{"id":7309,"date":"2021-04-15T13:54:36","date_gmt":"2021-04-15T11:54:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=7309"},"modified":"2021-04-15T13:54:39","modified_gmt":"2021-04-15T11:54:39","slug":"mischlej","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/mischlej\/","title":{"rendered":"Mischlej \u2013 das Buch der Spr\u00fcche"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch <em>Mischlej<\/em> (der Spr\u00fcche) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-31\">31<\/a> <\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Die Spr\u00fcche Salomos, Sohnes Davids, K\u00f6nigs von Israel.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Weisheit und Gesittung zu erkennen, Spr\u00fcche der Vernunft zu verstehen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Anzunehmen sittliche Belehrung, Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Den Toren Klugheit zu verleihen, dem[unerfahrenen] J\u00fcngling Wissen und Erfahrung.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Auch der Kluge mag sie vernehmen, er wird an Belehrung zunehmen, und der Verst\u00e4ndige erwirbt neue Gedanken.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Zu verstehen Gleichnisrede und Spruchdichtung, die Reden der Weisen und ihre R\u00e4tsel.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Gottesfurcht ist der Anfang aller Kenntnis; Weisheit und sittliche Belehrung verachten nur Toren.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>H\u00f6re, mein Sohn, die Lehre des Vaters, und lasse nicht von der Weisung deiner Mutter.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Denn ein lieblicher Kranz sind sie um dein Haupt und ein Geschmeide um deinen Hals.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Mein Sohn, wenn dich S\u00fcnder locken wollen, willige nicht ein!<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wenn sie sprechen: Komme mit uns, lasset uns auf Mord lauern, den Unschuldigen ohne Ursache nachstellen.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Wir wollen sie lebendig verschlingen, wie die Gruft, die Unschuldigen, als s\u00e4nken sie ins Grab.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Allerlei k\u00f6stlich Gut finden wir dabei, wir f\u00fcllen unsere H\u00e4user mit Beute.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Du wirst dein Los werfen unter uns, ein Beutel soll f\u00fcr uns alle sein.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Mein Sohn, wandle nicht des Weges mit ihnen, halte ab deine F\u00fc\u00dfe von ihrem Pfade.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Denn ihre F\u00fc\u00dfe laufen zum Unheil, sie eilen Blut zu vergie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Denn ohne Zweck scheint allen Befiederten die Schlinge gestellt zu sein;<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>W\u00e4hrend man doch auf ihr Blut lauert, ihrem Leben nachstellt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>So ergeht es jedem, der nach Gewinn geizt, er raubt dem Besi\u00dftzer das Leben.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Die Weisheit ruft laut auf den Gassen, auf den Pl\u00e4tzen l\u00e4\u00dft sie ihre Stimmen h\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>An der Spitze ger\u00e4uschvoller Stra\u00dfen ruft sie, an den Eing\u00e4ngen der Tore, auch in der Stadt verk\u00fcndet sie ihre Spr\u00fcche.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Wie lange noch, ihr Toren, liebt ihr Torheit, und habt ihr Sp\u00f6tter Lust am Spott und hasset ihr Narren Erkenntnis ?<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Kehret um auf meine Zurechtweisung. Ich will euch meinen Geist sprudeln lassen, will euch meine Reden kundtun.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Aber weil ich gerufen und ihr es zur\u00fcckgewiesen, euch meinecHand reichte und niemand darauf achtete;<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Weil ihr all meinen Rat verworfen habt und meine Zurechtweisungen nicht gemocht:<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>So werde ich auch lachen bei eurem Sturz, spotten, wenn euer Verh\u00e4ngnis kommt.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wenn euer Verh\u00e4ngnis wie das Unwetter kommt, und euer Ungl\u00fcck wie der Sturm einherschreitet, wenn \u00fcber euch Not und Drangsal kommt.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Dann werdet ihr mich aurufen, aber ich erh\u00f6re euch nicht, mich aufsuchen, aber mich nicht finden.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Daf\u00fcr, dass sie Erkenntnis geha\u00dft und die Gottesfurcht nicht gew\u00e4hlt;<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Weil sie meinen Rat nicht mochten und meine Zurechtweisung verwarfen:<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>M\u00f6gen sie die Frucht ihres Wandels essen und an ihren Ratschl\u00e4gen sich s\u00e4ttigen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Denn die Zuchtlosigkeit der Toren t\u00f6tet sie, und die Zuversichtlichkeit der Narren vernichtet sie.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Aber wer auf mich h\u00f6rt, der bleibt sicher, geborgen vor dem b\u00f6sen Verh\u00e4ngnis.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Mein Sohn, wenn du meine Spr\u00fcche beherzigst und meine Gebote bei dir beh\u00e4ltst,<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Dass dein Ohr die Weisheitslehre vernehme, dein Sinn sich der Einsicht zuwende;<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wenn du die Vernunft rufst, zur Einsicht deine Stimme erhebt,<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Wenn du sie gleich Silber suchst und wie nach Sch\u00e4tzen ihr nachsp\u00fcrst;<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Dann wirst du die Furcht des Herrn begreifen und die Erkenntnis Gottes erlangen.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Denn der Herr verleiht Weisheit, von ihm kommt Erkenntnis und Einsicht.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Er verleiht den Redlichen Bestand, ein Schild ist er den in Unschuld Wandelnden.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Indem er die Pfade des Rechts h\u00fctet, und den Weg seiner Frommen wahrt.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Dann wirst du Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit begreifen, den guten Wandel.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Wenn die Weisheit in dein Herz dringt und dir die Erkenntnis lieb wird;<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Dann wird die Umsicht dich bewachen, die Einsicht dich h\u00fcten.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Dich zu retten von dem Wege des B\u00f6sen, von den Menschen, die Verkehrtes sprechen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Die die Pfade des Rechts verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln;<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Die sich freuen, B\u00f6ses zu tun, und bei den b\u00f6sen Verkehrtheiten jubeln.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Deren Pfade krumm sind und deren Geleise gewunden.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Dich zu retten vor dem fremden Weibe, von der Ausw\u00e4rtigen [dem dir nicht angetrauten Weibe], die glatte Reden f\u00fchrt.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Die verlassen hat den Eheherrn ihrer Jugend und vergessen den vor Gott geschlossenen Bund.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Denn zum Tode hinab f\u00fchrt ihr Haus und zu den Leichen ihr Geleise.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Alle, die zu ihr kommen, kehren nicht zur\u00fcck, sie erreichen nicht wieder die Pfade des Lebens.\u2014<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Dass du nur auf dem Wege des Guten gehst und die Pfade der Gerechten wahrt.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Denn die Redlichen werden im Lande wohnen und die Untadeligen darin verbleiben.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Aber die Frevler werden aus dem Lande ausgerottet und die Verr\u00e4ter daraus fortgerissen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Mein Sohn, vergi\u00df meine Weisung nicht, bewahre meine Gebote in deinem Herzen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Denn lange Lebensdauer und Jahre des Lebens und Heils geben sie dir in F\u00fclle.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Liebe und Treue sollen dich nimmer verlassen; binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Dann findest du Gunst und Wohlgefallen vor Gott und bei den Menschen.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Vertraue dem Herrn mit deinem ganzen Herzen, verlasse dich nicht auf deine Klugheit.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Auf all deinen Wegen denke an ihn, so wird er deine Pfade ebnen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>D\u00fcnke dich nicht weise, f\u00fcrchte den Herrn und weiche vom B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Das wird deinem Leibe Heilung sein und deinen Knochen erquickender Trank.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Ehre den Herrn mit deinem Verm\u00f6gen, mit dem Ersten all deines Ertrages.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Dann werden sich deine Speicher f\u00fcllen mit \u00dcberflu\u00df und deine Kelter \u00fcberstr\u00f6men von Most.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Die Zucht des Herrn verachte nicht, mein Sohn; hege keinen Widerwillen gegen seine Strafe.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Denn wen der Herr liebt straft er, wie der Vater, der seinem Sohn wohl will.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wohl dem Menschen, der Weisheit gefunden, dem Menschen, der Einsicht gewonnen!<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Denn ihr Gewinn ist besser als der des Silbers, und ihr Ertrag [wertvoller] als der des Goldes.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Teurer ist sie als Perlen, und all deine Kostbarkeiten kommen ihr nicht gleich.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Lange Lebensdauer ist in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehren.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Ihre Wege sind liebliche Wege und ihre Steige Wohlfahrt.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Ein Baum des Lebens ist sie den an ihr Festhaltenden, und die sie erfassen sind gl\u00fcklich.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Mit Weisheit hat der Herr die Erde gegr\u00fcndet, die Himmel befestigt mit Einsicht.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Durch seinen Verstand wurden die Fluten gespalten und die Wolken tr\u00e4ufeltenT au.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Mein Sohn, lass sie nicht von deinen Augen weichen, merk auf Verstand und Umsicht.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Sie werden dir Leben sein und Anmut deinem Halse.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Dann gehst du deinen Weg sicher und dein Fu\u00df wird nicht ansto\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wenn du dich niederlegst, hast du nichts zu f\u00fcrchten, und liegest du, so ist dein Schlaf s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>F\u00fcrchte dich nicht vor pl\u00f6tzlichem Schrecken und vor dem Unwetter, das \u00fcber Frevler hereinbricht.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Denn der Herr wird deine St\u00fctze sein, er wird deinen Fu\u00df vor der Schlinge wahren.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Weigere dich nicht, Gutes zu tun, dem es n\u00f6tig ist, wenn du es zu tun vermagst.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Sprich nicht zu deinem N\u00e4chsten: Geh, und komme ein andermal wieder, oder: Morgen will ich\u2019s dir geben, wenn du es hast.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Sinne nichts B\u00f6ses gegen deinen N\u00e4chsten, der arglos bei dir weilt.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Hadere nicht mit einem Menschen ohne Ursache, wenn er dir nichts B\u00f6ses zugef\u00fcgt hat.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Beneide nicht den Gewaltth\u00e4tigen und habe an keinem seiner Wege Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Denn ein Gr\u00e4uel ist dem Herrn der B\u00f6sewicht, aber mit den Redlichen ist er vertraut.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Der Fluch des Herrn ist im Hause des Frevlers, aber des Gerechten Wohnung segnet er.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Mit den Sp\u00f6ttern treibt er Spott, den Dem\u00fctigen aber verleiht er Gunst.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup>Die Weisen heimsen Ehren ein, die Toren aber thun sich zu ihrer Schande hervor.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>H\u00f6ret, ihr S\u00f6hne, auf die Zucht des Vaters, und merket auf, Weisheit zu erkennen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Denn gute Lehre geb\u2019 ich euch; verlasset meine Weisung nicht!<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Als ich noch ein Knabe war vor meinem Vater, zart und einzig bei meiner Mutter,<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Unterwies er mich und sprach zu mir: Lass dein Herz meine Worte festhalten, wahre meine Gebote und lebe.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Erwirb Weisheit, erwirb Klugheit, vergi\u00df nicht, weiche nicht von den Spr\u00fcchen meines Mundes.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Verlasse sie nicht, und sie wird dich wahren; liebe sie und sie wird dich sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der Weisheit Anfang ist: Strebe nach Weisheit, und mit all deinem Eigentum erwirb Klugheit.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Halte sie wert und sie wird dich erheben, sie wird dich zu Ehren bringen, wenn du sie festh\u00e4ltst.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Sie wird deinem Haupte einen Kranz von Anmut verleihen, eine zierende Krone zum Schmucke wird sie dich umgeben.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>H\u00f6re, mein Sohn, und nimm an meine Ausspr\u00fcche, und deine Lebensjahre werden viele werden.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Auf den Weg der Weisheit habe ich dich gewiesen, dich betreten lassen die Gleise der Redlichkeit.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Dass wenn du gehest, dein Schritt nicht beengt wird, und wenn du l\u00e4ufst, du nicht strauchelst.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Halte fest an der Zucht, lass nicht davon, denn sie ist dein Leben.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Gehe nicht auf dem Pfade der Frevler, und schreite nicht auf dem Wege der B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Lass ihn fahren, betritt ihn nicht; lenke von ihm ab und geh vor\u00fcber.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Denn sie schlafen nicht, wenn sie nicht B\u00f6ses zugef\u00fcgt, und ihr Schlaf ist ihnen genommen, wenn sie nicht jemanden zum Fall gebracht haben.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Denn sie essen Brot des Frevels und trinken Wein der Gewalttat.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Aber der Pfad der Gerechten ist wie das Licht des Fr\u00fchrots, das immer heller wird bis zu Tagesh\u00f6he.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Der Weg der Frevler hingegen ist dunkel; sie wissen nicht, woran sie straucheln.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Mein Sohn, merk auf meine Reden, neige dein Ohr meinen Ausspr\u00fcchen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Dass sie nicht von deinem Auge weichen, bewahre sie in deinem Herzen<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Denn Leben sind sie denen, die sie gefunden, und dem Leibe lauter Arzenei,<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Mehr als alles andere bewache dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Schaffe von dir die Falschheit des Mundes, und Verkehrtheit der Lippen entferne von dir.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Gradeaus schauen deine Augen und vor dich hin seien deine Blicke.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Grade richte das Gleis deines Fu\u00dfes, und all deine Wege seien fest.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Weiche nicht ab zur Rechten oder zur Linken, halte deinen Fu\u00df vom B\u00f6sen fern.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Mein Sohn, merk\u2019 auf meine Weisheit, meiner Klugheit neige dein Ohr.