{"id":7145,"date":"2021-03-02T12:56:24","date_gmt":"2021-03-02T10:56:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=7145"},"modified":"2021-03-02T12:56:26","modified_gmt":"2021-03-02T10:56:26","slug":"schabbat-kapitel-13","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/schabbat\/schabbat-kapitel-13\/","title":{"rendered":"Schabbat Kapitel 13"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Schabbat in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/schabbat\/\" data-type=\"page\">Zur \u00dcbersicht des Traktats Schabba<\/a><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/berachot\/\">t<\/a><\/strong> | <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><strong>Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bl\u00e4tter \/ Dapim<\/h2>\n\n\n\n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-105a\">105a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-105b\">105b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-106a\">106a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-106b\">106b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-107a\">107a<\/a> \n\n\n\n<h2 id=\"blatt-105a\">Blatt 105a<\/h2>\n<p><sup>i<\/sup><bold>R.<\/bold> ELIE\u0351ZER <small>SAGT<\/small>, <small>WER BEGINNEND DREI<\/small> F<small>\u00c4DEN WEBT<\/small>, <small>ODER ZU EINEM<\/small> G<small>EWEBE EINEN<\/small> F<small>ADEN EINSCHL\u00c4GT<\/small>, <small>SEI SCHULDIG<\/small>; <small>DIE<\/small> W<small>EISEN SAGEN<\/small>, <small>SOWOHL BEIM<\/small> B<small>EGINNEN ALS AUCH BEI DER<\/small> F<small>ORTSETZUNG GELTE DIE<\/small> N<small>ORM VON ZWEI<\/small> F<small>\u00c4DEN<\/small>. <sup>ii<\/sup>W<small>ER ZWEI<\/small> L<small>ITZEN MACHT AM<\/small> K<small>ETTENBAUME ODER AM<\/small> R<small>IETBLATTE<\/small>, <small>AN EINEM FEINEN<\/small> S<small>IEBE ODER AN EINEM GROBEN<\/small> S<small>IEBE<\/small>, <small>IST SCHULDIG<\/small>; <small>EBENSO<\/small>, <small>WER ZWEI<\/small> S<small>TICHE N\u00c4HT<\/small>, <small>ODER<\/small>, <small>UM ZWEI<\/small> S<small>TICHE ZU N\u00c4HEN<\/small>, <small>REISST<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Als R. Ji\u00e7\u1e25aq kam, lehrte er: zwei.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt: drei!?<\/p>\n<p>Das ist kein Einwand; das eine gilt von starken F\u00e4den, das andere von d\u00fcnnen. Manche erkl\u00e4ren es nach der einen Seite, und manche erkl\u00e4ren es nach der anderen Seite. Manche erkl\u00e4ren es nach der einen Seite: bei starken F\u00e4den fallen drei nicht auseinander, wohl aber zwei; bei d\u00fcnnen F\u00e4den aber fallen auch zwei nicht auseinander. Manche erkl\u00e4ren es nach der anderen Seite: bei d\u00fcnnen sind drei kenntlich, nicht aber zwei; bei starken aber sind auch zwei kenntlich. Es wird gelehrt: (R. Elie\u0351zer sagt:) Wer beginnend drei F\u00e4den webt, oder zu einem Gewebe einen Faden einschl\u00e4gt, ist schuldig; die Weisen sagen, sowohl beim Beginnen als auch bei der Fortsetzung gelte die Norm von zwei F\u00e4den. An der Kante zwei F\u00e4den in der Breite dreier Litzen, denn das gleicht dem Weben eines kleinen G\u00fcrtels: zwei F\u00e4den in der Breite dreier Litzen. Die anonyme Lehre, wer beginnend drei F\u00e4den webt oder zu einem Gewebe einen Faden einschl\u00e4gt, sei schuldig, ist nach R. Elie\u0351zer. Ein anderes lehrt: Wer zwei F\u00e4den an der Borte oder am Saume webt, ist schuldig; R. Elie\u0351zer sagt, auch wegen eines. An der Kante ist man wegen zweier F\u00e4den in der Breite dreier Litzen schuldig, denn das gleicht dem Weben eines kleinen G\u00fcrtels: zwei F\u00e4den in der Breite dreier Litzen. Die anonyme Lehre, wer zwei F\u00e4den an der Borte oder am Saume webt, sei schuldig, ist nach den Rabbanan.