{"id":10755,"date":"2026-10-21T21:26:09","date_gmt":"2026-10-21T19:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/?p=10755"},"modified":"2026-10-21T21:26:12","modified_gmt":"2026-10-21T19:26:12","slug":"more-newuchim-buch-1-kapitel-36-bis-kapitel-40","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-buch-1-kapitel-36-bis-kapitel-40\/","title":{"rendered":"More Newuchim \u2013 Buch 1 \u2013 Kapitel 36 bis Kapitel 40"},"content":{"rendered":"\n\n\n\n<div class=\"wp-block-jetpack-markdown\"><h2>Kapitel 36<\/h2>\n<p>Sobald ich von den Attributen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn1\" id=\"fnref1\">[1]<\/a><\/sup> Gottes spreche, will ich dir erl\u00e4utern, in welchem Sinne ausgesagt werden kann, da\u00df Gott etwas gef\u00e4llt oder ihn \u00e4rgert und erz\u00fcrnt, weil in diesem Sinne inbetreff mancher menschlichen Individuen in der H. Schrift gesagt wird, Gott habe an ihnen Wohlgefallen, er \u00e4rgere sich \u00fcber sie oder z\u00fcrne ihnen. Doch nicht dies ist die Aufgabe dieses Kapitels, sondern das, was ich nunmehr sagen will<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn2\" id=\"fnref2\">[2]<\/a><\/sup>. Wisse also, da\u00df du, wenn du den ganzen Pentateuch und alle Prophetenb\u00fccher sorgf\u00e4ltig liesest, du die Ausdr\u00fccke \u201eEntbrannter Zorn, \u00c4rger\u201c und \u201eEifer\u201c nirgends anders als in Beziehung auf den G\u00f6tzendienst<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn3\" id=\"fnref3\">[3]<\/a><\/sup> gebraucht findest. Ebenso findest du, da\u00df nur ein G\u00f6tzendiener allein \u201eFeind, Widersacher\u201c oder \u201eHasser Gottes\u201c genannt wird. So sagt die H. Schrift: \u201eWenn ihr anderen G\u00f6ttern dienet und euch vor ihnen niederwerfet, wird der Zorn des Herrn wider euch entbrennen\u201c (Deut. 11, 16, 17); ferner: \u201eDamit der Zorn des Herrn, deines Gottes, nicht entbrenne\u201c (ibid. 6, 15); ferner: \u201eIhn zu \u00e4rgern durch eurer H\u00e4nde Werk\u201c (ibid. 32, 29); \u201eSie haben mich durch Ung\u00f6tter gereizt, durch ihre nichtigen Dinge mich ge\u00e4rgert\u201c (ibid. 21); \u201eDenn er ist ein eifervoller Gott usw.\u201c (ibid. 6, 15); \u201eWarum haben sie mich ge\u00e4rgert mit ihren G\u00f6tzenbildern, mit den Nichtigkeiten des Auslands?\u201c (Jirm. 8, 19); \u201eAus \u00c4rger \u00fcber seine S\u00f6hne und T\u00f6chter\u201c (Deut. 32, 19); \u201eDenn ein Feuer ist aufgeflammt in meinem Zorn\u201c (ibid. 22); \u201eEin R\u00e4cher ist er gegen seine Widersacher, und er vergilt seinen Feinden\u201c (Nach. 1, 2)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn4\" id=\"fnref4\">[4]<\/a><\/sup>; \u201eEr vergilt seinen Hassern\u201c (Deut. 7, 10); \u201eBis er seine Feinde vertrieben hat\u201c (Num. 32, 21); \u201eWas der Herr, dein Gott, ha\u00dft\u201c (Deut. 16, 22); \u201eAlles, was dem Herrn ein Greuel ist, was er ha\u00dft\u201c (ibid. 12, 31). Dies kommt so h\u00e4ufig vor, da\u00df man die Stellen gar nicht aufz\u00e4hlen kann. Wenn du jedoch alle Stellen dieses Inhalts in allen B\u00fcchern durchgehen wirst, wirst du es bemerken. In der Tat haben die B\u00fccher der Prophetie dies deshalb in der nachdr\u00fccklichsten Weise hervorgehoben, weil der G\u00f6tzendienst eine nichtige Vorstellung ist, die an Gott gekn\u00fcpft wird<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn5\" id=\"fnref5\">[5]<\/a><\/sup>. Denn derjenige, der glaubt, Ruben stehe, w\u00e4hrend er in Wirklichkeit sitzt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn6\" id=\"fnref6\">[6]<\/a><\/sup>, weicht nicht so weit von der Wahrheit ab, wie derjenige, der glaubt, das Feuer sei unter der Luft oder der Himmel sei unter der Erde<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn7\" id=\"fnref7\">[7]<\/a><\/sup>, oder die Erde sei eine Fl\u00e4che<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn8\" id=\"fnref8\">[8]<\/a><\/sup> u. dergl. Dieser Zweite weicht aber nicht so weit von der Wahrheit ab, wie derjenige, der glaubt, die Sonne sei aus Feuer<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn9\" id=\"fnref9\">[9]<\/a><\/sup> oder die Sph\u00e4re sei eine Halbkugel<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn10\" id=\"fnref10\">[10]<\/a><\/sup> u. dergl.; dieser Dritte aber nicht so weit als der, der glaubt, da\u00df die Engel essen und trinken<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn11\" id=\"fnref11\">[11]<\/a><\/sup> u. dergl.; und der Vierte nicht so weit wie der, der glaubt, es sei eine Pflicht, au\u00dfer Gott noch ein anderes Ding anzubeten<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn12\" id=\"fnref12\">[12]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer und erhabener n\u00e4mlich der Gegenstand ist, den man verkennt oder leugnet<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn13\" id=\"fnref13\">[13]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich je bedeutender die Stellung ist, die dieser im Seienden einnimmt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn14\" id=\"fnref14\">[14]<\/a><\/sup>, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Unkenntnis oder die Leugnung, wobei ich unter Leugnung den Glauben an das Gegenteil, unter Unkenntnis aber das Nichtwissen dessen verstehe, dessen Kenntnis m\u00f6glich ist. Die Unkenntnis dessen, der nicht wei\u00df, wie gro\u00df der Raumunterschied zwischen Kegel und Zylinder ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn15\" id=\"fnref15\">[15]<\/a><\/sup>, oder der nicht wei\u00df, da\u00df die Sonne eine Kugel ist, ist nicht so gro\u00df wie die Unwissenheit desjenigen, der nicht wei\u00df, ob Gott existiert oder ob die Welt keinen Gott hat<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn16\" id=\"fnref16\">[16]<\/a><\/sup>. Der Unglaube dessen, der meint, da\u00df der Kegel den halben K\u00f6rperinhalt des Zylinders habe<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn17\" id=\"fnref17\">[17]<\/a><\/sup>, oder da\u00df die Sonne eine Scheibe sei, ist nicht so gro\u00df wie der Unglaube dessen, der meint, da\u00df Gott eine Vielheit sei<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn18\" id=\"fnref18\">[18]<\/a><\/sup>. Du wei\u00dft ja, da\u00df nie ein G\u00f6tzendiener dem G\u00f6tzen deshalb gedient hat, weil er glaubte, da\u00df es au\u00dfer diesem keinen Gott gibt, und da\u00df kein G\u00f6tzendiener je geglaubt hat oder in Hinkunft glauben wird, da\u00df die Figur, die von ihm aus Metall, Stein oder Holz verfertigt wurde, den Himmel und die Erde geschaffen habe und regiere, sondern er dient ihm tats\u00e4chlich deshalb, weil er ein Bild von einem Dinge ist, das als Mittelwesen zwischen ihm und Gott steht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn19\" id=\"fnref19\">[19]<\/a><\/sup>, wie die H. Schrift ausdr\u00fccklich sagt mit den Worten: \u201eWer sollte dich nicht f\u00fcrchten, K\u00f6nig der V\u00f6lker?