{"id":8747,"date":"2022-04-27T09:55:02","date_gmt":"2022-04-27T07:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?page_id=8747"},"modified":"2022-04-27T09:55:04","modified_gmt":"2022-04-27T07:55:04","slug":"zecharjah","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/zecharjah\/","title":{"rendered":"Zecharjah \u2013 das Buch Sacharia"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Buch Zecharjah (Zechariah) in der (angepassten) \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<p><a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-1\">1<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-2\">2<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-3\">3<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-4\">4<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-5\">5<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-6\">6<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-7\">7<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-8\">8<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-9\">9<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-10\">10<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-11\">11<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-12\">12<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-13\">13<\/a> <a class=\"dafLink\" href=\"#kapitel-14\">14<\/a> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Jerusalem nach der R\u00fcckkehr aus Babel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Im achten Monat, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des Herrn an den Propheten Sacharia, Sohn Berechjas, Sohnes Jddo, also: <sup>2.<\/sup>Gez\u00fcrnt hat der Herr \u00fcber eure V\u00e4ter. <sup>3.<\/sup>Und nun sprich zu ihnen: Also spricht der Herr Zebaot: Kehrt um zu mir, spricht der Herr Zebaot, so werde ich umkehren zu euch, spricht der Herr Zebaot. <sup>4.<\/sup>Seid nicht wie eure V\u00e4ter, denen die fr\u00fcheren Propheten zugerufen: so spricht der Herr Zebaot: Kehrt doch um von eurem b\u00f6sen Wandel und euren b\u00f6sen Handlungen! Aber sie h\u00f6rten nicht und merkten nicht auf mich, spricht der Herr. <sup>5.<\/sup>Wo sind jetzt eure V\u00e4ter? Oder k\u00f6nnen die Propheten ewig leben? <sup>6.<\/sup>Doch meine Worte und meine Beschl\u00fcsse, die ich entboten durch meine Kechte, die Propheten, sie haben eure V\u00e4ter betroffen. Da gingen sie in sich und sprachen: so wie der Herr Zebaot gesonnen war, uns zu tun nach unserem Wandel und unsern Handlungen, so tat er an uns. <sup>7.<\/sup>Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats, das ist der Monat Schebat, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des Herrn an den Propheten Sacharia, Sohn Berechjas, Sohnes Jddo, also: <sup>8.<\/sup>Ich habe einen Mann in der Nacht auf einem roten Ross reitend gesehen; er hielt zwischen den Myrten, die in der Niederung sind, und hinter ihm rote, falbe und wei\u00dfe Rosse. <sup>9.<\/sup>Ich fragte: Was sollen diese bedeuten, mein Herr? Der Engel, der mit mir redete, erwiderte mir: Ich werde dir Bescheid geben was diese sind. <sup>10.<\/sup>Da rief der Mann, der zwischen den Myrten bielt, und sprach: Diese hat der Herr gesandt zu durchwandeln die Erde. <sup>11.<\/sup>Sie riefen darauf dem Engel des Herrn zu, der zwischen den Myrten hielt, und sprachen: Wir haben die Erde durchwandelt die ganze Erde ist ruhig und still. <sup>12.<\/sup>Da hub der Engel des Herrn an und sprach: Herr Zebaot, wie lange willst du dich nicht Jerusalems und der St\u00e4dte Jehudas erbarmen, denen du seit siebzig Jahren grollst? <sup>13.<\/sup>Da antwortete der Herr dem Engel, der mit mir redete, g\u00fctige und tr\u00f6stliche Worte. <sup>14.<\/sup>Der Engel, der mit mir redete sprach zu mir: Rufe aus: Also spricht der Herr Zebaot: Ich eifre f\u00fcr Jerusalem und f\u00fcr Zijon \u00fcber die Ma\u00dfen. <sup>16.<\/sup>Ich z\u00fcrne sehr \u00fcber die sorglosen V\u00f6lker, da ich wenig [\u00fcber Irsael] gez\u00fcrnt aber sie hatten das Unheil noch verst\u00e4rkt. <sup>16.<\/sup>Wahrlich spricht der Herr: Ich kehre zur\u00fcck nach Jerusalem in Liebe, mein Haus wird darin aufgebaut, spricht der Herr Zebaot, und die Me\u00dfrute wird \u00fcber Jerusalem gespannt. <sup>17.<\/sup>Ferner verk\u00fcnde: So spricht der Herr Zebaot: Meine St\u00e4dte sollen noch \u00fcberstr\u00f6men vom Guten, denn der Herr tr\u00f6stet Zijon und hat Wohlgefallen an Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Ich erhob meine Augen und sah vier H\u00f6rner. <sup>2.<\/sup>Ich fragte den Engel, der mit mir redete, was diese wohl bedeuten. Er antwortete: Das sind die H\u00f6rner, die Jehuda, Israel und Jerusalem zerstreut haben. <sup>3.<\/sup>Der Herr zeigte mir vier Schmiede.<br> <sup>4.<\/sup>Ich fragte: Was sollen diese tun? Er antwortete; Jene H\u00f6rner haben Jehuda in dem Ma\u00dfe zerstreut, dass niemand sein Haupt erhob; \u2014 nun kommen diese, sie zu verscheuchen, abzuschlagen die H\u00f6rner der V\u00f6lker, welche das Horn erhoben gegen das Land Jehuda, [das Volk] zu zerstreuen. <sup>5.