{"id":7743,"date":"2021-08-23T17:21:55","date_gmt":"2021-08-23T15:21:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=7743"},"modified":"2023-04-19T12:12:12","modified_gmt":"2023-04-19T10:12:12","slug":"jirmejahu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/jirmejahu\/","title":{"rendered":"Jirmejahu \u2013 Das Buch Jeremia"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<p>Das Buch <em>Jirmejahu<\/em> (Jeremia) in der (angepassten) \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-14\">14<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-15\">15<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-16\">16<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-17\">17<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-18\">18<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-19\">19<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-20\">20<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-21\">21<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-22\">22<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-23\">23<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-24\">24<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-25\">25<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-26\">26<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-27\">27<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-28\">28<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-29\">29<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-30\">30<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-31\">31<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-32\">32<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-33\">33<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-34\">34<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-35\">35<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-36\">36<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-37\">37<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-38\">38<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-39\">39<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-40\">40<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-41\">41<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-42\">42<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-43\">43<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-44\">44<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-45\">45<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-46\">46<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-47\">47<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-48\">48<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-49\">49<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-50\">50<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-51\">51<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-52\">52<\/a> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zum Buch<\/h2>\n\n\n\n<p>Jeremia wurde als Spross einer priesterlichen Familie um das Jahr 650 vor allgemeiner Zeitrechnung geboren. Seine prophetische Berufung kam \u00fcber ihn im Jahr 626 w\u00e4hrend der Regierung des Josia, K\u00f6nigs von Juda. Er war Zeuge des Falles von Ninive und \u2014 606 \u2014 der Vernichtung des assyrischen Weltreiches, 605 des Todes von Judas gerechtem K\u00f6nig Josia und erlebte die beiden Belagerungen Jerusalems 597 und 586, mit der darauf folgenden Zerst\u00f6rung des j\u00fcdischen Staates und der anschlie\u00dfenden Verbannung der gro\u00dfen Masse seines Volkes nach \u00bbden Fl\u00fcssen Babylons\u00ab. Zuletzt h\u00f6ren wir von ihm aus \u00c4gypten, wohin er von j\u00fcdischen Fl\u00fcchtlingen mitgeschleppt worden war; die Sage will wissen, dass er dort durch die Hand seiner j\u00fcdischen Br\u00fcder den M\u00e4rtyrertod gestorben sei. Wie es sich mit der historischen Treue dieser Legende auch verhalten mag: wahr ist, dass der Prophet Jeremia ein M\u00e4rtyrerleben gef\u00fchrt hat. Er war ein Mann, der w\u00e4hrend des gr\u00f6\u00dften Teils seiner prophetischen Wirksamkeit gegen sein ganzes Volk stehen musste und der \u2014 von Natur aus sch\u00fcchtern und zur Zur\u00fcckhaltung neigend \u2014 doch die g\u00f6ttliche Botschaft mutig gegen\u00fcber den K\u00f6nig, den Edlen, der Priesterschaft und dem Volke verk\u00fcndete.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeremia ist der geistige Erbe der gro\u00dfen Propheten vor ihm. Er vereint die empfindsame Zartheit Hoseas mit der Furchtlosigkeit des Amos und der d\u00fcsteren Erhabenheit Jesajas. Gleich ihnen ist er in erster Linie Bu\u00dfprediger; er droht das g\u00f6ttliche Gericht an und h\u00e4lt doch gleichzeitig als Trost das g\u00f6ttliche Versprechen der Wiederherstellung Israels in Bereitschaft. Selbst in den schwersten Augenblicken seines Lebens, wenn er v\u00f6llig an der Zukunft des j\u00fcdischen Staates verzweifelt, verl\u00e4sst ihn sein Gottesglaube und seine Zuversicht auf den H\u00f6chsten nicht. Man m\u00f6chte seine Lehre an Israel in die eine Mahnung zusammenfassen: \u00bbAuch wenn alles verloren ist, kehre du in vollkommenem Vertrauen zu Gott zur\u00fcck; Seine Liebe wird dir zur Wiedergeburt werden.\u00ab F\u00fcr Jeremia ist Religion Angelegenheit des tiefst innerlichen Gef\u00fchls, eine h\u00f6chst pers\u00f6nliche Beziehung zwischen Mensch und Sch\u00f6pfer, eine Beziehung, die beim nationalen Wohlergehen sich nicht lockern darf und die in Zeiten nationaler Katastrophen nur noch fester gekn\u00fcpft werden muss. Cornill schreibt: \u00bbDie Geschichte Israels beginnt mit Abrahams Wanderung vom Euphrat zum Jordan; ihre klassische Periode schlie\u00dft ab mit der zwangsweisen Wanderung der Verbannten vom Jordan zur\u00fcck zum Euphrat. W\u00e4re Israel nur ein Volk gleich anderen \u2014 niemals h\u00e4tte es diese furchtbare Katastrophe \u00fcberlebt; es w\u00fcrde im babylonischen Exil untergegangen sein.\u00ab Dass Israel nicht unterging, dankt es der Aktivit\u00e4t zweier M\u00e4nner: Jeremias und seines Sch\u00fclers Ezechiel. Jeremias Botschaft an seine verzweifelnden Br\u00fcder in Babylon: \u00bbSuchet das Wohl der Stadt, in der ihr wohnt, und betet zu HaSchem f\u00fcr sie, denn in ihrem Wohlergehen wird auch euer Friede begr\u00fcndet sein\u00ab, ist von nicht zu ermessendem Einfluss auf das b\u00fcrgerliche Leben aller Juden der gesamten Welt geworden. \u2013&nbsp;<em>Rabbiner Joseph Herman Hertz (selg. Ang.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<p><em>Die Berufung des Propheten.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Die Reden Jirmejahus, des Sohnes Hilkijas, von den Priestern in Anatot, im Lande Benjamin.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>An welchen das Wort des Herrn [zum ersten mal] erging w\u00e4hrend der Regierungszeit Josijas, Sohnes Amon, K\u00f6nigs von Jehuda, im dreizehnten Jahre seiner Regierung;<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Und dann auch in den Tagen Jojakims, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, bis an das Ende des elften Jahres des Zidkija, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, das ist bis zur Verbannung [der Einwohner] Jerusalems im f\u00fcnften Monate.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich also:<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Noch bevor ich dich gebildet im Leibe, hab\u2019 ich dich erw\u00e4hlt, und bevor du gekommen aus dem Mutterscho\u00dfe, habe ich dich geweiht; zum Propheten f\u00fcr die V\u00f6lker hab\u2019 ich dich eingesetzt.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Ich sprach: Ach Herr, o Gott, ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin noch jung.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Da sprach der Herr zu mir: Sprich nicht, ich bin jung, Sondern gehe \u00fcberallhin, wohin ich dich Sende, und rede alles, was ich dir gebiete.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>F\u00fcrchte dich nicht vor den Leuten, denn ich bin mit dir, dich zu sch\u00fctzen, Spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Der Herr streckte seine Hand aus und ber\u00fchrte meinen Mund, wobei der Herr zu mir Sprach: Ich lege meine Worte in deinen Mund.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich bestelle dich an diesem Tage [zum Propheten] \u00fcber die V\u00f6lker und \u00fcber die K\u00f6nigreiche, [ihnen zu verk\u00fcnden Gutes und Schlimmes], auszuroden und einzurei\u00dfen, zu vernichten und zu zerst\u00f6ren, zu bauen und zu pflanzen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich also: Was siehst du, Jeremija? Ich antwortete: Einen Stab vom Mandelbaum sehe ich.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Der Herr sprach zu mir: Du hast richtig gesehen, denn ich wache \u00fcber mein Wort, dass ich es vollf\u00fchre.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich zum zweiten male also: Was siehst du? Ich sprach: Einen dampfenden Topf sehe ich, seine Vorderseite ist nach Norden hin.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Der Herr sprach zu mir: Von Norden her wird das Unheil \u00fcber alle Bewohner des Landes hereinbrechen.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn ich rufe alle Geschlechter uud K\u00f6nigreiche vom Norden, spricht der Herr, dass sie kommen und jeder seinen Thron an den Eingang der Pforten Jerusalems setzen und auf alle ihre Mauern umher und auf die aller St\u00e4dte Jehudas.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Dann werde ich [die Jud\u00e4er] zur Rede stellen um all ihre Bosheit, dass sie mich verlassen und fremden G\u00f6ttern ger\u00e4uchert und sich niedergeworfen haben vor den Werken ihrer H\u00e4nde.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Du aber g\u00fcrte deine Lenden und mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich dir gebiete, zage nicht vor ihnen, dass ich dich nicht zermalme vor ihnen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Denn ich mache dich heute zur festen Stadt und zur eisernen S\u00e4ule und zur ehernen Mauer \u00fcber das ganze Land, gegen die K\u00f6nige von Jehuda, dessen F\u00fcrsten, dessen Priester und gegen das Volk des Landes.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Sie werden dich wohl angreifen, aber sie verm\u00f6gen nichts gegen dich, \u2014 denn ich bin mit dir, spricht der Herr, dich zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<p><em>Gegen den G\u00f6tzendienst.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Gehe und verk\u00fcnde den Bewohnern Jerusalems also: so spricht der Herr: Ich gedenke dir deine jugendliche Huld, deine br\u00e4utliche Liebe, als du mir gefolgt bist durch die W\u00fcste, durch ein unbes\u00e4etes Land.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Heilig war damals Jsrael dem Herrn; wie die Erstlinge des Ertrages, [die als heilig gelten], dass alle, die davon essen, es b\u00fc\u00dfen m\u00fcssen; Unheil kam \u00fcber sie, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>H\u00f6ret das Wort des Herrn, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlehter des Hauses Israel.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Also spricht der Herr: Welches Unrecht fanden eure V\u00e4ter an mir, dass sie sich von mir entfernten, dass sie dem Tand nachgingen und bet\u00f6rt wurden?<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Sie fragten nicht: wo ist der Herr, der uns hinausgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten, der uns gef\u00fchrt durch die W\u00fcste, durch ein Land der Steppen und der Wildnis, durch ein Land der D\u00fcrre und der Todesstille, durch ein Land, das niemand durchzogen und wo kein Mensch gewohnt hat.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich brachte euch in das fruchtbare Land des Karmel, dass ihr seine Frucht esset und seinen \u00dcberflu\u00df; da kamt ihr aber und verunreinigtet mein Land, und mein Erbe machtet ihr zum Gr\u00e4uel.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Die Priester forschen nicht: Wo ist der Herr? Die Handhaber des Gesetzes kennen mich nicht, und die Hirten [die Herrscher] sind abgefallen von mir. Die Propheten weissagen im Namen des Baal und folgen denen, die ihnen nicht helfen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Dar\u00fcber werde ich noch mit euch hadern, spricht der Herr, und mit euern Kindeskindern werde ich hadern.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Dann ziehet hin\u00fcber in die Insel der Kittiim [des mittell\u00e4ndischen Meeres] und schauet, auch nach Kedar [Arabien] sendet und beobachtet wohl, sehet zu, ob solches je geshen?<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Hat ein Volk je seine G\u00f6tter getauscht, die doch keine G\u00f6tter sind? \u2014 Und mein Volk hat seine Herrlichkeit getauscht um das, was nicht frommet.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Darob staunte der Himmel, er umw\u00f6lkte sich und verd\u00fcsterte sehr, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Denn zwiefachen Frevel hat mein Volk ver\u00fcbt: Mich verlie\u00dfen sie, den Quell lebendigen Wassers, um sich Gruben zu hauen, geborstene Gruben, die das Wasser nicht fassen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ist Israel ein Sklave, oder ist er ein Hausgeborener? Warum ist er zur Beute geworden?<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Dass gegen ihn die jungen L\u00f6wen br\u00fcllen und ihre Stimme erschallen lassen, dass sie sein Land zur W\u00fcste machen, dass seine St\u00e4dte verbrannt sind, leer an Bewohnern?<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Sogar die S\u00f6hne von Nof und Tachpanches [Memphis und Daphnes] werden dir auf das Haupt treten.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Das geschieht dir, weil du den Herrn, deinen Gott, verlassen, der doch dein F\u00fchrer ist auf dem Wege.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Und nun, was hast du von dem Wege nach \u00c4gypten, zu trinken Wasser des Nil? Und was hast du von dem Wege nach Assyrien, zu trinken Wasser des Stromes [des Euphrat]?<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Z\u00fcchtigen wird dich deine Bosheit, und deine Abtr\u00fcnnigkeit wird dich bestrafen, dann wirst du erkennen und sehen, dass es b\u00f6se und bitter war, als du den Herrn deinen Gott verlie\u00dfest, und ihn nicht f\u00fcrchtest, spricht der Herr, Gott Zebaot.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Denn von jeher brachst du dein Joch, zerrissest deine Bande und sprachst; Ich werde nicht [Gott] dienen. Auf jeglichen hohen H\u00fcgel und unter jedem belaubten Baum bettest du dir [stellst du dir G\u00f6tzen auf], du Buhlerin.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich habe dich, eine edle Rebe, ganz aus echtem Ssamen gepflanzt; aber wie hast du dich mir verwandelt in Auswuchs des wilden Weinstocks!<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wenn du dich auch w\u00fcschest mit Ritron und dazu viel Lauge n\u00e4hmest, bleibt doch dein Schuldfleck vor mir, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Wie magst du nur sprechen: Ich habe mich nicht verunreinigt, dem Baal bin ich nicht nachgegangen? Schau deinen Weg durch das Thal, erkenne, was du getan, du leichtf\u00fc\u00dfige Kamelstute, die vom graden Wege abweicht.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Ist eine Waldeselin an die W\u00fcste gew\u00f6hnt, schnaubt sie in gieriger Lust; wer mag sie in ihrer Brunst beschwichtigen ? Alle, die ihr nachstellen, m\u00f6gen sich nicht vergebens abm\u00fchen, nur in dem Monat [ihrer Brunst] werden sie sie finden.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Erspare deinem Fu\u00dfe die Bl\u00f6\u00dfe und deiner Kehle den Durst! Aber du sprachst: Vergebens, nein! denn Fremde liebe ich und ihnen will ich nachgehen.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Wie ein Dieb besch\u00e4mt ist, wenn er betroffen wird, so wird besh\u00e4mt das Haus Israel, sie alle, ihre K\u00f6nige, ihre F\u00fcrsten, ihre Priester und ihre Propheten.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Die zum Holz sprechen: Du bist mein Vater! und zum Stein: Du hast mich geboren! Mir wenden sie den Nackuen zu und nicht das Gesicht; aber in der Zeit ihres Ungl\u00fccks sprechen sie: O, rette uns doch!<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Wo sind denn deine G\u00f6tter, die du dir gemacht? M\u00f6gen sie doch aufstehen und dich retten in der Zeit deines Ungl\u00fccks, denn so viel St\u00e4dte, so viel sind bereits deine G\u00f6tter, Jehuda!<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Wozu rechtfertigt ihr euch vor mir? Alle seid ihr abgefallen von mir, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Umsonst z\u00fcchtigte ich eure S\u00f6hne, sie nahmen keine Lehre an; es fra\u00df euer Schwert eure Propheten wie ein w\u00fctender L\u00f6we.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Ihr, lebendes Geschlecht, betrachtet das Wort des Herrn! Bin ich eine W\u00fcste! geworden f\u00fcr Israel, oder ein Land der Finsternis? Warum spricht mein Volk: Wir irren umher, wir finden uns nicht mehr zu dir.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Vergi\u00dft denn eine Jungfrau ihren Schmuck, eine Braut ihre Schn\u00fcre? Mein Volk hat mein vergessen seit langer Zeit.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Welches Gl\u00fcck findest du auf deinem Wege, Liebe zu suchen? Wahrlich nur B\u00f6ses hast du dir angew\u00f6hnt auf diesen Wegen.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>An deinen Kleiderzipfeln wurde auch das Blut gefunden von unschuldigen Armen. Nicht in dem Einbruch fandest du sie, sondern vor allen da.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Aber noch immer sprachst du: Ich bin ja schuldfrei, m\u00f6ge sich nur [Gottes] Zorn wenden von mir. Ich will mit dir rechten, weil du gesprochen: Ich habe nicht ges\u00fcndigt.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Was erniedrigst du dich so sehr, deine Sitten zu wechseln? Auch an \u00c4gypten wirst du zu Schanden, wie du zu Schanden geworden an Assyrien.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Auch von diesen wirst du abziehen, die H\u00e4nde \u00fcber den Kopf schlagend; denn der Herr verwirft jene, auf die du trauest, dass dir nichts mit ihnen gelinge.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>[Gottes Wort erging an mich] also: Wenn ein Mann seine Frau entl\u00e4\u00dft, und sie geht von ihm und wird eines andern Mannes, wird er wieder zu ihr zur\u00fckehren? W\u00fcrde nicht dadurch das Land verrucht werden? Und du buhlst mit vielen Buhlen und willst zu mir zur\u00fcckkehren! spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Hebe deine Augen zu den Bergspitzen empor und siehe zu, wo bist du nicht gesch\u00e4ndet worden; auf den Wegen erwartetest du sie, wie der Kr\u00e4mer in der W\u00fcste. Du machtest das Land verrucht durch deine Buhlerei und durch deine Schlechtigkeit.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Infolgedessen h\u00f6rte der Regen auf und Sp\u00e4tregen kam nicht \u2014 du aber hattest die Stirne eines buhlerishen Weibes, du wolltest dich nicht sch\u00e4men.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Von jetzt ab m\u00f6chtest du mich Vater nennen; der Traute meiner Jugend bist du.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Wird er ewig nachtragen? Sich es merken auf immer? \u2014 So redest du und vermochtest dennoch das B\u00f6se zu tun?<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Der Herr sprach zu mir in den Tagen des K\u00f6nigs Josija: Siehst du, was sie getan hat, die abtr\u00fcnnige Nation Israel? Da ging sie hin auf jeden hohen Berg und unter jeden belaubten Baum und buhlte dort. <sup>7<\/sup>Ich dachte, nachdem sie alles das getan, wird sie doch zu mir zur\u00fcukehren; aber sie kehrte nicht zur\u00fcckt. Das sah ihre treulose Schwester Jehuda. <sup>8<\/sup>Ich sehe, dass obwohl ich um ihres Ehebruchs willen die abtr\u00fcnnige Nation Israel versto\u00dfen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, ihre Schwester, die treulose Nation Jehuda, sich dennoch nicht f\u00fcrchtete; auch sie ging und buhlte herum. <sup>9<\/sup>Ihre Buhlerei wurde so offenkundig, dass sie das Land verrucht machte; denn sie trieb Ehebruch mit dem Stein und mit dem Holze. <sup>10<\/sup>Noch immer kehrte sie nicht zu mir zur\u00fcck, die treulose Schwester Jehuda mit ganzem Herzen, sondern mit L\u00fcge, spricht der Herr. <sup>11<\/sup>Da sprach der Herr zu mir: Gerechtfertigt erscheint jetzt die abtr\u00fcnnige Nation Israel durch die treulose Jehuda. <sup>12<\/sup>Gehe und verk\u00fcnde diese Worte gen Norden und sprich: Kehre um, abtr\u00fcnnige Nation Israel, spricht der Herr, ich werde euch nicht mehr strafen, denn liebevoll bin ich, spricht der Herr, ich werde nicht ewig nachtragen. <sup>13<\/sup>Nur erkenne deine Schuld, dass du vom Herrn deinem Gotte abgefallen bist. Du warst ehebrecherisch mit deinen Wegen zu den Fremden unter jedem belaubten Baum, aber auf meine Stimme h\u00f6rtet ihr nicht, spricht der Herr. <sup>14<\/sup>Kehret um, abtr\u00fcnnige S\u00f6hne, spricht der Herr, ich habe euch fortgewiesen, aber ich nehme euch zur\u00fcch, einen aus der Stadt und zwei aus dem Geschlechte, und bringe euch nach Zijon, <sup>15<\/sup>und gebe euch Hirten nach meinem Herzen, dass sie euch weiden mit Verstand und Einsicht. <sup>16<\/sup>Und wenn ihr euch mehret und fruchtbar seid im Lande, in jenen Tagen, spricht der Herr, wird man nicht mehr sprechen von der Bundeslade des Herrn; sie wird keinem in den Sinn kommen, und man wird ihrer nicht gedenken und nicht erw\u00e4hnen, und es wird keine wieder gemacht werden. <sup>17<\/sup>In derselben Zeit wird man ganz Jerusalem des Herrn Thron nennen. Es werden sich dahin versammeln alle V\u00f6lker, zu dem Namen des Herrn nach Jerusalem, und sie folgen fortan nicht dem \u00dcbermut ihres b\u00f6sen Herzens. <sup>18<\/sup>In jenen Tagen gehet das Haus Jehuda samt dem Hause Israel und kehren miteinander zur\u00fcck aus dem Lande des Nordens in das Land, das ich euren V\u00e4tern zum Erbe gegeben.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Denn ich hatte gedacht, wie soll ich dich unter die [andern] V\u00f6lker versetzen, deshalb gab ich dir ein anmutiges Land, ein Eigentum, das allerherrlichste der V\u00f6lker. Ich dachte, du wirst mich Vater nennen und von mir nicht zur\u00fcckweichen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Freilich wurdet ihr mir untreu wie eine Frau ihrem Lieben untreu wird, Haus Israel, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Eine Stimme von den Bergspitzen wird geh\u00f6rt, das flehentliche Weinen der Kinder Israel, dar\u00fcber, dass sie gewandelt auf Abwegen und den Herrn, ihren Gott, vergessen haben.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Kehret um, ihr abtr\u00fcnnige Kinder! Ich will heilen eure Abtr\u00fcnnigkeit. \u2014 Wir kommen zu dir, denn du bist der Herr, unser Gott [spricht Israel].<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>F\u00fcrwahr, umsonst war das Erwarten von den H\u00fcgeln, von der Menge [G\u00f6tzen] auf den Bergen; f\u00fcrwahr, nur beim Herrn, unsern Gott, ist die Hilfe Israels.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Der G\u00f6tzendienst fra\u00df den Erwerb unserer V\u00e4ter von unserer Jugend an; ihre Schafe und ihre Rinder, ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Wir m\u00f6gen nun liegen in unserer Schande, und es bedeue uns unsere Schmach; denn gegen den Herrn, unsern Gott, haben wir ges\u00fcndigt, wir und unsere V\u00e4ter von unserer Jugend an bis auf diesen Tag; wir haben nicht geh\u00f6rt auf die Stimme des Herrn unseres Gottes.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<p><em>Das herannahende Verh\u00e4ngnis.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Wenn du bestehen willst, Israel, spricht der Herr, so kehre zu mir zur\u00fcck; wenn du wegschaffs deine Scheusale aus meinem Angesicht, so wirst du nicht [in die Verbannung] wandern.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Wenn du schw\u00f6rst: so wahr der Herr lebt! [so sei dieser Schwur] mit Wahrheit, mit Geb\u00fchr und Recht; dann werden sich mit ihm V\u00f6lker segnen und sich seiner r\u00fchmen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn so spricht der Herr zu den M\u00e4nnern Jehudas und zu Jerusalem: Pfl\u00fcgt zuerst den Acker, auf dass ihr nicht s\u00e4et unter Dornen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Lasset euch beschneiden f\u00fcr den Herrn und tuet ab die Vorhaut eures Herzens, ihr M\u00e4nner Jehudas und Bewohner Jerusalems, dass nicht wie Feuer ausbreche mein Grimm und brenne, dass niemand l\u00f6schen mag, wegen eurer b\u00f6sen Handlungen.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Saget an in Jehuda und verk\u00fcndet in Jerusalem und sprechet, sto\u00dfet in die Posaune im Lande, rufet zusammen und sprechet: Versammelt euch und lasst uns in die festen St\u00e4dte gehen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Erhebet das Panier nach Zijon hin, fl\u00fcchtet, wartet nicht, denn Ungl\u00fcck lasse ich kommen vom Norden und gro\u00dfes Unheil.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Es zieht einher der L\u00f6we aus seinem Dickicht und der V\u00f6lkerverheerende bricht auf und kommt heran von seinem Ort, dein Land zu verw\u00fcsten, dass deine St\u00e4dte ver\u00f6den aus Mangel an Bewohnern.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Darum g\u00fcrtet euch mit S\u00e4cken, klaget und heulet, denn noch hat die Zornesglut des Herrn sich nicht von uns gewandt.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>An jenem Tage, spricht der Herr, werden der K\u00f6nig und die F\u00fcrsten kopflos, die Priester werden verwirrt und die Propheten best\u00fcrzt.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich flehte: Ach Herr, Gott! F\u00fcrwahr, ber\u00fcckt hast du dieses Volk und Jerusalem als es hie\u00df: Ihr werdet Frieden haben, da doch das Schwert ans Leben dringt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Und in derselben Zeit wird diesem Volke und Jerusalem ein d\u00fcrrer Wind angek\u00fcndigt, der von den Bergspitzen durch die W\u00fcste kommt, auf dem Wege hin zur Tochter meines Volks, nicht zum Worfeln und nicht zum S\u00e4ubern.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ein starker Wind kommt zu uns aus diesen Gegenden. Nun werd? auch ich sie zur Rede stellen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Gleich dem Gew\u00f6lk steigt [der Feind] herauf, dem Sturm gleich sind seine Wagen, schneller denn Adler seine Rosse; weh uns, wir werden vergewaltigt!<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Wasche von Bosheit dein Herz, Jerusalem, damit du errettet werdest; wie lange willst du herbergen in deinem Innern deine heillosen Gedanken?<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn eine Stimme berichtet von Dan und macht Unheil kund vom Gebirge Efraim.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Verk\u00fcndet es den [israelitischen] St\u00e4mmen, machet kund in Jerusalem: Belagerer kommen aus fernem Laude und lassen ihre Stimme erschallen wider die St\u00e4dte Jehudas.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Wie die Feldh\u00fcter umlagern sie Jehuda von allen Seiten, weil es gegen mich widerspenstig war, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Dein Wandel und deine Handlungen haben dir dies bereitet; dieses ist [die Frucht] deiner Schlechtigkeit, die so bitter ist, dass das Ungl\u00fcck dir an das Herz dringt.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Mein Inneres erbebt in mir, die W\u00e4nde meines Herzens; in mir tobt mein Herz, ich kann nicht schweigen! Denn Posaunenschall h\u00f6re ich, Kriegsl\u00e4rm.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Unheil \u00fcber Unheil wird berichtet, denn das ganze Land wird verw\u00fcstet; pl\u00f6tzlich werden meine Zelte verw\u00fcstet, im Nu meine Umh\u00e4nge.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Wie lange soll ich noch das Kriegspanier sehen, den Possaunenschall h\u00f6ren?<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Denn t\u00f6richt ist mein Volk, mich erkennt es nicht; dumme, unverst\u00e4ndige Kinder sind sie. B\u00f6ses zu tun, wissen sie, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Ich blickte auf die Erde und sie ist \u00f6de und w\u00fcst, und zum Himmel \u2014 sein Licht ist nicht da.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Ich blicke auf die Berge, sie beben und alle H\u00fcgel schwanken.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Ich blicke hin und finde keinen Menschen; auch alle V\u00f6gel des Himmels sind weggeflogen.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Ich blicke hin, der Karmel ist eine W\u00fcste geworden, und alle seine St\u00e4dte sind ver\u00f6det vor dem Blicke des Herrn, vor seiner Zornesglut.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Denn so spricht der Herr: \u00d6de soll das ganze Land werden, aber [g\u00e4nzlich] vernichten will ich es nicht.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Darum trauert das Land und der Himmel droben verd\u00fcstert sich, denn ich habe geredet und beschlossen, ich bedenke mich nicht und stehe nicht ab davon.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Vor dem Get\u00f6se der Reiter und der Bogensch\u00fctzen flieht [die Einwohnerschaft] jeder Stadt. Sie gehen in Dickichte und ersteigen Felsen; alle St\u00e4dte sind verlassen und niemand wohnt darin.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Und du, Ungl\u00fcckselige, was machst du da, dass du Purpur anlegest, dass du dich schm\u00fcckest mit goldenem Schmuck und deine Augen mit Farbe schminkest? umsonst putztest du dich; es verschm\u00e4hen dich die Buhlen, sie trachten dir nach dem Leben.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Denn eine Stimme wie die einer Kreisenden h\u00f6re ich, Angstgeschrei wie von einer Erstgeb\u00e4renden, die Stimme der Tochter Zijon. Sie st\u00f6hnt, ringt die H\u00e4nde: Wehe mir, denn ich bin ermattet [von der Verfolgung] der M\u00f6rder.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<p><em>Die sittlichen Zust\u00e4nde Jud\u00e4as.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Streifet umher in den Stra\u00dfen Jerusalems und sehet doch zu, erkundet und sucht auf ihren Pl\u00e4tzen, ob ihr einen Menschen findet, auch nur einen, der Recht tut und Wahrheit suchet, und ich will ihm verzeihen<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Denn wenn sie auch sprechen: So wahr der Herr lebt! Dann schw\u00f6ren sie falsch.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Herr, deine Augen sind ja nur gerichtet auf das Heilsame. Nun, du schlugst sie, sie f\u00fchlen es nicht, du vernichtest sie, sie nahmen keine Lehre an; sie machen ihr Angesicht trotziger als der Fels, sie wollen nicht umkehren.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Ich dachte anfangs, nur die Gemeinen w\u00e4ren so; sie sind bet\u00f6rt, weil sie den Weg des Herrn nicht kennen, das Recht ihres Gottes.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich will also zu den Vornehmen gehen und mit ihnen reden, denn die kennen den Weg des Herrn, das Recht ihres Gottes; aber alle haben sie das Joch gebrochen, die Bande zerrissen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Darum schl\u00e4gt sie der L\u00f6we aus dem Walde, der Wolf der Steppen verw\u00fcstet sie, der Panther lauert gegen ihre St\u00e4dte, dass wer aus ihnen herausgeht, zerrissen wird; denn ihre Missetaten sind zahlreich, ihre Verwilderung gro\u00df.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wie soll ich dir das verzeihen? Deine S\u00f6hne haben mich verlassen und schw\u00f6ren bei Ung\u00f6ttern; ich gab ihnen F\u00fclle, und sie trieben Ehebruch, im Hurenhaus kamen sie haufenweise zusammen.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Wie geile, br\u00fcnstige Hengste waren sie; einer wiehert nach der Frau des andern.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Soll ich an solchen nicht ahnden, spricht der Herr, oder an einem Volke wie dieses nicht Rache nehmen?<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ersteiget, [ihr Feinde], ihre Mauern und zerst\u00f6ret, aber vernichtet nicht; schneidet ihre Sch\u00f6\u00dflinge ab, denn gottlos sind sie.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Untreu ward mir das Haus Israel und das Haus Jehuda, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sie verleugneten den Herrn und sprachen: Er ist machtlos, es wird \u00fcber uns sein Ungl\u00fcck kommen, und Schwert und Hunger werden wir nicht sehen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Die Propheten werden zu nichte werden, denn [der Herr] redet nicht durch sie; [wie sie \u00dcbles weissagen], also wird es ihnen selber ergehen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Darum spricht also der Herr, Gott Zebaot: Weil ihr solche Reden f\u00fchrt, so mache ich meine Worte in deinem Mund zum Feuer und dieses Volk zu Holz, und es soll sie fressen.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Ich bringe \u00fcber euch ein Volk aus der Ferne, Haus Israel, spricht der Herr, ein m\u00e4chtiges, uraltes Volk is es, ein Volk, dessen Sprache du nicht kennst, und du verstehest nicht, was es redet.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Sein K\u00f6cher gleicht dem offenen Grabe, alle sind sie Helden.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Es wird aufzehren deine Ernte und dein Brot, aufzehren deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter, deine Schafe und deine Rinder, deinen Weinstock und deinen Feigenbaum, es wird entv\u00f6lkern deine festen St\u00e4dte, auf die du vertrauest, mit dem Schwerte.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Aber auch in jenen Tagen, spricht der Herr, werde ich euch nicht vernichten. <sup>19<\/sup>Und wenn sie fragen: Wof\u00fcr will der Herr, unser Gott, uns alles dies tun? So sprich zu ihnen: Weil ihr mich verlassen und fremden G\u00f6ttern gedient in eurem Lande, darum werdet ihr fremden G\u00f6ttern dienen in einem Lapde, das nicht euer ist.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Rufet das aus im Hause Jakob und machet es kund in Jehuda also:<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>H\u00f6ret doch dies, t\u00f6richtes und sinnloses Volk, die ihr Augen habt und nicht sehet, die ihr Ohren habt und nicht h\u00f6ret.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Mich wollt ihr nicht f\u00fcrchten, spricht der Herr? Vor mir wollt ihr nicht zittern? Der ich den Sand gemacht als Grenze f\u00fcr das Meer, eine ewige Schranke, die es nicht \u00fcberschreitet; die Wellen st\u00fcrmen, k\u00f6nnen aber nicht [die Ufer verlassen], sie toben und k\u00f6nnen sie nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Aber dieses Volk hat einen unb\u00e4ndigen, widerspenstigen Sinn, sie weichen ab von mir und gehen dahin.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Sie sprechen nicht in ihrem Herzen: Lasset uns doch den Herrn, unsern Gott, f\u00fcrchten, der Regen gibt, Fr\u00fchregen und Sp\u00e4tregen zu seiner Zeit: die bestimmten Wochen der Erntezeit h\u00e4lt er uns, [dass diese regenlos bleiben].<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Eure Missetaten haben dies jetzt gest\u00f6rt und eure S\u00fcnden entziehen euch das Gute.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Denn es finden sich unter meinem Volke Frevler; wie die Vogelsteller zum Fallenlegen so lauern sie und stellen Schlingen auf, die Leute zu fangen.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Wie ein K\u00e4fig voll V\u00f6gel, so wurden ihre H\u00e4user voll des Betruges; dadurch wurden sie gro\u00df und reich.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Sie wurden feist und hart, alles B\u00f6se lassen sie ungeahndet; sie f\u00fchren keine Rechtssache, die Rechtssache der Waise, dass sie sie durchf\u00fchrten, und die Sachen der D\u00fcrftigen richten sie nicht.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Soll ich an solchen nicht ahnden, spricht der Herr, oder an einem Volke wie dieses nicht Rache nehmen?<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Entsetzliches und Schauderhaftes geschieht im Lande.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Die Propheten weissagen falsch, mit ihrer Hilfe herrschen die Priester, mein Volk hat es gern also; doch was wollt ihr tun, wenn das b\u00f6se Ende hereinbricht?<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Fl\u00fcchtet, ihr S\u00f6hne Benjamin, aus Jerusalem, in Tekoa sto\u00dfet in die Posaune und in Bet-Kerem erhebt ein Panier [als Warnungszeichen) denn Ungl\u00fcck ragt herein von Norden her, das gro\u00dfe Unheil.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Du sch\u00f6ne und Verz\u00e4rtelte, du wirst zerst\u00f6rt, du Tochter Zijon.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Zu ihr kommen Hirten und ihre Herden; sie schlagen rund um sie her ihre Zelte auf und weiden ab jeder seinen Bereich.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>[Sie rufen einander zu:] R\u00fcstet wider sie zum Krieg! Auf, lasset uns hinanziehen am Mittag! Ach, der Tag neigt sich bereits, es strecken sich die Abendschatten.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Auf, lasst uns [die Mauer Jerusalems] in der Nacht ersteigen und ihre Pal\u00e4ste zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Denn also spricht der Herr Zebaot: F\u00e4llet B\u00e4ume uud sch\u00fcttet auf einen Wall gegen Jerusalem, diese Stadt wurde preisgegeben, denn voll ist sie des Raubes in ihrem Innern.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wie ein Born sein Wasser quellen l\u00e4\u00dft, so quillt ihre Bosheit; Gewalttat und Raub vernimmt man in ihr [ohne Furcht] vor mir, nur Krankheit und Plage.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Nimm Lehre an, Jerusalem, dass mein Herz sich nicht von dir losrei\u00dfe, dass ich dich nicht zur \u00d6de mache, zum unbewohnten Lande.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: Ablesen wird man wie einen Weinstock den \u00dcberrest Israels, wie der Winzer verf\u00e4hrt beim Einsammeln in die K\u00f6rbe.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Wen soll ich anreden und warnen, dass sie h\u00f6ren? Verstopft ist ihr Ohr, sie k\u00f6nnen nicht aufmerken; das Wort des Herrn ist ihnen zum Spott geworden, sie m\u00f6gen es nicht.