\u201c (Jirm. 10, 7) und den Worten: \u201eAllerorten wird meinem Namen zu Ehren Weihrauch dargebracht und geopfert\u201c (Mal. 1, 11). Dies deutet auf den ersten Beweger hin, an den sie glauben<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn20\" id=\"fnref20\">[20]<\/a><\/sup>. Wir haben dies bereits in unserem gro\u00dfen Werke<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn21\" id=\"fnref21\">[21]<\/a><\/sup> dargelegt, und es geh\u00f6rt zu jenen Dingen, \u00fcber die unter den Kundigen unseres Gesetzes keine Meinungsverschiedenheit obwaltet. Weil aber diese Leugner, wenn sie auch an das Dasein Gottes glauben, ihren falschen Glauben mit etwas verkn\u00fcpften, das nur Gott allein zukommt, n\u00e4mlich mit der Anbetung und Verherrlichung \u2014 wie die H. Schrift sagt: \u201eIhr sollt dem Herrn dienen\u201c usw.<\/p>\n<p>(Ex. 23, 28), damit sein Dasein im Glauben des Volkes aufrechterhalten werde, \u2014 sie aber dieses Gott allein Zukommende einem anderen Wesen au\u00dfer ihm zuerkannten, und dies dahin f\u00fchren mu\u00df, da\u00df das Dasein Gottes aus dem Glauben des Volkes schwinden m\u00fc\u00dfte, so mu\u00dfte, weil ja das Volk nur die Handlungen der Anbetung, nicht aber ihren Zweck und die wahre Wesenheit dessen, dem die Anbetung gewidmet ist, versteht, \u00fcber sie die Todesstrafe verh\u00e4ngt werden nach dem Schriftworte: \u201eDu darfst keine Seele am Leben lassen\u201c! (Deut. 20, 15). Dieser Ausspruch gibt auch die Ursache an, n\u00e4mlich die Beseitigung jener nichtigen Meinung, damit nicht andere dadurch Schaden nehmen, wie dort gesagt wird: \u201eUnd sie sollen euch nicht lehren\u201c (ibid). Diese nennt nun die H. Schrift Feinde, Hasser und Widersacher Gottes und sagt, wer dies tue, reize und \u00e4rgere Gott und errege Gottes Zorn. Und wie m\u00fc\u00dfte nun erst das Schicksal dessen sein, der Gott selbst leugnet und an sein Gegenteil glaubt, d. h. der nicht an die Existenz Gottes glaubt oder ihn f\u00fcr eine Vielheit h\u00e4lt, oder sich ihn als K\u00f6rper oder als einer Einwirkung unterliegend vorstellt, oder ihm eine Mangelhaftigkeit, welcher Art immer, zuschreibt? Dieser ist ja ohne Zweifel viel schlimmer als ein G\u00f6tzenanbeter, der den G\u00f6tzen anbetet, weil dieser seiner Meinung nach ein n\u00fctzliches oder sch\u00e4dliches Mittelwesen ist. Wenn du also an die K\u00f6rperlichkeit Gottes glaubst oder annimmst, da\u00df Gott irgendeinen einem K\u00f6rper zukommenden Zustand besitze, so reizest und \u00e4rgerst du damit Gott, fachst seinen Zorn und Grimm an und bist sein Feind, Hasser und Widersacher, schlimmer als die schlimmsten G\u00f6tzendiener. Solltest du aber meinen, da\u00df es f\u00fcr den, der an die K\u00f6rperlichkeit Gottes glaubt, eine Rechtfertigung gebe, weil er bei diesem Glauben aufgewachsen oder weil er unwissend oder unverst\u00e4ndig ist, so mu\u00dft du auch vom G\u00f6tzendiener glauben, da\u00df er nur aus Unwissenheit dem G\u00f6tzen diene, oder weil er dabei aufgewachsen ist und der Sitte seiner Vorfahren folgt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn22\" id=\"fnref22\">[22]<\/a><\/sup>. Meinst du aber, da\u00df der Wortlaut der H. Schrift sie in diesen Zweifel st\u00fcrzt, so mu\u00dft du ebenso wissen, da\u00df auch die G\u00f6tzendiener tats\u00e4chlich nur durch mangelhafte Vorstellungen und Einbildungen zum G\u00f6tzendienste gef\u00fchrt worden sind. Es gibt daher keine Rechtfertigung f\u00fcr den, der, wenn er selbst schon kein Denker ist, die Belehrung hier\u00fcber von wahrheitsliebenden Forschern nicht annimmt, denn ich erachte nicht den als einen Gottesleugner, der die Unk\u00f6rperlichkeit Gottes nicht beweisen kann, sondern den, der daran nicht glaubt, um so mehr, da die Paraphrasen Onqelos\u2019 und Jonatan ben Uziels<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn23\" id=\"fnref23\">[23]<\/a><\/sup> vorhanden sind, die so viel als m\u00f6glich tun, um zu beweisen, da\u00df die K\u00f6rperlichkeit Gottes undenkbar ist. Dies war die Aufgabe dieses Kapitels.<\/p>\n<h2>Kapitel 37<\/h2>\n<p>\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd (panim, Angesicht) ist ein Wort mit mehreren, meist \u00fcbertragenen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn24\" id=\"fnref24\">[24]<\/a><\/sup> Bedeutungen. Es bezeichnet das Antlitz jedes Lebewesens, z. B. \u201eJedes Angesicht (\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, panim) wird sich in Bl\u00e4sse verwandeln\u201c (Jirm. 30, 6); \u201eWarum ist euer Angesicht (\u05e4\u05b0\u05bc\u05e0\u05b5\u05d9\u05db\u05b6\u05dd, p\u2019nekh\u00e9m) so tr\u00fcb?\u201c (Gen. 40, 7). Daf\u00fcr gibt es viele Beispiele. Es bezeichnet jedoch auch Zorn (\u00c4rger)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn25\" id=\"fnref25\">[25]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eUnd ihren Verdru\u00df (\u05e4\u05e0\u05d9\u05d4, uphaneh\u00e1) empfand sie nicht mehr\u201c (I. Sam. 1, 18), und in diesem Sinne wird es oft gebraucht, um den Zorn oder Unwillen Gottes auszudr\u00fccken; z. B. \u201eder Zorn (\u05e4\u05e0\u05d9, p\u2019n\u00e9) des Herrn hat sie geteilt\u201c (Klagel. 