{"id":7198,"date":"2021-03-03T18:15:42","date_gmt":"2021-03-03T16:15:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=7198"},"modified":"2021-03-03T18:23:50","modified_gmt":"2021-03-03T16:23:50","slug":"schabbat-kapitel-24","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/schabbat\/schabbat-kapitel-24\/","title":{"rendered":"Schabbat Kapitel 24"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Schabbat in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/schabbat\/\" data-type=\"page\">Zur \u00dcbersicht des Traktats Schabba<\/a><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/berachot\/\">t<\/a><\/strong> | <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/talmud-uebersetzung\/\"><strong>Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bl\u00e4tter \/ Dapim<\/h2>\n\n\n\n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-153a\">153a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-153b\">153b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-154a\">154a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-154b\">154b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-155a\">155a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-155b\">155b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-156a\">156a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-156b\">156b<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-157a\">157a<\/a> \n<a class=\"dafLink\" href=\"#blatt-157b\">157b<\/a>\n\n\n\n<h2 id=\"blatt-153a\">Blatt 153a<\/h2>\n<p><bold>W<\/bold>ER <small>UNTERWEGS VON DER<\/small> D<small>UNKELHEIT \u00dcBERRASCHT WIRD, GEBE SEINEN<\/small> G<small>ELDBEUTEL EINEM<\/small> N<small>ICHTJUDEN; IST KEIN<\/small> N<small>ICHTJUDE MIT IHM, SO LEGE ER IHN AUF DEN<\/small> E<small>SEL<\/small>. S<small>OBALD ER DEN \u00c4USSERSTEN<\/small> H<small>OF<\/small> [<small>DER<\/small> S<small>TADT<\/small>] <small>ERREICHT, NEHME ER DIE<\/small> G<small>ER\u00c4TE AB, DIE AM<\/small> \u0160<small>ABBATH FORTBEWEGT WERDEN D\u00dcRFEN, UND VON DENEN, DIE NICHT FORTBEWEGT WERDEN D\u00dcRFEN, L\u00d6SE ER DIE<\/small> S<small>TRICKE, SODASS DIE<\/small> S<small>\u00c4CKE VON SELBST HERUNTERFALLEN<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Weshalb erlaubten die Rabbanan, seinen Geldbeutel einem Nichtjuden zu geben?<\/p>\n<p>Weil es den Rabbanan gewi\u00df war, da\u00df ein Mensch bei Geldangelegenheiten der Versuchung nicht widersteht, und wenn sie dies nicht erlaubt h\u00e4tten, k\u00f6nnte man verleitet werden, vier Ellen auf \u00f6ffentlichem Gebiete zu tragen. Raba sagte: Dies gilt nur von seinem eigenen Geldbeutel, nicht aber von einem Funde.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich, es hei\u00dft ja: seinen Geldbeutel!?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte glauben, dies gelte auch von einem Funde, und er lehre es nur deshalb von seinem Geldbeutel, weil dies das Gew\u00f6hnliche ist, so lehrt er uns.<\/p>\n<p>Dies nur, wenn der Fund noch nicht in seinen Besitz gekommen ist, ist er aber bereits in seinen Besitz gekommen, so gleicht er seinem Geldbeutel. Manche lesen: Raba fragte: Wie verh\u00e4lt es sich mit einem Funde, der bereits in seinen Besitz gekommen ist: gleicht er, da er sich ja in seinem Besitze befindet, seinem Geldbeutel, oder gleicht er, da er ihm keine M\u00fche gekostet hat, nicht seinem Geldbeutel?<\/p>\n<p>Dies bleibt unentschieden.<\/p>\n<p>I<small>ST KEIN<\/small> N<small>ICHTJUDE MIT IHM<\/small>. Nur dann, wenn kein Nichtjude mit ihm ist, wenn aber ein Nichtjude mit ihm ist, gebe er ihn diesem. Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Das Feiern des Esels ist dir geboten, das Feiern des Nichtjuden ist dir nicht geboten. Ist ein Esel und ein Tauber, Bl\u00f6der oder Minderj\u00e4hriger anwesend, so lege er [den Geldbeutel] auf den Esel und gebe ihn dem Tauben, Bl\u00f6den oder Minderj\u00e4hrigen nicht.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Diese sind Menschen, jener aber nicht. Wenn ein Tauber und ein Bl\u00f6der, so gebe er ihn dem Bl\u00f6den; wenn ein Bl\u00f6der und ein Minderj\u00e4hriger, [so gebe er ihn] dem Bl\u00f6den. Sie fragten: Wie ist es, wenn ein Tauber und ein Minderj\u00e4hriger? Nach R. Elie\u0351zer ist dies nicht fraglich, denn es wird gelehrt, R. Ji\u00e7\u1e25aq sagte im Namen R. Elie\u0351zers, die von einem Tauben abgehobene Hebe sei nicht profan, weil dar\u00fcber ein Zweifel<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a> obwaltet;<\/p>\n<h2 id=\"blatt-153b\">Blatt 153b<\/h2>\n<p>fraglich ist es nur nach den Rabbanan. Wir haben n\u00e4mlich gelernt: F\u00fcnf d\u00fcrfen die Hebe nicht abheben, und haben sie bereits abgehoben, so ist ihre Hebe ung\u00fcltig; und zwar: der Taube, der Bl\u00f6de, der Minderj\u00e4hrige, wer Fremdes abhebt, und wenn ein Nichtjude die Hebe [vom Getreide] eines Jisra\u00e9liten abhebt, selbst mit seiner Bevollm\u00e4chtigung, so ist seine Abhebung ung\u00fcltig. Wie ist es nun: gebe er ihn dem Tauben, da der Minderj\u00e4hrige einst zu Verstand heranw\u00e4chst, oder gebe er ihn dem Minderj\u00e4hrigen, weil man den Tauben mit einem normalen Erwachsenen verwechseln k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Manche sagen, er gebe ihn dem Tauben, und manche sagen, er gebe ihn dem Minderj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p>Wie ist es, wenn da kein Nichtjude, kein Esel, kein Tauber, kein Bl\u00f6der und kein Minderj\u00e4hriger anwesend ist? R. Ji\u00e7\u1e25aq erwiderte: Es gibt noch ein anderes [Mittel], das aber die Weisen nicht verraten wollten.<\/p>\n<p>Was ist dies f\u00fcr ein anderes [Mittel]?<\/p>\n<p>Man trage ihn in Abst\u00e4nden von weniger als vier Ellen.<\/p>\n<p>Weshalb wollten es die Weisen nicht verraten?<\/p>\n<p>Weil [es hei\u00dft:] <a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a><em>es ist Gottes Ruhm, eine Sache zu verbergen, der K\u00f6nige Ruhm, eine Sache zu erforschen<\/em>.<\/p>\n<p>Wieso ist hierbei der Ruhm Gottes zu ber\u00fccksichtigen?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte veranla\u00dft werden, vier Ellen auf \u00f6ffentlichem Gebiete zu tragen. Es wird gelehrt: R. Elie\u0351zer sagt, an diesem Tage<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>haben sie das Ma\u00df zu stark geh\u00e4uft; R. Jeho\u0161ua\u0351 sagt, an diesem Tage haben sie das Ma\u00df zu stark gestrichen<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>. Es wird gelehrt: Nach R. Elie\u0351zer ist es mit dem Falle zu vergleichen, als wenn man in einen Korb voll Gurken und K\u00fcrbisse Senfk\u00f6rner tut, wodurch sie noch fester zusammenhalten. Nach R. Jeho\u0161ua\u0351 ist es mit dem Falle zu vergleichen, als wenn man in einen Trog voll Honig Granat\u00e4pfel und N\u00fcsse tut, wodurch er \u00fcberl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Der Meister sagte: Ist kein Nichtjude mit ihm, so lege er ihn auf den Esel. Man treibt ja den Esel an, und der Allbarmherzige sagt ja: <a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a><em>Du sollst keinerlei Arbeit verrichten<\/em>!? R. Ada b. Ahaba erwiderte: Man lege ihn auf [den Esel], w\u00e4hrend er im Gehen<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>ist.<\/p>\n<p>Da es aber nicht m\u00f6glich ist, da\u00df [der Esel] nicht zum Wasserlassen und zum Misten stehen bleibt, so erfolgt ja eine Fortnahme und ein Niederlegen!?<\/p>\n<p>Es wird gelehrt, man lege ihn im Gehen auf, und wenn er stehen bleibt, nehme man ihn ab.<\/p>\n<p>Auf diese Weise ist es ja auch auf seinen N\u00e4chsten zu legen erlaubt<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>!? R. Papa erwiderte: [Die Arbeit,] wegen der man, wenn man sie selbst verrichtet, ein S\u00fcndopfer schuldig ist, ist, wenn mittelst eines anderen, straffrei und verboten, und die Arbeit, die, wenn mittelst eines anderen straffrei und verboten ist, ist mittelst seines Esels von vornherein erlaubt.<\/p>\n<p>R. Ada b. Ahaba sagte: Hat jemand sein B\u00fcndel auf der Schulter liegen, so darf er damit laufen, bis er nach Hause kommt.<\/p>\n<p>Nur laufen, aber nicht gem\u00e4chlich gehen; weshalb nicht gem\u00e4chlich gehen?