{"id":7733,"date":"2021-08-23T08:59:52","date_gmt":"2021-08-23T06:59:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=7733"},"modified":"2023-04-19T12:13:10","modified_gmt":"2023-04-19T10:13:10","slug":"hoschea-das-buch-hosea","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/hoschea-das-buch-hosea\/","title":{"rendered":"Hoschea \u2013 Das Buch Hosea"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Jechezkiel (Ezekiel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-14\">14<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p><strong>Strafandrohung und Verhei\u00dfungen f\u00fcr die Zukunft.<\/strong><\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>Das Wort des Herrn, welches an Hoschea, Sohn Be\u00ebris, ergangen ist, w\u00e4hrend der Regierungszeit Usijas, Jotams, Ahas\u2019, Hiskijas, der K\u00f6nige von Jehuda, und in den Tagen Jerobeams, Sohnes Joas, K\u00f6nigs von Israel.<\/li>\n<li>Als der Herr Hoschea anzureden begann, da gebot der Herr Hoschea: Geh, nimm dir ein buhlerisches Weib, das Hurenkinder hat; denn das Land [Israel] buhlt und fiel ab vom Herrn.<\/li>\n<li>Er ging und nahm die Gomer, Tochter Diblajims; sie ward schwanger und gebar ihm einen Sohn.<\/li>\n<li>Da sprach der Herr zu ihm: Nenne ihn Jsre\u00ebl; denn recht bald werde ich das Blut Jsre\u00ebls heimsuchen an dem Hause Jehus; ich mache dem Reiche des Hauses Israel ein Ende.<\/li>\n<li>An diesem Tage zerbreche ih den Bogen Israels im Thale Jsre\u00ebl.<\/li>\n<li>[Das Weib] ward wieder schwanger und gebar eine Tochter. [Der Herr] sprach zu ihm: Nenne sie Lo-Ruhama [Ungeliebte]; denn ich will das Haus Israel nicht mehr lieben, das schw\u00f6r\u2019 ich ihnen!<\/li>\n<li>Das Haus Jehuda aber werd\u2019 ich lieben und ihnen helfen durch den Herrn ihren Gott; ich werde ihnen nur nicht helfen durch Bogen und Schwert, durch Krieg, Rosse und Reiter.<\/li>\n<li>Sie entw\u00f6hnte die Lo-Ruhama, dann ward sie abermals schwanger und gebar einen Sohn.<\/li>\n<li>[Der Herr] sprach: Nenne ihn Lo Ammi [Nicht-mein-Volk]; denn ihr seid nicht mein Volk, und ich werde euch auch nichts sein.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Aber dereinst wird die Menge der Kinder Israel wie sand des Meeres sein, der nicht zu messen und nicht zu z\u00e4hlen ist. Anstatt da\u00df man ihnen zugerufen: Lo-Ammi seid ihr! nenne man sie: S\u00f6hne des lebendigen Gottes.<\/li>\n<li>Dann vereinigen sich die S\u00f6hne Jehuda und die S\u00f6hne Israel und setzen sich ein Haupt und ziehen aus dem Lande [der Verbannung]; denn gro\u00df is der Tag Jsre\u00ebls [der Gottessaat].<\/li>\n<li>Nennt dann eure Br\u00fcder: Ammi [mein Volk] und eure Schwestern: Ru-hama [Geliebte]. \u2014<\/li>\n<li>Hadert aber jetzt mit eurer Mutter, hadert mit ihr! Denn sie ist nicht meine Frau, und ich nicht ihr Mann, bis sie wegschafft ihre Buhlerei von ihrem Angesichte, und ihre Ehebrecherei von ihren Br\u00fcsten.<\/li>\n<li>Da\u00df ich sie nicht nackt ausziehe und sie hinstelle wie am Tage ihrer Geburt, da\u00df ich sie nicht der W\u00fcste gleich mache und sie zurichte wie d\u00fcrres Land und sie vor Durst sterben lasse.<\/li>\n<li>Ihre Kinder kann ich nicht lieben, denn Hurenkinder sind es.<\/li>\n<li>Gebuhlt hat ihre Mutter, schamlos war, die sie geboren; denn sie sprach: Ich will nachgehen meinen Buhlen, die mir mein Brot und mein Wasser geben, meine Wolle und mein Linnen, mein \u00d6l und mein Getr\u00e4nk.<\/li>\n<li>Wahrlich, ich will dir den Weg mit Dornen verlegen und eine Mauer da- fadvor ziehen, da\u00df sie ihre Stra\u00dfen nicht finde.<\/li>\n<li>Sie wird ihren Buhlen nachlaufen, aber sie nicht erreichen; sie wird sie suchen, aber nicht finden. Dann wird sie sprechen: Ich will zur\u00fcckkehren zu meinem ersten Manne, denn damals ging es mir besser denn jetzt.<\/li>\n<li>Sie wollte nicht anerkennen, da\u00df ich ihr das Korn und den Most geschenkt habe da\u00df ich ihr das Silber und das Gold gegeben, das sie an dem Baal verschwendet.<\/li>\n<li>F\u00fcrwahr, ich werde mein Korn zu einer Zeit zur\u00fccknehmen und meinen Most zu seiner Frist; ich werde ihr meine Wolle und mein Linnen entziehen, womit sie ihre Scham bedecken wollte.