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Dass du Umsicht \u00fcbst und deine Lippen Kenntnis bewahren.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wohl tr\u00e4ufeln die Lippen der Fremden Honigseim, und glatter als \u00d6l ist ihr Gaumen;<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Aber nachher sind sie bitter wie Wermut, scharf wie ein doppelschneidiges Schwert.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ihre F\u00fc\u00dfe f\u00fchren zum Tode, zur H\u00f6lle leiten ihre Schritte.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>[Wenn du glaubst,] dennoch den Weg des Lebens inne zu halten, verworren sind ihre Gleise, du kennst dich auf ihnen nicht aus.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Und nun, Kinder, h\u00f6rt auf mich und weichet nicht von den Ausspr\u00fcchen meines Mundes:<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Halte von ihr deinen Weg fern und nahe nicht der T\u00fcre ihres Hauses.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Dass du nicht Fremden deine Bl\u00fcte preisgibst, und deine Jahre dem Grausamen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Dass nicht Fremde sich s\u00e4ttigen deiner Kraft, und dein Erwerb nicht ins Haus der Fremden komme.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Du wirst dann jammern in deinen sp\u00e4ten Tagen, wenn dein Leib und dein Fleisch hinschwindet.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Du wirst sprechen: Wie mochte ich Zucht hassen, und mein Herz Zurechtweisung verwerfen;<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Dass ich nicht auf die Stimme meiner Unterweiser geh\u00f6rt und mein Ohr nicht meinen Lehren geneigt.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wie leicht bin ich hineingeraten in alles Unheil, in Mitten der Versammlung und der Gemeinde. \u2014<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Trink Wasser aus deiner Grube und Flie\u00dfendes aus deinem Born.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Es m\u00f6gen \u00fcberstr\u00f6men deine Quellen auf die Fluren, ins Weite die Wasserb\u00e4che.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Sie geh\u00f6ren dir allein, und Fremde haben nichts daran neben dir.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Deine Quelle sei gesegnet und freue dich des Weibes deiner Jugend,<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Der lieblichen Gazelle und der anmutsvollen Gems; dich befriedigen ihre Reize jederzeit, in ihrer Liebe berausche dich best\u00e4ndig.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Warum aber wolltest du dich berauschen, mein Sohn, mit einer Fremden und schwelgen im Scho\u00df der Ausw\u00e4rtigen?<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Denn vor den Augen des Herrn sind die Wege des Mannes und all seine Gleise w\u00e4gt er ab.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Die eigenen Missetaten fangen den Frevler und von den Banden seiner Ss\u00fcnde wird er festgehalten.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Er stirbt aus Mangel an Zucht, weil er sich an seiner gro\u00dfen Torheit berauscht hat.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Mein Sohn, wenn du f\u00fcr deinen N\u00e4chsten geb\u00fcrgt, deinen Haudschlag gegeben f\u00fcr einen Fremden; 2 Bist du verstrickt durch die Zusagen deines Mundes, gefangen durch die Zusage deines Mundes;<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Thue denn dies, mein Sohn, um dich zu retten, da du in die Hand deines N\u00e4chsten geraten bist: Gehe hin, wirf dich nieder und best\u00fcrme deinen N\u00e4chsten.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>G\u00f6nne deinen Augen keinen Schlaf, deinen Lidern keinen Schlummer;<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Rette dich wie ein Hirsh aus der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Vogelstellers.\u2014<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Geh zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Weise an und werde klug.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Sie, die keinen F\u00fchrer, Vogt und Herrscher hat,<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Erntezeit ihre Speise.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wie lange, du Fauler, willst du liegen? Wann wirst du aufstehen von deinem Schlafe?<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>[Du denkst:] Noch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig die Arme verschr\u00e4nken zum Ruhen!<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Aber herangeschlichen kommt deine Armut, und dein Mangel ist bewappnet [unbesiegbar].<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ein ruchloser Mensch, ein Mann der Untat, geht umher mit gekr\u00fcmmtem Munde [mit falschen Reden].<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Er winkt mit den Augena, scharrt mit den F\u00fc\u00dfen, zeigt mit den Fingern.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>R\u00e4nke sinnt er und schmiedet Unheil zu aller Zeit; er stiftet Z\u00e4nkereien an.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Darum kommt pl\u00f6\u00dftzlich sein Sturz; j\u00e4hlings wird erzerschmettert ohne Heilung.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Sechs sind es, die der Herr ha\u00dft, und das siebente ist ihm ein Gr\u00e4uel.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Hochblickende Augen, falsche Zunge und H\u00e4nde, die unschuldig Blut vergie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Ein Herz, das Gedanken des Unheils schmiedet, F\u00fc\u00dfe, behende zum B\u00f6sen zu rennen. 19., Ein L\u00fcgenschmied, n\u00e4mlich ein falscher Zeuge, und wer unter Br\u00fcdern Zaunk stiftet.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters und verwirf nicht die Weisung deiner Mutter.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Kn\u00fcpfe sie dir stets ans Herz, binde sie um deinen Hals.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Wenn du gehest soll sie dich leiten, wenn du dich hinlegst, soll sie \u00fcber dich wachen, und erwachst du, so soll sie dich besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Denn eine Leuchte ist das Gebot und die Weisung ein Licht; ein Weg des Lebens sind Ermahnungen zur Zucht.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Dich zu wahren vor dem b\u00f6sen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Gel\u00fcste nicht nach ihrer Sch\u00f6nheit in deinem Herzen, dass sie dich nicht mit ihren Blicken gewinne.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Denn durch ein buhlerisches Weib [kommt man herunter] bis auf ein Laib Brot, und das fremde Weib umgarnt eine edle Seele.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Kann man in seinem Scho\u00df Feuer scharren, ohne sich die Kleider zu versengen?<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Oder kann man auf Kohlen wandeln, ohne sich die F\u00fc\u00dfe zu verbrennen?<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>So wer zu der Frau des N\u00e4chsten kommt: der bleibt nicht ungestraft, wer sie ber\u00fchrt.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Man sollte den Dieb nicht verachten, wenn er stiehlt, um sich zu s\u00e4ttigen, da es ihn hungert. 31 Doch wenn er betroffen wird, so bezahlt er das siebenfache, er gibt auch alles Gut seines Hauses hin.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Wer zumal die Ehe bricht mit einem Weibe ist sinnulos; nur wer sich selbst verderben will, tut solches.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Plage und Schande findet er, und seine Schmach wird nicht ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Denn in der Eifersucht ist die Wut des Mannes [unvers\u00f6hnlich]; er schont nicht am Tage der Rache.<\/p>\n<p><sup>39.<\/sup>Er achtet kein L\u00f6segeld und willigt nicht ein, wenn du ihm viele Geschenkte bietest.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Mein Sohn, wahre meine Ausspr\u00fcche, und meine Gebote verbirg bei dir.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wahre meine Gebote, dass du lebest, und meine Weisung wie deinen Augapfel.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Kn\u00fcpfe sie um deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Sprich zur Weisheit: Meine Schwester bist du, und Vertraute nenne die Einsicht.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Dass sie dich wahre vor dem fremden Weibe, vor der Ausw\u00e4rtigen, die glatte Reden f\u00fchrt.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Einst schaut\u2019 ich zum Fenster meines Hauses durch das Gitter hinaus.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Ich beobachtete die Einf\u00e4ltigen, merkte auf einen unverst\u00e4ndigen J\u00fcngling unter den jungen Leuten.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Er ging auf dem Markte, neben ihrer Ecke vorbei, und schritt einher auf dem Wege zu ihrem Hause.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>In der D\u00e4mmerung, da der Tag dunkelte, in einer nebligen finstern Nacht.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Da kam ihm eine Frau entgegen, eine freche Buhlerin und t\u00fcckischen Herzens.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Sie tobt und ist unb\u00e4ndig, in ihrem Hause ruhen ihre F\u00fc\u00dfe nicht.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Bald treibt sie sich auf den Gassen umher, bald auf den Pl\u00e4tzen, und an jeder Ecke lauert sie.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Sie fa\u00dft ihn und k\u00fc\u00dft ihn, mit frechem Angesicht spricht sie zu ihm:<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Mahlopfer hatte ich zu opfern, heute bezahlte ich meine Gel\u00fcbde.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Dann ging ich aus dir entgegen, dich aufzusuchen, und da finde ich dich!<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Mit Teppichen habe ich mein Bett geschm\u00fcckt, mit Stickereien von \u00e4gyptischem Garn.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Mein Lager habe ich mit Myrrhen, Aloe und Zimmt besprengt.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Komm, lass uns schwelgen in Liebe bis an den Morgen, uns erg\u00f6tzen in Lust.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Denn der Ehemann ist nicht zu Hause, er hat einen weiten Weg vor.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Den Geldbeutel hat er mitgenommen, erst an dem Tage des Neumondes kommt er heim. \u2014<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Sie verleitet ihn durch ihr vieles Gerede mit ihren Schmeicheleien verf\u00fchrt ftsie ihn.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Er folgt ihr j\u00e4hlings, wie ein Stier zur Schlachtbank geht und wie in Fesseln zu der Strafe, der Tor.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Bis ein Pfeil seine Leber durchbohrt; wie ein Vogel in die Schlinge eilt und nicht wei\u00df, dass ihm Lebensgefahr droht.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Und nun, Kinder, h\u00f6ret auf mich merket auf die Spr\u00fcche meines Mundes!<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Es schweife nicht zu ihren Wegen dein Herz, verirre dich nicht auf ihre Stege.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Denn viele hat sie zu Grunde gerichtet und zahlreich sind die von ihr Erschlagenen.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Die Wege zur H\u00f6lle ist ihr Haus, sie f\u00fchren in die Kammern des Todes.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Die Weisheit ruft laut und die Einsicht l\u00e4\u00dft ihre Stimme erschallen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>An der Spitze der H\u00f6hen, am Wege, innerhalb der Stege stellt sfie sich auf.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>An den Toren, vor der Stadt, am Eingang der T\u00fcren ruft sie laut:<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Euch, M\u00e4nner, rufe ich an, und meine Stimme ergeht an die Menschenkinder.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Werdet, ihr Einf\u00e4ltigen, gescheut; ihr Toren, werdet verst\u00e4ndig!<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>H\u00f6ret, denn Herrliches will ich reden, und meinen Lippen entstr\u00f6mt Redliches.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Wahrheit redet meine Kehle und meine Lippen verabscheuen Frevel.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Richtig sind alle Spr\u00fcche meines Mundes, in ihnen ist nichts verdreht und krumm.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Alle sind einleuchtend dem Einsichtigen und richtig denen, die Erkenntnis suchen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Nehmet meine Zucht lieber als Silber, Erkenntnis vorz\u00fcglicher als Gold.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Denn wertvoller ist Weisheit als Perlen, und alles Kostbare kommt ihr nicht gleich.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ich Weisheit habe Gescheutheit inne, und Erkenntnis der Umsicht erlange ich.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Den Herrn f\u00fcrchten ist das B\u00f6se hassen; Stolz, Hoffart und b\u00f6sen Wandel und die Sprache der R\u00e4nke hasse ich.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Bei mir ist Rat und Bestand; ich bin die Einsicht und habe Kraft.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Durch mich regieren K\u00f6nige, und F\u00fcrsten geben gerechte Gesetze.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Durch mich herrschen die Herren und die F\u00fcrsten, alle gerechten F\u00fchrer.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Die mich lieben, mache ich beliebt, und die mich aufsuchen, finden mich.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Reichtum und Ehre sind bei mir, unwandelbares Gut und Gl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Meine Frucht ist besser als Gold und gediegenes Gold, und mein Ertrag besser als vorz\u00fcgliches Silber.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Auf dem Pfade des Rechts wandle ich, inmitten der sSteige der Gerechtigkeit.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Meine Freunde zu beschenken ist in F\u00fclle da, und ihre Schatzkammern f\u00fclle ich.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Der Herr hat mich geschaffen als das Erste seiner Werke, das Erste seiner Taten seit der Urzeit.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Von Ewigkeit her wurde ich gebildet von Beginn an, seit den Anf\u00e4ngen der Erde.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Da noch keine Fluten waren, wurde ich gezeugt, da noch nicht Quellen waren, reich an Wasser.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Bevor die Berge eingesenkt wurden, vor den H\u00fcgeln wurde ich geschaffen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Noch hatte er nicht Erde und Fluren gemacht und den Beginn des Staubes des Erdenrundes.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Als er den Himmel bereitete, war ich da, als er den Kreis zog \u00fcber den Abgrund;<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Als er die Wolken droben befestigte, als sich die Quellen der Tiefen t\u00fcrmten;<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Als er dem Meere eine Grenze setz\u00dfte, dass das Wasser nicht seine Ufer \u00fcberschreite, als er einf\u00fcgte die Grundpfeiler der Erde:<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Da war ich bei ihm als ein Werkzeug und sein Entz\u00fccken Tag f\u00fcr Tag, spielend vor ihm zu aller Zeit;<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Spielend auf seinem Erdball und mein Entz\u00fccken bei den Menschenkindern.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Und nun, Kinder, h\u00f6ret auf mich; wohl denen, die meiner Wege wahren.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>H\u00f6ret auf die Zurechtweisung und werdet weise und entartet nicht.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Wohl dem Menschen, der auf mich h\u00f6rt, zu wachen an meinen T\u00fcren Tag f\u00fcr Tag, zu wahren die Pfosten meiner Eing\u00e4nge.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup>Denn wer mich gefunden, hat Leben gefunden und wird Wohlgefallen finden beim Herrn.<\/p>\n<p><sup>36.<\/sup>Aber wer mich verfehlt, beraubt sich selber, all meine Hasser lieben den Tod.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Die Weisheit hat ihr Haus erbaut, ihre sieben S\u00e4ulen ausgehauen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Sie hat geschlachtet ihr Schlachtvieh, hat gemischt ihren Wein, auch angerichtet ihren Tisch.