{"id":6818,"date":"2021-01-14T15:54:01","date_gmt":"2021-01-14T13:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=6818"},"modified":"2021-01-26T18:01:41","modified_gmt":"2021-01-26T16:01:41","slug":"berachot-kapitel-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/berachot\/berachot-kapitel-2\/","title":{"rendered":"Berachot Kapitel 2"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Berachot in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/berachot\/\">Zur \u00dcbersicht des Traktats Berachot<\/a><\/strong> | <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><strong>Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bl\u00e4tter \/ Dapim<\/h2>\n\n\n\n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-13a\">13a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-13b\">13b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-14a\">14a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-14b\">14b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-15a\">15a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-15b\">15b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-16a\">16a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-16b\">16b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-17a\">17a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-17b\">17b<\/a>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcbersetzung<\/h2>\n\n\n\n<h2 id=\"blatt-13a\">Blatt 13a<\/h2>\n<p>WENN JEMAND IN DER TORA<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a> LIEST, UND DIE ZEIT DES \u0160EMA\u0351LESENS HERANREICHT, SO GEN\u00dcGT ER, WENN ER DIES<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a> BEABSICHTIGT, SEINER PFLICHT. AN DEN ABS\u00c4TZEN DARF MAN AUS EHRERBIETUNG GR\u00dcSSEN UND EINEN GRUSS ERWIDERN; IN DER MITTE<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a> ABER DARF MAN NUR AUS FURCHT GR\u00dcSSEN UND EINEN GRUSS ERWIDERN SO R. MEIR. R. JEHUDA SAGT, IN DER MITTE D\u00dcRFE MAN AUS FURCHT GR\u00dcSSEN UND AUS EHRERBIETUNG EINEN GRUSS ERWIDERN, UND AN DEN ABS\u00c4TZEN AUS EHRERBIETUNG GR\u00dcSSEN UND JEDERMANN SEINEN GRUSS ERWIDERN. FOLGENDE [STELLEN] SIND ABS\u00c4TZE: ZWISCHEN DEM ERSTEN UND DEM ZWEITEN SEGENSSPRUCHE, ZWISCHEN DEM ZWEITEN SEGENSSPRUCHE UND \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L, ZWISCHEN \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L\u00ab UND \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab, ZWISCHEN \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab UND \u00bbER SPRACH\u00ab, ZWISCHEN \u00bbER SPRACH\u00ab UND \u00bbWAHR UND FESTSTEHEND. R. JEHUDA SAGT, MAN D\u00dcRFE ZWISCHEN \u00bbER SPRACH\u00ab UND \u00bbWAHR UND FESTSTEHEND\u00ab NICHT UNTERBRECHEN. R. JEHOSUA\u0351 B. QORHA SAGTE: DER ABSCHNITT \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L\u00ab GEHT [DEM ABSCHNITTE] \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab DESHALB VORAN, DAMIT MAN VORHER DAS JOCH DER IHIMMLISCHEN HERRSCHAFT UND HERNACH DAS JOCH DER GESETZE AUF SICH NEHME. UND [DER ABSCHNITT] \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab [DEM ABSCHNITT] \u00bbER SPRACH DESHALB, WEIL DER ERSTERE<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a> SOWOHL AM TAGE ALS AUCH IN DER NACHT, DER LETZTERE<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a> ABER NUR AM TAGE GELTUNG HAT.<\/p>\n<p>GEMARA. Hieraus<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a> w\u00e4re zu entnehmen, da\u00df die Aus\u00fcbung der Gebote der Beabsichtigung bedarf?<\/p>\n<p>Nein, was er beabsichtigen mu\u00df, ist das Lesen selbst.<\/p>\n<p>Er liest ja<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Wenn er berichtigungshalber liest.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Das \u0160ema\u0351lesen [erfolge] in der Ursprache<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a> so Rabbi; die Weisen sagen, in jeder Sprache. Was ist der Grund Rabbis?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,6<\/a>] <em>sie sollen sein<\/em>, sie sollen bei ihrem Sein verbleiben.<\/p>\n<p>Was ist der Grund der Rabbanan?<\/p>\n<p>Die Schrift sagt:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,4<\/a>] <em>h\u00f6re<\/em>, n\u00e4mlich, in jeder Sprache, die du h\u00f6rst<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Und Rabbi, es hei\u00dft ja <em>h\u00f6re<\/em>!?<\/p>\n<p>Dies deute man: la\u00df deine Ohren h\u00f6ren, was du aus deinem Munde hervorbringst.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan!?<\/p>\n<p>Sie sind der Ansicht desjenigen, welcher sagt, man habe seiner Pflicht gen\u00fcgt, auch wenn man es seine Ohren nicht h\u00f6ren lie\u00df.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan, es hei\u00dft ja: <em>sie sollen sein<\/em>!?<\/p>\n<p>Hieraus deuten sie, da\u00df man das \u0160ema\u0351 nicht r\u00fcckw\u00e4rts lesen darf.<\/p>\n<p>Woraus entnimmt Rabbi, da\u00df man das \u0160ema\u0351 nicht r\u00fcckw\u00e4rts lese?<\/p>\n<p>Er folgert dies aus [dem Artikel] <em>die Worte<\/em>.<\/p>\n<p>Und die Rabbanan?<\/p>\n<p>Sie verwenden [den Artikel] <em>die Worte<\/em> nicht<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a> zur Forschung.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re anzunehmen, da\u00df Rabbi der Ansicht ist, die ganze Tora d\u00fcrfe in jeder Sprache gelesen werden, denn wollte man sagen, sie d\u00fcrfe nur in der Heiligensprache gelesen werden, so brauchte ja der Allbarmherzige <em>sie sollen sein<\/em><a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a> nicht zu schreiben?<\/p>\n<p>Dies ist deshalb n\u00f6tig, weil es <em>h\u00f6re<\/em><a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a> hei\u00dft.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re anzunehmen, da\u00df die Rabbanan der Ansicht sind, die ganze Tora d\u00fcrfe nur in der Heiligensprache gelesen werden, denn wollte man sagen, sie d\u00fcrfe in jeder Sprache gelesen werden, so brauchte ja der Allbarmherzige nicht <em>h\u00f6re<\/em> zu schreiben?<\/p>\n<p>Dies ist deshalb n\u00f6tig, weil es sie sollen <em>sein<\/em> hei\u00dft<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: <em>Sie sollen sein<\/em>, man darf sie nicht r\u00fcckw\u00e4rts lesen; <em>diese Worte in deinem Herzen<\/em>: man k\u00f6nnte meinen, der ganze Abschnitt bedarf der Intensit\u00e4t, so hei\u00dft es <em>diese<\/em>, bis hier ist die Intensit\u00e4t erforderlich, von hier ab ist die Intensit\u00e4t nicht erforderlich \u2014 so R. Elie\u0351zer.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-13b\">Blatt 13b<\/h2>\n<p>R. A\u0351qiba sprach zu ihm: Es hei\u00dft: <em>das ich dir heute befehle, sei in deinem Herzen<\/em>, hieraus ersiehst du, da\u00df der ganze Abschnitt der Intensit\u00e4t bedarf. Rabba b. Bar \u1e24ana sagte im Namen des R. Jo\u1e25anan: Die Halakha ist wie R. A\u0351qiba. Manche beziehen dies auf folgende Lehre: Wer das \u0160ema\u0351 liest, mu\u00df seinen Sinn darauf richten. R. A\u1e25a sagt im Namen R. Jehudas: Hat er beim ersten Abschnitt seinen Sinn darauf gerichtet, so ist dies weiter nicht n\u00f6tig. Hierzu sagte Rabba b. Bar \u1e24ana im Namen R. Jo\u1e25anans: Die Halakha ist wie R. A\u1e25a, der im Namen R. Jehudas lehrte.<\/p>\n<p>Ein Anderes lehrt: <em>Sie sollen sein<\/em>, man darf sie nicht r\u00fcckw\u00e4rts lesen; <em>in deinem Herzen<\/em>, R. Zutra deutete: bis hier das Gebot der Intensit\u00e4t, von da ab das Gebot des Lesens; R. Jo\u0161ija deutete: bis hier<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a> das Gebot des Lesens, von da ab<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a> das Gebot der Intensit\u00e4t. Von da ab das Gebot des Lesens wohl deshalb, weil es darin<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a> hei\u00dft: <em>davon zu sprechen<\/em>, aber auch in jenem<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a> hei\u00dft es ja: <em>du sollst davon sprechen<\/em>!?<\/p>\n<p>Er meint es wie folgt: bis hier das Gebot der Intensit\u00e4t und des Lesens, von da ab des Lesens ohne Intensit\u00e4t.<\/p>\n<p>Bis hier das Gebot der Intensit\u00e4t und des Lesens wohl deshalb, weil es darin hei\u00dft: <em>in deinem Herzen<\/em>, und: <em>du sollst davon sprechen<\/em>, aber auch in jenem hei\u00dft es ja: <em>in euerem Herzen<\/em>, und: <em>davon zu sprechen<\/em>!?<\/p>\n<p>Da<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a> deutet dies auf eine Lehre R. Ji\u00e7\u1e25aqs hin, welcher sagte:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel11\">Dewarim 11,18<\/a>]<em>Ihr sollt diese meine Worte [in euer Herz] tun<\/em>, das Tun<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a> mu\u00df gegen\u00fcber dem Herzen erfolgen.<\/p>\n<p>Der Meister sagte: R. Jo\u0161ija deutete: bis hier das Gebot des Lesens, von da ab das Gebot der Intensit\u00e4t. Von da ab das Gebot der Intensit\u00e4t wohl deshalb, weil es darin hei\u00dft: <em>in eurem Herzen<\/em>, aber auch in jenemhei\u00dft es ja: <em>in deinem Herzen<\/em>!?<\/p>\n<p>Er meint es wie folgt: bis hier das Gebot des Lesens und der Intensit\u00e4t, von da ab Intensit\u00e4t ohne das Lesen. Bis hier das Gebot des Lesens und der Intensit\u00e4t wohl deshalb, weil es darin hei\u00dft: <em>in deinem Herzen<\/em>, und: <em>du sollst davon sprechen<\/em>; aber auch in jenem<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a> hei\u00dft es ja: <em>in euerem Herzen<\/em>, und: <em>davon zu sprechen<\/em>!?<\/p>\n<p>Da bezieht sich dies auf die Worte der Tora, und der Allbarmherzige meint es wie folgt: lehrt euere S\u00f6hne die Tora, damit sie davon sprechen<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten:[Dewarim 6,4; mit diesem Verse beginnt das \u0160ema\u0351,] <em>H\u00f6re Jisra\u00e9l, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einzig<\/em>; bis hier ist die Intensit\u00e4t erforderlich<\/p>\n<p>so R. Me\u00edr. Raba sagte: Die Halakha ist wie R. Me\u00edr.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: Symmachos sagte: Wer [das Wort] <em>einzig<\/em> lange dehnt, dem werden Tage und Jahre verl\u00e4ngert. R. A\u1e25a b. Ja\u0351qob sagte: das Daleth<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a>. R. A\u0161i sagte: Jedoch verschlucke man das \u1e24eth<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a> nicht. Einst sa\u00df R. Jirmeja vor R. [\u1e24ija b. Abba], und als dieser ihn sehr lange dehnen h\u00f6rte, sprach er zu ihm: Sobald du [Gott] als K\u00f6nig droben und hienieden, sowie in allen vier Himmelsrichtungen anerkannt hast, brauchst du nicht l\u00e4nger.