{"id":10740,"date":"2026-10-21T01:04:33","date_gmt":"2026-10-20T23:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10740"},"modified":"2026-10-21T01:04:37","modified_gmt":"2026-10-20T23:04:37","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-27-bis-kapitel-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-27-bis-kapitel-30\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 27 bis Kapitel 30"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><h2>Kapitel 27<\/h2>\n<p>Onqelos zeigte sich, obgleich er ein Proselyte war, in der Kenntnis der hebr\u00e4ischen und der aram\u00e4ischen Sprache \u00fcberaus vollkommen. Er richtete sein haupts\u00e4chliches Bestreben darauf, die k\u00f6rperliche Vorstellung von Gott auszuschlie\u00dfen, indem er jedes Attribut, mit dem die H. Schrift Gott bezeichnet, wenn es eine k\u00f6rperliche Vorstellung von Gott zur Folge haben konnte, seinem wahren Sinn gem\u00e4\u00df erkl\u00e4rt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup>. Wo er einem der Worte begegnete, die irgendeine Art der Bewegung bezeichnen, legte er ihm die Bedeutung bei, da\u00df ein erschaffenes Licht, n\u00e4mlich die Sch\u2018khina, oder die Vorsehung sich offenbare oder sichtbar werde. So \u00fcbersetzt er: \u201eDer Herr kam herab\u201c (Exod. 19, 20) durch \u201eDer Herr offenbarte sich\u201c, er sagt aber nicht \u05d4\u05f3 \u05e0\u05d7\u05ea (un\u2018chat), welches dem \u05d9\u05e8\u05d3 (jar\u00e1d, herabkommen) entspr\u00e4che. Er \u00fcbersetzt die Worte: \u201eIch will herabkommen und sehen\u201c (Gen. 18, 21) durch: \u201eIch will mich offenbaren und sehen\u201c, und so tut er es durchgehends.<\/p>\n<p>Jedoch \u00fcbersetzt er die Worte \u201eIch will mit dir nach \u00c4gypten hinabziehen\u201c (Gen. 46, 4) w\u00f6rtlich, und diese sehr auff\u00e4llige Tatsache beweist die T\u00fcchtigkeit dieses Mannes, die Vortrefflichkeit seiner \u00dcbersetzung und das richtige Verst\u00e4ndnis der Dinge, wie sie an sich sind<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn2\" id=\"fnref2\">[2]<\/a><\/sup>. Er offenbart uns n\u00e4mlich durch diese \u00dcbersetzung einen wichtigen Gedanken, die Prophetie betreffend<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn3\" id=\"fnref3\">[3]<\/a><\/sup>, und zwar folgenden: Im Beginne dieser Erz\u00e4hlung wird berichtet: \u201eGott sprach zu Israel im n\u00e4chtlichen Gesichte: Ja\u2019qobh! Ja\u2019qobh! usw. Ich ziehe mit dir nach \u00c4gypten hinab\u201c (ibid. 2\u20144). Da nun der Beginn der Erz\u00e4hlung hinsichtlich ihres ganzen Inhaltes angibt, das dies im n\u00e4chtlichen Gesichte geschehen sei, tr\u00e4gt Onqelos kein Bedenken, die Rede, die im n\u00e4chtlichen Gesichte gesprochen worden, w\u00f6rtlich wiederzugeben<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn4\" id=\"fnref4\">[4]<\/a><\/sup>. Und dies ist die Wahrheit<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn5\" id=\"fnref5\">[5]<\/a><\/sup>. Es ist eine Erz\u00e4hlung dessen, was Israel gesagt wurde, nicht aber dessen, was sich zugetragen hat, wie etwa in dem Ausspruch: \u201eDer Herr stieg auf den Berg Sinai herab\u201c (Exod. 19, 20). Dort wird uns berichtet, was unter den existierenden Dingen entstanden ist, und demgem\u00e4\u00df hat Onqelos dort das \u201eHerabsteigen\u201c durch \u201eSich offenbaren\u201c ausgedr\u00fcckt, hingegen das, was auf die Existenz einer Bewegung hindeutet, nicht zugelassen. Aber die Dinge der Phantasie<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn6\" id=\"fnref6\">[6]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich die Erz\u00e4hlung dessen, was zu Ja\u2019qobh im Gesichte gesprochen wurde, belie\u00df er, wie sie waren. Dies ist sehr merkw\u00fcrdig<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn7\" id=\"fnref7\">[7]<\/a><\/sup>. Und darin kannst du eine Andeutung erblicken, da\u00df ein gro\u00dfer Unterschied besteht zwischen dem, wovon gesagt wird, da\u00df es im Traum oder Nachtgesicht, ferner zwischen dem, wovon gesagt wird, da\u00df es in einer Vision oder in einer Erscheinung geschehen, und dem, was schlechtweg berichtet wird, z. B. \u201eEs erging das Wort des Herrn an mich\u201c oder \u201eDer Herr sprach zu mir\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn8\" id=\"fnref8\">[8]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach ist es auch m\u00f6glich, da\u00df Onqelos deshalb kein Bedenken trug, zu sagen: \u201eIch ziehe mit dir nach \u00c4gypten hinab\u201c, weil er an dieser Stelle das Wort Elohim durch \u201eEngel\u201c \u00fcbersetzt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn9\" id=\"fnref9\">[9]<\/a><\/sup>. Du darfst es somit nicht f\u00fcr ausgeschlossen halten, da\u00df er geglaubt habe, unter Elohim sei hier ein Engel zu verstehen, obgleich der Engel sprach: \u201eIch bin Gott, Gott deines Vaters\u201c (Gen. 46, 3). Denn diese Redeweise pflegt bei den Engeln stattzufinden. So findest du in der H. Schrift die Worte: \u201eDa sprach ein Engel Gottes im Traume zu mir: Ja\u2019qobh! Ich antwortete: Ich bin bereit!