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Sie schickt ihre M\u00e4dchen aus und l\u00e4\u00dft einladen auf den Vorspr\u00fcngen der H\u00f6hen der Stadt.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Wer einf\u00e4ltig ist, kehre hier ein, wer unverst\u00e4ndig, f\u00fcr den spricht sie:<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Kommet, esset von meinem Brote und trinket vom Wein, den ich gemischt.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Lasset die Torheiten, dass ihr lebet, und schreitet auf dem Wege der Weisheit. \u2014<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Wer den Sp\u00f6tter belehrt, holt sich Schimpf, und wer den Frevler zurechtweist \u2014 seinen Schandfleck.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>R\u00fcge nicht den Sp\u00f6tter, dass er dich nicht hasse, r\u00fcge aber den Klugen, denn er wird dich lieben.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Belehre den Klugen, und er wird noch kl\u00fcger, bring dem Gerechten Wissen, und er wird an Wissen zunehmen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn, und die Kenntnis des Heiligen ist Einsicht.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Denn durch mich werden deiner Tage viele werden und deine Lebensjahre sich mehren.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Wenn du weise bist, bist du zu deinem Nutzen weise, und bist du ein Sp\u00f6tter, tr\u00e4gst du\u2019s allein.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Das th\u00f6richte Weib treibt sich umher, das einf\u00e4ltige, das nichts wei\u00df.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Sie sitzt am Eingang ihres Hauses auf einem Stuhl, oder auf den H\u00f6hen vor der Stadt;<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Einzuladen, die des Weges vorbeigehen, die ihre grade Stra\u00dfe ziehen.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wer einf\u00e4ltig ist, kehre hier ein, und wer unverst\u00e4ndig ist, den spricht sie an:<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Gestohlenes Wasser ist s\u00fc\u00df und heimliches Brot ist angenehm.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Aber er wei\u00df nicht, dass dort die Verblichenen sind, in die Tiefen der H\u00f6lle kommen ihre Geladenen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Spr\u00fcche salomos: Ein kluger Sohn erfreut den Vater, aber ein th\u00f6richter Sohn ist der Gram seiner Mutter.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Es n\u00fctzen nicht unrecht erworbene Sch\u00e4tze, Gerechtigkeit aber rettet vom Tode. 3 Der Herr l\u00e4\u00dft die Gerechten nicht darben, aber die Gier s\u00f6\u00dft den Frevler fort.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Der mit Trug schafft, bleibt arm; aber die Hand der Flei\u00dfigen macht reich.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Der kluge J\u00fcngling sammelt im Sommer ein, w\u00e4hrend der Schandbube in der Erntezeit schlummert.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Segnungen kommen auf das Haupt der Gerechten, aber den Frevler bedecken [Klagen wegen] Gewalttat.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Das Ged\u00e4chtnis der Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Frevler verweset.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wer klugen Sinnes ist, nimmt Gebote an, aber der th\u00f6richte Schw\u00e4tzer mu\u00df gez\u00fcchtigt werden.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wer in Unschuld wandelt, wandelt sicher, und wer krumme Wege geht, mu\u00df es b\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Wer mit den Augen winkt, veranlasst Kr\u00e4nkung, und der th\u00f6richte Schw\u00e4tzer wird gez\u00fcchtigt.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Ein Quell des Lebens ist der Mund des Gerechten, aber der Mund der Frevler bringt Gewalttat.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ha\u00df erweckt Streit, die Liebe aber deckt alle Vergehungen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Auf den Lippen des Einsichtigen wird Weisheit gefunden, aber f\u00fcr den R\u00fccken des Unverst\u00e4ndigen ist nur die Rute.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Die Weisen wahren Erkennnis, aber bei dem Munde des Narren ist Schrecken nahe.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Das Verm\u00f6gen des Reichen ist seine starke Veste, der Schrecken der Armen ist ihre Armut.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Das Wirken des Gerechten ist f\u00fcr das Leben; der Ertrag des Frevlers \u2014 f\u00fcr die S\u00fcnde.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Den Pfad zum Leben [w\u00e4hlt], wer Zucht achtet; wer aber Ermahnung verl\u00e4\u00dft, geht irre.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Wer den Ha\u00df in l\u00fcgenhafter Weise zu verbergen sucht und \u00fcble Nachrede ausbringt, ist ein Tor.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Bei vielem Gerede wird es an Bosheit nicht mangeln, der Verst\u00e4ndige aber schont seine Lippen.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Auserlesen Silber is die Zunge des Gerechten; das Herz der Frevler ist nichtsw\u00fcrdig.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Die Lippen des Gerechten leiten viele, aber die Narren sterben aus Unverstand. 22 Der Segen des Herrn macht reich und dabei ist keine M\u00fche.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Wie es dem Toren Vergn\u00fcgen macht, Unheil zu stiften, so dem Einsichtigen Weisheit zu \u00fcben.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wovor dem Frevler bangt, das kommt \u00fcber ihn; was die Gerechten w\u00fcnschen, wird ihnen gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>F\u00e4hrt der Sturmwind herbei, so ist der Frevler dahin, aber der Gerechte ist wie ein ewiger Grund.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Wie Essig f\u00fcr die Z\u00e4hne und wie Rauch f\u00fcr die Augen, so der Tr\u00e4ge f\u00fcr die, welche ihn aussenden.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Die Furcht des Herrn mehret die Tage, aber die Jahre der Frevler werden verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Die Erwartung der Gerechten bringt Freude, aber die Hoffnung der Frevler wird nie verwirklicht.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Eine Veste ist des Herrn Walten dem Unschuldigen, den \u00dcbelth\u00e4tern aber ein Schrecken.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Der Gerechte wird nimmer wanken, aber die Frevler bleiben nicht im Lande.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Aus dem Munde des Gerechten str\u00f6mt Weisheit, aber die Zunge der R\u00e4nke wird vertilgt.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Die Lippen des Gerechten kennen Wohlwollen, aber der Mund der Frevler nur R\u00e4nke.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Die tr\u00fcgerische Wagschale ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel, und richtiges Gewicht sein Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Kommt \u00dcbermut, so kommt Schmach, aber bei den Bescheidenen ist Weisheit.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Die Redlichen leitet ihre Einfalt, aber die Verr\u00e4ter bringt ihre Arglist ins Verderben.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Es nutzt kein Verm\u00f6gen am Tage des Zorns, nur Gerechtigkeit rettet vom Tode.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Die Gerechtigkeit des Arglosen ebnet seinen Weg, w\u00e4hrend der Frevler in seinen Frevel f\u00e4llt.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Die Redlichen rettet ihre Gerechtigkeit, w\u00e4hrend die Verr\u00e4ter in ihrer Habsucht gefangen werden.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Mit dem Tode des Frevlers schwindet auch seine Hoffnung, und die Erwartung der M\u00e4chtigen ist geschwunden.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Der Gerechte wird aus der Not gerettet und der Frevler kommt an seine Stelle.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Mit seinem Munde sucht der Heuchler seinem N\u00e4chsten zu schaden, aber dur Einsicht werden die Gerechten gerettet.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Wenn es den Gerechten wohlgeht, jauchzt die Stadt, und ebenso wenn die Frevler untergehen, herrscht Jubel.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Durch den Segen der Redlichen wird eine Stadt erh\u00f6ht, aber durch den Mund der Frevler wird sie zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Der Alberne schm\u00e4ht seinen N\u00e4chsten; der Mann von Verstand schweigt lieber.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wer als Verl\u00e4umder umhergeht, verr\u00e4t Geheimnisse, aber ein treues Gem\u00fct verbirgt die Sache.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Ohne Lenkung verf\u00e4llt ein Volk, denn Heil ist nur durch viele Ratgeber. 15 Wer sich f\u00fcr einen Fremden verb\u00fcrgt, zieht sichh Ungl\u00fcck zu, aber wer das Handeinschlagen ha\u00dft, ist sicher. 16 Ein holdes Weib schaft Ehre, aber die M\u00e4chtigen suchen nur Reichtum.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Der Wohlth\u00e4tige erzeigt sich selber Gutes, der Grausame schadet seinem Leibe.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Der Frevler schafft nichtigen Erwerb, aber wer Gerechtigkeit s\u00e4et, [erntet] sichern Lohn.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Eine St\u00fctze ist die Gerechtigkeit zum Leben; wer aber dem B\u00f6sen nachjagt, jagt dem Tode nach.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel dem Herrn sind die T\u00fcckischen, aber die von untadeligem Wandel sinden sein Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>M\u00f6gen sie Hand an Hand [zusammengehen], der B\u00f6sewicht entgeht doch der Strafe nicht; aber die Nachkommenschaft des Gerechten entgeht dem B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Ein goldener Nasenring am R\u00fcssel des Schweins ist ein sch\u00f6nes Weib, das ohne Verstand ist.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Der Wunsch des Gerechten ist nur Gutes, die Hoffnung der Frevler is nur Ha\u00df.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Mancher spendet und wird noch reicher, und mancher spart \u00fcber Geb\u00fchr nur zu seinem Schaden.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Wer freigebigen Sinnes ist, wird ges\u00e4ttigt; wer andern zu genie\u00dfen gibt, genie\u00dft auch selbst dabei.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Wer Getreide zur\u00fcckh\u00e4lt, den verw\u00fcnscht das Volk, aber Segen kommt auf das Haupt dessen, der Nahrung verkauft.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wer Wohlwollen sucht, sucht auch Heil, und wer nach Unheil trachtet, \u00fcber den kommt es.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Wer seinem Reichtum vertraut, der st\u00fcrzt; aber die Gerechten gr\u00fcnen wie Laub.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Wer seine Hausgenossen grausam behandelt, wird Wind besitzen, denn der Tor ist der Sklave des Weisen [der j\u00e4hzornige, unverst\u00e4ndige Herr wird von dem kugen Diener beherrscht].<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, der Kluge gewinnt die Seelen.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Dem Gerechten wird auf Erden vergolten und ebenso dem Frevler und S\u00fcnder.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis; aber wer Zurechtweisung ha\u00dft bleibt unwissend.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Der Gute gewinnt Wohlgefallen beim Herrn, aber den t\u00fcdckischen Mann verdammt er.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Der Mensch besteht nicht durch Frevel, aber die Wurzel der Gerechten wankt nimmer.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Ein wackres Weib ist die Krone ihres Mannes, und wie Fra\u00df in seinen Gebeinen ist die Boshafte.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Die Gedanken der Gerechten sind das Recht, die Anschl\u00e4ge der Frevler der Betrug.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Die Reden der Frevler sind Meuchelmord, aber der Mund der Redlichen rettet [die von diesen Anschl\u00e4gen Betroffenen].<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Umgest\u00fcrzt werden die Frevler und sind nicht mehr, aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Nach seinem Verstande wird ein Mann gepriesen, ein Verschrobener aber wird zu Spott.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Besser der Geringe, der einen Dienst hat, als wer vornehm tut und es mangelt ihm an Brot.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Der Gerechte wei\u00df, wie seinem Vieh zu Mute ist, aber des Frevlers Herz ist grausam.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wer seinen Acker bestellt, wird satt an Brot, der Alberne aber befa\u00dft sich mit Nichtigkeiten.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Der Frevler wird von den b\u00f6sen Gel\u00fcsten gefangen gehalten, w\u00e4hrend der Gerechte Wurzel schl\u00e4gt.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>DerB\u00f6se verstrickt sich durch sein b\u00f6ses Gerede, und so entgeht der Gerechte der Not.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Von seines Mundes Frucht wird man des Guten satt, und was der Mensch mit seinen H\u00e4nden getan, vergilt man ihm.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Der Weg des Narren d\u00fcnkt ihm gerade, der Kluge aber h\u00f6rt auf Rat.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Der Narr gibt am hellen Tage seinen \u00c4rger kund, aber der Kluge verbirgt die Beschimpfung.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Wer nach Wahrheit strebt, sagt [vor Gericht] nach Recht aus, aber der l\u00fcgnerische Zeuge sagt L\u00fcge aus.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Mancher stichelt mit Worten wie Schwertstiche, aber die Zunge der Weisen ist Beruhigung.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Die Lippe der Wahrheit hat Bestand auf die Dauer; aber die Zunge der L\u00fcge ist nur f\u00fcr den Augenblick.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Betrug ist im Herzen derer, die B\u00f6ses schmieden, aber denen, die zum Frieden raten, wird Freude werden.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Dem Gerechten begegnet keine Untat, die Frevler aber sind voll des B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel sind dem Herrn die Lippen der L\u00fcge, aber die Treue \u00fcben, erlangen sein Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Ein kluger Mensch verbirgt die Einsicht, aber das Herz des Toren schreit die Dummheit aus.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Die Hand der Flei\u00dfigen wird herrschen, die l\u00e4ssige aber wird dienstbar.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Kummer im Herzen des Mannes beugt [das Gem\u00fct], ein gutes Wort aber erfreut es.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Der Gerechte l\u00e4\u00dft sich von seinem Freude warnen, aber der Weg der Frevler f\u00fchrt sie irre.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Der L\u00e4ssige br\u00e4t nicht sein Wildpret; des Menschen edles Gut ist Flei\u00df.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Auf dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Steige ist der Tod nicht.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Ein kluger Sohn ist [die Frucht] der Erziehung des Vaters, der Sp\u00f6tter aber hat niemals einen Verweis geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Jedermann genie\u00dft von seines Mundes Frucht das Gute, aber der Verr\u00e4ter Gier ist Gewalttat.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wer seinen Mund h\u00fctet, h\u00fctet sein Leben, aber wer seine Lippen aufrei\u00dft, bereitet sich Verderben.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Der Tr\u00e4ge gel\u00fcstet und hat nichts, der Flei\u00dfige aber wird ges\u00e4ttigt.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Der Gerechte ha\u00dft die L\u00fcge, aber der Frevler macht Schimpf und Schande.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Die Gerechten h\u00fctet die Einfalt im Wandel, aber die Frevler verdrehet die S\u00fcnde.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Mancher tut reich und hat nichts, mancher tut arm bei gro\u00dfem Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Mancher m\u00f6chte seinen Reichtum als L\u00f6segeld f\u00fcr sein Leben geben, w\u00e4hrend der Arme seine Drohung h\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Das Licht der Gerechten leuchtet fr\u00f6hlich, aber die Leuchte der Frevler erlischt.