<\/p>\n<p>W<small>ER ZWEI<\/small> L<small>ITZEN MACHT<\/small> &amp;<small>C<\/small>. Was hei\u00dft am Kettenbaume? Abajje erwiderte: [Den Faden] zweimal um den Kettenbaum und einmal um die Litze.<\/p>\n<p>(O<small>DER AM<\/small> R<small>IETBLATTE<\/small>. Was hei\u00dft Rietblatt? Rabh erwiderte: Me\u00e7ubitha.)<\/p>\n<p>W<small>ER ZWEI<\/small> S<small>TICHE N\u00c4HT<\/small>. Das N\u00e4hen von zwei Stichen ist ja bereits unter den Hauptarbeiten genannt worden!?<\/p>\n<p>Da er im Schlu\u00dfsatze vom Rei\u00dfen, um zwei Stiche zu n\u00e4hen, lehren will, so lehrt er auch vom N\u00e4hen.<\/p>\n<p>Auch das Rei\u00dfen wurde ja bereits unter den Hauptarbeiten gelehrt!?<\/p>\n<p>Vielmehr, da er weiter vom Rei\u00dfen aus Wut oder wegen eines Toten lehren will, lehrt er auch vom N\u00e4hen zweier Stiche.<\/p>\n<p>O<small>DER<\/small>, <small>UM ZWEI<\/small> S<small>TICHE ZU N\u00c4HEN<\/small>, <small>REISST<\/small>. Wie kann dies vorkommen?<\/p>\n<h2 id=\"blatt-105b\">Blatt 105b<\/h2>\n<p>Wenn es beutelt<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p><sup>iii<\/sup><bold>W<\/bold><small>ER IN SEINER<\/small> W<small>\u00dcT ODER \u00dcBER SEINEN<\/small> T<small>OTEN DIE<\/small> K<small>LEIDER REISST<\/small>, <small>ODER WER SONST ETWAS VERDIRBT<\/small>, <small>IST FREI<\/small>. B<small>EIM<\/small> V<small>ERDERBEN ZUR<\/small> A<small>USBESSERUNG IST DER<\/small> G<small>RAD DER<\/small> A<small>USBESSERUNG MASSGEBEND<\/small>. <sup>iv<\/sup>F<small>\u00dcR DAS<\/small> B<small>LEICHEN<\/small>, Z<small>UPFEN<\/small>, F<small>\u00c4RBEN UND<\/small> S<small>PINNEN GILT DIE<\/small> L<small>\u00c4NGE EINES DOPPELTEN<\/small> S<small>I\u1e6c<\/small>. B<small>EIM<\/small> W<small>EBEN VON ZWEI<\/small> F<small>\u00c4DEN GILT DIE<\/small> L<small>\u00c4NGE EINES<\/small> S<small>I\u1e6c<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wer in seiner Trauer, in seiner Wut oder \u00fcber seinen Toten die Kleider rei\u00dft, ist schuldig; er entledigt sich der Pflicht des Einrei\u00dfens, obgleich er den \u0160abbath entweiht hat!?<\/p>\n<p>Das ist kein Widerspruch; dies \u00fcber seinen<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a>Toten, jenes \u00fcber einen fremden Toten.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft ja aber: \u00fcber seinen Toten!?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich \u00fcber seinen Toten, jedoch \u00fcber einen, dessentwegen ihm die Pflicht der Trauer nicht obliegt<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Wenn es aber ein Gelehrter ist, so ist man ja verpflichtet!? Es wird n\u00e4mlich gelehrt: Stirbt ein Gelehrter, so sind alle seine Verwandte.<\/p>\n<p>Alle seine Verwandte, wie kommst du darauf!?<\/p>\n<p>Sage vielmehr: alle wie seine Verwandte: jeder mu\u00df \u00fcber ihn die Kleider einrei\u00dfen, jeder mu\u00df \u00fcber ihn die Schulter entbl\u00f6\u00dfen, und jeder mu\u00df seinetwegen das Trauermahl auf dem Stadtplatze einnehmen.<\/p>\n<p>In dem Falle, wenn es kein Gelehrter war.<\/p>\n<p>Wenn es aber ein rechtschaffener Mann ist, ist man ja verpflichtet!? Es wird n\u00e4mlich gelehrt: Weshalb sterben die S\u00f6hne und die T\u00f6chter des Menschen im Kindesalter? Damit man \u00fcber [den Tod] eines rechtschaffenen Mannes weine und trauere.