\u201c (Gen. 31, 11), und im weiteren Verlaufe der Rede an Ja\u2019qobh sagt er: \u201eIch bin der Gott von Betel, dem du daselbst einen Denkstein gesalbt und ein Gel\u00f6bnis abgelegt hast\u201c (ibid. 13). Es unterliegt ja keinem Zweifel, da\u00df Ja\u2019qobh das Gel\u00f6bnis Gott, nicht aber dem Engel abgelegt hat. Jedoch geschieht dies h\u00e4ufig in den Reden der Propheten, da\u00df n\u00e4mlich Worte berichtet werden, die der Engel im Namen Gottes in solcher Redeweise spricht, als ob Gott so gesprochen h\u00e4tte. Es fehlt an solchen Stellen \u00fcberall nur ein Bindeglied<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn10\" id=\"fnref10\">[10]<\/a><\/sup>. Es h\u00e4tte z. B. lauten m\u00fcssen: \u201eIch bin der Abgesandte des Gottes deines Vaters\u201c oder \u201eIch bin der Abgesandte Gottes, der sich dir in Betel offenbart hat\u201c u. dgl. Jedoch wird der Tendenz des vorliegenden Werkes gem\u00e4\u00df \u00fcber die Prophetie, ihre Abstufungen und \u00fcber die Engel noch vieles vorgebracht werden<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn11\" id=\"fnref11\">[11]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<h2>Kapitel 28<\/h2>\n<p>\u05e8\u05d2\u05dc (r\u00e9gel, Fu\u00df, Schritt) ist ein Wort von mehrfacher Bedeutung. Es bezeichnet zun\u00e4chst den Fu\u00df eines Lebewesens, wie z. B. in dem Ausspruch: \u201eFu\u00df (\u05e8\u05d2\u05dc, regel) f\u00fcr Fu\u00df\u201c (Exod. 21, 24). Es wird aber auch zur Bezeichnung dessen gebraucht, was einem Dinge folgt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn12\" id=\"fnref12\">[12]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eZiehe aus, sowohl du, als auch das ganze Volk, das um deine F\u00fc\u00dfe (\u05d1\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05da, b\u2018raglekh\u00e1) ist\u201c (Exod. 11, 8), n\u00e4mlich das dir folgt. Es wird aber auch ferner zur Bezeichnung der Ursache gebraucht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn13\" id=\"fnref13\">[13]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eDer Herr segnete dich durch meinen Schritt (\u05dc\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9, l\u2018ragli)\u201c (Gen. 30, 30) durch meine Einwirkung, n\u00e4mlich um meinetwillen. Denn das Ding, welches um eines anderen Dinges willen geschieht, wird von diesem verursacht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn14\" id=\"fnref14\">[14]<\/a><\/sup>. Und diese Bedeutung kommt h\u00e4ufig vor<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn15\" id=\"fnref15\">[15]<\/a><\/sup>, z. B. in dem Satze: \u201eUm (\u05dc\u05e8\u05d2\u05dc, l\u2018r\u00e9gel) der Last und um der Kinder willen\u201c (Gen. 33, 14). Dann aber bedeutet der Ausspruch: \u201eSeine F\u00fc\u00dfe (\u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5, ragl\u00e1w) werden an demselben Tage auf dem \u00d6lberge stehen\u201c (Z\u2019khanj. 14, 4), die Verwirklichung des von ihm Verursachten<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn16\" id=\"fnref16\">[16]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich seiner Wunder, die eben an diesem Orte sichtbar sein werden, deren Ursache, n\u00e4mlich deren Vollzieher<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn17\" id=\"fnref17\">[17]<\/a><\/sup> Gott ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn18\" id=\"fnref18\">[18]<\/a><\/sup>. Dieser Erkl\u00e4rung neigt sich auch Jonatan ben Uziel zu<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn19\" id=\"fnref19\">[19]<\/a><\/sup>, er \u00fcbersetzt: \u201eEr wird sich an jenem Tage in seiner Macht auf dem \u00d6lberg offenbaren\u201c. Und so \u00fcbersetzt er jedes Verbum, welches das Eingreifen oder Entfernen der g\u00f6ttlichen Allmacht ausdr\u00fcckt, weil alle diese Worte die T\u00e4tigkeiten bezeichnen, die von seinem Willen ausgehen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn20\" id=\"fnref20\">[20]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Hingegen \u00fcbersetzt Onqelos den Ausspruch: \u201eUnter seinen F\u00fc\u00dfen (\u05d5\u05ea\u05d7\u05ea \u05e8\u05d2\u05dc\u05d9\u05d5, w\u2018tach\u00e1t ragl\u00e1w) war es wie ein Werk von gl\u00e4nzendem Saphir\u201c (Exod. 24, 10), wie dir bekannt, so, da\u00df er in dem Worte \u201eunter seinen F\u00fc\u00dfen\u201c das Pronomen auf den Thron bezieht; er sagt also \u201eUnter dem Thron seiner Herrlichkeit<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn21\" id=\"fnref21\">[21]<\/a><\/sup>, und dies verdient besondere Beachtung. Onqelos l\u00e4\u00dft sich n\u00e4mlich besonders angelegen sein, selbst auf einem weiten Umwege die k\u00f6rperliche Vorstellung Gottes und alles, was zu einer solchen f\u00fchren k\u00f6nnte, zu vermeiden. Er sagt n\u00e4mlich nicht \u201eunter seinem Thron\u201c, denn es m\u00fc\u00dfte, wenn er das Wort \u201eThron\u201c in seiner ersten, urspr\u00fcnglichen Bedeutung auf Gott bez\u00f6ge, daraus folgen, da\u00df Gott sich auf einen K\u00f6rper st\u00fctzt, und daraus m\u00fc\u00dfte weiter folgen, da\u00df er ein k\u00f6rperliches Wesen ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn22\" id=\"fnref22\">[22]<\/a><\/sup>. Und deshalb bezieht er den \u201eThron\u201c auf Gottes Herrlichkeit, n\u00e4mlich auf die Sch\u2018khina, welche ein erschaffenes Licht ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn23\" id=\"fnref23\">[23]<\/a><\/sup>. Ebenso sagt er bei der \u00dcbersetzung des Verses \u201eDie Hand ist an dem Thron des Herrn (Exod. 17, 16) an dessen Stelle: Die Hand ist vor Gott, dessen Sch\u2018khina auf dem Thron seiner Herrlichkeit ruht. Und ebenso wirst du auch den Ausdruck \u201eThron der Herrlichkeit\u201c sogar im allgemeinen, volkst\u00fcmlichen Sprachgebrauch finden.