<\/p>\n<p>R. Nathan b. Mar U\u0351qaba sagte im Namen R. Jehudas: [Die Worte] <em>in deinem Herzen<\/em> [lese man] stehend<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Nur [die Worte] <em>in deinem Herzen<\/em>, wie kommst du darauf!?<\/p>\n<p>Sage vielmehr: bis zu [den Worten] <em>in deinem Herzen<\/em> lese man stehend, von da ab ist dies nicht mehr n\u00f6tig. R. Jo\u1e25anan aber sagt, man lese den ganzen Abschnitt stehend. R. Jo\u1e25anan vertritt hierin seine Ansicht, denn Rabba b. Bar \u1e24ana sagte im Namen R. Jo\u1e25anans: Die Halakha ist wie R. A\u1e25a, der im Namen R. Jehudas lehrte<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: <em>H\u00f6re Jisra\u00e9l, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einzig<\/em>, dies ist das \u0160ema\u0351 R. Jehuda des F\u00fcrsten. Rabh sprach zu R. \u1e24ija: Ich sah Rabbi nicht [das Joch der] himmlischen Herrschaft auf sich nehmen<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>. Jener erwiderte: F\u00fcrstensohn, w\u00e4hrend er mit den H\u00e4nden \u00fcber das Gesicht f\u00e4hrt, nimmt er das Joch der himmlischen Herrschaft auf sich.<\/p>\n<p>Pflegte er es nachher<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a> zu beenden, oder pflegte er es nicht zu beenden? Bar Qappara sagte, er pflegte es nicht zu beenden; R. \u0160imo\u0351n b. Rabbi sagte, er pflegte es wohl zu beenden. Bar Qappara sprach zu R. \u0160imo\u0351n b. Rabbi: Erkl\u00e4rlich ist es nach meiner Ansicht, er pflegte es nicht zu beenden, da\u00df Rabbi [t\u00e4glich] nach einer Lehre suchte, in der der Auszug aus Mi\u00e7rajim<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a> vorkommt, wozu aber suchte er nach einer solchen nach deiner Ansicht, da\u00df er es nachher wohl zu beenden pflegte!?<\/p>\n<p>Um des Auszuges aus Mi\u00e7rajim zur festgesetzten Zeit zu gedenken.<\/p>\n<p>R. Ila, Sohn des R. \u0160emu\u00e9l b. Martha, lehrte im Namen Rabhs: Wer nur [den Vers:] <em>H\u00f6re Jisra\u00e9l, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einzig<\/em>, las und vom Schlafe \u00fcbermannt wurde, hat seiner Pflicht gen\u00fcgt. R. Na\u1e25man sprach zu seinem Diener Daro: Beim ersten Verse qu\u00e4le<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a> mich, weiter aber qu\u00e4le mich nicht. R. Joseph fragte R. Joseph, den Sohn des Raba: Wie pflegte dein Vater zu handeln? Dieser erwiderte: Beim ersten Verse pflegte er sich zu qu\u00e4len, weiter pflegte er sich nicht zu qu\u00e4len. R. Joseph sagte, man lese das \u0160ema\u0351 nicht auf dem R\u00fccken liegend. Darf man etwa nur das \u0160ema\u0351 nicht so lesen, wohl aber sonst schlafen, R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi fluchte ja dem, der auf dem R\u00fccken<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a> schl\u00e4ft!?<\/p>\n<p>Ich will dir sagen, schlafen ist etwas seitlich erlaubt, das \u0160ema\u0351lesen aber ist auch etwas seitlich verboten.<\/p>\n<p>R. Jo\u1e25anan pflegte es ja aber etwas seitlich zu lesen!?<\/p>\n<p>Anders R. Jo\u1e25anan, er war sehr beleibt.<\/p>\n<p>AN DEN ABS\u00c4TZEN DARF MAN etc. GR\u00dcSSEN. Aus welcher Veranlassung erwidern: wollte man sagen, aus Ehrerbietung, so ist ja sogar zu gr\u00fc\u00dfen erlaubt, selbstverst\u00e4ndlich einen Gru\u00df zu erwidern!?<\/p>\n<p>Vielmehr aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und jedermann den Gru\u00df erwidern.<\/p>\n<p>Wie ist demnach der Schlu\u00dfsatz zu erkl\u00e4ren: in der Mitte aber darf man nur aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und einen Gru\u00df erwidern. Aus welcher Veranlassung erwidern: wollte man sagen, aus Furcht, so ist sogar zu gr\u00fc\u00dfen erlaubt, selbstverst\u00e4ndlich einen Gru\u00df zu erwidern!?<\/p>\n<p>Vielmehr, aus Ehrerbietung.<\/p>\n<p>Dies ist ja die Ansicht R. Jehudas, denn wir haben gelernt: R. Jehuda aber sagt, in der Mitte d\u00fcrfe man aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und aus Ehrerbietung einen Gru\u00df erwidern<\/p>\n<h2 id=\"blatt-14a\">Blatt 14a<\/h2>\n<p>und an den Abs\u00e4tzen aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und jedermann seinen Gru\u00df erwidern!? \u2014 [Die Mi\u0161na] ist l\u00fcckenhaft und mu\u00df wie folgt lauten: an den Abs\u00e4tzen darf man aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und selbstverst\u00e4ndlich einen Gru\u00df erwidern; in der Mitte aber darf man aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und selbstverst\u00e4ndlich einen Gru\u00df erwidern<\/p>\n<p>so R. Me\u00edr; R. Jehuda aber sagt, in der Mitte d\u00fcrfe man aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und den Gru\u00df erwidern und an den Abs\u00e4tzen aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und jedermann seinen Gru\u00df erwidern. Desgleichen wird gelehrt: \u2014Wenn jemand das \u0160ema\u0351 liest, und sein Lehrer oder ein vornehmer Mann ihm begegnet, so darf er ihn an den Abs\u00e4tzen aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und selbstverst\u00e4ndlich seinen Gru\u00df erwidern; in der Mitte aber darf man nur aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und selbstverst\u00e4ndlich den Gru\u00df erwidern<\/p>\n<p>so R. Me\u00edr. R. Jehuda sagt, in der Mitte d\u00fcrfe man aus Furcht gr\u00fc\u00dfen und aus Ehrerbietung den Gru\u00df erwidern, an den Abs\u00e4tzen aber d\u00fcrfe man aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und jedermann seinen Gru\u00df erwidern.<\/p>\n<p>A\u1e25i, ein Sch\u00fcler der Schule R. \u1e24ijas, fragte R. \u1e24ija: Darf man das Lesen des Lobliedes<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a> und der Esterrolle<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a> [durch einen Gru\u00df] unterbrechen? Sagen wir, es sei [durch einen Schlu\u00df] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn man das \u0160ema\u0351, ein Gebot der Tora, unterbrechen darf, um so mehr das Loblied, das rabbanitisch ist, oder ist das Bekanntmachen der Wundertaten<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> bedeutender? Jener erwiderte: Man unterbreche es, es ist nichts dabei.<\/p>\n<p>Rabba lehrte: An den Tagen, an denen man das ganze Loblied<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> liest, darf man zwischen den Abs\u00e4tzen unterbrechen, nicht aber darf man in der Mitte des Absatzes unterbrechen; an den Tagen aber, an denen man nicht das ganze Loblied liest, darf man auch in der Mitte unterbrechen.<\/p>\n<p>Dem ist ja nicht so, einst traf ja Rabh b. \u0160aba bei Rabina ein, es war gerade an den Tagen, an denen man nicht das ganze Loblied liest, und dieser unterbrach nicht!?<\/p>\n<p>Anders verhielt es sich bei Rabh b. \u0160aba, den Rabina nicht w\u00fcrdigte.<\/p>\n<p>A\u0161jan, ein Sch\u00fcler der Schule R. Amis, fragte R. Ami: Darf der Fastende [eine Speise] kosten? Hat er nur dem Essen und Trinken entsagt, und dies ist es nicht, oder hat er dem Genusse entsagt, und dies ist es? Dieser erwiderte: Er darf kosten, es ist nichts dabei. Desgleichen wird gelehrt: Die Kostende braucht keinen Segen<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a> zu sprechen; der Fastende darf kosten, es ist nichts dabei.<\/p>\n<p>Wieviel?<\/p>\n<p>R. Ami und R. Asi kosteten bis zum Quantum eines Viertellog<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Rabh sagte: Wenn jemand seinen N\u00e4chsten gr\u00fc\u00dft, bevor er gebetet, so ist es ebenso, als h\u00e4tte er ihn zur Opferst\u00e4tte gemacht, denn es hei\u00dft: [Jeschajahu 2,22.] <em>lasset ab von dem Menschen, dem ein Odem in der Nase, denn wof\u00fcr wird er geachtet<\/em>, und man lese nicht <em>bamme<\/em> [wof\u00fcr], sondern <em>Bama<\/em> [Opferst\u00e4tte], \u0160emu\u00e9l erkl\u00e4rte: Wof\u00fcr hast du diesen und nicht Gott geachtet. R. \u0160e\u0161eth wandte ein: An den Abs\u00e4tzen darf man aus Ehrerbietung gr\u00fc\u00dfen und den Gru\u00df erwidern!? R. Abba erkl\u00e4rte dies: Wenn er ihm morgens [den Gru\u00df] zur T\u00fcr bringt<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>R. Jona sagte im Namen R. Zeras: Wenn jemand seine Gesch\u00e4fte verrichtet, bevor er gebetet, so ist es ebenso, als h\u00e4tte er eine Opferst\u00e4tte errichtet. Man sprach zu ihm: Du sagst eine Opferst\u00e4tte! Dieser erwiderte: Nein, ich meine, da\u00df es verboten sei. Dies nach R. Idi b. Abin, denn R. Idi b. Abin sagte im Namen des R. Ji\u00e7\u1e25aq b. A\u0161jan: Man darf seine Gesch\u00e4fte nicht verrichten, bevor man gebetet, denn es hei\u00dft:[Tehillim 85,14.] <em>Rechtschaffenheit gehe vor ihm einher, und er lenke seine Schritte zum Wege<\/em>. Ferner sagte R. Idi b. Abin im Namen des R. Ji\u00e7\u1e25aq b. A\u0161jan: Wer vorher betet und erst nachher seine Reise antritt, dem erf\u00fcllt der Heilige, gepriesen sei er, seine W\u00fcnsche, denn es hei\u00dft: <em>Rechtschaffenheit gehe vor ihm einher, und er lenke seine Schritte zum Wege<\/em>.<\/p>\n<p>Ferner sagte R. Jona im Namen R. Zeras: Wer sieben Tage ohne Traum \u00fcbernachtet, hei\u00dft ein B\u00f6ser, denn es hei\u00dft:[Mischlej 19,23.] <em>Wer ges\u00e4ttigt \u00fcbernachtet, ohne bedacht zu werden<\/em>, ein B\u00f6ser<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a>, und man lese nicht <em>sabea<\/em> [ges\u00e4ttigt], sondern <em>\u0161eba<\/em> [sieben].<\/p>\n<p>R. A\u1e25a, Sohn des R. \u1e24ija b. Abba, sprach zu ihm: Folgendes sagte R. \u1e24ija im Namen R. Jo\u1e25anans: Wer sich vorher mit Worten der Tora s\u00e4ttigt und dann \u00fcbernachtet, dem verk\u00fcndet man keine schlechten Botschaften, denn es hei\u00dft: <em>wer ges\u00e4ttigt \u00fcbernachtet, wird mit B\u00f6sem nicht bedacht<\/em>.<\/p>\n<p>FOLGENDE [STELLEN] SIND ABS\u00c4TZE etc. R. Abahu sagte im Namen des R. Jo\u1e25anan: Die Halakha ist wie R. Jehuda, der lehrt, man unterbreche nicht zwischen den Worten euer Gott<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a> und <em>Wahr und feststehend<\/em><a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>. R. Abahu sagte im Namen des R. Jo\u1e25anan: Folgendes ist der Grund R. Jehudas:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-14b\">Blatt 14b<\/h2>\n<p>es hei\u00dft:[Jirmejahu 10,10.] <em>Gott, der Herr, ist wahr<\/em>.<\/p>\n<p>Wiederhole<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a> man [das Wort] <em>wahr<\/em>, oder wiederhole man [das Wort] <em>wahr<\/em> nicht?<\/p>\n<p>R. Abahu sagt im Namen des R. Jo\u1e25anan, man wiederhole [das Wort] <em>wahr<\/em>; Rabba sagt, man wiederhole [das Wort] <em>wahr<\/em> nicht.