<\/p>\n<p>[Wenn der Gang] sich nicht unterscheidet, k\u00f6nnte er veranla\u00dft werden, eine Fortnahme und ein Niederlegen zu machen<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Aber schlie\u00dflich ist es ja, wenn er nach Hause kommt, nicht anders m\u00f6glich, als ein wenig stehen zu bleiben, somit bringt er es ja aus \u00f6ffentlichem in Privatgebiet!?<\/p>\n<p>Er werfe es wie unbeabsichtigt hinein.<\/p>\n<p>Rami b. \u1e24ama sagte: Wer am \u0160abbath seinen [beladenen] Esel antreibt, macht sich, wenn versehentlich, eines S\u00fcndopfers, und wenn vors\u00e4tzlich, der Steinigung schuldig.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde? Raba erwiderte: Die Schrift sagt: <em>Du sollst keinerlei Arbeit verrichten, weder du noch dein Vieh<\/em>; das Vieh gleiche ihm selbst; wie man sich, wenn man sie selbst verrichtet, wenn versehentlich eines S\u00fcndopfers, und wenn vors\u00e4tzlich der Steinigung schuldig macht, ebenso macht man sich, wenn durch sein Vieh, wenn versehentlich, eines S\u00fcndopfers, und wenn vors\u00e4tzlich, der Steinigung schuldig. Raba sprach: Dagegen ist zweierlei einzuwenden. Erstens hei\u00dft es:<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a><em>ein und dieselbe Bestimmung gelte euch, f\u00fcr den, der versehentlich handelt; wer aber vors\u00e4tzlich handelt<\/em>; die [Vergehen der] ganzen Tora werden mit dem G\u00f6tzendienste verglichen; wie beim G\u00f6tzendienste, wenn man die Handlung selber begangen hat, ebenso auch hierbei, wenn man die Handlung selber begangen hat. Ferner haben wir gelernt: Wer den \u0160abbath durch eine Arbeit entweiht, wegen der man sich bei Versehen eines S\u00fcndopfers und bei Vorsatz der Steinigung schuldig macht. Demnach gibt es solche, wegen welcher man sich bei Versehen nicht eines S\u00fcndopfers und bei Vorsatz nicht der Steinigung schuldig macht. Das ist wahrscheinlich das Antreiben eines Esels!?<\/p>\n<p>Nein, das ist [die \u00dcbertretung] der Gebietsgesetze nach R. A\u0351qiba<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a>, und das Feueranz\u00fcnden nach R. Jose<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>R. Zebid lehrte es folgenderma\u00dfen: Rami b. \u1e24ama sagte: Wer am \u0160abbath<\/p>\n<h2 id=\"blatt-154a\">Blatt 154a<\/h2>\n<p>seinen [beladenen] Esel antreibt, macht sich, wenn versehentlich, keines S\u00fcndopfers schuldig, und wenn vors\u00e4tzlich, der Steinigung schuldig. Raba wandte ein: Wer den \u0160abbath entweiht durch eine Arbeit, wegen der man sich bei Versehen eines S\u00fcndopfers schuldig macht, macht sich bei Vorsatz der Steinigung schuldig. Demnach macht man sich, wenn man sich bei Versehen keines S\u00fcndopfers schuldig macht, bei Vorsatz nicht der Steinigung schuldig!?<\/p>\n<p>Lehrt er etwa: wenn man sich nicht schuldig macht &amp;c.!? Er meint es wie folgt: wegen der man sich bei Versehen eines S\u00fcndopfers schuldig macht, macht man sich bei Vorsatz der Steinigung schuldig; doch gibt es eine Arbeit, wegen der man sich bei Versehen keines S\u00fcndopfers schuldig macht, bei Vorsatz aber sich der Steinigung schuldig macht, das ist n\u00e4mlich das Antreiben eines [beladenen] Esels.<\/p>\n<p>Raba, der Bruder des R. Mari b. Ra\u1e25el, wie manche lesen, der Vater<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a>des R. Mari b. Ra\u1e25el (Gegen die zmeite Lesart ift einzumenden: Wozu brauchte Rabb den R. Mari b. Ra\u1e25el als unbemafelt zu erkl\u00e4ren, um ibn zum Gphoren von Babylonien einf\u00fchren<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a> zu k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Bielleicht gab es zmei Berfonen namens Mari b. Ra\u1e25el) lehrte diese Lehre im Namen R. Jo\u1e25anans, da\u00df man frei sei: R. Jo\u1e25anan sagte: Wer am \u0160abbath seinen [beladenen] Esel antreibt, ist g\u00e4nzlich frei. Versehentlich macht er sich keines S\u00fcndopfers schuldig, denn [die Vergehen] der ganzen Tora gleichen dem G\u00f6tzendienste; vors\u00e4tzlich macht er sich ebenfalls nicht schuldig, denn wir haben gelernt: Wer den \u0160abbath durch eine Arbeit entweiht, wegen der man sich bei Versehen eines S\u00fcndopfers und bei Vorsatz der Steinigung schuldig macht. Demnach macht man sich, wenn man bei Versehen sich keines S\u00fcndopfers schuldig macht, bei Vorsatz nicht der Steinigung schuldig. Wegen \u00dcbertretung eines Verbotes<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>ist er ebenfalls nicht schuldig, weil dies ein Verbot ist, worauf die Verwarnung auf eine Todesstrafe durch das Gericht gesetzt ist, und wegen eines Verbotes,<\/p>\n<h2 id=\"blatt-154b\">Blatt 154b<\/h2>\n<p>worauf die Verwarnung auf eine Todesstrafe durch das Gericht gesetzt ist, erh\u00e4lt man keine Gei\u00dfelhiebe. Und selbst nach demjenigen, welcher sagt, man erhalte dieserhalb Gei\u00dfelhiebe, [ist es hierbei anders,] denn der Allbarmherzige sollte geschrieben haben: <em>du sollst keinerlei Arbeit verrichten, auch nicht dein Vieh<\/em>, wenn es aber noch <em>weder du<\/em> hei\u00dft, [so besagt dies,] man sei schuldig, nur wenn man die Arbeit selber verrichtet, nicht aber, wenn durch sein Vieh.<\/p>\n<p>E<small>RREICHT ER DEN \u00c4USSERSTEN<\/small> H<small>OF<\/small>. R. Hona sagte: Ist das Vieh mit Glasgef\u00e4\u00dfen beladen, so hole man Kissen und Polster herbei und lege sie unter, sodann l\u00f6se man die Stricke, soda\u00df die S\u00e4cke von selber herunterfallen.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt, da\u00df man Ger\u00e4te, die am \u0160abbath fortbewegt werden d\u00fcrfen, abnehmen d\u00fcrfe!?<\/p>\n<p>R. Hona sagte dies von Schr\u00f6pfk\u00f6pf en, die [am \u0160abbath] nicht verwendbar sind.<\/p>\n<p>Man entzieht ja eine Sache ihrer Benutzbarkeit<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Bei kleinen S\u00e4cken<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>. Man wandte ein: Ist sein Vieh mit Unverzehntetem<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>oder mit Glaswaren beladen, so l\u00f6se man die Stricke, soda\u00df die S\u00e4cke von selber herunterfallen, wenn sie auch zerbrechen<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a>!?<\/p>\n<p>Dies gilt von Glastafeln<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt davon und vom Unverzehnteten gleichlautend; wie das Unverzehntete f\u00fcr ihn nicht verwendbar ist, so auch diese, wenn sie nicht verwendbar sind.<\/p>\n<p>Wieso hei\u00dft es demnach: wenn sie auch zerbrechen!?<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte glauben, sie h\u00e4tten auch f\u00fcr einen unerheblichen Schaden Sorge getragen, so lehrt er uns.<\/p>\n<p>Es wird gelehrt: R. \u0160imo\u0351n b. Jo\u1e25aj sagte: Ist sein Vieh mit einem Sack Getreide beladen, so stecke er seinen Kopf unter diesen und schiebe ihn nach der anderen Seite, so da\u00df er von selber herunterf\u00e4llt. Ein Esel des R. Gamli\u00e9l war einst mit Honig beladen, und er wollte ihn nicht vor Ausgang des \u0160abbaths abladen; am Ausgang des \u0160abbaths aber verendete er.<\/p>\n<p>Wir haben ja aber gelernt, man d\u00fcrfe Ger\u00e4te, die man fortbewegen darf, abnehmen!?<\/p>\n<p>[Der Honig] war verdorben.<\/p>\n<p>Wozu ist er, wenn er verdorben ist, verwendbar!?<\/p>\n<p>Als Wundpflaster f\u00fcr Kamele.<\/p>\n<p>Er k\u00f6nnte ja die Stricke l\u00f6sen und das Gep\u00e4ck herunterfallen lassen!?<\/p>\n<p>Die Schl\u00e4uche k\u00f6nnten dann platzen.<\/p>\n<p>Er k\u00f6nnte ja Kissen und Polster holen und unterlegen!?<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnten schmutzig werden, und man w\u00fcrde eine Sache ihrer Benutzbarkeit entzogen haben.<\/p>\n<p>Es war ja eine Tierqu\u00e4lerei!?<\/p>\n<p>Er war der Ansicht, die Tierqu\u00e4lerei sei nur rabbanitisch verboten.<\/p>\n<p>Abajje traf Rabba [am \u0160abbath] seinen Sohn auf einen Esel<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a>schieben; da sprach er zu ihm: Der Meister bedient sich eines lebendigen Tieres!? Dieser erwiderte: Nur seitlich, und seitlich haben es die Rabbanan nicht verboten.<\/p>\n<p>Woher entnimmst du dies?