4, 16); \u201eDer Zorn (\u05e4\u05e0\u05d9, p\u2019n\u00e9) des Herrn richtet sich gegen die \u00dcbelt\u00e4ter\u201c (Ps. 34, 17); \u201eMein Zorn (\u05e4\u05e0\u05d9, pan\u00e1j)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn26\" id=\"fnref26\">[26]<\/a><\/sup> wird vergehen und ich werde dich zur Ruhe bringen\u201c (Ex. 33, 14); \u201eIch werde meinen Zorn (\u05e4\u05e0\u05d9, pan\u00e1j) richten\u201c (Lev. 20, 5). Auch daf\u00fcr gibt es zahlreiche Beispiele. Es ist aber auch die Bezeichnung f\u00fcr die Gegenwart (Existenz) einer Person und ihre Anwesenheit<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn27\" id=\"fnref27\">[27]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eVor dem Angesichte (\u05e4\u05e0\u05d9, p\u2019n\u00e9) aller seiner Br\u00fcder fiel ihm sein Erbe zu\u201c (Gen. 25, 18); \u201eAngesichts (\u05e2\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9, al p\u2019n\u00e9) des ganzen Volkes will ich geehrt sein\u201c (Lev. 10, 3), d. h. in seiner Gegenwart; \u201eDa\u00df er dich in dein Angesicht (\u05e4\u05e0\u05d9\u05da, panekh\u00e1) l\u00e4stern wird\u201c (Jjob 1, 11), d. h. obgleich du da bist und existierst. In diesem Sinne ist der Ausspruch gemeint: \u201eDer Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht\u201c (\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d1\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, panim b\u2019phanim) (Exod. 33, 11), d. h. als Anwesender mit dem Anwesenden ohne ein Mittelding<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn28\" id=\"fnref28\">[28]<\/a><\/sup>, \u00e4hnlich wie der Ausspruch: \u201eKomm, wir wollen einander im Angesicht (\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, panim) begegnen!\u201c (II. K\u00f6n. 14, 8), oder \u201eVon Angesicht zu Angesicht (\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd \u05d0\u05dc \u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, panim el panim) hat der Herr mit euch geredet\u201c (Deut. 5, 4)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn29\" id=\"fnref29\">[29]<\/a><\/sup>, was an einer anderen Stelle mit den Worten erl\u00e4utert wird: \u201eDen Klang der Worte h\u00f6rtet ihr, aber eine Gestalt sahet ihr nicht, es war nichts als ein Schall\u201c (ibid. 4, 12)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn30\" id=\"fnref30\">[30]<\/a><\/sup>, und dies wird ausgedr\u00fcckt durch \u201eAngesicht zu Angesicht\u201c. Ebenso ist auch der Ausspruch: \u201eEs redete der Herr mit Mose von Angesicht zu Angesicht\u201c (Exod. 33, 11) ein Ausdruck daf\u00fcr, was die H. Schrift mit der Bedeutung sagt, da\u00df ihm die Worte mitgeteilt wurden: Er vernahm die Stimme, die zu ihm redete\u201c (Num. 7, 9). Es ist also klar, da\u00df das Vernehmen der Stimme ohne Vermittelung eines Engels mit dem Worte \u201evon Angesicht zu Angesicht\u201c bezeichnet wird. Und von der n\u00e4mlichen Bedeutung ist auch der Ausspruch: \u201eMein Angesicht kann nicht gesehen werden\u201c (ibid. 23), n\u00e4mlich das wahre Wesen meiner Existenz kann nicht so, wie es ist, begriffen werden<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn31\" id=\"fnref31\">[31]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd (panim) ist aber auch eine Ortsbezeichnung<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn32\" id=\"fnref32\">[32]<\/a><\/sup> im Sinne von \u201evor dir\u201c, oder \u201ein deinen H\u00e4nden\u201c, und in diesem Sinne wird es oft von Gott gebraucht, z. B. \u201evor dem Angesichte des Herrn\u201c (Gen. 18, 22). In diesem Sinne ist auch nach Onqelos\u2019 \u00dcbersetzung der Satz zu verstehen: \u201eMein Angesicht kann nicht gesehen werden\u201c, er \u00fcbersetzt ihn: \u201eWas vor mir ist, kann nicht gesehen werden\u201c. Damit will er andeuten, da\u00df es auch erhabene Gesch\u00f6pfe<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn33\" id=\"fnref33\">[33]<\/a><\/sup> gibt, die der Mensch, wie sie an sich sind, nicht zu erkennen vermag, n\u00e4mlich die stofflosen Vernunftwesen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn34\" id=\"fnref34\">[34]<\/a><\/sup>, die er auf Gott zur\u00fcckf\u00fchrt, weil sie stets vor ihm und in seiner Hand sind, und weil mit ihnen seine Vorsehung in besonderem Ma\u00dfe dauernd verkn\u00fcpft ist<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn35\" id=\"fnref35\">[35]<\/a><\/sup>. Dasjenige aber, was nach seiner, n\u00e4mlich Onqelos\u2019 Meinung, nach seinem wahren Wesen begriffen werden kann, sind Dinge, die in der Stufe der Existenz tiefer stehen als diese, n\u00e4mlich das Wesen der Materie und der Form<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn36\" id=\"fnref36\">[36]<\/a><\/sup>. Von diesen wird (Mose) gesagt: \u201eDu wirst sehen, was hinter mir ist\u201c (ibid. 23), n\u00e4mlich die seienden Dinge\u201c, von denen ich mich in einem gewissen Sinne abwende und die ich hinter mich werfe, ein fig\u00fcrlicher Ausdruck, der andeutet, da\u00df diese mit dem Dasein Gottes nicht verbunden sind<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn37\" id=\"fnref37\">[37]<\/a><\/sup>. Meine Erkl\u00e4rung dessen aber, was Mose von Gott erbat, wirst du \u00fcbrigens vernehmen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn38\" id=\"fnref38\">[38]<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd ist aber auch eine temporale Bezeichnung im Sinne des Vorherseins, z. B. \u201eVormals (\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, l\u2019phanim) war es in Israel\u201c (Rut 4, 7); \u201eVormals (\u05dc\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd) hast du die Erde gegr\u00fcndet\u201c (Ps. 102, 26)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn39\" id=\"fnref39\">[39]<\/a><\/sup>. Es ist aber auch der Ausdruck f\u00fcr die sorgf\u00e4ltige Beachtung und \u00dcberwachung<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn40\" id=\"fnref40\">[40]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eDu sollst auf den Armen keine R\u00fccksicht (\u05e4\u05e0\u05d9, p\u2019ne) nehmen\u201c (Lev. 19, 15); \u201eEin Angesehener (\u05e0\u05e9\u05d5\u05d0 \u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, n\u2019ssu panim), d. h. einer, den man beachtet (Jes. 3, 3); \u201eDer auf kein Ansehen achtet (\u05e4\u05e0\u05d9\u05dd, panim)\u201c (Deut. 10, 17). Und dies kommt h\u00e4ufig vor. In diesem Sinne ist auch der Ausspruch gemeint: \u201eDer Herr wende dir sein Antlitz zu und gebe dir Frieden\u201c (Num. 6, 26), d. h. er lasse uns durch seine Vorsehung geleiten.