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Aber ich bin voll der zornigen Weissagung vom Herrn; vergebens bem\u00fche ich mich, sie zur\u00fcuzuhalten. Ergie\u00dfe sie, [spricht der Herr], \u00fcber das Kind auf der Stra\u00dfe und \u00fcber den Kreis der J\u00fcnglinge, denn Mann wie Weib werden gefangen, der Greis wie der Wohlbetagte.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ihre H\u00e4user werden \u00fcbergehen an Fremde, ihre \u00c4cker und Frauen; denn ich strecke meine Hand \u00fcber die Bewohner des Landes, spricht der Herr!<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Vom Kleinsten bis zum Gr\u00f6\u00dften jagen sie alle nach Gewinn, vom Propheten bis zum Priester \u00fcben sie alle Trug.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Sie heilten die Wunde meines Volks leichthin, indem sie verk\u00fcnden: Heil, Heil! und doch ist kein Heil.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Sie sollten sich schc\u00e4men, dass sie Gr\u00e4uel ver\u00fcbt haben; aber sie sch\u00e4men sich nicht, sie kennen nicht das Err\u00f6ten. Darum werden sie mit den andern fallen zur Zeit, da ich an ihnen ahnden werde, werden sie st\u00fcrzen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>So spricht der Herr: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den bekannten Stra\u00dfen, welcher der gute Weg sei, dass ihr darauf wandelt.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Dann habe ich W\u00e4chter bestellt: Merket auf den Posaunenschall! Aber sie sprechen: Wir wollen nicht merken.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Darum h\u00f6ret, ihr V\u00f6lker, und erfahre es, Versammlung, was an ihnen ist.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>H\u00f6r es, o Land! Ich bringe diesem Volk Ungl\u00fcck, die Frucht ihrer Triebe, denn auf meine Worte merkten sie nicht, und meine Lehre schm\u00e4hten sie.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Wozu mir Weihrauch, der aus Saba kommt, und das feine W\u00fcrzrohr aus fernem Lande? Eure Ganzopfer werden nicht gn\u00e4dig aufgenommen und eure Mehlopfer sind mir nicht angenehm.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr, ich lege diesem Volke Anst\u00f6\u00dfe, dass dar\u00fcber V\u00e4ter und S\u00f6hne mit einander st\u00fcrzen, der Nachbar und sein Genosse, dass sie alle umkommen.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>So spricht der Herr: Ein Volk kommt aus dem Lande des Nordens, ein gro\u00dfes Volk wird wach von den Enden der Erde.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Bogen und Lanze f\u00fchren sie; sie sind grausam, sie kennen kein Erbarmen, ihre Stimme braust wie das Meer, und auf Rossen reiten sie, ger\u00fcstet wie ein Mann zum Kriege wider dich, Tochter Zijon.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Wir haben die Kunde von ihm geh\u00f6rt [erwidert die Nation], erschlafft sind unsere H\u00e4nde, Angst hat uns ergriffen, Wehen gleich einer Geb\u00e4rerin.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Gehet nicht hinaus auf das Feld, und gehet nicht auf dem Wege, denn das Schwert des Feindes verbreitet \u00fcberall Schrecken.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Tochter meines Volkes, g\u00fcrte dich mit S\u00e4cken und lege dich in Asche, trauere wie um den Einzigen, stelle an eine bittere Klage, denn pl\u00f6tzlich kommt der Verw\u00fcster \u00fcber uns.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Zum Pr\u00fcffstein setzte ich dich f\u00fcr mein Volk, zur Goldprobe, dass du erkennest und pr\u00fcfest ihren Wandel.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Alle sind Abtr\u00fcnnige, Verleumder, Kupfer und Eisen [im Edelmetall]; alle sind sie entartet.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Es gl\u00fchet der Blasebalg, vom Feuer ist das Blei verzehrt; umsonst schmelzt man wieder und wieder, die Schlechten werden nicht geschieden.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Verworfenes Silber mu\u00df man sie nennen, denn der Herr hat sie verworfen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<p><em>Das Heiligtum und die Opfer.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu vom Herrn erging also: <sup>2<\/sup>Tritt in das Tor des Hauses des Herrn und rufe daselbst aus dieses Wort und sprich: H\u00f6ret das Wort des Herrn, ganz Jehuda, die ihr durch diese Tore kommt, euch niederzuwerfen vor dem Herrn. <sup>3<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Handlungen, so will ich euch wohnen lassen an diesem Orte. <sup>4<\/sup>Verlasset euch nicht auf die L\u00fcgenworte, wenn [die falschen Propheten] sprechen: Tempel des Herrn, Tempel des Herrn, Tempel des Herrn! \u2014 <sup>9<\/sup>Denn wenn ihr euren Wandel bessert und eure Handlungen, wenn ihr Gerechtigkeit \u00fcbet zwischen einem und dem andern, <sup>6<\/sup>Fremdling, Waise und Witwe nicht bedr\u00fccket und unschuldiges Blut nicht vergie\u00dfet an diesem Orte, und fremden G\u00f6ttern nicht nachgehet zu eurem Schaden: <sup>7<\/sup>So werde ich euch wohnen lassen an diesem Orte, in dem Land, das ich euren V\u00e4tern gegeben f\u00fcr alle Zeit. <sup>8<\/sup>Aber ihr verlasset euch auf L\u00fcgenworte, die zu nichts frommen. <sup>9<\/sup>Wie! Wollt ihr stehlen und morden, ehebrechen und falsch scw\u00f6ren, dem Baal r\u00e4uchern und fremden G\u00f6ttern nachgehen, die ihr nicht kennet, \u2014 <sup>10<\/sup>Und darauf kommen und hintreten vor mein Augesicht in diesem Hause, \u00fcber das mein Name genannt ist, und sprechen: Wir sind gerettet! Damit ihr dann alle jene Gr\u00e4uel wiederholt? <sup>11<\/sup>Gilt auch dieses Haus, auf dem mein Name genannt wird, als ein Asyl f\u00fcr M\u00f6rder? Ich habe es als solches gesehen, spricht der Herr. <sup>12<\/sup>Gehet nur hin an meine ehemalige St\u00e4tte in Schilo, woselbst ich meinen Namen vormals thronen lie\u00df, und sehet, wie ich mit ihr verfahre wegen der Bosheit meines Volkes Israel. <sup>13<\/sup>Und nun, weil ihr alle diese Taten tut, spricht der Herr, und obwohl ich zu euch rede an jedem fr\u00fchen Morgen, ihr doch nicht geh\u00f6rt, und obwohl ich euch rufe, ihr doch nicht geantwortet habt: <sup>14<\/sup>So will ich mit dem Hause, \u00fcber das mein Name genannt ist, auf welches ihr euch verlasset, und dem Orte, den ich euch und euren V\u00e4tern gegeben, verfahren, wie ich mit Schilo verfahren. <sup>15<\/sup>Ich werfe euch hinweg von meinem Angesicht, sowie ich hinweggeworfen all eure Br\u00fcder, den ganzen Stamm Efraim. <sup>16<\/sup>Du aber, [Jirmejahu], bete nicht f\u00fcr dieses Volk und erhebe nicht f\u00fcr sie Ruf und Gebet, und dringe nicht in mich [um Verzeihung], denn ich h\u00f6re dich nicht. <sup>17<\/sup>Siest du denn nicht, was sie tun in den St\u00e4dten Jehudas und auf den Stra\u00dfen Jerusalems? <sup>18<\/sup>Die S\u00f6hne lesen Holz und die V\u00e4ter z\u00fcnden das Feuer an, und die Frauen kneten Teig, um Kuchen zu fertigen der K\u00f6nigin des Himmels und Spenden zu gie\u00dfen fremden G\u00f6ttern, um mich zu r\u00e4nken. <sup>19<\/sup>Aber kr\u00e4nken sie mich denn? spricht der Herr, doch nur sich selbst, zu ihrer eigenen Schande. <sup>20<\/sup>Darum, so spricht der Herr, wird sich mein Zorn und mein Grimm ergie\u00dfen \u00fcber diesen Ort, \u00fcber Menschen und Vieh, \u00fcber die B\u00e4ume des Feldes und \u00fcber die Frucht des Erdbodens, und brennt und erlischt nicht. <sup>21<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Eure Ganzopfer tut zu euren Mahlopfern und esset davon Fleisch. <sup>22<\/sup>Denn ich redete nicht zu euren V\u00e4tern und gebot ihnen nicht an dem Tage, da ich sie f\u00fchrte aus dem Lande \u00c4gypten wegen der Ganzopfer und Mahlopfer; <sup>23<\/sup>Sondern das gebot ich ihnen: H\u00f6ret auf meine Stimme, und ich werde euch immer ein Gott sein, und ihr sollt mir ein Volk sein und wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, damit es euch wohl gehe. <sup>24<\/sup>Aber sie h\u00f6rten nicht und neigten nicht ihr Ohr, sondern folgten den Eingebungen und dem \u00dcbermut ihres b\u00f6sen Herzens; sie wandten mir den R\u00fccken zu und nicht das Angesicht. <sup>25<\/sup>Von dem Tage an, da eure V\u00e4ter aus dem Lande \u00c4gypten zogen, bis auf diesen Tag, sandte ich meine Knechte, die Propheten Tag f\u00fcr Tag. <sup>26<\/sup>Aber sie h\u00f6rten nicht auf mich und neigten nicht ihr Ohr, sondern blieben hartn\u00e4ckig und machten es schlimmer als ihre V\u00e4ter. <sup>27<\/sup>Nun redest du zu ihnen all diese Worte, und sie h\u00f6ren nicht auf dich, du rufest ihnen zu und sie antworten dir nicht. <sup>28<\/sup>So sprich zu ihnen: Das is das Volk, das nicht h\u00f6ren wollte auf die Stimme des Herrn, seines Gottes, und keine Lehre annahm. Geschwunden ist die Wahrheit und weggetilgt aus ihrem Munde.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Scheere ab deine Haarkrone und wirf sie hin und erhebe auf kahlen Bergspitzen Klagelieder; denn verworfen hat der Herr und verlassen das Geschlecht, auf das er z\u00fcrnt.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Denn die S\u00f6hne Jehuda taten, was b\u00f6se ist in meinen Augen, spricht der Herr; sie stellten ihre Scheusale auf in dem Hause, \u00fcber das mein Name genannt ist, um es zu verunreinigen. <sup>31<\/sup>Und erbauten die H\u00f6hen des Tofet, der im Thale Ben Hinnom ist, um ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter zu verbrennen im Feuer, was ich nicht angeordnet habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist. <sup>32<\/sup>Wahrlich, es kommen Tage, spricht der Herr, und es wird nicht mehr genannt Tofet und Thal Ben Hinnom, sondern Thal des W\u00fcrgens, man wird in Tofet begraben aus Mangel an Platz. <sup>33<\/sup>Die Leichname dieses Volkes werden zum Fra\u00dfe sein f\u00fcr die V\u00f6gel des Himmels und f\u00fcr das Vieh der Erde, und niemand wird sie verscheuchen. <sup>34<\/sup>Ich lasse aufh\u00f6ren in den St\u00e4dten Jehudas und Jerusalems Stimmen der Lust und der Freude, Stimmen des Br\u00e4utigams und der Braut, denn zur W\u00fcste soll das Land werden.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Zur selben Zeit, spricht der Herr, wird man herausschaffen die Gebeine der K\u00f6nige von Jehuda und die Gebeine seiner F\u00fcrsten, die Gebeine der Priester und die Gebeine der [falschen] Propheten und die Gebeine der Bewohner Jerusalems aus ihren Gr\u00e4bern, <sup>2<\/sup>Und sie ausbreiten vor der Sonne und dem Monde und all dem Heere des Himmels, das sie geliebt und denen sie gedient, und denen sie nachgegangen und die sie befragt, und vor denen sie sich geb\u00fcckt haben; sie werden nicht gesammelt und nicht begraben; zu D\u00fcnger auf dem Acker werden sie. <sup>3<\/sup>Und f\u00fcr alle, die von diesem b\u00f6sen Volk \u00fcbrig geblieben sind, wird der Tod dem Leben vorzuziehen sein, an allen anderen Orten, an die ich sie verbannen werde &#8211; spricht der Herr der Heerscharen. <sup>4<\/sup>Sprich zu ihnen: So spricht der Herr:<\/p>\n<p>Wenn Menschen fallen, stehen sie dann nicht wieder auf? Wenn sie sich abwenden, kehren sie dann nicht um?<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Allen denen, die \u00fcbrig bleiben von diesem b\u00f6sen Geschlechte, die \u00fcbrig bleiben in all den Orten, wohin ich sie versto\u00dfe, wird der Tod lieber sein als das Leben, spricht der Herr Zebaot.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Verk\u00fcnde ihnen: So spricht der Herr: Wollen sie f\u00fcr immer fallen, dass sie sich nimmer wieder emporheben? Snd sie so entartet, dass sie nicht mehr umkehren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Warum ist dieses Volk, dies Jerusalem, f\u00fcr immer entartet? Sie halten fest an dem Trug, wollen nicht umkehren.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Ich merkte auf und h\u00f6rte, dass sie Trug reden; niemand l\u00e4\u00dft sich seiner Bosheit gereuen, dass er spr\u00e4che: Was hab ich getan! Alle wiederholen ihren Lauf wie ein dahinst\u00fcrmendes Ro\u00df im Kriege.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Auch der Storch am Himmel kennt seine Zeit, und Turteltaube und Schwalbe und Kranich merken sich die Zeit ihrer Heimkehr; aber mein Volk kennt nicht die Weise des Herrn.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Wie m\u00f6get ihr sprechen: Wir sind weise und die Lehre des Herrn haben wir inne. Wahrlich, die Schreiber haben den Griffel zur L\u00fcge verwendet.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Besch\u00e4mt stehen die Weisen, verzagt und betroffen, denn das Wort des Herrn haben sie verworfen, welche Weisheit haben sie nun?<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Darum werde ich ihre Frauen Fremden geben, ihre \u00c4cker neuen Besitzern; denn von Klein bis Gro\u00df jagen alle nach Gewinn, vom Propheten bis zum Priester \u00fcben alle Trug.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Sie heilten die Wunde meiner Nation leichthin, sprechend: Heil, Heil! und doch ist kein Heil.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sie sollten sich sch\u00e4men, dass sie Gr\u00e4uel ver\u00fcbt; aber sie sch\u00e4mten sich nicht und das Err\u00f6ten kennen sie nicht. Darum werden sie fallen unter dem andern Volke; zur Zeit, da an ihnen geahndet wird, werden sie st\u00fcrzen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ich will sie g\u00e4nzlich vernichten, spricht der Herr; keine Trauben bleiben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum, und das Blatt welkt ab, und was ich ihnen gegeben, des entschwindet ihnen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Wozu warten wir? Versammelt euch und lasst uns gehen in die festen St\u00e4dte und dort verstummen; denn der Herr, unser Gott, hat uns verstummen lassen und uns Giftwasser zu trinken gegeben, weil wir vor dem Herrn ges\u00fcndigt haben.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Wir hoffen auf Heil, und nichts Gutes ist da, auf Zeit der Heilung und es kommt Schrecken.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Von Dan her wird geh\u00f6rt das Schnauben seiner Rosse, vom Get\u00f6se des Wieherns seiner Hengste erbebt das ganze Land; sie kommen und verzehren das Land und seine F\u00fclle, die Stadt und ihre Bewohner.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Ja, ich lasse gegen euch Schlangen los und Ottern, f\u00fcr die es keine Beschw\u00f6rung gibt, und sie werden euch bei\u00dfen, sprich der Herr.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Ich stelle mich heiter im Kummer [spricht der Prophet], aber mein Herz ist krank.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Denn das Wehgeschrei meiner Nation [erschallt] aus fernem Land: Ist denn der Herr nicht mehr in Zijon? oder ist sein K\u00f6nig nicht daselbst? Warum haben sie mich gekr\u00e4nkt durch ihre Bilder, durch fremden Tand? [erwidert Gott.]<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Vor\u00fcber ist die Ernte [klagt weiter der Prophet], beendet is der Sommer, und uns ist nicht geholfen.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ob dem Ungl\u00fcck meiner Nation bin ich zerschlagen; ich bin betr\u00fcbt, Entsetzen ergreifet mich.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ist kein Balsam mehr in Gilead, oder ist dort kein Arzt? Warum gelingt denn nicht die Heilung meiner Nation?<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>W\u00e4re doch mein Kopf voll Wasser, und meine Augen ein Thr\u00e4nenquell, dass ich Tag und Nacht beweinen k\u00f6nnte die Erschlagenen meiner Nation!<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>K\u00f6nnte ich doch in der W\u00fcste wohnen, in dem Nachtlager der Wanderer, dass ich mein Volk verlie\u00dfe und von ihnen ginge; denn sie alle sind Ehebrecher, eine Rotte Verr\u00e4ter.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Sie spannen ihre Zunge wie einen Bogen mit der L\u00fcge, und nicht f\u00fcr die Wahrheit sind sie stark im Lande; sie gehen von einer Bosheit zur andern \u00fcber, und mich erkennen sie nicht, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Der Freund h\u00fcte sich vor dem Freunde; verlasset euch auf keinen Bruder, denn auch der Bruder hintergeht, und der Freund geht als Sp\u00e4her umher.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Und einer t\u00e4uscht den andern und redet keine Wahrheit; sie lehren ihre Zunge L\u00fcgen reden; es noch schlimmer zu machen, m\u00fchen sie sich vergebens ab.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Du wohnst unter lauter Trug; vor Trug wollen sie mich nicht erkennen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr Zebaot, ich l\u00e4utere sie und pr\u00fcfe sie; denn wie sonst sollte ich verfahren mit meinem Volke?<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wie ein scharfer Pfeil ist ihre Zunge, sie redet Trug; mit dem Munde redet jeder freundlich mit seinem N\u00e4chsten, aber in seinem Herzen stellt er ihm einen Hinterhalt.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Soll ich nun solches an ihnen nicht ahnden, spricht der Herr, oder an einem Volke wie dieses nicht Rache \u00fcben?<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Auf den Bergen will ich in Weinen und Jammern ausbrechen, und auf den Angern der W\u00fcste in Klagelieder; denn ver\u00f6det sind sie, dass kein Mensch da wandelt, und man h\u00f6rt nicht die Stimme der Herde; die V\u00f6gel des Himmels wie das Vieh sind ausgewandert, weggezogen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>So mache ich Jerusalem zu Steinhaufen, zur Wohnung der Schakale; die St\u00e4dte Jehudas mache ich zur \u00d6de, leer von Bewohnern.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Wer ist der weise Mann, dass er dies einsehe, und wer, zu welchem der Herr geredet, dass er es verk\u00fcnde: Warum ist das Land zu Grunde gerichtet, ver\u00f6det wie eine W\u00fcste, leer von Wanderern?<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Der Herr spricht: Weil sie verlassen meine Lehre, die ich ihnen vorgelegt, und nicht geh\u00f6rt haben auf meine Stimme und ihr nicht gefolgt sind;<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Sondern sie folgten dem \u00dcbermut ihres Herzens und dem Baal, wie es ihre V\u00e4ter sie gelehrt.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr Zebaot der Gott Israels, ich speise dies Volk mit Wermut und tr\u00e4nke sie mit Giftwasser.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Ich will sie zerstreuen unter die V\u00f6lker, die weder sie noch ihre V\u00e4ter gekannt, und ihnen nachsenden das Schwert, bis ich sie aufgerieben habe.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Sehet euch um und rufet die Klageweiber, dass sie kommen; sendet zu den kundigen Frauen, dass sie kommen<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Und eilends ein Klagelied \u00fcber uns erheben, dass unsere Augen von Thr\u00e4nen rinnen und unsere Wimpern von Wasser flie\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Denn eine Jammerstimme wird geh\u00f6rt aus Zijon: Wie beraubt sind wir! Wir sind sehr zu Schanden, denn wir m\u00fcssen das Land verlassen, denn sie haben unsere Wohnungen niedergerissen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Denn h\u00f6ret, Frauen, das Wort des Herrn, und es vernehme euer Ohr das Wort seines Mundes: Lehret eure T\u00f6chter jammern, und eine Frau lehre das andere Klagelieder anstimmen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Denn es steigt der Tod durch unsere Fenster, er kommt in unsere Pal\u00e4ste, ausrotten die Kinder von den Stra\u00dfen, J\u00fcnglinge von den Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Verk\u00fcnde: Also ist der Spruch des Herrn: Es werden Menschenleichen daliegen wie D\u00fcnger auf dem freien Felde und wie eine Garbe hinter dem Schnitter, die niemand aufnimmt.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>So spricht der Herr: Der Weise r\u00fchme sich seiner Weisheit nicht und der Starke nicht seiner St\u00e4rke, der Reiche nicht seines Reichtums.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Sondern de\u00df darf sic jedermann r\u00fchmen, wer einzusehen und zu erkennen vermag, dass ich, der Herr, Liebe, Recht und Gerechtigkeit \u00fcbe auf Erden, dass ich daran Wohlgefallen habe, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, da ich ahnden werde an allen Beschnittenen samt den Unbeschnittenen:<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>An \u00c4gypten und an Jehuda, an Edom und an den Ammonitern, an Moab und an denen mit gestutztem Haar, die in der W\u00fcste wohnen. Denn alle V\u00f6lker sind unbeschnitten, aber das ganze Haus Israel ist unbeschnittenen Herzens.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<p><em>\u00dcber den G\u00f6tzendienst.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>H\u00f6ret das Wort, das der Herr zu euch redet, Haus Israel!<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr: An die Sitten der V\u00f6lker gew\u00f6hnet euch nicht und vor den Zeichen des Himmels zaget nicht, ob auch die V\u00f6lker davor zagen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn die Satzungen der V\u00f6lker sind Tand; ein Baum ist [ihr G\u00f6tze], den man im Walde gehauen, bearbeitet von den H\u00e4nden des K\u00fcnstlers mit dem Beil.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Mit Silber und Gold verziert man es, mit N\u00e4geln, die man mit H\u00e4mmern festschl\u00e4gt, dass nichts losgehe.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Wie eine unbiegsame Tamariske stehen sie da, ohne zu reden, sie m\u00fcssen getragen werden, denn sie tun keinen Schritt. F\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen, denn sie schaden nicht, wie sie auch nihct n\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Niemand ist dir gleich, Herr; gro\u00df bist du und gro\u00df is dein Name durch m\u00e4chtige Tat.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wer sollte dich nicht f\u00fcrchten, K\u00f6nig aller V\u00f6lker? Denn vor dir ziemt sich dies, denn trotz aller Weisen der V\u00f6lker und ihrer Reiche ist dir niemand gleich.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Allsamt sind sie dumm und bet\u00f6rt. Die R\u00fcge [ihres] Wahns is das Holz.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Gedehntes Silber, das aus Tarschisch gebracht wird, und Gold aus Ufas, Werk des K\u00fcnstlers und von den H\u00e4nden des Goldschmiedes. Himmelblaue Wolle und Purpur ist ihre Kleidung, ein Werk Kunstverst\u00e4ndiger sind sie alle.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Aber der Herr ist ein wahrer Gott. Er ist ein lebendiger Gott und ein ewiger K\u00f6nig; von seinem Zorn erbebt die Erde und die V\u00f6lker k\u00f6nnen seinem Grimm nicht widerstehen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Also sollt ihr zu ihnen sprechen: Jene G\u00f6tter, die den Himmel und die Erde nicht geschaffen, werden schwinden von der Erde und hinweg von diesem Himmel.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>[Gott] schuf die Erde durch seine Kraft, er bereitete die Welt durch seine Weisheit und durch seine Kunst spannte er den Himmel.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Wenn er befiehlt, sammeln sich Wasserhaufen am Himmel und Wolken steigen vom Rande der Erde empor. Er schuf Blitze, um Regen hervorzubringen, der Sturmwind f\u00fchrt sie heraus aus seinem Beh\u00e4lter.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Alle Menschen sind unwissend, um das zu verstehen, es wird zu Schanden jeglicher Goldschmied mit dem Bilde, denn eine L\u00fcge ist sein Gu\u00dfwerk und kein Geist ist darin.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Eitel sind sie, ein Werk des Spottes, zur Zeit, da an ihnen geahndet wird, gehen sie unter.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Nicht diesen gleich is der Anteil Jakobs, denn Er ist es, der das All gebildet, und Israel is der Stamm seines Eigentums; der Herr Zebaot ist sein Name.<\/p>\n<p>Weitere Strafandrohung.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Raff auf von der Erde dein Gep\u00e4ck, du in der Belagerung Weilende.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Denn also spricht der Herr: Ich schleudere dahin die Bewohner des Landes dieses Mal, und ich habe sie eingeengt, damit sie erfahren, [wer der wahre Gott ist].<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Wehe mir ob meinem Schaden! Unheilbar ist mein Schlag! Und ich dachte, dieses Leiden werde ich ertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Aber mein Zelt ist zerst\u00f6rt, und all mein Seile sind abgerissen, meine S\u00f6hne sind von mir gegangen und Sind dahin. Keiner ist, der mein Zelt wieder aufspannt und meine Umh\u00e4nge befestigt.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Dumm waren die Hirten [Herrscher], sie suchten nicht den Herrn, darum hatten sie kein Gl\u00fcck und ihre ganze Herde wurde zerstreut.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Das Ger\u00fccht ert\u00f6nt, [es ist nahe], es kommt! Ein gro\u00dfes Toben vom Lande des Nordens, die St\u00e4dte Jehudas zure \u00d6de zu machen, zur Wohnung der Schakale.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Ich wei\u00df, Herr, dass des Menschen Weg nicht in seiner Gewalt ist; niemand vermag seinen Schritt zu richten.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Z\u00fcchtige mich, Herr, doch mit Ma\u00df! Nicht mit deinem Zorn, dass du mich nicht aufreibest.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Sch\u00fctte aus deinen Grimm \u00fcber die V\u00f6lker, welche dich nicht erkennen, und \u00fcber Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen; denn sie haben Jakob gefressen, verzehrt und vernichtet und seine Wohnung verw\u00fcstet.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu vom Herrn erging also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>H\u00f6ret die Worte dieses Bundes und redet zu den M\u00e4nnern von Jehuda und zu den Bewohneru Jerusalems,<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, Gott Israels: Verflucht sei der Mann, der nicht anh\u00f6ren mag die Worte dieses Bundes,<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Den ich euren V\u00e4tern geboten am Tage, da ich sie herausf\u00fchrte aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem eisernen Ofen [aus der harten Knechtschaft] und sprach: H\u00f6ret auf meine Stimme und tuet alles, wie ich euch gebieten werde, so werdet ihr mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Um den Schwur zu halten, den ich euren V\u00e4tern geschworen, ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig flie\u00dft, wie diesen Tag [geschehen]. Ich antwortete und sprach: So sei es, Herr!<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Der Herr sprach weiter zu mir: Verk\u00fcnde diese Worte in den St\u00e4dten Jehudas und in den Stra\u00dfen Jerusalems also: H\u00f6ret die Worte dieses Bundes und tut danach.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Denn verwarnt habe ich Tag f\u00fcr Tag eure V\u00e4ter von dem Tage an, da ich sie herausf\u00fchrte aus dem Lande \u00c4gypten, bis auf diesen Tag, und sprach: H\u00f6ret auf meine Stimme.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Aber sie h\u00f6rten nicht und neigten nicht das Ohr, sondern folgten dem \u00dcbermut ihres b\u00f6sen Herzens; da brachte ich \u00fcber sie [den Fluch f\u00fcr den \u00dcbertritt] der Gebote, die sie h\u00e4tten aus\u00fcben sollen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Der Herr sprach weiter zu mir: Es haben sich M\u00e4nner von Jehuda und die Bewohner Jerusalems gegen mich verschworen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Sie sind zur\u00fcckgekehrt zu den fr\u00fcheren Missetaten ihrer V\u00e4ter, die sich weigerten, mein Wort anzuh\u00f6ren; auch sie gehen fremden G\u00f6ttern nach, ihnen zu dienen; gebrochen hat das Haus Israel und das Haus Jehuda meinen Bund, den ich mit ihren V\u00e4tern geschlossen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Darum, so spricht der Herr, bringe ich Ungl\u00fcck \u00fcber sie, aus dem sie nicht herausk\u00f6nnen, und sie werden zu mir schreien, aber ich werde nicht auf sie h\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>So m\u00f6gen die St\u00e4dte Jehudas und die Bewohner Jerusalems hingehen und zu den G\u00f6ttern schreien, denen sie r\u00e4uchern, sie werden ihnen aber nicht helfen in der Zeit ihrer Not.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Denn so viel deiner St\u00e4dte waren deine G\u00f6tter, Jehuda, und so viel Stra\u00dfen in Jerusalem, so viel habt ihr Alt\u00e4re gemacht dem Schandg\u00f6tzen, Alt\u00e4re, auf ihnen dem Baal zu r\u00e4uchern.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Du aber, [o Jirmejahu], bete nicht f\u00fcr dieses Volk und erhebe nicht f\u00fcr sie Flehen und Gebet, denn ich werde nicht h\u00f6ren, wenn sie zu mir rufen wegen ihres Ungl\u00fccks.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Was hat mein [fr\u00fcherer] Liebling [Israel] in meinem Hause zu tun? da es dort nur gro\u00dfe Sch\u00e4ndlichkeiten ver\u00fcbt? [Die Priester] m\u00f6gen aufh\u00f6ren, dort heilige Opfer darzubringen. Du frohlockst ja nur bei deiner Bosheit.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Einen reich belaubten \u00d6lbaum sch\u00f6n an Frucht und Gestalt, nannte dich fr\u00fcher der Herr; aber da er jetzt dein Get\u00fcmmel h\u00f6rte, z\u00fcndete er Feuer an um ihn, und sie brachen seine Zweige ab.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Der Herr Zebaot, der dich gepflanzt, hat B\u00f6ses \u00fcber dich verh\u00e4ngt wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses Jehuda, und dessen, was sie sich gemacht, mich zu kr\u00e4nken, indem sie dem Baal r\u00e4ucherten.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Der Herr hat mir zu wissen gegeben, und ich habe es erfahren, \u2014 damals hast du mir ihr Treiben gezeigt.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Ich glich dem harmlosen Lamm, das zum Schlachten gef\u00fchrt wird; ich wusste nicht dass sie wider mich Anschl\u00e4ge sannen: Lasst uns zerst\u00f6ren den Baum mit seiner Frucht und ihn ausrotten aus dem Lande des Lebens, dass seines Namens ferner nicht gedacht werde.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Aber du, Herr Zebaot, bist ein gerechter Richter, der Nieren und Herzen pr\u00fcft, lass mich deine Rache an ihnen sehen, denn dir hab ich mein Recht anvertraut.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr \u00fcber die M\u00e4nner von Anatot, die nach deinem Leben trachten und sprechen: Weissage nicht im Namen des Herrn, dass du nicht sterbest durch unsere Hand.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr Zebaot, ich ahnde an ihnen: Die J\u00fcnglinge sollen sterben durch das Schwert, ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter sollen sterben durch Hunger.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Nichts wird von ihnen \u00fcbrig bleiben, denn ich will Ungl\u00fcck bringen \u00fcber die M\u00e4nner von Anatot, das Jahr ihrer Heimsuchung.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n<p><em>Der Prophet beklagt sein Los.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Gerecht bist du, Herr, als dass ich mit dir streiten sollte. Aber ich m\u00f6chte dein Recht kennen. Warum gelingt der Weg der Frevler, warum geht es wohl allen Treulosen?<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Du pflanzest sie und sie wurzeln, sie wachsen und bringen Fr\u00fcchte. Nahe bist du ihrem Munde, aber fern von ihrem Sinn.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Du aber, Herr, kennst mich, du siehst mich und pr\u00fcfest meinen Sinn gegen dich; f\u00fchre sie hin wie Schafe zum lachten und weihe sie dem Tage der Niedermetzlung.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Wie lange soll das Land trauern und das Gras alles Feldes dorren? Wegen der Bosheit der Bewohner sind Tiere und V\u00f6gel weggerafft, denn sie sprechen: Er sieht unsere Zukunft nicht.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Wenn du mit Fu\u00dfg\u00e4ngern l\u00e4ufst, [spriht der Herr], und sie dich m\u00fcde machen, wie willst du mit Rossen wetteifern? Und bist du sicher im Lande der Ruhe? was willst du tun, wenn der Jordan anschwillt?<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Denn selbst deine Br\u00fcder und dein Vaterhaus, auch sie wurden dir untreu, auch sie rufen hinter dir eine Rotte zusammen. Traue ihnen nicht, wenn sie auch freundlich zu dir reden.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Verlassen habe ich mein Haus, versto\u00dfen mein Eigentum, preisgegeben mein Liebstes der Hand der Feinde.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Mein Eigentum ist mir geworden gleich dem L\u00f6wen im Walde; er lie\u00df gegen mich aus sein Gebr\u00fcll, darum wurde ich ihm gram.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Wie Raubv\u00f6gel und Hy\u00e4ne ist mein Eigentum [mein Volk] mir jetzt; Raubv\u00f6gel seien deshalb dar\u00fcber her ringsum! Gehet, sammelt alle Tiere des Feldes, bringet sie herbei zum Fra\u00df!<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Viele Hirten zerst\u00f6ren meinen Weinberg, zertreten meinen Acker, sie machen meinen Lustacker zur \u00f6den W\u00fcste.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Man hat ihn zur \u00d6de gemacht, w\u00fcst trauert er um mich her; das ganze Land ist verw\u00fcstet worden, weil kein Mensch es sich zu Herzen nahm.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>\u00dcber alle Bergspitzen in der W\u00fcste kamen die Verw\u00fcster einher; das Schwert des Herrn fri\u00dft von einem Ende des Landes bis zum andern; keinem Gesch\u00f6pf ist Friede.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Weizen haben sie ges\u00e4et und Dornen ernten sie; sie matten sich ab und haben keinen Nuzten; so verzweifelt wegen eures Ertrages bei der Zornesglut des Herrn!<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>So spricht der Herr \u00fcber alle meine b\u00f6sen Nachbarn, die das Eigentum antasten, das ich meinem Volke Israel in Besitz gegeben. Ich rei\u00dfe sie heraus aus ihrem Boden; auch das Haus Jehuda rei\u00dfe ich aus ihrer Mitte.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Aber nachdem ich sie herausgerissen haben werde, erbarme ich mich wieder, und f\u00fchre sie hin, jeden in sein Erbe und jeden in sein Land.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Und wenn sie die Wege meines Volkes lernen werden, zu schw\u00f6ren bei meinem Namen: so wahr der Herr lebt! so wie sie fr\u00fcher mein Volk gelehrt haben, beim Baal zu schw\u00f6ren, so sollen sie aufgerichtet werden unter meinem Volke.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Wenn sie aber nicht h\u00f6ren, so rei\u00dfe ich jenes Volk aus und vernichte es, spricht der Herr.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n<p><em>Symbolische Strafandrohung.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Also hat der Herr zu mir gesprochen: Geh und kaufe dir einen leinenen Gurt und schlage ihn um deine Lenden, aber ins Wasser bringe ihn nicht, [wasche ihn niemals].<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Ich kaufte den Gurt nach dem Befehl des Herrn und schlug ihn um meine Lenden.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an mich zum zweitenmale also:<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Nimm den Gurt, den du gekauft, der um deine Lenden ist, und mache dich auf, gehe nach Prat und verbirg ihn daselbst in eine Felsenspalte.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich ging und verbarg ihn in Prat, wie der Herr mir befohlen hatte.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Nach Verlauf vieler Tage sprach der Herr zu mir: Mache dich auf, gehe nach Prat und nimm von da den Gurt, den ich dir befohlen dort zu verbergen.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich ging nach Prat und grub nach und nahm den Gurt von der Stelle, woselbst ich ihn verborgen hatte, aber der Gurt war verdorben und taugte zu nichts.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an mich also:<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>So spricht der Herr: Also werde ich verderben den Stolz Jehudas und den gro\u00dfen Stolz Jerusalems.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Dieses b\u00f6se Volk, das sich weigert mein Wort zu h\u00f6ren, das dem \u00dcbermut seines Herzens folgt und fremden G\u00f6ttern nachgeht, ihnen zu dienen und sich vor ihnen zu b\u00fccken \u2014 es soll diesem Gurte gleich sein, der zu nichts taugt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn so wie der Gurt anschlie\u00dft an die Lenden eines Mannes, so habe ich mir angeschlossen das ganze Haus Israel und das ganze Haus Jehuda, spricht der Herr, dass sie mir ein Volk seien und zum Namen und zum Ruhm und zum Schmuck; aber sie h\u00f6rten nicht.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sprich ferner das Folgende zu ihnen: So spricht der Herr, Gott Israels: Jeder Schlauch wird mit Wein gef\u00fcllt, und fragen sie dich: Wissen wir denn nicht, dass jeder Schlauch mit Wein gef\u00fcllt wird?<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Dann antworte ihnen: So spricht der Herr: Ich erf\u00fclle alle Bewohner dieses Landes und die K\u00f6nige, welche auf dem Throne Davids sitzen, und die Priester und die Propheten und alle Bewohner Jerusalems mit Trunkenheit.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich zerschlage sie aneinander, V\u00e4ter und S\u00f6hne zusammen, spricht der Herr; ich habe kein Mitleid und keine Schonung und kein Erbarmen, dass ich sie nicht verderbte.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>H\u00f6rt und horcht auf, seid nicht stolz, denn der Herr redet.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Gebet dem Herrn, eurem Gott, die Ehre, ehe es dunkelt und ehe eure F\u00fc\u00dfe sich sto\u00dfen auf den Bergen der D\u00e4mmerung, wo ihr auf Licht wartet, und er es zur Verd\u00fcsterung macht und in Finsternis verwandelt.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Aber wenn ihr nicht darauf h\u00f6rt \u2014 im Verborgenen wein\u2019 ich wegen eures Hochmutes, und es tr\u00e4nt mein Auge, und \u00fcberflie\u00dft von Tr\u00e4nen, weil gefangen wird die Herde des Herrn.