{"id":10222,"date":"2025-07-06T23:06:49","date_gmt":"2025-07-06T21:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10222"},"modified":"2025-07-17T11:26:21","modified_gmt":"2025-07-17T09:26:21","slug":"die-ordnung-nesikin-und-ihre-traktate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-ordnung-nesikin-und-ihre-traktate\/","title":{"rendered":"Die Ordnung Nesikin und ihre Traktate."},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Massechet \/ Traktat<\/th>\n<th>Kapitel<\/th>\n<th>Minschnajot<\/th>\n<th>Seiten\/Bl\u00e4tter Talmud Bawli<\/th>\n<th>Seiten Talmud Jeruschalmi<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Bawa Kamma<\/td>\n<td>10<\/td>\n<td>79<\/td>\n<td>119<\/td>\n<td>40<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bawa Mezia<\/td>\n<td>10<\/td>\n<td>101<\/td>\n<td>119<\/td>\n<td>35<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bawa Batra<\/td>\n<td>10<\/td>\n<td>86<\/td>\n<td>176<\/td>\n<td>39<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Sanhedrin<\/td>\n<td>11<\/td>\n<td>71<\/td>\n<td>113<\/td>\n<td>75<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Makkot<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>34<\/td>\n<td>24<\/td>\n<td>11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schewu\u2019ot<\/td>\n<td>8<\/td>\n<td>62<\/td>\n<td>49<\/td>\n<td>49<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Edujot<\/td>\n<td>8<\/td>\n<td>74<\/td>\n<td>\u2014<\/td>\n<td>\u2014<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Awodah Zarah<\/td>\n<td>5<\/td>\n<td>50<\/td>\n<td>76<\/td>\n<td>34<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Pirkej Avot<\/td>\n<td>6<\/td>\n<td>108<\/td>\n<td>\u2014<\/td>\n<td>\u2014<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Horajot<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>20<\/td>\n<td>14<\/td>\n<td>18<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die vierte Ordnung der Mischna heisst <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d3\u05e8 \u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span>, bei Manchen auch <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d3\u05e8 \u05d9\u05e9\u05d5\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> (Num. rabba c.\u00a013, 15; Tosaphot Anf. Aboda sara, Machsor Vitry, ed.\u00a0Berlin S. 461). Letzterer Name ist aus Talm. b. Sabbat 31a entnommen (s. Teil I Einl. S. 8). Den Namen <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> aber f\u00fchrt diese Ordnung von dem ersten und gr\u00f6ssten Traktate derselben, dem aus drei Teilen bestehenden Traktate Nesikin, der wieder seinerseits nach dem ersten Teile, der speciell von den Nesikin (Besch\u00e4digungen) handelt, diesen Namen erhalten hat.<\/p>\n<p>Die Ordnung Nesikin zerf\u00e4llt in 7 Traktate, 2 grosse und 5 kleinere, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Traktat Nesikin, besteht aus 3 Teilen oder Babot (Pforten):<\/li>\n<li>Baba kamma (erste Pforte),<\/li>\n<li>Baba mezia (mittlere Pforte),<\/li>\n<li>Baba batra (letzte Pforte); zusammen 30 Perakim (Abschnitte).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Traktat Sanhedrin war schon zur Zeit des Talmuds in 2 Teile mit verschiedenen Namen geteilt. Der erste Teil behielt den Namen Sanhedrin bei; w\u00e4hrend der zweite Makkot genannt wurde; zusammen 14 Perakim.<\/p>\n<ul>\n<li>Schebuot, 8 Perakim.<\/li>\n<li>Edujot, 8 Perakim.<\/li>\n<li>Aboda sara, 5 Perakim.<\/li>\n<li>Abot, 5 Perakim.<\/li>\n<li>Horajot, 3 Perakim.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alle 7 Traktate zusammen haben 73 Perakim, wozu noch in manchen Ausgaben der Perek Kinjan Torah nach Abot hinzukommt, der aber nicht zur Mischna geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Da man gew\u00f6hnlich jeden Teil der zwei grossen ersten Traktate f\u00fcr einen besonderen Traktat rechnet, so sind in allen Mischna- und Talmud-Ausgaben 10 Traktate der Ordnung Nesikin gez\u00e4hlt (s. Teil I Einl. S. 9). Man k\u00f6nnte unserer Mischna-Ordnung passend den Namen \u201eMischpatim\u201c (Rechte) beilegen, wie ja andererseits der halachische Midrasch zum gr\u00f6ssten Teile des Torah-Abschnittes <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05e4\u05d8\u05d9\u05dd<\/span> (zu Exod. 21, 1\u201422, 23) <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05db\u05ea\u05d0 \u05d3\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> heisst. Die Ordnung Nesikin begreift in sich das j\u00fcdische Zivil- und Kriminalrecht. Das Zivilrecht enth\u00e4lt der erste grosse Traktat (die 3 Babot des Traktat\u2019s Nesikin), das Kriminalrecht der zweite grosse Traktat (Sanhedrin mit Makkot). Als Anhang zum ersten grossen Traktate kann der Traktat Schebuot (\u00fcber die Eide) betrachtet werden, insofern der gr\u00f6sste Teil desselben \u00fcber die Eide handelt, die beim Zivil-Prozess vorkommen. Die noch \u00fcbrigen 4 kleineren Traktate sind als verschiedene Zu- und Forts\u00e4tze des Traktats Sanhedrin anzusehen, da der Traktat Edujot vorz\u00fcglich die beim Synedrion zu Jabne deponirten Zeugnisse \u00fcber wichtige halachische Lehren enth\u00e4lt, der Traktat Abot urspr\u00fcnglich nur die H\u00e4upter der Synedrien aufzuz\u00e4hlen beabsichtigte, der Traktat Aboda sara das in Sanhedrin VII behandelte Gesetz \u00fcber den G\u00f6tzendienst weiter ausf\u00fchrt, und endlich der Traktat Horajot in erster Linie \u00fcber die irrt\u00fcmlichen Entscheidungen des Synedrions handelt.<\/p>\n<p>Die Ordnung Nesikin zerf\u00e4llt demnach in zwei der Quantit\u00e4t nach fast gleiche Abteilungen. Der das Zivilrecht behandelnde Traktat mit seinem Anhang (die 3 Babot und Schebuot) enth\u00e4lt 38 Perakim; der Traktat \u00fcber das Kriminalrecht mit seinen Appendices (Sanhedrin, Makkot, Edujot, Abot, Aboda sara, Horajot) umfasst 35 Perakim. Die Aufeinanderfolge der Traktate in unserer Mischna-Ordnung (in den gew\u00f6hnlichen Ausgaben) richtet sich, wie fast bei allen Mischna-Ordnungen, nach der Anzahl der Abschnitte, so dass der Traktat mit mehr Perakim dem mit einer geringeren Anzahl von Perakim vorangeht. Es mochten hief\u00fcr didaktische Gr\u00fcnde massgebend gewesen sein. Wer eine Mischna-Ordnung lehren wollte, hielt es f\u00fcr zweckm\u00e4ssig, am Anfang, da der Sch\u00fcler voll Eifer mit gespannter Aufmerksamkeit an den Lehrgegenstand herantrat, den gr\u00f6ssten Traktat durchzunehmen, um darauf immer kleinere Traktate folgen zu lassen (s. Magazin f.\u00a0d.\u00a0W. d.\u00a0J. 1890, S. 323). Indessen ist in unserer Mischna-Ordnung, wie aus obiger Einteilung zu ersehen, die Aufeinanderfolge der Traktate auch vom logischen Gesichtspunkte gerechtfertigt.