<\/li>\n<li>Ich werde ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen, niemand soll sich aus meiner Gewalt retten.<\/li>\n<li>All ihrer Freude mache ich ein Ende: ihrem Feste, ihrem Neumond und ihrem Schabbat, all ihren Feiertagen.<\/li>\n<li>Ich werde ihren Weinstock und ihren Feigenbaum vernichten, weil sie sprach: Mein Lohn sind sie, von meinen Buhlen mir gegeben; ich mache sie zum Walde, da\u00df sie das Wild des Feldes fresse.<\/li>\n<li>Ich suche an ihr heim die Tage des Baaldienstes, dem sie r\u00e4ucherte, als sie ihre Nasenringe und ihr Geschmeide anlegte und ihren Buhlen nachging, meiner aber verga\u00df sie, spricht der Herr.<\/li>\n<li>Wahrlich, ich will sie locken und in die W\u00fcste f\u00fchren und ihr zu Herzen reden.<\/li>\n<li>Ich gebe ihr dort Weinberge, und das Thal der Tr\u00fcbsal mach\u2019 ich zu einer Pforte der Hoffnung, und sie singt dort wie in den Tagen ihrer Jugend und wie am Tage ihres Auszuges aus \u00c4gypten.<\/li>\n<li>Um jene Zeit, spricht der Herr, wirst du nur noch sagen: mein Gemahl, aber nicht mehr mein Mann [Baali]; ich will den Namen Baal aus ihrem Munde verschwinden lassen, seiner soll nicht mehr gedacht werden.<\/li>\n<li>Ich werde wegschaffen den Namen des Baal aus ihrem Munde, da\u00df er nicht mehr beim Namen genannt werde.<\/li>\n<li>Ich errichte ihretwegen einen Bund an jenem Tage mit dem Wild des Feldes und mit den V\u00f6geln des Himmels und dem Gew\u00fcrm der Erde; Bogen und Schwert und Krieg vernichte ich aus dem Lande und lasse sie ruhig wohnen.<\/li>\n<li>Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir durch Recht und Gerechtigkeit und mit Huld und Liebe.<\/li>\n<li>Ich verlobe dich mir durch Treue, da\u00df du den Herrn erkennest.<\/li>\n<li>An jenem Tage willfahre ich, spricht der Herr, ich willfahre dem Himmel und er willf\u00e4hrt der Erde.<\/li>\n<li>Die Erde willf\u00e4hrt mit Korn und Most und dem \u00d6l, und diese willfahren Israel.<\/li>\n<li>Ich will sie mir eins\u00e4en im Lande und lieben die ehemals Ungeliebte und zu Nicht-mein-Volk sprechen: Mein Volk bist du; und es wird sprechen: Mein Gott bist du.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Der Herr sprach zu mir: Liebe wiederum eine Frau, die Liebhaber hat und Ehebruch treibt; [das diene als Zeichen], da\u00df der Herr die Kinder Israel liebt; sie aber wenden sich fremden G\u00f6ttern zu und lieben Weinkr\u00fcge.<\/li>\n<li>Ich erwarb sie mir um f\u00fcnfzehn Silberst\u00fccke und ein Homer Gerste und ein Letech Gerste.<\/li>\n<li>Ich sprach zu ihr: Viele Tage sollst du mir so verbleiben, buhle nicht und geh\u00f6re keinem andern Manne, und so werde auch ich gegen dich sein.<\/li>\n<li>Denn viele Tage werden die Kinder Israel bleiben ohne K\u00f6nig und ohne F\u00fcrsten, ohne Opfer und ohne Standbild, ohne Efod und Terafim.<\/li>\n<li>Nachher werden die Kinder Israel umkehren und aufsuchen den Herrn, ihren Gott, und ihren K\u00f6nig David; und dem Herrn und seiner G\u00fcte in den k\u00fcnftigen Tagen angstvoll entgegensehen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p><strong>Strafrede an das Volk. <\/strong><\/p>\n<ol type=\"1\">\n<li>H\u00f6ret das Wort des Herrn; ihr Kinder Israel: Einen Rechtsstreit hat der Herr mit den Bewohnern des Landes, da\u00df keine Wahrheit ist und keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Lande.<\/li>\n<li>Falsch Schw\u00f6ren und L\u00fcgen und Morden und Stehlen und Ehebrechen hat \u00fcberhand genommen; Blut reicht an Blut.<\/li>\n<li>Darum trauert das Land und verschmachten all die Bewohner darin, das Wild des Feldes, wie die V\u00f6gel des Himmels, selbst die Fische des Meeres vergehen.<\/li>\n<li>Doch soll niemand tadeln, niemand zurechtweisen; denn dein Volk gleicht den streits\u00fcchtigen Priestern.<\/li>\n<li>Du [das Volk] strauchelst am Tage, und nachts strauchelt auch der Prophet mit dir; du gleichst deiner Mutter.<\/li>\n<li>Verkommen ist [das einfache] Volk aus Mangel an Erkenntnis; aber du [Priesterstamm] hast die Erkenntnis verworfen, so verwerfe ich dich, da\u00df du mir nicht Priester seiest; du verga\u00dfest der Lehre deines Gottes, so werde auch ich deiner S\u00f6hne vergessen.