste [Pesa\u1e25opfer] nicht hergerichtet hat, richte das zweite her. Demnach steht es ihm frei, [das erste] herzurichten.<\/p>\n<p>Und R. Se\u0161eth!?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: wie ist demnach der Schlu\u00dfsatz zu erkl\u00e4ren: Wer infolge eines Versehens oder eines Zwangsfalles das erste nicht hergerichtet hat, richte das zweite her; ist etwa auch hierbei zu folgern: wenn er \u00bbnicht hergerichtet\u00ab lehrt, demnach steht ihm [das erste] herzurichten frei, wo es ja infolge eines Versehens oder eines Zwangsfalles geschah!? Vielmehr mu\u00dft du erkl\u00e4ren, er z\u00e4hle hier auch den vors\u00e4tzlich Unterlassenden mit, ebenso z\u00e4hlt er auch [im ersten Falle] den Trauernden<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a> mit. R. A\u0161i sprach: Dies ist auch aus unserer Mi\u0161na zu entnehmen, denn er lehrt: weil diese von der Ausrottungsstrafe frei sind, jene aber sich der Ausrottungsstrafe schuldig machen. Worauf bezieht sich dies: wollte man sagen, auf Versehen und Zwangsfall, so sind diese ja nicht mit der Ausrottungsstrafe belegt, wahrscheinlich also auf Vorsatz und Trauer?<\/p>\n<p>Und R. Na\u1e25man!?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: tats\u00e4chlich bezieht sich dies auf Vorsatz<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a> allein, somit sollte er eigentlich \u00bbjener sich schuldig macht\u00ab lehren, da er aber vorher \u00bbfrei sind\u00ab lehrt, lehrt er auch sp\u00e4ter \u00bbsich schuldig machen\u00ab. R. \u0160e\u0161eth sprach: Dies entnehme ich aus folgender Lehre:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-93a\">Blatt 93a<\/h2>\n<p>R. A\u0351qiba sagte: Es hei\u00dft <em>unrein<\/em> und es hei\u00dft <a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a> <em>auf einer weiten Reise<\/em>, wie der Unreine es herzurichten in der Hand hat, es aber unterl\u00e4\u00dft<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a>, ebenso bei der weiten Reise, wenn er es [durch andere] herzurichten in der Hand hat, es aber unterl\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Und R. Na\u1e25man!?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: R. A\u0351qiba vertritt hierbei seine Ansicht, dass man f\u00fcr einen Kriechtierunreinen nicht schlachten und [das Blut] sprengen d\u00fcrfe, ich aber bin der Ansicht desjenigen, welcher sagt, man d\u00fcrfe f\u00fcr einen Kriechtierunreinen schlachten und sprengen<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Folgende richten das zweite [Pesa\u1e25opfer] her: m\u00e4nnliche Flu\u00dfbehaftete, weibliche Flu\u00dfbehaftete, m\u00e4nnliche Auss\u00e4tzige, weibliche Auss\u00e4tzige, Menstruierende, Menstruierenden Beiwohnende, W\u00f6chnerinnen, durch Versehen, Zwangsfall oder vors\u00e4tzlich Unterlassende, Unreine und auf einer weiten Reise Befindliche.<\/p>\n<p>Weshalb wird demnach der Unreine genannt!?<\/p>\n<p>Wozu er genannt wird, dass man ihn, wenn er das erste herrichten will, nicht lasse.<\/p>\n<p>Vielmehr, weshalb wird der auf einer weiten Reise Befindliche genannt!?<\/p>\n<p>Um ihn von der Ausrottungsstrafe zu befreien, und zwar nach demjenigen, welcher sagt, [sein Opfer] sei wohlgef\u00e4llig\u00ab.<\/p>\n<p>Ist eine Frau denn zum zweiten [Pesa\u1e25opfer] verpflichtet, es wird ja gelehrt: Man k\u00f6nnte glauben, nur die Leichenunreinen und der auf einer weiten Reise Befindliche richten das zweite [Pesa\u1e25opfer] her, woher dies von Flu\u00dfbehafteten, Auss\u00e4tzigen und Menstruierenden Beiwohnenden? Es hei\u00dft: <a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>irgeneiner!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand; eines nach R. Jose, und eines nach R. Jehuda und R. \u0160imo\u0351n<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Man macht sich der Ausrottungsstrafe schuldig wegen des ersten, und man macht sich der Ausrottungsstrafe schuldig wegen des zweiten [Pesa\u1e25opfers]<\/p>\n<p>so Rabbi. R. Nathan sagt, man mache sich der Ausrottungstrafe schuldig wegen des ersten, wegen des zweiten aber ist man frei. R. \u1e24anina b. A\u0351qiba sagt, auch wegen des ersten mache man sich nur dann der Ausrottungsstrafe schuldig, wenn man auch das zweite nicht hergerichtet hat. Sie vertreten hierbei ihre Ansichten, denn es wird gelehrt:<\/p>\n<p>Wenn ein Proselyt sich [in der Zeit] zwischen den beiden Pesa\u1e25festen bekehrt, desgleichen wenn ein Minderj\u00e4hriger zwischen den beiden Pesa\u1e25festen gro\u00dfj\u00e4hrig wird, so mu\u00df er das zweite Pesa\u1e25opfer herrichten<\/p>\n<p>so Rabbi. R. Nathan sagt, wer zum ersten verpflichtet war, sei zum zweiten verpflichtet, wer zum ersten nicht verpflichtet war, sei zum zweiten nicht verpflichtet.<\/p>\n<p>Worin besteht ihr Streit?<\/p>\n<p>Rabbi ist der Ansicht, das zweite sei ein Fest f\u00fcr sich, und R. Nathan ist der Ansicht, das zweite sei ein Ersatz des ersten, jedoch k\u00f6nne es [die Unterlassung] des ersten nicht gut<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a> machen, und R. \u1e24anina b. A\u0351qiba ist der Ansicht, das zweite sei eine Gutmachung des ersten. Alle drei legen sie einen Schriftvers aus:<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a> <em>Wer aber rein ist und sich nicht auf einer Reise befindet<\/em>. Rabbi erkl\u00e4rt:<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a> <em>Wenn er das Pesahopfer herzurichten unterl\u00e4\u00dft, so soll er ausgerottet werden<\/em>, wenn er das erste nicht hergerichtet hat, oder:<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a> <em>er hat das Opfer f\u00fcr den Herrn nicht dargebracht zur festgesetzten Zeit<\/em>, am zweiten.<\/p>\n<p>Woher, dass [die Strafandrohung:]<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a> <em>seine S\u00fcnde soll er tragen<\/em>, die Ausrottungsstrafe sei?<\/p>\n<p>Er ist der Ansicht, unter L\u00e4stern<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>sei die Beschimpfung<\/p>\n<h2 id=\"blatt-93b\">Blatt 93b<\/h2>\n<p>des [g\u00f6ttlichen] Namens zu verstehen, von der es hei\u00dft:<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a> <em>er soll seine S\u00fcnde tragen<\/em> und durch das hier wie dort [gebrauchte Wort] <em>S\u00fcnde<\/em> folgert er: wie dort die Ausrottungsstrafe, ebenso auch hier die Ausrottungsstrafe. R.Nathan erkl\u00e4rt: <em>Wenn er das Pesa\u1e25opfer herzurichten unterl\u00e4\u00dft, so soll er ausgerottet werden<\/em>, und \u00bbki\u00ab<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a> bedeutet hier \u00bbdenn\u00ab; der Allbarmherzige meint es also wie folgt: <em>denn er hat das Opfer f\u00fcr den Herrn nicht dargebracht zur festgesetzten Zeit<\/em>, n\u00e4mlich am ersten. Wof\u00fcr verwendet er [die Worte] <em>seine S\u00fcnde soll er tragen<\/em>?<\/p>\n<p>Er ist der Ansicht, unter L\u00e4stern sei nicht die Beschimpfung des [g\u00f6ttlichen] Namens<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a> zu verstehen, und durch das dort wie hier [gebrauchte Wort] <em>S\u00fcnde<\/em> folgert er: wie hier die Ausrottungsstrafe, ebenso dort die Ausrottungsstrafe. R.\u1e24anina b. A\u0351qiba erkl\u00e4rt: <em>Wenn er das Pesa\u1e25opfer herzurichten unterl\u00e4\u00dft, so soll er ausgerottet werden<\/em>, falls: <em>er hat das Opfer f\u00fcr den Herrn nicht dargebracht zur festgesetzten Zeit<\/em>, am zweiten. Wof\u00fcr verwendet er [die Worte] <em>seine S\u00fcnde soll er tragen<\/em>?<\/p>\n<p>Wie wir bereits erkl\u00e4rt haben. Das Ergebnis ist: hat man es an beiden vors\u00e4tzlich [unterlassen], so ist man nach aller Ansicht schuldig; hat man es an beiden versehentlich [unterlassen], so ist man nach aller Ansicht frei; hat man es am ersten vors\u00e4tzlich und am zweiten versehentlich [unterlassen], so ist man nach Rabbi und R. Nathan schuldig und nach R. \u1e24anina b. A\u0351qiba frei; hat man es am ersten versehentlich und am zweiten vors\u00e4tzlich [unterlassen], so ist man nach Rabbi schuldig und nach R. \u1e24anina b. A\u0351qiba frei.<\/p>\n<p>WELCHE REISE IST EINE WEITE? VON MODAIM AUSW\u00c4RTS, UND IN DIESER ENTFERNUNG NACH JEDER RICHTUNG [UM JERUSALEM] SO R. A\u0351QIBA; R. ELIE\u0351ZER SAGT, AUSSERHALB DER SCHWELLE<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a>DES TEMPELHOFES. R. JOSE SAGTE: \u00dcBER DEM HE<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>BEFINDET SICH DESHALB EIN PUNKT, UM ANZUDEUTEN: NICHT EINE WIRKLICHE WEITE [REISE], SONDERN AUSSERHALB DER SCHWELLE DES TEMPELHOFES.<\/p>\n<p>GEMARA. U\u0351la sagte: Von Moda\u00edm bis Jeru\u0161alem sind f\u00fcnfzehn Mil. Er ist also der Ansicht des Rabba b. Bar \u1e24ana, der im Namen R. Jo\u1e25anans sagte, ein [durchschnittlicher] Mensch gehe zehn Parasangen am Tage; f\u00fcnf Mil<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a> von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Sonnenaufgang und f\u00fcnf Mil von Sonnenuntergang bis zum Hervortreten der Sterne; von den \u00fcbrigen drei\u00dfig [gehe man] f\u00fcnfzehn von morgens bis mittags und f\u00fcnfzehn von mittags bis abends. U\u0351la vertritt hierbei seine Ansicht, denn U\u0351la sagte, eine Reise hei\u00dfe weit, wenn man beim Schlachten nicht zur Stelle sein kann.<\/p>\n<p>Der Meister sagte: F\u00fcnf Mil von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Sonnenaufgang. Woher dies?<\/p>\n<p>Es hei\u00dft:<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a><em>als aber die Morgenr\u00f6te anbrach, dr\u00e4ngten die Engel etc.<\/em>, und es hei\u00dft:<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a> <em>die Sonne schien bereits \u00fcber die Erde, als Lot in \u00c7o\u00e1r anlangte<\/em>, und R. \u1e24anina sagte, er habe diesen Ort gesehen, er hat f\u00fcnf Mil.