<\/sup>Ich hob meine Augen auf und sah einen Mann mit einer Messschnur in seiner Hand. <sup>6.<\/sup>Ich fragte: Wohin gehst du? Er antwortete: Jerusalem zu messen, um zu sehen, wie viel es lang und wie viel es breit ist. <sup>7.<\/sup>Der Engel, der mit mir redete, ging hinaus, und ein anderer Engel kam ihm entgegen. <sup>8.<\/sup>Er sprach zu ihm: Laufe und sage jenem J\u00fcngling: Offen wird Jerusalem bleiben wegen der vielen Menschen und Vieh darin. <sup>9.<\/sup>Und ich werde ihm sein, spricht der Herr, wie eine Mauer vom Feuer ringsum, und zur Pracht werde ich darinnen sein. <sup>10.<\/sup>He, he, fliehet aus dem Lande des Nordens! spricht der Herr, denn nach den vier Winden des Himmels hab\u2019 ich euch zerstreut, spricht der Herr. <sup>11.<\/sup>Entrinne, o Zijon, die du inmitten der Nation Babel wohnst! <sup>12.<\/sup>Denn so spricht der Herr Zebaot: In vollem Ernst hat mich [der Herr] zu den V\u00f6lkern gesandt, die euch pl\u00fcnderten: dass, wer euch antastet, als ob er seinen Augapfel antastete. <sup>13.<\/sup>Denn ich schwinge meine Hand \u00fcber sie, dass sie eine Beute derer werden, die ihnen gedient haben. Ihr sollt erfahren, dass der Herr Zebaot mich gesandt hat. <sup>14.<\/sup>Juble und freue dich, Tochter Zijon; denn ich komme und throne in deiner Mitte, spricht der Herr. <sup>15.<\/sup>Viele V\u00f6lker werden sich dem Herrn an jene Tage anschlie\u00dfen, auch sie werden mein Volk sein, und ich throne in deiner Mitte. Du wirst erfahren, dass der Herr Zebaot mich zu dir gesandt hat. <sup>16.<\/sup>Der Herr eignet sich Jehuda als seinen Teil an, auf dem heiligen Boden, und hat wiederum Wohlgefallen an Jerusalem.<br> <sup>17.<\/sup>Still, alle Gesch\u00f6pfe, vor dem Herrn! Denn er erwacht aus seiner heiligen Wohnung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Der Hohepriester Josua.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Er zeigte mir den Hohepriester Josua, der vor dem Engel des Herrn stand, und der Ankl\u00e4ger stand zu seiner Rechten, ihn anzuklagen. <sup>2.<\/sup>Der Herr sprach aber zum Ankl\u00e4ger: Es schilt dich der Herr, o Ankl\u00e4ger, es schilt dich der Herr, der Jerusalem erkoren. Dieser ist ja ein Scheit aus dem Feuer gerettet. <sup>3.<\/sup>Josua war mit besudelten Kleidern bekleidet, w\u00e4hrend er vor dem Engel stand. <sup>4.<\/sup>Er hub an und sprach zu den vor ihm stehenden also: Nehmet ihm ab die besudelten Kleider. Dann sprach er zu ihm: Ich nehme von dir deine Schuld und lege dir Feierkleider an. <sup>5.<\/sup>Er sprach: Man setze einen reinen Bund auf sein Haupt; man setzte den reinen Bund auf sein Haupt und legte ihm Kleider an; aber der Engel des Herrn blieb. <sup>6.<\/sup>Der Engel des Herrn verwarnte Josua mit den Worten: <sup>7.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Wenn du auf meinen Wegen wandelst und meine Vorschrift beobachtet, so wirst du auch mein Haus verwalten und meiner H\u00f6he warten; ich gew\u00e4hre dir Umgang unter den hier stehenden. <sup>8.<\/sup>H\u00f6re doch, Hohepriester Josua, du und deine Genossen, die vor dir sitzen \u2014 denn ausgezeichnete M\u00e4nner sind es \u2014 ich bringe meinen Knecht <em>Zemach<\/em> [Spr\u00f6\u00dfling]. <sup>9.<\/sup>Denn der Stein, den ich vor Josua gelegt, auf diesem einen Steine sind sieben Augen; ich grabe hinein die Inschrift, spricht der Herr Zebaot: Ich vernichte die Schuld dieses Landes an einem Tage.<br>\n<sup>10.<\/sup>An dem Tage, spricht der Herr Zebaot, werdet ihr einladen einer den andern unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Der F\u00fcrst Serubabel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Da kam der Engel zur\u00fcck, der mit mir geredet, und erweckte mich wie einen Mann, der aus seinem Schlafe geweckt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup>Er fragte mich: Was siehst du? Ich erwiderte: Ich sehe einen Leuchter aus lauterm Golde und eine Schale oben darauf und die sieben Lampen darauf, je sieben R\u00f6hren zu den sieben Lampen oben darauf. <sup>3.<\/sup>Und zwei \u00d6lb\u00e4ume daran, einen rechts von der Schale und einen zur Linken.<br>\n<sup>4.<\/sup>Ich hub darauf an und sprach zu dem Engel, der mich anredete: Was bedeuten diese, mein Herr?<br>\n<sup>5.<\/sup>Der Engel, der mit mir redete, antwortete mir: Du wei\u00dft doch, was diese bedeuten? Ich sagte: Nein, mein Herr.<br>\n<sup>6.<\/sup>Er erwiderte mir: Das ist das Wort des Herrn an Serubabel: Nicht durch Macht und nicht durch St\u00e4rke, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr Zebaot. <sup>7.<\/sup>Wer du auch seiest, gro\u00dfer Berg, vor Serubabel wirst du zur Ebene. Er wird den Hauptstein unter tosendem Beifall herbeischaffen.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>8.<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich also:<br>\n<sup>9.<\/sup>Die H\u00e4nde Serubabels haben den Grundstein zu diesem Hause gelegt und seine H\u00e4nde sollen den Bau zu Ende f\u00fchren. Du sollst erfahren, dass der Herr Zebaot mich zu euch gesandt hat. <sup>10.