<\/p>\n<h2>Kapitel 38<\/h2>\n<p>\u05d0\u05d7\u05d5\u05e8 (ach\u00f3r, R\u00fccken) hat mehrere Bedeutungen. Es bedeutet den R\u00fccken (die R\u00fcckseite)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn41\" id=\"fnref41\">[41]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eDie R\u00fcckseite (\u05d0\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9, achor\u00e9) der Wohnung\u201c (Exod. 26, 12); \u201eDie Lanze trat in seinem R\u00fccken (\u05de\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5, meachor\u00e1w) heraus\u201c (II. Sam. 2, 23). Es ist aber auch eine temporale Bezeichnung im Sinne von \u201enachher\u201c, z. B. \u201eNach ihm (\u05d5\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9\u05d5, w\u2019achar\u00e1w) erstand nicht seinesgleichen\u201c (II. K\u00f6n. 23, 25); \u201eNach (\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9, ach\u2019r\u00e9) diesen Begebenheiten\u201c (Gen. 22, 1) und viele \u00e4hnliche Stellen. Es bedeutet aber auch \u201esich nach etwas richten<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn42\" id=\"fnref42\">[42]<\/a><\/sup>, in jemandes Wegen wandeln und die Eigenschaften einer Person nachahmen\u201c, z. B. \u201eNach (\u05d0\u05d7\u05e8\u05d9, ach\u2019r\u00e9) dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr wandeln\u201c (Deut. 13, 5); \u201eDem Herrn sollen sie nachwandeln\u201c (Hos. 11, 10), n\u00e4mlich nach seinem Willen handeln, seinen Handlungen nachstreben, sich nach seinen Eigenschaften richten und seinem Befehle nachkommen. Und in diesem Sinne ist gesagt worden: \u201eDu wirst meinen R\u00fccken (\u05d0\u05d7\u05d5\u05e8\u05d9, achor\u00e1j) sehen\u201c (Exod. 33, 23), n\u00e4mlich wirst erkennen, was mir nachfolgt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn43\" id=\"fnref43\">[43]<\/a><\/sup>, mir \u00e4hnlich<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn44\" id=\"fnref44\">[44]<\/a><\/sup> und von meinem Willen verursacht<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn45\" id=\"fnref45\">[45]<\/a><\/sup> ist, n\u00e4mlich alle meine Gesch\u00f6pfe, wie ich in einem der Kapitel dieses Buches<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn46\" id=\"fnref46\">[46]<\/a><\/sup> erl\u00e4utern werde.<\/p>\n<h2>Kapitel 39<\/h2>\n<p>\u05dc\u05d1 (lebh, Herz) ist ein Wort mit mehreren Bedeutungen. Es ist der Name des Organs, in dem sich das Lebensprinzip<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn47\" id=\"fnref47\">[47]<\/a><\/sup> befindet f\u00fcr die, die ein Herz besitzen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn48\" id=\"fnref48\">[48]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eEr stie\u00df sie in Absaloms Herz\u201c (\u05d1\u05dc\u05d1, b\u2018lebh) (II. Sam. 18, 14). Und da dieses Organ in der Mitte des Leibes ist, so wurde das Wort in \u00fcbertragenem Sinne f\u00fcr die Mitte<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn49\" id=\"fnref49\">[49]<\/a><\/sup> jedes Dinges gebraucht, z. B. \u201eBis in das Herz (\u05dc\u05d1, lebh) des Himmels\u201c (Deut. 4, 11). \u201eDie Mitte (\u05dc\u05d1\u05ea, labbat) des Feuers\u201c (Exod. 3, 2). Es ist aber auch die Bezeichnung des Denkens, wie in dem Ausspruch: \u201eIst mein Herz (\u05dc\u05d1\u05d9, libbi) dir nicht gefolgt? (II. K\u00f6n. 5, 26), n\u00e4mlich war ich nicht mit meinem Denken gegenw\u00e4rtig, als dies geschah<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn50\" id=\"fnref50\">[50]<\/a><\/sup>? Von dieser Bedeutung ist auch der Ausspruch: \u201eIhr sollt eurem Herzen (\u05dc\u05d1\u05d1\u05db\u05dd, l\u2018bhabhkh\u00e9m) nicht nachsp\u00e4hen\u201c (Num. 15, 39), n\u00e4mlich nicht euren Gedanken folgen; \u201eDessen Herz (\u05dc\u05d1\u05d1\u05d5, l\u2018bhabh\u00f3) sich heute abwendet\u201c (Deut. 29, 17), n\u00e4mlich dessen Denken sich abwendet. Es ist aber auch die Bezeichnung f\u00fcr einen Plan, z. B. \u201eDas ganze \u00fcbrige Israel war Eines Sinnes (\u05dc\u05d1, lebh), David als K\u00f6nig einzusetzen\u201c (I. Chron. 12, 39), n\u00e4mlich sie stimmten in dem einen Plan \u00fcberein. Ebenso auch der Ausspruch: \u201eDie Toren m\u00fcssen aus Mangel an Herz (\u05dc\u05d1, lebh) sterben\u201c (Spr. 10, 21), n\u00e4mlich aus Mangel an Besonnenheit<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn51\" id=\"fnref51\">[51]<\/a><\/sup>. Ebenso der Ausspruch: \u201eMein Herz (\u05dc\u05d1\u05d1\u05d9, l\u2018bhabhi) wird niemals abfallen\u201c (Ijob 27, 6)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn52\" id=\"fnref52\">[52]<\/a><\/sup>, d. h. mein Entschlu\u00df wird sich in dieser Beziehung nicht \u00e4ndern, denn der Anfang des Satzes lautet: \u201eAn meiner Unschuld halte ich fest, ich lasse sie nicht! Mein Herz f\u00e4llt nicht ab von meinen bisherigen Tagen.\u201c Unter den Bedeutungen des Wortes \u05d7\u05e8\u05e3 (charaph, schm\u00e4hen) ist meiner Meinung nach auch die des Ausspruches \u201eeine Magd, die zu einem Manne \u00fcbergeht\u201c (\u05e0\u05d7\u05e8\u05e4\u05ea, nech\u2018rephet)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn53\" id=\"fnref53\">[53]<\/a><\/sup> (Lev. 19, 20), \u00e4hnlich dem arabischen [?] (muncharafat), d. h. die aus dem Besitze als Sklavin in den Besitz als Ehefrau \u00fcbergeht.<\/p>\n<p>\u05dc\u05d1 (lebh) ist aber auch die Bezeichnung des Willens, z. B. \u201eIch gebe euch Hirten, die nach meinem Sinne (\u05db\u05dc\u05d1\u05d9, k\u2018libbi) sind\u201c (Jirm. 3, 15)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn54\" id=\"fnref54\">[54]<\/a><\/sup>; \u201eIst in deinem Herzen (\u05dc\u05d1\u05d1\u05da, l\u2018bhabh\u2018kha) solche Aufrichtigkeit wie in meinem?\u201c (II. K\u00f6n. 10, 15), n\u00e4mlich ist dein Wille so aufrichtig wie meiner? Und in dieser Bedeutung wird es manchmal auch auf Gott \u00fcbertragen, z. B. \u201eWie es in meinem Herzen (\u05d1\u05dc\u05d1\u05d1\u05d9, bil\u2018babhi) und in meiner Seele ist, wird er tun\u201c (I. Sam. 2, 35), n\u00e4mlich er wird nach meinem Willen handeln. \u201eMeine Augen und mein Herz (\u05d5\u05dc\u05d1\u05d9, w\u2018libbi) werden dort alle Tage sein (I. K\u00f6n. 9, 3), n\u00e4mlich meine Vorsehung und mein Wille. Es ist aber auch die Bezeichnung f\u00fcr die Vernunft, z. B. \u201eder verworrene Mensch wird mit Herz (\u05d9\u05dc\u05d1\u05d1, jillabhebh) erf\u00fcllt\u201c (Ijob 11, 10), n\u00e4mlich er wird verst\u00e4ndig. Ebenso: \u201eDas Herz des Weisen ist zu seiner Rechten\u201c (Pred. 10, 2), n\u00e4mlich seine Vernunft befa\u00dft sich mit vollkommenen Dingen. Und daf\u00fcr gibt es viele Beispiele. In dieser Bedeutung wird es auch allenthalben auf Gott \u00fcbertragen, n\u00e4mlich es bezeichnet die