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Nur durch Trotz gibt es Hader, aber bei den Besonnenen ist \u00dcberlegung.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Verm\u00f6gen nimmt durch Eitelkeit ab, wer aber mit M\u00fche sammelt, wird reich.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Hoffen, das sich in die L\u00e4nge zieht, macht das Herz krank; aber ein Baum des Lebens ist ein erf\u00fcllter Wunsch.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wer das Wort verachtet, mu\u00df gepr\u00fcgelt werden, wer aber das Gebot f\u00fcrchtet, dem wird gelohnt.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, auszuweichen den Schlingen des Todes.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Ein feines Benehmen schafft Gunst, aber die Weise des Boshaften ist rauh.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Jeder Kluge handelt mit Verstand, der Tor aber legt seine Narrheit dar.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Durch einen ungetreuen Boten f\u00e4llt man ins Ungl\u00fcck, ein treuer Gesandter aber bringt Heilung.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Armut und Schande dem, der Zucht verwirft, aber wer Zurechtweisung beachtet, wird geehrt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Ein Gel\u00fcst \u00fcberwinden ist der Seele gut; aber den Toren ist ein Gr\u00e4uel, vom B\u00f6sen zu weichen.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Wer mit Klugen umgeht, wird klug, aber wer sich zu Toren gesellt, leidet Schaden.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Die S\u00fcnder verfolgt das B\u00f6se, aber die Gerechten belohnt das Gute.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Der Gute vererbt [das Gut] auf Kindeskinder, denn dem Gerechten bleibt der Reichtum des S\u00fcnders aufbewahrt.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>F\u00fclle von Speise bringt der Acker dem Armen, w\u00e4hrend Reichtum weggerafft wird durch Ungeb\u00fchr.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wer die Rute spart, ha\u00dft seinen Sohn; aber wer ihn liebt, sucht ihn heim mit Z\u00fcchtigung.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Der Gerechte i\u00dft und wird satt; aber der Bauch der Frevler bleibt leer.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Ein kluges Weib bauet ihr Haus, ein t\u00f6richtes aber rei\u00dft es mit eigenen H\u00e4nden nieder.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wer in seiner Geradheit wandelt, f\u00fcrchtet den Herrn, aber der auf krummen Wegen l\u00e4stert ihn.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Im Munde des Narren ist ein Stock des Hochmuts; aber die Lippen der Klugen beruhigen sie.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Wo keine Rinder sind, ist die Tenne leer, aber ein reicher Ertrag ist durch Kraft des Stiers.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein wahrhafter Zeuge l\u00fcgt nicht; aber ein falscher Zeuge verbreitet L\u00fcge.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Der Sp\u00f6tter sucht nach Weisheit und findet sie nicht, aber dem Einsichtigen ist die Erkeuntnis leicht.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Entferne dich von dem t\u00f6richten Mann, von dem du niemals verst\u00e4ndige Worte h\u00f6rst.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Die Klugheit des Vorsichtigen ist, auf seinen Weg merken; die Narrheit des Toren ist der Betrug.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Die Toren treiben Scherz mit der Schuld; aber zwischen Redlichen herrscht Wohlwollen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Das Herz f\u00fchlt seinen eigenen Gram, aber auch in seine Freude kann sich kein Fremder mischen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Das Haus der Frevler wird vertilgt, aber das Zelt der Redlichen bl\u00fcht.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Mancher Weg scheint gerade vor einem Manne, aber am Ende sind es Wege zum Tode.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Auch beim Lachen zieht sich das Herz schmerzhaft zusammen, das Ende der Freude wird Trauer.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Von seinem Wandel wird der B\u00f6sgesinnte ges\u00e4ttigt, ebenso von dem seinen der gute Mensch.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Der Dumme glaubt allen, aber der Vorsichtige merkt auf seinen Schritt.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Der Kluge ist behutsam und weicht dem B\u00f6sen aus, aber der Tor ist streits\u00fcchtig und w\u00e4hnt sich sicher.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Der J\u00e4hzornige begeht Torheit, uud der R\u00e4nkevolle wird geha\u00dft.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Die Dummen erwerben Torheit; aber die Klugen kr\u00e4nzen sich mit Erkenntnis.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Es b\u00fccken sich die B\u00f6sen vor den Guten, und die Frevler an den Toren des Gerechten.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Auch seinem Freunde wird der Arme l\u00e4stig, aber des Reichen Freunde sind viel.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Wer seinen N\u00e4chsten verachtet, ist ein S\u00fcnder; aber wer gegen Gebeugte mildt\u00e4tig ist, wohl ihm!<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Gehen doch alle irre, die B\u00f6ses schmieden; aber Liebe und Treue finden die, welche Gutes sinnen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Aus jeder Anstrengung kommt \u00dcberflu\u00df, aber Geschw\u00e4tz der Lippen bringt nur Mangel.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Eine Krone ist f\u00fcr die Klugen ihr Reichtum, die Narrheit der Toren [ist auch beim Reichtum] Narrheit.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Ein wahrhafter Zeuge rettet Menschenleben, aber wer L\u00fcgen aussagt, f\u00f6rdert Betrug.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>In der Furcht des Herrn ist ein fester Verlass, und seinen Kindern ist er eine Zuflucht.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, zu entgehen den Schlingen des Todes.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>In der Menge des Volkes besteht die Herrlichkeit des K\u00f6nigs, dagegen im Mangel an Leuten der Sturz des F\u00fcrsten.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Der Langm\u00fctige ist reich an Verstand, aber der J\u00e4hzornige tr\u00e4gt Torheit zur Schau.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Ein ruhiges Gem\u00fct ist Lebensbalsam f\u00fcr den K\u00f6rper, aber Knochenfra\u00df ist Neid.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Wer den Armen bedr\u00fcckt, l\u00e4stert seinen Sch\u00f6pfer, aber wer [Gott] ehrt, ist mildt\u00e4tig gegen den D\u00fcrftigen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>In seine Bosheit wird der Frevler gest\u00fcrzt, der Gerechte aber ist selbst im Tode geborgen.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Im Herzen des Einsichtigen ruht die Klugheit, aber was in der Brust der Toren ist, zeigt sich offenkundig.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Gerechtigkeit erh\u00f6ht ein Volk, aber die Schande der Nationen ist die S\u00fcnde.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup>Des K\u00f6nigs Wohlgefallen wird dem verst\u00e4ndigen Knechte, und sein Unwillen dem schandbaren.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Milde Antwort wendet ab den Grimm, aber ein kr\u00e4nkendes Wort erh\u00f6ht den Zorn.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Die Zunge der Weisen spendet Wissen, aber der Mund der Toren sprudelt Narrheit.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>\u00dcberall sind die Augen des Herrn, schauend die B\u00f6sen und die Guten.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Eine milde Sprache is ein Baum des Lebens, aber Falschheit in ihr beugt das Gem\u00fct.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein Narr verwirft die Zucht des Vaters, wer aber Zurechtweisung beachtet, wird klug.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Das Haus des Gerechten ist ein gro\u00dfer Schatz, aber im Einkommen des Frevlers ist Zerr\u00fcttung.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Die Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, das Herz der Toren Unrichtiges.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Das Mahlopfer der Frevler ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel; aber das Gebet der Redlichen findet sein Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel dem Herrn ist des Frevlers Weg; aber wer der Gerechtigkeit nachstrebt, den liebt er.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Zucht mi\u00dff\u00e4llt dem, der die gerechte Bahn verl\u00e4\u00dft, aber wer Zurechtweisung ha\u00dft, mu\u00df fr\u00fchzeitig sterben.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Grab und H\u00f6lle sind dem Herrn gegenw\u00e4rtig; vielmehr die Herzen der Menschenkinder.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Der Sp\u00f6tter liebt es nicht, dass man ihn zurechtweise, deshalb geht er nicht zu den Weisen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Ein fr\u00f6hliches Herz erheitert das Angesicht; aber durch Herzenskummer wird der Mut gebeugt.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Das Herz des Einsichtigen sucht Erkenntnis, aber der Mund der Toren weidet sich an Narrheit.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Die Tage des Tr\u00fcbsinnigen sind alle ungl\u00fccklih, aber ein heiteres Gem\u00fct ist stets wie auf einem Gastmahl.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Besser wenig in der Furcht des Herrn, als ein gro\u00dfer Schatz und Unruhe dabei.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Besser ein Gericht Gem\u00fcse, wo Liebe ist, als ein gem\u00e4steter Ochse und Ha\u00df dabei.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Ein zorniger Mensch erregt Zank, der Langm\u00fctige legt den Streit bei.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Der Weg des Tr\u00e4gen ist wie [mit] Dornen verz\u00e4unt; aber der Pfad der Redlichen ist geebnet.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein kluger Sohn erfreut den Vater; aber ein th\u00f6richter Mensch schm\u00e4ht seine Mutter.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Die Narrheit macht dem Unverst\u00e4ndigen Freude, dem einsichtigen Mann der redliche Wandel.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Beschl\u00fcsse ohne Beratung haben keinen Bestand, nur bei vielen Ratgebern wirst du bestehen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Freude wird dem Menschen durch seines Mundes Antwort, denn das Wort zu rechter Zeit, wie trefflich ist\u2019s!<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Der Pfad des Lebens f\u00fchrt aufw\u00e4rts bei dem Verst\u00e4ndigen, damit er dem Grabe abw\u00e4rts ausweiche.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Das Haus der Hoff\u00e4rtigen wird der Herr niederrei\u00dfen und den Grenzstein der Witwe feststellen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel dem Herrn sind die Gedanken des B\u00f6sen, aber wohlgef\u00e4llig die reinen Reden.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wer nach Gewinn geizt, richtet sein Haus zu Grunde, aber wer Bestechung ha\u00dft, wird leben.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Das Herz des Gerechten sinnt nach, um zu antworten, aber der Mund der Frevler sprudelt Bosheiten.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Fern ist der Herr von den Frevlern, aber das Gebet der Gerechten h\u00f6rt er an.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Es hellt die Augen auf, was das Herz erfreut, gute Nachricht gibt Mark dem Gebein.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Der, des Ohr auf Lebenslehren h\u00f6rt, darf unter Weisen wohnen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Wer Zucht verwirft, verschm\u00e4ht sein Leben, aber wer auf Zurechtweisung h\u00f6rt, gewinnt Verstand.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Die Furcht des Herrn ist Anleitung zur Weisheit, und vor der Ehre kommt Bescheidenheit.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Des Menschen sind des Herzens Entw\u00fcrfe, aber vom Herrn kommt eine richtige Antwort der Zunge.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>All die Wege des Menschen h\u00e4lt er f\u00fcr lauter, aber der Herr ermi\u00dft die Gesinnungen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Befiehl dem Herrn deine Werke, so werden deine Entw\u00fcrfe bestehen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Alles hat der Herr zu seiner Bestimmung geschaffen, auch den Frevler f\u00fcr den Tag des Unheils.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel dem Herrn is jeder Hochm\u00fctige; Hand in Hand gehen \u2014 er bleibt doch nicht ungestraft.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Durch Liebe und Treue wird die Schuld ges\u00fchnt, und durch Furcht des Herrn entweicht man dem B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Wenn der Herr jemandem Gnade erweist, l\u00e4\u00dft er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Besser wenig durch Gerechtigkeit, als viel Einkommen durch Ungeb\u00fchr.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Das Herz des Menschen sinnt \u00fcber seinen Weg nach, aber der Herr lenkt seinen Schritt.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Ein Zauber ist auf den Lippen des K\u00f6nigs, wenn dessen Mund nicht dem Recht untreu wird.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Der Herr h\u00e4lt Wage und Wagschalen [des Menschen] Werke sind die Gewichtsteine im Beutel.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel sei den K\u00f6nigen Frevel zu ver\u00fcben, denn nur durch Gerechtigkeit wird ein Thron befestigt.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wohlgefallen der K\u00f6nige seien aufrichtige Lippen, und wer ehrlich redet, den soll er lieben.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Der Grimm des K\u00f6nigs ist wie der Todesengel, doch der kluge Maun vers\u00f6hnt ihn.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Im leuchtenden Gesicht des K\u00f6nigs ist Leben, und seine Huld gleicht einer Wolke des Sp\u00e4tregens.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Weisheit erwerben ist viel besser als Gold, und Einsicht erwerben is vorz\u00fcglicher als Silber.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Die Bahn der Redlichen ist, dem B\u00f6sen auszuweichen; wer seines Weges achtet wahrt sein Leben.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Vor dem Sturz ist der Stolz, und vor dem Fall Hochmut.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Besser dem\u00fctig mit den Armen sein, als Beute teilen mit Hoff\u00e4rtigen.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Wer auf das Wort aufmerkt, findet Gutes; doch wer auf den Herrn vertraut, wohl ihm!<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Wer klugen Sinnes ist, wird ein Weiser genannt, und Wohlredenheit mehrt Belehrung.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Ein Quell des Lebens ist der Verstand dem, der ihn besitzt, aber die Z\u00fcchtigung der Narren ist die Narrheit.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Der Sinn des Klugen macht seinen Mund verst\u00e4ndig, und mit seiner Rede mehrt er Belehrung.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Honigseim sind angenehme Reden, s\u00fc\u00df f\u00fcr die Seele und heilsam f\u00fcr den Leib.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Mancher Weg d\u00fcnkt dem Menschen grade, aber am Ende f\u00fchrt er zum Tode.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Der Hunger des Arbeiters arbeitet f\u00fcr ihn, sein Mund treibt ihn dazu an.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Der ruchlose Mann sinnt Unheil und auf seinen Lippen ist es wie ein sengendes Feuer.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Der r\u00e4nkevolle Mann stiftet Zank, und der Ohrenbl\u00e4ser bringt Freunde auseinander.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Der Gewaltth\u00e4tige beth\u00f6rt seinen N\u00e4chsten, er f\u00fchrt ihn auf nicht gute Wege.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Wer seine Augen schlie\u00dft, will auf R\u00e4nke sinnen; wer die Lippen zusammenkneift, bringt Unheil fertig.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Eine herrliche Krone ist das greise Haupt, auf dem Wege der Gerechtigteit wird es erlangt.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Ein Langm\u00fctiger ist mehr als ein Held, und wer sich beherrscht, ist mehr als ein St\u00e4dtebezwinger.