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Sprich zum K\u00f6nig und zur K\u00f6nigin: Setzt euch tief danieder, denn gesunken ist euer Hauptschmuck, eure gl\u00e4nzende Krone.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Die st\u00e4dte des S\u00fcdens sind verschlossen und niemand \u00f6ffnet; Jehuda mu\u00df insgesamt in die Verbannung gehen, v\u00f6llig in die Verbannung gehen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Erhebt eure Augen und seht die aus Norden Kommenden! Wo ist die Herde, die dir \u00fcbergeben wurde, deine herrliche Herde?<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Was willst du sagen, wenn er an dir ahndet, da du sie gew\u00f6hnt hast, \u00fcber dich F\u00fcrsten und Oberhaupt zu sein? Werden dich nicht Wehen ergreifen, wie eine Frau in der Geb\u00e4rstunde?<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wenn du dich fragst: Warum beegnet mir solches? Ob deinen vielen Missetaten ist deine Schleppe aufgedeckt, deine Ferse gewaltsam entbl\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Kann ein Mohr seine Haut wandeln, oder ein Parder seine Flecken? So k\u00f6nnt ihr Gutes tun, da ihr gew\u00f6hnt seid, B\u00f6ses zu tun.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Ich will sie zerstieben wie Spreu, die dahinf\u00e4hrt in den Wind der Steppe.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Das ist dein Los, dein zugemessenes Teil von mir, spricht der Herr; weil du mich vergessen und dich verlassen hast auf die L\u00fcge.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Darum auch habe ich deine Schleppe aufgestreift \u00fcber dein Angesicht, dass deine Scham gesehen werde.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Dein ehebrecherisches Treiben und deine ausgelassene Freude, deine niedrige Buhlerei auf den Anh\u00f6hen im Felde \u2014 ich sah deine Abscheulichkeiten, wehe dir, Jerusalem! Noch immer wirst du nicht rein; wie lange Zeit noch?<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n<p><em>Die Hungersnot.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort des Herrn, welches an Jirmejahu erging in den Jahren der D\u00fcrre.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Es trauert Jehuda und seine St\u00e4dte schmachten, sie liegen betr\u00fcbt zu Boden, und der Hilferuf Jerusalems steigt empor.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Ihre Vornehmen schicken ihre Untergebene nach Wasser; sie kommen an die Gruben und finden kein Wasser; sie kehren zur\u00fcck mit leeren Ger\u00e4ten, besch\u00e4mt und verwirrt und verh\u00fcllten Hauptes.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Wegen der Flur, die zugrunde gerichtet ist, weil kein Regen auf die Erde kam, sind die Landbauer besch\u00e4mt, sie verh\u00fcllen ihr Haupt.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ja selbst die Hirschkuh auf dem Felde geb\u00e4rt und verl\u00e4\u00dft [ihre Jungen], denn kein Gras ist da.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Und Waldesel stehen auf den kahlen Bergspitzen, scchnauben wie die Schakale, ihre Augen schmachten, denn kein Kraut ist da.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wenn unsere Missetaten wider uns zeugen, Herr, so handle um deines Namens willen, denn gro\u00df ist unsere Abtr\u00fcnnigkeit, gegen dich haben wir ges\u00fcndigt.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Du, Hoffnung Israels, sein Helfer in der Zeit der Not, warum sollst du erscheinen wie ein Fremder in dem Lande, wie ein Wanderer, der nur zum \u00dcbernachten einkehrt?<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Warum willst du scheinen wie ein \u00fcberraschter Mann, wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja in unserer Mitte, Herr, und dein Name wird \u00fcber uns genannt; verlass uns nicht!<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>So spricht der Herr zu diesem Volke: Wahrlich, gerne schweiften sie herum, ihre F\u00fc\u00dfe schonten sie nicht; darum hat der Herr keinen Gefallen an ihnen. Nun gedenkt er ihrer Missetaten und ahndet ihre S\u00fcnden.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Der Herr sprach zu mir: Bete nicht f\u00fcr dieses Volk zu seinem Besten.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Wenn sie fasten, h\u00f6re ich nicht auf ihren Ruf, und wenn sie Ganzopfer und Speiseopfer darbringen, nehme ich sie nicht gn\u00e4dig auf, sondern durch Schwert und Hunger und Pest reibe ich sie auf.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Da sprach ich: Ach Herr Gott! Die [falschen] Propheten sprechen zu ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und Hunger wird bei euch nicht sein, sondern dauernden Frieden werd\u2019 ich euch geben an diesem Orte.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Da sprach der Herr zu mir: L\u00fcge weissagen die Propheten in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts aufgetragen und zu ihnen nichts geredet; L\u00fcgengesichte und Wahrsagerei und G\u00f6tzentand und ihres Herzens Wahn weissagen sie euch.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr \u00fcber die Propheten, die in meinem Namen weissagen, da ich sie doch nicht gesandt und sie sagen: Schwert und Hunger wird nicht kommen in dieses Land; durch das Schwert und durch Hunger sollen jene Propheten enden.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Und das Volk, dem sie weissagen, soll hingeworfen liegen in den Stra\u00dfen Jerusalems vor Hunger und Schwert, und niemand wird sie begraben, sie, ihre Frauen, ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter, und ich sch\u00fctte \u00fcber sie aus ihre Bosheit.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Verk\u00fcnde ihnen diese Weissagung: Es rinnen meine Augen von Tr\u00e4nen, [spricht der Prophet], nachts und am Tage, und h\u00f6ren nicht auf, denn einen gro\u00dfen Schaden hat die jungfr\u00e4uliche Tochter meines Volkes erlitten, einen sehr schmerzlichen Schlag.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wenn ich auf das Feld gehe, da finde ich vom Schwert Erschlagene, und wenn ich in die Stadt komme, da sind Krankheiten des Hungers, denn Priester wie Propheten tun sich um nach einem Lande, aber sie wissen nicht wohin.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Hast du Jehuda verworfen? oder ekelt dir vor Zijon? Warum hast du uns geschlagen, dass keine Genesung f\u00fcr uns ist? Wir hoffen auf Heil, und da ist nichts Gutes, und auf Zeit der Heilung, und da kommt Schrecken.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Wir kennen, Herr, unseren Frevel, die Missetat unserer V\u00e4ter, dass wir ges\u00fcndigt haben gegen dich.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Verwirf uns nicht um deines Namens willen und bringe nicht Schande \u00fcber den Thron deiner Herrlichkeit, bedenke, brich nicht deinen Bund mit uns.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Gibt es solche, die Regen gew\u00e4hren, unter den nichtigen G\u00f6tzen der V\u00f6lker? oder k\u00f6nnen die Himmel [ohne Gottes Befehl] G\u00fcsse senden? Bist du es nicht, Herr, unser Gott? Und auf dich hoffen wir, denn du tust alles dieses.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-15\">Kapitel 15<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Der Herr sprach zu mir: Wenn selbst Mose und Samuel vor mich treten [und F\u00fcrbitte tun], so wird mein Herz diesem Volke nicht zugewandt; treibe sie mir weg aus meinem Angesicht, sie m\u00f6gen gehen.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Und wenn sie dich fragen: Wohin sollen wir gehen? so erwidere ihnen: So spricht der Herr: Die dem Sterben geweiht sind \u2014 zum Sterben, und die dem Schwerte geweiht sind \u2014 zum Schwerte, und die dem Hunger \u2014 zum Hunger, und die der Gefangenschaft \u2014 zur Gefangenschaft !<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Ich bestelle \u00fcber sie vier Geschlechter, spricht der Herr; das Schwert zum Erschlagen, die Hunde zum Schleifen, die V\u00f6gel des Himmels und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Verderben.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Ich mache sie zum Entsetzen aller K\u00f6nigreiche der Erde, um Manasses willen, Sohnes Hiskijas, des K\u00f6nigs von Jehuda, infolge des, was er getan in Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Wer wird Erbarmen mit dir haben, Jerusalem und wer dir Beileid zeigen? Wer wird hereintreten, dich zu fragen nach deinem Wohle?<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Du hast mich verlassen, spricht der Herr, hast dich von mir abgewendet; so streck\u2019 ich meine Hand \u00fcber dich und verderbe dich, ich bin des Bedenkens m\u00fcde.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich worfele sie mit der Wurfschaufel in den Toren des Landes, ich mache kinderlos und vernichte mein Volk, das von seinem Wandel nicht lassen will.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Zahlreicher werden mir seine Witwen als Sand am Meere; ich f\u00fchre \u00fcber sie, \u00fcber die M\u00fctter der J\u00fcnglinge, den Verw\u00fcster am hellen Tage, ich lasse pl\u00f6tzlich auf sie fallen Tumult und Schrecken.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Verschmachtet ist [die Frau], das sieben Kinder geboren hat, sie haucht ihre Seele aus, untergegangen ist ihre Sonne am hohen Tage, sie ist besh\u00e4mt und err\u00f6tet. Ihren \u00dcberrest werde ich dem Schwerte preisgeben, ihren Feinden hin, spricht der Herr.<\/p>\n<p><em>Die Klage des Propheten.<\/em><\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Wehe mir, meine Mutter, dass du mich geboren, einen Mann des Streites und des Haders gegen alle Welt! Ich habe nicht geliehen und niemand hat mir geliehen, und doch verfluchen sie mich alle.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Der Herr spricht: Ich lasse dich bestehen, ich lasse auf dich den Feind sto\u00dfen in der Zeit des Ungl\u00fccks und der Not \u2014<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Kann Eisen das Eisen aus Norden und Erz zerschlagen?<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Deinen Reichtum und deine Sch\u00e4tze gebe ich dem Raube hin \u2014 nicht um Zahlung, fondern wegen all deiner S\u00fcnden \u2014 in deinem ganzen Gebiet.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich bringe dich zu deinen Feinden in ein Land, das du nicht gekannt, denn ein Feuer lodert auf in meinem Grimme, \u00fcber euch entbrennt es. \u2014<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Du wei\u00dft es, Herr, gedenke mein und sieh auf mich, schaffe mir Rache an meinen Verfolgern, nicht nach deiner Langmut nimm es mit mir, bedenke, wie ich Schmach um deinetwillen erduldete.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Gelangten deine Worte zu mir, so nahm ich sie in mich auf; dein Wort wurde mir zur Wonne und zur Herzensfreude; denn dein Name ist \u00fcber mich genannt, Herr, Gott Zebaot!<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Ich sa\u00df niemals im Kreise der Lustigen fr\u00f6hlich zu sein; vor deiner Gewalt sa\u00df einsam, du hast mich mit Zorn erf\u00fcllt.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Warum ist mein Schmerz dauernd und meine Wunde t\u00f6dlich? Sie will nicht heilen. Dein Beistand wird doch mir nicht sein wie ein versiegter Quell, wie Wasserb\u00e4che ohne Bestand?<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr, wenn du fortf\u00e4hrst, [in meinem Namen zu weissagen], werde ich dir Bestand verleihen, vor mir bleibst du; und wenn du ausscheiden sollst Wertvolles vom Schlechten [wnen du S\u00fcnder bekehrst], wie mein Mund sollst du sein; sie werden zu dir zur\u00fcckkehren, du aber sollst nicht zu ihnen zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Ich mache dich wider dieses Volk zu einer festen Mauer von Erz; wenn sie mit dir streiten, so werden sie nichts gegen dich verm\u00f6gen, denn ich bin bei dir zu deiner Hilfe und zu deiner Rettung, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich rette dich aus der Hand der B\u00f6sen und erl\u00f6se dich aus der Faust der \u00dcberm\u00e4chtigen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-16\">Kapitel 16<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Und es erging das Wort des Herrn an mi also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Du sollst dir keine Frau nehmen dass du keine S\u00f6hne und T\u00f6chter habest an diesem Orte.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn also spricht der Herr \u00fcber die S\u00f6hne und T\u00f6chter, die geboren werden an diesem Orte, und \u00fcber ihre M\u00fctter, die sie geb\u00e4ren, und \u00fcber ihre V\u00e4ter, die sie zeugen in diesem Lande:<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Von b\u00f6sen Krankheiten heimgesucht werden sie sterben; sie werden nicht beklagt und nicht begraben werden, wie D\u00fcnger auf dem Acker werden sie [daliegen]; durch Schwert und Hunger werden sie umkommen und ihre Leichname werden zum Fra\u00df f\u00fcr die V\u00f6gel des Himmels und die Tiere der Erde.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Denn so spricht der Herr: Gehe nicht in das Haus der Trauer, gehe auch nicht zum Klagen und zeige ihnen kein Beileid denn ich habe meinen Frieden diesem Volke entzogen, spricht der Herr, die Liebe und das Erbarmen [f\u00fcr sie].<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Es werden Gro\u00dfe wie Kleine sterben in diesem Lande; sie werden nicht begraben werden, und man wird nicht um sie klagen und sich keine Schnitte machen und sich nicht glatt um sie scheeren, [als Zeichen der Trauer].<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Man wird [den Leidtragenden] nicht Brot bei der Trauer brechen, um sie zu tr\u00f6sten \u00fcber den Toten, und nicht zu trinken geben den Becher des Trostes um Vater und um Mutter.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Auch in das Haus des Gastmahls gehe nicht, mit ihnen zu sitzen zum Essen und zum Trinken.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Denn so spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich lasse verstummen an diesem Orte, vor euren Augen und in euren Tagen, die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Br\u00e4utigams und die Stimme der Brautfreude.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Wenn du diesem Volke all diese Worte verk\u00fcndest und sie dich fragen: Warum hat der Herr \u00fcber uns verh\u00e4ngt all dieses gro\u00dfe Ungl\u00fcck? Was ist unsere Missetat und was unsere S\u00fcnde, womit wir ges\u00fcndigt gegen den Herrn, unsern Gott?<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>So antworte ihnen: Weil eure V\u00e4ter mich verlassen haben, spricht der Herr, und fremden G\u00f6ttern nachgegangen sind, und ihnen gedient und vor ihnen sich geb\u00fcckt haben; mich aber haben sie verlassen und meine Lehre haben sie nicht beobachtet.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ihr aber tut noc schlimmer als eure V\u00e4ter, ihr folgt jeder dem \u00dcbermute seines b\u00f6sen Herzens, dass ihr auf mich nicht h\u00f6ret.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Und so werfe ich euch aus diesem Lande in das Land, das ihr nicht gekannt, ihr und eure V\u00e4ter; und ihr werdet dort fremden Herren dienen, Tag und Nacht, so dass ich euch keine Erholung g\u00f6nnen werde.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Denn wahrlich, es kommen Tage, spricht der Herr, da wird es nicht mehr hei\u00dfen: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel herausgef\u00fchrt aus dem Laude \u00c4gypten:<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Sondern, so wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel herausgef\u00fchrt aus dem Lande des Nordens und aus allen L\u00e4ndern, wohin er sie versto\u00dfen hatte; denn ich f\u00fchre sie heim auf ihren Boden, den ich ihren V\u00e4tern gegeben.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Ich sende nach vielen Fischern, spricht der Herr, und sie fischen sie auf, und hernach sende ich nach vielen J\u00e4gern, und sie jagen sie von jedem Berge herab und von jedem H\u00fcgel herab und aus den Felfsenschluchten.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Denn meine Augen sind auf all ihre Wege gerichtet, nicht verborgen sind sie vor mir, nicht verh\u00fcllt ist ihre Schuld vor meinen Augen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Aber ich vergelte zuerst ihre zwiefachen Missetaten und S\u00fcnden, dass sie mein Land gesch\u00e4ndet, mit ihren abscheulichen G\u00f6tzen und Gr\u00e4ueln mein Eigentum angef\u00fcllt haben.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Herr, du meine Macht und meine Veste und meine Zuflucht am Tage der Not! Zu dir werden V\u00f6lker kommen von den Enden der Erde und sprechen: L\u00fcge nur haben unsere V\u00e4ter ererbt, Eitles, worankein Heil ist.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Wie, Menschen machen sie G\u00f6tter? Das sind doch keine G\u00f6tter.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Wahrlich, ich will sie bekannt machen sogleich will ich sie bekannt machen mit meiner Macht und mit meiner St\u00e4rke. Sie sollen es erfahren, dass mein Name ist: Herr.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-17\">Kapitel 17<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Die S\u00fcnde Jehudas ist aufgeschrieben mit eisernem Griffel, mit der Spitze des Demants eingegraben in die Tafel ihres Herzens und in die H\u00f6rner eurer Alt\u00e4re.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Wie sie ihrer Kinder gedenken, so gedenken sie ihrer Alt\u00e4re und ihrer Haine neben jedem belaubten Baume, auf den hohen H\u00fcgeln.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Berg- oder Feldbewohner! deinen Reichtum, all deine Sch\u00e4tze gebe ich dem Raube hin, deine H\u00f6hen mit der S\u00fcnde in all deinen Grenzen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Du wirst durch eigene Schuld aus deinem Erbe geworfen, das ich dir gegeben; ich werde dich dienen lassen deinen Feinden in einem Lande, das du nicht gekannt. Denn wie ein Feuer habt ihr auflodern machen meinen Grimm; ewig entbrennt er.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>So spricht der Herr: Verflucht sei der Mann, der auf einen Menschen sich verl\u00e4\u00dft, und einen Sterblichen zu seiner St\u00fctze macht, aber vom Herrn weicht sein Sinn.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Er wird sein wie ein Wachholderstrauch in der Steppe, der nicht bl\u00fcht; er ist gepflanzt in einem d\u00fcrren, salzigen Boden in der W\u00fcste, die unbewohnbar ist.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Gesegnet aber sei der Mann, der sich auf den Herrn verl\u00e4\u00dft, dessen Verlass der Herr ist.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Er wird sein wie der Baum, der gepflanzt ist am Wasser und am Bache seine Wurzeln streckt, der es nicht sp\u00fcrt wenn die Glut kommt; sein Laub bleibt immer gr\u00fcn, und in einem Jahre der D\u00fcrre ist er unbesorgt und setzt nie aus, Fr\u00fcchte zu tragen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Verstockten Herzens is [Israel] vor Allem und krank, wer mag es erkennen?<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich, der Herr, ergr\u00fcnde das Herz, pr\u00fcfe die Nieren, dass ich jedem nach seinem Wandel vergelte nach der Frucht seiner Handlungen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Ein Kukuk, der br\u00fctet und nicht gelegt hat, ist wie der, der Reichtum erwirbt, aber nicht mit Recht; in der Mitte seiner Tage wird er ihn verlassen und an seinem Ende ist er ein Verachteter.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ein herrlicher Thron, erhaben von Angebinn ist die St\u00e4tte unseres Heiligtums.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Du, o Herr, Hoffnung Israels! Alle, die dich verlassen, werden zu Schanden, und die Abtr\u00fcnnigen neben mir werden aufgezeichnet im Lande: Dass sie verlassen haben die Quelle lebendigen Wassers, den Herrn.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Heile mich, Herr, dass ich geheilt werde; hilf mir, dass ich aufgerichtet werde, denn mein Ruhm bist du.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Sie sprechen zu mir: Wo bleibt das Wort des Herrn? Mag es doch eintreffen!<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Ich aber habe ja nimmer in dich wegen des B\u00f6sen gedr\u00e4ngt, und den Ungl\u00fcckstag nicht herbeigew\u00fcnscht; dir ist ja, was \u00fcber meine Lippen kam, bekannt.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Sei mir nicht zur Best\u00fcrzung du bist ja mein Schutz am Tage des Ungl\u00fccks.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Besch\u00e4mt werden meine Verfolger und nicht ich; sie m\u00f6gen zagen, aber ich werde nicht zagen. Bring \u00fcber sie den Tag des Ungl\u00fccks und schlage sie nachdr\u00fccklich.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>So sprach der Herr zu mir: Geh und tritt in das Tor des gemeinen Volks, und in das, durch welches die K\u00f6nige von Jehuda eingehen und ausziehen, und in alle Tore Jerusalems.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Und sprich zu ihnen: H\u00f6ret das Wort des Herrn, K\u00f6nige von Jehuda und ganz Jehuda und alle Bewohner Jerusalems, die eingehen in diese Tore.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>So spricht der Herr: Nehmet euch in acht um euer Leben, dass ihr nicht Lasten aufladet am Schabbattage und nichts einbringet in die Tore Jerusalems.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>F\u00fchret auch keine Last aus euern H\u00e4usern am Schabbattage und verrichtet keinerlei Werk, sondern heiliget den Schabbattag, wie ich euern V\u00e4tern geboten.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Freilich haben diese nicht geh\u00f6rt und ihr Ohr nicht geneigt, denn sie waren hartn\u00e4ckig, dass sie nicht h\u00f6rten und keine Zucht annahmen.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Wenn ihr auf mich h\u00f6rt, spricht der Herr, dass ihr keine Last einbringet in die Tore dieser Stadt am Schabbattage und an demselben keinerlei Werk verrichtet,<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>So sollen eingehen in die Tore dieser Stadt K\u00f6nige und F\u00fcrsten, die auf dem Throne Davids sitzen, fahrend in Wagen und reitend auf Rossen, sie und ihre Vornehmen, die M\u00e4nner Jehudas und die Bewohner Jerusalems, diese Stadt soll ewig bewohnt bleiben.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Es sollen kommen aus den St\u00e4dten Jehudas, aus der Umgebung Jerusalems, aus dem Lande Benjamin, aus der Niederung und von dem Gebirge und aus dem S\u00fcdland solche, die Ganzopfer, Mahlopfer, Speiseopfer und Weihrauch bringen, die Dankopfer bringen in das Haus des Herrn.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Wenn ihr aber nicht auf mich h\u00f6ret, den Schabbattag zu heiligen, und keine Last aufzuladen und einzubringen in die Tore Jerusalems am Schabbattage, so werde ich Feuer anz\u00fcnden an ihren Toren, es soll fressen die Pal\u00e4ste Jerusalems und nicht erl\u00f6schen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-18\">Kapitel 18<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu vom Herrn erging, also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Mache dich auf und gehe in die T\u00f6pferwerkst\u00e4tte, dort werde ich dir meine Worte bekannt machen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Ich ging hinein in die T\u00f6pferwerkst\u00e4tte, er formte eben ein Ger\u00e4t auf der Form.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Aber das Ger\u00e4t, das er machte, mi\u00dfriet, \u2014 wie das beim Lehm in der Hand des T\u00f6pfers oft geschieht, \u2014 da machte er daraus wieder ein anderes Ger\u00e4t, wie es dem T\u00f6pfer zu machen beliebte.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Darauf erging das Wort des Herrn an mich also:<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Kann ich es nicht wie dieser T\u00f6pfer mit euch machen, Haus Israel? spricht der Herr. Wie der Lehm in der Hand des T\u00f6pfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Manchesmal beschlie\u00dfe ich \u00fcber ein Volk und \u00fcber ein K\u00f6nigreich, es auszurotten und einzurei\u00dfen und zu vernichten;<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Wenn aber das Volk, \u00fcber welches ich also beschlossen hatte, seine Bosbeit l\u00e4\u00dft, so bedenke ich mich wegen des Unheils, das ich gesonnen war ihm zu tun.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Manchesmal wiederum beschlie\u00dfe ich \u00fcber ein Volk und \u00fcber ein K\u00f6nigreich, es zu bauen und zu pflanzen;<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Thut es aber, was b\u00f6se ist in meinen Augen, indem es nicht auf meine Stimme h\u00f6rt, so bedenke ich mich wegen des Guten, womit ich ihm wohlzuthun gedacht.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Und nun, sprich doch zu den M\u00e4nnern Jehudas und zu den Bewohnern Jerusalems also: so spricht der Herr: Wohl schaffe ich f\u00fcr euch Unheil und habe [B\u00f6ses] im Sinne wegen eurer; kehrt aber um von eurem b\u00f6sen Wandel, und bessert euren Wandel und eure Handlungen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Aber sie sprechen: Vergebens! Denn nach unsern Trieben wollen wir handeln, jeder folgt seiner b\u00f6sen Herzensneigung.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr, fraget doch nach bei den V\u00f6lkern, wer dergleichen geh\u00f6rt hat? Gar Schauderhaftes hat ver\u00fcbt die Nation Israel.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>H\u00f6rt je der Libanonschnee auf an den m\u00e4chtigen Bergfelsen? Oder h\u00f6ren je die von weit her herabstr\u00f6menden, quellenden Gew\u00e4sser auf?<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Aber mich hat mein Volk vergessen; falschen G\u00f6ttern opfern sie, und diese lenkten sie ab von ihren Wegen, den bekannten Gleisen, betreten die Stege des ungebahnten Weges.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Damit ihr Land zur W\u00fcste werde, zum ewigen Gezisch, dass wer vor\u00fcberziehet, sich dar\u00fcber entsetzen wird und das Haupt sch\u00fctteln.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Wie mit einem Ostwinde will ich sie zerstreuen vor dem Feinde, mit dem Nacken und nicht mit dem Gesicht [gegen die Feinde] will ich sie sehen an dem Tage ihres Sturzes.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Sie sprachen: Kommt, lasst uns gegen Jirmejahu Anschl\u00e4ge ersinnen, denn nicht wird verloren gehen die Lehre bei den Priestern und der Rat bei den Weisen und die Rede bei den Propheten. Kommt und lasst ihn durch Verleumdungen vernichten und nicht achten auf all seine Worte.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Achte du auf mich, Herr, und h\u00f6re die Stimme meiner Widersacher!<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Vergilt man f\u00fcr Gutes B\u00f6ses, dass sie mir eine Grube graben? Gedenke, wie ich vor dir stand, f\u00fcr sie ein gutes Wort zu reden, von ihnen deinen Grimm abzuwenden!<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Darum gib ihre S\u00f6hne dem Hunger hin und schleudere sie in die Gewalt des Schwertes, dass ihre Frauen kinderberaubt und Witwen werden, ihre M\u00e4nner niedergemetzelt und ihre J\u00fcnglinge vom Schwerte erschlagen im Kriege.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Es werde Klagegeschrei geh\u00f6rt aus ihren H\u00e4usern, wenn du pl\u00f6tzlich Schaaren \u00fcber sie herbeif\u00fchrst, denn sie haben Gruben bereitet, mich zu fangen, und meinen F\u00fc\u00dfen Schlingen gelegt.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Doch du wei\u00dft es ja, Herr, dass sie mir nach dem Leben trachten, vergib nicht ihre Missetat, und ihre S\u00fcnde l\u00f6sche nicht vor deinem Angesicht hinweg; m\u00f6gen sie vor dir straucheln; in der Zeit deines Zornes verfahre mit ihnen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-19\">Kapitel 19<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>So sprach zu mir der Herr: Geh und kaufe eine Flasche vom T\u00f6pfer; [nimm dir dabei mit einige] von den \u00c4ltesten des Volkes und von den \u00c4ltesten der Priester.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Gehe dann hinaus in das Thal Ben- Hinnom, das am Eingang des Tores Har\u00dfit ist, und verk\u00fcnde dort die Worte, die ich zu dir reden werde.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Sprich n\u00e4mlich: H\u00f6ret das Wort des Herrn, K\u00f6nige von Jehuda und Bewohner Jerusalems: So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich werde Ungl\u00fcck bringen \u00fcber diesen Ort, dass jedem, der es h\u00f6rt, die Ohren gellen werden.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Weil sie mich verlassen und diesen Ort fremden G\u00f6ttern, die sie nicht gekannt, preisgegeben und darin ger\u00e4uchert haben, haben, und ihre V\u00e4ter und die K\u00f6nige von Jehuda; diesen Ort haben sie au\u00dferdem gef\u00fcllt mit dem Blute Unschuldiger.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Sie haben dem Baal H\u00f6hen errichtet, ihre S\u00f6hne zu verbrennen im Feuer als Opfer dem Baal, was ich nicht geboten und nicht gehei\u00dfen, und was mir nicht in den Sinn gekommen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Wahrlich, es kommen Tage, spricht der Herr, wo dieser Ort nicht mehr genannt wird: Tofet und Thal Ben-Hinnom, sondern Thal der Metzelei.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich mache zu nichte den Rat Jehudas und Jerusalems an diesem Orte und lasse sie durch das Schwert fallen vor ihren Feinden und durch die H\u00e4nd derer, die ihnen nach dem Leben trachten. Ihre Leichen gebe ich zum Fra\u00dfe den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren der Erde.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Diese Stadt mache ich zum Entsetzen und zum Gezisch; wer da vor\u00fcberziehet, soll sich entsetzen ob all ihren Plagen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ich lasse sie essen das Fleisch ihrer S\u00f6hne und das Fleisch ihrer T\u00f6chter; einer wird das Fleisch des andern essen in der Bedr\u00e4ngnis und der Enge, in die ihre Feinde und die ihnen nach dem Leben trachten sie einengen werden.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Darauf sollst du die Flasche zerbrechen vor den Augen der M\u00e4nner, die mit dir gehen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaot: Also zerbreche ich dieses Volk und diese Stadt, wie man ein T\u00f6pferger\u00e4t zerbricht, dass es nicht wieder heil werden kann, und in Tofet wird man begraben aus Mangel an anderm Plat zu begraben.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>So werde ich tun diesem Orte, spricht der Herr, und seinen Bewohnern, dass ich diese Stadt dem Tofet gleich mache.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Es werden die H\u00e4user Jerusalems und die H\u00e4user der K\u00f6nige von Jehuda wie die unreinen Pl\u00e4tze des Tofet; alle H\u00e4user, auf deren D\u00e4chern sie ger\u00e4uchert dem Heere des Himmels und Spenden gegossen fremden G\u00f6ttern.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Jirmejahu kam von dem Tofet, wohin der Herr ihn gesandt hatte zu weissagen, und trat in den Hof des Hauses des Herrn und sprach zum ganzen Volke:<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Ich bringe \u00fcber diese Stadt und \u00fcber alle St\u00e4dte [Jehudas] das Ungl\u00fcck das ich \u00fcber sie ausgesprochen habe, weil sie sich hartn\u00e4ckig gezeigt haben, dass sie meine Worte nicht h\u00f6rten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-20\">Kapitel 20<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu wird verfolgt.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Als der Priester Pashur, Sohn Immer, der Oberaufseher im Hause des Herrn war, den Jirmejahu diese Worte weissagen h\u00f6rte,<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Da schlug Pashur den Propheten Jirmejahu und tat ihn in den Stock, der am obern Tore Benjamin war, im Hause des Herrn.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Am andern Tage, da entlie\u00df Pashur den Jirmejahu aus dem Stock; darauf sprach Jirmejahu zu ihm: Nicht Pashur hat der Herr deinen Namen genannt, sondern Magor [vom Schrecken umringt].<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Denn so hat der Herr gesprochen: Ich gebe dich dem Schrecken hin, dich und deine Freunde; sie sollen durch das Schwert fallen, und deine Augen werden es sehen. Auch ganz Jehuda gebe ich in die Hand des K\u00f6nigs von Babel, er wird sie wegf\u00fchren nach Babel oder mit dem Schwerte erschlagen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ich gebe allen Reichtum dieser Stadt und all ihren Erwerb, all ihren Prunk und alle Sch\u00e4tze der K\u00f6nige von Jehuda in die Hand ihrer Feinde; sie werden sie pl\u00fcndern und alle nach Babel f\u00fchren.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Auch du Pashur und alle Bewohner deines Hauses, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen; nach Babel wirst du kommen und dort sterben und dort begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du geweissagt hast mit L\u00fcgen. \u2014<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Du hast mich \u00fcberredet, Herr, und ich lie\u00df mich \u00fcberreden, du hast mich gewaltig ergriffen und \u00fcbermannt, dadurch bin ich zum Gel\u00e4chter f\u00fcr alle Tage geworden, alle spotteten meiner.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Denn so oft ich rede, hab ich zu wehklagen, \u00fcber Gewalttat und Raub zu schreien. Es ist mir das Wort des Herrn geworden zur Schmach und zum Hohn alle Tage.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ich dachte schon, ich will [Gottes] nicht erw\u00e4hnen und nicht mehr reden in seinem Namen; aber es wurde in meinem Herzen wie brennend Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen; ich konnte es nicht fassen und hielt es nicht aus.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ja, ich h\u00f6re die L\u00e4sterung vieler, die sich da \u00fcberall zusammenrotten [und sprechen:] saget an, womit k\u00f6nnen wir ihn anzeigen; fr\u00fcher mir befreundete M\u00e4nner lauern auf meinen Sturz: Vielleicht l\u00e4\u00dft er sich bet\u00f6ren, und wir verm\u00f6gen gegen ihn und nehmen unsere Rache an ihm.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Aber der Herr ist mir zur Seite wie ein gewaltiger Held, darum straucheln meine Verfolger und verm\u00f6gen nichts gegen mich; zu Schanden werden sie, da es ihnen nicht gelungen, ewige Schmach laden sie sich auf, die nie vergessen wird.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Und du, Herr Zebaot, der du pr\u00fcfest den Gerechten, siehest Nieren und Herz, lass mich deine Rache an ihnen sehen, denn dir hab\u2019 ich mein Ret anvertraut.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Preiset den Herrn, lobet den Herrn, denn er hat das Leben des Leidenden gerettet aus der Hand der B\u00f6sen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde; an dem Tage, an dem mich meine Mutter gebar, sei kein Segen!<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Verflucht der Mann, der meinen Vater mit der Botschaft, ein Sohn ist dir geboren, erfreuen wollte.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Dieser Mann sei gleich denBewohnern der St\u00e4dte, die der Herr zerst\u00f6rt hat ohne Bedenken, und er h\u00f6re Wehklage am Morgen und Geschrei um Mittag.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Dass man mich nicht im Mutterscho\u00dfe t\u00f6tete! So dass meine Mutter mir mein Grab geworden w\u00e4re und ihr Scho\u00df mein Grabh\u00fcgel.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wozu ging ich hervor aus dem Scho\u00df? M\u00fchsal und Jammer zu sehen, dass ich meine Tage in Schmach verbringe.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-21\">Kapitel 21<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu redet zum Frieden.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches erging an Jirmejahu vom Herrn, als der K\u00f6nig Zidkija an ihn sandte den Pashur, Sohn des Malkija und den Priester Zefanja, den Sohn Maasejas, mit den Worten:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Bitte doch f\u00fcr uns den Herrn, denn Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, greift uns an; vielleicht tut der Herr an uns, wie schon oft, Wunder, dass [Nebukadnezar] von uns abziehe.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Jirmejahu erwiderte ihnen: So sprechet zu Zidkija:<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>So spricht der Herr, Gott Israels: Ich wende nun die Kriegswaffen in eurer Hand, womit ihr euch gegen den K\u00f6nig von Babel und die Chald\u00e4er, die euch belagern, vor der Mauer verteidigt, und versammle sie mitten in diese Stadt.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich selbst aber greife euch an mit ausgestreckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn, mit Grimm und mit gro\u00dfer Wut.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Und schlage die Bewohner dieser Stadt, die Menschen und das Vieh; durch gro\u00dfe Pest sollen sie sterben.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Darauf, spricht der Herr, gebe ich Zidkija, den K\u00f6nig von Jehuda, und seine Diener und das Volk, alle, die in dieser Stadt von der Pest, von demSchwert und von dem Hunger \u00fcbrig geblieben sind, in die Hand Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, und in die Hand ihrer Feinde, in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten; er soll sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwertes erschlagen, ohne Mitleid mit ihnen, ohne Schonung und ohne Erbarmen.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Und zum Volke sprich also: So spricht der Herr: Ich lege euch vor den Weg des Lebens und den Weg des Todes.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Wer in dieser Stadt bleibt, stirbt durch das Schwert, durch Hunger und durch Pest; wer aber hinausgeht und \u00fcberl\u00e4uft zu den Chald\u00e4ern, die euch belagern, der bleibt leben, und ihm wird sein Leben zur Beute.