<\/p>\n<p>Nimmt man etwa ein Pfand von ihm!?<\/p>\n<p>Vielmehr, weil er \u00fcber [den Tod] eines rechtschaffenen Mannes nicht geweint und getrauert hat. Wer aber \u00fcber [den Tod] eines rechtschaffenen Mannes weint und trauert, dem vergibt man all seine S\u00fcnden wegen der Ehrung, die er jenem erwiesen hat.<\/p>\n<p>In dem Falle, wenn es kein rechtschaffener Mann war.<\/p>\n<p>Wenn man aber bei der Agonie zugegen war, so ist man ja verpflichtet!? Es wird n\u00e4mlich gelehrt: R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar sagte: Wer bei der Agonie des Toten zugegen war, ist zum Einrei\u00dfen verpflichtet; dies ist ebenso, als s\u00e4he man eine Torarolle verbrennen.<\/p>\n<p>In dem Falle, wenn er bei der Agonie nicht zugegen war.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rlich ist dies hinsiehtlieh [des Einrei\u00dfens] \u00fcber einen Toten, aber hinsichtlich [des Zerrei\u00dfens] in seiner Wut besteht ja ein Widerspruch!?<\/p>\n<p>Auch hinsichtlich des Zerrei\u00dfens in seiner Wut besteht kein Widerspruch; das eine vertritt die Ansicht R. Jehudas, und das andere vertritt die Ansicht R. \u0160imo\u0351ns. Das eine vertritt die Ansicht R. Jehudas, da\u00df man n\u00e4mlich wegen einer nicht um ihrer selbst willen n\u00f6tigen Arbeit schuldig ist, das andere vertritt die Ansicht R. \u0160imo\u0351ns, da\u00df man n\u00e4mlich wegen einer nicht um ihrer selbst willen n\u00f6tigen Arbeit frei ist.<\/p>\n<p>Allerdings sagt dies R. Jehuda von der nutzbringenden Arbeit, sagt er dies etwa auch von der zerst\u00f6renden Arbeit!? R. Abin erwiderte: Auch hier ist es eine nutzbringende Arbeit, denn man beruhigt dadurch sein Gem\u00fct.<\/p>\n<p>Ist denn so etwas erlaubt, es wird ja gelehrt: R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar sagte im Namen des \u1e24ilpha b. Agra, der es im Namen des R. Jo\u1e25anan b. Nuri gesagt hat: Wenn jemand in seiner Wut Kleider zerrei\u00dft, Gef\u00e4\u00dfe zerschl\u00e4gt oder Geld wegstreut, so sei es in deinen Augen, als treibe er G\u00f6tzendienst; denn dies ist eben die Kunst des b\u00f6sen Triebes: heute sagt er zu ihm: tue dies, morgen sagt er zu ihm: tue jenes, bis er zu ihm sagt: gehe, treibe G\u00f6tzendienst, und dieser geht dann und tut dies. R. Abin sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers:<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a><em>es soll in dir kein anderer Gott sein, und einen fremden Gott darfst du nicht anbeten<\/em>; was ist das f\u00fcr ein fremder Gott, der im K\u00f6rper des Menschen wohnt? Sage, das ist der b\u00f6se Trieb!?<\/p>\n<p>In dem Falle, wenn man dies tut, um seinen Hausleuten Furcht einzujagen. So ri\u00df R. Jehuda die Fransen herunter; R. A\u1e25a b. Ja\u0351qob zerschlug zerbrochene Gef\u00e4\u00dfe; R. \u0160e\u0161eth go\u00df seiner Magd Fischtunke auf den Kopf; R. Abba zerschlug Topfdeckel.<\/p>\n<p>R. \u0160imo\u0351n b. Pazi sagte im Namen des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi im Namen Bar Qapparas: Wenn jemand \u00fcber [den Tod] eines rechtschaffenen Mannes Tr\u00e4nen vergie\u00dft, so z\u00e4hlt sie der Heilige, gepriesen sei er, und tut sie in seine Schatzkammer, denn es hei\u00dft: <a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a><em>meine Klagen hast du gez\u00e4hlt, meine Tr\u00e4nen hast du in deinen Schlauch getan, sie sind ja in deinem Buche [verzeichnet]<\/em>.