<\/p>\n<p>Einst trat<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a> jemand [vor das Vorbetpult] in Gegenwart Rabbas, und als Rabba ihn [das Wort] <em>wahr<\/em> zweimal hersagen h\u00f6rte, sprach er: Das \u00bbWahr\u00ab hat diesen befallen. R. Joseph sagte: Wie vortrefflich ist die Lehre, die R. \u0160emu\u00e9l b. Jehuda, als er hierher kam, mitgeteilt hat: Im Westen liest man abends: <em>Rede zu den Kindern Jisra\u00e9l und sprich zu ihnen<\/em>. <em>Ich bin der Herr, euer Gott, Wahr<\/em><a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a>. Abajje sprach zu ihm: Worin besteht die Vortrefflichkeit, R. Kahana sagte ja im Namen Rabhs, da\u00df man [den dritten Absatz] \u00fcberhaupt nicht beginne, da\u00df man ihn aber beende, wenn man ihn begonnen hat!? Wolltest du erwidern, [die Worte] <em>und sprich zu ihnen<\/em> seien kein Beginn, so sagte ja R. \u0160emu\u00e9l b. Ji\u00e7\u1e25aq im Namen Rabhs, [die Worte] <em>rede zu den Kindern Jisra\u00e9ls<\/em> seien kein Beginn, wohl aber seien [die Worte] <em>und sprich zu ihnen<\/em> ein Beginn!? R. Papa erwiderte: Im Westen sind sie der Ansicht, auch [die Worte] <em>und sprich zu ihnen<\/em> seien kein Beginn, sondern erst, wenn man gesagt hat: <em>sie sollen sich \u00c7i\u00e7ith machen<\/em>. Abajje sagte: Daher beginnen auch wir, weil sie ihn im Westen beginnen, und da wir ihn beginnen, beenden wir ihn auch, denn R. Kahana sagte im Namen Rabhs, man beginne ihn nicht, hat man ihn aber begonnen, so beende man ihn auch.<\/p>\n<p>\u1e24ija b. Rabh sagte: Hat man [die Worte] <em>ich bin der Herr, euer Gott<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a> gesagt, so mu\u00df man auch [das Gebet] <\/em>Wahr<em><a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a> sagen, hat man [die Worte] ich bin der Herr, euer Gott<\/em> nicht gesagt, so braucht man auch [das Gebet] <em>Wahr<\/em> nicht zu sagen.<\/p>\n<p>Man mu\u00df ja aber den Auszug aus Mi\u00e7rajim erw\u00e4hnen!?<\/p>\n<p>Man sage Folgendes: \u00bbWir danken dir, o Herr, unser Gott, da\u00df du uns aus Mi\u00e7rajim gef\u00fchrt, aus dem Sklavenhaus befreit und uns am Meer Wunder und Gro\u00dftaten erwiesen hast; wir sangen dir ein Lied<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>R. JEHO\u0160UA\u0351 B. QORHA LEHRTE: DER ABSCHNITT \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L\u00ab GEHT etc. VORAN. Es wird gelehrt: R. \u0160imo\u0351n b. Jo\u1e25aj sagte: Mit Recht geht [der Abschnitt] <em>H\u00f6re Jisra\u00e9l<\/em> [dem Abschnitte] <em>Wenn ihr h\u00f6ren werdet<\/em> voran, denn in jenem wird das Lernen und in diesem das Lehren geboten; [der Abschnitt] <em>WennIhr h\u00f6ren werdet<\/em> [dem Abschnitte] <em>Er sprach<\/em>, denn in jenem wird das Lehren und in diesem das Aus\u00fcben geboten. Kommt denn im [Abschnitte] <em>H\u00f6re<\/em> nur das Lernen, nicht das Lehren und das Aus\u00fcben vor, es hei\u00dft ja darin: <em>du sollst sie lehren, du sollst sie ankn\u00fcpfen, du sollst sie schreiben<\/em>!? Und kommt denn ferner im [Abschnitte] <em>Wenn ihr h\u00f6ren werdet<\/em> nur das Lehren, nicht aber das Aus\u00fcben vor, es hei\u00dft ja darin: <em>ihr sollt sie ankn\u00fcpfen, du sollst sie, schreiben<\/em>!? Vielmehr er meint es also: mit Recht geht [der Abschnitt] \u00bb<em>H\u00f6re<\/em>\u00ab [dem Abschnitte] <em>Wenn ihr h\u00f6ren werdet<\/em> voran, denn in jenem wird das Lernen, das Lehren und das Aus\u00fcben geboten; [der Abschnitt] <em>Wenn ihr h\u00f6ren werdet<\/em> [dem Abschnitte] \u00bbEr sprach\u00ab, denn in jenem kommt das Lehren und das Aus\u00fcben vor, w\u00e4hrend im [Abschnitte] <em>Er sprach<\/em> nur das Aus\u00fcben vorkommt.<\/p>\n<p>Hierf\u00fcr gen\u00fcgt ja schon die [Erkl\u00e4rung] des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Qor\u1e25a!?<\/p>\n<p>Er gibt zu der einen [Erkl\u00e4rung] noch eine zweite: erstens, damit man zuerst das Joch der himmlischen Herrschaft und hernach das Joch der Gebote auf sich nehme, und ferner, weil darin jene Dinge vorkommen.<\/p>\n<p>Rabh wusch die H\u00e4nde, las das \u0160ema\u0351, legte die Tephillin an und betete. Wieso aber durfte er so verfahren, es wird ja gelehrt, da\u00df, wenn jemand f\u00fcr einen Toten eine Gruft gr\u00e4bt, er vom \u0160ema\u0351lesen, vom Gebete, von den Tephillin und von allen in der Tora genannten Geboten befreit sei, und wenn die Zeit des \u0160ema\u0351lesens heranreicht, er heraufsteige, die H\u00e4nde wasche, die Tephillin anlege, das \u0160ema\u0351 lese und bete!?<\/p>\n<p>Dies widerspricht sich ja selbst: im Anfangssatze hei\u00dft es, er sei frei, im Schlu\u00dfsatze hingegen, er sei verpflichtet!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand, denn der Schlu\u00dfsatz gilt von zwei [Personen]<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a> und der Anfangssatz von einer. Jedenfalls ist dies ein Einwand wider Rabh!?<\/p>\n<p>Rabh ist der Ansicht des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Qor\u1e25a, welcher sagt, vorher das Joch der himmlischen Herrschaft, nachher das Joch der Gebote.<\/p>\n<p>R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Qor\u1e25a sagte ja aber nur, da\u00df das Lesen dem Lesen<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a> vorangehe, sagte er etwa auch, da\u00df das Lesen der Aus\u00fcbung<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a> vorangehe!? Und wieso kann er ferner der Ansicht des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Qor\u1e25a sein, R. \u1e24ija b. A\u0161i erz\u00e4hlte ja, da\u00df er oftmals vor Rabh stand, und dieser die H\u00e4nde zu waschen, den Segensspruch zu lesen, (uns) den Abschnitt zu lehren, die Tephillin anzulegen und erst nachher das \u0160ema\u0351 zu lesen pflegte!? Wolltest du erwidern, wenn die Zeit des \u0160ema\u0351lesens noch nicht herangereicht, welche Bedeutung h\u00e4tte dann die Bekundung des R. \u1e24ija b. A\u0161i!?<\/p>\n<p>Um die Ansicht desjenigen auszuschlie\u00dfen, welcher sagt, man brauche zum Studium der Mi\u0161na keinen Segensspruch zu lesen, erz\u00e4hlt er uns, da\u00df man auch zum Studium der Mi\u0161na einen Segensspruch lesen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Allenfalls bleibt ja der Einwand wider Rabh!?<\/p>\n<p>Sein Bote hatte es verschuldet<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a><\/p>\n<p>U\u0351la sagte: Wenn jemand das \u0160ema\u0351, ohne die Tephillin angelegt zu haben, liest, so ist dies ebenso, als h\u00e4tte er falsches Zeugnis gegen sich<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a> abgelegt. R. \u1e24ija b. Abba sagte im Namen R. Jo\u1e25anans: Als h\u00e4tte er ein Brandopfer ohne Speisopfer<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a>, oder ein Schlachtopfer ohne Gu\u00dfopfer<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a> dargebracht.<\/p>\n<p>Ferner sagte R. Jo\u1e25anan: Wer das Joch der himmlischen Herrschaft vollkommen auf sich nehmen will,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-15a\">Blatt 15a<\/h2>\n<p>verrichte die Notdurft, wasche die H\u00e4nde, lege die Tephillin an, lese das \u0160ema\u0351 und bete. Dies ist das Joch der himmlischen Herrschaft in seiner Vollkommenheit.<\/p>\n<p>R. \u1e24ija b. Abba sagte im Namen des R. Jo\u1e25anan: Wer seine Notdurft verrichtet, die H\u00e4nde w\u00e4scht, die Tephillin anlegt, das \u0160ema\u0351 liest und betet, dem rechnet die Schrift es an, als h\u00e4tte er einen Altar errichtet und darauf ein Opfer dargebracht, denn es hei\u00dft:[Tehillim 26,6.] <em>ich wasche meine H\u00e4nde rein und umkreise deinen Altar, o Herr<\/em>. Raba sprach zu ihm: Glaubt der Meister nicht, da\u00df dies auch ebenso sei, als h\u00e4tte er untergetaucht, weil es <em>ich wasche<\/em> hei\u00dft und nicht <em>ich begie\u00dfe<\/em><a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Rabina sprach zu Raba: Hat der Herr den Gelehrtenj\u00fcnger gesehen, der aus dem Westen kam und gesagt hat, wer kein Wasser zum Waschen der H\u00e4nde hat, reibe seine H\u00e4nde mit Sand, Kies oder Sp\u00e4nen ab? Dieser erwiderte: Er hat recht, denn es hei\u00dft nicht: <em>ich wasche mit Wasser<\/em>, vielmehr hei\u00dft es: <em>ich wasche rein<\/em>, mit allem, was reinigt. So fluchte auch R. \u1e24isda demjenigen, der zur Zeit des Gebetes nach Wasser suchte. Dies gilt aber nur vom \u0160ema\u0351lesen, zum Beten suche man wohl darnach.<\/p>\n<p>Wie weit?<\/p>\n<p>Eine Parasange weit<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a> Dies jedoch nur vorw\u00e4rts, zur\u00fcck aber braucht man nicht einmal ein Mil<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a> umzukehren.<\/p>\n<p>Ein Mil braucht man nicht umzukehren, weniger als ein Mil aber kehre man wohl um.<\/p>\n<p>WER DAS \u0160EMA\u0351 LIEST, OHNE ES SEINEM OHRE H\u00d6RBAR ZU MACHEN, GEN\u00dcGT SEINER PFLICHT; R. JOSE SAGT, ER GEN\u00dcGE IHR NICHT. WER ES GELESEN UND DIE BUCHSTABEN NICHT GENAU AUSGESPROCHEN HAT, HAT, WIE R. JOSE SAGT, SEINER PFLICHT GEN\u00dcGT, UND WIE R. JEHUDA SAGT, IHR NICHT GEN\u00dcGT. WER R\u00dcCKW\u00c4RTS LIEST, GEN\u00dcGT SEINER PFLICHT NICHT. WER GELESEN UND SICH VERIRRT HAT, FANGE VON DER STELLE WIEDER AN, WO ER SICH VERIRRT HAT.<\/p>\n<p>GEMARA. Was ist der Grund des R. Jose?<\/p>\n<p>Weil es <em>h\u00f6re<\/em> hei\u00dft; la\u00df deine Ohren h\u00f6ren, was du aus deinem Munde hervorbringst.<\/p>\n<p>Und der erste Tanna!?<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rt das Wort <em>h\u00f6re<\/em>: in jeder Sprache, die du verstehst<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Und R. Jose!?<\/p>\n<p>Hieraus ist beides zu entnehmen.<\/p>\n<p>Dort haben wir gelernt: Ein Tauber, der sprechen und nicht h\u00f6ren kann, darf die Hebe nicht abheben; hat er sie abgehoben, so ist seine Hebe g\u00fcltig.<\/p>\n<p>Wer<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a> lehrt, da\u00df [die Verrichtung] eines Tauben, der sprechen und nicht h\u00f6ren kann, g\u00fcltig ist, wenn sie bereits geschehen ist, nicht aber von vornherein? R. \u1e24isda erwiderte: Es ist R. Jose, denn wir haben gelernt: Wer das \u0160ema\u0351 liest, ohne es seinem Ohre h\u00f6rbar zu machen, gen\u00fcgt seiner Pflicht<\/p>\n<p>so R. Jehuda; R. Jose sagt, er gen\u00fcge ihr nicht. Nur hier, beim \u0160ema\u0351lesen, sagt R. Jose, da\u00df er seiner Pflicht nicht gen\u00fcge, weil es [ein Gebot] der Tora ist, bei der Hebe aber handelt es sich ja nur um den Segensspruch, der ein rabbanitisches [Gebot] ist, w\u00e4hrend die Sache selbst vom Segensspruch nicht abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Woher, da\u00df sie<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a> die Ansicht R. Joses vertritt, vielleicht die des R. Jehuda, und auch er ist der Ansicht, da\u00df man beim \u0160ema\u0351lesen nur dann seiner Pflicht gen\u00fcgt hat, wenn es bereits geschehen ist, nicht aber von vornherein!? Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt \u00bbliest\u00ab, wenn es bereits geschieht, von vornherein aber nicht.<\/p>\n<p>Ich will dir sagen, er lehrt deshalb \u00bbliest\u00ab, um dir die entgegengesetzte Ansicht R. Joses hervorzuheben, welcher sagt, auch wenn es bereits geschehen, habe man seiner Pflicht nicht gen\u00fcgt. Nach R. Jehuda aber hat man auch von vornherein seiner Pflicht gen\u00fcgt. Du addizierst sie<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a> also R. Jose; wie ist es nun mit folgender Lehre: Man lese den Tischsegen<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a> nicht im Herzen; hat man ihn bereits gelesen, so hat man seiner Pflicht gen\u00fcgt. Wer [ist der Autor]? Weder R. Jose noch R. Jehuda: nach R. Jehuda gen\u00fcgt man seiner Pflicht auch von vornherein, und nach R. Jose nicht, auch wenn bereits geschehen!?<\/p>\n<p>Also nach R. Jehuda, und zwar nur dann, wenn bereits geschehen, nicht aber von vornherein; wie ist es nun mit der folgenden Lehre R. Jehudas, Sohnes des R. \u0160imo\u0351n b. Pazi: Ein Tauber, der sprechen und nicht h\u00f6ren kann, darf von vornherein die Hebe abheben. Wer [ist dieser Ansicht]? Weder R. Jehuda noch R. Jose: R. Jehuda ist ja der Ansicht, nur wenn bereits geschehen, nicht aber von vornherein, und R. Jose ist ja der Ansicht, auch nicht, wenn bereits geschehen!? Vielmehr, tats\u00e4chlich nach R. Jehuda, und zwar auch von vornherein, dennoch ist hier nichts einzuwenden; das Eine vertritt seine Ansicht, das Andere die seines Lehrers. Wir haben n\u00e4mlich gelernt: R. Jehuda sagt im Namen des R. Elea\u0351zar b. A\u0351zarja: Wer das \u0160ema\u0351 liest, mu\u00df es seinem Ohre h\u00f6rbar machen, denn es hei\u00dft: <em>h\u00f6re Jisra\u00e9l, der Herr ist unser Gott, der Herr ist einzig<\/em>. R. Me\u00edr sprach zu ihm: Es hei\u00dft: [<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,6<\/a>] <em>das ich dir heute befehle, sei in deinem Herzen<\/em>, es kommt auf die Intensit\u00e4t des Herzens an. Jetzt nun, wo du darauf gekommen bist, kannst du auch sagen, R. Jehuda sei der Ansicht seines Lehrers, dennoch ist hier nichts einzuwenden, denn das Eine vertritt die Ansicht R. Me\u00edrs und das Andere die des R. Jehuda.<\/p>\n<p>Dort haben wir gelernt: Jeder ist zul\u00e4ssig, die Esterrolle vorzulesen, ausgenommen der Taube, der Bl\u00f6de und der Minderj\u00e4hrige<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a>; nach R. Jehuda ist der Minderj\u00e4hrige zul\u00e4ssig. Wer lehrt, da\u00df es beim Tauben ung\u00fcltig ist, auch wenn bereits geschehen? R. Mathna erwiderte: Sie ist von R. Jose, denn wir haben gelernt: Wer das \u0160ema\u0351 liest, ohne es seinem Ohre h\u00f6rbar zu machen, gen\u00fcgt seiner Pflicht<\/p>\n<p>so R. Jehuda; R. Jose sagt, er gen\u00fcge ihr nicht. Woher, da\u00df sie<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a> von R. Jose ist, wenn bereits geschehen,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-15b\">Blatt 15b<\/h2>\n<p>vielleicht von R. Jehuda, und nur von vornherein ist dies verboten, wenn aber bereits geschehen, so ist es g\u00fcltig!?<\/p>\n<p>Dies ist nicht einleuchtend, denn er lehrt ja vom Tauben gleichlautend, wie vom Bl\u00f6den und vom Minderj\u00e4hrigen, wie es beim Bl\u00f6den und Minderj\u00e4hrigen ung\u00fcltig ist, auch wenn bereits geschehen, ebenso auch beim Tauben, wenn bereits geschehen.<\/p>\n<p>Vielleicht aber bei diesem so und bei jenen anders!?<\/p>\n<p>Du kannst sie \u00fcberhaupt nicht R. Jehuda addizieren, denn da der Schlu\u00dfsatz lehrt, nach R. Jehuda sei der Minderj\u00e4hrige zul\u00e4ssig, so ist ja der Anfangssatz nicht R. Jehuda zu addizieren.<\/p>\n<p>Vielleicht ist die ganze [Lehre] von R. Jehuda, jedoch spricht sie von zweierlei Minderj\u00e4hrigen, und zwar ist sie l\u00fcckenhaft und mu\u00df wie folgt lauten: Jeder ist zul\u00e4ssig, die Esterrolle vorzulesen, ausgenommen der Taube, der Bl\u00f6de und der Minderj\u00e4hrige; dies gilt jedoch nur von einem Minderj\u00e4hrigen, der f\u00fcr die Ein\u00fcbung noch nicht reif ist, ein Minderj\u00e4hriger aber, der f\u00fcr die Ein\u00fcbung reif ist, ist von vornherein zul\u00e4ssig<\/p>\n<p>so R. Jehuda, denn nach R. Jehuda, ist der Minderj\u00e4hrige zul\u00e4ssig!?<\/p>\n<p>Du addizierst sie also R. Jehuda, und zwar, wenn bereits geschehen, nicht aber von vornherein, wie ist es demnach mit folgender Lehre R. Jehudas, Sohnes des R. \u0160imo\u0351n b. Pazi: Ein Tauber, der sprechen und nicht h\u00f6ren kann, darf von vornherein die Hebe abheben. Wer [ist der Autor]? Weder R. Jehuda noch R. Jose: nach R. Jehuda gilt es ja nur dann, wenn bereits geschehen, nicht aber von vornherein, und nach R. Jose nicht, auch wenn bereits geschehen!?<\/p>\n<p>Also nach R. Jehuda, und zwar auch von vornherein;<\/p>\n<p>wie ist es nun mit folgender Lehre: Man lese den Tischsegen nicht im Herzen; hat man ihn bereits gelesen, so hat man seiner Pflicht gen\u00fcgt. Wer [ist der Autor]? Weder R. Jehuda noch R. Jose: nach R. Jehuda gilt es ja auch von vornherein, und nach R. Jose nicht auch, wenn bereits geschehen!?<\/p>\n<p>Vielmehr tats\u00e4chlich nach R. Jehuda und zwar auch von vornherein, dennoch ist hier nichts einzuwenden; das Eine vertritt seine Ansicht, das Andere die seines Lehrers. Es wird n\u00e4mlich gelehrt: R. Jehuda sagte im Namen des R. Elea\u0351zar b. A\u0351zarja: Wer das \u0160ema\u0351 liest, mu\u00df es seinem Ohre h\u00f6rbar machen, denn es hei\u00dft: <em>h\u00f6re Jisra\u00e9l<\/em>. R. Me\u00edr sprach zu ihm: Es hei\u00dft: <em>das ich dir heute befehle, sei in deinem Herzen<\/em>, die Worte h\u00e4ngen also von der Intensit\u00e4t des Herzens ab. Jetzt, wo du darauf gekommen bist, kannst du auch sagen, R. Jehuda sei der Ansicht seines Lehrers, dennoch ist hier nichts einzuwenden, denn das Eine vertritt die Ansicht R. Jehudas und das Andere die des R. Me\u00edr. R. \u1e24isda lehrte im Namen R. \u0160ilas. Die Halakha ist wie R. Jehuda im Namen des R. Elea\u0351zar b. A\u0351zarja und wie R. Jehuda selbst. Und beides ist n\u00f6tig. H\u00e4tte er nur gelehrt, die Halakha sei wie R. Jehuda, so k\u00f6nnte man glauben, auch von vornherein, daher lehrt er auch, die Halakha sei wie R. Jehuda im Namen des R. Elea\u0351zar b. A\u0351zarja; und h\u00e4tte er nur gelehrt, die Halakha sei wie R. Jehuda im Namen des R. Elea\u0351zar b. A\u0351zarja, so k\u00f6nnte man glauben, \u00bbmu\u00df\u00ab, es g\u00e4be keine Gutmachung<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a>, daher lehrt er auch, die Halakha sei wie R. Jehuda.<\/p>\n<p>R. Joseph sagte: Der Streit [besteht nur] \u00fcber das \u0160ema\u0351lesen, bez\u00fcglich anderer Gebote<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a> aber stimmen alle \u00fcberein, da\u00df man seiner Pflicht nicht gen\u00fcge, denn es hei\u00dft:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel27\">Dewarim 27,9<\/a>] <em>merke auf und h\u00f6re, Jisra\u00e9l<\/em>. Man wandte ein: Man lese den Tischsegen nicht im Herzen; hat man ihn bereits gelesen, so hat man seiner Pflicht gen\u00fcgt!?<\/p>\n<p>Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: R. Joseph sagte: Der Streit [besteht nur] \u00fcber das \u0160ema\u0351lesen, denn es hei\u00dft: <em>h\u00f6re Jisra\u00e9l<\/em>, bez\u00fcglich anderer Gebote aber stimmen alle \u00fcberein, da\u00df man seiner Pflicht gen\u00fcge.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber: <em>merke auf und h\u00f6re, Jisra\u00e9l<\/em>!?<\/p>\n<p>Dies bezieht sich auf Worte der Tora.<\/p>\n<p>WER GELESEN UND DIE BUCHSTABEN NICHT GENAU AUSGESPROCHEN HAT. R. Tabi sagte im Namen R. Jo\u0161ijas: Die Halakha ist wie die erleichternde Ansicht<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a> beider.<\/p>\n<p>Ferner sagte R. Tabi im Namen R. Jo\u0161ijas: Es hei\u00dft:[Mischlej 30,15f.] <em>drei sind uners\u00e4ttlich: das Grab und der verschlossene Mutterscho\u00df<\/em>; welcher Zusammenhang besteht zwischen Grab und Mutterscho\u00df? Um dir zu sagen: wie der Mutterscho\u00df aufnimmt und zur\u00fcckgibt, ebenso nimmt das Grab und gibt zur\u00fcck. Nun ist [ein Schlu\u00df] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn der Mutterscho\u00df, der geheim aufnimmt, unter L\u00e4rmen<a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a> zur\u00fcckgibt, um wieviel mehr sollte nicht das Grab, das unter L\u00e4rmen<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a> aufnimmt, erst recht unter L\u00e4rmen zur\u00fcckgeben. Hieraus eine Widerlegung derer, die behaupten, die Auferstehung der Toten sei in der Tora nicht [nachweisbar].<\/p>\n<p>R. O\u0161a\u0351ja rezitierte vor Raba:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,9<\/a>] <em>Du sollst sie schreiben<\/em>; alles ist zu schreiben, selbst die Befehlsausdr\u00fccke<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a>. Jener sprach zu ihm: Dies<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> hast du wohl von R. Jehuda, welcher sagt, man schreibe bei einer Ehebruchverd\u00e4chtigten nur die Fl\u00fcche und nicht die Befehlsausdr\u00fccke. Nur da, weil es ausdr\u00fccklich hei\u00dft:[Bamidbar 5,23.] <em>er soll diese Fl\u00fcche schreiben<\/em>, hier aber hei\u00dft es: <em>du sollst sie schreiben<\/em>, auch die Befehlsausdr\u00fccke. Aber der Grund R. Jehudas ist ja nicht, weil es <em>er soll schreiben<\/em> hei\u00dft, sein Grund ist vielmehr, weil es <em>Fl\u00fcche<\/em> hei\u00dft: nur die Fl\u00fcche, nicht aber die Befehlsausdr\u00fccke.<\/p>\n<p>Dies<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a> ist n\u00f6tig. Man k\u00f6nnte glauben, es sei durch [das Wort] <em>schreiben<\/em><a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a> von dort zu folgern, wie dort nur die Fl\u00fcche, nicht aber die Befehlsausdr\u00fccke, ebenso auch hier nicht die Befehlsausdr\u00fccke, daher schrieb der Allbarmherzige: <em>du sollst sie schreiben<\/em>, auch die Befehlsausdr\u00fccke.<\/p>\n<p>R. Obadja rezitierte vor Raba:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel11\">Dewarim 11,19<\/a>] <em>Ihr sollt sie lehren<\/em>, die Lehre sei ganz<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a>; man mache eine Pause zwischen Worten, die sich einander anschlie\u00dfen<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>. Raba erg\u00e4nzte ihm: Zum Beispiel: <em>dl-lebabkha, dl-lebabkhem, bekhol-le babkha, bekhol-lebabkhem, eseb-besadkha, va\u00e1badtem-mehera, hakanaphpethil, ethkhem-me\u00e9rec<\/em>.