<\/sup>Denn wer auch gering achtete den Tag unbedeutender [Tat] \u2014, sie freuen sich, wenn sie stehen am Lot in Serubabels Hand; diese sieben [Lampen] bedeuten die Augen des Herrn, die durch das ganze Land streifen. <sup>11.<\/sup>Ich sprach zu ihm: Was bedeuten diese beiden \u00d6lb\u00e4ume zur Rechten des Leuchters und zur Linken? <sup>12.<\/sup>Und abermals fragte ich ihn: Was bedeuten die beiden Olivenb\u00fcschel, die in die beiden gro\u00dfen Flaschen greifen, aus denen sie goldhell herausleuchten ? <sup>13.<\/sup>Er erwiderte: Du wei\u00dft doch, was diese bedeuten? Ich sagte: Nein, mein Herr. <sup>14.<\/sup>Er sprach: Das sind die beiden \u00d6lzweige, die bei dem Herrn der ganzen Erde stehen [F\u00fcrst und Priester].<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Sittliche Zust\u00e4nde in Jerusalem.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Und abermals erhob ich meine Augen und sah eine fliegende Schriftrolle.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>2.<\/sup>Er fragte mich: Was sahst du? Ich erwiderte: Ich sah eine fliegende Schriftrolle zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit. <sup>3.<\/sup>Er sprach zu mir: Das ist der Fluch der ausgeht \u00fcber das ganze Land, dass jeder, der stiehlt \u2014 dies steht auf einer Seite \u2014 gleicherma\u00dfen wegger\u00e4umt wird und jeder, der [falsch] schw\u00f6rt \u2014 dies steht auf der andern Seite \u2014 auch gleicherma\u00dfen wegger\u00e4umt wird. <sup>4.<\/sup>Ich lasse ihn ausziehen, spricht der Herr Zebaot, dass er in das Haus des Diebes komme und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch schw\u00f6rt; er bleibe in seinem Hause und verzehre es samt seinem Holze und seinen Steinen.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>5.<\/sup>Der Engel, der mit mir redete, trat heraus und sprach zu mir: Erhebe doch deine Augen und schaue, was hier auszieht. <sup>6.<\/sup>Und ich sprach: Was ist es? Er antwortete: Das ist das ausziehende Efa; und er sprach ferner: Dies hat sein Auge \u00fcber das ganze Land. <sup>7.<\/sup>Es erhob sich eine Bleischwebe und eine Frau sa\u00df in dem Efa. <sup>8.<\/sup>Er sprach: Das ist die Bosheit; man warf sie in das Efa hinein und warf die Scheibe von Blei auf dessen M\u00fcndung. <sup>9.<\/sup>Ich erhob meine Augen und sah, dass zwei Frauen auszogen, und ein Wind blies in ihre Fl\u00fcgel; sie hatten Fl\u00fcgel wie die des Storches; sie trugen das Efa zwischen Erde und Himmel. <sup>10.<\/sup>Ich fragte den Engel, der mit mir redete: Wohin f\u00fchren sie das Efa? <sup>11.<\/sup>Er erwiderte mir: [Der Niedertracht] ein Haus zu bauen im Lande Sinear; und ist dieses aufgerichtet, so wird es dort niedergelegt auf seinem Gestelle.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Ich erhob abermals meine Augen und sah vier Wagen, die zwischen zwei Bergen hervorkamen; es waren kupferne Berge. <sup>2.<\/sup>Am ersten Wagen waren rote Rosse, und am zweiten Wagen schwarze Rosse. <sup>3.<\/sup>Am dritten Wagen wei\u00dfe Rosse, und vierten Wagen scheckige, aschfarbene Rosse. <sup>4.<\/sup>Ich fragte den Engel, der mit mir redete: Was bedeuten diese, mein Herr? <sup>5.<\/sup>Da antwortete der Engel und sprach zu mir: Das sind die vier Winde des Himmels, die ausziehen, nachdem sie gestanden um den Herrn der ganzen Erde! <sup>6.<\/sup>Der [Wagen], woran die schwarzen Rosse, zieht aus nach den L\u00e4ndern des Nordens, und der mit den wei\u00dfen zieht ihnen nach; der mit den scheckigen zieht aus nach dem Lande des S\u00fcdens. <sup>7.<\/sup>Die roten waren ausgezogen und hatten hinzugehen verlangt die Erde zu durchwandeln; er erlaubte es ihnen: Geht, durchwandelt die Erde! So durchwandelten sie die Erde. <sup>8.<\/sup>Er rief mir laut zu und redete zu mir: Die ausgezogen sind nach dem Lande des Nordens haben Unwetter gebracht \u00fcber das Land des Nordens. \u2014 Ermahnung zur Eintracht. <sup>9.<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an mich also: <sup>10.<\/sup>Nimm von den Verbannten, von Heldai, Tobija und Jedaja und gehe an diesem Tage in das Haus Josijas, Sohnes Zefanja, die aus Babel gekommen \u2014 <sup>11.<\/sup>Nimm Silber und Gold und fertige Kronen an und sezte sie auf das Haupt des Hohepriesters Josua, Sohnes Jozadak, <sup>12.<\/sup>Und sprich zu ihm: so spricht der Herr Zebaot: Ein Mann, <em>Zemach<\/em> [Spr\u00f6\u00dfling] ist sein Name, denn aus seiner Stelle wird er hervorsprie\u00dfen, wird den Tempel des Herrn bauen. <sup>13.<\/sup>Er wird den Tempel des Herrn erbauen und wird auch die Herrschaft bekleiden, sitzen und walten auf seinem Throne; aber auch der Priester bleibt auf seinem Ehrensitz, und Eintracht und Friede wird zwischen beiden sein. <sup>14.<\/sup>Die Kronen sollen bleiben bei Helem, Tobija und Jedaja und Hen, Sohn Zefanjas, zum Ged\u00e4chtnis im Tempel des Herrn. <sup>15.