<\/p>\n<p>R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Wer bei der Trauer \u00fcber einen Gelehrten l\u00e4ssig ist, verdient, da\u00df man ihn bei Lebzeiten begrabe. Es hei\u00dft n\u00e4mlich:<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a><em>und man begrub ihn im Bereiche seines Erbbesitzes, zu Timnath Sera\u1e25, auf dem Gebirge Ephrajim, n\u00f6rdlich vom Berge Gaa\u0351\u0161<\/em>. Dies lehrt, da\u00df der Berg, sie zu erschlagen<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>, bebte.<\/p>\n<p>R. \u1e24ija b. Abba sagte im Namen R. Jo\u1e25anans: Wer bei der Trauer \u00fcber einen Gelehrten l\u00e4ssig ist, dessen Tage w\u00e4hren nicht lange. Ma\u00df um Ma\u00df, denn es hei\u00dft:<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a><em>nach Ma\u00df richtest du sie, durch ihre Entlassung<\/em>. R. \u1e24ija b. Abba richtete an R. Jo\u1e25anan folgenden Einwand: [Es hei\u00dft ja:] <a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a><em>und das Volk diente dem Herrn, so lange Jeho\u0161ua\u0351 lebte und die \u00c4ltesten, welche lange Tage nach Jeho\u0161ua\u0351 lebten<\/em>!? Dieser erwiderte: Babylonier, ihre Tage waren lange, ihre Jahre aber nicht.<\/p>\n<p>Demnach sind auch im Verse: <a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a><em>damit euere Tage und die Tage euerer Kinder lange werden<\/em>, nur Tage gemeint, und nicht Jahre!?<\/p>\n<p>Anders ist es bei einem Segen.<\/p>\n<p>Ferner sagte R. \u1e24ija b. Abba im Namen R. Jo\u1e25anans: Stirbt einer von<\/p>\n<h2 id=\"blatt-106a\">Blatt 106a<\/h2>\n<p>den Br\u00fcdern, so m\u00fcssen alle Br\u00fcder besorgt sein, stirbt einer aus der Gesellschaft, so mu\u00df die ganze Gesellschaft besorgt sein. Manche sagen, wenn der gr\u00f6\u00dfte stirbt, und manche sagen, wenn der kleinste stirbt.<\/p>\n<p>O<small>DER WER SONST ETWAS VERDIRBT<\/small>, <small>IST FREI<\/small>. R. Abahu rezitierte vor R. Jo\u1e25anan: Wegen jeder verderbenden Arbeit ist man frei, ausgenommen Verletzung und Brandstiftung. Da sprach dieser zu ihm: Geh und lehre dies drau\u00dfen; dies ist von der Verletzung und der Brandstiftung nicht gelehrt worden, und wenn man annehmen wollte, dies sei gelehrt worden, so handelt es sich um eine Verletzung, wenn man [das Blut] f\u00fcr seinen Hund braucht, und um eine Brandstiftung, wenn man die Asche braucht.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt, wer sonst verdirbt, sei frei!?<\/p>\n<p>Unsere Mi\u0161na vertritt die Ansicht R. Jehudas, w\u00e4hrend die Barajtha die Ansicht R. \u0160imo\u0351ns<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a>vertritt.<\/p>\n<p>Was ist der Grund R. \u0160imo\u0351ns?<\/p>\n<p>Da ein Schriftvers dazu n\u00f6tig ist, die Beschneidung [am \u0160abbath] zu erlauben, so ist man wegen jeder anderen Verletzung schuldig; und da ferner der Allbarmherzige bei einer Priesterstochter die Verbrennung<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a>[am \u0160abbath] verboten hat, so ist man wegen jeder sonstigen Brandstiftung schuldig.<\/p>\n<p>Und R. Jehuda!?<\/p>\n<p>[Die Beschneidung] ist eine Verbesserung. Dies nach R. A\u0161i, denn R. A\u0161i sagte: Welchen Unterschied gibt es denn zwischen der Herrichtung durch die Beschneidung und der Herrichtung eines Ger\u00e4tes? Welchen Unterschied gibt es zwischen dem Kochen von Blei<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a>und dem Kochen von Spezereien?