{"id":10250,"date":"2025-07-07T16:30:48","date_gmt":"2025-07-07T14:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10250"},"modified":"2025-07-07T16:31:38","modified_gmt":"2025-07-07T14:31:38","slug":"die-mischnah-eruwin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-eruwin\/","title":{"rendered":"Die Mischnah \u2013 Eruwin"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Einf\u00fchrung<\/h2>\n\n\n\n<p>\u00dcbersetzt und erkl\u00e4rt von Dr. E. Baneth, Rabbiner in Krotoschin.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Traktat Schabbat kann als bekannt vorausgesetzt werden, dass es am Schabbat verboten ist, Gegenst\u00e4nde, die in einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd, einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 oder einer \u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea sich befinden, aus dem einen in den andern dieser R\u00e4ume zu schaffen. Besch\u00e4ftigt sich doch die erste H\u00e4lfte jenes Traktats gr\u00f6\u00dftenteils mit diesem Verbote. Auch innerhalb einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd oder einer \u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea darf man 4 Ellen weit nichts tragen, was nicht zur Kleidung geh\u00f6rt, innerhalb einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 dagegen ist der Verkehr nach dieser Richtung hin in keiner Weise eingeschr\u00e4nkt, und w\u00e4re es ein noch so grosser, ja selbst \u00f6ffentlicher Raum wie z. B. eine Synagoge, oder gar eine rings mit Mauern umgebene Millionenstadt, deren Thore auch nur des Nachts geschlossen sind. Doch muss man auch hier zwischen geschlossenen R\u00e4umen, die zu unserer ausschliesslichen Verf\u00fcgung sind, und solchen, deren Besitz oder Benutzungsrecht wir mit Anderen Teilen, unterscheiden. Nur innerhalb einer und derselben \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 ist das \u201eTragen\u201c keiner Beschr\u00e4nkung unterworfen. Der Zwischenverkehr aber ist hier noch mehr erschwert als selbst zwischen einer \u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea und der andern, ja selbst zwischen einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd und der andern. W\u00e4hrend in diesem Zwischenverkehr wenigstens innerhalb der 4 Ellen das \u201eTragen\u201c erlaubt ist, d\u00fcrfen wir nichts aus unseren Privatr\u00e4umen in die eines Andern, ja nicht einmal in solche, deren Mitbesitzer wir sind, auch nur einen Schritt weit tragen. Zwei Nachbarn d\u00fcrfen keinen Gegenstand aus ihrer Wohnung in den gemeinschaftlichen Flur, ans diesem in ihre Wohnung schaffen. Der von allen Seiten umschlossene Hofraum ist eine \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3, auf welche alle Einwohner gleiches Anrecht haben. In ihm befindliche Gegenst\u00e4nde d\u00fcrfen nach Belieben von einem Ende des Hofes nach dem andern geschafft werden, da das \u201eTragen\u201c innerhalb einer und derselben \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 keiner Beschr\u00e4nkung unterliegt, und w\u00e4re es auch ein Mehreren gemeinsamer Privatraum; nicht aber d\u00fcrfen dieselben aus dem Hofe in eine der zu ihm geh\u00f6rigen Wohnungen, vielweniger in eine der Wohnungen des Nachbarhofes getragen werden. Ebenso wenig darf man Gegenst\u00e4nde aus der Wohnung nach dem eigenen Hofe, geschweige denn nach dem Hofe eines Andern schaffen, auch wenn man sie nicht \u00fcber die Strasse tragen m\u00fcsste, es sei denn, dass s\u00e4mtliche Einwohner eines oder auch mehrerer durch eine Th\u00fcr oder Leiter in Verbindung stehender H\u00f6fe nur eine Familie bilden. In diesem Falle ist das Familienoberhaupt alleiniger Inhaber des ganzen Hofes bez. H\u00f6fekomplexes, die \u00fcbrigen Bewohner desselben, welche von seiner Tafel ihren Unterhalt bekommen, sind nur seine Hausgenossen, obgleich jeder von ihnen seine eigenen R\u00e4ume bewohnt. Die n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen eines Hausvaters bilden mit der Dienerschaft eo ipso eine solche Familie; es k\u00f6nnen aber auch fremde, untereinander nicht verwandte und auch in keinem Dienstverh\u00e4ltnis zu einander stehende Inhaber verschiedener Wohnungen eines Hofes oder H\u00f6fekomplexes sich ad hoc zu einer Familie vereinigen, indem sie Einen von ihnen zum Hausvater w\u00e4hlen und dadurch, dass sie ihr Brot vor Beginn des Schabbats zu ihm bringen, zu erkennen geben, dass sie gleichsam an seiner Tafel speisen, mithin als seine Hausgenossen sich betrachten wollen, so dass alle ihre sonst getrennten Wohnr\u00e4ume am Schabbat zu einer einzigen, Allen gemeinsamen Wohnung, zu einer und derselben \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 sich verschmelzen. Eine so intensive Vereinigung heisst \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 Vermischung, Verschmelzung. Sie erm\u00f6glicht den einzelnen Einwohnern, nach Belieben Gegenst\u00e4nde des Hofes in ihre Wohnungen und umgekehrt hin\u00fcber zu schaffen. \u2014 Hat aber auch nur Einer derselben an dieser Vereinigung nicht teilgenommen, so d\u00fcrfen auch die \u00fcbrigen nichts hinein- oder hinaustragen, es sei denn, dass jener auf sein Besitzrecht f\u00fcr diesen Tag zu ihren Gunsten verzichtet.Was eben von der Vereinigung zu einer Familie (\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1) gesagt wurde, gilt auch vom Societ\u00e4tsverh\u00e4ltnis (\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3).<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei oder mehrere Personen, welche einen gemeinsamen Haushalt f\u00fchren, k\u00f6nnen aus der Wohnung, die jede von ihnen f\u00fcr sich allein inne hat, in den gemeinschaftlichen Flur, Hof oder H\u00f6fekomplex her\u00fcber und hin\u00fcbertragen, falls sie keinen Fremden zum Miteinwohner haben. Wo ein solches Verh\u00e4ltnis nicht von vornherein in Wirklichkeit besteht, kann es vor Beginn des Schabbat ad hoc geschaffen werden, indem s\u00e4mtliche Teilnehmer ihre Zusammengeh\u00f6rigkeit in \u00e4hnlicher Weise wie beim \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 zum Ausdruck bringen; nur dass dieselbe hier, wo das Verh\u00e4ltnis lange nicht so innig als beim \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 ist, nicht ausschliesslich durch Brod, sondern durch fast jedes Nahrungsmittel bekundet wird, welches dann auch nicht, wie beim \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1, in einem bewohnten Raume, sondern blos im Hofraum aufbewahrt werden muss. Diese ihrer Natur wie ihrem ganzen Charakter nach weniger intensive Vereinigung ist daf\u00fcr um so extensiver. Sie findet ihre Anwendung bei der Bildung eines Societ\u00e4tsverh\u00f6ltnises unter s\u00e4mtlichen Bewohnern einer oder mehrerer Strassen (\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e4\u05d9 \u05de\u05d1\u05d5\u05d0\u05d5\u05ea), welches ihnen erm\u00f6glichen soll, Gegenst\u00e4nde aus ihren H\u00e4usern und H\u00f6fen auf die Strasse und \u00fcber diese hinweg in die H\u00e4user und H\u00f6fe ihrer Nachbarn zu tragen, w\u00e4hrend f\u00fcr die weniger umfangreiche Vereinigung s\u00e4mtlicher Bewohner einer oder mehrerer in unmittelbarer Verbindung stehender H\u00f6fe die Form des \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 vorgeschrieben ist, die innigere Verschmelzung zu einer Familie (\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea). Beide Arten der Vereinigung sind nur dem Grade, nicht dem Wesen nach verschieden. \u2014Da aber jede Strasse im g\u00fcnstigsten Falle eine \u05d1\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea ist, so dass die in ihr befindlichen Gegenst\u00e4nde selbst innerhalb derselben nicht 4 Ellen weit, viel weniger in die H\u00f6fe und H\u00e4user getragen werden d\u00fcrfen, so muss dieselbe erst in eine \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u00fcberhaupt umgewandelt werden, ehe man daran denken kann, sie mit all ihren H\u00f6fen und Wohnungen zu einer und derselben \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 zu machen. Dem \u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3 muss also eine jener Vorkehrungen vorangehen, welche, an allen Eing\u00e4ngen einer Strasse vorschriftsm\u00e4ssig angebracht, derselben den Charakter einer \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 verleihen.<br>Von diesen und \u00e4hnlichen Vorkehrungen handelt das 1. und 2. Kapitel unseres Traktats.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 3.\u20145. Kapitel besch\u00e4ftigt sich mit dem \u05ea\u05d7\u05d5\u05dd, der Grenzlinie, bis zu welcher man sich an Schabbat- und Festtagen von seinem Wohnorte entfernen darf. Dieselbe wird f\u00fcr jede einzelne Ortschaft durch genaue Messungen festgestellt, die von einem Fachmanne (\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4) geleitet werden. Zu diesem Behufe wird zun\u00e4chst um das ganze Weichbild des Ortes ein Rechteck construirt, dessen Seiten parallel sind dem \u201eWeltquadrate\u201c (\u05e8\u05d1\u05d5\u05e2 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd), einem imagin\u00e4ren, dem Horizonte des betreffenden Ortes so umschriebenen Quadrate, dass die Mittelpunkte seiner 4 Seiten (die 4 Ber\u00fchrungspunkte) mit dem Ost- S\u00fcd- West- und Nordpunkte des Horizontes zusammenfallen. Das Weichbild eines Ortes (\u05e2\u05d9\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4 \u05e9\u05dc \u05e2\u05d9\u05e8) ist ein schmaler Streifen Landes, welcher nach innen von der \u00e4ussersten Kante der letzten H\u00e4user begrenzt wird, nach aussen aber von einer Linie, die sich in einer konstanten Entfernung von 70\u2154 Ellen rings um den Ort zieht. Diese Linie stellt nat\u00fcrlich eine den verschiedenen Bebauungspl\u00e4nen verschiedener Ortschaften entsprechend wechselnde, in den meisten F\u00e4llen unregelm\u00e4ssige Figur dar. Durch die \u00e4ussersten Punkte dieser Figur werden die Linien gezogen, welche das erw\u00e4hnte Rechteck bilden, dessen Seiten nun nach beiden Richtungen um je 2000 Ellen verl\u00e4ngert werden (die Elle hat in unserm ganzen Traktate wie in den Traktaten Kilajim und Sukka 6 Handbreiten od. 24 Daumenbreiten; 1 D.=2 cm.) So entsteht auf den 4 Seiten der Ortschaft je eine Fl\u00e4che (Schabbatbezirk), deren L\u00e4nge der angrenzenden Seite des Rechtecks entspricht, deren Breite aber stets 2000 Ellen betr\u00e4gt. An den 4 Enden, da wo je zwei dieser Fl\u00e4chen zusammenstossen, bilden sich daher 4 Quadrate von je 2000 Ellen im Geviert, welche auch noch zum Schabbatbezirk geh\u00f6ren, und da die Diagonale eines Quadrats um etwas mehr als \u2156 gr\u00f6sser ist als jede Seite desselben [nach dem Pythagor\u00e4ischen Lehrsatz ist das Quadrat der Hypotenuse gleich den Quadraten der beiden Katheten, mithin die Diagonale eines Quadrats = , oder ungef\u00e4hr , dessen Quadrat () ja nur um 0,04 kleiner ist als 2], so kann man in der Diagonale des \u05ea\u05d7\u05d5\u05dd Ellen an Schabbat- und Festtagen gehen. In dringenden F\u00e4llen ist es gestattet, das erw\u00e4hnte Rechteck so zu zeichnen, dass seine verl\u00e4ngerte Diagonale durch zwei der 4 genannten Punkte des Horizontes geht, um sich selbst in gerader Richtung, den Seiten des \u201eWeltquadrates\u201c parallel, 2800 Ellen von seinem Wohnort entfernen zu d\u00fcrfen. Um jenseits des \u05ea\u05d7\u05d5\u05dd ein religi\u00f6ses Gebot am Schabbat- oder Festtage erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, ist es sogar erlaubt, vor Beginn desselben seinen Wohnsitz f\u00fcr den betreffenden Tag nach einem Orte zu verlegen, welcher sowohl von dem gew\u00f6hnlichen Wohnorte, als auch von der Station, an welcher das Gebot erf\u00fcllt werden soll, erreichbar ist, also zwischen Beiden so liegt, dass er von keinem der beiden Punkte mehr als 2000 bez. 2800 Ellen entfernt ist. Wie diese Verschmelzung der Schabbatbezirke zweier 4000 bez. 5600 Ellen von einander entfernter Ortschaften zu einem Schabbatbezirk, \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df, bewerkstelligt wird, welche Konsequenzen sie hat, wie die Messungen vorzunehmen sind, und welche Folgen das \u00dcberschreiten des \u05ea\u05d7\u05d5\u05dd hat, dar\u00fcber handelt das 3.\u20145. Kapitel unseres Traktats.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 6.\u20149. besch\u00e4ftigt sich mit \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea und \u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e4\u05d9 \u05de\u05d1\u05d5\u05d0\u05d5\u05ea; das 10. bespricht den Verkehr zwischen \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 und \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd, unter welchen Voraussetzungen derselbe gestattet ist. Seinen Namen \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df (Verschmelzungen) f\u00fchrt der Traktat von den beiden Arten des \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1, welche er zum Gegenstande hat: \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df und \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 nebst \u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e4\u05d9 \u05de\u05d1\u05d5\u05d0\u05d5\u05ea.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n<h3 id=\"section\">1<\/h3>\n<p>Ein Strasseneingang<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a>, der h\u00f6her ist als zwanzig Ellen, muss niedriger gemacht werden<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a>; R. Juda sagt: es ist nicht n\u00f6tig<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a>. Ist seine Breite mehr als zehn Ellen<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>, muss sie verringert werden<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a>; hat er aber eine Art T\u00fcrrahmen<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>, so braucht er, obgleich er breiter als zehn Ellen<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a> ist, nicht enger<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a> gemacht zu werden<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-1\">2<\/h3>\n<p>Vorschriftsm\u00e4ssig<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a> macht den Strasseneingang nach Bet Schammai ein Pfosten und ein Querbalken, nach Bet Hillel ein Pfosten oder ein Querbalken; R. Elieser meint: zwei Pfosten; im Namen des R. Ismael sagte ein Sch\u00fcler<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a> vor R. Akiba: Bet Schammai und Bet Hillel sind nicht geteilter Ansicht \u00fcber einen Strasseneingang, der weniger als vier Ellen (Breite) hat; ein solcher wird erlaubt entweder durch einen Pfosten oder durch einen Querbalken; wor\u00fcber sind ihre Meinungen geteilt? \u00fcber einen von vier bis zehn Ellen breiten; da sagt Bet Schammai: Pfosten und Balken, Bet Hillel dagegen: Pfosten oder Balken. Darauf sprach R. Akiba: ihre Meinungen gehen hier wie dort auseinander.<\/p>\n<h3 id=\"section-2\">3<\/h3>\n<p>Der Querbalken, von dem sie sprechen, muss breit genug sein, um einen Halbziegel aufnehmen zu k\u00f6nnen. Der Halbziegel ist zwar die H\u00e4lfte eines Ziegels von drei Handbreiten<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a>; dennoch gen\u00fcgt f\u00fcr den Balken die Breite einer Handbreite, um einen Halbziegel seiner<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a> L\u00e4nge nach aufzunehmen<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-3\">4<\/h3>\n<p>Breit genug, um einen Halbziegel aufzunehmen, und stark genug, um einen Halbziegel aufnehmen zu k\u00f6nnen. R. Juda sagt: Breit, wenn auch nicht stark.<\/p>\n<h3 id=\"section-4\">5<\/h3>\n<p>Ist er aus Stroh oder Rohr, betrachtet man ihn, als w\u00e4re er aus Metall<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a>; krumm, betrachtet man ihn, als w\u00e4re er gerade; rund, betrachtet man ihn, als w\u00e4re er viereckig; was drei<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a> Handbreiten im Umfange hat, dessen Breite betr\u00e4gt eine Handbreite.<\/p>\n<h3 id=\"section-5\">6<\/h3>\n<p>Die Pfosten, von denen sie sprechen, haben eine H\u00f6he von zehn Handbreiten<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>, eine Breite und Dicke von beliebiger<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a> Gr\u00f6sse. R. Jose sagt: eine Breite von drei Handbreiten.<\/p>\n<h3 id=\"section-6\">7<\/h3>\n<p>Alles kann man als Pfosten anbringen, sogar ein belebtes Wesen<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>, was R. Jose verbietet. Als Grabdeckel kann es die Unreinheit \u00fcbertragen<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a>; R. Meir erkl\u00e4rt es f\u00fcr rein. Man kann auf ihm Scheidebriefe schreiben; nach R. Jose dem Gallil\u00e4er ist es dazu unbrauchbar.<\/p>\n<h3 id=\"section-7\">8<\/h3>\n<p>Wenn eine Karavane<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a> in einem Thale lagert und dasselbe<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a> rings mit Viehger\u00e4ten<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a> umgeben hat, darf man in ihm hinundhertragen<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a>, nur muss es eine zehn Handbreiten hohe Umz\u00e4unung sein; auch d\u00fcrfen die L\u00fccken<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> nicht mehr betragen als das Gebaute<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a>. Jede L\u00fccke, die ungef\u00e4hr zehn Ellen betr\u00e4gt, ist erlaubt<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a>, weil sie gleichsam ein Eingang ist; dar\u00fcber hinaus aber ist sie verboten<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-8\">9<\/h3>\n<p>Sie k\u00f6nnen mit drei Stricken umz\u00e4unen, von denen der eine \u00fcber dem andern, dieser wieder \u00fcber dem letzten (befestigt ist), nur darf nicht zwischen je zwei Stricken<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a> (ein freier Raum von) 3 Handbreiten<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a> sein. Die Dimension der Stricke, u. z. hinsichtlich ihrer Dicke<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a> muss mehr als eine Handbreite betragen, damit alles zusammen<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a> zehn Handbreiten ausmache<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-9\">10<\/h3>\n<p>Sie k\u00f6nnen mit Rohrst\u00e4ben umz\u00e4unen, nur darf zwischen je zweien nicht (ein freier Raum von)drei Handbreiten<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> sein. Von einer Karavane ist die Rede<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a>, betont R. Juda; die Weisen aber sagen: man sprach nur deshalb von einer Karavane, weil gerade der Fall vorlag<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>. Jede Wand die nicht (wenigstens) aus Kette und Einschlag<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a> besteht, gilt nicht als Wand<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a>. So die Ansicht des R. Jose bar Juda; die Weisen aber sagen: eins von Beiden (gen\u00fcgt). Vier Dinge hat man im Lager<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a> gestattet: sie k\u00f6nnen Holz von jedem Orte requiriren und sind frei vom Waschen der H\u00e4nde<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>, von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05de\u05d0\u05d9<\/span><a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a> und vom <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n<h3 id=\"section-10\">1<\/h3>\n<p>Um die Brunnen<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a> macht man einen Bretterzaun aus vier Doppelbrettern<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a>, die wie acht aussehen<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a>. So die Ansicht des R. Juda; R. Meir sagt: aus acht (Brettern), die wie zw\u00f6lf aussehen, n\u00e4mlich aus vier Doppel- und vier einfachen Brettern<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a>. Ihre H\u00f6he ist zehn Handbreiten, ihre Breite deren sechs, ihre Dicke nach Belieben, und zwischen ihnen ein freier Raum f\u00fcr zwei Gespanne von je drei \u2014 nach R. Meir, nach R. Juda dagegen je vier \u2014 aneinander nicht lose gebundenen Ochsen<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a> von denen das eine hineingehen kann, w\u00e4hrend das andere hinausgeht<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-11\">2<\/h3>\n<p>Es ist gestattet dem Brunnen noch n\u00e4her zu r\u00fccken<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a>, nur muss die Kuh mit dem Kopfe und dem gr\u00f6ssem Teil des K\u00f6rpers<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a> beim Trinken innen sein k\u00f6nnen; es ist gestattet nach Belieben hinauszur\u00fccken<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a>, nur muss man die Zahl der Bretter vermehren<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-12\">3<\/h3>\n<p>R. Juda sagt: nur bis zu einer Fl\u00e4che von zwei Maass (Aussaat)<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a>. Da sagten sie zu ihm: eine Fl\u00e4che von zwei Maass (Aussaat) hat man nur hinsichtlich eines Gartens oder eines Holzplatzes<a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a> erw\u00e4hnt; handelt es sich aber um eine Pferche, eine H\u00fcrde, einen Hinter- oder einen Vorderhof<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a>, so ist selbst eine Fl\u00e4che von f\u00fcnf Kor<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a>, ja zehn Kor gestattet; man darf also<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a> nach Belieben hinausr\u00fccken<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a>, wenn man nur die Zahl der Bretter vermehrt<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-13\">4<\/h3>\n<p>R. Juda sagt: Wenn ein \u00f6ffentlicher Weg zwischen ihnen<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a> durchf\u00fchrt, muss man ihn seitw\u00e4rts ablenken<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a>; die Weisen sagen: es ist nicht n\u00f6tig. Sowohl um eine \u00f6ffentliche Zisterne und einen \u00f6ffentlichen Brunnen, als auch um einen Privatbrunnen<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a> kann man diesen Bretterzaun machen; um eine Privatzisterne aber<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a> muss man eine Wand<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a> von zehn Handbreiten H\u00f6he errichten. Dies die Worte des R. Akiba; R. Juda ben Baba sagt: nur um einen \u00f6ffentlichen Brunnen darf man diesen Bretterzaun machen<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a>, um die \u00dcbrigen macht man einen G\u00fcrtel<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a> von zehn Handbreiten H\u00f6he.<\/p>\n<h3 id=\"section-14\">5<\/h3>\n<p>Ferner sagt R. Juda ben Baba: Wenn ein Garten oder Holzplatz, der (nicht mehr als) siebenzig Ellen nebst dem Bruchteil<a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a> im Geviert hat, mit einem Zaun von zehn Handbreiten H\u00f6he umgeben ist, darf man in ihm hinundhertragen, nur muss er eine W\u00e4chterh\u00fctte oder ein Wohnhaus haben, oder wenigstens in der N\u00e4he<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a> der Ortschaft<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a> sich befinden. R. Juda<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a> sagt: wenn auch nur eine Grube, ein Graben oder eine H\u00f6hle<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a> sich darin befindet, darf man in ihm hinundhertragen. R. Akiba sagt: obgleich von all diesen Dingen kein einziges darin ist, darf man doch in ihm hinundhertragen, wenn er nur (nicht mehr als) siebenzig Ellen und den Bruchteil im Geviert hat<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a>. R. Elieser sagt: wenn seine L\u00e4nge auch nur um eine Elle gr\u00f6sser ist<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a> als seine Breite<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>, darf man in ihm nicht hinundhertragen<a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a>. R. Jose sagt: wenn auch seine L\u00e4nge das Zweifache seiner Breite betr\u00e4gt, darf man in ihm hinundhertragen<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a>.)<\/p>\n<h3 id=\"section-15\">6<\/h3>\n<p>R. El\u2018a\u00ef sagte: Ich h\u00f6rte von R. Elieser: wenn er auch die Fl\u00e4che eines Kor (Aussaat)<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a> hat; desgleichen h\u00f6rte ich von ihm: wenn von den Einwohnern eines Hofes einer vergessen hat, sich am Erub zu beteiligen<a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a>,ist seine Wohnung hinsichtlich des Hinein- und Hinaustragens ihm verboten<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a>, ihnen aber gestattet<a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a>; desgleichen h\u00f6rte ich von ihm, dass man am Pesach mit <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d9\u05df<\/span><a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a> der Pflicht<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> gen\u00fcgt. Ich machte die Runde bei allen seinen Sch\u00fclern und suchte mir einen Genossen<a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a>, fand aber keinen.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n<h3 id=\"section-16\">1<\/h3>\n<p>Mit Allem<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a> kann man <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3<\/span><a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a> machen, nur nicht mit Wasser oder Salz; alles<a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a> kann f\u00fcr das Geld des Zehnten<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a> gekauft werden, nur nicht Wasser oder Salz. Wer durch ein Gel\u00fcbde der Nahrung<a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a> entsagt hat, dem ist Wasser und Salz erlaubt. F\u00fcr den Nazir<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a> kann man mit Wein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> machen, f\u00fcr den Nichtpriester mit Teruma<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a> \u2014 nach Symmachus indessen<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a> nur mit Chullin<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a> \u2014 f\u00fcr den Priester im <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e4\u05e8\u05e1<\/span><a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a> und nach R. Juda sogar im Friedhof, wo er ja durch eine Scheidewand gedeckt<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a> hingelangen und essen<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> kann.<\/p>\n<h3 id=\"section-17\">2<\/h3>\n<p>Man kann mit Demai<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> machen, mit dem ersten Zehnten<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a>, dessen Teruma<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a> schon herausgenommen ist, mit dem zweiten Zehnten<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> und mit Geweihtem nach ihrer Ausl\u00f6sung<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a>; \u2014 Priester auch mit Challa und mit Teruma<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a>\u2014aber nicht mit Tebel<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a> und nicht mit dem ersten Zehnten<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a>, dessen Teruma<a href=\"#fn105\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref105\" role=\"doc-noteref\"><sup>105<\/sup><\/a> noch nicht herausgenommen ist, und nicht mit dem zweiten Zehnten<a href=\"#fn106\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref106\" role=\"doc-noteref\"><sup>106<\/sup><\/a> oder mit Geweihtem, wenn sie noch nicht<a href=\"#fn107\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref107\" role=\"doc-noteref\"><sup>107<\/sup><\/a> ausgel\u00f6st sind. Schickt man seinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn108\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref108\" role=\"doc-noteref\"><sup>108<\/sup><\/a> durch einen Taubstummen, Bl\u00f6dsinnigen oder Minderj\u00e4hrigen<a href=\"#fn109\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref109\" role=\"doc-noteref\"><sup>109<\/sup><\/a>, oder durch Jemand, der den <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nicht anerkennt<a href=\"#fn110\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref110\" role=\"doc-noteref\"><sup>110<\/sup><\/a>, so ist es kein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>; hat man jedoch einen Andern beauftragt, denselben von ihm in Empfang zu nehmen<a href=\"#fn111\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref111\" role=\"doc-noteref\"><sup>111<\/sup><\/a> so ist es ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn112\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref112\" role=\"doc-noteref\"><sup>112<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-18\">3<\/h3>\n<p>Hat er ihn auf einem Baume<a href=\"#fn113\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref113\" role=\"doc-noteref\"><sup>113<\/sup><\/a> Der mindestens 4 oberhalbzehn Handbreiten<a href=\"#fn114\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref114\" role=\"doc-noteref\"><sup>114<\/sup><\/a> niedergelegt, ist sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> kein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn115\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref115\" role=\"doc-noteref\"><sup>115<\/sup><\/a>; unterhalb zehn Handbreiten<a href=\"#fn116\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref116\" role=\"doc-noteref\"><sup>116<\/sup><\/a>, so ist sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn117\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref117\" role=\"doc-noteref\"><sup>117<\/sup><\/a>. Hat er ihn in eine Grube gelegt<a href=\"#fn118\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref118\" role=\"doc-noteref\"><sup>118<\/sup><\/a>, so ist sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, selbst hundert Ellen tief<a href=\"#fn119\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref119\" role=\"doc-noteref\"><sup>119<\/sup><\/a>, ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn120\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref120\" role=\"doc-noteref\"><sup>120<\/sup><\/a>; hat er ihn auf die Spitze eines Rohrstabes oder eines Astes<a href=\"#fn121\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref121\" role=\"doc-noteref\"><sup>121<\/sup><\/a> gelegt, der abgerissen<a href=\"#fn122\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref122\" role=\"doc-noteref\"><sup>122<\/sup><\/a> und eingesteckt ist, so ist er, selbst hundert Ellen hoch, ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn123\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref123\" role=\"doc-noteref\"><sup>123<\/sup><\/a>. Hat er ihn in einen Schrank getan<a href=\"#fn124\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref124\" role=\"doc-noteref\"><sup>124<\/sup><\/a> und vor ihm zugeschlossen, der Schl\u00fcssel aber ist verloren gegangen, so ist es ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn125\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref125\" role=\"doc-noteref\"><sup>125<\/sup><\/a>; R. Elieser sagt: wenn er nicht weiss, dass der Schl\u00fcssel an seinem Orte ist, so ist es kein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn126\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref126\" role=\"doc-noteref\"><sup>126<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-19\">4<\/h3>\n<p>Wenn er aus dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span><a href=\"#fn127\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref127\" role=\"doc-noteref\"><sup>127<\/sup><\/a> hinausgerollt, oder ein Steinhaufe<a href=\"#fn128\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref128\" role=\"doc-noteref\"><sup>128<\/sup><\/a> auf ihn gefallen ist, wurde er verbrannt, oder als <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span><a href=\"#fn129\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref129\" role=\"doc-noteref\"><sup>129<\/sup><\/a> verunreinigt, so lange noch Tag ist \u2014 ist er kein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>; war es aber schon Nacht \u2014 so ist er ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn130\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref130\" role=\"doc-noteref\"><sup>130<\/sup><\/a>. Wenn Zweifel (dar\u00fcber herrscht), meinen R. Me\u00efr und R. Juda, es sei dies ein Kamele f\u00fchrender Eseltreiber<a href=\"#fn131\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref131\" role=\"doc-noteref\"><sup>131<\/sup><\/a>; R. Jose und R. Schimon dagegen sagen: ein zweifelhafter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ist giltig<a href=\"#fn132\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref132\" role=\"doc-noteref\"><sup>132<\/sup><\/a>. Es sagte R. Jose: Ptolem\u00e4us hat im Namen von f\u00fcnf Schriftgelehrten bezeugt, dass ein zweifelhafter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> giltig ist.<\/p>\n<h3 id=\"section-20\">5<\/h3>\n<p>Man kann in Bezug auf seinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn133\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref133\" role=\"doc-noteref\"><sup>133<\/sup><\/a> die Bedingungaussprechen: Kommen die Heiden<a href=\"#fn134\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref134\" role=\"doc-noteref\"><sup>134<\/sup><\/a> von Osten, sei mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nach Westen<a href=\"#fn135\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref135\" role=\"doc-noteref\"><sup>135<\/sup><\/a>; von Westen, so sei mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nach Osten<a href=\"#fn136\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref136\" role=\"doc-noteref\"><sup>136<\/sup><\/a>; kommen welche von da und von dort, soll ich gehen d\u00fcrfen, nach welcher Richtung ich will<a href=\"#fn137\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref137\" role=\"doc-noteref\"><sup>137<\/sup><\/a>; kommen sie weder von da, noch von dort, so sei ich wie die Leute meiner Ortschaft<a href=\"#fn138\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref138\" role=\"doc-noteref\"><sup>138<\/sup><\/a>. Trifft ein Weiser<a href=\"#fn139\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref139\" role=\"doc-noteref\"><sup>139<\/sup><\/a> im Osten ein, sei mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nach Osten<a href=\"#fn140\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref140\" role=\"doc-noteref\"><sup>140<\/sup><\/a>; im Westen, sei mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nach Westen<a href=\"#fn141\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref141\" role=\"doc-noteref\"><sup>141<\/sup><\/a>; trifft einer hier und dort ein, soll ich gehen d\u00fcrfen, nach welchem Orte ich will<a href=\"#fn142\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref142\" role=\"doc-noteref\"><sup>142<\/sup><\/a>; weder hier noch dort, so sei ich wie die Leute meiner Ortschaft<a href=\"#fn143\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref143\" role=\"doc-noteref\"><sup>143<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: wenn einer von ihnen sein Lehrer war, gehe er zu seinem Lehrer; waren Beides seine Lehrer, gehe er nach welchem Orte er will.<\/p>\n<h3 id=\"section-21\">6<\/h3>\n<p>R. Elieser sagt: Wenn ein Festtag sich an Schabbat anschliesst, gleichviel ob vorn oder hinten<a href=\"#fn144\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref144\" role=\"doc-noteref\"><sup>144<\/sup><\/a>, kann man zwei <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> machen<a href=\"#fn145\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref145\" role=\"doc-noteref\"><sup>145<\/sup><\/a> und sprechen: Mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> sei den ersten (Tag) nach Osten und den zweiten nach Westen; den ersten nach Westen und den zweiten nach Osten; mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> f\u00fcr den ersten, den zweiten aber \u2014 wie die Leute meiner Ortschaft; mein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> f\u00fcr den zweiten, den ersten aber \u2014 wie die Leute meiner Ortschaft<a href=\"#fn146\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref146\" role=\"doc-noteref\"><sup>146<\/sup><\/a>. Die Weisen sagen: er macht nach ein er Richtung <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span><a href=\"#fn147\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref147\" role=\"doc-noteref\"><sup>147<\/sup><\/a>, oder macht \u00fcberhaupt keinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>; er macht entweder f\u00fcr beide Tage<a href=\"#fn148\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref148\" role=\"doc-noteref\"><sup>148<\/sup><\/a> oder \u00fcberhaupt keinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>. Wie verf\u00e4hrt er? Am ersten (Tage) bleibt derjenige, der ihn hingetragen<a href=\"#fn149\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref149\" role=\"doc-noteref\"><sup>149<\/sup><\/a>, bis Anbruch der Nacht<a href=\"#fn150\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref150\" role=\"doc-noteref\"><sup>150<\/sup><\/a> bei ihm, nimmt ihn dann und geht seines Weges<a href=\"#fn151\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref151\" role=\"doc-noteref\"><sup>151<\/sup><\/a>; am zweiten (tr\u00e4gt er ihn wieder hin)<a href=\"#fn152\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref152\" role=\"doc-noteref\"><sup>152<\/sup><\/a>, kann ihn aber nach Anbruch der Nacht essen<a href=\"#fn153\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref153\" role=\"doc-noteref\"><sup>153<\/sup><\/a>; so gewinnt er seinen Weg und gewinnt seinen \u2018Erub<a href=\"#fn154\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref154\" role=\"doc-noteref\"><sup>154<\/sup><\/a>. Wurde er am ersten (Tage) verzehrt, so ist er ein \u2018Erub f\u00fcr den ersten, aber kein \u2018Erub f\u00fcr den zweiten<a href=\"#fn155\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref155\" role=\"doc-noteref\"><sup>155<\/sup><\/a>. Da sagte R. Elieser: Ihr gebet mir ja zu, dass sie zwei (gesonderte) Tage der Heiligkeit sind<a href=\"#fn156\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref156\" role=\"doc-noteref\"><sup>156<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-22\">7<\/h3>\n<p>R. Juda sagt: Am Neujahrsfeste<a href=\"#fn157\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref157\" role=\"doc-noteref\"><sup>157<\/sup><\/a> kann man, wenn man einen Schalttag<a href=\"#fn158\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref158\" role=\"doc-noteref\"><sup>158<\/sup><\/a> f\u00fcrchtet, zwei \u2018Erubin<a href=\"#fn159\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref159\" role=\"doc-noteref\"><sup>159<\/sup><\/a> machen und sagen: Mein \u2018Erub sei am ersten (Tage) nach Osten und am zweiten nach Westen; am ersten nach Westen und am zweiten nach Osten; mein \u2018Erub am ersten, am zweiten aber \u2014 wie die Leute meiner Ortschaft; mein \u2018Erub am zweiten, am ersten aber \u2014 wie die Leute meiner Ortschaft<a href=\"#fn160\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref160\" role=\"doc-noteref\"><sup>160<\/sup><\/a>. Allein die Weisen<a href=\"#fn161\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref161\" role=\"doc-noteref\"><sup>161<\/sup><\/a> stimmten ihm nicht bei.<\/p>\n<h3 id=\"section-23\">8<\/h3>\n<p>Ferner sagte R. Juda: Man kann \u00fcber einen Korb (mit Fr\u00fcchten)<a href=\"#fn162\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref162\" role=\"doc-noteref\"><sup>162<\/sup><\/a> am ersten Feiertage eine Bedingang sprechen<a href=\"#fn163\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref163\" role=\"doc-noteref\"><sup>163<\/sup><\/a> und sie dann am zweiten essen<a href=\"#fn164\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref164\" role=\"doc-noteref\"><sup>164<\/sup><\/a>; desgleichen: ein Ei, das am ersten gelegt ward<a href=\"#fn165\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref165\" role=\"doc-noteref\"><sup>165<\/sup><\/a>, kann am zweiten gegessen werden<a href=\"#fn166\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref166\" role=\"doc-noteref\"><sup>166<\/sup><\/a>. Doch die Weisen stimmten ihm nicht bei<a href=\"#fn167\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref167\" role=\"doc-noteref\"><sup>167<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-24\">9<\/h3>\n<p>R. Dose ben Horkinas sagte: Wer am ersten Feiertag des Neujahrsfestes vor das Betpult tritt, sage: Verleihe uns Kraft, o Ewiger unser Gott, an diesem Neumondstage, ob heut, ob morgen<a href=\"#fn168\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref168\" role=\"doc-noteref\"><sup>168<\/sup><\/a>; und am folgenden Tage sage er<a href=\"#fn169\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref169\" role=\"doc-noteref\"><sup>169<\/sup><\/a>: ob heut, ob gestern. Allein die Weisen stimmten ihm nicht bei<a href=\"#fn170\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref170\" role=\"doc-noteref\"><sup>170<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n<h3 id=\"section-25\">1<\/h3>\n<p>Wen Heiden<a href=\"#fn171\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref171\" role=\"doc-noteref\"><sup>171<\/sup><\/a> oder ein b\u00f6ser. Geist<a href=\"#fn172\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref172\" role=\"doc-noteref\"><sup>172<\/sup><\/a> hinausgef\u00fchrt haben<a href=\"#fn173\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref173\" role=\"doc-noteref\"><sup>173<\/sup><\/a>, der hat nur vier Ellen<a href=\"#fn174\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref174\" role=\"doc-noteref\"><sup>174<\/sup><\/a>; haben sie ihn zur\u00fcckgef\u00fchrt, so ist\u2019s, als w\u00e4re er nicht hinausgegangen<a href=\"#fn175\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref175\" role=\"doc-noteref\"><sup>175<\/sup><\/a>. Haben sie ihn in eine andere Ortschaft<a href=\"#fn176\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref176\" role=\"doc-noteref\"><sup>176<\/sup><\/a> gef\u00fchrt, in eine Pferche oder H\u00fcrde gesetzt \u2014 Rabban Gamliel und R. El\u2018azar ben \u2018Azarja sagen: er darf sie ganz durchwandern<a href=\"#fn177\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref177\" role=\"doc-noteref\"><sup>177<\/sup><\/a>; R. Josua und R. \u2018Akiba sagen: er hat nur vier Ellen<a href=\"#fn178\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref178\" role=\"doc-noteref\"><sup>178<\/sup><\/a>. Es ereignete sich, als sie aus Brundisium<a href=\"#fn179\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref179\" role=\"doc-noteref\"><sup>179<\/sup><\/a> kamen und ihr Schiff in die See stach<a href=\"#fn180\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref180\" role=\"doc-noteref\"><sup>180<\/sup><\/a>, dass Rabban Gamliel und R. El\u2018azar ben \u2018Azarja es ganz durchwanderten<a href=\"#fn181\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref181\" role=\"doc-noteref\"><sup>181<\/sup><\/a>, R. Josua und R. \u2018Akiba dagegen sich nicht aus den vier Ellen entfernten, indem sie es f\u00fcr ihre Person strenger nehmen wollten<a href=\"#fn182\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref182\" role=\"doc-noteref\"><sup>182<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-26\">2<\/h3>\n<p>Einst liefen sie<a href=\"#fn183\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref183\" role=\"doc-noteref\"><sup>183<\/sup><\/a> nicht eher in den Hafen ein, als bis es dunkel war; da sagten sie zu Rabban Gamliel: wie sollen wir es mit dem Hinabsteigen<a href=\"#fn184\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref184\" role=\"doc-noteref\"><sup>184<\/sup><\/a> halten? Da sagte er zu ihnen: es ist erlaubt<a href=\"#fn185\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref185\" role=\"doc-noteref\"><sup>185<\/sup><\/a>, denn ich habe schon fr\u00fcher<a href=\"#fn186\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref186\" role=\"doc-noteref\"><sup>186<\/sup><\/a> Beobachtungen angestellt<a href=\"#fn187\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref187\" role=\"doc-noteref\"><sup>187<\/sup><\/a> hinausgegangen ist<a href=\"#fn188\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref188\" role=\"doc-noteref\"><sup>188<\/sup><\/a>, und man sagt ihm: die Angelegenheit ist bereits erledigt, hat zweitausend Ellen nach jeder Richtung<a href=\"#fn189\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref189\" role=\"doc-noteref\"><sup>189<\/sup><\/a>; war er noch im Schabbatbezirk<a href=\"#fn190\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref190\" role=\"doc-noteref\"><sup>190<\/sup><\/a>, so ist es, als w\u00e4re er nicht hinausgegangen<a href=\"#fn191\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref191\" role=\"doc-noteref\"><sup>191<\/sup><\/a>. Alle<a href=\"#fn192\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref192\" role=\"doc-noteref\"><sup>192<\/sup><\/a>, welche hinausgegangen sind<a href=\"#fn193\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref193\" role=\"doc-noteref\"><sup>193<\/sup><\/a>, um zu retten<a href=\"#fn194\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref194\" role=\"doc-noteref\"><sup>194<\/sup><\/a>, d\u00fcrfen nach ihrem Orte zur\u00fcckkehren<a href=\"#fn195\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref195\" role=\"doc-noteref\"><sup>195<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-27\">3<\/h3>\n<p>Wer sich unterwegs<a href=\"#fn196\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref196\" role=\"doc-noteref\"><sup>196<\/sup><\/a> niedergesetzt hat und, nachdem er<a href=\"#fn197\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref197\" role=\"doc-noteref\"><sup>197<\/sup><\/a> aufgestanden, bemerkt, dass er in der N\u00e4he<a href=\"#fn198\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref198\" role=\"doc-noteref\"><sup>198<\/sup><\/a> einer Ortschaft ist, darf, da er nicht dazu entschlossen war<a href=\"#fn199\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref199\" role=\"doc-noteref\"><sup>199<\/sup><\/a>, nicht hineingehen<a href=\"#fn200\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref200\" role=\"doc-noteref\"><sup>200<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Me\u00efr; R. Juda sagt: er darf hineingehen<a href=\"#fn201\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref201\" role=\"doc-noteref\"><sup>201<\/sup><\/a>. Es sagte R. Juda: Tatsache ist, dass R. Tarfon hineinging, ohne den Entschluss vorher gefasst zu haben<a href=\"#fn202\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref202\" role=\"doc-noteref\"><sup>202<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-28\">4<\/h3>\n<p>Wer unterwegs<a href=\"#fn203\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref203\" role=\"doc-noteref\"><sup>203<\/sup><\/a> einschl\u00e4ft und nicht merkt, dass es Nacht geworden, hat zweitausend Ellen nach jeder Richtung<a href=\"#fn204\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref204\" role=\"doc-noteref\"><sup>204<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Jochanan ben Nuri; die Weisen aber sagen: er hat nur vier Ellen<a href=\"#fn205\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref205\" role=\"doc-noteref\"><sup>205<\/sup><\/a>. R. Elieser sagt: derart, dass er in ihrer Mitte sich befindet<a href=\"#fn206\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref206\" role=\"doc-noteref\"><sup>206<\/sup><\/a>; R. Juda dagegen sagt: nach welcher Richtung er will, kann er sie gehen<a href=\"#fn207\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref207\" role=\"doc-noteref\"><sup>207<\/sup><\/a>; doch gibt R. Juda zu, dass er, wenn er einmal gew\u00e4hlt hat, nicht mehr zur\u00fccktreten kann<a href=\"#fn208\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref208\" role=\"doc-noteref\"><sup>208<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-29\">5<\/h3>\n<p>Sind es zwei (Personen), und ein Teil der Ellen des Einen ist innerhalb der Ellen des Andern<a href=\"#fn209\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref209\" role=\"doc-noteref\"><sup>209<\/sup><\/a>, d\u00fcrfen sie, was sie essen wollen, in die Mitte schaffen, nur dass nicht der Eine aus dem seinigen in das (Gebiet) des Andern hin\u00fcberschaffe; sind ihrer drei, und das des Mittlern geht in dem der Beiden auf<a href=\"#fn210\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref210\" role=\"doc-noteref\"><sup>210<\/sup><\/a>, so ist es ihm gestattet mit ihnen, und ihnen gestattet mit ihm (zu essen)<a href=\"#fn211\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref211\" role=\"doc-noteref\"><sup>211<\/sup><\/a>, den beiden \u00c4u\u00dferen aber untereinander verboten. Da sagte R. Simon: womit ist dies zu vergleichen? mit drei H\u00f6fen, die Eing\u00e4nge in einander und Eing\u00e4nge nach dem \u00f6ffentlichen Platze haben<a href=\"#fn212\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref212\" role=\"doc-noteref\"><sup>212<\/sup><\/a>. Wenn die zwei<a href=\"#fn213\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref213\" role=\"doc-noteref\"><sup>213<\/sup><\/a> mit dem mittlern<a href=\"#fn214\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref214\" role=\"doc-noteref\"><sup>214<\/sup><\/a> den \u2018Erub gemacht haben<a href=\"#fn215\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref215\" role=\"doc-noteref\"><sup>215<\/sup><\/a>, so ist diesem mit ihnen und ihnen mit ihm (der Verkehr) gestattet, den beiden \u00e4usseren aber miteinander verboten.<\/p>\n<h3 id=\"section-30\">6<\/h3>\n<p>Wenn Jemand<a href=\"#fn216\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref216\" role=\"doc-noteref\"><sup>216<\/sup><\/a> des Weges einherkommt, da es bereits dunkelt, er kennt aber einen Baum oder einen Zaun<a href=\"#fn217\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref217\" role=\"doc-noteref\"><sup>217<\/sup><\/a> und spricht: mein Schabbatwohnsitz sei unter ihm<a href=\"#fn218\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref218\" role=\"doc-noteref\"><sup>218<\/sup><\/a>, so hat er gar nichts gesagt<a href=\"#fn219\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref219\" role=\"doc-noteref\"><sup>219<\/sup><\/a>; mein Schabbatwohnsitz sei an seinem Stamme, so kann er von seinem Standorte bis zu dessen Stamme zweitausend Ellen gehen und von dessen Stamme bis zu seinem Hause zweitausend Ellen, so dass er nach Anbruch der Nacht viertausend Ellen geht.<\/p>\n<h3 id=\"section-31\">7<\/h3>\n<p>Wenn er keinen kennt<a href=\"#fn220\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref220\" role=\"doc-noteref\"><sup>220<\/sup><\/a>, oder mit der Vorschrift<a href=\"#fn221\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref221\" role=\"doc-noteref\"><sup>221<\/sup><\/a> nicht vertraut ist, und er spricht: \u201emein Schabbatwohnsitz sei an Ort und Stelle, so gew\u00e4hrt ihm sein Standort zweitausend Ellen nach jeder Richtung in der Runde<a href=\"#fn222\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref222\" role=\"doc-noteref\"><sup>222<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Chanina ben Antigonos; die Weisen aber sagen: im Viereck gleich einer viereckigen Tafel<a href=\"#fn223\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref223\" role=\"doc-noteref\"><sup>223<\/sup><\/a>, damit er die Ecken gewinne<a href=\"#fn224\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref224\" role=\"doc-noteref\"><sup>224<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-32\">8<\/h3>\n<p>Hier ist\u2019s, wo sie sagten: der Arme macht mit seinen F\u00fcssen \u2018Erub<a href=\"#fn225\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref225\" role=\"doc-noteref\"><sup>225<\/sup><\/a>. R. Me\u00efr sagt: wir haben hier nur: der Arme. R. Juda sagt: der Arme wie der Reiche! Man hat ja nur darum gesagt: man macht mit Brod \u2018Erub, um es dem Reichen zu erleichtern, damit er nicht ausgehen m\u00fcsse, um mit seinen F\u00fcssen Erub zu machen.<\/p>\n<h3 id=\"section-33\">9<\/h3>\n<p>Wenn Jemand ausging, um sich<a href=\"#fn226\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref226\" role=\"doc-noteref\"><sup>226<\/sup><\/a> nach der Ortschaft zu begeben, in welcher sie<a href=\"#fn227\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref227\" role=\"doc-noteref\"><sup>227<\/sup><\/a> den Erub niederlegen, und sein Freund veranlasst ihn umzukehren, so ist ihm<a href=\"#fn228\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref228\" role=\"doc-noteref\"><sup>228<\/sup><\/a> zu gehen<a href=\"#fn229\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref229\" role=\"doc-noteref\"><sup>229<\/sup><\/a> gestattet, allen Bewohnern der Ortschaft aber verboten<a href=\"#fn230\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref230\" role=\"doc-noteref\"><sup>230<\/sup><\/a>. Dies die Worte des R. Juda; R. Me\u00efr sagt: jeder, der \u2018Erub machen konnte und \u2018Erub nicht gemacht hat, ist ein Kamele f\u00fchrender Eseltreiber<a href=\"#fn231\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref231\" role=\"doc-noteref\"><sup>231<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-34\">10<\/h3>\n<p>Wer aus dem Schabbatbezirk hinausgegangen ist, und w\u00e4r\u2019s nur eine Elle weit, darf nicht mehr hineingehen<a href=\"#fn232\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref232\" role=\"doc-noteref\"><sup>232<\/sup><\/a>; R. Elieser sagt: sind es zwei (Ellen)<a href=\"#fn233\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref233\" role=\"doc-noteref\"><sup>233<\/sup><\/a>, darf er hineingehen, wenn aber drei<a href=\"#fn234\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref234\" role=\"doc-noteref\"><sup>234<\/sup><\/a>, darf er nicht hineingehen. Wen der Schabbateingang auch nur eine Elle ausserhalb des Schabbatbezirks<a href=\"#fn235\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref235\" role=\"doc-noteref\"><sup>235<\/sup><\/a> betroffen, darf nicht mehr hineingehen<a href=\"#fn236\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref236\" role=\"doc-noteref\"><sup>236<\/sup><\/a>. R. Simon sagt: selbst wenn es f\u00fcnfzehn Ellen waren, darf er hineingehen, da ja die Feldmesser<a href=\"#fn237\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref237\" role=\"doc-noteref\"><sup>237<\/sup><\/a> nicht auf\u2019s Genaueste die Messungen ausf\u00fchren<a href=\"#fn238\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref238\" role=\"doc-noteref\"><sup>238<\/sup><\/a> wegen der Fehlgreifenden<a href=\"#fn239\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref239\" role=\"doc-noteref\"><sup>239<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n<h3 id=\"section-35\">1<\/h3>\n<p>Wie stellt man das Weichbild<a href=\"#fn240\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref240\" role=\"doc-noteref\"><sup>240<\/sup><\/a> der Ortschaften her<a href=\"#fn241\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref241\" role=\"doc-noteref\"><sup>241<\/sup><\/a>? Ragt ein Haus hinein, ein Haus hinaus, ein Mauervorsprung<a href=\"#fn242\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref242\" role=\"doc-noteref\"><sup>242<\/sup><\/a> hinein, ein Mauervorsprung hinaus, befinden sich daselbst<a href=\"#fn243\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref243\" role=\"doc-noteref\"><sup>243<\/sup><\/a> Ruinen<a href=\"#fn244\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref244\" role=\"doc-noteref\"><sup>244<\/sup><\/a> zehn Handbreiten hoch, Br\u00fccken<a href=\"#fn245\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref245\" role=\"doc-noteref\"><sup>245<\/sup><\/a> oder Gr\u00fcfte, an denen eine Wohnstube<a href=\"#fn246\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref246\" role=\"doc-noteref\"><sup>246<\/sup><\/a> ist, so verl\u00e4ngert man das Maass ihnen entsprechend<a href=\"#fn247\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref247\" role=\"doc-noteref\"><sup>247<\/sup><\/a>, und macht es<a href=\"#fn248\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref248\" role=\"doc-noteref\"><sup>248<\/sup><\/a> nach Art einer viereckigen Tafel<a href=\"#fn249\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref249\" role=\"doc-noteref\"><sup>249<\/sup><\/a>, damit man die Ecken gewinne<a href=\"#fn250\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref250\" role=\"doc-noteref\"><sup>250<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-36\">2<\/h3>\n<p>Man gew\u00e4hrt der Ortschaft einen Vorplatz<a href=\"#fn251\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref251\" role=\"doc-noteref\"><sup>251<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Me\u00efr; die Weisen aber sagen: Vom Vorplatz war blos zwischen zwei Ortschaften die Rede<a href=\"#fn252\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref252\" role=\"doc-noteref\"><sup>252<\/sup><\/a>; wenn die eine siebenzig Ellen nebst dem Bruchteil<a href=\"#fn253\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref253\" role=\"doc-noteref\"><sup>253<\/sup><\/a> und die andere siebenzig Ellen nebst dem Bruchteil<a href=\"#fn254\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref254\" role=\"doc-noteref\"><sup>254<\/sup><\/a> hat, so bewirkt der Vorplatz an den zweien, dass sie wie eine sind<a href=\"#fn255\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref255\" role=\"doc-noteref\"><sup>255<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-37\">3<\/h3>\n<p>So auch drei D\u00f6rfer, welche ein Dreieck bilden, wenn zwischen den zwei \u00e4usseren hunderteinundvierzig und ein Drittel (Ellen) ist<a href=\"#fn256\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref256\" role=\"doc-noteref\"><sup>256<\/sup><\/a>, bewirkt das mittlere<a href=\"#fn257\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref257\" role=\"doc-noteref\"><sup>257<\/sup><\/a> in Bezug auf alle drei, dass sie wie eins sind.<a href=\"#fn258\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref258\" role=\"doc-noteref\"><sup>258<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 id=\"section-38\">4<\/h3>\n<p>Man messe nur mit einer Schnur, die f\u00fcnfzig Ellen \u2014 nicht weniger<a href=\"#fn259\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref259\" role=\"doc-noteref\"><sup>259<\/sup><\/a> und nicht mehr<a href=\"#fn260\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref260\" role=\"doc-noteref\"><sup>260<\/sup><\/a> \u2014 hat, und er strecke<a href=\"#fn261\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref261\" role=\"doc-noteref\"><sup>261<\/sup><\/a> sie nicht anders als gegen sein Herz<a href=\"#fn262\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref262\" role=\"doc-noteref\"><sup>262<\/sup><\/a>. Wenn er messend zu einem Graben<a href=\"#fn263\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref263\" role=\"doc-noteref\"><sup>263<\/sup><\/a> oder einem Walle<a href=\"#fn264\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref264\" role=\"doc-noteref\"><sup>264<\/sup><\/a> gelangt, \u00fcberspannt er ihn<a href=\"#fn265\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref265\" role=\"doc-noteref\"><sup>265<\/sup><\/a> und kehrt zu seinem Maasse zur\u00fcck<a href=\"#fn266\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref266\" role=\"doc-noteref\"><sup>266<\/sup><\/a>; gelangt er zu einer Anh\u00f6he, \u00fcberspannt er sie<a href=\"#fn267\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref267\" role=\"doc-noteref\"><sup>267<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 id=\"section-39\">5<\/h3>\n<p>Nur durch einen Fachmann<a href=\"#fn268\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref268\" role=\"doc-noteref\"><sup>268<\/sup><\/a> f\u00fchrt man die Messung aus. Hat er eine Strecke erweitert, eine andere Strecke verk\u00fcrzt, so befolgt man die Strecke, die er erweitert hat<a href=\"#fn269\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref269\" role=\"doc-noteref\"><sup>269<\/sup><\/a>. Hat er Einem erweitert, einem Andern verk\u00fcrzt, folgt man dem Beg\u00fcnstigten<a href=\"#fn270\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref270\" role=\"doc-noteref\"><sup>270<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-40\">6<\/h3>\n<p>Die Ortschaft eines Privatmannes, welche \u00f6ffentliches Eigentum geworden, kann man ganz in den \u2018Erub hineinziehen<a href=\"#fn271\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref271\" role=\"doc-noteref\"><sup>271<\/sup><\/a>; eine \u00f6ffentliche aber darf man, selbst nachdem sie Privateigentum geworden, nicht in ihrer Gesammtheit in den \u2018Erub hineinziehen<a href=\"#fn272\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref272\" role=\"doc-noteref\"><sup>272<\/sup><\/a>, es sei denn, dass man ausserhalb derselben eine Ortschaft herstellt<a href=\"#fn273\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref273\" role=\"doc-noteref\"><sup>273<\/sup><\/a>, wie Chadascha in Jud\u00e4a, wo f\u00fcnfzig Einwohner<a href=\"#fn274\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref274\" role=\"doc-noteref\"><sup>274<\/sup><\/a> sind; dies die Worte des R. Juda. R. Simon sagt: drei H\u00f6fe von je zwei H\u00e4usern.<\/p>\n<h3 id=\"section-41\">7<\/h3>\n<p>Befand sich jemand im Osten und sprach zu seinem Sohne: mache f\u00fcr mich den \u2018Erub im Westen \u2014 im Westen, und er sprach zu seinem Sohne: mache f\u00fcr mich den \u2018Erub im Osten, so ist ihm, wenn er<a href=\"#fn275\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref275\" role=\"doc-noteref\"><sup>275<\/sup><\/a> von seinem Hause zweitausend Ellen, von seinem \u2018Erub aber weiter entfernt ist, (der Weg) nach seinem Hause erlaubt, zu seinem \u2018Erub aber verboten<a href=\"#fn276\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref276\" role=\"doc-noteref\"><sup>276<\/sup><\/a>; hat er dagegen zu seinem \u2018Erub zweitausend Ellen, nach seinem Hause aber weiter, so ist ihm (der Weg) nach seinem Hause verboten<a href=\"#fn277\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref277\" role=\"doc-noteref\"><sup>277<\/sup><\/a>, nach seinem \u2018Erub jedoch gestattet.\u2014Wer seinen \u2018Erub im Weichbild<a href=\"#fn278\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref278\" role=\"doc-noteref\"><sup>278<\/sup><\/a> der Ortschaft niederlegt, hat nichts getan<a href=\"#fn279\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref279\" role=\"doc-noteref\"><sup>279<\/sup><\/a>; hat er ihn aber auch nur eine Elle ausserhalb des Bezirkes<a href=\"#fn280\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref280\" role=\"doc-noteref\"><sup>280<\/sup><\/a> niedergelegt, so verliert er, was er gewinnt<a href=\"#fn281\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref281\" role=\"doc-noteref\"><sup>281<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-42\">8<\/h3>\n<p>Die Leute einer grossen Ortschaft d\u00fcrfen eine kleine Ortschaft ganz durchwandern, nicht aber d\u00fcrfen die Leute einer kleinen Ortschaft eine grosse Ortschaft ganz durchwandern. Wieso<a href=\"#fn282\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref282\" role=\"doc-noteref\"><sup>282<\/sup><\/a>? \u2014 Wer sich in einer grossen Ortschaft befindet and seinen \u2018Erub in eine kleine Ortschaft gelegt hat, in einer kleinen Ortschaft und seinen \u2018Erub in eine grosse Ortschaft gelegt hat, kann sie ganz durch und \u00fcber sie hinaus noch zweitausend Ellen gehen<a href=\"#fn283\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref283\" role=\"doc-noteref\"><sup>283<\/sup><\/a>. R. \u2018Akiba meint: er hat nur vom Orte seines \u2018Erub aus zweitausend Ellen<a href=\"#fn284\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref284\" role=\"doc-noteref\"><sup>284<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-43\">9<\/h3>\n<p>Es sprach R. \u2018Akiba zu ihnen: R\u00e4umt ihr mir nicht ein, dass derjenige, welcher seinen \u2018Erub in eine H\u00f6hle legt, vom Orte seines \u2018Erub aus nur zweitausend Ellen hat? Da erwiderten sie ihm: Wann<a href=\"#fn285\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref285\" role=\"doc-noteref\"><sup>285<\/sup><\/a>? \u2014 wenn keine Bewohner in ihr sind<a href=\"#fn286\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref286\" role=\"doc-noteref\"><sup>286<\/sup><\/a>; wenn aber Bewohner in ihr sind<a href=\"#fn287\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref287\" role=\"doc-noteref\"><sup>287<\/sup><\/a>, darf er sie ganz durch und \u00fcber sie hinaus noch zweitausend Ellen gehen, so dass es in ihrem Innern mehr erleichtert ist, als oberhalb derselben<a href=\"#fn288\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref288\" role=\"doc-noteref\"><sup>288<\/sup><\/a>. Dem Messenden aber, von dem sie sprachen<a href=\"#fn289\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref289\" role=\"doc-noteref\"><sup>289<\/sup><\/a>, gew\u00e4hrt man auch dann nur zweitausend Ellen, wenn das Ende des Maasses in einer H\u00f6hle aufh\u00f6rt.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n<h3 id=\"section-44\">1<\/h3>\n<p>Wenn Einer mit einem Heiden einen Hof<a href=\"#fn290\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref290\" role=\"doc-noteref\"><sup>290<\/sup><\/a> bewohnt oder mit jemand, der den \u2018Erub nicht anerkennt, so beschr\u00e4nkt ihn dieser<a href=\"#fn291\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref291\" role=\"doc-noteref\"><sup>291<\/sup><\/a>. (So die Worte des R. Me\u00efr.) R. Eli\u2018eser b. Jacob sagt: Keineswegs beschr\u00e4nkt er ihn, es sei denn, dass zwei Israeliten sich gegenseitig beschr\u00e4nken<a href=\"#fn292\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref292\" role=\"doc-noteref\"><sup>292<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-45\">2<\/h3>\n<p>R. Gamliel berichtet: Es ereignete sich bei einem Sadduz\u00e4er, der mit uns in einer Strasse zu Jerusalem wohnte, dass mein Vater<a href=\"#fn293\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref293\" role=\"doc-noteref\"><sup>293<\/sup><\/a> zu uns sagte: Eilet und schaffet (alle) Ger\u00e4te auf die Strasse, ehe er hinaustr\u00e4gt und Euch beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn294\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref294\" role=\"doc-noteref\"><sup>294<\/sup><\/a>. R. Juda berichtet es ia anderer Fassung: Eilet und verrichtet<a href=\"#fn295\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref295\" role=\"doc-noteref\"><sup>295<\/sup><\/a> Eure Gesch\u00e4fte in der Strassse, ehe er nach Ausgang (des Tages)<a href=\"#fn296\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref296\" role=\"doc-noteref\"><sup>296<\/sup><\/a> Euch beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<h3 id=\"section-46\">3<\/h3>\n<p>Wenn von den Bewohnern eines Hofes Einer vergessen hat, sich am \u2018Erub zu betbeiligen, so ist sein Haus hinsichtlich des Hinein- und des Hinaustragens<a href=\"#fn297\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref297\" role=\"doc-noteref\"><sup>297<\/sup><\/a> ihm und ihnen verboten<a href=\"#fn298\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref298\" role=\"doc-noteref\"><sup>298<\/sup><\/a>, die ihrigen aber ihm und ihnen gestattet<a href=\"#fn299\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref299\" role=\"doc-noteref\"><sup>299<\/sup><\/a>. Haben sie ihm ihr Besitzrecht geschenkt, ist es ihm gestattet<a href=\"#fn300\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref300\" role=\"doc-noteref\"><sup>300<\/sup><\/a>, ihnen aber verboten<a href=\"#fn301\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref301\" role=\"doc-noteref\"><sup>301<\/sup><\/a>. Waren es Zwei<a href=\"#fn302\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref302\" role=\"doc-noteref\"><sup>302<\/sup><\/a>, beschr\u00e4nken sie einander<a href=\"#fn303\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref303\" role=\"doc-noteref\"><sup>303<\/sup><\/a>; denn Einer kann ein Besitzrecht schenken<a href=\"#fn304\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref304\" role=\"doc-noteref\"><sup>304<\/sup><\/a> und ein Besitzrecht annehmen<a href=\"#fn305\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref305\" role=\"doc-noteref\"><sup>305<\/sup><\/a>, Zwei k\u00f6nnen wohl ein Besitzrecht schenken<a href=\"#fn306\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref306\" role=\"doc-noteref\"><sup>306<\/sup><\/a>, nicht aber ein Besitzrecht annehmen<a href=\"#fn307\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref307\" role=\"doc-noteref\"><sup>307<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-47\">4<\/h3>\n<p>Von wann an<a href=\"#fn308\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref308\" role=\"doc-noteref\"><sup>308<\/sup><\/a> schenkt man das Besitzrecht? Bet Schammai sagen: von einem Zeitpunkte an, in welchem es noch Tag ist<a href=\"#fn309\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref309\" role=\"doc-noteref\"><sup>309<\/sup><\/a>; Bet Hillel sagen: von Anbruch der Dunkelheit an<a href=\"#fn310\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref310\" role=\"doc-noteref\"><sup>310<\/sup><\/a>. Wer sein Besitzrecht geschenkt hat und hinaustr\u00e4gt<a href=\"#fn311\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref311\" role=\"doc-noteref\"><sup>311<\/sup><\/a>, gleichviel ob aus Versehen, ob mit Absicht, der \u00fcbt eine Beschr\u00e4nkung aus<a href=\"#fn312\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref312\" role=\"doc-noteref\"><sup>312<\/sup><\/a>. Dies die Worte des R. Me\u00efr; R. Juda sagt: mit Absicht \u2014 \u00fcbt er eine Beschr\u00e4nkung aus<a href=\"#fn313\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref313\" role=\"doc-noteref\"><sup>313<\/sup><\/a>, aus Versehen \u2014 \u00fcbt er keine Beschr\u00e4nkung aus<a href=\"#fn314\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref314\" role=\"doc-noteref\"><sup>314<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-48\">5<\/h3>\n<p>Wenn ein Hausherr Teilhaber ist bei seinen Nachbarn<a href=\"#fn315\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref315\" role=\"doc-noteref\"><sup>315<\/sup><\/a>, bei dem \u2018Einen an Wein und bei dem Andern an Wein, bed\u00fcrfen sie des \u2018Erub nicht<a href=\"#fn316\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref316\" role=\"doc-noteref\"><sup>316<\/sup><\/a>; bei dem Einen an Wein und bei dem Andern an \u00d6l, bed\u00fcrfen sie des \u2018Erub. R. Simon sagt: hier wie dort bed\u00fcrfen sie keines \u2018Erub.<\/p>\n<h3 id=\"section-49\">6<\/h3>\n<p>Wenn f\u00fcnf Parteien in einem Saale<a href=\"#fn317\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref317\" role=\"doc-noteref\"><sup>317<\/sup><\/a> ihren Schabbatwohnsitz haben, ordnen Bet Schammai je einen \u2018Erub f\u00fcr jede Partei an<a href=\"#fn318\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref318\" role=\"doc-noteref\"><sup>318<\/sup><\/a>; Bet Hillel dagegen sagen: ein \u2018Erub f\u00fcr Alle<a href=\"#fn319\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref319\" role=\"doc-noteref\"><sup>319<\/sup><\/a>! Sie r\u00e4umen aber ein, wenn einige von ihnen in Stuben oder Dachkammern wohnhaft sind<a href=\"#fn320\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref320\" role=\"doc-noteref\"><sup>320<\/sup><\/a>, dass sie je eines \u2018Erub f\u00fcr jede Partei bed\u00fcrfen.<\/p>\n<h3 id=\"section-50\">7<\/h3>\n<p>Br\u00fcder, Genossen, die am Tische ihres Vaters<a href=\"#fn321\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref321\" role=\"doc-noteref\"><sup>321<\/sup><\/a> essen und in ihren H\u00e4usern<a href=\"#fn322\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref322\" role=\"doc-noteref\"><sup>322<\/sup><\/a> schlafen, bed\u00fcrfen je eines \u2018Erub f\u00fcr jeden Einzelnen<a href=\"#fn323\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref323\" role=\"doc-noteref\"><sup>323<\/sup><\/a>. Wenn daher Einer von ihnen vergessen hat, sich am \u2018Erub zu beteiligen, muss<a href=\"#fn324\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref324\" role=\"doc-noteref\"><sup>324<\/sup><\/a> er sein Besitzrecht preisgeben. Wann<a href=\"#fn325\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref325\" role=\"doc-noteref\"><sup>325<\/sup><\/a>? Wenn sie ihren \u2018Erub anderw\u00e4rts<a href=\"#fn326\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref326\" role=\"doc-noteref\"><sup>326<\/sup><\/a> hintragen; wenn aber der \u2018Erub zu ihnen kommt<a href=\"#fn327\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref327\" role=\"doc-noteref\"><sup>327<\/sup><\/a>, oder keine Mitbewohner bei ihnen im Hofe sind, bed\u00fcrfen sie keines \u2018Erub<a href=\"#fn328\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref328\" role=\"doc-noteref\"><sup>328<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-51\">8<\/h3>\n<p>F\u00fcnf H\u00f6fe sind gegen einander ge\u00f6ffnet und nach der Strasse hin ge\u00f6ffnet<a href=\"#fn329\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref329\" role=\"doc-noteref\"><sup>329<\/sup><\/a>. Haben sie in den H\u00f6fen den \u2018Erub gemacht<a href=\"#fn330\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref330\" role=\"doc-noteref\"><sup>330<\/sup><\/a>, nicht aber in der Strasse den Schittuf<a href=\"#fn331\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref331\" role=\"doc-noteref\"><sup>331<\/sup><\/a>, so sind sie unbeschr\u00e4nkt in den H\u00f6fen, in der Strasse aber gebunden<a href=\"#fn332\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref332\" role=\"doc-noteref\"><sup>332<\/sup><\/a>; haben sie in der Strasse den Schittuf gemacht<a href=\"#fn333\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref333\" role=\"doc-noteref\"><sup>333<\/sup><\/a>, so sind sie hier wie dort uneingeschr\u00e4nkt. Haben sie in den H\u00f6fen den \u2018Erub und in der Strasse den Schittuf gemacht, es hat aber einer der Hofbewohner vergessen und sich am \u2018Erub nicht beteiligt, so sind sie hier wie dort unbeschr\u00e4nkt<a href=\"#fn334\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref334\" role=\"doc-noteref\"><sup>334<\/sup><\/a>; hat [dagegen] Einer der Strasseneinwohner vergessen und sich am Schittuf nicht beteiligt, sind sie in den H\u00f6fen zwar unbeschr\u00e4nkt, in der Strasse aber gebunden<a href=\"#fn335\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref335\" role=\"doc-noteref\"><sup>335<\/sup><\/a>, denn die Strasse verh\u00e4lt sich zu den H\u00f6fen, wie der Hof zu den H\u00e4usern<a href=\"#fn336\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref336\" role=\"doc-noteref\"><sup>336<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-52\">9<\/h3>\n<p>Zwei H\u00f6fe, der eine hinter dem andern! Hat der innere<a href=\"#fn337\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref337\" role=\"doc-noteref\"><sup>337<\/sup><\/a> \u2018Erub gemacht, und der \u00e4ussere hat nicht \u2018Erub gemacht, so ist der innere unbeschr\u00e4nkt<a href=\"#fn338\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref338\" role=\"doc-noteref\"><sup>338<\/sup><\/a>, der \u00e4ussere aber gebunden; der \u00e4ussere und nicht der innere, so sind beide beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn339\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref339\" role=\"doc-noteref\"><sup>339<\/sup><\/a>. Hat dieser f\u00fcr sich und jener f\u00fcr sich den \u2018Erub gemacht, so ist dieser f\u00fcr sich unbeschr\u00e4nkt und jener f\u00fcr sich unbeschr\u00e4nkt<a href=\"#fn340\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref340\" role=\"doc-noteref\"><sup>340<\/sup><\/a>. R. \u2018Akiba beschr\u00e4nkt den \u00e4ussern, weil das Durchgangsrecht<a href=\"#fn341\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref341\" role=\"doc-noteref\"><sup>341<\/sup><\/a> ihn beschr\u00e4nkt; die Weisen aber sagen, das Durchgangsrecht beschr\u00e4nkt ihn nicht<a href=\"#fn342\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref342\" role=\"doc-noteref\"><sup>342<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-53\">10<\/h3>\n<p>Hat Einer aus dem \u00e4ussern vergessen und sich am \u2018Erub nicht beteiligt, so ist der innere uneingeschr\u00e4nkt, der \u00e4ussere beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn343\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref343\" role=\"doc-noteref\"><sup>343<\/sup><\/a>. Hat Einer aus dem innern vergessen und sich am \u2018Erub nicht beteiligt, so sind beide beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn344\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref344\" role=\"doc-noteref\"><sup>344<\/sup><\/a>. Haben sie ihren \u2018Erub an einen Ort getan<a href=\"#fn345\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref345\" role=\"doc-noteref\"><sup>345<\/sup><\/a>, und es hat Einer, sei es aus dem innern, sei es aus dem \u00e4ussern, vergessen und sich am \u2018Erub nicht beteiligt, sind beide beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn346\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref346\" role=\"doc-noteref\"><sup>346<\/sup><\/a>. Sind sie je einem Einzigen zugeh\u00f6rig<a href=\"#fn347\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref347\" role=\"doc-noteref\"><sup>347<\/sup><\/a>, bed\u00fcrfen sie keines \u2018Erub<a href=\"#fn348\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref348\" role=\"doc-noteref\"><sup>348<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n<h3 id=\"section-54\">1<\/h3>\n<p>Befindet sich zwischen zwei H\u00f6fen<a href=\"#fn349\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref349\" role=\"doc-noteref\"><sup>349<\/sup><\/a> ein Fenster von vier [Handbreiten] im Geviert innerhalb zehn [Handbreiten]<a href=\"#fn350\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref350\" role=\"doc-noteref\"><sup>350<\/sup><\/a> k\u00f6nnen sie gesondert<a href=\"#fn351\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref351\" role=\"doc-noteref\"><sup>351<\/sup><\/a> den \u2018Erub machen, und wenn sie wollen, k\u00f6nnen sie gemeinsam \u2018Erub machen<a href=\"#fn352\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref352\" role=\"doc-noteref\"><sup>352<\/sup><\/a>; von weniger als vier [Handbreiten] im Geviert, oder h\u00f6her als zehn, machen sie den \u2018Erub gesondert, k\u00f6nnen aber nicht gemeinsam \u2018Erub machen<a href=\"#fn353\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref353\" role=\"doc-noteref\"><sup>353<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-55\">2<\/h3>\n<p>Ist die Wand zwischen zwei H\u00f6fen zehn [Handbreiten] hoch und vier breit<a href=\"#fn354\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref354\" role=\"doc-noteref\"><sup>354<\/sup><\/a>, machen sie gesondert den \u2018Erub und k\u00f6nnen nicht gemeinsam \u2018Erub machen<a href=\"#fn355\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref355\" role=\"doc-noteref\"><sup>355<\/sup><\/a>. Befinden sich auf derselben Fr\u00fcchte, so k\u00f6nnen diese hier hinaufsteigen und essen, jene wieder dort hinaufsteigen und essen, nur d\u00fcrfen sie nichts hinuntertragen<a href=\"#fn356\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref356\" role=\"doc-noteref\"><sup>356<\/sup><\/a>. Ist die Wand bis zehn Ellen eingerissen, k\u00f6nnen sie gesondert \u2018Erub machen, wenn sie aber wollen, k\u00f6nnen sie gemeinsam den \u2018Erub machen, weil es wie ein Eingang ist<a href=\"#fn357\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref357\" role=\"doc-noteref\"><sup>357<\/sup><\/a>; dar\u00fcber hinaus, m\u00fcssen sie den \u2018Erub gemeinsam machen und k\u00f6nnen nicht gesondert \u2018Erub machen<a href=\"#fn358\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref358\" role=\"doc-noteref\"><sup>358<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-56\">3<\/h3>\n<p>Ist der Graben zwischen zwei H\u00f6fen zehn [Handbreiten] tief und vier breit<a href=\"#fn359\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref359\" role=\"doc-noteref\"><sup>359<\/sup><\/a>, machen sie gesondert \u2018Erub und k\u00f6nnen nicht gemeinsam den \u2018Erub machen, selbst wenn er voll Stroh oder H\u00e4cksel ist<a href=\"#fn360\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref360\" role=\"doc-noteref\"><sup>360<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 id=\"section-57\">4<\/h3>\n<p>Hat er ein Brett \u00fcber ihn gelegt, welches vier Handbreiten breit ist<a href=\"#fn361\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref361\" role=\"doc-noteref\"><sup>361<\/sup><\/a>, und ebenso [\u00fcber] zwei einander gegen\u00fcber liegende Balkone, so machen sie gesondert \u2018Erub, wenn sie aber wollen, k\u00f6nnen sie gemeinsam \u2018Erub machen; weniger als soviel, so machen sie gesondert \u2018Erub und k\u00f6nnen nicht den \u2018Erub gemeinsam machen<a href=\"#fn362\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref362\" role=\"doc-noteref\"><sup>362<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-58\">5<\/h3>\n<p>Ist ein Strohhaufe zwischen zwei H\u00f6fen zehn Handbreiten hoch, so machen sie den \u2018Erub gesondert und k\u00f6nnen nicht gemeinsam \u2018Erub machen<a href=\"#fn363\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref363\" role=\"doc-noteref\"><sup>363<\/sup><\/a>; diese d\u00fcrfen von hier fressen lassen und jene von dort fressen lassen<a href=\"#fn364\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref364\" role=\"doc-noteref\"><sup>364<\/sup><\/a>. Ist das Stroh niedriger als zehn Handbreiten geworden<a href=\"#fn365\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref365\" role=\"doc-noteref\"><sup>365<\/sup><\/a>, m\u00fcssen sie den \u2018Erub gemeinsam machen und k\u00f6nnen nicht gesondert \u2018Erub machen<a href=\"#fn366\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref366\" role=\"doc-noteref\"><sup>366<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-59\">6<\/h3>\n<p>Wie macht man den Schittuf<a href=\"#fn367\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref367\" role=\"doc-noteref\"><sup>367<\/sup><\/a> in der Strasse? Man stellt den Krug<a href=\"#fn368\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref368\" role=\"doc-noteref\"><sup>368<\/sup><\/a> hin<a href=\"#fn369\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref369\" role=\"doc-noteref\"><sup>369<\/sup><\/a> und spricht: \u00bbDas sei f\u00fcr alle Einwohner der Strasse<a href=\"#fn370\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref370\" role=\"doc-noteref\"><sup>370<\/sup><\/a>\u00ab, und eignet es ihnen zu<a href=\"#fn371\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref371\" role=\"doc-noteref\"><sup>371<\/sup><\/a> durch seinen Sohn oder seine Tochter, die grossj\u00e4hrig<a href=\"#fn372\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref372\" role=\"doc-noteref\"><sup>372<\/sup><\/a> sind, durch seinen Knecht oder seine Magd, welche Hebr\u00e4er sind<a href=\"#fn373\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref373\" role=\"doc-noteref\"><sup>373<\/sup><\/a> und durch seine Gattin<a href=\"#fn374\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref374\" role=\"doc-noteref\"><sup>374<\/sup><\/a>; aber er kann es nicht zueignen durch seinen Sohn oder seine Tochter, welche minderj\u00e4hrig sind<a href=\"#fn375\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref375\" role=\"doc-noteref\"><sup>375<\/sup><\/a>, noch durch seinen Knecht oder seine Magd, die Kena\u2018aniter<a href=\"#fn376\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref376\" role=\"doc-noteref\"><sup>376<\/sup><\/a> sind, weil ihre Hand wie seine Hand ist<a href=\"#fn377\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref377\" role=\"doc-noteref\"><sup>377<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-60\">7<\/h3>\n<p>Hat die Speise<a href=\"#fn378\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref378\" role=\"doc-noteref\"><sup>378<\/sup><\/a> sich vermindert<a href=\"#fn379\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref379\" role=\"doc-noteref\"><sup>379<\/sup><\/a>, kann er zulegen und zueignen<a href=\"#fn380\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref380\" role=\"doc-noteref\"><sup>380<\/sup><\/a> und braucht es nicht mitzuTeilen; kamen welche zu ihnen<a href=\"#fn381\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref381\" role=\"doc-noteref\"><sup>381<\/sup><\/a> hinzu, kann er zulegen und zueignen, muss es aber mitTeilen<a href=\"#fn382\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref382\" role=\"doc-noteref\"><sup>382<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-61\">8<\/h3>\n<p>Wie gross ist ihr<a href=\"#fn383\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref383\" role=\"doc-noteref\"><sup>383<\/sup><\/a> Quantum? Sind ihrer Viele<a href=\"#fn384\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref384\" role=\"doc-noteref\"><sup>384<\/sup><\/a> \u2014 Kost zweier Mahlzeiten<a href=\"#fn385\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref385\" role=\"doc-noteref\"><sup>385<\/sup><\/a> f\u00fcr sie Alle; sind ihrer Wenige<a href=\"#fn386\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref386\" role=\"doc-noteref\"><sup>386<\/sup><\/a> \u2014 das (hinsichtlich des Hinaustragens am Schabbat maassgebende)<a href=\"#fn387\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref387\" role=\"doc-noteref\"><sup>387<\/sup><\/a> Volumen einer getrockneten Feige f\u00fcr jeden Einzelnen.