<\/p>\n<p>Doch haben wir bereits den Gegenstand des vorliegenden Kapitels verlassen, um etwas zu besprechen, was in anderen Kapiteln zu erl\u00e4utern sein wird<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn24\" id=\"fnref24\">[24]<\/a><\/sup>. Ich kehre daher zum Gegenstand des Kapitels zur\u00fcck. Du kennst also schon Onqelos\u2019 Erkl\u00e4rung. Nur zielt diese lediglich darauf hin, die k\u00f6rperliche Vorstellung von Gott auszuschlie\u00dfen, doch erkl\u00e4rt uns Onqelos nicht, was sie (die Auserlesenen der S\u00f6hne Israels) erkannten, ebenso auch nicht, was mit jenem Bilde<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn25\" id=\"fnref25\">[25]<\/a><\/sup> gemeint ist. Und so verf\u00e4hrt er \u00fcberall. Er l\u00e4\u00dft sich auf den Gegenstand nur insofern ein, als es gilt, die k\u00f6rperliche Vorstellung Gottes nicht aufkommen zu lassen. Weil n\u00e4mlich die Unk\u00f6rperlichkeit Gottes eine bewiesene und f\u00fcr die Religion unerl\u00e4\u00dfliche<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn26\" id=\"fnref26\">[26]<\/a><\/sup> Tatsache ist, spricht er sich hier\u00fcber, so weit es notwendig ist, mit Entschiedenheit aus. Da hingegen die Auseinandersetzung der Bedeutung des Bildes etwas Zweifelhaftes ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn27\" id=\"fnref27\">[27]<\/a><\/sup>, indem dieses m\u00f6glicherweise diesen, m\u00f6glicherweise einen anderen Sinn haben kann; und da es sich hier ferner um sehr verborgene Dinge handelt, deren Verst\u00e4ndnis nicht zu den Grundlagen der Religion geh\u00f6rt und die der Menge schwer begreiflich sind, l\u00e4\u00dft er sich darauf gar nicht ein. Wir aber k\u00f6nnen dem Zwecke des vorliegenden Buches gem\u00e4\u00df uns der Erkl\u00e4rung des Gegenstandes nicht entziehen. So will ich denn sagen, da\u00df \u201eunter seinen F\u00fc\u00dfen\u201c, wie bereits erkl\u00e4rt, bedeutet \u201evon ihm verursacht\u201c oder \u201eseinethalben\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn28\" id=\"fnref28\">[28]<\/a><\/sup>. Die \u201eAuserlesenen der S\u00f6hne Israels\u201c erkannten also die wahre Beschaffenheit der ersten Materie<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn29\" id=\"fnref29\">[29]<\/a><\/sup>, die von Gott herstammt, da er die Ursache ihrer Existenz ist. Achte nun darauf, da\u00df die H. Schrift sagt: \u201ewie ein Werk aus leuchtendem Saphir\u201c. Denn h\u00e4tte der Ausspruch den Sinn, da\u00df sie nur die Farbe erkannten<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn30\" id=\"fnref30\">[30]<\/a><\/sup>, so h\u00e4tte die H. Schrift gesagt: \u05db\u05dc\u05d1\u05e0\u05ea \u05d4\u05e1\u05e4\u05d9\u05e8 (k\u2018libnat hassappir, wie der Glanz des Saphirs). Nun f\u00fcgt sie aber das Wort \u05db\u05de\u05e2\u05e9\u05d4 (k\u2018ma\u2018\u00df\u00e9 wie ein Werk) hinzu<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn31\" id=\"fnref31\">[31]<\/a><\/sup>, weil die Materie, wie du wei\u00dft, stets nur empf\u00e4ngt und ihrer Natur gem\u00e4\u00df nur leidend ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn32\" id=\"fnref32\">[32]<\/a><\/sup>, w\u00e4hrend ihr die T\u00e4tigkeit nur als Akzidens zukommt, ebenso wie die Form verm\u00f6ge ihres Wesens immer t\u00e4tig ist und nur durch Zufall leidend sein kann<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn33\" id=\"fnref33\">[33]<\/a><\/sup>, wie in den B\u00fcchern der Physik erl\u00e4utert wird<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn34\" id=\"fnref34\">[34]<\/a><\/sup>. Und deshalb sagt die H. Schrift hier\u00fcber \u201ewie ein Werk\u201c. In der Tat bedeutet der Ausdruck \u05dc\u05d1\u05e0\u05ea \u05d4\u05e1\u05e4\u05d9\u05e8 (libnat hassappir) nur die Durchsichtigkeit, nicht aber die wei\u00dfe Farbe, denn \u201edas Wei\u00dfe des Saphirs\u201c ist keine wei\u00dfe Farbe, sondern nur die Durchsichtigkeit allein<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn35\" id=\"fnref35\">[35]<\/a><\/sup>. Diese aber ist keine Farbe, wie in den B\u00fcchern der Physik erkl\u00e4rt wird<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn36\" id=\"fnref36\">[36]<\/a><\/sup>, denn w\u00e4re sie eine Farbe, so k\u00f6nnte sie nicht alle Farben von r\u00fcckw\u00e4rts zeigen und in sich aufnehmen. Da jedoch der durchsichtige K\u00f6rper aller dieser Farben entbehrt, nimmt er sie alle, eine nach der anderen, in sich auf und gleicht in dieser Hinsicht der ersten Materie, welche, wenn man sie nach ihrem wahren Wesen betrachtet, aller Formen ermangelt, und deshalb alle Formen nacheinander annimmt. Somit war das, was jene begriffen, die erste Materie und ihr Verh\u00e4ltnis zu Gott, wie auch da\u00df sie das erste der Gesch\u00f6pfe Gottes ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn37\" id=\"fnref37\">[37]<\/a><\/sup>, welches notwendig dem Werden und Vergehen unterliegt, und da\u00df Gott es ist, der sie gegeschaffen hat<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn38\" id=\"fnref38\">[38]<\/a><\/sup>. Auch \u00fcber diesen Gegenstand werden wir noch eingehender sprechen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn39\" id=\"fnref39\">[39]<\/a><\/sup>. Wisse jedoch, da\u00df du einer \u00e4hnlichen Erkl\u00e4rung wie der gegebenen selbst dann bedarfst, wenn du die Erkl\u00e4rung Onqelos\u2019 annimmst, welcher \u00fcbersetzt \u201eunter dem Thron seiner Herrlichkeit\u201c, die gleichfalls bedeutet, da\u00df sich die erste Materie in Wahrheit unter dem Himmel befindet, welcher, wie schon fr\u00fcher dargelegt wurde, \u201eThron\u201c genannt wird. Doch es war nicht diese vortreffliche \u00dcbersetzung des Onqelos, die mich auf diese Bedeutung des Ausspruches aufmerksam gemacht hat und mich sie hat finden lassen, sondern ein Ausspruch des R. Eliezer ben Hyrqanos, den du in einem der Kapitel dieses Buches vernehmen wirst<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn40\" id=\"fnref40\">[40]<\/a><\/sup>. Bei alledem kommt es dem Verst\u00e4ndigen darauf an, da\u00df man eine k\u00f6rperliche Vorstellung von Gott nicht zulasse und jene Erkenntnisse<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn41\" id=\"fnref41\">[41]<\/a><\/sup> als Vernunfterkenntnisse, nicht als sinnliche Wahrnehmungen auffasse. Verstehe dies wohl und erw\u00e4ge es!