<\/p>\n<p>F<small>\u00dcR DAS<\/small> B<small>LEICHEN<\/small> &amp;<small>C<\/small>. R. Joseph zeigte [mit dem Finger]: gebogen<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>, R. \u1e24ija b. Ami zeigte: gerade.<\/p>\n<p><sup>v<\/sup><bold>R.<\/bold> J<small>EHUDA SAGT<\/small>, <small>WER EINEN<\/small> V<small>OGEL IN EINEN<\/small> S<small>CHLAG ODER EIN<\/small> R<small>EH IN EIN<\/small> H<small>AUS EINF\u00c4NGT<\/small>, <small>SEI SCHULDIG<\/small>; <small>DIE<\/small> W<small>EISEN SAGEN<\/small>, <small>EINEN<\/small> V<small>OGEL IN<\/small><\/p>\n<h2 id=\"blatt-106b\">Blatt 106b<\/h2>\n<p><small>EINEN<\/small> S<small>CHLAG<\/small>, <small>EIN<\/small> R<small>EH IN EIN<\/small> H<small>AUS<\/small>, <small>IN EINEN<\/small> H<small>OF ODER IN EIN<\/small> T<small>IERGEHEGE<\/small>. R. \u0160<small>IMO\u0351N B<\/small>. G<small>AMLI\u00c9L SAGTE<\/small>: N<small>ICHT ALLE<\/small> T<small>IERGEHEGE SIND GLEICH<\/small>. D<small>IE<\/small> R<small>EGEL IST<\/small>: W<small>ENN NOCH EIN ABERMALIGES<\/small> F<small>ANGEN N\u00d6TIG IST<\/small>, <small>IST MAN FREI<\/small>, <small>WENN EIN ABERMALIGES<\/small> F<small>ANGEN NICHT N\u00d6TIG IST<\/small>, <small>IST MAN SCHULDIG<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Dort haben wir gelernt: Man darf am Feste keine Fische aus dem Gehege fangen, auch darf man ihnen kein Futter reichen; wohl aber darf man Wild und Gefl\u00fcgel fangen und ihnen Futter reichen. Und dem widersprechend wird gelehrt: Man darf am Feste kein Wild, kein Gefl\u00fcgel und keine Fische aus dem Gehege fangen, auch darf man ihnen kein Futter reichen. Es besteht also ein Widerspruch bez\u00fcglich des Wildes und bez\u00fcglich des Gefl\u00fcgels!? Allerdings ist bez\u00fcglich des Wildes zu erkl\u00e4ren, dies sei kein Widerspruch, denn das eine ist nach R. Jehuda und das andere nach den Rabbanan, bez\u00fcglich des Gefl\u00fcgels aber besteht ja ein Widerspruch!? Wolltest du sagen, auch bez\u00fcglich des Gefl\u00fcgels bestehe kein Widerspruch, denn das eine gelte von einem Gehege mit Bedachung<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a>und das andere von einem Gehege ohne Bedachung, so hat ja auch ein Haus eine Bedachung, dennoch gilt dies sowohl nach R. Jehuda als auch nach den Rabbanan nur vom Einfangen eines Vogels in einen Schlag, nicht aber in ein Haus!? Rabba b. R. Hona erwiderte: [Die Mi\u0161na] handelt von Waldv\u00f6geln, die sich nicht z\u00e4hmen lassen. R. Ji\u0161ma\u0351\u00e9l lehrte: Er wird deshalb Waldvogel genannt, weil er sowohl im Hause als auch im Freien wohnt<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Da du nun darauf<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>gekommen bist, so ist auch der Widerspruch bez\u00fcglich des Wildes zu erkl\u00e4ren, denn das eine gilt von einem gro\u00dfen Gehege, und das andere von einem kleinen Gehege.<\/p>\n<p>Welches hei\u00dft ein gro\u00dfes Gehege, und welches hei\u00dft ein kleines Gehege? R. A\u0161i erwiderte: Wenn man [dem Tiere] nachl\u00e4uft und es mit einem Satze erhascht, ist es ein kleines Gehege, sonst aber ist es ein gro\u00dfes Gehege. Oder aber, wenn der Schatten der einen Wand auf die andere f\u00e4llt, ist es ein kleines Gehege, sonst ist es ein gro\u00dfes Gehege. Oder aber, wenn es keine Winkel [zum Entwischen] hat, ist es ein kleines Gehege, sonst ist es ein gro\u00dfes Gehege.