Vernunft, nur ausnahmsweise<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn55\" id=\"fnref55\">[55]<\/a><\/sup> auch den Willen Gottes, an jeder Stelle ihrem Zusammenhang gem\u00e4\u00df. Und so sind die Ausspr\u00fcche \u201eF\u00fchre es zu deinem Herzen zur\u00fcck\u201c (Deut. 4, 39); \u201eEr f\u00fchrt es aber nicht zu seinem Herzen\u201c (Jes. 44, 19) und alle diesen \u00e4hnliche als Vernunfterw\u00e4gungen zu verstehen, wie in dem Ausspruch \u201eDer Herr gab euch nicht ein Herz, um zu erkennen\u201c (Deut. 29, 3), welchem der Satz entspricht: \u201eDir ist es gezeigt worden, damit du erkennest\u201c (Deut. 4, 35)<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn56\" id=\"fnref56\">[56]<\/a><\/sup>; Hingegen ist der Ausspruch: \u201eDu sollst den Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen lieben\u201c (ibid. 6, 5) meiner Ansicht nach so zu erkl\u00e4ren: \u201eMit allen Kr\u00e4ften deines Herzens<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn57\" id=\"fnref57\">[57]<\/a><\/sup>, n\u00e4mlich mit allen Kr\u00e4ften deines K\u00f6rpers<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn58\" id=\"fnref58\">[58]<\/a><\/sup>, denn diese gehen alle vom Herzen aus. Der Sinn ist also, du sollst die Erkenntnis Gottes zum Zweck aller deiner Handlungen setzen, wie wir im Mischna-Kommentar<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn59\" id=\"fnref59\">[59]<\/a><\/sup> und im Mischne-Tora<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn60\" id=\"fnref60\">[60]<\/a><\/sup> darlegten.<\/p>\n<h2>Kapitel 40<\/h2>\n<p>\u05e8\u05d5\u05d7 (ruach, Odem, Geist) ist ein Wort von mehrfacher Bedeutung. Es ist die Bezeichnung der Luft, n\u00e4mlich des einen der vier Elemente, wie in dem Ausspruche: \u201eDie g\u00f6ttliche Luft (\u05e8\u05d5\u05d7, ruach) schwebte \u00fcber dem Antlitz des Wassers<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn61\" id=\"fnref61\">[61]<\/a><\/sup> (Gen. 1, 2). Es ist aber auch die Bezeichnung des Windes<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn62\" id=\"fnref62\">[62]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eDer Ostwind (\u05d5\u05e8\u05d5\u05d7, w\u2018ruach) f\u00fchrte die Heuschrecken herbei\u201c (Ex. 10, 13); \u201eDer Westwind\u201c (\u05e8\u05d5\u05d7 \u05d9\u05dd, ruach jam) (ibid. 19). Die Beispiele hierf\u00fcr sind zahlreich. Es bezeichnet ferner den Lebensodem<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn63\" id=\"fnref63\">[63]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eEin Hauch (\u05e8\u05d5\u05d7, ruach), der dahingeht und nicht wiederkehrt\u201c (Ps. 78, 37); \u201eIn welchem Lebensodem (\u05e8\u05d5\u05d7, ruach) ist\u201c (Gen. 7, 15). Es bezeichnet aber auch das Ding, das vom Menschen nach seinem Tode \u00fcbrig bleibt<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn64\" id=\"fnref64\">[64]<\/a><\/sup> und von keinem Aufh\u00f6ren betroffen wird<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn65\" id=\"fnref65\">[65]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eDer Geist (\u05d5\u05d4\u05e8\u05d5\u05d7, w\u2018haruach) kehrt zu Gott zur\u00fcck, der ihn gegeben hat\u201c (Pred. 12, 7). Es bedeutet ferner auch die Emanation der g\u00f6ttlichen Vernunft<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn66\" id=\"fnref66\">[66]<\/a><\/sup>, die er auf die Propheten ergie\u00dft und durch die sie weissagen, wie wir, so weit es in dieses Buch geh\u00f6rt, bei der Er\u00f6rterung der Prophetie auseinandersetzen wollen<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn67\" id=\"fnref67\">[67]<\/a><\/sup>, z. B. \u201eIch werde von dem Geiste (\u05d4\u05e8\u05d5\u05d7, haruach), der auf dir ruht, absondern\u201c (Num. 10, 17); \u201eEs geschah, als der Geist (\u05d4\u05e8\u05d5\u05d7, haruach) auf ihnen ruhte\u201c (ibid. 25); \u201eDer Geist (\u05e8\u05d5\u05d7, ruach) des Herrn redet durch mich\u201c (II. Sam. 23, 2). Auch daf\u00fcr sind zahlreiche Beispiele zu finden. Es bezeichnet endlich auch die Absicht und den Willen, z. B. \u201eAll seinen Geist (\u05e8\u05d5\u05d7\u05d5, ruch\u00f3) bringt der Tor zum Vorschein\u201c (Spr. 29, 11), n\u00e4mlich seine Absicht und seinen Willen. Ebenso der Ausspruch: \u201eAusgeleert wird der Geist (ruach) \u00c4gyptens in seinem Innern und seinen Plan will ich zunichte machen\u201c (Jes. 19, 3). Der Sinn ist: Seine Absichten werden vereitelt und seine Pl\u00e4ne unwirksam sein. Ebenso der Ausspruch: \u201eWer ermi\u00dft den Geist (ruach) des Herrn, und wer ist es, der uns seinen Entschlu\u00df bekanntzugeben verm\u00f6chte? (Jes. 40, 13), n\u00e4mlich wer ist es, der die Aufeinanderfolge der Dinge infolge meines Willens kennt, oder der meine Regierung des Seienden begreift, wie sie ist, und sie uns kundgibt?<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn68\" id=\"fnref68\">[68]<\/a><\/sup>, wie wir in den Kapiteln \u00fcber die Weltregierung Gottes<sup class=\"footnote-ref\"><a href=\"#fn69\" id=\"fnref69\">[69]<\/a><\/sup> erl\u00e4utern wollen. So oft nun das Wort ruach auf Gott bezogen wird, hat es die f\u00fcnfte oder manchmal diese letzte Bedeutung, n\u00e4mlich wie wir darlegten, die des Willens. Das Wort mu\u00df an jeder Stelle so erkl\u00e4rt werden, wie es deren Zusammenhang andeutet.<\/p>\n<hr class=\"footnotes-sep\">\n<section class=\"footnotes\">\n<ol class=\"footnotes-list\">\n<li id=\"fn1\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 54. <a href=\"#fnref1\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn2\" class=\"footnote-item\"><p>Es handelt sich hier nicht darum, in welchem Sinne man diese Dinge von Gott aussagen k\u00f6nne, sondern darum, da\u00df diese Ausdr\u00fccke in der H. Schrift lediglich in Beziehung auf den G\u00f6tzendienst gebraucht werden. <a href=\"#fnref2\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn3\" class=\"footnote-item\"><p>Die Kommentatoren Narbonni, Caspi und Ephodi machen mit Recht darauf aufmerksam, da\u00df mehrere Stellen der H. Schrift dem zu widersprechen scheinen, so z. B. in Beziehung auf Mose die Worte: \u201eDer Zorn des Herrn entbrannte wider Mose\u201c (Ex. 4, 14) oder \u201eMein Zorn wird entbrennen\u201c (Exod. 22, 23) oder in bezug auf Mirjam und Ah\u2018ron: \u201eDer Zorn des Herrn entbrannte wider sie und er ging weg\u201c (Num. 11, 