<\/p>\n<h2 id=\"der-traktat-nesikin.\">Der Traktat Nesikin.<\/h2>\n<p>Baba kamma, Baba mezia und Baba batra.<\/p>\n<p>Die in den Ausgaben als die drei Babot bezeichneten drei Traktate sind zusammen nur ein Traktat, der in den Talmuden und sonst oft als der Traktat Nesikin angef\u00fchrt wird (vgl. B. kamma 30a, 47b, 102a; B. mezia 10ab; Ab. sara 7a; Berachot 20a; Jerusch. B. kamma I 2a, IX 7a; Lev. r. c.\u00a019, 2; Cant. r. zu 5, 11).<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>) Der grosse, 30 Perakim enthaltende, Traktat wurde in drei Teile (Babot, Pforten) zerlegt, ebenso wie auch der 30 Perakim z\u00e4hlende Traktat Kelim in drei Babot eingeteilt ward, wie aus der Tosefta zu ersehen ist. (Vgl. noch Aruch s. v. <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d3\u05e8<\/span> dieselbe Einteilung beim Seder Elijahu rabba).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend aber die zweite Baba sowohl in der Mischna als in der Tosefta mit dem Perek <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9\u05dd \u05d0\u05d5\u05d7\u05d6\u05d9\u05df<\/span> beginnt, scheint der Perek, mit dem die dritte Baba anfangen sollte, schon in alter Zeit nicht ganz sicher gewesen zu sein. Denn in der Mischna beginnt B. batra mit dem Perek <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d9\u05df<\/span>, in der Tosefta aber mit Perek <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d7\u05e4\u05d5\u05e8<\/span>, w\u00e4hrend die Tos. zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d9\u05df<\/span> noch in B. mezia steht. Die Teilung scheint sowohl in der Mischna als in der Tosefta derart gemacht zu sein, dass jeder Baba eine gleiche Anzahl von Perakim zukommen. In der Mischna hat jede Baba 10, in der Tosefta 11 Perakim.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wird aber wohl die Teilung des Traktat\u2019s Nesikin dem Inhalte entsprochen haben. Die erste Baba handelte von den Besch\u00e4digungen (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span>), wozu auch Diebstahl, Raub und K\u00f6rperverletzung geh\u00f6ren. Die beiden anderen Babot behandelten die verschiedenen Rechtsfragen \u00fcber das Mein und Dein, und zwar handelte Baba mezia \u00fcber Mobilien (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05dc\u05d8\u05dc\u05d9\u05df<\/span>), Baba batra \u00fcber Immobilien (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e7\u05e2\u05d5\u05ea<\/span>). Es hat demnach wahrscheinlich Baba batra mit dem Perek <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05ea \u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d4<\/span> (jetzt 10. P. von B. mez.) begonnen. Eine Spur dieser Einteilung ist noch in der Tosefta geblieben, indem dort <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05ea \u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d9\u05df<\/span> zu einem Perek vereinigt sind, aber freilich unrichtig als letzter Perek in B. mez. stehen. (S. Magazin 1879, S. 116f.).<\/p>\n<p>Den Namen <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> wollen einige von einer Einzahl <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7<\/span> ableiten, welches Wort nach der Form von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e8 ,\u05d7\u05e1\u05d9\u05d3<\/span> gebildet und \u201eder oder das Sch\u00e4digende\u201c (Mensch, Tier oder ein anderer Gegenstand) bedeuten soll. Dagegen spricht aber schon (abgesehen von Anderem) der Umstand, dass <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7<\/span> als Singular von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> nirgends vorkommt. Es ist daher besser <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> als \u00e4lteren Plural von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05b5\u05d6\u05b6\u05e7<\/span> (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d9\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05dc<\/span>) zu halten (vgl. Schitta mek. Anf. B. kamma).<\/p>\n<h3 id=\"baba-kamma.\">Baba kamma.<\/h3>\n<p>Baba kamma (die erste Pforte) spricht von Besch\u00e4digungen, Diebstahl, Verletzungen und Raub und zerf\u00e4llt somit in 4 Teile:<\/p>\n<ul>\n<li>Sch\u00e4den im engeren Sinne (Abschn. I\u2014VI), sowohl solche, die der Mensch selbst pers\u00f6nlich anrichtet (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span>), als auch solche, die durch sein ihm zur Bewachung obliegendes Eigenthum angerichtet, werden (s. I, 2). Letztere<sup class=\"footnote-marker\">1a<\/sup><i class=\"footnote\"> Die gew\u00f6hnlich <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05e7\u05d9 \u05de\u05de\u05d5\u05df<\/span> und im Jerusch. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05e9\u05e8 \u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> (nach I, 2) genannt werden.<\/i>) sind viererlei Art, die Anf. B. k. erw\u00e4hnten 4 Abot mit ihren <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05dc\u05d3\u05d5\u05ea<\/span><a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a>). \u2014 Der erste Teil von B. kamma hat folgende Unterabteilungen:<\/li>\n<li>Einige alte Mischna\u2019s<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>) (Abschn. I), welche wichtige Grundlehren \u00fcber Sch\u00e4den und Ersatzleistung enthalten. Diese Lehren sind uns zum Teil blos in Stichw\u00f6rtern (wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05dd \u05db\u05e1\u05e3 ,\u05e9\u05d5\u05d4 \u05db\u05e1\u05e3<\/span>), zum Teil in kurzen S\u00e4tzen oder Paroemien <a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>) erhalten. Die Tana\u00efm \u00fcberlieferten diese Lehren in ihrer Mischna, und erkl\u00e4rten sie dann durch Zus\u00e4tze (Tosefta\u2019s).<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Erkl\u00e4rungen und Zus\u00e4tze zu 5 der in I, 4 befindlichen kurzen Grundlehren (II, 1\u2014III 7), und zwar a) zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d2\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05ea<\/span> (II, 1; 3a), b) zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05df \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05ea<\/span> (II, 2; 3b), c) zu <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e8 \u05d4\u05de\u05d5\u05e2\u05d3<\/span> (II, 4), d) zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e0\u05d9\u05d6\u05e7 \u05e9\u05d5\u05e8 \u05d1\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> (II, 5), e) zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span> (II, 6). Zu Letzterem folgen dann mehrere Zus\u00e4tze (III 1\u20147).