<\/p>\n<h3 id=\"section-62\">9<\/h3>\n<p>Rabbi Jose sagt: Wobei sind die Worte gesagt<a href=\"#fn388\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref388\" role=\"doc-noteref\"><sup>388<\/sup><\/a>? Bei der Er\u00f6ffnung des \u2018Erub; aber bei den Ueberresten des \u2018Erub<a href=\"#fn389\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref389\" role=\"doc-noteref\"><sup>389<\/sup><\/a>: \u2014 wie viel immer es ist<a href=\"#fn390\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref390\" role=\"doc-noteref\"><sup>390<\/sup><\/a>. Und<a href=\"#fn391\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref391\" role=\"doc-noteref\"><sup>391<\/sup><\/a> sie haben nur darum angeordnet den \u2018Erub in den H\u00f6fen zu machen<a href=\"#fn392\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref392\" role=\"doc-noteref\"><sup>392<\/sup><\/a>, um ihn bei den Kindern nicht in Vergessenheit zu bringen<a href=\"#fn393\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref393\" role=\"doc-noteref\"><sup>393<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-63\">10<\/h3>\n<p>Mit Allem kann man \u2018Erub oder Schittuf machen, nur nicht mit Wasser oder Salz. Dies die Worte des R. Eli\u2018ezer<a href=\"#fn394\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref394\" role=\"doc-noteref\"><sup>394<\/sup><\/a>; R. Joschu\u2018a sagt: Ein Laib ist die \u2018Erubspeise<a href=\"#fn395\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref395\" role=\"doc-noteref\"><sup>395<\/sup><\/a>; selbst ein Geb\u00e4ck von einem Maasse<a href=\"#fn396\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref396\" role=\"doc-noteref\"><sup>396<\/sup><\/a> \u2014 wenn es ein Bruchst\u00fcck<a href=\"#fn397\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref397\" role=\"doc-noteref\"><sup>397<\/sup><\/a> ist, so kann man damit keinen \u2018Erub machen; ein Laib f\u00fcr einen Dreier<a href=\"#fn398\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref398\" role=\"doc-noteref\"><sup>398<\/sup><\/a> \u2014 wenn es nur ganz ist, so kann man damit \u2018Erub machen.<\/p>\n<h3 id=\"section-64\">11<\/h3>\n<p>Es kann Jemand einen Groschen<a href=\"#fn399\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref399\" role=\"doc-noteref\"><sup>399<\/sup><\/a> dem Kr\u00e4mer oder dem B\u00e4cker<a href=\"#fn400\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref400\" role=\"doc-noteref\"><sup>400<\/sup><\/a> geben, damit er ihm den \u2018Erub zueigne. Dies die Worte des R. Eliezer; die Weisen aber sagen: Sein Geld eignet ihm nicht zu. Doch r\u00e4umen sie ein, dass ihm bei jedem Andern<a href=\"#fn401\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref401\" role=\"doc-noteref\"><sup>401<\/sup><\/a> sein Geld zueignet. Man kann ja keinem Menschen \u2018Erub machen, es sei denn mit dessen Zustimmung<a href=\"#fn402\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref402\" role=\"doc-noteref\"><sup>402<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Wobei sind diese Worte<a href=\"#fn403\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref403\" role=\"doc-noteref\"><sup>403<\/sup><\/a> gesprochen? Bei dem \u2018Erub der Sabbatbezirke<a href=\"#fn404\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref404\" role=\"doc-noteref\"><sup>404<\/sup><\/a>; aber bei dem \u2018Erub der H\u00f6fe<a href=\"#fn405\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref405\" role=\"doc-noteref\"><sup>405<\/sup><\/a> kann man mit seiner Zustimmung und ohne seine Zustimmung<a href=\"#fn406\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref406\" role=\"doc-noteref\"><sup>406<\/sup><\/a> \u2018Erub machen, insofern man jemand wohl einen Vorteil in seiner Abwesenheit zuwenden<a href=\"#fn407\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref407\" role=\"doc-noteref\"><sup>407<\/sup><\/a>, niemand aber in seiner Abwesenheit einen Nachteil zuwenden kann<a href=\"#fn408\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref408\" role=\"doc-noteref\"><sup>408<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n<h3 id=\"section-65\">1<\/h3>\n<p>Wie vereinigt man sich hinsichtlich der Schabbatbezirke<a href=\"#fn409\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref409\" role=\"doc-noteref\"><sup>409<\/sup><\/a>? Man stellt den Krug hin<a href=\"#fn410\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref410\" role=\"doc-noteref\"><sup>410<\/sup><\/a> und sagt: Dies<a href=\"#fn411\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref411\" role=\"doc-noteref\"><sup>411<\/sup><\/a> sei f\u00fcr alle Bewohner meiner Ortschaft<a href=\"#fn412\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref412\" role=\"doc-noteref\"><sup>412<\/sup><\/a>, f\u00fcr jeden, der in das Haus der Trauer<a href=\"#fn413\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref413\" role=\"doc-noteref\"><sup>413<\/sup><\/a> oder in das Hausdes Gastmahls<a href=\"#fn414\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref414\" role=\"doc-noteref\"><sup>414<\/sup><\/a> gehen wird. Jedem, der dies auf sich genommen, ist es gestattet<a href=\"#fn415\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref415\" role=\"doc-noteref\"><sup>415<\/sup><\/a>, falls es noch Tag war<a href=\"#fn416\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref416\" role=\"doc-noteref\"><sup>416<\/sup><\/a>, verboten<a href=\"#fn417\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref417\" role=\"doc-noteref\"><sup>417<\/sup><\/a>, falls es schon dunkel war<a href=\"#fn418\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref418\" role=\"doc-noteref\"><sup>418<\/sup><\/a>; denn man kann keinen \u2018Erub machen nach Eintritt der Dunkelheit<a href=\"#fn419\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref419\" role=\"doc-noteref\"><sup>419<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-66\">2<\/h3>\n<p>Wie gross ist sein<a href=\"#fn420\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref420\" role=\"doc-noteref\"><sup>420<\/sup><\/a> Maass? Kost zweier Mahlzeiten<a href=\"#fn421\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref421\" role=\"doc-noteref\"><sup>421<\/sup><\/a> f\u00fcr jeden Einzelnen. Seine Kost am Werktage und nicht am Schabbat \u2014 so die Worte des R. Me\u00efr; R. Juda sagt: am Schabbat und nicht am Werktage; beide aber bezwecken eine Erleichterung<a href=\"#fn422\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref422\" role=\"doc-noteref\"><sup>422<\/sup><\/a>. R. Jochanan b. Broka sagt: ein Laib f\u00fcr einen Dupondius aus [Weizen, von welchem] vier Maass f\u00fcr einen Sela\u2018 sind<a href=\"#fn423\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref423\" role=\"doc-noteref\"><sup>423<\/sup><\/a>. R. Simon sagt: zwei Drittel<a href=\"#fn424\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref424\" role=\"doc-noteref\"><sup>424<\/sup><\/a> eines Laibes von dreien aus einem Kab<a href=\"#fn425\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref425\" role=\"doc-noteref\"><sup>425<\/sup><\/a>; seine H\u00e4lfte<a href=\"#fn426\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref426\" role=\"doc-noteref\"><sup>426<\/sup><\/a> beim auss\u00e4tzigen Hause<a href=\"#fn427\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref427\" role=\"doc-noteref\"><sup>427<\/sup><\/a>, die H\u00e4lfte seiner H\u00e4lfte<a href=\"#fn428\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref428\" role=\"doc-noteref\"><sup>428<\/sup><\/a>, um den K\u00f6rper <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span> zu machen<a href=\"#fn429\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref429\" role=\"doc-noteref\"><sup>429<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-67\">3<\/h3>\n<p>Wenn die Bewohner des Hofes<a href=\"#fn430\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref430\" role=\"doc-noteref\"><sup>430<\/sup><\/a> und die Bewohner des Ganges<a href=\"#fn431\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref431\" role=\"doc-noteref\"><sup>431<\/sup><\/a> vergessen haben \u2018Erub<a href=\"#fn432\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref432\" role=\"doc-noteref\"><sup>432<\/sup><\/a> zu machen, so geh\u00f6rt alles, was zehn Handbreiten hoch ist<a href=\"#fn433\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref433\" role=\"doc-noteref\"><sup>433<\/sup><\/a>, zum Gange<a href=\"#fn434\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref434\" role=\"doc-noteref\"><sup>434<\/sup><\/a>, was niedriger ist, zum Hofe<a href=\"#fn435\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref435\" role=\"doc-noteref\"><sup>435<\/sup><\/a>. Die Umfassung der Grube<a href=\"#fn436\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref436\" role=\"doc-noteref\"><sup>436<\/sup><\/a> und der Stein, die zehn Handbreiten hoch sind<a href=\"#fn437\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref437\" role=\"doc-noteref\"><sup>437<\/sup><\/a>, geh\u00f6ren zum Gange<a href=\"#fn438\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref438\" role=\"doc-noteref\"><sup>438<\/sup><\/a>, die niedriger sind, zum Hofe<a href=\"#fn439\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref439\" role=\"doc-noteref\"><sup>439<\/sup><\/a>. Wobei sind diese Worte gesagt? Bei in der N\u00e4he Befindlichem; Entfernteres aber geh\u00f6rt, selbst wenn es zehn Handbreiten hoch ist<a href=\"#fn440\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref440\" role=\"doc-noteref\"><sup>440<\/sup><\/a>, zu Hofe<a href=\"#fn441\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref441\" role=\"doc-noteref\"><sup>441<\/sup><\/a>. Und was heisst in der N\u00e4he Befindliches? Alles, was nicht vier Handbreiten entfernt ist<a href=\"#fn442\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref442\" role=\"doc-noteref\"><sup>442<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-68\">4<\/h3>\n<p>Wenn jemand seinen \u2018Erub in das Torhaus<a href=\"#fn443\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref443\" role=\"doc-noteref\"><sup>443<\/sup><\/a>, die Exedra<a href=\"#fn444\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref444\" role=\"doc-noteref\"><sup>444<\/sup><\/a> oder den Gang<a href=\"#fn445\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref445\" role=\"doc-noteref\"><sup>445<\/sup><\/a> legt, so ist es kein \u2018Erub<a href=\"#fn446\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref446\" role=\"doc-noteref\"><sup>446<\/sup><\/a>, und wer dort wohnt, beschr\u00e4nkt ihn nicht<a href=\"#fn447\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref447\" role=\"doc-noteref\"><sup>447<\/sup><\/a>; in die Strohkammer, den Rinderstall, den Holzstall oder die Vorratskammer \u2014 so ist es ein \u2018Erub<a href=\"#fn448\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref448\" role=\"doc-noteref\"><sup>448<\/sup><\/a>, und wer dort wohnt, beschr\u00e4nkt ihn<a href=\"#fn449\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref449\" role=\"doc-noteref\"><sup>449<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Wenn der Hauseigent\u00fcmerr dort eine Handhabe hat<a href=\"#fn450\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref450\" role=\"doc-noteref\"><sup>450<\/sup><\/a>, beschr\u00e4nkt er ihn nicht<a href=\"#fn451\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref451\" role=\"doc-noteref\"><sup>451<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-69\">5<\/h3>\n<p>Wer sein Haus im Stiche lassend gegangen ist, den Schabbat in einer andern Ortschaft zuzubringen \u2014 gleichviel ob Nichtisraelit oder Israelit \u2014 der \u00fcbt eine Beschr\u00e4nkung<a href=\"#fn452\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref452\" role=\"doc-noteref\"><sup>452<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Me\u00efr<a href=\"#fn453\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref453\" role=\"doc-noteref\"><sup>453<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Er \u00fcbt keine Beschr\u00e4nkung<a href=\"#fn454\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref454\" role=\"doc-noteref\"><sup>454<\/sup><\/a>. R. Jose sagt: Ein Nichtisraelit \u00fcbt eine Beschr\u00e4nkung<a href=\"#fn455\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref455\" role=\"doc-noteref\"><sup>455<\/sup><\/a>, ein Israelit \u00fcbt keine Beschr\u00e4nkung, denn es ist nicht Art des Israeliten, am Schabbat heimzukehren. S. Simon sagt: Selbst wenn er sein Haus im Stiche gelassen und gegangen ist, den Schabbat bei seiner Tochter<a href=\"#fn456\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref456\" role=\"doc-noteref\"><sup>456<\/sup><\/a> in derselben Ortschaft zuzubringen, \u00fcbt er keine Beschr\u00e4nkung, denn er hat es sich schon aus dem Sinne geschlagen<a href=\"#fn457\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref457\" role=\"doc-noteref\"><sup>457<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-70\">6<\/h3>\n<p>Aus einer Zisterne zwischen zwei H\u00f6fen<a href=\"#fn458\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref458\" role=\"doc-noteref\"><sup>458<\/sup><\/a> darf man am Schabbat nicht sch\u00f6pfen<a href=\"#fn459\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref459\" role=\"doc-noteref\"><sup>459<\/sup><\/a>, es sei denn, man hat ihr eine zehn Handbreiten hohe Scheidewand gemacht<a href=\"#fn460\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref460\" role=\"doc-noteref\"><sup>460<\/sup><\/a>, gleichviel ob von oben<a href=\"#fn461\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref461\" role=\"doc-noteref\"><sup>461<\/sup><\/a> oder von unten<a href=\"#fn462\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref462\" role=\"doc-noteref\"><sup>462<\/sup><\/a> oder auch nur innerhalb ihres Beckens<a href=\"#fn463\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref463\" role=\"doc-noteref\"><sup>463<\/sup><\/a>. R. Simon b. Gamliel sagt: Bet Schammai sagen: von unten, und Bet Hillel sagen: von oben. Da sagte R. Juda: Es kann doch keine gr\u00f6ssere Scheidewand geben<a href=\"#fn464\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref464\" role=\"doc-noteref\"><sup>464<\/sup><\/a> als die Mauer zwischen ihnen<a href=\"#fn465\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref465\" role=\"doc-noteref\"><sup>465<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-71\">7<\/h3>\n<p>Aus einem Wasserarm<a href=\"#fn466\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref466\" role=\"doc-noteref\"><sup>466<\/sup><\/a>, der durch den Hof geht, darf man am Schabbat nicht sch\u00f6pfen<a href=\"#fn467\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref467\" role=\"doc-noteref\"><sup>467<\/sup><\/a>, es sei denn, dass man ihm eine zehn Handbreiten hohe Scheidewand<a href=\"#fn468\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref468\" role=\"doc-noteref\"><sup>468<\/sup><\/a> beim Eintritt und beim Austritt gemacht hat<a href=\"#fn469\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref469\" role=\"doc-noteref\"><sup>469<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Die Mauer \u00fcber ihm ist als Scheidwand zu beurteilen<a href=\"#fn470\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref470\" role=\"doc-noteref\"><sup>470<\/sup><\/a>. Es sagte R. Juda: Tatsache war es bei dem Wasserarm von Abel, dass man auf die Entscheidung der Alten hin am Schabbat aus ihm gesch\u00f6pft hat. Da sagten sie zu ihm: Weil er nicht das entsprechende Maass hatte<a href=\"#fn471\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref471\" role=\"doc-noteref\"><sup>471<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-72\">8<\/h3>\n<p>Befindet sich ein Balkon<a href=\"#fn472\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref472\" role=\"doc-noteref\"><sup>472<\/sup><\/a> \u00fcber dem Wasser, so darf man von ihm aus am Schabbat nicht sch\u00f6pfen<a href=\"#fn473\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref473\" role=\"doc-noteref\"><sup>473<\/sup><\/a>, es sei denn, man hat ihm einen zehn Handbreiten hohen Verschlag gemacht, gleichviel ob von oben<a href=\"#fn474\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref474\" role=\"doc-noteref\"><sup>474<\/sup><\/a> oder von unten<a href=\"#fn475\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref475\" role=\"doc-noteref\"><sup>475<\/sup><\/a>. Desgleichen<a href=\"#fn476\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref476\" role=\"doc-noteref\"><sup>476<\/sup><\/a> ist es, wenn man von zwei Balkonen \u00fcber einander an dem obern einen<a href=\"#fn477\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref477\" role=\"doc-noteref\"><sup>477<\/sup><\/a> angebracht hat, an dem untern aber keinen<a href=\"#fn478\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref478\" role=\"doc-noteref\"><sup>478<\/sup><\/a> angebracht hat, beiden verboten, bis sie \u2018Erub machen<a href=\"#fn479\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref479\" role=\"doc-noteref\"><sup>479<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-73\">9<\/h3>\n<p>In einem Hofe, der weniger als vier Ellen hat, darf man am Schabbat kein Wasser ausgiessen, wenn man ihm nicht eine Grube gemacht hat, welche unterhalb der \u00d6ffaung zwei Maass fasst<a href=\"#fn480\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref480\" role=\"doc-noteref\"><sup>480<\/sup><\/a>, gleichviel ob von aussen oder von innen, nur dass man von aussen bedecken muss, von innen aber nicht zu bedecken braucht<a href=\"#fn481\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref481\" role=\"doc-noteref\"><sup>481<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-74\">10<\/h3>\n<p>R. Eli\u2018ezer b. Jakob sagt: In eine Gosse, die vier Ellen weit auf \u00f6ffentlichem Gebiete bedeckt ist, darf man am Schabbat Wasser ausgiessen<a href=\"#fn482\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref482\" role=\"doc-noteref\"><sup>482<\/sup><\/a>. Die Weisen aber sagen: Selbst wenn das Dach oder der Hof hundert Ellen hat<a href=\"#fn483\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref483\" role=\"doc-noteref\"><sup>483<\/sup><\/a>, giesse man nicht auf die M\u00fcndung der Gosse<a href=\"#fn484\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref484\" role=\"doc-noteref\"><sup>484<\/sup><\/a>; sondern man giesse vom Dache aus auf\u2019s Dach<a href=\"#fn485\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref485\" role=\"doc-noteref\"><sup>485<\/sup><\/a>, so dass das Wasser in die Gosse hinabfliesst. Hof und Exedra erg\u00e4nzen sich zu vier Ellen<a href=\"#fn486\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref486\" role=\"doc-noteref\"><sup>486<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-75\">11<\/h3>\n<p>Ebenso zwei Wohnungen einander gegen\u00fcber<a href=\"#fn487\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref487\" role=\"doc-noteref\"><sup>487<\/sup><\/a>. Haben die Einen eine Grube gemacht, die Anderen aber haben keine Grube gemacht, so ist denen, die eine Grube gemacht haben, erlaubt \u2014 denen, die keine Grube gemacht haben, verboten<a href=\"#fn488\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref488\" role=\"doc-noteref\"><sup>488<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n<h3 id=\"section-76\">1<\/h3>\n<p>Alle D\u00e4cher einer Ortschaft sind ein Gebiet<a href=\"#fn489\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref489\" role=\"doc-noteref\"><sup>489<\/sup><\/a>, nur darf kein Dach um zehn (Handbreiten)<a href=\"#fn490\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref490\" role=\"doc-noteref\"><sup>490<\/sup><\/a> h\u00f6her oder um zehn (Handbreiten)<a href=\"#fn491\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref491\" role=\"doc-noteref\"><sup>491<\/sup><\/a> niedriger sein<a href=\"#fn492\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref492\" role=\"doc-noteref\"><sup>492<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Me\u00efr. Die Weisen aber sagen: Jedes einzelne ist ein Gebiet f\u00fcr sich<a href=\"#fn493\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref493\" role=\"doc-noteref\"><sup>493<\/sup><\/a>. R. Simon sagt: Sowohl D\u00e4cher als H\u00f6fe als auch Holzpl\u00e4tze<a href=\"#fn494\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref494\" role=\"doc-noteref\"><sup>494<\/sup><\/a> sind ein Gebiet hinsichtlich der Ger\u00e4te, welche sich am Schabbat auf ihnen befinden, nicht aber hinsichtlich der Ger\u00e4te, die am Schabbat im Hause sich befinden<a href=\"#fn495\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref495\" role=\"doc-noteref\"><sup>495<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-77\">2<\/h3>\n<p>Lehnt sich ein gr\u00f6sseres Dach an ein kleines an, so ist das gr\u00f6ssere unbeschr\u00e4nkt, das kleine aber beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn496\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref496\" role=\"doc-noteref\"><sup>496<\/sup><\/a>. Hat ein gr\u00f6sserer Hof einen Durchbruch<a href=\"#fn497\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref497\" role=\"doc-noteref\"><sup>497<\/sup><\/a> nach einem kleinen hin<a href=\"#fn498\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref498\" role=\"doc-noteref\"><sup>498<\/sup><\/a>, so ist der gr\u00f6ssere unbeschr\u00e4nkt<a href=\"#fn499\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref499\" role=\"doc-noteref\"><sup>499<\/sup><\/a>, der kleine aber beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn500\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref500\" role=\"doc-noteref\"><sup>500<\/sup><\/a>, weil er<a href=\"#fn501\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref501\" role=\"doc-noteref\"><sup>501<\/sup><\/a> wie ein Eingang des gr\u00f6ssern ist. Ist ein Hof nach einem \u00f6ffentlichen Gebiete hin durchbrochen<a href=\"#fn502\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref502\" role=\"doc-noteref\"><sup>502<\/sup><\/a>, so ist derjenige, welcher aus ihm in ein Privatgebiet oder aus einem Privatgebiete in ihn hineintr\u00e4gt, strafbar. So die Worte des R. Eli\u2018ezer. Die Weisen aber sagen: Aus ihm in ein \u00f6ffentliches Gebiet oder aus einem \u00f6ffentlichen Gebiete in ihn \u2014 ist straffrei, weil er wie neutrales Gebiet ist<a href=\"#fn503\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref503\" role=\"doc-noteref\"><sup>503<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-78\">3<\/h3>\n<p>Ein Hof, der an seinen beiden Seiten<a href=\"#fn504\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref504\" role=\"doc-noteref\"><sup>504<\/sup><\/a> nach \u00f6ffentlichem Gebiete hin durchbrochen wurde<a href=\"#fn505\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref505\" role=\"doc-noteref\"><sup>505<\/sup><\/a>, desgleichen ein Haus, welches an seinen beiden Seiten durchbrochen wurde<a href=\"#fn506\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref506\" role=\"doc-noteref\"><sup>506<\/sup><\/a>, desgleichen eine Strasse, deren Balken oder Pfosten<a href=\"#fn507\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref507\" role=\"doc-noteref\"><sup>507<\/sup><\/a> niedergerissen wurden<a href=\"#fn508\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref508\" role=\"doc-noteref\"><sup>508<\/sup><\/a>, sind am selben Schabbat erlaubt<a href=\"#fn509\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref509\" role=\"doc-noteref\"><sup>509<\/sup><\/a>, f\u00fcr die Zukunft aber verboten<a href=\"#fn510\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref510\" role=\"doc-noteref\"><sup>510<\/sup><\/a>. Dies die Worte des R. Juda. R. Jose sagt: W\u00e4ren sie am selben Schabbat erlaubt, so w\u00e4ren sie (auch) f\u00fcr die Zukunft erlaubt; sind sie aber f\u00fcr die Zukunft verboten, so sind sie (schon) am selben Schabbat verboten.<\/p>\n<h3 id=\"section-79\">4<\/h3>\n<p>Wenn man einen S\u00f6ller \u00fcber zwei H\u00e4user<a href=\"#fn511\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref511\" role=\"doc-noteref\"><sup>511<\/sup><\/a> hinweg baut und desgleichen Viaducte<a href=\"#fn512\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref512\" role=\"doc-noteref\"><sup>512<\/sup><\/a>, so darf man unter ihnen am Schabbat hinundhertragen. So die Worte des R. Juda<a href=\"#fn513\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref513\" role=\"doc-noteref\"><sup>513<\/sup><\/a>. Die Weisen aber verbieten es<a href=\"#fn514\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref514\" role=\"doc-noteref\"><sup>514<\/sup><\/a>. Ferner sagte R. Juda: Man kann in einer offenen Strasse<a href=\"#fn515\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref515\" role=\"doc-noteref\"><sup>515<\/sup><\/a> \u2018Erub machen<a href=\"#fn516\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref516\" role=\"doc-noteref\"><sup>516<\/sup><\/a>. Die Weisen aber verbieten es<a href=\"#fn517\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref517\" role=\"doc-noteref\"><sup>517<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n<h3 id=\"section-80\">1<\/h3>\n<p>Wer Tefillin findet<a href=\"#fn518\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref518\" role=\"doc-noteref\"><sup>518<\/sup><\/a>, trage sie<a href=\"#fn519\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref519\" role=\"doc-noteref\"><sup>519<\/sup><\/a> paarweise<a href=\"#fn520\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref520\" role=\"doc-noteref\"><sup>520<\/sup><\/a> hinein<a href=\"#fn521\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref521\" role=\"doc-noteref\"><sup>521<\/sup><\/a>. R. Gamliel sagt: jezwei (Paare)<a href=\"#fn522\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref522\" role=\"doc-noteref\"><sup>522<\/sup><\/a>. Unter welcher Voraussetzung sind diese Worte gesagt? Wenn\u2019s alte sind. Sind es aber neue, so ist er dem enthoben.<a href=\"#fn523\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref523\" role=\"doc-noteref\"><sup>523<\/sup><\/a> Findet er deren ganze H\u00e4ufchen oder P\u00e4ckchen<a href=\"#fn524\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref524\" role=\"doc-noteref\"><sup>524<\/sup><\/a> und gehe seines Weges.<\/p>\n<h3 id=\"section-81\">2<\/h3>\n<p>R. Simon sagt: Er gebe sie seinem Genossen<a href=\"#fn525\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref525\" role=\"doc-noteref\"><sup>525<\/sup><\/a>, und der Genosse seinem Genossen<a href=\"#fn526\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref526\" role=\"doc-noteref\"><sup>526<\/sup><\/a>, bis man zum \u00e4ussersten Hofe gelangt<a href=\"#fn527\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref527\" role=\"doc-noteref\"><sup>527<\/sup><\/a>. Ebenso (verfahre er) mit seinem Kinde<a href=\"#fn528\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref528\" role=\"doc-noteref\"><sup>528<\/sup><\/a>; er reiche es dem Genossen und der Genosse seinem Genossen, und w\u00e4ren ihrer auch hundert<a href=\"#fn529\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref529\" role=\"doc-noteref\"><sup>529<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Es darf jemand einen Krug<a href=\"#fn530\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref530\" role=\"doc-noteref\"><sup>530<\/sup><\/a> seinem Genossen reichen und der Genosse seinem Genossen, sogar \u00fcber die Schabbatgrenze<a href=\"#fn531\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref531\" role=\"doc-noteref\"><sup>531<\/sup><\/a> hinaus. Da sagte man ihm: Dieser<a href=\"#fn532\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref532\" role=\"doc-noteref\"><sup>532<\/sup><\/a> darf doch nicht weiter gehen als die F\u00fcsse seines Eigent\u00fcmers<a href=\"#fn533\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref533\" role=\"doc-noteref\"><sup>533<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-82\">3<\/h3>\n<p>Liest jemand in einem Schriftwerke auf der Schwelle<a href=\"#fn534\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref534\" role=\"doc-noteref\"><sup>534<\/sup><\/a> und das Schriftwerk entrollt<a href=\"#fn535\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref535\" role=\"doc-noteref\"><sup>535<\/sup><\/a> seiner Hand<a href=\"#fn536\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref536\" role=\"doc-noteref\"><sup>536<\/sup><\/a>, darf er es zu sich heranrollen<a href=\"#fn537\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref537\" role=\"doc-noteref\"><sup>537<\/sup><\/a>. Liest er auf dem Vorderteil des Daches<a href=\"#fn538\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref538\" role=\"doc-noteref\"><sup>538<\/sup><\/a>, und das Schriftwerk entrollt seiner Hand<a href=\"#fn539\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref539\" role=\"doc-noteref\"><sup>539<\/sup><\/a>, darf er es, solange es noch nicht in die zehn Handbreiten<a href=\"#fn540\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref540\" role=\"doc-noteref\"><sup>540<\/sup><\/a> hinabreicht, zu sich emporrollen; ragt es aber schon in die zehn Handbreiten hinein, so wende er es<a href=\"#fn541\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref541\" role=\"doc-noteref\"><sup>541<\/sup><\/a> auf die Schriftseite<a href=\"#fn542\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref542\" role=\"doc-noteref\"><sup>542<\/sup><\/a>. R. Juda sagt<a href=\"#fn543\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref543\" role=\"doc-noteref\"><sup>543<\/sup><\/a>: Wenn es auch nur eine Nadelbreite<a href=\"#fn544\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref544\" role=\"doc-noteref\"><sup>544<\/sup><\/a> von der Erde entfernt ist, rolle er es zu sich empor! R. Simon sagt: Sogar vor der Erde selbst rolle er es zu sich heran, denn es gibt nichts aus dem Begriff des Ruhegebotes<a href=\"#fn545\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref545\" role=\"doc-noteref\"><sup>545<\/sup><\/a> Abgeleitetes, das Stand halten k\u00f6nnte gegen\u00fcber den heiligen Schriften<a href=\"#fn546\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref546\" role=\"doc-noteref\"><sup>546<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-83\">4<\/h3>\n<p>Befindet sich<a href=\"#fn547\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref547\" role=\"doc-noteref\"><sup>547<\/sup><\/a> ein Vorsprung<a href=\"#fn548\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref548\" role=\"doc-noteref\"><sup>548<\/sup><\/a> vor dem Fenster, darf man auf ihn legen<a href=\"#fn549\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref549\" role=\"doc-noteref\"><sup>549<\/sup><\/a> und von ihm nehmen<a href=\"#fn550\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref550\" role=\"doc-noteref\"><sup>550<\/sup><\/a> am Schabbat. Man darf in einem Privatgebiete stehen und in \u00f6ffentlichem Gebiete hinundherschaffen<a href=\"#fn551\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref551\" role=\"doc-noteref\"><sup>551<\/sup><\/a>, in \u00f6ffentlichem Gebiete \u2014 und in einem Privatgebiete hinundherschaffen; nur darf man nicht \u00fcber vier Ellen hinaus versetzen<a href=\"#fn552\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref552\" role=\"doc-noteref\"><sup>552<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-84\">5<\/h3>\n<p>Man darf nicht in einem Privatgebiete stehen und in \u00f6ffentliches<a href=\"#fn553\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref553\" role=\"doc-noteref\"><sup>553<\/sup><\/a> Gebiet harnen, in \u00f6ffentlichem<a href=\"#fn554\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref554\" role=\"doc-noteref\"><sup>554<\/sup><\/a> Gebiete \u2014 und nach Privatgebiet harnen, desgleichen nicht speien. R. Juda sagt: Auch derjenige, dem sich der Speichel im Munde losgel\u00f6st hat, darf nicht vier Ellen<a href=\"#fn555\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref555\" role=\"doc-noteref\"><sup>555<\/sup><\/a> gehen, ehe er ihn ausgespieen.<\/p>\n<h3 id=\"section-85\">6<\/h3>\n<p>Man darf nicht in Privatgebiet stehen und in \u00f6ffentlichem Gebiete trinken, in \u00f6ffentlichem Gebiet\u2014und im Privatgebiete trinken, es sei denn, dass man seinen Kopf und seines K\u00f6rpers gr\u00f6ssern Teil in den Ort gebracht hat, an welchem man trinkt; dasselbe gilt von der Kelter<a href=\"#fn556\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref556\" role=\"doc-noteref\"><sup>556<\/sup><\/a>. Man darf vom Traufdache<a href=\"#fn557\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref557\" role=\"doc-noteref\"><sup>557<\/sup><\/a> unterhalb zehn Handbreiten<a href=\"#fn558\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref558\" role=\"doc-noteref\"><sup>558<\/sup><\/a> auffangen; von der Rinne aber darf man auf jede Weise<a href=\"#fn559\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref559\" role=\"doc-noteref\"><sup>559<\/sup><\/a> trinken.<\/p>\n<h3 id=\"section-86\">7<\/h3>\n<p>Wenn eine Zisterne in \u00f6ffentlichem Gebiete sich befindet, und ihre Umfassung zehn Handbreiten hoch ist, darf man durch ein \u00fcber ihr befindliches Fenster am Schabbat aus derselben sch\u00f6pfen<a href=\"#fn560\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref560\" role=\"doc-noteref\"><sup>560<\/sup><\/a>. Ist ein Misthaufen in \u00f6ffentlichem Gebiete zehn Handbreiten hoch, darf man durch ein \u00fcber ihm befindliches Fenster am Schabbat Wasser auf denselben ausgiessen<a href=\"#fn561\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref561\" role=\"doc-noteref\"><sup>561<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-87\">8<\/h3>\n<p>\u00dcberdacht ein Baum die Erde, so darf man, wenn sein Ge\u00e4st nicht drei Handbreiten von der Erde absteht, unter ihm hinundhertragen<a href=\"#fn562\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref562\" role=\"doc-noteref\"><sup>562<\/sup><\/a>. Sind seine Wurzeln drei Handbreiten hoch \u00fcber der Erde, darf man auf ihnen nicht sitzen<a href=\"#fn563\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref563\" role=\"doc-noteref\"><sup>563<\/sup><\/a>. Mit der T\u00fcr am Hinterhofe, den Hecken an der Mauerl\u00fccke und mit Matten darf man nicht verschlie\u00dfen<a href=\"#fn564\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref564\" role=\"doc-noteref\"><sup>564<\/sup><\/a>, es sei denn, dass sie von der Erde abstehen<a href=\"#fn565\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref565\" role=\"doc-noteref\"><sup>565<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 id=\"section-88\">9<\/h3>\n<p>Man darf nicht auf Privatgebiet stehen und in \u00f6ffenthchem Gebiete aufschliessen, auf offentlichem Gebiete\u2014und in Privatgebiet aufschliessen<a href=\"#fn566\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref566\" role=\"doc-noteref\"><sup>566<\/sup><\/a>, es sei denn, dass man einen zehn Handbreiten hohen Verschlag angebracht hat<a href=\"#fn567\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref567\" role=\"doc-noteref\"><sup>567<\/sup><\/a>. Dies die Worte des R. Me\u00efr. Da sagte man ihm: Es ist Tatsache, dass man auf dem Gefl\u00fcgelmarkte<a href=\"#fn568\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref568\" role=\"doc-noteref\"><sup>568<\/sup><\/a> in Jerusalem nach dem Zuschliessen den Schl\u00fcssel in das Fenster \u00fcber dem Eingange legte<a href=\"#fn569\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref569\" role=\"doc-noteref\"><sup>569<\/sup><\/a>. R. Jose sagte: Es war der Wollmarkt.<\/p>\n<h3 id=\"section-89\">10<\/h3>\n<p>Einen Schieber, an dessen Ende ein Riegel<a href=\"#fn570\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref570\" role=\"doc-noteref\"><sup>570<\/sup><\/a> ist, verbietet R. Eli\u2018ezer<a href=\"#fn571\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref571\" role=\"doc-noteref\"><sup>571<\/sup><\/a>; R. Jose aber gestattet ihn<a href=\"#fn572\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref572\" role=\"doc-noteref\"><sup>572<\/sup><\/a>. Da sagte R. Eli\u2018ezer: Es ist Tatsache, dass ein solcher in der Synagoge zu Tiberias als erlaubt in Gebrauch war, bis R. Gamliel und die \u00c4ltesten kamen und es ihnen untersagten. R. Jose sagt: Herk\u00f6mmlich galt er als verboten, da kamen R. Gamliel und die Aeltesten und erlaubten es ihnen.<\/p>\n<h3 id=\"section-90\">11<\/h3>\n<p>Mit einem schleifen den Schieber<a href=\"#fn573\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref573\" role=\"doc-noteref\"><sup>573<\/sup><\/a> darf man im Heiligtum verschliessen, aber nicht in der Provinz; der liegende<a href=\"#fn574\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref574\" role=\"doc-noteref\"><sup>574<\/sup><\/a> ist dort wie hier verboten<a href=\"#fn575\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref575\" role=\"doc-noteref\"><sup>575<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Der liegende ist im Heiligtum gestattet und der schleifende (auch) in der Provinz<a href=\"#fn576\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref576\" role=\"doc-noteref\"><sup>576<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-91\">12<\/h3>\n<p>Man darf die untere Angel<a href=\"#fn577\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref577\" role=\"doc-noteref\"><sup>577<\/sup><\/a> im Heiligtum wiedereinf\u00fcgen<a href=\"#fn578\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref578\" role=\"doc-noteref\"><sup>578<\/sup><\/a>, aber nicht in der Provinz<a href=\"#fn579\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref579\" role=\"doc-noteref\"><sup>579<\/sup><\/a>; die obere \u2014ist dort wie hier verboten<a href=\"#fn580\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref580\" role=\"doc-noteref\"><sup>580<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Die obere im Heiligtum und die untere (auch) in der Provinz<a href=\"#fn581\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref581\" role=\"doc-noteref\"><sup>581<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-92\">13<\/h3>\n<p>Man darf ein Pflaster wiederauflegen im Heiligtum<a href=\"#fn582\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref582\" role=\"doc-noteref\"><sup>582<\/sup><\/a>, aber nicht in der Provinz; wenn es das erste Mal geschieht<a href=\"#fn583\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref583\" role=\"doc-noteref\"><sup>583<\/sup><\/a>, ist es dort wie hier verboten<a href=\"#fn584\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref584\" role=\"doc-noteref\"><sup>584<\/sup><\/a>.<\/p>\n<h3 id=\"section-93\">14<\/h3>\n<p>Ein Priester, der sich am Finger verletzt<a href=\"#fn585\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref585\" role=\"doc-noteref\"><sup>585<\/sup><\/a> hat, kann Papyrus<a href=\"#fn586\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref586\" role=\"doc-noteref\"><sup>586<\/sup><\/a> um denselben<a href=\"#fn587\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref587\" role=\"doc-noteref\"><sup>587<\/sup><\/a> wickeln im Heiligtume, aber nicht in der Provinz<a href=\"#fn588\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref588\" role=\"doc-noteref\"><sup>588<\/sup><\/a>; wenn es geschieht, um Blut herauszudr\u00fccken<a href=\"#fn589\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref589\" role=\"doc-noteref\"><sup>589<\/sup><\/a>, ist es dort wie hier verboten<a href=\"#fn590\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref590\" role=\"doc-noteref\"><sup>590<\/sup><\/a>. Man darf Salz auf den Kebesch<a href=\"#fn591\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref591\" role=\"doc-noteref\"><sup>591<\/sup><\/a> streuen<a href=\"#fn592\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref592\" role=\"doc-noteref\"><sup>592<\/sup><\/a>, damit man nicht ausgleite<a href=\"#fn593\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref593\" role=\"doc-noteref\"><sup>593<\/sup><\/a>, und Wasser sch\u00f6pfen mittels des Rades<a href=\"#fn594\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref594\" role=\"doc-noteref\"><sup>594<\/sup><\/a> aus der Golazisterne und der grossen Zisterne<a href=\"#fn595\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref595\" role=\"doc-noteref\"><sup>595<\/sup><\/a> am Schabbat und aus dem kalten Brunnen<a href=\"#fn596\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref596\" role=\"doc-noteref\"><sup>596<\/sup><\/a> am Feiertage.<\/p>\n<h3 id=\"section-94\">15<\/h3>\n<p>Ein Kriechtier<a href=\"#fn597\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref597\" role=\"doc-noteref\"><sup>597<\/sup><\/a>, das im Heiligtum gefunden wird, trage der Priester mit seinem G\u00fcrtel<a href=\"#fn598\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref598\" role=\"doc-noteref\"><sup>598<\/sup><\/a> hinaus, um die Unreinheit nicht verweilen zu lassen<a href=\"#fn599\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref599\" role=\"doc-noteref\"><sup>599<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Jochanan b. Baroka. R. Juda sagt: Mit einer Zange<a href=\"#fn600\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref600\" role=\"doc-noteref\"><sup>600<\/sup><\/a> von Holz, um die Unreinheit nicht zu vermehren<a href=\"#fn601\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref601\" role=\"doc-noteref\"><sup>601<\/sup><\/a>. Von wo tr\u00e4gt man es hinaus<a href=\"#fn602\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref602\" role=\"doc-noteref\"><sup>602<\/sup><\/a>? Aus dem H\u00each\u00e2l und aus dem Ul\u00e2m und zwischen dem Ul\u00e2m und dem Altare<a href=\"#fn603\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref603\" role=\"doc-noteref\"><sup>603<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Simon b. Nannas. R. \u2018Akiba sagt: Wo man den Mutwillen<a href=\"#fn604\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref604\" role=\"doc-noteref\"><sup>604<\/sup><\/a> mit Ausrottung und das Versehen mit einem S\u00fchnopfer<a href=\"#fn605\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref605\" role=\"doc-noteref\"><sup>605<\/sup><\/a> b\u00fcsst, von dort tr\u00e4gt man es hinaus<a href=\"#fn606\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref606\" role=\"doc-noteref\"><sup>606<\/sup><\/a>. An allen \u00fcbrigen Stellen<a href=\"#fn607\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref607\" role=\"doc-noteref\"><sup>607<\/sup><\/a> aber st\u00fclpt man einen K\u00fcbel<a href=\"#fn608\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref608\" role=\"doc-noteref\"><sup>608<\/sup><\/a> dar\u00fcber<a href=\"#fn609\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref609\" role=\"doc-noteref\"><sup>609<\/sup><\/a>. R. Simon sagt: Wo die Weisen dir ein Zugest\u00e4ndnis machten, haben sie von dem Deinigen Dir gegeben<a href=\"#fn610\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref610\" role=\"doc-noteref\"><sup>610<\/sup><\/a>, denn sie haben dir nur gestattet, was vom Begriff des Ruhegebotes abgeleitet ist<a href=\"#fn611\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref611\" role=\"doc-noteref\"><sup>611<\/sup><\/a>.<\/p>\n<section id=\"footnotes\" class=\"footnotes footnotes-end-of-document\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr \/>\n<ol>\n<li id=\"fn1\"><p>Die in Rede stehende Strasse ist von drei Seiten geschlossen, mithin eine <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>, welche durch einen an der vierten, offenen Seite (dem Eingange) angebrachten Querbalken (s. die folgende Mischna) zu einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gemacht wurde.<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\"><p>Der Balken, der in solcher H\u00f6he nicht ins Auge f\u00e4llt, muss tiefer gesetzt werden; hat er jedoch Verzierungen, welche geeignet sind, den Blick auf sich zu lenken, so kann er auch h\u00f6her als 20 Ellen angebracht werden.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\"><p>Er betrachtet n\u00e4mlich den Balken als vierte Wand.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\"><p>Vgl. Mischna 8.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\"><p>Nach R. Juda ist es auch hier nicht n\u00f6tig.<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\"><p>Zwei Pfosten und eine Oberschwelle, welche nicht auf den Pfosten zu ruhen braucht, sondern in beliebiger H\u00f6he lotrecht \u00fcber denselben angebracht sein kann. Die Pfosten m\u00fcssen weniger als drei Handbreiten von der Erde entfernt sein und eine H\u00f6he von mindestens 10 Handbreiten haben; sie k\u00f6nnen ebenso wie die Oberschwelle aus beliebigem Material und von minimaler Dicke sein.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\"><p>Und h\u00f6her als 20 Ellen.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\"><p>Und auch nicht niedriger.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\"><p>Mit anderen Worten: ist der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span> breiter als 10 Ellen, so ist <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> erforderlich.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\"><p>Hinsichtlich des Hin-und hertragens innerhalb der Strasse; s. Anmerk. 1.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\"><p>R. Me\u00efr.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\"><p>Im Geviert.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\"><p>Des Balkens; man muss demnach <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05e8\u05db\u05d4<\/span> und nicht <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05e8\u05db\u05d5<\/span> lesen. Besser ist die gen\u00fcgend bezeugte Lesart <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d7\u05d1\u05d5<\/span>, seiner (des Halbziegels) Breite nach, welche die Talmudausgaben haben.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\"><p>So dass seine Breite, welche 1\u00bd Hand- oder 6 Daumenbreiten betr\u00e4gt zu beiden Seiten des Balkens je eine Daumenbreite hervorragt, welche durch den Lehm oder M\u00f6rtel verklebt w\u00fcrde.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\"><p>Weitere Ausf\u00fchrung der Ansicht des R. Juda.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\"><p>Ungenau! (s. Tosafot!). Genauer und f\u00fcr praktische Zwecke hinreichend: 3\u2150 (Maimonides z. St.); noch genauer f\u00fcr geometrische und astronomische Zwecke: 3,14159265358979 (Ludolfische Zahl, \u03c0). Ganz genau l\u00e4sst sich das Verh\u00e4ltniss des Umfanges zum Durchmesser eines Kreises nicht feststellen. [Auffallend ist der Irrtum Lipsch\u00fctz\u2019s welcher in seinem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> z. St.\u00a0das Verh\u00e4ltnis auf den Kopf stellt, indem er bei einem Umfange von 3 Handbreiten eine Breite (Durchmesser) von 1\u2150 voraussetzt und daher die Ungenauigkeit in den Angaben der Mischna mit <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05d5\u05de\u05e8\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05d3\u05e7<\/span> rechtfertigt, obgleich schon Heller in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05f3 \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> z. St.\u00a0gerade hierin ganz richtig ein <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d5\u05dc\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05d3\u05e7<\/span> erblickt.]<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\"><p>Und dar\u00fcber.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\"><p>Selbst minimaler.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\"><p>Wenn es die vorgeschriebene H\u00f6he von 10 Handbreiten hat und so gebunden ist, dass es nicht nur seinen Platz nicht verlassen, sondern nicht einmal sich niederkauern kann.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\"><p>Auch nachdem es aufgeh\u00f6rt hat, als solcher zu dienen.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> syr. <span dir=\"rtl\">\u072b\u071d\u0733\u072a\u072c\u0733\u0710<\/span> dass.; arab. <span dir=\"rtl\">\u0633\u0627\u0631<\/span> (n.\u00a0v. <span dir=\"rtl\">\u0633\u064a\u0631<\/span>) reisen.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\"><p>Vor Beginn des Schabbat.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\"><p>Sattelzeug und dgl.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05dc\u05d8\u05dc<\/span> Iterativum von <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05dc<\/span> (verwandt mit <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05dc<\/span> = tragen).<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\"><p>Zwischen den einzelnen Ger\u00e4ten in ihrer Gesammtheit.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\"><p>Als die Gesammtl\u00e4nge des Raumes, welchen die Ger\u00e4te einnehmen.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\"><p>Vorausgesetzt, dass die in den Anm. 25 und 26 erl\u00e4uterte Bedingung erf\u00fcllt ist.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\"><p>Und w\u00e4re sie auch die einzige. Haben die L\u00fccken eine <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span> (s. Anm. 6), so d\u00fcrfen sie unter der in Anm. 27 angedeuteten Voraussetzung auch breiter als 10 Ellen sein.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\"><p>Desgleichen zwischen dem untersten und der Erde.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\"><p>Was nicht durch einen Zwischenraum von wenigstens 3 Handbreiten getrennt ist, ist <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d1\u05d5\u05d3<\/span> \u2014 als zusammenh\u00e4ngendes Ganze zu betrachten.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e2\u05d5\u05e8 \u05d7\u05d1\u05dc\u05d9\u05dd \u05d5\u05e2\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> \u2014 etwas holperige Umschreibung von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05d1\u05d9 \u05d4\u05d7\u05d1\u05dc\u05d9\u05dd<\/span>: die Dicke der Stricke \u2014 weil <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05d1\u05d9<\/span> nicht gern ohne Suffix gebraucht wird; m\u00f6glich auch, dass <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e2\u05d5\u05e8<\/span> an dieser Stelle Summe bedeutet.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\"><p>Die ganze Entfernung von der Erde bis zum obersten Stricke einschliesslich.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\"><p>Da die 3 Zwischenr\u00e4ume zusammengenommen etwas weniger als 9 Handdreiten haben, so ist, wenn die 3 Stricke zusammen, um dieses Etwas dicker sind als 1 Handbreite, ein Zaun von der erforderlichen H\u00f6he hergestellt.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\"><p>Was nicht durch einen Zwischenraum von wenigstens 3 Handbreiten getrennt ist, ist <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d1\u05d5\u05d3<\/span> \u2014 als zusammenh\u00e4ngendes Ganze zu betrachten.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\"><p>Nur einer Karavane von mindestens 3 Personen ist es in der W\u00fcste gestattet, eine Umz\u00e4unung blos durch Stricke (wagerecht) oder blos durch St\u00e4be (lotrecht) herzustellen; Andere m\u00fcssen so umz\u00e4unen, dass die St\u00e4be oder Stricke sich gitterartig kreuzen.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\"><p>Dass dies der Sinn von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05d5\u05d5\u05d4<\/span> ist, und nicht, wie Andere glauben, \u201ebeispielsweise\u201c oder \u201eweil das am h\u00e4ufigsten vorkommt\u201c, geht unzweideutig aus Jebamot XV, 2. hervor.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\"><p>Aus gitterartig sich kreuzenden St\u00e4ben, Stricken und dgl.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\"><p>Nicht einmal f\u00fcr eine Karavane in der W\u00fcste.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\"><p>Selbst einem Eroberungsheere.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\"><p>Vor der Mahlzeit.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\"><p>Von der Pflicht, aus den Fr\u00fcchten, die sie von Unzuverl\u00e4ssigen bekommen, die Priestergaben abzusondern (s. Demai III. 1.)<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\"><p>Sie d\u00fcrfen auch ohne <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> (s. die Einleitung) Gegenst\u00e4nde aus dem Lager in die Zelte und aus ihnen ins Lager tragen, wenn dieses vorschriftsm\u00e4ssig umz\u00e4unt ist.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e8\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> neuhebr\u00e4ischer Plural st. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05bc\u05d0\u05b5\u05e8\u05d5\u05ea<\/span>. Ein Brunnen der eine H\u00f6he (Tiefe) von 10 und eine Breite von 4 Hanbreiten im Geviert hat, ist <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>. Befindet er sich in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>, so muss eine bestimmte Fl\u00e4che rings um denselben erst durch eine Umz\u00e4unung zu <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gemacht werden, damit man von seinem Wasser am Schabbat sch\u00f6pfen d\u00fcrfe.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\"><p>Deren jedes aus 2 auf einander senkrecht befestigten Brettern besteht.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\"><p>Dadurch, dass jedes einzelne einen rechten Winkel bildet.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\"><p>Die 4 Doppelbretter an den 4 Ecken und zwischen je zweien 1 einfaches.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\"><p>Die Breite (Dicke) eines solchen betr\u00e4gt 1\u2154 Ellen. Nach R. Me\u00efr misst der freie Raum zwischen je zwei Doppelbrettern 6\u00d71\u2154 = 10 Ellen und ist daher als ,,Eingang\u201c gestattet (s. K. 1. M. 8; die dort vorausgesetzte Bedingung <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d4\u05d5 \u05e4\u05e8\u05e6\u05d5\u05ea \u05d9\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea \u05e2\u05dc \u05d4\u05d1\u05e0\u05d9\u05df<\/span> ist hier ausnahmsweise erlassen). Nur wenn der Zwischenraum mehr als 10 Ellen betr\u00e4gt, fordert er ein einfaches Brett zwischen je zwei Doppelbrettern. Nach R. Juda misst derselbe 8\u00d71\u2154 = 13\u2153 Ellen; ist der Zwischenraum gr\u00f6sser, so sind auch nach ihm Zwischenbretter erforderlich; s. die folgende Mischna!<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\"><p>Also nicht 10 bez. 13\u2153 ganz genau gemessene Ellen!<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn49\"><p>Und eine kleinere als die oben angegebene Normalfl\u00e4che, die 12 bez. 15\u2153 Ellen im Geviert hat, zu umz\u00e4unen (1 Elle = 6 Handbreiten).<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\"><p>Zusammen 2 Ellen. Bei der Normalumz\u00e4unung darf also der Brunnen einen Durchmesser von h\u00f6chstens 10 bez. 13\u2153 Ellen haben.<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\"><p>Um eine gr\u00f6ssere als die Normalfl\u00e4che zu umz\u00e4unen.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\"><p>Je weiter man die Umz\u00e4unung vom Mittelpunkt des Brunnens entfernt, desto gr\u00f6sser werden die freien R\u00e4ume zwischen den nur 6 Handbreiten oder 1 Elle in der Breite messenden Brettern; es m\u00fcssen daher immer wieder Zwischenbretter eingeschoben werden, damit die Zwischenr\u00e4ume an keiner Stelle mehr als 10 bez. 13\u2153 Ellen betragen.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e1\u05d0\u05ea\u05d9\u05dd<\/span>, abgek\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e1\u05d0\u05ea\u05d9\u05dd \u05d6\u05e8\u05e2<\/span> 1. K\u00f6nige 18, 32, eine Fl\u00e4che, die gleich dem Vorhof des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05db\u05df<\/span> (100 E. lang, 50 breit \u2014 Exod. 27,18.) 5000 Q.-Ellen hat.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\"><p>Weil sie nicht als Wohnraum umz\u00e4unt werden (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d4\u05d5\u05e7\u05e4\u05d5 \u05dc\u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span>), sondern nur zum Schutze des darin Befindlichen, gelten f\u00fcr sie bei einer Fl\u00e4che von mehr als 5000 Q.-Ellen die Bestimmungen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\"><p>Die s\u00e4mmtlich als <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e7\u05e3 \u05dc\u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> gelten.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\"><p>Ein Kor (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e8<\/span>) = 30 Maass (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span>).<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn57\"><p>Da auch die Umz\u00e4unung dieser Brunnen als <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e7\u05e3 \u05dc\u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> anzusehen ist.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\"><p>Um eine gr\u00f6ssere als die Normalfl\u00e4che zu umz\u00e4unen.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\"><p>Je weiter man die Umz\u00e4unung vom Mittelpunkt des Brunnens entfernt, desto gr\u00f6sser werden die freien R\u00e4ume zwischen den nur 6 Handbreiten oder 1 Elle in der Breite messenden Brettern; es m\u00fcssen daher immer wieder Zwischenbretter eingeschoben werden, damit die Zwischenr\u00e4ume an keiner Stelle mehr als 10 bez. 13\u2153 Ellen betragen.<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\"><p>Zwischen den Brettern, welche die Umz\u00e4unung darstellen.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\"><p>So dass er ausserhalb des Zaunes an diesem vorbeif\u00fchrt; sonst wird diese Art von Umz\u00e4unung durch den innerhalb derselben sich bewegenden \u00f6ffentlichen Verkehr ihres Charakters als <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> beraubt.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\"><p>Der nie versiegt<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\"><p>Von der bef\u00fcrchtet werden muss, dass man in ihrer Umz\u00e4unung auch dann noch hinundhertragen wird, wenn ihr Wasser bereits ersch\u00f6pft ist, was bei einer \u00f6ffentlichen Zisterne nicht zu bef\u00fcrchten ist.<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn64\"><p>Einen Zaun, der den Vorschriften in K. 1 M. 8. gen\u00fcgt.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\"><p>Der ja nur eine unvollkommene Umz\u00e4unung darstellt, sofern seine L\u00fccken bei weitem mehr betragen als der durch die Bretter bedeckte Raum. Eine solch mangelhafte, regelwidrige Umz\u00e4unung kann nur ausnahmsweise gestattet sein als Erleichterung f\u00fcr die Pilger, welche zur Feier der drei Feste nach Jerusalem wandern (Deut. 16, 16); ihre Anwendung muss daher auf die \u00f6ffentlichen Brunnen beschr\u00e4nkt werden, aus denen die Pilger das Wasser f\u00fcr ihre Tiere sch\u00f6pfen. F\u00fcr sich d\u00fcrfen sie innerhalb dieses Bretterzaunes nicht einmal aus \u00f6ffentlichen Brunnen sch\u00f6pfen, m\u00fcssen vielmehr hinuntersteigen um zu trinken.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\"><p>Eine Umz\u00e4unung (nach Raschi: aus Stricken, \u00e4hnlich der in K. 1. M. 9), welche sie von allen Seiten umgiebt; s. Anm. 20.<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\"><p>Welcher zu 70 addirt werden muss, wenn das Quadrat ein 5000) <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e1\u05d0\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> Q.-Ellen) sein soll. \u201eDa 5000 keine Quadratzahl ist, l\u00e4sst sich dieser Bruchteil nur ann\u00e4hernd, niemals ganz genau berechnen\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9 \u05dc\u05d0 \u05e0\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05dc\u05d9\u05d3\u05d9\u05e2\u05ea \u05d2\u05d3\u05e8 \u05d4\u05d7\u05e9\u05d1\u05d5\u05df \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d2\u05d3\u05d5\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e7\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d6\u05d4 \u05dc\u05d7\u05e1\u05e8\u05d5\u05df \u05d3\u05e2\u05ea\u05e0\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d8\u05d1\u05e2 \u05d6\u05d4 \u05d4\u05d7\u05e9\u05d1\u05d5\u05df <\/span>) \u2014 Maimonides z. St., nach welchem er ann\u00e4hernd \u2075\u2044\u2087 betr\u00e4gt = 0,714285777\u2026 Genauer hat ihn R. Elia Wilner auf 4 Handbreiten, 1\u00b9\u2044\u2081\u2088 Daumenbreiten berechnet = 307\/432 Ellen = 0,7106481481481\u2026 Auf 37 Dezimalstellen berechnet ist \u221a5000 = 70,7106781186547524400844362104849039285.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\"><p>Im Schabbatbezirk (s. Einl.)<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\"><p>Des Eigent\u00fcmerrs.<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\"><p>R. Juda (ohne n\u00e4here Bezeichnung) ist R. J. bar El\u2018a\u00ef.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>, Grube \u2014 rund; <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05d7<\/span>, Graben \u2014 lang und schmal; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d4<\/span>, H\u00f6hle \u2014 viereckig und \u00fcberdacht: Baba Kamma 50b.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\"><p>Dieser Zusatz w\u00e4re \u00fcberfl\u00fcssig, wenn nicht R. Akiba auch hierin von R. Juda und R. Juda b. Baba abwiche. W\u00e4hrend n\u00e4mlich diese die Seite des Quadrates m\u00f6glichst genau berechnet wissen wollen (s. Anm. 23), l\u00e4sst jener f\u00fcr den Bruchteil nur die runde Zahl von 4 Handbreiten (= \u2154 Ell.) gelten. Die Differenz (0,0440114519880857734177695438182372619) betr\u00e4gt etwa 1\u00b9\u2044\u2082\u2080 Daumenbreiten und ist daher allerdings eine unbedeutende (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8 \u05de\u05d5\u05e2\u05d8<\/span> s. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05de\u05e8\u05d0<\/span> z. St.\u00a0und die Erkl\u00e4rung Maimunis und R. Chananel\u2019s, welcher wir gefolgt sind, im Gegensatz zu s\u00e4mmtlichen neueren Mischnakommentaren, welche Raschis von den Tosafot angefochtene Erkl\u00e4rung aufgenommen haben). Dass aber unter dem Bruchteil, wo es auf grosse Genauigkeit nicht ankommt, \u2154 Elle zu verstehen ist, sagt Jerusalmi z. St.\u00a0ausdr\u00fccklich und geht \u00fcbrigens auch aus einer Vergleichung der 2. und der 3. Mischna im 5. Perek deutlich genug hervor.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05d4\u05d9\u05ea\u05d4 \u05d0\u05e8\u05db\u05d4 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span> \u2014 Subjekt ist immer noch <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d4<\/span>, daher <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> (weiblich)! W\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05db\u05d4<\/span> Subjekt im Satze, m\u00fcsste es <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4<\/span> heissen. Grammatisch ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05db\u05d4 \u05d9\u05ea\u05e8 \u05e2\u05dc \u05e8\u05d7\u05d1\u05d4<\/span> als ein Begriff aufzufassen, welcher die Stelle des Pr\u00e4dikats vertritt.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\"><p>Soll heissen: als das Zweifache seiner Breite. Tosefta, Gemara.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\"><p>Obgleich sein Fl\u00e4cheninhalt dadurch nicht mehr als 5000 Q.-Ellen (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e1\u05d0\u05ea\u05d9\u05dd<\/span>) betr\u00e4gt.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\"><p>Nach R. Jose darf die L\u00e4nge 100, die Breite 50 Ellen messen; nach R. Elieser dagegen (s. Anm. 30), der unter \u201eL\u00e4nge\u201c die Diagonale versteht, ist das Verh\u00e4ltniss der beiden Seiten nicht mehr = 100:50, sondern nur = \u221a3:1. Da auch 3 keine Quadratzahl ist, so l\u00e4sst sich die Gr\u00f6sse der Seiten auch hier nur ann\u00e4hernd berechnen [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9 \u05d0\u05e4\u05e9\u05e8 \u05dc\u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0\u05dd \u05d1\u05d3\u05d9\u05d5\u05e7 \u05dc\u05e4\u05d9 \u05e9\u05d4\u05dd \u05db\u05d5\u05dc\u05dd \u05d7\u05e9\u05d1\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea \u05d1\u05dc\u05ea\u05d9 \u05d2\u05d3\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd <\/span> \u2014 Maimonides z. St, welcher f\u00fcr die L\u00e4nge 93\u00b9\u2044\u2082\u2087, f\u00fcr die Breite 53\u2153, f\u00fcr die Diagonale 107\u00bd Ellen als ungef\u00e4hre Gr\u00f6sse angibt. Es ist klar, dass in diesen Angaben ein Schreib- oder Druckfehler sich eingeschlichen. Schon Heller macht in seinen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05f3 \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> darauf aufmerksam, dass <br>Zahlen welche mit Maimunis Angaben ziemlich \u00fcbereinstimmen.]<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn77\"><p>75000 Q.-Ellen; vgl. Anm. 14) mit Anm. 11).<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\"><p>Und daher auf sein Besitzrecht f\u00fcr diesen Schabbat zu ihren Gunsten Verzicht geleistet hat. s. Einleitung, Ende des 1. Abs.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\"><p>Weil er dadurch sein Besitzrecht wieder geltend machen w\u00fcrde; vgl. K. 6. M. 4.<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn80\"><p>Denn sein Verzicht beschr\u00e4nkt sich nicht auf sein Recht am Hofe, erstreckt sich vielmehr auch auf seine Wohnung; s. jedoch K. 6. M. 3.<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn81\"><p>Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e7\u05e8\u05d1<\/span>, ein dem Skorpion irgendwie \u00e4hnliches Kraut (Hirschzunge?) \u2014 a. L. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e7\u05e8\u05d1\u05dc\u05d9\u05df ,\u05e2\u05e8\u05e7\u05d1\u05dc\u05d9\u05df ,\u05e2\u05e8\u05e7\u05d1\u05e0\u05d9\u05df<\/span>.<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn82\"><p>Des Bitterkrautes (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> \u2014 Exod. 12. 8.)<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\"><p>Der diese Lehrmeinungen gleich mir aus dem Munde des Lehrers geh\u00f6rt h\u00e4tte.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\"><p>Was dem Israeliten zur Nahrung dient.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\"><p>Hier wie in den 2 folgenden Kapiteln ist unter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> die Verschmelzung der Schabbatbezirke (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span>) zu verstehen, wor\u00fcber der Schluss der Einleitung und K. 8. M. 1\u20142 zu vergleichen ist. Zur Verschmelzung der Wohnungen innerhalb der H\u00f6fe dagegen (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea<\/span>) kann nur Brod verwendet werden. s. Einl. Abs. 1 u. 2.<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\"><p>Herstellung eines Soziet\u00e4tsverh\u00e4ltnisses unter den verschiedenen H\u00f6fen einer oder mehrerer Strassen, s. Einl. Abs. 2 u. K. 7 M. 6. ff.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\"><p>Was dem Israeliten zur Nahrung dient.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\"><p>Des zweiten Zehnten; nachdem man vom Ernteertrage ein Zehntel den Leviten gegeben, wird n\u00e4mlich ein \u201ezweiter Zehnt\u201c \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> \u2014 abgesondert, welchen der Besitzer im 1. u. 2. Jahre jedes Trienniums (im 3. geh\u00f6rt er den Armen und heisst dann <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e2\u05e0\u05d9<\/span> \u2014 Armenzehnt) zwar behalten darf, aber in der heiligen Stadt verzehren muss; macht ihm der Transport Schwierigkeiten, kann er ihn gegen Geld einl\u00f6sen, welches er dann in der heiligen Stadt f\u00fcr Nahrungsmittel ausgibt (Deut. 14,22. ff.)<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span>, welches Wort nur vom Getreide gebraucht wird; aber selbst wenn er einen Ausdruck gew\u00e4hlt hat, der jede Art von Nahrung umfasst, d\u00fcrfte er doch Wasser und Salz gemessen, da diese nicht nahrhaft sind.<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\"><p>Der Wein nicht trinken darf: 4. B. M. 6,2.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\"><p>Derjenige Teil des Ernteertrages, welcher den Priestern gegeben werden soll; zum Unterschied von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> (Anm. 14) heisst er <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\"><p>Nach welchem das zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> verwandte Nahrungsmittel demjenigen geniessbar sein muss, f\u00fcr den der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> gemacht wird, und Wein bei einem Nazir nur darum zul\u00e4ssig ist, weil er durch L\u00f6sung seines Gel\u00fcbdes sich den Genuss des Weines erm\u00f6glichen kann.<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn93\"><p>Ungeweihtes; hier im Gegensatze zur <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span> (Anm. 7), welche geweiht ist und vom Nichtpriester nicht gegeseen werden darf.<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\"><p>Ein Acker, in welchem sich ein Grab befindet; wegen der M\u00f6glichkeit, dass Knochenteile durch den Pflug verschleppt wurden, darf der Priester eine Fl\u00e4che von 100 Ellen im Geviert, vom Grabe an nach derjenigen Richtung bemessen, in welcher die Furche gezogen wurde, nur mit \u00e4usserster Vorsicht betreten, damit er nicht durch Ber\u00fchrung eines Knochenteilchens unrein werde (s. Oholot 17. 1. ff). In einem Friedhof aber, in welchen der Priester auf keine Weise (auch nicht in einem Wagen oder einer S\u00e4nfte \u2014 da ein transportables Zelt gegen Unreinheit nicht sch\u00fctzt) gelangen kann, darf man den <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> f\u00fcr ihn nicht machen. Dieser bedeutet ja eine Verlegung seines Wohnsitzes (s. Einl. gegen Ende); das dazu verwendete Nahrungsmittel muss ihm daher, wenn auch nicht geniessbar, so doch wenigstens zug\u00e4nglich sein. Ja selbst auf ein vereinzeltes Grab, zu welchem der Priester wohl gelangen kann, darf nicht die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>-Speise f\u00fcr ihn und ebensowenig f\u00fcr einen Nichtpriester gelegt werden, weil man aus Gr\u00e4bern keinen Vorteil ziehen darf.<a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\"><p>Z. B. in einer S\u00e4rfte, einem Wagen, die ihn, wenn sie einen Rauminhalt von 3 Kubikellen haben, gegen Verunreinigung sch\u00fctzen (Oholot 8. 1), da ihnen nach seiner Meinung die Transportabilit\u00e4t nicht den Charakter des Zeltes raubt; die Benutzung eines Grabes h\u00e4lt er in diesem Falle f\u00fcr unbedenklich, weil man <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nur macht, um ein gottgef\u00e4lliges Werk zu tun (s. Einl. g. Ende), an der Erhaltung seiner <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> &#8211; Speise aber behufs sp\u00e4terer Nutzniessung aus derselben Niemand gelegen ist. So die Gemara, welche \u00fcbrigens die Lesart hat <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05d5\u05e5 \u05d5\u05dc\u05d9\u05dc\u05da \u05d5\u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc<\/span>, nach welcher wir \u00fcbersetzt haben. Die Mischnaausgaben lesen: weil er hingelangen und durch eine Scheidewand gedeckt essen kann.<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\"><p>Er h\u00e4lt es also mit Symmachus f\u00fcr Bedingung, dass die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> &#8211; Speise dem geniessbar sei, der sie zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> benutzt.<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn97\"><p>Fr\u00fcchte eines Unzuverl\u00e4ssigen, der im Verdacht steht, dass er dieselben nicht verzehntet. Da in der D\u00e4mmerung, also in dem Zeitpunkte, in welchem der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> wirksam wird, noch gestattet ist, <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05de\u05d0\u05d9<\/span> zu verzehnten (s. Schabbat II. Ende), so kann der Genuss dieser Fr\u00fcchte noch erm\u00f6glicht werden (vgl. Anm. 8); und w\u00e4re auch ihre Quantit\u00e4t genau auf das in K. 8, M. 2 vorgeschriebene Maass beschr\u00e4nkt, so dass sie das abzusondernde <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> (s. folg. Anm.) nicht entbehren k\u00f6nnen so ist doch noch eine M\u00f6glichkeit, dieselben geniessbar zu machen, auf Grund von Pea III. 1 gegeben, wonach ein Armer <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05de\u05d0\u05d9<\/span> essen darf.<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn98\"><p>Welcher dem Leviten gegeben wird (s. Anm. 4.), und von welchem dieser den zehnten Teil (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> = \u00b9\u2044\u2081\u2080\u2080 des Ganzen) als Teruma dem Priester geben muss (<span dir=\"rtl\"> \u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>).<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\"><p>Die <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>, nicht aber die <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> (Anm. 7.), welche eigentlich vor dem \u201eersten Zehnt\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>) abgesondert werden soll. Wenn aber der Levite dem Priester zuvorkam, als noch das Getreide ungedroschen lag, zu einer Zeit also, da es noch nicht terumapflichtig war, ist sein <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> nach Absonderung der <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>, obgleich noch die <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> darin steckt, doch geniessbar und daher zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nicht ungeeignet.<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\"><p>Des zweiten Zehnten; nachdem man vom Ernteertrage ein Zehntel den Leviten gegeben, wird n\u00e4mlich ein \u201ezweiter Zehnt\u201c \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> \u2014 abgesondert, welchen der Besitzer im 1. u. 2. Jahre jedes Trienniums (im 3. geh\u00f6rt er den Armen und heisst dann <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e2\u05e0\u05d9<\/span> \u2014 Armenzehnt) zwar behalten darf, aber in der heiligen Stadt verzehren muss; macht ihm der Transport Schwierigkeiten, kann er ihn gegen Geld einl\u00f6sen, welches er dann in der heiligen Stadt f\u00fcr Nahrungsmittel ausgibt (Deut. 14, 22. ff.)<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn101\"><p>Auch wenn sie noch nicht ganz zu Ende gef\u00fchrt ist, indem man zwar den Werth gegeben, aber noch nicht den f\u00fcnften Teil hinzugef\u00fcgt hat.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\"><p>Challa, (der dem Priester vom Teige zukommende Anteil \u2014 Num. 15. 20), ist dem Nichtpriester ebenso wie Teruma (Anm. 7) verboten; beide eignen sich daher nach Symmachus (Anm. 8.) nur f\u00fcr den Priester zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>; s. die Gegenansicht, nach welcher sie sich auch f\u00fcr Nichtpriester eignen (wie \u00fcberhaupt jedes Nahrungsmittel, das irgend einem Israeliten erlaubt ist, auch dem zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> dienen kann, dem es verboten ist), in Mischna 1.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\"><p>Fr\u00fcchte, von denen noch nicht Teruma, erster und zweiter Zehnt abgesondert ist; erster Zehent, von welchem noch nicht <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>, ein Teig von welchem noch nicht Challa abgesondert ist; selbst wenn sie diesen Abgaben nicht nach biblischer, sondern nur nach rabbinischer Satzung unterliegen, eignen sie sich doch nicht zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, weil sie immerhin allen Israeliten ohne Ausnahme verboten sind, eine Absonderung dieser Abgaben aber auch in der D\u00e4mmerung (Anm. 13) nicht mehr statthaft ist (Schabbat II. 7.).<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\"><p>Welcher dem Leviten gegeben wird (s. Anm. 4.), und von welchem dieser den zehnten Teil (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> = \u00b9\u2044\u2081\u2080\u2080 des Ganzen) als Teruma dem Priester geben muss (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea<\/span>).<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn105\"><p>Hier ist nicht von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> die Rede \u2014 sonst w\u00e4re es ja identisch mit dem obengenannten Tebel (s. Anm. 18.) \u2014 sondern es ist die <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 \u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span> gemeint, welche noch im <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> steckt, wenn n\u00e4mlich der Levite dem Priester zuvorgekommen, als die Fr\u00fcchte schon terumapflichtig waren (Ma\u2018serot I. 5. ff.). Diesem geb\u00fchrten 2% des Ernteertrages, jenem 9,8%, von denen er dem Priester 0,98% als <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> zu geben h\u00e4tte; dadurch dass der Levite seinen Anteil fr\u00fcher nahm als der Priester, erhielt jener 10%, dieser nur (2% des Restes, also) 1,8% des Ernteertrages. Allerdings erh\u00e4lt er nun von ihm als <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05ea \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> 1% statt 0,98%; es stecken aber immer noch (2,98\u20142,8=) 0,18% <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span> in diesem Zehnten, und solange der Levite diesen unrechtm\u00e4ssig erworbenen Teil dem Priester wiederzugeben sich nicht anschickt, ist sein <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> verboten und daher zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nicht geeignet.<a href=\"#fnref105\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn106\"><p>Des zweiten Zehnten; nachdem man vom Ernteertrage ein Zehntel den Leviten gegeben, wird n\u00e4mlich ein \u201ezweiter Zehnt\u201c \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span> \u2014 abgesondert, welchen der Besitzer im 1. u. 2. Jahre jedes Trienniums (im 3. geh\u00f6rt er den Armen und heisst dann <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e2\u05e0\u05d9<\/span> \u2014 Armenzehnt) zwar behalten darf, aber in der heiligen Stadt verzehren muss; macht ihm der Transport Schwierigkeiten, kann er ihn gegen Geld einl\u00f6sen, welches er dann in der heiligen Stadt f\u00fcr Nahrungsmittel ausgibt (Deut. 14, 22. ff.)<a href=\"#fnref106\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn107\"><p>Oder nicht in ganz korrekter Weise \u2014 der zweite Zehent z. B. gegen eine ungepr\u00e4gte M\u00fcnze, das Geweihte gegen Liegenschaften. \u2014<a href=\"#fnref107\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn108\"><p>Das Wort ist hier und im Folgenden noch sehr h\u00e4ufig auf das Nahrungsmittel \u00fcbertragen, welches zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> verwendet wird.<a href=\"#fnref108\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn109\"><p>Damit er ihn dort niederlege, wohin man seinen Wohnsitz f\u00fcr den Schabbat verlegen will.<a href=\"#fnref109\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn110\"><p>Ein Sadduz\u00e4er, Kar\u00e4er, oder wer sonst die \u00dcberlieferungen der Rabbinen und die Verbindlichkeit ihrer Anordnungen leugnet, zu denen auch der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> geh\u00f6rt.<a href=\"#fnref110\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn111\"><p>Damit er ihn dort niederlege, wohin man seinen Wohnsitz f\u00fcr den Schabbat verlegen will.<a href=\"#fnref111\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn112\"><p>Weil es nicht aufs Hinschaffen, sondern auf das Hinlegen des <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ankommt.<a href=\"#fnref112\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn113\"><p>Handbreiten im Geviert misst und in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> steht.<a href=\"#fnref113\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn114\"><p>Wo der Baum schon <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist.<a href=\"#fnref114\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn115\"><p>Da er ihn nicht herunterholen kann (s. Einl. Anf.), der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ihm aber von dem Orte erreichbar sein muss, welchen er zu seinem Schabbatwohnsitz bestimmt hat (vgl. Anm. 10); hat er daher die Laubkrone oder das Ge\u00e4ste des Baumes dazu bestimmt, so gilt sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, auch wenn er h\u00f6her als 10 Handbreiten liegt, da er ja <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05f4\u05d4\u05e9<\/span> zu ihm hinaufklettern kann.<a href=\"#fnref115\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn116\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>.<a href=\"#fnref116\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn117\"><p>Zur Zeit, da er in Kraft tritt (in der D\u00e4mmerung\u2014Anm. 13), ist es ja noch gestattet, Gegenst\u00e4nde aus einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> wie nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> zu schaffen, was am Schabbat allerdings verboten ist (s. Einl. Anf.).<a href=\"#fnref117\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn118\"><p>Welche sich in einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> befindet.<a href=\"#fnref118\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn119\"><p>Und mit noch so grosser Grundfl\u00e4che.<a href=\"#fnref119\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn120\"><p>Vgl. Anm. 29.<a href=\"#fnref120\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn121\"><p>\u03f0\u03bf\u03bd\u03c4\u03cc\u03c2: Stange, Stecken; \u03f0\u03cd\u03bd\u03b4\u03b1\u03bb\u03bf\u03c2: Pflock, Pfahl \u2014 beides abgerissene \u00c4ste, die weniger als 4 Handbreiten im Geviert haben und mithin ein <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> darstellen (einen Ort, von welchem man die Gegenst\u00e4nde sowohl nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> als nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> schaffen darf).