8), oder in bezug auf Ijobs Freunde. \u201eMein Zorn ist wider dich und deine beiden Genossen entbrannt\u201c (Ijob 42, 7). Sie versuchen dies jedoch in dem Sinne zu erkl\u00e4ren, da\u00df er solchen falschen Vorstellungen z\u00fcrnte, die vom G\u00f6tzendienst nicht weit abstehen, z. B. Mose, weil er Gott als unmittelbaren Beweger der Sph\u00e4re aufgefa\u00dft, Mirjam und Ah\u2018ron, weil sie den Unterschied zwischen der prophetischen Inspiration durch die Vernunft und der durch die Phantasie nicht begriffen, Ijobs Freunde, weil sie Gott als Urheber ohne Mittelwesen dachten. <a href=\"#fnref3\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn4\" class=\"footnote-item\"><p>Die Stelle ist ungenau aus dem Ged\u00e4chtnis zitiert, sie lautet wirklich: \u201eund grollt seinen Feinden\u201c. Mose ben Maimon, F\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen. 8 <a href=\"#fnref4\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn5\" class=\"footnote-item\"><p>Die H. Schrift mu\u00dfte den irrigen Vorstellungen der heidnischen V\u00f6lker mit dem gr\u00f6\u00dften Nachdruck entgegentreten, weil diese, wenn sie auch an Gott glaubten, die immer fortbestehenden Gestirne und Sph\u00e4ren als von Gott eingesetzte Herren der k\u00f6rperlichen Dinge betrachteten und meinten, sie im Sinne und nach der Absicht Gottes verehren zu m\u00fcssen. S. Kreskas, Komm. z. St. <a href=\"#fnref5\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn6\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. will sagen, da\u00df die Unkenntnis oder der bewu\u00dfte Unglaube nicht immer von gleicher Bedeutung sei, sondern einerseits davon abh\u00e4nge, ob der Gegenstand der Unwissenheit oder des Unglaubens ein blo\u00dfes Akzidens oder ein wesentliches Merkmal oder die Substanz des Dinges selbst betrifft, andererseits davon, welchen Rang diese unter den seienden Dingen einnimmt. <a href=\"#fnref6\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn7\" class=\"footnote-item\"><p>In dem vom Verf. im Kap. 72 entworfenen Weltbilde gibt er in \u00dcbereinstimmung mit Arist. de coelo IV, 5 die Lage der Elemente in der bekannten Reihenfolge an, zu unterst die Erde, dann das Wasser, die Luft und das Feuer. Jedes dieser Elemente hat eine sph\u00e4rische Form. <a href=\"#fnref7\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn8\" class=\"footnote-item\"><p>Der Glaube, da\u00df die Erde eine Fl\u00e4che (Scheibe) sei, war im Altertum allgemein, bis er von Eudoxos aus Knidos und Aristoteles zerst\u00f6rt wurde. Letzterer bewies, da\u00df ein frei im Weltraum schwebender K\u00f6rper keine andere als Kugelgestalt haben k\u00f6nne. <a href=\"#fnref8\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn9\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. nimmt an, da\u00df die Gestirne und die Sph\u00e4ren wohl K\u00f6rper sind, aber aus einer feineren Materie, dem sogenannten f\u00fcnften Stoffe, nicht aus der Materie der vier Elemente bestehen. <a href=\"#fnref9\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn10\" class=\"footnote-item\"><p>Der Glaube an die Kugelgestalt der Sph\u00e4re ist im gleichen Verh\u00e4ltnisse wichtiger als der an die Kugelgestalt der Erde, wie die Sph\u00e4re wichtiger ist als die Erde. <a href=\"#fnref10\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn11\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich sie f\u00fcr k\u00f6rperliche Wesen h\u00e4lt. <a href=\"#fnref11\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn12\" class=\"footnote-item\"><p>Diese ist die schlimmste Abweichung von der Wahrheit, weil sie sich auf Gott selbst bezieht. <a href=\"#fnref12\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn13\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. unterscheidet hier mit Recht die Unkenntnis von der Leugnung, weil diese letztere das Gegenteil der Wahrheit f\u00fcr Wahrheit ausgibt. <a href=\"#fnref13\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn14\" class=\"footnote-item\"><p>Die Erkenntnis der Wahrheit in betreff der Prinzipien ist die Ursache der Erkenntnis vieler anderen Dinge, sowie der Irrtum hier\u00fcber die Quelle vieler Irrt\u00fcmer ist, wie derjenige, der sich im Kreuzungspunkt der Stra\u00dfen irrt, vom rechten Weg am weitesten abkommt. Vgl. Falaquera, More hammore S. 22. <a href=\"#fnref14\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn15\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. f\u00fchrt nur je ein Beispiel f\u00fcr Unkenntnis und Unglauben an. <a href=\"#fnref15\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn16\" class=\"footnote-item\"><p>Der Unterschied besteht hier darin, da\u00df in den erstangef\u00fchrten F\u00e4llen die Unwissenheit sich nicht auf die Existenz dieser Dinge erstreckt, daher die Unwissenheit im letzteren Falle die schwerer wiegende ist. <a href=\"#fnref16\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn17\" class=\"footnote-item\"><p>Von gleicher Grundfl\u00e4che und gleicher H\u00f6he. In Wahrheit betr\u00e4gt dieser K\u00f6rperinhalt ein Drittel vom Rauminhalt des Zylinders. <a href=\"#fnref17\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn18\" class=\"footnote-item\"><p>Der also statt an die Einheit an den Dualismus glaubt, und dessen Unglaube von den schwersten Folgen f\u00fcr Religion und Sittlichkeit begleitet ist. <a href=\"#fnref18\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn19\" class=\"footnote-item\"><p>Sie verehren die G\u00f6tzenbilder als Bilder der Dinge, die sie als Mittelwesen zwischen Gott und den Menschen betrachten. <a href=\"#fnref19\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn20\" class=\"footnote-item\"><p>Sie halten Gott f\u00fcr die erste Ursache. <a href=\"#fnref20\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn21\" class=\"footnote-item\"><p>S. Mischne-Tora, Hilkhot Aboda zara c. 1. 