<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>) \u2014 Jetzt erst kommen die weiteren Ausf\u00fchrungen der 4 <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span>, und zwar am ausf\u00fchrlichsten\n<ul>\n<li>Bestimmungen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e8<\/span> (III, 8\u2014V, 4). Der Grund, dass die Mischna \u00fcber den ersten der 4 Haupt-Sch\u00e4den besonders ausf\u00fchrlich handelt, ist in dem Umstande zu suchen, dass viele Rechtsbestimmungen, die eigentlich f\u00fcr alle <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> gelten (z. B. \u00fcber Heiliges, Heiden, Unm\u00fcndige IV, 3\u20144) hier beim ersten der <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span> gelehrt werden. <a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>) Ausserdem sind die Bestimmungen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e8<\/span> auch in der Torah am umfangreichsten (Exod. 21, 28\u201432; 35\u201436).<\/li>\n<li>Bestimmungen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> (V, 5\u20147).<\/li>\n<li>\u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05e2\u05d4<\/span> (VI, 1\u20143). <a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>\u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05e2\u05e8<\/span> (VI, 4\u20146).<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<li>Nach den Besch\u00e4digungen im engeren Sinne werden die Bestimmungen \u00fcber Diebstahl gelehrt (Abschn. VII), die auch in der Torah teils inmitten (Exod. 21, 37\u201422, 3) teils nach Schluss (22, 6) der Sch\u00e4den-Gesetze zu finden sind.<\/li>\n<li>Darauf folgen die Lehren \u00fcber Verletzungen von Menschen, wozu auch die Real-Injurien geh\u00f6ren. (Abschn. VIII).<\/li>\n<li>Der 9. und 10. Abschnitt von B. k. enthalten Bestimmungen \u00fcber Raub und noch manche andere, die mit jenen verwandt sind. <a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<h3 id=\"baba-mezia-u.-baba-batra.\">Baba mezia u. Baba batra.<\/h3>\n<p>Da die Grenzscheide zwischen diesen beiden Teilen des Traktat\u2019s Nesikin nicht mit Sicherheit zu bestimmen ist, so muss hier die Inhaltsangabe beide zusammenfassen. Baba mezia (die mittlere Pforte) und Baba batra (die letzte Pforte) des Traktat\u2019s Nesikin behandeln die verschiedenen Rechtsfragen des Zivilrechtes, sowohl Betreffs beweglicher G\u00fcter als Betreffs der Grundst\u00fccke, insofern dieselben nicht (als Fragen \u00fcber Besch\u00e4digungen und mit diesen Verwandtes) bereits in B. kamma erledigt sind. Folgende Teile sind hier zu unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li>Rechtsbestimmungen \u00fcber Gefundenes (Baba mezia Abschnitt I und II), und zwar:\n<ul>\n<li>Gefundene Sachen, \u00fcber die zwischen Zweien ein Rechtsstreit ist, wer von beiden sie gefunden. Dazu geh\u00f6rt auch die Bestimmung, dass mitunter der Fund des Einen einem Andern geh\u00f6rt (Baba mezia I, 1\u20145).<\/li>\n<li>Welche gefundenen Urkunden zur\u00fcckzugeben sind und welche nicht (Baba mezia I, 6\u20148).<\/li>\n<li>Welche Funde dem Finder geh\u00f6ren, und welche er ausrufen lassen muss, um sie dem wiederzugeben, der die Zeichen angibt (Baba mezia II 1\u20147a).<\/li>\n<li>Wie man mit gefundenen Sachen zu verfahren hat; wann man nicht schuldig ist, verlorene oder verloren scheinende Sachen wiederzubringen; Aufladen und Abladen; wessen verlorene Sache einer anderen vorgeht (Baba mezia II 7b\u201411).<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<li>\u00dcber Deposita, wie man dieselben h\u00fcten muss, und wenn man widerrechtlich dieselben benutzt hat (Baba mezia Abschn. III). <a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>\u00dcber Kauf und Verkauf von Mobilien; wie man sich dieselben aneignet; \u00dcbervorteilung; Verbot von betr\u00fcgerischen Manipulationen beim Verkaufe (Baba mezia Abschn. IV). <a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a>).<\/li>\n<li>\u00dcber Zinsnahme und Gesch\u00e4fte, die, weil sie einer Zinsnahme gleichen, verboten sind (Baba mezia V). Die Gesetzesbestimmungen hier\u00fcber sind in der Tosefta viel ausf\u00fchrlicher in drei Perakim gegeben (Tos. Baba mezia IV\u2014VI). Diese Tosefta-Partie wurde in der talmudischen Zeit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d1\u05d9\u05ea \u05d3\u05d1\u05d9 \u05e8\u05f3 \u05d7\u05d9\u05d9\u05d0<\/span> (Baba mezia 62b) genannt.<\/li>\n<li>\u00dcber Mieten, Leihen und Pachten; namentlich \u00fcber Mieten von Arbeitern, Mieten und Leihen von Arbeitsvieh, Mieten von H\u00e4usern und Pachten von Feldern, (Baba mezia VI\u2014IX). Am Schlusse sind den Bestimmungen \u00fcber die rechtzeitige Entlohnung des armen Tagel\u00f6hners und die damit verwandten Vorschriften \u00fcber das Pf\u00e4nden des armen Schuldners angereiht (Baba mezia IX, 13).<\/li>\n<li>Rechtsbestimmungen f\u00fcr Teilhaber an Immobilien, und zwar :\n<ul>\n<li>Bestimmungen, wenn von einem Grundst\u00fcck das Erdgeschoss dem Einen, das obere Stockwerk aber einem Anderen geh\u00f6rt und das Haus einst\u00fcrzt (Baba mezia Abschn. X). <a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Bestimmungen f\u00fcr zwei, die ein Grundst\u00fcck gemeinschaftlich besitzen (Baba batraI).<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<li>Einschr\u00e4nkungen des Rechtes der Grundbesitzer aus R\u00fccksicht auf Nachbarn und Andere (Baba batraAbschn. II).<\/li>\n<li>\u00dcber die Usucapio zur Erwerbung des Eigenthumsrechtes oder sonstiger Rechte (Servituten) bei Grundst\u00fccken (Baba batraIII).<\/li>\n<li>Rechtsbestimmungen f\u00fcr den Verkauf von Immobilien, und nebenbei auch f\u00fcr den von Mobilien (Baba batraIV\u2014VII), und zwar:\n<ul>\n<li>Was man beim Verkauf von Grundbesitz stillschweigend mitverkauft und was nicht (Baba batraIV).<\/li>\n<li>Desgleichen beim Verkauf beweglicher G\u00fcter (V, 1\u20145). <a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>R\u00fccktritt beim Kaufe wegen T\u00e4uschung; <a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>) wie der Kaufmann verfahren muss, um die K\u00e4ufer nicht zu t\u00e4uschen, und wof\u00fcr er zu haften hat (Baba batraV 6\u2014VI 3).<\/li>\n<li>Maasse beim Verkauf von Immobilien (Baba batraVI 4\u2014VII Ende). <a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a>)<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<li>Erbschaftsrecht (Baba batraVIII u. IX). <a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>\u00dcber schriftliche Urkunden (Baba batraAbschn. X). <a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>) Der Schlusssatz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05f3 \u05d9\u05e9\u05de\u05e2\u05d0\u05dc \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span> bezieht sich auf den ganzen Traktat Nesikin. <a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"der-traktat-sanhedrin-mit-makkot.