<a href=\"#fnref121\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn122\"><p>W\u00e4chst er aber noch am Baume, so ist der auf ihn gelegte <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ungiltig, weil er nicht heruntergeholt werden darf aus Besorgniss, es k\u00f6nnte dabei die Spitze oder ein anderer leicht zerbrechlicher Teil des Astes (Rohrstabes) abgebrochen werden; auf einem starken Baume aber, der 4 Handbreiten und dar\u00fcber im Geviert hat, ist es, wie wir gesehen haben, \u2014 da diese Besorgniss wegf\u00e4llt \u2014 wohl gestattet, den <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> niedriger als 10 Handbreiten und unter gewissen Voraussetzungen (Anm. 27 Ende) auch h\u00f6her anzubringen.<a href=\"#fnref122\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn123\"><p>Obgleich der Ast oder Rohrstab in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> eingesteckt ist. Die Begr\u00fcndung ist schon durch Anm. 33 gegeben.<a href=\"#fnref123\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn124\"><p>Dessen Schloss nach damaliger Art an einer Schlinge h\u00e4ngt, welche im Innern mit ihren Enden an der Wand des Schrankes befestigt ist und durch eine kleine \u00d6ffnung in der T\u00fcr nach Aussen dringt.<a href=\"#fnref124\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn125\"><p>Weil die Schlinge in der D\u00e4mmerung noch durchschnitten werden kann.<a href=\"#fnref125\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn126\"><p>Da er das Durchschneiden der Schlinge f\u00fcr unstatthaft h\u00e4lt, sieht er keine M\u00f6glichkeit eines Zutritts zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>.<a href=\"#fnref126\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn127\"><p>Dem Schabbatbezirke seines Wohnortes (s. Einl. Abs. 4) u. z. 4 Ellen weit, so dass er am Schabbat nicht mehr zu ihm gelangen kann.<a href=\"#fnref127\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn128\"><p>Zu dessen Wegschaffung behufs Freilegung des <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> Werkzeuge erforderlich sind.<a href=\"#fnref128\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn129\"><p>Taruma (Anm. 7 und 14), welche unrein wurde, ist selbst dem Priester verboten. Vgl. Anm. 18.<a href=\"#fnref129\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn130\"><p>Denn dieser tritt in der D\u00e4mmerung in Kraft und wird mit diesem Augenblicke f\u00fcr den ganzen Tag wirksam, weshalb er nach Anbruch der Nacht verzehrt werden kann.<a href=\"#fnref130\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn131\"><p>Sprichw\u00f6rtliche Redensart: Das Kamel wird von dem vorausgehenden F\u00fchrer am Halfter nachgezogen, der Esel von dem nachfolgenden Treiber geleitet; der Kamele f\u00fchrende Eseltreiber muss sich daher bald nach vorn bald nach hinten wenden, er ist auf beiden Seiten gehemmt und kommt nicht recht von der Stelle. So ist auch derjenige, \u00fcber dessen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> Zweifel herrscht, auf beiden Seiten eingeschr\u00e4nkt, insofern er nur von seiner Ortschaft bis zum <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> gehen darf, nicht aber \u00fcber diesen hinaus \u2014 da er m\u00f6glicherweise ungiltig ist \u2014 und ebensowenig von seiner Ortschaft aus auch nur einen Schritt in der entgegengesetzten Richtung, \u2014 da sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> vielleicht doch in Kraft getreten, sein Wohnsitz mithin verlegt ist; er verliert also sowol vorne als hinten die H\u00e4lfte des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref131\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn132\"><p>weil der Status quo ante so lange als nur irgend m\u00f6glich als fortdauernd vorauszusetzen und daher anzunehmen ist, dass der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> in der D\u00e4mmerung noch an der Stelle sich befand, auf welche er hingelegt wurde.<a href=\"#fnref132\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn133\"><p>Indem man einen im Osten und einen im Westen macht.<a href=\"#fnref133\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn134\"><p>Vor denen ich fliehen muss.<a href=\"#fnref134\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn135\"><p>Der andere aber ungiltig.<a href=\"#fnref135\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn136\"><p>Der andere aber ungiltig.<a href=\"#fnref136\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn137\"><p>Und derjenige <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> heute schon in Kraft treten, f\u00fcr welchen ich mich morgen entscheiden werde, der andere aber ungiltig sein.<a href=\"#fnref137\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn138\"><p>Und jeder der beiden <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> ungiltig. Bis zur Entscheidung darf er selbstverst\u00e4ndlich in jedem dieser F\u00e4lle seine Ortschaft in keiner der beiden Richtungen verlassen, es sei denn, dass die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> sich nicht an den \u00e4ussersten Grenzen ihres <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> befinden, so dass sie ihm einen gewissen Spielraum, welcher ihnen gemeinsam ist, freilassen (vgl. Anm. 52).<a href=\"#fnref138\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn139\"><p>Den ich h\u00f6ren will. Die Anh\u00f6rung eines Vortrages, die Begr\u00fcssung eines Lehrers gilt als <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d5\u05d4<\/span>, als ein religi\u00f6ses Gebot, zu dessen Erf\u00fcllung die Verlegung des Wohnsitzes durch den <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> gestattet ist (s. Einl. g. Ende).<a href=\"#fnref139\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn140\"><p>Der andere aber ungiltig.<a href=\"#fnref140\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn141\"><p>Der andere aber ungiltig.<a href=\"#fnref141\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn142\"><p>Und derjenige <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> heute schon in Kraft treten, f\u00fcr welchen ich mich morgen entscheiden werde, der andere aber ungiltig sein.<a href=\"#fnref142\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn143\"><p>Und jeder der beiden <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> ungiltig. Bis zur Entscheidung darf er selbstverst\u00e4ndlich in jedem dieser F\u00e4lle seine Ortschaft in keiner der beiden Richtungen verlassen, es sei denn, dass die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> sich nicht an den \u00e4ussersten Grenzen ihres <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> befinden, so dass sie ihm einen gewissen Spielraum, welcher ihnen gemeinsam ist, freilassen (vgl. Anm. 52).<a href=\"#fnref143\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn144\"><p>Und man w\u00fcnscht an jedem der beiden Tage den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> in einer andern, entgegengesetzten Richtung zu \u00fcberschreiten.<a href=\"#fnref144\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn145\"><p>Im Osten und im Westen der Ortschaft, aber nicht an den \u00e4ussersten Grenzen ihres <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>, da er in diesem Falle in der Abendd\u00e4mmerung zwischen dem ersten und dem zweiten Tage, dem Zeitpunkte, in welchem sein zweiter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> in Kraft treten soll, zu diesem gar nicht gelangen k\u00f6nnte; vielmehr m\u00fcssen die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> innerhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> liegen u. z. so, dass beide ihm an beiden Tagen erreichbar sind. Dies ist der Fall, wenn sie so nahe der Ortschaft sind, dass die Summe der beiden Entfernungen nicht mehr als einen halben <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> betr\u00e4gt (2000\u20132800 Ellen. s. Einl. g. Ende).<a href=\"#fnref145\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn146\"><p>In den zwei letzten F\u00e4llen macht er nat\u00fcrlich nur einen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, an welchen er die Bedingung kn\u00fcpft, dass er nur f\u00fcr den einen Tag (den ersten, bez. den zweiten) in Kraft trete, f\u00fcr den andern aber (den zweiten, bez. den ersten), an welchem er den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seiner Ortschaft sich gewahrt wissen, und daher auf den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> verzichten m\u00f6chte, keine Geltung habe.<a href=\"#fnref146\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn147\"><p>Nicht aber f\u00fcr morgen nach dieser, f\u00fcr \u00fcbermorgen nach der entgegengesetzten Richtung.<a href=\"#fnref147\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn148\"><p>Nicht aber nur f\u00fcr den einen, w\u00e4hrend er f\u00fcr den andern Tag den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seiner Ortschaft in seinem ganzen Umfange sich erhalten will. Entweder er verzichtet auf diesen f\u00fcr beide Tage \u2014 dann kann er <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> machen, und auch dann nur nach einer Richtung; oder er verzichtet nicht \u2014 dann kann er eben keinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> machen; denn sowenig man f\u00fcr die verschiedenen Tageszeiten eines und desselben Tages seinen Wohnsitz an verschiedenen Orten festsetzen kann, um verschiedene <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> zu gewinnen, ebensowenig kann man es f\u00fcr Schabbat- und Festtag, die aufeinanderfolgen. Die Heiligkeit des einen setzt sich in dem andern Tage unmittelbar und ohne Unterbrechung fort; sie bilden gewissermassen nur einen heiligen Tag (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span>). Die Konsequenz w\u00e4re, dass der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, wenn er in der ersten Nacht vernichtet wurde, dennoch auch f\u00fcr den zweiten Tag noch in Kraft bliebe, wie er es f\u00fcr den ersten tats\u00e4chlich bleibt (Anm. 42). Diese Konsequenz ziehen die Weisen nicht, weil sie f\u00fcr die Aufeinanderfolge von Schabbat- und Festtag das Prinzip der <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span> nicht wie die Weisen der folgenden Mischna f\u00fcr die zwei Tage des Neujahrsfestes mit solcher Sicherheit in Anspruch nehmen, dass sie es auch in erleichterndem Sinne anwenden k\u00f6nnten; daher die Frage: Wie verf\u00e4hrt er, damit ihm der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nicht am ersten Tage abhanden komme und seine Giltigkeit f\u00fcr den zweiten verliere?<a href=\"#fnref148\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn149\"><p>Im Auftrage dessen, der von ihm Gebrauch machen will; begiebt dieser sich in eigener Person dahin, so braucht er \u00fcberhaupt keine Erubspeise mitzunehmen (nach R. Juda in K. 4. M. 9).<a href=\"#fnref149\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn150\"><p>Vgl. Anm. 42.<a href=\"#fnref150\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn151\"><p>Er nimmt ihn, wenn es Festtag ist, nach Hause mit und verwahrt ihn, dass er nicht abhanden komme; ist der Tag dagegen Schabbat, wo andere als zur Kleidung geh\u00f6rige Gegenst\u00e4nde nicht getragen werden d\u00fcrfen (s. Einl. Anf.), muss er ihn dort liegen lassen und sich am folgenden Abend \u00fcberzeugen, ob er noch an seiner Stelle sich befindet.<a href=\"#fnref151\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn152\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05dc\u05d9\u05db\u05d5<\/span> ist aus dem ersten Satze zu erg\u00e4nzen. Es k\u00f6nnte ebensogut <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e0\u05d9 \u05d5\u05de\u05d7\u05e9\u05d9\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> (mit Waw copulativum) stehen, eine Construction, die in solchen F\u00e4llen der gr\u00f6ssern Deutlichkeit wegen vorgezogen zu werden pflegt; keineswegs ist aber <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> zum folgenden <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e9\u05d9\u05da<\/span> oder gar, wie manche getan haben, zum unmittelbar vorangehenden <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d0 \u05dc\u05d5<\/span> zu ziehen, welches ganz gewiss noch zum vorigen Satz geh\u00f6rt.<a href=\"#fnref152\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn153\"><p>Vgl. Anm. 42.<a href=\"#fnref153\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn154\"><p>Dadurch, dass er ihn am ersten Abend nach Hause nimmt und verwahrt. T\u00e4te er es nicht, und der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> ginge vor Beginn der zweiten Nacht verloren, so w\u00fcrde er nicht nur die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>-Speise, die er jetzt essen kann, sondern auch die 2000\u20142800 Ellen sowohl jenseits des <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> als jenseits seiner Ortschaft einb\u00fcssen, da es zweifelhaft ist, ob der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> des ersten Tages nur f\u00fcr diesen oder f\u00fcr beide Tage gilt. Er d\u00fcrfte sich also am zweiten Tage nur innerhalb des Spielraums bewegen, welcher dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines Wohnortes und dem seines <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> gemeinsam ist (vgl. Anm. 43); denn selbst nach R. J. und R. S. in M. 4, ist ein zweifelhafter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nur dann giltig, wenn er durch den status quo ante (Anm. 44) unterst\u00fctzt wird, der als fortbestehend angenommen werden kann, nicht aber, wo es wie hier gewiss ist, dass der fr\u00fchere Zustand nicht mehr fortbesteht \u2014 wir setzen ja den Fall, dass der <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> am ersten Tag abhanden gekommen \u2014 der Zweifel aber, ob <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span> oder nicht, ob mithin sein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> f\u00fcr beide Tage gilt oder nicht, durch nichts zu seinen Gunsten entschieden wird.<a href=\"#fnref154\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn155\"><p>S. die vorige Anm.<a href=\"#fnref155\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn156\"><p>S. Anm. 55: \u201eDie Konsequenz w\u00e4re\u201c, u. s. w.<a href=\"#fnref156\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn157\"><p><span dir=\"rtl\"> \u05e8\u05d0\u05e9 \u05d4\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> wird hier (in dem Verbum <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05ea\u05e2\u05d1\u05e8<\/span>) als Femininum behandelt, um den Wechsel des Subjekts in <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d9\u05e8\u05d0<\/span> deutlicher zu machen und klar hervortreten zu lassen. Grammatisch rechtfertigt sich dies dadurch, dass der Anfang des Jahres ein Teil des ganzen, <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> aber weiblich ist. Wo beim Genitivverh\u00e4ltniss das nomen regens einen untergeordneten Begriff ausdr\u00fcckt (wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05e6\u05ea ,\u05db\u05dc<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0628\u0639\u0636, \u062c\u0645\u064a\u0639, \u0643\u0644<\/span> u. \u00e4.), richtet sich in den semitischen Sprachen das Genus des Pr\u00e4dikats nicht nach dem des grammatischen Subjekts (des nomen regens \u2014 hier <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9<\/span>), sondern nach dem des logischen (des nomen rectum); <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> ist hier insofern logisches Subjekt, als es immerhin das Jahr ist, welches durch den Schalttag einen Zuwachs erh\u00e4lt.<a href=\"#fnref157\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn158\"><p>In der Regel wird das Neujahrsfest nur einen Tag und zwar am Neumondstag des Tischri gefeiert. Da aber dessen Festsetzung durch den Gerichtshof von Zeugenaussagen \u00fcber das Sichtbarwerden des neuen Mondes abhing, so konnte dieselbe, wenn die Zeugen sich versp\u00e4teten, leicht um einen Tag verz\u00f6gert werden. In diesem Falle war das Fest ein zweit\u00e4giges. Der erste Tag desselben wurde dem Monat Elul als \u00bbSchalttag\u00ab zugerechnet und erst mit dem zweiten begann der Monat Tischri.<a href=\"#fnref158\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn159\"><p>Im Osten und im Westen der Ortschaft, aber nicht an den \u00e4ussersten Grenzen ihres <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>, da er in diesem Falle in der Abendd\u00e4mmerung zwischen dem ersten und dem zweiten Tage, dem Zeitpunkte, in welchem sein zweiter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> in Kraft treten soll, zu diesem gar nicht gelangen k\u00f6nnte; vielmehr m\u00fcssen die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span> innerhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> liegen u. z. so, dass beide ihm an beiden Tagen erreichbar sind. Dies ist der Fall, wenn sie so nahe der Ortschaft sind, dass die Summe der beiden Entfernungen nicht mehr als einen halben <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> betr\u00e4gt (2000\u20132800 Ellen. s. Einl. g. Ende).<a href=\"#fnref159\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn160\"><p>In den zwei letzten F\u00e4llen macht er nat\u00fcrlich nur einen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>, an welchen er die Bedingung kn\u00fcpft, dass er nur f\u00fcr den einen Tag (den ersten, bez. den zweiten) in Kraft trete, f\u00fcr den andern aber (den zweiten, bez. den ersten), an welchem er den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seiner Ortschaft sich gewahrt wissen, und daher auf den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> verzichten m\u00f6chte, keine Geltung habe.<a href=\"#fnref160\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn161\"><p>Nach ihnen sind die beiden Tage des Neujahrsfestes ganz entschieden <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span> und daher als ein Tag zu betrachten; die Giltigkeit des <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> erstreckt sich daher auf die ganze Dauer des Festes, auch wenn er schon am ersten Abende verzehrt wurde. Es sind hier \u00fcbrigens, wie wir bereits in Anm. 55 angedeutet haben, nicht die Weisen der vorigen Mischna gemeint, welche vielmehr nach der Tosefta hier dem R. Eliezer zustimmen (s. Gemara!)<a href=\"#fnref161\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn162\"><p>Von denen noch nicht Teruma, erster oder zweiter Zehnt abgesondert ist; am Feiertage ist diese Absonderung nicht gestattet.<a href=\"#fnref162\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn163\"><p>\u201eIst heut der wahre Neujahrstag, dann seien die Fr\u00fcchte, die ich hier aus diesem Korbe nehme, was sie bisher gewesen \u2014 Tebel; ist er aber morgen, und heute nur sein R\u00fcsttag, dann sei dieser Teil derselben <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span>, dieser <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> und dieser <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d9<\/span>\u201c. Am zweiten Tage nimmt er dieselben Fr\u00fcchte und spricht: Ist heut der wahre Neujahrstag, so habe ich ja unter dieser Voraussetzung die vogeschriebenen Gaben schon gestern abgesondert; war er aber gestern, so erkl\u00e4re ich hiermit diesen Teil f\u00fcr Teruma, diesen f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> und diesen f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d9<\/span>.<a href=\"#fnref163\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn164\"><p>Nicht aber am ersten, an welchem sie, falls es der wahre Neujahrstag ist, noch Tebel sind, das nicht gegessen werden darf (s. Anm. 18).<a href=\"#fnref164\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn165\"><p>Und am selben Tag verboten ist (Tr. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> I 1).<a href=\"#fnref165\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn166\"><p>Gleichviel, ob dieser oder der vorhergehende der wahre Neujahrstag ist, immerhin ist es nicht mehr derselbe Tag, an welchem das Ei gelegt wurde, da f\u00fcr ihn beide Tage nicht <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span> sind.<a href=\"#fnref166\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn167\"><p>Vgl. Anm. 66.<a href=\"#fnref167\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn168\"><p>Vgl. Anm. 65.<a href=\"#fnref168\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn169\"><p>In allen Gemeinden ausser dem Wohnsitze der f\u00fcr die Festsetzung des Neumondstages zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde.<a href=\"#fnref169\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn170\"><p>Weder betreffs dieser Klausel, noch in Bezug auf die Erw\u00e4hnung des Neumondstages \u00fcberhaupt.<a href=\"#fnref170\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn171\"><p>Gegen seinen Willen.<a href=\"#fnref171\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn172\"><p>Ein vor\u00fcbergehender Anfall von Raserei oder einer andern intermittirenden Krankheit, die ihn f\u00fcr die Dauer der Paroxysmen der Zurechnungf\u00e4higkeit beraubt; (vgl. 1. Sam. 16, 14).<a href=\"#fnref172\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn173\"><p>Aus dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> (Schabbatbezirk; s. Einl. Abs. 4).<a href=\"#fnref173\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn174\"><p>In denen er sich bewegen, die er aber nicht \u00fcberschreiten darf, sobald er seine Freiheit, bez. seine Besinnung wieder erlangt hat. Die verschiedenen Meinungen \u00fcber diese 4 Ellen s. in M. 5,<a href=\"#fnref174\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn175\"><p>Er darf sich also dann innerhalb des ganzen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines Wohnortes frei bewegen; ist er aber freiwillig zur\u00fcckgekommen, desgleichen wenn er freiwillig seinen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> verlassen und zwangsweise zur\u00fcckkehrte, so darf er nur innerhalb seines Wohnortes sich bewegen, nicht aber in dessen Schabbatbezirk, und auch in jenem nur dann, wenn er mit Mauern umgeben ist, oder sonstwie (s. K. 1 und Einl. Abs. 3) zu einer <span dir=\"rtl\"> \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gemacht wurde; andernfalls ist er auf die 4 Ellen beschr\u00e4nkt,<a href=\"#fnref175\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn176\"><p>Welche <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist (s. die vorige Anm.).<a href=\"#fnref176\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn177\"><p>Eine noch so grosse Fl\u00e4che wird ihm, wenn sie umfriedet ist, f\u00fcr 4 Ellen angerechnet.<a href=\"#fnref177\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn178\"><p>Eine solche <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> wird ihm nur dann f\u00fcr 4 Ellen angerechnet, wenn sie sein Schabbatwohnsitz ist, d.\u00a0h. wenn er bei Beginn des Schabbat sich schon dort befand.<a href=\"#fnref178\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn179\"><p>Calabrische K\u00fcstenstadt mit einem bedeutenden und vortrefflichen Hafen, in welchem die R\u00f6mer ihre Reisen nach dem Oriente anzutreten pflegten; jetzt Brindisi. Andere Lesart ist <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05e0\u05d3\u05e8\u05e1\u05d9\u05df<\/span>).<a href=\"#fnref179\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn180\"><p>Wenn 10 Handbreiten \u00fcber dem Erdboden das \u00dcberschreiten der Schabbatgrenze nicht mehr verboten ist (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span>), so kann <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e4\u05dc\u05d9\u05d2\u05d4<\/span> nicht in altum provehi bedeuten, wie Raschi meint und die anderen Erkl\u00e4rer, desgleichen die \u00dcbersetzer nachschreiben (in die hohe See stach, auf hoher See trieb); das Wort muss vielmehr auch die Auffassung eines Fahrens l\u00e4ngs der K\u00fcste (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05dc\u05db\u05ea \u05d1\u05e8\u05e7\u05e7<\/span> \u2014 Gemara) zulassen \u2014 also einfach: in See stechen! Ob es von \u03c0\u03ad\u03bb\u03b1\u03b3\u03bf\u03c2 (griechisch: die hohe See, die Mitte des Meeres) mit Raschi abzuleiten ist, d\u00fcrfte demnach anzuzweifeln sein; wahrscheinlich ist es ein guthebr\u00e4isches Wort. Der Stamm <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05d2<\/span> bedeutet ebenso wie das sinnverwandte und \u2014 wenn wir vom letzten Radikal absehen \u2014 auch lautverwandte <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e9<\/span> (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e4\u05e8\u05e9 \u05d1\u05d9\u05dd<\/span>): Teilen, sondern, scheiden, trennen; der Hiphil also, wie in <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d7\u05d9\u05e7 ,\u05d4\u05e7\u05e8\u05d9\u05d1<\/span> und im Rabbinischen noch h\u00e4ufiger reflexiv, sich trennen (vom Lande), sich entfernen (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> auf dem Meere); dann auch wie das gleichfalls sinn- und lautverwandte <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05d0<\/span>: sich auszeichnen (daher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d0<\/span>) und transitiv: \u00fcbertreiben.<a href=\"#fnref180\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn181\"><p>Da ja ein Schiff von W\u00e4nden eingeschlossen ist (s. Anm. 7).<a href=\"#fnref181\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn182\"><p>Von Rechts wegen durften sie selbst nach ihrer Ansicht im ganzen Raum sich frei bewegen, da sie bei Beginn des Schabbat schon auf dem Schiffe waren (s. Anm. 8).<a href=\"#fnref182\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn183\"><p>Am Freitag Abend.<a href=\"#fnref183\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn184\"><p>In den Hafen; d\u00fcrfen wir uns in demselben frei bewegen, oder sind wir auf die vier Ellen beschr\u00e4nkt?<a href=\"#fnref184\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn185\"><p>Nicht allein nach meiner Ansicht, sondern auch nach der des R. Josua (in M. 1), da der Schabbat uns schon im <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> des Hafens gefunden hat; nach Jeruschalmi war es indessen ein offener (nicht umfriedeter Hafen), so dass sie selbst nach Rabban Gamliel auf die 4 Ellen beschr\u00e4nkt w\u00e4ren, wenn sie erst am Schabbat in den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> einliefen.<a href=\"#fnref185\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn186\"><p>Als es noch Tag war.<a href=\"#fnref186\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn187\"><p>Des Religionsgesetzes, z. B. als Retter in Lebensgefahr, als Zeuge \u00fcber das Erscheinen des Neumonds (Rosch haschana I 9).<a href=\"#fnref187\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn188\"><p>Aus dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> (Schabbatbezirk; s. Einl. Abs. 4).<a href=\"#fnref188\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn189\"><p>Von dem Orte aus gemessen, an welchem ihm die Mitteilung wurde, dass seine Hilfe zu sp\u00e4t kommt, oder dass man seiner nicht mehr bedarf.<a href=\"#fnref189\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn190\"><p>Des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seiner Ortschaft, also von dieser noch nicht volle 4000\u20145600 Ellen entfernt (s. Einl. g. Ende).<a href=\"#fnref190\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn191\"><p>Er darf in seinen Heimatsort zur\u00fcckkehren und \u00fcber diesen hinaus noch 2000\u20142800 Ellen gehen, obgleich er sein Vorhaben nicht zur Ausf\u00fchrung brachte; geschweige wenn es ihm gelungen, seine fromme Absicht zu verwirklichen (Rosch haschana II 5).<a href=\"#fnref191\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn192\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc<\/span> ist die Lesart des Babli; andere, besser bezeugte, doch schwierige Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05db\u05dc<\/span>.<a href=\"#fnref192\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn193\"><p>Aus dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> (Schabbatbezirk; s. Einl. Abs. 4).<a href=\"#fnref193\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn194\"><p>Bei einem feindlichen oder r\u00e4uberischen Einfall.<a href=\"#fnref194\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn195\"><p>Wenn sie geschlagen wurden und sich anderw\u00e4rts nicht sicher f\u00fchlen; haben sie jedoch gesiegt, so ist ihnen nur ein Weg von 2000 Ellen nach jeder Richtung hin gestattet, die R\u00fcckkehr in ihr Heim aber nur dann, wenn nach Maassgabe des in Anm. 20 Gesagten die beiden <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> in einander \u00fcbergehen. In jedem Falle d\u00fcrfen sie, soweit sie gehen k\u00f6nnen, auch ihre Waffen mitnehmen.<a href=\"#fnref195\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn196\"><p>Vor Schabbat.<a href=\"#fnref196\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn197\"><p>Am Schabbat.<a href=\"#fnref197\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn198\"><p>Im Schabbatbezirke.<a href=\"#fnref198\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn199\"><p>Seinen Schabbatwohnsitz in ihr zu nehmen \u2014 er wusste ja vor Eintritt der Dunkelheit nicht einmal, dass er in ihrem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist und daher noch hingelangen kann.<a href=\"#fnref199\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn200\"><p>Nach freiem Belieben, wohin und soweit er nur immer gehen mag; er darf vielmehr nur so weit in derselben sich bewegen, als der <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines Standortes reicht.<a href=\"#fnref200\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn201\"><p>Und sich dann hinsichtlich des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> als Einwohner der Ortschaft betrachten.<a href=\"#fnref201\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn202\"><p>R. Tarfon wurde unterwegs vom Eintritt des Schabbat \u00fcberfallen und \u00fcbernachtete ausserhalb der Stadt; in der Fr\u00fch trafen ihn Hirten, welche zu ihm sprachen: die Stadt liegt ja vor dir, tritt ein! Er trat ein, begab sich in das Lehrhaus und hielt den ganzen Tag \u00f6ffentliche Vortr\u00e4ge. Auf diesen Vorfall deutet R. Juda als auf eine St\u00fctze f\u00fcr seine Ansicht hin, worauf man ihm erwiderte, dass ja das Lehrhaus noch im <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> des Ortes sein konnte, an welchem er \u00fcbernachtet hatte.<a href=\"#fnref202\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn203\"><p>Vor Schabbat.<a href=\"#fnref203\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn204\"><p>An dem Orte, an welchem er kurz vor Beginn des Schabbat sich befindet, erwirbt er auch ohne sein Wissen einen Schabbatwohnsitz (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span>) nach R. J. b. N. \u2014 nach den Weisen dagegen wohl ohne sein Hinzutun (vgl. die vorige Mischna, in welcher ihm selbst R. Me\u00efr einen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>, wenigstens von seinem Standtorte aus zuerkennt, obgleich er daselbst nicht <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> war, da ihm sonst R. Juda nicht den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> der Ortschaft gew\u00e4hrt h\u00e4tte), aber nicht ohne sein Wissen, in bewusstlosem Zustande.<a href=\"#fnref204\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn205\"><p>Nach jeder Richtung, also eine Fl\u00e4che von 8 Ellen im Geviert.<a href=\"#fnref205\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn206\"><p>Also eine Fl\u00e4che von nur vier Ellen im Geviert, deren Diagonalen sich in seinem Standpunkte schneiden m\u00fcssen, deren Lage also genau bestimmt ist.<a href=\"#fnref206\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn207\"><p>Auch er gew\u00e4hrt nur eine Fl\u00e4che von 4 Ellen im Geviert, deren Lage aber nicht durch seinen Standort von selbst gegeben ist, die er vielmehr nach Belieben w\u00e4hlen kann.<a href=\"#fnref207\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn208\"><p>Um, auf diese Verzicht leistend, wieder andere 4 Ellen zu w\u00e4hlen. \u2014 Die hier und anderw\u00e4rts so oft genannten vier Ellen entsprechen der L\u00e4nge eines mit \u00fcber den Kopf gestreckten Armen am Boden ruhenden Menschen, von der Sohle bis zur Spitze des Mittelfingers gemessen. Rechnet man daher vom Scheitel bis zur Sohle 3\u2075\u2044\u2081\u2082 Ellen, und nimmt man als Durchschnittsmass des Menschen eine L\u00e4nge von 164 cm. an, so ist die Elle (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d4<\/span>) = 48 cm., die Handbreite (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> = \u2159 Elle) = 8 cm. und die Daumenbreite (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2<\/span> = \u00bc <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> = \u00b9\u2044\u2082\u2084 <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d4<\/span>) = 2 cm.<a href=\"#fnref208\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn209\"><p>Indem sie 7\u2014 und nach R. Eliezer 3 \u2014 Ellen von einander entfernt sind, so dass 1 Elle beiden gemeinsam ist.<a href=\"#fnref209\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn210\"><p>W\u00f6rtlich: der Mittlere ist zwischen ihnen verschlungen; seine 4 Ellen werden von denen der Nachbaren rechts und links \u00bbabsorbiert\u00ab, indem diese nur 8 \u2014 und nach R. Eliezer 4 \u2014 Ellen von einander entfernt sind, so dass sie sich in die 4 Ellen des Mittlern teilen, der wieder seinerseits zwei Ellen mit jedem von ihnen gemeinsam hat.<a href=\"#fnref210\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn211\"><p>Aus <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05df<\/span> im vorigen Satze ist hier <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc<\/span> zu erg\u00e4nzen.<a href=\"#fnref211\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn212\"><p>So dass die Einwohner einerseits direkt \u2014 ohne \u00fcber die Strasse zu gehen \u2014 miteinander verkehren k\u00f6nnen (sonst k\u00f6nnten sie \u00fcberhaupt keinen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> miteinander machen), andererseits wieder jeder von ihnen die M\u00f6glichkeit hat auf die Strasse zu gelangen, ohne durch den Hof des Andern gehen zu m\u00fcssen (sonst w\u00e4re nach R. Akiba in K. 6 M. 9 der Durchgangshof gen\u00f6tigt auch mit dem dritten den <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> zu machen).<a href=\"#fnref212\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn213\"><p>Nicht beide zusammen, sondern jeder besonders; h\u00e4tten sie es gemeinschaftlich getan, oder auch nur ihren besondern <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> in einem und demselben Hause des mittlern Hofes und wom\u00f6glich in einem Gef\u00e4sse vereinigt, so w\u00fcrde er alle drei H\u00f6fe umfassen.<a href=\"#fnref213\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn214\"><p>Und nicht auch untereinander.<a href=\"#fnref214\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn215\"><p>Die Verschmelzung der H\u00f6fe <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea <\/span> (s. Einl.).<a href=\"#fnref215\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn216\"><p>Am Freitag.<a href=\"#fnref216\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn217\"><p>Den er vielleicht gar nicht sieht, von dem er aber verm\u00f6ge seiner Ortskenntniss weise, dass er weder von seinem Heim noch von seinem Standorte mehr als 2000 Ellen entfernt ist; auch k\u00f6nnte er ihn, wenn er in schnellem Laufe dahineilte, noch vor Schabbatanfang erreichen.<a href=\"#fnref217\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn218\"><p>Ohne genauer zu bestimmen, an welchen 4 Ellen des Zaunes, unter welchem Teil der Laubkrone, ob rechts, ob links vom Stamme.<a href=\"#fnref218\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn219\"><p>Und da er jedenfalls zu erkennen gegeben, dass er an seinem Standorte seinen Schabbatwohnsitz nicht haben will, so ist er weder da noch dort <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> und hat daher nur die 4 Ellen der 5. Mischna. Betr\u00e4gt jedoch die ganze L\u00e4nge des Zaunes, die ganze Breite des Laubdaches weniger als 8 Ellen, so dass die Mitte desselben auf alle F\u00e4lle, er mag gew\u00e4hlt haben, welche 4 Ellen er will, zu seinem Schabbatwohnsitz geh\u00f6rt, dieser also wenn auch nicht nach seinem ganzen Umfange genau abgegrenzt, so doch wenigstens zum Teil klar und unzweifelhaft bezeichnet ist, so gelten seine Worte.<a href=\"#fnref219\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn220\"><p>Da er in der Gegend fremd ist.<a href=\"#fnref220\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn221\"><p>Dass er unterwegs eine Stelle, die er noch vor Beginn des Schabbat erreichen k\u00f6nnte, von ferne und ohne sich vorl\u00e4ufig hinzubegeben, als Ort seiner <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> bezeichnen darf.<a href=\"#fnref221\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn222\"><p>Sein <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist also eine Kreisfl\u00e4che, welche einschliesslich der 4 Ellen seines Standortes 4004 Ellen Durchmesser und 12591515, 92195849267916 Q.-Ellen Inhalt hat.<a href=\"#fnref222\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn223\"><p>Umschreibung f\u00fcr Rechteck; Fl\u00e4chenraum: 16032016 Q.-Ellen.<a href=\"#fnref223\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn224\"><p>Den \u00dcberschuss des Quadrates \u00fcber den eingeschriebenen Kreis, hier beinahe 3440500 Q.-Ellen.<a href=\"#fnref224\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn225\"><p>Eine jener alten Grundlehren, die man Paroemien nennt, Rechtss\u00e4tze in der knappsten und von der gew\u00f6hnlichen Ausdrucksweise abweichenden (\u03c0\u03ac\u03c1\u03bf\u03b9\u03bc\u03bf\u03c2) Form, wie sie die Rechtssprache aller V\u00f6lker und zuweilen auch der Talmud gern anwendet. \u00dcber den Sinn streiten im Folgenden R. Me\u00efr und R. Juda. Jener, welcher das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e0\u05d9<\/span> (der Arme) betont, hat die Auffassung: Nur der Arme macht mit seinen F\u00fcssen Erub; mit anderen Worten: es ist nur demjenigen, welcher wie der Reisende um eine \u2018Erubspeise (K. 3 M. 1 Anf.) verlegen ist, dadurch \u2018Erub zu machen gestattet, dass er sich pers\u00f6nlich (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>) an den zum Schabbatwohnsitz zu bestimmenden Ort begibt, oder auch nur auf dem Wege dahin begriffen ist (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d7\u05d6\u05d9\u05e7 \u05d1\u05d3\u05e8\u05da<\/span>). R. Juda dagegen, welcher auf das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> den Hauptnachdruck legt, erkl\u00e4rt demgem\u00e4ss: Der Arme macht nur mit seinen F\u00fcssen \u2018Erub; mit anderen Worten: Wer um eine \u2018Erubspeise in Verlegenheit ist, der ist darauf angewiesen sich selbst hinzubem\u00fchen und dort den Einzug des Schabbat abzuwarten, es sei denn, dass er bereits wie unser Reisender auf dem Wege dahin begriffen ist, in welchem Falle es gen\u00fcgt, wenn er von fern den Ort seiner <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> bezeichnet. Jeder Andere aber ist nicht darauf angewiesen; er kann sich\u2019s bequemer machen, indem er eine \u2018Erubspeise durch einen Boten (K. 3 M. 1 Ende) dahinschickt. \u2014 Die Gemara findet die Auffassung des R. Me\u00efr dem Wortlaut entsprechender, entscheidet aber doch wie R. Juda.<a href=\"#fnref225\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn226\"><p>Im Auftrage seiner Mitb\u00fcrger mit deren \u2018Erubspeise.<a href=\"#fnref226\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn227\"><p>Die Leute seines Heimatsortes.<a href=\"#fnref227\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn228\"><p>Da er bereits auf dem Wege dahin begriffen war (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d7\u05d6\u05d9\u05e7 \u05d1\u05d3\u05e8\u05da<\/span>; vgl. Anm. 53).<a href=\"#fnref228\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn229\"><p>2000\u20142800 Ellen \u00fcber jene Ortschaft hinaus.<a href=\"#fnref229\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn230\"><p>Weil sie weder ihren Auftrag ausgef\u00fchrt wissen, noch pers\u00f6nlich sich hinbegeben haben; sie behalten aber den Schabbatbezirk ihres Heimatsortes.<a href=\"#fnref230\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn231\"><p>Er hat weder den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> jener Ortschaft, noch den seiner Heimath, sondern nur den Weg zwischen beiden. \u00dcber die sprichw\u00f6rtliche Redensart <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e8 \u05d2\u05de\u05dc<\/span> vgl. K. 3 M. 4.<a href=\"#fnref231\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn232\"><p>Hat vielmehr nur an Ort und Stelle die 4 Ellen der 5. Mischna.<a href=\"#fnref232\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn233\"><p>Innerhalb derer er sich noch befindet, so dass die 2 Ellen, die ihm R. Eliezer in M. 5 an seinem Standorte nach jeder Richtung gew\u00e4hrt, noch in seinen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> hineinragen.<a href=\"#fnref233\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn234\"><p>Befindet er sich schon in der dritten Elle, so dass eine <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05dc\u05e2\u05ea \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span>, ein \u00dcbergang der ihm gew\u00e4hrten kleinen Fl\u00e4che in den \u00fcberschrittenen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>, nicht mehr stattfindet.<a href=\"#fnref234\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn235\"><p>Einer vor ihm liegenden Stadt.<a href=\"#fnref235\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn236\"><p>In die Stadt, muss vielmehr eine Elle vor derselben Halt machen; seinen Schabbatwohnsitz hat er an dem Orte, an welchem er kurz vor Beginn des Schabbat sich befunden.<a href=\"#fnref236\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn237\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea<\/span> \u2014 die Einzahl nach der Form <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05b8\u05e7\u05d5\u05ba\u05e9<\/span> gebildet (participiale von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d7<\/span> messen); die weibliche Endung ist bei W\u00f6rtern, die ein Amt, eine W\u00fcrde bezeichnen, im Hebr\u00e4ischen nicht selten, im Arabischen ziemlich h\u00e4ufig.<a href=\"#fnref237\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn238\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> im Piel (eigentlich auspressen) bedeutet ebenso wie das sinnverwandte exigere im Lateinischen (wovon das Part. exakt h\u00e4ufig angewendet wird): ganz genau bemessen. Besonders wird es von Fl\u00fcssigkeitsmaassen gebraucht, wie <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> III 8 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05de\u05d9\u05e6\u05d5\u05d9 \u05d4\u05de\u05d3\u05d5\u05ea<\/span>: um die Maasse gleichsam auszupressen, bis auf den letzten Tropfen zu leeren, damit er seinen Kunden die gekaufte Fl\u00fcssigkeit so genau als m\u00f6glich zumesse; \u00e4hnlich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d5\u05de\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> Terumot 11. 8.<a href=\"#fnref238\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn239\"><p>Die sich im Maass vergreifen (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d8\u05d5\u05e2\u05d9 \u05d4\u05de\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> \u2014 Gemara). Um die Messschnur fest anzuziehen, und dadurch zu spannen, m\u00fcssen die Gehilfen, das Ende derselben mit der ganzen Faust erfassen und diese so gegen ihre Brust dr\u00fccken (K. 5 M. 4). dass die Schnur an beiden Enden sich bei ihren Zeigefingern umbiegt, und da die Messschnur eine L\u00e4nge von 50 Ellen hat (ebend.), von denen also an jedem Ende 4 Daumenbreiten f\u00fcr die Faust und \u00bd Daumenbreite f\u00fcr das Umbiegen der Schnur, zusammen 9 Daumenbreiten abgerechnet werden m\u00fcssen, so gehen auf diese Weise \u05d0\u05d5\u05f4\u05d7<\/span> 405 Anf.].<a href=\"#fnref239\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn240\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d1\u05e8\u05d9\u05df<\/span>: Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>, womit weiter unter (M. 7) das Weichbild einer Ortschaft bezeichnet wird. Es ist streitig, ob das Wort mit <span dir=\"rtl\">\u05e2<\/span> zu schreiben und von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8<\/span> (pr\u00e4gnant) abzuleiten ist, so dass <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> eigentlich das der Ortschaft Einverleibte bedeutet, oder ob es vielmehr mit <span dir=\"rtl\">\u05d0<\/span> zu sehreiben und von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05e8<\/span> (Glied) abzuleiten ist, so dass <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> eigentlich das der Ortschaft Angegliederte bedeutet. In beiden F\u00e4llen bezeichnet das Wort das Weichbild mit seinen letzten Ausl\u00e4ufern und \u00e4ussersten Anh\u00e4ngseln.<a href=\"#fnref240\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn241\"><p>Welches doch festgestellt sein muss, ehe man die Ausmessung ihres Schabbatbezirkes in Angriff nimmt; man kann ja auch nicht von allen ihren Ecken und Spitzen aus die Messungen vornehmen, oder gar von all den einzelnen H\u00e4usern aus, welche die Ortschaft begrenzen! Offenbar muss doch zun\u00e4chst eine m\u00f6glichst gradlinige, jedenfalls aber regelm\u00e4ssige Figur um dieselbe gezeichnet werden, wenn die Bemessung ihrer <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> m\u00f6glich sein soll!<a href=\"#fnref241\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn242\"><p>Ein Erker, ein Balkon, ein S\u00e4ulengang, eine Terrasse, Estrade, Veranda, ein vorspringendes Dach oder Stockwerk und dgl.<a href=\"#fnref242\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn243\"><p>In einer Entfernung von h\u00f6chstens 70\u2154 Ellen.<a href=\"#fnref243\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn244\"><p>2 Mauern unter Dach, oder 3 auch ohne Dach.<a href=\"#fnref244\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn245\"><p>Mit einer auf wenigstens 2 W\u00e4nden ruhenden Decke.<a href=\"#fnref245\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn246\"><p>F\u00fcr den Z\u00f6llner, bez. den H\u00fcter des Grabes.<a href=\"#fnref246\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn247\"><p>Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite. Es kann auch \u00fcbersetzt werden: man zieht die Messschnur an ihnen vor\u00fcber.<a href=\"#fnref247\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn248\"><p>Das Maass; oder es ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05ea\u05d4<\/span> als F\u00fcrwort f\u00fcr ein aus <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> im Anfang der Mischna her\u00fcberzunehmendes <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> aufzufassen und demgem\u00e4ss zu \u00fcbersetzen: man macht sie (die Ortschaft) nach Art etc.<a href=\"#fnref248\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn249\"><p>Also zu einem Rechtecke, und nicht blos zu einem Vierecke schlechthin (Rhombus, Rhomboid, Trapez oder Trapezoid), noch weniger zu einem Vieleck, und am wenigsten zu einer Kreislinie oder einer andern krummlinigen, wenn auch regelm\u00e4ssigen Figur.<a href=\"#fnref249\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn250\"><p>Die Differenz zwischen der Fl\u00e4che des Rechtecks und der Fl\u00e4che des Kreises, der Ellipse, des Vielecks, des Rhombus etc., welche in dasselbe eingeschrieben werden k\u00f6nnten.<a href=\"#fnref250\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn251\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> ist in K. 2, M. 3 der Platz hinter dem Hause, auf welchem gew\u00f6hnlich das Holz aufgeschichtet wurde (Holzplatz); er durfte nur 70\u2154 Ellen im Geviert haben, wenn es am Schabbat erlaubt sein sollte, in ihm hinundherzutragen (s. ebend.). Daher wird auch hier die Fl\u00e4che hinter der Ortschaft, welche sich bis zu einer Entfernung von 70\u2154 Ellen rings um dieselbe zieht, mit <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> bezeichnet. Derselbe geh\u00f6rt noch zur Ortschaft, und erst da, wo er aufh\u00f6rt, beginnt ihr Schabbatbezirk nach Ansicht des R. Me\u00efr; s. Einl. Abs. 4.<a href=\"#fnref251\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn252\"><p>Deren letzte Ausl\u00e4ufer nicht mehr als 141\u2153 Ellen von einander entfernt sind, so dass beide, wie es weiter heisst, eine Ortschaft bilden, wenn man jeder von ihnen einen <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> von 70\u2154 Ellen gew\u00e4hrt. Sonst aber wird ein solcher nicht gew\u00e4hrt; die Bemessung des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> beginnt vielmehr unmittelbar hinter der Ortschaft.<a href=\"#fnref252\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn253\"><p>S. K. 2 Anm. 23.<a href=\"#fnref253\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn254\"><p>S. K. 2 Anm. 23.<a href=\"#fnref254\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn255\"><p>Dass also der <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> der einen erst hinter der andern Ortschaft beginnt.<a href=\"#fnref255\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn256\"><p>Soll heissen: wenn zwischen den zwei \u00e4usseren (welche die Basis des Dreiecks bilden) die Entfernung nur so gross ist, dass das mittlere Dorf (welches die Spitze des Dreiecks bildet) von jedem der beiden anderen nicht mehr als 141\u2153 Ellen entfernt w\u00e4re, falls es zwischen ihnen in derselben Graden l\u00e4ge.<a href=\"#fnref256\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn257\"><p>Vorausgesetzt, dass es von keinem der beiden anderen mehr als 2000, bez. 2800 Ellen tats\u00e4chlich entfernt liegt.<a href=\"#fnref257\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn258\"><p>Soll heissen: wenn zwischen den zwei \u00e4usseren (welche die Basis des Dreiecks bilden) die Entfernung nur so gross ist, dass das mittlere Dorf (welches die Spitze des Dreiecks bildet) von jedem der beiden anderen nicht mehr als 141\u2153 Ellen entfernt w\u00e4re, falls es zwischen ihnen in derselben Graden l\u00e4ge.<a href=\"#fnref258\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn259\"><p>Damit sie nicht zu straff gespannt werde.<a href=\"#fnref259\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn260\"><p>Weil sie sonst nicht fest genug angezogen werden kann.<a href=\"#fnref260\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn261\"><p>Strecken, Dehnen ist die Grundbedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05d3<\/span> (vgl. das arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u062f<\/span>) ebenso wie von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d7<\/span> (s. oben IV Ende), welches im Aram. u. Syr., und von <span dir=\"rtl\">\u0645\u0633\u062d<\/span> welches im Arab. Messen bedeutet (daher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d7<\/span> im Hebr., Aram. u. Syr. auch = Salben; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d4<\/span> Herausziehen und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05da<\/span> Dehnen oder \u2014 wie arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u0633\u0643<\/span> \u2014Ergreifen, eig.: An sich ziehen). Obgleich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05d3<\/span> auch von Hohlmaassen gebraucht wird, scheint die urspr\u00fcngliche Bedeutung im Sprachbewusstsein doch noch lebendig gewesen zu sein.<a href=\"#fnref261\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn262\"><p>Man beachte den Wechsel des Numerus: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05de\u05d3\u05d5\u05d3<\/span> \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05d5\u05d3\u05d3\u05d9\u05df<\/span>! Zwei Gehilfen halten die 50 Ellen lange Schnur, jeder von ihnen zieht das in seiner Hand befindliche Ende derselben fest an, indem er es gegen seine Herzgrube (Magengrube) dr\u00fcckt. Der Eine bleibt nun stehen, bis der Andere ihn erreicht hat; dann geht er, w\u00e4hrend jener auf seinem Platze beharrt, so lange weiter, als die L\u00e4nge der Schnur es ihm gestattet, u. s. w. Dass die Schnur nicht andere als am Herzen gehalten werden darf, ist mit R\u00fccksicht auf die Genauigkeit der Messungen angeordnet, welche darunter leiden m\u00fcsste, wenn es den Gehilfen freist\u00e4nde, die Messschnur nach Belieben zu halten, haupts\u00e4chlich also, um ihr die wagrechte Lage zu sichern, vielleicht aber auch, um so die augemessenste Spannung zu erzielen. [S. jedoch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z. St., nach welchem das Messen auf der Erde nicht nur statthaft ist, sondern sogar den Vorzug verdient; die Richtigkeit dieser Ansicht unterliegt schon im Hinblick auf die oft erheblichen Unebenheiten des Bodens berechtigten Zweifeln.]<a href=\"#fnref262\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn263\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> wird gew\u00f6hnlich mit \u00bbThal\u00ab \u00fcbersetzt. Diese Bedeutung kann es hier wohl kaum haben. Ein Thal ist kein Hindernis f\u00fcr die Messung. Auch sieht man nicht ein, warum denn <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> verbunden ist. Viel eher, sollte man meinen, h\u00e4tte das im folgenden Satze ganz allein stehende <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span> darauf Anspruch, seinem nat\u00fcrlichen Gegens\u00e4tze (Thal) zugesellt oder doch wenigstens mit der Steinmauer <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> zusammengestellt zu werden (s. Tosafot z. St.\u00a0s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2<\/span>), welche ebenfalls ein in die H\u00f6he ragendes Hindernis ist. F\u00fcr \u00bbThal\u00ab hat die hebr. Sprache drei Ausdr\u00fccke, welche sich im talmudischen Idiom noch erhalten haben: <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05de\u05e7 ,\u05e0\u05d7\u05dc ,\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4<\/span>. Von diesen scheint <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05de\u05e7<\/span> der allgemeine Name f\u00fcr das Tiefland zu sein, w\u00e4hrend die beiden anderen \u2014 mag auch der Sprachgebrauch diese Unterschiede einigermaassen verwischt haben \u2014 speziellere Bezeichnungen sind, u. z. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05dc<\/span> f\u00fcr das Flussthal (vgl. das arab. Wadi), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4<\/span> dagegen f\u00fcr die Ebene zwischen zwei Bergen oder Gebirgsz\u00fcgen (von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2<\/span> spalten; daher <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05e5 \u05d4\u05e8\u05d9\u05dd \u05d5\u05d1\u05e7\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> Deut. 11, 11, <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4 \u05d5\u05d1\u05d4\u05e8<\/span> das.8, 7 u. \u00f6.; noch heute heisst die Gegend zwischen Libanon und Antilibanon <span dir=\"rtl\">\u0627\u0644\u0628\u0642\u0627\u0639<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d1\u05e7\u05d0\u05e2<\/span>; \u00fcber 1. Sam. 17,3 weiter unten!). Alle drei W\u00f6rter bilden keinen kontr\u00e4ren Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span>. Die Ebene ist nur eine Verneinung des Berges; sein Gegenteil ist <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span>, der nat\u00fcrliche oder k\u00fcnstliche Erdeinschnitt, die Schlucht, der Graben. Wie <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span> die Erderh\u00f6hung, <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05de\u05e7<\/span> mit seinen Unterarten die ebene Erde bezeichnet, so bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d4<\/span> = aush\u00f6hlen) die Erdvertiefung. Ein klassischer Zeuge daf\u00fcr ist Jes. 40. 4. Es soll eine Bahn in der Steppe geebnet werden; zu diesem Zwecke erhebe sich jeder <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span>, jeder Berg und H\u00fcgel sinke, so dass das Krumme (Einzahl, offenbar auf <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> zu beziehen, welches wegen seiner Koncavit\u00e4t \u2014 vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0 \u05de\u05e2\u05d5\u05e7\u05dd<\/span> in der Gemara z. St.\u00a0und Raschis erste Erkl\u00e4rung hierzu\u2014<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05b8\u05e7\u05b9\u05d1<\/span> genannt wird; das Wort findet sich nur hier in diesem Sinne, vielleicht anklingend an <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05b8\u05e7\u05b5\u05d1<\/span> die Sohle des Erdeinschnittes) zur geraden Fl\u00e4che werde und die Erh\u00f6hungen (Mehrzahl, auf <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05e2\u05d4<\/span> zu beziehen) zur Ebene. Wir sehen also, dass <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e9\u05d5\u05e8<\/span> zwischen den Gegens\u00e4tzen <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> in der Mitte steht. Auf den ersten Blick scheint 1. Sam. 17,3 dem zu widersprechen. Wir sind geneigt dort <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> zu erwarten. Bei tieferm Eingehen finde ich jedoch in jenem Verse eine St\u00fctze. Der Zusammenhang n\u00f6tigt ebenso wie die topographischen Verh\u00e4ltnisse zu der Annahme, dass es sich daselbst in der Tatnicht um eine <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2\u05d4<\/span>, sondern um einen Erdeinschnitt handelt. Der Kriegsschauplatz ist die grosse Ebene im Stamme Juda. Die Israeliten lagern im Terebinthen tale und sind vom Feinde durch einen <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> getrennt. Unm\u00f6glich kann daher mit diesem Worte ein Thal gemeint sein. Es ist vielmehr klar, dass <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> auch hier eine Vertiefung mitten in der Ebene bedeutet, und dass dieselbe Oertlichkeit, welche V. 2 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05de\u05e7 \u05d4\u05d0\u05dc\u05d4<\/span> heisst, nur mit R\u00fccksicht auf diesen Erdeinschnitt hier als <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8<\/span> bezeichnet wird. In Ez. 6, 3 und 36, 4 steht <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d0\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d9\u05dd<\/span> in so inniger Verbindung wie unmittelbar vorher <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>; <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05e7<\/span> ist das Bett der Fl\u00fcsse, Str\u00f6me und Meere, und zu ihm verh\u00e4lt sich also <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span>, wie der H\u00fcgel zum Berge. Folglich kann <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> wohl einen Graben oder \u00c4hnliches, nicht aber ein Thal bezeichnen, und wo es dennoch diese Bedeutung hat, ist dies ebenso wie bei <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05dc<\/span> zu erkl\u00e4ren. Den eben angef\u00fchrten Plural <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05b5\u05d0\u05b8\u05d9\u05d5\u05b9\u05ea<\/span> finden wir auch in der Mischna, Schebiit III, 8. Dort sind unstreitig Gr\u00e4ben gemeint, und so ist das Wort auch hier aufzufassen. Die Zusammenstellung mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> l\u00e4sst vermuten, dass die Mischna an Festungsgr\u00e4ben denkt. Das Targum hat f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> stets die \u00dcbersetzung <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05dc\u05ea\u05d0<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05dc\u05d0<\/span>, ein Wort, welches bekanntlich im Hebr\u00e4ischen (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05dc<\/span>, viell. verwandt mit <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc\u05dc<\/span> aush\u00f6hlen, also sinnverwandt mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d4<\/span>, dem Stamme von <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span>) den Festungsgraben bezeichnet. Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0 \u05d5\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> dasselbe was <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc \u05d5\u05d7\u05d5\u05de\u05d4<\/span> in Klagel. 2, 8. Zu derselben Auffassung ist <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05d9\u05e0\u05d5 \u05ea\u05dd<\/span> aus einem andern, mehr casuistischen Grunde gelangt; s. Tosafot z. St.\u00a0s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc<\/span>.<a href=\"#fnref263\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn264\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> ist eine Mauer von Steinen. Eine solche ist aber nicht passirbar und braucht daher gar nicht gemessen zu werden. Wird doch selbst bei einem H\u00fcgel, der so steil ist, dass man ihn nur mit Anstrengung erklimmen kann, die Breite des Hindernisses nur nach ungef\u00e4hrer Sch\u00e4tzung, nicht durch genaue Messung bestimmt (s. Anm. 26)! Diese Schwierigkeit ist es wahrscheinlich, welche Raschi, dem die sp\u00e4teren Commentare folgen, zu der Erkl\u00e4rung gen\u00f6tigt hat, dass es sich um eine eingest\u00fcrzte Mauer handelt, einen Steinhaufen, der verm\u00f6ge seiner schr\u00e4gen Abdachung passirbar ist. Aber eine eingest\u00fcrzte Mauer ist eben keine Mauer mehr, sondern ein <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05dc<\/span>, ganz abgesehen davon, dass man einen Steinhaufen auf die Dauer nicht liegen l\u00e4sst. Vermuthlich ist hier unter <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> ein gemauerter Festungswall zu verstehen, dessen B\u00f6schung nicht allzu steil und absch\u00fcssig ist.<a href=\"#fnref264\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn265\"><p>Mit der Messschnur. W\u00f6rtlich: er l\u00e4sst (dessen Breite in der L\u00e4nge der Schnur) aufgehen. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05e2<\/span>, eigentlich verschlingen, bedeutet n\u00e4mlich im weitern Sinne: etwas so in sich aufnehmen, dass es v\u00f6llig darin aufgeht. Der Hiph\u2018il, welcher dem biblischen Hebr\u00e4isch fremd ist, heisst nicht, wie man erwartet, etwas zu einem <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05dc\u05e2<\/span>, sondern es zu einem <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05d5\u05e2<\/span> machen; daher die Construction: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05dc\u05d9\u05e2 \u05d3\u05dd \u05d1\u05d0\u05d9\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> \u2014 bewirken, dass das Blut in den Gliedern aufgesogen wird. Es gilt als Regel, dass im Hiph\u2018il, wo er nicht den doppelten Accusativ regiert, das Objekt des Kal seinen Casus behauptet, w\u00e4hrend die Beziehung zum Subjekt des Kal durch ein entsprechendes Verh\u00e4ltniswort ausgedr\u00fcckt wird. So bedeutet der Hiph\u2018il von <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05e8<\/span> (gedenken) nicht etwa: das denkende Subjekt an seinen Gegenstand erinnern, sondern umgekehrt: diesen Gegenstand ihm in Erinnerung bringen (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d6\u05db\u05e8\u05ea\u05e0\u05d9 \u05d0\u05dc \u05e4\u05e8\u05e2\u05d4<\/span> \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05e8\u05ea\u05e0\u05d9 \u05d0\u05ea\u05da<\/span>, Gen.\u00a040, 14). Das Pronominalsuffix in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05dc\u05d9\u05e2\u05d5<\/span> bezieht sich demnach nicht auf <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05dc<\/span>, sondern auf <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d0<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span>; <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05d1\u05dc<\/span> ist hinzuzudenken.<a href=\"#fnref265\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn266\"><p>D. h. zu seiner urspr\u00fcnglichen Messlinie. Die Messungen sollen n\u00e4mlich in der Regel, um Ungenauigkeiten tunlichst zu vermeiden, in der einmal eingeschlagenen Richtung geradlinig fortgesetzt werden. St\u00f6sst man hierbei auf ein Hindernis, welches an der betreffenden Stelle zu breit ist, als dass die 50 Ellen lange Messschnur es \u00fcberspannen k\u00f6nnte, so ist es allerdings gestattet, die Messungen dort abzubrechen, und sich im rechten Winkel an eine schm\u00e4lere innerhalb des Schabbatbezirkes liegende Stelle zu begeben, wo man dieselben in einer der urspr\u00fcnglichen Richtung parallelen Linie, so lange weiterf\u00fchrt, als die Breite des Hindernisses an der ersten Stelle es erheischt; dann aber muss man ebensoviel Ellen, als man vorher sich entfernt hat, im rechten Winkel wieder zur\u00fcckgehen, um jenseits desselben die Messungen wieder aufzunehmen. \u2014 Dass sich <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d5\u05d6\u05e8 \u05dc\u05de\u05d3\u05ea\u05d5<\/span> so unvermittelt an <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05dc\u05d9\u05e2\u05d5<\/span> anschliesst, ohne dass vorher eine Unterbrechung der Messungen auch nur angedeutet w\u00e4re, erkl\u00e4rt sich ebenfalls durch die Annahme, dass unter <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05e8<\/span> ein Festungswall zu verstehen ist. Um seine Breite zu messen \u2014 das kann stillschweigend vorausgesetzt und braucht nicht erst gesagt zu werden \u2014 wird man sich selbstverst\u00e4ndlich ans Ende des Walles oder zu einer Thor\u00f6ffnung desselben begeben.<a href=\"#fnref266\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn267\"><p>Hier ist die \u00dcberspannung schon mit gr\u00f6sseren Schwierigkeiten verbunden als beim Graben, bei welchem die Messschnur in der gew\u00f6hnlichen Weise von den beiden Gehilfen gespannt wird, die zu beiden Seiten desselben stehen. Hier ist dieses Verfahren nur dann anwendbar, wenn die Anh\u00f6he nicht mehr als 2 Ellen H\u00f6he hat. Zwei Ellen betr\u00e4gt n\u00e4mlich der Abstand zwischen der Herzgrube (Magengrube) und der Sohle eines mittelgrossen Mannes (Mechilta zu Ex. 16, 13 u. Sifre zu Num. 11, 31) Von der Fingerspitze bis zur Zehe misst ein mit hochgestrecktem Arm auf den Zehen stehender Mann \u00fcber 4 Ellen (Erubin 48 a); es k\u00f6nnte also auch die \u00dcberspannung eines 4 Ellen hohen H\u00fcgels ohne weiteres ausgef\u00fchrt werden, wenn die Gehilfen die Messschnur \u00fcber ihren K\u00f6pfen spannen. Ist das Hindernis aber h\u00f6her, so muss die Schnur an der Spitze zweier Stangen befestigt werden, von denen die eine diesseits desselben, die andere jenseits fest in der Erde steckt. Es ist klar, das bei diesem Verfahren das Hindernis nicht zu hoch sein darf, da die B\u00e4ume bekanntlich nicht in den Himmel wachsen. Es gilt als Regel: Wenn der Abhang einer Anh\u00f6he so schroff ist, dass man sich nach je 5 Ellen zur\u00fcckgelegten Weges um mehr als 10 Handbreiten (1 Elle = 6 Hdbr.) h\u00f6her befindet, mit anderen Worten: wenn die H\u00f6be mehr als \u2153 der B\u00f6schung betr\u00e4gt, so kann auf die \u00dcberspannung verzichtet und die Breite des Hindernisses nach ungef\u00e4hrer Sch\u00e4tzung bestimmt werden. Wird sie indessen auf mehr als 50 Ellen gesch\u00e4tzt, so kommt das am Schlusse der Mischna als \u00bbDurchstechung\u00ab bezeichnete und daselbst (Anm. 30) beschriebene Verfahren in Anwendung. Bei einer Basis von 50 Ellen aber kann die H\u00f6he im g\u00fcnstigsten Falle \u2014 d.\u00a0i. im gleichschenkengen Dreieck \u2014 nicht ganze 9 Ellen messen, ohne \u2153 der B\u00f6schung zu \u00fcbersteigen. [Bezeichnet man n\u00e4mlich den Schenkel (die B\u00f6schung) mit b, die H\u00f6he mit h und die halbe Basis (die sogenannte Anlage der B\u00f6schung) mit a, so ist nach dem Pythagor\u00e4ischen Lehrsatze \u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> identisch, so w\u00fcrde Babli gar zu sehr von Jeruschalmi und Tosefta abweichen, welche statt der 4 Ellen langen Schnur auch zum Durchstechungsverfahren die gew\u00f6hnliche Messschnur von 50 Ellen L\u00e4nge verwenden lassen.]<a href=\"#fnref267\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn268\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> eig. bew\u00e4hrt, erprobt, zuverl\u00e4ssig. So <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05de\u05d7\u05d9 \u05d2\u05d1\u05e8\u05d0 \u05d0\u05ea\u05de\u05d7\u05d9 \u05e7\u05de\u05d9\u05e2\u05d0<\/span> (Schabbat 61 b), der Mann hat sich bew\u00e4hrt, das Amulett als zuverl\u00e4ssig sich erwiesen. Das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d0<\/span> bedeutet schlagen. Deswegen kann man aber doch nicht mit Levy (chald. Wrtb. \u00fcber d.\u00a0Targ. II. 22b) <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d7\u05d5\u05d9\u05d9 \u05d2\u05d1\u05e8\u05d0<\/span> \u00bbJemand zu etwas pr\u00e4gen, schlagen\u00ab \u00fcbersetzen, ebensowenig wie man f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05de\u05d7\u05d9 \u05e7\u05de\u05d9\u05e2\u05d0<\/span> das \u00bbAmulet hat angeschlagen\u00ab wiedergeben d\u00fcrfte. Das Hebr\u00e4ische kennt weder den durchschlagenden Erfolg eines Heilmittels noch das Schlagen einer M\u00fcnze, vielweniger die Pr\u00e4gung eines Menschen. Ich erblicke in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span>, wenn nicht eine \u00dcbersetzung, so doch wenigstens ein Analogon des griechischen \u1f10\u03bd\u03c4\u03c1\u03b9\u03b2\u03ae\u03c2; der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> ist demnach ein \u00bbGeriebener,\u00ab aber nicht ganz in dem etwas anr\u00fcchigen Sinne, den das deutsche Wort im Volksmunde hat, sondern in dem Sinne, welchen ihm der Grieche beilegt, der damit den Begriff des Erfahrenen und Bewanderten, des Bew\u00e4hrten und Erprobten verbindet. Vermuthlich schwebt ihm dabei das Bild des Pr\u00fcfsteines vor; doch bezeichnet schon \u03c4\u03c1\u03af\u03b2\u03b5\u03c3\u03d1\u03b1\u03b9 (sich an etwas reiben) die eingehende Besch\u00e4ftigung mit einem Gegenstande, die zur Gewandtheit und Meisterschaft f\u00fchrt. Die Grundbedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span>, ist nun allerdings schlagen, stossen; aber von dieser Grundbedeutung zweigen sich mannigfache Nebenbedeutungen ab (hinanreichen, verhindern, weben, zerreiben, sich bew\u00e4hren, abwischen, accreditiren, vernichten und sogar: Sch\u00fcssel!), bei denen man mitunter M\u00fche hat einen verwandschaftlichen Zug herauszufinden. In <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05d7\u05d4 \u05e2\u05dc \u05db\u05ea\u05e3 \u05d9\u05dd \u05db\u05e0\u05e8\u05ea<\/span> (Num. 34, 11) bedeutet es: hinanreichen (eig. an Etwas stossen, im Rabbinischen: hindern, verwehren, (verk\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05de\u05d7\u05d0 \u05d1\u05d9\u05d3\u05d9\u05d4<\/span> \u2014 Dan. 4, 32 \u2014 auf die H\u00e4nde schlagen), im Aram\u00e4ischen: weben (vom Hinundherstossen des Weberschiffchens; vgl. das deutsche Einschlag!); ferner bedeutet es: zerschlagen, zerstossen, zerreiben, zerr\u00fchren (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05d7\u05d5<\/span> Schabbat 140a Z. 2 \u2014 Raschi: d\u00e9tremper), abreiben (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05d7\u05d4 \u05de\u05e9\u05e7\u05dc\u05d5\u05ea\u05d9\u05d5<\/span> Baba B. V, 10), abschaben (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d5\u05d9 \u05e7\u05e8\u05d1\u05d9\u05d5<\/span> Pesachim VI, 1), abwischen (den Mund, Spr. 30, 20), wegwischen (die Tr\u00e4nen Jes. 25,8), daher Geschriebenes ausl\u00f6schen durch Radiren, Verwischen (Num. 5, 23) oder Verreiben (der Wachstafel) und \u00fcbertragen: vernichten, (entweder nach Ex. 32, 32 oder nach 2. K\u00f6n. 21, 13 oder wie das deutsche \u00bbAufreiben\u00ab, das lat. conterere u. das gr. \u03c4\u03c1\u03af\u03b2\u03b5\u03b9\u03bd). In einer intimen Beziehung zur Sch\u00fcssel tritt uns der Stamm in dem Worte <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d7\u05d5\u05d9<\/span> entgegen, zu dessen etymologischer Erkl\u00e4rung man versucht w\u00e4re auf das biblische <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> hinzuweisen, welches aber schwerlich von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e8<\/span> (zerbr\u00f6ckeln, zerreiben), eher von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d0\u05e8<\/span> (arab. <span dir=\"rtl\">\u0641\u064e\u0627\u0631\u064e<\/span> kochen) abzuleiten ist; <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05b8\u05bc\u05e8\u05d5\u05bc\u05e8<\/span> w\u00e4re demnach aus <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05b8\u05bc\u05d0\u05b2\u05e8\u05d5\u05bc\u05e8<\/span> (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05b7\u05d0\u05b2\u05e4\u05d5\u05bc\u05e3<\/span>) contrahirt wie <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05b7\u05d9\u05c7\u05bc\u05d0\u05e6\u05b6\u05dc<\/span> (Num. 11, 25) aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05c7\u05e1\u05e8\u05b6\u05b9\u05ea ,\u05d5\u05b7\u05d9\u05b7\u05bc\u05d0\u05b2\u05e6\u05b5\u05dc<\/span> (Ez. 20, 37) aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b7\u05d0\u05b2\u05e1\u05e8\u05b6\u05b9\u05ea<\/span> Fessel und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b8\u05d7\u05b8\u05e8<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b7\u05d0\u05b2\u05d7\u05b8\u05e8<\/span> Folgezeit, Zukunft, morgen, nachher\u2014Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05de\u05d5\u05dc<\/span> (= <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea \u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05dc ;\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span>, arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u0627\u0644<\/span> sich neigen, ist sinnverwandt mit <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d4<\/span>) vorher, ehemals, gestern. Mit gr\u00f6sserm Recht d\u00fcrfte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d1\u05ea<\/span> zum Vergleich herbeigezogen werden, dessen Stamm ebenfalls \u00bbschlagen\u00ab bedeutet (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05e1 ,\u05d7\u05d1\u05d8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u062e\u0628\u0637<\/span>) Da nun <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d1\u05ea<\/span> zum R\u00f6sten von Mehlspeisen dient, <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> Backwerk bedeutet <span dir=\"rtl\">\u062e\u0628\u0632<\/span> im Arab. Brot und <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> im Rabbinischen eine Mehlspeise bezeichnet, andererseits das rabbinische <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05d7\u05d0<\/span> (Mehl) und vielleicht auch das bibl. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05de\u05d7<\/span> auf eine Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7<\/span> (zerreiben, zermahlen) zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, der auch unser Stammwort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> angeh\u00f6rt, so liegt es nicht fern, die Begriffe Pfanne und Sch\u00fcssel zu dem Worte Mehl in Beziehung zu bringen, so dass <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d7\u05d5\u05d9<\/span> ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d1\u05ea<\/span> ein Gef\u00e4ss zur Bereitung von Mehlspeisen w\u00e4re. Vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> Sch\u00fcssel von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> umr\u00fchren (arab. <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634<\/span> zerst\u00fcckeln, mahlen, <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634\u064a\u0634<\/span> grobes Mehl), an dessen Bedeutung ja auch die von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> anklingt. Auf dem Pr\u00fcfstein reiben heisst erproben, daher <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05de\u05d7\u05d9<\/span> gerieben werden s. v. a. sich bew\u00e4hren, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> erprobt, zuverl\u00e4ssig, Fachmann, <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d7\u05d4<\/span> als zuverl\u00e4ssig und vertrauensw\u00fcrdig erkl\u00e4ren, beglaubigen, accreditiren; so z. B. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d7\u05d5\u05d9\u05d9 \u05d2\u05d1\u05e8\u05d0 \u05dc\u05de\u05d7\u05d5\u05d9\u05d9 \u05e7\u05de\u05d9\u05e2\u05d0<\/span> \u2014 Schabbat 61b \u2014 eine Person, ein Amulet accreditiren, und im eigentlichen Sinne: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d7\u05d4\u05d5 \u05d0\u05e6\u05dc \u05d7\u05e0\u05d5\u05e0\u05d9<\/span> \u2014 Baba M. IX 12 \u2014 Jemand beim Kaufmann accreditiren. Weniger wahrscheinlich, aber immerhin denkbar ist ein Zusammenhang der Bedeutung \u00bbAccreditiren\u00ab mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> (markig, kraftvoll; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05b9\u05d7\u05b7<\/span> Mark <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b5\u05d7\u05c5\u05d9\u05dd<\/span> Vornehme, M\u00e4chtige und arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u062e<\/span> markig sein) in Jes. 25,6, sodass <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> fast gleichbedeutend w\u00e4re mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d7\u05d6\u05e7<\/span>, von welchem es sich nur durch eine feine Nuance unterscheidet (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d9\u05df \u05d0\u05e2\u05f4\u05dd \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05df \u05de\u05d5\u05d7\u05d6\u05e7\u05d9\u05df<\/span> \u2014 Chullin 3b), und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d7\u05d4<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d7\u05d6\u05d9\u05e7<\/span> einer Person od. Sache Kraft und Autorit\u00e4t verleihen, sie zu Ansehen und Anerkennung bringen, sich f\u00fcr sie verb\u00fcrgen, mit einem Worte: sie accreditiren. Sicher aber ist unser <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> nach der auch vom Aruch vertretenen Auffassung der \u00e4ltesten Erkl\u00e4rer, weiche in unserm <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> eine m\u00f6glichst glatte und ebene Strasse erblicken, und diese Bedeutung des Wortes sehr hinf\u00e4llig an <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05d7\u05d4 \u05e2\u05dc \u05db\u05ea\u05e3 \u05d9\u05dd \u05db\u05e0\u05e8\u05ea<\/span> anlehnen, von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> \u00bbReiben\u00ab abzuleiten (ein abgeriebener, d.\u00a0h. vielbetretener und dadurch geebneter Weg; vgl. das gr. \u03c4\u03c1\u03af\u03b2\u03bf\u03c2 und das lat. via trita) Nach dieser Auffassung bezeichnet <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df<\/span> den Ort, von dem aus die Messungen in Angriff zu nehmen sind; diese m\u00fcssen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> ausgehen und h\u00fcgeliges oder holperiges Terrain m\u00f6glichst vermeiden; ist aber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> ein Fachmann, so steht hier <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df<\/span> ausnahmsweise nach biblischem Sprachgebrauche (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e0\u05d5\u05ea \u05ea\u05d1\u05e2\u05ea\u05e0\u05d9<\/span> Ijjob 7, 14, <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05db\u05e8\u05ea \u2026 \u05de\u05de\u05d9 \u05d4\u05de\u05d1\u05d5\u05dc<\/span> Gen.\u00a09, 11 u. v. a. St.) f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d9\u05d3\u05d9<\/span>, welches im sp\u00e4tern Schrifttum in dieser Bedeutung fast alleinherrschend geworden ist und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df<\/span> vollst\u00e4ndig verdr\u00e4ngt hat. Nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05ea<\/span> bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> in ununterbrochen geradliniger Richtung, eine Auffassung, die nicht nur sprachlich (s. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span>), sondern auch sachlich (s. Anm. 32) auf Schwierigkeiten st\u00f6sst.<a href=\"#fnref268\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn269\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05dc\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05e8\u05d1\u05d4<\/span>, interpretirt die Gemara einschr\u00e4nkend. Man befolgt sogar die erweiterte Strecke. Das <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> ist entweder das <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> der Beziehung (man gehorcht dem Fachmann hinsichtlich der Strecke etc.) oder der von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df<\/span> abh\u00e4ngige und auf leblose Dinge \u00fcbertragene Dativ (man gehorcht gleichsam der erweiterten Strecke). Der Sinn ist nach Maimunis einfacher und leichtfasslicher Erkl\u00e4rung: Die Feststellungen des Sachverst\u00e4ndigen sind unter allen Umst\u00e4nden massgebend, also nicht nur da, wo er die Schabbatgrenze n\u00e4her ger\u00fcckt hat [<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05de\u05d9\u05e2\u05d8<\/span>], sondern sogar da, wo er sie weiter hinausger\u00fcckt hat, als es die Bewohner der Ortschaft, sei es auf Grund eigener Messungen, sei es auf Grund einer von Alters her eingeb\u00fcrgerten, auf Herkommen und \u00dcberlieferung beruhenden Praxis, erwartet hatten. Es sind indessen noch andere Erkl\u00e4rungen dieser Stelle m\u00f6glich, von denen wir die des grossen Talmuderkl\u00e4rers, des Kommentators \u03f0\u03b1\u03c4\u2019 \u1f10\u03be\u03bf\u03c7\u03ae\u03bd, nicht unterdr\u00fccken d\u00fcrfen. \u2014 Wie wir in der Einleitung Abs. 4 gezeigt haben, werden alle 4 Seiten des um das Weichbild der Ortschaft beschriebenen Rechtecks nach beiden Richtungen um 2000 Ellen verl\u00e4ngert; es werden also, um z. B. die Nordgrenze des Schabbatbezirks festzustellen, sowohl vom \u00f6stlichsten Punkte A als auch vom westlichsten Punkte B 2000 Ellen nach Norden gemessen und die freien Endpunkte C und D durch eine Gerade verbunden. Dadurch wird \u00fcber die Genauigkeit der Messungen eine ebenso einfache wie zweckm\u00e4ssige Controlle geschaffen. Stellt sich nun heraus, dass AC und BD auf der Verbindungslinie CD nicht senkrecht stehen, diese also der Nordseite des Rechtecks nicht parallel l\u00e4uft, so wird dieses offenbar auf irgend einer Ungenauigkeit beruhende Versehen nicht durch Verk\u00fcrzung derjenigen Geraden berichtigt, welche mit CD einen spitzen Winkel bildet, sondern durch eine entsprechende Verl\u00e4ngerung ihrer Parallele, weil wir die Schuld den Gehilfen zuschreiben, welche an der einen Stelle die Schnur nicht geh\u00f6rig gespannt haben mochten, wodurch die Linie, welche mit CD einen stumpfen Winkel bildet, zu kurz bemessen wurde. Und selbst wenn das Versehen dem Fachmann zuzurechnen w\u00e4re, welcher bei der Verl\u00e4ngerung irgend einer Seite des Rechtecks vielleicht nicht ganz genau die einzuschlagende Richtung innegehalten hat, so m\u00fcsste dennoch die Frage, ob die scheinbar k\u00fcrzere, oder die scheinbar l\u00e4ngere Linie richtiger gemessen ist, zu Ungunsten jener entschieden werden, welche ja nur darum k\u00fcrzer erscheint, weil sie eben auf AB nicht senkrecht steht, w\u00e4hrend die scheinbar l\u00e4ngere Linie, sofern sie auf AB senkrecht steht, in Wahrheit die k\u00fcrzeste ist, welche zwischen AB und ihrer Parallele gezogen werden kann. Liegt aber die Schuld an der ung\u00fcnstigen Bodenbeschaffenheit der einen Seite, welche das Durchstechungsverfahren notwendig machte und dadurch das Ergebnis der dort ausgef\u00fchrten Messungen beeintr\u00e4chtigte, so ist das Ergebnis der anderen Seite, auf welcher keine oder nur geringe Hindernisse zu \u00fcberwinden waren, erst recht als das genauere und daher allein massgebende anzusehen. [Unerkl\u00e4rlich ist, wie <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05f4\u05e9 ,\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> dies \u00fcbersehen und in ihrer Polemik gegen Raschi die Behauptung aufstellen konnten, dass auch dem durch ung\u00fcnstige Bodenverh\u00e4ltnisse beeintr\u00e4chtigten Ergebnisse der einen Seite Rechnung zu tragen ist. Diese Behauptung ist allerdings eine Konsequenz der Auffassung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span>, welche Tosafot und Rosch dem <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05ea<\/span> in den Mund legen (anders wird dessen Erkl\u00e4rung von <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> dargestellt), befindet sich aber allem Anscheine nach im Widerspruche mit dem Talmud. Dieser sagt ja ausdr\u00fccklich, dass das Durchstechungsverfahren nur dann stattfindet, wenn sich bis zur Schabbatgrenze keine Stelle findet, an welcher \u00fcber das Hindernis einfach hinweggemessen werden kann (s. Anm. 25); hier aber ist eine solche Stelle schon auf der andern Seite der Ortschaft vorhanden, wie das g\u00fcnstigere und unstreitig genauere Ergebnis der dort vorgenommenen Messung zeigt. Und ferner! Die Gemara interpretiert ganz allgemein und f\u00fcr alle F\u00e4lle: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05d0\u05e3 \u05dc\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05e8\u05d1\u05d4<\/span>. Wie aber, wenn auf keiner Seite erhebliche Hindernisse irgend welcher Art zu sehen sind und dennoch die Resultate differiren? Soll man auch dann dem minder g\u00fcnstigen Ergebnis Rechnung tragen? Aus welchem Grunde? Es ist ja wahr \u2014 die Auffassung Raschi\u2019s, so richtig sie an sich ist, so ungeschmeidig f\u00fcgt sie sich dem Rahmen der talmudischen Diskussion ein. Die Gemara hat offenbar unsere Mischnastelle anders aufgefasst als Raschi; anders auch als <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05f4\u05e9 ,\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span>, deren Auslegung die Schwierigkeiten, wie wir gesehen haben, nicht hebt, sondern erh\u00f6ht, vielleicht aber wie Maimonides, dessen Erkl\u00e4rung wir in unserer \u00dcbersetzung gefolgt sind.]