<\/p>\n<p>R. \u1e24ama b. R. \u1e24anina sagte: Wer das \u0160ema\u0351 liest und dessen Buchstaben genau ausspricht, dem k\u00fchlt man das Fegefeuer, denn es hei\u00dft: [Tehillim 68,15.] <em>wenn der Allm\u00e4chtige K\u00f6nige zerstreut, da schneite es auf \u00c7almon<\/em>; man lese nicht <em>bephares [zerstreut], sondern <\/em>bephare\u0161 [Sondern], und man lese nicht <em>be\u00e7almon<\/em>, sondern <em>be\u00e7almaveth [Totenreich]<\/em><a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-16a\">Blatt 16a<\/h2>\n<p>Ferner sagte R. \u1e24ama b. \u1e24anina: Zelte und B\u00e4che stehen deshalb nebeneinander, wie es hei\u00dft:[Bamidbar 42,6.] <em>wie B\u00e4che sich hinstrecken, wie G\u00e4rten am Flu\u00df, wie Zelte aufgeschlagen<\/em><a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a> etc., um dir zu sagen: wie die B\u00e4che den Menschen aus Unreinheit in Reinheit bringen, so bringen auch die Zelte<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a> den Menschen aus der Wagschale der Schuld in die Wagschale des Verdienstes.<\/p>\n<p>WER R\u00dcCKW\u00c4RTS LIEST, GEN\u00dcGT SEINER PFLICHT NICHT. R. Ami und R. Asi errichteten f\u00fcr R. Elea\u0351zar einen Hochzeitsbaldachin, und er sprach zu ihnen: Mittlerweile will ich ins Lehrhaus gehen, um etwas zu h\u00f6ren; dann komme ich zur\u00fcck und sage es euch. Da ging er hin und traf einen Sch\u00fcler vor R. Jo\u1e25anan rezitieren: Wer beim \u0160ema\u0351lesen sich verirrt und nicht wei\u00df, an welcher Stelle er sich verirrt hat, beginne wieder, falls es in der Mitte des Absatzes geschehen, mit dem Anfang des Absatzes, falls zwischen zwei Abs\u00e4tzen, mit dem ersteren Absatze, und wenn zwischen den beiden [S\u00e4tzen] vom Schreiben<a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a>, mit dem ersten. R. Jo\u1e25anan rief ihm zu: Sie lehrten dies nur von dem Falle, wenn er [den Satz:] <em>damit sich mehren euere Tage<\/em>, noch nicht begonnen, hat er ihn aber begonnen, so wird er wohl gewohnheitsm\u00e4\u00dfig fortgesetzt haben. Als er zur\u00fcck kam und es ihnen sagte, sprachen sie zu ihm: W\u00e4ren wir gekommen, nur um diese Sache zu h\u00f6ren, so h\u00e4tten wir genug.<\/p>\n<p>HANDWERKER D\u00dcRFEN AUF BER SPITZE DES BAUMES UND AUF DER H\u00d6HE DES A. GER\u00dcSTES DAS \u0160EMA\u0351 LESEN, NICHT ABER SO DAS GEBET VERRICHTEN. VDER BR\u00c4UTIGAM IST IN DER ERSTEN NACHT, UND FALLS ER DEN AKT NOCH NICHT VOLLZOGEN HAT, BIS ZUM \u0160ABBATHAUSGANGE, VOM \u0160EMA\u0351LESEN BEFREIT. ALS EINST R. GAMLI\u00c9L, ALS ER EINE FRAU NAHM, IN DER ERSTEN NACHT DAS \u0160EMA\u0351 LAS, SPRACHEN SEINE SCH\u00dcLER ZU IHM: MEISTER, DU HAST UNS JA GELEHRT, EIN BR\u00c4UTIGAM SEI VOM \u0160EMA\u0351LESEN BEFREIT. ER ERWIDERTE IHNEN: ICH GEBE EUCH NICHT NACH, DAS IHIMMLISCHE JOCH AUCH NUR EINE STUNDE VON MIR ABZULEGEN.<\/p>\n<p>GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Handwerker d\u00fcrfen auf der Spitze des Baumes und auf der H\u00f6he des Ger\u00fcstes das \u0160ema\u0351 lesen, sowie auf der Spitze des Olivenbaumes und des Feigenbaumes beten; von allen anderen B\u00e4umen m\u00fcssen sie herabsteigen und beten. Der Hausherr hingegen mu\u00df in jedem Falle herabsteigen und beten, weil seine Gedanken zerstreut sind. R. Mari, Sohn der Tochter \u0160emu\u00e9ls, wies Raba auf einen Widerspruch hin: Wir haben gelernt, Handwerker d\u00fcrfen auf der Spitze des Baumes und auf der H\u00f6he des Ger\u00fcstes<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a> das \u0160ema\u0351 lesen, wonach die Intensit\u00e4t nicht erforderlich ist, und dem widersprechend wird gelehrt: Wer das \u0160ema\u0351 liest, mu\u00df sein Herz darauf richten, denn hier[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,4<\/a>] hei\u00dft es: <em>h\u00f6re Jisra\u00e9l<\/em> und dort[Ib. 27,9.] hei\u00dft es: <em>merke auf und h\u00f6re, Jisra\u00e9l<\/em>, wie dort mit Aufmerksamkeit, so auch hier mit Aufmerksamkeit. Dieser schwieg. Hierauf sprach er zu ihm: Hast du etwas hier\u00fcber geh\u00f6rt? Jener erwiderte: Folgendes sagte R. \u0160e\u0161eth, nur wenn sie die Arbeit unterbrechen und lesen.<\/p>\n<p>Es wird ja aber gelehrt: Die Schule Hillels sagt, sie verrichten ihre Arbeit und lesen!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand; dies vom ersten und jenes vom zweiten Absatze.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Arbeiter, die f\u00fcr den Hausherrn Arbeit verrichten, lesen das \u0160ema\u0351 samt den vorangehenden und folgenden Segensspr\u00fcchen, essen ihr Brot und lesen vor und nachher die Segensspr\u00fcche und beten das Achtzehngebet; sie d\u00fcrfen aber nicht vor das Vorbetpult treten<a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a> noch die H\u00e4nde [zum Priestersegen] erheben. Es wird ja aber gelehrt, da\u00df sie nur den Auszug des Achtzehngebetes<a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a> beten!? R. \u0160e\u0161eth erwiderte: Das ist kein Einwand; das Eine nach R. Gamli\u00e9l und das Andere nach R. Jeho\u0161ua\u0351. Wieso spricht er, wenn nach R. Jeho\u0161ua\u0351, von Arbeitern, dies gilt ja [nach ihm] auch von jedem Menschen!?<\/p>\n<p>Vielmehr, beides nach R. Gamli\u00e9l, dennoch ist dies kein Widerspruch; das Eine, wenn sie f\u00fcr Lohn, das Andere, wenn sie nur f\u00fcr das Essen arbeiten. So wird auch gelehrt: Arbeiter, die f\u00fcr den Hausherrn Arbeit verrichten, lesen das \u0160ema\u0351, beten und essen ihr Brot, lesen aber vorher keinen Segensspruch und nachher nur zwei, und zwar, den ersten Segensspruch vorschriftsm\u00e4\u00dfig, w\u00e4hrend der zweite mit dem Segen \u00fcber das Land<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> begonnen wird, in den man [den Segen] \u00bbErbauer Jeru\u0161alems\u00ab einschalte. Diese Worte gelten nur, wenn sie f\u00fcr Lohn arbeiten; arbeiten sie aber nur f\u00fcr das Essen, oder speist der Hausherr mit ihnen, so lesen sie [alle] Segensspr\u00fcche vorschriftsm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p>DER BR\u00c4UTIGAM IST VOM \u0160EMA\u0351LESEN BEFREIT. Die Rabbanan lehrten:[<a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/dewarim-das-buch-deuteronomium\/#Kapitel6\">Dewarim 6,7<\/a>] <em>Wenn du in deinem Hause sitzest<\/em>, ausgenommen derjenige, der sich mit der Aus\u00fcbung eines Gebotes befa\u00dft; <em>wenn du auf dem Wege gehst<\/em>, ausgenommen der Br\u00e4utigam. Hieraus folgerten die Weisen: wer eine Jungfrau ehelicht, ist frei, wer eine Witwe, ist verpflichtet. Wieso ist dies erwiesen? R. Papa erwiderte: Aus [dem Worte] <em>Weg<\/em>; wie der Weg Freigestelltes ist, so auch [bei allem anderen], was freigestellt.<\/p>\n<p>Es kann ja auch vorkommen, da\u00df einer zur Aus\u00fcbung eines Gebotes geht, dennoch sagt der Allbarmherzige, da\u00df er das \u0160ema\u0351 lese!?<\/p>\n<p>Demnach m\u00fc\u00dfte der Schriftvers lauten \u00bbbeim Gehen\u00ab, wenn es aber hei\u00dft: wenn du gehst, [so bedeutet dies:] wenn du f\u00fcr dich gehst, bist du verpflichtet, wenn aber zur Aus\u00fcbung eines Gebotes, bist du befreit.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-16b\">Blatt 16b<\/h2>\n<p>Wieso demnach nur derjenige, der eine Jungfrau ehelicht, es sollte doch auch von dem gelten, der eine Witwe ehelicht!?<\/p>\n<p>Jener ist zerstreut, dieser aber nicht.<\/p>\n<p>Wenn es von der Zerstreuung abh\u00e4ngt, sollte auch der [befreit sein], dessen Schiff im Meere unterging!? Wieso sagte R. Abba b. Zabda im Namen Rabhs, der Leidtragende sei zu allen in der Tora genannten Geboten verpflichtet, mit Ausnahme der Tephillin, weil es von ihnen Kopfschmuck hei\u00dft, denn es hei\u00dft:[Jechezkel 24,17.] <em>lege dir deinen Kopfschmuck an etc.<\/em>!? Ich will dir sagen: da ist er durch Freigestelltes zerstreut, hier aber durch die Aus\u00fcbung eines Gebotes.<\/p>\n<p>ALS ER IN DER ERSTEN NACHT, NACHDEM SEINE FRAU GESTORBEN WAR, BADETE, SPRACHEN SEINE SCH\u00dcLER ZU IHM: MEISTER, DU HAST UNS JA GELEHRT, DER LEIDTRAGENDE D\u00dcRFE NICHT BADEN. ER ERWIDERTE IHNEN: ICH GLEICHE NICHT ANDEREN MENSCHEN, ICHBIN VERWEICHLICHT. ALS SEIN SKLAVE TABI GESTORBEN WAR, UND ER BEILEIDSBEZEUGUNGEN ENTGEGENNAHM, SPRACHEN SEINE SCH\u00dcLER ZU IHM: MEISTER, DU HAST UNS JA GELEHRT, MAN NEHME KEINE BEILEIDSBEZEUGUNGEN \u00dcBER [DEN TOD VON] SKLAVEN ENTGEGEN. ER ERWIDERTE IHNEN: MEIN SKLAVE TABI GLICH NICHT ALL DEN ANDEREN SKLAVEN, ER WAR TUGENDHAFT. DER BR\u00c4UTIGAM DARF, FALLS ER WILL, AUCH IN DER ERSTEN NACHT DAS \u0160EMA\u0351 LESEN. R. \u0160IM\u00d6N B. GAMLI\u00c9L ABER SAGT, NICHT EIN JEDER, DER SICH DEN RUF<a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a> BEILEGEN WILL, DARF IHN SICH BEILEGEN.<\/p>\n<p>GEMARA. Er<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a> ist demnach der Ansicht, die Trauer<a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a> w\u00e4hrend der [folgenden] Nacht sei nur rabbanitisch, denn es hei\u00dft:[Amos 8,10.] <em>und ihr Ende, wie ein Tag des Trauerns<\/em>; f\u00fcr einen Verweichlichten aber haben die Rabbanan dies nicht angeordnet.<\/p>\n<p>ALS SEIN SKLAVE TABI GESTORBEN WAR etc. Die Rabbanan lehrten: Wegen Sklaven und Sklavinnen stellt man sich nicht in einer Reihe<a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a> auf, auch spricht man ihretwegen nicht den Segensspruch der Leidtragenden<a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a> und die Trostworte f\u00fcr Leidtragende. Als einst R. Elie\u0351zer seine Sklavin starb, traten seine Sch\u00fcler ein, ihn zu tr\u00f6sten. Als er sie sah, ging er in den S\u00f6ller, und sie folgten ihm; er trat in das Vorzimmer, und sie folgten ihm; er trat in den Saal, und sie folgten ihm. Da sprach er zu ihnen: Ich glaubte, ihr w\u00fcrdet euch mit lauem Wasser verbr\u00fchen, nun aber verbr\u00fcht ihr euch nicht einmal mit kochend hei\u00dfem Wasser. Habe ich euch nicht wie folgt gelehrt: Wegen Sklaven und Sklavinnen stellt man sich nicht in einer Reihe auf, auch spricht man ihretwegen nicht den Segensspruch der Leidtragenden und die Trostworte f\u00fcr Leidtragende. Vielmehr, wie man zu einem, wenn ihm ein Ochs oder ein Esel verendet ist, sagt: Gott m\u00f6ge dir deinen Schaden ersetzen, so auch sage man zu ihm wegen seines Sklaven oder seiner Sklavin: Gott m\u00f6ge dir deinen Schaden ersetzen.<\/p>\n<p>Ein Anderes lehrt: \u00dcber Sklaven und Sklavinnen halte man keine Trauerrede. R. Jose sagt, war es ein tugendhafter Sklave, so sage man \u00fcber ihn: Wehe, der gute, treue Mann, der von seiner M\u00fche genossen! Man entgegnete ihm: Was l\u00e4\u00dft du demnach f\u00fcr die Freigeborenen!?