<\/p>\n<p>Wir haben gelernt, man l\u00f6se die Stricke, soda\u00df die S\u00e4cke von selbst herunterfallen. Doch wohl, wenn die S\u00e4cke aneinander gebunden sind und seitlich<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a>herabh\u00e4ngen. Die Rabbanan haben es somit seitlich nicht verboten.<\/p>\n<p>Nein, wenn die S\u00e4cke nur zusammengeschnallt<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a>sind, soda\u00df sie nicht nach der Seite [geschoben] werden. Oder auch wenn sie nur mit einem Knebel [befestigt sind]. Er wandte gegen ihn ein: Wenn zwei<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a>durch einen Menschen errichtet sind und eine durch einen Baum entsteht, so ist sie tauglich, jedoch darf man sie am Feste nicht betreten. Doch wohl, wenn man L\u00f6cher in den Baum gemacht und die Wand seitlich befestigt hat, wonach es seitlich verboten ist!?<\/p>\n<p>Nein, wenn man den Baum niedergebogen und die Bedachung<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a> oben gelegt hat, soda\u00df man sich des Baumes selbst bedient.<\/p>\n<p>Wie ist demnach der Schlu\u00dfsatz zu erkl\u00e4ren: Wenn drei durch einen Menschen errichtet sind und eine durch einen Baum entsteht, so ist sie tauglich, und man darf sie am Feste betreten. Wieso darf man sie, wenn man den Baum selbst niedergebogen hat, am Feste betreten!?<\/p>\n<p>Wieso darf man sie, wenn du sagst, seitlich sei es verboten, \u00fcberhaupt betreten!? Dies gilt vielmehr von einem zweigreichen Baume, soda\u00df der Baum selbst eine Wand bildet.<\/p>\n<p>Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: Die Regel ist: Wenn [die Festh\u00fctte] stehen bleibt, auch wenn man den Baum entfernt, darf man sie am Feste betreten. Schlie\u00dfe hieraus.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re anzunehmen, da\u00df hier\u00fcber Tanna\u00edm streiten: Man darf sie am Feste nicht betreten, R. \u0160imo\u0351n b. Elea\u0351zar sagt im Namen R. Me\u00edrs, man d\u00fcrfe sie am Feste betreten. Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: einer ist der Ansicht, es sei seitlich verboten, und einer ist der Ansicht, es sei seitlich erlaubt. Abajje sprach: Nein, alle sind der Ansicht, es sei seitlich verboten, und hier streiten sie \u00fcber das Seitliche vom Seitlichen<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a>. Einer ist der Ansicht, es sei seitlich vom Seitlichen verboten, und einer ist der Ansicht, es sei seitlich vom Seitlichen erlaubt. Raba sagte: Wer seitlich verbietet, verbietet auch seitlich vom Seitlichen, und wer seitlich vom Seitlichen erlaubt, erlaubt auch seitlich. R. Me\u0161ar\u0161ija wandte<\/p>\n<h2 id=\"blatt-155a\">Blatt 155a<\/h2>\n<p>gegen Raba ein: Wenn man einen Pflock in einen Baum steckt und daran oberhalb zehn Handbreiten einen Korb<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>h\u00e4ngt, so ist sein E\u0351rub nicht g\u00fcltig; wenn innerhalb zehn Handbreiten, so ist sein E\u0351rub g\u00fcltig. Nur wenn man einen Pflock in den Baum steckt, wenn aber nicht<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a>, so ist der E\u0351rub auch innerhalb zehn Handbreiten nicht g\u00fcltig. Dieser Tanna verbietet es also seitlich und erlaubt seitlich vom Seitlichen!? R. Papa erwiderte: Dies gilt von einem eng an den Baum gepre\u00dften Korb, soda\u00df man beim Herausnehmen des E\u0351rubs den Baum sch\u00fcttelt, und sich somit des Baumes selbst bedient. Die Halakha ist: Seitlich ist es verboten, seitlich vom Seitlichen erlaubt. R. A\u0161i sprach: Da du nun sagst, seitlich sei es verboten, so darf man eine Wachtleiter nicht direkt an den Baum st\u00fctzen, weil man sich dabei der Seite des Baumes bedient, vielmehr st\u00fctze man sie an einen am Baume befestigten Pflock, und beim Aufsteigen setze man den Fu\u00df nicht auf den Pflock, sondern auf die Leitersprossen.<\/p>\n<p><sup>ii<\/sup> <bold>M<\/bold><small>AN DARF F\u00dcR DAS<\/small> V<small>IEH<\/small> S<small>TROHB\u00dcNDEL L\u00d6SEN, AUCH<\/small> G<small>EBUNDE AUFLOKKERN, JEDOCH KEINE<\/small> R<small>EISER<\/small>. M<small>AN DARF NICHT<\/small> F<small>UTTERGRAS ODER<\/small> J<small>OHANNISBROT F\u00dcR DAS<\/small> V<small>IEH ZERKR\u00dcMELN, OB<\/small> K<small>LEINVIEH ODER<\/small> G<small>ROSSVIEH<\/small>; R. J<small>EHUDA ERLAUBT ES BEIM<\/small> J<small>OHANNISBROTE F\u00dcR DAS<\/small> K<small>LEINVIEH<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. R. Hona sagte: B\u00fcndel und Gebunde sind ein und dasselbe, nur sind B\u00fcndel zweifach und Gebunde dreifach [zusammengebunden]; Reiser, das sind die der Zedern. Er meint es wie folgt: man darf f\u00fcr das Vieh Strohb\u00fcndel l\u00f6sen, auch auflockern, ebenso auch Gebunde, jedoch keine Reiser, weder auflockern noch l\u00f6sen. R. \u1e24isda sagte: Was ist der Grund R. Honas? Er ist der Ansicht, man d\u00fcrfe sich wohl mit dem Futter befassen, jedoch keines zubereiten<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>. R. Jehuda sagte: B\u00fcndel und Reiser sind ein und dasselbe, nur sind die B\u00fcndel zweifach und die Reiser dreifach [zusammengebunden] ; Gebunde sind die der Zedern. Er meint es wie folgt: man darf f\u00fcr das Vieh Strohb\u00fcndel l\u00f6sen, jedoch nicht auflockern; auch Gebunde darf man auflockern; jedoch keine Reiser, nicht auflockern, sondern nur l\u00f6sen. Raba sprach: Was ist der Grund R. Jehudas? Er ist der Ansicht, man d\u00fcrfe wohl Futter zubereiten, jedoch sich nicht damit befassen<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Wir haben gelernt: Man darf nicht Futtergras oder Johannisbrot f\u00fcr das Vieh zerkr\u00fcmeln, ob Kleinvieh oder Gro\u00dfvieh. Doch wohl Johannisbrot gleich dem Futtergrase: wie Futtergras weich ist, ebenso Johannisbrot, wenn es weich ist. Demnach darf man sich mit dem Futter nicht<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>befassen, und dies ist eine Widerlegung R. Honas!?<\/p>\n<p>R. Hona kann dir erwidern: Nein, Futtergras gleich dem Johannisbrote: wie Johannisbrot hart ist, ebenso Futtergras, wenn es hart ist.<\/p>\n<p>Wie kommt dies<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a>vor?<\/p>\n<p>Wenn man es f\u00fcr junge F\u00fcllen braucht.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: R. Jehuda erlaubt es beim Johannisbrote f\u00fcr das Kleinvieh. Nur f\u00fcr das Kleinvieh, nicht aber f\u00fcr das Gro\u00dfvieh. Erkl\u00e4rlich ist dies, wenn du sagst, der erste Tanna sei der Ansicht, man d\u00fcrfe sich mit dem Futter nicht befassen, sondern es nur zubereiten, denn R. Jehuda sagt, beim Johannisbrote f\u00fcr das Kleinvieh sei es ebenfalls eine Zubereitung des Futters; wenn du aber sagst, der erste Tanna sei der Ansicht, man d\u00fcrfe kein Futter bereiten, sondern sich nur damit befassen, sollte doch R. Jehuda, der es beim Johannisbrote f\u00fcr das Kleinvieh erlaubt, f\u00fcr das Gro\u00dfvieh erst recht erlauben!?<\/p>\n<p>Du glaubst wohl, unter Kleinvieh sei wirkliches Kleinvieh zu verstehen, nein, unter Kleinvieh ist ein gro\u00dfes Vieh zu verstehen, und er nennt es deshalb Kleinvieh, weil es das Futter klein kaut.<\/p>\n<p>Wenn er aber im Anfangssatze lehrt: ob Kleinvieh oder Gro\u00dfvieh, so spricht ja R. Jehuda wohl von wirklichem Kleinvieh!?<\/p>\n<p>Ein Einwand. Komm und h\u00f6re: Man darf K\u00fcrbisse f\u00fcr das Vieh zerschneiden und ein<\/p>\n<h2 id=\"blatt-155b\">Blatt 155b<\/h2>\n<p>Aas f\u00fcr die Hunde. Doch wohl K\u00fcrbisse gleich dem Aase: wie das Aas weich ist, ebenso K\u00fcrbisse, wenn sie weich sind. Demnach darf man sich mit dem Futter befassen, und dies ist eine Widerlegung R. Jehudas!?<\/p>\n<p>R. Jehuda kann dir erwidern: Nein, das Aas gleich den K\u00fcrbissen: wie K\u00fcrbisse z\u00e4h sind, ebenso ein Aas, wenn es z\u00e4h ist.<\/p>\n<p>Wie kommt dies vor?<\/p>\n<p>Bei einem Elefantenkadaver, oder wenn man es f\u00fcr junge Tiere braucht.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: R. \u1e24anan aus Nehardea\u0351 lehrte, man d\u00fcrfe Stroh und Futtergras zerreiben und mischen. Demnach darf man sich mit dem Futter befassen!?<\/p>\n<p>Stroh, wenn es muffig<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a>ist, Futtergras, wenn man es f\u00fcr junge F\u00fcllen braucht.