<\/p>\n<p>Der Text: U\u0351la sagte, eine Reise hei\u00dfe weit, wenn man beim Schlachten nicht zur Stelle sein kann; R. Jehuda sagte, wenn man beim Essen nicht zur Stelle sein kann. Rabba sprach zu U\u0351la: Gegen dich ist ein Einwand zu erheben, und gegen R. Jehuda ist ein Einwand zu erheben. Gegen dich ist ein Einwand zu erheben: du sagst, wenn man beim Schlachten nicht zur Stelle sein kann; auch der Kriechtierunreine kann beim Schlachten nicht zur Stelle sein, dennoch sagst du, man d\u00fcrfe f\u00fcr den Kriechtierunreinen [das Pesa\u1e25opfer] schlachten und [das Blut] sprengen!? Gegen R. Jehuda ist ein Einwand zu erheben: er sagt, wenn man beim Essen nicht zur Stelle sein kann; der Kriechtierunreine kann ja beim Essen zur Stelle<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a> sein, dennoch sagt er, man d\u00fcrfe f\u00fcr den Kriechtierunreinen nicht schlachten und sprengen!? Dieser erwiderte: Weder ist gegen mich ein Einwand zu erheben, noch ist gegen R. Jehuda ein Einwand zu erheben. Gegen mich ist kein Einwand zu erheben, denn [das Gesetz von] der weiten Reise gilt nur f\u00fcr den Reinen und nicht f\u00fcr den Unreinen;<\/p>\n<h2 id=\"blatt-94a\">Blatt 94a<\/h2>\n<p>gegen R. Jehuda ist ebenfalls kein Einwand zu erheben, denn der Allbarmherzige hat den Kriechtierunreinen zur\u00fcckgesetzt, denn es hei\u00dft: <em>wenn irgend jemand unrein sein sollte durch eine Leiche<\/em>, und dies gilt auch von dem Falle, wenn dessen siebenter Tag<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a> auf den Vorabend des Pesa\u1e25festes f\u00e4llt, und der Allbarmherzige sagt, dass er zur\u00fcckgesetzt werde.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Man k\u00f6nnte glauben, wer sich ausw\u00e4rts von Modaim befindet, jedoch mit Pferden und Maultieren [rechtzeitig im Tempelhofe] sein kann, sei schuldig, so hei\u00dft es:<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> <em>und sich nicht auf einer Reise befindet<\/em>, w\u00e4hrend dieser sich auf einer Reise befindet. Man k\u00f6nnte glauben, wer sich einw\u00e4rts von Modaim befindet, jedoch wegen der ihn aufhaltenden Kamele und Wagen nicht [rechtzeitig im Tempelhofe] sein kann, sei nicht schuldig, so hei\u00dft es: <em>und sich nicht auf einer Reise befindet<\/em>, und dieser befindet sich nicht auf einer Reise.<\/p>\n<p>Raba sagte: Das Weltall hat sechstausend Parasangen und die Dicke des Himmels hat tausend Parasangen. Das eine ist eine \u00dcberlieferung, und das andere ist eine Ansicht. Er ist n\u00e4mlich der Ansicht R. Jo\u1e25anans, in dessen Namen Rabba b. Bar \u1e24ana sagte, ein durchschnittlicher Mensch gehe zehn Parasangen im Tage, f\u00fcnf Mil von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Sonnenaufgang und f\u00fcnf Mil von Sonnenuntergang bis zum Hervortreten der Sterne. Die Dicke des Himmels betr\u00e4gt somit ein Sechstel<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a> des Tages. Man wandte ein: R. Jehuda sagte: Die Dicke des Himmels betr\u00e4gt ein Zehntel des Tages. Merke, ein durchschnittlicher Mensch geht zehn Parasangen im Tage, vier Mil von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Sonnenaufgang und vier Mil von Sonnenuntergang bis zum Hervortreten der Sterne. Somit hat die Dicke des Himmels ein Zehntel<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a> des Tages. Dies ist eine Widerlegung Rabas und eine Widerlegung U\u0351las. Eine Widerlegung.<\/p>\n<p>Ist dies auch eine Widerlegung R. Jo\u1e25anans?<\/p>\n<p>Er kann dir erwidern: ich habe vom ganzen Tage gesprochen, und die Rabbanan haben sich in [der Einteilung des] Morgens und des Abends geirrt.<\/p>\n<p>Ist dies auch eine Widerlegung R. \u1e24aninas<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Anders war es da, wo [die Engel] ihn gedr\u00e4ngt hatten.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Mi\u00e7rajim hat vierhundert zu vierhundert Parasangen, und zwar mi\u00dft Mi\u00e7rajim ein Sechzigstel von Ku\u0161, Ku\u0161 ein Sechzigstel der ganzen Welt, die ganze Welt ein Sechzigstel des Gartens, der Garten ein Sechzigstel des Edens und der Eden ein Sechzigstel der H\u00f6lle; das Verh\u00e4ltnis der ganzen Welt zur H\u00f6lle gleicht somit dem des Deckels zum Topfe!?<\/p>\n<p>Dies ist eine Widerlegung.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: In der Schule des Elijahu wurde gelehrt: R. Nathan sagte: Der ganze Kontinent<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a> befindet sich unter einem Sterne. Merke, wenn jemand seine Augen auf einen Stern richtet und nach dem Osten geht, so befindet er sich diesem gegen\u00fcber, und ebenso befindet er sich diesem gegen\u00fcber, wenn er sich nach allen vier Himmelsrichtungen wendet. Der ganze Kontinent befindet sich somit unter einem Sterne<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Dies ist eine Widerlegung.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Der Wagen im Norden und der Skorpion im S\u00fcden, und die ganze Erde befindet sich zwischen Wagen und Skorpion; dem ganzen Kontinent ist die Sonne nur eine Stunde im Tage zugewendet, denn nur eine Stunde im Tage beleuchtet sie die Erde. Merke, in der f\u00fcnften [Stunde] befindet sich die Sonne im Osten, in der siebenten befindet sich die Sonne im Westen, und nur die H\u00e4lfte der sechsten und die H\u00e4lfte der siebenten befindet sie sich \u00fcber dem Haupte eines jeden Menschen!?<\/p>\n<p>Dies ist eine Widerlegung<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: R. Jo\u1e25anan b. Zakkaj sagte: Welche Antwort gab die Hallstimme jenem Frevler, als er gesagt hatte:<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a> <em>Ich will zu den Wolkenh\u00f6hen emporsteigen, dem H\u00f6chsten mich gleichstellen<\/em>?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-94b\">Blatt 94b<\/h2>\n<p>Die Hallstimme ert\u00f6nte und sprach: Frevler, Sohn eines Frevlers, Sohnessohn des gottlosen Nimrod, der w\u00e4hrend seiner Regierung die ganze Welt gegen mich aufgewiegelt hatte! Wie lange w\u00e4hrt das menschliche Leben? Siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre. So hei\u00dft es:<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> <em>unser Leben w\u00e4hrt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, achtzig Jahre<\/em>. F\u00fcnfhundert Jahre betr\u00e4gt [der Raum] von der Erde bis zum Himmel, f\u00fcnfhundert Jahre betr\u00e4gt die Dicke des Himmels, f\u00fcnfhundert Jahre betr\u00e4gt [der Raum] von einem Himmel zum anderen, und ebensoviel auch alle \u00fcbrigen<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> Himmel. <a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a><em>Aber in die Unterwelt wirst du hinabgest\u00fcrzt, in die tiefunterste Grube<\/em>!? Dies ist eine Widerlegung.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: die Weisen der Jisra\u00e9liten sagen, der Tierkreis<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a> stehe fest und die Sternbilder bewegen sich im Kreise, und die Weisen der weltlichen V\u00f6lker sagen, der Tierkreis drehe sich und die Sternbilder stehen fest. Rabbi sagte: Gegen ihre Ansicht ist einzuwenden: noch nie haben wir Wagen<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a> im S\u00fcden und Skorpion im Norden angetroffen. R. A\u1e25a b. Ja\u0351qob wandte ein: Vielleicht wie die Achse eines M\u00fchlsteines<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a> oder wie die Angel einer T\u00fcr<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Weisen Jisra\u00e9ls sagen, die Sonne wandle am Tage unter dem Himmel und in der Nacht \u00fcber dem Himmel, und die Weisen der weltlichen V\u00f6lker sagen, die Sonne wandle am Tage unter dem Himmel und in der Nacht unter der Erde. Ihre Ansicht ist einleuchtender als unsere, denn am Tage sind die Ouellen kalt, in der Nacht aber warm.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. Nathan sagte: Im Sommer wandelt [die Sonne] am H\u00f6hepunkt des Himmels, daher ist die ganze Welt warm, die Ouellen aber kalt, in der Regenzeit wandelt die Sonne am Rande des Himmels, daher ist die ganze Welt kalt, die Quellen aber warm.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: In vier Bahnen wandelt die Sonne: Nisan, Ijar und Sivan wandelt sie \u00fcber den Bergen, um die Schneemassen zu schmelzen. Tamuz, Ab und Elul wandelt sie \u00fcber dem Kontinent, um die Fr\u00fcchte zu reifen, Ti\u0161ri, Marhe\u0161van und Kislev wandelt sie \u00fcber den Gew\u00e4ssern, um die Fl\u00fcsse zu trocknen, Tebeth, Sebat und Adar wandelt sie \u00fcber der W\u00fcste, um die Saaten nicht zu verdorren.<\/p>\n<p>R. ELIE\u0351ZER SAGT, AUSSERHALB DER SCHWELLE etc. Obgleich er noch eintreten kann, und man fordert ihn nicht zum Eintreten auf, und [dem widersprechend] wird gelehrt, dass, wenn ein Unbeschnittener sich nicht beschneiden<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a> l\u00e4\u00dft, er, wie R. Elie\u0351zer sagt, sich der Ausrottung schuldig mache!? Abajje erwiderte: Das Gesetz von der weiten Reise gilt nur f\u00fcr den Reinen und nicht f\u00fcr den Unreinen<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a>. Raba erwiderte: Hier\u00fcber [streiten] Tanna\u00edm, denn es wird gelehrt: R. Elie\u0351zer sagte: Sowohl beim Pesa\u1e25opfer als auch beim [zweiten] Zehnten<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a> wird von einer weiten Reise gesprochen, wie nun da au\u00dferhalb des Ortes, da er zu essen ist, ebenso hier, au\u00dferhalb des Ortes, da es zu essen<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a> ist. R. Jose b. R. Jehuda sagte im Namen R. Elie\u0351zers: Au\u00dferhalb des Ortes, da es herzurichten<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a> ist. Wessen Ansicht vertritt das, was R. Ji\u00e7a\u1e25aq b. R. Joseph gesagt hat, dass man sich bei [der Z\u00e4hlung] der Unreinen nach der im Tempelhofe befindlichen Mehrheit richte? Die des R. Jose b. R. Jehuda, der im Namen R. Elie\u0351zers lehrte.<\/p>\n<p>R. JOSE SAGTE: DESHALB etc. Es wird gelehrt: R. Jose der Galil\u00e4er sagte: Unter Reise k\u00f6nnte man eine Reise von zwei oder drei Tagen verstehen, daher hei\u00dft es:<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a> <em>und auf der Reise war er nicht<\/em>, und dies besagt, dass es schon \u00fcber die Schwelle des Tempelhofes hinaus Reise hei\u00dfe.