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>In den Scho\u00df wird das Los gesch\u00fcttet, aber vom Herrn kommt die Entscheidung.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Besser trocknes Brot und Ruhe dabei, als ein Haus voll Mahlopfer bei Z\u00e4nkereien.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Ein verst\u00e4ndiger Knecht wird \u00fcber den schandbaren Sohn [seines Herrn] herrschen und mit den Br\u00fcdern das Erbe teilen. \u2014<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Ein Schmelztigel ist f\u00fcr Silber und ein Ofen f\u00fcr Gold, aber die Herzen pr\u00fcft der Herr.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Der B\u00f6sewicht nimmt b\u00f6se Reden an, der L\u00fcgenhafte h\u00f6rt die verderblichen Reden.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Wer des Armen spottet, l\u00e4stert seinen Sch\u00f6pfer; wer schadenfroh ist, bleibt nicht ungestraft.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Die Krone der Greise sind Kindeskinder, und der Schmuck der Kinder ihre Eltern.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Es geziemt nicht dem Niedrigen eine schwungvolle Sprache, aber ebenso wenig dem Edlen die Sprache der L\u00fcge.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Ein Zauber ist das Geschenk in den Augen des Empf\u00e4ngers, wohin man sich auch damit wendet, gl\u00fcckt es ihm.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wer das Vergehen bedeckt, f\u00f6rdert Liebe; aber wer eine Sache wieder vorbringt, bringt Freunde auseinander.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Ein Verweis wirkt mehr bei dem Verst\u00e4ndigen, als bei dem Toren hundert Schl\u00e4ge.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Nur Widersetzlichkeit sucht der B\u00f6se, auch wenn der grausame Bote gegen ihn bereits losgelassen ist.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Mag man einer B\u00e4rin begegnen, die der Jungen beraubt ist, nur nicht einem Toren in seiner Narrheit. 13 Wer B\u00f6ses vergilt f\u00fcr Gutes, aus dessen Haus weicht das Ungl\u00fcck nicht.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wer Zank beginnt ist wie der, welcher Wasser entfesselt; darum, bevor es herausbricht, lass ab vom Streit.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Den Schuldigen frei sprechen und den Gerechten verdammen, ein Gr\u00e4uel dem Herrn ist beides.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wozu Geld in der Hand des Toren? Weisheit zu kaufen? Da is ja kein Verstand.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Wer stets seinen Freund liebt [ihm treu bleibt], dem wird auch ein Freund in der Not entstehen.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Ein sinnloser Mensch schl\u00e4gt die Hand ein, leistet B\u00fcrgschaft f\u00fcr seinen N\u00e4chsten.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Wer Vergehung liebt, liebt streit; wer seine T\u00fcre hoch anlegt, sucht einen Unfall.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein krummer Sinn findet kein Gut, und eine falsche Zunge f\u00e4llt in Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Man zeugt einen Toren sich zum Kummer, und keine Freude hat der Vater eines Niedertr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Ein fr\u00f6hlih Herz gibt gesundes Aussehen, aber ein tr\u00fcbes Gem\u00fct vertrocknet die Knochen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Geschenke aus dem Busen [im Geheimen] holt der Frevler, um zu beugen die Pfade des Rechts.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Dem Einsichtigen ist die Weisheit vor Augen, aber der Tor sucht sie [vergeblich] am Ende der Erde.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Eine Kr\u00e4nkung seinem Vater ist der th\u00f6richte Sohn und bitterer Kummer f\u00fcr die, welche ihn geboren.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Dem Gerechten mi\u00dff\u00e4llt das Strafen, dem Edlen das Z\u00fcchtigen, selbst nach Geb\u00fchr.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Der Kenntnisreiche ist in seiner Rede zur\u00fcckhaltend und der Einsichtige kaltbl\u00fctig.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Auch ein Narr, der schweigt, gilt f\u00fcr klug, der seine Lippen verschlie\u00dft, f\u00fcr einsichtig.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Der sich Absondernde geht seinen L\u00fcsten nach und spottet alles Guten.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Der Tor hat keinen Gefallen an Einsicht, sondern nur seine Triebe zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wenn der Frevler kommt, kommt auch Spott, und mit dem Gemeinen kommt Beschimpfung.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Tiefe Wasser sind mitunter die Reden eines Mannes, ein sprudelnder Bach, ein Quell der Weisheit.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Es ziemt sich nicht, das Ansehen des M\u00e4chtigen zu achten, um den Gerechten vor Gericht zu benachteiligen.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Die Lippen des Toren kommen mit Zank und sein Mund schreit nach Schl\u00e4gereien.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der Mund des Toren ist sein Verderben, und seine Lippen sein Fallstrick.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Die Worte des Ohrenbl\u00e4sers sind wie Leckereien, die in des Leibes Kammern [in den Magen] kommen.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wer seine Arbeit l\u00e4ssig betreibt, ist dem Zerst\u00f6rer nahe verwandt.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Ein fester Turm ist der Name des Herrn, zu ihm fl\u00fcchtet sich der Gerechte und ist geborgen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Des Reichen Verm\u00f6gen ist seine feste Burg, und wie hinter einer festen Burg ist er in seinen Prunkgem\u00e4chern.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Vor dem Fall wird des Mannes Herz hochm\u00fctig, aber vor der Ehre ist Bescheidenheit.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wer Antwort gibt, bevor er richtig geh\u00f6rt, dem wird dies als Narrheit und Schande angerechnet.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>M\u00e4nnlicher Mut ertr\u00e4gt das Leid aber wie soll es ein gebeugtes Gem\u00fct ertragen?<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Das Herz des Einsichtigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen sucht Erkenntnis.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wenn jemand ein Geschenk gibt, so schafft ihm dies weiten Raum [er kann sich \u00fcberall bewegen] und f\u00fchrt ihn bei Gro\u00dfen ein.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Der zuerst kommt, hat immer Recht in seiner Streitsache; erst wenn der andere kommt, erforscht man sie.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Zwistigkeiten schlichtet das Los und Heftige trennt es.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Streit unter Br\u00fcdern ist st\u00e4rker als eine feste Mauer, und Zwistigkeiten unter ihnen sind wie eine verrammelte Burg.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Von der Frucht des Mundes wird oft der Mann gespeist; vom Ertrage seiner Lippen wird er satt.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Tod und Leben hangen von der Zunge ab, und ihre Freunde essen ihre Frucht.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Wer ein [gutes] Weib gefunden, hat ein Gut gefunden und Gnade erlangt vom Herrn.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Flehend spricht der Arme, aber der Reiche gibt trotzige Antwort.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Mancher Freund ist nur f\u00fcr die Geselligkeit; aber mitunter ist ein Freund anh\u00e4nglicher als ein Bruder.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Besser ein Armer, der in seiner Einfalt wandelt, als ein Tor, der gewundene Reden f\u00fchrt.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Auch Unbesonnenheit ist nicht gut, und wer \u00fcbereilig ist, geht fehl.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Die Narrheit des Menschen f\u00fchrt ihn auf krummen Weg, und dann ist sein Herz wider den Herrn erbittert.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Reichtum bringt viele Freunde; aber der Arme ist von dem Freunde getrennt.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer L\u00fcgen verbreitet, wird nicht entrinnen.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Viele bem\u00fchen sich um die Gunst der Vornehmen, und alles gesellt sich zu den Freigebigen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Aber den Verarmten hassen die Br\u00fcder, ebenso entfernen sich seine Genossen von ihm. Verfolgt [er sie] mit Bitten \u2014 so sind sie niemals da.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wer sich Verstand aneignet, liebt sein Leben; wer auf Einsicht h\u00e4lt, findet Gutes.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Ein falscher Zeuge bleibt nicht unbestraft, und wer L\u00fcgen verbreitet, kommt um.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Dem Toren geziemt nicht Wohlwollen, ebenso wenig dem Sklaven das Herrschen \u00fcber F\u00fcrsten.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wohlgef\u00e4llig macht den Menschen, wenn er langm\u00fctig ist, er macht ihm Ehre, Beleidigung zu \u00dcbersehen.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Wie das Gebr\u00fcll des Leuen ist die Wut des K\u00f6nigs; aber wie Tau auf Gras ist seine Wohlgeneigtheit.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Ein th\u00f6richter Sohn ist seinem Vater ein Verderben, und eine immer rinnende Traufe die Z\u00e4nkerei des Weibes.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Haus und Gut ist Erbe der V\u00e4ter, aber vom Herrn kommt ein verst\u00e4ndiges Weib.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Tr\u00e4gheit bringt meist Schlaf, und den L\u00e4ssigen hungert.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wer das Gebot wahrt, wahrt sein Leben, wer seinen Wandel ver\u00e4chtlich macht, stirbt daran.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Wer gegen den Armen mildth\u00e4tig ist, leiht es dem Herrn und seinen Lohn wird er ihm zahlen.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Z\u00fcchtige deinen Sohn, denn dabei ist noch Hoffnung; aber lass dich nicht hinrei\u00dfen, ihn zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Wer j\u00e4hzornig ist, wird seine Strafe erleiden, denn wenn man es ihn entrei\u00dfen will, so steigert man [seinen Zorn].<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>H\u00f6re auf Rat und nimm Zucht an, damit du nachher weise seiest.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Viele Anschl\u00e4ge sind im Herzen des Menschen, aber der Ratschlu\u00df des Herrn allein hat Bestand.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Der Mensch h\u00e4lt das, wonach ihn gel\u00fcstet, f\u00fcr sein Gl\u00fcck; ein Armer ist besser als ein L\u00fcgner.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Die Furcht des Herrn f\u00fchrt zum Leben; der [Gottesf\u00fcrchtige] weilt im \u00dcberflu\u00df und wird vom \u00dcbel nicht heimgesucht.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Hat der Tr\u00e4ge seine Hand in die Tasche gesteckt, so f\u00fchrt er sie nicht einmal zu seinem Munde.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Wenn du den Sp\u00f6tter und den Toren schl\u00e4gst, so wird er gewitzigt; ermahnt man den Gescheuten, so lernt er noch mehr Einsicht.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Ein schandbarer, entehrender Sohn pl\u00fcndert den Vater und verjagt die Mutter.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Lass ab mein Sohn, auf Belehrung [nicht] zu h\u00f6ren, abzuirren von den Ausspr\u00fcchen der Weisheit.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Ein ruchloser Zeuge verspottet das Recht und der Mund der Frevler bringt Unheil.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Den Sp\u00f6ttern stehen Strafen bevor und Schl\u00e4ge dem R\u00fccken der Toren.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Ein Sp\u00f6tter ist der Wein, ein L\u00e4rmer der Rauschtrank, und wer sich damit abgibt, ist nicht weise.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wie das Gebr\u00fcll des Leuen ist des K\u00f6nigs Drohen; wer ihn erz\u00fcrnt, verwirkt sein Leben.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Eine Ehre ist\u2019s dem Manne, abzustehen von jedem Streit, aber jeder Narr h\u00f6hnt gerne.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Der Tr\u00e4ge will im Winter nicht pfl\u00fcgen, er wird nun in der Ernte verlangen, so ist nichts da.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein tiefes Wasser ist die Gesinuung im Herzen des Menschen; doch der gescheute Mann sch\u00f6pft sie herauf.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Mit seinem Wohlthun sammelt der Mensch eine Menge um sich, aber wer findet den getreuen Mann?<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der Gerechte wandelt in seiner Einfalt, wohl seinen Kindern nach ihm!<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Der K\u00f6nig sitzt auf dem Throne des Gerichts und zerstreut mit seinen Augen alles B\u00f6se.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wer darf sagen: Ich habe mein Herz lauter erhalten, ich bin rein, ohne Fehl!<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Zweierlei Gewichtsteine, zweierlei Ma\u00df, beides ist dem Herrn ein Gr\u00e4uel.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Schon bei seinen Spielen wird der Knabe erkannt, ob lauter und grad sein Thun ist.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Das Ohr zum H\u00f6ren und das Auge zum sehen, der Herr hat beides geschaffen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Liebe nicht den Schlaf, dass du nicht verarmst; tue auf deine Augen, damit du satt wirst.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Schlecht! Schlecht! spricht der K\u00e4ufer, aber l\u00e4\u00dft man es ihm billiger, dann r\u00fchmt er es.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Es ist Gold da und F\u00fclle von Perlen, aber das K\u00f6stlichste sind Lippen der Erkenntnis.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Nimm ihm das Kleid, denn er hat geb\u00fcrgt f\u00fcr den andern, und um die fremde [Angelegenheit| pf\u00e4nde ihn.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>S\u00fc\u00df ist dem Menschen das Brot des Truges [die Schmeichelei]; aber sp\u00e4ter wird sein Mund voll Kieselsteine.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Entw\u00fcrfe kommen zu Stande durch Rat; f\u00fchre Krieg mit \u00dcberlegung.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Es verr\u00e4t das Geheimnis, der als Verl\u00e4umder einhergeht, lass dich daher mit dem Schw\u00e4tzer nicht ein.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Wer Vater und Mutter flucht, dessen Leuchte wird in dichter Finsternis erl\u00f6schen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Ein Besitztum, dessen Ursprung verabscheuungsw\u00fcrdig ist, wird am Ende keinen Segen bringen.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Denke nicht B\u00f6ses zu vergelten. Hoffe auf den Herrn, und er wird dir helfen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel is dem Herrn zweierlei Gewicht, und falsche Wagschalen gefallen ihm nicht.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Vom Herrn sind die Schritte des Mannes bestimmt; denn wie soll der Mensch seinen Weg zu w\u00e4hlen verstehen?<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Ein Fallstrick dem Menschen ist es, vorschnell zu sprechen: geheiligt! und hinterdrein die Gel\u00f6bnisse zu untersuchen [zu bereuen].<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Ein kluger K\u00f6nig worfelt die B\u00f6sen und l\u00e4\u00dft \u00fcber sie das Rad fahren.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Eine Leuchte vom Herrn ist des Menschen Seele, durchdringend alle Kammern des Innern.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Liebe und Treue bewachen den K\u00f6nig, durch Liebe st\u00fctzt er seinen Thron.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Die Zierde der J\u00fcnglinge ist ihre Kraft, und der Schmuck der Alten ist das greise Haupt.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Beulen und Wunden und t\u00fcchtige Schl\u00e4ge sind Reinigungsmittel f\u00fcr den B\u00f6sen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Wie Wa\u00dfsserb\u00e4che ist das Herz des K\u00f6nigs in der Hand des Herrn; wohin er will, lenkt er es.