<\/p>\n<p><sup>iii<\/sup> <bold>M<\/bold><small>AN DARF EINEM<\/small> K<small>AMEL NICHT<\/small> [<small>DAS<\/small> F<small>UTTER INS<\/small> M<small>AUL<\/small>] <small>STOPFEN ODER PRESSEN, WOHL ARER DARF MAN ES F\u00dcTTERN<\/small>; K<small>\u00c4LBER DARF MAN NICHT M\u00c4STEN, WOHL ABER FRETZEN<\/small>; H<small>\u00dcHNER DARF MAN \u00c4TZEN<\/small>. M<small>AN DARF<\/small> W<small>ASSER IN DIE<\/small> K<small>LEIE TUN, JEDOCH NICHT DURCHKNETEN<\/small>. M<small>AN DARF<\/small> B<small>IENEN ODER<\/small> T<small>AUBEN IM<\/small> S<small>CHLAGE KEIN<\/small> W<small>ASSER VORSETZEN, WOHL ABER<\/small> G<small>\u00c4NSEN<\/small>, H<small>\u00dcHNERN UND<\/small> H<small>AUSTAUBEN<\/small><a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>GEMARA. Was hei\u00dft: nicht stopfen? R. Jehuda erwiderte: Man darf ihnen im Leibe keine Krippe<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a>machen.<\/p>\n<p>Gibt es denn so etwas?<\/p>\n<p>Gewi\u00df, R. Jirmeja aus Diphte erz\u00e4hlte, er habe einen Araber gesehen, der [seinem Tiere] ein Kor zu fressen gab und eines auflud.<\/p>\n<p>D<small>ARF MAN NICHT M\u00c4STEN<\/small>. Was hei\u00dft \u00bbm\u00e4sten\u00ab und was hei\u00dft \u00bbfretzen\u00ab? R. Jehuda erwiderte: M\u00e4sten hei\u00dft es, wenn es [das Futter] nicht mehr hervorbringen<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a>kann, fretzen hei\u00dft es, wenn es dieses noch hervorbringen kann. R. \u1e24isda erkl\u00e4rte: Beides soweit, da\u00df es [das Futter] nicht mehr hervorbringen kann, nur geschieht das M\u00e4sten mit einem Gef\u00e4\u00dfe und das Fretzen mit der Hand. R. Joseph wandte ein: Man darf H\u00fchner \u00e4tzen und um so mehr f\u00fcttern; Tauben im Schlage oder auf dem Boden darf man nicht f\u00fcttern und um so weniger \u00e4tzen. Was hei\u00dft nun \u00bb\u00e4tzen\u00ab und was hei\u00dft \u00bbf\u00fcttern\u00ab: wollte man sagen \u00bb\u00e4tzen\u00ab hei\u00dfe, mit der Hand einf\u00fchren, und \u00bbf\u00fcttern\u00ab hei\u00dfe, [das Futter] vorwerfen, so darf man demnach den Tauben im Schlage oder auf dem Boden kein Futter vorwerfen<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>!? Vielmehr hei\u00dft \u00bb\u00e4tzen\u00ab, wenn es das Futter nicht mehr hervorbringen kann, und \u00bbf\u00fcttern\u00ab, wenn es dieses noch hervorbringen kann. Demnach hei\u00dft \u00bbm\u00e4sten\u00ab, wenn mit einem Gef\u00e4\u00dfe, somit ist dies ein Einwand gegen R. Jehuda!?<\/p>\n<p>R. Jehuda kann dir erwidern: Tats\u00e4chlich hei\u00dft \u00bb\u00e4tzen\u00ab, mit der Hand einf\u00fchren, und \u00bbf\u00fcttern\u00ab, [das Futter] vorwerfen, wenn du aber einwendest, demnach darf man Tauben im Schlage oder auf dem Boden kein Futter vorwerfen, [so ist zu erwidern:] die Ern\u00e4hrung jener liegt dir ob, die Ern\u00e4hrung dieser liegt dir nicht ob. Es wird n\u00e4mlich gelehrt: Man darf einem Hunde Futter geben, nicht aber einem Schweine. Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Die Ern\u00e4hrung des einen liegt dir ob, die Ern\u00e4hrung des anderen liegt dir nicht ob. R. A\u0161i sprach: Dies geht auch aus unserer Mi\u0161na hervor: Man darf Bienen oder Tauben im Schlage kein Wasser vorsetzen, wohl aber G\u00e4nsen, H\u00fchnern und Haustauben. Doch wohl aus dem Grunde, weil die Ern\u00e4hrung dieser dir obliegt, und die Ern\u00e4hrung jener dir nicht obliegt.<\/p>\n<p>Weshalb, nach deiner Erkl\u00e4rung, nur Wasser, dies sollte doch auch von Weizen und Gerste gelten!?<\/p>\n<p>Anders ist das Wasser, da es sich auch auf der Wiese findet.<\/p>\n<p>R. Jona trug an der Pforte des Exilarchen vor: Es hei\u00dft:<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a><em>der Gerechte kennt den Rechtshandel der Armen<\/em>. Der Heilige, gepriesen sei er, wei\u00df, da\u00df die Nahrung des Hundes nur d\u00fcrftig ist, deshalb bleibt die Nahrung drei Tage in seinen D\u00e4rmen erhalten. Demgem\u00e4\u00df haben wir gelernt: Wie lange erh\u00e4lt sich seine Nahrung in den D\u00e4rmen, um verunreinigend<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a>zu sein? Bei einem Hunde drei Tage von Stunde zu Stunde; bei Fischen und V\u00f6geln, solange die Verbrennung, wenn sie ins Feuer f\u00e4llt, dauert. R. Hamnuna sagte: Hieraus eine Lebensregel, da\u00df man einem Hunde ein St\u00fcckchen Fleisch zuwerfe.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df? R. Mari erwiderte: In der Gr\u00f6\u00dfe seines Ohres. Und den Stock hinterher. Dies jedoch nur auf dem Felde, in der Stadt aber nicht, weil er angelockt wird. R. Papa sagte: Es gibt niemand, der \u00e4rmer ist als ein Hund, und niemand, der reicher ist als ein Schwein<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a>. \u00dcbereinstimmend mit R. Jehuda wird auch gelehrt: Was hei\u00dft \u00bbm\u00e4sten\u00ab und was hei\u00dft \u00bbfretzen\u00ab?<\/p>\n<p>Beim M\u00e4sten legt man das Tier hin, sperrt ihm das Maul auf und f\u00fcttert es mit Wicken und Wasser zusammen; beim Fretzen wird es stehend gef\u00fcttert, stehend getr\u00e4nkt, und man gibt ihm Wicken besonders und Wasser besonders.<\/p>\n<p>H<small>\u00dcHNER DARF MAN \u00c4TZEN<\/small> &amp;<small>C<\/small>. Abajje sagte: Ich fragte den Meister, wer der Autor unserer Mi\u0161na ist, und er erwiderte mir, es sei R. Jose b. Jehuda, denn es wird gelehrt: Wenn einer das Mehl und ein anderer das Wasser hineintut, so ist der andere schuldig<\/p>\n<p>so Rabbi; R. Jose b. Jehuda sagt, man ist nicht eher schuldig, als bis man geknetet hat.<\/p>\n<p>Vielleicht sagt R. Jose b. Jehuda dies nur vom Mehl, das ja geknetet wird, bez\u00fcglich der Kleie aber, die nicht geknetet wird, pflichtet er beil?<\/p>\n<p>Dies ist nicht einleuchtend, denn es wird ja ausdr\u00fccklich gelehrt: Man darf kein Wasser in die Kleie tun<\/p>\n<p>so Rabbi; R. Jose b. Jehuda sagt, man d\u00fcrfe Wasser in Kleie tun.<\/p>\n<p>Die Rabbanan lehrten: Man darf kein [Mehl aus] ger\u00f6steten \u00c4hren kneten; manche sagen, man d\u00fcrfe es wohl kneten.<\/p>\n<p>Wer sind die manchen? R. \u1e24isda erwiderte: Es ist R. Jose b. Jehuda.<\/p>\n<p>Dies jedoch nur<\/p>\n<h2 id=\"blatt-156a\">Blatt 156a<\/h2>\n<p>auf ungew\u00f6hnliche Weise.<\/p>\n<p>Wie mache man dies? R. \u1e24isda erwiderte: Haufen nach Haufen. Sie stimmen jedoch \u00fcberein, da\u00df man am \u0160abbath \u0160etita<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>umr\u00fchren und \u00e4gyptisches Bier<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a>trinken darf<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Du sagst ja aber, man d\u00fcrfe nicht umr\u00fchren!?<\/p>\n<p>Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn es dick ist, das andere, wenn es d\u00fcnn ist.<\/p>\n<p>Dies jedoch nur auf ungew\u00f6hnliche Weise.<\/p>\n<p>Wie mache man dies? R. Joseph erwiderte: Am Wochentage tut man zuerst Essig und nachher \u0160etita hinein, am \u0160abbath tue man zuerst \u0160etita und nachher Essig hinein.<\/p>\n<p>Levi, der Sohn des R. Hona b. \u1e24ija, traf den Futterkneter seiner Schwiegereltern, wie er [das Futter] durchr\u00fchrte und den Ochsen stopfte; da versetzte er ihm einen Fu\u00dftritt. Als darauf sein Vater kam und dies bemerkte, sprach er: So sagte der Vater deiner Mutter, das ist R. Jirmeja b. Abba, im Namen Rabhs: man darf durchr\u00fchren, aber nicht stopfen; ein [junges Tier] aber, das noch nicht mit der Zunge auflesen kann, darf man f\u00fcttern, jedoch nur auf ungew\u00f6hnliche Weise.<\/p>\n<p>Wie mache man dies? R. Jemar b. \u0160elemja erwiderte im Namen Abajjes: [Man mische] kreuz und quer.<\/p>\n<p>Es wird ja aber nicht gut durchger\u00fchrt!? R. Jehuda erwiderte: Man sch\u00fcttle das Gef\u00e4\u00df.<\/p>\n<p>Im Notizbuche Zee\u0351ris stand geschrieben: Ich sprach vor meinem Lehrer, das ist R. \u1e24ija: Darf man [das Futter] durchr\u00fchren? Er erwiderte: Es ist verboten. Darf man es umsch\u00fctteln<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a>? Er erwiderte: Es ist erlaubt. R. Menas\u0351i sagte: Eine [Portion] vor ein [Tier] oder zwei vor zwei Tiere zu setzen, ist erlaubt; drei vor zwei<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a>ist verboten. R. Joseph sagte: Auch ein Kab, und sogar zwei Kab. U\u0351la sagte: Auch ein Kor, und sogar zwei Kor.