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-95a\">Blatt 95a<\/h2>\n<p>WELCHEN UNTERSCIHED GIBT ES ZWISCHEN DEM ERSTEN PESA\u1e24FESTE UND DEM ZWEITEN? AM ERSTEN GILT DAS VERBOT \u00bbNICHT ZU SEHEN UND NICHT ZU FINDEN\u00ab, AM ZWEITEN DARF MAN GES\u00c4UERTES NEBEN UNGES\u00c4UERTEM BEI SICH ZU HAUSE HABEN. DAS ERSTE BEN\u00d6TIGT BEIM ESSEN DES LOBLIEDES, DAS ZWEITE BEN\u00d6TIGT BEIM ESSEN NICHT DES LOBLIEDES. DAS EINE UND DAS ANDERE BEN\u00d6TIGEN DES LOBLIEDES BEI DER HERRICHTUNG, SIND NUR GEBRATEN MIT UNGES\u00c4UERTEM UND BITTERKRAUT ZU ESSEN UND VERDR\u00c4NGEN DEN \u0160ABBATH.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten:<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a> <em>Nach allen Satzungen des Pesahopfers sollen sie es herrichten<\/em>; die Schrift spricht von Satzungen, die dieses selbst betreffen, woher dies von Satzungen, die zu diesem geh\u00f6ren? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a> <em>mit Unges\u00e4uertem und Bitterkraut sollen sie es essen<\/em>. Man k\u00f6nnte glauben, auch von Satzungen, die zu diesem nicht geh\u00f6ren, so hei\u00dft es: <a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a> <em>ihr sollt keinen Knochen an ihm zerbrechen<\/em>; wie das Zerbrechen eines Knochens eine dieses selbst betreffende Satzung ist, ebenso jede andere dieses selbst betreffende Satzung. Isi b. Jehuda sagte: <em>Sollen sie es herrichten<\/em>, die Schrift spricht von Satzungen, die dieses selbst betreffen!?<\/p>\n<p>Der Meister sagte: Man k\u00f6nnte glauben, auch von Satzungen, die zu diesem nicht geh\u00f6ren. Du sagtest ja, der Schriftvers spreche von Satzungen, die diese selbst betreffen!?<\/p>\n<p>Er meint es wie folgt: man k\u00f6nnte glauben, da es hei\u00dft: <em>mit Unges\u00e4uertem und Bitterkraut sollen sie es essen<\/em>, so nehme man es mit [der Einschr\u00e4nkung:] <em>sollen sie es herrichten<\/em>, nicht genau, vielmehr sei dies eine auf eine Spezialisierung folgende Generalisierung, in welchem Falle die Generalisierung eine Hinzuf\u00fcgung zur Spezialisierung<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a> ist, soda\u00df auch alle anderen [Satzungen] einzuschliessen sind, so lehrt er uns.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr verwendet Isi b. Jehuda [das Wort] <em>Knochen<\/em>?<\/p>\n<p>Da\u00df es einerlei ist, ob einen Knochen, in dem Mark ist, oder einen Knochen, in dem kein Mark ist.<\/p>\n<p>Wof\u00fcr verwenden die Rabbanan [die Worte] <em>sollen sie es herrichten<\/em>?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass man das Pesa\u1e25opfer nicht f\u00fcr einen einzelnen<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a> schlachte, vielmehr suche man m\u00f6glichst [nach Beteiligten].<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: <em>Nach allen Satzungen des Pesa\u1e25opfers sollen sie es herrichten<\/em>; man k\u00f6nnte glauben, wie am ersten das Verbot \u00bbnicht zu sehen und nicht zu finden\u00ab gilt, ebenso gilt am zweiten das Verbot \u00bbnicht zu sehen und nicht zu finden\u00ab, so hei\u00dft es: <em>mit Unges\u00e4uertem und Bitterkraut sollen sie es essen<\/em>. Ich wei\u00df dies von den Geboten, woher dies von den Verboten?<\/p>\n<p>Es hei\u00dft <em>sie sollen nichts davon bis zum Morgen zur\u00fccklassen<\/em>. Ich wei\u00df dies nur von einem einem Gebote entstammenden<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a> Verbote, woher dies von einem absoluten Verbote? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a> <em>ihr sollt keinen Knochen an ihm zerbrechen<\/em>. Wie die Spezialisierung von einem Gebote, einem einem Gebote entstammenden Verbote und einem absoluten Verbote spricht, ebenso auch alles andere, ob Gebot, einem Gebot entstammendes Verbot oder absolutes Verbot.\u2014 Was gleich [dem Essen] von Unges\u00e4uertem und Bitterkraut schlie\u00dft die Generalisierung ein?<\/p>\n<p>Das Braten am Feuer.<\/p>\n<p>Was schlie\u00dft die Spezialisierung aus?<\/p>\n<p>Das Fortschaffen des Sauerteiges.<\/p>\n<p>Vielleicht umgekehrt!?<\/p>\n<p>Die dieses selbst betreffende Vorschrift ist bedeutender.<\/p>\n<p>Was gleich dem Verbote, etwas davon bis zum Morgen \u00fcbrigzulassen, schlie\u00dft die Generalisierung ein?<\/p>\n<p>Nichts davon hinauszubringen<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a>. Dieses gleicht jenem: in dem einen Falle wird es durch das \u00dcbrigbleiben und in dem anderen Falle durch das Hinausbringen untauglich.<\/p>\n<p>Was schlie\u00dft die Spezialisierung aus?<\/p>\n<p>Das Verbot \u00bbnicht zu sehen und nicht zu finden\u00ab. Dieses gleicht jenem: wegen des einen erh\u00e4lt man keine Gei\u00dfelhiebe, da es ein einem Gebote entstammendes Verbot ist, und wegen des anderen erh\u00e4lt man keine Gei\u00dfelhiebe, da es ein einem Gebote entstammendes Verbot ist.<\/p>\n<p>Vielleicht umgekehrt!?<\/p>\n<p>Die dieses selbst betreffende Vorschrift ist bedeutender.<\/p>\n<p>Was gleich dem Zerbrechen eines Knochens schlie\u00dft die Generalisierung ein?<\/p>\n<p><a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a> <em>Ihr sollt davon nichts halbroh essen<\/em>.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-95b\">Blatt 95b<\/h2>\n<p>Was schlie\u00dft die Spezialisierung aus?<\/p>\n<p><a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a> <em>Du sollst das Blut meines Opfers nicht zu Ges\u00e4uertem schlachten<\/em>. Vielleicht umgekehrt!?<\/p>\n<p>Die dieses selbst betreffende Vorschrift ist bedeutender.<\/p>\n<p>DAS ERSTE BEN\u00d6TIGT BEIM ESSEN DES LOBLIEDES etc. Woher dies? R. Jo\u1e25anan erwiderte im Namen des R. \u0160imo\u0351n b. Jeho\u00e7adaq: Die Schrift sagt: <a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a> <em>Lieder werdet ihr singen wie in der Nacht der Festweihe<\/em>; die Nacht, die zum Feste geweiht ist, ben\u00f6tigt des Lobliedes, die Nacht, die nicht zum Feste geweiht ist, ben\u00f6tigt nicht des Lobliedes.<\/p>\n<p>DAS EINE UND DAS ANDERE BEN\u00d6TIGEN DES LOBLIEDES BEI DER HERRICHTUNG etc. Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Wenn du willst, sage ich: nur die Nacht ist ausgeschlossen, nicht aber der Tag. Wenn du aber willst, sage ich: ist es denn m\u00f6glich, dass die Jisra\u00e9liten ihre Pesa\u1e25opfer schlachten oder ihre Feststr\u00e4u\u00dfe [in die Hand] nehmen, ohne dabei das Loblied zu sprechen!?<\/p>\n<p>GEBRATENES etc. ZU ESSEN. Nur den \u0160abbath [verdr\u00e4ngt es] und nicht die Unreinheit, somit vertritt unsere Mi\u0161na nicht die Ansicht R. Jehudas, denn es wird gelehrt: [Das zweite Pesa\u1e25opfer] verdr\u00e4ngt den \u0160abbath und nicht die Unreinheit<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>; R. Jehuda sagt, es verdr\u00e4nge auch die Unreinheit.<\/p>\n<p>Was ist der Grund des ersten Tanna?<\/p>\n<p>Es wurde wegen der Unreinheit zur\u00fcckgesetzt, und nun soll es in Unreinheit dargebracht werden!?<\/p>\n<p>Und R.Jehuda!?<\/p>\n<p>Die Tora sorgte daf\u00fcr, dass er es in Reinheit herrichte, ist ihm dies aber nicht beschieden, so richte er es in Unreinheit her.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Das erste Pesa\u1e25opfer verdr\u00e4ngt den \u0160abbath, das zweite Pesa\u1e25opfer verdr\u00e4ngt ebenfalls den \u0160abbath; das erste Pesa\u1e25opfer verdr\u00e4ngt die Unreinheit, das zweite Pesa\u1e25opfer verdr\u00e4ngt ebenfalls die Unreinheit; das erste Pesa\u1e25opfer erfordert das \u00dcbernachten [in Jeru\u0161alem], das zweite Pesa\u1e25opfer erfordert ebenfalls das \u00dcbernachten.<\/p>\n<p>Es verdr\u00e4ngt die Unreinheit, also nach R. Jehuda, und nach R. Jehuda ist ja das \u00dcbernachten nicht erforderlich, denn es wird gelehrt: R. Jehuda sagte, woher, dass das zweite Pesa\u1e25opfer nicht das \u00dcbernachten erfordere? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a> <em>und am anderen Morgen mache dich auf, um heimzukehren<\/em>, und darauf folgt:<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a> <em>sechs Tage sollst du Unges\u00e4uertes essen<\/em> wobei sechs Tage Unges\u00e4uertes gegessen wird, ist auch das \u00dcbernachten erforderlich, wobei nicht sechs Tage [Unges\u00e4uertes] wird, ist auch das \u00dcbernachten nicht erforderlich!?<\/p>\n<p>Zwei Tanna\u00edm streiten \u00fcber die Ansicht R. Jehudas.<\/p>\n<p>IN UNREINHEIT DARGEBRACHTE<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a> PESA\u1e24OPFER D\u00dcRFEN M\u00c4NNLICHE FLUSSBEHAFTETE, WEIBLICHE FLUSSBEHAFTETE, MENSTRUIERENDE UND W\u00d6CHNERINNEN NICHT ESSEN; HABEN SIE DAVON GEGESSEN, SO SIND SIE VON DER AUSROTTUNG FREI. NACH R. ELIE\u0351ZER SIND SIE FREI, AUCH WEGEN DES EINTRETENS IN DEN TEMPEL.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Man k\u00f6nnte glauben, wenn m\u00e4nnliche Flu\u00dfbehaftete, weibliche Flu\u00dfbehaftete, Menstruierende und W\u00f6chnerinnen vom in Unreinheit dargebrachten Pesa\u1e25opfer gegessen haben, seien sie schuldig, so hei\u00dft es:<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a> <em>jeder Reine darf das Fleisch essen; derjenige aber, der Fleisch vom dem Herrn dargebrachten Heilsopfer i\u00dft, w\u00e4hrend ihm Unreinheit anhaftet, soll ausgerottet werden<\/em>. Wenn Reine es essen d\u00fcrfen, sind die Unreinen deswegen schuldig, wenn Reine es nicht essen d\u00fcrfen, sind die Unreinen deswegen nicht schuldig. R. Elie\u0351zer sagte: Man k\u00f6nnte glauben, wenn Flu\u00dfbehaftete bei der Herrichtung des in Unreinheit dargebrachten Pesa\u1e25opfers sich in den Tempelhof hineingedr\u00e4ngt haben, seien sie schuldig, so hei\u00dft es:<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a> <em>sie sollen jeden Auss\u00e4tzigen, jeden Flu\u00dfbehafteten und jeden Leichenunreinen aus dem Lager hinausschaffen<\/em>. Wenn Leichenunreine hinausgeschafft werden, sind auch Flu\u00dfbehaftete und Auss\u00e4tzige hinauszuschaffen, wenn Leichenunreine nicht hinausgeschafft<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a> werden, sind auch Flu\u00dfbehaftete und Auss\u00e4tzige nicht hinauszuschaffen.