<\/sup>Ferne werden kommen und bauen am Tempel des Herrn, und ihr werdet erkennen, dass der Herr Zebaot mich zu euch gesandt hat. Das wird geschehen, wenn ihr auf die Stimme des Herrn, eures Gottes h\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Aufhebung der Fasttage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Am vierten Regierungsjahre des K\u00f6nigs Darius, am vierten des neunten Monats Kislew, erging das Wort des Herrn an Sacharia. <sup>2.<\/sup>Die [Einwohnerschaft] von Bet-El sandte Scharezer und Regem Melech und seine Leute, den Herrn zu befragen <sup>3.<\/sup>Zu fragen die Priester, die im Hause des Herrn Zebaot sind, und die Propheten: Soll ich weiter trauern im f\u00fcnften Monat in Enthaltsamkeit, so wie ich es getan so viele Jahre? <sup>4.<\/sup>Da erging das Wort des Herrn Zebaot an mich also: <sup>5.<\/sup>Sprich zu dem ganzen Volke des Landes und zu den Priestern: Da ihr gefastet und geklagt habt im f\u00fcnften und siebenten Monat, die siebzig Jahre hindurch, habt ihr mir gefastet? <sup>6.<\/sup>Und wenn ihr esset und wenn ihr trinkt, so seid ihr es doch, die essen und trinken. <sup>7.<\/sup>Das waren doch die Worte, die der Herr durch die fr\u00fcheren Propheten verk\u00fcndet hat, da Jerusalem noch bewohnt und ruhig war und seine St\u00e4dte rings umher, und der S\u00fcden und die Niederung bewohnt. <sup>8.<\/sup>Es erging das Wort des Herrn an Zacharia also: <sup>9.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Richtet in Wahrheit und \u00fcbt Liebe und Barmherzigkeit einer dem andern. <sup>10.<\/sup>Bedr\u00fcckt nicht Witwen und Waisen, Fremdling und Arme, und sinnet nicht in eurem Herzen B\u00f6ses zu tun einer dem andern. <sup>11.<\/sup>[Eure Vorfahren] weigerten sich aufzumerken, sie wandten die Schulter weg und verstockten ihre Ohren, dass sie nicht h\u00f6rten. <sup>12.<\/sup>Sie machten ihr Herz hart wie Diamant, dass sie nicht h\u00f6rten die Lehre und die Worte, die der Herr Zebaot gesandt durch seinen Geist, durch die fr\u00fcheren Propheten, und so kam der gro\u00dfe Zorn vom Herrn Zebaot. <sup>13.<\/sup>Denn so wie er gerufen hatte und sie nicht h\u00f6rten, so sollten sie rufen und ich wollte nicht h\u00f6ren, spricht der Herr Zebaot. <sup>14.<\/sup>Ich zerstreute sie im Sturm unter alle V\u00f6lker, die sie nicht gekannt, so dass das Land ver\u00f6det hinter ihnen lag \u2014, leer an Hin- und Herziehenden; so haben sie das k\u00f6stliche Land zur Oede gemacht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Nun aber erging das Wort des Herrn Zebaot. <sup>2.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Ich eifre f\u00fcr Zijon in gro\u00dfem Ma\u00dfe, mit gro\u00dfem Grimm eifre ich f\u00fcr es. <sup>3.<\/sup>So spricht der Herr: Ich kehre nach Zijon zur\u00fcck und throne in Jerusalem; Jserusalem soll genannt werden: Stadt der Wahrheit, und der Berg des Herrn Zebaot: Heiliger Berg. <sup>4.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Es sollen wieder Greise und Greisinnen in den Stra\u00dfen Jerusalems sitzen, jeder seinen Stab in der Hand, hochbetagt. <sup>5.<\/sup>Die Stra\u00dfen der Stadt werden voll sein von Knaben und M\u00e4dchen, die in den Stra\u00dfen spielen.<br>\n<sup>6.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Wenn es dem \u00dcberreste dieses Volkes in jenen Tagen wunderbar erscheinen soll, kommt es auch mir wunderbar vor? spricht der Herr Zebaot.<br>\n<sup>7.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Ich befreie mein Volk aus dem Exil im Lande des Ostens und im Lande des Westens. <sup>8.<\/sup>Ich bringe sie wieder, dass sie in Jerusalem wohnen, und sie werden mein Volk sein und ich ihr Gott in Wahrheit und in Liebe. <sup>9.<\/sup>Leget kr\u00e4ftig eure H\u00e4nde an, spricht der Herr Zebaot, ihr, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde der Propheten h\u00f6rt; am Tage, da man den Grund legte zum Hause des Herrn Zebaot, den Tempelbau in Angriff zu nehmen. <sup>10.<\/sup>Denn vor jenem Tage brachte weder die Menschenarbeit noch die des Tieres Gewinn ein; wer aus- und einging war vor dem Feinde nicht sicher; ich lie\u00df alle Menschen wider einander los. <sup>11.<\/sup>Aber nun bin ich nicht wie in den fr\u00fcheren Tagen gegen den \u00dcberrest dieses Volkes, spricht der Herr Zebaot. <sup>12.<\/sup>Denn \u00fcberall herrscht Frieden; der Weinstock bringt seine Frucht und die Erde ihren Ertrag, der Himmel gibt seinen Tau; ich spende dem \u00dcberrest dieses Volkes alles dies. <sup>13.<\/sup>Wie ihr zuvor ein Fluch gewesen unter den V\u00f6lkern, o Haus Jehuda und Haus Israel, so werde ich euch helfen, dass ihr ein Segen seid; f\u00fcrchtet nicht, legt kr\u00e4ftig die H\u00e4nde an. <sup>14.<\/sup>Denn so spricht der Herr Zebaot: Wie ich fr\u00fcher beschlossen hatte, euch Leides zu tun, da eure V\u00e4ter mich erz\u00fcrnten \u2014 spricht der Herr Zebaot \u2014 und lie\u00df mich es nicht gereuen. <sup>15.<\/sup>So wiederum beschlo\u00df ich in diesen Tages, Jerusalem und dem Hause Jehuda Gutes zu tun; f\u00fcrchtet nicht! <sup>16.