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Der Mensch h\u00e4lt seinen Weg f\u00fcr gerade, der Herr aber kennt die Gesinnung [die geheimen Triebe].<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Recht und Geb\u00fchr \u00fcben ist dem Herrn wohlgef\u00e4lliger als Opfer.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Stolzer Blick und anspruchsvoller Sinn ist der Frevler S\u00fcndenacker.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Die Entw\u00fcrfe des Flei\u00dfigen f\u00fchren nur zum \u00dcberflu\u00df, der Eilfertigen aber nur zum Mangel.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Der Erwerb von Sch\u00e4tzen durch falsche Zunge ist wie verwehter Dunst und Todesschlingen.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Die Gewalttat der Frevler rafft sie hineg, weil sie sich geweigert haben, das Recht zu \u00fcben.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Verkehrt ist der Weg des unredlichen Mannes, aber das Thun des Lautern ist grade.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Besser [allein] zu wohnen auf einer \u2014 Dachzinne, als mit einem z\u00e4nkischen Weibe im Hause [der ehelichen] Gemeinschaft.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Das Herz des Frevlers begehrt nur B\u00f6ses, selbst sein Freund findet bei ihm keine Gnade.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wenn man den Sp\u00f6tter straft, wird der Dumme klug, und wenn man den Klugen belohnt, nimmt er Erkenntnis an.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Der Gerechte beobachtet das Haus des Frevlers, [er wei\u00df], dass die Frevler ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wer sein Ohr gegen das Wehklagen des Armen verschlie\u00dft, der wird auch rufen und kein Geh\u00f6r finden.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Eine Gabe im Geheimen stillt Zorn und Bestechung im Stillen [bes\u00e4nftigt] heftigen Grimm.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Eine Freude ist es dem Gerechten, Recht zu \u00fcben, aber ein Schrecken den \u00dcbelth\u00e4tern.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Ein Mensch, der vom Wege der \u00dcberlegung irrt, wird unter den Toten ruhen.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Notleidend wird, wer Vergn\u00fcgen liebt; wer Wein und Salben liebt, wird nicht reich.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Eine S\u00fchne des Gerechten wird der Frevler, und f\u00fcr die Redlichen tritt der Treulose ein.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Besser im w\u00fcsten Lande wohnen, als mit einem z\u00e4nkischen, zornigen Weibe.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein erw\u00fcnschter Schatz und \u00d6l ist in der Wohnung des Klugen, aber der th\u00f6richte Mensch vernichtet ihn.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Wer nach Gerechtigkeit und Liebe strebt, findet Leben, Heil und Ehre.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Die Stadt der Helden estieg der Kluge und st\u00fcrzte nieder ihre Schutzveste.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Wer Mund und Zunge zu wahren versteht, wahrt seinen Leib vor Leiden.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Der \u00dcberm\u00fctige, D\u00fcnkelhafte \u2014 Sp\u00f6tter ist sein Name \u2014 handelt mit frechem \u00dcbermut.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Des Tr\u00e4gen Begierde t\u00f6tet ihn, denn seine H\u00e4nde weigern sich zu arbeiten.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Alle Tage hat er nur Begierden, aber der Gerechte gibt und kargt nicht.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Das Opfer des Frevlers ist ein Gr\u00e4uel, zumal da er es mit Arglist bringt.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Ein l\u00fcgenhafter Zeuge kommt um, aber ein Mann, der nur was er geh\u00f6rt [redet], kann immer reden.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Trotzig geht der Frevler vor sich hin; aber der Redliche w\u00e4hlt behutsam seinen Weg.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Keine Klugheit und keine Einsicht und keine \u00dcberlegung gilt wider den Herrn.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Das Ro\u00df wird ger\u00fcstet f\u00fcr den Tag des Kampfes, aber der Sieg ist beim Herrn.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Besser ist ein guter Ruf als gro\u00dfer Reichtum, besser als Silber und Gold ist Wohlgefallen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Arme und Reiche begegnen einander, der Herr hat sie alle geschaffen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Der Kluge sieht das \u00dcbel und birgt sich, aber die Einf\u00e4ltigen gehen weiter und kommen zu Schaden.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Der Lohn der Demut, und der Furcht des Herrn is Reichtum, Ehre und Leben.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Dornen und Schlingen sind auf dem Wege des Falschen; wem sein Leben lieb ist, halte sich fern davon.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Erziehe den Knaben nach seiner Weise, auch wenn er alt wird, weicht er nicht davon.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der Reiche herrscht \u00fcber Arme, und der Schuldner ist Sklave dem Gl\u00e4ubiger.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wer Unrecht s\u00e4et, wird Unheil ernten, seine Zuchtrute fertigt er selber.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Der Wohlwollende wird gesegnet, denn er gibt von seinem Brote dem Armen.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Jage den Sp\u00f6tter fort, so h\u00f6rt der Zank auf, Streit und Schimpf nehmen ein Ende.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wer ein Freund reinen [aufrichtigen] Herzens ist und angenehm zu reden versteht, des Freund w\u00fcnscht selbst der K\u00f6nig zu sein.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Die Augen des Herrn bewachen den Weisen, aber die Angelegenheiten der Treulosen verdreht er.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Der Tr\u00e4ge spricht: Ein L\u00f6we ist auf der Gasse, mitten auf der Stra\u00dfe k\u00f6nnte ich ermordet werden.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Eine tiefe Grube is der Mund der Bubhlerinnen, der vom Herrn Verw\u00fcnschte f\u00e4llt in sie.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Eine Torheit, an die das Herz des Knaben gew\u00f6hnt ist, mu\u00df die Zuchtrute entfernen.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wer den Armen dr\u00fcckt, w\u00e4hnt sich zu bereichern, dann aber mu\u00df er es dem M\u00e4chtigen geben, also ist es nur zu seinem Schaden.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Neige dein Ohr und h\u00f6re die Worte der Weisen, und richte deinen Sinn auf meine Lehre.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Denn n\u00fctzlich wird es dir sein, wenn du sie in deinem Inneru verwahrst, sie allesamt festigst auf deinen Lippen.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Auf den Herrn deine Hoffnung zu setzen, auch das habe ich dich heute gelehrt.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Au\u00dferdem habe ich dir noch fr\u00fcher [Lehren] aufgeschrieben, in guten Ratschl\u00e4gen und Erkenntnis.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Um dich Gradheit zu lehren, die Ausspr\u00fcche der Wahrheit, auf dass du richtige Antwort gibst denen, die dich gesandt.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Beraube nicht den Geringen, weil er gering ist, und unterdr\u00fccke nicht den Armen bei Gericht.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Denn der Herr wird ihren Streit f\u00fchren und ihre R\u00e4uber niederschlagen.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Geselle dich nicht zu dem Zornm\u00fctigen, und gehe nicht mit dem j\u00e4hzornigen Manne um.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Dass du dir nicht seine Weise angew\u00f6hnst und dir einen Fallstrick holest.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Geh\u00f6re nicht zu denen, welche Handschlag f\u00fcr andere geben, die sich verb\u00fcrgen f\u00fcr [fremde] Darlehne.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wenn du dann nicht zahlen kannst, warum soll man dir daf\u00fcr das Lager unter dir wegnehmen?<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Verr\u00fccke nicht die alte Grenze, welche deine V\u00e4ter gemacht.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Du hast wohl schon einen kunstge\u00fcbten Mann gesehen, der sich vor K\u00f6nige hinstellen kann \u2014 vor den Gemeinen kann er nicht bestehen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Wenn du dich mit einem Herrscher hinsetzest zu speisen, merke wohl, wen du vor dir hast.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Denn du setzest dir das Messer an die Kehle, wenn du ein gieriger Mensch bist.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Lass dich nicht gel\u00fcsten nach seinen Leckereien, denn es sind sch\u00e4dliche Gerichte.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>M\u00fche dich nicht ab, reich zu werden; lass ab, deine Hoffnung auf deine Klugheit zu setzen.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Hast du deinen Blick [auf den Reichtum] geworfen \u2014 bald ist er nicht mehr, denn er ist davongeflogen wie der Adler hoch zum Himmel.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>I\u00dft nicht das Brot des Mi\u00dfg\u00fcnstigen, und lass dich nicht gel\u00fcsten nach seinen Leckereien.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Denn wenn du ihn richtig verstehst, ist es so: I\u00df und trink! spricht er zu dir, aber sein Herz ist nicht bei dir.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Die Speise, die du genie\u00dft, wirst du erbrechen und Schaden dabei nehmen. Deine angenehmen Worte<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Sollt du vor einem Toren nicht sprechen, denn er mi\u00dfachtet deine verst\u00e4ndigen Reden.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Verr\u00fccke nicht alte Grenzen, und dringe nicht in das Feld der Waisen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Denn ihr Schutzherr is stark, er wird ihren Streit gegen dich f\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Richte deinen Sinn auf Zucht und neige dein Ohr den weisen Spr\u00fcchen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Halte nicht den Knaben von der Zucht fern; wenn du ihn mit der Rute schl\u00e4gst, so stirbt er nicht daran.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Du schl\u00e4gst ihn mit der Rute und rettest seine Seele von dem Untergang.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>[Sage ihm:] Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, werde ich auch Freude daran haben.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Jauchzen wird mein Inneres, wenn deine Lippen reden, was recht ist.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Beneide nicht die S\u00fcnder, sondern bleibe in der Furcht des Herrn immerdar.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Gewi\u00df, es gibt ein gutes Ende, und deine Hoffnung wird nicht get\u00e4uscht.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>H\u00f6re mein Sohn und handle weise, richte deinen Sinn auf deinen Wandel.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Gib dich nicht mit den Weins\u00e4ufern und Fleischfressern ab.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Denn ein S\u00e4ufer und Schlemmer verarmt und in Lumpen kleidet dich die Schl\u00e4frigkeit.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>H\u00f6re auf deinen Vater, der dich gezeugt, und verachte nicht deine Mutter, die gealtert ist.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Erwirb Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Zucht und Einsicht.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Es jubelt der Vater des Gerechten; wer einen Klugen gezeugt, hat Freude an ihm.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Freuen wird sich dein Vater und deine Mutter, und jubeln, die dich geboren.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Richte, mein Sohn, deinen Sinn nach mir, und deine Augen lass mein Wege beachten.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Denn eine tiefe Grube ist die Buhlerin, und eine enge Grube die Fremde.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Sie lauert wie ein Raubtier und die treulosen Menschen richtet sie zu Grunde.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Wem ist Achh und Weh, wer hat Z\u00e4nkereien, wer Klagen, wer Wunden umsonst, wer rote Augen?<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Die sp\u00e4t beim Weine sitzen, die kommen, den Mischtrank zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Siehe niht den Wein an, wie er rot blinkt, wie er im Becher seine Farbe widerstrahlt und so angenehm sich trinken l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Am Ende bei\u00dft er wie eine Schlange und sticht wie der Basilisk.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Deine Augen sehen Fremdes und dein Herz redet Verkehrtes.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Und du bist wie einer, der inmitten des Meeres liegt, oder auf der Spitze des Mastes.<\/p>\n<p><sup>35.<\/sup>[Dann erwachst du und sprichst:] Sie haben mich geschlagen, ich sp\u00fcrte es nicht; sie haben mich gesto\u00dfen, ich f\u00fchlte nichts. Wann erwachte ich? Ich will noch mehr davon!<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Beneide nicht die b\u00f6sen Menschen, und lass dich nicht gel\u00fcsten, es mit ihnen zu halten.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Denn Unheil sinnt ihr Herz und Verderbliches reden ihre Lippen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Durch Klugheit wird ein Haus erbauet und durch Einsicht wird es in Stand gehalten.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Durch Kenntnis f\u00fcllen sich die Kammern mit allerlei teurem und n\u00fctzlichem Gut.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein weiser Mann hat die Macht, ein einsichtiger f\u00f6rdert Kraft.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Denn mit \u00dcberlegung sollst du Krieg f\u00fchren, und Sieg kommt durch vielen Rat.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Zu hoch ist dem Narren die Weisheit, am Tor tue er seinen Mund nicht auf.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wer B\u00f6ses zu tun sinnt, den nennt man einen B\u00f6sewicht.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Die S\u00fcnde ist sch\u00e4ndliche Torheit, und die Spottsucht des Menschen ist ein Gr\u00e4uel.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Zeigst du dich schwach am Tage der Not, ist deine Kraft beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Rette die zum Tode Geschleppten und die dem Henker verfallen sind, wenn du sie vorenthalten kannst.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Solltest du sprechen: Wir haben es nicht gewusst; aber der die Herzen ergr\u00fcndet merkt es ja, und der dich besch\u00fctzt wei\u00df es \u2014 er wird jedem Menschen nah seinem Thun vergelten.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wie du, mein Sohn, Honig i\u00dft, weil er gut ist, und Seim, der deinem Gaumen schmeckt:<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Also erlerne Weisheit zu deinem Wohl; wenn du sie erworben, so gibt es ein gutes Ende und deine Hoffnung wird nicht get\u00e4uscht.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Lauere nicht, o Frevler, der Wohnung der Gerechten; pl\u00fcndere nicht seine St\u00e4tte.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Denn der Gerechte f\u00e4llt siebenmal und erhebt sich dennoch, aber die Frevler st\u00fcrzen in Unheil.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Wenn dein Feind st\u00fcrzt, so freue dich nicht, und wenn er strauchelt, so juble nicht dein Herz.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Dass es nicht der Herr sehe und es mi\u00dff\u00e4llt ihm, dann wendet er seinen Zorn von ihm.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Ereifere dich nicht wegen der B\u00f6sewichter, beneide nicht die Frevler.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Denn der B\u00f6se hat keine Dauer, das Licht der Frevler erlischt.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>F\u00fcrchte, mein Sohn, den Herrn und den K\u00f6nig; mit Aufr\u00fchrerischen lasse dich nicht ein.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Denn j\u00e4hlings kommt ihr Sturz, und das \u00fcber jene [verh\u00e4ngte Unheil), wer kennt es! \u2014<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Auch diese [Spr\u00fcche] sind von den Weisen: Ansehen der Person beim Gericht achten, ist nicht gut.