{"id":10719,"date":"2026-10-21T00:25:22","date_gmt":"2026-10-20T22:25:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10719"},"modified":"2026-10-21T00:25:26","modified_gmt":"2026-10-20T22:25:26","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-21\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 21"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><p>Die urspr\u00fcngliche Bedeutung des Wortes \u05e2\u05d1\u05e8 (abhar, vor\u00fcbergehen) ist die der \u00dcbertragung eines K\u00f6rpers im Raume, und seine vornehmlichste Hauptbedeutung<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup> die Bewegung eines Lebewesens nach irgendeiner Dimension in gerader Linie<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn2\" id=\"fnref2\">[2]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eEr ging (\u05e2\u05d1\u05e8, obher) vor ihnen her\u201c (Gen. 33, 3); \u201eZiehe (\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8, abh\u00f3r) vor dem Volke einher\u201c (Ex. 17, 5) und viele andere Stellen. Dann wurde es auf die Fortpflanzung des Schalles im Luftraume \u00fcbertragen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn3\" id=\"fnref3\">[3]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eSie lie\u00dfen eine Kundmachung ergehen (\u05d5\u05d9\u05e2\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5, waja\u2019bhir\u00fa) im Lager\u201c (Exod. 37, 6); \u201eIch h\u00f6re, da\u00df man im Volke des Herrn die Kunde verbreitet\u201c (\u05de\u05e2\u05d1\u05d9\u05e8\u05d9\u05dd, ma\u2019bhirim) (I. Sam. 2, 24). Dann wird es auch in \u00fcbertragener Bedeutung auf das Erscheinen des Lichtes oder der Sch\u2019khina angewandt, welche die Propheten in ihren Visionen sehen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn4\" id=\"fnref4\">[4]<\/a><\/sup>. Wenn die H. Schrift sagt: \u201eEin rauchender Ofen und eine Feuerfackel gingen (\u05e2\u05d1\u05e8\u05d5, abh\u2019r\u00fa) zwischen diesen St\u00fccken vor\u00fcber\u201c (Gen. 15, 17), so gilt dies von der prophetischen Vision, da im Anfange der Erz\u00e4hlung berichtet wurde, da\u00df \u201eein tiefer Schlaf Abram befiel\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn5\" id=\"fnref5\">[5]<\/a><\/sup> (ibid. 12). Und dieser \u00fcbertragenen Bedeutung gem\u00e4\u00df wird gesagt: \u201eIch werde das Land \u00c4gypten durchziehen (\u05d5\u05e2\u05d1\u05e8\u05ea\u05d9, w\u2019abharti\u201c) (Exod. 12, 12)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn6\" id=\"fnref6\">[6]<\/a><\/sup> und andere Stellen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn7\" id=\"fnref7\">[7]<\/a><\/sup>, die dieser \u00e4hnlich sind. Ferner wird es auch auf alles \u00fcbertragen, was jemand im \u00dcberma\u00df oder mit \u00dcberschreitung der zul\u00e4ssigen Grenze tut, z. B. \u201eWie ein Mann, den der Wein \u00fcberw\u00e4ltigt (\u05e2\u05d1\u05e8\u05d5, abhar\u00f3) hat\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn8\" id=\"fnref8\">[8]<\/a><\/sup> (Jes. 23, 9). Ferner wird es in \u00fcbertragenem Sinne von jemand gebraucht, der irgend eine Absicht verfehlt hat und nun eine andere Absicht und ein anderes Ziel verfolgt, z. B. \u201eEr scho\u00df den Pfeil ab, um ihn (den Knaben) \u00fcber seine Absicht zu t\u00e4uschen (\u05dc\u05d4\u05e2\u05d1\u05d9\u05e8\u05d5, l\u2019ha\u2019bhir\u00f3) (I. Sam. 20, 36)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn9\" id=\"fnref9\">[9]<\/a><\/sup>. Und diese \u00fcbertragene Bedeutung hat meiner Ansicht nach der Ausspruch: \u201eDer Herr ging (\u05d5\u05d9\u05e2\u05d1\u05d5\u05e8, wajja\u2019bhor) vor\u00fcber vor seinem Angesicht\u201c (Exod. 34, 6), so da\u00df das Pronomen in \u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 (panaw, seinem Angesichte) auf Gott zu beziehen ist, wie es auch unsere Rabbiner erkl\u00e4ren<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn10\" id=\"fnref10\">[10]<\/a><\/sup>. Sie haben dies allerdings nur in einer Reihe agadischer Ausspr\u00fcche erw\u00e4hnt, die hier anzuf\u00fchren nicht die richtige Stelle ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn11\" id=\"fnref11\">[11]<\/a><\/sup>; dennoch aber ist ihr Ausspruch eine teilweise Bekr\u00e4ftigung