\">Der Traktat Sanhedrin (mit Makkot).<\/h2>\n<p>Dass die jetzigen beiden Traktate, Sanhedrin und Makkot, urspr\u00fcnglich nur Einen Traktat bildeten, beweist schon die Beobachtung, dass Makkot I 10 gewiss zu Sanhedrin geh\u00f6rt und dass die Anf\u00e4nge von Makkot II und III dasselbe Schema haben, wie Sanhedrin VII 4, IX 1, XI 1. Es geht aber ausserdem noch aus den Worten des Jerusch. Makkot I 31b hervor (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05d3\u05dc\u05d0 \u05ea\u05e0\u05d9\u05e0\u05df \u05d1\u05db\u05dc \u05e1\u05e0\u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05df<\/span>) und wird auch von vielen <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> bezeugt. <a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>) Beide Traktat zusammen f\u00fchrten den Namen Sanhedrin. <a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a>) Der Name <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e0\u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05df<\/span> (\u03c3\u03c5\u03bd\u03ad\u03b4\u03c1\u03b9\u03bf\u03bd), wovon die Mehrzahl <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e0\u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> (I, 5), bezeichnet in der Mischnasprache eine Versammlung von ordinirten Richtern (s. I, Note 19), die allein zur Aus\u00fcbung der Kriminalgerichtsbarkeit befugt sind; daher dieser Name f\u00fcr den vorz\u00fcglich vom Kriminalrecht handelnden Traktat. Nebenbei aber wird in diesem Traktat auch \u00fcber den Zivilprozess und \u00fcber den Hohenpriester und den K\u00f6nig gesprochen.<\/p>\n<p>Der Traktat Sanhedrin besteht aus folgenden Teilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die verschiedenen Gerichte und deren Befugnisse, der Hohepriester und der K\u00f6nig, ihr Verh\u00e4ltniss zu den Gerichten, ihre Rechte und Pflichten (Abschn. I\u2014II).<\/li>\n<li>Der Zivilprozess und Verzeichniss der zu Richtern und zu Zeugen Untauglichen (Abschn. III).<\/li>\n<li>Der Prozess \u00fcber Capitalverbrechen; Verurteilung zur Todesstrafe und Vollziehung der Steinigung und die nachher zu befolgenden Vorschriften (Abschn. IV\u2014VI). Darauf folgt in K\u00fcrze, wie die anderen Todesstrafen vollzogen werden (VII 1\u20143)<\/li>\n<li>Verzeichnis der Verbrechen, die mit Steinigung bestraft werden und verschiedene Bestimmungen \u00fcber dieselben, und besonders ausf\u00fchrlich \u00fcber den ungehorsamen und widerspenstigen Sohn (VII 4\u2014VIII).<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Die Verbrechen, welche mit Verbrennung und die, welche mit Enthauptung bestraft werden. \u00dcber Mord wird ausf\u00fchrlicher gehandelt; ebenso \u00fcber die zum G\u00f6tzendienste verleitete Stadt. Hieher geh\u00f6rt auch die Aufz\u00e4hlung derer, die keinen Anteil an der zuk\u00fcnftigen Welt haben, wie dies in X, Note 1 und 41\u201443 begr\u00fcndet wird (Abschn. IX\u2014X).<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Verbrechen, die mit Erdrosselung bestraft werden, besonders die Auflehnung eines Gelehrten gegen das grosse Synedrion An eine Bestimmung, dass die falschen Zeugen, die f\u00e4lschlich eine Priesterstochter des Ehebruchs bezichtigt, mit Erdrosselung zu bestrafen seien, werden die Rechtsbestimmungen \u00fcber die durch ein Alibi als falsch \u00fcberf\u00fchrten Zeugen angereiht. Zuletzt kommen noch einige Schlusss\u00e4tze \u00fcber die Todesstrafe \u00fcberhaupt (Sanhedrin Abschn. XI und Makkot Abschn. I).<\/li>\n<li>\u00dcber die zur Auswanderung in eine Asylstadt zu verurteilenden Todtschl\u00e4ger (Makkot II).<\/li>\n<li>Die durch Geisselung zu bestrafenden \u00dcbertretungen, und die Vollziehung der Geisselung. Einige aggadische S\u00e4tze als Schluss des Traktats \u00fcber das Kriminalrecht (Makkot III).<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"der-traktat-schebuot.\">Der Traktat Schebuot.<\/h2>\n<p>Der Traktat handelt, wie schon sein Name zeigt, vorz\u00fcglich \u00fcber die verschiedenen Schw\u00fcre. Da manche falsche Schw\u00fcre mit Geisselung bestraft werden (III 10 u. 11), so k\u00f6nnte man unseren Traktat als Fortsetzung von Makkot ansehen. Dennoch aber glaubten wir (oben S. VIII) ihn als Anhang zum Traktat Nesikin betrachten zu m\u00fcssen, weil die meisten darin behandelten Eide beim Zivilprozess vorkommen und dabei der Meineid durch ein Opfer resp. noch durch eine Geldzahlung zu s\u00fchnen ist. Ausser den Schw\u00fcren behandelt unser Traktat noch die S\u00fchnung der Verunreinigung des Tempels und seiner Heiligth\u00fcmer, weil f\u00fcr diese, nach Lev. 5, 2f., dasselbe Opfer, wie f\u00fcr manche falschen Schw\u00fcre, erforderlich ist. Die Bestimmungen hier\u00fcber hat die Mischna, weil sie geringer an Umfang sind, zuerst Abschn. I\u2014II vorgetragen, um dann ausf\u00fchrlich \u00fcber den Hauptgegenstand zu handeln. Unser Traktat hat folgende Teile:<\/p>\n<ul>\n<li>Bestimmungen \u00fcber die S\u00fchnung der Verunreinigung des Tempels und seiner Heiligth\u00fcmer (Abschn. I und II). <a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>\u00dcber den Ausspruch-Eid (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05ea \u05e0\u05d8\u05d5\u05d9<\/span> s. II, Note 44) und den vergeblichen Eid (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05ea \u05e9\u05d5\u05d0<\/span> Abschn. III).<\/li>\n<li>\u00dcber den, ebenso wie der Ausspruch-Eid, ev. durch ein auf- und absteigendes Opfer (s. I, Note 18) zu s\u00fchnenden Zeugniss-Eid (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05ea \u05d4\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> Abschn. IV).<\/li>\n<li>Der Depositen-Eid (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05ea \u05d4\u05e4\u05e7\u05d3\u05d5\u05df<\/span> s. V, Note 1), der ev. durch ein Schuldopfer und Zahlung von einer F\u00fcnftel-Zugabe ges\u00fchnt werden muss (Abschn. V).<\/li>\n<li>Der gerichtliche Eid (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05ea \u05d4\u05d3\u05d9\u05d9\u05e0\u05d9\u05df<\/span>), den gew\u00f6hnlich der Verklagte zu schw\u00f6ren hat, um sich von der Zahlung zu befreien; Ausnahmef\u00e4lle, bei denen der Kl\u00e4ger schw\u00f6rt, um Bezahlung zu erlangen, oder wo ein Eid ohne sichere Forderung auferlegt werden kann; zuletzt \u00fcber die vier H\u00fcter, bei denen der gerichtliche Eid oft zur Anwendung kommt (Abschn. VI\u2014VIII).