{"id":10651,"date":"2026-10-18T23:46:29","date_gmt":"2026-10-18T21:46:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10651"},"modified":"2026-10-18T23:48:09","modified_gmt":"2026-10-18T21:48:09","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-8\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 8"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><p>Die Grundbedeutung des Wortes \u05de\u05e7\u05d5\u05dd (maq\u00f3m, Ort, St\u00e4tte) ist die eines besonderen oder gemeinsamen Raumes<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup>. Der Sprachgebrauch hat dann die Bedeutung des Wortes erweitert und es zur Bezeichnung des Grades und des Ranges eines Menschen gemacht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn2\" id=\"fnref2\">[2]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich zur Bezeichnung seiner Vollkommenheit in irgendeiner Hinsicht, so da\u00df man sagt, B steht in irgend einer Hinsicht an der Stelle von A. Du wei\u00dft, da\u00df die Sprachkundigen es oft in diesem Sinne gebrauchen, z. B. wenn sie sagen: \u201eJemand f\u00fcllt in Hinsicht auf Weisheit und Gottesfurcht die Stelle (\u05de\u05e7\u05d5\u05dd, maq\u00f3m) seiner Vorfahren aus\u201c, oder \u201edie Diskussion bleibt an ihrer Stelle (\u05d1\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d4, bim\u2019qom\u00e1h) stehen\u201c, n\u00e4mlich auf ihrem Stande, ihrer Stufe. Und in dieser Art der \u00fcbertragenen Bedeutungen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn3\" id=\"fnref3\">[3]<\/a><\/sup> ist auch der Satz gemeint: \u201eGelobt sei die Herrlichkeit des Herrn an seiner St\u00e4tte!\u201c (\u05de\u05de\u05e7\u05d5\u05de\u05d5, mim\u2019qom\u00f3) (Jechezq\u2019el 3, 12), n\u00e4mlich gem\u00e4\u00df seiner Hoheit und seines Ranges im Seienden<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn4\" id=\"fnref4\">[4]<\/a><\/sup>. Und so ist es \u00fcberall, wo das Wort maq\u00f3m von Gott gebraucht wird. Es bedeutet in Wahrheit \u00fcberall die Stufe des g\u00f6ttlichen Daseins, dem nichts beigeordnet oder \u00e4hnlich ist, wie sp\u00e4ter gezeigt werden soll<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn5\" id=\"fnref5\">[5]<\/a><\/sup>. Wisse auch, da\u00df es uns bei der Erkl\u00e4rung der homonymen Bedeutung jedes Wortes, dessen mehrfache Bedeutung wir in diesem Buche anf\u00fchren, nicht blo\u00df darum zu tun ist, auf das, was wir in dem Kapitel erw\u00e4hnen, aufmerksam zu machen; vielmehr wollen wir eine Pforte \u00f6ffnen und dich auf jene Bedeutungen des betreffenden Wortes aufmerksam machen, die unserem Zwecke f\u00f6rderlich sind, jedoch nicht nach der Bedeutung, welche ihm derjenige Sprachkundige beilegt, der in irgend einer Sprache redet<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn6\" id=\"fnref6\">[6]<\/a><\/sup>. Vielmehr m\u00f6gest du den B\u00fcchern der Prophetie und anderen von den Gelehrten verfa\u00dften B\u00fcchern deine Aufmerksamkeit zuwenden und alle Worte verstehen, deren sie sich darin bedienen; dann wirst du das homonyme Wort in derjenigen Bedeutung verstehen, welche dem betreffenden Ausspruch angemessen ist. Dieses Wort ist dann der Schl\u00fcssel zu diesem und zu anderen Ausspr\u00fcchen. Als Beispiel f\u00fcr das Gesagte diene, was wir soeben \u00fcber die Bedeutung des Wortes \u05de\u05e7\u05d5\u05dd in dem Satze: \u201eGelobt sei die Herrlichkeit des Herrn an seiner St\u00e4tte\u201c erkl\u00e4rt haben. Du wirst erkennen, da\u00df dieselbe Bedeutung des Wortes, n\u00e4mlich Majest\u00e4t und Hoheit, auch in dem Satze: Hier ist ein Ort (\u05de\u05e7\u05d5\u05dd, maq\u00f3m) bei mir\u201c (Exod. 33, 21) vorliegt. Hier bedeutet es eine hohe Stufe wissenschaftlicher Forschung und geistigen Schauens, nicht aber des Schauens mit dem Auge, wobei zugleich auf jene Stelle des Berges hingedeutet ist, wo f\u00fcr Mose Zur\u00fcckgezogenheit und Erkenntnis der Vollkommenheit zu erreichen war<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn7\" id=\"fnref7\">[7]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<hr>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>\u1f34\u03b4\u03b9\u03bf\u03c2 u. \u03ba\u03bf\u03b9\u03bd\u03cc\u03c2. Vgl. Arist. Phys. IV, 2. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\"><p>Des Grades in relativem, des Ranges im absoluten Sinne. <a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich in der absoluten Bedeutung, weil Gott mit nichts vergleichbar ist, wie weiter unten ausdr\u00fccklich hervorgehoben wird. <a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 56. <a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\"><p>Nach MUNK Guide I, S. 52, Anm. 2. <a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. hat hier die hebr\u00e4ischen Grammatiker Saadia, Menachem ben Zaruq und Jona Ibn Gannach im Auge, bei denen die im vorliegenden Buche angef\u00fchrten W\u00f6rter mit allen ihren Bedeutungen angef\u00fchrt werden. Er selbst, will er sagen, habe kein Interesse daran, alle diese Bedeutungen anzuf\u00fchren, er beschr\u00e4nke sich also auf diejenigen, die man philosophisch anwenden k\u00f6nne. <a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\"><p>Die zuletzt angef\u00fchrte Stelle geh\u00f6rt zur Antwort Gottes auf die von Mose gestellte Bitte: \u201eLa\u00df mich deine Herrlichkeit schauen!\u201c, deren Bedeutung im Kap. 54 er\u00f6rtert wird. Hier wird nur angedeutet, da\u00df in dieser Bitte nichts auf eine k\u00f6rperliche Vorstellung von Gott schlie\u00dfen l\u00e4\u00dft. Hingegen l\u00e4\u00dft der Verf. auch die M\u00f6glichkeit offen, da\u00df an dieser Stelle die w\u00f6rtliche Auffassung des Wortes maqom zul\u00e4ssig sei. <a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 8 in der deutschen \u00dcbersetzung von Dr. Adolf Wei\u00df<\/p>\n","protected":false},"author":64,"featured_media":4110,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[210,262],"tags":[117],"class_list":["post-10651","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-creative-commons","category-fuehrer-der-unschluessigen","tag-creative-commons"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/more_newuchim_klein.png?fit=178%2C160&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10651"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10651\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10652,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10651\/revisions\/10652"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}