unserer Ansicht, da\u00df das Pronomen in \u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 (pan\u00e1w, sein Angesicht) sich auf Gott bezieht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn12\" id=\"fnref12\">[12]<\/a><\/sup>. Nach meinem Daf\u00fcrhalten ist die Stelle so zu erkl\u00e4ren: Mose w\u00fcnschte eine bestimmte Erkenntnis des g\u00f6ttlichen Wesens, die er damit bezeichnete, da\u00df er das Antlitz Gottes zu sehen verlangte<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn13\" id=\"fnref13\">[13]<\/a><\/sup>. Gott aber sprach: \u201eMein Antlitz kann man nicht sehen\u201c (Exod. 33, 23), und damit wies er ihm eine Erkenntnis zu, die geringer war als die, welche Mose begehrt hatte, und die mit dem Ausdruck bezeichnet wird \u201eden R\u00fccken Gottes sehen\u201c in dem Ausspruch: \u201eDu wirst meinen R\u00fccken sehen\u201c (ibid.)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn14\" id=\"fnref14\">[14]<\/a><\/sup>. In meinem Werke Mischne-Tora<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn15\" id=\"fnref15\">[15]<\/a><\/sup> habe ich bereits auf diese Stelle aufmerksam gemacht. Hier will die H. Schrift sagen, da\u00df Gott Mose die Erkenntnis, die man \u201eSehen des Antlitzes\u201c nennt, vorenthalten und ihn zu einem anderen Dinge \u00fcbergef\u00fchrt hat<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn16\" id=\"fnref16\">[16]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich zur Kenntnis der Werke, die Gott zugeschrieben werden, von denen man glaubt, da\u00df sie ebenso viele Attribute Gottes sind, wie ich zu erl\u00e4utern gedenke<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn17\" id=\"fnref17\">[17]<\/a><\/sup>. Wenn ich aber sage \u201ehat ihm vorenthalten\u201c, so meine ich damit, da\u00df ihm diese Erkenntnis verm\u00f6ge ihrer Natur verborgen und unzug\u00e4nglich war, und da\u00df jeder vollkommene Mensch, welcher sofort, wenn seine Vernunft ein Ding erkannt hat, das er nach seiner Natur zu begreifen vermag, zu einer tieferen Erkenntnis vorzudringen versucht, an seiner Erkenntnis Schaden leiden oder sterben<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn18\" id=\"fnref18\">[18]<\/a><\/sup> mu\u00df, wie ich in einem Kapitel dieses Buches ausf\u00fchren werde<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn19\" id=\"fnref19\">[19]<\/a><\/sup>, au\u00dfer wenn sich zu ihm der Beistand Gottes gesellt, wie die H. Schrift in Beziehung auf Mose sagt: \u201eIch werde dich mit meiner Hand bedecken, bis ich vor\u00fcber gezogen bin\u201c (Exod. 33, 22)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn20\" id=\"fnref20\">[20]<\/a><\/sup>. Das Targum jedoch verf\u00e4hrt bei solchen Gegenst\u00e4nden nach seiner ihm eigent\u00fcmlichen Weise, und zwar nimmt es bei jedem Ausdruck, bei dem es erkennt, da\u00df er, von Gott ausgesagt, ihm K\u00f6rperlichkeit zuschreiben oder Begriffe von ihm aussagen w\u00fcrde, die ihn verk\u00f6rpern, an, da\u00df ein Bindeglied<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn21\" id=\"fnref21\">[21]<\/a><\/sup> fehle, und bezieht also diesen Ausdruck auf einen mit Gott verbundenen, aber im Texte der H. Schrift weggelassenen Begriff. So z. B. \u00fcbersetzt es den Ausspruch \u201eSiehe, der Herr stand \u00fcber ihr\u201c durch die Worte: \u201eDie Herrlichkeit des Herrn war \u00fcber ihr aufgestellt\u201c und den Satz: \u201eder Herr m\u00f6ge zuschauen zwischen mir und dir\u201c (Gen. 31, 49) durch: \u201eDas Wort des Herrn m\u00f6ge zuschauen\u201c. So verf\u00e4hrt es stets in seiner Erkl\u00e4rung und ebenso auch bei dem Ausspruch: \u201eDer Herr ging an seinem Angesichte vor\u00fcber\u201c. Es gibt ihn folgenderma\u00dfen wieder: \u201eDer Herr lie\u00df seine Majest\u00e4t vor seinem Antlitz vor\u00fcberziehen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn22\" id=\"fnref22\">[22]<\/a><\/sup>. Demnach sei das Ding, welches an ihm vor\u00fcber ging, unzweifelhaft ein erschaffenes Ding gewesen und m\u00fc\u00dfte sich das F\u00fcrwort der dritten Person in \u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 (panaw, sein Angesicht) auf Mose beziehen und \u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 (al panaw) so viel hei\u00dfen als \u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 (l\u2019phanaw) \u201evor ihm, in seiner Gegenwart\u201c, wie z. B. in dem Ausspruch: \u201eDas Geschenk ging vor seinem Angesichte vor\u00fcber\u201c (Gen. 32, 22). Auch dies ist eine sch\u00f6ne und treffende Erkl\u00e4rung. Die Auslegung Onqelos\u2019 bekr\u00e4ftigt unter anderem auch der Ausspruch der H. Schrift \u201ewenn meine Herrlichkeit vor\u00fcberzieht\u201c (Exod. 33, 22). Darin liegt die deutliche Aussage, da\u00df das, was an ihm vor\u00fcberziehen sollte, etwas Gott Zugeschriebenes, nicht aber Gott selbst, gewesen sei, und da\u00df sich auch die Worte \u201ebis ich vor\u00fcber bin\u201c (ibid.) und \u201eDer Herr zog vor seinem Angesicht vor\u00fcber\u201c (ibid. 34, 6) auf die \u201eHerrlichkeit Gottes\u201c beziehen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn23\" id=\"fnref23\">[23]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Wenn aber schon diese Stelle schlechterdings nicht ohne das Hinzudenken eines hier weggelassenen Bindegliedes zu erkl\u00e4ren ist, wie Onqelos allenthalben tut, indem er, je nach dem Sinn der betreffenden Stelle, dieses Bindeglied bald durch J\u2019qar\u00e1, \u201eHerrlichkeit\u201c, bald durch Memr\u00e1, \u201eWort\u201c, bald durch Sch\u2019khin\u00e1, \u201eMajest\u00e4t\u201c ausdr\u00fcckt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn24\" id=\"fnref24\">[24]<\/a><\/sup>, so m\u00f6chte auch ich f\u00fcr das hier fehlende Bindeglied das Wort \u05e7\u05d5\u05dc (qol, Stimme) setzen. Die Bedeutung w\u00e4re dann: \u201eDie Stimme des Herrn ging an seinem Angesichte vor\u00fcber und rief\u201c. Ich habe ja die \u00fcbertragene Bedeutung des Wortes abhar in Beziehung auf den Schall schon in dem Ausspruch \u201eSie lie\u00dfen eine Kundmachung (\u05e7\u05d5\u05dc, qol) durch das Lager ergehen\u201c (Exod. 36, 8) erkl\u00e4rt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn25\" id=\"fnref25\">[25]<\/a><\/sup>. Dann w\u00e4re es diese Stimme gewesen, die (Exod. 34, 6) rief. Du mu\u00dft es keineswegs f\u00fcr ausgeschlossen halten, da\u00df das Rufen auf die Stimme bezogen wird, denn mit diesen n\u00e4mlichen Worten wird ja erz\u00e4hlt, da\u00df Gott mit Mose gesprochen hat, wie in dem Ausspruch \u201eEr h\u00f6rte die Stimme, die mit ihm redete\u201c (Num. 7, 89). Wie dort das Reden, wird hier das Rufen auf die Stimme bezogen. \u00dcbrigens kommt etwas \u00c4hnliches, n\u00e4mlich da\u00df das Sprechen oder Rufen auf die Stimme Gottes bezogen wird, auch ausdr\u00fccklich in dem Satze vor: \u201eEine Stimme spricht: Rufe! Ich aber sprach: Was soll ich rufen?\u201c (Jes. 40, 6). Demgem\u00e4\u00df w\u00e4re die Erkl\u00e4rung nach dieser Bedeutung des Wortes folgende: \u201eDie Stimme des Herrn ging an ihm vor\u00fcber und rief: O Herr, o Herr! Allm\u00e4chtiger! Barmherziger und Gn\u00e4diger!\u201c Die Verdoppelung des Wortes Adonai beim Anrufe, \u2014 denn der Angerufene ist Gott, \u2014 ist dann so zu verstehen, wie \u201eMose, Mose!\u201c (Exod. 3, 4) oder \u201eAbraham! Abraham!\u201c (Gen. 22, 11)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn26\" id=\"fnref26\">[26]<\/a><\/sup>. Auch dies ist eine passende Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Du darfst aber auch daran keinen Ansto\u00df nehmen, da\u00df diese sehr dunkle und schwer verst\u00e4ndliche Stelle viele Kommentare vertr\u00e4gt. Dies st\u00f6rt uns nicht in dem, womit wir uns besch\u00e4ftigen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn27\" id=\"fnref27\">[27]<\/a><\/sup>. Dir steht es n\u00e4mlich frei, das zu glauben, was du glauben magst. Du kannst glauben, da\u00df diese ganze erhabene Szene ohne Zweifel durchgehends eine prophetische Vision war, und da\u00df dies alles, was Mose anstrebte, sowohl was ihm versagt wurde, als auch was er erreichte, lauter Vernunfterkenntnisse ohne Sinneswahrnehmung gewesen seien, wie wir eingangs erkl\u00e4rten, oder da\u00df zugleich mit dieser Vernunfterkenntnis eine Wahrnehmung des Gesichtssinnes stattgefunden hat, jedoch die Wahrnehmung eines geschaffenen Dinges, durch dessen Anblick die Vernunfterkenntnis vervollkommnet