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wer zum Schuldigen spricht: Du bist gerecht! den verfluchen V\u00f6lker und verw\u00fcnschen Nationen.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Aber denen, die recht entscheiden, geht es wohl, auf sie kommt der Segen und das Gl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Der treffliche Antwort gibt, verdient auf den Mund gek\u00fc\u00dft zu werden.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Verrichte drau\u00dfen dein Werk und Bestelle alles auf deinem Felde; alsdann magst du dein Haus bauen.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Bezeuge nichts grundlos wider deinen N\u00e4chsten, dass du schwatzest mit deinen Lippen.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Sprich nicht! So wie er mir getan, so will ich ihm thun, ich will dem Mann nach seinem Thun vergelten. 30 An dem Felde eines tr\u00e4gen Mannes ging ich vorbei und an dem Weinberg eines th\u00f6richten Menschen.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Da fand ich, dass er ganz in Dornen aufging, seine Fl\u00e4che war bedeckt mit Nesseln und seine steinerne Mauer war niedergerissen.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Ich schaute das und nahm es zu Herzen, ich sah es und nahm Lehre an.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>[Er spricht:] Noch ein wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Ineinanderschlagen der H\u00e4nde zum Liegen.<\/p>\n<p><sup>34.<\/sup>Aber nun kommt deine Armut als Gast und dein Mangel wie ein gewappneter Mann.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-25\">Kapitel 25<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Auch dies sind die Spr\u00fcche Salomos, welche zusammengestellt haben die M\u00e4nner Hiskijas, K\u00f6nigs von Jehuda:<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Die Ehre Gottes ist, dass er die Dinge verborgen h\u00e4lt; aber die Ebre der K\u00f6nige ist es, die Dinge zu erforschen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wie des Himmels H\u00f6he und der Erde Tiefe, so ist das Herz der K\u00f6nige unergr\u00fcndlich.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Werden die Schlacken vom Silber entfernt, so gewinnt der Schmied ein Ger\u00e4t.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ebenso wenn der Frevel von der Umgebung des K\u00f6nigs fortgejagt wird, so steht sein Thron auf Gerechtigkeit fest.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Dr\u00e4nge dich nicht vor einen K\u00f6nig, und den Platz der Gro\u00dfen stelle dich nicht.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Denn besser ist es, dass man dir sage: Komm herauf hierher, als dass man dich hei\u00dfe heruntersteigen vor dem Edeln, wie du ja oft gesehen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Sei nicht \u00fcbereilig, um Streit zu beginnen, denn was tust du am Ende, wenn dein Gegner dich besch\u00e4mt?<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Du magst mit deinem N\u00e4chsten Streit haben, aber eines Fremden Geheimnis verrate dabei nicht.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Dass dich nicht schm\u00e4he, wer es h\u00f6rt, denn \u00fcble Nachrede kann nicht mehr zur\u00fcckgenommen werden.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wie goldene Aepfel in silbernen Schalen, ist das Wort zu passender Gelegenheit gesprochen.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Wie ein goldener Nasenring und Geschmeide von feinen Gold, so der weise Zurechtweiser f\u00fcr ein aufmerksames Ohr.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wie Schneek\u00fchlung an einem [hei\u00dfen] Erntetag, so ist ein getreuer Bote denen, die ihn gesandt; er erquickt die Seele seines Herrn.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wie Wolken und Wind ohne Regen, so ist der, welcher falsche Versprechungen macht.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Durch Langmut wird ein F\u00fcrst bes\u00e4nftigt, und eine milde Sprache dringt in den h\u00e4rtesten K\u00f6rper.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Hast du Honig gefunden, i\u00df davon zur Gen\u00fcge, dass du ihn nicht satt habest und ihn ausspeiest.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Sette ebenso deinen Fu\u00df selten in das Haus deines N\u00e4chsten, dass er dich nicht satt bekomme und dich verabscheue.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Wie Beil und Schwert und scharfer Pfeil, so ist der, der wider seinen N\u00e4chsten falsches Zeugnis ablegt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Wie ein morscher Zahn und ein wankender Fu\u00df, so ist die Zuversicht auf Verr\u00e4ter am Tage der Not.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein fadenscheiniges Kleid am Tage des Frostes und Essig auf Nitron, so ist, wer fr\u00f6hliche Lieder singt einem betr\u00fcbten Herzen.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Wenn deinen Feind hungert, gib ihm Brot zu essen, und wenn ihn d\u00fcrstet, reich ihm Wasser zu trinken.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Denn feurige Kohlen sammelst du auf sein Haupt, und der Herr wird es dir vergelten.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Der Nordwind bringt Regen, und verdrie\u00dfliche Gesichter die verleumderische Zunge.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Besser zu wohnen auf der Dachzinne, als mit einem z\u00e4nkischen Weibe in [ehelicher] Gemeinschaft.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Wie frisches Wasser f\u00fcr den Lechzenden, so ist eine gute Nachricht aus fernem Lande.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Wie ein getr\u00fcbter Quell und ein verfallener Born, so ist, wenn ein Gerechter dem Frevler unterliegt.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Zu viel Honig essen ist nicht gut; dem Ehrgeiz Grenzen setzen ist Ehre.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Wie eine freie Stadt, die keine Mauer hat, so is jemand, der sich nicht z\u00e4hmen kann.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-26\">Kapitel 26<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so wenig ziemt dem Toren Ehre.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wie der Vogel fortflattert und die Schwalbe entfliegt, so trfft der unverdiente Fluch nicht ein.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Die Peitsche f\u00fcr das Pferd, das Gebi\u00df f\u00fcr den Esel \u2014 und der Stock auf den E\u00fccken der Toren.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Antworte nicht dem Toren in seiner th\u00f6hrichten Weise, dass du ihm nicht gleichest.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Antworte dem Toren auf seine Torheit, dass er sich nicht f\u00fcr klug halte.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Es bem\u00fcht viele F\u00fc\u00dfe und trinkt sich mit Sorgen voll, wer durch einen Toren Auftr\u00e4ge ausrichtet.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Wie die schlottrigen Schenkel an dem Lahmen, so der Spruch im Munde der Toren.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wie ein Steinhaufen bei der Steinigung, so ist es dem Toren Ehre erweisen. 9, Wie der Dorn in die Hand eines Betrunkenen ger\u00e4t, so der Spruch in den Mund des Toren.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Ein Meister, der alles verderben will, mietet Toren und Landstreicher.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Wie ein Hund zu seinem Auswurf zur\u00fcckkehrt, so wiederholt der Tor seine Narrheit.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Siehst du jemand, der sich f\u00fcr klug h\u00e4lt \u2014 der Tor hat mehr Hoffnung als er.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Der Tr\u00e4ge spricht: Ein Leopard ist auf dem Wege, ein L\u00f6we auf der Stra\u00dfe!<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wie die T\u00fcr sich um ihre Angel dreht, [ohne von der Stelle fortzukommen], so der Tr\u00e4ge auf seinem Bette.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Wenn der Tr\u00e4ge die Hand in die Tasche steckt, so ist er zu tr\u00e4ge, sie zu seinem Munde zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Der Tr\u00e4ge h\u00e4lt sich f\u00fcr kl\u00fcger als die sieben weisen R\u00e4te.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Wie einer, der einen vorbeilaufenden Hund an den Ohren packt, ist der, welcher sich in einen Streit mischt, der ihn nicht angeht.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Wie ein Unsinniger, der Brandgescho\u00df und t\u00f6tliche Pfeile abschie\u00dft,<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>So ist der, der seinen N\u00e4chsten h\u00f6hnt und dann spricht: Ich habe ja nur gescherzt.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Aus Mangel an Holz erlischt das Feuer, und wo kein Ohrenbl\u00e4ser ist, h\u00f6rt der Zank auf.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Kohlen [vermehren] die Glut und Holz das Feuer, der z\u00e4nkische Mensch sch\u00fcrt den Streit.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Die Worte des Ohrenbl\u00e4sers sind wie Leckerbissen, die in das Innere dringen.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Wie Schlackensilber, womit Thon \u00dcberzogen wird, sind br\u00fcnstige Lippen und ein boshaftes Herz.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Mit seinen Lippen [Reden] verstellt sich der Feind, w\u00e4hrend er in seinem Herzen Trug bereitet.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Wenn er auch mild spricht, trau\u2019 ihm nicht denn siebenfacher Gr\u00e4uel ist in seinem Herzen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Er verdeckt den Ha\u00df durch T\u00e4uschung, aber seine Bosheit wird in der Versammlung offenbart.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wer eine Grube gr\u00e4bt, f\u00e4llt selbst hinein, und wer einen Stein rollt, auf den f\u00e4llt er zur\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Die l\u00fcgnerische Zunge ha\u00dft den Gebeugten, und der glatte Mund bereitet Sturz [f\u00fcr andere].<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-27\">Kapitel 27<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>R\u00fchme dich nicht des folgenden Tages, denn du wei\u00dft nicht, was der folgende Tag bringen kann.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Ein anderer mag dich r\u00fchmen und nicht dein eigener Mund, ein Fremder und nicht deine Lippen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Die Schwere des Steins und die Last des Sandes, \u2014 der Aerger von dem Narren ist schwerer als beides.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Grausam mag der Ha\u00df sein und \u00fcber str\u00f6mend der Zorn \u2014 wer aber kann standhalten gegen Eifersucht?<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Besser eine offene R\u00fcge als verheimlichte Liebe, [die sich niemals zeigt].<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>N\u00fctzlich sind Schl\u00e4ge von dem Freunde; aber die K\u00fcsse des Feindes sind l\u00e4stig.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Ein Satter verschm\u00e4ht Honigseim, aber dem Hungrigen ist alles Bittere s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wie ein Vogel, der von seinem Neste zieht, so ist der Mann, der von seinem Orte ziehen mu\u00df.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>\u00d6l und R\u00e4ucherwerk erfreut das Herz, und die s\u00fc\u00dfe Rede des Freundes, die von gutgemeintem Rat ist.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Deinen Freund und den Freund deines Vaters verlasse nicht, aber das Haus deines Bruders sollst du nicht betreten am Tage deiner Not; denn besser ist ein naher Nachbar als ein entfernter Bruder.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Werde weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, dass ich meinen L\u00e4sterern Rede stehe.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Der Kluge sieht das \u00dcbel, das verborgen ist; die Einf\u00e4ltigen rennen dahin, sie b\u00fc\u00dfen dann daf\u00fcr.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Nimm dem sein Kleid, der f\u00fcr einen andern geb\u00fcrgt hat, und um der fremden Angelegenheit willen pf\u00e4nde ihn.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wer seinen Freund mit lauter Stimme am fr\u00fchen Morgen begr\u00fc\u00dft, dem wird es als ein Fluch angerechnet.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Eine immer rinnende Dachtraufe an einem regnerischen Tage und ein z\u00e4nkisches Weib \u2014 beide sind gleich.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wer sie aufhalten wollte \u2014 als ob er den Wind aufhielte oder mit seiner Rechten \u00d6l sammelte.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Eisen sch\u00e4rft man an Eisen und einen Menschen durch den andern [guter Umgang macht klug]<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Wer des Feigenbaumes wartet, genie\u00dft seine Frucht, und wer seinen Herrn h\u00fctet, kommt zu Ehren.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Wie das Wasser alles treu wiederspiegelt, so finden sich die Herzen zu einander.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>So wie H\u00f6lle und Verderben nimmer satt sind, so wird des Menschen Gier nie satt.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>F\u00fcr das Silber ist der Schmelztiegel [als Probe], f\u00fcr das Gold der Schmelzofen, und f\u00fcr den Menschen sein guter Ruf.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Stampfest du auch den Narren in der Stampfe, mit der Keule unter den Graupen, seine Narrheit weicht doch nicht von ihm. \u2014<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Du sollst den Zustaud deiner Schafe kennen; habe acht auf die Herden.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Dein [sonstiges] Besitztum ist nicht f\u00fcr immer \u2014 oder bleibt der Glanz f\u00fcr ewige Geschlechter?<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Zeigt sich das Heu und erscheint das Gras und werden die Kr\u00e4uter der Berge gesammelt.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Dann geben dir Schafe Kleider und die B\u00f6cke den Kaufpreis eines Feldes.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Auch gen\u00fcgend Ziegenmilch zu deiner Kost und zur Kost deines Hauses und Lebensnahrung f\u00fcr deine M\u00e4gde.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-28\">Kapitel 28<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Die Frevler fliehen, wo sie niemand verfolgt, aber die Gerechten f\u00fchlen sich sicher wie Jungleuen.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Bei der Verderbtheit des Landes sind dessen F\u00fcrsten viele [sie wechseln oft]; aber bei einer verst\u00e4ndigen und kundigen Volkschaft regiert [der F\u00fcrst] lange.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Ein armer F\u00fcrst, der bie Niedrigen dr\u00fcckt, ist wie ein Platzregen, der kein Brot bringt.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Die das Gesetz verlassen, preisen den Frevler, aber die das Gesetz wahren, befehden ihn.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>B\u00f6se Leute beobachten das Rechte nicht; aber die den Herrn suchen, beobachten alles.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Gl\u00fccklicher is der Arme in seiner Einfalt, als der auf krummen Wegen wandelt, wenn er auch reich ist.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der verst\u00e4ndige Sohn beobachtet das Gesetz; der sich zu Schlemmern gesellt, besch\u00e4mt seinen Vater.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Wer sein Verm\u00f6gen durc Zins und Wucher mehrt, der sammelt es f\u00fcr den gegen Arme Mildth\u00e4tigen.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wer sein Ohr abwendet, um auf die Lehre nicht zu h\u00f6ren, dessen Gebet ist sogar ein Gr\u00e4uel.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Wer Redliche irre leitet auf b\u00f6sen Weg, der f\u00e4llt in die eigene Grube, aber die Untadeligen erben das Gute.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Der reiche Mann d\u00fcnkt sich klug, aber der einsichtige Arme durchschaut ihn.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Wenn die Gerechten jauchzen, ist gro\u00dfe Herrlichkeit, aber wenn sich Frevler erheben, fl\u00fcchten sich die Menschen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Wer seine Missetaten verheimlicht wird nicht gedeihen; aber wer sie bekennt und l\u00e4\u00dft, wird Barmherzigkeit finden.