<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"der-traktat-edujot.\">Der Traktat Edujot.<\/h2>\n<p>Den Namen Edujot (Zeugnisse) f\u00fchrt dieser Traktat, weil sehr viele Halachot desselben vor dem obersten Gerichtshofe (zu Jabneh) bezeugt wurden, wie das oft der Halacha vorangehende <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05d9\u05d3<\/span> beweist. Im babylonischen Talmud (Berachot 27a, Kidduschin 54b, Bechorot 26a) wird dieser Traktat auch <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05d9\u05e8\u05b8\u05ea\u05d0<\/span> (Mehrz.), die Auserw\u00e4hlten (sc. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea<\/span>)<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a>) genannt, und der Name scheint dort so verstanden zu sein, dass alle in diesem Traktat vorkommenden Halachot vorz\u00fcglich und f\u00fcr die Praxis normativ sind. <a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a>)<\/p>\n<p>Nach einer in Berachot 28a zitierten Baraita ist unser Traktat an dem Tage, an welchem R. Eleasar b. Asarja zum Nasi erw\u00e4hlt wurde, gelehrt worden (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d9\u05e9\u05e0\u05d9\u05ea<\/span>). Nach allgemeiner Annahme ist die Sammlung und Zusammenstellung der Halachot unseres Traktat\u2019s an jenem Tage erfolgt. Vielleicht ist sie aber an jenem Tage nur begonnen und erst nach geraumer Zeit beendigt worden. Die Beweggr\u00fcnde, solche Halachot zu sammeln, gibt R. Scherira Gaon in seinem Sendschreiden (ed.\u00a0Mainz 1873, S. 3f.) mit folgenden Worten an: \u201eNachdem der Tempel zerst\u00f6rt war und (sp\u00e4ter) auch Bethar zerst\u00f6rt wurde und die Weisen nach allen Seiten hin sich zerstreuten, da hatten sie wegen der vielen Verfolgungen und Leiden nicht gen\u00fcgend von ihren Lehrern gelernt (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05e9\u05d5 \u05db\u05dc \u05e6\u05e8\u05db\u05df<\/span>),<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>) und es entstanden viele Kontroversen. Nachdem n\u00e4mlich R. Jochanan b. Sakkai gestorben war \u2026 bestanden die Kontroversen zwischen Bet-Schammai und Bet-Hillel \u2026. und obgleich die Halacha wie Bet-Hillel bestimmt worden war, bestanden noch Kontroversen in anderen Lehren zur Zeit des R. Gamliel zwischen R. Elieser und R. Josua u. A.\u2026.. Da war es nun eine wichtige Zeit, als sie von der Zerst\u00f6rung des Tempels sich erholt hatten, \u2014 in jener Zeit versammelten sie sich um ihre Halachot festzuhalten (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d7\u05d5\u05d6 \u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea\u05d9\u05d4\u05df<\/span>), die beinahe untergegangen waren durch die Verwirrungen, Zerst\u00f6rungen und Verfolgungen und durch die Kontroversen von Bet-Schammai und Bet-Hillel\u201c. Aus den darauffolgenden Zitaten ist ersichtlich, dass R. Scherira hier die Edujot-Sammlung meint, zu der auch nach der Tosefta (Anf. Edujot) die Furcht, dass die Torah vergessen werden k\u00f6nnte, und die Meinungsverschiedenheit unter den Weisen gedr\u00e4ngt hatten.<\/p>\n<h3 id=\"die-einzelnen-teile-unseres-traktats-sind-folgende\">Die einzelnen Teile unseres Traktat\u2019s sind folgende:<\/h3>\n<ul>\n<li>Zehn besonders merkw\u00fcrdige Kontroversen von Schammai und Hillel und deren Schulen: drei, wo die Chachamim wie keines von beiden Schulh\u00e4uptern entscheiden; drei, wo Schammai selbst mit seinen Sch\u00fclern controversirt, und vier, wo Bet-Hillel sp\u00e4ter sich zur Ansicht Bet-Schammai\u2019s bekehrt (Abschn. I). <a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Zwanzig Halachot, und zwar eine Gruppe von 5 (4 Zeugnisse des R. Chanina Segan Hak. und ein Zusatz des R. Akiba) und 5 Gruppen von je 3 Halachot. Daran werden noch 2 agadische Ausspr\u00fcche mit der Zahl 5 angereiht. <a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>) (Abschn. II).<\/li>\n<li>Zehn Kontroversen zwischen R. Dosa, Sohn Archinos\u2019 und den Weisen (III 1\u20146).<\/li>\n<li>Zwanzig Halachot, 2 Gruppen zu 4, und 4 Gruppen zu 3 Halachot (III 7\u201412). <a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a>).<\/li>\n<li>Vierzig F\u00e4lle, bei denen Bet-Schammai erleichternd und Bet-Hillel erschwerend entscheiden, 23 tr\u00e4gt R. Me\u00efr vor (V, Note 1), 6 R. Jehuda, 6 R. Jose, 3 R. Simon und 2 R. Eleasar (IV 1\u2014V 5).<\/li>\n<li>Vierzig Zeugnisse und Traditionen von alten Tannaim, und zwar:\n<ul>\n<li>Erste Gruppe. 12 Zeugnisse: 4 von Akabja, 5 von R. Jehuda b. Baba und 3, wo R. Josua, R. Nechunja und R. Elieser in Kontroverse stehen (V 6\u2014VI).<\/li>\n<li>Zweite Gruppe. 16 Zeugnisse: 1 von R. Josua u. R. Zadok, 3 von R. Zadok, 1 von R. Josua u. R. Jakim, 1 von R. Papios, 5 von R. Josua und R. Papios, 1 von R. Menachem und 4 von R. Jochanan b. Gudgeda (Abschn. VII).<\/li>\n<li>Dritte Gruppe. 12 Zeugnisse, 1 von R. Josua b. Bethera, 1 von R. Simon b. B., 1 von R. Jehuda b. Baba und R. Juda Hakohen, 1 von R. Jose Hakohen und R. Secharja Hakazab, 1 von R. Josua u. R. Juda b. Bethera, 3 von Jose b. Jo\u00ebser, 1 von R. Akiba, 1 von R. Josua; darauf folgen noch zwei den Tempel und die Opfer betr. Traditionen 1 von R. Elieser und 1 von R. Josua. Ein Schlusssatz \u00fcber die Mission des Propheten Elias beschliesst den ganzen Traktat. <a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>)<\/li>\n<\/ul><\/li>\n<\/ul>\n<p>Im ganzen enth\u00e4lt unser Traktat, ausser den 30 <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dc\u05d9 \u05d1\u05f4\u05e9 \u05d5\u05d7\u05d5\u05de\u05e8\u05d9 \u05d1\u05f4\u05d4<\/span>, 100 Halachot.<sup class=\"footnote-marker\">30a<\/sup><i class=\"footnote\"> Es scheint also, dass man mit Absicht 100 Halachot aus einer vielleicht grossen Mischna-Sammlung ausw\u00e4hlte und nebst den <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dc\u05d9 \u05d1\u05f4\u05e9 \u05d5\u05d7\u05d5\u05de\u05e8\u05d9 \u05d1\u05f4\u05d4<\/span> zu unserem Traktat vereinigte. Vielleicht r\u00fchrt daher der Name <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05d9\u05e8\u05ea\u05d0<\/span> (vgl. m. \u201edie erste Mischna\u201c Seite 50).<\/i>) Die meisten S\u00e4tze von Edujot kommen in der Mischna noch an anderer Stelle vor, wo sie mit anderen Lehren im Zusammenhang stehen.<\/p>\n<h2 id=\"der-traktat-abodah-sarah.\">Der Traktat Abodah sarah.