wurde<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn28\" id=\"fnref28\">[28]<\/a><\/sup> wie es Onqelos erkl\u00e4rt, falls nicht auch diese Gesichtswahrnehmung gleichfalls in der prophetischen Vision stattfand, wie dies von Abraham berichtet wird: \u201eEr sah einen rauchenden Ofen und eine brennende Fackel, die vor\u00fcbergegangen waren\u201c (Gen. 15, 17), oder da\u00df damit auch eine Wahrnehmung des Geh\u00f6rsinns vereinigt war, so da\u00df auch die Stimme, die an ihm vor\u00fcberging, zweifellos etwas Geschaffenes war<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn29\" id=\"fnref29\">[29]<\/a><\/sup>. W\u00e4hle dir die Meinung, die dir beliebt! Es kommt nur darauf an, da\u00df du nicht glaubest, der Satz: \u201eDer Herr ging vor\u00fcber\u201c sei so zu verstehen wie der Satz: \u201eZiehe vor dem Volke einher\u201c; denn Gott ist kein K\u00f6rper, es kommt ihm keine Bewegung zu, und man kann von ihm das Wort abh\u00e1r nach seiner ersten grammatischen Bedeutung nicht gebrauchen.<\/p>\n<hr>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>Nach MUNK Guide I, S. 75, Anm. 1. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\"><p>Da das Wort abhar f\u00fcr die Kreisbewegung ungebr\u00e4uchlich ist. <a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\"><p>Dieses Beispiel ben\u00f6tigt der Verf. f\u00fcr seine weiter folgenden Ausf\u00fchrungen \u00fcber die Stelle Exod. 34, 6. <a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\"><p>Es wird auf vision\u00e4re, nicht aber auf reale Dinge angewandt. <a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\"><p>Anf\u00e4nglich war es eine Vision, die aber verging und zu einem Traume wurde. S II. T., Kap. 45. <a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\"><p>Nach Kreskas, Komm. z. St.: Die Entscheidung Gottes \u00fcber sie wird zu ihnen gelangen, n\u00e4mlich das Sterben der Erstgeborenen. <a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\"><p>Solche Stellen, wo Gott die Vollziehung eines Strafgerichts ank\u00fcndigt. <a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn8\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. scheint die Stelle in dem Sinne aufgefa\u00dft zu haben: \u201eWie ein Mann, der zu viel Wein getrunken hat\u201c. (Vgl. jedoch Kaspi u. Ephodi, Komm. z. St.). <a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn9\" class=\"footnote-item\"><p>\u00dcber die Lage des Pfeiles oder \u00fcber den Zweck der Abschie\u00dfung des Pfeiles. Doch war offenbar Jonatans Absicht, den Knaben nicht auf die Vermutung kommen zu lassen, da\u00df er hier mit David eine Zusammenkunft haben wollte. <a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn10\" class=\"footnote-item\"><p>Bab. Talm. Rosch haschschana 17 b. Die Stelle lautet: \u201eWenn dieser Vers (Exod. 34, 6) nicht ausdr\u00fccklich geschrieben st\u00e4nde, k\u00f6nnte man ihn unm\u00f6glich aussprechen. Er bedeutet, da\u00df Gott wie ein Vorbeter sich in seinen Mantel, d. h. in Milde und Erbarmen, geh\u00fcllt und Mose gezeigt habe, wie man beten mu\u00df. Er sagte zu ihm: Wenn Israel ges\u00fcndigt hat, soll es in dieser Weise beten, und ich werde ihm vergeben.\u201c <a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn11\" class=\"footnote-item\"><p>Weil sie n\u00e4mlich mit der hier gestellten Aufgabe nichts zu tun haben. <a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn12\" class=\"footnote-item\"><p>D. h. die von den Lehrern an jener Stelle gegebene Erkl\u00e4rung deckt sich zwar nicht mit der Erkl\u00e4rung des Verf., dient ihm aber insofern zur Bekr\u00e4ftigung, weil auch in dieser das Suffix in \u05e4\u05e0\u05d9\u05d5 auf Gott bezogen wird, der sein Antlitz in seinen Mantel h\u00fcllt. <a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn13\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich die Erkenntnis des Wesens Gottes. <a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn14\" class=\"footnote-item\"><p>D. h. Gott durch seine Werke erkennen. <a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn15\" class=\"footnote-item\"><p>S. Mischne Tora Jesode hattora I, 10, wo der Verf. seinen Gedanken weiter