<\/p>\n<p>R. Joseph fragte: Wie ist es, wenn die Leichenunreinen sich bei der Herrichtung des in Unreinheit dargebrachten Pesa\u1e25opfers in den Tempel hineingedr\u00e4ngt haben: ist, da die Unreinheit im Tempelhofe erlaubt worden ist, auch die Unreinheit im Tempel erlaubt, oder aber ist, was erlaubt worden ist, erlaubt, und was nicht erlaubt worden ist, nicht erlaubt? Raba erwiderte: Die Schrift sagt: <em>sie sollen aus dem Lager hinausschaffen<\/em>, ferner auch:<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a> <em>au\u00dferhalb des Lagers sollt ihr sie hinausschaffen<\/em>, auch aus einem Teile<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a> des Lagers. Manche lesen: Raba erwiderte: Die Schrift sagt: <em>sie sollen aus dem Lager hinausschaffen<\/em> etc., <em>au\u00dferhalb des Lagers sollt ihr sie hinausschaffen<\/em>; die au\u00dferhalb des Lagers hinausgeschafft werden, m\u00fcssen auch aus [einem Teile des] Lagers hinausgeschafft werden<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>R. Joseph fragte: Wie ist es, wenn die Leichenunreinen sich vorgedr\u00e4ngt und die Opferteile des in Unreinheit dargebrachten Pesa\u1e25opfers gegessen<\/p>\n<h2 id=\"blatt-96a\">Blatt 96a<\/h2>\n<p>haben: ist, da die Verunreinigung des Fleisches erlaubt worden ist, auch die Verunreinigung der Opferteile erlaubt, oder aber ist, was erlaubt worden ist, erlaubt, und was nicht erlaubt worden ist, nicht erlaubt? Raba erwiderte: Merke, die Verunreinigung der Opferteile wird ja von der Verunreinigung des Fleisches gefolgert, denn es hei\u00dft: <em>dem Herrn dargebrachten<\/em>, und dies schlie\u00dft die Opferteile ein; ist die Verunreinigung des Fleisches verboten, so ist auch die Verunreinigung der Opferteile verboten, und ist die Verunreinigung des Fleisches nicht verboten, so ist auch die Verunreinigung der Opferteile nicht verboten.<\/p>\n<p>R. Zera fragte: Wie wurden die Opferteile des in Mi\u00e7rajim hergerichteten Pesa\u1e25opfers aufger\u00e4uchert<a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a>? Abajje entgegnete ihm: Wer sagt uns, dass sie daraus nicht einen Spie\u00dfbraten gemacht haben!? Ferner lehrte ja R. Joseph, dass sie da drei Alt\u00e4re hatten: die Oberschwelle und die beiden T\u00fcrpfosten<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a>; weiter aber hatten sie nichts.<\/p>\n<p>WODURCH UNTERSCHEIDET SICH DAS IN MI\u00e7RAHM [HERGERICHTETE] PESA\u1e24OPFER VON DEM DER [SP\u00c4TEREN] GESCHLECHTER? DAS PESA\u1e24OPFER IN MI\u00e7RAHM WURDE AM ZEHNTEN [NISAN] BESORGT, ES BEN\u00d6TIGTE DES BESPRENGENS DER OBERSCHWELLE UND DER BEIDEN PFOSTEN MITTELST EINES YSOPB\u00dcNDELS, ES WURDE IN EILE GEGESSEN, UND IN EINER NACHT; DAS PESA\u1e24FEST DER [SP\u00c4TEREN] GESCHLECHTER ABER W\u00c4HRT SIEBEN TAGE.<\/p>\n<p>GEMARA. Woher dies?<\/p>\n<p>Es hei\u00dft:<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a> <em>sprecht zu der ganzen Gemeinde Jisra\u00e9l folgenderma\u00dfen: Am zehnten dieses Monats nehme sich ein jeder<\/em>; dieses wurde am zehnten genommen, nicht aber ist das f\u00fcr die [sp\u00e4teren] Geschlechter bestimmte Pesa\u1e25opfer am zehnten zu nehmen.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> <em>ihr sollt es bis zum vierzehnten Tage dieses Monats aufbewahren<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, nur dieses ben\u00f6tigte vier Tage vor dem Schlachten einer Untersuchung, nicht aber ben\u00f6tigen andere einer Untersuchung, Ben-Bag-Bag lehrte ja: Woher, dass das best\u00e4ndige Opfer vier Tage vor dem Schlachten einer Untersuchung bedarf? Hier hei\u00dft es:<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a> <em>ihr sollt es bewahren, es mir zur festgesetzten Zeit darzubringen<\/em>, und dort hei\u00dft es: <em>ihr sollt es bis zum vierzehnten Tage aufbewahren<\/em>; wie dort vier Tage vor dem Schlachten eine Untersuchung erforderlich ist, ebenso ist auch hierbei vier Tage vor dem Schlachten eine Untersuchung erforderlich!?<\/p>\n<p>Anders ist es hierbei, wo es <em>bewahren<\/em> hei\u00dft.<\/p>\n<p>Aber auch beim Pesa\u1e25opfer f\u00fcr die [sp\u00e4teren] Geschlechter hei\u00dft es ja:<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a> <em>du sollst diesen Dienst in diesem Monat verrichten<\/em>, alle Dienstverrichtungen dieses Monats m\u00fcssen diesem gleichen!?<\/p>\n<p>Vielmehr, [das Wort] <em>dieses<\/em> schlie\u00dft hier das ihm gleiche zweite Pesa\u1e25fest<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a> aus.<\/p>\n<p>\u2014 Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a> <em>sie sollen das Fleisch in dieser Nacht essen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, nur dieses werde in dieser Nacht gegessen, nicht aber sind andere in der Nacht zu essen!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst diesen Dienst verrichten<\/em><a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>dieses<\/em>?<\/p>\n<p>Auf die Lehre des R.Elea\u0351zar b. A\u0351zarja und des R. A\u0351qiba<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a> <em>kein Unbeschnittener darf davon essen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, er d\u00fcrfe nur davon nichts essen, wohl aber d\u00fcrfe er vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter essen!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>davon<\/em>?<\/p>\n<p>\u2014 Davon darf er nicht essen, wohl aber darf er Unges\u00e4uertes und Bitterkraut essen.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a> <em>kein Fremdenkind darf davon essen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, es d\u00fcrfe nur davon nicht essen, wohl aber d\u00fcrfe es vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter essen!?<\/p>\n<p>\u2014 Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>davon<\/em>?<\/p>\n<p>Nur hierf\u00fcr macht die Abtr\u00fcnnigkeit [die Person] untauglich, nicht aber macht die Abtr\u00fcnnigkeit untauglich f\u00fcr die Hebe. Und dies ist sowohl vom Unbeschnittenen als auch vom Fremdenkinde<a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a> zu lehren n\u00f6tig. W\u00fcrde der Allbarmherzige es vom Unbeschnittenen geschrieben haben, [so k\u00f6nnte man glauben,] weil er widerw\u00e4rtig ist, nicht aber ein Fremdenkind, das nicht widerw\u00e4rtig ist. Und w\u00fcrde der Allbarmherzige es nur vom Fremdenkinde geschrieben haben, [so k\u00f6nnte man glauben,] weil es das Herz nicht zum Himmel richtet, nicht aber ein Unbeschnittener, der das Herz zum Himmel richtet. Daher ist beides n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> <em>ein Beisa\u00df oder L\u00f6hner darf davon nicht essen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, er d\u00fcrfe davon nicht essen, wohl aber darf er vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter essen!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>davon<\/em>?<\/p>\n<p>Nur hierf\u00fcr macht die Abtr\u00fcnnigkeit [die Person] untauglich, nicht aber macht die Abtr\u00fcnnigkeit untauglich f\u00fcr die Hebe.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a> <em>nur wenn man ihn beschnitten hat, so darf er davon essen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, er d\u00fcrfe nur davon nicht essen, wohl aber darf er vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter essen!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>davon<\/em>?<\/p>\n<p>Nur hierf\u00fcr ist die Beschneidung der M\u00e4nner und Sklaven unerl\u00e4\u00dflich, nicht aber ist die Beschneidung der M\u00e4nner und Sklaven unerl\u00e4\u00dflich f\u00fcr die Hebe.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a> <em>ihr sollt keinen Knochen an ihm zerbrechen<\/em>; ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, nur von diesem d\u00fcrfe man nicht zerbrechen, wohl aber darf man vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter zerbrechen!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>an ihm<\/em>?<\/p>\n<p>Nur an einem tauglichen, nicht aber an einem untauglichen.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber auch:<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a> <em>ihr sollt davon nicht halbroh essen<\/em>: ist etwa auch hierbei zu erkl\u00e4ren, man d\u00fcrfe nur von diesem nicht halbroh essen, wohl aber d\u00fcrfe man halbroh essen vom Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter!?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt: <em>du sollst [diesen Dienst] verrichten<\/em><a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Worauf deutet [das Wort] <em>davon<\/em>?<\/p>\n<p>Auf die Lehre Rabas im Namen R. Ji\u00e7\u1e25aqs<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>ES WURDE IN EILE GEGESSEN etc. Woher dies?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt:<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a> <em>ihr sollt es in Eile essen<\/em>; nur dieses wurde in Eile gegessen, nicht aber sind andere in Eile zu essen.<\/p>\n<p>DAS PESA\u1e24FEST DER [SP\u00c4TEREN] GESCHLECHTER ABER W\u00c4HRT SIEBEN TAGE. Worauf bezieht sich dies: wollte man sagen, auf das Pesa\u1e25opfer, so wird ja das Pesa\u1e25opfer nicht an allen sieben Tagen gegessen, wollte man<\/p>\n<h2 id=\"blatt-96b\">Blatt 96b<\/h2>\n<p>sagen, auf [das Verbot des] Ges\u00e4uerten, wonach dieses beim Pesa\u1e25opfer von Mi\u00e7rajim nicht mehr als eine Nacht w\u00e4hrte, so wird ja gelehrt: R. Jose der Galil\u00e4er sagte: Woher, dass beim Pesa\u1e25opfer in Mi\u00e7rajim [das Verbot des] Ges\u00e4uerten nur einen Tag w\u00e4hrte? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a> <em>kein Ges\u00e4uertes darf gegessen werden<\/em>, und darauf folgt:<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a> <em>heute zieht ihr aus<\/em>!?<\/p>\n<p>Vielmehr, er meint es wie folgt: in einer Nacht<a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a>, und ebenso das Pesa\u1e25opfer der [sp\u00e4teren] Geschlechter; [das Verbot des] Ges\u00e4uerten aber w\u00e4hrt nur einen Tag, und am Pesa\u1e25feste f\u00fcr die [sp\u00e4teren] Geschlechter sieben Tage.