8* <a href=\"#fnref21\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn22\" class=\"footnote-item\"><p>Vgl. bab. Talm., Chullin 13b, Beza 4b, Abod. zara 2a. <a href=\"#fnref22\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn23\" class=\"footnote-item\"><p>Die n\u00e4mlich als glaubw\u00fcrdige Zeugen betrachtet werden k\u00f6nnen. <a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn24\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. will nicht alle, sondern nur einige dieser \u00fcbertragenen Bedeutungen anf\u00fchren, denn sonst h\u00e4tte er nicht sagen d\u00fcrfen, da\u00df \u05e4\u05e0\u05d9\u05dd das Antlitz jedes Lebewesens bezeichne, da es fig\u00fcrlich auch von der Erde, von der Flut und vom gesamten Universum gebraucht wird. S. Gen. 1, 2; 2, 6). <a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn25\" class=\"footnote-item\"><p>Da der Zorn sich zun\u00e4chst im Antlitz offenbart. <a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn26\" class=\"footnote-item\"><p>In diesem Sinne wird die Stelle im bab. Talm. B\u2019rakhot 7a und auch bei Onqelos nach einigen Ausgaben aufgefa\u00dft. Nach der Lesart in den meisten Bibeldrucken bezieht Onqelos die Stelle auf die Sch\u2019khina. Damit \u00fcbereinstimmend Raschi, Komm. z. Ex. 33, 14. Vgl. auch Abravanel, Komm. z. St. <a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn27\" class=\"footnote-item\"><p>Es kann also auch hei\u00dfen \u201ebei Lebzeiten\u201c. <a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn28\" class=\"footnote-item\"><p>Ohne die Funktion der Einbildungskraft, durch die unmittelbar von Gott zu seiner Vernunft und zu seinem Denken gelangende Inspiration. <a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn29\" class=\"footnote-item\"><p>Obgleich die an das gesamte Volk ergangene Offenbarung mit der unmittelbar an Moses ergangenen nicht verglichen werden kann, bedient sich die H. Schrift dennoch hinsichtlich beider desselben Ausdrucks, und zwar weil ebensowohl von Mose (Num. 7, 9) wie vom gesamten Volke (Deut. 4, 12) berichtet wird, da\u00df sie eine Stimme vernahmen. Allerdings war es bei Mose eine innere, ohne die Vereinigung mit der aktiven Vernunft in seinem Bewu\u00dftsein entstandene, beim Volke eine durch ein Wunder erschaffene Stimme. <a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn30\" class=\"footnote-item\"><p>Das Gemeinsame der beiden Wahrnehmungen bestand darin, da\u00df sowohl Mose wie auch das ganze Volk ihre Offenbarung im wachenden Zustand ohne Dazwischentreten einer Phantasievorstellung, also unmittelbar, erhielten, Mose allerdings eine geistige, das Volk eine sinnliche Offenbarung. <a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn31\" class=\"footnote-item\"><p>Die Erkl\u00e4rung dieser Stelle ist offenbar der eigentliche Zweck des Kapitels. <a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn32\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich die Bezeichnung f\u00fcr einen sichtbar vor dem Betrachtenden liegenden Ort. <a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn33\" class=\"footnote-item\"><p>Da\u00df also nicht nur die Kenntnis des g\u00f6ttlichen Wesens, sondern auch die der stofflosen Vernunftwesen Mose versagt blieb. <a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn34\" class=\"footnote-item\"><p>Die Vernunftwesen der Sph\u00e4ren oder die die Sph\u00e4ren regierenden Geister. Nach der Meinung der arabischen Philosophen und der Scholastiker hat Aristoteles mit dem Ausdrucke \u03c4\u1f70 \u03c7\u03b5\u03c7\u03c9\u03c1\u03b9\u03c3\u03bc\u03ad\u03bd\u03b1 (de anima III, 7 Ende) diese gemeint, n\u00e4mlich geistige Mittelwesen, die, von Gott verursacht, die Werkzeuge sind, durch welche die selbst unbewegte Gottheit das Universum bewegt. S. II. T., Kap. 4. <a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn35\" class=\"footnote-item\"><p>Da sie Gott am n\u00e4chsten stehen und von ihrem Wirken der Bestand der Welt abh\u00e4ngt. S. III. T., Kap. 17. <a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn36\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich, der Prinzipien, aus denen die k\u00f6rperlich seienden Dinge entstehen, w\u00e4hrend die Vernunftwesen reine Formen sind. <a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn37\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich nicht, wie Aristoteles meint, von Gott notwendig verursacht sind und mit ihm koexistieren m\u00fcssen. <a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn38\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 54. <a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn39\" class=\"footnote-item\"><p>Die angef\u00fchrte Stelle (Ps. 102, 26) bedeutet nicht im Widerspruche mit der Meinung des Verf., die Welt sei nicht mit einem zeitlichen Anfang geschaffen, sie bedeutet vielmehr: Im Anfang der Sch\u00f6pfung. <a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn40\" class=\"footnote-item\"><p>Also auch der besonderen Beachtung und Ehrung. <a href=\"#fnref40\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn41\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich ohne Unterschied f\u00fcr lebendige und leblose Dinge. <a href=\"#fnref41\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn42\" class=\"footnote-item\"><p>Fortsetzung und Nachahmung. <a href=\"#fnref42\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn43\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich die Sph\u00e4ren und Gestirne, die sich aus Sehnsucht zu Gott hinbewegen. <a href=\"#fnref43\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn44\" class=\"footnote-item\"><p>Die stofflosen Vernunftwesen, die Gott in der Emanation des Guten nachahmen. <a href=\"#fnref44\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn45\" class=\"footnote-item\"><p>N\u00e4mlich von meiner Substanz, von mir selbst. <a href=\"#fnref45\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn46\" class=\"footnote-item\"><p>S. unten Kap. 54; vgl. oben Kap. 21, S. 65. <a href=\"#fnref46\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn47\" class=\"footnote-item\"><p>Der Quell und der Ursprung des Lebens. <a href=\"#fnref47\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn48\" class=\"footnote-item\"><p>Da es auch Lebewesen gibt, die dieses Organ nicht besitzen. Arist., Zoolog. II, 15. de part. anim. III, 4. <a href=\"#fnref48\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn49\" class=\"footnote-item\"><p>Als Mittelpunkt oder Innerstes. Das Wort \u201elabbat\u201c ist aber tats\u00e4chlich nicht von \u201elebh\u201c abzuleiten. <a href=\"#fnref49\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn50\" class=\"footnote-item\"><p>Wenn ich auch nicht zugegen war, so war ich doch im Geiste anwesend und habe Kenntnis von dem, was sich zwischen dir und Na\u2018man ereignet hat. <a href=\"#fnref50\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn51\" class=\"footnote-item\"><p>Weil sie keinen Rat wissen. <a href=\"#fnref51\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn52\" class=\"footnote-item\"><p>W\u00f6rtlich: \u201eMein Herz schm\u00e4ht keinen meiner Tage\u201c, d. h. ich habe mir an keinem Tage meines Lebens etwas vorzuwerfen gehabt. Der Ausspruch wird aber vom Verf., wie er weiter begr\u00fcndet, im Sinne der obigen \u00dcbersetzung ausgelegt. <a href=\"#fnref52\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn53\" class=\"footnote-item\"><p>Der im Talmud (s. bab. Talm. Kerit. 