<\/li>\n<li>Je m\u00e4chtiger [die Priester] wurden, desto mehr s\u00fcndigten sie gegen mich; ihre Ehre will ich daher in Schande verwandeln.<\/li>\n<li>Die S\u00fcndopfer meines Volkes essen sie, deshalb trachtet ihre Gier nach seiner Schuld, [deshalb verleiten sie das Volk zur S\u00fcnde].<\/li>\n<li>Es soll dem Priester ergehen wie dem Volke; ich suche an ihm seinen Wandel heim und seine Handlungen vergelt ich ihm.<\/li>\n<li>Sie sollen essen und nicht satt werden, buhlen und sich nicht ausbreiten, denn den Herrn haben sie verlassen, auf ihn zu achten.<\/li>\n<li>Buhlerei, Wein und Most beraubt sie ihres Sinnes.<\/li>\n<li>Mein Volk befragt sein Holz und sein Stab soll ihm [die Zukunft] verk\u00fcnden; denn ein Buhlersinn hat es verf\u00fchrt, und sie buhlen, untreu ihrem Gott.<\/li>\n<li>Auf den Gipfeln der Berge opfern sie und auf H\u00fcgeln r\u00e4uchern sie, unter Eiche, Wei\u00dfpappel und Therebinthe, dessen Schatten gut ist; darum buhlen auch eure T\u00f6chter und ehebrechen eure Schn\u00fcre.<\/li>\n<li>Eure T\u00f6chter will ich nicht strafen da\u00df sie buhlen, und eure Schn\u00fcre, da sie ehebrechen, da sie selber mit den Buhlerinnen bei Seite gehen und mit feilen Dirnen opfern, und das unverst\u00e4ndige Volk soll gez\u00fcchtigt werden?<\/li>\n<li>Wenn du abtr\u00fcnnig bist, Israel, so verschulde sich wenigstens Jehuda nicht; gehet weder nach Gilgal noch ziehet nach Bet Aven, um dort beim Leben des Herrn zu schw\u00f6ren.<\/li>\n<li>Denn wie eine st\u00f6rrige Kuh, so war Israel st\u00f6rrig, nun soll sie der Herr weiden wie ein Schaf auf ger\u00e4umiger Au?<\/li>\n<li>Eine g\u00f6tzendienerische Bande ist Efraim; sei es sich selber \u00fcberlassen!<\/li>\n<li>Ausgelassen ist ihr Zechen; es buhlen, es lieben die Schande ihre F\u00fcrsten.<\/li>\n<li>Wenn aber der Sturm sie mit seinen Fittigen zusammengebunden hat, dann werden sie zu Schanden an ihren Opfern.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>H\u00f6ret dies, o Priester, und merke auch du auf, Haus Israel, und ihr, Mitglieder des K\u00f6nigshauses, horchet hin, denn euch gilt das Strafgericht; denn wie eine Falle waret ihr auf Mizpa und wie ein ausgebreitetes Netz auf Tabor.<\/li>\n<li>Zum Mord bargen die Abtr\u00fcnnigen sich in die Tiefe, aber ich bereite Z\u00fcchtigung vor f\u00fcr alle.<\/li>\n<li>Ich kenne dich, Efraim, und Israel ist mir nicht unbekannt. Du hast gebuhlt, Efraim, Israel hat sich verunreinigt.<\/li>\n<li>Ihr b\u00f6ses Treiben l\u00e4\u00dft nicht zu, da\u00df sie zu ihrem Gott zur\u00fcckkehren; ein verbuhlter Sinn ist in ihrer Brust, und den Herrn erkennen sie nicht.<\/li>\n<li>Der Hochmut Israels zeugt wider ihn. Israel und Efraim werden straucheln in ihrer Schuld, aber auch Jehuda strauchelt mit ihnen.<\/li>\n<li>Mit ihren Schafen und ihren Rindern werden sie dann gehen, den Herrn zu suchen, aber sie werden ihn nicht finden, denn er hat sich ihnen entzogen.<\/li>\n<li>Dem Herrn waren sie untreu und unehrliche Kinder haben sie geboren; nun soll sie ein Monat verzehren samt ihrem Teil.<\/li>\n<li>Sto\u00dfet in die Posaune auf Gibea, in die Trompete auf Rama; blaset L\u00e4rm in Bet Aven; hinter dir her, Benjamin!<\/li>\n<li>Efraim wird eine Oede am Tage der Strafe; unter den St\u00e4mmen Israels tue ich dies bestimmt kund.<\/li>\n<li>Die F\u00fcrsten Jehudas gleichen solchen, die Grenzen verr\u00fccken; \u00fcber sie will ich aussch\u00fctten wie eine Flut meinen Grimm.<\/li>\n<li>Vergewaltigt ist Efraim, vernichtet durch das Strafgericht, denn er ging dem Falschen nach.<\/li>\n<li>Aber ich war wie Mottenfra\u00df f\u00fcr Efraim und wie Brand dem Hause Jehuda.<\/li>\n<li>Efraim merkte seine Krankheit, Jehuda seine eiternde Wunde; da ing Efraim zum K\u00f6nig von Assyrien und [Jehuda] sandte zum K\u00f6nige Jareb; doch er wird euch nicht heilen k\u00f6nnen und eure eiternde Wunde nicht ausdr\u00fccken.<\/li>\n<li>Denn ich will sein wie ein L\u00f6we f\u00fcr Efraim, wie ein junger Leu dem Hause Jehuda; ich, ich werde Beute machen und weggehen, davontragen, und niemand rettet.