<\/p>\n<p>R. JEHO\u0160UA\u0351 SAGTE: ICH HABE GEH\u00d6RT, DASS DAS EINGETAUSCHTE DES PELLe SAHOPFERS [ALS HEILSOPFER] DARZUBRINGEN SEI, [UND WIEDERUM,] DASS DAS EINGETAUSCHTE DES PESA\u1e24OPFERS NICHT DARZUBRINGEN SEI, UND WEISS DIES NICHT ZU ERKL\u00c4REN. R. A\u0351QIBA SPRACH: ICH WILL DIES ERKL\u00c4REN: DIST DAS PESA\u1e24OPFER<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a> VOR DEM SCHLACHTEN DES [ERSATZ\u2014]PESA\u1e24OPFERS GEFUNDEN WORDEN, SO LASSE MAN ES WEIDEN, BIS ES EIN GEBRECHEN BEKOMMT, SODANN VERKAUFE MAN ES UND KAUFE F\u00dcR DEN ERL\u00d6S EIN HEILSOPFER, UND EBENSO DAS DAF\u00dcR EINGETAUSCHTE; WENN ABER NACH DEM SCHLACHTEN DES PESA\u1e24OPFERS, SO IST ES ALS HEILSOPFER DARZUBRINGEN, UND EBENSO DAS DAF\u00dcR EINGETAUSCHTE.<\/p>\n<p>GEMARA. Sollte er doch sagen, manches Pesa\u1e25opfer sei darzubringen und manches Pesa\u1e25opfer sei nicht darzubringen!?<\/p>\n<p>Er lehrt uns folgendes: manches Eingetauschte<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> eines Pesa\u1e25opfers ist nicht darzubringen. Es wurde gelehrt: Rabba sagte, unsere Mi\u0161na lehre \u00bbvor dem Schlachten\u00ab und \u00bbnach dem Schlachten; R. Zera sagte, unsere Mi\u0161na lehre \u00bbvor Mittag\u00ab<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> und \u00bbnach Mittag\u00ab.<\/p>\n<p>Aber gegen R. Zera [ist ja einzuwenden], es hei\u00dft ja: vor dem Schlachten des Pesa\u1e25opfers!?<\/p>\n<p>Sage: vor der Zeit des Schlachtens des Pesa\u1e25opfers. Hier\u00fcber [streiten auch] Tanna\u00edm: Ist das Pesa\u1e25opfer<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a> vor dem Schlachten gefunden worden, so lasse man es weiden, wenn nach dem Schlachten, so ist es [als Heilsopfer] darzubringen; R. Elie\u0351zer sagt, wenn vor Mittag, so lasse man es weiden, wenn nach Mittag, so ist es darzubringen.<\/p>\n<p>WENN ABER NACH DEM SCHLACITEN DES PESA\u1e24OPFERS, SO IST ES ALS HEILSOPFER DARZUBRINGEN etc. Raba sagte: Dies nur, wenn [das Eingetauschte] nach dem Schlachten gefunden und vor dem Schlachten umgetauscht worden ist, wenn es aber vor dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist, so r\u00fchrt das Eingetauschte von einer zur\u00fcckgesetzten Heiligkeit<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a> her und ist nicht darzubringen.<\/p>\n<p>Abajje wandte gegen ihn ein:<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> <em>Wenn ein Lamm<\/em>; wozu hei\u00dft es: wenn ein Lamm? Dies schlie\u00dft das Eingetauschte des Pesa\u1e25opfers nach dem Pesa\u1e25feste ein, das als Heilsopfer darzubringen ist. In welchem Falle: wollte man sagen, wenn es nach dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist, so ist dies ja selbstverst\u00e4ndlich, wozu der Schriftvers; doch wohl, wenn es vor dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist!? Nein, tats\u00e4chlich, wenn es nach dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist, und der Schriftvers ist nichts weiter als eine Anlehnung. Worauf deutet der Schriftvers?<\/p>\n<p>Auf folgende Lehre: <em>Ein Lamm<\/em>, dies schlie\u00dft das Pesa\u1e25opfer hinsichtlich des Fettschwanzes<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a> ein, und wenn es hei\u00dft: <em>wenn ein Lamm<\/em>, so schlie\u00dft dies das \u00fcber ein Jahr alt gewordene Pesa\u1e25opfer<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a> und das infolge des Pesa\u1e25opfers dargebrachte Heilsopfer<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a> hinsichtlich aller Vorschriften des Heilsopfers ein, dass sie n\u00e4mlich des St\u00fctzens<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a>, des Gu\u00dfopfers und des Schwingens von Brust und Schenkel ben\u00f6tigen. Wenn es aber noch hei\u00dft: <em>und wenn eine Ziege<\/em>, so gilt dies als Teilung; dies lehrt, dass die Ziege nicht [der Darbringung] des Fettschwanzes ben\u00f6tige. Manche beziehen dies auf den Anfangssatz: Ist das Pesa\u1e25opfer vor dem Schlachten des [Ersatz-]Pesa\u1e25opfers gefunden worden, so lasse man es weiden, bis es ein Gebrechen bekommt, sodann verkaufe man es und kaufe f\u00fcr den Erl\u00f6s ein Heilsopfer, ebenso das daf\u00fcr Eingetauschte. Raba sagte: Dies nur, wenn [das Eingetauschte] vor dem Schlachten gefunden und vor dem Schlachten umgetauscht worden ist, wenn es aber vor dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist, so ist das Eingetauschte als Heilsopfer darzubringen, weil das Schlachten nur bei dem, was dazu tauglich w\u00e4re, wirksam ist, nicht aber bei dem, was nicht dazu tauglich<a href=\"#fn105\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref105\" role=\"doc-noteref\"><sup>105<\/sup><\/a> w\u00e4re. Abajje wandte gegen ihn ein: <em>Wenn ein Lamm<\/em>, wozu hei\u00dft es [wenn ein Lamm]? Dies schlie\u00dft das Eingetauschte des Pesa\u1e25opfers nach dem Pesa\u1e25feste ein, das als Heilsopfer darzubringen ist. Man k\u00f6nnte glauben, auch wenn es vor dem Pesa\u1e25feste [gefunden worden ist],<\/p>\n<h2 id=\"blatt-97a\">Blatt 97a<\/h2>\n<p>so hei\u00dft es es, dieses wird dargebracht, nicht aber, das f\u00fcr das Pesa\u1e25opfer Eingetauschte. In welchem Falle: wollte man sagen, wenn es vor dem Schlachten gefunden und vor dem Schlachten umgetauscht worden ist, so ist dies ja selbstverst\u00e4ndlich, wozu der Schriftvers; doch wohl, wenn es vor dem Schlachten gefunden und nach dem Schlachten umgetauscht worden ist!? Dies ist eine Widerlegung Rabas. Eine Widerlegung.<\/p>\n<p>\u0160emu\u00e9l sagte: In einem Falle, wo man das S\u00fcndopfer verenden lassen<a href=\"#fn106\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref106\" role=\"doc-noteref\"><sup>106<\/sup><\/a> mu\u00df, ist das Pesa\u1e25opfer als Heilsopfer darzubringen, und in einem Falle, wo man das S\u00fcndopfer weiden lassen mu\u00df, ist das Pesa\u1e25opfer ebenfalles weiden zu lassen. R. Jo\u1e25anan aber sagte, das Pesa\u1e25opfer ist nur dann als Heilsopfer darzubringen, wenn es sich nach dem Schlachten eingefunden hat, nicht aber wenn vor dem Schlachten. R. Joseph wandte ein: Ist dies denn eine [stichhaltige] Regel, auch das \u00fcber ein Jahr alt gewordene S\u00fcndopfer mu\u00df man ja weiden lassen, denn R. \u0160imo\u0351n b. Laqi\u0161 sagte, ein \u00fcber ein Jahr alt gewordenes S\u00fcndopfer betrachte man als auf einem Begr\u00e4bnisplatze<a href=\"#fn107\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref107\" role=\"doc-noteref\"><sup>107<\/sup><\/a> befindlich und lasse es weiden, w\u00e4hrend das Pesa\u1e25opfer in einem solchen Falle als Heilsopfer darzubringen ist!? Es wird n\u00e4mlich gelehrt: <em>Ein Lamm<\/em>, dies schlie\u00dft das Pesa\u1e25opfer hinsichtlich des Fettschwanzes ein, und wenn es hei\u00dft: <em>wenn ein Lamm<\/em>, so schlie\u00dft dies das \u00fcber ein Jahr alt gewordene Pesa\u1e25opfer und das infolge des Pesa\u1e25opfers dargebrachte Heilsopfer hinsichtlich aller Vorschriften des Heilsopfers ein, dass sie n\u00e4mlich des St\u00fctzens, des Gu\u00dfopfers und des Schwingens von Brust und Schenkel ben\u00f6tigen. Wenn es aber noch hei\u00dft: <em>und wenn eine Ziege<\/em>, so gilt dies als Teilung; dies lehrt, dass die Ziege nicht der Darbringung des Fettschwanzes ben\u00f6tige!? Jener erwiderte: \u0160emu\u00e9l sagte es nur von abhanden gekommenen, nicht aber von zur\u00fcckgesetzten.<\/p>\n<p>Kann dies denn bei abhanden gekommenen vorkommen, wenn [das Vieh] nach dem Absondern abhanden gekommen war, mu\u00df man es ja nach den Rabbanan weiden lassen!? Es wird n\u00e4mlich gelehrt: Wenn jemand sein S\u00fcndopfer abgesondert hat und es abhanden gekommen ist, und nachdem er statt dessen ein anderes abgesondert hat, es sich wieder einfindet und beide vorhanden sind, so ist das eine darzubringen, und das andere lasse man verenden, so Rabbi; die Weisen sagen, man lasse ein S\u00fcndopfer nur dann verenden, wenn es sich erst, nachdem der Eigent\u00fcmer S\u00fchne erlangt hat, einfindet. Wenn aber bevor der Eigent\u00fcmer S\u00fchne erlangt hat, lasse man es weiden, w\u00e4hrend das Pesa\u1e25opfer, das abhanden gekommen war und sich nach Mittag vor dem Schlachten [des Pesa\u1e25opfers] eingefunden hat, als Heilsopfer darzubringen ist!?<\/p>\n<p>\u0160emu\u00e9l ist der Ansicht Rabbis, welcher sagt, was abhanden gekommen war, lasse man verenden<a href=\"#fn108\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref108\" role=\"doc-noteref\"><sup>108<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Aber nach Rabbi mu\u00df man ja alles, was abhanden gekommen war, verenden lassen, w\u00e4hrend man das Pesa\u1e25opfer, das vor Mittag abhanden gekommen war und vor Mittag sich eingefunden hat, weiden lassen mu\u00df!?<\/p>\n<p>Wenn vor Mittag, so hei\u00dft dies \u00fcberhaupt nicht \u00bbabhanden gekommen\u00ab.<\/p>\n<p>Dies nach Raba, denn Raba sagte, das Abhandenkommen \u00fcber Nacht gelte nicht als Abhandenkommen.<\/p>\n<p>In welchem Falle ist es demnach nach Rabbi weiden zu lassen!?<\/p>\n<p>Nach R. O\u0161a\u0351ja, denn R. O\u0161a\u0351ja sagte:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-97b\">Blatt 97b<\/h2>\n<p>Wenn jemand zur Sicherheit zwei S\u00fcndopfer abgesondert hat, so schaffe er sich S\u00fchne durch das eine, und das andere lasse er weiden.<\/p>\n<p>In einem solchen Falle ist ja das Pesa\u1e25opfer als Heilsopfer darzubringen!?<\/p>\n<p>Vielmehr, \u0160emu\u00e9l ist der Ansicht R. \u0160imo\u0351ns, welcher sagte, dass man f\u00fcnf S\u00fcndopfer<a href=\"#fn109\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref109\" role=\"doc-noteref\"><sup>109<\/sup><\/a> verenden lasse.<\/p>\n<p>Nach R. \u0160imo\u0351n gibt es ja \u00fcberhaupt kein Weidenlassen!?<\/p>\n<p>\u0160emu\u00e9l sagte auch nur das eine: in einem Falle, wo man das S\u00fcndopfer verenden lassen mu\u00df, ist das Pesa\u1e25opfer als Heilsopfer darzubringen.<\/p>\n<p>Was lehrt er uns demnach damit!?<\/p>\n<p>Dies schlie\u00dft die Lehre R. Jo\u1e25anans aus, welcher sagte, das Pesa\u1e25opfer sei nur dann als Heilsopfer darzubringen, wenn es sich nach dem Schlachten eingefunden hat, nicht aber, wenn vor dem Schlachten, wonach das Schlachten es zu einem solchen bestimmt, so lehrt er uns, dass die Mittagsstunde es zu einem solchen bestimmt. Eine andere Lesart: W\u00e4hrend das Pesa\u1e25opfer, das abhanden gekommen war und sich nach Mittag vor dem Schlachten des Pesa\u1e25opfers eingefunden hat, als Heilsopfer darzubringen ist!?