{"id":10254,"date":"2025-07-08T09:58:09","date_gmt":"2025-07-08T07:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10254"},"modified":"2025-07-08T09:59:18","modified_gmt":"2025-07-08T07:59:18","slug":"die-mischnah-pessachim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-pessachim\/","title":{"rendered":"Die Mischnah \u2013 Pessachim"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Reihe der Feste steht dasjenige, welchem unser Traktat gewidmet ist, an der Spitze.<\/p>\n\n\n\n<p>Die heilige Schrift nennt es nie anders als \u05d7\u05d2 \u05d4\u05de\u05e6\u05d5\u05ea, Fest der unges\u00e4uerten Brote; die Bezeichnung \u05e4\u05e1\u05d7 (nur ein einziges Mal \u2014 Ex. 34,25 \u2014 \u05d7\u05d2 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7), von dem gleichnamigen Opfer \u00fcbertragen, beschr\u00e4nkt sich dort auf die Feier, welche dieses Fest einleitet. In der Mischna dagegen ist dieselbe auf das ganze Fest ausgedehnt, dessen urspr\u00fcnglichen Namen sie bereits v\u00f6llig verdr\u00e4ngt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigentliche Pesachfeier bestand wesentlich in dem Genusse des Ueberschreitungsopfers (\u05e4\u05e1\u05d7) nebst unges\u00e4uertem Brot (\u05de\u05e6\u05d4) und Bitterkraut (\u05de\u05e8\u05d5\u05e8) und in der Erz\u00e4hlung der geschichtlichen Ereignisse, in denen das Fest seinen Grund hat (\u05d4\u05d2\u05d3\u05d4).<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter wurden Lobges\u00e4nge hinzugef\u00fcgt und die Vorschrift, entsprechend dem vierfachen Gute, das uns der Auszug aus \u00c4gypten brachte (Freiheit, Rettung, Erl\u00f6sung, Erw\u00e4hlung \u2014 Ex. 6, 6\u20147), nach einer gewissen Ordnung vier Becher Wein (Symbol der Freude) zu trinken. Diese Feier fand allj\u00e4hrlich in der Nacht zum 15. des ersten Monats (N\u00ees\u00e2n) im Kreise der Familie statt, welche zu diesem Zwecke rechtzeitig ein Opfertier (Lamm oder Ziege) vorzubereiten hatte und f\u00fcr den Fall, dass dessen Fleischgewicht ihren Bedarf \u00fcberstieg, sich mit anderen Familien zum gemeinsamen Festmahl vereinigen konnte. Das Tier wurde am Nachmittage des 14. Nisan in der Tempelhalle unter feierlichen Lobges\u00e4ngen als Ueberschreitungsopfer geschlachtet, Blut und Fett am Altare dargebracht, das Fleisch zu Hause am Feuer gebraten und nach Anbruch der Nacht von den Teilnehmern verzehrt; bis zum Morgen durfte von demselben nichts \u00fcbrig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer aus irgend welcher Veranlassung unterlassen hatte, am 14. des ersten Monats das Pesachopfer zu bereiten, konnte und musste ein solches am 14. des zweiten Monats (Ijar) darbringen und das gebratene Fleisch in der folgenden Nacht nebst \u05de\u05e6\u05d4 und \u05de\u05e8\u05d5\u05e8 verzehren (\u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05e0\u05d9, zweite Pesachfeier).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der ganzen Dauer des siebent\u00e4gigen (ausserhalb des heiligen Landes achtt\u00e4gigen) Festes ist der Genuss und selbst die Nutzniessung, ja sogar der Besitz von Chametz verboten. Unter Ch\u00e2m\u00easz (\u05d7\u05de\u05e5) versteht man Getreidestoffe (K\u00f6rner, Schrot, Mehl, Kleie von Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel , in denen durch Ber\u00fchrung mit Wasser oder einer wasserhaltigen Fl\u00fcssigkeit eine G\u00e4hrung hervorgerufen wurde. Da die unges\u00e4uerten Brote aus Getreidemehl mit Wasser bereitet werden m\u00fcssen, so ist bei ihrer Herstellung das Hauptaugenmerk darauf zu richten, dass die nothwendigen Arbeiten thunlichst beschleunigt und, noch ehe im Teig ein G\u00e4hrungsprozess sich entwickeln konnte, zu Ende gef\u00fchrt werden. \u2014 Seinem vollen Umfange nach erlangt das Chametzverbot erst mit dem Beginn des Festes, also mit Anbruch der dem 15. Nisan vorangehenden Nacht seine Geltung.<br>Die Pflicht aber, alles Chametz aus dem Hause zu schaffen, tritt gleichzeitig mit dem Verbote des Genusses und der Nutzniessung schon am Mittage des 14. Nisan in Kraft. Gem\u00e4ss einer vorbeugenden Anordnung der Rabbinen darf indessen eine Stunde vorher kein Nutzen mehr aus Chametz gezogen und zwei Stunden vorher keines mehr gegessen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff einer Stunde, wie ihn die Alten auffassten, deckt sich aber nicht ganz mit der Vorstellung, welche wir mit diesem Worte verbinden. Wie die meisten V\u00f6lker des Alterthums, insbesondere die Babylonier und \u00c4gypter, die Griechen und R\u00f6mer, unterschieden auch die Juden zwischen astronomischer und b\u00fcrgerlicher Zeit. In der Lehre vom Kalender z. B. entspricht eine Stunde der Zeit, welche die Sonne braucht, um auf der Bahn, die sie t\u00e4glich um die Erde beschreibt, einen Weg von 15 Grad zur\u00fcckzulegen (Gradstunde); im b\u00fcrgerlichen Leben dagegen ist die Stunde der zw\u00f6lfte Teil des Zeitraumes, in welchem die Sonne ihren Tag- bezw. Nachtbogen vollendet (Bogenstunde). Je gr\u00f6sser der Tagbogen, je l\u00e4nger also die Sonne \u00fcber unserm Horizonte steht, desto gr\u00f6sser die Bogenstunde am Tage und desto kleiner in der Nacht. Niemals sind nach b\u00fcrgerlicher Zeit die Stunden des einen Tages denen des folgenden oder des vorhergehenden vollkommen gleich, und nur zweimal im Jahre, in den Aequinoctien, fallen die Bogenstunden mit den Gradstunden zusammen. An diesen beiden Tagen sind die Tagesstunden genau so gross wie die Stunden der Nacht; an allen \u00fcbrigen Tagen des Jahres sind jene entweder gr\u00f6sser (im Sommerhalbjahre) oder kleiner (im Wintersemester) als diese. Wegen dieser Abh\u00e4ngigkeit von der Jahreszeit heissen in der j\u00fcd. Literatur die Stunden, die wir auf gut Gl\u00fcck Bogenstunden genannt haben, nach dem Griechischen (\u1f65\u03c1\u03b1\u03b9 \u03f0\u03b1\u03b9\u03c1\u03b9\u03f0\u03b1\u03af) \u05d6\u05de\u05e0\u05d9\u05d5\u05ea \u05e9\u05e2\u05d5\u05ea; die von uns mit dem Namen Gradstunden belegten heissen daselbt entsprechend der lat. und der gr. Bezeichnung (horae aequinoctiales, \u1f65\u03c1\u03b1\u03b9 \u1f30\u03c3\u03b7\u03bc\u03b5\u03c1\u03b9\u03bd\u03b1\u03af) \u05e9\u05e2\u05d5\u05ea \u05d4\u05e9\u05d5\u05d5\u05d9 (spr. haschiww\u00fbj), weil sie jahraus jahrein genau denselben Zeitraum umfassen, welchen sie in den Tagundnachtgleichen mit den von der Jahreszeit abh\u00e4ngenden gemein haben. Der Kalendertag beginnt wie bei den Atheniensern mit Anbruch der Nacht und mit diesem Zeitpunkte zugleich die erste Nachtstunde, mit Tagesanbruch hat die zw\u00f6lfte Nachtstunde ihr Ende erreicht und die erste Tagesstunde ihren Anfang genommen. Wenn also in der Mischna z. B. von 8\u00bd Uhr (wie am Anfang des 5. Kapitels) die Rede ist, so m\u00fcssen wir darunter 2\u00bd Uhr Nm. verstehen, sofern es sich um eine Tagesstunde in den Aequinoctien handelt, 3 Uhr 20 M. Nm., wenn an dem betreffenden Tage die Sonne um 4 Uhr auf- und um 8 Uhr untergeht, 1 Uhr 40 M. Nm, falls dieselbe nur von 8 bis 4 Uhr \u00fcber unserm Horizonte weilt. Die Gr\u00f6sse des Tagbogens h\u00e4ngt bekanntlich nicht allein von der Jahreszeit ab, sondern auch von der Breite, unter welcher ein Ort liegt, und von der Neigung, welche die Erdbahn in einem gegebenen Zeitabschnitt zum Aequator hat. In den gem\u00e4ssigten Zonen sind im Sommer die Tage und im Winter die N\u00e4chte erheblich l\u00e4nger als in der N\u00e4he des Aequators, gegenw\u00e4rtig um eine Kleinigkeit k\u00fcrzer als vor 1000 Jahren. Die Schiefe der Ekliptik unterliegt n\u00e4mlich periodischen Schwankungen. Seit 4 Jahrtausenden ist sie in fortw\u00e4hrender, jedoch ungleichm\u00e4ssiger Abnahme begriffen, die sich jetzt auf 29\u2032\u2033 j\u00e4hrlich, durchschnittlich aber in je 100 Jahren auf 43\u2033 bel\u00e4uft. Heute misst die Schiefe 23\u00b0 27\u2032 14\u2033, zur Zeit des Abschlusses der Mischna betrug sie 23\u00b0 40\u2032 30\u2033. Bezeichnet man diesen Winkel mit \u03b5 und die Breite mit \u03b2, so lautet die Formel f\u00fcr die Berechnung des halben Tagbogens am k\u00fcrzesten Tage des Jahres: *).<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die heilige Stadt, welche unter 31\u00b0 47\u2032 n\u00f6rdl. Breite liegt, w\u00e4re demnach der Werth von \u03c6 gegenw\u00e4rtig (log tg \u03b2 = 9,7921280, log tg \u03b5 = 9,6373454) 148\u00b0 48\u2032 40\u2033 und beim Abschluss der Mischna (log tg. \u03b5 = 9,6419191) 148\u00b0 28\u2032 20\u2033, mithin der gr\u00f6sste Tagbogen (360\u00b0 \u2014 \u03c6) = 211\u00b0 11\u2032 20\u2033 bzw. = 211\u00b0 31\u2032 40\u2033. Vertheilt man die Differenz zwischen dem gr\u00f6ssten und kleinsten Tagbogen gleichm\u00e4ssig auf die Zwischenzeit, so kann man f\u00fcr jeden beliebigen Zeitpunkt die Tagesdauer ann\u00e4hernd bestimmen; zu einem genauen Ergebnis gelangt man auf diesem Wege nicht, weil der Lauf der Erde kein gleichm\u00e4ssiger ist (sie bewegt sich im Perihel rascher fort als im Aphel), und weil die Zunahme der Tages- bzw. Nachtl\u00e4nge um die Solstitien geringer ist als um die Aequinoctien.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stoff, den unser Traktat behandelt, ist sozusagen chronologisch geordnet. Das erste Kapitel beginnt mit der Nacht vom 13. zum 14. Nisan, in welcher alle R\u00e4ume beim Scheine eines Lichtchens nach Chametz durchsucht werden m\u00fcssen. Im Anschluss hieran werden bis zum Ende des 3. Kapitels die Vorschriften \u00fcber Chametz erledigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das 4. Kapitel handelt vom 14. Nisan, dem R\u00fcsttage des Festes, an welchem die Sitte mancher Gegenden die Einstellung aller Erwerbsth\u00e4tigkeit verlangte, und f\u00fchrt bei dieser Gelegenheit eine Reihe anderer Vorschriften auf, deren Verbindlichkeit gleichfalls vom Ortsgebrauch abh\u00e4ngig ist. Der Nachmittag des genannten Tages ist die Zeit der Darbringung des Pesachopfers, welchem die 4 folgenden Kapitel gewidmet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 9 er\u00f6rtert hierauf die Vorschriften des zweiten Pesach.<\/p>\n\n\n\n<p>Kapitel 10 endlich beschreibt die h\u00e4usliche Feier in der Nacht zum 15. Nisan.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss noch einige Worte \u00fcber den Namen unserer Massichta. Da derselbe kein Appellativ ist wie z. B. \u05e9\u05e7\u05dc\u05d9\u05dd \u05e2\u05d9\u05e8\u05d5\u05d1\u05d9\u05df u. a. (der Traktat handelt ja nicht blo\u00df vom Pesachopfer!), sondern wie \u05e8\u05d0\u05e9 \u05d4\u05e9\u05e0\u05d4 ,\u05e9\u05d1\u05ea oder \u05d9\u05d5\u05dd \u05d4\u05db\u05e4\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd der Eigenname eines Festes ist, und dieses \u05e4\u05e1\u05d7 heisst, so sollte unser Traktat den Titel \u05de\u05e1\u05db\u05ea \u05e4\u05e1\u05d7 f\u00fchren. (Wenn wir in unserer Ordnung Ueberschrift\u00ebn wie \u05e1\u05db\u05d4 und \u05de\u05d2\u05dc\u05d4 finden, wo wiederum der Plural am Platze w\u00e4re, da beide Appellativa sind, der Name des H\u00fcttenfestes aber gerade \u05e1\u05db\u05d5\u05ea lautet, so erkl\u00e4rt sich dies wie bei \u05d1\u05d9\u05e6\u05d4 aus dem Worte, mit welchem diese Traktate beginnen; der Titel des 9. Traktates ist \u05ea\u05e2\u05e0\u05d9\u05d5\u05ea, wie es im Jeruschalmi richtig heisst, nicht \u05ea\u05e2\u05e0\u05d9\u05ea.) Heller rechtfertigt den Plural in Pesachim mit den zweierlei Pesachfesten, von denen die Rede ist. Allein der \u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05e0\u05d9 ist kein Feiertag, sondern gleich dem \u05e4\u05e1\u05d7 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df lediglich eine Festfeier; Pesachim besch\u00e4ftigt sich aber nicht allein mit diesen beiden feierlichen Veranstaltungen, umfasst vielmehr das ganze siebent\u00e4gige Fest. Die ebenfalls von Heller angef\u00fchrte Zerlegung unserer Massichta in zwei Teile, deren erster \u2014 das Pesachfest behandelnd \u2014 \u05e4\u05e1\u05d7 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df, deren zweiter \u2014 mit dem Pesachopfer sich befassend \u2014 \u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05e0\u05d9 genannt wurde, g\u00e4be eine treffliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Gesammttitel \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd, wenn nur diese Eintheilung gen\u00fcgend gerechtfertigt w\u00e4re. Sie ist aber nicht im Geringsten begr\u00fcndet. Vielmehr geh\u00f6rt zu den Satzungen des Pesachfestes auch, ja in erster Reihe das Pesachopfer. Vielleicht erkl\u00e4rt sich die Mehrzahl durch die urspr\u00fcnglich appellative Bedeutung des Wortes. Obgleich die Bezeichnung \u05e4\u05e1\u05d7 bereits als Eigennamen auf das Fest \u00fcbertragen war, dachte man dabei zur Zeit der Namengebung noch immer zun\u00e4chst an das Opfer, weshalb das Wort in den Plural gesetzt wurde. \u2014 Noch mehr aber als die Mehrzahl in Pesachim ist die Einzahl iu dem Namen der Ordnung befremdlich, zu welcher diese Massichta geh\u00f6rt. \u05de\u05d5\u05e2\u05d3 bildet in dieser Beziehung unter allen sechs Ordnungen der Mischna die einzige Ausnahme, und ich wundere mich, dass Heller, dessen scharfem Auge dergleichen nicht zu entgehen pflegt, an dieser Schwierigkeit vor\u00fcbergeht. Dieselbe ist um so auffallender, als wir auch einen Traktat \u05de\u05d5\u05e2\u05d3 haben, dem man zum Unterschiede den Beinamen \u05e7\u05d8\u05df beilegen musste. Das w\u00e4re \u00fcberfl\u00fcssig gewesen, wenn man die Ordnung \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea genannt h\u00e4tte. Vermuthlich wurde hier die Einzahl darum gew\u00e4hlt, weil man mit \u05e1\u05d3\u05e8 \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea die Lehre vom Kalender bezeichnete, wie aus Jeruschalmi \u2018Erubin III 9 ersichtlich. Auch Onkelos scheint das Kalenderwesen im Auge zu haben, wenn er Lev. 23,44 \u05de\u05e2\u05d3\u05d9 mit \u05e1\u05d3\u05e8 \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05d0 \u00fcbersetzt und \u05d5\u05d0\u05dc\u05e4\u05e0\u05d5\u05df hinzuf\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-1\">Kapitel 1<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Nacht<a href=\"#fn1\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref1\" role=\"doc-noteref\"><sup>1<\/sup><\/a> zum Vierzehnten<a href=\"#fn2\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref2\" role=\"doc-noteref\"><sup>2<\/sup><\/a> suche man das Chametz zusammen<a href=\"#fn3\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref3\" role=\"doc-noteref\"><sup>3<\/sup><\/a> beim Scheine eines L\u00e4mpchens<a href=\"#fn4\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref4\" role=\"doc-noteref\"><sup>4<\/sup><\/a>! Jeder Raum, in welchen man Chametz nicht bringt, bedarf keiner Durchsuchung. Und warum sagten sie: Zwei Schichten im Weinlager<a href=\"#fn5\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref5\" role=\"doc-noteref\"><sup>5<\/sup><\/a>? Sie sind ein Raum, in den man Chametz bringt<a href=\"#fn6\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref6\" role=\"doc-noteref\"><sup>6<\/sup><\/a>. Bet Schammai sagen: Zwei Schichten an den freien Fl\u00e4chen des ganzen Weinlagers<a href=\"#fn7\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref7\" role=\"doc-noteref\"><sup>7<\/sup><\/a>; Bet Hillel aber sagen: Die zwei\u00e4ussersten Schichten, welche die obersten sind<a href=\"#fn8\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref8\" role=\"doc-noteref\"><sup>8<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-1\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Man bef\u00fcrchtet nicht, dass etwa ein Wiesel von einem Hause<a href=\"#fn9\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref9\" role=\"doc-noteref\"><sup>9<\/sup><\/a> ins andere Haus<a href=\"#fn10\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref10\" role=\"doc-noteref\"><sup>10<\/sup><\/a>, von einem Raum in den andern Raum verschleppt haben k\u00f6nnte; wenn dem so w\u00e4re<a href=\"#fn11\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref11\" role=\"doc-noteref\"><sup>11<\/sup><\/a>, so h\u00e4tte \u2014 von Hof zu Hof und von Ortschaft zu Ortschaft \u2014 die Sache gar kein Ende<a href=\"#fn12\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref12\" role=\"doc-noteref\"><sup>12<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-2\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Juda sagt: Man suche in der Nacht des Vierzehnten<a href=\"#fn13\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref13\" role=\"doc-noteref\"><sup>13<\/sup><\/a> oder am Vierzehnten morgens oder in der Stunde des Wegschaffens<a href=\"#fn14\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref14\" role=\"doc-noteref\"><sup>14<\/sup><\/a> Die Weisen aber sagen: Hat man in der Nacht des Vierzehnten nicht gesucht, suche man am Vierzehnten<a href=\"#fn15\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref15\" role=\"doc-noteref\"><sup>15<\/sup><\/a> hat man am Vierzehnten nicht gesucht, suche man im Laufe des Festes; hat man im Laufe des Festes nicht gesucht, suche man nach dem Feste<a href=\"#fn16\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref16\" role=\"doc-noteref\"><sup>16<\/sup><\/a>. Und was man zur\u00fcckbehalten will<a href=\"#fn17\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref17\" role=\"doc-noteref\"><sup>17<\/sup><\/a>, das lege man in Verwahrung, damit nicht hinterher eine Nachsuchung n\u00f6tig werde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-3\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Me\u00efr sagt: Man darf die ganze F\u00fcnfte<a href=\"#fn18\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref18\" role=\"doc-noteref\"><sup>18<\/sup><\/a> essen, und verbrenne am Anfange der Sechsten<a href=\"#fn19\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref19\" role=\"doc-noteref\"><sup>19<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Man darf die ganze Vierte essen<a href=\"#fn20\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref20\" role=\"doc-noteref\"><sup>20<\/sup><\/a>, die ganze F\u00fcnfte setze man aus<a href=\"#fn21\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref21\" role=\"doc-noteref\"><sup>21<\/sup><\/a> und verbrenne am Anfange der Sechsten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-4\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Ferner sagte R. Juda: Zwei unbrauchbare Dankopferkuchen<a href=\"#fn22\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref22\" role=\"doc-noteref\"><sup>22<\/sup><\/a> lagen auf dem Dache des S\u00e4ulenganges<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a>; solange sie lagen, a\u00df alles Volk; wurde die eine fortgenommen, setzte man aus: man a\u00df nicht und man verbrannte nicht; waren beide fortgenommen, fing alles Volk zu verbrennen an<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a>. Rabban Gamliel sagt: Ungeweihtes<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> wird die ganze Vierte gegessen, Teruma<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a> die ganze F\u00fcnfte, und man verbrennt am Anfange der Sechsten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-5\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Chanina Segan Ha-Kohanim berichtet<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a>: Ihr Lebtage haben die Priester kein Bedenken getragen Fleisch<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a> zu verbrennen, welches durch \u00fcbertragene Unreinheit<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a> entweiht wurde, zusammen mit solchem Fleische<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a>, das durch einen Herd der Unreinheit<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a> entweiht wurde, obgleich sie dadurch Unreinheit zu seiner Unreinheit hinzuf\u00fcgen<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a>. Noch mehr! R. Akiba berichtet gar: Ihre Lebtage haben die Priester kein Bedenken getragen \u00d6l<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> zu brennen, welches durch einen Tebul-Jom<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> untauglich gemacht worden, in einer Lampe, welche durch einen an einer Leiche Verunreinigten<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a> entweiht wurde, obgleich sie dadurch Unreinheit zu seiner Unreinheit hinzuf\u00fcgen<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-6\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Da sagte R. Me\u00efr: Aus ihren Worten lernen wir, dass man reine Teruma<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a> zusammen mit unreiner am Pesach<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a> verbrennen darf<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a>. R. Jose entgegnete ihm aber: Das ist nicht der rechte Schluss<a href=\"#fn40\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref40\" role=\"doc-noteref\"><sup>40<\/sup><\/a>, und es stimmen R. Eli\u2018ezer und R. Josua darin \u00fcberein, dass man diese besonders und diese besonders verbrennen muss; wor\u00fcber streiten sie? \u00dcber zweifelhafte<a href=\"#fn41\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref41\" role=\"doc-noteref\"><sup>41<\/sup><\/a> und unreine; denn R. Eli\u2018ezer sagt, dass diese besonders und diese besonders verbrannt werde<a href=\"#fn42\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref42\" role=\"doc-noteref\"><sup>42<\/sup><\/a>, R. Josua aber sagt: Beide zusammen<a href=\"#fn43\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref43\" role=\"doc-noteref\"><sup>43<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-2\">Kapitel 2<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-7\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Solange es gestattet ist davon zu essen<a href=\"#fn44\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref44\" role=\"doc-noteref\"><sup>44<\/sup><\/a>, darf man dem Vieh, dem Wild und dem Gefl\u00fcgel davon zu fressen geben und einem Nichtisraeliten es verkaufen; \u00fcberhaupt ist seine Nutzniessung gestattet. Ist diese Frist vor\u00fcber<a href=\"#fn45\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref45\" role=\"doc-noteref\"><sup>45<\/sup><\/a>, so ist auch jede Nutzniessung verboten und man darf nicht einmal Ofen oder Herd damit heizen<a href=\"#fn46\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref46\" role=\"doc-noteref\"><sup>46<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Fortschaffen von Chametz ist nichts anderes als Verbrennen. Die Weisen aber sagen: Man kann es auch zerbr\u00f6ckeln und dann in den Wind streuen oder ins Wasser werfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-8\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Chametz eines Nichtisraeliten, \u00fcber welches das Pesachfest dahingegangen, ist zur Nutzniessung gestattet<a href=\"#fn47\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref47\" role=\"doc-noteref\"><sup>47<\/sup><\/a>, das eines Israeliten aber ist zur Nutzniessung verboten; denn es heisst<a href=\"#fn48\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref48\" role=\"doc-noteref\"><sup>48<\/sup><\/a>: Es werde bei dir nicht gesehen<a href=\"#fn49\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref49\" role=\"doc-noteref\"><sup>49<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-9\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat ein Nichtisraelit einem Israeliten auf sein Chametz ein Darlehen gegeben, so ist es nach Pesach zur Nutzniessung gestattet<a href=\"#fn50\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref50\" role=\"doc-noteref\"><sup>50<\/sup><\/a>; hat aber ein Israelit einem Nichtisraeliten auf sein Chametz geborgt, so ist es nach Pesach zur Nutzniessung verboten<a href=\"#fn51\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref51\" role=\"doc-noteref\"><sup>51<\/sup><\/a>. Chametz, auf welches ein Tr\u00fcmmerhaufe gefallen, ist wie fortgeschafft<a href=\"#fn52\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref52\" role=\"doc-noteref\"><sup>52<\/sup><\/a>. R. Simon b. Gamliel sagt: Sofern kein Hund es aufsp\u00fcren kann<a href=\"#fn53\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref53\" role=\"doc-noteref\"><sup>53<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-10\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer Chametzhebe<a href=\"#fn54\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref54\" role=\"doc-noteref\"><sup>54<\/sup><\/a> am Pesach aus Versehen<a href=\"#fn55\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref55\" role=\"doc-noteref\"><sup>55<\/sup><\/a> isst, muss Hauptsumme nebst F\u00fcnftel<a href=\"#fn56\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref56\" role=\"doc-noteref\"><sup>56<\/sup><\/a> bezahlen; wer aus Frevelmut<a href=\"#fn57\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref57\" role=\"doc-noteref\"><sup>57<\/sup><\/a>\u2014ist frei von Ersatzleistungen<a href=\"#fn58\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref58\" role=\"doc-noteref\"><sup>58<\/sup><\/a>, auch von denen des Holzwertes<a href=\"#fn59\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref59\" role=\"doc-noteref\"><sup>59<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-11\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Dies sind die Dinge, mit denen man am Pesach seiner Pflicht gen\u00fcgt<a href=\"#fn60\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref60\" role=\"doc-noteref\"><sup>60<\/sup><\/a>: Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer, Roggen (?). Man gen\u00fcgt ihr mit Demai, mit erstem Zehnt, dessen Teruma abgehoben ist, mit zweitem Zehnt und Geweihtem, sofern sie ausgel\u00f6st sind, die Priester auch mit Challa und Teruma; aber nicht mit Tebel und nicht mit erstem Zehnt, dessen Teruma nicht abgehoben ist und nicht mit zweitem Zehnt und Geweihtem, die nicht ausgel\u00f6st sind<a href=\"#fn61\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref61\" role=\"doc-noteref\"><sup>61<\/sup><\/a>. Mit Dankopferkuchen<a href=\"#fn62\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref62\" role=\"doc-noteref\"><sup>62<\/sup><\/a> und Nasir\u00e4erfladen<a href=\"#fn63\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref63\" role=\"doc-noteref\"><sup>63<\/sup><\/a>, die man f\u00fcr sich gemacht, gen\u00fcgt man ihr nicht<a href=\"#fn64\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref64\" role=\"doc-noteref\"><sup>64<\/sup><\/a>; hat man sie aber zur Feilbietung auf dem Markte gemacht, so gen\u00fcgt man derselben mit ihnen<a href=\"#fn65\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref65\" role=\"doc-noteref\"><sup>65<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-12\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>Und dies sind die Gem\u00fcse, durch welche man am Pesach seiner Pflicht gen\u00fcgt<a href=\"#fn66\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref66\" role=\"doc-noteref\"><sup>66<\/sup><\/a>: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05e8 ,\u05d7\u05e8\u05d7\u05d1\u05d9\u05e0\u05d4 ,\u05ea\u05de\u05db\u05d4 ,\u05e2\u05d5\u05dc\u05e9\u05d9\u05df ,\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span><a href=\"#fn67\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref67\" role=\"doc-noteref\"><sup>67<\/sup><\/a>. Man gen\u00fcgt ihr durch dieselben sowohl in frischem als in trockenem<a href=\"#fn68\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref68\" role=\"doc-noteref\"><sup>68<\/sup><\/a> Zustande, nicht aber wenn sie eingelegt<a href=\"#fn69\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref69\" role=\"doc-noteref\"><sup>69<\/sup><\/a>, gekocht oder sonst gar gemacht sind. Sie erg\u00e4nzen einander zum \u00d6lbeervolumen<a href=\"#fn70\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref70\" role=\"doc-noteref\"><sup>70<\/sup><\/a>. Man kann sich auch mit deren Stengel begn\u00fcgen, desgleichen mit Demai<a href=\"#fn71\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref71\" role=\"doc-noteref\"><sup>71<\/sup><\/a>, erstem Zehnt, dessen Teruma abgehoben ist<a href=\"#fn72\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref72\" role=\"doc-noteref\"><sup>72<\/sup><\/a>, zweitem Zehnt und Geweihtem, sofern sie ausgel\u00f6st sind<a href=\"#fn73\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref73\" role=\"doc-noteref\"><sup>73<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-13\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Man darf die Kleie f\u00fcr die H\u00fchner, nicht einweichen, wohl aber br\u00fchen<a href=\"#fn74\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref74\" role=\"doc-noteref\"><sup>74<\/sup><\/a>. Die Frau weiche die Kleie nicht ein, die sie ins Badehaus mitnehmen will; sie darf sie aber trocken auf ihren Leib reiben. Man darf nicht am Pesach Weizenk\u00f6rner kauen und auf seine Wunde legen, weil sie in G\u00e4hrung \u00fcbergehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-14\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Man gebe kein Mehl in Essigmus<a href=\"#fn75\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref75\" role=\"doc-noteref\"><sup>75<\/sup><\/a> oder Senf<a href=\"#fn76\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref76\" role=\"doc-noteref\"><sup>76<\/sup><\/a>. Hat man jedoch welches hineingegeben<a href=\"#fn77\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref77\" role=\"doc-noteref\"><sup>77<\/sup><\/a>, kann er sofort gegessen werden<a href=\"#fn78\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref78\" role=\"doc-noteref\"><sup>78<\/sup><\/a>. R. Me\u00efr aber verbietet es<a href=\"#fn79\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref79\" role=\"doc-noteref\"><sup>79<\/sup><\/a>. Man darf das Pesachopfer in keiner Fl\u00fcssigkeit, auch nicht in Fruchtsaft kochen<a href=\"#fn80\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref80\" role=\"doc-noteref\"><sup>80<\/sup><\/a>, man darf es aber damit bestreichen und darin eintunken<a href=\"#fn81\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref81\" role=\"doc-noteref\"><sup>81<\/sup><\/a>. Das Wasser f\u00fcr den Gebrauch des B\u00e4ckers<a href=\"#fn82\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref82\" role=\"doc-noteref\"><sup>82<\/sup><\/a> muss weggegossen werden<a href=\"#fn83\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref83\" role=\"doc-noteref\"><sup>83<\/sup><\/a>, weil es in G\u00e4hrung \u00fcbergeht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-3\">Kapitel 3<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-15\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Folgendes muss am Pesach fortgeschafft werden<a href=\"#fn84\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref84\" role=\"doc-noteref\"><sup>84<\/sup><\/a>: Babylonischer Milchbrei<a href=\"#fn85\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref85\" role=\"doc-noteref\"><sup>85<\/sup><\/a>, medisches Bier<a href=\"#fn86\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref86\" role=\"doc-noteref\"><sup>86<\/sup><\/a>, r\u00f6mischer Essig<a href=\"#fn87\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref87\" role=\"doc-noteref\"><sup>87<\/sup><\/a>, \u00e4gyptischer Gerstenwein<a href=\"#fn88\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref88\" role=\"doc-noteref\"><sup>88<\/sup><\/a>; ferner<a href=\"#fn89\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref89\" role=\"doc-noteref\"><sup>89<\/sup><\/a> die F\u00e4rberbr\u00fche<a href=\"#fn90\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref90\" role=\"doc-noteref\"><sup>90<\/sup><\/a>, der St\u00e4rkekuchen der K\u00f6che<a href=\"#fn91\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref91\" role=\"doc-noteref\"><sup>91<\/sup><\/a> und der Schreiberleim<a href=\"#fn92\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref92\" role=\"doc-noteref\"><sup>92<\/sup><\/a>. R. Eli\u2018ezer sagt: Auch die Kosmetika der Frauen<a href=\"#fn93\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref93\" role=\"doc-noteref\"><sup>93<\/sup><\/a>; dies ist die Regel: Alles was aus einer Getreideart bereitet ist<a href=\"#fn94\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref94\" role=\"doc-noteref\"><sup>94<\/sup><\/a>, das muss am Pesach fortgeschafft werden<a href=\"#fn95\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref95\" role=\"doc-noteref\"><sup>95<\/sup><\/a>. Sie<a href=\"#fn96\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref96\" role=\"doc-noteref\"><sup>96<\/sup><\/a> sind in das Verbot<a href=\"#fn97\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref97\" role=\"doc-noteref\"><sup>97<\/sup><\/a> eingeschlossen, doch ist bei ihnen von Ausrottungsstrafe<a href=\"#fn98\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref98\" role=\"doc-noteref\"><sup>98<\/sup><\/a> keine Rede<a href=\"#fn99\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref99\" role=\"doc-noteref\"><sup>99<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-16\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Teig in den Ritzen eines Backtrogs ist man, wenn sich davon ein \u00d6lbeervolumen an einer Stelle findet, fortzuschaffen verpflichtet; weniger als so viel<a href=\"#fn100\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref100\" role=\"doc-noteref\"><sup>100<\/sup><\/a> ist in seiner Geringf\u00fcgigkeit nichtig. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich hinsichtlich der Unreinheit<a href=\"#fn101\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref101\" role=\"doc-noteref\"><sup>101<\/sup><\/a>; Wenn man Anstoss an ihm nimmt<a href=\"#fn102\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref102\" role=\"doc-noteref\"><sup>102<\/sup><\/a>, so bildet er eine Scheidung<a href=\"#fn103\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref103\" role=\"doc-noteref\"><sup>103<\/sup><\/a>; will man dagegen sein dauerndes Verbleiben, so ist er dem Troge gleichzuachten<a href=\"#fn104\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref104\" role=\"doc-noteref\"><sup>104<\/sup><\/a>. Ein tauber Teig<a href=\"#fn105\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref105\" role=\"doc-noteref\"><sup>105<\/sup><\/a> ist, wenn ein ihm gleicher<a href=\"#fn106\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref106\" role=\"doc-noteref\"><sup>106<\/sup><\/a> vorhanden ist, der bereits Chametz geworden, verboten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-17\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie sondert man die Brothebe in Unreinheit am Festtage ab<a href=\"#fn107\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref107\" role=\"doc-noteref\"><sup>107<\/sup><\/a>? R. Eli\u2018ezer sagt: Sie<a href=\"#fn108\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref108\" role=\"doc-noteref\"><sup>108<\/sup><\/a> gebe ihr den Namen nicht eher, als bis sie gebacken ist<a href=\"#fn109\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref109\" role=\"doc-noteref\"><sup>109<\/sup><\/a>. R. Juda b. Bethera sagt: Sie werfe sie in kaltes Wasser<a href=\"#fn110\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref110\" role=\"doc-noteref\"><sup>110<\/sup><\/a>. Da sagte R. Josua: Das ist kein Chametz, auf welches die Verbote<a href=\"#fn111\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref111\" role=\"doc-noteref\"><sup>111<\/sup><\/a>: &gt;es soll nicht gesehen werden\u00ab, \u00bbes soll nicht gefunden werden\u00ab Anwendung finden<a href=\"#fn112\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref112\" role=\"doc-noteref\"><sup>112<\/sup><\/a>; sie sondere sie vielmehr ab und lasse sie bis zum Abend liegen<a href=\"#fn113\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref113\" role=\"doc-noteref\"><sup>113<\/sup><\/a>, und wenn sie Chametz geworden, mag sie Chametz sein<a href=\"#fn114\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref114\" role=\"doc-noteref\"><sup>114<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-18\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Rabban Gamliel sagt: Drei Frauen d\u00fcrfen gleichzeitig kneten und eine nach der andern in einem Ofen backen<a href=\"#fn115\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref115\" role=\"doc-noteref\"><sup>115<\/sup><\/a>. Die Weisen aber sagen: Drei Frauen d\u00fcrfen bei dem Teig<a href=\"#fn116\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref116\" role=\"doc-noteref\"><sup>116<\/sup><\/a> besch\u00e4ftigt sein, eine knetend, eine zurichtend und eine backend. R. \u2018Akiba sagt: Nicht alle Frauen, nicht alles Holz und nicht alle \u00d6fen sind gleich<a href=\"#fn117\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref117\" role=\"doc-noteref\"><sup>117<\/sup><\/a>; dies ist die Regel: Schwillt er an, soll sie ihn mit kaltem Wasser p\u00e4tscheln<a href=\"#fn118\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref118\" role=\"doc-noteref\"><sup>118<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-19\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Aufgehender Teig muss verbrannt werden, aber wer ihn isst, ist frei<a href=\"#fn119\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref119\" role=\"doc-noteref\"><sup>119<\/sup><\/a>; rissiger Teig muss verbrannt werden, und wer ihn isst, macht sich der Ausrottungsstrafe schuldig. Welches ist der aufgehende Teig? Wie Heuschreckenh\u00f6rner<a href=\"#fn120\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref120\" role=\"doc-noteref\"><sup>120<\/sup><\/a>; der rissige Teig? Dessen Risse sich einer mit dem andern vereinigen<a href=\"#fn121\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref121\" role=\"doc-noteref\"><sup>121<\/sup><\/a>. So die Worte des R. Juda. Die Weisen aber sagen: Hier wie dort macht sich, wer davon isst, der Ausrottungsstrafe schuldig<a href=\"#fn122\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref122\" role=\"doc-noteref\"><sup>122<\/sup><\/a>; und wann ist es aufgehender Teig? Sowie sein Aussehen blass wird wie das eines Menschen, dessen Haare sich str\u00e4uben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-20\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00e4llt der Vierzehnte<a href=\"#fn123\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref123\" role=\"doc-noteref\"><sup>123<\/sup><\/a> auf einen Schabbat, muss man alles<a href=\"#fn124\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref124\" role=\"doc-noteref\"><sup>124<\/sup><\/a> vor Schabbat<a href=\"#fn125\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref125\" role=\"doc-noteref\"><sup>125<\/sup><\/a> wegschaffen. So die Worte des R. Me\u00efr. Die Weisen aber sagen: zu seiner Zeit<a href=\"#fn126\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref126\" role=\"doc-noteref\"><sup>126<\/sup><\/a>. R. El\u2018azar b. R. Szadok sagt: Teruma<a href=\"#fn127\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref127\" role=\"doc-noteref\"><sup>127<\/sup><\/a> vor Schabbat, Chullin<a href=\"#fn128\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref128\" role=\"doc-noteref\"><sup>128<\/sup><\/a> zu seiner Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-21\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer<a href=\"#fn129\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref129\" role=\"doc-noteref\"><sup>129<\/sup><\/a> auf dem Wege ist, sein Pesachopfer zu schlachten, seinen Sohn zu beschneiden das Eheschliessungsmahl im Hause seines Schwiegervaters einzunehmen, and sich erinnert, dass er Chametz zu Hause hat, der muss, wenn er umkehren, es fortschaffen und dann noch zu seiner Pflichterf\u00fcllung<a href=\"#fn130\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref130\" role=\"doc-noteref\"><sup>130<\/sup><\/a> zur\u00fcckgehen kann, heimkehren und es fortschaffen, wo nicht, vernichte er es in seinem Herzen<a href=\"#fn131\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref131\" role=\"doc-noteref\"><sup>131<\/sup><\/a>; Hilfe zu leisten gegen eine Kriegerhorde<a href=\"#fn132\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref132\" role=\"doc-noteref\"><sup>132<\/sup><\/a>, gegen Wassersnot, R\u00e4uber, Feuersgefahr, Einsturz \u2014 der vernichte es in seinem Herzen<a href=\"#fn133\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref133\" role=\"doc-noteref\"><sup>133<\/sup><\/a>; das Fest an einem Orte seines Beliebens<a href=\"#fn134\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref134\" role=\"doc-noteref\"><sup>134<\/sup><\/a> zu feiern \u2014 der muss sofort umkehren<a href=\"#fn135\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref135\" role=\"doc-noteref\"><sup>135<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-22\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem, der aus Jerusalem hinausgeht und sich erinnert, dass er heiliges Fleisch<a href=\"#fn136\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref136\" role=\"doc-noteref\"><sup>136<\/sup><\/a> bei sich hat: hat er die Szofim<a href=\"#fn137\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref137\" role=\"doc-noteref\"><sup>137<\/sup><\/a> schon hinter sich, so kann er es an Ort und Stelle verbrennen, wo nicht, kehre er um und verbrenne es im Angesichte der Bira<a href=\"#fn138\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref138\" role=\"doc-noteref\"><sup>138<\/sup><\/a> mit dem Holze f\u00fcr den Altarherd<a href=\"#fn139\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref139\" role=\"doc-noteref\"><sup>139<\/sup><\/a>. Und wieviel muss es<a href=\"#fn140\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref140\" role=\"doc-noteref\"><sup>140<\/sup><\/a> sein, wenn er umkehren soll? R. Me\u00efr sagt: Hier wie dort von Eiesgr\u00f6sse. R. Juda sagt: Hier wie dort von Olivengr\u00f6sse<a href=\"#fn141\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref141\" role=\"doc-noteref\"><sup>141<\/sup><\/a>. Die Weisen aber sagen: Heiliges Fleisch von Olivengr\u00f6sse, Chametz dagegen von Eiesgr\u00f6sse.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-4\">Kapitel 4<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-23\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo es Brauch ist an den R\u00fcsttagen zum Pesachfeste bis Mittag Arbeit<a href=\"#fn142\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref142\" role=\"doc-noteref\"><sup>142<\/sup><\/a> zu verrichten, darf man welche verrichten; wo es der Brauch ist, keine zu verrichten, darf man keine verrichten. Wer von einem Orte, an dem man welche verrichtet, nach einem Orte geht, an dem man keine verrichtet, oder von einem Orte, an welchem man keine verrichtet, nach einem Orte, an dem man welche verrichtet, dem legt man<a href=\"#fn143\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref143\" role=\"doc-noteref\"><sup>143<\/sup><\/a> die Erschwerungen des Ortes auf, aus dem er gezogen, wie auch die Erschwerungen des Ortes, in welchen er gekommen. Nie aber mache man sich auff\u00e4llig<a href=\"#fn144\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref144\" role=\"doc-noteref\"><sup>144<\/sup><\/a> \u2014 wegen des Zwiespalts.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-24\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Desgleichen ist, wer Fr\u00fcchte des siebenten Jahres<a href=\"#fn145\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref145\" role=\"doc-noteref\"><sup>145<\/sup><\/a> von einem Orte, an welchem sie zu Ende gegangen, nach einem Orte bringt, an welchem sie noch nicht zu Ende gegangen, oder von einem Orte, an welchem sie nicht zu Ende gegangen, nach einem Orte, an dem sie schon zu Ende gegangen, sie fortzuschaffen verpflichtet. R. Juda sagt: (Man spricht zu ihm:) Geh, hole du dir auch<a href=\"#fn146\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref146\" role=\"doc-noteref\"><sup>146<\/sup><\/a>!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-25\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo es Gebrauch ist Kleinvieh an Nichtjuden zu verkaufen, verkaufe man; wo es der Brauch ist nicht zu verkaufen<a href=\"#fn147\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref147\" role=\"doc-noteref\"><sup>147<\/sup><\/a>, verkaufe man nicht! Nirgends darf man ihnen Grossvieh, K\u00e4lber und Eself\u00fcllen<a href=\"#fn148\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref148\" role=\"doc-noteref\"><sup>148<\/sup><\/a> verkaufen, gleichviel ob gesunde oder Kr\u00fcppel<a href=\"#fn149\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref149\" role=\"doc-noteref\"><sup>149<\/sup><\/a>. Rabbi Juda gibt die Kr\u00fcppel frei, Ben Bethera gibt die Pferde frei<a href=\"#fn150\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref150\" role=\"doc-noteref\"><sup>150<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-26\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo es der Brauch ist in den Pesachn\u00e4chten gebratenes Fleisch zu essen, darf man welches essen; wo es der Brauch ist keines zu essen<a href=\"#fn151\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref151\" role=\"doc-noteref\"><sup>151<\/sup><\/a>, esse man keines. Wo es der Brauch ist in den N\u00e4chten des Vers\u00f6hnungstages Licht zu brennen<a href=\"#fn152\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref152\" role=\"doc-noteref\"><sup>152<\/sup><\/a>, z\u00fcnde man welches an; wo es der Brauch ist, keines zu brennen, z\u00fcnde man keines an, doch brenne man welches in Synagogen und Lehrh\u00e4usern, in dunklen Strassen und bei Kranken!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-27\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Wo es der Brauch ist, am neunten Ab<a href=\"#fn153\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref153\" role=\"doc-noteref\"><sup>153<\/sup><\/a> Arbeit zu verrichten, mag man welche verrichten; wo der Brauch ist keine zu verrichten, verrichte man keine! Allerorten feiern die Gelehrten. R. Simon b. Gamliel sagt: Man betrachte sich nur immer als Gelehrten<a href=\"#fn154\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref154\" role=\"doc-noteref\"><sup>154<\/sup><\/a>. \u2014 \u2014 Die Weisen hingegen sagen<a href=\"#fn155\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref155\" role=\"doc-noteref\"><sup>155<\/sup><\/a>: In Jud\u00e4a hat man an den R\u00fcsttagen des Pesachfestes bis Mittag Arbeit verrichtet, in Galil\u00e4a aber hat man durchaus keine verrichtet. Was die Nacht<a href=\"#fn156\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref156\" role=\"doc-noteref\"><sup>156<\/sup><\/a> betrifft, so verbieten Bet Schammai<a href=\"#fn157\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref157\" role=\"doc-noteref\"><sup>157<\/sup><\/a>, w\u00e4hrend Bet Hillel bis Sonnenaufgang gestatten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-28\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Me\u00efr sagt: Jede Arbeit, die man vor dem Vierzehnten in Angriff genommen, darf man am Vierzehnten<a href=\"#fn158\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref158\" role=\"doc-noteref\"><sup>158<\/sup><\/a> zu Ende f\u00fchren<a href=\"#fn159\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref159\" role=\"doc-noteref\"><sup>159<\/sup><\/a>; man darf aber keine am Vierzehnten erst beginnen, obgleich man sie<a href=\"#fn160\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref160\" role=\"doc-noteref\"><sup>160<\/sup><\/a> vollenden kann. Die Weisen dagegen sagen: Drei Handwerke d\u00fcrfen am R\u00fcsttage zum Pesachfeste bis Mittag Arbeit verrichten<a href=\"#fn161\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref161\" role=\"doc-noteref\"><sup>161<\/sup><\/a>; es sind die folgenden: Die Schneider, die Barbiere und die W\u00e4scher. R. Jose b. R. Juda sagt: Auch die Schuhmacher.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-29\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Man darf am Vierzehnten Brutgitter<a href=\"#fn162\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref162\" role=\"doc-noteref\"><sup>162<\/sup><\/a> hinsetzen f\u00fcr die H\u00fchner, und ist eine Henne entlaufen<a href=\"#fn163\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref163\" role=\"doc-noteref\"><sup>163<\/sup><\/a>, darf man sie<a href=\"#fn164\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref164\" role=\"doc-noteref\"><sup>164<\/sup><\/a> an ihren Ort zur\u00fcckbringen, und wenn sie gestorben, eine andere an ihre Stelle setzen. Man darf am Vierzehnten unter den F\u00fcssen des Viehes ausschaufeln<a href=\"#fn165\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref165\" role=\"doc-noteref\"><sup>165<\/sup><\/a> und am Feste<a href=\"#fn166\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref166\" role=\"doc-noteref\"><sup>166<\/sup><\/a> zur Seite fegen. Man darf Gebrauchsgegenst\u00e4nde<a href=\"#fn167\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref167\" role=\"doc-noteref\"><sup>167<\/sup><\/a> aus dem Hause des Handwerkers holen und hintragen, auch wenn sie nicht f\u00fcr den Bedarf des Festes sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-30\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Sechs Dinge taten die Bewohner Jerichos<a href=\"#fn168\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref168\" role=\"doc-noteref\"><sup>168<\/sup><\/a>; drei verwies man ihnen, drei aber verwies man ihnen nicht. Die folgenden sind die, die man ihnen nicht verwies: Sie befruchteten Palmen<a href=\"#fn169\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref169\" role=\"doc-noteref\"><sup>169<\/sup><\/a> den ganzen Tag<a href=\"#fn170\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref170\" role=\"doc-noteref\"><sup>170<\/sup><\/a>, sie verschlangen das Schma\u2018<a href=\"#fn171\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref171\" role=\"doc-noteref\"><sup>171<\/sup><\/a>, sie m\u00e4hten und schichteten<a href=\"#fn172\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref172\" role=\"doc-noteref\"><sup>172<\/sup><\/a> vor dem \u2018Omer<a href=\"#fn173\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref173\" role=\"doc-noteref\"><sup>173<\/sup><\/a> \u2014 und man wehrte ihnen nicht; diese aber wehrte man ihnen: Sie er kl\u00e4rten \u00e4gyptische Feigen des Heiligtums f\u00fcr erlaubt<a href=\"#fn174\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref174\" role=\"doc-noteref\"><sup>174<\/sup><\/a>, sie assen am Schabbat von dem, was unter den B\u00e4umen abgefallen lag<a href=\"#fn175\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref175\" role=\"doc-noteref\"><sup>175<\/sup><\/a>, sie gaben Pea von Gem\u00fcse<a href=\"#fn176\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref176\" role=\"doc-noteref\"><sup>176<\/sup><\/a> \u2014 aber die Weisen verwiesen es ihnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-31\">9<\/h3>\n\n\n\n<p>\u2013<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-5\">Kapitel 5<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-32\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Das st\u00e4ndige Opfer<a href=\"#fn177\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref177\" role=\"doc-noteref\"><sup>177<\/sup><\/a> wird um achteinhalb geschlachtet und um neuneinhalb dargebracht<a href=\"#fn178\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref178\" role=\"doc-noteref\"><sup>178<\/sup><\/a>. An den Vorabenden des Pesach wird es um siebeneinhalb geschlachtet und um achteinhalb dargebracht<a href=\"#fn179\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref179\" role=\"doc-noteref\"><sup>179<\/sup><\/a>, es sei Wochentag oder Schabbat<a href=\"#fn180\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref180\" role=\"doc-noteref\"><sup>180<\/sup><\/a>. F\u00e4llt der Vorabend des Pesach auf den Vorabend des Schabbat<a href=\"#fn181\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref181\" role=\"doc-noteref\"><sup>181<\/sup><\/a>, so wird es um sechseinhalb geschlachtet und um siebeneinhalb dargebracht. Nach ihm das Pesachopfer!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-33\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Pesachopfer, das man nicht f\u00fcr seine Bestimmung geschlachtet, oder dessen Blut man nicht f\u00fcr seine Bestimmung, oder f\u00fcr seine Bestimmung und nicht f\u00fcr seine Bestimmung, oder nicht f\u00fcr seine Bestimmung und f\u00fcr seine Bestimmung aufgefangen, hingetragen und gesprengt hat, ist untauglich<a href=\"#fn182\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref182\" role=\"doc-noteref\"><sup>182<\/sup><\/a>. Wieso f\u00fcr seine Bestimmung und nicht f\u00fcr seine Bestimmung? Als Pesachopfer und als Friedensopfer<a href=\"#fn183\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref183\" role=\"doc-noteref\"><sup>183<\/sup><\/a>; nicht f\u00fcr seine Bestimmung und f\u00fcr seine Bestimmung? Als Friedensopfer und als Pesachopfer<a href=\"#fn184\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref184\" role=\"doc-noteref\"><sup>184<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-34\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat man es f\u00fcr Essensunf\u00e4hige<a href=\"#fn185\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref185\" role=\"doc-noteref\"><sup>185<\/sup><\/a> geschlachtet oder f\u00fcr Unbeteiligte<a href=\"#fn186\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref186\" role=\"doc-noteref\"><sup>186<\/sup><\/a>, f\u00fcr Unbeschnittene<a href=\"#fn187\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref187\" role=\"doc-noteref\"><sup>187<\/sup><\/a> oder Unreine<a href=\"#fn188\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref188\" role=\"doc-noteref\"><sup>188<\/sup><\/a>, so ist es untauglich<a href=\"#fn189\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref189\" role=\"doc-noteref\"><sup>189<\/sup><\/a>; f\u00fcr Essensf\u00e4hige und Essensunf\u00e4hige, f\u00fcr Beteiligte und Unbeteiligte, f\u00fcr Beschnittene und Unbeschnittene<a href=\"#fn190\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref190\" role=\"doc-noteref\"><sup>190<\/sup><\/a>, f\u00fcr Unreine und Reine, so ist es tauglich<a href=\"#fn191\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref191\" role=\"doc-noteref\"><sup>191<\/sup><\/a>. Hat man es vor Mittag geschlachtet, so ist es untauglich; denn es heisst<a href=\"#fn192\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref192\" role=\"doc-noteref\"><sup>192<\/sup><\/a>: \u00bbzwischen den Abenden\u00ab<a href=\"#fn193\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref193\" role=\"doc-noteref\"><sup>193<\/sup><\/a>. Hat man es vor dem st\u00e4ndigen Opfer geschlachtet, so ist es tauglich<a href=\"#fn194\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref194\" role=\"doc-noteref\"><sup>194<\/sup><\/a>; nur muss jemand dessen Blut umr\u00fchren<a href=\"#fn195\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref195\" role=\"doc-noteref\"><sup>195<\/sup><\/a>, bis man das Blut des st\u00e4ndigen Opfers gesprengt hat; ist es<a href=\"#fn196\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref196\" role=\"doc-noteref\"><sup>196<\/sup><\/a> auch bereits gesprengt worden<a href=\"#fn197\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref197\" role=\"doc-noteref\"><sup>197<\/sup><\/a>, so ist es doch tauglich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-35\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn man das Pesachopfer bei Chametz<a href=\"#fn198\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref198\" role=\"doc-noteref\"><sup>198<\/sup><\/a> schlachtet, \u00fcbertritt man ein Verbot<a href=\"#fn199\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref199\" role=\"doc-noteref\"><sup>199<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Auch das st\u00e4ndige Opfer<a href=\"#fn200\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref200\" role=\"doc-noteref\"><sup>200<\/sup><\/a>. R. Simon sagt: Das Pesachopfer am Vierzehnten f\u00fcr seine Bestimmung \u2026, so ist man strafbar, nicht f\u00fcr seine Bestimmung \u2026, so ist man frei<a href=\"#fn201\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref201\" role=\"doc-noteref\"><sup>201<\/sup><\/a>, alle anderen Opfer aber, gleichviel ob f\u00fcr ihre Bestimmung oder nicht f\u00fcr ihre Bestimmung \u2026, so ist man frei<a href=\"#fn202\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref202\" role=\"doc-noteref\"><sup>202<\/sup><\/a>; am Feste f\u00fcr seine Bestimmung<a href=\"#fn203\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref203\" role=\"doc-noteref\"><sup>203<\/sup><\/a> \u2026, ist man frei<a href=\"#fn204\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref204\" role=\"doc-noteref\"><sup>204<\/sup><\/a>, nicht f\u00fcr seine Bestimmung\u2026, ist man strafbar<a href=\"#fn205\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref205\" role=\"doc-noteref\"><sup>205<\/sup><\/a>, alle anderen Opfer aber, gleichviel ob f\u00fcr ihre Bestimmung oder nicht f\u00fcr ihre Bestimmung \u2026, so ist man strafbar, das S\u00fcndopfer<a href=\"#fn206\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref206\" role=\"doc-noteref\"><sup>206<\/sup><\/a> ausgenommen, das man nicht f\u00fcr seine Bestimmung geschlachtet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-36\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Pesachopfer wird in drei Gruppen<a href=\"#fn207\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref207\" role=\"doc-noteref\"><sup>207<\/sup><\/a> geschlachtet; denn es heisst<a href=\"#fn208\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref208\" role=\"doc-noteref\"><sup>208<\/sup><\/a>: Und es sollen es schlachten die ganze Versammlung der Gemeinde Israels\u00ab \u2014 Versammlung, Gemeinde, Israel<a href=\"#fn209\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref209\" role=\"doc-noteref\"><sup>209<\/sup><\/a>! Es tritt die erste Gruppe ein, die Vorhalle f\u00fcllt sich, man schliesst die T\u00fcren der Halle. Ein gedehnter, ein schmetternder und wieder ein gedehnter Posaunenruf! Die Priester stellen sich in Reihen auf, in ihren H\u00e4nden silberne Schalen und goldene Schalen, die eine Reihe ganz Silber, die andere Reihe ganz Gold. Da war kein durcheinander. Auch hatten die Schalen keinen Fuss<sup class=\"footnote-marker\">33b<\/sup><i class=\"footnote\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d4\u05d9\u05d5 \u05dc\u05d1\u05d6\u05db\u05d9\u05dd \u05e9\u05d5\u05dc\u05d9\u05dd. Die allgemeine Aussprache ist <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05c1\u05d5\u05bc\u05dc\u05b7\u05d9\u05b4\u05dd<\/span>; doch hat der Dual hier gar keine Berechtigung. Als Singular findet sich <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b9\u05c1\u05d1\u05b6\u05dc<\/span> (Jes. 47,2; arab. <span dir=\"rtl\">\u0633\u0628\u0644\u0629<\/span> = Schleppe), wovon der PI. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b0\u05c1\u05d1\u05b8\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> oder auch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b0\u05c1\u05d5\u05b8\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> lauten w\u00fcrde, was dann zu <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05bc\u05dc\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> geworden ist, wie <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05b9\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b8\u05d5\u05b6\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05b9\u05dc\u05d5\u05b9\u05ea<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05b8\u05bd\u05d5\u05b6\u05dc<\/span>. Verwandt ist \u05e9\u05e4\u05dc = niedrig; daher \u05e9\u05d5\u05dc\u05d9\u05dd beim Kleide der Saum oder die Schleppe, beim Gef\u00e4sse der Boden.<\/i>, damit sie dieselben nicht hinstellen und das Blut gerinne.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-37\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Israelite schlachtet, und der Priester f\u00e4ngt das Blut auf; er gibt es seinem Nebenmanne, der Nebenmann wieder seinem Nebenmanne, und nimmt das Volle und gibt zur\u00fcck das Leere. Der Priester, der dem Altar am n\u00e4chsten ist, sprengt es eine Sprengung gegen den Altargrund.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-38\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Jetzt kommt die erste Gruppe heraus, und die zweite Gruppe tritt ein; es kommt die zweite heraus, die dritte tritt ein. Wie das Verfahren der ersten, so das Verfahren der zweiten und der dritten. Sie lesen das Hallel. Haben sie es vollendet, so wiederholen sie es, haben sie es wiederholt, so beginnen sie zum dritten Male, obgleich sie es im Leben nicht dreimal sagten. R. Juda sagt: Im Leben ist die dritte Gruppe nicht zu Ahabti ki jischma\u2018<a href=\"#fn210\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref210\" role=\"doc-noteref\"><sup>210<\/sup><\/a> gelangt, weil bei ihr<a href=\"#fn211\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref211\" role=\"doc-noteref\"><sup>211<\/sup><\/a> nur wenige waren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-39\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie das Verfahren am Wochentage, so ist das Verfahren am Schabbat, nur dass die Priester da gegen den Willen der Weisen die Vorhalle absp\u00fclten<a href=\"#fn212\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref212\" role=\"doc-noteref\"><sup>212<\/sup><\/a>. R. Juda sagt: Einen Becher f\u00fcllte man mit dem Blute des Gemenges und sprengte eine Sprengung auf den Altar<a href=\"#fn213\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref213\" role=\"doc-noteref\"><sup>213<\/sup><\/a>; doch stimmten ihm die Weisen nicht bei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-40\">9<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf welche Art h\u00e4ngt man auf<a href=\"#fn214\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref214\" role=\"doc-noteref\"><sup>214<\/sup><\/a> und zieht die Haut ab? Eiserne Haken<a href=\"#fn215\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref215\" role=\"doc-noteref\"><sup>215<\/sup><\/a> waren an den W\u00e4nden und S\u00e4ulen befestigt, an denen man aufh\u00e4ngte und abh\u00e4utete; und f\u00fcr jeden der keinen Platz mehr hatte anzuh\u00e4ngen und abzuh\u00e4uten, waren dort d\u00fcnne, glatte St\u00e4be, davon legte er auf seine Schulter und die Schulter seines Genossen, h\u00e4ngte an und zog die Haut ab. R. Eli\u2018ezer sagt: Wenn der Vierzehnte auf einen Schabbat f\u00e4llt<a href=\"#fn216\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref216\" role=\"doc-noteref\"><sup>216<\/sup><\/a>, so legt er seine Hand auf die Schulter seines Nebenmannes und die Hand seines Nebenmannes auf die eigene Schulter<a href=\"#fn217\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref217\" role=\"doc-noteref\"><sup>217<\/sup><\/a>, h\u00e4ngt an und zieht die Haut ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-41\">10<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat man es aufgerissen und seine Opferteile herausgenommen, so legt mau sie in eine Sch\u00fcssel<a href=\"#fn218\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref218\" role=\"doc-noteref\"><sup>218<\/sup><\/a> und l\u00e4sst sie<a href=\"#fn219\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref219\" role=\"doc-noteref\"><sup>219<\/sup><\/a> auf dem Altare verbrennen. Die erste Gruppe kam heraus und liess sich<a href=\"#fn220\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref220\" role=\"doc-noteref\"><sup>220<\/sup><\/a> auf dem Tempelberge nieder, die zweite am Ch\u00eal<a href=\"#fn221\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref221\" role=\"doc-noteref\"><sup>221<\/sup><\/a>, die dritte verharrte an ihrer Stelle. Mit Anbruch der Nacht gingen sie hinweg und brieten ihre Pesachopfer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-6\">Kapitel 6<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-42\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Folgende Verrichtungen am Pesachopfer verdr\u00e4ngen den Schabbat<a href=\"#fn222\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref222\" role=\"doc-noteref\"><sup>222<\/sup><\/a> Das Schlachten desselben, das Sprengen seines Blutes, das Abschaben<a href=\"#fn223\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref223\" role=\"doc-noteref\"><sup>223<\/sup><\/a> seiner Eingeweide und das Verbrennen seiner Fettteile. Hingegen k\u00f6nnen das Braten desselben und das Aussp\u00fclen seiner Eingeweide den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen<a href=\"#fn224\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref224\" role=\"doc-noteref\"><sup>224<\/sup><\/a>. Das Hintragen<a href=\"#fn225\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref225\" role=\"doc-noteref\"><sup>225<\/sup><\/a>, die Herbeischaffung von ausserhalb des Schabbatbezirkes<a href=\"#fn226\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref226\" role=\"doc-noteref\"><sup>226<\/sup><\/a>, das Abschneiden einer etwaigen Blatter<a href=\"#fn227\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref227\" role=\"doc-noteref\"><sup>227<\/sup><\/a> verdr\u00e4ngen den Schabbat nicht<a href=\"#fn228\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref228\" role=\"doc-noteref\"><sup>228<\/sup><\/a>. R. Eli\u2018ezer sagt: sie verdr\u00e4ngen ihn<a href=\"#fn229\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref229\" role=\"doc-noteref\"><sup>229<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-43\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Es sagte R. Eli\u2018ezer: Es ist ja nur folgerecht<a href=\"#fn230\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref230\" role=\"doc-noteref\"><sup>230<\/sup><\/a>. Wie? wenn das Schlachten, das doch von der Kategorie \u00bbWerkt\u00e4tigkeit\u00ab ist, den Schabbat verdr\u00e4ngt, sollten jene, die von der Kategorie \u00bbRuhegebot\u00ab sind, den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen<a href=\"#fn231\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref231\" role=\"doc-noteref\"><sup>231<\/sup><\/a>? Da sagte R. Josua zu ihm: der Festtag entscheide, an welchem man aus der Kategorie \u00bbWerkt\u00e4tigkeit\u00ab Zugest\u00e4ndnisse gemacht, aus der Kategorie des \u00bbRuhegebots\u00ab dagegen Verbote erlassen hat<a href=\"#fn232\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref232\" role=\"doc-noteref\"><sup>232<\/sup><\/a>. Da sagte zu ihm R. Eli\u2018ezer: Was ist das, Josua! Wie soll Anheimgestelltes ein Beweis<a href=\"#fn233\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref233\" role=\"doc-noteref\"><sup>233<\/sup><\/a> sein f\u00fcr Pflichtm\u00e4ssiges<a href=\"#fn234\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref234\" role=\"doc-noteref\"><sup>234<\/sup><\/a>? Nun erwiderte R. \u2018Akiba; er sprach: Die Besprengung<a href=\"#fn235\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref235\" role=\"doc-noteref\"><sup>235<\/sup><\/a> entscheide! Sie ist Pflicht<a href=\"#fn236\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref236\" role=\"doc-noteref\"><sup>236<\/sup><\/a>, ist ferner aus der Kategorie des \u00bbRuhegebots\u00ab<a href=\"#fn237\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref237\" role=\"doc-noteref\"><sup>237<\/sup><\/a>, and kann doch den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen<a href=\"#fn238\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref238\" role=\"doc-noteref\"><sup>238<\/sup><\/a>; so wundre dich du auch \u00fcber jene nicht, dass sie \u2014 obschon pflichtm\u00e4ssig und aus der Kategorie des \u00bbRuhegebotes\u00ab \u2014 den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen. Da sagte R. Eli\u2018ezer zu ihm: Auch auf sie dehne ich meinen Schluss aus<a href=\"#fn239\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref239\" role=\"doc-noteref\"><sup>239<\/sup><\/a>. Wie? wenn das Schlachten, das doch von der Kategorie \u00bbWerkt\u00e4tigkeit\u00ab ist<a href=\"#fn240\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref240\" role=\"doc-noteref\"><sup>240<\/sup><\/a>, den Schabbat verdr\u00e4ngt, ist es da nicht folgerichtig, dass die Besprengung, die von der Kategorie \u00bbRuhegebot\u00ab ist<a href=\"#fn241\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref241\" role=\"doc-noteref\"><sup>241<\/sup><\/a>, den Schabbat verdr\u00e4ngt? Da sprach zu ihm R. \u2018Akiba: Oder umgekehrt! Wie? wenn die Besprengung, die ja nur von der Kategorie des \u00bbRuhegebotes\u00ab ist, den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen kann, ist es da nicht folgerecht, dass das Schlachten, welches doch aus der Kategorie \u00bbWerkt\u00e4tigkeit\u00ab ist, den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen kann? Da sagte ihm R. Eli\u2018ezer: \u2018Akiba, willst du herausreissen, was in der Tora geschrieben steht<a href=\"#fn242\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref242\" role=\"doc-noteref\"><sup>242<\/sup><\/a>: \u00bbZwischen den Abenden zur festgesetzten Zeit\u00ab, gleichviel ob am Wochentage oder am Schabbat? Da sprach er zu ihm: Mein Lehrer, bringe mir \u00bbfestgesetzte Zeit\u00ab f\u00fcr jene gleich der \u00bbfestgesetzten Zeit\u00ab f\u00fcrs Schlachten<a href=\"#fn243\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref243\" role=\"doc-noteref\"><sup>243<\/sup><\/a>! Als allgemeine Regel sagte R. \u2018Akiba: Jede Verrichtung, welche am Vorabend des Schabbat auszuf\u00fchren m\u00f6glich war, verdr\u00e4ngt den Schabbat nicht<a href=\"#fn244\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref244\" role=\"doc-noteref\"><sup>244<\/sup><\/a>. Das Schlachten, welches am Vorabend des Schabbat auszuf\u00fchren unm\u00f6glich war, verdr\u00e4ngt den Schabbat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-44\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Wann bringt man daneben ein Festopfer<a href=\"#fn245\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref245\" role=\"doc-noteref\"><sup>245<\/sup><\/a> dar? Wenn es<a href=\"#fn246\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref246\" role=\"doc-noteref\"><sup>246<\/sup><\/a> an einem Wochentage und in Reinheit and in Unzul\u00e4nglichkeit<a href=\"#fn247\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref247\" role=\"doc-noteref\"><sup>247<\/sup><\/a> dargebracht wird<a href=\"#fn248\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref248\" role=\"doc-noteref\"><sup>248<\/sup><\/a>. Wird es aber am Schabbat, in Ausgiebigkeit<a href=\"#fn249\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref249\" role=\"doc-noteref\"><sup>249<\/sup><\/a> oder in Unreinheit<a href=\"#fn250\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref250\" role=\"doc-noteref\"><sup>250<\/sup><\/a> dargebracht, so bringt man neben ihm kein Festopfer dar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-45\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Festopfer konnte genommen werden<a href=\"#fn251\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref251\" role=\"doc-noteref\"><sup>251<\/sup><\/a> von Kleinvieh und von Rindvieh, von L\u00e4mmern und von Ziegen, sowohl m\u00e4nnlichen als weiblichen Geschlechts, und darf w\u00e4hrend zweier Tage und einer Nacht gegessen werden<a href=\"#fn252\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref252\" role=\"doc-noteref\"><sup>252<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-46\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat jemand das Pesachopfer am Schabbat nicht f\u00fcr seine Bestimmung geschlachtet, so ist er darob ein S\u00fcndopfer schuldig. Was aber alle die anderen Opfer betrifft, die jemand mit der Bestimmung zum Pesachopfer geschlachtet hat, so ist er, wenn sie sich dazu nicht eignen, schuldig; wenn sie dagegen geeignet sind, verurteilt R. Eli\u2018ezer zu einem S\u00fcndopfer, w\u00e4hrend R. Josua freispricht<a href=\"#fn253\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref253\" role=\"doc-noteref\"><sup>253<\/sup><\/a>. Da sagte R. Eli\u2018ezer: Wie? wenn er hinsichtlich des Pesachopfers, bei welchem er f\u00fcr seine Bestimmung die Erlaubnis hat<a href=\"#fn254\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref254\" role=\"doc-noteref\"><sup>254<\/sup><\/a>, bei Ab\u00e4nderung seiner Bestimmung schuldig ist, ist es da hinsichtlich solcher Opfer, bei welchen es f\u00fcr ihre Bestimmung verboten ist<a href=\"#fn255\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref255\" role=\"doc-noteref\"><sup>255<\/sup><\/a>, nicht folgerichtig, dass er bei Ab\u00e4nderung ihrer Bestimmung verurteilt werde? Da sagte zu ihm R. Josua: Nein! Wenn du hinsichtlich des Pesachopfers so urteilst, welches man zu etwas Verbotenem abge\u00e4ndert hat<a href=\"#fn256\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref256\" role=\"doc-noteref\"><sup>256<\/sup><\/a>, willst du auch. hinsichtlich der Opfer so urteilen, die man zu etwas Erlaubtem ge\u00e4ndert hat<a href=\"#fn257\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref257\" role=\"doc-noteref\"><sup>257<\/sup><\/a>? Da sagte R. Eli\u2018ezer zu ihm: die Gemeindeopfer m\u00f6gen entscheiden! Sie sind gestattet f\u00fcr ihre Bestimmung, und doch ist schuldig, wer unter ihrem Namen schlachtet<a href=\"#fn258\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref258\" role=\"doc-noteref\"><sup>258<\/sup><\/a>. Da sagte R. Josua zu ihm: Wenn du hinsichtlich der Gemeindeopfer so urteilst, die doch eine Grenze haben, willst du auch hinsichtlich des Pesachopfers so urteilen, das keine Grenze hat<a href=\"#fn259\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref259\" role=\"doc-noteref\"><sup>259<\/sup><\/a>? R. Me\u00efr sagt: Auch derjenige, welcher unter dem Namen der Gemeindeopfer schlachtet, ist frei<a href=\"#fn260\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref260\" role=\"doc-noteref\"><sup>260<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-47\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat er es<a href=\"#fn261\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref261\" role=\"doc-noteref\"><sup>261<\/sup><\/a> f\u00fcr Essensunf\u00e4hige<a href=\"#fn262\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref262\" role=\"doc-noteref\"><sup>262<\/sup><\/a> geschlachtet oder f\u00fcr Unbeteiligte<a href=\"#fn263\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref263\" role=\"doc-noteref\"><sup>263<\/sup><\/a>, f\u00fcr Unbeschnittene<a href=\"#fn264\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref264\" role=\"doc-noteref\"><sup>264<\/sup><\/a> oder Unreine<a href=\"#fn265\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref265\" role=\"doc-noteref\"><sup>265<\/sup><\/a> so ist er schuldig<a href=\"#fn266\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref266\" role=\"doc-noteref\"><sup>266<\/sup><\/a>; f\u00fcr Essensf\u00e4hige und Essensunf\u00e4hige, f\u00fcr Beteiligte und Unbeteiligte, f\u00fcr Beschnittene und Unbeschnittene, f\u00fcr Reine und Unreine, so ist er frei<a href=\"#fn267\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref267\" role=\"doc-noteref\"><sup>267<\/sup><\/a>. Hat er es geschlachtet, und es wird als fehlerhaft<a href=\"#fn268\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref268\" role=\"doc-noteref\"><sup>268<\/sup><\/a> befunden, so ist er schuldig<a href=\"#fn269\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref269\" role=\"doc-noteref\"><sup>269<\/sup><\/a>; hat er es geschlachtet, und es wird als innerlich verletzt<a href=\"#fn270\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref270\" role=\"doc-noteref\"><sup>270<\/sup><\/a> befunden, so ist er frei<a href=\"#fn271\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref271\" role=\"doc-noteref\"><sup>271<\/sup><\/a>. Hat er es geschlachtet, und es stellt sich heraus, dass<a href=\"#fn272\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref272\" role=\"doc-noteref\"><sup>272<\/sup><\/a> die Eigent\u00fcmer ihre H\u00e4nde zur\u00fcckgezogen hatten<a href=\"#fn273\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref273\" role=\"doc-noteref\"><sup>273<\/sup><\/a> oder gestorben oder unrein geworden waren<a href=\"#fn274\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref274\" role=\"doc-noteref\"><sup>274<\/sup><\/a>, so ist er frei, weil er mit Erlaubnis geschlachtet hat<a href=\"#fn275\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref275\" role=\"doc-noteref\"><sup>275<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-7\">Kapitel 7<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-48\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie soll man das Pesachopfer braten<a href=\"#fn276\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref276\" role=\"doc-noteref\"><sup>276<\/sup><\/a>? Man bringe einen Spiess<a href=\"#fn277\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref277\" role=\"doc-noteref\"><sup>277<\/sup><\/a> von Granatapfelbaum<a href=\"#fn278\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref278\" role=\"doc-noteref\"><sup>278<\/sup><\/a>, stecke ihn<a href=\"#fn279\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref279\" role=\"doc-noteref\"><sup>279<\/sup><\/a> durch dessen Maul bis in die Gegend<a href=\"#fn280\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref280\" role=\"doc-noteref\"><sup>280<\/sup><\/a> der After\u00f6ffnung und lege dessen Kniest\u00fccke und Eingeweide in sein Inneres. So die Worte des R. J\u00f4s\u00ea aus Galil\u00e4a. R. \u2018Akiba sagt: Das w\u00e4re gewissermassen eine Art des Kochens<a href=\"#fn281\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref281\" role=\"doc-noteref\"><sup>281<\/sup><\/a> &lt;ftnote&gt;<a href=\"#fn282\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref282\" role=\"doc-noteref\"><sup>282<\/sup><\/a>; man h\u00e4nge sie vielmehr ausserhalb desselben auf<a href=\"#fn283\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref283\" role=\"doc-noteref\"><sup>283<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-49\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Man brate das Pesach nicht am Spiesse<a href=\"#fn284\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref284\" role=\"doc-noteref\"><sup>284<\/sup><\/a> und nicht auf dem Roste<a href=\"#fn285\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref285\" role=\"doc-noteref\"><sup>285<\/sup><\/a>! Es geschah bei Rabban Gamliel, dass er zu seinem Knechte Tabi sagte: Geh und brate uns das Pesachopfer auf dem Roste<a href=\"#fn286\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref286\" role=\"doc-noteref\"><sup>286<\/sup><\/a>! Ber\u00fchrte es die Kachel<a href=\"#fn287\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref287\" role=\"doc-noteref\"><sup>287<\/sup><\/a> des Ofens, so sch\u00e4le<a href=\"#fn288\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref288\" role=\"doc-noteref\"><sup>288<\/sup><\/a> man die Stelle ab<a href=\"#fn289\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref289\" role=\"doc-noteref\"><sup>289<\/sup><\/a>; wenn von seinem Safte auf die Kachel<a href=\"#fn290\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref290\" role=\"doc-noteref\"><sup>290<\/sup><\/a> tropfte und wieder zur\u00fcckspritzte, nehme man die Stelle weg<a href=\"#fn291\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref291\" role=\"doc-noteref\"><sup>291<\/sup><\/a>; tropfte von seinem Safte auf Mehl, so greife man die Stelle heraus<a href=\"#fn292\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref292\" role=\"doc-noteref\"><sup>292<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-50\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat man es mit \u00d6l von Teruma<a href=\"#fn293\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref293\" role=\"doc-noteref\"><sup>293<\/sup><\/a> bestrichen, so k\u00f6nnen sie, wenn es eine Genossenschaft<a href=\"#fn294\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref294\" role=\"doc-noteref\"><sup>294<\/sup><\/a> von Priestern ist, es geniessen; wenn aber von Israeliten<a href=\"#fn295\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref295\" role=\"doc-noteref\"><sup>295<\/sup><\/a>, so muss man, sofern es noch roh ist, es absp\u00fclen<a href=\"#fn296\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref296\" role=\"doc-noteref\"><sup>296<\/sup><\/a>, falls es aber schon gebraten ist, das \u00c4ussere absch\u00e4len<a href=\"#fn297\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref297\" role=\"doc-noteref\"><sup>297<\/sup><\/a>. Hat man es mit \u00d6l von zweitem Zehnt<a href=\"#fn298\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref298\" role=\"doc-noteref\"><sup>298<\/sup><\/a> bestrichen, kann man es den Genossen nicht in Rechnung stellen<a href=\"#fn299\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref299\" role=\"doc-noteref\"><sup>299<\/sup><\/a>, denn man darf zweiten Zehnt in Jerusalem nicht ausl\u00f6sen<a href=\"#fn300\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref300\" role=\"doc-noteref\"><sup>300<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-51\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcnf Dinge werden in Unreinheit dargebracht<a href=\"#fn301\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref301\" role=\"doc-noteref\"><sup>301<\/sup><\/a>, aber nicht in Unreinheit gegessen<a href=\"#fn302\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref302\" role=\"doc-noteref\"><sup>302<\/sup><\/a>: Das Omer und die beiden Brote<a