<\/p>\n<p>Im Notizbuche Levis stand geschrieben: Ich sprach vor meinem Lehrer, das ist unser heiliger Meister<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a>, \u00fcber diejenigen, die in Babylonien \u0160etita umr\u00fchren; da schalt der Lehrer, das ist unser heiliger Meister, \u00fcber diejenigen, die \u0160etita umr\u00fchren. Niemand h\u00f6rt auf ihn, er aber kann dies nicht verbieten, wegen der Ansicht des R. Jose b. Jehuda.<\/p>\n<p>Im Notizbuche des R. Jeho\u0161ua\u0351 b. Levi stand geschrieben: Wer am Sonntag [geboren wurde], wird ein Mann sein, an dem nichts ist.<\/p>\n<p>Was hei\u00dft dies? Wollte man sagen, nichts Gutes, so sagte ja R. A\u0161i, er sei am Sonntag [geboren] worden!? Wollte man sagen, nichts Schlechtes, so sagte ja R. A\u0161i: Ich und Dimi b. Kakositos sind am Sonntag [geboren]; ich bin Schuloberhaupt, und er ist H\u00e4uptling der Diebe.<\/p>\n<p>Vielmehr, entweder vollst\u00e4ndig gut oder vollst\u00e4ndig schlecht.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil an diesem Tage Licht und Finsternis erschaffen wurden. Wer am Montag, wird j\u00e4hzornig sein.\u2013 Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil an diesem Tage das Wasser geteilt wurde. Wer am Dienstag, wird reich und buhlerisch sein.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil an diesem Tage die Gr\u00e4ser erschaffen wurden. Wer am Mittwoch, wird weise und erleuchtet<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a>sein.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil an diesem Tage die Lichter angeh\u00e4ngt wurden. Wer am Donnerstag, wird wohlt\u00e4tig sein.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil an diesem Tage Fische und Gefl\u00fcgel erschaffen wurden. Wer am Freitag, wird ein strebsamer Mann sein. R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq erkl\u00e4rte: Strebsam bei [der Aus\u00fcbung der] Gebote. Wer am \u0160abbath, wird am \u0160abbath sterben, weil seinethalben der gro\u00dfe Tag, der \u0160abbath, entweiht wurde. Raba b. R. \u0160ila sagte: Er wird auch ein grosser Heiliger genannt werden. Da sprach R.abbi zu ihnen: Gehet, saget dem Sohne Levajs<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a>, da\u00df nicht der Gl\u00fccksstern des Tages einwirke, sondern der Gl\u00fccksstern der Stunde<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a>. Wer unter der Herrschaft der Sonne geboren wurde, wird ein glanzvoller Mann sein; er wird sein Eigenes essen und sein Eigenes trinken, seine Geheimnisse werden bekannt werden, und beim Stehlen wird er kein Gl\u00fcck haben. Wer unter der Herrschaft der Venus geboren wurde, wird reich und buhlerisch sein.<\/p>\n<p>Aus welchem Grunde?<\/p>\n<p>Weil unter ihr das Feuer entstand. Wer unter der Herrschaft des Merkur geboren wurde, wird erleuchtet und weise sein, weil dieser der Schreiber der Sonne ist. Wer unter der Herrschaft des Mondes geboren wurde, wird Leiden ausgesetzt sein; er wird bauen und niederrei\u00dfen, niederrei\u00dfen und bauen, Fremdes essen und Fremdes trinken, seine Geheimnisse werden verborgen bleiben, und beim Stehlen wird er Gl\u00fcck haben. Wer unter der Herrschaft des Saturn geboren wurde, wird ein Mann sein, dessen Pl\u00e4ne vereitelt werden. Manche sagen: Alles, was gegen ihn geplant wird, wird vereitelt werden. Wer unter der Herrschaft des Jupiter geboren wurde, wird ein tugendhafter Mann sein. R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq erkl\u00e4rte: Tugendhaft in [der Aus\u00fcbung der] Gebote. Wer unter der Herrschaft des Mars geboren wurde, wird ein blutvergie\u00dfender Mensch sein. R. A\u0161i sagte: Ein Bader oder ein R\u00e4uber oder ein Schl\u00e4chter oder ein Beschneidender. Rabba sagte: Ich bin unter der Herrschaft des Mars geboren, [und doch weder Dieb noch Bader noch Schl\u00e4chter noch Beschneidender geworden]. Abajje sprach zu ihm: Der Meister l\u00e4\u00dft ja ebenfalls strafen und t\u00f6ten.<\/p>\n<p>Es wurde gelehrt: R. \u1e24anina sagte: Der Gl\u00fccksstern macht weise, der Gl\u00fccksstern macht reich, und [auch] Jisra\u00e9l unterliegt dem Gl\u00fccksstern. R. Jo\u1e25anan aber sagte, Jisra\u00e9l unterliege dem Gl\u00fccksstern nicht. R. Jo\u1e25anan vertritt hierbei seine Ansicht, denn R. Jo\u1e25anan sagte: Woher, da\u00df Jisra\u00e9l dem Gl\u00fccksstern nicht unterliege? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a><em>So spricht der Herr: An die Handlungsweise der V\u00f6lker gew\u00f6hnt euch nicht, noch zittert vor den Zeichen des Himmels, m\u00f6gen die V\u00f6lker vor ihnen zittern<\/em>. Jene m\u00f6gen zittern, Jisra\u00e9l aber nicht.<\/p>\n<p>Auch Rabh ist der Ansicht, Jisra\u00e9l unterliege dem Gl\u00fccksstern nicht, denn R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Woher, da\u00df Jisra\u00e9l dem Gl\u00fccksstern nicht unterliege? Es hei\u00dft:<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a><em>Und er f\u00fchrte ihn hinaus ins Freie<\/em>. Abraham sprach n\u00e4mlich vor dem Heiligen, gepriesen sei er: Herr der Welt,<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a><em>ein Leibeigener meines Hauses wird mich beerben!<\/em> Da sprach er zu ihm: <a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a><em>Nein, sondern einer, der von deinem Leibe kommen wird<\/em>. Darauf sprach jener: Herr der Welt, ich habe durch meine Astrologie geschaut, da\u00df ich einen Sohn zu zeugen nicht geeignet bin. Alsdann sprach er: Hinaus aus deiner Astrologie, Jisra\u00e9l unterliegt nicht dem<\/p>\n<h2 id=\"blatt-156b\">Blatt 156b<\/h2>\n<p>Gl\u00fccksstern. Du meinst wohl deshalb, weil der Jupiter im Westen steht, ich will ihn wenden und im Osten stehen lassen. Daher hei\u00dft es:<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a><em>wver hat Gerechtigkeit<\/em><a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a><em>vom Osten erweckt, ihn seinetwegen gerufen?<\/em><\/p>\n<p>Und auch aus [einer \u00c4u\u00dferung] \u0160emu\u00e9ls ist zu entnehmen, da\u00df Jisra\u00e9l dem Gl\u00fccksstern nicht unterliege. \u0160emu\u00e9l und Ablet sa\u00dfen beisammen, und Leute gingen an ihnen nach der Wiese vor\u00fcber. Da sprach Ablet zu \u0160emu\u00e9l: Dieser Mann geht und kommt nicht wieder; ihn bei\u00dft eine Schlange und er stirbt. Da sprach \u0160emu\u00e9l zu ihm: Ist er Jisra\u00e9lit, so geht er und kommt wieder. W\u00e4hrend sie dasa\u00dfen, ging der Mann und kam wieder; und als er seine Last ablegte, fand er darin eine in zwei H\u00e4lften durchschnittene Schlange. Da sprach \u0160emu\u00e9l zu ihm: Was hast du getan? Dieser erwiderte: Jeden Tag legten wir unter uns das Brot zusammen und a\u00dfen, und heute war unter uns einer, der kein Brot hatte und sich sch\u00e4mte. Da sprach ich: Ich will sammeln gehen. Als ich an diesen herankam, tat ich so, als h\u00e4tte ich es auch von ihm erhalten, damit er nicht besch\u00e4mt werde. Da sprach er: Du hast Wohlt\u00e4tigkeit ge\u00fcbt! Hierauf ging \u0160emu\u00e9l hinaus und trug vor:<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a><em>Die Wohltat errettet vom Tode<\/em>, und nicht nur von einem unnat\u00fcrlichen Tode, sondern vom Tode \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Und auch aus [einer \u00c4u\u00dferung] R. A\u0351qibas ist zu entnehmen, da\u00df Jisra\u00e9l dem Gl\u00fccksstern nicht unterliege. R. A\u0351qiba hatte eine Tochter, \u00fcber die die Ghald\u00e4er<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a>ihm prophezeit hatten, da\u00df am Tage, an dem sie unter den Traubaldachin treten wird, eine Schlange sie bei\u00dfen und sie sterben werde, und er war dieserhalb sehr bek\u00fcmmert. An diesem Tage nahm sie eine Haarspange und steckte sie in die Wand, da geschah es, da\u00df sie in das Auge einer Schlange drang. Als sie sie am folgenden Tage hervorzog, schleppte sich die Schlange nach. Da sprach ihr Vater zu ihr: Was hast du getan? Sie erwiderte: Abends kam ein Armer und klopfte an die T\u00fcr, die Leute waren aber alle mit der Mahlzeit besch\u00e4ftigt, und niemand h\u00f6rte ihn; da nahm ich meine Portion, die du mir gegeben hattest, und gab sie ihm. Da sprach er zu ihr: Du hast Wohlt\u00e4tigkeit ge\u00fcbt ! Hierauf ging R. A\u0351qiba hinaus und trug vor: <em>Die Wohltat errettet vom Tode<\/em>, und nicht nur von einem unnat\u00fcrlichen Tode, sondern vom Tode \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Und auch aus [einem Ereignis mit] R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq ist zu entnehmen, da\u00df Jisra\u00e9l dem Gl\u00fccksstern nicht unterliege. Die Chald\u00e4er sprachen n\u00e4mlich zur Mutter des R. Na\u1e25man b. Ji\u00e7\u1e25aq: Dein Sohn wird ein Dieb sein. Da lie\u00df sie ihn nicht barhaupt gehen, indem sie zu ihm sprach: Bedecke dein Haupt, damit du Gottesfurcht habest, und flehe um Erbarmen. Er wu\u00dfte aber nicht, weshalb sie ihm dies sage. Einst sa\u00df er unter einer Dattelpalme und studierte, und als ihm das Tuch vom Haupte glitt, erhob er die Augen und bemerkte die Palme; da bem\u00e4chtigte sich seiner der b\u00f6se Trieb, und er kletterte hinauf und bi\u00df eine Traube mit den Z\u00e4hnen<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>ab.