<\/p>\n<p>R. \u0160<small>IMO\u0351N B<\/small>. G<small>AMLIEL SAGTE<\/small> &amp;<small>C<\/small>. R. Joseph sagte im Namen R. Jehudas im Namen \u0160emu\u00e9ls: Die Halakha ist wie R. \u0160imo\u0351n b. Gamli\u00e9l. Abajje sprach zu ihm: So ist die Halakha, streitet denn jemand dagegen? Jener entgegnete: Was kommt es darauf<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a>an? Dieser erwiderte: Eine Lehre vortragen nur als Singsang?<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Wer ein blindes oder schlafendes Reh f\u00e4ngt, ist schuldig; wer ein lahmes, altes oder krankes [f\u00e4ngt], ist frei. Abajje sprach zu R. Joseph: Womit sind diese anders als jene?<\/p>\n<p>Jenen mu\u00df man auflauern<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>, diesen braucht man nicht aufzulauern.<\/p>\n<p>Es wird ja aber gelehrt, da\u00df man wegen eines kranken schuldig sei!? R. \u0160e\u0161eth er widerte: Das ist kein Widerspruch; dies, wenn es fieberkrank ist, jenes, wenn es aus Schw\u00e4che krank ist.<\/p>\n<p>Die Rahbanan lehrten: Wer am \u0160abbath Heuschrecken, wilde Bienen, oder M\u00fccken f\u00e4ngt, ist schuldig<\/p>\n<p>so R. Me\u00edr. Die Weisen sagen, wegen einer Art, die man sonst f\u00e4ngt, sei man schuldig, wegen einer Art, die man sonst nicht f\u00e4ngt, sei man frei. Ein Anderes lehrt: Wer bei Tauwetter Heuschrecken f\u00e4ngt, ist frei, wenn bei Sonnenwetter, so ist er schuldig. R. Elea\u0351zar b. Mehabaj sagte: Wenn sie in Schw\u00e4rmen herankommen, so ist man frei. Sie fragten: Bezieht sich R. Elea\u0351zar b. Mehabaj auf den Anfangssatz, oder bezieht er sich auf den Schlu\u00dfsatz?<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Wer bei Tauwetter Heuschrecken f\u00e4ngt, ist frei, wenn bei Sonnenwetter, so ist er schuldig; R. Elea\u0351zar b. Mehabaj sagt, wenn sie in Schw\u00e4rmen kommen, sei man auch bei Sonnenwetter frei.<\/p>\n<p><sup>vi<\/sup><bold>W<\/bold><small>ENN EIN<\/small> R<small>EH IN EIN<\/small> H<small>AUS GERATEN IST UND MAN DIE<\/small> T<small>\u00dcR ABSCHLIESST<\/small>, <small>SO IST MAN SCHULDIG<\/small>; <small>SCHLIESSEN ZWEI DIE<\/small> T<small>\u00dcR AB<\/small>, <small>SO SIND SIE FREI<\/small>; <small>WENN EINER SIE NICHT ABSCHLIESSEN KANN<\/small>, <small>UND ZWEI SIE ABSGHLIESSEN<\/small>, <small>SO SIND SIE SCHULDIG UND NACH<\/small> R. \u0160<small>IMO\u0351N FREI<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. R. Jirmeja b. Abba sagte im Namen \u0160emu\u00e9ls: Wer einen L\u00f6wen am \u0160abbath f\u00e4ngt, sei nicht eher schuldig, als bis er ihn in den Zwinger sperrt.<\/p>\n<p><sup>vii<\/sup><bold>W<\/bold><small>ENN EINER SICH IN DIE<\/small> T<small>\u00dcR\u00d6FFNUNG SETZT<\/small><a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a><small>UND SIE NICHT AUSF\u00dcLLT<\/small>, <small>UND EIN ZWEITER SICH HINZUSETZT UND SIE AUSF\u00dcLLT<\/small>, <small>SO IST DER ZWEITE SCHULDIG<\/small>. W<small>ENN EINER SICH IN DIE<\/small> T<small>\u00dcR\u00d6FFNUNG SETZT UND SIE AUSF\u00dcLLT<\/small>, <small>UND EIN ZWEITER SICH DANEBEN SETZT<\/small>, <small>SO IST DER ERSTE SCHULDIG UND DER ZWEITE FREI<\/small>, <small>SELBST WENN DER ERSTE AUFSTEHT UND FORTGEHT<\/small>. D<small>IES IST EBENSO<\/small>, <small>ALS WENN JEMAND SEIN<\/small> H<small>AUS ZUR<\/small> S<small>ICHERUNG ABSCHLIESSEN UND DADURCH EIN DARIN BEFINDLICHES<\/small> R<small>EH BEWACHT WERDEN W\u00dcRDE<\/small>.