href=\"#fn303\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref303\" role=\"doc-noteref\"><sup>303<\/sup><\/a>, das innere Brot<a href=\"#fn304\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref304\" role=\"doc-noteref\"><sup>304<\/sup><\/a>, die \u00f6ffentlichen Friedensopfer<a href=\"#fn305\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref305\" role=\"doc-noteref\"><sup>305<\/sup><\/a> und die Neumondsb\u00f6cke<a href=\"#fn306\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref306\" role=\"doc-noteref\"><sup>306<\/sup><\/a>. Das Pesach, welches in Unreinheit dargebracht wird, wird in Unreinheit gegessen<a href=\"#fn307\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref307\" role=\"doc-noteref\"><sup>307<\/sup><\/a>, denn es wird von Anfang an nur zum Genusse dargebracht<a href=\"#fn308\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref308\" role=\"doc-noteref\"><sup>308<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-52\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Ist das Fleisch unrein geworden<a href=\"#fn309\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref309\" role=\"doc-noteref\"><sup>309<\/sup><\/a>, das Fett aber erhalten geblieben, so sprengt man das Blut nicht<a href=\"#fn310\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref310\" role=\"doc-noteref\"><sup>310<\/sup><\/a>; ist das Fett unrein geworden, das Fleisch aber erhalten geblieben, so sprengt man das Blut<a href=\"#fn311\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref311\" role=\"doc-noteref\"><sup>311<\/sup><\/a>. Bei den \u00fcbrigen Opfern<a href=\"#fn312\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref312\" role=\"doc-noteref\"><sup>312<\/sup><\/a> ist es nicht so, sondern auch wenn das Fleisch unrein geworden und nur das Fett erhalten ist, sprengt man das Blut<a href=\"#fn313\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref313\" role=\"doc-noteref\"><sup>313<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-53\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>Ist die Gemeinde oder ihre Mehrheit unrein geworden<a href=\"#fn314\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref314\" role=\"doc-noteref\"><sup>314<\/sup><\/a>, oder wenn die Priesterschaft unrein und die Gemeinde rein ist, so wird es in Unreinheit bereitet<a href=\"#fn315\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref315\" role=\"doc-noteref\"><sup>315<\/sup><\/a>; ist die Minderheit der Gemeinde unrein geworden, so bereiten die Reinen das erste und die Unreinen bereiten das zweite<a href=\"#fn316\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref316\" role=\"doc-noteref\"><sup>316<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-54\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Ist das Blut eines Pesach gesprengt, und es stellt sich nachtr\u00e4glich heraus, dass es<a href=\"#fn317\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref317\" role=\"doc-noteref\"><sup>317<\/sup><\/a> unrein ist, so s\u00fchnt die Priesterbinde<a href=\"#fn318\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref318\" role=\"doc-noteref\"><sup>318<\/sup><\/a>, \u2026 dass die Person<a href=\"#fn319\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref319\" role=\"doc-noteref\"><sup>319<\/sup><\/a> unrein geworden, so s\u00fchnt die Priesterbinde nicht<a href=\"#fn320\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref320\" role=\"doc-noteref\"><sup>320<\/sup><\/a>; denn sie haben gesagt: Beim Nazir und dem Darbringer des Pesach s\u00fchnt die Priesterbinde die Unreinheit des Blutes, nicht aber s\u00fchnt die Priesterbinde die Unreinheit der Person<a href=\"#fn321\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref321\" role=\"doc-noteref\"><sup>321<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-55\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Ist es ganz oder gr\u00f6ssern Teils unrein geworden, so verbrennt man es Angesichts des Bira<a href=\"#fn322\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref322\" role=\"doc-noteref\"><sup>322<\/sup><\/a> mit dem Holze f\u00fcr den Altarherd<a href=\"#fn323\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref323\" role=\"doc-noteref\"><sup>323<\/sup><\/a>; einen unrein gewordenen kleinern Teil und \u00dcbriggebliebenes<a href=\"#fn324\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref324\" role=\"doc-noteref\"><sup>324<\/sup><\/a> verbrennt man auf dem eigenen Hofe oder Dache mit eigenem Holze. Engherzige<a href=\"#fn325\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref325\" role=\"doc-noteref\"><sup>325<\/sup><\/a> verbrennen es vor der Bira, um sich das Holz f\u00fcr den Altarherd zu Nutze zu machen,<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-56\">9<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Pesach, das hinausgeschafft oder unrein wurde, wird sofort verbrannt<a href=\"#fn326\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref326\" role=\"doc-noteref\"><sup>326<\/sup><\/a>. Sind die Eigent\u00fcmer unrein geworden oder gestorben<a href=\"#fn327\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref327\" role=\"doc-noteref\"><sup>327<\/sup><\/a>, so l\u00e4sst man sein Aussehen verkommen und verbrennt es am Sechzehnten<a href=\"#fn328\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref328\" role=\"doc-noteref\"><sup>328<\/sup><\/a>. R. Jo\u1e25anan b. B\u2019roka sagt: Auch dieses wird sofort verbrannt<a href=\"#fn329\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref329\" role=\"doc-noteref\"><sup>329<\/sup><\/a>, da es keine Verzehrer hat<a href=\"#fn330\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref330\" role=\"doc-noteref\"><sup>330<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-57\">10<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Knochen<a href=\"#fn331\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref331\" role=\"doc-noteref\"><sup>331<\/sup><\/a>, die Sehnen<a href=\"#fn332\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref332\" role=\"doc-noteref\"><sup>332<\/sup><\/a> und das \u00dcbriggebliebene<a href=\"#fn333\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref333\" role=\"doc-noteref\"><sup>333<\/sup><\/a> werden am Sechzehnten verbrannt<a href=\"#fn334\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref334\" role=\"doc-noteref\"><sup>334<\/sup><\/a>. Trifft es sich, dass der Sechzehnte am Schabbat ist, so werden sie am Siebzehnten verbrannt, weil sie weder den Schabbat noch den Feiertag verdr\u00e4ngen<a href=\"#fn335\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref335\" role=\"doc-noteref\"><sup>335<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-58\">11<\/h3>\n\n\n\n<p>Alles was am alten Ochsen geniessbar ist, wird vom zarten B\u00f6cklein gegessen<a href=\"#fn336\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref336\" role=\"doc-noteref\"><sup>336<\/sup><\/a>, auch die Enden der Schulterbl\u00e4tter<a href=\"#fn337\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref337\" role=\"doc-noteref\"><sup>337<\/sup><\/a> und die Knorpel<a href=\"#fn338\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref338\" role=\"doc-noteref\"><sup>338<\/sup><\/a>. Wer am reinen Pesach einen Knochen zerbricht, wird mit vierzig Geisselhieben bestraft<a href=\"#fn339\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref339\" role=\"doc-noteref\"><sup>339<\/sup><\/a>; wer aber vom reinen<a href=\"#fn340\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref340\" role=\"doc-noteref\"><sup>340<\/sup><\/a> \u00fcbrigl\u00e4sst oder am unreinen<a href=\"#fn341\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref341\" role=\"doc-noteref\"><sup>341<\/sup><\/a> zerbricht, erleidet die vierzig Geisselhiebe nicht<a href=\"#fn342\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref342\" role=\"doc-noteref\"><sup>342<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-59\">12<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn ein Glied zum Teil hinausragt<a href=\"#fn343\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref343\" role=\"doc-noteref\"><sup>343<\/sup><\/a>, so schneidet man, bis man auf den Knochen st\u00f6sst, und sch\u00e4lt ab, bis man das Gelenk erreicht, wo man durchschneidet<a href=\"#fn344\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref344\" role=\"doc-noteref\"><sup>344<\/sup><\/a>. Bei den \u00fcbrigen Opfern<a href=\"#fn345\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref345\" role=\"doc-noteref\"><sup>345<\/sup><\/a> haut man mit dem Hackmesser ab<a href=\"#fn346\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref346\" role=\"doc-noteref\"><sup>346<\/sup><\/a>, denn bei diesen findet das Bedenken der Knochenverletzung nicht statt. Von der Schwelle<a href=\"#fn347\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref347\" role=\"doc-noteref\"><sup>347<\/sup><\/a> einw\u00e4rts ist es wie innen, von der Schwelle ausw\u00e4rts wie aussen<a href=\"#fn348\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref348\" role=\"doc-noteref\"><sup>348<\/sup><\/a>, die Fenster und die Dicke der Mauer<a href=\"#fn349\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref349\" role=\"doc-noteref\"><sup>349<\/sup><\/a> sind dem Innern gleich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-60\">13<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn zwei Gesellschaften in einem Raume essen, wenden die einen ihr Antlitz hierher, so lange sie essen, und die andern wenden ihr Antlitz dorthin, solange sie essen<a href=\"#fn350\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref350\" role=\"doc-noteref\"><sup>350<\/sup><\/a>; der Kessel<a href=\"#fn351\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref351\" role=\"doc-noteref\"><sup>351<\/sup><\/a> steht in der Mitte, and wenn der Diener<a href=\"#fn352\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref352\" role=\"doc-noteref\"><sup>352<\/sup><\/a> sich erhebt um einzuschenken,<a href=\"#fn353\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref353\" role=\"doc-noteref\"><sup>353<\/sup><\/a> schliesst er den Mund<a href=\"#fn354\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref354\" role=\"doc-noteref\"><sup>354<\/sup><\/a> und wendet das Gesicht zur\u00fcck<a href=\"#fn355\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref355\" role=\"doc-noteref\"><sup>355<\/sup><\/a>, bis er wieder zu seiner Gesellschaft gelangt, wo er weiter isst. Eine Neuverm\u00e4hlte mag w\u00e4hrend des Essens ihr Antlitz abwenden<a href=\"#fn356\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref356\" role=\"doc-noteref\"><sup>356<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-8\">Kapitel 8<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-61\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Frau soll, sofern sie im Hause ihres Mannes ist<a href=\"#fn357\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref357\" role=\"doc-noteref\"><sup>357<\/sup><\/a>, wenn ihr Mann f\u00fcr sie geschlachtet hat und ihr Vater f\u00fcr sie geschlachtet hat, von dem (Pesach) ihres Mannes essen<a href=\"#fn358\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref358\" role=\"doc-noteref\"><sup>358<\/sup><\/a>. War sie am ersten Feste<a href=\"#fn359\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref359\" role=\"doc-noteref\"><sup>359<\/sup><\/a> fortgegangen um es im Hause ihres Vaters zu feiern<a href=\"#fn360\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref360\" role=\"doc-noteref\"><sup>360<\/sup><\/a>, so kann sie<a href=\"#fn361\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref361\" role=\"doc-noteref\"><sup>361<\/sup><\/a>, wenn ihr Vater f\u00fcr sie geschlachtet hat und ihr Mann f\u00fcr sie geschlachtet hat, dort essen, wo sie will<a href=\"#fn362\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref362\" role=\"doc-noteref\"><sup>362<\/sup><\/a>: Eine Waise, f\u00fcr welche die Vorm\u00fcnder<a href=\"#fn363\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref363\" role=\"doc-noteref\"><sup>363<\/sup><\/a> geschlachtet haben, kann dort essen, wo sie will<a href=\"#fn364\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref364\" role=\"doc-noteref\"><sup>364<\/sup><\/a>. Ein Sklave zweier Teilhaber darf von dem (Pesach) beider nicht essen<a href=\"#fn365\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref365\" role=\"doc-noteref\"><sup>365<\/sup><\/a>. Wer halb Sklave und halb frei ist<a href=\"#fn366\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref366\" role=\"doc-noteref\"><sup>366<\/sup><\/a>, darf von dem seines Herrn nicht essen<a href=\"#fn367\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref367\" role=\"doc-noteref\"><sup>367<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-62\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer zu seinem Diener spricht: Geh und schlachte f\u00fcr mich das Pesach<a href=\"#fn368\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref368\" role=\"doc-noteref\"><sup>368<\/sup><\/a>, der darf, wenn er ein Ziegenb\u00f6ckchen geschlachtet, es essen<a href=\"#fn369\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref369\" role=\"doc-noteref\"><sup>369<\/sup><\/a>, und wenn er ein L\u00e4mmchen geschlachtet, es essen<a href=\"#fn370\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref370\" role=\"doc-noteref\"><sup>370<\/sup><\/a>; hat er ein B\u00f6ckchen und ein L\u00e4mmchen geschlachtet, so esse er von dem ersten<a href=\"#fn371\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref371\" role=\"doc-noteref\"><sup>371<\/sup><\/a>. Wenn er aber vergessen hat, was sein Herr ihm sagte<a href=\"#fn372\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref372\" role=\"doc-noteref\"><sup>372<\/sup><\/a>, wie verfahre er da? Er schlachte ein L\u00e4mmchen und ein B\u00f6ckchen und spreche: Wenn mein Herr mir ein B\u00f6ckchen aufgetragen hat, so sei das B\u00f6ckchen f\u00fcr ihn und das L\u00e4mmchen f\u00fcr mich; wenn mir dagegen mein Herr ein L\u00e4mmchen aufgetragen hat, so sei das L\u00e4mmchen f\u00fcr ihn und das B\u00f6ckchen f\u00fcr mich. Hat auch sein Herr vergessen, was er ihm sagte, kommt<a href=\"#fn373\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref373\" role=\"doc-noteref\"><sup>373<\/sup><\/a> beides nach dem Verbrennungsort<a href=\"#fn374\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref374\" role=\"doc-noteref\"><sup>374<\/sup><\/a>, sie aber sind der Feier des zweiten Pesach enthoben<a href=\"#fn375\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref375\" role=\"doc-noteref\"><sup>375<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-63\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn jemand zu seinen Kindern spricht: Ich will das Pesach auf den Namen desjenigen von euch schlachten, der als erster nach Jerusalem heraufkommt<a href=\"#fn376\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref376\" role=\"doc-noteref\"><sup>376<\/sup><\/a>, so hat in dem Augenblicke, in welchem der eine seinen Kopf und seines K\u00f6rpers gr\u00f6ssern Teil hineinbringt, dieser seinen Anteil erworben, muss aber seinen Br\u00fcdern gleiches Anrecht neben sich einr\u00e4umen<a href=\"#fn377\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref377\" role=\"doc-noteref\"><sup>377<\/sup><\/a>. Immerzu kann man seinen Beitritt anmelden<a href=\"#fn378\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref378\" role=\"doc-noteref\"><sup>378<\/sup><\/a>, solange noch eine \u00d6lbeervolumen f\u00fcr jeden Einzelnen zu Gebote steht<a href=\"#fn379\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref379\" role=\"doc-noteref\"><sup>379<\/sup><\/a>. Man kann den Beitritt sowohl erkl\u00e4ren als widerrufen<a href=\"#fn380\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref380\" role=\"doc-noteref\"><sup>380<\/sup><\/a>, bis man es zu schlachten sich anschickt. R. Simon sagt: Bis man das Blut f\u00fcr dasselbe<a href=\"#fn381\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref381\" role=\"doc-noteref\"><sup>381<\/sup><\/a> zu sprengen im Begriffe steht<a href=\"#fn382\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref382\" role=\"doc-noteref\"><sup>382<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-64\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn jemand auf seinen Anteil andere zu sich eingeladen hat, d\u00fcrfen ihm die Mitglieder der Genossenschaft das Seinige herausgeben<a href=\"#fn383\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref383\" role=\"doc-noteref\"><sup>383<\/sup><\/a>, so dass er von dem Seinigen isst, und sie von dem Ihrigen essen<a href=\"#fn384\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref384\" role=\"doc-noteref\"><sup>384<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-65\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Fl\u00fcssigen, der zwei Ergiessungen<a href=\"#fn385\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref385\" role=\"doc-noteref\"><sup>385<\/sup><\/a> wahrgenommen hat, schlachtet man an seinem<a href=\"#fn386\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref386\" role=\"doc-noteref\"><sup>386<\/sup><\/a> siebenten Tage; hat er deren drei beobachtet, schlachtet man f\u00fcr ihn an seinem achten Tage<a href=\"#fn387\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref387\" role=\"doc-noteref\"><sup>387<\/sup><\/a>. F\u00fcr die Tag gegen Tag abzuwarten Verpflichtete<a href=\"#fn388\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref388\" role=\"doc-noteref\"><sup>388<\/sup><\/a> schlachtet man an ihrem zweiten Tage<a href=\"#fn389\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref389\" role=\"doc-noteref\"><sup>389<\/sup><\/a>. F\u00fcr eine Fl\u00fcssige<a href=\"#fn390\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref390\" role=\"doc-noteref\"><sup>390<\/sup><\/a> schlachtet man am achten Tage<a href=\"#fn391\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref391\" role=\"doc-noteref\"><sup>391<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-66\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Leidtragenden<a href=\"#fn392\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref392\" role=\"doc-noteref\"><sup>392<\/sup><\/a>, f\u00fcr jemand, der einen Steinhaufen lichtet<a href=\"#fn393\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref393\" role=\"doc-noteref\"><sup>393<\/sup><\/a>, sowie f\u00fcr einen, dem man die Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnisse zugesichert hat, ferner f\u00fcr einen Kranken und einen Greis, die ein \u00d6lbeerquantum zu verzehren im Stande sind, soll man wohl schlachten; doch schlachte man f\u00fcr alle diese nicht besonders<a href=\"#fn394\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref394\" role=\"doc-noteref\"><sup>394<\/sup><\/a>, da sie es leicht dahin bringen k\u00f6nnten, dass das Pesach unbrauchbar wird<a href=\"#fn395\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref395\" role=\"doc-noteref\"><sup>395<\/sup><\/a>. Wenn daher<a href=\"#fn396\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref396\" role=\"doc-noteref\"><sup>396<\/sup><\/a> eine St\u00f6rung bei ihnen eingetreten<a href=\"#fn397\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref397\" role=\"doc-noteref\"><sup>397<\/sup><\/a>, sind sie der Feier des zweiten Pesach enthoben<a href=\"#fn398\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref398\" role=\"doc-noteref\"><sup>398<\/sup><\/a> mit Ausnahme desjenigen, der den Steinhaufen gelichtet hat, da dieser von Anfang an unrein war<a href=\"#fn399\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref399\" role=\"doc-noteref\"><sup>399<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-67\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Man schlachte kein Pesach f\u00fcr einen Einzelnen. So die Worte des R. Juda. R. Jose dagegen gestattet es<a href=\"#fn400\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref400\" role=\"doc-noteref\"><sup>400<\/sup><\/a>. Selbst wenn es eine Gesellschaft von Hunderten ist, und sie k\u00f6nnen nicht<a href=\"#fn401\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref401\" role=\"doc-noteref\"><sup>401<\/sup><\/a> ein \u00d6lbeervolumen verzehren, schlachte man es nicht f\u00fcr sie<a href=\"#fn402\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref402\" role=\"doc-noteref\"><sup>402<\/sup><\/a>. Man bilde keine Genossenschaft von Frauen, Sklaven und Minderj\u00e4hrigen<a href=\"#fn403\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref403\" role=\"doc-noteref\"><sup>403<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-68\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Leidtragender darf Abends, nachdem er gebadet hat<a href=\"#fn404\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref404\" role=\"doc-noteref\"><sup>404<\/sup><\/a>, sein Pesach essen<a href=\"#fn405\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref405\" role=\"doc-noteref\"><sup>405<\/sup><\/a>, aber nicht von anderen Opfern<a href=\"#fn406\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref406\" role=\"doc-noteref\"><sup>406<\/sup><\/a>. Wer den Tod eines Angeh\u00f6rigen erf\u00e4hrt<a href=\"#fn407\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref407\" role=\"doc-noteref\"><sup>407<\/sup><\/a> oder dessen Gebeine sammeln l\u00e4sst<a href=\"#fn408\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref408\" role=\"doc-noteref\"><sup>408<\/sup><\/a>, kann nach dem Bade von allen Opfern essen<a href=\"#fn409\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref409\" role=\"doc-noteref\"><sup>409<\/sup><\/a>. Ein Bekehrter, der am R\u00fcsttage des Pesach \u00fcbergetreten, darf nach Ansicht der Schule Schammai\u2019s, sofern er gebadet hat<a href=\"#fn410\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref410\" role=\"doc-noteref\"><sup>410<\/sup><\/a>, Abends sein Pesach essen; die Schule Hillel\u2019s aber lehrt: Wer sich von der Vorhaut trennt, trennt sich gleichsam vom Grabe<a href=\"#fn411\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref411\" role=\"doc-noteref\"><sup>411<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-9\">Kapitel 9<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-69\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>Wer unrein oder auf fernem Wege war und deshalb das erste (Pesach) nicht gefeiert hat, bereite das zweite<a href=\"#fn412\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref412\" role=\"doc-noteref\"><sup>412<\/sup><\/a>. Wer infolge eines Versehens oder einer Zwangslage das erste nicht gefeiert hat, bereite das zweite. Warum heisst es demnach<a href=\"#fn413\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref413\" role=\"doc-noteref\"><sup>413<\/sup><\/a>: unrein oder auf fernem Wege<a href=\"#fn414\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref414\" role=\"doc-noteref\"><sup>414<\/sup><\/a>? Weil die einen von der Ausrottungsstrafe frei, die anderen aber der Ausrottung verfallen sind<a href=\"#fn415\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref415\" role=\"doc-noteref\"><sup>415<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-70\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Welches ist ein ferner Weg? \u00dcber Moda\u2018it<a href=\"#fn416\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref416\" role=\"doc-noteref\"><sup>416<\/sup><\/a> hinaus und dieselbe Entfernung nach jeder Richtung. So die Worte des R. \u2018Akiba. R. Eli\u2018ezer meint: Ausserhalb der Schwelle der Opferhalle<a href=\"#fn417\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref417\" role=\"doc-noteref\"><sup>417<\/sup><\/a>. R. Jose sagte, es st\u00e4nde deshalb \u00fcber dem H\u00ea<a href=\"#fn418\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref418\" role=\"doc-noteref\"><sup>418<\/sup><\/a> ein Punkt, um anzudeuten: Nicht weil es wirklich fern<a href=\"#fn419\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref419\" role=\"doc-noteref\"><sup>419<\/sup><\/a>, sondern ausserhalb der Schwelle der Opferhalle<a href=\"#fn420\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref420\" role=\"doc-noteref\"><sup>420<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-71\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Worin unterscheidet sich das erste Pesach vom zweiten? Das erste ist an die Vorschrift gebunden: \u201eEs werde nicht gesehen\u201c und \u201ees finde sich nicht\u201c<a href=\"#fn421\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref421\" role=\"doc-noteref\"><sup>421<\/sup><\/a>, beim zweiten aber ist unges\u00e4uertes Brot und Ch\u00e2m\u00easz bei ihm im Hause; das erste erfordert<a href=\"#fn422\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref422\" role=\"doc-noteref\"><sup>422<\/sup><\/a> Lobges\u00e4nge w\u00e4hrend des Essens, das zweite dagegen erheischt beim Essen keinen Lobgesang. Dies wie jenes erfordert Lobges\u00e4nge bei der Bereitung<a href=\"#fn423\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref423\" role=\"doc-noteref\"><sup>423<\/sup><\/a>, beide werden in gebratenem Zustande mit unges\u00e4uertem Brot und Bitterkraut gegessen, und beide verdr\u00e4ngen den Schabbat<a href=\"#fn424\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref424\" role=\"doc-noteref\"><sup>424<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-72\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Von einem in Unreinheit dargebrachten Pesach<a href=\"#fn425\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref425\" role=\"doc-noteref\"><sup>425<\/sup><\/a> d\u00fcrfen Samenfl\u00fcssige<a href=\"#fn426\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref426\" role=\"doc-noteref\"><sup>426<\/sup><\/a> und Blutfl\u00fcssige<a href=\"#fn427\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref427\" role=\"doc-noteref\"><sup>427<\/sup><\/a>, Menstruierende<a href=\"#fn428\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref428\" role=\"doc-noteref\"><sup>428<\/sup><\/a> und W\u00f6chnerinnen<a href=\"#fn429\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref429\" role=\"doc-noteref\"><sup>429<\/sup><\/a> nicht essen<a href=\"#fn430\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref430\" role=\"doc-noteref\"><sup>430<\/sup><\/a>; haben sie aber davon gegessen, sind sie von der Ausrottungsstrafe frei<a href=\"#fn431\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref431\" role=\"doc-noteref\"><sup>431<\/sup><\/a>. R. Eli\u2018ezer erkl\u00e4rt sie auch f\u00fcr straflos in Beziehung auf den Eintritt ins Heiligtum<a href=\"#fn432\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref432\" role=\"doc-noteref\"><sup>432<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-73\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Worin unterscheidet sich das Pesach in Egypten<a href=\"#fn433\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref433\" role=\"doc-noteref\"><sup>433<\/sup><\/a> vom Pesach aller Zeiten<a href=\"#fn434\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref434\" role=\"doc-noteref\"><sup>434<\/sup><\/a>? Das Pesach in \u00c4gypten musste am Zehnten beschafft werden<a href=\"#fn435\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref435\" role=\"doc-noteref\"><sup>435<\/sup><\/a>, erforderte Besprengung der Oberschwelle und beider Pfosten mittels eines Ysopb\u00fcndels<a href=\"#fn436\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref436\" role=\"doc-noteref\"><sup>436<\/sup><\/a>, wurde in Hast verzehrt<a href=\"#fn437\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref437\" role=\"doc-noteref\"><sup>437<\/sup><\/a> und war auf eine Nacht beschr\u00e4nkt<a href=\"#fn438\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref438\" role=\"doc-noteref\"><sup>438<\/sup><\/a>, w\u00e4hrend das Pesach aller Zeiten ganze sieben Tage dauert<a href=\"#fn439\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref439\" role=\"doc-noteref\"><sup>439<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-74\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>R. Josua sagte: Ich habe geh\u00f6rt<a href=\"#fn440\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref440\" role=\"doc-noteref\"><sup>440<\/sup><\/a>, dass die Abl\u00f6sung eines Pesach<a href=\"#fn441\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref441\" role=\"doc-noteref\"><sup>441<\/sup><\/a> dargebracht wird<a href=\"#fn442\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref442\" role=\"doc-noteref\"><sup>442<\/sup><\/a>, und wiederum, dass die Abl\u00f6sung eines Pesach nicht dargebracht wird<a href=\"#fn443\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref443\" role=\"doc-noteref\"><sup>443<\/sup><\/a>, kann es aber nicht erkl\u00e4ren. Da sagte R. \u2018Akiba: Ich will es erkl\u00e4ren<a href=\"#fn444\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref444\" role=\"doc-noteref\"><sup>444<\/sup><\/a>. Wenn ein Pesach<a href=\"#fn445\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref445\" role=\"doc-noteref\"><sup>445<\/sup><\/a> noch vor dem Schlachten des Pesach<a href=\"#fn446\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref446\" role=\"doc-noteref\"><sup>446<\/sup><\/a> gefunden wurde, so weide es, bis es sich einen Makel zuzieht<a href=\"#fn447\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref447\" role=\"doc-noteref\"><sup>447<\/sup><\/a>, dann verkaufe man es und kaufe f\u00fcr den Erl\u00f6s Friedensopfer, welches Verfahren auch f\u00fcr dessen Abl\u00f6sung zu beobachten ist; wenn aber erst nach dem Schlachten des Pesach, so wird es selbst als Friedensopfer dargebracht und ebenso seine Abl\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-75\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn jemand ein Weibchen als sein Pesach absondert oder ein M\u00e4nnchen im zweiten Lebensjahre<a href=\"#fn448\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref448\" role=\"doc-noteref\"><sup>448<\/sup><\/a>, so weide es, bis es einen Makel sich zuzieht, dann verkaufe er es und bringe aus dem Erl\u00f6se Friedensopfer dar<a href=\"#fn449\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref449\" role=\"doc-noteref\"><sup>449<\/sup><\/a>. Ist einer, der sein Pesach schon bereitgestellt hatte, gestorben, so bringe es sein Sohn nach ihm nicht als Pesach, sondern als Friedensopfer dar<a href=\"#fn450\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref450\" role=\"doc-noteref\"><sup>450<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-76\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Wurde ein Pesach mit anderen<a href=\"#fn451\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref451\" role=\"doc-noteref\"><sup>451<\/sup><\/a> Opfern vermengt, m\u00fcssen alle weiden, bis sie sich einen Makel zuziehen, dann verkaufe man sie und bringe f\u00fcr den Erl\u00f6s des wertvollsten unter ihnen ein Opfer der einen Gattung dar und ebenso f\u00fcr den Erl\u00f6s des wertvollsten unter ihnen ein Opfer der andern Gattung, wobei man den Zuschuss aus der eigenen Tasche einb\u00fcsst<a href=\"#fn452\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref452\" role=\"doc-noteref\"><sup>452<\/sup><\/a>; wurde es jedoch mit Erstgeborenen vermengt<a href=\"#fn453\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref453\" role=\"doc-noteref\"><sup>453<\/sup><\/a>, so kann man, meint R. Simon, wenn es um eine Genossenschaft von Priestern sich handelt<a href=\"#fn454\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref454\" role=\"doc-noteref\"><sup>454<\/sup><\/a>, es verzehren<a href=\"#fn455\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref455\" role=\"doc-noteref\"><sup>455<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-77\">9<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat eine Genossenschaft, deren Pesach verloren gegangen, zu einem gesagt: Geh und suche und schlachte es f\u00fcr uns, worauf er wegging, es fand und es schlachtete, w\u00e4hrend sie ein anderes nahmen und schlachteten, so isst er, wenn das Seinige zuerst geschlachtet wurde, von dem Seinigen, und sie essen mit ihm von dem Seinigen<a href=\"#fn456\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref456\" role=\"doc-noteref\"><sup>456<\/sup><\/a>; wenn dagegen das Ihrige fr\u00fcher geschlachtet wurde, so essen sie von dem Ihrigen<a href=\"#fn457\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref457\" role=\"doc-noteref\"><sup>457<\/sup><\/a>, und er isst von dem Seinigen<a href=\"#fn458\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref458\" role=\"doc-noteref\"><sup>458<\/sup><\/a>. Wenn es aber unbekannt ist, welches von beiden zuerst geschlachtet wurde, oder wenn man beide zu gleicher Zeit geschlachtet hat, so isst er von dem Seinigen, und sie essen nicht mit ihm<a href=\"#fn459\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref459\" role=\"doc-noteref\"><sup>459<\/sup><\/a>, das Ihrige kommt nach dem Verbrennungsorte<a href=\"#fn460\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref460\" role=\"doc-noteref\"><sup>460<\/sup><\/a>, und sie sind der Feier des zweiten Pesach enthoben<a href=\"#fn461\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref461\" role=\"doc-noteref\"><sup>461<\/sup><\/a>. Sagte er zu ihnen: Wenn ich mich versp\u00e4te, gehet und schlachtet ihr f\u00fcr mich<a href=\"#fn462\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref462\" role=\"doc-noteref\"><sup>462<\/sup><\/a>, worauf er wegging, es fand und es schlachtete, w\u00e4hrend sie ein anderes nahmen und schlachteten, so essen sie, wenn das Ihrige zuerst geschlachtet wurde, von dem Ihrigen, und er isst mit ihnen; wenn dagegen das Seinige fr\u00fcher geschlachtet wurde, so isst er von dem Seinigen, and sie essen von dem Ihrigen. Wenn es aber unbekannt ist, welches von beiden zuerst geschlachtet wurde, oder wenn man beide zu gleicher Zeit geschlachtet hat, so essen sie von dem Ihrigen, und er isst nicht mit ihnen, das Seinige kommt nach dem Verbrennungsorte, und er ist der Feier des zweiten Pesach enthoben. Wenn er ihnen und sie ihm Auftrag gegeben, essen alle von dem ersten<a href=\"#fn463\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref463\" role=\"doc-noteref\"><sup>463<\/sup><\/a>, und wenn es nicht bekannt ist, welches von beiden zuerst geschlachtet wurde, kommen beide nach dem Verbrennungsorte<a href=\"#fn464\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref464\" role=\"doc-noteref\"><sup>464<\/sup><\/a>. Wenn er ihnen und sie ihm keinen Auftrag gegeben<a href=\"#fn465\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref465\" role=\"doc-noteref\"><sup>465<\/sup><\/a>, gehen sie einander nichts an<a href=\"#fn466\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref466\" role=\"doc-noteref\"><sup>466<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-78\">10<\/h3>\n\n\n\n<p>Haben zwei Genossenschaften ihre Pesachopfer vertauscht<a href=\"#fn467\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref467\" role=\"doc-noteref\"><sup>467<\/sup><\/a>, so w\u00e4hlen die einen sich das eine, und die anderen nehmen sich das andere, jemand von diesen verf\u00fcgt sich zu jenen, und einer von jenen begibt sich zu diesen, worauf sie also sprechen<a href=\"#fn468\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref468\" role=\"doc-noteref\"><sup>468<\/sup><\/a>: Wenn uns dieses Pesach geh\u00f6rt, so sei dein Anspruch auf das Deine zur\u00fcckgezogen, wof\u00fcr du an dem Unsern beteiligt sein sollst; ist dagegen dieses Pesach dein<a href=\"#fn469\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref469\" role=\"doc-noteref\"><sup>469<\/sup><\/a>, so sei unser Anspruch auf das Unsere zur\u00fcckgezogen, wof\u00fcr wir an dem Deinen beteiligt sein sollen<a href=\"#fn470\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref470\" role=\"doc-noteref\"><sup>470<\/sup><\/a>. So auch f\u00fcnf Genossenschaften von je f\u00fcnf oder je zehn Personen; sie ziehen je einen aus jeder Genossenschaft hinzu<a href=\"#fn471\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref471\" role=\"doc-noteref\"><sup>471<\/sup><\/a> und sprechen ebenso<a href=\"#fn472\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref472\" role=\"doc-noteref\"><sup>472<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-79\">11<\/h3>\n\n\n\n<p>Haben zwei Personen ihre Pesachopfer vertauscht, so w\u00e4hlt der eine sich das eine, und der andere nimmt sich das andere, dieser sucht jemand von der Strasse als Teilhaber zu gewinnen, und jener trachtet einen von der Strasse zum Beitritt zu bewegen<a href=\"#fn473\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref473\" role=\"doc-noteref\"><sup>473<\/sup><\/a>, dann geht der eine zu diesem, und der andere kommt zu jenem<a href=\"#fn474\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref474\" role=\"doc-noteref\"><sup>474<\/sup><\/a>, worauf sie also sprechen<a href=\"#fn475\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref475\" role=\"doc-noteref\"><sup>475<\/sup><\/a>: Geh\u00f6rt dieses Pesach mir, so sei dein Anspruch auf das Deine zur\u00fcckgezogen, wof\u00fcr du an dem Meinen beteiligt sein sollst; ist dagegen dieses Pesach dein, so sei mein Anspruch auf das Meine zur\u00fcckgezogen, wof\u00fcr ich an dem Deinen beteiligt sein soll.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"kapitel-10\">Kapitel 10<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-80\">1<\/h3>\n\n\n\n<p>An den R\u00fcsttagen der Pesachfeste<a href=\"#fn476\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref476\" role=\"doc-noteref\"><sup>476<\/sup><\/a> soll man, wenn der Sp\u00e4tnachmittag<a href=\"#fn477\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref477\" role=\"doc-noteref\"><sup>477<\/sup><\/a> herannaht,<a href=\"#fn478\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref478\" role=\"doc-noteref\"><sup>478<\/sup><\/a> kein Mahl einnehmen<a href=\"#fn479\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref479\" role=\"doc-noteref\"><sup>479<\/sup><\/a>, bis es Nacht geworden<a href=\"#fn480\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref480\" role=\"doc-noteref\"><sup>480<\/sup><\/a>. Auch der \u00c4rmste<a href=\"#fn481\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref481\" role=\"doc-noteref\"><sup>481<\/sup><\/a> in Israel esse nicht anders als hingelagert<a href=\"#fn482\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref482\" role=\"doc-noteref\"><sup>482<\/sup><\/a>, und man reiche ihm<a href=\"#fn483\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref483\" role=\"doc-noteref\"><sup>483<\/sup><\/a> nicht weniger als vier Becher Wein<a href=\"#fn484\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref484\" role=\"doc-noteref\"><sup>484<\/sup><\/a>, w\u00e4re es selbst aus der Armensch\u00fcssel<a href=\"#fn485\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref485\" role=\"doc-noteref\"><sup>485<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-81\">2<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem sie ihm den ersten Becher gef\u00fcllt haben<a href=\"#fn486\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref486\" role=\"doc-noteref\"><sup>486<\/sup><\/a>, spricht er \u2014 so lehrt die Schule Schammai\u2019s \u2014 den Segen \u00fcber den Tag und hernach den Segen \u00fcber den Wein; die Schule Hillel\u2019s aber lehrt, er spreche den Segen \u00fcber den Wein und nachher den Segen \u00fcber den Tag<a href=\"#fn487\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref487\" role=\"doc-noteref\"><sup>487<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-82\">3<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachdem man ihm (Gem\u00fcse und Lattich) aufgetragen, isst er den Lattich eingetunkt<a href=\"#fn488\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref488\" role=\"doc-noteref\"><sup>488<\/sup><\/a>. Sowie er bei der Zukost des Brotes angelangt ist<a href=\"#fn489\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref489\" role=\"doc-noteref\"><sup>489<\/sup><\/a>, setzt man ihm unges\u00e4uertes Brot und Lattich und Essigmus<a href=\"#fn490\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref490\" role=\"doc-noteref\"><sup>490<\/sup><\/a>(und zwei Gerichte)<a href=\"#fn491\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref491\" role=\"doc-noteref\"><sup>491<\/sup><\/a> vor, obschon der Essigmus nicht vorgeschrieben ist<a href=\"#fn492\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref492\" role=\"doc-noteref\"><sup>492<\/sup><\/a>. R. Eli\u2018ezer b. R. Szado\u1e33 sagt: Er ist vorgeschrieben<a href=\"#fn493\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref493\" role=\"doc-noteref\"><sup>493<\/sup><\/a>. In der heiligen Stadt<a href=\"#fn494\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref494\" role=\"doc-noteref\"><sup>494<\/sup><\/a> setzte man ihm das vollst\u00e4ndige Pesach vor<a href=\"#fn495\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref495\" role=\"doc-noteref\"><sup>495<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-83\">4<\/h3>\n\n\n\n<p>Man f\u00fcllt ihm den zweiten Becher<a href=\"#fn496\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref496\" role=\"doc-noteref\"><sup>496<\/sup><\/a>, und nun<a href=\"#fn497\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref497\" role=\"doc-noteref\"><sup>497<\/sup><\/a> richtet das Kind an seinen Vater<a href=\"#fn498\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref498\" role=\"doc-noteref\"><sup>498<\/sup><\/a> folgende Fragen<a href=\"#fn499\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref499\" role=\"doc-noteref\"><sup>499<\/sup><\/a>, die ihm, wenn das Kind den Verstand dazu nicht hat<a href=\"#fn500\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref500\" role=\"doc-noteref\"><sup>500<\/sup><\/a>, vom Vater einge\u00fcbt werden<a href=\"#fn501\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref501\" role=\"doc-noteref\"><sup>501<\/sup><\/a>: Was ist diese Nacht anders als alle N\u00e4chte, dass wir alle anderen N\u00e4chte Eingetunktes nur einmal essen, diese Nacht aber zweimal<a href=\"#fn502\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref502\" role=\"doc-noteref\"><sup>502<\/sup><\/a>, alle anderen N\u00e4chte ges\u00e4uertes oder unges\u00e4uertes Brot geniessen, diese Nacht aber durchaus unges\u00e4uertes, (alle anderen N\u00e4chte beliebige Kr\u00e4uter, diese Nacht Bitterkraut)<a href=\"#fn503\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref503\" role=\"doc-noteref\"><sup>503<\/sup><\/a>, alle anderen N\u00e4chte gebratenes, gesottenes oder gekochtes Fleisch essen, diese Nacht aber durchaus gebratenes<a href=\"#fn504\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref504\" role=\"doc-noteref\"><sup>504<\/sup><\/a>? Und dem Verst\u00e4ndnis des Kindes angemessen belehrt es der Vater<a href=\"#fn505\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref505\" role=\"doc-noteref\"><sup>505<\/sup><\/a>; er beginnt mit Schimpf<a href=\"#fn506\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref506\" role=\"doc-noteref\"><sup>506<\/sup><\/a> und schliesst mit Lob<a href=\"#fn507\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref507\" role=\"doc-noteref\"><sup>507<\/sup><\/a>, indem er die Auslegung von \u201eEin verlorener Arammite war mein Vater vortr\u00e4gt<a href=\"#fn508\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref508\" role=\"doc-noteref\"><sup>508<\/sup><\/a>, bis er mit dem ganzen Abschnitt zu Ende kommt<a href=\"#fn509\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref509\" role=\"doc-noteref\"><sup>509<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-84\">5<\/h3>\n\n\n\n<p>Rabban Gamliel<a href=\"#fn510\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref510\" role=\"doc-noteref\"><sup>510<\/sup><\/a> sagte: Wer folgende drei Worte am Pesach nicht spricht, hat seiner Pflicht nicht Gen\u00fcge geleistet<a href=\"#fn511\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref511\" role=\"doc-noteref\"><sup>511<\/sup><\/a>; sie betreffen das Pesachopfer, das unges\u00e4uerte Brot und das Bitterkraut<a href=\"#fn512\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref512\" role=\"doc-noteref\"><sup>512<\/sup><\/a>: Das Pesachopfer hat seinen Grund darin, dass Gott<a href=\"#fn513\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref513\" role=\"doc-noteref\"><sup>513<\/sup><\/a> \u00fcber die H\u00e4user unserer V\u00e4ter in Egypten hinwegschritt<sup>39<\/sup><i class=\"footnote\"> Im Babli folgt hier der auf 2. B. M. 12, 27 verweisende Zusatz: <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d5\u05d2\u05d5\u05f3 \u05e9\u05e0\u05d0\u05de\u05e8 \u05d5\u05d0\u05de\u05e8\u05ea\u05dd \u05d6\u05d1\u05d7 \u05e4\u05e1\u05d7 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05dc\u05d4\u05f3 \u05d0\u05e9\u05e8<\/span>. Der innere Zusammenhang zwischen dem Pesachopfer und der Verschonung der H\u00e4user Israels in Egypten besteht darin, dass mit dem Opferblute Pfosten und Schwelle bestrichen wurden, um das Verderben abzuwehren, welches unter den Erstgeborenen der Egypter w\u00fctete. Um die Bedeutung dieses Blutzeichens w\u00fcrdigen zu k\u00f6nnen, muss man sich vergegenw\u00e4rtigen, dass im Lande der Pharaonen jedem der Tod drohte, der es wagte ein Thier zu opfern, das der Bev\u00f6lkerung heilig war. \u201eWenn wir den Abgott der Egypter vor ihren Augen schlachten, wird man uns da nicht steinigen?\u201c \u2014 hatte Mosche erst kurz vorher zum K\u00f6nige gesagt (2. B. M. 8,22), und nun wurde der Befehl erteilt, ein solches Opfer schon am 10. des Monats bereit zu halten, es 4 Tage sp\u00e4ter mitten im Lande am hellen Tage darzubringen, und mit seinem Blute wie zum Hohn die H\u00e4user zu zeichnen. Es sollte eine Probe auf Israels Glaubensmut sein, eine schwere Pr\u00fcfung, die unsere V\u00e4ter gl\u00e4nzend bestanden. Und wie in der ersten Stunde, in welcher unser Volk auf den Schauplatz der Geschichte trat, so sollte es auf seinem fernern Lebenswege gar oft noch, den drohendsten Gefahren unerschrocken trotzend, seine Treue gegen Gott bew\u00e4hren. Darum musste jeder Vater am Erl\u00f6sungsfeste dem kindlichen Gem\u00fcte durch den Hinweis auf das Pesachopfer tief die Lehre einzupr\u00e4gen suchen, dass um des Blutzeichens willen, weil unsere Vorfahren damals ihr Leben hingaben, das Verderben an ihren H\u00e4usern vor\u00fcberschritt, und dass auch f\u00fcr alle Zukunft Israel nur durch Opfermut sich vor dem Untergang bewahren kann. Mag es noch so sehr f\u00fcr seinen Glauben bluten, es wird sich nie verbluten. In der todesmutigen Hingabe an seine Sendung liegt das Geheimnis seiner unverw\u00fcstlichen Lebenskraft, in der Bereitwilligkeit, jederzeit f\u00fcr seinen Gott zu sterben, die Gew\u00e4hr f\u00fcr seine Unsterblichkeit. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d9 \u05d1\u05d3\u05de\u05d9\u05da<\/span> (Ez. 16, 6), das ist mit zwei Worten die Mahnung und zugleich die Verheissung des Pesach: \u201eIn deinem Blute sollst du leben\u201c! Zwei kurze, aber bedeutungsvolle Worte, die schon in alter Zeit (vgl. M\u2019chilta zu 12, 6) auf das Blutzeichen sowohl der Beschneidung als des Pesach bezogen wurden. Dieses war damals in Egypten ebenso eine Bet\u00e4tigung des Glaubensmutes, wie jenes noch heute ein Ausdruck der Opferfreude ist. Noch heute wird im frohen Kreise der Familie festlich der Tag begangen, an welchem der j\u00fcdische Knabe in den heiligen Bund aufgenommen wird, auf den der Midrasch das Psalmwort anwendet: F\u00fcr dich sind wir jeden Tag bereit den Tod zu erleiden (Ps. 44, 23). In tr\u00fcben Zeiten, am h\u00e4ufigsten im finstern Mittelalter haben Tausende und Abertausende jene Opferfreude auch bewiesen, die sich keinen Augenblick besinnt alles hinzugeben, wenn es gilt den Willen Gottes zu erf\u00fcllen, nicht das eigene Leben nur, sondern auch, was uns noch teuerer ist, das Leben unserer Kinder. Zu solcher Glaubensst\u00e4rke will Rabban Gamliel das Herz der Jugend begeistern durch den Hinweis auf die Bedeutung des Pesachopfers.<\/i>, das unges\u00e4uerte Brot darin, dass unsere V\u00e4ter aus Egypten erl\u00f6st wurden<a href=\"#fn514\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref514\" role=\"doc-noteref\"><sup>514<\/sup><\/a>, das Bitterkraut darin, dass die Egypter das Leben unserer V\u00e4ter in Egypten verbitterten<a href=\"#fn515\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref515\" role=\"doc-noteref\"><sup>515<\/sup><\/a>. Von Geschlecht za Geschlecht ist jedermann verpflichtet, sich so anzusehen, als ob er selbst aus Egypten gezogen w\u00e4re; denn es heisst<a href=\"#fn516\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref516\" role=\"doc-noteref\"><sup>516<\/sup><\/a>: Erz\u00e4hle deinem Sohne an jenem Tage<a href=\"#fn517\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref517\" role=\"doc-noteref\"><sup>517<\/sup><\/a> also: Deswegen<a href=\"#fn518\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref518\" role=\"doc-noteref\"><sup>518<\/sup><\/a> ist der Herr f\u00fcr mich eingetreten, als ich aus Egypten zog<a href=\"#fn519\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref519\" role=\"doc-noteref\"><sup>519<\/sup><\/a>. Darum schulden wir<a href=\"#fn520\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref520\" role=\"doc-noteref\"><sup>520<\/sup><\/a> Dank, Lob, Preis, Verherrlichung, Huldigung, Verehrung und Anbetung<a href=\"#fn521\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref521\" role=\"doc-noteref\"><sup>521<\/sup><\/a> Ihm, der f\u00fcr unsere V\u00e4ter und f\u00fcr uns<a href=\"#fn522\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref522\" role=\"doc-noteref\"><sup>522<\/sup><\/a> all diese Wunder getan, uns von Knechtschaft zu Freiheit, von Kummer zu Freude, von Trauer zu Festesfeier, von Dunkelheit zu grossem Licht und von Dienstbarkeit zu Erl\u00f6sung gef\u00fchrt hat<a href=\"#fn523\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref523\" role=\"doc-noteref\"><sup>523<\/sup><\/a> Lasst uns ihm das Halleluja<a href=\"#fn524\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref524\" role=\"doc-noteref\"><sup>524<\/sup><\/a> anstimmen!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-85\">6<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie weit tr\u00e4gt man es<a href=\"#fn525\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref525\" role=\"doc-noteref\"><sup>525<\/sup><\/a> vor? Die Schule Schammai\u2019s lehrt: Bis \u201ees freut sich die Mutter der Kinder\u201c<a href=\"#fn526\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref526\" role=\"doc-noteref\"><sup>526<\/sup><\/a>; die Schule Hillel\u2019s aber meint: Bis \u201eden Kiesel zur Wasserquelle\u201c<a href=\"#fn527\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref527\" role=\"doc-noteref\"><sup>527<\/sup><\/a>. Man schliesst mit Erl\u00f6sung<a href=\"#fn528\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref528\" role=\"doc-noteref\"><sup>528<\/sup><\/a>. R. Tarfon sagt: \u201eDer uns und unsere V\u00e4ter aus Egypten erl\u00f6st hat und uns diese Nacht erleben liess<a href=\"#fn529\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref529\" role=\"doc-noteref\"><sup>529<\/sup><\/a>, dass wir in derselben Brot und Bitterkraut geniessen\u201c<a href=\"#fn530\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref530\" role=\"doc-noteref\"><sup>530<\/sup><\/a>; ein Schlussgebet aber spricht man nicht<a href=\"#fn531\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref531\" role=\"doc-noteref\"><sup>531<\/sup><\/a>. R. \u2018A\u1e33iba f\u00fcgt hinzu<a href=\"#fn532\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref532\" role=\"doc-noteref\"><sup>532<\/sup><\/a>: \u201eSo lasse uns, o Herr, unser Gott (und Gott unserer V\u00e4ter)<a href=\"#fn533\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref533\" role=\"doc-noteref\"><sup>533<\/sup><\/a>, noch andere Feste und Feiertage<a href=\"#fn534\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref534\" role=\"doc-noteref\"><sup>534<\/sup><\/a> erleben<a href=\"#fn535\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref535\" role=\"doc-noteref\"><sup>535<\/sup><\/a>, denen wir in Frieden entgegengehen m\u00f6gen<a href=\"#fn536\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref536\" role=\"doc-noteref\"><sup>536<\/sup><\/a>, begl\u00fcckt durch den Wiederaufbau deiner Stadt<a href=\"#fn537\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref537\" role=\"doc-noteref\"><sup>537<\/sup><\/a> und beseligt durch deinen Dienst<a href=\"#fn538\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref538\" role=\"doc-noteref\"><sup>538<\/sup><\/a>; dort werden wir dann auch von den Festopfern und den Pesachopfern<a href=\"#fn539\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref539\" role=\"doc-noteref\"><sup>539<\/sup><\/a> essen, deren Blut die Wand Deines Altars zum Wohlgefallen ber\u00fchrt hat<a href=\"#fn540\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref540\" role=\"doc-noteref\"><sup>540<\/sup><\/a>, und dir (mit neuem Liede) danken f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung und die Befreiung unserer Seele<a href=\"#fn541\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref541\" role=\"doc-noteref\"><sup>541<\/sup><\/a>. Gepriesen seist du, Herr, der du Israel erl\u00f6st hast.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-86\">7<\/h3>\n\n\n\n<p>Hat man den dritten Becher ihm gef\u00fcllt, spricht er den Segen \u00fcber sein Mahl<a href=\"#fn542\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref542\" role=\"doc-noteref\"><sup>542<\/sup><\/a>; beim vierten vollendet er das Hallel<a href=\"#fn543\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref543\" role=\"doc-noteref\"><sup>543<\/sup><\/a>, und spricht den Segen \u00fcber den Gesang<a href=\"#fn544\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref544\" role=\"doc-noteref\"><sup>544<\/sup><\/a>. Zwischen all diesen Bechern darf man trinken, wenn man trinken mag, nur zwischen dem dritten und dem vierten trinke man nicht<a href=\"#fn545\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref545\" role=\"doc-noteref\"><sup>545<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-87\">8<\/h3>\n\n\n\n<p>Man schliesse<a href=\"#fn546\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref546\" role=\"doc-noteref\"><sup>546<\/sup><\/a> nach dem Pesach nicht mit einem Trinkgelage<a href=\"#fn547\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref547\" role=\"doc-noteref\"><sup>547<\/sup><\/a> Waren etliche eingeschlummert, so k\u00f6nnen sie weiter essen, waren es alle, so d\u00fcrfen sie nicht mehr essen<a href=\"#fn548\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref548\" role=\"doc-noteref\"><sup>548<\/sup><\/a>. R. Jose sagt: Waren sie nur eingenickt, so d\u00fcrfen sie weiter essen; waren sie aber eingeschlafen, so d\u00fcrfen sie nicht mehr essen<a href=\"#fn549\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref549\" role=\"doc-noteref\"><sup>549<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"section-88\">9<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Pesach macht nach Mitternacht die H\u00e4nde unrein<a href=\"#fn550\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref550\" role=\"doc-noteref\"><sup>550<\/sup><\/a>; Verschm\u00e4htes<a href=\"#fn551\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref551\" role=\"doc-noteref\"><sup>551<\/sup><\/a> und \u00dcbriggebliebenes verunreinigt die H\u00e4nde<a href=\"#fn552\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref552\" role=\"doc-noteref\"><sup>552<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<section id=\"footnotes\" class=\"footnotes footnotes-end-of-document\" role=\"doc-endnotes\">\n<hr>\n<ol>\n<li id=\"fn1\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e8<\/span> (eig. Licht) steht hier nach aram. Sprachgebrauch (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e8\u05ea\u05d0<\/span>) f\u00fcr Anfang der Nacht. Die Benennung ist entweder eine Euphemie (Babli z. St.&nbsp;3a) oder eine Bezeichnung des schwachen D\u00e4mmerlichts (daher die weibl. Form; Gegensatz <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05e8<\/span> das erste Morgengrauen von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d5\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u0627\u0635\u063a\u0631<\/span> dunkelfarbig) oder endlich der Name des Abendsterns. Von der Venus (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d2\u05d4\u05d0<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0722\u073d\u0718\u0713\u0733\u0717\u0733\u0710<\/span>) als Abendstern ist ja auch der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05d4<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0722\u0733\u0713\u0730\u0717<\/span> auf die Abendzeit \u00fcbertragen. Es scheint, dass <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e8\u05ea\u05d0<\/span> die noch zum Tage, <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05d4\u05d0<\/span> die schon zur Nacht geh\u00f6rende H\u00e4lfte des Abends bezeichnet; daher z. B. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e8\u05ea\u05d0 \u05d3\u05ea\u05dc\u05d9\u05e1\u05e8 \u05d3\u05e0\u05d2\u05d4\u05d9 \u05d0\u05e8\u05d1\u05d9\u05e1\u05e8<\/span> (das. 4a). Viell. ist auch Jes. 60,19 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e0\u05d2\u05d4<\/span> = nachts<a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn2\"><p>So wird schlechthin der R\u00fcsttag des Pesachfestes genannt, weil er der 14. Tag des Monats ist. F\u00e4llt er auf einen Schabbat, findet die Durchsuchung in der Nacht zum Freitag, also schon am 13. statt.<a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn3\"><p>Um es am n\u00e4chsten Vormittage zu verbrennen. Der Begriff des Chametz ist in der Einl. genau definiert worden.<a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn4\"><p>Mit welchem man in die dunkelsten Winkel, selbst in etwaige L\u00f6cher und Ritzen hineinleuchten kann Eine Fackel wie \u00fcberhaupt jede gr\u00f6ssere Flamme eignet sich zur <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> nicht.<a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn5\"><p>Ist der Weinkeller ein Raum, in welchen das Jahr \u00fcber Chametz gebracht wird, m\u00fcsste sich ja die Durchsuchung auf alle Ecken und Enden erstrecken; ist er kein solcher Raum, warum soll gerade in den beiden Schichten gesucht werden?<a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn6\"><p>In diesen beiden Schichten k\u00f6nnten, obgleich der Weinkeller im \u00dcbrigen keineswegs im Verdachte steht Chametz zu beherbergen, Brotreste liegen geblieben sein, welche der Diener dort vergessen, als er w\u00e4hrend der Mahlzeit Wein holte. Die lose Satzverbindung und das holperige Wortgef\u00fcge sind in ihrer Seltsamkeit ein Beweis f\u00fcr das hohe Alter dieses Satzes.<a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn7\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d9<\/span> heisst sowohl Vorderseite als Oberfl\u00e4che. Die Vorderseite ist diejenige Fl\u00e4che, welche dem Eingange am n\u00e4chsten ist und von unten nach oben sich erstreckt, die Oberfl\u00e4che dagegen diejenige, welche der Decke am n\u00e4chsten ist, und von vorn nach hinten sich erstreckt. Beide Fl\u00e4chen, die senkrecht auf einander stehen, m\u00fcssen genau durchsucht werden.<a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn8\"><p>Nach den Hilleliten sind die <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05ea\u05d9 \u05e9\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> nicht zwei Fl\u00e4chen, sondern sinngem\u00e4sser nur zwei Reihen: 1. die oberste und zugleich vorderste Reihe, in welcher die zwei Fl\u00e4chen der Schammaiten rechtwinckelig aneinanderstossen, und die daher beiden gemeinsam ist; 2. die ihr benachbarte Reihe, u. z. nicht die hinter ihr befindliche (das hiesse: <span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea \u05e9\u05d4\u05df \u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05e0\u05d5\u05ea<\/span>), sondern diejenige, welche unter ihr liegt.<a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn9\"><p>Welches noch nicht durchsucht ist.<a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn10\"><p>Welches bereits von allem Chametz gereinigt ist.<a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn11\"><p>Wenn diese Bef\u00fcrchtung begr\u00fcndet w\u00e4re. \u2014 Die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d0\u05dd \u05db\u05df<\/span> ist verd\u00e4chtig; die Mischna w\u00fcrde wohl daf\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05dd \u05db\u05df<\/span> sagen.<a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn12\"><p>Man m\u00fcsste immer wieder sein Gebiet aufs Neue untersuchen; denn wenn auch im eigenen Hofe, ja in der ganzen Ortschaft s\u00e4mmtliche R\u00e4ume gleichzeitig nach Chametz durchsucht worden w\u00e4ren, so k\u00f6nnte doch welches aus dem Nachbarhofe eines Nichtjuden oder aus der n\u00e4chsten Ortschaft wieder hereingeschmuggelt worden sein.<a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn13\"><p>So wird schlechthin der R\u00fcsttag des Pesachfestes genannt, weil er der 14. Tag des Monats ist. F\u00e4llt er auf einen Schabbat, findet die Durchsuchung in der Nacht zum Freitag, also schon am 13. statt.<a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn14\"><p>Am Vierzehnten vormittags bis zu der Zeit, in welcher das Chametz verbrannt werden muss (s. die folg. M.); nach dieser Zeit suche man nicht mehr nach Chametz, damit man nicht aus Versehen davon esse.<a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn15\"><p>Selbst am Nachmittage noch; die Bef\u00fcrchtung des R. Juda teilen sie, wie aus dem n\u00e4chsten Satze ersichtlich, nicht einmal am Feste selbst, wo der Chametzgenuss eine viel schwerere S\u00fcnde als am R\u00fcsttagsnachmittag ist.<a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn16\"><p>Auch nach dem Feste muss ja das Chametz, welches \u00fcber Pesach in unserm Besitze war, noch vernichtet werden (K. II M. 2, Anm. 6)!<a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn17\"><p>Um es bis zum n\u00e4chsten Morgen zu verzehren, zu verschenken, zu verkaufen oder in der \u00bbZeit des Wegschaffens\u00ab zu verbrennen.<a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn18\"><p>Stunde (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d5\u05ea<\/span>) ist hinzuzudenken. Man darf also am Vormittage des Vierzehnten noch bis 11 Uhr (s. Einl. Abs. 3) Chametz essen. Im Hebr\u00e4ischen steht die Kardinalzahl (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e9 ,\u05e9\u05e9<\/span> an Stelle der Ordinalzahl (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e9\u05d9\u05ea ,\u05e9\u05e9\u05d9\u05ea<\/span>) nicht allein bei Angaben des Monatsdatums wie im Franz\u00f6sischen, sondern auch bei denen der Tageszeit.<a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn19\"><p>Obgleich nach dem Worte der Schrift das Chametzverbot erst mittags in Kraft tritt, soll man all sein Chametz doch lieber eine Stunde fr\u00fcher vernichten, weil man sich in der Tageszeit leicht irren kann.<a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn20\"><p>An einem tr\u00fcben Tage bei bew\u00f6lktem Himmel kann man sich wohl auch um zwei Stunden irren, darum esse man Chametz allemal nur bis 10 Uhr.<a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn21\"><p>Das Essen sowohl wie das Verbrennen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05dc\u05d9\u05df<\/span> = h\u00e4ngen, schweben; daher: 1. aussetzen wie das lat. suspendo (franz. suspendre), 2. zweifelhaft sein, schwanken wie im Deutschen und Lateinischen. W\u00e4hrend der Stunde des \u00bbSchwebens\u00ab, in welcher es zweifelhaft ist, ob nur 1 oder noch 2 Stunden bis Mittag fehlen, darf man das Chametz noch verkaufen oder seinen Tieren vorsetzen weil das Verbot der Nutzniessung kein so strenges ist wie das des Genusses. Das Schwanken besteht also darin, dass man das Chametz in dieser Stunde einerseits nicht essen darf, andererseits wieder noch nicht zu vernichten braucht.<a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn22\"><p>Zu jedem Dankopfer geh\u00f6rten vierzig Kuchen, von denen dreissig aus je 0,1 Maass Mehl (0,83 Liter; s. \u2018Erubin K. VII Anm. 49) unges\u00e4uert, zehn dagegen aus je 0,3 Maass (2,49 Liter) Chametz waren. Wegen dieser letzteren konnte vom 14\u201421 Nisan kein Dankopfer dargebracht werden. War aber das Fest vor\u00fcber, und man hatte das Dankopfer noch nicht dargebracht, welches man im Laufe des Winterhalbjahrs auf sich genommen, so hatte man sich einer Unterlassungss\u00fcnde schuldig gemacht; denn man ist verpflichtet, seine Opfergel\u00fcbde sp\u00e4testens am n\u00e4chsten Feste zu erf\u00fcllen. Daher kam es, dass am 13. Nisan die Dankopfer sich \u00fcberm\u00e4ssig h\u00e4uften. Die Folge davon war, dass die Priester, welche von jedem solchen Opfer vier Kuchen erhielten, unm\u00f6glich alle bis Mitternacht verzehren konnten, ein grosser Teil vielmehr \u00fcbrig blieb und dadurch \u00bbunbrauchbar\u00ab wurde; denn was vom Dankopfer \u00fcbernachtete, das durfte nicht mehr gegessen, es musste verbrannt werden. Zwei dieser unbrauchbar gewordenen Chametzkuchen wurden nun als Merkzeichen auf dem Tempelberge \u00f6ffentlich ausgelegt.<a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn23\"><p>Nach Kidduschin 70a ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05d1\u05d0<\/span> ein vulg\u00e4rer Ausdruck f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e4\u05e1\u05dc<\/span> (lat. subsellium) Bank; auch bei den Arabern heisst die Bank <span dir=\"rtl\">\u0645\u0635\u0637\u0628\u0629<\/span> Dennoch ist an eine solche hier aus mehreren Gr\u00fcnden nicht zu denken: 1. gab es auf dem Tempelberge sicherlich nicht blo\u00df eine Bank; 2. hat eine Bank kein Dach; 3. ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05d1\u05d0<\/span> in diesem Sinne, wie a. a. O. ersichtlich, kein rabbinischer Ausdruck Unsere <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05d1\u05d0<\/span> ist vielmehr identisch mit der <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05d8\u05d5\u05d5\u05e0\u05d9\u05ea<\/span> in der Gemara z. St.&nbsp;(13b und diese wieder mit der <span dir=\"rtl\">\u0627\u0633\u0637\u0648\u0627\u0646\u0629<\/span> der Araber, welche darunter einen S\u00e4ulengang verstehen. Das Wort ist persischen Ursprungs (ust\u00fbn = S\u00e4ule) und tritt uns auch in der griechischen Stoa (\u03c3\u03c4\u03bf\u03ac) entgegen, w\u00e4hrend <span dir=\"rtl\">\u0645\u0635\u0637\u0628\u0629<\/span> und das vulg\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05d1\u05d0<\/span> sehr verr\u00e4terisch nach der <span dir=\"rtl\">\u0645\u0633\u0637\u0628\u0629<\/span> duften, einer Herberge f\u00fcr allerlei Gesindel, welche wieder ihrerseits vermutlich vom lat. stabulum (rabb. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e6\u05d8\u05d1\u05dc\u05d0<\/span> syr. <span dir=\"rtl\">\u0710\u0736\u0723\u071b\u0730\u0712\u0720\u0733\u0710<\/span> arab. <span dir=\"rtl\">\u0627\u0635\u0637\u0628\u0644<\/span>, Stall ihren Namen ableitet, und deren vornehmstes, vielleicht einziges M\u00f6belst\u00fcck die \u00bbSchlafbank\u00ab ist. Der Tempelberg besass eine Doppelstoa (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d8\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd \u05de\u05e1\u05d8\u05d9\u05d5<\/span> das.), drei S\u00e4ulenreihen, welche ein gemeinschaftliches Dach trugen. Auf dieses wurden am Morgen des Vierzehnten die beiden Kuchen gelegt, von denen die eine dann um 10, die andere um 11 Uhr entfernt wurde, damit die Leute wissen, wann es Zeit sei mit dem Essen aufzuh\u00f6ren und mit dem Verbrennen zu beginnen.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn24\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc\u05d5<\/span>: Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> (Stamm <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc\u05dc<\/span>); <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05dc<\/span> also Sekund\u00e4rstamm der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dc<\/span>. \u2014 Die Construction <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e9\u05d5\u05e8\u05e4\u05d9\u05df<\/span> (\u1f24\u03c1\u03c7\u03bf\u03bd\u03c4\u03bf \u03f0\u03b1\u03c4\u03b1\u03f0\u03b1\u03af\u03bf\u03bd\u03c4\u03b5\u03c2) statt <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc\u05d5 \u05dc\u05e9\u05e8\u05e3<\/span> \u2014 in der Bibel (vgl. I. Sam. 3, 2, Jes. 33, 1) \u00e4usserst selten \u2014 ist im Rabbinischen wie im Syrischen, wohl unter dem Einfluss des Griechischen, fast zur Regel geworden<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn25\"><p>Chullin (Profanes, Ungeweihtes) bildet den Gegensatz zu allem, was einen \u2014 sei es hoben, sei es niedern \u2014 Grad von Heiligkeit besitzt, insbesondere zu Opferfleisch, Priesterhebe und zweitem Zehnt.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn26\"><p>Teruma ist der dem Priester zu \u00fcbergebende Teil des Ernteertrages und des Brotteiges. Sie ist Gott geweiht und darf daher, solange es sich irgend vermeiden l\u00e4sst, nicht der Vernichtung preisgegeben werden.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn27\"><p>Zum Verst\u00e4ndnis seiner Worte sind einige Vorbemerkungen \u00fcber das Wesen der <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> notwendig. Das Wort wird im Hebr\u00e4ischen niemals von der materiellen, stets nur von einer ideellen Unreinheit gebraucht, u. z. bald in hosiologischem, bald in hierologischem Sinne. In der Heiligungslehre ist sie gleichbedeutend mit Befleckung der Seele durch Unzucht, G\u00f6tzendienst, verbotene Speisen u. dgl., insbesondere auch ein Attribut derjenigen Tiere, deren Fleisch die Tora verbietet; in der Heiligkeitslehre ist unrein dasjenige, was von der Schwelle des Heiligtums verbannt ist und mit allem, was zum Tempeldienst in Beziehung steht, in keinerlei Ber\u00fchrung kommen darf. Mit dieser Art von Unreinheit haben wir es hier zu tun. Sie ist im Gegensatz zur hosiologischen \u00fcbertragbar. Die \u00dcbertragung vollzieht sich durch unmittelbare Ber\u00fchrung, zum Teil auch in anderer Weise, ist jedoch keine unbegrenzte; sie wird vielmehr bei jeder neuen Infektion um einen Grad schw\u00e4cher, und verliert beim vierten Grad endlich ihre Wirkung ganz und gar. W\u00e4hrend die prim\u00e4re \u00dcbertragung selbst Menschen, Kleiderstoffe und Ger\u00e4te verunreinigt, sind f\u00fcr die sekund\u00e4re \u00dcbertragung nur noch Nahrungsmittel empf\u00e4nglich; f\u00fcr der terti\u00e4re gar sind nur schon heilige Speisen und Getr\u00e4nke veranlagt, und derjenigen des vierten Grades endlich sind blo\u00df noch die \u00e4usserst empfindlichen Opfer ausgesetzt. Damit ist aber auch die Kraft der Infektion erloschen. Und da man nur das unrein nennt, was noch zu infizieren im Stande ist, dasjenige dagegen, was selber so schwach infiziert ist, dass es die empfangene Unreinheit nur noch auf h\u00f6hergeartete, empfindlichere Gegenst\u00e4nde, nicht aber auf seinesgleichen zu \u00fcbertragen vermag, mit dem Namen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span> (untauglich; vgl. \u2018Erubin VIII Anm. 18) bezeichnet, so kann man diesen Satz auch in folgende einfache Formel bringen: Chullin (Anm. 24) ist im zweiten, Teruma (Anm. 25) im dritten, Geopfertes noch im vierten Grade der \u00dcbertragung untauglich; Menschen, Kleiderstoffe und Ger\u00e4te sind blo\u00df f\u00fcr prim\u00e4re Infektion empf\u00e4nglich. Die \u00dcbertragbarkeit ersch\u00f6pft sich jedoch im vierten Gliede nicht, wenn dasselbe eine Fl\u00fcssigkeit ist; sie verj\u00fcngt sich vielmehr sozusagen in ihr zu einem <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> ersten Grades, welche noch ein f\u00fcnftes, sechstes und siebentes Glied infizieren kann und, wenn dieses wieder eine Fl\u00fcssigkeit ist, auch noch ein achtes, neuntes und zehntes u. s. f.&nbsp;bis ins Unendliche.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn28\"><p>Opferfleisch; solches muss, wenn es entweiht ist, verbrannt werden (vgl. Anm. 21).<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn29\"><p>Die Infektion erstreckt sich nach Anmerkung 26 beim Opferfleische bis auf\u2019s vierte Glied. Man unterscheidet daher bei der \u00fcbertragenen Unreinheit Entweihungen ersten, zweiten, dritten und vierten Grades. Hier ist von einem <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span>, einer sekund\u00e4ren Infektion oder <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> zweiten Grades die Rede; s. Anm. 38.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn30\"><p>Opferfleisch; solches muss, wenn es entweiht ist, verbrannt werden (vgl. Anm. 21).<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn31\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>; so nennt man den Infektionsherd, von welchem aus durch stufenweise \u00dcbertragung die Unreinheit sich gradatim auf die einzelnen Glieder der <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3\u05d5\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> fortpflanzt.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn32\"><p>Das Fleisch, welches von einem <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> des zweiten Grades verunreinigt wurde, hatte bisher nur eine Unreinheit dritten Grades; jetzt bei der Verbrennung erlangt es den zweiten Grad der Unreinheit, da es mit Fleisch in Ber\u00fchrung kommt, welches unmittelbar von einem Herde der Unreinheit infiziert, mithin durch prim\u00e4re \u00dcbertragung ein <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> ersten Grades ist. Die <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> wird also um einen Grad gesteigert.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn33\"><p>Welches sie vom Ertrage der \u00d6lernte als Hebe erhalten hatten. Entweihte Teruma darf nicht gegessen, wohl aber w\u00e4hrend des Verbrennens verwertet werden (Getreide zum Heizen, \u00d6l zur Beleuchtung) im Gegensatz zu entweihtem Opferfleisch, von welchem selbst beim Verbrennen jede Nutzniessung verboten ist; daher hier <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d4\u05d3\u05dc\u05d9\u05e7<\/span>, oben <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05e9\u05e8\u05e3<\/span>.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn34\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd<\/span> ist ein Unreiner, welcher das Reinigungsbad genommen. Durch dieses wird seine Unreinheit nicht sofort hinweggesp\u00fclt, sondern vorl\u00e4ufig \u2014 bis zum Anbruch der Nacht \u2014 nur zu einer <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> zweiten Grades abgeschw\u00e4cht. Und da Teruma noch f\u00fcr eine terti\u00e4re \u00dcbertragung empf\u00e4nglich ist, so macht er dieselbe den ganzen Rest des Tages bis Sonnenuntergang durch seine Ber\u00fchrung zu einem <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d9\u05e9\u05d9<\/span>, einem <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> dritten Grades. Zwar werden Fl\u00fcssigkeiten in der Regel selbst durch terti\u00e4re Infektion zu einem <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>; aber gerade der Tebul-Jom bildet hierin eine Ausnahme. Seine Ber\u00fchrung erzeugt selbst in Fl\u00fcssigkeiten keinen h\u00f6hern als den dritten Grad der Unreinheit, und da bei Teruma die Infektion sich im dritten Gliede ersch\u00f6pft (Anm 26), wird hier der Ausdruck \u00bbuntauglich\u00ab (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05e4\u05e1\u05dc<\/span>) angewendet (ebend.)<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn35\"><p>Der durch eine Leiche Verunreinigte ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>, ein Herd der Unreinheit. Deshalb nennen Einige (selbst Raschi; s. z. St.&nbsp;14b Z. 1, Baba K. 2b Z. 1) die Leiche selbst einen Urherd der Unreinheit, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d9 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>. Diese Bezeichnung k\u00f6nnte jedoch zu dem Irrtum verf\u00fchren, als k\u00f6nnten auch Nahrungsmittel und Tongef\u00e4sse durch die Leiche zum Herde einer Unreinheit gemacht werden. Das ist aber nicht der Fall. Sie werden vielmehr durch die Ber\u00fchrung nur zu einem <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>, einem <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> ersten Grades. Der menschliche Leichnam ist also im Grunde auch nur ein <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>, obgleich es Menschen, Kleiderstoffe und \u2014 von den Tongef\u00e4ssen abgesehen \u2014 auch Ger\u00e4te, welche mit ihm in Ber\u00fchrung kommen, ebenfalls sind. In Metallger\u00e4ten (nach Maimonides und Anderen auch in Kleiderstoffen und den \u00fcbrigen Ger\u00e4ten mit Ausnahme der Tongef\u00e4sse) erleidet die prim\u00e4re \u00dcbertragung eines der obengenannten <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> keinerlei Abschw\u00e4chung ihrer Infektionskraft. Die Lampe, welche von dem durch eine Leiche Verunreinigten ber\u00fchrt wurde, ist also gleichfalls ein Herd der Unreinheit, sofern es eine Metalllampe, bezw. sofern es nur keine Tonlampe ist.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn36\"><p>In der Lampe, die ein Herd der Unreinheit ist, sinkt ja das \u00d6l, das bisher nur ein <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> dritten Grades war, durch prim\u00e4re \u00dcbertragung zu einem solchen ersten Grades hinab; die Unreinheit wird mithin sogar um zwei Grade gesteigert.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn37\"><p>Sofern sie Chametz ist.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn38\"><p>Genauer: am Vierzehnten um 11 Uhr.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn39\"><p>Da man die reine Teruma infolge des Chametzverbotes doch vernichten muss, darf man sie auch verunreinigen, ebenso wie es gestattet ist die Unreinheit geheiligter Gegenst\u00e4nde, welche infolge ihrer Entweihung verbrannt werden m\u00fcssen, nach R. Ch. um einen und nach R. \u2018A. auch um zwei Grade zu erh\u00f6hen.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn40\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05d6\u05d0\u05ea \u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d6\u05d5 \u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span>, was dem allgemeinen Sprachgebrauche mehr entspr\u00e4che. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d0<\/span> steht zur Verst\u00e4rkung und sch\u00e4rfern Betonung des Suffixes in <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4<\/span>. Durch <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span> mit dem Artikel wird pr\u00e4gnant der rechte Schluss bezeichnet; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05f3 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d4\u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05dd<\/span>: H. ist der wahre Gott. So heisst auch im Arabischen Il\u00e2h Gott, All\u00e2h der wahre Gott. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05d4<\/span> endlich bedeutet Maass, hier soviel als Schlussfolgerung. Ist doch jeder Schluss mehr oder weniger das Ergebnis einer Vergleichung, und was ist ein Vergleich anderes als das Maass, mit welchem eine Behauptung an einer andern, feststehenden gemessen wird? Deshalb werden auch die Interpretationsregeln <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> genannt. Es sind nicht 7 oder 13 oder 32 Methoden (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05d5\u05ea<\/span>=modi?), nach welchen, sondern ebensoviel Arten von Schlussfolgerungen, durch welche die Tora zu interpretieren ist. Es kann aber auch <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span> den Sinn haben: Das ist nicht derselbe Maassstab. R. Me\u00efr legt hier den Maassstab, mit welchen R. Ch. und R. \u2018A. gemessen, auch an die reine Teruma an; R. Jose aber findet, dass diese Dinge inkommensurabel sind, dass man an beide nicht denselben Maassstab legen darf. Grade aus dem Umstande, dass jene beiden Gesetzeslehrer dar\u00fcber streiten, ob beim Verbrennen geweihter Gegenst\u00e4nde die Unreinheit um zwei oder nur um einen Grad gesteigert werden darf, ist doch der umgekehrte Schluss zu ziehen, dass reine Teruma mit unreiner zu verbrennen niemals gestattet sein kann. Das kann selbstverst\u00e4ndlich einem R. Me\u00efr, dessen Scharfsinn sprichw\u00f6rtlich war, unm\u00f6glich entgangen sein Er ist jedoch der Ansicht, dass R. Ch. und R. A. garnicht streiten, sondern nur Tatsachen berichten wollen. Die Schlussfolgerung, die er aus ihren Worten zieht, st\u00fctzt sich im Grunde nicht o sehr auf das, was in ihren Berichten steht, als vielmehr auf das, was dort zwischen den Zeilen zu lesen ist. R. Ch. dr\u00fcckt sich unbestimmt aus. Er spricht ganz allgemein von einem <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>, ohne den Grad desselben n\u00e4her zu bezeichnen. Dieser l\u00e4sst sich indessen auf einem kleinen Umwege ermitteln. Der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d8\u05de\u05d0<\/span> schliesst zun\u00e4chst den dritten Grad der Unreinheit aus; denn durch Ber\u00fchrung eines <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d9\u05e9\u05d9<\/span> w\u00fcrde das Fleisch nur <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span>, nicht aber <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05de\u05d0<\/span> (s. Anm. 26 u. 32). Aber auch von einem <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> kann hier nicht die Rede sein, weil sonst die Worte <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e4\u05d9\u05df \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea\u05d5<\/span> keinen Sinn h\u00e4tten; durch die Verbrennung mit einem <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>, wie es <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d8\u05de\u05d0 \u05d1\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> ist, erf\u00fchre ja die bereits vorhandene <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> des durch ein <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> verunreinigten Fleisches keine Steigerung. Es bleibt also nichts \u00fcbrig als die Annahme, dass es sich um ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> handelt (Anm. 28 u. 30). Nun ist es bereite aus Anm. 26 bekannt, dass f\u00fcr die sekund\u00e4re \u00dcbertragung bloss Speisen und Fl\u00fcssigkeiten empf\u00e4nglich sind Ger\u00e4te, Kleidungsst\u00fccke und Menschen k\u00f6nnen nach dem Gesetze der Tora niemals ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> sein, wohl aber nach dem von den Rabbinen erweiterten Reinheitsgesetze, Durch \u00dcbertragung jedoch (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3<\/span>) k\u00f6nnen selbst nach diesem Gesetze nur Ger\u00e4te und Bekleidungsgegenst\u00e4nde ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> werden und auch diese nur, wenn sie mit unreinen Fl\u00fcssigkeiten in Ber\u00fchrung kommen. Dabei ist es gleichgiltig, durch welchen Grad der \u00dcbertragung die Fl\u00fcssigkeit infiziert wurde; dieselbe hat stets den Charakter und die Wirkung eines <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> (vgl. Anm. 26). Nehmen so die Fl\u00fcssigkeiten in den Erweiterungen der Rabbinen eine sozusagen bevorzugte Stellung ein, so weist ihnen daf\u00fcr R. Me\u00efr in dem Reinheitsgesetze der Tora eine desto niedrigere Stelle zu. Wenn er auch nicht so weit geht, sich der Ansicht derer anzuschliessen, welche vom Standpunkte der Tora den Fl\u00fcssigkeiten die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> \u00fcberhaupt absprechen, so behauptet er doch im Gegensatze zu R. Jose, dass sie ihre F\u00e4higkeit, die empfangene Unreinheit weiter zu \u00fcbertragen, lediglich den Versch\u00e4rfungen der Rabbinen verdanken. Welcher Art ist nun das in Rede stehende <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span>? Wir haben die Wahl zwischen Speisen, Fl\u00fcssigkeiten und Ger\u00e4ten oder Kleiderstoffen. [Man k\u00f6nnte einwenden, dass Fl\u00fcssigkeiten durch die Worte <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e4\u05d9\u05df \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea\u05d5<\/span> ausgeschlossen sind. Da solche stets die Wirkung eines <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> haben, so w\u00e4re ja das Fleisch von Hause aus, noch ehe es beim Verbrennen mit dem andern Fleische in Ber\u00fchrung kommt, bereits ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span>! Allerdings liegt auch in der Umwandlung einer <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> zu einer <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span> eine Steigerung; aber nur eine qualitative. Da es indessen k\u00fcrzer lauten k\u00f6nnte: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e4\u05d9\u05df \u05dc\u05d5 \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>, so scheint doch in dem Zusatze <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea\u05d5<\/span> die Andeutung einer quantitativen (graduellen) Steigerung zu liegen. Diesem Einwande begegnen wir am besten mit der in den Tosafot hier \u00f6fter wiederholten Behauptung, dass die Verordnung <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d4\u05e4\u05d5\u05e1\u05dc \u05d0\u05ea \u05d4\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4 \u05de\u05d8\u05de\u05d0 \u05de\u05e9\u05e7\u05d9\u05df \u05dc\u05d4\u05d9\u05d5\u05ea \u05ea\u05d7\u05dc\u05d4<\/span> erst sp\u00e4tern Datums ist.] Nur in dem einen Falle, wenn das <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> eine Speise war, w\u00e4re das davon infizierte Opferfleisch mit einer auch von der Tora anerkannten Unreinheit (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span>) behaftet, in allen \u00fcbrigen F\u00e4llen w\u00e4re seine Unreinheit ausschliesslich in den Verordnungen der Rabbinen begr\u00fcndet (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span>). Da nun R. Ch. auch nicht die leiseste Andeutung dar\u00fcber macht, welche Art von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> er eigentlich im Sinne hat, so m\u00fcssen wir e silentio schliessen, dass eben f\u00fcr die Sache, um die es sich handelt, ein Unterschied zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span> und <span dir=\"rtl\"> \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> nicht besteht. Und so folgert R Me\u00efr mit Recht: Wenn die Priester ohne Bedenken eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> zugleich mit einer <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span> verbrannt, mithin (unter dem Gesichtspunkte der Tora betrachtet) ganz reines Opferfleisch gradezu verunreinigt haben, wie sollte man nicht reine Teruma zugleich mit unreiner verbrennen d\u00fcrfen, zumal die F\u00e4higkeit selbst der festen Nahrungsmittel, die empfangene Unreinheit auf ihres gleichen zu \u00fcbertragen, in der Tora auf Opferspeisen beschr\u00e4nkt ist und erst von den Rabbinen auf Teruma, ja sogar auf Unheiliges ausgedehnt wurde (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05d1 \u05d0\u05d3\u05d0 \u05d1\u05e8 \u05d0\u05d4\u05d1\u05d4 \u05de\u05e9\u05de\u05d9\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05d0<\/span>), so dass im Grunde wenn man sich auf den Standpunkt der Tora stellt \u2014 die reine Teruma beim Verbrennen durch die unreine nicht im Geringsten infiziert wird! Dieselbe Folgerung ergibt sich aus dem Berichte des R. \u2018Akiba, wenn man das W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> beachtet, mit welchem derselbe sich einf\u00fchrt. Er will also den des R. Ch \u00fcbertrumpfen. Das ist aber nur dann der Fall, wenn es gleichfalls nur eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> war, von der sich sein Tebul-Jom zu reinigen hatte. [S. Jeruschalmi z. St.&nbsp;\u2014 In <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> wird die Existenz eines <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> bezweifelt. Der Vrf. meint, eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> erfordere nach Babli gar kein <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e8\u05d1 \u05e9\u05de\u05e9<\/span> und st\u00fctzt sich dabei auf Schabbat 14b, wo auf die Frage <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0 \u05d4\u05d5\u05d0<\/span> die Antwort nicht etwa lautet: <span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05d1\u05d0 \u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05e2\u05e1\u05e7\u05d9\u05e0\u05df \u05d1\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd \u05de\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d2\u05d5\u05d9\u05d4 (\u05d5\u05d1\u05d3\u05d5\u05de\u05d4 \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df)<\/span>, sondern: <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d9 \u05de\u05db\u05d0\u05df \u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd<\/span>. Er scheint angenommen zu haben, dass die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd<\/span> aus der Mischna (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d6\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>), welche sonst nur <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d5\u05ea \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> auff\u00fchrt, gestrichen werden sollen, hat jedoch \u00fcbersehen, dass sich <span dir=\"rtl\"> \u05e1\u05de\u05d9 \u05de\u05db\u05d0\u05df<\/span> lediglich auf die <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e0\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8 \u05d3\u05d1\u05e8<\/span> beziehen kann, obgleich die Tosafot das. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05e1\u05de\u05d9<\/span> zum \u00dcberflusse noch besondere darauf aufmerksam machen. Unter die 18 Verordnungen kann aber <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd<\/span> als besondere <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d6\u05e8\u05d4<\/span> nicht gez\u00e4hlt werden, denn haben die Rabbinen einmal irgend eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> aus eigener Machtvollkommenheit statuiert, es liegt darin schon implizite die Forderung des <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e8\u05d1 \u05e9\u05de\u05e9<\/span>, sofern nicht ausdr\u00fccklich davon abgesehen wird, wie dies z. B. gerade bei <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d2\u05d5\u05d9\u05d9\u05d4<\/span> der Fall ist (s. weiter unten). Mit gleichem Rechte k\u00f6nnte man ja auch f\u00fcr die <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d6\u05d0\u05ea \u05e9\u05dc\u05e9\u05d9 \u05d5\u05e9\u05d1\u05d9\u05e2\u05d9<\/span> bei <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05e8\u05e5 \u05d4\u05e2\u05de\u05d9\u05dd<\/span> und \u00e4hnlichen <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d5\u05ea \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> einen Platz unter den \u00bbAchtzehn\u00ab beanspruchen! Was der Vrf. ausserdem anf\u00fchrt und was sich sonst noch einwenden l\u00e4sst, insbesondere der Haupteinwand aus Para XI 5, der festeste St\u00fctzpunkt f\u00fcr seine Ansicht, den er sich indessen entgehen liess \u2014 alles das ist mit ersch\u00f6pfender Gr\u00fcndlichkeit bereits in den Tosafot zu Chagiga 21a und im Kommentar des R. Simson zu Toharot I 3 ausf\u00fchrlich er\u00f6rtert. Merkw\u00fcrdig, dass diese lichtvollen Abhandlungen auch der mit immenser Belesenheit gepaarten Achtsamkeit eines Karo (s. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05e3 \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> zu <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> X2) sich <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9 \u05e9\u05e2\u05d4<\/span> entziehen konnten. Auf sehr einfache Weise r\u00e4umt Maim. alle Schwierigkeiten aus dem Wege. Er unterscheidet, wie man bei genauer Vergleichung aller einschl\u00e4gigen Stellen seines grossen Werkes leicht erkennen wird, zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05de\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>, deren er in seiner ber\u00fchmten Einl. zur 6. Mischnaordnung 29 aufz\u00e4hlt, und den \u00fcbrigen <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d5\u05ea \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span>; nur jene erfordern <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e8\u05d1 \u05e9\u05de\u05e9<\/span>, diese nicht Das ist eine sehr einleuchtende Unterscheidung. Durch das Reinigungsbad wird die Unreinheit jedenfalls abgeschw\u00e4cht, wie wir in Anm. 32 bemerkt haben. Wer durch <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e4\u05e8\u05e1, \u05d0\u05e8\u05e5 \u05d4\u05e2\u05de\u05d9\u05dd<\/span> u. dgl. ein <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> geworden, ist nach der <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> immer noch ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d2\u05d9<\/span>. Dagegen ist <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d2\u05d5\u05d9\u05d4<\/span> von Hause aus nur eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> zweiten Grades; hier muss also die <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> sofort eine v\u00f6llige Reinheit bewirken, denn eine Unreinheit dritten Grades gibt es beim Menschen nicht.] \u2014 Nach R. Jose dagegen hat R. Chanina keineswegs die Frage offengelassen, welche Art von <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d5\u05dc\u05d3 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> gemeint ist. An Ger\u00e4te und Kleiderstoffe ist gar nicht zu denken. Denn Opferfleisch, welches durch ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span> dieser Art verunreinigt wurde, darf zwar nicht gegessen, aber auch nicht verbrannt werden (Bechorot 38a; vgl. Jer. zur vor. Mischna). Bleiben also nur noch Speisen und Fl\u00fcssigkeiten \u00fcbrig. Mit welcher dieser beiden Arten aber das Fleisch auch immer in Ber\u00fchrung gekommen, in jedem Falle ist es mit einer <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span> behaftet; denn R. Jose vertritt hier im Gegensatz zu R. Me\u00efr die Ansicht, dass auch die den Fl\u00fcssigkeiten innewohnende Kraft, die empfangene Unreinheit weiter zu \u00fcbertragen, bereits in dem Gesetze der Tora begr\u00fcndet ist. Ist aber in dem Berichte des R. Ch. eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> v\u00f6llig ausgeschlossen, so n\u00f6tigt uns nichts eine solche bei dem Tebul-Jom des R. \u2018Akiba zu supponieren; vielmehr ist auch hier wie sonst \u00fcberall, wo von <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05d5\u05dc \u05d9\u05d5\u05dd<\/span> schlechthin die Rede ist, an eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d3\u05d0\u05d5\u05e8\u05d9\u05d9\u05ea\u05d0<\/span> zu denken. Mithin kann R. Jose in beiden Berichten nur Zeugnisse daf\u00fcr erblicken, dass die Unreinheit eines heiligen Gegenstandes der verbrannt werden soll, hierbei um einen oder mehrere Grade gesteigert werden darf, nicht aber daf\u00fcr, dass ganz reine Heiligt\u00fcmer, weil sie aus irgend einem Grunde verbraunt worden m\u00fcssen, darum auch durch Verunreinigung entweiht werden d\u00fcrfen. Er kann daher die Schlussfolgerung des R Me\u00efr nicht anerkennen\u2014<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d4\u05de\u05d3\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn41\"><p><span dir=\"rtl\">\u05ea\u05dc\u05d5\u05d9<\/span>=suspensus; s. Anm. 20. Zweifelhafte Teruma ist diejenige, von der es ungewiss ist, ob sie verunreinigt wurde oder nicht.<a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn42\"><p>Vgl. Terumot VIII 8.<a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn43\"><p>Vgl. Terumot VIII 8.<a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn44\"><p>Nicht solange er selbst Chametz essen darf (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05e9\u05e2\u05d4 \u05e9\u05d0\u05d5\u05db\u05dc \u05de\u05d0\u05db\u05d9\u05dc<\/span>), sondern solange es \u00fcberhaupt erlaubt ist welches zu essen, also nicht blos bis 10 Uhr, sondern bis 11 Uhr, um welche Zeit erst das Chametzverbot sich auch auf Teruma erstreckt. Die Mischna kn\u00fcpft hier an die Worte R. Gamaliel\u2019s K. I M. 5 an.<a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn45\"><p>Um 11 Uhr.<a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn46\"><p>Selbst von dem verbrennenden Chametz darf man nach 11 Uhr keinen Nutzen mehr ziehen, es w\u00e4re denn noch vor dieser Zeit in den Ofen geworfen und bis 11 Uhr so stark versengt worden, dass es nicht einmal der Hund mehr fressen kann.<a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn47\"><p>Es darf nach Pesach sogar gegessen werden; weil aber in der Antithese, in welcher solches Chametz eines Israeliten verboten wird, auf \u00bbNutzniessung\u00ab der Ton ruht, wird das Wort auch hier, wo <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05db\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> sich allerdings wirksamer abheben w\u00fcrde, der Konzinnit\u00e4t wegen angewendet. Nach Jeruschalmi steht hier <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05ea\u05e8 \u05d1\u05d4\u05e0\u05d0\u05d4<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05ea\u05e8 \u05d1\u05d0\u05db\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> mit R\u00fccksicht auf diejenigen Gegenden, in denen es f\u00fcr unstatthaft gilt, Brot eines nichtj\u00fcdischen B\u00e4ckers \u00fcberhaupt zu essen.<a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn48\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 13, 7.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn49\"><p>Und weil er dies Verbot \u00fcbertreten, sei es aus Missachtung, sei es aus Fahrl\u00e4ssigkeit, aus Versehen, ja selbst ohne sein Verschulden, so ist das Chametz als Gegenstand der Gesetzesverletzung nicht blos zum Essen, sondern sogar zu jeder Art von Nutzniessung verboten.<a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn50\"><p>Vorausgesetzt, dass der Nichtjude dasselbe noch vor dem Inkrafttreten des Chametzverbotes als Unterpfand zu sich ins Haus genommen (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d4\u05d9\u05e0\u05d5<\/span>; arab. <span dir=\"rtl\">\u0631\u0647\u0646<\/span> = Pfand) unter der ausdr\u00fccklichen Bedingung, dass es \u00bbschon von jetzt ab\u00ab <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05db\u05e9\u05d9\u05d5<\/span> ihm geh\u00f6ren soll, falls der Schuldner das Darlehen nicht innerhalb einer bestimmten Frist zur\u00fcckerstattet hat. Selbst wenn diese Frist erst nach dem Feste abl\u00e4uft, so dass w\u00e4hrend desselben die Frage, ob der Schuldner sein Pfand einl\u00f6sen wird oder nicht, und die damit zusammenh\u00e4ngende Frage, ob der Jude oder der Nichtjude augenblicklicher Eigent\u00fcmer des <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> ist, noch unentschieden war, ist es uns dennoch sogar zum Essen gestattet, sofern nur der Israelit seine Schuld zur festgesetzten Zeit nicht getilgt hat; denn es stellt sich nun heraus, dass dasselbe bereits vor dem Feste Eigentum des nichtj\u00fcdischen Gl\u00e4ubigers und somit den Wirkungen des Chametzverbotes entzogen war. Wurde dagegen nicht vorausbedungen, dass das Unterpfand schon am Tage der \u00dcbergabe dem Gl\u00e4ubiger geh\u00f6ren soll, falls der Schuldner den Zahlungstermin nicht inneh\u00e4lt, so ist das Chametz selbstverst\u00e4ndlich nur dann erlaubt, wenn der Verfalltag noch vor dem 14. Nissan eintritt, und das Unterpfand zu dieser Zeit bereits in H\u00e4nden des Nichtjuden war. [Also <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05e8\u05d4\u05d9\u05e0\u05d5<\/span> entweder <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05db\u05e9\u05d9\u05d5<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2 \u05d6\u05de\u05e0\u05d5 \u05e7\u05d5\u05d3\u05dd \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7<\/span>! Nach Maimonides (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4<\/span> IV 5) dagegen ist beides conditio sine qua non; denn ohne <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05db\u05e9\u05d9\u05d5<\/span> hat der <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05db\u05e8\u05d9<\/span> das Unterpfand auch am Verfalltage nicht rechtskr\u00e4ftig erworben, und bei <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05dc\u05d0 \u05d4\u05d2\u05d9\u05e2 \u05d6\u05de\u05e0\u05d5 \u05e7\u05d5\u05d3\u05dd<\/span> war die Eigentumsfrage innerhalb der Geltungsdauer des Chametzverbotes k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Zeit in der Schwebe.]<a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn51\"><p>Auch hier gilt die Voraussetzung dass der Gl\u00e4ubiger das Unterpfand zu sich ins Haus genommen unter der Bedingung, dass es im Falle der Nichteinl\u00f6sung schon mit dem Augenblick der \u00dcbernahme und nicht erst nach dem Feste am Verfalltage in seinen Besitz \u00fcbergehen soll; sonst w\u00e4re es ja w\u00e4hrend der ganzen Dauer des Chametzverbotes noch Eigentum des nichtj\u00fcdischen Schuldners und mithin nach Pesach erlaubt.<a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn52\"><p>Es braucht also nicht ausgegraben und vernichtet zu werden; doch soll der Eigent\u00fcmer wenigstens seinem Besitzrecht auf dasselbe f\u00f6rmlich entsagen und es als herrenloses Gut preisgeben.<a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn53\"><p>Und das ist der Fall, wenn es unter dem Schutte drei Handbreiten tief begraben liegt.<a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn54\"><p>Teruma (K. 1 Anm. 25) von einer der f\u00fcnf Getreidearten, welche durch Wasser in G\u00e4hrung geraten ist.<a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn55\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05d5\u05d2\u05d2<\/span> bezieht sich lediglich auf das nomen regens, also auf <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span>, nicht auch auf <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span>. Er wusste im Augenblicke nicht, das es Teruma war, was er a\u00df; dagegen kommt es nicht im Geringsten darauf an, ob er auch hinsichtlich ihres Chametzcharakters im Irrtum war oder nicht.<a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn56\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 22, 14.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn57\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d6\u05d9\u05d3<\/span> bezieht sich ebenfalls nur auf <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span>. Ob er hinsichtlich des <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> ein Irrender oder ein Frevelnder war, kommt auch hier nicht in Betracht.<a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn58\"><p>Chametz eines Israeliten ist am Pesach ein ganz wertloser Gegenstand, denn es darf ja auch nach dem Feste zu nichts mehr gebraucht werden (M. 2). Er hat also dem Priester, dessen Eigentum die Teruma war, keinerlei Schaden zugef\u00fcgt, als er sie verzehrte. Ein Nichtpriester aber, der Teruma absichtlich isst, braucht nur Schadenersatz zu leisten; er hat diese Verpflichtung lediglich dem Gesch\u00e4digten gegen\u00fcber, dieser kann daher verzichten und muss im vorliegenden Falle auf jeden Ersatz verzichten, da er keinen Verlust erlitten hat. Anders wer Teruma aus Versehen isst! Ein solcher muss f\u00fcnf Viertel ihres Wertes bezahlen, nicht etwa als Schadenersatz, sondern als Busse, zu welcher er Gott gegen\u00fcber verpflichtet ist, die ihm daher der gesch\u00e4digte Priester auch nicht erlassen kann. Aus diesem Grunde muss er <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05df<\/span> nebst <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e9<\/span> selbst dann bezahlen, wenn die Teruma als Chametz nicht den geringsten Werth hat. Vgl. in Terumot VI 1 mit VII 1.<a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn59\"><p>Blossen Holzwert hat unreine Teruma (K. 1 Anm. 26), insofern sie nur noch zum Heizen verwendet werden kann (das. Anm. 31), Als Chametz hat sie am Pesach nicht einmal diesen Wert mehr (M. 1)<a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn60\"><p>Die Getreidearten aus denen man die unges\u00e4uerten Brote (2. B. M. 12, 18) anfertigen kann. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05df<\/span> (aram. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e9\u05e8\u05d0<\/span>, eine den <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e1\u05de\u05d9\u05df<\/span> (aram. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05dc\u05d1\u05d0<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05dc\u05d1<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e1\u05dd<\/span> abscheeren) nahe verwandte (Kilajim I 1) und wie diese zwischen Gerste und Weizen schwankende (vgl. Babli z. St.&nbsp;u. Menachot 70a mit Jer. Challa I 1 u. IV 2) Getreideart, ist wahrscheinlich von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e3<\/span> gl\u00e4tten (K\u00ealim XIV 5) abzuleiten (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05d3\u05d5\u05df ,\u05d7\u05d9\u05e6\u05d5\u05df ,\u05d0\u05d9\u05e9\u05d5\u05df<\/span>); also <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> die haarige Gerste (mit langen Borsten oder Grannen), <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e1\u05de\u05ea<\/span> d.&nbsp;geschorene G. (mit kurzen Grannen), <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05df<\/span> d.&nbsp;glatte G. (ohne Borsten). M\u00f6glich ist auch die Ableitung von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05e3 ,\u05e9\u05d5\u05e3<\/span> reiben, zermalmen (vgl. lat. triticum v. tero) oder von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05df<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u062b\u063a\u0646<\/span> stossen, schlagen u. med. i dickh\u00e4utig, schwielig sein (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e9\u05d5\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d9\u05d8\u05d5\u05e8<\/span> bzw. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05bc\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05db\u05d5\u05e8<\/span>); mithin w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05df<\/span> (sch\u00eeph\u00f4n oder schippon?) = beschalte Gerste (im Gegensatz zur nackten) bzw. Dreschfrucht (im Gegensatz zu den verwandten <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e1\u05de\u05d9\u05df<\/span>, die man nicht ordentlich dreschen kann, weil die K\u00f6rner nicht aus den Spelzen herausfallen). \u00c4hnlich das aram. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e9\u05e8\u05d0<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u062f\u0633\u0645<\/span> stossen, (<span dir=\"rtl\">\u062f\u0648\u0633\u0631<\/span> dick). Nach Jer. Challa I 1 ist <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e1\u05de\u05df<\/span> (Jes. 28,25) = <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05df<\/span>. Raschi \u00fcbersetzt <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05df<\/span> mit seigle = Roggen. Diese Getreideart war aber in Pal\u00e4stina zur Zeit der Mischna schwerlich schon bekannt.<a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn61\"><p>Von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05de\u05d0\u05d9<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05e0\u05e4\u05d3\u05d5<\/span> derselbe Wortlaut wie in \u2018Erubin III 2. Daselbst findet sich auch in den Anmerkungen 13\u201420 eine ersch\u00f6pfende Erkl\u00e4rung aller dieser Begriffe. Wie viel von dem, was dort ausser den Definitionen noch zur Begr\u00fcndung in Bezug auf den \u2018Erub gesagt ist, auch hier Anwendung findet, wird der aufmerksame Leser unschwer beurteilen k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn62\"><p>K. I Anm. 21 Anf.; 3. B. M. 7, 12.<a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn63\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 6, 15.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn64\"><p>Weil sie nicht im Hinblick auf das Fest angefertigt wurden, und man in der Pesachnacht nur mit solchen Broten seiner Pflicht gen\u00fcgt, bei deren Zubereitung man von Anfang an den Zweck im Auge behalten, dem sie nun dienen sollen.<a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn65\"><p>Weil der Verk\u00e4ufer von vornherein die Absicht hat, die Brote f\u00fcr den Pesachabend zu verwenden, sofern sie auf dem Markte keinen Absatz finden.<a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn66\"><p>Bitterkraut zu essen (2. B. M. 12, 8).<a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn67\"><p>Von diesen f\u00fcnf Pflanzennamen l\u00e4sst sich leider nur die Bedeutung der zwei ersten mit der w\u00fcnschenswerten Sicherheit feststellen. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> \u00fcbersetzt die Gemara mit <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e1\u05d0<\/span>. So heisst im aram\u00e4ischen der Lattich (arab. ebenso <span dir=\"rtl\">\u062e\u0633<\/span>, eine Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen. Ihre Heimat ist das Morgenland, von wo sie zu uns verpflanzt wurde. Eine Abart derselben ist der Kopfsalat. Die jungen, zarten Bl\u00e4tter haben einen angenehmen Geschmack; bei fortschreitendem Wachstum und zunehmender Reife wird derselbe jedoch immer herber und bitterer. Ein treffliches Symbol f\u00fcr das perfide Verfahren der \u00c4gypter, welche das junge Israel mit s\u00fcssen Worten lockten, um ihm sp\u00e4ter in demselben Maasse, als es sich entwickelte, wuchs und zum Volke heranreifte, durch immer h\u00e4rtere Knechtschaft das Leben mehr und mehr zu verg\u00e4llen (Babli z. St.). \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05dc\u05e9\u05d9\u05df<\/span> erkl\u00e4rt Babli durch <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05e0\u05d3\u05d1\u05d9<\/span> (intybus), Jeruschalmi durch <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e8\u05d5\u05e7\u05e1\u05d9\u05de\u05d5\u05df<\/span> (\u03c4\u03c1\u03ce\u03be\u03b9\u03bc\u03bf\u03bd). Intybus ist der lat. Name f\u00fcr Cichorie; dasselbe bedeutet das gr. \u03c4\u03c1\u03ce\u03be\u03b9\u03bc\u03bf\u03bd. Dem Sinne nach bezeichnet dies Wort freilich alles, was roh gegessen werden kann, wie Levy (chald. W\u00f6rterbuch II 222a) richtig bemerkt; er h\u00e4tte aber hinzuf\u00fcgen k\u00f6nnen, dass die Griechen unter Troximon vorzugsweise die \u03c3\u03ad\u03c1\u03b9\u03c2 verstehen, welche sie ihres bittern Geschmackes wegen auch \u03c0\u03b9\u03f0\u03c1\u03af\u03c2 nennen. Die Cichorie stammt ebenfalls aus dem Orient, wird aber jetzt auch in Europa sehr kultiviert und ist bei uns schon ganz heimisch geworden. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05db\u05d4<\/span> ist nach Babli = <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05db\u05ea\u05d0<\/span>, nach Jer. = <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d2\u05d3\u05d9\u05df<\/span>. Das Gingidion (\u03b3\u03b9\u03b3\u03b3\u03af\u03b4\u03b9\u03bf\u03bd) ist ein in Syrien heimisches Gem\u00fcse, welches von lat. und gr. Schriftstellern erw\u00e4hnt und zum Teil beschrieben wird; doch bietet die Beschreibung zu wenig Anhaltspunkte, um die Pflanze genau zu bestimmen. Wenn man einer Notiz bei Henricus Stephanus (Thesaurus s. v. \u03b3\u03b9\u03b3\u03b3\u03af\u03b4\u03b9\u03bf\u03bd), welche dieses Gem\u00fcse mit dem \u03bb\u03b5\u03c0\u03af\u03b4\u03b9\u03bf\u03bd identifiziert, Vertrauen schenken darf, so ist unser <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05db\u05d4<\/span> die breitbl\u00e4tterige Kresse, frnz. passerage. Raschi \u00fcbersetzt es durch marrube (Marrubium, Andorn), die \u00dcberlieferung der osteurop\u00e4ischen Juden h\u00e4lt es f\u00fcr Meerrettich. \u2014 \u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d7\u05d1\u05d9\u05e0\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> wissen wir so gut wie gar nichts.<a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn68\"><p>Jer. liest <span dir=\"rtl\">\u05db\u05de\u05d5\u05e9\u05d9\u05df<\/span> (welk); es ist aber zwischen <span dir=\"rtl\">\u05db\u05de\u05d5\u05e9\u05d9\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d1\u05e9\u05d9\u05df<\/span> ein Unterschied. Dieses ist nach Tosefta K. II g. E. kontrovers, jenes unbestritten; ebenso nach Babli z. St., wo in der mit <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e0\u05d5 \u05e8\u05d1\u05e0\u05df<\/span> eingef\u00fchrten Baraita <span dir=\"rtl\">\u05db\u05de\u05d5\u05e9\u05d9\u05df<\/span> beidemal in <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d1\u05d5\u05e9\u05d9\u05df<\/span> zu emendieren sein d\u00fcrfte. Die erw\u00e4hnte Tosefta lautet n\u00e4mlich korrekt: <span dir=\"rtl\"> \u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05df \u05d1\u05d9\u05df \u05dc\u05d7\u05d9\u05df \u05d1\u05d9\u05df \u05db\u05de\u05d5\u05e9\u05d9\u05df \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05df \u05d9\u05d1\u05e9\u05d9\u05df \u05e8\u05f3 \u05de\u05d0\u05d9\u05e8 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d0\u05e3 \u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05df \u05d9\u05d1\u05e9\u05d9\u05df \u05e8\u05f3 \u05d0\u05dc\u05e2\u05d6\u05e8 \u05d1\u05e8\u05f3 \u05e6\u05d3\u05d5\u05e7 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d0\u05e3 \u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d4\u05df \u05db\u05d1\u05d5\u05e9\u05d9\u05df <\/span>.<a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn69\"><p>In Essig [s. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e7 \u05d9\u05e2\u05e7\u05d1<\/span> 473 Anm. 20]<a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn70\"><p>Den Rauminhalt einer \u00d6lbeere (s. K. III Anm. 55) muss man von den bitteren Kr\u00e4utern ebenso wie von den unges\u00e4uerten Broten und vom Pesachopfer essen, um seiner Pflicht zu gen\u00fcgen.<a href=\"#fnref70\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn71\"><p>\u2018Erubin Kap. III Anm. 13.<a href=\"#fnref71\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn72\"><p>Das. Anm. 14\u201415.<a href=\"#fnref72\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn73\"><p>Das. Anm. 4 und 16.<a href=\"#fnref73\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn74\"><p>Heisses Wasser erregt keine G\u00e4hrung.<a href=\"#fnref74\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn75\"><p>S. K. X Anm. 15.<a href=\"#fnref75\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn76\"><p>Sofern Wasser darin ist.<a href=\"#fnref76\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn77\"><p>In den Senf.<a href=\"#fnref77\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn78\"><p>Weil die Sch\u00e4rfe des Senfs die G\u00e4hrung hintanh\u00e4lt und ihren Eintritt verz\u00f6gert; Essigmus dagegen, welchem Mehl beigemengt wurde, darf nicht einmal sofort gegessen werden.<a href=\"#fnref78\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn79\"><p>Er mag sich nicht auf Unterscheidungen einlasssen, die zu Missbrauch Anlass geben k\u00f6nnten. Was heisst auch sofort? Das ist doch ein sehr dehnbarer Begriff! Wer will da die Grenze ziehen?!<a href=\"#fnref79\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn80\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B.M. 12, 9.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref80\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn81\"><p>Streng genommen geh\u00f6rt diese Vorschrift nicht hierher in den Rahmen der Ausf\u00fchrungen \u00fcber das Chametzverbot; sie ist hier nur beil\u00e4ufig erw\u00e4hnt, weil sie, insofern auch sie vom Anfeuchten handelt, in losem Zusammenhang mit dem Vorhergehenden steht.<a href=\"#fnref81\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn82\"><p>In welches er bei der Brotbereitung von Zeit zu Zeit seine H\u00e4nde taucht, wodurch es viel Mehl und Teig in sich aufnimmt.<a href=\"#fnref82\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn83\"><p>U. z. auf eine schr\u00e4ge Fl\u00e4che, damit es ein Gef\u00e4lle habe und sich nicht ansammele.<a href=\"#fnref83\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn84\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05d9\u05df<\/span>; das Intransitiv f\u00fcr das Passivum des Transitivs ist bei Verben der Bewegung nicht selten. Vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05ea \u05d7\u05d5\u05d6\u05e8\u05d9\u05df<\/span> (muss zur\u00fcckgegeben werden) Baba M. 15b Mitte, <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05d0 \u05d4\u05d3\u05e8<\/span> (kann r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden) das. 35a unten, <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05ea \u05d1\u05d3\u05d9\u05d9\u05e0\u05d9\u05df<\/span> (wird entrissen) das. 61b unten.<a href=\"#fnref84\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn85\"><p><span dir=\"rtl\">\u0643\u062a\u062d<\/span> = etwas bis zur S\u00e4ttigung essen; im Aram\u00e4ischen ist <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05ea\u05d7<\/span> eine Milchspeise, wie aus Pesachim 76b und Chullin 111b ersichtlich. Des babylonische Milchbrei bestand aus Molke, Salz und Brot. [Das verschimmelte Brot des Bartinora, welches der Vrf. von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d0\u05e8\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span>, um es geniessbar zu machen, in angeschimmeltes verwandelt hat, beruht auf einer <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05d2\u05d1 \u05d7\u05e8\u05d9\u05e4\u05ea\u05d0<\/span> missverstandenen Bemerkung Raschis z. St.]<a href=\"#fnref85\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn86\"><p>In Pal\u00e4stina wurde das Bier ohne jede Beimischung aus Datteln gebraut, es war daher kein Chametz; in Medien wurde hingegen Malz dazu verwendet.<a href=\"#fnref86\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn87\"><p>In Rom wurde Malz in den Wein getan, wenn man ihn in Essig verwandeln wollte.<a href=\"#fnref87\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn88\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d9\u05ea\u05d5\u05e1<\/span> (\u2018Aruch) od. <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d9\u05ea\u05d5\u05dd<\/span> (Ausgaben), bei griechischen Schriftstellern \u03b6\u03cd\u03d1\u03bf\u03c2 od \u03b6\u1fe6\u03d1\u03bf\u03c2 (auch \u03b6\u1fc6\u03d1\u03bf\u03c2), bei lateinischen zythum, ist ein aus Gerste bereiteter Wein, welcher in \u00c4gypten sehr beliebt war. Schon Herodot erz\u00e4hlt im 2. Buche seines Geschichtswerkes \u00a7 77, dass man in dem Teile \u00c4gyptens, in welchem die Rebe nicht gedeiht, aus Gerste Wein bereitet ( \u03bf\u1f34\u03bd\u1ff3 \u03b4\u1f72 \u1f10\u03ba \u03ba\u03c1\u03b9\u03b8\u03ad\u03c9\u03bd \u03c0\u03b5\u03c0\u03bf\u03b9\u03b7\u03bc\u03ad\u03bd\u1ff3 \u03b4\u03b9\u03b1\u03c7\u03c1\u03ad\u03c9\u03bd\u03c4\u03b1\u03b9). Diodor I 20, 34 berichtet, dass sie dieses Getr\u00e4nk, welches dem Weine an Wohlgeschmack nur wenig nachsteht, Zythos nennen (\u2026 . \u03c0\u03cc\u03bc\u03b1 \u03bb\u03b5\u03b9\u03c0\u03cc\u03bc\u03b5\u03bd\u03bf\u03bd \u03bf\u1f50 \u03c0\u03bf\u03bb\u1f7a \u03c4\u1fc6\u03c2 \u03c0\u03b5\u03c1\u1f76 \u03c4\u03cc\u03bd \u03bf\u1f36\u03bd\u03bf\u03bd \u03b5\u1f50\u03c9\u03b4\u03af\u03b1\u03c2, \u1f43 \u03ba\u03b1\u03bb\u03bf\u1fe6\u03c3\u03b9 \u03b6\u1fe6\u03b8\u03bf\u03c2). \u00dcber die Art der Zubereitung s. bei Henricus Stephanus (Thesaurus ed.&nbsp;Hase und Dindorf Paris 1831\u20141863) den Auszug aus einer Gothaer Handschrift. Dieselbe weicht hinsichtlich der Bestandteile von der im Talmud angegebenen ab. Kein Wunder! In Pal\u00e4stina wuchs der vortrefflichste Wein, das Zythum wurde dort nur als Heilmittel getrunken. Um seine Wirkung zu erh\u00f6hen, nahm man dazu Gerste, Salz und Safran zu gleichen Teilen, liess die Mischung l\u00e4ngere Zeit im Wasser weichen, r\u00f6stete sie dann und mahlte sie. Ein angenehmer Trunk wird das wohl kaum gewesen sein. Offizinell ist das Zythum \u00fcbrigens auch bei Plinius.<a href=\"#fnref88\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn89\"><p>Das bisher Angef\u00fchrte ist geniessbares Chametz in einer Mischung (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5 \u05d2\u05de\u05d5\u05e8 \u05e2\u05dc \u05d9\u05d3\u05d9 \u05ea\u05e2\u05e8\u05d5\u05d1\u05ea <\/span>), das Folgende ist ungeniessbares Chametz in unvermischtem Zustande (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5 \u05e0\u05d5\u05e7\u05e9\u05d4 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e0\u05d9\u05d4<\/span>).<a href=\"#fnref89\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn90\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d5\u05de\u05d0 ,\u05d6\u05d5\u05dd<\/span> ist das gr. \u03b6\u03c9\u03bc\u03cc\u03c2 Br\u00fche, nicht \u03b6\u03cd\u03bc\u03b7 Sauerteig. Die F\u00e4rberbr\u00fche ist ein Absud von Kleie in Wasser.<a href=\"#fnref90\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn91\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05de\u05d9\u05dc\u05d4<\/span>, auch <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea \u05e2\u05de\u05d9\u05dc\u05d4<\/span>, gr. \u1f04\u03bc\u03c5\u03bb\u03bf\u03c2, ist ein Kuchen aus Kraftmehl. Eigentlich ein Leckerbissen! Wie ihn jedoch die K\u00f6che bereiteten, um ihn als Topfdeckel zu benutzen, welcher den widerlichen Brodem ihrer dampfenden Kunstwerke aufsaugen sollte, war er von Anfang an ungeniessbar.<a href=\"#fnref91\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn92\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dc\u05d0<\/span> ist das gr. \u03f0\u03cc\u03bb\u03bb\u03b1 Leim. Der gew\u00f6hnliche Leim wird aus tierischen Stoffen, zumeist aus Knochen hergestellt; der Schreiberleim (Kleister) jedoch ist ein vegetabilischer, dessen Hauptbestandteil St\u00e4rkemehl ist.<a href=\"#fnref92\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn93\"><p>Diskrete Sch\u00f6nheitsmittel des weiblichen Toilettentisches, welche die Haut weise, zart und geschmeidig machen sollen. Selbstverst\u00e4ndlich ist deren Zusammensetzung f\u00fcr uns ein unnahbares R\u00e4tsel; nur so viel ist uns davon verraten worden, dass sie auch Mehl enthalten. Also ungeniessbares Chametz und auch dieses nicht in reinem, unvermischtem Zustande \u2014 und dennoch von R. E. am Pesach nicht geduldet!<a href=\"#fnref93\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn94\"><p>U. z. mit Wasser. Eier, Milch, Wein, Fruchtsaft u. dgl. erregen die G\u00e4hrung nicht.<a href=\"#fnref94\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn95\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8\u05d9\u05df<\/span>; das Intransitiv f\u00fcr das Passivum des Transitivs ist bei Verben der Bewegung nicht selten. Vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05ea \u05d7\u05d5\u05d6\u05e8\u05d9\u05df<\/span> (muss zur\u00fcckgegeben werden) Baba M. 15b Mitte, <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05d0 \u05d4\u05d3\u05e8<\/span> (kann r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden) das. 35a unten, <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05e6\u05d0\u05ea \u05d1\u05d3\u05d9\u05d9\u05e0\u05d9\u05df<\/span> (wird entrissen) das. 61b unten.<a href=\"#fnref95\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn96\"><p>Die oben namhaft gemachten Dinge, wie \u00fcberhaupt alles Chametz, welches zu einer der beiden von ihnen vertretenen Gruppen (s. Anm 6) geh\u00f6rt.<a href=\"#fnref96\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn97\"><p>Des Chametzgenusses. Geniessbares Chametz unterliegt ausserdem selbst in vermischtem Zustande dem Verbote des Chametzbesitzes sofern es den Hauptbestandteil einer homogenen oder mehr als den sechzigsten Teil einer heterogenen Mischung ausmacht.<a href=\"#fnref97\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn98\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05b8\u05bc\u05e8\u05b5\u05ea<\/span> \u2014 gek\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05b4\u05db\u05b8\u05bc\u05e8\u05b5\u05ea<\/span>; dieselbe Verst\u00fcmmelung wie in <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05b0\u05d5\u05b8\u05d9\u05b8\u05d4<\/span> (Sota IX 6) f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05b7\u05dc\u05b0\u05d5\u05b8\u05d9\u05b8\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref98\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn99\"><p>Mit Ausrottung ist lediglich der Genuss von unvermischtem und zugleich geniessbarem Chametz bedroht.<a href=\"#fnref99\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn100\"><p>Soweit es zur Ausf\u00fcllung der Ritzen dient.<a href=\"#fnref100\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn101\"><p>Ger\u00e4te sind, wie wir K. 1 Anm. 26 gesehen haben, nur f\u00fcr prim\u00e4re Infektion empf\u00e4nglich. Ist daher der Teig in der Trogspalte mit einem Herd der Unreinheit in Ber\u00fchrung gekommen, so kann er die empfangene Unreinheit nicht mehr dem Troge mitteilen; bildet er indessen einen Bestandteil des Troges, so ist dieser zugleich mit dem Teige in prim\u00e4rer \u00dcbertragung vom <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> verunreinigt worden Ein Bestandteil des Troges ist der Teig dann, wenn er dem Eigent\u00fcmer als Fuge dort willkommen ist; st\u00f6rt ihn jedoch der Anblick, und wird sein Sch\u00f6nheitssinn durch ihn beleidigt, so ist der Eindringling ein fremder K\u00f6rper in dem Troge und bildet somit f\u00fcr diesen bei der Infektion eine sch\u00fctzende Scheidewand gegen den Tr\u00e4ger der Unreinheit. Die \u00c4hnlichkeit der Beziehungen zu <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> und zu <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> besteht nun darin, dass es bei beiden auf die Quantit\u00e4t des Teiges ankommt, nur dass dieselbe hier subjectiv, dort objektiv begrenzt ist; auch ist <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05de\u05db\u05df<\/span> nach Anm. 16 gleichbedeutend mit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e7\u05d9\u05d5\u05de\u05d5<\/span>. Am Pesach aber, wo Teig vom Rauminhalt einer Olive, da er fortgeschafft werden muss, unm\u00f6glich als Bestandteil des Troges angesehen werden und der Besitzer \u00fcberdies sein \u00bbdauerndes Verbleiben\u00ab ohne eine S\u00fcnde zu begehen nicht \u00bbwollen\u00ab kann, deckt sich auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05e4\u05d9\u05d3 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> genau mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d6\u05d9\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>, und die \u00c4hnlichkeit ist eine vollst\u00e4ndige.<a href=\"#fnref101\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn102\"><p>So glaube ich am besten den Sinn von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05e4\u05d9\u05d3<\/span> wiederzugeben, einem Worte, welches so viele Nuancen hat, dass es schliesslich sogar zwei fast entgegengesetzte Bedeutungen in sich vereinigt. Es heisst n\u00e4mlich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e7\u05e4\u05d9\u05d3<\/span> sowohl missbilligen als auch Werth auf etwas legen. Die Grundbedeutung ist sich zusammenziehen (daher <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> Igel) wie sprungbereit (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e4\u05d6 ,\u05e7\u05e4\u05e5<\/span>) zum Angriff. Durch fortw\u00e4hrende Abschw\u00e4chung verblasst dieselbe immer mehr, bis sie am Ende nach mehreren Wandlungen und H\u00e4utungen in ihr Gegenteil umschl\u00e4gt. Die Reihenfolge dieser Abstufungen d\u00fcrfte folgende sein: losfahren, auffahren, aufbrausen, heftig werden, z\u00fcrnen, ungehalten sein, \u00fcbel nehmen, \u00c4rgernis nehmen, missbilligen, sich an etwas stossen, sich dar\u00fcber aufhalten, es sehr genau nehmen, Gewicht darauf legen, Werth darauf legen.<a href=\"#fnref102\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn103\"><p>Ger\u00e4te sind, wie wir K. 1 Anm. 26 gesehen haben, nur f\u00fcr prim\u00e4re Infektion empf\u00e4nglich. Ist daher der Teig in der Trogspalte mit einem Herd der Unreinheit in Ber\u00fchrung gekommen, so kann er die empfangene Unreinheit nicht mehr dem Troge mitteilen; bildet er indessen einen Bestandteil des Troges, so ist dieser zugleich mit dem Teige in prim\u00e4rer \u00dcbertragung vom <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> verunreinigt worden Ein Bestandteil des Troges ist der Teig dann, wenn er dem Eigent\u00fcmer als Fuge dort willkommen ist; st\u00f6rt ihn jedoch der Anblick, und wird sein Sch\u00f6nheitssinn durch ihn beleidigt, so ist der Eindringling ein fremder K\u00f6rper in dem Troge und bildet somit f\u00fcr diesen bei der Infektion eine sch\u00fctzende Scheidewand gegen den Tr\u00e4ger der Unreinheit. Die \u00c4hnlichkeit der Beziehungen zu <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> und zu <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> besteht nun darin, dass es bei beiden auf die Quantit\u00e4t des Teiges ankommt, nur dass dieselbe hier subjectiv, dort objektiv begrenzt ist; auch ist <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05de\u05db\u05df\/span&gt; nach Anm. 16 gleichbedeutend mit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e7\u05d9\u05d5\u05de\u05d5<\/span>. Am Pesach aber, wo Teig vom Rauminhalt einer Olive, da er fortgeschafft werden muss, unm\u00f6glich als Bestandteil des Troges angesehen werden und der Besitzer \u00fcberdies sein \u00bbdauerndes Verbleiben\u00ab ohne eine S\u00fcnde zu begehen nicht \u00bbwollen\u00ab kann, deckt sich auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05e4\u05d9\u05d3 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> genau mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d6\u05d9\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>, und die \u00c4hnlichkeit ist eine vollst\u00e4ndige.<a href=\"#fnref103\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/span><\/p><\/li>\n<li id=\"fn104\"><p>Ger\u00e4te sind, wie wir K. 1 Anm. 26 gesehen haben, nur f\u00fcr prim\u00e4re Infektion empf\u00e4nglich. Ist daher der Teig in der Trogspalte mit einem Herd der Unreinheit in Ber\u00fchrung gekommen, so kann er die empfangene Unreinheit nicht mehr dem Troge mitteilen; bildet er indessen einen Bestandteil des Troges, so ist dieser zugleich mit dem Teige in prim\u00e4rer \u00dcbertragung vom <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> verunreinigt worden Ein Bestandteil des Troges ist der Teig dann, wenn er dem Eigent\u00fcmer als Fuge dort willkommen ist; st\u00f6rt ihn jedoch der Anblick, und wird sein Sch\u00f6nheitssinn durch ihn beleidigt, so ist der Eindringling ein fremder K\u00f6rper in dem Troge und bildet somit f\u00fcr diesen bei der Infektion eine sch\u00fctzende Scheidewand gegen den Tr\u00e4ger der Unreinheit. Die \u00c4hnlichkeit der Beziehungen zu <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> und zu <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> besteht nun darin, dass es bei beiden auf die Quantit\u00e4t des Teiges ankommt, nur dass dieselbe hier subjektiv, dort objektiv begrenzt ist; auch ist <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05d5\u05ea \u05de\u05d1\u05df<\/span> nach Anm. 16 gleichbedeutend mit <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05d1\u05e7\u05d9\u05d5\u05de\u05d5<\/span>. Am Pesach aber, wo Teig vom Rauminhalt einer Olive, da er fortgeschafft werden muss, unm\u00f6glich als Bestandteil des Troges angesehen werden und der Besitzer \u00fcberdies sein \u00bbdauerndes Verbleiben\u00ab ohne eine S\u00fcnde zu begehen nicht \u00bbwollen\u00ab kann, deckt sich auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05e4\u05d9\u05d3 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> genau mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d6\u05d9\u05ea \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>, und die \u00c4hnlichkeit ist eine vollst\u00e4ndige.<a href=\"#fnref104\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn105\"><p>An welchem keine Zeichen der G\u00e4hrung (M. 5) hervortreten.<a href=\"#fnref105\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn106\"><p>D. i. ein gleichzeitig mit ihm aus derselben Getreideart in derselben Weise zubereiteter Teig.<a href=\"#fnref106\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn107\"><p>Ein interessantes Problem! Wenn der Teig w\u00e4hrend des Knetens unrein geworden, ist nat\u00fcrlich auch die Brothebe (4. B. M. 15, 20; unrein, welche sp\u00e4ter von ihm abgesondert wurde. Ereignet sich das an einem gew\u00f6hnlichen Tage, so wird sie einfach ins Ofenfeuer geworfen, denn unreine Hebe muss verbrannt werden (K. II Anm. 16); ereignet es sich an einem Feiertage, an welchem Heiliges nicht verbrannt werden darf, so l\u00e4sst man sie ruhig bis zum n\u00e4chsten Tage liegen und wirft sie dann ins Feuer. Wie aber, wenn das am 15. Nisan vorkommt? Soll man sie unges\u00e4umt verbrennen? Unm\u00f6glich! Der F\u00fcnfzehnte ist ja ein Feiertag! Soll man sie bis zum Anbruch der Nacht liegen lassen? So geht sie unfehlbar in G\u00e4hrung \u00fcber, und man darf am Pesach kein Chametz im Hause haben! Soll man sie, um die G\u00e4hrung zu verhindern, vorl\u00e4ufig backen und nach Ausgang des heiligen Tages verbrennen? Geht auch nicht! Denn man darf an einem Feiertage nur das backen, was zum Essen f\u00fcr denselben Tag bestimmt ist, unreine Hebe aber darf \u00fcberhaupt nicht gegessen werden.<a href=\"#fnref107\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn108\"><p>Das Absondern der Brothebe ist Sache der Frauen, daher das weibl. F\u00fcrwort.<a href=\"#fnref108\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn109\"><p>Das Einfachste w\u00e4re, die Hebe erst nach dem Backen abzusondern. Es ist jedoch Vorschrift, dieselbe vom Teige abzuheben. Daher schneide sie diesen in St\u00fccke, bestimme aber zun\u00e4chst noch keines derselben zur Challa! Sie darf nun den ganzen Teig backen, da ihr ja in Bezug auf jedes der St\u00fccke noch die Wahl offen steht, es f\u00fcr sich zu behalten, und ein anderes als Hebe zu weihen. Die gebackenen St\u00fccke vereinige sie in einem Korbe (vgl. Challa II 4), spreche \u00fcber eines der selben den Segen, lege es beiseite und werfe es bei Anbruch der Nacht ins Feuer!<a href=\"#fnref109\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn110\"><p>Um die G\u00e4hrung hintanzuhalten, bis es gestattet sein wird die Challa zu verbrennen.<a href=\"#fnref110\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn111\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 13, 7 und 12, 19.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref111\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn112\"><p>Diese Verbote beziehen sich nur auf unser eigenes Chametz; die Challa aber ist als gottgeweihter Gegenstand nicht unser Eigentum.<a href=\"#fnref112\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn113\"><p>Um sie dann nach Ausgang des Feiertages zu verbrennen.<a href=\"#fnref113\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn114\"><p>Vgl. 1. B. M. 43, 14 u. Ester 4, 16.<a href=\"#fnref114\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn115\"><p>Obgleich der dritte Teig liegen muss, bis der erste und der zweite gebacken sind. In so kurzer Zeit, meint er, tritt die G\u00e4hrung nicht ein.<a href=\"#fnref115\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn116\"><p>Gleichzeitig; <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d0\u05d7\u05ea<\/span> ist aus den Worten des R. G. zu erg\u00e4nzen. Die Mischna begn\u00fcgt sich in ihrem wunderbaren Lapidarstil mit der Hervorhebung des Gegensatzes. Nicht mit dem Kneten der Teige d\u00fcrfen drei Frauen zu gleicher Zeit sich besch\u00e4ftigen, wenn ihnen blo\u00df ein Ofen zur Verf\u00fcgung steht, sondern mit der Brotbereitung \u00fcberhaupt; d.&nbsp;h. die zweite darf erst dann ihren Teig zu kneten beginnen, wenn die erste den ihrigen bereits zurichtet, die dritte aber erst dann, wenn die erste schon beim Backen und die zweite beim Zurichten h\u00e4lt.<a href=\"#fnref116\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn117\"><p>Es kann daher die dritte, wenn sie geschickter ist, mit Kneten und Zurichten fertig sein, w\u00e4hrend die Zweite noch immer mit dem Zurichten besch\u00e4ftigt ist, und wenn das Holz oder der Ofen von schlechter Beschaffenheit ist, k\u00f6nnen beide noch lange warten, ehe die erste mit dem Backen zu Ende kommt. Haupts\u00e4chlich richtet sich jedoch der Einwand des R. \u2018A. gegen R. G. Allerdings ist es richtig, dass die G\u00e4hrung eine gewisse Zeit erfordert; daraus folgt indessen noch nicht, dass drei Frauen zugleich mit dem Kneten beginnen d\u00fcrfen. Es kommt hier alles auf die Geschicklichkeit und Emsigkeit der Arbeiterinnen, auf die Qualit\u00e4t des Holzes und die Beschaffenheit des Ofens an; der Erfolg h\u00e4ngt also von zu vielen Nebenumst\u00e4nden und Zuf\u00e4lligkeiten ab, die jeder Berechnung spotten, und mit denen wir gleichwohl rechnen m\u00fcssen, als dass es ratsam w\u00e4re, den Versuch zu wagen.<a href=\"#fnref117\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn118\"><p><span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05d7<\/span>, Sekund\u00e4rbildung von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e4\u05d7<\/span>; s. Tamid II 2 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d8\u05e9<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u0644\u0637\u0633<\/span> etwas mit einem flachen Gegenstande schlagen, davon <span dir=\"rtl\">\u0645\u0644\u0637\u0633<\/span> ein Hammer mit breitem Ende; daher <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d8\u05e9<\/span> h\u00e4mmern, schmieden und in weiterer Entwicklung: sch\u00e4rfen. Hier steht das Wort noch in seiner urspr\u00fcnglichen Bedeutung: mit der flachen Hand auf den Teig schlagen, frnz. escocher (vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u0644\u0637\u0645<\/span> eine Ohrfeige geben). Schon dieser Umstand l\u00e4sst auf ein hohes Alter dieser Regel schliessen. Die Best\u00e4tigung finden wir in einer Baraita (s. Babli z. St.), in welcher R. G. dieselbe als eine von den Weisen \u00fcberkommene anf\u00fchrt Die Worte des R. \u2018A. sind demnach so zu verstehen: Zwar haben wir es hier mit lauter unberechenbaren Faktoren zu tun. Das schadet indessen nichts. Es ist ja eine alte Regel, dass man den Teig, wenn er aufgehen will, mit kaltem Wasser benetzen soll! Wir haben somit, wenn die Zubereitung einmal etwas l\u00e4nger dauern sollte, ein bequemes Mittel die G\u00e4hrung zu verh\u00fcten<a href=\"#fnref118\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn119\"><p>Von Ausrottungs- und Geisselstrafe.<a href=\"#fnref119\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn120\"><p>Wenn an der Oberfl\u00e4che des Teiges sich Risse bilden, welche wie die F\u00fchler einer Heuschrecke gegen einander geneigt sind, so ist das ein Zeichen des eingetretenen G\u00e4hrungsprozesses.<a href=\"#fnref120\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn121\"><p>Zeichen der vollendeten G\u00e4hrung.<a href=\"#fnref121\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn122\"><p>Denn mit dem Auftreten der Risse hat der Prozess schon sein Ende erreicht.<a href=\"#fnref122\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn123\"><p>Des Monats Nisan<a href=\"#fnref123\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn124\"><p>Was man an Chametz besitzt, gleichviel ob Chullin (K. I Anm. 24) oder Teruma (das. Anm. 25), nat\u00fcrlich mit Ausnahme des f\u00fcr die Schabbatmahlzeiten Reservierten.<a href=\"#fnref124\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn125\"><p>Am Dreizehnten, weil etwaige \u00dcberreste am Schabbat nicht verbrannt, noch sonst vernichtet werden k\u00f6nnten.<a href=\"#fnref125\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn126\"><p>Am Vierzehnten um 11 Uhr; denn man darf nicht Teruma ohne Noth vernichten, und es ist ja immerhin m\u00f6glich, dass sie bis Schabbat 11 bzw. 10 Uhr (K. I M. 4-5) bei einigem guten Willen aufgegessen wird; ist dies trotz redlicher M\u00fche nicht gelungen, nun so werden die Reste versteckt und an den Mittelfeiertagen verbrannt. Was aber Chullin betrifft, so hat man \u00fcberhaupt keine Veranlassung \u00e4ngstlich zu sein; es werden sich f\u00fcr dasselbe Abnehmer genug finden, schlimmsten Falls schenkt man es noch in elfter Stunde einem Nichtjuden. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05e0\u05df<\/span> steht f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05e0\u05d5<\/span>, weil bei <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05dc<\/span> an die Gegens\u00e4tze <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05dc\u05d9\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d5\u05de\u05d4<\/span> zu denken ist.<a href=\"#fnref126\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn127\"><p>Die ja nur den Aharoniden und ihren Hausleuten, also einem scharf abgegrenzten und sehr eng gezogenen Kreise gestattet ist.<a href=\"#fnref127\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn128\"><p>Dessen Konsumentenkreis dagegen ein weit ausgedehnter, unbegrenzter ist.<a href=\"#fnref128\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn129\"><p>Am Vormittag des 14. Nisan.<a href=\"#fnref129\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn130\"><p>Die Teilnahme am Eheschliessungsmahle gilt ebenfalls als religi\u00f6se Pflicht.<a href=\"#fnref130\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn131\"><p>Durch die Erkl\u00e4rung: Alles Chametz meines Besitzes sei nichtig und wertlos und dem Staube gleichgeachtet. Dadurch begibt er sich seines Eigentumsrechtes auf dasselbe, und es h\u00f6rt auf, Chametz seines Besitzes zu sein. Selbstverst\u00e4ndlich n\u00fctzt ihm diese Erkl\u00e4rung nur vor Eintritt des Chametzverbotes; nachher ist ja sein Chametz eo ipso herrenloses Gut, und er kann doch nicht auf etwas verzichten, was ihm gar nicht mehr geh\u00f6rt.<a href=\"#fnref131\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn132\"><p>A. L. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d9\u05e1 \u2014 \u05de\u05df \u05d4\u05e0\u05db\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> (syr. gajsa <span dir=\"rtl\">\u0713\u0730\u071d\u0723\u0733\u0710<\/span>, arab. \u01f5aj\u015b <span dir=\"rtl\">\u062c\u064a\u0634<\/span>) ist gajis (nicht gaji\u00e2s) und im Pl. (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05d9\u05e1\u05d5\u05ea<\/span>) gej\u00e2s\u00f4t zu lesen! Vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05e9\u05d9\u05dd) \u05ea\u05d9\u05e9 ,(\u05e2\u05d9\u05e0\u05d5\u05ea) \u05e2\u05d9\u05df)<\/span>; \u01f5ajj\u00e2\u015b ist arab. das angespornt sich b\u00e4umende Ross.<a href=\"#fnref132\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn133\"><p>Selbst wenn er noch umkehren und rechtzeitig wieder zur\u00fcckkommen k\u00f6nnte.<a href=\"#fnref133\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn134\"><p>Wohin ihn kein Gebot der Pflicht ruft, keine edle Tat, kein gutes Werk, kein frommer Brauch, sondern lediglich sein eigener Wunsch. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d9\u05ea\u05d4<\/span> oder Schabbatwohnsitz (\u2018Erubin IV 7\u20148) ist der Ort, an welchem man den Schabbat oder Festtag verlebt.<a href=\"#fnref134\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn135\"><p>Auch wenn sein Reiseplan dadurch zu nichte wird.<a href=\"#fnref135\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn136\"><p>Welches nur innerhalb der Mauern der heiligen Stadt gegessen werden darf. Hat es dieselben einmal verlassen, darf es \u00fcberhaupt nicht mehr gegessen, muss vielmehr verbrannt werden.<a href=\"#fnref136\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn137\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> (Jeru. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e6\u05d5\u05e4\u05d9\u05dd<\/span>) von <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e4\u05d4<\/span> schauen; <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> ist der W\u00e4chter, die Warte <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> also, wenn es kein Ortsname ist, entweder die Zitadellen oder der H\u00f6heng\u00fcrtel, der sich um Jerusalem zieht, eine H\u00fcgelkette, von der man die ganze Stadt \u00fcberschauen kann.<a href=\"#fnref137\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn138\"><p>So hiess die Tempelburg im Norden des Heiligtums, die Baris (\u03b2\u1fb6\u03c1\u03b9\u03c2) der Septuaginta.<a href=\"#fnref138\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn139\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e8\u05db\u05d4<\/span> (Richt. 6, 26) ist derjenige Teil der obern Altarfl\u00e4che, auf welchem das Holz zum Verbrennen der Opferst\u00fccke geschichtet (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d5\u05da<\/span>) liegt, zuweilen auch die Holzschicht selbst.<a href=\"#fnref139\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn140\"><p>Das Chametz in der vorigen und das Opferfleisch in dieser Mischna.<a href=\"#fnref140\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn141\"><p>Ein halbes Ei ungef\u00e4hr (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7\u05df \u05e2\u05e8\u05d5\u05da<\/span> I 486; s. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05f4\u05d0<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05f4\u05d9<\/span> das.) Beachtenwert ist, dass im Jeruschalmi entsprechend der Umkehrung des R. Jochanan (Babli <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05db\u05d5\u05ea<\/span> 49b) R. Me\u00efr <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05d6\u05d9\u05ea<\/span> und R. Juda <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05d1\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> sagt.<a href=\"#fnref141\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn142\"><p>Es handelt sich um solche Arbeiten, welche in den Mittelfeiertagen verboten sind; s. dar\u00fcber die Einl. zu Mo\u2018ed Katan.<a href=\"#fnref142\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn143\"><p>Falls er die Absicht hat wieder zur\u00fcckzukehren.<a href=\"#fnref143\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn144\"><p>So glaube ich am zutreffendsten den Sinn von <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> an dieser Stelle wiederzugeben. Von der Ortssitte abzuweichen ist wohl gestattet, mitunter sogar geboten \u2014 die Mischna selbst hat ja soeben erst gesagt, dass man dem Heimatsbrauche, sofern er eine Erschwerung enth\u00e4lt, auch in der Fremde treu bleiben muss \u2014 man vermeide nur vorsichtig es in Aufsehen erregender oder gar herausfordernder Art zu tun, weil das leicht zu Zwist und Streitigkeiten f\u00fchren kann. Es ist daher in Orten, in denen man am Vierzehnten bis Mittag arbeitet, dem Einzelnen zu feiern gestattet, da ja in der Unt\u00e4tigkeit keine Demonstration liegt. \u00dcbrigens hat die Sentenz auch eine allgemeine Bedeutung: Man spiele sich nirgends und niemals als Sonderling auf! Daher das sonst \u00fcberfl\u00fcssige <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref144\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn145\"><p>Des Brachjahres (3 B. M. 25, 1\u20147), in welchem die Landwirtschaft ihren Schabbat feiert. Was in diesem Jahre auf \u00c4ckern und B\u00e4umen w\u00e4chst, ist herrenlos. Die Vorr\u00e4te, die man davon gesammelt, d\u00fcrfen nur so lange gegessen werden, als von derselben Pflanzengattung auf dem Felde noch vorhanden ist; nachher muss man etwaige Reste \u201efortschaffen\u201c (vernichten \u2014 Maim. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05e9\u05de\u05d8\u05d4<\/span> VII 3; s. jedoch <span dir=\"rtl\">\u05db\u05f4\u05de<\/span>).<a href=\"#fnref145\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn146\"><p>Die eingeklammerten Worte stehen nur in den Mischnaausgaben, in den Talmudausgaben finden sie sich nicht \u2014 weder im Babli noch im Jeruschalmi \u2014 auch in der Diskussion nicht, so oft der Satz auch wiederholt wird; ebenso fehlen sie in Alfasi und Ascheri. Von Beibehaltung oder Preisgabe derselben h\u00e4ngen aber die zwei entgegengesetzten Auffassungen ab, von denen die eine in dem Einwand des R. Juda eine Erschwerung, die andere eine Erleichterung sieht. \u2014 Ist n\u00e4mlich <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05dd \u05dc\u05d5<\/span> als echt verb\u00fcrgt, so will R. J. sagen, dass zum \u201eFortschaffen\u201c der Fr\u00fcchte nicht nur der verpflichtet ist, welcher sie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05db\u05dc\u05d5 \u05dc\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05dc\u05d0 \u05db\u05dc\u05d5<\/span> oder umgekehrt bringt, sondern auch derjenige, der sie aus einem Orte, wo diese Art noch auf dem Felde zu finden, nach einem Orte f\u00fchrt, wo dieselbe gleichfalls im Freien noch vorhanden sind, sofern sie inzwischen am Ursprungsorte zu Ende gegangen: Man spricht zu ihm (ironisch): Geh hole dir auch jetzt noch (wahrscheinlich ist nun auch <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05ea\u05d4<\/span> st. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05d4<\/span> zu lesen)! Mit anderen Worten: du bist nicht besser dran, als wenn du jetzt zuhause w\u00e4rest (Babli). Lassen wir <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05dd \u05dc\u05d5<\/span> fallen \u2014 und in der Tat ist dieses Einschiebsel mehr als verd\u00e4chtig \u2014 so bestreitet R. Juda, dass derjenige, welcher Fr\u00fcchte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05dc\u05d0 \u05db\u05dc\u05d5<\/span> mit sich f\u00fchrt, dieselben <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05db\u05dc\u05d5<\/span> um des lieben Friedens willen nicht essen darf. Warum denn nicht? Wer will es ihm \u00fcbel nehmen? Es h\u00e4ngt ja doch der Genuss dieser Fr\u00fcchte nicht von der Ortssitte ab, sondern von den lokalen Verh\u00e4ltnissen. Oder ist es etwa wegen <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e8\u05d9 \u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0 \u05de\u05e9\u05dd<\/span> dem Fremden verboten, sich Fr\u00fcchte vom Felde zu pfl\u00fccken, weil f\u00fcr dieselben in seiner fernen Heimat schon die Zeit der \u201eFortschaffung\u201c gekommen? Gewiss nicht! Also kann es ihm auch wegen <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e8\u05d9 \u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05dc\u05da \u05dc\u05e9\u05dd<\/span> nicht verboten sein dort, wo solche Fr\u00fcchte schon zu Ende gegangen, von seinem mitgebrachten Vorrat zu essen. Wollte ihn ein Ortsangeh\u00f6riger darob zur Rede stellen, so k\u00f6nnte er ihm einfach erwidern: Geh, hole auch du dir welche aus meiner Heimat, dort wirst du sie noch auf dem Felde finden (Jeruschalmi. \u2014 Vermutlich ist bei dieser Lesart zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d0<\/span> ein zweites <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> zu erg\u00e4nzen, wie ja auch in der Gemara, wo zwei <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> aufeinanderstossen, stets das eine weggelassen wird).<a href=\"#fnref146\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn147\"><p>S. Anm. 8.<a href=\"#fnref147\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn148\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d9\u05d9\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>, Einz. <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d9\u05d7<\/span> (Baba M. V 5, Baba B. V 3), v. <span dir=\"rtl\">\u0633\u0627\u062d<\/span> (med. <span dir=\"rtl\">\u0649<\/span>) umherschweifen; der Name <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d9\u05d7\u05d5\u05df<\/span> ist Koseform und bedeutet F\u00fcllen (s. Rosch Hasch. 3a; die Ableitung in Gesenius Handwtb. 8. Aufl. ist sehr gezwungen). Die Mehrz. ist wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> v. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> (Meg. I 1) v. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05e8<\/span> gebildet und daher Sejachim (sing. Siach) zu lesen, nicht Sajjachim, obgleich sich hie und da die Einzahl <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d9\u05d9\u05d7<\/span> findet.<a href=\"#fnref148\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn149\"><p>Wenn es erlaubt sein wird ihnen Arbeitsvieh zu verkaufen, wird wird man es ihnen euch vermieten, und sie werden es am Schabbat arbeiten lassen, wir sind aber daf\u00fcr verantwortlich, dass unser Vieh am Schabbat ruhe (2. B. M. 20, 10). Darum haben die Rabbinen verboten einem Nichtjuden Arbeitstiere zu verkaufen und dieses Verbot auch auf diejenigen ausgedehnt, welche vorl\u00e4ufig (K\u00e4lber) oder selbst dauernd (Kr\u00fcppel) zur Arbeit unf\u00e4hig sind. Einige Gegenden hatten dies Verbot noch weiter ausgedehnt, indem sie auch Schafe und Ziegen \u2014 obschon keine Arbeitstiere \u2014 in dasselbe einschlossen.<a href=\"#fnref149\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn150\"><p>Im Orient werden die Pferde meist zum Reiten, zur Arbeit fast gar nicht verwendet.<a href=\"#fnref150\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn151\"><p>Seit der Tempel in Tr\u00fcmmern liegt und das Pesachopfer, welches man gebraten essen musste (2. B. M. 12, 8-9), nicht mehr dargebracht werden kann.<a href=\"#fnref151\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn152\"><p>Vorschrift ist das Lichteranz\u00fcnden nur f\u00fcr die Schabbat- und Feiertage, an denen nachts ein Festmahl stattfindet.<a href=\"#fnref152\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn153\"><p>Dem Tage der Tempelzerst\u00f6rung, welcher ganz der Klage und der Trauer gewidmet sein soll.<a href=\"#fnref153\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn154\"><p>Und enthalte sich der Arbeit ohne R\u00fccksicht darauf, dass es als eitle Selbstgef\u00e4lligkeit, d\u00fcnkelhafte \u00dcberhebung oder gar als Anmassung ausgelegt werden k\u00f6nnte.\u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> hier in demselben Sinne, in welchem der Nif\u2018al sehr oft gebraucht wird (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> es wird betrachtet).<a href=\"#fnref154\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn155\"><p>Die Mischna kn\u00fcpft hier wieder an den ersten Satz dieses Kapitels an. Arbeitsverrichtung und Arbeitseinstellung, behaupten die \u00bbWeisen\u00ab, h\u00e4ngt am vierzehnten Nisan nicht, wie es dort heisst, vom Ortsbrauch ab, sondern von einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Schriftgelehrten in Jud\u00e4a und denen in Galil\u00e4a.<a href=\"#fnref155\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn156\"><p>Vom 13 auf den 14. Nisan.<a href=\"#fnref156\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn157\"><p>Den Galil\u00e4ern jede Arbeit in derselben.<a href=\"#fnref157\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn158\"><p>Wenn es sich bis Mittag bewerkstelligen l\u00e4sst.<a href=\"#fnref158\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn159\"><p>Selbst da, wo es Brauch ist am Vormittage nicht mehr zu arbeiten, sofern nur die Arbeit f\u00fcr das Fest notwendig ist.<a href=\"#fnref159\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn160\"><p>Bis Mittag<a href=\"#fnref160\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn161\"><p>Auch wenn sie nicht fr\u00fcher schon damit begonnen haben.<a href=\"#fnref161\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn162\"><p>Schubb\u00e2k (<span dir=\"rtl\">\u0634\u0628\u0627\u0643<\/span>) heisst im Arab. Gitterwerk, Gitterfenster. Dasselbe bedeutet das hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b2\u05e8\u05bb\u05d1\u05b8\u05bc\u05d4<\/span>, welches das Targum zu Jes. 60, 8 durch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d1\u05da<\/span> wiedergibt. Dort bezeichnet es insbesondere den Taubenschlag, desgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e6\u05d4<\/span> I 3; dass es aber gleich dem hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> ganz allgemein jeden Gitterverschlag bezeichnen kann, beweist unsere Stelle. Was die Aussprache betrifft, so liest man gew\u00f6hnlich <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05c1\u05d5\u05d1\u05b8\u05da\u05b0<\/span>. Entsprechend der arab. Form ist vielleicht <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b9\u05bb\u05d1\u05b8\u05bc\u05da\u05b0<\/span> zu lesen (f\u00fcr arab. Schin steht in der Regel im Hebr. Sin, so auch hier <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05d4<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05d9\u05dd<\/span>); s. jedoch Sota 42b unten (vgl. auch \u2018Erubin IX Anm. 22).<a href=\"#fnref162\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn163\"><p>Von den Eiern, \u00fcber denen sie schon einige Zeit gebr\u00fctet.<a href=\"#fnref163\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn164\"><p>Innerhalb dreier Tage.<a href=\"#fnref164\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn165\"><p>Den Unrat aus dem Stall hinausschaffen.<a href=\"#fnref165\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn166\"><p>Nat\u00fcrlich nur an den unheiligen Tagen desselben, aber weder am Schabbat noch am Feiertage.<a href=\"#fnref166\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn167\"><p>Der Begriff <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> umfasst Ger\u00e4te, Kleidungsst\u00fccke, Schmucksachen, M\u00f6bel, Werkzeug, Kleiderstoffe u. s. w., mit einem Worte alles, was wir im Gegensatze zu den Verbrauchsartikeln als Gebrauchsgegenst\u00e4nde bezeichnen.<a href=\"#fnref167\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn168\"><p>Gegen die Vorschrift.<a href=\"#fnref168\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn169\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05dc<\/span> ist der arab. <span dir=\"rtl\">\u062f\u0642\u0644<\/span>) und aram. (<span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05dc\u05d0<\/span> <span dir=\"rtl\">\u0715\u0736\u0729\u0720\u0733\u0710<\/span>) Name der Palme, hebr. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05e8<\/span>. Um eine reichere Dattelernte zu erzielen, wendet man die k\u00fcnstliche Befruchtung an, indem man St\u00fccke des m\u00e4nnlichen Bl\u00fctenkolbens, wenn der Bl\u00fctenstaub zur Reife gekommen, in die ge\u00f6ffnete Scheide der weiblichen Bl\u00fcthe zw\u00e4ngt.<a href=\"#fnref169\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn170\"><p>Des vierzehnten Nisan, wenn derselbe, was wohl unter normalen Verh\u00e4ltnissen meist der Fall war, mit dem f\u00fcr diese Arbeit angezeigten Datum zusammenfiel, dessen Verabs\u00e4umung f\u00fcr die \u00bbPalmenstadt\u00ab ebenso betr\u00e4chtlichen wie unwiederbringlichen Schaden im Gefolge h\u00e4tte.<a href=\"#fnref170\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn171\"><p>So bezeichnet man den mit diesem Worte beginnenden Abschnitt 5. B. M. 6, 4\u2013 9 und im weitern Sinne auch noch die Abschnitte 5. B. M. 11, 13\u201421 und 4. B. M. 15, 37\u201441. Dieselben m\u00fcssen t\u00e4glich zweimal \u2014 morgens und abends \u2014 bed\u00e4chtig und achtsam gelesen werden. In den Synagogen wurden sie in kurze S\u00e4tzchen zerlegt, in deren Vortrag sich Vorbeter und Gemeinde alternierend teilten. Entweder fiel diese jedesmal, wenn jener seinen Satz beendet hatte, sofort mit dem n\u00e4chsten Satze ein, oder sie wiederholte zun\u00e4chst die von jenem vorgesprochene Versh\u00e4lfte, um dann gemeinsam mit ihm den zweiten Halbvers zu rezitieren (Tosefta Sota VI, Jeru. das. V 5, Babli das. 30 b, Mechilta, Jalkut u. Tanchuma zu Ex. 15,1). In Jericho nun wurde nicht abgesetzt (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d4\u05d9\u05d5 \u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05e7\u05d9\u05df<\/span>), sondern das Ganze \u00e4hnlich wie bei uns in einem Zuge heruntergesagt. An sich w\u00e4re das noch nicht so arg; es wurden aber infolge dessen die einzelnen Satzteile nicht scharf genug gegen einander abgegrenzt, ja sie haspelten das Schma\u2018 mit solcher \u00dcberst\u00fcrzung ab, dass sie z. B. ganz sinnwidrig <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05e2\u05dc \u05dc\u05d1\u05d1\u05da<\/span> sagten, obgleich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5\u05dd<\/span> zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d5\u05da<\/span> geh\u00f6rt und nicht zu <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05dc\u05d1\u05d1\u05da<\/span>. Es liegt in der Wahl des Ausdrucks zugleich eine scherzhafte Anspielung auf das Unw\u00fcrdige eines solchen Vortrags. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05da<\/span> bedeutet n\u00e4mlich nicht nur winden, umwickeln, zusammenbinden, sondern auch essen, speisen, eine Mahlzeit halten, tafeln. Es ist in diesem Sinne die Abk\u00fcrzung von <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05da \u05e8\u05e4\u05ea\u05d0<\/span> Brot umwickeln, einer Redensart, welche freilich ihrerseits wieder der Erkl\u00e4rung bedarf. Levy (chald. Wrtrb. \u00fc d.&nbsp;Targumim I 386 b) glaubt diesen Sprachgebrauch dadurch entstanden, \u00bbdass man, um eine Mahlzeit ohne H\u00e4ndewaschen abhalten zu d\u00fcrfen, sich die H\u00e4nde mit einer Serviette umwickelte, und dass man der Halacha, dass dieses gestattet sei, durch diesen Sprachgebrauch Nachdruck verschaffen wollte\u00ab. Eine merkw\u00fcrdige Begr\u00fcndung das! Als ob jemals die Gelehrten den Sprachgebrauch gemacht h\u00e4tten! Und davon abgesehen, wie ist das alles so gezwungen und gewunden, so gesucht und weithergeholt, da doch das Richtige so nahe liegt! Man braucht nur an das bekannte <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d4 \u05db\u05d5\u05e8\u05da (\u05e4\u05e1\u05d7) \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8 \u05d5\u05d0\u05d5\u05db\u05dc \u05d1\u05d9\u05d7\u05d3<\/span> zu denken, und man err\u00e4t sofort, worin sich <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05da \u05e8\u05e4\u05ea\u05d0<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05db\u05dc \u05e8\u05e4\u05ea\u05d0<\/span> unterscheidet. Dieses bedeutet Brot essen, jenes aber Brot mit anderen Speisen verbinden, es zusammen mit seinen Beilagen geniessen. Dieselben bestanden in Fleisch, Gem\u00fcse und Mehlspeisen, vorzugsweise in R\u00fcben, deren Name <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05ea<\/span> (syr. <span dir=\"rtl\">\u0720\u0730\u0726\u072c\u0733\u0710<\/span> lafta u. lefta, arab. <span dir=\"rtl\">\u0646\u063a\u062a <\/span> lift) zugleich eine allgemeine Bezeichnung f\u00fcr Zukost wurde; man bildete sogar ein Verb <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05ea<\/span> und verstand unter <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05ea \u05d0\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span> (eig. das Brod mit R\u00fcben belegen) Brod nebst Zukost essen. Daher sagt (Ber. 44b) Raba zu seinem Diener: Wenn du R\u00fcben auf dem Markt siehst, frage mich erst gar nicht: <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05db\u05e8\u05db\u05ea \u05e8\u05e4\u05ea\u05d0<\/span>, was willst du heute speisen. Diese Stelle gibt den erw\u00fcnschten Aufschluss \u00fcber die Entstehung des seltsamen Sprachgebrauchs; hier ist es klar, dass <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05da \u05e8\u05e4\u05ea\u05d0<\/span> \u00e4hnlich wie <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05ea \u05d0\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span> eigentlich das Brot belegen heisst. Und da man daf\u00fcr auch schlechthin <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05da<\/span> sagte, so denkt man bei <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e8\u05db\u05d9\u05df \u05d0\u05ea \u05e9\u05de\u05e2<\/span> (Gegensatz <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05e8\u05e1\u05d9\u05df<\/span>; Meg. IV 5-6) nicht allein an ein Verknoten des Schma\u2018, sondern unwillk\u00fcrlich auch an ein Verschlucken desselben. Wir suchten diesen Doppelsinn durch das Wort verschlingen in unserer \u00dcbersetzung wiederzugeben. Merkw\u00fcrdig ist, dass auch das hebr. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05e2<\/span> diesen Doppelsinn hat, nur dass er hier ebenso wie im Deutschen auf zwei verschiedene Wurzeln zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Schlingen = schlucken ist ahd. slintan, mhd. slinden (davon noch heute Schlund) und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05e2<\/span> in derselben Bedeutung von der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2<\/span> (davon <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5\u05e2<\/span> Schlund); in der Bedeutung verwirren dagegen ist <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05e2<\/span> (vgl. Jes. 28, 7 u. Ps. 55, 10) mit <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05dc<\/span> von derselben Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc<\/span> und schlingen ahd. wie mhd. slingen.<a href=\"#fnref171\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn172\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d3\u05e9\u05d9\u05df<\/span>, Denom. von <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05d9\u05e9<\/span>, Garben \u00fcbereinander schichten.<a href=\"#fnref172\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn173\"><p>Am 16. Nisan wurde ein \u2018Omer (drei Zehntel eines <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d4<\/span>, ungef\u00e4hr 2,5 Liter; \u2018Erubin VII Anm. 49) der neuen Gerste als Opfer dargebracht. Derselbe wird 3. B. M. 23, 10 <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d9\u05ea \u05e7\u05e6\u05d9\u05e8<\/span>, der Beginn der Ernte genannt; vorher durfte daher in Gegenden, deren Gerste sich zum Erstlingsopfer eignete, nicht gem\u00e4ht werden. Jericho geh\u00f6rt nun allerdings zu diesen Orten nicht; dennoch h\u00e4tten sie vor dem \u2018Omer die Garben wenigstens nicht schichten sollen, denn es konnte das ohne Schaden auch sp\u00e4ter geschehen.<a href=\"#fnref173\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn174\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc \u05d7\u05e8\u05d5\u05d1 \u05d5\u05e9\u05dc \u05e9\u05e7\u05de\u05d4<\/span> f\u00fcgt eine im Babli angef\u00fchrte Baraita hinzu. In der Tosefta fehlt aber dieser Zusatz. Die Worte sind also vermutlich eine Glosse zu dem unbekannten <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05de\u05d6\u05d9\u05d5\u05ea<\/span>. Im Arab. ist Dschummaiz <span dir=\"rtl\">\u062c\u0645\u064a\u0632<\/span> der \u00e4gyptische Feigenbaum (hebr. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e7\u05de\u05d4<\/span>, ficus sycomorus), Char\u00fbb (neuhbr. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05d1<\/span>) der Karobenbaum, dessen Fr\u00fcchte ebenfalls unter dem Namen \u00bb\u00e4gyptische Feigen\u00ab auf den griechischen Markt kamen. In Jericho fielen diese B\u00e4ume, deren Holz sehr kostbar, deren Frucht dagegen kaum geniessbar ist, sehr h\u00e4ufig ruchlosen H\u00e4nden zum Opfer, welche die wertvollen St\u00e4mme f\u00e4llten und widerrechtlich sich aneigneten. Um diesem Vandalismus zu steuern, schenkten sie ihre Besitzer dem Heiligtume, als dessen Eigentum sie unantastbar waren. Das hinderte jedoch deren Nachkommen nicht, die Fr\u00fcchte (s. Jeruschalmi) als ihr Eigentum zu betrachten; sie behaupteten, ihre V\u00e4ter h\u00e4tten ausschliesslich die St\u00e4mme dem Heiligtum gewidmet, um sie dadurch gegen Raub und Diebstahl zu feien, nicht aber die fast wertlosen Fr\u00fcchte. Es ist jedoch selbst der Nachtrieb geweihter B\u00e4ume verboten.<a href=\"#fnref174\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn175\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05e8<\/span> (bibl. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05dc<\/span>, vgl. 5. B. M. 28,40; aram. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05ea\u05e8<\/span>) wird vom Abfallen der Fr\u00fcchte gebraucht. Das Hauptw. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05b5\u05e9\u05b6\u05c1\u05e8<\/span>, welches sonst die abgefallenen Fr\u00fcchte oder Bl\u00e4tter bezeichnet, scheint hier, da es nicht <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d9\u05df<\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d7\u05ea<\/span> heisst, auf die B\u00e4ume \u00fcbertragen, die ihre Fr\u00fcchte abwerfen. Darauf deutet auch der PI. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> (vgl. Sukka I 3; \u2018Aruch liest jedoch auch hier <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05d9\u05e8\u05d4<\/span>). Fr\u00fcchte, die man am Schabbat unter einem Baume abgefallen findet, soll man am selben Tage nicht essen; denn es k\u00f6nnten welche darunter sein, die erst am heiligen Tage abgefallen und daher bis zu dessen Ausgang verboten sind.<a href=\"#fnref175\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn176\"><p>Pea ist die Feldecke, deren Ertrag der Grundherr nach 3. B. M. 19, 9\u201410 den Armen preisgeben muss. Dieselbe ist frei vom Zehent und den \u00fcbrigen Abgaben. Von Gem\u00fcsefeldern braucht man die Ecke nicht stehen zu lassen. Die Grundbesitzer von Jericho aber taten es dennoch. Darin l\u00e4ge freilich noch kein Unrecht. Dadurch aber, dass sie es ausnahmslos taten, konnte sich leicht der Irrtum festsetzen, dass auch diese Pea gleich der pflichtm\u00e4ssigen von allen Abgaben befreit w\u00e4re, ein Irrtum, der dazu f\u00fchren musste, dass die Armen Tebel (\u2018Erubin III Anm. 18) assen. Ihre menschenfreundliche Absicht konnten die Herren auf andere, minder bedenkliche Weise verwirklichen.<a href=\"#fnref176\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn177\"><p>An jedem Tage wurden im Tempel zwei Opfer dargebracht, das eine morgens, das andere nachmittags. 4. B. M. 28, 1\u20148. An Schabbat-, Neumonds- und Festtagen wurde zwischen diesen beiden noch ein drittes Opfer dargebracht (daselbst 9\u201431 und Kap. 29), welches Musaf genannt wird. Im Gegensatze zu diesem heisst jedes der zwei t\u00e4glichen Opfer <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d9\u05d3<\/span>. Hier ist vom Nachmittagsopfer die Rede, welches zwar schon in der zweiten H\u00e4lfte der ersten Nachmittagsstunde in Angriff genommen werden konnte, in der Regel aber wegen der freiwilligen Opfer, die vorher erledigt sein mussten, und deren es t\u00e4glich eine bald gr\u00f6ssere, bald kleinere Anzahl gab, um zwei Stunden verschoben wurde. Die nun folgenden Zeitangaben sind Nachmittagsstunden. Um die unserm Sprachgebrauche entsprechenden Zahlen zu erhalten, m\u00fcssen wir hier jedesmal 6 abziehen; denn in der Mischna beginnt die Reihe der Stunden nicht mit Mittag und Mitternacht, sondern mit Sonnenauf- und Sonnenuntergang (s. d.&nbsp;Einl. S. 167).<a href=\"#fnref177\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn178\"><p>Auf das Altarfeuer gelegt. \u2014 Auch hier steht das Intransitivum (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e7\u05e8\u05d1<\/span>) f\u00fcr das Passiv des transitiven T\u00e4tigkeitswortes; vgl. K III Anm 1.<a href=\"#fnref178\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn179\"><p>Damit nachher noch hinreichend Zeit bleibe, um die grosse Zahl der Pesachopfer zu erledigen.<a href=\"#fnref179\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn180\"><p>Obgleich am Schabbat freiwillige Opfer (s. Anm. 1) nicht dargebracht werden durften, wurde das <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d9\u05d3<\/span> dennoch, um keine unn\u00f6tigen Ausnahmen zu bilden, am Vorabend des Pesach um eine und sonst um zwei Stunden verschoben.<a href=\"#fnref180\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn181\"><p>Wenn der 14. Nisan, an welchem das Pesachlamm nachmittags vor Sonnenuntergang geopfert werden muss (2. B. M. 12, 6; 5.B. M. 16, 6), auf einen andern Tag f\u00e4llt, so kann dasselbe auch nach Sonnenuntergang noch gebraten werden, da ja die Zubereitung der Speisen am Feiertage gestattet ist (2. B. M. 12, 16); f\u00e4llt er aber auf einen Freitag, so ist es notwendig, dass die Opferung eine Stunde fr\u00fcher als sonst beginne, damit bis zum Sonnenuntergang, mit welchem des Schabbats wegen jede Werkt\u00e4tigkeit, selbst die Speisebereitung eingestellt werden muss, noch hinl\u00e4nglich Zeit bleibe, das Pesachlamm zu braten.<a href=\"#fnref181\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn182\"><p>Vier Opferhandlungen sind es, welche ganz mit dem Gedanken an Zweck und Bestimmung des Opfers (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>), sowie ferner an die Person des Darbringers (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05dd \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>) ausgef\u00fchrt werden sollen: 1. Die <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05d4<\/span> (Schlachten durch den Halsschnitt), 2. der <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05d5\u05dc<\/span> (Auffangen des aus der Schnittwunde str\u00f6menden Blutes in einem dazu bestimmten Gef\u00e4sse; daher <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05dc<\/span> schlechthin, auch ohne Hinzuf\u00fcgung von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d3\u05dd<\/span>, das Blut auffangen), 3. der <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05dc\u05d5\u05da<\/span> (mit dem Blute zum Altar sich begeben; davon <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05dc\u05da<\/span> das Blut hintragen und nicht, wie man erwarten sollte, <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05dc\u05d9\u05da<\/span>), 4 die <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> (Sprengen des Blutes auf dem Altar). Eine Bestimmungs\u00e4nderung oder eine Personenverwechslung-k\u00f6nnen beim Pesachopfer im Gegensatz zu den meisten anderen Opfern gar Untauglichkeit herbeif\u00fchren. Wenn z. B. der Priester, oder wer sonst das Opfer schlachtet, bei dieser heiligen Handlung die Erkl\u00e4rung abgibt, er schlachte es zum Friedensopfer, oder wenn er als Person, f\u00fcr die er es schlachtet, einen Namen nennt, der einem Andern als dem Eigent\u00fcmer des Opfertieres angeh\u00f6rt, so ist das Opfer untauglich, vorausgesetzt dass er nicht etwa in gutem Glauben so handelte, in welchem Falle das Opfer tauglich w\u00e4re. Dasselbe gilt von den drei \u00fcbrigen Opferhandlungen zwar nicht hinsichtlich der Personenverwechslung (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05dd \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>) \u2014 diese ist nur bei der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05d4<\/span> von beeintr\u00e4chtigendem Einfluss \u2014 wohl aber hinsichtlich der Bestimmungs\u00e4nderung (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>). Wenn auch das Schlachtendes Opfertieres ganz mit dem Gedanken an seine Bestimmung zum Pesachopfer f\u00fcr die beteiligten Personen, also <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05dd \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> vollzogen wurde, es hat aber der Priester den <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d1\u05d5\u05dc<\/span>, den <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05dc\u05d5\u05da<\/span> und die <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> durchweg <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>, oder nur teilweise <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>, im \u00fcbrigen aber <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>, oder auch nur zum Teil <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> sonst jedoch <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> verrichtet, so ist das Opfer dennoch untauglich. Nach dieser, wie es scheint, ebenso einfachen als zutreffenden Auffassung k\u00f6nnte die Mischna zwar das, was sie sagen will, viel k\u00fcrzer ausdr\u00fccken (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05e9\u05d7\u05d8\u05d5 \u05d0\u05d5 \u05e7\u05d1\u05dc \u05d0\u05d5 \u05d4\u05d9\u05dc\u05da \u05d0\u05d5 \u05d6\u05e8\u05e7 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span>); sie bewegt sich aber daf\u00fcr in einer sehr ansprechenden Klimax: Nicht allein bei der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05d4<\/span>, wo ja <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05dd \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> ebenfalls <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span> ist, beeintr\u00e4chtigt eine Bestimmungs\u00e4nderung die G\u00fcltigkeit, sondern auch bei den \u00fcbrigen Opferhandlungen, und nicht nur wenn diese samt und sonders oder doch wenigstens ihrer Mehrzahl nach <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> ausgef\u00fchrt wurden, sondern selbst dann, wenn es nur bei einer einzigen unter ihnen der Fall war, die \u00fcbrigen aber gleich der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05d4<\/span> des Opfertieres ganz mit dem Gedanken an dessen wahre, von den Eigent\u00fcmern ihm gewordene Bestimmung verrichtet wurden. Obgleich diese rhetorische Form (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d6\u05d5 \u05d0\u05e3 \u05d6\u05d5<\/span>) in der Mischna sehr beliebt ist, zieht es die Gemara doch vor unserer Stelle eine Erkl\u00e4rung zu geben, durch welche die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5 \u05d5\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5 \u05d0\u05d5 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5 \u05d5\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> sachlich begr\u00fcndet erscheinen. Sie bezieht dieselben auch auf <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05d8\u05d5<\/span> im ersten Satze und findet in ihnen eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass das Pesachopfer selbst dann ung\u00fcltig ist, wenn in einer der vier Opferhandlungen, gleichviel welcher, die Gegens\u00e4tze <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> einander kreuzen, sei es dass der Opfernde beim Schlachten z. B. gesagt hat, \u201eich schlachte dieses Lamm zum Pesach- und zum Friedensopfer, bezw zum Friedens- und zum Pesachopfer\u201c, sei es dass er erkl\u00e4rt hat: \u201eich schlachte es zum Pesachopfer, um dann sein Blut als Friedensopfer zu sprengen\u201c, obgleich er diese Absicht nicht ausf\u00fchrte, tats\u00e4chlich vielmehr die <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> seinerzeit <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> vornahm. Eine St\u00fctze findet diese Auffassung in der folgenden Mischna, in welcher sich die entsprechenden Gegens\u00e4tze <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05d5 \u05d5\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> ebenfalls auf eine und dieselbe Opferhandlung beziehen.<a href=\"#fnref182\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn183\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M K. 3. \u2014 Selbstverst\u00e4ndlich ist <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span> nur beispielsweise angef\u00fchrt. Dass grade das Friedensopfer als Beispiel gew\u00e4hlt wurde, erkl\u00e4rt sich aus der Halacha, laut welcher nach dem Vierzehnten die zu Pesachopfern bestimmten Tiere als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span> zu gelten haben. Gleichwohl ist ein Pesachopfer, welches a m Vierzehnten zum Friedensopfer geschlachtet worden, als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> geopfert zu betrachten.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref183\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn184\"><p>Obgleich die sp\u00e4tere Erkl\u00e4rung als Widerruf aufgefasst werden k\u00f6nnte, durch welchen die fr\u00fchere aufgehoben wird, ist doch das Opfer, bei welchem auch nur eine der vier Verrichtungen <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> ausgef\u00fchrt wurde, ebenso ung\u00fcltig als dasjenige, bei welchem sie <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> vorgenommen wurde,<a href=\"#fnref184\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn185\"><p>F\u00fcr schw\u00e4chliche Personen, die vom Opferfleische nicht einmal das vorgeschriebene \u00d6lbeervolumen verzehren k\u00f6nnen, f\u00fcr Kranke, Greise u. dgl.<a href=\"#fnref185\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn186\"><p>Die Zahl der Teilnehmer musste f\u00fcr jedes Pesachopfer vor dem Schlachten bereits feststehen (K. VIII M. 3). Entsprechend dem Schriftausdruck 2. B. M. 12, 4 heissen die Teilhaber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d5\u05d9\u05d9\u05d5<\/span> die Zugez\u00e4hlten, Zugerechneten.<a href=\"#fnref186\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn187\"><p>Welche vom Pesachopfer nicht essen d\u00fcrfen (das. 48).<a href=\"#fnref187\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn188\"><p>Ein Unreiner (K. I Anm 26) darf \u00fcberhaupt kein Opferfleisch geniessen.<a href=\"#fnref188\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn189\"><p>Weil die Opferung <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05dd \u05d1\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> geschah (Anm. 6); denn Personen, die nicht in der Lage sind davon zu essen, kommen als Eigenth\u00fcmer nicht in Betracht.<a href=\"#fnref189\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn190\"><p>Bei der <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05d4<\/span> indessen ist diese Kombination von beeintr\u00e4chtigender Wirkung auf die G\u00fcltigkeit des Pesachopfers.<a href=\"#fnref190\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn191\"><p><span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05de\u05d5 \u05d5\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> sind Gegens\u00e4tze, die einander ausschliessen , es kann doch ein Opfer unm\u00f6glich <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span> zugleich sein, darum ist\u2019s <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05d5 \u05d5\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05d9\u05d5 ;\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc<\/span> dagegen sind Gegens\u00e4tze, die sehr wohl nebeneinander bestehen k\u00f6nnen, es kann ja ein Opfer zugleich f\u00fcr Gesunde und Kranke, f\u00fcr Zugez\u00e4hlte und Nichtzugerechnete bestimmt sein, darum ist\u2019s <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e9\u05e8<\/span>.<a href=\"#fnref191\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn192\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 12, 6.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref192\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn193\"><p>Zwischen der \u03b4\u03b5\u03af\u03bb\u03b7 \u03c0\u03c1\u03c9\u0390\u03b7 (Herodot VIII 9) und der \u03b4\u03b5\u03af\u03bb\u03b7 \u1f40\u03c8\u03af\u03b7 (das. 6), dem Fr\u00fchabend, welcher nach der Kulmination eintritt, und dem Sp\u00e4tabend, welcher mit Sonnenuntergang beginnt.<a href=\"#fnref193\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn194\"><p>In der Regel aber soll es erst nach dem st\u00e4ndigen Nachmittagsopfer geschlachtet werden (M. 1); denn auch bei diesem heisst es <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> (4. B. M. 28, 4), beim Pesachopfer aber ausserdem noch gegen Sonnenuntergang (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d1\u05d5\u05d0 \u05d4\u05e9\u05de\u05e9<\/span>) 5. B. M. 16, 6.<a href=\"#fnref194\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn195\"><p>Damit es nicht gerinne, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d9\u05e1<\/span> ist das Targum zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05d7<\/span> (3. B. M. 21, 20) und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d5\u05da<\/span> (das. 22, 24) zerdr\u00fcckt, zerrieben, davon <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e1\u05df<\/span> Kleie. Vgl. im Arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u0631\u0634<\/span> in Wasser zerweichen und zerr\u00fchren, <span dir=\"rtl\">\u0645\u0631\u0633<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0645\u0631\u062b<\/span> dasselbe, <span dir=\"rtl\">\u0645\u0631\u0635<\/span>heftig dr\u00fccken. Das Wort scheint ein Sekund\u00e4rstamm von <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e1\u05e1<\/span> zu sein, welches gleich <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e6\u05e5<\/span> (arab. <span dir=\"rtl\">\u0631\u0636<\/span>), zerschlagen, zertr\u00fcmmern, aber auch gleich <span dir=\"rtl\">\u0631\u0634<\/span>benetzen heisst (davon <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e1\u05d9\u05e1\u05d9\u05dd<\/span> Tr\u00fcmmer und Thautropfen). Beide Bedeutungen vereinigen sich in unserm <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05e8<\/span>: zerr\u00fchren und fl\u00fcssig erhalten.<a href=\"#fnref195\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn196\"><p>Das Blut des Pesachopfers.<a href=\"#fnref196\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn197\"><p>Vor dem Blute des st\u00e4ndigen Opfers.<a href=\"#fnref197\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn198\"><p>W\u00e4hrend man selbst oder der das Blut sprengende Priester oder einer der Teilhaber Chametz in seinem Besitze hat.<a href=\"#fnref198\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn199\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 34, 25. \u2014 \u00dcber den substantivierten Imperativ s. Frubin X Anm. 30.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref199\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn200\"><p>am Nachmittag des 14. Nissan<a href=\"#fnref200\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn201\"><p>Ein Pesachopfer, <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> geschlachtet, ist nach M. 2 kein Opfer, folglich ist derjenige straffrei, der es bei Chametz geschlachtet.<a href=\"#fnref201\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn202\"><p>Denn die Tora verbietet f\u00fcr den Nachmittag des Vierzehnten nur das Schlachten des Pesachopfers, solange einer der Beteiligten noch Chametz in seinem Gebiete hat. F\u00fcr die Dauer des Festes dagegen verbietet sie unter dieser Voraussetzung die Darbringung eines jeden Opfers; es macht sich daher derjenige strafbar, der am Pesachfeste irgend ein Opfer bei Chametz schlachtet, sofern es nur giltig ist (vgl. vor. Anm.), ein Grundsatz, welcher im Folgenden n\u00e4her beleuchtet wird. Durch die \u00dcbertretung des in Rede stehenden Verbotes wird das Opfer in keinem Falle ung\u00fcltig; vielmehr stehen Strafbarkeit und G\u00fcltigkeit in einer gewissen Wechselbeziehung: Ist der Opfernde strafbar, so ist das Opfer giltig; ist dagegen das Opfer ung\u00fcltig, so ist der Opfernde straffrei.<a href=\"#fnref202\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn203\"><p>Es war zum Pesachopfer bestimmt, wurde aber am Vierzehnten nicht dargebracht, weil der Eigent\u00fcmer mittlerweile unrein geworden. Dieser hat nun die Wahl, es entweder f\u00fcr die zweite Pesachfeier am 14. Ijar (IX, 1) zur\u00fcckzustellen oder unter Aufhebung seiner fr\u00fchern Bestimmung als Friedensopfer darzubringen<a href=\"#fnref203\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn204\"><p>Denn ein f\u00fcr seine Bestimmung noch geeignetes Pesachopfer, welches zur Unzeit als solches geschlachtet wird, ist ung\u00fcltig (vgl. M. 3).<a href=\"#fnref204\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn205\"><p>Wurde es n\u00e4mlich als Friedensopfer geschlachtet, so ist es nach Anm. 27 giltig; wurde es aber nicht als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span> geschlachtet, sondern unter irgend einem andern Namen, durch welchen seine fr\u00fchere Bestimmung aufgehoben wurde, so ist es gem\u00e4ss der in Anm. 7 erw\u00e4hnten Halacha h\u00f6chstens als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05d5<\/span> dargebrachtes Friedensopfer zu betrachten, und ein solches ist, wie aus dem Folgenden ersichtlich, ebenfalls giltig.<a href=\"#fnref205\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn206\"><p>Pesach- und S\u00fcndopfer sind die einzigen unter den Schlachtopfern (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05ea \u05d7\u05d5\u05d8\u05d0<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05ea \u05e1\u05d5\u05d8\u05d4<\/span> sind Mehlopfer), deren Giltigkeit durch die Bestimmungs\u00e4nderung beeintr\u00e4chtigt wird; alle \u00fcbrigen sind, auch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e9\u05de\u05df<\/span> geopfert, f\u00fcr die ihnen vom Eigenth\u00fcmer gewordene Bestimmung tauglich.<a href=\"#fnref206\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn207\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea<\/span> ist dem Anscheine nach von <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05ea<\/span> zerschlagen (3. B. M. 22, 24), zersplittern (4. B. M. 14, 45) abgeleitet, also = Abteilung, Partei. Vielleicht ist es jedoch aus <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05ea<\/span> (syr. <span dir=\"rtl\">\u071f\u0722\u0733\u072c\u0733\u0710<\/span>) contrahiert wie <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 ,\u05db\u05e0\u05ea<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05e3<\/span> u. v. a.; <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> (syr. <span dir=\"rtl\">\u071f\u0722\u0730\u0718\u0733\u072c\u0733\u0710<\/span>) sind Amtsbr\u00fcder, Berufsgenossen u. dgl., \u00fcberhaupt Personen, welche irgend ein <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05d5\u05d9<\/span>, ein gemeinsamer Titel oder Beiname von Anderen unterscheidet, daher <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea<\/span> = Genossenschaft, Sekte und allgemein Gruppe. Die Ableitung aus dem lat. coetus ist wohl kaum ernst zu nehmen.<a href=\"#fnref207\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn208\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 12, 6.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref208\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn209\"><p>Alles koordinierte Begriffe von genau demselben Umfang. Ihr Genitivverh\u00e4ltnis ist daher nur ein formelles, kein eigentliches. Wozu also sonst die H\u00e4ufung von Ausdr\u00fccken, von denen drei nicht mehr sagen als einer? \u2014 Es folgt nun eine Schilderung, welche in ihrer erhabenen Einfachheit einen so tiefen Eindruck auf das empf\u00e4ngliche Herz macht, dass wir es nicht \u00fcber uns gewinnen k\u00f6nnen, die schwungvolle Darstellung durch unsere n\u00fcchternen Anmerkungen zu unterbrechen. So notwendig auch hie und da ein erl\u00e4uterndes Wort scheinen mochte, wir haben es gern unterdr\u00fcckt, um durch keinen Zwischenruf den unnennbaren Zauber zu zerst\u00f6ren, der vor unserm sehnsuchtsfeuchten Blicke Bilder einer sch\u00f6nen, l\u00e4ngstentschwundenen Vergangenheit zu lebensvoller Gestaltung sich verdichten l\u00e4sst. Uns ist von jenen herrlichen, unvergesslichen Tagen nichts \u00fcbrig geblieben als wehmutsvolle Erinnerung, f\u00fcr uns ist etwas in jener Schilderung, was uns m\u00e4chtig ergreift und schlummernde Saiten unseres Herzens in wundersamen Schwingungen erzittern macht.<a href=\"#fnref209\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn210\"><p>Das Hallel, welches die Leviten w\u00e4hrend der heiligen Handlung sangen, besteht aus den Psalmen 113\u2014118; <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d4\u05d1\u05ea\u05d9 \u05db\u05d9 \u05d9\u05e9\u05de\u05e2<\/span> ist der 116. Psalm.<a href=\"#fnref210\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn211\"><p>Statt <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b6\u05c1\u05e2\u05b7\u05de\u05b8\u05bc\u05d4\u05bc<\/span> kann man auch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b6\u05c1\u05e2\u05b7\u05de\u05b8\u05bc\u05d4\u05bc<\/span> lesen.<a href=\"#fnref211\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn212\"><p>Ein Wasserarm ging durch die Halle, welcher bei seinem Austritt durch eine Stauvorrichtung abgesperrt wurde, so oft der mit Marmor ausgelegte Fussboden vom Blute gereinigt werden sollte. Das in seinem Abfluss gehemmte Wasser staute sich, trat aus seinen Ufern und \u00fcberflutete die Halle. Dann wurde das Wehr wieder ge\u00f6ffnet, und alles Blut von dem ausstr\u00f6menden Wasser hinweggesp\u00fclt. Dasselbe Verfahren beobachteten die Priester auch am Schabbat, nur dass es die Schriftgelehrten da nicht billigten.<a href=\"#fnref212\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn213\"><p>Auf dem Marmor des Fussbodens war das Blut der Tausende von Opfern durcheinandermengt. Von diesem Blute nahm der Priester jedesmal nach Beendigung der Opferfeier einen Becher voll und goss es gegen den Altargrund, damit auch denjenigen Opfern die <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05e8\u05d9\u05e7\u05ea<\/span> nicht fehle, deren Blut etwa bei der sich \u00fcberst\u00fcrzenden Hast zu Boden gegossen wurde, mit welcher die in Reihen aufgestellten Priester einander die vollen Opferschalen reichten, um sie wieder gegen die leeren umzutauschen.<a href=\"#fnref213\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn214\"><p>Zum Zwecke der Abh\u00e4utung wurden die Tiere an den Sehnen ihrer Hinterbeine mit dem Kopfe nach unten aufgeh\u00e4ngt.<a href=\"#fnref214\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn215\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e0\u05e7\u05dc\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> entweder = \u1f04\u03b3\u03f0\u03c5\u03c1\u03b1\u03b9 oder wahrscheinlicher noch = unculi, Pl. eines vielleicht nur der Volkssprache angeh\u00f6renden Dimin. von uncus.<a href=\"#fnref215\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn216\"><p>an welchem man nach seiner Meinung die St\u00e4be nicht in die Hand nehmen durfte.<a href=\"#fnref216\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn217\"><p>So konnten beide gleichzeitig abh\u00e4uten, indem jeder seine rechte Schulter als St\u00fctzpunkt f\u00fcr die Linke des andern darbot, mit der freien Hand aber seinem Opfertiere das Fell abzog.<a href=\"#fnref217\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn218\"><p>Die Laut\u00e4hnlichkeit zwischen unserm <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> und dem griechischen \u03bc\u03b1\u03b3\u03af\u03c2 ist verf\u00fchrerisch. Sie ist indes nicht gr\u00f6sser als die zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2<\/span> und \u03bc\u03af\u03c3\u03b3\u03c9, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05da<\/span> und misco, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05ea\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> und Mysterien. Abgesehen davon, dass \u03bc\u03b1\u03b3\u03af\u03c2 (von \u03bc\u03ac\u03c3\u03c3\u03c9 Kneten) nicht Sch\u00fcssel, sondern Backtrog bedeutet, weist schon die Doppelform <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1\u05d0<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1\u05ea\u05d0<\/span>, die sich in den Targumim findet, auf echt semitische Abstammung hin. Dazu kommt, dass im Talmud (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05e9\u05d9\u05e8\u05d9\u05df<\/span> V 11; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d9\u05dc\u05d4<\/span> 17 a) auch ein Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> vorkommt. W\u00e4re dieses ein Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span>, so m\u00fcsste es <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> lauten; und hielt man <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> irrt\u00fcmlich f\u00fcr ein hebr. Nomen vom Stamme <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e1<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e1\u05e1<\/span>, so w\u00fcrde sich <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> als Denominativ auch nur dann rechtfertigen, wenn in dem Verbum die Bedeutung des Nomens klar hervortr\u00e4te. Aber <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> heisst umr\u00fchren und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> ist nicht etwa ein Quirl, sondern wie gesagt eine Sch\u00fcssel. Das Verb ist gleichbedeutend mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e1<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9<\/span>, deren Grundbedeutung schlagen ist. \u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e1<\/span> s. Anm. 19; zu <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9<\/span> vgl. <span dir=\"rtl\">\u0628\u062e\u062a<\/span>schlagen. [In der Bedeutung suchen dagegen h\u00e4ngt <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9<\/span> mit <span dir=\"rtl\">\u0628\u062d\u062b<\/span>(forschen, untersuchen, eig. scheiden, sondern; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05e7<\/span>) zusammen, welches wieder mit<span dir=\"rtl\">\u0628\u062d\u062a<\/span>(rein, unvermischt) verwandt ist und mithin einen Sinn hat, weicher dem von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9<\/span> umr\u00fchren fast entgegensetzt ist.] Dass <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> dieselbe Grundbedeutung hat, zeigt das arab. <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634<\/span>, welches zun\u00e4chst schlagen, pr\u00fcgeln und, in den Formen <span dir=\"rtl\"> \u062c\u0627\u064f\u0634, \u062c\u0634\u0627\u064f<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u062c\u0627\u0634<\/span> auf Gem\u00fctsersch\u00fctterungen \u00fcbertragen, auch von Furcht oder Angst ergriffen, aufgeregt, verwirrt sein bedeutet (daher <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e1\u05e1<\/span> von der Todesangst des Sterbenden); in weiterer Entwickelung ist <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634<\/span> zerschlagen, zerst\u00fcckeln (daher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1\u05d0<\/span> in den Targumim = <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05d5\u05e1\u05d4<\/span> Brocken, s. Jon. 4. B. M. 11, 6, Ps. 123, 2 und Ez. 13, 19 Textwort <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05e4\u05ea\u05d5\u05ea\u05d9<\/span>), insbesondere = <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634\u0628<\/span> mahlen u. z. mit dem aus <span dir=\"rtl\">\u062c\u0633<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e9\u05e9<\/span> her\u00fcberspielenden Nebenbegriff des Greifbaren, Massiven und Groben (daher <span dir=\"rtl\">\u062c\u0634\u064a\u0634<\/span> grob gemahlenes Korn, <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e1<\/span> dick und grob im Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7<\/span> fein und zart, <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e1\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d5\u05d7<\/span> aufgeblasenes, hochfahrendes Wesen, <span dir=\"rtl\">\u0713\u0723\u0733\u0710<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05e1\u05e1\u05d0<\/span> das Dickbein, der Oberschenkel und <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d9\u05e1\u05d0<\/span> \u00fcbertragen wie <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05e3 ,\u05d9\u05d3<\/span> und haupts\u00e4chlich <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e8\u05da<\/span> auch Seite). Demnach bedeuten <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9 ,\u05de\u05e8\u05e1<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> eig. eine Fl\u00fcssigkeit oder einen Brei mit dem L\u00f6ffel oder einem dazu bestimmten K\u00fcchenger\u00e4t (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d7\u05e9\u05d0<\/span> Pesachim 111b) schlagen und dadurch umr\u00fchren; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d2\u05d9\u05e1<\/span> ist die Sch\u00fcssel, in welcher die Speisen einger\u00fchrt werden. Vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d1\u05ea<\/span> Pfanne (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> heissen im Talmud die t\u00e4glichen nach Lev. 6, 14 auf flacher Pfanne in \u00d6l einger\u00fchrten Mehlopfer des Hohenpriesters) und <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d7\u05d5\u05d9<\/span> Sch\u00fcssel von <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05d4<\/span> schlagen; s. auch \u2018Erubin V Anm. 31. Die Formen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b0\u05d2\u05b4\u05e1\u05b0\u05ea\u05b8\u05bc\u05d0 ,\u05de\u05b0\u05d2\u05b4\u05e1\u05b8\u05bc\u05d0 ,\u05de\u05b8\u05d2\u05b5\u05e1<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0721\u0730\u0713\u0723\u0733\u0710<\/span> (magsa) sind aus <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e1\u05e1<\/span> nach der Analogie von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b0\u05d2\u05b4\u05e0\u05b8\u05bc\u05d4 ,\u05de\u05b8\u05d2\u05b5\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0721\u0713\u0730\u0722\u0733\u0710<\/span> (magna) aus <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05df<\/span> gebildet.<a href=\"#fnref218\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn219\"><p>durch den Priester.<a href=\"#fnref219\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn220\"><p>wenn der Vierzehnte auf einen Schabbat fiel, so dass man die Opferl\u00e4mmer vor Anbruch der Nacht nicht nach Hause schaffen durfte (\u2018Erubin Einl. Abs. 1).<a href=\"#fnref220\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn221\"><p>So hiess der 10 Ellen breite Raum um die Tempelmauer; s. Middot II 3.<a href=\"#fnref221\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn222\"><p>Es sind Verrichtungen, die sonst am Schabbat verboten, beim Pesachopfer jedoch, auch wenn der 14. Nisan auf Schabbat f\u00e4llt, gestattet sind.<a href=\"#fnref222\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn223\"><p>\u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05d7\u05d5\u05d9<\/span> s. Erubin V Anm. 31.<a href=\"#fnref223\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn224\"><p>Weil es damit keine Eile hat; das Abschaben der Eingeweide darf dagegen nicht bis Eintritt der Dunkelheit verschoben werden, wenn dieselben nicht verstinken sollen. Mit dem Verbrennen der Fettst\u00fccke k\u00f6nnte man zwar bis Schabbatausgang warten; es ist dies aber eine Opferhandlung, und daher mit R\u00fccksicht darauf, dass die Tora das Pesachopfer hinsichtlich der Kollision seiner Darbringung mit dem Schabbatgesetz genau den Schabbatopfern gleichgestellt hat, hier wie dort gestattet.<a href=\"#fnref224\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn225\"><p>zum Tempel. Da man L\u00e4mmer auf den Schultern zu tragen pflegte, ist hier der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05db\u05d9\u05d1<\/span> (rittlings tragen, von <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05db\u05d1<\/span> reiten) gew\u00e4hlt.<a href=\"#fnref225\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn226\"><p>\u2018Erubin Einl. Abs. 4. Als Stammwort von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> vermute ich ein Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> (arab. <span dir=\"rtl\">\u062d\u0627\u0645<\/span> umkreisen) welches uns noch in dem Nomen <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05d4<\/span> Mauer (wie <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05de\u05d4<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> gebildet) erhalten geblieben ist. Daher kann <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d5\u05dd<\/span> sowohl die Grenze wie das Gebiet bezeichnen, wie ja auch unser Kreis bald die Kreislinie, bald die Kreisfl\u00e4che bedeutet. Das <span dir=\"rtl\">\u05ea<\/span> ist pr\u00e4formativ (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d4\u05d5\u05dd<\/span> v. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05dd<\/span> tosen, brausen), und wenn wir ein Verbum <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05dd<\/span>, syr. <span dir=\"rtl\">\u072c\u0730\u071a\u0736\u0721<\/span> in der Bedeutung umgrenzen finden, so ist dieses als Denominativ zu erkl\u00e4ren nach der Analogie der Sekund\u00e4rbildungen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05dd ,\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc<\/span> u. v. a.<a href=\"#fnref226\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn227\"><p>Blattern an Opfertieren sind ein Makel, der ihre Altarf\u00e4higkeit suspendiert (3. B. M. 22, 22). Waren es trockene Blattern, die sich leicht absch\u00e4lten, so wurden sie selbst am Schabbat im Heiligtume abgekneipt (\u2018Erubin X 13); hier aber ist von feuchten die Rede. S. \u00fcbrigens das. Anm. 78.<a href=\"#fnref227\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn228\"><p>Denn alles dies konnte schon am Freitag besorgt werden.<a href=\"#fnref228\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn229\"><p>Die notwendigen Vorbereitungen zur Erf\u00fcllung eines Gebotes, das den Schabbat verdr\u00e4ngt, verdr\u00e4ngen ihn auch ihrerseits nach seiner Meinung, und w\u00e4ren sie auch vor Eintritt desselben ausf\u00fchrbar gewesen, und w\u00e4ren die entgegenstehenden Verbote auch biblischen Ursprungs. Vgl. Schabbat XIX 1.<a href=\"#fnref229\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn230\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05df<\/span> = Richterspruch Urteil; in der Logik = Folgerung, Schluss.<a href=\"#fnref230\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn231\"><p>Neununddreissig Verrichtungen, darunter auch das Schlachten, sind Schabbat VII 2 als Stammt\u00e4tigkeiten (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea \u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05ea<\/span>) aufgez\u00e4hlt, deren jede ein Gattungsname ist f\u00fcr eine bald gr\u00f6ssere, bald kleinere Anzahl \u00e4hnlicher oder verwandter Verrichtungen, welche deshalb Zweigt\u00e4tigkeiten (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05dc\u05d3\u05d5\u05ea<\/span>) heissen. Sie alle und nur sie fallen unter den Begriff \u201eWerkt\u00e4tigkeit\u201c; sie alle und nur sie sind unter diesem Namen (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d4<\/span>) am Schabbat von der Tora verboten. Die Bibel stellt aber neben das Verbot der Werkt\u00e4tigkeit auch noch das Gebot der Schabbatruhe. Nun kann man sehr wohl aller verbotenen Verrichtungen sich enthalten, ohne den heiligen Tag in vollkommener Ruhe nach dem Willen des Gesetzes zu feiern. Darum haben die Rabbinen, eingedenk ihres Berufes, als H\u00fcter des Gotteswortes seinen Sinn zu ergr\u00fcnden und seine Absichten zur Geltung zu bringen, alle diejenigen T\u00e4tigkeiten, welche, ohne unter den Begriff der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05d0\u05db\u05d4<\/span> zu fallen, dem der Schabbatruhe widerstreben, sorgf\u00e4ltig ermittelt und dieselben, gest\u00fctzt auf das Ruhegebot, unter seinem Namen (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05e9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span>) untersagt. Zu ihnen geh\u00f6rt u. a. die \u00dcberschreitung der Schabbatgrenze. Im weitern Sinne umfasst diese Benennung das ganze Schabbatgesetz, soweit es rabbinischen Ursprungs ist, also auch die Vorbeugungsmassregeln, welche einem Zaune gleich die g\u00f6ttliche Satzung umgeben, um dieselbe gegen fahrl\u00e4ssige \u00dcbertretung und Verletzung zu sch\u00fctzen. Hierher geh\u00f6rt sowohl das Verbot, eine feuchte Blatter am Schabbat mit den Fingern\u00e4geln abzukneipen (die Schrift untersagt nur das Abschneiden einer solchen mittels Werkzeugs), als auch das Verbot, am Schabbat die Pesachl\u00e4mmer in die Opferhalle zu tragen, welches auf biblischer Grundlage eine Berechtigung h\u00e4tte, wenn die heilige Stadt nicht von Mauern umschlossen, mithin <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> (\u2018Erubin IX 14) gewesen w\u00e4re, nun aber die Strassen Jerusalems <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3<\/span> waren (das. Einl. Abs. 1), lediglich auf dem Mangel eines von den Rabbinen angeordneten Schittuf (das. Abs. 3); also auf rabbinischer Grundlage fusste. [Nach Raschi z. St.&nbsp;handelt es sich um <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> (vgl. Tosafot 66a <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05ea\u05d5\u05d7\u05d1<\/span>), und dennoch ist das Verbot mit R\u00fccksicht auf <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9 \u05e0\u05d5\u05e9\u05d0 \u05d0\u05ea \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span> nur rabbinisch begr\u00fcndet. Diese Erkl\u00e4rung beruht auf Babli \u2018Erubin 105a; allein die Halacha, welche diesen Grundsatz nicht auf alle Lebewesen ausdehnt, sondern auf Menschen beschr\u00e4nkt, n\u00f6tigt zu der auch sonst sich best\u00e4tigenden Annahme, dass Jerusalem keine <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05e9\u05d5\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> war, wodurch jeder Widerspruch und jede Schwierigkeit beseitigt ist.] \u2014 Wenn nun, so folgert R. Eli\u2018ezer die Satzungen des Pesachopfers stark genug sind, ein sich ihnen entgegenstellendes Bibelgesetz, wie es das Schlachtverbot ist, zu verdr\u00e4ngen, wie sollten ihnen jene drei rabbinischen Schabbatverbote Stand halten k\u00f6nnen!<a href=\"#fnref231\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn232\"><p>Auch am Feiertage ist ja das Schlachten eines Tieres gestattet, w\u00e4hrend es verboten ist, ein solches von jenseits der Schabbatgrenze herbeizuschaffen.<a href=\"#fnref232\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn233\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05d9\u05d4<\/span> ist vermutlich eine \u00dcbersetzung des gr. \u03b4\u03b5\u1fd6\u03b3\u03bc\u03b1 und des lat. demonstratio, also eine Abk\u00fcrzung von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05b7\u05e8\u05b0\u05d0\u05b8\u05d9\u05b8\u05d4<\/span>; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05ea<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5\u05d9\u05d4<\/span> K. III Anm. 14.<a href=\"#fnref233\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn234\"><p>Am Feiertage Fleisch zu essen, ist unserem Belieben \u00fcberlassen; am Vierzehnten ein Pesachopfer darzubringen, ist heilige Pflicht.<a href=\"#fnref234\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn235\"><p>Mit dem Sprengwasser (4. B. M. 19, 9), durch welches sich jeder durch eine menschliche Leiche Verunreinigte am dritten und am siebenten Tage seiner Unreinheit \u201eents\u00fcndigen\u201c musste, um am achten seine Reinheit wiederzuerlangen (das. 11\u201412).<a href=\"#fnref235\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn236\"><p>Wenn der siebente Tag seiner Unreinheit auf den 13. Nissan oder einen fr\u00fchem Zeitpunkt fiel, so war es seine Pflicht, sich der Besprengung zu unterziehen, damit er am Vierzehnten wieder rein sei und das Pesachopfer darbringen k\u00f6nne.<a href=\"#fnref236\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn237\"><p>Am Schabbat ist die Besprengung auf Grund einer rabbinischen Verordnung nicht statthaft.<a href=\"#fnref237\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn238\"><p>Sie ist sogar am 13. Nissan, sofern dieser auf einen Schabbat f\u00e4llt, nickt zul\u00e4ssig, obgleich es der siebente Tag seiner Unreinheit ist, so dass er vor Eintritt des Schabbat sich gar nicht \u201eents\u00fcndigen\u201c konnte, und daher ohne sein Verschulden lediglich durch ein rabbinisches Schabbatverbot an der Bereitung des Pesachopfers verhindert wird.<a href=\"#fnref238\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn239\"><p>Oder: \u201edarum handelt sich\u2019s ja eben\u201c! Was du als entscheidend anf\u00fchrst, ist selber noch unentschieden; gerade dieser Punkt ist Gegenstand der Kontroverse.<a href=\"#fnref239\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn240\"><p>dem also ein Bibelverbot entgegensteht.<a href=\"#fnref240\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn241\"><p>also nur mit einem rabbinischen Verbote kollidiert.<a href=\"#fnref241\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn242\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 9, 3.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref242\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn243\"><p>Zeige mir einen Schriftvers, welcher f\u00fcr das Hintragen des Pesachlammes nach der Opferhalle einen bestimmten Tag festsetzt, wie es der angef\u00fchrte Vers f\u00fcr das Schlachten tut! Diese Verrichtung kann unm\u00f6glich vor dem Vierzehnten ausgef\u00fchrt werden, selbst wenn er auf einen Schabbat f\u00e4llt, wohl aber k\u00f6nnen es die Verrichtungen, um welche sich zun\u00e4chst der Streit dreht. Die Besprengung, welche sp\u00e4ter in die Kontroverse gezogen wurde, ist allerdings insofern an eine bestimmte Zeit gebunden, als sie wohl nach dem siebenten Tage der Unreinheit, aber nicht vorher stattfinden kann; doch steht diese Verrichtung nicht in unmittelbarer Beziehung zum Pesachopfer, und kann daher aus diesem Grunde wieder den Schabbat nicht verdr\u00e4ngen.<a href=\"#fnref243\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn244\"><p>Hat man daher die n\u00f6thigen Vorbereitungen am Freitag zu treffen verabs\u00e4umt, so ist man am Schabbat das Pesachopfer darzubringen verhindert und auf die zweite Pesachfeier (K IX M. 1) angewiesen.<a href=\"#fnref244\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn245\"><p>Nicht zu verwechseln mit dem Festopfer, von welchem Chagiga I 2-6 die Rede ist, und welches an einem der sieben Festtage, wom\u00f6glich am ersten, dargebracht werden muss! Hier handelt es sich um ein dem eigenen Ermessen anheimgegebenes Opfer, welches vor dem Feste dargebracht wurde und in der Pesachnacht den Hunger der Tischgenossen zu stillen bestimmt war, damit sie sich nachher am Fleische des Pesachopfers leichter s\u00e4ttigen k\u00f6nnten.<a href=\"#fnref245\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn246\"><p>das Pesachopfer.<a href=\"#fnref246\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn247\"><p>bei so grosser Zahl der Tischgenossen, dass das Pesachlamm nicht hinreicht.<a href=\"#fnref247\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn248\"><p>Wiederum das Intransitiv eines Verbums der Bewegung (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0<\/span>) an Stelle des Transitivs in leidender Form! K. III, Anm. 1.<a href=\"#fnref248\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn249\"><p>wenn der Tischgenossen so wenig sind, dass schon das Pesachlamm allein vollauf gen\u00fcgt sie alle zu s\u00e4ttigen.<a href=\"#fnref249\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn250\"><p>Wenn der gr\u00f6ssere Teil des Volkes oder die Priesterschaft am 14. Nisan unrein ist, wird das Pesachopter dennoch an diesem Tage dargebracht (K. VII M. 6). \u2014 Auffallend ist die Umkehrung der Reihenfolge. Oben heisst es <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d4\u05e8\u05d4 \u05d5\u05d1\u05de\u05d5\u05e2\u05d8<\/span>, hier dagegen in der Antithese <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05e8\u05d5\u05d1\u05d4 \u05d5\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>. Es scheint in beiden S\u00e4tzen das minder H\u00e4ufige dem H\u00e4ufigern den Vortritt einger\u00e4umt zu haben. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d4\u05e8\u05d4<\/span> ist die Regel, die Unzul\u00e4nglichkeit des Pesachlammes aber eine Ausnahme von der Regel. Umgekehrt kam es wohl h\u00e4ufig vor, dass ein ganzes Lamm f\u00fcr die Familie zu viel war (2 B. M. 12, 4); dass dagegen ein Pesachopfer <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> dargebracht wurde, war ein \u00e4usserst seltener Fall.<a href=\"#fnref250\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn251\"><p>Wiederum das Intransitiv eines Verbums der Bewegung (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0<\/span>) an Stelle des Transitivs in leidender Form! K. III, Anm. 1.<a href=\"#fnref251\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn252\"><p>w\u00e4hrend der beiden Tage des 14. und des 15. Nissan und in der dazwischen liegenden Nacht; das Pesachopfer dagegen darf nur in dieser Nacht gegessen und nur von Kleinvieh m\u00e4nnlichen Geschlechts genommen werden,<a href=\"#fnref252\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn253\"><p>Zum bessern Verst\u00e4ndnis dieser Stelle sei hier eine kurze Vorbemerkung gestattet: Zu einem S\u00fcndopfer (3. B. M. 4, 27\u201435) ist verpflichtet, wer ohne im Augenblicke der Tat sich der S\u00fcndhaftigkeit seiner Handlung bewusst zu werden, ein Bibelverbot \u00fcbertritt, dessen mutwillige Verletzung mit Ausrottung oder Todesstrafe bedroht ist; entschuldigt sich aber das Versehen, der Fehlgriff, die \u00dcbereilung durch seinen frommen Eifer in einer nicht ganz erfolglosen Bet\u00e4tigung seiner Pflicht, so ist die Frage, ob ein S\u00fcndopfer erforderlich, ein Gegenstand des Streites zwischen R. Eli\u2018ezer, der sie bejaht, und R. Josua, der sie verneint. Diese prinzipielle und bei ihrer weitreichenden Bedeutung auf die verschiedensten Gebiete hin\u00fcbergreifende Streitfrage wird hier zwischen den beiden Gegnern an einem sehr lehrreichen Beispiele ausgefochten, von welchem dieselbe eine vortreffliche Beleuchtung empf\u00e4ngt. Auf die Schabbatentweihung ist Todesstrafe gesetzt. Die Darbringung des Pesachopfers ist jedoch am Nachmittage des Vierzehnten, auch wenn er auf einen Schabbat f\u00e4llt, nicht allein gestattet, sondern Pflicht. Andere Privatopfer d\u00fcrfen am Schabbat nicht geschlachtet werden. Hat nun jemand, der am Schabbat 14. Nisan nachmittags im Begriffe ist sein Pesachopfer darzubringen, infolge einer Verwechslung oder in der irrigen Annahme, es k\u00f6nnten hierzu auch einem andern Zwecke bereits geweihte Tiere anstandslos verwendet werden (s. Jeruschalmi), ein B\u00f6cklein als Pesachopfer geschlachtet, welches zu einem andern Opfer bestimmt war, so muss er nach R. Eli\u2018ezer seinen Fehlgriff durch ein S\u00fcndopfer s\u00fchnen, weil er seine Absicht, ein Pesachopfer darzubringen, durch eigene Schuld vereitelt hat, in der Opferung eines Tieres aber, welches am Schabbat nicht dargebracht werden darf, trotz der G\u00fcltigkeit des Opfers nun einmal eine Entweihung des heiligen Tages liegt; nach R. Josua dagegen bedarf es dieser S\u00fchne nicht, da er in der Aus\u00fcbung eines Gebotes, welches die entgegenstehenden Schabbatverbote ausser Kraft setzt, die Heiligkeit des Tages nur durch eine \u00dcbereilung verletzt hat, welche man seinem \u00fcberm\u00e4ssigen Eifer zu gute halten kann, zumal die G\u00fcltigkeit des Opfers weder durch die Schabbatentweihung noch durch die Bestimmungs\u00e4nderung in Frage gestellt wird (K. V, Anm. 30), die Darbringung eines solchen aber, wenn sie auch den Schabbat nicht verdr\u00e4ngt, als vollendete Tatsache immerhin etwas Verdienstliches ist, so dass die Opferhandlung, wenn sie auch ihren eigentlichen Zweck verfehlte, doch nicht ganz erfolglos war. War es ein S\u00fcndopfer, das er aus Versehen als Pesachopfer geschlachtet, so ist das Opfer freilich ganz und gar untauglich (ebend.) und es w\u00fcrde ihm daher selbst R. Josua wegen der unn\u00fctzen Schabbatentweihung eine S\u00fchne auferlegen; dasselbe ist aber ohnehin bereits durch die Bedingung <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05e8\u05d0\u05d5\u05d9\u05d9\u05df \u05d4\u05df <\/span> aus der Reihe \u201ealler \u00fcbrigen Opfer\u201c ausgeschlossen, denn zum S\u00fcndopfer kann nur Kleinvieh weiblichen, zum Pesachopfer nur Kleinvieh m\u00e4nnlichen Geschlechts verwendet werden. \u2014 Bisher war die Rede von einer \u00dcbereilung bei Opfertieren, welche auch zum Pesachopfer sich eignen und daher leicht mit ihm verwechselt werden k\u00f6nnen. Hat er aber am Schabbat ein Mutterschaf, eine Ziege oder gar ein Kalb, die zu einem andern Opfer bestimmt waren, aus Unachtsamkeit oder aus Unwissenheit als Pesachopfer geschlachtet, so muss er, da diese Tiere schon von Natur f\u00fcr den angestrebten Zweck nicht geeignet sind, der Fehlgriff also nur durch eine an Leichtsinn streifende, nicht zu entschuldigende Fahrl\u00e4ssigkeit m\u00f6glich war, selbst nach R. J. ein S\u00fcndopfer darbringen. Desgleichen wenn er zur angegebenen Zeit einem Pesachopfer w\u00e4hrend des Schlachtens eine andere Bestimmung gegeben in dem Glauben, es w\u00e4re kein Schabbat, oder in der irrigen Annahme, man d\u00fcrfe ein Pesachlamm auch mit ver\u00e4nderter Bestimmung am Schabbat opfern. Hier ist das Versehen noch viel unverzeihlicher als in dem zuletzt er\u00f6rterten Falle. Denn hier handelt es sich nicht mehr um eine blosse Fahrl\u00e4ssigkeit, hier liegt in der mutwilligen Bestimmungs\u00e4nderung, auch wenn ihm deren beeintr\u00e4chtigende Wirkung nicht bekannt war, auf alle F\u00e4lle ein str\u00e4flicher Leichtsinn, der unstreitig an sich schon eine S\u00fchne heischt, und nun kommt noch als sehr gravierendes Moment hinzu, dass das unter Entweihung des Schabbats geschlachtete Opfer infolge der Bestimmungs\u00e4nderung hier ganz untauglich ist (K. V, M. 2), die Opferhandlung also v\u00f6llig erfolglos war, so dass die Schabbatsch\u00e4ndung durch nichts aufgewogen, durch nichts gemildert wird. Ist jedoch die Bestimmungs\u00e4nderung keine mutwillige, war er vielmehr in dem Irrtum befangen, das von ihm geschlachtete Tier solle nicht als Pesachopfer, sondern grade dem Zwecke dienen, f\u00fcr den er es geopfert, hat er gar nur sich versprochen oder die Begriffe verwechselt, so wird er selbst von R. E. freigesprochen, weil eine in gutem Glauben oder irrt\u00fcmlich ver\u00fcbte Bestimmungs\u00e4nderung auf die G\u00fcltigkeit des Pesachopfers ohne Einfluss ist, eine Schabbatentweihung somit gar nicht stattgefunden hat.<a href=\"#fnref253\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn254\"><p>am Schabbat zu schlachten.<a href=\"#fnref254\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn255\"><p>am Schabbat zu schlachten.<a href=\"#fnref255\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn256\"><p>indem man es zu einem Opfer schlachtete, welches am Schabbat darzubringen untersagt ist.<a href=\"#fnref256\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn257\"><p>indem man sie als Pesach schlachtete, dessen Opferung die entgegenstehenden Schabbatverbote aufhebt.<a href=\"#fnref257\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn258\"><p>Wer aus Versehen am Schabbat nach Erledigung des Tamid oder des Musaf (K. V Anm. 1) unter jenem bez. diesem Namen ein anderes Opfer schlachtet, muss die unvors\u00e4tzliche Schabbatentweihung nach der \u00fcbereinstimmenden Ansicht des R. E. und des R. J. durch ein S\u00fcndopfer s\u00fchnen; nur R. Me\u00efr ist am Ende unserer Mischna anderer Meinung.<a href=\"#fnref258\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn259\"><p>Die Zahl der an jedem Tage darzubringenden Gemeindeopfer ist genau vorgeschrieben (4. B. M. K. 28 u. 29), sie beschr\u00e4nkt sich auf einige wenige und ist daher leicht zu \u00fcberschauen; nirgends aber steht geschrieben, wieviel Pesachopfer darzubringen sind, ihre Menge ist eine unbegrenzte, sie richtet sich nach der Bev\u00f6lkerungsziffer und z\u00e4hlt nach un\u00fcbersehbaren Tausenden (Jeruschalmi). Darum ist es ein sehr verzeihlicher Irrtum, wenn jemand am Nachmittage des 14. Nisan, selbst nachdem s\u00e4mmtliche Opfer einer Gruppe bereits dargebracht sind, in der Eile auch noch ein f\u00fcr eine andere Bestimmung geweihtes Opfertier, welches er da stehen sieht und f\u00fcr ein Pesachopfer h\u00e4lt, als solches schlachtet, sofern es von Natur dazu geeignet ist; dagegen ist es eine unverzeihliche Fahrl\u00e4ssigkeit, wenn jemand ein beliebiges Opfertier, nachdem die vorgeschriebene Zahl der Gemeindeopfer bereits dargebracht ist, noch als solches schlachtet. Hat er sich aber w\u00e4hrend der Opferung vergriffen, und statt des zum Gemeindeopfer bestimmten ein f\u00fcr einen andern Zweck geweihtes Opfertier am Schabbat geschlachtet, so ist er nach R. J. in der Tat einer S\u00fchne enthoben. [Ganz allgemein sagt Maimonides <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05f4\u05d1 \u05de\u05d4\u05dc\u05f3 \u05e9\u05d2\u05d2\u05d5\u05ea \u05d4\u05dc\u05f3 \u05d9\u05f4\u05d2<\/span>: Wer am Schabbat mehr Opfer schlachtet, als f\u00fcr den Tag vorgeschrieben, ist wegen der \u00fcberz\u00e4hligen zu einem S\u00fcndopfer verpflichtet. Da er nicht von Opfertieren spricht, welche urspr\u00fcnglich zu einem andern Zwecke bestimmt waren, so k\u00f6nnen unter den \u201e\u00dcberz\u00e4hligen\u201c nat\u00fcrlich nur diejenigen verstanden werden, welche er nach Erledigung der festgesetzten Zahl noch geschlachtet hat. In <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05f3<\/span> dagegen, wo von zwei am Schabbat beschnittenen Kindern die Rede ist, von denen nur eines an diesem Tage beschnitten werden durfte, ist das Versehen nur dann erkl\u00e4rlich, wenn der am Freitag oder Sonntag geborene Knabe zuerst beschnitten wurde und nach ihm erst, als man den Irrtum erkannte, das zweite am Schabbat geborene Kind; darum entscheidet Maim. daselbst, dass ein S\u00fcndopfer nicht erforderlich ist. Was dem Verf. von <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05dd \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span> hier schwierig und widerspruchsvoll erschien, habe ich nach alledem nicht zu ergr\u00fcnden vermocht. Auch was <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05e8\u05e9\u05f4\u05d0<\/span> in Tosafot z. St <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05f4\u05d4 \u05e9\u05e7\u05d3\u05dd \u05d5\u05de\u05dc<\/span> Anfechtbares findet, ist auf den ersten Blick nicht recht klar. Die Tosafot meinen, es w\u00e4re nicht n\u00f6tig anzunehmen, dass der am Schabbat geborene Knabe schon am Freitag beschnitten wurde, es gen\u00fcgte zur Erkl\u00e4rung der Baraita, wenn im ersten Falle der am Schabbat geborene, im zweiten der am Freitag bezw. am Sonntag geborene zuerst, jeder derselben aber am Schabbat selbst beschnitten wurde. Vermutlich mochte sich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4\u05e8\u05e9\u05f4\u05d0<\/span> mit dieser auf der Oberfl\u00e4che liegenden Auflassung darum nicht befreunden, weil dann nach der in Rede stehenden Ansicht des R. Me\u00efr auch im ersten Falle, <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05d0\u05d9\u05dc \u05d5\u05e0\u05ea\u05e0\u05d4 \u05e9\u05d1\u05ea \u05dc\u05d3\u05d7\u05d5\u05ea \u05d0\u05e6\u05dc\u05d5<\/span>, ein S\u00fcndopfer ebensowenig am Platze w\u00e4re wie bei der irrt\u00fcmlichen Darbringung eines \u00fcberz\u00e4hligen Gemeindeopfers; s. Anm. 35].<a href=\"#fnref259\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn260\"><p>S. Anm. 35.<a href=\"#fnref260\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn261\"><p>das Pesachopfer.<a href=\"#fnref261\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn262\"><p>K. V Anm. 9.<a href=\"#fnref262\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn263\"><p>das. 10.<a href=\"#fnref263\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn264\"><p>das. 11.<a href=\"#fnref264\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn265\"><p>das. 12.<a href=\"#fnref265\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn266\"><p>ein S\u00fcndopfer darzubringen, falls der 14. Nisan ein Schabbat war, an welchem er dieses nach K. V M. 3 untaugliche Pesach in dem Wahne geschlachtet hat, es w\u00e4re kein Schabbat oder das Schlachten w\u00e4re am Schabbat \u00fcberhaupt nicht verboten, oder das Opfer w\u00e4re trotz des begangenen Verstosses tauglich; vgl. Anm. 31 g. E. (\u00bbdesgleichen \u2014 wird\u00ab).<a href=\"#fnref266\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn267\"><p>weil das Pesach in diesem Falle nach K. V M. 3 tauglich ist.<a href=\"#fnref267\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn268\"><p>mit einem jener \u00e4usserlich erkennbaren Leibesfehler behaftet, die nach 3. B. M. 22, 17\u201425 ein Thier zur Opferung untauglich machen.<a href=\"#fnref268\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn269\"><p>die unvors\u00e4tzliche Schabbatentweihung durch ein S\u00fcndopfer zu s\u00fchnen; denn er h\u00e4tte bei Anwendung der erforderlichen Achtsamkeit die Untauglichkeit des Opfertieres noch vor dem Schlachten bemerken m\u00fcssen.<a href=\"#fnref269\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn270\"><p>Jede die Lebensf\u00e4higkeit in Frage stellende, sei es angeborene, sei es sp\u00e4ter durch Krankheit oder einen eingedrungenen fremden K\u00f6rper entstandene Verletzung beeintr\u00e4chtigt die Altarf\u00e4higkeit des damit behafteten Tieres.<a href=\"#fnref270\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn271\"><p>weil er \u2014 wie es am Schlusse heisst \u2014 \u00bbmit Erlaubnis geschlachtet hat\u00ab; er konnte doch vor dem Schlachten nicht wissen, dass das Tier an einem innern Organ verletzt ist.<a href=\"#fnref271\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn272\"><p>noch vor dem Schlachten.<a href=\"#fnref272\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn273\"><p>von der Beteiligung an dem betreffenden Opferthiere zur\u00fcckgetreten waren, um sich an einem andern zu beteiligen.<a href=\"#fnref273\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn274\"><p>Unreine sind vom Pesachopfer ausgeschlossen.<a href=\"#fnref274\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn275\"><p>Als er es am Schabbat schlachtete, war er nach dem Gesetz der Tora dazu befugt, denn er konnte damals nicht ahnen, dass er es unn\u00fctz schlachtet.<a href=\"#fnref275\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn276\"><p>mit R\u00fccksicht auf die Vorschrift (Ex. 12, 8\u20149), dass dasselbe weder roh noch gekocht, sondern nur <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e9<\/span> gegessen werden soll, unmittelbar am Feuer gebraten.<a href=\"#fnref276\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn277\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> syr. <span dir=\"rtl\">\u072b\u0730\u0726\u073d\u0718\u0715\u0733\u0710<\/span> u. arab. <span dir=\"rtl\">\u0633\u063a\u0648\u062f<\/span>, saff\u00fbd) ist vielleicht mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> (Stab, auch Spiess wie II. Sam. 18, 14) verwandt Als Wurzel vermute ich <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d3<\/span>, dessen Grundbedeutung gleich der der Wurzeln <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05ea ,\u05e4\u05d8 ,\u05d1\u05d8 ,\u05d1\u05d3<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea<\/span> scheiden (trennen, sondern) ist; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d3\u05d4<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0641\u062f\u0631\u0629<\/span> (St\u00fcck), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05dc \u05d1\u05d3\u05d3<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0628\u0637\u0631<\/span> (spalten) <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d0<\/span> den Mund aufthun, daher fast immer mit dem Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e4\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> und als Hauptwort <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d8\u05d0 \u05e9\u05e4\u05ea\u05d9\u05dd<\/span>: das \u00d6ffnen der Lippen), <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05e8<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u0641\u0637\u0631<\/span> (spalten, scheiden, auseinandergehen), <span dir=\"rtl\">\u0641\u0637\u0645<\/span> entw\u00f6hnen) <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d9\u05e9<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0628\u062a\u0644<\/span> (absondern) <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05ea ,\u05d1\u05ea\u05e8 ,\u05d1\u05ea\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0641\u0627\u062a<\/span> (fliehen, entschl\u00fcpfen), <span dir=\"rtl\">\u0641\u0648\u062a<\/span> (Abstand, Zwischenraum), <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> (\u00f6ffnen), <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d4<\/span> (offen stehen, Spr. 20, 19) u. v. a. Der Begriff der Offenheit geht bei dem letztgenannten Worte in den der Empf\u00e4nglichkeit, Leichtgl\u00e4ubigkeit und Arglosigkeit \u00fcber, und wie diese beiden Bedeutungen von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d4<\/span> zu einander, so verh\u00e4lt sich vielleicht <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d4<\/span> (= <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d0<\/span> \u00f6ffnen) zu <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d7<\/span> (Leichtsinn, Sorglosigkeit und Sicherheit), wenn nicht etwa, was wohl vorzuziehen w\u00e4re, der Begriff der Sicherheit, welcher dann einerseits in den des Vertrauens, andererseits in den der Sorglosigkeit sich abzweigte, unmittelbar aus dem Begriffe des Abgesondertseins abgeleitet werden kann (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d7 \u05d1\u05d3\u05d3<\/span> Deut. 33, 28 u. <span dir=\"rtl\"> \u05dc\u05d1\u05d3\u05d3 \u05dc\u05d1\u05d8\u05d7<\/span> Ps. 4, 9). Ist nun <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> aus der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8<\/span> (sich absondern) herausgewachsen, so bezeichnet das Wort gleich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span> (Ez. 19, 11 ff.) urspr\u00fcnglich einen Ast, (vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> Zweige und Stangen), und die \u00dcbertragung auf die sogenannten 12 St\u00e4mme Israels, die in Wahrheit soviel Zweige desselben Stammes waren, tr\u00e4te dadurch in das rechte Licht. Im Arabischen wird <span dir=\"rtl\">\u0633\u0628\u0637 <\/span> von schlichtem (auseinandergehendem) im Gegensatz zu krausem Haar gebraucht; umgekehrt wird in der Mischna das Ge\u00e4st eines Baumes <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05e8<\/span> (Haar) genannt (Pea II 3, Kilajim III 5, IV 9, V 3; vgl. das gr. \u03f0\u03cc\u03bc\u03b7 und das lat. coma.) Im Aram\u00e4ischen wird mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05db\u05d1\u05d0 \u05d3\u05e9\u05d1\u05d9\u05d8<\/span> der Komet bezeichnet (Berachot 58b); das w\u00e4re also die w\u00f6rtliche Uebersetzung von \u03f0\u03bf\u03bc\u03ae\u03c4\u03b7\u03c2, stella crinita, Haarstern. Auch der Sprache der Mischna ist diese Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> nicht ganz fremd. Es ist dort (vgl. die in Schabbat 75b aus einer Baraita angef\u00fchrten Worte des R. Juda) ein Kunstausdruck der Weberei und hat ungef\u00e4hr den Sinn von k\u00e4mmen, schlichten. Das am Webstuhl angebrachte Rieth oder Blatt, welches den doppelten Zweck hat, durch seine pendelartigen Schwingungen nach jedem Durchgang der Schiffchens einerseits die infolge der \u201eFachbildung\u201c (Kreuzung) etwa in Verwirrung gekommenen Kettenf\u00e4den zu schlichten und andererseits den eingeschossenen Faden fest an das Gewebe zu dr\u00fccken, heisst bei den Griechen: \u03f0\u03c4\u03b5\u03af\u03c2, bei den R\u00f6mern: pecten und so auch in manchen Gegenden Deutschlands: der Kamm. In der Hausweberei und insbesondere beim aufrechten Webstuhl der Alten, an welchem die Hausfrau nicht sitzend, sondern stehend arbeitete, wurde das Rieth durch ein spindelf\u00f6rmiges St\u00e4bchen ersetzt, welches bei Homer \u03f0\u03b5\u03c1\u03f0\u03af\u03c2 heisst, sp\u00e4ter den Namen \u03c3\u03c0\u03ac\u03d1\u03b7 f\u00fchrt. Die Frau hielt es in der Hand, bald mit dem flachen Ende auf die Schussf\u00e4den schlagend, damit sie sich enger an einander schliessen, bald wieder mit dem spitzen Ende zwischen die Kettenf\u00e4den fahrend, um sie da, wo sie durcheinander geraten, zu entwirren. F\u00fcr dieses Schlichten oder K\u00e4mmen des Aufzugs ist der Weberausdruck: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span>, f\u00fcr das Zusammendr\u00e4ngen des Einschlages: <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05e7<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05e7<\/span> stossen, dr\u00fccken und daher auch in \u00e4hnlicher \u00dcbertragung wie <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05de\u05e6\u05dd<\/span>: genau nehmen; vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> \u2018Erubin IV Anm. 66), und nun werden wir es verstehen, wenn dem R. Juda a. a. O. erwidert wird: Die Verrichtung des <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d1\u05d8<\/span> f\u00e4llt unter den Begriff des Aufb\u00e4umens (Anzettelns, die des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05e7\u05d3\u05e7<\/span> aber unter den des Webens. Von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> = Stab kann jener Kunstausdruck (etwa in dem Sinne: schlagen, klopfen) unm\u00f6glich abgeleitet sein; denn erstens hat eher die T\u00e4tigkeit des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3 \u05e7\u05d3\u05e7<\/span> zu dieser Bedeutung eine Beziehung als die des <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d1\u05d8<\/span>, zweitens nennt sich das fragliche St\u00e4bchen gar nicht <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05db\u05d3<\/span> (Schabbath 92b unten), d.&nbsp;i. das oben erw\u00e4hnte \u03f0\u03b5\u03c1\u03f0\u03af\u03c2 od. \u03f0\u03b5\u03c1\u03f0\u03af\u03b4\u03b9\u03bf\u03bd. [Der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d1\u05d8 \u05d1\u05e7\u05d5\u05dc\u05de\u05d5\u05e1<\/span> in Levy\u2019s Wtb \u00fc. d Targumim ist das Kind einer falschen Construction. Der betr. Satz lautet: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9\u05dd \u05e9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05d0\u05d5\u05d7\u05d6\u05d9\u05df \u2026 \u05d1\u05db\u05e8\u05db\u05d3 \u05d5\u05e9\u05d5\u05d1\u05d8\u05d9\u05df \u2014 \u05d1\u05e7\u05d5\u05dc\u05de\u05d5\u05e1 \u05d5\u05db\u05d5\u05ea\u05d1\u05d9\u05df<\/span> Der bislang etymologisch noch nicht gen\u00fcgend aufgekl\u00e4rte (s. Genesius Handwb. 8. Auflage Leipzig 1878) Stamm <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d8<\/span>, welcher im Hebr\u00e4ischen und im Ph\u00f6nizischen richten heisst (daher Sufet, die h\u00f6chste obrigkeitliche Person in Karthago), hat sich wahrscheinlich ebenso aus der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8<\/span> entwickelt, wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d3<\/span> und bedeutet demnach ganz einfach schlichten, entscheiden. Das syr. <span dir=\"rtl\">\u072b\u0726\u0730\u0715<\/span> durchbohren ist gleich dem arab. <span dir=\"rtl\">\u0633\u063a\u062f<\/span> spiessen (im obsz\u00f6nen Sinne) erst von <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u0633\u063a\u0648\u062f<\/span> abgeleitet, nicht aber ist umgekehrt <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u0633\u063a\u062f<\/span> gebildet, wie Fleischer in seinen Nachtr\u00e4gen zu Levy\u2019s Wtb. \u00fc. d.&nbsp;Targ. meint. Der Stamm <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d3<\/span> heisst nicht stechen, sondern sich absondern, abzweigen, davon <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span>, urspr\u00fcnglich wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span> der Ast, dann wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d8<\/span> der Spiess. Es ist m\u00f6glich, dass <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> hier noch die urspr\u00fcngliche Bedeutung hat, und daher vielleicht richtiger mit \u201eAs\u201c zu \u00fcbersetzen ist (s. Anm. 7). Ob das deutsche Spiess, ahd. spioz, mhd. spiez (in der Bedeutung \u201eBratspiess\u201c) von spitz abzuleiten und das span, espada, das ital. spada (Degen) und spiedo (Bratspiess) wie das franz. espade und \u00e9p\u00e9e (fr\u00fcl er esp\u00e9e) aus dem Deutschen zu erkl\u00e4ren ist, oder aber alle diese offenbar nahe verwandten Bezeichnungen aus dem Orient eingewandert sind, wage ich nicht zu entscheiden; doch wollte ich auch nicht unterlassen, auf ihre immerhin verlockende \u00c4hnlichkeit mit unserm <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> wenigstens aufmerksam zu machen, eine \u00c4hnlichkeit, die um so bestechender ist, als die \u00dcbereinstimmung so vieler Sprachen auf einen gemeinsamen, fremdl\u00e4ndischen Ursprung hinzuweisen scheint.<a href=\"#fnref277\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn278\"><p>\u201eWarum grade von Granatapfelbaum? R. Chija b. Akiba meint: Alles andere Holz schwitzt Fl\u00fcssigkeiten aus, das des Granatapfelbaumes schwitzt keine Fl\u00fcssigkeiten aus. Wie stehen wir? Handelt es sich um frisches, so schwitzt auch das des Granatapfelbaumes aus, handelt es sich um trockenes, schwitzt ja keinerlei Holz aus. Die Sache liegt aber so: (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9\u05e0\u05d9<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05db\u05df \u05d4\u05d9\u05d0<\/span>): Alles andere Holz kann von aussen trocken und von innen feucht sein, Granatapfelbaum aber ist, wenn von aussen trocken, auch inwendig trocken\u201c (Jeruschalmi). Feuchtes Holz eignet sich darum nicht zum Bratspiess, weil die ihn umgebende Fleischschicht statt zu braten durch das ausgeschwitzte Nass gekocht w\u00fcrde; ein eherner Spiess wieder ist darum unzul\u00e4ssig, weil dieselbe statt unmittelbar am Feuer durch die Gluth des Metalls gebraten w\u00fcrde. Beides widerspricht der Forderung <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e9<\/span> (s. Anm. 1).<a href=\"#fnref278\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn279\"><p><span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d1<\/span> geh\u00f6rt zu den W\u00f6rtern, welche ausschliessliches Sprachgut des Talmud sind und sich weder im Althebr\u00e4ischen noch in einer der verwandten Sprachen finden. Levy vergleicht in seinem chld. Wrtb. \u00fc. d.&nbsp;Targ. bei <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05d1\u05e8\u05d0<\/span> das syr. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05d1<\/span>, dass er unter Hinweis auf Peschita zu Spr. 25, 17 mit hineinstecken verdeutscht. Die Stelle lautet: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d4\u05ea\u05db\u05d1 \u05e8\u05d2\u05dc\u05da \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea \u05e8\u05d7\u05de\u05da<\/span> und ist die \u00dcbersetzung von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e7\u05e8 \u05e8\u05d2\u05dc\u05da \u05de\u05d1\u05d9\u05ea \u05e8\u05e2\u05da<\/span>. Das soll also heissen: Stecke deinen Fuss nicht hinein in das Haus deines Freundes. In Wahrheit heisst das von einem Extrem ins andere fallen. Wenn der grosse Menschenkenner davor warnt, dem Freunde durch allzu h\u00e4ufige Besuche l\u00e4stig zu fallen, so will er damit noch keineswegs empfehlen, dass man keinen Fuss \u00fcber seine Schwelle setze. Solche Vernachl\u00e4ssigung ist mindestens ebenso verkehrt wie jene Aufdringlichkeit. Das syr. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05d1<\/span> hat mit unserm <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d1<\/span> zwei Buchstaben gemein, weiter aber auch nichts; es entspricht vielmehr dem talm. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05e3<\/span>, welches die rasche Aufeinanderfolge bezeichnet (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9 \u05ea\u05db\u05d9\u05e4\u05d5\u05ea \u05d4\u05df<\/span> Ber. 42a, <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05e4\u05d5\u05d4\u05d5 \u05d0\u05d1\u05dc\u05d9\u05d5 \u05d6\u05d4 \u05d0\u05d7\u05e8 \u05d6\u05d4<\/span> Mo\u2018ed K. 17 b), so dass <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05ea\u05ea\u05db\u05d1<\/span> in negativer Form dasselbe sagt, was <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e7\u05e8<\/span> positiv ausdr\u00fcckt. Eher k\u00f6nnte man <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05ea\u05d5\u05db\u05e3 \u05ea\u05db\u05d9\u05e4\u05d4<\/span> (Kilajim IX 10), was Bart. durch <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d9\u05d1\u05d4<\/span> erkl\u00e4rt, zum Vergleich heranziehen. Allein diese Erkl\u00e4rung ist nur dem Sinn nach richtig; der Bedeutung nach ist die Radix <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05db\u05e3<\/span> auch dort = aneinanderheften u. z. r\u00e4umlich, wie sie es in den oben angef\u00fchrten Beispielen zeitlich ist. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05d1<\/span> aber ist wohl eine sekund\u00e4re Bildung von <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d0<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d4<\/span> verstecken.<a href=\"#fnref279\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn280\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> (eig. Haus) findet sich h\u00e4ufig zu der allgemeinen Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> verblasst, so schon in der Bibel <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05d9\u05e8 \u05d1\u05d9\u05ea \u05e7\u05d1\u05e8\u05d5\u05ea \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9<\/span> (Neh. 2, 3), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e1\u05d0\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> (1. K\u00f6n. 18, 32), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e0\u05ea\u05d9\u05d1\u05d5\u05ea<\/span> (Scheideweg, Spr. 8, 2), im Talmud besonders bei K\u00f6rperteilen wie hier und in <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05d7\u05d9 ,\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05d4 ,\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e2\u05e8\u05d5\u05d4 <\/span>.<a href=\"#fnref280\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn281\"><p>Dieselben liegen ja in der Bauchh\u00f6hle wie in einem Topfe.<a href=\"#fnref281\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn282\"><p>Dieselben liegen ja in der Bauchh\u00f6hle wie in einem Topfe.<a href=\"#fnref282\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn283\"><p>auf den Bratspiess.<a href=\"#fnref283\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn284\"><p>Unter <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> versteht man schlechthin einen Bratspiess aus Metall. Immerhin muss es befremden, dass nachdem in M. 1 ein <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3 \u05e9\u05dc \u05e8\u05de\u05d5\u05df <\/span> empfohlen wurde, der Gegensatz hier nicht sch\u00e4rfer betont wird durch den Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc \u05de\u05ea\u05db\u05ea<\/span>. Findet sich derselbe doch in Sukka 14b unten, wo es auf eine Unterscheidung weniger ankommt. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3<\/span> in M. 1 gar nicht Spiess, sondern Ast bedeutet. Der Hebr. liebt es, den \u00c4sten verschiedener B\u00e4ume neben der allgemeinen Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5\u05dc\u05d1<\/span> (von der Palme wie von der Rebe, von der Eiche wie vom Dornbusch \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d9\u05e2\u05d9\u05ea<\/span> VII, 5) je nach ihrer Form auch noch besondere Namen zu geben. So findet sich vom Feigenbaume <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d7\u05d5\u05e8<\/span>, vom Weinstock <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05de\u05d5\u05e8\u05d4<\/span>, von der Sykomore <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> (Kilajim I 8 u. VI 4), von der Palme <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> (Sukka IV 6), von der Bachweide, der wilden Feige, dem Nussbaum und dem Oleaster <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e8\u05d1\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> (das. 5 u. Tamid II 3), und so m\u00f6gen auch die \u00c4ste des Granatapfelbaumes <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3\u05d9\u05df<\/span> genannt worden sein. Dadurch erkl\u00e4rt sich auch der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d9\u05d0\u05d9\u05df<\/span> in M. 1. W\u00e4re der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3 \u05e9\u05dc \u05e8\u05de\u05d5\u05df<\/span> ein fertiger Bratspiess und als solcher ein vorr\u00e4tiger Gegenstand der K\u00fccheneinrichtung, so hiesse es <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d8\u05dc\u05d9\u05df<\/span>; ist derselbe aber nur ein einfacher trockener Ast, so muss er erst aus dem Garten oder vom Felde gebracht werden.<a href=\"#fnref284\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn285\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05db\u05dc\u05d0<\/span> ist das gr \u1f72\u03c2\u03c7\u03ac\u03c1\u03b1 (Herd, Rost), nicht das lat. scalae (Leiter). Besteht auch zwischen Rost und Leiter eine \u00e4ussere \u00c4hnlichkeit, so ist doch deren grundverschiedene Bestimmung so unverkennbar (scalae kommt her von scando steigen), dass man ohne zwingenden Grund \u2014 und ein solcher ist der \u00dcbergang von \u03c1 in <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> noch lange nicht \u2014 eine \u00dcbertragung der Begriffe im fremden Lande gegen den Sprachgebrauch in der Heimat des Wortes nicht annehmen darf. \u00dcberdies ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05db\u05dc\u05d0<\/span>, wie aus Babli ersichtlich, nicht grade der aus St\u00e4ben, die wie die Sprossen einer Leiter von einander abstehen, zusammengesetzte Rost (ein solcher darf vielmehr zum Braten des Pesach verwendet werden, sofern dasselbe an einem auf den St\u00e4ben ruhenden <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e4\u05d5\u05d3\u05b9 \u05e9\u05dc \u05e8\u05de\u05d5\u05df<\/span> zwischen denselben so hinabh\u00e4ngt, dass es von ihnen gar nicht ber\u00fchrt wird), sondern vorwiegend der aus einer einzigen Metallplatte bestehende Herd, welcher hier darum verboten ist, weil das Pesach durch die unmittelbare Wirkung des Feuers gebraten werden muss; vgl. Anm. 3. Aus demselben Grunde ist es auch unzul\u00e4ssig, auf den St\u00e4ben eines Rostes zu braten; die anliegenden Fleischteile w\u00fcrden ja in diesem Falle durch das erhitzte Metall gar gemacht.<a href=\"#fnref285\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn286\"><p>R. G. ist entweder der Meinung, dass die Forderung <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e9<\/span> (Anm. 1) sich nur auf das Pesach in \u00c4gypten bezieht, oder dass sie \u2014 wenn schon f\u00fcr alle Zeiten giltig \u2014 die mittelbare Einwirkung des Feuers doch nicht ausschliesst (Jeruschalmi).<a href=\"#fnref286\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn287\"><p>die heisse Kachel.<a href=\"#fnref287\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn288\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05e3<\/span> absch\u00e4len, syr. <span dir=\"rtl\">\u0729\u0720\u0730\u0726<\/span>, arab. <span dir=\"rtl\">\u0642\u0644\u0641<\/span> ist Denom. von <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05d9\u05e4\u05d4<\/span> = \u03f0\u03b5\u03bb\u03cd\u03c6\u03b7 Schale. Die \u00dcbereinstimmung mit dem Griechischen ist vielleicht nur eine zuf\u00e4llige wie die von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05ea\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> mit Mysterien (\u03bc\u03c5\u03c3\u03c4\u03ae\u03c1\u03b9\u03b1), denn <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05dc\u05d9\u05e4\u05d4<\/span> beurkundet durch eine ausgebreitete Verwandtschaft im Arabischen seine semitische Herkunft mit ungef\u00e4hr derselben Evidenz wie \u03f0\u03b5\u03bb\u03cd\u03c6\u03b7 sein griechisches Heimatsrecht.<a href=\"#fnref288\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn289\"><p>Denn sie darf nicht gegessen werden, weil sie nicht <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e9<\/span> (Anm. 1, 3 u. 8), sondern an der Kachel gebraten ist, und da sie nicht gegessen werden darf, so muss sie verbrannt werden (vgl. M. 9).<a href=\"#fnref289\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn290\"><p>die heisse Kachel.<a href=\"#fnref290\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn291\"><p>Man muss so weit und so tief herausschneiden, als der zur\u00fcckgespritzte Tropfen, der ja ebenfalls nicht <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9 \u05d0\u05e9<\/span> ist, nach gewissenhafter Sch\u00e4tzung in das Fleisch eingedrungen sein mochte, und das Herausgeschnittene laut vor. Anm. verbrennen.<a href=\"#fnref291\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn292\"><p>sofern das Mehl heiss genug war, um den hineingefallenen Tropfen gar zu machen. Aus dem in vor. Anm. angedeuteten Grunde darf dasselbe, so weit der Saft sich darin verbreitet hat, nicht gegessen werden; man muss es sogar (nach Raschi) wegen des einen Tropfens vom Safte des Pesach, mit welchem es durchtr\u00e4nkt ist, gleich ungeniessbar gewordenem Opferfleisch verbrennen (nach Maim. Hil. K. P. VIII 13 kann es weggeworfen werden).<a href=\"#fnref292\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn293\"><p>von demjenigen Teil des Ernteertrages, welcher als Priesterhebe abgesondert wurde und nur von Kohanim oder ihren Angeh\u00f6rigen gegessen werden darf.<a href=\"#fnref293\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn294\"><p>Genossenschaft, <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> heisst die Vereinigung der an einem Pesachopfer beteiligten Personen (s. Einl. Abs. 2); die Mitglieder derselben heissen <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e0\u05d9 \u05d4\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> Genossen.<a href=\"#fnref294\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn295\"><p>Nichtpriestern.<a href=\"#fnref295\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn296\"><p>um das an der Oberfl\u00e4che haftende \u00d6l, das dem Nichtpriester verboten ist, geh\u00f6rig zu beseitigen.<a href=\"#fnref296\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn297\"><p>weil warmes Fleisch das \u00d6l einsaugt.<a href=\"#fnref297\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn298\"><p>Nachdem man vom Ertrag der Ernte die Teruma f\u00fcr den Priester und den ersten Zehent f\u00fcr die Leviten ausgeschieden, muss man auch noch einen zweiten Zehnt absondern, welcher eine gewisse Heiligkeit besitzt und nur innerhalb der Mauern Jerusalems verzehrt werden darf Wer die dazu erforderliche Zeit seinem Hause nicht fernbleiben mag, ist gen\u00f6tigt denselben an Bewohner der heiligen Stadt zu verschenken, [vgl. Raschi zu Baba M. 26a oben u. d.&nbsp;W. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>. Nach Bart. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d9<\/span> I 1 ist auch das nicht zul\u00e4ssig und nur G\u00e4ste dazu einzuladen gestattet; s. auch Jer. u. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05e9<\/span> daselbst. Maim. scheint die Ansicht Raschi\u2019s zu teilen . Vor kauft darf zweiter Zehnt nicht werden; wohl aber kann man ihn ausserhalb Jerusalems gegen Geld ausl\u00f6sen, wodurch er seine Heiligkeit, die sofort auf das Geld \u00fcbergeht, verliert und ein Gegenstand der freien Verf\u00fcgung wird, den der Eigent\u00fcmer nach Belieben verkaufen darf. Das L\u00f6segeld muss man in der heiligen Stadt auf Nahrungsmittel ausgeben, auf die sich dann die Heiligkeit des zweiten Zehnt \u00fcbertr\u00e4gt, die daher in Jerusalem vom Besitzer verzehrt oder verschenkt werden m\u00fcssen, in keinem Falle aber verkauft werden d\u00fcrfen. \u00bb\u00d6l von zweitem Zehent\u00ab ist demnach sowohl solches \u00d6l, welches man urspr\u00fcnglich schon von den Ertr\u00e4gnissen der \u00d6lernte abgesondert und in natura nach Jerusalem gebracht hat, als auch solches, welches erst nachtr\u00e4glich von etwaigem L\u00f6segelde in der heiligen Stadt gekauft wurde.<a href=\"#fnref298\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn299\"><p>W\u00f6rtlich: zu Geld machen.<a href=\"#fnref299\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn300\"><p>Die Begr\u00fcndung ist auf den ersten Blick unverst\u00e4ndlich. Wenn f\u00fcr das \u00d6l Bezahlung gefordert wird, so kann doch h\u00f6chstens von Verkauf die Rede sein, aber nicht von Ausl\u00f6sung; das \u00d6l verliert ja dadurch seine Heiligkeit nicht! In der Tat lesen einige Hndschr. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05db\u05e8\u05d9\u05df<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05d3\u05d9\u05df<\/span>. Aber schon Jer. bekundet, dass unsere Lesart die richtige ist. Was h\u00e4tte auch sonst <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> f\u00fcr einen Sinn? Verkaufen darf man ja zweiten Zehnt nirgends, auch nicht ausserhalb Jerusalems! Um so auffallender ist, dass Bart., der richtig <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05d3\u05d9\u05df<\/span>\u2019 liest, dieses Wort mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05db\u05e8\u05d9\u05df<\/span> erkl\u00e4rt, als ob beide Begriffe sich deckten. Nach den Ausf\u00fchrungen jedoch, die wir in vor. Anm. vorausgeschickt haben, ebnen sich alle Schwierigkeiten von selbst. Die Mischna will zeigen, wie es keine M\u00f6glichkeit gibt, das \u00d6l den Genossen anzurechnen. Sie setzt dabei als bekannt voraus, dass man zweiten Zehnt nicht verkaufen darf. Beginnt doch gleich der erste Satz im Traktat <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05e0\u05d9<\/span> mit diesem Verbot! Noch gibt es aber einen Ausweg. Ein pfiffiger Kauz k\u00f6nnte auf den Gedanken kommen, das \u00d6l, um nur nichts schenken zu m\u00fcssen, gegen einen entsprechenden Geldbetrag auszul\u00f6sen und es sich nachher von den Genossen bezahlen zu lassen. In Jerusalem ist indessen auch dieser Ausweg versperrt: \u00bbdenn man darf zweiten Zehnt in Jerusalem nicht ausl\u00f6sen.\u00ab<a href=\"#fnref300\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn301\"><p>Wenn die Gesammtheit der zur Verf\u00fcgung stehenden Priester oder der ganze Vorrat an geeigneten Opferger\u00e4ten unmittelbar oder mittelbar durch eine Leiche unrein geworden (4. B. M. 19, 14\u201416), so werden zwar alle Opfer, die an keine bestimmte Zeit gebunden sind, bis zur wiederhergestellten Reinheit aufgeschoben, diejenigen aber, f\u00fcr welche der Tag der Darbringung festgesetzt ist, und welche daher selbst am Schabbat nicht unterbleiben, nicht allein trotz dieser Unreinheit vollzogen, sondern sogar in solcher Unreinheit; d h. es k\u00f6nnen auch unreine Ger\u00e4te zur Verwendung kommen, wenn die Priester, und es k\u00f6nnen unreine Priester dabei ihres Amtes walten, wenn die Ger\u00e4te mit einer durch eine Leiche verursachten Unreinheit (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05ea<\/span>) behaftet sind. Was die anderen Arten der Unreinheit betrifft, so hat jede derselben, sie habe welchen Namen. sie wolle, f\u00fcr den infizierten Menschen \u2014 ob Laie oder Priester \u2014 unter allen Umst\u00e4nden und ohne Ausnahme den unbedingten Ausschluss vom Heiligtum sowie den unbedingten Ausschluss von jeglicher Opferhandlung zur unausbleiblichen Folge. Und w\u00e4ren alle dienstf\u00e4higen Priester mit einer solchen Unreinheit behaftet, so m\u00fcssten s\u00e4mtliche Opfer, auch die \u00f6ffentlichen, bis zur wiedererlangten Reinheit unterbleiben. Anders wenn solche Unreinheit auf den Opferger\u00e4ten lastet. In diesem Falle werden die unaufschiebbaren Opfer trotz dieser Unreinheit dargebracht, aber dennoch nicht in Unreinheit; es d\u00fcrfen vielmehr nur reine Priester den Dienst verrichten Dieselben werden ja durch Ber\u00fchrung der Opferger\u00e4te nicht verunreinigt, da Menschen nach K. I, Anm. 26 nur f\u00fcr die prim\u00e4re \u00dcbertragung empf\u00e4nglich sind, unter den in Betracht kommenden Ger\u00e4ten aber kein einziges anders als durch <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05ea<\/span> zu einem Infektionsherd (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8 \u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> das. Anm. 29) werden kann. [Wenn also Maim in Hil. Biat Hamikdasch IV 12 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5 \u05db\u05dc\u05d9 \u05d4\u05e9\u05e8\u05ea \u05d8\u05de\u05d0\u05d9\u05dd \u05dc\u05de\u05ea <\/span> sagt, so kann er <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05ea<\/span> nur mit R\u00fccksicht auf den Nachsatz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05ea\u05e2\u05e1\u05e7\u05d5 \u05d1\u05d5 \u05d4\u05d8\u05de\u05d0\u05d9\u05dd \u05d5\u05d4\u05d8\u05d4\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd \u05db\u05d0\u05d7\u05d3 <\/span> hinzugef\u00fcgt haben; der Hauptsatz <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d9 \u05d6\u05d4 \u05d9\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> aber setzt keineswegs eine <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05ea<\/span> voraus, wie aus Babli Pesachim 79a <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05e1\u05db\u05d9\u05df \u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05e9\u05e8\u05e5 \u2026. \u05d8\u05d4\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd \u05e2\u05d1\u05d3\u05d9 <\/span> klar hervorgeht.] Dagegen gibt es eine M\u00f6glichkeit auf anderm Wege <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> zu werden f\u00fcr die Priestergew\u00e4nder, zwar nicht f\u00fcr alle, aber doch f\u00fcr diejenigen unter ihnen \u2014 und das sind die meisten \u2014 die aus weissen Stoffen gemacht sind \u2014 ich meine den Aussatz (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e2\u05d9 \u05d1\u05d2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> 3. B. M. 13, 47\u201459). [<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05d3\u05e8\u05e1 \u05d0\u05e4\u05e9\u05e8 \u05d3\u05dc\u05d0 \u05e9\u05d9\u05d9\u05da \u05d1\u05d1\u05d2\u05d3\u05d9 \u05db\u05d4\u05d5\u05e0\u05d4 \u05d5\u05d9\u05e9 \u05dc\u05d9 \u05d1\u05d6\u05d4 \u05d0\u05e8\u05d9\u05db\u05d5\u05ea \u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05d0\u05df \u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span>].<a href=\"#fnref301\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn302\"><p>Von all den Opfern, welche laut vor. Anm. auch in Unreinheit vollzogen werden, sind die meisten Ganzopfer, die \u00fcberhaupt nicht gegessen werden. Ausser dem Pesach, von welchem am Schluss der Mischna gesprochen wird, gibt es unter ihnen nur f\u00fcnf, von denen nach Darbringung gewisser Opferteile der Rest gegessen wird Dieselben werden hier aufgez\u00e4hlt. Ihre \u00bbReste\u00ab d\u00fcrfen im Gegensatz zum Pesach (s. Anm. 29) nur sofern sie rein sind und auch dann nur von reinen Priestern gegessen werden. Der auf den ersten Blick an dieser Stelle \u00fcberfl\u00fcssige Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> ist aus zwei Gr\u00fcnden n\u00f6tig. Erstens wegen der Zahl <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e9\u05d4<\/span>. Der <span dir=\"rtl\"> \u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd \u05d4\u05d1\u05d0\u05d9\u05dd \u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d5\u05d0\u05d9\u05e0\u05dd \u05e0\u05d0\u05db\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> gibt es mehr, aber nur f\u00fcnf, die blos <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> nicht gegessen werden. Zweitens, weil sonst der Irrtum entstehen k\u00f6nnte, dass von einem in Unreinheit dargebrachten Opfertier das Fleisch auch dann nicht gegessen werden darf, wenn dieses rein geblieben. Es ist sehr wohl denkbar, dass s\u00e4mtliche dienstf\u00e4higen Priester unrein sind, mithin das Blut und das Fett des Opfers in Unreinheit dargebracht werden musste, dennoch aber das Fleisch nicht unrein geworden und daher gegessen werden darf; denn einerseits kann das Schlachten, Abh\u00e4uten und Zergliedern des Opfers auch durch Laien geschehen, sodass die unreinen Priester mit dem Fleische desselben nicht einmal in mittelbare Ber\u00fchrung zu kommen brauchen, andererseits d\u00fcrfen auch mit Leibesfehlern behaftete und somit dienstuntaugliche Priester (3. B. M. 21, 16\u201421), sofern sie nur rein sind, Opferfleisch essen (das. 22).<a href=\"#fnref302\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn303\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 23, 9\u201411 und 15\u201417. Das \u2018Omer war das j\u00e4hrliche Erstlingsopfer von der Gerste, die beiden Brote waren das j\u00e4hrliche Erstlingsopfer vom Weizen; jenes wurde gem\u00e4\u00df der pharis\u00e4ischen Tradition am 16. Nisan, dieses 49 Tage sp\u00e4ter am Wochenfeste dargebracht. Vom \u2018Omer wurde ein Teil auf dem Altar verbrannt, der Rest von den Priestern gegessen; von den beiden Broten durfte freilich, da dieselben nach der Vorschrift der Tora (das.) Chametz waren, nichts auf den Altar getan werden (3. B. M. 2, 11\u201412), sie wurden vielmehr vollst\u00e4ndig von den Kohanim verzehrt, aber erst dann, wenn vom Friedensopfer (Anm. 27), mit welchem sie zusammen dargebracht wurden, die Opferteile auf den Altar gekommen waren.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref303\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn304\"><p>Die zw\u00f6lf sog. Schaubrote (2. B. M. 25, 30 und 3. B. M. 24, 5\u20149), welche w\u00f6chentlich vor Schabbat gebacken und am Schabbat, in zwei Reihen geordnet, nebst zwei Schalen voll Weihrauch auf den inneren Tisch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7\u05df \u05d4\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> (4. B. M. 4,7) des Heiligtums gestellt wurden, wo sie die ganze Woche hindurch lagen, um am n\u00e4chsten Schabbat durch neue ersetzt zu werden. Der Weihrauch wurde als Opferteil verbrannt, das Brot selbst unter die Priester verteilt. Es ist das einzige Opferbrot, welches in das Innere des Heiligtums gelangte.<a href=\"#fnref304\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn305\"><p>Wie es unter den aus Mehl bereiteten Gemeindeopfern nur die drei hier angef\u00fchrten gibt, von denen gegessen werden darf, so gibt es unter den \u00f6ffentlichen Tieropfern nur die folgenden drei, deren Fleisch nicht dem Altarfeuer \u00fcbergeben, sondern nach Darbringung der Opferteile (Blut und Fett) von Menschen verzehrt wird: Das Pesach, das S\u00fcndopfer der Fest- und Neumondstage (s. d.&nbsp;folg. Anm.) und die beiden L\u00e4mmer, welche am Wochenfeste zugleich mit den eben erw\u00e4hnten zwei Broten als Friedensopfer dargebracht wurden (3. B. M. 23, 19\u201420).<a href=\"#fnref305\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn306\"><p>Das nach 4. B. M. 28, 15 an jedem Neumondstage aus \u00f6ffentlichen Mitteln f\u00fcr die Gemeinde darzubringende S\u00fcndopfer. Ein solches wird aber in demselben Kapitel (Vv. 22, 24, 30) und im folgenden (Vv. 5, 11, 16, 19, 22, 25, 28, 31, 34, 38) auch f\u00fcr die \u00fcbrigen Feste des Jahres angeordnet. Man sollte daher zu <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d9 \u05d7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span> den Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> erwarten. Vielleicht sind die Neumondstage der K\u00fcrze wegen aus der Reihe der \u00fcbrigen Feste nur als Beispiel hervorgehoben, weil sie an der angef\u00fchrten Bibelstelle den Reigen derselben er\u00f6ffnen. So werden in Z\u2019ba\u1e25im 9b u. 48b und M\u2019na\u1e25ot 55b u. 92b die von den F\u00fcrsten Israels zur Einweihung des Altars geopferten B\u00f6cke (4. B. M. 7. Vv. 16, 22, 28, 34 etc.) als <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8 \u05e0\u05d7\u05e9\u05d5\u05df<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d8\u05d0\u05ea \u05e0\u05d7\u05e9\u05d5\u05df<\/span> bezeichnet, weil dieser F\u00fcrst, wie Raschi erkl\u00e4rt, daselbst an erster Stelle genannt wird. Allerdings k\u00f6nnte dort der allgemeine Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05d4\u05e0\u05e9\u05d9\u05d0\u05d9\u05dd<\/span> zu dem Missverst\u00e4ndnis f\u00fchren, es w\u00e4re das im 3. B. M. 4, 22\u201426 vorgeschriebene Opfer gemeint, w\u00e4hrend hier, parallel der vorangehenden Benennung <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9 \u05e9\u05dc\u05de\u05d9 \u05e6\u05d1\u05d5\u05e8<\/span>, die Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d8\u05d0\u05d5\u05ea \u05d4\u05e6\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> besser am Platze schiene, zumal nach der Definition in Z\u2019ba\u1e25im V, 3: <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd \u05d5\u05e9\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea \u05d0\u05dc\u05d5 \u05d4\u05df \u05d7\u05d8\u05d0\u05d5\u05ea \u05d4\u05e6\u05d1\u05d5\u05e8 \u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d9<\/span>. In Wahrheit aber w\u00e4re dieser Ausdruck nicht pr\u00e4zis genug (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e0\u05f4\u05d1 \u05e2\u05f4\u05d1 \u05d1\u05e4\u05d9\u05f3 \u05d4\u05de\u05e9\u05db\u05d4<\/span>), denn er k\u00f6nnte auch auf das im 3. B. M. das. 13\u201421 erw\u00e4hnte S\u00fcndopfer bezogen werden, welches in M\u2019na\u1e25ot IX 7 zu den <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5\u05ea \u05d4\u05e6\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> gez\u00e4hlt, jedoch weder gegessen, noch in Unreinheit dargebracht wird. Ja sogar die genauere Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05d7\u05d8\u05d0\u05d5\u05ea \u05d4\u05e6\u05d1\u05d5\u05e8<\/span> k\u00f6nnte noch im Hinblick auf 4. B. M. 15, 24 zu einer falschen Auffassung verleiten. Nach all dem ist es nicht unm\u00f6glich, dass der vermisste Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05dc \u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> mit Absicht weggelassen ist, weil derselbe auch den nach 3. B. M. 16, 9 am Vers\u00f6hnungstage zu opfernden Bock einschliessen w\u00fcrde; dieser geh\u00f6rt indessen nicht zu den hier aufgez\u00e4hlten f\u00fcnf Opferarten, denn er wird zwar auch in Unreinheit geopfert, aber niemals gegessen. In Sch\u2019bu\u2019ot I,4 steht <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05d4\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd \u05d5\u05e9\u05e2\u05d9\u05e8\u05d9 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d9 \u05d7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span>, weil dort R. Simon zwischen beiden unterscheidet.<a href=\"#fnref306\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn307\"><p>Gleichviel ob das Pesach bei der Opferung unrein geworden oder nicht, d\u00fcrfen nicht allein reine, sondern auch unreine Personen Abends von seinem Fleische essen. Sonst ist der Genuss unreinen Opferfleisches streng verboten; noch schwerer aber ist die S\u00fcnde, wenn unreine Personen Opferfleisch gemessen.<a href=\"#fnref307\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn308\"><p>Der Hauptzweck des Pesach ist nicht die Opferhandlung, sondern das Opfermahl; vgl. die folg. Mischna.<a href=\"#fnref308\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn309\"><p>Die Rede ist vom Pesachopfer, aber nicht mehr von dem in Unreinheit dargebrachten (dessen Blut auf alle F\u00e4lle gesprengt wird), sondern von einem durch Zufall verunreinigten. Die Mischna kn\u00fcpft hier nur an den Schlusssatz der vorigen an, um denselben durch ein Beispiel zu beleuchten. Der Gedanke, dass die eigentliche Bedeutung des Pesach im Opfermahle gipfelt, findet beredten Ausdruck in der Vorschrift, das Blut nicht zu sprengen und somit das Opfer f\u00fcr untauglich zu erkl\u00e4ren, sobald das Fleisch unrein und dadurch ungeniessbar geworden, w\u00e4hrend es sonst gen\u00fcgt, wenn nur das auf dem Altar zu verbrennende Fett rein geblieben.<a href=\"#fnref309\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn310\"><p>und bringt auch das Fett nicht auf den Altar, l\u00e4sst vielmehr ein neues Pesach darbringen.<a href=\"#fnref310\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn311\"><p>und das Fleisch wird Abends verzehrt, obschon das Fett nicht geopfert werden konnte.<a href=\"#fnref311\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn312\"><p>Da das Pesach zu den Opfern geh\u00f6rt, d\u00fcrfte die Gegen\u00fcberstellung von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e7\u05e8\u05e9\u05d9\u05df<\/span> (hier und M. 12, desgl. 1 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05e0\u05ea\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d1\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> IX 8, <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d5\u05e7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span> VIII 8 u. \u1e24ullin 12a oben) Befremden erregen. Dem Kundigen f\u00e4llt es kaum auf. Schon in der heil. Schrift findet man <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d5\u05d1\u05d0\u05d3\u05dd<\/span> (Jer. 32, 20) u. \u00e4., im Gebetbuch <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05df \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05dc\u05e2\u05de\u05d9\u05dd<\/span> u. dgl.; im Talmud ist die Verbindung solcher Begriffe, von denen der eine den andern umschliesst, unter Weglassung des W\u00f6rtchens <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05e8<\/span> fast die Regel. Hier nur wenige Beispiele: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea \u05d4\u05e8\u05d0\u05e9 \u05d5\u05d0\u05ea \u05d4\u05d0\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> (Joma III 4), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d4\u05e8 \u05d4\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> (Sch\u2019\u1e33alim VII 2. Dagegen ebend. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e2\u05ea \u05d4\u05e8\u05d2\u05dc \u05de\u05e2\u05e9\u05e8 \u05d5\u05d1\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d9\u05de\u05d5\u05ea \u05d4\u05e9\u05e0\u05d4 \u05d7\u05d5\u05dc\u05d9\u05df<\/span>, ebenso in dem Zitat Babli P\u2019sa\u1e25im 7a, umgekehrt aber in Baba M. 26a: <span dir=\"rtl\"> \u05d1\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d9\u05de\u05d5\u05ea \u05d4\u05e9\u05e0\u05d4 \u05d7\u05d5\u05dc\u05d9\u05df \u05d1\u05e9\u05e2\u05ea \u05d4\u05e8\u05d2\u05dc \u05de\u05e2\u05e9\u05e8<\/span>, eine Wortstellung, bei welcher der Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05d0\u05e8<\/span> n\u00f6thig ist, weil der umfassendere Begriff vorangeht; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d9\u05e8\u05e7\u05d5\u05ea\u2014\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> P\u2019sa\u1e25im X 4), <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05db\u05d4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d5\u05d4\u05e2\u05dd<\/span> (Joma VI 2 u. Ta\u2018anijot IV, 5) <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d8\u05d0\u05ea \u2014 \u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> (Nazir VI 10) u. a. m. Vielleicht geh\u00f6rt hierher auch <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05e0\u05d9\u05dd \u05dc\u05d5\u05d9\u05d9\u05dd \u05d5\u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> (\u1e32idduschin IV 1) und die stehende Redensart <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05e8\u05f3 \u05e4\u05dc\u05d5\u05e0\u05d9 \u05d5\u05d7\u05db\u05de\u05d9\u05dd \u05d0\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref312\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn313\"><p>Desgleichen kann das Blut gesprengt werden und folglich der Opferzweck als erf\u00fcllt gelten, wenn das Fett unrein geworden und daher dem Altar nicht zugewendet werden durfte, sofern nur das Fleisch rein geblieben. Ist beides unrein geworden, so wird das Blut nur gesprengt, wenn es sich um ein \u00f6ffentliches Opfer (mit Ausnahme des Pesach) handelt.<a href=\"#fnref313\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn314\"><p>Das Verh\u00e4ltnis der Reinen zu den Unreinen kann nat\u00fcrlich nicht durch eine genaue Volksz\u00e4hlung ermittelt werden, denn eine solche m\u00fcsste schon Tage vorher abgeschlossen sein, wenn das Ergebnis am 14. Nisan festgestellt werden soll, und w\u00fcrde daher den Zweck derselben eher beeintr\u00e4chtigen als f\u00f6rdern, da doch inzwischen ohne Zweifel noch mehr Personen durch Leichen (s. Anm. 23) unrein geworden. Es werden vielmehr die Bevollm\u00e4chtigten, die das Pesach im Namen ihrer Tischgenossen darbrachten, und von denen mancher eine Gesellschaft von 20 Personen und dar\u00fcber vertrat, kurz bevor sich die Pforten der Opferhalle vor der ersten Gruppe \u00f6ffnen (K. V, M. 5), einander gegen\u00fcbergestellt, wonach sofort &#8211; meist auf den ersten Blick, in zweifelhaften F\u00e4llen durch Ausz\u00e4hlung \u2014 entschieden wird, ob die Zahl der Reinen oder die der Unreinen \u00fcberwiegt.<a href=\"#fnref314\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn315\"><p>Es d\u00fcrfen, obwohl reine Priester in gen\u00fcgender Zahl zu Gebote stehen, auch Unreine an den Opferhandlungen sich beteiligen, wenn die Mehrheit der Gemeinde unrein ist, und es d\u00fcrfen, obgleich die Mehrheit der Gemeinde rein ist, auch Unreine am Opfermahl teilnehmen, sofern die Priester unrein sind. Sind die Opferger\u00e4te mit einer durch eine Leiche verursachten Unreinheit behaftet, so sind auch unreine Personen sowohl zu den Opferhandlungen als zum Opfermahle zuzulassen; denn da Ger\u00e4te nur f\u00fcr prim\u00e4re \u00dcbertragung empf\u00e4nglich sind (K. I, Anm. 26), die in Rede stehenden aber hierbei eine Abschw\u00e4chung des Unreinheitsgrades nicht erleiden (das. Anm. 33), w\u00fcrden ja notwendig durch die Handhabung derselben auch reine Personen noch vor der Opferhandlung unrein, so dass es auf genau dasselbe herauskommt, ob die Priester oder die Ger\u00e4te in der angegebenen Weise verunreinigt sind. Ist es dagegen eine andere Art der Unreinheit, die auf den Opferger\u00e4ten lastet, so d\u00fcrfen, wie schon oben (Anm. 23) auseinandergesetzt wurde, nur reine Personen den Dienst verrichten; die Frage aber, ob wenigstens am Opfermahle auch Unreine sich beteiligen d\u00fcrfen, ist Gegenstand eines Meinungsstreites im Babli z. St.&nbsp;[wo statt <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05de\u05d0 \u05de\u05ea<\/span> entweder <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05ea<\/span> (nach <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05dc\u05e7\u05d5\u05d8 \u05e4\u05f3 \u05e6\u05d5 \u05e1\u05f4\u05e1 \u05ea\u05e6\u05f4\u05d8<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05f4\u05d2 \u05de\u05f4\u05e2 \u05e1\u05f4\u05e1 \u05e8\u05db\u05f4\u05d3<\/span>) oder, entsprechend dem Gegensatze <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05e9\u05e8\u05e5<\/span>, vielleicht <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05ea<\/span> zu lesen ist, die Worte aber <span dir=\"rtl\"> \u05d3\u05e8\u05d7\u05de\u05e0\u05d0 \u05d0\u05de\u05e8 \u05d1\u05d7\u05dc\u05dc \u05d7\u05e8\u05d1 \u05d7\u05e8\u05d1 \u05d4\u05e8\u05d9 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05db\u05d7\u05dc\u05dc<\/span> ganz zu streichen sind. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd \u05e4\u05f4\u05d2 \u05de\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d1\u05d9\u05d0\u05ea \u05de\u05e7\u05d3\u05e9 \u05d4\u05d8\u05f4\u05d5 \u05d5\u05d1\u05e4\u05d9\u05f3 \u05e8\u05f4\u05e9 \u05d1\u05e8\u05d9\u05e9 \u05de\u05e1\u05f3 \u05d0\u05d4\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea \u05e9\u05d4\u05d5\u05d1\u05d0 \u05d1\u05de\u05e9\u05e0\u05d4 \u05dc\u05de\u05dc\u05da \u05e4\u05f4\u05d4 \u05de\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05de\u05ea \u05d4\u05f4\u05d2 \u05d1\u05d3\u05f4\u05d4 \u05d5\u05d3\u05e2 \u05d5\u05de\u05d1\u05d5\u05d0\u05e8 \u05e9\u05dd \u05d9\u05e4\u05d4 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e9\u05e0\u05e2\u05dc\u05dd \u05de\u05e2\u05d9\u05e0\u05d9\u05d5 \u05e1\u05d5\u05d2\u05d9\u05d0 \u05d3\u05d9\u05d3\u05df \u05d5\u05d0\u05d9\u05f4\u05d4 \u05d0\u05e8\u05d7\u05d9\u05d1 \u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05d1\u05e1\u05d5\u05e3 \u05d4\u05e1\u05e4\u05e8<\/span>]. Ebenso gehen die Ansichten dar\u00fcber auseinander, ob die Unreinen, wenn sie an Zahl den Reinen gleich sind, das Pesach, weiches diese unstreitig in Reinheit bereiten m\u00fcssen, ihrerseits in Unreinheit darbringen und verzehren, oder auf das zweite Pesach am 14. des n\u00e4chsten Monats verwiesen werden, oder aber in diesem Jahre \u00fcberhaupt kein Pesach feiern. \u2014 Statt <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05b5\u05e2\u05b8\u05e9\u05b6\u05b9\u05d4<\/span> lesen einige <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05b7\u05e2\u05b2\u05e9\u05b9\u05d5\u05bc<\/span>, was sachlich dasselbe ist.<a href=\"#fnref315\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn316\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 9, 6\u201411.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref316\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn317\"><p>Es ist unklar, ob dieses F\u00fcrwort auf das Pesach oder auf das Blut hinweist [s. Raschi und Tosafoth z. St.&nbsp;<span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05de\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05d4\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05de\u05d9 \u05d3\u05e7\u05d0\u05de\u05e8 \u05de\u05d7\u05d2\u05d9\u05ea\u05d0 \u05d1\u05e9\u05e0\u05d8\u05de\u05d0 \u05de\u05e9\u05d9\u05e8\u05d3 \u05dc\u05d0\u05d5\u05d9\u05e8\u05d5 \u05e9\u05dc \u05db\u05dc\u05d9 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05dd \u05e0\u05d8\u05de\u05d0 \u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05df \u05e0\u05e2\u05e9\u05d4 \u05db\u05de\u05e7\u05d1\u05dc \u05de\u05d9\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05d4\u05db\u05e8\u05e2 \u05d3\u05d0\u05d9\u05db\u05d0 \u05dc\u05de\u05d9\u05de\u05e8 \u05d0\u05e1\u05d9\u05e4\u05d0 \u05e7\u05d0\u05d9 \u05d4\u05e6\u05d9\u05e5 \u05de\u05e8\u05e6\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05d3\u05dd <\/span>]. Maimonides bezieht es in seinem Kodex (Hil. Korban Pesa\u1e25 IV 2), wohl infolge seiner Entscheidung daselbst (Hil. Tum\u2019at Och\u00e2lin X 16), dass Opferblut gar nicht unrein werden kann <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d4 \u05db\u05dc\u05d5\u05dd [\u05d5\u05d1\u05d4\u05dc\u05f3 \u05de\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d4\u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5\u05ea \u05e4\u05f4\u05d7 \u05d4\u05f4\u05d8 \u05db\u05e9\u05d2\u05d2\u05d4 \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0 \u05de\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05e9\u05dc\u05d9\u05d8 \u05d3\u05d5\u05e7 \u05d5\u05ea\u05e9\u05db\u05d7 \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05db\u05f4\u05de \u05d5\u05dc\u05f4\u05de \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d4\u05e8\u05d2\u05d9\u05e9\u05d5<\/span>], auf jenes, in seinem Kommentar zu unserer Mischna dagegen, die ja in der mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5<\/span> eingef\u00fchrten Begr\u00fcndung ausdr\u00fccklich von \u201eUnreinheit des Blutes spricht [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e6\u05f4\u05e2 \u05d1\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9 \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05d8\u05f4\u05d6 \u05e2\u05f4\u05d1 \u05d0\u05d3\u05de\u05ea\u05d9\u05d1 \u05dc\u05d9\u05d4 \u05dc\u05e8\u05d1 \u05de\u05e9\u05dc\u05e9 \u05d1\u05e8\u05d9\u05d9\u05d4\u05d5\u05ea \u05dc\u05d9\u05ea\u05d9\u05d1\u05d9\u05d4 \u05de\u05de\u05ea\u05e0\u05d9\u05ea\u05df<\/span>], auf dieses. Ein Beweis indessen ist dieser Hinweis keineswegs. Die Begr\u00fcndung braucht durchaus nicht auf unsere Stelle ausgedehnt zu werden, kann sich vielmehr auf den n\u00e4chsten Satz beschr\u00e4nken (s. Anm. 43). Umgekehrt glaube ich in dem W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05d5\u05d0<\/span> selbst, um dessen Deutung es sich handelt, wenn auch nicht im genus, so doch im tempus desselben, eine St\u00fctze daf\u00fcr zu finden, dass es auf das Pesach sich bezieht. Auf das bereits gesprengte Blut bezogen, m\u00fcsste es <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05d9\u05d4<\/span> lauten (\u201edass es unrein war\u201c). Es scheint, dass ebenso wie die sechste an die vierte nun wieder die siebente an die f\u00fcnfte Mischna ankn\u00fcpft. Dort wurde gelehrt, dass das Blut des Pesach nicht gesprengt werden soll, wenn das Fleisch unrein geworden. Es muss also in diesem Falle von den Genossen ein neues Opfertier herbeigeschafft oder, wenn das nicht mehr m\u00f6glich ist, im n\u00e4chsten Monat ein \u201ezweites Pesach\u201c dargebracht werden. Wie aber, wenn erst nach der Sprengung des Blutes entdeckt wird, dass das Fleisch schon vorher unrein gewesen? In diesem Falle, erfahren wir nun hier, haben die Genossen ihrer Pflicht gen\u00fcgt und sind daher, obgleich sie auf das Opfermahl verzichten m\u00fcssen, zur Feier des zweiten Pesach weder verpflichtet noch befugt.<a href=\"#fnref317\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn318\"><p>Der Stirnbinde des Hohenpriesters (2. B. M. 28, 36\u201438) wohnt nach dem Wortlaut der Schrift die Kraft inne, einen den Opfern anhaftenden Makel aufzuheben (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e0\u05e9\u05d0 \u05d0\u05d4\u05e8\u05df \u05d0\u05ea \u05e2\u05d5\u05df \u05d4\u05e7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span>) und ihnen dadurch das g\u00f6ttliche Wohlgefallen zu sichern (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05e6\u05d5\u05df \u05dc\u05d7\u05dd<\/span> \u2014 daher auch hier der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e6\u05d7<\/span>; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d3\u05e6\u05d4 \u05e2\u05d5\u05d2\u05d4<\/span> Jes. 40, 2), welches das angestrebte Ziel jeder Opferhandlung ist (vgl. 3. B. M. 1, 3; 22, 19\u201421 u. \u00f6.). Diese Wirkung, welche sich nach der \u00dcberlieferung nur auf den Makel der Unreinheit erstreckt, \u00e4ussert sich in verschiedener Weise: Sind es die f\u00fcr den Altar bestimmten Teile, die nachtr\u00e4glich als unrein erkannt wurden, so zeigt sie sich darin, dass das rein gebliebene Fleisch gegessen werden darf; hat sich dagegen nur dieses als unrein herausgestellt, so kommt sie dadurch zur Geltung, dass jene dem Altar zugewendet werden d\u00fcrfen. In allen F\u00e4llen aber, selbst wenn beides unrein gewesen, hat sie zur Folge, dass das Opfer als vollzogen gilt und durch kein anderes ersetzt zu werden braucht. Dass jedoch das unrein gewordene Opferfleisch zum Genuss erlaubt sei, kann die S\u00fchne nicht einmal beim Pesach bewirken, Es heisst zwar oben (M. 4), dass ein in Unreinheit dargebrachtes Pesach auch in Unreinheit gegessen wird; das gilt aber nur von einem solchen, das die ganze Gemeinde in Unreinheit darbringt, w\u00e4hrend hier von Einzelnen blos die Rede ist. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05e6\u05d4<\/span> ist als Hif\u2018il nicht als Pi\u2018el zu lesen, denn das Passiv lautet <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05e8\u05e6\u05d4<\/span> (Tosefta Z\u2019ba\u1e25im IV g. A. u. \u00f6., Babli das. 45b u. \u00f6.)<a href=\"#fnref318\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn319\"><p>eines Teilhabers.<a href=\"#fnref319\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn320\"><p>Er wird vielmehr auf das zweite Pesach verwiesen. Ist er aber erst nach der Sprengung unrein geworden, so feiert er \u2014 obschon vom Opfermahle ausgeschlossen \u2014 das zweite Pesach nicht. Demnach ist <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05de\u05d0 \u05d4\u05d2\u05d5\u05e3<\/span> dem vorangehenden <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d0\u05d7\u05e8 \u05db\u05da \u05e0\u05d5\u05d3\u05e2<\/span> zwar syntaktisch beigeordnet, logisch aber untergeordnet. Es m\u00fcsste eigentlich <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d8\u05de\u05d0 \u05d4\u05d2\u05d5\u05e3<\/span> heissen.<a href=\"#fnref320\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn321\"><p>In der Tosefta lautet dieser Satz, welcher nach Maim. z. St.&nbsp;aus einer Zeit stammt, die noch hinter der des Jose b. Jo\u2018ezer (st. vor dem Makkab\u00e4erkriege) weit zur\u00fcckliegt, ausf\u00fchrlicher: <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5\u05d7 \u05d4\u05e6\u05d1\u05d5\u05e8 \u05d5\u05d4\u05d9\u05d7\u05d9\u05d3 \u05d4\u05e6\u05d9\u05e5 \u05de\u05e8\u05e6\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05d3\u05dd \u05d5\u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05d2\u05d5\u05e3 \u05d7\u05d5\u05e5 \u05de\u05e0\u05d6\u05d9\u05e8 \u05d5\u05e2\u05d5\u05e9\u05d4 \u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05de\u05e8\u05e6\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05d3\u05dd \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e8\u05e6\u05d4 \u05e2\u05dc \u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05ea \u05d4\u05d2\u05d5\u05e3 <\/span> (P\u2019sa\u1e25im VI u. N\u2019zirut VI). Wir sehen hier den Nachdruck auf die Unreinheit der Person gelegt, die des Blutes aber, f\u00fcr welche ja keine Ausnahme besteht, nur so nebenbei angef\u00fchrt, und gewinnen dadurch einen Anhalt, um die Betonung von <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d6\u05d9\u05e8 \u05d5\u05e2\u05d5\u05e9\u05d4 \u05e4\u05e1\u05d7<\/span> in der Mischna zu verstehen. Bei allen anderen Opfern kommt es auf die Reinheit des Darbringers nicht sehr an, wenn nur diejenigen nicht unrein waren, welche die Opferhandlungen vornahmen. Nicht so beim Pesach und dem Naziropfer. Von jenem wissen wir bereits aus K. V, M. 3 (s. das. Anm. 12\u201413), dass es untauglich ist und daher verbrannt werden muss, wenn es f\u00fcr Unreine geschlachtet wurde [.<a href=\"#fnref321\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn322\"><p>Nach R. Simon b. Lakisch (Jer. z. St.&nbsp;u. Babli Z\u2019ba\u1e25im 104b), der seine Ansicht auf 1. Chronik 29,19 st\u00fctzt, wird der ganze Tempelberg mit dem Namen Bira bezeichnet; nach R. Johanan (ebend.), f\u00fcr dessen Auffassung wieder Nehemja 2, 8 (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05e8\u05d4 \u05d0\u05e9\u05e8 \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea<\/span>) zu sprechen scheint, versteht man darunter nur die Tempelburg (s. K. III Anm. 52 u. Josephus Ant. 15, 11, 4, nach welchem die Baris erst von den Makkab\u00e4ern erbaut wurde).<a href=\"#fnref322\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn323\"><p>K. III Anm. 53. \u2014 Diese zun\u00e4chst im Interesse der Mittellosen getroffene Anordnung wurde, um denselben das kr\u00e4nkende Gef\u00fchl einer Zur\u00fccksetzung zu ersparen, auch auf die Reichen ausgedehnt. Obgleich die \u00f6ffentliche Verbrennung im Angesichte des Tempels eine Strafe war, durch welche die Unachtsamen besch\u00e4mt werden sollten, wurde doch selbst bei dieser Gelegenheit auf das leicht verletzte Zartgef\u00fchl der Armen schonende R\u00fccksicht genommen.<a href=\"#fnref323\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn324\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 12, 10.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref324\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn325\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d9\u05e7\u05df<\/span> ist von <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05e7<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05e9\u05df<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05e9<\/span> gebildet. In der Bibel ist diese Form (Endung \u00e2n) bei Eigennamen ziemlich h\u00e4ufig (<span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e7\u05d8\u05df<\/span> 1. B. M. 10, 25; <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05de\u05e8\u05df \u05d9\u05e7\u05e9\u05df \u05de\u05d3\u05d9\u05df<\/span> das. 25, 2; <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9\u05e9\u05df \u05d7\u05de\u05d3\u05df \u05d0\u05e9\u05d1\u05df \u05d9\u05ea\u05e8\u05df \u05d1\u05dc\u05d4\u05df \u05d6\u05e2\u05d5\u05df <\/span> das. 36, 27\u201428), sonst aber recht selten (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d3\u05df \u05d0\u05dc\u05de\u05df \u05d3\u05e8\u05d1\u05df \u05e7\u05e8\u05d1\u05df<\/span>). Im Talmud ist das Verh\u00e4ltnis ein umgekehrtes. Bei Eigennamen \u00e4usserst selten \u2014 mir f\u00e4llt augenblicklich blos <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05de\u05df<\/span> ein, was vielleicht nur ein verk\u00fcrztes <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05de\u05e0\u05d9<\/span> (Neh. 7, 7) ist \u2014 begegnet uns diese Form dort sehr oft als nomen agentis, um eine T\u00e4tigkeit, die das Participium als vor\u00fcbergehend hinstellt, als gewohnheitsm\u00e4ssig zu bezeichnen (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d6\u05dc\u05df \u05d3\u05e8\u05e9\u05df \u05e9\u05e7\u05d3\u05df \u05e1\u05e4\u05d3\u05df \u05e1\u05e8\u05d1\u05df \u05e7\u05e4\u05d3\u05df<\/span> u. v. a.), zuweilen auch wie in <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e8\u05d1\u05df<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05e8\u05e7\u05df<\/span> als nomen actionis. Selbst von Hauptw\u00f6rtern werden solche Formen gebildet, z. B. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05ea\u05df \u05de\u05e7\u05d1\u05df \u05e6\u05d9\u05e8\u05df \u05de\u05d0\u05d5\u05e9\u05db\u05df<\/span> (Bechorot VII); ja es hat sich diese Endung so eingeb\u00fcrgert, dass man sie auch in sp\u00e4terer Zeit zu Neubildungen benutzt hat (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05e2\u05e1\u05df<\/span> Heisssporn, <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e7\u05e9\u05df<\/span> Querkopf, <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05de\u05e6\u05df<\/span> Geizhals u. a. m.) und noch heute verwendet. Im Arabischen findet sich diese Wortform ebenfalls, u. z. als nomen agentis mit den Vokalen a od. o \u00fcber dem ersten Stammbuchstaben, als nomen actionis auch mit i. In der Bibel hat dieselbe als nomen actionis gew\u00f6hnlich o an dieser Stelle (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b8\u05d1\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05df, \u05e7\u05b8\u05e8\u05b0\u05d1\u05b8\u05bc\u05df<\/span>), seltener a (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05b8\u05bd\u05e8\u05b0\u05d1\u05b8\u05df<\/span> Ez. 40, 43 und <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b7\u05d1\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05df<\/span> Ester 9, 5), im Talmud ausschlie\u00dflich o; es fragt sich nur, wie es sich in dieser Beziehung mit dem nomen agentis verh\u00e4lt. Der Volksmund hat sich entsprechend der Vokalisation von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b7\u05dc\u05b0\u05de\u05b8\u05df<\/span> (Jirm. 51, 5) und <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05b8\u05bd\u05e8\u05b0\u05d1\u05b8\u05df<\/span> (1. Sam. 13, 21) f\u00fcr die Aussprache mit Patach entschieden; im Jeruschalmi aber steht hinter dem ersten Stammbuchstaben meist ein W\u00e2w als Lesemutter f\u00fcr o z. B. <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05e6\u05e2\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> (oben IV 7) <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d5\u05e6\u05d7\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> (Sota IX 8, auch im Babli das. 47a unten u. 47b Mitte), <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05d9\u05d9\u05e9\u05df<\/span> (zu Kidduschin IV 1 zweimal und zu Synh. VI 9 dreimal) und so auch hier <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05d5\u05d9\u05d9\u05e7\u05df<\/span> (dreimal; im Mischnatext jedoch <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e6\u05d9\u05e7\u05e0\u05d9\u05dd<\/span>). Bei <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d6\u05dc\u05df<\/span> schwankt die Schreibung (zu Kid. II 1 mit W\u00e2w, zu Baba M. VI 3 ohne dasselbe, zu Baba K. I 1 und Synh. VIII 3 bald <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05d6\u05dc\u05df<\/span>, bald <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d6\u05dc\u05df<\/span>). <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05de\u05df<\/span> (syr. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d7\u05de\u05df<\/span>) wird ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e8\u05d1\u05df<\/span> stets ohne <span dir=\"rtl\">\u05d5<\/span> geschrieben, dagegen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e8\u05d2\u05de\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d5\u05e8\u05d2\u05de\u05df<\/span> (syr. <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d2\u05de\u05df<\/span>) stets mit <span dir=\"rtl\">\u05d5<\/span>. Im vierten Segenspruche der T\u2019fillat Jom hakkippurim beten wir <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9 \u05d0\u05ea\u05d4 \u05e1\u05d5\u05dc\u05d7\u05df \u05dc\u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc \u05d5\u05de\u05d5\u05d7\u05dc\u05df \u05dc\u05e9\u05d1\u05d8\u05d9 \u05d9\u05e9\u05d5\u05e8\u05d5\u05df<\/span>, was nat\u00fcrlich nicht, wie \u00e4ltere Ausgaben punktieren, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05b9\u05dc\u05b0\u05d7\u05b8\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05b9\u05d7\u05b2\u05dc\u05df<\/span> (ihr Verzeiher u. Vergeber), sondern <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b8\u05dc\u05b0\u05d7\u05b8\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b8\u05d7\u05b0\u05dc\u05b8\u05df<\/span> (od. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b8\u05d7\u05b8\u05bd\u05dc\u05b8\u05df<\/span> = mo\u1e25\u00b0l\u00e2n) auszusprechen ist. Nach alldem glaube ich, dass bei der in Rede stehenden Wortform der erste Stammbuchstabe mit kurzem o zu vokalisieren w\u00e4re, wenn sich dieselbe vom Part. Kal, in welchem dieses o lang ist, herleiten l\u00e4sst (daher <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05b8\u05c1\u05e7\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05b8\u05bc\u05e8\u05b0\u05e9\u05b8\u05c1\u05e0\u05b4\u05d9\u05dd<\/span> Sota IX 15, <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05b8\u05e4\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05df<\/span> Abot II 5, nicht aber <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05b7\u05e4\u05b0\u05d3\u05b8\u05bc\u05df<\/span>, noch weniger <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05b7\u05e4\u05b0\u05bc\u05d3\u05b8\u05df<\/span>), mit a dagegen und folgendem Dagesch, wenn sie vom Pi\u2018el gebildet ist (daher <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05b7\u05d7\u05b2\u05de\u05b8\u05df ,\u05e7\u05b7\u05d1\u05b0\u05bc\u05dc\u05b8\u05df<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05dd\u05b8\u05bd\u05e8\u05b0\u05d1\u05b8\u05df ,\u05e8\u05b7\u05d7\u05b0\u05de\u05b8\u05df<\/span>; vermutlich ist auch <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dc\u05de\u05df<\/span>, obgleich das <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> nicht verdoppelt erscheint, ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05d1\u05df<\/span> auf den Pi\u2018el zur\u00fcckzuf\u00fchren, da das Dagesch, sofern es sich nicht um die Buchstaben <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d2\u05d3\u05db\u05e4\u05ea<\/span> handelt, nach einer bekannten Regel gern ausf\u00e4llt). Bei den aus Quadriliteris wie <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e8\u05d2\u05e4<\/span> geschaffenen Neubildungen dieser Art hat man zwischen a und o die Wahl. Die Denominativa sind nach denselben Grunds\u00e4tzen zu vokalisieren, also <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05b4\u05e4\u05b0\u05ea\u05b8\u05bc\u05df<\/span> (R\u00fcbekopf, v. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05b6\u05e4\u05b6\u05ea<\/span>), <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b7\u05e7\u05b0\u05bc\u05d1\u05b8\u05df<\/span> (Hammerkopf, v. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b7\u05e7\u05b8\u05bc\u05d1<\/span>) u. \u00e4.<a href=\"#fnref325\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn326\"><p>Das Fleisch des Pesach darf am Nachmittag des Vierzehnten die Mauern Jerusalems nicht verlassen, in der Nacht zum F\u00fcnfzehnten nicht einmal das Haus, in welchem es gegessen wird (2. B. M. 12, 46); ist es dennoch geschehen, so muss es ebenso wie unrein gewordenes verbrannt werden. Hier ist selbstverst\u00e4ndlich vom Vierzehnten die Rede, sonst k\u00f6nnte das Fleisch nicht sofort vernichtet werden, da am F\u00fcnfzehnten, wie die folgende Mischna lehrt, Opferfleisch nicht verbrannt werden darf. \u2014 Zu <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> vgl. K. III Anm. 1.<a href=\"#fnref326\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn327\"><p>in welchem Falle das Fleisch nach Anm. 54 gleichfalls nicht gegessen werden darf.<a href=\"#fnref327\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn328\"><p>Da am Fleische selbst kein Makel haftet, kann man es nicht ohne weiteres verbrennen, weil man Geweihtes, solange es seine Weihe nicht eingeb\u00fcsst hat, nicht vernichten darf. Man muss es also zun\u00e4chst dahin bringen, dass das Fleisch verdirbt oder wenigstens unansehnlich wird, wor\u00fcber der Nachmittag sicher zu Ende geht, so dass die Verbrennung, da solche am Feiertage nicht zul\u00e4ssig ist, erst am Sechzehnten stattfinden kann. Im Jer. ist die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05ea\u05d5 \u05d5\u05d9\u05e6\u05d0 \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span>; s. auch <span dir=\"rtl\"> \u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> z. St.&nbsp;\u2014 Die Form <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05ea\u05d5<\/span> findet sich auch Mischna Z\u2019ba\u1e25im VIII 4, ferner Jer. P\u2019sa\u1e25im VI Ende u. Babli das. 34a u. b, 73b, 82b sowie M\u2019na\u1e25ot 48a u. b wohl an die zehn Mal. Maimonides schreibt in seinem Kodex an allen diesen Stellen konsequent <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05ea\u05d5<\/span> (Bet habbe\u1e25ira II 14, T\u2019midim umusafim VIII 16 u. P\u2019sule hammokdaschin IV 26, VI 19\u201420, XIX 2\u20144). In der Tosefta schwankt die Lesart zwischen <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d5\u05d1\u05e8<\/span> (P\u2019sa\u1e25im IX Mitte u. Z\u2019ba\u1e25im I g. A.), <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d1\u05e8<\/span> (das. IV Anf., VII g. A. und VIII Mitte, M\u2019na\u1e25ot VI g. E. und P\u2019sa\u1e25im VI Mitte), <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d9\u05e2\u05d1\u05e8<\/span> (Z\u2019ba\u1e25im VIII Mitte); die Zuckermandel\u2019sche Ausgabe hat an diesen Stellen 5 Mal (S. 165 Z. 19\u201420, S. 171 Z. 14, S. 479 Z. 18, S. 484 Z. 32) <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d9\u05d1\u05e8<\/span>(?) 3 Mal <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e2\u05d1\u05e8<\/span> (S. 489 Z. 29, S. 492 Z. 3, S. 520 Z. 37) und 1 Mal <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d9\u05e2\u05d1\u05e8<\/span> (S. 492 Z. 5). In Babli B\u2019rachot 40b wie an der Parallelstelle Baba B. 95b unten lesen wir <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc \u05e9\u05e2\u05d1\u05e8\u05d4 \u05e6\u05d5\u05e8\u05ea\u05d5 <\/span>, ebenso Tosefta T\u2019rumot IX g. E. (ed.&nbsp;Zuck. S. 42 Z. 3 jedoch <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d9\u05d1\u05e8\u05d4<\/span>); wo der Ausdruck aber in hierologischem Sinne gebraucht wird, hat Babli durchweg statt des Kal die Pu\u2018alform, eine Lesart, welche durch das an den oben aus Babli P\u2019sa\u1e25im angef\u00fchrten Stellen oft wiederholte Substantiv <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d1\u05d5\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> gesichert ist. Es scheint also, dass man es nicht der Zeit \u00fcberliess, das frische Aussehen der Gegenst\u00e4nde zu ver\u00e4ndern, sondern bem\u00fcht war, diesen Prozess k\u00fcnstlich zu f\u00f6rdern. In der Tat finden wir, dass man gewisse untauglich gewordene Vogelopfer zu diesem Zwecke in ein Loch warf, das sich an der Westseite der zum \u00e4ussern Altar f\u00fchrenden schiefen Ebene befand; vgl. Mischna Tamid III 3 mit Tosefta Z\u2019ba\u1e25im VII g. A. (S. 489 Z. 27f). Vielleicht wurde auch anderes Opferfleisch und Opferbrot, das unbrauchbar geworden und doch nicht sofort verbrannt werden durfte, in \u00e4hnlicher Weise behandelt, damit es schneller verd\u00fcrbe.<a href=\"#fnref328\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn329\"><p>Nach der einen Auffassung im Babli z. St.&nbsp;selbst wenn die Eigent\u00fcmer erst nach der Opferung unrein geworden oder gestorben sind; nach einer andern Erkl\u00e4rung dagegen nur dann, wenn der Tod oder die Unreinheit noch vor der Sprengung des Blutes eintrat, weil nun infolge der gesetzwidrigen Opferung am Fleische selbst ein Makel haftet.<a href=\"#fnref329\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn330\"><p>da kein Unbeteiligter (K. V, Anm. 10) an Stelle der unreinen oder verstorbenen Teilhaber vom Pesach essen darf (s. K. VIII Anm. 2).<a href=\"#fnref330\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn331\"><p>deren Mark geniessbar ist, aber nicht gegessen werden kann, weil man die Knochen des Pesach nach 2. B. M. 12, 46 nicht \u00f6ffnen darf. Marklose Knochen werden \u00fcberhaupt nicht verbrannt, sondern wie alles Ungeniessbare weggeworfen [Maimonides spricht in Hil. P\u2019sul\u00ea hammokdaschin XIX 9 nicht von marklosen, sondern von markleeren Knochen].<a href=\"#fnref331\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn332\"><p>die man essen kann, aber aus religi\u00f6sen, in der Tora nicht begr\u00fcndeten Bedenken nicht essen mag. Von der Tora verbotene Sehnen werden ebenso wie die ungeniessbaren einfach weggeworfen.<a href=\"#fnref332\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn333\"><p>was von den geniessbaren und erlaubten Teilen des Pesach bis Mitternacht nicht verzehrt wurde.<a href=\"#fnref333\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn334\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 12, 10.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref334\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn335\"><p>Verbrennen geh\u00f6rt zu den am Schabbat verbotenen Handlungen und ist auch am Feiertage nur zum Zwecke der Speisebereitung gestattet. Nun gilt es allerdings als Regel, dass Gebote die ihnen entgegenstehenden Verbote zur\u00fcckdr\u00e4ngen; hier indessen trifft diese Regel nicht zu.<a href=\"#fnref335\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn336\"><p>Dieser Satz kann verschieden aufgefasst werden. Man kann ihn als Einleitung zur zweiten H\u00e4lfte der Mischna betrachten; Alles was am alten Ochsen geniessbar ist, darf auch vom Pesach gegessen werden, selbst Knorpel und Knochenenden; wer aber einen Knochen zerbricht, also auch derjenige, der einen Knochen zerbeisst, den man eben nur bei einem so zarten L\u00e4mmchen, nicht aber bei einem \u00e4ltern Tiere essen kann, ist strafbar. (Maimonides Hil. Korban Pesa\u1e25 X 9). Man kann ihn aber auch als Erg\u00e4nzung der vorigen Mischna auffassen, in welcher mit dem Worte <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05e8<\/span> auf das Verbot in 2. B. M. 12, 10 hingedeutet wurde: Nur solche Teile des Pesach muss man essen, die auch am \u00e4ltesten Ochsen geniessbar sind, auch Knorpel u. dgl.; Knochen aber und Sehnen unterliegen dem Verbot des \u201e\u00dcbriglassens\u201c nicht, obschon sie im vorliegenden Falle genie\u00dfbar sind (R. Abraham b. Dawid das.). Nach einer dritten, von Raschi herr\u00fchrenden und von R. \u2018Obadja adoptierten Erkl\u00e4rung, laut welcher dieser Satz lehren will, dass man der Vorschrift nicht gen\u00fcgt, wenn man vom Pesach nur solche Teile isst, die bei \u00e4lteren Tieren ungeniessbar sind, f\u00fcgt sich derselbe minder gut in den Zusammenhang; sein eigentlicher Platz w\u00e4re vielmehr VIII 3\u20144.<a href=\"#fnref336\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn337\"><p><span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> sind nach Maimuni\u2019s Mischnakommentar die Gelenkb\u00e4nder, welche die Knochen mit einander verbinden. Er scheint das Wort vom Verbum <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e3<\/span> abgeleitet zu haben, welches in Targum u. Talmud ziemlich oft in dem Sinne von Vereinigen gebraucht wird. Ein Substantiv <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e3<\/span> kommt aber in dieser Bedeutung nicht vor. Auch muss Maimonides selbst diese Erkl\u00e4rung sp\u00e4ter verworfen haben, da er in seinem Kodex (s. d.&nbsp;vor. Anm.) die Stelle so auffasst, dass sie sich auf das Verbot in 2. B. M. 12, 46 E. bezieht, dieses Verbot aber, wie Maim. das. \u00a7 5 ausdr\u00fccklich bemerkt, sich auf Sehnen und B\u00e4nder nicht erstreckt. Gew\u00f6hnlich bezeichnet <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> die Fl\u00fcgel des Vogels, zuweilen auch die Arme und H\u00e4nde des Menschen [<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d1\u05dc\u05d9\u05df \u05de\u05e7\u05e8\u05d9\u05d1\u05d9\u05df) \u05dc\u05db\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd \u05d5\u05d0\u05d7\u05e8 \u05db\u05d3 \u05de\u05e7\u05d1\u05dc\u05d9\u05df (\u05de\u05dc\u05de\u05d3\u05d9\u05df) \u05dc\u05d8\u05d4\u05e8\u05d5\u05ea <\/span>) Tos. Demoi II g. Mitte (ed.&nbsp;Zuck. S. 48 Z. 6), Jer. das. II 3 und Babli B\u2019chorot 30b; ebenso das gleichbedeutende <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d1\u05e8\u05d5\u05ea\u05d9\u05d4 \u05e0\u05d5\u05e9\u05d0\u05d5\u05ea \u05d0\u05d5\u05ea\u05d4 \u05d1\u05d0\u05d2\u05e4\u05d9\u05d4<\/span> Schabbat 129a]; auf die Vorderf\u00fcsse der S\u00e4ugetiere wird wohl der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d3\u05d9\u05e4<\/span>, aber meines Wissens weder <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> noch <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> angewendet. Auch ist nicht einzusehen, warum grade die Enden der Vorder- und nicht auch die der Hinterf\u00fcsse? Ich vermute, dass <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd<\/span>, auch sonst auf Fl\u00fcgelartiges \u00fcbertragen (vgl. K\u00ealim XI 6 u. XIV 4\u20146), hier die Schulterbl\u00e4tter bedeutet, welche sowohl ihrer Form als ihrer Lage nach am ehesten als \u201eFl\u00fcgel\u201c bezeichnet werden k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref337\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn338\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e1\u05d7\u05d5\u05e1<\/span> (im Syr. auch <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e1\u05d5\u05dd<\/span>) ist eine Palpelform des Stammes <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e1<\/span>, der urspr\u00fcnglich das Zarte, Weiche bezeichnet, in der Bibel aber nur in der \u00fcbertragenen Bedeutung schonender Milde und Z\u00e4rtlichkeit vorkommt.<a href=\"#fnref338\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn339\"><p>auf Grund des Verbotes in 2. B. M. 12, 46 und 4. B. M. 9, 12.<a href=\"#fnref339\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn340\"><p>geschweige denn vom unreinen, selbst wenn es in Unreinheit dargebracht wurde und daher gegessen wird (oben Mischna 4).<a href=\"#fnref340\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn341\"><p>sofern es von vornherein in Unreinheit geopfert wurde.<a href=\"#fnref341\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn342\"><p>Es ist zwar 2. B. M. 12, 10 verboten vom Pesach etwas Geniessbares \u00fcbrig zu lassen, die \u00dcbertretung wird aber aus zwei Gr\u00fcnden nicht bestraft: 1. weil sie nicht in einer Handlung, sondern in einer Unterlassung besteht (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5 \u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05d5 \u05de\u05e2\u05e9\u05d4<\/span>); 2. weil sie durch Erf\u00fcllung des daselbst unmittelbar folgenden Gebots, das \u00dcbriggebliebene zu verbrennen, wieder gut gemacht werden kann (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d5\u05ea \u05dc\u05d0 \u05ea\u05e2\u05e9\u05d4 \u05e9\u05d9\u05e9 \u05d1\u05d4 \u05e7\u05d5\u05dd \u05e2\u05e9\u05d4<\/span> \u1e24ullin XII 4, oder nach sp\u00e4terer Terminologie <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5 \u05d4\u05e0\u05d9\u05ea\u05e7 \u05dc\u05e2\u05e9\u05d4<\/span>). Das Verbot ferner, einen Knochen des Pesach zu zerbrechen, beschr\u00e4nkt sich nach der \u00dcberlieferung auf die in Reinheit dargebrachten Opfer dieser Art. Ist ein solches sp\u00e4ter unrein oder sonst unbrauchbar geworden, so ist die Frage, ob ein Verstoss gegen das in Rede stehende Verbot strafbar ist, Gegenstand einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Tannaim R. Jakob und R. Simon in der Tosefta (P\u2019sa\u1e25im VI g. E., ed.&nbsp;Zuck. S. 165 Z. 24f; s. auch Babli 83a u. Jer. ed.&nbsp;Wien VII 10 S. 27a, ed.&nbsp;Kr. VII 9 S. 35a <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05e8 \u05dc\u05d4 \u05db\u05e8\u05f3 \u05d9\u05e2\u05e7\u05d1 <\/span> und sp\u00e4ter <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d1\u05e8 \u05e9\u05de\u05d5\u05d0\u05dc \u05db\u05e8\u05f3 \u05d9\u05e2\u05e7\u05d1<\/span>). Von den Amoraim bejaht R. Abun im Jer. z. St.&nbsp;diese Frage schlechthin, w\u00e4hrend Abaje sie im Babli z. St.&nbsp;zu verneinen scheint. Maimonides entscheidet dieselbe in bejahendem Sinne (Hil. Korban Pesab X 6).<a href=\"#fnref342\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn343\"><p>aus der Mauer Jerusalems bzw. dem Raume, in welchem das Pesach gegessen wird; vgl. Anm. 50. In Sifra (zu 3. B. M. 7, 19; ed.&nbsp;Weiss S. 37c) lautet zwar das Zitat: <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05df \u05d0\u05de\u05e8\u05d5 \u05d0\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0 \u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05d7\u05d5\u05de\u05d4 \u05d1\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05d7\u05d5\u05ea\u05da \u05e2\u05e8 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e2\u05e6\u05dd \u05d5\u05e7\u05d5\u05dc\u05e3 \u05e2\u05d3 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e4\u05e8\u05e7 \u05d5\u05de\u05ea\u05d9\u05e8\u05d5 \u05de\u05df \u05d4\u05e4\u05e8\u05e7 \u05d5\u05d7\u05d5\u05ea\u05da \u05d5\u05d1\u05de\u05d5\u05e7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd \u05d7\u05d5\u05ea\u05e8 \u05d1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d9\u05e5 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3 <\/span>; dort erfordert aber die Wortstellung, in welcher sich <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05e8 \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> nicht nur auf <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>, sondern auch auf <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05d5\u05e7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span> bezieht, den Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05d7\u05d5\u05de\u05d4<\/span>, w\u00e4hrend derselbe hier nicht so sehr am Platze ist, da die Umgebung, in der unsere Mischna steht, darauf schliessen l\u00e4sst, dass es sich schon um die h\u00e4usliche Feier in der Nacht zum F\u00fcnfzehnten handelt.<a href=\"#fnref343\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn344\"><p>Opferfleisch, welches die ihm vom Gesetz angewiesenen Schranken verlassen hat (<span dir=\"rtl\"> \u05d1\u05e9\u05e8 \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0 \u05d7\u05d5\u05e5 \u05dc\u05de\u05d7\u05d9\u05e6\u05ea\u05d5<\/span>), darf nicht gegessen werden. Diese Schranken sind: 1. f\u00fcr alle Opfer die Mauern Jerusalems, 2. f\u00fcr solche von h\u00f6herer Heiligkeit die Mauern des Tempels, 3. f\u00fcr das Pesach in der Nacht zum F\u00fcnfzehnten das Haus, in welchem es von den Festgenossen verzehrt werden soll. Befand sich ein St\u00fcck teils inner- und teils ausserhalb der Schranke, so ist nur der hinausragende Teil verboten, der daher abgeschnitten und verbrannt werden muss, der Rest ist zum Genusse erlaubt. War es nun irgend ein Glied des Pesach, das ein wenig hinausragte, so kann man den verbotenen Teil nicht einfach weghauen, weil nach 2. B. M. 12, 46 die Knochen nicht verletzt werden d\u00fcrfen. Man mache daher an der Grenzlinie zwischen dem Gestatteten und dem Verbotenen einen Einschnitt in das Fleisch rings um den Knochen, l\u00f6se das erlaubte Fleisch so ab, dass der Knochen bis zum Gelenk blosgelegt ist, schneide dort die Gelenkb\u00e4nder durch, trenne den Knochen ab und verbrenne ihn mit dem an seinem Ende haftenden Fleische.<a href=\"#fnref344\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn345\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Anm. 34.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref345\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn346\"><p>Man entfernt den zu verbrennenden Teil, indem man ihn einfach abschneidet, wenn auch der Schnitt mitten durch den Knochen geht. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e4\u05d9\u05e5<\/span> ist das gr. \u03f0\u03bf\u03c0\u03af\u03c2.<a href=\"#fnref346\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn347\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05e3<\/span>, in Jer. z. St.&nbsp;konsequent <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05d5\u05e3<\/span> geschrieben, ist weder T\u00fcrfl\u00fcgel, wie Levy will, noch Schloss, wie Kohut meint, sondern die Oberschwelle. Nur so ist es zu verstehen, wenn im Jer. hier so oft von <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d7\u05ea \u05d4\u05d0\u05d2\u05d5\u05e3<\/span> gesprochen wird und im Babli die Frage er\u00f6rtert wird, wie es denn mit dem <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05e3<\/span> selbst zu halten ist, ob derselbe als innerhalb oder ausserhalb des Hauses liegend anzusehen sei? Demnach h\u00e4ngt das Wort weder mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e3<\/span> (Fl\u00fcgel) noch mit <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e3<\/span> (schliessen) zusammen; es ist vielmehr von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d2\u05e3<\/span> (stossen, schlagen) abzuleiten, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b7\u05d2\u05b8\u05bc\u05e3<\/span> bezw. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d2\u05bc\u05d5\u05bc\u05e3<\/span> (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05b7\u05d1\u05bc\u05d5\u05bc\u05d1<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d1\u05d5\u05d1<\/span>) zu lesen und bezeichnet genau so wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05e7\u05d5\u05e3<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e7\u05e3<\/span> = schlagen) zun\u00e4chst wohl die innere Kante der Oberschwelle, auf welche die sich schliessende Th\u00fcr st\u00f6sst oder anschl\u00e4gt (so in N\u2019darim VII 5; s. Babli das. 56b) und in weiterm Sinne die Oberschwelle \u00fcberhaupt. F\u00fcr die Unterschwelle hat die Mischna den Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e1\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> (s. K. IX M. 2).<a href=\"#fnref347\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn348\"><p>Die Schwelle selbst und die ganze Th\u00fcr\u00f6ffnung werden bei den Thoren des Tempels mit Ausnahme des Nikanorthores dem Innern gleich geachtet, bei den Stadtthoren Jerusalems und ebenso (nach Maim. Hil. Korban Pesa\u1e25 IX 1 \u2014 <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05d0\u05e2\u05f4\u05e4 \u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05e8\u05d0\u05d9\u05d4 \u05dc\u05d3\u05d1\u05e8 \u05d6\u05db\u05e8 \u05dc\u05d3\u05d1\u05e8 \u05d1\u05e0\u05d3\u05e8\u05d9\u05dd \u05e4\u05f4\u05d6 \u05de\u05f4\u05d4<\/span>) bei Privatr\u00e4umen als aussen befindlich angesehen.<a href=\"#fnref348\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn349\"><p>die Oberfl\u00e4che der Mauer oder etwaige L\u00f6cher in den W\u00e4nden, nicht aber die D\u00e4cher.<a href=\"#fnref349\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn350\"><p>damit sie deutlich gesondert erscheinen und kein Durcheinander entstehe, in welchem jemand aus Versehen von dem Pesach der andern Gruppe essen k\u00f6nnte, w\u00e4hrend man der Pflicht nur durch dasjenige Pesach gen\u00fcgt, an dem man sich seinen Anteil noch vor dem Schlachten gesichert hat (K. VIII Anm. 26; s. auch Anm. 2 das.). Da sich in alter Zeit die Tischgenossen nicht um eine Tafel gruppierten, jeder einzelne vielmehr, auf einem Ruhebette gelagert, sein eigenes Tischchen vor sich hatte, so konnte eine Trennung zweier Gesellschaften nur dadurch augenf\u00e4llig bewirkt werden, dass sie sich gegenseitig den R\u00fccken kehrten. Heute w\u00fcrden wir das Ziel einfacher dadurch erreichen, dass wir sie an zwei m\u00f6glichst weit von einander entfernten Tafeln speisen lassen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05dc\u05da<\/span> ist zusammengezogen aus <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9 \u05dc\u05db\u05d0<\/span>.<a href=\"#fnref350\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn351\"><p>in welchem das Wasser erw\u00e4rmt wird, mit dem der Wein gemischt werden soll. In <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05d7\u05dd<\/span> ist <span dir=\"rtl\">\u05d9<\/span> wohl nur Lesemutter, nicht Stammbuchstabe. Das Wort ist wahrscheinlich von <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05dd<\/span> (warm) wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b5\u05e6\u05b7\u05e8<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e8<\/span> gebildet und nicht von <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d7\u05dd<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05d8\u05d1<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d8\u05d1<\/span>, denn <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d7\u05dd<\/span> scheint eher zu den <span dir=\"rtl\">\u05dd\u05f4\u05d5<\/span> als zu den <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05f4\u05d9<\/span> zu geh\u00f6ren.<a href=\"#fnref351\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn352\"><p>der am Pesach der einen Gesellschaft beteiligt ist, aber beide bedient.<a href=\"#fnref352\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn353\"><p>der andern Gesellschaft die Becher zu f\u00fcllen, w\u00e4hrend er einen Bissen im Munde hat. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2<\/span>, eigentl. mischen, steht wie das lat. misceo auch pr\u00e4gnant f\u00fcr mischend zurechtmachen, einschenken; daher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2 \u05d0\u05ea \u05d4\u05db\u05d5\u05e1 <\/span> = poculum miscere.<a href=\"#fnref353\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn354\"><p>damit es nicht aussehe, als \u00e4sse er auch mit der andern Gesellschaft (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d0\u05d4 \u05d0\u05d5\u05db\u05dc \u05de\u05e9\u05e0\u05d9 \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> Tosefta K. VI Ende.<a href=\"#fnref354\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn355\"><p>nach seiner eigenen Gruppe hin.<a href=\"#fnref355\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn356\"><p>wenn sie sich durch die Blicke der Tischgenossen bel\u00e4stigt f\u00fchlt; denn es ist ja klar, dass sie der Gaffer wegen der Gesellschaft den R\u00fccken kehrt, nicht aber, um sich von derselben abzusondern und auszuschliessen. Vermuthlich ist auch hier wie in Joma VIII 1 (s. Babli das. 78b und K\u2019\u1e6dubot 4a) der Begriff <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc\u05d4<\/span> nicht auf die Hochzeitswoche beschr\u00e4nkt, sondern auf einen ganzen Monat nach der Heimf\u00fchrung auszudehnen.<a href=\"#fnref356\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn357\"><p>Am Nachmittage des 14. Nisan um die Zeit der Darbringung des Pesachopfers.<a href=\"#fnref357\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn358\"><p>Vom Pesach d\u00fcrfen nur diejenigen essen, die sich noch vor dem Schlachten des betreffenden Opfertieres in die Zahl seiner Teilhaber haben aufnehmen lassen [Z\u2019ba\u1e25im V 8, ein Grundsatz, der sich merkw\u00fcrdigerweise im Maimuni\u2019s Kodex an mehreren Stellen vorausgesetzt, aber nirgends klar ausgesprochen findet; s. jedoch Anm. 6 u. K. IX Anm. 48]. Ist ein Teilnehmer das Haupt einer Familie, so gelten seine Hausgenossen stillschweigend als mitbeteiligt, u. z. die unm\u00fcndigen Kinder und die Sklaven in jedem Falle, die Ehefrau, die m\u00fcndigen Kinder und das Gesinde, solange sie nicht durch eine entsprechende Erkl\u00e4rung oder Handlung Widerspruch erheben. Geh\u00f6ren nun Schwiegervater und Eidam zu zwei verschiedenen Festgenossenschaften, so kann es unter Umst\u00e4nden zweifelhaft sein, ob die verheiratete Tochter zu den Hausgenossen ihres Vaters oder zu denen ihres Gatten z\u00e4hlt. Es wird zun\u00e4chst darauf ankommen, wo sich die junge Frau am R\u00fcsttage des Pesachfestes befindet. Ging sie gegen Mittag schon ins Elternhaus, um daselbst das Fest zu verleben, so hat sie damit deutlich genug zu erkennen gegeben, dass sie am Opfermahl ihres Vaters teilnehmen will. Von einem solchen Falle, in welchem der Ehemann \u2014 gleichviel ob am ersten Feste nach der Hochzeit, welches die jungen Frauen der Sitte gem\u00e4ss im Elternhause anzubringen pflegen, oder in sp\u00e4teren Jahren \u2014 vern\u00fcnftigerweise auf die Beteiligung seiner Frau nicht rechnen und das Pesach erst gar nicht f\u00fcr sie schlachten wird, spricht die Mischna nicht. Wie aber, wenn sie Nachmittags zur Zeit der Opferung noch im Hause des Gatten weilt? Wird sie bei ihm das Pesach feiern, oder wird sie sich noch vor Einbruch der Nacht ins Elternhaus begeben? Vater und Gatte, beide rechnen auf sie, beide haben f\u00fcr sie geschlachtet; da sie aber so wenig Ungeduld verriet und so geringes Verlangen nach ihren Angeh\u00f6rigen, so ist laut unserer Mischna selbst am ersten Feste nach ihrer Verm\u00e4hlung anzunehmen, dass sie im entscheidenden Augenblicke entschlossen war, dasselbe gegen die allgemeine Sitte bei ihrem Gatten zuzubringen. Hatte sie aber bereits ein Fest im Elternhause verlebt, so kann man in der Folgezeit aus ihrem Mangel an Eifer keinerlei Schl\u00fcsse ziehen, denn es ist nur nat\u00fcrlich, dass ihre Sehnsucht nicht mehr so st\u00fcrmisch ist. Da ist es, wie der n\u00e4chste Satz der Mischna uns belehrt, in der Tat zweifelhaft, ob der Gatte oder der Vater mit gr\u00f6sserm Rechte auf ihre Beteiligung rechnen darf. (So nach Maimonides (s. Anm. 5). Nach R. Tam (s. Tos. z. St.) ist es grade umgekehrt: Hat die Ehefrau bereits ein Fest im Hause des Vaters verlebt, so ist sie in der Folge unzweifelhaft Teilhaberin an dem Pesach des Gatten; hat sie dagegen bis jetzt noch kein Fest im Elternhause zugebracht, so ist die Entscheidung zweifelhaft].