<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Man nennt niemand anders V\u00e4ter als die drei<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a>; man nennt niemand anders M\u00fctter als die vier<a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a>. Aus welchem Grunde: wollte man sagen, weil wir nicht wissen, ob wir von Re\u00faben oder von \u0160imo\u0351n<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a> abstammen, so wissen wir ja auch bei den M\u00fcttern nicht, ob wir von Ra\u1e25el oder von Le\u00e1 abstammen!?<\/p>\n<p>Vielmehr, (bis auf) diese sind (es) die ausgezeichneten, weiter aber nicht mehr.<\/p>\n<p>Ein Anderes lehrt: Sklaven und Sklavinnen nenne man nicht Vater so und so, oder Mutter so und so; die des R. Gamli\u00e9l nannte man wohl Vater so und so und Mutter so und so. Eine Tatsache zur Widerlegung!?<\/p>\n<p>Weil sie geachtet waren.<\/p>\n<p>R. Elea\u0351zar sagte: Es hei\u00dft:[Tehillim 63,5.] <em>so will ich dich lebensl\u00e4nglich preisen<\/em>, bei deinem Namen meine H\u00e4nde erheben. <em>So will ich dich lebensl\u00e4nglich preisen<\/em>, das ist das \u0160ema\u0351lesen; <em>bei deinem Namen meine H\u00e4nde erheben<\/em>, das ist das Gebet. Wenn man so handelt, so spricht der Schriftvers \u00fcber ihn:[Ib. V. 6.] <em>wie mit Fett und Mark ist meine Seele ges\u00e4ttigt<\/em>. Und nicht nur dies, er erbt auch beide Welten, diese Welt und die zuk\u00fcnftige Welt, denn es hei\u00dft:[Ib. V. 6.] <em>mit Lippen der Lobges\u00e4nge preiset mein Mund<\/em>.<\/p>\n<p>Wenn R. Elea\u0351zar sein Gebet beendete, pflegte er folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df du uns in unserem Lose Liebe, Br\u00fcderschaft, Frieden und Freundschaft angedeihen lassest, da\u00df du unsere Grenze mit Sch\u00fclern erweiterst, da\u00df du unser Ende mit Erfolg und Hoffnung gelingen lassest, da\u00df du unseren Anteil in das Paradies<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a> setzest, da\u00df du uns in deiner Welt mit gutem Umgange und mit gutem Triebe r\u00fcstest, da\u00df wir aufstehen und das Verlangen unseres Herzens finden, deinen Namen zu f\u00fcrchten, und da\u00df vor dich unser Seelenwunsch zum Guten komme.<\/p>\n<p>Wenn R. Jo\u1e25anan sein Gebet beendete, pflegte er folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df du auf unsere Schmach blickest und auf unser Elend schauest, da\u00df du dich mit deiner Barmherzigkeit bekleidest und mit deiner Macht bedeckest, dich in deine Liebe h\u00fcllest und mit deiner Gnade umg\u00fcrtest; so m\u00f6ge doch deine Eigenschaft der G\u00fcte und der Sanftmut vor dich treten.<\/p>\n<p>Wenn R. Zera sein Gebet beendete, pflegte er folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df wir nicht s\u00fcndigen und uns nicht vor unseren V\u00e4tern sch\u00e4men und zu Schanden werden.<\/p>\n<p>R. \u1e24ija pflegte, nachdem er gebetet, folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df deine Tora unsere Besch\u00e4ftigung sei, und das unser Herz nicht betr\u00fcbt und unsere Augen nicht verdunkelt werden.<\/p>\n<p>Rabh pflegte nach seinem Gebete folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df du uns ein langes Leben gibst; ein Leben des Friedens, ein Leben der G\u00fcte, ein Leben des Segens, ein Leben des Erwerbs, ein Leben der K\u00f6rperkraft, ein Leben, in dem S\u00fcndenscheu sei, ein Leben ohne Schande und Schmach, ein Leben des Reichtums und der Ehre, ein Leben, in dem die Liebe zur Tora und Gottesfurcht in uns sei, ein Leben, in dem du uns alle unsere Herzensw\u00fcnsche zum Guten erf\u00fcllest.<\/p>\n<p>Rabbi pflegte nach seinem Gebete folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott und Gott unserer V\u00e4ter, da\u00df du mich sch\u00fctzest vor Frechlingen und vor Frechheit, vor einem b\u00f6sen Menschen und b\u00f6sem Ereignis, vor dem b\u00f6sen Trieb, vor schlechtem Umgange, vor einem b\u00f6sen Nachbar, vor dem verderbenden Satan, vor strengem Gericht und vor einem hartherzigen Proze\u00dfgegner, sei er Glaubensgenosse oder sei er kein Glaubensgenosse. Obgleich Rabbi von Bedienten umgeben war.<\/p>\n<p>R. Saphra pflegte nach seinem Gebete folgendes zu sagen:<\/p>\n<h2 id=\"blatt-17a\">Blatt 17a<\/h2>\n<p>M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df du Frieden stiftest in der oberen und in der unteren Familie, und unter den Sch\u00fclern, die sich mit deiner Tora befassen, sei es, da\u00df sie es um ihrer selbst willen, sei es, da\u00df sie es nicht um ihrer selbst willen tun. Alle aber, die sich damit nicht um ihrer selbst willen befassen, m\u00f6gen, so sei es dein Wille, sich damit um ihrer selbst willen befassen.<\/p>\n<p>R. Alexandri pflegte nach seinem Gebete folgendes zu sagen: M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, unser Gott, da\u00df du uns stellest in eine Ecke des Lichtes und (stelle uns) nicht in eine Ecke der Finsternis, da\u00df unser Herz nicht betr\u00fcbt und unsere Augen nicht verdunkelt werden. Manche sagen, dies pflegte R. Hamnuna zu sagen, R. Alexandri aber pflegte, nachdem er gebetet, folgendes zu sagen: Herr des Weltalls<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a>, offen und bekannt ist es vor dir, da\u00df es unser Wille ist, deinen Willen zu vollziehen, doch verhindert dies nichts anderes, als das Saure im Teig<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a> und die Knechtschaft der Regierungen. M\u00f6ge es dein Wille sein, da\u00df du sie vor und hinter uns unterwirfst, und da\u00df wir zur\u00fcckkehren, die Gesetze deines Willens mit ganzem Herzen auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Raba pflegte nach seinem Gebete folgendes zu sagen: Mein Gott, bevor ich gebildet wurde, war ich nichts wert, und auch jetzt, da ich gebildet worden bin, ist es ebenso, als w\u00e4re ich nicht gebildet worden. Staub bin ich bei meinem Leben, umsomehr bei meinem Tode. Siehe, ich bin vor dir wie ein Gef\u00e4\u00df voll Scham und Schmach. M\u00f6ge es dein Wille sein, o Herr, mein Gott, da\u00df ich nimmer s\u00fcndige, was ich aber vor dir ges\u00fcndigt, sp\u00fcle weg mit deiner gro\u00dfen Barmherzigkeit, jedoch nicht durch Z\u00fcchtigungen und b\u00f6se Krankheiten. Dies war auch das S\u00fcndenbekenntnis R. Hamnuna des Kleinen am Vers\u00f6hnungstage.<\/p>\n<p>Wenn Mar, der Sohn Rabinas, sein Gebet beendete, pflegte er folgendes zu sagen: Mein Gott! Bewahre mein Zunge vor B\u00f6sem, meine Lippen vor tr\u00fcgerischen Reden. Denen, die mir fluchen, schweige meine Seele, und wie Staub sei meine Seele gegen jedermann. Offne mein Herz f\u00fcr deine Lehre, und deinen Geboten jage meine Seele nach. Besch\u00fctze mich vor einem b\u00f6sen Ereignis, vor dem b\u00f6sen Trieb, vor einem b\u00f6sen Weib und vor allem \u00dcbel, das in die Welt zu kommen sich dr\u00e4ngt. Den Rat derer, die wider mich B\u00f6ses sinnen, vereitele schnell, und ihre Anschl\u00e4ge zerst\u00f6re. M\u00f6gen zum Wohlgefallen sein die Worte meines Mundes und die Gedanken meines Herzens vor dir, o Herr, mein Fels und Erl\u00f6ser.<\/p>\n<p>Wenn R. \u0160e\u0161eth gefastet hatte, pflegte er, nachdem er gebetet, folgendes zu sagen: Herr des Weltalls! Offenbar ist es vor dir, da\u00df zur Zeit, da das Heiligtum noch bestand, ein Mensch, der ges\u00fcndigt hatte, ein Opfer brachte, von dem das Fett nur und das Blut dargebracht wurde, und es wurde ihm vergeben; jetzt aber verweilte ich im Fasten, und mein Fett und mein Blut wurde vermindert. So m\u00f6ge es dein Wille sein, da\u00df mein Fett und mein Blut, das vermindert wurde, als von mir vor dir auf dem Altar dargebracht betrachtet werde, und sei mir wohlgef\u00e4llig.<\/p>\n<p>Als R. Jo\u1e25anan das Buch Ijob beendete, sprach er folgendes: Das Ende des Menschen ist das Sterben, das Ende des Viehes das Schlachten, und alles ist f\u00fcr den Tod bestimmt. Heil dem, der in der Tora gro\u00df wird und sich mit der Tora abm\u00fcht, der seinem Sch\u00f6pfer Annehmlichkeiten bereitet, der mit gutem Namen aufgewachsen und mit gutem Namen aus der Welt geschieden ist. \u00dcber ihn sagt \u0160elomo:[Kohelet 7,1.] <em>besser ist ein Name als gutes Ol, und der Tag des Sterbens als der Tag seiner Geburt<\/em>.<\/p>\n<p>Ein Wahlspruch<a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a> war es im Munde R. Me\u00edrs: Lerne mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, meine Wege zu erkennen und an die T\u00fcren meiner Tora zu pochen. Bewahre meine Tora in deinem Herzen, und meine Furcht m\u00f6ge vor deinen Augen sein; h\u00fcte deinen Mund vor jeder S\u00fcnde; reinige und heilige dich von jeder Schuld und jedem Vergehen, und ich werde mit dir sein an jedem Orte.<\/p>\n<p>Ein Wahlspruch war es im Munde der Rabbanan aus Jabne: Ich bin ein Gesch\u00f6pf und mein N\u00e4chster ist ein Gesch\u00f6pf: meine Arbeit ist in der Stadt und seine Arbeit ist auf dem Felde; ich mache mich fr\u00fch zu meiner Arbeit auf, und er macht sich fr\u00fch zu seiner Arbeit auf; wie er sich nicht meine Arbeit anma\u00dft, so ma\u00dfe ich mir nicht seine Arbeit an. Vielleicht aber sagst du: ich tue viel, er aber wenig, so haben wir gelernt: ob man viel oder wenig tut, wenn man nur sein Herz auf den Himmel richtet.<\/p>\n<p>Ein Wahlspruch war es im Munde Abajjes: Stets sei der Mensch klug in der Gottesfurcht. Eine sanfte Antwort stillt den Zorn. Man mehre den Frieden mit seinen Br\u00fcdern, mit seinen Verwandten und mit jedermann, selbst mit einem Nichtjuden auf der Stra\u00dfe, damit man droben beliebt und hienieden gewogen sei, und wohlgelitten unter den Menschen. Man erz\u00e4hlte von R. Jo\u1e25anan b. Zakkaj, da\u00df ihm niemals jemand mit einem Gru\u00df zuvorgekommen sei, nicht einmal ein Nichtjude auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Ein Wahlspruch war es im Munde Rabas: Der Endzweck der Weisheit ist Bu\u00dfe und gute Werke; da\u00df der Mensch nicht lese und lerne, sich dann aber gegen Vater und Mutter auflehne, gegen seine Lehrer und gegen den, der gr\u00f6\u00dfer ist als er in Weisheit und Zahl<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a>. So hei\u00dft es:[Tehillim 111,10.] <em>der Weisheit Anfang ist die Gottesfurcht, ein gutes Ansehen f\u00fcr alle, die sie aus\u00fcben<\/em>; es hei\u00dft nicht \u00bblernen\u00ab, sondern aus\u00fcben\u00ab: nur denen, die sie um ihrer selbst willen aus\u00fcben, nicht aber denen, die sie nicht um ihrer selbst willen aus\u00fcben. F\u00fcr jeden aber, der sie nicht um ihrer selbst willen aus\u00fcbt, w\u00e4re es besser, er w\u00e4re nicht erschaffen worden.