<\/li>\n<li>Ich gehe weg und kehre zur\u00fcck an meinen Ort, bis da\u00df sie sich ihrer Schuld bewu\u00dft werden und mich aufsuchen; in ihrer Not werden sie mich anflehen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>[Sie werden sprechen:] Kommt und la\u00dft uns umkehren zum Herrn, denn er hat uns zerrissen und soll uns heilen, er schlug uns und soll uns verbinden. 2 Er soll uns genesen lassen nach zwei Tagen, am dritten Tage soll er uns aufstehen hei\u00dfen, da\u00df wir leben vor seinem Angesicht.<\/li>\n<li>Wir wollen erkennen, wir wollen trachten, den Herrn zu erkennen: wie das Fr\u00fchrot sch\u00f6n ist sein Aufgang, und er komme zu uns wie der Regen, wie Regeng\u00fcsse, welche die Erde bew\u00e4ssern.<\/li>\n<li><\/li>\n<li>Darum lie\u00df ich ja die Propheten niedermachen, t\u00f6tete sie durch die Ausspr\u00fcche meines Mundes, damit deine Rechte wie das Licht erhellen:<\/li>\n<li>Da\u00df ich n\u00e4mlich Liebe verlange und kein Opfer, und Gotteserkenntnis mehr als Ganzopfer.<\/li>\n<li>Aber in menschlicher Schw\u00e4che haben sie den Bund \u00fcbertreten, gleich wurden sie treulos an mir.<\/li>\n<li>Gilead ist eine Stadt der \u00dcbelth\u00e4ter, voller Blutspuren.<\/li>\n<li>Wie die Schaaren, die Menschen auflauern, ist die Rotte der Priester; auf dem Wege nach Sichem morden sie, denn ein Bubenst\u00fcck ver\u00fcben se.<\/li>\n<li>Im Hause Israel habe ich Sch\u00e4ndliches gesehen; gleich trieb Efraim Buhlerei, verunreinigte sich Israel.<\/li>\n<li>Auch dir, Jehuda, ist die Ernte bestellt. \u2014 Als ich mein Volk wieder herstellen wollte,<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Als ich Israel heilen wollte, da zeigte sich die Schuld Efraims und der Frevel Schomrons, da\u00df sie Trug ver\u00fcbt; Diebe brachen ein und die Raubschaar \u00fcberfiel auf der Stra\u00dfe. 2. Sie denken niemals daran, da\u00df ich mich ihrer Bosheit erinnern werde. Nun stehen ihre Taten um sie herum; sie sind mir gegenw\u00e4rtig.<\/li>\n<li>Mit ihrer Bosheit erfreuen sie den K\u00f6nig und mit ihren B\u00fcbereien die F\u00fcrsten.<\/li>\n<li>Alle sind Ehebrecher, wie ein Ofen, geheizt vom B\u00e4cker; es ruht der Sch\u00fcrer vom Kneten des Teiges bis zu dessen S\u00e4uern [eine kurze Zeit nur].<\/li>\n<li>Am Festtage unseres K\u00f6nigs wurden die F\u00fcrsten durch die Weinglut krank; er selbst reichte seine Hand den Trunkenen.<\/li>\n<li>Denn sie toben, da ihr Herz wie ein Ofen ist, selbst wenn sie ruhig scheinen. Gewi\u00df, die Nacht hindurch ruhet ihre Erregung, aber des Morgens sind sie wie eine lodernde Flamme.<\/li>\n<li>Alle gl\u00fchen wie der Ofen und fressen ihre Richter; alle ihre K\u00f6nige sind abgefallen, keiner unter ihnen ruft zu mir.<\/li>\n<li>Efraim m\u00f6chte sich unter die V\u00f6lker mischen, aber Efraim ist wie ein Kuchen, der nicht umgewendet wird.<\/li>\n<li>Fremde verzehren sein Mark, aber er merkt nichts; er wurde ergraut und er merkt nichts.<\/li>\n<li>So wird die Hoheit Israels gebeugt vor seinen Augen [ganz sichtlich], und doch kehren sie nicht um zu dem Herrn, ihrem Gott, und suchen ihn nicht bei all dem.<\/li>\n<li>Efraim glich einer einf\u00e4ltigen Taube ohne Verstand; \u00c4gypten riefen sie herbei, w\u00e4hrend sie nach Assyrien gingen.<\/li>\n<li>Wie sie gehen, werde ich mein Netz \u00fcber sie ausbreiten, gleich dem Vogel des Himmels bringe ich sie herab; ich will sie z\u00fcchtigen, da\u00df es der ganzen Versammlung bekannt werde.<\/li>\n<li>Wehe ihnen, da\u00df sie geflohen sind von mir, Unheil kommt \u00fcber sie, weil sie von mir abgefallen! Ich wollte sie l\u00f6sen aber sie haben L\u00fcgen gegen mich geredet!<\/li>\n<li>Sie schrieen nicht zu mir in ihrem Herzen, wenn sie auf ihren Lagern heulten; um Korn und Most scharten sie sich zusammen, aber durch mich werden sie auseinandergetrieben.<\/li>\n<li>Ich habe ihre Arme gespannt und gekr\u00e4ftigt, und mir dichteten sie B\u00f6ses an.<\/li>\n<li>Sie wenden sich um, aber nicht nach oben; sie gleichen einem falschen Bogen,[dessen Pfeile den Sch\u00fctzen treffen]; ihre F\u00fcrsten fallen durch das Schwert ob der Wut ihrer Zunge; dies macht sie zum Spott in \u00c4gypten.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Setze an deinen Gaumen die Posaune, [das Volk zu warnen]. Wie ein Adler kommt [der Feind] \u00fcber das Haus des Herrn! Weil sie meinen Bund \u00fcbertraten und gegen meine Lehre verbrachen.