<a href=\"#fnref358\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn359\"><p>nach ihrer Verm\u00e4hlung.<a href=\"#fnref359\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn360\"><p>Ein Fest feiern wird hebr\u00e4isch durch <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d4<\/span> (machen) ausgedr\u00fcckt; vgl. 5. B. M. 5, 15. 16, 13.<a href=\"#fnref360\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn361\"><p>an jedem folgenden Pesachfeste. [Nach Raschi und allen anderen Kommentatoren ist auch im Nachsatze noch vom ersten Feste die Rede. In dieser Auffassung befangen, konnte sich R. Josef Karo in Hil. Korban Pesa\u1e25 II 11 nicht zurechtfinden (s. auch <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05dd \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span>, dessen Erkl\u00e4rung nicht befriedigt). Ich vermuthe, dass Maimuni die Form <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d4<\/span> als Plusquamperfekt auffasst, so dass der Hauptsatz <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d0\u05db\u05dc \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4<\/span> nicht mehr vom <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d2\u05dc \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> spricht, sondern von sp\u00e4teren Festen gleich der Baraita im Babli z. St.&nbsp;<span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d0\u05df \u05d5\u05d0\u05d9\u05dc\u05da \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05ea \u05de\u05e9\u05dc \u05d0\u05d1\u05d9\u05d4 \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05de\u05e9\u05dc \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4<\/span>. H\u00e4tte <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d4<\/span> an dieser Stelle blos Perfektbedeutung, so w\u00e4re der ganze Vordersatz ebenso \u00fcberfl\u00fcssig wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d1\u05d6\u05de\u05df<\/span> gleich zu Anfang. Die Mischna h\u00e4tte das, was sie nach Raschi sagen will, viel k\u00fcrzer und auch deutlicher mit den Worten ausdr\u00fccken k\u00f6nnen: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0\u05e9\u05d4 \u05e9\u05e9\u05d7\u05d8 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05e9\u05d7\u05d8 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4 \u05d0\u05d1\u05d9\u05d4 \u05ea\u05d0\u05db\u05dc \u05de\u05e9\u05dc \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05e8\u05d2\u05dc \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 <\/span>. Ist nun unsere Vermutung begr\u00fcndet, so stimmt die Mischna im Grunde mit der im Babli angef\u00fchrten Baraita \u00fcberein, und wenn dort <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e8\u05de\u05d9\u05e0\u05d4\u05d9<\/span> gefragt wird, so liegt der angebliche Widerspruch nicht in den Bestimmungen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05db\u05d0\u05df \u05d5\u05d0\u05d9\u05dc\u05d3<\/span>, sondern nur in denen \u00fcber <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d2\u05dc \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>, f\u00fcr welchen die Baraita <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05ea \u05de\u05e9\u05dc \u05d0\u05d1\u05d9\u05d4<\/span>, die Mischna dagegen schlechthin <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d0\u05db\u05dc \u05de\u05e9\u05dc \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> anordnet, ein Widerspruch, der sehr einfach durch den Hinweis auf die Voraussetzung <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05df \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05d1\u05d1\u05d9\u05ea \u05d1\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> gel\u00f6st wird, laut welcher in der Mischna von dem Ausnahmef\u00e4ll einer <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e0\u05d4 \u05e8\u05d3\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> die Rede ist. Dass die Bestimmung <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d0\u05db\u05dc \u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05d9\u05d0 \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4<\/span> nur die sp\u00e4teren Feste im Auge hat, ist auch die Ansicht von R. Tam (s. Tos. z. St.), der deshalb den Worten <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d4 \u05e8\u05d2\u05dc \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span> im Vordersatze die sehr gezwungene Deutung giebt: <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df \u05dc\u05d4\u05dc\u05d9\u05db\u05d4<\/span>. Um so mehr muss es auffallen, dass er es nicht vorgezogen hat, <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05db\u05d4<\/span> als Plusquamperfekt anzusehen, wodurch sich alle die Schwierigkeiten von selbst heben, mit denen er vergebens ringt, und die er zum Teil erst durch Textes\u00e4nderung beseitigen kann. Freilich h\u00e4tte er dann auch in der Sache selbst seine der Entscheidung Maimuni\u2019s entgegengesetzte Ansicht (vgl. Anm. 2) aufgeben m\u00fcssen.]<a href=\"#fnref361\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn362\"><p>Da es nach Mischna 3 erforderlich ist, noch vor dem Schlachten des Pesach den Beitritt anzumelden (s. Anm. 26), so k\u00f6nnte es befremden, dass hier der Frau die Entscheidung f\u00fcr die eine oder die andere Gesellschaft bis zum letzten Augenblicke, dem Beginne des Mahles vorbehalten bleibt. Beachtet man indessen, dass im weitern Verlaufe unserer Mischna noch von Minderj\u00e4hrigen (vgl. Anm. 8) und Sklaven die Rede ist, so wird man aus dieser Zusammenstellung den Schluss ziehen k\u00f6nnen, dass die Mischna hier den Standpunkt vertritt, den Frauen sei die Teilnahme am Pesachmahle nicht geboten, sondern nur anheimgestellt, weshalb es bei ihnen nicht so genau darauf ankommt, ob sie rechtzeitig ihren Beitritt erkl\u00e4rt haben [, obschon sie, wenn dies der Fall war, an ihren durch Wort oder Tat kundgegebenen Entschluss gebunden sind. Nach der Halacha erstreckt sich aber das Gebot des Pesachopfers in allen seinen Bestimmungen auch auf das weibliche Geschlecht. Demnach muss die Frau in zweifelhaften F\u00e4llen wie hier noch vor dem Schlachten ihre Wahl treffen. Unter dieser Voraussetzung darf sie zwar auch in dem an der Spitze unserer Mischna er\u00f6rterten Falle da essen, wo sie will; w\u00e4hrend sie aber dort, wenn eine Willens\u00e4usserung unterblieben, eo ipso an dem Pesach ihres Gatten beteiligt ist, kann sie hier ohne ihre ausdr\u00fcckliche Zustimmung weder vom Vater noch vom Ehemanne als Mitbeteiligte angesprochen werden und ist daher, wenn sie sich nicht rechtzeitig entschieden und ihren Entschluss, sei es auch nur durch Widerspruch gegen ihre Zuziehung zur andern Gesellschaft, ge\u00e4ussert hat, vom Pesachmahl in beiden H\u00e4usern ausgeschlossen.<a href=\"#fnref362\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn363\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05d8\u05e8\u05d5\u05e4\u05d5\u05e1<\/span> ist das gr. \u1f10\u03c0\u03af\u03c4\u03f1\u03bf\u03c0\u03bf\u03c2<a href=\"#fnref363\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn364\"><p>Der in Anm. 2 an die Spitze gestellte Grundsatz gilt nur f\u00fcr Grossj\u00e4hrige, die zur Beteiligung am Pesach verpflichtet sind, nicht f\u00fcr Unm\u00fcndige (B. Nissim zu N\u2019darim 36a), die ja ohnehin nicht verf\u00fcgungsf\u00e4hig sind und rechtsg\u00fcltige Erkl\u00e4rungen nicht abgeben k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref364\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn365\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>er darf weder bei beiden essen, weil es unzul\u00e4ssig ist, an zwei verschiedenen Gesellschaften teilzunehmen (vgl. VII 13 Anm. 78), noch soll er bei einem der beiden ohne Zustimmung des andern essen, weil die Herren eines gemeinsamen Sklaven gew\u00f6hnlich eifers\u00fcchtig auf einander sind und jeder von ihnen selbst den Schein der Preisgabe eines seiner Rechte so \u00e4ngstlich meidet, dass er sogar in der Zuziehung des Sklaven zum Pesachmahl des andern eine Schm\u00e4lerung seines eigenen Besitztitels argw\u00f6hnen k\u00f6nnte.<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref365\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn366\"><p>Das ist ein Sklave, der urspr\u00fcnglich mehreren Eigent\u00fcmern geh\u00f6rte, sp\u00e4ter aber von einem derselben freigelassen wurde. Ein solcher kann nach Gi\u1e6d\u1e6din IV 5 seine \u00fcbrigen Herren zwingen, ihm ebenfalls die Freiheit zu geben, er steht daher nicht mehr unter ihrer Botm\u00e4ssigkeit, ja er z\u00e4hlt nicht einmal zu ihrem \u201eGesinde\u201c im Sinne des Pesachgesetzes (s. Anm. 2) und ist an ihrem Opfer auch dann nicht beteiligt, wenn er gegen seine Zuziehung keinen Widerspruch erhoben hat.<a href=\"#fnref366\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn367\"><p>es sei denn, dass er sich noch vor dem Schlachten ausdr\u00fccklich zur Teilnahme bereit erkl\u00e4rt hat.<a href=\"#fnref367\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn368\"><p>ohne anzudeuten, welche von den beiden Tierarten, unter denen man die Wahl hat, er nehmen soll.<a href=\"#fnref368\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn369\"><p>obgleich er selbst ein L\u00e4mmchen vorgezogen h\u00e4tte.<a href=\"#fnref369\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn370\"><p>weil er ihm die Auswahl \u00fcberlassen hat.<a href=\"#fnref370\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn371\"><p>von dem zuerst geschlachteten Tiere. Die Rede ist von einem sehr vornehmen Herrn, wie ja schon daraus ersichtlich, dass er einen Diener mit der Besorgung des Pesach beauftragt. Minder vornehme Leute lassen sich in der Erf\u00fcllung eines g\u00f6ttlichen Gebotes nicht gern vertreten und bem\u00fchen sich wohl selber. Die grossen Herren nun k\u00fcmmern sich in der Regel nicht viel um Minuten selbst des K\u00fcchenzettels. Das ist Sache ihres chef de cuisine. Findet dieser es f\u00fcr gut, seiner Herrschaft ein gebratenes B\u00f6cklein als Pesach vorzusetzen, so kann er \u2014 vorausgesetzt, dass es gut zubereitet ist \u2014 ihres Beifalls sicher sein, und wenn er trotzdem nachtr\u00e4glich noch ein L\u00e4mmchen schlachtete, so tat er es nur, um seine Vorsorge f\u00fcr alle Anspr\u00fcche und Geschmacksrichtungen ins hellste Licht zu setzen. In einem f\u00fcrstlichen Haushalt kommt es ja auf ein L\u00e4mmchen nicht an. In Wahrheit hat er kraft seiner unumschr\u00e4nkten Machtvollkommenheit das B\u00f6ckchen f\u00fcr seine Herrschaft zum Pesach bestimmt. Wenn aber der Diener eines gew\u00f6hnlichen Mannes in \u00e4hnlicher Lage zweierlei Tiere schlachtete, so geschah es in \u00e4ngstlicher Ablehnung der seinem Gutd\u00fcnken anheimgestellten Auswahl; es ist also keines derselben mit der n\u00f6tigen Bestimmtheit als Pesachopfer geweiht, keines derselben darf daher gegessen vielmehr m\u00fcssen beide verbrannt werden (Babli z. St.).<a href=\"#fnref371\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn372\"><p>Ob er ihm ein B\u00f6kchen oder ein L\u00e4mmchen zu schlachten aufgetragen [<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9 \u05d4\u05d5\u05d9 \u05de\u05e6\u05d9 \u05dc\u05d0\u05d5\u05e7\u05de\u05d0 \u05de\u05ea\u05e0\u05d9\u05ea\u05df \u05d1\u05e2\u05d1\u05e8 \u05e2\u05d1\u05e8\u05d9 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05e7\u05e9\u05d4 \u05de\u05d9\u05d3\u05d9 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d3\u05d8\u05e8\u05d7 \u05dc\u05de\u05e6\u05d5\u05d0 \u05ea\u05e7\u05e0\u05d4 \u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d1\u05e2\u05d1\u05d3 \u05db\u05e0\u05e2\u05e0\u05d9 \u05d5<\/span>].<a href=\"#fnref372\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn373\"><p>Zu <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0\u05d5<\/span> s. K. III Anm. 1.<a href=\"#fnref373\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn374\"><p>Vermutlich (s. K. IX Anm. 49) ein Tempelraum, in welchem Opferfleisch, das erst nach einiger Zeit verbrannt werden kann, inzwischen verwahrt wird; vgl. VII 9, wo in den Jeruschalmiausgaben die Lesart ebenfalls <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e6\u05d0 \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span> statt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e9\u05e8\u05e3 \u05d1\u05e9\u05e9\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8<\/span> lautet. In unserm Falle w\u00fcrde auch R. Jo\u1e25anan b. B\u2019roka (ebend.) nicht gestatten, die beiden Pesach sofort dem Feuer zu \u00fcbergeben, da es doch immerhin m\u00f6glich ist, dass sich noch im letzten Augenblicke kurz vor Mitternacht der Herr oder der Diener wieder erinnert, wie der Auftrag gelautet hat, so dass die beiden Tiere doch noch verzehrt werden k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref374\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn375\"><p>Der Fall ist nicht mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d2\u05d2 \u05d0\u05d5 \u05e0\u05d0\u05e0\u05e1<\/span> (IX 1) zu vergleichen, weil hier auch ohne Opfermahl der Satzung des Pesach Gen\u00fcge geschah. Die Person des Eigent\u00fcmers war ja f\u00fcr jedes der beiden Tiere bei der Darbringung mit gen\u00fcgender Bestimmtheit pr\u00e4zisiert, der Zweifel, der den Genuss unm\u00f6glich macht, ist erst sp\u00e4ter eingetreten, als auch der Auftraggeber verga\u00df. Hatte dieser aber noch vor der Sprengung des Blutes den Wortlaut seines Auftrages vergessen, sind Herr und Diener nach einem Berichte im Babli z. St.&nbsp;trotz der M\u00f6glichkeit einer Wiedererinnerung zur Feier des zweiten Pesach verpflichtet, weil zur Zeit der Darbringung ein Zweifel \u00fcber die Person des Inhabers schwebte und mithin das Opfer untauglich ist; laut einer andern \u00dcberlieferung das. haben sie auch in diesem Falle ihrer Pflicht gen\u00fcgt, weil dem Allwissenden gegen\u00fcber, vor dem der Zweifel nicht besteht, der ihnen den Genuss des Pesach unm\u00f6glich macht, die Person des Eigent\u00fcmers genau bestimmt war. Maimonides entscheidet (Hil. Korban Pesa\u1e25 III 2) gem\u00e4ss der ersten Ansicht, ohne auch nur andeutungsweise die auch im Talmud nicht auftauchende, nun aber auf der Hand liegende Frage zu streifen, wie es denn zu halten ist, wenn der eine oder der andere sich tats\u00e4chlich noch in zw\u00f6lfter Stunde erinnert hat? Folgerichtig w\u00e4r\u2019s, das Fleisch beider Tiere trotzdem zu verbrennen und die Inhaber auf das zweite Pesach zu verweisen. Indessen k\u00f6nnte man einwenden, dass solange die Erinnerung nicht v\u00f6llig erloschen ist, sondern nur gewissermassen im Ged\u00e4chtnis schlummert, von einem \u201eVergessen\u201c im eigentlichen Sinne nicht die Rede sein kann.<a href=\"#fnref375\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn376\"><p>Wie aus dem Folgenden ersichtlich, heisst <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> hier nicht hinaufziehen, sondern heraufkommen, d.&nbsp;i. in der heiligen Stadt ein treffen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d9\u05e0\u05d9<\/span> = <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d9 \u05d0\u05e0\u05d9<\/span>.<a href=\"#fnref376\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn377\"><p><span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05db\u05d4 \u05d0\u05ea \u05d0\u05d7\u05d9\u05d5<\/span> ist nicht zu verwechseln mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05db\u05d4 \u05dc\u05d0\u05d7\u05d9\u05d5<\/span>. Dieses bedeutet zueignen, jenes begl\u00fccken und im engern Sinne jemand die Ausf\u00fchrung einer guten Tat, die Erf\u00fcllung eines Gebotes erm\u00f6glichen. Eine f\u00f6rmliche Zueignung kann hier nicht gemeint sein, denn eine solche w\u00e4re, wenn es sich um grossj\u00e4hrige Kinder handelt, nach dem Schlachten erfolglos (Anm. 2), und wenn um minderj\u00e4hrige, \u00fcberfl\u00fcssig (Anm. 8). In der Tat hatte die Kundgebung des Vaters nur den Zweck, die Kinder zu gr\u00f6sserm Eifer anzuspornen, damit sie rechtzeitig zur h\u00e4uslichen Pesachfeier in Jerusalem eintreffen, in Wahrheit aber hat er das Opfer f\u00fcr sie alle geschlachtet. Deshalb hat der zuerst Eingetroffene, obschon dem Namen nach alleinberechtigter Inhaber des ganzen Pesach, in Wirklichkeit doch nur \u201eseinen Anteil erworben\u201c; immerhin sind die Br\u00fcder in gewissem Sinne seine G\u00e4ste, die es ihm zu danken haben, dass sie an seiner Tafel die Pesachpflicht erf\u00fcllen.<a href=\"#fnref377\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn378\"><p>zu der an einem Opfertiere beteiligten Gesellschaft. \u00dcber den Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05de\u05e0\u05d9\u05df<\/span> s. K. V Anm. 10.\u2014 Im Jer. ist die Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05e0\u05de\u05e0\u05d9\u05df \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span>. Der Sinn wird dadurch nicht ge\u00e4ndert.<a href=\"#fnref378\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn379\"><p>Soviel muss jeder Teilnehmer mindestens vom Pesach essen, um das Gebot zu erf\u00fcllen.<a href=\"#fnref379\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn380\"><p>W\u00f6rtlich: seine H\u00e4nde davon zur\u00fcckziehen.<a href=\"#fnref380\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn381\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc\u05d9\u05d5<\/span> steht hier in der Bedeutung \u201eseinetwegen\u201c. Im Babli fehlt das Wort.<a href=\"#fnref381\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn382\"><p>kann man seinen Austritt erkl\u00e4ren; den Beitritt aber muss man selbst nach R. Simon noch vor dem Schlachten anmelden (Tosefta VII g. A., ed.&nbsp;Zuck. S. 166 Z. 18-19).<a href=\"#fnref382\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn383\"><p>damit sie nicht durch seine G\u00e4ste an ihrem Anteil beeintr\u00e4chtigt werden.<a href=\"#fnref383\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn384\"><p>denn es ist zul\u00e4ssig, dass ein Pesach auf mehrere Genossenschaften verteilt wird<a href=\"#fnref384\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn385\"><p>W\u00f6rtlich: zwei Beobachtungen. Die Ableitung der Worte <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d0\u05d9\u05d9\u05d4<\/span> vom gr. \u1fe5\u03ad\u03c9 halte ich nicht f\u00fcr zutreffend.<a href=\"#fnref385\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn386\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d5<\/span> am Schluss des n\u00e4chsten Satzes ist auch hierher zu beziehen. Im Jer. fehlt indessen das Possessiv durchweg.<a href=\"#fnref386\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn387\"><p>Ein Fl\u00fcssiger (3. B M. 15,1\u201415), der nur eine Ergiessung wahrgenommen, wird noch mit Ausgang desselben Tages wieder rein, sofern er das vorschriftsm\u00e4ssige Reinigungsbad genommen. F\u00fcr ihn kann daher, selbst wenn er am 14. Nisan unrein geworden, so dass ihm der Zutritt zum Heiligtum Nachmittags noch verwehrt ist, das Pesach dargebracht werden, das ja erst in der Nacht zu verzehren ist, zu welcher Zeit er seine Reinheit bereits wieder erlangt hat. Hat er dagegen zwei Ergiessungen an sich beobachtet, gleichviel ob hintereinander oder an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, so ist er auch die n\u00e4chsten sieben Tage noch unrein, kann aber, sofern er in dieser ganzen Zeit keine Ergiessung mehr wahrgenommen, am siebenten Tage das Reinigungsbad nehmen und nach Anbruch der Nacht Opferfleisch geniessen. Hat er gar drei Ergiessungen bemerkt, ohne das zwischen der ersten und zweiten oder der zweiten und dritten ein voller Kalendertag verstrich, so muss er nach dem Reinigungsbad noch zwei Tauben opfern, die er aber erst am folgenden Tage nach Sonnenaufgang darbringen kann, weshalb ihm nur dann die M\u00f6glichkeit sich am Pesach zu beteiligen offensteht, wenn der 14. Nisan schon der achte Tag nach der letzten Ergiessung ist.<a href=\"#fnref387\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn388\"><p>Zum Verst\u00e4ndnis dieses Begriffes ist vorauszuschicken, dass eine Frau, die ausserhalb ihrer Menstruationszeit Blutfluss wahrnimmt, f\u00fcr den Rest des Tages und die folgende Nacht unrein ist, u. z. nicht allein im hierologischen Sinne gleich dem Gegenstande der vorigen Anm., sondern auch im hosiologischen (Kap. I Anm. 26), d.&nbsp;h. sie muss sich nicht nur von allem Heiligen, sondern ebenso gewissenhaft von ihrem Manne fernhalten. Am n\u00e4chsten Morgen nimmt sie das vorgeschriebene Bad, durch welches sie indessen nur dann die Reinheit erlangt, wenn sie den ganzen Tag \u00fcber von Blutfluss verschont bleibt. Stellt sich dagegen ein solcher auch nur gegen Abend ein, so hat derselbe insofern r\u00fcckwirkende Kraft, als alles das, womit sie nach ihrem Bade in Ber\u00fchrung gekommen, ebenso unrein ist, wie wenn sie gar nicht gebadet h\u00e4tte. Daraus ergibt sich f\u00fcr sie die Notwendigkeit, sich w\u00e4hrend des ganzen zweiten Tages \u201eabwartend\u201c zu verhalten, d.&nbsp;h. sich wegen der schwebenden oder imminenten Unreinheit aus Vorsicht dieselbe Enthaltsamkeit aufzuerlegen, die ihr am ersten Tage infolge der an ihr haftenden oder, wenn man will, immanenten Unreinheit das Gesetz zur Pflicht machte. \u2014 Der Ausdruck erkl\u00e4rt sich am besten, wenn man <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05e8<\/span> in der Bedeutung \u201ewarten\u201c nimmt. Die in Rede stehende Frau wartet dem gestrigen unreinen Tage gegen\u00fcber heute einen reinen Tag ab. In Horajot 4a wird derselbe Begriff durch <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05ea \u05d0\u05d7\u05d3 \u05dc\u05d0\u05d7\u05d3<\/span> ausgedr\u00fcckt.<a href=\"#fnref388\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn389\"><p>Wenn eine Frau zwei Tage hintereinander Blutfluss wahrgenommen hat, braucht sie nicht etwa den beiden unreinen gegen\u00fcber zwei reine Tage aufweisen zu k\u00f6nnen (s. Sifra zu 15, 25, ed.&nbsp;Weiss 79a), sie darf vielmehr schon am Morgen des dritten das Reinigungsbad nehmen und Nachts, sofern sie rein geblieben, Opferfleisch gemessen.<a href=\"#fnref389\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn390\"><p>So wird die Frau bezeichnet, die an drei aufeinander folgenden Tagen ausserhalb ihrer Menstruationszeit Blutfluss bemerkt hat. (Nach sp\u00e4terer Terminologie heisst sie zum Unterschiede von der <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05de\u05e8\u05ea \u05d9\u05d5\u05dd \u05d1\u05e0\u05d2\u05d3 \u05d9\u05d5\u05dd<\/span>, die k\u00fcrzer <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d1\u05d4 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span> genannt wird, <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d1\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 <\/span>). Dieselbe erlangt die volle Reinheit erst wieder, wenn sie sieben Kalendertage hindurch von Blutfluss ganz verschont geblieben, fr\u00fchestens am siebenten Tage nach Sonnenaufgang das vorgeschriebene Bad genommen und am n\u00e4chsten Morgen oder sp\u00e4ter zwei Tauben als Opfer dargebracht bat (3. B. M. 15, 25\u201430).<a href=\"#fnref390\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn391\"><p>nach Aufh\u00f6ren des Blutflusses; dagegen ist oben \u201eder zweite\u201c bezw. \u201edritte Tag\u201c von der ersten Wahrnehmung an zu rechnen.<a href=\"#fnref391\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn392\"><p>Wem der Vater oder die Mutter, der Bruder oder die Schwester, der Gatte oder die Gattin, der Sohn oder die Tochter durch den Tod entrissen wurde, der darf am Sterbetage nach einem Gesetz der Tora von keinem Opfer essen, selbst wenn er mit der Leiche in keiner Weise, auch nicht mittelbar in Ber\u00fchrung gekommen, so dass er vollst\u00e4ndig rein geblieben ist. Eine rabbinische Verordnung dehnt zwar dieses Verbot auch auf die folgende Nacht aus (s. Anm. 54), erstreckt sich aber nicht auf das Fleisch des Pesach. \u2014 Das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e0\u05df<\/span> ist offenbar mit <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e0\u05d4<\/span> (wehklagen) verwandt, wovon <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d0\u05e0\u05d9\u05d4 \u05d5\u05d0\u05e0\u05d9\u05d4<\/span> und vermutlich auch <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e0\u05d9<\/span> (5. B. M. 26, 14) u. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> (Hosea 9, 4).<a href=\"#fnref392\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn393\"><p>um Versch\u00fcttete zu retten. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e7\u05d7<\/span> steht hier in seinem urspr\u00fcnglichen Sinne: auftun, \u00f6ffnen (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e7\u05e2<\/span> u. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05df \u05e4\u05e7\u05d5\u05e2\u05d4<\/span>). In der Bibel fast ausschliesslich vom \u00d6ffnen des Auges gebraucht, hat das Wort im Talmud gew\u00f6hnlich die \u00fcbertragene Bedeutung der F\u00fcrsorge (z. B. Schabbat XXIII 4 <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e7\u05d7 \u05e2\u05dc \u05e2\u05e1\u05e7\u05d9 \u05db\u05dc\u05d4 <\/span> u. Babli das. 150a <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e7\u05d5\u05d7 \u05e0\u05e4\u05e9 \u05d5\u05e4\u05e7\u05d5\u05d7 \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>) und der Einsicht (daher <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d9\u05e7\u05d7<\/span>; vgl. das arab. <span dir=\"rtl\">\u0641\u063a\u0647<\/span>). Jeruschalmi liest hier <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05de\u05e4\u05e7\u05d7 \u05d1\u05d2\u05dc<\/span>, wonach das Verbum auch an dieser Stelle ein Denominativ von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e7\u05d5\u05d7 \u05e0\u05e4\u05e9<\/span> sein k\u00f6nnte; doch wird schon in Tos. Jom Tob mit Recht auf das Targum zu Kohelet 3, 5 (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e7\u05d7\u05d0 \u05d3\u05d2\u05d5\u05e8 \u05d0\u05d1\u05e0\u05d9\u05df<\/span>) hingewiesen.<a href=\"#fnref393\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn394\"><p>Selbst wenn ihrer eine gr\u00f6ssere Anzahl ist, sollen sie doch f\u00fcr sich kein besonderes Pesach darbringen lassen, sondern sich lieber anderen Gesellschaften anschliessen.<a href=\"#fnref394\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn395\"><p>Die Leidtragenden k\u00f6nnten unversehens noch nachtr\u00e4glich durch die Leiche unrein werden [<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05d9 \u05d0\u05d9\u05db\u05d0 \u05dc\u05de\u05d9\u05de\u05e8 \u05d0\u05e4\u05e9\u05e8 \u05dc\u05d9\u05d9\u05e9\u05d1 \u05dc\u05e8\u05e2\u05ea \u05e8\u05e2\u05f4\u05d1 \u05d6\u05f4\u05dc \u05d3\u05d0\u05db\u05ea\u05d9 \u05d9\u05e9 \u05dc\u05d7\u05d5\u05e9 \u05e9\u05de\u05d0 \u05de\u05ea\u05d5\u05da \u05e6\u05e2\u05e8\u05d5 \u05d5\u05d8\u05e8\u05d3\u05ea \u05dc\u05d1\u05d5 \u05d9\u05e9\u05db\u05d7 \u05d5\u05de\u05d4 \u05e9\u05d4\u05e7\u05e9\u05d4 \u05d1\u05d7\u05d5\u05f3 \u05d9\u05d5\u05f4\u05d8 \u05d4\u05ea\u05d9\u05e0\u05d7 \u05e7\u05d5\u05d3\u05dd \u05e7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4 \u05d0\u05d1\u05dc \u05d0\u05dd \u05d1\u05e9\u05e2\u05ea \u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05db\u05d1\u05e8 \u05e0\u05e7\u05d1\u05e8 \u05d4\u05de\u05ea \u05d5\u05d9\u05db\u05e0\u05e1 \u05d5\u05d9\u05d8\u05de\u05d0 \u05d1\u05db\u05dc\u05d9\u05dd \u05e9\u05d4\u05d9\u05d5 \u05e9\u05dd \u05d1\u05d0\u05d4\u05dc \u05d4\u05de\u05ea \u05d0\u05e2\u05f4\u05d2 \u05d3\u05dc\u05e9\u05d5\u05df \u05e9\u05de\u05d0 \u05d9\u05d8\u05de\u05d0 \u05dc\u05de\u05d7\u05d5 \u05dc\u05d0 \u05de\u05e9\u05de\u05e2 \u05d4\u05db\u05d9<\/span>], die Versch\u00fctteten tot aufgefunden, die Gefangenen doch nicht entlassen werden, die Kranken und die Greise am Abend nicht mehr im Stande sein vom Pesach zu essen, so dass dieses \u00fcbrig bliebe und verbrannt werden m\u00fcsste, da Unbeteiligte nach Anm. 2 davon nicht essen d\u00fcrfen. F\u00fcr die Verhafteten ist diese Bef\u00fcrchtung nach Babli nur dann begr\u00fcndet, wenn sie von Nichtjuden gefangen gehalten werden, jedoch hinf\u00e4llig, wenn ein j\u00fcdischer Gerichtshof sie verurteilt und ihnen zur Pesachfeier einen Urlaub nach Jerusalem versprochen hat, in welchem Falle mithin auch ein besonderes Pesach unbedenklich f\u00fcr sie geschlachtet werden darf; nach Jeruschalmi dagegen ist in unserer Mischna grade von einem j\u00fcdischen Gef\u00e4ngnis die Rede, so dass man auf Gefangene, die in der Gewalt der Heiden sich befinden, \u00fcberhaupt nicht \u201ez\u00e4hlen\u201c k\u00f6nnte \u2014 trotz der zugesicherten Freilassung, und f\u00fcr solche, die von Israeliten gefangen gehalten werden, nicht besonders schlachten d\u00fcrfte, da immerhin mit der M\u00f6glichkeit zu rechnen ist, dass ihnen infolge eines Verschuldens oder wegen sp\u00e4ter aufgetauchten Fluchtverdachts der verheissene Urlaub nach Jerusalem doch nicht gew\u00e4hrt wird. Befindet sich indessen das Gef\u00e4ngnis innerhalb der Mauern der heiligen Stadt, so kann man in allen F\u00e4llen sogar ein besonderes Pesach f\u00fcr sie bereiten, da sie es ja im Gef\u00e4ngnisse verzehren k\u00f6nnen.<a href=\"#fnref395\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn396\"><p><span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9\u05db\u05da<\/span> bezieht sich auf <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05d7\u05d8\u05d9\u05df \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4\u05df<\/span> im ersten Satze. Da man bei der Darbringung des Pesach befugt war, auf ihre Beteiligung zu rechnen, so haben sie ihrer Pflicht gen\u00fcgt, auch wenn ihnen durch unverhofften Eintritt der in vor. Anm erw\u00e4hnten Hindernisse die Teilnahme am Opfermahl nachtr\u00e4glich verwehrt wird.<a href=\"#fnref396\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn397\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e8\u05e2<\/span> (l. era\u2018) ist westaram. Form der 3. P. m. s. pf. Kal f\u00fcr ostaram. <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05e2<\/span> (ara\u2018), erweicht aus <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05e2<\/span> (arab. <span dir=\"rtl\">\u0639\u0631\u0636<\/span>) wie <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e2<\/span> aus <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e2<\/span> (hebr. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e5<\/span>); <span dir=\"rtl\">\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d5<\/span> finden sich als Lesem\u00fctter in unpunktierten Texten auch bei Halbvokalen; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d5\u05de\u05e8\u05d9\u05dd ,\u05d0\u05d9\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd ,\u05d0\u05d9\u05de\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref397\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn398\"><p>Vgl. Anm. 19.<a href=\"#fnref398\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn399\"><p>Da die Versch\u00fctteten als Leichen herausgezogen wurden, so m\u00fcssen wir, solange nicht das Gegenteil erwiesen ist, auf Grund des gegenw\u00e4rtigen Befundes (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d5\u05ea \u05db\u05e9\u05e2\u05ea \u05de\u05e6\u05d9\u05d0\u05ea\u05df<\/span>) annehmen, dass sie schon tot waren, als der zur ihrer Rettung Herbeigeeilte zu graben anfing, dieser also bei der Darbringung seines Pesach bereits unrein war und mithin nach 4. B. M. 9, 10\u201411 zur Feier des zweiten Pesach verpflichtet ist; denn nicht nur derjenige ist unrein, der einen Toten tr\u00e4gt oder ber\u00fchrt, sondern ebenso derjenige, der unter einem Dache mit ihm weilt oder selbst ein Dach \u00fcber denselben bildet, indem er sich \u00fcber ihn oder sein Grab neigt. War jedoch der Steinhaufen von einiger Ausdehnung und lagen die versch\u00fctteten an dem einen Ende, w\u00e4hrend er sein Rettungswerk am andern Ende begann, so dass mit der M\u00f6glichkeit zu rechnen ist, er k\u00f6nnte w\u00e4hrend der Darbringung seines Pesach noch rein geblieben sein, ist auch er von der Bereitung des zweiten Pesach befreit.<a href=\"#fnref399\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn400\"><p>vorausgesetzt, dass der Inhaber es allein verzehren kann.<a href=\"#fnref400\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn401\"><p>Das kann bedeuten: es ist keiner von ihnen im Stande; es kann aber auch den Sinn haben: es ist nicht jeder von ihnen im Stande. Letztere Auffassung d\u00fcrfte im Hinblick auf Kap. V Anm. 9 als die richtigere erscheinen. Wenn kein einziger der Teilhaber das vorgeschriebene Minimum verzehren kann, ist ja das Opfer sogar untauglich. Da ist es doch selbstverst\u00e4ndlich, dass man es unter diesen Umst\u00e4nden nicht darbringen darf. [.<a href=\"#fnref401\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn402\"><p>Das sind nicht mehr Worte des R. Jose, das ist vielmehr eine allgemeine Ansicht, der auch R. Juda beistimmen kann. [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e8\u05e2\u05f4\u05d1 \u05e9\u05e0\u05de\u05e9\u05da \u05d0\u05d7\u05e8 \u05e4\u05d9\u05f3 \u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05d6\u05f4\u05dc \u05dc\u05d0 \u05e9\u05dd \u05dc\u05d1\u05d5 \u05d0\u05dc \u05d3\u05e0\u05e8\u05d9 \u05d4\u05ea\u05d5\u05dd\u05f3 \u05d3\u05f4\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05de\u05d4\u05e8\u05e9\u05f4\u05d0 <\/span>].<a href=\"#fnref402\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn403\"><p>Weil die Sklaven durch schl\u00fcpfrige Reden das Ohr der Frauen verletzen und durch zuchtloses Betragen die Herzen der Kinder vergiften k\u00f6nnten.<a href=\"#fnref403\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn404\"><p>Obgleich er sich von der Leiche g\u00e4nzlich fern gehalten hat \u2014 andernfalls d\u00fcrfte er ja als Unreiner das Pesach nicht einmal ber\u00fchren \u2014 muss er doch vor dem Opfermahle ein Bad nehmen, weil er als Leidtragender nichts Heiliges geniessen durfte, und daher anzunehmen ist, dass er sich nicht mit der Achtsamkeit von allem Unreinen fernhielt, welche diejenigen anwenden m\u00fcssen, die von Opfern zu essen befugt sind (s. Hagiga III 3).<a href=\"#fnref404\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn405\"><p>gleichviel ob sein Angeh\u00f6riger am Vor- oder am Nachmittag des 14. Nisan starb, da das Pesach nun einmal f\u00fcr ihn bereitet ist. Doch wird es von vornherein nur dann f\u00fcr die Hinterbliebenen dargebracht, wenn der Tod erst Nachmittags eintrat, als die Pflicht des Pesach bereits auf ihnen ruhte (V 3); war das Leben schon Vormittags erloschen, soll erst gar nicht f\u00fcr sie geschlachtet werden, sie feiern dann das Pesach im n\u00e4chsten Monat.<a href=\"#fnref405\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn406\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Anm. 37. \u2014 \u00dcber die Gegen\u00fcberstellung zweier Begriffe wie <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05e9\u05d9\u05dd<\/span>, von denen der eine in dem andern enthalten ist, s. Kap. VII Anm. 34.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref406\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn407\"><p>W\u00f6rtlicher: Wer die Nachricht \u00fcber einen ihm nahestehenden Toten empf\u00e4ngt. Vorausgesetzt wird bei diesem Schulausdruck, dass die Trauerkunde erst nach dem Todestage, aber noch vor Ablauf von dreissig Tagen eintraf.<a href=\"#fnref407\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn408\"><p>Die kausative Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05dc\u05e7\u05d8<\/span> ergiebt sich zwar nicht aus der Form des Wortes, wohl aber auf Grund sachlicher Erw\u00e4gungen aus dem Zusammenhange. Wenn er die Gebeine selbst exhumiert h\u00e4tte, w\u00e4re er ja sieben Tage unrein und d\u00fcrfte daher diese ganze Zeit nichts Heiliges ber\u00fchren. Mit der Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05dc\u05e7\u05d8 \u05dc\u05d5 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5\u05ea<\/span> soll hier nur ganz allgemein die Veranlassung angedeutet werden, aus welcher er den Vorschriften \u00fcber Leidtragende unterworfen ist.<a href=\"#fnref408\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn409\"><p>Das Gesetz, welches Leidtragenden von Opfern zu essen verbietet und sich urspr\u00fcnglich auf den Todestag beschr\u00e4nkt, ist von den Rabbinen auf die folgende Nacht, und falls die Bestattung erst sp\u00e4ter stattfindet, auf die ganze zwischen dem Hinscheiden und dem Ende des Beerdigungstages liegende Zeit ausgedehnt worden, ferner auf den Tag der Exhumation und des Eintreffens einer Trauerbotschaft, jedoch mit Ausschluss der folgenden Nacht, in welcher die Angeh\u00f6rigen demnach von Opfern jeder Art essen k\u00f6nnen, sofern sie das Bad genommen haben, welches mit R\u00fccksicht darauf, dass ihnen bis zum Abend der Opfergenuss verwehrt war, erforderlich ist (vgl. Anm. 49).<a href=\"#fnref409\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn410\"><p>Das Proselytenbad gen\u00fcgt nicht zu diesem Behufe, weil es einen andern Zweck als den der Reinheit im Sinne des Opfergesetzes hat (vgl. Hagiga II, 6); er muss vielmehr ein besonderes Bad mit dem Vorsatze nehmen, sich durch dasselbe f\u00fcr die Opferspeise vorzubereiten und sich nach demselben aufs Peinlichste von allem Unreinen fernzuhalten.<a href=\"#fnref410\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn411\"><p>Der Satz hat das Gepr\u00e4ge eines Sinnspruchs, dessen ethischer Hintergrund nicht erst erkl\u00e4rt zu werden braucht. Wohl aber fordert die halachische Bedeutung desselben eine l\u00e4ngere Auseinandersetzung. Aus 4 B. M. 19. 11 ff.&nbsp;ist bekannt, dass die durch eine Leiche oder ein Grab (das. 16) verursachte Unreinheit nicht weniger als sieben Tage anh\u00e4lt und auch nach Ablauf dieser Frist nur dann weicht, wenn dem allgemeinen Reinigungsbade die daselbst (17\u201419) vorgeschriebenen besonderen Sprengungen vorangegangen sind. Wurde die erste Besprengung am dritten Tage verabs\u00e4umt, so kann sie auch sp\u00e4ter vorgenommen werden; erfolgt am vierten Tage nach derselben die zweite Sprengung und das Reinigungsbad, so ist mit Anbruch der Nacht die Unreinheit erloschen. S\u00e4mtliche Reinheitsgesetze gelten aber nur f\u00fcr Israeliten, Nichtjuden sind f\u00fcr die \u00fcbertragene Unreinheit (Kap. I Anm. 26) \u00fcberhaupt nicht empf\u00e4nglich. Demnach k\u00f6nnte der zum Judentum bekehrte Fremdling, obgleich er in seinem Leben oft genug mit Leichen in Ber\u00fchrung gekommen, bald nach seinem \u00dcbertritt ohne Weiteres vom Pesach essen. Das ist auch in der Tat die Ansicht der Schammaiten. Die Schule Hillel\u2019s aber bef\u00fcrchtet, er w\u00fcrde es im n\u00e4chsten Jahre ebenso halten und Abends am Opfermahl teilnehmen, wenn er auch am Tage eine Leiche ber\u00fchrt hat. Darum stellt sie den Satz auf: Der Proselyt darf erst am siebenten Abend nach seiner Aufnahme in den Bund Israels zum Pesach zugelassen werden, als h\u00e4tte er im Augenblick des \u00dcbertritts eine Leiche ber\u00fchrt. Der ungew\u00f6hnliche Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e4\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05df \u05d4\u05e7\u05d1\u05e8<\/span> (statt <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e4\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05ea<\/span> oder noch einfacher <span dir=\"rtl\"> \u05db\u05e0\u05d5\u05d2\u05e2 \u05d1\u05de\u05ea<\/span>) l\u00e4sst die Absicht erkennen, dem Satze eine allgemeinere Bedeutung zu geben (der Bekehrte gleichsam ein vom Grabe Auferstandener oder, da <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e0\u05e8<\/span> auch den Mutterschoss bezeichnet, ein zu neuem Leben Erwachter). Es ist aber auch m\u00f6glich, dass wir es hier umgekehrt mit der halachischen Anwendung einer \u00e4ltern ethischen Sentenz zu tun haben. Einer \u00e4hnlichen Redewendung bedient sich R. Tarfon, wenn er (Kidduschin 66b u. Zeba\u1e25im 13a) zu R. \u2018Akiba sagt: \u201eVon dir sich trennen heisst sich vom Leben trennen\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d4\u05e4\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05de\u05da \u05db\u05e4\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05df \u05d4\u05d7\u05d9\u05d9\u05dd<\/span>).<a href=\"#fnref411\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn412\"><ol start=\"4\" type=\"1\">\n<li>B. M. 9, 9\u201311.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref412\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn413\"><p>Da es doch nicht darauf ankommt, aus welcher Ursache die Feier des ersten Pesach unterblieb.<a href=\"#fnref413\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn414\"><p>Das. 10. Die von uns bevorzugte Lesart (andere Ausgaben haben <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5 \u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05d3\u05e8\u05da \u05e8\u05d7\u05d5\u05e7\u05d4<\/span>) findet sich im Jeruschalmi.<a href=\"#fnref414\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn415\"><p>Wenn das zweite Pesach aus Mutwillen nicht gefeiert wurde, ist derjenige straffrei, der am 14. Nisan unrein oder abwesend war, strafbar dagegen, wer aus anderer Ursache an der Bereitung des ersten Pesach verhindert war. Lag aber f\u00fcr die Unterlassung der zweiten Pesachfeier ein triftiger Entschuldigungsgrund vor, so hat man nur in dem Falle eine Strafe verwirkt, wenn das erste Pesach mutwillig verabs\u00e4umt wurde.<a href=\"#fnref415\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn416\"><p>Eine 15 Mil (etwa 15 km; s. Joma VI, 4) von Jerusalem entfernte Ortschaft, wahrscheinlich mit dem aus den Makkab\u00e4erb\u00fcchern bekannten Mode\u00efn identisch und Geburtsort des R. El\u2018azar ham-Moda\u2018i. Die Schreibung des auch Hagiga III, 5 vorkommenden Namens schwankt zwischen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d3\u05e2\u05d9\u05ea<\/span> (Aruch), <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05d3\u05d9\u05e2\u05d9\u05dd, \u05de\u05d5\u05d3\u05d9\u05e2\u05d9\u05df, \u05de\u05d5\u05d3\u05d9\u05e2\u05d9\u05ea<\/span>.<a href=\"#fnref416\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn417\"><p>Nach ihm gilt jeder, der aus welchem Anlass immer an der Bereitung des ersten Pesach ernstlich verhindert war, sofern er sich nicht innerhalb der Opferhalle befand, als abwesend im Sinne von Anm. 4. Nach R. \u2018Akiba dagegen ist er in diesem Falle nur entschuldigt und daher strafbar, wenn er das zweite Pesach vernachl\u00e4ssigt hat; als abwesend kann er erst dann betrachtet werden, wenn er am Mittage [<span dir=\"rtl\">\u05db\u05da \u05e4\u05e8\u05e9\u05d5 \u05e8\u05f4\u05d7 \u05d5\u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05d6\u05f4\u05dc \u05d0\u05d1\u05dc \u05e8\u05de\u05d6\u05f4\u05dc \u05e4\u05e1\u05e7 \u05d1\u05d4\u05f3 \u05e7\u05f4\u05e4 \u05e4\u05f4\u05d4 \u05d4\u05f4\u05d8 \u05e2\u05dd \u05e2\u05dc\u05d9\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05de\u05e9 \u05d5\u05e2\u05d9\u05f3 \u05d1\u05db\u05f4\u05de \u05e9\u05db\u05f3 \u05e4\u05e9\u05d8\u05d0 \u05d3\u05e1\u05d5\u05d2\u05d9\u05d0 \u05d4\u05db\u05d9 \u05de\u05d5\u05db\u05d7\u05d0 \u05d5\u05e0\u05e4\u05dc\u05d0\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05d1\u05e2\u05d9\u05e0\u05d9 \u05d5\u05d1\u05d4\u05d3\u05d9\u05d0 \u05d0\u05d9\u05ea\u05d0 \u05d1\u05e1\u05e4\u05e8\u05d9 \u05d1\u05d4\u05e2\u05dc\u05ea\u05da \u05e8\u05f4\u05e4 \u05e1\u05f4\u05d8 \u05db\u05dc \u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e9\u05e2\u05ea \u05e9\u05d7\u05d9\u05d8\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05df \u05d4\u05de\u05d5\u05d3\u05f3 \u05d5\u05dc\u05f3<\/span>] des 14. Nisan noch 15 Mil von der heiligen Stadt entfernt war, in welchem Falle er unter allen Umst\u00e4nden straffrei ist, auch wenn sich ihm Gelegenheit bot, zu Pferde noch rechtzeitig einzutreffen und er f\u00fcr die Unterlassung der zweiten Pesachfeier keine Entschuldigung vorbringen kann.<a href=\"#fnref417\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn418\"><p>dem letzten Buchstaben des Wortes <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05e7\u05d4<\/span> a. a. O. \u2014 In den \u00e4ltesten Ausgaben steht ausdr\u00fccklich <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05d4\u05d9 \u05e9\u05d1\u05e8\u05d7\u05d5\u05e7\u05d4<\/span>; s. auch <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref418\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn419\"><p>Abgebrochener Satz. Zu erg\u00e4nzen ist etwa: wird dieser Ausdruck gebraucht.<a href=\"#fnref419\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn420\"><p>In alten Handschriften findet man als Zeichen, dass ein Buchstabe zu streichen ist, \u00fcber demselben einen Punkt. Solchen Punkten begegnet man auch in der Bibel an einigen Stellen. In Abot d.&nbsp;R. Natan Kap. 34 u. Bemidbar rabba P. III g. E. werden dieselben auf \u2018Ezra zur\u00fcckgef\u00fchrt Da <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da<\/span> \u00f6fter auch weiblich vorkommt, mithin <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05e7\u05d4<\/span> an dieser Stelle ebenso richtig ist wie <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05e7<\/span>, k\u00f6nnen es nicht sprachliche Gr\u00fcnde gewesen sein, welche f\u00fcr die Beanstandung des H\u00ea massgebend waren, wohl aber solche der Textvergleichung (vgl. Jer. Ta\u2018aniot IV, 2 g. E. u. Tr. Soferim VI, 4). R. Jose scheint jedoch anzunehmen, dass dieses H\u00ea mit Absicht geschrieben und wieder gestrichen wurde, damit man <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05e7<\/span> nicht auf <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da<\/span> beziehe, sondern auf <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e9<\/span> am Anfange des Satzes: Nicht der Weg an sich ist fern, allein der Mann ist es, da ihm der Zutritt zum Heiligtum aus welcher Ursache immer verwehrt ist (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e9 \u05e8\u05d7\u05d5\u05e7 \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05d3\u05e8\u05da \u05e8\u05d7\u05d5\u05e7\u05d4<\/span> \u2014 Jer.). Grade weil <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05da<\/span> auch m\u00e4nnlich ist, w\u00e4re mit einfacher Fortlassung des H\u00ea nichts gewonnen; es musste durchaus gesetzt und zugleich als fehlerhaft bezeichnet werden, damit die Beziehung auf <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05e9<\/span> klar hervortrete.<a href=\"#fnref420\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn421\"><p>\u201eSieben Tage finde sich kein Sauerteig in eueren H\u00e4usern\u201c (2. B. M. 12, 19). \u201eSieben Tage soll in Deinem ganzen Gebiete kein Sauerteig gesehen werden\u201c (5. B. M. 16, 4).<a href=\"#fnref421\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn422\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e2\u05df<\/span> belasten wird 1. B. M. 45, 17 im eigentlichen Sinne (Lasttiere beladen), im Talmud aber meist in \u00fcbertragener Bedeutung (strafrechtlich mit folg. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc<\/span> wie <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e0\u05d8\u05e2\u05df \u05e2\u05dc \u05d4\u05e9\u05e4\u05d7\u05d4<\/span> = beschuldigen, zivilrechtlich mit dopp. Akk. wie <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e2\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d8\u05d9\u05dd<\/span> = belangen und absolut in weiterer Entwickelung = pl\u00e4dieren) angewendet. Die Form <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e2\u05d5\u05df<\/span>, welche aktive Bedeutung hat und sich von <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d5\u05e2\u05df<\/span> nur darin unterscheidet, dass sie eine dauernde T\u00e4tigkeit ausdr\u00fcckt (wie <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05d5\u05d6\u05d9 \u05d7\u05e8\u05d1<\/span> Hl. 3,8 = haltend, dagegen <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05d7\u05d6<\/span> = ergreifend; vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05db\u05d5\u05e8 ,\u05d1\u05d8\u05d5\u05d7<\/span> und Erubin VI, Anm. 30) bezeichnet im weitesten Sinne jeden Anspruch und jede Forderung.<a href=\"#fnref422\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn423\"><p>Vgl. Kap. V, M. 7,<a href=\"#fnref423\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn424\"><p>S. Kap. VI, M. 1.<a href=\"#fnref424\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn425\"><p>S. Kap. VII, M. 6.<a href=\"#fnref425\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn426\"><ol start=\"3\" type=\"1\">\n<li>B. M. 15, 1\u201415.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref426\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn427\"><p>Das. 25\u201430.<a href=\"#fnref427\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn428\"><p>Das. 19.<a href=\"#fnref428\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn429\"><p>Das. 12, 1\u20148.<a href=\"#fnref429\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn430\"><p>Obgleich nach Kap. VII, M. 4 auch Unreine von einem solchen Pesach essen, sind doch alle diejenigen ausgeschlossen, bei denen die Unreinheit nicht durch \u00dcbertragung von aussen herr\u00fchrt, sondern wie bei den hier genannten aus dem eigenen K\u00f6rper fliesst. Ob dieselben nach wiedererlangter Reinheit das Pesach im n\u00e4chsten Monat feiern, ist eine Streitfrage (s. Babli 80a unten), in der sich Maimonides (Hil. \u1e32orb an Pesa\u1e25 VII, 5) f\u00fcr die Ansicht entscheidet, es f\u00e4nde \u00fcberhaupt kein zweites Pesach statt, wenn das erste in Unreinheit dargebracht wurde. Aus der Umgebung, in welcher unsere Mischna unversehens hier auftaucht (in der Tosefta dieselbe Erscheinung!), k\u00f6nnte man das Gegenteil schliessen. Wie k\u00e4me sie sonst hierher in das Kapitel vom zweiten Pesach? Ihre rechte Stelle w\u00e4re doch wohl in Kap. VII, etwa hinter M. 6 oder noch besser im Anschluss an M. 4, w\u00e4hrend sie hier, eingekeilt zwischen M. 3 und M. 6, die offenbar zu einander geh\u00f6ren, gewaltsam den Zusammenhang zerst\u00f6rt. Doch l\u00e4sst sich diese Tatsache viel einfacher durch die Annahme erkl\u00e4ren, dass in M. 3 urspr\u00fcnglich der Schlusssatz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d3\u05d5\u05d7\u05d9\u05df \u05d0\u05ea \u05d4\u05e9\u05d1\u05ea \u05d5\u05d0\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> gelautet hat (s. Babli z. St.), woran sich sehr passend in M. 4 die Einschr\u00e4nkung kn\u00fcpfte, dass nicht alle Unreinen von einem in Unreinheit dargebrachten Pesach, ob es nun das erste oder das zweite ist, essen d\u00fcrfen. In einer sp\u00e4teren Bearbeitung, deren Urheber der Meinung war, das zweite Pesach d\u00fcrfte nicht in Unreinheit bereitet werden, wurden die beiden letzten Worte (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d5\u05d0\u05ea<\/span>) gestrichen, M. 4 aber trotzdem, wie stets in solchen F\u00e4llen, an ihrer alten Stelle beibehalten (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e9\u05e0\u05d4 \u05dc\u05d0 \u05d6\u05d6\u05d4 \u05de\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d4<\/span>). In der Tosefta, die nach dem Plane der Mischna geordnet ist, wurde dann dieselbe Reihenfolge beobachtet, obgleich es hier ausdr\u00fccklich heisst: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df \u05d3\u05d5\u05d7\u05d4 \u05d0\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4 \u05d5\u05d4\u05e9\u05e0\u05d9 \u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d3\u05d5\u05d7\u05d4 \u05d0\u05ea \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref430\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn431\"><p>welche nach 3. B. M. 7, 20\u201421 dem Unreinen droht, der Opferfleisch geniesst.<a href=\"#fnref431\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn432\"><p>wenn das Pesach in Unreinheit dargebracht wurde. \u2014 Ein Unreiner, der sonst das Heiligtum betritt, hat die Strafe der Ausrottung verwirkt (s. Erubin X, 15 und Anm. 100 bis 102 das.)<a href=\"#fnref432\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn433\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 12, 1 (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d0\u05e8\u05e5 \u05de\u05e6\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>) bis 11.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref433\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn434\"><p>Das. 13 (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d3\u05d5\u05e8\u05d5\u05ea\u05d9\u05db\u05dd<\/span>) bis 20.<a href=\"#fnref434\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn435\"><p>Das. 3.<a href=\"#fnref435\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn436\"><p>Das. 7. (Ueber <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e2\u05d5\u05df<\/span> s. Anm. 11.)<a href=\"#fnref436\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn437\"><p>Das. 11.<a href=\"#fnref437\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn438\"><p>Die Lesart im Jeruschalmi (<span dir=\"rtl\">\u05df\u05dc\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>) ist der aller anderen Ausgaben (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05dc\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>) entschieden vorzuziehen.<a href=\"#fnref438\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn439\"><p>Das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> wird in dieser Mischna von Anfang an in seinem Doppelsinne (Opfer und Fest) gebraucht. Was das Pesachopfer betrifft, so konnte es in sp\u00e4teren Jahren noch in letzter Stunde ausgew\u00e4hlt werden (bei einem H\u00e4ndler z. B., der die feilgebotenen Tiere an den vorhergegangenen vier Tagen auf Leibesfehler hin untersucht hatte, denn diese Untersuchung war beim ersten Pesach zu allen Zeiten unerl\u00e4sslich \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e8\u05f4\u05d7 \u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05d5\u05d7\u05d5\u05e1\u05f3 \u05d0\u05d1\u05dc \u05e8\u05de\u05d6\u05f4\u05dc \u05dc\u05d0 \u05d4\u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05d1\u05e7\u05d5\u05e8 \u05dc\u05e4\u05e1\u05d7<\/span>), sein Blut wurde am Altar direkt aus dem Becken ausgegossen und sein Fleisch in behaglicher Ruhe verzehrt. Was das Pesachfest anlangt, so erstreckte sich dasselbe, wenigstens soweit das Chametzverbot in Betracht kommt, sp\u00e4ter auf volle sieben Tage (das. 15 u. 19), in Egypten dagegen auch in dieser Beziehung nur auf die Nacht vor dem Auszuge. Es ist die Ansicht des R. Jose hag-Gelili (Tosefta Kap. VIII Ende: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d0\u05e0\u05d9 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05e0\u05d0\u05e1\u05e8 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d1\u05de\u05e6\u05e8\u05d9\u05dd \u05d0\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d5\u05dd \u05d0\u05d7\u05d3<\/span>. Nach Babli freilich bedeutet das, dass Chametz den ganzen Tag verboten war: Jer. aber scheint das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05dd<\/span> nicht buchst\u00e4blich zu nehmen), w\u00e4hrend andere der Meinung sind, dass auch unseren Vorfahren noch sechs Tage nach ihrem Auszuge alles Chametz untersagt war.<a href=\"#fnref439\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn440\"><p>Wahrscheinlich von R. Jo\u1e25anan b Zakkai, seinem Lehrer. Der Vortrag im Lehrhause wird hebr. sehr angemessen mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d5\u05e2\u05d4<\/span> bezeichnet, da in der Schule der Vortrag nur das Mittel ist, der eigentliche Zweck aber die Aufnahme des Geh\u00f6rten. \u2014 Eine \u00e4hnliche Mischna s. Jebamot VIII 4.<a href=\"#fnref440\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn441\"><p>Unter Abl\u00f6sung (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d5\u05e8\u05d4<\/span>) eines Opfers versteht man ein gegen Opfervieh in der Weise ausgetauschtes Thier, dass der Inhaber etwa erkl\u00e4rte, dieses solle an Stelle des andern treten. Nach 3. B. M. 27, 10 sind in solchem Falle beide geweiht, es muss daher auch die Abl\u00f6sung geopfert, und wenn das infolge eines Leibesfehlers oder aus anderm Grunde nicht angeht, deren Erl\u00f6s dem Altar zugef\u00fchrt werden. Die Abl\u00f6sung eines Pesach oder deren Erl\u00f6s ist nicht als Pesach, sondern als Friedensopfer darzubringen.<a href=\"#fnref441\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn442\"><p>Zu <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d1\u05d4<\/span> vgl. Kap. III Anm. 1.<a href=\"#fnref442\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn443\"><p>Sondern der Erl\u00f6s derselben.<a href=\"#fnref443\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn444\"><p>Die nun folgende Erkl\u00e4rung ist so kurz gefasst, dass sie selbst einer Erkl\u00e4rung bedarf. Zun\u00e4chst ist in den Worten des R. \u2018Akiba von der Abl\u00f6sung noch keine Rede, sondern vorl\u00e4ufig nur von einem verloren gegangenen Pesach, welches sich sp\u00e4ter, nachdem es durch ein anderes ersetzt worden, wieder einfand. Dieses andere ist als Pesach dargebracht worden, und es entsteht jetzt die Frage, was mit dem ersten Pesach geschehen soll? Da kommt es nun darauf an, ob dasselbe noch vor dem Schlachten des Ersatzopfers oder erst nachher gefunden wurde. Im letztern Falle hat es, da es zu sp\u00e4t zum Vorschein kam, den Charakter eines Pesach verloren und ist daher genau so wie ein erst nach dem 14. Nisan zum Pesach bestimmtes Thier (Kap. V Anm. 7) als Friedensopfer darzubringen; im andern Falle aber kann dasselbe, da es mit gleichem Rechte wie das Ersatzopfer als Pesach geschlachtet werden konnte, ja sogar vor diesem vielleicht (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05d4\u05dc\u05f3 \u05e7\u05f4\u05e4 \u05e4\u05f4\u05d3 \u05d4\u05f4\u05d5 \u05d1\u05db\u05f4\u05de \u05d1\u05e9\u05dd \u05d4\u05e8\u05f4\u05d9 \u05e7\u05d5\u05e8\u05e7\u05d5\u05e1 \u05d5\u05d1\u05dc\u05d7\u05dd \u05de\u05e9\u05e0\u05d4<\/span>) den Vorzug verdient h\u00e4tte, nicht ohne Weiteres als Friedensopfer dargebracht werden, es muss vielmehr erst abgewartet worden, bis es sich ein Gebrechen zuzieht, das es f\u00fcr den Altar ungeeignet macht, dann erst kann es verkauft und f\u00fcr den Erl\u00f6s ein Friedensopfer beschafft werden. Dieselbe Vorschrift gilt aber merkw\u00fcrdigerweise \u2014 und nun kommen wir zu dem von R. Josua nicht verstandenen Satze \u2014 auch f\u00fcr die Abl\u00f6sung des Pesach. Wird das wiedergefundene L\u00e4mmchen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter gegen ein anderes ausgetauscht, so h\u00e4ngt die Entscheidung der Frage, ob dieses selbst oder nur dessen Erl\u00f6s geopfert werden darf, ebenfalls von dem Zeitpunkt ab, in welchem jenes wieder zum Vorschein kam. Obgleich nach Anm. 30 die Abl\u00f6sung des Pesach niemals als Pesach dargebracht werden kann, mithin der Grund fortf\u00e4llt, der f\u00fcr das umst\u00e4ndliche Verfahren bei einem abhanden gekommenen und noch vor dem Schlachten des Ersatzopfers gefundenen Pesach massgebend war, richtet sich die Behandlung des einen dennoch ganz nach der des andern L\u00e4mmchens.<a href=\"#fnref444\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn445\"><p>das verloren gegangen war.<a href=\"#fnref445\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn446\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol start=\"8\" type=\"a\">\n<li>ehe das zum Ersatz gew\u00e4hlte Pesach noch geschlachtet war. [Nach anderer Auffassung im Babli: vor dem f\u00fcr die Bereitung der Pesachopfer gesetzlich angeordneten Zeitpunkte, also Vormittags.]<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref446\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn447\"><p>Von <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d0\u05d1<\/span> ist die Grundbedeutung wahrscheinlich fleckig sein, daher im \u1e32al. <span dir=\"rtl\">\u0723\u0733\u0710\u0736\u0712 <\/span> (= <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d9\u05d1<\/span> und hebr. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05c2\u05d9\u05d1<\/span>) altern (vom gefleckten Haar), im Piel beflecken u. z. im weitesten, doch meist \u00fcbertragenen Sinne. Hier wird das Wort auf die in der Tora als schwerer Makel (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d7\u05ea\u05dd \u05d1\u05d4\u05dd<\/span>) bezeichneten Leibesfehler (3. B. M. 22, 21\u201425) angewendet, ohne welche ein zum Opfer geweihtes Thier nicht verkauft werden darf.<a href=\"#fnref447\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn448\"><p>Zum Pesach eignet sich nur ein m\u00e4nnliches Thier, welches das erste Lebensjahr noch nicht \u00fcberschritten hat (2. B. M. 12, 5; <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05df \u05e9\u05e0\u05d4<\/span> heisst nicht \u201eein Jahr alt\u201c, sondern \u201eim ersten Lebensjahre\u201c).<a href=\"#fnref448\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn449\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05d1\u05d9\u05d0 \u05d1\u05d3\u05de\u05d9\u05d5 \u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span>. So liest Raschi z. St.&nbsp;und so zitieren auch Tosafot sowohl in Zeba\u1e25im 9b als in Mena\u1e25ot 83b u. d.&nbsp;W. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d3<\/span>; in unserm Bablitexte steht daf\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e4\u05dc\u05d5 \u05d3\u05de\u05d9\u05d5 \u05dc\u05e0\u05d3\u05d1\u05d4 \u05dc\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span>, in Jeruschalmi und den Mischnaausgaben ebenso bis auf das Wort <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05dc\u05de\u05d9\u05dd<\/span>, das hier fehlt. Eine in Temura (19a) angef\u00fchrte, den Gegenstand ausf\u00fchrlicher behandelnde Baraita lehrt, dass er den Erl\u00f6s nur dann zu Friedensopfern verwenden muss, wenn er sein Pesach bereits dargebracht hat, wenn das Thier aber vorher schon einen Leibesfehler bekam, soll er aus dessen Erl\u00f6s ein Pesach beschaffen.<a href=\"#fnref449\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn450\"><p>Es geht nicht an, dass er es nachtr\u00e4glich zu seinem Pesach bestimme, da es inzwischen einen Augenblick ohne Inhaber gewesen (s. Anm. 59); war aber vor Eintritt des Todes der Sohn schon mitbeteiligt, so schlachtet dieser es als Pesach, u. z. am 14. Nisan, wenn der Vater an diesem Tage erst Nachmittags starb, einen Monat sp\u00e4ter, wenn derselbe am Vormittage aus dem Leben schied (s. Kap. VIII Anm. 50).<a href=\"#fnref450\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn451\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Kap. VII Anm. 34.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref451\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn452\"><p>Es wurde z. B. ein Pesachlamm [ mit vier L\u00e4mmern einer andern Opfergattung so vermengt, dass man das Pesach nicht erkennt. Wird nun beim Verkaufe f\u00fcr das wohlfeilste ein Preis von 8 Denaren und f\u00fcr jedes folgende immer 1 Denar mehr, f\u00fcr alle f\u00fcnf demnach ein Preis von 50 Denaren erzielt, so muss er zwei L\u00e4mmer im Werte von je 12 und drei im Werte von 9, 10 und 11 Denaren darbringen, mithin aus seiner Tasche einen Zuschuss von 4 Denaren leisten. Geh\u00f6rten die \u00fcbrigen L\u00e4mmer gar vier verschiedenen Opfergattungen an, in welchem Falle er f\u00fcnf L\u00e4mmer im Werte von je 12 Denaren opfern muss, so betr\u00e4gt seine Einbusse gar 10 Denare. Im \u00dcbrigen gilt vom Erl\u00f6s des Pesach auch hier die in Anm. 38 erw\u00e4hnte Vorschrift, dass derselbe zu einem Friedensopfer zu verwenden ist, wenn der Verkauf erst stattfinden konnte, als man sein Pesach schon bereitet hatte.<a href=\"#fnref452\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn453\"><p>Das Erstgeborene vom Vieh wird bei der Darbringung in allen wesentlichen Punkten genauso wie das Pesach behandelt.<a href=\"#fnref453\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn454\"><p>Vom Opferfleische erstgeborener Tiere d\u00fcrfen nur Priester essen.<a href=\"#fnref454\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn455\"><p>Man braucht daher, wenn das vermengte Pesach einer Priestergesellschaft geh\u00f6rte, nicht s\u00e4mtliche L\u00e4mmer erst weiden zu lassen, bis sie einen Leibesfehler bekommen, sondern opfere sie am 14. N\u00eesan Nachmittags und verzehre sie s\u00e4mtlich in der folgenden Nacht. Es ist zwar Vorschrift, die vier Opferhandlungen (Kap. V Anm. 6) mit dem Gedanken an Zweck und Bestimmung des einzelnen Opfers vorzunehmen, doch ist es nicht durchaus n\u00f6tig, dass die Bestimmung bekannt sei; der Priester braucht nicht sagen zu k\u00f6nnen, er schlachte dieses Tier als Pesach, als Friedens-, als S\u00fcnd- oder Schuldopfer, es gen\u00fcgt vielmehr, wenn er erkl\u00e4rt: Ich schlachte es f\u00fcr seine Bestimmung. Gleichwohl fand der praktische Ausweg des R. Simon nicht die Zustimmung der anderen Gesetzeslehrer, weil diese mit R\u00fccksicht auf das Verbot, vom Opferfleische \u00fcbrig zu lassen, es f\u00fcr bedenklich hielten, die Zeit noch mehr zu beschr\u00e4nken, innerhalb deren solches gegessen werden darf. F\u00fcr ein Erstgeborenes erstreckt sich diese Frist auf 2 Tage und die dazwischen liegende Nacht, w\u00e4hrend das Pesach in einer halben Nacht verzehrt sein muss. Im vorliegenden Falle m\u00fcssten alle f\u00fcnf L\u00e4mmer in dieser kurzen Zeit aufgegessen werden, da man von keinem derselben weiss, ob es nicht das Pesach ist.<a href=\"#fnref455\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn456\"><p>Zwar haben sie durch die Darbringung eines andern Pesach ihre Beteiligung an dem abhanden gekommenen widerrufen, der R\u00fccktritt ist aber erst nach dem Schlachten des letztern, also zu sp\u00e4t erfolgt (s. VIII 3 g. E. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d4\u05d3\u05d9\u05df \u05dc\u05e8\u05f3 \u05e9\u05de\u05e2\u05d5\u05df \u05d0\u05dd \u05e9\u05dc\u05d5 \u05e0\u05d6\u05e8\u05e7 \u05e8\u05d0\u05e9\u05d5\u05df<\/span>). Das von ihnen dargebrachte Pesach ist nach Kap. V Anm. 13 untauglich und wird daher laut VII 9 noch am selben Tage verbrannt<a href=\"#fnref456\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn457\"><p>weil sie von dem abhanden gekommenen Pesach, bevor es noch geschlachtet worden, also rechtzeitig zur\u00fcckgetreten waren.<a href=\"#fnref457\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn458\"><p>da er ihnen doch keine Vollmacht gegeben, das Pesach f\u00fcr ihn zu schlachten.<a href=\"#fnref458\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn459\"><p>Infolge des Zweifels, ob ihr R\u00fccktritt vom wiedergefundenen Pesach noch rechtzeitig oder zu sp\u00e4t erfolgte, ob mithin das von ihnen selbst geschlachtete Pesach tauglich oder untauglich ist, d\u00fcrfen sie weder von dem einen noch vom andern essen. .<a href=\"#fnref459\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn460\"><p>F\u00fcr die Verbrennung untauglicher Opfer, welche auf dem Gebiete des Heiligtums stattfinden musste, waren daselbst zwei Orte bestimmt, der eine vor der Bira (III 8 u. VII 8), der andere in der Opferhalle selbst. F\u00fcr die ausserhalb Jerusalems zu verbrennenden Opfer gab es eine dritte Feuerstelle, die <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05d3\u05e9\u05df<\/span> heisst (Z\u2019ba\u1e25im V 2 und XII 5). Wenn nun etwa <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05d9\u05e4\u05d4<\/span> zum Unterschied von dieser die beiden Verbrennungsst\u00e4tten auf dem Tempelberge bezeichnen soll (im Babli das. 104b werden alle drei <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05d3\u05e9\u05df<\/span> genannt), so passt der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> (hinaus geschafft werden) nicht auf diejenigen Opfer, die in der Halle selbst verbrannt werden mussten, und doch findet sich diese Formel auch auf solche angewendet, z. B. K\u2019retot VI 1\u20142, Z\u2019ba\u1e25im VIII 4, Tosefta das. 1 g. A. u. M\u2019na\u1e25ot VI g. E. (ed.&nbsp;Zuckermandel 479 <small>18<\/small> u. 520 <small>37<\/small>). Zieht man ferner in Erw\u00e4gung, dass es sich an allen diesen Stellen, zu denen noch viele andere wie Tosefta P\u2019sa\u1e25im VI u. IX, Z\u2019ba\u1e25im VI u. VII (ed.&nbsp;Zuck. 165 <small>19-21<\/small>, 171 <small>14<\/small>, 489 <small>29<\/small>, 492 <small>3<\/small>) hinzukommen, ebenso wie oben VIII 2 (s. das. Anm. 18) und VII 9 (s. die Jeruschalmiausgaben) um Opfer handelt, bei denen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> erforderlich ist, deren Fleisch, mit anderen Worten, erst nach einiger Zeit, wenn es bereits seine Frische und sein gutes Aussehen eingeb\u00fcsst hat, dem Feuer \u00fcbergeben werden darf, ja dass die fragliche Redewendung meist nicht blos in begrifflicher, sondern in ausdr\u00fccklicher Verbindung mit <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e0\u05d5\u05e8 \u05e6\u05d5\u05e8\u05d4<\/span> vorkommt (so an allen oben angef\u00fchrten Orten mit Ausnahme von K\u2019retot VI 1 2 u. P\u2019sa\u1e25im VIII 2), so k\u00f6nnte man wohl zu der Annahme gelangen, dass <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span> ein Raum war, in welchem die erst sp\u00e4ter zu verbrennenden Opfer inzwischen verwahrt wurden. Auch in unserer Mischna, die sich dieses Ausdrucks dreimal bedient, f\u00e4nde solche Auffassung eine St\u00fctze. Da das zu verbrennende Pesach hier wie weiter unten nicht mit Sicherheit als untauglich bezeichnet werden kann, darf man es nicht sofort dem Feuer \u00fcbergeben, sondern erst nachdem es unansehnlich geworden (s. Maim. Hil. P\u2019sul\u00ea hammo\u1e33daschin XIX 2). Doch findet sich die Formel <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0 \u05dc\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span> auch hie und da an Stellen, an denen kein Grund zu erkennen ist, aus welchem die Verbrennung einen Aufschub erleiden m\u00fcsste, z. B. Z\u2019ba\u1e25im XII 4. Wenn demnach <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05d4\u05e9\u05e8\u05e4\u05d4<\/span> doch die Verbrennungsst\u00e4tte selbst bezeichnen sollte, was ja auch dem einfachen Wortsinn besser entspricht, so steht <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> hier in uneigentlicher Bedeutung; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5\u05e6\u05d0 \u05dc\u05d9\u05d3\u05d5\u05df<\/span> Gi\u1e6d\u1e6din III 4.<a href=\"#fnref460\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn461\"><p>Wenn sie auch von keinem der beiden Pesachopfer essen d\u00fcrfen, weil nicht feststeht, an welchem sie beteiligt sind, so ist doch andererseits soviel sicher, dass sie auf alle F\u00e4lle an einem derselben beteiligt sind. Da sie mithin das Pesach zur rechten Zeit bereiteten, so haben sie ihrer Pflicht gen\u00fcgt, obgleich sie am Opfermahl verhindert sind. vgl. Kap. VIII Anm. 19 u. 41.<a href=\"#fnref461\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn462\"><p>Sie aber hatten ihn nicht beauftragt, das abhanden gekommene Pesach f\u00fcr sie zu schlachten, sondern nur es zu suchen und herbeizuschaffen, damit sie es selbst darbringen. Der Fall liegt nun umgekehrt wie im ersten Teil unserer Mischna, er hat ihnen Vollmacht gegeben, sie aber Laben ihm keinen Auftrag erteilt, weshalb auch die in den vorstehenden Anmerkungen erl\u00e4uterten Bestimmungen im Folgenden entgegengesetzte Anwendung finden.<a href=\"#fnref462\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn463\"><p>Da sie sich gegenseitige Vollmacht erteilten und nach dem Schlachten ein R\u00fccktritt nicht mehr m\u00f6glich ist, sind beide Parteien an dem zuerst geopferten Pesach beteiligt, w\u00e4hrend das andere untauglich und sofort zu verbrennen ist.<a href=\"#fnref463\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn464\"><p>weil man nicht weiss, welches tauglich und welches untauglich ist; doch k\u00f6nnen sie erst am 16. Nisan verbrannt werden (s. Anm. 49 u. VII 9). Selbstverst\u00e4ndlich sind beide Parteien der Feier des zweiten Pesach enthoben; vgl. Anm. 50.<a href=\"#fnref464\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn465\"><p>obgleich eine gegenseitige Vollmacht aus der ganzen Sachlage vermutet oder gar aus unklaren \u00c4usserungen und halben Andeutungen hergeleitet werden kann.<a href=\"#fnref465\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn466\"><p>W\u00f6rtlich: sie haften nicht f\u00fcr einander, sind f\u00fcr einander nicht verantwortlich. Der Ausdruck ist der Rechtssprache entlehnt und von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8<\/span> (der Andere) abzuleiten. Urspr\u00fcnglich ist <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d0\u05d9<\/span> wie noch jetzt in der sicherlich sehr alten Formel <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d0\u05d9\u05df \u05d5\u05e2\u05e8\u05d1\u05d0\u05d9\u05df \u05db\u05dc\u05d4\u05d5\u05df \u05d9\u05d7\u05d5\u05df<\/span> wohl der B\u00fcrge (der Andere, der f\u00fcr den Schuldner eintritt), davon <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span>, zun\u00e4chst = B\u00fcrgschaft und Gew\u00e4hr (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05db\u05e1\u05d9\u05dd \u05e9\u05d9\u05e9 \u05dc\u05d4\u05dd \u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> = Gew\u00e4hr bietende G\u00fcter), sp\u00e4ter = Haftpflicht und Ersatz (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d9\u05d1 \u05d1\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea\u05d5<\/span> = zum Ersatze verpflichtet). Man kann aber auch den umgekehrten Weg einschlagen, indem man <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> = Ersatz unmittelbar von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8<\/span> ableitet (das Andere, das an Stelle des Verlorenen oder Besch\u00e4digten tritt), um dann, von diesem Begriffe zu dem der Ersatzpflicht und Gew\u00e4hrleistung \u00fcbergehend, schliesslich zu <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d0\u05d9<\/span> = verantwortlich zu gelangen.<a href=\"#fnref466\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn467\"><p>so dass niemand weiss, welches der einen und welches der andern Gesellschaft geh\u00f6rt. Entstand der Zweifel erst nach dem Schlachten, so haben beide zwar ihrer Pflicht gen\u00fcgt und sind daher der Feier des zweiten Pesach enthoben, sie sind jedoch vom Opfermahle ausgeschlossen, weil sie nicht wissen, an welchem der beiden Tiere jeder seinen Anteil hat, und daher von keinem derselben essen d\u00fcrfen. War dagegen die Verwechslung schon vor dem Schlachten entdeckt, also zu einer Zeit, da die Beitrittserkl\u00e4rung noch zur\u00fcckgezogen werden konnte (s. VIII 3), so \u00f6ffnet sich ihnen der in der Mischna beschriebene Ausweg, der ihnen auch die h\u00e4usliche Feier des Pesach erm\u00f6glicht.<a href=\"#fnref467\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn468\"><p>Jede der beiden Genossenschaften spricht so zu dem her\u00fcbergekommenen Mitglieds der andern Gesellschaft. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05db\u05da<\/span> ist verk\u00fcrzt aus <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05b0\u05db\u05b8\u05db\u05b8\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref468\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn469\"><p>unser Pesach mithin in den H\u00e4nden deiner Genossen, f\u00fcr welchen Fall dieselben ihrem Anrecht auf das ihnen geh\u00f6rige, irrt\u00fcmlich von uns gew\u00e4hlte Pesach hier entsagen, so dass du nun dessen alleiniger Inhaber bist.<a href=\"#fnref469\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn470\"><p>Minder umst\u00e4ndlich w\u00e4re freilich der Rath, dass jede der beiden Genossenschaften ihre Beteiligung einfach zur\u00fcckziehe und, nachdem sie eines der Tiere gew\u00e4hlt, aufs Neue erkl\u00e4re. Es ist jedoch nicht zul\u00e4ssig, dass s\u00e4mtliche Teilhaber sich zur\u00fcckziehen, ehe sich neue angemeldet haben. Das einmal bestimmte Pesach soll keinen Augenblick ohne Inhaber bleiben (vgl. Anm. 39).<a href=\"#fnref470\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn471\"><p>Wenn alle f\u00fcnf Pesachopfer vertauscht sind, begibt sich aus jeder der f\u00fcnf Gesellschaften je ein Mitglied zu den \u00fcbrigen vier Genossenschaften, so dass zu jeder der auf diese Weise neu gruppierten f\u00fcnf Gesellschaften vier neue und ein, bezw. sechs fr\u00fchere Mitglieder geh\u00f6ren. Der scheinbar \u00fcberfl\u00fcssige Zusatz <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05e9\u05dc \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> soll uns, wenn nicht etwa <span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05e2\u05e9\u05e8 \u05e9\u05dc \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4 \u05e2\u05e9\u05e8\u05d4<\/span> gemeint oder gar zu lesen ist, vielleicht andeuten, dass die Zahl der Mitglieder s\u00e4mtlicher f\u00fcnf Gesellschaften wohl mehr, aber auf keinen Fall weniger als f\u00fcnf betragen darf. H\u00e4tte eine derselben blos vier Mitglieder, so w\u00e4re dieser Ausweg verschlossen, weil in dem Augenblicke, in welchem jeder derselben, um bei einer der vier anderen Gruppen eintreten zu k\u00f6nnen, seinen Austritt aus der eigenen Genossenschaft erkl\u00e4rt, das Pesach der letztern herrenlos w\u00fcrde. In solchem Falle bleibt daher nichts anderes \u00fcbrig, als einen f\u00fcnften Teilhaber von der Strasse heranzuziehen (vgl. die folg. Mischna).<a href=\"#fnref471\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn472\"><p>In jeder der f\u00fcnf Gesellschaften sagen alle der Reihe nach zu jedem einzelnen: Wenn dies Pesach dein ist, erkl\u00e4re ich hiermit meinen Austritt aus der Genossenschaft, der ich bisher angeh\u00f6rt habe, um mich bei dir als Teilhaber anzumelden.<a href=\"#fnref472\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn473\"><p>Die Zuziehung eines Teilhabers ist erforderlich, damit die beiden Pesachopfer nicht herrenlos bleiben (Anm 59) wenn deren Inhaber falsch gew\u00e4hlt haben sollten, f\u00fcr welchen Fall jeder derselben durch die folgende Erkl\u00e4rung dem Pesach entsagt; sie ist m\u00f6glich, obschon der Eigent\u00fcmer nicht in der Lage ist, seinem Partner das Pesach zu bezeichnen, an welchem dieser sich beteiligen soll.<a href=\"#fnref473\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn474\"><p>Jeder der beiden Besitzer geht zum Partner des andern Eigent\u00fcmers oder jeder der beiden Partner zum Herrn des andern Pesach, oder es begeben sich beide Inhaber zu einander und beide Teilhaber zu einander.<a href=\"#fnref474\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn475\"><p>In beiden Genossenschaften spricht der eine so zum andern. Der Plural steht, weil es zwei Personen sind, die reden, in jeder Gruppe eine.<a href=\"#fnref475\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn476\"><p>Andere Lesart: <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d1 \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> (Babli- u. Jeruschalmiausgaben, ebenso Tosefta ed.&nbsp;Zuck. 172 <small>12<\/small>): s. Tosafot u. die Zus\u00e4tze in Mord\u2019chai z. St.<a href=\"#fnref476\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn477\"><p>Man unterscheidet einen l\u00e4ngern (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>) und einen k\u00fcrzern Nachmittag (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span>); jener beginnt, wenn das Tagesgestirn sich schon augenscheinlich und f\u00fcr jedermann deutlich erkennbar zum Untergange wendet, d.&nbsp;i. eine halbe Stunde, nachdem es seine Mittagsh\u00f6he \u00fcberschritten hat; dieser f\u00e4ngt 2\u00bd b\u00fcrgerliche Stunden (s. Einl. S. 167) vor Ablauf des Tages an, wenn die Sonne dem Horizont schon merklich n\u00e4her als dem Scheitelpunkte steht, d.