<\/h2>\n<p>In Sanhedrin ist \u00fcber den G\u00f6tzendienst nur kurz im 7. Abschn. Mischna 6\u20147 gesprochen. Es sind jedoch die Bestimmungen \u00fcber dieses Gebot, sowie die von den Rabbinen zur Verh\u00fctung des G\u00f6tzendienst getroffenen prohibitorischen Verordnungen so zahlreich, dass sie in einem besonderen Traktat behandelt werden m\u00fcssen. Deshalb ist dem Traktat Sanhedrin der Traktat Abodah sarah<sup class=\"footnote-marker\">30b<\/sup><i class=\"footnote\"> Dass der Name <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05db\u05d5\u05f4\u05dd<\/span> erst gegen Ende des 16. Jahrhunderte von der Censur eingef\u00fchrt wurde in Abschnitt I Note 1a gezeigt.<\/i>) angeh\u00e4ngt worden, der in der Tosefta noch viel umfangreicher ist, als in der Mischna.<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a>) Die Mischna Abodah sarah besteht aus folgenden Teilen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bestimmungen \u00fcber den Verkehr mit den G\u00f6tzendienern (Abschn. I u. II), und zwar:<\/li>\n<li>Verbot des Verkehrs mit ihnen an ihren Festtagen (I 1\u20144).<\/li>\n<li>Was man den G\u00f6tzendienern nicht verkaufen resp. vermiethen darf (I 5\u20149).<\/li>\n<li>Sonstige Verkehrsverbote (II 1\u20142).<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Was f\u00fcr Dinge der Heiden zu jeder Nutzung und was nur zu essen verboten und was erlaubt ist (II 2\u20147).<\/li>\n<li>\u00dcber G\u00f6tzenbilder, andere abg\u00f6ttisch verehrte oder zum G\u00f6tzendienste gebrauchte Gegenst\u00e4nde, und wie man dieselben nichtig macht (III 1\u2014IV 7).<\/li>\n<li>\u00dcber Nesech-Wein (s. IV, Note 34) und was damit vermischt wird, sowie \u00fcber die Art, wie man die von Heiden gekauften Ger\u00e4te brauchbar macht (IV 8\u2014Ende).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es scheint, dass der Traktat Abodah sarah in der alten Mischna einen gr\u00f6sseren Umfang gehabt und von R. Jehuda ha-Nasi stark gek\u00fcrzt worden ist.<\/p>\n<h2 id=\"der-traktat-abot.\">Der Traktat Abot.<\/h2>\n<p>Die Entstehung dieses Traktates erkl\u00e4rt sich am einfachsten auf folgende Weise. Zuerst (etwa nach Hillel und Schammai) wurde als Anhang zum Traktat Sanhedrin eine Aufz\u00e4hlung der Synedrialh\u00e4upter bis nach Hillel und Schammai mit Kernspr\u00fcchen von jedem Lehrer (Abot I 1\u201415) hinzugef\u00fcgt. Sp\u00e4ter hat man (wahrscheinlich R. Akiba) diesen Lehrern noch R. Jochanan b. Sakkai und dessen vorz\u00fcglichste Sch\u00fcler mit ihren Kernspr\u00fcchen (Abot II 8\u201414) angereiht. Indem in solcher Weise 10 Generationen von Traditionslehren von Esra bis R. Akiba aufgez\u00e4hlt waren (s. V, Note 1), wurden dieser Spruchsammlung noch die Mischna\u2019s mit der Zehnzahl und diesen dann einige mit anderen Zahlen (etwa Abot V 1\u20145; 7\u201410 u. a.) angeh\u00e4ngt, und es konnte so diese ganze Sammlung als ein besonderer Traktat erscheinen, der passend mit dem Namen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> = V\u00e4ter, d.\u00a0h. Traditionslehrer (s. Edujot I, Note 36) benannt wurde. Diesem \u201eAbot\u201c des R. Akiba f\u00fcgten dann sp\u00e4tere Tanna\u00efm (R. Me\u00efr und R. Jehuda ha-Nasi u. A.) noch Ausspr\u00fcche von anderen \u00e4lteren und j\u00fcngeren Gesetzeslehrern hinzu, bis es die Gestalt unseres Traktat\u2019s Abot erhielt. <a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a>) Dieser Traktat, wie er uns vorliegt, hat folgende Teile:<\/p>\n<ul>\n<li>Spr\u00fcche von Traditionslehrern, die eine Traditionskette bilden von der grossen Synagoge bis R. Jochanan b. Sakkai und dessen vorz\u00fcglichste Sch\u00fcler (Abschn. I u. II).<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Spr\u00fcche anderer Gesetzeslehrer bis R. Akiba inclusive (Abschn. III).<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Spr\u00fcche der Gesetzeslehrer nach R. Akiba, aus der Zeit des R. Me\u00efr und R. Jehuda ha-Nasi, eingeleitet durch die Spr\u00fcche von Ben Soma und Ben Assai, den j\u00fcngeren Zeitgenossen des R. Akiba, die nicht den Titel \u201eRabbi\u201c hatten (Abschn. IV).<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>)<\/li>\n<li>Verschiedene, zumeist anonyme und nach Zahlen geordnete Ausspr\u00fcche (Abschn. V).<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In manchen Ausgaben, sowie in den Gebetb\u00fcchern, ist noch eine Baraita, <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7 \u05e7\u05e0\u05d9\u05df \u05ea\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> genannt, als 6. Abschnitt hinzugesetzt f\u00fcr den sechsten der Sabbate zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05d5\u05ea<\/span>, an welchen man die <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7\u05d9 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> zu lesen pflegte<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a>). Von unserem Traktat gab es noch eine andere Recension, die der Agada-Sammlung \u201eAbot de-R. Nathan\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05d3\u05e8\u05d1\u05d9 \u05e0\u05ea\u05df<\/span>) zu Grunde lag und von unserer Mischna wesentlich abwich.<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a>)<\/p>\n<h2 id=\"der-traktat-horajot.\">Der Traktat Horajot.<\/h2>\n<p>Als Anhang zu Sanhedrin ist auch der Traktat <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span><a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>) (Entscheidungen) zu betrachten. In erster Linie handelt derselbe \u00fcber die F\u00e4lle, wo durch irrth\u00fcmliche Entscheidungen eines Synedrions Einzelne oder die Mehrzahl von Israel zur S\u00fcnde verleitet worden sind. Sodann wird noch \u00fcber die Entscheidung des Hohenpriesters gelehrt, die f\u00fcr ihn selbst dieselben Folgen nach sich zieht, wie die Entscheidung des Synedrions f\u00fcr das Volk. Die zwei Opfergesetze in Lev. 4, 1\u201421, wie sie die j\u00fcdische Tradition auslegt, sind die Grundlage unseres Traktats. Nebenbei werden noch andere Bestimmungen mitgeteilt \u00fcber die verschiedenen Hohenpriester, und dar\u00fcber, wer von den verschiedenen Geschlechtern und St\u00e4nden dem andern vorzuziehen ist. Die Anordnung der Teile ergibt sich von selbst. Abschn. I handelt \u00fcber die Entscheidungen des Gerichts, Abschn. II 1\u20142 \u00fcber die des Hohenpriesters, 3\u20147 \u00fcber die Bedingungen, unter denen das Gericht, der Hohepriester und Andere die verschiedenen Opfer darzubringen haben, Abschn. III 1\u20143 \u00fcber den Fall, dass ein W\u00fcrdentr\u00e4ger von seiner W\u00fcrde abgetreten ist, 4\u20145 \u00fcber die Rangesunterschiede unter den Priestern, 6\u20147 \u00fcber verschiedene Ranges- und Standesstufen.