{"id":10671,"date":"2026-10-19T22:31:30","date_gmt":"2026-10-19T20:31:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10671"},"modified":"2026-10-19T22:49:44","modified_gmt":"2026-10-19T20:49:44","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-15\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 15"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><p>Obgleich \u05e0\u05e6\u05d1 (nazabh, stellen) und \u05d9\u05e6\u05d1 (jazabh, stellen) zwei verschiedene Wurzeln sind, ist ihre Bedeutung, wie du wei\u00dft, in allen ihren Konjugationsformen dennoch eine und dieselbe. Diese ist aber homonym. Manchmal ist es die des Aufrichtens und Aufstellens, z. B. \u201eSeine Schwester stellte sich (\u05d5\u05ea\u05ea\u05e6\u05d1, wattetazz\u00e1bh) von weitem\u201c (Exod. 2, 4); \u201eEs stellen sich auf (\u05d9\u05ea\u05d9\u05e6\u05d1\u05d5, jitjazbh\u00fa) die K\u00f6nige der Erde\u201c (Ps. 2, 2); \u201eSie gingen hinaus und stellten sich\u201c (\u05e0\u05e6\u05d1\u05d9\u05dd, nizzabhim) (Num. 15, 26), manchmal die des Fortbestandes und der Fortdauer, z. B. \u201eDein Wort bleibt bestehen (\u05e0\u05e6\u05d1, nizzabh) im Himmel\u201c (Ps. 119, 69), n\u00e4mlich es ist bleibend und feststehend. So oft nun dieses Wort in Beziehung auf Gott vorkommt, hat es diese Bedeutung. \u201eSiehe, der Herr stand (\u05e0\u05e6\u05d1, nizzabh) \u00fcber ihr\u201c (Gen. 28, 13), n\u00e4mlich er bleibt dauernd \u00fcber ihr bestehen, und zwar \u00fcber der Leiter, von der das erste Ende im Himmel, das letzte auf der Erde ist, und auf der jeder, der es will, emporsteigen kann, um den zu erreichen, der notwendig \u00fcber ihr ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup>, weil er \u00fcber der Spitze der Leiter dauernd verbleibt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn2\" id=\"fnref2\">[2]<\/a><\/sup>. Es versteht sich jedoch von selbst, da\u00df mein Ausspruch \u201eer bleibt \u00fcber ihr\u201c nur dem beigebrachten Gleichnis gem\u00e4\u00df zu verstehen ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn3\" id=\"fnref3\">[3]<\/a><\/sup>. Die \u201eEngel Gottes, die aufsteigen\u201c, sind die Propheten, die ausdr\u00fccklich \u201eEngel\u201c genannt werden, z. B. \u201eEr sandte einen Engel\u201c (Num. 20, 15); \u201eEin Engel des Herrn kam von Gilgal zu den Weinenden hinauf\u201c (Richter 2, 1). Wie treffend aber ist der Satz: \u201eSie stiegen an ihr auf und ab\u201c (Gen. 28, 13). Das Aufsteigen geht dem Absteigen voran. Denn nach dem Aufsteigen und der Erreichung der bekannten<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn4\" id=\"fnref4\">[4]<\/a><\/sup> Stufen der Leiter geschieht das Absteigen mit dem, was sie von der Regierung und Unterweisung der Menschen auf der Erde gelernt haben<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn5\" id=\"fnref5\">[5]<\/a><\/sup>. Deshalb wird es, wie wir erkl\u00e4rt haben<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn6\" id=\"fnref6\">[6]<\/a><\/sup>, ein Absteigen genannt.<\/p>\n<p>Ich kehre nun zu unserem Gegenstande zur\u00fcck, und sage nochmals, da\u00df \u05e0\u05e6\u05d1 \u05e2\u05dc\u05d9\u05d5 (nizzabh alaw, er stand \u00fcber ihr) das dauernde und bleibende Beharren, nicht aber ein k\u00f6rperliches Aufstellen bedeutet, und denselben Sinn hat auch der Satz: \u201eBleibe (\u05d5\u05e0\u05e6\u05d1\u05ea w\u2018nizzabht\u00e1) auf dem Felsen stehen!\u201c (Exod. 33, 21). Es ist bereits klar, da\u00df naz\u00e1bh und am\u00e1d in diesem Zusammenhange die n\u00e4mliche Bedeutung haben, nachdem die H. Schrift schon an einer fr\u00fcheren Stelle gesagt hat: \u201eSiehe, ich stehe (\u05e2\u05de\u05d3 om\u00e9d) dort am Horeb vor dir auf dem Fels\u201c (Exod. 17, 6)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn7\" id=\"fnref7\">[7]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<hr>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>Jeder kann, meint der Verf., die h\u00f6chste Vollkommenheit erreichen, und der Weg, der dahin f\u00fchrt, ist der, durch das Seiende und dessen weise Einrichtung zur Erkenntnis des notwendig Existierenden, d. i. Gottes, zu gelangen. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\"><p>Die Spitze der Leiter ist nach dem Verf. die von Gott in Bewegung gesetzte oberste Sph\u00e4re. S. unten Kap. 70. <a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. will sich dagegen verwahren, als h\u00e4tte er mit diesem Ausdrucke Gott auf einen bestimmten Raum beschr\u00e4nken wollen. <a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\"><p>D. h., nicht jeder kann bis zur h\u00f6chsten Stufe gelangen. Von den Stufen der Prophetie spricht der Verf. im II. T., Kap. 45. <a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\"><p>Die Prophetie hat zu ihrem Inhalte die Regierung und Unterweisung der Menschen. Die theoretische Besch\u00e4ftigung damit ist ein Aufsteigen, die praktische Aus\u00fcbung ein Absteigen. <a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\"><p>S. oben Kap. 10, S. 48 f. <a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\"><p>Im 8. Kapitel hat der Verf. bei der Erkl\u00e4rung dieses Satzes die k\u00f6rperliche Auffassung f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt. Da aber das Wort nazabh amphibolisch ist, so ist bei dieser Stelle auch die Erkl\u00e4rung des Beharrens und Bleibens gerechtfertigt. Jedenfalls deutet der Verf. hier an, da\u00df er einen Unterschied darin erblickt, ob das Wort von Gott, oder ob es von Mose ausgesagt wird. Im ersteren Falle bedeutet es das Eindringen des g\u00f6ttlichen Geistes in Mose, im letzteren das Betrachten Gottes durch Mose. <a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":64,"featured_media":4110,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[262,313],"tags":[],"class_list":["post-10671","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrer-der-unschluessigen","category-unkategorisiert-de"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/more_newuchim_klein.png?fit=178%2C160&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10671"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10671\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10691,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10671\/revisions\/10691"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}