&nbsp;i. eine halbe Stunde, nachdem sie in das letzte Viertel ihres Tagbogens eingetreten ist. In der Regel ist unter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> schlechthin der Sp\u00e4tnachmittag zu verstehen. So auch hier. Maimonides meint zwar in seinem Mischnakommentar zu B\u2019rachot IV 1, dass <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> nur den Augenblick bezeichnet, mit welchem der Sp\u00e4tnachmittag einsetzt; diese Annahme findet aber ihre Widerlegung sofort an Ort und Stelle in dem Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05dc\u05d2 \u05d4\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span>. Man kann wohl von der H\u00e4lfte eines Zeitraumes, nicht aber von der Mitte eines Zeitpunktes sprechen. Er selbst erkl\u00e4rt diese Bezeichnung mit den Worten: 5\u00bc Stunden vor Tagesende; demnach m\u00fcsste der Begriff <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> die letzten 2\u00bd Stunden voll umfassen und ganz einschliessen. Ausdr\u00fccklich heisst es in einer Baraita (s. Babli das. 26b): <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05d6\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc\u05d4 \u05de\u05e9\u05e9 \u05e9\u05e2\u05d5\u05ea \u05d5\u05de\u05d7\u05e6\u05d4 \u05d5\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05d0\u05d9\u05d6\u05d5 \u05d4\u05d9\u05d0 \u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4 \u05de\u05ea\u05e9\u05e2 \u05e9\u05e2\u05d5\u05ea \u05d5\u05de\u05d7\u05e6\u05d4 \u05d5\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 <\/span>. Wenn sich daher Stellen finden, in denen die Redewendung <span dir=\"rtl\">\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05d5\u05dc\u05de\u05e2\u05dc\u05d4<\/span> die Ansicht Maimuni\u2019s zu unterst\u00fctzen scheint, so kann das fragliche Wort in solcher Verbindung nur das Nachmittagsgebet bezeichnen, welches ebenfalls kurzweg <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> (statt <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05e4\u05dc\u05ea \u05d4\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span>; Ta\u2018aniot IV 1. u. \u00f6) genannt wird. Die Tosafot (107a u. d.&nbsp;W. <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d5\u05da<\/span>) sind der Meinung, dass auch an unserer Stelle unter Min\u1e25a das Gebet zu verstehen ist, auf welches sich dieser Name von dem Mehlopfer (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span>) \u00fcbertragen h\u00e4tte, das jeden Nachmittag im Heiligtume dargebracht wurde (4. B. M. 28, 8). Auf den Einwand, dass ja die Min\u1e25a auch einen Bestandteil des t\u00e4glichen Morgenopfers bildete (das. 5), haben sie keine befriedigende Antwort. Nachmani leitet in seinem Pentateuchkommentar (zu 2. B. M. 12, 16) das Wort unter Hinweis auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7 \u05d9\u05d5\u05de\u05d0<\/span> im Targum (O. u. J. zu l. B. M. 3, 8) vom Stamme <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d7<\/span> ab. Es ist die Zeit, in welcher die Sonne zur Ruhe geht und ihre Glut sich mildert (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d5\u05d7\u05ea \u05d4\u05e9\u05de\u05e9 \u05d5\u05d4\u05e9\u05e7\u05d8 \u05d0\u05d5\u05e8\u05d5 \u05d4\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc <\/span>). Widerspricht auch die Form, welche hiernach <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d5\u05d7\u05d4<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d0<\/span> (m\u2019nu\u1e25a oder m\u2019na\u1e25a) lauten m\u00fcsste, solcher Ableitung, so halte ich doch den Grundgedanken f\u00fcr richtig, dass unser Min\u1e25a ganz verschieden ist von demjenigen, welches Geschenk und vorzugsweise Opfergabe bedeutet. In diesem geh\u00f6rt <span dir=\"rtl\">\u05de<\/span> zum Stamme, es ist von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7<\/span> (arab. <span dir=\"rtl\">\u0645\u0646\u062d<\/span> = schenken) nach der Form <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d7\u05d4<\/span> gebildet und wird daher einer richtigen \u00dcberlieferung gem\u00e4ss in der Mehrzahl M\u2019na\u1e25ot gesprochen, w\u00e4hrend jenes meines Erachtens vom Stamme <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> abzuleiten und demgem\u00e4ss im Plural ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d5\u05d4<\/span> zu vokalisieren ist. Im Arabischen entspricht <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u0646\u062d\u0627<\/span> = sich neigen, wenden) dem hebr. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d4<\/span> und die <span dir=\"rtl\">\u0646\u062d\u0648<\/span> dem hebr. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05dc<\/span>, dessen Grundbedeutung dieselbe ist [daher <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea\u05de\u05d5\u05dc<\/span> (gestern)=<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea<\/span>=<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> (wie <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea \u05e4\u05d2\u05d9<\/span>=<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9<\/span>) im Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d7\u05e8<\/span> (morgen, zsgz. aus <span dir=\"rtl\">\u05de\u05b7\u05d0\u05b2\u05d7\u05b8\u05e8<\/span>) = <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d7\u05d5\u05e8<\/span>, eine Anschauung, nach welcher nicht wir der Zukunft entgegengehen, vielmehr die Zeit an uns vor\u00fcberzieht, so dass die Vergangenheit nicht hinter uns, sondern vor unseren Augen (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd<\/span>), und der \u201ekommende\u201c Tag (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05d4\u05d1\u05d0<\/span>) nicht vor uns, sondern unsichtbar hinter unserm R\u00fccken (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d7\u05d5\u05e8<\/span>) sich befindet]. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir beim Worte Neigen vor allem an eine Wendung nach unten denken; daher <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05ea<\/span> hinuntersteigen, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> die Tageszeit, in welcher die Sonne sich zum Untergange wendet (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9 \u05e4\u05e0\u05d4 \u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05db\u05d9 \u05d9\u05e0\u05d8\u05d5 \u05e6\u05dc\u05dc\u05d9 \u05e2\u05e8\u05d1<\/span> Jirm. 6, 4), <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d8\u05d7 \u05dc\u05d2\u05d5\u05d9\u05dd \u05d5\u05d9\u05e0\u05d7\u05dd <\/span> (Ijob 12, 23) er breitet, V\u00f6lker aus und beugt sie nieder, l\u00e4sst sie untergehen (parallel <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d2\u05d9\u05d0 \u05dc\u05d2\u05d5\u05d9\u05dd \u05d5\u05d9\u05d0\u05d1\u05d3\u05dd<\/span>), <span dir=\"rtl\">\u0641\u0646\u0649<\/span> dahinschwinden, ebenso <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05d9\u05de\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e4\u05e0\u05d5 \u05d1\u05e2\u05d1\u05e8\u05ea\u05da <\/span> (Ps. 90, 9), <span dir=\"rtl\">\u0627\u0641\u0646\u0649<\/span> vernichten, ebenso <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e0\u05d4 \u05d0\u05d5\u05d9\u05d1\u05da<\/span> (Sz\u2019fanja 3, 15), <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05e8\u05d1 \u05d9\u05de\u05d5\u05dc\u05dc \u05d5\u05d9\u05d1\u05e9 <\/span> (Ps. 90, 6) sich neigen, dahinsiechen, <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05d9\u05dc\u05dd<\/span> (Ps. 118, 10\u201412) ich beuge, vernichte sie. Vermutlich bedeutet auch in \u2018Ezra 9, 4\u20145 <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05ea \u05d4\u05e2\u05e8\u05d1<\/span> den Sp\u00e4tnachmittag (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d7\u05d4 \u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span>). \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> im gew\u00f6hnlichen Sinne entspricht dem arab. <span dir=\"rtl\">\u0627\u0641\u0646\u0649<\/span> (fortbewegen); doch d\u00fcrfte auch hier die Grundbedeutung die von <span dir=\"rtl\">\u0646\u062d\u0627<\/span> sein, so dass <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d7\u05d4<\/span> nicht eigentlich f\u00fchren (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05dc\u05d9\u05da<\/span>), sondern \u2014 urspr\u00fcnglich wenigstens \u2014 lenken hiesse.<a href=\"#fnref477\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn478\"><ol start=\"4\" type=\"a\">\n<li><ol type=\"i\">\n<li>eine halbe Stunde vor Beginn dieser Tageszeit, also gegen drei Uhr Nachmittags. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05d9\u05da<\/span> (Part. v. <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05de\u05da<\/span> = st\u00fctzen) heisst eigentlich angelehnt und daher sowohl nahe (vom Ort wie von der Zeit) als auch dicht (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d5\u05de\u05db\u05d0<\/span> = Dicke).<\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref478\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn479\"><p>auch wenn man das Nachmittagsgebet schon verrichtet hat. Vorher darf man sich auch sonst nicht zu Tische setzen (Schabbat I 2); Fr\u00fcchte aber und anderes Naschwerk (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05e8\u05d2\u05d9\u05de\u05d0<\/span>, \u03c4\u03f1\u03b1\u03b3\u03ae\u03bc\u03b1\u03b9\u03b1) darf man auch an diesem Tage selbst in sp\u00e4ter Stunde noch essen (Babli 107b). Das Verbot hat nur den Zweck, die Esslust f\u00fcr das Festmahl am Abend rege zu erhalten.<a href=\"#fnref479\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn480\"><p>An anderen Feiertagen kann man ebenso wie am Schabbat das Festmahl auch vor Sonnenuntergang einnehmen, am Pessach aber soll man es mit R\u00fccksicht auf 2. M. 12, 8 nicht vor Eintritt der Dunkelheit beginnen [R. Ascher z. St.&nbsp;.<a href=\"#fnref480\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn481\"><p>der sonst sein d\u00fcrftiges Mahl sitzend einzunehmen gewohnt ist.<a href=\"#fnref481\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn482\"><p>Wie bei den Griechen und R\u00f6mern der klassischen Zeit hatte sich auch bei den Israeliten die Sitte eingeb\u00fcrgert, sich zu den Hauptmahlzeiten auf Ruhebetten (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d5\u05ea<\/span>, \u03f0\u03bb\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 lecti) so zu lagern, dass der linke Ellbogen sich auf das Polster st\u00fctzte (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e1\u05d1\u05d4<\/span> Kataklisis, Accubitio). Bei Gastm\u00e4hlern ruhten alle Tischgenossen auf solchen Betten, nur die Sklaven und die Parasiten sa\u00dfen auf St\u00fchlen oder B\u00e4nken. F\u00fcr die Pesachnacht wurde diese vermutlich von den Persern \u00fcbernommene Sitte (Ester 1, 6 u. 7, 8; Babli B\u2019rachot 46b) zur Vorschrift, zun\u00e4chst wohl, um dem Festmahl den Charakter einer Hauptmahlzeit zu sichern (vgl. Jer. zu Ma\u2018asrot IV 1 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e9\u05d4 \u05d4\u05d9\u05e1\u05d1 \u05d1\u05e9\u05d3\u05d4 \u05d8\u05d5\u05d1\u05dc \u05d0\u05dd \u05dc\u05d0 \u05d4\u05d9\u05e1\u05d1 \u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d8\u05d5\u05d1\u05dc<\/span>), dann aber auch, um das Gef\u00fchl f\u00fcr Freiheit und Menschenw\u00fcrde lebendig zu erhalten (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d5\u05d3\u05d9\u05e2 \u05e9\u05d9\u05e6\u05d0\u05d5 \u05de\u05e2\u05d1\u05d3\u05d5\u05ea \u05dc\u05d7\u05e8\u05d5\u05d4<\/span> \u2014 Jer. z. St.). \u2014 Der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e1\u05d1<\/span> (v. <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d1\u05d1<\/span> = umgeben) stammt noch aus der Zeit, in welcher die Tischgenossen sich um eine gemeinsame Tafel setzten (1. B. M. 43, 33; 1. Sam. 20, 5, 24\u201425, 34; 1 K\u00f6n. 13, 20), wie es auch bei den Griechen und R\u00f6mern urspr\u00fcnglich der Brauch war. In diesem Sinne wird 1 Sam. 16, 11 <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e1\u05d1<\/span> (Plural und \u1e32al) schon als feststehender Ausdruck gebraucht, bei welchem der Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05dc\u05d7\u05df<\/span> (od. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc<\/span>) <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea<\/span> entbehrlich ist, w\u00e4hrend die Kataklisis, welche unter K\u00f6nig Uzia noch nicht allgemeine Sitte, vielmehr ein Merkmal sybaritischer Verweichlichung und \u00dcppigkeit gewesen zu sein scheint (\u2018Amos 6, 4), mit <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05db\u05d1<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05e8\u05d7<\/span> bezeichnet wird (das.), vielleicht gar mit dem \u00fcblichen <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05d1<\/span> (Je\u1e25ez\u1e33\u00eal 23, 41). Die Sprache hatte f\u00fcr diese eigent\u00fcmliche, halb sitzende und halb liegende K\u00f6rperhaltung noch kein besonderes Wort gepr\u00e4gt. Als aber bei den aus Persien zur\u00fcckgekehrten Juden der fremde Brauch heimisch geworden, wurde die Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05d1<\/span> f\u00fcr das Gastmahl beibehalten, obgleich sie nicht mehr ganz angemessen war, seit man aufgeh\u00f6rt hatte an gemeinsamer Tafel zu speisen (K. VII Anm. 74). Der Ausdruck blieb zun\u00e4chst wohl nach wie vor auf den Plural beschr\u00e4nkt (vgl. B\u2019rachot VI 6), bis er auf die Kataklisis, wie sie beim Convivium in erster Reihe \u00fcblich war, schlechthin \u00fcbertragen und nun auch (wie hier) in der Einzahl angewendet wurde. Befremdlich ist es allerdings, dass mit dem Wechsel der Bedeutung auch ein \u00dcbergang des \u1e32al in den Hif\u2018il, in welcher Form das Wort in diesem Sinne stets im Talmud erscheint, sich vollzogen haben soll. Der Hif\u2018il findet sich bei intransitiven Verben, wenn dieselben von einem Nomen gebildet sind (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e2\u05e9\u05d9\u05e8, \u05d4\u05e2\u05e0\u05d9, \u05d4\u05dc\u05d1\u05d9\u05df, \u05d4\u05d0\u05d3\u05d9\u05dd, \u05d4\u05e9\u05d7\u05d9\u05e8, \u05d4\u05e9\u05e8\u05d9\u05e9, \u05d4\u05e2\u05e8\u05d9\u05d1 \u05d4\u05d2\u05e8\u05d9\u05dc, \u05d4\u05e1\u05e4\u05d9\u05e7 <\/span> u. v. a). Besonders lehrreich ist in dieser Beziehung das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05dc<\/span>, welches im \u1e32al aufwachsen (Abot I 17; Jebamot XIII, 12 <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d5\u05d3\u05dc\u05d5 \u05d6\u05d4 \u05e2\u05dd \u05d6\u05d4<\/span> = sie k\u00f6nnen mit einander aufwachsen, d.&nbsp;h. sie d\u00fcrfen weiter zusammenleben trotz der M\u00f6glichkeit, dass sich ihre Ehe sp\u00e4ter als unstatthaft erweist \u2014 s. Babli z. St.&nbsp;u. Raschi zu \u1e24ullin 11a s. v. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d8\u05df \u05d5\u05e7\u05d8\u05e0\u05d4<\/span>), im Hif\u2018il aber grossj\u00e4hrig (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc<\/span>) werden bedeutet (Jebamot X 9, XI 3\u20145, XIII 1 u. \u00f6.; in Baba batra V 4 ist <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05e8\u05d9\u05dc\u05d5<\/span> transitiv, da <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e0\u05e4\u05d9\u05dd<\/span> zu erg\u00e4nzen ist). Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e1\u05d1<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1<\/span> (Schabbat 63a Z. 1) abzuleiten, einem andern Ausdruck f\u00fcr die <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span>, auf die man sich zum Schmause lagert. Wie ist aber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1<\/span> zu dieser Bedeutung gekommen? Sinngem\u00e4ss bezeichnet das Wort im Hohenliede (1, 12) die Tafelrunde, das Gastmahl (wie <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1\u05d4<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05ea\u05dd \u05de\u05e1\u05d1\u05ea \u05db\u05d5\u05ea\u05d9\u05dd<\/span> B\u2019rachot 52b unten); man kann doch aber nicht so ohne Weiteres den Begriff eines Gelages auf das Lager \u00fcbertragen! Dass man urspr\u00fcnglich die einzelnen Polster, auf denen man rings um die Tafel sass, <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1<\/span> nannte, ist etymologisch wohl denkbar, lexikalisch aber nicht nachzuweisen Ebensowenig l\u00e4sst sich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1<\/span> als Ruhebett unter Hinweis auf das sinnverwandte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span> (und das gr. \u03f0\u03bb\u03af\u03bd\u03b7) unmittelbar auf den in der Bedeutung \u201esich wenden\u201c mit <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05d4<\/span> \u00fcbereinstimmenden Stamm <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d1\u05d1<\/span> zur\u00fcckf\u00fchren; denn in diesem Sinne dr\u00fcckt <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d1\u05d1<\/span> stets eine Bewegung aus, sei es zu einem Orte hin (Hab. 2, 16; 1 Sam. 5, 8) oder von einem Orte weg (das. 15, 27; 1 B. M. 42, 24), w\u00e4hrend <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05de\u05d4<\/span> gleich dem gr. \u03f0\u03bb\u03af\u03bd\u03c9 auch \u201eneigen\u201c heisst. Ihrer Grundbedeutung nach sind <span dir=\"rtl\">\u05e1\u05d1\u05d1<\/span> (sich kr\u00fcmmen) und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d8\u05d4<\/span> (sich strecken) sogar Gegens\u00e4tze. Vielleicht ist zum Unterschiede von der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span> (dem in erster Reihe zum Schlafen in gestreckter Lage bestimmten Bette) das Speisesofa (im Hinblick auf die gekr\u00fcmmte Haltung bei der Benutzung desselben) <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e1\u05d1<\/span> genannt und von diesem Nomen sp\u00e4ter das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e1\u05d1<\/span> gebildet worden Aehnlich ist <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d8\u05d5<\/span> (Hif\u2018il) in \u2018Amos 2, 8 von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d4<\/span> abgeleitet, denn die zweite Versh\u00e4lfte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05d9\u05df \u05e2\u05e0\u05d5\u05e9\u05d9\u05dd \u05d9\u05e9\u05ea\u05d5 \u05d1\u05d9\u05ea \u05d0\u05dc\u05d4\u05d9\u05d4\u05dd<\/span> weist deutlich darauf hin, dass bei <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e2\u05dc \u05d1\u05d2\u05d3\u05d9\u05dd \u05d7\u05d1\u05dc\u05d9\u05dd \u05d9\u05d8\u05d5 \u05d0\u05e6\u05dc \u05db\u05dc \u05de\u05d5\u05d1\u05d7<\/span> an die Kataklisis zu denken ist.<a href=\"#fnref482\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn483\"><p>Wenn dies F\u00fcrwort sich auf den Armen bezieht, so hat man sich die Vorsteher als Subjekt des Satzes zu denken; bezieht es sich aber wie in der folgenden und der vierten Mischna gleich <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> in M. 3 auf <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d3\u05dd<\/span> im ersten Satze, so sind die ihn bedienenden Hausgenossen das nicht genannte Subjekt.<a href=\"#fnref483\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn484\"><p>Ueber die Bedeutung der vier Becher s. Einleitung, Absatz 2. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05ea<\/span> heisst im Syr. aush\u00f6hlen (\u00dcbers. von <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e7\u05d1<\/span> \u1e24ab. 3, 14), im Arab. (<span dir=\"rtl\">\u0641\u062e\u062a<\/span>) abschneiden. Die gemeinsame, in der Sprache des Talmud noch erhaltene Grundbedeutung ist vermindern. Dieselbe zeigt sich auch bei der Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05d9 \u05d4\u05d6\u05d4\u05d1<\/span> (Goldplatten, 2. B. M. 39, 3) und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05d7\u05d7<\/span> (mangelhaft bekleidet, M\u2019gilla IV 6). Vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e8\u05e2<\/span> = verringern (2 B. M. 5, 11 u. \u00f6.) und = abscheeren (Jirm. 48, 37; im Aram. h\u00e4ufiger), aus dessen Wurzel wohl auch (mit teilweisem \u00dcbergang des <span dir=\"rtl\">\u05dc<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05e8<\/span> und des <span dir=\"rtl\">\u05d2<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05db<\/span> od. <span dir=\"rtl\">\u05e7<\/span>) die St\u00e4mme <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d7 ,\u05d2\u05dc\u05d1 ,\u05d2\u05dc\u05d7<\/span>, (abscheeren), <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05ea ,\u05e7\u05e8\u05e5 ,\u05e7\u05e8\u05e2<\/span> (zerschneiden), <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05d4 ,\u05d2\u05dc\u05e3<\/span> (graben), <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e8\u05dd ,\u05d2\u05e8\u05e8<\/span> (zerkleinern) hervorgegangen sind. Das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05ea<\/span> findet sich in der Bibel nicht, wohl aber die nomina <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05ea<\/span> (Grube) und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d7\u05ea\u05ea<\/span> (Vertiefung).<a href=\"#fnref484\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn485\"><p>Die Sch\u00fcssel (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05d7\u05d5\u05d9<\/span>) und der Korb (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d5\u05e4\u05d4<\/span> = fiscus) sind verwandte Zweige der Gemeindeverwaltung auf dem Gebiete der Armenpflege. Aus dem \u201eKorbe\u201c wurden w\u00f6chentliche Unterst\u00fctzungen (jeden Freitag) an die Armen des Ortes verteilt; aus der \u201eSch\u00fcssel\u201c, f\u00fcr welche die Beitr\u00e4ge an Lebensmitteln t\u00e4glich eingesammelt wurden, erhielten die \u00c4rmsten unter den Armen (auch ausw\u00e4rtige Bettler), die nicht einmal Brot f\u00fcr zwei Mahlzeiten hatten, ihren Tagesbedarf (s. Pea VIII 7 und Jer. das.). \u2014 \u00dcber die Etymologie des Wortes <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05de\u05e8\u05d5\u05d9<\/span> s. Kap. V Anm. 42 u. \u2018Erubin V Anm. 31.<a href=\"#fnref485\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn486\"><p>\u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2<\/span> (eigentl. mischen) s. Kap. VII Anm. 77. Das F\u00fcrwort <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5<\/span> ist hier nicht mehr auf den Armen zu beziehen, sondern ganz allgemein aufzufassen; vgl. Anm. 8. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d5\u05e1<\/span>, in der Bibel weiblich, ist hier und weiter unten (M. 4 u. 7) m\u00e4nnlich, oben aber (M. 1), wo das Wort im Plural steht, weiblich; Jeruschalmi ed.&nbsp;Kr. (S. 37b l. Z. u. 37c Z. 6, 16, 30) hat freilich: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2\u05d4 \u05db\u05d5\u05e1\u05d5\u05ea<\/span> (dagegen Z. 3 u. 12: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05d1\u05e2 \u05db\u05d5\u05e1\u05d5\u05ea<\/span>).<a href=\"#fnref486\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn487\"><p>Diese Meinungsverschiedenheit, welche schon einmal (in B\u2019rachot VIII 1) erw\u00e4hnt wurde, beschr\u00e4nkt sich nicht grade auf den Pesachabend, erstreckt sich vielmehr auf den Eingang aller Schabbate und Feste, an denen es Vorschrift ist, das Mahl mit einer feierlichen Begr\u00fcssung des heiligen Tages bei einem vollen Becher Weines zu er\u00f6ffnen. Dieselbe besteht aus zwei Segenspr\u00fcchen (einem \u00fcber die Frucht der Rebe und einem \u00fcber die Bedeutung des Tages), deren Reihenfolge den Gegenstand des hier angef\u00fchrten Streites bildet. Die Begr\u00fcndung beider Ansichten findet sich in der Tosefta hier Kap. X und B\u2019rachot V (ed.&nbsp;Zuckermandel S. 13 Z. 6\u20149 u. S. 172 Z. 14\u201417) und mit unwesentlichen Abweichungen auch im Babli wie im Jeruschalmi sowohl zu unserer Stelle als zu B\u2019rachot VIII 1. Nach der Meinung der Schammaiten geb\u00fchrt dem Segen \u00fcber den Tag aus zwei Gr\u00fcnden der Vorrang: Erstens ist der heilige Tag die Veranlassung, dass \u00fcberhaupt der Wein das Mahl einleitet; zweitens geht der Eintritt des Festes auch zeitlich dem Beginne des Mahles voran. Die Schule Hillels macht dagegen zwei andere Gr\u00fcnde geltend, aus denen der Segen \u00fcber den Wein an die Spitze gestellt zu werden verdient: Zun\u00e4chst bietet der Wein erst die M\u00f6glichkeit, den heiligen Tag an der Tafel zu begr\u00fcssen, ohne ihn m\u00fcsste man sich mit der Begr\u00fcssung im Abendgebete begn\u00fcgen; \u00fcberdies wird der Segen \u00fcber den Tag nur an Schabbaten und Festen gesprochen, der andere dagegen, so oft man Wein trinkt, und es ist daher auch hier die bekannte Regel anzuwenden: Das H\u00e4ufigere geht dem Seltenern vor (<span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d3\u05d9\u05e8 \u05d5\u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05ea\u05d3\u05d9\u05e8 \u05d4\u05d3\u05d9\u05e8 \u05e7\u05d5\u05d3\u05dd<\/span>).<a href=\"#fnref487\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn488\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05d9\u05e8\u05e7\u05d5\u05ea \u05d5\u05d4\u05d6\u05e8\u05ea \u05de\u05d8\u05d1\u05dc \u05d1\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> lautet die Lesart in Jeruschalmi und \u00e4lteren Mischnaausgaben (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> S. 355, Anm. 5); in Maimunis Mischnakommentar und mehreren von Rabbinowicz verglichenen Hndss. (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> das.) fehlt das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span>, in unseren Ausgaben der Mischna sowohl als des Babli und Alfasi auch das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e8\u05e7\u05d5\u05ea<\/span>. R. \u1e24ananel und uach ihm R. Natan aus Rom (s. \u2018Aruch unter <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea<\/span> erg\u00e4nzt in seiner Erkl\u00e4rung z. St.&nbsp;als Objekt zu <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7\u05df<\/span>; er hat also weder <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e8\u05e7\u05d5\u05ea<\/span> noch <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> gelesen. Auch aus Raschi (s. v. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d1\u05dc<\/span>) und Tosafot (s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5<\/span>), noch deutlicher aber aus R. Nissim (Alfasikommentar z. St.) geht hervor, dass ihnen die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05dc \u05d1\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> vorgelegen, die \u2018Aruch sowohl unter <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d6\u05e8<\/span> als unter <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05dc<\/span> hat. Allerdings ist <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0<\/span> in der Bedeutung \u201eauftragen\u201c sonst nicht nachzuweisen. Ein etwaiger Vergleich mit <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e9\u05d9\u05de\u05d5<\/span> 1. B. M. 43, 32 w\u00fcrde bedenklich hinken, weil dort das Objekt leicht entbehrt werden kann, da es unmittelbar vorher steht (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05de\u05d5 \u05dc\u05d7\u05dd<\/span>), w\u00e4hrend die Weglassung hier sehr befremdlich ist. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d1\u05dc<\/span> mit folg. <span dir=\"rtl\">\u05d1<\/span>, im \u1e32al == eintunken (im Talmud auch intransitiv: untertauchen) in eine Fl\u00fcssigkeit, bat im Pi\u2018el die pr\u00e4gnante Bedeutung: eine Speise mit einer Tunke geniessen. Eigent\u00fcmlicherweise wird in diesem Sinne die feste Speise mit <span dir=\"rtl\">\u05d1<\/span> konstruiert, w\u00e4hrend eine Bezeichnung der Fl\u00fcssigkeit ganz fehlt. \u2014 \u00dcber <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> s. Kap. II Anm. 24; \u00fcber Zweck und Bedeutung der ganzen Vorschrift s. weiter unten Anm. 27.<a href=\"#fnref488\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn489\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea<\/span>, im Plural <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05d5\u05ea<\/span> (Schabbat XXIII 2) und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05d0\u05d5\u05ea<\/span> (Tosefta B\u2019rachot IV, ed.&nbsp;Zuckermandel S. 9 Z. 11\u201414; so auch Abot III Ende, wo das Wort freilich von R. Natan im \u2018Aruch s. v. <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05df<\/span> III als Purpur, von Musafia aber das. s. v. <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> als Peripherie aufgefasst wird), ist trotz der hebr. Form griechischen Ursprungs. Mit \u03c0\u03b5\u03f1\u03b9\u03c6\u03bf\u03f1\u03ac bezeichnete man zun\u00e4chst das Herumreichen der Speisen, dann auch die herumgereichten Speisen selbst. Hier kann <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea<\/span> die eine wie die andere Bedeutung haben. In B\u2019rachot VI 5 aber kann es nur konkret genommen werden. Es steht dort im Gegensatz zu Brot (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea<\/span>) wie auch zu gekochter Mehlspeise (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05e9\u05d4 \u05e7\u05d3\u05e8\u05d4<\/span>) und bezeichnet die rohen Gem\u00fcse, Eier, Fr\u00fcchte und Leckereien, welche teils vor der Mahlzeit (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05e9\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span>), teils nach derselben (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05d9\u05ea \u05e9\u05dc\u05d0\u05d7\u05e8 \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span>) gereicht wurden. Zum Unterschied von diesen werden hier die w\u00e4hrend des Mahles aufgetragenen Speisen genauer als Zukost zum Brote (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span>) bezeichnet. Dieselbe Bedeutung hat das Wort in Abot a. a. O. Die Halacha ist dort das Brot, Astronomie und Mathematik sind nur die Zukost. \u2014 Schwierigkeiten bereitet die Konjunktion <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span>. In ihrer gew\u00f6hnlichen Bedeutung kann sie hier nicht genommen werden, denn es w\u00e4re geschmacklos zu sagen: er soll so lange Lattich essen, bis die Zukost oder das Herumreichen des Brotes an die Reihe kommt. R. \u1e24ananel, dessen Erkl\u00e4rung z. St sich w\u00f6rtlich im \u2018Aruch unter <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea<\/span> findet, erg\u00e4nzt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e4\u05e1\u05d9\u05e7<\/span> vor <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span>. Raschi versteht unter <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span> den Lattich, welcher der Vorschrift gem\u00e4ss als Bitterkraut nach dem unges\u00e4uerten Brote zu nehmen ist, und erkl\u00e4rt: man esse Lattich, bevor man noch zu jener Zukost des Brotes gelangt, damit es den Kindern auffalle und sie zu einer Frage nach dem Grunde dieser seltsamen Tischordnung veranlasse. In dieser Bedeutung steht zwar in der Regel <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0<\/span> (z. B. <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05e0\u05d1\u05d9\u05d0 \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd<\/span> = ehe die Welt erschaffen war, w\u00f6rtlich: solange d.&nbsp;W. noch nicht erschaffen war; vgl. Mischl\u00ea 8, 26 u. \u1e32ohelet 12, 1 2) zuweilen aber, wenn auch nur sehr selten, <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span> allein, wie in Baba \u1e33amma 55a oben <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d0\u05ea\u05d4 \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc\u05e0\u05d9<\/span> (ehe du mich fragst) und vielleicht auch im Hohenliede 2, 17 <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d9\u05e4\u05d5\u05d7 \u05d4\u05d9\u05d5\u05dd \u05d5\u05e0\u05e1\u05d5 \u05d4\u05e6\u05dc\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> (ehe der Tag verhaucht und die Schatten entfliehen). Indessen ist es, wenn man einmal gen\u00f6tigt ist, die Konjunktion ihrer gew\u00f6hnlichen Bedeutung zu entkleiden, viel einfacher und sinngem\u00e4sser, den von ihr eingeleiteten Nebensatz zum folgenden statt zum vorhergehenden Hauptsatze zu ziehen und <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span> die Bedeutung \u201ewenn\u201c (sobald, sowie) beizulegen. Vgl. <span dir=\"rtl\"> \u05e2\u05d3 \u05d3\u05db\u05e4\u05e0\u05ea \u05d0\u05db\u05d5\u05dc \u05e2\u05d3 \u05d3\u05e6\u05d7\u05d9\u05ea \u05e9\u05ea\u05d9 \u05e2\u05d3 \u05d3\u05e8\u05ea\u05d7\u05d0 \u05e7\u05d3\u05e8\u05da \u05e9\u05e4\u05d5\u05da<\/span> (B\u2019rachot 62b oben) = wenn du hungrig wirst, iss; wenn du durstest, trink; wenn dein Topf kocht (vermuthlich: wenn der Geschlechtstrieb sich regt; anders Raschi z. St.&nbsp;und \u2018Aruch s. v. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e4\u05df<\/span>), giess\u2019 aus. Die landl\u00e4ufige Auffassung (w\u00e4hrend du noch Hunger hast u. s. w. \u2014 s. Raschi u. \u2018Aruch) gibt keinen rechten Sinn; denn solange man nicht isst und trinkt, wird man immer hungrig und durstig sein. Der Sinn ist vielmehr entweder: ehe du Hunger bekommst, iss u. s. w., oder noch wahrscheinlicher: iss nur dann, wenn der Hunger dich mahnt u. s. w. Im Schlusssatz aber fordert das Bild zweifellos die Bedeutung \u201esobald\u201c f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span>: damit der Topf nicht \u00fcberlaufe, leere ihn, sowie er kocht (nicht aber: ehe er kocht \u2014 das w\u00e4re zu fr\u00fch, noch weniger: solange er kocht \u2014 das w\u00e4re zu sp\u00e4t). Die Entstehung dieser Bedeutung erkl\u00e4rt sich durch die elliptische Anwendung von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span> in seinem urspr\u00fcnglichen Sinne (warte, bis du Hunger sp\u00fcrst, dann iss), wie solche uns z. B. in dem Satze <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d9\u05d2\u05de\u05dc \u05d4\u05e0\u05e2\u05e8 \u05d5\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05ea\u05d9\u05d5<\/span> (1 Sam. 1, 22) entgegentritt (sobald der Knabe entw\u00f6hnt ist, werde ich ihn hinbringen), wo aus dem vorhergehenden <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05e0\u05d4 \u05dc\u05d0 \u05e2\u05dc\u05ea\u05d4<\/span> der Gedankengang der Mutter leicht zu erraten ist: \u201eich ziehe nicht hinauf, bis der Knabe entw\u00f6hnt ist; dann erst will ich ihn hinbringen\u201c. Vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d0\u05d5\u05e8 \u05d4\u05d1\u05e7\u05e8 \u05d5\u05d4\u05e8\u05d2\u05e0\u05d5\u05d4\u05d5<\/span> (Richter 16, 2) und <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5 \u05d1\u05d9\u05e8\u05d7\u05d5 \u05e2\u05d3 \u05d9\u05e6\u05de\u05d7 \u05d6\u05e7\u05e0\u05db\u05dd \u05d5\u05e9\u05d1\u05ea\u05dd <\/span> (2 Sam. 10, 5), wo die Akzentuation <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05d9\u05e6\u05de\u05d7 \u05d6\u05e7\u05e0\u05db\u05dd<\/span> mit Recht zu <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05d1\u05ea\u05dd<\/span> und nicht zu <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d5 \u05d1\u05d9\u05e8\u05d7\u05d5<\/span> zieht.<a href=\"#fnref489\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn490\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05e1\u05ea<\/span> ist ein aus Fr\u00fcchten und Gew\u00fcrzen bereiteter Mus, der mit Essig verd\u00fcnnt wurde. Der Stamm <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05e1<\/span> bedeutet wahrscheinlich \u201estechen\u201c gleich seinen Vettern <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d8, \u05d7\u05e8\u05e5, \u05d7\u05e8\u05e9, \u05d7\u05e8\u05ea<\/span> (und wohl auch <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d6<\/span> = aufreihen, eig. durchstecken); daher vielleicht die beiden grundverschiedenen Bedeutungen des Hauptworts <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05e1<\/span>, welches einerseits die Sonne (wegen ihrer stechenden Strahlen, die <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05e0\u05d9\u05dd<\/span>, d.&nbsp;i. H\u00f6rner genannt werden), andererseits eine schmerzhafte, mit Jucken (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05d5\u05db\u05d0<\/span>; Targ. J. zu 5. B. M. 28, 27) verbundene Hautkrankheit bezeichnet. Demnach w\u00e4re <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05e1\u05ea<\/span> dem Wortsinne nach eine Tunke von herbem (s\u00e4uerlichem) Geschmack (daher auch <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05e6\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> = Weinbeerkerne und m\u00f6glicherweise selbst <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05de\u05e5<\/span> = Essig und <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05de\u05e5<\/span> = Ges\u00e4uertes), \u00e4hnlich dem lautverwandten <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05e1\u05e0\u05d0<\/span> (Joma 84a, Baba batra 60b u. 144a, \u2018Aboda zara 38a u. \u00f6.), einer Fischsauce aus Mehl und Essig, wenn die im \u2018Aruch (s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e8\u05e1\u05e0\u05d0<\/span>; Kohut leitet dieses Wort von <span dir=\"rtl\">\u062d\u0631\u0627\u0633\u0646<\/span> ab, dem arab. Namen irgend eines Fisches) erhaltene Lesart richtig ist. Was die Wortform betrifft, so ist dieselbe zwar dem Infinitiv eigent\u00fcmlich (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05ea\u05d5\u05d1\u05ea ,\u05d7\u05e8\u05d5\u05e9\u05ea ,\u05d9\u05d1\u05d5\u05e9\u05ea<\/span> 1. B. M. 8, 7; 2. B. M. 31, 5; 3. B. M. 19, 28), aber auch bei konkreten Begriffen nicht selten (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d8\u05d5\u05e8\u05ea ,\u05e4\u05e1\u05d5\u05dc\u05ea ,\u05e0\u05e2\u05d5\u05e8\u05ea ,\u05db\u05ea\u05d5\u05e0\u05ea<\/span>).<a href=\"#fnref490\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn491\"><p>Die eingeklammerten W\u00f6rter fehlen in einigen \u00e4lteren Mischnaausgaben (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>) ebenso wie in Jeruschalmi und Alfasi. Dass dies nicht auf ein Versehen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, ergiebt sich aus Babli 114b, wo die Er\u00f6rterung \u00fcber die <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc\u05d9\u05df<\/span> nicht an die Mischna ankn\u00fcpft, sondern mitten in einer Abhandlung \u00fcber das Bitterkraut an eine gelegentlich angef\u00fchrte Baraita. \u2014 Von den beiden Gerichten soll das eine an das Pesach- und das andere an das fakultative Festopfer (Kap. VI Anm. 24) erinnern (Babli u. Jer. z. St.).<a href=\"#fnref491\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn492\"><p>Er hat nur den Zweck, den Lattich verdaulicher zu machen.<a href=\"#fnref492\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn493\"><p>Er soll n\u00e4mlich in Farbe und Aussehen an den Lehm erinnern, aus dem unsere V\u00e4ter in \u00c4gypten Ziegel herstellen mussten (2. B. M. 1, 14), und durch seine Gew\u00fcrzfasern an den H\u00e4ckerling durch dessen Beschaffung ihr hartes Los sp\u00e4ter (das. 5, 6\u201418) noch dr\u00fcckender gestaltet wurde (Babli 116a).<a href=\"#fnref493\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn494\"><p>Wenn <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> hier das Heiligtum bezeichnete, so k\u00f6nnte, da das Pesach nicht im Tempel verzehrt wurde, <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> nur \u201ezur Zeit des Heiligtums\u201c bedeuten. Dann m\u00fcsste es aber <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05d1\u05d9\u05ea<\/span> heissen. Eine im Jeruschalmi z. St.&nbsp;offenbar als Erg\u00e4nzung zur Mischna (s. Anm. 16) angef\u00fchrte Baraita lautet: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d2\u05d1\u05d5\u05dc\u05d9\u05df \u05e6\u05e8\u05d9\u05db\u05d9\u05df \u05e9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05d7\u05d3 \u05d6\u05db\u05e8 \u05dc\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d5\u05d0\u05d7\u05d3 \u05d6\u05db\u05e8 \u05dc\u05d7\u05d2\u05d9\u05d2\u05d4<\/span>. Da nun <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d1\u05d5\u05dc\u05d9\u05df<\/span> die Provinz im Gegensatze zu Jerusalem bezeichnet, so muss der Begriff <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> hier die ganze heilige Stadt umfassen [eine St\u00fctze f\u00fcr die von Maimonides in seinem Mischnakommentar zu Rosch haschana IV 1 vertretene Auffassung; vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9\u05dc\u05d9\u05dd \u05d1\u05d9\u05ea \u05de\u05e7\u05d3\u05e9\u05da<\/span> im M\u00fbs\u00e2fgebet der Neumonds- und Festtage]. Allerdings stammt dieser Teil unserer Mischna aus einer Zeit, in welcher der Tempel bereits in Tr\u00fcmmern lag; andernfalls h\u00e4tte derselbe gelautet: <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea \u05d5\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d5\u05d1\u05d2\u05d1\u05d5\u05dc\u05d9\u05df \u05e9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc\u05d9\u05df<\/span>, da es doch die Regel war, dass man den 15. Nisan, wie das Gesetz es verlangte, in Jerusalem feierte. Dennoch steht hier <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span> und nicht, wie man erwarten sollte <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d6\u05de\u05df \u05d4\u05de\u05e7\u05d3\u05e9<\/span>, weil es auch zur Zeit des Tempels vorkam, dass manche Familien, an einer Reise nach der heiligen Stadt verhindert, bei der h\u00e4uslichen Feier auf das Pesach verzichten und sich mit unges\u00e4uertem Brot und Bitterkraut begn\u00fcgen mussten.<a href=\"#fnref494\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn495\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7<\/span> ist die Lesart aller von Rabbinowicz (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>) verglichenen Ausgaben und Handschriften bis auf eine einzige, welche <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc<\/span> nicht hat, Auch die Tosefta liest <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7<\/span> (ed.&nbsp;Zuckermandel S. 173 Z. 7). Demnach hat es den Anschein, als ob die Lesart <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc\u05d9\u05df<\/span> oben (s. Anm. 16) doch berechtigt w\u00e4re. Indessen ist zu beachten, dass <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5<\/span> ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span>, wenn es den Vertreter ausschliessen soll, dem zu betonenden Worte nachgesetzt wird (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 ,\u05d4\u05d5\u05d0 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span>). Wenn also die Absicht war, das Pesach den zwei Gerichten gegen\u00fcberzustellen, die zur Erinnerung an die Zeit des Tempels dienen, so h\u00e4tte \u2014 ganz abgesehen davon, dass das Festopfer (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d2\u05d9\u05d2\u05d4<\/span>) gar nicht erw\u00e4hnt wird \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d2\u05d5\u05e4\u05d5<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span> stehen m\u00fcssen. Wo <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5<\/span> dem hervorzuhebenden Begriffe vorangeht, will es den Kern von der Schale trennen, das Wesentliche von dem nebens\u00e4chlichen Beiwerk scheiden. So bedeutet <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e8\u05d5\u05d6\u05d1\u05d5\u05dc<\/span> (Sch\u2019bi\u2018it X 4), <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05d2\u05d8<\/span> (Gi\u1e6d\u1e6din IX 3) <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05d2\u05d8 \u05e9\u05d7\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> (das.) den wesentlichen Kern der Urkunde zum Unterschied von den zwar \u00fcblichen, im Grunde aber nebens\u00e4chlichen Formeln. Diese Bedeutung w\u00e4re jedoch hier nur dann angemessen, wenn <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> das ganze Festmahl bezeichnete, in welchem Falle durch <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7<\/span> das Pesachlamm ganz im Sinne des Verses <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e6\u05d5\u05ea \u05e2\u05dc \u05de\u05e8\u05d3\u05d9\u05dd \u05d9\u05d0\u05db\u05dc\u05d4\u05d5<\/span> (2. B. M. 12, 8) als Mittelpunkt der Feier gegen\u00fcber dem fr\u00fcher in der Mischna erw\u00e4hnten Beiwerk von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea<\/span> hervorgehoben w\u00fcrde. So aber muss man annehmen, dass <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d5\u05e4\u05d5<\/span> hier \u00fcberhaupt nichts betonen, sondern w\u00f6rtlich genommen werden will: den K\u00f6rper des Pesach (nicht blos St\u00fccke desselben). Es war wohl Sitte, das Pesachl\u00e4mmchen, das ja noch in dieser Nacht verzehrt werden musste, ganz aufzutragen und erst bei Tische zu zerlegen, w\u00e4hrend man vom Pestopfer, welches auch am folgenden Tage noch gegessen werden durfte, nur einzelne Fleischst\u00fccke auf den Tisch brachte. So scheint es auch Maimonides in seinem Kodex aufgefasst zu haben [. Dass in unserer Mischna des Festopfers keine Erw\u00e4hnung geschieht, erkl\u00e4rt sich aus dem Umstande, dass dasselbe, wie aus VI 3 ersichtlich, kein regelm\u00e4ssiger Bestandteil des Festmahles war.<a href=\"#fnref495\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn496\"><p>Da es sich hier nicht wie z. B. oben V 5\u201410 um einen geschichtlichen Bericht handelt, d\u00fcrfte das Perfekt in <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2\u05d5<\/span> auff\u00e4llig erscheinen. In M. 2 und M. 7 ist dieses Tempus in dem Verh\u00e4ltnis des Nebensatzes zu dem mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05e8\u05da<\/span> alsbald folgenden Hauptsatze begr\u00fcndet (hat man ihm eingeschenkt, so spricht er den Segen); hier aber bildet <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2\u05d5<\/span> einen selbst\u00e4ndigen Satz. Ebenso verh\u00e4lt es sich mit den beiden <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5<\/span> in voriger Mischna. Das erste h\u00e4ngt von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d1\u05dc<\/span> ab, und somit ist das Perfekt berechtigt; das zweite aber schwebt in der Luft, weshalb das Tempus Befremden erregen muss. Wir haben indes schon oben (S. 164 Z. 8 ff.) darauf hingewiesen, dass die Mischnasammlung in der uns vorliegenden Gestalt das Produkt der Geistesarbeit mehrerer Jahrhunderte darstellt, die Kr\u00f6nung eines Werkes, dessen Grundstock noch zur Zeit des zweiten Tempels geschaffen wurde. In ihrer \u00e4ltesten Fassung d\u00fcrften die Worte vom zweiten <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d5<\/span> und von <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df<\/span> bis zum zweiten <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05d3\u05d5<\/span> gar nicht gestanden, unsere Stelle vielmehr wie folgt gelautet haben: <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05d4 \u05de\u05d1\u05d9\u05d0\u05d9\u05dd \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05d6\u05d2\u05d5 \u05dc\u05d5 \u05db\u05d5\u05e1 \u05e9\u05e0\u05d9 \u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05d1\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea \u05d5\u05de\u05e1\u05d9\u05d9\u05dd \u05d1\u05e9\u05d1\u05d7 \u05d5\u05d3\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05d0\u05e8\u05de\u05d9 \u05d0\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d0\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d2\u05d5\u05de\u05e8 \u05db\u05dc \u05d4\u05e4\u05e8\u05e9\u05d4 \u05db\u05dc\u05d4<\/span>. Sp\u00e4ter, nachdem R. Gamliel (wahrscheinlich der \u00c4ltere; s. Anm. 35) die Forderung in M. 5 aufgestellt hatte, dass man sich am Pesachabend die Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> zu Bewusstsein bringen m\u00fcsse, und infolge dessen die Einrichtung getroffen war, darauf bez\u00fcgliche Fragen den Kleinen in den Mund zu legen, wurde zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d5\u05dd \u05e9\u05e0\u05d9<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc<\/span> der immerhin noch aus der Zeit des Tempels stammende (s. Anm. 29) Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df \u05d4\u05d1\u05df \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc \u05d0\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05d3\u05d5 \u05d5\u05dc\u05e4\u05d9 \u05d3\u05e2\u05ea\u05d5 \u05e9\u05dc \u05d1\u05df \u05d0\u05d1\u05d9\u05d5<\/span> eingef\u00fcgt, der sich schon durch das einleitende <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df<\/span> als Einschiebsel zu erkennen gibt (s. Anm. 22). Um die Zeit der Tempelzerst\u00f6rung wurde <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d1\u05d9\u05d0\u05d9\u05dd<\/span> in <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5<\/span> ge\u00e4ndert, noch sp\u00e4ter endlich zwischen <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7<\/span> der ganze Wortlaut von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05d7\u05d5\u05e8\u05ea \u05d5\u05d7\u05e8\u05d5\u05e1\u05ea<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05de\u05e7\u05d3\u05e9 \u05d4\u05d9\u05d5 \u05de\u05d1\u05d9\u05d0\u05d9\u05dd \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> eingeschaltet, den man Wort f\u00fcr Wort in der Tosefta wiederfindet, wo er jedoch ausserhalb jedes Zusammenhanges steht und in seiner abrupten Form gradezu den Eindruck einer Randbemerkung zu Mischna 2 in ihrer fr\u00fchern Fassung macht.<a href=\"#fnref496\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn497\"><p>Auf <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df<\/span> ruht kein besonderer Nachdruck. Die Partikel h\u00e4tte auch ruhig wegbleiben k\u00f6nnen und ist vielleicht nur gesetzt, weil die Fassung <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d6\u05d2\u05d5 \u05dc\u05d5 \u05db\u05d5\u05e1 \u05e9\u05e0\u05d9 \u05d4\u05d1\u05df \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc \u05d0\u05d1\u05d9\u05d5<\/span> den Irrtum erwecken w\u00fcrde, als h\u00e4tte der gef\u00fcllte Becher irgend eine Beziehung zu den Fragen des Kindes, etwa wie er sie zu den Segenspr\u00fcchen in M. 2 und M. 7 hat. S. auch die vor. Anm.<a href=\"#fnref497\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn498\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d9\u05d5<\/span> fehlt in manchen Ausgaben und Handschriften.<a href=\"#fnref498\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn499\"><p>Dieselben sind mit R\u00fccksicht auf 2. B. M. 12, 26 eingef\u00fchrt worden.<a href=\"#fnref499\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn500\"><p>aus eigenem Antrieb die Fragen zu stellen. Alfasi liest ausdr\u00fccklich: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05dd \u05d0\u05d9\u05df \u05d3\u05e2\u05ea \u05d1\u05d1\u05df \u05dc\u05e9\u05d0\u05d5\u05dc \u05d0\u05d1\u05d9\u05d5 \u05de\u05dc\u05de\u05d3\u05d5<\/span>.<a href=\"#fnref500\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn501\"><ol start=\"19\" type=\"a\">\n<li>Anm. 30.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref501\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn502\"><p>Diese Frage, welche \u00fcbrigens in vielen Ausgaben nicht an erster, sondern an letzter Stelle steht, hat in einer im Jeruschalmi angef\u00fchrten Baraita folgenden Wortlaut: Alle anderen N\u00e4chte gemessen wir es mit dem Brote und diesmal f\u00fcr sich allein (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05dc \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea \u05d0\u05e0\u05d5 \u05de\u05d8\u05db\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05ea\u05d5 \u05e2\u05dd \u05d4\u05e4\u05ea \u05d5\u05db\u05d0\u05df \u05d0\u05e0\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05d7\u05d5 \u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span>). In Babylonien hat dieselbe sp\u00e4ter die Fassung erhalten: Alle anderen N\u00e4chte geniessen wir Eingetunktes auch nicht einmal und diese Nacht zweimal (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05dc \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea \u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05e0\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e4\u05e2\u05dd \u05d0\u05d7\u05ea \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d6\u05d4 \u05e9\u05ea\u05d9 \u05e4\u05e2\u05de\u05d9\u05dd <\/span>). Die Frage bezieht sich offenbar auf die Vorschrift in voriger Mischna, laut welcher an diesem Abend der Lattich zweimal aufgetragen wird, einmal als Vorkost (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e2\u05e6\u05de\u05d5<\/span>) und bald darauf noch einmal als Zukost (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dd \u05d4\u05e4\u05ea<\/span>) zusammen mit der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> (\u00fcber den Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d1\u05dc\u05d9\u05df<\/span>, f\u00fcr welchen die meisten Ausgaben hier <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d9\u05df<\/span> haben, s. oben Anm. 13). Was ist nun der Zweck dieser Bestimmung? Nach Babli 114b soll dadurch die Aufmerksamkeit der Kinder erregt werden (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d9 \u05d4\u05d9\u05db\u05d9 \u05d3\u05dc\u05d9\u05d4\u05d5\u05d9 \u05d4\u05d9\u05db\u05d9\u05e8\u05d0 \u05dc\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5\u05e7\u05d5\u05ea<\/span>), was bisher so verstanden wurde, dass man diese Einrichtung nur getroffen hat, damit sie eben den Kindern auffalle und ihnen Veranlassung gebe nach dem Grunde dieser Abweichung von der gew\u00f6hnlichen Tischordnung zu fragen. Was aber dann, wenn das Ziel gl\u00fccklich erreicht ist, und die Kleinen uns wirklich fragen: Warum essen wir das Eingetunkte heute vor der Mahlzeit, oder wie es ihnen von der Mischna in den Mund gelegt wird: Wie kommt es, dass es uns heute zweimal gereicht wird? Was sollen wir da unseren Lieblingen zur Antwort geben? Wir k\u00f6nnen ihnen doch unm\u00f6glich sagen: Es geschieht blos deshalb, damit ihr was zu fragen habet; weiter hat\u2019s keinen Zweck! Da w\u00e4re es doch entschieden vern\u00fcnftiger die Sitte einzuf\u00fchren, dass man mit geg\u00fcrteten Lenden, die Schuhe an den F\u00fcssen und den Wanderstab in der Rechten, das Mahl einnehme gleich jenem ersten Pesach damals in \u00c4gypten (2. B. M. 12, 11). Das w\u00fcrde doch sicherlich den Kindern noch mehr auffallen und st\u00e4rker ihre Wissbegierde reizen, die wir dann wenigstens durch eine lebendige Schilderung jener heiligen, erwartungsvollen Stunde, jener ewig denkw\u00fcrdigen, schicksalsschweren Mitternacht, in welcher nach langen, qualvollen Wehen das Volk Israel geboren wurde, befriedigen k\u00f6nnten. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die r\u00e4tselhafte Vorschrift an der Spitze der vorigen Mischna irgend eine Beziehung zur Geschichte des Pesachfestes hat, eine Beziehung, die uns nur darum nicht sofort klar ist, weil unsere Kenntnis der bei den Juden zur Zeit der Mischna \u00fcblichen Speiseordnung sehr l\u00fcckenhaft ist. Indessen stimmt das Wenige, was wir dar\u00fcber wissen, so sehr bis auf die kleinsten Einzelheiten mit den Sitten der Griechen und R\u00f6mer \u00fcberein, dass wir da, wo die j\u00fcdischen Quellen versagen, zu der Annahme berechtigt sind, dass der Brauch jener V\u00f6lker auch bei den Juden heimisch war. Diese wie jene nahmen t\u00e4glich nur zwei Mahlzeiten ein, einen Morgenimbiss, der aus Brot und kalter Zukost bestand, in den letzten Vormittagsstunden (Schabbat 10a, P\u2019sa\u1e24im 12b) und eine gr\u00f6ssere Mahlzeit des Abends nach vollbrachtem Tagewerk. Dieses Hauptmahl wurde im Speisesaal (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05e8\u05d9\u05e7\u05dc\u05d9\u05df<\/span>, triclinium) aufgetragen, dessen H\u00f6he \u2014 wie es bei allen R\u00e4umen von der Form eines Rechtecks sein soll \u2014 die H\u00e4lfte des Maasses betrug, welches aus L\u00e4nge und Breite zusammen gebildet wurde (Baba batra VI 4, Vitruvius VI 3, 8). Der Saal war mit Ruhebetten ausgestattet, auf denen sich die Teilnehmer, nachdem sie die Sandalen abgelegt und sich die F\u00fcsse gewaschen hatten, in der oben (Anm. 7) beschriebenen Weise zum Mahle niederliessen. Nun wurden Waschgef\u00e4sse und T\u00fccher zur Reinigung der H\u00e4nde herumgereicht, worauf die Diener jedem Einzelnen ein Tischchen hinstellten, auf welchem alle die Speisen, die zu einem Gange geh\u00f6rten, h\u00fcbsch geordnet waren. Das Mahl bestand bei den Griechen und ebenso bei den R\u00f6mern der \u00e4ltern Zeit nur aus zwei G\u00e4ngen, einem \u201eersten Tisch\u201c, welcher Brot, rohe Gem\u00fcse und einen Mehlbrei (\u03bc\u03ac\u03b6\u03b1, puls), zuweilen auch ein Fleischgericht brachte, und einem Nachtisch mit allerlei Naschwerk (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05e8\u05d2\u05d9\u05de\u05d0<\/span> \u03c4\u03f1\u03b1\u03b3\u03ae\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1) wie Obst, Geb\u00e4ck (\u03c0\u03ad\u03bc\u03bc\u03b1\u03c4\u03b1, bellaria), S\u00fcssigkeiten und andere Leckereien. In der Kaiserzeit wurden bei den R\u00f6mern drei G\u00e4nge (tria fercula) aufgetragen: zun\u00e4chst als Vorkost ein sogenannter gustus, welcher die Esslust zu erwecken bestimmt war, und dessen regelm\u00e4ssige, immer wiederkehrende Bestandteile Eier (daher die Redensart: ab ovo ad malum = von A bis Z; noch heute herrscht bei den Juden der verschiedensten L\u00e4nder der Brauch, am Pesachabend das Mahl mit dem Genuss von Eiern zu beginnen) und rohe Kr\u00e4uter bildeten, insbesondere der sehr beliebte Lattich (lactuca); dann folgten als Zukost zum Brote Ziegenfleisch, Fische und Gefl\u00fcgel, worauf N\u00fcsse, Mandeln und andere Fr\u00fcchte als Nachtisch gereicht wurden. Nach diesem letzten Gange wurden die Tischchen hinausgeschafft, der Saal wurde ausgefegt, und wieder brachten die Diener Waschgef\u00e4sse und T\u00fccher zur Reinigung der H\u00e4nde. An das Mahl, bei welchem die R\u00f6mer wenig, die Griechen gar keinen Wein tranken, schloss sich nun ein oft bis in die sp\u00e4te Nacht ausgedehntes Zechgelage (\u03f0\u1ff6\u03bc\u03bf\u03c2, comissatio), dessen Freuden durch anregende Gespr\u00e4che, durch Gesang, Spiel und Tanz, durch Vortr\u00e4ge und allerlei Kurzweil erh\u00f6ht wurden. Brachen die Zechgenossen endlich auf, so besuchten sie nicht selten noch die Gelage anderer Gesellschaften, oder sie schw\u00e4rmten l\u00e4rmend und johlend durch die n\u00e4chtlich stillen Strassen (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span>, \u03ad\u03c0\u03af\u03f0\u03c9\u03bc\u03bf\u03bd). \u2014 In Pal\u00e4stina herrschte zur Zeit der Mischna die r\u00f6mische Sitte der tria fercula. Das schliessen wir nicht nur aus der oben (Anm. 14) aus B\u2019rachot angef\u00fchrten Stelle <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05e9\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05e9\u05dc\u05d0\u05d7\u05e8 \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span>, sondern auch aus der vorigen Mischna, in welcher der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span> eine bestimmte Speisenfolge voraussetzt, laut welcher dem Hauptgange regelm\u00e4ssig ein aus Kr\u00e4utern bestehender Gustus voranging. Am Pesachabend gab es jedoch nur zwei G\u00e4nge; den Gustus bildete diesmal das vorgeschriebene Bitterkraut, das eigentliche Mahl aber bestand aus Brot und Fleisch. Das Brot war selbstverst\u00e4ndlich <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span>, und als Zukost (<span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea<\/span>) wurde das Fleisch des Pesachopfers gereicht. Das ist der klare Sinn der vorigen Mischna in ihrer urspr\u00fcnglichen Fassung (s. Anm. 21): <span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05dc \u05d1\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea, \u05e2\u05d3 \u05e9\u05de\u05d2\u05d9\u05e2 \u05dc\u05e4\u05e8\u05e4\u05e8\u05ea \u05d4\u05e4\u05ea \u05de\u05d1\u05d9\u05d0\u05d9\u05dd \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 \u05d2\u05d5\u05e4\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7<\/span>. Im Hause Hillels wurde sogar nur ein einziger Gang aufgetragen, in welchem das Bitterkraut mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> vereint war [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d6\u05d4\u05d5 \u05e9\u05d0\u05de\u05e8\u05d5 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5 \u05e2\u05dc \u05d4\u05dc\u05dc \u05d4\u05d6\u05e7\u05df (\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e7\u05d8\u05f4\u05d5. \u05d5\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e2\u05f4\u05d8.) \u05e9\u05d4\u05d9\u05d4 \u05db\u05d5\u05e8\u05db\u05dd \u05d1\u05d1\u05ea \u05d0\u05d7\u05ea \u05d5\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05dd \u05db\u05dc\u05d5\u05de\u05e8 \u05e9\u05d1\u05e9\u05e2\u05ea \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df \u05d4\u05d9\u05d4 \u05d1\u05d5\u05e8\u05da \u05d0\u05e3 \u05d4\u05de\u05e8\u05d5\u05e8 \u05e2\u05dd \u05d4\u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d5\u05dc\u05d0 \u05db\u05d7\u05d1\u05e8\u05d9\u05d5 \u05e9\u05d1\u05e8\u05db\u05d5 \u05e8\u05d9\u05e4\u05ea\u05d0 \u05e2\u05dd \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05dc\u05d1\u05d3\u05d5 \u05d5\u05d8\u05d1\u05dc\u05d5 \u05d1\u05d7\u05d6\u05e8\u05ea \u05e7\u05d5\u05d3\u05dd \u05d4\u05de\u05d6\u05d5\u05df<\/span>]. Einen Nachtisch gab es an diesem Abend \u00fcberhaupt nicht (s. Anm. 73). Reichte das Fleisch zur S\u00e4ttigung der Tischgenossen nicht aus, so wurde noch ein Festopfer geschlachtet (s. oben VI 3\u20144), dessen Fleisch am Abend ebenfalls auf den Tisch kam. Ausserhalb Jerusalems (und nach Zerst\u00f6rung des Tempels auch in der heiligen Stadt selbst), wurden als Zukost zum unges\u00e4uerten Brote beliebige Speisen aufgetragen; es mussten aber zwei Gerichte sein, entsprechend dem Fest- und Pesachopfer in Jerusalem zur Zeit des Tempels (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d2\u05d1\u05d5\u05dc\u05d9\u05df \u05e6\u05e8\u05d9\u05db\u05d9\u05df \u05e9\u05e0\u05d9 \u05ea\u05d1\u05e9\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d5\u05db\u05d5\u05f3<\/span>\u2014s. Anm. 19; der Ton ruht auf <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d9<\/span>). Nun wissen wir aus \u2018Aboda zara 11a, dass der Lattich wegen seiner der Verdauung f\u00f6rderlichen Eigenschaften bei den Juden nicht minder beliebt war als bei den R\u00f6mern. Andererseits steht der Lattich unter all den Gem\u00fcsearten, die als Bitterkraut im Hinblick auf das Gesetz in 2. B. M. 12, 8 in Betracht kommen, in allererster Reihe (s. oben II 6); wenn irgend m\u00f6glich, soll Lattich zur Erf\u00fcllung des Gebotes verwendet werden (Babli 39a; vgl. K. II Anm. 24). Wie soll es demnach den Kindern zum Bewusstsein gebracht werden, dass dem Genuss dieses Krautes heute eine besondere Bedeutung innewohnt, da es auch sonst sehr h\u00e4ufig als Vorgericht auf die Tafel kam? Deshalb wurde sp\u00e4ter, als man Werth darauf legte, die Aufmerksamkeit der Kleinen zu erregen, die Einrichtung getroffen, dass man beim n\u00e4chsten Gange zugleich mit dem <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> und der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> noch einmal Lattich auftrage. Das w\u00fcrde den Kindern auffallen und sie zu der Frage veranlassen: Wir haben doch eben erst rohe Gem\u00fcse gegessen; warum wird denn nun schon wieder Lattich auf den Tisch gebracht? Worauf die Antwort lauten wird: Das zweite Mal geschieht es zur Erinnerung an die bitteren Leiden, die unsere V\u00e4ter in \u00c4gypten erdulden mussten. \u2014 In sp\u00e4terer Zeit scheint man in Pal\u00e4stina zu der fr\u00fchem Einfachheit zur\u00fcckgekehrt zu sein und auf den Gustus verzichtet zu haben. Nur am Pesachabend wurde die aus der Mischnazeit stammende Sitte beibehalten, wie sie sich ja f\u00fcr diese Nacht bis auf den heutigen Tag bei uns behauptet hat, obgleich rohe Kr\u00e4uter l\u00e4ngst nicht mehr zu den st\u00e4ndigen Gen\u00fcssen unserer Tafel geh\u00f6ren. Nun war aber nicht mehr der Lattich des zweiten Ganges das Auff\u00e4llige, er bildete ja die allt\u00e4gliche Zukost zum Brote; vielmehr war es jetzt der als Vorgericht aufgetragene Lattich, der als Bitterkraut diente, um die Erinnerung an die Leiden in \u00c4gypten zu wecken. Ob man damals \u00fcberhaupt noch dieses oder ein anderes Gem\u00fcse mit dem unges\u00e4uerten Brote auftrug, ist zweifelhaft. Aber selbst wenn es geschah \u2014 und wahrscheinlich war das der Fall \u2014 konnte man dem Kinde nicht mehr die Frage in den Mund legen, warum in dieser Nacht das Eingetunkte zweimal gegessen wird; denn in dieser Fassung erscheint offenbar der wiederholte Genuss des Lattichs als das Befremdliche, w\u00e4hrend in Wahrheit nicht dessen zweite Verwendung als Zukost, sondern grade die erste als Vorkost ungew\u00f6hnlich war. Deshalb gab man der Frage den Wortlaut, den uns Jeruschalmi in der oben angef\u00fchrten Baraita des Bar \u1e32appara erhalten hat: Sonst essen wir das Eingetunkte zugleich mit dem Brote, und jetzt geniessen wir es f\u00fcr sich allein. \u2014 In Babylonien bildeten rohe Gem\u00fcse keinen regelm\u00e4ssigen Bestandteil aller Mahlzeiten. Daher liess man die Kinder dort nicht sagen <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05dc \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea \u05d0\u05e0\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05e4\u05e2\u05dd \u05d0\u05d7\u05ea <\/span>, sondern <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05db\u05dc \u05d7\u05dc\u05d9\u05dc\u05d5\u05ea \u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05e0\u05d5 \u05de\u05d8\u05d1\u05d9\u05dc\u05d9\u05df \u05d0\u05e4\u05d9\u05dc\u05d5 \u05e4\u05e2\u05dd \u05d0\u05d7\u05ea<\/span>. Dennoch hielt man sich so streng an die Vorschrift der vorigen Mischna, dass man sogar, um den Gustus als besondern Gang kenntlich zu machen, nach demselben das Tischchen hinausschaffen und alsbald wieder, beladen mit unges\u00e4uertem Brot, Lattich, Essigmus und zwei Gerichten, hereinbringen liess. Dies geschah in der ausgesprochenen Absicht (Babli 115b), dass die Kinder aufmerksam werden und fragen (<span dir=\"rtl\">\u05db\u05d3\u05d9 \u05e9\u05d9\u05db\u05d9\u05e8\u05d5 \u05ea\u05d9\u05e0\u05d5\u05e7\u05d5\u05ea \u05d5\u05d9\u05e9\u05d0\u05dc\u05d5<\/span>). Die erwartete Frage sollte nat\u00fcrlich lauten: Schon wieder rohe Gem\u00fcse, die sonst fast gar nicht auf den Tisch kommen und heute schon das zweite Mal? Dass einmal ein geweckter Knabe (der sp\u00e4ter so ber\u00fchmt gewordene Abaje) etwas voreilig, ohne die weitere Entwickelung der Dinge abzuwarten, mit der Frage herausplatzte: Warum nehmt ihr denn schon den Tisch weg, wir haben ja kaum zu essen angefangen \u2014 ist noch kein Beweis daf\u00fcr, dass es auf diese Frage, wie viele annehmen (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05d8\u05d5\u05e8 \u05d5\u05d1\u05f4\u05d9 \u05d0\u05f4\u05d7 \u05ea\u05e2\u05f4\u05d2<\/span>), von vornherein abgesehen war. Im Gegenteil! Es w\u00e4re der erg\u00f6tzliche Vorfall wohl schwerlich \u00fcberliefert und verewigt worden, wenn der Erfolg, den die Entfernung des Tisches in diesem einen Falle hatte, nicht gar so unerwartet und verbl\u00fcffend gewesen w\u00e4re. \u2014 Auffallend ist, dass sich in einem Punkte doch der alte Brauch ge\u00e4ndert hat. Seit Jahrhunderten werden die als Vorkost dienenden Kr\u00e4uter nicht mehr f\u00fcr sich allein auf den Tisch gebracht, sondern zugleich mit dem Bitterkraute und dem unges\u00e4uerten Brote aufgetragen (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05df \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d1\u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd \u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05f4\u05d5\u05de \u05e4\u05f4\u05d7 \u05d4\u05f4\u05d0 \u05d5\u05d1\u05d8\u05d5\u05e8 \u05e9\u05dd<\/span>). Das entspricht nicht dem Wortlaut der vorigen Mischna, in welcher die Wiederholung der Worte <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d1\u05d9\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5<\/span> wohl zu beachten ist, und noch weniger, wie wir gezeigt haben, dem Zweck der ganzen Einrichtung. Warum l\u00e4sst man denn nun die Kleinen erst beim zweiten Becher, nachdem sie von den rohen Kr\u00e4utern schon gegessen haben, ihre Fragen stellen und nicht vorher schon, sobald die Sch\u00fcssel mit all den Dingen, nach deren Bedeutung sie sich erkundigen sollen, auf die Tafel gesetzt ist? Es w\u00e4re sehr zu empfehlen, dass man zur uralten Sitte zur\u00fcckkehre und genau nach der Vorschrift der Mischna zun\u00e4chst, nachdem man vom ersten Becher getrunken, nur die zum Vorgericht bestimmten Kr\u00e4uter auftrage und erst, wenn diese abger\u00e4umt sind, die Sch\u00fcssel mit dem Bitterkraut und dem Essigmus, dem unges\u00e4uerten Brote und den zwei Gerichten auf die Festtafel bringe. [<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d9 \u05ea\u05d0\u05de\u05e8 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05de\u05e2\u05ea\u05d4 \u05d4\u05d9\u05da \u05e0\u05e7\u05d9\u05d9\u05dd \u05e2\u05e7\u05d9\u05e8\u05ea \u05d4\u05e9\u05dc\u05d7\u05df \u05d0\u05d9\u05e2\u05e6\u05da \u05dc\u05d4\u05e1\u05d9\u05e8 \u05de\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9 \u05de\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d4\u05d2\u05d3\u05d4 \u05db\u05dc \u05db\u05dc\u05d9 \u05d4\u05d0\u05db\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d4\u05e7\u05e2\u05e8\u05d5\u05ea \u05d5\u05d4\u05db\u05e4\u05d5\u05ea \u05d4\u05e1\u05db\u05d9\u05e0\u05d9\u05dd \u05d5\u05d4\u05de\u05d6\u05dc\u05d2\u05d9\u05dd <\/span>]. Noch besser ist\u2019s, beide G\u00e4nge auf einem tragbaren Tischchen, wie es sich in jedem Haushalt findet, aufzutragen.<a href=\"#fnref502\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn503\"><p>Das Eingeklammerte fehlt im Jeruschalmi und bei R. Ascher, desgl. in den beiden von Rabbinowicz ben\u00fctzten M\u00fcnchener Hndsch. (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>). Die Frage hatte zur Zeit der Mischna auch gar keinen Sinn; denn man ass damals auch in den anderen N\u00e4chten nicht bloss <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d0\u05e8 \u05d9\u05e8\u05e7\u05d5\u05ea<\/span>, sondern eben so gern den Lattich, der ja das am Pesachabend gebr\u00e4uchlichste und am meisten bevorzugte Bitterkraut war, wie wir in voriger Anm. gezeigt haben. Der Zusatz stammt aus einer sehr sp\u00e4ten Zeit, in welcher die alte Tischordnung l\u00e4ngst nicht mehr herrschte und daher die wahre Bedeutung der ersten Frage nicht richtig erkannt wurde. Da man nicht wusste, dass dieselbe auf das Gebot des Bitterkrautes gem\u00fcnzt ist, vermisste man neben den Fragen \u00fcber das unges\u00e4uerte Brot und das gebratene Fleisch eine solche \u00fcber das bittere Gem\u00fcse, und um diese scheinbare L\u00fccke auszuf\u00fcllen, wurden die eingeklammerten Worte eingeschoben.<a href=\"#fnref503\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn504\"><p>Die Frage bezieht sich auf das Fleisch des Pesachopfers, welches nur in gebratenem Zustande gegessen werden durfte (2. B. M. 12, 8\u20149). Das Festopfer (Kap. VI Anm. 24) konnte man zwar kochen; es war aber Vorschrift, die f\u00fcr den Abend bestimmten St\u00fccke desselben gleichwohl zu braten, damit den Kindern erst recht auffiele, dass nur gebratenes Fleisch auf die Tafel kam. Seit der Zerst\u00f6rung des Tempels wird diese Frage nat\u00fcrlich weggelassen. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e7<\/span> dr\u00fcckt (auch im Aram.) einen h\u00f6hern Grad des Kochens aus, desgl. <span dir=\"rtl\">\u0633\u0644\u0642<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0635\u0644\u0642<\/span> im Arabischen (<span dir=\"rtl\">\u0633\u0644\u064a\u0642\u0629<\/span> und <span dir=\"rtl\">\u0635\u0644\u064a\u0642\u0629<\/span> = weich Gekochtes; vgl. auch <span dir=\"rtl\">\u0635\u0644\u062c<\/span> = Metalle schmelzen), wo diese W\u00f6rter auch schreien bedeuten. Es scheint, dass alle drei hier zusammengetroffenen St\u00e4mme (<span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d4 ,\u05e9\u05dc\u05e7 ,\u05d1\u05e9\u05dc<\/span>) auf dieselbe Wurzel <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc<\/span> (<span dir=\"rtl\">\u0635\u0644<\/span>) zur\u00fcckgehen, welche im Hebr. ebenso wie im Arab, schallnachahmend einen schrillen Ton bezeichnet (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05e6\u05dc ,\u05e6\u05dc\u05dc<\/span>, <span dir=\"rtl\">\u0635\u0644\u062f, \u0635\u0644\u0635\u0644, \u0635\u0644<\/span>). Wegen des eigent\u00fcmlichen Ger\u00e4usches, welches das kochende Wasser und der zischende Braten hervorbringen, ist diese urspr\u00fcngliche Bedeutung auf die genannten Arten der Speisebereitung \u00fcbertragen worden. Vielleicht h\u00e4ngt auch die Bedeutung des Betens, die <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05dc\u05d9<\/span> im Arab. wie im Aram. hat, mit der des Schreiens zusammen; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05e2 ,\u05e6\u05e2\u05e7 ,\u05d6\u05e2\u05e7<\/span>.<a href=\"#fnref504\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn505\"><p>Er erkl\u00e4rt ihm die Bedeutung von <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05e6\u05d7 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span>, wie sie in der folg. Mischna kurz angedeutet ist, indem er ihm die Geschichte des Auszuges m\u00f6glichst ausf\u00fchrlich und eindringlich erz\u00e4hlt. Die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1\u05d9\u05d5 \u05de\u05dc\u05de\u05d3\u05d5<\/span> haben demnach hier einen andern Sinn als oben am Anfang der Mischna. Indessen lassen dieselben auch dort die allerdings weniger einleuchtende Auffassung zu: Hier richtet das Kind Fragen an den Vater; und wenn das Kind noch nicht den Verstand hat zu fragen, erkl\u00e4rt ihm der Vater, was diese Nacht anders ist als alle N\u00e4chte \u2026 und je nach der Fassungskraft des Kindes erkl\u00e4rt er es ihm. Auch Maimonides scheint die Stelle so zu verstehen, denn er l\u00e4sst (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4 \u05e4\u05f4\u05d7 \u05d4\u05f4\u05d1<\/span>) die Fragen vom Familienhaupte vortragen (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df \u05d4\u05d1\u05df \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc \u05d5\u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d4\u05e7\u05d5\u05e8\u05d0 \u05de\u05d4 \u05e0\u05e9\u05ea\u05e0\u05d4<\/span>); vielleicht ist aber zu lesen <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df \u05d4\u05d1\u05df \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc \u05d4\u05e7\u05d5\u05e8\u05d0 \u05d5\u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05de\u05d4 \u05e0\u05e9\u05ea\u05e0\u05d4 \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d6\u05d4 \u05d5\u05db\u05d5\u05f3 <\/span>, wenn nicht etwa <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e7\u05d5\u05e8\u05d0<\/span> ganz zu streichen ist. [<span dir=\"rtl\"> \u05d4\u05d9\u05d8\u05d1 \u05e9\u05dd \u05e4\u05f4\u05d6 \u05d4\u05f4\u05d2. \u05de\u05d9\u05d4\u05d5 \u05de\u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05e8\u05f3 \u05e1\u05e4\u05e8\u05d0 (\u05db\u05d0\u05df \u05d1\u05d1\u05d1\u05dc\u05d9) \u05e9\u05d0\u05de\u05e8 \u05ea\u05d9\u05d5\u05d1\u05d0 \u05dc\u05d3\u05e8\u05d3\u05e7\u05d9 \u05de\u05e9\u05de\u05e2 \u05e9\u05d4\u05d1\u05df \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05db\u05dc \u05d6\u05d4<\/span>].<a href=\"#fnref505\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn506\"><p>\u201eUrspr\u00fcnglich waren unsere V\u00e4ter G\u00f6tzendiener\u201c (nach Rab im Babli 116a) oder \u201eSklaven waren wir dem Pharao in Egypten\u201c (nach Samuel das.). \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d4<\/span> (schm\u00e4hen, tadeln) und <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05d4<\/span> (r\u00fchmen, schmeicheln) sind offenbar verwandt. Die gemeinschaftliche Grundbedeutung, welche ein extremer Vertreter des Gesetzes der Lautverwandtschaft in <span dir=\"rtl\">\u05e7\u05e8\u05d0<\/span> (nennen) finden k\u00f6nnte, ist die Beilegung eines Namens, nur dass sich in den Sprachgebrauch allm\u00e4hlich f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e0\u05d4<\/span> der Nebenbegriff des Ehrennamens, f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d4<\/span> aber der des Schimpfnamens eingeschlichen und im Laufe der Zeit festgesetzt hat.<a href=\"#fnref506\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn507\"><p>Ueber das Lob, das den Abschluss bilden soll, gibt weder Rab noch Samuel (s. vor. Anm.) irgendwelche Auskunft. Ihnen mag die Haggada bereits in ihren Hauptbestandteilen vorgelegen haben, so dass \u00fcber die Stelle, welche die Mischna hier im Auge hat, kein Zweifel waltete. Streitig war nur, ob unter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05d1\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> der Vorwurf der Knechtschaft oder der des G\u00f6tzendienstes zu verstehen ist, mit anderen Worten: ob die eigentliche Erz\u00e4hlung schon bei <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05d9\u05e0\u05d5 \u05e2\u05d1\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> beginnt, oder dieses St\u00fcck nur als Vorwort anzusehen ist, in welchem auf die Pflicht einer m\u00f6glichst ausf\u00fchrlichen Darstellung hingewiesen wird, diese selbst aber erst sp\u00e4ter mit <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d7\u05dc\u05d4 \u05e2\u05d5\u05d1\u05d3\u05d9 \u05d6\u05e8\u05d9\u05dd \u05d4\u05d9\u05d5 \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5<\/span> einsetzt. Aus Alfasi\u2019s Entscheidung, dass man beiden Ansichten gerecht werde (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d0\u05d9\u05d3\u05e0\u05d0 \u05e2\u05d1\u05d9\u05d3\u05e0\u05d0 \u05db\u05ea\u05e8\u05d5\u05d9\u05d9\u05d4\u05d5<\/span>), geht jedoch hervor, dass dieselben dar\u00fcber auseinander gingen, welches der beiden St\u00fccke in die Haggada aufzunehmen w\u00e4re, diese also zur Zeit Rabs und Samuels noch keineswegs das feste Gef\u00fcge hatte, welche eine Andeutung \u00fcber den Schluss, der das Lob enthalten soll, entbehrlich machen konnte. Warum also haben sie es an jedem Fingerzeig nach dieser Richtung hin fehlen lassen? Vermutlich, weil sich ein solcher aus dem Gegensatz von selbst ergiebt. So scheint es Maimonides aufgefasst zu haben, der das Lob in dem einen Falle darin findet, dass wir die Sklavenketten zerbrochen haben, in dem andern darin, dass wir gew\u00fcrdigt wurden, dem Heiligen anbetend nahen zu d\u00fcrfen (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4 \u05e4\u05f4\u05d6 \u05d4\u05f4\u05d3<\/span>). Dieses Lob (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e2\u05db\u05e9\u05d9\u05d5 \u05e7\u05e8\u05d1\u05e0\u05d5 \u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05dc\u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05ea\u05d5<\/span>) steht aber nicht am Schlusse der Erz\u00e4hlung; es folgt vielmehr so unmittelbar auf den \u201eSchimpf\u201c, dass sich die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e1\u05d9\u05d9\u05dd \u05d1\u05e9\u05d1\u05d7<\/span> unm\u00f6glich auf dasselbe beziehen k\u00f6nnen. Ebensowenig kann der in Mischna 6 (s. Anm. 54) angedeutete Segen gemeint sein, der den Schluss des ganzen Vortrages bildet und tats\u00e4chlich aus einem Lobspruch besteht; denn er feiert nicht den Ruhm Israels, sondern den Namen Gottes, w\u00e4hrend hier unter <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d1\u05d7<\/span> als Gegensatz zu <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> zweifellos das Lob Israels zu verstehen ist. Der allen Voraussetzungen am besten entsprechende Psalmvers (114, 2): \u201eDa ward Juda ihm zum Heiligtum, Israel zu seinem Reiche\u201c, kann auch nicht in Betracht kommen; denn abgesehen davon, dass es weiter unten (M. 6; s. Anm. 52\u201453) noch streitig ist, ob der 114. Psalm vor dem Mahle \u00fcberhaupt gesungen wird, bildet das Hallel, dem dieser Vers entnommen ist, einen besondern Teil der Feier und geh\u00f6rt nicht mehr zur eigentlichen Haggada. Diese schliesst vielmehr mit der am Ende der n\u00e4chsten Mischna angef\u00fchrten Anerkennung all der idealen G\u00fcter, die wir der Gnade des Allg\u00fctigen zu danken haben (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9\u05db\u05da \u05d0\u05e0\u05d7\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d9\u05d9\u05d1\u05d9\u05dd<\/span>), einer Anerkennung, die zwar in einen schwungvollen Lobgesang ausklingt, aber wieder nicht auf die Hoheit Israels und seine sittliche W\u00fcrde, sondern auf die Herrlichkeit des Ewigen, Man m\u00fcsste denn in den Worten <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d0\u05e4\u05dc\u05d4 \u05dc\u05d0\u05d5\u05e8 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc<\/span>, welche freilich in einigen Handschriften und mehreren Ausgaben fehlen (s. Anm. 49 u. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>), ein Lob Israels erblicken, indem man unter der \u201eDunkelheit\u201c das Heidentum, unter dem \u201eLichte\u201c die Offenbarung versteht, oder gar auf die der Auslegung von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05de\u05d9 \u05d0\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d0\u05d1\u05d9<\/span> unmittelbar vorangehende und so den Schluss der Einleitung bildende Betrachtung zur\u00fcckgreifen, in welcher die Verheissung des g\u00f6ttlichen Schutzes als der Jungbrunnen gepriesen wird, der Israel auf seinem dornenvollen Wege durch die Jahrtausende begleitet, aus dem es immer wieder den Muth und die Kraft sch\u00f6pft, den in keinem Zeitalter ausbleibenden Anfechtungen zu widerstehen, und der ihm allen t\u00f6dlichen Angriffen zum Trotze Unsterblichkeit und ewige Jugend sichert (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05d9\u05d0 \u05e9\u05e2\u05de\u05d3\u05d4 \u05dc\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d5\u05dc\u05e0\u05d5<\/span>). Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Annahme, dass Rab und Samuel die Erkl\u00e4rung f\u00fcr <span dir=\"rtl\"> \u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05d1\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea \u05d5\u05de\u05e1\u05d9\u05d9\u05dd \u05d1\u05e9\u05d1\u05d7<\/span> in dem sofort folgenden Satze <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d3\u05d5\u05e8\u05e9 \u05de\u05d0\u05e8\u05de\u05d9 \u05d0\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d0\u05d1\u05d9 \u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d2\u05d5\u05de\u05e8 \u05db\u05dc \u05d4\u05e4\u05e8\u05e9\u05d4 \u05db\u05dc\u05d4<\/span>, also in dem Vortrage \u00fcber 5. B. M. 26, 5\u20149 gefunden haben. Dieser Bibelabschnitt schliesst mit den Worten: Er brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein von Milch und Honig fliessendes Land. Die Auslegung der ersten Versh\u00e4lfte lautet in Sifr\u00ea: Er brachte uns an diesen Ort \u2014 das ist das Heiligtum \u2026 und gab uns dieses Land \u2014 das ist Pal\u00e4stina \u2026 als Lohn daf\u00fcr, dass wir hierher in seinen Tempel kommen, giebt er uns dieses Land. In unserer Haggada endet der Vortrag, welcher im \u00dcbrigen dem genannten Buche Wort f\u00fcr Wort entlehnt ist, mit dem achten Verse; der neunte ist vermutlich in Babylonien, wo man weder <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05d4\u05d6\u05d4<\/span> noch <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d0\u05e8\u05e5 \u05d4\u05d6\u05d0\u05ea<\/span> sagen konnte, gestrichen worden. Es ist aber schlechterdings nicht einzusehen, warum man ihn in Pal\u00e4stina, wenigstens so lange der Tempel stand, nicht h\u00e4tte vortragen sollen. Die Vorschrift <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d2\u05d5\u05de\u05e8 \u05db\u05dc \u05d4\u05e4\u05e8\u05e9\u05d4 \u05db\u05dc\u05d4<\/span> l\u00e4sst im Gegenteil darauf schliessen, dass man auch den letzten Vers mit der erw\u00e4hnten Auslegung las, in welcher es Israel zum Ruhme angerechnet wird, dass es zur Gottesverehrung im Heiligtum berufen wurde, und dieser Vorzug von so hoher Bedeutung erscheint, dass lediglich aus ihm das Recht auf den Besitz des gelobten Landes hergeleitet wird. So erkl\u00e4rten sich die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e1\u05d9\u05d9\u05dd \u05d1\u05e9\u05d1\u05d7<\/span> von selbst; dagegen verursachte das S\u00e4tzchen <span dir=\"rtl\">\u05de\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05d1\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> noch immer einige Schwierigkeit. Es auf den Anfang dos Abschnittes, auf die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05de\u05d9 \u05d0\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d0\u05d1\u05d9<\/span> zu beziehen, ging nicht an; denn es kann doch Jakob nicht zum Schimpfe oder auch nur zum Vorwurf gereichen, dass er in Aram den R\u00e4nken seines Oheims schier erlag. Auch in der Auslegung dieser Stelle (s. folg. Anm.) findet sich nichts, was zu Ungunsten des Patriarchen gedeutet werden k\u00f6nnte. Und davon abgesehen, man mochte dem Worte <span dir=\"rtl\">\u05d2\u05e0\u05d5\u05ea<\/span> den mildesten Sinn geben, so str\u00e4ubte sich doch das Gef\u00fchl dagegen, dasselbe auf den Stammvater anzuwenden. Daher sahen sich Rab und Samuel veranlasst, im Midrasch nach einer andern Beziehung Umschau zu halten. Nat\u00fcrlich suchten sie eine solche in der Richtung des Gegenteils von dem, was am Schlusse als Israels Ruhm verk\u00fcndet wird. War doch der Zweck der seltsamen Vorschrift, von der unr\u00fchmlichen Vorgeschichte auszugehen offenbar kein anderer als der, dass sich von diesem dunkeln Grunde die glorreiche Entwickelung um so leuchtender abhebe. Als Ziel dieser Entwickelung werden nun am Ende des Vortrages zwei Tatsachen hervorgehoben: Die Errichtung des Heiligtums und die Begr\u00fcndung eines eigenen Staatswesens auf reich gesegnetem Boden. So ergab sich denn als Ausgangspunkt entweder die G\u00f6tzenanbetung der Vorfahren Abrahams oder die Sklaverei unserer V\u00e4ter in Egypten. Nach Rab\u2019s Meinung war es der dogmatische und sittliche Fortschritt (von Heidentum zu reinstem Monotheismus), den die Mischna hier in ein helleres Licht r\u00fccken wollte, w\u00e4hrend Samuel es f\u00fcr angemessener hielt, am Feste der Erl\u00f6sung den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Aufschwung (von Knechtschaft und Elend zu kraftvollem Staatsleben und bl\u00fchendem Wohlstand) in den Vordergrund zu stellen. Ob diese M\u00e4nner die betreffenden St\u00fccke erst in die Haggada einf\u00fchrten, wie Alfasi annahm, oder dieselben dort schon vorgefunden haben, was wohl das Wahrscheinlichere ist, kann f\u00fcglich dahingestellt bleiben.<a href=\"#fnref507\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn508\"><ol start=\"5\" type=\"1\">\n<li>B. M. 26, 5ff. Die hier angef\u00fchrten Anfangsworte werden in der Haggada so verstanden, als h\u00e4tte Laban beabsichtigt Jakob zu vernichten. Um zu dieser Auffassung zu gelangen, muss man keineswegs mit Onkelos <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e8\u05de\u05d9<\/span> auf Laban beziehen und <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05d1\u05d3<\/span> gegen den Sprachgebrauch transitiv nehmen; es ergiebt sich derselbe Sinn, wenn man gem\u00e4ss der Auslegung in Sifr\u00ea (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05de\u05d3 \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e8\u05d3 \u05d9\u05e2\u05e7\u05d1 \u05dc\u05d0\u05d3\u05dd \u05d0\u05dc\u05d0 \u05dc\u05d0\u05d5\u05d1\u05d3 \u05d5\u05de\u05e2\u05dc\u05d4 \u05e2\u05dc \u05dc\u05d1\u05df \u05d4\u05d0\u05e8\u05de\u05d9 \u05db\u05d0\u05dc\u05d5 \u05d0\u05d9\u05d1\u05d3\u05d5 <\/span>), der auch Jonathan gefolgt zu sein scheint, mit Ibn \u2018Ezra erkl\u00e4rt: Als Arammite (d.&nbsp;i. w\u00e4hrend seines Aufenthaltes bei Laban) ging mein Vater dem Verderben entgegen. Die Form <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d5\u05d1\u05d3<\/span> in Sifr\u00ea ist Infinitiv, wie <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d5\u05de\u05e8<\/span> von <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05de\u05e8<\/span> gebildet. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05e9<\/span> heisst zun\u00e4chst nur suchen, forschen, daher <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d3\u05e8\u05e9<\/span> die Erforschung und Auslegung der heiligen Schrift, aus welchem besondern Sinne sich wieder f\u00fcr <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e8\u05e9<\/span> die engere Bedeutung entwickelt hat: eine Bibelstelle auslegen, eine Schrifterkl\u00e4rung vortragen.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref508\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn509\"><p>Trotz der nachdr\u00fccklichen Betonung des Wortes <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc<\/span> durch seine Wiederholung d\u00fcrfte doch nicht der Vortrag des ganzen Abschnittes hier gefordert werden, sondern nur die Auslegung des auf die Erl\u00f6sung bez\u00fcglichen Teiles, zu welchem die beiden letzten Verse des Abschnitts nicht mehr geh\u00f6ren. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e9\u05d4<\/span> lautet im Volksmunde Parscha; die Gebildeten aber sagen precios nicht anders als Parascha, nat\u00fcrlich weil es im Buche Ester (4, 7 u. 10, 2) so vokalisiert ist. Dort aber bezeichnet das Wort eine genaue Darlegung oder ausf\u00fchrliche Schilderung, welchen Sinn das Verbum <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e8\u05e9<\/span> fast nur im Pi\u2018el hat, aus dem die Substantiva von der Form Parascha abgeleitet sind (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e4\u05e8\u05d4 ,\u05d1\u05e7\u05e9\u05d4<\/span>). Die Bedeutung aber, die dem Stamme an dieser Stelle innewohnt (scheiden, trennen, sondern) hat derselbe im Kal, aus welchem solche Formen wie Parscha gebildet werden (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05db\u05d4 ,\u05e4\u05e8\u05e1\u05d4<\/span>). \u2014 Statt <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d2\u05d5\u05de\u05e8<\/span> haben manche Ausgaben <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05d9\u05d2\u05de\u05d5\u05e8<\/span>.<a href=\"#fnref509\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn510\"><p>Unter Rabban Gamliel ist nach Tosafot (Nidda 6b s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e4\u05d7\u05ea\u05d5<\/span>), sofern der Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d6\u05e7\u05df<\/span> fehlt, stets der J\u00fcngere zu verstehen, der erst nach der Zerst\u00f6rung des Tempels zu Ansehen gelaugte. Dennoch d\u00fcrfte hier wie oben VII 2 von dessen Grossvater die Rede sein. Es ist nicht wahrscheinlich, dass der Satz \u00fcber das Pesachopfer von vornherein den Wortlaut hatte: Das Pesach, von dem unsere V\u00e4ter assen, als das Heiligtum noch stand, hat seinen Grund u. s. w. Auch w\u00e4re der Enkel wohl kaum so weit gegangen, zu behaupten, dass man seine Pflicht nicht erf\u00fcllt hat, wenn man sich die Bedeutung eines Gebotes nicht vor Augen hielt zu einer Zeit, da dasselbe bereits gegenstandslos geworden war. Endlich ist am Anfang der folgenden Mischna eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Schulen Schammai\u2019s und Hillel\u2019s redaktionell an eine Fortsetzung der Worte des Rabban Gamliel gekn\u00fcpft (s. Anm. 46), was ebenfalls daf\u00fcr spricht, dass hier nicht der J\u00fcngere dieses Namens gemeint ist (s. auch das Ende der folg. Anm.).<a href=\"#fnref510\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn511\"><p>W\u00f6rtlich: Er ist den H\u00e4nden seiner Pflicht noch nicht entgangen; sie h\u00e4lt ihn also noch fest, er ist noch immer an dieselbe gebunden (vgl. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e6\u05d0\u05ea \u05d9\u05d3\u05d9 \u05d4\u05e0\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea ,\u05dc\u05e6\u05d0\u05ea \u05d9\u05d3\u05d9 \u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> Sch\u2019\u1e33alim III 2). \u00d6fter steht in diesem Sinne bloss <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e6\u05d0<\/span> (= frei ausgehen; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d4\u05e2\u05dd \u05d9\u05e6\u05d0\u05d5<\/span> 1. Sam. 14, 41 \u2014 Gegensatz: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05dc\u05db\u05d3 \u05d9\u05d5\u05e0\u05ea\u05df \u05d5\u05e9\u05d0\u05d5\u05dc<\/span> \u2014 und in der Mischna <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05db\u05e2 \u05d5\u05d9\u05d5\u05e6\u05d0<\/span> Baba M. III 1). An manchen Stellen schien es mir indessen, als w\u00e4re zwischen dem vollen und dem verk\u00fcrzten Ausdruck ein feiner Unterschied. W\u00e4hrend <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e6\u05d0<\/span> das Gebot als unerf\u00fcllt bezeichnet und die Aus\u00fcbung aufs Neue fordert, hat der Zusatz <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d3\u05d9 \u05d7\u05d5\u05d1\u05ea\u05d5<\/span> oft den mildernden Sinn von <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05d9 \u05d7\u05d5\u05d1\u05ea\u05d5<\/span>: die Pflicht ist zwar erf\u00fcllt, aber nicht in der geh\u00f6rigen Weise (s. R. Nissim z. St.). \u2014 Dass die \u00dcbung einer religi\u00f6sen Satzung an Adel und sittlicher W\u00fcrde gewinnt, je vollkommener man sich Zweck und Bedeutung der Vorschrift zum Bewusstsein bringt, ist ein in der rabbinischen Literatur h\u00e4ufig wiederkehrender, am sch\u00e4rfsten in dem lapidaren Sinnspruch <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d7\u05de\u05e0\u05d0 \u05dc\u05d1\u05d0 \u05d1\u05e2\u05d9<\/span> (Gott verlangt das Herz) ausgepr\u00e4gter Gedanke. Man darf indessen auch den ethischen Werth des Gehorsams nicht zu niedrig anschlagen (<span dir=\"rtl\">\u05d2\u05d3\u05d5\u05dc \u05de\u05e6\u05d5\u05d5\u05d4 \u05d5\u05e2\u05d5\u05e9\u05d4 \u05de\u05de\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05de\u05e6\u05d5\u05d5\u05d4 \u05d5\u05e2\u05d5\u05e9\u05d4<\/span>); viel weniger aber kann man behaupten, dass derjenige der religi\u00f6sen Forderung nicht Gen\u00fcge tut, der ein Gebot, ohne sich die Idee desselben klar zu machen, aus blossem Pflichtgef\u00fchl erf\u00fcllt. Von den meisten Gesetzen der Tora kennen wir ja die Gr\u00fcnde gar nicht. Es ist daher anzunehmen, dass hier nicht gemeint ist, man h\u00e4tte die Vorschrift, Fleisch vom Pesachopfer nebst unges\u00e4uertem Brot und bitteren Kr\u00e4utern zu essen, nicht geh\u00f6rig befolgt, wenn man alles dies ohne Andacht getan hat; vielmehr d\u00fcrfte an dieser Stelle, wie ja aus dem Zusammenhang ersichtlich und aus dem Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05db\u05dc \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d0\u05de\u05e8 \u05e9\u05dc\u05e9\u05d4 \u05d3\u05d1\u05e8\u05d9\u05dd \u05d0\u05dc\u05d5<\/span> noch deutlicher hervorgeht, lediglich von der Pflicht, den Kindern die Bedeutung des Festes eindringlich ans Herz zu legen, die Rede sein. Es gen\u00fcgt nicht, ihnen die geschichtlichen Ereignisse vorzutragen, man muss sie auch \u00fcber die wichtigsten Momente der heiligen Feier aufkl\u00e4ren. Diese Forderung erscheint allerdings jetzt \u00fcberfl\u00fcssig, nachdem schon in voriger Mischna angeordnet war, dass die Kinder nach der Bedeutung der drei Vorschriften, die das Festmahl auszeichnen, fragen und von den Eltern eine ersch\u00f6pfende Antwort erhalten sollen. Wir haben aber bereits oben (Anm. 21) die Vermutung ausgesprochen, dass diese Einrichtung erst infolge des von Rabban Gamliel hier aufgestellten Satzes getroffen wurde, und dass die Stelle <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05db\u05d0\u05df \u05d4\u05d1\u05df \u05e9\u05d5\u05d0\u05dc<\/span> einer sp\u00e4tern Bearbeitung der Mischna angeh\u00f6rt. Da nun dieser Zusatz zweifellos aus der Zeit des zweiten Tempels stammt (s. Anm. 29), so w\u00e4re dies eine neue St\u00fctze f\u00fcr die in vor. Anm. verfochtene Ansicht, dass es R. Gamliel der \u00c4ltere ist, von dem dieser Ausspruch herr\u00fchrt.<a href=\"#fnref511\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn512\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05dc\u05d5 \u05d4\u05df<\/span> fehlt in Jeruschalmi; statt <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> steht daselbst <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref512\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn513\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> (der Ort) ist eine Bezeichnung Gottes; \u201edenn er ist der Ort der Welt, nicht aber ist die Welt sein Ort\u201c (<span dir=\"rtl\"> \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05de\u05d4 \u05de\u05db\u05e0\u05d9\u05df \u05e9\u05de\u05d5 \u05e9\u05dc \u05d4\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d5\u05e7\u05d5\u05e8\u05d0\u05d9\u05df \u05d0\u05d5\u05ea\u05d5 \u05de\u05e7\u05d5\u05dd \u05e9\u05d4\u05d5\u05d0 \u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5 \u05e9\u05dc \u05e2\u05d5\u05dc\u05dd \u05d5\u05d0\u05d9\u05df \u05e2\u05d5\u05dc\u05de\u05d5 \u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5<\/span> B\u2019reschit rabba Absch. 68 zu Gen.&nbsp;28, 11). Fast mit denselben Worten sagt Philo im 1. Buche seiner Schrift \u201eUeber die gottgesandten Tr\u00e4ume\u201c (eig. im zweiten; es sind aber von den 5 B\u00fcchern dieser Abhandlung nur das 2 und 3. erhalten geblieben): \u1f00\u03c5\u03c4\u1f78\u03c2 \u1f41 \u03d1\u03b5\u1f76\u03c2 \u03f0\u03b1\u03bb\u03b5\u1fd6\u03c4\u03b1\u03b9 \u03c4\u03cc\u03c0\u03bf\u03c2 \u03c4\u1ff7 \u03c0\u03b5\u03f1\u03b9\u03ad\u03c7\u03b5\u03b9\u03bd \u03bc\u1f72\u03bd \u03c4\u1f70 \u1f45\u03bb\u03b1, \u03c0\u03b5\u03f1\u03b9\u03ad\u03c7\u03b5\u03c3\u03d1\u03b1\u03b9 \u03b4\u1f72 \u03c0\u03f1\u1f78\u03c2 \u03bc\u03b7\u03b4\u03b5\u03bd\u03cc\u03c2 \u1f01\u03c0\u03bb\u1ff6\u03c2 (Frankf. 1691 S. 575 Z. 2ff; vgl. Allegor. I, das. S. 48 Z. 17ff.). Diese nachtr\u00e4gliche Begr\u00fcndung ist aber noch keine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Entstehung dieser immerhin seltsamen Bezeichnung, welche schwerlich von der Philosophie gepr\u00e4gt wurde. Vermutlich ist <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> nur die Erweiterung des Begriffes <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05de\u05d9\u05dd<\/span> (der Himmel), der schon in der Makkab\u00e4erzeit als Gottesname eingeb\u00fcrgert zu sein scheint. In M\u2019gillat Ta\u2018anit (s. auch Rosch haschana 18b) ist n\u00e4mlich der 3. Tischri als Freudentag verzeichnet, weil an ihm die Erw\u00e4hnung Gottes aus den Urkunden schwand (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05dc\u05e9\u05d4 \u05d1\u05ea\u05e9\u05e8\u05d9 \u05d0\u05d7\u05e0\u05d8\u05d9\u05dc\u05ea (\u05d1\u05d8\u05d9\u05dc\u05ea) \u05d0\u05d3\u05db\u05e8\u05ea\u05d0 \u05de\u05df \u05e9\u05d8\u05e8\u05d9\u05d0<\/span>), was in der Baraita damit erkl\u00e4rt wird, dass es an diesem Tage gelang dem Missbrauch zu steuern, der mit dem heiligen Namen dadurch getrieben wurde, dass man ihn in Schuldscheinen und \u00e4hnlichen Dokumenten einflocht, die sp\u00e4ter, wenn sie ihren Zweck erf\u00fcllt hatten, zerrissen und achtlos weggeworfen wurden. Dieser Unfug hatte sich nach den Siegen der Makkab\u00e4er eingeschlichen, als man in der ersten Freude \u00fcber die Beseitigung des Religionszwanges, unter welchem bis dahin auch den Namen Gottes zu erw\u00e4hnen streng untersagt war, diesen gar nicht oft genug aussprechen zu k\u00f6nnen glaubte. Es ist anzunehmen, dass unter der Herrschaft jenes Verbotes das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05de\u05d9\u05dd<\/span> als Ersatz eingef\u00fchrt wurde. Der Feind hatte gegen diese Benennung um so weniger einzuwenden, als das entsprechende griechische Wort (Uranos) der Name eines seiner G\u00f6tter war; aber auch das religi\u00f6se Empfinden nahm an derselben keinen Anstoss, nachdem schon der Prophet den Himmel als Gottes Thron bezeichnet hatte (Jes. 66, 1). So hat sich dieser Ausdruck bis auf den heutigen Tag in seiner \u00fcbertragenen Bedeutung erhalten; die Gelehrten jedoch, insbesondere die philosophisch geschulten, mochten eine \u00dcbertragung bedenklich finden, die das h\u00f6chste Wesen mit dem Himmel identifiziert, w\u00e4hrend seine Herrlichkeit den Weltenraum erf\u00fcllt. Sie setzten daher an Stelle der mehr po\u00ebtischen Bezeichnung <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05e9\u05de\u05d9\u05dd<\/span> die mehr philosophische <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span>, konnten aber jene aus dem Munde des Volkes nicht mehr verdr\u00e4ngen. Der Seltsamkeit wegen sei hier noch die \u00fcberraschende Erkl\u00e4rung eines geistreichen Kabbalisten angef\u00fchrt, der mit scharfem Blick gefunden hat, dass der Zahlenwert des Wortes <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e7\u05d5\u05dd<\/span> (40 + 100 + 6 + 40 = 186) genau der Summe entspricht, welche die Quadrate der einzelnen Buchstaben des allerheiligsten Namen zusammen ergeben (10<sup class=\"footnote-marker\">2<\/sup> + 5<sup class=\"footnote-marker\">2<\/sup> + 6<sup class=\"footnote-marker\">2<\/sup>+ 5<sup>2<\/sup> = 100 + 25 + 36 + 25 = 186).<a href=\"#fnref513\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn514\"><p>Im Mischnatext des Babli ist hier auf 2. B. M. 12, 39 mit den Worten hingewiesen: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d0\u05de\u05e8 \u05d5\u05d9\u05d0\u05e4\u05d5 \u05d0\u05ea \u05d4\u05d1\u05e6\u05e7 \u05d0\u05e9\u05e8 \u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0\u05d5 \u05de\u05de\u05e6\u05e8\u05d9\u05dd \u05d5\u05d2\u05d5\u05f3<\/span>. In der Haggada haben die Worte des Rabban Gamliel eine wesentliche \u00c4nderung erfahren (vgl. Maim. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4<\/span> VII 5 mit VIII 4). Es wird dort das Gebot \u00fcber die unges\u00e4uerten Brote damit begr\u00fcndet, dass unsere V\u00e4ter, als sie aus Egypten ziehen sollten, nicht mehr die Mu\u00dfe hatten, ihren Teig g\u00e4hren zu lassen (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05dc \u05e9\u05d5\u05dd \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d4\u05e1\u05e4\u05d9\u05e7 \u05d1\u05e6\u05e7\u05dd \u05e9\u05dc \u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5 \u05dc\u05d4\u05d7\u05de\u05d9\u05e5<\/span>; s. auch R. Ascher z. St.). Da aber auch ihnen befohlen war, in der Stunde der Befreiung solches Brot zu essen (2. B. M. 12, 8), und diese Vorschrift ihnen schon mehrere Tage vorher mitgeteilt worden war, ist jene Begr\u00fcndung wenig stichhaltig, vielmehr scheint es, dass Rabban Gamliel mit Vorbedacht dieses Gebot mit der blossen Tatsache der Erl\u00f6sung und nicht mit ihrem pl\u00f6tzlichen Eintritt in Verbindung brachte. Das unges\u00e4uerte Brot, welches wegen seiner Reizlosigkeit und seines Mangels an jeglicher W\u00fcrze als \u201eBrot der Armut\u201c oder \u201eelendes Brot\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d7\u05dd \u05e2\u05e0\u05d9<\/span>) in der Schrift (5. B. M. 16, 3) bezeichnet wird, sollte unseren V\u00e4tern und allen folgenden Geschlechtern den Gedanken zum Bewusstsein bringen, dass die edle Blume der Freiheit am sch\u00f6nsten auf der kahlen H\u00f6he der Entsagung, am reinsten auf dem rauhen Felsen der Bed\u00fcrfnislosigkeit gedeiht, in den Niederungen des Genusses aber bald verwelkt. Manch stolzer Geist hat das unselige Verlangen nach eitlem Glanz und \u00dcberfluss mit schm\u00e4hlicher Knechtschaft, das ungez\u00fcgelte Streben nach falschem Ruhm und Anerkennung mit bitterer Selbstverachtung b\u00fcssen m\u00fcssen; \u00dcppigkeit und Schwelgerei hat schon das Lebensmark der m\u00e4chtigsten Nationen schnell verzehrt und die entnervten V\u00f6lker unter das verhasste Joch der Fremdherrschaft gekr\u00fcmmt. Der wird am besten seine Unabh\u00e4ngigkeit behaupten, der wunschlos durch das Leben geht und nicht sein Herz an G\u00fcter h\u00e4ngt, die tr\u00fcgerisch das Dasein schm\u00fccken; am l\u00e4ngsten wird ein Volk die Freiheit sich bewahren, wenn es, durch keinen \u00dcberfluss verweichlicht, die h\u00e4rteste Entbehrung leicht ertr\u00e4gt, wenn selbst \u201edas Brot des Elends\u201c es nicht schreckt.<a href=\"#fnref514\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn515\"><p>Auch hier findet sich im Babli eine Belegstelle aus der heil. Schrift, welche mit den Worten <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d9\u05d9\u05d4\u05dd \u05d5\u05d2\u05d5\u05f3 \u05e9\u05e0\u05d0\u05de\u05e8 \u05d5\u05d9\u05de\u05e8\u05e8\u05d5 \u05d0\u05ea<\/span> eingef\u00fchrt wird. Es wird also auf 2. B. M. 1, 14 Bezug genommen, wo von den aufreibenden Arbeiten erz\u00e4hlt wird, mit denen die Egypter erbarmungslos das Leben unserer V\u00e4ter verbitterten, wo aber auch zugleich berichtet wird, dass das Volk, je mehr es gepeinigt wurde, desto mehr an Gr\u00f6sse und Bedeutung wuchs. Es bew\u00e4hrte sich auch hier der Segen der Arbeit. Weit entfernt durch dieselbe gebrochen oder auch nur ersch\u00f6pft zu werden, wurde vielmehr die Lebenskraft Israels nur gesteigert und erh\u00f6ht. Zwar wird in der Geschichte des ersten Menschenpaares die Arbeit als eine Strafe dargestellt; aber auch die Strafe ist ja ein Ausfluss der v\u00e4terlichen Liebe Gottes. Das tatenlose Leben in dem Garten Eden war solange wohl ertr\u00e4glich, als dem Menschen all das K\u00f6nnen, das in seiner Brust noch schlummerte, verborgen war; sowie er aber zum Bewusstsein seiner sch\u00f6pferischen Kraft erwachte, war im Paradiese nicht mehr seines Bleibens. Er musste hinaus, um seine St\u00e4rke im Kampfe mit der Natur zu erproben und die Herrschaft \u00fcber dieselbe zu erringen, zu der er durch seine \u00dcberlegenheit berufen war. Aus Mangel an Bet\u00e4tigung verk\u00fcmmern die reichsten Gaben, die sch\u00f6nsten und verheissungsvollsten F\u00e4higkeiten; die Noth jedoch ist eine treffliche Erzieherin. Keine Schule bringt die besten Kr\u00e4fte des Geistes wie des K\u00f6rpers so zu vollster Bl\u00fcthe und Entfaltung wie diese unwillkommene, von vielen doch gesegnete Lehrmeisterin. In ihrer harten Wiege ward auch Israel zum Volke grossgezogen, in jener Leidensschule, die die heiligen B\u00fccher einen eisernen Schmelzofen nennen (5. B. M. 4, 20; Jirm. 11,4), ward der Gottesknecht gel\u00e4utert und gest\u00e4hlt, der schon im Mutterschoss berufen war zum Lichte der Nationen, zum Erl\u00f6ser f\u00fcr die ganze Menschheit (Jes. 49, 1\u20146). In der Erf\u00fcllung dieses g\u00f6ttlichen Berufes hat unser Volk bisher nur Hohn und Spott und k\u00e4lteste Zur\u00fcckweisung geerntet, nicht selten auch die grausamsten Verfolgungen erdulden m\u00fcssen von dem blinden Hasse derer, denen es die Bruderhand entgegenstreckte, um sie zur H\u00f6he des Hor\u00eab mit sich emporzutragen, und die es mit dem beseligenden Licht erf\u00fcllen wollte, das ihm am Sinai aufgegangen. Wie sollte es durch soviel bittere Erfahrungen nicht entmutigt werden, nach soviel schmerzlichen Entt\u00e4uschungen und schn\u00f6dem Undank an dem endlichen Erfolge seiner unfruchtbaren Arbeit nicht verzweifeln? Darum werden die nachwachsenden Geschlechter von Jahr zu Jahr am Feste der Erl\u00f6sung durch das Bitterkraut daran erinnert, welch herbes Weh, welch schweres Leid die V\u00e4ter \u00fcberwunden, ehe sie gew\u00fcrdigt wurden, dem Fuss des Sinai sich zu nahen, um aus Gottes Hand die Priesterweihe zu empfangen, wie unser Volk im zartsten Alter schon f\u00fcr eine fremde, undankbare Macht, die nur Verachtung f\u00fcr dasselbe hatte und sein Verderben plante, harte Frohnarbeit verrichtet hat, die \u00fcber seine Kraft zu gehen schien, in Wahrheit aber seine Lebensenergie erh\u00f6hte und vermehrte. \u201eHeilsam ist\u2019s dem Manne, in der Jugend Tagen schon ein Joch zu tragen\u201c (Klgl. 3, 27).<a href=\"#fnref515\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn516\"><ol start=\"2\" type=\"1\">\n<li>B. M. 13, 8. Voran geht (das. 5) die Einleitung: Wenn dich der Herr in das Land \u2026 bringt, das er deinen V\u00e4tern zugeschworen u. s. w. Die Satzung wendet sich mithin an ein sp\u00e4teres Geschlecht, das die Wunder in Egypten nicht mit eigenen Augen gesehen hat; und dennoch l\u00e4sst die Schrift den Vater eine Form der Darstellung w\u00e4hlen, deren man sich nur bei der Erz\u00e4hlung von Ereignissen bedient, die man selbst erlebt hat.<\/li>\n<\/ol>\n<a href=\"#fnref516\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/li>\n<li id=\"fn517\"><p>an welchem du die Erinnerung an den Auszug feierst (vgl. das. 3).<a href=\"#fnref517\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn518\"><p>Nach dem Midrasch (s. M\u2019chilta z. St.) bezieht sich das Demonstrativum auf das Pesach nebst den unges\u00e4uerten Broten und den bitteren Kr\u00e4utern, die auf dem Tische liegen (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05e2\u05d4 \u05e9\u05d9\u05e9 [\u05e4\u05e1\u05d7] \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8 \u05de\u05d5\u05e0\u05d7\u05d9\u05dd \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05da \u05e2\u05dc \u05e9\u05dc\u05d7\u05e0\u05d3 <\/span>), und auf welche der Erz\u00e4hler mit dem Finger deutet. (Aehnlich ist auch in dem Satze <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d6\u05d4 \u05dc\u05da \u05d4\u05d0\u05d5\u05ea \u05db\u05d9 \u05d0\u05e0\u05db\u05d9 \u05e9\u05dc\u05d7\u05ea\u05d9\u05da<\/span> \u2014 2. B. M. 3, 12 \u2014 das F\u00fcrwort <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d4<\/span> als ein Hinweis auf das Wunder des brennenden Dornbusches aufzufassen, den Mose vor Augen hatte; s. Raschi, Raschbam und Ibn \u2018Ezra z. St.). Selbstverst\u00e4ndlich kann nicht gemeint sein, dass wir lediglich zu dem Ende befreit wurden, damit wir am Pesachabend die genannten Speisen essen; der Midrasch will vielmehr nur sagen, dass die Verehrung Gottes durch kindlichen Gehorsam, wie wir ihn z. B. durch die Feier des Pesach bekunden, der Zweck unserer Erl\u00f6sung war. Wird doch der Genuss des unges\u00e4uerten Brotes und die Enthaltung von allem Ges\u00e4uerten w\u00e4hrend der ganzen Dauer des Festes an unserer Stelle (13, 5) ausdr\u00fccklich als Gottesdienst (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d3\u05d4<\/span>) bezeichnet. Der Gedanke aber, dass uns die Freiheit nur gegeben wurde, damit wir uns dem Dienste des H\u00f6chsten widmen, liegt der Tora gar nicht fern. Er ist schon in den ersten Worten ausgesprochen, die Mose an Pharao richten sollte, in dem Befehle Gottes: Entlasse meinen Sohn, dass er mir diene (das. 4, 23: <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d7 \u05d0\u05ea \u05d1\u05e0\u05d9 \u05d5\u05d9\u05e2\u05d1\u05d3\u05e0\u05d9 <\/span>).<a href=\"#fnref518\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn519\"><p>Maimonides hat diese Belegstelle nicht vor sich gehabt (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e6\u05d4 \u05e4\u05f4\u05d6 \u05d4\u05f4\u05d5 \u05d5\u05e0\u05d5\u05e1\u05d7 \u05d4\u05d4\u05d2\u05d3\u05d4 \u05e9\u05dd \u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5<\/span>); in seinem Exemplar muss hier entweder \u00fcberhaupt kein Hinweis auf die Bibel gestanden haben, oder 5. B. M. 6, 23 (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e0\u05d0\u05de\u05d3 \u05d5\u05d0\u05d5\u05ea\u05e0\u05d5 \u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05de\u05e9\u05dd \u05d5\u05d2\u05d5\u05f3<\/span>) angef\u00fchrt gewesen sein [<span dir=\"rtl\"> \u05d5\u05dc\u05e4\u05d9 \u05d6\u05d4 \u05d4\u05d0 \u05d3\u05d0\u05de\u05e8 \u05e8\u05d1\u05d0 \u05d1\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e7\u05d9\u05f3\u05f3\u05d5: \u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05e9\u05d9\u05d0\u05de\u05e8 \u05d5\u05d0\u05d5\u05ea\u05e0\u05d5 \u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0 \u05de\u05e9\u05dd \u05d4\u05db\u05d9 \u05e7\u05d0\u05de\u05e8 \u05d4\u05d0\u05d9 \u05e7\u05e8\u05d0 \u05d3\u05de\u05ea\u05e0\u05d9\u05ea\u05df \u05dc\u05d0\u05d5 \u05dc\u05e8\u05d0\u05d9\u05d4 \u05d1\u05e2\u05dc\u05de\u05d0 \u05e7\u05d0 \u05de\u05d9\u05d9\u05ea\u05d9 \u05dc\u05d9\u05d4 \u05d0\u05dc\u05d0 \u05e6\u05e8\u05d9\u05da \u05dc\u05d0\u05de\u05e8\u05d5 \u05d1\u05e4\u05d4<\/span>]. Bei Alfasi und R. Ascher fehlt die ganze Stelle von <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05db\u05dc \u05d3\u05d5\u05e8 \u05d5\u05d3\u05d5\u05e8<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e6\u05d0\u05ea\u05d9 \u05de\u05de\u05e6\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>. Da aber die Dankesschuld, von der im n\u00e4chsten Satz die Rede ist, nicht gut mit den bitteren Leiden begr\u00fcndet werden kann, die unsere V\u00e4ter erdulden mussten, wurde die Reihenfolge im vorigen Satze in der Weise ge\u00e4ndert, dass auf die Erkl\u00e4rung des <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7<\/span> zun\u00e4chst die des <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> und dann erst die der <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4<\/span> folgt, obgleich in der Einleitung die Reihenfolge auch bei ihnen <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> lautet. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9\u05db\u05da \u05d0\u05e0\u05d7\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d9\u05d9\u05d1\u05d9\u05dd \u05dc\u05d4\u05d5\u05d3\u05d5\u05ea<\/span> schliesst sich nun passender an den Satz <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05d4 \u05e2\u05dc \u05e9\u05d5\u05dd \u05e9\u05e0\u05d2\u05d0\u05dc\u05d5<\/span> an (Lesart Alfasi\u2019s), bezw. an die Worte <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3 \u05e9\u05e0\u05d2\u05dc\u05d4 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d4\u05dd \u05de\u05dc\u05da \u05de\u05dc\u05db\u05d9 \u05d4\u05de\u05dc\u05db\u05d9\u05d8 \u05d4\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d5\u05d2\u05d0\u05dc\u05dd<\/span> (Lesart des R. Ascher) Maimonides hat in seinem Kodex (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4<\/span>) an zwei Stellen (VII 5 u. VIII 4 die Reihenfolge Alfasi\u2019s, in seiner Haggada dagegen die unserer Miscknaausgaben).<a href=\"#fnref519\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn520\"><p>Die Wahl der ersten Person beweist, dass wir es hier noch mit einer Fortsetzung der Worte zu tun haben, welche nach Rabban Gamliel jedermann am Pesach sprechen soll. Allerdings ist in seiner Einleitung ausdr\u00fccklich von nur drei Worten die Rede, und es ist daher wohl m\u00f6glich, dass die Fortsetzung aus sp\u00e4terer Zeit stammt; immerhin d\u00fcrfte sie wohl kaum sp\u00e4ter als im folgenden Geschleckte hinzugef\u00fcgt worden sein, da an dieselbe in der n\u00e4chsten Mischna (s. Anm. 51) eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Schulen Schammai\u2019s und Hillel\u2019s wenn auch nur \u00e4usserlich ankn\u00fcpft.<a href=\"#fnref520\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn521\"><p>Die Lesarten sind hier sehr verschieden. Allen gemeinsam sind nur die vier ersten Ausdr\u00fccke: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d5\u05d3\u05d5\u05ea \u05dc\u05d4\u05dc\u05dc \u05dc\u05e9\u05d1\u05d7 \u05dc\u05e4\u05d0\u05e8<\/span>; dann folgt im Jeruschalmi. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05e0\u05e6\u05d7 \u05dc\u05d2\u05d3\u05dc<\/span>, im Babli: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05d4\u05d3\u05e8 \u05dc\u05d1\u05e8\u05da \u05dc\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05dc\u05e7\u05dc\u05e1<\/span>, bei Alfasi: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05d2\u05d3\u05dc \u05d5\u05dc\u05d1\u05e8\u05da<\/span> (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>), bei R. Ascher: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d1\u05e8\u05da \u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05e2\u05dc\u05d4 \u05d5\u05dc\u05e7\u05dc\u05e1<\/span>, im Gebetbuch dos Gaon R. \u2018Amram: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05d4\u05d3\u05e8 \u05d5\u05dc\u05e7\u05dc\u05e1<\/span>, in Maimuni\u2019s Haggada: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05d2\u05d3\u05dc \u05dc\u05d4\u05d3\u05e8 \u05d5\u05dc\u05e0\u05e6\u05d7<\/span>, in dessen Kodex (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d4\u05de\u05e2 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4<\/span> VIII 5). <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d4\u05d3\u05e8 \u05dc\u05e8\u05d5\u05de\u05dd \u05dc\u05d2\u05d3\u05dc \u05d5\u05dc\u05e0\u05e6\u05d7<\/span>.<a href=\"#fnref521\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn522\"><p>Statt <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05d1\u05d5\u05ea\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d5\u05dc\u05e0\u05d5<\/span> hat Jer. blos <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e0\u05d5<\/span>.<a href=\"#fnref522\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn523\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e9\u05e2\u05d1\u05d5\u05d3<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d1\u05d3<\/span>) und sein Gegensatz <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d7\u05e8\u05d5\u05e8<\/span> (von <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05e8<\/span>) geh\u00f6ren zu den wenigen Beispielen einer Schaf\u2018elform im Hebr\u00e4ischen. \u2014 Bei R. Ascher fehlen \u00fcbrigens die Worte <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05e9\u05e2\u05d1\u05d5\u05d3 \u05dc\u05d2\u05d0\u05d5\u05dc\u05d4<\/span>, in Maimuni\u2019s Haggada folgen sie unmittelbar hinter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e2\u05d1\u05d3\u05d5\u05ea \u05dc\u05d7\u05e8\u05d5\u05ea<\/span>; im Jeruschalmi und bei Alfasi fehlt sogar die ganze Stelle von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05d2\u05d5\u05df<\/span> bis <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d2\u05d0\u05dc\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref523\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn524\"><p>Ps. 113\u2014118, gew\u00f6hnlich \u201eHallel\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05dc<\/span>) genannt.<a href=\"#fnref524\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn525\"><p>Das am Ende der vorigen Mischna erw\u00e4hnte Hallel, von welchem vor dem Mahle nur der erste Teil gesungen wurde.<a href=\"#fnref525\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn526\"><p>Ende des 113. Psalms. Der folgende Psalm, der mit den Worten beginnt: Als Israel aus Egypten zog\u201c, soll nach ihrer Meinung erst um Mitternacht, den Zeitpunkt der Erl\u00f6sung, vorgetragen werden (Tosefta und Jeruschalmi, von Heller \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05d5\u05e1\u05e4\u05d5\u05ea \u05d9\u05d5\u05dd \u05d8\u05d5\u05d1<\/span> s. v. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05d9\u05ea \u05e9\u05de\u05d0\u05d9<\/span> \u2014 merkw\u00fcrdigerweise \u00fcbersehen), w\u00e4hrend das Mahl noch vor Mitternacht beendet sein muss, da vom Pesach nachher nicht gegessen werden darf (Anm. 76).<a href=\"#fnref526\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn527\"><p>Ende des 114. Psalms. Das Argument der andern Schule schien den Hilleliten nicht stichhaltig, weil der Auszug ja doch erst am hellen Mittag stattgefunden, mithin der Anfang dieses Psalms auch dann noch nicht der Tageszeit entspr\u00e4che, wenn man den Gesang bis auf den letzten Augenblick, bis zum Beginn der Morgend\u00e4mmerung versch\u00f6be (Tosefta u. Jeruschalmi). Ein positiver Grund wird nicht angegeben. Wahrscheinlich, weil derselbe klar zu Tage liegt. Da das Hallel durch die Erkl\u00e4rung eingeleitet wird, dass wir es als Pflicht empfinden, unserm Danke f\u00fcr die Befreiung aus dem Sklavenjoche durch ein Loblied Ausdruck zu geben, und ferner auch nach Schluss des ersten Teiles ein Segenspruch f\u00fcr die Erl\u00f6sung folgen soll (s. folg. Anm.) so kann aus diesem Teil am wenigsten der Psalm ausgeschlossen werden, in dem der Auszug Israels besungen wird. Vielleicht ist das auch der Sinn der Worte <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e0\u05d9\u05d5\u05df \u05e9\u05d4\u05ea\u05d7\u05d9\u05dc \u05d1\u05de\u05e6\u05d5\u05d4 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05de\u05e8\u05e7<\/span> im Jeruschalmi z. St.<a href=\"#fnref527\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn528\"><p>etwa mit den Worten: Gepriesen seist du, Herr unser Gott, K\u00f6nig der Welt, der du uns aus Egypten erl\u00f6st hast. <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05d5\u05ea\u05dd<\/span> (= Siegel) ist Kunstausdruck f\u00fcr den kurzen Segenspruch, der ein Gebet (hier den Vortrag der Haggada) beschliesst; vgl. B\u2019rachot IX g. E.<a href=\"#fnref528\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn529\"><p>Die. Hif\u2018ilform <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2<\/span> bedeutet: erreichen, mit doppeltem Akkusativ aber: erreichen lassen; vgl. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e6\u05de\u05d9\u05d7 \u05d7\u05e6\u05d9\u05e8 \u05dc\u05d1\u05d4\u05de\u05d4<\/span> = hervorbringen (Ps. 104,14) mit <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05de\u05e6\u05de\u05d9\u05d7 \u05d4\u05e8\u05d9\u05dd \u05d7\u05e6\u05d9\u05e8<\/span> = hervorbringen lassen (Ps. 147,8).<a href=\"#fnref529\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn530\"><p><span dir=\"rtl\">(\u05d5\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5 \u05d4\u05dc\u05d9\u05dc\u05d4 \u05d4\u05d6\u05d4 \u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc \u05d1\u05d5 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8 (\u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span> (so bei Alfasi und R. Ascher wie auch im Maimuni\u2019s Kodex <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4 \u05e4\u05f4\u05d7 \u05d4\u05f4\u05d4<\/span>), sind die Worte, die R. Tarfon hinzuf\u00fcgt. Im Babli wie in den meisten Mischnaausgaben fehlen dieselben; sie k\u00f6nnen aber nicht entbehrt werden, weil der Zusatz des R. \u2018A\u1e33iba <span dir=\"rtl\"> \u05db\u05df \u2026 \u05d4\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5 \u05dc\u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05dd \u05d5\u05dc\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd \u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>, der offenbar an jene Worte ankn\u00fcpft, ohne dieselben v\u00f6llig in der Luft schwebt. Im Jeruschalmi fehlen nur die Worte <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc \u05d1\u05d5 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8<\/span>; aber auch diese sind schwerlich ein sp\u00e4terer Zusatz, denn es geschah wohl im Hinblick auf die verh\u00e4ngnisschwere L\u00fccke in dieser Danksagung, in welcher die Erw\u00e4hnung des Pesachopfers schmerzlich vermisst wurde, wenn der grosse Freiheitsk\u00e4mpfer in das Gebet um Erl\u00f6sung vom r\u00f6mischen Joche den Wunsch einflocht: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e0\u05d0\u05db\u05dc \u05e9\u05dd \u05de\u05df \u05d4\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd \u05d5\u05de\u05df \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span>. Seltsam, dass Maimonides, der a. a. O. die Formel des R. Tarfon f\u00fcr die Zeit des Tempels gelten l\u00e4sst, ebenfalls des Opfers nicht gedenkt. Damals h\u00e4tte man doch sicherlich gesagt: <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0\u05db\u05d5\u05dc \u05d1\u05d5 \u05e4\u05e1\u05d7 \u05de\u05e6\u05d4 \u05d5\u05de\u05e8\u05d5\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref530\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn531\"><p>Obgleich der urspr\u00fcnglich ganz kurze Segenspruch durch ihn zu einem kleinen Dankgebet erweitert wurde, h\u00e4lt es dieser Lehrer doch nicht f\u00fcr angebracht, dasselbe nunmehr auch mit einem \u201eSiegel\u201c (\u201eGepriesen seist du Herr, der du Israel erl\u00f6st hast\u201c), wie es sein Freund \u2018A\u1e33iba will, zu versehen. <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d5\u05ea\u05dd<\/span>, wof\u00fcr es im Babli <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05dc\u05d0 \u05d4\u05d9\u05d4 \u05d7\u05d5\u05ea\u05dd<\/span> heisst, steht nicht im Gegensatz zu dem vorangehenden <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea\u05dd \u05d1\u05d2\u05d0\u05dc\u05ea<\/span>, sondern zu den folgenden Worten des R. \u2018Akiba.<a href=\"#fnref531\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn532\"><p>In den meisten Ausgaben steht <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> an Stelle von <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span>. Da aber R. \u2018A\u1e33iba von den Worten seines Lehrers und Freundes keines streicht und keines \u00e4ndert, sondern nur hinzuf\u00fcgt, ist der Ausdruck <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> hier nicht am Platze. Die urspr\u00fcngliche Lesart ist vielleicht die der Oxforder Handschrift (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>): <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05f4\u05e2 \u05e2\u05e7\u05d9\u05d1\u05d0 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> = R. \u2018A\u1e33iba sagt: Man f\u00fcge hinzu. Das Subjekt zu <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> ist offenbar wie in den vorangehenden S\u00e4tzen (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05d9\u05e0\u05d5 \u05d7\u05d5\u05ea\u05dd ,\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea\u05dd \u05d1\u05d2\u05d0\u05d5\u05dc\u05d4 ,\u05e2\u05d3 \u05d4\u05d9\u05db\u05df \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span>) der Vortragende. Irrt\u00fcmlicherweise aber bezog man das Verbum auf R. \u2018Akiba, wodurch entweder <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> als st\u00f6rend empfunden wurde, weshalb die Einen dieses, die Anderen jenes strichen. Vermutlich hat auch Maimonides <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> oder <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05de\u05d5\u05e1\u05d9\u05e3<\/span> gelesen (s. <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4<\/span> VIII 5).<a href=\"#fnref532\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn533\"><p>Die eingeklammerten Worte fehlen sowohl im Jeruschalmi als bei Alfasi, Maimonides und R. Ascher.<a href=\"#fnref533\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn534\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d2\u05dc<\/span> (= Fuss) bezeichnet ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05e2\u05dd<\/span> (= Schritt), auf die ziellos eilende, nimmer weilende Zeit \u00fcbertragen, einen Zeitpunkt. <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9 \u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> (2. B. M. 23, 14) \u00fcbersetzen die Targumim ebenso wie <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05e9 \u05e4\u05e2\u05de\u05d9\u05dd<\/span> (das. 34,23) mit <span dir=\"rtl\">\u05ea\u05dc\u05ea \u05d6\u05de\u05e0\u05d9\u05df<\/span>. Unter <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05de\u05e0\u05d9\u05dd<\/span> versteht man aber ebenso wie unter <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span>, obgleich beide W\u00f6rter nur Zeiten schlechthin bedeuten, vorzugsweise die heiligen Zeiten. W\u00e4hrend jedoch <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> alle Feste bezeichnet, ist der Name <span dir=\"rtl\">\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd<\/span> durch den an 2. B. M. 23, 14 sich anlehnenden Sprachgebrauch auf die drei Chaggim (<span dir=\"rtl\">\u05e1\u05db\u05d5\u05ea ,\u05e9\u05d1\u05d5\u05e2\u05d5\u05ea ,\u05e4\u05e1\u05d7<\/span>) beschr\u00e4nkt. Im Jeruschalmi fehlt \u00fcbrigens sowohl <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05de\u05d5\u05e2\u05d3\u05d9\u05dd<\/span> als <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>; die Stelle lautet dort: <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5 \u05dc\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05dd \u05d4\u05d1\u05d0\u05d9\u05dd \u05dc\u05e7\u05e8\u05d0\u05ea\u05e0\u05d5 \u05dc\u05e9\u05dc\u05d5\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref534\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn535\"><p><span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5<\/span> ist die Lesart der Oxforder Handschrift (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>); die beiden anderen von Rabbinowicz benutzten Mss. haben <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5<\/span>, desgleichen s\u00e4mmtliche von ihm verglichenen alten wie neuen Editionen, ebenso die Haggada-Ausgaben. Dass die Segenspr\u00fcche, obgleich sie mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4<\/span>, also der zweiten Person beginnen, im n\u00e4chsten Relativsatze zur dritten Person \u00fcbergehen, ist die allgemeine Regel und durch die Bezugnahme auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05dc\u05da \u05d4\u05e2\u05d5\u05dc\u05dd<\/span> oder auch nur den blossen Gottesnamen sprachlich gerechtfertigt. So heisst es auch oben <span dir=\"rtl\"> \u05d0\u05e9\u05e8 \u05d2\u05d0\u05dc\u05e0\u05d5 \u05d5\u05d2\u05d0\u05dc \u2026 \u05d5\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5<\/span>. Umsoweniger w\u00e4re die Wahl der dritten Person hier anst\u00f6ssig, wo mit <span dir=\"rtl\">\u05db\u05df<\/span> ein neuer Satz beginnt; auffallend ist nur, dass sich in den bald folgenden Worten <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05de\u05d7\u05d9\u05dd \u05d1\u05d1\u05d2\u05d9\u05df \u05e2\u05d9\u05e8\u05da \u05d5\u05e9\u05e9\u05d9\u05dd \u05d1\u05e2\u05d1\u05d5\u05d3\u05ea\u05da<\/span> wieder die zweite Person geltend macht. Solcher Personenwechsel ist recht selten, wenn es auch an etlichen Beispielen nicht fehlt, von denen wir nur auf das krasseste kurz hinweisen wollen, auf die Worte, die beim Eintritt in den Friedhof gebetet werden: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e9\u05e8 \u05d9\u05e6\u05e8 \u05d0\u05ea\u05db\u05dd \u05d1\u05d3\u05d9\u05df<\/span> \u2026 <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d0\u05ea\u05d4<\/span>.<a href=\"#fnref535\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn536\"><p>W\u00f6rtlich: die uns entgegenkommen. Wir haben bereits in Anm. 2 darauf hingewiesen, dass der Hebr\u00e4er nicht gleich uns der Zukunft entgegengeht, sondern sich selbst als den stille stehenden Beobachter ansieht, an dem die rastlos dahinschreitende Zeit (vgl. Anm. 60) vor\u00fcberzieht. \u2014 Statt <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e9\u05dc\u05d5\u05dd<\/span> hat Alfasi <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e9\u05dc\u05d5\u05dd<\/span>.<a href=\"#fnref536\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn537\"><p>Statt <span dir=\"rtl\">\u05db\u05d1\u05e0\u05d9\u05df \u05e2\u05d9\u05e8\u05da<\/span> hat die Oxforder Hnds. <span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e6\u05d9\u05d5\u05df \u05e2\u05d9\u05e8\u05da<\/span> (s. <span dir=\"rtl\">\u05d3\u05e7\u05d3\u05d5\u05e7\u05d9 \u05e1\u05d5\u05e4\u05e8\u05d9\u05dd<\/span>); diese Lesart findet sich auch im Gebetbuch des Gaon R. \u2018Amram.<a href=\"#fnref537\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn538\"><p>Jeruschalmi hat hier den Zusatz: <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d1\u05d7\u05d9\u05d3\u05d5\u05e9 \u05d1\u05d9\u05ea \u05de\u05e7\u05d3\u05e9\u05da<\/span> = und durch die Erneuerung deines Heiligthums.<a href=\"#fnref538\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn539\"><p>Jeruschalmi und Alfasi haben die umgekehrte Reihenfolge <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05de\u05df \u05d4\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd \u05de\u05df \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd <\/span>, so dass <span dir=\"rtl\">\u05d6\u05d1\u05d7\u05d9\u05dd<\/span> hier die gew\u00f6hnliche Bedeutung haben k\u00f6nnte, in der es alle Arten des Tieropfers, auch das Pesach umfasst. Man m\u00fcsste demnach \u00fcbersetzen: von Pesach- und von anderen Opfern (vgl. K. VII Anm. 34). Wahrscheinlicher aber ist, dass das Wort hier in der besondern Bedeutung steht, die es in der letzten Mischna dieses Kapitels, am Ende des Traktates hat, und in der es das Festopfer bezeichnet von welchem oben (VI 3\u20144, s. Anm. 24 das.) die Rede war. Da dasselbe vor dem Pesach gegessen wurde, geht es diesem in der Reihenfolge voran.<a href=\"#fnref539\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn540\"><p>Statt <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e9\u05e8 \u05d4\u05d2\u05d9\u05e2<\/span> (Jeruschalmi) lesen Andere <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d4\u05d2\u05d9\u05e2<\/span> (Alfasi), <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05d2\u05d9\u05e2<\/span> (Maimonides u. R. \u2018Amram), <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e9\u05e8 \u05d9\u05d2\u05d9\u05e2<\/span> (R. Ascher).<a href=\"#fnref540\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn541\"><p>Jeruschalmi hat weder <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d9\u05e8 \u05d7\u05d3\u05e9<\/span> noch <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e2\u05dc \u05e4\u05d3\u05d5\u05ea \u05e0\u05e4\u05e9\u05e0\u05d5<\/span>. Jenes ist sicher ein sp\u00e4ter Zusatz; denn <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05d3\u05d4 \u05dc\u05da \u05e9\u05d9\u05e8 \u05d7\u05d3\u05e9<\/span> ist eine ganz unm\u00f6gliche Konstruktion.<a href=\"#fnref541\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn542\"><p>Der zweite Becher wurde nach dem Dankgebete, das auf den ersten Teil des Hallel folgte, geleert und darauf das Mahl eingenommen, welches schon vor dem Vortrage aufgetragen worden war, damit die Kinder durch ihre Fragen dem Vater Gelegenheit geben vom Auszuge zu erz\u00e4hlen. Das Mahl bestand in alter Zeit wahrscheinlich blos aus dem unges\u00e4uerten Brote, dem rohen Lattich und dem Fleisch der beiden Opfer, bezw. den beiden Gerichten, welche zur Erinnerung an dieselben (Anm. 16) gegessen wurden. Einen Nachtisch gab es nicht; vielmehr wurde, nachdem das Pesach verzehrt war, bei einem dritten Becher das Tischgebet gesprochen, nach dessen Beendigung das Glas geleert wurde.<a href=\"#fnref542\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn543\"><p>Ps. 114\u2014118 nach den Schammaiten, Ps. 115\u2014118 nach den Hilleliten; s. Anm. 50\u201453.<a href=\"#fnref543\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn544\"><p>Darunter ist nach R. Juda (im Babli) der Segenspruch zu verstehen, der auch sonst auf das Hallel zu folgen pflegt (<span dir=\"rtl\">\u05d9\u05d4\u05dc\u05dc\u05d5\u05da<\/span>), nach R. Jo\u1e25anan (das.) aber derjenige, welcher den Vortrag des von Mose und Israel am Meere gesungenen Liedes (2. B. M. 15, 1\u201418) an Schabbat- und Feiertagen beschliesst (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05e9\u05de\u05d4 \u05db\u05dc \u05d7\u05d9<\/span>).<a href=\"#fnref544\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn545\"><p>\u201eWarum nicht? Etwa, damit man nicht trunken werde? Man ist ja doch schon berauscht! Ist denn ein Unterschied zwischen dem w\u00e4hrend der Mahlzeit und dem nach derselben gereichten Weine? Allerdings; dieser macht trunken, jener hat diese Wirkung nicht!\u201c So die Begr\u00fcndung im Jeruschalmi, angef\u00fchrt von Alfasi und Raschbam, der hinzuf\u00fcgt, dass man durch den Rausch verhindert w\u00fcrde, das Hallel zu vollenden oder, wie man erg\u00e4nzen muss, nach Beendigung desselben die \u00fcbrigen Ges\u00e4nge, die noch beim vierten Becher vorzutragen sind. Demnach d\u00fcrfte man zwischen dem ersten und dem zweiten Glase erst recht keinen Wein trinken, damit man nicht des Guten zu viel tue und dadurch unf\u00e4hig werde, den Kindern vom Auszuge zu erz\u00e4hlen. Ein solches Verbot widerspricht jedoch dem klaren Sinn der Mischna, die von allen Erkl\u00e4rern, auch von Raschbam, so aufgefasst wurde, dass es nicht nur im Verlauf des Mahles, sondern auch w\u00e4hrend des Vortrags der Haggada gestattet w\u00e4re, nach Belieben Wein zu trinken. Man sah sich daher zu der Ausflucht gen\u00f6tigt, dass auch der vor der Mahlzeit genossene Wein keine berauschende Wirkung hat, eine Annahme, die aller Erfahrung Hohn spricht. Der Schl\u00fcssel zur L\u00f6sung des R\u00e4tsels liegt im ersten Satze der n\u00e4chsten Mischna verborgen, wo er nur darum nicht entdeckt wurde, weil man ihn dort gar nicht erst gesucht, ja nicht einmal vermutet hat, nachdem eine ungeschickte Hand diesen Satz von unserer Mischna, wo er hingeh\u00f6rt, losgerissen und der n\u00e4chsten Mischna, zu der er keinerlei Beziehung aufweist, gewaltsam angeh\u00e4ngt hatte. Man soll nach dem Mahle ausser den vorgeschriebenen Bechern aus dem einfachen Grunde keinen Wein trinken, damit die sch\u00f6ne Feier nicht schliesslich in ein Epikomon ausarte (s. Anm. 73). Vor der Mahlzeit und w\u00e4hrend derselben sprach man auch sonst dem Wein nur m\u00e4ssig zu, (daher <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e9\u05ea\u05d4 \u05d0\u05dd \u05e8\u05d5\u05e6\u05d4 \u05dc\u05e9\u05d7\u05d5\u05ea<\/span> und nicht wie sonst einfach <span dir=\"rtl\">\u05e9\u05d5\u05ea\u05d9\u05df<\/span>), der \u00fcberdies mit Wasser stark verd\u00fcnnt war. Das Trinkgelage (\u03f0\u1ff6\u03bc\u03bf\u03c2, comissatio) nahm seinen Anfang erst beim Nachtisch, dauerte jedoch bis in die sp\u00e4te Nacht hinein. Lieder und Ges\u00e4nge wechselten mit anregenden Gespr\u00e4chen, um den Zechern die Zeit zu k\u00fcrzen. Am Pesachabend wurden nach dem Mahle, das um Mitternacht beendet war, ebenfalls beim Weine Lieder vorgetragen; zwischendurch unterhielt man sich \u00fcber das Wunder der Erl\u00f6sung noch mehrere Stunden, mitunter bis der Morgen graute (Tosefta X g. E., ed.&nbsp;Zuckermandel S. 173 Z. 9\u201411). Das alles hatte eine bedenkliche \u00c4hnlichkeit mit dem \u00fcblichen Trinkgelage. Damit die heilige Feier nicht zu einem solchen herabsinke, damit sie von ihrer erhebenden Wirkung nichts verliere und ihre Weihe durch keinen unreinen Hauch getr\u00fcbt werde, musste Vorsorge getroffen werden, dass sich die Festgenossen nicht berauschten; der k\u00fcrzeste und sicherste Weg zu diesem Ziele war unstreitig das Verbot, ausser den vorgeschriebenen Bechern \u00fcberhaupt noch etwas nach dem Tischgebet zu trinken.<a href=\"#fnref545\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn546\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05e8<\/span> heisst urspr\u00fcnglich: spalten, (vgl. <span dir=\"rtl\">\u0641\u0637\u0631<\/span>), daher <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05e8 \u05e8\u05d7\u05dd<\/span> = Durchbruch, <span dir=\"rtl\">\u05d9\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d5 \u05d1\u05e9\u05e4\u05d4<\/span> (Ps. 22, 8) = den Mund aufreissen. Aus dem Begriff der Trennung, der in dieser Grundbedeutung liegt, hat sich der des Abschieds entwickelt; daher <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d9\u05e4\u05d8\u05e8 \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05d0\u05d5\u05dc<\/span> (1. Sam. 19, 10) = scheiden, weggehen; transitiv: <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05ea \u05d4\u05de\u05d7\u05dc\u05e7\u05d5\u05ea<\/span> \u2026 <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05e8<\/span> (2. Chr. 23, 8) = verabschieden, entlassen; auf leblose Dinge \u00fcbertragen: <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d5\u05d8\u05e8 \u05de\u05d9\u05dd<\/span> (Spr. 17, 14) = loslassen, befreien. In der talmudischen Literatur ist diese Bedeutung vorherrschend; vgl. z. B. <span dir=\"rtl\"> \u05e4\u05d5\u05d8\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05ea \u05d4\u05e8\u05d1\u05d9\u05dd<\/span> (Mo\u2018\u00ead \u1e33a\u1e6dan III 7) = verabschieden, wegschicken; <span dir=\"rtl\">\u05d5\u05e0\u05e4\u05d8\u05e8\u05d5 \u05d5\u05d4\u05dc\u05db\u05d5 \u05dc\u05d4\u05dd<\/span> (Joma I 5) = sich verabschieden, scheiden; <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d1\u05e0\u05d1\u05d9\u05d0<\/span> (Megilla IV 1) = mit einem Prophetenvortrag Abschied nehmen von der Toravorlesung. So auch hier <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span> = man veranstalte kein Epikomon zum Abschied von dem Festmahle, d.&nbsp;i. als Abschluss der Pesachfeier. In der Gerichtssprache ist entlassen = freisprechen, wodurch das Wort <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05e8<\/span> die allgemeinere Bedeutung einer Befreiung (von Pflichten und dergl.) erlangt hat. Vielleicht h\u00e4ngt damit auch <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8<\/span> (aram. u. arab. = Unges\u00e4uertes, frei von Sauerteig) zusammen.<a href=\"#fnref546\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn547\"><p>F\u00fcr das Wort <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span> geben Tosefta, Jeruschalmi und Babli drei verschiedene Erkl\u00e4rungen. Nach der einen bezeichnet es den Nachtisch, mag dieser nun aus Fr\u00fcchten (wie Datteln, N\u00fcsse, ger\u00f6stete K\u00f6rner) oder aus allerhand Zuckerwerk (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e0\u05d9 \u05de\u05ea\u05d9\u05e7\u05d4<\/span>) oder auch aus anderen Leckerbissen wie Tr\u00fcffeln und Tauben (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e8\u05d3\u05d9\u05dc\u05d9 \u05d5\u05d2\u05d5\u05d6\u05dc\u05d9\u05d0<\/span>) bestehen ; nach der zweiten versteht man darunter musikalische Darbietungen (<span dir=\"rtl\">\u05de\u05d9\u05e0\u05d9 \u05d6\u05de\u05e8<\/span>), nach der dritten den Einbruch in eine andere Tischgesellschaft (<span dir=\"rtl\">\u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05e2\u05e7\u05e8\u05d5 \u05de\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4 \u05dc\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4<\/span>). Die zuletzt angef\u00fchrte Erkl\u00e4rung wird im Babli von Rab mitgeteilt, im Jeruschalmi aber an diesem Orte gar nicht erw\u00e4hnt, an anderer Stelle dagegen (oben zu M. 4) anonym und unbestritten angef\u00fchrt (<span dir=\"rtl\">\u05d8\u05d9\u05e4\u05e9 \u05de\u05d4 \u05d4\u05d5\u05d0 \u05d0\u05d5\u05de\u05e8 \u05de\u05d4 \u05d6\u05d0\u05ea \u05d0\u05e3 \u05d0\u05ea \u05dc\u05de\u05d3\u05d5 \u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05e9\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05d4\u05e8 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05d5\u05df \u05e9\u05dc\u05d0 \u05d9\u05d4\u05d0 \u05e2\u05d5\u05de\u05d3 \u05de\u05d7\u05db\u05d5\u05e8\u05d4 \u05d6\u05d5 \u05d5\u05d9\u05db\u05e0\u05e1 \u05dc\u05d7\u05d1\u05d5\u05e8\u05d4 \u05d0\u05d7\u05e8\u05ea <\/span>). Das Wort ist offenbar dem Griechischen (\u1f10\u03c0\u03af\u03f0\u03c9\u03bc\u03bf\u03bd) entlehnt und bezeichnet in seiner Heimat alles, was zum Trinkgelage (\u03f0\u1ff6\u03bc\u03bf\u03c2) geh\u00f6rt; insbesondere versteht man unter \u1f10\u03c0\u03b9\u03f0\u03c9\u03bc\u03ac\u03b6\u03b5\u03b9\u03bd das st\u00fcrmische Eindringen der Zechgenossen in eine fremde Gesellschaft, um bei dieser das unterbrochene Gelage fortzusetzen. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dass Epikomon hier im weitern Sinne gemeint ist und das ganze mit dem Nachtisch beginnende, von Musik begleitete und meist in w\u00fcstem Unfug endigende Trinkgelage umfasst, so dass alle drei Erkl\u00e4rungen richtig sind, wenn auch die von Rab dem griechischen Sprachgebrauch am besten gerecht wird. Durch die gl\u00fcckliche Wahl des fremden Ausdrucks wird das Verbot am Anfang dieser und am Ende voriger Mischna in ein so helles Licht ger\u00fcckt, dass es sich von selbst versteht und zu seiner Begr\u00fcndung keines weitern Wortes bedarf. Man verp\u00f6nte den Genuss des Weines zwischen dem dritten und dem vierten Becher, weil man die Trunkenheit f\u00fcrchtete, den schlimmen Rausch mit seinem h\u00e4sslichen Gefolge von gemeinem Scherz und grober Ausschreitung, von rohem \u00dcbermut und z\u00fcgellosem Laster. Man verp\u00f6nte selbst den harmlosen Nachtisch nach dem Pesachmahle, weil im Hintergrunde schon das widerliche Zerrbild grinste, in welches oft genug das feierlichste Trinkgelage zu entarten pflegte. Es ist das Fest der Freiheit, das gefeiert wird. Freiheit ist aber nicht Ungebundenheit. Im Gegenteil! <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e8\u05d5\u05ea \u05e2\u05dc \u05d4\u05dc\u05d5\u05d7\u05d5\u05ea<\/span> (Abot Anh. 2): die Freiheit spriesset aus den Tafeln des Gesetzes. Wahrhaft frei ist nur wer willig sich dem g\u00f6ttlichen Gesetze unterordnet, auch der schwersten Forderung der Sittlichkeit sich freudig unterwirft. Unser Vater hat uns nicht aus schn\u00f6dem Joch erl\u00f6st, damit wir in noch schm\u00e4hlichere Dienstbarkeit versinken; er hat aus Egypten uns gef\u00fchrt, damit wir seine Knechte werden (3. B. M. 25, 55), und nicht Sklaven unserer Leidenschaften. So erkl\u00e4rt sich auch die oben angef\u00fchrte Jeruschalmistelle auf die einfachste Weise. Wenn das einf\u00e4ltige Kind, so heisst es dort, die Frage an dich richtet: was bedeutet dies? \u2014 so lehre es die Vorschriften des Pesach, dass man das Opfermahl nicht mit einem Epikomon beschliessen soll. Wieviel Scharfsinn ist nicht schon an die Erkl\u00e4rung dieser sonderbaren Antwort verschwendet worden [die sich \u00fcbrigens auch in unserer Haggada und in der Mechilta (zu 2. B. M. 13, 14) findet, nur dass sie hier auf die Frage des verst\u00e4ndigen Kindes erfolgt, was auch vermutlich das Richtige ist, da auf <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05d6\u05d0\u05ea<\/span> im Pentateuch selbst die nach Jeruschalmi dem <span dir=\"rtl\">\u05d7\u05db\u05dd<\/span> zu gebende Antwort erteilt wird: <span dir=\"rtl\"> \u05d1\u05d7\u05d6\u05e7 \u05d9\u05d3 \u05d4\u05d5\u05e6\u05d9\u05d0\u05e0\u05d5 \u05d4\u05f3 \u05de\u05de\u05e6\u05e8\u05d9\u05dd \u05de\u05d1\u05d9\u05ea \u05e2\u05d1\u05d3\u05d9\u05dd<\/span>]! Eine auf den ersten Blick sehr einleuchtende L\u00f6sung, die den Knoten einfach durchhaut, um dann die Enden durch das W\u00f6rtchen <span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d3<\/span> wieder zu verkn\u00fcpfen, teilt M. Friedmann in seiner Mechilta-Ausgabe mit (S. 22b Anm. 23). Durch diese Operation erh\u00e4lt der Satz den folgenden Sinn: Wenn dich dein Kind fragt, so lehre es alle Vorschriften des Pesach bis <span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05d7\u05e8 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span>, d.&nbsp;i. bis zur letzten Halacha unseres Traktats. Allein, abgesehen von der Gewaltsamkeit des Verfahrens, ist diese Halacha keineswegs die letzte, es folgen ihr vielmehr noch drei allerletzte (<span dir=\"rtl\">\u05d1\u05e8\u05da \u05d1\u05e8\u05db\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 ,\u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05d7\u05e8 \u05d7\u05e6\u05d5\u05ea ,\u05d9\u05e9\u05e0\u05d5 \u05de\u05e7\u05e6\u05ea\u05df<\/span>). Ferner stimmt diese L\u00f6sung nicht zu der Darstellung im Jeruschalmi, wo die Frage nicht <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05d4\u05e2\u05d3\u05d5\u05ea \u05d5\u05d4\u05d7\u05e7\u05d9\u05dd \u05d5\u05d4\u05de\u05e9\u05e4\u05d8\u05d9\u05dd<\/span> lautet, sondern <span dir=\"rtl\">\u05de\u05d4 \u05d6\u05d0\u05ea<\/span>, was sich nur auf Sinn, Zweck oder Bedeutung, niemals aber auf den Inhalt der Gesetze beziehen kann. \u00dcberdies gibt unsere Haggada in der Hauptsache dieselbe Antwort (<span dir=\"rtl\">\u05d5\u05d0\u05e3 \u05d0\u05ea\u05d4 \u05d0\u05de\u05d5\u05e8 \u05dc\u05d5 \u05db\u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05d7\u05e8 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span>), und hier ist die Lesart so gut bezeugt, dass an ihrer Richtigkeit f\u00fcglich nicht gezweifelt werden kann. Vollends aber muss dieser Erkl\u00e4rungsversuch an dem Wortlaut in der Mechilta (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05e3 \u05d0\u05ea\u05d4 \u05e4\u05ea\u05d7 \u05dc\u05d5 \u05d1\u05d4\u05dc\u05db\u05d5\u05ea \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05d9\u05df \u05de\u05e4\u05d8\u05d9\u05e8\u05d9\u05df \u05d0\u05d7\u05e8 \u05d4\u05e4\u05e1\u05d7 \u05d0\u05e4\u05d9\u05e7\u05d5\u05de\u05df<\/span>) scheitern, denn man kann den Begriff <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d7<\/span> (er\u00f6ffnen, beginnen) unm\u00f6glich auf eine Unterweisung \u00fcber den ganzen Inhalt eines Traktats anwenden; vielmehr ist <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05ea\u05d9\u05d7\u05d4<\/span> ein Kunstausdruck f\u00fcr das Textwort, das einen Vortrag einleitet. Wenn daher empfohlen wird, f\u00fcr die Behandlung der Frage nach Zweck und Ziel all der zahlreichen, von der Religion uns auferlegten Pflichten (in der Mechilta bezieht sich ebenso wie in der Haggada die Frage des Kindes laut 5. B. M. 6, 20 auf s\u00e4mmtliche Gesetze der Tora und nicht bloss auf die Vorschriften \u00fcber Pesach und Erstgeburt) das Verbot des Epikomon zum Ausgangspunkt zu w\u00e4hlen, so kann das nur den Sinn haben, dass diese Halacha homiletisch als eine passende Einleitung verwertet werde, von der schon ein helles Schlaglicht auf den eigentlichen Gegenstand der Er\u00f6rterung f\u00e4llt. Einen Fingerzeig zur L\u00f6sung dieser Aufgabe finden wir in dem Worte Rab\u2019s: Die Gesetze sind nur gegeben worden, um die Menschen durch sie zu l\u00e4utern und zu festigen (<span dir=\"rtl\">\u05dc\u05d0 \u05e0\u05ea\u05e0\u05d5 \u05d4\u05de\u05e6\u05d5\u05d5\u05ea \u05d0\u05dc\u05d0 \u05dc\u05e6\u05e8\u05e3 \u05d1\u05d4\u05df \u05d0\u05ea \u05d4\u05d1\u05e8\u05d9\u05d5\u05ea<\/span> \u2014 B\u2019r\u00easch\u00eet Rabba Absch. 44, Anf. \u2014 <span dir=\"rtl\">\u05e6\u05e8\u05e3<\/span> heisst sowohl l\u00e4utern als h\u00e4rten). Hier ist die erzieherische Bedeutung der g\u00f6ttlichen Gebote und Verbote mit klaren Worten ausgesprochen. Die einen sollen uns von unlautern Begierden reinigen, die andern in der Bet\u00e4tigung des Guten st\u00e4rken, beide unsere Widerstandskraft gegen jede Art von Verf\u00fchrung st\u00e4hlen. Die Entwickelung dieses grossen Gedankens aus dem tiefern Sinne unserer Halacha ergibt sich nach dem oben Dargelegten fast von selbst. Das Epikomon ist am Pesachabend untersagt, weil es mit dem Charakter des Erl\u00f6sungsfestes in Widerspruch steht, denn die gr\u00f6sste Feindin wahrer Freiheit ist die Z\u00fcgellosigkeit. Wie schwer ist es jedoch, stets Maass zu halten im Genuss, und wie leicht, die Herrschaft zu verlieren \u00fcber sich, wenn die Versuchung in ber\u00fcckender Gestalt uns naht, die S\u00fcnde mit verf\u00fchrerischer Stimme lockt. Darum hat in seinem heiligen Gesetze der Allg\u00fctige so viele Schranken aufgerichtet, so viele \u00dcbungen uns auferlegt, damit wir schon in fr\u00fcher Jugend lernen, unsern Willen dem Gebote Gottes unterordnen, im zarten Kindesalter uns gew\u00f6hnen zu entsagen, wo die Erf\u00fcllung nicht im Einklang w\u00e4re mit der Forderung der Sittlichkeit. Der h\u00f6chste Adel, den uns Gott verliehen, ist unsere sittliche Freiheit; die h\u00f6chste Herrscherw\u00fcrde, die wir erlangen k\u00f6nnen, ist die Selbstbeherrschung. Zum Schutze dieser heiligsten G\u00fcter ist uns \u201edas Gesetz\u201c gegeben, ein zuverl\u00e4ssiger F\u00fchrer durch die Wirrnisse des Lebens, dass wir des Weges nicht verfehlen, der zu Gott emporf\u00fchrt. <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e4\u05d9\u05db\u05da \u05d4\u05e8\u05d1\u05d4 \u05dc\u05d4\u05dd \u05ea\u05d5\u05e8\u05d4 \u05d5\u05de\u05e6\u05d5\u05d5\u05ea \u05e8\u05e6\u05d4 \u05d4\u05e7\u05d3\u05d5\u05e9 \u05d1\u05e8\u05d5\u05da \u05d4\u05d5\u05d0 \u05dc\u05d6\u05db\u05d5\u05ea \u05d0\u05ea \u05d9\u05e9\u05e8\u05d0\u05dc<\/span> (Makkot III 16). Im Grunde ist das die Antwort, die die Tora selbst (5. B. M. 6, 24\u201425) auf die Frage nach der Bedeutung ihrer Zeugnisse, Gesetze und Vorschriften gibt; <span dir=\"rtl\">\u05dc\u05e2\u05e9\u05d5\u05ea \u05d0\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05de\u05e6\u05d5\u05d4 \u05d4\u05d6\u05d0\u05ea \u05dc\u05e4\u05d2\u05d9 \u05d4\u05f3 \u05d0\u05dc\u05e7\u05d9\u05d2\u05d5 \u05db\u05d0\u05e9\u05e8 \u05e6\u05d5\u05d2\u05d5 \u05d4\u05f3 \u05d0\u05dc\u05e7\u05d9\u05d2\u05d5 \u05dc\u05d8\u05d5\u05d1 \u05dc\u05d2\u05d5 \u05db\u05dc \u05d4\u05d9\u05de\u05d9\u05dd \u05dc\u05d7\u05d9\u05d5\u05ea\u05e0\u05d5 \u05db\u05d9\u05d5\u05dd \u05d4\u05d6\u05d4 \u05d5\u05e6\u05d3\u05e7\u05d4 \u05ea\u05d4\u05d9\u05d4 \u05dc\u05d2\u05d5 \u05db\u05d9 \u05e0\u05e9\u05de\u05e8 \u05d5\u05d9\u05e6\u05d5\u05d2\u05d5 \u05d4\u05f3 \u05dc\u05e2\u05e9\u05d5\u05ea \u05d0\u05ea \u05db\u05dc \u05d4\u05d7\u05e7\u05d9\u05dd \u05d4\u05d0\u05dc\u05d4 \u05dc\u05d9\u05e8\u05d0\u05d4 \u05d0\u05ea<\/span>. Vgl. auch meinen Vortrag \u201eDer Sederabend\u201c (Berlin 1904, M. Poppelauer) S. 42\u201444.<a href=\"#fnref547\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn548\"><p>Alles \u201eHeilige\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05e7\u05d3\u05e9<\/span>) darf nur solange gegessen werden, als es gegen Verunreinigung gesichert ist. War es eine kurze Zeit weder in Verwahrung noch unter Aufsicht, so ist es durch die blosse Tatsache, dass es der Aufmerksamkeit entr\u00fcckt war (<span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05e1\u05d7 \u05d4\u05d3\u05e2\u05ea<\/span>, oder <span dir=\"rtl\">\u05d4\u05d9\u05e1\u05e2 \u05d4\u05e8\u05e2\u05ea<\/span>), unbrauchbar geworden (s. Jeruschalmi K. I g. Ende). Wenn daher nur ein Teil der Tischgenossen eingeschlummert war, so darf das Pesach noch gegessen werden, solange es von den \u00fcbrigen im Auge behalten wurde; waren aber alle eingeschlummert, so ist es dadurch, dass es einen Augenblick unbewacht geblieben, untauglich geworden [<span dir=\"rtl\"> \u05e0\u05d8\u05d9\u05ea\u05d9 \u05de\u05e4\u05d9\u05e8\u05d5\u05e9 \u05e8\u05e9\u05d1\u05f4\u05dd \u05d5\u05e8\u05e2\u05f4\u05d1 \u05e9\u05db\u05ea\u05d1\u05d5 \u05d4\u05d8\u05e2\u05dd \u05de\u05e4\u05e0\u05d9 \u05e9\u05e0\u05e8\u05d0\u05d4 \u05db\u05d0\u05d5\u05db\u05dc \u05e4\u05e1\u05d7\u05d5 \u05d1\u05e9\u05e0\u05d9 \u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5\u05ea \u05d5\u05d4\u05d5\u05d0 \u05d3\u05d5\u05d7\u05e7 \u05d2\u05d3\u05d5\u05dc \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e1\u05d9\u05de\u05df \u05d4\u05d1\u05d0<\/span>].<a href=\"#fnref548\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn549\"><p>Nur wenn die ganze Gesellschaft in tiefen Schlaf gesunken war, darf sie nach dem Erwachen nicht mehr vom Opferfleische essen; war jedoch auch nur ein Einziger in wenigstens halbwachem Zustand geblieben, so hat das Pesach unter gen\u00fcgender Aufsicht gestanden [<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e8\u05de\u05d1\u05f4\u05dd \u05d5\u05e8\u05d0\u05d1\u05f4\u05d3 \u05e1\u05d5\u05e3 \u05d4\u05dc\u05f3 \u05d7\u05de\u05e5 \u05d5\u05de\u05e6\u05d4. \u05d5\u05e8\u05e9\u05d1\u05f4\u05dd \u05e4\u05d9\u05e8\u05e9 \u05d0\u05d9\u05e4\u05db\u05d0 \u05d3\u05e8\u05d1\u05d9 \u05d9\u05d5\u05e1\u05d9 \u05dc\u05d7\u05d9\u05de\u05d5\u05d0 \u05e9\u05d0\u05e4\u05dc\u05d5 \u05de\u05e7\u05e6\u05ea\u05df \u05e9\u05e0\u05e8\u05d3\u05de\u05d5 \u05dc\u05d0 \u05d9\u05d0\u05db\u05dc\u05d5 \u05d5\u05db\u05df \u05e4\u05d9\u05e8\u05e9 \u05e8\u05e2\u05f4\u05d1 <\/span>].<a href=\"#fnref549\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn550\"><p>\u201eDas Pesach darf nur bis Mitternacht gegessen werden\u201c (Zeba\u1e25im V Ende). Nach R. \u2018Akiba ist diese Beschr\u00e4nkung nur rabbinischen Ursprungs, die Bibel aber gestattet, im Laufe der ganzen Nacht es zu verzehren; um jedoch zu verh\u00fcten, dass aus Nachl\u00e4ssigkeit vom Opferfleische bis zum Morgen \u00fcbrig bleibe, ist die Frist von den Weisen verk\u00fcrzt worden (vgl. Berachot I, 1). Nach R. El\u2018azar b. \u2018Azarja, dessen Ansicht hier zur Geltung kommt, ist diese Beschr\u00e4nkung schon in der Tora begr\u00fcndet; was daher bis Mitternacht nicht verzehrt ist, hat den Charakter des \u201e\u00dcbriggebliebenen\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05e8<\/span>), durch dessen Ber\u00fchrung die H\u00e4nde unrein werden (s. Anm. 78).<a href=\"#fnref550\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn551\"><p><span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d2\u05d5\u05dc<\/span> (3. B. M. 7, 16 u. 19, 7 ist nach der Definition der Mischna (Zeba\u1e25im II 2\u20143 u. Mena\u1e25ot I 3) ein Opfer dann, wenn eine der wesentlichen Opferhandlungen in der ausgesprochenen [<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05e1\u05e4\u05e8\u05d9 \u05e9\u05d5\u05e4\u05d8\u05d9\u05dd \u05d9\u05f4\u05d6 \u05d0\u05f3 \u05d5\u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05e9\u05dd \u05d5\u05ea\u05d5\u05e1\u05f3 \u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e1\u05f4\u05d2 \u05e2\u05f4\u05d0 \u05d3\u05f3\u05f3\u05d4 \u05e8\u05f4\u05de \u05e1\u05d1\u05e8 \u05d5\u05d1\u05d1\u05d0 \u05de\u05e6\u05d9\u05e2\u05d0 \u05de\u05f4\u05d2 \u05e2\u05f4\u05d1 \u05d3\u05f3\u05f3\u05d4 \u05d4\u05d7\u05d5\u05e9\u05d1. \u05d5\u05e2\u05d9\u05d9\u05df \u05ea\u05d5\u05e1\u05f3 \u05d9\u05e8\u05f4\u05d8 \u05d1\u05d1\u05d0 \u05de\u05e6\u05d9\u05e2\u05d0 \u05e4\u05e8\u05e7 \u05d2\u05f3 \u05d4\u05dc\u05db\u05d4 \u05d9\u05f4\u05d1 \u05e9\u05d7\u05dc\u05e7 \u05e2\u05dc \u05e8\u05f3 \u05d0\u05dc\u05d9\u05d4\u05d5 \u05de\u05d6\u05e8\u05d7\u05d9 \u05d5\u05de\u05e9\u05e0\u05d9\u05d4\u05dd \u05e0\u05e2\u05dc\u05de\u05d5 \u05d3\u05d1\u05e8\u05d9 \u05e8\u05e9\u05f4\u05d9 \u05d1\u05e4\u05e1\u05d7\u05d9\u05dd \u05e1\u05f4\u05d2 \u05e2\u05f4\u05d0 \u05d3\u05f4\u05d4 \u05d5\u05d4\u05d1\u05d0 \u05d1\u05de\u05d0\u05d9 \u05e2\u05e1\u05e7\u05d9\u05e0\u05df<\/span>] Absicht ausgef\u00fchrt wurde, einen Teil der \u00fcbrigen Opferhandlungen erst nach abgelaufener Frist vorzunehmen, oder einen Teil des Opfers erst nach abgelaufener Frist zu verzehren. Auch wenn die Absicht nicht zur Tat geworden, darf man von solchem Opfer nichts geniessen.<a href=\"#fnref551\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<li id=\"fn552\"><p>Nach dem Gesetze der Tora k\u00f6nnen Menschen nur durch einen \u201eHerd der Unreinheit\u201c (<span dir=\"rtl\">\u05d0\u05d1 \u05d4\u05d8\u05d5\u05de\u05d0\u05d4<\/span> \u2014 s. Kap. I Anm. 29) hierologisch unrein werden (das. Anm. 26). In diesem Falle verbreitet sich die Unreinheit sofort \u00fcber den ganzen K\u00f6rper. Nach rabbinischer Anordnung werden in gewissen F\u00e4llen, zu denen auch die hier erw\u00e4hnten geh\u00f6ren, die H\u00e4nde und zwar ausschliesslich diese (bis zum Handgelenk) von einer Unreinheit zweiten Grades ergriffen, die sich durch Ber\u00fchrung auf heilige Speisen \u00fcbertr\u00e4gt (ebend.), so dass der mit ihr Behaftete kein Opferfleisch geniessen darf, ehe seine H\u00e4nde im Tauchbade (\u1e24agiga III 2) die Reinheit wieder erlangt haben. Solche Unreinheit haben nun die Rabbinen \u00fcber die mit <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d2\u05d5\u05dc<\/span> in Ber\u00fchrung gekommenen H\u00e4nde verh\u00e4ngt, damit nicht leichtfertige Priester (<span dir=\"rtl\">\u05d7\u05e9\u05d3\u05d9 \u05db\u05d4\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>), nachdem sie die ihnen vom Volke anvertrauten Opfer in b\u00f6ser Absicht und durch b\u00f6se Absicht (s. die vorige Anmerkung) untauglich gemacht haben, noch gr\u00f6ssere Schuld dadurch auf sich laden, dass sie, um sich nicht zu verraten, von diesen Opfern essen. Die Scheu vor Unreinheit war bei den Priestern so gross und so allgemein, dass selbst die gewissenlosesten unter ihnen, die vor keinem Verbrechen zur\u00fcckschreckten, vor einer solchen sich in Acht nahmen (Tosafot 85a s. v. <span dir=\"rtl\">\u05de\u05e9\u05d5\u05dd \u05d7\u05e9\u05d3\u05d9 \u05db\u05d4\u05d5\u05e0\u05d4 <\/span> unter Hinweis auf Joma 23a). Aus \u00e4hnlichem Grunde wurde diese Bestimmung auf <span dir=\"rtl\">\u05e0\u05d5\u05ea\u05e8<\/span> ausgedehnt, dessen Genuss mit derselben harten Strafe (3. B. M. 19, 18) wie <span dir=\"rtl\">\u05e4\u05d2\u05d5\u05dc<\/span> bedroht ist. Wenn auch nicht anzunehmen war, dass irgend ein Priester aus purem \u00dcbermut das Opferfleisch liegen lassen w\u00fcrde, um es erst nach abgelaufener Frist zu verzehren (gewiss ist es wahr, dass \u201egestohlenes Wasser \u2014 um ein biblisches Sprichwort zu gebrauchen \u2014 s\u00fcss schmeckt\u201c; aber ebenso wahr ist es andererseits, dass frische Speisen besser munden als verdorbene), so war doch zu bef\u00fcrchten, dass die Nachl\u00e4ssigen (<span dir=\"rtl\">\u05e2\u05e6\u05dc\u05d9 \u05db\u05d4\u05d5\u05e0\u05d4<\/span>), die alles bis zum letzten Augenblick verschieben, in ihrem Eifer, dass nur ja nichts \u00fcbrig bleibe, die vorgeschriebene Zeitgrenze nicht beachten w\u00fcrden [.<a href=\"#fnref552\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Seraim<\/strong> (Saaten)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-berachot\/\">Berachot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-pea\/\">Peah<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-demaj\/\">Demaj<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-kilajim\/\">Kilajim<\/a> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-schewiit\/\">Schewi&#8217;it<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-terumot\/\">Terumot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaserot\/\">Ma&#8217;aserot<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-maaser-scheni\/\">Ma&#8217;aser Scheni<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-challah\/\">Challah<\/a> <strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-orlah\/\">Orlah <\/a><strong>\u00b7<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-bikkurim\/\">Bikkurim<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Moed<\/strong> (Feste)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-schabbat\/\">Schabbat <\/a>\u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-eruwin\/\">Eruwin<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-pessachim\/\">Pessachim<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-schekalim\/\">Schekalim<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischnah-joma\/\">Joma <\/a>\u00b7 Sukkah \u00b7 Beitzah \u00b7 Rosch haSchanah \u00b7 Taanit \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-megillah\/\">Megillah <\/a>\u00b7 Moed Katan \u00b7 Chagigah<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Naschim<\/strong> (Frauen)<\/p>\n\n\n\n<p>Jewamot\u00b7 Ketubot\u00b7 Nedarim\u00b7 Nasir\u00b7 Sotah\u00b7 Gittin\u00b7 Kidduschin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-2 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-ordnung-nesikin-und-ihre-traktate\/\" data-type=\"post\" data-id=\"10222\"><strong>Nezikin<\/strong> <\/a>(Sch\u00e4den)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-bawa-kamma\/\">Bawa Kamma<\/a> \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah-bawa-metzia\/\">Bawa Metzia<\/a> \u00b7 Bawa Batra \u00b7 Sanhedrin \u00b7 Makkot \u00b7 Schewu\u2019ot \u00b7 Edujot \u00b7 Awodah Zarah \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/mischnah-awot\/\">Awot <\/a>\u00b7 Horajot<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Kodaschim<\/strong> (Heiliges)<\/p>\n\n\n\n<p>Sevachim \u00b7 Menachot \u00b7 Chullin \u00b7 Bechorot \u00b7 Arachin \u00b7 Temurah \u00b7 Keritot \u00b7 Meilah \u00b7 Tamid \u00b7 Middot \u00b7 Kinnim<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Toharot<\/strong> (Reinigungen)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/kelim\/\">Kelim <\/a>\u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/oholot\/\">Oholot<\/a> \u00b7 Negaim \u00b7 Parah \u00b7 Tahorot \u00b7 <a href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/die-mischnah\/die-mischna-mikwaot\/\">Mikwaot<\/a> \u00b7 Niddah \u00b7 Machschirin \u00b7 Zawim \u00b7 Tewul Jom \u00b7 Jadajim \u00b7 Oktzin<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mischnah, Traktat Pessachim in deutscher \u00dcbersetzung mit 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