<\/p>\n<p><sup>iv<\/sup> <bold>M<\/bold><small>AN DARF<\/small> K<small>\u00dcRBISSE F\u00dcR DAS<\/small> V<small>IEH ZERSCHNEIDEN UND EIN<\/small> A<small>AS F\u00dcR DIE<\/small> H<small>UNDE<\/small>. R. J<small>EHUDA SAGT, WAR DAS<\/small> A<small>AS AM<\/small> V<small>ORABEND DES<\/small> \u0160<small>ABBATHS NOCH NICHT VORHANDEN, SEI ES VERBOTEN, WEIL ES KEIN<\/small> V<small>ORBEREITETES IST<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Es wurde gelehrt: U\u0351la sagt, die Halakha sei wie R. Jehuda, und \u0160emu\u00e9l sagt, die Halakha sei wie R. \u0160imo\u0351n.&nbsp;Auch Rabh ist der Ansicht, die Halakha sei wie R. Jehuda, denn [das Fortbewegen der] Schiffsmatten ist nach Rabh verboten und nach \u0160emu\u00e9l erlaubt. Und auch Levi ist der Ansicht, die Halakha sei wie R. Jehuda, denn wenn man zu Levi am Feste ein Totverletztes brachte<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a>, besah er es nur auf dem Misthaufen sitzend<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a>. Er sagte n\u00e4mlich: Vielleicht ist es nicht rituell genie\u00dfbar, dann ist es auch f\u00fcr die Hunde nicht verwendbar. \u0160emu\u00e9l sagt, die Halakha sei wie R. \u0160imo\u0351n.&nbsp;Auch Zee\u0351ri ist der Ansicht, die Halakha sei wie R. \u0160imo\u0351n.&nbsp;Wir haben n\u00e4mlich gelernt, wenn ein Tier [am Feste] verendet, d\u00fcrfe man es nicht von der Stelle fortschaffen, und Zee\u0351ri erkl\u00e4rte, dies gelte von einem Opfertiere<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a>, ein profanes d\u00fcrfe man wohl fortschaffen. Und auch R. Jo\u1e25anan ist der Ansicht, die Halakha sei wie R. \u0160imo\u0351n.<\/p>\n<p>Aber kann R. Jo\u1e25anan dies denn gesagt haben, er sagte ja, die Halakha sei wie die geschlossene Mi\u0161na, und eine solche<\/p>\n<h2 id=\"blatt-157a\">Blatt 157a<\/h2>\n<p>lehrt ja, man d\u00fcrfe [am Feste] kein Holz von einem Balken abspalten, auch nicht von einem Balken, der am Feste zerbrochen<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a>worden ist!?<\/p>\n<p>R. Jo\u1e25anan addiziert dies R. Jose b. Jehuda.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Man darf [zum Heizen] einen Strohhaufen anfangen, aber nicht Holz auf dem Trockenplatze<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Dies gilt von Zedern und Zypressen, die wegen ihres Geldschadens<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a>als Abgesondertes gelten, hinsichtlich welcher auch R. \u0160imo\u0351n beipflichtet.<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Man darf keine Steppentiere tr\u00e4nken und schlachten, wohl aber darf man Haustiere<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a>tr\u00e4nken und schlachten!?<\/p>\n<p>R. Jo\u1e25anan fand eine andere geschlossene Mi\u0161na<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a>: Die Schule \u0160ammajs sagt, man d\u00fcrfe Knochen und Nu\u00dfschalen vom Tische entfernen, die Schule Hillels sagt, man nehme die ganze Platte fort und sch\u00fcttle sie ab. Hierzu sagte R. Na\u1e25man: Wir wissen nur, da\u00df die Schule \u0160ammajs der Ansicht R. Jehudas und die Schule Hillels der Ansicht R. \u0160imo\u0351ns ist.<\/p>\n<p>Hier\u00fcber streiten R. A\u1e25a und Rabina; einer sagt, die Halakha sei wie R. \u0160imo\u0351n bei s\u00e4mtlichen \u0160abbath[gesetzen], ausgenommen [das Gesetz] vom Abgesonderten aus Widerw\u00e4rtigkeit, das ist eine gebrauchte Lampe<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a>, und einer sagt, auch beim Abgesonderten aus Widerw\u00e4rtigkeit sei die Halakha wie R. \u0160imo\u0351n, nur nicht beim Abgesonderten wegen des Verbotes, das ist ein Licht, das man am betreffenden \u0160abbath selbst angez\u00fcndet hat. Beim Abgesonderten wegen eines Geldschadens aber pflichtet auch R. \u0160imo\u0351n bei, denn wir haben gelernt: Jedes Ger\u00e4t darf fortbewegt werden, ausgenommen die gro\u00dfe S\u00e4ge und das Pflugmesser.<\/p>\n<p><sup>v<\/sup> <bold>M<\/bold><small>AN DARF AM \u0160ABBATH, WENN ES F\u00dcR DEN<\/small> \u0160<small>ABBATH ERFORDERLICH IST<\/small>, G<small>EL\u00dcBDE AUFHEBEN<\/small><a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a>, <small>UND MAN DARF<\/small> G<small>EL\u00dcBDE AUFL\u00d6SEN<\/small><a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a>. F<small>ERNER DARF MAN DIE<\/small> L<small>UKE VERSTOPFEN UND EINEN<\/small> F<small>LICKEN<\/small><a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a><small>ODER EIN<\/small> T<small>AUCHBAD<\/small><a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> <small>MESSEN<\/small>. I<small>N DEN<\/small> T<small>AGEN DES<\/small> V<small>ATERS<\/small> R. \u00c7<small>ADOQS UND DES<\/small> A<small>BBA<\/small> \u0160<small>A\u00daL B<\/small>. B<small>OTNITH EREIGNETE ES SICH, DASS MAN EIN<\/small> F<small>ENSTERLOCH MIT EINEM<\/small> K<small>RUGE VERSTOPFT HATTE, UND MAN BEFESTIGTE EIN<\/small> T<small>ONGEF\u00c4SS MIT<\/small> B<small>AST<\/small><a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a>, <small>UM FESTZUSTELLEN, OB DIE<\/small> \u00d6<small>FFNUNG DES<\/small> K<small>\u00dcBELS EINE<\/small> H<small>ANDBREITE H\u00c4TTE ODER NICHT<\/small>. A<small>US IHREN<\/small> W<small>ORTEN LERNEN WIR, DASS MAN AM<\/small> \u0160<small>ABBATH<\/small> [<small>EIN<\/small> F<small>ENSTERLOCH<\/small>] <small>VERSTOPFEN, MESSEN UND EINEN<\/small> K<small>NOTEN MACHEN DARF<\/small>.<\/p>\n<p>GEMARA. Sie fragten: Darf die Aufhebung<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a>erfolgen, ob [f\u00fcr den \u0160abbath] erforderlich oder nicht, und die Aufl\u00f6sung, nur wenn erforderlich, nicht aber, wenn nicht erforderlich, und deshalb sind die F\u00e4lle voneinander getrennt, oder aber auch die Aufhebung, nur wenn erforderlich, und nicht, wenn nicht erforderlich, und sie sind nur deshalb voneinander getrennt, weil die Aufhebung ohne Gericht und die Aufl\u00f6sung nur durch ein Gericht<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a>erfolgen kann?<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: R. Zu\u1e6di aus der Schule R. Papas lehrte: Man darf am \u0160abbath Gel\u00fcbde aufheben, wenn f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich. Nur wenn f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich, nicht aber, wenn nicht f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich. Eine andere Lesart: Sie fragten: Beziehen sich [die Worte] wenn erforderlich\u00ab auf beides, nicht aber, wenn nicht erforderlich, wonach die Aufhebung von Gel\u00fcbden einen von Stunde zu Stunde [z\u00e4hlenden Tag] Zeit hat, oder beziehen sich die Worte \u00bbwenn erforderlich\u00ab nur auf die Aufl\u00f6sung, die Aufhebung von Gel\u00fcbden aber kann erfolgen, auch wenn nicht erforderlich, wonach die Aufhebung von Gel\u00fcbden nur den ganzen Tag<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>Zeit hat?