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Denn ich richte meine Blicke auf diese Stadt zum B\u00f6sen und nicht zum Guten, spricht der Herr; in die Hand des K\u00f6nigs von Babel wird sie gegeben, dass er sie mit Feuer verbrenne.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Und ihr vom K\u00f6nigshause von Jehuda h\u00f6ret das Wort des Herrn:<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Haus Davids, so spricht der Herr: Haltet Gericht jeden Morgen und rettet den Beraubten aus der Hand des Unterdr\u00fcckers, dass nicht ausbreche gleich dem Feuer mein Grimm und brenne, dass keiner l\u00f6schen mag, wegen eurer b\u00f6sen Handlungen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ich will an dich, Bewohnerin des Tals, Hort der Ebene, spricht der Herr, an alle, die sprechen: Wer m\u00f6chte herabsteigen wider uns und dringen in unsere Wohnungen?<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich will ahnden an euch nach der Frucht eurer Handlungen, spricht der Herr, und will anz\u00fcnden ein Feuer an ihrem Walde, dass es fresse all ihre Umgebung.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-22\">Kapitel 22<\/h2>\n<p><em>Gegen das K\u00f6nigshaus.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>So spricht der Herr: Gehe in das Haus des K\u00f6nigs von Jehuda und rede dort dieses Wort<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Und sprich: H\u00f6re das Wort des Herrn, K\u00f6nig von Jehuda, der du sitzest auf dem Throne Davids, du und deine Diener und dein Volk, die in diese Tore eingehen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>So spricht der Herr: \u00dcbet Recht und Gerechtigkeit und rettet den Beraubten aus der Hand des Unterdr\u00fcckers. Bedr\u00fcckt nicht Fremdlinge, Waisen und Witwen, \u00fcbt keine Gewalt und vergie\u00dft kein unschuldiges Blut an diesem Ort.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Denn wenn ihr nach diesem Worte tut, werden durch die Tore des Hauses K\u00f6nige eingehen, die auf Davids Throne sitzen, fahrend in Wagen und reitend auf Rossen, er und seine Diener und sein Volk.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Aber wenn ihr nicht h\u00f6rt auf diese Worte, so schw\u00f6re ich bei mir, spricht der Herr, dass dieses Haus zu Tr\u00fcmmern werden soll.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Denn so spricht der Herr \u00fcber das K\u00f6nigshaus von Jehuda: Du gleichst wohl dem [waldreichen] Gilead, dem Gipfel des Libanon, aber ich mache dich der W\u00fcste gleich, dem unbewohnbaren Lande.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich lasse wider dich Zerst\u00f6rer kommen, jeden mit seinem Zeuge, sie sollen umhauen deine besten Zedern und sie ins Feuer werfen.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Es werden dann viele V\u00f6lker an dieser Stadt vorbeiziehen und untereinander sprechen: Warum hat der Herr also getan dieser gro\u00dfen Stadt?<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Und sie werden erwidern: Weil sie verlassen haben den Bund des Herrn, ihres Gottes, und sich vor fremden G\u00f6ttern b\u00fcckten und ihnen dienten.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Weinet nicht um den Toten und beklagt ihn nicht, weinet vielmehr um den Wegziehenden, denn er wird nicht wieder zur\u00fcckkehren, das Land seiner Geburt zu sehen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn also spricht der Herr von Sallum, Sohn Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, der ncah seinem Vater Josija regieren sollte, aber weggef\u00fchrt worden ist von diesem Orte: Er wird dahin nicht wieder zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sondern an dem Orte, wohin man ihn in die Gefangenschaft gef\u00fchrt, wird er sterben, dieses Land wird er nicht wiedersehen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>O \u00fcber den [neuen K\u00f6nig], der sein Haus bauet mit Unrecht und seine S\u00e4le mit Ungeb\u00fchr, der seinen N\u00e4chsten arbeiten l\u00e4\u00dft umsonst und ihm seinen Werklohn nicht gibt.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Er denkt: Ich will mir bauen ein gro\u00dfes Haus mit ger\u00e4umigen S\u00e4len, er bricht sich Fenster durch und t\u00e4felt mit Zedern und bestreicht mit Farbe.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Glaubst du damit K\u00f6nig zu sein, wenn du mit Zedern prangst? Dein Vater a\u00df und trank ja auch, aber er \u00fcbte Geb\u00fchr und Recht, darum ging es ihm wohl.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Er sprach Recht f\u00fcr den Armen und D\u00fcrftigen darum ging es ihm gut; das ist ja die Erkenntnis meiner, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Doch deine Augen und dein Sinn sind immer auf deinen Gewinn gerichtet und darauf, das unschuldige Blut zu vergie\u00dfen, und auf Gewaltth\u00e4tigkeit, Qu\u00e4lerei zu \u00fcben.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Darum, so spricht der Herr von Jojakim, Sohn Josijas, dem K\u00f6nig von Jehuda. Man wird nicht um ihn klagen; O, mein Bruder! und: O, die Schwester! Man wird nicht um ihn klagen: O, Herr! und: O, seine Herrlichkeit!<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Wie man einen Esel verscharrt, wird man ihn begraben: geschleift und hingeworfen, weit hinweg von den Toren Jerusalems.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Besteige den Libanon und schreie, und in Baschan lass deine Stimme erschallen und schreie von allen Enden, denn zerschmettert sind all deine Buhlen.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich redete zu dir in deinem Wohlstande, da sprachst du: Ich mag nicht h\u00f6ren! Das war deine Weise von deiner Jugend an, dass du nicht h\u00f6rtest auf meine Stimme.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>All deine F\u00fchrer wird der Sturm forttragen, und deine Buhlen werden in die Gefangenschaft wandern; alsdann wirst du besch\u00e4mt und verwirrt sein ob all deiner Bosheit.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Du, die du gewohnt hast auf dem Libanon, Eingenistete in Zedern, wie wirst du einst st\u00f6hnen, wenn dich ankommen Schmerzen, Wehen wie eine Geb\u00e4rerin! \u2014<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>So wahr ich lebe, spricht der Herr, w\u00e4re auch Konja, Sohn Jojakims, K\u00f6nig von Jehuda, ein Siegelring an meiner rechten Hand, so wollt ich dich von dannen abrei\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Ich gebe dich in die Hand derer, die dir nach dem Leben trachten, und in die Hand derer, vor denen dir bangt, in die Hand Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, und in die Hand der Chald\u00e4er.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Ich werfe dich und deine Mutter, die dich geboren, in ein anderes Land, wo ihr nicht geboren seid; da sollt ihr sterben.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Aber in das Land, wohin sie ihre Sehnsucht richten, zur\u00fcckkehren, dahin werden sie nicht zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Ist denn dieser Mann Konjahu ein ver\u00e4chtliches, zerbrochenes Werk? oder ein nutzloses Ger\u00e4t? Warum sind er und seine Nachkommen geworfen und hingeschleudert worden in das Land, das sie nicht gekannt?<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>O Land, Land, Land, h\u00f6re das Wort des Herrn!<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>So spricht der Herr: Verzeichnet diesen Mann als kinderlos, als einen Mann, dessen Leben zwecklos gewesen ist, denn es wird keiner aus seinen Nachkommen gedeihen, auf dem Throne Davids zu sitzen und ferner zu herrschen \u00fcber Jehuda.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-23\">Kapitel 23<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>O \u00fcber die Hirten, die zu Grunde gerichtet und zerstreut haben die Schafe meiner Weide, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr, Gott Israels, \u00fcber die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und sie versto\u00dfen und sie nicht aufgesucht: deshalb will ich an euch ahnden eure b\u00f6sen Handlungen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Ich werde zusammenbringen den \u00dcberrest meiner Schafe aus allen L\u00e4ndern, wohin ich sie versto\u00dfen habe; ich werde sie heimf\u00fchren in ihre H\u00fcrden, und sie werden fortan fruchtbar sein und sich mehren.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Ich werde Hirten \u00fcber sie bestellen, die sie weiden, dass sie nicht mehr f\u00fcrchten und nicht zagen, dass keines vermi\u00dft wird, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, wo ich aufgehen lasse von David einen gerechten Spro\u00df, dass er regiere als K\u00f6nig und gl\u00fccklich sei, dass er Recht und Gerechtigkeit im Lande \u00fcbe.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>In seinen Tagen wird Jehuda frei sein und Israel in Sicherheit wohnen, und so wird man ihn nennen: Der Herr ist unser Heil.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>F\u00fcrwahr, es werden Tage kommen, spricht der Herr, wo man nicht mehr sagen wird: so wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel herausgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Sondern: so wahr der Herr lebt, der herausgef\u00fchrt und zusammengebracht die Nachkommen des Hauses Israel aus dem Lande des Nordens und aus all den L\u00e4ndern, wohin ich sie versto\u00dfen habe, dass sie auf ihrem Boden bleiben.<\/p>\n<p><em>\u00dcber die falschen Propheten.<\/em><\/p>\n<p><sup>9<\/sup>An die Propheten: Das Herz bricht mir in meinem Innern, es beben alle meine Gebeine, ich gleiche einem Berauschten Manne, den der Wein \u00fcbernommen, vor dem Herrn und vor seinen heiligen Worten.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Das Land ist von Ehebrechern voll, so dass ein Fluch das Land verd\u00fcstert und die Auen der Steppe verdorren; sie laufen zum B\u00f6sen und ihre st\u00e4rke ist im Unrecht.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn Propheten und Priester sind verrucht; selbs in meinem Hause finde ich ihre Bosheit, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Darum werde ihr Weg wie die schl\u00fcpfrige Bahn im Dunkeln, dass sie darauf ausgleiten und fallen, denn ich bringe \u00fcber sie Ungl\u00fcck, das Jahr ihrer Bestrafung, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>An den Propheten Schomrons gewahrte ich Torheit; sie weissagten im Namen Baals und f\u00fchrten mein Volk Israel irre.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Aber an den Propheten Jerusalems gewahr ich Niedertracht, Ehebruch und L\u00fcgenhaftigkeit; sie best\u00e4rken die B\u00f6sen, dass keiner zur\u00fcckkehre von seiner Bosheit. Sie sind mir alle geworden wie Sodom und ihre Bewohner wie Gomorrha.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr Zebaot \u00fcber die Propheten: Ich gebe ihnen Wermut zu essen und Giftwasser zu trinken denn von den Propheten Jerusalems ist die Verruchtheit ausgegangen \u00fcber das ganze Land.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: H\u00f6ret nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen; sie bet\u00f6ren euch, ihres Herzens Gedanken reden sie, nicht aus dem Munde des Herrn.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Sie sprechen zu denen, die mich verwerfen: Der Herr hat geredet, es wird euch wohlgehen; und zu allen, die ihren b\u00f6sen Herzensneigungen folgen, sprechen sie: Es wird kein Ungl\u00fcck \u00fcber euch kommen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Aber wer hat gestanden im Rate des Herrn, dass er gewahrte und h\u00f6rte sein Wort, dass er gemerkt auf sein Wort und es geh\u00f6rt?<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Der Sturm des Herrn bricht grimmig hervor, ein wirbelnder Sturm; er f\u00e4hrt auf das Haupt der Frevler hernieder.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Der Zorn des Herrn h\u00f6rt nicht auf, ehe er getan und vollbracht, was er im Sinne hatte. In sp\u00e4ten Tagen werdet ihr dessen inne werden.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich sandte die Propheten nicht und sie liefen; ich redete nicht zu ihnen und sie weissagten.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Denn wenn sie gestanden in meinem Rate, so m\u00f6gen sie doch meinem Volke verk\u00fcnden meine Worte, dass sie es zur\u00fcckf\u00fchren von seinem schlechten Wandel und seinen b\u00f6sen Handlungen.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Bin ich denn nur ein Gott in der N\u00e4he, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott in der Ferne?<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Wenn sich jemand noch so tief verbirgt, werde ich ihn nicht sehen? spricht der Herr. Ich bin ja den Himmel und die Erde voll, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Ich h\u00f6re, was die Propheten sprechen, die in meinem Namen L\u00fcgen weissagen: Ich habe getr\u00e4umt! Ich habe getr\u00e4umt!<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Wie lange noch? Haben etwa die Propheten, die L\u00fcgen prophezeien, und Propheten sind vom Truge ihres Herzens im Sinne, \u2014<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Denken sie, mein Volk meines Namens vergessen zu machen durch ihre Tr\u00e4ume, die sie einander erz\u00e4hlten, sowie ihre V\u00e4ter meinen Namen vergessen haben \u00fcber den Baal?<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Der Prophet, dem ein Traum geworden, erz\u00e4hle ihn als Traum, und wem mein Wort geworden, rede mein Wort der Wahrheit. Was soll das Stroh beim Korne? spricht der Herr. [Wie darf ein Traum als g\u00f6tliche Verhei\u00dfung ausgegeben werden ?]<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Mein Wort gleicht dem Feuer, spricht der Herr, wie ein Hammer, der Felsen sprengt.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Darum will ich an die Propheten, spricht der Herr, die meine Worte stehlen einer dem andern.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Ich will an die Propheten, spricht der Herr, welche das eigene Wort nehmen und als Gottesspr\u00fcche sprechen.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Ich will an die, welche L\u00fcgentr\u00e4ume weissagen, spricht der Herr, die solche erz\u00e4hlen, und mein Volk irre f\u00fchren mit ihren L\u00fcgen und Prahlereien. Ich hab sie nicht entsandt und sie nicht entboten; nutzen werden sie diesem Volke nicht, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Wenn aber dieses Volk dich fragt oder ein Prophet oder ein Priester: Was ist die Last des Herrn? so erkl\u00e4re ihnen, was die Last ist [n\u00e4mlich Israel]; ich werde sie auch von mir abwerfen, sprich der Herr.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Wenn der Prophet oder Priester oder jedermann aus dem Volke sprechen wird: Die Last des Herrn, an diesem Manne werd\u2019 ich es ahnden und an seinem Hause.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>So sollt ihr einer zum andern sprechen: Was hat der Herr angesagt? oder: Was hat der Herr geredet?<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Aber Last des Herrn sollt ihr nicht mehr erw\u00e4hnen, als ob [Gottes] Wort Jemand l\u00e4stig w\u00e4re. Ihr verdreht ja die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn Zebaot, unseres Gottes.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>So sollst du zum Propheten sprechen: Was hat dir der Herr angesagt? oder: Was hat der Herr geredet?<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Wenn ihr aber Last des Herrn sprechet, dann spricht der Herr so: Weil ihr das Wort sprechet: Last des Herrn, da ich doch euch habe sagen lassen und befohlen: Ihr sollt nicht sprechen: Last des Herrn;<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>Darum rei\u00dfe ich euch los und versto\u00dfe euch und die Stadt, die ich euch und euren V\u00e4tern gegeben, aus meinem Angesicht.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Ich lege auf euch ewige Schmach und ewige Schande, die nie ausgel\u00f6scht wird.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-24\">Kapitel 24<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Der Herr zeigte mir zwei K\u00f6rbe Feigen, die aufgestellt waren vor dem Tempel des Herrn; dies war, nachdem Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, Jechonja den Sohn Jojakims, K\u00f6nig von Jehuda, und die Oberen von Jehuda und die Zimmerleute und Schlosser aus Jerusalem nach Babel in die Verbannung gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie es immer die Erstlingsfeigen sind, in dem andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, dass sie nicht zu essen waren, so schlecht waren sie.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Der Herr fragte mich: Was siehst du, Jirmejahu? Ich erwiderte: Feigen; die guten sind sehr gut und die schlechten sind sehr schlecht, dass sie nicht zu essen sind, so schlecht sind sie.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an mich also:<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>So sSpricht der Herr, Gott Israels: Wie diese guten Feigen, so werde ich auszeichnen die Verbannten Jehudas, die ich weggeschickt aus diesem Orte in das Land der Chald\u00e4er, zum Guten. \u2014<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Ich werde richten mein Auge auf sie zum Guten und sie in dieses Land zur\u00fcckf\u00fchren; ich erbaue sie und rei\u00dfe sie nicht ein, ich pflanze sie und rei\u00dfe sie nicht aus.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich gebe ihnen den Sinn, mich zu erkennen, dass ich der Herr bin; sie sollen mir ein Volk und ich werde ihnen ein Gott sein, denn sie werden zur\u00fcckkehren zu mir mit ganzem Herzen.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Aber wie die schlechten Feigen, die nicht zu essen sind, so schlecht sind sie, spricht der Herr, also werde ich machen Zidkija, den K\u00f6nig von Jehuda, seine F\u00fcrsten und den \u00dcberrest Jerusalems, die zur\u00fcckgeblieben in diesem Lande, und die im Lande \u00c4gypten wohnen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ich mache sie mit ihrem Ungl\u00fcck zum Entsetzen aller K\u00f6nigreiche der Erde, zur Schmach und zum Gleichnis und zur Stachelrede, zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie versto\u00dfen werde.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich sende gegen sie das Schwert, den Hunger und die Pest, bis sie aufgerieben sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren V\u00e4tern gegeben.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-25\">Kapitel 25<\/h2>\n<p>\u00dcber Nebukadnezar.<\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu erging \u00fcber das ganze Volk Jehuda im vierten Regierungsjahre des Jojakim, Sohnes Josias, K\u00f6nigs von Jehuda, das ist das erste Regierungsjahr Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel;<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Welches der Prophet Jirmejahu geredet an das ganze Volk Jehudas und an alle Bewohner Jerusalems also:<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Seit dem dreizehnten Regierungsjahre Josijas, Sohnes Amon, K\u00f6nigs von Jehuda, bis auf diesen Tag, diese dreiundzwanzig Jahre erging an mich das Wort des Herrn, und ich redete zu euch Tag f\u00fcr Tag, aber ihr h\u00f6rtet nicht.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Der Herr sandte euch alle seine Knechte, die Propheten, Tag f\u00fcr Tag, aber ihr h\u00f6rtet nicht, und ihr neigt nicht euer Ohr zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Es wurde euch gesagt, kehret doch um von dem b\u00f6sen Wandel, von euern b\u00f6sen Handlungen, damit ihr in dem Lande bleibet, das der Herr euch und euren V\u00e4tern gegeben, f\u00fcr ewig.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Gehet nicht fremden G\u00f6ttern nach, ihnen zu dienen und euch vor ihnen zu b\u00fccken, und kr\u00e4nket mich nicht mit selbstverfertigten G\u00f6tzen, so werde ich euch kein Leid tun.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Aber ihr h\u00f6rt nicht auf mich, spricht der Herr, nur um mich mit den selbstgeschaffenen G\u00f6tzen zu kr\u00e4nken.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr Zebaot: Weil ihr nicht angeh\u00f6rt meine Worte,<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>So lasse ich kommen alle Geschlechter des Nordens, spricht der Herr, mit Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, meinem Knechte. Ich bringe sie \u00fcber dieses Land und \u00fcber dessen Bewohner und \u00fcber all diese V\u00f6lker in der Runde und banne sie und mache sie zum Entsetzen und zum Gezisch und zu ewigen Tr\u00fcmmern.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich lasse schwinden unter ihnen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die [fr\u00f6hliche] Stimme des Br\u00e4utiams und die Stimme der Braut, das Ger\u00e4usch der M\u00fchle und jeden Lichtschimmer.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Dieses ganze Land soll zum Tr\u00fcmmerhaufen und zur W\u00fcste werden, und diese V\u00f6lker sollen dem K\u00f6nige von Babel siebzig Jahre dienen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Aber nachdem die siebzig Jahre vor\u00fcber sind, ahnde ich an dem K\u00f6nig von Babel und an jenem Volke, spricht der Herr, ihre Schuld, auch an dem Lande der Chald\u00e4er; ich mache es zu ewigen W\u00fcsten.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ich lasse \u00fcber dieses Land alles kommen, was ich dar\u00fcber verhei\u00dfen, \u2014 alles, was geschrieben ist in diesem Buche, was Jirmejahu geweissagt hat \u00fcber alle V\u00f6lker \u2014<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Dann sollen auch sie zahlreichen V\u00f6lkern und gro\u00dfen K\u00f6nigen dienstbar sein; ich will ihnen heimzahlen nach ihrem Tun und nach dem Werk ihrer H\u00e4nde.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn so hat der Herr, Gott Israels, zu mir gesprochen: Nimm diesen Becher mit sch\u00e4umendem Wein aus meiner Hand und lass aus ihm trinken alle V\u00f6lker, zu denen ich dich sende.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Dass sie trinken und dann toben und rasen vor dem Schwerte, dass ich unter sie sende.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Ich nahm den Becher aus der Hand des Herrn und lie\u00df alle V\u00f6lker aus ihm trinken, zu denen der Herr mich gesandt:<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Jerusalem und die St\u00e4dte Jehudas und ihre K\u00f6nige, ihre Obern, sie ganz bestimmt zu machen zum Tr\u00fcmmerhaufen, zum Entsetzen, zum Gezisch und zum Fluch.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten und seine Knechte und seine Oberen und sein ganzes Volk.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Die ganze Bundesgenossenschaft und alle K\u00f6nige des Landes Uz, alle K\u00f6nige der Philister und Aschkelon, Gasa und Ekron und den \u00dcberrest von Aschdod.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Edom und Moab und die Ammoniter.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Alle K\u00f6nige von Tyrus und alle K\u00f6nige von Zidon, die K\u00f6nige der Eilande, das an der Meeresk\u00fcste.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Dedan und Tama und Bus und alle mit gestutztem Haar [Araber].<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Alle K\u00f6nige von Arab und alle K\u00f6nige der Bundesgenossenschaft, die in der W\u00fcste wohnen,<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Und alle K\u00f6nige von Simri und alle K\u00f6nige von Elam und alle K\u00f6nige von Madai.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Alle K\u00f6nige des Nordens, die nah und fern mit einander, und alle K\u00f6nigsreiche der Welt, die auf dem Erdball sind und der K\u00f6nig von Sesach [Babel] soll nach ihnen trinken.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Trinket, dass ihr berauscht werdet, und speiet und st\u00fcrzet, dass ihr nicht wieder aufsteht vor dem Schwerte, das ich \u00fcber euch sende.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Sollten sie sich aber weigern, den Becher aus deiner Hand zu nehmen und zu trinken, so sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaot: Ihr m\u00fc\u00dft trinken!<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Denn da ich mit der Stadt, \u00fcber die mein Name genannt ist, so schlimm zu verfahren beginne, wollt ihr verschont bleiben? Ihr werdet nicht verschont bleiben, sondern ich rufe das Schwert \u00fcber alle Bewohner der Erde, spricht der Herr Zebaot.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Weissage also ihnen all diese Worte und sprich zu ihnen: Der Herr schreiet aus der Hohe, aus seiner heiligen Wohnun l\u00e4\u00dft er seine Stimme erschallen. Er schreit wider seine H\u00fctte: Juchhe! wie die Keltertreter stimmt er an gegen alle Bewohner der Erde.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Es dringt das Tosen bis an das Ende der Erde, denn einen Rechtsstreit hat der Herr mit den V\u00f6lkern, das Urteil gesprochen hat er allem Fleische. Die Frevler \u00fcbergab er dem Schwerte hin, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Das Unheil geht von Volk zu Volk, und ein gro\u00dfes Unwetter wird sich erheben vom \u00e4u\u00dfersten Punkt der Erde.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Es werden die vom Herrn Erschlagenen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende herumliegen. Sie werden nicht beklagt und nicht gesammelt und nicht begraben, zum D\u00fcnger auf dem Acker werden sie.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Heulet, ihr Hirten, und wehklaget; bedecket euch mit Staub, F\u00fchrer der Herde, denn eure Zeit ist gekommen geschlachtet zu werden, und ich werde euch versprengen, dass ihr wie Glas zerfallet.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Die Hirten werden keine Zuflucht finden, kein Entkommen wird sein den F\u00fchrern der Schafheerden.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Es erschallt das Geschrei der Hirten und das Geheul der F\u00fchrer der Herde, denn der Herr verw\u00fcstet ihre Weide.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Lautlos liegen die Auen des Friedens vor der Zornesglut des Herrn.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Er verl\u00e4\u00dft wie ein junger L\u00f6we sein Dickicht. Ihr Land ist zur W\u00fcste geworden vor dem w\u00fctigen [Schwerte] und seinem Zorn.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-26\">Kapitel 26<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu in Lebensgefahr.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Im Anfang der Regierung Jojakims, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, erging dieses Wort vom Herrn also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr: Tritt in den Hof des Hauses des Herrn und rede gegen alle [Bewohner] der St\u00e4dte Jehudas, die hereinkommen, sich niederzuwerfen im Hause des Herrn, alle die Worte, die ich dir geboten, zu ihnen zu reden; lasse kein Wort aus.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Vielleicht h\u00f6ren sie und kehren um von ihrem b\u00f6sen Wege, und ich bedenke mich wegen des Unheils, das ich gesonnen bin ihnen zuzuf\u00fcgen wegen ihrer b\u00f6sen Handlungen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Verk\u00fcnde ihnen also: So spricht der Herr: Wenn ihr nicht auf mich h\u00f6ret, zu wandeln nach meiner Lehre, die ich euch vorgelegt;<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Zu h\u00f6ren auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, die ich Tag f\u00fcr Tag zu euch sende, ohne dass ihr h\u00f6ret:<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>So mache ich dieses Haus gleich jenem in Schilo; und diese Stadt mache ich zum Fluch f\u00fcr alle V\u00f6lker der Erde.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Die Priester und die Propheten und alles Volk h\u00f6rten, wie Jirmejahu im Hause des Herrn redete.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Als Jirmejahu nun fertig war, alles zu reden, was der Herr geboten, vor allem Volke zu reden, da ergriffen ihn die Priester und die Propheten und alles Volk und sprachen; Du mu\u00dft sterben!<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Warum weissagest du im Namen des Herrn!: Gleich [dem Tempel in] Schilo wird es diesem Hause ergehen, und diese Stadt wird in Tr\u00fcmmern liegen und unbewohnt sein. Das Volk rottete sich zusammen um Jirmejahu im Hause des Herrn.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Als die Oberen Jehudas diese Dinge h\u00f6rten, kamen sie herauf aus dem Hause des K\u00f6nigs in das Haus des Herrn und setzten sich an den Eingang des neuen Tores des [Hauses des] Herrn.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Es sprachen die Priester und die Propheten zu den Oberen und zu allem Volke also: Dieser Mann verdient den Tod! Denn er hat \u00fcber diese Stadt geweissagt, wie ihr mit euren Ohren geh\u00f6rt habt.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Jirmejahu sprach aber zu allen Oberen und zu allem Volke also: Der Herr hat as gesandt, zu weissagen \u00fcber dieses Haus und diese Stadt all die Worte, die ihr geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Bessert nun euern Wandel und eure Handlungen und h\u00f6ret auf die Stimme des Herrn, eures Gottes, so wird der Herr sich bedenken wegen des Unheils, das er \u00fcber euch ausgesprochen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich aber bin in eurer Hand; tut mir, wie es gut und recht ist in euern Augen.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Doch wisset, dass, wenn ihr mich t\u00f6tet, ihr unschuldiges Blut auf euch und auf diese Stadt ladet und auf ihre Bewohner; denn in Wahrheit, der Herr hat mich an euch gesandt, vor euren Ohren all diese Worte zu reden.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Da sprachen die Oberen und alles Volk zu den Priestern und den Propheten: Dieser Mann hat nicht den Tod verdient, denn im Namen des Herrn, unseres Gottes, hat er zu uns geredet.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Es erhoben sich M\u00e4nner von den \u00c4ltesten des Landes und sprachen zu dem ganzen versammelten Volke also:<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Micha aus Moresa weissagte in den Tagen Hiskijas, K\u00f6nigs von Jehuda, und sprach zu dem ganzen Volke von Jehuda also: So spricht der Herr Zebaot: Zijon wird als Aucker gepfl\u00fcgt und Jerusalem wird ein Tr\u00fcmmerhaufen und der Berg des Tempels zu waldigen H\u00f6hen!<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Haben ihn darum Hiskija, K\u00f6nig von Jehuda, und ganz Jehuda t\u00f6ten lassen [Hiskija] hat den Herr gef\u00fcrchtet und gefleht vor dem Herrn, dass der Herr sich bedachte wegen des Unheils, das er \u00fcber sie aus8gesprochen; und wir sollen einen gro\u00dfen Frevel auf unsere Seele laden?<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Freilich gab es eins einen Mann, der im Namen des Herrn weissagte: Urija, Sohn Samajas, aus Kirjat Jearim. Er weissagte \u00fcber dieses Land ganz wie die Worte Jirmejahus.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Als der K\u00f6nig Jojakim und alle seine Kriegsleute und alle Oberen seine Worte h\u00f6rten, da trachtete der K\u00f6nig ihn zu t\u00f6ten; Urija aber erfuhr es und f\u00fcrchtete sich und entfloh nach \u00c4gypten.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Allein der K\u00f6nig Jojakim sandte M\u00e4nner nach \u00c4gypten: Elnatan, den Sohn Achbors, und M\u00e4nner mit ihm nah \u00c4gypten.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Sie f\u00fchrten Urija aus \u00c4gypten und brachten ihn zu dem K\u00f6nige Jojakim, und er erschlug ihn mit dem Schwerte und warf seine Leiche in die Gr\u00e4ber des gemeinen Volkes.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Doch Achikam, Sohn Safan, hielt zu Jirmejahu, dass man ihn nicht in die Hand des Volkes lieferte, ihn zu t\u00f6ten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-27\">Kapitel 27<\/h2>\n<p><em>Das B\u00fcndnis gegen Babel.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Im Anfange der Regierung Jojakims, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, erging dieses Wort an Jirmejahu vom Herrn also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So sprach der Herr zu mir: Mache dir Fesseln und Stangen und h\u00e4nge sie um deinen Hals.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Schicke sie dann umher zum K\u00f6nige von Edom und zum K\u00f6nige von Moab und zum K\u00f6nige der Ammoniter und zum K\u00f6nige der Tyrer und zum K\u00f6nige von Zidon durch die Boten, die nach Jerusalem kamen, zu Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Und entbiete sie an ihre Herren also: So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: So sollt ihr sprechen zu euren Herren:<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich habe geschaffen die Erde, die Menschen und das Vieh, das auf der Erde ist, durch meine gro\u00dfe Kraft und mit meinem ausgestreckten Arme, und habe sie dem gegeben, der mir gefiel.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Und nun hab ich all diese L\u00e4nder gegeben in die Hand meines Knechtes Nebukadnezar, K\u00f6nigs von Babel; auch die Tiere des Feldes habe ich ihm gegeben, dass sie ihm dienen.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Es sollen ihm dienen all die V\u00f6lker, und seinem Sohne und dem Sohne seines Sohnes, bis die Zeit kommt auch f\u00fcr sein Land, dass es zahlreichen V\u00f6lkern und gro\u00dfen K\u00f6nigen dienstbar werde.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Das Volk und das K\u00f6nigreich, das nicht dem Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, dienen will, und wer nicht bringen will seinen Hals in das Joch des K\u00f6nigs von Babel \u2014 mit dem Schwerte und mit Hunger und mit Pest werde ich es an demselben Volke heimsuchen, spricht der Herr, bis ich sie aufgerieben habe durch seine Hand.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ihr aber sollt nicht h\u00f6ren auf eure Propheten, Wahrsager,Tr\u00e4umer, Wolkendeuter und Zauberer, die zu euch sprechen also: Ihr werdet nicht dienen dem K\u00f6nige von Babel.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Denn L\u00fcge weissagen sie euch, um euch von eurem Boden zu entfernen, dass ich euch versto\u00dfe und ihr umkommt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Das Volk aber, das seinen Hals bringen wird in das Joch des K\u00f6nigs von Babel und ihm dienet, das werde ich lassen auf seinem Boden, spricht der Herr; es soll ihn bearbeiten und darauf wohnen bleiben.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Zu Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, sprach ich ebenfalls all diese Worte: Bringet euren Hals in das Joch des K\u00f6nigs von Babel, dienet ihm und seinem Volke, dass ihr lebet.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Warum wollt ihr fallen, du und dein Volk, durch das Schwert, durch Hunger und durch Pest? so wie der Herr jedem Volk verhei\u00dfen hat, das nicht dienen will dem K\u00f6nige von Babel.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>H\u00f6ret nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sprechen: Ihr werdet nicht dienen dem K\u00f6nige von Babel, denn L\u00fcge weissagen sie euch;<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr, und sie weissagen in meinem Namen l\u00fcgenhaft, auf dass ich euch versto\u00dfe und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Und zu den Priestern und zu dem ganzen Volke sprach ich: So spricht der Herr: H\u00f6ret nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch weissagen: Die Ger\u00e4te des Hauses des Herrn, [die unter Jojachim nach Babel gebracht worden waren], werden bald von Babel zur\u00fcckgebracht werden; denn L\u00fcge weissagen sie euch.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>H\u00f6ret nicht auf sie, dienet dem K\u00f6nige von Babel und lebet. Warum soll diese Stadt zu Tr\u00fcmmern werden?<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wenn sie in Wirklichkeit Propheten sind, wenn das Wort des Herrn bei ihnen ist, m\u00f6gen sie doch angehen den Herrn Zebaot, dass die Ger\u00e4te, die noch im Hause des Herrn geblieben und im Hause des K\u00f6nigs von Jehuda und in Jerusalem, nicht nach Babel kommen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Denn also spricht der Herr Zebaot von den S\u00e4ulen, von den Wasserbeh\u00e4ltern, von den Gestellen und von den \u00fcbrigen Ger\u00e4ten, die in dieser Stadt geblieben sind,<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Welche Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nicht genommen, da er den Jechonja [Jojachin], Sohn Jojakims, K\u00f6nig von Jehuda, von Jerusalem nach Babel wegf\u00fchrte, samt all den Edlen von Jehuda und Jerusalem;<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels, von den noch \u00fcbriggebliebenen Ger\u00e4ten im Hause des Herrn und im Hause des K\u00f6nigs von Jehuda und in Jerusalem;<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Nach Babel werden sie gebracht werden und da bleiben bis zum Tage, da ich ihrer gedenken werde, spricht der Herr, und sie zur\u00fcckbringe nach diesem Orte.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-28\">Kapitel 28<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu und Hananja.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>In demselben Jahre, zu Anfang der Regierung Zidkijas, K\u00f6nigs von Jehuda, im f\u00fcnften Monat des vierten Jahres sprach zu mir der Prophet Hananja, Sohn Asurs, aus Gibeon, im Hause des Herrn, in Gegenwart der Priester und des ganzen Volkes also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Zerbrochen habe ich das Joch des K\u00f6nigs von Babel.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Binnen zwei Jahren bringe ich zur\u00fcck nach diesem Ort alle Ger\u00e4te des Hauses des Herrn, die Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, aus diesem Orte genommen und nach Babel gebracht.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Jechonja, Sohn Jojakims, K\u00f6nig von Jehuda, und all die Verbannten Jehudas, die nach Babel gekommen, bring ich zur\u00fcck nach diesem Orte, spricht der Herr, denn zerbrechen werde ich das Joch des K\u00f6nigs von Babel.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Da sprach der Prophet Jirmejahu zu dem Propheten Hananja in Gegenwart der Priester und des ganzen Volkes, die im Hause des Herrn sich befanden.