<a href=\"#fnref269\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn270\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d9\u05d5\u05ea\u05e8 \u05de\u05de\u05e8\u05ea \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> f\u00fcgt die Gemara auch hier einschr\u00e4nkend hinzu (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d7\u05e8<\/span>) <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05d4 \u05dc\u05d0\u05d7\u05d3 \u05d5\u05de\u05e2\u05d8 \u05dc\u05d0\u05d7\u05d3<\/span> fasst sie auf, als st\u00fcnde: (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8<\/span>) <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d0\u05d7\u05d3 \u05d5\u05de\u05e2\u05d8 \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>, ohne jedoch eine Text\u00e4nderung vorzunehmen. Sie sagt nicht <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e0\u05d9<\/span>, ja nicht einmal <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05d9 \u05e7\u05ea\u05e0\u05d9<\/span>, sondern nur <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05d9 \u05e7\u05d0\u05de\u05e8<\/span> [vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05f4\u05e7<\/span> 118a Z.7 !<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d5\u05e7 \u05d5\u05ea\u05e9\u05db\u05d7<\/span>]. Auch hier gehen die Erkl\u00e4rungen weit auseinander. Raschi und Maimonides meinen: Wenn ein Fachmann den Schabbatbezirk weiter ausgedehnt hat als ein anderer, so h\u00f6rt man auf jenen, falls der Unterschied nicht gr\u00f6sser ist als die Differenz zwischen der Diagonale und der Seite eines Quadrats, dessen Diagonale 2000 Ellen misst, weil in diesem Falle angenommen werden kann, dass derjenige, welcher das geringere Ergebnis erzielt hat, die 2000 Ellen nicht wie vorgeschrieben in der Verl\u00e4ngerung der Seiten des um die Ortschaft beschriebenen Rechtecks (s. Einl. Abs. 4) gemessen hat, sondern irrt\u00fcmlicherweise in der Verl\u00e4ngerung seiner Diagonalen. Dass diese Deutung sich in die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d5\u05db\u05e8\u05f3<\/span> nicht hineinlegen l\u00e4sst, erkl\u00e4rt Raschi in seiner liebensw\u00fcrdigen Offenheit und Bescheidenheit frei und unumwunden selbst. Doch davon abgesehen! Ist es schon an sich sehr gewagt, einem sachverst\u00e4ndigen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05de\u05d7\u05d4<\/span> einen solchen Irrtum, ja einen solch unverzeihlichen Verstoss gegen eine klare Vorschrift zuzutrauen, so ist es geradezu undenkbar, dass man sich bei einer so k\u00fchnen und bedenklichen Annahme ohne Weiteres beruhigen soll, da es doch so leicht ist, durch eine Anfrage bei dem Fachmanne, der zuletzt gemessen hat \u2014 und das ist nach der Reihenfolge in der Mischna gerade derjenige, welcher das geringere Ergebnis erzielte \u2014 \u00fcber diesen Punkt Gewissheit zu erlangen. Wie endlich, wenn der Unterschied beider Ergebnisse, welcher nach der daf\u00fcr ersonnenen Erkl\u00e4rung jedesmal genau so viel betragen m\u00fcsste, als die Differenz zwischen der Seite und der Diagonale des erw\u00e4hnten Quadrates, kaum die H\u00e4lfte, kaum ein Drittel derselben betr\u00e4gt? Wie erkl\u00e4rt man sich dann den Mangel an \u00dcbereinstimmung? Diese Schwierigkeiten vermeidet nur zum Teil die Erkl\u00e4rung des R. Chananel, nach welcher die Gemara sagen will, dass der Unterschied der Ergebnisse nicht mehr betragen darf als die Diagonale der Ortschaft; unter dieser Voraussetzung k\u00f6nne man annehmen, dass zur Zeit, als der erste Fachmann die Schabbatgrenzen feststellte, die Ortschaft nur wenige H\u00e4user z\u00e4hlte, und zwar \u2014 um ein Beispiel anzuf\u00fchren \u2014 im S\u00fcdwesten, sp\u00e4ter aber sich von hier aus immer weiter nach Osten wie nach Norden ausdehnte, so dass der jetzige Nordosten ihres Weichbildes fast um die ganze Diagonale derselben von dem ehemaligen entfernt ist, weshalb der zweite Fachmann, welcher den Markstein des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> im Nordosten um die L\u00e4nge dieser Diagonale weiterr\u00fcckte, vollkommen im Rechte war. Diese Annahme ist nat\u00fcrlich nur dann haltbar, wenn die Feststellungen des ersten Fachmannes vor undenklichen Zeiten stattgefunden haben. Ferner sind bei dieser Erkl\u00e4rung immer die Ergebnisse desjenigen massgebend, welcher zuletzt gemessen hat. Das ist, worauf wir schon einmal hingewiesen haben, in unserer Mischa der, welcher das geringere Ergebnis erzielt hat. Es m\u00fcsste also anstatt <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05dc\u05de\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> gerade <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05dc\u05d6\u05d4 \u05e9\u05de\u05e2\u05d8<\/span> heissen, oder doch wenigstens \u2014 wenn man schon auf die Gruppirung der Gegens\u00e4tze kein so grosses Gewicht legen will \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05dc\u05d0\u05d7\u05e8\u05d5\u05df <\/span>, da es doch garnicht darauf ankommt, wer mehr und wer weniger Ellen erzielt hat, sondern einzig und allein darauf, wer zuerst und wer zuletzt gemessen hat. Keineswegs ist <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05dc\u05de\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> am Platze, welches so, wie es hier steht, zu den sch\u00f6nsten Missverst\u00e4ndnissen, ja Missdeutungen berechtigt. Auch die einschr\u00e4nkende Bemerkung der Gemara ist nach dieser Auffassung nicht gut stylisirt R. Ch. st\u00fctzt sich allerdings auf eine Lesart, welche das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> \u00e4ndert. Was damit gewonnen ist, war ich jedoch zu ergr\u00fcnden leider nicht im Stande. Wenn er nach der Darstellung in Tosafot und Rosch der Ansicht ist, dass der zweite Fachmann soviel hinzuf\u00fcgen darf, als die Ortschaft in ihrer Diagonale misst, so ist <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> viel richtiger als <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dc\u05d1\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>. [Eine abweichende Darstellung seiner Ansicht in <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05e9\u05d9 \u05d4\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> rechtfertigt zwar die Notwendigkeit dieser Text\u00e4nderung, fordert aber, da sie in einer Verquickung der Ansicht Raschis und Maimunis mit der Darstellung in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05f4\u05e9<\/span> besteht, zu all den anderen Einwendungen auch noch die gegen Raschi und Maimonides geltend gemachten s\u00e4mmtlich heraus]. Dagegen scheint mir sowohl <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05ea\u05e8<\/span> als <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05ea<\/span> \u00fcberfl\u00fcssig und das ungelenke \u1f10\u03bd \u03b4\u03b9\u1f70 \u03b4\u03c5\u03bf\u03af\u03bd in <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d5\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> schier unertr\u00e4glich; es h\u00e4tte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d1\u05d4 \u05de\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05df \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 <\/span> stehen m\u00fcssen. Wie der Text nun einmal lautet, k\u00f6nnen die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d9\u05d5\u05ea\u05e8 \u05de\u05de\u05d3\u05ea \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> kaum anders als so \u00fcbersetzt werden: Nur darf er nicht (irgend eine Strecke des Schabbatbezirkes) mehr vergr\u00f6ssern, als das Maass der Ortschaft durch ihre Diagonale (vergr\u00f6ssert wird). Wie der Talmud bei seinen Zeitbestimmungen nach Tagesstunden stets an den Normaltag denkt, der genau 12 Stunden hat, so schwebt ihm auch bei seinen Maassbestimmungen in unserm Kapitel stets eine Normalortschaft vor, welche rings im Kreise von einer Mauer umgeben ist, deren Durchmesser 2000 Ellen betr\u00e4gt. Das geht klar und unbestreitbar aus Erubin 56b hervor. Unter dem <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05db\u05e1\u05d5\u05df \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> ist die Diagonale des diesem Kreise umschriebenen Quadrates zu verstehen. Dieselbe ist nach dem Pythagor\u00e4ischen Lehrsatz (s. Einl. Abs. 4) um \u05d4\u05d4\u05d3\u05d9\u05d5\u05d8 \u05e9\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d5\u05de\u05e2\u05d9\u05df \u05dc\u05d5<\/span>.<a href=\"#fnref270\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn271\"><p>In die Verschmelzung der H\u00f6fe und Strassen zu einer einzigen <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> (Einl. Abs. 1). Dieser pl\u00f6tzliche \u00dcbergang von der Verschmelzung der Schabbatbezirke, von welcher die letzten Kapitel handelten, und von welcher bald wieder die Rede sein wird, ist recht auffallend. Den Schl\u00fcssel zu diesem R\u00e4tsel gibt uns die Tosefta an die Hand. Die Tosefta ist bekanntlich eine Baraitasammlung, d.\u00a0i. eine Sammlung solcher Halachot, welche von der Aufnahme in die Mischna ausgeschlossen wurden. Dort heisst es gegen Anfang des 5. Kapitels: Einer \u00f6ffentlichen Ortschaft, welche ver\u00f6det ist, sich aber Mauerreste von 10 Handbreiten H\u00f6be erhalten hat, gew\u00e4hrt man, obgleich die Form der Eing\u00e4nge (eine Oberschwelle \u00fcber 2 Pfosten) nirgends zu erkennen ist, dennoch ein Weichbild (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> Einl. Abs. 4) wie jeder anderen Ortschaft (statt <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e2\u05d9\u05df<\/span> ist <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> zu lesen). Daran kn\u00fcpft sich in unmittelbarem Anschluss eine mit unserer Mischna verwandte und dieselbe erg\u00e4nzende Bestimmung \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05d5\u05e0\u05e2\u05e9\u05d9\u05ea \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> Es ist nun anzunehmen, dass in der Mischnasammlung des R. Me\u00efr jene Toseftastelle (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05e9\u05d7\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d5\u05e0\u05e9\u05ea\u05d9\u05d9\u05e8\u05d5 \u05d1\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05d3\u05d9\u05d5\u05ea \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4\u05d5\u05ea \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05e6\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dd \u05e0\u05db\u05e8\u05d9\u05dd \u05d4\u05e8\u05d9 \u05d6\u05d5 \u05de\u05ea\u05e2\u05d1\u05e8\u05ea \u05dc\u05d4\u05d9\u05d5\u05ea \u05db\u05e2\u05d9\u05e8<\/span>) noch gestanden hat, an welche sich dann unsere Mischna anschloss. Das Bindeglied bildet die Unterscheidung zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>. Zwar meint der Verfasser des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05ea \u05d1\u05db\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>, dass in der angef\u00fchrten Toseftastelle <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> nicht buchst\u00e4blich zu nehmen ist; doch ist zu einer solchen Annahme keinerlei Grund vorhanden. Ein <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> wird selbst nach R. Me\u00efr (M. 2.) nur einer Ortschaft gew\u00e4hrt, nicht aber einem einzelnen Hause. War daher die ver\u00f6dete Ortschaft nur Privateigentum, so hat sie jetzt, wo sie in Tr\u00fcmmern liegt, doch h\u00f6chstens den Charakter eines einzelnen Hauses. War sie aber ehemals \u00f6ffentliches Eigentum, so beh\u00e4lt sie den Charakter einer Ortschaft so lange, als noch Mauerreste von 10 Handbreiten H\u00f6he vorhanden sind. Sie hat somit auch jetzt noch auf einen <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> Anspruch. Wenigstens nach R. Me\u00efr, welcher dieses Anrecht einer jeden Ortschaft zuerkennt. Nun hat aber R. Juda han-Nasi, als er die Mischnasammlung abschloss, der Meinung des R. Me\u00efr die abweichende Ansicht Anderer gegen\u00fcbergestellt, welche einer einzelnen Ortschaft, und w\u00e4re sie auch Gemeindeeigentum und noch so bev\u00f6lkert, dieses Anrecht ganz und gar absprechen. Und da er diese Anderen unter der Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd<\/span> einf\u00fchrt, so Teilt er offenbar ihre Meinung. Er musste mithin die Stelle \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05e9\u05d7\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> wegen ihrer Schlussworte (s. Anm. 42) aus seiner Sammlung ausschliessen, und so blieb denn unsere Mischna allein zur\u00fcck, verwaist und vereinsamt, ihres Anhanges beraubt \u2014 ein Fremdling in dieser Umgebung. (s. auch Anm. 46)<a href=\"#fnref271\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn272\"><p>Weil man sonst im Laufe der Jahre leicht vergessen k\u00f6nnte, dass man alles das, was nicht zur Kleidung geh\u00f6rt, nur in Folge des \u2018Erub aus den H\u00e4usern in die H\u00f6fe und Strassen und aus diesen in die H\u00e4user tragen darf, dass dies aber, wenn der \u2018Erub unwirksam geworden oder wo \u00fcberhaupt kein solcher existirt, unstatthaft ist.<a href=\"#fnref272\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn273\"><p>Der Gegensatz w\u00e4re: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d0 \u05e2\u05d5\u05e9\u05d9\u05df \u05d7\u05d5\u05e6\u05d4 \u05dc\u05d4<\/span>. Das k\u00f6nnte jedoch so aufgefasst werden, als m\u00fcsste ein Teil der Ortschaft selbst vom \u2018Erub ausgeschlossen bleiben. Die Mischna will aber sagen, dass man sie auch in ihrer Gesammtheit in den \u2018Erub hineinziehen kann, wenn man will. Es gen\u00fcgt, wenn man ausserhalb derselben eine kleine, wenn auch selbstst\u00e4ndige Ortschaft errichtet, welche an dem \u2018Erub nicht Teil nimmt. Tats\u00e4chlich war Chadascha eine solche Ortschaft, welche den sogenannten <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05d5\u05e8<\/span> f\u00fcr die grosse Nachbargemeinde bildete.<a href=\"#fnref273\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn274\"><p>M\u00e4nner, Frauen und Kinder.<a href=\"#fnref274\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn275\"><p>Bei Anbruch des Schabbat.<a href=\"#fnref275\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn276\"><p>Wenn dieser nicht im Schabbatbezirke seines Hauses liegt.<a href=\"#fnref276\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn277\"><p>Wenn dieses nicht im Schabbatbezirke seines \u2018Erub liegt.<a href=\"#fnref277\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn278\"><p>Unter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> ist nach R. Me\u00efr in M. 2 der <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> zu verstehen; nach den <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd<\/span> daselbst bezeichnet <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> nur die in M. 1 aufgez\u00e4hlten und \u00e4hnliche Baulichkeiten in der N\u00e4he einer Ortschaft. |Hier st\u00f6sst also die im <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> (Hil. Sabb. 28,1) aufgestellte Behauptung, dass nach allgemeinem Sprachgebrauche <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> identisch ist, auf erhebliche Schwierigkeiten. Und wenn wir dennoch beide Begriffe selbst in der oben, Anm 35, besprochenen Toseftastelle identificirten, wo wir uns nicht mit der zur Norm erhobenen Ansicht des R. Me\u00efr decken konnten, so geschah es nur im Hinblick auf den sonst \u00fcberfl\u00fcssigen Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d9\u05d5\u05ea \u05db\u05e2\u05d9\u05e8<\/span>.]<a href=\"#fnref278\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn279\"><p>Das Weichbild ist ja ein integrirender Bestandteil der Ortschaft, der eigentliche Schabbatbezirk beginnt erst jenseits desselben, ein \u2018Erub an dieser Stelle hat also gar keinen Sinn. Unter \u2018Erub ist nat\u00fcrlich auch hier die \u2018Erubspeise zu verstehen; s. K. III, Anm. 21. Der Zusammenhang mit dem vorhergehenden Satze ergibt sich aus der uns in ihm entgegentretenden Bestimmmung, dass der \u2018Erub keine Wirkung hat, welchen jemand f\u00fcr mich an einer Stelle niederlegt, von der ich bei Anbruch der Abendd\u00e4mmerung mehr als 2000 Ellen entfernt bin, dass also \u2014 wenn wir diese Bestimmung verallgemeinern \u2014 der \u2018Erub in dem Augenblicke, in welchem er in Wirkung treten soll, auch erreichbar sein muss, und mithin ungiltig ist, wenn er ausserhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> unseres Wohnortes sich befindet. Dazu bildet nun unser Satz das Gegenst\u00fcck. Dieser \u2018Erub, welcher im Weichbilde der Ortschaft niedergelegt wurde, ist ebenso wirkungslos als jener, welcher jenseits ihrer Schabbatgrenze niedergelegt wurde; g\u00fcltig ist nur der, welcher ausserhalb des Weichbildes, aber innerhalb des Schabbatbezirkes liegt, wovon der folgende Satz handelt.<a href=\"#fnref279\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn280\"><p><span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist hier ausnahmsweise nicht der Schabbatbezirk. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d0<\/span>, syr. <span dir=\"rtl&quot;\">\u072c\u071a\u073d\u0718\u0721\u0733\u0710<\/span> ist n\u00e4mlich die aram. Uebersetzung des hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05d5\u05dc<\/span> und bedeutet wie dieses schlechthin sowohl Grenze als Gebiet. Im rabbinischen Schriftthum bezeichnet das Wort allerdings vorzugsweise, ja fast ausschliesslich die Sabbatgrenze oder den Sabbatbezirk. Dennoch ist dieser Ausdruck hier gew\u00e4hlt, um anzudeuten, dass es nicht gen\u00fcgt, wenn der \u2018Erub ausserhalb des Weichbildes liegt; derselbe muss vielmehr ganz ausserhalb des mit R\u00fccksicht auf die Feststellung der Sabbatgreuze zu beschreibenden Rechtecks (Einl. Abs. 4) niedergelegt werden. Dieses um das Weichbild gezeichnete und das Gebiet der Ortschaft erweiternde Rechteck heisst der Ortsbezirk und wird hier <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> genannt, weil es der Figur des Sabbatbezirks vollkommen \u00e4hnlich ist und genau in dessen Mitte so liegt, dass seine Seiten den Sabbatgrenzen parallel laufen, w\u00e4hrend das Weichbild (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>) eine meist unregelm\u00e4ssige Figur darstellt (Einl. das.), deren Mitelpunkt nur selten mit dem des Sabbatbezirkes zusammenf\u00e4llt.<a href=\"#fnref280\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn281\"><p>Mit anderen Worten: Sein \u2018Erub tritt in Kraft. Wo dieser sich befindet, dort ist sein Sabbatwohnsitz, dort der Mittelpunkt seines Sabbatbezirkes; von hier aus darf er nach jeder der vier Himmelsrichtungen 2000 Ellen weit gehen. Ausserdem gew\u00e4hrt man ihm eine Fl\u00e4che von 4 Ellen im Geviert als Sabbatwohnsitz (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span>), so dass sein Sabbatbezirk, genau genommen, eine Fl\u00e4che von 4004 Ellen im Geviert darstellt. Liegt innerhalb desselben eine Ortschaft, so wird ihm der Weg durch dieselbe [s. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05f4\u05d5\u05ea \u05e0\u05d5\u05f4\u05d1 \u05de\u05f4\u05d1 \u05e1\u05f3 \u05d2\u05f3<\/span>] nur f\u00fcr 4 Ellen angerechnet. Misst also sein \u00bbOrtsbezirk\u00ab z. B. 1000 Ellen in der Richtung von Ost nach West, so dass er in dieser Richtung im Ganzen 5000 Ellen gehen d\u00fcrfte, und hat er seinen \u2018Erub im Osten desselben, und zwar in einer Entfernung von 1004 Ellen niedergelegt, so darf er sich nach dieser Himmelsrichtung 3004, nach Westen aber nur 996 Ellen [nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05d9\u05d5\u05e0\u05ea\u05df \u05d4\u05db\u05d4\u05df<\/span> 1000 Ellen. Der Weg durch die Ortschaft, meint er, wird ihm nicht einmal f\u00fcr 4 Ellen angerechnet. Dann w\u00e4re aber <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05d4 \u05e9\u05e0\u05e9\u05db\u05e8 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3<\/span> doch nicht buchst\u00e4blich zu nehmen, und die Gemara k\u00f6nnte wieder fragen: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0 \u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3 \u05d0\u05d5\u05ea\u05d4 \u05d0\u05de\u05d4 \u05d5\u05de\u05e9\u05ea\u05db\u05e8 \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea<\/span>! S. auch Tosafot z. St.\u00a0s. v. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d0\u05df<\/span>] von seinem Wohnorte entfernen. Die ihm gestattete Strecke misst daher einschliesslich des Weges durch den Ortsbezirk nach wie vor 5000 Ellen. Die 1004 Ellen, die er im Osten gewinnnt, b\u00fcsst er im Westen wieder ein. Gewinn und Verlust betragen stets genau so viel, als die Entfernung des \u2018Erub vom Wohnorte, und heben einander auf, sofern nur die Ortschaft wie im angef\u00fchrten Beispiele vollst\u00e4ndig im Sabbatbezirk des \u2018Erub liegt. Ist dies nicht der Fall, so ist der Verlust um die ganze L\u00e4nge, bez. Breite des Ortsbezirkes gr\u00f6sser als der Gewinn, weil dann der Weg durch die Ortschaft nicht mit 4, sondern mit der vollen Zahl seiner Ellen in Anrechnung gebracht wird. Liegt z. B. sein \u2018Erub auch nur 1 Elle jenseits der Ostgrenze des Ortsbezirkes und ist diese von dem letzten Hause des Westendes [<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05df \u05e2\u05db\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05d7\u05de\u05d9\u05e8<\/span>] auch nur 2003 Ellen entfernt, so darf er sich nach Osten zwar 2001 Elle. nach Westen aber auch nicht einen Schritt von seinem Wohnorte entfernen. Noch mehr! Er darf nicht einmal die Ortschaft zu Ende gehen, sondern nur so weit, als die Sabbatgrenze seines <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> sich nach Westen hin erstreckt, also nur bis zum letzten Hause. Und wenn in diesem seine eigene Wohnung sich befindet, so darf er nicht einmal zu den Seinigen mehr am Sabbat zur\u00fcckkehren. W\u00e4hrend er fr\u00fcher durch die ganze L\u00e4nge bez. Breite des Ortsbezirkes und ausserdem noch je 2000 Ellen nach Osten wie nach Westen gehen durfte, sind ihm jetzt nach beiden Richtungen zusammen nicht mehr als 4004 Ellen gestattet; er gewinnt somit durch seinen \u2018Erub nur eine Elle im Osten, verliert dagegen im Westen dadurch, dass ihm der Weg durch die Ortschaft in Anrechnung gebracht wird, fast so viel (nur 3 Ellen weniger), als die Entfernung zwischen der Ost- und der Westgrenze des Ortsbezirks betr\u00e4gt. [<span dir=\"rtl\"> \u05de\u05e9\u05ea\u05db\u05e8 \u05d0\u05d5\u05ea\u05d4 \u05d0\u05de\u05d4 \u05d5\u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3 \u05d0\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05db\u05d5\u05dc\u05d4 \u05e9\u05de\u05d3\u05ea \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e2\u05d5\u05dc\u05d4 \u05dc\u05d5 \u05d1\u05de\u05e8\u05ea \u05d4\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span>. Man h\u00fcte sich, diesem Satze, welcher f\u00fcr das gew\u00e4hlte Beispiel allerdings zutreffend ist, eine allgemeinere Wendung zu geben, als ob unter allen Umst\u00e4nden dem Gewinne, welcher der Entfernung des \u2018Erub von der Ortsgrenze gleichkommt, kein gr\u00f6sserer Verlust gegen\u00fcberst\u00fcnde, als der Weg durch die Ortschaft. Das w\u00e4re ein Irrthum. Liegt der \u2018Erub z. B 1000 Ellen von der Ortsgrenze entfernt, so gewinnt man in der einen Richtung h\u00f6chstens 1004 Ellen, verliert aber in der entgegengesetzten Richtung nicht nur soviel Ellen, als die L\u00e4nge, bez. Breite des Ortsbezirkes misst, sondern ausserdem noch 1000 Ellen. Als allgemeine Regel m\u00fcsste der Satz so lauten, wie wir ihn oben in gesperrter Schrift formulirt haben, hebr\u00e4isch etwa: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d3\u05d5 \u05d9\u05d5\u05ea\u05e8 \u05e2\u05dc \u05e9\u05db\u05e8\u05d5 \u05db\u05de\u05d3\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05db\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>. In dieser Fassung gilt der Satz auch vom Verh\u00e4ltnis des Verlustes zum Gewinne hinsichtlich des Fl\u00e4chenraumes. Hat der Ortsbezirk z. B. 5000 Ellen im Geviert, und liegt der \u2018Erub so, dass sein Sabbatbezirk sich nach keiner Himmelsrichtung \u00fcber die letzten H\u00e4user der Ortschaft hinaus erstreckt, so misst der Sabbatbezirk des Wohnortes 9000 Ellen im Geviert, der des \u2018Erub dagegen nur 4004; es beziffert sich also der reine Verlust auf 4996 Ellen im Geviert, d.\u00a0i. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05de\u05d3\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05db\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> nahezu der Fl\u00e4chenraum der ganzen Ortschaft. \u2014 So nach Maimonides, R. Ascher und Karo. Nach anderen Autorit\u00e4ten ist ihm auch dann, wenn das Ende seines Wohnortes mehr als 2004 Ellen von seinem \u2018Erub entfernt ist, der Weg durch die ganze Ortschaft gestattet; er b\u00fcsst also nur die 2000 Ellen ein, welche er sonet noch \u00fcber die Ortsgrenze hinaus gehen durfte. Demnach h\u00e4tte aber die oben angef\u00fchrte Baraita nicht sagen sollen: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3 \u05d0\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8<\/span>, sondern: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05ea\u05db\u05e8 \u05d0\u05d5\u05ea\u05d4 \u05d0\u05de\u05d4 \u05d5\u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span>. Was dagegen im Bet Josef (I, 408), welcher zu den Vertretern dieser Ansicht auf Grund einer in einem andern Werke gefundenen Notiz auch Raschi z\u00e4hlt (merkw\u00fcrdigerweise ohne die Stelle in Raschi selbst nachzuweisen; sie findet sich in \u2018Erubin 38b u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d0\u05d3\u05dd \u05e9\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df<\/span>), gegen diese Lehrmeinung angef\u00fchrt wird, ist bereits in den Tosafot z. St.\u00a0s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05dc\u05d5<\/span> widerlegt, aus denen klar hervorgeht, dass in dem Satze <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4 \u05de\u05d5\u05d3\u05d3 \u05d5\u05d1\u05d0 \u05d5\u05db\u05dc\u05ea\u05d4 \u05de\u05d3\u05ea \u05d1\u05d7\u05e6\u05d9 \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d0\u05d9\u05df \u05dc\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d7\u05e6\u05d9 \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> die Auffassung <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05dc\u05df \u05d1\u05d4<\/span>, welche sich vermuthlich darauf st\u00fctzt, dass es nicht <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4 \u05de\u05d5\u05d3\u05d3 \u05d5\u05d4\u05d5\u05dc\u05da <\/span> heisst, keineswegs auf festem Grunde ruht. Andererseits kann auch die Stelle in \u2018Erubin 73a, durch welche die Tosafot diese Ansicht st\u00fctzen wollen, gegen die Gegner derselben nicht als Einwand geltend gemacht werden, da zu den Worten <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e8\u05d9 \u05e0\u05d5\u05ea\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5 \u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> ohne Bedenken <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d9\u05ea\u05d5<\/span> ebeneo gut als <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5<\/span> erg\u00e4nzt werden kann. Ueberdies steht in unseren Ausgaben <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea\u05d5\u05da \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> und nicht <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span>. S. auch Anm. 47.]<a href=\"#fnref281\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn282\"><p>Eine Antwort wird auf diese Frage nicht gegeben, deren Auffindung vielmehr dem Nachdenken des Lesers \u00fcberlassen. Die Mischna ist kein ausf\u00fchrliches Lehrbuch, sondern ein kurzgefasstes Compendium, gewissermassen ein Leitfaden, den der Lehrer bei seinem Vortrage benutzen und im lebendigen Gedankenaustausch (Gemara) seinen Sch\u00fclern erkl\u00e4ren soll. Nach dem, was wir in der vorigen Anm. gesagt haben, ist die Antwort leicht zu finden. Da der Fl\u00e4chenraum einer Ortschaft, welche ganz innerhalb unseres \u2018Erub liegt, nur f\u00fcr 4 Ellen im Geviert angerechnet wird, so d\u00fcrfen die Bewohner der grossen Ortschaft die kleinere ganz durchwandern, wenn das entferntere Ende der letztern nicht mehr als 2000\u20142828 Ellen (s. Anm. 33) von der ihr zu n\u00e4chstliegenden Ortsgrenze der erstern absteht; nicht aber d\u00fcrfen die Bewohner der kleinern Ortschaft bis zum Ende der gr\u00f6ssern gehen, sondern nur so weit, als ihr Schabbatbezirk in dieselbe hineinreicht. Von der Voraussetzung, dass die kleinere Ortschaft vollst\u00e4ndig im <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> der gr\u00f6ssern liegt, steht freilich in der Mischna kein Wort, und man k\u00f6nnte einwenden, dass somit die Hauptsache fehlt. Vielleicht aber schloss sich unsere Mischna in einer der \u00e4lteren Sammlungen unmittelbar an M. 6 an, in der die Schlussworte von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e9<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span>, welche eine Meinungsverschiedenheit j\u00fcngerer Lehrer \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d7\u05d3\u05e9\u05d4<\/span> enthalten, einer sp\u00e4tern Mischnaredaction angeh\u00f6ren k\u00f6nnen. Wir haben bereits erw\u00e4hnt (Anm. 37), dass die winzige Ortschaft Chadascha in der N\u00e4he einer grossen Ortschaft lag; vermuthlich war sie mehr als 141\u2153 Ellen (s. M. 2) von derselben entfernt. An die Bestimmung, dass ein \u00f6ffentliches Gemeinwesen nur dann vollst\u00e4ndig in den \u2018Erub hineingezogen werden darf, wenn sich in der N\u00e4he eine Ortschaft wie Chadascha befindet, kn\u00fcpft nun die Mischna die Bemerkung, dass die Bewohner der grossen wohl die kleine, nicht aber die Bewohner dieser Ortschaft jene ganz durchwandern d\u00fcrfen. Somit l\u00f6st sich auch die Schwierigkeit, wie M. 6 \u00fcberhaupt in diesen Zusammenhang geh\u00f6rt. M 7 mochte bei einer sp\u00e4tern Redaction eingeschoben worden sein, nicht so sehr wegen der \u00e4ussern Aehnlichkeit, welche zwischen dem ersten Teil der 7. und dem zweiten der 8. Mischna hinsichtlich des Satzbaues besteht, als vielmehr wegen der innern Zusammengeh\u00f6rigkeit dieser Halachot, deren Gedankengang wir kurz wiederholen wollen: 1. Ein \u2018Erub ausserhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist wirkungslos. 2. Desgleichen ein \u2018Erub innerhalb des Ortsbezirks. 3. Liegt er ausserhalb des Ortsbezirks, doch innerhalb seiner Schabbatgrenzen, so halten Gewinn und Verlust einander die Wage, sofern er auf freiem Felde und so liegt, dass die Ortschaft in ihrer Gesammtheit zu seinem Schabbatbezirke geh\u00f6rt. 4. Ist letzteres nicht der Fall, so ist der Verlust gr\u00f6sser, denn <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05e0\u05e9\u05d9 \u05e2\u05d9\u05e8 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4 \u05de\u05d4\u05dc\u05db\u05d9\u05df \u05d0\u05ea \u05db\u05dc \u05e2\u05d9\u05e8 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>. 5. Liegt er nicht auf freiem Felde, sondern in einer Stadt, so ist der Gewinn gr\u00f6sser, da es in diesem Falle erlaubt ist, durch den ganzen Wohnort, durch die ganze Stadt des Schabbatwohnsitzes und ausserdem noch 4000 Ellen in einer Richtung zu gehen. Wenn es daher ad. 1 hiess, ein \u2018Erub ausserhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> habe keine Wirkung, so gilt dies nicht von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d1\u05d9\u05ea\u05d5<\/span>, sondern nur von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5<\/span> (s. d.\u00a0folg. Anm). So kn\u00fcpft Satz 5 wieder an den 1. Satz an. \u2014 Jeruschalmi streicht \u00fcbrigens das Wort <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3<\/span>, w\u00e4hrend Babli eine Ansicht \u00fcberliefert, welche <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05e0\u05e9\u05d9<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05e0\u05e9\u05d9<\/span> liesst, so dass das beibehaltene <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3<\/span> die Erkl\u00e4rung zu unserm Satze einf\u00fchrt.<a href=\"#fnref282\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn283\"><p>Die Mischna scheint hier an Wortreichtum zu leiden. Ist auch <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> aus stylistischen R\u00fccksichten durch die Concinnit\u00e4t mit dem vorigen Satze zu erkl\u00e4ren, so scheint doch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9 \u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9 \u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span> \u00fcberfl\u00fcssig. Es h\u00e4tte doch einfach heissen k\u00f6nnen: Wer seinen \u2018Erub in eine Ortschaft legt, und w\u00e4re sie noch so gross, darf durch den ganzen Ortsbezirk und ausserdem noch 2000 Ellen nah jeder Richtung gehen (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e0\u05d5\u05ea\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05d9\u05df \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4 \u05d1\u05d9\u05df \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 \u05de\u05d4\u05dc\u05da \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span>). Die Mischna will jedoch andeuten, dass wir nicht n\u00f6tig haben, am Orte des \u2018Erub die Schabbatnacht zuzubringen, dass es vielmehr gestattet ist, in unserm Wohnorte zu \u00fcbernachten und am folgenden Tage uns zum \u2018Erub zu begeben, obgleich dessen Schabbatbezirk nur bis zur Ortsgrenze, nicht aber bis zu unserm Wohnhause sich erstreckt. Wir haben oben (Anm. 45) auseinandergesetzt, dass derjenige, welcher seinen \u2018Erub auch, nur eine Elle ausserhalb des Ortsbezirkes niedergelegt hat, am Schabbat nicht mehr in seine Wohnung zur\u00fcckkehren darf, wenn diese 2004 Ellen vom \u2018Erub entfernt ist. Man k\u00f6nnte nun glauben, dass er in diesem Falle ebensowenig von seiner Wohnung zu seinem \u2018Erub sich begeben darf, dass er mithin gezwungen w\u00e4re, ausserhalb des Hauses zu \u00fcbernachten. Um diesem Irrtum zu begegnen, sagt die Mischna: Wer in einer noch so grossen Stadt zu Hause ist und seinen \u2018Erub innerhalb ihres Schabbatbezirkes niedergelegt hat, darf am Schabbat bis zu seinem \u2018Erub gehen und jenseits desselben noch 2000 Ellen, gleichviel ob er an diesem oder an jenem Ende der Stadt wohnt, und betr\u00fcge auch der Weg von seinem Hause bis zum \u2018Erub Zehntausende von Ellen. Andererseits darf derjenige, welcher seinen \u2018Erub in eine noch so grosse Stadt legte, obgleich er die Nacht in seinem Wohnorte zugebracht hat, dennoch am folgenden Tage die grosse Stadt ganz durchwandern und ausserhalb derselben noch 2000 Ellen weit gehen, gleichviel ob der \u2018Erub an dem einen oder dem anderen Ende der Stadt liegt, und betr\u00fcge auch die Entfernung seines \u2018Erub von der Grenze seines Ortsbezirkes Zehntausende von Ellen, sofern nur die beiden Orte nicht mehr als 2000 Ellen von einander entfernt sind; denn es wird ihm sein Schabbatwohnsitz \u2014 er mag so gross sein, wie er will \u2014 f\u00fcr nicht mehr als 4 Ellen angerechnet. [Ist unsere Auffassung richtig, so ist diese Mischna eine kr\u00e4ftige St\u00fctze f\u00fcr die Ansicht, welche vom <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05e1 \u05ea\u05f4\u05d7<\/span> mit nicht sehr gl\u00fccklichen Waffen verfochten wird. Selbst nach Maimonides und Karo (s. Anm. 45), behauptet der Verfasser, darf der \u2018Erub, sofern er nur im <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> des Ortsbezirkes liegt, vom Wohnhause auch mehr als 2000 Ellen entfernt sein; allerdings k\u00f6nne man dann am Schabbat nicht mehr in sein Haus zur\u00fcckkehren, wohl aber von seinem Hause zum \u2018Erub sich begeben. Der Hinweg w\u00e4re also gestattet, der R\u00fcckweg verboten. Seine St\u00fctzen sind Maimonides und Raschi. Jener begr\u00fcndet den Satz <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e0\u05d9\u05d7 \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5 \u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1 <\/span> durch die Worte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d9\u05db\u05d5\u05dc \u05dc\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2 \u05d0\u05dc \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5<\/span>, und daraus schliesst der Vf., dass unter <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> der Schabbatbezirk der Ortschaft zu verstehen ist; denn w\u00e4re der <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> des Wohnhauses gemeint, k\u00f6nnte man ja sehr wohl zum \u2018Erub gelangen, trotzdem er <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist, solange er nicht <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> liegt. Bei dieser Schlussfolgerung wird aber das erst zu Beweisende schon als bewiesen vorausgesetzt. Angenommen, der Hinweg w\u00e4re ebenso verboten wie der R\u00fcckweg, so d\u00fcrfte der Besitzer des \u2018Erub sich nur darum zu ihm hinbegeben, weil er ungiltig ist, <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d3\u05d9 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05db\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d1\u05e0\u05d9 \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8<\/span>; tr\u00e4te der \u2018Erub aber in Kraft, so k\u00f6nnte er ihn in der Tat von seiner Wohnung aus nicht erreichen, weil dieselbe mehr als 2000 Ellen von ihm entfernt ist (vgl. IV 11). Mit Recht sagt daher Maimonides auch dann, wenn <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d1\u05d9\u05ea\u05d5 <\/span> unter <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> zu verstehen ist: Ein \u2018Erub ausserhalb des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> ist kein \u2018Erub, weil man (wenn er es w\u00e4re) nicht zu ihm gelangen k\u00f6nnte. Diese Beweisf\u00fchrung dreht sich also in einem fehlerhaften Zirkel und es bleibt somit nur noch der Beweis aus den Worten Raschi\u2019s: <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d4\u05d9\u05db\u05d0 \u05d3\u05e7\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4 \u05d0\u05d9 \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea\u05d5 \u05d0\u05d9 \u05d1\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5 \u05dc\u05d0 \u05de\u05e6\u05d9 \u05dc\u05de\u05d9\u05d6\u05dc \u05d5\u05dc\u05de\u05e9\u05e7\u05dc\u05d9\u05d4<\/span> Also selbst wenn sein Schabbatwohnsitz in seinem Wohnorte w\u00e4re, k\u00f6nnte er zu seinem <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> liegenden \u2018Erub nicht gelangen! Daraus geht freilich klar hervor, dass nach Raschi\u2019s Auffassung <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5<\/span> und nicht <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d1\u05d9\u05ea\u05d5<\/span> in der Mischna III, 4 gemeint sei. Raschi ist aber, wie wir in Anm. 45 nachgewiesen haben, der Meinung, dass sogar der R\u00fcckweg gestattet ist; kein Wunder also, wenn er einen \u2018Erub <span dir=\"rtl\"> \u05ea\u05d5\u05da \u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd \u05d1\u05d9\u05ea\u05d5<\/span> anerkennt. Damit ist noch nicht bewiesen, dass auch diejenigen ihn anerkennen und den Hinweg gestatten, welche wie Maimonides und Karo den R\u00fcckweg f\u00fcr unstatthaft halten. Aus Tosafot \u2018Erubin 60b u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05dc\u05d5<\/span> k\u00f6nnte man sogar schliessen, dass die vom <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> bek\u00e4mpfte Ansicht des <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05dc\u05ea \u05e9\u05d1\u05ea<\/span> die richtige, und tats\u00e4chlich zwischen Hin- und R\u00fcckweg kein Unterschied ist. Sonst k\u00f6nnte der Satz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e8\u05d9 \u05e0\u05d5\u05ea\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5 \u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd \u05d5\u05e7\u05d0\u05ea\u05d9 \u05d5\u05d1\u05d9\u05d9\u05ea \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea\u05d9\u05d4<\/span> nicht als Beweis angef\u00fchrt werden f\u00fcr die Behauptung: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05f3 \u05db\u05dc\u05ea\u05d4 \u05de\u05d3\u05ea\u05d5 \u05d1\u05d7\u05e6\u05d9 \u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05dc\u05df \u05d1\u05d4 \u05e0\u05d7\u05e9\u05d1\u05ea \u05dc\u05d5 \u05db\u05d3\u05f3 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea \u05dc\u05d4\u05dc\u05da \u05d0\u05ea \u05db\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>. Von jener Talmudstelle ist doch h\u00f6chstens zu schliessen, dass der Hinweg gestattet ist! Der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e7\u05d0\u05ea\u05d9<\/span> darf uns daran nicht irre machen und den Glauben erwecken, als handelte es sich um einen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> im Sinne der M. IV 9. Ein solcher d\u00fcrfte selbst nach Tosafot nicht nach Hause zur\u00fcckkehren, denn nur <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05df \u05d1\u05d4<\/span> ist der R\u00fcckweg gestattet. Und wollten wir uns auch durch eine liberalere Auslegung des <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05df \u05d1\u05d4<\/span> \u00fcber dieses Bedenken leichtf\u00fcssig hinwegsetzen, wollten wir diesem Begriffe die weiteste Ausdehnung geben, indem wir ihn geradezu mit dem des Wohnortes identificiren, mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05d9\u05e9 \u05d4\u05d9\u05de\u05e0\u05d5 \u05d5\u05dc\u05d1\u05d9\u05ea\u05d5 <\/span> aber in M. 7 uns ir gendwie abfin den, \u2014 unsere Erkl\u00e4rungsversuche w\u00fcrden an <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5<\/span> scheitern. Diese Bezeichnung findet Anwendung auf den <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d1\u05e4\u05ea<\/span>, nicht aber auf den <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>. Offenbar ist mit <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e7\u05d0\u05ea\u05d9<\/span> die R\u00fcckkehr am Freitag gemeint. Von einer R\u00fcckkehr nach Anbruch des Schabbat ist hier nicht die Rede, und dennoch schliessen die Tosafot aus dieser Stelle, dass sie erlaubt ist. Es ist also klar, dass sie zwischen Hin- und R\u00fcckweg keinen Unterschied anerkennen; nach ihnen ist entweder beides erlaubt, oder beides verboten. Dagegen findet diese Unterscheidung eine St\u00fctze im Tur I, 408. Gegen die Ansicht Maimuni\u2019s, dass demjenigen, der seinen Schabbatwohnsitz durch \u2018Erub verlegt hat, nicht einmal in seinem Wohnorte oder der Ortschaft, in der er \u00fcbernachtete, \u00fcber den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines \u2018Erub hinaus zu gehen gestattet ist, macht R. Jakob daselbst geltend: Demnach w\u00e4re der Bewohner einer grossen Stadt durch seinen \u2018Erub verhindert, nach Hause zur\u00fcckzukehren? Er erhebt aber nicht den noch viel sch\u00e4rfern und schlagendern Einwand: Demnach k\u00f6nnte der Bewohner einer grossen Stadt \u00fcberhaupt keinen \u2018Erub machen? Ohne Zweifel ist er der Meinung, dass selbst nach Maimonides nur der R\u00fcckweg verboten, der Hinweg aber erlaubt ist. Bei der schwachen, ja unhaltbaren Beweisf\u00fchrung im <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> ist es um so auffallender, wie der oft verbl\u00fcffenden Belesenheit und dem durchdringenden Scharfsinn des gefeierten Verfassers die Beweiskraft unserer Mischna und der zuletzt angef\u00fchrten Stelle im Tur <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9 \u05e9\u05e2\u05d4<\/span> verborgen bleiben konnte. Dass die kurz vorher besprochene Talmudstelle (\u2018Erubin 73a), welche die Tosafot als St\u00fctze f\u00fcr ihre mit Raschi \u00fcbereinstimmende und im Tur zum Gesetz erhobene Ansicht anf\u00fchren, die Gegenansicht Maimuni\u2019s nicht zu ersch\u00fcttern vermag, braucht jetzt kaum noch gesagt zu werden. Zugegeben, dass <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> zu lesen und nicht <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d9\u05ea\u05d5<\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5<\/span> hinzuzudenken ist (s. Anm. 45 Ende), so l\u00e4sst sich doch, wie wir gesehen haben, aus dieser Stelle nur schliessen, dass der Hinweg gestattet ist, was Maimonides ja zugibt, nicht aber, was Maimonides bestreitet, dass auch der R\u00fcckweg erlaubt ist.]<a href=\"#fnref283\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn284\"><p>Die regelm\u00e4ssige Wortfolge w\u00e4re: er hat vom Orte seines \u2018Erub aus nur 2000 Ellen. So ist auch wirklich die Wortstellung in der folgenden Mischna. Hier wird von der Regel abgewichen, um desto sch\u00e4rfer den Gegensatz zwischen R. \u2018Akiba und den Weisen hervortreten zu lassen. Nach diesen hat der Schabbatwohnsitz alle Rechte und Verg\u00fcnstigungen des eigentlichen Wohnortes, die 2000 Ellen werden daher von der Ortsgrenze aus gemessen; nach jenem ist der Schabbatwohnsitz dem eigentlichen Wohnort nicht gleichzuachten, die 2000 Ellen sind daher vom \u2018Erub aus zu messen.<a href=\"#fnref284\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn285\"><p>Unter welcher Voraussetzung haben wir es einger\u00e4umt?<a href=\"#fnref285\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn286\"><p>Wenn nicht einmal derjenige, welcher seinen \u2018Erub in sie gelegt hat, als deren Bewohner angesehen werden kann; also nur unter der Voraussetzung, dass die H\u00f6hle gar nicht bewohnbar ist, gar nicht den Charakter einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> hat.<a href=\"#fnref286\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn287\"><p>Wenn sie eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> (ein von W\u00e4nden, die mindestens 10 Handbreiten hoch sind, umschlossener Raum von wenigstens 4 Ellen im Geviert) und mithin bewohnbar ist.<a href=\"#fnref287\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn288\"><p>Liegt sein \u2018Erub oberhalb derselben, auf freier Ebene, so betr\u00e4gt sein <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> (Anm. 45) nur 4 Ellen im Geviert, w\u00e4hrend er, wenn der \u2018Erub im Innern der H\u00f6hle liegt, sich \u00fcber den ganzen Fl\u00e4chenraum derselben erstreckt.<a href=\"#fnref288\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn289\"><p>D. h. dem obenerw\u00e4hnten. \u2014 M. 7\u20149, in denen vom \u2018Erub die Rede ist, kn\u00fcpfen an die letzte H\u00e4lfte von K. IV. an, w\u00e4hrend die erste H\u00e4lfte unseres Kapitels von dem Verfahren handelt, welches bei der Feststellung des Schabbatbezirkes einer Ortschaft zu beobachten ist. Diese Bestimmungen erg\u00e4nzend, heisst es nun hier am Schlusse, dass die <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, in welcher der Schabbatbezirk sein Ende erreicht, nicht wie dessen Mittelpunkt, der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span>, f\u00fcr nur 4 Ellen angerechnet wird. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d3\u05d3<\/span> steht also im Gegensatze zu <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d5<\/span>. Um dem etwas unklaren Ausdruck gr\u00f6ssere Bestimmtheit zu geben, wird durch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5<\/span> auf die erste H\u00e4lfte dieses Kapitels und insbesondere auf M. 4 verwiesen. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5<\/span> h\u00e4tte \u00fcbrigens wegfallen, oder <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05de\u05d5\u05d3\u05d3<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05de\u05d5\u05d3\u05d3<\/span> stehen k\u00f6nnen. Man kann jedoch auch <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05e0\u05d9\u05df \u05dc\u05d5 \u05d0\u05dc\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> als Objektssatz zu <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5<\/span> construiren und die folgenden Worte als abgek\u00fcrzten Satz auffassen.<a href=\"#fnref289\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn290\"><p>Der Hofraum ist ein allen Einwohnern gemeinsames Gebiet; ohne die Verschmelzung zu einer Familie (\u2018Erub) sind dieselben in seiner Benutzung beschr\u00e4nkt, insofern sie Gegenst\u00e4nde aus ihren H\u00e4usern in den Hof oder aus diesem in ihre Wohnungen nicht schaffen d\u00fcrfen (s. Einl. Abs. 1). Die Verschmelzung zu einer Familie ist der Natur der Sache gem\u00e4ss nur mit Israeliten m\u00f6glich, die den \u2018Erub anerkennen. Heiden, mit denen doch eine auch nur scheinbare Familienverbindung undenkbar ist, sollten folgerichtig in Bezug auf den \u2018Erub als gar nicht vorhanden angesehen werden (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e8\u05ea \u05e0\u05db\u05e8\u05d9 \u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05d4 \u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span>); um aber das Zusammenwohnen mit ihnen, welches zur Nachahmung ihrer schlechten Sitten f\u00fchren k\u00f6nnte, dem Israeliten zu verleiden, wurde diesem die erw\u00e4hnte Beschr\u00e4nkung in der Benutzung des Hofes dennoch auferlegt, solange ihm der heidnische Einwohner nicht sein Besitzrecht am Hofe f\u00fcr den Schabbat vermietet, was dieser voraussichtlich in den meisten F\u00e4llen ablehnen wird. Dieselbe Vorschrift gilt solchen Stammesgenossen gegen\u00fcber, welche die Verbindlichkeit des g\u00f6ttlichen Gesetzes oder auch nur einer rabbinischen Anordnung nicht anerkennen, weil auch hier das Zusammenwohnen die Gefahr der Verf\u00fchrung zum Abfall in sich birgt.<a href=\"#fnref290\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn291\"><p>In der Benutzung des Hofes, u. z. in der in Anm. 1 angegebenen Weise.<a href=\"#fnref291\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn292\"><p>Mit anderen Worten: Nur wenn zwei Israeliten einander in der Benutzung des gemeinschaftlichen Hofraumes beschr\u00e4nken, werden sie durch den heidnischen oder ungl\u00e4ubigen Einwohner noch mehr beschr\u00e4nkt, insofern der \u2018Erub, welcher die gegenseitige Beschr\u00e4nkung zu beseitigen vermag, in diesem Falle erst dann Geltung erlangt, wenn jener ihnen sein Besitzrecht vermietet hat; wenn aber nur ein Israelit mit einem Abtr\u00fcnnigen oder einem Heiden denselben Hof bewohnt, so dass von \u2018Erub nicht die Rede sein kann, ist er in der Benutzung des Hofraumes auch sonst in keiner Weise beschr\u00e4nkt. Man braucht ihm, dessen Leben bei der geringen Achtung, die der Heide vor dem Menschenleben hat, jeden Augenblick in Gefahr schwebt, das Zusammenleben mit ihm nicht erst zu verleiden; und dem ungl\u00e4ubigen Stammesgenossen gegen\u00fcber eine Beschr\u00e4nkung aufrecht zu erhalten, welche man dem Heiden gegen\u00fcber fallen liess, war nicht tunlich.<a href=\"#fnref292\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn293\"><p>R. Simon ben Gamliel.<a href=\"#fnref293\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn294\"><p>Wer sich am <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3<\/span> nicht beteiligt hat und mithin die Mitbewohner in der Ben\u00fctzung des Hofes, bez. der Strasse beschr\u00e4nkt, kann dies dadurch wieder gut machen, dass er zu ihren Gunsten auf sein Besitzrecht f\u00fcr diesen Schabbat verzichtet (s. Einl. Abs. 1 Ende). Hat er aber dennoch, ehe die Anderen von dem cedirten Rechte durch Hinausschaffen eines Gegenstandes Besitz ergriffen hatten, etwas aus seinem Hause in den Hof, bez. die Strasse getragen, so hat er dadurch seine Cession wieder aufgehoben (s. weiter unten, M. 4). Aus dem Befehle des R. Simon b. Gamliel an seine Kinder geht nach dem eben Gesagten hervor, dass der Sadduz\u00e4er sein Anrecht auf die Strasse preisgegeben hatte, und es folgt daraus gleichzeitig, dass man von ihm das Besitzrecht nicht wie von einem Heiden zu mieten braucht; sonst w\u00e4re ja die Bef\u00fcrchtung grundlos, da ein Mietsvertrag nicht einseitig gel\u00f6st werden kann.<a href=\"#fnref294\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn295\"><p>Noch vor Anbruch des Schabbats.<a href=\"#fnref295\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn296\"><p>Des Freitags; statt <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0<\/span> ist <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> zu lesen! Gemara. Nach dieser Fassung ist \u2018der Sadduz\u00e4er hinsichtlich des \u2018Erub dem Heiden gleich geachtet; es gen\u00fcgt nicht, dass er auf sein Besitzrecht verzichtet, er muss es vermieten.<a href=\"#fnref296\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn297\"><p>Aus dem Hofe, bez. in den Hof.<a href=\"#fnref297\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn298\"><p>Selbst wenn er ihnen sein Recht auf den Hof \u00fcbertragen hat, solange er nicht ausdr\u00fccklich auch auf seine Rechte an sein Haus zu ihren Gunsten verzichtet; die Cession des Hofes erstreckt sich also nicht von selbst auch auf das Wohnhaus. Eine entgegengesetzte Ansicht vertritt R. El\u2018ai K. II. Ende.<a href=\"#fnref298\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn299\"><p>Wenn er auch nur sein Recht auf den Hof ihnen \u00fcbertragen hat, weil er nach der Cession als ihr Gast und Hausgenosse anzusehen ist.<a href=\"#fnref299\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn300\"><p>Gegenst\u00e4nde aus seinem Hause in den Hof oder umgekehrt zu schaffen, aber nicht aus ihren Wohnr\u00e4umen oder in ihre Wohnr\u00e4ume, wenn sie ihm nicht ausdr\u00fccklich auch das Recht auf ihre H\u00e4user cedirten.<a href=\"#fnref300\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn301\"><p>Sie d\u00fcrfen nicht einmal aus seinem Hause oder in sein Haus einen Gegenstand schaffen, weil wohl Einer als Gast der \u00fcbrigen Einwohner angesehen werden kann (s. Anm. 10), nicht aber die \u00fcbrigen alle als G\u00e4ste des Einen.<a href=\"#fnref301\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn302\"><p>Denen, da sie sich am <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> nicht beteiligten, die \u00dcbrigen ihre Rechte \u00fcbertrugen.<a href=\"#fnref302\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn303\"><p>Und es kann keiner von Beiden die ihm cedirten Rechte dem Andern \u00fcbertragen.<a href=\"#fnref303\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn304\"><p>Den Mitbewohnern \u00fcbertragen.<a href=\"#fnref304\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn305\"><p>Sich \u00fcbertragen lassen.<a href=\"#fnref305\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn306\"><p>Den Mitbewohnern \u00fcbertragen.<a href=\"#fnref306\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn307\"><p>Selbst wenn es ihnen unter der Bedingung \u00fcbertragen wurde, dass der Eine auf die erworbenen Rechte zu Gunsten des Andern verzichte.<a href=\"#fnref307\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn308\"><p>D. h.: Wann muss die Schenkung rechtskr\u00e4ftig werden?<a href=\"#fnref308\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn309\"><p>Also noch vor Schabbateingang, weil die in Frage stehende Schenkung die Uebertragung eines Rechtes bedeutet, ein solches aber am Schabbat nicht erworben werden darf.<a href=\"#fnref309\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn310\"><p>Nach ihrer Ansicht bedeutet die Schenkung nichts als den Verzicht auf ein Recht; sie ist daher auch am Schabbat gestattet.<a href=\"#fnref310\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn311\"><p>In den Hof, bez. die Strasse, oder aus diesen hineintr\u00e4gt in seine Wohnung.<a href=\"#fnref311\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn312\"><p>Er bewirkt, dass die Anderen, falls sie noch nicht von dem ihnen \u00fcbertragenen Rechte Besitz ergriffen haben (s. Anm. 5), nichts hinaus- oder hineintragen d\u00fcrfen.<a href=\"#fnref312\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn313\"><p>Weil er dadurch die Cession wieder aufgehoben hat.<a href=\"#fnref313\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn314\"><p>Da doch bei einem Versehen von einem Widerruf des Verzichtes nicht die Rede sein kann. Das muss freilich auch R. Me\u00efr zugeben; er f\u00fcrchtet aber bei der Schwierigkeit, die Absicht von dem Irrtum zu unterscheiden, Missbrauch und Willk\u00fcr.<a href=\"#fnref314\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn315\"><p>Mit denen er dieselbe Strasse bewohnt; zur Vereinigung der H\u00f6fe aber gen\u00fcgt nicht Wein oder \u00d6l (s. Einl. Abschn. 1 und 2 und K. III Anm. 1).<a href=\"#fnref315\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn316\"><p>Auch wenn die Teilhaberschaft eine zuf\u00e4llige ist.<a href=\"#fnref316\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn317\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e8\u05e7\u05dc\u05d9\u05df<\/span> ist das lateinische triclinium. Gemeint ist ein Saal, welcher durch W\u00e4nde, die nicht bis zur Decke reichen, in f\u00fcnf (auf die Zahl kommt es nat\u00fcrlich nicht an) R\u00e4ume geteilt ist, deren jeder seinen besondern (s. K. III Anm. 35) Ausgang nach dem Hofe hat.<a href=\"#fnref317\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn318\"><p>Jede einzelne muss also zu dem \u2018Erub beisteuern, den die Bewohner des Hofes machen.<a href=\"#fnref318\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn319\"><p>Der ganze Saal wird trotz seiner f\u00fcnf Abteilungen als ein Wohnraum angesehen und braucht sich daher nur mit einem Beitrag am \u2018Erub zu beteiligen.<a href=\"#fnref319\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn320\"><p>D. h. wenn die Abteilungen vollst\u00e4ndig isolirt, durch ganze W\u00e4nde von einander getrennt sind. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e8\u05d9<\/span> aram. = hebr. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e8\u05d5\u05d9 ;\u05e9\u05db\u05df<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05db\u05d5\u05df<\/span> (Richter 8, 11) franz log\u00e9.<a href=\"#fnref320\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn321\"><p>Des leiblichen bez. des Hausvaters.<a href=\"#fnref321\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn322\"><p>Die sich s\u00e4mmtlich in einem Hofe befinden, in welchem auch noch Andere wohnen.<a href=\"#fnref322\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn323\"><p>Jede einzelne muss also zu dem \u2018Erub beisteuern, den die Bewohner des Hofes machen.<a href=\"#fnref323\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn324\"><p>D. h. er kann dazu gezwungen werden, weil er keinen Schaden davon hat, da er doch ohnehin nichts aus seiner Wohnung in den Hof und umgekehrt schaffen darf.<a href=\"#fnref324\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn325\"><p>Unter welcher Voraussetzung m\u00fcssen sie zum \u2018Erub beisteuern?<a href=\"#fnref325\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn326\"><p>In ein anderes Wohnhaus des Hofes.<a href=\"#fnref326\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn327\"><p>Indem die anderen Einwohner den \u2018Erub in dem Hause ihres Vaters niederlegen, so dass dieses von dem Beitrag zum \u2018Erub befreit ist.<a href=\"#fnref327\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn328\"><p>Selbst wenn sie in den eigenen H\u00e4usern essen, sofern sie nur die Kost von einem und demselben Tische erhalten.<a href=\"#fnref328\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn329\"><p>Indem jeder einzelne zwei Ausg\u00e4nge hat, von denen der eine in den Nachbarhof, der andere auf die Strasse f\u00fchrt, so dass man von einem Hofe in den andern, ohne die Strasse zu passiren, gelangen kann, und ebenso von jedem Hofe auf die Strasse, ohne durch den Nachbarhof gehen zu m\u00fcssen.<a href=\"#fnref329\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn330\"><p>Durch welchen alle f\u00fcnf H\u00f6fe nach Einl. Abs 1 zu einer Wohnung verschmelzen.<a href=\"#fnref330\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn331\"><p>S. Einl. Abs. 2.<a href=\"#fnref331\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn332\"><p>Sie d\u00fcrfen also ihre Hausger\u00e4te selbst in die fremden H\u00f6fe schaffen und umgekehrt, jedoch nur durch die Verbindungst\u00fcren, nicht aber \u00fcber die Strasse, auf welche sie nichts hinausfragen, und von welcher sie nichts hereintragen d\u00fcrfen. Es ist die Ansicht des R. Me\u00efr, welcher neben \u2018Erub noch Schittuf f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt.<a href=\"#fnref332\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn333\"><p>Und zwar nach vollzogenem \u2018Erub der H\u00f6fe. So nach Rabbi Me\u00efr, der sich auch mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3<\/span> allein nicht begn\u00fcgt. Die Gegenansicht der \u00bbWeisen\u00ab h\u00e4lt \u2018Erub neben Schittuf unter allen Umst\u00e4nden f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig, und Schittuf neben \u2018Erub nur dann f\u00fcr n\u00f6tig, wenn die einzelnen H\u00f6fe zwar innerhalb des eigenen Gebietes, nicht aber mit einander \u2018Erub gemacht haben; haben dagegen die durch T\u00fcren oder Leitern in Verbindung stehenden H\u00f6fe unter einander \u2018Erub gemacht, wie in unserer Mischna, so ist nach ihrer Ansicht neben diesem \u2018Erub ein Schittuf \u00fcberfl\u00fcssig. Diese Unterscheidung ergibt sich aus dem Jeruschalmi z. St.\u00a0[Da heisst es: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05db\u05f4\u05d0 \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df \u05d1\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05d0\u05d5 \u05de\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d9\u05df \u05d1\u05de\u05d1\u05d5\u05d9 \u05d0\u05dd \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df \u05d1\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05d9\u05df \u05d1\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05d5\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d9\u05df \u05d1\u05de\u05d1\u05d5\u05d9 \u05d5\u05d0\u05dd \u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5 \u05d1\u05de\u05d1\u05d5\u05d9 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05d9\u05df \u05db\u05d0\u05df \u05d5\u05db\u05d0\u05df<\/span>, und dennoch wird daselbst unsere Mischna, ebenso wie im Babli, nach R. Me\u00efr erkl\u00e4rt. W\u00e4re nach Ansicht der <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd<\/span> ein Schittuf auch dann erforderlich, wenn die ineinander m\u00fcndenden H\u00f6fe einen gemeinsamen \u2018Erub gemacht haben, so k\u00f6nnte dieselbe sehr wohl auf dieser Grundlage erkl\u00e4rt werden, ohne dass man gen\u00f6tigt w\u00e4re, <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dd \u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5<\/span> im Sinne von <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dd \u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5 \u05e0\u05de\u05d9<\/span> aufzufassen. Auffallend ist, dass im Bet Josef zu Orach Chajjim 387 gegen Ende derselbe Unterschied zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1 \u05d1\u05de\u05d4\u05d5\u05dd \u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05ea\u05d5\u05e3 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> sich findet, ohne dass er durch die angef\u00fchrten Worte des Jeruschalmi belegt wird]. Sie ergibt sich aber auch aus einer einfachen Erw\u00e4gung: Der Schittuf ist seinem Wesen nach umfassender als der \u2018Erub, er kann daher diesen entbehrlich machen; nicht aber kann umgekehrt der \u2018Erub den Schittuf ersetzen, es sei denn, dass er alle die Personen umfasst, welche durch den Schittuf vereinigt werden sollen. Und wenn R. Me\u00efr trotz des vorangegangenen Schittuf auf den \u2018Erub der H\u00f6fe nicht verzichten mag, so geschieht es nicht, weil er dieser Erw\u00e4gung sich entzieht, sondern nur mit R\u00fccksicht auf das heranwachsende Geschlecht, bei welchem der \u2018Erub sonst v\u00f6llig in Vergessenheit geriete. Eine principielle Meinungsverschiedenheit besteht mithin zwischen ihm und den \u00bbWeisen\u00ab nur in einem Punkte. Wenn n\u00e4mlich mehrere H\u00f6fe, die miteinander in Verbindung stehen, sich zu einem \u2018Erub vereinigt haben, ist nach jenem das Hinaustragen auf die Strasse verboten, solange sie keinen Schittuf gemacht haben, nach diesen aber gestattet. Ein solcher Fall liegt nun in unserer Mischna vor. Dieselbe kann daher nur nach R. Me\u00efr erkl\u00e4rt werden. Streicht man aber mit Rab (s. Gemara) die Worte <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span>, so handelt es sich um H\u00f6fe, die in keiner Verbindung miteinander stehen. Sie haben also nicht, wie bisher angenommen wurde, miteinander, sondern nur einzeln \u2014 jeder f\u00fcr sich \u2014 den \u2018Erub machen k\u00f6nnen. Und nun kann die Mischna viel einfacher nach der Ansicht der \u00bbWeisen\u00ab erkl\u00e4rt werden, welche zugeben m\u00fcssen, dass ein solcher \u2018Erub den Schittuf nicht ersetzt. D\u00fcrfen doch die Bewohner des einen Hofes bei dieser exclusiven Art des \u2018Erub, durch welche sie sich eher isoliren, als an die Nachbarh\u00f6fe anschliessen, ihre Hausger\u00e4te nicht einmal in den andern Hof, geschweige denn auf die Strasse schaffen! Solange sie also keinen Schittuf gemacht haben, sind sie wohl in dem eigenen Hofe auf Grund ihres \u2018Erub unbeschr\u00e4nkt, in der Strasse aber gebunden, insofern sie nichts aus ihrem Hause hinaustragen d\u00fcrfen. Haben sie aber den Schittuf gemacht, so sind sie auch ohne \u2018Erub hier wie dort uneingeschr\u00e4nkt, da der Schittuf den \u2018Erub entbehrlich macht. Sie d\u00fcrfen dann nicht nur in den Hof hinaustragen, sondern auch auf die Strasse und in die Nachbarh\u00f6fe. [In den Commentaren (<span dir=\"rtl\">,\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05de\u05dc\u05d0 \u05db\u05e3 \u05e0\u05d7\u05ea ,\u05e8\u05e2\u05f4\u05d1 <\/span>) herrscht hier eine kleine Confusion. Sie streichen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span> und fassen dennoch <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dd \u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5<\/span> im Sinne von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5 \u05e0\u05de\u05d9<\/span> auf.]<a href=\"#fnref333\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn334\"><p>Selbst nach R. Me\u00efr. Der \u2018Erub ist zwar ungiltig, wird aber durch den Schittuf ersetzt, weil hier, wo die \u00dcbrigen \u2018Erub gemacht haben, nicht zu bef\u00fcrchten ist, dass der \u2018Erub in Vergessenheit gerathen k\u00f6nnte (s. d.\u00a0vor. Anm.)<a href=\"#fnref334\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn335\"><p>Selbst nach den \u00bbWeisen\u00ab, wenn <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span> gestrichen wird, die H\u00f6fe somit nur einzeln im eigenen Kreise den \u2018Erub gemacht haben, weil ein solcher \u2018Erub den Schittuf nicht ersetzen kann, dieser aber ungiltig ist, da er nicht alle Bewohner der Strasse umfasst. Wird <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span> beibehalten, so dass unsere Mischna die Ansicht des R. Me\u00efr wiederspiegelt, so muss zwar unter <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d1\u05d5 \u05d1\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> an der Spitze des ersten Teiles der gemeinsame \u2018Erub (vgl. Anm. 39), hier dagegen, an der Spitze des zweiten Teiles, dennoch der Einzel\u2018erub verstanden werden [was \u00fcbrigens ohnehin einleuchtet, da hier <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05e0\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5 \u05d1\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span>, dort aber <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d2\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d5 \u05d1\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span> folgt]; sonst w\u00e4re wieder <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05dc\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span> unn\u00fctz. So aber ist diese Voraussetzung notwendig. Denn h\u00e4tten nicht alle H\u00f6fe ihren eigenen Ausgang nach der Strasse, so w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05d9\u05df \u05d1\u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> im Schlusssatze nicht ganz correct; nach R. \u2018Akiba (Anm. 51) w\u00e4ren ja diejenigen H\u00f6fe nicht unbeschr\u00e4nkt, durch welche die Bewohner des Nachbarhofes gehen m\u00fcssen, um auf die Strasse zu gelangen (Jeruschalmi z. St.). Es steht demnach in dem einleitenden Satze <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span> wegen des ersten Teiles und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05dc\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span> wegen des zweiten Teiles. [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e8\u05d1 \u05d1\u05e2\u05dc \u05e7\u05e8\u05d1\u05df \u05d4\u05e2\u05d3\u05d4 \u05e9\u05e4\u05d9\u05f3 \u05d2\u05dd \u05d1\u05e8\u05d9\u05e9\u05d0 \u05e9\u05e2\u05e8\u05d1\u05d4 \u05db\u05dc \u05d7\u05e6\u05e8 \u05dc\u05e2\u05e6\u05de\u05d4 \u05dc\u05d0 \u05d3\u05e7 \u05d1\u05de\u05d7\u05f4\u05d1 \u05e8\u05d0\u05dd \u05db\u05df \u05de\u05ea\u05e0\u05d9\u05ea\u05df \u05db\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd \u05e0\u05de\u05d9 \u05d0\u05ea\u05d9\u05d0 \u05d5\u05e2\u05d5\u05e8 \u05e4\u05ea\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5 \u05de\u05d0\u05d9 \u05dc\u05de\u05d9\u05de\u05e8\u05d0<\/span>].<a href=\"#fnref335\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn336\"><p>Wie der Verkehr hier ohne \u2018Erub beschr\u00e4nkt ist, so dort ohne Schittuf; und wie jener ist auch dieser ungiltig, wenn auch nur Einer der Beteiligten sich nicht angeschlossen hat (Einl. Abs. 1 Ende und Abs. 2 Anf.).<a href=\"#fnref336\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn337\"><p>Derjenige, welcher keinen eigenen Ausgang nach der Strasse hin hat, dessen Bewohner vielmehr, um auf diese zu gelangen, durch den andern (\u00e4ussern) Hof gehen m\u00fcssen.<a href=\"#fnref337\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn338\"><p>Seine Bewohner d\u00fcrfen aus ihm in ihre Wohnungen tragen und umgekehrt, weil sie sich gegen den \u00e4ussern Hof abschliessen k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref338\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn339\"><p>Selbst der \u00e4ussere, da er sich doch nicht gegen den innern Hof abschliessen und ihm so den Durchgang verwehren kann. Dieser aber hat keinen \u2018Erub gemacht, ist mithin im eigenen Gebiete beschr\u00e4nkt und vermag daher das Nachbargebiet zu beschr\u00e4nken, in welchem er ein Durchgangsrecht besitzt.<a href=\"#fnref339\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn340\"><p>Obgleich sich die beiden H\u00f6fe nicht zu einem gemeinsamen \u2018Erub vereinigt haben, sind doch die Bewohner des \u00e4ussern Hofes durch das Durchgangsrecht des innern hinsichtlich des Verkehrs im eigenen Gebiete nicht beschr\u00e4nkt, da auch dieser im eigenen Gebiete nicht beschr\u00e4nkt ist (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d2\u05dc \u05d4\u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d4 \u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8\u05ea \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d4<\/span>); der Zwischenverkehr ist nat\u00fcrlich verboten.<a href=\"#fnref340\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn341\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05d9\u05e1\u05ea \u05d4\u05e8\u05d2\u05dc<\/span>, w\u00f6rtlich: das Betreten mit dem Fusse.<a href=\"#fnref341\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn342\"><p>Nach R. \u2018Akiba \u00fcbt selbst das Durchgangsrecht eines im eigenen Gebiete nicht eingeschr\u00e4nkten Hofes eine beschr\u00e4nkende Kraft auf den \u00e4ussern Hof; nach den \u201eWeisen\u201c wohnt eine solche Kraft nicht einmal dem Durchgangsrechte eines im eigenen Gebiete beschr\u00e4nkten Hofes inne.<a href=\"#fnref342\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn343\"><p>In derselben Weise und aus demselben Grunde, als wenn der \u00e4ussere Hof gar keinen \u2018Erub gemacht h\u00e4tte (s. Anm. 47 und Einl. Abs. 1 Ende).<a href=\"#fnref343\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn344\"><p>Als h\u00e4tte der innere Hof gar keinen \u2018Erub gemacht (s. Anm. 48).<a href=\"#fnref344\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn345\"><p>Mit anderen Worten: haben sich beide H\u00f6fe zu einem \u2018Erub vereinigt, indem sie ihre \u2018Erubspeise (s. K. III Anm. 21) in einem und demselben Hause u. z. des \u00e4ussern Hofes niederlegten.<a href=\"#fnref345\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn346\"><p>Der \u00e4ussere, weil er, wenn auch nur Einer aus dem innern Hofe sich am \u2018Erub zu beteiligen vergessen bat, durch dessen Durchgangsrecht beschr\u00e4nkt wird; der innere, weil er, wenn auch nur Einer aus dem \u00e4ussern Hofe es vergessen hat, die eingegangene Verbindung nicht mehr l\u00f6sen kann, da ja die \u2018Erubspeise sich im \u00e4ussern Hof befindet. Befindet sie sich aber in dem innern Hofe, und es hat Einer aus dem \u00e4ussern vergessen sich am \u2018Erub zu beteiligen, so kann jener in der Tatdie VerbindungsT\u00fcr schliessen, um nicht durch die Bewohner des Nachbarhofes beschr\u00e4nkt zu werden.<a href=\"#fnref346\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn347\"><p>Wird also jeder der beiden H\u00f6fe nur von einer einzigen Familie bewohnt.<a href=\"#fnref347\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn348\"><p>Weil der Bewohner des innern Hofes als ein im eigenen Gebiete Uneingeschr\u00e4nkter trotz seines Durchgangsrechtes den Nachbar nicht beschr\u00e4nkt (s. Anm. 49). Es ist klar, dass nach R. \u2018Akiba (Anm. 51) auch hier ein \u2018Erub n\u00f6tig ist.<a href=\"#fnref348\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn349\"><p>In der gemeinschaftlichen Mauer.<a href=\"#fnref349\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn350\"><p>So dass der untere Rand der Fenster\u00f6ffnung weniger als 10 Handbreiten von der Erde entfernt ist. \u2014 Wo bei L\u00e4ngenmaassen die Maasseinheit fehlt, ist hinter dem Zahlworte, wenn es wie hier m\u00e4nnlich ist, <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> zu erg\u00e4nzen, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d5\u05ea<\/span> dagegen, wenn es die weibliche Form hat; wo Daumenbreiten gemeint sind, darf das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> nicht weggelassen werden.<a href=\"#fnref350\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn351\"><p>Jeder Hof f\u00fcr sich; dann darf aus den H\u00e4usern des einen nichts in den andern getragen werden.<a href=\"#fnref351\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn352\"><p>Dann ist ihnen der Zwischenverkehr gestattet.<a href=\"#fnref352\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn353\"><p>Weil sie nicht mit einander in geh\u00f6riger Verbindung stehen; eine Mauer\u00f6ffnung von weniger als vier Handbreiten im Geviert kann doch nicht als Eingang gelten, und ebensowenig bietet ein Fenster, das h\u00f6her als 10 Handbreiten liegt, die M\u00f6glichkeit eines bequemen Verkehrs.<a href=\"#fnref353\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn354\"><p>Die Breite (Dicke) der Zwischenwand ist nur mit R\u00fccksicht auf den folgenden Satz angegeben (s. Anm. 8); hier ist sie gleichgiltig. Ein noch so d\u00fcnner Zaun Teilt einen Raum in zwei verschiedene Gebiete, wenn er nur 10 Handbreiten hoch ist.<a href=\"#fnref354\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn355\"><p>Weil sie zwei verschiedene Gebiete bilden, die nicht in Verbindung mit einander stehen; ist aber die Zwischenwand weniger als 10 Handbreiten hoch, bilden sie ein Gebiet und k\u00f6nnen daher nur gemeinsam den \u2018Erub machen.<a href=\"#fnref355\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn356\"><p>In die H\u00e4user, weil die Wand gemeinschaftliches Gebiet ist, aus welchem ja nichts in die Privatwohnung geschafft werden darf (s. Einl. Abs. 1); wohl aber d\u00fcrfen die Fr\u00fcchte in den Hof hinabgetragen werden, wenigstens nach R Simon und den Weisen in K. IX M. 1. Nach R. Me\u00efr dagegen bedeutet das vielleicht mit Absicht nicht n\u00e4her bestimmte <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d8\u05d4<\/span> in den Hof (s. das. Anm. 3). Ist jedoch die Wand weniger als 4 Handbreiten dick, so kann sie \u00fcberhaupt nicht als selbst\u00e4ndiges Gebiet angesehen werden; man darf daher die auf ihr befindlichen Fr\u00fcchte sogar in die H\u00e4user hineintragen.<a href=\"#fnref356\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn357\"><p>Und zwei durch einen Eingang oder sonst auf bequeme Art communicirende H\u00f6fe sowohl einzeln als gemeinschaftlich den \u2018Erub machen k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref357\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn358\"><p>Wenn die L\u00fccke gr\u00f6sser als 10 Ellen ist und nicht das Aussehen eines Eingangs (od. T\u00fcrrahmens, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span>; s. K. 1 Anm. 6 und 28) hat, bilden beide H\u00f6fe nur ein Gebiet. Ist aber die ganze Mauer eingest\u00fcrzt, welche zwei H\u00f6fe scheidet, so bilden diese auch dann nur ein Gebiet, wenn der Mauerbruch selbst weniger als zehn Ellen betr\u00e4gt. Und sind die beiden H\u00f6fe in derjenigen Dimension, in welcher eie aneinanderstossen, von ungleicher Gr\u00f6sse, so dass der Einsturz nur f\u00fcr den einen als einen vollst\u00e4ndigen Durchbruch, f\u00fcr den andern jedoch als eine blosse L\u00fccke sich darstellt, so muss jener zwar mit diesem, nicht aber dieser mit jenem gemeinsam den \u2018Erub machen.<a href=\"#fnref358\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn359\"><p>Bei kleineren Dimensionen k\u00f6nnte man ihn leicht \u00fcberschreiten, und er w\u00fcrde daher die beiden H\u00f6fe nicht in zwei Gebiete trennen.<a href=\"#fnref359\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn360\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e9<\/span> bezeichnet Stroh \u00fcberhaupt; <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d1\u05df<\/span>, vermuthlich mit aram. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d1\u05e8<\/span> und arab. <span dir=\"rtl&quot;\">\u062a\u0628\u0631<\/span> verwandt<a href=\"#fnref360\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn361\"><p>Jeruschalmi liest: <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05f3 \u05e2\u05f3 \u05e0\u05e1\u05e8 \u05db\u05dc \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05e8\u05d7\u05d1 \u05d0\u05f3 \u05d8\u05f3<\/span>. Sehr wesentlich sind die Abweichungen in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05f4\u05e3<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05f4\u05e9<\/span>.<a href=\"#fnref361\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn362\"><p>Wenn das Brett nicht mindestens 4 Handbreiten misst, ist der Uebergang \u00fcber den Graben, bez. von einem Balkon zum andern nicht bequem genug, als dass es eine Verbindung zwischen beiden H\u00f6fen im Sinne von Anm. 9 bilden k\u00f6nnte.<a href=\"#fnref362\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn363\"><p>Vorausgesetzt, dass das Stroh die beiden H\u00f6fe ihrer ganzen L\u00e4nge nach in der angegebenen H\u00f6he von einander trennt.<a href=\"#fnref363\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn364\"><p>Denn es ist nicht zu bef\u00fcrchten, dass die Tiere, ohne dass es beachtet wird, so viel davon fressen, dass die H\u00f6he des Haufens in einer L\u00e4nge von mehr als 10 Ellen (s. Anm. 18) auf weniger als 10 Handbreiten sinkt.<a href=\"#fnref364\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn365\"><p>U. z. in einer L\u00e4nge von mehr als 10 Ellen; ist aber die Stelle, an welcher das Stroh nicht mehr 10 Handbreiten hoch ist, nur 10 Ellen lang, so k\u00f6nnen sie nach Belieben den \u2018Erub gemeinsam oder jeder f\u00fcr sich machen.<a href=\"#fnref365\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn366\"><p>Haben sie aber am Freitag, als das Stroh noch die vorgeschriebene H\u00f6he hatte, den \u2018Erub einzeln gemacht, jeder Hof f\u00fcr sich, und der Strohhaufe ist erst am Schabbat niedriger geworden, so sind sie nach wie vor in der Benutzung ihres Hofes unbeschr\u00e4nkt (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05ea \u05d4\u05d5\u05d0\u05d9\u05dc \u05d5\u05d4\u05d5\u05ea\u05e8\u05d4 \u05d4\u05d5\u05ea\u05e8\u05d4<\/span>).<a href=\"#fnref366\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn367\"><p>S. Einl. Abs. 2.<a href=\"#fnref367\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn368\"><p>Mit Wein, \u00d6l, od. anderen Nahrungsmitteln. \u2014 Einl. das.<a href=\"#fnref368\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn369\"><p>In den Hof. \u2014 Einl. das.<a href=\"#fnref369\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn370\"><p>Ich schenke ihnen den Inhalt, so dass jeder Einwohner einen Anteil daran hat.<a href=\"#fnref370\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn371\"><p>Ein Geschenk, das man dem Empf\u00e4nger nicht pers\u00f6nlich \u00fcbergibt, wird erst rechtskr\u00e4ftig, wenn ein Dritter es f\u00fcr ihn, wenn auch ohne sein Wissen, in Empfang nimmt. Es ist selbstverst\u00e4ndlich, dass diese Zueignung \u00fcberfl\u00fcssig ist, wenn jeder der Einwohner seinen Anteil am Inhalt des Kruges durch Kauf oder Schenkung pers\u00f6nlich erworben, oder gar den auf ihn entfallenden Teil dazu gegeben hat; die Mischna lehrt hier nur die bequemste, am wenigsten umst\u00e4ndliche Art des Schittuf.