<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: R. Zu\u1e6di aus der Schule R. Papas lehrt: Man darf am \u0160abbath Gel\u00fcbde aufheben, wenn f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich. Nur wenn f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich, nicht aber, wenn nicht f\u00fcr den \u0160abbath erforderlich. Die Aufhebung von Gel\u00fcbden hat demnach einen von Stunde zu Stunde [z\u00e4hlenden Tag] Zeit. R. A\u0161i sprach: Wir haben ja aber gelernt: Die Aufhebung von Gel\u00fcbden kann den ganzen Tag erfolgen. Dies gilt erleichternd und erschwerend<a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a>, und zwar: gelobt sie in der Nacht zum \u0160abbath, so kann er es in der Nacht zum \u0160abbath aufheben und am \u0160abbath, bis es dunkel ist, gelobt sie bei eintretender Dunkelheit, so kann er es aufheben, solange es nicht dunkel ist, und wenn er es bis dann nicht aufgehoben hat, so kann er es bei Dunkelheit nicht mehr aufheben!?<\/p>\n<p>Hier\u00fcber streiten Tanna\u00edm, denn es wird gelehrt: Die Aufhebung von Gel\u00fcbden kann den ganzen Tag erfolgen; R. Jose b. Jehuda und R. Elea\u0351zar b. \u0160imo\u0351n sagen, einen von Stunde zu Stunde [z\u00e4hlenden Tag].<\/p>\n<p>U<small>ND MAN DARF<\/small> G<small>EL\u00dcBDE AUFL\u00d6SEN<\/small>. Sie fragten: Wenn man [vor \u0160abbath] keine Zeit hatte, oder auch, wenn man Zeit hatte?<\/p>\n<p>Komm und h\u00f6re: Die Rabbanan waren R. Zu\u1e6dra, dem Sohne R. Zeras, zu willen und l\u00f6sten ihm sein Gel\u00fcbde auf, obgleich er [vor \u0160abbath] Zeit hatte.<\/p>\n<p>D<small>ASS MAN EIN<\/small> F<small>ENSTERLOCH MIT EINEM<\/small> K<small>RUGE VERSTOPFT HATTE, UND MAN BEFESTIGTE EIN<\/small> T<small>ONGEF\u00c4SS MIT<\/small> B<small>AST<\/small>. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Zwischen zwei H\u00e4usern war eine kleine Erh\u00f6hung, auf der eine unreine [Leiche] sich befand, wor\u00fcber ein gespaltener K\u00fcbel gest\u00fclpt war, und das<\/p>\n<h2 id=\"blatt-157b\">Blatt 157b<\/h2>\n<p>Fensterloch hatten sie mit einem Kruge verstopft. Sie befestigten ein Tongef\u00e4\u00df mit Bast, um festzustellen, ob die Spalte am K\u00fcbel eine Handbreite hatte oder nicht<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>A<small>US IHREN<\/small> W<small>ORTEN LERNEN WIR, DASS MAN AM<\/small> \u0160<small>ABBATH<\/small> [<small>EIN<\/small> F<small>ENSTERLOCH<\/small>] <small>VERSTOPFEN, MESSEN UND EINEN<\/small> K<small>NOTEN MACHEN DARF<\/small>. U\u0351la War beim Exilarchen und sah da Rabba b. R. Hona in einer Wanne mit Wasser sitzen und sie messen. Da sprach er zu ihm: Die Rabbanan erlaubten ja nur das Messen zu Gebotszwecken, haben sie es etwa auch nicht zu Gebotszwekken erlaubt? Dieser erwiderte: Ich suche mich nur zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p class=\"hetext\">\n\u05d4\u05d3\u05e8\u05df \u05e2\u05dc\u05da \u05de\u05d9 \u05e9\u05d4\u05d7\u05e9\u05d9\u05da \u05d5\u05e1\u05dc\u05d9\u05e7\u05d0 \u05dc\u05d4 \u05de\u05e1\u05db\u05ea \u05e9\u05d1\u05ea\n<\/p>\n<section class=\"footnotes\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr>\n<ol>\n<li id=\"fn1\" role=\"doc-endnote\"><p>Ob die Absonderung g\u00fcltig ist; sie ist daher einem Laien verboten, jedoch ist die Hebe abermals zu entrichten.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\" role=\"doc-endnote\"><p>Mischlej 25,2.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\" role=\"doc-endnote\"><p>An dem man die 18 Verordnungen beschlossen hatte (ob. Blatt 13b), zu denen auch diese geh\u00f6rt; cf.&nbsp;Blatt 17b.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\" role=\"doc-endnote\"><p>Durch die \u00dcbertreibung bei den Verordnungen wurde nur erreicht, da\u00df die \u00dcbertretungen sich mehrten.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\" role=\"doc-endnote\"><p>Schemot 12,10.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\" role=\"doc-endnote\"><p>Bei der Translozierung einer Sache am \u0160abbath ist eine Fortnahme und ein Niederlegen erforderlich, was hierbei nicht der Fall ist.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\" role=\"doc-endnote\"><p>Nach der Tora.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn er stehen bleibt.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\" role=\"doc-endnote\"><p>Bamidbar 15,29.30.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Abschn. VII, Anm. 16.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Abschn. VII, Anm. 39.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\" role=\"doc-endnote\"><p>Im Texte besteht der Unterschied zwischen beiden Lesarten in einem Buchstaben, eine Verwechselung ist daher leicht m\u00f6glich.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\" role=\"doc-endnote\"><p>Als Vater des Mari b. R. wird sonst \u00bbIsar der Proselyt\u00ab bezeichnet (er wohnte der Ra\u1e25el, der Tochter \u0160emu\u00e9ls, unehelich bei, und bekehrte sich vor der Geburt des Mari zum Judentum), demnach war es n\u00f6tig, ihn als legitimen Jisra\u00e9liten zu erkl\u00e4ren, Raba aber war ja Jisra\u00e9lit.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\" role=\"doc-endnote\"><p>Die \u00dcbertretung eines Verbotes wird mit Gei\u00dfelhieben bestraft.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Polster und Kissen d\u00fcrfen ja nicht mehr benutzt werden.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\" role=\"doc-endnote\"><p>Man kann die Polster allm\u00e4hlich hervorziehen, ohne die S\u00e4cke zu ber\u00fchren.<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\" role=\"doc-endnote\"><p>Das am \u0160. nicht verwendbar ist, da der Zehnt nicht entrichtet werden darf.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\" role=\"doc-endnote\"><p>Man darf demnach nichts unterlegen.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\" role=\"doc-endnote\"><p>Die gro\u00dfen Glastafeln werden ohnehin nachher in kleine Scheiben geschnitten, demnach hat das Zerbrechen keinen erheblichen Schaden zur Folge.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\" role=\"doc-endnote\"><p>Wohl als Spielerei, zur Unterhaltung des Kindes.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\" role=\"doc-endnote\"><p>Beim Abnehmen wird der eine Sack \u00fcber den R\u00fccken geschoben, soda\u00df beide herunterfallen.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn man die Schnalle oder die Klammer nur zu l\u00f6sen braucht, ohne die S\u00e4cke zu ber\u00fchren.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\" role=\"doc-endnote\"><p>Von den W\u00e4nden der Festh\u00fctte, die mindestens drei W\u00e4nde haben mu\u00df.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Festh\u00fctte, die aus frischem Gezweige udgl. besteht.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\" role=\"doc-endnote\"><p>Die an den Baum angebrachten Stangen gelten als Seitliches u. die dar\u00fcber befindliche Bedachung als Seitliches vom Seitlichen.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\" role=\"doc-endnote\"><p>Und in diesen einen E\u0351rub legt, also seitlich vom Seitlichen.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. wenn man den Korb an den Baum selbst h\u00e4ngt, also seitlich.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Reiser werden erst dadurch zur Verf\u00fctterung brauchbar gemacht.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Vieh soll nur vor Hunger gesch\u00fctzt sein.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\" role=\"doc-endnote\"><p>Weiches Johannisbrot kann ja auch unzerkr\u00fcmelt verf\u00fcttert werden, und das Zerschneiden ist keine Zubereitung des Futters.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\" role=\"doc-endnote\"><p>Da\u00df Futtergras erst durch das Zerkr\u00fcmeln als Futter verwendbar wird.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\" role=\"doc-endnote\"><p>Und als Futter nicht zu gebrauchen ist.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\" role=\"doc-endnote\"><p>\u00dcber Lesart und Bedeutung des im Texte gebrauchten Wortes f\u00fcr Haustauben (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d3\u05d9\u05e1\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3\u05e8\u05d9\u05e1\u05d0\u05d5\u05ea<\/span>) schwankt der Talmud (Hul. Blatt 139b); eine Lesart deutet auf einen Personennamen, die andere hingegen auf einen Ortsnamen; die \u00dcbereinstimmung mit dem franz\u00f6s. <em>dresser<\/em> ist Zufall.