<\/p>\n<h2>Kapitel 29<\/h2>\n<p>\u05e2\u05e6\u05d1 (azabh, M\u00fche oder Schmerz empfinden) ist ein Wort von mehrfacher Bedeutung. Es bezeichnet Schmerz und Geburtswehen, z. B. \u201eMit Schmerzen (\u05d1\u05e2\u05e6\u05d1, b\u2018ezebh) wirst du Kinder geb\u00e4ren\u201c (Gen. 3, 16). Es bezeichnet aber auch Verdru\u00df und \u00c4rger, z. B. \u201eSein Vater hatte ihn nie gekr\u00e4nkt (\u05e2\u05e6\u05d1\u05d5, azabho) all seine Lebenstage\u201c (I. K\u00f6n. 1, 6), d. h. er hatte ihn nicht ge\u00e4rgert; \u201eEr war betr\u00fcbt (\u05e0\u05e2\u05e6\u05d1, ne\u2018z\u00e1bh) um Davids willen\u201c (I. Sam. 20, 34), d. h. er \u00e4rgerte sich um seinetwillen. Es bezeichnet auch Abfall oder Emp\u00f6rung, z. B. \u201eSie waren widerspenstig und betr\u00fcbten (\u05d5\u05e2\u05e6\u05d1\u05d5, w\u2018izzbh\u00fa) den Geist seiner Heiligkeit\u201c (Jes. 63, 10); \u201eOb in mir der Weg zum Abfall (\u05e2\u05e6\u05d1, ozebh) ist\u201c (Ps. 139, 24); \u201eSie machten ihm Verdru\u00df (\u05d5\u05d9\u05e2\u05e6\u05d9\u05d1\u05d4\u05d5, wajja\u2018zibhuh\u00fa) in der W\u00fcste\u201c (Ps. 78, 49); Immer schalten sie meine Worte aufr\u00fchrerisch\u201c (\u05d9\u05e2\u05e6\u05d1\u05d5, j\u2018azzebh\u00fa) (Ps. 56, 6). Der zweiten oder der dritten dieser Bedeutung entspricht der Ausspruch: \u201eEr betr\u00fcbte sich (\u05d5\u05d9\u05ea\u05e2\u05e6\u05d1, wajj\u2018itazzeb) in seinem Herzen\u201c (Gen. 6, 6). Tats\u00e4chlich w\u00e4re nach der zweiten Bedeutung die Erkl\u00e4rung des Ausspruches die: Gott z\u00fcrnte ihnen wegen ihrer schlechten Taten. Was allerdings den Ausspruch betrifft \u201ein seinem Herzen\u201c und ebenso in betreff Noahs der Ausspruch: \u201eGott sprach zu seinem Herzen\u201c (Gen. 8, 21), so vernimm dessen Bedeutung: Wenn man von einem Menschen sagt, er habe in seinem Herzen oder zu seinem Herzen gesprochen, so meint man damit, er habe es gedacht und keinem anderen gesagt. Und ebenso ist es auch immer gemeint, wenn Gott etwas tun wollte, ohne es zur selben Zeit, in der sich die Tat Gottes nach seinem Willen ereignen sollte, einem Propheten verk\u00fcndet zu haben. In einem solchen Falle wird der Ausdruck gew\u00e4hlt: \u201eDer Herr sprach in seinem Herzen\u201c, weil dies der menschlichen Vorstellungsweise entspricht, indem auch hier der Ausspruch gilt: Die H. Schrift spricht nach der Redeweise der Menschen. Dies ist auch klar und offenkundig. Weil n\u00e4mlich in der H. Schrift nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt ist, da\u00df zu den Abtr\u00fcnnigen im Zeitalter der Sintflut eine Botschaft von Gott gesandt, oder da\u00df an sie eine Warnung oder Verk\u00fcndung des Untergangs gerichtet worden sei, wird von ihnen gesagt, Gott habe sich \u00fcber sie \u201ein seinem Herzen ge\u00e4rgert\u201c. Ebenso hat Gott, als es sein Wille war, da\u00df keine Sintflut mehr entstehen solle, zu keinem Propheten gesagt: Geh\u2018 hin und verk\u00fcnde ihnen dies! Deshalb wird der Ausdruck gebraucht: \u201eEr sprach in seinem Herzen\u201c.<\/p>\n<p>Aber die Erkl\u00e4rung des Satzes \u201eEr betr\u00fcbte sich in seinem Herzen\u201c nach der dritten Bedeutung von \u05e2\u05e6\u05d1, az\u00e1bh w\u00e4re die der Emp\u00f6rung der Menschen gegen den Willen Gottes<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn42\" id=\"fnref42\">[42]<\/a><\/sup> in ihm<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn43\" id=\"fnref43\">[43]<\/a><\/sup>, indem auch der Wille \u201eHerz\u201c genannt wird, wie ich bei der Erw\u00e4hnung der Homonymie des Wortes \u201eHerz\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn44\" id=\"fnref44\">[44]<\/a><\/sup> erl\u00e4utern werde.<\/p>\n<h2>Kapitel 30<\/h2>\n<p><sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn45\" id=\"fnref45\">[45]<\/a><\/sup>Die urspr\u00fcngliche Bedeutung des Wortes \u05d0\u05db\u05dc (akh\u00e1l, essen)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn46\" id=\"fnref46\">[46]<\/a><\/sup> in der Grammatik ist die der Aufnahme der Nahrung durch die Lebewesen, und hierf\u00fcr bedarf es keines Beispiels. Dann aber findet die Sprachwissenschaft in der T\u00e4tigkeit des Essens zwei Bedeutungen. Die eine ist das Schwinden des Dinges, welches gegessen wird, n\u00e4mlich das Aufh\u00f6ren seiner fr\u00fcheren Form, die andere bezeichnet das Wachstum der Lebewesen durch die Nahrungsaufnahme<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn47\" id=\"fnref47\">[47]<\/a><\/sup>, durch welche auch ihre dauernde Erhaltung<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn48\" id=\"fnref48\">[48]<\/a><\/sup>, die fortdauernde