<a href=\"#fnref371\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn372\"><p>Und, wenn irgend m\u00f6glich, auch selbst\u00e4ndig.<a href=\"#fnref372\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn373\"><p>Ist die hebr\u00e4ische Magd auch minderj\u00e4hrig, so steht sie doch nicht unter der Gewalt ihres Herrn, sondern unter v\u00e4terlicher Gewalt, also in der Gewalt eines \u00bbDritten\u00ab.<a href=\"#fnref373\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn374\"><p>Auch hier ist es wenigstens erw\u00fcnscht, wenn auch nicht Bedingung, dass die Gattin in dem Erwerbe ihres Unterhaltes selbst\u00e4ndig ist.<a href=\"#fnref374\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn375\"><p>Obgleich sie f\u00fcr ihren Unterhalt selbst sorgen, da sie immerhin unter seiner v\u00e4terlichen Gewalt stehen.<a href=\"#fnref375\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn376\"><p>Leibeigene; sie werden als Kena\u2018aniten bezeichnet im Hinblick auf Gen.\u00a09, 25: \u00bbVerflucht sei Kena\u2018an! Ein Sklavenknecht sei er seinen Br\u00fcdern!\u00ab<a href=\"#fnref376\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn377\"><p>Die Zueignung ist daher illusorisch und die Schenkung mithin widerruflich.<a href=\"#fnref377\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn378\"><p>Im Kruge. \u2014 S. M. 6.<a href=\"#fnref378\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn379\"><p>So dass das in M. 8 vorgeschriebene Quantum nicht mehr vorhanden ist.<a href=\"#fnref379\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn380\"><p>Ist aber die Verminderung erst am Schabbat eingetreten, so braucht, wenn auch garnichts \u00fcbrig geblieben, f\u00fcr den betreffenden Schabbat nicht zugelegt und zugeeignet zu werden. Vgl. Anm. 19.<a href=\"#fnref380\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn381\"><p>Zu den Strasseneinwohnern in M. 6. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d9\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5<\/span>: Stamm <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e1\u05e3<\/span>; rein hebr\u00e4isch: <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05b9\u05e1\u05b0\u05e4\u05d5\u05bc<\/span>, rein aram\u00e4isch: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b4\u05ea\u05bc\u05d5\u05b9\u05e1\u05b0\u05e4\u05d5\u05bc<\/span>.<a href=\"#fnref381\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn382\"><p>Man kann zwar, wie wir in Anm. 24 gesehen haben, auch ohne Wissen des Empf\u00e4ngers diesem ein Geschenk zueignen; dort ist jedoch Voraussetzung, dass die Annahme des Geschenkes mit keinerlei NachTeil f\u00fcr ihn verbunden, seine Zustimmung also als unzweifelhaft anzusehen ist (s. Ende d.\u00a0Kapitels). Hier dagegen haben die neuhinzugekommenen Einwohner einen Ausgang auch nach einer andern Strasse hin, mithin die Wahl, deu Schittuf auf der einen oder auf der andern Seite oder (nach R. Simon in K. IV M. 6) auf beiden zugleich zu machen; es w\u00e4re daher m\u00f6glich, dass gegen ihre Aufnahme in den Schittuf der einen Strasse von ihnen selbst, oder den alten Bewohnern der betreffenden Strasse Einsprache erhoben w\u00fcrde.<a href=\"#fnref382\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn383\"><p>Der in voriger Mischna erw\u00e4hnten, zum Schittuf nothwendigen Speise. Beil\u00e4ufig findet Alles, was in M. 6, 7 und 8 vom Schittuf gesagt ist, auch auf den \u2018Erub der H\u00f6fe Anwendung.<a href=\"#fnref383\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn384\"><p>Mehr als achtzehn Parteien.<a href=\"#fnref384\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn385\"><p>Das ist das achtzehnfache Volumen einer getrockneten Feige.<a href=\"#fnref385\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn386\"><p>Achtzehn oder weniger als achtzehn Parteien.<a href=\"#fnref386\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn387\"><p>Schabbat K. VII M. 4 gegen Ende. Der scheinbar \u00fcberfl\u00fcssige Hinweis auf jene Mischna will vermuthlich entweder eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr, dass grade dieses Quantum festgesetzt wurde, oder eine Andeutung geben, dass auch hier die Schalen, Kerne und was sonst an den Fr\u00fcchten ungeniessbar ist, bei der Bemessung des vorgeschriebenen Volumens nicht mit gerechnet wird. In unseren Talmudausgaben, im Babli wie im Jeruschalmi, fehlen die Worte <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d5\u05e6\u05d0\u05ea \u05e9\u05d1\u05ea<\/span>.<a href=\"#fnref387\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn388\"><p>Dass die \u2018Erubspeise ein gewisses Quantum haben muss (s. Anm. 36).<a href=\"#fnref388\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn389\"><p>Wenn das bei Beginn des ersten Schabbat noch vorschriftsm\u00e4ssige Quantum sich sp\u00e4ter vermindert hat.<a href=\"#fnref389\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn390\"><p>Der \u2018Erub behauptet seine Giltigkeit, solange noch ein Minimum sich von der Speise unversehrt erhalten hat. Voraussetzung ist, wie aus dem n\u00e4chsten Satze ersichtlich, dass ausser dem \u2018Erub auch der Schittuf gemacht wurde; war das nicht der Fall, so ist allerdings die Giltigkeit des \u2018Erub auch in der Folgezeit durch die Integrit\u00e4t des vorgeschriebenen Quantums bedingt.<a href=\"#fnref390\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn391\"><p>Nach anderer Lesart (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d0\u05de\u05e8\u05d5<\/span>) ist \u00bbUnd\u00ab zu streichen.<a href=\"#fnref391\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn392\"><p>Nach vorangegangenem Schittuf.<a href=\"#fnref392\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn393\"><p>Deshalb braucht man es bei bestehendem Schittuf mit dem \u2018Erub nicht gar so genau zu nehmen; es gen\u00fcgt, wenn die \u2018Erubspeise bei Beginn des ersten Schabbat unversehrt, und an den folgenden Schabbaten \u00fcberhaupt noch etwas von ihr vorhanden ist. Daraus folgt, dass die Schittufspeise, sofern der Schittuf nicht durch den \u2018Erub ersetzt werden kann (s. K. VI Anm. 42), vom ersten bis zum letzten Schabbat in ihrer Integrit\u00e4t erhalten und daher erg\u00e4nzt werden muss, sowie sie das in voriger Mischna angegebene Volumen nicht mehr hat. Da nun Mischna 7 von der Schittufspeise spricht, so steht sie in keinem nachweislichen Widerspruch zu der Ansicht des R. Jose. [Das scheint <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05d9\u05f4\u05d8<\/span> im <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05f3 \u05d9\u05d5\u05e1\u05d9<\/span> ebenso \u00fcbersehen zu haben, wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05e8\u05e9\u05f4\u05dc<\/span>, dessen Zusatz zu Raschi an dieser Stelle nach dem Gesagten nicht unanfechtbar ist.]<a href=\"#fnref393\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn394\"><p>Nach ihm sind alle Nahrungsmittel zum Schittuf geeignet, Teilweise (n\u00e4mlich Brot) sogar auch zum \u2018Erub der H\u00f6fe. Alles Geniessbare kann daher entweder zum \u2018Erub oder doch wenigstens zum Schittuf (und desgleichen zur Verschmelzung der Schabbatbezirke. S. K. III Anm. 2) verwendet werden, nur nicht Wasser und Salz (jedes f\u00fcr sich; wohl aber ist beides zusammen, zu Salzwasser vereinigt, f\u00fcr den Schittuf wie f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> geeignet).<a href=\"#fnref394\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn395\"><p>Nach ihm ist auch nicht alles Brot zum \u2018Erub der H\u00f6fe verwendbar; es muss durchaus ein ganzes Laib sein.<a href=\"#fnref395\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn396\"><p>Ein Maass (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span>) = \u00b9\u2044\u2083\u2080 Kor=6 Kab ist ungef\u00e4hr 8,3 Liter. [40 Maass = 3 Kubikellen (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d2\u05d9\u05d2\u05d4<\/span> 11a); 1 Elle=48cm. (s. K. IV Anm. 36); 1 kdm. = 1 Liter.]<a href=\"#fnref396\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn397\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d5\u05e1\u05d4<\/span> ist als Substantiv aufzufassen; w\u00e4re es Participium, so m\u00fcsste es <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d5\u05d0 \u05e4\u05e8\u05d5\u05e1<\/span> heissen, da <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05e4\u05d4<\/span> ohne Zweifel mase, ist. Dadurch erkl\u00e4rt sich auch, dass hier der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05e4\u05d4<\/span> gew\u00e4hlt ist, w\u00e4hrend vorher und nachher von einem <span dir=\"rtl\">\u05db\u05db\u05e8<\/span> gesprochen wird; ein Laib kann wohl zerbrochen (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d5\u05e1<\/span>) aber niemals ein Bruchst\u00fcck (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d5\u05e1\u05d4<\/span>) sein.<a href=\"#fnref397\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn398\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> ist das r\u00f6mische As, bei sp\u00e4teren Schriftstellern assarius, eine kupferne Scheidem\u00fcnze im Curswerth von c.\u00a04 Pf.; bei den Juden, welche den Denar (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e0\u05e8<\/span>) nicht in 16, sondern in 24 Assarien einTeilten, ist der <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> nur 2\u00bd Pf. = 1 Dreier. Das Dreierbr\u00f6tchen ist nach K. VIII M. 2 aus ungef. \u2159 Liter Mehl gebacken (s. Anm. 13 das.) Es braucht nicht erst gesagt zu werden, dass <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> hier nicht buchst\u00e4blich zu nehmen ist, sondern nur, wie ja auch im Lateinischen, zur Bezeichnung einer kleinsten M\u00fcnze dient.<a href=\"#fnref398\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn399\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d4<\/span> = 4 <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> oder Asse, also ein Sesterz, bedeutet hier ganz allgemein Geldst\u00fcck, wie unter dem Plural <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> meist schlechthin Geld verstanden wird. Als M\u00fcnze hat die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d4<\/span> einen Werth von 10 Pf. oder 1 Sgr., w\u00e4hrend der r\u00f6mische Sesterz 16 Pf. betrug,<a href=\"#fnref399\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn400\"><p>Welche den \u2018Erub oder Schittuf f\u00fcr die Uebrigen besorgen, indem sie ihnen die erforderlichen Beitr\u00e4ge liefern (der B\u00e4cker Brod zum \u2018Erub, der Kr\u00e4mer\u2014<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e0\u05d5\u05ea<\/span>, <span dir=\"rtl&quot;\">\u062d\u0627\u0646\u0648\u062a<\/span> ist im Arab. die Weinbude \u2014 Wein zum Schittuf) und bei sich aufbewahren.<a href=\"#fnref400\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn401\"><p>Welcher aus dem Verkaufe von Lebensmitteln kein Gewerbe macht.<a href=\"#fnref401\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn402\"><p>Der innere Zusammenhang dieses Satzes mit dem vorhergehenden, als dessen Begr\u00fcndung er sich \u00e4usserlich pr\u00e4sentirt, ist so unklar, dass die meisten Erkl\u00e4rer, an ihrer Spitze R. Ascher, einen solchen \u00fcberhaupt in Abrede stellen und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> als selbst\u00e4ndigen Satz auffassen, als st\u00fcnde <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span>. So wenig waren sie von den Erkl\u00e4rungen befriedigt, durch welche ihre Vorg\u00e4nger nicht ohne M\u00fche einen n\u00f6thd\u00fcrftigen Zusammenhang herzustellen versuchten. Ueberhaupt macht diese Mischna den Commentatoren viel zu schaffen; sie ist eine der schwierigsten in unserm an Schwierigkeiten so reichen Tractat. Man sieht nicht recht ein, worauf die Unterscheidung zwischen dem Kaufmann und \u00bbjedem Andern\u00ab beruht, und die Gemara, von der man Aufschluss erwartet, vermehrt nur die Schwierigkeiten, indem sie zwei neue, ebenfalls unmotivirte Unterschiede (1. zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9<\/span>, 2. zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d4 \u05dc\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d1 \u05dc\u05d9<\/span>) aufstellt. Nur wenn man bei Uebergabe des Geldes sich dem Kaufmann gegen\u00fcber des Ausdrucke bedient hat: Eigne mir den \u2018Erub zu, hat es keine Giltigkeit, wohl aber, wenn man zu ihm gesagt hat: mache f\u00fcr mich den \u2018Erub, oder wenn man ihm statt des Geldes einen Werthgegenstand als Tauschobject gegeben hat. Den Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung dieser R\u00e4thsel glaube ich in der Erkl\u00e4rung zu finden, welche die Gemara den Worten des R. Eli\u2018ezer gibt. Nach biblischem Recht, sagt sie, ist ein Kaufgesch\u00e4ft schon rechtskr\u00e4ftig, sobald der Verk\u00e4ufer den vereinbarten Kaufpreis in Empfang genommen hat; das talmudische Recht macht die Unwiderruflichkeit des Gesch\u00e4ftes bei Mobilien einzig und allein von einem feierlichen, dem Mancipium des r\u00f6mischen Rechtes einigermaassen verwandten Acte abh\u00e4ngig, bei welchem der K\u00e4ufer den zu erwerbenden Gegenstand in die H\u00f6he hebt (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d1\u05d4\u05d4<\/span>) oder, wo dies nicht thunlich ist, ihn fortschafft (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d9\u05db\u05d4<\/span>), bez. anfasst (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d9\u05e8\u05d4<\/span>). Dass sich das talmudische Recht bei der biblischen Form des Kaufes nicht beruhigt, hat seinen Grund in der Bef\u00fcrchtung, dass sonst der Verk\u00e4ufer, nachdem er den Kaufpreis erhalten, kein Interesse haben w\u00fcrde, die verkaufte Waare vor Schaden zu beh\u00fcten. Diese Bef\u00fcrchtung fallt nun beim \u2018Erub wie beim Schittuf weg, insofern die hierzu verwendete Speise als Ausdruck der innigen Vereinigung zu einer Familie oder wenigstens, einer Genossenschaft (s. d.\u00a0Einl. Abs. 1 und 2) ihrer Bedeutung wie ihrer Wirkung entsprechend Gemeingut aller Betheiligten geworden und nicht mehr von demjenigen, der den Beitrag geleistet, als sein Eigenthum angesprochen werden darf; dieser muss vielmehr darauf gefasst sein, dass sein Beitrag von irgend einem der Theilnehmer verzehrt wird, und ist er damit nicht von ganzem Herzen einverstanden, so hat eben der \u2018Erub oder Schittuf gar keine Giltigkeit. Es gen\u00fcgt daher, meint R. Eli\u2018ezer, wenn Jemand dem Kaufmann ein Geldst\u00fcck gibt mit der Bitte, ihm daf\u00fcr den \u2018Erub zuzueignen (die Worte <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d3\u05d9 \u05e9\u05d9\u05d6\u05db\u05d4 \u05dc\u05d5 \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> sind buchst\u00e4blich zu nehmen; der K\u00e4ufer hat sich in der That des Ausdrucks \u00bbzueignen\u00ab bedient); von der feierlichen Erwerbsform des talmudischen Rechts kann hier ebenso abgesehen werden, wie \u00fcberall, wo die obenerw\u00e4hnte Bef\u00fcrchtung wegf\u00e4llt. Denn mit dem Augenblicke, in welchem der K\u00e4ufer die bezahlte Waare als Beitrag zum \u2018Erub bestimmt, hat er sich seines Einzelrechtes auf dieselbe begeben; es darf ihm gar nicht daran gelegen sein, dass sie ihm erhalten bleibe; er hat an ihrem Vorhandensein kein gr\u00f6sseres Interesse als der Verk\u00e4ufer selbst, der ja als Miteinwohner ebenfalls am \u2018Erub betheiligt ist, mithin an der verkauften Waare gleiches Recht und gleichen Antheil mit dem K\u00e4ufer hat.\u2014 \u2014 Mit dem Augenblicke \u2014 allerdings, machen \u00bbdie Weisen\u00ab dagegen geltend; wer aber mit den Worten <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d4 \u05dc\u05d9 \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> dem Kaufmann ein Geldst\u00fcck \u00fcbergibt, hat damit noch lange nicht die bezahlte Waare als Beitrag zum \u2018Erub bestimmt. Unter \u2018Erub, darauf haben wir widerholt hingewiesen, ist sehr oft nicht die Vereinigung selbst, sondern das Mittel dazu, die \u2018Erubspeise zu verstehen (vgl. K. III Anm. 21). In den letzten Mischuajot war von der \u2018Erubspeise die Rede; in der unmittelbar vorhergehenden Mischna bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05db\u05db\u05e8 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> unstreitig die \u2018Erubspeise und eine andere Bedeutung kann das Wort dem ganzen Zusammenhange nach auch hier nicht haben. Es kann ihm ja nur der Beitrag zur Vereinigung nicht diese selbst verkauft werden. Mit den Worten: \u00bbeigne mir f\u00fcr dieses Geldst\u00fcck eine \u2018Erubspeise zu\u00ab hat der K\u00e4ufer vorl\u00e4ufig nur seinen Willen kundgegeben, einen Gegenstand zu erwerben, welcher als Beitrag zu der geplanten Vereinigung geeignet ist, allenfalls hat er die Absicht angedeutet, sich vielleicht an der Vereinigung zu betheiligen, keineswegs aber hat er sich jetzt schon in bindender Form dazu bereit erkl\u00e4rt. [Damit erledigt sich auf einfache Weise auch der Einwand, den R. Ascher z. St.\u00a0gegen die Ansicht der Tosafot erhebt]. Der fragliche Gegenstand \u2014 eine \u2018Erubspeise \u03f0\u03b1\u03c4\u1f70 \u03b4\u03cd\u03bd\u03b1\u03bc\u03bd, aber noch nicht \u03f0\u03b1\u03c4\u2019 \u1f10\u03bd\u03ad\u03c1\u03b3\u03b5\u03b9\u03b1\u03bd \u2014 ist also zun\u00e4chst nur eine Waare wie jede andere, und unterliegt daher den allgemeinen Bestimmungen des talmudischen Rechts, nach welchen ein Kaufgesch\u00e4ft mit der Empfangnahme des Kaufpreises noch nicht rechtskr\u00e4ftig geworden ist. Mithin hat der \u2018Erub keine Giltigkeit, selbst wenn der Verk\u00e4ufer die bezahlte Speise als Beitrag des K\u00e4ufers zu den Beitr\u00e4gen der \u00fcbrigen Familien gelegt hat, weil eben diese Speise nicht als Beitrag des K\u00e4ufers angesehen werden kann, so lange sie nicht in aller Form Rechtens sein Eigenthum ist. Ja, wenn er die Waare durch Mancipation oder in einer andern vom talmudischen Recht anerkannten Form, etwa durch eine Art Tauschgesch\u00e4ft (<span dir=\"rtl\"> \u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05de\u05e2\u05d4 \u05d0\u05d1\u05dc \u05db\u05dc\u05d9 \u05e7\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>) erworben h\u00e4tte, dann k\u00f6nnten wir von der Abgabe einer deutlichen Erkl\u00e4rung, dass er der Vereinigung beitreten und die gekaufte Waare als seinen Beitrag angesehen wissen will, v\u00f6llig absehen, da der Verk\u00e4ufer es ist, welcher f\u00fcr alle Betheiligten den \u2018Erub oder Schittuf besorgt und deren Beitr\u00e4ge bei sich aufbewahrt. Vgl. K. VI M. 5. Und umgekehrt, wenn er in unzweideutiger Weise seinen festen Entschluss ausgesprochen h\u00e4tte, an der Vereinigung theilzunehmen, wenn er mit klaren Worten bei der Uebergabe des Geldes den Verk\u00e4ufer beauftragt h\u00e4tte; mache f\u00fcr mich den \u2018Erub (<span dir=\"rtl\"> \u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d3\u05d0\u05de\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05d6\u05db\u05d4 \u05dc\u05d9 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05de\u05e8 \u05e2\u05e8\u05d1 \u05dc\u05d9 \u05e9\u05dc\u05d9\u05d7 \u05e9\u05d5\u05d5\u05d9\u05d9\u05d4 \u05d5\u05e7\u05e0\u05d9<\/span>), dann k\u00f6nnten wir in Erw\u00e4gung, dass Beide an der Waare gleiches Recht und gleichen Antheil haben, von der Mancipation absehen. So aber d\u00fcrfen wir ans mit der blossen Uebergabe des Geldes nicht begn\u00fcgen. Im Gegentheil! Grade die Erw\u00e4gung, dass die gekaufte Waare aufh\u00f6rt ausschliessliches Eigenthum des K\u00e4ufers zu sein, sobald sie zur \u2018Erubspeise wird, macht es uns in seinem Interesse zur Pflicht, solange auf der Mancipation zu bestehen und somit dem fraglichen Gegenstande den Charakter der \u00bbWaare\u00ab zu wahren, als ihm nicht unstreitig und zweifellos der Charakter der \u2018Erubspeise nachgewiesen wird. Dies ist der Fall, wenn der Verk\u00e4ufer, welcher die Herstellung des \u2018Erub oder Schittuf in die H\u00e4nde genommen hat, ein Mann ist, der mit Lebensmitteln keinen Handel treibt, der solche nur ausnahmsweise zum Zwecke der \u00fcbernommenen Vereinigung aus Gef\u00e4lligkeit \u00fcberl\u00e4sst. Hier r\u00e4umen die Weisen ein, dass die Uebergabe des Geldes gen\u00fcgt; denn einerseits macht der K\u00e4ufer keinen Anspruch darauf, dass die \u2018Erubspeise \u2014 und um eine solche, nicht um eine Waare handelt sich\u2019s in diesem Falle ohne Zweifel \u2014 ihm erhalten bleibe, andererseits hat auch der Verk\u00e4ufer schon als Mitbesitzer ein hervorragendes Interesse daran, sie vor Schaden zu bewahren. Freilich erw\u00e4chst aus der Vereinigung f\u00fcr den K\u00e4ufer der Nachtheil, dass nicht nur sein Beitrag, sondern in gewissem Sinne (s. d.\u00a0Einl. Abs. 1 und 2) auch seine Wohnung durch dieselbe Gemeingut aller Betheiligten wird, und wir sollten daher zum Schutze seiner Interessen auf die feierliche Erwerbsform des talmudischen Rechts doch bestehen. Es ist das jedoch ein Nachtheil, gegen welchen wir ihn auch durch die Mancipation nicht sch\u00fctzen k\u00f6nnen, gegen den wir ihn aber auch gar nicht zu sch\u00fctzen n\u00f6thig haben. \u00bbMan kann ja doch f\u00fcr keinen Menschen \u2018Erub machen, es sei denn mit seiner Zustimmung!\u00ab Es hat ihn ja Niemand zum Beitritt gezwungen! Wollte er also die Nachtheile, welche mit der Vereinigung nothwendig und untrennbar verbunden sind, nicht mit in den Kauf nehmen, dann h\u00e4tte er eben den Beitrag, der ihm nur zu diesem Zwecke vom Verk\u00e4ufer abgetreten wurde, gar nicht kaufen d\u00fcrfen. \u2014 R. Juda (s. d.\u00a0folg. Anm.) geht noch weiter. In dem Beitritt zur Vereinigung liegt nach seiner Meinung \u00fcberhaupt kein Nachtheil. Wohl werden durch sie die sonst getrennten Wohnr\u00e4ume aller Betheiligten am Sabbat zu einer Allen gemeinsamen Wohnung, wohl erlangt jeder von ihnen dadurch das Recht, Gegenst\u00e4nde aus seinem Hause in das des Andern zu schaffen; diese kleine Unannehmlichkeit kann aber ebensowenig als der Verlust des ausschliesslichen Eigenthumsrechts am Beitrage ernstlich in Betracht kommen gegen\u00fcber den grossen Vortheilen, welche jedem Einzelnen die Vereinigung gew\u00e4hrt, ohne welche er ja nichts aus seinem Hause auch nur in den Hof oder aus diesem in sein Haus tragen d\u00fcrfte. Und wenn dem Kr\u00e4mer und B\u00e4cker gegen\u00fcber die Uebergabe des Geldes dennoch nicht gen\u00fcgt, so hat das seinen Grund einzig und allein darin, dass Alles, was beim Kaufmann gekauft wird, und w\u00fcrde es auch als \u2018Erubspeise verlangt, als einfache, den allgemeinen Bestimmungen \u00fcber die Erwerbsformen unterworfene Waare zu betrachten ist, solange es nicht ausdr\u00fccklich als Beitrag zur Vereinigung bestimmt wurde.<a href=\"#fnref402\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn403\"><p>Dass es der Zustimmmung aller Betheiligten bedarf. \u2014 Die Einschr\u00e4nkung des R. Juda richtet sich ausschliesslich gegen den letzten Satz. Was die \u00bbWeisen\u00ab vorher \u00fcber die Unanwendbarkeit des biblischen Rechts dem Kaufmann gegen\u00fcber sagten, wird dadurch nicht in Frage gestellt; was sie jedem andern gegen\u00fcber einr\u00e4umten, wird dadurch nur best\u00e4rkt, wie wir in der vorigen Anmerkung ausf\u00fchrlich dargelegt haben.<a href=\"#fnref403\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn404\"><p>S. Einl. Abs. 4.<a href=\"#fnref404\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn405\"><p>Wie auch beim Schittuf der Strassen.<a href=\"#fnref405\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn406\"><p>Jedoch nicht gegen seinen Willen. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z. St.<a href=\"#fnref406\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn407\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d9\u05df<\/span> aram\u00e4ische Form des Participe (hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5\u05db\u05d9\u05df<\/span>), vermuthlich um das Wort in der Vocalisation seinem Gegensatze <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d9\u05df<\/span> gleich zu machen. \u2014 Beide W\u00f6rter haben eine merkw\u00fcrdige Wandlung der Begriffe erfahren. Urspr\u00fcnglich ist <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d5\u05ea<\/span> Reinheit, Lauterkeit im physischen Sinne, sp\u00e4ter bedeutet es, auf das moralische Gebiet \u00fcbertragen, Makellosigkeit, Unschuld, Tugend, Verdienst, letzteres zun\u00e4chst nur in ethischer, bald aber auch in materieller Beziehung, daher Gewinn, Vortheil; demgem\u00e4ss heisst auch das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d4<\/span> rein sein, dann unschuldig, w\u00fcrdig, verdienstvoll sein, zuletzt verdienen, gewinnen, erlangen, erwerben, und im Pi\u2018el: zueignen. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05d1<\/span> ist nun in allen St\u00fccken das grade Gegentheil von <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d5\u05ea<\/span>. Es bedeutet Schuld, zun\u00e4chst im materiellen dann im ethischen Sinne, aus welcher Bedeutung sich einerseits die Begriffe der Schuldigkeit und Pflicht, andererseits die des Verlustes und Nachtheils entwickeln; ebenso heisst das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1<\/span> schuldig, s\u00fcndig, verpflichtet, nachtheilig sein, und im Pi\u2018el schuldig sprechen, verpflichten. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d1\u05d9\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d9\u05df<\/span>, beides ist Kal, also intransitiv; w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt w\u00e4re daher <span dir=\"rtl\"> \u05d6\u05db\u05d9\u05df \u05dc\u05d0\u05d3\u05dd \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d7\u05d1\u05d9\u05df \u05dc\u05d0\u05d3\u05dd<\/span>: Man kann wohl Jedermann von Vortheil und Gewinn, keinem Menschen aber nachtheilig sein.<a href=\"#fnref407\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn408\"><p>Die Verschmelzung der Sabbatbezirke gew\u00e4hrt keinerlei Vortheil; denn soviel Ellen man in der einen Richtung durch eie gewinnt, genau so viel verliert man durch sie in der entgegengesetzten Richtung (s. K. V M. 7. Ende). Dagegen birgt sie einen schweren Nachtheil in sich, insofern das, was man hier verliert, f\u00fcr Jedermann einen unvergleichlich h\u00f6hern Reiz und gr\u00f6ssern Werth hat als das, was man dort gewinnt. Nur im Nothfall wird sich jemand entschliessen, seinen Sabbatwohnsitz vermittels des \u2018Erub zu verlegen, denn nur ungern gibt er einen Theil des zu seinem Wohnorte geh\u00f6rigen Sabbatbezirkes preis, um ihn gegen ein entsprechendes St\u00fcck von dem eines fremden Ortes einzutauschen. Daher ist ein \u2018Erub der Sabbatbezirke, welchen jemand ohne meinen Auftrag f\u00fcr mich macht, ung\u00fcltig. Wohl aber ist ein \u2018Erub der H\u00f6fe oder ein Schittuf der Strassen g\u00fcltig, welchen man, ohne sich meiner Zustimmung zu versichern, ja ohne mein Wissen gemacht hat; denn die Aufnahme in eine dieser Vereinigungen kann, wie aus dem Schluss der 55. Anmerkung ersichtlich, nur von Vortheil, niemals von Nachtheil f\u00fcr mich sein. Vgl. Anm. 24 und 35.<a href=\"#fnref408\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn409\"><p>Um durch gemeinschaftliche Verlegung des Schabbatwohnsitzes (Einl. Abs. 4) den eigenen Schabbatbezirk mit dem eines andern Ortes zu verschmelzen. Diese und die folgende Mischna kn\u00fcpfen an die letzten Halachot des vorigen Kapitels (M. 6 \u2014 11), insbesondere an die Worte des R. Juda (daselbst gegen Ende) an, die Reihe der Vorschriften \u00fcber die Vereinigung der H\u00f6fe und Strassen durchbrechend, zu denen M. 3 wieder zur\u00fcckkehrt.<a href=\"#fnref409\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn410\"><p>An den Ort des neuen Schabbatwohnsitzes.<a href=\"#fnref410\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn411\"><p>Der Inhalt des Kruges, die \u2018Erubspeise.<a href=\"#fnref411\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn412\"><p>Doch muss ihnen vorher, sofern sie nicht zum \u2018Erub beigesteuert haben, vom Eigent\u00fcmerr der \u2018Erubspeise ein Anteil an derselben nach K. VII M. 6 zugeeignet worden sein<a href=\"#fnref412\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn413\"><p>Jenseits der Schabbatgrenze unseres Wohnortes.<a href=\"#fnref413\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn414\"><p>D. i. ein Hochzeitshaus. Das Brautpaar durch Teilnahme an seinem Feste zu erfreuen, gilt ebenso als frommes Werk wie Leidtragende zu tr\u00f6sten. Ein <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> soll nur f\u00fcr religi\u00f6se Zwecke gemacht werden (Einl. das.).<a href=\"#fnref414\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn415\"><p>Hinzugehen.<a href=\"#fnref415\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn416\"><p>Als ihm die Mitteilung von dem f\u00fcr alle Einwohner gemachten \u2018Erub wurde.<a href=\"#fnref416\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn417\"><p>Hinzugehen.<a href=\"#fnref417\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn418\"><p>Als ihm die Mitteilung von dem f\u00fcr alle Einwohner gemachten \u2018Erub wurde.<a href=\"#fnref418\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn419\"><p>Der \u2018Erub ist hier allerdings noch am Freitag und zwar auch f\u00fcr ihn gemacht worden; daher gen\u00fcgt es ja, dass er im Laufe des Schabbat erst auf sich nimmt, in jenes Trauer- oder Hochzeitshaus jenseits des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> zu gehen, sofern er nur vor Anbruch des Schabbat vom \u2018Erub Kenntnis erhalten hat. Wenn er aber bis zum Schabbateingang nicht einmal eine Ahnung davon hatte, dass ein \u2018Erub f\u00fcr ihn gemacht wurde, so hat er nat\u00fcrlich bis dahin auch nicht seinen Schabbatwohnsitz aus seinem Wohnorte verlegt. Nach Eintritt der Dunkelheit ist das aber nicht mehr statthaft, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df \u05de\u05e9\u05ea\u05d7\u05e9\u05da<\/span>, weil man ja den bei Beginn des Schabbat einmal geltenden Schabbatwohnsitz \u2014 und das ist f\u00fcr ihn sein Wohnort \u2014 selbstverst\u00e4ndlich nicht mehr im Laufe des Tages beliebig gegen einen andern vertauschen kann. Ist er dagegen noch am Freitag von dem f\u00fcr ihn gemachten \u2018Erub in Kenntnis gesetzt worden, so darf er von ihm Gebrauch machen, obgleich er erst am Schabbat zu einem festen Entschlusse gekommen, bis dahin aber sich die Wahl zwischen dem Schabbatbezirke des \u2018Erub und dem seines Wohnortes offen gelassen hat (vgl. K. III M. 5), vorausgesetzt, dass er w\u00e4hrend der Zeit seines Schwankens sich nur innerhalb des dem \u2018Erub und dem Wohnorte gemeinsamen Schabbatbezirkes bewegt hat (das. Anm. 49); wenn er jedoch \u00fcber den ihm vom \u2018Erub offengelassenen Spielraum hinaus im <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> seines Wohnortes weitergegangen ist, so hat er dadurch zu erkennen gegeben, dass er am \u2018Erub keinen Anteil haben will, dieser also f\u00fcr ihn nicht vorhanden ist. Soviel zum bessern Verst\u00e4ndnis des ebenso schwierigen als weittragenden und weitverzweigten Begriffes der <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> oder der offengehaltenen Wahl.<a href=\"#fnref419\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn420\"><p>Des \u2018Erub. Das Suffix in <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8\u05d5<\/span> vertritt das aus dem Verbum <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> am Ende der vorigen Mischna zu entnehmende Nomen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>. Auf <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> am Anfang der vorigen Mischna kann es nicht bezogen werden, weil dieses Wort weiblich ist. Vielleicht aber auf <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5<\/span> (s. Anm. 3)<a href=\"#fnref420\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn421\"><p>Nicht volle zwei Mahlzeiten, sondern nur <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d5\u05df \u05e9\u05ea\u05d9 \u05e1\u05e2\u05d5\u05d3\u05d5\u05ea <\/span>: deren Bedarf an dem zum \u2018Erub verwandten Nahrungsmittel (an Brot, Wein, \u00d6l, Essig, Gem\u00fcse, Compote od. dgl.) als Zukost.<a href=\"#fnref421\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn422\"><p>Nach R. Me\u00efr ist eine Schabbatmahlzeit reichlicher als eine Werktagsmahlzeit; denn am Schabbat sind die Speisen w\u00fcrziger, der Appetit ein regerer. Nach R Juda ist die einzelne Mahlzeit am Schabbat weniger reichlich; denn am Schabbat speist man dreimal, an Werktagen nur zweimal. [Anders als hier lautet Raschi\u2019s Erkl\u00e4rung in <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05d5\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> 64 b.]<a href=\"#fnref422\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn423\"><p>Dieselben Worte stehen Pea VIII 7. Dort ist das <span dir=\"rtl\">\u05de<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05db\u05e8<\/span> in seiner Abh\u00e4ngigkeit von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e4\u05d5\u05d7\u05ea\u05d9\u05df<\/span> berechtigt. Hier scheint es gleich dem <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d9<\/span> V 11 in <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05de\u05d0\u05d9<\/span> I 4 achtlos her\u00fcbergenommen (vgl. das Zitat in <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05d5\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> 64 b, welches jedoch auch sonst von der Fassung hier abweicht); desgleichen in Kelim XVII 11, wo unsere Mischna mit geringen \u00c4nderungen wiederholt ist. Doch findet diese Pr\u00e4position sich dort auch bei der Maassbestimmung des R Simon: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05ea\u05d9 \u05d9\u05d3\u05d5\u05ea \u05dc\u05db\u05db\u05e8<\/span>. Ebenso im Jeruschalmi an unserer Stelle. Nun k\u00f6nnte man beide Angaben als termini a quo auffassen: von diesem oder jenem Quantum an und dar\u00fcber ist das Maass des \u2018Erub. Doch ist dieser Erkl\u00e4rungsversuch zu gezwungen, als dass er befriedigen k\u00f6nnte. Vielleicht h\u00e4ngt aber das st\u00f6rende <span dir=\"rtl\">\u05de<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d5\u05df \u05e9\u05ea\u05d9 \u05e1\u05e2\u05d5\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> ab, um dessen n\u00e4here Bestimmung sich ja der ganze Streit dreht. Nach R. J. b. B. bestehen die zwei Mahlzeiten aus einem <span dir=\"rtl\">\u05db\u05db\u05e8 \u05d1\u05e4\u05d5\u05e0\u05d3\u05d9\u05d5\u05df<\/span>, nach R. S. aus zwei Dritteln eines <span dir=\"rtl\">\u05db\u05db\u05e8 \u05de\u05e9\u05dc\u05e9 \u05dc\u05e7\u05d1<\/span>. Der Ausdruck <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05e1\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05e1\u05dc\u05e2<\/span> steht elliptisch f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d8\u05d9\u05dd \u05e9\u05dc \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05e1\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05e1\u05dc\u05e2<\/span>. Dadurch erkl\u00e4rt sich das <span dir=\"rtl\">\u05de<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2<\/span>. Das Fremdwort <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05e0\u05d3\u05d9\u05d5\u05df<\/span> ist verst\u00fcmmelt aus Dupondius, dem Namen einer r\u00f6mischen M\u00fcnze, deren Wert, wie schon der Name sagt, 2 Asse oder 8 Pf. (bei den Juden 2 <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> oder 5 Pf.) betrug. Der Sela\u2018, gleichwertig mit dem biblischen Schekel, hatte 48 Dupondien, die Seah (s. K. VII Anm. 49) 6 Kab. Folglich m\u00fcsste ein <span dir=\"rtl\">\u05db\u05db\u05e8 \u05d1\u05e4\u05d5\u05e0\u05d3\u05d9\u05d5\u05df<\/span> \u00bd Kab Mehl enthalten In Wahrheit hat es nur \u00bc Kab. Aus einem Maass Weizen kann man ja kein Maass Mehl gewinnen, der M\u00fcller beh\u00e4lt \u00fcberdies f\u00fcr seine M\u00fche und die Benutzung seiner M\u00fchle einen Teil zur\u00fcck, etwas will der B\u00e4cker doch auch verdienen, und so reducirt sich der halbe Kab Weizen, bis ein Br\u00f6tchen aus ihm wird, langsam aber sicher auf \u00bc Kab.<a href=\"#fnref423\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn424\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9 \u05d9\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> (2 K\u00f6n. 11, 7) zwei Drittel, <span dir=\"rtl\"> \u05e9\u05dc\u05e9 \u05d9\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> drei Viertel, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d9\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> (Gen.\u00a047, 24) vier F\u00fcnftel\u2026\u2026 <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e9\u05e2 \u05d9\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> (Neh. 11, 11) neun Zehntel u. s. w.<a href=\"#fnref424\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn425\"><p>Also \u00b2\u2044\u2089 Kab. In <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05db\u05db\u05e8<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05f4\u05e3<\/span> hat die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05db\u05e8<\/span>) steht das <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> zur Bezeichnung des Genetivs wie in <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9 \u05e2\u05d1\u05d3\u05d9\u05dd \u05dc\u05e9\u05de\u05e2\u05d9<\/span> 1 K\u00f6n. 2, 39 u. \u00f6., in <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d1<\/span> zur Bezeichnung der Zugeh\u00f6rigkeit wie in <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05e9\u05db\u05e8 \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> 1 K\u00f6n. 15, 27 u. \u00f6.<a href=\"#fnref425\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn426\"><p>Ist das Maass\u2026..; <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8<\/span> ist aus <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8\u05d5<\/span> am Anfange der Mischna hier zu erg\u00e4nzen.<a href=\"#fnref426\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn427\"><p>Lev. 14, 33 ff.\u00a0insbes. Vv. 46 u. 47. Wer das auss\u00e4tzige Haus betritt, wird sofort unrein; die Kleider, die er anhat, werden jedoch erst dann unrein, wenn er so viel Minuten in dem Hause weilte, als zum Verzehren eines halben Weizenbr\u00f6tchens erforderlich sind. Nega\u2018im XIII, 9. Unter dem halben Br\u00f6tchen ist nun die H\u00e4lfte eines nach R. J. b. B. aus einem Viertel Kab, nach R. S. aber aus einem Drittel Kab hergestellten Laibes zu verstehen.<a href=\"#fnref427\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn428\"><p>Ist das Maass\u2026..; <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8<\/span> ist aus <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8\u05d5<\/span> am Anfange der Mischna hier zu erg\u00e4nzen.<a href=\"#fnref428\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn429\"><p>Wer von unreinen Speisen so viel gegessen hat, als der vierte Teil des umstrittenen Br\u00f6tchens ausmacht (\u00b9\u2044\u2081\u2086 bez. \u00b9\u2044\u2081\u2082 Kab), dessen K\u00f6rper ist zwar nicht unrein, aber doch <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span>, d.\u00a0h. er ist untauglich, Opferfleisch und geweihte Fr\u00fcchte zu essen, ehe er ein Reinigungsbad genommen. Einer von den 18 rabbinischen Beschl\u00fcssen, auf welche Schabbat I 4 hingedeutet wird.<a href=\"#fnref429\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn430\"><p>Des Erdgeschosses.<a href=\"#fnref430\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn431\"><p>Des obern Stockwerks, dessen T\u00fcren auf den Gang m\u00fcnden, von welchem eine Treppe in den Hof hinunterf\u00fchrt.<a href=\"#fnref431\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn432\"><p>Miteinander, nicht aber unter sich; s. Anm. 27.<a href=\"#fnref432\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn433\"><p>Zugleich aber weniger als 10 Handbreiten in vertikaler Richtung vom Gange entfernt ist (Anm. 30).<a href=\"#fnref433\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn434\"><p>Am Anfange der Mischna war unter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea<\/span> das obere Stockwerk zu verstehen. Die Bewohner des Ganges brauchen ja laut der folgenden Mischna \u00fcberhaupt keinen \u2018Erub zu machen. Es liegt nun nahe, dieses Wort auch hier im weitern Sinne zu nehmen. [Daher die Gemara: <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d0 \u05e1\u05dc\u05e7\u05d0 \u05d3\u05e2\u05ea\u05da \u05de\u05d0\u05d9 \u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea \u05d1\u05d2\u05d9 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d9\u05d4<\/span>]. Sachliche Gr\u00fcnde zwingen aber, es an dieser Stelle buchst\u00e4blich aufzufassen (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05ea\u05df \u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05dd \u05d1\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea <\/span>). Hof und Gang sind als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05e4\u05d2\u05d9\u05dd \u05de\u05d6\u05d5<\/span> im Sinne von K. VI M. 9 zu beurteilen, insofern die Bewohner des Oberstocks \u00fcber den Hof gehen m\u00fcssen, um auf die Strasse gelangen zu k\u00f6nnen. Da durch die Treppe eine bequeme Verbindung zwischen beiden hergestellt ist, k\u00f6nnen sie nach K. VII Anmerkung 9 sowohl einzeln als gemeinschaftlich den \u2018Erub machen. Haben sie ihn nicht mit einander, sondern nur einzeln unter sich gemacht, so geh\u00f6rt der Hof den Bewohnern des Erdgeschosses, der Gang denen des obern Stockwerkes, und keine Partei \u00fcbt auf die andere eine Beschr\u00e4nkung aus (K. VI Anm. 49). Ragt aus dem Hofe irgend ein Gegenstand in die H\u00f6he, so steht er der Partei zur Verf\u00fcgung, welcher er so bequem als m\u00f6glich liegt. Liegt er beiden bequem oder beiden unbequem, so muss er beiden Parteien zuerkannt werden, so dass sie sich gegenseitig in seiner Benutzung beschr\u00e4nken. In diesem Falle darf keine Partei ihr Hausger\u00e4t auf denselben legen, vorausgesetzt, dass seine Oberfl\u00e4che mindestens 4 Handbreiten im Geviert hat (K. VII Anm. 8; im <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d7 \u05d7\u05d9\u05d9\u05dd<\/span> 375 vermisse ich diese Voraussetzung, desgl. in den Mischnakommentaren). Nun liegt der Gang allerdings in der Regel nicht viel h\u00f6her als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>, die Fenster und T\u00fcren des Oberstocks aber, von welchem noch mehrere Stufen zum Gang hinunterf\u00fchren, m\u00fcssen naturgem\u00e4ss, wenn die Stuben des Erdgeschosses nicht gar zu niedrig sein sollen, wohl mehr als 20 Handbreiten vom Hofraum entfernt sein. Ein im Hofe bis zu einer H\u00f6he von 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> sich erhebender Gegenstand, liegt daher beiden Parteien gleich unbequem, da seine Oberfl\u00e4che sowohl vom Boden des Hofes als auch von den Fenstern und T\u00fcren des obern Stockwerks 10 Handbreiten absteht. Gegenseitig machen sie daher die Benutzung derselben einander streitig. Bequem ist sie nur vom Gange aus erreichbar. Deshalb steht auch das Recht Hausger\u00e4t hinaufzulegen, den Bewohnern desselben ausschliesslich zu. Allerdings \u00fcben diese, wie die folgende Mischna lehrt, auf die Hofbewohner keine Beschr\u00e4nkung aus. Und in der Tat, w\u00e4re der Oberstock unbewohnt, so w\u00fcrde der Hof dieses Recht mit dem Gange Teilen. So aber \u00fcbt das obere Stockwerk die Beschr\u00e4nkung auf die Hofbewohner, und der Gang bleibt der allein Berechtigte. [Dadurch l\u00f6st sich nicht nur die Schwierigkeit, welche in den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> zu M. 4 unter d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea<\/span> zu einer ebenso unn\u00f6tigen als unhaltbaren Unterscheidung zwischen jenem und unserm <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea<\/span> f\u00fchrt, sondern es erledigt sich auch der Einwand, welchen <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> aus der folgenden Mischna gegen Raschi\u2019s Erkl\u00e4rung geltend macht, und man ist nicht mehr gen\u00f6tigt, mit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0 ,\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> den klaren Worten <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05ea\u05df \u05d4\u05d3\u05e8\u05d9\u05dd \u05d1\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea<\/span> Zwang anzutun.]<a href=\"#fnref434\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn435\"><p>Dem Gesammthofe, den Bewohnern des Erdgeschosses wie denen des Ganges und des Oberstocks, weil es jenen vom Hofe aus ebenso leicht erreichbar ist, wie diesen vom Gange aus. Und da sie keinen Erub miteinander gemacht haben, hat keine Partei das Recht, ihr Hausger\u00e4t hinaufzulegen. [Man beachte, dass die Gemara diese Lage als beiden Parteien gleich bequem \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> \u2014 und nicht wie weiter unten (s. Anm. 29) als beiden gleich unbequem bezeichnet! Demnach w\u00e4re ein Gegenstand, dessen Oberfl\u00e4che vom Hofe weniger, vom Gange aber mehr als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> in vertikaler Richtung entfernt ist, als <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc<\/span> zu bezeichnen und mithin ausschliesslich dem Hofe zuzusprechen, woraus sich eine St\u00fctze f\u00fcr die Ansicht des Tur und ein Einwand gegen die des <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span> und des <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05f4\u05e2<\/span> ergibt.]<a href=\"#fnref435\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn436\"><p>Wie sie gew\u00f6hnlich aus der ausgegrabenen und rings am Rande aufgeworfenen Erde hergestellt wird, damit die Grube mehr fassen kann.<a href=\"#fnref436\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn437\"><p>Und deren Oberfl\u00e4che 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> im Geviert hat; s. Anm. 23.<a href=\"#fnref437\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn438\"><p>Sofern ihre Oberfl\u00e4che weniger als 10 Handbreiten senkrecht vom Gange absteht (Anm. 22), so dass sie von ihm aus ohne M\u00fche erreicht werden kann. Voraussetzung ist auch hier, dass Oberstock und Hof wohl unter sich, nicht aber miteinander den \u2018Erub gemacht haben. H\u00e4tten sie ihn gemeinsam gemacht, so w\u00e4re es m\u00fcssig, zu untersuchen, ob etwas dieser oder jener Partei zugeh\u00f6rt, es w\u00e4re dann alles Allen gemeinsam. H\u00e4tte die eine der beiden Parteien \u2014 gleichviel welche \u2014 auch im eigenen Kreise den \u2018Erub verabs\u00e4umt, so w\u00e4ren auf alle F\u00e4lle die Bewohner des Erdgeschosses nach K. VI M. 9 schon dadurch allein verhindert, ihr Hausger\u00e4t, das ihnen nicht einmal in den Hof zu schaffen gestattet ist, auf den Stein zu legen. Bei der Grube muss ausserdem noch vorausgesetzt werden, dass sie bis auf den Rand der Umfassung mit Dingen gef\u00fcllt ist, die man am Schabbat nicht in die Hand nehmen darf. Ist das nicht der Fall, so d\u00fcrfen auch die Bewohner des Ganges kein Hausger\u00e4t hinauflegen, weil zu bef\u00fcrchten ist, es k\u00f6nnte im Laufe des Schabbat vom Inhalt der Grube soviel weggenommen werden, dass dessen Oberfl\u00e4che, nunmehr 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber vom Gange entfernt, den Bewohnern desselben nicht mehr bequem genug l\u00e4ge.<a href=\"#fnref438\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn439\"><p>Dem Gesammthofe, den Bewohnern des Erdgeschosses wie denen des Ganges und des Oberstocks, weil es jenen vom Hofe aus ebenso leicht erreichbar ist, wie diesen vom Gange aus. Und da sie keinen Erub miteinander gemacht haben, hat keine Partei das Recht, ihr Hausger\u00e4t hinaufzulegen. [Man beachte, dass die Gemara diese Lage als beiden Parteien gleich bequem \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> \u2014 und nicht wie weiter unten (s. Anm. 29) als beiden gleich unbequem bezeichnet! Demnach w\u00e4re ein Gegenstand, dessen Oberfl\u00e4che vom Hofe weniger, vom Gange aber mehr als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> in vertikaler Richtung entfernt ist, als <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc<\/span> zu bezeichnen und mithin ausschlie\u00dflich dem Hofe zuzusprechen, woraus sich eine St\u00fctze f\u00fcr die Ansicht des Tur und ein Einwand gegen die des <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span> und des <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05f4\u05e2<\/span> ergibt.]<a href=\"#fnref439\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn440\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4\u05d4<\/span>. So im Jeruschalmi ed.\u00a0Wien 1820. Die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4<\/span> ist sicher falsch. Viele Ausgaben haben aber <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4<\/span>. Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea ,\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05d5\u05e7\u05d4<\/span> auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea<\/span> zu beziehen und der ganze Satz so zu \u00fcbersetzen: Wobei sind diese Worte gesagt? Wenn er (der Gang) nahe ist; ist er aber entfernt, so geh\u00f6rt selbst 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Hohes zum Hofe. Und wann heisst er nahe? Solange er nicht 4 Handbreiten entfernt ist.<a href=\"#fnref440\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn441\"><p>Zum Gesammthofe wie in Anm. 24; nur liegt hier der Grund der gegenseitigen Beschr\u00e4nkung nicht in der den beiden Parteien gleich bequemen, sondern umgekehrt in der f\u00fcr beide unbequemen Lage der Erh\u00f6hung; s. Anm. 23.<a href=\"#fnref441\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn442\"><p>In horizontaler Richtung; in lotrechter darf der Abstand nahezu 10 Handbreiten betragen (Anm. 27). Erinnert man sich, dass ein Erwachsener vom Scheitel bis zur Sohle mehr als das Doppelte misst, (K. IV Anm. 36), so wird die Behauptung, dass ein 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hoher Gegenstand, dessen Oberfl\u00e4che 9 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> vom Gange absteht, diesem bequemer liegt als dem Hofe, ohne Zweifel kein geringes Kopfsch\u00fctteln hervorrufen und den Widerspruch f\u00f6rmlich herausfordern. Was kann es f\u00fcr einen erwachsenen Menschen Handgerechteres geben als eine H\u00f6he von 80\u2014120 cm. (vgl. Mechilta zu Ex. 16,13 und Sifre zu Num. 11,31)? Und wie wenig handgerecht ist demgegen\u00fcber eine noch so geringe Tiefe! Vermutlich denkt der Talmud hier an Hausger\u00e4t von einiger Schwere. Unstreitig ist es m\u00fchsamer und unbequemer, gr\u00f6ssere Lasten zu heben, als sie an an einem Seile hinunterzulassen. S Raschi zu \u2018Erubin 84 b unter d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05d5\u05de\u05ea\u05d0 \u05d5\u05e1\u05d5\u05d3\u05e8\u05d0<\/span>, wie auch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> ebnd.<a href=\"#fnref442\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn443\"><p>Nach Einigen = Torweg, Hausflur; nach Anderen = Thorw\u00e4chterh\u00e4uschen, porterie.<a href=\"#fnref443\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn444\"><p>Eine offene Halle vor dem Wohnhause, \u00e4hnlich den bedeckten Perrons unserer Bahnh\u00f6fe<a href=\"#fnref444\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn445\"><p>Ein in m\u00e4ssiger H\u00f6he galerieartig rings um das Haus laufender, oder auch nur auf einer Seite desselben angebrachter \u00fcberdachter Korridor, welcher einerseits zu den T\u00fcren des obern Stockwerks hinauf, andererseits mittels einer Treppe in den Hof hinunter und von diesem auf die Strasse in\u2019s Freie f\u00fchrt \u2014 eine Art Treppenflur.<a href=\"#fnref445\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn446\"><p>Durch den \u2018Erub der H\u00f6fe, und um diesen handelt es sich hier, sollen alle Beteiligten zu einer Familie vereinigt werden, alle Privatr\u00e4ume zu einer einzigen, Allen gemeinsamen Wohnung sich verschmelzen. Dieser Gedanke des \u2018Erub kommt aber, wie er in unserer Einleitung Abs. 1 entwickelt ist, nicht zum Ausdruck, wenn das \u2018Erubbr\u00f6tchen in einem ohnehin gemeinsamen Raume wie Hausflur, Exedra oder Treppenflur liegt.<a href=\"#fnref446\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn447\"><p>Da diese R\u00e4ume verm\u00f6ge ihrer Bestimmung und allgemeinen Benutzung als Durchgang nicht beanspruchen k\u00f6nnen, als Privatwohnung zu gelten, sind auch die etwa daselbst Hausenden nicht als Einwohner zu betrachten, sondern nur als G\u00e4ste des Hauseigent\u00fcmers, die sich daher am \u2018Erub nicht zu beteiligen brauchen. Nur die einzelnen Wohnungen, nicht die einzelnen Parteien, m\u00fcssen ja der Vereinigung beitreten (vgl. K. VI M. 6)! Noch mehr! Wenn 10 Stuben, die von 10 verschiedenen Familien bewohnt sind, so hintereinander liegen, dass man, um von der letzten ins Freie zu gelangen, durch alle \u00fcbrigen gehen muss, so brauchen blos die beiden hintersten dem \u2018Erub beizutreten, alle anderen haben, indem sie diesen beiden als Durchgang dienen, den Charakter eines <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05d3\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>, eines mehreren Parteien gemeinsamen Thorweges, und sind daher der Beitragspflicht enthoben.<a href=\"#fnref447\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn448\"><p>Diese R\u00e4ume eignen sich wohl, wenn auch nicht ihrer Bestimmung, so doch ihrer Lage und Beschaffenheit nach zur Benutzung als Privatwohnung.<a href=\"#fnref448\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn449\"><p>Es sind ja Privatr\u00e4ume, die zur ausschliesslichen Verf\u00fcgung des Bewohners stehen. \u2014 Im Babli fehlt hier und am Schlusse der Mischna das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>; in dem Zitat Sukka 3b fehlt es auch im ersten Satze.<a href=\"#fnref449\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn450\"><p>Wenn er irgend einen Gegenstand seines Besitzes dort liegen hat.<a href=\"#fnref450\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn451\"><p>\u00bbNur muss es ein Gegenstand sein, den man am Schabbat in die Hand nehmen darf\u00ab (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05d3\u05d1\u05e8 \u05d4\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea<\/span>). Jeruschalmi. \u2014 \u00bbNur muss es ein Gegenstand sein, den man am Schabbat nicht in die Hand nehmen darf\u00ab (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8 \u05d4\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 <\/span>). Babli. Und doch vielleicht kein Widerspruch. Im Babli ist die Rede von einem reichen Hausbesitzer, der alle R\u00e4ume seines Hauses selbst bewohnt, dessen St\u00e4lle und Kammern voll sind seines Besitztums. Aus besonderer R\u00fccksicht hat er irgend einem Anspruchlosen, dem es an einem Unterkommen fehlte, eine dieser Kammern einger\u00e4umt, aber nicht ausger\u00e4umt. Doch hat er sich auch nicht ausdr\u00fccklich bedungen, dass die in der Kammer zur\u00fcckgelassenen Gegenst\u00e4nde daselbst bleiben m\u00fcssen. Will der neue Bewohner sie ausr\u00e4umen, mag er es tun (S. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> z. St.). Solange indessen noch einer dieser Gegenst\u00e4nde in der Kammer sich befindet, ist noch der Eigent\u00fcmer als Inhaber der improvisirten Wohnung zu betrachten und der Fremde als sein Gast, mit dem er keinen \u2018Erub zu machen braucht. Sowie dieser aber des Eigent\u00fcmers ganzen Hausrat aus der Kammer hinausgeschafft hat, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e8\u05d7 \u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 \u05ea\u05d5\u05e9\u05d1<\/span>, wird der Gast zum Einwohner, welcher ohne \u2018Erub den Hausbesitzer beschr\u00e4nkt. Sind es nun Ger\u00e4te, die man am Schabbat nicht in die Hand nehmen darf, so ist der <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e2\u05dc \u05d4\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> gegen die M\u00f6glichkeit gesichert, dass der Gast sich am Schabbat pl\u00f6tzlich in einen gleichberechtigten und ihn somit beschr\u00e4nkenden Einwohner verwandelt. Andernfalls muss er sich schon zu einem \u2018Erub mit ihm bequemen. Nicht ganz so liegt die Sache im Jeruschalmi. Hier hat der Hausbesitzer sich ausdr\u00fccklich ein Pl\u00e4tzchen reservirt, und w\u00e4r\u2019s auch nur ein Nagel in irgend einer Ecke, um seine Schuhe aufzuh\u00e4ngen (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d9\u05ea\u05d3 \u05dc\u05ea\u05dc\u05d5\u05ea \u05d1\u05d4 \u05de\u05e0\u05e2\u05dc\u05d5<\/span>). Im \u00dcbrigen hat er also die Kammer ganz dem Fremden \u00fcberlassen; dieser ist und bleibt der eigentliche Inhaber derselben, gleichviel ob der Hausbesitzer von seinem Recht der Mitbenutzung Gebrauch macht oder nicht. Es kann daher niemals den Gegenst\u00e4nden, die der Eigent\u00fcmer daselbst zur\u00fcckgelassen, die Bedeutung zukommen, die ihnen bei der Sachlage im Babli unstreitig innewohnt, die Bedeutung einer Unterlage f\u00fcr sein Hausherrenrecht auf die Kammer, denn dieses besitzt tats\u00e4chlich nicht er, sondern der Einwohner. Die genannten Gegenst\u00e4nde k\u00f6nnen mithin keinen andern Zweck haben, als ihm den freien Zutritt und damit die Bet\u00e4tigung seines Anrechtes zu sichern. Nicht darauf also kommt es hier an, dass diese Gegenst\u00e4nde dort einfach liegen bleiben, sondern einzig und allein darauf, dass sie ihm die erforderliche Veranlassung geben, nach Belieben bei seinem Einwohner ausundeinzugehen, ohne dass dieser eine illoyale Bel\u00e4stigung darin erblicken k\u00f6nnte. Andererseits hat sich der Hausbesitzer hier das Recht des freien Zutritts ausdr\u00fccklich Vorbehalten, und dies in einer Weise, dass keine Schnelligkeit seines Einwohners es ihm hinterr\u00fccks escamotiren kann. Es ist daher zun\u00e4chst gleichgiltig, ob die zur\u00fcckgelassenen Gegenst\u00e4nde am Schabbat in die Hand genommen werden d\u00fcrfen oder nicht. Ja, er braucht \u00fcberhaupt in der Kammer nichts von seinem Eigentum zur\u00fcckzulassen, wenn er sich nur sonst den freien Zutritt auf Grund fester Abmachungen in einer Weise gesichert hat, dass die Beth\u00e4tigung seines verbrieften Rechtes dem Andern nicht als \u00fcbelwollende Schikane erscheint. So gen\u00fcgt es nach dem Jeruschalmi, wenn der Besitzer sich auch nur das Durchgangsrecht zu einem Nebenraume gewahrt hat, den er nicht leicht entbehren kann, zu dem aber kein anderer Weg als durch die Kammer f\u00fchrt. Es l\u00e4uft also die ganze <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d9\u05e1\u05ea \u05d9\u05d3<\/span>, von der die Mischna spricht, auf einen schicklichen Vorwand hinaus, welcher dem Eigent\u00fcmer die M\u00f6glichkeit gew\u00e4hrt, ohne unfreundlich zu erscheinen, so oft es ihm beliebt, die Kammer zu betreten. Einen solchen Vorwand bieten ihm Gegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Bedarfs, f\u00fcr die er sich in der Kammer ein Pl\u00e4tzchen ausbedungen. \u00bbNur muss es ein Gegenstand sein, den man am Schabbat in die Hand nehmen darf\u00ab. Ein anderer bietet ihm keine gen\u00fcgende Handhabe, jederzeit einzutreteten, da er ihm am Schabbat zu nichts n\u00fctze ist. Mit Recht w\u00fcrde die unn\u00f6tige Bel\u00e4stigung seines Einwohners den Vorwurf auf ihn laden, dass er von seinem verbrieften Rechte einen wenig loyalen Gebrauch mache. Ist doch selbst der legitime Hausherr in der folgenden Mischna, von welchem anzunehmen ist, dass er am Schabbat in seine Wohnung nicht zur\u00fcckkehren wird, hinsichtlich des \u2018Erub als nicht vorhanden zu betrachten. Um wie viel mehr ist es ein Gegenstand, von dem es sicher ist, dass sein Eigent\u00fcmer ihn am Schabbat nicht verwenden kann! Doch kann auch ein solcher unter Umst\u00e4nden den willkommenen Vorwand abgeben. Es hatte jemand, erz\u00e4hlt Jeruschalmi, eine H\u00fchnersteige hinter der Wohnstube eines Andern, welche er ungehindert betreten konnte. Die Sache kam vor Rab, und dieser entschied: Da er doch gen\u00f6tigt ist, seinen H\u00fchnern (die allerdings kein <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8 \u05d4\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea<\/span> sind) Wasser vorzusetzen, ist es so zu beurteilen, als w\u00e4re der Gegenstand selbst ein am Schabbat benutzbarer. Ein neuer Beweis daf\u00fcr, dass es weniger auf die sonstige Verwendbarkeit oder Unverwendbarkeit des zur\u00fcckgelassenen Gegenstandes ankommt, als auf seine Brauchbarkeit oder Unbrauchbarkeit zu dem erforderlichen Vorwande. Um es kurz zusammenzufassen: Wie die Dinge im Babli liegen, ist der vom Eigent\u00fcmer in der Kammer zur\u00fcckgelassene Gegenstand die Hauptsache Er bildet dort die Unterlage seines Hausherrenrechtes, mit welcher dieses steht und f\u00e4llt. Solange derselbe in der Kammer sich befindet, ist deren Bewohner nichts als ein geduldeter Gast, auch ohne dass der Hausherr ihm das durch ungeniertes Einundausgehen f\u00fchlbar macht. Es braucht daher kein Gegenstand zu sein, welcher diesem Veranlassung gibt, ab und zu die Kammer zu betreten; wohl aber muss es ein solcher sein, welcher am Schabbat nicht weggeschafft werden kann. Bei der Sachlage im Jeruschalmi ist der zur\u00fcckgelassene Gegenstand nur Mittel zum Zweck, und zwar zu einem Zwecke, zu dem sich mit wenigen Ausnahmen, die gleichfalls zul\u00e4ssig sind, nur solche Gegenst\u00e4nde eignen, die man am Schabbat in Gebrauch nehmen kann. [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05e4\u05dc\u05d9\u05d2\u05d9 \u05de\u05e8 \u05d0\u05de\u05e8 \u05d7\u05e8\u05d0 \u05d5\u05de\u05e8 \u05d0\u05de\u05e8 \u05d7\u05d3\u05d0<\/span>. Wer die <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e9\u05d5\u05d1\u05d5\u05ea \u05de\u05d4\u05e8\u05d9\u05f4\u05e7<\/span> No 47 und 48 sorgf\u00e4ltig durchgeht, wird diese Unterscheidung daselbst begr\u00fcndet finden. Wo er von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea<\/span> spricht, ist die Rede von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05db\u05d9\u05e8 \u05e7\u05e6\u05ea \u05de\u05df \u05d4\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> schlechthin; wo dagegen von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d4 \u05de\u05d9\u05d5\u05d7\u05d3\u05ea<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05db\u05d1 \u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05dc\u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span> die Rede ist, spricht er ganz allgemein von <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e4\u05e6\u05d9\u05d5<\/span>. Der Verfasser der <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> hat nur den Auszug gesehen, welcher im Bet Josef aus den Worten des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05e8\u05d9\u05f4\u05e7<\/span> angef\u00fchrt wird, und daher a. a. O. aus denselben einen falschen Schluss gezogen. Siehe auch <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e6\u05d9 \u05d0\u05dc\u05de\u05d5\u05d2\u05d9\u05dd<\/span> zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05f4\u05d7<\/span> 370<sub>2<\/sub>, wo bereits auf den diametralen Gegensatz zwischen Babli und Jeruschalmi aufmerksam gemacht, sp\u00e4ter auch das Missverst\u00e4ndnis in den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> aufgedeckt wird, ohne dass die Richtigstellung irgendwie f\u00fcr die Hebung der Widerspr\u00fcche nutzbringend gemacht w\u00fcrde. Die dort versuchte L\u00f6sung ist nur eine Milderung, kein Ausgleich der Gegens\u00e4tze. Indem sie noch einen andern, ebenso schroffen Gegensatz zwischen Babli und Jeruschalmi \u2014 es handelt sich um das <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8<\/span> im Anfange unserer Mischna, unter welchem nach B. ein gemeinsames, nach J. ein privates zu verstehen ist \u2014 auf eine gewaltsame Art in ihren Bereich hineinzieht, sucht sie zwei Knoten mit einem Schlage zu durchhauen, trifft aber nat\u00fcrlich keinen einzigen geh\u00f6rig. Der zweiten Schwierigkeit ist nach meiner Meinung nur durch eine Emendation beizukommen. Es m\u00fcssen <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05d3\u05d9\u05d7\u05d9\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05d3\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> gegen einander vertauscht werden, obgleich die fragliche \u2014 richtiger fragw\u00fcrdige \u2014 Stelle im Jeruschalmi zu VI 6 (ed.\u00a0Kr. fol.\u00a023d oben) genau denselben fehlerhaften Wortlaut hat. Oder vielmehr gerade deswegen! Denn dort liegt der Fehler klar am Tage. Der Zusammenhang fordert daselbst folgende Berichtigung: <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05dc\u05ea\u05d9\u05d4 \u05d0\u05de\u05e8\u05d4 \u05d9\u05e9 \u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05dc\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05de\u05dc\u05ea\u05d9\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1 \u05d0\u05de\u05e8\u05d4 \u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05dc\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05d3\u05de\u05e8 \u05e8\u05f3 \u05d1\u05d0 \u05d1\u05e8 \u05d9\u05d5\u05d3\u05d0 \u05d1\u05e9\u05dd \u05e8\u05d1 \u05d4\u05d3\u05d0 \u05d3\u05ea\u05d9\u05de\u05e8 \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05e9\u05dc \u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05d4\u05e8\u05d9 \u05d6\u05d4 \u05e2\u05e8\u05d5\u05d1 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span>. Man wird doch nicht etwa, um die vorliegende Fassung zu retten, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05ea\u05d9\u05d4<\/span> auf die Worte des R. Juda beziehen wollen! Ja selbst in diesem Falle entgeht man nicht der Notwendigkeit, die vorgeschlagene Verbesserung vorzunehmen. Es gen\u00fcgt allerdings, wenn zwei Parteien, welche nur einen Ausgang nach dem Hofe haben, sich nur mit einem Beitrag gemeinsam am \u2018Erub beteiligt haben (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05f4\u05d6 \u05e1\u05f4\u05e7 \u05d1\u05f3 \u05d5\u05e1\u05f4\u05e7 \u05d8\u05f3 \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05d1\u05de\u05e9\u05d1\u05e6\u05d5\u05ea<\/span>), aber nicht, wenn sich nur die eine derselben \u2014 gleichviel welche \u2014 beteiligt hat. Es scheint also, dass auch R. Juda die \u00e4ussere Wohnung als <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8<\/span> betrachtet und als solche von der Beitragspflicht entbindet. Auch er huldigt mithin dem Grundsatz: <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9 \u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05e2\u05e8 \u05dc\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, und R. Abahu will ihm im Grunde garnicht widersprechen, sondern nur einem Irrtum vorbeugen, zu welchem die lediglich der Concinnit\u00e4t wegen gew\u00e4hlte Ausdrucksweise: <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d1 \u05d4\u05e4\u05e0\u05d9\u05de\u05d9 \u05d0\u05d9\u05df \u05d4\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05df \u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05dc\u05e2\u05e8\u05d1 <\/span> (die nichts anderes sagen will als <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8\u05d1 \u05d4\u05e4\u05e0\u05d9\u05de\u05d9 \u05e1\u05d2\u05d9<\/span>, keineswegs jedoch zu dem Schlusse berechtigen soll: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05e2\u05d9\u05e8\u05d1 \u05d4\u05e4\u05e0\u05d9\u05de\u05d9 \u05d4\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05df \u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05dc\u05e2\u05e8\u05d1<\/span>) leicht verleiten k\u00f6nnte. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05f4\u05e9<\/span>] \u2014 Die Beschr\u00e4nkung, von welcher hier und in der folgenden Mischna wiederholt die Rede ist, ist im Sinne von K. VI Anm. 1 aufzufassen.<a href=\"#fnref451\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn452\"><p>Wenn er nicht vorher am \u2018Erub sich beteiligt, bezw. sein Besitzrecht den \u00fcbrigen Einwohnern vermietet hat (K. VI Anm. 1).<a href=\"#fnref452\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn453\"><p>Wenn er auch zugibt, dass eine Wohnung ohne Einwohner keine Wohnung ist (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e8\u05d4 \u05d1\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05dd \u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05d4 \u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span>), so m\u00f6chte er doch, um keinen Unterschied zu machen, der zu Irrtum und Missbrauch Anlass geben k\u00f6nnte, nur die wirklich leerstehenden Wohnungen als unbewohnte gelten lassen, nicht aber solche, deren Inhaber nur zeitweilig abswesend sind. Ist aber der Abwesende ein Nichtisraelit, so kommt noch <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e8\u05ea \u05e0\u05db\u05e8\u05d9 \u05dc\u05d0 \u05e9\u05de\u05d4 \u05d3\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> (K. VI ebend.) hinzu, und der verst\u00e4rkten Kraft dieses Doppelargumentes verm\u00f6gen auch die Bedenken R. Me\u00efr\u2019s nicht l\u00e4nger Stand zu halten. Rundweg lehnt er es daher nur hinsichtlich des Israeliten ab, einen Unterschied zwischen dem Anwesenden und dem Abwesenden zu machen; der Nichtisraelit aber beschr\u00e4nkt ihn abwesend nur dann, wenn die M\u00f6glichkeit nicht ausgeschlossen ist, dass er im Laufe des Schabbat noch zur\u00fcckkommt (\u2018Erubin 62 b).<a href=\"#fnref453\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn454\"><p>Abwesende, und w\u00e4ren sie\u2019s auch nur auf kurze Zeit, sind als nicht vorhanden anzusehen.<a href=\"#fnref454\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn455\"><p>Er k\u00f6nnte ja am Schabbat wiederkehren.<a href=\"#fnref455\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn456\"><p>Buchst\u00e4blich! Ging er jedoch zu seinem Sohne, so k\u00f6nnte ein unfreundliches Wort der Schwiegertochter ihn leicht vertreiben. Dem Schwiegersohne gegen\u00fcber ist der Mann weniger empfindlich; vielleicht, weil er ihm weniger R\u00fccksicht schuldet.<a href=\"#fnref456\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn457\"><p>Den Schabbat im eigenen Hause zuzubringen.<a href=\"#fnref457\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn458\"><p>Die keinen \u2018Erub mit einander gemacht haben.<a href=\"#fnref458\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn459\"><p>Weil dieselbe ein beiden H\u00f6fen gemeinsames Gebiet ist; vgl. K. VII Anm. 8. Auch hier ist es ohne die Scheidewand nur verboten, mit einem aus dem Hause geholten Gef\u00e4ss zu sch\u00f6pfen, oder das gesch\u00f6pfte Wasser ins Haus zu tragen. [Was dem Verf. des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> hier schwierig war, habe ich zu ergr\u00fcnden nicht vermocht. Seine Unterscheidung zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea \u05d1\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>, die man wohl, und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05dd \u05d1\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>, die man nicht in den Hof bef\u00f6rdern darf, ist ebenso unbegr\u00fcndet als unn\u00fctz. Wie man sich durch Vergleichung von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05da<\/span> I 376, mit 372,6 leicht \u00fcberzeugen kann, besteht dieser Unterschied nicht. Vielmehr darf man auch ohne jegliche Vorkehrung Wasser aus der gemeinsamen Zisterne in den Hof tragen, ebenso wie man Fr\u00fcchte von der gemeinsamen Grube oder Mauer in den Hof schaffen darf. Wenn zwischen beiden ein Unterschied besteht, so d\u00fcrfte er viel eher darin zu finden sein, dass bei <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05dd \u05d1\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> eine besondere <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> n\u00f6tig ist, um sie ins Haus tragen zu d\u00fcrfen, w\u00e4hrend bei <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea \u05d1\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> vielleicht schon die Hofmauer zu diesem Zwecke hinreicht. W\u00e4re es doch selbst dann gestattet, Fr\u00fcchte aus der Grube ins Haus zu schaffen, wenn die Mauer \u00fcber der Grube ganz fehlte, solange die L\u00fccke nicht mehr als 10 Ellen betr\u00e4gt; und ist die Grube zwischen den H\u00f6fen l\u00e4nger als 10 Ellen, so schadet es auch nichts, da ja die Hofmauer \u00fcber der Grube eine <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span> bildet (s. K. I Anm. 28). Nur von den Fr\u00fcchten, welche direct unter der Mauer liegen, d\u00fcrfte man nicht ins Haus tragen, weil diese Stelle gemeinsames Gebiet ist.]<a href=\"#fnref459\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn460\"><p>Welche in ihrer Richtung genau der Grenzlinie folgend die Zisterne in zwei Gebiete Teilt<a href=\"#fnref460\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn461\"><p>So dass sie 1 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> in das Wasser hineinragt. In mehreren Ausgaben fehlt <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05de\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> (s. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> z. St., wo am Schlusse <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05de\u05e9\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05e1\u05d3\u05e8 \u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05de\u05d9<\/span> hinzuzuf\u00fcgen w\u00e4re).<a href=\"#fnref461\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn462\"><p>So dass sie 1 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> aus dem Wasser herausragt.<a href=\"#fnref462\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn463\"><p>So dass sie das Wasser gar nicht ber\u00fchrt. Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05de\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> \u00fcberfl\u00fcssig; s. Anm. 49.<a href=\"#fnref463\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn464\"><p>Oder: Eine Scheidewand wird doch nicht gr\u00f6sser (d.\u00a0i. besser, wirksamer) sein u. s. w. Der Sinn ist derselbe. [Ganz unm\u00f6glich ist dagegen die Auffassung in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span>: die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> wird doch nicht \u00e4rger sein als eine Mauer (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05db\u05d5\u05ea\u05dc \u05e9\u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05e7 \u05d1\u05d9\u05df \u05d1\u05f3 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea \u05d5\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05ea \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9 \u05d4\u05d1\u05d5\u05e8 \u05de\u05ea\u05e8\u05ea \u05d0\u05e3 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05e0\u05db\u05e0\u05e1\u05ea \u05d1\u05d0\u05d5\u05d2\u05e0\u05d4 \u05db\u05dc\u05dc \u05db\u05de\u05d5 \u05db\u05df \u05dc\u05d0 \u05e0\u05d7\u05de\u05d9\u05e8 \u05d1\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d0\u05e3 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d7\u05d6\u05e7\u05d4 \u05d5\u05e2\u05d1\u05d4 \u05db\u05db\u05d5\u05ea\u05dc \u05d5\u05e1\u05d2\u05d9 \u05d1\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05ea <\/span>). Dann m\u00fcsste es ja heissen: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05ea\u05d4\u05d0 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d2\u05e8\u05d5\u05e2\u05d4 \u05de\u05db\u05d5\u05ea\u05dc<\/span>! Und wo steht denn \u00fcbrigens, dass eine Mauer nicht in das Becken der Zisterne hineinzuragen braucht? R\u00e4umen dies etwa die <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd<\/span> ein, dass auf diese Pr\u00e4misse der Schluss gebaut werden k\u00f6nnte: folglich braucht auch die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span>, obgleich weniger stark und dick als eine <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05ea\u05dc<\/span>, nicht hineinzuragen? Sollte diese unhaltbare Erkl\u00e4rung auf einer irrt\u00fcmlichen Auffassung der Worte Raschi\u2019s beruhen?]<a href=\"#fnref464\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn465\"><p>Welche ja die beiden Gebiete auch unter der Zisterne von einander abgrenzt, diese dadurch in zwei H\u00e4lften Teilend. Wozu also noch unterhalb der Mauer eine besondere Scheidewand im Becken selbst? Die Vertreter der Gegenansichten beharren demgegen\u00fcber bei ihrer Forderung einer besondern <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> innerhalb des Beckens der Zisterne, nicht weil sie eine \u00bbschwebende Scheidewand\u00ab f\u00fcr unzul\u00e4ssig halten \u2014 der Grundsatz <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05ea\u05dc\u05d5\u05d9\u05d4 \u05de\u05d7\u05e8\u05ea \u05d1\u05de\u05d9\u05dd<\/span> steht ja unangefochten da \u2014 sondern weil sie mit R\u00fccksicht auf den Aggregatzustand des Wassers, welcher etwaigen \u00dcbergriffen ins Nachbargebiet [im Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea \u05d1\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> Anna. 47 Ende] keinen Widerstand entgegensetzen kann, neben der Hofmauer solch eine <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> f\u00fcr notwendig erachten, welcher man anmerkt, dass sie bloss des Wassers wegen und sonst zu keinem Zwecke hergerichtet wurde.<a href=\"#fnref465\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn466\"><p>Von mindestens zehn Handbreiten Tiefe und deren vier Breite; s. Anm. 59.<a href=\"#fnref466\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn467\"><p>Wasserl\u00e4ufe von den angegebenen Dimensionen \u2014 nat\u00fcrliche wie k\u00fcnstliche \u2014 bilden sowohl in einem Privatgebiete (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>) als in einem \u00f6ffentlichen (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>) als auch in einem neutralen (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>) ein besonderes Gebiet f\u00fcr sich, u. z. haben sie, da ihr Bett einerseits keinen geschlossenen Raum darstellt, andererseits dem \u00f6ffentlichen Verkehre wegen seiner Breite und Tiefe ein Hindernis bietet, den Charakter einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>. Man darf daher aus ihnen vom Hofe aus, der eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist, kein Wasser sch\u00f6pfen.<a href=\"#fnref467\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn468\"><p>Welche, wie oben Anm. 49 \u2014 50 einen <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7<\/span> entweder ins Wasser oder aus dem Wasser ragt.<a href=\"#fnref468\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn469\"><p>So dass sein Bett einen geschlossenen Raum darstellt.<a href=\"#fnref469\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn470\"><p>Die Hofmauer, welche auf beiden Seiten den Canal schneidet. Vgl. Anm 53. \u00dcbrigens fehlt dieser Satz im Jeruschalmi. S. dar\u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8<\/span> z. St.<a href=\"#fnref470\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn471\"><p>Er war entweder keine 10 Handbreiten tief oder keine 4 breit; ein solcher Wasserlauf bildet kein besonderes Gebiet f\u00fcr sich, ist vielmehr im Privatgebiete gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, im \u00f6ffentlichen gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> und im neutralen gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>. [Befremden muss es erregen, dass Raschi in Baba K. 50 b u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d3\u05dc\u05d0\u05d9<\/span>, zur Begr\u00fcndung der daselbst stillschweigend zugestandenen und aus der Discussion als selbstverst\u00e4ndlich sich ergebenden Voraussetzung, dass ein Feldgraben (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d9\u05ea\u05d0 \u05d3\u05d3\u05dc\u05d0\u05d9<\/span>) weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Tiefe hat, denselben mit der <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05ea \u05d4\u05de\u05d9\u05dd<\/span> identificirt, die er auf Grund einer Ableitung von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d4<\/span> = Elle f\u00fcr einen Kanal von nur 1 Elle Tiefe und ebensolcher Breite h\u00e4lt. Hier haben wir nun eine <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05ea \u05d4\u05de\u05d9\u05dd<\/span> von mindestens 1\u2154 Ellen Tiefe.]<a href=\"#fnref471\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn472\"><p>Zu welchem aus dem Oberstocke eine T\u00fcr oder ein Fenster sich \u00f6ffnet, und dessen Boden eine \u00d6ffnung hat, durch die man einen Eimer hinunterlassen kann.<a href=\"#fnref472\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn473\"><p>Weil der Balkon <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, das Wasser aber <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> ist; s. Anm. 55. Geht aber weder Fenster noch T\u00fcr auf den Balkon, so ist dieser selbst neutrales Gebiet, und es ist gestattet, das Wasser aus der einen <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> in die andere zu schaffen.<a href=\"#fnref473\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn474\"><p>An den 3 offenen Seiten des Balkons oder wenigstens rings um die \u00d6ffnung, wenn diese vier Handbreiten im Geviert hat. Ein geschlossener Raum von 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> H\u00f6he und deren 4 Breite ist n\u00e4mlich <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>. Die W\u00e4nde des Verschlages reichen zwar nicht bis zum Wasser, werden aber als nach unten entsprechend verl\u00e4ngert angesehen (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d3 \u05d0\u05d7\u05d9\u05ea \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05ea\u05d0<\/span>).<a href=\"#fnref474\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn475\"><p>Rings um den unterhalb des Balkons befindlichen Teil des Wassers. Die vier W\u00e4nde des Verschlages werden in diesem Falle als bis zum Balkone nach oben verl\u00e4ngert angesehen (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d3 \u05d0\u05e1\u05d9\u05e7 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05ea\u05d0<\/span>). Eine andere Erkl\u00e4rung l\u00e4sst den Verschlag immer am Balkone angebracht sein: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> in der Richtung nach oben, oder <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05d8\u05d4<\/span> in der Richtung nach unten.