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Es sprach der Prophet Jirmejahu: Amen! Also tue der Herr! Der Herr wolle deine Worte best\u00e4tigen, die du geweissagt, dass er zur\u00fcckbringe die Ger\u00e4te des Hauses des Herrn und alle Verbannten aus Babel an diesen Ort.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Nur h\u00f6re dieses Wort, das ich rede vor deinen Ohren und vor den Ohren des ganzen Volkes.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Die Propheten, welche vor mir und vor dir seit jeher gewesen, und die geweissagt \u00fcber viele L\u00e4nder und \u00fcber gro\u00dfe K\u00f6nigreiche von Krieg, von Unheil und von Pest;<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Weissagt der Prophet vom Frieden, wenn das Wort des Propheten eintrifft, so wird er als Prophet erkannt, den der Herr wirklich gesandt hat.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Da nahm der Prophet Hananja die Stange vom Halse des Propheten Jirmejahu und zerbrach sie.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Hananja sprach vor dem ganzen Volke also: So spricht der Herr: Also werde ich binnen zwei Jahren zerbrechen das Joch Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, von dem Halse aller V\u00f6lker. Darauf ging der Prophet Jirmejahu seines Weges.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Nachdem der Prophet Hananja die Stange vom Halse des Propheten Jirmejahu zerbrochen hatte, erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Geh und sprich zu Hananja: So spricht der Herr: Stangen von Holz hast du zerbrochen, statt ihrer wirst du Stangen von Eisen machen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Denn so spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich auf den Hals all dieser V\u00f6lker gelegt, dass sie Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, dienen, und sie m\u00fcssen ihm dienen, auch die Tiere des Feldes habe ich ihm unterthan gemacht.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Der Prophet Jirmejahu sprach zu dem Propheten Hananja: H\u00f6re doch, Hananja! Der Herr hat dich nicht gesandt, und du hast dieses Volk mit L\u00fcgen vertr\u00f6stet.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Darum spricht also der Herr: Ich versto\u00dfe dich von dem Erdboden. Noch in diesem Jahre sollst du sterben, weil du zum Abfall von dem Herrn geraten hast.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Und es starb der Prophet Hananja in demselben Jahre im siebenten Monat.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-29\">Kapitel 29<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu an die Exilanten.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Dies ist der Wortlaut des Briefes, den der Prophet Jirmejahu von Jerusalem gesandt hat an die \u00fcbrigen \u00c4ltesten der Verbannten, an die Priester an die Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggef\u00fchrt;<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>(Nachdem K\u00f6nig Jechonja und die Herrscherin, die Hofbediensteten, die Oberen von Jehuda und Jerusalem, die Zimmerleute und die Schlosser Jerusalem hatten verlassen m\u00fcssen.)<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Durch Elasa, Sohn Safans, und Gemarja, Sohn Hilkijas, die Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, an Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nach Babel gesandt hatte:<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels, zu all den Verbannten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegf\u00fchren lassen:<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Bauet H\u00e4user und bewohnet sie, pflanzet G\u00e4rten und esset ihre Frucht.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Nehmet Frauen und zeuget S\u00f6hne und T\u00f6chter; nehmet auch f\u00fcr eure S\u00f6hne Frauen, und eure T\u00f6chter gebet M\u00e4nnern, dass sie S\u00f6hne und T\u00f6chter geb\u00e4ren; vermehret euch dort und vermindert euch nicht.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>F\u00f6rdert das Wohl der Stadt, dahin ich euch habe wegf\u00fchren lassen, betet um sie zu dem Herrn, denn bei ihrem Wohl wird euch auch wohl sein.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Denn so spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: M\u00f6gen eure Propheten, die unter euch sind, und eure Wahrsager euch nicht irre f\u00fchren; h\u00f6ret nicht auf eure Tr\u00e4ume, die ihr tr\u00e4umt!<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Denn mit L\u00fcgen weissagen sie euch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Denn also spricht der Herr: Erst wenn f\u00fcr Babels [Herrschaft] siebzig Jahre abgelaufen sind, werde ich euer gedenken und an euch zur Wahrheit machen meine gute Verhei\u00dfung, euch zur\u00fcckzubringen in diesen Ort.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn ich wei\u00df doch das, was ich mit euch vorhabe, spricht der Herr, Absichten des Friedens und nicht des Ungl\u00fccks, euch ein gl\u00fcckliches Los und Hoffnung zu geben.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ihr werdet mich rufen und hingehen und beten zu mir, und ich werde euch erh\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ihr werdet mich suchen und auch finden; wenn ihr euch mir zuwenden werdet mit eurem ganzen Herzen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr, und auch euer Reich wieder herstellen. Ich werde euch sammeln aus all den V\u00f6lkern und aus all den Orten, dahin ich euh versto\u00dfen, spricht der Herr, und werde euch zur\u00fcckbringen an den Ort, von woher ich euch habe wegf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Wohl sprechet ihr, der Herr hat uns auch in Babel Propheten gegeben, [und diese halten euch mit falschen Weissagungen hin].<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Aber so spricht der Herr zu dem K\u00f6nige, der auf dem Throne Davids sitzt, und zu dem ganzen Volke, das in dieser Stadt wohnet, zu euren Br\u00fcdern, die nicht mit euch in die Gefangenschaft gef\u00fchrt sind;<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Ich sende gegen sie das Schwert, den Hunger und die Pest; ich werde sie machen gleich den ekelhaften Feigen, die nicht gegessen werden, so schlecht sind sie.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Ich werde ihnen nachsetzen mit dem Schwert, mit Hunger und mit Pest, und sie machen zum Entsetzen f\u00fcr alle K\u00f6nigreiche der Erde, zum Fluch, zum Entsetzen zum Gezisch und zum Hohne unter all den V\u00f6lkern, dahin ich sie versto\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Daf\u00fcr, dass sie nicht gehorchten meinen Worten, spricht der Herr, der ich ihnen Tag f\u00fcr Tag meine Knechte, die Propheten, gesandt; ihr aber habt nicht geh\u00f6rt, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Ihr aber vernehmet das Wort des Herrn, ihr Verbannten, die ich von Jerusalem nach Babel habe ziehen lassen.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels, \u00fcber Ahab, Sohn Kolajas, und \u00fcber Zidkija, Sohn Maasejas, die euch L\u00fcgen weissagen in meinen Augen: Ich liefere sie in die Hand Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, er wird sie erschlagen vor euren Augen.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Sie werden allen verbannten Jud\u00e4ern, die zu Babel sind, als Fluch gelten; man wird sagen: Es mache dich der Herr wie Zidkija und wie Ahab, die der K\u00f6nig von Babel im Feuer verbrannt hat.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Weil sie Gemeines ver\u00fcbt haben in Israel; sie trieben Ehebruch mit den Frauen ihrer N\u00e4chsten, auch redeten sie in meinem Namen solches, das ich ihnen nicht geboten. Ich zeuge wider sie, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Zu dem Nehelamiten Semaja sprich also:<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Weil du in deinem Namen hast Briefe senden lassen an das ganze Volk in Jerusalem und an den Priester Zefanja, Sohn Maasajas, und an alle Priester, des Inhalts:<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Der Herr hat dich zum Priester bestellt statt des [in die Gefangenschaft weggef\u00fchrten] Priesters Jojada, Aufseher zu sein im Hause des Herrn \u00fcber jeden verr\u00fcckten Weissagenden, dass du ihn setzest in den Stock oder in das Gef\u00e4ngnis;<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Warum hast du also dem Jirmejahu aus Anatot, der euch weissagt, solches nicht streng verwiesen?<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Da er doch uns in Babel hat sagen lassen: Lange Zeit [werdet ihr in der babylonischen Verbannung zubringen], darum bauet H\u00e4user und bewohnet sie, pflanzt G\u00e4rten und esset ihre Frucht.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Der Priester Zefanja las diesen Brief dem Propheten Jirmejahu vor.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Lass allen Verbannten sagen, also spricht der Herr \u00fcber Semaja aus Nehelam: Weil euch Semaja geweissagt, da ich ihn nicht gesandt, und er euch mit L\u00fcgen vertr\u00f6stet,<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Darum spricht der Herr also: Ich ahnde an dem Nehelamiten Samaja und an seinen Nachkommen. Keiner von seinem Hause soll unter diesem Volke bleiben, und er soll sich nicht erfreuen des Guten, das ich meinem Volke tue, spricht der Herr, denn er hat zum Abfall vom Herrn geraten.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-30\">Kapitel 30<\/h2>\n<p><em>Die Zukunft Israels.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu vom Herrn erging, also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr, Gott Israels: Schreibe dir all die Worte auf, die ich zu dir geredet, in ein Buch.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn es kommen Tage, spricht der Herr, wo ich wiederherstellen werde mein Volk Israel und Jehuda, spricht der Herr; ich will sie zur\u00fcckbringen in das Land, das ich ihren V\u00e4tern gegeben, dass sie es besitzen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Diese Worte hat der Herr \u00fcber Israel und \u00fcber Jehuda verk\u00fcndet.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Also spricht der Herr: Eine Schreckkensstimme haben wir vernommen; es ist Angst und kein Friede.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Fraget doch und sehet zu, ob M\u00e4nner geb\u00e4ren? Warum sehe ich jeden Mann die H\u00e4nde an seine H\u00fcften halten wie eine Geb\u00e4rerin? Warum ist jedes Angesicht fahl geworden?<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ach, verh\u00e4ngnisvoll wird jener Tag, dass keiner ihm gleicht, eine Zeil der Bedr\u00e4ngnis ist es f\u00fcr Jakob, dennoch soll ihm daraus geholfen werden.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Es soll an jenem Tage geschehen, spricht der Herr Zebaot, dass ich zerbrechen werde sein Joch von deinem Halse, und deine Bande werde ich zerrei\u00dfen; Fremden soll er nicht f\u00fcrder frohnden;<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Sondern sie werden dienen dem Herrn, ihrem Gott, und [dem Nachkommen] Davids, ihrem K\u00f6nige, den ich ihnen bestellen werde.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Du aber f\u00fcrchte nicht, mein Knecht Jakob, spricht der Herr, und zage nicht, o Israel; denn ich erl\u00f6se dich [und bringe dich zur\u00fcck] aus der Ferne, und deine Nachkommen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft. Jakob wird zur\u00fcckkehren und ruhig und sorgenlos bleiben; niemand soll ihn st\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn mit dir bin ich, spricht der Herr, dich zu erl\u00f6sen. Wenn ich Vernichtung verh\u00e4nge \u00fcber alle V\u00f6lker, wohin ich dich zerstreut, \u00fcber dich verh\u00e4nge ich doch keine Vernichtung. Ich werde dich nur z\u00fcchtigen nach Geb\u00fchr und dich nicht v\u00f6llig straflos ausgehen lassen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Denn so spricht der Herr: Gef\u00e4hrlich ist dein Leiden, schmerzhaft deine Krankheit.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Niemand nimmt sich deiner an, dich in der Krankheit zu pflegen; Heilmittel werden dir nicht gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Alle deine Lieben haben dich vergessen, sie suchten dich nicht auf; denn ich habe dich grausam gez\u00fcchtigt, wie ein Feind dich geschlagen, wegen deiner gro\u00dfen Schuld, deiner so zahlreichen S\u00fcnden.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Warum hast du zu klagen \u00fcber deine Leiden, \u00fcber dein gro\u00dfes Weh? Um die Gr\u00f6\u00dfe deiner Schuld, weil deiner S\u00fcnden so viele sind, habe ich solches dir getan.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Doch dereinst sollen alle, die dich aufgerieben haben, selber aufgerieben werden; deine Feinde werden in die Gefangenschaft wandern; die dich gepl\u00fcndert, werden selbst zur Beute, die dich beraubt haben, sollen alle ausgeraubt werden.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Denn ich bringe dir Genesung, von all deinen Wunden heil ich dich, spricht der Herr, weil sie dich, o Zijon, Versto\u00dfene genannt, eine, nach der niemand fragt.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Also spricht der Herr: Ich stelle wieder her die Zelte Jakobs, seiner Wohnst\u00e4tten erbarm\u2019 ich mich; die Stadt soll auf ihren Tr\u00fcmmern wieder aufgebaut werden, und deren Pal\u00e4ste in ihrer fr\u00fcheren Weise bewohnt sein.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Es wird in ihnen Dankgesang erschallen und fr\u00f6hliche Stimmen; ich mehre sie und sie vermindern sich nicht; ich h\u00e4ufe sie und sie verringern sich nicht.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Seine Kinder werden wie vormals, und seine Gemeinde wird vor mir aufgerichtet sein. Ich werde an all seinen Dr\u00e4ngern [ihren \u00dcbermut] ahnden.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Sein Machthaber wird aus ihm selber und sein Herscher aus seiner Mitte hervorgehen, und ich bringe ihn zu mir, dass er mir nahe; denn wer ist der, der sich es getrauet, mir zu nahen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ihr sollt mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Das grausige Wetter des Herrn bricht hervor, ein Sturmwetter, das sich zusammenzieht und auf das Haupt der Frevler herniederf\u00e4hrt.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Nicht verl\u00f6schen wird der Zorn des Herrn, bis er getan und vollbracht, was er gesinnt. In sp\u00e4ten Tagen werdet ihr es einsehen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-31\">Kapitel 31<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>In derselben Zeit, spricht der Herr, werde ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie werden mein Volk sein.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Also spricht der Herr: Einst hat das dem Schwert entronnene Volk in der W\u00fcste Gunst [bei mir] gefunden; gehe und erwecke sie wieder f\u00fcr Israel.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Es ist schon sehr lange her, dass der Herr mir erschienen ist, [meint Israel]; und doch lieb ich dich f\u00fcr immer, [spricht Gott].<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>[Es kommt noch eine Zeit], da ich dich aufrichte und du bleibst aufgerichtet, jungfr\u00e4uliche Tochter Israel. Du wirst dich noch mit deinen Handpauken schm\u00fccken und im Reigen der Fr\u00f6hlichen ausziehen.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Du wirst noch Weinberge pflanzen auf dem Gebirge von Schomron; was die Pflanzer pflanzen werden, das sollen sie auch lesen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Es kommt der Tag, da rufen werden die W\u00e4chter auf dem Gebirge Efraim: Auf, lasst uns ziehen nach Zijon zu dem Herrn unserm Gott!<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Denn also spricht der Herr: Jauchzet Jakob zu mit Freude, und jubelt an den H\u00f6hen aller V\u00f6lker, verk\u00fcndet, preiset und sprechet: Geholfen hast du, o Herr deinem Volke, dem \u00dcberreste Israels!<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Ich bringe sie aus dem Lande des Nordens und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Geb\u00e4rerin allzumal, eine gro\u00dfe Schaar sollen sie hierher zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Mit Freudenthr\u00e4nen kommen sie und mit Gnadenbezeugungen bringe ich sie herbei; ich f\u00fchre sie zu Wasserb\u00e4chen auf gradem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israel wie ein Vater und Efraim ist mein Erstgeborener.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>H\u00f6ret das Wort des Herrn, o V\u00f6lker, und meldet in den fernen Eilanden und sprechet: [Gott], der Israel zerstreut, sammelt es wieder und h\u00fctet es wie ein Hirt seine Herde.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Denn der Herr hat Jakob erl\u00f6st und es befreit aus der Hand des M\u00e4chtigern.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sie werden kommen und jauchzen auf der H\u00f6he Zijons und strahlen vor Freude \u00fcber die F\u00fclle vom Herrn, \u00fcber das Korn, den Most und die Oliven, \u00fcber die Schafe und Rinder; sie werden dem bew\u00e4sserten Garten gleichen und nicht mehr dahin schmachten.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Dann freuet sich die Jungfrau im Reigentanz, J\u00fcnglinge und Alte allzumal. Ich wandle ihre Trauer in Wonne und tr\u00f6ste und erfreue sie nach ihrem Kummer.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Ich s\u00e4ttige die Priester mit Mark, und mein Volk foll sich an meinem Segen s\u00e4ttigen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Also spricht der Herr: Eine Stimme der Klage wird zu Rama geh\u00f6rt, bitterlich Weinen; Rachel weint um ihre Kinder; sie kann sich nicht tr\u00f6sten um ihre Kinder, denn sie sind dahin.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Also spricht der Herr: H\u00f6r\u2019 auf zu weinen; deine Augen sollen nicht f\u00fcrder Thr\u00e4nen vergie\u00dfen, denn es gibt einen Lohn f\u00fcr dein Tun, spricht der Herr. [Deine Kinder] werden zur\u00fcckkehren aus dem Lande des Feindes.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Deine Zukunft ist hoffnungsreich, spricht der Herr; die Kinder werden zur\u00fcckkehren in ihr Gebiet.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Ich habe Efraim sich beklagen h\u00f6ren: Du hast mich gez\u00fcchtigt wie ein unb\u00e4ndiges Kalb, und ich habe Lehre angenommen. F\u00fchre mich nun zur\u00fcck und ich will zur\u00fcckkehren; denn du, o Herr, bist mein Gott.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Denn nachdem ich zur\u00fcckzukehren dachte, empfand ich Reue, und nachdem ich gestraft worden bin, schlag\u2019 ich auf die H\u00fcfte. Besch\u00e4mt bin ich und err\u00f6te, denn ich trage die Schande meiner Jugend.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Ist mir Efraim ein teurer Sohn ein Kind der Liebkosung, dass so oft ich von ihm rede, ich seiner [mit Liebe] gedenke? Darum ist mein Inneres f\u00fcr ihn bewegt; erbarmen will ich mich sein, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Stelle dir Zeichen auf, setze dir Pfeiler, richte dein Augenmerk auf die Stra\u00dfe, den Weg, den du gegangen; denn du kehrst zur\u00fcck, o Jungfrau Israel, du kehrst zur\u00fcck in deine St\u00e4dte.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wie lange wirst du dich scheu herumdrehen, du abtr\u00fcnnige Tochter? Es hat der Herr Neues geschaffen auf Erden: Die Frau mu\u00df sich nach dem Manne umtun.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Es wird noch dieses Wort im Lande Jehuda und in seinen St\u00e4dten gesprochen werden, wenn ich sie wiederherstelle: Es segne dich der Herr, in der Wohnung der Gerechtigkeit am heiligen Berg!<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Da werden weilen die Leute von Jehuda und seiner St\u00e4dte, Landleute und die mit Herden herumziehen.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Denn erquickt haben werde ich jede matte Seele und jede schmachtende Seele ges\u00e4ttigt.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Darob erwachte ich, nachdem ich das geschaut; mein Schlaf war so s\u00fc\u00df.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, und ich s\u00e4e das Haus Israel und das Haus Jehuda, [ich vermehre sie]; Samen von Menschen und Samen von Vieh.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Wie ich fr\u00fcher ihretwegen bedacht war, sie auszuroden, einzurei\u00dfen, niederzubrechen, zu vernichten und zu verderben also werde ich jetzt ihretwegen bedacht sein, sie zu bauen und zu pflanzen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>In jenen Tagen wird man nicht mehr sprechen: Die V\u00e4ter haben Herlinge gegessen und die Z\u00e4hne der Kinder sind stumpf geworden.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Sondern jeder wird um seine Schuld sterben, jeder Mensch, der Herlinge gegessen, dem werden die Z\u00e4hne stumpf werden.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, wo ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Jehuda einen neuen Buud schlie\u00dfe.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Nicht wie jener Bund, den ich geschlossen habe mit ihren V\u00e4tern am Tage, da ich sie bei der Hand fa\u00dfte, sie herauszuf\u00fchren aus dem Lande \u00c4gypten, welchen Bund sie sp\u00e4ter gebrochen, so dass ich sie verworfen habe, spricht der Herr:<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel schlie\u00dfen werde: Nach jenen Tagen, spricht der Herr, hab\u2019 ich meine Lehre in ihr Inneres gelegt, und auf ihr Herz werde ich sie schreiben, und ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Es wird nicht mehr einer den andern belehren m\u00fcssen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle werden mich erkennen von Klein bis Gro\u00df, spricht der Herr; denn ich werde vergeben ihre Missetat und ihrer S\u00fcnden nicht ferner gedenken.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Also spricht der Herr, der eingesetzt hat die Sonne zum Lichte bei Tage, des Mondes und der Sterne Gesetze zum Lichte in der Nacht, der aufw\u00fchlt das Meer, dass seine Wellen brausen, Gott Zebaot ist sein Name:<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Wenn diese meine Gesetze je weichen, spricht der Herr, so soll auch der Same Israels aufh\u00f6ren, ein Volk vor mir zu sein alle Tage.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Also spricht der Herr: Wenn je gemessen werden kann der Himmel droben und ergr\u00fcndet die St\u00fctzen der Erde hier unten, so werde auch ich verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, was sie getan, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, wo die Stadt dem Herrn vom Thurme Hananeel bis zum Ecktor wird erbaut werden.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>Die Me\u00dfrute soll gegen\u00fcber hinaus gehen \u00fcber den H\u00fcgel Gareb und sich wenden nach Goa.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Auch das ganze Thal der Leichen und der Asche, das ganze Gefilde bis zum Bache Kidron und bis zur Ecke des Ro\u00dftores gegen Osten soll heilig sein dem Herrn; es soll nicht wieder ausgerodet und nicht niedergebrochen werden f\u00fcr immer.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-32\">Kapitel 32<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu kauft einen Acker.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu vom Herrn erging im zehnten Regierungsjahre des Zidkija, K\u00f6nigs von Jehuda, das ist im achtzehnten Regierungsjahr des Nebukadnezar.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Damals belagerte das Heer des K\u00f6nigs von Babel Jerusalem, und der Prophet Jirmejahu war eingesperrt im Hofe des Gewahrsams, im Hause des K\u00f6nigs von Jehuda.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, hatte ihn mit der Begr\u00fcndung eingesperrt: Warum weissagst du im Namen des Herrn: Ich gebe diese Stadt in die Hand des K\u00f6nigs von Babel, dass er sie einnehme;<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Und Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, wird der Hand der Chald\u00e4er nicht entrinnen, sondern er wird in die Hand des K\u00f6nigs von Babel geliefert, er wird mit ihm von Mund zu Mund reden und ihn Auge in Auge schauen.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Er wird Zidkija nach Babel entf\u00fchren; dort bleibt dieser, bis ich nach ihm sehe, spricht der Herr. Wenn ihr gegen die Chald\u00e4er k\u00e4mpft, so wird es euch mi\u00dflingen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Jirmejahu sprach [nun um jene Zeit] also: Das Wort des Herrn ist an mich ergangen.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Hanamel, der Sohn deines Vetters Sallum, wird zu dir kommen mit dem Anerbieten: Kaufe doch mein Feld in Anatot; denn dir kommt das Recht der Einl\u00f6sung zu, es zu kaufen.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Und Hanamel, Sohn meines Vetters, kam wirklich zu mir nach dem Worte des Herrn in den Hof des Gewahrsams und sprach zu mir: Kauf doch mein Feld zu Anatot, das im Lande Benjamin, denn dir kommt das Recht der Erbschaft zu und die Einl\u00f6sung; kaufe es dir. Da merkte ich, dass es der Herr so wollte.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Ich kaufte daher das Feld von Hanamel, dem Sohne meines Vetters zu Anatot, und wog ihm darauf das Silber zu, sieben Schekel und zehn Silberst\u00fccke.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich schrieb dar\u00fcber einen Kaufbrief und besiegelte ihn; auch nahm ich Zeugen und wog dann das Silber auf der Wage.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Ich nahm darauf den versiegelten Kaufbrief mit dem offenen, in dem die gesetzlichen Bestimmungen [verzeichnet waren].<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Den Kaufbrief gab ich Baruch, Sohn Narijas, des Sohnes Makhsejas, in Gegenwart meines Vetters Hanamel und der Zeugen, welche den Kaufbrief gefertigt hatten, und vor allen Jud\u00e4ern, die mit mir auf der Wache sa\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ich gebot Baruch vor ihren Augen also:<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief und diesen offenen Brief, und tue sie in ein irdenes Gef\u00e4\u00df, auf dass sie viele Jahre erhalten bleiben.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Es werden noch dereinst wieder H\u00e4user und Felder und Weinberge in diesem Lande gekauft werden.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Ich betete aber zum Herrn, nachdem ich den Kaufbrief dem Baruch, Sohn Nerijas, \u00fcbergeben hatte:<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Ach, Herr Gott, du hast den Himmel und die Erde geschaffen mit deiner gro\u00dfen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arme; kein Ding ist dir zu schwer.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Du \u00fcbst Gnade ins tausendste [Geschlecht] und vergiltst die Schuld der V\u00e4ter ihren Kindern nach ihnen, du gro\u00dfer, starker Gott, Herr Zebaot ist sein Name.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Gro\u00df im Beschlie\u00dfen und m\u00e4chtig im Ausf\u00fchren, du, dessen Augen offen sind \u00fcber all den Wegen der Menschenkinder, jedem zu geben nach seinen Wegen und nach der Frucht seiner Handlungen.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Der du Zeichen und Wunder getan im Lande \u00c4gypten bis auf diesen Tag und an Israel und [andern] V\u00f6lkern und dir einen Namen gemacht, wie ja bekannt ist.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Und hast herausgef\u00fchrt dein Volk Israel aus dem Lande \u00c4gypten mit Zeichen und mit Wundern und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arme und mit gro\u00dfem Schrecken ;<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Und hast ihnen dieses Land gegeben, das du zugescworen ihren V\u00e4tern, ihnen zu geben: ein Land, flie\u00dfend von Milch und Honig.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Sie kamen auch und nahmen es ein, aber sie gehorchten nicht deiner Stimme und wandelten nicht in deiner Lehre; alles, was du ihnen geboten zu tun, taten sie nicht, deshalb schicktest du \u00fcber sie all dieses Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Die Bollwerke [der Feinde] reichen bis an die Stadt, sie einzunehmen, und die Stadt wird fallen in die Hand der Chald\u00e4er, die sie angreifen, wegen des Schwertes und des Hungers und der Pest, und was du geredet, ist geschehen; du schauest es ja.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Und doch hast du mir befohlen, Herr, o Gott: Kaufe dir das Feld um Silber und bestelle Zeugen; die Stadt wird ja in die Hand der Chald\u00e4er gegeben?<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Ich bin der Herr, der Gott aller Wesen; mir sollte etwas zu schwer sein?<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Wahrlich, also spricht der Herr: Ich gebe diese Stadt in die Hand der Chald\u00e4er und in die Hand Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, dass er sie einnehme.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Die Chald\u00e4er, die gegen diese Stadt streiten, werden eindringen und sie verbrennen samt den H\u00e4usern, auf deren D\u00e4chern man ger\u00e4uchert dem Baal und spenden f\u00fcr fremde V\u00f6lker begossen, um mich zu kr\u00e4nken.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Denn die Israeliten und die Jud\u00e4er taten von den fr\u00fchesten Zeiten an nur was b\u00f6se ist in meinen Augen. Die Israeliten kr\u00e4nkten mich immer durch das Werk ihrer H\u00e4nde, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>So dass diese Stadt von dem Tage an, wo sie erbaut wurde, bis auf diesen Tag mir nur zuwider und zum \u00c4rger war; [ich sinnte stets], sie fort zu schaffen von meinem Angesicht.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Wegen all der Bosheit der Israeliten und der Jud\u00e4er, die sie ver\u00fcbt, mich zu kr\u00e4nken, sie, ihre K\u00f6nige, ihre Oberen, ihre Priester und ihre Propheten! alle M\u00e4nner Jehudas und die Bewohner Jerusalems.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Sie kehrten mir den R\u00fccken zu und nicht das Angesicht. Man verwarnte sie Tag f\u00fcr Tag, sie aber h\u00f6rten nicht und nahmen keine Lehre an.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Sie setzten ihre Scheusale in das Haus, \u00fcber das mein Name genannt ist, es zu verunreinigen,<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Und bauten die H\u00f6hen des Baal im Thale Ben Himom, darzubringen ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter dem Moloch \u2014 was ich ihnen nicht geboten und was mir nicht in den Sinn gekommen, diese Gr\u00e4uel aus\u00fcben zu lassen \u2014 um Jehuda zu S\u00fcnden zu verleiten.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Nun denn, spricht der Herr, der Gott Israels, von dieser Stadt, von welcher ihr sagt: Sie wird in die Hand des K\u00f6nigs von Babel fallen durch Schwert, durch Hunger und durch Pest.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Ich sammle [ihre Bewohner] aus all den L\u00e4ndern, dahin ich sie versto\u00dfe in meinem Zorn und in gro\u00dfer Wut, und f\u00fchre sie zur\u00fcckk an diesen Ort und lasse sie ruhig wohnen.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Sie sollen mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>Ich gebe ihnen ein Herz und eine Art, mich immer zu f\u00fcrchten, zu ihrem und ihrer Kinder Heil.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Und schlie\u00dfe mit ihnen einen ewigen Bund, dass ich nicht von ihnen lassen werde, ihnen wohl zu tun, und meine Furcht leg\u2019 ich in ihr Herz, dass es nicht von mir weiche.<\/p>\n<p><sup>41<\/sup>Ich werde mich freuen, ihnen wohl zu tun, und pflanze sie in diesem Lande in Wirklichkeit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.<\/p>\n<p><sup>42<\/sup>Denn also spricht der Herr: Wie ich gebracht habe all dieses Ungl\u00fcck \u00fcber dieses Volk, so werde ich \u00fcber sie bringen all das Gute, das ich \u00fcber sie verhei\u00dfe.<\/p>\n<p><sup>43<\/sup>Man wird noch Felder kaufen in diesem Lande, wo ihr sprechet: Eine \u00d6de ist es, leer an Menschen und Vieh, den Chald\u00e4ern preisgegeben.<\/p>\n<p><sup>44<\/sup>Felder und Silber werden sie kaufen und dar\u00fcber Kaufbriefe ausfertigen und besiegeln und Zeugen bestellen im Lande Benjamin und in der Umgebung Jerusalems; in den St\u00e4dten Jehudas, in den St\u00e4dten des Gebirges, in den St\u00e4dten der Niederung und in den St\u00e4dten des S\u00fcdens; denn ich stelle sie wieder her, spricht der Herr.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-33\">Kapitel 33<\/h2>\n<p><em>Verhei\u00dfungen f\u00fcr die Zukunft.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu zum zweiten male; er aber war noch eingesperrt im Hofe der Wache, also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Also spricht der Herr, der es einst vollf\u00fchrt, der Herr, der es beschlie\u00dft und best\u00e4tigt, Adonai ist sein Name.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Rufe mich an und ich werde dir antworten und dir Wichtiges und Geheimnisvolles verk\u00fcnden, das du nicht wei\u00dft.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Denn also spricht der Herr, Gott Israels, \u00fcber die H\u00e4user dieser Stadt und \u00fcber die H\u00e4user der K\u00f6nige von Jehuda, die niedergerissen worden f\u00fcr die Bollwerke und f\u00fcr den Kampf.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Da kommen sie zu k\u00e4mpfen mit den Chald\u00e4ern, um jene zu f\u00fcllen mit den Leichen der Menschen, die ich geschlagen in meinem Zorne und in meinem Grimme, da ich um all deren Bosheit willen mein Antlitz vor dieser Stadt verborgen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Ich bringe ihr Genesung und Heilung, und ich heile sie; ich zeige ihnen eine F\u00fclle des Friedens und der Treue.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ich stelle Jehuda und Israel wieder her und richte sie auf wie vormals.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Ich reinige sie von all ihrer Schuld, womit sie sich vers\u00fcndigt gegen mich, und verzeihe all ihre Missetaten, wodurch sie sich vers\u00fcndigt gegen mich und von mir abfielen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Es wird mir sein zum Namen der Wonne, zum Ruhm und zum Schmuck vor all den V\u00f6lkern der Erde, die h\u00f6ren werden all das Gute, das ich ihnen tue sie werden beben und zittern ob all dem Guten und all dem Heil, das ich ihr bereite.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Also spricht der Herr: Es soll wieder geh\u00f6rt werden an diesem Orte, von dem ihr sprechet: Verw\u00fcstet ist er, leer an Menschen und leer an Vieh \u2014 in den St\u00e4dten Jehudas und in den Stra\u00dfen Jerusalems, die ver\u00f6det sind, leer an Menschen, leer an Bewohnern und leer an Vieh \u2014<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Stimme der Wonne und der Freude, Stimme des Br\u00e4utigams und der Braut, die Stimme derer, die da sprechen: Danket dem Herrn Zebaot, denn g\u00fctig is der Herr, ewiglich ist seine Huld! [Die Stimme] derer, die Dankopfer bringen in das Haus des Herrn, denn ich werde das Land wieder herstellen wie vormals, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: An diesem Orte, der verw\u00fcstet ist, leer an Menschen und an Vieh, und in all seinen St\u00e4dten wird noch dereinst eine Wohnung der Hirten werden, wo Schafe lagern.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>In den St\u00e4dten des Gebirges, in den St\u00e4dten der Niederung, in den St\u00e4dten des S\u00fcdens, im Lande Benjamin, in der Umgebung Jerusalems und in den St\u00e4dten Jehudas sollen wiederum hindurchgehen die Schafe unter den H\u00e4nden des Z\u00e4hlenden, spricht den Herr.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Es kommen Tage, spricht der Herr, wo ich in Erf\u00fcllung bringen werde die gute Verhei\u00dfung, die ich zugesagt dem Hause Israel und dem Hause Jehuda.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>In jenen Tagen und in derselben Zeit lasse ich sprossen dem David einen Spr\u00f6\u00dfling der Gerechtigkeit, dass er Recht und Geb\u00fchr \u00fcbe im Lande.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>In jenen Tagen wird Jehuda aufgerichtet werden und Jerusalem wird sicher wohnen, und also wird man es nennen: Unser Sieg is der Herr!<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Denn so spricht der Herr: Es soll dem David nicht an einem Manne fehlen, der auf dem Throne des Hauses Israel sitzt.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Und den Priestern, den Leviten, soll es nimmer fehlen an einem Manne vor meinem Antlitze, der Ganzopfer darbringt und Speiseopfer in Dampf aufgehen l\u00e4\u00dft und Opfer bereitet.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>So spricht der Herr: Wenn ihr brechen k\u00f6nnt mein ewiges Gesetz vom Tage und von der Nacht, so dass nicht Tag und Nacht sei zu ihrer Zeit;<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>So wird auch mein Bund gebrochen werden mit meinem Knechte David, dass von ihm kein Sohn als Herrscher sei auf seinem Throne, und mit meinen Dienern, den Leviten, den Priestern.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wie nicht das Heer des Himmels gez\u00e4hlt werden kann und nihct gemessen der Sand des Meeres, so werde ich mehren die Nachkommen meines Knechtes David und die Leviten, die mir dienen.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Du siehst ja, was dieses Volk meint: Die beiden Geschlechter [das K\u00f6nigs- und das Priesterhaus], die der Herr einst erkoren hat, verwirft er nun; und so erkl\u00e4ren sie mein Volk f\u00fcr verworfen dass es nach ihrer Meinung aufgeh\u00f6rt hat, meine Nation zu sein.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Aber der Herr spricht also: Hab\u2019 ich nicht meinen Bund mit Tag und Nacht, die Gesetze des Himmels und der Erde gemacht?<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>So werde ich nicht die Nachkommen Jakobs und meines Knechtes David verwerfen, dass ich nicht nehme von seinen Nachkommen Herrscher f\u00fcr die Nachkommen Abrahams, Isaks und Jakobs; denn ich stelle siie wieder her und erbarme mich ihrer.