<\/p>\n<p>\u0160emu\u00e9l ist der Ansicht Rabbas, welcher sagt, das Schlachten bestimme es zu einem solchen.<\/p>\n<p>Wenn aber R. Jo\u1e25anan hierzu sagt, das Pesa\u1e25opfer werde nur dann als Heilsopfer dargebracht, wenn es sich nach dem Schlachten eingefunden hat, nicht aber, wenn vor dem Schlachten, wonach das Schlachten es zu einem solchen bestimmt, so ist ja Semu\u00e9l demnach der Ansicht, die Mittagsstunde bestimme es zu einem solchen!?<\/p>\n<p>Vielmehr, \u0160emu\u00e9l ist der Ansicht Rabbis, welcher sagt, man lasse, was abhanden gekommen war, verenden.<\/p>\n<p>Aber nach Rabbi mu\u00df man ja alles, was abhanden gekommen war, verenden lassen, w\u00e4hrend man das Pesa\u1e25opfer, das vor Mittag abhanden gekommen war und sich vor \u00bbMittag eingefunden hat, weiden lassen mu\u00df!?<\/p>\n<p>Er ist der Ansicht, wenn vor Mittag, so hei\u00dfe dies \u00fcberhaupt nicht \u00bbabhanden gekommen, und ferner ist er der Ansicht, die Mittagsstunde bestimme es als solches.<\/p>\n<p>WENN JEMAND EIN WEIBCHEN ODER EIN M\u00c4NNCHEN IM ZWEITEN JAHRE ALS PESA\u1e24OPFER ABSONDERT, SO LASSE MAN ES WEIDEN, BIS ES EIN GEBRECHEN BEKOMMT, SODANN VERKAUFE MAN ES, UND DER ERL\u00d6S FREIWILLIGEN SPENDENKASSE ZU, F\u00dcR HEILSOPFER. WENN JEMAND SEIN<\/p>\n<h2 id=\"blatt-98a\">Blatt 98a<\/h2>\n<p>PESA\u1e24OPFER ABGESONDERT HAT UND GESTORBEN IST, SO DARF SEIN SOHN ES NICHT NACH IHM ALS PESA\u1e24OPFER DARBRINGEN, SONDERN ALS HEILSOPFER.<\/p>\n<p>GEMARA. R. Hona, Sohn des R. Jeho\u0161ua\u0351, sagte: Hieraus ist dreierlei zu entnehmen: es ist zu entnehmen, dass Lebendiges zur\u00fcckgesetzt<a href=\"#fn110\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref110\" role=\"doc-noteref\"><sup>110<\/sup><\/a> werde, es ist zu entnehmen, dass auch das, was von vornherein untauglich<a href=\"#fn111\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref111\" role=\"doc-noteref\"><sup>111<\/sup><\/a> war, zur\u00fcckgesetzt werde, und es ist zu entnehmen, dass auch der Geldwert<a href=\"#fn112\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref112\" role=\"doc-noteref\"><sup>112<\/sup><\/a> zur\u00fcckgesetzt werde.<\/p>\n<p>WENN JEMAND SEIN PESA\u1e24OPFER ABGESONDERT HAT etc. Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand sein Pesa\u1e25opfer abgesondert hat und gestorben ist, so bringe sein Sohn, falls er daran mitbeteiligt war, es als Pesa\u1e25opfer dar, wenn aber nicht, so bringe er es am sechzehnten als Heilsopfer dar. Nur am sechzehnten und nicht am f\u00fcnfzehnten, somit ist er der Ansicht, Gel\u00fcbde und freiwillige Spenden d\u00fcrfen am Feste nicht dargebracht werden.<\/p>\n<p>Wann soll der Vater gestorben sein: wollte man sagen, wenn er vor Mittag gestorben ist, wieso bringe sein Sohn, wenn er daran beteiligt ist, es als Pesa\u1e25opfer dar, wo er ja bereits vorher von der Trauer<a href=\"#fn113\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref113\" role=\"doc-noteref\"><sup>113<\/sup><\/a> betroffen worden ist, und wenn er nach Mittag gestorben ist, wieso bringe der Sohn, wenn er daran nicht beteiligt ist, es als Heilsopfer dar, es wurde ja durch die Mittagsstunde [zum Pesa\u1e25opfer]<a href=\"#fn114\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref114\" role=\"doc-noteref\"><sup>114<\/sup><\/a> bestimmt!? Raba erwiderte: Tats\u00e4chlich, wenn er vor Mittag gestorben ist, und unter \u00bbPesa\u1e25opfer\u00ab ist zu verstehen, er bringe es als zweites Pesa\u1e25opfer dar. Abajje erwiderte: Er lehrt es je nachdem: wenn er nach Mittag gestorben und sein Sohn daran beteiligt ist, so bringe er es als Pesa\u1e25opfer dar, und wenn er vor Mittag gestorben und sein Sohn daran nicht beteiligt ist, so bringe er es als Heilsopfer dar. R.Serebja erwiderte: Tats\u00e4chlich, wenn er nach Mittag gestorben ist aber schon zur Mittagsstunde in Agonie lag. R. A\u0161i erwiderte: Tats\u00e4chlich, wenn er nach Mittag gestorben ist, nur ist hier die Ansicht R. \u0160imo\u0351ns vertreten, welcher sagt, Lebendiges werde nicht zur\u00fcckgesetzt. Rabina erwiderte: Wenn der Eigent\u00fcmer es nach Mittag abgesondert hat und nach Mittag gestorben ist; er ist der Ansicht, die Mittagsstunde mache es zu einem solchen<a href=\"#fn115\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref115\" role=\"doc-noteref\"><sup>115<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>IST EIN PESA\u1e24OPFER MIT ANDEREN OPFERN VERMISCHT WORDEN, SO MUSS MAN SIE ALLE WEIDEN LASSEN, BIS SIE EIN GEBRECHEN BEKOMMEN, SODANN VERKAUFE MAN SIE UND BRINGE F\u00dcR DEN ERL\u00d6S DES BESTEN UNTER IHNEN EIN OPFER DIESER ART UND F\u00dcR DEN ERL\u00d6S DES BESTEN UNTER IHNEN EIN OPFER JENER ART DAR, UND DEN MEHRBETRAG ERSETZE MAN AUS SEINER TASCHE. IST ES MIT ERSTGEBORENEN VERMISCHT WORDEN, SO DARF ES, WIE R. \u0160IM\u00d6N SAGT, WENN DIE GESELLSCHAFT AUS PRIESTERN BESTEHT, VON DIESEN GEGESSEN WERDEN.<\/p>\n<p>GEMARA. Man bringt ja Geheiligtes in den Untauglichkeitsraum<a href=\"#fn116\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref116\" role=\"doc-noteref\"><sup>116<\/sup><\/a> R. \u0160imo\u0351n vertritt hierbei seine Ansicht, man d\u00fcrfe Geheiligtes in den Untauglichkeitsraum bringen. Wir haben n\u00e4mlich gelernt: Wenn ein<\/p>\n<h2 id=\"blatt-98b\">Blatt 98b<\/h2>\n<p>Schuldopfer und Heilsopfer miteinander vermischt worden sind, sind sie, wie R. \u0160imo\u0351n sagt, in der Nordseite zu schlachten und [nach Vorschrift] des strengeren unter ihnen zu essen. Man erwiderte ihm:<\/p>\n<p>Man bringe nicht Geheiligtes in den Untauglichkeitsraum<a href=\"#fn117\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref117\" role=\"doc-noteref\"><sup>117<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wie verfahre man hierbei nach den Rabbanan? Raba erwiderte: Man warte, bis sie Gebrechen bekommen, dann bringe man ein fettes Tier und spreche: [Die Heiligkeit] des Pesa\u1e25opfers, welches es auch sei, werde auf dieses \u00fcbertragen. Sodann darf man jenes [unter Beobachtung der Vorschriften] f\u00fcr ein gebrechenbehaftetes Erstgeborenes essen.<\/p>\n<p>WENN EINE GESELLSCHAFT, DER DAS PESA\u1e24OPFER ABHANDEN GEKOMMEN IST, ZU EINEM SAGT, DASS ER GEHE UND ES F\u00dcR SIE SUCHE UND SCHLACHTE, WORAUF ER GEGANGEN IST UND ES GEFUNDEN UND GESCHLACHTET HAT, ABER AUCH SIE EINES GEHOLT UND GESCHLACHTET HABEN, SO ESSE DIESER, WENN SEINES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, VON SEINEM, UND SIE ESSEN MIT IHM EBENFALLS VON SEINEM; WENN ABER IHRES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, SO ESSEN SIE VON IHREM, UND ER ESSE VON SEINEM. WEISS MAN NICHT, WELCHES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, ODER SIND BEIDE ZU GLEICHER ZEIT GESCHLACHTET WORDEN, SO ESSE ER VON SEINEM, UND SIE D\u00dcRFEN VON SEINEM NICHT ESSEN; IHRES ABER KOMMT IN DEN VERBRENNUNGSRAUM, UND SIE SIND VON DER HERRICHTUNG DES ZWEITEN PESA\u1e24OPFERS FREI. SAGTE ER ZU IHNEN, DASS, WENN ER SICH VERSP\u00c4TEN SOLLTE, SIE F\u00dcR IHN SCHLACHTEN SOLLEN, WORAUF ER GEGANGEN IST UND ES GEFUNDEN UND GESCHLACHTET HAT, ABER AUCH SIE EINES GEHOLT UND GESCHLACHTET HABEN, SO ESSEN SIE, FALLS IHRES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, VON IHREM, UND ER ESSE EBENFALLS VON IHREM; WENN ABER SEINES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, SO ESSE ER VON SEINEM UND SIE VON IHREM. WEISS MAN NICHT, WELCHES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, ODER SIND BEIDE ZU GLEICHER ZEIT GESCHLACHTET WORDEN, SO ESSEN SIE VON IHREM, UND ER DARF VON IHREM NICHT ESSEN; SEINES ABER KOMMT IN DEN VERBRENNUNGSRAUM, UND ER IST VON DER HERRICHTUNG DES ZWEITEN PESAHOPFERS FREI. SAGTE ER ZU IHNEN UND SIE ZU<a href=\"#fn118\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref118\" role=\"doc-noteref\"><sup>118<\/sup><\/a> IHM, SO ESSEN SIE ALLE VOM ZUERST [GESCHLACHTETEN]; WEISS MAN NICHT, WELCHES ZUERST GESCHLACHTET WORDEN IST, ODER SIND BEIDE ZU GLEICHER ZEIT GESCHLACHTET WORDEN, SO KOMMEN BEIDE IN DEN VERBRENNUNGSRAUM. SAGTE ER NICHTS ZU IHNEN UND SIE NICHTS ZU IHM, SO SIND SIE NICHT VON EINANDER ABH\u00c4NGIG.<\/p>\n<p>WENN DIE PESA\u1e24OPFER ZWEIER GESELLSCHAFTEN MIT EINANDER VERMISCHT WORDEN SIND, SO W\u00c4HLEN DIE EINEN DAS EINE UND DIE ANDEREN DAS ANDERE, UND EINER VON DIESEN VERF\u00dcGT SICH ZU JENEN, UND EINER VON JENEN VERF\u00dcGT SICH ZU DIESEN, UND SIE SPRECHEN [ZUM VERTRETER] WIE FOLGT: GEH\u00d6RT DIESES PESA\u1e24OPFER UNS, SO SEIEN DEINE H\u00c4NDE VON DEINEM ZUR\u00dcCKGEZOGEN UND DU AN UNSEREM BETEILIGT, UND GEH\u00d6RT DIESES PESA\u1e24OPFER DIR, SO SEIEN UNSERE H\u00c4NDE VON UNSEREM ZUR\u00dcCKGEZOGEN UND WIR AN DEINEM BETEILIGT. SO AUCH F\u00dcNF GESELLSCHAFTEN VON JE F\u00dcNF ODER ZEHN PERSONEN; SIE W\u00c4HLEN EINEN AUS JEDER GESELLSCHAFT UND SPRECHEN EBENSO ZU EINANDER. WENN DIE PESA\u1e24OPFER ZWEIER EIGENT\u00dcMER VERMISCHT WORDEN SIND, SO W\u00c4HLE EINER DAS EINE UND DER ANDERE DAS ANDERE, UND DER EINE NEHME JEMAND VON DER STRASSE<a href=\"#fn119\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref119\" role=\"doc-noteref\"><sup>119<\/sup><\/a> ALS TEILNEHMER, UND DER ANDERE NEHME JEMAND VON DER STRASSE ALS TEILNEHMER, SODANN VERF\u00dcGE SICH DIESER ZU JENEM UND JENER ZU DIESEM UND SIE SPRECHEN ZU EINANDER WIE FOLGT: GEH\u00d6RT DIESES PESA\u1e24OPFER MIR, SO SEIEN DEINE H\u00c4NDE VON DEINEM ZUR\u00dcCKGEZOGEN UND DU AN MEINEM BETEILIGT, UND GEH\u00d6RT DIESES PESA\u1e24OPFER DIR, SO SEIEN MEINE H\u00c4NDE VON MEINEM ZUR\u00dcCKGEZOGEN UND ICH AN DEINEM BETEILIGT.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Sagte er zu ihnen<a href=\"#fn120\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref120\" role=\"doc-noteref\"><sup>120<\/sup><\/a> und sie zu ihm, so essen sie vom zuerst [Geschlachteten]; sagte er nichts zu ihnen und sie nichts zu ihm,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-99a\">Blatt 99a<\/h2>\n<p>so sind sie nicht von einander abh\u00e4ngig. Hieraus folgerten die Weisen, dass das Schweigen gut sei f\u00fcr die Klugen, und um so mehr f\u00fcr die Toren. So hei\u00dft es auch:<a href=\"#fn121\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref121\" role=\"doc-noteref\"><sup>121<\/sup><\/a> <em>der schweigende Narr kann f\u00fcr einen Klugen gehalten werden<\/em>.