<a href=\"#fnref475\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn476\"><p>Wie oben ohne Verschlag, so ist hier ohne \u2018Erub zu sch\u00f6pfen verboten; oder: wie oben das Fehlen einer <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> das Verbot begr\u00fcndet, so hier das Fehlen einer <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span>. Dies zur Erkl\u00e4rung der Konjunction <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df<\/span>, welche Raschi (84b oben) gestrichen, Tosafot (84a unten) erhalten wissen m\u00f6chte. Das Einfachste w\u00e4re, die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df \u05e9\u05ea\u05d9 \u05d2\u05d6\u05d5\u05d6\u05d8\u05e8\u05d0\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05d6\u05d5<\/span> als selbst\u00e4ndigen Satz aufzufassen: \u00bbEbenso verh\u00e4lt es sich mit zwei Balkonen \u00fcbereinander\u00ab. Wenn von beiden aus gesch\u00f6pft werden soll, m\u00fcssen beide mit W\u00e4nden versehen werden. Die Mischna, so k\u00f6nnte man wohl annehmen, h\u00e4lt es f\u00fcr n\u00f6tig, dies besonders hervorzuheben, weil sonst der Irrtum entstehen k\u00f6nnte, als w\u00e4re bei vorhandenem \u2018Erub nur f\u00fcr den einen Balkon \u2014 sei es an ihm selbst, sei es unten im Wasser \u2014 eine <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> n\u00f6tig, da ja deren W\u00e4nde ohnehin als verl\u00e4ngert und mithin auch den andern Balkon umschliessend betrachtet werden m\u00fcssen. Doch st\u00f6sst diese Auffassung sowohl auf formelle als auf sachliche Bedenken. In formeller Beziehung w\u00e4re auf die Zitate in \u2018Erubin 84 b und 85 a hinzuweisen, welche dartun, dass die in Rede stehenden Worte zum Folgenden geh\u00f6ren. Sachlich w\u00e4re einzuwenden, dass in der Tat kein triftiger Grund ersichtlich ist, die Annahme, dass eine <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> f\u00fcr beide Balkone ausreicht, als einen Irrtum hinzustellen. Ist dieselbe unten im Wasser angebracht, so kann es kaum einem Zweifel unterliegen, dass sie \u2014 f\u00fcr den obern Balkon hinreichend, weil ideell bis zu ihm hinanreichend \u2014 f\u00fcr den untern erst recht gen\u00fcgt. Befindet sie sich am untern Balkone, so kann ebensowenig ein Zweifel dar\u00fcber walten, ob ihre Wirkung sich auf den obern miterstreckt. Es wird ja nirgends verlangt, dass der Verschlag unmittelbar aus dem Balkon heraustrete; sie kann vielmehr in beliebiger Tiefe, sogar im Wasser angebracht sein \u2014 warum sollte also die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> des untern Balkons nicht als ebensogut zum obern geh\u00f6rig und nur in einiger Entfernung unter ihm befindlich betrachtet werden k\u00f6nnen? Noch besser! Man ist doch keineswegs darauf angewiesen, direkt vom Balkone aus zu sch\u00f6pfen; man kann vielmehr den Eimer aus beliebiger H\u00f6he durch die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> ins Wasser hinunterlassen \u2014 warum sollte es also nicht gestattet sein, ihn vom obern Balkon aus durch den Verschlag des untern hinabzutauchen? Zweifelhaft ist nur, ob der Verschlag am obern auch f\u00fcr den untern Balkon ausreicht oder nicht. Einerseits umschliessen ja, wenn auch nicht tats\u00e4chlich, die ohnehin nach unten verl\u00e4ngert gedachten W\u00e4nde auch den untern Balkon; andererseits aber geht der von diesem aus ins Wasser gesenkte Eimer zwischen gar keinen W\u00e4nden hindurch. Erw\u00e4gt man jedoch, dass nach Raschi\u2019s Auffassung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span>, welche den Verschlag \u00fcber dem Balkon angebracht sein l\u00e4sst (Anm. 63) das Sch\u00f6pfgef\u00e4ss so wie so auf seinem ganzen Wege die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> nicht passiert, dass also im Grunde weiter nichts n\u00f6tig ist, als das blosse Vorhandensein eines Verschlages, der zu keinem andern Zwecke als lediglich des Wassers wegen gemacht wurde (s. Tosafot u. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z. St.; vgl. auch Anm. 53 Ende), so wird man auch diese Frage bejahen m\u00fcssen. Schliesslich sei noch erw\u00e4hnt, dass das W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df<\/span>, welches hier vielleicht nur einer Reminiszenz aus K. VII M. 4 seine Stelle verdankt, im <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05d0\u05e9<\/span> fehlt, sich aber im <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05f4\u05e3<\/span> wie auch im Jeruschalmi findet.<a href=\"#fnref476\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn477\"><p>Verschlag; in dem Zitat auf Seite 85a heisst es ausdr\u00fccklich: <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d0<\/span>.<a href=\"#fnref477\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn478\"><p>Verschlag; in dem Zitat auf Seite 85a heisst es ausdr\u00fccklich: <span dir=\"rtl\"> \u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref478\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn479\"><p>Die Rede ist von zwei Balkonen, die schr\u00e4g \u00fcber einander liegen, der eine mehr rechts, der andere mehr links, jedoch so, dass ihre Horizontaldistanz (die Projektion ihrer Verbindungslinie) weniger als vier Handbreiten misst. Der Verschlag ist auf gemeinschaftliche Kosten gemacht worden, so dass auch die Inhaber des untern Balkons ein Recht auf ihn haben. Diese k\u00f6nnen die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> des obern Balkons, gleichviel ob sie an ihm selbst, oder ob sie unter ihm im Wasser angebracht ist, nur indirekt, auf dem Umwege \u00fcber den obern Balkon benutzen, da ja die beiden Balkone nicht in gleicher Linie \u00fcber einander liegen. Es ist daher beiden die Benutzung derselben und somit das Wassersch\u00f6pfen am Schabbat ohne \u2018Erub verboten. Ist der Verschlag auf gemeinsame Kosten an dem untern Balkone oder unter ihm gemacht worden, so ist seine Benutzung erst recht verboten. Das braucht die Mischna gar nicht erst zu sagen. Denn es ergibt sich von selbst, wenn man bedenkt, dass vom obern Balkon die Mitbenutzung des untern viel bequemer ist, als die Mitbenutzung des obern vom untern aus. Hat aber jeder Balkon seinen besondern, wenn auch gemeinschaftlich hergestellten Verschlag, so k\u00f6nnen sie des \u2018Erub entraten. Desgleichen ist es, wenn nur eine <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> vorhanden ist, von dem zugeh\u00f6rigen Balkone aus auch ohne \u2018Erub zu sch\u00f6pfen gestattet, falls dieselbe ausschliesslich auf Kosten des Inhabers gemacht wurde; und falls die Horizontaldistanz 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber betr\u00e4gt, ist dies sogar dann erlaubt, wenn der Verschlag gemeinschaftliches Eigentum ist. \u2014 Nach Maimonides ist die Rede von zwei Balkonen, die in grader Linie \u00fcber einander liegen. Dieselben m\u00fcssen durch \u2018Erub vereinigt werden, wenn sie weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> von einander entfernt sind; ferner wenn die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> des obern Balkons gemeinsames Eigentum ist und der untere nicht ebenfalls eine <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> hat; endlich wenn nur der untere einen Verschlag hat, u. z. in diesem Falle auch dann, wenn er ausschlie\u00dfliches Eigentum der untern Partei ist, weil der Eimer der obern durch ihre <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> geht. Diese Auffassung haben sich nicht allein R. \u2018Obadja aus Bartinora und der Verfasser von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d0 \u05db\u05e3 \u05e0\u05d7\u05ea<\/span> in ihren Erkl\u00e4rungen zu dieser Stelle angeeignet; wir begegnen ihr auch in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span>, dem zuverl\u00e4ssigsten und mustergiltigsten Mischnacommentare, obgleich die in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> versuchte Rechtfertigung derselben, von ihrem Urheber selbst als eine sehr gezwungene bezeichnet, in <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05e3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> wie auch in Bet Josef zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05f4\u05d7<\/span> 355 Ende kurzer Hand mit den Worten abgefertigt wird: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9\u05e0\u05d9 \u05e8\u05d5\u05d0\u05d4 \u05dc\u05d4\u05dd \u05d9\u05d9\u05e9\u05d5\u05d1<\/span> \u00bbich sehe \u00fcberhaupt keine Rechtfertigung\u00ab. [So arg ist es nun freilich nicht. Wenn es verdienstlich ist, einen herben <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span>, wie der Schulausdruck lautet, zu verantworten, wollen wir dem aufmerksamen Leser, welcher geneigt ist, sich in den Gegenstand zu vertiefen, gern beh\u00fclflich sein, sich in dieser Richtung ein Verdienst zu erwerben, indem wir ihm die zur L\u00f6sung des Problems n\u00f6tigen Daten an die Hand geben. Nach den Erkl\u00e4rungen der Gemara spricht unsere Mischna von zwei einander naheliegenden Balkonen, f\u00fcr deren obern ein Verschlag auf gemeinschaftliche Kosten gemacht wurde. Ist der obere Balkon vom untern entfernt (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span>), so ist er auf den \u2018Erub ebensowenig angewiesen, als wenn die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> sein ausschliessliches Eigentum ist. Die Schwierigkeit besteht nun zun\u00e4chst darin, dass Maimonides laut der Rechtfertigung im <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4 <\/span> unter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> einen H\u00f6henunterschied von 10 Handbreiten verstehen soll, eine Auffassung, von der schon Raschi schlagend bewiesen hat, dass sie aus mehr als einem Grunde unm\u00f6glich ist; ferner hat nach dem Talmud der obere Balkon, der den Verschlag auf eigene Kosten hergestellt hat, in keinem Falle ein Interesse am \u2018Erub, auch dann nicht, wenn er ganz in der N\u00e4he des untern sich befindet, w\u00e4hrend nach Maimonides bei einem H\u00f6henunterschied von weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> ein \u2018Erub unter allen Umst\u00e4nden erforderlich ist, selbst dann, wenn gar beide Balkone mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span> versehen sind. Dadurch sieht sich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1 \u05d4\u05de\u05d2\u05d9\u05d3<\/span> zu der Annahme gen\u00f6tigt, dass die Worte Rab\u2019s <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span> und die des R. Scheschet (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05d0 \u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05e2\u05e1\u05e7\u05e0\u05d9\u05df \u05db\u05d2\u05d5\u05df \u05e9\u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea<\/span>) zwei einander ausschliessende <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e7\u05d9\u05de\u05ea\u05d5\u05ea<\/span> sind; eine Annahme, gegen welche der Zusammenhang der einschl\u00e4gigen talmudischen Discussion laut protestirt. Eine St\u00fctze scheint diese Behauptung in dem immerhin bemerkenswerten Umstande zu haben, dass R. Jizchak Alfasi nur die Ansicht Rab\u2019s anf\u00fchrt (in dem Satze <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span> sind die durch gesperrte Schrift hervorgehobenen Worte, die im Talmud nicht stehen, wohl nur eine Reminiscenz aus M. 3, welche hier ganz und gar nicht am Platze ist), die des R. Scheschet dagegen mit Stillschweigen \u00fcbergeht. Doch ist eine Folgerung aus dem Stillschweigen an sich schon und ihrer ganzen Natur nach ein sehr unsicherer Schluss, hier aber umsomehr, als R. Ascher auch die Worte Rab\u2019s unterdr\u00fcckt, obgleich diese Tatsache zur Not ihre Erkl\u00e4rung darin finden k\u00f6nnte, dass das zu Grunde liegende allgemeinere Prinzip <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 <\/span> von ihm bereits oben zu M. 3 als maassgebender Grundsatz hingestellt wurde. Dem sei wie ihm wolle, auf alle F\u00e4lle ist es undenkbar, dass ein Kenner des Hebr\u00e4ischen, wie Maimonides \u2014 ganz abgesehen davon, dass es in dem Zitat auf S. 85a ausdr\u00fccklich heisst. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span>, worauf in der Tat nicht viel zu geben ist \u2014 mit seinem feinen Sprachgef\u00fchl es fertig gebracht h\u00e4tte, die Gegens\u00e4tze <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05da<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2<\/span>, welche in der rabbinischen Literatur nur von der Horizontaldistanz gebraucht werden, auf die Vertikaldistanz zu beziehen. Es liegt aber auch gar kein zwingender Grund zu solcher Annahme vor. Maimonides fasst die Worte Rab\u2019s im Wesentlichen genau so wie Raschi auf: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span>, in der Mischna ist die Rede von zwei Balkonen, die in vertikaler Richtung zwar 10 Handbreiten und dar\u00fcber von einander entfernt sind, in wagerechter aber einander so nahe liegen, dass man nur den Arm geh\u00f6rig auszustrecken braucht, um vom obern aus den Wassereimer durch die \u00d6ffnung des untern gleiten zu lassen. Der Unterschied zwischen Maimuni\u2019s und Raschi\u2019s Auffassung liegt haupts\u00e4chlich darin, dass nach diesem, welcher die Balkone der Mischna einerseits weniger als 4 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> seitlich von einander entfernt, andererseits aber auch nicht genau \u00fcber einander sich befinden l\u00e4sst, das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> nicht allein zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span>, sondern auch zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d5\u05d5\u05e0\u05ea<\/span> einen Gegensatz bildet (s. 84b; zur Stelle dagegen: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d6\u05d5 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05db\u05e0\u05d2\u05d3 \u05d6\u05d5<\/span> genau so wie M. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e7\u05dc \u05dc\u05d9\u05d9\u05e9\u05d1<\/span>; s. weiter unten), w\u00e4hrend es nach jenem sinnentsprechender nur <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> ausschliesst. Er erkl\u00e4rt dem einfachen Wortsinn gem\u00e4ss <span dir=\"rtl\"> \u05d6\u05d5 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05d6\u05d5<\/span>: Der eine Balkon liegt genau \u00fcber dem andern. Doch ist das nicht allzu streng zu nehmen. Wenn sie nur <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05da<\/span> sind, so dass ihre Horizontaldistanz, ob auch nicht gleich Null, so doch eine sehr geringe ist, sind sie ohne \u2018Erub ebenfalls <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05d2\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span>). Betr\u00e4gt der seitliche Abstand 4 Handbreiten, so ist die obere Partei keineswegs auf den \u2018Erub angewiesen (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span>). Desgleichen wenn diese die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> auf eigene Kosten gemilcht hat, weil dann die untere Partei nicht das Recht der Mitbenutzung hat. In der Mischna muss daher die Rede von einer gemeinschaftlich hergestellten <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> sein (<span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05db\u05d0 \u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05e2\u05e1\u05e7\u05d9\u05e0\u05df \u05db\u05d2\u05d5\u05df \u05e9\u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea<\/span>). Allerdings ist es befremdlich, dass R. Scheschet nicht lieber sagt: Die Rede ist von einem Verschlage, welchen der Inhaber des obern Balkons zwar auf eigene Kosten, aber unten im Wasser gemacht hat, so dass der Eimer der untern Partei denselben stets, auch an Wochentagen passiren muss, da doch die Balkone der Mischna genau \u00fcber einander liegen. Nach Raschi freilich, der dieselben seitlich von einander entfernt sein l\u00e4sst, bleibt kein anderer Ausweg als der gemeinsame Verschlag, weil sonst die untere Partei auch auf die im Wasser befindliche <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> kein Recht hat. Im Sinne Maimuni\u2019s aber muss man sich zu der Annahme bequemen, dass entweder R. Scheschet die Erkl\u00e4rung Rab\u2019s schon voraussetzt, nach welcher <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05d6\u05d5<\/span> nicht buchst\u00e4blich zu nehmen ist, und nur <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05d5\u05ea<\/span>, nicht aber auch <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span> ausschliessen will, oder dass <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> nur auf eine am obern Balkone selbst und nicht auf eine im Wasser angebrachte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> anwendbar ist (s. weiter unten). Auf gemeinschaftliche Anfertigung deutet \u00fcbrigens schon der Plural in <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5<\/span> hin, wenn die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> in der ersten H\u00e4lfte der Mischna zuverl\u00e4ssig, und somit der Wechsel des Numerus beabsichtigt ist. So l\u00f6sen sich auf die einfachste Weise alle die Schwierigkeiten, welche sich bei der in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> versuchten Rechtfertigung Maimuni\u2019s aus der talmudischen Diskussion ergeben. Aber nicht nur diese allein! Auch eine Schwierigkeit in der Mischna selbst, auf welche bisher noch nicht hingewiesen wurde, erledigt sich nun von selber. Wenn unter <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span> ein H\u00f6henunterschied von weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> zu verstehen ist, wie <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1 \u05d4\u05de\u05d2\u05d9\u05d3<\/span> will, warum sagt da die Mischna, die doch von <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span> spricht, <span dir=\"rtl\"> \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>? Nach Maimuni sind doch in diesem Falle auch dann <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea \u05e9\u05ea\u05d9\u05d4\u05df<\/span>, wenn jede ihren eigenen Verschlag hat! Es liegt mithin am Tage, dass es sich in der Mischna um Balkone handelt, die in vertikaler Richtung mindestens 10 Handbreiten von einander abstehen. Wie konnte also Maimonides die Worte <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05d2\u05d5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> so auffassen, wie es ihm in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> zugemutet wird? Gerade er durfte am wenigsten in diesen Irrtum verfallen! Denn zu all den Gr\u00fcnden, mit welchen Raschi diese Auffassung bek\u00e4mpft, kommt bei ihm noch das eben dargelegte argumentum ad hominem hinzu, welches Raschi nicht verwerten konnte, weil es eben nur denjenigen trifft, welcher wie Maimuni bei einem H\u00f6henunterschied von weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> auch f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> einen \u2018Erub fordert. Kein Zweifel mehr, <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span> hat die Worte Rab\u2019s in der Hauptsache ebenso wie Raschi aufgefasst. Dieser l\u00e4sst sogar den nebens\u00e4chlichen Unterschied, welchen er auf S. 84b zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d5\u05d5\u05e0\u05ea<\/span> macht, an dieser Stelle, wo er durch keine R\u00fccksicht auf die dortige Diskussion gebunden ist, wie wir bereits angedeutet haben, wieder fallen, so dass hier zwischen ihm und Maimonides in der Auffassung unserer Mischna volle \u00dcbereinstimmung herrscht. Ja wie kommt denn nun aber Maimonides dazu, hinsichtlich der Verticaldistanz eine Unterscheidung zu machen, von der Raschi nichts weiss, und von welcher sich ja im Talmud keine Andeutung findet, wenn sie nicht in den Worten Rab\u2019s liegen soll? Diese Unterscheidung ist jedoch eine Konsequenz der von Maimonides in Hilchot \u2018Erubin IV 16 vertretenen Ansicht, dass unter <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05e6\u05e8<\/span> am Schlusse der 3. Mischna unseres Kapitels <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8<\/span> zu verstehen ist. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05d9<\/span> (s. Tosafot 84a oben) bestreitet dies mit dem Hinweise auf den Ausspruch Rab\u2019s: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span>. Maimonides, der diesen Grundsatz ebenfalls anerkennt (das. III 23) befindet sich also im Widerspruche mit sich selbst? Keineswegs. Er dehnt nur nicht die Giltigkeit dieses Satzes auf gemeinsame R\u00e4ume aus, beschr\u00e4nkt ihn vielmehr auf Gebiete, an welche keine der beiden Parteien oder nur eine derselben ein eigentliches, sozusagen verbrieftes Recht hat Dieser Unterschied findet sich schon in den <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05e9\u05d9 \u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span>, welche die Verfasser von <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05f4\u05d6 ,\u05d1\u05f4\u05d7<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d4\u05d5\u05ea \u05de\u05d4\u05e8\u05dc\u05f4\u05d7<\/span>, die sich zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05f4\u05d7<\/span> 375\/6 um die L\u00f6sung dieses scheinbaren Widerspruchs bem\u00fchen, nicht gesehen haben, zu den Worten <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05d9 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8 \u05d0\u05e3 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8<\/span> S. 84a: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05d4\u05d1\u05d0 \u05d4\u05ea\u05dc \u05d5\u05d4\u05e2\u05de\u05d5\u05d3 \u05de\u05e9\u05d5\u05ea\u05e3 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05de\u05e9 \u05e2\u05d3 \u05d1\u05d0\u05df \u05dc\u05d0 \u05e7\u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05d1 \u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05de\u05e9\u05d5\u05ea\u05e3 \u05de\u05de\u05e9 \u05d1\u05d9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05db\u05d2\u05d5\u05df<\/span> (s. 85a unten) <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d9\u05d5\u05df \u05e9\u05d4\u05dd \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea \u05d5\u05de\u05e9\u05ea\u05de\u05e9\u05d9\u05df \u05e9\u05dd \u05d1\u05d7\u05d5\u05dc \u05d1\u05e2\u05de\u05d5\u05d3 \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea \u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05d7\u05e6\u05e8 \u05d5\u05d4\u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea \u05d3\u05d0\u05d9 \u05dc\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05d0\u05e1\u05e8\u05d9 \u05dc\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e0\u05d9 \u05de\u05e8\u05e4\u05e1\u05ea \u05e2\u05dc \u05d1\u05e0\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8 \u05d3\u05d9\u05e9 \u05d3\u05d9\u05df \u05d2\u05d6\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d5\u05d7\u05d5\u05e8\u05d1\u05d4 \u05d4\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d3\u05d2\u05f3 \u05d7\u05e8\u05d1\u05d5\u05ea \u05e9\u05d1\u05d9\u05df \u05e9\u05ea\u05d9 \u05d7\u05e6\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> (vgl. 88a Mitte) <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5 \u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9 \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d7\u05e9\u05d5\u05d1 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9 \u05d2\u05de\u05d5\u05e8 \u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8 \u05dc\u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d4<\/span>. Nun ist aber die auf gemeinschaftliche Kosten hergestellte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> unserer Mischna ebenfalls gemeinsames Eigentum. Es ist also auch hier nicht anwendbar <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span>. Und wenn <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> dennoch <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span>, so kann nicht der auf S. 88a angegebene Grund, sondern nur die denselben ablehnende Begr\u00fcndung auf S. 85a f\u00fcr diese Entscheidung maassgebend gewesen sein: <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05de\u05d9 \u05db\u05d9\u05d5\u05df \u05d3\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05d5\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05dc\u05d7\u05d5\u05d3\u05d9\u05d4 \u05db\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7<\/span>. Von seinem Standpunkte aus h\u00e4lt <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05d9<\/span> (das. u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>) dieses Argument f\u00fcr einen <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d7\u05d5\u05d9 \u05d1\u05e2\u05dc\u05de\u05d0<\/span>; Maimonides muss es consequenterweise f\u00fcr das einzig richtige erkl\u00e4ren. Dieses Argument ist aber, wie aus M. 3 hervorgeht, nur bei einem H\u00f6henunterschied von 10 Handbreiten stichhaltig (s Anm. 24 u. Jad hachazaka H. \u2018Erubin IV 16). Deshalb betont Raschi hinsichtlich der Worte <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05d5\u05df \u05d3\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span>, dass unter <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> sowohl <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05ea \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> als auch <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05ea \u05d2\u05d5\u05d1\u05d4<\/span> zu verstehen ist; <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05ea \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> allein w\u00fcrde im Verein mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc<\/span> nicht gen\u00fcgen, um den <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc<\/span> der andern Partei zu einem <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> zu stempeln (vgl. 85b oben: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d0 \u05de\u05e8 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d3\u05d0\u05de\u05e8 \u05d5\u05d1\u05d5\u05f3<\/span>). Wenn daher Rab sagt <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8\u05ea<\/span>, so kann er, da er sich auf die Mischna bezieht, in welcher von einer gemeinschaftlichen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> die Rede ist, nur Balkone von mindestens 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Verticaldistanz im Auge haben. Mit Recht behauptet also Maimonides in seinem Mischnakommentar, dass unsere Mischna von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05d9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05d9\u05d5\u05ea\u05e8 \u05de\u05d6\u05d4 \u05d4\u05e9\u05d9\u05e2\u05d5\u05e8<\/span> spricht. Mit Recht schickt er auch in seinem Codex (das. 24) einleitend voraus, dass bei einem geringern H\u00f6henunterschiede ein \u2018Erub unter allen Umst\u00e4nden erforderlich ist, auch wenn beide Balkone mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span> versehen sind, und selbst wenn diese nicht gemeinsames Eigentum sind. Nur in einem Falle w\u00e4re unter diesen Voraussetzungen, weil dann der Satz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> in Betracht k\u00e4me, vielleicht ein \u2018Erub \u00fcberfl\u00fcssig (wir sagen \u00bbvielleicht\u00ab, weil die weiter unten aus <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3\u05d5\u05e9\u05d9 \u05d4\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> angef\u00fchrte Stelle die Giltigkeit dieses Satzes sogar in diesem Falle bestreitet), wenn n\u00e4mlich die Horizontaldistanz 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber betr\u00e4gt. Maimuni spricht jedoch wie die Mischna von <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span>. Liegen aber die Balkone genau \u00fcber einander oder doch ann\u00e4hernd in gleicher Linie, so m\u00fcssen sie, wenn sie sich den \u2018Erub ersparen wollen, vor allen Dingen einen H\u00f6henunterschied von 10 Handbreiten haben, weil ein geringerer Abstand gleich Null ist, so dass beide Balkone als auf gleichem Niveau liegend und mithin als ein einziger Balkon angesehen werden m\u00fcssen (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05df \u05db\u05db\u05e6\u05d5\u05e6\u05d8\u05e8\u05d0 \u05d0\u05d7\u05ea \u05de\u05e4\u05e0\u05d9<\/span>). Ist doch selbst nach Mar Samuel, der in Bezug auf <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc<\/span> gr\u00f6sseres Entgegenkommen zeigt, ein \u2018Erub unerl\u00e4sslich im Falle <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d9\u05d9\u05de\u05d9\u05df \u05d1\u05ea\u05d5\u05da \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d3\u05d4\u05d3\u05d3\u05d9 <\/span> (84b), geschweige denn nach Rab, dessen strengere Ansicht die Benutzung eines Gebietes, welches der einen Partei bequemer als der andern, aber auch jener nicht ganz bequem liegt, ohne \u2018Erub beiden untersagt. Ausdr\u00fccklich bemerkt Raschi daselbst, dass der Satz <span dir=\"rtl\"> \u05db\u05dc \u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e0\u05d7\u05ea \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e7\u05e9\u05d4 \u05e0\u05d5\u05ea\u05e0\u05d9\u05dd \u05d0\u05d5\u05ea\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05e9\u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9\u05d5 \u05d1\u05e0\u05d7\u05ea<\/span> (83b) nur dann Anwendung findet, <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05db\u05d0 \u05d3\u05d1\u05f3 \u05d4\u05e8\u05e9\u05d5\u05d9\u05d5\u05ea \u05d7\u05dc\u05d5\u05e7\u05d5\u05ea \u05d1\u05d2\u05d5\u05d1\u05d4 \u05d9\u05f3<\/span>, sonst aber sind <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> beide <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8<\/span>, u. z. aus keinem andern Grunde, als weil <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d7\u05dc\u05d5\u05e7 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d1\u05d9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd<\/span>. Sagt diese Begr\u00fcndung nicht mit anderen Worten dasselbe, was Maimuni durch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05d4\u05df \u05db\u05db\u05e6\u05d5\u05e6\u05d8\u05e8\u05d0 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span> ausdr\u00fcckt? Und bilden so die beiden Balkone ein ungeteiltes Gebiet, ist es da noch ein Unterschied, ob dieselben eine oder zwei <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span> haben, und ob diese gemeinschaftliches Eigentum sind oder nicht? Allerdings ist Rab nicht gen\u00f6tigt, die Mischna so aufzufassen, wie sie Abaje dort nach Mar Samuel erkl\u00e4rt; immerhin bleibt doch aber <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05d9\u05df \u05d3\u05d9\u05df \u05d0\u05de\u05ea<\/span>! Deutlich genug l\u00e4sst Raschi dies durchblicken, wenn er in seiner Begr\u00fcndung wiederholt mit einem gewissen Nachdruck hervorhebt, dass dieselbe nicht auf dem <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9 \u05d4\u05e9\u05d5\u05d4 <\/span> fusst (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d8\u05e2\u05de\u05d0 \u05d3\u05d4\u05db\u05d0 \u05dc\u05d0\u05d5 \u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9<\/span>), sondern auf der Einheit beider Gebiete (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05d3\u05d0\u05d9\u05df \u05dc\u05d6\u05d5 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d1\u05dc\u05d0 \u05d6\u05d5<\/span>). Noch deutlicher sagt <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> zu 84b: <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e8\u05d1 \u05dc\u05d0 \u05e7\u05d0\u05de\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d1\u05e9\u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d3\u05d4\u05e9\u05ea\u05d0 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e0\u05df \u05e9\u05ea\u05d4\u05d0 \u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d1\u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea <\/span>. Also nicht einmal <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> ist bei einem H\u00f6henunterschiede von weniger als 10 Handbreiten anwendbar, so dass selbst das Vorhandensein zweier, nicht auf gemeinsame Kosten hergestellter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span>, die in horizontaler Richtung noch so weit abstehenden Balkone der \u2018Erubpflicht in diesem tall entheben kann. Demnach k\u00f6nnte Maimonides in seinem Codex sogar von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05d5\u05ea \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> sprechen, und h\u00e4tte doch in jedem Worte Recht: Solange die Vertikaldistanz der Balkone weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> betr\u00e4gt, w\u00e4re unter allen Umst\u00e4nden ein \u2018Erub erforderlich, und alle die Unterschiede zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span>, zwischen <span dir=\"rtl\"> \u05e9\u05ea\u05d9 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d0\u05d7\u05ea<\/span>, zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05ea\u05d4 \u05dc\u05d1\u05d3\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> h\u00e4tten zur Voraussetzung, dass \u00bb<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05d4\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d9\u05d5\u05ea\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d9\u05f3 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>\u00ab ist. Nach alledem ist es nicht so sehr Maimonides als R Josef Karo, der Verfasser des <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05e3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span>, der einer Rechfertigung bedarf, umsomehr als er in seinem Schulchan \u2018Aruch I 375:2 gegen Ende gleichfalls nach der Auflassung <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05d9 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8 \u05d0\u05e3 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8<\/span> entscheidet, w\u00e4hrend er das. 355:5 ausdr\u00fccklich betont, dass es auf den H\u00f6henunterschied nicht im Geringsten ankommt. \u2014 Nur auf ein Bedenken gegen Maimuni\u2019s Mischnaerkl\u00e4rung m\u00fcssen wir noch hinweisen, auf eine Schwierigkeit, welche zu unserer Verwunderung von den Gegnern seiner Ansicht \u00fcbersehen wurde. An der zuletzt angef\u00fchrten Talmudstelle bem\u00fchen sich R. Ada b. Ahaba und Abaje, unsere Mischna, welche ja die Benutzung des Verschlages beiden Parteien ohne \u2018Erub untersagt, im Sinne Mar Samuel\u2019s zu erkl\u00e4ren, welcher die Benutzung eines gemeinsamen Gebietes, das der einen Partei weniger bequem liegt, als der andern, ausschliesslich der letztern zuspricht. Jener meint, die Rede sei hier von Balkonen, die durch eine Leiter in Verbindung stehen, deren sich die untere Partei bedient, um durch die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> der obern ebenso bequem wie diese selbst ihr Wasser zu sch\u00f6pfen; dieser behauptet, wie wir gesehen haben, die Mischna spreche von Balkonen, deren H\u00f6henunterschied weniger als 10 Handbreiten betr\u00e4gt. Wozu dies alles? Da die Balkone nach Maimonides genau \u00fcber einander liegen, so ist ja das Verbot der Mischna nach Mar Samuel auch dann gerechtfertigt, wenn dieselben bei noch so grossem H\u00f6henunterschied weder durch eine Leiter, noch sonst in einer Weise verbunden sind. Gleichviel, ob der Verschlag des obern Balkons an ihm selbst oder im Wasser angebracht ist, in beiden F\u00e4llen ist seine Benutzung f\u00fcr die untere Partei ebenso bequem, als f\u00fcr die obere. Jene braucht ja nur, wie wir in der vorletzten Anmerkung nachgewiesen haben, den Eimer vom eigenen Balkon aus hinunterzulassen, da die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> der obern Partei doch ohnehin als entsprechend verl\u00e4ngert und mithin auch den untern Balkon umschliessend angesehen wird. Und sollte uns der Beweis hinsichtlich des am obern Balkone selbst angebrachten Verschlages nicht ganz gelungen sein (s. weiter unten), was hindert uns im Sinne Samuel\u2019s anzunehmen, dass von einer im Wasser befindlichen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> die Rede ist? <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> steht einer solchen Auffassung durchaus nicht im Wege. Heisst es doch auch in der ersten H\u00e4lfte unserer Mischna <span dir=\"rtl\"> \u05e2\u05e9\u05d4 \u05dc\u05d4 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span>, und doch ist unter <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d8\u05d4<\/span> daselbst nach Maimonides <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d9\u05dd<\/span> zu verstehen! <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> ist ja nicht gleich <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>! Es ist also klar, dass nach dem Talmud nicht Maimuni\u2019s Auflassung die richtige ist, sondern die von Raschi, nach welchem die Mischna von schr\u00e4g \u00fcber einander liegenden Balkonen handelt, so dass die als verl\u00e4ngert betrachtete <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> des obern Balkons, ob sie nun an ihm selbst, ob sie im Wasser sich befinde, niemals den untern mitumfasst. \u2014 Aber auch diese Unebenheit ist nicht schwer zu \u00fcberwinden. Zun\u00e4chst muss man sich auch nach Raschi die Frage vorlegen, was denn eigentlich dazu gen\u00f6tigt hat, unsere Mischna so aufzufassen, dass Mar Samuel\u2019s Ansicht \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> zu ihr in Widerspruch trete? Warum werden in der Tat die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05d6\u05d5<\/span> nicht lieber in ihrem einfachen Sinne (genau \u00fcber einander) genommen, damit seine Meinung mit der Mischna in Einklang stehe? Raschi, welcher in seiner Erkl\u00e4rung zur Mischna durch das W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5<\/span> andeutet, dieselbe k\u00f6nne auch von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d5\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> sprechen, geht hier gleichwohl dieser Frage schweigend aus dem Wege. Vermuthlich, weil ihre Beantwortung zu sehr auf der Hand liegt. Ohne Zweifel waren die Worte <span dir=\"rtl\"> \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> dieser Auffassung ung\u00fcnstig. Dieselben haben nur dann einen Sinn, wenn die Balkone nicht <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d5\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> sind. Bef\u00e4nden sie sich genau \u00fcber einander, so w\u00e4re ja der f\u00fcr den obern gemachte Verschlag zugleich f\u00fcr den untern mitgemacht, wie aus der vorletzten Anmerkung ersichtlich. Nun haben wir es aber daselbst als zweifelhaft hingestellt, ob die untere Partei mittels \u2018Erub von ihrem eigenen Balkone aus auch dann sch\u00f6pfen darf, wenn die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> am obern angebracht ist, obgleich in diesem Falle ihr Eimer die W\u00e4nde derselben garnicht passirt. Wir haben die Frage bejaht, gest\u00fctzt auf Raschi, welcher den Verschlag auch oberhalb des Balkons anzubringen gestattet. Nach Maimonides dagegen, nach welchem die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> nur unterhalb desselben oder im Wasser sich befinden darf, damit der Eimer in jedem Falle zwischen ihren W\u00e4nden hindurchgehe, d\u00fcrfte diese Frage in verneinendem Sinne zu entscheiden sein. Somit ist man nicht mehr zu der Annahme gen\u00f6tigt, dass die Balkone der Mischna auch seitlich ein wenig von einander abstehen. Vielmehr k\u00f6nnen dieselben sehr wohl genau \u00fcber einander liegen, nur darf man sich nicht den Verschlag im Wasser angebracht denken. Nicht als ob der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> dem entgegenst\u00fcnde \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> heisst ja wiegesagt nicht: an der obern, sondern nur: f\u00fcr die obere \u2014 aber <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05e2\u05e9\u05d5 \u05dc\u05ea\u05d7\u05ea\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> h\u00e4tte in diesem Falle keinen Sinn. Soll die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> der obern Partei nicht zugleich f\u00fcr die untere mitgemacht sein, so kann sie sich nur am Balkone selbst befinden. Nat\u00fcrlich ist sie auf gemeinsame Kosten hergestellt worden, wenn anders <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9\u05d4\u05df \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> gerechtfertigt sein soll. Aber selbst gemeinsames Gebiet wird ja, wo kein \u2018Erub eine gemeinschaftliche Benutzung gestattet, von Mar Samuel derjenigen Partei zuerkannt, welcher es bequemer liegt! Die Frage ist also berechtigt, warum in unserer Mischna die ausschliessliche Benutzung des gemeinsamen Verschlages nicht der obern Partei zusteht, da doch diese ihren Eimer auf die bequemste Weise der Welt durch die an ihrem Balkone befindliche <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> ins Wasser gleiten lassen kann, w\u00e4hrend die untere Partei auch bei vorhandenem \u2018Erub gen\u00f6tigt ist, ihren Eimer erst geschickt in die \u00d6ffnung des obern Balkons zu lanzieren, damit er die gemeinsame <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> passire? Darauf antwortet R Ada b. Ahaba, dass die Balkone durch eine Leiter oder sonstwie in Verbindung stehen, so dass die untere Partei ihren Eimer nicht hinaufzuwerfen braucht, sondern ihn gem\u00e4chlich hinauftragen kann, um vom obern Balkone aus ebenso bequem wie die andere Partei zu sch\u00f6pfen. Und Abaje meint, die Rede ist von Balkonen, die weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> in verticaler Richtung von einander abstehen, so dass sie ein Gebiet bilden und daher unter allen Umst\u00e4nden (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span>) auf den \u2018Erub angewiesen sind. So nach Samuel. Nach Rab, dessen Ansicht Maimonides nach dem bekannten Grundsatze <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05ea\u05d0 \u05db\u05e8\u05d1 \u05d1\u05d0\u05d9\u05e1\u05d5\u05e8\u05d0<\/span> zum Gesetz erhebt, stehen nat\u00fcrlich die Balkone der Mischna weder irgendwie mit einander in Verbindung, noch betr\u00e4gt ihr H\u00f6henunterschied weniger als 10 Bandbreiten, und dennoch ist \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea<\/span> vorausgesetzt \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9\u05d4\u05df \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> gerechtfertigt, weil nach seiner Meinung auch bei <span dir=\"rtl\"> \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> das Verbot beide Parteien umfasst. Doch gibt er zu, dass bei einer Verticaldistanz von weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> beide Balkone als einer angesehen werden, mithin der \u2018Erub weder durch die ausschliesslich auf eigene Kosten hergestellte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span>, noch selbst durch zwei solcher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05ea<\/span>, ja vielleicht nicht einmal durch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05d5\u05ea<\/span> \u00fcberfl\u00fcssig gemacht wird. Auffallend ist es freilich auf alle F\u00e4lle, ob wir nun die Mischna nach Rab oder nach Samuel, ob wir sie wie Raschi oder wie Maimonides auffassen, dass sie den Verschlag, da er doch gemeinschaftlich gemacht wurde, grade am obern Balkone angebracht haben, so dass die eine Partei gezwungen ist sich erst hinaufzubem\u00fchen, oder gar in Ermangelung einer Leiter ihren Eimer hinaufzuwerfen; warum nicht lieber am untern Balkone, wo seine Benutzung auch f\u00fcr die obere Partei noch sehr bequem w\u00e4re? Sie brauchte doch, selbst wenn ihr Balkon sich nicht genau \u00fcber dem untern befindet, nur den Arm ein wenig auszustrecken, um ihren Eimer durch die ja kaum 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> abseits liegende <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> hinunterzulassen! <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d8\u05d5 \u05d1\u05e9\u05e4\u05d8\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e1\u05e7\u05d9\u05e0\u05df<\/span>? Man muss annehmen, dass die Anbringung der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> am untern Balkone aus irgendwelchen lokalen Gr\u00fcnden nicht tunlich war, sei es dass die Raumverh\u00e4ltnisse, sei es dass die architektonische Anlage sie nicht gestatteten. Dass sie aber nicht im Wasser gemacht wurde, m\u00f6chte in der Tiefe desselben oder in seiner reissenden Str\u00f6mung eine ausreichende Erkl\u00e4rung finden. Es kann aber auch sein, dass die obere Partei den Verschlag am eigenen Balkone urspr\u00fcnglich auf eigene Kosten allein gemacht, und die untere erst sp\u00e4ter das Recht der Mitbenutzung erworben hat, obgleich der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05d5\u05ea\u05e4\u05d5\u05ea \u05e9\u05e2\u05e9\u05d5 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> einer solchen Annahme nicht eben g\u00fcnstig ist. \u2014 Es bleibt uns nur noch \u00fcbrig, zum bessern Verst\u00e4ndniss der aus Maimuni\u2019s Jad hachazaka oben angef\u00fchrten Stelle (Hil. *Erubin III 23) und zur Verteidigung unserer Folgerungen aus derselben gegen etwaige Anfechtungen darauf hinzuweisen, dass daselbst die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9<\/span> nach unserer festen \u00dcberzeugung gestrichen werden m\u00fcssen. Es ist zwar ein sehr alter, aber darum keineswegs geheiligter Schreibfehler. Denn diese Worte sind h\u00f6chst befremdlich, haben an dieser Stelle absolut keinen Sinn, stimmen schlecht zu \u2018Erubin 85 a und stehen endlich in Widerspruch mit Maimuni\u2019s eigenen Worten das 17. Sie sind h\u00f6chst befremdlich, weil s\u00e4mmtliche Autorit\u00e4ten der Ansicht sind, dass <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> nur bei einer Entfernung von mindestens 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> gilt; Maimonides w\u00fcrde also mit seiner entgegengesetzten Meinung nicht nur allein stehen, sondern diesen Gegensatz noch unn\u00fctzer Weise versch\u00e4rfen, indem er ohne den Schatten einer Begr\u00fcndung, daf\u00fcr aber mit einer gewissen Provokation durchblicken liesse, dass dieser Satz bei einer Entfernung von weniger als 4 Handbreiten erst recht Geltung hat, als wollte er gleichsam einen Trumpf darauf setzen, gar als selbstverst\u00e4ndlich hinzustellen, was alle die Anderen bestreiten. Sie haben ferner schlechterdings an dieser Stelle keinen Sinn \u2014 das erkennt man am deutlichsten, wenn man den misslungenen Erkl\u00e4rungsversuch in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e6\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e7\u05dc<\/span> 376:2 gelesen hat. Es liegt ja doch auf der Hand, dass die Zisterne, welche beiden Parteien gleich nahe liegt, eher als gemeinsames Gebiet betrachtet werden muss, als diejenige, welche beiden gleich fern ist. M. h\u00e4tte also viel mehr Veranlassung hervorzuheben, dass das Wassersch\u00f6pfen beiden ohne \u2018Erub erlaubt ist, <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05e8\u05d7\u05d5\u05e7\u05d4 \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>, wenn er es schon einmal gestattet. Und dass jener Satz selbst eher auf gr\u00f6ssere als auf kleinere Entfernungen anwendbar ist, braucht garnicht erst gesagt zu werden. Sie stimmen \u00fcberdies nicht zu \u2018Erubin 85a, denn obgleich wir auf die wohl schwerlich richtige Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4<\/span> in unseren Ausgaben kein Gewicht legen, soviel geht doch aus Frage und Antwort daselbst zur Evidenz hervor, dass hinsichtlich der Giltigkeit des in Rede stehenden Satzes jedenfalls ein Unterschied besteht zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span>. Nach M. h\u00e4tte die Antwort lauten m\u00fcssen: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d8\u05e2\u05de\u05da \u05d1\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4 \u05d0\u05de\u05d0\u05d9 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e9\u05d0\u05e0\u05d9 \u05d4\u05db\u05d0 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span>! Sie stehen endlich im Widerspruche mit Maimuni s eigenen Worten das. 17, wo es ausdr\u00fccklich heisst, dass die Benutzung einer zwischen zwei H\u00e4usern befindlichen Ruine beiden verboten ist, obgleich keine andere Benutzung als das Hinunterwerfen von Gegenst\u00e4nden, also nur ein <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> m\u00f6glich ist, da von jedem der beiden H\u00e4user nur Fenster, von keinem eine T\u00fcr sich zur Ruine \u00f6ffnet. Man k\u00f6nnte freilich zur L\u00f6sung dieses scheinbaren Widerspruchs bei oberfl\u00e4chlicher Betrachtung zwischen der Ruine, welche unmittelbar an die beiden H\u00e4user st\u00f6sst, und der Zisterne, welche von den Hofmauern auf beiden Seiten durch die Breite des Fusssteges getrennt ist, einen sehr wohlfeilen, sehr haarspaltenden Unterschied machen, der sich zum \u00dcberflusse noch in sehr sch\u00f6ner und gar feiner Silbenstecherei auf die von M. extra hinzugef\u00fcgten Worte <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2 \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05dc<\/span>, namentlich auf <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2<\/span> gr\u00fcnden liese \u2014 im \u00fcbrigen aber dabei beharren, dass nach M. allerh\u00f6chstens ein <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05e7 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span>, beileibe jedoch keine Entfernung von 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> n\u00f6tig w\u00e4re. Allein das sch\u00f6ne Phantasiegebilde zerfliesst in nichts, wenn man auf die Quelle (\u2018Erubin 85 a unten) zur\u00fcckgeht, was hier allerdings um so schwieriger ist, als wir die Stelle in der Beleuchtung Raschi\u2019s zu sehen gew\u00f6hnt sind und daher der Unbefangenheit und Freiheit des Urteils ermangeln, mit welcher wir ihr gegen\u00fcber treten m\u00fcssen, wenn wir in ihr auch nur suchen sollen, was Maimonides in ihr gefunden hat. Um aus den wenigen Anhaltspunkten in seinem Codex die Auffassung zu erraten, welche er von der Stelle gehabt hat, m\u00fcssen wir uns zun\u00e4chst von Raschi unabh\u00e4ngig machen. Der Talmud \u00fcberliefert eine Entscheidung Rab\u2019s, aus welcher er den Schluss ziehen will: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 <\/span>. Drei Ruinen lagen n\u00e4mlich zwischen zwei H\u00e4usern, und Rab gestattete jedem Hause die Benutzung der ihm zun\u00e4chst liegenden <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d9\u05d3\u05d9 \u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span>, untersagte aber beiden die der mittlern Ruine. Ein Zeitgenosse, der von dieser Entscheidung h\u00f6rt, fragt ihn, ob die Mitteilung auf Wahrheit beruhe, und als dies bejaht wird, erhebt er den Einwand: Du selbst bist es ja, der da sagt, dass <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05e9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>! Mit anderen Worten: Gerade Du musstest doch als Vertreter der Ansicht, nach welcher die Benutzung eines Gebietes, das der einen Partei wohl bequemer als der andern, keiner aber ganz bequem liegt, beiden verboten ist, auch hier die Benutzung aller drei Ruinen beiden H\u00e4usern untersagen! Darauf antwortet Rab: Du denkst wohl, die Ruinen h\u00e4tten in einer Graden gelegen? O nein, sie standen <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d7\u05e6\u05d5\u05d1\u05d4<\/span>. Wie aber, so fragen wir nun, wenn sie wirklich in einer Graden gelegen h\u00e4tten? Dann w\u00e4re nat\u00fcrlich die Benutzung s\u00e4mmtlicher drei Ruinen, auch die der zun\u00e4chst liegenden verboten \u2014 w\u00fcrden wir unbefangen zur Antwort geben. Zu unserm Erstaunen erkl\u00e4rt jedoch Raschi, dass in diesem Falle die Benutzung aller, selbst der mittlern gestattet w\u00e4re; Rab hat die Benutzung dieser nur verboten, weil sie dort nicht in einer Graden, sondern in Form eines Dreiecks standen, so dass die mittlere an beide H\u00e4user stiess, beiden also nahe lag. Wer mit der Methode des Talmud nur einigermaassen vertraut ist, muss eine solche Auffassung als mindestens ungew\u00f6hnlich bezeichnen. Maimonides folgt auch hier der gew\u00f6hnlichen, ich m\u00f6chte sagen nat\u00fcrlichen Auffassung. Obgleich er in <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea \u05de\u05db\u05d9\u05e8\u05d4<\/span> XXIV 3 unter <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05d5\u05d1\u05d4<\/span> \u00e4hnlich wie hier Raschi einen Dreifuss versteht, scheint er doch das Wort an dieser Stelle im Sinne von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e6\u05d1<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d9\u05e2\u05d9\u05ea<\/span> III 5) genommen zu haben, in welchem es offenbar auch R Natan (s. \u2018Aruch <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05d1<\/span> I) in seiner ersten Erkl\u00e4rung zu Baba M. 25 a Ende verstanden hat. Demnach lautet die Antwort Rab\u2019s: Du glaubst wohl, die Ruinen h\u00e4tten in einer Graden, d.\u00a0h. in gleicher Ebene gelegen? In diesem Falle h\u00e4ttest Du freilich Recht, dann w\u00e4re die Benutzung aller verboten. Nein, sie lagen wie ein Steinbruch, also terrassenartig abgestuft, so dass die unterste vom obern Hause ebenso wie die oberste vom untern 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber in vertikaler Richtung entfernt war. Deshalb ist jedem Hause die Benutzung der ihm zun\u00e4chst liegenden und von seinen Fenstern weniger als 10 Handbreiten abstehenden Ruine nach dem Satze <span dir=\"rtl\"> \u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05ea\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05e0\u05d5\u05ea\u05e0\u05d9\u05dd \u05d0\u05d5\u05ea\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d4 \u05e9\u05d1\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> gestattet; die mittlere aber darf, weil sie von beiden mehr als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> entfernt ist \u2014 obgleich der obern Partei, die nur hinunterzuwerfen braucht, bequemer liegend als der untern, die hinaufzuwerfen gen\u00f6tigt ist \u2014 nach dem Satze <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d5\u05dc \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4 \u05e9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d9\u05df<\/span> von keiner der beiden benutzt werden. Wie gross die horizontale Distanz zwischen der mittlern Terrasse und den beiden H\u00e4usern war, das wird nicht angegeben. Man kann daher annehmen, dass sie weniger als 4 Handbreiten betrug, und es ist mithin aus dieser Entscheidung weder f\u00fcr noch gegen die Lehre <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> irgendetwas bewiesen; in der Tatstellt Maimonides die Halacha von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d2\u05d9 \u05d1\u05ea\u05d9\u05dd \u05d5\u05d1\u05d9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05d7\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> (a. a. O. 17) nicht mit der von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05e8 \u05e9\u05d1\u05d0\u05de\u05e6\u05e2 \u05d4\u05e9\u05d1\u05d9\u05dc<\/span> (das. 23) zusammen, sondern mit denen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e9\u05de\u05d9\u05e9\u05d9\u05dd \u05e9\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e7\u05e9\u05d4 \u05d5\u05dc\u05d6\u05d4 \u05d1\u05e0\u05d7\u05ea <\/span> (das. 15\u201416). Wohl aber ist diese Entscheidung, welche wir nun in allen ihren Teilen trotz der vereinfachten Form deutlich und mit Leichtigkeit in Halacha 17 wiedererkennen werden, ein Beweis daf\u00fcr, dass in Hal. 23 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e4\u05d9 \u05d0\u05e3<\/span> zu streichen ist, wenn sie nicht mit Hal. 17 in Widerspruch stehen soll. In der Quelle, aus welcher diese gesch\u00f6pft ist, ist nicht von einer <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d1\u05d4<\/span>, sondern von dreien die Rede. Die mittlere st\u00f6sst somit nicht unmittelbar an die beiden H\u00e4user, ist vielmehr von denselben auf beiden Seiten durch die \u00e4usseren Ruinen getrennt. Und doch ist ihre Benutzung unstatthaft! Also nicht der <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05e7 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> ist es, auf den es ankommt, sondern einzig und allein der horizontale Abstand von 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>. Um so auffallender ist es, dass R Josef Karo in seinem Schulchan \u2018Aruch I 376:2 Maimonides dieses <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9<\/span> nachschreibt. Will man es schon als baare M\u00fcnze nehmen, will man die Behauptung, dass bei einer Entfernung von weniger als 4 Handbreiten der Satz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8<\/span> erst recht in Anwendung kommt, nicht als Irrtum gelten lassen, sondern als Maimuni\u2019s wahre Meinung hinstellen, so durfte doch er diese Ansicht am wenigsten Teilen! Aus doppelten Gr\u00fcnden nicht! Erstens fasst er daselbst 3, die Entscheidung Rab\u2019s nicht wie M., sondern wie Raschi auf. Ihm ist dieselbe daher ein triftiger Beweis f\u00fcr den ebenerw\u00e4hnten Satz. Dennoch verbietet er die Benutzung der mittlern, wenn die drei <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> ein Dreieck bilden, obgleich die Consequenz des wenige Zeilen fr\u00fcher stehenden <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9<\/span> unstreitig verlangt, dass sie in diesem Falle erst recht gestattet sei. Sollen wir also schliesslich doch gen\u00f6tigt sein, zu der Forderung eines <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05e7 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> unsere Zuflucht zu nehmen, um aus diesem Dilemma einen Ausweg zu finden? Zweitens bek\u00e4mpft er das. 355:5 sehr energisch die bereits in <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05e3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d9\u05d5\u05e1\u05e3<\/span> als mit dem Talmud unvereinbar hingestellte Ansicht Maimuni\u2019s, dass in unserer Mischna der H\u00f6henunterschied der Balkone von irgendwelchem Einfluss ist. Ihn trifft daher mit potenzirter Wucht der Einwand aus \u2018Erubin 85a und 88a, wo Rab\u2019s Anmerkung zu unserer Mischna ebenfalls auf den in Rede stehenden Grundsatz zur\u00fcckgef\u00fchrt wird. Den <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span> k\u00f6nnte Karo allenfalls gegen jenen Einwand noch von seinem Standpunkt aus in Schutz nehmen, nach welchem die Gegens\u00e4tze <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> sich im Sinne Maimuni\u2019s nicht auf die Horizontaldistanz beziehen, sondern lediglich auf den vertikalen Abstand. Jener Grundsatz k\u00f6nnte also immerhin auf eine Entfernung von weniger als 4 Handbreiten in wagerechter Richtung erst recht Anwendung finden. Wie aber will er gegen diesen Einwand sich selbst verteidigen, der ja eine solche Auffassung jener Gegens\u00e4tze weit von sich weist und dennoch dieses anr\u00fcchige <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05e2\u05dc \u05e4\u05d9<\/span> von unbekannter, fragw\u00fcrdiger Herkunft adoptiert? Aus den angef\u00fchrten Talmudstellen, ganz besonders aus der Disussion auf S. 85a geht doch bis zur Evidenz hervor, dass <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05d5\u05e1\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d3\u05e8\u05da \u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 <\/span> nur <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> gilt, und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e4\u05dc\u05d2\u05ea<\/span> heisst doch nach R. Josef Karo eingestandenermaassen und ganz unzweifelhaft: In einer Entfernung von vier Handbreiten! <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e6\u05e2\u05f4\u05d2<\/span>].<a href=\"#fnref479\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn480\"><p>Zwei <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span> (s. K VII Anm. 49) ist das Durchschnittsmaass des im Laufe eines Tages in den Hof gegossenen Wassers Hat der Hof einen Fl\u00e4chenraum von 16 Quadratellen (s Anm 69), so wird dieses Quantum von der Erde aufgesogen, andernfalls l\u00e4uft das Wasser auf die Strasse und darf daher nur dann ausgegossen werden, wenn es vom Hofe in eine Grube fliesst, welche vom Boden bis zur \u00d6ffnung, durch welche das Wasser abfliesst, zwei Maass fassen kann.<a href=\"#fnref480\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn481\"><p>Diese Grube muss keineswegs im Hofe selbst sein, sie kann auch draussen auf der Strasse dicht an der Hofmauer sich befinden, so dass das Wasser aus dem Hofe unmittelbar hineinfliesst; nur muss sie in diesem Falle \u00fcberdeckt sein, sonst ist sie bei einer Tiefe von weniger als 3 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> \u00f6ffentliches Gebiet (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>), bei gr\u00f6sserer Tiefe aber immerhin noch neutrales Gebiet (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>), sofern ihre Grundfl\u00e4che 4 Handbreiten im Geviert misst [Demnach brauchte die Grube nicht bedeckt zu werden, wenn sie bei noch so grosser L\u00e4nge und einer Tiefe von 3 Handbreiten und dar\u00fcber keine 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> in der Breite misst (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span>; s. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05f4\u05d7<\/span> 345:19), oder wenn sie gar bei einer Grundfl\u00e4che von mindestens 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> im Geviert 10 Handbreiten tief ist (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>; das. 11)? Die Dezisoren schweigen dar\u00fcber].<a href=\"#fnref481\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn482\"><p>Vorausgesetzt wird, dass die Gosse 4 Ellen breit ist. Doch ist diese Voraussetzung keineswegs Bedingung. Es ist nicht erforderlich, dass die bedeckte Fl\u00e4che oder der Hof in der vorigen Mischna ein Quadrat bilde; es gen\u00fcgt vielmehr hier wie dort eine wie immer gestaltete Fl\u00e4che von 16 Quadratellen, so dass das t\u00e4glich ausgegossene Wasser von ihr aufgesogen werden kann. In diesem Falle gestattet R. E. b. J. das Wasser direkt in den Teil der Gosse zu giessen, welcher im Hofe sich befindet. Misst aber die bedeckte Fl\u00e4che weniger als 16 Quadratellen, so w\u00fcrde das ausgegossene Wasser auch in den offenen Teil der Gosse, also in eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> (vgl. Anm. 59) beziehungsweise <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> (vgl. Anm. 54 u 55) gelangen.<a href=\"#fnref482\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn483\"><p>So dass das Wasser schon von dem im Hofe befindlichen Teil der Gosse aufgesogen werden k\u00f6nnte.<a href=\"#fnref483\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn484\"><p>Weil diese, un\u00e4hnlich der Grube der vorigen Mischna, das Wasser nur aufnimmt, um es sofort auf die Strasse zu leiten.<a href=\"#fnref484\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn485\"><p>Bez. vom Hofe in den Hof. Sonst heisst <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d2 \u05dc\u05d2\u05d2<\/span> von einem Dach auf\u2019s andere. Hier w\u00e4re ein solcher Sinn Unsinn. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d2<\/span> steht hier nur, um einem immerhin m\u00f6glichen Missverst\u00e4ndnisse vorzubeugen. Es war von Dach und Hof die Rede. St\u00fcnde nun <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05e9\u05d5\u05e4\u05da \u05d4\u05d5\u05d0 \u05dc\u05d2\u05d2<\/span>, so k\u00f6nnte das vermisste <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5 \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8 <\/span> zu dem Irrtum verleiten, dass man das Wasser nur auf\u2019s Dach ausgiessen darf, nicht aber in den Hof. Darum heisst es ausdr\u00fccklich: vom Dache aus auf\u2019s Dach. Vom Hofe aus dagegen \u2014 so ist zu folgern \u2014 nat\u00fcrlich auf den Hof. Im Jeruschalmi fehlt \u00fcbrigens <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d2<\/span>, und statt <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d2\u05d2<\/span> steht <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d2 \u05e2\u05dc<\/span>.<a href=\"#fnref485\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn486\"><p>Der Hof befand sich damals nicht hinter, sondern vor dem Wohngeb\u00e4ude, stiess also unmittelbar an die Exedra (Anm. 32). Haben nun Hof und Exedra zusammen erst eine Bodenfl\u00e4che von 16 Quadratellen, so ist doch der Forderung in Anm. 67 Gen\u00fcge geleistet, und es darf daher das Wasser in den Hof gegossen werden.<a href=\"#fnref486\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn487\"><p>Wenn zwei Wohnh\u00e4user (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d9\u05d8\u05d0<\/span> ist das gr. \u03b4\u03af\u03b1\u03b9\u03c4\u03b1, welches neben anderen Bedeutungen auch die einer Wohnung hat) sich in den Hofraum Teilen, so erg\u00e4nzen sich die beiden H\u00e4lften ebenfalls zu den erforderlichen 16 Quadratellen, und beide Parteien d\u00fcrfen ihr Wasser in den Hof giessen (auch wenn sie keinen \u2018Erub gemacht haben, nur d\u00fcrfen sie es in diesem Falle nicht direct hingiessen; s. die folgende Anm.). Es ist also nicht n\u00f6tig, dass der Hofraum so viel mal 16 Handbreiten messe, als er Einwohner hat; es gen\u00fcgt vielmehr der ebengenannte Fl\u00e4chenraum f\u00fcr noch so viel Parteien (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05da<\/span> I 377 Ende), da sie doch nicht alle auf einmal ihr Wasser ausgiessen, dieses mithin Zeit hat einzusickern. Das war es, was die Mischna noch nachtr\u00e4glich zu sagen f\u00fcr n\u00f6tig hielt. So erkl\u00e4rt sich das so schwierige <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df<\/span> auf die einfachste Weise. [Die kompilierte und wohl auch etwas gezwungene Erkl\u00e4rung des R. Jonathan hak-Kohen beruht auf einer lexikalisch nicht zu rechtfertigenden Auffassung von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d9\u05d8\u05d0<\/span> \u2014 der etymologische Versuch in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d5\u05d8\u05d0<\/span>=<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d5 \u05ea\u05d0<\/span>=<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3\u05e8 \u05d6\u05d5\u05d2\u05d9<\/span>=<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc\u05d9\u05d9\u05d4<\/span>) ist ja doch nicht ernst zu nehmen \u2014 und leidet ausserdem an dem Fehler, dass sie einige Worte (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05db\u05d5\u05ea \u05d6\u05d5 \u05dc\u05d6\u05d5<\/span>) in die Mischna hineinlegen muss, die daselbst nicht stehen, und welche gleichwohl an Stelle des \u00fcberfl\u00fcssigen, ja st\u00f6renden <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5 \u05db\u05e0\u05d2\u05d3 \u05d6\u05d5<\/span> besser am Platze w\u00e4ren. Auch m\u00fcsste es erst noch bewiesen werden, dass die vorschriftsm\u00e4ssigen 16 Quadratellen keine zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4che zu sein brauchen. Gar so selbstverst\u00e4ndlich ist das doch keineswegs! Im Gegenteil! Wenn die beiden <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05d9\u05d8\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> kein Ganzes bilden wie sollen sie sich da erg\u00e4nzen? Was n\u00fctzt das Vorhandensein des vorschriftsm\u00e4ssigen Fl\u00e4chenraumes, wenn sich das ausgegossene Wasser doch nicht \u00fcber die ganze Fl\u00e4che auszubreiten vermag? Es kann ja gar nicht anders, als in die <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> fliessen! Und was dem Zwecke einer Vorschrift so wenig entspricht, wie sollte das der Vorschrift selbst gen\u00fcgen k\u00f6nnen? <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d0\u05e2\u05f4\u05e4 \u05e9\u05e8\u05de\u05f4\u05d0 \u05e4\u05e1\u05e7 \u05db\u05df \u05d1\u05e1\u05f3 \u05e9\u05d2\u05f4\u05d6 \u05e1\u05e2\u05f3 \u05d0\u05f3 \u05d5\u05d0\u05d9\u05e0\u05d9 \u05db\u05d3\u05d9 \u05dc\u05d7\u05dc\u05d5\u05e7 \u05d4\u05de\u05d7\u05de\u05d9\u05e8 \u05dc\u05d0 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d9\u05d3<\/span>. Endlich ist einzuwenden, dass nach dieser Erkl\u00e4rung Anfang und Schluss unserer Mischna in keinerlei Zusammenhang mit einander stehen, jener sich vielmehr an das Ende der vorigen anschliesst, w\u00e4hrend dieser gar an M. 9 aukn\u00fcpft.]<a href=\"#fnref487\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn488\"><p>Dieser Satz schliesst sich, wenn wir in der vorigen Anmerkung den Sinn des ersten Satzes recht ermittelt haben, in ungesuchter Weise enge an denselben an, und die ganze Mischna erscheint wie aus einem Gusse. Der Zusammenhang ist folgender: Zwei Wohnungen in einem Hofe erg\u00e4nzen einander mit ihren Anteilen am Hofraume, und es d\u00fcrfen daher beide Parteien am Schabbat ihr Wasser ausgiessen. Wie aber, wenn beide H\u00e4lften zusammen noch nicht \u00fcber die vorgeschriebenen 16 Quadratellen verf\u00fcgen, so dass die in M. 9 vorgesehene Grube hergestellt werden musste? In diesem Falle darf nur diejenige Partei ihr Wasser ausgiessen, welche die Grube gemacht hat, die andere nicht. Zur Begr\u00fcndung dieses Verbotes muss vorausgeschickt werden, dass die beiden Wohnungen nicht durch \u2018Erub vereinigt sind. Keiner der Einwohner darf unter diesen Umst\u00e4nden irgendetwas aus dem Hause unmittelbar in den Hof schaffen (Einl. Abs. 1); wohl aber auf indirektem Wege, indem er z. B. Wasser in den K\u00fcchenausguss oder auf die Schwelle der Haust\u00fcr giesst, von wo es dann in den Hof ablaufen mag. H\u00e4tte nun jede Partei f\u00fcr sich, oder h\u00e4tten auch nur beide gemeinschaftlich die erforderliche Grube gemacht, so k\u00f6nnten beide ihr Wasser auf diese Weise ausgiessen. So aber ist es nur derjenigen gestattet, welche die Grube \u2014 auf ihrem Terrain, wie sich von selbst versteht \u2014 ausgeh\u00f6hlt hat; die andere dagegen darf ihr Wasser, weil zu bef\u00fcrchten ist, dass sie es aus R\u00fccksicht auf den Nachbar, um dessen Hofraum und Wohnhaus nicht zu beschmutzen, direkt in die Grube giessen k\u00f6nnte, am Schabbat \u00fcberhaupt nicht ausgiessen. Nat\u00fcrlich kommt es hierbei nicht im Geringsten auf die Lage der Wohnh\u00e4user zu einander an. Es ist gleichgiltig, ob sie einander gegen\u00fcber oder neben einander sich befinden. Das scheinbar \u00fcberfl\u00fcssige <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5 \u05db\u05e0\u05d2\u05d3 \u05d6\u05d5<\/span> ist keine Einschr\u00e4nkung, sondern eine Begr\u00fcndung dieser Vorschrift, indem es auf diejenigen Wohnungsverh\u00e4ltnisse hindeutet, welche zu dem Verbote die Veranlassung gegeben haben. Wenn zwei Wohnh\u00e4user einander gegen\u00fcber liegen, also durch die ganze Breite des Hofes von einander getrennt sind, so macht es sich ganz von selbst, dass die eine H\u00e4lfte des Hofraumes wie durch ein stillschweigendes Zugest\u00e4ndnis mehr zu der einen, die andere mehr zu der andern Wohnung geh\u00f6rt; h\u00e4ufig genug mag eine solche Scheidung der Kompetenzen auf Grund einer ausgesprochenen \u00dcbereinkunft oder rechtskr\u00e4ftiger Teilung auch formell bestehen. Gleichwohl gen\u00fcgt es, wenn die beiden H\u00e4lften zusammen 16 Quadratellen messen, da sie durch keine Wand von einander getrennt sind, mithin im Grunde doch nur einen Hof bilden. Macht aber die eine Partei eine Grube, so ist ihr die andere um so eher die R\u00fccksicht schuldig, deren Gebiet nicht mit ihrem Sp\u00fclwasser zu beschmutzen, als der Hof in diesem Falle sehr klein ist, das ausgegossene Wasser daher unvermeidlich auch das Wohnhaus des Nachbars verunreinigen muss. Diese Verh\u00e4ltnisse waren wiegesagt f\u00fcr das Verbot maassgebend; dieses selbst aber wurde, um nicht durch subtile Unterscheidungen Verwirrung anzurichten, ganz allgemein ausgesprochen, zumal auch bei anderer Lage der Wohnungen als Regel vorauszusetzen ist, dass diejenige Partei, welche die Grube macht, dieselbe schon aus Gr\u00fcnden der Bequemlichkeit und Reinlichkeit \u2014 von der R\u00fccksicht, welche sie ihrerseits dem Nachbar schuldet, gar nicht zu reden \u2014 in der n\u00e4chsten N\u00e4he ihrer Schwelle machen und dadurch der andern Partei doch wieder die R\u00fccksicht auferlegen wird, welche die Bef\u00fcrchtung nahe legt, dass sie ihr Sp\u00fclwasser direkt in die Grube giessen k\u00f6nnte. Diese zarte R\u00fccksicht h\u00f6rt aber auf ein Gegenstand der Bef\u00fcrchtung zu sein, wenn ein \u2018Erub das Hinausschaffen der Ger\u00e4te aus dem Hause in den Hof gestattet. Mit der Bef\u00fcrchtung f\u00e4llt denn auch tats\u00e4chlich das Verbot. [S. Tosafot u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05d5<\/span>, an deren Auseinandersetzung sich unsere Begr\u00fcndung dieses Verbotes trotz wesentlicher Abweichungen anlehnt. Was in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> gegen Tosafot eingewendet wird \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05e1\u05ea\u05dd \u05d4\u05e9\u05f4\u05e1 \u05de\u05e9\u05de\u05e2 \u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d5\u05d1\u05d4 \u05dc\u05d4\u05dd \u05d4\u05e2\u05d5\u05e7\u05d4 \u05d2\u05f4\u05db \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8<\/span> \u2014 f\u00e4llt nach unserer Darstellung in sich zusammen; was dagegen dort zur Begr\u00fcndung der auff\u00e4lligen Unterscheidung zwischen den Inhabern der Grube und ihren Nachbarn angef\u00fchrt wird \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05d0\u05e0\u05d9 \u05d0\u05d9\u05e0\u05da \u05e8\u05e2\u05e9\u05d5 \u05e2\u05d5\u05e7\u05d4 \u05d3\u05de\u05ea\u05d5\u05da \u05db\u05da \u05d9\u05d6\u05d1\u05e8\u05d5 \u05dc\u05d1\u05dc\u05d9 \u05dc\u05d8\u05dc\u05d8\u05dc \u05d5\u05dc\u05d4\u05d5\u05e8\u05d9\u05d3 \u05dc\u05de\u05d8\u05d4<\/span> \u2014 st\u00f6sst auf ein nicht unerhebliches Bedenken: Braucht die Gemara zu sagen <span dir=\"rtl\"> \u05d2\u05d6\u05e8\u05d4 \u05d3\u05dc\u05de\u05d0 \u05d0\u05ea\u05d9 \u05dc\u05d0\u05e4\u05d5\u05e7\u05d9 \u05d1\u05de\u05d0\u05e0\u05d9 \u05d3\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd \u05dc\u05d4\u05ea\u05dd<\/span>? Schon ein direktes Hinausgiessen in den Hof ist ja verboten!] \u2014 Im Jeruschalmi fehlt \u00fcbrigens die Konjunktion <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df<\/span> an der Spitze unserer Mischna. Nach dieser Lesart w\u00e4re zu \u00fcbersetzen: Wenn von zwei einander gegen\u00fcber liegenden Wohnungen der eine Teil eine Grube gemacht hat, der andere Teil aber keine Grube gemacht hat, so ist denen u. s. w.<a href=\"#fnref488\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn489\"><p>Eine und dieselbe <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> im Sinne der Einl. Abs. 1. Man darf also die auf dem einen Dache (es ist nat\u00fcrlich von den platten D\u00e4chern des Orients die Rede) befindlichen Gegenst\u00e4nde auf die anderen hin\u00fcberschaffen, obgleich die zugeh\u00f6rigen Wohnungen nicht durch \u2018Erub vereinigt sind.<a href=\"#fnref489\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn490\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> ist zu erg\u00e4nzen; s. K. VII Anm, 2.<a href=\"#fnref490\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn491\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> ist zu erg\u00e4nzen; s. K. VII Anm, 2.<a href=\"#fnref491\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn492\"><p>Als das benachbarte. Denn wenn der Abstand so betr\u00e4chtlich ist, k\u00f6nnen die beiden D\u00e4cher nicht mehr als ein Gebiet angesehen werden. Bildet doch selbst in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> ein vier Daumenbreiten im Geviert messender Gegenstand eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, wenn er nur 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> \u00fcber den Boden sich erhebt, und derjenige macht sich einer schweren S\u00fcnde schuldig, der irgendetwas von dieser <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> auf den \u00f6ffentlichen Platz oder umgekehrt von dem \u00f6ffentlichen Platze auf diese <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> legt. Wie leicht k\u00f6nnte aber eine Verwechslung zur \u00dcbertretung dieses Verbotes f\u00fchren, wenn dasselbe nicht auch auf Gegenst\u00e4nde ausgedehnt w\u00fcrde, welche in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> 10 Handbreiten in die H\u00f6he ragen! Nach R. Me\u00efr w\u00e4re daher in K. VII M. 2 nicht gestattet, die Fr\u00fcchte von der Mauer auch nur in den Hof hinunter zu tragen, wie wir bereits das. Anm 8 kurz angedeutet haben. Aus demselben Grunde verbietet er hier, irgendetwas vom Hofe auf\u2019s Dach oder von diesem in den Hof zu logen, desgleichen vom niedrigen auf das h\u00f6here Dach und umgekehrt. Und dieses Hinauf- und Hinunterschaffen ist nicht nur denen verboten, die auf dem niedrigern Dache stehen, sondern auch denen, die auf dem h\u00f6hern sich befinden, obgleich es im Allgemeinen sehr unbequem ist, Gegenst\u00e4nde aus solcher Tiefe heraufzuholen, mithin die Bef\u00fcrchtung nicht eben nahe liegt, welche R. Me\u00efr zu seinem Verbote veranlasst hat. Von dem Grundsatze ausgehend, dass die rabbinischen Verbote \u2014 die ja nach dem bekannten Worte der <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05e9\u05d9 \u05db\u05e0\u05e1\u05ea \u05d4\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> (Abot I 1.) nur ein Gehege sein wollen, welches das g\u00f6ttliche Gesetz gegen \u00dcbertretungen sch\u00fctzen soll \u2014 lediglich das wirklich dieser Gefahr Ausgesetzte ins Auge zu fassen, nicht aber entfernten M\u00f6glichkeiten und unwahrscheinlichen Gesetzesverletzungen vorzubeugen haben (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05ea\u05d0 \u05d3\u05dc\u05d0 \u05e9\u05db\u05d9\u05d7\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05d2\u05d6\u05e8\u05d5 \u05d1\u05d4 \u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span>), k\u00f6nnte man zu der Ansicht gelangen, dass R. Me\u00efr sein Verbot auf den Verkehr vom niedrigern Dache aus beschr\u00e4nkt; darum hebt er ausdr\u00fccklich hervor <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5 \u05e0\u05de\u05d5\u05da \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span>, dass das Dach, mit welchem von den Nachbard\u00e4chern aus ein Verkehr gestattet sein soll, nicht allein nicht h\u00f6her, sondern auch nicht niedriger sein darf um 10 Handbreiten. Ist auch das Heraufholen aus der Tiefe nicht bequem, so ist daf\u00fcr das Hinunterschaffen \u2014 wenigstens bei Gegenst\u00e4nden, die man werfen kaum \u2014 um so bequemer. Aber auch aus stylistischen Gr\u00fcnden sind die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5 \u05e0\u05de\u05d5\u05da \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> nicht so \u00fcberfl\u00fcssig, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Es ist wahr, wenn von zwei D\u00e4chern das eine um 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> h\u00f6her ist, so muss das andere notwendig um ebensoviel niedriger sein. Man vergesse aber nicht, dass in <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05d5\u05d4<\/span> allein noch kein Komparativ liegt. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05dc\u05d1\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d4\u05d0 \u05d2\u05d2 \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> g\u00e4be den ganz falschen Sinn, dass kein Dach 10 Handbreiten hoch sein darf. Um auszudr\u00fccken, dass keines die Nachbard\u00e4cher mit 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> \u00fcberragen darf, h\u00e4tte R. Me\u00efr <span dir=\"rtl\"> \u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> sagen m\u00fcssen. Statt dessen sagt er eleganter: <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05d5\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d0\u05d5 \u05e0\u05de\u05d5\u05da \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref492\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn493\"><p>Auch wenn sie alle in gleicher H\u00f6he liegen. Das Dach geh\u00f6rt nach ihrer Meinung zum Wohnhause. Ebenso wie unter dem Dache jedes Wohnhaus ein besonderes Gebiet f\u00fcr sich ist, so auch auf dem Dache. Und ebenso wie unter dem Dache Gegenst\u00e4nde des einen Gebietes nur mittels \u2018Erub in das andere Gebiet gebracht werden d\u00fcrfen, so auch auf dem Dache. Nicht aber sind Hof und Holzplatz in diesem Sinne dem Hause zugeh\u00f6rig. Man darf also nach dieser Ansicht Gegenst\u00e4nde des einen Hofes auch ohne \u2018Erub in den andern schaffen, desgleichen Gegenst\u00e4nde des einen Holzplatzes in den andern. Selbstverst\u00e4ndlich ist dies nach R. Me\u00efr, der ja sogar einen Komplex von D\u00e4chern als ein Gebiet betrachtet, erst recht gestattet. Dagegen verbietet er, wie wir oben gesehen haben, ohne \u2018Erub irgend etwas vom Hole auch nur aufs eigene 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hohe Dach und umgekehrt zu legen, was wiederum nach Ansicht der Weisen erlaubt ist. Diese Meinungsverschiedenheit beschr\u00e4nkt sich indessen auf die Frage, ob Dach und Hof desselben Hauses ein Gebiet bilden. Darin herrscht jedoch volle Einhelligkeit zwischen ihnen, dass Hof und Holzplatz sowie Dach und Holzplatz sogar desselben Hauses zwei Gebiete bilden, zwischen denen ein Transportverkehr ohne \u2018Erub unstatthaft ist.<a href=\"#fnref493\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn494\"><p>Die Holzpl\u00e4tze befanden sich hinter dem Hause, und waren ebenso wie die H\u00f6fe, die vor dem Hause sich befanden, von einer Mauer umschlossen, also <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>. Nur wenn ihr Fl\u00e4chenraum mehr als 5000 Quadratellen betrug, wurden sie als neutrales Gebiet (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>) angesehen (K. II Anm. 12).<a href=\"#fnref494\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn495\"><p>Man darf also ohne \u2018Erub nicht nur Gegenst\u00e4nde des einen Hofes in den andern und solche des einen Holzplatzes in den andern (was ja sowohl die Weisen als R. Me\u00efr schon gestatten), desgleichen Gegenst\u00e4nde des Daches in den eigenen Hof (was zwar nach R. Me\u00efr verboten, aber schon von den W. erlaubt ist) oder auf ein anderes Dach (was wieder schon R. M. unter Umst\u00e4nden gestattet, obgleich die Weisen es verbieten), sondern sogar Gegenst\u00e4nde des Hofes auf fremde D\u00e4cher und Holzpl\u00e4tze, solche des Holzplatzes auf fremde D\u00e4cher und H\u00f6fe und solche des Daches unter allen Umst\u00e4nden selbst auf fremde H\u00f6fe und Holzpl\u00e4tze, geschweige denn auf fremde D\u00e4cher und eigene H\u00f6fe oder Holzpl\u00e4tze schaffen. Nur Gegenst\u00e4nde des Hauses \u2014 das sind solche Gegenst\u00e4nde, die bei Schabbateingang in der Stube waren, m\u00f6gen sie augenblicklich liegen, wo sie wollen \u2014 darf man ohne \u2018Erub in keinen dieser R\u00e4ume bringen, selbst wenn sie zur eigenen Wohnung geh\u00f6ren, ebenso wie man auch umgekehrt nichts aus diesen R\u00e4umen ohne \u2018Erub in die Stube schaffen darf. Denn die Wohnungen bilden als Privatr\u00e4ume im allerengsten Sinne unbestritten jede ein besonderes Gebiet f\u00fcr sich. Nur um <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05e8 ,\u05d2\u05d2<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3<\/span> dreht sich der Streit der Meinungen, die wir der bessern \u00dcbereicht wegen hier rekapitulierend zusammenstellen wollen. Nach R. Simon ist ein Komplex von D\u00e4chern, H\u00f6fen und Holzpl\u00e4tzen zusammen ein einziges Gebiet, nach R. Me\u00efr je ein Komplex von D\u00e4chern, H\u00f6fen oder Holzpl\u00e4tzen, nach den Weisen ein Komplex von H\u00f6fen oder Holzpl\u00e4tzen, sowie Dach und Hof desselben Hauses; je zwei Gebiete bilden nach R S. zwei verschiedene H\u00e4user (Wohnungen), Haus und Hof, Haus und Dach, Haus und Holzplatz, nach R. M. und den W. ausserdem Dach und Holzplatz, Hof und Holzplatz, dazu nach R. M. noch Dach und Hof und nach den W. noch die D\u00e4cher verschiedener H\u00e4user.<a href=\"#fnref495\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn496\"><p>Ein noch so hohes und noch so ger\u00e4umiges Dach ist nur dann Privatgebiet (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>), wenn man auf ihm stehend rings die Au\u00dfenw\u00e4nde des darunter befindlichen Hauses sehen kann, in welchem Falle dieselben als nach oben verl\u00e4ngert betrachtet werden (vgl. den Begriff S\u00e4ule in Anm. 14; <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e6\u05f4\u05e2 \u05d1\u05de\u05d2\u05f4\u05d0 \u05e9\u05e2\u05f4\u05d3 \u05d4\u05f3<\/span>). Ein vorspringendes Dach ist also keine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, sondern neutrales Gebiet (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>). Von solchem Dache kann hier nicht die Rede sein (denn in der <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> ist der Transport von Gegenst\u00e4nden ohnehin auf 4 Ellen beschr\u00e4nkt), es st\u00e4nde denn durch eine T\u00fcr oder ein Fenster (gew\u00f6hnlich stieg man an einer Leiter vom Hofe aus auf\u2019s Dach) mit einer der Wohnstuben in Verbindung, in welchem Falle es gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist. Nach Kap. VII Anm. 10 ist nun das kleine Dach gen\u00f6tigt mit dem gr\u00f6ssern den \u2018Erub gemeinsam zu machen, aber nicht umgekehrt. Dort ist zugleich ersichtlich, dass unter dem kleinen Dache ein solches zu verstehen ist, dessen Breite nicht mehr als zehn Ellen betr\u00e4gt. Das gr\u00f6ssere Dach ist ein solches, welches auf beiden Seiten um mindestens je 3 Handbreiten \u00fcber das kleine hinausragt. Unter dieser Voraussetzung ist das kleine Dach im Sinne von K. VI Anm. 1 durch das gr\u00f6ssere beschr\u00e4nkt, d.