<\/p>\n<h2 id=\"blatt-107a\">Blatt 107a<\/h2>\n<p>GEMARA. R. Abba sagte im Namen des R. \u1e24ija b. A\u0161i im Namen Rabhs: Ist einem ein Vogel unter den Schlagfittich geraten, so darf er sich hinsetzen und ihn so bewachen, bis es finster wird. R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq wandte ein: Wenn einer sich in die T\u00fcr\u00f6ffnung setzt und sie ausf\u00fcllt, und ein zweiter sich daneben setzt, so ist der erste schuldig und der zweite frei, selbst wenn der erste aufsteht und fortgeht. Doch wohl frei, [von vornherein] aber verboten!?<\/p>\n<p>Nein, frei und [von vornherein] erlaubt.<\/p>\n<p>Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlu\u00dfsatze hei\u00dft es: Dies ist ebenso, als wenn jemand sein Haus zur Sicherung abschlie\u00dfen und dadurch ein darin befindliches Reh bewacht werden w\u00fcrde. Doch wohl frei und [von vornherein] erlaubt. Schlie\u00dfe dies hieraus. Manche lesen: R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq sagte: Auch wir haben demgem\u00e4\u00df gelernt: so ist der erste schuldig und der zweite frei, selbst wenn der erste aufsteht und fortgeht. Doch wohl frei und [von vornherein] erlaubt.<\/p>\n<p>Nein, frei und [von vornherein] verboten.<\/p>\n<p>Wenn es aber im Schlu\u00dfsatze hei\u00dft: denn dies ist ebenso, als wenn jemand sein Haus zur Sicherung abschlie\u00dfen und dadurch ein darin befindliches Reh bewacht werden w\u00fcrde, so ist ja zu entnehmen, da\u00df dies frei und [von vornherein] erlaubt ist!? Schlie\u00dfe hieraus.<\/p>\n<p>\u0160emu\u00e9l sagte: Wegen aller straffreien Arbeiten des \u0160abbaths ist man zwar frei, jedoch sind sie [von vornherein] verboten, ausgenommen folgende drei, die straffrei und [von vornherein] erlaubt sind. Erstens dies.<\/p>\n<p>Woher, da\u00df dies straffrei und [von vornherein] erlaubt ist?<\/p>\n<p>Weil er im Schlu\u00dfsatze lehrt: dies ist ebenso, als wenn jemand sein Haus zur Sicherung abschlie\u00dfen und dadurch ein darin befindliches Reh bewacht werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dann folgendes: Wenn jemand am \u0160abbath eine Pustel \u00f6ffnet, so ist er, wenn um eine [stehenbleibende] \u00d6ffnung zu machen, schuldig, und wenn um Eiter ausflie\u00dfen zu lassen, frei.<\/p>\n<p>Woher, da\u00df straffrei und [von vornherein] erlaubt?<\/p>\n<p>Wir haben gelernt: eine N\u00e4hnadel, um einen Splitter herauszunehmen.<\/p>\n<p>Dann folgendes: Wenn jemand am \u0160abbath eine Schlange f\u00e4ngt, so ist er, wenn damit sie ihn nicht bei\u00dfe, frei, und wenn zu Heilzwecken, schuldig.<\/p>\n<p>Woher, da\u00df straffrei und [von vornherein] erlaubt?<\/p>\n<p>Wir haben gelernt: Man darf einen Teller \u00fcber ein Licht st\u00fclpen, damit es nicht den Balken erfasse, \u00fcber den Kot eines Kindes, und \u00fcber einen Skorpion, damit er nicht bei\u00dfe.<\/p>\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn das Gewand Falten wirft; sie m\u00fcssen aufgetrennt u. richtig gen\u00e4ht werden.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>\u00dcber den man das Gewand einzurei\u00dfen verpflichtet ist: dies gilt daher als \u00bbverbessernde\u00ab Arbeit.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>Entferntere Verwandte.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Tehillim 81,10.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. 56,9.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Jehoschua 24,30.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\" role=\"doc-endnote\"><p>Weil sie Jeho\u0161ua\u0351 nicht geb\u00fchrend betrauert haben. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e2\u05e9<\/span> <em>beben, st\u00fcrmen<\/em>.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\" role=\"doc-endnote\"><p>Jeschajahu 27,8.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\" role=\"doc-endnote\"><p>Schoftim 2,7.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\" role=\"doc-endnote\"><p>Dewarim 11,21.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\" role=\"doc-endnote\"><p>Ob. Blatt 105b.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\" role=\"doc-endnote\"><p>Wegen Ehebruches; cf.\u00a0Wajikra 21,9.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. Docht, Strahl. Die Hinrichtung durch Verbrennen geschah durch Hineingie\u00dfen von kochendem Blei in den Mund des Delinquenten.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\" role=\"doc-endnote\"><p>So besser nach R. \u1e24anan\u00e9l (die kursierenden Ausgaben haben: doppelt, bezw. einfach). Der Si\u1e6d hat die Entfernung vom Zeigefinger bis zum Mittelfinger, die bei gebogenen Fingern kleiner ist.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\" role=\"doc-endnote\"><p>In dem das Tier als bereits gefangen gilt.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\" role=\"doc-endnote\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d5\u05e8<\/span> <em>wohnen<\/em>.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df beide Lehren die Ansicht der Rabbanan vertreten.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df niemand dagegen streitet; die Halakha ist dann erst recht nach ihm zu entscheiden.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\" role=\"doc-endnote\"><p>So nach R. \u1e24anan\u00e9l: nach Raschi: jene entwischen &amp;c.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\" role=\"doc-endnote\"><p>Um ein im Hause befindliches Tier zu fangen.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Schabbat in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt: Zur \u00dcbersicht des Traktats Schabbat | Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung Bl\u00e4tter \/ Dapim 105a 105b 106a 106b 107a Blatt 105a iR. ELIE\u0351ZER SAGT, WER BEGINNEND DREI F\u00c4DEN WEBT, ODER ZU EINEM GEWEBE EINEN FADEN EINSCHL\u00c4GT, SEI SCHULDIG; DIE WEISEN SAGEN, SOWOHL BEIM BEGINNEN ALS AUCH BEI DER FORTSETZUNG GELTE DIE NORM VON ZWEI F\u00c4DEN. iiWER ZWEI LITZEN MACHT AM KETTENBAUME ODER AM RIETBLATTE, AN EINEM FEINEN SIEBE ODER AN EINEM GROBEN SIEBE, IST SCHULDIG; EBENSO, WER ZWEI STICHE N\u00c4HT, ODER, UM ZWEI STICHE ZU N\u00c4HEN, REISST. GEMARA. Als R. Ji\u00e7\u1e25aq kam, lehrte er: zwei. Wir haben ja aber gelernt: drei!? Das ist kein Einwand; das eine gilt von starken F\u00e4den, das andere von d\u00fcnnen. Manche erkl\u00e4ren es nach der einen Seite, und manche erkl\u00e4ren es nach der anderen Seite. Manche erkl\u00e4ren es nach der einen Seite: bei starken F\u00e4den fallen drei nicht auseinander, wohl aber zwei; bei d\u00fcnnen F\u00e4den aber fallen auch zwei nicht auseinander. Manche erkl\u00e4ren es nach der anderen Seite: bei d\u00fcnnen &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7066,"parent":5020,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7145","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7145"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7146,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7145\/revisions\/7146"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5020"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}