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-34\">Kapitel 34<\/h2>\n<p><em>W\u00e4hrend der Belagerung Jerusalems<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, das vom Herrn an Herrn an Jirmejahu erging, da Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, und sein ganzes Heer und all die K\u00f6nigreiche der L\u00e4nder seiner Herrschaft und all die V\u00f6lker Jerusalem und all St\u00e4dte [Jehudas] bekriegten:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr, der Gott Israels: Gehe und rede mit Zidkija, K\u00f6nig vou Jehuda, und sprich zu ihm: So spricht der Herr: Ich gebe diese Stadt in die Hand des K\u00f6nigs von Babel, dass er sie in Feuer verbrenne.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Du aber wirst seiner Hand nicht entrinnen, sondern ergriffen werden und in seine Hand fallen; Aug in Auge wirst du den K\u00f6nig von Babel schauen, und von Mund zu Mund wird er mit dir reden, und nach Babel wirst du kommen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>H\u00f6re doch auf das Wort des Herrn, o Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, [dich Nebukadnezar zu unterwerfen]; denn so spricht der Herr \u00fcber dich: Du wirst dann nicht sterben durch das Schwert;<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Sondern in Frieden wirst du sterben, und wie man deine V\u00e4ter, die fr\u00fcheren K\u00f6nige, die vor dir waren, verbrannt hat, so wird man auch dich verbrennen, und: Ach, Herr! wird man klagen um dich; denn dies habe ich beschlossen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Der Prophet Jirmejahu verk\u00fcndete Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, all diese Worte in Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Das Heer des K\u00f6nigs von Babel k\u00e4mpfte damals gegen Jerusalem und die noch nicht eroberten St\u00e4dte von Jehuda, gegen Lachis und Aseka, denn diese hielten sich noch unter den St\u00e4dten Jehudas als feste Pl\u00e4tze.<\/p>\n<p><em>Die Wiederherstelluug des Sklaventums.<\/em><\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Das Wort, welches vom Herrn an Jirmejahu erging, nachdem der K\u00f6nig Zidkija einen Bund mit dem ganzen Volke geschlossen, das in Jerusalem war, unter sich Freiheit auszurufen;<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Dass ein jeder von ihnen seinen hebr\u00e4ischen Sklaven und seine hebr\u00e4ische Sklavin frei lasse, dass niemand unter ihnen seinen jud\u00e4ischen Stammesgenossen Sklavenarbeit verrichten lasse.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Anfangs gehorchten alle Oberen und das ganze Volk, das den Bund eingegangen, dass jeder seinen Knecht und jeder eine Magd frei lasse und nicht ferner mit ihnen arbeite; sie gehorchten also und entlie\u00dfen sie.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Aber nachher nahmen sie wieder die Knechte und M\u00e4gde zur\u00fcck, die sie frei entlassen hatten, und zwangen sie als Sklaven und Sklavinnen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>So spricht der Herr, Gott Israels: Ich habe einen Bund mit euren V\u00e4tern geschlossen an dem Tage, da ich sie herausgef\u00fchrt aus dem Lande \u00c4gypten, aus dem Hause der Knechtschaft, also:<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Im Beginn des siebenten Jahres soll jeder seinen hebr\u00e4ischen Bruder, der sich dir verkaufen sollte, entlassen. Er soll dir nur sechs Jahre dienen, dann entlasse sie frei von dir. Aber es h\u00f6rten eure V\u00e4ter nicht auf mich und neigten nicht ihr Ohr.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Heute seid ihr umgekehrt und habt getan, was recht ist in meinen Augen, Fretheit auszurufen einer dem andern, und ihr habt einen Bund geschlossen vor mir in dem Hause, \u00fcber das mein Name genannt ist.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Nun aber entweihet ihr wieder meinen Namen und nehmet zur\u00fcck eure Knechte und M\u00e4gde, die ihr freigelassen, und zwinget sie, wieder bei euch Sklaven und Sklavinnen zu sein.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Darum spricht also der Herr: Ihr habt mir nicht gehorcht, einer dem andern Freiheit auszurufen; ich rufe \u00fcber euch Freiheit aus spricht der Herr: dem Schwert, der Pest und dem Hunger, und mache euch zum Entsetzzen aller K\u00f6nigreiche der Erde.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Ich mache die M\u00e4nner, die meinen Bund \u00fcbertreten, die nicht gehalten die Worte des Bundes, den sie vor mir geschlossen, gleich dem Kalbe, das sie entzweigeschnitten, und zwischen dessen St\u00fccken sie durchgingen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Die Vornehmen Jehudas und die Vornehmen Jerusalems, die Hofbediensteten und die Priester und das gange Volk des Landes, die zwischen den St\u00fccken des Kalbes durchgegangen sind;<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Sie gebe ich in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten; ihr Leichnam wird zum Fra\u00dfe f\u00fcr die V\u00f6gel des Himmels und das Vieh der Erde.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Auch Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, und seine F\u00fcrsten geb\u2019 ich in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten: In die Hand des Heeres des K\u00f6nigs von Babel, das [jetzt] von euch abgezogen ist.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ich gebiete, spricht der Herr, und bringe sie zur\u00fcck nach dieser Stadt, dass sie sie angreifen und einnehmen und sie in Feuer verbrennen; alle St\u00e4dte Jehudas werde ich zur \u00d6de machen, leer an Bewohnern.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-35\">Kapitel 35<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu und die Rechabiter.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches vom Herrn an Jirmejahu erging in den Tagen Jojakims, Sohnes Josias, K\u00f6nigs von Jehuda, also:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Gehe in das Haus der Rechabiter und rede zu ihnen; bringe sie in das Haus des Herrn, in eins der Gem\u00e4cher, und gib ihnen Wein zu trinken.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Ich nahm den Jaasanja, Sohn Jirmejahus, Sohnes Habazinjas, seine Br\u00fcder, alle seine S\u00f6hne und das ganze Haus der Rechabiter,<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Und brachte sie in das Haus des Herrn, in das Gemach der S\u00f6hne Hanans, Sohnes Jigdaljas, des Gottesmannes, das bei dem Gemache der F\u00fcrsten ist, oberhalb des Gemaches Maa\u00dfejas, Sohnes Sallums, des T\u00fcrh\u00fcters.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich setzte den S\u00f6hnen des Hauses Rechab volle Weinkr\u00fcge und Becher vor und sprach zu ihnen: Trinket Wein!<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Sie aber erwiderten: Wir trinken keinen Wein, denn Jonadab, Sohn Rehabs, unser Vater, hat uns das Gebot auferlegt: Ihr sollt keinen Wein trinken, ihr und eure Nachkommen f\u00fcr immer.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Auch sollt ihr kein Haus bauen und keine Saat auss\u00e4en und keinen Weinberg pflanzen und besitzen, sondern in Zelten wohnet stets, auf dass ihr lange lebet auf dem Boden, woselbst ihr weilet.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Wir gehorchten der stimme Jonadabs, Sohnes Rechab, unseres Stammvaters, in allem, was er uns geboten, keinen Wein zu trinken all unsere Tage, wir, unsere Frauen, unsere S\u00f6hne und unsere T\u00f6chter.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Auch bauen wir keine H\u00e4user f\u00fcr unsere Wohnung, noch besitzen wir Weinberge, oder Feld oder Saat.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Wir wohnen in unseren Zelten und gehorchen und tun ganz, wie uns unser Stammvater Jonadab geboten.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Erst als Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, gegen das Land zog, sprachen wir: Lasse uns nach Jerusalem gehen vor dem Heere der Chald\u00e4er und vor dem Heere Arams; seitdem wohnen wir in Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Geh und sprich zu den M\u00e4nnern von Jehuda und zu den Bewohnern Jerusalems: Das m\u00fc\u00dfte euch doch als Lehre dienen, meinen Worten zu gehorchen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Gehalten wird das Wort Jonadabs, Sohnes Rechab, das er seinen S\u00f6hnen geboten, keinen Wein zu trinken; sie haben keinen getrunken bis auf diesen Tag, weil sie dem Gebote ihres Vaters gehorcht haben. Und ich habe zu euch geredet Tag f\u00fcr Tag und ihr habt mir nicht gehorcht.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Ichh sandte euch Tag f\u00fcr Tag all meine Knechte, die Propheten, mit den Worten: Kehret doch um von euerm b\u00f6sen Wandel und bessert eure Handlungen, gehet nicht fremden G\u00f6ttern nach, ihnen zu dienen, und bleibet auf dem Boden, den ich euch und euern V\u00e4tern gegeben. Aber ihr habt nicht geneigt euer Ohr und mir nicht gehort.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Dass die S\u00f6hne Jonadabs, Sohnes Rechab, das Gebot ihres Vaters gehalten haben, das er ihnen geboten, dieses Volk mir aber nicht gehorcht!<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Darum spricht also der Herr, Gott Zebaot, Gott Israels: Ich werde \u00fcber Jehuda und \u00fcber all die Bewohner Jerusalems das ganze Ungl\u00fcck bringen, das ich ihnen verhei\u00dfen, weil ich zu ihnen geredet und sie h\u00f6rten nicht, ihnen zurief und sie antworteten nicht.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Aber zum Hause der Rechabiter sprach Jirmejahu: So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Weil ihr auf das Gebot eures Vaters Jonadab geh\u00f6rt und alle seine Gebote beobachtet habt und getan, ganz wie er euch geboten, \u2014<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Darum spricht also der Herr Zebaot, Gott Israels: Es soll dem Jonadab, Sohn Rechabs, nicht an einem Manne fehlen, der vor mir stehe \u2014 in keiner Zeit.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-36\">Kapitel 36<\/h2>\n<p><em>Die verbrannte Rolle.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Im vierten Jahre des Jojakim, Sohnes Josija, K\u00f6nigs von Jehuda, erging dieses Wort an Jirmejahu vom Herrn:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Nimm dir eine Buchrolle und schreibe darauf all die Worte, die ich zu dir geredet \u00fcber Israel und \u00fcber Jehuda und \u00fcber all die V\u00f6lker von dem Tage an, da ich zu dir geredet, seit den Tagen Josijas bis auf diesen Tag.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Vielleicht wird sich das Haus Jehuda merken all das B\u00f6se, das ich gesonnen bin, ihnen zuzuf\u00fcgen, auf dass sie zur\u00fcckkehren von ihrem b\u00f6sen Wandel, dann will ich vergeben ihre Missetat und ihre S\u00fcnde.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Jirmejahu berief Baruch, den Sohn Nerijas, und Baruch schrieb aus dem Munde Jirmejahus all die Worte des Herrn, die er zu ihm geredet, in eine Buchrolle.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Jirmejahu gebot dem Baruch also: Ich bin eingesperrt und vermag daher nicht in das Haus des Herrn zu kommen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>So gehe du und lies aus der Rolle, worauf du geschrieben hast aus meinem Munde die Worte des Herrn, vor dem ganzen Volke im Hause des Herrn, am Tage des Fastens; und auch vor allen Jud\u00e4ern, die aus ihren St\u00e4dten kommen, lies daraus.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Vielleicht flehen sie dem\u00fctig zum Herrn und kehren um von ihrem b\u00f6sen Wandel, denn gro\u00df ist der Zorn und der Grimm den der Herr \u00fcber dieses Volk verh\u00e4ngt hat.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Baruch, Sohn Nerijas, tat ganz so, wie ihm der Prophet Jirmejahu geboten zu lesen aus dem Buche die Worte des Herrn im Hause des Herrn.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Im f\u00fcnften Regierungsjahre Jojakims, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda, im neunten Monat, riefen sie ein Fasten aus vor dem Herrn f\u00fcr das ganze Volk in Jerusalem und das Volk, das aus den St\u00e4dten Jehudas nach Jerusalem gekommen war.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Baruch las aus dem Buche die Worte Jirmejahus im Hause des Herrn, im Gemache des Schreibers Gemarja, Sohnes Safans, im obersten Hofe, am Eingange des neuen Tores zum Hause des Herrn vor dem ganzen Volke.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Als Micha, Sohn Gemarjas, Sohnes Safan, all die Worte des Herrn aus dem Buche h\u00f6rte,<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ging er in das Haus des K\u00f6nigs, in das Gemach des Schreibers, dort sa\u00dfen alle Vornehmen: Der Schreiber Elisama und Delaja, Sohn Semajas, und Elnatan, Sohn Achbors, Gemarja, Sohn Safans, Zidkija, Sohn Hananjas, und alle Vornehmen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Micha berichtete ihnen all die Worte, die er geh\u00f6rt, als Baruch aus dem Buche gelesen vor dem Volke.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Da sandten all die F\u00fcrsten zu Baruch, den Judi, Sohn Natanjas, Sohnes Salemja, Sohnes Kusi, und lie\u00dfen sagen: Nimm die Rolle mit, aus der du gelesen hast vor dem Volke, und komme. Baruch, Sohn Nerijas, nahm die Rolle mit und ging zu ihnen.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Sie sprachen zu ihm: setze dich doch und lies uns daraus vor. Da las ihnen Baruch vor.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Wie sie all die Worte vernahmen, sahen sie einander \u00e4ngstlich an und sprachen zu Baruch: Wir melden dem K\u00f6nige all diese Worte.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Den Baruch fragten sie: sage uns doch, wie hast du all diese Worte aufgeschrieben aus seinem Munde?<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Baruch antwortete ihnen; Mit seinem Munde sprach er mir all diese Worte vor, und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Da riefen die F\u00fcrsten Baruch zu: Gehe, verbirg dich, du und Jirmejahu, dass niemand wisse, wo ihr seid.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Sie gingen zum K\u00f6nige in den Hof, die Rolle gaben sie zum Aufheben in das Gemach des Schreibers Elisama, und meldeten vor den Ohren des K\u00f6nigs all die Worte.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Da schickte der K\u00f6nig den Judi, die Rolle zu holen; er holte sie aus dem Gemache des Schreibers Elisama, und Judi las aus ihr vor dem K\u00f6nige und vor allen F\u00fcrsten, die um den K\u00f6nig standen.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Der K\u00f6nig aber sa\u00df im Winterhause \u2014 im neunten Monate \u2014 und hatte die Kohlenpfanne vor sich angez\u00fcndet.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Als nun Judi drei oder vier Seiten gelesen hatte, zerri\u00df er sie mit dem Messer des Schreibers und warf sie in das Feuer in der Kohlenpfanne, bis die ganze Rolle im Feuer in der Kohlenpfanne verbrannt war.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Also weder f\u00fcrchteten sie sich noh zerrissen ihre Kleider der K\u00f6nig und all seine Diener, als sie diese Worte vernahmen.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Wohl waren Elnatan, Delaja und Gemarja den K\u00f6nig angegangen, die Rolle nicht zu verbrennen, er aber gab ihnen kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Der K\u00f6nig gebot Jerahmeel, Sohn des K\u00f6nigs, und Seraja, Sohn Asriels, und Selemja, Sohn Abdeels, den Schreiber Baruch und den Propheten Jirmejahu zu ergreifen; aber der Herr verbarg sie.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu, nachdem der K\u00f6nig die Rolle mitsamt den Worten, die Baruch aus dem Munde Jirmejahus aufgeschrieben, verbrannt hatte:<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Nimm dir abermals eine Rolle und schreibe darauf all die Worte, die auf der vorigen Rolle gewesen, die Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda, verbrannt hat.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Und sprich \u00fcber Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda, so spricht der Herr: Du hast diese Rolle verbrannt und gesprochen: Warum hast du da geschrieben, der K\u00f6nig von Babel werde kommen und dieses Land verderben und daraus wegschafen Menschen und Vieh?<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Darum spricht also der Herr \u00fcber Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda: Er soll niemand haben, der auf dem Throne Davids sitzt, und seine Leiche wird hingeworfen sein der Hitze bei Tag und der K\u00e4lte bei Nacht.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Ich werde an ihm und an seinen Nachkommen und an seinen Dienern ihre S\u00fcnde heimsuchen \u2014 und \u00fcber sie und \u00fcber die Bewohner Jerusalems und \u00fcber die M\u00e4nner Jehudas all das Ungl\u00fcck bringen, das ich \u00fcber sie verk\u00fcndet, sie aber h\u00f6rten nicht.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Jirmejahu nahm eine andere Rolle und gab sie dem Schreiber Baruch, dem Sohne Nerijas, und er schrieb darauf aus dem Munde Jirmejahus all die Worte des Buches, das Jojakim, K\u00f6nig von Jehuda, im Feuer verbrannt; es wurden noch viele Worte, jenen \u00e4hnliche, hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-37\">Kapitel 37<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu wird wieder gefangen gesetzt.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Es regierte als K\u00f6nig Zidkija, Sohn Josijas, anstatt des Konja, Sohnes Jojakim, den Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, im Lande Jehuda als K\u00f6nig eingesetzt hatte.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Er und seine Diener und das Volk des Landes gaben den Worten des Herrn, die er durch den Propheten Jirmejahu geredet, kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Einst sandte aber der K\u00f6nig Zidkija den Jehuchal, Sohn Selemjas, und den Priester Zefanja, Sohn Maa\u00dfejas, zu dem Propheten Jirmejahu und lie\u00df sagen: Bete doch f\u00fcr uns zum Herrn, unserm Gotte.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Jirmejahu ging damals aus und ein unter dem Volke, man hielt ihn nicht in Haft.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Das Heer Pharaos war eben ausgezogen von \u00c4gypten, und als die Chald\u00e4er, die Jerusalem belagerten, die Kunde davon vernahmen, da zogen sie von Jerusalem ab.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Da erging das Wort des Herrn an Jirmejahu also:<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>So spricht der Herr, der Gott Israels: So sollt ihr sprechen zum K\u00f6nige von Jehuda, der euch zu mir sendet, mich zu befragen: Das Heer Pharaos, das euch zum Beistande ausgezogen, ist zur\u00fcckgekehrt nach seinem Lande \u00c4gypten.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Die Chald\u00e4er werden zur\u00fcckkehren und diese Stadt von neuem angreifen, sie einnehmen und in Feuer verbrennen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>So spricht der Herr: T\u00e4uschet euch nicht, dass ihr glaubet, die Chald\u00e4er werden von uns weggehen, denn sie werden nicht gehen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Denn wenn ihr auch das ganze Heer der Chald\u00e4er geschlagen h\u00e4ttet, die gegen euch k\u00e4mpfen, und es blieben unter ihnen durchbohrte M\u00e4nner \u00fcbrig; jeder in seinem Zelte w\u00fcrde sich erheben und diese Stadt im Feuer verbrennen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Als das Heer der Chald\u00e4er von Jerusalem abgezogen war vor dem Heere Pharaos,<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Da wollte Jirmejahu aus Jerusalem in das Land Benjamin gehen, von da sich unter das Volk zu mengen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Er war also am Tore Benjamin; dort war aber ein Auffseher der Wachen, namens Jerija, Sohn Selemjas, Sohnes Hananja; er ergriff den Propheten Jirmejahu mit den Worten: Du willst zu den Chald\u00e4ern \u00fcberlaufen!<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Jirmejahu erwiderte: Das ist L\u00fcge, ich laufe nicht zu den Chald\u00e4ern \u00fcber. Jener aber h\u00f6rte nicht nach ihm; Jerija ergriff Jirmejahu und brachte ihn zu den F\u00fcrsten.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Da z\u00fcrnten die F\u00fcrsten auf Jirmejahu; sie schlugen ihn und taten ihn in das Gef\u00e4ngnis, in das Haus des Schreibers Jonatan, denn sie hatten dieses zu einem Gef\u00e4ngnis gemacht.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Als nun Jirmejahu in das Gef\u00e4ngnis gekommen war innerhalb der Kraml\u00e4den, blieb Jirmejahu dort lange Zeit.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Der K\u00f6nig Zidkija sandte aber und lie\u00df ihn holen. Der K\u00f6nig fragte ihn in seinem Hause insgeheim und sprach: Ist ein Wort vom Herrn da? Da sprach Jirmejahu: Es is da, und sprach weiter: In die Hand des K\u00f6nigs von Babel wirst du fallen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Jirmejahu sprach weiter zum K\u00f6nige Zidkija: Was hab ich dir Leides getan, dir und deinen Dienern und dem Volke, dass ihr mich in Haft getan?<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Wo sind jetzt eure Propheten die euch geweissagt also: Der K\u00f6nig von Babel wird nicht \u00fcber euch kommen, \u00fcber dieses Land?<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Und nun h\u00f6re doch, mein Herr, o K\u00f6nig! M\u00f6ge doch mein Flehen bei dir erh\u00f6rt werden, dass du mich nicht zur\u00fcckkehren lasse in das Haus des Schreibers Jonatan, dass ich dort nicht sterbe.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Da gebot der K\u00f6nig Zidkija, und sie taten Jirmejahu unter Aufsicht im Hofe der Wache. Man reichte ihm ein Laib Brot auf den Tag aus der Stra\u00dfe der B\u00e4cker, bis alles Brot aus der Stadt aufgezehrt war, so blieb Jirmejahu im Hofe der Wache.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-38\">Kapitel 38<\/h2>\n<p><em>Jirmejahu wird mit dem Tode bedroht.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Sefatja, Sohn Mattans, und Gedalja, Sohn Pashurs, und Juchal, Sohn Selemjas, und Pashur, Sohn Malkijas, h\u00f6rten die Worte, die Jirmejahu zu dem ganzen Volk geredet:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibt, wird sterben im Kriege durch Hunger und Pest; wer aber hinausgeht zu den Chald\u00e4ern, wird leben bleiben, und es wird ihm seine Person als Beute erhalten, dass er leben bleibe.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Also spricht der Herr: Diese Stadt wird in die Hand des Heeres des K\u00f6nigs von Babel fallen, und er wird sie einnehmen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Da sprachen die F\u00fcrsten zum K\u00f6nige: M\u00f6ge doch dieser Mann get\u00f6tet werden, da er die Kriegsm\u00e4nner, die noch \u00fcbrig sind in dieser Stadt, und das ganze Volk mutlos macht, indem er zu ihnen solche Worte redet. Denn dieser Mann will nicht das Wohl des Volkes, sondern nur sein Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>K\u00f6nig Zidkija erwiderte darauf: Er ist in eurer Hand, denn der K\u00f6nig vermag nichts gegen euch.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Darauf nahmen sie Jirmejahu und warfen ihn in die Grube Malkijas, des K\u00f6nigssohnes, die im Hofe der Wache war; sie lie\u00dfen Jirmejahu mit Stricken hinab. In der Grube war kein Wasser, sondern Lehm, und Jirmejahu versank in Lehm.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Als aber der \u00c4thiopier Ebed Melech, ein Hofbediensteter im Hause des K\u00f6nigs, h\u00f6rte, dass sie Jirmejahu in die Grube geworfen, \u2014 der K\u00f6nig sa\u00df im Tore Benjamins \u2014<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Da ging Ebed Melech aus dem Hause des K\u00f6nigs und sprach zu dem K\u00f6nige:<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Mein Herr, o K\u00f6nig, diese M\u00e4nner haben schlecht gehandelt in allem, was sie dem Propheten Jirmejahu getan, den sie in die Grube geworfen. Er w\u00e4re ja auch so vor Hunger gestorben, denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Da gebot der K\u00f6nig dem \u00c4thiopier Ebed Melech: Nimm mit dir von hier aus drei\u00dfig M\u00e4nner und bringe den Propheten Jirmejahu aus der Grube herauf, bevor er stirbt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Ebed Melech nahm die M\u00e4nner mit ihm und ging in das Haus des K\u00f6nigs unterhalb des Schatzes und nahm von dort abgelegte Lappen und zerfallene Lumpen und lie\u00df sie zu Jirmejahu in die Grube hinab an Stricken.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Der \u00c4thiopier Ebed Melech sprach zu Jirmejahu: Lege dir die abgelegten Lappen und die Lumpen unter die Gelenke deiner Arme unterhalb der Stricke; Jirmejahu tat also.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Darauf zogen sie Jirmejahu an Stricken herauf aus der Grube. Jirmejahu blieb dann im Hofe der Wache.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Da sandte der K\u00f6nig Zidkija und lie\u00df den Propheten Jermia zu sich holen in den dritten Eingang, der im Hause des Herrn war. Der K\u00f6nig sprach zu Jirmejahu: Ich m\u00f6chte dich etwas fragen, verhehle mir nicht das Geringste.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Jirmejahu sprach zu Zidkija: Wenn ich dir alles sage, wirst du mich t\u00f6ten, und wenn ich dir raten wollte, wirst du mir kein Geh\u00f6r geben.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Da schwur der K\u00f6nig Zidkija dem Jirmejahu insgeheim also: So wahr der Herr lebt, der uns diese Seele gegeben dass ich dich nicht t\u00f6te und dich auch nicht die in die H\u00e4nde dieser M\u00e4nner liefere, nach dem Leben trachten!<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Da sprach Jirmejahu zu Zidkija: So spricht der Herr, Gott Israels: Wenn du hinausgehest zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babel, so wirst du leben bleiben und diese Stadt wird im Feuer nicht verbrannt werden; du wirst also leben bleiben, du und dein Haus.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wenn du aber nicht hinausgehest zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babel, so wird diese Stadt in die Hand der Chald\u00e4er fallen und sie werden sie verbrennen im Feuer, du aber wirst nicht entrinnen ihrer Hand.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Da sprach der K\u00f6nig Zidkija zu Jirmejahu: Mir ist bang vor den Jud\u00e4ern, die \u00fcbergegangen sind zu den Chald\u00e4ern, dass diese mich nicht in ihre Hand liefern, mich zu mi\u00dfhandeln.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Jirmejahu sprach: sie werden dich nicht ausliefern. H\u00f6re doch auf die Stimme des Herrn in dem, was ich zu dir rede, und es wird dir wohlgehen und du wirst leben bleiben.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Wenn du dich aber weigert, hinauszugehen, \u2014 dies ist das Wort, das der Herr mich hat schauen lassen.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Alle Frauen, die zur\u00fcckgeblieben im Hause des K\u00f6nigs von Jehuda, werden hinausgef\u00fchrt zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs, von Babel und sie klagen: Deine Freun haben dich verleitet, es ist ihnen gelungen; als deine F\u00fc\u00dfe in den Schlamm versanken, da wichen sie zur\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Deine Frauen und deine Kinder werden hinausgef\u00fchrt zu den Chald\u00e4ern, du aber wirst nicht entrinnen aus ihrer Hand, sondern von der Hand des K\u00f6nigs von Babel wirst du ergriffen werden, und diese Stadt wird dur deine Schuld in Feuer verbrannt.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Da sprach Zidkija zu Jirmejahu: Niemand darf wissen um diese Reden, dass du nicht umkommst.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Wenn aber die F\u00fcrsten h\u00f6ren sollten, dass ich mit dir geredet, und sie kommen und fragen dich: sage uns doch, was du mit dem K\u00f6nige geredet hast, verhehle nichts vor uns, dass wir dich nicht t\u00f6ten, auch was der K\u00f6nig dir gesagt;<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>So sprich zu ihnen: Ich richtete meine Bitte an den K\u00f6nig, mich nicht zur\u00fcckzubringen in das Haus Jonatans, daselbst zu sterben.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Es kamen auch die F\u00fcrsten zu Jirmejahu und befragten ihn. Er berichtete ihnen ganz nach diesen Worten, die der K\u00f6nig geboten. Sie lie\u00dfen ihn in Ruhe, denn man erfuhr nichts. 28: Jirmejahu blieb im Hofe der Wache bis zum Tage, da Jerusalem eingenommen wurde. Als Jerusalem erst\u00fcrmt wurde, ereignete sich folgendes:<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-39\">Kapitel 39<\/h2>\n<p><em>Die Eroberung Jerusalems.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Im neunten Regierungsjahre des Zidkija, K\u00f6nigs von Jehuda, im zehnten Monat, kam Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, mit seinem ganzen Heere vor Jerusalem, und sie belagerten es.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Im elften Regierungsjahre des Zidkija, am neunten des vierten Monats wurde die Stadt erst\u00fcrmt.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Es kamen alle F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babel und blieben am Mitteltore: Nergal Sarezer, Samger Nebu, Sarsechim, oberster Verschnittener, Nergal Sarezer, oberster Magier, und all die \u00fcbrigen F\u00fcrsten des K\u00f6nigs von Babel.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Als Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, und die Kriegsm\u00e4nner sie erblickten, entflohen sie und gingen nachts aus der Stadt auf dem Wege durch den Garten des K\u00f6nigs zum Tore hinaus zwischen der Doppelmauer; sie flohen den Weg zur Steppe.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Aber das Heer der Chald\u00e4er jagte ihnen nach und erreichte den Zidkija in der Ebene von Jericho; sie ergriffen ihn und brachten ihn zu Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nach Ribla im Lande Hamat, und er stellte ihn zur Rede.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Der K\u00f6nig von Babel lie\u00df die S\u00f6hne Zidkijas zu Ribla vor seinen Augen t\u00f6ten, auch alle Edlen Jehudas lie\u00df der K\u00f6nig von Babel niedermachen.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Die Augen Zidkijas wurden geblendet und er selbst in Ketten gelegt und nach Babel gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Das Haus des K\u00f6nigs und den Volkspalast verbrannten die Chald\u00e4er im Feuer, die Mauern von Jerusalem brachen sie ab.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Den Rest des Volkes, das \u00fcbrig geblieben war in der Stadt, und die \u00dcberl\u00e4ufer, die zu ihm \u00fcbergelaufen waren, und den Rest des Volkes, das sonst noch \u00fcbrig geblieben war, f\u00fchrte Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, nach Babel hinweg.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Von den \u00c4rmsten im Volke, die nicht das geringste hatten, lie\u00df Nebusaradan, Oberster der Leibw\u00e4chter, welche im Lande Jehuda zur\u00fcck und gab ihnen in jenen Tagen Weinberge und \u00c4cker.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, erteilte wegen Jirmejahu durch Nebusaradan, Obersten der Leibw\u00e4chter, folgenden Befehl:<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Lass ihn zu dir kommen und sorge f\u00fcr ihn; tue ihm nicht das geringste zu Leide, sondern was er von dir verlangen wird, also tue an ihm.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Da schickte Nebusaradan, Oberster der Leibw\u00e4chter, und Nebusasban, oberster Verschnittener, und Nergal Sarezer, oberster Magier, und all die Gro\u00dfen des K\u00f6nigs von Babel,<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Sie schickten und lie\u00dfen Jirmejahu holen aus dem Hofe der Wache und \u00fcbergaben ihn dem Gedalja, Sohne Ahikams, Sohnes Safan, ihn aus jenem Hause hinauszuf\u00fchren. Er blieb unter dem Volke.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>An Jirmejahu aber erging das Wort des Herrn, als er noch eingesperrt war im Hofe der Wache also:<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Gehe und sprich zu dem \u00c4thiopier Ebed Melech: So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich vollbringe meine Worte \u00fcber diese Stadt zum B\u00f6sen und nicht zum Guten, und sie werden geschehen vor dir an diesem Tage.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Ich werde dich aber retten an jenem Tage, spricht der Herr, und du wirst nicht fallen in die H\u00e4nde der M\u00e4nner, vor denen dir graut.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Denn ich werde dich entrinnen lassen, dass du nicht fallest durch das Schwert, und dein Leben soll dir als Beute bleiben, weil du auf mich vertraut, spricht der Herr.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-40\">Kapitel 40<\/h2>\n<p><em>Der letzte Rest Jud\u00e4as.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches vom Herrn an Jirmejahu erging, nachdem ihn Nebusaradan, Oberster der Leibw\u00e4chter, in Rama freigelassen hatte, wohin er ihn nahm, als er in Fesseln gebunden war mit all den Gefangenen Jerusalems und Jehudas, die nach Babel weggef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Da rief der Oberste der Leibw\u00e4chter den Jirmejahu und sprach zu ihm: Der Herr, dein Gott, hat dieses Ungl\u00fcck \u00fcber diesen Ort verhei\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Der Herr hat herbeigef\u00fchrt und getan, wie er verhei\u00dfen, denn ihr habt ges\u00fcndigt gegen den Herrn und seiner Stimme nicht gehorcht, darum geschah euch also:<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Nun denn, ich befreie dich heute von den Fesseln an deiner Hand. Wenn es dir gef\u00e4llt, mit mir nach Babel zu kommen dann komme und ich will auf dich Acht haben; sollte es dir aber mi\u00dff\u00e4llig sein, mit mir nach Babel zu kommen, so unterlass es. Das ganze Land ist vor dir. Wohin es dir gut und recht scheint zu gehen, da gehe hin.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>[Jirmejahu] war aber noch nicht zur\u00fcckgekehrt, [da riet ihm Nebusaradan]: Kehre zur\u00fcck zu Gedalja, Sohn Ahikams, Sohnes Safan, den der K\u00f6nig von Babel in den St\u00e4dten Jehudas zum Regenten bestellt hat; bleibe bei ihm unter dem Volke; oder wohin immer es dir recht ist zu gehen, kannst du gehen. Der Oberste der Leibw\u00e4chter gab ihm Wegzehrung und andere Geschenke mit und entlie\u00df ihn.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Jirmejahu kam zu Gedalja, Sohn Ahikams, nach Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volke, das zur\u00fcckgeblieben war im Lande.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Als alle Heeresobersten auf dem Lande und ihre Leute h\u00f6rten, dass der K\u00f6nig von Babel den Gedalja, Sohn Ahikams, im Lande bestellt hatte, und dass er M\u00e4nner, Frauen und Kinder und von den \u00c4rmsten des Landes, von denen, die nicht nach Babel wegef\u00fchrt worden, unter seine Obhut gestellt hatte:<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Da kamen sie zu Gedalja nach Mizpa; auch Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, und Johanan und Jonatan, die S\u00f6hne Kareahs, und Seraja, Sohn Tanhumets, und die S\u00f6hne Efai aus Netofa und Jesanja, Sohn des Maachati, sie und ihre Leute.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Gedalja, Sohn Ahikams, Sohn Safat, schwur ihnen und ihren Leuten Sicherheit zu: Habt keine Sorge, den Chald\u00e4ern unterthan zu sein. Bleibet im Lande und dienet dem K\u00f6nig von Babel, so wird es euch wohlergcehen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Ich bleibe in Mizpa, um euch vor den Chald\u00e4ern zu vertreten, die zu uns kommen werden; ihr aber sollt Wein und getrocknete Fr\u00fcchte und \u00d6l einsammeln und in eure Ger\u00e4te tun; bleibet in euern St\u00e4dten, dir ihr inne habt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Als alle Jud\u00e4er, die in Moab und unter den Ammonitern, in Edom und in den andern L\u00e4ndern waren, h\u00f6rten, dass der K\u00f6nig von Babel einen Rest von Jehuda gelassen hatte, und dass er \u00fcber sie den Gedalja, Sohn Ahikams, Sohnes Safan, zum Regenten bestellt hatte,<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Da kehrten alle Jud\u00e4or aus all den Orten, wohin sie versprengt waren, zur\u00fcck in das Land Jehuda, zu Gedalja nach Mizpa und sammelten Wein und getrocknete Fr\u00fcchte in gro\u00dfer Menge ein.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Als Johanan, Sohn Kareahs, und alle Heeresobersten, die auf dem Lande waren, zu Gedalja nach Mizpa kamen,<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Sprachen sie zu ihm: Wei\u00dft du wohl, dass Baalis, K\u00f6nig der Ammoniter, den Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, gesandt hat, um dich niederzumachen? Aber Gedalja, Sohn Ahikams, glaubte ihnen nicht.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Johanan, Sohn Kareahs, sprach zu Gedalja in Mizpa insgeheim also: Lass mich doch gehen und den Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, t\u00f6ten; niemand soll es wissen. Warum soll er dich totschlagen, dass sich dann alle Jud\u00e4er zerstreuen, die sich um dich gesammelt, und so der Rest von Jehuda untergehe?<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Aber Gedalja, Sohn Ahikams, erwiderte dem Johanan, Sohn Kareahs: Thue dies nicht, denn L\u00fcge sprichst du von Isma\u00ebl.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-41\">Kapitel 41<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Am siebenten Monat kam Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, Sohnes Elisama, vom k\u00f6niglichen Hause, und die Gro\u00dfen des K\u00f6nigs und zehn M\u00e4nner mit ihm zu Gedalja, Sohn Ahikams, nach Mizpa: sie a\u00dfen daselbst beim Mahle zusammen in Mizpa.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Dann erhob sich Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, mit seinen zehn M\u00e4nnern und erschlug den Gedalja, Sohn Ahikams, Sohnes Safan, mit dem Schwert und t\u00f6tete ihn \u2014 weil ihn der K\u00f6nig von Babel im Lande zum Regenten eingesetzt hatte.