<\/li>\n<li>Zu mir schreien sie aus dem Hause Israel: Mein Gott, wir erkennen dich!<\/li>\n<li>Aber Israel hat den G\u00fctigen verworfen, der Feind verfolg\u2019 es!<\/li>\n<li>Sie haben K\u00f6nige gemacht, aber ohne meine Zustimmung, haben F\u00fcrsten gemacht, um die ich nicht gewu\u00dft; aus ihrem Silber und ihrem Gold haben sie sich G\u00f6tzenbilder gefertigt, damit es zu nichte werde.<\/li>\n<li>Verworfen hat dich dein Kalb, Schomron, da mein Zorn wider sie ergl\u00fchte; wie lange werden sie sich nicht reinigen k\u00f6nnen!<\/li>\n<li>Denn einer aus Israel, ein Meister, hat es gefertigt, und kein Gott ist es; zu Splittern wird das Kalb Schomrons.<\/li>\n<li>Denn Wind s\u00e4en sie und Sturm ernten sie; keine Saat hat er, das Gew\u00e4chs gibt kein Mehl; vielleicht gibt es einiges, so verschlingen es Fremde.<\/li>\n<li>Verwirrt wurde Israel; nun sind sie unter den V\u00f6lkern wie ein wertloses Ger\u00e4t.<\/li>\n<li>Denn sie waren nach Assyrien gezogen wie ein Waldesel, der f\u00fcr sich allein l\u00e4uft; sie unterhandeln ja mit Efraim so freundschaftlich.<\/li>\n<li>Aber wenn sie auch mit den V\u00f6lkern unterhandeln, so will ich nun [diese V\u00f6lker] wider sie sammeln; [Israel] wird fast erliegen unter der Last der K\u00f6nige und F\u00fcrsten [von Assyrien].<\/li>\n<li>Efraim h\u00e4uft jetz Alt\u00e4re zum S\u00fcndigen obwohl er doch genug hat der Alt\u00e4re, um zu s\u00fcndigen.<\/li>\n<li>Ich soll ihm wohl die Hauptsatzungen meiner Lehre aufschreiben? Sie sind ihm ja fremd.<\/li>\n<li>Statt der Brandopfer m\u00f6gen sie schlachten, da\u00df sie Fleish essen; der Herr nimmt sie nicht gn\u00e4dig auf. Nun gedenkt er ihrer Schuld und ahndet ihre S\u00fcnde, sie kehren um \u2014 nach \u00c4gypten.<\/li>\n<li>Israel verga\u00df seines Sch\u00f6pfers und baute Pal\u00e4ste, und Jehuda baute viele feste St\u00e4dte; aber ich z\u00fcnde Feuer an in seinen St\u00e4dten, da\u00df es ihre Schl\u00f6sser fresse.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Freue dich nicht, Israel, gleich der Festfreude der V\u00f6lker, denn du hast gebuhlt, bist untreu deinem Gott; du hast Hurenlohn geliebt in allen Korntennen.<\/li>\n<li>Tenne und Kelter soll sie nicht n\u00e4hren, und der Most soll versagen.<\/li>\n<li>Sie sollen nicht bleiben im Lande des Herrn, Efraim m\u00f6ge nach \u00c4gypten umkehren und in Assyrien Unreines essen.<\/li>\n<li>Sie sollen dem Herrn keinen Wein mehr spenden, denn ihre Opfer sind ihm nicht angenehm; wie Brot der Trauernden sind sie ihnen; alle, die es essen, verunreinigen sich. Ihr Brot m\u00f6gen sie f\u00fcr sich behalten, es komme nicht in das Haus des Herrn.<\/li>\n<li>Was habt ihr am Feiertag und am Tage des Festes des Herrn?<\/li>\n<li>Denn sie sind dem Unheil entgangen aber \u00c4gypten wird sie aufnehmen, Mof sie begraben, ihr k\u00f6stliches Silberwerk werden Nesseln einnehmen, Dornen in ihren Zelten sein.<\/li>\n<li>Gekommen sind die Tage der Ahndung, gekommen die Tage der Vergeltung, erfahren soll es Israel, da\u00df der [falsche] Prophet ein Tor war, wahnsinnig der Mann des Geistes! ob der Gr\u00f6\u00dfe deiner Schuld und der gro\u00dfen Geh\u00e4ssigkeit.<\/li>\n<li>Der W\u00e4chter Efraims bei meinem Gott, der Prophet, war wie eine Schlinge des Vogelstellers auf all seinen Wegen; er stiftete nur Ha\u00df im Hause seines Gottes.<\/li>\n<li>Wie tief entartet sind sie, wie in den Tagen von Gibea; er wird gedenken ihrer Schuld, ahnden ihre S\u00fcnden.<\/li>\n<li>Wie Trauben in der W\u00fcste fand ich [und liebte] Israel; wie eine Erstlingsfrucht am Feigenbaum in der Fr\u00fchzeit erw\u00e4hlte ich eure V\u00e4ter. Sie waren aber nach Baal Peor gekommen und weihten sich der Schande; sie wurde Scheusale wie ihr Liebling.<\/li>\n<li>Efraims Herrlichkeit entflog wie ein Vogel glechi bei der Geburt, ja noch im Mutterleibe, w\u00e4hrend der Schwangerschaft.<\/li>\n<li>Nun, wenn sie auch ihre Kinder gro\u00df ziehen, so beraube ich sie deren, da\u00df sie keine M\u00e4nner werden; denn wehe ihnen, wenn ich von ihnen weiche.