\u00a0h. man darf von ihm nichts ins Haus hinunter und keinen Gegenstand des Hauses auf dasselbe hinauftragen, solange es nicht mit dem gr\u00f6ssern Nachbar durch \u2018Erub vereinigt ist. Wohl aber darf man auch ohne diesen \u2018Erub Gegenst\u00e4nde des Hauses auf das zugeh\u00f6rige gr\u00f6ssere Dach schaffen, desgleichen das auf diesem Befindliche herunterholen. Das gr\u00f6ssere w\u00fcrde durch das kleine Dach nur dann beschr\u00e4nkt, wenn die Ber\u00fchrungslinie beider mehr als 10 Ellen betr\u00fcge.<a href=\"#fnref496\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn497\"><p>Der schon vor Eintritt des Schabbat vorhanden war; vgl. K. VII Anm. 19.<a href=\"#fnref497\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn498\"><p>N\u00e4mlich einem solchen, dessen Breite nicht mehr als 10 Ellen betr\u00e4gt.<a href=\"#fnref498\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn499\"><p>Durch die kleinere, d.\u00a0h. er braucht mit diesem nicht durch \u2018Erub vereinigt zu werden; es gen\u00fcgt, wenn seine Bewohner unter sich den \u2018Erub gemacht haben.<a href=\"#fnref499\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn500\"><p>S. K. VII Anm. 10 und vgl. Anm. 7 in unserm Kapitel.<a href=\"#fnref500\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn501\"><p>Der Durchbruch; aus <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e4\u05e8\u05e6\u05d4<\/span> ist hier <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e6\u05d4<\/span> zu erg\u00e4nzen (vgl. K. 1 M. 8). Man kann aber auch <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d0<\/span> als pronomen neutrum auffassen und demgem\u00e4ss \u00fcbersetzen: weil es wie ein Eingang des gr\u00f6ssern ist. In K. VII M. 2 steht in diesem Sinne <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05d0<\/span>. Eine gewisse, man m\u00f6chte sagen unwillk\u00fcrliche R\u00fccksicht dort auf das m\u00e4nnliche <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05ea\u05dc<\/span>, hier auf das weibliche <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05e8<\/span> scheint bestimmend eingewirkt zu haben auf die Wahl zwischen den beiden zul\u00e4ssigen Formen des pronomen neutrum.<a href=\"#fnref501\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn502\"><p>U. z. entweder vollst\u00e4ndig oder so, dass die L\u00fccke mehr als 10 Ellen lang ist.<a href=\"#fnref502\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn503\"><p>R\u00e4ume von mindestens 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> im Geviert, rings von W\u00e4nden eingeschlossen, die wenigstens 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hoch sind, selbst S\u00e4ulen, Gruben und dgl. von den genannten Dimensionen sind Privatgebiet; \u00f6ffentliches Gebiet sind die grossen Centren des \u00f6ffentlichen Verkehrs nebst seinen Hauptadern und deren wichtigsten Verzweigungen, namentlich also die offenen Pl\u00e4tze und Strassen, deren Breite nicht weniger als 16 Ellen betr\u00e4gt; neutrales oder Zwittergebiet sind diejenigen R\u00e4ume, welche Teils die Merkmale des \u00f6ffentlichen, Teils die des Privatgebietes an sich tragen, denen daher der Verkehr mit keinem dieser Gebiete am Schabbat gestattet ist, also einerseits Privatbesitz, der wie Felder, Wiesen [W\u00e4lder? <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05f3 \u05e8\u05f4\u05de \u05d5\u05e0\u05d5\u05e9\u05d0\u05d9 \u05db\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>], vorspringende D\u00e4cher (Anm. 7) u. dgl. nicht umfriedet ist, andererseits solche \u00f6ffentliche R\u00e4ume, welche der Strom des allgemeinen Verkehrs zu meiden pflegt, wie schmale G\u00e4sschen, Colonnaden, Wasserl\u00e4ufe (K. VIII Anm. 54\u201455), sowie diejenigen Erh\u00f6hungen und Vertiefungen auf Strassen oder Pl\u00e4tzen, deren Querschnitt 4 Handbreiten und dar\u00fcber im Geviert betr\u00e4gt, und deren H\u00f6he weniger als 9 bezw. 10, midestens aber 3 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> misst. Der Vollst\u00e4ndigkeit wegen sei hier auch noch der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> oder freie Ort angef\u00fchrt, welchem der Verkehr sowohl mit privatem als auch mit \u00f6ffentlichem Gebiete am Schabbat offensteht, und den wir daher als kommunes Gebiet bezeichnen wollen. Solches Gebiet darf nicht missbraucht werden, um zwischen \u00f6ffentlichem und Privatgebiet den Verkehr zu vermitteln; ja selbst aus einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> darf man keinen Gegenstand auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> legen, um ihn auch nur sp\u00e4ter (s. Babli 101b), sei es eigenh\u00e4ndig, sei es durch einen Andern, von dort nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> zu schaffen, was freilich einige Autorit\u00e4ten bestreiten. Wer einen Gegenstand aus einem Privatgebiete in ein \u00f6ffentliches, aus einem \u00f6ffentlichen in ein privates, oder 4 Ellen weit innerhalb eines \u00f6ffentlichen tr\u00e4gt, ist straff\u00e4llig; wer einen Gegenstand aus neutralem Gebiete, sei es in ein \u00f6ffentliches, sei es in ein privates, oder umgekehrt, oder auch nur 4 Ellen innerhalb eines neutralen Gebietes tr\u00e4gt, ist zwar straffrei, hat aber ein rabbinisches Verbot \u00fcbertreten. Wenn also die Weisen den in Rede stehenden Hof als <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> betrachten, so ist das Tragen eines Gegenstandes aus ihm in eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ebenso straffrei verboten wie aus ihm in eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> und es muss daher befremdend auffallen, das sie nicht lieber mit Weglassung der Worte von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d5\u05db\u05d4<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05ea\u05d5\u05db\u05d4<\/span> ihre von dem Standpunkte des R. Eli\u2018ezer abweichende Stellung zur Frage einfach durch das kurze W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> kennzeichnen. Es liegt aber in der gew\u00e4hlten Form des Widerspruchs, so gespreizt sie auf den ersten Blick erscheint, eine Feinheit der Polemik, welche freilich besser empfunden als kritisch zerlegt und auseinandergesetzt werden kann. Hiesse es hier: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd \u05e4\u05d5\u05d8\u05e8\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05db\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>, so w\u00e4re damit allerdings das N\u00f6tige gesagt, aber noch lange nicht die ganze Sch\u00e4rfe des Gegensatzes zur vollen Anschauung gebracht. Man bedenke nur! R. Eli\u2018ezer bringt diesen Hof [oder einen bestimmten Teil dieses Hofes; s. Gemara] in den denkbar schroffsten Gegensatz zur <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>. H\u00e4tten die <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd<\/span> nun seinem <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d9\u05d1<\/span> nichts weiter als ihr <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> entgegeuzusetzen, so w\u00fcrde derselbe h\u00f6chstens ein wenig gemildert und die ganze Meinungsverschiedenheit ausschliesslich auf den Grad der S\u00fcndhaftigkeit beschr\u00e4nkt, denn s\u00fcndhaft ist die Handlung auf jeden Fall. So aber tritt der Widerstreit der Meinungen energisch hervor, indem die Weisen eben das, was R. E. als <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> bezeichnet, immerhin in einen gewissen Gegensatz zur <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> stellen. Dazu kommt, dass es zwei Hauptarten von <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> gibt, wie wir oben angedeutet haben, eine solche, die mehr die Merkmale eines Privatgebietes an sich tr\u00e4gt, aber nicht alle Bedingungen einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> erf\u00fcllt, und eine solche, welcher wiederum eher der Charakter eines \u00f6ffentlichen Gebietes zukommt, nur dass sie nicht ganz den Anforderungen an eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> entspricht. Ohne Zweifel geh\u00f6rt der streitige Hof zur ersten Gruppe. Mit Recht halten es daher die Weisen f\u00fcr weniger n\u00f6tig hervorzuheben, dass er keine <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> ist, als zu betonen, dass er trotz alledem keine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist, und auch aus diesem Gesichtspunkte erscheint es gerechtfertigt, dass das Hauptgewicht auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d5\u05db\u05d4 \u05dc\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05d0\u05d5 \u05de\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05dc\u05ea\u05d5\u05db\u05d4<\/span>, auf <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> aber nur ein Nebenton gelegt wird. Endlich ist eine Regel, von der es im Schabbatgesetz nur drei Ausnahmen gibt, dass in dem Worte <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> neben der Bedeutung der Straffreiheit, ebenso deutlich und ausgesprochen die der Unstatthaftigkeit liegt. Wenn die Mischna sagt: es ist etwas straffrei, so sagt sie damit zugleich: aber es ist verboten (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8<\/span>). Schon darum allein k\u00f6nnen sich die Weisen nicht mit einem lediglich negativen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> begn\u00fcgen, welches die von R. E. als Verbrechen gebrandmarkte Handlung zu einem blossen Vergehen stempelt; sie wollen diesem vielmehr mit der positiven Behauptung entgegentreten, dass eine nach seiner Ansicht v\u00f6llig erlaubte Handlung, n\u00e4mlich das Hinausschaffen von Gegenst\u00e4nden aus diesem Hofe in ein \u00f6ffentliches Gebiet und umgekehrt, nach ihrer Meinung, wenn auch nicht strafbar, so doch verboten sei.<a href=\"#fnref503\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn504\"><p>Da ein Hof mehr als 2 Seiten hat, so kann unter <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9 \u05e8\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea\u05d9\u05d4<\/span> nur eine der Ecken verstanden werden, an denen je 2 Mauern zusammenstossen. Eine L\u00fccke in der Mitte der Umfassungsmauer wird als Eingang betrachtet (s K. I M. 8) und ist daher gestattet, solange sie nicht gr\u00f6sser als 10 Ellen ist. Nicht so ein Mauerbruch in der Ecke. Ein solcher kann niemals als Eingang angesehen werden, weil man im Winkel niemals einen Eingang macht.<a href=\"#fnref504\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn505\"><p>U. z am Schabbat.<a href=\"#fnref505\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn506\"><p>Auch hier ist ein im Laufe des Schabbats eingetretener Mauereinsturz in einer der Ecken des Hauses gemeint. Das zugeh\u00f6rige St\u00fcck der Decke ist mitgerissen worden. W\u00e4re es stehen geblieben, so w\u00fcrde das Haus trotz der L\u00fccke als intact betrachtet. Desgleichen der Hof, wenn er in der eingest\u00fcrzten Ecke mit einer <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span> versehen w\u00e4re; vgl. K. I Anm 28.<a href=\"#fnref506\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn507\"><p>S. K. I M. 2\u20147. Wie dort ersichtlich hat ein <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d5\u05d9<\/span> nach Bet Hillel nur eine <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> oder einen <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05d9<\/span>. Daher will Raschi hier Subject und Pr\u00e4dicat in die Einzahl setzen. So ist auch wirklich die Lesart im Jeruschalmi: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d8\u05dc\u05d4 \u05e7\u05d5\u05e8\u05ea\u05d5 \u05d0\u05d5 \u05dc\u05d7\u05d9\u05d5<\/span>. Da es sich aber um einen Ausspruch des R. Juda handelt, l\u00e4sst sich die Mehrzahl rechtfertigen, wenn man annimmt, dass von einem <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d5\u05d9 \u05de\u05e4\u05d5\u05dc\u05e9<\/span> (s. die folg. Mischna) die Rede ist, welcher nach R. Juda zwei Balken oder zwei Pfosten hat (Anm. 26). [S. Tosafot 17a u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea<\/span>, deren Einwand gegen unsere Lesart einigermaassen befremdlich ist; wir sagen doch sonst in solchem Falle: <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05d7\u05d0 \u05d3\u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d0 \u05e2\u05d3\u05d9\u05e3<\/span>!]<a href=\"#fnref507\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn508\"><p>Auch hier ist ein im Laufe des Schabbats eingetretener Mauereinsturz in einer der Ecken des Hauses gemeint. Das zugeh\u00f6rige St\u00fcck der Decke ist mitgerissen worden. W\u00e4re es stehen geblieben, so w\u00fcrde das Haus trotz der L\u00fccke als intact betrachtet. Desgleichen der Hof, wenn er in der eingest\u00fcrzten Ecke mit einer <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span> versehen w\u00e4re; vgl. K. I Anm 28.<a href=\"#fnref508\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn509\"><p>Man darf in ihnen, obgleich sie jetzt nicht mehr den rabbinischen Anforderungen an eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gen\u00fcgen, nach wie vor den ganzen Tag hindurch so verkehren, als ob sie noch immer vollkommenes Privatgebiet w\u00e4ren, und alle die Handlungen vornehmen, welche nur in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gestattet sind.<a href=\"#fnref509\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn510\"><p>Erst vom n\u00e4chsten Schabbat ab treten f\u00fcr sie alle die Verbote in Kraft, welche in einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> gelten.<a href=\"#fnref510\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn511\"><p>Welche zu beiden Seiten einer Strasse oder einer andern <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> stehen.<a href=\"#fnref511\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn512\"><p>Diese werden <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e9\u05e8\u05d9\u05dd \u05de\u05e4\u05d5\u05dc\u05e9\u05d9\u05dd<\/span>, offene Br\u00fccken genannt, weil sie im Gegensatz zu den gew\u00f6hnlichen Br\u00fccken, wie sie \u00fcber Wasserl\u00e4ufe gelegt werden, auf zwei hohen Pfeilern ruhen, zwischen welchen man hindurchgehen kann, hier sind Strassen\u00fcberf\u00fchrungen, Viaducte in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> zu verstehen, unter denen der \u00f6ffentliche Verkehr sich fortbewegt.\u2014 Es ist <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05dc\u05bc\u05e9\u05c1<\/span> mit Schin (und nicht mit Sin) zu lesen. So ist auch die herk\u00f6mmliche Aussprache (in den Tischges\u00e4ngen f\u00fcr den Schabbatabend reimt z. B. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05bc\u05dc\u05bc\u05e9<\/span> auf <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05c1\u05c5\u05dc\u05b5\u05bc\u05e9\u05c1<\/span>), und so sah man es auch in den Liturgieen punktirt, bis W. Heidenheim kam und das Schin \u00fcberall in Sin verwandelte. Dieser ausgezeichnete Kenner des Hebr\u00e4ischen hatte die Entdeckung gemacht, dass Raschi zu Ijob 37, 16 das Wort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05dc\u05e9\u05b9\u05d9<\/span> durch <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05dc\u05d5\u05d9\u05d9<\/span> erkl\u00e4rt und begr\u00fcndete damit an verschiedenen Stellen seines Machzor (so z. B. im Silluk des Morgengebetes f\u00fcr den Vers\u00f6hnungstag) den von ihm gegen dieses Schin unternommenen erbarmungslosen Vernichtungskrieg, in welchem ihm die sp\u00e4teren Herausgeber der Festgebete \u2014 unter anderen sogar Michael Sachs \u2014 Heeresfolge leisteten. Mit Unrecht f\u00fcrwahr! Das Neuhebr\u00e4ische hat das Sin nur in St\u00e4mmen beibehalten, welche in der Bibel so h\u00e4ufig sind wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d3\u05d4 ,\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 ,\u05e9\u05de\u05d7 ,\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> u. a. In selten oder gar nur vereinzelt vorkommenden W\u00f6rtern verwandelt es dasselbe in <span dir=\"rtl\">\u05e1<\/span>; vgl. z. B <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05d9\u05df, \u05e1\u05d7\u05d8 ,\u05d7\u05e8\u05e1 ,\u05d9\u05d5\u05d7\u05e1\u05d9\u05df <\/span> und selbst <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05e1<\/span>. Dazu kommt, dass <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05dc\u05e9\u05d9<\/span> a. a. O. aller Wahrscheinlichkeit nach von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05e1<\/span> abzuleiten ist und hier nur ausnahmsweise f\u00fcr <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05e4\u05dc\u05e1\u05d9 \u05e2\u05d1<\/span> (schwebende Wolken) steht, wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05e8\u05d4<\/span> das. 9,17 f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e2\u05e8\u05d4<\/span> und das viermal in diesem Buche und nur in diesem Buche auftretende <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e2\u05e9<\/span> f\u00fcr das in den \u00fcbrigen B\u00fcchern nicht etwa vorherrschende, sondern alleinherrschende <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e2\u05e1<\/span>. Was aber f\u00fcr die Beibehaltung der \u00fcberlieferten Aussprache am entscheidendsten in die Wagschale f\u00e4llt, ist das syrische <span dir=\"rtl&quot;\">\u0726\u0720\u0730\u072b<\/span> (durchbrechen). Dass Raschi <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05dc\u05e9\u05d9<\/span> f\u00fcr gleichbedeutend mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05dc\u05d5\u05d9\u05d9<\/span> h\u00e4lt, kann nicht einmal daf\u00fcr als Beweis gelten, dass in seiner Zeit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05d5\u05dc\u05e9<\/span> mit Sin ausgesprochen wurde; denn Raschi will gar nicht die beiden St\u00e4mme identifizieren, er benutzt nur ihre Lautverwandtschaft, um durch dieselbe den Sinn des \u1f05\u03c0\u03b1\u03be \u03bb\u03b5\u03b3\u03cc\u03bc\u03b5\u03bd\u03bf\u03bd zu ergr\u00fcnden.<a href=\"#fnref512\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn513\"><p>Nach seiner Meinung gen\u00fcgen die 2 W\u00e4nde, um eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> herzustellen.<a href=\"#fnref513\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn514\"><p>Nach ihrer Ansicht sind mindestens 3 W\u00e4nde dazu erforderlich.<a href=\"#fnref514\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn515\"><p>Offene (w\u00f6rtlich durchbrochene; s. Anm. 22 g. Ende) heissen diejenigen Strassen, die mit beiden Enden frei in \u00f6ffentliches Gebiet m\u00fcnden, an keinem derselben verbaut sind, so dass man durch sie in grader Linie von einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> in die andere gelangt.<a href=\"#fnref515\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn516\"><p>Indem man an den beiden Enden der Strasse je einen Balken oder Pfosten anbringt und dann s\u00e4mmtliche Bewohner derselben durch den Schittuf (Einl. Abs. 2) vereinigt. Balken oder Pfosten sind nur von den Rabbinen als Merkmale (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05d4\u05db\u05d9\u05e8\u05d0<\/span>) angeordnet, um Verwechslungen mit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> zu verh\u00fcten. Im Grunde bilden ja schon 2 W\u00e4nde nach R. Juda eine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d7\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> (Anm. 23).<a href=\"#fnref516\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn517\"><p>Balken oder Pfosten sind nach ihrer Meinung nur in Sackgassen angebracht. Ist eine Strasse auf 3 Seiten von Geb\u00e4uden eingefasst, dann gen\u00fcgt an der vierten, offenen Seite ein Balken oder Pfosten als Memento; ist aber wie hier die Strasse an beiden Enden offen, dann muss an dem einen eine <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e8\u05ea \u05e4\u05ea\u05d7<\/span> (Kap. I Anm. 6) hergestellt werden, durch welche die fehlende dritte Wand (Anm. 24) ersetzt, und somit die offene Strasse gleichsam zu einer geschlossenen, blind vorlaufenden gemacht wird, so dass am andern Erde ein Balken oder Pfosten hinreicht.<a href=\"#fnref517\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn518\"><p>Auf freiem Felde oder offener Heerstrasse, wo sie der Entweihung ausgesetzt sind, von wo sie aber nicht ohne Weiteres in die Stadt geschafft werden d\u00fcrfen, weil man ausser den Kleidungsst\u00fccken, mit denen man bekleidet ist, keinen Gegenstand auch nur 4 Ellen weit auf \u00f6ffentlichem oder neutralem Gebiete (s. K. IX Anm. 14) tragen darf.<a href=\"#fnref518\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn519\"><p>Nachdem er sie vorschriftsm\u00e4ssig angelegt hat, so dass sie als Kleidungsst\u00fccke gelten k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref519\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn520\"><p>Die eine am Arme, die andere auf dem Kopfe.<a href=\"#fnref520\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn521\"><p>In das erste beste Haus, in welchem sie hinreichend gesch\u00fctzt sind.<a href=\"#fnref521\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn522\"><p>Die Tora verbietet im 5. Buche (4, 2 und 13, 1), dem Worte Gottes etwas hinzuzuf\u00fcgen. Dieses Verbot kann unm\u00f6glich die Auferlegung neuer, in der Tora nicht begr\u00fcndeter Pflichten untersagen wollen. Denn was die freiwillig \u00fcbernommenen Verpflichtungen betrifft, so hat die Tora selbst im 4. Buche 30,3 nichts gegen dieselben einzuwenden; hinsichtlich der mit allgemeiner Verbindlichkeit von der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde erlassenen Anordnungen aber braucht nur darauf hingewiesen zu werden, dass die Propheten die Hinzuf\u00fcgung von 4 Fasttagen (Zecharja 8,19) zu dem Vers\u00f6hnungstage geschehen Hessen. Auch die von den M\u00e4nnern der grossen Versammlung eingef\u00fchrte Gebetordnung fiele unter dieses Verbot, wenn es wirklich den Sinn h\u00e4tte, welchen die sich rationell nennende Auslegung in dasselbe hineinlegt. Und da das Religionsgesetz zugleich die Grundz\u00fcge eines b\u00fcrgerlichen Gesetzbuches enth\u00e4lt, so k\u00f6nnte in aller Zukunft keine neue Rechtsfrage entschieden werden, denn es w\u00e4re ja kein Gerichtshof befugt, neue Rechtss\u00e4tze aufzustellen. Vernunft wird Unsinn, wenn eine solche Exegese sich die vernunftgem\u00e4sse nennen darf. Wie viel rationeller ist da die \u00fcberlieferte Auflassung, nach welcher in Deut. 4,2 und 13,1 nur solche Zus\u00e4tze verboten sind, welche entweder in eine F\u00e4lschung des Gotteswortes oder in eine Abweichung von demselben ausarten: In eine F\u00e4lschung, sofern es neue Verordnungen sind, welche mit dem Anspruch auf G\u00f6ttlichkeit auftreten, Menschensatzung, die sich anmaasst, g\u00f6ttlichen Ursprungs zu sein; in eine Abweichung, sofern es sich um bestehende Religionsvorschriften handelt, welche bei der Aus\u00fcbung derselben durch willk\u00fcrliche Zuthaten mehr oder weniger in ihrem Wesen abge\u00e4ndert und verunstaltet werden (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05d1\u05f4\u05d3<\/span> Hil. Mamrim II 9). Indem die Tora uns an beiden Stellen eine gewissenhafte Beobachtung ihrer Gebote an\u2019s Herz legt, macht sie uns zur Pflicht, dieselben genau in der vorgeschriebenen Weise ohne jeden Zusatz wie ohne jede Weglassung zu erf\u00fcllen. Es liegt nun in der Natur der Sache, dass eine Verletzung des in Rede stehenden Verbotes ohne die Absicht, ein g\u00f6ttliches Gebot zu erf\u00fcllen, durch \u00bbF\u00e4lschung\u00ab undenkbar, wohl aber durch \u00bbAbweichung\u00ab m\u00f6glich ist. Ein Kohen z. B., der die Gemeinde segnet und hierbei aus Versehen, Irrtum oder Unwissenheit zu den drei vorgeschriebenen Segensspr\u00fcchen einen vierten hinzuf\u00fcgt, hat es ohne Vorsatz \u00fcbertreten, selbst wenn er dabei an das Gebot in Num. 6, 23\u201427 gar nicht dachte, und ihm die Absicht, es auszu\u00fcben, damals noch so fern lag; desgleichen wer am ersten Tag des H\u00fcttenfestes statt der vorschriftsm\u00e4ssigen vier Pflanzenarten (Lev. 23, 40) deren f\u00fcnf nimmt. Also auch derjenige, welcher zwei Paar Tefillin anlegt, und gesch\u00e4he es auch ohne jeden Gedanken an das Tefillin gebot, und gesch\u00e4he es auch nur, um sie vor Verunglimpfung zu bewahren? Ohne Zweifel \u2014 vorausgesetzt, dass er es nicht zu einer Zeit tut, welche der Tefillinpflicht gar nicht unterliegt. Bei der Aus\u00fcbung von Geboten, welche an eine gewisse Zeit gebunden sind, ist n\u00e4mlich \u2014 und auch das liegt in der Natur der Sache \u2014 ein gedankenloses Hinzutun zum Worte Gottes nur innerhalb dieser Zeit m\u00f6glich; ausserhalb derselben ist es nicht mehr das Wort Gottes, welches durch die Zutat entstellt wird, es sei denn, dass die Absicht vorhanden ist, das biblische Gebot in dieser ver\u00e4nderten Form zu erf\u00fcllen \u2014 dann aber ist es wieder kein unbeabsichtigtes Hinzutun. Ausserhalb des H\u00fcttenfestes ist es gestattet, den erw\u00e4hnten vier Pflanzenarten so viele hinzuzuf\u00fcgen, als man nur irgend will, sofern man sich nicht einbildet, dadurch die Vorschrift der Tora zu erf\u00fcllen. R. Gamliel ist nun der Ansicht, dass das Tefillingebot auf die Wochentage beschr\u00e4nkt ist. Am Schabbat ist es daher gleichviel, ob man nur ein Paar Tefillin oder deren mehrere anlegt. Beides ist verboten, wenn man dabei die Absicht hat, einer uns von Gott auferlegten Pflicht gerecht zu werden; beides ist gestattet, wenn man sich mit den Tefillin blos schm\u00fccken oder dieselben wie im vorliegenden Falle vor Verunglimpfung bewahren will. Muss man sie zu diesem Zwecke auf freiem Felde oder gar auf \u00f6ffentlicher Strasse tragen, darf man freilich nur zwei Paare zugleich anhaben, weil man sie dann vorschriftsm\u00e4ssig anlegen muss (Anm. 2), unter dieser Voraussetzung aber sowohl auf dem Kopfe als am Arme Dur Raum ist f\u00fcr je ein Paar derselben. R. Me\u00efr dagegen ist der Meinung, dass sich das Tefillingebot auf den Schabbat miterstreckt. Wer daher an diesem Tage zwei Paar Tefillin anlegt, und tut er es auch zu ihrem Schutze, der hat in guter Absicht zwar, aber doch immerhin ein Verbot \u00fcbertreten, indem er statt der vorgeschriebenen vier Bibelabschnitte deren acht um Stirn und Arm sich band. Darum gestattet er die gefundenen Tefillin nur paarweise in Sicherheit zu bringen.<a href=\"#fnref522\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn523\"><p>Tefillin, deren Verfertiger nicht als zuverl\u00e4ssig bekannt ist, d\u00fcrfen erst nach \u00d6ffnung der Kapseln und sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung ihres Inhalts in Gebrauch genommen werden. Solche aber, die auf freiem Felde gefunden werden, sind schon dadurch allein in hohem Grade verd\u00e4chtig (vgl. Baba M. 12b unten). Gewissheit kann man sich am Schabbat nicht verschaffen, da man die Kapseln nicht \u00f6ffnen darf. Man braucht daher nur alte Tefillin zu retten, denen man anmerkt, dass sie schon in Gebrauch waren, deren Heiligkeit also trotz der M\u00f6glichkeit, dass sie mittlerweile unbrauchbar geworden, nicht bezweifelt werden kann; neue dagegen kann man ruhig liegen lassen, sie sind aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht verloren, sondern als unbrauchbar weggeworfen worden. [Jeruschalmi: <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05e0\u05d5\u05ea \u05d1\u05d3\u05d5\u05e7\u05d5\u05ea \u05d5\u05d7\u05d3\u05e9\u05d5\u05ea \u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d3\u05d5\u05e7\u05d5\u05ea <\/span>; \u00e4hnlich Babli, wo jedoch wegen einer Schwierigkeit, welche im Jer. geschickt umgangen ist, einer andern Definition von <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3\u05e9\u05d5\u05ea<\/span> der Vorzug gegeben wird.]<a href=\"#fnref523\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn524\"><p>So dass er vor Anbruch der Nacht doch nicht fertig w\u00fcrde, wenn er sie nach und nach paarweise hineintragen wollte.\u2014 Zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05d9\u05db\u05d5\u05ea<\/span> besteht nach Babli z. St.\u00a0weiter kein Unterschied, als dass in diesen die Tefillin zu einem P\u00e4ckchen zusammengebunden, in jenen dagegen paarweise gebunden lose \u00fcber einander liegen. [Durch diese Erkl\u00e4rung im Verein mit der Tatsache, dass die aus zwei Teilen bestehende Zange <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea<\/span> heisst, wurde Levy (chald. W\u00f6rterb. \u00fc. d.\u00a0Targumim) zu dem Irrtum verleitet, dass die Grundbedeutung paaren ist. Demgem\u00e4ss \u00fcbersetzt er, obgleich <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> doch schon in der Bibel (Rut 2,10) vorkommt, <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d0\u05d5\u05ea\u05df \u05db\u05e8\u05d9\u05db\u05d5\u05ea \u05d0\u05d1\u05dc \u05de\u05e0\u05d9\u05d7\u05df \u05e6\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd <\/span> (Menachot X 9): \u00bber soll sie nicht in Gebunde, sondern die \u00c4hren paarweise zusammenbinden.\u00ab Und diese zwecklose, ja unsinnige Arbeit soll die weniger m\u00fchsame sein und darum mit R\u00fccksicht auf das Halbfest (es handelt sich um das am 16. Nissan darzubringende Omer \u2014 3. B M. 23, 10 f.) vor dem Garbenbinden den Vorzug verdienen?! Schon das Wort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d9\u05d7\u05df<\/span> deutet darauf hin, dass unter <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> in der Landwirtschaft die noch nicht gebundenen H\u00e4ufchen zu verstehen sind, zu welchen die Halme mit der Egge zusammengerafft werden, ehe man sie in Garben vereinigt. Der Stamm <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea<\/span>, mundartlich <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d8<\/span> (Rut 2, 14; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05d7\u05d8\u05d4 \u05e9\u05d8\u05d9\u05dd \u05d4\u05e2\u05de\u05d9\u05e7\u05d5<\/span> in Hob. 5, 2 mit <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05de\u05d9\u05e7\u05d5 \u05e9\u05d7\u05ea\u05d5<\/span> das. 9, 9) heisst zusammenraffen. Die Wurzel ist <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1<\/span> mit der Grundbedeutung fassen oder greifen, welche noch sehr deutlich hervortritt in den W\u00f6rtern <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u062b<\/span> anfassen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea<\/span> Zange (gr. \u03bb\u03b1\u03b2\u03af\u03c2, lat. forceps), <span dir=\"rtl\">\u0645\u0636\u0627\u0628\u062b<\/span> Kralle, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2<\/span> Finger (ar. <span dir=\"rtl\">\u0627\u0635\u0628\u0639<\/span> syr. <span dir=\"rtl\">\u0728\u0736\u0712\u0725\u0733\u0710<\/span>; die Ableitung von <span dir=\"rtl\">\u0635\u0628\u063a<\/span> eintauchen ist zu weit hergeholt), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e6\u05d1\u05d9\u05d8\u05d4<\/span> (Chagiga III 1) Griff, Henkel (\u03bb\u03b1\u03b2\u03ae, capulus), <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05e2<\/span> (2. Targ. Ester 3,7) ergreifen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0639<\/span> Arm (davon <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0639<\/span> 1. den Arm ausstrecken, 2. gewaltt\u00e4tig sein; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e2\u05dc\u05d9 \u05d6\u05e8\u05d5\u05e2<\/span>) und zugleich Name eines Raubtieres (Hy\u00e4ne, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d5\u05e2<\/span>). Nahe verwandt ist die Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dd<\/span> mit derselben, in <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d9\u05dd<\/span> (Schlinge) und <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0631<\/span> IV (fassen, begreifen, concepit) noch erkennbaren Grundbedeutung, welche in den meisten der aus diesen beiden Wurzeln herausgewachsenen St\u00e4mmen sich zu der Bedeutung zusammenfassen entwickelt hat So in <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0631<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0641<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u062f<\/span> IV sammeln, in <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05dd<\/span> sich versammeln (Jes. 58,4; insbesondere von Bu\u00dfversammlungen, daher fasten und arab. <span dir=\"rtl\">\u0635\u0645<\/span> sich \u00fcberhaupt jeglichen Genusses enthalten), <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628<\/span> IV sich ansammeln, wimmeln, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05e8<\/span> ansammeln, h\u00e4ufen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0627\u0636\u0645\u0627\u0645\u0629<\/span> H\u00e4ufchen, P\u00e4ckchen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u063a\u0627<\/span> \u00fcberstr\u00f6men, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d4<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0636\u063a\u062f<\/span> XI anschwellen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d7<\/span> wachsen; in <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d0<\/span> sich zusammenschaaren, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645<\/span> vereinigen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d0<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u063a\u0629 <\/span> und \u0627\u0636\u0645\u0627\u0645\u0629 Schaar, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628<\/span> II, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645<\/span> VIII umfassen, enthalten, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0637<\/span> festhalten, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0632<\/span> geizen; in <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d8<\/span> zusammenraffen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628<\/span> II an sich reissen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0627<\/span> IV sich bem\u00e4chtigen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0636\u0645<\/span> wegnehmen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0648\u0649<\/span> IV, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0649<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0627\u0645<\/span> prellen, vergewaltigen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05ea<\/span> hinwegraffen (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05e3<\/span> sammeln und vernichten, <span dir=\"rtl\">\u0642\u0628\u0636<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05e5<\/span> zusammenfassen und Passiv sterben); in <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05d5\u05e4\u05d9\u05dd ,\u05e6\u05de\u05e6\u05dd<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0641<\/span> zusammendr\u00fccken, sich dr\u00e4ngen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0633<\/span> bedr\u00e4ngen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u063a\u0646<\/span> zusammenziehen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05d3<\/span> sich zusammenziehen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05e7<\/span> zusammenschrumpfen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d5\u05e7\u05d9\u05dd<\/span> Rosnien, getrocknete Weintrauben, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u062f<\/span> vertrocknen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d3<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0648\u0635\u0645<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0636\u063a\u0637<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0635\u063a\u062f<\/span> zusammenspannen, zusammenbinden, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0627\u0641<\/span> IV verbinden, zusammenschliessen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0629<\/span> Riegel, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0646<\/span> b\u00fcrgen, haften, (d.\u00a0h. sich binden; vgl. <span dir=\"rtl\">\u0635\u0628\u0631<\/span> binden und b\u00fcrgen), <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05d5\u05ea ,\u05e6\u05d1\u05ea<\/span> sich verbinden, gesellen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u064a\u0641<\/span> Gastfreund, <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e6\u05de\u05d3<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645<\/span> VII sich eng anschliessen, anschmiegen. Aus dem Begriff des festen Anschlusses zweigen sich ab: 1) <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d9\u05d3<\/span> Armband, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d9\u05d3<\/span> Topfdekel, <span dir=\"rtl\">\u0635\u0645\u0627\u0645<\/span> St\u00f6psel, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d4<\/span> Schleier, <span dir=\"rtl\">\u0635\u0645\u0627\u0621<\/span> Mantel, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0627\u062f<\/span> Verband, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05d3<\/span> (Targ. v. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05e9<\/span>, Ez. 34,4 u. 16) einen Verband anlegen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05e6\u05dd<\/span> verschleiern, <span dir=\"rtl\"><span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0631<\/span><\/span> IV verbergen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u0633<\/span> heimlich naschen, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0627\u0628<\/span> sich verstecken, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0628\u0627<\/span> IV verh\u00fcllen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05df<\/span> verdecken, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05d4<\/span> \u00fcberziehen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d0<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0712\u0733\u072c\u0733\u0710<\/span>, Schminke, <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u062c<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0636\u0645\u062e<\/span> bestreichen, benetzen, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05e2<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0635\u0628\u063a<\/span>, f\u00e4rben, eintauchen; 2) <span dir=\"rtl\">\u0635\u0628\u0627<\/span> hinneigen, lieben, <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05d9<\/span> und Z. B. mit Stroh.<a href=\"#fnref524\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn525\"><p>Der weniger als 4 Ellen von ihm entfernt steht; s. Anm. 1.<a href=\"#fnref525\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn526\"><p>Und dieser wieder seinem Nebenmanne u. s. f., wenn zur Bildung einer Kette eine gen\u00fcgende Anzahl von Personen zur Verf\u00fcgung steht. Genau genommen ist aber ein einziger Genosse vollkommen hinreichend, welcher die Tefillin aus der Hand des ihm zur Linken stehenden Finders in Empfang nimmt und sie ihm, nachdem dieser seinen Platz verlassen und sich zu seiner Rechten aufgestellt hat, wieder \u00fcberreicht, um nun seinerseits den Platz zu wechseln und zur Rechten des Finders ihm die Tefillin wieder abzunehmen; <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5 \u05dc\u05d7\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5<\/span> ist daher nicht buchst\u00e4blich zu nehmen [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05e2\u05d9\u05d5\u05df \u05d1\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9 \u05d3\u05d4\u05e9\u05ea\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05d0\u05d5\u05d5\u05e9\u05d0 \u05de\u05dc\u05ea\u05d0 <\/span>]. Hat der Finder keinen Genossen bei sich, so trage er seinen Fund allein bis zur n\u00e4chsten Ortschaft [siehe Tosafot u. d.\u00a0W. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span>; sowohl <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1 \u05d4\u05de\u05d2\u05d9\u05e8<\/span> (Hilchot Schabbat XIX 23) als auch R. Josef Karo (Bet Josef I 301) scheinen diese Stelle im Augenblick \u00fcbersehen zu haben, sonst h\u00e4tten sie die Entscheidung Maimuni\u2019s nicht auf eine Weise begr\u00fcndet, welche seinen eigenen Worten (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05dc\u05db\u05d4 \u05db\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df<\/span>) im Mischnakommentar widerspicht], nehme sich aber in Acht, dass er ihn nicht 4 Ellen hintereinander trage, bleibe vielmehr, um auszuruhen (Darche Mosche I 266 Anm. 1), jedesmal stehen, so oft er 3 Ellen zur\u00fcckgelegt hat. Dieses Verfahren ist aber wegen der grossen Achtsamkeit und der fortw\u00e4hrenden Selbst\u00fcberwachung, die es erheischt, nur im \u00e4ussersten Notfalle statthaft, wenn man sich auf keine Weise der Beihilfe einer andern Person versichern kann, und ein Ausharren am Fundorte bis Schabbatausgang geradezu unm\u00f6glich ist, sei es dass die Gegend zu unsicher ist, sei es aus anderen ebenso zwingenden Gr\u00fcnden. Dagegen ist die Bef\u00f6rderung mittels der \u201eKette\u201c unter allen Umst\u00e4nden gestattet, weil durch dieses Verfahren die M\u00f6glichkeit einer Gesetzesverletzung bei noch so grosser Hast nahezu ausgeschlossen ist; denn strafbar ist derjenige, welcher einen Gegenstand 4 Ellen weit auf \u00f6ffentlichem Gebiete tr\u00e4gt, nur dann, wenn er ihn hingelegt hat, nicht aber, wenn eine andere Person ihm denselben aus der Hand nimmt, und \u00fcberdies darf ja ohnehin die Entfernung zwischen den einzelnen Gliedern einer \u00bbKette\u00ab h\u00f6chstens drei Ellen betragen, wenn sie in der Lage sein sollen, den Gegenstand einander ohne grosse Anstrengung zu reichen. Mithin wendet sich R. Simon nicht gegen den unmittelbar vorhergehenden Satz, sondern gegen die ganze erste Mischna. Nach seiner Ansicht kann man sich die M\u00fche sparen, die gefundenen Tefillin einzeln Paar f\u00fcr Paar hineinzutragen, noch weniger braucht man dem Finder zuzumuten, dass er den ganzen Tag bei ihnen Wache stehe; er kann sie vielmehr alle auf einmal ohne Zeitverlust mittels der \u00bbKette\u00ab hineinschaffen. Dem Schlusssatz aber stimmt er grade bei; denn in Zeiten der Religionsverfolgung kann ihm die Kette nichts n\u00fctzen, da bleibt ihm nichts \u00fcbrig, als die Tefillin ohne Aufsehen zu verh\u00fcllen und sich unbemerkt davon zu machen. Diese Vorschrift gilt an Werktagen ebenso wie am Schabbat; R. S. aber spricht ausschliesslich vom Schabbat, und sein Widerspruch richtet sich auch lediglich gegen die auf den Schabbat bez\u00fcglichen Bestimmungen der vorhergehenden Mischna. Dadurch erkl\u00e4rt sich auch, dass mit den Worten <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> eine neue Mischna beginnt. [Zu dieser Auffassung, welche auf den ersten Blick mit der Diskussion im Babli nicht vereinbar scheint, bin ich durch Maimonides gelangt. In seinem Codex, Hil. Sabb. XII 17, entscheidet er, dass die Bef\u00f6rderung beliebiger Gegenst\u00e4nde mittels der Kette selbst auf \u00f6ffentlichem Gebiete ohne jede Einschr\u00e4nkung erlaubt ist; in seinem Kommentar z. St.\u00a0schliesst er mit den Worten: <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d4\u05dc\u05db\u05d4 \u05db\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d5\u05d4\u05dc\u05db\u05d4 \u05db\u05e8\u05f4\u05d9<\/span>, gibt also zu erkennen, dass R. S. diese Art der Bef\u00f6rderung ebensowenig wie R. J. auf den \u00e4ussersten Notfall (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05e0\u05ea \u05dc\u05e1\u05d8\u05d9\u05dd<\/span>) beschr\u00e4nkt; folglich muss man annehmen, dass R. S. dieses Verfahren an Stelle von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05e0\u05d9\u05e1\u05df \u05d6\u05d5\u05d2 \u05d6\u05d5\u05d2<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e9\u05d9\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4\u05df<\/span> gesetzt wissen will. Und wenn im Babli zwischen dem Schlusssatz der 1. Mischna und den Worten des R. S. durch ein <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e1\u05d5\u05e8\u05d0 \u05de\u05d7\u05e1\u05e8\u05d0<\/span> eine k\u00fcnstliche Verbindung hergestellt wird, so liegt das in der Methode desselben, ist aber bekanntlich keineswegs buchst\u00e4blich zu nehmen; vgl. z. B. Gittia 74b. Um so auffallender ist es, dass Maim. das. XIX 23 den ungl\u00fccklichen Finder geweihter Gegenst\u00e4nde bei ihnen bis Schabbatende ausharren heisst. Das ist doch eine harte Zumutung und eine unn\u00fctze Grausamkeit Wozu den armen Mann so qu\u00e4len, und einen ganzen Tag fasten lassen? Noch mehr! Sind der gefundenen Tefillin nur wenige, soll er sie paarweise anlegen und so nach und nach hineintragen! Wer soll nun aber, w\u00e4hrend er das eine Paar rettet, alle die \u00fcbrigen bewachen? Sollen diese inzwischen der Verunglimpfung ausgesetzt sein? Warum soll er nicht lieber sie alle, ob ihrer nun viele oder wenige sind, mit Hilfe eines oder mehrerer Genossen nach dem von R S. empfohlenen Verfahren gleich auf einmal bis zur n\u00e4chsten Ortschaft bef\u00f6rdern? Verdient diese Art der Bef\u00f6rderung denn nicht bei weitem den Vorzug vor der zeitraubenden Bewachung oder gar vor dem \u00fcberdies auch noch unzul\u00e4nglichen Verfahren des paarweisen Hineintragens? Zufolge seiner eigenen Entscheidung das. XII 17 h\u00e4tte er hier die Bef\u00f6rderung mittels der Kette nicht als einen Notbehelf an das Ende seiner Ausf\u00fchrungen stellen d\u00fcrfen, sondern als den ersten und zweckm\u00e4sigsten und sichersten Ausweg an die Spitze derselben; er h\u00e4tte sagen m\u00fcssen: <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd \u05d0\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd . . \u05dc\u05d7\u05e6\u05e8 \u05d4\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05d0\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05dd \u05d0\u05d7\u05e8 \u05db\u05d9\u05e6\u05d3 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05e2\u05d5\u05e9\u05d4 .. \u05d4\u05d9\u05d4 \u05de\u05ea\u05d9\u05e8\u05d0 . . \u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05de\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea: \u05d1\u05de\u05d4 \u05d4\u05de\u05d5\u05e6\u05d0 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d9\u05df \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d1\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05e0\u05d5\u05ea\u05e0\u05df \u05dc\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05d1\u05ea\u05d5\u05da \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea \u05d5\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05dc\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05e2\u05d3 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2<\/span>. Aber sein Werk ist ein Auszug aus dem Talmud, und er liebt es, sich m\u00f6glichst enge an denselben anzuschliessen. Der Babli bringt die Worte des R. Simon aus rein formellen Gr\u00fcnden mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05ea \u05e1\u05db\u05e0\u05d4<\/span> in Verbindung, obwohl dieselben sich auf die ganze Mischna beziehen, und Maimonides folgt diesem Beispiel. Durch diese allzu \u00e4ngstliche Anlehnung an den Talmud hat M. auch den Schein erweckt, welchem einige Worte in seinem Mischnakommentar z. St.\u00a0noch Vorschub leisten, als wollte er zwei einander bek\u00e4mpfende Ansichten, die des <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05f4\u05e7<\/span> und des <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05e9<\/span>, zum Gesetz erheben. Das ist aber \u2014 wir haben es bereits, gest\u00fctzt auf Tosafot z. St., gegen <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d1 \u05d4\u05de\u05d2\u05d9\u05d3<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d9\u05d5\u05e1\u05e3<\/span> verteidigt \u2014 nicht der Fall; seine Entscheidung fusst vielmehr lediglich auf der Meinung des R. Simon. Auch sonst leidet diese Stelle an H\u00e4rten und Unebenheiten. So z. B. der Satz <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d0\u05dd \u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05d9\u05de\u05d9 \u05d4\u05d2\u05d6\u05e8\u05d4 \u05e9\u05de\u05ea\u05d9\u05e8\u05d0 \u05dc\u05d9\u05e9\u05d1 \u05dc\u05e9\u05de\u05e8\u05df \u05e2\u05d3 \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1 \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05e0\u05db\u05e8\u05d9\u05dd \u05de\u05db\u05e1\u05df \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05df \u05d5\u05de\u05e0\u05d9\u05d7\u05df \u05d5\u05d4\u05d5\u05dc\u05da<\/span>. Wenn es nur das ist, so braucht er die Tefillin deshalb noch nicht ihrem Schicksal zu \u00fcberlassen; er kann sie ja <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05de\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea<\/span> heimbringen! Offenbar hat M. die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05e1\u05db\u05e0\u05d4 \u05de\u05db\u05e1\u05df \u05d5\u05d4\u05d5\u05dc\u05da \u05dc\u05d5<\/span> auf das unmittelbar vorhergehende <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e9\u05d9\u05da \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4\u05df<\/span> bezogen; in Wahrheit beziehen sich auch sie gleich den Worten des R. Simon auf die ganze Mischna. Es ist nicht grade die Dunkelheit der Nacht, welche <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05de\u05d9 \u05d4\u05d2\u05d6\u05e8\u05d4<\/span> mehr als sonst Gefahren in sich birgt, auch der l\u00e4ngere Aufenthalt auf offener Heerstrasse ist es nicht; zu f\u00fcrchten ist vielmehr die M\u00f6glichkeit, am lichten Tage mit den Tefillin in der Hand betroffen zu werden. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05e1\u05df \u05d5\u05d4\u05d5\u05dc\u05da \u05dc\u05d5<\/span> gilt daher nicht f\u00fcr Schabbat allein, sondern f\u00fcr alle Tage. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05da \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d4\u05e6\u05e2\u05ea \u05d4\u05e1\u05d5\u05d2\u05d9\u05d0 \u05dc\u05e4\u05e2\u05f4\u05d3<\/span>]<a href=\"#fnref526\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn527\"><p>Dort legt man sie an der Umfassungsmauer nieder. In den Hof, der ja Privatgebiet ist, darf man sie nat\u00fcrlich nicht tragen, selbst wenn der Fundort nur neutrales Gebiet ist (K. IX Anm. 14). Ist auch nach R. Simon, wie aus dem Schluss der folgenden Mischna ersichtlich, die \u00dcbertretung eines rabbinischen Verbotes gestattet, wo es sich um den Schutz heiliger Gegenst\u00e4nde handelt, so macht er dies Zugest\u00e4ndnis doch nur im Notfalle, wenn kein anderer Ausweg mehr sich \u00f6ffnen will; hier aber sind ja die Tefillin an der Aussenmauer des dem Fundorte am n\u00e4chsten liegenden Wohnhauses hinreichend gesch\u00fctzt, da sie von den auf\u2019s Feld gehenden Fenstern aus und n\u00f6tigenfalles von einem dazu bestellten W\u00e4chter beaufsichtigt werden k\u00f6nnen. [So k\u00f6nnte <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05e6\u05e8 \u05d4\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> auch in Schabbat XXIV 1 aufgefasst werden, wodurch die von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> 266:11 geltend gemachte Schwierigkeit (s. auch Maimuni\u2019s Mischnakommentar das.) von vornherein beseitigt w\u00e4re]<a href=\"#fnref527\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn528\"><p>Welches am Schabbat auf freiem Felde geboren wurde.<a href=\"#fnref528\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn529\"><p>Obgleich es dem Kinde nicht zutr\u00e4glich sein kann, wenn es durch so vieler Menschen H\u00e4nde geht, soll man doch dieses Verfahren anwenden, weil man selbst bei einem Rettungswerke darauf bedacht sein muss, so wenig als nur irgend m\u00f6glich gegen eine Vorschrift des Religionsgesetzes zu verstossen (Jeruschalmi). Bei unmittelbarer Gefahr darf man freilich nicht allzu \u00e4ngstlich sein und etwa kostbare Zeit verstreichen lassen, um in dem Dilemma zwischen Lebensrettung und Schabbatgesetz einen Ausweg zu suchen, auf welchem man zwischen dieser Alternative ohne Collision geschickt hindurchschl\u00fcpfen k\u00f6nnte; hier ist vielmehr rasches Eingreifen, entschlossene Tat am Platze. Im vorliegenden Falle ist jedoch keine Gefahr im Verzuge. Wie schafft man nun aber das Kind ins Haus? Man kann es doch nicht wie die Tefillin bis Schabbatausgang im Freien an der \u00e4ussern Hofmauer liegen lassen! Auch hier ist leicht Rath zu schaffen. Wer einen Gegenstand aus Privatgebiet in \u00f6ffentliches oder umgekehrt aus <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> hin\u00fcberreicht, ist nur dann strafbar, wenn er ihn niedergelegt hat (vgl. Anm. 12). Streckt er dagegen seine Hand aus dem einen in das andere dieser Gebiete, und eine im letztern befindliche Person nimmt ihm den Gegenstand aus der Hand, so haben beide nur ein rabbinisches Verbot \u00fcbertreten (s. Schabbat I 1). Dazu kommt, dass das Feld zu den Zwittergebieten geh\u00f6rt, denen der Verkehr mit \u00f6ffentlichen sowohl, als mit Privatgebieten wiederum nur von den Rabbinen untersagt ist. Mithin d\u00fcrfte man ohne Bedenken das auf dem Felde geborene Kind \u00fcber die Hofmauer reichen, wo es ein Hausbewohner in Empfang nimmt (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05ea \u05d4\u05d2\u05e8\u05e9\u05d5\u05e0\u05d9<\/span> No.\u00a0114 u. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> 348:4. Ist das Kind in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> geboren, so muss man nat\u00fcrlich, um wenigstens dem Conflict mit einem biblischen Verbote aus dem Wege zu gehen, dieses Verfahren erst recht einschlagen, falls man nicht lieber, was ich vorziehen w\u00fcrde, die Vermittlung eines communen Gebietes (K. IX Anm. 14) \u2014 z. B. einer Stufe vor dem Eingange von mindestens 3 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> H\u00f6he und weniger als 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Breite \u2014 in Anspruch nehmen mag; einen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> verschafft man sich am bequemsten, indem man Kleidungsst\u00fccke an der Grenze zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> bis zu einer H\u00f6he von 10 Handbreiten (Anm. 25) so \u00fcbereinanderlegt, dass die oberste Schicht weniger als 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> breit ist. [Eine H\u00f6he von 3 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> gen\u00fcgt hier nicht, weil nach Raschi Schabbat 8a unten <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea \u05d1\u05db\u05dc\u05d9\u05dd<\/span>; um wie viel mehr <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8 \u05d1\u05db\u05dc\u05d9\u05dd \u05d0\u05d9\u05df<\/span>! Zwar bildet <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9 \u05d4\u05de\u05d7\u05d5\u05d1\u05e8 \u05dc\u05e7\u05e8\u05e7\u05e2<\/span> nach Tosafot das. 11b <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d0\u05dc\u05d0<\/span> eine Ausnahme; aber <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05e7\u05e8\u05e7\u05e2<\/span> ist ja am Schabbat unm\u00f6glich <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05d9\u05df \u05e6\u05f3\u05f3\u05e2 \u05d0\u05d9 \u05e9\u05e8\u05d9 \u05dc\u05d4\u05d5\u05e9\u05d9\u05d1 \u05e9\u05dd \u05db\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e3 \u05d1\u05dc\u05d9 \u05d7\u05d1\u05d5\u05e8 \u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05f4\u05d7 \u05e9\u05d8\u05f4\u05d5 \u05d0\u05f3 \u05d5\u05d0\u05e4\u05e9\u05e8 \u05d3\u05e2\u05f4\u05d9 \u05d4\u05e2\u05e8\u05de\u05d4 \u05db\u05d3\u05d9 \u05dc\u05d9\u05e9\u05d1 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8<\/span>.]<a href=\"#fnref529\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn530\"><p>Mit Wasser.<a href=\"#fnref530\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn531\"><p>Einl. Abs. 4.<a href=\"#fnref531\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn532\"><p>Der Krug.<a href=\"#fnref532\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn533\"><p>Gegenst\u00e4nde, die einen Israeliten zum Eigent\u00fcmer haben, sind auf dessen Schabbatbezirk beschr\u00e4nkt (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> V 3) und d\u00fcrfen nach einem ausserhalb desselben befindlichen Orte nicht einmal von einem Bewohner desselben geschafft werden. Wie aus M. 4 das. hervorgeht, bekennt sich auch R. Juda zu diesem Grundsatze. Demnach w\u00e4re er hier mit sich selber im Widerspruche? Keineswegs! Er st\u00fctzt sich hier auf eine Bestimmung in Schabbat X 5, laut welcher derjenige, welcher Speisen, die das erforderliche Quantum nicht haben, in einem Gef\u00e4sse hinaustr\u00e4gt, auch wegen des Gef\u00e4sses nicht bestraft werden kann, weil dasselbe f\u00fcr seinen Zweck nur nebens\u00e4chlich war. Genau so verh\u00e4lt es sich hier. Seine Absicht ist lediglich, die Freunde, die ausserhalb seines Schabbatbezirkes von Durst gequ\u00e4lt sind, mit Wasser zu versorgen. Dazu bedarf er eines Kruges. Dieser ist allerdings Eigentum, aber mit R\u00fccksicht auf den beabsichtigten Zweck nur Nebensache. Hauptsache ist das Wasser, und dieses ist, weil aus dem Bache gesch\u00f6pft, herrenloses Gut und mithin an keinen Schabbatbezirk gebunden (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9 \u05d5\u05db\u05d0\u05d5\u05e7\u05de\u05ea\u05d0 \u05d3\u05d0\u05d1\u05d9\u05d9 \u05d0\u05dc\u05d9\u05d1\u05d0 \u05d3\u05e8\u05d1\u05d0 <\/span>).<a href=\"#fnref533\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn534\"><p>Das ist die w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4<\/span>. Es ist aber keine Schwelle nach unseren Begriffen, der untere wagerechte Teil des T\u00fcrrahmens, sondern unter freiem Himmel eine m\u00e4ssig hohe und ziemlich breite Estrade vor dem Eing\u00e4nge, etwa eine Terrasse oder Freitreppe. In der Regel misst ihre H\u00f6he mehr als 3 und weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>, ihre Breite 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber im Geviert, weshalb sie in der Tosefta (Schabbat I) und im Jeruschalmi (das. I 1) schlechthin zu den Zwittergebieten (K. IX Anm. 14) gez\u00e4hlt wird. Auch in der Mischna (das. X 2) wird stillschweigend vorausgesetzt, dass die <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> eine <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> ist; <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05ea\u05e0\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d4\u05d0\u05e1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4 \u05d4\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05e0\u05d4<\/span> heisst dort: in extremo limine posuit, er hat den Korb auf den \u00e4ussersten Rand der Estrade gesetzt, so dass ein Teil seiner Fr\u00fcchte noch auf neutralem, der andere schon auf \u00f6ffentlichem Gebiete sich befindet Die Verkennung dieses Sprachgebrauches hat die Kommentatoren gen\u00f6tigt, die <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> der zweiten Mischnah\u00e4lfte nicht wie die der ersten als <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span>, sondern im Gegensatz zu dieser als <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> anzusehen, eine Auffassung, welche auf erhebliche Schwierigkeiten st\u00f6sst [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05d4\u05d9\u05d8\u05d1 \u05d1\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9 \u05e9\u05dd \u05d1\u05de\u05e1\u05e7\u05e0\u05d0 \u05d5\u05d9\u05e9 \u05dc\u05d4\u05d0\u05e8\u05d9\u05da \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05d0\u05df \u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5<\/span>].<a href=\"#fnref534\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn535\"><p>Die B\u00fccher hatten damals die Form einer Rolle, welche nur auf der Innenseite beschrieben war.<a href=\"#fnref535\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn536\"><p>Einzahl! Nur der einen Hand entrollte es, die andere hielt das von ihr umfasste Ende der Rolle noch fest.<a href=\"#fnref536\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn537\"><p>Selbst wenn das freie Ende der Rolle den Boden der an der Estrade vorbeif\u00fchrenden <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> ber\u00fchrt hat.<a href=\"#fnref537\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn538\"><p>Da von den platten D\u00e4chern des Morgenlandes die Rede ist, kann <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9 \u05d4\u05d2\u05d2<\/span> unm\u00f6glich die Spitze des Daches bedeuten. M\u00f6glich aber, dass <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d0\u05e9 \u05d4\u05d2\u05d2<\/span> weiter nichts als <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05d2\u05d2<\/span> und h\u00f6chstens oben auf dem Dache ausdr\u00fccken will. Doch spricht die gr\u00f6ssere Wahrscheinlichkeit f\u00fcr die in unserer \u00dcbersetzung zum Ausdruck gekommene Auffassung. Der Vorderteil ist nat\u00fcrlich derjenige Teil des Daches, welcher der <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> am n\u00e4chsten liegt. Das Dach ist <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>.<a href=\"#fnref538\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn539\"><p>Einzahl! Nur der einen Hand entrollte es, die andere hielt das von ihr umfasste Ende der Rolle noch fest.<a href=\"#fnref539\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn540\"><p>Vom Erdboden aus gemessen. Der Luftraum \u00fcber \u00f6ffentlichem Gebiet ist bis 10 Handbreiten H\u00f6he <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>, dar\u00fcber hinaus kommunes Gebiet (K. IX Anm. 14).<a href=\"#fnref540\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn541\"><p>Da er es nicht emporrollen darf.<a href=\"#fnref541\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn542\"><p>Um wenigstens die Schrift vor Staub, Regen oder Schmutz zu bewahren. Unter normalen Umst\u00e4nden ist es unzul\u00e4ssig, heilige Schriften auf die Innenseite zu wenden, es gilt dies als geringsch\u00e4tzige Behandlung; um die Schrift zu sch\u00fctzen, muss man ein Tuch \u00fcber dieselbe breiten.<a href=\"#fnref542\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn543\"><p>Soll heissen: Dies die Worte des R. Juda; R. Me\u00efr dagegen sagt (Jeruschalmi).<a href=\"#fnref543\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn544\"><p>Andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d0 \u05d4\u05d7\u05d5\u05d8<\/span>, um die Breite eines Fadens.<a href=\"#fnref544\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn545\"><p>Es ist <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b0\u05c1\u05d1\u05d5\u05b9\u05ea<\/span> zu vocalisiren. Das Wort ist ein substantivirter Imperativ wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d5\u05ea \u05e4\u05e8\u05d5\u05e9 \u05d1\u05e2\u05dc\u05de\u05d0<\/span> (Chullin 74a oben), <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dd \u05e2\u05e9\u05d4 ,\u05de\u05e6\u05d5\u05ea \u05e2\u05e9\u05d4 \u05d5\u05de\u05e6\u05d5\u05ea \u05dc\u05d0 \u05ea\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> (das. IIX 4), <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1 \u05d5\u05d0\u05dc \u05ea\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> (Jebamot 90a-b), <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05d5\u05e9 \u05d5\u05e7\u05d1\u05dc \u05e9\u05db\u05e8 <\/span> (Sota 44a), <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e9\u05e2\u05e0\u05d0 \u05e8\u05d1\u05d0<\/span>. Solcher Imperative giebt es wohl in allen Sprachen eine grosse Anzahl; so im Deutschen: Lebewohl, Vergissmeinnicht, Stelldichein, Tunichtgut, Lugaus, Kehrab, Reissaus u. a., im Franz\u00f6sischen: le rendez-vous, un beau venez-y-voir u. v. a. \u2014 In der Tosefta heisst es am Schlusse des 1. Kapitels von Chagiga: Die Satzungen des Schabbat \u2026. sind wie Berge, die an einem Haare h\u00e4ngen und nichts haben, worauf sie sich st\u00fctzen k\u00f6nnen. Daher sagte R. Josua: Die Zange (<span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea\u05d0<\/span>) wird mit der Zange gemacht. [Der folgende Satz \u2014 \u00bbWer hat die erste gemacht? Diese wurde erschaffen\u00ab \u2014 geh\u00f6rt nicht mehr R. Josua an, sondern ist eine gelegentlich angekn\u00fcpfte Bemerkung.] Mit anderen Worten: So wie man zur Anfertigung einer Zange einer andern Zange bedarf, so waren oft behufs Durchf\u00fchrung eines von den Rabbinen zum Schutze des Gottesgesetzes f\u00fcr notwendig erachteten Verbotes (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span>) wieder andere rabbinische Verbote n\u00f6tig (s. Jeruschalmi \u2018Erubin Ende). Offenbar soll das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea<\/span>, dessen R. Josua sich in seinem Gleichnisse bedient, an <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> anklingen, und dadurch dem H\u00f6rer andeuten, worauf das Gleichnis eigentlich hinzielt \u2014 eine neue St\u00fctze daf\u00fcr, dass unser Wort als Imperativ zu lesen ist. Ein \u00e4hnliches Wortspiel desselben R. Josua findet sich Babli Schabbat 119a. Er wurde einst gefragt: Wie kommt es, dass die Schabbatspeisen einen so vortrefflichen Duft haben? Er antwortete: Wir besitzen ein Gew\u00fcrz, das heisst Schabbat; dieses mischen wir den Speisen bei und daher ihr herrlicher Duft. Hier klingt wieder das Wort Schabbat an Sch\u00e2bat an; jenes ist die geistige W\u00fcrze, dieses aber ist ein wirkliches Gew\u00fcrz. [Dill, Anethum graveolens L.; arab. Schibitt (<span dir=\"rtl\">\u0634\u0628\u062a<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u0634\u0628\u062b<\/span>), gleich Schabbat (contrahirt aus <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05ea\u05ea<\/span>) mit verdoppeltem T-Laut]. \u2014 Eine ausf\u00fchrliche Sacherkl\u00e4rung des Kunstausdrucks <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> s. Pes. VI Anm. 10.<a href=\"#fnref545\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn546\"><p>W\u00e4re die Rolle vollst\u00e4ndig seinen H\u00e4nden entglitten, dann d\u00fcrfte er sie allerdings nicht vom Boden auf\u2019s Dach zur\u00fccktragen; denn das Hin\u00fcberschaffen eines Gegenstandes aus \u00f6ffentlichem in privates Gebiet f\u00e4llt nach der \u00dcberlieferung unter den Begriff der Arbeit und somit unter das Verbot der Tora: Du sollst (am Schabbat) keine Arbeit verrichten (Ex. 20,10). Nun er aber das eine Ende der Rolle in seiner Hand behalten, wird durch das Heraufrollen des andern, am Boden liegenden Endes keine Satzung der Tora verletzt; denn das Verbot, einen zum Teil in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> und zum Teil in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> befindlichen Gegenstand in eines dieser Gebiete ganz hin\u00fcberzuziehen, ist nicht vom Begriffe der Arbeit abgeleitet, sondern vom Begriffe des Ruhegebots, welches den Rabbinen die Vollmacht erteilt, zum Schutze einer Schabbatruhe im Sinne und nach dem Geiste der gottgeoffenbarten Satzung, die nach ihrem Ermessen erforderlichen und nach ihrer Einsicht zweckm\u00e4ssigen Verf\u00fcgungen zu erlassen. Es ist also lediglich rabbinischen Ursprungs, und ein solches Verbot muss zur\u00fccktreten, wo es gilt, heilige Schriften vor Unglimpf zu bewahren. Dieser Ansicht m\u00f6gen R. Me\u00efr nud R. Juda ihre Zustimmung nicht geben. Sie wollen die rabbinischen Verbote auch geheiligten Dingen gegen\u00fcber aufrecht erhalten wissen, weil sie bef\u00fcrchten, es k\u00f6nnte dieses Zugest\u00e4ndnis eine Verletzung des biblischen Arbeitsverbots nach sich ziehen, da ja der grossen Menge die n\u00f6tige Sachkenntnis abgeht, um den Unterschied zwischen einer dem Leser auf dem Dache aus beiden H\u00e4nden und einer ihm blos aus der einen Hand auf die Strasse gefallenen Rolle verst\u00e4ndnisvoll w\u00fcrdigen zu k\u00f6nnen. Diese Besorgnis wird gegenstandslos, wenn der Leser sich auf einer Terrasse befindet. In diesem Falle \u00fcbertritt er ja ein Verbot der Tora auch dann nicht, wenn er sich die vollst\u00e4ndig zur Erde gefallene Rolle zur\u00fcckholt. Darum ist der erste Satz unserer Mischna unbestritten. Aus demselben Grunde gestattet R. Me\u00efr auch dem Leser auf dem Dache die Rolle an demjenigen Ende, welches noch in seiner Hand geblieben, wieder zu sich emporzurollen, solange das untere Ende noch, und w\u00e4r\u2019s auch nur um Haaresbreite, von der Erde absteht. Allerdings ist bis zur H\u00f6he von 10 Handbreiten auch der Luftraum \u00fcber \u00f6ffentlichem Gebiete noch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>; allein die Tora verbietet nur Gegenst\u00e4nde, die in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> ruhen, nach einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> zu schaffen, nicht aber solche, welche auf \u00f6ffentlichem Gebiete in der Luft schweben, und bef\u00e4nden sie sich auch vollst\u00e4ndig in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>. Diese Behauptung ist es, gegen welche R. Juda, der im Princip mit R. Me\u00efr \u00fcbereinstimmt, Einspruch erhebt. Nach seiner Meinung f\u00e4llt die Bef\u00f6rderung schwebender Gegenst\u00e4nde aus dem einen in das andere dieser beiden Gebiete ebenfalls unter das Arbeitsverbot der Tora. Ist daher das untere Ende der Rolle weniger als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> vom Erdboden entfernt, so darf dieselbe nach der Anordnung der Rabbinen, welche den Unterschied zwischen vollst\u00e4ndig und Teilweise in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> befindlichen Gegenst\u00e4nden \u00fcberall aufgehoben haben, wo ein Missbrauch oder ein Missverstand dieser subtilen Distinction zu einer von der Tora verp\u00f6nten Handlung f\u00fchren k\u00f6nnten, keineswegs mittels ihres obern, in der Hand des Lesers zur\u00fcckgebliebenen Endes hinaufgerollt werden. [Unsere Auffassung fusst hier durchweg auf Jeruschalmi. Viel komplizierter ist die Erkl\u00e4rung des Babli, nach welcher allerdings die in Anm. 28 angef\u00fchrte Emendation \u00fcberfl\u00fcssig ist, daf\u00fcr aber viele andere, noch tiefer einschneidende \u00c4nderungen im Wortlaut der Mischna notwendig werden, ohne dass gleichwohl dadurch alle Schwierigkeiten beseitigt w\u00fcrden. Schon Tosafot machen z St.\u00a0(<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d0\u05dc\u05d0<\/span>) auf einen schwer zu l\u00f6senden Widerspruch aufmerksam, welcher sofort verschwindet, wenn man mit Jeruschalmi statt R. Juda an dieser Stelle R. Me\u00efr liest. Die Ansicht des R. Juda kommt in dem unmittelbar vorangehenden Satze zu Worte. Von ihm berichtet n\u00e4mlich eine Baraita: <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e0\u05d0 \u05d1\u05e9\u05dd \u05e8\u05f3 \u05d9\u05d5\u05d3\u05d4 \u05d6\u05e8\u05e7 \u05de\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05dc\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05d5\u05e2\u05d1\u05e8 \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea \u05d1\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05d7\u05d9\u05d9\u05d1 <\/span>. In der pal\u00e4stinensischen Gemara (Schabbat XI, 1), wo \u00fcbrigens die Worte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea\u2014\u05d5\u05e2\u05d1\u05e8<\/span>, welche jedoch aus dem Zitat in Babli (das. 97b oben) mit Sicherheit erg\u00e4nzt werden k\u00f6nnen, aus Versehen weggeblieben sind, wird diese Behauptung in folgender Weise begr\u00fcndet: <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05d9\u05d5\u05d3\u05d4 \u05e2\u05d1\u05d3 \u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05d0\u05de\u05d5\u05ea \u05d1\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd \u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d4 \u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e6\u05de\u05d4 <\/span>. Sie hat also mit Mar Samuel im Babli das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d9\u05d1<\/span> so aufgefasst, dass R. Juda f\u00fcr die <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> ein besonderes S\u00fcndopfer verlangt, nicht als ob er <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05d9\u05d1 \u05d0\u05ea\u05d5\u05dc\u05d3\u05d4 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d0\u05d1<\/span> w\u00e4re, sondern weil er <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e6\u05d0\u05d4<\/span> f\u00fcr zwei verschiedene Stamm t\u00e4tigkeiten h\u00e4lt. Das gen\u00fcgt aber noch nicht zur Erkl\u00e4rung seiner Entscheidung, welche vielmehr erst dann v\u00f6llig gerechtfertigt erscheint, wenn ihm <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05d5\u05d8\u05d4<\/span> gleich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> ist. Die Consequenz ist, dass R. Juda, da er die <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e6\u05d0\u05d4<\/span> oder die <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05e0\u05e1\u05d4<\/span> eines schwebenden Gegenstandes f\u00fcr eine strafbare Handlung h\u00e4lt, das Emporrollen des Schriftwerks <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> trotz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05d3\u05d5 \u05d1\u05d9\u05d3\u05d5<\/span> wenigstens als verboten erachten muss, es aber keineswegs mit R\u00fccksicht darauf, dass das eine Ende noch in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist, v\u00f6llig gestatten kann. Also nicht der Satz: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05de\u05e1\u05d5\u05dc\u05e7 \u05de\u05df \u05d4\u05d0\u05e8\u05e5 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05db\u05de\u05dc\u05d0 \u05de\u05d7\u05d8 \u05d2\u05d5\u05dc\u05dc\u05d5 \u05d0\u05e6\u05dc\u05d5<\/span>, welcher in unserer Mischna unter seinem Namen auftritt, sondern grade der vorhergehende spiegelt seine wahre Ansicht wieder; <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05f3 \u05d9\u05d5\u05d3\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0<\/span> \u2014 sagt Jeruschalmi zur Stelle \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d3\u05d0\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8<\/span>. \u00dcber den Sinn dieser Worte giebt uns eine andere Stelle im Jeruschalmi (Schabbat I, 1, ed.\u00a0Kr. S. 1c unten, ed.\u00a0Wien 1820 S. 2b oben) den erw\u00fcnschten Aufschluss. Sie lautet nach Berichtigung eines den Sinn verdunkelnden Fehlers, der sich daselbst eingeschlichen: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4 \u05e2\u05d5\u05de\u05d3 \u05d1\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d5\u05d9\u05d3\u05d5 \u05de\u05dc\u05d0\u05d4 \u05e4\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea. \u05e4\u05e9\u05d5\u05d8\u05d4 \u05dc\u05d7\u05d5\u05e5 \u05d5\u05e7\u05d3\u05e9 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8\u05d4. \u05e8\u2019 \u05d0\u05d7\u05d0 \u05d1\u05e9\u05dd \u05e8\u2019 \u05d1\u05d0 \u05db\u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4. \u05d0\u05d9\u05ea \u05ea\u05e0\u05d9\u05d9 \u05ea\u05e0\u05d9 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8. \u05d4\u05d5\u05d9\u05df \u05d1\u05e2\u05d9\u05d9 \u05de\u05d9\u05de\u05e8 \u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8 \u05d1\u05e9\u05d9\u05e9 \u05e9\u05dd \u05e8\u05d5\u05d7\u05d1 \u05d3\u2019. \u05d5\u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05d1\u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05dd \u05e8\u05d5\u05d7\u05d1 \u05d3\u2019. \u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05d1\u05d9 \u05d9\u05d5\u05e1\u05d9 \u05d1\u05d9 \u05e8\u05d1\u05d9 \u05d1\u05d9\u05df \u05d6\u05d4 \u05d5\u05d1\u05d9\u05df \u05d6\u05d4 \u05db\u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4. \u05de\u05d9\u05d9 \u05db\u05d3\u05d5\u05df \u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05de\u05d8\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4. \u05d5\u05de\u05d0\u05df \u05d3\u05de\u05e8 \u05de\u05d5\u05ea\u05e8 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span>. Demnach bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span>, dass es einer in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> befindlichen Person verboten ist, einen Gegenstand, welchen sie frei in der Hand h\u00e4lt, aus <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> hereinzuholen. Genau derselbe Fall liegt hier vor. Der Leser auf dem Dache h\u00e4lt in seiner Hand die Rolle, deren unteres Ende frei in der Luft schwebt, und darf sie doch nicht heraufziehen, weil das Dach Privatgebiet ist, die Rolle aber in den Bereich des \u00f6ffentlichen Gebietes hineinragt (s. Tosafot z. St.\u00a0<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d5\u05d4\u05d0 \u05dc\u05d0 \u05e0\u05d7<\/span>; es ist auffallend, dass sie den Jeruschalmi mit Stillschweigen \u00fcbergehen). Der Vf. des <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d1\u05df \u05d4\u05e2\u05d3\u05d4<\/span> hat in seinem Kommentar zu Schabbat, weil er <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9 \u05e9\u05e2\u05d4<\/span> die Stelle hier in \u2018Erubin \u00fcbersehen hat, den wahren Sinn von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d4\u05e9\u05ea\u05de\u05e9 \u05d1\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> vollst\u00e4ndig verkannt; seine wunderliche Erkl\u00e4rung ist daselbst \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d1\u05d5\u05d3\u05d5 \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5 \u05de\u05d5\u05e0\u05d7<\/span> \u2014 v\u00f6llig unhaltbar.]<a href=\"#fnref546\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn547\"><p>Mindestens 10 Handbreiten von der Erdoberfl\u00e4che entfernt.<a href=\"#fnref547\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn548\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d9\u05d6<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5\u05d6<\/span> sich fortbewegen) entspricht genau dem frz saillie und bezeichnet in der Baukunst den Vorsprung oder die Ausladung an einem Geb\u00e4ude.<a href=\"#fnref548\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn549\"><p>Gegenst\u00e4nde aus dem Hause. Jedoch nur zerbrechliche; andere dagegen nicht, weil zu bef\u00fcrchten ist, dass sie herunterfallen und von der Strasse hereingeholt werden k\u00f6nnten.<a href=\"#fnref549\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn550\"><p>Ins Zimmer hinein.<a href=\"#fnref550\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn551\"><p>Indem man die Hand hinausstreckt und einen auf \u00f6ffentlichem Gebiet liegenden Gegenstand auf einen andern, demselben Gebiete angeh\u00f6renden Ort setzt.<a href=\"#fnref551\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn552\"><p>Doch ist Privatgebiet, und w\u00e4re es noch so gross, in dieser wie in vielen anderen Beziehungen seinem ganzen Umfange nach als ein Raum von nur 4 Ellen anzusehen.<a href=\"#fnref552\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn553\"><p>Oder neutrales.<a href=\"#fnref553\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn554\"><p>Oder neutralem.<a href=\"#fnref554\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn555\"><p>Auf \u00f6ffentlichem oder neutralem Gebiete; vgl. Anm. 1. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05f4\u05e2 \u05dc\u05d0 \u05d4\u05d6\u05db\u05d9\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e8\u05f4\u05d4\u05e8 \u05d0\u05d1\u05dc \u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05db\u05ea\u05d1 \u05de\u05e9\u05d5\u05d9 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05e9\u05de\u05e2 \u05d3\u05d0\u05e3 \u05d1\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d6\u05d4 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05db\u05d3\u05e8\u05da<\/span>] [.<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05d9\u05d3\u05d9 \u05d3\u05d4\u05d5\u05d9 \u05d0\u05de\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05df \u05d1\u05e4\u05d9\u05d5 \u05d5\u05de\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05d4\u05d8\u05d5\u05e8 \u05d0\u05d9\u05df \u05e8\u05d0\u05d9\u05d4 \u05d4\u05d5\u05d0\u05d9\u05dc \u05d5\u05d1\u05e8\u05d9\u05e9\u05d0 \u05e0\u05de\u05d9 \u05dc\u05d0 \u05d4\u05d6\u05db\u05d9\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e8\u05f4\u05d4\u05e8<\/span><a href=\"#fnref555\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn556\"><p>Der Wein geh\u00f6rt zu den Bodenerzeugnissen, von denen der Eigent\u00fcmer verpflichtet ist, die in K. III Anm. 7, 14 und 4 besprochenen Abgaben zu entrichten. Vor ihrer Absonderung darf man wohl innerhalb der Kelter von dem Weine trinken, nicht aber ausserhalb derselben, es sei denn, dass man mit seinem Kopfe und dem gr\u00f6ssern Teile seines K\u00f6rpers innerhalb des Kelterraumes sich befindet. Nur dieser Analogie hat die an Ma\u2018serot IV 4 ankn\u00fcpfende Vorschrift ihre Stelle in unserer Mischna zu danken; vom Schabbat handelt sie nicht. Im Gegenteil! Es ist am Schabbat auch innerhalb der Kelter vor Absonderung der angedeuteten Abgaben vom Weine zu trinken verboten. Nach einer andern Erkl\u00e4rung im Babli beziehen sich die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df \u05d1\u05d2\u05ea<\/span> doch auf den Schabbat und stehen im engsten Zusammenhang mit dem Vorhergehenden, indem sie das daselbst in Bezug auf \u00f6ffentliches Gebiet ausgesprochene Verbot auf die Kelter ausdehnen, obgleich diese nur neutrales Gebiet ist.<a href=\"#fnref556\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn557\"><p>Eine Leiste von m\u00e4ssiger Ausladung unmittelbar unter dem Dache oder doch weniger als drei Handbreiten von ihm abstehend, um das von demselben abfliessende Regenwaseer an ihrer schr\u00e4gen Oberfl\u00e4che \u00fcber die Mauer hinwegzuleiten (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> Hif\u2018il von <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d7\u05dc<\/span> sich langsam fortbewegen), damit diese nicht besch\u00e4digt werde; lat. suggrunda, frz. larmier<a href=\"#fnref557\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn558\"><p>Von der Erde aus gemessen. Obgleich der Luftraum \u00fcber einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> bis zur H\u00f6he von 10 Handbreiten noch \u00f6ffentliches Gebiet ist, das Wasser aber vom Dache, also aus einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> kommt, darf er es doch in seiner Hand oder in einem Gef\u00e4sse auffangen. Ist es ja nach Schabbat I 1 einem auf \u00f6ffentlichem Gebiet befindlichen Israeliten gestattet, ein Gef\u00e4ss hinzuhalten, damit eine auf Privatgebiet stehende Person einen Gegenstand hineinlegen kann, welcher bis dahin in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> geruht hat; um wie viel mehr muss dies hinsichtlich der aus der Wolke sich ergiessenden, von selbst herniederfallenden Regentropfen erlaubt sein, welche von Anfang an in fortw\u00e4hrender Bewegung waren (s. Babli Schabbat 5a unten und 5b oben). Selbstverst\u00e4ndlich ist das Auffangen des vom Rande der Leiste herniedertropfenden Wassers in einer H\u00f6he von 10 Handbreiten und dar\u00fcber erst recht gestattet, denn dort ist ja der Luftraum communes Gebiet (Anm. 25).