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Alle Jud\u00e4er, die bei Gedalja in Mizpa waren, und auch die Chald\u00e4er, die sich daselbst befanden, die Kriegsleute, erschlug Isma\u00ebl.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Am zweiten Tage nach der Ermordung des Gedalja, als es noch niemand wusste,<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Da kamen Leute von Sichem, Schilo und Schomron, achtzig M\u00e4nner, deren Bart geschoren und die Kleider zerrissen waren, und mit Schnitten am Gesicht; sie hatten Speiseopfer und Weihrauch bei sich, die sie in das Haus des Herrn bringen wollten.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Da ging Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, ihnen weinend von Mizpa entgegen, und als er sie traf, sprach er zu ihnen: Kommet zum Gedalja, Sohn Ahikams.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wie sie in die Stadt kamen, ermordete sie Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, [und warf die Leichname] in die Grube, er und die M\u00e4nner, die mit ihm waren.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Zehn M\u00e4nner aber, die sich unter ihnen befanden, sprachen zu Isma\u00ebl: T\u00f6te uns nicht, denn wir haben vergrabene Sch\u00e4tze auf dem Felde, Weizen und Gerste, \u00d6l und Honig, [was wir dir geben wollen]; er unterlie\u00df es und t\u00f6tete sie nicht unter ihren Br\u00fcdern.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Die Grube, wohin Isma\u00ebl all die Leichname der M\u00e4nner geworfen, die er im Gefolge Gedaljas get\u00f6tet hatte, war die, welche der K\u00f6nig Assa seiner Zeit wegen Basa, K\u00f6nig von Israel, gemacht hatte; diese f\u00fcllte Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, mit Erschlagenen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Den ganzen Rest des Volkes, der zu Mizpa war, nahm Isma\u00ebl gefangen; die T\u00f6chter des K\u00f6nigs und das ganze Volk, das \u00fcbrig geblieben war zu Mizpa, welches Nebusaradan, Oberster der Leibw\u00e4chter, unter die Obhut Gedaljas, Sohn Ahikams, gestellt hatte, nahm Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, gefangen und ging, um zu den Ammonitern zu ziehen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Johanan, Sohn Kareahs, und mit ihm die Heeresobersten erfuhren all das B\u00f6se, das Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, getan hatte.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Da nahmen sie alle Mannschaft, und gingen, um gegen Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, zu k\u00e4mpfen; sie fanden ihn an dem gro\u00dfen Wasser zu Gibeon.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Als alles Volk, das mit Isma\u00ebl war, den Johanan, Sohn Kareahs, und die Heeresobersten, die mit ihm waren, erblickte, freute es sich.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Alles Volk, das Isma\u00ebl aus Mizpa gefangen genommen hatte, kehrte um und ging zu Johanan, Sohn Kareahs.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Isma\u00ebl aber, Sohn Natanjas, entrann mit acht M\u00e4nnern vor Johanan und ging zu den Ammonitern.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Da nahm Johanan, Sohn Kareahs, und die Heeresobersten, die mit ihm waren, den ganzen \u00dcberrest des Volkes, den er zur\u00fcckgebracht von Isma\u00ebl, Sohn Natanjas, von Mizpa, nachdem dieser den Gedalja, Sohn Ahikams, erschlagen hatte, M\u00e4nner, Kriegsleute, Frauen und Kinder und Hofbedienteste, die er zur\u00fcckgebracht von Gibeon.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Sie gingen und blieben einige Zeit in Gerut Kimham bei Betlehem, um nach \u00c4gypten zu fliehen \u2014<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Vor den Chald\u00e4ern, denn sie f\u00fcrchteten sich vor ihnen weil Isma\u00ebl, Sohn Natanjas den Gedalja, Sohn Ahikams, den der K\u00f6nig von Babel zum Regenten im Lande bestellt hatte, erschlagen hatte.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-42\">Kapitel 42<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>Dann traten alle Heeresobersten und Johanan, Sohn Kareahs, und Jesania, Sohn Hosajas, und alles Volk von klein bis gro\u00df vor.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Und sprachen zu dem Propheten Jirmejahu: Lass dich von uns erbitten, dass du f\u00fcr uns, f\u00fcr diesen ganzen \u00dcberrest, zum Herrn, deinem Gott, betest; denn wir sind wenige von vielen \u00fcbrig geblieben, wie deine Augen uns sehen<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Dass uns der Herr, dein Gott, den Weg zeige, darauf wir gehen sollen, und das, was wir zu tun haben.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Da sprach der Prophet Jirmejahu zu ihnen: Ich habe es geh\u00f6rt; ich bete zum Herrn, euerm Gott, nach euern Worten, und das Wort, das der Herr euch ank\u00fcndigt, werde ich euch wissen lassen; ich werde euch kein Wort vorenthalten.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Sie aber sprachen zu Jirmejahu: Es sei der Herr an uns ein wahrhafter, zuverl\u00e4ssiger Zeuge, dass wir ganz nach den Worten, womit der Herr, dein Gott, dich zu uns sendet, tun werden<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Sei es gut oder b\u00f6se, der Stimme des Herrn, unseres Gottes, zu welchem wir dich senden, werden wir gehorchen, auf dass es uns wohlergehe, wenn wir gehorchen der Stimme des Herrn, unseres Gottes.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Nach Verlauf von zehn Tagen, erging das Wort des Herrn an Jirmejahu:<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Er berief Johanan, den Sohn Kareahs, und all die Heeresobersten, die mit ihm und alles Volk von klein bis gro\u00df,<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Und sprach zu ihnen: Also spricht der Herr, Gott Israels, zu welchem ihr mich gesandt habt, um euer Bitten vor ihn zu bringen:<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Wenn ihr wohnen bleibt in diesem Lande, so werde ich euch bauen und nicht niederrei\u00dfen, euch pflanzen und nicht ausroden, denn ich bereue das B\u00f6se, das ich euch zugef\u00fcgt.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>F\u00fcrchtet euch nicht vor dem K\u00f6nige von Babel, vor dem ihr euch f\u00fcrchtet; f\u00fcrchtet euch nicht vor ihm, spricht der Herr, denn ich bin mit euch, euch zu helfen, euch zu retten aus seiner Hand.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ich werde euch [bei ihm] Erbarmen finden lassen, dass er Mitleid mit euch habe und euch zur\u00fcckkehren lasse in euer Land.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Wenn ihr aber sprechet: Wir wollen in diesem Lande nicht bleiben, so dass ihr der Stimme des Herrn, eures Gottes nicht gehorchet,<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Sondern sprechet: Nein! nach dem Lande \u00c4gypten wollen wir uns fl\u00fcchten, dass wir keinen Krieg sehen und keinen Posaunenschall h\u00f6ren und nach Brot nicht hungern, dort wollen wir bleiben;<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Nun denn, so h\u00f6re das Wort des Herrn \u00dcberrest von Jehuda! Also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Wenn ihr die Absicht habt nach \u00c4gypten zu gehen, und ihr gehet, da zu weilen;<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>So wird das Schwert, davor ihr euch f\u00fcrchtet, dort euch im Lande \u00c4gypten erreichen, und der Hunger, vor dem euch bange ist, wird sich dort in \u00c4gypten an euch h\u00e4ngen, und dort sollt ihr sterben.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Alle die M\u00e4nner, die ihr Augenmerk auf \u00c4gypten gerichtet, dorthin zu ziehen und zu bleiben, sollen durch Schwert, Hunger und Pest sterben; keiner soll dem Ungl\u00fcck entrinnen, das ich \u00fcber euch verh\u00e4nge.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Denn also spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Wie sich mein Zorn und mein Grimm \u00fcber die Bewohner Jerusalems ergossen hat, so wird sich mein Grimm \u00fcber euch ergie\u00dfen, wenn ihr nach \u00c4gypten gehet; ihr sollt werden zum Schwur und zum Entsetzen, zum Fluch und zum Hohne; ihr werdet diesen Ort nicht wiedersehen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Der Herr hat \u00fcber dich, \u00dcberrest Jehudas, ausgesprochen: Ihr sollt nicht nach \u00c4gypten gehen. Ihr sollt wissen, dass ich euch heute verwarne.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Denn ihr treibt Scherz um euer Leben; ihr habt mich gesandt zum Herrn, eurem Gott, und gesprochen: Bete f\u00fcr uns zum Herrn, unserm Gotte, und ganz wie der Herr, unser Gott, sprechen wird, also berichte uns, wir wollen es tun.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich habe euch heute nun alles gesagt, aber ihr gehorchet nicht der Stimme des Herrn, eures Gottes, in allem, womit er mich zu euch gesandt.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Nun denn wisset, dass ihr durch Schwert, Hunger und Pest sterben werdet an dem Orte, dahin ihr zu kommen verlanget, daselbst zu weilen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-43\">Kapitel 43<\/h2>\n<p><em>Die Flucht nach \u00c4ypten.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Als Jirmejahu aufgeh\u00f6rt hatte zu dem Volke zu reden all die Worte des Herrn, ihres Gottes, womit ihn der Herr, ihr Gott, zu ihnen gesandt hatte \u2014 alle obige Worte,<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Da sprachen Asarja, Sohn Hosajas, und Johanan, Sohn Kareahs, und alle hochm\u00fctigen M\u00e4nner zu Jirmejahu: L\u00fcgen redest du! Der Herr, unser Gott, hat dich nicht beauftragt zu sprechen: Ihr sollt nicht nach \u00c4gypten gehen, daselbst zu weilen,<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Sondern Baruch, Sohn des Nerija, hetzt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der Chald\u00e4er zu liefern, dass man uns t\u00f6te oder uns nach Babel f\u00fchre.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Also h\u00f6rten Johanan, Sohn Kareahs, und alle Heeresobersten und das Volk nicht auf die Stimme des Herrn, im Lande Jehuda zu bleiben.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Johanan, Sohn Kareahs, und die Heeresobersten nahmen den ganzen \u00dcberrest von Jehuda, der zur\u00fcckgekehrt war aus all den V\u00f6lkern, wohin sie versprengt worden, um zu weilen im Lande Jehuda:<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Die M\u00e4nner, die Frauen, die Kinder, die T\u00f6chter des K\u00f6nigs und alle Personen, die Nebusaradan, Oberster der Leibw\u00e4chter, zur\u00fcckgelassen hatte mit Gedalja, Sohn Ahikams, Sohnes Safan, und dem Propheten Jirmejahu und Baruch, Sohn Nerijas,<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Und zogen in das Land \u00c4gypten, denn sie hatten nicht gehorcht der Stimme des Herrn, und kamen nach Tachpanches [Daphnes].<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Jirmejahu in Tachpanches also:<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Nimm mit deiner Hand gro\u00dfe Steine und verbirg sie in M\u00f6rtel in dem Ziegelofen, der am Eingange des Hauses Pharaos in Tachpanches vor den Augen der M\u00e4nner, der Jud\u00e4er.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Und sprich zu ihnen: Also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich lasse meinen Knecht Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, kommen und stelle seinen Thron auf diese Steine, die ich verborgen, und er soll sein Prachtzelt dar\u00fcber aufspannen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Er wird kommen und \u00c4gypten niederwerfen, [die Einwohner] verfallen dem Tode [w\u00e4hrend der Belagerung], der Gefangenschaft oder dem Schwert.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ich werde Feuer anz\u00fcnden in den H\u00e4usern der G\u00f6tter \u00c4gyptens; er wird sie verbrennen oder gefangen nehmen und das Land \u00c4gypten zusammenrollen, wie der Hirt sein Gewand sich rollt, und er wird herausgehen von dort in Frieden.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Er wird zerbrechen die Stands\u00e4ulen von Bet-Semes [Heliopolis] im Lande \u00c4gypten, und die H\u00e4user der G\u00f6tter der \u00c4gypter wird er verbrennen in Feuer.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-44\">Kapitel 44<\/h2>\n<p><em>\u00dcber die Fl\u00fcchtlinge in \u00c4gypten.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches an Jirmejahu erging wegen der Jud\u00e4er, die sich im Lande \u00c4gypten aufhielten: in Migdal, Tachpanches und Nof, im Lande Patros:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ihr habt gesehen all das Ungl\u00fcck, das ich gebraht \u00fcber Jerusalem und \u00fcber all die St\u00e4dte Jehudas; sie sind diesen Tag w\u00fcst und niemand wohnt darin.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>[Das geschah] wegen ihrer Bosheit, die sie ver\u00fcbt, mich zu kr\u00e4nken, weil sie fremden G\u00f6ttern gedient und geopfert, die sie nicht gekannt, ihr und eure V\u00e4ter.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Ich sandte euch Tag f\u00fcr Tag meine Knechte, die Propheten und sprach: Thut doch nicht diese Gr\u00e4ueldinge, die ich hasse.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Aber sie h\u00f6rten nicht und neigten nicht ihr Ohr, zu lassen von ihrer Bosheit, dass sie nicht fremden G\u00f6ttern R\u00e4ucherwerk darbringen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Es ergo\u00df sich daher mein Grimm und mein Zorn und entbrannte in den St\u00e4dten Jehudas und in den Stra\u00dfen Jerusalems, und sie wurden Tr\u00fcmmer, eine \u00d6de, wie sie jetzt sind.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Und nun spricht also der Herr, der Gott Zebaot, der Gott Israels: Warum f\u00fcget ihr euch selbst so gro\u00dfes Leid zu, dass er von euch ausrotten soll Mann und Frau, Kind und S\u00e4ugling aus Jehuda, dass er euch seinen \u00dcberrest lasse?<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Mich zu kr\u00e4nken durch euer Tun, zu r\u00e4uchern fremden G\u00f6ttern im Lande \u00c4gypten, wohin ihr kamet, daselbst zu weilen, auf dass er euch ausrotte und auf dass ihr werdet zum Fluch und zum Hohne unter allen V\u00f6lkern der Erde?<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Habt ihr vergessen die b\u00f6sen Taten eurer V\u00e4ter und der K\u00f6nige von Jehuda und ihrer Frauen? ebenso eure b\u00f6sen Taten und die eurer Frauen, die sie ver\u00fcbt im Lande Jehuda und in den Stra\u00dfen von Jerusalem?<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Noch sind sie nicht gedem\u00fctigt bis auf diesen Tag; sie f\u00fcrchten sich nicht und wandeln nicht nahc meiner Lehre und nach meinen Satzungen, die ich euch vorgelegt und euren V\u00e4tern.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Wahrlich, spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich richte meinen Zornblick gegen euch zum B\u00f6sen, ganz Jehuda auszurotten.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Ich bestimme die \u00dcbriggebliebenen von Jehuda, die sich nach \u00c4gypten gewendet, dahin einzuwandern, dass sie in \u00c4gypten v\u00f6llig aufgerieben werden; sie werden durch das Schwert fallen oder durch Hunger aufgerieben, dass sie zum Schwur, zum Entsetzen, zum Fluch und zum Schimpf werden.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Ich werde die in \u00c4gypten wohnenden [Jud\u00e4er] heimsuchen, wie ich die Bewohner von Jerusalem heimgesucht habe, mit Krieg, Hunger und Pest.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Es wird niemand sich fl\u00fcchten oder entrinnen von dem \u00dcberrest Jehudas, der nach \u00c4gypten ausgewandert ist, dort zu weilen. Sie werden nicht nach Jehuda zur\u00fcckkehren, worauf sie ihre Hoffnung setzen, heimzukehren und dort zu bleiben; denn auch nur als Fl\u00fcchtlinge werden sie nicht heimkehren.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Da antworteten alle M\u00e4nner, die wussten, dass ihre Frauen fremden G\u00f6ttern r\u00e4ucherten, und alle Frauen, die da standen in gro\u00dfer Menge, und alles Volk, das in Patros, im Lande \u00c4gypten, wohnte, dem Jirmejahu:<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Das Wort, das du zu uns geredet im Namen des Herrn, darin geben wir dir kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Sondern wir werden ganz so tun, wie wir beschlossen haben, der Himmelsk\u00f6nigin zu r\u00e4uchern und ihr Spenden auszugie\u00dfen, wie wir getan, wir und unsere V\u00e4ter, unsere K\u00f6nige und unsere F\u00fcrsten in den St\u00e4dten Jehudas und in den Stra\u00dfen Jerusalems; damals hatten wir satt zu essen und waren gl\u00fccklich und sahen kein Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Seitdem wir aber unterlie\u00dfen, der Himmelsk\u00f6nigin zu r\u00e4uchern und ihr Spenden auszugie\u00dfen, haben wir Mangel an allem, und wir gehen durch Krieg und Hunger zu Grunde.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Und wenn wir der Himmelsk\u00f6nigin r\u00e4uchern und ihr Spenden ausgie\u00dfen, [sprachen die Frauen], haben wir etwa ohne Willen unserer M\u00e4nner ihr Kuchen gemacht f\u00fcr ihren Dienst und ihr spenden ausgegossen?<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Da sprach Jirmejahu zu all dem Volke, zu den M\u00e4nnern und zu den Frauen also zu allen, die ihm so geantwortet hatten:<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>War es doch dies R\u00e4uchern, das ihr veranstaltet in den St\u00e4dten Jehudas und in den Stra\u00dfen Jerusalems, ihr und eure V\u00e4ter, eure K\u00f6nige und eure F\u00fcrsten und das Volk des Landes, dessen der Herr sich erinnert hat, und es kam ihm in den Sinn.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Und da es der Herr nicht mehr zu ertragen vermochte wegen eurer b\u00f6sen Hanlungen, wegen der Gr\u00e4uel, die ihr ver\u00fcbt, so wurde euer Land zu Tr\u00fcmmern, zum entsetzen und zum Fluche, leer an Bewohnern, wie es jetzt ist.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Weil ihr ger\u00e4uchert und ges\u00fcndigt habt gegen den Herrn und habt nicht gehorcht der Stimme des Herrn, und nach seiner Lehre und seinen Satzungen und seinen Zeugnissen seid ihr nicht gewandelt, darum hat euch dieses Ungl\u00fcck getroffen, wie es jetzt geschehen.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Jirmejahu sprach [weiter] zu dem Volke und zu den Frauen: H\u00f6ret das Wort des Herrn, ganz Jehuda, das in \u00c4gypten weilt. <sup>25<\/sup>So spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ihr und eure Frauen habt geredet mit eurem Munde und dann vollbracht mit euren H\u00e4nden, was ihr sprechet: Wir wollen unser Gel\u00fcbde erf\u00fcllen, die wir angelobt, zu r\u00e4uchern der Himmelsk\u00f6nigin und ihr Spenden auszugie\u00dfen; haltet nur euer Gel\u00fcbde und tut, was ihr angelobet. <sup>26<\/sup>Nun, vernehmet das Wort des Herrn, ganz Jehuda, die ihr wohnet im Lande \u00c4gypten: Ich habe geschworen bei meinem gro\u00dfen Namen, spricht der Herr, ob jemals noch genannt wird mein Name im Munde irgend eines Jud\u00e4ers in ganz \u00c4gypten, dass er schw\u00f6re: So wahr Gott, der Herr, lebt! <sup>27<\/sup>Ich wache \u00fcber sie zum B\u00f6sen und nicht zum Guten: alle M\u00e4nner von Jehuda, die im Lande \u00c4gypten sind, sollen aufgerieben werden durch Krieg und Hunger, bis sie dahin sind. <sup>28<\/sup>Die vom Schwert Entronnenen sollen zur\u00fcckkehren aus dem Lande \u00c4gypten in das Land Jehuda, ein kleines H\u00e4uflein, und erkennen soll der ganze \u00dcberrest Jehudas, der gekommen in das Land \u00c4gypten, da zu weilen, wessen Wort bestehen wird, das meine oder das ihre. <sup>29<\/sup>Dies sei auch das Zeichen, spricht der Herr, dass ich euch strafe an diesem Orte, auf dass ihr erkennet, dass sich best\u00e4tigen werden meine Worte an euch zum Ungl\u00fcck. <sup>30<\/sup>Also spricht der Herr: Ich gebe Pharao Hofra, K\u00f6nig von \u00c4gypten, in die Hand seiner Feinde, in die Hand derer, die ihm nach dem Leben trachten, wie ich Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, in die Hand seines Feindes Nebukadnezar, K\u00f6nigs von Babel, gegeben, der ihm nach dem Leben trachtete.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-45\">Kapitel 45<\/h2>\n<p><em>\u00dcber Baruch.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches der Prophet Jirmejahu zu Baruch, Sohn Nerijas, geredet, da er diese Worte schrieb in das Buch aus dem Munde Jirmejahus im vierten Regierungsjahre des Jojakim, Sohnes Josija, K\u00f6nigs von Jehuda:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>So spricht der Herr, Gott Israels, \u00fcber dich Baruch.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Du hast gesprochen: Wehe mir! denn der Herr hat mir noch mehr Kummer zu meinem Leid gef\u00fcgt; ich bin erm\u00fcdet in meinem Seufzen und finde keine Ruhe.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Sprich also zu ihm: so hat gesprochen der Herr: Was ich gebaut, rei\u00dfe ich nieder, was ich gepflanzt, rode ich aus, und so ist es mit dem ganzen Lande.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Und du wolltest f\u00fcr dich Gro\u00dfes verlangen? Verlange es nicht, denn ich bringe Ungl\u00fcck \u00fcber alle Wesen, spricht der Herr, [und es mu\u00df dir gen\u00fcgen], dass ich dir dein Leben zur Beute gebe [da du dein Leben retten wirst] an allen Orten, dahin du kommst.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-46\">Kapitel 46<\/h2>\n<p><em>\u00dcber \u00c4gyptens Fall.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort des Herrn, welches an den Propheten Jirmejahu erging \u00fcber die andern Nationen;<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Wegen \u00c4gyptens, \u00fcber das Heer des Pharao Necho, K\u00f6nigs von \u00c4gypten, das am Strome Euphrat bei Kerkemis stand, welches Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, geschlagen im vierten Regierungsjahre des Jojakim, Sohnes Josijas, K\u00f6nigs von Jehuda:<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>R\u00fcstet nun Schild und Tartsche und r\u00fcckt zum Kampfe vor!<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Spannet die Rosse an und besteigt die Pferde; stellet euch in den Helmen auf, putzet die Spie\u00dfe, leget an die Panzer!<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Warum sahe ich sie aber zaghaft werden und zur\u00fcckweichen? Dass ihre Helden zerschmettert sind und in die Flucht st\u00fcrzen, ohne sich umzusehen? Grauen von allen Seiten! spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Es soll nicht der Schnellf\u00fc\u00dfige entkommen und der Starke niht entrinnen. Im Norden, am Ufer des Stromes Euphrat, straucheln sie und fallen.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wer war es, der wie der Nil emporschwillt, dessen Fluten wie Str\u00f6me brausen?<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Es ist das \u00e4gyptische Volk, das wie der Nil emporschwillt und wie Str\u00f6me brausen seine Fluten, denn es spricht: Ich will emporsteigen, das Land bedecken, die Stadt und ihre Bewohner vernichten.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Besteiget die Rosse und tummelt euch, ihr Wagenlenker; lasset ausziehen die Starken, Kusch und Put, die den Schild f\u00fchren, und Lydier, die Sch\u00fctzen, die den Bogen spannen.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Dieser Tag gilt Gott, dem Herrn Zebaot, als ein Tag der Rache, sich zu r\u00e4chen an seinen Feinden. Das Schwert soll fressen und sich s\u00e4ttigen und trunken werden an ihrem Blute; denn ein Opfer h\u00e4lt Gott, der Herr Zebaot, im Lande des Nordens, am Strome Euphrat.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Gehe hin nach Gilead und nimm Balsam, o \u00e4gyptisches Volk! Aber umsonst nimmst du viele Heilmittel, dir wird keine Genesung.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Die V\u00f6lker h\u00f6ren deine Schmach, und deines Jammers ist die Erde voll; denn ein Krieger strauchelt \u00fcber den andern, \u00fcbereinander fallen sie beide.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Das Wort, welches der Herr geredet zu dem Propheten Jirmejahu bei der Ankunft Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, um das Land \u00c4gypten zu bezwingen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Verk\u00fcndet in \u00c4gypten und rufet aus in Migdol, rufet auch aus in Nof und in Tachpanches; sprechet: Stelle dich auf und richte dich [zum Verteidigungskampf], denn um dich her fri\u00dft das Schwert.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Warum ist deine Heldenschaar gest\u00fcrzt? Sie h\u00e4lt nicht Stand, denn der Herr warf sie nieder.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Viele st\u00fcrzen, einer f\u00e4llt \u00fcber den andern und sie sprechen: Auf, lasset uns zur\u00fcckkehren zu unserm Volke und in unser Geburtsland vor dem grausigen Schwerte.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Seitdem nennt man Pharao, den K\u00f6nig von \u00c4gypten, Prahler, denn er hat stets die Zeit vers\u00e4umt.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>So wahr ich lebe, spricht der K\u00f6nig, Herr Zebaot ist sein Name, dass [der Feind] m\u00e4chtig wie Tabor unter den Bergen und wie Karmel am Meere heranzieht.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Bereite die Ger\u00e4te zur Auswanderung, o Einwohnerschaft und Nation von \u00c4gypten; denn Memphis wird eine \u00d6de werden, verw\u00fcstet und seiner Einwohner beraubt.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Du allersch\u00f6nste F\u00e4rse \u00c4gypten, vom Norden her wird dir das Joch auferlegt werden.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Auch den S\u00f6ldlingen, die bei ihr sind, ergeht es wie Mastk\u00e4lbern; auch sie wenden sich und fliehen alle, sie halten nicht Stand; denn der Tag ihres Sturzes kommt \u00fcber sie, die Zeit, wo es an ihnen geahndet wird.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ihre Stimme gleicht dem Wimmern einer Schlange, denn mit Kriegsmacht ziehen sie heran und mit \u00c4xten kommen sie \u00fcber sie, wie Holzhauer.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Sie hauen um ihren Wald, spricht der Herr, sei er auch undurchdringlich; obgleich sie zahlreicher als Heuschreuen, obgleich sie zahllos sind.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Zu Schanden geworden is die \u00e4gyptische Nation, sie ist gegeben in die Hand des nordischen Volkes.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Es spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: Ich ahnde an Amon von No, an Pharao und an \u00c4gypten, an ihren G\u00f6ttern und ihren K\u00f6nigen, wie an Pharao so an denen, die auf ihn vertrauen.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Ich gebe sie in die H\u00e4nde derer, die ihnen nach dem Leben trachten, in die Hand Nebukadnezars, K\u00f6nigs von Babel, und in die Hand seiner Diener; hernach aber soll es bewohnt sein wie in den Tagen der Vorzeit, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Du aber f\u00fcrchte nicht, mein Knecht Jakob, und zage nicht, Israel; denn ich erl\u00f6se dich aus der Ferne und deine Nachkommen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft, Jakob wird zur\u00fcckkehren und ruhig bleiben und sorgenlos; niemand soll ihn st\u00f6ren.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>F\u00fcrchte nicht mein Knecht Jakob, spricht der Herr, denn ich bin mit dir. Wenn ich auch alle V\u00f6lker, unter welche ich dich versto\u00dfen, vernichte, dich vernichte ich nicht. Ich werde dich z\u00fcchtigen mit Ma\u00df, um es dir nicht straflos hingehen zu lassen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-47\">Kapitel 47<\/h2>\n<p><em>\u00dcber den Fall der Philisterst\u00e4dte.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort des Herrn, das an den Propheten Jirmejahu ergangen war, bevor Pharao Gasa besiegte.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Also spricht der Herr: Fluten steigen auf vom Norden und werden wie ein rei\u00dfender Strom; sie werden das Land \u00fcberschwemmen und was es erf\u00fcllet, die Stadt und ihre Bewohner; es sollen wehklagen die Menschen und heulen alle Bewohner des Landes.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Vor dem L\u00e4rm der stampfenden Hufe seiner gewaltigen Rosse, vor dem St\u00fcrmen seiner Wagen, dem Tosen seiner R\u00e4der. V\u00e4ter werden sich vor Mutlosigkeit nicht nach ihren Kindern umsehen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Wegen des Tages der da kommt, zu vernichten alle Philister, auszurotten von Tyrus und Zidon jeden Rest eines Beistandes; denn der Herr vernichtet die Philister, den \u00dcberrest des Eilandes Kaftor.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Kahles Haupt bekommt Gasa, Aschkelon vergeht, der \u00dcberrest ihres Thales. Wie lange wirst du dir Schnitte [in deinen K\u00f6rper als Zeichen der Trauer] machen?<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>O, Schwert des Herrn, wie lange willst du rastlos bleiben? Ziehe dich zur\u00fcck in dene Scheide, beruhige dich und sei still. <sup>7<\/sup>Doch wie kannst du rasten, da der Herr es entboten? Wider Aschkelon und wider die Meeresk\u00fcste \u2014 dahin hat er es beschieden!<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-48\">Kapitel 48<\/h2>\n<p><em>\u00dcber Moabs Fall.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>\u00dcber Moab. Also spricht der Herr Zebaot, der Gott Israels: O, \u00fcber Moab, denn es ist niedergeworfen. Zu Schanden geworden und erobert ist Kirjataim, zu Schanden geworden und zusammengebrochen die Hochburg<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Dahin ist die Herrlichkeit Moabs ; in Cheschbon haben die [Feinde] \u00fcber dasselbe Unheil beschlossen: Wir wollen es ausrotten, dass es aufh\u00f6re eine Nation zu sein. Du, o Madmena, wirst verstummen, das Schwert wird dir folgen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Geschrei erscholl aus Horonaim, Verderben und gro\u00dfer Schaden.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Zusammengebrochen ist Moab, ihre Jugend wehklagt!<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Denn der Aufstieg von Luhit wird mit Weinen betreten; auf dem Abhange von Horonaim h\u00f6rt man Wehgeschrei und Jammern.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Fliehet, rettet euer Leben und werdet wie eine Tamariske in der W\u00fcste!<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Denn weil du dich verlassen auf deinen Erwerb und auf deine Sch\u00e4tze, wirst du auch bezwungen. Kemos wandert mttsamt den Priestern und F\u00fcrsten in die Verbannung.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Es kommt der Verw\u00fcster \u00fcber jede Stadt, keine Stadt wird entrinnen, es wird zu Grunde gehen das Thal und die Ebene vertilgt werden, weil der Herr so beschlossen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Gebet Moab Fl\u00fcgel, denn es mu\u00df davonfliegen; seine St\u00e4dte werden ver\u00f6det sein, von niemandem bewohnt.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Verflucht, wer das Werk des Herrn l\u00e4ssig betreibt, verflucht, wer sein Schwert dem Blute entzieht.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Ruhe hatte Moab von seiner Jugend an, es lag still auf seiner Hefe; es wurde nicht geleert von einem Gef\u00e4\u00df in das andere, in die Verbannung ging es ninht. Darum ist ihm sein Geschmack geblieben, sein Duft ist nicht verflogen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Aber es kommen Tage, spricht der Herr, und ich sende ihm Schr\u00f6ter, dass sie es ausschroten; sie sollen seine Gef\u00e4\u00dfe leeren und seine Schl\u00e4uche zerschlagen.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Moab wird zu Schanden trotz Kemos wie das Haus Israel trotz Bet-El, auf das sie vertrauten, zu Schanden wurde.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Wie wollt ihr sprechen: Helden sind wir und t\u00fcchtige M\u00e4nner zum Kriege?<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Verw\u00fcstet ist Moab und seine St\u00e4dte sind erst\u00fcrmt, seine auserlesenen J\u00fcnglinge sinken zur Schlachtbank, spricht der K\u00f6nig, Herr Zebaot ist sein Name.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Nahe bevorstehend ist der Sturz Moabs und das Unheil eilet sehr. \u2014<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Bedauert es all seine Umwohner und alle, die seinen Namen kennen, klaget: Wie ist zerbrochen der m\u00e4chtige Stab, der herrliche Stock!<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Steig hernieder aus der reichen F\u00fclle und setze dich hin in d\u00fcrres Land, Einwohnerschaft, Volkschaft Dibon, denn der Verw\u00fcster Moabs kommt \u00fcber dich, er verdirbt deine Vesten.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>An den Weg stelle dich und schaue aus, Einwohnerschaft von Aro\u00ebr! Frage die, welche fliehen und entrinnen: Was ist geschehen?<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Besch\u00e4mt ist Moab, denn es ist zusammengebrochen; heult und schreit, verk\u00fcndet am Arnon, dass Moab \u00fcberw\u00e4ltigt ist.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Das Strafgericht ist hereingebrochen \u00fcber das Land der Ebene, \u00fcber Holon und \u00fcber Jahza und \u00fcber Mefaat;<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>\u00dcber Dibon und \u00fcber Nebo und \u00fcber Bet-Diblataim;<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>\u00dcber Kirjataim und \u00fcber Bet Gamul und \u00fcber Bet Meon;<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>\u00dcber Kerijot und \u00fcber Bozra; \u00fcber alle St\u00e4dte des Landes Moab, die fernen und die nahen.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Abgehauen ist das Horn Moabs und sein Arm zerbrochen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Macht es trunken! denn gegen Gott hat es sich erhoben. Meoab soll hinst\u00fcrzen in seinem Erbrechen und zum Gesp\u00f6tt werden.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Denn war dir nicht Israel zum Gesp\u00f6tt? War es unter Dieben ertappt, dass du dich im Reden von ihm sch\u00fctteltest?<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Verlasset die St\u00e4dte und wohnet unter Felsen, Bewohner Moabs! Ihr sollt der Taube gleich sein, die an den seiten der Grubenl\u00f6cher nistet.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, es \u00fcberhebt sich sehr: seine Hoffart, seinen Hochmut, seinen \u00dcbermut und seinen stolzen Sinn.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Ich kenne, spricht der Herr, sein Auffahren; sein Denken und sein Tun ist unwahr.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Darum jammere ich um Moab, und um ganz Moab wehklage ich, um die M\u00e4nner von Kir Heres seufzet man.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Beim Weinen um Jaser beweine ich dich, Sibmas Weinstock, deine Ranken ragen weit \u00fcber das Meer, bis an das Meer von Jaser reichen sie. In deine Fruchtlese und deine Weinlese f\u00e4llt der Verw\u00fcster.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Dahin ist Freude und Fr\u00f6hlichkeit aus dem Fruchtgefilde uud aus dem Lande Moab, den Wein aus der Kelter habe ich aufh\u00f6ren lassen. Man keltert nicht mehr unter Freudengeschrei \u2014 Schlachtgeschrei, nicht Freudengeschrei!<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Das Geschrei Cheschbons wird geh\u00f6rt bis Elale, bis Jahaz erheben sie ihre Stimme, von Zoar bis Horonaim und bis zum dritten Eglat, denn auch die Fluten von Nimrim werden verw\u00fcstet sein.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Ich werde vernichten in Moab, spricht der Herr, alle, die auf die H\u00f6he steigen und seinem Gotte r\u00e4uchern.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Darum st\u00f6hnt mein Herz um Moab gleich Fl\u00f6ten; mein Herz st\u00f6hnt um die M\u00e4nner von Kir Heres Fl\u00f6ten gleich, denn den Rest des Erwerbes b\u00fc\u00dfen sie ein.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Denn auf jedem Haupt ist Glatze und jeder Bart verk\u00fcrzt. In allen H\u00e4nden sind Einschnitte und an den Lenden S\u00e4cke.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Auf all den D\u00e4chern Moabs und in seinen Stra\u00dfen ist laute Klage. Denn ich zerbreche Moab wie ein wertloses Gef\u00e4\u00df, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>Wie ist es gebrochen! Heulet! Wie hat Moab den R\u00fccken gewandt, ist zu Schanden. Moab wird zum Gesp\u00f6tt und zur Angst f\u00fcr alle seine Umwohner sein.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Denn also spricht der Herr: Wie der Adler fliegt [der Feind] und breitet seine Fittiche \u00fcber Moab aus.<\/p>\n<p><sup>41<\/sup>Erobert sind die St\u00e4dte und bezwungen die Bergveste; das Herz der Helden Moabs wird an jenem Tage dem Herzen eines Weibes in Kindesn\u00f6ten gleichen.<\/p>\n<p><sup>42<\/sup>Moab wird vertilgt, dass es aufh\u00f6rt ein Volk zu sein, denn wider den Herrn hat es sich erhoben.<\/p>\n<p><sup>43<\/sup>Best\u00fcrzung und Grube und Garn \u00fcber dich, Bewohner Moabs, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>44<\/sup>Wer vor Best\u00fcrzung flieht, f\u00e4llt in die Grube, und wer heraufkommt aus der Grube, f\u00e4ngt sich in dem Garn, denn ich bringe \u00fcber Moab das Jahr seiner Ahndung, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>45<\/sup>Im Schatten Cheschbons halten still und ohnm\u00e4chtig die Fl\u00fcchtlinge, denn ein Feuer ging aus von Cheschbon und eine Flamme hervor aus Sichon; es fra\u00df die Seite Moabs und den Scheitel der Hochm\u00fctigen.<\/p>\n<p><sup>46<\/sup>Weh dir, Moab, verloren is das Volk des Kemos, denn deine S\u00f6hne wurden zu Gefangenen gemacht und deine T\u00f6chter zu Sklavinnen.<\/p>\n<p><sup>47<\/sup>Aber ich stelle Moab wieder her in sp\u00e4ter Zeit, spricht der Herr. So weit das Gericht \u00fcber Moab.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-49\">Kapitel 49<\/h2>\n<p><em>\u00dcber die Ammoniter und andere V\u00f6lkerschaften.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>\u00dcber die Ammoniter. Also spricht der Herr: Hat Israel keine Kinder, hat es keine Erben? Warum besitzt Malkam Gad, und die Ammoniter bewohnen dessen St\u00e4dte.