9a, 11a, Qidd. 6a, Gittin 43a ff.) vorkommende Terminus schiphcha nech\u2018rapha (Lev. 19, 20) wird dort in dem Sinne \u201eeiner mit einem Manne verlobten Sklavin\u201c aufgefa\u00dft, oder \u201ehalb Freie, halb Sklavin\u201c. <a href=\"#fnref53\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn54\" class=\"footnote-item\"><p>Dem Verf. ist, wie Ephodi (Komm. z. St.) richtig bemerkt, entgangen, da\u00df dieser Vers, der sich auf Gott bezieht, zur sp\u00e4ter folgenden Versgruppe geh\u00f6rt. <a href=\"#fnref54\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn55\" class=\"footnote-item\"><p>Zu diesen Ausnahmen geh\u00f6rt auch der oben in Kap. 29, S. 84 besprochene Bibelvers: \u201eEr betr\u00fcbte sich in seinem Herzen\u201c (Gen. 6, 6). <a href=\"#fnref55\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn56\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. f\u00fchrt diesen letzteren Satz noch an, um zu zeigen, da\u00df das Wort \u05d3\u05e2\u05ea eine Vernunfterkenntnis bedeutet. <a href=\"#fnref56\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn57\" class=\"footnote-item\"><p>Also in diesem Falle nicht in geistigem Sinne. <a href=\"#fnref57\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn58\" class=\"footnote-item\"><p>Da das Herz das Prinzip des Lebens ist, von dem alle K\u00f6rperkr\u00e4fte ausgehen. Nach diesen nennt die H. Schrift die Kr\u00e4fte der Seele und zuletzt mit den Worten \u05d5\u05d1\u05db\u05dc \u05de\u05d0\u05d5\u05d3\u05da (ubh\u2018khol m\u2018odekh\u00e1) die geistigen Anlagen. <a href=\"#fnref58\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn59\" class=\"footnote-item\"><p>S. Mischnakommentar, Einleitg. z. Trakt. Abot (P\u2018raqim) c. 5. <a href=\"#fnref59\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn60\" class=\"footnote-item\"><p>S. Mischne-Tora, Hilkhot Jessode hattora II, 2. <a href=\"#fnref60\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn61\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. will andeuten, da\u00df nach dem Schriftworte im Sinne der Theorie Aristoteles\u2019 das Element der Luft auf dem des Wassers ruhe, weicht aber hierin von s\u00e4mtlichen Bibelerkl\u00e4rern ab. S. oben Kap. 36, S. 114, Anm. 7 und II. T., Kap. 30. <a href=\"#fnref61\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn62\" class=\"footnote-item\"><p>Der Wind ist nach der Meinung des Verf. nicht mit der bewegten Luft identisch, sondern geh\u00f6rt zu den zusammengesetzen K\u00f6rpern. <a href=\"#fnref62\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn63\" class=\"footnote-item\"><p>Der, wenn er auch das Leben verursacht und bewirkt, dennoch, weil er k\u00f6rperlich ist, mit dem K\u00f6rper vergeht. <a href=\"#fnref63\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn64\" class=\"footnote-item\"><p>Die erworbene Vernunft, die durch die Vermittelung der Vernunftwesen und der Sph\u00e4ren dem Menschen zukommt. <a href=\"#fnref64\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn65\" class=\"footnote-item\"><p>Nach der Vereinigung mit der aktiven Intelligenz. <a href=\"#fnref65\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn66\" class=\"footnote-item\"><p>Die von Gott kommende Inspiration. <a href=\"#fnref66\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn67\" class=\"footnote-item\"><p>S. II. T., Kap. 32\u201446. <a href=\"#fnref67\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn68\" class=\"footnote-item\"><p>Der Verf. fa\u00dft die Stelle so auf, als lautete der Text: \u05d9\u05d5\u05d3\u05d9\u05e2\u05e0\u05d5 (jodi\u00e9nu, uns verk\u00fcnden). <a href=\"#fnref68\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn69\" class=\"footnote-item\"><p>S. III. T., Kap. 18 und 19. <a href=\"#fnref69\" class=\"footnote-backref\">&#x21a9;\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/section>\n<\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-678cc482\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns alignfull has-1-columns has-desktop-equal-layout has-tablet-equal-layout has-mobile-collapsedRows-layout has-reverse-columns-mobile has-vertical-bottom ticss-c00aadba\"><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-columns-overlay\"><\/div><div class=\"innerblocks-wrap\">\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column-4d412c51\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-column\">\n<h2 id=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading wp-block-themeisle-blocks-advanced-heading-fb3c7a39\">More Newuchim<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-text-color\" style=\"color:#fefefe\">Der \u00bbF\u00fchrer der Unschl\u00fcssigen\u00ab<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-primary\"><a class=\"wp-block-button__link has-white-color has-text-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/more-newuchim-fuehrer-der-unschluessigen\/\"><strong>Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":64,"featured_media":4110,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[262],"tags":[],"class_list":["post-10755","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrer-der-unschluessigen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/more_newuchim_klein.png?fit=178%2C160&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10755"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10756,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10755\/revisions\/10756"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4110"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.talmud.de\/tlmd\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}