ausf\u00fchrt. <a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn16\" class=\"footnote-item\"><p>Gott lenkte ihn von seinem Wunsche ab, lie\u00df ihn also sein Ziel verfehlen. Der Verf. deutet somit die Stelle \u00e4hnlich wie oben, I. Sam. 20, 36. <a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn17\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 54. <a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn18\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich entweder eines unnat\u00fcrlichen Todes sterben, wie oben (Kap. 5) von den 70 \u00c4ltesten und von Nadab und Abihu berichtet wurde, oder seiner Erkenntnis v\u00f6llig verlustig gehen. Mose ben Maimon, F\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen. 5 <a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn19\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 32. <a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn20\" class=\"footnote-item\"><p>Da Mose die von ihm gew\u00fcnschte Erkenntnis verm\u00f6ge ihrer Natur unzug\u00e4nglich war, so w\u00e4re das Verlangen danach f\u00fcr ihn verh\u00e4ngnisvoll geworden, h\u00e4tte sich nicht Gottes Beistand ihm zugesellt. <a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn21\" class=\"footnote-item\"><p>Ein Substantiv im status constructus oder ein Substantiv, zu dem das Wort \u201eGott\u201c im Genetivverh\u00e4ltnis steht. Der Verf. will andeuten, da\u00df Onqelos die Anthropomorphismen dadurch vermeide, da\u00df er \u00fcberall statt Gott ein von Gott ausgesagtes Attribut setzt. <a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn22\" class=\"footnote-item\"><p>In der kausativen oder faktitiven Form, und somit bedeutet \u201evor seinem Angesichte\u201c soviel als \u201evor Moses Angesicht\u201c. <a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn23\" class=\"footnote-item\"><p>Da an der Stelle, Ex. 33, 22, ausdr\u00fccklich gesagt wird, da\u00df Gottes Herrlichkeit, d. h. ein von ihm Erschaffenes, an Mose vor\u00fcbergehen wird. <a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn24\" class=\"footnote-item\"><p>Die hier angef\u00fchrten Ausdr\u00fccke werden von Onqelos durchgehends in der Weise gebraucht, da\u00df Jeqar\u00e1 das vom K\u00f6rperlichen Abstrahierte, Memr\u00e1 die prophetische Eingebung und Sch\u2019khinta eine sinnf\u00e4llige Offenbarung bedeutet. <a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn25\" class=\"footnote-item\"><p>S. oben in diesem Kapitel S. 63. <a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn26\" class=\"footnote-item\"><p>Diese von Gott erschaffene Stimme habe dies ausgerufen in Form der Anrufung Gottes, aber um Mose \u00fcber das Walten Gottes zu belehren. 5* <a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn27\" class=\"footnote-item\"><p>Weil ja alle diese Auslegungen schlie\u00dflich darin \u00fcbereinstimmen, von Gott jede k\u00f6rperliche Vorstellung fernzuhalten. <a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn28\" class=\"footnote-item\"><p>Da\u00df der Anblick der Sch\u2019khina oder des Feuers auf seine reine Seele wirkte und sie vervollkommnete. <a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn29\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. hat die richtige Empfindung, da\u00df hier bei Mose die Bemerkung \u201efalls nicht auch dieses in der prophetischen Vision geschah\u201c, nicht zutreffe, weil Mose zum Unterschiede von den \u00fcbrigen Propheten nach Num. 12, 8 weder einer Vision noch eines Traumes bedurfte, um das Wort oder die Stimme Gottes zu h\u00f6ren. Deshalb nimmt er eine gleichzeitige Wahrnehmung des Geh\u00f6rsinnes an. <a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":64,"featured_media":4110,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[262],"tags":[],"class_list":["post-10719","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrer-der-unschluessigen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/more_newuchim_klein.png?fit=178%2C160&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10719"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10730,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10719\/revisions\/10730"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}