<\/p>\n<p>Da die letzte Mischna von Horajot schwerlich als Schluss-Mischna eines Seder gestanden haben wird, dagegen die letzte Mischna von Edujot besonders als solche geeignet erscheint, so ist es wahrscheinlich, dass letzterer Traktat urspr\u00fcnglich den Seder Nesikin beschlossen hat, wie dies im Cod. M\u00fcnchen und in der Mischna-Ausgabe von 1559 <a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a>) wirklich zu finden ist.<\/p>\n<section id=\"footnotes\" class=\"footnotes footnotes-end-of-document\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\"><p>Es scheint, dass der Traktat Nesikin auch den Namen <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e0\u05d9 \u05de\u05de\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> gef\u00fchrt hat, indem im Jerusch. nach B. batra die Schlussworte: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05e8\u05df \u05e2\u05dc\u05da \u05d3\u05d9\u05e0\u05d9 \u05de\u05de\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span> stehen; vgl. noch Mischna Baba batraEnde und J. Lewy, Interpretation des I. Abschnittes des pal\u00e4st. Talmud-Traktat\u2019s Nesikin, S. 22.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\"><p>Nach der in meiner \u00dcbers. gegebenen Erkl. des Jerusch.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\"><p>Zu den alten Mischna\u2019s geh\u00f6ren auch alle Zahlen-Mischna\u2019s (wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9\u05d9\u05dd \u05d5\u05e9\u05e9 \u05db\u05e8\u05d9\u05ea\u05d5\u05ea ,\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05e0\u05d6\u05d9\u05e7\u05d9\u05df \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4<\/span>), die nach Jerusch. Schekalim V, 48c von den <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 \u05d0\u05e0\u05e9\u05d9 \u05db\u05e0\u05e1\u05ea<\/span> redigirt sind und mit denen Rabbi desh alb gerne einen Traktat begann, vgl. Sabbat, Schebuot, Jebamot u. a. m.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\"><p>Vgl. Banet zu Erubin IV, Note 53.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\"><p>Vgl. Tosefta B. kamma I.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\"><p>Nach Jerusch. I, 2a sind zwar die im 3. Abschnitt genannten F\u00e4lle <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05d5\u05e8 \u05ea\u05d5\u05dc\u05d3\u05d4<\/span>; da aber manche derselben (Mischna 5, 6, 7) entschieden zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span> geh\u00f6ren und Alle den Satz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd \u05de\u05d5\u05e2\u05d3 \u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd<\/span> weiter ausf\u00fchren, so kann die ganze Stelle III, 1\u20147 als Zusatz zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span> betrachtet werden.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\"><p>In \u00e4hnlicher Weise werden auch in Sanhedrin bei der ersten der vier Todesarten viele Bestimmungen gelehrt, die f\u00fcr alle Todesstrafen gelten (Sanhedrin VI).<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\"><p>Nach der Erkl\u00e4rung des Jerusch., s. I, Note 4.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\"><p>IX, 3\u20144 handelt \u00fcber \u201eVer\u00e4nderungen\u201c bei Handwerkern, nachdem vorher \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e0\u05d5\u05d9<\/span> beim R\u00e4uber bestimmt wurde. IX, 10 ist in seinem Schlusssatze gleich IX 9. X 4 ist insofern verwandt mit X 2\u20143, als hier wie dort Jemand durch eigenen Verlust fremdes Gut rettet. Von X 8 gilt die erste Bestimmung auch f\u00fcr Raub. X 9\u201410 sind Bestimmungen, um Raub und Diebstahl zu verhindern.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\"><p>Baba mezia III 3 ist wegen III 4 hiehergesetzt, wiewohl es eig. zu B. k. X geh\u00f6rte.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\"><p>Von Mischna 7 und 8 geh\u00f6rt nur der Anfang von Mischna 7 hieher; das Andere ist durch Ideenassociation angef\u00fcgt worden.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\"><p>Mischna 4b und 5 sind wegen des Ausdrucks <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05e4\u05dc\u05d5<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e0\u05e4\u05dc<\/span>) an Mischna 3 angereiht, Mischna 6 ist mit dem Falle <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05ea \u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d4 \u05e9\u05dc \u05e9\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> verwandt.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\"><p>V, 4 geh\u00f6rt eig. nicht an diese Stelle und steht nur hier, weil vorher (V 3 Ende) der Fall vorkommt, dass Jemand die auf dem Felde eines Andern befindlichen B\u00e4ume kauft.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\"><p>V 7 f.\u00a0bestimmt nebenbei, wann der Kauf perfect ist, so dass man nicht mehr zur\u00fccktreten kann.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\"><p>VI 5\u20146 enth\u00e4lt \u00e4hnliche F\u00e4lle wie VI 7.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\"><p>IX 4\u20145 ist durch Ideenassociation zu IX 3 hinzugekommen (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05de\u05e6\u05e2, \u05dc\u05e2\u05e6\u05de\u05d4<\/span> in 3 und 4),<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\"><p>X 7a scheint an X 6 angef\u00fcgt zu sein, indem in beiden F\u00e4llen dem Armen nicht gestattet ist, das Recht des Reichen zu schm\u00e4lern. Vielleicht hat es aber urspr\u00fcnglich hinter IX 3 wegen <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05de\u05e6\u05e2<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span> gestanden.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\"><p>Dass dieser Satz auf einen von R. Ismael redigirten Traktat Nesikin schliessen l\u00e4sst, ist in \u201eMagazin f.\u00a0d.\u00a0W. d.\u00a0J.\u201c Jahrg. 1884, S. 91 gezeigt.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\"><p>Maimon. Einl. in Mischna; Ramban zu Deut. 21, 13; Ran zu Sanh. 84b. Vgl. J. Lewy in der oben (Note 1) cit. Schr. S. 22, Note 2. \u2014 Damit erkl\u00e4rt es sich am Besten, dass nach der alten \u00dcberlieferung (vgl. z. B. Midr. zu Hohel. 6, 8) die Mischna nur 60 Traktate z\u00e4hlt, w\u00e4hrend dieselbe in unseren Ausgg. in 63 Traktate geteilt ist, indem 5 von unseren Traktaten (die 3 Babot, Sanh. u. Makkot) in alter Zeit nur f\u00fcr zwei gez\u00e4hlt wurden.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\"><p>Doch kennt schon der babyl. Talmud den Namen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d5\u05d7<\/span> (Schebuot 2b).<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\"><p>VIII 6 wird an VIII 5 wegen <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d3\u05d5\u05df \u05e2\u05dc \u05e9\u05dd \u05e1\u05d5\u05e4\u05d5<\/span> angeschlossen; VIII 7 ist wieder an VIII 6 angereiht, weil hier wie dort aus Nothwehr die T\u00f6dtung eines Menschen erlaubt ist.