Existenz<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn49\" id=\"fnref49\">[49]<\/a><\/sup> und der richtige Zustand aller K\u00f6rperkr\u00e4fte<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn50\" id=\"fnref50\">[50]<\/a><\/sup> herbeigef\u00fchrt wird. Der ersten dieser Bedeutungen gem\u00e4\u00df wird das Wort \u05d0\u05db\u05dc (akhal) in \u00fcbertragenem Sinne f\u00fcr alles Verschwinden und Aufh\u00f6ren, und im allgemeinen f\u00fcr alles Schwinden der Form gebraucht, z. B. \u201eDas Land eurer Feinde wird euch aufreiben\u201c (\u05d5\u05d0\u05db\u05dc\u05d4, w\u2018akh\u2018l\u00e1) (Lev. 26, 38); \u201eEin Land, das seine Bewohner verzehrt\u201c (\u05d0\u05d5\u05db\u05dc\u05ea, okhelet) (Num. 13, 32); \u201eIhr werdet vom Schwerte aufgerieben (\u05ea\u05d0\u05db\u05dc\u05d5, t\u2019ukh\u2019l\u00fa) werden\u201c (Jes. 1, 20); \u201eEs fri\u00dft (\u05ea\u05d0\u05db\u05dc, tokh\u00e1l) das Schwert\u201c (II. Sam. 2, 26); \u201eEs entbrannte ein Feuer des Herrn unter ihnen und verzehrte (\u05d5\u05ea\u05d0\u05db\u05dc, wattokh\u00e1l) einen Teil des Lagers\u201c (Num. 11, 1). \u201eEr ist ein verzehrendes (\u05d0\u05db\u05dc\u05d4, okh\u2019l\u00e1) Feuer\u201c (Deut. 4, 24), n\u00e4mlich er vernichtet, die von ihm abfallen, wie das Feuer das vernichtet, wor\u00fcber es Gewalt hat. In dieser Bedeutung kommt es h\u00e4ufig vor. Der letzteren Bedeutung gem\u00e4\u00df wird der Ausspruch \u05d0\u05db\u05dc (akhal) in \u00fcbertragenem Sinne f\u00fcr die Wissenschaft und das Studium gebraucht, und im allgemeinen f\u00fcr die Erlangung der Vernunfterkenntnisse, durch welche die Menschenform<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn51\" id=\"fnref51\">[51]<\/a><\/sup> im denkbar vollkommensten Zustande dauernd verbleibt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn52\" id=\"fnref52\">[52]<\/a><\/sup>, wie der Leib durch die Nahrung, z. B. \u201eKaufet und esset!\u201c (\u05d5\u05d0\u05db\u05dc\u05d5, w\u2019ekhol\u00fa) (Jes. 55, 1); \u201eH\u00f6ret auf mich und genie\u00dfet (w\u2019ikhl\u00fa) Gutes!\u201c (ibid. 2); \u201eViel Honig zu genie\u00dfen (\u05d0\u05db\u05d5\u05dc, ekh\u00f3l) ist nicht dienlich\u201c (Spr\u00fcche 25, 27); \u201eI\u00df (\u05d0\u05db\u05d5\u05dc, ekh\u00f3l) Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und wie Honigseim deinem Gaumen s\u00fc\u00df schmeckt, so auch Erkenntnis der Weisheit f\u00fcr deine Seele\u201c (ibid. 24, 13). Auch in den Ausspr\u00fcchen unserer Lehrer geschieht es h\u00e4ufig, da\u00df sie die Wissenschaft durch \u201eEssen\u201c bezeichnen, z. B. \u201eKommt, esset fettes Fleisch im Hause Rabas\u201c<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn53\" id=\"fnref53\">[53]<\/a><\/sup>. Ferner: \u201eAlles Essen und Trinken, von dem in diesem Buche<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn54\" id=\"fnref54\">[54]<\/a><\/sup> die Rede ist, bedeutet nur Wissenschaft oder, nach anderen Lesarten, Tora\u201c; ebenso nennen sie die Wissenschaft oft auch Wasser, z. B. \u201eWohlan, gehet nach Wasser, alle, die ihr d\u00fcrstet!\u2018 (Jes. 55, 1).<\/p>\n<p>Und weil dies im Sprachgebrauche h\u00e4ufig vorkommt und so bekannt ist, als ob es die urspr\u00fcngliche Bedeutung des Wortes w\u00e4re, werden auch die Worte \u201eHunger\u201c und \u201eDurst\u201c f\u00fcr das Nichtvorhandensein des Wissens oder der Erkenntnis gebraucht, z. B. \u201eIch werde Hungersnot ins Land entsenden, nicht Hunger nach Brot und nicht Durst nach Wasser, sondern um das Wort Gottes zu verstehen\u201c (Amos 8, 11); \u201eMeine Seele d\u00fcrstet nach Gott, dem lebendigen Gott\u201c (Ps. 42, 3). Auch daf\u00fcr gibt es viele Beispiele. \u00c4hnlich \u00fcbersetzt Jonatan ben Uziel den Vers \u201eSch\u00f6pfet mit Lust Wasser aus den Quellen des Heils\u201c (Jes. 12, 3) folgenderma\u00dfen: \u201eEmpfanget mit Freude neue Belehrung von den Auserw\u00e4hlten der Gerechten!\u201c Achte darauf, da\u00df er das Wort \u201eWasser\u201c durch \u201eBelehrung\u201c \u00fcbersetzt, die man zu jener Zeit erlangen wird, und das Wort \u05de\u05b4\u05de\u05b7\u05bc\u05e2\u05b0\u05d9\u05b0\u05e0\u05b5\u05d9 (mimmaj\u2019 n\u00e9, aus den Quellen), so aufgefa\u00dft hat, als st\u00fcnde dort \u05de\u05b5\u05e2\u05b5\u05d9\u05e0\u05b5\u05d9 \u05d4\u05b8\u05e2\u05b5\u05d3\u05b8\u05d4 (me\u0113n\u00e9 ha\u0113d\u00e1, von den Augen der Gemeinde), n\u00e4mlich von ihren H\u00e4uptern<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn55\" id=\"fnref55\">[55]<\/a><\/sup>, und dies sind die Gelehrten. Er sagt auch von den \u201eAuserw\u00e4hlten der Gerechten\u201c, denn die Gerechtigkeit ist das wahre Heil<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn56\" id=\"fnref56\">[56]<\/a><\/sup>. Sieh also, wie er jedes Wort in diesem Verse im Sinne von Wissenschaft und Studium erkl\u00e4rt, und beachte dies!<\/p>\n<hr>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>Wiederholt schon (im 2. und im 21. Kap.) hat der Verf. darauf hingewiesen, da\u00df Onqelos alle Sorgfalt darauf verwendet, von Gott keinen Ausdruck zu gebrauchen, der eine k\u00f6rperliche Vorstellung in sich schlie\u00dft. Die folgende Ausf\u00fchrung gilt dem Nachweise, da\u00df er diese Sorgfalt auch auf jene Ausdr\u00fccke erstreckt, die von Gott eine Bewegung aussagen. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\"><p>Die Klarheit seiner Distinktion. Er unterscheidet n\u00e4mlich zwischen der Wiedergabe wirklich stattgefundener Begebenheiten, bei welcher die w\u00f6rtliche Wiedergabe eine Verk\u00f6rperung Gottes bedeutet h\u00e4tte, und der Wiedergabe einer im Traumgesicht an jemand ergangenen Anrede, bei der es nicht ins Gewicht f\u00e4llt, ob sich der Empf\u00e4nger dieses Traumgesichtes dieses mehr oder weniger sinnlich vorstellt. <a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\"><p>In betreff der Abstufungen der prophetischen Inspiration. <a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\"><p>Weil hier heine wirkliche Bewegung von Gott ausgesagt wird. <a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\"><p>Nach MUNK, Guide I, S. 92, Anm. 2. <a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\"><p>Bei der Darstellung einer blo\u00df in der Einbildungskraft wahrgenommenen Bewegung konnte Onqelos den Bibeltext unver\u00e4ndert wiedergeben; aber bei der Darstellung einer wirklich stattgefundenen Begebenheit, z. B. der Offenbarung am Sinai, mu\u00dfte er ihn umschreiben (paraphrasieren), wenn er nicht zulassen wollte, da\u00df der Leser sich Gott k\u00f6rperlich vorstellt. <a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\"><p>Es bezeugt die Weisheit Onqelos\u2019, dessen Vorgehen f\u00fcr die Auffassung der H. Schrift als grunds\u00e4tzlich gelten sollte. Aber unbeschadet des ungeteilten Ansehens dieses Translators scheint die Meinung des Verf. \u00fcber die Intention Onqelos\u2019 auf Widerspruch gesto\u00dfen zu sein. Nachmanides (Mose b. Nachman 1195\u20141270 zu Gerona in Aragonien, der sonst Maimonides hochsch\u00e4tzt, polemisiert in seinem Kommentar zu Gen. 46, 1 sehr eingehend gegen unseren Verf., indem er einerseits zu beweisen sucht, Onqelos habe sich nicht gescheut, auch wo es sich nicht um eine Vision handelte, von Gott K\u00f6rperliches auszusagen, andererseits auch bei der Wiedergabe von Traumgesichten umschreibende Ausdr\u00fccke zu gebrauchen. Allerdings hat Nachmanides einen befriedigenden Aufschlu\u00df \u00fcber Onqelos\u2019 Verfahren nicht zu geben vermocht. Dies ist auch der Grund, weshalb die Kommentatoren unseres Werkes diese Einw\u00e4nde Nachmanides\u2019 nicht gelten lassen, ja Abravanel sie Punkt f\u00fcr Punkt widerlegt. <a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn8\" class=\"footnote-item\"><p>Es werden drei Grade prophetischer Offenbarung unterschieden: 1. die im Traum, 2. in der Vision und 3. schlechthin. <a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn9\" class=\"footnote-item\"><p>Weil es f\u00fcr die Religion minder gef\u00e4hrlich ist, sich die Engel k\u00f6rperlich vorzustellen, als Gott. <a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn10\" class=\"footnote-item\"><p>Siehe oben S. 66, Anm. 21. <a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn11\" class=\"footnote-item\"><p>S. II. T., Kap. 32\u201446. <a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn12\" class=\"footnote-item\"><p>Dies bedeutet hier allerdings nicht, die hinter dir hergehen, sondern, die deinen Worten oder deinem Rate folgen. <a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn13\" class=\"footnote-item\"><p>W\u00e4hrend die zweite Bedeutung die einer freiwilligen Nachfolge ist, ist die dritte die der notwendigen Folge, wie zwischen Ursache und Verursachtem. <a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn14\" class=\"footnote-item\"><p>Es wird sowohl f\u00fcr die bewirkende Ursache, als auch f\u00fcr den Zweck gebraucht, um dessenwillen etwas ist. <a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn15\" class=\"footnote-item\"><p>Des Zweckes. <a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn16\" class=\"footnote-item\"><p>Welches wieder die Ursache anderer Dinge ist. Gott ist also die letzte Ursache. <a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn17\" class=\"footnote-item\"><p>Der letztere Ausdruck ist offenbar eine Einschr\u00e4nkung des zuerst gebrauchten Wortes \u201eihre Ursache\u201c, weil ja die Wunder nur vor\u00fcbergehenden Bestand haben, und es also nicht zul\u00e4ssig ist zu sagen, Gott lasse sie pl\u00f6tzlich entstehen und \u00e4ndere die Natur der Dinge. Vielmehr ist er schon von Anfang her ihr Urheber. <a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn18\" class=\"footnote-item\"><p>S. oben Kap. 13, S. 54. <a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn19\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich dieser stimmt mit dem Verf. darin \u00fcberein, sie nicht w\u00f6rtlich aufzufassen, doch bezieht Jonatan b. Uziel diese Worte auf Gott, w\u00e4hrend der Verf. sie auf die Materie bezieht. <a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn20\" class=\"footnote-item\"><p>D. h. im allgemeinen stimmt Jonatan b. Uziel mit dieser Erkl\u00e4rung \u00fcberein. <a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn21\" class=\"footnote-item\"><p>Aus Onqelos\u2019 \u00dcbersetzung der Stelle m\u00fc\u00dfte aber folgen, da\u00df er das Pronomen in \u201eunter seinen F\u00fc\u00dfen\u201c auf Gott bezieht, und da\u00df er, um von Gott keinen k\u00f6rperlichen Ausdruck zu gebrauchen, das Wort Thron eingef\u00fcgt hat. Doch der Verf. sagt ausdr\u00fccklich, es bedeute \u201eunter den F\u00fc\u00dfen des Thrones\u201c. Er mu\u00df also annehmen, da\u00df Onqelos den Thron als mitgedacht angenommen und gelesen habe: \u201eUnter den F\u00fc\u00dfen des Thrones seiner Herrlichkeit.