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\" role=\"doc-endnote\"><p>Das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05d1\u05e1\u05d9\u05df<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05e1<\/span> <em>stopfen, m\u00e4sten<\/em>) wird von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05e1<\/span> <em>Krippe<\/em> abgeleitet.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\" role=\"doc-endnote\"><p>Bis tief in den Schlund hinein.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\" role=\"doc-endnote\"><p>Dies sollte doch auf jeden Fall erlaubt sein.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\" role=\"doc-endnote\"><p>Mischlej 29,7.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\" role=\"doc-endnote\"><p>Diese Lehre spricht von einem Leichnam im Leibe eines toten Tieres, der bis zur v\u00f6lligen Verwesung verunreinigend ist.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\" role=\"doc-endnote\"><p>Da es seine Nahrung \u00fcberall findet.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Ber. Blatt 38a, Anm. 85.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Blatt 110a.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\" role=\"doc-endnote\"><p>Obgleich es als Arznei verwendet wird; cf.&nbsp;Blatt 109b.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\" role=\"doc-endnote\"><p>Aus einem Gef\u00e4\u00dfe in ein anderes.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\" role=\"doc-endnote\"><p>Da dies mehr Arbeit macht.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Ber. Abschn. I, Anm. 5.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\" role=\"doc-endnote\"><p>Kann auch hei\u00dfen: ged\u00e4chtnisbegabt.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\" role=\"doc-endnote\"><p>Aram\u00e4isierung des Namens Levi, bei Fortlassung des Eigennamens gebr\u00e4uchlich.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Einwirkung der Planeten, die jede Stunde wechseln; cf.&nbsp;Abschn. XVIII, Anm. 38.<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\" role=\"doc-endnote\"><p>Jirmejahu 10,2.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\" role=\"doc-endnote\"><p>Bereschit 15,5.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 3.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\" role=\"doc-endnote\"><p>Ib. V. 4.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\" role=\"doc-endnote\"><p>Jeschajahu 41,2.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\" role=\"doc-endnote\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d3\u05e7<\/span> hebr. Benennung des Jupiter.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\" role=\"doc-endnote\"><p>Mischlej 10,2.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\" role=\"doc-endnote\"><p>Urspr\u00fcnglich Volksname, im Sprachgebrauche soviel wie Zauberer, Sterndeuter.<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\" role=\"doc-endnote\"><p>Es war fremdes Eigentum.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\" role=\"doc-endnote\"><p>Zur Entscheidung, ob dasselbe rituell genie\u00dfbar ist; cf.&nbsp;Sb. VII, Anm. 9.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\" role=\"doc-endnote\"><p>Um es event, da liegen zu lassen, da, wenn man es nicht genie\u00dfen darf, das Fortbewegen verboten ist.<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\" role=\"doc-endnote\"><p>Das nicht vor die Hunde geworfen werden darf u. somit gar keine Verwendung hat.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\" role=\"doc-endnote\"><p>Und somit zum Verheizen bestimmt ist.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\" role=\"doc-endnote\"><p>Wo es f\u00fcr den Winter verwahrt wird.<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\" role=\"doc-endnote\"><p>Sie sind zum Verheizen zu schade.<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Blatt 45b.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\" role=\"doc-endnote\"><p>Die Ansicht der Schule Hillels hat dieselbe Geltung wie eine geschlossene Mi\u0161na, da nach dieser entschieden wird.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\" role=\"doc-endnote\"><p>Cf. Blatt 44a.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Ausdruck aufheben od. zerst\u00f6ren wird gebraucht von der Aufl\u00f6sung des Gel\u00fcbdes einer Frau durch ihren Vater od. Ehemann; das Gel\u00fcbde wird dann g\u00e4nzlich annulliert; cf.&nbsp;Bamidbar 30,6ff.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\" role=\"doc-endnote\"><p>W\u00f6rtl. sich befragen lassen, sc. vom Gelehrten, der den Gelobenden nach dem Grunde seiner Sinnes\u00e4nderung fragen mu\u00df.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\" role=\"doc-endnote\"><p>Falls ein unreiner Flicken reine Gegenst\u00e4nde ber\u00fchrt, darf man ihn messen, ob er die zur Verunreinigungsf\u00e4higkeit erforderliche Gr\u00f6\u00dfe hat.<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\" role=\"doc-endnote\"><p>Ob es die vorschriftsm\u00e4\u00dfige Weite u. Tiefe hat.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\" role=\"doc-endnote\"><p>Tatbestand u. Grund folgt weiter im Talmud.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\" role=\"doc-endnote\"><p>Der Mann kann die Gel\u00fcbde seiner Frau nur am selben Tage aufheben, dies kann daher auf den folgenden Tag nicht verschoben werden, wohl aber kann die Aufl\u00f6sung verschoben werden.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\" role=\"doc-endnote\"><p>Dh. durch einen Gelehrten.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\" role=\"doc-endnote\"><p>Bis zum Abend, auch wenn er es kurz vor Anbruch des Abends geh\u00f6rt hat.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\" role=\"doc-endnote\"><p>Zuweilen ist die Aufhebungsfrist eine l\u00e4ngere und zuweilen eine k\u00fcrzere.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\" role=\"doc-endnote\"><p>Wenn die Spalte des K\u00fcbels eine Handbreite hat, bildet sie eine \u00bbBezeltung\u00ab der Leiche, u. die Unreinheit dringt durch das Fensterloch in das anliegende Haus, weswegen sie es verstopft hatten; so Raschi. Andere Erkl\u00e4rer von Mi\u0161na u. Talmud verwerfen diese Erkl\u00e4rung und geben anders lautende Darstellungen und Erkl\u00e4rungen, die aber alle manche Schwierigkeiten bieten.<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Talmud, Traktat (Massechet) Schabbat in deutscher \u00dcbersetzung von Lazarus Goldschmidt: Zur \u00dcbersicht des Traktats Schabbat | Zur \u00dcbersicht der Goldschmidt-\u00dcbersetzung Bl\u00e4tter \/ Dapim 153a 153b 154a 154b 155a 155b 156a 156b 157a 157b Blatt 153a WER UNTERWEGS VON DER DUNKELHEIT \u00dcBERRASCHT WIRD, GEBE SEINEN GELDBEUTEL EINEM NICHTJUDEN; IST KEIN NICHTJUDE MIT IHM, SO LEGE ER IHN AUF DEN ESEL. SOBALD ER DEN \u00c4USSERSTEN HOF [DER STADT] ERREICHT, NEHME ER DIE GER\u00c4TE AB, DIE AM \u0160ABBATH FORTBEWEGT WERDEN D\u00dcRFEN, UND VON DENEN, DIE NICHT FORTBEWEGT WERDEN D\u00dcRFEN, L\u00d6SE ER DIE STRICKE, SODASS DIE S\u00c4CKE VON SELBST HERUNTERFALLEN. GEMARA. Weshalb erlaubten die Rabbanan, seinen Geldbeutel einem Nichtjuden zu geben? Weil es den Rabbanan gewi\u00df war, da\u00df ein Mensch bei Geldangelegenheiten der Versuchung nicht widersteht, und wenn sie dies nicht erlaubt h\u00e4tten, k\u00f6nnte man verleitet werden, vier Ellen auf \u00f6ffentlichem Gebiete zu tragen. Raba sagte: Dies gilt nur von seinem eigenen Geldbeutel, nicht aber von einem Funde. Selbstverst\u00e4ndlich, es hei\u00dft ja: seinen Geldbeutel!? Man k\u00f6nnte glauben, dies gelte auch von einem Funde, und er lehre es nur &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7066,"parent":5020,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7198","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7198"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7203,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7198\/revisions\/7203"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5020"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}