<\/sup>Aber das sollt ihr tun: Redet Wahrheit einer mit dem andern, wahrhaft und zum Frieden sollt ihr Recht sprechen in euren Toren. <sup>17.<\/sup>Einer soll nicht wider den andern B\u00f6ses im Herzen hegen, und liebt nicht den falschen Schwur, denn alles dies hasse ich, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<p><sup>18.<\/sup>Es erging das Wort des Herrn Zebaot an mich:<\/p>\n\n\n\n<p><sup>19.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: Das Fasten des vierten und das Fasten des f\u00fcnften, das Fasten des siebenten und das Fasten des zehnten [Monats] werden nunmehr dem Hause Jehuda zur Wonne und Freude und zu fr\u00f6hlichen Festzeiten sein, liebet aber Wahrheit und Frieden. <sup>20.<\/sup>Also spricht der Herr Zebaot: Dereinst werden V\u00f6lker und die Bewohner vieler St\u00e4dte sich aufmachen, <sup>21.<\/sup>Und die Bewohner der einen Stadt mit denen der andern werden zusammentreten und sprechen: Wir wollen gehen den Herrn anzubeten und den Herrn Zebaot aufzusuchen. \u2014 Ich gehe mit! [wird jeder sprechen.] <sup>22.<\/sup>Es kommen also viele V\u00f6lker und zahlreiche Nationen, den Herren Zebaot zu suchen in Jerusalem, und den Herrn anzubeten. <sup>23.<\/sup>So spricht der Herr Zebaot: In jenen Tagen werden zehn M\u00e4nner aus allen Zungen der V\u00f6lker, sie werden anfassen den Rockzipfel eines j\u00fcdischen Mannes mit den Worten: Lasset uns mit euch gehen, denn wir haben geh\u00f6rt, dass Gott mit euch ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Vortrag des Wortes des Herrn \u00fcber das Land Hadrach und \u00fcber dessen Residenz Damaskus; denn der Herr hat das Auge gerichtet auf alle Menschen, wie auf alle St\u00e4mme Israels. \u2014 <sup>2.<\/sup>Und auch \u00fcber Hamat, das daran grenzt, sowie \u00fcber Tyrus und Zidon, die doch so weise sind. <sup>3.<\/sup>Hat sich auch Tyrus Vesten erbauet und Silber geh\u00e4uft wie Staub und Gold wie Gassenkot; <sup>4.<\/sup>Der Herr wird es erobern, ihre Flotten im Meere wird er vernichten und es selbst wird im Feuer verbrannt. <sup>5.<\/sup>Aschkelon wird es sehen und sich f\u00fcrchten, Gasa wird sehr erbeben, Ekron wird zu Schanden von seiner Zuversicht; in Gasa wird kein Herrscher mehr sein, und Aschkelon bleibt unbewohnt. <sup>6.<\/sup>Ausl\u00e4nder werden in Aschdod wohnen; ich breche den Hochmut der Philister. <sup>7.<\/sup>Ich rei\u00dfe den blutigen Raub aus seinem Munde und seine Gr\u00e4uel zwischen seinen Z\u00e4hnen hervor; auch dies wird unserm Gotte bleiben, so dass es wie ein Stammsitz von Jehuda sein wird, Ekron wird gleichen [den St\u00e4dten] der Jebusier. <sup>8.<\/sup>[Zur Sicherheit] der Hin- und Herziehenden lagere ich ein Heer, dass kein Bedr\u00fccker sie mehr \u00fcberf\u00e4llt. \u2014 All dies schau ich mit meinen Augen [f\u00fcr ferner Zeit]. <sup>9.<\/sup>Frohlocke sehr, Tochter Zijon, juble Tochter Jerusalem! dein K\u00f6nig komm zu dir, gerecht und siegreich ist er; aber dem\u00fctig, auf einem Esel reitend, auf einem F\u00fcllen, dem Jungen der Eselinnen! <sup>10.<\/sup>Ich zerst\u00f6re die Kriegswagen in Efraim und die Rosse in Jerusalem; es wird der Kriegsbogen zerbrochen, und er wird den V\u00f6lkern Frieden verk\u00fcnden; seine Herrschaft geht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. <sup>11.<\/sup>Auch deine Gefangenen entlasse ich um deines in Blut besiegelten Bundes willen aus den wasserlosen Gruben. <sup>12.<\/sup>Kehret zur\u00fcck zu der festen Burg, ihr, die ihr in der Hoffnung beharrt; heute wird euch verk\u00fcndet, dass ich zwiefach erstatte! <sup>13.<\/sup>Denn ich habe mir Jehuda ger\u00fcstet, Efraim den Bogen in die Hand gedr\u00fcckt; ich ermutige deine S\u00f6hne, o Zijon, gegen die S\u00f6hne Javan [die Jonier] und mache dich gleich dem Schwerte des Helden. <sup>14.<\/sup>Der Herr erscheint ihnen, wenn sein Pfeil wie der Blitz herausf\u00e4hrt. Gott der Herr st\u00f6\u00dft in die Posaune und zieht einher in dem S\u00fcdsturm. <sup>15.<\/sup>Der Herr Zebaot wird sie schirmen; sie werden vernichten und \u00fcberwinden die Schleudersteine und trinken und l\u00e4rmen wie Wein[berauschte], und voll sein wie Opferschalen, wie die Ecken des Altars. <sup>16.<\/sup>Der Herr, ihr Gott, erl\u00f6st sie an jenem Tage, wie eine Herde, sein Volk; wie Kronensteine funkeln sie auf seinem Boden. <sup>17.<\/sup>Wie ist es da anmutig, wie sch\u00f6n ist es! Korn gibt es, um J\u00fcnglinge, und Wein, um Jungfrauen freudig zu stimmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Erbittet vom Herrn Regen zur Zeit des Sp\u00e4tregens; der Herr schaft ihn unter Blitzen, und Regeng\u00fcsse wird er ihnen geben, dass jeder Gras auf dem Felde habe. <sup>2.<\/sup>Die Terafim verk\u00fcnden Wahn, die Zauberer schauen L\u00fcgen; auch die Tr\u00e4ume verk\u00fcnden Wahn und vertr\u00f6sten mit Unsinn. Deshalb sind sie zersprengt wie Schafe, sie sind gedr\u00fcckt, weil sie keinen Hirten haben. <sup>3.