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Wohl dem Menschen, der stets sorgsam ist, aber wer trotzigen Sinnes ist st\u00fcrzt ins Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Wie ein br\u00fcllender L\u00f6we und ein blutgieriger B\u00e4r, so is es, wenn ein B\u00f6sewicht \u00fcber ein schwaches Volk herrscht.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Ein F\u00fcrst, leer an Einsicht und voll von Erpressungen [wird nicht bestehen], wer Gewinn ha\u00dft, wird lange leben.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Ein wegen Blutschuld verfolgter Mensch wird bis zum Grabe fl\u00fcchtig sein und niemand hilft ihm.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Wer unschuldig wandelt, dem wird [oft] geholfen, aber wer krumme Wege geht, f\u00e4llt schon bei der ersten Gelegenheit.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Wer seinen Acker bestellt, hat Brot in F\u00fclle, aber wer leeren Dingen nachjagt, hat Leere in F\u00fclle.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ein treuer ehrlicher Mann hat gro\u00dfen Segen, aber wer sich schnell bereichern will, bleibt nicht ungestraft.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Das Ansehen der Person achten ist nicht gut, aber um ein St\u00fcck Brot verschuldet sich oft der Mensch [und schmeichelt dem Reichen].<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Der mi\u00dfg\u00fcnstige Mann geizt nach Reichtum und wei\u00df nicht, dass \u00fcber ihn Mangel kommen wird.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Wer die Menschen zurechtweiset, wird zuletzt doch mehr Dank finden, als der mit glatter Zunge.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wer gegen Vater und Mutter geizt und spricht: Es ist kein Verbrechen! der ist ein Genosse des R\u00e4ubers.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Ein Uners\u00e4ttlicher erregt Streit, aber wer auf den Herrn vertraut, wird ges\u00e4ttigt.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Wer sich auf seinen Verstand verl\u00e4\u00dft, der ist ein Tor, und wer mit Vorsicht handelt, der wird gerettet.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Wer dem Armen gibt, wird keinen Mangel leiden, aber wer seine Augen [vom Armen] abwendet, bekommt viel Fl\u00fcche.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Wenn sich Frevler erheben, verbergen sich die Menschen; und wenn sie verschwinden, mehren sich die Gerechten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-29\">Kapitel 29<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Wer gegen Zurechtweisung hartn\u00e4ckig bleibt, wird pl\u00f6tzlich zerschmettert, ohne Heilung.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wenn die Gerechten m\u00e4chtig sind, freut sich das Volk, aber wenn der Frevler herrscht, seufzt das Volk.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater, aber wer sich zu Buhldirnen gesellt, verschwendet das Verm\u00f6gen.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Ein K\u00f6nig erh\u00e4lt das Land durch Gerechtigkeit, aber wer auf Geschenke sieht, zerst\u00f6rt es.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Ein Mann, der seinem N\u00e4chsten schmeichelt, bereitet ein Netz seinen Schritten.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>In dem Frevel des b\u00f6sen Menschen liegt der Fallstrick; aber der Gerechte jubelt und ist froh [f\u00fcr immer].<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der Gerechte nimmt sich der Rechtsh\u00e4ndel der Geringen an; aber der Frevler will davon nichts wissen.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Sp\u00f6tter versetzen die Stadt in Aufregung; aber die Klugen beschwichtigen den Zorn.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Wenn der Weise mit dem Toren rechten will, da tobt dieser und lacht, und man kommt nicht zur Ruhe.<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Blutgierige Menschen hassen den Schuldlosen, aber Redliche f\u00f6rdern ihn.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Seinen ganzen Unmut ergie\u00dft der Tor, aber der Weise beschwichtigt ihn zuletzt.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ein Herrscher, der auf L\u00fcgenwort h\u00f6rt, des Diener sind alle B\u00f6sewichter.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Der Arme und der hartherzige Gl\u00e4ubiger kommen oft zusammen, m\u00f6ge der Herr beiden die Augen erleuchten.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Ein K\u00f6nig, der nach Weisheit die Geringen richtet, dessen Thron wird bestehen.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Rute und Zurechtweisung verleihet Weisheit; aber ein Knabe, der sich selbst \u00fcberlasse ist, bringt seiner Mutter Schande.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Wenn Frevler m\u00e4chtig werden, mehren sich Frevel; aber die Gerechten werden sich weiden an ihrem Falle.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Z\u00fcchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe lassen und Freude verursachen.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Ohne Belehrung wird das Volk z\u00fcgellos, aber wohl ihm, wenn er das Gesetz wahrt.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Mit Worten allein wird man einen Sklaven nicht zurechtweisen, denn er wei\u00df alles wohl, k\u00fcmmert sich aber nicht darum.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Siehst du einen in seinen Reden voreiligen Menschen, so ist f\u00fcr den Toren mehr zu hoffen als f\u00fcr ihn.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Wen man von Jugend auf den Knecht verz\u00e4rtelt, so will er zuletzt ein Familienangeh\u00f6riger sein.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Ein zorniger Mensch erregt Zank, und ein j\u00e4hzorniger Mann \u00fcbt viel Frevel.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Des Menschen Hochmut erniedrigt ihn, aber der Dem\u00fctige erwirbt Ehre.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Wer mit dem Diebe teilt, schadet sich selber, denn er h\u00f6rt den Fluch und darf es nicht anzeigen.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Die Furcht legt den Menschen eine Schlinge; aber wer auf den Herrn vertraut, wird geborgen.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Viele flehen den Herrscher an, doch vom Herrn kommt des Mannes Recht.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Ein Gr\u00e4uel den Gerechten ist der Ungerechte, und ein Gr\u00e4uel dem Frevler ist der, welcher graden Wandels ist.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-30\">Kapitel 30<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Worte Agurs, Sohnes Jake\u2019s, in dem Vortrag, den gesprochen der Mann zu Itiel, zu Itiel und Ukkal.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Wohl bin ich zu dumm, um als Mann zu gelten, ich habe nicht die Einsicht eines Menschen.<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Und habe keine Weisheit gelernt, dass ich Kunde vom Heiligen h\u00e4tte.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Wer ist je den Himmel hinangestiegen und zur\u00fcckgekommen? Wer hat den Wind in seine F\u00e4uste aufgefangen? Wer das Wasser in ein Gewand gebunden? Wer hat aufgestellt all die Enden der Erde? Wie ist sein Name, und wie der Name seines Stammes, wenn du es wei\u00dft?<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Jedes Wort Gottes ist gel\u00e4utert; ein Schild ist er denen, die sich bei ihm bergen.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>F\u00fcge seinen Worten nichts hinzu, dass er dich nicht zur Rede stelle und du zum L\u00fcgner werdest. \u2014<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Zweierlei erbitte ich mir von dir, [o Gott]; entziehe sie mir nicht, bis ich sterbe.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Falsches und L\u00fcge halte von mir fern; Armut und Reichtum gib mir nicht; gib mir Brot nach meinem Bedarf.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Dass ich nicht, wenn ich satt werde verleugne und spreche: Wer ist der Herr? Und dass ich nicht verarme und l\u00e4stere den Namen meines Gottes. \u2014<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Zeige nicht den Knecht an bei seinem Herrn, dass er dir nicht fluche und du dir Schuld aufladest.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Ein Geschlecht, das dem Vater flucht und die Mutter segnet es nicht.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Ein Geschlecht, das sich rein d\u00fcnkt und ist doch von seinem Unflat nicht gewaschen.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Ein Geschlecht, das so hoch die Augen tr\u00e4gt und dessen Blicke so stolz sind!<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Ein Geschlecht, dessen Z\u00e4hne Schwerter sind und seine Gebisse Messer, zu fressen die Armen aus dem Laude und die D\u00fcrftigen unter den Menschen. \u2014<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Der Blutegel hat zwei T\u00f6chter, die immer fordern: Her! her! Das dritte wird nimmer satt, und das vierte hat nie genug. [Diese sind]:<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Das Grab und der unfruchtbare Scho\u00df; die Erde wird des Wassers nicht satt, und das Feuer spricht nie: Genug!<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Das Auge, das des Vaters spottet und die Runzeln der Mutter mi\u00dfachtet, werden die Raben des Thales aushacken und die Jungen des Adlers fressen. \u2014<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Drei sind mir unbegreiflich und das vierte kenne ich nicht [sie hinterlassen keine Spur]:<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Den Weg des Adlers in der Luft, den Weg der Schlange auf den Felsen, den Weg des Schiffes auf dem Meere, und den Weg des Mannes bei der Frau.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>N\u00e4mlich die Weise des ehebrecherischen Weibes; sie hat gegessen und wischt sich den Mund ab und spricht: Ich habe nichts Ungeb\u00fchrliches getan.<\/p>\n<p><sup>21.<\/sup>Unter Dreien erzittert die Erde, aber unter der vierten kann sie es nicht aushalten:<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Unter dem Sklaven, der K\u00f6nig wird, dem Lumpen, wenn er Brot satt hat;<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Unter einer H\u00e4\u00dflichen, die zu einem Manne kommt; [das schlimmste aber ist], wenn eine Sklavin ihre Gebieterin verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Vier sind die Kleinsten auf Erden, dennoch sind sie durchtrieben klug:<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>Die Ameisen, ein ohnm\u00e4chtiges V\u00f6lkchen, aber sie bereiten im Sommer ihre Speise vor.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Die Kaninchen, ein kraftloses V\u00f6lkchen, aber sie setzen ihr Haus auf Felsen.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Keinen K\u00f6nig haben die Heuschrecken, aber sie ziehen doch alle geschart aus.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Die Spinne kannst du mit H\u00e4nden fangen und doch ist sie in K\u00f6nigspal\u00e4sten.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Drei haben einen stattlichen Gang und das vierte einen stattlichen Schritt.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Der L\u00f6we, das st\u00e4rkste unter den Tieren, der vor keinem weicht;<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Der Lendenkr\u00e4ftige und der Bock und der K\u00f6nig mit seiner Heeresmacht.<\/p>\n<p><sup>32.<\/sup>Wenn du dich \u00fcberhebst, bist du th\u00f6richt; bist du aber besonnen, so lege die Hand auf den Mund.<\/p>\n<p><sup>33.<\/sup>Denn das Pressen der Milch gibt Butter, das Pressen der Nase gibt Blut, und das Pressen des Zornes gibt Streit.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-31\">Kapitel 31<\/h2>\n<p><sup>1.<\/sup>Worte an Lemuel, den K\u00f6nig, Vortrag, womit seine Mutter ihn belehrte.<\/p>\n<p><sup>2.<\/sup>Doch nicht, mein Sohn, doch nicht, o Sohn meines Leibes, nein, o Sohn meiner Gel\u00fcbde \u2014 \u2014<\/p>\n<p><sup>3.<\/sup>Gib den Frauen nicht deine Kraft und lass dich nicht leiten von denen, die K\u00f6nige entnerven.<\/p>\n<p><sup>4.<\/sup>Es ziemt nicht den K\u00f6nigen, o Lemuel, es ziemt nicht den K\u00f6nigen Wein zu trinken, und den F\u00fcrsten nicht Rauschtrank.<\/p>\n<p><sup>5.<\/sup>Dass er nicht trinke und vergesse das Gesetz und das Recht aller Gedr\u00fcdckten verdrehe.<\/p>\n<p><sup>6.<\/sup>Gebt Rauschtrank dem Herumirrenden und Wein dem, der erbitterten Gem\u00fctes ist.<\/p>\n<p><sup>7.<\/sup>Der mag trinken und seiner Armut vergessen und seines M\u00fchsals nicht mehr gedenken.<\/p>\n<p><sup>8.<\/sup>Thu auf deinen Mund den Stummen, zur Rechtssache aller verwaisten Kinder.<\/p>\n<p><sup>9.<\/sup>Thu auf deinen Mund, urteile gerecht, und richte Arme und D\u00fcrftige! \u2014<\/p>\n<p><sup>10.<\/sup>Wer findet ein braves Weib; h\u00f6her im Wert ist sie als Perlen.<\/p>\n<p><sup>11.<\/sup>Auf sie mag das Herz ihres Mannes vertrauen, und sein Erwerb nimmt nicht ab.<\/p>\n<p><sup>12.<\/sup>Sie erweiset ihm alle Tage ihres Lebens Gutes und nimmer B\u00f6ses.<\/p>\n<p><sup>13.<\/sup>Sie sieht sich um nach Wolle und Leinen und arbeitet mit muntern H\u00e4nden.<\/p>\n<p><sup>14.<\/sup>Sie ist wie das Kaufmannsschiff, das aus der Ferne sein Brot bringt.<\/p>\n<p><sup>15.<\/sup>Sie steht auf, wenn noch Nacht ist, und bereitet Speise ihrem Hause und das Tagewerk ihrer M\u00e4gde.<\/p>\n<p><sup>16.<\/sup>Ihr Sinn steht nach dem Felde, und sie kauft es, von der Frucht ihrer H\u00e4nde pflanzt sie einen Weinberg.<\/p>\n<p><sup>17.<\/sup>Sie g\u00fcrtet mit Kraft ihre H\u00fcfte und strengt ihre Arme an.<\/p>\n<p><sup>18.<\/sup>Sie sp\u00fcrt, wie ihr Erwerb gut ist; ihre Leuchte erlischt nicht in der Nacht.<\/p>\n<p><sup>19.<\/sup>Ihre H\u00e4nde streckt sie nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel.<\/p>\n<p><sup>20.<\/sup>Ihre Hand bricht Brot dem Armen, und ihre H\u00e4nde streckt sie aus dem D\u00fcrftigen.<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Sie f\u00fcrchtet nicht f\u00fcr ihr Haus vor dem Schnee, denn ihr ganzes Haus ist gekleidet in Karmesin.<\/p>\n<p><sup>22.<\/sup>Teppiche macht sie sich, Byssus und Purpur ist ihr Gewand.<\/p>\n<p><sup>23.<\/sup>Geehrt ist an dem Tore ihr Mann, wenn er mit den \u00c4ltesten des Landes sitzt.<\/p>\n<p><sup>24.<\/sup>Hemden macht sie und verkauft sie, und G\u00fcrtel gibt sie an den ph\u00f6nizischen Kaufmann.<\/p>\n<p><sup>25.<\/sup>W\u00fcrde und Glanz ist ihr Gewand, sie lacht [f\u00fcrchtet nicht] des sp\u00e4ten Tages.<\/p>\n<p><sup>26.<\/sup>Ihren Mund tut sie auf mit Weisheit, und milde Lehre is auf ihrer Zunge.<\/p>\n<p><sup>27.<\/sup>Sie bewacht die Ordnung ihres Hauses, das Brot der Tr\u00e4gheit i\u00dft sie nicht.<\/p>\n<p><sup>28.<\/sup>Es treten ihre S\u00f6hne auf und preisen sie und ihr Mann r\u00fchmt sie:<\/p>\n<p><sup>29.<\/sup>Viele Frauen haben sich brav erwiesen, du aber gehst \u00fcber alle.<\/p>\n<p><sup>30.<\/sup>Nichtig ist die Anmut und eitel die Sch\u00f6nheit; eine Frau, das den Herrn f\u00fcrchtet, das verdient Lob.<\/p>\n<p><sup>31.<\/sup>Gebet ihr von der Frucht ihrer H\u00e4nde, an den Toren r\u00fchmen sie ihre eigenen Werke.<\/p>\n\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;tanach&#8220;]<\/p>\n\n\n<p>[widgets_on_pages id=&#8220;bernfeld&#8220;]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Mischlej (der Spr\u00fcche) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Kapitel 1 1.Die Spr\u00fcche Salomos, Sohnes Davids, K\u00f6nigs von Israel. 2.Weisheit und Gesittung zu erkennen, Spr\u00fcche der Vernunft zu verstehen. 3.Anzunehmen sittliche Belehrung, Gerechtigkeit, Recht und Redlichkeit. 4.Den Toren Klugheit zu verleihen, dem[unerfahrenen] J\u00fcngling Wissen und Erfahrung. 5.Auch der Kluge mag sie vernehmen, er wird an Belehrung zunehmen, und der Verst\u00e4ndige erwirbt neue Gedanken. 6.Zu verstehen Gleichnisrede und Spruchdichtung, die Reden der Weisen und ihre R\u00e4tsel. 7.Gottesfurcht ist der Anfang aller Kenntnis; Weisheit und sittliche Belehrung verachten nur Toren. 8.H\u00f6re, mein Sohn, die Lehre des Vaters, und lasse nicht von der Weisung deiner Mutter. 9.Denn ein lieblicher Kranz sind sie um dein Haupt und ein Geschmeide um deinen Hals. 10.Mein Sohn, wenn dich S\u00fcnder locken wollen, willige nicht ein! 11.Wenn sie sprechen: Komme mit uns, lasset uns auf Mord lauern, &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3661,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"class_list":["post-7309","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7309"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8351,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7309\/revisions\/8351"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}