<\/p>\n<p>WENN DIE PESA\u1e24OPFER ZWEIER EIGENT\u00dcMER VERMISCHT WORDEN SIND etc. Unsere Mi\u0161na vertritt somit nicht die Ansicht R. Jehudas, denn es wird gelehrt:<a href=\"#fn122\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref122\" role=\"doc-noteref\"><sup>122<\/sup><\/a> <em>Wenn aber die Familie f\u00fcr ein Lamm zu klein ist<\/em>, dies lehrt, dass [die Gesellschaft] sich vermindern d\u00fcrfe, nur mu\u00df einer der Gesellschaft zur\u00fcckbleiben so R. Jehuda; R. Jose sagt, sie d\u00fcrfen das Pesa\u1e25opfer nicht [herrenlos]<a href=\"#fn123\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref123\" role=\"doc-noteref\"><sup>123<\/sup><\/a> lassen. R. Jo\u1e25anan erwiderte: Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht R. Jehudas, denn da R. Jehuda der Ansicht ist, man d\u00fcrfe das Pesa\u1e25opfer nicht f\u00fcr einen einzelnen schlachten, so ist [das Pesa\u1e25opfer] von vornherein dazu bestimmt, dass noch jemand sich daran beteilige, soda\u00df [der Hinzukommende] einem der Gesellschaft gleicht. R. A\u0161i sagte: Dies ist auch aus unserer Mi\u0161na zu entnehmen, denn diese lehrt: so auch f\u00fcnf Gesellschaften von je f\u00fcnf Personen. Nur von je f\u00fcnf, nicht aber von f\u00fcnf und vier; doch wohl deshalb, weil bei einem kein Eigent\u00fcmer zur\u00fcckbleiben w\u00fcrde. Schlie\u00dfe hieraus.<\/p>\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Indem er ihn f\u00fcr das zweite Pesa\u1e25fest zur\u00fcckgesetzt hat.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>Der, wenn er will, das P. herrichten darf; man vegleiche supra Fol. 91a.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>Der im Schlu\u00dfsatze auf jeden Fall mitgez\u00e4hlt wird. (Im Schlu\u00dfsatze ist das \u05d5\u05dc\u05d0 als Relativum, statt \u05d5\u05e9\u05dc\u05d0, aufzufassen, nicht aber im Anfangssatze.)<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,10.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p>Weil es ihm verboten ist.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Da er abends beim Essen rein ist, ebenso f\u00fcr den Verreisten, der abends daheim sein kann.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,10.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\" role=\"doc-endnote\"><p>Die dar\u00fcber streiten; man vegleiche supra Fol. 91b.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\" role=\"doc-endnote\"><p>Wer die Herrichtung des ersten absichtlich unterl\u00e4\u00dft, verf\u00e4llt der Ausrottungsstrafe, auch wenn er das zweite herrichtet.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,13.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,13.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,13.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,13.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\" role=\"doc-endnote\"><p>Das mit der Ausrottungsstrafe belegt ist; man vegleiche Num. 15,30.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\" role=\"doc-endnote\"><p>Lev. 24,15.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\" role=\"doc-endnote\"><p>Im angezogenen Schriftverse, das Rabbi mit \u00bbwenn\u00ab \u00fcbersetzt, wonach der folgende Satz ein Fall f\u00fcr sich ist; die Partikel \u05db\u05d9 hat verschiedene Bedeutungen; man vegleiche Rh. Fol. 3a.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem nach w\u00fcrde man nicht wissen, dass auf die Beschimpfung des g\u00f6ttlichen Namens die Ausrottungsstrafe gesetzt ist.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\" role=\"doc-endnote\"><p>Er mu\u00df rechtzeitig in den Tempelhof gelangen k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\" role=\"doc-endnote\"><p>Auf den Buchstaben \u05d4 im W.e \u05e8\u05d4\u05e4\u05d4 (Num. 9,10) befindet sich im masoretischen Texte ein diakritischer Punkt.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\" role=\"doc-endnote\"><p>Eine Parasange hat vier Mil.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\" role=\"doc-endnote\"><p>Gen.\u00a019,15.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 23.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\" role=\"doc-endnote\"><p>Abends ist er ja rein.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\" role=\"doc-endnote\"><p>In welchem Falle er gleich dem durch ein Kriechtier Verunreinigten ebenfalls abends rein ist.. Er mu\u00df seine Bagage zur\u00fccklassen und allein nach Jeru\u0161alem eilen.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,13.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\" role=\"doc-endnote\"><p>F\u00fcr den Tag bleiben 30 Mil, in welcher Zeit die Sonne 6000 Parasangen zur\u00fccklegt; demnach legt die Sonne von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis Sonnenaufgang, wo sie durch die Dicke des Himmels geht, 1000 Parasangen zur\u00fcck.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\" role=\"doc-endnote\"><p>Demnach bleiben 32 Mil f\u00fcr den Tag zur\u00fcck, den er von Anbruch der Morgenr\u00f6te bis zum Hervortreten der Sterne rechnet; allenfalls hat nach ihm der eigentl. Tag 32 Mil.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\" role=\"doc-endnote\"><p>Der ob. Fol. 93b den in dieser Zeit von Lot zur\u00fcckgelegten Weg auf 5 Parasangen angibt.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. bewohnte Gegend, Kulturwelt, die Lesart \u05d4\u05e9\u05d5\u05dc\u05ea in den Tosaphot Pes. 118b, die von manchen bevorzugt wird (Hammagid IVp.) ist ein Lapsus.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\" role=\"doc-endnote\"><p>Da nun viele Sterne am Himmel sind, so ist ja die Himmelssph\u00e4re weit gr\u00f6\u00dfer als $6000 Parasangen.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\" role=\"doc-endnote\"><p>Der obigen Lehre Rabas.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\" role=\"doc-endnote\"><p>Jes. 14,14.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\" role=\"doc-endnote\"><p>Ps. 90,10.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\" role=\"doc-endnote\"><p>Das W. \u05db\u05ea ist wohl Dittographie.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\" role=\"doc-endnote\"><p>Jes.14,15.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\" role=\"doc-endnote\"><p>Eigentlich Rad, an welchem sich die 12 Sternbilder befinden.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach Raschi mit Stier identisch.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Rad dreht sich um seine Achse, die beiden Pole bleiben jedoch unbeweglich. Statt \u05db\u05db\u05d5\u05e6\u05d9\u05d5\u05d0 lesen manche \u05db\u05e4\u05e8\u05d5\u05d0, was wahrscheinlicher ist.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\" role=\"doc-endnote\"><p>Die T\u00fcrangeln befanden sich in der Mitte der Oberund Unterschwelle.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\" role=\"doc-endnote\"><p>Um vom Pesa\u1e25opfer essen zu d\u00fcrfen. Entsprechend m\u00fc\u00dfte er zu diesem Zwecke auch in den Tempelhof einzutreten verpflichtet sein.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\" role=\"doc-endnote\"><p>Und ebensowenig f\u00fcr den Unbeschnittenen.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Dt. 14,24.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. au\u00dferhalb Jeru\u0161alems.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. au\u00dferhalb der Tempelhofmauer.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,10.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,12.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 11.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,12.<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\" role=\"doc-endnote\"><p>Eine der 7 Hillelschen hermeneutischen Regeln: folgt die Spezialisierung auf die Generalisierung, so gilt dies als Einschr\u00e4nkung u. alles andere ist auszuschlie\u00dfen; folgt die Generalisierung auf die Spezialisierung, so gilt dies als Erweiterung u. alles, was die Generalisierung zul\u00e4\u00dft, ist einzuschlie\u00dfen.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\" role=\"doc-endnote\"><p>Sie, in der Mehrzahl.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\" role=\"doc-endnote\"><p>Es ist Gebot, das Fleisch aufzuessen, unterl\u00e4\u00dft man dieses Gebot, so \u00fcbertritt man das Verbot des \u00dcbriglassens.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,12.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\" role=\"doc-endnote\"><p>Es ist Gebot, es an Ort und Stelle zu essen, unterl\u00e4\u00dft man dieses Gebot, so \u00fcbertritt man das Verbot des Hinausbringens.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,9.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. 34,25.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\" role=\"doc-endnote\"><p>Jes. 30,29.<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. das Gesetz von der Unreinheit; darf in Unreinheit nicht dargebracht werden.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\" role=\"doc-endnote\"><p>Dt. 16,7.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 8.<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn die Mehrheit der Gemeinde unrein ist.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\" role=\"doc-endnote\"><p>Lev. 7,19. 20.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 5,2.<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. supra Fol. 66b.<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 5,3.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\" role=\"doc-endnote\"><p>Obgleich sie in den Tempelhof kommen d\u00fcrfen, m\u00fcssen sie dennoch aus dem Tempel selbst hinausgeschafft werden.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\" role=\"doc-endnote\"><p>Da aber die Leichenunreinen in den Tempelhof eintreten d\u00fcrfen, so werden sie aus dem Tempel nicht hinausgeschafft.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\" role=\"doc-endnote\"><p>Sie hatten ja keinen Altar.