<\/sup>\u00dcber die Hirten is mein Zorn ergl\u00fcht, und die B\u00f6cke will ich heimsuchen; denn der Herr Zebaot bedenkt seine Herde, das Haus Jehuda, und macht sie wie ein Prachtro\u00df im Kriege. <sup>4.<\/sup>Aus ihm kommt der Eckstein, aus ihm der Pflock, aus ihm der Kriegsbogen, aus ihm geht hervor, der alle niederh\u00e4lt. <sup>5.<\/sup>Sie werden wie Helden, die in der Schlacht [den Feind] wie Gassenkot zerstampfen: sie singen, denn der Herr ist mit ihnen, und zu Schanden werden die Reiter auf Rossen. <sup>6.<\/sup>Ich lasse siegen das Haus Jehuda und verleihe auch Sieg dem Hause Josef; ich stelle sie wieder her, denn ich erbarme mich ihrer; sie werden, als h\u00e4tte ich sie nie versto\u00dfen, denn ich der Herr, bin ihr Gott, und ich will sie erh\u00f6ren. <sup>7.<\/sup>Efraim wird heldenhaft und froh ist ihr Herz wie vom Wein [berauscht]; ihre S\u00f6hne sehen es und freuen sich, ihr Herz frohlockt in dem Herrn. <sup>8.<\/sup>Ich rufe sie und versammle sie, denn ich erl\u00f6se sie, dass sie sich mehren wie ehedem. <sup>9.<\/sup>Ich streute sie unter die V\u00f6lker, da gedachten sie meiner in der Ferne, und sie bleiben am Leben samt ihren Kindern und kehren zur\u00fcck. <sup>10.<\/sup>Ich f\u00fchre sie zur\u00fcck aus \u00c4gypten und aus Assyrien sammle ich sie; ich bringe sie in das Land Gilead und Libanon; dies wird ihnen nicht reichen. <sup>11.<\/sup>Die Not zieht \u00fcber das Meer und schl\u00e4gt im Meere Wellen; es versiegen alle Tiefen des Nils; Assyriens Hochmut wird gebeugt und die Macht \u00c4gyptens gebrochen. <sup>12.<\/sup>Ich lasse sie singen in dem Herrn und in seinem Namen wandeln sie, spricht der Herr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-11\">Kapitel 11<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>\u00d6ffne, Libanon, deine Pforten, dass Feuer deine Zedern fresse. <sup>2.<\/sup>Heule, Zypresse, denn gefallen ist die Zeder; die Gewaltigen sind hingesunken heulet, Eichen Baschans, denn gest\u00fcrzt ist der unzug\u00e4ngliche Wald. <sup>3.<\/sup>Es erschallt das Geheul der Hirten weil gesunken ist ihre Pracht; es erschallt das Br\u00fcllen der jungen Leuen, weil gesunken ist des Jordans Pracht. <sup>4.<\/sup>So spricht der Herr, mein Gott: Weide die der Vernichtung geweihte Herde; <sup>5.<\/sup>Die ihre K\u00e4ufer w\u00fcrgen, ohne einer Strafe zu verfallen, und ihre Verk\u00e4ufer sprechen: Gepriesen sei der Herr, dass ich daran reich wurde! Und ihre Hirten schonen ihrer nicht. <sup>6.<\/sup>Ich schone nicht mehr die Einwohner des Landes, spricht der Herr; ich gebe die Menschen preis, einen dem andern oder seinem Herrscher; sie werden das Land zu Grunde richten, und ich rette nicht aus ihrer Hand. <sup>7.<\/sup>Ich weidete die der Niedermetzelung geweihten Schafe -\u2014 f\u00fchrwahr die \u00e4rmsten der Schafe! \u2014 und nahm mir zwei St\u00e4be, den einen nannte ich Noam [Milde] und den andern Hoblim [Strenge]; so weidete ich die Herde. <sup>8.<\/sup>Ich raffte dahin die drei Hirten in einem Monat; ich wurde ungeduldig \u00fcber sie, und auh sie wurden meiner \u00fcberdr\u00fcssig. <sup>9.<\/sup>Ich beschlo\u00df nun, ich will euch nicht weiden! Mag sterben und verkommen, was nur will, und die \u00dcbriggebliebenen m\u00f6gen einander fressen. <sup>10.<\/sup>Ich nahm daher meinen Stab, den Noam, und zerhieb ihn, um meinen Bund zu brechen, den ich geschlossen mit all den St\u00e4mmen. <sup>11.<\/sup>Also wurde er an jenem Tage zerbrochen, und alsdann erkannten die elendsten der Schafe, die meiner harrten, dass es durch den Herrn geschehen war. <sup>12.<\/sup>Ich sprach zu ihnen: Wenn es euch gut d\u00fcnkt, gebet meinen Lohn, wo nicht, wo nicht, lasset es. Da zahlten sie meinen Lohn, drei\u00dfig Silberst\u00fccke. <sup>13.<\/sup>Der Herr sprah zu mir: Wirf ihn dem Schatzverwalter hin [f\u00fcr] den kostbaren Mantel, den ich ihnen ausgezogen habe. Ich nahm die drei\u00dfig Silberst\u00fccke und warf sie in das Haus des Herrn, dem Schatzverwalter hin. <sup>14.<\/sup>Ich zerhieb dann meinen zweiten Stab, den Hoblim, um die Br\u00fcderschaft zwischen Jehuda und Israel aufzuheben. <sup>15.<\/sup>Der Herr sprach zu mir ferner: Nimm dir das Ger\u00e4t eines th\u00f6richten Hirten. <sup>16.<\/sup>Denn ich bestelle einen Hirten \u00fcber das Land, der nach den Verkommenen nicht sehen, das Junge nicht f\u00f6rdern und das Verwundete nicht heilen, das Gesunde nicht verpflegen, aber das Fleisch des Feisten essen und bis auf die Klauen zermalmen wird. <sup>17.<\/sup>Wehe dem nichtsnutzigen Hirten, der die Herde vernachl\u00e4ssigt; Verderben \u00fcber seinen Arm und \u00dcber sein rechtes Auge! Sein Arm soll verdorren und sein rechtes Auge blind werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-12\">Kapitel 12<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Vortrag des Wortes des Herrn \u00fcber Israel. So spricht der Herr, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegr\u00fcndet hat, der den Menschen den Geist verlieh: <sup>2.<\/sup>Ich mache Jerusalem zum Taumelkelch f\u00fcr alle St\u00e4mme ringsum. \u2014 Und auch \u00fcber Jehuda, das in der Belagerung sein wird gegen Jerusalem. <sup>3.