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\"><p>IX 4 ist verwandt mit IX 3. IX 5a steht hier wegen IX 5. IX 6b ist insofern \u00e4hnlich mit IX 5, als in beiden Mischna\u2019s von Verbrechern die Rede ist, die den Tod erleiden, trotzdem sie gerichtlich nicht zum Tode verurteilt werden k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\"><p>I, 1 wurde als alte Zahlen-Mischna an die Spitze des Traktat\u2019s gestellt (s. oben Note 3) und dient ihm zugleich als Einleitung.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\"><p>Liest mau \u201eBechirta\u201c in der Einz., so muss man <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05db\u05ea\u05d0<\/span> erg\u00e4nzen.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\"><p>Manche nehmen an, dass der Traktat \u201eIdijot\u201c (die Vorz\u00fcglichsten) heisst (von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d3\u05d9\u05ea<\/span>, das Beste Gittin V 1) und dass demnach <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> gleichbedeutend sei mit <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05d9\u05e8\u05ea\u05d0<\/span>. Doch ist diese Erkl\u00e4rung kaum richtig, da das im Traktat so h\u00e4ufig vorkommende <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05d9\u05d3<\/span> allzu deutlich f\u00fcr die gew\u00f6hnliche Erkl\u00e4rung des Namens <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> spricht.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\"><p><span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05e9\u05d5 \u05db\u05dc \u05e6\u05e8\u05db\u05df<\/span> (eig. \u201esie haben nicht gen\u00fcgend ihre Lehrer bedient\u201c) bedeutet: sie haben nicht lange genug (so viel als sie n\u00f6thig hatten) von ihren Lehrern gelernt (vgl. z. B. Erubin 13a <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05de\u05d5\u05e9 \u05d0\u05e9\u05d9\u05de\u05d5\u05e9<\/span> und Chullin 54a). Dies h\u00e4tte nicht erst gesagt zu werden brauchen, wenn nicht Schwarz in seiner Sehr, \u201edie Kontroversen der Schammaiten und Hilleliten\u201c S. 8 f\u00e4lschlich dieses <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05e9\u05d5 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span> mit \u201e\u00dcberwuchern der Theorie \u00fcber die Praxis\u201c erkl\u00e4rt h\u00e4tte (nach dem heutigen Gebrauch von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05de\u05d5\u05e9<\/span> f\u00fcr \u201ePraxis\u201c!), um auf Grund dieser wunderlichen Erkl\u00e4rung zu falschen Resultaten zu gelangen.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\"><p>I 4\u20146 sind Zus\u00e4tze zu I 3; \u00fcber I 9 vgl. I, Note 72.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\"><p>S. I, Note 91.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\"><p>Mischna 8 muss nach Mischna 9 stehen, s. III, Note 72a.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\"><p>Dieser Schlusssatz spricht auch f\u00fcr die Ansicht R. Scherira\u2019s, dass die vielen Kontroversen die Edujot-Sammlung veranlasst haben.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\"><p>Tosefta Abodah sarah hat 9 Perakim (im Erfurter Codex 8) und spricht im letzten Perek \u00fcber die Gebote und das Kriminalrecht f\u00fcr die Noachiden, was auch daf\u00fcr spricht, dass Abodah sarah zu Sanhedrin geh\u00f6rt.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\"><p>Dieser Teil ist in der Tosefta viel umfangreicher (Abschn. III).<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\"><p>Vgl. hier\u00fcber ausf\u00fchrlich in m. Sehr, \u201edie erste Mischna\u201c S. 26ff.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\"><p>I 16 bis II 4a ist ein Einschiebsel, das an Hillel dessen Nachkommen anreiht. II 15\u201416 ist ein Zusatz zu II, 14.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\"><p>Von den sp\u00e4teren Zus\u00e4tzen (Tosefta\u2019s), die in den Noten zu Abot stets angemerkt sind, muss hierbei abgesehen werden.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\"><p>Von den sp\u00e4teren Zus\u00e4tzen (Tosefta\u2019s), die in den Noten zu Abot stets angemerkt sind, muss hierbei abgesehen werden.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\"><p>Von den sp\u00e4teren Zus\u00e4tzen (Tosefta\u2019s), die in den Noten zu Abot stets angemerkt sind, muss hierbei abgesehen werden.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\"><p>In Cod. M\u00fcnchen steht der Traktat Abot mit dem Abschn. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e0\u05d9\u05df \u05ea\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> als 6. Perek hinter den Mischnajot der 6. Ordnung am Anfang der sogenannten kleinen Traktate; vgl. Rabbinowitz, Vorrede zu <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> S. 27.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\"><p>Vgl. hier\u00fcber ausf\u00fchrlich in m. Sehr, \u201edie erste Mischna\u201c S. 26ff.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\"><p>In dem bekannten Sendschreiben des R. Scherira Gaon wird der Traktat (ed.\u00a0Mainz 1873 S. 33) <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e8\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> genannt.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\"><p>Die Ordnung der Traktate in dieser Ausgabe ist: Die 3 Babot, Sanhedrin, Makkot, Schebuot, Abodah sarak, Horajot, Abot, Edujot; s. die tabellarische \u00dcbersicht bei Strack, Einl. in den Talmud S. 11 der 2 Auflage.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"178\" height=\"160\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/mischna_teaser.jpg?resize=178%2C160&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3912\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center Zentriert\"><br><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/\">Zur \u00dcbersicht \u00fcber alle Traktate der Mischna<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung in die Ordnung Nesikin<\/p>\n","protected":false},"author":58,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[64],"tags":[],"class_list":["post-10222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mischna"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/58"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10222"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10325,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10222\/revisions\/10325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}