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\" role=\"doc-endnote\"><p>Worauf das Blut gesprengt wurde (man vegleiche Ex. 12,7); die Opferteile wurden dem nach gegessen.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,3.<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 6.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\" role=\"doc-endnote\"><p>Da aber die Leichenunreinen in den Tempelhof eintreten d\u00fcrfen, so werden sie aus dem Tempel nicht hinausgeschafft.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 13,5.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\" role=\"doc-endnote\"><p>Dieses gleicht dem in Mi\u00e7rajim hergerichteten, indem es ebenfalls nur einen Tag w\u00e4hrt.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,8.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\" role=\"doc-endnote\"><p>Die sich auf diesen Schriftvers beziehen; man vegleiche Ber. Fol. 9a.<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn77\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,48.<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 43.<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn80\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn81\" role=\"doc-endnote\"><p>Worunter der Abtr\u00fcnnige verstanden wird, der Gott entfremdet wurde. 77. Ex. 12,45.<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn82\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,45.<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 44.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\" role=\"doc-endnote\"><p>Num. 9,46.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,9.<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie oben: die Dienstverrichtungen gleichen diesem.<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df einem Unbeschnittenen auch der Zehnt verboten ist; man vegleiche Jab. Fol. 74a.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\" role=\"doc-endnote\"><p>Das W. \u05db\u05ea ist wohl Dittographie.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. 13,3.<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn93\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 4.<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach Raschi mit Stier identisch.<a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Rad dreht sich um seine Achse, die beiden Pole bleiben jedoch unbeweglich. Statt \u05db\u05db\u05d5\u05e6\u05d9\u05d5\u05d0 lesen manche \u05db\u05e4\u05e8\u05d5\u05d0, was wahrscheinlicher ist.<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\" role=\"doc-endnote\"><p>Und man sage nicht, dieses gelte von vornherein als Heilsopfer.<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn97\" role=\"doc-endnote\"><p>Wo das reservierte Lamm zum Pesa\u1e25opfer bestimmt wird.<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn98\" role=\"doc-endnote\"><p>Das zuerst als Pesa\u1e25opfer bestimmt und abhanden gekommen war.. Und man sage nicht, dieses gelte von vornherein als Heilsopfer.<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\" role=\"doc-endnote\"><p>Da dann das Original selbst kein Heilsopfer ist, sondern ein zur\u00fcckgesetztes Pesa\u1e25opfer.<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\" role=\"doc-endnote\"><p>Lev. 3,7.<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn101\" role=\"doc-endnote\"><p>Von dem nicht ausdr\u00fccklich gesagt wird, dass er darzubringen sei.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. supra Fol 7ab. Anm. 68.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. das Eingetauschte des Pesa\u1e25opfers oder der \u00dcberschu\u00df der daf\u00fcr bestimmten Geldsumme; so nach Raschi zSt. Nach einer anderen Erkl\u00e4rung Raschis (Zeb. 9b), das sogenannte Festopfer (man vegleiche supra Fol. 69b).<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\" role=\"doc-endnote\"><p>Zur Zeit des Schlachtens war das Eingetauschte noch profan u. kann sp\u00e4ter als Heilsopfer dargebracht werden.<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn105\" role=\"doc-endnote\"><p>Zur Zeit des Schlachtens war das Eingetauschte noch profan u. kann sp\u00e4ter als Heilsopfer dargebracht werden.<a href=\"#fnref105\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn106\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Opfertier wird eingesperrt u. man verabreicht ihm keine Nahrung. Dies hat in 5 F\u00e4llen zu erfolgen: 1. beim Jungen d.\u00a0Opfertieres, 2. beim Eingetauschten desselben, 3, wenn der Eigent\u00fcmer stirbt, 4, wenn es abhanden gekommen war u, der Eigent\u00fcmer S\u00fchne durch ein anderes erlangt hat, 5. wenn es \u00fcber ein Jahr alt geworden ist.<a href=\"#fnref106\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn107\" role=\"doc-endnote\"><p>Wohin ein Priester nicht kommen darf, dh. man darf es nicht schlachten.<a href=\"#fnref107\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn108\" role=\"doc-endnote\"><p>Was beim Pesa\u1e25opfer der Darbringung als Heilsopfer entspricht.<a href=\"#fnref108\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn109\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Anm. 95.<a href=\"#fnref109\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn110\" role=\"doc-endnote\"><p>Obgleich das Tier zuerst als Pesa\u1e25opfer bestimmt war, so wird es dennoch nicht als solches dargebracht.<a href=\"#fnref110\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn111\" role=\"doc-endnote\"><p>Ein Weibchen oder ein L\u00e4mmchen im 2. Lebensjahre waren von vornherein unzul\u00e4ssig, dennoch wird die Heiligkeit des Pesa\u1e25opfers auf diese \u00fcbertragen.<a href=\"#fnref111\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn112\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. wenn von vornherein \u00fcberhaupt nur der Geldwert geheiligt worden ist.<a href=\"#fnref112\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn113\" role=\"doc-endnote\"><p>Somit obliegt ihm nicht mehr die Pflicht, das P. herzurichten.<a href=\"#fnref113\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn114\" role=\"doc-endnote\"><p>Ein solches mu\u00df man ja weiden lassen; man vegleiche supra Fol. 96b.<a href=\"#fnref114\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn115\" role=\"doc-endnote\"><p>In der Mittagsstunde war es noch nicht als P. bestimmt; ist aber der Sohn daran beteiligt, so war die Pflicht bereits vorher eingetreten.<a href=\"#fnref115\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn116\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn die Priester (nach R\u0160) es als Pesa\u1e25opfer essen und etwas zum folgenden Morgen zur\u00fcckiglich, w\u00e4hrend das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht gegessen werden darf. Ebenso ist die Essensfrist f\u00fcr das Heilsopfer l\u00e4nger als die des Schuldopfers.<a href=\"#fnref116\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn117\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn die Priester (nach R\u0160) es als Pesa\u1e25opfer essen und etwas zum folgenden Morgen zur\u00fcckiglich, w\u00e4hrend das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht gegessen werden darf. Ebenso ist die Essensfrist f\u00fcr das Heilsopfer l\u00e4nger als die des Schuldopfers.<a href=\"#fnref117\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn118\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df sie event, das P. f\u00fcr einander schlachten sollen.<a href=\"#fnref118\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn119\" role=\"doc-endnote\"><p>Damit, wenn einer sich zur\u00fcckzieht, das Pesa\u1e25opfer nicht herrenlos bleibe.<a href=\"#fnref119\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn120\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df sie event, das P. f\u00fcr einander schlachten sollen.<a href=\"#fnref120\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn121\" role=\"doc-endnote\"><p>Ein solches mu\u00df man ja weiden lassen; man vegleiche supra Fol. 96b.<a href=\"#fnref121\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn122\" role=\"doc-endnote\"><p>Ex. 12,4.<a href=\"#fnref122\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn123\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Beteiligten d\u00fcrfen sich zur\u00fcckziehen, wenn an ihre Stelle andere hinzugekommen sind.<a href=\"#fnref123\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud, Traktat (Massechet Pessachim) in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt Zur \u00dcbersicht des Traktats Pessachim | Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung Bl\u00e4tter\/Dapim 92b 93a 93b 94a 94b 95a 95b 96a 96b 97a 97b 98a 98b 99a \u00dcbersetzung Blatt 92b WER UNREIN ODER AUF EINER WEITEN REISE WAR UND DAS ERSTE! [PESA\u1e24OPFER] NICHT HERGERICHTET HAT, RICHTE DAS ZWEITE HER; WER INFOLGE EINES VERSEHENS ODER EINES ZWANGSFALLES DAS ERSTE NICHT HERGERICHTET HAT, RICHTE DAS ZWEITE HER. WESHALB WIRD DIES DEMNACH VOM UNREINEN UND VOM AUF EINER WEITEN REISE BEFINDLICHEN GELEHRT? WEIL DIESE VON DER AUSROTTUNGSSTRAFE FREI SIND, JENE ABER SICH DER AUSROTTUNGSSTRAFE SCHULDIG MACHEN. GEMARA. Es wurde gelehrt: Wenn jemand auf einer weiten Reise war und man f\u00fcr ihn [das Pesa\u1e25opfer] geschlachtet und [das Blut] gesprengt hat, so ist es, wie R. Na\u1e25man sagt, wohlgef\u00e4llig, und wie R. Se\u0161eth sagt, nicht wohlgef\u00e4llig. R. Na\u1e25man sagt, es sei wohlgef\u00e4llig, denn der Allbarmherzige hat ihn nur geschont1, wenn er es aber herrichtet, so komme Segen \u00fcber ihn. R. \u0160e\u0161eth sagt, es sei nicht wohlgef\u00e4llig, denn der Allbarmherzige hat ihn &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6637,"parent":4993,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-6645","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6645"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6645\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6646,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6645\/revisions\/6646"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4993"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}