<\/sup>An jenem Tage mache ich Jerusalem zum Laststeine f\u00fcr alle V\u00f6lker, alle, die ihn aufladen, werden sich daran zerschneiden, und es werden um dasselbe alle V\u00f6lker der Erde zusammenlaufen. <sup>4.<\/sup>An jenem Tage, spricht der Herr schlage ich jedes Ro\u00df mit Schwindel und dessen Reiter mit Wahnsinn, nur \u00fcber dem Hause Jehuda habe ich meine Augen offen, aber jedes Ro\u00df der V\u00f6lker schlage ich mit Blindheit. <sup>5.<\/sup>Die F\u00fcrsten Jehudas werden dann f\u00fcr sich denken, die Bewohner Jerusalems sind uns \u00fcberlegen durch den Herrn Zebaot, ihren Gott. <sup>6.<\/sup>An jenem Tage mache ich die F\u00fcrsten Jehudas wie ein Glutbecken unter Holz und wie eine Feuerfackel unter Garben, und sie verzehren zur Rechten und zur Linken all die V\u00f6lker rings um Jerusalem; Jerusalem bleibt fortan an seiner St\u00e4tte. <sup>7.<\/sup>Der Herr wird zuerst die Zelte Jehuda [die Provinzst\u00e4dte] aufrichten, damit das Haus David und die Einwohnerschaft Jerusalems nicht h\u00f6her im Ruhme seien als ganz Jehuda. <sup>8.<\/sup>An jenem Tage wird der Herr die Einwohner Jerusalems schirmen, dass der Schw\u00e4chste unter ihnen an jenem Tage wie David sei, und das Haus David wie g\u00f6ttliche Wesen, wie Engel des Herrn, ihnen voran. <sup>9.<\/sup>An jenem Tage werde ich alle V\u00f6lker zu vertilgen suchen, die gegen Jerusalem ziehen. <sup>10.<\/sup>Aber \u00fcber das Haus David und \u00fcber die Einwohner Jerusalems bringe ich einen Geist der Milde und des Mitleids, so dass sie zu mir schauen werden wegen dessen, den sie durchbohrt haben, und um ihn klagen, wie man um den Einzigen klagt, und um ihn bitterlich weinen, wie man um den Erstgeborenen bitterlich weint. <sup>11.<\/sup>An jenem Tage wird die Trauerklage in Jerusalem m\u00e4chtig sein, wie einst die Trauerklage um Hadadrimmon in dem Thale Megiddon. <sup>12.<\/sup>Das Land wird klagen geschlechterweise, jedes f\u00fcr sich; das Geschleht des Hauses David f\u00fcr sich und seine Frauen besonders; das Geschlecht des Hauses Natan f\u00fcr sich und seine Frauen besonders. <sup>13.<\/sup>Das Geschlecht des Stammes Levi f\u00fcr sich und seine Frauen besonders; das Geschlecht Sime\u00ef f\u00fcr sich und seine Frauen besonders. <sup>14.<\/sup>Alle \u00fcbrig gebliebenen Geschlechter, geschlechterweise, jedes f\u00fcr sich und ihre Frauen besonders.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-13\">Kapitel 13<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>An jenem Tage wird eine Quelle ge\u00f6ffnet werden dem Hause David und den Bewohnern Jerusalems zur Ents\u00fcndigung und Reinigung. <sup>2.<\/sup>An jenem Tage, spricht der Herr Zebaot, werde ich die Namen der G\u00f6tzen aus dem Lande ausrotten, dass ihrer fortan nicht gedacht werde; auch die [falschen] Propheten und den unreinen Geist werde ich aus dem Lande fortschaffen. <sup>3.<\/sup>So dass, wenn jemand noch weissagen sollte, dann sein Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, zu ihm sprechen: Du sollst nicht leben, denn L\u00fcge hast du geredet im Namen des Herrn. Und seine eigenen Eltern, sein Vater und seine Mutter, werden ihn niederstechen, sobald er weissagt. <sup>4.<\/sup>An jenem Tage werden sich die Propheten sch\u00e4men, jeder, wenn er weissagt, seines prophetischen Gesichtes. Sie legen keinen h\u00e4renen Mantel mehr an, um zu l\u00fcgen. <sup>5.<\/sup>Jeder wird sprechen: Ich bin kein Prophet; ein Ackermann bin ich, oder: Man hat mich ja seit meiner Jugend zum Viehz\u00fcchter bestimmt. <sup>6.<\/sup>Und fragte man ihn: Was sind das f\u00fcr [vernarbte] Wunden an deinen H\u00e4nden? so erwiderte er: Diese stammen von den Schl\u00e4gen her, die ich im Hause meiner Lieben [meiner Eltern] erhielt, [weil ich als Prophet auftreten wollte]. <sup>7.<\/sup>Erwache, Schwert, \u00fcber meinem Hirten und \u00fcber dem Manne, den ich mir zugesellt! spricht der Herr Zebaot; schlage den Hirten, dass versprengt werden die Schafe; ich werde meine Hand wenden wider die st\u00fcrmischen B\u00f6cke. <sup>8.<\/sup>Im ganzen Lande werden zwei Drittel vernichtet und dahingerafft, und nur ein Drittel wird bleiben, spricht der Herr. <sup>9.<\/sup>Und auch dieses Drittel bringe ich in das Feuer und l\u00e4utere es, wie man Silber l\u00e4utert, und pr\u00fcfe es, wie man Gold pr\u00fcft; denn meinen Namen wird es anrufen und ich werde es erh\u00f6ren. Ich spreche: Mein Volk ist es; und es spricht: Der Herr ist mein Gott!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-14\">Kapitel 14<\/h2>\n\n\n\n<p><sup>1.<\/sup>Ein Tag kommt vom Herrn, wo verteilt wird deine Beute in deiner Mitte. <sup>2.<\/sup>Denn ich sammle alle V\u00f6lker nach Jerusalem zum Krieg, und die Stadt wird erst\u00fcrmt, die H\u00e4user werden gepl\u00fcndert und die Frauen gesch\u00e4ndet. Die H\u00e4lfte der Stadt zieht in die Verbannung, aber der Rest des Volkes wird nicht weggetilgt aus der Stadt. <sup>3.