<\/p>\n<p>Ein Wahlspruch war es im Munde Rabhs. In der zuk\u00fcnftigen Welt gibt es weder Essen noch Trinken, noch Fortpflanzung und Vermehrung, noch Kauf und Verkauf, noch Neid, Ha\u00df und Streit. Vielmehr sitzen die Gerechten mit ihren Kronen auf ihren H\u00e4uptern und weiden sich an dem Glanze der G\u00f6ttlichkeit, denn es hei\u00dft:[Schemot 24,11. ] <em>sie schauten Gott, und a\u00dfen und tranken<\/em>.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfer ist das Versprechen, das der Heilige, gepriesen sei er, den Frauen gegeben, als das, das er den M\u00e4nnern gegeben hat, denn es hei\u00dft: [Jeschajahu 32,9.] <em>stehet auf, sorglose Frauen, h\u00f6ret auf meine Stimme; ihr zuversichtlichen T\u00f6chter, horchet auf meine Rede<\/em>. Rabh sprach zu R. \u1e24ija: Wodurch machen Frauen sich verdienstlich?<\/p>\n<p>Da\u00df sie ihre Kinder im Bethause unterrichten lassen, ihre M\u00e4nner im Lehrhause (der Rabbanan) lernen lassen und auf ihre M\u00e4nner warten, bis sie aus dem Lehrhause heimkehren.<\/p>\n<p>Als die Rabbanan sich von dem Hause R. Amis, manche sagen, dem Hause R. \u1e24aninas, verabschiedeten, sprachen sie zu ihm wie folgt: M\u00f6gest du w\u00e4hrend deines Lebens deine Welt schauen, dein Ende sei f\u00fcr das Leben der zuk\u00fcnftigen Welt und deine Hoffnung f\u00fcr alle Zeitkreise. M\u00f6ge dein Herz Einsicht denken, dein Mund Weisheit sprechen und deine Zunge Jubelges\u00e4nge lispeln; m\u00f6gen deine Wimpern geradeaus vor dir hinsehen, deine Augen im Lichte der Tora leuchten, dein Gesicht wie der Glanz des Himmels gl\u00e4nzen, deine Lippen Erkenntnis sprechen, dein Inneres im Rechte aufjauchzen und deine Schritte laufen, die Worte des Hochbetagten<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Als die Rabbanan sich von dem Hause R. \u1e24isdas, manche sagen, dem Hause des R. \u0160emu\u00e9l b. Na\u1e25mani, verabschiedeten, sprachen sie zu ihm wie folgt:[Tehillim 144,14.] <em>Unsere Lehrer sind \u00fcberb\u00fcrdet etc.<\/em>. Rabh und \u0160emu\u00e9l, manche sagen, R. Jo\u1e25anan und R. Elea\u0351zar [streiten hier\u00fcber); Einer erkl\u00e4rte: unsere Lehrer in der Tora sind \u00fcberb\u00fcrdet, mit Geboten; der andere erkl\u00e4rte: unsere Lehrer in der Tora und den Geboten, sind \u00fcberb\u00fcrdet, mit Z\u00fcchtigungen. [Tehillim 144,14.] <em>Kein Ri\u00df<\/em>: es sei unsere Gesellschaft nicht wie die Gesellschaft \u0160a\u00fals,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-17b\">Blatt 17b<\/h2>\n<p>aus der der Edomite Do\u00e9g hervorging. [Tehillim 144,14.] <em>Kein Durchla\u00df<\/em>: es sei unsere Gesellschaft nicht wie die Gesellschaft Davids, aus der A\u1e25itophel hervorging.[Tehillim 144,14.] <em>Kein Jammergeschrei<\/em>: es sei unsere Gesellschaft nicht wie die Gesellschaft Eli\u0161a\u0351s, aus der Gehazi hervorging. [Tehillim 144,14.] <em>In unseren Stra\u00dfen<\/em>: da\u00df wir keinen Sohn oder Sch\u00fcler haben m\u00f6gen, der seine Speise \u00f6ffentlich anbrennen<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> l\u00e4\u00dft, wie beispielsweise Jesus der Nazarener.<\/p>\n<p>[Jeschajahu 46,12.] <em>H\u00f6ret auf mich, ihr Hartherzigen, die ihr fern seid von Freigebigkeit<\/em>. Rabh und \u0160emu\u00e9l, manche sagen, R. Jo\u1e25anan und R. Elea\u0351zar [streiten hier\u00fcber); Einer erkl\u00e4rte: die ganze Welt wird durch Freigebigkeit<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a>, jene<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a> aber durch Gewalt ern\u00e4hrt; der andere erkl\u00e4rte: die ganze Welt wird durch das Verdienst jener ern\u00e4hrt, sie selbst aber werden nicht einmal durch ihr eigenes Verdienst ern\u00e4hrt. Dies nach R. Jehuda im Namen Rabhs, denn R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: An jedem Tage ert\u00f6nt eine Hallstimme vom Berge \u1e24oreb und spricht: Die ganze Welt wird nur wegen meines Sohnes \u1e24anina ern\u00e4hrt, mein Sohn \u1e24anina aber begn\u00fcgt sich mit einem Kab<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> Johannisbrot von \u0160abbathvorabend zu \u0160abbathvorabend. Er streitet gegen R. Jehuda, denn R. Jehuda sagte, mit \u00bbHartherzigen\u00ab seien die verstockten Gob\u00e4er<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a> gemeint. R. Joseph sprach: Das siehst du, noch nie ist von ihnen ein Proselyt hervorgegangen. R. A\u0161i sagte: Die \u00bbHartherzigen\u00ab sind die Einwohner von Matha-Me\u1e25asja, denn, obgleich sie zweimal j\u00e4hrlich<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a> die Verherrlichung der Tora sehen, so ist dennoch von ihnen nie ein Proselyt hervorgegangen.<\/p>\n<p>DER BR\u00c4UTIGAM DARF, FALLS ER WILL etc. LESEN. Man m\u00fc\u00dfte also sagen, R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l ber\u00fccksichtige die Gro\u00dftuerei, w\u00e4hrend die Rabbanan die Gro\u00dftuerei nicht ber\u00fccksichtigen, und wir wissen ja von ihnen das Entgegengesetzte!? Wir haben n\u00e4mlich gelernt: Wo es \u00fcblich ist, am Neunten Ab<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a> Arbeit zu verrichten, verrichte man, wo es \u00fcblich ist, nicht zu verrichten, verrichte man nicht; \u00fcberall aber m\u00fcssen die Gelehrten feiern.<\/p>\n<p>R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l sagt, jedermann betrachte sich stets als einen Gelehrten<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a>. Die Rabbanan befinden sich hier in einem Widerspruch, und ebenso befindet sich R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l in einem Widerspruch. R. Johanan erwiderte: Die Ansichten sind zu vertauschen. R. \u0160i\u0161a, Sohn des R.<\/p>\n<p>Idi, sagte: Tats\u00e4chlich brauchst du nicht zu vertauschen. Die Rabbanan befinden sich in keinem Widerspruch, denn da alle Welt das \u0160ema\u0351 liest und er es ebenfalls liest, so erscheint dies nicht als Gro\u00dftuerei; dort aber, wo alle Welt Arbeit verrichtet, er aber nicht, erscheint dies als Gro\u00dftuerei. R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l befindet sich ebenfalls in keinem Widerspruch, denn hier kommt es auf die Intensit\u00e4t an, und wir sind Zeugen, da\u00df er seinen Sinn nicht and\u00e4chtig stimmen kann; dort aber glaubt, wer dies sieht, er habe keine Besch\u00e4ftigung. Geh und sieh, wie viele M\u00fc\u00dfigg\u00e4nger es doch auf der Stra\u00dfe gibt.<\/p>\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Den Abschnitt, der das \u0160ema\u0351 enth\u00e4lt.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Pflicht des \u0160ema\u0351 nachzukommen.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>Eines Segensspruches od. eines Absatzes.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Der vom Studium der Tora spricht.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p>Dieser handelt von den \u00c7i\u00e7ith, die nur Pflicht des Tages sind.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Aus den Worten \u00bbwenn er dies beabsichtigt\u00ab.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\" role=\"doc-endnote\"><p>Man kann ja nicht lesen, ohne dies zu beabsichtigen.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl.: in seiner Schrift.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\" role=\"doc-endnote\"><p>Im Rabbinischen hat das im Text gebrauchte Verbum auch die Bedeutung verstehen.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Artikel ist an sich n\u00f6tig.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\" role=\"doc-endnote\"><p>Um dies beim \u0160ema\u0351 zu verbieten.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\" role=\"doc-endnote\"><p>Damit man es nicht wie die Rabbanan auslege.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\" role=\"doc-endnote\"><p>Damit man sie nicht wie Rabbi auslege.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem ersten Absatze des \u0160ema\u0351.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem 2. Absatze.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem 2. Absatze.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem ersten Absatze des \u0160ema\u0351.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem ersten Absatze des \u0160ema\u0351.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Befestigung der Handtephilla an dem Arm.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem 2. Absatze.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\" role=\"doc-endnote\"><p>Eigentl. lernen, sich laut sprechend damit befassen.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\" role=\"doc-endnote\"><p>Des Wortes \u05d0\u05d7\u05d3 einzig.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\" role=\"doc-endnote\"><p>Des Wortes \u05d0\u05d7\u05d3 einzig.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\" role=\"doc-endnote\"><p>Selbst nach der Hillelschen Schule, nach der man beim \u0160ema\u0351lesen auch umhergehen darf.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df der erste Abschnitt des \u0160ema\u0351 der Intensit\u00e4t bedarf.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\" role=\"doc-endnote\"><p>Er stellte die Vorlesung nicht ein, als die Zeit des \u0160ema\u0351 heranreichte.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach der Vorlesung.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\" role=\"doc-endnote\"><p>Als Ersatz f\u00fcr die folgenden Abs\u00e4tze des \u0160ema\u0351.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\" role=\"doc-endnote\"><p>Durch R\u00fctteln bei etwaiger \u00dcberm\u00fcdung.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\" role=\"doc-endnote\"><p>Dies bringt zur Erektion.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Loblied (Hallel) besteht aus den Psalmen 113-118 und wird nur an Festtagen gelesen; an manchen fallen die Psalmen 115,1-11u. 116,1-11 aus.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\" role=\"doc-endnote\"><p>Die liturgische Rezitation des Buches Ester am Purimfeste.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\" role=\"doc-endnote\"><p>Im Lobliede und in der Esterrolle.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Arakhin Blatt 10a.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\" role=\"doc-endnote\"><p>Der \u00fcber jede Speise zu sprechen ist.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\" role=\"doc-endnote\"><p>Hohlma\u00df, eineinhalb Eier enthaltend.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\" role=\"doc-endnote\"><p>Viell. die Morgenbegr\u00fc\u00dfung nach r\u00f6m. Sitte (cf.\u00a0L\u00fcbker, Reallez*. 833), in diesem Falle ist die Begr\u00fc\u00dfung verboten.