<\/li>\n<li>Efraim war, als ich es erw\u00e4hlte, ein Zor, gepflanzt in der Au; aber dies Efraim soll nun hinausf\u00fchren dem W\u00fcrger seine S\u00f6hne.<\/li>\n<li>Gib ihnen, Herr, was du ihnen geben kannst, gib ihnen einen fehlgeb\u00e4renden Scho\u00df und welke Br\u00fcste!<\/li>\n<li>All ihre Bosheit begann bereits in Gilgal; dort ha\u00dfte ich sie bereits ob ihrer b\u00f6sen Handlungen; aus meinem Hause will ich sie treiben; ich werde sie nicht mehr lieben, all ihre F\u00fcrsten sind Abtr\u00fcnnige.<\/li>\n<li>Geschlagen ist Efraim, seine Wurzel verdorrt, Frucht tragen sie nicht, und wenn sie geb\u00e4ren, t\u00f6te ich die Lieblinge ihres Leibes.<\/li>\n<li>Verabscheuen wird sie mein Gott, weil sie ihm nicht gehorcht haben; sie werden fl\u00fcchtig sein unter den V\u00f6lkern.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Israel war zuerst ein unfruchtbarer Weinstock, dem aber [Gott] Fr\u00fcchte verlieh. Als jedoch seine Fr\u00fcchte zahlreich wurden, da erbaute er viele Alt\u00e4re; als sein Land sch\u00f6n wurde, erbaute er sch\u00f6ne Standbilder.<\/li>\n<li>Ihr Herz fiel ab, gleich beluden sie sich mit Schuld. [Gott] wird ihre Alt\u00e4re zerschmettern und ihre Standbilder verw\u00fcsten.<\/li>\n<li>Bald sollen sie sprechen: Wir haben keinen K\u00f6nig, denn wir f\u00fcrchteten den Herrn nicht, und was soll uns der K\u00f6nig n\u00fctzen?<\/li>\n<li>Sie reden viel, lauter falsche Schw\u00fcre und B\u00fcndnisse. Das Recht bl\u00fcht bei ihnen wie ein Giftkraut zwischen den Feldfurchen.<\/li>\n<li>Zu den K\u00e4lbern [den G\u00f6tzen] von Bet-Aven wandern schaarenweis die Einwohner von Schomron. Aber [es dauert nicht lange], da wird sein Volk um [diesen G\u00f6tzen] trauern und seine Priester um ihn zittern, da seine Herrlichkeit dahin sein wird.<\/li>\n<li>Auch dieser [G\u00f6tze] wird nach Assyrien gebracht, ein Geschenk dem K\u00f6nige Jareb; Schande wird Efraim davontragen, zu Schanden wird Israel an seinem Vorhaben.<\/li>\n<li>Es schhwindet Schomrons K\u00f6nig wie Schaum auf dem Wasser.<\/li>\n<li>Es werden vertilgt die H\u00f6hen von Aven, die S\u00fcnde Israels, Dorn und Disteln werden wachsen auf ihren Alt\u00e4ren; dann werden sie zu den Bergen sprechen: Bedecket uns! und zu den H\u00fcgeln: st\u00fcrzet \u00fcber uns!<\/li>\n<li>Seit den Tagen Gibeas hat Israel ges\u00fcndigt. Sie h\u00e4tten damals ruhig bleien sollen und keinen Krieg in Gibea f\u00fchren wider die Ruchlosen.<\/li>\n<li>Wenn ich will, z\u00fcchtige ich sie, da\u00df sich gegen sie V\u00f6lker versammeln und sie anspannen f\u00fcr beide Furchen.<\/li>\n<li>Efraim ist ja eine einge\u00fcbte F\u00e4rse, die das Dreschen liebt; nur schonte ich bisher ihren feisten Nacken; jetzt aber will ich Efraim [den Pflug] ziehen lassen, pfl\u00fcgen soll Jehuda, eggen soll Jakob.<\/li>\n<li>S\u00e4et f\u00fcr die Gerechtigkeit, erntet f\u00fcr Liebe, brachet euch die Brache, denn es ist Zeit den Herrn zu suchen, bis er komme und euch gew\u00e4hre den Fr\u00fchregen der Gnade. 13. Ihr habt aber Frevel gepfl\u00fcgt, so werdet ihr Ungerechtigkeit ernten und die Frucht der L\u00fcge essen, denn du hast vertraut anf deinen Wandel, auf deine vielen Helden.<\/li>\n<li>Es wird Get\u00fcmmel entstehen unter deinem Volke, und all deine Vesten werden zerst\u00f6rt, wie Salman zerst\u00f6rt hat Bet-Arbel am Tage der Schlacht; die Mutter mit den Kinder wurde aufgeschlitzt.<\/li>\n<li>So macht es auch Bet-El wegen eurer Schlechtigkeit; am fr\u00fchen Morgen ist dahingeschwunden der K\u00f6nig von Israel.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Als Israel noch jung war, da liebte ich es, und aus \u00c4gypten rief ich meinen Sohn.<\/li>\n<li>Jetzt rufen sie jene [die \u00c4gypter] herbei, von welchen sie fortgegangen sind: sie opferten dem Baal, den G\u00f6tzen brachten sie R\u00e4ucherwerk dar.<\/li>\n<li>Ich soll noch weiter Efraim leiten? Er nahm ja [die G\u00f6tzen] in seine Arme; sie wissen ja nicht, da\u00df ich sie geheilt.<\/li>\n<li>Mit menschlichen [freundlichen]Banden zog ich sie an, mit den Seilen der Liebe; ich war zu ihnen wie jene, die [der F\u00e4rse] das Joch vom Halse nehmen und ihr Futter reichen.