<\/sup>Der Herr ziehet n\u00e4mlich aus und streitet wider diese V\u00f6lker, wie einst am Tage, da er k\u00e4mpfte in der Schlacht. <sup>4.<\/sup>Seine Tritte werden an jenem Tage auf dem \u00d6lberg sichtbar vor Jerusalem im Osten, und es spaltet sich der \u00d6lberg in zwei H\u00e4lften von Osten nach Westen, eine sehr gro\u00dfe Schlucht, dass die H\u00e4lfte des Berges nach Norden weicht und die andere H\u00e4lfte nach S\u00fcden. <sup>5.<\/sup>Ihr werdet vor der Bergschlucht fliehen, denn die Bergschlucht wird an Azal reichen; ihr werdet fliehen, wie ihr geflohen vor dem Erdbeben in den Tagen Usijas, K\u00f6nigs von Jehuda; dann aber kommt der Herr, der Gott aller Heiligen, zu dir. <sup>6.<\/sup>An jenem Tage wird kein Licht sein; die hellen [Sterne] werden erstarren. <sup>7.<\/sup>Es wird ein Tag sein; er wird erkannt werden als [der Tag] des Herrn; weder Tag noch Nacht wird er sein, um die Abendzeit aber wird es licht werden. <sup>8.<\/sup>An jenem Tage wird lebendiges Wasser aus Jerusalem flie\u00dfen, die H\u00e4lfte in das \u00f6stliche Meer und die H\u00e4lfte in das westliche Meer, im Sommer und im Winter bleibt es. <sup>9.<\/sup>Der Herr wird K\u00f6nig sein \u00fcber die ganze Erde; an jenem Tage wird der Herr einzig sein und sein Name einzig. <sup>10.<\/sup>Es wird sich umwandeln wie in eine Ebene das ganze Land von Geba bis Rimmon im S\u00fcden Jerusalems, und sie erhebt sich und bleibt an ihrer Stelle von dem Tore Benjamin an bis zu der Stelle des ersten Tors und bis zum Ecktor, vom Turme Hananel bis zu den Keltern des K\u00f6nigs. <sup>11.<\/sup>Sie werden darin wohnen und keinen Bann gibt es f\u00fcrder; Jerusalem wird sih in Sicherheit befinden. <sup>12.<\/sup>Und also wird die Plage sein, womit der Herr all die V\u00f6lker plagen wird, die wider Jerusalem in den Krieg gezogen sind: Es modert jedem das Fleisch, w\u00e4hrend er auf seinen F\u00fc\u00dfen steht, und seine Augen modern in ihren H\u00f6hlen, und seine Zunge modert in seinem Munde. <sup>13.<\/sup>An jenem Tage wird eine gro\u00dfe Verwirrung vom Herrn unter ihnen sein, dass einer den andern angreift und einer an den andern Hand anlegt. <sup>14.<\/sup>Auch Jehuda wird k\u00e4mpfen m\u00fcssen wider Jerusalem; ringsum wird das Gut aller V\u00f6lker zusammengebracht, Gold und Silber und Kleider in gro\u00dfer F\u00fclle. <sup>15.<\/sup>Das wird sein die Plage der Rosse, der Maultiere, der Kamele, der Esel und alles Viehes, das sich in denselben Lagern befinden wird, gleich dieser Plage. <sup>16.<\/sup>Alle aber, die verschont bleiben von all den V\u00f6lkern, die gegen Jerusalem gezogen, kommen Jahr f\u00fcr Jahr, sich niederzuwerfen vor dem K\u00f6nige, dem Herrn Zebaot, und zu feiern das H\u00fcttenfest (Sukkot). <sup>17.<\/sup>Wer von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem kommt, sich niederzuwerfen vor dem K\u00f6nige, dem Herrn Zebaot \u2014 auf die f\u00e4llt nicht der Regen. <sup>18.<\/sup>Und wenn das Geschlecht \u00c4gypten nicht hingeht und nicht kommt, sie werden doch von dieser Strafe nicht betroffen, [da das Land vom Nil bew\u00e4ssert wird]; so trifft sie die Plage, womit der Herr die V\u00f6lker heimsucht, die nicht hingehen, das H\u00fcttenfest zu feiern. <sup>19.<\/sup>Das wird sein die Strafe \u00c4gyptens und die Strafe aller V\u00f6lker, die nicht kommen werden, das H\u00fcttenfest zu feiern. <sup>20.<\/sup>An jenem Tage wird bis auf die Schellen der Rosse [alles] heilig sein dem Herrn, und die T\u00f6pfe im Hause des Herrn sind gleich den Blutschalen vor dem Altar. <sup>21.<\/sup>Jeder Topf in Jerusalem und in Jehuda wird heilig sein dem Herrn Zebaot; und es kommen alle Opfernden und nehmen davon und kochen darin, und es wird fortan kein Kr\u00e4mer sein im Hause des Herrn Zebaot an jenem Tage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/tanach\/\">Der Tanach in deutscher Sprache \u2013 Inhaltsverzeichnis<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch Zecharjah (Zechariah) in der (angepassten) \u00dcbersetzung von Rabbiner Dr. Simon Bernfeld. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Kapitel 1 Jerusalem nach der R\u00fcckkehr aus Babel. 1.Im achten Monat, im zweiten Regierungsjahre des Darius, erging das Wort des Herrn an den Propheten Sacharia, Sohn Berechjas, Sohnes Jddo, also: 2.Gez\u00fcrnt hat der Herr \u00fcber eure V\u00e4ter. 3.Und nun sprich zu ihnen: Also spricht der Herr Zebaot: Kehrt um zu mir, spricht der Herr Zebaot, so werde ich umkehren zu euch, spricht der Herr Zebaot. 4.Seid nicht wie eure V\u00e4ter, denen die fr\u00fcheren Propheten zugerufen: so spricht der Herr Zebaot: Kehrt doch um von eurem b\u00f6sen Wandel und euren b\u00f6sen Handlungen! Aber sie h\u00f6rten nicht und merkten nicht auf mich, spricht der Herr. 5.Wo sind jetzt eure V\u00e4ter? Oder k\u00f6nnen die Propheten ewig leben? 6.Doch meine Worte und meine Beschl\u00fcsse, die ich entboten durch meine Kechte, die Propheten, sie haben eure V\u00e4ter betroffen. 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