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\" role=\"doc-endnote\"><p>Willk\u00fcrliche Auslegung.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\" role=\"doc-endnote\"><p>Schlu\u00df des 3. \u0160ema\u0351abschnittes.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\" role=\"doc-endnote\"><p>Beginn des dem \u0160ema\u0351 folgenden Lobgebetes.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\" role=\"doc-endnote\"><p>Falls man unterbricht.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. stieg hinab; der Platz des Vorbeters befand sich in einer Vertiefung (ob. Blatt 10b).<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\" role=\"doc-endnote\"><p>Beginn und Schlu\u00df des 3, \u0160ema\u0351absatzes; die Mitte wurde fortgelassen, da diese vom \u00c7i\u00e7itgebote handelt, das nachts keine Geltung hat.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\" role=\"doc-endnote\"><p>Schlu\u00df des 3. Absatzes.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\" role=\"doc-endnote\"><p>Das sich an das \u0160ema\u0351 schlie\u00dfende Gebet.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\" role=\"doc-endnote\"><p>Worauf das Lied *Wer ist deinesgleichen (Schemot 15,11), das abends gelesen wird, folge.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\" role=\"doc-endnote\"><p>Wo einer den zweiten vertreten kann.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\" role=\"doc-endnote\"><p>Zuerst den Abschnitt vom Joch der himmlischen Herrschaft, nachher den der Gebote.<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\" role=\"doc-endnote\"><p>Dem Anlegen der Tephillin.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\" role=\"doc-endnote\"><p>Versp\u00e4tete sich mit den Tephillin, und da Rabh die Zeit des \u0160ema\u0351 nicht vers\u00e4umen wollte, las er es zuerst.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\" role=\"doc-endnote\"><p>Euphem. f\u00fcr Gott.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Bamidbar 28,5.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Bamidbar 28,14.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\" role=\"doc-endnote\"><p>Unter \u00bbwasche\u00ab wird das Waschen des ganzen K\u00f6rpers, das rituelle Tauchbad, verstanden; cf.\u00a0Wajikra 14,8<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\" role=\"doc-endnote\"><p>Persisches Wegma\u00df, dreiviert, geograph. Meilen.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegma\u00df. 2000 Ellen.<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Anm. 11.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\" role=\"doc-endnote\"><p>Bezieht sich auf die zitierte Mi\u0161na, die keinen Autor nennt.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\" role=\"doc-endnote\"><p>Die angezogene Lehre von der Hebe.<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\" role=\"doc-endnote\"><p>Die angezogene Lehre von der Hebe.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\" role=\"doc-endnote\"><p>Od. Tischgebet (w\u00f6rtl. Speisesegen); dieser ist ein biblisches Gebot.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\" role=\"doc-endnote\"><p>Ein Knabe unter 13 Jahren.<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Lehre von der Esterrolle.<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn bereits geschehen, habe man der Pflicht nicht gen\u00fcgt.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\" role=\"doc-endnote\"><p>Wor\u00fcber Segen zu sprechen sind.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\" role=\"doc-endnote\"><p>Auch wenn man beim Lesen des \u0160ema\u0351 die Worte nicht deutlich ausgesprochen, bzw. es dem Ohre nicht h\u00f6rbar gemacht, hat man seiner Pflicht gen\u00fcgt.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie dies bei Geburt und Tod zu geschehen pflegt.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\" role=\"doc-endnote\"><p>Wie dies bei Geburt und Tod zu geschehen pflegt.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\" role=\"doc-endnote\"><p>Auch die das Gebot einleitenden Worte (zBs. \u00bbschreibe sie\u00ab udgl.) sind auf die Tephillinrolle zu schreiben.<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Berufung auf einen Schriftvers.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\" role=\"doc-endnote\"><p>Einen Beweis aus der Schrift anzu f\u00fchren, da\u00df auch die Befehlsausdr\u00fccke geschrieben werden.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\" role=\"doc-endnote\"><p>Das an beiden Stellen gebraucht wird.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\" role=\"doc-endnote\"><p>\u05dc\u05de\u05e8 + \u05ea\u05dd = \u05dc\u05de\u05d3\u05ea\u05dd<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\" role=\"doc-endnote\"><p>Vor einem Worte, dessen Anlaut dem Auslaut des vorhergehenden gleicht, halte man inne.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\" role=\"doc-endnote\"><p>Unter \u00bbschneit\u00ab wird K\u00fchlung verstanden; dies erfolgt, wenn die Worte des Allm\u00e4chtigen zerstreut, dh. getrennt werden.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\" role=\"doc-endnote\"><p>So nach dem Talmud.<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn77\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Lehrh\u00e4user, die der Talmud Zelte nennt (cf.\u00a0\u0160abb. 63b).<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\" role=\"doc-endnote\"><p>Im Abschnitt kommt der Satz du sollst sie schreiben* zweimal vor; wenn er nicht wei\u00df, bei welchem er war.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\" role=\"doc-endnote\"><p>Auch w\u00e4hrend der Arbeit.<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn80\" role=\"doc-endnote\"><p>Sie d\u00fcrfen nicht allzulange die Arbeit unterbrechen.<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn81\" role=\"doc-endnote\"><p>Das sog. kurze Gebet (\u05d4\u05d1\u05d9\u05e0\u05d5); hier\u00fcber weiter.<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn82\" role=\"doc-endnote\"><p>Segensspruch \u00fcber Pal\u00e4stina.<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\" role=\"doc-endnote\"><p>Eines \u00fcberm\u00e4\u00dfig Frommen.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\" role=\"doc-endnote\"><p>R. Gamli\u00e9l, der schon am ersten Abend badete.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\" role=\"doc-endnote\"><p>Das W. \u05d0\u05e0\u05d9\u05e0\u05d5\u05ea (bzw. (\u05d0\u05d5\u05e0\u05df), eigentl. Klage trauer, erstreckt sich nur auf den ersten Tag, vom Tode bis zum Begr\u00e4bnis, das am selben Tage zu erfolgen hatte.<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Tr\u00f6stenden pflegten den Leidtragenden in Reihen (von mind. 10 Personen) zu umgeben und ihm Trostworte zu sagen.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Keth. Blatt 8a.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Erzv\u00e4ter: Abraham, Ji\u00e7a\u1e25aq und Ja\u0351qob.<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\" role=\"doc-endnote\"><p>Sara, Ribqa, Ra\u1e25el und Le\u00e1.<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\" role=\"doc-endnote\"><p>Welcher der Stammesvater, Familienahn ist.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. Edengarten, dh. Wonnegarten (nach Bereschit 2,15), Benennung des Paradieses in der \u00e4lt. Literatur.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\" role=\"doc-endnote\"><p>Das W. \u05e2\u05d5\u05dc\u05dd in der sp\u00e4thebr\u00e4ischen Bedeutung Welt hat die Mehrzahl \u05e2\u05d5\u05dc\u05de\u05d5\u05ea ; die Form \u05e2\u05dc\u05de\u05d9\u05dd ist die Mehrzahl vom Adjectivum \u05e2\u05dc\u05de\u05d9 der od. das Weltliche, Weltbewohner. \u00c4hnl. auch im Koran 1,1.<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn93\" role=\"doc-endnote\"><p>Der b\u00f6se Trieb im Herzen.<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach Lebrecht (Lesartenp. 19) uAA. <em>Perle<\/em><a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. Bedeutung; diese Wendung wird sonst von einer K\u00f6rperschaft gebraucht, wobei es sich um die Zahl der Mitglieder handelt.<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\" role=\"doc-endnote\"><p>Gott; cf.\u00a0Daniel 7,9.<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn97\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. Die \u00fcberlieferte Lehre verschm\u00e4hen.<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn98\" role=\"doc-endnote\"><p>Gottes.<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Frommen, auf welche sich der angez. Vers bezieht. Das W. *Hartherzige wird gedeutet: beherzt, tapfer, stark.<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\" role=\"doc-endnote\"><p>K\u00e4\u00dfos, Getreidema\u00df von 24 Eiern Inhalt.<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn101\" role=\"doc-endnote\"><p>Gobia, Ortschaft in Babylonien.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Abschn. 1. Anm. 191.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\" role=\"doc-endnote\"><p>Trauer- und Fasttag \u00fcber die Zerst\u00f6rung des j\u00fcd. Reiches.<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\" role=\"doc-endnote\"><p>In dieser Hinsicht.<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Berachot in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt: Zur \u00dcbersicht des Traktats Berachot | Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung Bl\u00e4tter \/ Dapim 13a 13b 14a 14b 15a 15b 16a 16b 17a 17b \u00dcbersetzung Blatt 13a WENN JEMAND IN DER TORA1 LIEST, UND DIE ZEIT DES \u0160EMA\u0351LESENS HERANREICHT, SO GEN\u00dcGT ER, WENN ER DIES2 BEABSICHTIGT, SEINER PFLICHT. AN DEN ABS\u00c4TZEN DARF MAN AUS EHRERBIETUNG GR\u00dcSSEN UND EINEN GRUSS ERWIDERN; IN DER MITTE3 ABER DARF MAN NUR AUS FURCHT GR\u00dcSSEN UND EINEN GRUSS ERWIDERN SO R. MEIR. R. JEHUDA SAGT, IN DER MITTE D\u00dcRFE MAN AUS FURCHT GR\u00dcSSEN UND AUS EHRERBIETUNG EINEN GRUSS ERWIDERN, UND AN DEN ABS\u00c4TZEN AUS EHRERBIETUNG GR\u00dcSSEN UND JEDERMANN SEINEN GRUSS ERWIDERN. FOLGENDE [STELLEN] SIND ABS\u00c4TZE: ZWISCHEN DEM ERSTEN UND DEM ZWEITEN SEGENSSPRUCHE, ZWISCHEN DEM ZWEITEN SEGENSSPRUCHE UND \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L, ZWISCHEN \u00bbH\u00d6RE JISRA\u00c9L\u00ab UND \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab, ZWISCHEN \u00bbWENN IHR H\u00d6REN WERDET\u00ab UND \u00bbER SPRACH\u00ab, ZWISCHEN \u00bbER SPRACH\u00ab UND \u00bbWAHR UND FESTSTEHEND. R. JEHUDA SAGT, MAN D\u00dcRFE ZWISCHEN \u00bbER SPRACH\u00ab UND \u00bbWAHR UND FESTSTEHEND\u00ab NICHT UNTERBRECHEN. R. JEHOSUA\u0351 B. 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