\u201c (Vgl. MUNK, Guide I, S. 94, Anm. 3.) <a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn22\" class=\"footnote-item\"><p>Onqelos mu\u00df, da er den \u201eThron\u201c eingef\u00fcgt hat, dieser aber, wenn er in seiner ersten Bedeutung auf Gott bezogen wird, wie oben Kap. 9 S. 47 ausgef\u00fchrt wurde, eine Verk\u00f6rperung Gottes in sich schlie\u00dft, auch noch den Begriff \u201eHerrlichkeit Gottes\u201c einf\u00fcgen. Er hat also gemeint \u201eunter den F\u00fc\u00dfen des Thrones seiner Herrlichkeit\u201c. <a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn23\" class=\"footnote-item\"><p>M\u00f6glicherweise will der Verf. andeuten, da\u00df auch das Wort Sch\u2018khina bei Onqelos ein Homonym ist, einmal f\u00fcr die stofflosen Vernunftwesen, ein andermal f\u00fcr ein durch ein Wunder erschaffenes Licht, und wieder ein andermal f\u00fcr die Vorsehung. Das Gleiche gilt von dem Ausdruck \u201eHerrlichkeit\u201c. S. Abravanel, Komm. z. St. <a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn24\" class=\"footnote-item\"><p>Es ist hier nicht der Ort, um \u00fcber die Bedeutung der Sch\u2018khina und der \u201eHerrlichkeit\u201c zu sprechen; von diesen wird im Kap. 64 u. Kap. 70 die Rede sein. <a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn25\" class=\"footnote-item\"><p>Vom leuchtenden Saphir. <a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn26\" class=\"footnote-item\"><p>Ohne die man den rechten Glauben nicht besitzen kann. <a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn27\" class=\"footnote-item\"><p>Wenn auch die gegebene Erkl\u00e4rung der Vernunft vollkommen entspricht, so kann der Urheber dieses Bildes dennoch etwas anderes damit gemeint haben. <a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn28\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. adoptiert also hier die zweite Erkl\u00e4rung des Wortes \u05e8\u05d2\u05dc, die er oben angef\u00fchrt hat. <a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn29\" class=\"footnote-item\"><p>Die erste Materie (\u1f55\u03bb\u03b7), die selbst die Ursache der existierenden Dinge ist, ist in letzter Linie von Gott verursacht. Die \u201eAuserlesenen der S\u00f6hne Israels\u201c erlangten aber insofern eine irrige Erkenntnis, indem sie in Gott den unmittelbaren Urheber der Materie erblickten. <a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn30\" class=\"footnote-item\"><p>Aber nicht die Substanz. <a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn31\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. erblickt in dem Worte \u05db\u05de\u05e2\u05e9\u05d4 eine Hindeutung auf die erste Materie, welche die Einwirkung der Form empf\u00e4ngt. <a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn32\" class=\"footnote-item\"><p>S. III. T., Kap. 8. <a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn33\" class=\"footnote-item\"><p>D. h., die Materie wird durch die Form gestaltet und kann nur durch Zufall, n\u00e4mlich durch ihre Verbindung mit einer gewissen Form, t\u00e4tig werden, die Form nur durch Zufall leidend, wenn das aus Materie und Form bestehende Ding seine Form verliert. So ist z. B. das Messer durch seine Form, n\u00e4mlich durch seine Sch\u00e4rfe, t\u00e4tig; durch seine Materie, n\u00e4mlich durch das Eisen, bliebe es passiv. Hingegen ist das Eisen nur durch Zufall, indem es die gesch\u00e4rfte Form empfangen hat, t\u00e4tig, wie die Sch\u00e4rfe durch ein Akzidens, n\u00e4mlich durch das Schartigwerden, leidend. <a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn34\" class=\"footnote-item\"><p>S. Arist. Phys. I, 9: \u201e\u1f08\u03bb\u03bb\u1f70 \u03c4\u03bf\u1fe6\u03c4\u2019 \u1f10\u03c3\u03c4\u03b9\u03bd \u1f21 \u1f55\u03bb\u03b7, \u1f65\u03c3\u03c0\u03b5\u03c1 \u1f02\u03bd \u03b5\u1f30 \u03b8\u1fc6\u03bb\u03c5 \u1f04\u03c1\u03c1\u03b5\u03bd\u03bf\u03c2 \u03ba\u03b1\u1f76 \u03b1\u1f30\u03c3\u03c7\u03c1\u1f78\u03bd \u03ba\u03b1\u03bb\u03bf\u1fe6 \u03c0\u03bb\u1f74\u03bd \u03bf\u1f50 \u03ba\u03b1\u03b8\u2019 \u03b1\u1f51\u03c4\u1f78 \u03b1\u1f30\u03c3\u03c7\u03c1\u03cc\u03bd, \u1f00\u03bb\u03bb\u1f70 \u03ba\u03b1\u03c4\u1f70 \u03c3\u03c5\u03bc\u03b2\u03b5\u03b2\u03b7\u03ba\u03cc\u03c2\u00b7 \u03bf\u1f50\u03b4\u1f72 \u03b8\u1fc6\u03bb\u03c5, \u1f00\u03bb\u03bb\u1f70 \u03ba\u03b1\u03c4\u1f70 \u03c3\u03c5\u03bc\u03b2\u03b5\u03b2\u03b7\u03ba\u03cc\u03c2. <a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn35\" class=\"footnote-item\"><p>Das Wort \u05e1\u05e4\u05d9\u05e8\u05d9, welches in dem Hebr\u00e4ischen des Mittelalters in der Bedeutung \u201edurchsichtig\u201c gebraucht wird, legt der Verf. hier in diesem Sinne aus. <a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn36\" class=\"footnote-item\"><p>S. Arist. de anima II, 7: \u201e\u1f0c\u03c7\u03c1\u03bf\u03bf\u03bd \u03b4\u2019 \u1f10\u03c3\u03c4\u1f76 \u03c4\u1f78 \u03b4\u03b9\u03b1\u03c6\u03b1\u03bd\u03ad\u03c2. <a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn37\" class=\"footnote-item\"><p>Nach MUNK, Guide I, S. 98, Anm. 1. <a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn38\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. will sagen, da\u00df die Erlesenen der S\u00f6hne Israels zwar richtig erkannten, da\u00df die Materie ein Erschaffenes ist, da\u00df sie aber ihre Erkenntnis dadurch verdarben, da\u00df sie in Gott den unmittelbaren Urheber der Materie erblickten und somit Gott mit den niedrigsten seiner Gesch\u00f6pfe auf