<\/li>\n<li>Es soll nicht nach \u00c4gypten zur\u00fcckkehren, denn Assyrien wird es beherrschen, Da sie sich weigern umzukehren,<\/li>\n<li>Wird das Schwert in seinen St\u00e4dten w\u00fcten und seine Riegel vernichten und fressen \u2014 wegen ihrer Ratschl\u00fcsse.<\/li>\n<li>Das von mir abtr\u00fcnnige Volk schwankt noch; wenn man es nach oben [zur R\u00fckkehr zu Gott] ruft, erhebt es sich nicht gemeinsam.<\/li>\n<li>Wie soll ich dich hingeben, Efraim, dich ausliefern, Israel? Wie dich machen wie Adama, dich zurichten wie Zeboim? Doch mein Sinn wandte sich, mein Mitleid ist erregt.<\/li>\n<li>Ich will nicht verfahren nach meiner Zornesglut, will nicht wieder Efraim verderben; denn ein Gott bin ich und kein Mensch, in deiner Mitte der Heilige, und will nicht verheerend kommen.<\/li>\n<li>Dem Herrn werden sie folgen, wenn er wie ein L\u00f6we br\u00fcllt; wenn er br\u00fcllen wird, dann eilen die [zerstreuten] S\u00f6hne vom Westen herbei.<\/li>\n<li>Sie eilen herbei wie V\u00f6gel von \u00c4gypten und wie Tauben vom Lande Assyrien; ich werde sie einsetzen in ihre H\u00e4user, spricht der Herr.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Mit L\u00fcge haben mich umringt die Efraimiten und mit Verrat das Haus Israel; nur Jehuda ist noch Gott ergeben und dem Heiligen treu geblieben.<\/li>\n<li>Efraim weidet Wind und jagt dem Ost nach, den ganzen Tag h\u00e4uft es Trug und Verderben; einen Bund schlie\u00dfen sie mit Assyrien und \u00d6l wird nach \u00c4gypten gef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Aber auch mit Jehuda hat der Herr einen Rechtsstreit, um zu ahnden an Jakob nach dessen Wandel, da\u00df er ihm nach seinen Handlungen vergelte.<\/li>\n<li>Im Mutterleibe \u00fcberw\u00e4ltigte er seinen Bruder, und in seiner Manneskraft hat er ein g\u00f6ttliches Wesen besiegt.<\/li>\n<li>Er k\u00e4mpfte mit dem Engel und siegte; dieser weinte und flehte vor ihm: Zu Bet-El werde er ihn finden, und dort werde er mit uns reden.<\/li>\n<li>Der Herr, Gott Zebaot, der Herr ist sein Angedenken.<\/li>\n<li>Da\u00df du zu deinem Gott zur\u00fcckkehrt, Liebe und Recht wahrest und auf deinen Gott best\u00e4ndig hoffest.<\/li>\n<li>Der Kaufmann h\u00e4lt in seiner Hand betr\u00fcgerische Wagschale, er liebt \u00dcbervorteilung.<\/li>\n<li>Und doch spricht Efraim: Ich bin ja reich, habe mir Verm\u00f6gen erworben; bei all meinem Erwerb findet man keine Schuld, die eine S\u00fcnde w\u00e4re.<\/li>\n<li>Ich, der Herr, dein Gott [seit dem Auszuge| aus \u00c4gypten, werde dich wieder wohnen lassen in H\u00fctten wie zur Zeit der Stiftung.<\/li>\n<li>Ich redete zu den Propheten und erschien ihnen in vielen Gesichtern, durch die Propheten erschien ich.<\/li>\n<li>Wenn in Gilead jetzt Nichtiges vorherrscht \u2014 nun, da war ja stets L\u00fcge, in Gilead opferten sie immer Stiere [den G\u00f6tzen]; ihrer Alt\u00e4re sind so viel wie Haufen auf der Feldfurchen.<\/li>\n<li>Jakob fl\u00fcchtete einst in die Landschaft Aram; Israel diente da um eine Frau, um eine Frau h\u00fctete er [die Schafe].<\/li>\n<li>Durch einen Propheten f\u00fchrte der Herr Israel aus \u00c4gypten, durch einen Propheten wurde es geh\u00fctet.<\/li>\n<li>Efraim reizt [Gott] mit Kr\u00e4nkungen; so wird sein Herr sein Blut auf ihn sch\u00fctten und seine Schmach ihm heimzahlen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Einst war Efraim ein m\u00e4chtiger F\u00fchrer, es war gro\u00df in Israsl; da lud es aber Schuld auf sich durch den Baaldienst und starb.<\/li>\n<li>Jetzt fahren sie fort zu s\u00fcndigen und machen sich gegossene Bilder aus ihrem Silber, kunstvolle G\u00f6tzen, ganz ein Werk von K\u00fcnstlern. Von ihnen darf man sagen: Menschen schlachten sie, aber K\u00e4lber k\u00fcssen sie.<\/li>\n<li>Wahrlich, sie werden wie eine Morgenwolke sein und wie der verschwindende Fr\u00fchtau; wie Spreu, die aus der Tenne verweht, und wie Rauch aus der L\u00fccke.<\/li>\n<li>Ich bin der Herr, dein Gott seit [deinem Auszuge] aus \u00c4gypten; keinen Gott au\u00dfer mir wirst du kennen, kein Retter ist da au\u00dfer mir.<\/li>\n<li>Ich habe auf dich geachtet in der W\u00fcste, in dem Lande der Gluthitze.<\/li>\n<li>Wie sie weideten, da wurden sie satt; sie wurden satt und ihr Sinn wurde stolz, darum verga\u00dfen sie mein.