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Nun, es kommen Tage, spricht der Herr, und ich lasse erschallen \u00fcber Rabbat der Ammoniter L\u00e4rm des Krieges; es soll zum w\u00fcsten Schutthaufen werden und seine Tochterst\u00e4dte sollen in Feuer verbrannt werden. Vertreiben wird Israel seine Vertreiber, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Heule Cheschbon, denn verw\u00fcstet ist Ai! Wehklaget, ihr T\u00f6chter Rabbas, g\u00fcrtet S\u00e4cke um, klaget und schweifet umher in den H\u00fcrden! Denn Malkam wird in die Verbannung gehen mitsamt seinen Priestern und seinen F\u00fcrsten.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Was r\u00fchmst du dich der Th\u00e4ler, deiner fruchtbaren Gefilde, du verwilderte Nation, die auf ihre Sch\u00e4tze vertraut [und denkt]: Wer kann \u00fcber mich kommen?<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Ich bringe \u00fcber dich Best\u00fcrzung, spricht der Herr, Gott Zebaot, von all deinen Umwohnern; ihr sollt weggesto\u00dfen werden, jeder vor sich hin, und niemand sammelt die Fl\u00fcchtigen.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Aber nachher stelle ich das Reich der Ammoniter wieder her, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>\u00dcber Edom. Also spricht der Herr Zebaot: Ist keine Weisheit mehr in Teman? der Klugen guter Rat abhanden gekemmens? ihre Weisheit verdorben?<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Sie fl\u00fcchten, wenden sich, steigen tief hinunter, die Bewohner von Dedan; denn \u00fcber Esau bringe ich Sturz, die Zeit, da ich an ihm ahnde.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Wenn Winzer \u00fcber dich gekommen sind, lie\u00dfen sie nicht Nachlese \u00fcbrig? Oder sind Diebe in der Nacht [eingevrochen], so pl\u00fcndern sie doch nur bis zur Gen\u00fcge.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Aber ich habe Esau entbl\u00f6\u00dft, seins Schlupfwinkel aufgedeckt, dass er sich nicht verstecken kann. Verw\u00fcstet ist seine Nachkommenschaft, seine Br\u00fcder und seine Nachbarn, es ist nichts mehr von ihm.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>\u00dcberlasse deine Waisen [mir]; ich erhalte sie am Leben, und deine Witwen sollen auf mich vertrauen.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Denn also spricht der Herr: Diejenigen, denen es nicht, den Becher [des Verderbens] zu trinken, m\u00fcssen davon trinken, und du wolltest frei ausgehen? Du wirst nicht frei ausgehen, sondern trinken wirst du.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Denn bei mir hab ich geshworen, spricht der Herr, dass zum Entsetzen, zum Hohne, zur Verw\u00fcstung und zum Fluche soll Bozra sein, alle seine St\u00e4dte zu ewigen Tr\u00fcmmern.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Eine Kunde hab\u2019 ich vernommen vom Herrn, und ein Bote ist unter die V\u00f6lker gesandt: sammelt euch, kommet \u00fcber es her und macht euch auf zum Kriege!<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Denn klein hab\u2019 ich dich hingestellt unter den V\u00f6lkern, gering geachtet unter den Menschen.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Zu deiner Schande bet\u00f6rte dich dein Hochmut, der du Felsenh\u00f6hlen bewohnst, ragende Gipfel inne hast. Ob du dem Adker gleich dein Nest hoch machst, von da st\u00fcrze ich dich herab, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Edom soll zum Entsetzen werden; wer dann vor\u00fcberziehet, wird sich entsetzen und zischen ob all seinen Plagen.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wie die Zerst\u00f6rung von Sodom und Gemorrha und ihre Nachbarn, spricht der Herr, soll auch kein Mann dort wohnen und kein Menschensohn darin weilen.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Wie ein L\u00f6we bei der Hochflut des Jordan losbricht, [so lasse ich den Feind los] gegen die feste Wohnung; denn ich reize ihn und lasse ihn \u00fcber sie hin eilen; und wo ein junger [kr\u00e4ftiger] ist, den r\u00fcste ich gegen sie. Wer ist mir gleich, und wer m\u00f6chte mich \u00fcberw\u00e4ltigen? und wer ist der Hirt, der vor mir best\u00fcnde?<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Darum vernehmet den Beschlu\u00df des Herrn, den er \u00fcber Edom gefa\u00dft, und seine Anschl\u00e4ge, die er sinnt \u00fcber die Bewohner Temans. Die Hirtenbuben sollen sie schleifen, ihre Wohnung soll \u00fcber ihnen in Tr\u00fcmmer verwandelt werden!<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Von dem Dr\u00f6hnen ihres Sturzes bebt die Erde, des Jammers Stimme wird am Roten Meere geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Wie ein Adler kommt [der Feind] herauf und fliegt; er breitet seine Fittiche \u00dcber Bozra, dann wird das Herz der Helden Edoms an jenem Tage gleich dem eines Weibes in Kindesn\u00f6ten. \u2014<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>\u00dcber Damaskus. Besch\u00e4mt ist Hamat und Arpad, denn b\u00f6se Kunde haben sie vernommen und verzagen; es ist in einem Meere von Sorge, es hat keine Ruhe.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Erschlafft ist das Volk von Damaskus, es wendet sich zur Flucht, und Zittern ergreift es, Angst und Wehen fassen es wie eine Geb\u00e4rerin.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Wie ist sie verlassen, die Stadt des Ruhms, die Veste der Wonne!<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Denn ihre J\u00fcnglinge fallen in den Stra\u00dfen, und all die Kriegsm\u00e4nner gehen an jenem Tage unter, spricht der Herr Zebaot.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Ich werde Feuer anz\u00fcnden an der Mauer von Damaskus, dass es fresse die Pal\u00e4ste Benhadads. \u2014<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>\u00dcber Kedar und die Reiche von Hazor, die Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, geschlagen. Also spricht der Herr: Auf, ziehet wider Kedar und verw\u00fcstet die S\u00f6hne des Morgenlandes!<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Ihre Zelte und ihre Schafe werden genommen, ihre Zelte und alle ihre Ger\u00e4te; ihre Kamele f\u00fchren sie sich davon, und man ruft ihnen zu: Schrecken von allen Seiten!<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Fl\u00fcchtet! fliehet aus allen Kr\u00e4ften! steigt tief herab, Bewohner Hazors, spricht der Herr, denn Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, hat gegen euch einen Beschlu\u00df gefa\u00dft und b\u00f6se Anschl\u00e4ge gegen euch geplant.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Auf, ziehet gegen das sorglose und sich sicher w\u00e4hnende Volk, spricht der Herr; Es hat nicht T\u00fcre und Riegel, es wohnt abgesondert.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Ihre Kamele sollen erbeutet werden und die Menge ihres Viehes gepl\u00fcndert. Ich will die mit gestutztem Haar nach allen Richtungen zerstreuen, und von allen Seiten bring ich ihren Sturz, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Hazor soll zur Wohnung der Schakale werden, eine \u00d6de f\u00fcr immer, dort soll kein Mann wohnen, und kein Menschensohn darin weilen. \u2014<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Das Wort des Herrn, das an den Propheten Jirmejahu \u00fcber Elom erging, im Anfange der Regierung des Zidkija, K\u00f6nigs von Jehuda:<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: Ich zerbreche den Bogen Elams, ihre vornehmste St\u00e4rke.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Ich bringe \u00fcber Elam vier Winde von den vier Enden des Himmels und zerstreue sie nach allen Windrichtungen; es wird kein Volk geben, unter dem sich nicht Fl\u00fcchtlinge von Elam befinden.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Ich werde Elam zerschmettern vor ihren Feinden und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten. Ich will \u00fcber sie Ungl\u00fcck bringen, meine Zornesglut, spricht der Herr. Ich schickke das Schwert hinter ihnen her, bis ich sie aufgerieben.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Ich will meinen Thron in Elam aufstellen, aber ihre K\u00f6nige und F\u00fcrsten vernichten, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>In sp\u00e4ter Zeit jedoch stelle ich das Reich Elams wieder her, spricht der Herr.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-50\">Kapitel 50<\/h2>\n<p><em>\u00dcber Babels Sturz.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Das Wort, welches der Herr \u00fcber Babel, \u00fcber das Land der Chald\u00e4er, durch den Propheten Jirmejahu verk\u00fcndete:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Verk\u00fcndet unter den V\u00f6lkern, rufet es laut aus und erhebet ein Panier, rufet es ohne Unterlass aus! Sprechet: Bezwungen ist Babel, zu Schanden Bel, zerbrochen Merodach zu Schanden sind ihre G\u00f6tzen, zerbrochen ihre Bilder.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Denn ein Volk von Norden ist \u00fcber sie gekommen; es wird sein Land zur \u00d6de machen, dass kein Bewohner darin sei: Menschen und Vieh sind entwichen, davongezogen.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>In jenen Tagen und in jener Zeit, spricht der Herr, werden die Israeliten mitsamt den Jud\u00e4ern weinend [nach Pal\u00e4stina] zur\u00fcckkommen und da den Herrn, ihren Gott, suchen.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Nach Zijon werden sie fragen, auf den Weg dahin ist ihr Angesicht gerichtet; sie werden kommen und sich anschlie\u00dfen an den Herrn zu einem unverge\u00dflichen Bunde.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Wie verlorene Schafe war mein Volk, ihre Hirten leiteten sie irre, auf den Bergen lie\u00dfen sie sie schweifen; sie gingen von Berg zu H\u00fcgel und verga\u00dfen ihre Lagerst\u00e4tte.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Wer sie traf, fra\u00df sie, und ihre Feinde sprachen: Wir werden nicht b\u00fc\u00dfen, weil sie gegen den Herrn ges\u00fcndigt in der Wohnung der Gerechtigkeit, und gegen den Hort ihrer V\u00e4ter, den Herrn.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Entweichet aus Babel, ziehet aus dem Lande der Chald\u00e4er und seid gleich den B\u00f6cken vor den Schafen.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Denn ich errege und bringe \u00fcber Babel eine Menge m\u00e4chtiger V\u00f6lker aus dem Norden. Sie werden sich gegen dasselbe aufstellen, und es soll alsbald bezwungen werden; seine Pfeile sind die eines Helden, der gut zielt, keiner verfehlt sein Ziel.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Die Chald\u00e4er sollen zur Beute werden; alle die sie erbeuten, sollen sich s\u00e4ttigen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Weil ihr euch auhh gefreut, weil ihr gejubelt, Pl\u00fcnderer meines Erbes, weil ihr dar\u00fcber [vor Freude] gesprungen seid wie eine junge F\u00e4rse und gewiehert wie ein Hengst.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Sehr besch\u00e4mt ist eure Mutter, es err\u00f6tet eure Geb\u00e4rerin. Die Zukunft der V\u00f6lker ist Verw\u00fcstung, \u00d6de und Steppe.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Wegen der Wut des Herrn wird es nicht bewohnt sein, es wird g\u00e4nzlich zur \u00d6de. Jeder, der an Babel vor\u00fcberzieht wird sich entsezen und zischen \u00fcber all seine Plagen.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Stellt euch rings um Babel auf, all ihr Bogenspanner, schie\u00dfet hinein, schonet nicht der Pfeile, denn gegen den Herrn hat es ges\u00fcndigt.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Erhebet Kriegsgeschrei wider dasselbe von allen Seiten; es ergibt sich, es sinken seine Grundvesten, niedergerissen sind seine Mauern, denn die Rache des Herrn gilt es, r\u00e4chet euch an ihm; wie es getan, tuet ihm.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Rottet aus den S\u00e4mann von Babel und den, der die Sichel h\u00e4lt zur Zeit der Ernte. Vor dem grausigen Schwert wenden sie sich, jeder zu seinem Volke und jeder in sein Lande fliehen sie.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Israel gleicht einem gehetzten Lamm, das die L\u00f6wen jagen. Der erste der es fra\u00df, war der K\u00f6nig von Assyrien, und dieser Letzte, Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, nagte ihm die Knochen ab.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Wahrlich, spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Ich suche heim den K\u00f6nig von Babel und sein Land, wie ich heim gesucht den K\u00f6nig von Assyrien.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Ich will Israel zur\u00fcckf\u00fchren in seine Wohnung, dass es weide auf Karmel und Baschan und sich auf dem Gebirge Efraim und Gilead s\u00e4ttige.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>In jenen Tagen und in jener Zeit, spricht der Herr, wird gesucht werden die Schuld Israels, aber es wird keine sein, und die S\u00fcnde Jehudas, und sie wird nicht gefunden, denn ich werde vergeben dem, den ich \u00fcbrig lasse.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ziehe \u00fcber das Land Merataim [bitteres Leid] und \u00fcber die Bewohner von Pekod [Heimsuchung]! Verw\u00fcste und banne hinter ihnen her ihre Nachkommen, spricht der Herr, und tue ganz, wie ich dir geboten.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Kriegsstimme erschallt im Lande und gro\u00dfes Verderben.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Wie ist abgehauen und zerbrochen der Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den V\u00f6lkern!<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Ich habe dir nachgestellt und du bist auch gefangen, Babel; du aber merktest es nicht; du bist betroffen worden und auch ergriffen, denn gegen den Herrn hast du dich vermessen.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Der Herr hat seine R\u00fcstkammer ge\u00f6ffnet und herausgeholt seine grimmigen Waffen, denn eine Arbeit hat der Herr, Gott Zebaot, im Lande der Chald\u00e4er.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Kommet \u00fcber sie her, ihr vom fernen Ende, \u00f6ffnet ihre Dreschtennen, stampfet sie nieder wie Garbenbunde und bannet sie! Es bleibe ihnen kein \u00dcberrest.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>W\u00fcrget all ihre Stiere, sie sollen zur Schlachtbank sinken. O, \u00fcber sie, denn gekommen ist der Tag, die Zeit ihrer Heimsuchung.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Die Stimme von Fl\u00fcchtigen und Entronnenen erschallt aus dem Lande Babel, zu verk\u00fcnden in Zijon die Rache des Herrn, unseres Gottes, die Rache f\u00fcr seinen Tempel.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Lasst den Ruf erschallen wider Babel, ihr Sch\u00fctzen und Bogenspanner! Umlagert es, dass nichts von ihm entrinne, vergeltet ihm nach seinem Tun; ganz so wie es getan, tuet ihm; denn gegen den Herrn hat es gefrevelt, gegen den Heiligen Israels.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Darum sollen fallen seine J\u00fcnglinge in den Stra\u00dfen und alle seine Kriegsm\u00e4nner untergehen an jenem Tage, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Ich komme an dich, du B\u00f6sewicht, spricht der Herr, Gott Zebaot, denn gekommen ist dein Tag, die Zeit, in der ich dich heimsuche.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Der B\u00f6sewicht wird straucheln und fallen, und niemand wird ihn aufrichten; ich werde Feuer in seinen St\u00e4dten anz\u00fcnden, dass es auch seine Umgebung verzehre.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: Vergewaltigt sind die Kinder Israel und die Kinder Jehuda; all ihre Bezwinger halten sie fest und weigern sich, sie zu entlassen.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Aber ihr Erl\u00f6ser ist m\u00e4chtig, Herr Zebaot ist sein Name; er wird ihren Rechtsstreit f\u00fchren, auf dass er aufrege die Erde und erzittern macht die Bewohner Babels.<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Das Schwert kommt \u00fcber die Chald\u00e4er, spricht der Herr, und \u00fcber die Bewohner Babels, \u00fcber seine F\u00fcrsten und \u00fcber seine Weisen!<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Das Schwert kommt \u00fcber die l\u00fcgenhaften Wahrsager, dass sie zu Narren werden! Schwert \u00fcber seine Helden, dass sie verzagen!<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Das Schwert kommt \u00fcber seine Rosse und \u00fcber seine Wagen und \u00fcber den ganzen Tro\u00df, der darin ist, dass sie zu Frauen werden! Schwert \u00fcber ihre Sch\u00e4tze, dass sie gepl\u00fcndert werden!<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Trockenheit kommt \u00fcber seinc Gew\u00e4sser, dass sie versiegen. Denn ein Land der G\u00f6tzenbilder ist es, und mir ihren Schreckbildern treiben sie Wahnsinn.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>F\u00fcrwahr, dort sollen Steppentiere und Hy\u00e4nen weilen und Strau\u00dfe darin wohnen. Es wird nicht mehr bewohnt in Ewigkeit und kein Ruheplatz mehr sein f\u00fcr alle Zeit.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Es soll werden wie Sodom und Gomorrha und ihre Nachbarn, das Gott zerst\u00f6rt hat, spricht der Herr; es soll dort kein Mann wohnen und kein Menschensohn darin weilen.<\/p>\n<p><sup>41<\/sup>Ein Volk kommt von Norden, eine gewaltige Nation, und viele K\u00f6nige erheben sich von den Enden der Erde.<\/p>\n<p><sup>42<\/sup>Bogen und Spie\u00df halten sie, grausam sind sie und erbarmungslos; ihre Stimme braust wie das Meer; auf Rossen reiten sie, ger\u00fcstet wie ein Kriegsmann gegen dich, babylonische Nation!<\/p>\n<p><sup>43<\/sup>Der K\u00f6nig von Babel h\u00f6rte ihren Ruf und seine H\u00e4nde wurden schlaff. Angst hat ihn ergriffen, Wehen gleich einer Geb\u00e4rerin.<\/p>\n<p><sup>44<\/sup>Wie ein L\u00f6we, der heraufkommt von des Jordans Hochwasser, so zieht [der Feind] gegen die feste Wohnung; ich will ihn aufregen und auf sie hetzen; der am kr\u00e4ftigsten ist, den lasse ich gegen sie los. Denn wer ist mir gleich, und wer will mir entgegentreten, und wer ist der Hirt, der vor mir best\u00e4nde?<\/p>\n<p><sup>45<\/sup>F\u00fcrwahr, h\u00f6rt den Beschlu\u00df des Herrn, den er gefa\u00dft gegen Babel, und seine Anschl\u00e4ge, die er sinnt gegen das Land der Chald\u00e4er. Die Hirtenbuben werden sie schleifen; ihre Wohnung soll ihnen verw\u00fcstet werden.<\/p>\n<p><sup>46<\/sup>Vor dem Rufe: Bezwungen ist Babel! erbebt die Erde, und Wehklagen wird unter den V\u00f6lkern geh\u00f6rt.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-51\">Kapitel 51<\/h2>\n<p><sup>1<\/sup>So spricht der Herr: Ich errege gegen Babel und gegen die Bewohner von Leb-Kamai [den Mittelpunkt meiner Widersacher] einen verheerenden Sturm.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Ich schicke \u00fcber Babel Worfeler, die es worfeln und sein Land ausfegen, denn sie werden es von allen Seiten am Tage des Ungl\u00fccks umringen.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Gegen wen sich auch immer der richtet, der seinen Bogen spannt, und gegen wen auch er mit seinem Panzer sich richtet, schonet nicht ihre J\u00fcnglinge, bannet ihre ganze Schaar.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Es sollen die Erschlagenen im Lande der Chald\u00e4er herumliegen, die Durchbohrten in ihren Stra\u00dfen.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Israel und Jehuda sind nicht wie die Witwen, verlassen von Gott, vom Herrn Zebaot. Das Land der Chald\u00e4er ist schuldbeladen gegen den Heiligen Israels,<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Fliehet aus Babel, ein jeder rette sein Leben; gehet nicht unter durch seine Schuld, denn eine Zeit der Rache ist es dem Herrn.<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Ein goldener Becher war Babel in der Hand des Herrn, mit dem er die ganze Erde trunken machte. Von seinem Weine tranken die V\u00f6lker, darum taumelten die V\u00f6lker.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Pl\u00f6tzlich ist Babel gefallen und zerschmettert. Heulet darob, nehmet Balsam f\u00fcr seinen Schmerz, vielleicht wird es geheilt.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Zu heilen versucht haben wir Babel, aber es ist nicht heil geworden; verlasset es, dass wir jeder in sein Land ziehen, denn es reicht bis zum Himmel sein Strafgericht und ragt bis in das Gew\u00f6lk.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Der Herr hat unser Heil gebracht, Wir wollen in Zijon die Taten des Herrn unseres Gottes preisen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Machet blank die Pfeile, r\u00fcstet die Schilde. Aufgeregt hat der Herr den Mut der K\u00f6nige von Medien. Gegen Babel ist sein Anschlag, es zu verderben, denn die Rache des Herrn gilt es, die Rache f\u00fcr seinen Tempel.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Gegen die Mauern Babels erhebet das Panier, verst\u00e4rket den Posten, stellet die W\u00e4chter auf, ordnet einen Hinterhalt; denn so hat der Herr beschlossen und auch getan, was er geredet \u00fcber die Bewohner Babels.<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Du, wohnend an reichen Gew\u00e4ssern, reich an Sch\u00e4tzen, gekommen ist dein Ende, das Ma\u00df deines Raubes.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Der Herr Zebaot hat bei seinem Leben geschworen: F\u00fchrwahr, ich f\u00fclle dich mit Menschen gleich Heuschrecken, und sie erheben wider dich Kriegsgeschrei.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>[Gott] schuf die Erde durch seine Kraft, er bereitete das Erdenrund durch seine Weisheit, und durch seine Kunst spannte er den Himmel.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Bei dem Get\u00f6se, wenn er rauschen l\u00e4\u00dft das Wasser im Himmel und Wolken vom Rande der Erde heraufbringt, Blitze beim Regen erschafft und den Wind hervorf\u00fchrt aus seinen Schatzkammern,<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Steht verdummt jeder Mensch mit seinem Verstande, wird zu Schanden jeder Goldschmied mit dem Bilde; denn eine L\u00fcge ist sein Gu\u00dfwerk und kein Geist ist darin.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Tand sind sie, ein Werk des Wahnes; zur Zeit, da an ihnen geahndet wird, gehen sie unter.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Nicht diesen gleich ist der Anteil Jakobs, denn er ist es, der das All gebildet und den Stamm seines Eigentums; Herr Zebaot ist sein Name.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Ein Hammer bist du mir, Kriegsgescho\u00df; mit dir zerschmettere ich V\u00f6lker und zerst\u00f6rte K\u00f6nigreiche.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Ich zerschmettere mit dir Ro\u00df und Reiter, ich zershmettere mit dir Wagen und Wagenlenker.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ich zerschmettere mit dir Mann und Frau; ich zerschmettere mit dir Greis und Knabe, ich zerschmettere mit dir J\u00fcngling und Jungfrau.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Ich zerschmettere mit dir Hirt und Herde; ich zerschmettere mit dir den Pfl\u00fcger und sein Gespann; ich zerschmettere mit dir Statthalter und Landpfleger.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Ich vergelte vor euren Augen Babel, und allen Bewohnern Chald\u00e4as alles B\u00f6se, das sie an Zijon ver\u00fcbt, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>25<\/sup>Ich komme an dich, verheerender Berg, spricht der Herr, der \u00fcber die ganze Erde Verderben gebracht hat. Ich streue meine Hand gegen dich aus und rolle dich herab von den Felsen und mache dich zu einem verbrannten Berge.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Du sollst weder zum Eckpfeiler noch zum Grundstein nutzen, sondern immer Tr\u00fcmmer bleiben, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Erhebet ein Panier im Lande, sto\u00dfet in die Posaune unter den V\u00f6lkern, r\u00fcstet gegen sie V\u00f6lker, rufet auf gegen sie die Reichen von Ararat, Minni und Askenas; bestellet gegen sie einen F\u00fchrer; lasset heranziehen die Rosse wie die borstigen Heuschrecken.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>R\u00fcstet gegen sie V\u00f6lker, die K\u00f6nige von Medien, ihre Landpfleger und all ihre Statthalter aus seinem ganzen Reich.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Die Erde erzittert und erbebt, denn \u00fcber Babel wird der Gedanke des Herrn in Erf\u00fcllung gehen, das Land Babel zur W\u00fcstenei zu machen, leer an Bewohnern.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Die Helden Babels werden den Kampf aufgeben und sich in die Vesten zur\u00fcckziehen; ihr Heldentum wird versagen, sie werden wie die Frauen. [Die Feinde] z\u00fcnden w\u00e4hrend dessen ihre Wohnpl\u00e4tze an und zerbrechen ihre Riegel.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Ein L\u00e4ufer l\u00e4uft entgegen dem andern, und ein Bote entgegen dem andern, dem K\u00f6nige von Babel zu melden, dass seine Stadt an allen Ecken erst\u00fcrmt ist.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Die Furten sind besetzt, die Festungsgraben ausgetrocknet, die Kriegsleute best\u00fcrzt.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Denn also spricht der Herr Zebaot, Gott Israels: Die Nation Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, wo man darin drischt; ein wenig noch und es kommt ihre Erntezeit.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, hat mich verzehrt und vernichtet, hat mich hingestellt wie ein geleertes Gef\u00e4\u00df, hat mich verschlungen wie ein Drache, angef\u00fcllt seinen Bauch von meinem K\u00f6stlichsten, er hat mich hinausgesto\u00dfen;<\/p>\n<p><sup>35<\/sup>Meine Vergewaltigung und Zerfleischung kommen \u00fcber Babel, spricht die Einwohnerschaft von Zijon, mein Blut \u00fcber die Bewohner Chald\u00e4as, spricht Jerusalem.<\/p>\n<p><sup>36<\/sup>Wahrlich, so spricht der Herr: Ich f\u00fchre deinen Streit und nehme Rache f\u00fcr dich, ich trockne sein Meer aus und lasse versiegen seine Quelle.<\/p>\n<p><sup>37<\/sup>Babel soll zu Schutthaufen werden, zur Wohnung von Schakalen, allen zum Entsetzen und Zischen, leer an Bewohnern.<\/p>\n<p><sup>38<\/sup>Allesamt br\u00fcllen sie wie L\u00f6wen, schreien gleich den jungen Leuen.<\/p>\n<p><sup>39<\/sup>Wenn sie erhitzt sind, bereite ich ihnen ihr Gelage und mache sie trunken, auf dass sie fr\u00f6hlih werden und schlafen einen ewigen Schlaf und nimmer erwachen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>40<\/sup>Ich st\u00fcrze sie wie L\u00e4mmer zur Schlachtbank, wie Widder samt B\u00f6cken.<\/p>\n<p><sup>41<\/sup>Wie ist Sesach [Babel] bezwungen, eingenommen die Herrlichkeit der ganzen Erde! Wie ist Babel zur \u00d6de geworden unter den V\u00f6lkern!<\/p>\n<p><sup>42<\/sup>Babel wurde vom Meer \u00fcberflutet, von seiner Wogen Menge ist es bedeckt.<\/p>\n<p><sup>43<\/sup>Seine St\u00e4dte sind \u00f6de geworden, ein d\u00fcrres Land der Steppe, ein Land, wo kein Mann wohnt, durch das kein Menschensohn ziehet.<\/p>\n<p><sup>44<\/sup>Ich suche heim den Bel zu Babel und rei\u00dfe ihm das Verschluckte aus dem Munde, f\u00fcrder sollen nicht V\u00f6lker zu ihm str\u00f6men; auch die Mauer Babels ist eingefallen.<\/p>\n<p><sup>45<\/sup>Ziehet hinaus, mein Volk, und rette jeder sein Leben vor der Zornesglut des Herrn.<\/p>\n<p><sup>46<\/sup>Euer Herz m\u00f6ge nicht verzagen, f\u00fcrchtet euch nicht bei dem Ger\u00fcchte, das vernommen wird im Lande, wenn in diesem Jahre dieses Ger\u00fccht kommt und in dem Jahre nachher jenes Ger\u00fccht und Gewalttat im Lande, Herrscher \u00fcber Herrscher.<\/p>\n<p><sup>47<\/sup>Wahrlich, es kommen Tage, dass ich die G\u00f6tzenbilder Babels heimsuche; sein ganzes Land soll zu Schanden werden und all seine Erschlagenen herumliegen.<\/p>\n<p><sup>48<\/sup>Jauchzen werden \u00fcber Babel Himmel und Erde und alles, was darin; denn von Norden kommen \u00fcber sie Verw\u00fcster, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>49<\/sup>In Babel werden auch Israeliten fallen, zu Babel fallen Leute der ganzen Welt.<\/p>\n<p><sup>50<\/sup>Deshalb weilet nicht da, ihr dem Schwerte Entronnenen, fliehet, gedenket aus der Ferne des Herrn, und Jerusalem komme euch in den Sinn.<\/p>\n<p><sup>51<\/sup>Wir waren besch\u00e4mt, denn Hohn hatten wir vernommen, es bedeckte Schmach unser Angesicht; denn Fremde sind gekommen \u00fcber die Heiligt\u00fcmer des Hauses des Herrn.<\/p>\n<p><sup>52<\/sup>Wahrlich, es kommen Tage, spricht der Herr, dass ich ihre G\u00f6tzenbilder heimsuche, und in ihrem ganzen Lande sollen Erschlagene r\u00f6cheln.<\/p>\n<p><sup>53<\/sup>Ob auch Babel in den Himmel steigt und da seine gewaltige Gro\u00dfe befestigt, von mir sollen seine Verw\u00fcster kommen, spricht der Herr.<\/p>\n<p><sup>54<\/sup>Stimme des Jammers erschallt aus Babel und gro\u00dfes Verderben aus dem Lande Chald\u00e4a.<\/p>\n<p><sup>55<\/sup>Denn der Herr verw\u00fcstet Babel und vernichtet alles davon mit lauter Stimme, und es brausen seine Wogen wie m\u00e4chtige Gew\u00e4sser, es wird das Tosen ihrer St\u00edmme geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><sup>56<\/sup>Denn gekommen ist \u00fcber dasselbe, \u00fcber Babel, der Verw\u00fcster; gefangen werden seine Helden, gebrochen sind seine Bogen; desn ein Gott der Vergeltung ist der Herr, er wird Vergeltung \u00fcben.<\/p>\n<p><sup>57<\/sup>Ich mache seine F\u00fcrsten trunken und seine Weisen, seine Landpfleger und Statthalter und seine Helden, dass sie schlafen einen ewigen Schlaf und nimmer erwachen, spricht der K\u00f6nig, Herr Zebaot ist sein Name.<\/p>\n<p><sup>58<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: Die breiten Mauern Babels sollen ersch\u00fcttert werden, seine hohen Tore sollen verbrennen: die V\u00f6lker werden sich bis zur Ermattung abm\u00fchen, sie abzur\u00e4umen, und die Nationen um das Feuer herzuholen.<\/p>\n<p><sup>59<\/sup>Der Auftrag, den der Prophet Jirmejahu dem Seraja gab, dem Sohn Nerijas, Sohnes Masaja, als er mit Zidkija, K\u00f6nig von Jehuda, nach Babel ging, im vierten Jahre seiner Regierung; Seraja war Oberk\u00e4mmerer.<\/p>\n<p><sup>60<\/sup>Jirmejahu schrieb all das Unheil das \u00fcber Babel kommen sollte, in ein Buch; alle diese Reden, die hier aufgeschrieben sind gegen Babel.<\/p>\n<p><sup>61<\/sup>Jirmejahu beauftragte Seraja: Wie du nach Babel kommst, so lies alle diese Reden,<\/p>\n<p><sup>62<\/sup>Und sprich: Herr, du hast verh\u00e4ngt \u00fcber diesen Ort, ihn auszurotten, dass kein Bewohner darin bleibe, weder Mensch noch Vieh, sondern zu einer ewigen Ein\u00f6de soll er werden.<\/p>\n<p><sup>63<\/sup>Wenn du dieses Buch fertig gelesen hast, sollst du einen Stein daran binden und es in den Euphrat werfen<\/p>\n<p><sup>64<\/sup>Und sprechen: Also wird Babel versinken und nicht aufkommen vor dem Ungl\u00fcck, das ich dar\u00fcber bringe, und sie sollen in Ohnmacht versinken. So weit die Reden des Jirmejahu.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-52\">Kapitel 52<\/h2>\n<p><em>Die Zerst\u00f6rung Jerusalems und des Heiligtums. Jojachins Befreiung.<\/em><\/p>\n<p><sup>1<\/sup>Einundzwanzig Jahre alt war Zidkija, als er K\u00f6nig wurde, und elf Jahre regierte er in Jerusalem. Seine Mutter war Hamutal, Tochter Jirmejahus aus Libna.<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Er tat, was dem Herrn mi\u00dffiel, ganz so wie Jojakim getan.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Jerusalem und Jehuda wurden dem Herrn zuwider, dass er sie wegwarf von seinem Angesichte. Zidkija emp\u00f6rte sich gegen den K\u00f6nig von Babel.<\/p>\n<p><sup>4<\/sup>Im neunten Jahre seiner Regierung, am zehnten des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, K\u00f6nig von Babel, mit seinem ganzen Heere vor Jerusalem, und sie lagerten davor und bauten um dasselbe W\u00e4lle.<\/p>\n<p><sup>5<\/sup>Die Stadt blieb in Belagerung bis in das elfte Regierungsjahr des K\u00f6nigs Zidkija.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Am neunten des vierten Monats hatte die Hungersnot \u00fcberhand genommen in der Stadt, und es war kein Brot mehr f\u00fcr das gemeine Volk \u2014<\/p>\n<p><sup>7<\/sup>Da wurde die Stadt erst\u00fcrmt; alle Kriegsm\u00e4nner flohen und gingen aus der Stadt in der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen der Doppelmauer an dem K\u00f6nigsgarten vorbei, w\u00e4hrend die Chald\u00e4er die Stadt umlagert hielten; sie nahmen den Weg zur Ebene.<\/p>\n<p><sup>8<\/sup>Aber das Heer der Chald\u00e4er jagte dem K\u00f6nige nach und erreichte den Zidkija in der Ebene von Jericho. Sein ganzes Heer hatte sich von ihm zerstreut.<\/p>\n<p><sup>9<\/sup>Sie ergriffen den K\u00f6nig und brachten ihn zum K\u00f6nige von Babel nach Ribla im Lande Hamat; er stellte ihn da zur Rede.<\/p>\n<p><sup>10<\/sup>Der K\u00f6nig von Babel lie\u00df die S\u00f6hne Zidkijas vor seinen Augen t\u00f6ten und auch all die F\u00fcrsten von Jehuda niedermachen.<\/p>\n<p><sup>11<\/sup>Die Augen Zidkijas blendete man und legte ihn in Ketten. Der K\u00f6nig von Babel f\u00fchrte ihn nach Babel und setzte ihn in Gewahrsam bis zum Tage seines Todes.<\/p>\n<p><sup>12<\/sup>Am zehnten des f\u00fcnften Monats, das ist im neunzehnten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Nebukadnezar, K\u00f6nigs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, der den Dienst hatte vor dem K\u00f6nig von Babel, nach Jerusalem<\/p>\n<p><sup>13<\/sup>Und verbrannte das Haus des Herrn, das Haus des K\u00f6nigs, wie auch alle H\u00e4user in Jerusalem, auch alle H\u00e4user der Gro\u00dfen verbrannte er in Feuer.<\/p>\n<p><sup>14<\/sup>Die Mauern um die Stadt Jerusalem brach das ganze Heer der Chald\u00e4er, das der Oberste der Leibw\u00e4chter hatte, ab.<\/p>\n<p><sup>15<\/sup>Den Rest des Volkes, der \u00fcbriggeblieben war in der Stadt, und die \u00dcberl\u00e4ufer, die \u00fcbergelaufen waren zum K\u00f6nige von Babel, und den Rest der Menge f\u00fchrte Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, hinweg.<\/p>\n<p><sup>16<\/sup>Von den \u00c4rmsten des Landes lie\u00df der Oberste der Leibw\u00e4chter zur\u00fcck als Winzer und Ackerleute.<\/p>\n<p><sup>17<\/sup>Die kupfernen S\u00e4ulen im Hause des Herrn, die Gestelle und den kupfernen Wasserbeh\u00e4lter im Hause des Herrn zerbrachen die Chald\u00e4er und f\u00fchrten das Erz davon nach Babel.<\/p>\n<p><sup>18<\/sup>Auch die T\u00f6pfe und die Schaufeln, die Messer, die Schalen und die Becken, alle kupfernen Ger\u00e4te, womit der Dienst versehen wird, nahmen sie mit.<\/p>\n<p><sup>19<\/sup>Auch die Pfannen, die Kohlengef\u00e4\u00dfe und die Blutschalen, die T\u00f6pfe, die Leuchter, die Schalen und die Becher, teils goldene und teils silberne, nahm der Oberste der Leibw\u00e4chter mit.<\/p>\n<p><sup>20<\/sup>Die zwei S\u00e4ulen des Wasserbeh\u00e4lters und die Gestelle, die der K\u00f6nig Salomo gemacht hatte f\u00fcr das Haus des Herrn \u2014 das Kupfer all dieser Ger\u00e4te war unerme\u00dflich.<\/p>\n<p><sup>21<\/sup>Achtzehn Ellen war die H\u00f6be einer S\u00e4ule und ihr Umfang war zw\u00f6lf Ellen, die Dicke [der W\u00e4nde] war vier Zoll \u2014 sie waren hohl.<\/p>\n<p><sup>22<\/sup>Ein Kranz darauf von Kupfer; die H\u00f6he des Kranzes drei Ellen, und ein Gitterwerk und Granat\u00e4pfel auf dem Kranz ringsum, alles von Kupfer, desgleichen war an der andern S\u00e4ule auf dem Kranze.<\/p>\n<p><sup>23<\/sup>Die Granaten waren insgesamt sechsundzwanzig an der Zahl, freih\u00e4ngend; alle Granaten ringsum am Gitterwerk waren hundert.<\/p>\n<p><sup>24<\/sup>Der Oberste der Leibw\u00e4chter nahm den Hohepriester Seraja und den zweiten Priester Zefanja und die drei T\u00fcrh\u00fcter, <sup>25<\/sup>und aus der Stadt nahm er einen Hofbedienten, der Aufscher war \u00fcber die Kriegsleute, und f\u00fcnf M\u00e4nner von den Hofleuten des K\u00f6nigs, die in der Stadt gefunden wurden, und des Heerf\u00fchrers Schreiber, der das Volk zum Heer verzeichnete, und sechzig Mann von dem Volke, die in der Stadt gefunden wurden.<\/p>\n<p><sup>26<\/sup>Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, nahm sie mit, er f\u00fchrte sie zum K\u00f6nige von Babel nach Ribla.<\/p>\n<p><sup>27<\/sup>Der K\u00f6nig von Babel lie\u00df sie in Ribla im Lande Hamat niedermachen. So wanderte Jehuda von seinem Boden hinweg in die Verbannung.<\/p>\n<p><sup>28<\/sup>Das ist [die Zahl] des Volkes, das Nebukadnezar in die Verbannung gef\u00fchrt: Im siebenten Jahre [seiner Regierung] dreitausendunddreiundzwanzig Jud\u00e4er.<\/p>\n<p><sup>29<\/sup>Im achtzehnten Jahr der Regierung Nebukadnezars [wurden weggef\u00fchrt] aus Jerusalem achthundertzweiunddrei\u00dfig Personen.<\/p>\n<p><sup>30<\/sup>Im dreiundzwanzigsten Regierungsjahr Nebukadnezars f\u00fchrte Nebusaradan, der Oberste der Leibw\u00e4chter, siebenhundertundf\u00fcnfundvierzig Jud\u00e4er; insgesamt viertausendundsechshundert Personen.<\/p>\n<p><sup>31<\/sup>Im siebenunddrei\u00dfigsten Jahre seit der Wegf\u00fchrung Jojachins, K\u00f6nigs von Jehuda, am f\u00fcnfundzwanzigsten des zw\u00f6lften Monats, befreite Evil Merodach, K\u00f6nig von Babel, in demselben Jahre da er K\u00f6nig wurde, Jojachin, den [ehemaligen] K\u00f6nig von Jehuda, aus dem Gef\u00e4ngnisse.<\/p>\n<p><sup>32<\/sup>Er redete g\u00fctig mit ihm und setzte seinen Stuhl vor die St\u00fchle der K\u00f6nige, die bei ihm in Babel waren.<\/p>\n<p><sup>33<\/sup>Er lie\u00df ihn die Kleider des Gef\u00e4ngnisses ablegen, und er speiste best\u00e4ndig bei ihm alle seine Lebenstage.<\/p>\n<p><sup>34<\/sup>Sein best\u00e4ndiger Bedarf wurde ihm vom K\u00f6nige gegeben, allt\u00e4glich, was er ben\u00f6tigte, solange er lebte.<\/p>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">Der Tanach<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der vollst\u00e4ndige Tanach in deutscher \u00dcbersetzung<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Jirmejahu (Jeremia) in der (angepassten) \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 Zum Buch Jeremia wurde als Spross einer priesterlichen Familie um das Jahr 650 vor allgemeiner Zeitrechnung geboren. Seine prophetische Berufung kam \u00fcber ihn im Jahr 626 w\u00e4hrend der Regierung des Josia, K\u00f6nigs von Juda. Er war Zeuge des Falles von Ninive und \u2014 606 \u2014 der Vernichtung des assyrischen Weltreiches, 605 des Todes von Judas gerechtem K\u00f6nig Josia und erlebte die beiden Belagerungen Jerusalems 597 und 586, mit der darauf folgenden Zerst\u00f6rung des j\u00fcdischen Staates und der anschlie\u00dfenden Verbannung der gro\u00dfen Masse seines Volkes nach \u00bbden Fl\u00fcssen Babylons\u00ab. 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