gleiche Stufe stellten. S. oben Kap. 5, S. 40 f. <a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn39\" class=\"footnote-item\"><p>S. II. T., Kap. 13 u. Kap. 19. <a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn40\" class=\"footnote-item\"><p>S. II. T., Kap. 26. <a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn41\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich die der Erlesenen der S\u00f6hne Israels. <a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn42\" class=\"footnote-item\"><p>Der Satz w\u00fcrde in diesem Falle bedeuten: Die Menschen f\u00fcgten sich selbst Leid zu, indem sie sich gegen den Willen Gottes emp\u00f6rten, denn die Worte \u201ein seinem Herzen\u201c m\u00fc\u00dften sich auf den Willen Gottes beziehen. <a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn43\" class=\"footnote-item\"><p>Nach MUNK. Guide I, S. 100, Anm. 2. Das \u201ein ihm\u201c aber bezieht sich in diesem Falle nicht auf Gott, sondern auf den Menschen. <a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn44\" class=\"footnote-item\"><p>Kap. 39. <a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn45\" class=\"footnote-item\"><p>Die Tendenz des Kapitels ist die, der sinnlichen Auffassung des Satzes \u201eder Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer\u201c entgegenzutreten. <a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn46\" class=\"footnote-item\"><p>Bei jedem metaphorischen Gebrauch eines Wortes mu\u00df zwischen dem Dinge, wof\u00fcr es urspr\u00fcnglich gebraucht, und demjenigen, worauf es \u00fcbertragen wurde, eine \u00c4hnlichkeit oder Vergleichbarkeit vorhanden sein. Dies scheint nun hier bei akhal nicht der Fall zu sein. Dies schwebt auch dem Verf. vor und bestimmt ihn zu einer ungew\u00f6hnlichen Ausdrucksweise. Der Kern seiner Ausf\u00fchrung ist folgender: Die T\u00e4tigkeit des Essens bewirkt nacheinander a) das Aufh\u00f6ren der Form des gegessenen Dinges, b) die Zunahme und Erhaltung desjenigen, der es als Nahrung in sich aufgenommen hat. F\u00fcr jede dieser beiden Wirkungen wird das Wort akh\u00e2l in \u00fcbertragener Bedeutung gebraucht. <a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn47\" class=\"footnote-item\"><p>In der Zeit ihrer Zunahme. <a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn48\" class=\"footnote-item\"><p>In der Zeit ihres Stillstandes. <a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn49\" class=\"footnote-item\"><p>In der Zeit ihrer Abnahme. <a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn50\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich die Ausscheidung sch\u00e4dlicher Substanzen. <a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn51\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich der Geist. <a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn52\" class=\"footnote-item\"><p>Durch die \u201eerworbene\u201c Vernunft, durch die der Mensch zur Vereinigung mit der aktiven Intelligenz (\u03bd\u03bf\u1fe6\u03c2 \u03c0\u03bf\u03b9\u03b7\u03c4\u03b9\u03ba\u03cc\u03c2) gelangt. <a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn53\" class=\"footnote-item\"><p>S. bab. Talm. Baba bathra 22a. Der Sinn der Stelle ist der, da\u00df ein Lehrer seine Sch\u00fcler auffordert, statt bei Abaje magere Knochen zu benagen, lieber zu Raba zu gehen, wo sie fettes Fleisch bekommen w\u00fcrden, indem Rabas Unterricht weit mehr den Wissensdurst befriedige als der Abajes. <a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn54\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich im Buche Qohelet (s. Midr. Qohel. zu 3, 13). <a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn55\" class=\"footnote-item\"><p>Aus Jonatan b. Uziels \u00dcbersetzung scheint hervorzugehen, da\u00df er an dieser Stelle las: \u05de\u05b5\u05e2\u05b5\u05d9\u05e0\u05b5\u05d9 \u201evor den Augen\u201c. Aber MUNK, Guide I, S. 102 teilt eine der Handschrift 108 der Sorbonne in Paris entnommene Anmerkung des Samuel Ibn Tibbon mit, die dies bestreitet und unzweifelhaft nachweist, da\u00df der chald\u00e4ische Translator tats\u00e4chlich dem Urtext entsprechend \u05de\u05de\u05e2\u05d9\u05e0\u05d9 gelesen hat. Munk scheint aber im Unrechte, wenn er diese Anmerkung Ibn Tibbons als Polemik gegen den Verf. deutet. Ibn Tibbon beruft sich vielmehr auf eine vom Verf. vor seinem Ableben gegebene \u00c4u\u00dferung. <a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn56\" class=\"footnote-item\"><p>Die Verwirklichung des messianischen Heils liegt nicht in der Befriedigung unserer sinnlichen L\u00fcste und Begierden und in der Annahme falscher \u00dcberzeugungen, sondern in der allgemeinen Verbreitung der wahren Erkenntnisse, die in der Realit\u00e4t ebenso vorhanden sind wie in unserem Bewu\u00dftsein. <a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":64,"featured_media":4110,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[262],"tags":[],"class_list":["post-10740","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrer-der-unschluessigen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/more_newuchim_klein.png?fit=178%2C160&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10740"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10740\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10741,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10740\/revisions\/10741"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}