<\/li>\n<li>Deshalb wurd\u2019 ich ihnen wie ein L\u00f6we, wie ein Parder lauerte ich auf dem Wege.<\/li>\n<li>Ich will sie anfallen wie eine ihrer Jungen beraubte B\u00e4rin und zerrei\u00dfen das Schlo\u00df ihres Herzens, und will sie gleich fressen wie eine L\u00f6win, das Wild des Feldes soll sie zerrei\u00dfen.<\/li>\n<li>Es ist dein Verderben, Israel, da\u00df du au\u00dfer mir Beistand suchtest.<\/li>\n<li>Wo ist nun dein K\u00f6nig, da\u00df er dir helfe in all deinen St\u00e4dten? Und deine Richter, da du gesagt hast: Gib mir K\u00f6nig und F\u00fcrsten.<\/li>\n<li>Ich gab dir einen K\u00f6nig in meinem Zorn und werde ihn nehmen in meinem Grimm.<\/li>\n<li>Festgehalten ist die Missetat Efraims, aufbewahrt seine S\u00fcnde.<\/li>\n<li>Wehen der Geb\u00e4rerin sollen ihn ankommen; er ist ein dummer Mensch; zur Zeit wird er nicht stand halten, wenn die Geburt durchbricht.<\/li>\n<li>Aus der Gewalt der H\u00f6lle sollt\u2019 ich sie loskaufen, vom Tode sie erl\u00f6sen? Ich will deine Seuche sein, Tod! deine Pest, H\u00f6lle! Mitleid kenne ich nicht.<\/li>\n<li>Unter den Br\u00fcdern wurde [Efraim] m\u00e4chtig. Jetzt aber kommt ein Ostwind, ein m\u00e4chtiger Wind steigt aus der W\u00fcste empor, da\u00df sein Born versiegt, seine Quellen vertrocknen; er tritt nieder den Schatz aller k\u00f6stlichen Sachen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n<ol type=\"1\">\n<li>Schomron ist schuldbeladen, denn es war widerspenstig gegen seinen Gott, durch das Schwert werden sie fallen, ihre Kindlein werden zerschmettert und die schwangern aufgeschlitzt.<\/li>\n<li>Kehre zur\u00fcck, Israel, zum Herrn, deinem Gott, denn du bist gest\u00fcrzt \u00fcber deine S\u00fcnde.<\/li>\n<li>Nehmet mit euch Worte und kehret zum Herrn zur\u00fcck, sprechet zu ihm: Vergib alle Schuld und nimm G\u00fcte an, wir werden mit unserer Lippen Gebet die gelobten Farren zahlen.<\/li>\n<li>Assyrien kann uns nicht helfen, auf Rossen wollen wir nicht reiten und nicht mehr nennen unsern Gott unserer H\u00e4nde Werk; nur bei dir findet die Waise Liebe.<\/li>\n<li>Ich will heilen ihre Abtr\u00fcnnigkeit, ich will sie lieben aus Milde, denn gewichen ist mein Zorn von ihm, [spricht Gott].<\/li>\n<li>Ich will sein wie der Tau f\u00fcr Israel, es bl\u00fche wie die Lilie und schlage Wurzeln gleich [dem Gew\u00e4chs] auf dem Libanon.<\/li>\n<li>Seine Reiser breiten sich aus, da\u00df seine Krone wie die eines \u00d6lbaums werde und gleich dem Libanon dufte.<\/li>\n<li>Es kehren zur\u00fcck zu ihm [die V\u00f6gel], welche in seinem Schatten gesessen; sie gedeihen wie Korn, und bl\u00fchen wie der Weinstock, sein Duft sei wie vom Libanon.<\/li>\n<li>Efraim [wird dann sagen]: Wozu mir noch die G\u00f6tzenbilder? Ich, ich lasse es anstimmen und preisen, ich bin wie eine frischgr\u00fcnende Zypresse; von mir geht deine Frucht hervor.<\/li>\n<li>Wer doch weise w\u00e4re, da\u00df er dies einsehe, einsichtig, da\u00df er es erkenne Denn grade sind die Wege des Herrn die Gerechten wandeln darauf und die Misset\u00e4ter straucheln darauf.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Jechezkiel (Ezekiel) in der (angepassten) \u00dcbertragung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Kapitel 1 Strafandrohung und Verhei\u00dfungen f\u00fcr die Zukunft. Das Wort des Herrn, welches an Hoschea, Sohn Be\u00ebris, ergangen ist, w\u00e4hrend der Regierungszeit Usijas, Jotams, Ahas\u2019, Hiskijas, der K\u00f6nige von Jehuda, und in den Tagen Jerobeams, Sohnes Joas, K\u00f6nigs von Israel. Als der Herr Hoschea anzureden begann, da gebot der Herr Hoschea: Geh, nimm dir ein buhlerisches Weib, das Hurenkinder hat; denn das Land [Israel] buhlt und fiel ab vom Herrn. Er ging und nahm die Gomer, Tochter Diblajims; sie ward schwanger und gebar ihm einen Sohn. Da sprach der Herr zu ihm: Nenne ihn Jsre\u00ebl; denn recht bald werde ich das Blut Jsre\u00ebls heimsuchen an dem Hause Jehus; ich mache dem Reiche des Hauses Israel ein Ende. An diesem Tage zerbreche ih den Bogen Israels im Thale Jsre\u00ebl. [Das Weib] ward wieder schwanger und gebar eine Tochter. 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