<a href=\"#fnref558\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn559\"><p>Hier hat man nicht n\u00f6tig, das Wasser in der Luft aufzufangen; man kann das Gef\u00e4ss auch an die M\u00fcndung der Rinne bringen und das Wasser unmittelbar hineinlaufen lassen, was beim Traufdach nicht erlaubt ist. Dieses ist n\u00e4mlich als Bestandteil und Fortsetzung des eigentlichen Daches anzusehen, mithin gleich diesem Privatgebiet; h\u00e4lt man daher von der Strasse aus das Gef\u00e4ss bis zum Rande der Leiste, um das Wasser hineintropfen zu lassen, so darf man es nicht mehr zu Boden setzen, wie es ja auch nach Schabbat I 1 dem auf \u00f6ffentlichem Gebiete Stehenden verboten ist, einen Gegenstand zu sich herauszuschaffen, den ihm ein Anderer in die nach <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ausgestreckte Hand gelegt hat (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05dc\u05d9 \u05d4\u05d8\u05e2\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d1\u05e8\u05d5 \u05de\u05d4 \u05dc\u05d9 \u05d4\u05d8\u05e2\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e9\u05de\u05d9\u05dd<\/span>, Babli a. a. O.). Die Dachrinne dagegen ist nichts weniger als ein Bestandteil des Daches. Auch l\u00e4sst sie das Wasser nicht wie die Leiste l\u00e4ngs der ganzen Front abtropfen, leitet es vielmehr bis zu ihrer \u00fcber das Geb\u00e4ude weit hinausragenden M\u00fcndung, von wo es in grossem Bogen auf die Strasse str\u00f6mt; sie ist daher, da ihre Breite in der Regel keine 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> betr\u00e4gt, communes Gebiet. Hat die Rinne jedoch ausnahmsweise eine Breite von 4 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> und dar\u00fcber, so dass sie neutrales Gebiet darstellt, darf man auch in der Tat das Regenwasser aus ihr nur in derselben Weise auffangen, als von der Dachleiste. [Die Auffassung unserer Mischna h\u00e4ngt wesentlich von der Lesart ab, die aber gerade hier nicht mit der w\u00fcnschenswerten Sicherheit festgestellt werden kann. Jeruschalmi liest: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05e6\u05e0\u05d5\u05e8 \u05d5\u05de\u05db\u05dc \u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span>, Alfasi: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> st. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d8\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05d5\u05ea\u05d4<\/span> st. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05ea\u05d4<\/span> (s. auch R. Jonatan ha-Kohen das.), Maimonides vermutlich: <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dc\u05d8 \u05d0\u05d3\u05dd \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d5\u05de\u05df \u05d4\u05e6\u05e0\u05d5\u05e8 \u05d5\u05de\u05db\u05dc \u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d5\u05e9\u05d5\u05ea\u05d4<\/span> (Hil. Schabbat XV 3; s. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05d3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> das, der auch bei Alfasi so gelesen hat). Die uns vorliegende Lesart findet einen starken R\u00fcckhalt in der Tosefta, woselbst es in der zweiten H\u00e4lfte des 6. Kapitels heisst: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e6\u05e8\u05e3 \u05d0\u05d3\u05dd \u05d9\u05d3\u05d5 \u05e2\u05dd \u05d4\u05db\u05d5\u05ea\u05dc \u05d5\u05e2\u05dd \u05d4\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4 \u05d0\u05dd \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d2\u05d2 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d5\u05d9\u05e9\u05ea\u05d4 \u05d0\u05d1\u05dc \u05de\u05e6\u05e8\u05e3 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d9\u05d3\u05d5 \u05dc\u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d5\u05e9\u05d5\u05ea\u05d4 <\/span>. Also auch hier der Unterschied zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8<\/span>! Wir haben daher diese Lesart beibehalten und unserer \u00dcbersetzung zu Grunde gelegt Unsere Erkl\u00e4rung gibt im Wesentlichen die Auffassung Raschi\u2019s wieder, die wir nur weiter ausgef\u00fchrt und von einem neuen Gesichtspunkte aus beleuchtet haben. Nur in einem Punkte sind wir von seiner Erl\u00e4uterung abgewichen. Nach Raschi m\u00fcsste die Mischna von einem Dache sprechen, das kaum 13 Handbreiten (ungef\u00e4hr 1 Meter) von der Erdoberfl\u00e4che absteht. Solch niedrige H\u00e4uschen geh\u00f6rten wohl auch damals zu den gr\u00f6ssten Seltenheiten, und es schien uns nicht wahrscheinlich, dass just von solchen hier die Rede sein soll. Was Raschi zu dieser Annahme n\u00f6tigte, war die Erw\u00e4gung, dass eine h\u00f6her als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> angebrachte Rinne, sofern sie eine Grundfl\u00e4che von 4 Handbreiten im Geviert hat, <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> ist. Aber schon Maimonides macht a. a. O. darauf aufmerksam, dass es trotzdem nicht zum <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d5\u05d1 \u05d7\u05d8\u05d0\u05ea<\/span> kommen kann, da ja das Regenwasser in steter Bewegung ist (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d9\u05d0 \u05d2\u05de\u05e8\u05d0 \u05e2\u05e8\u05d5\u05db\u05d4 \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d4: \u05e2\u05f4\u05e9<\/span>). Dazu kommt, das grade nach Raschi, welcher zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> unterscheidet, nicht ersichtlich ist, weshalb die Rinne, die er im Gegensatz zu Maim, da sie \u00fcber das Dach hinausragt, nicht als dessen Fortsetzung betrachtet (s. auch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z. St.) Privatgebiet sein soll. Was n\u00fctzt es, dass sie in einer H\u00f6he von 10 Handbreiten angebracht ist, da sie keine W\u00e4nde hat, die 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hoch sind? <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> (351 Anm. 5) nimmt seine Zuflucht zu den <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, um Raschi zu rechtfertigen; dieser Versuch muss aber, abgesehen von den bereits in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e6\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e7\u05dc<\/span> das. erhobenen Einw\u00e4nden, welche der Vif. sich vergeblich zu beseitigen abm\u00fcht (s. auch <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d9 \u05de\u05d2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> z. St.), schon an der einen Schwierigkeit scheitern, dass dann die Frage der Gemara: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05de\u05e6\u05e8\u05e3 \u05dc\u05d0 \u05de\u05d0\u05d9 \u05d8\u05e2\u05de\u05d0 <\/span>, unverst\u00e4ndlich w\u00e4re, und die auf <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d1\u05d5\u05d3<\/span> recurrirende Antwort keinen Sinn h\u00e4tte. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> sind ja bis zu einer Entfernung von zehn <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Privatgebiet, wie aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> 353 Anm. 4 ersichtlich! Allerdings wird in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e6\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e7\u05dc <\/span> das. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05da \u05d9\u05f3<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05da \u05d2\u05f3<\/span> emendirt; ebenso hat auch <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> in der <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05d9\u05e8\u05ea\u05d0 \u05d4\u05dc\u05db\u05ea\u05d0<\/span> \u2018Erubin X 4 <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea\u05d5\u05da \u05d2\u05f4\u05d8<\/span>. Doch habe ich den Grund zu dieser Berichtigung nirgends entdecken k\u00f6nnen; dagegen habe ich in den Tosafot zu \u2018Erubin 89b oben die Stelle gefunden, welche dem Vrf. des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05df \u05d0\u05d1\u05e8\u05d4\u05dd<\/span> hier wahrscheinlich als Quelle gedient hat, und da heisst es ausdr\u00fccklich: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df \u05d6\u05d9\u05d6 \u05d4\u05d9\u05d5\u05e6\u05d0 \u05dc\u05e8\u05f4\u05d4 \u05e8\u05d7\u05d1 \u05d3\u05f3 \u05d3\u05d4\u05d5\u05d9 \u05e8\u05f4\u05d4\u05d9 \u05d4\u05d9\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e1\u05de\u05d5\u05da \u05dc\u05d7\u05dc\u05d5\u05df \u05ea\u05d5\u05da \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d3\u05d4\u05d5\u05d9 \u05db\u05d9 \u05d7\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e8\u05f4\u05d4\u05d9 <\/span>. Am auffallendsten ist, wie die Vrf. von; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05f4\u05d4\u05e9 \u05de\u05d2\u05f4\u05d0<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05f4\u05de<\/span> \u00fcbersehen konnten, dass schon R Jonatan in seinem Kommentar zu Alfasi hier an <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> gedacht, diesen Gedanken aber wieder fallen gelassen und der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> wie dem <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8<\/span> den Charakter der <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e8\u05f4\u05d4\u05d9<\/span> abgesprochen hat. Auch die St\u00fctze, welche die Tosafot z. St.\u00a0<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05de\u05df \u05d4\u05e6\u05e0\u05d5\u05e8<\/span> f\u00fcr Raschi\u2019s Auffassung aus der Tosefta herbeibringen, ist eine schwankende. In unseren Ausgaben steht in der Tat: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd \u05d5\u05e9\u05d5\u05ea\u05d4<\/span>, wie wir oben angef\u00fchrt haben, desgleichen in der Wiener Handschrift, w\u00e4hrend die Erfurter gleich den Tosafot <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d8\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> liest (s. die Zuckermandel\u2019sche Toseftaausgabe). \u2013 <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d4\u05dc\u05db\u05ea\u05d0 \u05d2\u05d1\u05d9\u05e8\u05ea\u05d0 \u05d4\u05e0\u05d5\u05e1\u05e4\u05ea \u05dc\u05e1\u05e4\u05e8 \u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05de\u05d1\u05df \u05d4\u05de\u05d7\u05d1\u05e8 \u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05db\u05dc \u05e4\u05e8\u05e7 \u05d4\u05ea\u05d9\u05e8 \u05db\u05d0\u05df \u05dc\u05e6\u05e8\u05e3 \u05de\u05df \u05d4\u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8 \u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d9\u05e9 \u05d1\u05d5 \u05d3\u05f3 \u05e2\u05dc \u05d3\u05f3 \u05d0\u05dd \u05d4\u05d5\u05d0 \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05ea\u05d4\u05d5 \u05d3\u05dc\u05d0 \u05db\u05de\u05d0\u05df \u05d5\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d3\u05e2\u05ea\u05d9 \u05de\u05e0\u05d0 \u05dc\u05d9\u05d4 \u05d4\u05d0 \u05d5\u05d0\u05e4\u05e9\u05e8 \u05d3\u05e1\u05f4\u05dc \u05d4\u05d5\u05d0\u05d9\u05dc \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea \u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05de\u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d4\u05d5\u05d9 \u05d4\u05d0\u05d9 \u05e6\u05d9\u05e0\u05d5\u05e8 \u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8 \u05d5\u05e9\u05d1\u05d5\u05e9 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df \u05e4\u05f4\u05d8 \u05e8\u05d9\u05e9 \u05e2\u05de\u05d5\u05d3 \u05d1\u05f3 \u05d5\u05e8\u05d0\u05f4\u05e9 \u05e9\u05dd.]<\/span><a href=\"#fnref559\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn560\"><p>Ist die Umfassung (K. VIII Anm. 25) weniger als vier Handbreiten von der Mauer entfernt, in welcher das Fenster sich befindet, so ist dieser Zwischenraum communes Gebiet (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span>, K. IX Anm. 14), und es gen\u00fcgt dann, wenn Zisterne und Umfassung zusammen eine H\u00f6he (Tiefe) von 10 Handbreiten haben, so dass der Eimer aus dem einen Privatgebiet (der Grube) in das andere (die Wohnung) durch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> bef\u00f6rdert wird; betr\u00e4gt dagegen der Zwischenraum vier Handbreiten und dar\u00fcber, so ist derselbe \u00f6ffentliches Gebiet, und es muss dann, wenn das Sch\u00f6pfen erlaubt sein soll, die Umfassung allein 10 Handbreiten hoch sein, damit der Eimer in dem Augenblicke, in welchem er dieselbe verl\u00e4sst, bereits h\u00f6her als 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> in dem Luftraum \u00fcber der <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> schwebe (Anm. 25). W\u00e4re im ersten Falle die Entfernung vom obern Rande der Umfassung bis zum Boden der Zisterne geringer als die angegebene, so h\u00e4tte diese den Charakter des Zwittergebiets (K. IX das.), und man d\u00fcrfte daher ihr Wasser nicht in die Wohnung schaffen; h\u00e4tte im zweiten Falle die Umfassung allein die angegebene H\u00f6he nicht, so w\u00fcrde der Eimer, sowie er beim Austritt aus derselben sich der Mauer n\u00e4hert, einen Augenblick lang in \u00f6ffentlichem Gebiete schweben und dann nicht mehr in Privatgebiet bef\u00f6rdert werden d\u00fcrfen (vgl. Mischna 3; s. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z St.\u00a0und Magen Abr. 352 Anm. 4 sowie Magen David 354 Anm. 2).<a href=\"#fnref560\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn561\"><p>Denn er ist ebenso wie der Raum, aus welchem das Wasser kommt, Privatgebiet (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, K. IX das.). Ist er jedoch zugleich Privatbesitz, so darf man kein Wasser auf denselben ausgiessen, weil zu bef\u00fcrchten ist, dass sein Eigent\u00fcmer ihn eines Tages wegr\u00e4umen, der Inhaber des Fensters aber in gewohnter Weise nach wie vor sein Sp\u00fclwasser auf dieselbe Stelle, also von privatem in \u00f6ffentliches Gebiet giessen wird.<a href=\"#fnref561\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn562\"><p>Was durch keinen Zwischenraum von mindestens 3 Handbreiten getrennt ist, wird als zusammenh\u00e4ngend und mit einander verbunden betrachtet. Die \u00c4ste des Baumes wachsen erst in betr\u00e4chtlicher H\u00f6he aus dem Stamme heraus, die niedrigsten unter ihnen sind mehr als 10 Handbreiten von der Erdoberfl\u00e4che entfernt; neigen sich dieselben nun mit ihren freien Enden so tief zur Erde nieder, dass der Zwischenraum weniger als 3 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> betr\u00e4gt, so ist es, als ber\u00fchrten sie den Boden, und sie umschliessen somit (Jeruschalmi liest <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e1\u05d1<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e1\u05da<\/span>) mit ihren Zweigen und ihrem dichten Laubwerk vollst\u00e4ndig wie mit schr\u00e4gen W\u00e4nden ringsum einen Raum, welcher alle Merkmale einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> (K. IX Anm. 14) hat. Allerdings besitzt er nicht den Charakter eines Wohnraumes, dessen Ausdehnung keiner Beschr\u00e4nkung unterliegt; immerhin darf man aber, sofern seine Grundfl\u00e4che nicht mehr als 5000 Quadratellen misst (K. II M. 5 u. K. V Anm. 12), anstandslos alle Gegenst\u00e4nde, die man am Schabbat \u00fcberhaupt in die Hand nehmen darf, von einem Ende desselben bis zum andern tragen. Nur m\u00fcssen die Zweige und \u00c4ste festgebunden sein, dass sie sich im Winde nicht bewegen, denn eine Wand, die nicht einmal den gew\u00f6hnlichen Winden Stand zu halten vermag, ist keine Wand.<a href=\"#fnref562\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn563\"><p>Eine Erweiterung des rabbinischen Verbots in Besza V 2, an Schabbat- und Feiertagen einen Baum zu besteigen; es entstammt der Besorgnis, man k\u00f6nnte sich in die Laubkrone setzen, der Heiligkeit des Tages vergessen, und Fr\u00fcchte oder Bl\u00e4tter abpfl\u00fccken. Ragen jedoch die Wurzeln nicht einmal 3 Handbreiten hoch aus dem Boden hervor, sind sie der Erde gleich geachtet.<a href=\"#fnref563\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn564\"><p>Man beachte, dass es nicht lautet <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e0\u05d5\u05e2\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05ea\u05df<\/span> (eine T\u00fcr schliessen heisst <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e2\u05dc \u05d3\u05dc\u05ea<\/span>), sondern <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e0\u05d5\u05e2\u05dc\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05df<\/span>! Es ist n\u00e4mlich das Schliessen wie das \u00d6ffnen verboten, weil dabei Einschnitte in die Erde, mehr oder minder tiefe Furchen unvermeidlich sind. Denn diese Verschlussmittel h\u00e4ngen nicht in Angeln wie gew\u00f6hnliche T\u00fcren; in der Regel stehen sie, an das Gem\u00e4uer gelehnt, unbefestigt auf der Erde, um beim \u00d6ffnen einfach umgeworfen und nachher beim Schliessen wieder aufgerichtet zu werden, wobei nat\u00fcrlich der Erdboden bald hier bald dort jedesmal auf\u2019s Neue aufgew\u00fchlt oder aufgelockert wird; zuweilen h\u00e4ngen dieselben mittels einer durch ihr oberes Ende gezogenen Schnur an einem Pfosten oder Pfeiler, dann bohrt sich das entgegengesetzte Ende, dem Gesetz der Schwere folgend, in die Erde, und es wird beim \u00d6ffnen wie beim Schliessen erst recht eine Furche aufgerissen.<a href=\"#fnref564\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn565\"><p>So dass sie den Boden garnicht ber\u00fchren, sei es, dass sie auf einer Unterlage ruhen, sei es, dass sie mittels einer sehr kurzen Schnur in entsprechender H\u00f6he befestigt sind. H\u00e4ngen sie dagegen in Angeln, so schadet es nicht, wenn sie auch mit ihrer untern Kante die Erde streifen, denn sie bewegen sich dann immer in einer gegebenen Bahn, die sie sich l\u00e4ngst geebnet haben, so dass Einschnitte in den Boden nicht mehr zu f\u00fcrchten, wenigstens nicht mehr unvermeidlich sind. Daher Jeruschalmi: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05e0\u05d9\u2019 \u05d1\u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05dc\u05d4\u05df \u05e6\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05d1\u05dc \u05d9\u05e9 \u05dc\u05d4\u05df \u05e6\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d4\u05d3\u05d0 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d3\u05ea\u05e0\u05d9 \u05d3\u05dc\u05ea \u05d2\u05d5\u05d3\u05e8\u05ea \u05de\u05d7\u05e6\u05dc\u05ea \u05d2\u05d5\u05d3\u05e8\u05ea \u05e7\u05e0\u05e7\u05d9\u05dc\u05d5\u05df \u05d2\u05d5\u05d3\u05e8. \u05e4\u05d5\u05ea\u05d7 \u05d5\u05e0\u05d5\u05e2\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05dc\u05d5\u05de\u05e8 \u05d1\u05d9\u05d5\u05dd \u05d8\u05d5\u05d1. \u05de\u05d7\u05e6\u05dc\u05ea \u05d4\u05e7\u05e9\u05d5\u05e8\u05d4 \u05d5\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05e4\u05d5\u05ea\u05d7 \u05d5\u05e0\u05d5\u05e2\u05dc \u05d1\u05e9\u05d1\u05ea \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05e6\u05d5\u05e8\u05da \u05dc\u05d5\u05de\u05e8 \u05d1\u05d9\u05d5\u05dd \u05d8\u05d5\u05d1<\/span> (die eingeklammerten Worte fehlen in unseren Ausgaben, m\u00fcssen aber mit Ausnahme vielleicht der in runde Klammern eingeschlossenen aus der Tosefta erg\u00e4nzt werden; statt <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d3\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d3\u05e8\u05ea<\/span> [einschneidend] liest Tosefta wie Babli richtiger <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8\u05e8\u05ea<\/span> [schleifend], im Grunde aber kommt beides auf dasselbe heraus): \u201eDie Mischna behandelt den Fall, dass keine T\u00fcrangeln angebracht sind; sind Angeln vorhanden, so lehrt die Baraita Folgendes: Eine den Erdboden streifende T\u00fcr, eine solche Matte, ein solches Gatter (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e0\u05e7\u05d9\u05dc\u05d5\u05df<\/span> = cancelli, \u03f0\u03b9\u03b3\u03f0\u03bb\u03af\u03c2: Gittert\u00fcr) darf man am Schabbat und selbstverst\u00e4ndlich auch am Feiertage sowohl \u00f6ffnen als schliessen; mit einer Matte (welche \u00fcber den Eingang eines Ladens auf der Strasse gebreitet ist) darf man, wenn sie schwebend angebunden ist, sowohl \u00f6ffnen als schliessen, wo nicht (d.\u00a0h. wenn sie bis zur Erde herabh\u00e4ngt), darf man mit ihr weder \u00f6ffnen noch schliessen; hat man ihr aber eine Angel aus Rohr, Sangen, oder sonst einem beliebigen Stoffe hergestellt, so darf man mit ihr am Schabbat und selbstverst\u00e4ndlich auch am Feiertage sowohl \u00f6ffnen als schliessen.\u201c Dieser Schlusssatz bildet den Schl\u00fcssel zum richtigen Verst\u00e4ndniss auch des ersten Satzes, welchem der folgende auf den ersten Blick zu widersprechen scheint, und nun werden wir auch begreifen, wie Abaj\u00ea im Babli dazu kommt, die Geltung des ersten Satzes auf den Fall zu beschr\u00e4nken, dass T\u00fcrangeln vorhanden sind, wof\u00fcr ja im Satze selbst nicht der geringste Anhalt gegeben ist. Im GegenTeil! Die Worte <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e7\u05e9\u05d5\u05e8\u05d9\u05df \u05d5\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9\u05d9\u05df \u05d1\u05d6\u05de\u05df<\/span>, welche in Tosefta und Jer. allerdings fehlen, scheinen das Vorhandensein von Haspen geradezu auszuschliessen; denn es ist nicht einzusehen, warum T\u00fcr, Matte und Gatter an einem Strick und nicht lieber in den Angeln h\u00e4ngen, wenn sie wirklich mit solchen ausgestattet sind. Man m\u00fcsste denn zu der Ausflucht sich entschliessen k\u00f6nnen, dass die Baraita sie mit Absicht an Stricken befestigt sein l\u00e4sst, um zu betonen, dass die Benutzung dieser Verschlussmittel gestattet ist, auch wenn dieselben nicht in, sondern nur an ihren Angeln h\u00e4ngen. Diese Schwierigkeit war es vermutlich, welche Raba zu der Erkl\u00e4rung veranlasst hat, dass es gen\u00fcgt, wenn fr\u00fcher einmal Angeln vorhanden waren, durch welche die Versperrung eine Zeit lang beim \u00d6ffnen und Schliessen in einer bestimmten Richtung festgehalten wurde. Diese Richtung wird man auch jetzt noch, wo die Angeln fehlen, unwillk\u00fcrlich und gewohnheitsm\u00e4ssig innehalten, zumal dem \u00d6ffnen und Schliessen, das sich hier so leicht und m\u00fchelos vollzieht, an jeder andern Stelle die Unebenheit des Erdbodens manch\u2019 unbequemes Hinderniss entgegenstellen wird. Es ist daher nicht von Belang, ob die Angeln noch vorhanden sind oder nicht; nur darauf kommt es an, dass \u00fcberhaupt jemals welche angebracht waren. Abaj\u00ea dagegen besteht der gr\u00f6ssern Sicherheit wegen auf dem Vorhandensein der Haspen; allenfalls k\u00f6nnen die T\u00fcrb\u00e4nder fehlen und durch Stricke ersetzt sein, auf die Angeln aber kann keineswegs verzichtet werden, denn an diesen m\u00fcssen die Stricke befestigt sein, damit Einschnitte in die Erde um so sicherer vermieden werden. Seine Ansicht findet eine St\u00fctze in einer zweiten von Babli angef\u00fchrten Baraita, in welcher es ausdr\u00fccklich <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05df \u05e9\u05d9\u05e9 \u05dc\u05d4\u05df \u05e6\u05d9\u05e8<\/span> heisst (so hat <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5 \u05d7\u05e0\u05e0\u05d0\u05dc<\/span> und allem Anscheine nach auch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> gelesen. In unseren Ausgaben steht daf\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05df \u05e9\u05e7\u05e9\u05d5\u05e8\u05d9\u05df \u05d5\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9\u05d9\u05df<\/span>. Ohne Zweifel ein Schreibfehler! W\u00e4re diese Lesart richtig, so st\u00fcnde die Baraita eher mit der Mischna als mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d9\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05d0<\/span> in Widerspruch. Der Schreibfehler erkl\u00e4rt sich \u00fcbrigens sehr leicht aus der vorhergehenden Baraita, welche in ihrem ersten Teile denselben Wortlaut hat. S. auch Dikduke Soferim z. St.); Raba giebt diesen Worten nicht ohne Zwang die Wendung: sofern sie eine T\u00fcrangel hatten. [Wir haben diese kurze, aber vielumstrittene Mischna nach der Auffassung des R. Chananel erl\u00e4utert, welche uns die einfachste und nat\u00fcrlichste schien. Alle \u00fcbrigen Erkl\u00e4rer, an ihrer Spitze Raschi, haben unsere Mischna vom Gesichtspunkte der am Schabbat verbotenen Bauth\u00e4tigkeit aus beleuchtet; nur Maimonides scheint eine Ausnahme zu bilden, er f\u00fchrt sie nicht im 22. K. der Hil. Schabbat auf, sondern in deren 26. K. unter der Rubrik <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e7\u05e6\u05d4<\/span>. Auf welchen dieser beiden Standpunkte man sich stellen mag, es wird der Unterschied zwischen <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d1\u05d5\u05d4 \u05de\u05df \u05d4\u05d0\u05e8\u05e5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e9\u05d5\u05e8 \u05d5\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9<\/span> nicht ganz klar. Warum ist hier ein <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d9\u05e8<\/span> erforderlich, dort dagegen nicht? Ob eine improvisirte T\u00fcr von der Erde absteht oder nicht, kann doch in Bezug auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e7\u05e6\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e0\u05d9\u05df<\/span> gleichgiltig sein, sollte man meinen! Schon dadurch allein, dass sie an den Pfosten angebunden ist, legitimirt sie sich ja hinreichend als das, wozu sie bestimmt ist! Dazu kommt der Gegensatz, in welchem unsere Mischna zu Schabbat XVII 7 steht; <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05d6\u05e8\u05d7\u05d9\u05f3 \u05d4\u05dc\u05d5\u05d9<\/span> hat auf denselben zuerst aufmerksam gemacht und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05d1\u05f4\u05d3 ,\u05e8\u05f3 \u05d9\u05e9\u05e2\u05d9\u05f3 ,\u05de\u05dc\u05d7\u05de\u05d5\u05ea<\/span> (s. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d9\u05d8\u05d1\u05f4\u05d0<\/span> z. St.) bem\u00fchen sich denselben auszugleichen. Die L\u00f6sung des letztgenannten Autors hat den Beifall des <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05d0\u05e9<\/span> gefunden und ist sp\u00e4ter zur Halacha erhoben worden. Dieselbe wendet hier den Unterschied zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d4\u05dc \u05e2\u05e8\u05d0\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d4\u05dc \u05e7\u05d1\u05e2<\/span> an. Aber es steht ja auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e6\u05dc\u05ea<\/span> in unserer Mischna, und in der Baraita sind <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e7\u05e6\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e6\u05d4<\/span> gar nicht erw\u00e4hnt! Stellt man sich dagegen auf den Standpunkt des R. Chananel, so schwindet dieser Gegensatz sofort, die Forderung der Mischna, dass die T\u00fcr von der Erde abstehe, erscheint vollkommen begr\u00fcndet, und es kostet nur noch einige M\u00fche sich in der Gemara zurecht zu finden. Dem Einwurf, mit welchem Raschi diese Auffassung angefochten hat, ist deren Urheber in einer kurzen Andeutung zuvorgekommen, der wir gefolgt sind, und die wir in seinem Sinne weiter ausgef\u00fchrt zu haben hoffen.]<a href=\"#fnref565\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn566\"><p>Selbst wenn der Schl\u00fcssel im Schlosse steckt, weil zu bef\u00fcrchten ist, dass man ihn herausziehen und aus Versehen an sich nehmen k\u00f6nnte.<a href=\"#fnref566\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn567\"><p>Durch welchen der Raum vor der T\u00fcr, bezw. der Standort des \u00d6ffnenden gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> wird, so dass der Schl\u00fcssel, selbst wenn das Bef\u00fcrchtete eintritt, nur aus dem einen in das andere Privatgebiet geschafft wird. Nat\u00fcrlich muss der vom Verschlage eingeschlossene Raum mindestens vier Handbreiten im Geviert messen (K. IX Anm. 14). R. Meir h\u00e4lt es nicht f\u00fcr n\u00f6tig das hervorzuheben, denn es ist selbstverst\u00e4ndlich. Ebenso selbstverst\u00e4ndlich ist aber das Erfordernis einer H\u00f6he von zehn Handbreiten, und doch begn\u00fcgt er sich nicht mit den Worten <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05d0 \u05d0\u05dd \u05db\u05df \u05e2\u05e9\u05d4 \u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05d4<\/span>. Er betont vielmehr nachdr\u00fccklichst, dass dieser Verschlag 10 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e4\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hoch sein muss, damit man ja nicht zu dem Irrtum sich verleiten lasse, dass auch eine geringere H\u00f6he des Vorschlages, bei welcher der eingeschlossene Raum neutrales Gebiet (ebend.) w\u00e4re, hinreichend sei. Daraus folgt, dass nach R. Me\u00efr eine auf Zwittergebiet stehende Person weder in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> noch in <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> ein Schloss \u00f6ffnen, und umgekehrt kein in einer <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05de\u05dc\u05d9\u05ea<\/span> befindliches Schloss von privatem oder \u00f6ffentlichem Gebiete aus ge\u00f6ffnet werden darf.<a href=\"#fnref567\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn568\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05b7\u05bc\u05d8\u05b8\u05bc\u05dd<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05dd<\/span> m\u00e4sten) ist der Gefl\u00fcgelh\u00e4ndler; s. Alfasi z. St.\u00a0und \u2018Aruch, vgl. Besza 29b.<a href=\"#fnref568\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn569\"><p>Das Schloss, in welchem der Schl\u00fcssel steckte, war <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e4\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> (K. IX Anm. 14), das Fenster war Privatgebiet. Die Strassen Jerusalems waren zwar gleichfalls <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span>, denn die Stadt war mit Mauern umgeben, deren Tore nachts geschlossen wurden (Einl. Abs. 1); da man aber in der heiligen Stadt keinen Schittuf (Einl. Abs. 2) machte, so durfte man aus ihren Strassen und Gassen, ihren Pl\u00e4tzen und M\u00e4rkten einen Gegenstand ebensowenig in die Wohnungen wie in \u00f6ffentliches Gebiet schaffen. Sie hatten also in dieser Beziehung wenigstens den Charakter eines neutralen Gebietes. Wenn es nun in Jerusalem gang und g\u00e4be war, dass man von dem Marktplatz aus den Schl\u00fcssel vom T\u00fcrschloss nach dem Fenster schaffte, so muss es doch ganz allgemein gestattet sein, auf Zwittergebiet stehende Gegenst\u00e4nde eines andern Gebietes innerhalb desselben auf einen andern Platz zu legen. In Wahrheit ist dies nicht allein demjenigen erlaubt, der auf neutralem Gebiet steht, sondern selbst der in einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> oder einer <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> befindlichen Person; s. M. 4.<a href=\"#fnref569\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn570\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05d5\u05e1\u05d8\u05e8\u05d0<\/span> (so Jeruschalmi, Maimonides und fast alle \u00e4lteren Autoren; a. L. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05dc\u05d5\u05e1\u05d8\u05e8\u05d0<\/span>) ist das lat. claustra od. clostra, auch im Sing. (claustrum) gebr\u00e4uchlich, gr. \u03f0\u03bb\u03b5\u1fd6\u03c3\u03c4\u03c1\u03bf\u03bd. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> steht in den jer. Targumim (in den bab. findet sich das Wort \u00fcberhaupt nicht) bald als \u00dcbersetzung von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d9\u05d7<\/span> zur Bezeichnung der Balken, welche im Heiligtum zur Verbindung der Bretter dienten (Ex. 26,26-28, u. 36,31-33), bald als \u00dcbersetzung von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> zur Bezeichnung der Stangen, welche an der heiligen Lade angebracht waren (2. Chr. 5, 8-9); in beiden F\u00e4llen waren diese Querh\u00f6lzer bekanntlich durch Ringe geschoben. Im Arab. heisst <span dir=\"rtl\">\u0646\u062c\u0631<\/span> mit der Axt bearbeiten, davon <span dir=\"rtl\">\u0646\u062c\u0627\u0631<\/span> der Zimmermann, aram. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05b7\u05d2\u05b8\u05bc\u05e8<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0722\u0730\u0713\u0730\u072a<\/span> = hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05e9<\/span> ein Handwerker, der Holz oder Steine behaut. Im Hebr. endlich bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> fliessen, rinnen, rieseln. Es scheinen in diesem Stamme zwei verschiedene Wurzeln in einander geflossen. Von der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2<\/span>, welche schlagen oder hauen bedeutet (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e2<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e3<\/span>), stammt <span dir=\"rtl\">\u0646\u062c\u0631<\/span> behauen, <span dir=\"rtl\">\u0646\u062c\u0627\u0631<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> Zimmermann, Steinhauer; von der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e8<\/span> aber, die eine langsame Bewegung ausdr\u00fcckt (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e8\u05e8<\/span> schleifen, zerren) stammt <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> rieseln und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> Schieber. Raschi \u00fcbersetzt hier das Wort sachgem\u00e4ss mit cheville (Pflock).<a href=\"#fnref570\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn571\"><p>Obgleich der <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8<\/span> im Baba M. VIII 7 zu den handwerksm\u00e4ssig hergestellten Dingen gez\u00e4hlt wird, stellt er doch kein Ger\u00e4t (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9<\/span>) im eigentlichen Sinn dar, ist vielmehr in seiner primitiven Form weiter nichts als ein einfaches St\u00fcck Holz und darf daher am Schabbat garnicht in die Hand genommen werden; die <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05d5\u05e1\u05d8\u05e8\u05d0<\/span>, in welche er endet, \u00e4ndert daran nichts nach R. E. Erst wenn er mittels einer haltbaren Schnur (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05d0\u05d2\u05d3\u05d5<\/span>) an der T\u00fcr befestigt ist, und dadurch seine Bestimmung deutlich zu erkennen gibt, darf er nach seiner Meinung am Schabbat als Riegel benutzt werden. [Eine andere sehr bestechende Auffassung von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05d0\u05d2\u05d3\u05d5<\/span> hat Maim. in seinem Codex; doch findet Raschi\u2019s Erkl\u00e4rung, der wir gefolgt sind, im Jer. ihre Best\u00e4tigung.]<a href=\"#fnref571\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn572\"><p>Nach ihm ist der Schieber oder Pflock durch den \u00bbRiegel an seiner Spitze\u00ab, d.\u00a0i. durch sein oberes, in einen Knopf oder hakenf\u00f6rmig auslaufendes Ende, gen\u00fcgend als Riegel und somit als <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9<\/span> legitimirt. [Raschi erkl\u00e4rt diese und die folgende Mischna vom Gesichtspunkte der verbotenen Baut\u00e4tigkeit. Maim. dagegen f\u00fchrt dieselben in seinem Codex unter der Rubrik <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e7\u05e6\u05d4<\/span> auf (s. auch dessen Mischnakommentar). Die Gr\u00fcnde, welche unsere Wahl zwischen diesen beiden Auffassungen bestimmt haben, findet der Leser in den Tosafot zu Schabbat 126a.]<a href=\"#fnref572\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn573\"><p>Einem solchen n\u00e4mlich, der mittels eines schwachen Fadens (s. Anm. 56) an der T\u00fcr so angebunden ist, dass sein unteres Ende den Boden ber\u00fchrt.<a href=\"#fnref573\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn574\"><p>Ein solcher n\u00e4mlich, welcher unangebunden in irgend einem Winkel liegt.<a href=\"#fnref574\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn575\"><p>Es ist die Ansicht des R. E. der vorigen Mischna, und das Verbot erkl\u00e4rt sich durch das in Anm. 56 Gesagte. Dass er es aber im Heiligtum nicht so streng nimmt, beruht auf dem Grundsatze: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span>, die rabbinischen Verbote haben im Heiligtume keine Geltung. Hier wie in den folgenden Halachot handelt es sich n\u00e4mlich keineswegs um Satzungen der Tora, sondern lediglich um einige jener Anordnungen, welche von den Schriftgelehrten gleichsam als Schutzmauer um das g\u00f6ttliche Gesetz errichtet worden, im Bereich des Tempels aber, wo unter den Augen gewissenhafter und sittenstrenger Priester die Verletzung einer Toravorschrift kaum zu bef\u00fcrchten war, gr\u00f6sstenTeils ausser Kraft gesetzt waren. Nur einige wenige, die selbst im Heiligtume als notwendig erkannt wurden, sind auch dort aufrecht erhalten worden. Mehrere dieser Ausnahmen werden hier der Reihe nach aufgef\u00fchrt. [Raschi scheint allerdings eine Ausnahme von dieser Regel nicht gelten zu lassen (s. Anm. 65) und will daher den Satz <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05d5 \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> auf gottesdienstliche Zwecke beschr\u00e4nken (M. 12 u. 13): dagegen sagt Maimonides ausdr\u00fccklich in Hil. Korban Peeach I 16: <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9 \u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d1\u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e6\u05d5\u05e8\u05da \u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05d4 \u05d0\u05e1\u05d5\u05e8 \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9 \u05d4\u05d9\u05ea\u05e8 \u05d4\u05d5\u05d0<\/span>. Raschi\u2019s Ansicht d\u00fcrfte sich kaum aufrecht erhalten lassen (s. Anm. 69).] W\u00e4hrend \u00bbin der Provinz\u00ab, d.\u00a0i. ausserhalb des Tempels, die Benutzung eines nur mit schwachem Faden angebundenen Riegels auch dann verboten ist, wenn er blos mit dem untern Ende den Boden streift, ist sie im Bereiche des Tempels allerdings gestattet, auch wenn er seiner ganzen L\u00e4nge nach auf der Erde liegt. Aber angebunden muss er sein, und w\u00e4r\u2019s auch nur mit einem Bande, das nicht dauerhaft genug ist, um seine Last freischwebend zu tragen; sonst ist seine Benutzung, obgleich kein Verbot der schriftlichen Lehre entgegensteht, selbst im Heiligtume unzul\u00e4ssig. [Die Tosafot machen hier (102a oben <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05db\u05d9 \u05e4\u05dc\u05d9\u05d2\u05d9<\/span>) eine sehr subtile Unterscheidung zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05db\u05d5\u05dc \u05dc\u05e2\u05de\u05d5\u05d3 \u05e2\u05f4\u05d9 \u05d0\u05d5\u05ea\u05d5 \u05d7\u05d1\u05dc<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d9\u05d8\u05dc \u05d1\u05d0\u05d2\u05d3\u05d5<\/span>, worunter <span dir=\"rtl\"> \u05d9\u05db\u05d5\u05dc \u05dc\u05d8\u05dc\u05d8\u05dc\u05d5 \u05de\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05dc\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> verstanden sein soll; aber Jer. spricht ausdr\u00fccklich von <span dir=\"rtl\"> \u05d3\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d9\u05db\u05d5\u05dc \u05dc\u05d4\u05e2\u05de\u05d9\u05d3\u05d5<\/span>, und davon abgesehen d\u00fcrfte nun R. E. nicht den <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e8 \u05d4\u05e0\u05d2\u05e8\u05e8<\/span>, sondern den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9<\/span> in Gegensatz zum <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e0\u05d7<\/span> bringen (s. Tos. Schabbat 126a <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05e9\u05e7\u05e9\u05d5\u05e8<\/span>), da ja nach ihrer Ansicht auch der v\u00f6llig frei schwebende Riegel verboten ist, wenn die Schnur zwar stark genug ist, ihn in der Schwebe zu erhalten, f\u00fcr seinen Transport aber sich als zu schwach erweist.]<a href=\"#fnref575\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn576\"><p>Auch wenn er der ganzen L\u00e4nge nach auf der Erde liegt, sofern er nur angebunden oder (laut voriger Mischna) mit einem clostrum versehen ist, im Heiligtum dagegen bedarf es nach R. J. weder des einen noch des andern Erfordnisses.<a href=\"#fnref576\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn577\"><p>An der T\u00fcr eines Spindes oder andern M\u00f6belst\u00fcckes.<a href=\"#fnref577\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn578\"><p>Wenn der Zapfen aus seinem Loch in der Schwelle herausgetreten, darf man ihn mit der Hand wieder zur\u00fcckschieben; bei Haust\u00fcren oder Fensterladen fiele die Wiedereinf\u00fcgung allerdings unter das Verbot der Baut\u00e4tigkeit, auf M\u00f6belst\u00fccke aber findet der Begriff des Bauens \u00fcberhaupt keine [oder doch nur eine sehr beschr\u00e4nkte; s. R. Ascher K. III No.\u00a05] Anwendung.<a href=\"#fnref578\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn579\"><p>Weil dort zu bef\u00fcrchten ist, dass man zwischen der T\u00fcr an M\u00f6belst\u00fccken und der an Geb\u00e4uden keinen Unterschied machen wird \u2014 eine Verwechslung, die im Bereiche des Tempels undenkbar ist.<a href=\"#fnref579\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn580\"><p>Wenn der obere Zapfen herausgetreten, f\u00e4llt die T\u00fcr um, und es bedarf dann grosser Anstrengung, sie wieder einzuf\u00fcgen; meist muss man sogar einen Hammer oder anderes Werkzeug zu Hilfe nehmen. Die Anwendung von Werkzeug aber ist als \u00bbhandwerksm\u00e4ssige Verrichtung\u00ab (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d4 \u05d1\u05e4\u05d8\u05d9\u05e9<\/span>) strafbar; um daher der \u00dcbertretung dieses Verbotes vorzubeugen, deren M\u00f6glichkeit selbst im Heiligtum nicht ausgeschlossen war, haben die Rabbinen auch dort die Wiedereinf\u00fcgung der obern Angel ganz und gar untersagt. Also wieder wie in Anm. 60 eine Ausnahme von der Regel, laut welcher <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span>! [Anders lautet die Erkl\u00e4rung Raschi\u2019s, welche sich alle sp\u00e4teren Commentatoren der Mischna zu eigen gemacht haben, trotzdem sie von den Tosafot (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05df<\/span>) widerlegt wird. Ausdr\u00fccklich sagt Jer. z. St.: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05db\u05dc \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> und es ist auffallend, dass sich die Tosafot diese St\u00fctze f\u00fcr ihre Ansicht haben entgehen lassen.]<a href=\"#fnref580\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn581\"><p>R. J. l\u00e4sst die Bef\u00fcrchtung, man k\u00f6nnte im Eifer Werkzeug zu Hilfe nehmen, nur ausserhalb des Tempels, nicht aber in dessen Bereiche gelten; die Besorgnis dagegen, dass irgend jemand die f\u00fcr M\u00f6belst\u00fccke gew\u00e4hrte Erlaubnis urteilslos auf Geb\u00e4ude \u00fcbertragen wird, Teilt er \u00fcberhaupt nicht. Eine solche Verwechslung ist selbst \u00bbin der Provinz\u00ab unwahrscheinlich, und da die Wiedereinf\u00fcgung des untern Zapfens sich durch eine einfache Manipulation ohne alles Werkzeug bewerkstelligen l\u00e4sst, so hat er gegen dieselbe keinerlei Bedenken.<a href=\"#fnref581\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn582\"><p>Der Priester muss den Opferdienst mit ganz nackter Hand verrichten; desgleichen muss sein Dienstgewand durchweg seinem blossen K\u00f6rper anliegen. Findet sich daher auf der innern Fl\u00e4che seiner Hand oder an seinem K\u00f6rper, soweit dieser vom Priesterkleide bedeckt ist, eine durch ein Pflaster gesch\u00fctzte Wunde, so muss er dasselbe abnehmen; es ist ihm aber gestattet, es nach vollbrachtem Dienste auch am Schabbat wieder zu befestigen. Das Auflegen eines Pflasters ist zwar mit R\u00fccksicht darauf, dass es leicht zu \u00bbPflasterstreichen\u00ab [<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05d7<\/span>, eine der von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d5\u05d7\u05e7<\/span> (Schabbat VII 2) ressortirenden, also unter das biblische Verbot der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d4<\/span> fallenden T\u00e4tigkeiten; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d7\u05e7<\/span> bedeutet n\u00e4mlich nicht \u00bbschaben\u00ab, wie gew\u00f6hnlich auf Grund einer f\u00e4lschlich als \u00dcbersetzung aufgefassten Erkl\u00e4rung Raschi\u2019s das. angenommen wird, sondern \u00bbgl\u00e4tten\u00ab, wie die aus dieser Stammt\u00e4tigkeit abgeleiteten Verbote (Schabbat 75b) beweisen. Wie bei <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> ist auch hier \u00bbschlagen\u00ab die urspr\u00fcngliche Bedeutung (Richter 5, 26), aus welcher sich unmittelbar die des Gl\u00e4ttens entwickelt hat. Der obere Teil des Schreibstifts (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05ea\u05d1<\/span>), dessen flaches Ende dazu diente, die mit dem spitzen Ende des untern Teils in das Wachs der Schreibtafel (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d9\u05e0\u05e7\u05e1<\/span>, \u03c0\u03af\u03bd\u03b1\u03be) eingegrabenen Zeichen wieder zu verwischen, heisst <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d7\u05e7<\/span>: der Gl\u00e4tter (Kelim XIII 2), weshalb dann <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e7<\/span> ganz allgemein Geschriebenes ausl\u00f6schen bedeutet. Bei Maim. Hil. Schabbat XI 6 ist ohne Zweifel <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d9\u05d7\u05dc\u05d9\u05e7 \u05e4\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd<\/span> und nicht <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05d7\u05dc\u05d9\u05e3<\/span> zu lesen] f\u00fchren k\u00f6nnte, durch rabbinische Verordnung am Schabbat untersagt. Weil aber die Entfernung des Pflasters von der Wunde xu gottesdienstlichem Zwecke geschah, hat man ihm auch das Wiederanbringen desselben gestattet, damit er die Leistung der ihm zugewiesenen heiligen Dienstverrichtung nicht verweigere (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05e1\u05d5\u05e4\u05d5 \u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05ea\u05d7\u05dc\u05ea\u05d5<\/span>).<a href=\"#fnref582\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn583\"><p>Man erwartet <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05ea\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> statt des holperigen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05d1\u05ea\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> (vgl. M. 11 u. 12). Dann aber w\u00fcrde sich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8\u05d9\u05df<\/span> auch auf diesen Teil des Satzes beziehen, was nicht angeht, da <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8\u05d9\u05df<\/span> (zur\u00fccklegen) und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> (im Anfange) dem Sinne nach Gegens\u00e4tze sind. Es musste daher durch die Conjunction <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd<\/span> ein neuer Satz gebildet werden. Dagegen steht oben sehr richtig <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05de\u05d5\u05e0\u05d7 ,\u05d5\u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05df<\/span>; denn dort ist in der Tat<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d7\u05d6\u05d9\u05e8<\/span>, bez. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e0\u05e2\u05d5\u05dc \u05d1\u05d5<\/span> zu erg\u00e4nzen.<a href=\"#fnref583\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn584\"><p>Der Grund des Verbotes ergibt sich von selbst aus unseren Ausf\u00fchrungen in Anm. 67. Obgleich das Auflegen eines Pflasters am Ruhetage lediglich durch die Rabbinen untersagt ist, wurde dasselbe doch nur dem Priester gestattet, welcher durch eine Dienstverrichtung gezwungen war, ein auf seiner Wunde bereits befindliches Pflaster abzunehmen. Hinsichtlich solcher Verletzungen aber, die erst am Schabbat entstanden, oder vor der Opferhandlung auch nicht durch ein Pflaster gesch\u00fctzt waren, haben die Rabbinen ihr Verbot aufrecht erhalten. Es ist eben auch hier das Princip <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> (Anm. 60) durchbrochen. [Raschi freilich stellt es in Consequenz seiner Ansicht, dass diese Regel keinerlei Ausnahme erleidet, so dar, als ob dieselbe erst durch Vermittelung von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05e1\u05d5\u05e4\u05d5 \u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05ea\u05d7\u05dc\u05ea\u05d5<\/span> hier in Betracht k\u00e4me, ohne Weiteres jedoch in unserm Falle keine Anwendung finden k\u00f6nne, weil die rabbinischen Verbote angeblich nur zu gottesdienstlichen Zwecken im Tempel ausser Kraft gesetzt sind, das Wiederauflegen des Pflasters aber zum Opferdienste nicht mehr in unmittelbarer Beziehung steht. Diese Annahme st\u00f6sst indes auf erhebliche Schwierigkeiten. Aus Besza 11b ist ersichtlich, dass das Auflegen eines Pflasters auch einem <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05dc\u05d0\u05d5 \u05d1\u05e8 \u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05d4 \u05db\u05d4\u05df<\/span> im Heiligtum gestattet w\u00e4re, wenn dieses Verbot nicht eine Ausnahme von dem Grundsatze <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> bildete. \u05d4\u05dc\u05db\u05ea\u05d0 \u05d2\u05d1\u05d9\u05e8\u05ea\u05d0<\/span> (am Schlusse unseres Tractats) als biblisches bezeichnet.]<a href=\"#fnref584\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn585\"><p><span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d4<\/span> hat in der Form des Kal die bald reflexive bald passive Bedeutung eines Nif\u2018al.\u00a0Zur Erkl\u00e4rung dieser auffallenden Erscheinung gen\u00fcgt nicht der Hinweis auf das lat. vapulare; man muss vielmehr auf die Grundbedeutung zur\u00fcckgehen, die sich im Arabischen noch erhalten hat. Dort heisst n\u00e4mlich <span dir=\"rtl\">\u0644\u0642\u0649<\/span> begegnen, treffen (<span dir=\"rtl\">\u0645\u0627 \u0644\u0642\u064a\u062a \u0645\u0646\u0647<\/span> was mir von ihm widerfahren, w\u00f6rtlich: was ich von seiner Seite getroffen habe) und in der 5. Form: empfangen, u. z. genau so wie <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05dc<\/span> im Pi\u2018el sowohl im Sinne des Bekommene (Abot I 1) als in dem des Lernens (das. 3). Auch <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05dc<\/span> heisst urspr\u00fcnglich begegnen, eine Bedeutung, die in der aram. Pr\u00e4position <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d1\u05dc<\/span> (gegen\u00fcber) und im Hif\u2018il (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d1\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea<\/span> \u2014 2. B. M. 25, 5 \u2014 parallel, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d1\u05d9\u05dc<\/span> \u2014 Abot I 15, in unseren Ausgaben falsch: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d1\u05dc<\/span> \u2014 entgegenkommen, <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05e7\u05d1\u05d9\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9 \u05e8\u05d1\u05d5<\/span> entgegengehen, aufsuchen) deutlich hervortritt. Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d4<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e7\u05d7<\/span> nicht nur eines Stammes, sondern auch eines Sinnes, nur dass dieses seine allgemeine Bedeutung (nehmen, holen, bekommen) beibehalten, w\u00e4hrend jenes im Volksmunde eine ganz bestimmte, etwas scherzhafte F\u00e4rbung angenommen hat: Schl\u00e4ge bekommen, sich Pr\u00fcgel holen. So heisst auch <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e4\u05d2<\/span> (in sich aufnehmen) Kilajim VIII 3: Hiebe einstecken, <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05e2<\/span> (verschlingen) \u2018Arachin 22a: Pr\u00fcgel verschlucken.<a href=\"#fnref585\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn586\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d2\u05de\u05d9<\/span> ist vermuthlich dasselbe, was in der Bibel mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05de\u05d0<\/span> bezeichnet wird: die \u00e4gyptische Papyrusstaude (koptisch Gome), deren bast\u00e4hnliche H\u00e4ute, wie es scheint, bei Wunden als Verband zu Heilzwecken benutzt wurden.<a href=\"#fnref586\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn587\"><p>Wenn es ein Finger der linken Hand ist, welche f\u00fcr den Opferdienst nicht in Betracht kommt. Die rechte Hand, mit welcher derselbe verrichtet wurde, musste dabei die heiligen Gegenst\u00e4nde unmittelbar ber\u00fchren, und es durfte daher ihre innere Fl\u00e4che wenigstens durch keinen noch so schmalen Verband an irgend einer Stelle bedeckt sein; vgl. Anm. 67. [Auf die \u00e4ussere Fl\u00e4che derselben bezogen (s. Raschi z. St.), passt der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e8\u05da<\/span> nicht.]<a href=\"#fnref587\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn588\"><p>Weil die Anwendung von Heilmitteln am Schabbat, wo es sich um leichte Verletzungen und geringf\u00fcgige Krankheiten handelt, von den Rabbinen untersagt ist (Schabbat XIII 3\u20144).<a href=\"#fnref588\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn589\"><p>Hier liegt es auf der Hand, warum statt des einfachern <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05d3\u05dd<\/span> die schleppende Konstruktion <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05dc\u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05d3\u05dd<\/span> gew\u00e4hlt ist. Jenes g\u00e4be einen ganz falschen Sinn; es hiesse: Blut herauszudr\u00fccken ist hier wie dort verboten. Das w\u00e4re aber ganz selbstverst\u00e4ndlich; denn Blutentziehung ist am Schabbat durch das Gesetz der Tora verboten, wie aus Schabbat 133b unten ersichtlich. [Obwohl der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc\u05d5\u05dc \u05e9\u05d1\u05ea<\/span> auch auf geringere Vergehen Anwendung findet (Berachot 6b, \u2018Erubin 104a u. \u00f6.), so geht doch aus dem Zusammenhange hervor, dass <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> gegen ein Verbot der Tora st\u00f6sst. Andernfalls w\u00e4re die Schlussfolgerung <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05e0\u05d4 \u05d4\u05d5\u05d0<\/span> nicht berechtigt; auch h\u00e4tte sonst der Satz <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d9 \u05de\u05d7\u05d1\u05e8 \u05e7\u05de\u05f4\u05dc<\/span> keinen Sinn, da ja hier, wo im Gegensatz zu Ketubbot 5b die Blutentziehung <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05e8\u05e4\u05d5\u05d0\u05d4<\/span> geschieht, selbst unter der Voraussetzung <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05dd \u05de\u05e4\u05e7\u05d3 \u05e4\u05e7\u05d9\u05d3<\/span> ein rabbinisches Verbot vorliegt. Befremdlich ist die Fassung, die Maim. in Hil. Schabbat XXI 25 dieser Halacha gibt. Da zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d7\u05d9\u05e7\u05d4 \u05d1\u05d9\u05d3\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d9\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e4\u05d4<\/span> schwerlich ein Unterschied ist, so erwartet man: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dd \u05d3\u05d7\u05e7\u05d5 \u05d1\u05d9\u05d3\u05d5 \u05db\u05d3\u05d9 \u05dc\u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05de\u05de\u05e0\u05d5 \u05d3\u05dd \u05d7\u05d9\u05d9\u05d1<\/span>. Vielleicht ist aber das Suffix in <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d3\u05d7\u05e7\u05e0\u05d5<\/span> nicht auf <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d1\u05e2\u05d5<\/span>, sondern auf <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05de\u05d9<\/span> zu beziehen. Genauer dr\u00fcckt er sich in <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05db\u05dc\u05d9 \u05d4\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> X 9 aus.]<a href=\"#fnref589\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn590\"><p>Auf indirecte Weise (<span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d3 \u05db\u05dc\u05d0\u05d7\u05e8<\/span>) Blut herauszudr\u00fccken, wie z. B. hier durch festeres Anziehen des Verbandes, ist nur von den Rabbinen untersagt. Wir haben es eben auch hier wieder mit einer Ausnahme von der Regel <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> (Anm. 60) zu tun.<a href=\"#fnref590\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn591\"><p>So hiess die schiefe Ebene, welche die Stelle einer Treppe vertretend (Exod. 20, 23) zur Feuerst\u00e4tte des Opferaltars emporf\u00fchrte (Tamid III 3). Sie stand au der S\u00fcdseite desselben, und hatte eine L\u00e4nge von 32, eine Breite von 16 Ellen.<a href=\"#fnref591\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn592\"><p>Der Stamm <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05e7<\/span> bedeutet im Aram. und Syr. zerbrechen, weshalb die Erkl\u00e4rer es auch hier durch Zerstossen wiedergeben. Doch f\u00e4llt diese Verrichtung als eine von <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05d7\u05df<\/span> (Schabbat VII 2) ressortirende unter den Begriff der strafbaren <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d4<\/span> und ist daher schwerlich im Heiligtum gestattet. Nur Maim. erkl\u00e4rt unser Wort in seinem Kommentar durch Streuen, und das ist ohne Zweifel das Richtige. Im Arab. heisst <span dir=\"rtl\">\u0628\u0632\u0642<\/span> s\u00e4en, und wenn auch die Grundbedeutung unstreitig Brechen ist, so ist es andererseits ebenso sicher, dass der Begriff des Trennens und Scheidens sehr gern in den des Ausstreuens \u00fcbergeht.<a href=\"#fnref592\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn593\"><p>Beim Hinaufschaffen des Brennholzes.<a href=\"#fnref593\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn594\"><p>Um dessen Wellbaum eine Kette sich windet, an welcher die Eimer befestigt sind.<a href=\"#fnref594\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn595\"><p>Namen zweier Wasserbeh\u00e4lter in der Tempelhalle.<a href=\"#fnref595\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn596\"><p>Unter kalten Brunnen versteht man zum Unterschied von Zisternen die Brunnen mit frischem Quellwasser. Gemeint ist hier indessen ein ganz bestimmter Brunnen (nicht im Heiligtum, sondern in der Provinz), aus dem man schon unter den letzten Propheten nach altem Brauche an Feiertagen mittele des Rades Wasser sch\u00f6pfte. Sonst ist es ausserhalb des Tempels verboten an Schabbat und Feiertagen mit Hilfe einer Maschine Wasser zu sch\u00f6pfen, weil solches meist zum Zwecke der Bodenbew\u00e4sserung geschieht, diese aber an den heiligen Tagen als Bef\u00f6rderung des Wachshums ebenso strafbar ist, wie die Aussaat selber (Schabbat VII 2).<a href=\"#fnref596\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn597\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 11, 29\u201431.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref597\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn598\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d9\u05d9\u05df<\/span> ist das persische Hemj\u00e2n (<span dir=\"rtl\">\u0647\u0645\u064a\u0627\u0646<\/span>) = G\u00fcrtel.<a href=\"#fnref598\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn599\"><p>Bis eine h\u00f6lzerne Zange herbeigeholt wird. Mit der blossen Hand soll er jedoch das tote Tier nicht anfassen, damit er nicht selber durch die unmittelbare Ber\u00fchrung unrein werde.<a href=\"#fnref599\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn600\"><p>Die Etymologie von <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d1\u05ea<\/span> s. Anm. 7.<a href=\"#fnref600\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn601\"><p>Der G\u00fcrtel w\u00fcrde durch das todte Kriechtier verunreinigt; von Holzger\u00e4ten dagegen sind nur diejenigen f\u00fcr Unreinheit empf\u00e4nglich, welche eine Vertiefung zur Aufnahme von Gegenst\u00e4nden haben, nicht aber diejenigen, welche wie die Zange eine glatte Oberfl\u00e4che haben.<a href=\"#fnref601\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn602\"><p>An Schabbat- oder Feiertagen, an denen es sonst laut einer Verordnung der Rabbinen untersagt ist, ein solches Tier wie \u00fcberhaupt alles, was weder zu den Gebrauchsnoch zu den Verbrauchsgegenst\u00e4nden z\u00e4hlt, von der Stelle zu nehmen.<a href=\"#fnref602\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn603\"><p>Der Hechal grenzte an das Allerheiligste und war 40 Ellen lang, 20 E. breit; vom Hechal gelangte man in den Ulam (70 E. 1. und 11 E. b.), und von diesem f\u00fchrten 12 Stufen hinab zum Opferaltar. Zwischen diesem und der Aussenwand des Ulam betrug die Entfernung 22 E.<a href=\"#fnref603\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn604\"><p>Pr\u00e4gnant f\u00fcr: die muthwillige \u00dcbertretung des Verbotes, welches dem Unreinen das Betreten des Heiligtums untersagt (Num. 19, 20).<a href=\"#fnref604\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn605\"><p>Dem sogenannten steigenden und fallenden Opfer <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d1\u05df \u05e2\u05d5\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d9\u05d5\u05e8\u05d3<\/span> (Lev. 5, 1\u201413).<a href=\"#fnref605\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn606\"><p>R. \u2018Akiba f\u00fcgt zu den in Anm. 99 bezeichneten R\u00e4umen noch die \u2018Azara hinzu, jene grosse Opferhalle, welche dem Vorhof des von Mosche errichteten Zeltes entsprach; in einer L\u00e4nge von 187 und einer Breite von 135 Ellen sich erstreckend, umgab sie das eigentliche Heiligtum von allen vier Seiten und f\u00fchrte im Osten durch das Nikanortor mittels einer Treppe von 15 Stufen in die Frauenhalle hinab.<a href=\"#fnref606\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn607\"><p>Des Tempelbezirke, selbst in der Frauenhalle und nach R. S. b. N. sogar in der Opferhalle.<a href=\"#fnref607\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn608\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05db\u05ea\u05e8<\/span> ist das griechische \u03c8\u03c5\u03f0\u03c4\u03ae\u03c1, der K\u00fchler, ein grosses Gef\u00e4se, welches dazu diente, den Wein k\u00fchl zu erhalten. Bei den Juden, die beil\u00e4ufig \u03c8\u03c5\u03c7\u03d1\u03ae\u03c1 gesprochen zu haben scheinen, finden wir die mit dem Etymon des Wortes (\u03c8\u03cd\u03c7\u03c9 = k\u00fchlen) zusammenh\u00e4ngende Bedeutung schon ganz verwischt und zu der allgemeinen Bedeutung eines volumin\u00f6sen K\u00fcbels verblasst. Der Psykter des Tempels diente einem dreifachen Zwecke (Tamid V 5); aber nichts erinnert dabei auch nur im Entferntesten mehr an den Stamm des Wortes. Er hatte den Rauminhalt eines halben Kor, konnte mithin nahezu 1\u00bc Hektoliter fassen (vgl. K. VII Anm. 49.<a href=\"#fnref608\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn609\"><p>Aber hinaustragen durfte man es nicht von dort. Also wiederum eine Ausnahme von der Regel <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9 \u05d0\u05d9\u05df \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> (Anm. 60)!<a href=\"#fnref609\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn610\"><p>Oder: \u00bbDen Spielraum, den die Weisen dir gestattet, haben sie von dem Deinigen dir gew\u00e4hrt.\u00ab Der Sinn bleibt derselbe.<a href=\"#fnref610\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn611\"><p>Mit anderen Worten: Zugest\u00e4ndnisse machten sie dir nur hinsichtlich jener Verbote, welche sie selbst auf Grund des Gebotes der Arbeitseinstellung (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span>) erlassen haben. Die Worte des R. S. bilden ein zusammenfassendes Urteil \u00fcber die letzten 5 Mischnajot. Wenn dieselben im Heiligtume einigen Spielraum zu freierer Bewegung offenlassen, so gestatten sie nur einiges von dem, was nach dem Gesetz der Tora ganz erlaubt w\u00e4re, und auch dieses wenige nur mit gewissen Einschr\u00e4nkungen. Du darfst wohl eine T\u00fcr verriegeln, aber nur wenn der Riegel an der T\u00fcr befestigt ist; die T\u00fcrangel darfst du wiedereinf\u00fcgen, aber nur die untere; ein abgenommenes Wundpflaster auf\u2019s Neue befestigen, aber kein neues auflegen; eine gerrissene Seite zusammenknoten, aber nur wenn sie am Schabbat erst entzwei gerissen; eine Blatter beseitigen, doch nicht mit einem Instrument; einen Verband anlegen, aber nicht fest anziehen; ein unreines Tier hinaustragen, aber nur aus den inneren R\u00e4umen des Tempels. Alle diese Einschr\u00e4nkungen sind gleichwohl nichts als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span>. Also nicht einmal <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05da<\/span> haben sie dir im Heiligtum gew\u00e4hrt, sondern nur <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05dc\u05da<\/span>. Allerdings sollte man nun <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05d1\u05d9<\/span> erwarten (vgl. den Schluss von Kelim); doch findet sich eine Wortstellung wie <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d1\u05d9 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> oft genug auch da, wo keine Polemik in der Absicht lag, wie Heller mit erstaunlicher Belesenheit zu Bikkurim III 6 ersch\u00f6pfend nachgewiesen hat. \u2014 Babli z. St.\u00a0bezieht die Worte des R. S. zum Teil auf den mittlern Satz der 13. Mischna, zum Teil gar auf den Schluss des 4. Kapitels. Daran nimmt schon Edels (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05e8\u05e9\u05f4\u05d0<\/span>) Anstoss. Er betrachtet dieselben als Schlusswort zum ganzen Traktat und l\u00e4sst durchblicken, dass die Beziehung im Babli nicht buchst\u00e4blich zu nehmen ist. R. S. mochte immerhin einen speziellen Fall im Auge gehabt haben; er hat jedoch seinen Worten eine so allgemeine Wendung gegeben, dass sie sehr wohl als Schlusswort an das Ende von \u2018Erubin gesetzt werden konnten, wo sie auf mancherlei Bestimmungen des Tractats und insbesondere auf die letzten 5 Mischnajot passende Anwendung finden. Nun aber entsteht die Frage: Wozu erst einen Ankn\u00fcpfungspunkt in der Ferne suchen, da sich doch das Schlusswort so leicht und ungesucht an das unmittelbar Vorhergehende anschliesst? Ich glaube daher der Bemerkung des Babli eine ernstere Bedeutung beimessen zu m\u00fcssen, zumal der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05dc\u05da<\/span> tats\u00e4chlich viel besser auf die 15 Ellen in IV 11 als auf die <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d5\u05e8\u05d9 \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> in X 11\u201415 passt. Die L\u00f6sung der in Rede stehenden und manch anderer Schwierigkeit finde ich in einer Beobachtung, die sich dem aufmerksamen Leser sicherlich gleich mir aufgedr\u00e4ngt hat, in der Wahrnehmung, dass in unserm Tractate viele Halachoth, ja ganze Kapitel eine Umstellung erfahren haben. Es ist bekannt, dass an dem Aufbau der Mischna viele Geschlechter gearbeitet haben, bis R. Juda der Heilige das Werk gekr\u00f6nt hat. Die Bausteine waren von Alters her gegeben; aber ihre kunstgerechte Zusammenf\u00fcgung ist ein Meisterst\u00fcck minuti\u00f6ser Musivarbeit, welches nur allm\u00e4hlich durch die Bem\u00fchungen mehrerer Jahrhunderte zustande kam. Die Mischna wurde nicht allein von den Vorg\u00e4ngern des R. Juda, sondern zuletzt noch von ihm selbst wiederholt \u00fcberarbeitet, ehe sie die Form erhielt, in der sie uns jetzt vorliegt. Dieselbe weicht ohne Zweifel sehr wesentlich von den fr\u00fcheren Bearbeitungen ab. Manches ist gestrichen, anderes hinzugef\u00fcgt worden, und vieles hat infolgedessen eine andere Anordnung erhalten m\u00fcssen. Das zeigt sich nirgends augenf\u00e4lliger als in \u2018Erubin. Schon ein oberfl\u00e4chlicher Blick auf K. IV\u2014V belehrt uns durch ein rein \u00e4usserliches Merkmal, dass die ersten 6 Mm. des K. V nicht hingeh\u00f6ren. Fast s\u00e4mmtliche Halachot beginnen hier \u2014 und das ist kein Zufall, sondern, wie wir bald sehen werden, in dem kasuistischen Inhalte begr\u00fcndet \u2014 mit dem W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9<\/span>; nur diese sechs nicht! Und forschen wir nach der Ursache dieser Erscheinung, so verraten sie sich uns sofort als Eindringlinge an diesem Orte, die den Zusammenhang auf eine gewaltsame Art durchbrechen. Im ganzen 4. und im Rest des 5. Kapitels werden lauter Specialf\u00e4lle er\u00f6rtert; dazwischen tritt V 1\u20145 eine allgemeine Vorschrift \u00fcber die Bemessung und Abgrenzung des Schabbatbezirks. Und nun gar M. 6, die sich in diese wildfremde Umgebung, man weiss nicht wie, verirrt zu haben scheint (s. das. Anm. 35)! Frappanter noch ist die seltsame Gruppirung des Stoffes. Es herrscht hier ein Durcheinander wie in keinem Traktate mehr der sonst so wohlgeordneten und durch \u00dcbersichtlichkeit sich auszeichnenden Sammlung. Unsere Massechta behandelt \u2014 wenn wir vom letzten Perek absehen, welcher an den ersten von \u00bbSchabbat\u00bb ankn\u00fcpfend den innern Zusammenhang dieser beiden, im Grunde ein einheitliches Ganzes bildenden Traktate auch \u00e4usserlich bekundet \u2014 in zwei Hauptst\u00fccken (A u. B) die Verschmelzung der H\u00f6fe und Strassen einerseits und die der Schabbatbezirke andererseits. Jedes dieser St\u00fccke zerf\u00e4llt in 2 Abschnitte (<i>\u03b1u.<\/i> <i>\u03b2<\/i>), und ausserdem hat B einen Anhang (C), welcher Spezialf\u00e4lle enthaltend in dieselben 2 Abschnitte sich scheidet. Diese Einteilung ergibt sich ganz von selbst aus dem Wesen und der Verfassung unseres Traktats. Zu A <i>\u03b1<\/i> geh\u00f6ren K. I, II, IX u. V6 (Vorbedingungen des Schittuf), zu A <i>\u03b2<\/i> (Ausf\u00fchrung desselben) VII 10, 8\u20149, 7, 6, 11, 1\u20145, VII 6\u201411, VI 1\u201410, VIII 3\u20145; zu B <i>\u03b1<\/i> (\u00fcber die Schabbatbezirke) V 1\u20145, 8a (bis <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3<\/span>), zu B \u03b2 (\u00fcber die Verschmelzung derselben) VIII 1\u20142, III 1\u20149; zu C (Specialf\u00e4lle) IV 11a, 1\u20143, 11b, 4\u201410, V 7, 8b, 9, wovon IV 11 u. 1\u20148 auf <i>\u03b1<\/i> entfallen, V 7\u20149 auf \u03b2, w\u00e4hrend IV 9\u201410 den \u00dcbergang bildet. In dieser Anordnung schliessen sich die einzelnen Halachot in logischer Folge so passend aneinander, dass die Vermutung begr\u00fcndet ist, es k\u00f6nnte diese Gruppirung in den \u00e4lteren Mischnasammlungen thats\u00e4chlich durchgef\u00fchrt gewesen sein. Nat\u00fcrlich fehlten dort noch einige der hier angef\u00fchrten Mischnajot, andere wieder, \u00fcber deren Inhalt j\u00fcngere Tana\u00efm streiten, mochten einen abweichenden Wortlaut haben; in den allgemeinen Grundz\u00fcgen aber und insbesondere in ihren \u00e4usseren Umrissen d\u00fcrfte die entworfene Skizze dem urspr\u00fcnglichen Plane unserer Massechta sehr nahe kommen. In der gegenw\u00e4rtigen Anlage des Tractats ersch\u00f6pfen die beiden ersten Kapitel der Erwartung gem\u00e4ss das Wesentliche des ersten Abschnitts (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d1\u05dc\u05d9\u05dd, \u05e4\u05e1\u05d9 \u05d1\u05d9\u05e8\u05d0\u05d5\u05ea ,\u05e7\u05e8\u05e4\u05e3 \u05d4\u05db\u05e9\u05e8 \u05de\u05d1\u05d5\u05d9, \u05d4\u05d9\u05e7\u05e3 \u05e7\u05e0\u05d9\u05dd<\/span>), und schon hat K. III einen Anlauf zu A <i>\u03b2<\/i> genommen (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05dc \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span>), als es pl\u00f6tzlich, statt wie VII 10 fortzufahren, zu B <i>\u03b2<\/i> \u00fcbergeht, worauf in K. IV\u2014V zuerst C <i>\u03b1<\/i>, dann B <i>\u03b1<\/i>, zuletzt C \u03b2 er\u00f6rtert und schliesslich in VI\u2014IX A \u03b2 erledigt wird, so dass die Abhandlung \u00fcber den <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> mitten in diejenige \u00fcber den Schittuf gekeilt ist. Diese Umstellung wurde vermutlich bei einer sp\u00e4tern Redaktion mit R\u00fccksicht auf K. X vorgenommen, welches eigentlich zu \u201eSchabbat\u201c geh\u00f6rt. In den \u00e4lteren Sammlungen war \u2018Erubin wahrscheinlich ein Bestandteil dieser Massechta, bis es in fortschreitendem Wachstum zu einem selbst\u00e4ndigen Tractate sich entwickelte. Um aber das urspr\u00fcngliche Verh\u00e4ltniss einigermassen wiederherzustellen, wurde zuletzt <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7 \u05d4\u05de\u05d5\u05e6\u05d0 \u05ea\u05e4\u05dc\u05d9\u05df<\/span> zu \u2018Erubin her\u00fcbergenommen. Nun galt es f\u00fcr dieses Kapitel einen passenden Anschluss zu schaffen. Zu diesem Behufe wurde die urspr\u00fcngliche Anlage in der Weise ge\u00e4ndert, dass A <i>\u03b2<\/i> an\u2019s Ende ger\u00fcckt und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7 \u05db\u05dc \u05d2\u05d2\u05d5\u05ea<\/span>, welcher diesem Abschnitt voranging, hinter denselben gesetzt wurde. So war durch K. IX die gesuchte Verbindung mit X 4 ff.\u00a0hergestellt. (X 1\u20143 mochte damals noch in Schabbat XXIV zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9 \u05e9\u05d4\u05d7\u05e9\u05d9\u05da<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05e0\u05d3\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> seinen Platz haben, so dass dieses Kapitel eine verwandte Gruppe von Vorschriften in sich schloss, und wurde vielleicht erst bei der Schlussredaction, durch neu hinzugekommene Halachot \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d9\u05e8\u05d9\u05df, \u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05d1\u05e1\u05d9\u05df, \u05de\u05d7\u05ea\u05db\u05d9\u05df<\/span> \u2014 von seiner Stelle verdr\u00e4ngt, nach \u2018Erubin versetzt.) Diese Umstellung und insbesondere die Versetzung des <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e7 \u05db\u05dc \u05d2\u05d2\u05d5\u05ea<\/span> von der 3. an die 9. Stelle konnte indessen nicht ohne Einfluss sein auf die Anordnung der \u00fcbrigen Kapitel, sie hatte hier einige Schiebungen im Gefolge, deren Gr\u00fcnde zum Teil auf der Oberfl\u00e4che, zum Teil aber so tief liegen, dass sie kaum noch erkennbar sind. Ja, es erstreckte sich sogar die Wirkung der mit dem ersten Hauptst\u00fcck vorgenommenen \u00c4nderung auch auf das zweite. Da A \u03b2 mit <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05dc \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> anfing und sich in B eine gleichlautende Mischna fand, so stellte man dieselbe, um es beim urspr\u00fcnglichen Anfang bewenden zu lassen, an die Spitze. So erkl\u00e4rte es sich, dass die Abhandlung \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1 \u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span>, statt mit B <i>\u03b1<\/i> anzuheben, mit B <i>\u03b2<\/i> einsetzt. Alle diese Umw\u00e4lzungen d\u00fcrften das Werk einer der letzten Redaktionen gewesen sein. Noch in der Mischnasammlung des R. Me\u00efr hat wohl unser Traktat mit C geendet, nur dass nach der Regel, laut welcher gern an das zuletzt Besprochene (hier B \u03b2) angekn\u00fcpft wird (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05d3\u05e1\u05dc\u05d9\u05e7 \u05de\u05d9\u05e0\u05d4 \u05e7\u05d0 \u05e4\u05ea\u05d7<\/span>), C \u03b2 vor C <i>\u03b1<\/i> gestanden hat, zumal jener Abschnitt viel k\u00fcrzer ist als dieser (vgl. Schebuot 3a: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05d9\u05d3\u05d9 \u05d3\u05d6\u05d5\u05d8\u05e8\u05d9\u05df \u05de\u05d9\u05dc\u05d9\u05d9\u05d4\u05d5 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span>). Ich denke mir die Reihenfolge innerhalb dieser Abhandlung in der erw\u00e4hnten Sammlung wie folgt: V 1\u20145, 8a (B <i>\u03b1<\/i>); hierauf zun\u00e4chst VIII 1\u20142, III 1\u20147 (8\u20149), wo durchweg vom <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1<\/span> mittels einer Speise die Rede ist, und dann <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e0\u05d9 \u05de\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> (IV 9) u. IV 10, womit B \u03b2 ersch\u00f6pft ist. Hieran schloss sich V 7, 8b, 9 (C <i>\u03b2)<\/i> so dass 7a an III 5\u20147 ankn\u00fcpft, w\u00e4hrend 7b auf III 3\u20144 zur\u00fcckgreift, wodurch die Schwierigkeit sich l\u00f6st, welche in der Zusammenstellung zwei so ungleichartiger Halachot wie 7a und 7b liegt; zuletzt folgte C <i>\u03b1<\/i>, vertreten durch IV 11a, 1\u20148, 11b. Bei 11b war nun der Satz angef\u00fcgt: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05dc\u05da \u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd \u05de\u05e9\u05dc\u05da \u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 \u05dc\u05da<\/span>, welcher somit den Schluss unserer Massechta bildete. Als sp\u00e4ter, um die Verbindung mit Schabbat wiederherzustellen, K. X hinzukam, wurde derselbe verm\u00f6ge seiner Anwendbarkeit auf X 11\u201415 als Schlusswort beibehalten, verschmolzen mit einem andern Ausspruch desselben Autors (<span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05dc\u05d0 \u05d4\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05dc\u05da \u05d0\u05dc\u05d0 \u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span>), welcher sich auf X 13b bezog. Zugleich wurden IV 11a und IV 11b vereinigt und IV 9\u201410 nebst V 7, 8b u. 9, welche in der \u00e4ltern Sammlung vor C <i>\u03b1<\/i> aufeinander folgten, aus naheliegenden Gr\u00fcnden hinter diesen Abschnitt versetzt; IV 9\u201410 wurde mit dem Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05e9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5<\/span> an IV 7\u20148 angeschlossen, die \u00fcbrigen an die n\u00e4chstfolgende Mischna (IV 11), deren zweite H\u00e4lfte zur ersten von V 7 in Beziehung steht. Ferner wurde, wie bereits erw\u00e4hnt, <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05dc \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> (III 1) an die Spitze der Abhandlung \u00fcber den Schabbatbezirk gestellt, wodurch nicht nur V 1\u20145 nebst 8a, von ihrem Platze verdr\u00e4ngt, an das Ende derselben kamen, sondern auch noch andere Umstellungen herbeigef\u00fchrt wurden. Bisher folgte auf <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05e9\u05d9 \u05e2\u05d9\u05e8 \u05d4\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> (V 8a) die Er\u00f6rterung der Frage: Wie stellt man es an, dass auch <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05e9\u05d9 \u05e2\u05d9\u05e8 \u05d4\u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span> durch die ganze <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span> gehen k\u00f6nnen? Jetzt mussten beide Nachbarn das Feld r\u00e4umen. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3 \u05de\u05e9\u05ea\u05ea\u05e4\u05d9\u05df \u05d1\u05ea\u05d7\u05d5\u05de\u05d9\u05df<\/span> fand ein Unterkommen in der Abhandlung \u00fcber den Schittuf (VIII 1\u20142), aber dorthin konnte ihm V 8a nicht folgen, und zu <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05dc \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> hatte es wieder keine rechte Beziehung \u2014 so wurde es denn, einmal von seinem Zusammenhange losgel\u00f6st und mit V 1\u20145 nur in loser Verbindung stehend, lieber mit V 8b vereinigt. Von der ehemaligen Nachbarschaft zeugt indessen noch eine zur\u00fcckgelassene Spur. Das W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3<\/span>, welches am Schlusse von V 8a so grosse Schwierigkeit bereitet, ist vielleicht dasselbe <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e6\u05d3<\/span>, mit welchem VIII 1 beginnt. So wurde auch bei der Trennung des Buches \u2018Ezra von der Chronik der Anfang des einen an das Ende des andern Buches gesetzt, um dort die fr\u00fchere Zusammengeh\u00f6rigkeit zu bekunden. Endlich erfuhr auch die Abhandlung \u00fcber den Schittuf manche \u00c4nderungen ihrer urspr\u00fcnglichen Anlage, welche zumeist durch die Hinzuf\u00fcgung des K. X veranlasst wurden. Um f\u00fcr dasselbe einen bessern Anschluss zu gewinnen, hatte man, was wir ebenfalls schon auseinandergesetzt haben, die beiden ersten Abschnitte auseinandergerissen und die einzelnen Kapitel und Halachot so geschoben, dass <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d2\u05d2\u05d5\u05ea<\/span> an\u2019s Ende trat. Den Schluss dieses Perek hatte fr\u00fcher V 6 gebildet, den Uebergang vermittelnd von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df \u05dc\u05de\u05d1\u05d5\u05d9 \u05d4\u05de\u05e4\u05d5\u05dc\u05e9<\/span> (IX 4) zu <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d1\u05dc \u05de\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05df<\/span> (VII 10); jetzt wurde diese Mischna unbequem, denn sie war f\u00fcr die neugeschaffene Verbindung nur st\u00f6rend, und da sie auch vor VII 10 nicht mehr untergebracht werden konnte, weil sie da ebenfalls den Zusammenhang unterbrochen h\u00e4tte, so wies man der heimatslos Gewordenen wenigstens die Stelle an, die sie fr\u00fcher am Schlusse von A <i>\u03b1<\/i> inne gehabt, indem man sie an das Ende desjenigen Abschnitts setzte, welcher jetzt A \u03b2 voranging, also zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e2\u05d1\u05d3<\/span> (V 5) und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05e8<\/span> (VI 1), obgleich sie sich dort nichts weniger als en pays de connaissance befindet. So hatte denn der Traktat jetzt folgende Anordnung: I\u2014IV, V 7\u20149, 1\u20146, VI\u2014X Noch sp\u00e4ter, vielleicht bei der Schlussredaktion erst, wurde zum bessern Verst\u00e4ndnis der in IV 11 angef\u00fchrten Ansicht des R. Simon, gleichsam als Illustration zu seiner Behauptung, dass bei der Bemessung des Schabbatbezirkes Ungenauigkeiten kaum zu vermeiden sind, V 1\u20146 zwischen den Schluss des 4. und den Anfang des 5. Kapitels geschoben, wodurch freilich die <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> (V 6), welche soeben noch an der Grenze wenigstens von A lag, v\u00f6llig dem Gebiete von B einverleibt wurde. \u2014 Das alles ist selbstverst\u00e4ndlich nur Vermutung, aber doch eine Hypothese, die vieles erkl\u00e4rt, was sonst unbegreiflich erscheint, und gerade die auffallendsten und widerspenstigsten Schwierigkeiten unserer Massechta mit einem Zuge beseitigt.<\/i>.<a href=\"#fnref611\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Seraim<\/strong> (Saaten)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-berachot\/\">Berachot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-pea\/\">Peah<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-demaj\/\">Demaj<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-kilajim\/\">Kilajim<\/a> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-schewiit\/\">Schewi&#8217;it<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-terumot\/\">Terumot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaserot\/\">Ma&#8217;aserot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaser-scheni\/\">Ma&#8217;aser Scheni<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-challah\/\">Challah<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-orlah\/\">Orlah <\/a><strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-bikkurim\/\">Bikkurim<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Moed<\/strong> (Feste)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-schabbat\/\">Schabbat <\/a>\u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-eruwin\/\">Eruwin<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-pessachim\/\">Pessachim<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-schekalim\/\">Schekalim<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-joma\/\">Joma <\/a>\u00b7 Sukkah \u00b7 Beitzah \u00b7 Rosch haSchanah \u00b7 Taanit \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-megillah\/\">Megillah <\/a>\u00b7 Moed Katan \u00b7 Chagigah<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Naschim<\/strong> (Frauen)<\/p>\n\n\n\n<p>Jewamot\u00b7 Ketubot\u00b7 Nedarim\u00b7 Nasir\u00b7 Sotah\u00b7 Gittin\u00b7 Kidduschin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-2 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-ordnung-nesikin-und-ihre-traktate\/\" data-type=\"post\" data-id=\"10222\"><strong>Nezikin<\/strong> <\/a>(Sch\u00e4den)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-bawa-kamma\/\">Bawa Kamma<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-bawa-metzia\/\">Bawa Metzia<\/a> \u00b7 Bawa Batra \u00b7 Sanhedrin \u00b7 Makkot \u00b7 Schewu\u2019ot \u00b7 Edujot \u00b7 Awodah Zarah \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/mischnah-awot\/\">Awot <\/a>\u00b7 Horajot<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Kodaschim<\/strong> (Heiliges)<\/p>\n\n\n\n<p>Sevachim \u00b7 Menachot \u00b7 Chullin \u00b7 Bechorot \u00b7 Arachin \u00b7 Temurah \u00b7 Keritot \u00b7 Meilah \u00b7 Tamid \u00b7 Middot \u00b7 Kinnim<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Toharot<\/strong> (Reinigungen)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/kelim\/\">Kelim <\/a>\u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/oholot\/\">Oholot<\/a> \u00b7 Negaim \u00b7 Parah \u00b7 Tahorot \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-mikwaot\/\">Mikwaot<\/a> \u00b7 Niddah \u00b7 Machschirin \u00b7 Zawim \u00b7 Tewul Jom \u00b7 Jadajim \u00b7 Oktzin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mischnah \u2013 Traktat in deutscher \u00dcbersetzung und mit 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